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Gesch채ftsbericht 2013.

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Inhalt.

Inhaltsverzeichnis

2

Hart am Wind bleiben 6 Der Blick aufs Ganze nützt allen 7 Kennzahlen 8 Kundenstruktur 9 IPV – reibungslosen Übergang vorbereitet 12 Weites Arbeitsfeld der Ausgleichskasse 13 Viele Faktoren machen eine Eingliederung erfolgreich 15 Am Ball auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern 17 Hohe Datenschutzverantwortung der Mitarbeitenden 19 Eingespieltes Team meistert Herausforderungen 21 Hinweise zu besonderen Zahlen 24 Beiträge 25 Leistungen 26 Betriebsrechnung 33 Verwaltungskostenrechnung 38 Bilanz 39 Kantonale Familienausgleichskasse 40 Rechtsdienst 42 Revision, Genehmigung und Organisation 43


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702 741 | 232 971

739 029 | 232 991

753 237 | 193 270 Die Meisten können sich aus der Schulzeit noch erinnern, wie ein Kompass funktioniert und die Karte des Kantons St.Gallen aussieht. Für die Bilder in diesem Geschäftsbericht sind Kompass und Karte kombiniert worden mit dem Ziel, wo genau die an den vier Haupthimmelsrichtungen orientierten, äussersten Punkte des Kantons sind. Die Landschaften an diesen vier Orten sind alle in ganz unterschiedlicher Art einzigartig. Zu finden sind sie anhand der Koordinaten, wie sie heutzutage auf jedem moderneren Mobiltelefon eingegeben werden können. Dort angekommen, wurde ein rot eingefärbter Stein gesetzt. Nur auf Zeit und einzig verewigt auf den Fotografien. Um den Mittelpunkt – oder genauer den rechnerischen Schwerpunkt – des Kantons herauszufinden, braucht es jedoch Spezialistinnen und Spezialisten. Sie haben diesen Punkt auf der Lütisalp markiert. Das Titelbild des Geschäftsberichts wurde von genau diesem Punkt aus aufgenommen. Der markante Gipfel im Hintergrund ist der Stockberg, ein allein stehender Ausläufer der nördlichen Alpsteinkette in Richtung Toggenburg.


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Der nördlichste Punkt des Kantons St.Gallen liegt in einem Waldstück der Gemeinde Muolen. Es ist eine sanfte Landschaft, die sich sachte zum Bodensee hin absenkt. Vorbei an Weilern und vergleichbaren Waldstücken, eingerahmt von Wiesen und Feldern, führt der Weg zu diesem Punkt. Ein Rinnsal, das wohl nur nach heftigen Gewittern viel Wasser führt, schlängelt sich in seinem über unzählige Jahre ausgewaschenen Bett zwischen den Bäumen hindurch. Efeu und weiteres Grün bedecken den Boden. Letzte herbstliche Sonnenstrahlen werfen wechselnde Schatten und schaffen an dem so unspektakulären Ort eine faszinierende Szenerie. Licht und Schatten sind es auch, welche jeden Menschen durchs Leben begleiten. Unsere Sozialversicherungswerke leisten immer wieder wertvolle Beiträge, damit die Schatten weniger dunkel sind. Wer immer einen Anspruch hat, kann beispielsweise die Unterstützung der Invalidenversicherung oder Ergänzungsleistungen erhalten.


Hart am Wind bleiben.

Einleitung

6

Die Verwaltungskommission, die ich präsidieren darf, bestimmte erstmals für ein ganzes Geschäftsjahr den Kurs der SVA St.Gallen. Dabei sind wir – in Anlehnung an meine letztjährige Einleitung – stets hart am Wind geblieben. Auch die SVA St.Gallen unterliegt, wie viele Bereiche unseres Gemeinwesens, einem immer stärker werdenden Kostendruck. Zugute kam uns in dieser Situation, dass im Unternehmen bereits ein hohes Kostenbewusstsein gelebt wird. Es ist an uns und an allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dafür besorgt zu sein, dass nicht die einzelnen Versicherten darunter zu leiden haben. Erlauben Sie mir zu versuchen, noch den einen oder anderen Blick über den sichtbaren Horizont hinaus zu tun. Unsere Sozialversicherungswerke werden in den kommenden Jahren vor grossen Herausforderungen stehen. In diesem Bewusstsein hat der Bund die Reform «Altersvorsorge 2020» angestossen. Ein notwendiger Schritt, denn unsere soziale Sicherheit ist eine der zentralen Voraussetzungen für eine angemessene wirtschaftliche Entwicklung. Dies wirkt sich bei einem ausgewogenen Wachstum positiv auf die Finan-

zierungsmöglichkeiten in unserer Sozialpolitik aus. Unsere Verantwortung ist es, und wird es auch in Zukunft sein, die Leistungserbringung der SVA St.Gallen konstruktiv zu gestalten, aber auch kritisch zu begleiten. Für diese anspruchsvolle Aufgabe kann ich mich auf die professionelle wie kollegiale Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltungskommission verlassen. Dafür danke ich ihnen, ebenso wie ich der Geschäftsleitung der SVA St.Gallen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meinen Dank ausspreche. Ohne eine kompetente, einsatzfreudige und gut geführte Schiffsbesatzung nützt auch der Kapitän gar nichts und er ist ausserstande, das Schiff zu steuern. Wir alle haben es in der Hand, im Rahmen der gesetzlichen Aufträge ausgezeichnete Leistungen zu erbringen. Oder wie ein Segler es formulieren würde: «Über den Wind können wir nicht bestimmen, aber wir können die Segel richten.» Dr. Adrian Rüesch Präsident Verwaltungskommission

Im Unternehmen wird ein hohes Kostenbewusstsein gelebt.


Der Blick aufs Ganze nützt allen.

Im Geschäftsjahr hat die SVA St.Gallen in vielen Bereichen Herausforderungen gemeistert. Beispielhaft zu nennen, sind die Umstellung auf die neuen Verfahren in der Prämienverbilligung oder die umfangreichen Prozessoptimierungen in der IV-Stelle. Dazu und zu weiteren spannenden Aspekten unserer Tätigkeit erfahren Sie mehr in diesem Geschäftsbericht. Unser wichtigstes Wirkungsgebiet – den Kanton St.Gallen – haben wir für den Geschäftsbericht geografisch ausgereizt. Unsere Reise

führte an die nördlichsten, östlichsten, westlichsten und südlichsten Punkte und genau in die Mitte – zum Schwerpunkt des Kantons. Mal waren die Ein- und Ausblicke spektakulär, mal fanden wir uns an Orten wieder, die sich bescheiden und trotzdem überraschend präsentierten. Diese Punkte in der Landschaft sind auch Sinnbild für die Vielfältigkeit unseres Kantons und seiner Menschen. Gerne danke ich an dieser Stelle. Mein Dank gehört allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den grossen Einsatz und die gute Leistung. Er gehört auch meinen Kollegen der Geschäftsleitung und den Mitgliedern der Verwaltungskommission für die stets konstruktive und von gegenseitigem Vertrauen getragene Zusammenarbeit.

Ignaz Vinzens Direktor, Vorsitzender der Geschäftsleitung

Wir sind stets gefordert, verständlich und nachvollziehbar zu handeln.

7 Einleitung

Die Menschen im Kanton St.Gallen sind unsere Kundinnen und Kunden. Ihre Zufriedenheit ist ein wichtiger Ansporn für unsere Arbeit. Wir sind stets gefordert, unser Tun zu hinterfragen, unsere Verfahren und Abläufe zu vereinfachen und für unsere Kundinnen und Kunden verständlich und nachvollziehbar zu handeln. Ich freue mich darüber, dass wir in diesem Sinn spürbare Verbesserungen erzielt haben. Auch der Blick auf die Zahlen zeigt ein gutes Ergebnis. Trotz hohen Spardrucks und weiter wachsenden Anforderungen können wir eine ausgeglichene Gesamtrechnung präsentieren.


Kennzahlen.

Kennzahlen

8

2013 in Mio. CHF

2012 in Mio. CHF

AHV / IV / EO

859,0

827,8

ALV

155,9

150,1

FLG

0,8

0,8

1 110,3

1 070,5

IV

269,8

274,3

EO

49,4

44,5

FLG

12,9

12,5

1,3

3,1

271,3

274,2

6,3

6,0

Einnahmen

98,2

104,2

Ausgaben

95,3

97,7

202,0

207,0

58,4

52,9

Beiträge der Abrechnungspflichtigen

11,7

11,5

Übrige Einnahmen

59,4

57,0

Ausgaben

71,1

68,5

Sozialwerke des Bundes: Beiträge

Sozialwerke des Bundes: Leistungen AHV

Rückverteilung CO2-Abgabe Ergänzungsleistungen EL AEL Familienausgleichskassen

Individuelle Prämienverbilligung IPV Pflegefinanzierung PF Verwaltungskosten


Kundenstruktur.

Mitglieder der SVA St.Gallen

2013

2012

Selbständigerwerbende

18 651

18 534

Arbeitgeber

16 773

16 060

Nichterwerbstätige

19 617

19 659

Personen ohne Beitragspflicht im Berichtsjahr

17 435

15 987

174

177

72 650

70 417

Arbeitnehmer ohne beitragspflichtige Arbeitgeber Total

Bezügerinnen und Bezüger von Leistungen

166 642 IPV Leistungsbezüger PF

1% 17 %

22 068 FamZ Leistungsbezüger AHV 4 584 MSE

Leistungsbezüger IV

6%

22 186 EO (ohne MSE) Leistungsbezüger EL/AEL

54 %

6%

19 755 EL /AEL

Leistungsbezüger EO

17 929 IV

Leistungsbezüger MSE

7 %

53 928 AHV

2 %

Leistungsbezüger FZ

7%

3 548 PF

Leistungsbezüger IPV

JahrErgänzungsleistungen 2012 AEL Ausserordentliche AHV Alters- und Hinterlassenenversicherung ALV Arbeitslosenversicherung EL Ergänzungsleistungen EO Erwerbsersatzordnung FamZ Familienzulagen

FLG Familienzulagen in der Landwirtschaft IPV Individuelle Prämienverbilligung IV Invalidenversicherung MSE Mutterschaftsentschädigung PF Pflegefinanzierung

Kundenstruktur

9


Ganz im Osten des Kantons zerschneidet der Rhein das Tal in zwei Länder. Der gesuchte Punkt liegt mitten im Alten Rhein, der zärtlich die Gemeinde Diepoldsau umrundet und ein wenig zur Insel macht. Der Ort ist gleichzeitig idyllisch und lebhaft mit seinen lauschigen Plätzen zum Verweilen am Wasser, die auch gerne von Schulklassen besucht werden. Auf Velos und zu Fuss suchen Menschen hier Erholung. Wer es sich zeitlich einrichten kann, geniesst die Natur unter der Woche, um so mit grosser Sicherheit Ruhe und Beschaulichkeit zu finden. Die Natur macht hier die Grenze fliessend, so wie sich hier die Menschen ganz selbstverständlich diesseits und jenseits dieser Grenze bewegen. Sicherheit zu geben, ist eine zentrale Aufgabe der SVA St.Gallen. Sie begleitet Menschen mit ihren unterschiedlichen Dienstleistungen durchs ganze Leben und in vielfältigen Lebenssituationen. Die Rentnerin beispielsweise kann zuverlässig auf ihre pünktlich ausbezahlte AHV-Rente zählen. In einer stetig sich wandelnden Welt sind solche sicheren Werte sehr gefragt.

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IPV – reibungslosen Übergang vorbereitet.

Ausgleichskasse

12

Bezügerinnen und Bezüger von individuellen Prämienverbilligungen (IPV) stellen die grösste Kundengruppe der SVA St.Gallen dar. Auf das Jahr 2014 hin traten drei Nachträge zur Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung in Kraft. Diese Nachträge machten umfassende Vorarbeiten notwendig, um den IPV-Kundinnen und -Kunden die gewohnt zuverlässige Dienstleistung auch unter geänderten Rahmenbedingungen bieten zu können. Schrittweise zum Ziel Die einschneidenste Neuerung betrifft die Überweisung sämtlicher Prämienverbilligungen direkt an die Krankenversicherer. In einem ersten Schritt galt es, den Datenaustausch zwischen der SVA St.Gallen und den mehr als 40 im Kanton St.Gallen tätigen Krankenversicherern sicherzustellen. Dafür wurde auf die Informatikplattform Sedex des Bundes zurückgegriffen. Nach ersten Tests wurde ein Pilotbetrieb mit der Swica durchgeführt, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Datenaustauschs durchspielen zu können. Nach dem erfolgreichen Pilotbetrieb konnte der Daten-

austausch mit allen Krankenversicherern termingerecht geregelt werden. Die versicherten Personen wurden im neuen Antragsformular darüber informiert, dass die Prämienverbilligung ausschliesslich den Versicherern ausbezahlt wird. Die Krankenversicherer erhielten die Daten für die EL-Bezügerinnen und -bezüger im November 2013, damit die Gutschrift mit der ersten Prämienrechnung 2014 erfolgen kann. Die Prämien der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger werden von den Sozialämtern bezahlt und einmal jährlich mit der SVA St.Gallen abgerechnet. Das anforderungsreiche Projekt konnte so umgesetzt werden, dass die Neuerungen für die Bezügerinnen und Bezüger von Prämienverbilligungen reibungslos eingeführt werden konnten.

Das an Herausforderungen reiche Projekt konnte erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen werden.


Weites Arbeitsfeld der Ausgleichskasse.

Kompetente Beratung ist sehr gefragt Im vergangenen Jahr boten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SVA St.Gallen an diversen internationalen Beratungstagen im grenznahen Ausland sowie in St.Gallen fachkundige Auskünfte für Interessierte. Diese grenzüberschreitenden, unbürokratischen und unkomplizierten Beratungen entsprechen einem grossen Bedürfnis. Die SVA St.Gallen war an 34 Beratungstagen im Jahr 2013 vertreten. An den sechs Standorten Dornbirn, Konstanz, Lindau, Vaduz, Augsburg und St.Gallen wurden mehr als 520 Auskünfte über verschiedenste Fragen des schweizerischen Sozialversicherungsrechts sowie zum Ablauf hin zum Rentenanspruch erteilt. An einem Beratungstag werden durchschnittlich 16 Versicherte

beraten. Die Zusammenarbeit mit den deutschen, liechtensteinischen und den österreichischen Sozialversicherungen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist sehr gut. Familienzulagen für Selbständigerwerbende Die jüngste Revision des Familienzulagengesetzes verlangte auf den 1. Januar 2013, dass alle selbständig und unselbständig Erwerbstätigen sowie die Nichterwerbstätigen Familienzulagen erhalten (ein Kind, eine Zulage). Entsprechend wurden mit der Gesetzesänderung alle Selbständigerwerbenden zulagenberechtigt. Daraus ergaben sich umfangreiche Zuständigkeitsklärungen, damit alle Selbständigerwerbenden der richtigen Familienausgleichskasse angeschlossen werden konnten. Von der SVA St.Gallen bezogen insgesamt 1 028 Selbständigerwerbende Familienzulagen im Betrag von rund CHF 4,4 Millionen. Tieferer Faktor bei der Rückverteilung der CO2-Abgabe Bereits zum vierten Mal wurden dieses Jahr die Erträge aus der CO2-Abgabe an die Wirtschaft rückverteilt. Gesamtschweizerisch flossen rund

Die unkomplizierten, internationalen Beratungen entsprechen einem grossen Bedürfnis.

13 Ausgleichskasse

Die Ausgleichskasse der SVA St.Gallen ist verantwortlich für ganz unterschiedliche Dienstleistungen und Produkte. Im vorliegenden Geschäftsbericht werden aus dem weiten Arbeitsfeld unter anderem die kundennahen internationalen Beratungstage, die Rückverteilung der CO2-Abgabe und die Neuorganisation der kantonalen Familienausgleichskasse thematisiert.


Ausgleichskasse

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CHF 60 Millionen an die Wirtschaft zurück. Im ganzen Kanton St.Gallen waren es für die Mitglieder der SVA St.Gallen rund CHF 1,3 Millionen. Im Vergleich zu den Vorjahren war der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) definierte Verteilfaktor geringer. Auf CHF 100 000 abgerechnete AHV-Lohnsumme wurden CHF 19.20 rückverteilt. Der geringere Faktor ist unter anderem auf den kontinuierlich rückläufigen Verbrauch von fossilen Brennstoffen zurückzuführen. Verlustscheinforderungen an Krankenversicherer ausbezahlt Im Jahr 2013 übernahm die SVA St.Gallen die Verantwortung für die Abrechnung von Verlustscheinen der Krankenversicherer. Das revidierte Krankenversicherungsgesetz regelt den Umgang mit Betreibungen von versicherten Personen. Die Verlustscheinforderungen aus dem Jahr 2012 wurden fristgerecht bis Ende Juni 2013 an die Krankenversicherer ausbezahlt. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf knapp CHF 970 000.


Viele Faktoren machen eine Eingliederung erfolgreich.

Christa Brunner wandte sich an die IV-Stelle St.Gallen, wo sie rasch die Unterstützung der Berufsberatung erhielt. Zuerst sei sie etwas pessimistisch gewesen bezüglich der Eingliederungsmöglichkeiten, erinnert sich die zuständige Berufsberaterin. Es folgte eine Abklärungszeit bei der «dreischiibe», einer Institution für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Christa Brunner setzte sich während dieser Zeit mit voller Energie ein und nutzte so diese Möglichkeit, welche ihr die IV-Stelle verschafft hatte. Im Tourismus verwurzelt Danach stellte sich die Frage nach dem weiteren

Vorgehen. Christa Brunner wollte unbedingt in der Tourismusbranche bleiben und studierte deshalb an der höheren Fachschule für Tourismus in Zürich. Die Berufsberaterin erinnert sich gut, wie sehr Christa Brunner in dieser Zeit immer wieder Krisen zu überstehen hatte. Ein Scheitern konnte nicht ausgeschlossen werden. Doch jedes Mal setzte sie sich mit grossem Willen ein und schaffte fast Unmögliches. Schliesslich schloss sie den Studiengang als Jahrgangsbeste ab. Die Diplomarbeit hatte begleitete Ferien für Menschen mit psychischen Einschränkungen zum Thema. Einen Teil der Arbeit konnte sie während eines Praktikums bei der Stiftung Pro Mente Sana erarbeiten. Aus dem Praktikum wurde einerseits eine feste 70 Prozent-Stelle und andererseits floss die Idee der Diplomarbeit direkt in die Umsetzung durch die Stiftung – notabene mit Christa Brunner als verantwortliche Projektleiterin. Gespräche und Verständnis Während rund drei Jahren begleitete die IV-Berufsberaterin Christa Brunner. Zu Beginn hätte sie nicht darauf gesetzt, dass die Frau im Berufsleben wieder Fuss fassen würde, sagt sie.

Der gemeinsame Wille und viel Engagement führen in der beruflichen Eingliederung zum Ziel.

15 IV-Stelle

Flight-Attendants sind souveräne Menschen, die beruflich mit vielerlei Situationen umgehen können. So war auch Christa Brunner (Name geändert). Plötzlich änderte sich für sie alles: Sie bekam psychische Probleme. Die für sie überraschende und kaum glaubbare Diagnose lautete auf eine Persönlichkeitsstörung. Christa Brunner musste sich neu orientieren, begann ein Studium in Gesundheitsmanagement. Die Probleme jedoch blieben, wurden sogar grösser und sie musste das Studium abbrechen.


IV-Stelle

16

«Ich bin mir auch heute noch bewusst, dass das Risiko des Scheiterns nach wie vor vorhanden ist.» Trotzdem müssen aus der Sicht der Berufsberaterin gewisse Risiken eingegangen werden, wenn Personen mit psychischen Einschränkungen integriert werden sollen. Dabei sei es immer auch ein Abwägen, ob die Anforderungen, die an die Personen gestellt werden, sie noch «kranker» machen, oder aber ob eine positive Entwicklung möglich ist. Die Begleitung – zeitweise durch einen externen Jobcoach – bezeichnet die Berufsberaterin als sehr wichtig. Ebenso wichtig sei ein Arbeitgeber, der sich auf eine manchmal schwierigere Persönlichkeit einlassen will. Nicht zuletzt ist die Unterstützung durch die IV-Stelle zuerst für Christa Brunner und später auch für ihren Arbeitgeber von grösster Bedeutung.


Am Ball auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern.

Positive Entwicklung im Kontraktmanagement Leistungsvereinbarungen mit Institutionen und Anbietern von Massnahmen beruflicher Art werden seit dem 1. Januar 2013 dezentral durch die kantonalen IV-Stellen erarbeitet und auch abgeschlossen. Das Kontraktmanagement der IV-Stelle St.Gallen ist auch für die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Glarus, Graubünden sowie Schaffhausen zuständig. Die anspruchsvollen Arbeiten beinhalten eine gute, intensive Zusammenarbeit mit den beteiligten IV-Fachbereichen sowie den externen Partnerinnen und Partnern. Dank konstruktiver Mitwirkung sowie Unterstützung durch viele involvierte Partnerinnen und Partner sowie Kundinnen und Kunden konnte sich das Kontraktmanage-

ment im Berichtsjahr weiter positiv entwickeln. Inzwischen werden rund 60 fixe Tarifverträge und Leistungsvereinbarungen bewirtschaftet (davon ca. zehn Prozent befristet) sowie nahezu gleich viele Einzeltarifvereinbarungen. Ausgelöst durch die Dezentralisierung des Kontraktmanagements und inzwischen bereits sehr bewährt, hat sich 2013 die enge Zusammenarbeit mit dem Verein INSOS St.Gallen (VISG). Dieser Verein ist ein Zusammenschluss sozialer Institutionen für Menschen mit Behinderung. Auf der Basis gemeinsamer Interessen und mit dem Ziel, die gegenseitigen Aufträge besser zu verstehen und zu koordinieren, wurden paritätische Arbeitsgruppen gebildet. Diese bestehen aus Fachspezialistinnen und -spezialisten der Institutionen sowie der IV-Stelle. Sie bearbeiten aktuelle Fragen sowie wichtige Themen und präsentieren daraus resultierende Erkenntnisse wie auch Anregungen. Assistenzbeitrag entspricht einem ausgewiesenen Bedürfnis Erwachsene, handlungsfähige Menschen mit Behinderungen können im Rahmen von grösstmöglicher Selbstbestimmung mit dem Assistenzbei-

Das professionelle Kontraktmanagement erfolgt für sechs Ostschweizer Kantone.

17 IV-Stelle

Das Kontraktmanagement regelt die Zusammenarbeit zwischen der IV-Stelle und den sozialen Institutionen. Im Geschäftsjahr 2013 entwickelte sich diese Zusammenarbeit positiv. Ein weiteres Thema für die IV-Stelle war der Assistenzbeitrag. Schliesslich wurde intensiv und erfolgreich an der Optimierung von Prozessabläufen gearbeitet.


IV-Stelle

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trag Personen anstellen, welche sie zu Hause betreuen. Diese Möglichkeit steht auch minderjährigen Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen zu. Ziel des Anfang 2012 eingeführten Assistenzbeitrags ist es, dass Menschen möglichst zuhause anstatt im Heim leben können. Die IV-Stelle St.Gallen war vor der Einführung des Assistenzbeitrags mehrere Jahre Pilotbetrieb, um diese Leistung definitiv schweizweit einführen zu können. Die Erfahrungen zeigen, dass die Möglichkeit des Assistenzbeitrags einem ausgewiesenen Bedürfnis entspricht. Im Kanton St.Gallen sind es bis jetzt rund 60 Bezügerinnen und Bezüger – Tendenz zunehmend. Optimierungspotential erkannt und umgesetzt Interne und externe Faktoren – namentlich die IVRevisionen 5 und 6a – initiierten eine umfassende Prozessoptimierung innerhalb aller Tätigkeitsbereiche der IV-Stelle. Während rund eineinhalb Jahren wurde intensiv daran gearbeitet, teilweise mit externer Unterstützung, sämtliche Geschäftsabläufe im gesamten und mittlerweile sehr komplexen Verfahren zu überprüfen. Im Zug der schritt-

weisen Umsetzung der Verbesserungen konnte bereits eine markante Senkung der Durchlaufzeiten erreicht werden, was unmittelbar den Kundinnen und Kunden zugute kommt. Auch qualitative Aspekte sind in Umsetzung, was eine noch höhere Sicherheit in der Bearbeitung der Dossiers bedeutet. Weiter zu nennen sind beispielsweise der Gewinn an Prozesswissen bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch deren Einbezug in die Entwicklung sowie die Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.


Hohe Datenschutzverantwortung der Mitarbeitenden.

Die Sicherheit von Informationen wird immer mehr zu einem unverzichtbaren Bestandteil guter Unternehmensführung. Ein Managementsystem, welches auch die Informationssicherheit nach der internationalen Norm ISO 27001 berücksichtigt, bietet eine risikobasierte und kostenoptimierte Basis, um die ständig steigenden Anforderungen an die Informationssicher-

heit bewältigen zu können. Jährlich überprüft ein externes Expertenteam in Anlehnung an diese Norm die SVA St.Gallen. Auch 2013 ist das Expertenteam zum Schluss gekommen, dass geeignete Sicherheitsmechanismen implementiert sind und hat das Ergebnis ihrer Überprüfungen im Auditbericht mit «ausgezeichnet» gewertet. Testszenarien entwickelt Der sehr gute technische Zustand der IT-Umgebung in Verbindung mit den Schutzmassnahmen gegen Angriffe überzeugte die Auditoren. Sie kamen zum Schluss, dass ein Angriff der Systeme sehr aufwändig und zeitraubend wäre. Dadurch wird es wahrscheinlicher, für Angriffe die unbewusste Mithilfe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erlangen. Diese mögliche Angriffsfläche wurde im Audit systematisch überprüft. Dazu wurden im Vorfeld verschiedene Testszenarien entwickelt. Anhand dieser Szenarien erfolgt die vertiefte Überprüfung. Ein Stichwort dazu ist Social Engineering, das mit zwischenmenschlichen Beeinflussungen unter-

Die strikte Gewährleistung des Datenschutzes hat einen ausserordentlich hohen Stellenwert.

19 Entwicklung und Services

Der Datenschutz und damit die Informationssicherheit verlangen in einem Unternehmen, welches mit vielerlei persönlichen Daten arbeitet, eine äusserst hohe Aufmerksamkeit. Nicht von ungefähr verfügt die SVA St.Gallen deshalb seit vielen Jahren über das Datenschutzgütesiegel GoodPriv@cy. Die Datenverarbeitung erfolgt zeitgemäss schwergewichtig über die ITSysteme. Die Einhaltung und strikte Gewährleistung des Datenschutzes und der Datensicherheit haben für die SVA St.Gallen einen ausserordentlich hohen Stellenwert. Diese Datensicherheit wird mit Datenschutz-, Datenzugriffs- und Zutrittsregelungen jederzeit gewährleistet. Ausdrücklich ist jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter für die Einhaltung des Datenschutzes auch selbst verantwortlich.


Entwicklung und Services

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schiedlicher Art arbeitet. Diese Einflussnahme, um bei Personen die Preisgabe von vertraulichen Informationen zu erwirken, wurde überprüft. Das Audit ergab einen guten Stand. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zur weiteren und vertieften Sensibilisierung und Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt. IT ist nur ein Aspekt Elektronische Datensicherheit ist jedoch nur ein Aspekt des umfassenden Datenschutzes der SVA St.Gallen, denn an kaum einem anderen Ort werden so viele sensible Daten über eine Person gesammelt, wie in einer Sozialversicherungsanstalt. Aus diesem Bewusstsein heraus hat deshalb die SVA St.Gallen bereits im Jahr 2001 als erster Sozialversicherer in der Schweiz unternehmensweit ein zertifiziertes Managementsystem nach ISONorm 9001 eingeführt. Ebenfalls eine Pionierrolle spielte sie im Jahr 2003 mit der Zertifizierung nach dem Datenschutzgütesiegel GoodPriv@cy. Dieser kurze Blick zurück macht deutlich, dass einerseits der technischen Datensicherheit sehr grosse Aufmerksamkeit geschenkt wird. Auf der

anderen Seite werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder sensibilisiert und geschult. Diesen Schulungen wird ein grosses Gewicht gegeben, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei ihrer täglichen Arbeit regelmässig mit einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Weisungen konfrontiert, welche verschiedenste Informationen zum Umgang mit solchen Daten enthalten.


Eingespieltes Team meistert Herausforderungen.

Elektronische Erfassung von Dokumenten In der Dokumentensteuerung der SVA St.Gallen laufen viele Fäden zusammen. Ein zentraler Arbeitsbereich ist die elektronische Erfassung von eingehenden Dokumenten, welche danach in den verschiedenen Prozesslinien der Ausgleichskasse und der IV-Stelle weiter bearbeitet werden. In den letzten zehn Jahren wurden so Millionen von Dokumentenseiten erfasst. Das gesamte elektronische Archiv umfasste Ende 2013 beinahe 65 Millionen Dokumentenseiten. Rund 40 Prozent davon mussten manuell eingescannt werden. Die restlichen 60 Prozent wurden automatisch erfasst und setzen sich hauptsächlich aus Schreiben, Mitteilungen und Verfügungen an unsere Kundinnen und Kunden zusammen. Alle elektronisch erfassten Dokumentenseiten gestapelt ergäben einen papierenen Turm, der doppelt so hoch wäre wie der Ringelspitz. Er

ist mit seiner Höhe von 3 247 Metern über Meer der höchste Berg im Kanton St.Gallen. Die ersten drei Monate jedes Jahres sind in der Regel in der Dokumentensteuerung am intensivsten, da in diesen Monaten viele Jahresabrechnungen und eine grosse Zahl an Anmeldungen für die Prämienverbilligung eintreffen. Diese Herausforderungen werden vom eingespielten Team der Dokumentensteuerung gemeistert. Etwas ruhiger sind in der Regel die Monate November und Dezember. In der Erfassung all dieser Dokumente ist eine hohe Kompetenz gefragt, da es mehrere Hundert verschiedene Dokumentenarten gibt. Arbeiten bei der SVA St.Gallen Bei der SVA St.Gallen haben im Berichtsjahr 423 (Vorjahr: 414) Personen gearbeitet - davon sind 138 (131) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit tätig. Die Beschäftigten teilen sich auf in 264 Frauen und 159 Männer. Das Durchschnittsalter lag leicht über 40 Jahren. 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten seit 20 oder mehr Jahren bei der SVA St.Gallen. Die durchschnittliche Zugehörigkeit liegt bei rund acht Jahren.

Alle elektronisch erfassten Dokumente aufeinander gestapelt, wären mehr als doppelt so hoch wie der Ringelspitz.

21 Entwicklung und Services

Das elektonische Archiv ist ein zentrales Arbeitsinstrument mit einer sehr grossen Quantität an verarbeiteten Dokumenten. Im Folgenden kann ein Einblick gegeben werden. Ohne Ausschläge präsentieren sich die Zahlen der Human Resources.


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Den südlichsten Punkt des Kantons zu erreichen, ist eine konditionelle Herausforderung. Die Zugänge von der Gemeinde Pfäfers her sind entweder weit oder sehr unwegsam. Der Aufstieg vom bündnerischen Felsberg ist ebenfalls nicht kurz und verlangt das Überwinden von mehr als 1 500 Höhenmetern. Bei schönem Wetter ist dieser südlichste Punkt jedoch jede Anstrengung wert. Auf dem Grat zwischen Taminser und Felsberger Calanda, erklommen über karstigen Untergrund, schweift der Blick über eine unfassbar schöne Bergwelt. Gegen Norden hin erhebt sich mit dem Ringelspitz der höchste St.Galler Gipfel, in alle anderen Himmelsrichtungen sind es die Bündner Berge, die verzaubern. Dieser Punkt macht aus nüchternen Koordinaten ein Spektakel. Die SVA St.Gallen bewegt sich in einem gesellschaftlichen Umfeld mit wechselnden Ansprüchen ihrer Kundinnen und Kunden. Doch nicht nur das Unternehmen allein, sondern auch die Sozialversicherungswerke sind Veränderungen unterworfen, um ihre Funktion heute und in Zukunft erfüllen zu können. In jedem Fall: Die Herausforderungen werden angenommen, um diese Ansprüche erfüllen zu können.


Hinweise zu besonderen Zahlen.

24

IV-Renten Die Abnahme der einfachen Renten und der Kinderrenten begründet sich in der Umsetzung der 5. und 6. IVG-Revision, welche verschiedenste Gesetzesänderungen enthalten und eine noch stärkere berufliche Integration auch aus Rentenrevisionen unterstützt. Mit dem Rückgang der Renten wird das politische Ziel unterstützt, die IV als Sozialwerk finanziell gesunden zu lassen. IV-Beschlüsse Die Anzahl der IV-Beschlüsse ist leicht rückläufig, wobei die Anzahl der abweisenden Beschlüsse zugenommen hat. Der Rückgang der IV-Beschlüsse ist unter anderem auf zwei wichtige Faktoren zurückzuführen. Einerseits ist die aktuelle Wirtschaftslage der Schweiz immer ein gewichtiger Faktor und andererseits erfolgte eine Änderung im Rentenrevisionsverfahren. Die Zunahme der abweisenden Beschlüsse ist auf die Umsetzung der 6. IVG-Revision und den Vollzug neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung zurückzuführen. Ergänzungsleistungen zu IV-Renten Die Ergänzungsleistungen an IV-Rentnerinnen und -Rentner sind 2013 um rund CHF 7,1 Mio. auf knapp CHF 121,4 Mio. zurückgegangen. Dieser Rückgang erfolgte, weil neu der Kanton gewisse Leistungen von Heimen vergütet, welche bis anhin über die Ergänzungsleistungen finanziert worden sind. Diese Neuregelung geht auf das Gesetz über die soziale Sicherung und Integration von Menschen mit Behinderung zurück. Über die Ergänzungsleistungen werden deshalb lediglich noch die Pensionskosten sowie der Grundbetreuungsbedarf finanziert. Kantonale Familienausgleichskasse Die Familienausgleichskasse für Arbeitnehmer und die Familienausgleichskasse für Selbständigerwerbende sind auf das Jahr 2013 hin zur kantonalen Familienausgleichskasse zusammengeführt worden. Daraus ergibt sich, dass lediglich noch eine Betriebs- und Verwaltungskostenrechnung sowie eine gemeinsame Bilanz geführt werden. Die Zahlen 2012 der bisherigen zwei Familienausgleichskassen wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit zusammengeführt und den Zahlen des Berichtsjahrs gegenübergestellt. IPV-Einsprachen Die Zunahme der Einsprachen bei der individuellen Prämienverbilligung im Jahr 2013 ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Jährlich werden die Eckwerte (Parameter), welche für die individuelle Prämienverbilligung ausschlaggebend sind, von der Regierung festgelegt. Dadurch kann die individuelle Prämienverbilligung für Bezügerinnen und Bezüger geringer sein oder gar wegfallen. Im Jahr 2013 führten zudem weitere Gründe zu mehr Einsprachen. Zu nennen sind provisorische Steuerdaten, Auszubildende, die einen eigenen Antrag auf IPV einreichen und gleichzeitig angeben, dass die Eltern überwiegend für den Lebensunterhalt aufkommen oder Vergleiche zwischen den Ansprüchen des Vorjahrs und des aktuellen Jahrs.


Beiträge.

25

2013 in CHF

2012 in CHF

AHV/ IV/ EO-Beiträge

858 974 506

827 823 286

ALV-Beiträge

155 906 964

150 115 597

FLG-Beiträge

866 103

836 098

FAK-Beiträge

98 236 372

104 235 470

1 113 983 945

1 083 010 451

2013

2012

300 846

289 636

Mahnungen

25 975

22 962

Betreibungen

12 305

10 605

Zahlungsvereinbarungen

2 289

2 489

Kontrollen der Revisoren

2013

2012

Anzahl durchgeführte Kontrollen

1 139

1 205

Beitragsnachzahlungen in CHF

2 098 957

2 875 870

Beitragsrückzahlungen in CHF

533 620

656 322

Beitragsart

Total

Anzahl Rechnungen an Beitragspflichtige


Leistungen.

26

Alters- und Hinterlassenenversicherung Leistungsart

2013

2012

48 888

47 346

96

124

451

437

1 728

1 738

898

964

1 867

1 838

Total

53 928

52 447

Gesamtbetrag

2013 in CHF

2012 in CHF

1 110 279 870

1 070 460 694

17 802 978

17 601 270

Altersrenten Zusatzrenten für Ehepartner Kinderrenten Witwen- und Witwerrenten Waisenrenten Hilflosenentschädigungen

Gesamtbetrag AHV-Leistungen davon Hilflosenentschädigungen


Leistungen.

27

Invalidenversicherung Leistungsart

2013

2012

11 638

11 799

Kinderrenten

3 430

3 596

IV-Taggelder

1 193

1 195

Hilflosenentschädigungen

1 668

1 655

Total

17 929

18 245

Leistungen

2013 in CHF

2012 in CHF

Geldleistungen

269 755 698

274 304 324

Sachleistungen

126 302 349

125 127 134

Total

396 058 047

399 431 458

Anmeldungen

2013

2012

Hilfsmittel

1 814

1 549

Hilflosenentschädigungen

1 344

1 339

IV-Leistungen

4 001

3 947

Total

7 159

6 835

Einfache Renten


Leistungen.

28

Invalidenversicherung Berufliche Eingliederungsmassnahmen

2013

2012

in Bearbeitung

2 824

2 895

Erledigungen

4 673

4 657

Neuzugänge

4 808

4 920

12 305

12 472

Beschlüsse

2013

2012

Medizinische Eingliederungsmassnahmen

3 025

3 006

Hilfsmittel

4 388

4 605

Berufliche Eingliederungsmassnahmen

6 776

6 272

Übrige Massnahmen

5 810

6 213

Renten und Rentenrevisionen

6 467

7 310

Hilflosenentschädigungen und -revisionen

2 090

2 159

28 556

29 565

9 268

8 699

Total

Total

Davon abweisende Beschlüsse


Leistungen.

29

Erwerbsersatzordnung Leistungsart

2013

2012

11 142

11 556

Beförderungsdienste

2 935

2 585

Mutterschaftsentschädigungen

4 584

4 181

Übrige Dienstleistungen

8 109

6 647

Total

26 770

24 969

Leistungen

2013 in CHF

2012 in CHF

Leistungen Erwerbsersatzordnung

26 059 112

24 472 149

Mutterschaftsentschädigungen

20 534 133

17 499 230

2 819 099

2 557 808

49 412 344

44 529 187

Ordentliche Militärdienstleistungen

Beitragsanteile Total


Leistungen.

30

Ergänzungsleistungen Leistungsart

2013

2012

EL zu Altersrenten

9 874

9 513

371

386

6 660

6 550

19

20

1 487

1386

68

76

1 276

1 215

Total

19 755

19 146

Leistungen

2013 in CHF

2012 in CHF

EL zu AHV-Renten

149 923 835

145 682 403

EL zu IV-Renten

121 369 506

128 487 069

AEL zu AHV-Renten

3 361 898

3 196 522

AEL zu IV-Renten

2 959 332

2 825 183

277  614  571

280  191  177

EL zu Hinterlassenenrenten EL zu Invalidenrenten EL zu IV-Taggeld AEL zu Altersrenten AEL zu Hinterlassenenrenten AEL zu Invalidenrenten

Total


Leistungen.

31

Familienzulagen Bezügergruppen

2013

2012

18 214

19 040

1 028

697

557

532

2 269

2 316

Total

22 068

22 585

Leistungen

2013 in CHF

2012 in CHF

90 849 959

94 060 923

4 450 040

3 631 468

28 946

12 953 595

12 471 475

108 253 594

110 192 812

Arbeitnehmende Selbständigerwerbende Nichterwerbstätige Landwirte

Zulagen an Arbeitnehmende Zulagen an Selbständigerwerbende Zulagen an Landwirte Zulagen an Landwirte nach FLG Total


Leistungen.

32

Pflegefinanzierung 2013 in CHF

2012 in CHF

58 430 487

52 887 720

Kennzahlen

2013

2012

Bestand der Bezüger

3 548

3 340

- davon EL-Beziehende

2 210

2 055

2013

2012

132 088

131 001

Prämienverbilligungen über EL

22 994

19 631

Prämienverbilligungen über Sozialhilfe

18 825

18 590

173 907

169 222

2013 in CHF

2012 in CHF

201 990 671

207 004 109

davon EL-Bezüger

85 055 669

81 171 636

davon aus Sozialhilfe

31 388 756

32 740 109

Leistungen Total

Individuelle Prämienverbilligung Bezügergruppen Ordentliche Prämienverbilligungen

Total

Beträge Total Prämienverbilligungen


Betriebsrechnung.

33

Sozialwerke des Bundes 2013 in CHF

2012 in CHF

AHV/ IV/ EO-Beiträge

858 974 506

827 823 286

ALV-Beiträge

155 906 964

150 115 597

FLG-Beiträge

866 103

836 098

1 015 747 573

978 774 981

Leistungen

2013 in CHF

2012 in CHF

AHV-Renten

1 092 476 892

1 052 859 424

17 802 978

17 601 270

1 110 279 870

1 070 460 694

241 169 860

246 185 383

IV-Hilflosenentschädigungen

12 672 587

12 339 018

IV-Taggelder

15 913 251

15 779 923

Total IV-Geldleistungen

269 755 698

274 304 324

EO / MSE-Entschädigungen

49 412 344

44 529 187

FLG-Zulagen

12 953 594

12 471 475

Total EO / MSE / FLG-Leistungen

62 365 938

57 000 662

1 302 320

3 136 684

1 443 703 826

1 404 902 364

Beiträge

Total Beiträge

AHV-Hilflosenentschädigungen Total AHV-Leistungen

IV-Renten

Rückverteilung CO2-Abgabe Total Leistungen


Betriebsrechnung.

34

Kantonale Familienausgleichskasse Beiträge Beiträge Arbeitnehmende Beiträge Selbständigerwerbende Total Beiträge

Leistungen FamZ Arbeitnehmende FamZ Selbständigerwerbende Total FAK-Leistungen

2013 in CHF

2012 in CHF

89 974 562

101 603 564

8 261 810

2 630 582

98 236 372

104 234 146

2013 in CHF

2012 in CHF

90 849 959

94 060 923

4 450 040

3 631 468

95 299 999

97 692 391


Betriebsrechnung.

35

Übrige Sozialwerke 2013 in CHF

2012 in CHF

271 293 340

274 169 472

6 321 230

6 021 705

277 614 570

280 191 177

Pflegefinanzierung

58 430 487

52 887 720

Total PF-Leistungen

58 430 487

52 887 720

Individuelle Prämienverbilligung

201 990 671

207 004 109

Total IPV-Leistungen

201 990 671

207 004 109

Leistungen Ordentliche Ergänzungsleistungen Ausserordentliche Ergänzungsleistungen Total EL-Leistungen


Der westlichste Punkt des Kantons St.Gallen liegt ganz nah am Wasser in der Stadt Rapperswil-Jona. Etwas unterhalb der stark befahrenen Strasse entlang des Zürichseeufers, versteckt in einem Gehölz, knapp ausserhalb einer grosszügig dimensionierten Privatliegenschaft ist es ein kaum begangener Ort. Wenige Schritte weiter steht ein wohl selten gebrauchtes, altes Bootshaus, umschwirrt von unzähligen Wespen, die sich dort ungestört ein Nest bauen konnten. Von einem gemauerten Steg aus öffnet sich der Blick über den See. So wie sich dieser westlichste Punkt dem breiten Publikum nicht aufdrängt, so arbeitet die SVA St.Gallen ausserhalb des grossen Scheinwerferlichts. Tag für Tag werden für Tausende Menschen im Kanton St.Gallen Dienstleistungen erbracht, welche vielen von ihnen Perspektiven eröffnen.

702 741 | 232 971


SVA St.Gallen.

38

Verwaltungskostenrechnung 2013 in CHF

2012 in CHF

11 708 507

11 510 441

3 245 820

3 189 544

Kostenvergütungen Dritter

56 126 332

53 807 555

Total Ertrag

71 080 659

68 507 540

2013 in CHF

2012 in CHF

Personalaufwand

44 301 302

42 815 510

Sachaufwand

14 201 282

13 424 133

Raum- / Liegenschaftskosten

3 430 148

3 315 958

Dienstleistungen Dritter

2 138 045

3 336 781

334 353

389 668

Abschreibungen

6 668 789

5 209 466

Total Aufwand

71 073 919

68 491 516

6 740

16 024

Ertrag Verwaltungskostenbeiträge der Mitglieder Vermögenserträge

Aufwand

Passivzinsen / Kapitalkosten

Gewinn Verwaltungskostenrechnung


39

Bilanz 2013 in CHF

2012 in CHF

Umlaufvermögen

9 985 289

8 368 947

Anlagevermögen

21 092 891

23 154 643

Total Aktiven

31 078 180

31 523 590

2013 in CHF

2012 in CHF

Kurzfristige Verbindlichkeiten

3 192 378

5 052 506

Langfristige Verbindlichkeiten

13 400 000

13 400 000

Rückstellungen und Reserven

14 485 802

13 071 084

Total Passiven

31 078 180

31 523 590

Aktiven

Passiven


Kantonale Familienausgleichskasse.

40

Betriebs- und Verwaltungskostenrechnung Ertrag Beiträge von Mitgliedern Vermögensertrag Total Ertrag

2013 in CHF

2012 in CHF

98 817 117

105 779 833

4 906 754

8 419 436

103 723 871

114 199 269

2013 in CHF

2012 in CHF

95 299 999

97 692 391

1 858 494

949 610

-1 277 749

596 076

Verwaltungsaufwand

2 953 558

3 379 730

Rückverteilung Reserven FAK für Selbständigerwerbende

3 671 660

Aufwand Kinder- und Ausbildungszulagen Beitrag an Lastenausgleich Beitrag an FAK für Selbständigerwerbende

Total Aufwand

Erfolg Betriebs- und Verwaltungskostenrechnung

102 505 962

102 617 807

1 217 909

11 581 462


41

Bilanz 2013 in CHF

2012 in CHF

Umlaufvermögen

8 020 691

11 189 737

Anlagevermögen

110 270 813

105 343 452

Total Aktiven

118 291 504

116 533 189

2013 in CHF

2012 in CHF

1 976 051

1 435 645

Rückstellungen und Reserven

116 315 453

115 097 544

Total Passiven

118 291 504

116 533 189

Portfolio-Struktur Anlagevermögen

31.12.2013

31.12.2012

4.3%

5.6%

Obligationen CHF

52.6%

51.9%

Obligationen Fremdwährungen

11.0%

11.2%

Aktien Schweiz

10.6%

10.5%

Aktien Fremdwährungen

13.8%

13.4%

7.7%

7.4%

Aktiven

Passiven Verbindlichkeiten

Liquidität

Immobilien Schweiz


Rechtsdienst.

42

Einsprachen

2013

2012

232

177

7

18

14

6

EL/PF

411

440

FamZ

33

18

8

3

609

408

Total

1314

1070

Beschwerden

2013

2012

6

5

603

488

EO

1

0

EL

66

55

FamZ

3

0

Schadenersatz (Art. 52 AHVG)

4

0

IPV

4

5

687

553

AHV (Beiträge / Renten) AHV (Hilflosenentschädigungen / Hilfsmittel) EO/MSE

Schadenersatz (Art. 52 AHVG) IPV

AHV (Beiträge / Renten) IV

Total


Revision, Genehmigung und Organisation.

Revision Die Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers hat die auf den 31. Dezember 2013 abgeschlossene Jahresrechnung geprüft. Die Revisonsstelle prüfte die Buchführungen und die Jahresrechnungen der SVA St.Gallen und der kantonalen Familienausgleichskasse für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Rechnungsjahr. Die Finanzkontrolle des Kantons St.Gallen prüfte die Durchführung der individuellen Prämienverbilligung und der Pflegefinanzierung. Genehmigung Die Verwaltungskommission verabschiedete den Jahresbericht sowie die Jahresrechnungen 2013 der SVA St.Gallen und der kantonalen Familienausgleichskasse an der Sitzung vom 13. Mai 2014 zuhanden der Regierung.

Adrian Rüesch, Präsident Gion Pieder Casaulta, Aktuar

Verwaltungskommission Adrian Rüesch, St.Gallen (Präsident) Peter Baumberger, Goldach Alex Brühwiler, Gossau Martina Gadient, Walenstadt Heidi Gstöhl, St.Gallen Manfred Trütsch, Mörschwil Judith Widmer, St.Gallen

Geschäftsleitung Ignaz Vinzens, St.Gallen (Vorsitz) Bruno Leutenegger, Wittenbach Peter Ringeisen, St.Gallen Patrick Scheiwiller, St.Gallen

Aktuar Gion Pieder Casaulta, St.Gallen

Protokoll Carmen Studerus, St.Gallen

43


SVA St.Gallen Brauerstrasse 54 9016 St.Gallen Telefon 071 282 66 33 Telefax 071 282 69 10 info@svasg.ch www.svasg.ch

Geschaeftsbericht 2013  

SVA St.Gallen

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