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P.b.b. „Schul | Zeit“, 2. Ausgabe 2012 Verlagsort: 8010 Graz | GZ: 11Z039046M

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Schul I Zeit

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www.schuelerunion.at


Editorial

Inhaltsverzeichnis

Liebe Leserin! Lieber Leser! Vor euch liegt die dritte Ausgabe des steiermarkweiten Schülermagazins „Schul | Zeit“. Wie ihr am Cover unschwer erkennen könnt, geht es in dieser Ausgabe um die Zentralmatura und das Modulsystem. Diese beiden Änderungen in unserem Schulsystem betreffen uns Schüler ganz besonders und dementsprechend wird darüber diskutiert. Während die Mehrheit der Schüler der Einführung des Modulsystems positiv gegenübersteht sieht das bei der Zentralmatura ganz anders aus. Laut einer aktuellen Umfrage der Österreichischen Bundesschülervertretung fühlen sich mehr als 85 % der österreichischen Schüler schlecht auf die Zentralmatura vorbereitet. Eine Verschiebung als eigentlich einzige sinnvolle Reaktion auf diese Ergebnisse wurde von der Bildungsministerin abgelehnt. Da stellt sich doch die Frage, geht es ihr wirklich darum österreichs Schülerinnen und Schülern die bestmögliche Ausbildung zukommen zu lassen oder lediglich darum eines ihrer Projekte auf biegen und brechen durchzuboxen? Der Leitartikel wurde diesmal von Arno Melicharek, dem Landesschulsprecher für den AHS-Bereich verfasst. Er besucht das PG Ursulinen in Graz, das das Modulsystem schon seit Jahren verwendet und weiß somit ganz genau wovon er spricht. Nicht zu vergessen sind allerdings auch die zahlreichen anderen Artikel, besonders jene, die wir von engagierten Schülerinnen und Schülern zugesand bekommen haben. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim lesen und durchblättern. Euer Chefredakteur, Christopher Spath

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Modulsystem - Wie jetzt?! Leitartikel von LSSpr. Arno Melicharek

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Lukas spricht über das Modulsystem

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Matura neu: Einer für alle... Zentralmatura kritisch hinterfragt

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Schulpartner im Gespräch

10-11 Regional FS Caritas PG Sacre Coeur BHAK Monsbergergasse 12

Kurz gemeldet

13-14 Klasse statt Masse Womit DU bei Unternehmen punktest 14

Pezi‘s Kochecke

15 Sudoku

Impressum

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Steirische Schülerunion, Karmeliterplatz 5, 8010 Graz, ZVR: 931717005  Vertretungsberechtigter: Lukas Preitler  0664/9601590  lukas.preitler@schuelerunion-stmk.at  Preis: € 0,--  Verlags- und Erscheinungsort: Graz  Chefredakteur: Christopher Spath  Stellvertretender Chefredakteur: Markus Schwaiger  Redaktion: Anna Zechner, Arno Melicharek, Birgit Grundner, Elisabeth Raidlinger, Jim Lefebre, Lukas Preitler, Peter Puxkandl, Thomas Gaar  Layout: Karin Jernej  Druck: Inred GmbH, 8225 Pöllau, www.inred.at Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Die „Schul | Zeit“ ist ein Magazin der Steirischen Schülerunion und steht zu 100% in deren Eigentum. | Grundsätzliche Blattlinie: Information über bildungs- und jugendrelevante Themen

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Schul I Zeit

Modulsystem - Wie jetzt?! Das Modulsystem kommt Nur wann und wie, wissen zur Zeit die Wenigsten! Arno Melicharek

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http://browse.deviantart.com/?qh=&section=&q=business#/d2h47t2

„Individualität statt Einheitsbrei!“ ist nicht nur ein oft strapazierter Satz in Bezug auf die Gesamtschuldiskussion, sondern auch auf die Modulsystemthematik anwendbar. Das Modulsystem schafft Individualität und fördert die Interessen und Stärken der einzelnen Schüler. Es federt Schwächen ab und gibt jedem die Chance sich optimal zu entwickeln. Das Modulsystem, das 2016 flächendeckend an allen rund 800 AHS und BMHS Schulen Österreichs umgesetzt werden soll, bringt viele Neuerungen mit sich. Eine der größten Umstellungen ist wohl die Gliederung der einzelnen Fächer in Basis- und Wahlmodule.

Das Modulsystem bringt bunte Vielfalt statt grauen Einheitsbrei in die Bildung.

In die Kategorie der Basismodule fallen alle Gegenstände die im täglichen Stundenplan auch vorhanden sind, wie zum Beispiel Mathematik, Geographie, usw. Des Weiteren gibt es eine Umstellung von Wahlpflichtfächern auf Wahlmodule. Wahlmodule sind Einheiten, bei denen nicht nur der im Lehrplan vorgeschriebene Stoff behandelt wird, sondern auch das aus den Basismodulen Gelernte vertieft wird. So sind Module wie z.B. Business English, Webdesign, Wirtschaftsmathematik und noch viele weitere wählbar. Hier ist vor allem zu betonen, dass dieses System sehr auf die

Mit der Änderung bis spätestens 2016 kommt aber nicht nur die Abänderung der Fächer in Module, sondern auch eine Veränderung des Jahresplans. So gibt es ab sofort keine Schulnachricht mehr, sondern am Ende des ersten Semesters ebenfalls ein vollwertiges Zeugnis. Negative Leistungen können somit nicht ins zweite Semester mitgenommen werden. Es ist jedoch zu beachten, dass alle negativ abgeschlossenen Module bis zur Matura positiv abgeschlossen werden müssen. So wird auch eine Steigerung der Qualität erfolgen, denn bisher konnte man sich mit einem „Fleck“ und der bekannten „Klausel“ noch „durch-

Einzelinteressen der Schüler eingeht und so eine starke Individualisierung ermöglicht. Als an Geographie und Wirtschaftskunde interessierter Schüler kann man seinen Schwerpunkt zum Beispiel auf Module wie „Unternehmensgründung“ oder „Wirtschaftsmathematik“ verlagern und muss sich nur mit dem Grundlehrplan der anderen Fächer auseinandersetzen. Sitzenbleiben? – Nein Danke! Eine weitere große Neuerung ist, dass mit dem Modulsystem das Sitzenbleiben so gut wie nicht mehr möglich ist. Bislang blieb man als Schüler mit mehr als drei „Fleck“ bzw. bei einer nicht bestandenen Nachprüfung auf der

Strecke und musste so ein ganzes Jahr wiederholen.


Landesschulsprecher Arno Melicharek

schummeln“. Mit der Neuerung ist dies nicht mehr möglich und es kann nur mehr zur Matura angetreten werden, die gesamte Schullaufbahn in der Oberstufe positiv abgeschlossen wurde. Das neue System wurde bereits beschlossen und sieht nun wie folgt aus: > Aufteilung in Basis- und Wahlmodule > mehr Möglichkeiten zur Individualisierung und Spezialisierung

> mehrere Möglichkeiten, sich negative Module auszubessern Zeugnis nach jedem Semester Jeder entscheidet selbst! Durch die Einführung des Modulsystems kann sich jeder Schüler selbst seine Module zusammenstellen und seinen Stundenplan nach seinen eigenen Interessen wählen. Dies ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, den wir Schüler schon lange fordern. Jeder Schüler hat andere Interessen und möchte seine Schwerpunkte in Bereichen setzen, die zu ihm passen. Mit den Neuerungen kommen wir 2016 der besseren Schule immer näher! Arno Melicharek ist Landesschulsprecher im AHSBereich und war mehrere Jahre Schulsprecher des PG/PORG Ursulinen Graz. Das Grazer Gymnasium war eine der ersten Schulen, die das neue Modulsystem einsetzten und weiterentwickelten.

swfn/salzb/1 - 22.07.2008 11:02:39 bkalt

Dein Sommerjob E

s ist Sommer und wieder einmal kein wirklich gut bezahlter Ferienjob in Aussicht, der auch persönlich ansprechend ist und Sinn macht? Eine sehr gute Möglichkeit sein persönliches Auftreten zu nutzen, sind Promotionjobs, am besten noch in einem Team von jungen Leuten und in einem anderem Bundesland oder auch im Ausland. Der Verdienst sollte natürlich auch überdurchschnittlich sein und die Tätigkeit sinnerfüllt und mit Funfaktor. Promotiontätigkeiten für NPOs (=Non Profit Organisationen) bieten auch jetzt noch all das. Einen genaueren Einblick bekommt man unter www.studentenjob.com – WERBUNG –

Lukas spricht über das Modulsystem

LEITARTIKEL

> Aufsteigen mit bis zu zwei Fünfern (alle negativen Module müssen bis zur Matura positiv abgeschlossen werden)

Wenn man sich auf der Webseite des Unterrichtsministeriums die Entwicklung der österreichischen Schule anschaut, findet man seit der Einführung der Schulpflicht 1774 gerade einmal 7 Reformen unseres Schulsystems. Dreimal wurde die Schulpflicht verändert, einmal die Lehrerausbildung, und seit 1993 wird versucht, Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu integrieren. Aber eine echte Reform, welche auf den gesellschaftlichen Wandel dieser Zeit eingeht, hat es nicht gegeben! Eine Chance wäre die Einführung eines echten Modulsystems. Fördern und fordern, jeder Schüler kann nach seinen Interessen und Fähigkeiten lernen und so individuell an seinen Stärken und Schwächen arbeiten. Nur wird diese Chance nicht genutzt, lediglich das Sitzenbleiben wird abgeschafft. Dafür kann ich der Ministerin leider nur einen 4er geben, bemüht hat sie sich, die wirklich notwendige Reform, um die Schule vom 18. ins 21. Jahrhundert zu holen, hat sie nicht geschafft.

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Schul I Zeit

Matura neu: Eine für alle ... Die Zentralmatura kritisch hinterfragt Markus Schwaiger

Nun ist die Katze endgültig aus dem Sack: Das Bildungsministerium will eine „standardisierte, kompetenzorientierte“ zentrale AHS-Reifeprüfung. Eine gemeinsame Aufgabenstellung in Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen soll mehr Fairness und Objektivität und damit eine bessere Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse bringen. Dieses Ziel ist auf den ersten Blick nachvollziehbar, sieht man sich den Entwurf aber genauer an und reflektiert ihn grundsätzlicher im Hinblick auf den Bildungsbegriff, der sich dahinter verbirgt, wird auch die schroffe Ablehnung, die er mitunter erfährt, verständlich. Lernen ist ein komplexes personales Geschehen, das sich nicht auf Input und Output reduzieren lässt, Schüler sind keine Lernmaschinen. Die richtigen Rädchen zu kennen, an

Landesobmannstellvertreter Markus Schwaiger

denen man angeblich drehen muss, macht noch keinen guten Lehrer aus. Das Faszinierendste am Unterrichten ist doch die Begegnung von Mensch zu Mensch, der Kontakt mit dem einzelnen Schüler und der einzelnen Schülerin. Das Gelernte lässt sich vom Lehrer nicht entkoppeln. Der Lehrer ist - ich widerspreche hier immer wieder kolportierten,

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vermeintlich modernen didaktischen Konzepten - kein Coach, kein Dompteur, kein Wissensmanager! Unterrichten bedeutet, Beziehungsarbeit zu leisten. Die schlechtesten Lehrer sind nicht die mit fachlichen Lücken, sondern die, die nicht beziehungsfähig sind.

... oder mehr Bildung?

Mehr „Objektivität“ ...

Es gehört zu meinem Selbstverständnis als Lehrer, dass ich meinen Schülerinnen und Schülern mehr vermitteln möchte als bloß das, was im Zeugnis steht. Manche Inhalte - und das wissen Schülerinnen und Schüler ganz genau - lassen sich bei einer Prüfung nicht „verbraten“ und eignen sich nicht als Aufgabenstellung für eine Reifeprüfung, aber sie auszuklammern hieße, auf interessante Auseinandersetzungen, auf wichtige Lebenserfahrungen und Denkimpulse zu verzichten. Letztlich werden wir uns entscheiden müssen, ob wir mehr Objektivität und Uniformität wollen oder mehr Bildung.

Lehrerpersönlichkeiten sind - die Geisteshaltung, die hinter dem Entwurf steht, konsequent weitergedacht - nicht mehr gefragt, sondern Leute, die mit ihrer Klientel mit möglichst geringem Aufwand möglichst gute Noten erreichen. Unsere Frau Bundesministerin ist mit ihrem Stab dabei, Schulbildung mit den Kategorien von Effektivität, vordergründiger Objektivität und Uniformität auf ein modernes europataugliches Einheitsniveau herunterzubrechen. Wer wissen will, was uns mit der Zentralmatura blüht, wage einen Blick ins vielgepriesene Ausland. Negative Entwicklungen, die durch eine Zentralmatura ausgelöst werden können, sind dort gut beobachtbar. Sie fördert nämlich eine ganz bestimmte Lern- und Schulkultur und damit indirekt auch ein ganz bestimmtes Menschenbild. Gelernt, mehr noch, gebüffelt und gedrillt wird, was zentral vorgegeben wird. Warum auch darüber hinaus etwas gelernt werden soll, ist Schülern und Eltern dann nur mehr schwer zu erklären. Unterrichtsbesuch ist dann nur in jenem Ausmaß sinnvoll, in dem er der Matura nützt. Wenn Zusatzstoff gemacht wird, kann man auch zu Hause bleiben.

Die Zentralmatura wird übrigens auch einen weiteren Wachstumsschub für Lerninstitute bringen. Lernen wird dann in erster Linie heißen, bestimmte Standards zu erfüllen. Bildung dagegen wird zur unverbindlichen Übung.

So sieht die Zentralmatura aus Im Schuljahr 2013/14 sollen die ersten AHS-Maturanten eine standardisierte, kompetenzorientierte Reifeprüfung absolvieren, die aus drei voneinander unabhängigen Säulen besteht. Im Schuljahr darauf folgen dann auch die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) und Bildungsanstalten der Kindergartenpädagogik (Bakip). Die dazu nötige Novelle zum Schulunterrichtsgesetz (SchuG) wurde bereits 2009 beschlossen. Als „Reality-Check“ bezeichnet Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) die neue Reifeprüfung, die künftig Kompetenzen, also lang-


fristig abrufbare Fertigkeiten in einem bestimmten Fach, anstelle von kurzfristigem Detailwissen abprüft. Als Kern gilt die schriftliche Matura mit identen, zentral vorgegebenen Aufgabenstellungen, abgehalten am selben Tag in ganz Österreich. Der Klassenlehrer beurteilt die Arbeiten

Vorwissenschaftliche (VWA)/Diplomarbeit:

Arbeit

Die VWA darf in jedem (schulautonomen oder Wahlpflicht-) Gegenstand mit mindestens vier Jahreswochenstunden verfasst werden. Das Thema der 40.000 bis 60.000

de Fremdsprache (Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch). Als vierte schriftliche Prüfung sind, je nach Schultyp, möglich: eine weitere Fremdsprache, Darstellende Geometrie, Physik oder Biologie. An den BHS müssen alle Schüler drei Klausuren aus den Gegenständen Deutsch, Englisch, angewandte Mathematik, lebende Fremdsprache oder Fachtheorie schreiben. Damit die Leistungen aller Schüler vergleichbar werden, haben sie alle dieselben zentral vergebenen Aufgaben zu erledigen. Zur Benotung nutzen die Lehrer einen vorgegebenen Korrektur- und Benotungsschlüssel, anschließend wird die Arbeit noch vom Vorsitzenden der Prüfungskommission begutachtet. Mündliche Maturaprüfung

Zentralmatura - für Lehrer, Eltern und Schüler sind noch (zu) viele Fragen offen.

mit Hilfe eines standardisierten Beurteilungsrasters. Prüfung besteht aus sieben Teilen Bei der mündlichen Prüfung muss der Schüler in maximal 20 Minuten eine kompetenzorientierte Aufgabenstellung bearbeiten, die aus einem von den Fachlehrern der Schule zusammengestellten Themen-Pool kommt. Zudem muss jeder Schüler eine „Vorwissenschaftliche Arbeit“ (AHS) bzw. eine „Diplomarbeit“ (BHS) schreiben und diese bei der mündlichen Matura präsentieren. In Summe sind sieben Prüfungsteile zu absolvieren - die vorwissenschaftliche Arbeit sowie je nach Belieben drei oder vier schriftliche Klausurarbeiten und drei oder zwei mündliche Prüfungen. Im Folgenden die drei Säulen der neuen Matura, wovon in mindestens einer der Schulschwerpunkt berücksichtigt werden muss (z.B. Musik im Musikgymnasium).

Zeichen umfassenden Arbeit wird bereits gegen Ende der 7. Klasse mit dem Prüfer festgelegt. Abgabetermin ist am Beginn des Sommersemesters im letzten Schuljahr. Ein Lehrer darf maximal fünf Schüler bei der VWA betreuen; prinzipiell besteht freie Prüferwahl. Ein Lehrer kann ein Thema ablehnen, nicht aber einen Schüler. Wird die Arbeit mit „Nicht Genügend“ bewertet, muss sie mit anderer Themenstellung bis zum Herbst wiederholt werden. Zu den schriftlichen und mündlichen Maturaterminen darf der Schüler dennoch antreten. Die Diplomarbeit wird analog mit der VWA an den BHS in der 4. Klasse Oberstufe thematisch festgelegt und in der 5. Klasse abgegeben. Schriftliche Maturaprüfung Die Schüler können zwischen drei oder vier Klausuren wählen. Verpflichtend sind an den AHS Deutsch (bzw. die Minderheitensprachen Slowenisch, Ungarisch oder Kroatisch), Mathematik und eine leben-

Je nach Zahl der schriftlichen Klausuren müssen zwei bzw. drei mündliche Prüfungen abgelegt werden. Gewählt werden darf dabei aus allen Pflicht- oder Wahlpflichtgegenständen mit mindestens vier Wochenstunden. Die Fachlehrer der Schule stellen für jeden Gegenstand - je nach Jahreswochenstunden mindestens drei, aber maximal 24 Themen zusammen. Aus diesem „Themen-Pool“ eines Gegenstandes zieht der Schüler zwei Themen und muss sich für eines entscheiden. Dazu wird ihm eine vom Lehrer vorbereitete Frage gestellt. Die Prüfung dauert maximal 20 Minuten, so dass ein intensiveres Eingehen auf die Fragestellung möglich ist. Außerdem wird die Zusammensetzung der Prüfungskommission verändert und ein zweiter Fachprüfer bei der mündlichen Prüfung dabei sein.

Markus Schwaiger studiert Jus und BWL in Graz und ist Landesobmannstellvertreter der Steirischen Schülerunion sowie Stellvertretender Chefredakteur der „Schul | Zeit“.

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Schul I Zeit

Schulpartner im Gespräch Thomas Gaar

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Thomas Gaar ist BMHS - Landesschulsprecher und besucht die BHAK Monsbergergasse in Graz

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Mag. Johann Adam ist Direktor des BORG Monsbergergasse in Graz und Mitglied des Landesvorstandes der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst

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Web 2.0?

ndlichkeit im großer Selbstverstä it m h sic en eg w ke (schnelle von heute be en es für ihre Zwec tz nu d Die SchülerInnen un ) c. et , r Person, Email, Facebook d Präsentation ihre un en nd eu Fr Netz (Internet mit it m darin, e Kommunikation hule besteht nun Sc r de ng ru de grenzüberschreitend or ausf euge für die Projekte). Die Her d adäquate Werkz un en tz ihrer Hobbies und nu zu ht n. Der Unfür den Unterric rfügung  zu stelle Ve r zu s) diese Fähigkeiten ne ho tp eb stattfinden. (Laptops und Smar nicht neben dem W er benutzten Geräte ab , eb W im er terreichischen dem Web od Vernetzung der ös e di de terricht muss mit ur w n te le einen inhalb Jahrzehn bt es für jede Schu gi it Ze r zu Vor mehr als eine d un en ternet em Erfolg begonn edien aus dem In M he isc on tr ek Schulen mit groß el eit, ts steht im Zeiund die Möglichk t dieses Jahrhunder hn ze Internet-Anschluss hr Ja e st er as nsatz von zu nutzen. D ermöglichen den Ei e Si . lte ha für den Unterricht In gin äsentatformen für elearn Funktionen die Pr e rs ve di h rc du chen der Lernplat en le. tütz rbeit,..) in der Schu erricht und unters ita nt U M , ts im es nt (T te ng on C ilu ebeurte s und die Leistungs tion des Lehrstoffe


Wo sehen Sie die öster rei

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aft in 15 Jahren?

INTERVIEW

Zu wünschen ist uns, dass noch deutlich vor 2027 die Gleichberechtigung von Bildung und Ausbildu ng gelingt, die Emanzipati on der technischen Frage, wie wir etwas tun mit den geistigen Fragen, wa s wir tun, wozu wir es tun und welche Ausw irkungen das hat, was wir tun. Dazu bedarf es hochmotivierter Lehrer, die bereit sind, nicht Mecha nismen, sondern Geist zu vermitteln, die sta rk genug sind, der Monoton ie des Alltags das Mag. Andreas Waltensdorfer Feuer der Begeisterung ent gegenzusetzen. Es braucht aber auch Schüler, ist Präsident des Landesverdie sich begeistern lassen bzw . ihr Recht einfordern, begeis tert zu werden. bandes der ElternvereinigunNicht zu vergessen die Eltern , die Ihre Kinder nicht einem Bildungssystem gen an mittleren und höheren übergeben, sondern sich als gleichberechtigter und veran twortlicher Mit- Schulen Steiermarks gestalter dieses Systems seh en. Und das alles vor dem Hintergrund der digitalen Revolution, die zw äiar völlig neue Möglichkeiten mteurop a s schafft, die aber auch die Illu e g m sion vermitg nach i telt, die Verfügbarkeit unend Meinun r reich? r e r h I ist ür Öste f e m r g i o t lichen Datenmaterials in lf h c Schu die ri ann SeWelche zelnen d e gesehen in t E kundenschnelle könne Wi x s e e t d n e o ssen Talent fft kein schen K und Bildung ersetzen, die ht es, die e Schulform scha c li g ö m den r e che auf ig gsschwa Eindruck vortäuscht, multim chulform zeigen. Die richt n S u t e is ig e t L h stsein d eDie ric n sie sich uf der einen un gsbewus n n diale MMS-Kommunikation e u t w r , o n r w a eneint mit te zu förde das Vera hem Neb echbegab c t o li Quad-Core und 8 GB könn k r H r ä ie r t u ü s f e die kontin und B ndern Ghettos Leere füllen, die der Mangel achen in Seite, so reiräume F w n e h e ll c r e e S u d n n id an gee n Umd der a afft indiv familiäre orm genüber h stellten Fragen erzeugt. Ins e c ie g s d n n m e r a k o r t gesamt der Sta e Schulf ngepass e Schulf allzu visionär? Die Frage wa ie richtig ach Bedarf und a ülers. Die richtig D der r. e r „Wo d n na Sch je n chstellen , a n n e w e h sehen Sie …“, das provoz ln c m e r S z o f in iert eine enn sie in den treuungs das Umfeld des e aufwand Stärken, selbst w richVision, und vor gravierenden it e d Z n u m e e Veränständ mens deren en. Die derungen steht immer eine ht mit im nnt und fördert ächerkanon zeig ic szifn t Vision! r h o e b Vergleich es en F n erk h n r c e le is d a s t n s o n la s e kontin ar im k nissen d Schüler, nmittelb rt sich nicht an n Bedürf u e t d h r e ic d n o ie hulform t sich htige Sc m orient r Weltwirtschaf r ic r o lf ie u h D c . se des e lt tige S tungen d lobalisierten We rch die Bedürfnis ung r a w r E usbild ter du fern, an einer g en der A e Parame rktes in s m a h ie ula m d s R s it s e a b Ar eine Sch u, d ich im z d s a n t d a t a h m t c s je li , zt en nn ige. führt let rfen. We mt werd die richt r e s o a w f r e d e g t t s is n um dann tat zu u Individu n erfüllt, e rem Dik g ih n u g r n e u d d und Bil se Anfor t, die die n n e k m for

t nur utzer ist nich em Web 2.0? d en B it m er r D re t. h eh d ac nL eb schnell un ach-Web“ gem W keiten hat ei m e ch it id li g W „M ö d M rl em o e n Welch Web zu ei nd ohne n und im W 2.0 haben das ammierung u te produziere gr al eb h ro W In -P L es v d ti M T ak en H gi auch selbst tnisse der Die Technolo s ohne Kenn sondern kann le al t, stalen rt ie m n su o n ti o k s fun aktuell zu ge ie t mehr K h D ic . rr en te h n ic U tl eröffen g brechen, hkeiten, den problemlos v How. der Vorstellun r viele Möglic w h it o se m n K en ch es gi ei lo gl ch o is er n h ellt, dass großes techn Ich möchte ab ist sichergest ieten diese Tec t. k b tz er rs w tü re z rs et eh te L N n u n es erzis d le n. Die komm keinem sozia wird besonder Aus der Sicht an g In k n . te ru en ll d ie so is er al w en u n d te tfin divid , wie die jüngs hutz eingehal en Facebook stat sc h ten und die In . en ac .B z at m D d in n t er u h d d ic Unterr ichts“ und ordergrun innahmen dass nun der eindeutig in V äre des Unterr . um Werbe-E r h ie .B sp z h at es v en ri n eh „P en st e ülern w reiber mit den Sch die notwendig er nicht halt, te tz u ationalen Bet ch ö en rn B m te r er in E d . e er d en lern här en im Netz hab uell den Schü ellen Interess or der Privatsp id ch v iv ei d ch er in B au , en en li gt at ia ei heit z htsmater erten priv nterstützt te Vergangen seinen gesich seine Unterric ch im Netz  u d is te n n u o ch ö tr en m n ek r n el ö re k ss unizieren emen mu geht. Ein Leh Unterrichtsth pliziert komm m an o t k n ei u rb d A n e u l m schnel gemeinsa g stellen. Die zur Verfügun tet sein. hnell eingerich sc d n u en d er w

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Schul I Zeit

Fit for the Job - FS Caritas Graz Birgit Grundner

Ein wesentlicher Grund, die 9. Schulstufe in der einjährigen Fachschule für wirtschaftliche Berufe der Caritas in der Grabenstraße in Graz zu absolvieren, ist sicherlich darin zu finden, dass diese Schule eine umfassende Vorbereitung für das Berufsleben zu vermitteln versucht. Dies findet unter anderem Ausdruck im ganzjährigen Projekt „Bewerbung“.

Perfekt vorbereitet auf das Berufsleben, die SchülerInnen der FS Caritas.

Da wird der stundenplanmäßige Unterricht teilweise aufgehoben, um fächerübergreifend arbeiten zu können. Zentraler Punkt in diesen Tagen ist die Erstellung einer Bewerbungsmappe. Darin sollen am Ende des Jahres die wesentlichsten Teile, die man für eine Bewerbung um eine Lehrstelle benötigt, enthalten sein. Beispielsweise werden in den Fächern Informatik und Textverarbeitung ansprechende Lebensläufe und Bewerbungsschreiben gestaltet. Da etliche Betriebe neuerdings aber auch wieder vermehrt auf handschriftlich verfasste Lebensläufe Wert legen, werden auch hier die notwendigen gestalterischen Kenntnisse vermittelt. Des Weiteren ist ein erster Einstieg in das Verhalten bei einem Vorstellungsgespräch ebenso Thema, wie Beispiele von Einstellungstests.

Obwohl die Jugendlichen von heute ja naturgemäß Meister im Telefonieren sind, bildet genau diese Tätigkeit ebenfalls das Thema einer Einheit. Natürlich sitzt hier nicht der beste Freund oder die beste Freundin am anderen Ende der Leitung, sondern man wird im professionellen Umgang mit einem Betrieb geschult, was sich ja nun doch wesentlich vom Alltagsgespräch unterscheidet und deshalb auch dementsprechend besprochen und geübt gehört. Weitere Highlights im Rahmen dieses Projektes sind zum Beispiel eine professionelle Farb-und Typberatung sowie Vorträge von namhaften Vertretern aus der Wirtschaft.

Schule 2.0 Das Schul-App des BG Sacre Coeur Graz Elisabeth Reidlinger

Im Zeitalter der immer umfassenderen technischen Möglichkeiten für Smartphones passt natürlich sich auch das BG Sacré Coeur Graz an die moderne Zeit an. Um den Schülern den Schulalltag zu erleichtern, wurde mit viel Engagement an einer Sacré Coeur App gearbeitet – nun ist es soweit und das einfach bedienbare Programm ist im App Store kostenlos verfügbar.

Die ursprüngliche Anregung stammt von Alexandra Erber aus der 7. Klasse und wurde in das Schulsprecherwahlprogramm mitaufgenommen und nach gewonnener Wahl schrittweise ins Leben gerufen. Umgesetzt wurde das Vorhaben von Stefan Schintler, dessen Endresultat eine sehr gelungene, elegante Lösung ist. In Zusammenarbeit mit der Schülervertretung, Elisabeth Reidlinger und

Möchtest auch DU ein Projekt deiner Schule vorstellen? Dann schreib uns einfach! schulzeit@schuelerunion-stmk.at

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Was bietet die App? Jeder Nutzer kann seine Klasse individuell auswählen, um dann auf den aktuellen Stundenplan inklusive Supplierplan zuzugreifen. Außerdem sind Schularbeitentermine, Sprechstundenlisten, Veranstaltungen und Ferientermine übersichtlich abrufbar. Vertrauenslehrer und Schülervertretung können direkt per Mail kontak-

tiert werden und auch Klassenfotos, Schülerlisten, Klassensprecher und Klassenvorstand können mit der App abgerufen werden. So sind alle organisatorischen Informationen an einem Ort vereint und für eine immer größer werdende Zielgruppe zugänglich. Nach einer 4-wöchigen Beta-Testversion mit ausgewählten Testern wurde der App der letzte Feinschliff verpasst und an Apple zur Verifizierung gesendet. Am Freitag, den 6. Jänner war es dann soweit – die App ist nun für alle iPhone und iPod touch User im App Store verfügbar.

Die App erfordert iOS 5.0 oder neuer. Doch das Projekt ruht nicht - eifrig wird an Verbesserungen gearbeitet und auch eine Android App wird in Erwägung gezogen.

REGIONAL

Askar Akhmetshin, wurde hartnäckig an der Perfektionierung dieses Projekts gearbeitet.

Einradfahrer legt Marco Angelini „flach“ Drei Schüler der BHAK Monsbergergasse riefen im Rahmen ihres Maturaprojektes einen neuen Talentwettbewerb für Schüler ins Leben. In der Jury: DSDSFinalist Marco Angelini, Dancing Star Willi Gabalier und Sängerin Charlee. Am Freitag, dem 10. Februar, fand das Finale des „Hypo.Talents“ mit über 400 Zuseherinnen und Zusehern statt. Spektakuläre Vorführungen der Talente und Live-Auftritte von „Die Große Chance“-Gewinnerin Christine Hödl und Marco Angelini machten den von Gernot Pachernigg (Antenne Steiermark) moderierten Abend zu einer atemberaubenden Show. Mehr als 80 Kandidatinnen und Kandidaten - von Sängern, Bauchtänzern, Hip-Hop-Tänzern oder Rappern über Beatboxer, Comedians, Trial Biker, bis hin zu Freerunnern und Bands - meldeten sich an. Zum Vorcasting wurden 56 Kandidatinnen und Kandidaten eingeladen, von denen sich die 15 besten - der jüngste von ihnen

war erst 12 Jahre alt - fürs Finale qualifizieren konnten. Einfach war es nicht für die Jury, bei dieser Vielfalt an Talenten die beste Performance zu wählen. Sie entschied sich schlussendlich für einen außergewöhnlichen Auftritt, den Einradfahrer Gerald Rosenkranz, der bei seiner Aufführung über den am Boden liegenden Juror Marco Angelini sprang. Bei der Überreichung des Siegerscheckes er HYPO Steiermark im Wert von 1.024,00 € durch Generaldirektor Mag. Martin Gölles stand ihm die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben. Warum eigentlich genau € 1.024,00 Preisgeld? „Wir wollten mit der Zahl bewusst Aufmerksamkeit erregen. Das Finale fand

Foto: INFO GRAZ

Thomas Gaar

Der Sieger Gerald Rosenkranz am Einrad.

am 10.02. statt und wenn man zwei hoch zehn rechnet, dann kommt man genau auf 1.024“, erklärt Projektleiter Thomas Gaar. Der Sieger hat schon genaue Vorstellungen, wofür er seinen stolzen Gewinn verwenden möchte. Da im Juli 2012 die Mountainbike WM in Südtirol stattfindet, möchte er sich mit neuem Material gut vorbereiten und vielleicht sogar den Titel nach Österreich holen.

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Schul I Zeit

Kurz gemeldet Neuigkeiten aus den anderen Bundesländern

Klagenfurt Ohne Bildung stehst du nackt da! Unter diesem Motto brachte die Kärntner Schülerunion einen (halb) Nacktkalender herausgebracht. Man wolle damit auf die verschieden Probleme in der Bildungspolitik aufmerksam machen so Obfrau Lisa Stippich.

Wien Mehrheit gegen Zentralmatura Laut einer aktuellen Umfrage der Bundesschülervertretung fühlen sich 85 % der Schüler nicht ausreichend auf die neue Zentralmatura vorbereitet. „Wir fordern die Verschiebung der Zentralmatura sowie eine soldie Vorbereitung auf diese.“ erklärt die Bundesschulsprecherin Conny Kollmann.

Eisenstadt Fahrplankollision im Burgenland Mit Ihrer Kampagne „fahr.lässig“ findet die Burgenländische Schülerunion immer breitere Unterstützung bei Schülern, Eltern und Lehrern. „Wir wollen damit auf die katastrophalen Umstände im burgenländischen Nahverkehr hinweisen, die immer öfter zu Problemen für die Schüler führen.“, so der Obmann und ehemalige Bundesschulsprecher Philipp Pinter.

St.Pölten Seitenweise Informationen Auch in Niederösterreich gibt es eine landesweite Schülerzeitung. Das Redaktionsteam des Magazins „Seitenweise“ hat mittlerweile seine zweite Ausgabe herausgebracht. Ein wichtiger Schritt, vor allem für Niederösterreichs Schülerinnen und Schüler betont der Landesobmann der Schülerunion Lukas Pirringer.

Linz Bandcontest 2012 Auch heuer veranstaltet die Union Höher Schüler Öberösterreich ihren alljährlichen Bandcontest. Nach neun Vorausscheidungen stellen sich die Siegerbands einem Online-Voting von dem die vier besten in das Finale einziehen. Neben diesen vier wird die Band „The Beth Edges“ beim Finale ordentlich einheizen.

Wien Bildungsverlierer Wir wollen keine werden. Das ist das Motto der neuesten Kampagne der Österreichischen Schülerunion. Mit prominenten Unterstützern wie Alexander Van der Bellen, Othmar Karras, Sebastian Kurz oder Thomas SchäferEllmayr


Klasse statt Masse Womit DU bei den Unternehmen punktest.

Beide Beispiele verdeutlichen das Problem, mit der die Managerriege von morgen und übermorgen zu kämpfen haben wird: mit dem Druck der Masse. Selbst wenn sich jede am Ruder befindliche Generation aus Selbstbetrug vorlügt, dass früher alles besser war und einem die Next Generation nicht das Wasser reichen könne: Noch nie waren die Lebensläufe der Absolventen mit Potenzial und all jener, die eine postgraduelle Ausbildung anstreben, derart gespickt mit erworbenen Ausbildungen. Sie konnten Unternehmen in ihren Lebensläufen noch nie so viel anbieten. Was positiv ist! Paradoxerweise wird die jetzige Generation aber als „Generation Praktikum“ bezeichnet. Besonders die multinationalen Unternehmen wollen nur noch die „besten“ Studenten aufnehmen. Entspricht ein Lebenslauf nicht ganz den Erwartungen, bleibt der Posten weiter vakant, während er vor fünf, sechs Jah-

ren halt mit „nicht so gut“ ausgebildeten Leuten besetzt worden wäre. Und Vater Staat? Der hat kein Geld und in vielen Bereichen die Rollläden runtergelassen. Ergo dessen können die Unternehmen aus mehr Bewerbern wählen,

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Ist euch schon einmal aufgefallen, wie häufig es vorkommt, dass das Personal hinter der Feinkosttheke bei Billa, SPAR, Merkur etc., mit den einkaufenden Kunden auf Anfrage in Englisch spricht? Nein? Auf alle Fälle kommt das häufiger vor, als ihr denkt. Aber vielleicht ist euch aufgefallen, wie schlecht das Englisch vieler Rechtsanwälte mit mehr als 35 Jahren ist. Das liegt daran, dass eine lebende Fremdsprache im Jusstudium sehr lange genauso oft gelehrt wurde, wie ein Eiszapfen in der Wüste anzutreffen ist.

Big Business! Aber richtig! sich so die buntesten Schmetterlinge aussuchen und die grauen Käfer weiter am Boden krabbeln lassen. Somit stellt sich die Frage: Wie schafft man es als Absolvent, aus der grauen Masse der Kollegen positiv herauszuragen? Womit kann man - abgesehen von Persönlichkeit, außergewöhnlichen Leistungen und Vitamin B - bei Unternehmen punkten? Must have Die Grundanforderungen sind klar: abgeschlossenes Studium kombiniert mit dem Beherrschen (nicht bloß Können) von mindestens einer Fremdsprache. Gute Praktika und ein zügiges Durchziehen des Studiums sind Vor-

aussetzung. Ach ja, teamfähig, kreativ, dynamisch und sozial kompetent zu sein sowie eine saubere digitale Identität ohne kompromittierende Fotos zu haben ist auch Pflicht. Better to have Für viele Personalmanager sind Zusatzqualifikationen die besten Türöffner. Mehrere Fremdsprachen zu beherrschen weckt wohlwollendes Interesse, „aber Englisch zählt nicht mehr. Das müssen heute schon Supermarktkassiererinnen in besseren Lagen können.“, erklärt Gilles Huart von Target Executive. Ostsprachen sind gerne gesehen, selbst wenn das Unternehmen nicht in Osteuropa tätig ist (es könnte es ja einmal sein). Das Pflichtpensum der Uni absolviert zu haben reicht oft nicht für die Jobzusage: „Von klassischen Controllern werden heute ganz selbstverständlich auch SAP, Reporting und IFRS gefordert.“ Und ohne LLM geht bei großen Anwaltskanzleien fast nichts mehr. Ein Tipp daher: „Etwaige Wartezeiten zum Erwerben solcher Qualifikationen nützen.“ Best to have Grundsätzlich macht es keinen Unterschied, ob elitäre Privatuni oder Massenstudium. Der Notenschnitt zählt hingegen schon. Auch Doppelstudien sieht man gerne. Entscheidend ist, dass sich die Kandidaten schon auf der Uni auf den Bereich spezialisiert haben, für den sie sich bewerben. Wer international arbeiten will, hat dann schon Länderkompe-

FREIZEIT

Markus Schwaiger

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Schul I Zeit tenz erworben und Netzwerke geknüpft. Weitere Pluspunkte sammelt man mit zusätzlichen Verantwortungen, etwa bei der Arbeit in einer Studentenorganisation. Last, but not least siegt bei vielen Entscheidungen zwischen mehreren Kandidaten meist jener, der mindestens ein Auslandssemester absolviert oder im Ausland ge-

arbeitet hat. Aber auch das hat, zumindest auf der Wirtschaftsuniversität Wien, also einer klassischen „Massenuni“, bereits jeder zweite Student. Und ein Studium in Harvard? Das ist ein weiteres herausragendes Unterscheidungskritierium im Lebenslauf, besonders, je weiter westlich man strebt. Wer innerhalb Österreichs bleibt, für den

war es mit Sicherheit eine tolle Erfahrung, in Harvard & Co. studiert zu haben. Allein, die Karriere innerhalb Österreichs bekommt dadurch nicht automatisch den erwünschten Kick, denn solch ein Abschluss zählt hierzulande nicht so viel wie in den USA.

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Pezi‘s Kochecke Kochen leicht gemacht mit Pezi Hallo Liebe Gourmets und die, die es noch werden wollen! In dieser Ausgabe habe ich mich aufgrund der soeben zu Ende gegangenen Fastenzeit für ein einfaches, vegetarisches und vor allem leckeres Gericht entschieden. Da es üblich ist, am Gründonnerstag etwas Grünes zu essen, präsentiere ich euch dieses Mal Popeyes Lieblingsgericht:

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Spinat mit Reis und Spiegelei: Das Einzige, das an diesem Gericht eine Herausforderung darstellen könnte, ist der Spinat. Dafür hat man allerdings bei Iglo und anderen Tiefkühlgerichtproduzenten auch eine Lösung gefunden. Im Zweifel der Anleitung auf der Packung folgen. Für die Mutigen unter Euch, hier das Rezept für den Spinat.

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Zutaten (4 Personen): - 1 kg Blattspinat - 1 Zwiebel (klein, fein gehackt) - 250 ml Rindsuppe (einfache Lösung: 1 Suppenwürfel in warmem Wasser auflösen) - 2 EL Mehl - 1 Knoblauchzehe (fein gehackt) - Prise Muskatnuss - 2 EL Schlagobers - einige Butterflocken (kalt) - Salz und Pfeffer - 4-8 Eier

Für den Cremespinat den Spinat gut waschen, entstielen und in kochendem Salzwasser wenige Minuten blanchieren (überbrühen). Abseihen, kalt abschrecken, abtropfen lassen und mit dem Mixstab pürieren. Gehackte Zwiebel in Butter hell anrösten, mit Mehl bestäuben und mit heißer Suppe aufgießen. Aufkochen und kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Passierten Spinat einrühren und etwa 10 Minuten lang auf kleiner Flamme sämig einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss sowie Knoblauch würzen. Schlagobers einrühren, aufkochen und den Spinat damit binden. Jetzt fehlen nur noch der Reis und die Eier. 3 Große Tassen Reis in gesalzenem Wasser kochen (immer gut umrühren, damit er nicht anbrennt) 1-2 Spiegeleier pro Person Sobald der Reis und die Spiegeleier fertig sind, alles zusammen auf einem Teller anrichten und servieren.

Viel Spaß beim Kochen! Euer PEZI

Petzi‘s Geheimtipp: Wer gar nicht auf Fleisch verzichten mag kann dazu auch ganz einfach Leberkäsestücke oder dicke Scheiben Extrawurst anbraten. Passt vorzüglich dazu.


leicht

mittel

ALLERLEI

Sudoku



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