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KulturPolitik f체r Stuttgart und Region Ausgabe 14 Feb./M채rz 2011

KulturPolitik f체r

Stuttgart und Region

Ausgabe 14 Feb./M채rz 2011 E=mc2


Der Mutbürger

27. März

und wählt

bleibt gelassen

Ignoranz und

Alleingänge

endlich ab !!!

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INHALT 03 17 43 53 65

SCHWERPUNKT: E=MC 2 STUTTGART UND REGION KALENDER

Liebe SuR-Leserinnen und -Leser, Energie bewegt die Welt. Ohne geht nichts. Kein Licht, keine Wärme, keine Mobilität, kein Leben. Dabei sind auch diese Phänomene nur eine Form der Energie. Gemäß eines physikalischen Gesetzes geht diese nie verloren, sondern erscheint lediglich in anderer Form wieder – etwa als Lichtenergie, Bewegungsenergie, elektrische Energie. Diesen Umwandlungsprozess hat Einstein in seiner Relativitätstheorie in die Formel E = mc2 gepackt. Freilich gibt es da immer die Sache mit den Reibungsverlusten. Wie groß diese für den Ministerpräsidenten Stefan Mappus bei den Landtagswahlen am 27. März 2011 ausfallen werden, wird man sehen. Er hat jedenfalls keine Energie verschwendet in die vorgeschriebenen Ausschreibungen, als das Land die 45,01 Anteile am heimischen Energieversorger EnBW vom französischen Energieversorger Électricité de France (EdF) zurückkaufte. Jeder kennt die Geschichte. Diese hat uns jedoch inspiriert, dem Begriff der Energie in dieser 14. Ausgabe von SuR – KulturPolitik für Stuttgart und Region intensiver nachzugehen. Wir, das heißt das SuR-Team mit tatkräftiger Unterstützung von kompetenten Gastautoren, beschäftigen uns etwa mit dem Kampf um die Schätze der Tiefsee, mit den kriminellen Energien der Ölmagnaten oder mit der Demokratisierung der Energie1


(und Wasser-)versorgung. Wir präsentieren einige alternative Energien im Überblick und lassen unserer Energie auch in anderer Hinsicht freien Lauf: So werfen wir nochmals in Kurzform einen Blick auf die Alternative zu S21 – K21 –, auf die Brachflächen um den Stuttgarter Nordbahnhof, die bereits seit Jahrzehnten auf eine sinnvolle Stadtentwicklung warten, und auf die Gedanken des Star-Architekten Frei Otto, der ehemals ein Befürworter des Megaprojekts und Mitentwickler war. Außerdem kocht es im Kessel, was die Kultur und Kulturpolitik angeht. Spannende Ausstellungen, einige Festivals wie das Internationale Solo-Tanz-Theater Festival, ECLAT, das Festival für Neue Musik oder die Kinder und Jugendbuchwochen stehen in Stuttgart und Region an. Und die Waggons am Nordbahnhof und ihre Mieter suchen ein neues Zuhause beziehungsweise einen neuen Standort. Wir wünschen diesen und allen, die auf der Suche sind, die etwas bewegen wollen und schöpferisch tätig sind, viel Energie, Die Herausgeberinnen Eva Maria Schlosser und Petra Mostbacher-Dix Und das gesamte SuR-Team

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Benehmen wie Außerirdische

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Den Öffentlichen Raum der Zukunft erobern

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Kriminelle Energie

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Zitate

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Aufwind für Visionen

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Milliardengeschäfte mit der Tiefsee Die Einen sehen es als Goldrausch der Moderne, die Anderen als Ausbeute der unserer letzten Ressourcen: Der Kampf um die Schätze der Tiefsee hat längst begonnen. Als August 2007 Russland eine Flagge in den Meeresboden der Arktis rammte, weil dort Geologen riesige Mengen Rohstoffe vermuten, ging ein Aufschrei um die Welt. Just vermeldete die Zeitschrift »Nikkei«, dass Japan die Suche nach Mineralvorkommen im Pazifik forcieren will - mit 6,8 Milliarden Yen (84 Millionen US-Dollar). Vor der südöstlichen Küste sollen Seltene Erden und Mineralien wie Mangan, Kobalt, Nickel, Neodym und Platin vorkommen. Auch Deutschland will im Run auf die Tiefsee dabei sein. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erwarb im Jahr 2006 für 250.000 US-Dollar eine Forschungslizenz von der internationalen Meeresbodenbehörde der Vereinten Nationen (IMB). Interessant ist der »Mangangürtel« im Pazifik zwischen Hawaii, Mexiko und dem Äquator. Dort lagern in 5000 Metern Tiefe die blumenkohlartigen Manganknollen, die aus dem Übergangsmetall Mangan, Eisen, Kupfer, Nickel, Magnesium, Aluminium und Kobalt bestehen. Das macht sie als Rohstoff begehrenswert und verspricht einer Welt aus rohstoffhungrigen Staaten, die sich kaum auf Klimaabschlüsse einigen können, Milliardengeschäfte. Auch die Bundesrepublik forscht nicht nur. Längst munkeln Kritiker, sie besäße ein »17. Bundesland« ob der zwei riesigen 4


Gebiete, die sie im pazifischen Ozean erworben hat, um mit gigantischen Unterseebaggern zu schürfen. Welches Desaster diese Geräte auf dem weitgehend unerforschten Tiefseegrund hinterlassen, das hat die Journalistin Sarah Zierul erfahren. Die Autorin des Buchs »Der Kampf um die Tiefsee« war mit deutschen Wissenschaftlern auf den Weltmeeren unterwegs, erlebte Tauchroboter auf der Suche nach Manganknollen, Öl, Gas und Schwarzen Rauchern, also hydrothermale Quellen. Entsetzt sah sie, was fünf Kilometer unter der Meeresoberfläche zu sehen ist: Eine Schleifspur, die vor 30 Jahren durch die deutsch Industrie verursacht wurde. Wie ein Fußabdruck auf dem Mond, beschrieb Zierul in der Kultursendung »Titel, Thesen, Temperamente«. Nichts habe sich verändert. »Als wäre gestern ein Bagger über den Meeresboden gefahren, war da immer noch so eine Schneise der Zerstörung.« Manganknollen wachsen extrem langsam, in einer Million Jahre circa fünf Millimeter. Rund 15 Prozent des Mangans bestehen aus den Kalkschalen ehemaliger Kleinstlebewesen. Umweltschützer warnen: Die Tiefsee nach Rohstoffen zu durchforsten, habe schwerwiegenden Folgen für das empfindliche Ökosystem der Meere. »Wir müssen lernen, die Rohstoffe, die wir haben zu recyceln«, sagt der Biologe und Journalist Christian Schwägerl. »Es wäre ein Verbrechen, weil wir dort Schäden für Jahrhunderte und Jahrtausende anrichten, in eine Welt eindringen, die wir noch gar nicht verstehen.« In seinem Buch »Menschenzeit – zerstören oder gestalten?« beschreibt er den Anbruch einer Epoche, in der erstmals der Mensch – ohne dafür die Verantwortung zu übernehmen – die alles beherrschende Kraft auf der Erde sei. »Wir sind, glaube ich, als Kultur auf der Welt noch nicht wirklich zu Hause«, so Schwägerl im TV. »Wir benehmen uns wie Außerirdische, die auf der Erde gelandet sind, um sie paar Jahre auszubeuten und anschließend wieder verschwinden können.« (pam) 5


Warum ein Bürgerbegehren Not tut – ein Plädoyer von Ulrich Jochimsen und Barbara Kern Bekanntlich kommt Wasser aus dem Hahn und Strom aus der Steckdose. Das ist nichts Künstlerisches, nur etwas Technisches. Doch das Wort Technik stammt aus dem Griechischen und beschreibt allgemein das Prinzip menschlicher Weltbemächtigung. Gerade jetzt gerät die Welt aller Orten aus den Fugen und treibt mit großer Hast auf finale Katastrophen zu: Ernährungskrisen, Wassermangel, Urwaldrodungen. Deswegen schreiben wir über so Profanes wie Wasser und Energie in Stuttgart in den Jahren 2014 bis 2033. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, die gute Qualität muss gewährleistet sein. Ohne Energie läuft nichts. Solange Energie importiert wird, ist Deutschland abhängig von gigantischen Devisenzahlungen und wachsenden korrupten politisch-militärischen Engagements in fernen Ländern. Wie aber wäre es, wenn teuere Energiezahlungen nicht nach außen gegeben werden, wenn wir unsere Energie selbst erzeugen und die Wertschöpfung vor Ort bleibt? Und wenn Stuttgart moderne Energie-Produkte herstellt, vor Ort ausprobiert und exportiert? In diesen Tagen wird der Untergang der deutschen Automobilindustrie intensiv vorbereitet: Erst verlagert man die Produktionsstätten, dann unbezahlbares Wissen um Produkte, Produktionsabläufe und Qualitätssicherung. Anschließend sind die Forschungs- und Tech-niklabors weg und zum Schluss die gesamte Branche. So lief es mit der Textilindustrie, der 6


Unterhaltungselektronik, der Photoindustrie, der Telekommunikationstechnologie und dem Schiffsbau – jetzt ist die Automobilindustrie dran. Völlig ohne Not wird der Produktionsstandort Deutschland geschlossen. Fast zum Nulltarif wirft man Chinesen und Indern das eigene Wissen zu Füßen. Wir wollen nicht nach China oder Indien auswandern, wir bleiben hier. Wir denken an das Leben unserer Kinder und Kindeskinder. Heute noch spielt unsere Jugend phantasievoll im Internet. Sie will künftig nicht arbeitslos zuschauen, sondern mit den Instrumenten ihrer Zeit tatkräftig unsere gravierenden Rohstoff- und Umweltprobleme friedlich lösen. Wie muss die Infrastruktur Stuttgarts in rohstoffarmer Zukunft aussehen? Wie können wir den für unsere zukünftige Entwicklung entscheidenden Wechsel von zentraler zu dezentraler Energie umsetzen? Im demnächst startenden Bürgerbegehren »Stadtwerke Stuttgart: 100-Wasser & 100-Strom« fordern wir, die Konzession für den Betrieb der Strom-, Gas-, Wärmenetze und der Wasserversorgung mit EnBW zu kündigen und auf neu zu gründende städtische Betriebe zu übertragen. Wir fordern die demokratische Kontrolle über unsere Lebens-grundlagen, die Kontrolle über deren Erhalt und die Mitgestaltung an der Zukunft unserer Stadt. Die neue Konzession läuft 20 Jahre. Das Konzessionsrecht ermöglicht den Rückkauf der Netze und deren Betrieb. Der Netzkauf ist eine ausgezeichnete Kapitalanlage für die Kommune – garantierte Rendite 7,56 bis 9,29 Prozent. Alle regulär anfallenden Kosten für den Netzbetrieb kann die Kommune sich von der Bundesnetzagentur bezahlen lassen. Der Netzbetrieb ist entscheidend für die Gestaltung und Kontrolle unserer Versorgung. Nur unabhängig von EnBW können wir in breitem Ausmaß dezentrale Energietechnik entwickeln, umweltfreundlich Strom selbst erzeugen und diesen diskriminierungfrei 7


ins Netz einspeisen. So ist der realistische, schnellste und günstigste Ausstieg aus der Atom- und Kohletechnik der mit dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). KWK bedeutet, es wird Strom und Wärme erzeugt, die Wärme wird voll genutzt. Die Energieeffizienz dieser KWK liegt zwischen 90 und 95 Prozent! Gut für uns Bürger: mit der Micro-KWK werden wir zu Stromproduzenten und in naher Zukunft zu Stromhändlern, immer dann, wenn der Strompreis am höchsten ist. Mindestens 50 Prozent des in Stuttgart benötigten Stroms kann mit Gas betriebener KWK-Technik erzeugt werden, bei gleichzeitig fast kostenloser Heizung der Gebäude in der Stadt. Das kleine Kraftwerk im Haus der Bürger ist eine mächtige Konkurrenz für die gefährliche Dinosauriertechnik der Energiekonzerne und wird deshalb von ihnen bekämpft. Die Kommune muss diese Entwicklung gezielt fördern, soll der Einzelne und unsere soziale Gemeinschaft hiervon profitieren – beispielsweise über Beschaffung geeigneter Stromzähler, über Anreize zur Installation von KWK. Schließlich erspart sie sich dadurch teuren Kraftwerksbau und verstärkten Ausbau des Leitungsnetzes. Wir müssen unsere Energiewirtschaft demokratisieren! Wir dürfen die weitere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen nicht zulassen. Weder Offshore Windenergie noch DESERTEC sind Alternativen zur demokratischen, dezentralen Energieerzeugung. Im Gegenteil, sie sind der Versuch der Energieoligopole, die erneuerbare Energie zu zentralisieren und zu vereinnahmen. Es gibt also viele Gründe, die Geschicke unserer Stadt in die Hand zu nehmen – und dass Bürgerinnen und Bürger entscheiden über ihre Stadt, Wasser- und Energieversorgung! Ulrich Jochimsen, geschäftsführender Vorstand Netzwerk Dezentrale EnergieNutzung e.V. Potsdam, und die Stuttgarter Geografin Barbara Kern engagieren sich beim Stuttgarter Wasserforum, www.100-strom.de, www.ulrich-jochimsen.de, barbarakern1@alice-dsl.net

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Bis zum letzten Tropfen – ein Kommentar von Claus Dick Ölkatastrophe. Ölpest. Welttragende Worte, die uns 2010 wieder was weiß machen wollten: In der Wortschöpfung wurden die Ursachen des austretenden Öls der BP-Plattform Deep Water Horizon mit höherer Gewalt und Krankheit assoziiert. Reiner Zufall alles. Konnte keiner was dafür. Falsch. Es gibt Verantwortliche. Immer. Zum Beispiel Mitarbeiter des Kontrollministeriums MMS. Die »Minerals Management Services« der USA standen 2010 unter Feuer, auch dank Barack Obama. Immerhin prangerte der US-Präsident den teils hemmungslosen Lobbyismus der Ölkonzerne und 9


sprach von »kuscheliger und manchmal korrupter Beziehung der Ölindustrie zu den staatlichen Behörden«. Mitarbeiter der MMS pflegten innigen Umgang mit Öl-Baronen, gerne auf Sex- und Drogenpartys. Prima Events, auf denen man wie geschmiert Pläne schmieden konnte. BP durfte sich offenbar selbst kontrollieren und Gutachten ausstellen. Schmierige Verhältnisse in Sachen Öl haben im Westen wohl Tradition. Die USA giert nach billigem Input, das Land verheizt jährlich fast ein Viertel des Ölverbrauchs der Welt. Und so verwundert es nicht, dass im Laufe der Zeit immer wieder der Verdacht aufkeimte, dass sich das US-Reich gerne auch an anderen Ufern vehement nach neuen Ölquellen umsehen würde. Irak, Kuwait, Nigeria, Sudan, Algerien? Schmusekurs mit Öl-Despoten – offenbar kein Problem. Beispiel Aserbaidschan, wo laut Spiegel 2008 US-Diplomaten Staatschef Alijew umgarnten und den »Wert der Beziehung für die US-Regierung« unterstrichen. Öl treibt unsere Welt an. Öl vergiftet sie, und das in mehrfacher Hinsicht. Rüder Abbau, CO2-Ausstoß, Plastikmüll. In einigen Ländern schöpfen die Gewinne des fossilen Brennstoffs zudem Clans aus Wirtschaft und Politik ab. Die Bevölkerung wird wie in Algerien mit öligen Versprechen abgespeist oder versinkt im Ölsumpf: Während die Medien 2010 permanent über BP berichteten, spielt sich in Nigeria seit Jahrzehnten eine Tragödie ab. Hier passt das Wort Ölpest, was die Auswirkungen auf Natur und Menschen angeht: Angestellte von Ölkonzernen wie Shell – Europäer – starteten in den 70er Jahren einen Ausbeutungszug, der die Meeresfauna und Mangroven rund um das Nigerdelta weitgehend auslöschten. Widerstände in der Bevölkerung wurden mit Hilfe der Politik brutal unterdrückt. Ganze Landstriche sind laut WDR vom Ohren betäubenden Lärm der Abfackelanlagen und beißendem Gestank betäubt und verwüstet. Dabei 10


ließen sich einfach Anlagen installieren, die das Abfackeln minimieren. Für eine Handvoll Dollar mehr. Profitgier wuchert international, die Verantwortung bleibt dagegen oft auf der Strecke - und wird sogar noch bekämpft: Laut Greenpeace sollen die Macher von ExxonMobil (Esso) vehement versucht haben, das Klimaschutzabkommen von Kyoto zu verhindern. Verantwortung tragen. Ist da jemand? Die Konsumenten? Zumindest könnte man auf Plastikverpackungen verzichten und beim Autofahren den Gasfuß zügeln. Das Feld der Energie Einzelnen zu überlassen wäre jedoch zynisch, der Erfolg unberechenbar. Die Politik muss den Kurs vorgeben. Und die Wirtschaft muss folgen. Darunter auch die Macher der Autokonzerne, die in der Krise zu Zeiten von Öl-Höchstpreisen ein vielstimmiges Winselkonzert anstimmten. Immerhin kamen sie auf die verblüffende Idee, spritsparendere Modelle und Elektroautos zu entwickeln. Und heute? Die Geschäfte laufen wieder wie geschmiert. Nicht durch BenzinsparModelle, sondern dank der verstärkten Nachfrage aus Asien nach Image-Boliden. Damit man auch in Peking mit 300 PS im Stau stehen kann. Und der E-Auto-Anteil? Der soll bei uns 2020 rund 2,5 Prozent betragen. Sensationell. Das wird die dann noch knapperen Ölreserven natürlich schonen. Und den Klimawandel aufhalten. Dauert vielleicht nicht mehr allzu lange und der Planet wird von zehn oder mehr Milliarden Homo Sapiens – »einsichtsfähigen, weisen Menschen« – verbraucht sein. Nicht schlimm, denn das blaue, ausgelaugte Ding kann man dann bestimmt wie der geölte Blitz mit einem Raumschiff hinter sich lassen. Marsprogramm! Zumindest unsere Eliten, wie »weise« Angestellte von BP, Shell & Co. Wäre ja gelacht – Viren schaffen den Sprung von Wirt zu Wirt längst mit links. Und ansonsten hilft ja noch die letzte Ölung. 11


Aufwind für Visionen Der Aussichtsturm auf dem Stuttgarter Killesberg, das Dach des Münchner Olympiastadions, die über 1000 Meter lange Ting Kau-Brücke in Hong Kong, das Membrandach des Gottlieb-Daimler-Stadions – die oft kühnen, meist filigran wirkenden Bauwerke aus dem Hause Schlaich, Bergermann und Partner sind weltweit bekannt. Mittlerweile ist der Stuttgarter Bauingenieur Jörg Schlaich 76 Jahre. Und er hat immer noch einen Traum. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet er mit seinem Kollegen Rudolf BergerWerner Heisenberg, Physiker mann an der Verwirklichung eines Aufwindkraftwerks, entwickelt weiter, verbessert, was noch zu verbessern ist und sucht Verbündete. Die Überlegung der Bauingenieure: Ein Aufwindkraftwerk kann überall gebaut werden, die Baumaterialien Beton, Stahl und Glas sind überall zu erhalten. Es würde zum Wohlstand der so genannten Dritte-Welt-Länder beitragen, da als Standort einer solchen Anlage vor allem wüstenreiche Regionen in Frage kommen. Bau wie Betrieb schafften Arbeitsplätze. Gleichzeitig wäre für die Industriestaaten billiger, umweltfreundlicher Strom verfügbar, dessen Quelle eine, zumindest in naher Zukunft nicht endende wäre – die Sonne. Das Prinzip ist simpel: Unter einem riesigen Glasdach, unter dem zusätzlich tropische Pflanzen angebaut werden könnten, erhitzt sich durch die Sonneneinstrahlung die Luft, wie in einem Treibhaus. Diese steigt durch einen Betonturm in die Höhe und treibt Propel12


ler an. Als kleineres Pilotprojekt wurde eine solche Solaranlage bereits in Spanien Anfang der 80-er Jahre realisiert. Doch noch immer harrt ein großer Prototyp der Realisierung. Für ein Kraftwerk mit der Leistung von 200 Megawatt etwa müsste der Kaminturm zirka 1000 Meter hoch sein. Es muss Einiges riskiert, Einiges investiert werden. Hier sehen die Ingenieure die Industrieländer in der Verantwortung: »Das Beruhigende ist, es gibt Lösungen für die Herausforderungen unserer Zukunft. Das ist die gute Nachricht,« so Schlaich. (eva) Das eigene Kraftwerk im Keller Sie gehören zusammen: KWK und BHKW, also die KraftWärme-Kopplung und das Blockheizkraftwerk. Unter beidem versteht man die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme, um Energie möglichst effizient zu nutzen. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird der Brennstoff im Gegensatz zur konventionellen Art der getrennten Energieerzeugung um 20 bis 30 Prozent besser Richard Feynman, Physiker

Friedrich Nietzsche, Philosoph 13


ausgenutzt. Nach diesem Prinzip versorgen etwa BHKWs Wohnsiedlungen und ganze Industriebetriebe mit Strom und Nahwärme. Aber es geht auch kleiner. So genannte MiniBHKWs versorgen als »Kraftwerk im eigenen Keller« Ein- oder Zweifamilienhäuser mit Energie. Experten sagen den Geräten in Privathaushalten eine zunehmende Bedeutung mit jährlichen Umsatzsteigerungen von mehr als 40 Prozent vor- Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph aus. Die Zukunft liegt für BHKW-Forscher Bernd Thomas von der Hochschule Reutlingen in der abgaslosen Brennstoffzellentechnologie. Bisher gibt es nur eine serienreife, kommerziell nutzbare BHKWAnlage auf Brennstoffzellenbasis dieser neuen Technologie. Handelsübliche BHKWs bestehen aus Stirling- oder Otto-Motoren, über die Generatoren angetrieben werden und Strom erzeugt wird. Laut Wissenschaftlern produzieren Mini-BHKWs an Primärenergie drei Viertel Nutzwärme, ein Viertel Strom, der produzierte Strom wird selbst verbraucht, überschüssiger ins Netz eingespeist. Thomas: »Der Gesamtwirkungsgrad der Mini-BHKWs liegt bei annähernd 100 Prozent. Außerdem ist der Schadstoffausstoß gering, besonders bei Erdgas.« Derzeit stagniert indes der Anteil der KWK am deutschen Strommix bei zwölf Prozent. In Dänemark liegt er bei 50, in den Niederlanden bei etwa 38 Prozent. Die Opposition moniert, dass die schwarz-gelbe Regierung die KWK im aktuellen Energiekonzept zur Randerscheinung degradiert und das Ziel von 25 Prozent KWK-Stromerzegung bis zum 14


Jahr 2020, welches noch die große Koalition beschloss, vernachlässigt. Die Diskussion über Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken hätte zu einer zunehmenden Planungsund Investitionszurückhaltung von Stadtwerken und neuen Energieanbietern für KWK geführt. (pam) Mini-Windkraftanlagen aus dem Schwarzwald Windkraftanlagen haben’s in der Öffentlichkeit immer noch schwer. Als »hässlich« werden sie mitunter bezeichnet, als Vogelschreddermaschinen. Obwohl mittlerweile durch Untersuchungen bewiesen ist, dass letzteres vor allem vom Standort abhängt. Und warum Windkraftanlagen hässlicher sein sollen als übel riechende Kraftwerke, bleibt wohl Geschmackssache. Immerhin können jetzt auch Privathaushalte zumindest ihren Grundbedarf von 200 bis 300 Watt pro Stunde selbst versorgen – via Mini-Windkraftanlagen Made im Schwarzwald. Der ehemalige Lehrer Günther Hacker entwickelt netzgekoppelte Anlagen mit einem speziellen Generator und besonders aerodynamisch geformte Flügel, die

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er sich aus der U-BootTechnik abgeschaut Heinrich Schliemann, Kaufmann u. hat. U-Boot-Schrauben Pionier der Feldarchäologie müssen leise sein, Windkrafträder auch. Übrigens: In Baden-Württemberg sind Anlagen bis zehn Meter Höhe genehmigungsfrei. (eva) Strom vom Dach Das Prinzip hat Charme und klingt einfach: aus Sonnenlicht Strom erzeugen. Die Solarmodule dazu bestehen aus Silizium, Kupfer-Indium-Selen, Cadmium-Tellurid oder in Spezialfällen aus Galliumarsenid, werden nach Dickschicht- und Dünnschichtzellen unterschieden. Wesentlich ist freilich, dass »Solarteure« durch das Erneuerbare Energiengesetz eine Einspeisevergütung bekommen, wenn der Strom, der auf ihrem Dach erzeugt wird, in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Wilhelm von Humboldt (1767–1835), dt. Und der Netzbetreiber ist Philosoph u. Sprachforscher verpflichtet, diesen auch anzunehmen, falls nicht im »Inselbetrieb«, also für den eigenen Verbrauch, produziert wird. Derzeit werden den Betreibern neuer Solarkraftwerke pro erzeugte Kilowattstunde Solarstrom bis zu 28,74 Cent gezahlt. Indes will Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Solarförderung bereits im Sommer kürzen. Es heißt, bis zu 15 Prozent. Diesmal steht der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hinter ihm. In der Erfolgsbranche sieht man mittlerweile, dass ein ungebrochener, für die Stromverbraucher teurer Boom der Zukunft der Photovoltaik schaden könne. (pam) 16


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Eine Alternative zu S21

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Nachtrag zu S21

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Nochmals von vorn

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Die Waggons müssen weichen

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Alltägliche Grotesken

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Kunstspaziergang in Stuttgart

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Die ifa-Galerie feiert 40. Jahrestag

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Filmfestival »ueber Mut«

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Das Stuttgarter Ballettfeiert seinen 50.

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Tanztheater auf der Baustelle

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Sie werden frecher

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Festival ECLAT und Zeitoper

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Kunst und Krimi

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Zwei Fotoausstellungen

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EINE ALTERNATIVE ZU S21

DER MODERNISIERTE KOPFBAHNHOF »K21« IN EINER NEUEREN VERSION Eine Gemeinschaftsarbeit von Kunsthistoriker Matthias Roser, Parkschützer-Gründer Klaus Gebhard und anderen Bei dieser Version des K21-Bahnhofs wird der Mittlere Schlossgarten bis an den Südflügel erweitert. Dort erstrecken sich Cafés, Bistros und Restaurants entlang einer 270 Meter langen Terrasse, die direkt in den Park übergeht. 
Im Innenbereich befinden sich Konzert-, Galerie- und Mehr-

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zweckräume für die Bürgerschaft. Der Omnibusbahnhof wird unter die 16 Gleise des Bahnhofs verlegt und ist damit nur eine Rolltreppendistanz von den Bahnsteigen entfernt. Außerdem befindet sich an der Südseite eine »Freiluft-Arena« in Art einer »Speakers Corner«, eines Versammlungsortes wie er im Hyde Park in London zu finden ist. Auf der Nordseite liegt ein atmosphärischer Platz mit einem Baumrondell, der etwa für Märkte genutzt werden kann. Weitere Infos unter: http://www.parkschuetzer.de/statements/54951

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NACHTRAG ZU S21

EIN PAAR FAKTEN ZUR STADTENTWICKLUNG Der alte Güterbahnhof im Norden – das sogenannte C-Gelände bei S21 – liegt seit Jahrzehnten brach und verwildert. Zusätzlich wird die Fläche von einem der größten Schrotthändler Stuttgarts belegt. Hier wäre die Gelegenheit zur Stadtentwicklung bereits seit geraumer Zeit gegeben: eine Fläche in ruhiger Lage, zu Fuß nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt und mit dem ÖPNV bereits bestens erschlossen (U15 + demnächst U12 + S-Bahnhalt Nordbahnhof + alle U-Bahnlinien auf Heilbronner Straße) – kurz ideal für Wohnungsbau. Warum wurde also nicht schon längst vom Stadtrat beschlossen, den Schrotthändler heraus zu kaufen, um hier mit der Stadtplanung und Entwicklung eines neuen Stadtteils zu

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beginnen? Weil dieses Areal während der gesamten Bauzeit von S21 als Baulogistik- und Materialumschlagsfläche benötigt wird. Danach muss der Boden zunächst saniert werden. Ähnlich sieht es mit den anderen Flächen aus. Konkret bedeutet dies: S21 kann mit der Erschließung neuer Wohngebiete erst beginnen, wenn die Demographiekurve schon deutlich nach unten kippt. (klg)

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NOCHMALS VON VORN FREI OTTO EMPFIEHLT EINEN NEUBEGINN DER PLANUNGEN Seine Warnungen gingen im Sommer durch die Medien. Wie aber kommt es, dass Frei Otto »Stuttgart 21« zuerst mit geplant hat, dann aber ausgestiegen ist? Nochmals von vorn: 1964 kam Otto, der »wie kein anderer deutscher Architekt der Nachkriegszeit internationale Anerkennung gefunden hat« (Architekturmuseum der TU München), nach Stuttgart. Berufen von Fritz Leonhardt, dem Erbauer des Fernsehturms und Rektor der Stuttgarter Universität. In Stuttgart entstanden Ottos wichtigste Entwürfe: der Pavillon der Expo in Montreal, das Münchner Olympiadach, die Mannheimer Multihalle, seine Bauten für Saudiarabien, die Ökohäuser der Bauausstellung 1987 in Berlin. Aber außer seinem eigenen Institut für leichte Flächentragwerke sowie seinem Wohnhaus und Atelier in Warmbronn hat er hier nichts gebaut. Als ihm 1997 zu Ohren kam, dass Christoph Ingenhoven, mit dem er zuvor schon zusammengearbeitet hatte, zum Wettbewerb für den Stuttgarter Hauptbahnhof eingeladen war, sah er darin eine Chance. Als Ingenhoven 2005 den Holcim-Preis für das Projekt erhielt – den höchstdotierten Architekturpreis der Welt, gestiftet vom weltgrößten Zementhersteller – wurde der Name Frei Otto nicht einmal erwähnt. Doch das charakteristische Merkmal des Bahnhofsentwurfs, die Form der Gewölbeschale mit den typischen Lichtaugen, stammt aus Ottos Werkstatt: 128 Modelle entstanden von 1997 bis 2008 in seinem Atelier in Warmbronn. Sie gehen nun an das Südwestdeutsche Archiv für Architektur und Ingenieurwesen (SAAI) in Karlsruhe und werden künftig zusammen mit allen seinen anderen Modellen in der

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von Friedrich Weinbrenner erbauten Münze zu sehen sein. Doch warum ist Frei Otto, der den Bahnhof als seinen bisher schönsten Entwurf bezeichnet, vor zwei Jahren ausgestiegen? Weil, so Otto, allen beiden beteiligten Ingenieurbüros, dem Buro Happold sowie Leonhardt, Andrä und Partner, »mitgeteilt wurde, dass sie das Projekt nicht mehr bearbeiten sollen.« Mit Happold hatte Otto seit der Mannheimer Multihalle, mit Leonhardt schon seit Montreal immer wieder zusammengearbeitet. Zugleich kamen ihm zusehends Zweifel: »Ich kam zu der Meinung, allein, ohne meine Freunde, die Ingenieure, kann ich das nicht verantworten.« »Alle Fakten auf den Tisch«, lautete das Motto von Heiner Geißlers Schlichtungsgesprächen. Ottos Kritik und Anregungen, sind dabei nicht zur Sprache gekommen. Wohl gemerkt: Otto behauptet nicht, dass sich der Tiefbahnhof nicht bauen ließe. Er warnt aber vor unabsehbaren Risiken des Bauens im feuchten Grund und beklagt eine Intransparenz, die so weit reicht, dass selbst ihm als Beteiligtem wichtige Unterlagen nicht zugänglich waren. »Ist es richtig, den Bahnhof an die sensibelste Stelle, das Zentrum der Aue von Stuttgart zu bauen?«, fragt Otto. An der engsten Stelle des Nesenbachtals gibt es Oberflächenwasser, Grundwasser, Abwasser, unterirdische Quellwasser und Mineralwasser. Probleme des Bauens im feuchten Grund beschäftigen den Architekten, seit er 1937 als Zwölfjähriger zum ersten Mal nach Berlin kam. Damals war unweit

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des Brandenburger Tors eine S-Bahn-Baustelle eingestürzt. Zwanzig Bauarbeiter kamen ums Leben, niemand konnte je zur Verantwortung gezogen werden. Später erzählte ihm sein Onkel, Curt Oehler, wie sich in Mexiko City das Fundament eines Hochhauses über Nacht einen Meter hob. Mexiko Stadt ist erbaut über der alten Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan, die in einem See lag: Oehler war der Erfinder schwimmender Gründungen. Das Fundament, hätte geflutet werden müssen – doch der Beauftragte war eingeschlafen. Der geplante Tiefbahnhof liegt ebenfalls im Grundwasser. Auf den Boden des 430 Meter langen, 80 Meter breiten Kolosses wirkt eine Auftriebskraft, die mindestens der Wasserverdrängung des umschlossenen Luftraums entspricht und sich auf gut und gern 500  000 Tonnen summiert. Das Eigengewicht reicht nicht aus, um dies zu kompensieren: Der Bahnhof muss also im Boden verankert werden, obwohl dies ursprünglich im Wettbewerb ausgeschlossen war. Wenn nun Verankerungen vorgesehen sind, so gibt es dafür keine bisher bekannt gewordenen Genehmigungen. Und es stellt sich die Frage, wie das Verfahren angesichts des aggressiven Stuttgarter Grundwassers und der unterirdischen Quellen auszusehen hätte. Frei Otto hat weitere Einwände: So etwa gegen die Vorkehrungen im Panik- und Brandfall, falls die Lichtaugen dauerhaft geschlossen würden. Über all dies, aber auch die Sicherheitsrisiken des Grundwassermanagements der Bahn, ließe sich bislang jedoch nur spekulieren: »Ich bin bestürzt, dass die zu bauenden Pläne bisher nicht veröffentlicht wurden«, sagt der Architekt. Ohne Pläne sei auch keine belastbare Kostenkalkulation möglich. »Anscheinend wurden Verträge abgeschlossen«, so Otto wörtlich, »ohne zu berücksichtigen, dass das Objekt noch gar nicht vollständig überschaubar war.« Da er zudem, anders als bei all seinen früheren Projekten,

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nie wirklich wusste, wer der Ansprechpartner war – die Bahn, die Stadt, das Land oder doch der Bund als Eigner der Bahn – und auch die Ingenieure seines Vertrauens nicht länger dabei waren, kam Frei Otto zu dem Schluss: Das Projekt ist so nicht durchführbar. Und: die Kosten werden steigen. Er bezeichnet das Planfeststellungsverfahren, in dem tausende Einwände unter Berufung auf höherwertige Ziele abgewiesen wurden, als voreilig abgeschlossen. Kann man aber nach so vielen Jahren noch einmal ganz von vorn anfangen? Heiner Geißler ist vor dieser Frage zurückgeschreckt. Frei Otto sagt: »Ein Neuanfang ist unumgänglich.« Er erinnert an sein berühmtestes Bauwerk, das Münchner Olympiadach. Damals hatte Günther Behnisch in Anlehnung an Ottos Pavillon der Expo in Montreal ein Zeltdach entworfen, das so nicht zu bauen war. Anstatt nachzubessern oder den Entwurf ad acta zu legen, hatte er Otto konsultiert, der zusammen mit allen Beteiligten in drei Monaten eine Lösung ersann, die dann auch ausgeführt wurde. »Ich bin überzeugt, eine grundsätzlich neue Planung des Bahnhofs, mit allen modernen Möglichkeiten unter Zusammenarbeit aller spezieller Fachleute, ist innerhalb eines Jahres möglich und könnte sogar die wirtschaftlichste Lösung bringen.« Es heißt, neben Kopf- und Tiefbahnhof gäbe es keine weitere Alternative. Frei Otto sagt: »Man kann durchaus Alternativen entwickeln.« Dietrich Heißenbüttel Foto: Formfindung im Modell – hier ein frühes Modell der Lichtaugen des Tiefbahnhofs konzipiert von Frei Otto. Buchtipps: Frei Otto - Das Gesamtwerk. Leicht bauen, natürlich gestalten, hrsg. von Winfried Nerdinger, Basel, Boston, Berlin 2005. Christine Kanstinger, 128 Modelle für den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof, 1997 bis 2008 entstanden im Atelier Frei Otto Warmbronn, Stuttgart 2008.

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DIE WAGGONS MÜSSEN WEICHEN EINE UNENDLICHE GESCHICHTE Stuttgart will Weltstadt sein. Eine brodelnde Metropole, die Menschen aus nah und fern anzieht; die für Innovation, Kreativität, Erfindergeist und Kultur steht; die Geld und schicke Boutiquen hat. Aber auch besondere Veranstaltungen, die es woanders nicht gibt. Nur stellt sich die Landeshauptstadt bei der Verfolgung ihrer Ziele immer wieder selbst ein Bein. Man reißt Historisches ab und stellt Neues hin, man lässt Bands nicht auftreten und gibt Künstlern und der Subkultur selten die Möglichkeit, mal länger als ein paar Jahre an einem Ort zu bleiben. Nun stehen die Waggons am Nordbahnhof auf der Abschussliste, weil sie auf dem Areal stehen, dass für die Baulogistik von Stuttgart 21 benötigt wird. Am 13. Januar wurde der Ateliergemeinschaft Bauzug 3yg – »Waggons Nordbahnhof« eine Räumungsaufforderung der »DB Services Immobilien GmbH« zugestellt. In einer Stellungnahme haben die bisherigen Nutzer nun ihr Votum eingelegt. Es gab eine mündliche Zusage der Deutschen Bahn, dass das Gelände bis zum Sommerbeginn weiter genutzt werden könnte, so das Argument. Die rund dreißig Künstler und Künstlerinnen hat die Kündigung kalt erwischt. Sie stehen, bleibt die DB bei ihrer Forderung, nicht nur mit ihren Arbeitsutensilien, sondern mit Sack und Pack auf der Straße. Doch die DB hat sich doch noch zu Gesprächen bereiterklärt. »Wir versuchen, eine Lösung zu finden, die alle zufrieden stellt«, so Aurele Mechler von der Ateliergemeinschaft. Das heißt auch, dass sich die derzeit auf dem Gelände befindlichen Nutzer nach Alternativplätzen umsehen, am liebsten ein Ort, wo auch die Waggons wieder einen Stellplatz finden und als Ort der Kultur und Kommunikation weiterhin Bestand haben. (eva) Stellungnahme und Inofs: http://waggons.wordpress.com

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ALLTÄGLICHE GROTESKEN FRANÇOIS-MARIE BANIER BEI ABTART Nur 20 Jahre alt begeisterte einst der Pariser Fotograf François-Marie Banier den Schriftsteller André Maurois mit seiner »Impertinenz« und »sarkastischen Intelligenz«. Und die Liste jener, die das Multitalent, das auch erfolgreich schreibt oder designt, in seinen Bann schlug, ist lang: Sie reicht von Aktrice Isabelle Adjani, Dichter Louis Aragon oder Autor Truman Capote über Modeschöpfer Pierre Cardin, Kunststar Salvador Dalí, Akteur Johnny Depp bis zum Pianisten Vladimir Horowitz, Mäzenin Marie-Laure de Noailles oder Modezar Yves Saint Laurent. Auch die Affäre um Sarkozy-Spenderin Liliane Bettencourt konnte ihm nichts anhaben. Die L’Oréal-Erbin hatte ihm enorme Werte vermacht und zum Erben erklärt, deren Tochter Françoise Bettencourt-Meyers ihn angezeigt. Längst ist die Anzeige aufgehoben, die Bettencourts versöhnt, der 63-Jährige stellt in den wichtigen Museen und Galerien der Welt aus. Seine Fotografien von Mick Jagger, Silvana Mangano, Samuel Beckett, Johnny Depp, Andy Warhol oder dem Zunge herausstreckenden Vladimir Horowitz zeugen von Vertrautheit und Verletzlichkeit. Mit Feingefühl hat er zudem seinem Blick fürs Wesentliche dem Grotesken des Alltags zugewandt, Menschen der Straße mit Würde porträtiert (Foto). Indem er deren scheinbar anachronistisches Dasein in der globalisierten, technisierten Welt durch Übermalungen zuspitzt, stellt er Moderne wie Postmoderne in Frage. Nun sind Baniers Fotografien, Fotoübermalungen, Malereien und Malerbücher in der Galerie Abtart in »Die Metamorphose des Augen-Blicks« zu sehen – kuratiert von Documenta IX-Macher Jan Hoet. (pam) 25.2.–16.4., www.abtart.de

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KUNSTSPAZIERGANG IN STUTTGART EINEN KOSMOS ZUM GEBURTSTAG Am 27. Februar hätte der Vater der Anthroposophie, Rudolf Steiner, seinen 150. Geburtstag. Aus diesem Grund wird zwischen Wolfsburg und Basel gefeiert – auffallend stark ist dabei die künstlerische Unterstützung des Philosophen. Stuttgart steht da in nichts hinterher, hat Steiner hier doch 1903 seinen ersten Vortrag gehalten und 1919 die erste Waldorfschule gegründet. Das Kunstmuseum widmet sich auf 2000 Quadratmetern Fläche dem Einfluss des auch als Maler dilettierenden Denkers auf die zeitgenössische Kunst, und diese ist nicht die schlechteste Referenz für den Kosmos Steiner (Foto: Giuseppe Penone: Albero-Porta, Foto von Luigi Gariglio). (gb) Bis 22.5., Kunstmuseum Stuttgart, www.kunstmuseum-stuttgart.de

DIE NATUR ALS PARTNER Ein Garten ist nicht nur ein Garten. So sieht das zumindest das Berliner Büro ›relais Landschaftsarchitekten‹, das auch in Stuttgart eine Zweigstelle unterhält. Dessen Partner Gero Heck und Marianne Mommsen – die Berlinerin ist in der Schwabenmetropole groß geworden – legen ihre Landschaftskunstwerke immer als Bedeutungsträger an. Diese »geschriebenen Gärten« machen auch vor dem geplanten Wildwuchs der Protagonistin Natur nicht Halt. Die relais-Projekte stehen im Frühjahr auf dem Programm der Weißenhofgalerie. (gb) 9.2.–3.4., architekturgalerie am weißenhof, www.weissenhofgalerie.de

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ABRÜNDIGE BILDRÄUME Die Welten, die der Belgier Michael Borremans auf teils kleinen Bildformaten, aber auch auf großen Leinwänden oder in Filmen entwirft, sind existenzielle Panoramen. Sie loten Sehnsüchte und Ängste aus, stehen schwankend auf der Kippe zwischen Selbstbehauptung und Selbstaufgabe: Die Wirklichkeit wird durch Illusion getäuscht, die Illusion durch die Wirklichkeit erschüttert. Ironisch und hintergründig macht sich Borremans die Grenzen unseres Ichs zu schaffen. (gb) 20.2.–1.5., Württembergischer Kunstverein, www.wkv-stuttgart.de

SCHÖNER WIEDERSTAND GEGEN STUTTGART 21 Sven Scholz hat mit seiner Kamera die Demos gegen das gigantische Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 begleitet (Foto). Doch leben die Fotos nicht allein durch ihren dokumentarischen Wert, sondern auch durch eine hinreißende Ästhetik, die das Thema nicht verklärt, sondern aufzeigt, dass auch die »schönen« Künste ihre gesellschaftliche Rolle wahrnehmen können. Die im März folgende Foto-Ausstellung in der Galerie Nieser widmet sich dann den künstlerischen Röntgenbildern von Werner Schuster. (gb) Bis 26.2., Galerie Nieser, www.galerie-nieser.de

SEHNSUCHT NACH DER SEE Willi Weiner ist einer der wenigen Bildhauer, der eine skulpturale Vorstellung der See hat. Er findet sie symbolisch in scheinbar schwebenden Cortenstahl-Inseln. Neben Plastiken zeigt Weiner in der Galerie Zeichnungen, die vom Meer und von Gedichten der Lyrikerin Hilde Domin inspiriert sind. (gb) 7.2.–26.3., Galerie Anja Rumig, www.galerie-anjarumig.de

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DIE IFA-GALERIE FEIERT 40. JAHRESTAG KÜNSTLERIN GÜSÜN KARAMUSTAFA ZU GAST Zugegeben, so richtig rund ist der Geburtstag der ifa-Galerie noch nicht, aber wenn ein Institut wie das für Auslandsbeziehungen in Stuttgart schon einzigartig ist, dann darf man den »Vierzigsten« ihres künstlerischen Aushängeschilds mit Anstand begehen – zumal es im Schwäbischen seine Bewandtnis hat mit dieser besagten Jubelzahl (aber die hiermit gerühmte Schlauheit hat die Galerie mit ihren 175 Ausstellungen, die 586 Künstlerinnen und Künstlern aus zig Ländern ein Forum in Deutschland gegeben haben, längst unter Beweis gestellt). Wenn wir schon in der Zahlensymbolik sind, verbindet sich mit der Zahl 40 im biblischen Sinne die Kategorie »viele«, und sie wird mit einer göttlichen Gnade in Verbindung gebracht. Das ist ja auch das mindeste, wenn man für das vier Jahrzehnte währende Ausstellungsgeschäft rund 7000 Briefe geschrieben, 25000 Brezeln und 30000 Liter Wasser, Wein und Saft zu den Vernissagen verteilt und nicht zuletzt über eine Million Besucher gezählt hat, die der »40« eine besondere Magie verleihen. »Die ifa-Galerie wirkt seit 1971 im Rahmen Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik als ein Forum für Kulturaustausch«, umschreibt die Leiterin Iris Lenz den Auftrag der Galerie. Sie ist sich auch gewiss, dass kein anderes Medium, wie neu es auch immer bezeichnet wird, in der Lage sei, »die Begegnung mit dem Originalkunstwerk, noch den direkten Kontakt zwischen Kulturschaffenden zu ersetzen«. Für 2011 stehen Peru und Chile, Delhi und die Türkei auf dem Programm, wobei die Türkei schon deshalb auf die Tagesordnung gehört, weil dieses Land zwischen Europa und Asien seit nunmehr 50 Jahren als Anwärter für eine Anbindung an die Europäische Wirtschaftsunion, die spätere EU, steht.

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Mit Gülsün Karamustafa präsentiert die ifaGalerie eine renommierte türkische Künstlerin, die bereits 1994 und 1999 hier zu sehen war: Schon immer liegt ihr Hauptaugenmerk auf den Stereotypen der Weiblichkeit sowie auf der kulturellen türkischen Identität. »Viele meiner Arbeiten tragen politische Konnotationen«, so Karamustafa, »häufig beziehe ich die Lebenssituation von Frauen mit ein«. Zugleich seien ihre Arbeiten »persönlich, sehr lokal«, das heißt, aufs innigste mit Istanbul verknüpft, »es ist der Ort, den ich am besten kenne und in dem ich am besten gegenwärtig sein kann«. Sie macht sich keine Illusionen darüber, dass Kunst etwas verändern könne, aber als Austausch – gerade im interkulturellen Kontext – ist sie Gold wert. In ihren Installationen geht sie durchaus soziologisch, ja anthropologisch vor, um die sozialen Gefüge innerhalb einer orientalischen Kultur herauszuarbeiten. In der Stuttgarter Ausstellung befasst sie sich mit der »Etiquette«, die das Bild einer Tischgesellschaft um das Jahr 1900 – wir könnten auch sagen: 1911, um noch einen runden Hundertjahresrückblick daraus zu machen – persifliert. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Künstlerin das Rollenverhalten der Frau, Fragen der Identitätsfindung, Differenzen zwischen verschiedenen Kulturen und die latent aufscheinenden Orientalismen. Mit der Schau startet die ifa-Galerie ihre Reihe »Solo für …«, die jährlich auf Künstlerinnen und Künstler verweist, die bereits im Stuttgarter Haus zu sehen waren. Am Werdegang ihrer jeweiligen künstlerischen Entwicklung will das ifa nicht nur ein Stück Individualgeschichte kenntlich machen, sondern auch »auf die kontinuierliche Künstlerförderung« hinweisen. (gb) 4.2.–9.4., Institut für Auslandsbeziehungen ifa, Stuttgart, www.ifa.de Ein Interview mit der Künstlerin von Günter Baumann finden Sie im Internet unter www.sur-kultur.net

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FILMFESTIVAL »UEBER MUT« DEN TRAUM LEBEN Jackie engagiert sich im südafrikanischen Township für missbrauchte Mädchen. Monica und David kämpfen darum, als junges Paar mit Down-Syndrom unabhängig leben zu können. Antoine übt Korbwürfe und fährt Schlittschuh, obwohl er von Geburt an blind ist. Die Filme »Rough Aunties«, »Monica and David« sowie »Antoine« zeigen: Mut hat viele Gesichter. Und genau darum geht es im bundesweiten Filmfestival der Aktion Mensch »ueber Mut«, das derzeit durch Deutschland tourt und vom 10. bis 26. Februar im Treffpunkt Rotebühlplatz zu Gast ist. Zehn internationale Dokumentarfilme erzählen von Menschen, die sich trotz Handicaps oder Widerstände mit Leidenschaft dafür einsetzen, Dinge zu verändern, die Gesellschaft zu gestalten oder ganz einfach ihren Traum zu leben (Foto: »Teenage Response«). Zu jeder Vorstellung gibt es ein Publikumsgespräch, immer wieder stellen sich Regisseurinnen und Regisseure den Fragen der Zuschauer. So wird etwa am 10. Februar, dem Eröffnungsabend, JeanBaptiste Legrand anwesend sein, wenn sein Film »Die Kinder von Don Quijote« gezeigt wird. Er ist einer der Brüder, die im Herbst 2006 während der Wahlen zahlreiche Menschen dazu brachten im Herzen Paris ihre Zelte aufzuschlagen, um auf das Schicksal der rund 100.000 Obdachlosen aufmerksam zu machen. Unter öffentlichem Druck verspricht Präsident Sarkozy nun neue Wohnprojekte. Insofern könnte der Film auch ein Lehrstück darüber sein, was von Wahlversprechen zu halten ist. Und wie man dagegen angehen kann. Bald sind hier im Land Wahlen. Apropos, wie lautet der Untertitel des Festivals noch? »Engagiert. Couragiert. Kontrovers.« (pam) 10.–26.02., www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de, www.aktion-mensch.de/filmfestival

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DAS STUTTGARTER BALLETT FEIERT SEINEN 50. UNTER ANDEREM MIT EINEM JUGENDTANZPROJEKT »Hört auf die Trommel. Zwei Mal auf acht zählen – und los.« Sonia Santiago klatscht, um den Rhythmus der Komposition von Tom Willems zu verdeutlichen. Die Tanzpädagogin und ehemalige Erste Solistin des Stuttgarter Balletts sowie der Tänzer Mikhail Soloviev proben im Ballettsaal des Opernhauses mit Jugendlichen für das Projekt »Move it!«. Für die 43 Mädchen und drei Jungs ist es das erste Probenwochenende im neuen Jahr – und bis zum Premierenabend am 25. Februar wollen sie drei verschiedene Choreografien erlernt haben. Santiago hat Stücke im Stil von John Cranko, von Jirˇí Kylián sowie von William Forsythe kreiert. »Eine ganz neue Körpererfahrung, ich spüre Muskeln, von denen ich vorher nichts wusste«, lacht Abiturient Ingemar Körn. Der Opernfan und angehende Gesangsstudent hatte bisher kein Ballett gesehen, nur Erfahrungen in Sachen Standardtanz, dennoch bewarb er sich, als er im Herbst den Flyer entdeckte, auf dem das Stuttgarter Ballett Teilnehmer für ein choreografisches Jugendprojekt zu den Jubiläums-Festwochen 50 Jahre Stuttgarter Ballett suchte. Auch Jana Schichten, die neben Standard etwas Jazztanz machte, reagierte. »Ich wollte Neues lernen. Es macht Spaß, die verschiedenen Choreografiestile zu erproben«, beschreibt die 17-jährige Schülerin Über 100 Jugendliche bewarben sich, am Ende musste das Los entscheiden. »Wir hätten nie ein solches Echo erwartet«, so Pressesprecherin Vivien Arnold, die das Projekt konzipierte. »Wir wollen Jugendlichen, die womöglich noch nie getanzt haben, Ballettgeschichte erfahrbar machen, indem sie

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die Chance haben, selbst zu tanzen.« Für Ingemar und Jana eine gelungene Sache, indes Tanzen anfangen wollen sie nicht. Bei einem zeitlich begrenzten Nachfolgeprojekt sind sie aber wieder dabei. (pam) Premiere »Move it!«, 25.02.2011, 19 Uhr Kammertheater

GASTSPIELE UND REFLEXIONEN Zum 50-jährigen Jubliäum des Stuttgarter Balletts – 1961 wurde Choreograph John Cranko Direktor der Kompanie – finden vom 4. bis 27. Februar Festwochen im Opernhaus und Kammertheater statt. Unter anderem sind dort Werke von Choreographen zu sehen, die Profil und Ruf der Truppe prägten. Am Ballettabend Schmuckstücke (Premiere 17. Februar) werde etwa Stücke von Glent Tetley, John Cranko, Mauro Bigonzetto, Itzik Galili oder Kenneth MacMillan gezeigt. »Las Hermanas« kreierte der Brite nach Federico Garcia Lorcas Stück «Bernarda Albas Haus« den Primaballerinen Marica Haydée und Birgit Keil auf den Leib. Es wurde 1974 zuletzt in Stuttgart getanzt. Neben Stücken aus dem Repertoire des Stuttgarter Balletts wie Goeckes »Orlando«, Bigonzettis »I Fratelli« (Foto) oder Spucks «Leonce und Lena« stehen auch Gastspiele auf dem Festprogramm: Das Königliche Ballett Flandern zeigt Forsythes kongeniales »Impressing the Czar«, das Ballett Hamburg John Neumeiers »Nijinsky« oder das Nederlands Dans Theater II gibt Stücke von Kylián und Lightfoot/León. Am 12. und 13. Februar ist eine international zusammen gesetzte Gala geplant, weiterhin gibt es eine internationale Ballettdirektoren-Konferenz oder im Format »RückBlick« Gespräche mit Personen der Ballettgeschichte. Wiederaufgenommen wird der Pas de Deux mit Puppe »Cranko Re-Flexions« – die Kooperation mit dem FITZ Figuren Theater Stuttgart entstand zum 80. Geburtstag Crankos. (pam) www.staatstheater.stuttgart.de/ballett/start.htm

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TANZTHEATER AUF DER BAUSTELLE OHNE FÖRDERUNG KEINE KREATIVITÄT Wenn die Kasse nicht stimmt, hat das Konsequenzen. Weil die Koproduktionsförderung des Grand Théâtre Luxembourg Mitte 2011 ausläuft, entsteht für Gauthier Dance, Kompanie des Theaterhauses, ab Sommer eine Finanzierungslücke von rund 500.000 Euro. Doch die Gefahr, dass Leiter Eric Gauthier mit seiner Truppe Stadt und Land verlässt, scheint gebannt. Parteiübergreifend will man den Kanadier in der Stadt halten. Die Grünen im Landtag und im Stadtrat fordern eine langfristige Perspektive und eine schnelle Lösung – möglichst bevor Gauthier den Tanzpreis Zukunft Ende Februar in Essen verliehen bekommt. Die Grünen-Stadträte pochen ab 2012 auf eine »institutionelle Förderung« aus dem Säckel der Stadt und möglichst auch des Landes. Darüber wollen Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann erst im Herbst reden, indes soll sich der OB um Sponsoren bemühen. Beim Land sieht man sich im »Haushaltsvollzug 2011« kaum in der Lage, Zuschüsse aufzutreiben. Doch es gibt eine zweite Baustelle in der Stadt, die schnellstens im Namen der kulturellen Vielfalt beendet werden sollte. Die freien Tanz- und Theaterschaffenden haben immer noch keinen festen Produktions- und Spielort. Das Ambo, dessen Räume für Theater und Tanz denkbar ungeeignet waren, ist vom Tisch. Aus dem Treffpunkt Rotebühlplatz sind sie raus. Die knappen Personalstellen wurden gemäß Gemeinderatsentscheidung dem Produktionszentrum Tanz und Performance zugeschlagen, wo auch zunächst die Freien Theater Stuttgart (FTS) unterkommen sollen. Die beiden Vereine arbeiten nun gemeinsam an einem Konzept, das sie im März den Sachkundigen Bürgern und den Kulturpolitischen Sprechern im Gemeinderat vorstellen wollen. (pam)

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SIE WERDEN FRECHER DAS INTERNATIONALE SOLOTANZ-THEATER FEIERT 15. GEBURTSTAG 15 Jahre sind kein Pappenstil. So lange fördert das Internationale Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart bereits junge Nachwuchstalente aus der Welt des Tanzes. Und Choreographen und Tänzer aus aller Welt versammeln sich vom 17. bis 20. März 2010 wieder im Treffpunkt Rotebühlplatz, um ihr kreatives und tänzerisches Können zu präsentieren und den Sprung auf die internationale Bühne zu schaffen. Aus über 250 Bewerberinnen und Bewerbern aus der ganzen Welt wurden im Vorfeld von der Pre-Jury 18 junge Künstler ausgewählt, die ihr Talent unter Beweis stellen und einen der sechs begehrten Geldpreise gewinnen können. Es gilt, sich vor einer hochkarätig besetzen Jury zu beweisen, die auch dieses Jahr aus ausgewählten Juroren besteht. Die Choreographen Marc Jonkers und Susanne Linke, der Tanzpädagoge und Choreograph Fabian Chyle, die Tänzerin und Choreographin Canan Erek und der Choreograph und Ballettdirektor des Stadttheater Ulm Roberto Scafati werden an drei Abenden das Können der jungen Künstler beobachten und beurteilen. Dabei kommt es in den Stücken, die zwischen neun und zwölf Minuten dauern dürfen, neben der technischen Perfektion der Tänzer auch auf deren darstellerischen Ausdruck an. Der künstlerische Leiter Marcelo Santos ist stolz darauf, in diesem Jahr 17 Premieren präsentieren zu können. Dabei fällt ihm auf, »dass Choreographien und die choreographierten Bewegungen frecher werden, von gewohnten Pfaden und Mustern abweichen und Neues versuchen.« (Foto: Emilia Giudicelli) Das bestätigt Festivalleiterin Gudrun Hähnel, die zudem freut, dass die Bewerberzahlen ständig steigen. Dass dem Festival

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die Förderung der jungen Künstler mit größtem Erfolg gelingt, es Maßstäbe im zeitgenössischen Solotanz setzt und längst internationale Anerkennung hat, davon zeugen auch die Jahre, auf die das Festival mittlerweile zurückblicken kann. Bereits 1997 rief es Marcelo Santos in Augsburg ins Leben. Die ehemalige Veranstaltungsleiterin des Treffpunkt Rotebühlplatz, Kirsten Kurz, holte es drei Jahre später nach Stuttgart, wo es sich als alljährlicher kultureller Höhepunkt schnell etablierte. Zum 15. Jubiläum bekommt der Name des Festivals den neuen Untertitel »eine Hommage an Tanja Liedtke«. Grund: Die Stadt Stuttgart hatte die Grundfinanzierung des Festivals gekürzt, so dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die Ausrichtung des Festivals nicht möglich gewesen wäre. Im Untertitel wird gewürdigt, dass mit der Tanja-LiedtkeStiftung ein weiterer Partner für das Festival gewonnen, so die Finanzierung für die nächsten fünf Jahre gesichert werden konnte. Die Stiftung, die zu Ehren der vor drei Jahren mit nur 29 Jahren bei einem Unfall verstorbenen Tänzerin und Choreographin Tanja Liedtke 2008 ins Leben gerufen wurde, will Kunst und besonders den zeitgenössischen Tanz zu fördern. Eine Begleitausstellung berichtet übrigens über Leben und Werk von Tanja Liedtke. Dass das Festival in genau dieser Form der Nachwuchsförderung erhalten bleibt und seinen erfolgreichen Weg weitergehen kann, wünschen sich Gudrun Hähnel und Marcelo Santos für die Zukunft – und da finden sie viel Zuspruch in der internationalen Tanzszene. Das Festival wird als Chance für die Nachwuchstalente und deren Ideen gesehen – und damit nicht zuletzt auch eine für den zeitgenössischen Tanz, der aus diesen Ideen gespeist wird. Man kann nur hoffen, dass der Veranstaltung eine lange Zukunft beschert ist. (pb) www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de

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FESTIVAL ECLAT UND ZEITOPER DIE MENSCHLICHE STIMME Neue Musik sucht immer nach neuen, anderen Wegen, nach Zwischentönen und Grenzüberschreitungen. Wer sich einmal auf das Experiment eines Konzerts dieser Zeitgenossen eingelassen hat, fängt entweder Feuer oder verzichtet auf weitere Abenteuer. Für all jene, die zur ersten Kategorie gehören, verspricht das 31. ECLAT Festival Neue Musik im Theaterhaus wieder spannende und inspirierende Tage. Vom 10. bis zum 13. Februar steht der Mensch im Mittelpunkt, als Singender und als Individuum, gebeutelt und getragen vom Leben. Zweiter Fokus liegt auf drei verschiedenen Musiktheaterentwürfen, inszeniert von drei sehr unterschiedlichen Regisseuren: Mit dabei ist der deutsch-französische Theaterregisseur Thierry Bruehl, dessen mit dem Komponisten Michael Beil erarbeiten Stück »brangg!« nach Celine bereits 2005 beim ECLAT-Festival für Furore gesorgt hat (er ist übrigens mit dem Schauspieler Daniel Brühl verwandt und sieht ihm auch ein bisschen ähnlich). Zudem vor Ort sind der brasilianische Regisseur Marcelo Cardoso Gama, der bereits bei der Zeitoper »Zivilcourage«, kreiert von Kompositionspreisträger Gordon Kampe, Regie geführt hat, Und der Berliner Regisseur und Videokünstler Daniel Kötter, ehemaliger Stipendiat der Akademie Schloss Solitude. Insgesamt werden an vier Tagen Werke unter anderem von Michael Beil, JuanManuel Chavez, Franklin Cox, Manuel Hidalgo, Samir OdehTamimi, Naomi Pinnock, Wolfgang Rihm, Arnold Schönberg, Mike Svoboda, Anton Webern und Jörg Widmann, davon 13 Uraufführungen zu Gehör gebracht. Auf der Bühne sind wie immer hochkarätige Orchester und Ensembles (Foto: Neue Vocalsolisten, Martin Sigmund) quasi die Crème de la Crème.

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Ebenfalls im Februar, genauer am 20., wird es auch eine neue Zeitoper geben. »Got Lost« von Helmut Lachenmann will als »Hommage an die menschliche Stimme« verstanden sein. Sie erzählt von einem verlorenen Korb, zitiert und verfremdet Texte von Fernando Pessoa und Friedrich Nietzsche, um am Ende zu einem eigenwilligen »ecce homo« zu kommen. Die Komposition für Klavier und hohen Sopran wird innerhalb der Michaël Borremanns-Ausstellung im Würt-

tembergischen Kunstverein im Beisein des Komponisten erstmals szenisch aufgeführt. Die Musikalische Leitung hat Stefan Schreiber, für Regie und Dramaturgie zeichnet Xavier Zuber verantwortlich. Borremans selbst steuert die Kostüme bei. Weitere Termine: 23.02. und 26.02. (eva) www.eclat.org, www.staatstheater.stuttgart.de

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KUNST UND KRIMI DIE 5. KINDER- UND JUGENDBUCHWOCHEN Ob mit Justus und seinen Freunden im alten Wohnwagen auf dem Schrottplatz vertrackten Geheimnissen auf die Spur kommen oder mit Meggie, Mortimer und Staubfinger Abenteuer in der Tintenwelt bestehen, die literarischen Fantasiewelten für Kinder und Jugendliche sind unendlich. Und so spannend und faszinierend, das sich dort mitunter auch Erwachsene begeistert tummeln. Ein wahres Eldorado für kleine und größere Leseratten – im vergangenen Jahr wurden rund 20.000 gezählt – bieten im Treffpunkt Rotebühlplatz die Kinder + Jugendbuchwochen vom 17. bis 27. Februar. Und das bereits zum fünften Mal. Zirka 80 Kinder- und Jugendbuchverlage präsentieren hier mehr als 5000 Bücher. Zudem sind zahlreiche Autoren zu Gast wie etwa Sabine Ludwig (»Aufruhr im Schlaraffenland«, Alexander Steffensmeier (»Lieselotte lauert«), Silke Lambeck (»Die wilde Farm«) und Martina Badstuber (»Ich kenn ein Land, das du nicht kennst«), die ihren Fans Rede und Antwort stehen. Zusätzlich werden noch einige Autoren in diversen Stuttgarter Kinderhäusern erwartet. Schwerpunkt dieses Mal ist das Thema »Kunst für Kinder«. In Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie, dem Kunstmuseum und dem »Jungen Schloss« im Württembergischen Landesmuseum wurde ein spannendes Programm auf die Beine gestellt, das den Museumsbesuch zur Abenteuerreise macht und künstlerische Workshops oder Kunstwerkstätten für Kinder anbietet. Außerdem gibt es noch zahlreiche weitere Veranstaltungen wie den Aktionstag »Krimis für Kinder«, der die 2. Stuttgarter Kriminächte (15.–28.3.) einläutet. (eva) 17. – 27.02., www.kinder-jugendbuchwochen.de.

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ZWEI FOTOAUSSTELLUNGEN RITUAL MIT LADY Der Hintergrund ist aus einem Gemälde mit Martha Washington, Ehefrau des ersten amerikanischen US-Präsidenten George. Das Rüschenkleid trug Mary Todd Lincoln, Präsident Abrahams Gattin. Die Schuhe gehören der aktuellen Präsidentengattin, Michelle Obama. Und die Dame im lebensgroßen Bild, das in der Galerie Bildkultur prangt (Foto) heißt Caitlin Rueter, kanadische Fotografin, wohnhaft in New York. Im Projekt »Poise, Power and Protocol« erforscht sie, wie durch Geschichte und Geschichten Identität konstruiert wird. Um Haltung (poise), Macht (power) – es klingt wie das Makel abdeckende Puder (powder) – und Regeln (protocol) zu analysieren, schlüpft Ruiter in die Rollen diverser »First Ladies«. Und in diesem »Re-Enactment«, dem typisch amerikanischen Nachstellen von Historie, enthüllt sie ein unbekanntes Kapitel der US-Geschichte: die Bedeutung der Präsidentengattin. Was ist die wahre Identität von Martha, Mary oder Michelle? Indem Ruiter die Teile ihrer Lady-Montagen einzeln mit Nadeln an die Wand pinnt, so die Symbole austauschbar macht, entlarvt sie gesellschaftspolitische Rituale und die Doppelbödigkeit eines Systems des Scheins. (bis 6.3.) Viel Platz für Assoziationen ist auch in der Photogalerie des Treffpunkt Rotebühlplatz: In »Auf der anderen Seite« folgt die Fotografin Anne Guillin per Polaroid Alltagssituationen und kreiert mal poetische, mal surreal anmutende, stets atmosphärisch dichte Szenarien, in der die Grenzen zwischen realem und Bildraum verschwimmen. (8.2.-20.3.) (pam) www.bildkultur.de, www.vhs-photogalerie.de

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Blaue Notizen von Thomas Klingenmaier

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Erleuchtung für Astrophysiker

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Vom Leben an sich

– in bitterbösen und wunderschönen Facetten

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literaturtipps

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BLAUE NOTIZEN VON THOMAS KLINGENMAIER THE BLUE NOTES: »TOWNSHIP BOP« Zwing die Leute, in Armut, Dreck und Elend zu leben, ohne Mittel und Wege zum Aufstieg, und dann verachte sie dafür, dass sie zerlumpt, ungebildet und krank sind. Diese Herrschaftsmethode wurde und wird rund um den Globus angewandt. Aber dieses Erniedrigungsund Würdeberaubungssystem, das auch Teil des Südafrikas der Apartheid war, wird von den Ausgebeuteten immer wieder auf vielfältige Weise unterlaufen. In Südafrika war die Musik ein Mittel der Selbstbehauptung, aber auch der praktizierten Ironie. Die ursprünglichen Bewohner des Landes, rechtfertigten die weißen Herrenmenschen ihr Treiben, befänden sich auf einer vorzeitlichen, desolaten Kulturstufe, auf der sie wohl auch ewig verharren würden, kundiger fremder Anleitung und strengen fremden Antriebs bedürftig. Die derart Verunglimpften schnappten sich eine moderne, raffinierte Musik aus dem Westen und machten sie sich als Beispiel ihrer Hipness und Modernität zu eigen, den Jazz – der ja selbst afrikanische Wurzeln besaß. Diese Musik, in ihrer sehr tanzbaren Variante meist als Township Jive etikettiert, begeistert noch heute so ziemlich jeden, der sie entdeckt. Die südafrikanische Band »The Blue Notes« aber darf man weder musikalisch noch von ihrem Werdegang her so einfach den schwarzen Tanzbands der schwar-

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zen Nachtclubs zuordnen. »Township Bop« (Proper CD), der Titel ihrer frühesten Aufnahmen aus dem Jahre 1964, macht schon im Titel klar, dass dieses Ensemble sich viel stärker als Teil der lebendigen internationalen Jazzszene begriff als die anderen Bands. »Take The Coltrane« heißt denn auch eines ihrer Stücke. Es scheint, als ob sich die Musiker williger, geborgenheitsbedürftiger, die Gemeinsamkeit suchend ins Ensemblespiel zurückfallen ließen als die Clublöwen aus USA und Europa, die jede Sekunde Solo zum Sich-Absetzen von der Masse der Talente nutzten. »The Blue Notes« gehen auf einen weißen Renegaten zurück, auf den Pianisten Chris McGgregor, den mit vielerlei musikalischen Einflüssen von europäischer Klassik bis Buschtrommeln aufgewachsenen Sohn eines schottischen Missionsschulrektors aus der Transkei. Das formelle Musikstudium schmiss McGregor hin, um in den schwarzen Clubs Kapstadts im lebendigen Austausch zu lernen, und gründete zusammen mit dem schwarzen Altsaxophonisten Dudu Pukwana »The Blue Notes«. Als gemischtrassige Gruppe war das Sextett ständigen Repressionen und Schikanen ausgesetzt. 1964, als die lange verloren geglaubten Aufnahmen auf »Township Bop« entstanden, unternahmen »The Blue Notes« gerade ihre erste Südafrika-Tournee in einem VW Kombi. Als Versuch der Etablierung sahen sie das aber nicht mehr. Das war nur noch ein besonders aktives Normalitätsvortäuschen bis zum Fluchtzeitpunkt. Die Reisepassanträge der Musiker – neben McGregor und Pukwana waren das der Tenorsaxophonist Nick Moyake, der Trompeter Mongezi Feza, der Bassist Johnny Dyani und der Drummer Louis Moholo – lagen auf den Ämtern. Die Band hatte eine Einladung zum Jazzfestival von Antibes erhalten und nicht vor, aus Europa nach Südafrika zurückzukehren.

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Nach einem vielversprechenden Start in Frankreich, der Schweiz und England brach die Band dann aber 1965 auseinander. Der Mangel an lukrativen Gigs auch in London trug dazu gewiss bei. McGregor und Pukwana formten die dem Free Jazz offene Big Band The Brotherhood of Breath, ebenso blieb Louis Moholo aktiv und spielte unter anderem mit den Avantgardisten Peter Brötzmann und Peter Taylor. Auch die südafrikanischen Aufnahmen auf »Township Bop« aber atmen schon, obwohl noch ganz traditionell in der Form, den Geist der Freiheit. Jeder Ton sagt: »Wir sind nicht die, als die Ihr uns behandelt!« Und postuliert das ganz erstaunlich aggressionsfrei.

ERLEUCHTUNG FÜR ASTROPHYSIKER PODCAST-TIPPS VON DIANA HÖRGER .... MESSEN www.uni-bonn.tv Doch wo Licht, da ist bekanntlich der Schatten nicht weit. Denn auch kluge Köpfe tappen zu Weilen im Dunkeln. In diesem Podcast-Fall sind es Astrophysiker und der Raum ist das Universum. Dieses expandiert immer weiter und wird irgendwann kollabieren. Doch die Gewalt die das bewirkt, ist eine Unbekannte: Die so genannte »Dunkle Energie«. Von dieser mysteriösen Kraft weiß man nicht viel, außer dass es sie gibt und dass sie die Energiedichte des Universums kontrolliert. Irgendwie unheimlich, aber auch spannend wie die Forscher an den Unis in Bonn, Heidelberg und München ihre Wissenslücken zu stopfen erhoffen.

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... VERTEILEN http://www.hr-online.de Müsliriegel, Limo, Studentenfutter. Das alles liefert Power, wird aber den Energiehunger des kommenden Jahrhunderts kaum stillen. Satt macht uns künftig nur Strom, erzählen uns die Wissenschafter im hr2Podcast. Elektrik ist die Energie der Zukunft. Denn sie ist wandelbar und unerschöpflich, im Gegensatz zu Holz, Kohle und Öl. Doch wie kann man künftig genug davon erzeugen? Wie kann man die Schwankungen von Sonne und Wind ausgleichen? Hier wird der Hörer erleuchtet. ... TANKEN http://www.yoga-vidya.de/de/service/ blog/category/podcast/ Andere haben die Weisheit und Gelassenheit aber längst gefunden. Der Schlüssel dazu liegt in der Yoga-Energie-Meditation. Mit der wohl leisesten Form der Energiegewinnung, kann der Körper dank Himmelskraft endlich wieder erden und »innerlisch läscheln« wenn »Lischt in disch hineinströmt«. Das sagt zumindest der Yogi . Also alle 7 Chakren bitte auf Empfang und vom Scheitel bis zur Sohle atmen: »Ich bin mutig - om, om, om!«

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VOM LEBEN AN SICH – IN BITTERBÖSEN UND WUNDERSCHÖNEN FACETTEN KINDERBÜCHER UND MEHR VON INA HOCHREUTHER DAS GEHEIMNIS DER VERMISSTEN DINGE Dieses Buch ist ein kleines Juwel! Es passiert gar nicht so viel im »Geheimnis der vermissten Dinge«. Die zehnjährige Mo Wren lebt mit ihrem Vater und der kleinen Schwester, die alle nur »das wilde Kind« nennen, in einer heruntergekommenen Siedlung am Rande der Stadt. Ihr gibt es Geborgenheit, jeden schrulligen Nachbarn zu kennen. Denn das nachdenkliche Mädchen schleppt zuviel Familienverantwortung mit sich herum, seit die Mutter gestorben ist. In den Sommerferien kommt wie immer die liebste Freundin zu Besuch. Doch sie hat sich verändert. Und auch der Vater wünscht Veränderung, möchte woanders hinziehen. Mo hingegen will, dass alles so bleibt, wie es ist. Tricia Springstubb schreibt aus der Sicht ihrer kleinen Heldin sensibel, humorvoll, philosophisch und doch ganz einfach über die existenziellen Dinge im Leben: Liebe, Tod – und das Wetter. Jeder Satz ist ein Genuss! A. d. Englischen v. Siggi Seuß, Dressler Verlag 2011, 224 S., € 12,95. Ab 10.

SO ODER SO IST DAS LEBEN Im wirklichen Leben möchten wir wenig mit ihnen zu schaffen haben. Denn so richtig sympathisch erscheint uns die fünfköpfige Familie Baudoin nicht, abgesehen von der sensiblen achtjährigen Mirabelle, die gerne in die virtuellen Welten des Internets abtaucht. Ihr fünfzehnjähriger Bruder Paul-Louis interessiert sich vor allem für teure Klamotten und Partys, die siebzehnjährige bildhübsche Violaine weiß nicht so recht, was

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sie mit dem angebrochenen Leben anfangen soll und träumt von Liebe und Leidenschaft. Wir lernen sie alle aus der zynischen Perspektive von Jean, ihrem Vater, kennen. Der betreibt eine Arztpraxis. Das Gefühl für die Bedürfnisse seiner Patienten ist ihm im Drang nach hastigem Geldverdienen längst abhanden gekommen. Diejenigen, die ihm allzu lästig sind, schiebt er auf seinen neuen jungen Mitinhaber Vianney Chasseloup ab, der als Gegenpart zu ihm fungiert. Jeder lebt hier in seinem eigenen Kosmos. Das ändert sich schleichend, als Violaine schwanger wird. Marie-Aude Murail schildert in »So oder so ist das Leben« amüsant, feinsinnig und kenntnisreich ein bourgeoises französisches Milieu. A. d. Französischen von Tobis Scheffel, S. Fischer Verlag 2011, 254 Seiten, €13,95. Ab 14.

DER ERSTE TOD DER CASS MCBRIDE Die siebzehnjährige Cass kommt in einer Art Sarg zu sich, eingebuddelt im Boden. Ein dünner Luftschlauch ins Freie versorgt sie mit Sauerstoff und ein Walkie-Talkie neben ihr erlaubt den Kontakt zu ihrem Peiniger, den um zwei Jahre älteren Kyle. Er gibt ihr die Schuld am Freitod seines jüngeren Bruders. In dem Psychothriller »Der erste Tod der Cass McBride« gibt es scheinbar nur Gewinner oder Verlierer. In kurzen, sehr lebendig geschriebenen Kapiteln zeigt uns die amerikanische Autorin Gail Giles das Heranwachsen von Jugendlichen in einer Mittelklasse- bis gehobenen Gesellschaftsschicht, geprägt von Berechnung und Konkurrenzdenken. Eltern wollen hier ihre Kinder aus persönlichem Ehrgeiz oder wegen eigener verpassten Chancen zu Siegertypen heranziehen. Dabei bleibt das Mitgefühl für den Nächsten auf der Strecke. Ein eindrücklicher Roman! A. d. Amerikanischen von Eva Plorin, Thienemann Verlag 2011, 238 Seiten, € 13,90. Ab 14.

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LITERATURTIPPS WENIGER IST MEHR Ein alter Spruch, ein geflügeltes Wort, ein Motto, eine Weisheit, deren Ursprung nicht mehr nachzuweisen ist. Versteckt ist die Aussage in vielem, nicht zuletzt in spirituellen und religiösen Philosophien. Kaum allerdings wird Bezug auf dieses nette Oxymoron genommen, wenn es um Konsum und Wirtschaftswachstum in unseren Breitengraden geht. Um just diese Themen aber, die just unter dem Titel »Weniger ist mehr« zusammen gefasst sind, dreht sich die neue Ausgabe von »Kulturaustausch«. Die »Zeitschrift für Perspektiven«, wie sie sich auch im Untertitel nennt wird herausgegeben vom Institut für Auslandsbeziehungen und widmet sich vier Mal im Jahr aktuellen Themen, die alle Bewohner der globalisierten Welt betreffen. Besagte Ausgabe, die erste im Jahr 2011, fühlt den Mechanismen unserer Gesellschaft auf den Zahn, dem Wissen um Klimawandel, Wasserknappheit und Ölmangel, um das rasante Wachstum der Weltbevölkerung und um das industrielle Wachstum ehemaliger Entwicklungsländer. Es wird nach Gerechtigkeit gefahndet und für eine neue Haltung zur Natur plädiert, die Droge Wachstum untersucht und Ökologie durch eine neue Bürgerbewegung beschworen. Und die Planbarkeit kultureller Prozesse durch internationale Kulturarbeit hinterfragt. Schön sind die langen Artikel, in denen man mehr erfährt, als nur Eckdaten und Status Quo. Hintergründiges und internationale, vielfältige Perspektiven machen den Reiz dieser Lektüre aus. Kleiner Höhepunkt des rundum gelungenen Hefts ist Ilija Trojanows Reflektionen zum Klimawandel, gestrandeten Walfischen und verheizten Pinguinen. Seine Aussage: »Weniger ist mehr.« Und: »Viel weniger ist die einzige Überlebenschance.« (eva) Ausgabe 1/2011, 90 S., Preis: 6 € + Versandkosten, www.ifa.de

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DIE UNENTWEGTEN Mut haben sie bewiesen, Ausdauer und die schiere Lust am Leben. Pauline und Friedrich Thiel wurden ein Paar, obwohl die Eltern damit nicht einverstanden waren, obwohl die Gesellschaftscodes anderes von der reichen Kaufmannstochter verlangt haben, als einen zwar technisch begabten, aber erfolgslosen Rennfahrer zu heiraten. Gegen alle Widerstände setzten sich die beiden durch und erlebten mit ihren zwölf Kindern schöne wie harte Zeiten im Deutschland der zwanziger bis sechziger Jahre. Etwa diesen Zeitraum hat der Spross eines dieser Kinder nun in einer außergewöhnlichen Biografie dokumentiert. Miriam Eberhard, in Reutlingen geboren, in Tübingen und Bochum aufgewachsen und mittlerweile als Schauspielerin in Berlin lebend, lässt in ihrer Familiengeschichte »Die Unentwegten« ihre zahlreichen Onkel und Tanten sprechen. In unterschiedlich langen Absätzen, die kleine Geschichten und Szenen des Lebens erzählen, fügt sie inhaltlich zusammen, was zusammen gehört, lässt persönliche Erinnerungen Revue passieren, die den Alltag der deutschen Geschichte ausmachen. Da ist von Tieffliegern die Rede, von den gewaltsamen Deportationen jüdische Nachbarn, vom Kindersterben und von Arbeitssuche. Aber auch von Kreativität und mutigen Taten, von Festen und Spielen. Es sind diese subjektiven Perspektiven, die unmittelbaren Alltagsbeschreibungen, zumeist im schwäbischen Dialekt geäußert und von der Autorin so auch niedergeschrieben, die fesseln und eindrückliche Bilder in der Art eines Filmes hervorrufen. Gut möglich, dass man diese Geschichten auch bald mal auf der Leinwand erleben kann. (eva) Miriam Eberhard liest am 9. Februar, 19 Uhr 30 in der Stadtteilbücherei Stuttgart-Degerloch (Löffelstraße 5). Klöpfer & Meyer, 2010, 384 Seiten, 24,50 €

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Kunstspaziergang in der Region

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Mit analytischer Ironie

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Getrennte Leidenschaften

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ÂťText/WerkÂŤ im Heidelberger Kunstverein

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Stiftungspreis der Sammlung Klein

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Imi Knoebel im Schauwerk

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Die 8. artKarlsruhe

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TanzSzene Region

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Soziokulturelle Zentren im Fokus

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KUNSTSPAZIERGANG IN DER REGION MEISTER DES METALLS Als Hommage an den Metallbildhauer Gert Riel, der im Januar seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, kann man die Ausstellung im Museum Biedermann verstehen. Denn er war es, der zwischen 1974 und 2005 als Lehrer und Leiter der Metallwerkstatt an der Kunstakademie in Stuttgart viele Künstlerkollegen um sich scharte, die nun mit ihm in Donaueschingen ausstellen: Camill Leberer, Markus F. Strieder, Stefan Rohrer und Friedemann Flöther. Ihre geschmiedeten, verbogenen, polierten, gravierten und geschliffenen Arbeiten demonstrieren, welch hinreißendes Material Metall sein kann. (gb) Bis 13.3., Museum Biedermann, Donaueschingen, www.museum-biedermann.de

LICHTHÖFE FÜR ARM UND REICH Mit viel Witz und Verstand entwickelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset (Foto) sozial engagierte Installationen, die mächtigen Eindruck hinterlassen – wie etwa die Prada-Boutique in der Wüste von Texas oder den scheinbar gemeuchelten Kunstkritiker im Pool der venezianischen Biennale. Für das ZKM haben die beiden die zwei Lichthöfe in einen viergeschossigen Plattenbauwohnblock und in einen klassizistischen Partysaal für die gehobene Gesellschaft verwandelt. (gb) Bis 27.3., ZKM Karlsruhe, www.zkm.de

VERHALTENE SINNLICHKEIT IN PAPPELHOLZ Stephan Balkenhol hat Konjunktur, nach und nach sichern die Museen sich eine seiner Plastiken – erst im vergangenen Jahr hat auch die Stuttgarter Staatsgalerie »Drei Männer auf Bank« ins Haus geholt. Die Städtische Galerie Ostfildern

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muss zwar auf Außenstände zurückgreifen, doch zeigt sie in Kooperation mit der Mönchengladbacher Galerie Löhr und dem Kunstbuchverlag Hatje Cantz bis Ende März schwerpunktmäßig Druckgrafiken sowie etliche der Holzfiguren, die sich teilnahmslos, aber nachdrücklich ins Gedächtnis des Betrachters einprägen. (gb) Bis 29.3., Städtische Galerie, Ostfildern, www.ostfildern.de

ALLGEGENWÄRTIGE STREIFENMELODIE Die minimalistische Konzeptkunst hat in Daniel Buren (Foto: »Les neuf Couleurs«) einen ihrer wichtigsten Vertreter. Für die Kunsthalle hat er seine Streifenarbeiten installativ unter dem Eindruck der klassizistischen Architektur entworfen. Auf eindrucksvolle Weise verfügt er über den Raum, als sei er mit Musik erfüllt, wie der Titel »Allegro Vivace« vermuten lässt. Und damit nicht genug: Während der Ausstellung verwandelt sich die Innenstadt von Baden-Baden mit rund hundert Buren-Fahnen in ein Gesamtkunstwerk. (gb) 12.2.–22.5., Kunsthalle Baden-Baden, www.kunsthalle-baden-baden.de

SCHAURIG-SCHÖNE KOHLEZEICHNUNGEN Der mehrfache Documenta-Teilnehmer und Träger des Kaiserrings der Stadt Goslar, Robert Longo, macht Station in Ulm. Die Kunsthalle Weishaupt, die 2007 zur Eröffnung von Longo mit einer bedeutungsschweren »Weißen Rose« beschenkt worden war, zeigt eine umfangreiche Auswahl aus dem atemberaubendem, hyperrealistischen Werk des Künstlers, der die Ausstellung selbst kuratiert hat. (gb) Bis 25.9., Kunsthalle Weishaupt, Ulm, www.kunsthallenweishaupt.de

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MIT ANALYTISCHER IRONIE ZWEI AUSSTELLUNGEN BEI WÜRTH Aus der umgeworfenen Flasche rinnt Flüssigkeit, daneben glotzen zwei Totenköpfe. Die Tafel des nordischen Gottes Odin? Es ist eine vielschichtige Welt, die der Maler Uwe Lindau (Foto: »Des Henkers Mahlzeit«) zur Assoziation darbietet. Der Lüpertz-Schüler serviert absurde Szenen zwischen gestischer Abstraktion und Figuration voller Ironie und Drastik. Darin verhandelt der 60-Jährige den Menschen, dessen Befindlichkeiten und Handeln auf der Basis von Literatur und Kulturgeschichte sowie aktueller politischer oder gesellschaftlicher Ereignisse. Das Museum Würth Künzelsau zeigt bis 1. Mai in »Blick in die Verschwörerbude« über 100 Werke aus dem Sammlungsbestand sowie Leihgaben. Noch bis 3. April präsentiert die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall in Kooperation mit der Albertina Wien eine Werkschau von Alex Katz, dem Altmeister des Cool Painting. Wie kein anderer hat der New Yorker das schicke, mitunter leere Leben der Intellektuellen- und Kunstszene im Big Apple und der Betuchten Freizeitverhalten analysiert (Foto: »Red Coat«). Die rund 170 Druckgrafiken und Gemälde der Schau »Prints, Paintings, Cutouts« zeigen zudem die Naturidyllen von Maine, die Katz mit seiner monumentalen flächenbetonte Malerei zu radikalen Kompositionen von ikonischer Allgemeingültigkeit stilisiert. (pam) www.kunst.wuerth.com

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GETRENNTE LEIDENSCHAFTEN Die Ludwigsburger Galerie 5räume schreitet auf doppelter Spur in die Zukunft. Vor zwei Jahren entdeckten die Kunsthistorikerin und Germanistin Gudrun Fuckner und der Architekt Terence Poe den Charme jener Fünfzimmerwohnung im ersten Stock eines Altbaus direkt am Marktplatz – und waren Feuer und Flamme. Dank einer kunstsinnigen Besitzerin war es nur eine Frage der Zeit, dass aus dem temporären Ausstellungsmodell eine Galerie wurde, die sich mit zehn raumbezogenen Ausstellungen profilierte – und auch in unwetterreichen Zeiten etablierte. Da Feuer und Flamme allerdings über diese Zeit hinweg nicht in gleich heller Freude flackerten, haben die Galeriepartner entschieden, die Räume mit geteilter Aufmerksamkeit weiterzubetreiben: In den fünf Räumen werden im Wechsel die »Galerie Gudrun Fuckner« und die »Poe Gallery« ihr Programm stärken. Für Fuckner ist es auch eine Existenzfrage, sodass ihr der laufende Betrieb und auch die Teilnahme auf Messen wichtig sind, und sie ist sichtlich stolz, dass sie mit der Installationskünstlerin Kristin Arndt oder dem Filmemacher Jochen Kuhn schon ordentlich punkten konnte. Poe, für Fuckner »der kreative Kopf«, sieht in der Galerie eher ein zweites Standbein, will aber mit Spaß und Ernst zugleich seine Handschrift deutlicher herausstellen und Fotografie wie Architektur mit einbringen. Vorerst hat Poe jedoch noch kein festes Programm, kann auch erst mal ausschnaufen, denn zunächst stellen Martin Pfeifle und Markus Merkle bei Gudrun Fuckner unter anderem minimalistische Installationen aus wie das titelgebende »Lost Pic«. (gb) 18.2.–2.4., Galerie Gudrun Fuckner, Ludwigsburg, www.galerie-fuckner.de

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»TEXT/WERK« IM HEIDELBERGER KUNSTVEREIN VON BILD- UND TEXTFINDERN Johan Holten, der Direktor des Heidelberger Kunstvereins, wechselt vor Ablauf seines Vertrags, zur Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Anders als in der Fußball-Bundesliga, wo das Trainer-Karussell sich aufgrund chronischer Misserfolge eines Teams dreht, scheint im Museumsbereich gerade der Erfolg das Stühlerücken zu beflügeln: So wollte der Kunstverein seinen Frontmann auch nur ungern ziehen lassen, sah aber wohlwollend die erweiterten Perspektiven, die das Haus in Baden-Baden, dicht neben Burdas Kunsttempel, bietet. Sein Feld in Heidelberg ist derweil gut bestellt. Ein Highlight dieses Jahres ist sicher das 4. Fotofestival, das zusammen mit Ludwigshafen und Mannheim ausgerichtet wird; zudem folgt das Programm den teils abgelegenen, teils gewitzt-kuriosen Wegen, die Holten in den letzten vier Jahren oftmals gegangen ist. Im Februar eröffnen gleich zwei Ausstellungen, die einmal dem Verhältnis von Texten zum Kunstwerk wie zur Künstlervita gewidmet sind, zum andern (wirklich in Romanen) »Erfundene Künstler« vorstellt. Die »Text/Werk«-Schau hat keineswegs mit dem Buchstabenallerlei im oder als Kunstwerk zu sein. Vielmehr schiebt die Ausstellung den Arbeiten jeweils zwei Texte unter, die sich dem Werk impulsiv und objektiv nähern. Der Witz ist, dass der Betrachter notgedrungen selbst Position beziehen muss – und das unter anderem angesichts eines mächtigen Lindwurm-Triptychons von Jonathan Meese (Foto: »Lindwurm der Macht), Cedric Bomfords ominösem »Amt« oder einer »Postcard to Heidelberg« von Andrea Longacre-White. (gb) Bis 27.3., Heidelberger Kunstverein, www.hdkv.de

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STIFTUNGSPREIS DER SAMMLUNG KLEIN DAS BESONDERE IM ALLTÄGLICHEN Das Kreative findet sich oft dort, wo man es nicht vermutet. Eberdingen-Nussdorf etwa ist ein nettes Örtchen mit zirka sechseinhalbtausend Einwohnern, wo sich´s gut leben lässt und Industrie angesiedelt ist. Und wo eben reichlich Kultur, genauer gesagt Kunst zuhause ist. Das KunstWerk des Ehepaars Peter und Alison Klein hat hier seinen Sitz, und damit ist nicht etwa eine einzige Arbeit gemeint, sondern eine ganze Sammlung, die die Kunstliebhaber und Unternehmer im Laufe von mehr als 30 Jahren zusammen getragen haben. Damit nicht genug. Die beiden haben im Jahr 2007 auch eine Stiftung gegründet mit dem Ziel, bedürftige Menschen zu unterstützen und Bildung, Kultur, Sport und Völkerverständigung zu fördern. Darüber wird dieses Jahr bereits zum zweiten Mal der Preis zur Förderung junger Fotokünstler ausgelobt. Und die mit Kurator Christian Gögger, Professorin Cindy Gates und der neuen Leiterin der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Petra von Olschowski, besetzte Jury hatte aus 36 Bewerbern und Bewerberinnen zu wählen. Die Preisträgerin 2010 war die in Bonn geborene und in Brüssel lebende Künstlerin Stephanie Kiwitt. Sie erhält den mit 10.000 Euro dotierten »Stiftungspreis Fotokunst 2010« für ihre »stillen Bildwelten«, die bei genauem Hinsehen, so die Jury, ihren Reiz offenbarten (Foto: »Magneta«). Dann zeige sich, dass sich das Besondere im Alltäglichen wiederfinde. Eine Schau im KunstWerk zeigt bis 16. März Werke der Künstlerin sowie weitere Fotoarbeiten der Finalisten Christian Diehl, Andreas Gefeller, Julian Röder, Gitta Seiler und Alexandra Vogt. (eva) Bis 16.03., KunstWerk, www.sammlung-klein.de

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IMI KNOEBEL IM SCHAUWERK JENSEITS ALLER KATEGORIEN Er soll sich nicht getraut haben, seinem Meister Joseph Beuys Arbeitsproben zu zeigen. Doch Imi Knoebel, einer der wichtigsten deutschen Gegenwartskünstler, hat diese Scheu schnell überwunden: Stammen doch aus Beuys Klasse im legendären, diskursiven Raum 20 der Düsseldorfer Akademie renommierte Künstler wie Sigmar Polke, Imi Giese, Blinky Palermo, Katharina Sieverding oder Jörg Immendorf. Als Imi Knoebel 1965 dort startete, faszinierten ihn Kasimir Malewitsch und die russischen Konstruktivisten. Schnell fand er zu seinem eigenen, radikal abstrakt-konkreten Weg, bildete mit Giese und Palermo eine Minimal-Art-Fraktion unter den Beuys-Schülern, was später von der Kritik als NeoGeo, »Neue Geometrie« bezeichnet werden sollte. Aber Knoebel arbeitet jenseits der Kategorien. Früh lotet er die Konzepte des Raumes als Orts des Denkens aus, wie im »Raum 19«, den ihm Beuys überließ, in Lichtprojektionen oder im »Genter Raum« der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit 499 lackierten Holzteilen. Charakteristisch ist die extreme Schlichtheit der Materialien: Nach schwarz-weißen Linienbildern schuf er erst in reduzierter, dann lustvoller Farbigkeit aus geschichteten Sperrholz und Hartfaserplatten flächige Skulpturen: »Sandwichbilder«, später Überlagerungen aus farbenfrohen Aluminiumlatten (Foto: »ALIAA«). Die Sammlung Schaufler besitzt einen großen Werkkomplex Knoebels. Mit ihm entsteht eine Schau mit 50 Werken aller Schaffensphasen, die ab 19. März im Schauwerk Sindelfingen zu sehen ist, darunter die »Figurenbilder«, die das Prinzip des Zusammenfügens verschieden farbiger Einzelteile dekliniert. (pam) 19.3.-2.10.2011, Schauwerk Sindelfingen, www.schauwerk-sindelfingen.de

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DIE 8. ARTKARLSRUHE EINE ALTE BEKANNTE Die erste Sensationsmeldung zur Messe artKarlsruhe datiert schon vom Januar: Der Hans-Platschek-Preis geht in diesem Jahr an den (nicht mehr ganz) »Jungen Wilden« Werner Büttner. Der 1954 geborene Autodidakt, der mit seiner Familie 1961 aus der ehemaligen DDR in den Westen floh, setzt seine Arbeiten aus fragmentarischen, verrätselten und poetischen Elementen zusammen. Mit dem Preis, der am 10. März überreicht wird, wird der Künstler wohl auch im Süden der Republik bekannter werden. Auch die achte Ausgabe der Karlsruher Messe am 10. bis 13. März will wieder als Drehscheibe im Südwesten Zeichen setzen, wobei das Konzept sich getrost am Erfolgskurs der vergangenen orientieren kann – 2010 kamen immerhin 40.000 Besucher, um diese Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst zu sehen. Nachdem allgemein ein größerer Optimismus in der Branche herrscht, darf man doppelt gespannt sein, ob die Kurve weiter nach oben geht. Mit 350 Bewerbern ist das Interesse schon mal gleich geblieben, sodass die ausgewählten 200 Galerien in etwa dem Bild des vergangenen Jahrs entsprechen. Was die Veranstaltung auszeichnet, sind zum einen die 19 Skulpturenplätze, die der Messestruktur eine eigene Dynamik verleihen, und die jedes Mal mit Spannung erwartete Kür der besten One-Artist-Show. Die Sonderschau widmet sich 2011 der Modefotografie der letzten neun Jahrzehnte, und Karlheinz Schmid (»Kunstzeitung«) lädt wieder zum Artima art meeting. Nur den lieb gewonnenen Berliner Block wird man zum letzten Mal sehen. (gb) ArtKarlsruhe, 10.–13. März, www.art-karlsruhe.de

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TANZSZENE REGION LIEBESLEID MIT KULTURSCHOCK Mitte der 70er mischte er die Tanzszene in Québec auf. Vom Stil der Straße beeinflusst, begründete Édouard Lock, kanadischer Choreograph aus Marokko, seinen Ruf als genialer Wilder: mit rasant harten, akrobatischen Bewegungen an der Grenze der Verletzungsgefahr zu Elektrobeats und Punk. Jenseits Geschlechteroder Genregrenzen ließ er Männer sexuelle Ambiguität, Frauen Dominanz verkörpern. Musiker wie David Bowie, Frank Zappa, oder Einstürzende Neubauten rissen sich um den vielfach Preisgekrönte und seiner 1980 in Montreal gegründeten Kompanie La La La Human Steps (Foto). Locks Markenzeichen, der Barrel Jump, eine horizontale Pirouette in der Luft, und seine sprungstarke Frontfrau Louise Lecavalier wurden legendär. Nun proben der 56-Jährige und seine Human Steps den Aufstand statt mit Sneakers auf Spitzenschuhen. Für sein neues, im Januar uraufgeführtes Stück zum Kompanie-Jubiläum vereinte der Komponist Gavin Bryars die Opern »Dido et Aeneas« von Henry Purcell mit »Orfice ed Euridice« von Willibald Gluck. Locks Version der tragischen Liebesgeschichten ist am 5. Februar im Forum am Schlosspark Ludwigsburg zu erleben. Dort lässt am 16. Februar Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, langjähriger Solist bei Sasha Waltz & Friends, das renommierte Berliner Barockorchester Akademie für Alte Musik tanzen. Während die Musiker Vivaldis »Vier Jahreszeiten« interpretieren, werden sie getragen, eingeschneit oder müssen rennen. Die Idee zu dem außergewöhnlichen choreografischen Konzert »4 Elemente – 4 Jahreszeiten« hatte Sasha Waltz.

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Einen Monat später ist dort die – so das Time Magazin – »sinnlichste Tanzkompanie seit es Australien gibt« zu Gast: das Bangarra Dance Theatre Sydney. Ihr Leiter Stephan Page verbindet die 50.000 Jahre alte Kultur und Körpersprache der australischen der Aborigines mit Ballett und modernem Tanz. Die Kompanie zeigt am 16. März etwa »Spirit«, eine atmosphärische Choreographie über Schöpfungsmythen, Totemtiere, Geisterwesen und dem ewigen Kreislauf der heiligen Rituale. Die Welten von HipHop und Klassik, zeitgenössischem Tanzes und Ballett treffen in der Reithalle im Kunstzentrum Karlskaserne aufeinander, wenn am 11. Februar die Tanz- und Theaterwerkstatt TTW und die Jugendmusikschule Ludwigsburg mit ihrer Produktion »Zuckerschock Fairy« Premiere feiern (Foto). Obwohl eine HipHop-Tänzerin und ein Musiker eines klassischen Orchesters ihre jeweilige Musik und Gewohnheiten völlig daneben finden, entsteht durch den Kulturschock etwas Neues. Die Produktion haben 70 Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren mit der Wiener Choreographin Daniecell und der Dirigentin Ute Kabisch erarbeitet. Unterschiedlichste Herangehensweise und Ausdrucksformen sind schließlich auch in Reutlingen zu erleben. Beim Internationalen Tanztheater XI am 5. und 6. Februar in der Planie 22, einer einstigen Trikotagenfabrik, sind Choreografien von Dan Pelleg und Marko E. Weigert, Gaetano Posterino sowie Yaron Shamir zu erleben. Bleibt der Blick nach Karlsruhe: Für den Ballettabend »Romantik« des Badischen Staatstheaters am 12. März kreiert Demis Volpi (Foto), Tänzer beim Stuttgarter Ballett und Entdeckung bei den »Jungen Choreografen der NoverreGesellschaft«, ein Stück zu Niccolò Paganinis Musik. Mit im Programm: Heinz Spoerlis »Nocturnes« sowie Christopher Wheeldons »Variations Sérieuses«. (pam)


SOZIOKULTURELLE ZENTREN IM FOKUS JENSEITS VON ALTER UND SCHICHT In Zeiten, in denen um die Zuwendungen für Hartz-IV-Familien diskutiert wird, ist sie aktueller denn je: gesellschaftliche Teilhabe. Sie war Ziel der ersten Soziokulturellen Zentren, die ab den 70er Jahren im Zuge der sozialen Bewegungen entstanden. Die Grenzen zwischen Hoch- und populärer Kultur sollten aufbrechen, Menschen jeden Alters, aller sozialen Schichten und Nationalitäten spartenübergreifend Kultur, soziales Engagement wie politischen Diskurs erfahren. Auch heute werden in den Zentren neue Ideen und Formate geschmiedet. Sie sind Spielorte für freie Kulturschaffende, fördern nicht-professionelle Gruppen. Und BadenWürttemberg ist mit 54 Zentren eine Hochburg der Soziokultur, zusammengeschlossen in der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren e.V. LAKS. Sie entscheidet mit Kunstministerium und Regierungspräsidien, wer die derzeit über 1,9 Millionen Euro Landeszuschüsse erhält. Was diese bringen, das ist vom 9. bis 28. Februar bei »Spotlight Soziokultur – Kultur im ganzen Land« zu sehen: 35 Zentren im Land zeigen Musik, Theater, Tanz, Kabarett, Comedy, Lesungen, Diskussionen und Ausstellungen. Eröffnet wird der Reigen am 9. Februar im Kulturzentrum franz.K. in Reutlingen mit einer Cross-Performance (Foto: »Rainer von Vielen«) der Tänzerin Natascha Moschini, Graffiti Sprayer Dingo, HipHop-Musiker Maeckes und anderen. Einige Highlights: »Kanakmän« Mussin Omurca (Kulturhaus Osterfeld Pforzheim 11.2.), der holländische Sänger Sven Ratzke (Fabrik Freiburg, 9.2.) oder das HipHop-Klassik-Projekt »Zuckerschock Fairy« (Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigsburg, 11.,12.2.). (pam) www.spotlight-soziokultur.de

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Februar bis M채rz 2011


STUTTGART ABTART François-Marie Banier »Die Metamorphose des Augenblicks, 25.02. bis 16.04.11 Rembrandtstraße 18 www.abtart.com Akademie Schloss Solitude Ole Aselmann »Berlin - Beijing«, Kristina Estell »Treatment«, Lan Tuazon »Ingredients of Reality«, 03.02. bis 20.03.11 Solitude 3 www.akademie-solitude.de Architektur-Galerie am Weißenhof relais landschaftsarchitekten »der geschriebene garten«, 09.02. bis 03.04.11 Am Weißenhof 30 www.weissenhofgalerie.de Artary Galerie Julia Mueller »Left Behind«, 04.02. bis 04.03.11 Wilhelmstraße 5 www.artary.de bildkultur / galerie Caitlin Rueter »Poise Power and Protocol«, bis 06.03.11 Markelstraße 19 www.bildkultur.de BBK Württemberg Iris Flexer, ka Tsu Sann, Sabine Sulz, Edel Zimmer »Druckfrisch«, bis 13.02.11, Ursula Kirchner, Scherenschnitte, 27.02. bis 27.03.11 Eugenstraße 17 www.bbk-wuerttemberg.de f-75 Galerie für Architekturfotografie Tim Griffith »Babel Town«, bis 11.03.11, Jürgen Pollack »New York«, 15.03. bis 21.04.11 Filderstraße 75 www.f-75.de Forum3 Özlem Yavuz »I light you / you light me«, Fotografien, bis 03.03.11 Ana Pasqualini, Malerei, 04.03. bis 14.04.11 Gymnasiumstraße 21 www.forum3.de

Galerie 14-1 Galerienhaus Roland Dostal »Far far away«, bis 12.03.11, Kammerspiel: Nicole Adis »Winterreise«, 19.02. bis 09.04.11, Mathieu Bernard-Reymond »Elements«, 19.03. bis 21.04.11 Breitscheidstraße 48 www.14-1-galerie.de Galerie Bovistra Ralf Wehrle, Uwe Frank »Masculine«, Fotografien, bis 31.03.11 Ludwigstraße 66 www.bovistra.com Galerie Dengler und Dengler Reinhold Heller, András Pinczehelyi, Uta Süße-Krause, Tamás Trombitás, Manoel Veiga, Sabine Wild, Gábor Záborszky, »Kälte«, 05.02. bis 23.04.11 Rosenbergstraße 102A www.denglerunddengler.de Galerie Dorn 40 Jahre Galerie Dorn, »Rundgang«, bis 06.03.11, Dieter Kränzlein, Gerd Kanz, ab 18.03.11 Planckstraße 123 www.galeriedorn.de Galerie Franke »Schamanismus im Himalaya«, Masken, Figuren, Amulette, bis 05.03.11 Weberstraße 39 www.galerie-franke.de Galerie Angelika Harthan Im Februar: »Accrochage«, Arbeiten von Michael Burges, Madeleine Dietz, Magdalena Jetelová, Bim Koehler, Maria Moser, Willi Siber Gerberstraße 5c www.galerieharthan.de Galerie Reinhard Hauff Mark Pearson, 11.02 bis 26.03.11 Paulinenstraße 47 www.reinhardhauff.de Galerie Hollenbach Richard Kirwan, Daniel Sturgis, bis 08.02.11 Ganghoferstraße 28


www.galerie-hollenbach.de Galerie INTER ART Rosenstraße 37 www.interart-germany.de Galerie Janisch Meisterwerke der Druckgrafik, Von Ackermann bis Warhol, bis 12.03.2011 Königsstraße 28 www.galerie-janisch.de Galerie Keim Schatzkästlein »MADE in Paper«, Künstler der Galerie Treffen auf Klassiker, bis 12.03.11 Marktstraße 31 www.galerie-keim.de Galerie Saby Lazi Im Februar Sonderschau mit Horst Antes, Brigitte Anders, Manfred Henninger, Gustav Schleicher Bopserwaldstraße 61 www.sabylazi.de Galerie Brigitte March International Contemporary Art Solitudestraße 254 www.artfacts.net/brigmarch/ Galerie Merkle Ulrike Kirbach, Zeichnungen und Druckgrafik, bis 12.03.11 Galerienhaus, Breitscheidstraße 48 www.galerie-merkle.de Galerie Mueller-Roth Christophstraße 6 www.galerie-mueller-roth.de Galerie El Pacifico Raul Anguiano, Mexico, 04. bis 25.02.11, Francisco Aguirre, Kolumbien, März 2011 König-Karl-Straße 30 www.galerie-el-pacifico.de Galerie Anja Rumig Willi Weiner »Seensucht«, 07.02. bis 26.03.11 Ludwigstraße 73 www.galerie-anjarumig.de Galerie Schlichtenmaier Kunst der 60er Jahre: R. Geiger, E. Hauser, Th. Lenk, G.K. Pfahler, u.a., 28.01. bis 28.03.11 Kleiner Schlossplatz 11 www.schlichtenmaier.de

Galerie Sabine Salomon Schwefel Stammheimer Straße 22 www.galerie-schwefel.de Galerie Schurr Straußweg 46 www.galerie-schurr.com Galerie Sonnenberg In den Baumschulen M. Hörmann Korinnaweg 50A www.galerie-sonnenberg.de Galerie Michael Sturm Mathias Garnitschnig, Claudia Larcher und Liddy Scheffknecht, Brigitte Stahl, bis 05.02.11 Christophstraße 6 www.galerie-sturm.de Galerie Edith Wahlandt Günter Fruhtrunk »Emotion und Klarheit«, bis 09.04.11 Hölderlinstraße 55 www.edith-wahlandt-galerie.de Galerie Rainer Wehr Die neue Präzision II »Slow Paintings«, bis 25.02.11 Mona Ardeleanu »Stitches«, 16.03. bis 04.06.11 Alexanderstraße 53 www.galerie-rainer-wehr.de Galerie Z Im Kulturpark Berg Janne Räisänen & SamppaTörmälehto »It’s all old Bollocks«, bis 18.02.11 Teckstraße 66 www.galeriez.net/ Gedok e.V. Katrin Petroschkat »Y and O«, Interaktive Medieninstallation, 11.02. bis 05.03.11, Eva Schorr »Fliegender Wechsel«, 18.03. bis 20.03.11 Hölderlinstraße 17 www.gedok-stuttgart.de  Hermes und der Pfau Dorten Haus, Christophstraße 5a www.hermesundderpfau.de Hospitalhof Patrick Alt, Jannis Marwitz, Christian Rothmaler, Philipp Schwalb, Henning Straßburger, vandel 7 »Sozialgestaltung: Liebe plus Friedhof«, bis 13.02.11, Andreas Geiselhardt »Einen ganzen Tag begraben«, Installation, Skulptur, Video, 27.03. bis 24.04.11


Büchsenstraße 33 www.hospitalhof.de ifa-Galerie Stuttgart Gülsün Karamustafa, 04.02. bis 09.04.11 Charlottenplatz 17 www.ifa.de Künstlerbund Stuttgart Café Künstlerbund, Projektraum Roger Joste »Horizonte«, 13.02. bis 13.03.11 Schlossplatz 2 www.kuenstlerbund-stuttgart.de Künstlerhaus Stuttgart Ruti Sela & Maayan Amir, Uli Knörzer, Ahmet Ögüt,Slavs and Tatars, Guido van der Werve, Ming Wong »ECHT? «, 12.02. bis 27.03.11 Reuchlinstrasse 4b www.kuenstlerhaus.de Kultur am Kelterberg 23 Künstlerinnen und Künstler zum Thema »Im Focus«, bis 13.02.11 Kelterberg 5 www.kultur-am-kelterberg.de Kunstbezirk Gustav-Siegle-Haus Steffi Oberhoff »Puppet in a Box«, 03.02. bis 05.03.11 Leonhardsplatz 28 www.kunstbezirk-stuttgart.de Kunstmuseum  Stuttgart   Rudolf Steiner »Die Alchemie des Alltags«, 05.02. bis 22.05.11, Sammlung Rudolf und Ute Scharpff, 19.02. bis 01.05.11, Kleiner Schlossplatz 13 www.kunstmuseum-stuttgart.de Kunstraum Akademie Christa Munkert »Blickdicht«, bis 30.04.11, Tagungszentrum Hohenheim Paracelsusstraße 91 www.akademie-rs.de/hohenheim.html Kunstraum 34 Harro D.B. Schmidt »Thinging about.Me«, bis 20.02.11 Filderstraße 34 www.kunstraum34.de

Kunststiftung Baden-Württemberg Marcel Frey »Dingkunde«, 09.02. bis 12.03.11 Gerokstraße 37 www.kunststiftung.de Landesmuseum Württemberg Junges Schloss. Das Kindermuseum in Stuttgart. Geheimnisvolle Wunderkammer: Schatzsuche im Jungen Schloss, Schillerplatz 6 www.landesmuseum-stuttgart.de Linden-Museum »Indiens Tibet – Tibets Indien«, bis 01.05.11 Hegelplatz 1 www.lindenmuseum.de Oberwelt e.V. Oberweltmitglieder und Gäste »An die Oberfläche«, bis 28.02.11 Reinsburgstraße 93 www.oberwelt.de Op-Nord »Die Schwestern der rauschende Farben und die Brüder des kühlen Lichts« 21.03. bis 18.04.11 Nordbahnhofstraße 45 www.op-nord.de Parotta Contemporary Art Picknick am Wegesrand, 05.02. bis 26.03.11 Augustenstraße 87-89 www.parrotta.de Philipp March Contemporary Art Ludmannstraße 8 www.philipp-march.com Schacher – Raum für Kunst Johanna Jakowlev, Mark Thompson »Blickwechsel«, bis 12.03.11, Klaudia Dietewich, Harmut Landauer »Spurensuche«, 19.03. bis 21.04.11 Galerienhaus Breitscheidstraße 48 www.galerienhaus-stuttgart.de Self Service – Open Art Space Eichstraße 6 www.selfservice-openartspace.com Staatliche Akademie der Bildenden Künste Am Weißenhof 1 www.abk-stuttgart.de Staatsgalerie Stuttgart Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2010: »Hans Holbein d.Ä.: Die graue Passion in


ihrer Zeit«, bis 20.03.11, Graphikkabinett: Willi Baumeister »Gilgamesch«, bis 01.05.11 Konrad-Adenauer-Straße www.staatsgalerie.de Stadtbücherei im Wilhelmspalais Konrad-Adenauer-Straße 2 www.stuttgart.de/stadtbuecherei Stuttgarter Kunstverein Viele TeilnehmerInnen »SU´`GAR«, 26.01. bis 03.03.11, Peter Schmidt »Wem gehört der Bahnhof«, 09.03. bis 14.04.11 Filderstraße 34 www.stuttgarter-kunstverein.de Treffpunkt Rotebühlplatz Vhs Treffpunkt Kunstgalerie »Kunsthalle Stuttgart-Ost zu Gast«, bis 28.02.11 Vhs-Photogalerie »Auf der anderen Seite«, Fotografien Anne Guilin, 09.02. bis 20.03.11 Rotebühlplatz 28 www.vhs-stuttgart.de, www.vhs-photogalerie.de Uno Art Space Frauke Lehn »Illustrationen«, bis 22.03.11, Liststraße 27 www.on-photography.com Wagenhallen Innerer Nordbahnhof 1 www.wagenhallen.de Wechselraum Bund Deutscher Architekten BDA Friedrichstraße 5 www.wechselraum.de Württembergischer Kunstverein  Michael Borremans »Eating the Beard«, 20.02. bis 01.05.11 Schlossplatz 2 www.wkv-stuttgart.de Zero Arts e.V. Jim Zimmermann »LOOK!«, neue Fotografien und Filme mit zeichnerischen Korrespondenzen von Monika Ehret, 11.02. bis 11.03.11 Ostendstraße 16 www.zeroarts.de REGION Albstadt Städtische Galerie

Pablo Picasso »Zwischen Arena und Arkadien«, bis 13.02.11 Kirchengraben 11 www.galerie-albstadt.de Backnang Galerie der Stadt Backnang Markus Oehlen »Starfighter«, bis 06.02.11, Erik Schmidt, 19.02. bis 30.0411 Stiftshof 2 www.backnang.de Baden-Baden Museum Frieder Burda Duan Hanson, Gregory Crewdson »Unheimliche Wirklichkeiten«, bis 06.03.11, Frieder Burda zum 75.Geburtstag »Lebenslinien. Stationen einer Sammlung«, 18.03. bis 15.05.11 Lichtentaler Allee 86 www.museum-frieder-burda.de Staatliche Kunsthalle Daniel Buren »Allegro Vivace«, 12.02. bis 22.05.11 Lichtentaler Allee 8a www.kunsthalle-baden-baden.de Bietigheim-Bissingen Städtische Galerie Wanda Aniko-Lützner »Der ganz normale Wandalismus«, Papierarbeiten, bis 20.03.11 Hauptstraße 60-64 www.bietigheim-bissingen.de/Ausstellungen Böblingen Städtische Galerie Kinder im Museum, bis Mai 2010 Pfarrgasse 2 www.boeblingen.de Deutsches Fleischermuseum Die Tierwelt von Tomi Ungerer »SchnippSchnapp oder was ist was?«, bis 20.03.11 Marktplatz 2 www.boeblingen.de Bönnigheim Museum Charlotte Zander Louis Vivin und die Zweite Generation der französischen Klassiker der Naive; Wolfgang Teucher, Phantastische Skulpturen Schloss Bönnigheim www.sammlung-zander.de/ Crailsheim Stadtmuseum im Spital »Wohl verpackt!«, Warenverpackungen, Behältnis und Produktwerbung, bis 13.02.11,


Guido Messer, Bildhauerarbeiten, 25.02.bis 03.04.11 Spitalstraße 2 www.museum-crailsheim.de Donaueschingen Museum Biedermann Gert Riel, Camill Leberer, Markus F. Strieder, Stefan Rohrer, Friedemann Flöther »Metall:Werke«, bis 13.03.11 Museumsweg 1 www.museum-biedermann.de Eberdingen-Nussdorf Kunstwerk – Sammlung Klein Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Alison und Peter W. Klein »Hängung #6«, bis 16.03.11, Stiftungspreis Fotokunst, Werke aus der Finalrunde, bis 16.03.11 Siemensstraße 40 www.sammlung-klein.de

www.zeppelin-museum.de Giengen/Brenz Bürgerhaus Schranne »Jetzt!«, Thomas Heger, Malerei und Grafik, 04.02. bis 27.02.11 Schrannenstraße 12 Göppingen Kunsthalle Filmstudio – Art Girls, bis 11.02.11 Marstallstraße 55 www.kunsthalle-goeppingen.de Schloss Filseck www.kunsthalle-goeppingen.de Heidelberg Kunstverein »Text Werke«, 05.02. bis 27.03.11 Hauptstraße 97 www.hdkv.de

Esslingen  Bahnwärterhaus – Galerien der Stadt Esslingen am Neckar Pulverwiesen 23 www.villa-merkel.de

Kurpfälzisches Museum »Robert Sterl – ein deutscher Impressionist«, bis 27.02.11 Hauptstraße 97 www.museum-heidelberg.de

Villa Merkel – Galerie der Stadt Esslingen »Ceci n’est pas un casino«, bis 13.02.11, Alexandra Maurer, Michael Bauer, 27.02. bis 08.05.11 Pulverwiesen 25 www.villa-merkel.de

Heidenheim Kunstmuseum Otto Dix »Sex Krieg Tod«, bis 13.02.11, A.R. Penck, Holzschnitte, Radierungen, 19.02. bis 01.05.11 Marienstraße 4 www.kunstmuseum-heidenheim.de

Fellbach Galerie der Stadt Fellbach Marktplatz 4 www.fellbach.de

Heilbronn Kunstverein Anna Stiller, Ben Öztat und Adrian Koerfer, bis 13.03.11 Allee 28 www.kunstverein-heilbronn.de

Friedrichshafen Kunstverein Heike Aumüller »Der elektrische Körper«, bis 06.03.11 Buchhornplatz 6 www.kunstverein-friedrichshafen.de Zeppelin Museum Angelika von Braun, »Laufsteg Luftschiff«, Modefotografien im Luftschiff Hindenburg, bis 25.04.11 Seestraße 22

Kunsthalle Vogelmann »Zwischen Ideal und Moral«, Körperbilder in der Fotografie, 12.02. bis 01.05.11 Allee 28 www.museen-heilbronn.de Museum im Deutschhof Positionen der Skulptur in Deutschland nach 1945, bis 24.04.11 Deutschhofstraße 6 www.museen-heilbronn.de


Karlsruhe Badischer Kunstverein Nancy Holt »Sightlines«, 28.01. bis 27.03.11 Jacob Dahl Jürgensen & Simon Dybbroe Moller »Flotsam and Jetsam«, 11.02. bis 17.03.11 Waldstraße 3 www.badischer-kunstverein.de Staatliche Kunsthalle Pia Fries »Krapprhizom Luisenkupfer«, bis 27.03.11, Junge Kunsthalle: Die 4 Elemente in der Kunst »Feuer Wasser Erde Luft«, 26.02. bis 11.09.11 Hans-Thoma-Straße 2–6 www.kunsthalle-karlsruhe.de Städtische Galerie »Umgehängt«, Positionen von KünstlerInnen seit 1960, ab Ende Februar Lichthof des ZKM, Lorenzstraße 27 www.karlsruhe.de/kultur/ausstellungen ZKM »Sounds.Radio – Kunst – Neue Musik«, bis 27.03.11, Elmgreen & Dragset »Celebrity – The One & the Many««, bis 27.03.11, Cloudbrowsing, Interaktive Installation, bis Mai 2011 Lorenzstraße 19 www.zkm.de Kirchheim Städtische Galerie im Kornhaus Max-Eyth-Straße 18 www.kirchheim-teck.de Kornwestheim Museen der Stadt Kornwestheim Stuttgarter Straße 93 www.kornwestheim.de Kraichtal Ursula-Blickle-Stiftung Mühlweg 18 www.ursula-blickle-stiftung.de Künzelsau Hirschwirtscheuer »Politeia – Frauen, die Geschichte mach(t)en«, bis 20.02.11 www.kunst.wuerth.com Museum Würth Uwe Lindau »Blick in die Verschwörerkiste«, bis 01.05.11 Reinhold-Würth-Straße 15 www.kunst.wuerth.com

Leonberg Stadtmuseum Sylvia Faragó »Malerei auf Papier«, Birgit Feil, Plastiken, 13.03. bis 24.04.11 Pfarrstraße 1 www.leonberg.de Galerieverein Leonberg Matthias Eder »Bronzen«, Thorsten Nerling, Fotoarbeiten, bis 27.02.11, Zwerchstraße 27 www.leonberg.de Ludwigsburg Galerie Gudrun Fuckner Martin Pfeifle, Markus Merkle »lost pic«, 18.02. bis 02.04.11 Am Marktplatz 4 www.5raeume.com Kunstverein Markus Wüste »Moving Stones«, Marc Dittrich »Happiness is a warm Bum«, bis 07.03.11, Julian Hetze & Hannes Waldschütz »Organ«, 21.03. bis 25.04.11 Wilhelmstraße 45/1 www.kunstverein-ludwigsburg.de Marbach Literaturmuseum »Ernst Jünger. Arbeiter am Abgrund«, bis 27.03.11 Schillerhöhe 8 www.dla-marbach.de Nürtingen Galerie in art Prozess und Malerei, Olexiy Khoroshko & Serhiy Savchenko, bis 31.03.11 Neckartailinger Straße 5 www.in-art.info Kunstverein Mühlstraße 16 / Eingang Ecke Sigmaringerstraße www.kunstverein-nuertingen.de Sammlung Domnick Führungen jeden 1. Sonntag im Monat Oberensinger Höhe 4 www.domnick.de Ostfildern Städtische Galerie Stephan Balkenhol, Druckgrafik und Skulptur, bis 29.03.2011 Gerhard-Koch-Straße 1 www.ostfildern.de


Reutlingen Städtische Galerie Susanne Immer »Installationen«, 05.03.bis 08.05.11 Eberhardstraße 14 www.reutlingen.de Kunstmuseum Spendhaus HAP Grieshaber »Gärten, Wiesen, Wälder«, bis 03.04.11, »LUBOCK«, Künstlerbücher aus Leipzig, 19.02. bis 25.04.11 Spendhausstraße 4 www.reutlingen.de Schorndorf Galerien für Kunst und Technik Franziska Schemel & Beat Breitenstein »Raum im Raum im Raum«, bis 20.02.11 »Zuckerspur ins Licht«, Jahresausstellung Kunstverein Schorndorf, 28.02. bis 27.03.11 Arnoldstraße 1 www.galerien-kunst-technik.de Schwäbisch Gmünd Museum und Galerie im Prediger Hasso von Henninges – Hans Karl Kandel. »Poesie der Stille«, 18.03. bis 13.06.11 Johannisplatz 3 www.museum-galerie-fabrik.de Schwäbisch Hall Kunsthalle Würth Alex Katz, Prints, Paintings, Cutouts, bis 03.04.11 Lange Straße 35 www.kunst.wuerth.com Kunstverein Schwäbisch Hall Natascha Borowsky, Fotografie, bis 27.03.11 Am Markt 7/8 www.kvsha.de Schauwerk Imi Knoebel, 19.03. bis 02.10.11 Eschenbrünnlestraße 15/1 www.schauwerk-sindelfingen.de Singen Städtisches Kunstmuseum »Alles muss raus«, Die ganze Sammlung, 13.02. bis 03.04.11 Ekkehardstr.10 www.kunstmuseum-singen.de Tübingen Kunsthalle Jonas Burgert »Lebendversuch«, bis 06.03.11, Paul Bonatz Retrospektive, 26.03. bis 22.05.11

Philosophenweg 76 www.kunsthalle-tuebingen.de Ulm Kunsthalle Weishaupt  Robert Longo, bis 25.09.11 Hans-und-Sophie-Scholl-Platz www.kunsthalle-weishaupt.de Kunstverein Ulm e.V. Sonja Alhäuser »Hartgesotten II«, bis 13.03.11 Kramgasse 4 www.kunstverein-ulm.de Ulmer Museum »Délices de France«, Französische Grafik, 05.02. bis 20.03.11 Marktplatz 9 www.museum.ulm.de Villingen-Schwenningen Städtische Galerie Felix Schlenker und seine Sammlung »abstrakt, konkret und gegen den strich«, 06.02. bis 27.03.11 Friedrich-Ebert-Straße 35 www.villingen-schwenningen.de Waiblingen Galerie Stihl »Einrichten. Leben in Karton«, Architektur – Möbel – Licht – Kunst, bis 27.02.11 Stein – Druck – Kunst, Lithografien von Baumeister bis Sonderborg, 25.03. bis 19.06.11 Weingärtner Vorstadt 16 www.galerie-stihl-waiblingen.de Waldenbuch Museum Ritter »Vorsicht Farbe!«, Regine Schumann »black box«, bis 01.05.11, Alfred-Ritter-Straße 27 www.museum-ritter.de Weil der Stadt Kunstforum Tillmann Damrau, Peter Hermann, Bilder und Skulpturen, 22.03. bis 10.04.11 Hermann-Schütz-Straße 14 www.kunstforum-weilderstadt.de Wendlingen Galerie der Stadt Wendlingen Giorgio-Jürgen Moos, Holzschnitte, bis 13.03.11 Weberstraße 2 www.galerie-wendlingen.de


Di, 1. Februar

Konzert im Kloster Horb Roland Graeter improvisiert jeden Tag woanders mit unterschiedlichen Musikern. www.musikmarathon.com

Mi, 2. Februar

Gala, Schauspiel, Türlenstraße, 20.30 Uhr Viva la Mittwoch! Die anarchische Schauspiel-Haus-Show mit dem Ensemble und Gästen wie Rezzo Schlauch, Corinna Harfouch oder Inga Busch! www.staatstheater.stuttgart.de/schauspiel/ start.htm

Do, 3. Februar

Konzert, GEDOK-Galerie, 20 Uhr Ulrike Stortz, Scott Roller, Kurt Laurenz Theinert: Improvisation mit 360° Panoramaprojektion. www.gedok-stuttgart.de Tanz Theaterhaus, 20 Uhr Gauthier Dance – Poppea//Poppea Tanzstück von Christian Spuck (bis 5. Februar) www.theaterhaus.de Gespräch, Literaturhaus, 19.30 Uhr »La litterature africaine n’existe pas – Die Grenzen der Francophonie www.literaturhaus-stuttgart.de Vernissage, Akademie Schloss Solitude, 20 Uhr Ole Aselmanns, Kristina Estell, Lan Tuazon www.akademie-solitude.de Vortragsreihe, Staatliche Akademie Bildende Künste Karlsruhe, ab 15.30 Uhr »Glance Abroad« über internationale Kunstförderung mit Tere Badia, Anette Østerby, u.a. www.kunstbuero-bw.de Kunstklub, Alte Staatsgalerie, 19 Uhr Schmerz, Leid und Tod oder Schönheit, Ideal und ewiges Leben? Zur Schau »Die Graue Passion in ihrer Zeit«; mit Lounge für junge Kunstfreunde

451-Kino präsentiert im The Set, 18 Uhr »Shoppen«: Film zum Speed Dating. www.theset.de

Fr, 4. Februar

Vernissage, Kunstmuseum, 18 Uhr Kosmos Rudolf Steiner, bis 22. Mai 2011. www.kunstmuseum-stuttgart.de Diplomausstellung 2010/2011, Merz Akademie, Teckstraße 58, 19 Uhr Diplomanden stellen ihre Arbeiten vor. Auch 5.2., 14–18 Uhr www.merz-akademie.de Vernissage Bürgerhaus Schranne, Giegen/ Brenz, 19 Uhr Thomas Heger »Jetzt!« - Malerei und Grafik   4. bis 27. Februar Festwochen in Opernhaus und Kammertheater anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Stuttgarter Balletts, Eröffnung 19 Uhr Ballettintendant Reid Anderson spricht mit Tanzikone Márcia Haydée. www.staatstheater.stuttgart.de

Sa, 5. Februar

KunstNacht, Staatsgalerie, ab 18 Uhr Passio - Kunst und Musik der Holbeinzeit u.a. mit einem Konzert des Ensembles für Alte Musik panta rhei, Berlin www.staatsgalerie.de Vernissage, Galerie Anja Rumig, 19 Uhr Willi Weiner: »Sehnsucht« www.galerie-anjarumig.de Konzert, GEDOK-Galerie, 20 Uhr Nikola Lutz: Konzeption, Elektronik; Dieter de Lazzer: Texte. Musikperformance für Turntable, Computer und Pyrotechnik. www.gedok-stuttgart.de Tanz, Forum am Schlosspark, Ludwigsburg, 20 Uhr La La La Human Steps, Montreal www.forum.ludwigsburg.de Tanz, Planie 22, Reutlingen, 20 Uhr Internationales Tanztheater XI,, Choreografien von Dan Pelleg und Marko E. Weigert, Gaetano Posterino, Yaron Shamir


So, 6. Februar

Lesung im Schauspiel in der Türlenstraße, Box, 11 Uhr Tatort Dorotheenstraße: Hotel Silber Kooperation mit der Stuttgarter Initiative Stolpersteine. Literaturfrühstück im Treffpunkt Rotebühlplatz, Raum A 301, 11 Uhr Sandor Márai (1900-1989), Anmeldung unter Kursnr. 24260 http://www.vhs-stuttgart.de

Mo, 7. Februar

Gespräch im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr »Ist die Demokratie zu langsam oder unsere Gesellschaft zu schnell?«: Deutsche und französische Perspektiven im Dialog Stuttgart Lounge im Fernsehturm, 20 Uhr 6 and the City 5 Neue Geschichten über das »wahre« New York www.theaterrampe.de Theater, Schauspiel, Türlenstraße, 20 Uhr Sibylle Bergs »Mission der Schönheit«

Di, 8. Februar

Vernissage, vhs-photogalerie,19.30 Uhr Anne Guillin: »Auf der anderen Seite«, bis 20. März

Mi, 9. Februar

Lesungen und Musik, Literaturhaus, 20 Uhr Brigitte Kronauer liest aus ihrem Essayband »Favoriten« und Elisabeth Binder aus ihrem Roman »Der Wintergast«. Lesung, Stadtteilbücherei Stuttgart-Degerloch, Löffelstraße 5, 19.30 Uhr  Miriam Eberhard liest aus »Die Unentwegten« Vernissage, Kunststiftung, 19.30 Uhr Marcel Frey: »Dingkunde«; Hausausstellung der Stipendiaten 2010, bis 12. März www.kunststiftung.de Kino im The Set, 19.30 Uhr »Orlando«: Virginia Woolfs Roman übersetzt in die Filmsprachen von Sally Potter. Stuttgarter Gespräche, Schauspiel, Türlenstraße, Box, 20 Uhr Öffentliches Nachdenken über die Zukunft: »Zwischen Schlichtung und Landtagswahl«.

Lesung im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Ursula Arbeiter und Ursula Kluge: »Generation always online – soziale Netzwerke und online-Spiele«

Konzert, Musikhochschule, Urbanstr. 25, 20 Uhr Uraufführungen von Terzakis und Till Alexander Körber sowie zeitgenössische Werke

Lesung im Botnanger Buchladen, 20 Uhr Thomas Hettche: »Die Liebe der Väter«. www.botnangerbuchladen.de

9. Februar bis 5. März Theaterkunstfestival im FITZ! und in der Galerie KUNSTBEZIRK »Face à Face« – Völkerschau www.fitz-stuttgart.de

Kult-Fiction im Filmtheater, ab 19 Uhr »Tron« beginnt um 20 Uhr, vorher gibt’s was Leckeres zu essen. Vortrag, Jour Fixe, Kunstakademie, 19 Uhr Elias Zenghelis, Athen/Rotterdam: »The Immeuble Cité« www.abk-stuttgart.de Lesung, franz.K, Reutlingen, 20.30 Uhr  Josef-Otto Freudenreich und Kollegen lesen aus »Die Taschenspieler. Verraten und verkauft in Deutschland« 

9. bis 28. Februar Spotlight Soziokultur – Kultur im ganzen Land: Eine Veranstaltung der Soziokulturellen Zentren und Kulturinitiativen. www.spotlight-soziokultur.de 10. bis 26. Februar Filmfestival »ueber Mut«, Treffpunkt Rotebühlplatz www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de


Do, 10. Februar

Doppellesung, Literaturhaus, 20 Uhr »Hommage à Peter O. Chotjewitz« Konzert, Musikhochschule, 20 Uhr Mystischer Abschied: Paul Pesthy (Viola) und Cornelis Witthoefft (Klavier): Werke von Koechlin und Schostakowitsch. Festival ECLAT im Theaterhaus, 20 Uhr 55. Stuttgarter Kompositionspreis: Hurt, Beste, Brass www.eclat.org Tanz im Theaterhaus, 20 Uhr Egon Madsen & Eric Gauthier – Don Q. (bis 11. Februar)

Fr, 11. Februar

Sa, 12. Ferbuar

Kult-Fiction im Filmtheater, 19 Uhr »Barbarella« – die skurrile utopische Vision nach einer bekannten Comic-Vorlage. Premiere, Schauspiel, Türlenstraße, 20 Uhr Michail Bulgakows »Der Meister und Margarita«, nur bis 6. März. ausverkauft – evtl. Abendkasse! Fasnachtskonzert, Musikhochschule, 19 Uhr »Minimax, Caruso & Co.« mit Dozenten Festival ECLAT, Theaterhaus, 17 + 20 Uhr Zuerst SWR ATTACCA in ECLAT: Cox, Chavez, Menezes, dann das Kammerkonzert: Odeh-Tamimi, Hagen, Rihm und Pinnock

Vernissage, GEDOK-Galerie, 19.30 Uhr Katrin Petroschkat: »Y und O«, interaktive Medieninstallation. www.gedok-stuttgart.de

Tanz, Opernhaus, 19 Uhr Jubiläumsgala mit internationen Gästen und der John Cranko Schule (auch 13.2.)

Festival ECLAT im Theaterhaus, 19.30 Uhr Musiktheater: Geblendet

Vernissage, Kunsthalle Mannheim, 11 Uhr Retrospektive »Ré Soupault – Künstlerin im Zentrum der Avantgarde«, bis 8. Mai

Vernissage Oberwelt, 19 Uhr »An die Oberfläche«, Off-Space-Austauschprojekts »außerhalb« www.oberwelt.de

So, 13. Februar

Szenische Lesung im The Set, 17.30 Uhr Dieses Mal in der Reihe Russische Theaterstücke: »Das Blutegel«

Premiere, Reithalle im Kunstzentrum Karlskaserne, Ludwigsburg, 20 Uhr »Zuckerschock Fairy«: 70 Jugendliche erzählen eine Fabel mit Tanz www.tanzundtheaterwerkstatt.de

Festival ECLAT im Theaterhaus, 16 Uhr SWR ATTACCA in ECLAT: Arbeit und Freizeit (3) / Francesconi, Svoboda / Widman

Lesung, Stadtbücherei Schorndorf, 20 Uhr Alfred Marquardt liest »Sherlock Holmes und der Fall des blinden Königs« www.schorndorf.de

Vortrag, Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Leila Marouane: »Das Sexleben eines Islamisten in Paris« Auf Deutsch und Französisch

Dia-Vortrag im Linden-Museum, 19.15 Uhr Umweltforschung im Großformat: Der DreiSchluchten-Staudamm am Yangtze (China), Thomas Scholten, Tübingen www.lindenmuseum.de

Mo, 14. Februar

Finissage, Diplomausstellung 2011, Akademie der Bildenden Künste, 19 Uhr Absolventen erhalten ihr Diplom von Rektorin Petra von Olschowski.

Di, 15. Februar

Uraufführung, Schauspiel, Nord, 20 Uhr Massimo Carlottos »Die dunkle Unermesslichkeit des Todes«, es gibt noch Restkarten


Tanz, Opernhaus, 19 Uhr Hamburg Ballett »Nijinsky« (Gastspiel auch 16.2.)

Mi, 16. Februar

Lesung, Literaturhaus, 20 Uhr Joachim Gauck: »Winter im Sommer / Frühling im Herbst«, mit Roland Ostertag. Vortrag, Sammlung Klein, EberdingenNussdorf, 14 Uhr Annemarie Hein: »Kunst und Kaffee«, Anmeldung unter 07042-3769566 www.sammlung-klein.de

Do, 17. Februar

Theaterprojekt, Laboratorium, 20.30 Uhr Wie ein Mercedes der S-Klasse rücksichtslos auf den Roten Teppich zurasen würde www.laboratorium-stuttgart.de

Sa, 19. Februar

Eröffnung der 8. Wiener Woche, Theater Rampe, 19 Uhr Sieben Kultureinrichtungen bieten eine Woche Einblicke in die Österreichische Seele. www.wienerwoche.de Film und Kunst im The Set, 20 Uhr Sebastian Klemm präsentiert Filmdokumentationen zu drei seiner Performances.

Gespräch im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Hazel Rosenstrauch: »Juden narren Deutsche?« und Lisette Buchholz, Verlegerin

Konzert in der Musikhochschule, 20 Uhr Stuttgarter Philharmoniker zu Gast mit Werken von Sibelius, Pendercki und Beethoven

Vortrag, Bilderschau, Literaturhaus, 20 Uhr Beat Wyss: »Bilder von der Globalisierung«

19. und 20. Februar Kino im Linden-Museum, Sa ab 15 Uhr, So ab 11 Uhr »Best of the American Indian Film Festival San Francisco 2010«. In englischer Sprache. www.lindenmuseum.de

Vernissage, Galerie Gudrun Fuckner, Ludwigsburg, 19.30 Martin Pfeifle, Markus Merkle: »lost pic«, bis 2. April www.galerie-fuckner.de Tanz Kammertheater, 19 Uhr Schmuck//Stücke, Ballettabend (auch 18.2.) 17. bis 27. Februar 5. Stuttgarter Kinder + Jugendbuchwochen, Treffpunkt Rotebühlplatz www.buchhandelsverband.de

Fr, 18. Februar

Vernissage, Spendhaus Reutlingen, 19 Uhr LUBOK: Künstlerbücher aus Leipzig, bis 25. April. www.reutlingen.de Vernissage, Galerienhaus, 19 Uhr Kammerspiel: »Nicole Adis. Winterreise«, bis 9. April  www.14-1-Galerie.de Führung, Gespräch, Linden-Museum, 10.30 Uhr »Der Westhimalaya – Große Vielfalt der Kulturen«: In der Reihe »WeltErfahren«

So, 20. Februar

Diskussion im Theaterhaus, 16 Uhr 100 Jahre Internationaler Frauentag
FrauenZeit: Politisches Engagement - aus Leidenschaft Premiere, WKV, 20 Uhr Zeitoper Spezial, Got Lost, Helmut Lachenmann (auch 23. Und 26. Februar) Konzert, Festspielhaus Baden-Baden, 11 Uhr Das geniale Boulanger-Tro interpretiert Wolfgang Rihm www.festspielhaus.de Tanz Opernhaus, 14 und 19 Uhr Gastspiel Königliches Ballett Flandern »Impressing the Czar«

Mo, 21. Februar

Lesung im Theaterhaus, 20 Uhr Giovanni Di Lorenzo & Axel Hacke: Wofür stehst Du?


Di, 22. Februar

Lesung im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr »Wenn ich eine Wolke wäre«: die Schauspielerin Jutta Menzel stellt Mascha Kaleko vor und liest aus deren »Gebrauchslyrik«. Lesung, Gespräch, Literaturhaus, 20 Uhr Miriam Gebhardt: »Rudolf Steiner - ein moderner Prophet«

Mi, 23. Februar

Vortrag im Treffpunkt Rotebühlplatz, 20 Uhr Peter Sloterdijk: »Welchen Beitrag zur Zukunftsgestaltung kann die Philosophie leisten?« Vortrag und Gespräch, Literaturhaus, 20 Uhr Wolfgang Seidel und Ulrich Bopp über: »Freiheit wozu und Freiheit wovon?«

Do, 24. Februar

Konzert, Schorndorf, Barbara-KünkelinHalle, 19 Uhr Mozart-Abend mit arcata stuttgart www.schorndorf.de

So, 27. Februar

Theater im Forum am Schlosspark, Ludwigsburg, 19 Uhr Dogville – Metropoltheater München Vernissage BBK, Atelierhaus, 11 Uhr Ursula Kirchner: Scherenschnitte, bis 27.3. www.bbk-wuerttemberg.de Kino im Filmtheater, 15 Uhr Große Oper: »La Bohème« Lesung, Schauspiel, Türlenstraße, 11 Uhr Niedlichs Literarischer Salon Moritz Rinke: »Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel«

Lesung, Bilder, Film, Literaturhaus, 20 Uhr Veranstaltungsreihe: Ortheils Monologe, Thema »Lesen«.

Lesung, Merlin Café und Kultur, 20 Uhr Get Shorties, mit jungen Autoren und Band www.merlin-kultur.de

Figurentheater im FITZ!, 20.30 Uhr Der Tod und das Mädchen«, flunker produktionen, Gebersdorf & Cherubin Quartett

Mo, 28. Februar

Fr, 25. Februar

Konzert im Theaterhaus, 20 Uhr Apocalyptica: Headbangende Cellisten

Vernissage, Galerie ABTART, Möhringen, 19.30 Uhr François-Marie Banier: »Die Metamorphose des Augenblicks« www.abtart.com Bix Top Act im Jazzclub Bix, 21 Uhr Cyminology: Vokaler Kammerjazz und persische Lyrik. www.bix-stuttgart.de

Kino im The Set, 16 Uhr Kult: »Wallace & Gromit«

Di, 1. März

Konzert im Theaterhaus, 20 Uhr Vijay Iyer & Rudresh Mahanthappa - Raw Materials

Mi, 2. März

Kino im Original, Delphi, 19.30 Uhr Cinéma Français: »Le nom des gens«

Tanz im Kammertheater, 19 Uhr »Move it!«, Jugendtanzprojekt zum 50. Geburtstag Stuttgarter Ballett.

Aed-Vortrag, Kunstmuseum, 19 Uhr Der beschallte Raum – Sound Design www.kunstmuseum-stuttgart.de

Sa, 26. Februar

Bix Top Act im Jazzclub Bix, 20.30 Uhr Zürich Jazz Orchestra/ Tempel

Tanz im Linden-Museum, 19 Uhr Tanzkunst aus Korea: Nam-soon In and the Society for the Preservation of Cheoyongmu

Fr, 4. März

Vernissage, Städt. Galerie Reutlingen, 19 Uhr Susanne Immer: Installationen www.reutlingen.de


Sa, 5. März

Vernissage, Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-Unteröwisheim, 19 Uhr Miki Kratsman – All about us, bis 17. April www.ursula-blickle-stiftung.de

So, 6. März

Wiederaufnahme im Opernhaus, 16 Uhr Parsifal, Richard Wagner, dirigiert von Manfred Honeck, Regie Calixto Bieito

Di, 8. März

Vernissage, Institut Français, 19.30 Uhr Aurélie de Heinzelin

Do, 10. März

Lesung im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Ralf Dutli: »Fatrasien- Absurde Poesie des Mittelalters«

Fr, 11. März

Premiere, Schauspiel, Türlenstraße Georg Büchners »Dantons Tod« Premiere, Komödie im Marquardt, 20 Uhr »Dinner für Spinner« www.schauspielbuehnen.de

Sa, 12. März

Premiere im Schauspiel, Nord Rainer Werner Fassbinders »Die bitteren Tränen der Petra von Kant« Konzert, Foyer Alte Staatsgalerie, 16 Uhr Musikalische Klangstationen Musik des Mittelalters und aus dem 20. Jahrhundert. Tanztheater im Laboratorium, 20.30 Uhr Mamoundé – Ich gehe, mit Ida S. Ouhé und Nestor Gahé Tanz, Badisches Staatstheater Karlsruhe, 19.30 Uhr Ballettabend »Romantik«, mit Werken von Demis Volpi, Heinz Spoerli und Christopher Wheeldon http://www.staatstheater.karlsruhe.de Konzert Festspielhaus Baden-Baden, 19 Uhr Abdullah Ibrahim Trio, der große alte Mann des südafrikanischen Jazz spielt auf.

Kabarett im Theaterhaus, 20 Uhr Josef Hader - Hader spielt Hader

Mo, 14. März

Lesung und Gespräch im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Teresa de Sio: »Lass den Teufel tanzen«. Auf Deutsch und Italienisch. Lesung, Theater Rampe, Gleis 3, 19 Uhr Ruth Rosenstock liest aus ihrem biografischen Roman »Die Flucht nach vorn«

Di, 15. März

Gespräch in der Galerie Friese, 19.30 Uhr Nicolai Forstbauer spricht mit Frieder Burda und Ludger Hünnekens. http://galeriefriese.de Lesung, Stadtbibliothek Reutlingen, 19 Uhr  Joachim Zelter liest aus »Der Ministerpräsident«

Mi, 16. März

TanzTheater im Forum am Schlosspark, Ludwigsburg, 20 Uhr Bangarra Dance Theatre, Sydney Figurentheater im FITZ!, 20.30 Uhr »Krabat«: Figurentheater Wilde & Vogel, Leipzig & Grupa Coincidentia, Bialystok Konzert im Theaterhaus, 20 Uhr Stuttgarter Kammerorchester unter Leitung von Michael Hofstätter

Do, 17. März

Vernissage, Museum Frieder Burda, BadenBaden, 19 Uhr Sammlung Frieder Burda: »Lebenslinien Stationen einer Sammlung«, bis 15. Mai www.museum-frieder-burda.de 17. bis 20. März 15. Internationales Solo-Tanz-Theater Festival im Treffpunkt Rotebühlplatz Wettbewerb für zeitgenössische Choreograf/ innen und junge Tänzer/innen.


18. bis 27. März 19. Stuttgarter Kabarettfestival, Merlin, Café und Kultur Premiere, Altes Schauspielhaus, 20 Uhr »Sechzehn Verletzte«

Fr, 18. März

Konzert, Stiftskirche Stuttgart, 19 Uhr Im Rahmen der Bachwoche 2011 www.bachakademie.de Buchpräsentation, Kunstmuseum, 19 Uhr Rudolf Steiner in Stuttgart www.kunstmuseum-stuttgart.de Premiere im Kammertheater Schimmelpfennigs »Der goldene Drache« Theater im Bus, Treff: Bushaltestelle Schlossplatz, 20.15 Uhr »Vorher/Nachher«: Eine bedenkliche Reise im Bus, nach Kafkas »Die Verwandlung«. www.lokstoff.com

Do, 24. März

Premiere im FITZ!, 20.30 Uhr »Muschelkalk«: Die Liebe des Joachim Ringelnatz, FAB-Figurentheater Stuttgart Kriminächte, Lesung im Planetarium, Kuppelsaal, 20 Uhr Heinrich Steinfest: »Wo die Löwen weinen« – Der Kriminalroman zu Stuttgart 21, 

Fr, 25. März

Vernissage Kunsthalle Tübingen, »Paul Bonatz 1877 – 1956«, 19 Uhr www.kunsthalle-tuebingen.de

Sa, 26. März

Top Act im Jazzclub Bix, 21 Uhr Brian Hughes - Deutschlandpremiere Treffpunkt Rotebühlplatz, 19 Uhr Eröffnung des LänderFestivals, das sich in diesem Jahr der Türkei widmet. Programm bis 24. September.

Eröffnungsabend 19. Stuttgarter Kabarettfestival, Theaterhaus, 20 Uhr Die Erzeugergemeinschaft Stuttgarter Kabarett präsentiert einen Gala-Abend

Tanz im Theaterhaus, 20 Uhr »Grenzen«, Abschlussshow der Professional Dance Academy www.nycds.de

Eröffnungen im Galerienhaus, 19 Uhr Galerie 14–1: Mathieu Bernard-Reymond: »Elements«, bis 21.April

So, 27. März

Schacher – Raum für Kunst:  Klaudia Dietewich, Harmut Landauer »Spurensuche« bis 21.04.11 www.galerienhaus-stuttgart.de

Sa, 19. März

Premiere, Schauspiel, Türlenstraße Ernst Barlachs »Der blaue Boll«

Theater & Brunch im FITZ!, 11 Uhr »Das Frühstücksmärchen«, Ensemble Materialtheater Stuttgart, ab 8 Konzert Festspielhaus Baden-Baden, 11 Uhr »Delian::quartett« www.festspielhaus.de

Mo, 28. März

Theater im Theaterhaus, 20 Uhr Walter Sittler spielt Erich Kästner: Vom Kleinmaleins des Seins

Kriminächte, Lesung, Bavaria, 19.30 Uhr Thomas Hoeth, Erblast, Kulissen der SOKO Stuttgart www.stuttgarter-kriminächte.de

Di, 29. März

Lesung, Schiller Buchhandlung, 20 Uhr Julie Leuze und Olaf Nägele: »Gsälz auf unserer Haut«. www.schiller-buch.de

Do, 31. März

Jazz im Theaterhaus, 20 Uhr Ensemble FisFüz meets Ramesh Shotham Oriental Jazz goes Madras Premiere im FITZ!, 20.30 Uhr Projekt Z! – Daniil Charms »Zirkus Šardam«


SuR – KulturPolitik für Stuttgart und Region Herausgeber und Redaktionsleitung: Eva Maria Schlosser (V.i.S.d.P.) und Petra Mostbacher-Dix www.sur-kultur.net, mail: redaktion@sur-kultur.net Kontaktadressen: Eva Maria Schlosser Forststraße 180 70193 Stuttgart T 0711-636 28 29 Petra Mostbacher-Dix Eichenweg 1 / 2 70839 Gerlingen T 07156/434 512 Mitarbeiter dieser Ausgabe: Günter Baumann (gb), Pascaline Budow (pb), Claus Dick (cd), Klaus Gebhard (klg), Ina Hochreuther (hoc), Diana Hörger, Inge Jentzsch, Barbara Kern, Ulrich Jochimsen, Thomas Klingenmaier (tkl) Grafik, Design und Anzeigen: Wessinger und Peng T 0711-66 48 00 38 M 0170-352 43 64 grafik@sur-kultur.net info@wessingerundpeng.com Titelbild: Alex Kern, hallo@alexkern.com Fotos: Klaus Gebhard, Otto Kanstinger, Yakup Zeyrek, die arge lola, Stuttgarter Ballett, Redaktion, PR, Galerien und Museen, Verlage, Veranstalter, Kanusommer – Fotolia Druck: UWS Papier & Druck GmbH Libanonstraße 72a 70184 Stuttgart Auflage: 5.000 Exemplare Erscheinungsweise: alle zwei Monate Die nächste Ausgabe erscheint Ende März, Redaktionsschluss ist der 15. März, Anzeigenschluss und Kalenderschluss: 18. März SuR liegt an folgenden Stellen aus: Akademie der Bildenden Künste, Atelier am Bollwerk, Filmgalerie 451, Galerienhaus, i-Punkt, Kulturgemeinschaft, Literaturhaus, Opernhaus, Rathaus, Rotebühlzentrum, Staatsgalerie, Theaterhaus, WKV, weitere Galerien und Kulturinstitutionen in Stuttgart und Region Mediadaten unter www.sur-kultur.net... ...und immer wieder Neues auf:

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Rudolf Steiner, Wandtafelzeichnung »Je weiter sich der Mensch von der Erde entfernt«, 20.04.1923, © Rudolf Steiner Archiv, Dornach

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