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MAN SPRI CHT DEUT SC H


Man spricht Deutsch

Osteuropa/Zentralasien 2010/2011


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Johannes Ebert Ehemaliger Leiter GoetheInstitut Moskau, Regionalleiter Osteuropa/Zentralasien, jetzt Generalsekretär Goethe-Institut

Z wischen 50 und 60 Millionen Menschen sprechen weltweit Deutsch neben ihrer Muttersprache. Das Goethe-Institut fördert in über 150 Ländern der Erde die deutscheSprachedurchKultur-,Sprach-undInformationsprogrammein Kooperation mit zahlreichen Kultur- und Bildungseinrichtungen. Um Deutschlernern und Deutschlehrern im Ausland einen fundierten Einblick in die Entwicklung und Eigenheiten der deutschen Sprache zu geben und weltweit noch mehr Menschen für das Deutschlernen zu begeistern, hat das GoetheInstitut gemeinsam mit der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ die große Wanderausstellung „Man spricht Deutsch“ konzipiert und produziert. Seit 2009 wird diese interaktive Sprachausstellung von den Goethe-Instituten im Ausland präsentiert. 2010 kam sie auch in die Region Osteuropa/Zentralasien, in der etwa 4,1 Millionen Menschen Deutsch lernen. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion hatte das Deutschlernen früher Tradition. Heute ist es vor allem eine Investition in die Zukunft, denn die einzelnen Länder pflegen enge kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland. Rund 24.000 Menschen in Taschkent, Almaty, Kiew, Minsk, St. Petersburg, Nowosibirsk, Moskau und Tiflis erlebten von September 2010 bis Januar 2012 die Ausstellung „Man spricht Deutsch“ mit ihren zahlreichen Kulturprogrammen und Fortbildungsangeboten. Und alle waren nach ihrem Besuch überzeugt: Die deutsche Sprache ist sehr lebendig und - entgegen aller Klischees - gar nicht so schwierig zu lernen!

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MAN SPRICHT DEUTSCH


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prache ermöglicht menschliche Verständigung, sie vermittelt Traditionen, Kultur und Wissen. Die Ausstellung „Man spricht Deutsch“ lud dazu ein, die deutsche Sprache der Gegenwart zu entdecken: Vielseitig, ausdrucksstark und wandlungsfähig bildet sie ab, wie wir leben und denken. Deutsch als Sprache haptisch und sinnlich erlebbar zu machen sowie insbesondere Spaß an Sprache zu vermitteln – das war das Ziel der Ausstellung während ihrer acht Stationen in Osteuropa und Zentralasien. Rund 500 Ausstellungsstücke zu verschiedenen Themenbereichen rund um die deutsche Sprache sowie zahlreiche interaktive Elemente boten den Besuchern einen spannenden und unterhaltsamen Parcours zu Geschichte und Gegenwart der deutschen Sprache. Die Bandbreite der Ausstellungsstücke reichte dabei unter anderem vom Grimmschen Wörterbuch und einer Original-Ausgabe von Goethes Werther bis zu kunstvoll im Unterricht verzierten ReclamHeften, von der Jugendsprache bis zum SMS-Kurztext. Mit einer Vielzahl von Text- und Audioexponaten forderte die Ausstellung zugleich auf, sich mit der Rolle von Sprache in ästhetischen, intellektuellen und politischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Unterteilt in zehn thematische Module vermittelte die Ausstellung ein facettenreiches Bild des Deutschen und seiner Sprecher und entführte die Besucher auf eine Reise zu Schönheit und Witz, Aktualität und Abwege der deutschen Sprache.

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Entstehung Die deutsche Sprache blickt auf eine über 1.200-jährige Geschichte zurück. Davon zeugt neben vielen anderen historischen Schriftstücken das Abrogans, das wohl älteste deutsche Buch: Ein Nachdruck dieses lateinisch-deutschen Wörterbuchs aus dem 8. Jahrhundert war bei der Ausstellung „Man spricht Deutsch“ zu sehen.

Mit Hilfe eines großen Sprachenstammbaums konnten die Besucher die deutsche Sprache in den Kontext der verschiedenen Sprachen und Sprachfamilien einbetten und erfahren, dass die meisten europäischen Sprachen einen gemeinsamen indoeuropäischen Ursprung haben. Vier Rollen mit deutschen, niederländischen, schwedischen und englischen Wörtern, die durch Drehen frappierende Ähnlichkeiten zu Tage förderten, veranschaulichten die enge Verwandtschaft der germanischen Sprachen: Vater-Vader-Vatten-Father wäre so ein Beispiel für eine „germanische Wortkette“.

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Deutsch von Außen Seit jeher prägen unterschiedliche Klischees die Sicht des Auslands auf die deutsche Sprache. Was denken andere über die deutsche Sprache? Eine große drehbare Litfaßsäule bot eine Sammlung unterschiedlichster Zitate berühmter Zeitgenossen, von denen manche Deutsch wegen seines harten Klangs ablehnen, andere dagegen seine Schönheit loben und es als die „Sprache der Dichter und Denker“ bezeichnen.

Berühmt-berüchtigt sind Mark Twains Äußerungen über die deutsche Sprache. „Aufgrund meiner philologischen Studien bin ich überzeugt, dass ein begabter Mensch Englisch (außer Schreibung und Aussprache) in dreißig Stunden, Französisch in dreißig Tagen und Deutsch in dreißig Jahren lernen kann“, heißt es bei ihm. Trotz des Rufes, schwer erlernbar zu sein, ist Deutsch aber heute als Fremdsprache beliebt: Zwischen 50 und 60 Millionen Europäer sprechen diese Sprache neben ihrer Muttersprache.

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Sprache lebt! Wie ist es heute um die deutsche Sprache bestellt? Drohen ihr Niedergang und Verfall oder verändert sie sich nur? Und ist die Verwendung englischer oder „denglischer“ Begriffe wirklich eine Gefahr für die Zukunft des Deutschen, wie manche meinen?

Einflüsse von außen sind aber keine neue Entwicklung, denn der deutsche Wortschatz ist schon immer durch andere Sprachen bereichert worden. Das erfuhr man bei der Ausstellung ebenso wie die Tatsache, dass zugleich viele deutsche Wörter Eingang in andere Sprachen der Welt gefunden haben – eine große Tafel mit „Ausgewanderten Wörtern“ verblüffte mit einer langen Liste an deutschen Begriffen, die heute von England bis Japan die Umgangssprache bereichern. So macht man in Finnland „Kaffeepaussi“, die Franzosen diskutieren den „Zeitgeist“ und in Russland isst man deutsche „Butterbrote“. Dass die deutsche Sprache dynamisch ist und sich im täglichen Gebrauch neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten anpasst, veranschaulichte unter anderem ein Schaubild mit den gebräuchlichsten SMS- und Internetabkürzungen, die ebenso für Erheiterung sorgten wie ein Rombus, der die Vorliebe der Deutschen für immer neue und längere Komposita aufzeigte. Vor den Augen der staunenden Besucher wandelte sich hier ein einfaches „Rind“ zum „Rindfleischtikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“ und noch weiter - zum vielleicht längsten deutschen Wort.

Sprachinseln und Dialekte In über 40 Ländern der Erde leben deutschsprachige Minderheiten. Auf einer großen Weltkarte waren diese deutschen „Sprachinseln“ verzeichnet, die durch Auswanderung und Kolonialisierung entstanden. Eine Videoinstallation zeigte den Besuchern die deutschsprachigen Gemeinschaften in der Welt und machte sie mit den altertümlichen Formen des Deutschen bekannt, die viele dieser Sprachminderheiten kennzeichnen. Mehrere Tonaufnahmen präsentierten den Besuchern die vielfältigen Dialekte der deutschen Sprache. An einer der Hörstationen gab der Komiker Christian Tramitz in einer virtuosen „Der Pate“-Persiflage eine kleine Einführung in verschiedene Dialekte: Die berühmten Dialoge waren hier auf Sächsisch, Wienerisch, Berlinerisch, Hessisch und Bayerisch zu hören. 6


Jugendsprache Wer weiß heute noch, dass vor gerade mal fünfzig Jahren das jetzt allgegenwärtige „Hallo“ als Begrüßung in Deutschland tabu war? Auch für viele Deutschlerner sicher überraschend: In den 50er Jahren empörten sich deutsche Eltern noch über diese saloppe Begrüßung der „Halbstarken“, die sie aus den USA importiert hatten. Dass „Hallo“ sich dennoch durchsetzen konnte, zeigt die innovative Kraft der Jugendsprache: Zahlreiche Wörter und Wendungen aus der Jugendsprache haben im Verlauf der Zeit Eingang in die Umgangssprache gefunden – und sind von dort heute nicht mehr wegzudenken.

Sprache und Integration Millionen von Zuwanderern leben heute in Deutschland. Sie müssen Deutsch als Fremdsprache lernen, um am öffentlichen Leben teilzuhaben; zugleich bedeuten sie mit ihrer Mehrsprachigkeit für Deutschland eine große Bereicherung. Wie beeinflusst Migration die Sprache? Und welche Rolle spielt die Sprache bei der Integration? Auf diese und andere Fragen gab die Ausstellung eine Antwort. „Sprache ist nicht nur Dein Büchsenöffner, Dein Vehikel, Deine Kriegswaffe. Sprache ist das, womit Du die Leute kriegst“, sagt Feridun Zaimoglu, deutsch-türkischer Schriftsteller, über seine Erfahrungen mit Deutsch und dem Erlernen der deutschen Sprache. Er und drei weitere Deutsche mit Migrationshintergrund kamen bei der Ausstellung in kurzen Videosequenzen zu Wort, die sich dem Besucher hinter vier kleinen Türchen eröffneten. 7

Sprache ist ständig in Bewegung, besonders – oftmals zum Entsetzen konservativer Sprachhüter – in der Jugendkultur. Anstatt den Zeigefinger zu heben, zeigte „Man spricht Deutsch“ lieber das kreative Potential, das in der Sprache der Jugend steckt, die reich ist an Worterfindungen und Bedeutungsverschiebungen. So konnten die Besucher beispielsweise über in den Jugendslang „übersetzte“ Zitate aus der klassischen Literatur staunen. Angefangen von den „Halbstarken“ der 50er Jahre bis zur heutigen Hip-Hop-Szene dokumentierte die Ausstellung verschiedene Facetten der Jugendkultur und ihre Einflüsse auf Sprache und Gesellschaft. So gab es mehrere Originalausgaben der Zeitschrift Bravo zu bewundern, die nach 1956 ganze Generationen von Jugendlichen in der BRD prägte. Zu sehen war auch das „Kultbuch“ der Jugendlichen in der DDR, Ulrich Plenzdorfs Die neuen Leiden des jungen W., das er im DDR-Jugendjargon der 70er Jahre verfasst hatte. MAN SPRICHT DEUTSCH


Politik Was sind Unwörter? Die Politiksprache ist heute voll davon: „Humankapital“, „Rentnerschwemme“ und „Notleidende Banken“ sind nur drei Beispiele einer ganzen Liste von sachlich unangemessenen, die Menschenwürde verletzenden Formulierungen, die jedes Jahr von der Gesellschaft für deutsche Sprache als sprachliche Entgleisungen gebrandmarkt werden. Sprache ist ein zentrales Mittel in der politischen Debatte und Berichterstattung. Die Ausstellung zeigte Videoausschnitte von bedeutenden politischen Reden, die gesellschaftlichen Entwicklungen wichtige Impulse geben können. Dass Sprache in der Politik aber auch oft missbraucht wird, konnte der Betrachter anhand von Auftritten deutscher Politiker im Bundestag, im Wahlkampf und in Talkshows nachvollziehen: Häufig werden Schlagworte, vage Aussagen und Gemeinplätze benutzt, um für politische Überzeugungen und Vorhaben zu werben. An der „Phrasendreschmaschine“, die zum wahren Besuchermagnet wurde, konnte sich jeder selbst mal als Politiker versuchen. Ein leichtes Drehen an den Rädchen – und die „Maschine“ spuckte bereitwillig politische Schlagworte aus, die trotz ihrer zufälligen Zusammensetzung höchste Relevanz für die Tagespolitik suggerierten: „Nachhaltige Wertesicherung“, „Unverzichtbare Reformpolitik“ oder „Ökologische Leistungsmodelle“ mögen als anschauliche Beispiele dienen.

Schönheit Ausdruckskraft und Gestaltungsreichtum zeichnen auch die deutsche Sprache aus. Anhand von Gedichten, Dramen, Romanen und Liedern aus vier Jahrhunderten zeigte die Ausstellung Beispiele für die lebendige, bildreiche deutsche Sprachkunst. Ausschnitte aus Kinderbüchern und humorvollen Texten beeindruckten mit fantasievollen und eindringlichen Beschreibungen.

Verse aus Liebesbriefen und Gedichten zeigten eine unverzichtbare Funktion der Sprache: Gefühle in Worte fassen, sie anderen mitteilen. An einem „Literatur-Automat“ konnten die Besucher eigene Lyrikzettel ziehen. An manchen Ausstellungsorten waren sie aufgerufen, an „Säulen der Poesie“ ein Liebesgedicht in ihrer Lieblingssprache anzuheften. Gefragt wurde auch nach dem schönsten deutschen Wort: Bei einem internationalen Wettbewerb sind Liebe, Heimat und Glück die häufigsten Antworten. 8


Brutalität Sprache kann verletzen, demütigen und aufhetzen, ohne zwangsläufig hart oder bedrohlich zu klingen. Historische und aktuelle Beispiele dokumentierten den brutalen und erniedrigenden Gebrauch von Sprache. Ein Schaufenster mit Giftflaschen, auf denen aggressive oder demütigende Wörter aufgeklebt waren, zeigte anschaulich die zerstörerische Kraft, die Sprache haben kann.

Vor allem Diktaturen missbrauchen Sprache: Sie prägen Wortschatz und Sprachgebrauch, um ihr menschenverachtendes Weltbild in Umgangssprache und Denkweise zu verankern. Die Ausstellung zeigte auf, wie die Nationalsozialisten nach 1933 mit Sprachregelungen in Presse und Rundfunk die deutsche Sprache beeinflussten. 9

Sprache in der DDR 40 Jahre lang waren die Deutschen in Ost und West getrennt. Dass in dieser Zeit auch eine sprachliche Grenze durch Deutschland verlief, machten Auszüge aus dem Duden der Bundesrepublik und der DDR deutlich. Für „Weltreise“, „Menschenrechte“ und „Arbeitnehmer“ finden sich im DDR-Duden keine Einträge. Den DDR-Wortschatz prägten unter anderem Begriffe aus dem wirtschaftlichen oder politischen Bereich wie „Kollektiv“, „Brigade“ oder „Jungpionier“. In verschiedenen Schubladen konnten die Besucher Gegenstände aus der DDR-Vergangenheit finden – zu bewundern war unter anderem ein original Pionierhalstuch. Eine kleine Installation war einem Wort gewidmet, das seinen Weg aus dem Russischen in die deutsche Sprache fand: Gemeint ist die „Datsche“, die – vor allem im Osten Deutschlands – für ein Wochenendhaus steht. MAN SPRICHT DEUTSCH


Dr. Christoph Veldhues Goethe-Institut Moskau Leiter Spracharbeit mit regionalem Fachauftrag Osteuropa/Zentralasien Stellvertretender Institutsleiter Goethe-Institut Moskau

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland und zur Pflege der internationalen kulturellen Zusammenarbeit. Die Spracharbeit des Goethe-Instituts unterstützt im Rahmen der Bildungskooperation Deutsch Schulen, Universitäten und Bildungsbehörden in über 90 Ländern in ihrem Bemühen, möglichst viele Menschen möglichst gut Deutsch sprechen zu lehren. In den Sprachkursen der 150 Goethe-Institute lernen jährlich rund 170.000 Menschen Deutsch auf allen Niveaustufen – und zeigen dann in unseren international renommierten Prüfungen, was sie gelernt haben. Die Spracharbeit der acht Goethe-Institute in der Region Osteuropa/Zentralasien profitiert weiterhin vom traditionell großen Interesse an Deutsch in den ehemaligen GUS-Ländern von Belarus bis Kasachstan, was sich z.B. an der beeindruckenden Zahl von 4,1 Mio. Deutschlerner/innen festmachen lässt – so vielen wie in keiner anderen Goethe-Region – oder auch an dem besonders dichten Netzwerk von regionalen Sprachpartnern mit 42 Sprachlernzentren, 90 Lehrmittelzentren und über 150 professionell ausgebildeten und eingesetzten DaF-Multiplikator/innen. So steht Deutsch als Fremdsprache gerade in Ländern wie Russland, der Ukraine, Usbekistan u.a. im globalen Vergleich immer noch sehr gut da. Jedoch muss jetzt etwas getan werden, um den weltweit, also auch in Osteuropa/Zentralasien in den letzten Jahren zu beobachtenden Rückgang von Deutsch als erster Fremdsprache (meistens zugunsten von Englisch) aufzuhalten und ihm durch die Stärkung von Deutsch als zweiter Fremdsprache entgegenzutreten. 10


Bildungspolitisch bedeutet das in erster Linie, die Einführung von mindestens zwei Pflichtfremdsprachen an weiterführenden Schulen zu befördern, wie es zum Beispiel in der Europäischen Union schon Standard ist. Eine auf Mehrsprachigkeit orientierte Bildung ist das Gebot der Stunde in der globalisierten Kommunikation des 21. Jahrhunderts. Damit bildet Werbung für Mehrsprachigkeit, also für möglichst viele Fremdsprachen im Unterrichtsplan der Schulen und Universitäten – darunter eben auch für Deutsch – neben anderen wichtigen Themen (z.B. studienbegleitender Deutschunterricht, frühes Fremdsprachenlernen) den Schwerpunkt der Spracharbeit der Goethe-Institute in der Region Osteuropa/Zentralasien. In Russland z.B. läuft mit genau diesem Ziel seit 2010 die große Sprachinitiative „Учи немецкий! Lern‘ Deutsch!“, die sich an alle Entscheidungsbeteiligten wendet – sei es an den Schulen (Schulleiter, Eltern, Schüler/innen), sei es in den zuständigen Bildungsbehörden auf lokaler und regionaler Ebene –, um ihnen die Idee einer mehrsprachigen Bildung vorzustellen und sie argumentativ wie emotional dafür zu gewinnen. Das genau ist auch der Ansatz der Sprachausstellung „Man spricht Deutsch“ des Goethe-Instituts, die von Mitte 2010 bis Ende 2011 in acht Städten der Region Osteuropa/Zentralasien gezeigt wurde: Kein trockenes Buch, kein langweiliger Vortrag über die deutsche Sprache, sondern viele Informationen, Argumente, Emotionen; zum Lesen, Schauen, Hören, zum Anfassen und Mitmachen; interaktiv und interessant. Zur deutschen Sprachgeschichte genauso wie zur Zukunft des Deutschen in der Welt; zur Entwicklung der Jugendsprache ebenso wie zu den lexikalischen Besonderheiten des Sprachgebrauchs 11

in beiden Deutschlands bis zur Wiedervereinigung. Hier gibt es Einblicke in die klugen, witzigen, überraschenden, schönen, aber auch die dunklen Seiten dieser Sprache für all diejenigen, für die Deutsch mehr ist als ein neutrales Medium zum Austausch von Informationen. An allen acht Zeigeorten in Osteuropa/Zentralasien wurden Tausende von Schüler/innen und Student/innen durch diese Ausstellung geführt, oft in Gruppen und mit einem Laufzettel versehen, der aus dem Ausstellungsbesuch einen spannenden Wettbewerb, ein richtiges Sprachabenteuer machte. Die begleitenden Rahmenprogramme richteten sich an alle Zielgruppen der Spracharbeit des Goethe-Instituts: Darunter Workshops für Deutschlehrer/innen, die den Zusammenhang zwischen Ausstellung und Unterricht herstellten, ebenso wie Konzerte, Lesungen oder Poetry-Slams – einfach alles, was ein breites Publikum mit guten und nicht so guten Deutschkenntnissen begeistern konnte. So hoffen wir, dass die Sprachausstellung „Man spricht Deutsch“ als ein weiterer Baustein der DaF-Werbekampagnen in Osteuropa/Zentralasien dazu beiträgt, das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer reichen Auswahl an kommunikativen Möglichkeiten, an Fremdsprachen als Kernbestand jeder Bildung zu schärfen, immer schon und heute mehr denn je! Weiter geht es dann mit einem ähnlichen Ansatz mit den Sprachausstellungen „Musik+X“ und einer Ausstellung zum Grimm-Jahr 2012, die unsere Region, unsere Länder ab Herbst 2012 erreichen werden: Wir freuen uns darauf, wir freuen uns auf Sie!

MAN SPRICHT DEUTSCH


Sankt Petersburg • Seite 36 Vielen Dank für Ihre tolle Ausstellung. Sie ist sehr interessant und witzig. Und das Quiz war super!

Seite 24 • Minsk Eine wunderbare

Moskau • Seite 46

Ausstellung in all ihren Einzelheiten.

Die Ausstellung

Ich habe mich oft

ist klasse! Kreativ!

wiedererkannt.

Interaktiv! Lehr-

Vielen Dank!

reich! Vielen Dank

Kiew • Seite 30

für Ansporn und viele Grüße

Wir möchten uns beim GoetheInstitut für die tolle Ausstellung bedanken. Es hat viel Spaß gemacht, die Fragen zum Preisausschreiben zu lösen.

aus Twer.

Tbilissi • Seite 52 Wir sind die Schüler aus Bagdati. Wir danken Ihnen und das Goethe-Institut für alles. Das ist für uns große Unterstützung. Wir motivieren damit sehr und wir werden Deutsch besser lernen.


Nowosibirsk • Seite 40 Diese Ausstellung ist wirklich interaktiv und multimedial. Dort lässt sich alles drehen, wenden oder öffnen und man kann fast alles anfassen, anhören oder bewegen.

Almaty • Seite 20 Vielen Dank für die Führung! Alles war sehr interessant

Taschkent • Seite 14

und einfach einmalig. Wir haben den

Dankeschön für sol-

deutschen Geist ge-

che wunderschöne

spürt! :) Wir werden

Ausstellung! Es gab

auf jeden Fall noch

viele unvergessliche

einmal kommen!

Eindrücke :))


„Man spricht Deutsch“ in Taschkent

Gerlinde Massoudi Leiterin Spracharbeit Goethe-Institut Taschkent

Toshkentdagi Gyote-instituti Nemis tilida gaplashadilar ko’rgazmasini Sharqiy Yevropa-Markaziy Osiyo mintaqasi institutlari ichida birinchilar qatorida namoyish qildi. Ko’rgazma Toshkentga to’g’ridan-to’g’ri Ispaniya va Portugaliyadan yetib keldi va Markaziy Osiyoda Germaniya haftaliklari doirasida Toshkentdagi Yoshlar ijod saroyida namoyish qilindi. Nemis tili tashuvchilari, uni o`rganuvchilar, yosh va katta yoshdagilar bir hil darajada nemis tilining imkoniyatlaridan ta`sirlanib uning turli xil ma`no va mazmunda his etdilar.

Besucherstimmen

Das Goethe-Institut zeigte die Ausstellung Man spricht Deutsch als erstes Institut in der Region Osteuropa-Zentralasien. Die Ausstellung kam direkt aus Spanien und Portugal nach Taschkent zur Eröffnung der Deutschlandwochen in Zentralasien, wo sie im Palast der Jugend in Taschkent gezeigt wurde. Muttersprachler, Fremdsprachler, junge und ältere Besucher waren gleichermaßen beeindruckt von den Möglichkeiten, Deutsch mit allen Sinnen zu erleben.

Die Ausstellung ist sehr modern,

Ich mochte besonders die

außergewöhnlich und spannend,

Ecke mit den Dialekten. Das

vor allem für jemanden, der gerade

ist so witzig zu hören und zu

erst begonnen hat, Deutsch zu

schauen, was man verstehen

lernen. Die Führung war sehr gut

kann. Und die Jugendsprache.

und bot uns einen einzigartigen

Da versteht man manchmal

Einblick in die deutsche Kultur und

auch nicht viel. Aber toll, wenn

Sprache. Dankeschön für solche

so gesprochen wird. Ganz

wunderschöne Ausstellung!

anders als das „Hochdeutsch“.

Es gab viele unvergessliche Eindrücke :))

Maria Journalistin aus Taschkent

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In Usbekistan lernen derzeit 603.500 Schüler Deutsch. An 2.300 Schulen in Usbekistan wird Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. 10 dieser Schulen werden vom GoetheInstitut im Rahmen des PASH-Programms betreut, 8 weitere Schulen von der Zentralstelle für Auslandsschulwesen. An 61 Hochschulen in Usbekistan wird Deutsch als Studienfach angeboten. Im Jahr 2011 lernten am Goethe-Institut Taschkent 3.050 Kursteilnehmer Deutsch.

Die SMS-Abkürzungen muss man sich alle aufschreiben. Das meiste habe ich ja noch nie gehört. Was die sich da alles ausdenken. Super!

Nasiba Anglistikstudentin aus Taschkent

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MAN SPRICHT DEUTSCH IN TASСHKENT


In Usbekistan, einem Land, in dem viele verschiedene Sprachen gesprochen werden, lag es nahe, die Besucher der Ausstellung zu ihren Sprachen zu befragen. Es stellte sich heraus, dass die überwiegende Mehrheit der Besucher (47%) vier Sprachen spricht, weitere 24% der Befragten gaben an, sogar fünf Sprachen zu sprechen. Dabei bildeten Deutsch, Usbekisch, Russisch und Englisch zusammen etwa 80% der gesprochenen Sprachen, zu denen sich aber ein weiteres Dutzend unterschiedlicher Sprachen von Tadschikisch bis Hebräisch gesellt.

Die Besucher konnten nicht nur deutsche Kultur sehen, sondern auch verschiedene deutsche Dialekte hören

Auch in der Freizeit lernen die meisten Befragten Deutsch (41%), und auf die Frage nach ihrer Lieblingsfremdsprache nannten 51% der Befragten Deutsch. 18


Im Elternhaus lernten die meisten der Befragten Usbekisch oder Russisch. 10% gaben an, zu Hause Deutsch gelernt zu haben. In der Schule war Deutsch die am häufigsten gelernte Fremdsprache, gefolgt von Englisch und Russisch. Auch in der Freizeit lernen die meisten Befragten Deutsch (41%), und auf die Frage nach ihrer Lieblingsfremdsprache nannten 51% der Befragten Deutsch. Damit bleibt Deutsch wie zur Zeit der Sowjetunion die beliebteste Fremdsprache in Usbekistan. Bezogen auf den Anteil der Deutschlerner nimmt das Land weltweit den fünften Platz ein.

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Warum wird Deutsch in Usbekistan so gern gelernt? Über der Hälfte der Umfrageteilnehmer gefällt die deutsche Sprache einfach gut. Andere gaben an, sich für Deutschland zu interessieren. Etwa 10% lernen Deutsch, weil sie es nützlich finden und sich damit bessere Chancen für den Beruf versprechen. Daneben wurden aber noch zahlreiche weitere Motive zum Erlernen der deutschen Sprache genannt. Jemand schrieb zum Beispiel: „Wenn ich Deutsch lerne, fühle ich mich ganz anders und vergesse alle meine Probleme.“

MAN SPRICHT DEUTSCH IN TASСHKENT


„Man spricht Deutsch“ in Almaty

Susanne Becker Leiterin Spracharbeit Goethe-Institut Almaty Қазақстандағы Гёте атындағы Институт «Германия Қазақстанда 2010» атты жылдық бағдарлама аясында Алматыда Қазақстан Республикасының Орталық мұражайында «Нем/сше сөйлейміз» атты интерактивті көрмені өткізді. Көрме неміс тілінің сан-алуан түрлілігі мен әр түрлі қоғамдық және жеке өмір салаларында қолданылатын аясын көрсетті. Мысал ретінде жарнамадағы тіл, жастар тілі, саясаттағы тіл, диалект жайлы және тілдің көркемдігі туралы көрсетілді. Көрменің негізгі мақсаты –көрермендердің тілді жан-жақты сезім арқылы сезінуі болды, ал көрмені тамашалауға тек қана неміс тілін жаңа үйренушілер мен жалғастырушылар ғана емес, сонымен қатар неміс тілі ана тілі болатын көрермендер де шақырылды – сөйтіп әркім өзіне сай жаңа, қызықты, қуанышты да таңқаларлық ақпараттарды таба алды.

Besucherstimmen

Das Goethe Institut Kasachstan zeigte die interaktive Ausstellung „Man spricht Deutsch“ im Rahmen „Deutschland in Kasachstan 2010“ im Staatlichen Zentralmuseum der Republik Kasachstan in Almaty. Die Ausstellung zeigte, wie facettenreich die deutsche Sprache ist, wie sie in verschiedenen öffentlichen und privaten Bereichen be- und genutzt wird. Beispiele sind Sprache in der Werbung, Jugendsprache, Sprache in der Politik, Dialekte und auch die Schönheit der Sprache. Ziel der Ausstellung ist es, dass die Besucher die deutsche Sprache haptisch, auditiv, visuell spüren – eingeladen dazu waren nicht nur Deutschlerner von Anfängern bis Fortgeschrittenen, sondern auch die Muttersprachler – jeder konnte etwas Neues, Interessantes, Lustiges, Erstaunliches entdecken!

Vielen Dank für die Führung!

Wir bedanken unser Goethe-

Liebe Organisatoren der

Alles war sehr interessant und

Institut für das Sprachgenießen,

Ausstellung „Man spricht

einfach einmalig. Wir haben

für viel Spaß und Freude.

Deutsch“! Wir möchten uns bei

den deutschen Geist gespürt! :)

Es war sehr interessant. Mit

Ihnen für diese wunderbare

Wir werden auf jeden Fall noch

Vergnügen haben die Schüler

Ausstellung bedanken. Sie war

einmal kommen!

die Aufgaben erfüllt. Sehr toll!

sehr interessant für unsere

Nocheinmal vielen Dank!

Schüler. Herzlichen Dank!

Sheksembajewa Sauresch, Deutschlehrerin

Die Deutschlehrerin der Mittelschule

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in Mynbajew, Bezirk Shambyl


In Kasachstan lernen derzeit 101.790 Schüler Deutsch, das sind knapp 40% aller Schüler. An 1.551 Schulen in Kasachstan wird Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, was einem Anteil von ca. 20% aller Schulen mit Fremdsprachenunterricht entspricht. 12 dieser Schulen, an denen insgesamt 1.292 Schüler Deutsch lernen, gehören zum Netzwerk der Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“. 5 von ihnen werden vom Goethe-Institut Almaty betreut. 7 weitere Schulen mit Deutsch werden von der Zentralstelle für Auslandsschulwesen betreut. An 40 kasachischen Hochschulen wird Deutsch als Studienfach angeboten. Am Goethe-Institut Almaty lernen ca. 1.300 Kursteilnehmer pro Jahr in Jugend- und Erwachsenenkursen Deutsch.

“Mein Konzert in Almaty zur Eröffnung der Ausstellung “Man spricht Deutsch” war ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Ich war vorher schon dreimal in Kasachstan zu Gast und empfand es als große Ehre, diese Ausstellung mit eröffnen zu dürfen. Das Interesse und anschließende Feedback der kasachischen Teilnehmer war einfach großartig. Ich wünsche dem Goethe-Institut weiterhin so erfolgreiche Veranstaltungen. Sehr gerne wäre ich wieder einmal in Almaty zu Gast!”

Thorsten Riemann ist Liedermacher, Texter und Komponist aus Berlin. Seit Ende der 80er Jahre tritt der „Songpoet“ in Klubs, Theatern und Galerien sowie bei Fernsehen und Rund-

In Kasachstan leben derzeit etwa 200.000 Angehörige der deutschen Minderheit.

funk auf. In Almaty stellte er dem Publikum seine aktuelle CD „Endlos leben“ vor und begeis-

Pressestimmen:

terte das Publikum mit seinen tiefgründigen Songs zu Gitarre,

Thorsten Riemann

Akkordeon oder Klavier.

Ist Liedermacher

„Für Muttersprachler, die in Almaty leben, dürfte die Ausstellung wie eine kleine Befreiung sein. Denn das erste Mal geht es hier nicht um Automarken, Hitler, Modern-Talking oder was hiesige Taxifahrer sonst noch mit Deutschland assoziieren. Es geht um die Vielfalt der deutschen Kultur weitab von gängigen Klischees. Es geht um die Schönheit von Sprache und darum, sie in ihrer ganzen Tiefe zu begreifen. „Sprache ist das Vehikel, um miteinander kommunizieren zu können“, sagt der Schriftsteller Feridun Zaimoglu in dem mit ihm geführten Interview. Welche schöpferische und gleichzeitig zerstörerische Kraft sie dabei entwickeln kann, ist in der Ausstellung „Man spricht deutsch“ auf eindrucksvolle Weise zu sehen.“

Deutsche Allgemeine Zeitung 23

MAN SPRICHT DEUTSCH IN ALMATY


„Man spricht Deutsch“ in Minsk Besucherstimmen

Die Ausstellung hat mir sehr gefallen, sie ist einfach super! Hier kann jeder Besucher egal welchen Alters Interessantes über die deutsche Sprache erfahren. Alles ist sehr detailliert und anschaulich dargestellt.

Dr. Dmitri Kletschko Stellvertretender Institutsleiter, Leiter der Spracharbeit Goethe-Institut Minsk Выстаўка “Размаўляем па-нямецку” стала знакавай падзеяй для ўсіх, хто цікавіцца нямецкай мовай. Наведвальнікі, незалежна ад узросту і ўзроўню валодання мовай, з задавальненнем падарожнічалі па лабірынтах выстаўкі, адкрывалі для сябе новыя словы і значэнні, гістарычныя, эстэтычныя, палітычныя ды шматлікія іншыя вымярэнні нямецкай мовы і культуры. Выстаўка стала папулярнай пляцоўкай для правядзення заняткаў па нямецкай мове. Распрацаваныя ў Інстытуце Гётэ дыдактычныя матэрыялы прыйшліся даспадобы і настаўнікам, і вучням.Разнастайная суправаджальная праграма, падрыхтаваная Інстытутам імя Гётэ ў Мінску, прапаноўвала паглыбленае ўзаемадзеянне з тэматыкай выстаўкі. На канцэрце Табіяса Борке нямецкая мова гучала ў спалучэнні з рознымі музычнымі стылямі, ад хіп-хопа да дабстэпа. Удзельнікі яго воркшопаў змаглі авалодаць асновамі складання рэп-тэкстаў, а выкладчыкі атрымалі карысныя парады для крэатыўных заняткаў. Як размаўляюць маладыя немцы, а таксама пра феномен мовы ГДР можна было даведацца, паўдзельнічаўшы у воркшопах Райка Ласончыка.

Danke an die Organisatoren der Ausstellung für die interessante Eine wunderbare Ausstellung in

Führung. Einfach klasse! Eine

all ihren Einzelheiten. Ich habe

schöne Idee, die Führung nicht

mich oft wiedererkannt. Vielen

klassisch zu machen, sondern

Dank!

die Besucher selbst suchen und finden zu lassen.

Eine sehr interessant gestaltete Ausstellung. Für uns wurde der Besuch dieser Ausstellung zu

This exhibition is an excel-

einer echten ÜBERRASCHUNG,

lent way to promote not only

wie die Deutschen sagen!

learning German, but learning foreign languages at all. I’m full of impressions and have a strong desire to start learning German! The exhibition is well-structured und illustrated. Thanks a lot!

Нямецкая мова ў спалучэнні з беларускай гучала падчас чытання Марыа Зігезмунда. І гледачы, і аўтар змаглі пераканацца, што моўныя бар’еры варта пераадольваць, бо людзі ў розных краінах так падобна ўспрымаюць боль, каханне, расчараванне, надзеі. Сцэнічнае чытанне “Мовы ствараюць людзей, людзі ствараюць мовы”, якое падрыхтавалі акцёры Зоя Белахвосцік, Валянціна Гарцуева і Аляксандр Казела, стала кульмінацыяй для тых, каму было цікава паразважаць пра ўзаемаадносіны чалавека і мовы. З тэкстаў нямецкамоўных аўтараў у беларускім перакладзе было створана захапляльнае дзейства з двума галоўнымі героямі. Першы галоўны герой – чалавек, які ўвесь час знаходзіцца ў пошуку (сваёй) мовы. Другі герой – мова, што дае чалавеку шанец надаць гучанне і значэнне сабе самому і свайму жыццю. Гэтыя героі былі галоўнымі дзеючымі асобамі не толькі падчас чытання, але і на працягу ўсёй выстаўкі.

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Die Ausstellung „Man spricht Deutsch“ war ein bedeutsames Ereignis für alle, die sich für Deutsch interessieren. Die Besucher, unabhängig von Alter und Sprachniveau, wandelten mit Freude durch die Labyrinthe der Ausstellung, entdeckten für sich neue Wörter und Bedeutungen bzw. historische, ästhetische, politische und andere Dimensionen der deutschen Sprache und Kultur. Die Ausstellung wurde zu einer beliebten Plattform für den Deutschunterricht. Die im Goethe-Institut didaktisch erarbeiteten Lernstoffe gefielen sowohl Lehrern als auch Schülern. Das facettenreiche Begleitprogramm, das vom Goethe-Institut Minsk vorbereitet wurde, bot die Möglichkeit, die Themen der Ausstellung weiter zu vertiefen. Beim Konzert von Tobias Borke erklang die deutsche Sprache im Zusammenhang mit verschiedenen musikalischen Stilen von Hip-Hop bis Dubstep. Die Teilnehmer seiner Workshops konnten die Grundlagen des Rappens erlernen und die Lehrer bekamen nützliche Tipps für kreative Unterrichtsstunden.Im Workshop von Rajko Lassonczyk erfuhren die Teilnehmer mehr über Jugendsprache in Deutschland und das Phänomen DDR. Bei der Lesung von Mario Siegesmund wurde die deutsche Sprache mit der belarussischen zusammengeführt. Sowohl die Zuschauer als auch der Autor konnten sich davon überzeugen, dass sich Sprachbarrieren überwinden lassen, weil die Menschen in verschiedenen Ländern Emotionen wie Schmerz, Liebe, Enttäuschung und Hoffnung ganz ähnlich wahrnehmen.

In Belarus lernen derzeit ca. 160.000 Schüler Deutsch. Rund 2.700 Lehrer unterrichten in Belarus an insgesamt 2.260 Schulen Deutsch als Fremdsprache. 9 dieser Schulen gehören zum Netzwerk der Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“. An ca. 50 Hochschulen wird Deutsch als Studien- oder Unterrichtsfach angeboten. Rund 215.000 belarussische Studierende lernen an der Hochschule Deutsch. Im Jahr 2011 lernten am Goethe-Institut Minsk 1.711 Kursteilnehmer in Jugend- und Erwachsenenkursen Deutsch.

Die szenische Lesung „Sprachen machen Leute, Leute machen Sprachen“ mit den belarussischen Schauspielern Zoya Belachwoszik, Valianzina Garzueva und Aliaksandr Kazela wurde zum Höhepunkt für alle, die sich für den gegenseitigen Einfluss von Menschen und Sprache(n) interessieren. Aus den Texten moderner deutschsprachiger Autoren in belarussischer Übersetzung wurde eine faszinierende Handlung mit zwei Hauptfiguren: die eine war der Mensch auf der Suche nach (s)einer Sprache, die andere die Sprache selbst, die dem Menschen die Chance gibt, durch ihr Klangbild das Leben mit Bedeutung zu füllen. Diese beiden Helden wurden zum Leitmotiv der Lesung – und der gesamten Ausstellung.

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MAN SPRICHT DEUTSCH IN MINSK


Tobias Borke Rap-Poet aus Stuttgart leitet seit über 10 Jahren Rap- und Slam Poetry-Workshops

Tobias Borke bezeichnet sich selbst als „Rap-Poet“. Seit 2000 tritt der Stuttgarter regelmäßig bei nationalen und internationalen Poetry Slams auf und wird später bekannt durch seine Freestyleperformances. Daneben leitet Tobias Borke bereits seit mehr als zehn Jahren Rap-und Slam Poetry-Workshops, u.a. für das Literaturhaus Stuttgart und seit einigen Jahren für das Goethe-Institut. Er setzt sich in Seminaren, Arbeitskreisen und Schreibwerkstätten an Schulen für Kinder und Jugendliche ein.

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Können Sie in ein paar Sätzen Ihren Eindruck von Minsk und den Menschen schildern? Wir waren im Rahmen unserer Arbeit fürs GI recht eingebunden. Die Freizeit, die wir hatten, haben wir mit Marina verbracht, die eine sehr gute Fremdenführerin und eine Seele von einem Menschen ist. Dank ihr waren wir auch in verschiedenen Plattenläden und sie hat uns auch auf `ne Dubstepparty begleitet. Die Menschen dort waren sehr offen und haben es verstanden richtig gut zu feiern. Ansonsten kann ich nur von recht distanzierten Menschen in der Metro oder dem Supermarkt reden. Ich denke, es ist einfach eine Frage der Gelegenheit das Eis zu brechen. Sonst kann´s ja auch nicht auftauen. Was hat Ihnen besonders gefallen, was ist Ihnen besonders aufgefallen? Die Nationalbibliothek aka die Discokugel. Die fanden wir großartig. Wie verliefen die Auftritte und die Workshops? Was hatten Sie erwartet und wurden Ihre Erwartungen erfüllt? Ehrlich gesagt war ich überrascht von der Qualität der in Deutsch verfassten Produkte. Die Teilnehmer waren alle extrem ehrgeizig. So kenn ich das aus den deutschen 29

Schulen nicht. Auch unsere Performance, die definitiv nicht leichter zu verstehen ist, wenn man nicht so gut deutsch spricht, hat ein erstaunliches Feedback bekommen. Meine Erwartungen wurden definitiv übertroffen. Was wollten Sie mit den Workshops vermitteln? Das Handwerk und die Geschichte hinter Rap. Welchen Eindruck hatten Sie von den Deutschkenntnissen in Belarus? Wie schon erwähnt, ich war sehr überrascht von dem Niveau unserer Teilnehmer. Auf der Straße ist es mir aber nie in den Sinn gekommen, zu versuchen mich auf deutsch verständlich zu machen. Warum sind solche Workshops für Nicht-Muttersprachler interessant? Weil das gelernte Vokabularium meist auf Muttersprachler weltfremd wirkt. Die Menschen sprechen nicht wie im Lehrbuch, sie verkürzen und spielen mit der Sprache. So etwas lässt sich an Rap sehr anschaulich verdeutlichen. Dazu kommt, dass man durch den Umgang mit einem Kreativen aus einer Subkultur aller Wahrscheinlichkeit auch ein bisschen mehr über die im Lehrbuch vergessenen Eigenarten des Landes erfahren kann. MAN SPRICHT DEUTSCH IN MINSK


„Man spricht Deutsch“ in Kiew

Walter Degen Goethe-Institut Kiew Referent für Bildungskooperation Deutsch Ґете-Інститут в Україні показав з1 по 18 березня 2011 р. інтерактивну та мультимедійну виставку «Розмовляти німецькою мовою», яку можна було відвідати у Палаці дітей та молоді у м. Києві. На виставку «Розмовляти німецькою мовою» запрошувались усі, хто цікавиться німецькою мовою, вивчає чи викладає німецьку мову, щоб ознайомити з виникненням німецької мови та її сучасним станом. Головна мета виставки полягала у пізнанні німецької мови різними органами чуття – за допомогою тактильних, аудитивних та візуальних прийомів. Виставка відобразила всю багатогранність німецької мови та продемонструвала, яким чином німецька мова може бути використана в найрізноманітніших ситуаціях приватного та суспільного життя. Завдяки близько 500 експонатам можна було пізнати німецьку мову, ознайомитися з її красою, різноманітністю, виразністю і мінливістю та здійснити невелику подорож по основним тематичним блокам виставки: мова у політиці, молодіжна мова, мова реклами, німецькі діалекти та краса німецької мови.

Das Goethe Institut Ukraine zeigte die interaktive und multimediale Ausstellung „Man spricht Deutsch“ vom 1. - 18.3.2011 im Palast für Kinder und Jugendliche in Kiew. „Man spricht Deutsch“ lud alle ein, die sich für Deutsch interessieren, Deutsch lernen oder unterrichten, für sich die Entstehung der deutschen Sprache und ihre Gegenwart zu entdecken. Ein Hauptanliegen der Ausstellung war es, die deutsche Sprache mit allen Sinnen - haptisch, auditiv, visuell – aufzunehmen. Die Ausstellung machte den Facettenreichtum der deutschen Sprache lebendig und veranschaulichte, wie Deutsch in unterschiedlichsten Situationen des privaten und öffentlichen Raums angewendet wird. Rund 500 Exponate gaben die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erleben, die Schönheit, Vielfalt, Ausdruckskraft und Wandlungsfähigkeit der Sprache kennen zu lernen und sich auf eine kleine Wanderung durch die einzelnen Themenblöcke der Ausstellung – Sprache in der Politik, Jugendsprache, Sprache in der Werbung, deutsche Dialekte und die Schönheit der deutschen Sprache – zu begeben.

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In der Ukraine lernen derzeit 689.367 Schüler Deutsch, das sind knapp 20% aller Schüler. An 7.047 Schulen in der Ukraine wird Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, was einem Anteil von ca. 35% aller Schulen mit Fremdsprachenunterricht entspricht. 15 dieser Schulen, an denen insgesamt 5.102 Schüler Deutsch lernen, gehören zum Netzwerk der Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“ und werden vom GoetheInstitut in Kiew betreut. 22 weitere Schulen mit Deutsch werden von der Zentralstelle für Auslandsschulwesen betreut.

Besucherstimmen

Am Goethe-Institut in Kiew lernen ca. 4.200 Kursteilnehmer pro Jahr in Jugend- und Erwachsenenkursen Deutsch und es werden ca. 2.400 GI-Prüfungen abgelegt. In der Ukraine leben derzeit etwa 33.000 Angehörige der deutschen Minderheit.

Wir möchten uns beim GoetheInstitut für die tolle Ausstellung bedanken. Es hat viel Spaß

Ich habe viel Neues und Aktu-

gemacht, die Fragen zum Preis-

elles über die deutsche Sprache

ausschreiben zu lösen.

Alles war prima … Herzlichen Dank!

erfahren … super!

Olena

Olesja

Mariia

Schülerin 10. Klasse, Kiew

Schülerin der 9. Klasse, Tschernihiw

Studentin, 3. Studienjahr, Lwiw

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MAN SPRICHT DEUTSCH IN KIEW


Nelia Vakhovska studierte Germanistik an der Linguistischen Universität Kyiw und dozierte später am Lehrstuhl für Weltliteratur dieser Uni.

Nelia Vakhovska studierte Germanistik an der Linguistischen Universität Kyiw und dozierte später am Lehrstuhl für Weltliteratur dieser Uni. Seit 2010 arbeitet sie als freischaffende Übersetzerin und Redakteurin am Literaturmagazin PROSTORY. 2012 hat sie mit den Kolleginnen den Unabhängigen Verein der ukrainischen LiteraturübersetzerInnen gegründet, am Ausbau dessen Frau Vakhovska jetz aktiv beteiligt ist. Frau Vakhovska leitet das Projekt “Übersetzertreffen 2012” und engagiert sich viel in der Fortbildung der LiteraturübersetzerInnen aus dem Deutschen.

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Die Anfrage am Übersetzungsworkshop war sehr hoch, die Anträge kamen aus verschiedenen Städten, überwiegend von GermanistikstudentInnen. Bei der Auswahl der TeilnehmerInnen wurde die Qualität der Übersetzungen nicht richtig geprüft, denn wir hatten einen Workshop, in dem die Texte verbessert werden sollten, d.h. sie mussten nicht sofort sehr gut sein. Mein Kriterium war, dass die eingereichten Texte überhaupt lesbar sind und das Original mindestens auf der Ebene der wortwörtlichen Übersetzung richtig wiedergeben. Überwiegend waren die eingereichten Proben gut lesbar, vielen fehlte aber das Verständnis für den Gesamttext, daher gab es Schwierigkeiten bei der Übersetzung der Metaphern. Ein anderes Problem stellten die Prolepsen und die Umgangssprache dar sowie der Perspektivenwechsel im Text. Ich habe die Novelle von Ingo Schulze “Berlin. Bolero” (2007) aus mehreren Gründen für die Werkstatt gewählt: Es ist das Werk eines der führenden deutschen Gegenwartsautoren von hohem ästhetischem Wert und mit einer komplexen minimalistischen Erzählstrategie, die uns ermöglicht hat, das Literarische als Objekt der Literaturübersetzung hervorzuheben. Damit konnte man sehr gut zeigen, dass bei der literarischen Übersetzung nicht von der Bedeutung der Einzelwörter bzw. Sätze ausgegangen werden darf, sondern dass es um die Übertragung der Figuren, Metaphern und der Atmosphäre und um die

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Interpretation geht. Auch das Thema der Machenschaften mit Immobilien nach der Wende schien mir im Kontext der wilden Bebauung von Kyiw aktuell zusein. Im Wokshop haben wir versucht, zuerst den Gesamttext zu interpretieren, um die dahinter steckende Story herauszukriegen. Danach wurde Satz für Satz analysiert, wie sich diese Story auf Hemingway’s Art entwickelt und welche stilistischen Mittel dafür gebraucht wurden. Dementsprechend wurden die Varianten der ukrainischen Übersetzung ausgearbeitet und diskutiert. Die Atmosphäre im Workshop war sehr nett, freundlich und motivierend zugleich, was ich zu den größten Vorteilen des Workshops rechne. Da wir nur 2 Stunden gearbeitet haben, habe ich keine Evaluationsbögen entworfen, sondern eine Feedback-Runde gemacht, da waren die Rückmeldungen sehr positiv. Mein Ziel war es, bei den jungen Germanisten etwas Stimmung für die Literaturübersetzung zu machen, ein paar Impulse zu geben. Und bei den meisten TeilnehmerInnen hat es auch so gewirkt. Als Erfolg sehe ich auch, dass eine der Teilnehmerinnen uns tatsächlich später ihre Übersetzungen geschickt hat und jetzt arbeitet mein Literaturmagazin PROSTORY mit ihr zusammen. Sie möchte sich auf Literaturübersetzung spezialisieren, wozu unser Workshop offensichtlich seinen Teil beigetragen hat.

MAN SPRICHT DEUTSCH IN KIEW


„Man spricht Deutsch“ in Sankt Petersburg

Dr. Barbara Frankenberg Stellv. Institutsleiterin, Leiterin der Spracharbeit Goethe-Institut Sankt-Petersburg Выставка „Говорим по-немецки“ стала настоящим событием в Санкт-Петербурге, городе, который имеет прочные исторические связи с немецким языком и культурой. Ажиотаж на праздничном открытии превзошел все ожидания организаторов, хотя был предсказуем – ведь выставку открывал немецкий рэпер Doppel-U. За время проведения выставки ее увидели более 2000 человек. Благодаря заданиям и викторине время, проведенное с «Говорим по-немецки», было не только полезным развлечением для изучающих язык, но и полноценным увлекательным уроком. Почему выставку так хорошо приняли в городе? Скорее всего, благодаря ее познавательному потенциалу: та информация, которую гости получали со стендов, формировала дальнейшие вопросы и, мы надеемся, вызывала желание самостоятельно исследовать затронутые темы. Воодушевление гостей выставки легко объяснить: люди, владеющие иностранным языком, чувствуют себя счастливыми обладателями ключа к культуре страны изучаемого языка! Die Ausstellung “Man spricht Deutsch” war ein Ereignis für die Stadt Sankt Petersburg, die mit der deutschen Sprache und Kultur historisch eng verbunden ist. Der Andrang bei der feierlichen Eröffnung war so groß, dass er alle Erwartungen der Organisatoren übertraf – obwohl man damit hätte rechnen können, denn die Ausstellung wurde vom deutschen Rapper Doppel-U eröffnet. Mehr als 2000 Menschen konnte die Ausstellung anlocken. Da es für die Besucher Aufgaben und ein Quiz gab, war “Man spricht Deutsch” für Deutschlerner nicht nur nützliche Unterhaltung, sondern vielmehr wie eine spannende Unterrichtsstunde. Warum wurde die Austellung in der Stadt so gut angenommen? Wohl wegen ihres Erkenntnis wertes: Die Informationen, die die Besucher in der Ausstellung entdecken konnten, haben bei ihnen neue Fragen geweckt und wir hoffen, dass sie angeregt wurden, selbst weiter zu recherchieren. Und dass die Menschen von der Ausstellung so begeistert waren, lässt sich leicht erklären – wer eine Fremdsprache beherrscht, hat auch das Glück, den Schlüssel zur Kultur des jeweiligen Landes zu besitzen!

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Doppel- U alias Christian Weirich, Rapper aus Jena

In der Region Nordwestrussland lernen derzeit 218.814 Schüler Deutsch, das sind 13,8% aller Schüler. In St. Petersburg hatten im Jahr 2008 36.000 Schüler Deutsch als erste Fremdsprache, was einem Anteil von ca. 10% aller Schüler in der Stadt entspricht. Rund 3100 Lehrer unterrichten in der Region Nordwestrussland Deutsch als Fremdsprache. In Sankt Petersburg gibt es 150 Schulen und 65 Hochschulen bzw. Fachhochschulen, an denen Deutsch als Fremdsprache angeboten wird.

Doppel-U alias Christian Weirich wächst in Jena auf und beginnt Ende der 90er Jahre seine Karriere als Musiker, Texter und Rapper. Bekannt wird er ab 2004 vor allem mit seinen zeitgemäßen Interpretationen der Gedichte von Goethe und Schiller in der Sprache der Jugend (Hip Hop), die ihm zahlreiche nationale und internationale Auftritte einbringen. Seit 2005 ist Doppel-U mit

Im Jahr 2010 lernten am Goethe-Institut St. Petersburg 2123 Kursteilnehmer in Jugend- und Erwachsenenkursen Deutsch.

seinem Bildungskonzept „Rap macht Schule“ an Schulen, Bildungseinrichtungen und Universitäten deutschland- und europaweit erfolgreich. Gemeinsam mit den Goethe-Instituten weltweit ruft er seit einigen Jahren zum Schiller-Rap-Wettbewerb auf. Doppel-U hat bereits mehrere sehr erfolgreiche Alben mit Schiller- und Goethe-Adaptionen herausgebracht; momentan arbeitet er

Besucherstimmen

an seinem ersten eigenen Musikalbum.

Vielen Dank für Ihre tolle Aus-

Die Ausstellung „man spricht

Herzlichen Dank für solche

stellung. Sie ist sehr interessant

Deutsch“ vom Goethe-Institut

spannende und faszinierende

und witzig. Und das Quiz war

hat sofort mein Interesse

Ausstellung. Die Art und Weise,

super!

geweckt, da ich mich schon

die sie dargestellt war, ist sehr

lange für die deutsche Sprache

interessant und entwickelt auch

Einen großen Dank! Die Ausstel-

und Kultur interessiere. […] Und

das Interesse an die deutsche

lung ist sehr interessant. Ich

dann hatte ich noch das Glück,

Sprache, an die Geschichte

habe heute eine wunderschö-

dass man mir angeboten hat, als

Deutschlands. Hoffentlich wer-

ne Information über Politik,

Praktikantin bei der Ausstellung

den solche Ausstellungen öfter

Historie, Literatur, Sprache usw.

zu arbeiten! So hatte ich genü-

organisiert.

gewusst.

gend Zeit, mir in Ruhe die ganze

Vera Lapina

Dankeschön! Wir sind von der

habe viel Neues erfahren und

Ausstellung sehr begeistert! Die

zu guter Letzt den ersten Preis

Ausstellung anzusehen, ich

Danke für die Ausstellung. Sie

Dankeschön Ihnen für diese

Aufgaben haben unsere Sprache

beim Quiz zur Jugendsprache

hat uns sehr gut gefallen. Wir

echt schöne Ausstellung. Ralley,

bereichert!

gewonnen. Nun bin ich glückli-

haben viel Neues erfahren,

bei der ich teilgenommen habe,

besonders über Jugendsprache.

war echt spannend und außer-

Wäre es möglich eine solche

dem waren meisten Aufgaben

Ausstellung nächstes Jahr für

ganz schwierig, sie waren für

Alles war super organisiert!

hier lernen werde, mir im Leben

Deutschlernende zu gestalten?

mich interessant. Vielen Dank! :)

Aufschlussreich! Vielen Dank!

eine große Hilfe sein wird!

Lehrer und Schüler der Schule Nr.352

Michael

Ira Studentin der Herzen-Uni

Anna Kuperman

39

che Teilnehmerin an einem Kurs Studenten der Herzen Uni

für Wirtschaftsdeutsch und bin überzeugt, dass alles, was ich

MAN SPRICHT DEUTSCH IN SANKT PETERSBURG


«Создай свое слово, разгадай тайну, почувствуй контраст, узнай историю, загляни в реальность… немецкого языка» - таким девизом сопровождалась программа выставки «Говорить по-немецки» в Новосибирске, которая из-за множества заявок выросла в полтора раза. 1500 участников со всей Сибири смогли в прямом смысле прикоснуться к немецкому языку на интерактивных выставках, мастер-классах, литературных чтениях и концертах. Немецкий рэп от MC Fiva и DJ Phekt, литературные чтения поэта Хендрика Джексона, поэтический слэм, немецкий в ГДР, немецкий глазами других стран, молодежный немецкий – всего в рамках выставки прошло пятнадцать мероприятий, на которых немецкий язык ожил и поселился во многих сибирских сердцах. «Kreier dein Wort, entschlüssle das Geheimnis, fühl den Kontrast, erfahr die Geschichte, wirf einen Blick in die Realität... der deutschen Sprache» - so lautete das Motto für das Programm der Ausstellung “Man spricht Deutsch” in Nowosibirsk, das wegen der enormen Nachfrage viel umfangreicher war als zunächst geplant. 1500 Teilnehmer aus ganzen Sibirien konnten die deutsche Sprache im wahrsten Sinne des Wortes begreifen: bei der interaktiven Ausstellung, in Workshops, bei Autorenlesungen und Konzerten. Deutscher Rap mit MC Fiva und DJ Phekt, eine Lesung mit dem Lyriker Hendrik Jackson, Poetry-Slam, Deutsch in der DDR, Deutsch von Außen, Jugendsprache – alles zusammen gab es 15 verschiedene Veranstaltungen, bei denen die deutsche Sprache auflebte und sich einen Platz in vielen sibirischen Herzen erobern konnte.

Diese Ausstellung ist wirklich interaktiv und multimedial. Dort

Besucherstimmen

„Man spricht Deutsch“ in Nowosibirsk

Beate Kolberg Leiterin der Spracharbeit Goethe-Institut Nowosibirsk

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lässt sich alles drehen, wenden oder öffnen und man kann fast alles anfassen, anhören oder bewegen.

Maja Schalkownikowa Journalistin


Im Gebiet Nowosibirsk, in dem etwa 2,5 Mio. Menschen leben, lernen derzeit 59.834 Schüler Deutsch, davon rund zwei Drittel in der Gebietshauptstadt Nowosibirsk (39.245 Deutschschüler). In Nowosibirsk unterrichten 206 Lehrer Deutsch als Fremdsprache, im Gebiet Nowosibirsk sind weitere 294 Deutschlehrer an Schulen tätig. Das Goethe-Institut Nowosibirsk unterstützt in der Stadt zwei Sprachlernzentren, an denen im Jahr 2011 insgesamt 1.257 Kursteilnehmer Deutsch lernten. Im Gebiet Nowosibirsk leben rund 45.000 Angehörige der deutschen Minderheit.

Nina Fiva Sonnenberg, Münchner Rapperin und Slam-Poetin Ich möchte mich recht herzlich beim GI Nowosibirsk für die Ausstellung “Man spricht Die Ausstellung “Man spricht

Vielen Dank für die Möglichkeit

Deutsch” bedanken. Schon

Deutsch” bot den Besuchern

solche originelle und unge-

selbst die Idee des Projektes

Ich danke Ihnen für die

ein facettenreiches Bild

wöhnliche Ausstellung zu be-

war toll, und die Verwirklichung

Organisation der Ausstellung

der deutschen Sprache. Inter-

suchen. Es hat mir und meinen

selbst finde ich sehr kreativ

„Man spricht Deutsch“. Die

aktive Elemente luden zum

Schülern viel Freude und Spaß

und nützlich. Wichtig und

Ausstellung war wirklich

Entdecken, Aufspüren

gemacht. Wir haben Deutsch-

interessant war die Information

toll, interessant und kreativ

und Experimentieren ein.

land von einer ganz anderen

über die Sprache, wie auch der

gemacht! An den Seminaren

Großes Interesse zeigten

Seite gesehen. Auch Seminare,

multimediale interaktive Aspekt

habe ich nützliche Information

Schüler, Studenten und Lehrer

an denen ich teilgenommen

der Ausstellung, was besonders

und neue Ideen für mich und

gleichermaßen auch auf den

habe, waren super, wunderbar

attraktiv für die Jugendlichen

sogar für meine Promotion

begleitenden Seminaren

organisiert. Viel Neues habe ich

ist. Großen Dank für die Semi-

bekommen. Außerdem habe ich

und Workshops, in denen

erfahren, was ich früher nicht

nare und Lesungen, die waren

interessante Leute kennenge-

ausgewählte Themenbereiche

gewusst hatte. Ich wünsche

für uns Lehrer sehr aktuell

lernt (Deutsche und Russen).

der Ausstellung theoretisch

allen Organisatoren viel Erfolg

und wirklich interessant und

Ich finde es wichtig, mit meinen

fundiert, anschaulich und

in ihrer weiteren Arbeit.

nützlich. Einiges davon habe

Kollegen aus der anderen Stadt

teilnehmerorientiert vertiefend

Man spricht Deutsch- und das

ich sofort in meinem Unterricht

zu kommunizieren.

behandelt wurden.

ist super!!!

verwendet.

Julia Noll

Steffen Laaß

Olga Vidjuk

Tamara But

Deutschlehrerin, Tomsk

Referent

Deutschlehrerin

Deutschlehrerin

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MAN SPRICHT DEUTSCH IN NOWOSIBIRSK


DJ Phekt alias Alexander Hertel Musiker aus Wien Seit fünf Jahren Produzent, DJ und Redakteur beim ORF Radio FM4

DJ Phekt alias Alexander Hertel begann seine Karriere 1995. Zu verschiedenen Zeiten trat er in den österreichischen Bands Kayo&Phekt und Markante Handlungen auf. Nach seinem Studium in Salzburg zog DJ Phekt nach Wien, wo er seit fünf Jahren beim ORF Radio FM4 als Produzent, DJ und Redakteur tätig ist. Zusammen mit seiner Kollegin Trishes moderiert er die wöchentliche Hip-Hop Sendung „Tribe Vibes“ beim gleichen Sender. Seit mehr als zwei Jahren arbeitet er in Kooperation mit MC Fiva (Nina Sonnenberg). Musiker aus Wien

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- Können Sie in ein paar Sätzen Ihren Eindruck von der Stadt und den Menschen schildern? Ich habe in Nowosibirsk sehr nette Menschen kennengelernt. Sowohl die Betreuerinnen des Goethe-Instituts wie auch diverse Besucherinnen und Besucher der „Man spricht Deutsch“- Ausstellung waren sehr aufgeschlossen und nett. Wir haben sogar ein paar lokale Rapper getroffen, die Texte deutscher Künstler nachsingen konnten. Das war zwar etwas skurril, hat aber gezeigt, wie groß das Interesse an der deutschen Sprache unter Jugendlichen zum Teil ist. - Was hat Ihnen besonders gefallen, was ist Ihnen besonders aufgefallen? Die Zeit in der Stadt war leider etwas zu kurz, um einen repräsentativen Eindruck zu bekommen. Ich hatte aber das Gefühl, dass sich Nowosibirsk in einem “Zwiespalt” befindet - einerseits die Tradition, mit alten Bauwerken, imposanten Statuen, unglaublich breiten Straßen, etc. Andererseits schicke SushiBars, teure Clubs, Luxus-Limousinen und noble Restaurants im Zentrum. Ich habe ein starkes Gefälle zwischen “sehr reich” und “sehr arm” gespürt. — Wie verlief Ihr Auftritt? Wie waren die Reaktionen des Publikums? Die Reaktionen waren erstaunlich positiv. Das ist nicht selbstverständlich, denn in einem Land, in dem unsere Songs völlig unbekannt sind, hätte es genauso gut sein können, dass uns die Menschen skeptisch begegnen. Wir wurden aber mit “offenen Armen” empfangen und bekamen viele positive Rückmeldungen auf die Konzerte. Und das, obwohl sicher nicht alle Texte verstanden wurden. - Was unterscheidet diesen Auftritt von einem Auftritt in Deutschland? In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen die Menschen meist bewusst, weil sie Fans von Fiva sind und ihre Platten gut kennen. In Sibirien mussten wir davon 45

ausgehen, das viele uns zum ersten Mal hören/sehen und keine Ahnung davon haben, was wir eigentlich machen. Das ist eine schwierige Bühnensituation, weil man sich die Gunst des Publikums erst “erspielen” muss und darauf hoffen muss, dass die Besucherinnen und Besucher Interesse zeigen. Zum Glück konnten wir eine positive Stimmung erzeugen. - Wie verlief der Workshop? Was hatten Sie erwartet und wurden Ihre Erwartungen erfüllt? Der Workshop war glaube ich ganz gut. Es ging darum, den Teilnehmern einen Einblick in Rap-Musik zu geben und die Kunst der DJ-Tätigkeit zu vermitteln. Ich glaube, das ist uns gelungen. Wir wollten zeigen und erklären, was wir genau machen und wie Texte, Scratches, Songs, etc entstehen. Der Workshop war auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und Fragen zu beantworten. - Welchen Eindruck hatten Sie von den Deutschkenntnissen in Russland? Ich persönlich war sehr erstaunt über die Deutschkenntnisse vieler Menschen, die wir getroffen haben. Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, dass so viele junge Menschen so gut Deutsch sprechen können. - Warum sind solche Workshops für Nicht-Muttersprachler interessant? Workshops sind immer eine gute Gelegenheit, mit Menschen etwas ausführlicher in Kontakt zu treten. Bei Konzerten ergibt sich selten die Situation, dass man in Ruhe sprechen und Dinge erklären kann. Workshops sind dazu da, Fragen zu beantworten. Außerdem ist es eine Chance, die Sprache zu trainieren und in einem entspannten Rahmen zu reden. Man kann bei Workshops Dinge lernen, die man weder in der Schule noch an der Universität lernt. Denn von Profis persönlich zu hören, wie sie ihre Musik machen/Bücher schreiben/ Filme drehen etc. ist oft hilfreicher, als Dinge in der Theorie aus Skripten zu lernen. MAN SPRICHT DEUTSCH IN NOWOSIBIRSK


Выставку «Говорить по-немецки» посетили более 1600 человек из Москвы, Московской области и близлежащих городов. Интерактивная выставка позволила всем желающим окунуться в немецкий язык молодежи, политиков, поэтов, немецкий времен средневековья и ГДР, современный язык рекламы и интернета. Разнообразная программа буквально оживляла выставочные стенды, предлагая посетителям стать участниками вечера поэтического слэма с Басом Бетхером, послушать концерт группы «Дорау и Бэнд», насладиться отрывками из современной прозы писателя Томаса Лера. Многочисленные мастер-классы и экскурсии по выставке смогли пробудить у посетителей неподдельный интерес к немецкому языку, наглядно показав, что он не стоит на месте, а живет и изменяется вместе с нами. Mehr als 1600 Besucher aus Moskau, dem Moskauer Gebiet und den umliegenden Städten kamen zur Ausstellung „Man spricht Deutsch“ im Goethe-Institut Moskau. Bei dieser interaktiven Ausstellung konnten sie die deutsche Sprache in all ihren Facetten kennenlernen – die deutsche Jugend-, Politik- oder Dichtersprache, das Deutsch des Mittelalters und der DDR, die moderne Werbe- und Internetsprache. Zusätzliches Leben verlieh den Ausstellungstafeln das vielseitige Rahmenprogramm, bei dem die Besucher zu einem Poetry-Slam-Abend mit Bas Böttcher, zu einem Konzert der Gruppe „Dorau und Band“ und zu einer Prosalesung mit dem Schriftsteller Thomas Lehr eingeladen waren. Die zahlreichen Workshops und Führungen durch die Ausstellung weckten bei den Besuchern ein echtes Interesse an der deutschen Sprache, denn sie zeigten anschaulich, dass diese nicht stillsteht, sondern lebt und sich mit uns verändert.

Besucherstimmen

„Man spricht Deutsch“ in Moskau

Dr. Christoph Veldhues Goethe-Institut Moskau Leiter Spracharbeit mit regionalem Fachauftrag Osteuropa/Zentralasien Stellvertretender Institutsleiter Goethe-Institut Moskau

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Die Ausstellung ist klasse! Kreativ! Interaktiv! Lehrreich! Vielen Dank für Ansporn und viele Grüße aus Twer. Staatliche Universität Twer, Fakultät für Fremdsprachen


An russischen Schulen lernen derzeit 1.583.292 Schüler Deutsch. Der Großteil von ihnen lernt Deutsch als erste Fremdsprache (1.413 174 Schüler). An 20.841 russischen Schulen wird Deutsch als Unterrichtsfach angeboten. Rund 19.000 Lehrer unterrichten in Russland Deutsch als Fremdsprache. In Moskau lernen derzeit 131.151 Schüler Deutsch, im Moskauer Gebiet kommen noch weitere 48.783 Schüler mit Deutsch als Fremdsprache hinzu. Davon lernen in Moskau 84.998 Schüler Deutsch als erste Fremdsprache, also mehr als 60%. Im Gebiet Moskau sind es 37.604 Schüler mit Deutsch als erster Fremdsprache. Im Jahr 2011 lernten am Goethe-Institut Moskau 5.132 Kursteilnehmer in Jugend- und Erwachsenenkursen Deutsch.

Wir sind Schüler der Schule

Vielen Dank für Ihre Ideen! Alles

Alles war sehr interessant. Wir

1221. Es hat uns hier sehr gut

war total interessant, spannend,

haben uns ein Gedicht ausge-

gefallen. Die Aufgaben waren

ungewöhnlich, mit vielen Tricks.

dacht, hatten eine gute Idee:

spannend! Auch wenn wir nicht

Wir haben mit viel Kraft und

„Jemand hat gesagt, jeder hat

alles verstanden haben (wir

Energie im Team gearbeitet.

gemacht, was er hat gedacht...“

Jura-Studenten der Russ

Anja und Wlada

Universität der Völkerfreundschaft

Schülerinnen der 7. Klasse

gehen erst in die 4. Klasse), war der Spaß riesengroß. Besten Dank für die „teuflisch“ schöne Ausstellung! Ich

Unsere Schule gehört zum Netz-

habe diese jahrelang vermisst!

werk „Schulen – Partner der

Ich habe alles sehr gut verstan-

DANKE!

Zukunft“, deshalb ist die Aus-

den, manche Wörter wurden

stellung sehr wichtig und inter-

oft wiederholt, dadurch konnte

essant für uns, wir wollen, dass

ich sie besser aufnehmen und

wieder mehr Menschen Deutsch

verstehen, das hat mich sehr

Herzlichen Dank für wertvolle

lernen. Ich hatte die Befürch-

gefreut. Ich bereue nicht, dass

Ich denke, dass es es für die

Kenntnisse, für Ihre spannende

tung, dass die Ausstellung für

ich gekommen bin, es war echt

Kinder interessanter ist, die

Ausstellung und toll verbrachte

die Schüler der 5. Klasse noch

super. Solche Veranstaltungen

Sprache zu lernen, wenn sie

Zeit! Es ist die Spitze! Wir be-

zu schwer ist, aber die Kinder

sind sehr wichtig für uns. Und

solche Ausstellungen besuchen.

danken uns bei Ihnen dafür, dass

waren begeistert. Hier kann

die deutsche Lyrik klingt sehr

In der Schule lernen sie die

wir eine tolle und seltene Mög-

man alles anfassen, wie in den

schön, weil Deutsch eine sehr

Sprache aus den Lehrbüchern,

lichkeit bekommen haben, mehr

meisten deutschen Museen, und

harte Sprache ist, deshalb gibt

hier aber sehen sie, dass Deutsch

über unsere Lieblingsfremdspra-

für alle ist etwas Interessantes

es diesen besonderen Rhythmus.

eine lebendige und moderne

che zu erfahren und unseren

dabei, für die Kleinen wie für

Wunderschön und faszinierend.

Sprache ist.

Gesichtskreis zu verbreiten.

die älteren Schüler.

Pawlina

Gruppe 23

Natalja Deutschlehrerin am

Germanistikstudentin an der MGU

Staatliche Gebietsuniversität Moskau

Ausbildungszentrum Nr. 1484

Anna Studentin

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MAN SPRICHT DEUTSCH IN MOSKAU

TeilnehmerInnen am Poetry-SlamWorkshop mit Bas Böttcher


Bastian “Bas” Böttcher gilt als Hauptbegründer der PeotrySlam-Bewegung in Deutschland und ist berühmt für seine LyrikPerformances

Bastian „Bas“ Böttchers Name steht seit Mitte der neunziger Jahre für die Szene des Poetry-Slams und er gilt als Hauptbegründer dieser Kunstbewegung. Mitte der Neunzigerjahre gewann er mehrfach den Poetry-Slam-Preis der Literaturwerkstadt Berlin. Seit Anfang der 2000er veröffentlicht Bas Böttcher Gedichte, 2004 seinen ersten Roman Megaherz. In Moskau leitete Bas Böttcher einen Poetry Slam-Workshop für Deutschlerner und trat bei der Finissage mit einer seiner berühmten LyrikPerformances auf.

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Wie würden Sie den Workshop im Goethe-Institut Moskau einschätzen? Was haben Sie erwartet? Ich glaube, bei so einem Workshop kann man vor allen Dingen einen Eindruck vermitteln, was Poetryslam-Lyrik sein könnte. Trotzdem ist es natürlich sehr schwer, wenn die Sprachbarriere dazwischen ist, und ich hoffe, dass man mit Rhythmus und Wiederholung und der Musikalität diese Sprachbarriere überwinden kann. Auch durch das Spiel. Wir haben ja selber kleine Sprachspiele geschrieben mit den Teilnehmern. I ch bin ganz stolz auf die Ergebnisse. Wenn man das hört, merkt man, was für eine Kreativität bei den Teilnehmern war. Wichtig ist vor allen Dingen, dass man ins Gespräch kommt. Und manchmal muss man es mit Händen und Füßen machen, man muss kommunizieren über normale Wörter hinaus, mit Gestik und Mimik und mit Zeichnungen. So kann man sich auch verständigen. Ich war ganz überrascht über das Niveau der Teilnehmer. Gerade wenn man sich die Ergebnisse ansieht, sieht man da wirklich ein sehr hohes Niveau.

Machen Sie oft Workshops mit fremdsprachigen eilnehmern? Es gibt immer wieder Workshops mit Nicht-Muttersprachlern. Da hab ich festgestellt, dass man tatsächlich so über das Spiel und über Mitsprechgeschichten, wo alle gemeinsam etwas sprechen, ganz gute Effekte erzielen kann. Auch ist es ja so, dass bestimmte Workteile damit verbunden sind, wie die deutsche Sprache klingt. Und weil ich sehr viel mit dem Klang und der Rhythmik arbeite, glaube ich, dass man vielleicht die Vorurteile über den Klang der deutschen Sprache auch etwas hinterfragen kann.

Das Ziel solcher Workshops mit fremdsprachigen Teilnehmern ist also, ein Gefühl zu vermitteln? Ich glaube, in dem Fall ist die Kreativität wichtiger als Perfektion. Im Unterricht wird man stark darauf trainiert, perfekte Sätze zu schreiben und perfekte Grammatik zu verwenden. Aber bei so einem Workshop soll das Spielerische im Mittelpunkt stehen, und die Perfektion ist gar nicht so wichtig. Ich finde ehrlich gesagt Sätze, bei denen auch ein paar kleine „Eigenheiten“ drin sind – ich will das nicht „Fehler“ nennen - manchmal viel interessanter, als wenn das alles so glatt ist und saubergebügelt.

Was sagen Sie über Deutschkenntnisse in Russland? Viele Leute in Deutschland klagen, dass Deutsch nicht mehr so viel gelehrt wird an Schulen, aber wenn ich im Ausland unterwegs bin, dann freut es mich immer wieder zu sehen, dass etwa 2000 Kilometer entfernt von Berlin die Leute richtig gutes Deutsch sprechen und sich auch für deutschsprachige Literatur interessieren, für die Komponisten und für Musiker. Das ist natürlich ein Riesenkompliment an die deutsche Sprache und Kultur.

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Warum sind solche Workshops für Nicht-Muttersprachler interessant? Ich glaube, beides ist wichtig. Man braucht natürlich den Unterricht, wo man sich eine Sprache erarbeitet und lernt. Und dann ist es auch interessant, die künstlerische Seite zu sehen, ein bisschen so wie die Pflicht und die Kür beim Tanzen.

Bastian Böttcher

MAN SPRICHT DEUTSCH IN MOSKAU


„Man spricht Deutsch“ in Tbilissi

Thomas Gödel Leiter Spracharbeit Goethe-Institut Tiflis

ინტერაქციული გამოფენის „ვსაუბრობთ გერმანულად“ ფარგლებში გოეთეს ინსტიტუტმა საქართველოში დამთვალიერებლებს მრავალფეროვანი პროგრამა შესთავაზა. განურჩევლად ყველამ - დიდმა თუ პატარამ, მოსწავლემ თუ მასწავლებელმა, ქართველმა თუ გერმანელმა სტუმარმა წარმოდგენილ 500 ობიექტს შორის თავისთვის საინტერესო სიახლე აღმოაჩინა. პროფესიონალი გიდისა და ისტორიკოსის დახმარებით სტუმრებს საშუალება ეძლეოდათ, გერმანული ენის სხვადასხვა ასპექტებს გაცნობოდნენ და ამჯერად გულით, ხელითა და გონებით ახლებურად შეეგრძნოთ და შეეცნოთ გერმანული ენა. ექვსკვირიანი გამოფენის ფარგლებში საქართველოს ორი გერმანელი ხელოვანი ეწვია: გამოფენა ჰიპ-ჰოპის კონცერტითა და დისკოთი გაიხსნა და პოეტური პერფორმანსით დაიხურა. საახალწლოდ საქართველოში გერმანულად საუბრობდნენ!

Mit zahlreichen Angeboten rund um die interaktive Ausstellung „Man spricht Deutsch“ hat das Goethe-Institut Georgien ein großes Publikum erreicht. Groß und klein, alt und jung, ob Deutschlerner oder Deutschlehrer, sogar Muttersprachler konnten unter den mehr als 500 Objekten der Ausstellung etwas Neues, Spannendes entdecken. Unter fachlicher Anleitung aus Deutschland näherten sich die Besucherinnen und Besucher den verschiedensten Facetten der deutschen Sprache, lernten sie einmal ganz anders, mit Kopf, Herz und Hand kennen. Umrahmt wurde die sechswöchige Ausstellung von zwei Sprachkünstlern aus Deutschland, lauter Hip-hop mit Tanz zum Auftakt, besinnliche Poesie zum Zuhören zum Abschluss. Man sprach Deutsch zur Jahreswende in Georgien!

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Deutsch ist in Georgien eine der wichtigsten Fremdsprachen. Rund 120.000 georgische Schüler lernen derzeit Deutsch, das sind ca. 20% aller Schüler in Georgien. An 1.200 Schulen in Georgien wird Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. 89 dieser Schulen sind Schulen mit dem Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache. 11 Schulen gehören zum Netzwerk der Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“. In Georgien unterrichten etwa 2.000 Lehrer Deutsch als Fremdsprache. Rund 2.500 georgische Studenten befinden sich. derzeit zum Studium in Deutschland. Im Jahr 2011 lernten am Goethe-Institut Tiflis 1850 Kursteilnehmer Deutsch.

Wir sind die Schüler aus

Es war ganz toll und interessant.

Die Ausstellung fand ich total

Bagdati. Wir danken Ihnen und das

Ich finde es spannend und ich bin

impressiv! Sie war sehr originell

Goethe-Institut für alles. Das ist für

zufrieden. Danke! :)

zusammengestellt. Die Führung

Besucherstimmen:

uns große Unterstützung. Wir

von Herr Venohr war auch sehr

motivieren damit sehr und wir

Sehr gute, tolle und interessante

interessant, er hat uns alles schön

werden Deutsch besser lernen.“

Ausstellung!

dargestellt. Ich bedanke mich beim

Ich bin zufrieden! Vielen, vielen

Liebe Freunde im Goethe-Institut,

Dank an Goethe-Institut Georgien!

Danke dass es Euch gibt! Vielen

Herrn Venohr und Goethe-Institut

Anuki

Dank für den besten Empfang, die

Vielen Dank ; - ) Ist deutsche

große Hilfsbereitschaft und die

Sprache wichtig? Ich sage: Ja

Ausstellung!

natürlich. Ich mag sehr Deutsch.

N. Abessadse

Mari aus Kutaissi

und ihre Schüler aus Kurssebi

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für diese wunderbaren 2 Stunden!

MAN SPRICHT DEUTSCH IN TBILISSI


Roger Rekless alias David Mayonga macht seit über 15 Jahren Rap und Hiphop

Roger Rekless alias David Mayonga beginnt seine Karriere Mitte der 90er Jahre als DJ. Von dort kommt er zum Rap und Hiphop und gründet 1997 seine erste Band. 2006 erscheint sein Solo-Debütalbum Von zu Hause aus. Bekannt wird er u.a. mit seinen Hiphop-Konzerten und Auftritten mit der Band Team Makasi, die das Publikum mit ihrem Mix aus RockSoul-Funk und Hip Hop begeistert. Seit einigen Jahren bereist Roger Rekless im Auftrag des Goethe-Instituts die verschiedensten Länder, um dort Rap-Workshops mit Deutschschülern und -lehrern zu leiten.

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Meine ersten Eindrücke von Tiblissi konnte ich bei einer Music is the language-Tour sammeln, die schon im Jahre 2010 stattgefunden hat. Das Bild der Stadt, die ich zum ersten Mal im Dunkel der Nacht besuchte, war ein absolut faszinierendes. Die angestrahlte Altstadt und der eiffelturmartige Sendemast waren die Merkmale, die mir zuerst auffielen. Ich muss auch sagen, dass es mir schwer fällt, in der Rückschau die Stadt als solche und das Wesen der Städter voneinander zu trennen. Ich habe freundliche hilfsbereite Menschen kennengelernt, die auf den ersten Blick reserviert wirken, sobald jedoch eine Kommunikation stattfindet ihr freundliches Wesen offenbaren. Besonders hat mir die Liebe zu gutem Essen gefallen.

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Der Auftritt an sich war nicht wirklich anders als in Deutschland, außer natürlich, dass ich völlig alleine auf mich gestellt war. Normalerweise bin ich mit einer Band, oder zumindest mit einem DJ unterwegs. Dort musste ich alles in Personalunion sein. Die gute Stimmung des Publikums und die nette Betreuung vor Ort hat mir das aber leicht gemacht. Die Kommunikation mit dem Publikum war auch einfacher als gedacht. Musik ist einfach eine universelle Sprache und wenn Menschen zusammen eine gute Zeit haben, klingt das in jedem Land ziemlich ähnlich. Auch die Aftershow-Party, auf der ich aufgelegt habe, war sehr cool und die Leute haben getanzt und gefeiert... ich natürlich auch.

MAN SPRICHT DEUTSCH IN TBILISSI


Die folgende Auswahl an Arbeitsbl채ttern dient dazu, sich tief mit den Inhalten der Ausstellung zu besch채ftigen. Die meisten Arbeitsauftr채ge kann man sowohl vorentlastend als auch nachbereitend im Unterricht durchf체hren.

DIDAKTISIERTES BEGLEITMATERIAL ZUR AUSSTELLUNG

MAN SPRICHT DEUTSCH


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еrstellt von Steffen Laaß (GoetheSprachassistent, SLZ Nowosibirsk) auf der Grundlage der Didaktisierungen der Goethe-Instiute Madrid und Lissabon.

Die Didaktisierungen wurden in einem Einführungsseminar zur Ausstellung im Rahmen des Deutschlehrertreffs am 13.04.2011 in Nowosibirsk erprobt.

DIDAKTISCH-METHODISCHE EMPFEHLUNGEN UND UNTERRICHTSMATERIAL ZUR AUSSTELLUNG „MAN SPRICHT DEUTSCH“


Es ist ratsam, die Ausstellung „Man spricht Deutsch“ als einen großen, lebendigen Text anzusehen, den man nicht nur lesen, sondern auch hören, anfassen und verändern kann. Deshalb trifft die in der Fremdsprachendidaktik übliche Unterteilung in Aktivitäten vor, während und nach dem „Sprachinput“ auch auf pädagogisch begleitete Aufstellungsbesuche zu. Im Folgenden sollen einige Empfehlungen zur Arbeit mit den Inhalten der Ausstellung aufgezeigt werden.

Ein entdeckender Ansatz und eine persönliche Auseinandersetzung mit den Inhalten liegt der Ausstellung „Man spricht Deutsch“ zu Grunde. Es ist deshalb empfehlenswert, den Schülern vor einer Führung etwa 8 bis 10 „Schnupperminuten“ zu geben, damit sie sich orientieren und einen ersten Eindruck von der Ausstellung gewinnen können. Vielleicht ergeben sich dadurch erste Fragen.

Während der Ausstellung

Mache dich auf der Internet-Seite des Goethe-Instituts mit den Ausstellungsinhalten vertraut: http://www.goethe.de/lhr/prj/msp/aus/ruindex.htm (russisch) http://www.goethe.de/lhr/prj/msp/aus/deindex.htm (deutsch) Wähle drei Module aus, die dich interessieren, und formuliere je zwei Fragen, deren Antworten du gern auf der Ausstellung erfahren möchtest. Einen ersten Eindruck von der Ausstellung kannst du dir in einem 15-minütigen Film auf http:// www.youtube.com/watch?v=taEbtoauTnY verschaffen. Notiere, wie die beiden Künstler mit der deutschen Sprache experimentieren. Du bist Reporter und möchtest Besucher der Ausstellung interviewen. Bereite 3 bis 5 Fragen vor, die du deinen Gesprächspartnern stellen möchtest.

Beispiele für Arbeitsaufträge:

Die Vorbereitung im Unterricht dient in erster Linie dazu, Neugierde und Lust auf das individuelle Entdecken und Erleben auf der Ausstellung zu wecken. Deshalb sollte die vorentlastende Phase nicht allzu viel Raum einnehmen. Ziel soll es vor allem sein, die Schüler schon im Vorfeld für die Ausstellungsinhalte zu interessieren, indem sie für die vielfältigen Erscheinungsformen der deutschen Gegenwartssprache sensibilisiert werden. Ein Gespräch über Sprache sollte in jedem Fall angestrebt werden (sprachliche Metaebene). Zudem sind Vorkenntnisse und Weltwissen zu (re) aktivieren und konkrete Erwartungen an die Ausstellung zu stellen. Zu empfehlen seien hierbei die Lektüre der Begleittexte zu den einzelnen Modulen und vorentlastende Internetrecherchen.

Vor der Ausstellung

Didaktisch-methodische Empfehlungen

MAN SPRICHT DEUTSCH


Anglizismen • Ausdruckskraft • Bereicherung durch andere Sprachen • Bibelübersetzung • Brigade und Jungpionier • Diktatur • Gruppenzugehörigkeit • hart und trocken • indoeuropäische Sprachfamilie • Klischees • kurzlebig und flexibel • Parallelgesellschaftn • russische Lehnwörter • Sprachmissbrauch • Sprachwitz • ungenaue Formulierungen • Verbraucher• Verse aus Liebesbriefen • vieldeutiges Vokabular • Zuwanderer

Aufgabe Die Ausstellung „man spricht Deutsch“ ist unterschiedlichen Themen gewidmet. Leider muss die Ausstellung noch geschlossen bleiben, weil 20 Begriffe ihren Stand nicht gefunden haben. Unten sind die Begriffe in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Kannst du jedem Stand zwei Begriffe zuordnen? Arbeite mit einem Partner.

20 Begriffe suchen ihren Stand

Einstieg ins Thema

Sprache in der DDR Brutalität

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Kunst und Literatur

Sprache und Werbung

Sprache und Integration

Deutsch von außen

Politik

Jugendsprache

Sprache lebt!

Sprachgeschichte


Aufgabe 3 Kennst du in der russischen Sprache Wörter, die eine Form, aber zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen haben? Notiere sie.

Aufgabe 2 Male zu folgenden Begriffen je zwei kleine Bilder.

1. Kannst du mir bitte ein Papier geben? 2. Für den Obstsalat brauche ich Bananen, Äpfel, Weintrauben und eine . 3. Mein Vater und meine heißen Johannes und Maria. 4. Der Dirigent trägt zu seinem Anzug eine elegante . 5. Die Prinzessin wohnt in einem schönen auf einem hohen Berg. 6. Mein Opa sitzt gern in seinem Sessel und raucht . 7. Der im Bad ist kaputt. Wir müssen ihn reparieren. 8. In meiner Freizeit fahre ich gern und gehe schwimmen. 9. Ich bin der der Diskussion, alle hören mir bitte zu.

Aufgabe 1 In der deutschen Sprache gibt es oft viele Überraschungen. So findest du zum Beispiel Wörter, die manchmal völlig unterschiedliche Bedeutungen haben, obwohl sie gleich geschrieben werden. Solche Wörter nennen wir Homonyme. Hier einige Beispiele:

Mehrdeutige Wörter

Einstieg ins Thema

der Nagel

der Strauß

der Flügel

MAN SPRICHT DEUTSCH


Aufgabe 3 Finde mit einem Partner weitere Beispiele. Es können auch Kuriositäten dabei sein, z.B. Sprachfabrik oder Baumsprache.

Aufgabe 2 Was ist dir bei der Zuordnung aufgefallen?

Computer•Fehler•Fremd•Gefühl•Genie•Insel•Jugend•Körper •Kunst•Lehrer•Melodie•Mutter•Politik•Soldaten•Talent •Unterricht•Welt•Zeichen

Aufgabe 1 Das Wort Sprache verbindet sich sehr oft mit anderen Wörtern, um einen neuen Begriff zu bilden. Kannst du die folgenden Wörter auf die richtige Litfaßsäule schreiben?

Sprache kommt von sprechen und dient uns Menschen als Verständigungs- und Kommunikationsmittel. Es gibt unzählige Wörter, die von Sprache abgeleitet sind. Dazu zählen Gespräch, sprachlos und deutschsprachig.

Sprache in Kombination

Einstieg ins Thema

63

SPRACH-

-SPRACHE


1: Angekommen - Sprache und Integration 2: Entstehung der deutschen Sprache 3: Die Sprache lebt 4: Ist die Sprache bedroht? 5: Schönheit der Sprache 6: Jugendsprache 7: Wussten Sie schon 8: Literatur 9: DDR

eingeplant werden.

werden, weil sonst eventuell nur gezielt nach deren Lösungen gesucht wird. Für den Besuch der Ausstellung sollten etwa 60-90 Minuten

zu lassen, um ihnen die Möglichkeit zu geben sich einen Gesamteindruck zu machen. Erst im Anschluss sollten die Arbeitsblätter ausgeteilt

den, da diese nicht aufeinander aufbauen. Unsere Idee ist, die Schüler erst kurze Zeit auf eigene Faust durch die Ausstellung „schnuppern“

ten. Je nach Interesse, verfügbarer Zeit und Deutschniveau, bzw. Alter der Schüler können alle bzw. nur ausgewählte Module bearbeitet wer-

Die Module 8 und 9 eigenen sich erst ab dem Niveau B1+/B2. Die Schüler können die Arbeitsblätter in Kleingruppen bzw. paarweise bearbei-

Für die Bearbeitung der Rallye sollte Ihre Schüler mindestens A1-Niveau haben.

Modul Modul Modul Modul Modul Modul Modul Modul Modul

Begleitend zum Besuch der Ausstellung „Man spricht Deutsch“ wurde von den Goethe-Instituten Madrid und Lissabon eine Didaktisierung/Rallye erstellt, die aus 9 Modulen besteht und deren Arbeitsblätter die Schüler beim Besuch der Ausstellung bearbeiten können. Die einzelnen Module sind in der Ausstellung mit gelben DinA4 Blättern gekennzeichnet.

von Marie-Theres Lohle (GI Madrid), Ursula Kuhlmann (GI Lissabon), Anna Pilaski (GI Madrid)

Rallye zur Ausstellung „Man spricht Deutsch“

MAN SPRICHT DEUTSCH


Malt selbst ein Piktogramm über eine besondere Erfahrung, die ihr in Deutschland oder einem anderen Land gemacht habt und schreibt einen Kommentar dazu!

Aufgabe 2B

Sucht diese Piktogramme in der Ausstellung. Zu welchem Ausstellungsthema gehören die beiden Bilder?

Aufgabe 2A

Gibt es auch im Spanischen Homonyme, also Wörter, die zwei oder mehrere Bedeutungen haben? Versucht zwei Wörter zu notieren:

Aufgabe 1B

Welche Bilder haben den gleichen Namen? Verbindet die zwei Fotos mit dem passenden Wort!

Aufgabe 1A

Sprache und Integration

Auswahl der Arbeitsblätter aus der Rallye zur Ausstellung „Man spricht Deutsch“

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Pflaster

Fliege

Mutter

Schloss


IMPRESSUM Herausgeber Goethe-Institut Moskau Redaktion Valerie Engler Korrektur Valerie Engler, Christoph Veldhues,Valentina Design, Layout Studio MartDesign Druck Deal Koordination Tatjana Kirjanowa www.goethe.de/moskau www.goethe.de/russland

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Goethe, Man spricht Deutsch  

Goethe, Man spricht Deutsch