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Gesch채ftsbericht 2011.

Bild


Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch.

In den Räumen des Unternehmens wird entwickelt, getestet und produziert. Die Arbeitsplätze sind so eingerichtet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer angenehmen Atmosphäre ihre Herausforderungen meistern. Was für das Gebäude gilt, gilt auch für den eQmotion Golf REX: Die inneren Werte zählen. Auf einer Probefahrt demonstriert Josef Brusa die Leistungsfähigkeit der elektrischen Mobilität eindrücklich. Für Josef Brusa ist der Verbrennungsmotor ein Antrieb aus einer anderen Zeit. Er verweist auf dessen extrem schlechten Wirkungsgrad. Nur etwa 15 Prozent der fossilen Energie werden als eigentliche Antriebsenergie genutzt. Dieser Wirkungsgrad kann schon durch den Einsatz von Voll-Hybriden um den Faktor 2 bis 3 erhöht werden. Noch besser schneidet der Elektromotor mit einem um den Faktor 3 bis 5 erhöhten Wirkungsgrad ab. Sollten sich diese Technologien in der Breite durchsetzen, so könnte Brusa bei einem weltweiten Marktanteil von einem Prozent über die nächsten Jahre schon bald bis zu 1000 Mitarbeitende beschäftigen. Platz für räumliche Erweiterungen in Sennwald hat sich Josef Brusa auf jeden Fall schon einmal gesichert.

3 Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch

Seit ihrer Gründung 1985 ist die Brusa Elektronik AG (www.brusa.biz) weltweit eine innovative Grösse in der Entwicklung von hocheffizienter Leistungselektronik für die elektrische Mobilität. In Sennwald werden Elektromotoren, Steuergeräte, Batteriesysteme, Stromwandler und Ladeeinheiten hergestellt, die in führender Mobilitätstechnologie zum Einsatz gelangen. Im von Josef Brusa gegründeten und bis heute geleiteten Unternehmen werden aber auch komplette Antriebseinheiten für Elektroautos als auch für Hybridautos entwickelt und hergestellt. Volvo hat beispielsweise den C30 Electric gemeinsam mit Brusa entwickelt und auch der Lampo 3 von Protoscar und der AMG SLS eCell ist ein Produkt intensiver Zusammenarbeit.


Inhalt.

Inhaltsverzeichnis

4

Innovationskraft unter Beweis gestellt 5 Kennzahlen 8 Kundenstruktur 9 Erfolgreiche Einführung der neuen Pflegefinanzierung 10 Umfassende Vorarbeiten für die neue IVG-Revision 13 Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden erfragt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachlich gefordert 17 Erläuterungen 20 Beiträge 22 Leistungen 23 Rechtsdienst 30 Betriebsrechnung 31 Verwaltungskostenrechnung 34 Bilanz 35 Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer 36 Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft 38 Revision, Genehmigung und Organisation 40


Innovationskraft unter Beweis gestellt.

mehrschichtig. Einerseits sind sie Mitglieder und rechnen über die Ausgleichskasse ihre Sozialversicherungsbeiträge ab. Anderseits sind alle vorgestellten Unternehmen auf ihre eigene Art innovativ.

Roter Faden Die Innovation zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Geschäftsbericht. Sie manifestiert sich in den Darstellungen von drei innovativen Unternehmen aus dem Kanton St.Gallen, die sich ganz unterschiedlich auf dem Markt präsentieren. Ebenso unterschiedlich sind ihre Produkte: Hier das Schwingding als Spassgerät, da der Kaffee der Spitzenklasse als Ausdruck von Genussqualität und schliesslich die Entwicklung von hoch effizienter Leistungselektronik für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Die Verbindung dieser Unternehmen zur SVA St.Gallen ist

Anpassungen in der Organisation Bereits seit 2001 kennt die SVA St.Gallen eine Prozessorganisation, welche alle Arbeitsgebiete einbezieht. Die Ergebnisse von Audits und Kundenumfragen machen deutlich, dass die Organisation insgesamt zu guten Ergebnissen in der Leistungserbringung führt. Ein Thema dieses Geschäftsberichts sind die Kunden- und Mitarbeiterbefragungen vom Herbst 2011.

Auch die SVA St.Gallen selber ist ein innovatives Unternehmen. Diese Fähigkeit, innovativ zu arbeiten, ist eine Grundvoraussetzung in einem Dienstleistungsumfeld, welches von vielen unterschiedlichen Faktoren geprägt und angetrieben wird.

Im Dezember 2010 erhielt die Geschäftsleitung von der Verwaltungskommission den Auftrag, die Corporate Governance (rechtlicher und fak-

5 Einleitung

Eine Innovation ist – dem Wortsinn nach – eine Erneuerung. Schlüssig ist deshalb, dass Innovationen sich an Bestehendem orientieren und es zu einem neuen Besseren entwickeln sollen. Vor der Innovation steht die Invention oder Erfindung, welche vorhandenes Wissen und besonderes Können nutzt, um eine neue Problemlösung zu verwirklichen. Die Verwirklichung selber wird dann zur Innovation, wenn sich das neue Produkt, die neue Dienstleistung oder das neuartige Verfahren am Markt durchzusetzen vermag.


Einleitung

6

Die Geschäftsleitung der SVA St.Gallen: (von links) Peter Ringeisen, Bruno Leutenegger, Ignaz Vinzens und Patrick Scheiwiller. tischer Ordnungsrahmen) und die Führungsstruktur der SVA St.Gallen zu prüfen. Die Geschäftsleitung bearbeitete diesen Auftrag intensiv und vielschichtig. Diese intensive Durch-

leuchtung führte zu Anpassungen bei den Services. Die Prozess- und Organisationsstruktur der Ausgleichskasse und der IV-Stelle blieben unverändert.


In den einzelnen Unternehmensbereichen erfolgt eine kontinuierliche Ausrichtung hin zu mehr Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu werden neue Prozessabläufe geschaffen, die diesem Anliegen der Geschäftsleitung Rechnung tragen und gleichzeitig auf der guten Grundlage der vergangenen Jahre basieren. Der vorliegende Geschäftsbericht liefert eine ganze Reihe von Beispielen, welche einerseits die Innovationskraft der SVA St.Gallen unterstreichen und anderseits die Leistungsfähigkeit der gewachsenen Strukturen deutlich machen.

Aus dem Bereich Ausgleichskasse ist die Einführung und erstmalige Durchführung der neuen Pflegefinanzierung zu nennen. Die IV-Stelle war vielschichtig gefordert im Hinblick auf die seit Anfang 2012 geltenden neuen gesetzlichen Grundlagen. Die unterschiedlichen Sozialversicherungen waren zum Zeitpunkt ihrer Einführung alle auf ihre Art Inventionen. An Unternehmen wie der SVA St.Gallen ist es, diese durch Innovationen leistungsfähig, effizient und nahe an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden durchzuführen.

7 Einleitung

Mehr Eigenverantwortung Die neue, seit Mai 2011 geltende Prozessstruktur unterscheidet wie bis anhin die Ausgleichskasse unter der Leitung von Bruno Leutenegger und die von Patrick Scheiwiller geführte IVStelle. Im Bereich Entwicklung und Services unter der Leitung von Peter Ringeisen werden zentrale Dienstleistungen für die gesamte Unternehmung erbracht. Das Controlling, die Finanzen sowie der Rechts- und Regressdienst sind dem Direktor Ignaz Vinzens unterstellt.


Kennzahlen.

Kennzahlen

8

2011 in Mio. CHF

2010 in Mio. CHF

AHV / IV / EO

804,1

766,9

ALV

144,1

125,0

FLG

0,8

0,8

2011 in Mio. CHF

2010 in Mio. CHF

1039,1

993,4

IV

275,6

280,3

EO

47,4

46,5

FLG

12,9

13,6

3,9

8,0

2011 in Mio. CHF

2010 in Mio. CHF

268,2

274,0

5.7

4,7

2011 in Mio. CHF

2010 in Mio. CHF

Einnahmen

102,7

98,8

Ausgaben

100,2

102,7

2011 in Mio. CHF

2010 in Mio. CHF

206,7

180,6

2011 in CHF

2010 in CHF

Sozialwerke des Bundes: Beiträge

Sozialwerke des Bundes: Leistungen AHV

Rückverteilung CO2-Abgabe

Ergänzungsleistungen EL AEL

Familienausgleichskassen

Individuelle Prämienverbilligung IPV

Pflegefinanzierung PF

49,7 2011 in Mio. CHF

2010 in Mio. CHF

Beiträge der Abrechnungspflichtigen

11,3

11,6

Übrige Einnahmen

55,3

54,5

Ausgaben

66,6

66,1

Verwaltungskosten


Kundenstruktur.

Mitglieder der SVA St.Gallen

2011

2010

Selbständigerwerbende

18 767

18 592

Arbeitgeber

15 498

15 294

Nichterwerbstätige

19 578

19 873

Personen ohne Beitragspflicht im Berichtsjahr

15 107

13 147

183

198

69 133

67 104

Arbeitnehmer ohne beitragspflichtige Arbeitgeber Total

Bezügerinnen und Bezüger von Leistungen

IPV Leistungsbezüger PF 133 125

1% 19 %

FZ Leistungsbezüger AHV 22 964 MSELeistungsbezüger IV 4 585

7%

48 %

EO (ohne MSE) EL/AEL Leistungsbezüger 21 622 EL /AEL Leistungsbezüger EO 18 875

7%

IV Leistungsbezüger MSE 18 425 AHVLeistungsbezüger FAK 50 927

8 % 2 %

8%

PF Leistungsbezüger IPV 3 071

Jahr 2011 AEL Ausserordentliche Ergänzungsleistungen AHV Alters- und Hinterlassenenversicherung ALV Arbeitslosenversicherung EL Ergänzungsleistungen EO Erwerbsersatzordnung FZ Familienzulagen

FLG Familienzulagen in der Landwirtschaft IPV Individuelle Prämienverbilligung IV Invalidenversicherung MSE Mutterschaftsentschädigung PF Pflegefinanzierung

Kundenstruktur

9


Erfolgreiche Einführung der neuen Pflegefinanzierung.

Ausgleichskasse

10

Die Einführung der neuen Pflegefinanzierung erfolgte unter grossem Zeitdruck auf Beginn des Jahres 2011. Seither übernimmt der Staat Pflegekosten bei Heimbewohnenden und zwar unabhängig von deren finanzieller Situation. Dies war die Vorgabe des Bundes zur Entlastung der Krankenversicherung und der Pflegebedürftigen. Heute zahlen Pflegebedürftige in Heimen maximal einen Selbstbehalt von CHF 21.60 je Tag an die Pflegekosten. Pension und Betreuung übernehmen sie selbst. Bei Bedarf decken die Ergänzungsleistungen diese Kosten bis zu einem Höchstbetrag von CHF 180.00 je Tag sowie den Selbstbehalt. Im ersten Jahr ihres Bestehens zählte die Pflegefinanzierung über 6800 Anmeldungen. Maximal CHF 124.40 pro Tag werden für die Pflege übernommen. Im ersten Jahr zahlte die SVA St.Gallen fast CHF 50 Mio. für St.Gallerinnen und St.Galler in Pflegeheimen innerhalb und ausserhalb des Kantons. Rund zwei Drittel der aktuell über 3000 Bezügerinnen und Bezüger von Pflegefinanzierungsleistungen erhalten vor allem wegen den Heimaufenthaltskosten wie Pension und Betreuung zusätzlich Ergänzungsleistungen.

Herausforderung Mutationen Die Pflegefinanzierung unterliegt – anders als andere Produkte der SVA St.Gallen – häufigen Veränderungen bei den Bezügerinnen und Bezüger. Deshalb war es von grosser Bedeutung, für das Mutationswesen eine einfache und zweckmässige Abwicklung einzuführen. Nur so war es möglich, die mehr als 14 000 Mutationen, die knapp 3000 Austritte aus Heimen und Spitalübertritte sowie die rund 1300 Todesmeldungen zeitgerecht verarbeiten zu können. Einen wesentlichen Beitrag an das Gelingen hat dabei die gute Zusammenarbeit mit den Heimen geleistet. Für viele Bezügerinnen und Bezüger ist es von Vorteil, dass die AHV-Rente, die Hilflosenentschädigung, die neue Pflegefinanzierung und bei Bedarf auch die Ergänzungsleistungen von der SVA St.Gallen bearbeitet und ausbezahlt werden. Das Modell überzeugt, da es einfach und auf die Bedürfnisse von Pflegeheimen und deren Bewohnenden zugeschnitten ist. Bereits in der zeitlich gedrängten Vorbereitungsphase war es wesentlich, dass die SVA St.Gallen auf bestehende Erfahrungen aufbauen konnte. Das eigens für Pflegeheime eingerichtete Extranet ist einfach zu hand-

Das Modell überzeugt, da es einfach und auf die Bedürfnisse von Pflegeheimen und deren Bewohnenden zugeschnitten ist.


Mehr Dienstleistungen für Zweigstellen Die Zusammenarbeit der SVA St.Gallen mit den 85 Zweigstellen in allen Gemeinden des Kantons wird ständig optimiert. Ein Meilenstein war die Aufschaltung eines eigenen Extranets im März 2008. Dieser direkte Draht zu den Zweigstellen ist auch 2011 weiterentwickelt worden. Seit Februar 2011 stehen den Zweigstellen die am häufigsten genutzten Briefvorlagen zur Verfügung. Diese Neuerung hat den Vorteil, dass für den Versand von Anmeldungen nicht jede Zweigstelle einen eigenen Vorlagetext erstellen muss. Ende Februar erfolgte die Auslieferung der neuen Zweigstellenapplikation (ZAP), welche umfassende Abrufmöglichkeiten eröffnet. Anfang Juni konnten die aktuellen Berechnungsblätter für die Ergänzungsleistungen in PDF-Format implementiert werden. Im Juli wurden im Extranet verschiedenste Checklisten und Anleitungen aufgeschaltet. Diese zeigen auf, welche Arbeitsschritte bei der Formularüberprüfung der Zweigstelle notwendig sind. Dies sind einige Beispiele, wie die Effizienz in der Kundenbetreuung schrittweise erhöht wird. Um vor Ort die bestmögliche Beratung bieten zu können, werden Mitarbeitende der Zweigstellen

11 Ausgleichskasse

haben und gewährleistet einen raschen und zuverlässigen Fluss der notwendigen Informationen. Sehr bewährt hat sich die Anbindung der Pflegefinanzierung an den Prozess Ergänzungsleistungen, da diese beiden Produkte eine grössere Zahl gemeinsame Kundinnen und Kunden haben.


Ausgleichskasse

12

immer wieder geschult. Im Berichtsjahr wurden acht Weiterbildungstage durchgeführt. Modulkurse bieten die Möglichkeit, das individuelle Fachwissen zu vertiefen. Im Angebot stand auch ein Praxiskurs zum Online-Schalter und zum Extranet. Auf Anregung des Vorstands des Zweigstellenverbands wurde zusätzlich ein Expertenkurs zur Vertiefung der Kenntnisse über die Versicherungsunterstellung durchgeführt. Insgesamt haben 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zweigstellen an diesen Kursen teilgenommen. Anpassung der Verwaltungskostenbeiträge Auf das Jahr 2010 hatte der Bund den Höchstbetrag für Verwaltungskostenbeiträge von drei auf fünf Prozent der Beitragssumme erhöht. Die Verwaltungskommission passte die Beitragssätze auf das Jahr 2011 hin an. Für grössere Arbeitgeber führte die Anpassung in der Regel zu einem geringeren Beitragssatz. Gestiegen sind die Beitragssätze dafür für Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige. Ein zentrales Ziel der Anpassungen war, dass die Beiträge die Kosten decken sollten. Mit der Anpassung konnte ein Schritt in diese Richtung gemacht werden.

Verbunden war die Anpassung der Beitragssätze der Verwaltungskosten mit dem Anreiz, das elektronische Partnerweb zu nutzen. Arbeitgebende der SVA St.Gallen, welche diese Möglichkeit nutzen, profitieren von geringeren Beitragssätzen. Gegen 3100 Arbeitgebende melden heute über das Partnerweb ihre Lohnsummen. Die Zunahme im Berichtsjahr lag bei knapp zehn Prozent.


Umfassende Vorarbeiten für die neue IVG-Revision.

Federführend in der Evaluation Mit dem Assistenzbeitrag erhalten Menschen mit Behinderung eine wichtige neue Leistung. Vor der auf Anfang 2012 erfolgten Einführung des Assistenzbeitrags wurde dieser seit 2006 in den drei Kantonen Basel-Stadt, Wallis und St.Gallen umfassend pilotiert. In dieser Pilotphase übernahm die IV-Stelle St.Gallen eine massgebliche Rolle. Sie vermittelte im Zug der Einführung mit Schulungen und Weiterbildungen für andere IVStellen das notwendige Wissen.

fügen, können in Eigenregie eine Hilfsperson engagieren, um zu Hause zu leben. Der Assistenzbeitrag ermöglicht ihnen so ein eigenständigeres Leben, entlastet die Angehörigen und macht einen Heimaufenthalt überflüssig. Minderjährigen soll mit Hilfe des Assistenzbeitrags der Besuch einer regulären Schule ermöglicht werden. Anspruch auf den Assistenzbeitrag haben ebenfalls schwer pflegebedürftige Kinder und Jugendliche, die zu Hause statt in einer Institution gepflegt werden. Gesamtschweizerisch wird mit rund 3 300 Personen gerechnet, die einen Assistenzbeitrag beziehen werden. Für den Kanton St.Gallen geht die IV-Stelle von 250 bis 300 Personen aus.

In diese Pilotphase, welche zuerst von einem Assistenzbudget ausgegangen war, liess die IV-Stelle gegen 100 laufende Fälle einfliessen. Diese dem Pilotprojekt zugrunde gelegte Basis hätte schweizweit jährliche Mehrkosten von bis zu CHF 450 Mio. zur Folge gehabt. Deshalb erfolgten Anpassungen, die schliesslich zum nun eingeführten Assistenzbeitrag führten. Erwachsene, die Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung haben und über das nötige Mass an Selbständigkeit ver-

Wiedereingliederungspotenzial ermitteln Das erklärte Ziel der aktuellen IV-Revision ist die Wiedereingliederung. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist die Ermittlung von Personen, die grundsätzlich über ein Potenzial zur Wiedereingliederung verfügen. Somit war die IV-Stelle gefordert, die bestehende Praxis der periodischen Rentenrevisionen hinsichtlich der Potenzialermittlung zu optimieren. Diese Anpassungen wurden im Berichtsjahr vorgenommen, so dass die Ren-

Der Assistenzbeitrag unterst��tzt das Leben zu Hause und entlastet die Angehörigen.

13 IV-Stelle

Für die Inkraftsetzung des ersten Teils der 6. IVGRevision auf den 1. Januar 2012 hat die IV-Stelle umfangreiche Vorarbeiten geleistet.


IV-Stelle

14

tenrevisionen künftig vertiefter und interdisziplinär durchgeführt werden. Sie sollen Hinweise auf ein mögliches Wiedereingliederungs- oder ein medizinisches Verbesserungspotenzial geben. Durch angepasste Verfahren wird es gleichzeitig möglich, trotz der vertieften Beurteilung künftig auch schneller zu einem Entscheid zu gelangen. Die neue Vorgehensweise wurde in einem Pilotbetrieb innerhalb der SVA St.Gallen getestet. Während dieser Pilotphase von April bis September 2011 wurden 65 Fälle evaluiert. Die Erkenntnisse konnten so bereits im Jahr 2011 einfliessen und rechtzeitig auf Inkrafttreten der IVG-Revision in den Arbeitsablauf aufgenommen werden. Dezentralisierung des Kontraktmanagements Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) führte bis anhin Vertragsabschlüsse mit Anbietern von Massnahmen beruflicher Art durch. Nach fundierten Vorabklärungen wurde im Rahmen eines Projektes eine Dezentralisierung beschlossen. Dieser Entscheid legt die Kompetenz neu in die Hände der einzelnen IV-Stellen. Deshalb hat die IV-Stelle St. Gallen bereits im Jahr 2010 ihr Kontraktmanagement neu ausgerichtet

und umfangreiche Arbeiten geleistet, um für die Umsetzung dieser neuen Aufgaben im Sommer 2012 bereit zu sein. Mit der grösseren Nähe zu den Institutionen werden verschiedene Ziele angestrebt. Die direkte, konstruktive Zusammenarbeit wird gefördert, rasche, adäquate Reaktionsmöglichkeiten auf sich ändernde Arbeitsmarktsituationen werden geschaffen und die wirkungsorientierte Steuerung wird unterstützt und ausgebaut. Das Kontraktmanagement richtet sich in seiner Tätigkeit besonders auf die vier Wirkungsachsen Rentenreduktion, erfolgreicher Abschluss der Ausbildung, Platzierung im 1. Arbeitsmarkt sowie Kostenbewusstsein aus. Für die Zusammenarbeit mit den Institutionen sind grundsätzlich die Vergütungsmodelle je Zeiteinheit (Stunden, Tag, Monat) oder Fallpauschale vorgesehen. Das BSV eröffnet auch die Möglichkeit, dass Kantone im Bereich Kontraktmanagement zusammenarbeiten. Davon Gebrauch machen die Kantone Appenzell Ausserhoden und Innerhoden, Glarus, Graubünden und Schaffhausen. Auf dieser Basis wurden alle notwendigen Grundlagen


BVM-Team kann Erfolge vorweisen Die interdisziplinär zusammengesetzte Prozesslinie zur Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs (BVM) hat mehr als 400 Fälle geprüft. Diese Prüfungen erfolgten nach internen und externen Hinweisen. 60 der 400 Fälle wurden einer vertieften Prüfung unterzogen. Diese weiteren Abklärungen führten dazu, dass im Jahr 2011 insgesamt umgerechnet 23 gewichtete ganze Renten gestrichen worden sind. Diese Streichungen führen zu CHF 8.8 Mio. an kapitalisierten Renteneinsparungen. Neben diesen errechenbaren finanziellen Auswirkungen entfalten die Aktivitäten zur Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs auch eine präventive Wirkung. Diese Effekte lassen sich allerdings nicht messen. Schliesslich erbringt das BVM-Team mit seinem umfassenden Know-how auch für andere Bereiche des Unternehmens wertvolle Dienstleistungen.

Pauschale führte zu grossem Ansturm Seit Juli 2011 gilt ein Pauschalsystem in der Vergütung von Beiträgen an Hörgeräte. Nicht überraschend löste die Ankündigung dieses Systemwechsels ein spürbares Ansteigen der Anmeldungen in der ersten Jahreshälfte aus. Die Anmeldungen lagen sowohl bei der AHV wie bei der IV je um rund 300 über den Vorjahreswerten. Insgesamt wurden 2011 knapp 3270 Anmeldungen gezählt. Das neue Pauschalsystem vereinfacht das Verfahren für alle Beteiligten und dürfte schweizweit zu geschätzten Einsparungen von CHF 30 Mio. für die AHV und die IV führen. Auch für Hörbehinderte bringt die Neuregelung Vorteile. Sie erhalten das Geld von der Versicherung direkt ausbezahlt und können damit ihre Hörgeräteversorgung frei wählen.

15 IV-Stelle

erarbeitet und letzte Vorarbeiten vorangetrieben, damit die IV-Stelle St.Gallen per 2012 für die genannten sechs Kantone ihre Tätigkeit aufnehmen konnte.


Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden erfragt.

Entwicklung und Services

16

Im August und September führte das Institut für Systemisches Management und Public Governance (IMP) der Universität St.Gallen zum fünften Mal eine Kunden- und eine Mitarbeiterumfrage durch. Insgesamt nahmen 1179 Kundinnen und Kunden und 267 Mitarbeitende der SVA St.Gallen an den jeweiligen Umfragen teil. Die Resultate werden von der SVA St.Gallen für gezielte Verbesserungen genutzt. Kundenzufriedenheit bei 90 Prozent Die Ergebnisse der Kundenumfrage zeigen, dass rund 91 Prozent aller befragten Kundinnen und Kunden der SVA St. Gallen die Qualität der Dienstleistungen als angemessen bis exzellent einstufen. Etwa fünf Prozent beurteilen die Qualität der Dienstleistungen als ausreichend und weitere vier Prozent bewerten die Dienstleistungsqualität als akzeptabel oder gar schlecht. Bei der in diesem Jahr erstmals durchgeführten Ermittlung der generellen Zufriedenheit geben ebenfalls gut 90 Prozent der Befragten an, zufrieden mit der Leistung zu sein, was die Aussagen zur Dienstleistungsqualität bestätigt.

Im Vergleich mit den Vorjahren geben 2011 bei allen Kundengruppen mindestens 80 Prozent an zufrieden zu sein. Diese Werte konnten gesteigert werden. Die Aussagen der Beitragszahler sind insbesondere im Hinblick auf die Ansprechpersonen und den Service positiv. Aspekte des Formularwesens und der Schnelligkeit schneiden dagegen unterdurchschnittlich ab. Bei den Leistungsbezügern lässt sich kein einheitlicher Trend feststellen. Weitere Analysen zeigen, dass im Durchschnitt 30 Prozent den eigenen Aufwand zur Bearbeitung der Anliegen als zu hoch beurteilen. Die Beurteilung variiert allerdings stark zwischen den einzelnen Kundengruppen. Auf die Frage, ob der Service der SVA St.Gallen ihren Erwartungen entspricht, antworten durchschnittlich 83 Prozent mit Ja. In gleichem Masse positiv eingeschätzt wird aus Sicht der Kunden auch die Einhaltung des Datenschutzes und das Image der SVA St.Gallen. Insgesamt kann festgehalten werden, dass im Vergleich zu den Vorjahren wiederum Verbesserungen eingetreten sind.

91 Prozent der Kundinnen und Kunden stufen die Qualität der Dienstleistungen als angemessen bis exzellent ein.


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachlich gefordert.

Letztlich setzt sich auch der positive Trend hinsichtlich der Zufriedenheit mit der Arbeitsatmosphäre fort.

Arbeiten bei der SVA St.Gallen Bei der SVA St.Gallen haben im Berichtsjahr 403 (Vorjahr: 378) Personen gearbeitet – davon sind 113 (101) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit tätig. Die Zahl der Vollzeitstellen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21 auf 356 erhöht. Die Beschäftigten teilen sich auf in 252 Frauen und 151 Männer. Das Durchschnittsalter lag bei 39,6 Jahren; die Mitarbeiterinnen waren durchschnittlich 36,5 Jahre alt, die Mitarbeiter 42,7 Jahre. Die Fluktuationsrate betrug 11,5 Prozent. 49 Mitarbeitende arbeiten seit 20 oder mehr Jahren bei der SVA St.Gallen. Die durchschnittliche Zugehörigkeit liegt bei 7,74 Jahren.

17 Entwicklung und Services

Forderungsreiche Tätigkeit Bei der Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind rund 85 Prozent der antwortenden Personen mit ihrer gegenwärtigen Tätigkeit in der SVA St.Gallen zufrieden. Der Anteil derjenigen Mitarbeitenden, die sehr zufrieden sind, hat im Vergleich zu 2008 um rund fünf Prozent abgenommen. Die Anteile jener Mitarbeitenden, die zufrieden oder eher zufrieden sind, haben demgegenüber um vier, resp. zwei Prozent zugenommen. Im Hinblick auf den Arbeitsinhalt zeigt sich, dass eine grosse Mehrheit der Mitarbeitenden Freude an der Arbeit hat, sich fachlich gefordert fühlt und die Tätigkeit als abwechslungsreich empfindet. Darüber hinaus wird die SVA St.Gallen nach wie vor als sichere und attraktive Arbeitgeberin eingeschätzt. Bei den Arbeitsbedingungen stossen die Arbeitszeitformen sowie das Arbeitsumfeld auf grosse Zufriedenheit.


Geradeaus ist nicht sein Ding.

Angefangen hat es in Kalifornien, wo Stefan Köppel die Sprache lernte, swingenden Rädern begegnete und die Idee in ihm reifte, solche Velos herzustellen und zu vermarkten. Wieder zu Hause konnte er seinen Freund und Nachbarn Marco Gianotta für die Idee begeistern. Gianotta studiert an der Universität St.Gallen Betriebswirtschaft und kümmert sich in erster Linie um die Administration, der gelernte Polymechaniker Köppel brachte die nötigen Fähigkeiten mit, das Schwingding zu konstruieren. Auf der Basis von amerikanischen «Swing Bikes» entstand ein Prototyp des heutigen Schwingdings. Die beiden Jungunternehmer hatten zwei alte Velos so zusammengeschweisst, das ein neues, schwingendes entstand. Die ersten Räder wurden in China gebaut, heute wird das Schwingding weiterhin in Fernost produziert. Köppel träumt aber davon, sie in eigener Werkstätte herstellen zu können. Doch was macht das Schwingding so speziell? Es verfügt über zwei bewegliche Achsen – eine am Lenker und eine unter dem Sattel. So fährt es sich recht eigenwillig. Doch wer den Dreh heraus hat, fährt enge Kurven, wendet auf kleinstem Raum und schwingt sich so mit neuer Dynamik über den Asphalt. Das Gefährt sei übrigens auch strassentauglich, versichert Köppel und erzählt von einem Freund, der mit dem Schwingding zur Arbeit fährt und so immer gut gelaunt ankomme. Die beiden Jungunternehmer sind auf gutem Weg, eine Erfolgsgeschichte zu schreiben. Zuerst wollen sie die Schweiz und dann das benachbarte Ausland erobern. Gute Publicity, viel Freude am eigenen Produkt und begeisterte Nutzerinnen und Nutzer des Trendgerätes wecken Erwartungen.

19 Geradeaus ist nicht sein Ding

«I used to go straight» Der Slogan des Start-ups Innomove GmbH zielt fadengerade auf ihr Produkt: Das Schwingding (www.schwingding.ch). Die beiden Jungunternehmer Stefan Köppel (Bild) und Marco Gianotta haben das swingende Zweirad mit klassischem Rücktritt und enorm viel Eigenleben entwickelt und wollen damit die Strassen und Plätze der Welt erobern.


Erläuterungen zum Zahlenteil.

Erläuterungen

20

Alters- und Hinterlassenenversicherung Erstmals sind durch die SVA St.Gallen mehr als CHF 1 Mrd. an AHV-Leistungen ausbezahlt worden. Genau waren es CHF 1 039 060 261 gegenüber CHF 993 396 573 im Berichtsjahr 2010. Diese Schallmauer wurde vor allem durchbrochen wegen der grösseren Zahl von Altersrenten. Zulagen an Landwirte Seit 2008 werden alle Zulagen an Landwirte nach dem Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG) ausbezahlt. Auf kantonalem Recht basierende Zulagen an Landwirte gibt es nicht mehr. Der in der Jahresrechnung ausgewiesene, negative Betrag bei den FAK-Leistungen an Landwirte geht auf diese gesetzlichen Änderungen zurück . Nach kantonalem Recht provisorisch ausbezahlte Zulagen für die Jahre vor 2008 wurden nach Eingang der Steuermeldung des Landwirts aufgrund der früher geltenden Einkommensgrenze nach FLG zu Zulagen nach Bundesrecht. Daraus ergaben sich Rückforderungen und entsprechend Einnahmen anstatt Ausgaben. Ergänzungsleistungen und Pflegefinanzierung Die Anzahl der Ergänzungsleistungen zu Altersrenten hat sich um 434 auf 9378 erhöht. Trotzdem gingen die ausbezahlten Leistungen um rund CHF 8.5 Mio. zurück. Dieser betragliche Rückgang steht im Zusammenhang mit der neuen Pflegefinanzierung. Sie gilt seit 2011 und brachte eine Verschiebung der Leistungsfinanzierung. Rund zwei Drittel der Bezügerinnen und Bezüger in der Pflegefinanzierung beziehen auch Ergänzungsleistungen. AHV/IV/EO-Beiträge Der Beitragssatz für die Erwerbsersatzordnung (EO) ist auf den 1. Januar 2011 von 0,3 auf 0,5 Lohnprozente angehoben worden. Mit dieser vom Bundesrat beschlossenen Erhöhung wurde den zusätzlichen Ausgaben der EO für die Mutterschaftsentschädigung Rechnung getragen und sicher-


CO2-Abgabe Die CO2-Abgabe wurde erstmals im Jahr 2010 an die Wirtschaft und die Bevölkerung zurückverteilt. Die Verteilung an die Bevölkerung erfolgt über die Krankenkassen, jene an die Wirtschaft über die Ausgleichskassen. Im Berichtsjahr hat sich die Höhe der zurück verteilten Gelder an die Wirtschaft in etwa halbiert. Dieser deutliche Rückgang liegt darin begründet, dass im Jahr 2010 eine Rückverteilung für mehrere Jahre erfolgte. Diese umfassendere, erste Verteilung wurde seinerzeit von Bundesrat und Parlament als Konjunktur fördernde Massnahme beschlossen.

21 Erläuterungen

gestellt, dass die EO ihre Leistungen jederzeit erbringen kann. Diese Erhöhung ist ein Grund für die gestiegenen Beitragseinnahmen. Ebenfalls massgeblich zu diesem Anstieg haben die höheren Lohnsummen beigetragen, die von den Mitgliedern gemeldet worden sind. Insgesamt wurde ein Anstieg der Beitragssumme um CHF 37.2 Mio auf rund CHF 804.1 Mio. verzeichnet.


Beiträge.

Beiträge

22

2011 in CHF

2010 in CHF

AHV/ IV/ EO-Beiträge

804 085 871

766 890 846

ALV-Beiträge

144 152 628

125 038 683

FLG-Beiträge

758 759

758 137

FAK-Beiträge

102 725 747

98 821 673

1 051 723 005

991 509 339

2011

2010

293 821

292 872

Mahnungen

22 317

23 048

Betreibungen

10 418

9 969

Zahlungsvereinbarungen

2 218

2 031

Kontrollen der Revisoren

2011

2010

Anzahl durchgeführte Kontrollen

1 357

1 442

Beitragsnachzahlungen in CHF

1 562 925

1 970 879

Beitragsrückzahlungen in CHF

627 089

509 474

Beitragsart

Total

Anzahl Rechnungen an Beitragspflichtige


Leistungen.

Alters- und Hinterlassenenversicherung Leistungsart

2011

2010

45 922

44 619

Zusatzrenten für Ehepartner

163

192

Kinderrenten

440

420

1 705

1 688

941

964

1 756

1 606

Total

50 927

49 489

Gesamtbetrag

2011 in CHF

2010 in CHF

1 039 060 261

993 396 573

16 784 834

16 166 802

2011

2010

11 078

11 810

Beförderungsdienste

2 949

3 027

Mutterschaftsentschädigungen

4 585

4 011

Übrige Dienstleistungen

7 595

7 011

26 207

25 859

Altersrenten

Witwen- und Witwerrenten Waisenrenten Hilflosenentschädigungen

Gesamtbetrag AHV-Leistungen davon Hilflosenentschädigungen

Erwerbsersatzordnung Leistungsart Ordentliche Militärdienstleistungen

Total

Alters- und Hinterlassenenversicherung / Erwerbsersatzordnung

23


Leistungen.

Erwerbsersatzordnung / Familienzulagen

24

Erwerbsersatzordnung 2011 in CHF

2010 in CHF

Leistungen Erwerbsersatzordnung

26 285 520

27 139 028

Mutterschaftsentschädigung

18 413 383

16 747 059

2 681 913

2 571 698

47 380 816

46 457 785

2011

2010

19 862

20 125

783

855

2 319

2 301

Total

22 964

23 281

Leistungen

2011 in CHF

2010 in CHF

96 696 748

98 260 990

3 599 359

4 449 652

– 65 505

23 537

12 931 702

13 617 192

11 3 162 304

116 351 371

Leistungen

Beitragsanteile Total

Familienzulagen Bezügergruppen Arbeitnehmende Selbständigerwerbende Landwirte

Zulagen an Arbeitnehmende Zulagen an Selbständigerwerbende Zulagen an Landwirte FLG-Zulagen an Landwirte Total


Leistungen.

Ergänzungsleistungen

25

Ergänzungsleistungen Leistungsart

2011

2010

EL zu Altersrenten

9 378

8 944

374

354

6 528

6 356

13

6

1 324

1 051

68

62

1 190

1 054

Total

18 875

17 827

Leistungen

2011 in CHF

2010 in CHF

EL an AHV-Rentner

140 773 707

149 188 356

EL an IV-Rentner

127 430 429

124 818 230

AEL an AHV-Rentner

2 935 849

2 229 300

AEL an IV-Rentner

2 737 506

2 489 084

273 877 491

278 724 970

EL zu Hinterlassenenrenten EL zu Invalidenrenten EL zu IV Taggeld AEL zu Altersrenten AEL zu Hinterlassenenrenten AEL zu Invalidenrenten

Total


Leistungen.

Pflegefinanzierung

26

Pflegefinanzierung Leistungen Total

2011 in CHF 49 683 466

Kennzahlen

2011

Anmeldungen

6 808

Mutationen

2010 in CHF

14 161

Todesmeldungen

1 332

Austritte/Spitalaufenthalt

2 935

Bestand der Bezügerinnen und Bezüger

3 071

- davon EL-Beziehende

2 078

2010


Leistungen.

Invalidenversicherung

27

Invalidenversicherung Leistungsart

2011

2010

11 853

12 029

Kinderrenten

3 755

4 005

IV-Taggelder

1 210

1 003

Hilflosenentschädigungen

1 607

1 559

Total

18 425

18 596

Geldleistungen

2011 in CHF

2010 in CHF

Renten, Hilflosenentschädigungen, Taggelder

275 601 791

280 320 809

Total

275 601 791

280 320 809

2011 in CHF

2010 in CHF

132 168 007

137 656 618

Einfache Renten

Sachleistungen Total


Leistungen.

Invalidenversicherung

28

Invalidenversicherung Art

2011

2010

Medizinische Eingliederungsmassnahmen

3 009

3 108

Hilfsmittel

5 496

4 976

Berufliche Eingliederungsmassnahmen

5 829

6 058

Übrige Massnahmen

6 305

6 297

Renten und Rentenrevisionen

6 395

6 657

Hilflosenentschädigungen und Hilflosenentschädigungen-Revisionen

2 278

1 952

29 312

29 048

7 913

7 732

Total

Abweisende Beschlüsse


Leistungen.

Individuelle Prämienverbilligung Bezügergruppen

2011

2010

133 125

138 037

Prämienverbilligungen über EL

21 094

21 113

Prämienverbilligungen über Sozialhilfe

20 224

18 711

174 443

177 861

2011 in CHF

2010 in CHF

206 673 408

180 569 582

davon EL-Bezüger

77 044 897

66 392 391

davon aus Sozialhilfe

35 962 766

31 863 819

Ordentliche Prämienverbilligungen

Total

Beträge Total Prämienverbilligungen

Individuelle Prämienverbilligung

29


Rechtsdienst.

Rechtsdienst

30

Einsprachen

2011

2010

195

206

17

25

EO

6

9

EL

407

439

33

26

5

11

377

308

Total

1040

1024

Beschwerden

2011

2010

7

14

373

441

EO

2

1

EL

31

50

FamZ

2

0

Schadenersatz (Art. 52 AHVG)

2

3

IPV

5

1

422

510

AHV (Beiträge / Renten) AHV (Hilflosenentschädigungen / Hilfsmittel)

FamZ Schadenersatz (Art. 52 AHVG) IPV

AHV (Beiträge / Renten) IV

Total


Betriebsrechnung.

Betriebsrechnung

31

Sozialwerke des Bundes 2011 in CHF

2010 in CHF

AHV/ IV/ EO-Beiträge

804 085 871

766 890 846

ALV-Beiträge

144 152 628

125 038 683

FLG-Beiträge

758  759

758 137

948 997 258

892 687 666

Leistungen

2011 in CHF

2010 in CHF

AHV-Renten

1 022 275 427

977 229 771

16 784 834

16 166 802

1 039 060 261

993 396 573

244 329 083

249 818 953

IV-Hilflosenentschädigungen

15 077 026

14 155 336

IV-Taggelder

16 195 682

16 346 520

275 601 791

280 320 809

EO / MSE-Entschädigungen

47 380 816

46 457 785

FLG-Zulagen

12 931 702

13 617 191

Total EO / MSE / FLG-Leistungen

60 312 518

60 074 976

3 972 017

7 978 538

1 378 946 587

1 341 770 896

Beiträge

Total Beiträge

AHV-Hilflosenentschädigungen Total AHV-Leistungen

IV-Renten

Total IV-Leistungen

Rückverteilung CO2-Abgabe Total


Betriebsrechnung.

Betriebsrechnung

32

Kantonale Familienausgleichskassen Beiträge Beiträge FAK-Arbeitnehmende Beiträge FAK-Selbständigerwerbende Beiträge FAK-Landwirtschaft Total Beiträge

Leistungen FamZ Arbeitnehmende FamZ Selbständigerwerbende FamZ Landwirtschaft Total FAK-Leistungen

2011 in CHF

2010 in CHF

100 304 565

97 017 227

2 440 179

1 804 467

– 18 997

– 21

102 725 747

98 821 673

2011 in CHF

2010 in CHF

96 696 748

98 260 990

3 599 358

4 449 652

– 65 505

23 537

100 230 601

102 734 179


Betriebsrechnung.

Betriebsrechnung

33

Übrige Sozialwerke

Leistungen Ordentliche Ergänzungsleistungen Ausserordentliche Ergänzungsleistungen Total EL-Leistungen

2011 in CHF

2010 in CHF

268 204 136

274 006 586

5 673 355

4 718 384

273 877 491

278 724 970

Pflegefinanzierung

49 683 466

Total PF-Leistungen

49 683 466

Individuelle Prämienverbilligung

206 673 408

180 569 582

Total IPV-Leistungen

206 673 408

180 569 582


Verwaltungskostenrechnung.

Verwaltungskostenrechnung

34

2011 in CHF

2010 in CHF

11 311 888

11 560 224

3 376 727

3 368 656

Kostenvergütungen Dritter

51 948 574

51 185 458

Total Ertrag

66 637 189

66 114 338

2011 in CHF

2010 in CHF

Personalaufwand

41 632 078

39 033 372

Sachaufwand

11 257 694

10 647 337

Raum- / Liegenschaftskosten

3 436 515

3 426 634

Dienstleistungen Dritter

3 268 634

3 659 203

427 480

477 278

Abschreibungen

6 599 498

8 832 755

Total Aufwand

66 621 899

66 076 579

15 290

37 759

Ertrag Verwaltungskostenbeiträge der Mitglieder Vermögenserträge

Aufwand

Passivzinsen / Kapitalkosten

Gewinn Verwaltungskostenrechnung


Bilanz.

Bilanz

35

2011 in CHF

2010 in CHF

Umlaufvermögen

5 549 063

5 823 996

Anlagevermögen

25 246 878

27 978 400

Total Aktiven

30 795 941

33 802 396

2011 in CHF

2010 in CHF

Kurzfristige Verbindlichkeiten

2 383 792

3 755 537

Langfristige Verbindlichkeiten

14 400 000

14 400 000

Rückstellungen und Reserven

14 012 149

15 646 859

Total Passiven

30 795 941

33 802 396

Aktiven

Passiven


Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer.

Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer

36

Betriebs- und Verwaltungskostenrechnung Ertrag Beiträge von Mitgliedern Vermögensertrag Total Ertrag

Aufwand Kinder- und Ausbildungszulagen Beitrag an Lastenausgleich Beitrag an FAK für Selbständigerwerbende Verwaltungsaufwand Total Aufwand

Erfolg der Betriebs- und Verwaltungsrechnung

2011 in CHF

2010 in CHF

101 977 107

98 483 059

– 375 395

2 908 928

101 601 712

101 391 987

2011 in CHF

2010 in CHF

96 696 748

98 260 990

11 46 476

1 193 207

526 066

272 625

2 772 117

2 734 895

101 141 407

102 461 717

460 305

– 1 069 730


Bilanz 2011 in CHF

2010 in CHF

Umlaufvermögen

7 745 397

7 477 083

Anlagevermögen

91 024 045

90 717 412

Total Aktiven

98 769 442

98 194 495

2011 in CHF

2010 in CHF

702 700

588 058

Rückstellungen und Reserven

98 066 742

97 606 437

Total Passiven

98 769 422

98 194 495

31.12.2011

31.12.2010

22.3%

24.5%

3.6%

3.8%

74.1%

71.7%

Aktiven

Passiven Verbindlichkeiten

Portfolio-Struktur Aktien Schweiz Aktien Fremdwährungen Nominalwerte (Obligationen, Liquidität)

Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer

37


Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft.

Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft

38

Betriebs- und Verwaltungskostenrechnung Ertrag Beiträge von Mitgliedern Beiträge der FAK für Arbeitnehmer Vermögensertrag Total Ertrag

Aufwand Kinder- und Ausbildungszulagen Verwaltungsaufwand Total Aufwand

Erfolg der Betriebs- und Verwaltungsrechnung

2011 in CHF

2010 in CHF

900 050

1 034 056

1 540 129

770 411

237 228

409 415

2 677 407

2 213 882

2011 in CHF

2010 in CHF

3 599 358

4 449 652

167 350

185 566

3 766 708

4 635 218

– 1 089 301

– 2 421 336


Bilanz 2011 in CHF

2010 in CHF

Umlaufvermögen

1 448 930

405  802

Anlagevermögen

4 500 000

7 500 000

Total Aktiven

5 948 930

7 905 802

2011 in CHF

2010 in CHF

499 590

1 367 161

Reserven

5 449 340

6 538 641

Total Passiven

5 948 930

7 905 802

31.12.2011

31.12.2010

100%

100%

Aktiven

Passiven Verbindlichkeiten

Portfolio-Struktur Nominalwerte (Obligationen, Liquidität)

Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft

39


Revision, Genehmigung und Organisation.

Revision, Genehmigung, Organisation

40

Revision Die Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers hat die auf den 31. Dezember 2011 abgeschlossene Jahresrechnung geprüft. Die Revisonsstelle prüfte die Buchführungen und die Jahresrechnungen der SVA St.Gallen, der Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer und der Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Rechnungsjahr. Die Finanzkontrolle des Kantons St.Gallen prüfte die Durchführung der individuellen Prämienverbilligung und der Pflegefinanzierung. Genehmigung Die Verwaltungskommission genehmigte den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2011 der SVA St.Gallen sowie die Jahresrechnungen und die Jahresberichte der Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer und der Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft an der Sitzung vom 19.  April 2012. Sie leitet die Berichte und Rechnungen an den Regierungsrat zuhanden des Kantonsrats weiter.

Kathrin Hilber Präsidentin Gion Pieder Casaulta Aktuar

Verwaltungskommission Kathrin Hilber, St.Gallen (Präsidentin) Daniel Gübeli, Goldingen Bruno Gutmann, St.Gallen Marianne Schättin, Mosnang Urs Schneider, Rüthi Andreas Zeller, Flawil

Geschäftsleitung Ignaz Vinzens, St.Gallen (Vorsitz) Bruno Leutenegger, Wittenbach Peter Ringeisen, St.Gallen Patrick Scheiwiller, Gossau

Aktuariat Gion Pieder Casaulta, St.Gallen

Protokoll Carmen Studerus, St.Gallen


Kaffee und Tee in vollendeter Form.

Kaffee und Tee in ihrer vollendeten Form

42

«Es gibt keinen Grund, schlechten Kaffee zu trinken», sagt Ralph Grüniger. In vierter Generation leitet er die A.Kuster Sirocco AG (www.sirocco.ch) in Schmerikon, die seit 1908 Nahrungs- und Genussmittel produziert. Heute sind vor allem der Kaffee und seit drei Jahren auch der Tee die Standbeine des von aussen unscheinbaren Unternehmens an der Schmerkner Hauptstrasse. Seit 1997 führt Ralph Grüniger das Unternehmen und investierte vor rund zehn Jahren gezielt. Der Anspruch an eine gute Tasse Kaffee veränderte sich über die Jahre und Grüniger entwickelte mit seinem Team das spezielle Röstverfahren Alpine Roast®. Doch nicht allein dieses Verfahren machen den Erfolg und die starke Verankerung von Sirocco in der Spitzengastronomie, dem gehobenen Handel und auf den besten Plätzen vieler Fluglinien aus. Grüniger setzt auf Nachhaltigkeit bereits beim Einkauf und pflegt bewusst langjährige und intensive Geschäftsbeziehungen mit den Pflanzern in den Ursprungsländern. Nur die besten Bohnen der Varietät Arabica gelangen in die Rösterei am oberen Zürichsee. Speziell ist auch, dass die Bohnen traditionell in Säcken zu 60 bis 70 Kilogramm angeliefert werden. Ralph Grüniger ist überzeugt, dass Schweizer Unternehmen nur dank höchster Qualität ihre Daseinsberechtigung haben. Sirocco-Kaffee sei dafür ein sehr gutes Beispiel, denn nur wenn jeder Schritt von der Kaffeepflanze bis zum Brühen des Kaffees stimmt, entsteht ein wirklicher Spitzenkaffee. Die gleiche Sorgfalt wie beim Kaffee widmet Sirocco dem Tee – einem neuen Produkt, das seit drei Jahren angeboten wird. Alle Teesorten stammen aus zertifiziertem, biologischen Anbau. Das Sortiment umfasst 18 Sorten. Weitere werden dazu kommen, verspricht Ralph Grüniger. Diese Tees überzeugen jedoch nicht nur geschmacklich sondern auch optisch. Einzeln verpackt in handgefertigten Teebeuteln aus biologisch abbaubarem Material wird die Natürlichkeit des Produkts noch zusätzlich unterstrichen. Es gebe übrigens auch keinen Grund, schlechten Tee zu trinken, sagt Grüniger zum Schluss.


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SVA St.Gallen Geschäftsbericht 2011