Page 1

Sachverständigen Akademie Aachen staatlich anerkannte Einrichtung der Arbeitnehmerweiterbildung gemäß der Bezirksregierung Köln 48.06‐32/2012 AwbG

Der Bausachverständige Das Grundlagenseminar


Impressum Herausgeber & Konzeption

Verantwortlich für den Inhalt

Sachverständigen Akademie Aachen

Euregio Bau‐ & Immobiliengutachter GmbH

Aachener Straße 9‐11

Aachener Straße 9‐11

52428 Jülich

52428 Jülich

Vertreten durch:

Vertreten durch:

Urs Nießen

Dipl.‐Ing. Thomas Buchholz

Copyright 2017 – SAA Sachverständigen Akademie Aachen GmbH


Der Dozent Dipl.‐Ing. Thomas Buchholz Fachbereichsleiter für Schäden an Gebäuden und zertifiziert nach PersCert TÜV Rheinland als Sachverständiger für: •

Immobilienbewertung & Schäden an Gebäuden

Sach‐ und Haftpflichtschäden an Gebäuden 

die Erkennung, Bewertung & Sanierung von  Schimmelpilzbelastung 

Dipl.‐Ing. Thomas Buchholz – Autor und Urheber „Der Bausachverständige (GS)“


Schäden an Gebäuden  Grundlagen    

Erforderliche Vorbildung Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht Erforderliche technische  Kenntnisse Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

 Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche Vorbildung

Studium: Sachbezogenes Studium z.B. der Architektur oder des Bauingenieurwesens oder Berufsausbildung und praktische Tätigkeit (Berufserfahrung): und  ständigen Weiterbildungen in den Schadensbewertungsrelevanten  Bereichen


Schäden an Gebäuden  Grundlagen    

Erforderliche Vorbildung Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht Erforderliche technische  Kenntnisse Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

 Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Basis: Verordnungen, Richtlinien und Gesetze der EU, Deutschlands und der  Bundesländer Unterscheidung zwischen: •

Öffentlichem Baurecht  Und

Privatem Baurecht


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

öffentlichem Baurecht (Bauplanungsrecht nach Raumplanungsgesetz, Baugesetz, Bauordungsrecht gemäß Landesbauordnungen: z.B. in Anlehnung an die Musterbauordnung,  bzw. Muster‐Industriebaurichtlinie

Das öffentliche Baurecht entspricht der Beziehung zwischen Bürger und  Staat (rechtliche Erfordernisse). 

Dies bedeutet z.B., dass gültige Baubestimmungen am Tag der  Einreichung des Bauantrages einzuhalten sind.


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

privatem Baurecht (zivil)  (BGB (z.B. Grundeigentum und Nachbarrecht, Werkvertragsrecht, Baurecht, …),  VOB und HOAI) •

Das private Baurecht entspricht der Beziehung zwischen den Bauparteien  (vertragliche Regelungen im Allgemeinen und im Besonderen). 

Dies bedeutet z.B., dass der Zeitpunkt der gültigen Baubestimmungen nicht  geregelt ist. Es gelten in erster Linie die gültigen Baubestimmungen am  Tag der Abnahme.

Einzelne Verordnungen haben hierbei keinen Gesetzescharakter und  müssen zur Gültigkeit bzw. um diese dem Streit zu entziehen  vertraglich vereinbart werden (z.B. VOB und HOAI).


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Beispiele Rechtsgrundlagen:

EU‐Bauproduktenverordnung, (EU) Nr. 305/2011 (EU‐BauPVO) … Europarechtsanpassungsgesetz Bau (EAG Bau) Bauproduktengesetz (BauPG)  Baurecht (BauGB) Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) …


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Beispiele Rechtsgrundlagen:

… Musterbauordnung (MBO) Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV2014) … … Landesbauordnung (LBO) Sonderbauordnung (SBO) …


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Beispiele Rechtsgrundlagen:

… Musterbauordnung (MBO) Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV2014) … … Landesbauordnung (LBO) Sonderbauordnung (SBO) …


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Bauproduktenverordnung •

zusätzliche Qualitätsüberprüfung für eine Verwendung in den EU‐ Staaten nicht erforderlich

Konformitätsnachweis (Leistungserklärung) in Landessprache:

1.

Produkttyp/ System

2.

Referenznummer der Norm bzw. der Bewertung

3.

Verwendungszweck

4.

Liste und Leistungen wesentlicher Merkmale für den  Verwendungszweck


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Bauproduktenverordnung

CE‐Kennzeichnung

Hersteller müssen neben der Leistungserklärung eine technische  Dokumentation und leicht verständliche Gebrauchsanleitung sowie  Sicherheitshinweise in der jeweiligen Landessprache bereitstellen  und 10 Jahre aufbewahren 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO §3 Allgemeine Anforderungen

öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit  und die natürlichen Lebensgrundlagen, dürfen nicht gefährdet  werden

Grundanforderungen an Bauwerke gemäß Anhang 1 der Verordnung  (EU) Nr. 305/2011 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

Für den Verwendungszweck tauglich

Bsp: Garagendachentwässerung (Bitumenabdichtung und Zinkrinne): Ohne  Beschichtung der Rinne wird diese durch Bitumenkorrosion zerstört, daher  Beschichten (Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks) 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

Gesundheit und Sicherheit der  involvierten Personen (gesamte  Lebenszyklus Bauteil)

asbesthaltige Bauteile, Lungengängige Fasern 1 ‐2 Mikrometer Herstellen, Inverkehrbringen und Verwenden verboten (D1993, EU 2005)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

• Grundanforderungen bei normaler Instandhaltung über einen  wirtschaftlich angemessenen Zeitraum: 1.

Mechanische Festigkeit und Standsicherheit 

kein Einsturz, große Verformungen und Beschädigungen (EU)

für das eigene und das Nachbargrundstück


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO Mechanische Festigkeit  und Standsicherheit 

Bsp.: Mauerwerk: Mauerwerksverbund mit Überbindemaß von 0,4h bzw.  mind. 4 cm (EC 6)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

2. Brandschutz   

Tragfähigkeit, Begrenzung von Feuer und Rauch, Personenschutz, Rettung  (EU)

Entstehung Brand und Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindern,  Rettung von Mensch und Tier, Löscharbeiten

Bsp.: Abstandsflächen §6: min. 3 m zwischen Hauswand und  Grundstücksgrenze 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

3. Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz 

Personenschutz ‐ gefährlicher Gase, Stoffe, Partikel, Strahlung, Gewässer‐ und Grundwasserschutz – gefährliche Stoffe, sachgemäße Abfall‐ und  Abwasserbeseitigung, Feuchteschutz in Bauteilen und auf  Bauteiloberflächen (EU)

Schutz vor Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche‐ u. tierische Schädlinge sowie  chemische, physikalische und biologische Einflüsse


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

3. Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

4. Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung  (keine Gefahr durch Rutsch‐, Sturz‐ und Aufprallunfälle, Verbrennungen,  Stromschläge, Explosionen, Einbrüche)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

4. Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung

Bsp.: Treppe § 34: fester Griffsicherer Handlauf  und Treppe darf nicht unmittelbar hinter der  Tür (aufschlagende Seite) beginnen, zwischen  Treppe und Tür  ist ein ausreichender  Treppenabsatz gefordert


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

5. Schallschutz  

nicht gesundheitsgefährdend, Nachtruhe, Freizeit‐ und  Arbeitsbedingungen angepasst

Schallschutz zur Vermeidung von Gefahren und unzumutbaren  Belästigungen

Reduzierung von Schwingungen zur Vermeidung von Gefahren und  unzumutbaren Belästigungen


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

5. Schallschutz 

Bsp.: Schallschutz Wohnungseingangstür Treppenhaus Hausflur zu  Aufenthaltsraum im Mehrfamilienhaus Rw = 37/42 DB (DIN 4109  Schallschutz) 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

6. Energieeinsparung und  Wärmeschutz 

Heizung, Kühlung, Beleuchtung, Lüftung (EU)

Klimatische Verhältnisse entsprechend Wärmeschutz

Bsp.: Ânforderungen Mindestwärmeschutz: R, Aw, Tsi, Frsi (DIN 4108‐2)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO

7. Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen  (Wiederverwendung, Recycling, dauerhaft, umweltverträgliche Rohstoffe  und Sekundärbaustoffe)

Bsp.: grüne Lattung hinter Vorhangfassaden und in der Dachkonstruktion:  Gebrauchsklasse 0 regelmäßige Kontrolle  anstelle chemischer Holzschutz (DIN 68800 Holzschutz)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO §85a Technische Baubestimmungen •

Bei Anforderungen nach § 3

Konkretisierung durch:

1.

bestimmte bauliche Anlagen oder ihrer Teile

2.

Planung, Bemessung und Ausführung baulicher Anlagen und Ihrer Teile  sowie die Leistungen an ihnen

3.

Allgemein bauaufsichtliche Zulassung

4.

Übereinstimmungserklärung

5.

Technische Dokumentation


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

MBO/ LBO §85a Technische Baubestimmungen

Entsprechen der Bauproduktenverordnung (EU)

Enthalten eine Liste (Bauregelliste)

Verantwortliche Stelle DIBT


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Bauregelliste:

Bauregelliste A Teil 1, Teil 2 und Teil 3 (nationaler Teil,  Kennzeichnung:  Ü)

Bauregelliste A Teil 1 ‐ geregelte Bauprodukte

Bauregelliste A Teil 2 ‐ nicht geregelte Bauprodukte (zusätzliche  Nachweise erforderlich)

Bauregelliste A Teil 3 – sonstige nicht geregelte Bauprodukte


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Bauregelliste: •

Bauregelliste B Teil 1 und Teil 2 (europäischer Teil, Kennzeichnung: CE)

Bauregelliste B Teil 1 – Bauprodukte mit Anwendungsnormen und  Anwendungsregelungen für Bauprodukte und Bausätze nach  technischen Spezifikationen 

Bauregelliste B Teil 2 – Bauprodukte, die zusätzliche  Verwendbarkeitsnachweise fordern

Liste C 

Erfüllung baurechtlicher Anforderungen spielt nur eine untergeordnete  Rolle 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Muster‐Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB  2017/1)  Teil A 

Technische Baubestimmungen, die bei der Erfüllung der  Grundanforderungen an Bauwerke zu beachten sind

Teil B 

Technische Baubestimmungen für Bauteile und  Sonderkonstruktionen, die zusätzlich zu den in Abschnitt A  aufgeführten Technischen Baubestimmungen zu beachten sind

Teil C 

Technische Baubestimmungen für Bauprodukte, die nicht die CE‐ Kennzeichnung tragen, und für Bauarten 

Teil D 

Bauprodukte, die keines Verwendbarkeitsnachweises bedürfen


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

EnEV 2014 Energieeinsparen und Modernisieren von Gebäuden (Klimazielerreichung  der Regierung)

Gilt für: 1.

Gebäude die mit Energie beheizt oder gekühlt werden

2.

Anlagen und Einrichtungen der Heizungs‐, Kühl‐, Raumluft‐ und  Beleuchtungstechnik sowie Wasserversorgung


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht EnEV 2014 Gilt nicht für: 1.

Betriebsgebäude der Tier‐ und Pflanzenzucht

2.

Offene Betriebsgebäude

3.

Unterirdische Bauten

4.

Traglufthallen und Zelte

5.

Provisorische Gebäude (Regelnutzung bis zu 2 Jahre)

6.

Gebäude für religiöse Zwecke

7.

Wohngebäude mit Nutzung weniger 4 Monate bzw. mit Energieverbrauch weniger  als ¼ des üblichen jährlichen Energieverbrauchs

8.

Sonstige Betriebsgebäude mit < 12°C , weniger als 4 Monate beheizt oder weniger als  2 Monate gekühlt


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

EnEV 2014

Neubau §6 Dichtheit, Mindestluftwechsel (z.B. dauerhafte Luftundurchlässigkeit gemäß DIN 4108 Wärmeschutz und  RAL‐Leitfaden für den Fenster‐ und Türeneinbau)

§7 Mindestwärmeschutz, Wärmebrücken (z.B. Einhaltung des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

EnEV 2014 Altbau § 9 Änderung, Erweiterung, Ausbau von Gebäuden (z.B. Bauteildämmung von mehr als 10 % der Gesamtbauteilfläche)  § 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden Gilt für alle Gebäude mit Eigentümerwechsel nach 2002, betrifft Heizkessel (ggf. Austausch), Warmwasser‐ bzw.  Wärmeverteilungsleitungen und Armaturen (Dämmung), oberste Geschossdecke  (Dämmung)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB

Werkvertrag Sach‐ und Rechtsmangel (gem. § 633) …wenn es die vereinbarte Beschaffenheit hat.

Bsp.:

schlagregendichter Fensteranschluss


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB

Vereinbart:

Fugendichtungsband

Gewährleistet: imprägniertes vorkomprimiertes Fugendichtband (Schlagregen – und Luftdurchgangsschutz, witterungs‐ und  uv‐beständig, sd‐Wert, Baustoffverträglichkeit) Zulassung Prüfen!


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB

Beanspruchungsgruppen BG1 (außen ‐ nicht abgedeckt) BG2 (außen – konstruktiv abzudecken  – nicht uv‐beständig) BG R (raumseitige Luftdichtigkeit) Sd‐Wert 

von innen nach außen abnehmend

Baustoffverträglichkeit

z.B. Alkalität des Putzes

Fugenbreite

siehe Zulassung


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB Werkvertrag Sach‐ und Rechtsmangel (gem. § 633) … Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist das Werk frei von  Sachmängeln,  wenn es sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte, sonst für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei  Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der Art des Werkes  erwarten kann. Bsp.: 

schlagregendichter Fensteranschluss (RAL)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB

Gewählt:

spritzbarer Dichtstoff (Silikon außen)

Gewährleistet: elastischer Dichtstoff mit Bezug auf IVD‐Merkblatt  Nr. 9 „Fugendichtstoff für Bauteilanschlussfugen“  (Unterschiede:  Witterungs‐ und uv‐beständig, sd‐ Wert, Baustoffverträglichkeit, Haftung, Verformung);  Hinterfüllmaterial!


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB Baustoffverträglichkeit

z.B. Essig verträgt sich nicht Naturstein  und Metalle

Verformung:

außen 25% Innen 12,5% (besser 15%)

Haftfläche:

z.B. Putz trocken, staub‐ und  fettfrei;  elastischer Dehnungsspannungswert  Dichtstoff 0,2 N/mm² bei ‐10°C

Fugenbreit/‐tiefe:

t:b = 1:2 und t min. 6 mm max. 18 mm  (konkav)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB

Werkvertrag Sach‐ und Rechtsmangel (gem. § 633) … Einem Sachmangel steht es gleich, wenn der Unternehmer ein anderes als  das bestellte Werk oder das Werk in zu geringer Menge herstellt.


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB § 634 (Rechte des Bestellers bei Mängel)

Bei mangelhaftem Werk gilt: 

Nacherfüllung

Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen

Vertragsrücktrittsrecht

die Vergütung mindern

Schadensersatz

Ersatz vergeblicher Aufwendungen


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Abnahme (gem. §340 BGB)

Beginn der Verjährungsfrist

Werk 2 Jahre (Herstellung, Wartung, Veränderung)

Bauwerk 5 Jahre (Planungs‐ u. Überwachungsleistungen)

Gefahr des Rechtsverlusts (Mängelvorbehalt, Vertragsstrafenvorbehalt)

Fälligkeit der Vergütung

Gefahrübergang (für den Untergang)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Abnahme (gem. §340 BGB)

Inkrafttreten bauvertraglich vereinbarter (Rechts‐) Folgen

Umkehr der Beweislast

Beginn der Gewährleistung

Rückgabe von Vertragserfüllungssicherheiten (z.B. Schuldschein)

Ggf. Konkretisierung der Leistungspflicht (Mangelbeseitigung, wenn im  Vertrag nicht geregelt)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB Bauvertrag (§650a‐650h):

Betrifft die Herstellung, Wiederherstellung, die Beseitigung oder den  Umbau sowie Instandhaltung bei wesentlicher Bedeutung des  Bauwerks

Zustandsfeststellung bei Abnahmeverweigerung


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB Verbraucherbauvertrag (§650i‐650o):

Bau neues oder Umbau eines Gebäudes, durch den Verbraucher  beauftragt

Baubeschreibung mit Einzelheiten gemäß Art.249 Einführungsgesetz  zum BGB

Baubeschreibung in Bezug auf die Bauausführung sind Inhalt des  Vertrages, wenn nicht anders vereinbart

Unternehmer ist verantwortlich für vollständige und klare  Baubeschreibung, bei Unklarheiten gilt die Leistungsbeschreibung


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BGB Architektenvertrag und Ingenieurvertrag (§650p‐650t): •

Leistungen um vereinbarte Planungs‐ und Überwachungsziele zu  erreichen

Überwachungsfehler nicht bei Haftung des ausführenden  Unternehmers mit nicht erfolgloser Frist zur Nacherfüllung

Bauträgervertrag (§650u‐650v): •

Errichtung und Umbau eines Hauses mit Eigentumsübertragung an den  Besteller 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

EGBGB •

Informationspflicht bei Verbraucherbauverträgen

Inhalt Baubeschreibung (§2): 

Allg. Beschreibung (ggf. Haustyp und Bauweise)

Art und Umfang der Bauleistung (ggf. Planung, Bauleitung, Arbeiten,  Baustelleneinrichtung und Ausbaustufe)

Gebäudedaten, Pläne mit Raum‐ und Flächenangaben, Ansichten,  Grundrisse, Schnitte

Ggf. Angaben zu Energie‐, Brandschutz‐ und Schallschutzstandard und zur  Bauphysik


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

EGBGB •

Informationspflicht bei Verbraucherbauverträgen

Inhalt Baubeschreibung (§2): 

Beschreibung der Baukonstruktion aller wesentlicher Gewerke

Ggf. Beschreibung des Innenausbaus

Ggf. Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen

Angaben zu Qualitätsmerkmalen 

Ggf. Beschreibung der Sanitärobjekte, Armaturen, Elektroanlage,  Installationen, Informationstechnologie und Außenanlage


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

VOB

Grundlage des Bauvertragswesens

weder ein Gesetz noch eine öffentliche Rechtsverordnung

eine allg. anerkannte Vertragsgrundlage/ Geschäftsbedingung

wird stets bes. vereinbart

in den Normenpool des DIN aufgenommen (techn. Bestimmung)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

DIN 1960 Teil A (VOB/A):

beinhaltet die allgemeinen Bestimmungen für die Vergabe von  Bauleistungen

für Bauleistungen, Arbeiten der Herstellung, Instandsetzung, Erhaltung,  Änderung und Beseitigung (§1)

Leistungsbeschreibung eindeutig, erschöpfend und neutral, mit allen  umfassenden Umständen, Zweck, Beanspruchung sowie Boden‐ und Wasserverhältnisse (§7, mit Leistungsverzeichnis §7b, mit  Leistungsprogramm §7c, Anhang Technische Spezifikation)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

DIN 1960 Teil A (VOB/A):

Wenn Teil A vereinbart ist auch Teil B und C Vertragsbestandteil, dies ist  im Vertrag zu verdeutlichen, dabei bleiben die Allgemeinen  Vertragsbedingungen (Teil B) und die allgemeinen technischen  Vertragsbedingung (Teil C) grundsätzlich unverändert, sie können  aber durch zusätzliche Vertragsbedingungen ergänzt werden  (§8a)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Teil B DIN 1961 (VOB/B): •

Beinhaltet die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung der  Bauleistungen (Allgemeine Geschäftsbedingungen)

Allgemeine Geschäftsbedingungen nicht gegenüber Privatpersonen  sowie mit inhaltlichen Abweichungen verwenden (siehe auch §310  BGB)

Allgemeine Geschäftsbedingungen werden bei unangemessener  Benachteiligung, z.B. keine klare und verständliche Ausführung von  Bestimmungen unwirksam ( §307 BGB)

Teil C ist Vertragsbestandteil (§1 (1))


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Teil B DIN 1961 (VOB/B):

Reihenfolge bei Widersprüchen (§1(2)): 1.

Leistungsbeschreibung,

2.

Besondere Vertragsbedingungen, 

3.

Zusätzliche Vertragsbedingungen, 

4.

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen, 

5.

Allgemeine Technische Vertragsbedingungen, 

6.

Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Teil B DIN 1961 (VOB/B):

Beachtung der anerkannten Regeln der Technik und der gesetzlichen  und behördlichen Bestimmungen, Ausführender ist verantwortlich  (§4 (2))

Bedenken gegen Art der Ausführung, gegen Güte der Stoffe und  Bauteile und gegen Leistungen anderer Unternehmer unverzüglich  (ggf. vor Beginn der Arbeiten) und schriftlich mitteilen (§4 (3))

Bei Weitervergabe an Nachunternehmer gelten die Teile B und C als  Grundlage (§4 (8))


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Teil B DIN 1961 (VOB/B):

Abnahmeverweigerung bei wesentlichen Mängeln (§12 (3))

Neben förmlicher Abnahme (auf Verlangen binnen 12 Werktage),  Abnahme nach 12 Werktagen bzw. 6 Werktagen nach Beginn der  Benutzung (§12(5))

Gefahrübergang auf Auftraggeber (§12 (6))

Zum Zeitpunkt der Abnahme hat das Werk frei von Sachmängeln zu sein  (§13 (1)):


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

Teil B DIN 1961 (VOB/B): •

Erfüllt vereinbarte Beschaffenheit und anerkannte Regeln der Technik 

Beschaffenheit nicht vereinbart: siehe Grundsätze BGB § 633

Bei Leistungen nach Probe, gelten die Eigenschaften der Probe als Soll  (§13 (2)

Nicht vertraglich vereinbarte Verjährung (§13 (4)): 

Bauwerk 4 Jahre

Ander Werke (Herstellung, Wartung bzw. Veränderung) 2 Jahre

Vergütungsminderung (§13 (6), siehe BGB 638)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

ATV DIN 18299 Teil C (VOB/C):

Beinhaltet allgemeine technische Vertragsbedingungen

für die einzelnen Gewerke mit detaillierten Zusatzangaben über  Materialqualitäten, Ausführungen und Nebenleistungen.ATV DIN  18300 – ATV DIN 18459


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

ATV DIN 18299 Teil C (VOB/C):

Bsp. Konterlattung.: •

Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks: min. 24*48mm

VOB/ C DIN 18338 Dachdeckungs‐ und Dachabdichtungsarbeiten:  30*50mm


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

ATV DIN 18299 Teil C (VOB/C):

Angaben zur Baustelle, Ausführung, Einzelangaben bei Abweichungen  zu den ATV, ggf. Einzelangaben zu Nebenleistungen und  besonderen Leistungen sind Bestandteile der  Leistungsbeschreibung (Abschnitt 0)

ATV DIN 18299 „Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art“ gilt  für alle Bauarbeiten (Abschnitt 1)

Leistungen beinhalten auch Bauteile und Stoffe (Abschnitt 2)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

ATV DIN 18299 Teil C (VOB/C):

Nebenleistungen sind Leistungen, die auch ohne Erwähnung im Vertrag  zur vertraglichen Leistung gehören (Abschnitt 4.1)

Bsp. für Nebenleistung: Sichern der Arbeit gegen Niederschlagswasser, mit  dem normalerweise gerechnet werden muss und seine erforderliche  Beseitigung.


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

ATV DIN 18299 Teil C (VOB/C):

Besondere Leistungen sind Leistungen, nur zur vertraglichen Leistung  gehören, wenn sie gesondert erwähnt und keine Nebenleistungen  sind (Abschnitt 4.2)

Bsp. für besondere Leistung: Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

Kalkar‐Entscheidung“ des BVerfG  (Urteil vom 08.08.1978. BVerfGE 49, 89).  3-Stufen-Theorie: Stand der Wissenschaft und Technik Stand der Technik Anerkannte Regel der Technik


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

Kalkar‐Entscheidung“ des BVerfG  (Urteil vom 08.08.1978. BVerfGE 49, 89).  3-Stufen-Theorie: Stand der Wissenschaft und Technik Stand der Technik Anerkannte Regel der Technik


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

Stand der Wissenschaft und Technik: •

Die neusten technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse (auch  wenn noch nicht realisierbar)

Technische Regeln, die wissenschaftliche (theoretisch) gesichert sind


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

Stand der Technik: •

Technische Regeln, die wissenschaftlich (theoretisch) gesichert und  entsprechend ausgebildeten Fachleuten bekannt sind

Das derzeit technisch Machbare, (z.B. vom DIBt – Deutschen Institut für  Bautechnik zugelassene neue Baustoffe)

Wirksamkeit nachgewiesen

Langzeitbewährung (in der Praxis) und somit allgemeine Anerkennung fehlt

(Auftraggeber = Versuchskaninchen)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

(Allgemein) anerkannte Regeln der Technik: •

erfüllen die Voraussetzungen von Stand der Wissenschaft sowie Stand  der Technik und haben sich über einen ausreichend langen  Zeitraum bewährt

Von der Baupraxis anerkannt

Auftraggeber vertrauen darauf

Gelten als Soll‐Zustand einer vertraglichen Leistung (Abweichungen  müssen schriftlich vereinbart werden)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

(Allgemein) anerkannte Regeln der Technik: Zivilrechtliche Definition: „Die allgemein anerkannte Regel der Technik muss in der Wissenschaft  anerkannt („dem Streit entzogen“) und damit theoretisch richtig sein und  sich in der Praxis restlos durchgesetzt haben“ (vgl. Brbg OLG, BauR 2001,  283f.)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

(Allgemein) anerkannte Regeln der Technik: Zivilrechtliche Definition: „Eine technisch anerkannte Regel liegt vor, wenn sie in der technischen  Wissenschaft als theoretisch richtig anerkannt ist, feststeht, sowie durchweg  bekannt und aufgrund der praktischen Erfahrung als technsich geeignet,  angemessen und notwendig anerkannt ist.“ (RGSt 44, 76 vom 11.10.1910)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG (Allgemein) anerkannte Regeln der Technik: Unbestimmter Rechtsbegriff, der sich auf technische Regelwerke bezieht, wie  z.B.: •

Normen

Spezifikationen und nationale Ergänzungen

Richtlinien

Fachregeln

Merkblätter

Leitfäden


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

TECHNISCHE REGELWERKE UND DEREN RECHTLICHE BEWERTUNG

Nichteinhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (§319 StGB): Der Verstoß gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik bei der  Planung, Leitung Ausführung oder Abrisses eines Bauwerks und die  Gefährdung von Leib oder Leben eines anderen Menschen hierdurch, führt zu  einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder einer Geldstrafe 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

NORMEN

ETB:


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

NORMEN:

ETB

Zu den ETBs gehören weltweite (DIN EN ISO) Normen, europäische (DIN  EN) Normen, nationale (DIN) Normen,  Fachberichte (DIN FB),  Ergänzungen (DIN SPEC), Vornormen (DIN V) und Richtlinien (RI). 

Müssen nicht vertraglich vereinbart werden


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

NORMEN:

Der Normentwurf: Das vorläufige abgeschlossene Ergebnis der Normungsarbeit, das der  Öffentlichkeit zur Stellungnahme mit einer bestimmten Frist vorgelegt wird 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

NORMEN:

Die Vornorm Eine technische Regel, die grundsätzlich nicht zum Deutschen Normenwerk  gehört, zu der noch Vorbehalte hinsichtlich der Anwendung bestehen und  nach der versuchsweise gearbeitet werden kann.  Der Inhalt der Vornorm wird in der Regel nach zwei Jahren überprüft.


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

NORMEN:

Die Norm Das endgültige Ergebnis der Normungsarbeit. Zu einer Norm können unter derselben DIN‐Zählnummer mehrere Teile  gehören DIN‐Normen werden spätestens alle fünf Jahre überprüft. 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

NORMEN:

DIN‐Normen sind technische Regelwerke, die durch ihr Zustandekommen  auf einem breiten Konsens der Fachöffentlichkeit basieren und deshalb zum  Zeitpunkt der Veröffentlichung mit großer Wahrscheinlichkeit eine  Allgemein Anerkannte Regel der Technik wiedergeben.  DIN‐Normen werden aber nicht ständig aktualisiert und können deshalb  durch neuere, andere Regelwerke (Fachregeln, Merkblätter, Richtlinien)  überholt sein. Deshalb sind DIN‐Normen nicht automatisch anerkannte  Regeln der Technik.


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

NORMEN:

Juristische Rangfolge: 

1.

eventuelle Vereinbarungen

2.

dann die anerkannten Regeln der Technik

3.

DIN‐Normen (untergeordnet)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht

BEURTEILUNGSGRUNDLAGEN: Fachregeln, Richtlinien, Merkblätter und Leitfäden dienen den Ausführenden als  Ergänzung zu den Normen (Planungsgrundlage). Richtlinien VDI (Verband deutscher Ingenieure), … Asbestrichtlinie Fachregeln, z.B. des deutschen Dachdeckerhandwerkes oder des  Zimmermannhandwerks Merkblätter, z.B. des Malerhandwerks (Bsp. Merkblatt 21 WDVS),  Leitfäden, z.B. RAL (Reichsausschuss für Lieferbedingungen)‐Gütegemeinschaft  Fenster und Haustüren (Montageanleitung) oder des Umweltbundesamtes  (Schimmelpilz)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen    

Erforderliche Vorbildung Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht Erforderliche technische  Kenntnisse Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

 Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Beurteilung von:

Anforderungen an die Bauteile und Baustoffe  z.B. hinsichtlich Brand‐, Schall‐, Wärme‐ und Feuchteschutz

Betrachtung der einzelnen Gewerke, Bauteile und Baustoffe


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Beurteilung von:

Anforderungen an die Bauteile und Baustoffe  z.B. hinsichtlich Brand‐, Schall‐, Wärme‐ und Feuchteschutz

Betrachtung der einzelnen Gewerke, Bauteile und Baustoffe


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bodenmechanik

Pflicht zum Bodengutachten gemäß: 

Normungen:

DIN 4020 Geotechnische Untersuchungen, DIN 18195  Bauwerksabdichtung, DIN 18197 Fugenabdichtung in  Beton, …

Gerichtsurteilen: OLG Naumburg, Urteil vom 29.1.2014 – 12 U 149/13,  OLG Jena 31.5.2001 (durch BGH bestätigt),  OLG Celle 23.2.2012 (durch BGH bestätigt), …


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bodenmechanik

Bsp.: Inhalt Bodengutachten/ geologischer Bericht  •

die Feststellung der Bodenarten

Feststellung der Bodenklassen (Aushub, evtl. Entsorgung oder  Wiederverfüllen)

Bodenbelastungen (evtl. Entsorgung)

Tragfähigkeit, Grundbruch (Hinweise zu: Tragwerksplanung und  Gründung)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bodenmechanik Bsp.: Inhalt Bodengutachten/ geologischer Bericht  •

die Feststellung der Bodenarten

Feststellung der Bodenklassen (Aushub, evtl. Entsorgung oder  Wiederverfüllen)

Bodenbelastungen (evtl. Entsorgung)

Tragfähigkeit, Grundbruch (Hinweise zu: Tragwerksplanung und  Gründung)

Grund‐ und Bemessungswasserstand (Hinweise zu Tragwerksplanung und  Gründung sowie benötigte Abdichtung)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bodenmechanik

Bsp.: Inhalt Bodengutachten/ geologischer Bericht  Anwendungsbeispiel für Gründung Jülich •

2 Grundwasserstände 

Unterschiedliche Tiefen mit humosen Bodenanteilen 

Unterschiedliche Empfehlungen in den Bodengutachten, sowohl  Flächengründung (breite Lastabtragung) als auch Pfahlgründung  (punktförmige Lastabtragung in tiefere Schichten)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kentnisse

Baukonstruktion Bsp.: Baustoff‐ und Konstruktionsprobleme


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse Baukonstruktion Bsp.: Baustoff‐ und Konstruktionsprobleme Bis 1920: •

Keine Abdichtung

Bruchsteinwände

korrodierte Stahlträger

Veraltete und ggf. beschädigte Sanitärinstallationen, Gasleitungen, Heizungsanlagen  und Elektroinstallationen

Fehlender Wärmeschutz (Dämmung), Schallschutz (Entkopplung von Bauteilen) und  Brandschutz (Rettungsmöglichkeiten)

Undichte Fenster mit Einscheibenverglasung

Holzgeschossdecken mit Hohllage und ggf. Feuchteschäden


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Baukonstruktion Bsp.: Baustoff‐ und Konstruktionsprobleme 1920er‐1940er: •

Siehe 1.bis 7. aus bis 1920

Alte und fehlerhafte Flachdachausführungen (Feuchteschäden durch  Undichtigkeiten von innen und außen)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Baukonstruktion Bsp.: Baustoff‐ und Konstruktionsprobleme 1950er: •

Siehe 1.bis 6. aus bis 1920

Siehe 2. aus 1920er‐1940er

Einsatz ölhaltiger (z.B. Anstriche) ,teerhaltiger (z.B. Parkettkleber) und  asbesthaltiger (z.B. faserzementplatten) Baustoffe sowie  lungengängiger Dämmwolle 

Einsatz formaldehydhaltiger und mit gesundheitsgefährdenden  Holzschutz versehende Holzbauteile


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Baukonstruktion Bsp.: Baustoff‐ und Konstruktionsprobleme 1960er – 1970er: •

Veraltete ggf. beschädigte oder nichtvorhandene Abdichtung

Siehe 2. Bis 6. aus 1920

Siehe 2. Bis 4. aus 1950er


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Baukonstruktion Bsp.: Baustoff‐ und Konstruktionsprobleme 1980er – 2000er: •

Veraltete ggf. beschädigte Sanitärinstallationen und Heizungsanlagen

Siehe 3. Bis 4. aus 1950er


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Baukonstruktion Bsp.: Baustoff‐ und Konstruktionsprobleme 2000er – heute: •

Komplexe Bauweisen in Abdichtung (z.B. WU‐Konstruktionen),  Wärmeschutz und Energieeinsparung (z.B. durchgehende  Dämmebene, Luft‐ und Winddichtigkeit), Schallschutz (z.B.  Entkopplungen der Schallübertragung) und Brandschutz (Trennung  brennbarer Baustoffe zwischen unterschiedlichen Gebäuden bzw.  Gebäudebereichen)

Mit der Komplexität erhöhen sich das Fehlerpotential und die Probleme  bei nicht fachlich weitergebildetem Personal


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauausführung Zusammenhänge zwischen den Gewerken


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Gebäudetechnik

beinhaltet die gesamte Gebäudetechnik von Anschluss der Strom‐ und  Netzwerkversorger bis hin zur vollständigen Vernetzung des Gebäudes. 

Vor allem hier sind oft die Grenzen des Sachverständigen für Schäden an  Gebäuden erreicht und ein zurückgreifen auf entsprechendes Fachpersonal  (Zweitgutachter) erforderlich.


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauphysik

Einflüsse: •

Wärme (Temperatur), 

Feuchte (Wasser), 

Luft/ Wind,

Schall,

Brand (Feuer), 

Erschütterungen usw.


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauphysik Schutz: •

der Wärmeschutz (Sommer und Winter)

der Feuchteschutz (erdberührt, auf Deckenflächen, Schrägen (z.B. Dach)  und an Wänden)

die Luftdichtigkeit (inkl. Lüftung)

der Schallschutz

der Brandschutz 

der Erschütterungsschutz


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauphysik

Bsp.: Bestimmt den Wassergehalt  in der Luft 

Kalte Luft kann weniger   Wasser halten als warme Luft


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauchemie

chemische Korrosion (z.B. Oxidation), 

die elektrochemische Korrosion (z.B. Zerstörung eines unedleren  Metalls durch ein edleres Metall), 

die Bitumenkorrosion (z.B. Weichmacherwanderung), 

die Baustofferhärtung (z.B Hydratation) und 

Angriffe aus der Umgebung (z.B. durch Salze, Fette, Säuren und andere  chemische Angriffe).


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauchemie

Bsp.: pH‐Wert (negativer 10er Logarithmus der Wasserstoffmoleküle):


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauchemie

Bsp.: pH‐Wert (negativer 10er Logarithmus der Wasserstoffmoleküle):

Trinkwasser:

pH‐Wert 6,5 – 9,5

Grundwasser im Allgemeinen: 

pH‐Wert 6 – 8,5 

Unbelasteter Niederschlag:

pH‐Wert 5,6

Betonangriff, Kohlensäurebildung aus Bikarbonaten:  pH‐Wert unter 6


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche technische Kenntnisse

Bauchemie

Bsp.: pH‐Wert (negativer 10er Logarithmus der Wasserstoffmoleküle):

Trinkwasser:

pH‐Wert 6,5 – 9,5

Grundwasser im Allgemeinen: 

pH‐Wert 6 – 8,5 

Unbelasteter Niederschlag:

pH‐Wert 5,6

Betonangriff, Kohlensäurebildung aus Bikarbonaten:  pH‐Wert unter 6


Schäden an Gebäuden  Grundlagen    

Erforderliche Vorbildung Erforderliche rechtliche Kenntnisse / Baurecht Erforderliche technische  Kenntnisse Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

 Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Instandsetzungskosten

Schadensersatz

Wertminderung


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Quellen Kostenschätzung :

BKI‐Tabellen

Fachliteratur

Regional typischen Angebotspreisen und Kalkulationen

direkten Angeboten von Handwerkern und Sanierungsfirmen 

aus eigenen Erfahrungen (Baukostensammlungen)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Kostenschätzung :

Bsp. Kostenüberprüfung und Zeitwertberechnung eines bei der  Haftpflichtversicherung gemeldeten und instandgesetzten  Versicherungsschaden:


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Kostenschätzung :


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Kostenschätzung :


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Kostenschätzung :


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Kostenschätzung :


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Kostenschätzung :


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Erforderliche wirtschaftliche Kenntnisse

Kostenschätzung :


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden       

Workflow Auftrag Informationsgrundlagen Istzustand Sollzustand Technische Bewertung Sanierung und Kostenschätzung

 Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Workflow

1.

Auftragsannahme

2.

Recherche vor dem OT

3.

Ortstermin

4.

Recherche nach dem OT

5.

Gutachtenerstellung (inkl. Ist‐Zustand/ Soll‐Zustand/ technische  Bewertung/ Sanierung und Kostenschätzung)

6.

Kontrolle

7.

Archivierung


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden       

Workflow Auftrag Informationensgrundlagen Istzustand Sollzustand Technische Bewertung Sanierung und Kostenschätzung

 Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Auftrag

Prüfung der Beweisfrage: •

Ist die Wahl des Sachverständigen vertraglich geregelt (SV oder Angebot  durch einen Unternehmer, öffentlich bestellter SV, …)?

Werden zusätzliche Leistungen benötigt (Labor, 2. Gutachter, Hilfskräfte,  …)?

Wer ist für die Beauftragung und für die Vergütung zuständig  (Kostenteilung)?

Welche Auftragsart liegt vor (Mündlich, Schriftlich, …)?

Fällt der Auftrag in das Fachgebiet des Sachverständigen?

Ist der Auftrag gerichtlich oder privat beauftragt (Beweisbeschluss,  Hinweispflicht, …)?


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Auftrag

Prüfung der Beweisfrage: •

Zu welchem Zweck wird der Auftrag erteilt (gerichtliche Verwertung)?

Sind die Beweisfragen vorgegeben oder selbst zu ermitteln?

Welcher Soll‐Zustand ist entscheidend (Vertragsgrundlagen,  Planungsvorgaben, anerkannte Regeln der Technik,…)?

Gibt es rechtliche Anforderungen (Baurecht, VOB, EnEV, …)?

Sind zusätzliche Informationen einzuholen (z.B. zusätzliche Unterlagen,  Anknüpfungstatsachen, Zeugenaussagen,…)?


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Auftrag

Auftragsarten Schäden an Gebäuden: •

Klärung von Streitigkeiten bezüglich Bauschäden und Baumängel (z.B. als  Fachberater, in Fachberichten, in Kurzgutachten und Gutachten) 

Beweissicherungen über den Bauzustand von Gebäuden und Bauwerken 

Baubegleitung (z.B. als Fachberater, ggf. mit Protokoll)

Beratungsleistungen (z.B. Kaufberatung, vor bzw. bei Sanierungen, bei  Abnahmen)

Planungsleistungen (z.B. von Sanierungsmaßnahmen, bei  Versicherungsschäden)

Plausibilitätsprüfungen (z.B. Gutachtenprüfungen, bei  Versicherungsschäden)


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Auftrag

Forderungen aus Auftragsarten Schäden an Gebäuden: •

Alleinige Aufnahme des Istzustandes (z.B. Beweissicherung)

Darstellen von bautechnischen Fehlern (z.B. Baubegleitung)

Vergleich von Soll‐ und Ist‐Zustand (z.B. zwischen vereinbarten Verträgen  und ausgeführten Leistungen)

Beurteilung gemäß den anerkannten Regeln der Technik (z.B. bei  Schadenseintritt durch Baufehler)

Darstellung des Schadens‐ und Sanierungsausmaßes (z.B. bei  Versicherungsschäden)

Darstellen von Kosten (z.B. Sanierungskosten, Wertminderung,  Mehrkosten, Sowiesokosten)


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Auftrag

Formulierungen Beweisfrage:


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Auftrag

Formulierungen Beweisfrage:


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Auftrag

Formulierungen Beweisfrage:


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden       

Workflow Auftrag Informationensgrundlagen Istzustand Sollzustand Technische Bewertung Sanierung und Kostenschätzung

 Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Informationsgrundlagen

Ist‐Zustand: •

Vertragsunterlagen

Technische Unterlagen (Pläne, Dokumentationen)

Ortstermin

Soll‐Zustand: •

Vertragsunterlagen

a.R.d.T.


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Informationsgrundlagen

1.

Anerkannte Regeln der Technik als öffentlich rechtliche Vorgaben

2.

Anerkannte Regeln der Technik als privatrechtliche Vorgaben

3.

Vertragliche Vorgaben als privatrechtliche Vorgaben (z.B.  Versicherungsgrundlagen)

4.

Leistungsbeschreibung

5.

Werkplanung

6.

Fachplanung (z.B. Tragwerksplanung)

7.

Ausführung

8.

Bautechnisch (technisch, physikalisch und chemisch) machbar

9.


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Informationsgrundlagen

Recherche Phase 1 = Vorbereitung Ortstermin 

Lesen und Analysieren der Unterlagen

Untersuchungskonzept vorbereiten

Fragenkomplex zusammenstellen

Messgeräte vorbereiten

Fotoapparat vorbereiten

UVV und Zugängigkeit prüfen 

Parteien rechtzeitig einladen


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Informationsgrundlagen

Recherche Phase 1 = Vorbereitung Ortstermin 

Lesen und Analysieren der Unterlagen

Untersuchungskonzept vorbereiten

Fragenkomplex zusammenstellen

Messgeräte vorbereiten

Fotoapparat vorbereiten

UVV und Zugängigkeit prüfen 

Parteien rechtzeitig einladen


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Informationsgrundlagen

Recherche Phase 2 = Ortstermin •

Systematisches Vorgehen (z.B. Geschossweise, Raumweise, Wandweise  mit Nummerierungen)

Lage, Ausdehnung und Dimension eindeutig dokumentieren

Schäden und Fehler im Kontext mit dem Baustoff bzw. dem Bauteil und  der Ursache und in chronologischer Reihenfolge darstellen.

Bei Messungen und Bauteilöffnungen die entsprechenden  Arbeitsschritte, Ungenauigkeiten, Abweichungen und  Aussagefähigkeiten der Messgeräte beachten

Anwesende und Ablauf dokumentieren


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Informationsgrundlagen

Recherche Phase 2 = Ortstermin ‐ Bauteilöffnung

Notwendig? (Eignung, Erforderlichkeit)

Zumutbar? (Wohn‐ und Sichtbereich beachten)

Verhältnismäßig? (Streitwert, zusätzlicher Schaden/ Kosten)

Genehmigt? (Eigentümer/ Besitzer/ Gericht) – gilt auch für Messungen

Fachmann notwendig (weiterer SV, spez. Gewerk, …) 

Verschließen der Bauteilöffnung? (sofort/ später/ provisorisch)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden       

Workflow Auftrag Informationensgrundlagen Istzustand Sollzustand Technische Bewertung Sanierung und Kostenschätzung

 Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Istzustand

Darstellung gemäß der Fragestellung / des Beweisbeschlusses und des  Zweckes 

Detaillierte Beschreibung der vorgefundenen Situation 

Nutzung technischer Normierungen


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Istzustand

Darstellungsgrundlage DIN 1356‐6 Bauaufnahmezeichnung: Nutzung von Symbolen


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Istzustand

Darstellungsgrundlage DIN 1356‐6 Bauaufnahmezeichnung: Nutzung von Symbolen


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Istzustand

Darstellungsgrundlage DIN 1356‐6 Bauaufnahmezeichnung:

Nutzung von Schadensschlüsselnummern


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Istzustand

Darstellungsgrundlage DIN 1356‐6 Bauaufnahmezeichnung:

Nutzung von Schadensschlüsselnummern


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Istzustand

Detaillierte Beschreibung durchgeführter zerstörender Messungen  (inklusive Mitwirkender, benutzte Geräte, Einverständniserklärung,  Messprotokoll, Beschreibung der Messgeräte, Abweichungen und  Fehlergrenzen)

Detaillierte Beschreibung durchgeführter Bauteilöffnungen (inklusive  Mitwirkender, benutzte Geräte, Einverständniserklärung)

Ggf. Verknüpfung mit Informationen aus den Anlagen


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden       

Workflow Auftrag Informationensgrundlagen Istzustand Sollzustand Technische Bewertung Sanierung und Kostenschätzung

 Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sollzustand

Der Sollzustand spiegelt die geschuldete Beschaffenheit wieder

Geschuldet ist mindestens die a.R.d.T.

siehe Mangelbegriff BGB und VOB


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sollzustand

Darstellung gemäß der Fragestellung / des Beweisbeschlusses und des  Zweckes (in der Regel nach anerkannten Regeln der Technik und  vereinbarter Beschaffenheit)

detaillierte Beschreibung des Sollzustandes 

Angabe und Einarbeitung von Informationsquellen (z.B. DIN‐Normen,  Fachregeln, Herstellervorschriften, usw.)

Berücksichtigung tatsächlicher Gegebenheiten (z.B. Nutzung, Klima,  Himmelsrichtung, …)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden       

Workflow Auftrag Informationensgrundlagen Istzustand Sollzustand Technische Bewertung Sanierung und Kostenschätzung

 Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Technische Bewertung

Gegenüberstellung von Soll‐ und Istzustand

Bewertung der Abweichungen zwischen Soll‐ und Istzustand 

Ursachenfindung der Abweichungen

Ausschluss von anderen Ursachen

Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen bei nicht eindeutigen Ursachen

Begründete Abweichungen von Regelwerken

Begründete Abweichungen zu erkennbare und begründeten  Gegenmeinungen und andere Sichtweisen 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Technische Bewertung

Beurteilungsfehler

Scheinbeweis (Tatsachen falsch, Schlussfolgerungen richtig) •

Messfehler

Rechenfehler, falsche Formeln

Anknüpfungstatsachen als Befundtatsachen

Unvollständiger oder verallgemeinerter Befund

Unterlagen überholt bzw. geändert

Skalierung geändert (z.B. aus wahrscheinlich wird gewiss)


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Technische Bewertung

Beurteilungsfehler Trugschluss (Tatsache richtig, Schlussfolgerung falsch) •

Einzelmeinung als Allgemeinmeinung dargestellt

Verschweigen anderer Lehrmeinungen

Anwendung überholter oder noch nicht gültiger Regeln (Zeit!)

Unberücksichtigung weiterer möglicher Ursachen

Bearbeitung nicht detailliert genug (zu grob)

Freie Schätzungen ohne Nachvollziehbarkeit 

Bewertungsfehler (falsche Minderungsgrundlage, falsche Bauindex,  Baunebenkosten oder Sowieso‐Kosten fasch oder nicht berücksichtigt)


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Technische Bewertung

Beurteilungsfehler

Missverständnisse •

Zusammenfassung und Inhalt weichen ab

Geänderte Skalierung

Fehlende Trennung von Kosten und Minderung

Vermischen von Feststellungen und Stellungnahmen

Beantwortung von Rechtsfragen


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden       

Workflow Auftrag Informationensgrundlagen Istzustand Sollzustand Technische Bewertung Sanierung und Kostenschätzung

 Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sanierung und Kostenschätzung

Sanierung •

alle für den Gutachtenauftrag erforderlichen Schritte darstellen

Sanierung eines Sachverständigen stellt eine Empfehlung dar

Hinweispflicht ggf. auch auf andere Sanierungsmöglichkeiten

Wahrscheinlichkeiten und Mutmaßungen auf Grund unzureichender  Untersuchungen sind zu berücksichtigen

Alle Schäden und Folgeschäden beachten

Schadensursachen und Baufehler beachten


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sanierung und Kostenschätzung

Empfehlung Kostenermittlung

Ist keine Kostenermittlung verlangt, ist diese nicht durchzuführen

Quellenangabe der Kostenschätzung

Ist eine Kostenermittlung zur Minderung der Arbeiten verlangt, kann  diese durch Kostenschätzung (z.B. aus den tatsächlichen Baukosten)  ermittelt werden


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sanierung und Kostenschätzung

Empfehlung Kostenermittlung •

Ist eine Kostenermittlung zum Anspruch auf Schadensersatz verlangt,  sind die Kosten über allgemeine Baukosten (z.B. aus  Baukostensammlungen bzw. Baukostenindizes) zu ermitteln,  hierbei ist darauf zu achten, in welchen Einheiten die Sanierung  abgerechnet werden darf (Bei Versicherungsfällen ist eine  Kostenschätzung oft nur nach m² zulässig)

Ist eine Kostenermittlung zur Sanierung verlangt, sind die Kosten über  möglichst Präzise (z.B. durch Angebote) zu ermitteln, hierbei ist  darauf zu achten welcher Wert die Grundlage des  Schadensanspruches darstellt (Bei Haftpflichtversicherungen ist  meist der Zeitwert einzelner Bauteile zu betrachten)


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sanierung und Kostenschätzung

Technische Beurteilung bei Schadensersatz:

Wertminderung

Mehrkosten

Sowiesokosten


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sanierung und Kostenschätzung

Wertminderung:

Ist eine Verringerung des Vermögenswertes einer Bauleistung durch z.B.: •

Abnutzung, Verschleiß bzw. Substanzverringerung

technische bzw. wirtschaftliche Überholung 

Schäden (ggf. auch Beseitigte) und Schadensgefahr

Baufehler (Mängel) bzw. Abweichungen von der üblichen Beschaffenheit  bei gewöhnlicher Verwendung (a.R.d.T)


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sanierung und Kostenschätzung

Mehrkosten:

Sind Kosten, die über einen vergleichbaren Kostenwert (z.B. bei sofortiger  Einhaltung der a.R.d.T) und / oder über die geplanten Kosten (z.B.  zusätzliche Material‐ und Personalkosten) hinausgehen.  Wurden die Mehrkosten nachweislich durch einen Unternehmer verschuldet,  ist dieser gemäß BGB zum Schadenersatz verpflichtet.


Schäden an Gebäuden  Schäden an Gebäuden  Sanierung und Kostenschätzung

Sowiesokosten:

Sind Kosten, die die dem Bauherrn bzw. Auftraggeber auch entstanden  wären, wenn die Bauleistung ohne Baufehler (Mängel) ordnungsgemäß  erbracht worden wäre.  Sie zählen nicht zu den schadensbedingten Kosten und können somit auch  nicht bei Schadensersatz geltend gemacht werden (siehe hierzu auch BGH‐ Beschluss vom 10.8.2008, Az: VII ZR 94/07 „Planungsmangel: bei  Sowiesokosten entfällt die Schadensersatzpflicht, Architekt ist für Planung  und Koordination der Tragwerksplanung verantwortlich“)


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten  Weitere gutachterliche Leistungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Formale Darstellung / Äußerlichkeit:

Einheitliche Gestaltung / Aufbau

Verständlichkeit

Verkehrsfähigkeit


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Formale Darstellung / Äußerlichkeit:

Einheitliche Gestaltung / Aufbau •

Gliederung / Übersichtlichkeit 

Standarteinstellungen (Einseitig, Rand)

Seitenzahlen

Überschriften, Schriftgröße, Zeilenabstand, Absätze

Bindung / Heftung

Besonderheiten (z.B. Tabellenform)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Formale Darstellung / Äußerlichkeit:

Verständlichkeit •

Sprache

Ausdruck

Fachsprache

Rechtschreibung

Besonderheiten (z.B. Kombination von Bild und Text)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Formale Darstellung / Äußerlichkeit:

Verkehrsfähigkeit •

Nachvollziehbarkeit für Fachleute

Nachvollziehbarkeit für Dritte

Stand der Wissenschaft und Technik


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Deckblatt:

Auftrag

Angaben zum Ersteller des Gutachtens mit Bezeichnung (Auftragnehmer,  Sachverständiger mit Name Anschrift und zum Werk zugehöriger  Bestellung) 

Angaben zum Auftraggeber (Name, Ansprechpartner, Anschrift)

Angaben zum Objekt (Anschrift)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Deckblatt:

Erstellungsdatum

Gutachtennummer / Aktenzeichen

Ggf. Angaben über Ausfertigung und Inhalt (Seiten/ Fotos/ Anlagen)

Bildliche Darstellung (Foto oder Skizze)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Inhaltsverzeichnis mit Seitenanzahl

Gutachtennummer / Aktenzeichen auf jeder Seite

Quellenverzeichnis (mit Aktualitäts‐ / Ausfertigungsangabe)

Ggf. Abkürzungsverzeichnis


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Vorbemerkungen

Besitzer / Eigentümer

Beteiligte

Mitwirkende (Co‐Gutachter, Hilfskräfte, Labor, …) inklusive Darstellung  der Unterstützung

Bauliche Situation (Objektart, Baujahr, Bauweise, …)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Vorbemerkungen

Gesamteindruck des Bereiches / Gebäudes

Anknüpfungstatsachen (z.B. Vorgeschichte)

Abgrenzungen (z.B. rechtliche Gegebenheiten wie Genehmigungen,  Bauteilöffnungen, Untersuchungen hinsichtlich Kontaminationen und  Schädlingen, Betrachtung weiterer Schäden, Überprüfung von  Funktionsfähigkeiten wie der Heizung, …)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Auftrag

Datum der Beauftragung

Zweck des Auftrages (z.B. für ein Gericht)

Auftragsinhalt

Beweisfragen / Beweisbeschluss


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Angaben zum Ortstermin

Datum und Zeit

beteiligte + geladene Personen (Funktion, Anwesenheitszeit)

Ablauf

Zugang

Belichtung / Sicht

Besonderheiten (z.B. Streit)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Angaben über Quellen, verwendete Unterlagen, Informationsquellen  und Auskünfte (mit Personen‐ und Datumsangabe) 

Zusammenfassung

Zusammenfassende Beantwortung der Fragestellung / des  Beweisbeschlusses

Zusammenfassende Beurteilung des Istzustandes

Einordnung der Beurteilung / Abgrenzungen / Verwertbarkeit


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Schlusserklärung

Verwendbarkeit des Gutachtens 

Vervielfältigung

Aufbewahrung

Leistungserklärung des Erstellers

Ort und Datum der Erstellung

Unterschrift und Stempel des Erstellers


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Anlagen (sofern zusätzlich erforderlich)

Anlagenverzeichnis

Bilddokumentation

Pläne, Skizzen (z.B. Grundrisse und Ansichten des Gebäudes)

Erläuterungen

Informationsquellen (z.B. Angebote, Co‐Gutachten, Energieausweis, …)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Allgemeine Angaben •

Anlagen (sofern zusätzlich erforderlich)

Berechnungen (z.B. Flächen‐ und/ oder Massenberechnungen,  Wärmeschutz, …)

Lage‐ und Übesichtspläne

Weitere wichtige Informationen (Bauteilerläuterungen, Mietunterlagen,  Teilungserklärung, Notarunterlagen, Vesicherungsunterlagen,  Angebote über Notwendige Sanierungen, Satzungen,  Baubeschreibungen, Urteile, Literatur …)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Bewertung: •

Ist‐Zustand

Darstellung gemäß der Fragestellung / des Beweisbeschlusses und des  Zweckes 

Detaillierte Beschreibung der vorgefundenen Situation 

Detaillierte Beschreibung durchgeführter zerstörungsfreier Messungen  (inklusive Messprotokoll, Beschreibung der Messgeräte,  Abweichungen und Fehlergrenzen)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Bewertung: •

Ist‐Zustand

Detaillierte Beschreibung durchgeführter Bauteilöffnungen (inklusive  Mitwirkender, benutzte Geräte, Einverständniserklärung)

Ggf. Verknüpfung mit Informationen aus den Anlagen


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Bewertung: •

Angabe der verwendeten Grundlagen und Verfahrensgrundsätze (z.B.  Berechnungsformel der Tragwerksplanung, Schall‐, Wärme‐ und  Feuchteschutz, …)

Plausibilitätsprüfung fremder Aussagen und Berechnungen


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Bewertung: •

Analyse und Beurteilung

Darstellung gemäß der Fragestellung / des Beweisbeschlusses und des  Zweckes (in der Regel nach anerkannten Regeln der Technik und  vereinbarter Beschaffenheit)

detaillierte Beschreibung des Sollzustandes 

Angabe und Einarbeitung von Informationsquellen (z.B. DIN‐Normen,  Fachregeln, Herstellervorschriften, usw.)

Berücksichtigung tatsächlicher Gegebenheiten (z.B. Nutzung, Klima,  Himmelsrichtung, …)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Bewertung: •

Analyse und Beurteilung

Vergleich des Ist‐ mit dem Sollzustand und Bewertung (z.B.  Auswirkungen, Folgeschäden, …)

Ermittlung der Ursache des bautechnischen Fehlers bzw. des Schadens  (z.B. mittels Ausschlussverfahren)

Abweichungen von verbreiteten Fachmeinungen mit Begründung

Darstellen von Wahrscheinlichkeiten (z.B. bei unzureichender  Informationsgrundlage)


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Bewertung: •

Schadens‐ bzw. Fehlerbehebung

Sanierungsvorschlag des Schadens inklusive erforderlicher Arbeitsschritte

Abstellung von Baufehlern bzw. der Schadensursache inklusive  erforderlicher Arbeitsschritte

Kostenschätzung inklusive Quellenangabe (ggf. mit Zeitwertermittlung)

Ggf. weitere Sanierungsalternativen

Ggf. Berechnung und technische Beurteilung des Minderwertes


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten

Bewertung: •

Ergebnisdarstellung (Beantwortung der Beweisfragen)

Normenkonformität / a.R.d.T. beachtet

Festlegung des Ergebnisses (z.B. Ursache) aus der Analyse und  Beurteilung

Beurteilung der Ergebnisse / Ggf. Umsetzbarkeit mit Begründung

Praktikable Lösungsdarstellung

Ggf. Berücksichtigung von Versicherungswerten, Laborwerten,  gesundheitlichen (z.B. Asbest) bzw. rechtlichen Anforderungen (z.B.  EnEV),  oder gemäß Auftrag anderen geforderten Werten 


Schäden an Gebäuden  Grundlagen  Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Gutachten  Weitere gutachterliche Leistungen

SAA – Sachverständigen Akademie Aachen GmbH – Copyright 2017 


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Weitere Leistungen

Beweissicherung

Darstellung des Istzustandes vor und nach Arbeiten in der Umgebung  bzw. von Abweichungen zwischen der Beweisaufnahme vor und  nach Arbeiten in der Umgebung


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Weitere Leistungen

Protokoll zu einer Baubegleitung

Kurze Darstellung der Abweichungen des Istzustandes vom  vereinbarten/ geschuldeten Sollzustand und den anerkannten  Regeln der Technik

Ggf. nicht detaillierte Darstellung von Quellen, Sanierungsarbeiten und  Kosten 


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Weitere Leistungen

Stellungnahme zu einem Gutachten 

Darstellung nicht nachvollziehbarer bzw. fehlerhaft dargestellter  Aspekte des zu überprüfenden Gutachtens


Schäden an Gebäuden  Anforderungen an schriftliche Ausarbeitungen  Weitere Leistungen

Fachbericht zu einem Ortstermin

Kurze Darstellung zu bautechnischen Fehlern oder Schäden bzw. von  Belastungen durch Schädling (z.B. Pilze) und Schadstoffen (z.B.  Asbest)

Ggf. nicht detaillierte Darstellung von Quellen, Sanierungsarbeiten und  Kosten 


Schäden an Gebäuden

Ende Fragen?

PP | GS - Schäden an Gebäuden | Powerpointpräsentation  
PP | GS - Schäden an Gebäuden | Powerpointpräsentation