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2007 Jahresbericht 2007


Inhaltsverzeichnis Kennzahlen

4

Einleitung

5

Abk체rzungen

6

Organisation

7

Kundenstruktur

8

Beitr채ge

9

Leistungen:

Alters- und Hinterlassenenversicherung

Erwerbsersatzordnung

Familien- und Kinderzulagen

Erg채nzungsleistungen

12 /13

Invalidenversicherung

14/15/16

Individuelle Pr채mienverbilligung

10 10/11 11

17

Verwaltungskosten

18

Rechtsdienst

19

Verschiedenes

20

Revisionen

21

Genehmigung

22

Betriebsrechnung

24/25

Verwaltungskostenrechnung

26

Bilanz

26




Kennzahlen

Einleitung

Anzahl

Mitglieder

66’710

SVA St.Gallen in anforderungsreichem Umfeld

Mio. Franken

Sozialwerke des Bundes: Beiträge AHV/IV/EO

691,8

ALV

111,6

FLG

0,7

Sozialwerke des Bundes: Leistungen



AHV

875,1

IV

286,2

EO

36,5

FLG

10,5

Individuelle Prämienverbilligung

IPV

Ergänzungsleistungen

EL

200,4

AEL

23,3

Familienausgleichskassen

Einnahmen

78,6

Ausgaben

84,3

Verwaltungskosten

Beiträge der Abrechnungspflichtigen

10,7

Übrige Einnahmen

39,5

Ausgaben

50,2

144,4

Die Anforderungen an die SVA St.Gallen wachsen weiter, neue Herausforderungen sind ständige Begleiter unserer Arbeit. Im Berichtsjahr war vor allem die Vorbereitung auf die Umsetzung der 5. Revision des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG) allgegenwärtig. Ein neuer Zugang zu den Arbeitgebern, intensive Arbeit vor Ort und eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen beteiligten Institutionen sind Faktoren, die erfolgreich bewältigt sein wollen. Den Paradigmawandel in der Invalidenversicherung vollziehen wir mit der Schaffung interdisziplinärer Teams. Mit dieser Politik der kurzen Wege haben wir die Basis gelegt, um die erklärten Zielsetzungen der Revision – schnellere Entscheide und weniger Neurenten – zu erreichen. Doch nicht nur die IV-Stelle ist gefordert: Im Bereich Ausgleichskasse sind es der neue Finanzausgleich (NFA), das Gesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und die Einführung der neuen AHV-­Nummer, die unsere volle Aufmerksamkeit verlangen. Gleichzeitig wollen wir in den angestammten Bereichen den Kundinnen und Kunden unsere gewohnt guten ­Dienstleistungen erbringen. Die SVA St.Gallen mit ihrem umfassenden Dienstleistungsangebot ist ganz offensichtlich ein Spiegel unserer sich immer schneller wandelnden Gesellschaft. Aus diesem Bewusstsein heraus nutzen wir diese Herausforderungen als Möglichkeiten, um unsere Mitarbeitenden über die Bereiche hinweg stärker und enger zu vernetzen. Alte Gewohnheiten müssen abgelegt werden, neue Abläufe sind nachhaltig ein­ zuführen. Aus der Akzeptanz von Neuem soll Freude entstehen.

Steter Wandel Die SVA St.Gallen mit ihrem umfassenden Dienstleistungsangebot ist ein Spiegel unserer sich immer schneller wandelnden Gesell-­ schaft.

Unser Selbstverständnis einer SVA St.Gallen als Kompetenzzentrum für Sozialversicherungen mit einem hohen Dienstleistungsverständnis wird immer stärker auch von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. Auch in dieser Wahrnehmung sind wir gefordert, Zeichen zu setzen. Wenn Sie diesen Geschäftsbericht lesen, werden wir bereits mit einem neuen Auftritt in Erscheinung treten und beispielsweise eine vollständig überarbeitete, strikt an den Kundenbedürfnissen orientierte Internetseite anbieten. Nun möchte ich aber all unseren Kunden, den kantonalen und kommunalen Behörden danken für die gute Zusammenarbeit und das uns entgegengebrachte Ver­ trauen. Den Mitarbeitenden und den Zweigstellenleitenden gebührt Dank und Anerkennung für das Engagement und die geleistete Arbeit. Herzlichen Dank auch der Verwaltungskommission für die gewohnt vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.

St.Gallen, im April 2008

Linus Dermont, lic. oec. HSG Direktor




Abkürzungen

Organisation

AEL

Ausserordentliche Ergänzungsleistungen

Verwaltungskommission

AHV

Alters- und Hinterlassenenversicherung

Präsidentin Kathrin Hilber

Vorsitz

ALV

Arbeitslosenversicherung

St.Gallen

AN

Arbeitnehmer

Mitglieder

Mitglieder

ATSG

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts

Hans Bütikofer Mogelsberg

Bruno Leutenegger Wittenbach

Daniel Gübeli Goldingen

Susanne Schocher Steinach

Bruno Gutmann St.Gallen

Protokoll

Barbara Baumann St.Gallen

Urs Schneider Rüthi

EL

Ergänzungsleistungen

EO

Erwerbsersatzordnung

FAK

Familienausgleichskasse

FLG

Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft

HE

Hilflosenentschädigung

IGS

Informatikgesellschaft für Sozialversicherungen GmbH

Marianne Schättin Mosnang

IPV

Individuelle Prämienverbilligung für die Krankenpflegegrundversicherung

Andreas Zeller Flawil

IV

Invalidenversicherung

Aktuarin

IVG

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung

Barbara Baumann St.Gallen

LA

Landwirtschaft

MSE

Mutterschaftsentschädigung

RAD

Regionaler Ärztlicher Dienst

SE

Selbständigerwerbende

SVA

Sozialversicherungsanstalt

Geschäftsleitung

Adresse

Linus Dermont St.Gallen

SVA St.Gallen Brauerstrasse 54 9016 St.Gallen Tel. 071 282 66 33 Fax 071 282 69 10 E-Mail: info@svasg.ch Internet: www.svasg.ch

Verwaltungskommission

Vorsitzender der Geschäftsleitung Linus Dermont Direktor

Mitglied der Geschäftsleitung Bruno Leutenegger Leiter Ausgleichskasse



Mitglied der Geschäftsleitung Susanne Schocher Leiterin IV-Stelle

Mitglied der Geschäftsleitung Linus Dermont Leiter Services




Kundenstruktur

Beiträge

Die Kundinnen und Kunden der SVA St.Gallen sind Personen oder Firmen, die ent­ weder Beiträge an die verschiedenen Sozialversicherungen bezahlen oder Leistungen aus diesen Versicherungswerken beziehen.

Im Jahr 2007 nahm die SVA St.Gallen folgende Beiträge bei den angeschlossenen Mitgliedern ein:

Beitragsart Beim Kundenkreis der Abrechnungs- und Beitragspflichtigen hat die SVA St.Gallen sicherzustellen, dass alle im Kanton St.Gallen niedergelassenen Arbeitgeber, Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen erfasst sind. Im Jahre 2007 waren im Kanton St.Gallen 82'090 Abrechnungspflichtige erfasst. Von diesen rechneten 15’380 mit Verbandsausgleichskassen ab. Die restlichen 66’710 Mitglieder der SVA St.Gallen verteilten sich auf 18’556 Selbständigerwerbende mit und ohne Arbeitnehmer, 12’579 Arbeitgeber, 18’955 Nichterwerbstätige, 16’469 Abrechnungspflichtige ohne Beiträge und 151 Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber.

Weniger ­ IV-­Bezüger Die Zahl der IV-Bezüger­innen und -Bezüger war

in Mio. Franken

AHV/IV/EO-Beiträge

691,8

ALV-Beiträge

111,6

FLG-Beiträge

0,7

FAK-Beiträge

78,6

Total

882,7

An die Beitragspflichtigen ergingen 282’129 Rechnungen. Die SVA St.Gallen erliess 27’833 Mahnungen und leitete 9’562 Betreibungen ein. Sie schloss ferner 1’773 Zahlungsvereinbarungen ab.

Bei den Leistungsbezügerinnen und -bezügern entfielen 45’524 auf die AHV, 21’008 auf die IV, 14’380 auf die EL, 2’978 auf die AEL, 19’058 auf die EO, 3’104 auf die MSE, 23’853 auf die FAK und 134’210 auf die IPV (ohne Abrechnung über EL und Sozialhilfe).

Mehr Beitragsein-­ nahmen, mehr ­Rechnungen und auf

2007 bereits leicht rück-­ läufig.

Spiegel der Wirtschaft

Gesamthaft hat die Zahl der Mitglieder sowie der Leistungsbezügerinnen und -bezüger 330’825 betragen.

der anderen Seite ­weniger Mahnungen und Betreibungen.

Leistungsbezüger IPV Abrechnungspflichtige Leistungsbezüger AHV Leistungsbezüger FAK Leistungsbezüger EO

6,3 %

40,6 20,2 13,8 7,2 5,8

% % % % %

Leistungsbezüger Leistungsbezüger Leistungsbezüger Leistungsbezüger

MSE IV EL AEL

0,9 6,3 4,3 0,9

% % % %

AHV/IV/EO-Beiträge ALV-Beiträge FLG-Beiträge FAK-Beiträge

4,3 %

Mio. Mio. Mio. Mio.

Fr. Fr. Fr. Fr.

78,6 Mio. Fr. 0,9 %

0,7 Mio. Fr.

0,9 % 5,8 %

691,8 111,6 0,7 78,6

40,6 %

111,6 Mio. Fr.

7,2 %

13,8 %

20,2 %



691,8 Mio. Fr.




Leistungen Alters- und Hinterlassenenversicherung

Mutterschaftsentschädigungen

Die SVA St.Gallen richtete im Jahr 2007 AHV-Leistungen im Gesamtbetrag von 875,1 Mio. Franken aus. Davon entfielen 16,9 Mio. Franken auf Hilflosenentschädi­ gungen der AHV. Im Vergleich zum Vorjahr haben die AHV-Leistungen um 6,1 % zugenommen.

Die vor der Niederkunft erwerbstätigen Mütter, die in der schweizerischen AHV versichert sind, erhalten eine Mutterschaftsentschädigung von 14 Wochen. Die Entschädigung wird als Taggeld ausgerichtet und beträgt 80 % des vor der Niederkunft erzielten durchschnittlichen Erwerbseinkommens, höchstens aber 172 Franken pro Tag. Diese Leistungen werden über die Beiträge der Erwerbsersatzordnung finanziert.

Diese AHV-Leistungen verteilten sich auf folgende Leistungsarten:

Höhere ­ AHV-Ausgaben Die SVA St.Gallen

Leistungsart

Anzahl

Einfache Renten

40’305

Zusatzrenten für Ehepartner

400

Kinderrenten

340

Witwen- und Witwerrenten

1’674

Franken an AHV-

Waisenrenten

1’098

Leistungen aus. ­

Hilflosenentschädigungen

­zahlte 875,1 Mio.

Dies entspricht ­einer Zunahme

Total

1’707

45’524

um 6,1 %.

Erwerbsersatzordnung

Die SVA St.Gallen richtete im Jahr 2007 Mutterschaftsentschädigungen von ­­ 12,6 Mio. Franken aus.

Anzahl Gesuche

3’104

Mutterschafts­ entschädigung Die SVA St.Gallen

Familien- und Kinderzulagen Die SVA St.Gallen führt die Kantonale Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer und die Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft. Ferner obliegt ihr die Durchführung der Zulagenordnung in der Landwirtschaft nach der Bundesgesetzgebung.

Leistungen

FAK-Zulagen an Arbeitnehmende

Franken aus.

77,0 5,3

Die EO-Leistungen verteilten sich auf folgende Leistungsarten:

FAK-Zulagen an Landwirte

2,0

Leistungsart

FLG-Zulagen an Landwirte

10,5

Total

94,8

Anzahl 10’784

Beförderungsdienste

2’590

Übrige Dienstleistungen

5’684

Total

Umfang von 12,6 Mio.

in Mio. Franken

FAK-Zulagen an Selbständigerwerbende

Ordentliche Militärdienstleistungen

entschädigungen im

Im Jahr 2007 wurden folgende Leistungen ausgerichtet:

Die SVA St.Gallen zahlte EO-Entschädigungen von 36,5 Mio. Franken aus. Im Vergleich zum Vorjahr haben diese Leistungen um 4,2 % abgenommen, ­ bedingt durch die Abnahme der Dienstleistungen.

19’058

Die FAK- und FLG-Leistungen verteilten sich auf folgende Bezugsgruppen:

Leistungsart Zulagen an Arbeitnehmende

Anzahl 20’478

Zulagen an Selbständigerwerbende

1’103

Zulagen an Landwirte

2’272

Total

10

richtete Mutterschafts-­

23’853

11


Ergänzungsleistungen

Die Ergänzungsleistungen verteilten sich anzahlmässig auf folgende Bezugsgruppen:

AHV/IV-Renten sollen grundsätzlich den Existenzbedarf decken. Wenn diese allein nicht ausreichen, können ordentliche Ergänzungsleistungen beansprucht werden. Der Kanton St.Gallen richtet zusätzlich ausserordentliche Ergänzungsleistungen aus.

Leistungen

Im Jahr 2007 zahlte die SVA St.Gallen 223,6 Mio. Franken an ordentlichen und ausser­ ordentlichen EL aus. Im Vergleich zum Vorjahr haben diese Leistungen um 2,9 % zugenommen.

EL zu Hinterlassenenrenten

Zunahme bei ­ den Ergänzungs-­ leistungen.

Leistungen

in Mio. Franken

EL an AHV-Rentner AEL an AHV-Rentner

10,5

­Ergänzungsleistungen

EL an IV-Rentner

92,1

AEL an IV-Rentner

12,8

sind leicht gestiegen.

Total

8’103

AEL zu Altersrenten

1’470 314

EL zu Invalidenrenten

5’963

AEL zu Invalidenrenten

1’508

17’358

Zur Finanzierung der Ergänzungsleistungen tragen Bund, Kanton und Gemeinden bei. Der Bund leistet an die Finanzierung der ordentlichen Ergänzungsleistungen einen Beitrag von 27 %. Den Restbetrag übernehmen Kanton und Gemeinden im Verhältnis von 50 % zu 50 %. Der Finanzierungsschlüssel hat sich mit der kantonalen Steuergesetzrevision geändert.

108,2

Die Ausgaben für

EL zu Altersrenten

Total

Die Ausgaben bei EL und AEL verteilten sich wie folgt:

Anzahl

mit der Steuergesetz­

Die Finanzierung von EL und AEL im Detail:

Leistungen und Anteile

AEL 2006 AEL 2007

120

120 108.2

90.1 92.1

200,4

Anteil Bund 27 %

- 54,1

ordentliche EL zulasten Kanton/Gemeinden

146,3

ausserordentliche EL zur AHV/IV

+ 23,3

Total EL zulasten Kanton/Gemeinden

169,6 84,8

80

Anteil Gemeinden 50 %

84,8

40

40

ordentliche EL zur AHV/IV

Anteil Kanton 50 %

60

60

in Mio. Franken

100

104.2

80

schlüssel hat sich revision verändert.

Die nachstehende Grafik zeigt die prozentuale Verteilung der Leistungen auf die einzelnen Bezugsgruppen.

100

Der Finanzierungs-­

Die Finanzierung der ausserordentlichen Ergänzungsleistungen erfolgt ausschliesslich durch Kanton und Gemeinden, welche die Kosten ebenfalls je zur Hälfte tragen.

223,6

EL 2006 EL 2007

Finanzierung der EL

Zusätzlich wurden für individuelle Prämienverbilligungen Leistungen von 51,6 Mio. Franken an EL-Bezüger ausgerichtet.

20

20 12.8

10.2 10.5

12.8

0

0

EL an AHV

12

AEL an AHV

EL an IV

AEL an IV

13


Invalidenversicherung

Mehr Hilfsmittel für AHV-Rentne-­ rinnen und -Rent-­ ner Die Zunahme der Neu-­

Aus der Behandlung der Neu- und Wiederanmeldungen resultierten die folgenden Beschlüsse:

Die Ausgleichskasse der SVA St.Gallen richtete im Jahr 2007 in Form von Renten, Hilflosenentschädigungen und Taggeldern Geldleistungen im Betrag von 286,2 Mio. Franken aus.

Art

Diese IV-Leistungen verteilten sich auf folgende Leistungsarten:

Sonderschulmassnahmen

Leistungsart

Anzahl

Einfache Renten

11’955

Zusatzrenten für Ehepartner

1’977

Kinderrenten

4’523

IV-Taggelder

1’075

Hilflosenentschädigungen

1’478

Total

21’008

anmeldungen ist vor allem auf den Hilfsmit-­ telbereich zurückzu-­ führen.

Neben den Geldleistungen erbringt die Invalidenversicherung auch Sachleistungen. Die SVA St.Gallen prüfte im Zusammenhang mit Eingliederungsmassnahmen 71’918 Rechnungen. Die IV bezahlte Sachleistungen im Gesamtbetrag von 141,6 Mio. Franken.

Anzahl

Medizinische Eingliederungsmassnahmen

3’660 989

Hilfsmittel

4’809

Berufliche Eingliederungsmassnahmen

4’182

Übrige Massnahmen

4’752

Renten und Rentenrevisionen

6’136

Hilflosenentschädigungen und HE-Revisionen

2’163

Total

26’691

Mehr abweisende Beschlüsse Die abweisenden ­Beschlüsse sind pro-­

Es wurden 4’561 abweisende Beschlüsse gefällt, was einem Anteil von 17,08 % ­entspricht.

zentual und absolut gestiegen.

Zur Feststellung von Leistungsansprüchen bei Eingliederungsmassnahmen oder Rentengesuchen sind teilweise Abklärungen vor Ort notwendig. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung bei diesen Abklärungen, beim Eingang der Neuanmeldungen und den Neueingängen im Zusammenhang mit beruflichen Eingliederungsmassnahmen.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Geldleistungen um 2,2 %. Die Ausgaben für Sachleistungen nahmen um 2,5 % zu. Die SVA St.Gallen bearbeitete 3’946 neue Anmeldungen zum Bezug von IV-Leistungen, 1'196 für Hilflosenentschädigungen und 2’144 für Hilfsmittel an AHV-Rentner. Die Gesamtzahl neuer Anmeldungen beträgt 7’286. Sie hat um 2,2 % zugenommen.

Neuanmeldungen Neueingänge berufliche Eingliederungsmassnahmen Abklärung vor Ort

8000

8000

7867 7000

7523

7000

7422

7125

7286

6000

6000

5000

4000

5000

3000

4000

2000

3000

2441

2400

1000

2703 2230

2000

2288

0

1000

0

771

2003

14

1117

2004

1224

2005

980

2006

940

2007

15


Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Versicherungsfälle, welche berufliche Eingliederungsmassnahmen betreffen.

Art

Berufliche Einglie-­ derung als Prozess

Personen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen haben Anspruch auf Prämienverbilligungen für die obligatorische Krankenpflegegrundversicherung.

Anzahl

Ende 2006 in Bearbeitung

3’228

Neuzugänge 2007

2’288

Erledigungen 2007

1’930

Ende 2007 in Bearbeitung

3’586

Für Prämienverbilligungen wurden im Jahr 2007 144,4 Mio. Franken ausbezahlt. Davon entfielen auf Prämienverbilligungen für EL-beziehende Personen 51,6 Mio. Franken und auf Prämienverbilligungen aus der Sozialhilfe 28,0 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr haben die Leistungen um 4,5 % zugenommen.

Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der in Bearbeitung stehenden Versicherungsfälle beruflicher Art um 11 % zu. Die folgende Grafik zeigt, auf welche Art die 1’930 abgeschlossenen Versicherungsfälle im Bereich der beruflichen Eingliederungsmassnahmen erledigt wurden.

Eingliederungsmass-­ dig, zahlen sich im aus.

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der bearbeiteten Gesuche der IPV-Leistungen nach Bezugsgruppen.

Bezugsgruppen Ordentliche Prämienverbilligungen

nahmen sind aufwän-­ Erfolgsfall aber immer

Individuelle Prämienverbilligung

Überwachungen Wiederholte Arbeitsvermittlung Ausbildung Abklärungen/Kapitalhilfe Erstmalige Arbeitsvermittlung

43,1 %

24,8 % 3,8 % 28,2 % 0,1 % 43,1 %

Anzahl 134’210

Mehr Prämien ­verbilligt 144,4 Mio. Franken an Prämienverbilligungen

Prämienverbilligungen über EL

17’646

sind ausbezahlt worden.

Prämienverbilligungen über Sozialhilfe

21’110

Das bedeutet eine Zu-­

Total

172’966

nahme von 4,5%.

24,8 %

3,8 %

0,1 % 28,2 %

16

17


Verwaltungskosten

Rechtsdienst

Die Verwaltungskostenrechnung 2007 schloss bei Einnahmen von 50,270 Mio. Franken und Ausgaben von 50,222 Mio. Franken mit einem Einnahmenüberschuss von Fr. 47'888.66 ab.

Die Anzahl Beschwerden an das Versicherungsgericht im Bereich IV ist wegen der Abschaffung des Einspracheverfahrens stark angestiegen. In den übrigen Bereichen bewegte sich die Anzahl Einsprachen in etwa auf der Höhe des Vorjahres. Auffällig ist, dass im Bereich AHV nur einige wenige Einspracheentscheide an das Versicherungsgericht weitergezogen wurden. Die geringe Zahl von Beschwerden lässt sich damit erklären, dass die Erwägungen in den Einspracheentscheiden zu einer grösseren Transparenz beitragen. Dadurch steigt die Akzeptanz unserer Entscheide.

An Verwaltungskostenbeiträgen der Mitglieder wurden im Berichtsjahr 10,7 Mio. Franken eingenommen. Im Vergleich zum Vorjahr haben diese Einnahmen um 3,8 % zugenommen. Damit tragen die Verwaltungskostenbeiträge der Mitglieder mit 21,3 % zur Finanzierung der Gesamtausgaben bei. Die übrige Finanzierung erfolgt zur Hauptsache durch Kostenvergütungen für übertragene Aufgaben und Dienstleistungen für Dritte.

Guter Rechnungs-­ abschluss

Der Verwaltungskostenbeitrag auf den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen der AHV/IV/EO betrug wie im Vorjahr 3 %. Er wurde wie folgt ermässigt: Bei einer jährlichen Lohnsumme von Franken

Die Verwaltungs­ kostenrechnung schloss mit einem Einnahmenüberschuss von rund Fr. 48'000 ab.

100'001.00 300'001.00 1'000'001.00

bis bis bis über

300'000.00 1'000'000.00 3'000'000.00 3'000'000.00

2,5 2 1,5 1

% % % %

mind. mind. mind. mind.

303.00/Jahr 757.60/Jahr 2'020.00/Jahr 4'545.00/Jahr

Einsprachen

Beschwerden

231

5

24

4

IV

0

494

EO

4

0

EL

334

48

FAK/FLG

12

0

Schadenersatz (Art. 52 AHVG)

16

9

IPV

360

6

Total

981

566

AHV (Beiträge/Renten) AHV (HE/HM)

Neue Verfahren Die Akzeptanz der Entscheide im ­Bereich AHV ist spürbar ­gestiegen.

Im Jahr 2007 betrug der durchschnittliche Verwaltungskostenansatz für die Mitglieder 1,55 %. Die SVA St.Gallen erhielt an Urteilen und Präsidialverfügungen erster Instanz:

Urteile/Verfügungen AHV IV

Anzahl 7 293

EO

1

EL

53

FAK/FLG

0

Schadenersatz (Art. 52 AHVG)

3

IPV

2

Total

359

Von den eingegangenen erstinstanzlichen Urteilen wurden 53 Fälle an das Bundesgericht weitergezogen.

18

19


Verschiedenes

Revisionen

Personal

Die Finanzkontrolle des Kantons St.Gallen als Revisionsstelle der SVA St.Gallen hat die auf den 31. Dezember 2007 abgeschlossenen Jahresrechnungen in verschiedenen Revisionen geprüft.

Der Personalbestand setzte sich am Jahresende aus 300 Personen zusammen, wobei 179 bzw. 59,67 % Frauen und 121 bzw. 40,33 % Männer beschäftigt wurden. Das Durchschnittsalter beträgt 39,8 Jahre. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Durchschnitt 8,3 Jahre bei der SVA St.Gallen beschäftigt.

Managementsystem

ISO-Norm und Datenschutzgüte-­ siegel bestätigt Prozessmanagement und Datenschutz­ belange werden vor-­ bildlich gehandhabt.

Die SVA St.Gallen arbeitet seit 2001 mit einem prozessorientierten Managementsystem, das nach der ISO-Norm 9001:2000 zertifiziert ist. Seit 2003 ist die SVA St.Gallen zudem mit dem Datenschutzgütesiegel GoodPrivacy zertifiziert. Alle drei Jahre wird mit einem Wiederholaudit durch eine externe Zertifizierungsstelle überprüft, ob die Voraussetzungen für die Erteilung der Zertifikate nach wie vor erfüllt werden. In den Zwischenjahren wird durch die Zertifizierungsstelle jeweils ein Aufrechterhaltungsaudit durchgeführt. Ein solches Aufrechterhaltungsaudit fand am 29. August 2007 statt. Die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS) bestätigte als externe Zertifizierungsstelle, dass sowohl das Prozessmanagement nach der ISONorm als auch die Datenschutzbelange sehr gut gehandhabt werden.

Summarischer Bericht der Revisionsstelle Die Revisionsstelle prüfte die Buchführungen und die Jahresrechnungen der SVA St.Gallen, der Kantonalen Familienausgleichskasse und der Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende für das am 31. Dezember 2007 abgeschlossene Rechnungsjahr. Gemäss ihrer Beurteilung entsprechen die Buchführungen und die Jahresrechnungen den Vorschriften der massgebenden Gesetze, Verordnungen und Weisungen. Die Revisionsstelle empfiehlt, die vorliegenden Jahresrechnungen zu genehmigen.

Korrekte Geschäftsführung Gemäss Revisions-­ stelle entsprechen Buchführungen und Jahresrechnungen den gesetzlichen Bestim-­ mungen. Sie empfiehlt die Genehmigung.

Informatik Die bewährte Zusammenarbeit mit den Informatikdienstleistern IGS GmbH und ­Abraxas AG wurde auch im vergangenen Jahr weitergeführt. Der interne IT-Betrieb wird mit verschiedenen Dienstleistern sichergestellt. Nach wie vor laufen die intensiven Arbeiten zur Realisierung und Einführung der neuen Informatiklösungen unter Vista. Die SVA St.Gallen war auch im vergangenen Jahr mit mehr als 20 Personen an diesen Arbeiten beteiligt. Im Jahr 2007 wurden intensive Test- und Vorbereitungsarbeiten durchgeführt.

AHV-Zweigstellen Die AHV-Zweigstelle ist die erste Anlaufstelle am Wohnort unserer Kundinnen und Kunden. Sie erfüllt eine wichtige Aufgabe bei deren Beratung. Im vergangenen Jahr wurden neue Zweigstellenleiterinnen und -leiter in einem Einführungskurs auf ihre Tätigkeit vorbereitet. An verschiedenen Ausbildungstagen im November wurden sämtliche Zweigstellenleiterinnen und -leiter mit den Neuerungen per 2008 und den Anforderungen der 5. IV-Revision vertraut gemacht.

Arbeitgeberkontrollen Arbeitgeberkontrollen dienen der Beratung und der Überprüfung der Beitragsabrechnungen. Im Jahr 2007 führten die Revisoren in 1’443 Betrieben eine Arbeitgeberkontrolle durch. Daraus resultierten Beitragsnachbelastungen von Fr. 1'860’712 und -gutschriften von Fr. 422’888. 20

21


Genehmigung Die Verwaltungskommission genehmigte den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2007 der SVA St.Gallen sowie die Jahresrechnung und den Jahresbericht der Kantonalen Familienausgleichskasse an der Sitzung vom 21. April 2008. Sie leitet die Berichte und Rechnungen an den Regierungsrat zuhanden des Kantonsrats weiter. St.Gallen, 21. April 2008

Kathrin Hilber

Präsidentin

Barbara Baumann Aktuarin

Bericht und Rech-­ nung genehmigt Die Verwaltungskom-­ mission genehmigte Bericht und Rech­nung 2007 am ­ 21. April 2008.

Betriebsrechnung Verwaltungskostenrechnung Bilanz

22

23


Betriebsrechnung Sozialwerke des Bundes Beiträge AHV/IV/EO-Beiträge ALV-Beiträge FLG-Beiträge

Total Beiträge Leistungen

AHV AHV-Renten AHV-Hilflosenentschädigungen

Total AHV-Leistungen

IV IV-Renten IV-Hilflosenentschädigungen IV-Taggelder

Total IV-Leistungen

Übrige Sozialwerke 2007

2006

691'833'494.62 111'612'913.95 645'491.90

663'264'812.19 104'845'571.30 636'276.55

804'091'900.47

768'746'660.04

Beiträge Kant. Familienausgleichskassen Beiträge FAK-AN Beiträge FAK-SE Beiträge FAK-LA

Total Beiträge

2007

858'188'007.65 16'920'208.15

875'108'215.80

258'330'130.40 13'190'638.20 14'723'535.55

286'244'304.15

2006

808'276'418.70 16'465'455.90

824'741'874.60

251'926'518.75 12'560'196.50 15'489'099.10

279'975'814.35

Leistungen

Kant. Familienausgleichskassen Zulagen FAK-AN Zulagen FAK-SE Zulagen FAK-LA

FLG-Zulagen Total Leistungen

36'518'723.22

38'097'888.76

10'530'525.85

11'051'325.95

1'208'401'769.02

1'153'866'903.66

74'740'715.05 4'136'341.61 826'093.80

78'608'151.58

79'703'150.46

2007

2006

76'987'076.96 5'275'572.20 2'027'297.70

75'432'010.72 5'356'576.75 1'757'916.50

84'289'946.86

82'546'503.97

Ergänzungsleistungen Ordentliche EL Ausserordentliche EL

200'369'692.39 23'279'069.45

194'320'790.50 23'004'549.75

Total EL-Leistungen

223'648'761.84

217'325'340.25

Prämienverbilligung

144'437'927.86

138'202'373.93

Total Leistungen

452'376'636.56

438'074'218.15

882'700'052.05 1'660'778'405.58

848'449'810.50 1'591'941'121.81

91'481'308.12 15'157'377.56

94'984'531.87 16'180'357.01

Gesamttotal Beiträge Gesamttotal Leistungen Vermögen FAK-AN Vermögen FAK-SE

24

73'656'077.20 4'044'526.78 907'547.60

2006

Total FAK-Leistungen

EO-Entschädigungen

2007

25


Verwaltungskostenrechnung Ertrag Verwaltungskostenbeiträge der Mitglieder Vermögenserträge Kostenvergütungen Dritter

Total Ertrag Aufwand Personalaufwand Sachaufwand Raum-/Liegenschaftskosten Dienstleistungen Dritter Passivzinsen/Kapitalkosten Abschreibungen Rückstellungen

Total Aufwand Gewinn der Verwaltungsrechnung

2007

2006

10'722'941.15 3'344'246.67 36'202'398.34

10'328'800.88 2'913'297.73 33'538'011.08

50'269'586.16

46'780'109.69

2007

2006

29'687'349.79 9'678'083.77 3'418'612.70 3'093'041.55 428'319.10 2'869'325.39 1'046'965.20

27'453'195.23 9'191'656.32 2'984'038.65 3'098'414.62 255'954.17 7'168'038.69 -3'466'776.50

50'221'697.50

46'684'521.18

47'888.66

95'588.51

2007

2006

3'719'601.51 31'936'321.87

3'513'780.18 30'278'715.61

35'655'923.38

33'792'495.79

2007

2006

3'198'079.67 16'400'000.00 16'057'843.71

4'429'505.94 14'400'000.00 14'962'989.85

35'655’923.38

33'792'495.79

Bilanz Aktiven Umlaufvermögen Anlagevermögen

Total Aktiven Passiven Kurzfristige Verbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten Kapital und Reserven

Total Passiven

26


Gemeinsam in eine gesicherte Zukunft

AHV Alters- und Hinterlassenenversicherung

IV Invalidenversicherung

EO Erwerbsersatzordnung

MSE Mutterschaftsentsch채digung

FAK/FLG Familien- und Kinderzulagen

EL/AEL Erg채nzungsleistungen

IPV Pr채mienverbilligung f체r die Krankenpflegegrundversicherung


/jahresbericht_2007