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KulturPolitik f端r

Stuttgart und Region

Ausgabe 13 Dez.'10/Jan.'11 Zur端ck in die Zukunft


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Di—Fr Di—Fr 14—19 14—19 UhrUhr Sa 11—16 Sa 11—16 UhrUhr feiertags feiertags geschlossen geschlossen

Installation Installationund und Zeichnung Zeichnung

Thorsten Thorsten Hallscheidt Hallscheidt

Ausstellung Widerschein WiderscheinAusstellung 20.120. 1.2010—22. 11.2010—22. 1.2011 1.2011

Winterpause: Winterpause: 24.124. 2.2010—8. 12.2010—8. 1.2011 1.2011 14-114-1 Galerie Galerie Galerienhaus Galerienhaus Stuttgart Stuttgart Breitschaeidstr. Breitschaeidstr. 48 48 70176 70176 Stuttgart Stuttgart T +49 T +49 711711 605584 605584 F +49 F +49 711711 605585 605585 info@ info@ 14-1-Galerie.de 14-1-Galerie.de www. www. 14-1-Galerie.de 14-1-Galerie.de

Hang, Hang, 2010 2010 Bleistift Bleistift auf auf Papier Papier 290290 x 420 x 420 mmmm


Inhalt 03 Schwerpunkt: zurück in die zukunft 17 Stuttgart 37 und 55 Region 65 Kalender

Liebe SuR-Leserinnen und -Leser, nachdem wir in unserer vergangenen Ausgabe aus gegebenem Anlass die Demokratie auf unserem Radar hatten, möchten wir in der vorliegenden ein ebenso brisantes wie offenes Thema zur Diskussion anregen: Wie wollen wir leben? Und wie stellen wir uns unsere Zukunft vor? Klar, wir leben weder in der Zukunft, noch in der Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt. Es ist wichtig, sich dies immer wieder bewusst zu machen. Zuviel Schwelgen in beiden Sphären, jener, die war und der, die vielleicht kommen wird, meinen, dass früher alles besser war oder morgen erst das richtige Leben beginnt, lässt die Gegenwart verblassen. Und das wäre Selbsttäuschung. Dennoch wollen wir von SuR, insbesondere da dieses Heft mal wieder einen Umbruch markiert, den Wechsel der Jahre, den Abschied vom alten und dem Beginn eines neuen Jahres, einen Blick in die Zukunft wagen. Wir fragen, welche Themen uns in den kommenden Jahren beschäftigen werden. Wann sind Strukturen verkrustet und sollten in Folge einer sich ändernden Welt ebenfalls geändert werden? Was meint Fortschritt überhaupt und was ist morgen wichtig? Derzeit wird in den Schlichtungsgesprächen über die Zukunft unserer Stadt entschieden. Erstmals dürfen wir bei einer solchen Debatte teilhaben, wenn auch nur Zuhause vor dem Fernsehschirm, im Internet oder beim Public Vie1


wing in der Kneipe. Die fixen Strukturen von Parteien, ihre strengen Hierarchien werden hier und im Umfeld besonders deutlich. Kaum einer verlässt den allgemeinen Kurs. Lediglich Schlichter Heiner Geißler (CDU) nimmt kein Blatt vor den Mund und verhält sich frei. Es ist, als ob er sich mitunter wie in einer Theateraufführung fühlt, die er mit Einwürfen kritisieren und in eine andere Richtung lenken darf. Die Parteien indes scheinen die Schlichtung und ihr Ergebnis als Frage des eigenen Überlebens zu werten. Dass es dabei schon längst nicht mehr um sie, sondern um die Bürger geht, nicht mehr um materielle Fragen, sondern um Werte, scheinen sie noch nicht ganz realisiert zu haben. »Wenn eine Gesellschaft ausschließlich auf Sicherheit ausgerichtet ist, entsteht ein Polizeistaat ohne die Freiheit, aus der sich Kultur nährt. Und eine Gesellschaft, die Wohlstand und Geld zu einem absoluten Wert erhebt, besitzt ebenso wenig Kultur und wird an Dekadenz zu Grunde gehen,« schreibt der niederländische Philosoph Rob Rieman in seinem Buch »Adel des Geistes«. Die Kurzrezension finden sie neben anderen hier in dieser Ausgabe. Ebenso zahlreiche Veranstaltungen und Kunstausstellungen, so dass sich jeder nach Herzenslust seinen eigenen »Fahrplan« für die beiden kommenden Monate zusammen stellen kann. Schließlich haben wir noch einige Geschenktipps für Sie, falls Ihnen angesichts der Fülle des Angebots der Mut verlässt. Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein besinnliches Weihnachtsfest, frohe Tage, einen guten Rutsch in ein wundervolles, spannendes neues Jahr und die Freiheit sowie den Mut, die eigene Zukunft mitzugestalten! Die SuR-Herausgeberinnen Eva Maria Schlosser und Petra Mostbacher-Dix Und das ganze SuR-Team 2


Schwerpunkt: zur체ck in die zukunft 04

Das Gleichgewicht der Kr채fte

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Kommunikations-/Wahrnehmungsstrukturen

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Zitate f체r die Zukunft

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Zunehmendes Brodeln

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Kleines Glossar zu Stuttgart 21

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Das Gleichgewicht der Kräfte Ein Plädoyer von Eva Maria Schlosser »Es ist was faul im Staate …« Nun ja, die Lücke lässt sich beliebig füllen. Nehmen wir unser Nachbarland Italien. Hier regiert der Ministerpräsident Silvio Berlusconi nicht nur das Land, sondern auch die Medien, verändert Gesetze, wie er es ihm beliebt, hat Dutzende Gerichtsverfahren am Laufen und lässt nun die Opernhäuser am ausgestreckten Arm verhungern. Wer braucht schon Rossini oder Verdi? Ein Blick weiter nordöstlich, zu den Franzosen: Der Präsident Nicolas Sarkozy kann seit März 2009 die Präsidenten der staatlichen Fernsehgesellschaft France Télévisions und des staatlichen Rundfunks alleine berufen, droht aufmüpfigen Medien wie »Le Monde« oder »Le canard enchaîné« mit Repressalien und lässt sie bespitzeln. In Irland streicht die Regierung Sozialausgaben, kürzt Löhne und will die Steuern erhöhen, um der Finanzkrise zu begegnen. Doch die niedrigen Firmensteuern bleiben. Man könnte unendlich weiter machen. Aber auch bei uns lohnt ein Blick. Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) wechselte aus der Politik zu Gasprom, Joschka Fischer (Die Grünen) ist aktiv für Großunternehmen wie die Energieversorger REW oder Siemens. Und Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bescherte dem Frankfurter Flughafen eine vierte Rollbahn und damit dem Bauunternehmen Bilfinger Berger einen satten Auftrag, um gleich danach seinen Wechsel zum Konzern bekannt zu geben. Zudem wird er ab 1. Januar 2011 Aufsichtsrat der Schweizer Großbank UBS Deutschland. Das sind nur wenige Beispiele. Die Netzwerke zahlen sich quer durch die Parteien aus. Geld regiert die Welt. Das konnte man auch bei der »Bewältigung« der Finanzkrise erfahren. Oder am Regierungsbeschluss zur Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke. Und viel4


leicht bald beim Megaprojekt Stuttgart 21 mit Neubaustrecke, das zusammengerechnet wohl mehr als die bislang veranschlagten rund sieben Milliarden Euro kosten wird. Und um es noch mal mit Shakespeare zu sagen: «Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode.« All jene, die nicht mit diversen Entscheidungen einverstanden und bereit sind, ihre Meinung öffentlich kund zu tun, sind nun erklärte »Fortschrittsgegner«. Bei Anne Will wurde diese These zum Thema. »Zaudern, nörgeln, blockieren - verspielen wir so unsere Zukunft?« lautete der Titel am 7. November. Die Diskussion hätte prima als Vorlage für Loriots berühmten Sketche zum Thema »Kommunikation« getaugt. Keiner hat klar gestellt, dass die aktuelle Demonstrationsbereitschaft nichts mit Zaudern und Nörgeln zu tun hat, sondern mit Engagement und bewusster Kritik. Dass die meisten Menschen, die ihr Demonstrationsrecht gerade so intensiv wahrnehmen, sich Gedanken machen, informieren, und zu anderen Schlüssen gekommen sind als die verantwortlichen Politiker. Die Politik tut so, als ob sie sich nie irre. Werden Fehler gemacht, muss der Unterste in der Hierarchie dran glauben. Im Falle des überzogenen Polizeieinsatzes in Stuttgart vom 30. September, an dem viele Demonstranten verletzt, einige sehr schwer verletzt wurden, war es zunächst der Polizeipräsident Siegfried Stumpf, der überdies kurz vor seiner Pensionierung steht. Nun soll ein Untersuchungsausschuss entscheiden. Keiner der Verantwortlichen hat sich bislang bei den Opfern entschuldigt. Die Fehlerkultur geht gegen Null. Flexibilität ebenfalls. Es sind die über Jahrzehnte hinweg gefestigte Strukturen, die ein flexibles, den Umständen angemessenes Verhalten, schnelle und kluge Reaktionen verhindern. Es geht nicht mehr um die Sache, sondern um die eigene Karriere. Maßlosigkeit macht Schule. Die Gier nach Höher, Schneller, Weiter, Mehr. Nach Neuem, 5


aber bloß nicht Fremden. Doch wer allein auf Beschleunigung setzt, wird irgendwann die Kontrolle verlieren. Und nichts, weder Bevölkerung noch Wirtschaft kann ins Unendliche wachsen. Irgendwann ist die Spitze erreicht – bestes und zukunftsnahes Beispiel ist der »Peak Oil«. Die Globalisierung ist nicht aufzuhalten, der Klimawandel ebensowenig. Nicht zu vergessen, dass es auch in Zukunft Kriege und immer neue Krankheiten gibt, die als Epidemien und Panepidemien ganze Landstriche leer fegen werden. Das heißt, die Menschheit müsste sich geschlossen Gedanken machen, wie sie etwa das Bevölkerungswachstum bremst, der Armut Einhalt gebietet, die Ernährung sichert und dem Müllberg unserer Zivilgesellschaften Herr wird. Sie müsste sich der Entwicklung regenerativer Energien widmen, der Kommunikation zwischen Völkern, Ländern und Nachbarn. Manche Menschen und Organisationen tun dies. Andere wiederum halten an etablierten Strukturen fest, weil sie andere Ziele verfolgen. Aus Angst oder um das eigene Portemonnaie zu füllen, oder um die Macht nicht zu verlieren. Fortschritt aber ist, wenn man weiter kommt. Und mitunter tut man dies, wenn man einen Schritt zurück tritt und sich die Dinge aus der Distanz betrachtet, über den Tellerrand guckt und sich die Geschichte anschaut und aus ihr lernt. Um es mit dem französischen Philosophen André Malraux zu sage: »Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.« Ein gutes Gedächtnis ist ausschlaggebend – in unserer schnelllebigen Zeit schon fast eine Hochleistung. Und auch ein Gleichgewicht der Kräfte ist wichtig. Zwischen Geschäftigkeit und Stillstand, Lärm und Stille, Altem und Neuem, Fortschritt und Tradition. »Verwechsle deinen Lebensstandard nicht mit deiner Lebensqualität,« schreibt der Zukunftsforscher Horst Opaschowski in seinem Buch »Das Moses-Prinzip.« Ein kluger Rat. 6


Kommunikations-/Wahrnehmungsstrukturen Hinterm Mond scheint auch die Sonne. Von Claus Dick »Das Leben lief im Schweinsgallop, die Liebe war ein Fest, der Mensch war gut. Damals hinterm Mond.« (Element of Crime) Papa hat recht. Der Lehrer ebenso, natürlich auch der Herr Pfarrer. Der Chef kennt das Ziel. Die Politik kennt den Weg in eine bessere Zukunft. Ganz sicher. Kraft ihrer Kompetenz sollten Verantwortliche »voraus« gehen. Doch obwohl die Realität immer wieder zeigt, dass man sich da gar nicht so sicher sein kann, verlassen wir uns paradoxer Weise dennoch darauf. Doch spätestens wenn das Gesagte vom Handeln abweicht, heißt es aufgewacht aus dem mentalen Dauersuff. Die Idee, dass Verantwortliche ihrer Verantwortung nicht nachkommen könnten, ist eine Schlüsselerkenntnis. Wer sie zulässt, spitzt die Ohren. Und kann sich seine eigene Meinung bilden. Auch über seine eigenen Wahrheiten. Schließlich surfen wir auf diesen Strukturen durchs Leben. Wir denken milde über uns. Oft denken wir uns gut. Wir wissen bescheid. Selbstbeweihräucherung als Schutzfunktion. Aber sind wir denn nicht wirklich super informiert von tausenden Sendern, Print-Publikationen und Internet-Seiten nebst Social-Media-Plattformen? Millionen lassen sich Ihre Meinung sogar täglich bilden. Einzeilig, einschlägig. Wir hören dabei nur allzu gerne, was uns in den Kram passt. Wir können lesen, schreiben und rechnen. Welchen Informationswert können wir von öffentlich-rechtlichen Medien erwarten, die Politikern auf die Finger schauen sollen, jedoch von eben diesen dirigiert werden? Welche Erkenntnis lassen sich aus Publikationen gewinnen, die am Tropf der Anzeigenkundschaft hängen? Welche Meinung wie ankommen 7


soll, lässt sich obendrein leicht steuern: Durch die Auswahl der Themen und Fotos, der dargestellten Fakten, Meinungen und Argumente »Come writers and critics who prophesise with your pen and keep your eyes wide the chance won’t come again.« (Bob Dylan) Im Spinat war mal viel Eisen. Atomkraft ist immer noch sicher. Die Renten sind es auch. Oder doch nicht? Wir haben es weit gebracht. Vielleicht das aktuell maximal Erreichbare, inklusive 1,7 Billionen Schulden, erwirtschaftet auf der Basis des Glaubenssatzes ewigen Wachstums. Doch der Rückschritt scheint eingeleitet. Die nach dem Krieg eingeführte soziale Marktwirtschaft hat Federn gelassen, nachdem in den 80ern die Liberalisierung der Märkte ausgerufen wurde. Die Ethik und Verantwortung von vielen Firmen schmilzt. Aber wer ist steht hinter den Firmen? Gibt es da keine Gesichter? Die Wirtschaftskrise ist »ausgebrochen«. So wie ein Vulkan. Diese Wortwahl impliziert die scheinbar höhere Macht als Verursacher. Ein prima Versteck für leibhaftige Menschen mit Namen und Verantwortung. Die Bauer von HiTec-Handys springen in Taiwan aus dem Fenster, Mädchen in Bangladesh schuften unter knastähnlichen Zuständen, Kindersklaven in Westafrika pflücken Kakaobohnen. Wer gibt die Aufträge? Weiß der Abteilungsleiter X in der Firma Y vom Tun seines Chefs? Wer lässt die Fakten zu? Wer verklausuliert sie in Marketingdeutsch und wer denkt sie sich schön? Menschen mit Gesichtern und Namen. Verantwortung 3.0. Es sieht fast so aus, als ob einige Politiker und Konzernchefs sich trotz teils abnehmender Beliebtheit gerne als Majestäten mit gönnerhaftem Lächeln gerieren. Form leaves function. Man tauscht Codes aus, erkennt sich. Meinungs-Macher 8


bauen zudem gerne auf Abwandlungen von Religions-Maximen oder wissenschaftlichen Theorien auf, gerne aus Biologie oder Wirtschaftswissenschaft. So werden Denk- und Handlungsmuster geschaffen. Und es lassen sich schöne Argumentationsketten ableiten. Wenn A nicht umgesetzt wird, dann tritt B ein, und dann bricht ganz schnell C über uns herein. Schöne neue Welt. Der Markt heilt sich selbst! Freiwillige Selbstkontrolle reicht! Gutachter mögen sich bitte selbst begutachten! Demonstrieren ist erlaubt, aber nur, wenn sich nichts verändert! In China kann man große Projekte zügig durchsetzen! Klar. Ist eine Diktatur. Was kommt als nächstes? Warum wechseln Politiker gerne in »die Wirtschaft«? Das wirkt zumindest verdächtig. Standen sie schon vorher auf Berater-Honorarlisten? Sind manche eigentlich integriert oder leben sie in Parallelgesellschaften? Wer könnte mehr Verantwortung übernehmen außer den Bürgern? Wirtschaftsweise? Warum nicht Vordenker, die Disziplinen verbinden und der Politik verbindliche Empfehlungen abgeben? Die Schule könnte auch die Fähigkeiten fördern, Zusammenhänge genre- und grenzüberschreitend besser bewerten zu können. Warum gibt es Wirtschafts- und Kommunikationsstrategie nicht als Pflichtfach, während auswendig lernen als hohe Leistung gilt. In Deutschland leben 81,7 Millionen Einwohner, Wahlberechtigte gibt es 64,3 Millionen. Gewählt haben 44.005.575 Bürger, die 43.248.000 gültige Stimmen abgegeben haben. Davon entfielen auf die Regierungskoalition 20.932.032 Stimmen. In einer Umfrage von Infratest (12.11.) kommen Union und FDP auf noch 36 Prozent Das heißt, dass 15.569.280 Bürger noch zur Regierung stehen, 66.130.720 nicht. 81 Prozent sind also aktuell rechnerisch auf Bundesebene nicht wirklich repräsentiert. Repräsentieren wir uns doch einfach mehr selbst. 9


Zitate für die Zukunft »An sich selbst zu glauben, ist vielleicht der Ursprung von Innovation.« Claudia Llosa, peruanische Filmregisseurin »Vergiss niemals Deine Wurzeln, denn sie führen in die Zukunft.« Roberto Stern, Kreativdirektor des brasilianischen Juwelenkonzerns H. Stern »Alles in allem wird deutlich, dass die Zukunft große Chancen bereithält - sie enthält aber auch Fallstricke. Der Trick ist, den Fallstricken aus dem Weg zu gehen, die Chancen zu ergreifen und bis sechs Uhr wieder zu Hause zu sein.«
 Woody Allen, amerikanischer Filmregisseur »Der zuverlässigste Weg, die Zukunft zu sehen, ist das Verstehen der Gegenwart.«
 John Naisbitt, amerikanischer Prognostiker »Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss.« Marie Curie, Physikerin, Mathematikerin und mehrfache Nobelpreisträgerin


»Wer etwas ändern will, sucht Wege. Wer nichts ändern will, sucht Gründe.«   Überliefert »Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind kleine Angelegenheiten verglichen mit dem, was in uns liegt.« Ralph Waldo Emerson, Schriftsteller und Philosoph »Haben Sie den Mut, sich Ihres eigenen Verstandes und des der anderen zu bedienen. Der anderen jenseits der Grenzen Ihrer Disziplin, Ihres Glaubens, Ihres Systems.« Bernhard von Mutius, der Sozialwissenschaftler und Philosoph propagiert ein »Denken in Beziehungen« »Die Frage heute ist, wie man die Menschheit überreden kann, in ihr eigenes Überleben einzuwilligen.«
 Bertrand Russell, britischer Philosoph, Mathematiker und Nobelpreisträger für Literatur «


Zunehmendes Brodeln Thomas Feltes gründete den ersten Lehrstuhl für Polizeiwissenschaft in Deutschland. Seit 2002 leitet er den Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft an der Juristischen Fakultät der Ruhruniversität Bochum. Der Ex-Rektor der Hochschule für Polizei in Baden-Württemberg war Mitglied im Gründungssenat der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster. Er entwickelte den Masterstudiengang »Kriminologie und Polizeiwissenschaft«, bei dem sich seit 2005 jährlich mehr als 100 Bewerbungen allein aus dem Polizeibereich bewerben. Petra Mostbacher-Dix hat mit ihm gesprochen. Stuttgart 21, Atomkraft, Schulpolitik, seit geraumer Zeit wird wieder demonstriert – vor allem auch vom bürgerlichen Lager. Nun scheint Terror zu drohen. Die Gewerkschaftler der Polizei beklagen Stellenabbau und Instrumentalisierung des langen Arms der Exekutive, der Polizei. Ist das System Polizei all dem gewachsen? Die Polizeibeamtinnen und -beamten sind in Deutschland so gut ausgebildet wie nie zuvor und auch im internationalen Vergleich »Spitze«. Die deutsche Polizei verfügt in den Ländern und im Bund über junge, motivierte und überdurchschnittlich intelligente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele mit sehr guten Abiturnoten. Leider haben sich die Reformen der Polizei in den letzten Jahren zu sehr an – politischen – Strukturvorgaben wie etwa Regionalisierung oder Trends aus der allgemeinen Verwaltung orientiert, Stichwort: New Public Management, Kosten-Leistungs-Rechnung et cetera. Dabei hat man aus den Augen verloren, dass diese jungen Beamten auch ein Arbeitsumfeld und eine Führung erwarten, 12


die ihnen die Möglichkeit gibt, sich entsprechend zu engagieren und ihre Berufsvorstellungen umzusetzen. Noch immer verbringen Polizeibeamte nach ihrer Fachhochschulausbildung bis zu fünf Jahre bei der Bereitschaftspolizei, wo sie fast ausschließlich bei Großeinsätzen tätig werden. Dies fördert den Frust, demotiviert und kann zu einer Verhärtung der Persönlichkeit führen. Polizisten nehmen dann ihre Umwelt nur noch als feindlich und als permanenten Konflikt wahr. Sie fühlen sich intellektuell unterfordert, mit ihren Problemen und als Person nicht ernst genommen. Das ist – arbeitspsychologisch betrachtet – keine gute Basis für eine konstruktive Arbeit. Was müsste sich also ändern, damit die Zukunftsfähigkeit der Polizei gegeben ist? Eigentlich muss nicht viel verändert werden. Die Grundstruktur der deutschen Polizei ist ebenso wie ihre Ausbildung durchaus zukunftsfähig. Mit der Einführung der Fachhochschulausbildung in den 1980er Jahren und der Gründung der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster sind gute Grundlagen geschaffen, die allerdings nicht überall optimal genutzt werden. Noch immer hat man Angst davor, die Polizei tatsächlich zu öffnen und die Ausbildung so anzulegen, dass die zukünftigen Beamtinnen und Beamten auch mit Nicht-Polizisten zusammenkommen. Eigentlich sollten wir uns von der Art »Inzucht-Ausbildung« verabschiedet haben, die nach außen abgeschottet ist und die früher gewährleisten sollte, dass Polizeibeamte zu willfährigen Staatsdienern herangebildet werden. Leider scheint sie aber an einigen Orten wiederzukehren. Dabei brauchen wir heute mehr denn je engagierte, offene und kritische Polizisten, die beispielsweise das Thema Integration ernst nehmen und bereit sind, an Veränderungen in der Gesellschaft mitzuwirken. 13


Apropos kritisch, die Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten Deutschlands moniert, dass in den vorhandenen Strukturen eine ‚binnenkulturelle Deformierung in den Polizeien längst Raum gegriffen’ habe. Muss die Ausbildung reformiert werden, wenn ja, auf welche Art? Richtig ist, dass aufgrund der Verkürzung der Ausbildung an den Fachhochschulen immer weniger sozialwissenschaftliche und verhaltensorientierte Inhalte vermittelt werden. Kommunikationsfähigkeit und Umgang mit Konflikten muss man aber sowohl in Theorie, als auch und vor allem in der Praxis lernen. Gute Ausbilder sind vor allem als Praxisbegleiter gefordert. Diese wiederum müssen aber ebenfalls gut aus- und fortgebildet werden und sie müssen die Möglichkeit haben, beispielsweise ein Coaching oder eine Supervision zu bekommen, um sich selbst permanent zu überprüfen und zu verbessern. Jeder Leiter einer Sparkassen-Zweigstelle hat heutzutage diese Möglichkeit der personalisierten Betreuung und Fortbildung, Polizeibeamtinnen und –beamten, die – bedingt durch gesellschaftliche Entwicklungen - immer größere Herausforderungen zu meistern haben, wird sie verweigert. Noch immer glauben – zu – viele Führungskräfte in der Polizei, dass die Philosophie »Ein Indianer kennt keinen Schmerz« auch für Polizeibeamte gilt: Sie sollen mit den individuellen und strukturellen Belastungen alleine klarkommen. Dies kann nicht funktionieren, und deshalb brodelt es zunehmend – nicht nur in Baden-Württemberg. Polizeibeamte in Baden-Württemberg sind zum Teil zutiefst frustriert über die Politik. Auch was am 30. September 2010 bei Stuttgart 21 passierte, können einige nicht fassen – zumal zuvor die Deeskalationsstrategie im Vordergrund stand. Viele wussten gar nicht, wo sie hingefahren wurden. Statt in den Norden ging es nach Stuttgart. In Gesprächen sagten sie, 14


dass sie sich als Helfer der Bürger, nicht als dessen Verprügler sehen. Zeigt dieser Einsatz, wie weit weg die Politik nicht nur vom Volk, sondern auch von der Polizei zu sein scheint? Wie viel Transparenz verträgt die Exekutive? Die Briefe und Emails, die die Polizeigewerkschaften des Landes und die ich auch selbst bekommen habe, bestätigen diesen Eindruck. Ich bedauere dies überaus, weil ich die baden-württembergische Polizei auf einem guten Weg sah. Offensichtlich glaubten Landespolitiker, dass ihnen die »Felle wegschwimmen« und tragen dies nun auf dem Rücken der Polizistinnen und Polizisten aus. Individualpsychologisch ist dies nachvollziehbar: Wer an der Macht ist und seine Vorstellungen nicht durchsetzen kann, der verliert nicht nur, aber vor allem, in der eigenen Partei sein Gesicht und damit seine Karrierechancen – und kann entweder aussteigen, wie dies auch in Baden-Württemberg Politiker getan haben, oder versuchen, sich im wahrsten Sinne des Wortes »mit aller Gewalt« durchzusetzen. Dass dies nicht gutgehen kann, liegt auf der Hand. Leider müssen Polizisten, die am Ende der Befehlskette stehen, dies ausbaden. Was muss in der Bundes- und Landespolitik kurz- wie langfristig geschehen? Neben der permanenten Fortbildung von Führungskräften sind externe Kontrollgremien und unabhängige Untersu15


chungskommissionen notwendig – auch und gerade im Interesse der Polizisten. Zuletzt haben auch Polizeigewerkschaften einen Ombudsmann für die Polizei gefordert, weil sie die »Führungskultur« in Hessen nicht mehr akzeptieren konnten. Die Ereignisse in Stuttgart zeigen erneut, dass solche Einrichtungen notwendig sind, da sie dazu beitragen, die Diskussion um polizeiliches Fehlverhalten zu beruhigen und zu versachlichen. Polizeibeamte wie Bürger hätten die Möglichkeit, Gewalt bei Demonstrationen, Polizeieinsätzen oder individuelle polizeiliche Gewalthandlungen unabhängig aufarbeiten zu lassen. Österreich hat mit seinem Menschenrechtsbeirat und dem Projekt »Polizei.Macht.Menschen.Rechte« ein Beispiel geschaffen, das auch für Deutschland Vorbild sein könnte. Übrigens sitzen in dem Beirat dieses Projektes zwei deutsche Wissenschaftler, deren Rat man dort, im Gegensatz zu Deutschland, offensichtlich schätzt. Es ist häufig nicht der einzelne Polizeibeamte, der aus der Rolle fällt und Gewalt anwendet, sondern es sind polizeiinterne Strukturen und politische Vorgaben, die für Eskalation der Polizeigewalt verantwortlich sind. Unsere in mehreren Ländern durchgeführte Studie hat gezeigt, dass vor allem politischer Druck auf die Polizei sowie interne Führungsprobleme und persönliche Überlastungen Ursachen für Polizeigewalt sind. Infos zum Projekt Polizei.Macht.Menschen.Rechte in Österreich: http://www. bmi.gv.at/cms/cs03documentsbmi/787.pdf Studie zur Polizeigewalt: Astrid Klukkert, Thomas Ohlemacher, Thomas Feltes: Torn between two Targets: German Police Officers Discussing Use of Force. In: Crime, Law and Social Change, 2009, 2, 52 ff.

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S 18

Kunstspaziergang Stuttgart

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Stadtentwicklung und politische Kunst

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OffSpaces

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Wechsel im Galerienhaus

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Führungswechsel

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Jazz und mehr

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FilmSzene

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TanzTheaterSzene 1

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Gesucht: Zukunft

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Kunst für Kinder

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Großes Kino für kleine Leute

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Kunstspaziergang Stuttgart Zweimal Gruppe und einmal Einzelperson Rund 150 Arbeiten von über 40 Künstlern bringen die Galerien Merkle und Naumann aufs Parkett, darunter Jörg Mandernach (Foto), Thomas Putze, Irmela Maier und Andreas Opiolka. ›14-1‹ zeigt zwar von Thorsten Hallscheidt »nur« zwei Installationen und etwa zehn Zeichnungen, die aber massiv den Raum und das Wahrnehmungsvermögen des Betrachters beherrschen. Da alle denkbaren Stile und Techniken vertreten sind, bietet sich die spektakuläre Schau schon wegen der moderaten Preise als vorweihnachtliche Verkaufsausstellung an. (gb) Bis 22.1., Galerienhaus, www.14-1.de; www.galerie-merkle.de; www.galerie-naumann.de (Winterpause beachten, Galerie Naumann nur bis 18.12.)

Sternstunde in Paris Paris war im Nachkriegseuropa die treibende Kraft auf dem Weg in die expressive Abstraktion. Anja Rumig präsentiert Arbeiten auf Papier aus der »École de Paris«, der so renommierte Künstler angehörten wie Hans Hartung, Alfred Manessier, Serge Poliakoff und Pierre Soulages sowie aus dem Umkreis von K.R.H. Sonderborg und Emilio Vedova. Mag die Wucht dieser Namen schon genügen, so sollten zu Unrecht in Vergessenheit geratene Maler wie Bram van Velde ein weiterer Grund sein, um diese faszinierende Etappe der modernen Kunst näher kennenzulernen. (gb) Bis 29.1., Galerie Anja Rumig, www.galerie-anjarumig.de

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Verletzte Schönheiten Willi Siber bevorzugt für seine Holzplastiken die Eiform, die er bis zur Kenntlichkeit anfräst. So tragen seine meist geweißten Objekte eine Spur des Verletztseins, aber zugleich strahlen sie in der Ruhe ihrer Erscheinung eine reizvolle Schönheit aus. (gb) Bis 18.12., Galerie Harthan, www.galerieharthan.de

Mit Archaik gegen den Ungeist Von den Nazis in die innere Emigration getrieben, fand Willi Baumeister Halt im ältesten Epos der Menschheit, dem »Gilgamesch«. In 64 Frottagearbeiten schuf der Künstler eine hintergründig humoreske, skurrile Parallelwelt humaner Größe. (gb) Bis 1.5., Staatsgalerie, www.staatsgalerie.de

Die neue Präzision Wer die aktuellen Trends der realistischen Malerei erkunden will, findet elf verlässliche Namen bei Rainer Wehr versammelt, die einen Großraum zwischen Hamburg und Winterthur, Stuttgart und Halle abdecken, mit bayerischfränkischem Schwerpunkt. Peter Holl, Michael Munding (Foto), Sebastian Ruhland, Bianca Schelling, Thilo Westermann und Terezka Zimmer sind längst bekannte Zugpferde der Galerie – insbesondere Schellings geheimnisvolle Tuschearbeiten auf Alu darf man sich nicht entgehen lassen. Darüber hinaus sind illustre Positionen dabei wie die von Ralf Jurszo oder Stephanie Schoell. (gb) Bis 25.2., Galerie Wehr, www.galerie-rainer-wehr.de

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Orte des Daseins Die grauhaarige Frau sitzt frontal auf einem braun geblümten Sofa, über ihr ein Landschaftsbild und eine Kuckucksuhr, Gesellschaft leisten ihr ein ausgestopfter Fuchs und ein Plüschaffe mit Schnulli. Elmar Haardt, fotografischer Chronist von Landschaften und Menschen, hat diesen fast surreal anmutenden Blick in ein Essener Wohnzimmer mit seiner Kamera festgehalten. Zu sehen ist dieses Dokument einer Lebenswelt in der Schau »Drei Orte« der VHS-Photogalerie, wo der Fotograf bis 31. Januar 2011 seine subtilen, fesselnden Bestandsaufnahmen des menschlichen Daseins präsentiert. (pam) www.vhs-photogalerie.de

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Stadtentwicklung und politische Kunst Der Württembergische Kunstverein nimmt »Stuttgart 21« ins Visier Künstlerische Arbeiten hübsch gehängt zu präsentieren, war ihnen noch nie genug. Hans D. Christ und Iris Dressler, die beiden Leiter des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, wollen in ihren projektorientierten Ausstellungen immer auch gesellschaftliche und politische Zusammenhänge aufzeigen. Kein Wunder, dass sie sich nun der Diskussion um »Stuttgart 21« annehmen. In der Ausstellung, »Die Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden«, deren provokanter Titel mit einem Zitat von Michel Foucault spielt, soll es angesichts des Bürgerprotests gegen das Bauvorhaben um Themen gehen wie: »Neue Formen des Regierens im Horizont von Neoliberalismus«, »Ökonomisierung«, »Zivilgesellschaft« und »Lobbyismus«. Die Kuratoren versprechen, auf Fragen der Stadtentwicklung einzugehen. Das angedachte neue Stadtareal hinter dem Bahnhof wird vorkommen. Videos, Diagramme, Bildtableaus und Vitrinen beschäftigen sich mit der Informationspolitik und der Werbung zu »Stuttgart 21« sowie mit dem bunten Engagement der Gegner. Theoretisches verquickt sich mit Sinnlichem: Die Stuttgarter Künstler Stephan Köperl und Sylvia Winkler zeigen Fotos von Künstlerkollegen der Menschen auf den Demos, um die Heterogenität der Kritikerseite vor Augen zu führen. Außerdem gibt es anarchische Zeichnungen des rumänischen Comic-Künstlers Dan Perjovschi zu sehen. Buttons der Befürworter wird man hier vergeblich suchen: »Wir sind eindeutig kritisch positioniert«, sagt Hans D. Christ gegenüber SuR, »die anderen haben das Turmforum.« (hoc) Bis 09.01.2011. Begleitprogramm mit Vorträgen. www.wkv-stuttgart.de

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OffSpaces AuSSerhalb auf Wolke Sieben oder knapp darunter Noch bevor manche den Begriff Offspace durchbuchstabieren, kann es einen der nichtkommerziellen Kunsträume auch schon erwischt haben, weil die Förderwährung meist eher ideeller Natur ist. Wehmütig sahen wir die ›Fluctuating Images‹ nach Berlin entfliehen, andere Bilder-Stätten kamen dazu. Der Bauzaun um »Stuttgart 21« hat sich zum Kreativraum auf Zeit etabliert. Überhaupt sind Bahnhöfe und ihre abgelegten und ausgemusterten Ecken schnell offverdächtig. Davon weiß sicher Thomas Putze von den ›Wagenhallen‹ auf der Prag zu singen. Nebenbei bemerkt hat der europaweit bewunderte Widerstand gegen die Bahn-Ideen ein Vernetzungsprojekt der Kunsträume ›Oberwelt e. V.‹ und ›Strümpfe Jungbusch‹ (Mannheim) beflügelt, das sich am 3./4., 10./11. und am 17./18. Dezember »An die Oberfläche« – so das Ausstellungsmotto – begeben. Es muss freilich nicht immer ein verlassenes Bahnhofsgelände sein, tut es doch auch eine Schokoladenfabrik, wo die Künstlerblütenträume zuweilen sogar versüßt werden. Das ›Atelierhaus Wilhelmstraße 16 e. V.‹ hat da schon Ausnahmestatus. Die Eigentümerin des stillgelegten Geländes, Ritter Sport, spendiert zum Jahresende nicht nur quadratischpraktischgute Leckereien, sondern lässt den Kreativen freie Hand, solange sie zweimal im Jahr ihre Ateliers für

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Ausstellungen frei räumen. Ihr Sprecher, der Kosuth-Schüler Martin Bruno Schmid, der für gewöhnlich mit schwerem Gerät seine Malgründe malträtiert, ist voll des Lobes: Von 9. bis 19. Dezember sind über zwei Etagen hinweg brandheißhinreißende Zeichnungen, ein Film und Installationen von Gabriela Oberkofler zu sehen, die »Blutrote Waldameisen und Glänzendschwarzes Pech« anzeigen, sowie von Valentin Wormbs SW-Fotos mit solarisierten Negativen (Foto). Danach verwandelt sich der eingetragene, sich selbst tragende Kunstverein en miniature wieder in die Ateliergemeinschaft von gegenwärtig neun Künstlern. Eine feste Größe, wenn auch noch mit dem Charme des Kuriosen verbundenen Ausstellungsraum in einem historischen Hinterhofhaus ist das 2007 begründete Projekt ›Hermes und der Pfau‹, das von den galerieerfahrenen Philipp Ziegler und Anne-Sofie Ruckhaberle betreut wird. Bis zum 18. Dezember widmet sich Hermes samt Pfau den schwindenden Dingen dieser Welt: »Things slowly curve out of sight until they are gone. Afterwards only the curve remains« (nach Richard Brautigan) Ob nun der vielgepriesene ›Interventionsraum‹, ›OP Nord‹, ›Wechselraum‹ oder die ›galerie ak 1‹, die Offspaces beleben die Kunst unterschwellig und mit einigem utopischem Potenzial, wenn es darum geht, den Konsumvierteln einen geistigen Gegenpol zu bieten. Die ›galerie ak 1‹ öffnet ihr auf Fotografie spezialisiertes Haus im Hospitalviertel auch freien Kuratoren – so bespielt Amrei Heyne die Galerie im Dezember mit zehn verschiedenen Positionen. Für den Januar dann verspricht der ak1-Chef und Photodesigner Andreas Körner programmatisch seine »bildhübsche fotografie« und einen Neujahrsumtrunk mit einer Weihnachtsbaumausstellung, die den Ausstellungsraum in einen Stadtwald verwandeln soll: einmal drinnen statt off. (gb)

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Wechsel im Galerienhaus Naumann schlieSSt – Schacher eröffnet

Seit fünf Jahren bilden sie eine Art berufliche »Männer-WG«. Damals gründeten Jörg Walz von der Galerie 14-1 sowie Horst Merkle und Berthold Naumann (Foto links) mit ihren jeweiligen Galerien das »Galerienhaus Stuttgart«. Ihr Konzept mit offenen Übergängen und zeitgleich laufenden Ausstellungen funktioniert und kommt bei den Besuchern gut an. Doch es gibt bald eine Veränderung: die Galerie Naumann wird schließen. Berthold Naumann verabschiedet sich nach dreizehn Jahren engagierter Galeriearbeit - klug, pointiert und feinsinnig, wie es ihm entspricht - mit »einem lachenden Auge«. In diese Richtung geht der Titel seiner noch bis zum 18. Dezember laufenden Ausstellung. Werke von Künstlern, die seit langem der Galerie Naumann verbunden sind, gibt es zu sehen, etwa von Andreas Opiolka, Hans-Ulrich Wagner, Jörg Mandernach und Kirsten Lampert. Die gute Nachricht lautet, dass im Stuttgarter Kulturleben die Anzahl der Galerien gleich bleiben wird. Denn der umtriebige Kunstvermittler Marko Schacher (Foto S. 24, rechts) hat

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seinen Job bei der Galerie Schlichtenmaier gekündigt und macht sich selbstständig. Am 28. Januar eröffnet er im Galerienhaus seine eigene Galerie namens »Schacher - Raum für Kunst«. Die Entscheidung fiel relativ spontan. Die Idee aber reifte schon lange in ihm. »Ich kenne viele gute Künstler, die gerade, aus welchen Gründen auch immer, keine adäquate Galerie haben«, sagt der Vierzigjährige. Eine der Motivationen sei, durch eine dialogische Präsentationsform der Kunstwerke einen pädagogischen Mehrwert zu erzielen: »Im Idealfall klappt dann auch der kommerzielle Aspekt«. (hoc) www.galerienhaus-stuttgart.de

Stuttgart 21 - Oben bleiben! Verschwendete Steuermilliarden, die Abholzung eines großen Teiles des Schlossparkes, Europas größte Baustelle all das kommt auf Stuttgart zu, wenn Stadt, Bahn, Land und Bund ihr Prestige-Projekt Stuttgart 21 durchboxen. Die Zeit ist gekommen, dieses Wahnsinns-Projekt gemeinsam endgültig zu stoppen! Helfen Sie uns? www.robinwood.de 25

© ROBIN WOOD: Grodotzki


Führungswechsel Axel J. Wieder leitete vier Jahre das Künstlerhaus. Ein Resümee.

Wie lautet Dein Resümee nach vier Jahren Stuttgart? Ich hatte eine sehr schöne und produktive Zeit! Ich konnte mit dem Künstlerhaus ein dichtes Programm entwickeln, viele neue Arbeiten mit Künstlerinnen und Künstlern realisieren. Mir war wichtig, dass die Ausstellungen und Projekte auf den Ort, an dem sie entstehen, reagieren – thematisch oder an historische Traditionen anknüpfend. Außerdem ist das Haus ein Ort für den Austausch in der Stadt. Das ist uns gelungen. Da Stuttgart sehr interessante Aspekte hat, war diese Arbeit lohnenswert und spannend. Auf welche Ereignisse, Ausstellungen oder Begegnungen schaust Du besonders gerne zurück? Für mein Programm waren das eine Reihe von Ausstellungen, in denen wir historische Momente aufgearbeitet und mit aktuellen Werken kontextualisiert haben, wie 2008 die Ausstellung »Soziale Diagramme« zur Idee der Planung. Ein begeisternder Moment war auch ein Vortrag von Madelon Vriesendorp, der Mitgründerin von Rem Koolhaas‘ Architek-

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turbüro OMA. Ihr Vortrag bei uns 2008 war ihr erster öffentlicher Auftritt in Deutschland – 2009 war sie dann auf der Biennale in Venedig. Schließlich waren die Begegnungen mit anderen Kulturschaffenden in der Stadt enorm wichtig, vor allem als Momente der Zusammenarbeit. Mit den Ausstellungsräumen »Self Service« und »Hermes und der Pfau« und dem Künstler Jan Löchte haben wir 2009 den Projektraum »White Heat« betrieben. Dieser hat auch als Treffpunkt und Bar funktioniert – wir hatten einen großartigen Sommer! Gibt es auch Kritik an der Kulturpolitik oder der Kulturszene? Neben all der Kritik, die im Zuge der Kürzungen im Kulturhaushalt im letzten Jahr laut geworden ist, muss man festhalten, dass die Zahl und die Qualität der kulturellen Einrichtungen in Stuttgart vorzüglich ist. Gäbe es ein vergleichbares Engagement der Sammler in der Stadt, hätten es die Galerien leichter. Dennoch waren die Kürzungen ein Schock, und die Art der Kommunikation kein gutes Signal. Ich hoffe, dass die Debatten, die rund um die Kürzungen entstanden, in Zukunft zu einem guten Miteinander und zur notwendigen Differenzierung von Standpunkten führt. Konsens ist nämlich sehr langweilig. Wie geht`s für Dich weiter? Ich hab einen Schreibtisch voller Projekte, die ich fertig stellen möchte, einige Bücher, ein paar Ausstellungen – ich werde dafür zunächst wieder nach Berlin ziehen. Nach vier Jahren ist die freie Arbeit wieder ein großer Luxus. Fragen von Eva Maria Schlosser Axel Wieder gibt noch eine Abschlussparty mit Rahmenprogramm, Infos unter www.kuenstlerhaus.de


Neuer Leiter des künstlerhauses stuttgart ist Adnan Yildiz Ab 1. Januar 2011 tritt er die Nachfolge von Axel Wieder an: Der 31jährige Adnan Yildiz hat in Istanbul Psychologie, Bildende Kunst und Visuelle Kommunikation studiert. In den Jahren 2006 bis 08 absolvierte er am Curatorlab der Konstfack in Stockholm das kuratorische Residency-Programm. Es folgten unter anderem ein Kuratorenstipendium am Frankfurter Kunstverein und die Teilnahme als Kurator an der 10. Istanbul Biennale sowie der Manifesta 7. Außerdem ist er Mitherausgeber von »Muhtelif«, einer zeitgenössischen Publikationsreihe in Istanbul. (red)

Jazz und mehr Klangkünstler, Blues und Powerfrau Der Jazzclub Kiste in der Hauptstätterstraße 35 hat in den kommenden Wintermonaten etwas zu bieten. Um einige Highlights zu nennen: Der Klangkünstler, Komponist und Drummer Antoine Fillon lässt´s mit Pianist Bene Moser und und Bassistin Leonie Hefele krachen (1.12., 21 Uhr, http:// www.myspace.com/antoinefillon). Das junge Schweizer »Trio Igarapé« bietet lässigen Jazz mit brasilianischen Einflüssen (2.12., 21 Uhr, www.myspace.com/trioigarape) und die Lo-

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kalmatadoren »Good men gone bad« bluesen in gewohnt selbstbewusster Manier (10.12., 22 Uhr, www.gmgb.de). Und im Bix ist am 14. Januar, 21 Uhr, die Ausnahmemusikerin und Powerfrau Cindy Blackman mit ihrer Band zu Gast. Die Dame aus New York ist Schlagzeugerin, fühlt sich im Hard-Rock genauso zuhause wie in sämtlichen Jazzstilen und ist wohl demnächst auch noch die Ehefrau von Carlos Santana. (eva) Intermediale Grenzüberschreitungen

Noch bis zum 5. Dezember finden auf Einladung des Verbreiterungsfach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten spannende Aufführungen (Foto) von verschiedenen Künstlern statt. Schauplatz ist die Experimentierbühne der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in der Heusteigstraße. Musik spielt hier ebenfalls eine große Rolle. Ebenso ist der Klangraum, das zweitägige Musikfestival im Kunstraum des Atelierhauses Filderstraße 34, ein alljährliches Treffen für Fans der besonderen Klangkunst kombiniert mit bildnerischen und szenischen Elementen. Am 4. und 5. Dezember treffen sich Künstler unterschiedlicher Couleurs um zu Singen, zu Musizieren und zu Improvisieren. (eva) www.kunstraum34.de

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FilmSzene 24. Stuttgarter Filmwinter »Soft Friction«, »Sanfte Reibung« lautet das diesjährige Motto des Stuttgarter Filmwinters. Mit der kleinen Wortspielerei, die freilich nur im Englischen sichtbar wird, will Wand 5 nicht nur die Bedeutungen von »Science Fiction«, »Soft Porno« und »Hard Fiction« durcheinanderwirbeln, sondern auch die Reibung unterschiedlicher Meinungen und Kommunikationsformen zelebrieren. Beim traditionellen Warm Up vom 13. bis 19. Januar beteiligen sich wie immer auch andere Kulturinstitutionen wie die Oberwelt und die Gedok, und garantieren so für ein intermediales Crossover, das keine Grenzen scheut. Das Festival selbst findet vom 20. bis 23. Januar statt. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 1500 Künstler in den Kategorien Kurz- und Experimentalfilm sowie Medien im Raum und On-/Offline-Arbeiten beworben. Eine Jury vergibt Preise in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. Das Programm stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Nur soviel: Als musikalisches Highlight präsentiert Wand 5 in diesem Jahr die britisch-deutsche Band »The Errorists«, deren experimentaler Sound, aber eingängiger Sound unbedingt zu entdecken ist (siehe und höre auch: www.theerrorists.com). Bleibt Interessenten nur, gespannt den Werdegang des 24. Filmwinters auf der sehr hübsch gestalteten Internetseite www.filmwinter.de zu verfolgen. (eva)

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16. Filmschau Baden-Württemberg Alle Jahre wieder … findet auch die Filmschau Baden-Württemberg statt. In diesem Jahr zum 16. Mal. Vom 1. bis 5. Dezember flimmern konzentriert im Metropol Kino (Bolzstraße) rund 60 Spielfilme, Kurzspielfilme, Dokumentationen und Animationen aus dem Land über die Leinwand. Jeweils ein Film der Kategorie bekommt als »Bester« den Baden-Württembergischen Filmpreis verliehen – in Höhe von 2000 Euro. Außerdem gibt es noch einen eigenen Wettbewerb für Nachwuchsfilmemacher, der insgesamt sieben Gewinner des »Jugendfilmpreises« kürt sowie einen Katholischen Jugendmedienpreis, allesamt am 4. Dezember, 19 Uhr, feierlich verliehen. Und da sich die Filmschau ganz auf das Filmschaffen im Land konzentriert, verspricht der diesjährige Schwerpunkt »Heimat reloaded – Sehnsucht Deutschland« gleich doppelt heimatliche Gefühle. Unter den gezeigten Filmen sind Chris Kraus‘ (»Vier Minuten«) Filmdrama »Poll«, der vom Deutschen Fußballbund geförderte Dokumentarfilm »Transnationalmannschaft« sowie eine »Tatort«-Kinopremiere, zu der alljährlich hiesige Krimi-Fans in Scharen pilgern. Der am 3. Dezember gezeigte Kriminalfall mit dem Titel »Grabenkämpfe« wird vom Stuttgarter Team gelöst, Schauplatz sind die Wagenhallen! Am 5. Dezember dann will die Hommage »100 Jahre Kurt Hoffmann« an den Freiburger Filmemacher erinnern, mit Klassikern wie »Spukschloß im Spessart« und »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull«. Wer sich indes vor Ort ein Bild vom hiesigen Filmeschaffen machen will, kann sich der gemeinsamen Fahrt nach Bad Urach anschließen. Hier gibt‘s eine 90-minütige Führung durchs Set der Filmkulissen der mehrteiligen Mundartserie »Laible und Frisch« über eine Bäckerei. Sie soll um die Weihnachtszeit ausgestrahlt werden. Infos unter www.filmschaubw.de und www. jugendfilmpreis.de. (eva)

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TanzTheaterSzene 1 Wille, Vision und Geheimnisse

Mit leerem Blick lehnt die Frau am Metallgestell. Ihre Reglosigkeit wird nur vom Zucken ihrer Finger unterbrochen, ein Mund im Dunkel macht Geräusche. In seiner kollektiven, multimedialen Sci-Fi Performance »point blank/the initiation« thematisiert Sebastian Klemm mit elf Gastkünstlern verschiedenster Genres das so genannte Locked-In-Syndrom, bei dem ein Mensch bei Bewusstsein unfähig ist, sich per Sprache oder Bewegung verständlich zu machen. »Dieses ist aber nur Vehikel, um den schicksalhaften Moment darzustellen, der plötzlich alles ändert, sowie den Weg zurück ins Leben«, sagt der Atelierstipendiat im Künstlerhaus. Er will sensibilisieren dafür, wie Wille und Vision einen Menschen befähigen, eigene Befindlichkeiten zu ändern. Raum ist dabei Reflexion, wechselnde Atmosphären werden von Medien wie Körper, Klang, 3D-Computerspiel, Stimme, Licht, Raum und Publikum gespiegelt. Die tradierte Trennung der Genres soll überwunden werden. Das Werk entstand dank kunstaffiner Technikfirmen sowie dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie ZKM Karlsruhe, wo sie am 4. und 5. Februar zu sehen ist. Am 11. Dezember ist Premiere im Kunstbezirk Stuttgart. Vom 16. bis 19. des Monats nimmt die städtische geförderte Reihe »Das Leben ist kein Ponyhof – Die 7 Todsünden« der

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Backsteinhaus Produktion von Choreografien Nicki Liszta im Treffpunkt Rotebühlplatz Fahrt auf: Im »Lux- Protokoll« geht sie der Frage nach, was Wollust zur Todsünde macht. Die Schamgrenze aller wird überschritten, wenn eine Familie voller Geheimnisse wegen des Vaters Todes zusammenkommt. Noch vor Weihnachten werden im Theaterhaus Päckchen geöffnet: In »Out of the Box II« zeigen am 18. Dezember einmal mehr die Tänzer von Gauthier Dance eigene Choreografien. Leiter Eric Gauthier steuert zum 50-jährigen Jubiläum des Stuttgart Balletts 2011 das Stück »Dear John« bei: Tanzikone Egon Madsen gibt John Cranko, Gauthier indes den jungen Madsen. Zudem steht eine Uraufführung auf dem Programm: Mit »Threesome 3D« filmte Regisseur Niko Vialkowitsch Gauthiers Stück erstmals eine komplette Choreographie in 3-D-Technik. Ebenfalls im Theaterhaus ist am 11. Dezember beim Stuttgarter Theaterpreis außer Konkurrenz ein choreografischer Traum zu sehen: In »wound« von Toula Limnaios gebiert der Schlaf Ungeheuer, Erinnerungen und Verdrängtes tauchen an die Oberfläche. Geheimnisvoll kommt auch der »Nussknacker« daher. Am 18. bis 20. Dezember tanzt das Scapino Ballet Rotterdam das Stück Marco Goeckes, Hauschoreograf bei Scapino und den Stuttgartern, an jenem Ort, wo es einst uraufgeführt wurde: im Kammertheater. Außerdem geht es beim Stuttgarter Ballett im Jubiläumsjahr 2011 nicht ohne Cranko. Zur Premiere am 14. Januar wartet die Kompanie im Opernhaus mit Werken großer Tanzschaffender auf: »Cranko / van Manen / Béjart: Initialen R.B.M.E. | Frank Bridge Variations | Boléro«. Und eine Woche später wird »I fratelli« – Die Brüder« wiederaufgenommen, das Mauro Bigonzetti nach Luchino Viscontis im Boxermilieu spielenden Filmklassiker »Rocco und seine Brüder« schuf. Ballettikone Marcia Haydée gibt die Mama der Brüder, die sich in dieselbe Frau verlieben. (pam)

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Gesucht: Zukunft Im Theaterhaus tanzt der Kongress Kreative Impulse? Die Freie Tanz- und Theaterszene hat sie laut Fonds für Darstellende Künste. Und sie trifft sich vom 9. bis 12. Dezember 2010 beim 1. Bundeskongress der Freien Darstellenden Künstler im Theaterhaus Stuttgart, um 20 Jahre Bundesverband Freier Theater zu feiern. Dort wird der 22. Stuttgarter Theaterpreis Tanz vergeben. Auf dem Landesfestival der Freien Theater Baden-Württemberg zeigen vom 8. bis 11. Dezember sieben Tanztheaterschaffende ihre Produktionen: aus Stuttgart Fabian Chyle COAC, Nina Kurzeja, Katja Erdmann-Rajski sowie Nicki Liszta, aus Freiburg urbanReflects und HeadFeedHands, aus Mannheim Iris Tenge. Über Zukunft wird auch debattiert, um das Kulturgut Freies Theater weiter zu stärken. Zeitgenössischen Tanz im Land voranbringen will die »TanzSzene BW«. Zur Interessensgemeinschaft gehören 26 Mitgliederorganisationen, Feste wie Freie, etwa die Ballette Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart, das Physical Virus Collectives pvc Heidelberg, die Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigsburg oder das Produktionszentrum Tanz und Performance Stuttgart (PZ). Die Vernetzung der Tanzschaffenden und -veranstalter soll in ein Tanzbüro BW münden. Hintergrund: Unter anderem 2005 wurde keine Kommune im Land mit ihrer Bewerbung beim Tanzplan berücksichtigt – die Initiative der Kulturstiftung des Bundes will bis 2010 Tanz als gleichwertige Kunstform neben Oper und Theater in öffentlicher und kulturpolitischer Wahrnehmung etablieren. Letztere zu erlangen ist schwer – ohne festen Anlaufpunkt, über den ein Publikum gezogen, Profil geformt werden kann, ohne Personalstellen und Lobby. In Stuttgart sind derzeit rund 70 freie darstellende Künstler beim Freien Theater

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Stuttgart (FTS) und im PZ organisiert. Das hat nur eine halbe Personalstelle für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Freien hoffen, dass die Stadt freiwerdende Gelder für mehr Mitarbeiter zur Verfügung stellt. Im PZ-Büro könnten, heißt es, zunächst beide Vereine arbeiten. Langfristiges Ziel: eine feste Produktions- und Spielstätte. Das Potenzial der Freien beweisen Kreative, die längst Stuttgart verlassen haben: Die PZ-Mitgründer Marco Santi, Leiter der Tanzkompanie St. Gallen, und Musiker Alexander Frangenheim, der einst die Reihe »Concept of Doing« machte, oder Ismael Ivo, Leiter des Europäischen Festivals ImPulsTanz Wien. Meriten außerhalb der Landeshauptstadt sammelten längst die Stuttgarter Tanzschaffenden Nina Kurzeja, Nicki Liszta oder – der von Land und Bund geförderte – Fabian Chyle. Im Jahr bringen die Freien bis zu 40 Produktionen heraus; eine gute Leistung im Vergleich zu festen Häusern, die mehr Personal und Infrastruktur haben. 20 Gastspiele sowie 40 bis 50 Produktionen im Jahr realisiert die Theaterhauskompanie Gauthier Dance. Auslastung: 90 Prozent. Für Engagement und Choreografie erhält Kompanieleiter Eric Gauthier nun den »Deutschen Tanzpreis Zukunft«, Company Coach Egon Madsen wird fürs Lebenswerk geehrt. Die Zeitschrift Dance Europe listete »Poppea//Poppea«, Christian Spucks Choreografie für Gauthier Dance, unter die zehn wichtigsten Stücke des Jahres. Indes ist die Finanzierung der Truppe ungeklärt. Der Vertrag mit dem Koproduzenten Grand Théâtre de Luxembourg endete, die jährliche Finanzierungslücke wird auf 520.000 Euro wachsen. Klar will Theaterhauschef Werner Schretzmeier Gauthier behalten. Bisher habe dieser viele Offerten abgelehnt. »Gauthier Dance ist ein Aushängeschild für Stuttgart und das Land«, sagt er. Er hofft auf eine »konzertierte Aktion« beider. Die öffentliche Förderung des Theaterhauses liegt unter 24 Prozent. (pam)

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Blaue Notizen

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Kinderbücher und mehr

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Buchtipps – Zur Sache!

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Völlig überraschend naht mal wieder

Weihnachten...

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Nachtrag zur Demokratie

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Weihnachten auf die Ohren

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Blaue Notizen Thomas Klingenmaier über »Young Man with a Horn« »Goody Two-Shoes« heißen im Englischen Menschen, deren applausbemühte Überkorrektheit einem an den Nerven schabt. Der Ausdruck geht auf ein Kinderbuch aus dem Jahre 1765 zurück. Aber die Frau, für die er nach Meinung Vieler maßgefertigt wurde, lebt noch: die mittlerweile 84 Jahre alte Doris Day. Ab Mitte der sechziger Jahre verkörperte die amerikanische Schauspielerin und Sängerin für jene, die zu neuen gesellschaftlichen Werten aufbrechen wollten, Spießigkeit, Verklemmtheit und Weißbrotkultur eines vielfach gestörten puritanischen Mittelschicht-Amerikas. Diese Kurzfassung von Werk und Ausstrahlung zählt zum Kollektivwissen der Popkulturkinder – und ist trotz mancher mieser Platten und Filme kompletter Quatsch. Man muss dem Fehlurteil über die 1926 in Cincinnati, Ohio, geborene Day aber nicht mit Großanalysen des Gesamtwerks zu Leibe rücken. Zur Revision genügt »Young Man with a Horn« (Sony/Columbia Legacy CD), die Musik-LP zum gleichnamigen Biopic um den Jazztrompeter Bix Beiderbecke, aufgenommen im Januar 1950 mit dem Orchester von Harry James. Day führt hier die Mixtur aus erwachsenem Schlager und Jazz, die von Gehörvergröberten gern als Easy Listening abgekanzelt wird, in Reinkultur vor. Ihr Gesang wahrt bei allem Swing und Bounce eine Qualität unangestrengten, intimen Erzählens. Dabei intoniert Day makellos, beherrscht Dehnungen und Verschleppungen. Innerhalb ihres Rahmens des Heiteren, Freundlichen und Verträumten geht sie großartig mit der Dynamik um. Vor Doris Days Interpretation von

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»Lullaby on Broadway« darf auch jeder eingeschworene Fan von Ella Fitzgerald schwach werden. Das Provinzmädel Doris ist von der Mutter früh, sagen wir: ermuntert worden, sich showbizfit zu machen. Sie war drauf und dran, als steppende Backfischvariante von Ginger Rogers in Hollywood vorstellig zu werden, als bei einem Autounfall ihr rechtes Bein mehrfach gebrochen wurde. Day verlegte sich aufs Singen. Mit 17 arbeitete sie Vollzeit als Goldkehlchen einer Big Band. Mit 18 Jahren war Day dann bereits geschieden und Mutter eines Sohnes. Ihr Mann hatte sich als krankhaft eifersüchtig entpuppt, die rasche nächste Ehe wurde nicht glücklicher. Von wegen: eiserne Jungfrau, Avonpüppchen, Hausmuttchen. Als Day Anfang 1950 für die Musik zu »Young Man with a Horn« im Studio steht, singt sie nicht aus einem scheuklappenbehüteten Trallalabewusstsein heraus, die Welt sei schön und wohlgeordnet. Sie formuliert, wie alle unbeduselten Interpretinnen des Great American Songbook, aus dem Bewusstsein der Realität heraus die Utopie, die Welt möge endlich so werden, wie die Lieder sie schon lange schildern. Das ist ein großer Unterschied. Doris Day ist im Lauf der Jahre zum Superstar aufgestiegen. Ihr dritter Ehemann, der sie gängelnd managte, hat ihren Marktwert ruiniert und ihr Vermögen durchgebracht. Auf »Young Man with a Horn« interpretiert Day mal zart, mal schmachtend, mal innig, mal fordernd, nie ironisch »Too Marvelous for Words«, »I Only Have Eyes for You« und andere höchst romantische Lieder. Das Ungebrochene der Darbietung steht nicht im Widerspruch zu ihren privaten Erfahrungen. Day bittet hier, es möge nicht wieder so kommen, wie es dann doch gekommen ist. Das ist ziemlich rührend, wenn man auf die leisen Töne hört – die durch das Spottgelächter schneiden, mit dem man nun schon ein paar Jahrzehnte lang den ganzen komplexen Fall dieser Frau abtun will.

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Kinderbücher und mehr Von Ina Hochreuther Dr. Brumm feiert Weihnachten Was treiben der Bär Dr. Brumm, seine Kumpel Dachs und der Pottwal im Goldfischglas kurz vor Heiligabend? Sie suchen im Wald nach dem schönsten Weihnachtsbaum. Den macht ihnen Bauer Hackenpiep streitig. Während der mit seiner Familie in der Kirche weilt, erobern sie sich das Prachtexemplar kurz entschlossen zurück, nicht ohne nebenbei noch dessen Gänsebraten aus dem Ofen zu vertilgen. Dabei werden sie überrascht und müssen sich fix etwas einfallen lassen. Liebevoll, skurril und herrlich anarchisch zeichnet und erzählt der Bilderbuchautor Daniel Napp in seiner siebten Episode um die drei ungleichen Freunde von Freuden und Tücken des Weihnachtsfests. Thienemann 2010, 32 S.,€ 12,90. Ab 5.

Coolman und ich Comic-Romane sind gerade en vogue. Dieser hier macht besonders Spaß! Rüdiger Bertram berichtet schwungvoll aus dem Alltag von Kai, einem ganz normalen Jungen, der gerade mit seinen Schauspielereltern in eine neue Stadt gezogen ist, wie schon oft zuvor. Und vielleicht, weil sein Leben von permanentem Wechsel geprägt ist, gibt es diesen für andere unsichtbaren Freund namens Coolman. Seine Ratschläge stürzen Kai permanent ins Chaos. In »Coolman und ich« pas-

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sieren Dinge, die einen manchmal den Atem stocken lassen, obwohl sie ganz realistisch und meist witzig daherkommen. Heribert Schulmeyers Zeichnungen illustrieren nicht nur höchst treffend, sondern fantasieren eigenständig weiter. Wir erwarten voller Vorfreunde die nächsten Bände über die zwei kultverdächtigen Helden! Oetinger 2010, 188 Seiten, € 12,--. Ab 10.

Im Spinnennetz Was auch immer uns gerade missfällt an unserer gesellschaftspolitischen Gegenwart: Demokratie, Wahlfreiheit und Gleichberechtigung sind teure – und historisch gesehen – nicht gerade selbstverständliche Güter. Daran erinnert uns eindringlich Klaus Kordons beeindruckender Roman »Im Spinnenetz«. Berlin 1890: Prachtbauten contra Mietslöchern, Arbeiterelend, Handwerkerselbstbewusstsein und Behördenwillkür zu Kaiserzeiten. Im letzten Teil der Trilogie, unabhängig von den zwei vorherigen Büchern um die sozialdemokratisch gesinnte Familie Jacobi nachvollziehbar, verliebt sich der sechzehnjährige Zimmermannssohn David in das Mädchen Anna. Geschichte zum Anfassen - lebendig, spannend und informativ erzählte Milieustudien, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen! Beltz & Gelberg 2010, 558 Seiten, € 19,95. Ab 13.

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Buchtipps – Zur Sache! Kritik an den Werten unserer Gesellschaft Jede Zeit hat ihre Kritiker. Der niederländische Philosoph Rob Riemen verfolgt in seinem Buch »Adel des Geistes« einige humanistische Denker, deren Ideen um die Frage kreisten, was den Menschen ausmache, von welchen Gedanken die Zivilisation getragen sei und worin der wahre Wert – und das Ziel – des Mensch-Seins bestehe. Riemen beginnt bei einer persönlichen Begegnung mit Elisabeth Mann Borgese, die dem Autor den entscheidenden »Stoß« zum Thema verpasst habe. Der erklärte Thomas Mann-Fan nimmt sich den gleichnamigen Sammelband Manns mit sechzehn Essays über bedeutende Persönlichkeiten und die Grundlagen der europäischen Bildungstradition zum Vorbild, um humanistische Werte zu reflektieren. Das macht er, indem er Geschichten über Gespräche zwischen Philosophen und deren Zeitgenossen schildert, sich in die Gedankenwelten Platons, Spinozas, Nietzsches, Sokrates‘ oder Camus‘ begibt. Er zitiert viel, fasst zusammen, erläutert und ergänzt. Etwa bringt er Augustinus »Aufruf in seinen ‘Bekenntnissen‘« in Erinnerung, die Menschen mögen jeden Tag drei Dinge bedenken: Wer sind wir, was wissen wir und was wollen wir? Er führt aus: »Wohlstand und Sicherheit sind Voraussetzungen, nicht die Werte, die den Kern der Zivilisation bilden.« Und: »Die westliche Kulturgesellschaft befindet sich, gemessen an ihrem eigenen Kulturideal, in einer tiefen Krise. Solange einem dieses Kulturideal etwas bedeutet, ist es unmöglich, keine Kritik an dieser Gesellschaft zu haben.« (eva) Rob Rieman: »Adel des Geistes«, Siedler Verlag, 160 S., 16,95 €

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Kunst in der Diktatur Die Ausstellung 2009 im Württembergischen Kunstverein Stuttgart war ein Erfolg. Nun ist die Publikation dazu erschienen: »Subversive Praktiken / Practices« dokumentert experimentelle und konzeptuelle Kunstpraktiken, die von den 60er bis 80er Jahren unter den Bedingungen von Militärdiktaturen und kommunistischen Regimes in Südamerika und Europa entstanden. Künstler, Werke und Netzwerke werden in dem Band genauso dokumentiert wie die jeweiligen politischen Situationen. (pam) »Subversive Praktiken / Practices«, 584 S., Hatje Cantz Verlag 39,80 €

Fehler möglich machen »Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie«, Albert Einsteins Aussage steht am Anfang von »The new New«. Sprechen sich doch in dem von Ulrich Dietz, Gründer des IT-Unternehmens GFT, herausgegebenen Werk Vordenker aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst über ein neues Denken als Zukunftschance aus. Dietz interviewt darin – mit Autorin Eva Karcher und Fotograf Michael Dannenmann – 18 Pioniere frei nach dem Motto der TED-Konferenz (Technology, Entertainment, Design): »Ideen, die es wert sind, verbreitet zu werden«. Davon stecken viele unter dem silbernen Cover. So sind für die Unternehmerin Anousheh Ansari, die 2006 als erste nichtprofessionelle Astronautin auf der Raumstation ISS weilte, Idealisten und Visionäre die wahren Erneuerer, weil diese das Unmögliche träumten und wahr machten. Ökologie-Ökonomin Antonella Battaglini sieht Zukunft im Überschreiten von Mentalitätsgrenzen, Künstler Tobias Rehberger im Verrücken von Perspektiven und Erschüttern von Maßstäben. Während die Philosophin Susan Neiman, den Zorn über Zustände nutzt, mutige Bücher gegen politische und gesellschaftliche

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Doppelmoral zu schreiben, erklärt der Brite Graham Hawkes, Konstrukteur ökologischer Unterwasserflugzeuge: »Wer innovativ sein will, muss es zulassen können zu scheitern.« Sein Landsmann, Choreograph Wayne McGregor, betont gar: »Es ist wichtig, Fehler möglich zu machen.« Dietz Interviews sind erhellend, kurzweilig und vor allem verändern sie den Blick auf heute und morgen. (pam) Ulrich Dietz: »The new New«, 208 S., Distanz Verlag, geb. 49,90 €

Mehr Bücher zu Stuttgart 21 Das Thema wird die Stuttgarter noch lange beschäftigen. Die Schlichtungsgespräche sind in Gange, Einigung ist kaum möglich. Es gibt lediglich ein Entweder-Oder für das Megaprojet S 21. Matthias Rosers »Der Stuttgarter Hauptbahnhof« (Schmetterling Verlag) oder Roland Ostertags »Stuttgart21
Das Milliardengrab: Die entzauberte Stadt« (Peter Grohmann-Verlag) gingen 2007/2008 in die Offensive, »Die Taschenspieler« (Klöpfer & Meyer) um Filz und Korruption im Allgemeinen und bei Stuttgart 21 im Besonderen, von Hans-Otto Freudenreich und Co, folgten unlängst. Nun sind just weitere Werke auf dem Markt: »Stuttgart 21. Die Argumente« (KiWi-Verlag, 8,95 €) und »Stuttgart 21 – oder: Wem gehört die Stadt?« (Papyrosa-Verlag, 10.00 €). Ersteres gibt Krimiautor Wolfgang Schorlau heraus, das zweite Volker Lösch, Gangolf Stocker, Sabine Leidig und Winfried Wolf. Beide Bände versammeln Texte von unterschiedlichen Autoren und Autorinnen, darunter Experten, Politiker, Kunsthistoriker und Schriftsteller. Es folgen Bildbände wie »Der Stuttgarter Bauzaun. Phantasie des Protests«, herausgegeben von Sybille und Ulrich Weitz und mit Fotografien von Ulrike Mössinger und Heinke Brantsch (Silberburg-Verlag, 15 €), »Bäume im Stuttgarter Schlossgarten« von Jürgen Blümle (Silberburg-Verlag, 12 €) sowie »Sprühregen« des Fotogra-

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fen Peter Franck & Kollegen. Und schließlich dürfen wir uns auf Heinrich Steinfests neuen Kriminalroman und Hörbuch freuen. Der Titel »Wo die Löwen weinen« (Theiss, 19,90 €) lässt ahnen, dass der in Stuttgart lebende Autor wieder unerbittlich elegant und schwarzhumorig die Lupe ansetzt, den Wurzeln menschlichen Seins sowie den gesellschaftlichen Mechanismen auf den Grund geht. (eva) Megatechnologien im Fokus Geo-Engeneering, Nanotechnologie, Gentechnik, synthetische Bilologie und »konvergierende« Technologien verheißen eine kontrollierbare Zukunft. So kann der Welthunger gelöst, das ideale Kind gebastelt, Krankheiten ausgelöscht und dem Klimawandel ein Schnippchen geschlagen werden. Pat Mooeney, Träger des Alternativen Nobelpreises, sieht das anders. In »Next Bang!« entwirft er Zukunftsszenarien, dass einem die Haare zu Berge stehen. Seine gruseligen wie plausiblen Fiktionen gehen bis ins Jahr 2035. Die Nahrungsmittelproduktion auf der Welt brechen zusammen, weil Kohlenhydratwirtschaft und Biotreibstoffe mit ihr um die Ackerflächen konkurrieren. Einige Länder und Konzerne haben den Klimawandel als profitable Wirtschaftsgrundlage entdeckt, da unter dem schmelzenden Eis das schwarze Gold schlummert. Schöne neue, durchaus vorstellbare Welt. Netterweise erfährt der Leser auch von den Alternativen. »Next BANG!« wurde herausgegeben von der Right Livelihood Award Foundation, die den Alternativen Nobelpreis vergibt. Das Anliegen der nicht leicht verdaulichen Lektüre: Die Leser und die Menschheit, sollen sich »fragen, in welcher Art von Gesellschaft wir in dreißig Jahren leben möchten – und wie wir dahin kommen.« Gute Idee. (eva) Pat Mooney: »Next Bang!«, oekom Verlag, 320 S., 19,90 €

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Völlig überraschend naht mal wieder Weihnachten... Geschenktipps Zum Lesen... Die eine trällert in Kneipen zu Swing- und Jazzmusik, die andere spielt in der Kirche Orgel. Der Beginn der Nazi-Diktatur krempelt ihre Lebenspläne und -träume für immer um. Von zwei ungleichen Schwestern weiß Gina Mayer in Das Lied meiner Schwester (Rütten & Loening 2010, 534 S., 19,95 €) fesselnd und mit viel Gespür für Musik sowie das jeweilige Zeitkolorit zu erzählen. (hoc)  Ein Werk über Moral und Selbsterkenntnis, ohne moralinsaure Ambitionen: Der deutsche Schriftsteller und Philosoph Richard David Precht zeigt in Die Kunst, kein Egoist zu sein auf (Goldmann 2010, gebunden, 544 Seiten, 19,99 Euro) wie der Mensch tickt – und welchen Tick er offensichtlich hat. Schlauer Lesestoff zum Nach- und Neudenken. (cd)  Lexika gehören nicht gerade zu den Bettlektüren. Doch das neue Lexikon der sperrigen Wörter (merz & solitude, 320 S., 24 €) mag man kaum mehr aus der Hand legen. Es beginnt mit dem »Vorwort«, einem »Wort, das immer am Anfang eines Buches steht und das auch in einem kleinen Lexikon sperriger Wörter eine Einordnung zwischen ‘Verzetteln‘ und ‘Wahrheit‘ nicht hinnehmen würde,« sinniert weiter etwa über »Abhimaan«, ein Wörtchen in Sanskrit, welches »Arroganz«, »Stolz« bezeichnet und vollendet mit »Zwischenschaft«. Die zahlreichen, mitunter fremdsprachigen Worte wurden von 140 Stipendiaten, Juroren, Mitarbeitern und Gästen der Akademie Schloss Solitude anlässlich ihres 20-Jahr-Jubiläums mit Leben, Poesie und Philosophie erfüllt. (eva)  Georgie hat gerade im Streit ihren Mann hinausgeworfen und will sich neu sortieren. Da lernt sie eine verschrobene alte Dame kennen und ihr Leben gerät erst recht aus den Fugen. Marina Lewyckas

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höchst vergnüglicher Schmöker mit dem Titel Das Leben kleben (dtv premium 2010, 458 S., € 14,90) spielt im Melting Pot London. Jüdische Vorurteile knallen auf muslimische und irgendwie findet man doch zusammen. (hoc)  Cheng, der einarmige Detektiv, der sich eigentlich ins ruhige Familienleben verabschiedet hatte beehrt, seine Fans zum allerletzten Mal. In Batmans Schönheit (Piper, 272 Seiten, 8,95 €) hat er’s mit Urzeitkrebsen und gleich mehreren Morden zu tun, erzählt in der gewohnt charmanten, spracheleganten und schwarzhumorigen Weise seines Urvaters Heinrich Steinfest. Am Ende sind natürlich nicht nur die Fälle gelöst, sondern der Leser hat mal wieder ‘was dazugelernt, über die Welt als solche und was sie zusammenhält. (eva)  Silvina Ocampo und Adolfo Bioy Casares waren nicht nur ein Paar, sondern beide auch nicht unbedeutende Schriftsteller Argentiens. Zusammen haben sie einen einzigen Roman, Der Hass der Liebenden (Manesse, 192 S., 18,95 €) verfasst: Gleich zu Anfang lässt sich ihr Protagonist mehrere Arsenglobuli genüsslich auf der Zunge zergehen, womit der indirekte Einstieg ins mörderische Milieu bereits vollbracht wäre. Der Mann ist Arzt der Homöopathie. Und er ist auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit, um an einem literarischen Werk zu arbeiten. Doch die stark von sich eingenommene Hauptfigur sieht sich unvermittelt mit Liebe, Hass, Leidenschaft, Eifersucht und Mord konfrontiert, aberwitzig, umständlich und spannend aus seiner Perspektive erzählt. (eva)  Jay, der Sohn Gottes, hat sie nicht mehr alle und bettelt im New York von Heute in Absturzkneipen. Danny, der Antichrist, greift ihm ein wenig unter die Arme, weil er keinen Bock mehr auf Weltvernichtung hat. Garth Ennis’ Comic Die Chroniken von Wormwood (Panini Comics. 196 Seiten, 19,95 €) ist fröhlich,

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zynisch, gewalttätig, gotteslästerlich, aber niemals albern: so sieht die moderne Auseinandersetzung mit alten Fragen aus. Garth Ennis, Jacen Burrows: Die Chroniken von Wormwood. (tkl)  Der Tübinger Verlag Klöpfer & Meyer hat sich noch nie vor der Veröffentlichung obrigkeitskritischer und unbequemer Lektüre gescheut. Nun muss Der Ministerpräsident (192 S., 18,90 €) persönlich daran glauben: In höchst unterhaltsamer, humorvoller und fast schon poetische Manier erzählt Joachim Zelter von einem Minister, der einen Autounfall überlebt und doch ein anderer danach ist –und mit einer nahezu jungfräulichen Sicht der Dinge den Polit-Zirkus ad absurdum führt. (eva)  Wahre Schätze lassen sich in diesem schwergewichtigen Prachtband finden. Hans-Joachim Gelberg hat Märchen aus 61 Ländern zusammengetragen. Der Titel: Märchen aus aller Welt (Beltz & Gelberg 2010, 374 S., 39,95 €). Der Clou jedoch sind die feinsinnigen Bilder des Kölner Künstlers Nikolaus Heidelbach. Ein wunderschönes Buch zum Blättern, Vorlesen und Genießen. (hoc)  Von BaWue in die Welt: Nachdem Thomas Hoeth für sein Krimi-Debüt Herbstbotin vielfach ausgezeichnet wurde, lässt er nun im Zweitling Erblast (Silberburg 2010, 288 S. 9,90 €) den Stuttgarter Privatdetektiv Amon Trester global agieren – im Sumpf aus Pharmaindustrie, Genforschung und Politik. (pam) Zum Sehen … Ausgerechnet in einem Kloster sucht die fidele Jeannine den richtigen Platz im Leben. Als ihr Lied »Dominique« zum Welthit wird, verlässt sie den Orden. Sie will frei sein. Der belgische Regisseur Stijn Coninx orientiert sich mit Sœur Souri-

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re – Die singende Nonne (DVD Edition Salzgeber, 120 Min., ca. 24 €) an einer wahren Biografie, um diese berührende Geschichte von Emanzipation und der Liebe zwischen zwei Frauen zu erzählen. (hoc)  Paloma hat beschlossen, sich an ihrem zwölften Geburtstag das Leben zu nehmen. Vorher aber schließt sie noch Freundschaft mit der geheimnisvollen Concierge und einem neuen Nachbarn. Davon und wie faszinierend und schön das Leben sein kann, wenn man Freunde hat, erzählt uns diese humorvolle, poetische Literaturverfilmung Die Eleganz der Madame Michel (DVD Universum Film GmbH, 94 Min., ca. 12 €) der Französin Mona Anache. (eva)  Patti und ihr Mann Walter betreiben einen kleinen Wanderzirkus, der sein WohnwagenWinterquartier in einem tristen Vorort von Rom aufgeschlagen hat. Als Patti ein ausgesetztes kleines Mädchen findet, nimmt sie es auf, ohne die Polizei einzuschalten. Die Filmemacher Tizza Covi und Rainer Frimmel zeigen in La Pivellina (DVD Filmgalerie 451, 105 Min., ca. 23 €) nahezu dokumentarisch den Alltag in diesem besonderen kleinen Kosmos. Ein menschlicher und bewegender Film. (hoc)  Larry David, behauptet Larry David, der Hauptautor hinter »Seinfeld«, sei wie die meisten unzufriedenen Intellektuellen ein Arsch. Er führt das dann in der Fernsehserie Lass es, Larry (Staffel 1. Warner, 3 DVD, im Original: »Curb Your Enthusiasm«) mit Lust vor und bringt die von ihm gespielte, mit seinem Namen ausgestattete Hauptfigur in immer neue Schlamassel. In Deutschland so gut wie unbekannt, also ein sicheres Geschenk für die 2 Prozent der Bevölkerung mit Humor. (tkl)  Den Film sollte man sich gerade auf der großen Leinwand nicht entgehen lassen: Von Menschen und Göttern heißt dieses grandiose, bildgewaltige Meister-

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werk, das Xavier Beauvois nach einer wahren Begebenheit erzählt. Mitte der 1990-er Jahre wurden in Algerien neun französische Trappisten-Mönche entführt und später hingerichtet. Beauvois schildert die Zeit davor, ihr Zusammenleben im Kloster. Ein intensives Kinoerlebnis ab 16. Dezember. (eva)  Mit den trojanischen Pferden war das schon immer so eine Sache. Misstrauen ist beim 40th Anniversary Boxset Celebrating 400 Years of Monty Python angesagt. Spuckt doch die Packung in Form einer Mähre ein Sammelsurium an 17 DVDs aus mit allen Klassikern der britischen ComedyTruppe, die garantiert nicht nur die Besetzer des heimischen Sofas mit extraschwarzem Humor infiltrieren. (pam) Zum Hören … Alexandra, Serge Gainsbourg, Udo Lindenberg, Noir Désir, Beatles, Bob Dylan: Die Deutschpop-Poeten Element of Crime versammeln auf »Fremde Federn« (Universal Music, CD, ca. 14,95 €) gewitzt und selbstironisch 20 über Jahre eingespielte Coverversionen von unterschiedlichen Kollegen. Ein schrullig-herziges Oeuvre. (cd)  Die Cello-Virtuosin Sol Gabetta entlockt ihrem Instrument gerne frisch-freie Töne abseits strenger Regeln. Wunderbar extravagant beeindruckt die Argentinierin auf dem Stück von Peteris Vasks »Gramata Cellam« (RCA, Maxi-CD, ca. 3,99 €). Das spätromantische Werk des Briten Edward Elgar: »Cello Concerto « (RCA, CD, ca. 14,98 €) inszeniert die Gabetta mit charmanten Saitensprüngen. (cd)  Der Name ist sonniges Programm: Mit »Butterfly House« (Universal Music, CD, ca. 13,97 €) lässt die britische Band The Coral funkelnde Flower- Pop-Songs durch den Sommerhimmel flattern – ein sprühendes Sixties-Revival, das über die dunkle Jahreszeit hinaus locker bis zum nächsten Mittsommer die Laune hebt. (cd)

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Nachtrag zur Demokratie Podcasttipps von Diana Hörger Blick in die Zukunft http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/ mp3-download-podcast-zuendfunk-generator.shtml Es ist was faul im demokratischen Staate! Dass die Volksherrschaft in einer Krise steckt, zeigt das schlechte Ansehen der Politik und deren Entscheidungen nur zu deutlich. Zwar wehrt sich die Gesellschaft immer häufiger dagegen, doch der Staat scheint umso mehr seine Muskeln spielen zu lassen. Einschränkung der individuellen Freiheit, Medialisierung, sinkende Wahlbeteiligungen: Ist das schon die Postdemokratie? Ein Zeichen dafür, dass wir der Demokratie überdrüssig sind? Gibt es Alternativen? Der Zündfunk-Podcast geht all diesen Fragen auf den Grund und wagt auch einen Blick in die ungewisse politische Zukunft. Lachverordnung! http://www.argovia.ch/podcast/ feed6.xml Was Direkte Demokratie in der »Schweizerischen Eidgenossenschaft« bewirken kann, haben wir gesehen. Der eine oder andere fragt sich da vielleicht schon mal, ob Demokratie wirklich das richtige Mittel ist um Entscheidungen zu treffen. Schließlich ist es statistisch bewiesen: 57 Prozent all jener die das hier lesen, sind absolute Idioten! Das würde zumindest Gabriel Vetter behaupten. Wer mit ihm und über das Prinzip Demokratie lachen möchte: Einfach beim Lokal-Radio Argovia nachhören.

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Weihnachten auf die Ohren Podcast-Tipps von Diana Hörger Die blaue Mär vom grünen Baum h t t p : / / w w w. p o d c a s t . t v / v i deo-episodes/k%C3%A4ptnblaub%C3%A4r-25-12-2009-weihnachten-9282904.html Oh Tannenbaum! Woher kommst du bloß? Klar, aus dem Wald, aber wieso wurdest du eine so unverzichtbare Weihnachtsikone? Käpt’n Blaubär wäre nicht er selbst, hätte er nicht auch zu dieser Frage schon ein fein gesponnenes Seemannsgarn geklöppelt. Wer’s schaut, lacht selig. Fakten um den Nadeltraum http://www.br-online.de/bayern2/ radiowissen/radiowissen-tannenbaum-beitrag-ID1229503813434. xml Wer’s lieber etwas fundierter hat wird bei Bayern2 fündig. Über die Nordmanntanne bis hin zur Kiefer: Der Mythos Weichnachtsbaum wird Nadel für Nadel aus dem Heuhaufen der Geschichte gezogen. Wir erfahren dass »Oh Tannenbaum« eigentlich als Lied für untreue Mädchen gedacht war, wieso Liselotte von der Pfalz den Baum unbedingt auch am französischen Hofe einführen wollte, und dass Prinz Albert seiner Queen Victoria und dem englischen Adel endlich einen aufbinden konnte. Phänomenal!

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Weihnachtssparen bei Königs h t t p : / / w w w. n d r. d e / i n f o / p o d cast2980.html Einen Skandal wittert dagegen, fast 200 Jahre später, Holger Senzel vom NDR. Denn in ebenjener englischen Monarchie wird heuer das Weihnachtsfest fürs Personal abgeschafft. Das dabei Ersparte wandert sicher gleich in den Katy&Willy-Partytopf. Pfui knickerige Könighäuser: Gott erspar uns die Queen!

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WERKE AUS DER SAMMLUNG MARLI HOPPE-RITTER ZUM THEMA FARBE

REGINE SCHUMANN

5 JAHRE KUNST IM QUADRAT Vorsicht Farbe! Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter zum Thema Farbe Regine Schumann – black box 10.10.2010 – 1.5.2011

MUSEUM RITTER Sammlung Marli Hoppe-Ritter Alfred-Ritter-Straße 27 D-71111 Waldenbuch Telefon +49(0)7157.53511-0 www.museum-ritter.de Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 11–18 Uhr

Öffentliche Führungen: jeden Samstag, Sonn- und Feiertag um 15 Uhr

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Regine Schumann, fächern, 2008 (Detail) © VG Bild-Kunst, Bonn 2010


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Kunstspaziergang in der Region

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Ausflugstipps zur Weihnachtszeit

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Verr채tselte Schichtarbeit

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Im Reich der Materie

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Jazz und mehr

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Jenseits aller Grenzen

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Kunstspaziergang in der Region Zwischen Arena und Arkadien Unter den unzähligen Grafiken Pablo Picassos ragen zwei im Mythos begründete Themenbereiche hervor, die ihn ein halbes Jahrhundert lang beschäftigten: der Stierkampf und das Hirten- und Schäferidyll. Mit über 150 Arbeiten – Lithografien, Linolschnitten und Radierungen – gibt die Albstädter Galerie einen großartigen Einblick in das Schaffen des Jahrhundertgenies. (gb) Bis 13.2., Galerie der Stadt Albstadt, www.galerie-albstadt.de

Bunte Stoffpoesie Die frisch gekürte Stipendiatin der Werner-Stober-Stiftung, Franziska Degendorfer, die von der intermedialen Gestaltung herkommt, arbeitet mit vorgefundenen Materialien wie Zeitungspapier, genähten Stoffe und ähnlichem. Mit bunten Installationen und Wandarbeiten gestaltet sie ein erzählerisches Werk, das Ornamentik, Konkrete Kunst und Textildesign miteinander verbindet. (gb) Bis 9.1., Städtische Galerie Karlsruhe, www.staedtische-galerie.de

Moderne Historienmalerei Die Kunsthalle Weishaupt hat einen der besten lebenden Multimedia-Artisten und Fotorealisten eingeladen: Roberto Longo ist mit allen medialen Wassern gewaschen, sein Werk umfasst Musik und Video genauso wie Installationen und Zeichnungen. In Ulm, wo der amerikanische Künstler die Schau gleich selbst kuratiert, dominieren die monumentalen Kohlezeichnungen, thematisch gilt sein Interesse dem Menschen – und der ›Weißen Rose‹. (gb) Bis 25.9.2011, Ulm, Kunsthalle Weishaupt, www.kunsthalle-weishaupt.de

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Einrichtungssache

Papier und Pappe als Bau- und Designmaterial gibt es in der Waiblinger Stihl-Galerie zu bewundern. Dass es dabei um keine Schülerbastelei geht, zeigen die Arbeiten von Frank O. Gehry, Shigeru Ban und anderen. Anhand von Beispielen aus der Architektur und der Möbelbranche wird der Betrachte Zeuge der gehobenen ›Notunterkunft‹ (Foto: Cotrell & Vermeulen), begleitet von Workshops und Vorträgen. (gb) Bis 27.2., Galerie Stihl, Waiblingen, www.galerie-stihl-waiblingen.de

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Totgesagte leben länger! Das gilt auch für die Kunst. Mit einer kleinen Sensation wartet die Villa Rot in Burgrieden-Rot auf, denn die traditionell ländlich-bäuerlich besetzte Glas- und Hinterglasmalerei, die man kaum mehr als zeitgemäß einschätzte, lebt! – Und spätestens mit der Ausstellung »Glanzlichter« wissen wir, dass die Technik bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist: Michael Burges, Julian Opie und Pipilotta Rist zeigen, wo es langgeht. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Eine zweite, saisonal einstimmende Ausstellung sollte man im Weihnachtsrummel nicht übergehen: Das Heimatmuseum von Reutlingen lockt mit dem ABC des Ostens, das im Rahmen einer DDR-Konsum-Schau (03.10. bis13.02.) Weihnachtsgeschenke aus dem früheren Ostdeutschland zeigt – vom Nussknacker bis zum Räuchermännchen wird das Treppenhaus zur nostalgischen Präsentmeile. Und um die Zeit bis zum Fest zu verkürzen, empfiehlt sich ein Besuch im Esslinger Bahnwärterhaus (Galerien der Stadt Esslingen), wo Jörg Mandernach und Tim Stefan Heger ihren künstlerischen E-Mail-Wechsel im Rahmen der Veranstaltungsreihe ›switch‹ präsentieren: Der Titel »Give and go« verweist auf die surreale Zufallstechnik (›Cadavre Exquis‹), bei der die Partner einander auf Stichworte gibt, der künstlerisch darauf reagiert und das Ergebnis zurück-bzw. weiterreicht. (gb) Bis 13.2., Museum Villa Rot, www.villa-rot.de; bis 16.1., Heimatmuseum Reutlingen, www.reutlingen.de/heimatmuseum ; 16.12–26.12, Bahnwärterhaus Esslingen, http://switch.ahbke.de

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Abb.: Jan-Kummer: Almanach des Lebens, 2009, Eglomisierung, Courtesy Galerie Borssenanger

Ausflugstipps zur Weihnachtszeit


Verrätselte Schichtarbeit Erwin Holl im Kornhaus in Kirchheim Gewaltig sind die Bilder. Überbordend in ihrem Inhalt und in ihrer Form, die sich an keine Regeln hält: Figuratives verschmelzt mit Abstraktem, Ornamentales mit Geometrischem. Kräftig, leuchtend die Farben. Wer versucht, diese mehrschichtige Vielfalt zu enträtseln, wird zunächst unvermeidlich scheitern. Doch die großformatigen Malereien von Erwin Holl, die die Galerie im Kornhaus in Kirchheim/Teck unter dem Titel »Mind the Gap« (Foto mit gleichnamigem Titel) präsentiert, haben Sogwirkung. Aber es gibt auch stille, fast monochrom Arbeiten. Mehrfach aufgetragene, lasierende Malschichten verschlucken Gegenstände wie im diffusen Nebel, der sich hier und da lichtet. Umrisse werden bei genauerem Betrachten sichtbar, doch nicht immer erschließen sich dem Betrachter die angedeuteten Formen. Doch die Atmosphäre lässt frösteln und ist dennoch fast schon poetisch. Holl übt Kritik, thematisiert auf subtile Weise Umweltzerstörung, Krieg oder Überwachung – die drei Hauptthemen, die unsere heutige Welt prägen. (eva) Vernissage: 05.12.10, 17 Uhr 05.12.10 – 23.01.11, Städtische Galerie im Kornhaus Kirchheim/Teck, MaxEyth-Str. 18, Kirchheim/Teck, www.kirchheim-teck.de

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Im Reich der Materie Zum Jubiläum zeigt das Museum Ritter die Zustände der Farbe Virtuelle Welt? Geometrische Objekte leuchten an der Wand, runde Häkelstrukturen auf dem Boden, halbierte Zylinder im Raum. Regine Schumann hat den Erdgeschossraum des Museum Ritter per Schwarzlicht in eine faszinierende »black box« verwandelt. Die Kölnerin erforscht vor allem mit selbstleuchtenden Materialien wie fluoreszierendem Acrylglas oder Leuchtkunststoff-Schnüren die Interaktion von Raum, Licht, Werkstoff und Farbe. Um letztere nicht nur als Sinneseindruck, sondern als Materie geht es in der zweiten Schau: »Vorsicht Farbe!« zeigt Werke von 13 Kunstschaffenden aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter, in welchen die physische Präsenz der Farbe zentral ist. Während etwa die Objekte von Anne Appleby, Herbert Hamak oder Renate Wolf dank Wachs- oder Harzmixturen von innen zu leuchten scheinen, führen Pigmente ein körperliches Eigenleben jenseits des Bildträgers in Johannes Gecellis »Farbblöcken« oder in Marita Frasers zungenartig erstarrten Farbstrukturen der »Skirt Paintings«. Regine Schumann und Barbara Willert konzipierten die Präsentationen zum fünfjährigen Bestehen des Museum Ritter, das bisher 270.000 Gäste besuchten. »Die positive Resonanz der Öffentlichkeit auf das Museum hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen«, sagt Sammlerin und Stifterin Marli Hoppe-Ritter. Auch in Zukunft werde es Einzelpräsentationen von Künstlern sowie wechselnde Sammlungspräsentationen zum Thema Quadrat und Geometrische Abstraktion geben. (pam) Bis 01.01.2011, www.museum-ritter.de

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Jazz und mehr Vijay Iyer in Tübingen Jazz ist nie gleich Jazz. Und er wird dann zum neuen aufregenden Erlebnis, wenn er mit musikalischen Einflüssen aus anderen Kulturen und Stilrichtungen verschmelzen darf. Der US-amerikanische Pianist Vijay Iyer, Sohn indischer Einwanderer, lässt unter anderem indische Rhythmen mit einfließen. Seine Kompositionen sind anders, eigenwillig und aufregend. Er behauptet sich mit seinem virtuosen Spiel genauso beim puristischen Auftritt im Zusammenspiel mit Schlagzeug und Bass wie in der Kombination mit psychedelischen Elektroniksounds. So schafft er ein berauschend facettenreiches Klanguniversum. Tipp: Reinhören (unter www.vijay-iyer.com) und dann am 11. Dezember ins Tübinger Sudhaus (Hechinger Str. 203, 20.30 Uhr, http:// www.sudhaus-tuebingen.de/) gehen. (eva) MoZuluArt & Ambassade Quartet in Ludwigsburg Mozart meets Zulu – die spannende Kombination hatte bereits bei den Wiener Festwochen im Jahr 2006 ihren Auftritt, und das Publikum war hingerissen. Die A-cappella-Sänger aus Simbabwe lassen zusammen mit dem von Nicolas Geremus, dem Primgeiger der Wiener Symphoniker, geleitete Ambassade Quartett Zulu-Gesänge mit europäischer klassischer Musik verschmelzen. Und der Name verrät‘s: Mozart spielt eine wichtige Rolle im Programm. Die spannende Mischung ist zu Gast im Ludwigsburger Forum, am 18. Dezember, 20 Uhr (www.ludwigsburg.forum.de). (eva)

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Jenseits aller Grenzen Alonzo King in Ludwigsburg Starchoreograf William Forsythe bezeichnete seinen Kollegen Alonzo King als »einer der wenigen echten Meister des Balletts in unserer Zeit«. Schlägt doch der Mann aus San Francisco mit seinem Alonzo King Lines Ballet, die Brücke zwischen klassischem Ballett und modernem Tanz: Klare Bilder und Körperdisziplin à la Balachine verbinden sich mit der Dynamik und Emotionalität zeitgenössischer Bewegungen. King ist ein im besten Sinne ein multikulturell Globaler: Er verbindet viele Welten auf unprätentiöse, unkonventionelle Art. Ob er Shaolin Mönche in die Choreografie einbezieht, Rita Sahani hindustanische Lieder intonieren oder Pygmäen als Hintergrundchor aufreihen lässt, seine Kooperationen faszinieren durch grandiose Tänzer, frische Experimente jenseits kultureller Grenzen und Genres. Am 9. Dezember zeigt das Alonzo King Lines Ballet im Forum am Schlosspark das »Moroccan Project« mit Musikern aus Nordafrika und »Refraction«: King übersetzt die reduzierten Klänge des zeitgenössischen Jazzpianisten Jason Moran in sinnliche Duette und mitreißende Ensemblesequenzen. Allein mit sich ist Christine Chu am 27. und 28. Januar im Kunstzentrum Karlskaserne: Im Tanzsolo »Ichen – eine Selbstrecherche« erforscht sie ihre Identitäten. Dort präsentiert ebenfalls die Tanz- und Theaterwerkstatt am 29. und 30. Januar die schweizer-ägyptische Compagnie Tanz Raum: »Akhou« ist inspiriert von altägyptischer Musik, Kunst und Mystik und stellt das Einfache der heutigen Unruhe und Informationsflut als Wesentliches gegenüber. (pam)

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17.11.2010

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21. Januar 2011

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25. November 2010 –

* Höhle, Haus und Gebet

Christl Mudrak Michaela Tröscher og

Kunststiftung Baden-Württemberg Gerokstraße 37 · 70184 Stuttgart www.kunststiftung.de

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wessinger und peng www.wessingerundpeng.com


Kalender Dezember 2010 bis Januar 2011


STUTTGART ABTART Friedemann Flöther, Alex Güdel, Philipp Morlock, Paul Schwer »Hot Spot«, bis 18.12.2010, Andreas Futter »Himmelsstürmer und andere Helden«, bis 22.12.10 Philipp Morlock »Das EinRaumHaus c/o Stuttgart«, bis 18.12.10, Sammlung Klein, 25.11. bis 04.12.10, Sammlung Jan Hoet, 07. bis 18.12.10 Rembrandtstraße 18 www.abtart.com

f-75 Galerie für Architekturfotografie Nikolaus Grünwald, »Sleeper in Metropolis«, bis 21.01.11 Filderstraße 75 www.f-75.de Forum3 Beate Knoepfler, Malerei und Zeichnungen, bis 20.01.11 Gymnasiumstraße 21 www.forum3.de

Galerie 14-1 Galerienhaus Akademie Schloss Solitude Thorsten Hallscheidt »Widerschein«, Zeichnung Ines Birkhan, Bertram Dhellemmes, Mathew und Installation, bis 22.01.11 Gottschalk, Alisa Margolis »Remediate!«: Breitscheidstraße 48 Innovatives Forschungsprojekt in Kooperation www.14-1-galerie.de mit Merz Akademie, HfG, LFK und MFG, bis 09.01.11 Galerie Bovistra Solitude 3 Ralf Wehrle, Uwe Frank »Masculine«, Fotograwww.akademie-solitude.de fien, bis 02.01.11 Ludwigstraße 66 Architektur-Galerie am Weißenhof www.bovistra.com Architekturförderpreis 4. bis 30.01.11 Am Weißenhof 30 Galerie Dengler und Dengler www.weissenhofgalerie.de Uta Süsse-Krause »High Culture«, Fotografien, bis 29.01.11 Artary Galerie Rosenbergstraße 102A Julia Körner »Broken Flavour«, bis 28.01.11 www.denglerunddengler.de Wilhelmstraße 5 www.artary.de Galerie Dora Asemwald Heusteigstraße 65 Atelier Wilhelmstraße 16 e.V. www.galerie-dora-asemwald.de Serge de Waha; Daniela Wolf: »Madrid Paris«, bis 05.12.10 Galerie Dorn Gabriela Oberkoff: »Blutende Waldameise«, Kleinskulpturen-Biennale, bis 23.12.10 Valentin Wormbs – Fotografien, 10. bis Planckstraße 123 19.12.10 www.galeriedorn.de Wilhelmstraße 16 Galerie Franke bildkultur / galerie Demnächst: Masken des Himalaya Markelstraße 19 Weberstraße 39 www.bildkultur.de www.galerie-franke.de Bund Bildender Künstlerinnen Württemberg Jahresausstellung der Mitglieder »Grün«, bis 19.12.10 Eugenstraße 17 www.bbk-wuerttemberg.de DSV Kunstkontor »The Women«, Jochen Twelker, bis 17.12.10 Industriestraße 68 www.dsv-gruppe.de

Galerie Angelika Harthan Willi Siber »um-denken«, Wand- und Bodenarbeiten, bis 18.12.10 Gerberstraße 5c www.galerieharthan.de Galerie Reinhard Hauff Josephine Meckseper, bis 29.01.11 Paulinenstraße 47 www.reinhardhauff.de


Galerie Andreas Henn Ausstellung Malerei, Skulpturen und Graphik, bis 11.01.11 Eberhardstraße 31-33, Schwabenzentrum www.henn-kunst.de

Galerie Anja Rumig École de Paris und Umkreis, Arbeiten auf Papier, 02.12.10 bis 29.01.11 Ludwigstraße 73 www.galerie-anjarumig.de

Galerie Hollenbach Richard Kirwan, Daniel Sturgis, bis 08.02.11 Ganghoferstraße 28 www.galerie-hollenbach.de

Galerie Schlichtenmaier Camill Leberer – neue Arbeiten, bis 04.12.10 Emil Schumacher, 10.12.10 bis 22.01.11 Kleiner Schlossplatz 11 www.schlichtenmaier.de

Galerie INTER ART Renate Mildner-Müller, Zeichen und Figuren, bis 18.12.10 Rosenstraße 37 www.interart-germany.de Galerie Keim »ZeitSprung 60 Jahre Keim«, 60 kleine Formate, bis 08.01.11 Marktstraße 31 www.galerie-keim.de Galerie Saby Lazi Bopserwaldstraße 61 www.sabylazi.de Galerie Brigitte March International Contemporary Art Gruppenausstellung »Der erste Impuls – Skizzen – Zeichnungen – 1958 – 2010«, 03.12.10 bis 31.01.11 Solitudestraße 254 www.artfacts.net/brigmarch/ Galerie Merkle Künstler & Künstlerfreunde, bis 22.01.11 Galerienhaus, Breitscheidstraße 48 www.galerie-merkle.de Galerie Mueller-Roth Künstlerbücher: Helmut Dirnaichner, Ulrich Erben, François Morellet, Karin Sander, Gavin Young, herman de vries, bis 29.01.11 Christophstraße 6 www.galerie-mueller-roth.de Galerie Naumann Galerienhaus »Das lachende Auge«, bis 18.12.10 Breitscheidstraße 48 www.galerie-naumann.de Galerie El Pacifico Paolo Cordano »Peru«, bis 16.01.11 König-Karl-Straße 30 www.galerie-el-pacifico.de

Galerie Sabine Salomon Schwefel Stammheimer Straße 22 www.galerie-schwefel.de Galerie Schurr Straußweg 46 www.galerie-schurr.com Galerie Michael Sturm Mathias Garnitschnig, Claudia Larcher und Liddy Scheffknecht, bis 05.02.11 Christophstraße 6 www.galerie-sturm.de Galerie Edith Wahlandt Hommage an Raimund Girke zum 80. Geb., bis 18.12.10 Günter Fruhtrunk »Emotion und Klarheit«, 22.01. bis 09.04.11 Hölderlinstraße 55 www.edith-wahlandt-galerie.de Galerie Rainer Wehr Die neue Präzision II »Slow Paintings«, bis 25.02.11 Alexanderstraße 53 www.galerie-rainer-wehr.de Gedok e.V. Elke Lehmann, Videos, Gemälde, Zeichnungen, bis 11.12.10 Hölderlinstraße 17 www.gedok-stuttgart.de Hospitalhof Jahn Ahrens, Benjamin Bernt »Chopper«, bis 05.12.10 Patrick Alt, Jannis Marwitz, Christian Rothmaler, Philipp Schwalb, Henning Straßburger, vandel 7 »Sozialgestaltung: Liebe plus Friedhof«, 14.01. bis 13.02.11 Büchsenstraße 33 www.hospitalhof.de


ifa-Galerie Stuttgart In der Reihe connect »A Gentil Carioca«, bis 09.01.11 Charlottenplatz 17 www.ifa.de

Oberwelt e.V. Jörg Buchmann »Jemand und 27 Tage«, bis 06.12.10 Reinsburgstraße 93 www.oberwelt.de

Künstlerbund Stuttgart Café Künstlerbund, Projektraum Ute Kunze, Anne Münzel, ab 15.12.10 Schlossplatz 2 www.kuenstlerbund-stuttgart.de

Op-Nord Die drei Pixeltiere: Markus Heller * Stefan Heller * Martin Härtlein, bis 19.12.10 Nordbahnhofstraße 45 www.op-nord.de

Künstlerhaus Stuttgart Beatrice Gibson »The Tiger’s Mind«, bis 30.12.10 Reuchlinstrasse 4b www.kuenstlerhaus.de

Parotta Contemporary Art Johannes Lotz, Jochen Plogsties, bis 22.01.11 Augustenstraße 87-89 www.parrotta.de

Kunstbezirk Stipendiaten der Kunststiftung BadenWürttemberg »All my favourite Artists«, bis 03.12.10 Gustav-Siegle-Haus Leonhardsplatz 28 www.kunstbezirk-stuttgart.de Kunstmuseum Stuttgart   Markus Amm »Frischzelle_13«, bis 12.12.10, »Eat Art.Vom Essen in der Kunst«, bis 09.01.11, Camill Leberer, bis 16.01.11 Kleiner Schlossplatz 13 www.kunstmuseum-stuttgart.de Kunstraum Akademie Tagungszentrum Hohenheim Paracelsusstraße 91 www.akademie-rs.de/hohenheim.html Kunststiftung Baden-Württemberg Stipendiaten 2010: Christl Mudrak, Michaela Tröscher, bis 21.01.11 Gerokstraße 37 www.kunststiftung.de Landesmuseum Württemberg Junges Schloss. Das Kindermuseum in Stuttgart. Geheimnisvolle Wunderkammer: Schatzsuche im Jungen Schloss, Schillerplatz 6 www.landesmuseum-stuttgart.de Linden-Museum »Indiens Tibet – Tibets Indien«, bis 01.05.11 Hegelplatz 1 www.lindenmuseum.de

Rathaus Silvie Brucklacher »Gesichter in Stuttgart«, bis 31.12.10 Marktplatz 1, 4. OG www.stuttgart.de Self Service – Open Art Space Internationales Performancefestival »Cracker No. 01«, 08. bis 11.12.10 Eichstraße 6 www.selfservice-openartspace.com Staatliche Akademie der Bildenden Künste Ausstellung Diplom Freie Kunst 2010, bis 12.12.10 Am Weißenhof 1 www.abk-stuttgart.de Staatsgalerie Stuttgart Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2010: »Hans Holbein d.Ä.: Die graue Passion in ihrer Zeit«, bis 20.03.11, Graphikkabinett: Willi Baumeister »Gilgamesch«, 11.12.10 bis 01.05.11 Konrad-Adenauer-Straße www.staatsgalerie.de Stadtbücherei im Wilhelmspalais Konrad-Adenauer-Straße 2 www.stuttgart.de/stadtbuecherei Stuttgarter Kunstverein Filderstraße 34 www.stuttgarter-kunstverein.de


Treffpunkt Rotebühlplatz vhs Photogalerie: Elmar Haardt »Drei Orte«, bis 31.01.11, vhs Treffpunkt Kunstgalerie: »Kunsthalle Stuttgart-Ost zu Gast«, bis 31.01.11 Rotebühlplatz www.vhs-stuttgart.de, www.vhs-photogalerie.de Uno Art Space Frauke Lehn »Illustrationen«, bis 22.03.11, Liststraße 27 www.on-photography.com Wagenhallen Innerer Nordbahnhof 1 www.wagenhallen.de Wechselraum Bund Deutscher Architekten BDA »Neues Wohnen in der Stadt« Gestaltungspreis der Wüstenrot Stiftung 2010, 14.12.10 bis 31.01.11 Friedrichstraße 5 www.wechselraum.de Württembergischer Kunstverein »Re-Design the East«, politisches Design in Asien und Europa, bis 09.01.11 »Die Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden«, bis 09.01.11 Schlossplatz 2 www.wkv-stuttgart.de Zero Arts e.V. Andreas Hykade »Love & Theft«, Trickfilm und Skizzen, bis 10.12.10 Ostendstraße 16 www.zeroarts.de REGION Aalen Rathausgalerie Andreas Welzenbach »Lob der Amateure«, bis 19.12.10 Marktplatz 30 www.aalen.de Albstadt Städtische Galerie Pablo Picasso »Zwischen Arena und Arkadien«, bis 13.02.11 Kirchengraben 11 www.galerie-albstadt.de

Backnang Galerie der Stadt Backnang Markus Oehlen, bis 07.02.11 Stiftshof 2 www.backnang.de Graphik-Kabinett Neckarlust und Rheinromantik, bis 06.02 11 Stiftshof 8 www.backnang.de Baden-Baden Museum Frieder Burda Duan Hanson, Gregory Crewdson »Unheimliche Wirklichkeiten«, bis 06.03.11 Lichtentaler Allee 86 www.museum-frieder-burda.de Staatliche Kunsthalle »Jeder Künstler ist ein Mensch!«, Positionen des Selbstportraits, bis 09.01.11 Lichtentaler Allee 8a www.kunsthalle-baden-baden.de Bietigheim-Bissingen Städtische Galerie Linolschnitte heute VIII, bis 09.01.11, Wanda Aniko-Lützner »Der ganz normale Wandalismus«, Papierarbeiten, bis 20.03.11 Hauptstraße 60-64 www.bietigheim-bissingen.de/Ausstellungen Böblingen Städtische Galerie Kinder im Museum, bis Mai 2010 Pfarrgasse 2 www.boeblingen.de Deutsches Fleischermuseum Die Tierwelt von Tomi Ungerer »SchnippSchnapp oder was ist was?«, bis 20.03.11 Marktplatz 2 www.boeblingen.de Bönnigheim Museum Charlotte Zander Louis Vivin und die Zweite Generation der französischen Klassiker der Naive; Wolfgang Teucher, Phantastische Skulpturen Schloss Bönnigheim www.sammlung-zander.de Crailsheim Stadtmuseum im Spital »Wohl verpackt!«, Warenverpackungen, Behältnis und Produktwerbung, 12.12.10 bis 13.02.11 Spitalstraße 2 www.museum-crailsheim.de


Donaueschingen Museum Biedermann Gert Riel, Camill Leberer, Markus F. Strieder, Stefan Rohrer, Friedemann Flöther »Metall:Werke«, bis 20.02.11 Museumsweg 1 www.museum-biedermann.de Eberdingen-Nussdorf Kunstwerk – Sammlung Klein Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Alison und Peter W. Klein »Hängung #6«, bis 16.03.2011 Siemensstraße 40 www.sammlung-klein.de Esslingen KUNST im Heppächer Elly Weiblen, Armin Göhringer: Malerei, Zeichnung, Holzarbeiten, bis 19.12.10 Im Heppächer 3 www.heppaecher-art.de Bahnwärterhaus – Galerien der Stadt Esslingen am Neckar Jörg Mandernach, Tim Stefan Heger »give and go«, 16. bis 26.12.10 Pulverwiesen 23 www.villa-merkel.de Stadtmuseum im Gelben Haus »Große Welt ganz klein«. Spielzeug aus Esslingen, 28.11.10 bis 27.02.11 www.museen-esslingen.de Villa Merkel – Galerie der Stadt Esslingen »Ceci n’est pas un casino«, bis 13.02.11 Pulverwiesen 25 www.villa-merkel.de

Göppingen Kunsthalle Marstallstraße 55 www.kunsthalle-goeppingen.de Heidelberg Kunstverein Antje Schiffer »Lieblingswerke«, bis 23.12.10 Hauptstraße 97 www.hdkv.de Kurpfälzisches Museum »Robert Sterl – ein deutscher Impressionist«, bis 27.02.11 Hauptstraße 97 www.museum-heidelberg.de Heidenheim Kunstmuseum Otto Dix »Sex Krieg Tod«, bis Februar 2011, Marienstraße 4 www.kunstmuseum-heidenheim.de Heilbronn Kunstverein Georg Herold »anders denkende Einrichtung«, bis 05.12.10 Ben Öztat, Anna Stiller, Januar 2011 Allee 28 / Kunsthalle Vogelmann www.kunstverein-heilbronn.de Kunsthalle Vogelmann »Beuys für alle!«, Auflagenobjekte und Multiples, bis 23.01.11 Allee 28 www.museen-heilbronn.de Museum im Deutschhof Positionen der Skulptur in Deutschland nach 1945, bis 24.04.11 Deutschhofstraße 6 www.museen-heilbronn.de

Fellbach Galerie der Stadt Fellbach »Leonhard Schmidt – ein Stuttgarter SezessioKarlsruhe nist«, bis 23.01.11 Marktplatz 4 Badischer Kunstverein www.fellbach.de Mitgliederausstellung und Jahresgaben, 14.12.10 bis 09.01.11 Friedrichshafen Waldstraße 3 Kunstverein www.badischer-kunstverein.de Grafik- und Kunstbuchmarkt, bis 12.12.10 Buchhornplatz 6 Staatliche Kunsthalle www.kunstverein-friedrichshafen.de »Kunst/Link/13>>75«, ein Generationenprojekt, bis 23.01.11 Zeppelin Museum Pia Fries »Krapprhizom Luisenkupfer«, Andreas Feininger »That’s Photography«, 18.12.10 bis 27.03.11 bis 09.01.11 Hans-Thoma-Straße 2 – 6 Seestraße 22 www.kunsthalle-karlsruhe.de www.zeppelin-museum.de


Städtische Galerie Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2010: Franziska Degendorfer, bis 09.01.11 Lichthof des ZKM, Lorenzstraße 27 www.staedtische-galerie.de ZKM Überblicksschau »Imagining Media@ZKM«, bis 31.12.10, Herbert W. Franke »Wanderer zwischen den Welten«, Emil Wachter »Stille und Bewegung«, Aquarelle zum Tanz, bis 09.01.11, »Vor dem ZKM«, bis 09.01.11, »Architektur und Identität«, Werke aus der Sammlung, bis 09.01.11, »Sounds.Radio – Kunst – Neue Musik«, bis 27.03.11, Elmgreen & Dragset »Celebrity – The One & the Many«, bis 27.03.11 Lorenzstraße 19 www.zkm.de

Galerieverein Leonberg Brigitte Trennhaus »Bewegte Muster«, bis 02.01.11 Zwerchstraße 27 www.leonberg.de Ludwigsburg Galerie 5räume 14 Künstler und Künstlerinnen, von Kirstin Arndt bis Oliver Wetterauer, bis 23.12.10 Am Marktplatz 4 www.5raeume.com Kunstverein Jahresausstellung, vom 12.12.10 bis 16.01.11 Wilhelmstraße 45/1 www.kunstverein-ludwigsburg.de Marbach Literaturmuseum »Ernst Jünger. Arbeiter am Abgrund«, bis 27.03.11 Schillerhöhe 8 www.dla-marbach.de

Konstanz Wessenberg Galerie 1933 - 1945. Verfolgt - Verfemt - »Entartet« Nürtingen Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus Galerie in art Eugenia Jaeger »Provinz Territorium«, bis 04.12. bis 30.01.11 20.01.11 Neckartailinger Straße 5 Kirchheim Städtische Galerie im Kornhaus www.in-art.info Max-Eyth-Straße 18 www.kirchheim-teck.de Kunstverein Annett Zinsmeister »Searching for Identity/Auf Kornwestheim der Suche nach Museen der Stadt Kornwestheim Identität», bis 12.12.10 Cathleen Naundorf »art + fashion«, bis 30.01.11 Mühlstraße 16 / Eingang Ecke SigmaringerStuttgarter Straße 93 straße www.kornwestheim.de www.kunstverein-nuertingen.de Kraichtal Ursula-Blickle-Stiftung Stéphane Couturier »Melting Point Series«, bis 12.12.10 Mühlweg 18 www.ursula-blickle-stiftung.de Künzelsau Hirschwirtscheuer »Politeia – Frauen, die Geschichte mach(t)en«, bis 20.02.11 www.kunst.wuerth.com Museum Würth »Der Sammler, das Unternehmen und seine Kollektion«, bis 09.01.11 Reinhold-Würth-Straße 15 www.kunst.wuerth.com

Sammlung Domnick Jürgen Palmer »v i l l a«, Videokunstprojekt, bis 26.12.10 Oberensinger Höhe 4 www.domnick.de Schauraum Kulturverein Provisorium e.V. Corinna Claassen »Hairy Fairies«, bis 02.12.10 Heiligkreuzstraße 4 www.provisorium-nt.de Ostfildern Städtische Galerie Stefanie Seiz-Kupferer, Klaus Lomnitzer »leichtschwarz«, bis Jan. 2011 Gerhard-Koch-Straße 1 www.ostfildern.de


Reutlingen Städtische Galerie Reutlinger Künstler – Neue Arbeiten 2010, 4.12. bis 30.01.11 Eberhardstraße 14 www.reutlingen.de Städtisches Kunstmuseum Wolfgang Gäfgen, Holzdrucke, bis 23.01.11, Reutlinger Künstler mit neuen Arbeiten, bis 30.01.11 HAP Grieshaber »Gärten, Wiesen, Wälder«, bis 03.04.11 Spendhausstraße 4 www.reutlingen.de Schorndorf Galerien für Kunst und Technik Johann Schickinger, Gez Zirkelbach »Wider die Verlogenheit«, bis 09.01.11 Arnoldstraße 1 www.galerien-kunst-technik.de Schwäbisch Gmünd Museum und Galerie im Prediger Schichten, Spuren & Spiralen. Bis 30.01.11 Querschnitt 2010. Jahresausstellung des Gmünder Kunstvereins. Bis 23.01.11 Johannisplatz 3 www.museum-galerie-fabrik.de Schwäbisch Hall Kunsthalle Würth Alex Katz, Prints, Paintings, Cutouts, bis 03.04.11 Lange Straße 35 www.kunst.wuerth.com Kunstverein Schwäbisch Hall Natascha Borowsky, Fotografie, 22.01. bis 27.03.11 Am Markt 7/8 www.kvsha.de Sindelfingen Galerie der Stadt The hybrid fuels, Kunst+Projekte e.V. bis 16.01.11 www.sindelfingen.de Schauwerk »ZERO«, Sammlung Schaufler, bis 21.01.11 Eschenbrünnlestraße 15/1 www.schauwerk-sindelfingen.de

Singen Städtisches Kunstmuseum SingenKunst 2010, Kunstverein, bis 23.01.11 Ekkehardstr.10 www.singen.de Tübingen Kunsthalle Jonas Burgert »Lebendversuch«, 11.12.10 bis 06.03.11 Philosophenweg 76 www.kunsthalle-tuebingen.de Ulm Kunsthalle Weishaupt Hans-und-Sophie-Scholl-Platz www.kunsthalle-weishaupt.de Kunstverein Ulm e.V. A.R. Penck, Arbeiten auf Papier, bis 02.01.11 Kramgasse 4 www.kunstverein-ulm.de Ulmer Museum Günther Uecker »Handlungen«, bis 09.01.11 Marktplatz 9 www.museum.ulm.de Villingen-Schwenningen Städtische Galerie Friedrich-Ebert-Straße 35 www.galerien-villingen-schwenningen.de Waiblingen Galerie Stihl »Einrichten. Leben in Karton«, Architektur – Möbel – Licht – Kunst, bis 27.02.11 Weingärtner Vorstadt 16 www.galerie-stihl-waiblingen.de Waldenbuch Museum Ritter »Vorsicht Farbe!«, Regine Schumann »black box«, bis 01.05.11, Alfred-Ritter-Straße 27 www.museum-ritter.de Weil der Stadt Kunstforum Oliver Wetterauer, Karen Bayer, bis 12.12.10 Hermann-Schütz-Straße 14 www.kunstforum-weilderstadt.de Wendlingen Galerie der Stadt Wendlingen Adam Lude Döring, Malerei, bis 31.12.10 Weberstraße 2 www.galerie-wendlingen.de


1. Dezember Vortrag, GEDOK-Galerie, 20 Uhr Zu Gast: Annett Zinsmeister, Professorin für konzeptionelles Gestalten, Kunstakademie www.gedok-stuttgart.de Kuratorenführung, WKV, 19 Uhr Re-Designing the East.
Politisches Design in Asien und Europa. www.wkv-stuttgart.de Vernissage Uno Art Space, 19 Uhr Die Foto- und Illustrationsgalerie zeigt »Frauke Lehn (Illustrationen)«. www.on-photography.com Vernissage GalerieZ, 19 Uhr Jahresausstellung »24 STARS« www.galeriez.net Uno-Forum BW, Stiftung Geißstr., 19 Uhr Hans-Christof Graf von Sponek spricht über »Internationales Krisenmanagement und die Rolle der Vereinten Nationen – Beispiel Irak und Afghanistan/Pakistan«. www.geissstrasse.de Kino im FilmTheater, Türlenstr. 2, 20 Uhr »Insider« von Michael Mann, mit Al Pacino, Russell Crowe. Geniales Drehbuch, brillante Schauspieler www.filmtheater-stuttgart.de Herbstdialoge im Treffpunkt Rotebühlplatz, 18 Uhr Das Bürgerforum der vhs stuttgart und die Landeszentrale für politische Bildung laden wechselnde Referenten, um Toleranz, Fairness und Sachlichkeit in der Diskussion um Stuttgart 21 zu fördern. www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de Vernissage, Galerie Anja Rumig, 19.30 Uhr École de Paris und Umkreis, Arbeiten auf Papier, bis 29.01.11 www.galerie-anjarumig.de Eröffnung Filmschau BW, Metropol, 19 Uhr Mit Sektempfang, Vorträgen und Film: Das Drama »Poll« von Chris Kraus. Programm bis 5. Dezember. www.filmbuerobw.de/

Jazz, Kiste, Hauptstätterstr. 35, 21 Uhr Antoine Fillon: Klangkünstler, Komponist und Drummer Antoine Fillon mit Pianist Bene Moser und Bassistin Leonie Hefele www.kiste-stuttgart.de

2. Dezember Kino im The Set, Filmgalerie, 18 Uhr 451-Kino präsentiert: »Shoppen« – fast schon kult! www.theset.de Theater im Theaterhaus, 20.30 Uhr Silvia Armbruster inszeniert Joseph Roths »Die Legende vom Heiligen Trinker«. Außerdem am 26.12. zu sehen. www.theaterhaus.de Kunstklub in der Staatsgalerie, 19 Uhr Präsentation des einzigen Experimentalfilms von Gerhard Richter, das Prinzip der Unschärfe in seinem Werk wird erläutert. www.staatsgalerie.de Jazz in der Kiste, 21 Uhr Trio Igarapé: Lässiger Jazz mit brasilianischen Einflüssen Opern im Opernhaus, 19 Uhr Sebastian Nüblings Inszenierung der »Carmen« ist wieder da: www.staatstheater.stuttgart.de/oper Jugendoper im Kammertheater, 19 Uhr »The Rage of Life«, das Musiktheater ab 14 Jahren über Liebe und Tod.

3. Dezember Lesung, Haus der Wirtschaft, 20 Uhr Vera Zingsem liest aus »Freya, Iduna und Thor. Vom Charme der germanischen Göttermythen« www.kloepfer-meyer.de Premiere im Theaterhaus, 20.15 Uhr Walter Sittler spielt Erich Kästner: Vom Kleinmaleins des Seins. Konzert im Laboratorium, 20.30 Uhr Multiinstrumentalist, Komponist, Schauspieler und Erzähler Njamy Sitson: Musik und Gesänge aus Kamerun. www.laboratorium-stuttgart.de


Dekumo, Kulturhaus Arena, Ulmer Straße 241, S-Wangen,14 – 21 Uhr Auf der Plattform für Design, Kunst und Mode lassen sich fantasievolle Geschenke finden. Auch 04.12., 11–21 Uhr; 05.12., 11–19 Uhr www.dekumo.de Performances im Kunstmuseum, 10 Uhr »Bloody Mary, Milch und Honig« Sonja Alhäusers Kunst ist puressinnliches Erleben. www.kunstmuseum-stuttgart.de Autor im Gespräch, Treffpunkt Rotebühlplatz, 20 Uhr Der Ex-Vorstandsvorsitzende von DaimlerBenz rechnet in seinem Buch »Stunde der Heuchler. Wie Manager und Politiker uns zum Narren halten« mit der Szene ab. Ballett im Opernhaus, 19.30 Uhr »Leonce und Lena«: Christians Spucks grandiose Choreographie zu Georg Büchners Lustspiel fordert die Lachmuskeln! www.staatstheater.stuttgart,de/ballett Performance, Staatliche Akademie der Bildenden Künster, 20 Uhr Beim Intermedia Festival zeigt Gisèle Vienne »Jerk«, ein Solo für einen Puppenspieler nach dem Roman von Dennis Cooper. www.fitz-stuttgart.de

4. Dezember Vernissage, Galerie Franke, 10.30 Uhr »Masken des Himalaya«, bis 05.03.2011 www.galerie-franke.de Kunstraum, Filderstraße 34 Klangraum Musikfestival: Jährliches Treffen für Fans der besonderen Klangkunst kombiniert mit bildnerischen und szenischen Elementen. Auch am 5. Dezember. www.kunstraum34.de Preisverleihung der Filmschau BW, Metropol, 20 Uhr Vier Preise in den Kategorien Spielfilm, Animation, Dokumentation und Kurzfilm werden verliehen. www.filmbuerobw.de/

Performance auf der Experimentierbühne, Heusteigstr. 45, 20 Uhr »Express Fight Club«: Multimedia-Performance über eine subversive Vereinigung. Lesung im KLUB / Niederlassung Türlenstraße, 16 Uhr 
 Die Weihnachtsgeschichte 
von Charles Dickens. Bei Stollen, Kakao und Glühwein lädt das Schauspiel zum Zuhören ein. Fachtagung Treffpunkt Rotebühlplatz, 9.30 Uhr Mit Referaten und Diskussionen wird das Thema »Extrem = Extrem? Politischer Extremismus heute« bearbeitet. Lesung in der Rosenau, 20 Uhr Dramaturgisches mit Timo Brunke, Ellen Rein, Achim Gross und anderen für die Opfer der Polizeiübergriffe vom 30.9.2010. www.anstifter.de

5. Dezember Vernissage, Städtische Galerie, Max-EythStr. 18, Kirchheim/Teck, 17 Uhr Erwin Holl: »Mind the Gap« - Malerei und Zeichnung, bis 23.01.2011 www.kirchheim-teck.de Ballett im Opernhaus, 19 Uhr Ein Abend mit Choreografien von »Neumeier / McGregor / Elo«. Kino im FilmTheater, Türlenstraße 2, 20 Uhr »O Brother, where art Thou« von Joel Coen, mit George Clooney, John Goodman, John Turturro, Holly Hunter. Clooney-Retro, schön albern. Performance auf der Experimentierbühne, Heusteigstr. 45, 20 Uhr »Die Luft über dem Toaster« Performance von Norbert Schliewe und backstepvision Tag der Offenen Tür, NORD, Löwentor Zwei Wochen vorher öffnet das Staatstheater erstmalig die Türen der neuen Studiobühne und des neuen Probenzentrums www.staatstheater-stuttgart.de/schauspiel


Oratorium in der Matthäuskirche, 18 Uhr »Das Gerüst der Welt«: Was wäre die Welt ohne den Himmel? Mit Schülern des Evangelischen Mörike-Gymnasiums sowie Schauspielern des Theater Rampe. www.theaterrampe.de Lesung mit Musik, Haus der Wirtschaft, 18 Uhr Elisabeth Kabatek: »Brezeltango«, mit Frauenjazzchor VocaLadies. ww.w.silberburg.de

6. Dezember Buchpräsentation und Diskussion, Liederhalle, 20 Uhr Wolfgang Schorlau: »Der Bahnhof« und »Die Demokratie« Mit Susanne Eisenmann, Winfried Kretschmann, Hannelore Schlaffer, Heinrich Steinfest’ www.literaturhaus-stuttgart.de

7. Dezember Buchpräsentation, Literaturhaus, 20 Uhr Lutz Selier und Reinhold Ohngemach zur neuen Werkausgabe: Oskar Loerke »Sämtliche Gedichte« Weissenhof Symposium 2010, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, 9.30 bis 19 Uhr Bewegung ist Vorraussetzung fürs Überleben und unsere Kultur. Interdisziplinär wird deren Bedeutung auf die Gestaltung nachgegangen. www.weissenhof-institut.abk-stuttgart.de

Podiumsdiskussion und Lesung, Literaturhaus, 20 Uhr »Zukunftsmodelle kleiner Verlage« Mit Daniela Seel, Klaus Sander, Michael Zöllner Vortrag im Wilhelmspalais, 20 Uhr Susan Neiman: »Was ist moralische Klarheit?« Aus der Vortragsreihe »Kulturtheorien« www.stuttgart.de/stadtbuecherei/veranstaltungen Rundgang durch vier Ausstellungen, voraussichtlich ab 18 Uhr »Linie West«: Rundgang durch die Ausstellungen der Galerien Parrotta, Friese und Hauff sowie der des Künstlerhauses Stuttgart. Infos auf den Webseiten. Diskussion, FilmTheater, Türlenstr. 2,19.30 Uhr Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg laden ein: »Die Gedanken sind frei – und umsonst?« – Wie umgehen mit der Kultur im Internet? Diskussion in der WERKHALLE / Niederlassung Türlenstraße, 20 Uhr Stuttgarter Gespräche: 
Öffentliches Nachdenken über die Zukunft, 
in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung. Figurentheater im FITZ, 20.30 Uhr »Orlando« in der Version des Figurentheaters Anne-Kathrin Klatt. www.fitz-stuttgart.de

8. Dezember

9. Dezember

Atelierbesuch, Kunstmuseum, 19 Uhr Zur Sonderausstellung öffnet der Künstler Camill Leberer seine Ateliertüren – Treffpunkt ist die Museumskasse im Kunstmuseum. Reservierung: 0711 / 216 97 79

Veranstaltung im Literaturhaus, 20 Uhr »Es gibt vieles, was man nicht sagen, aber nichts, was man nicht singen kann« Mit Herta Müller, Sanda Weigl, Ernest Wichner u.a.; Schau Minze Minze flaumiran Schpektrum. Herta Müller und Oskar Pastior: bis 31. März 2011.

Stuttgarter Theaterpreis Tanz im Theaterhaus HeadHandsFeet zeigen »Fischen ohne Helm«, 18.45 Uhr. Um 20.30 Uhr sucht Nicki Liszta / backsteinhaus produktion in »AVATAR« Gleichgesinnte.

Tanz im Forum Ludwigsburg, 20 Uhr Das Alonzo King Lines Ballet aus San Francisco ist zu Gast mit Stücken ihres Chefs Alonzo King. www.forum.ludwigsburg,de


Vortrag im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Stefan Middendorf: »Neue Medien, neue Gefahren« Chaoscomputerclub Stuttgart

Stuttgarter Theaterpreis Tanz, Theaterhaus Nina Kurzeja inszeniert »Aeneas Entscheidung«, 19 Uhr. Außer Konkurrenz zeigen cie.toula limnaios »WOUND«, 21 Uhr

Doppel-Vernissage, Atelier Wilhelmstraße 16 e.V., 20 Uhr Valentin Wormbs: Fotografien Gabriela Oberkofler: »Blutende Waldameise und glänzend schwarzes Pech« bis 19.12.2010 Wilhelmstraße 16 in Bad Cannstatt, Tel.: 0711 - 560533

Jazz im Sudhaus, Hechinger Str. 203, 20.30 Uhr Vijay Iyer: Der US-amerikanische Pianist schafft ein facettenreiches Klanguniversum. www.sudhaus-tuebingen.de

Szenische Lesung, Haus der Wirtschaft, 18 Uhr Aus dem Werk von Maria Beig zum 90. Geburtstag bei den Stuttgarter Buchwochen. Stuttgarter Theaterpreis Tanz, Theaterhaus Iris Tenge begibt sich auf »My Road Movies«, 19.15 Uhr. Ab 21 Uhr: Fabian Chyle COAC: »Re-Inventing Nijinsky« Theater in der Box, 20 Uhr Sybille Bergs »Missionen der Schönheit«

10. Dezember Gespräch, Literaturhaus, 18 Uhr »Große Szene am Fluss« von Tankred Dorst Mit Daniel Klumpp und Eva Hosemann Führung in der Staatsgalerie, 15 Uhr Reise in die Vergangenheit: Eine Praxisführung für Kinder ab 8 Jahren. Lesung, Vaihinger Buchladen, 20 Uhr Hans Wetzel: »Weihnachten im Schwabenland« Begleitung auf der Harfe: Teresa Raff www.vaihingerbuchladen.de Stuttgarter Theaterpreis Tanz Theaterhaus urbanReflects - unrestricted exploitation eruieren die Selbstausbeutung, 19.30 Uhr; Katja Erdmann-Rajski jandelt ab 20.45 Uhr in »C------H. Jandls Zunge«

11. Dezember Kino imFilmTheater, Türlenstr. 2, 20 Uhr »Solaris« von Steven Soderbergh – ein Remake von Tarkowskys SF-Klassiker.

12. Dezember Lesung in der BOX, Türlenstraße, 11 Uhr Annette Pehnt in Niedlichs Literarischem Salon www.staatstheater-stuttgart.de Premiere im Opernhaus Gaetano Donizettis »Maria Stuarda« wird in Szene gesetzt von Sergio Morabito, den Taktstock schwingt Marc Soustrot. Theater, Treffpunkt Rotebühlplatz, 16 Uhr Das Theater Erfurt spielt für Kinder ab 4: »Der Wolf und die sieben jungen Geißlein«. Lesebühne im Merlin, 20 Uhr In Get Shorties lesen junge Autoren skurrile Geschichten. www.merlin-kultur.de

13. Dezember Prosa im Deutschunterricht – Lesung, Literaturhaus, 19 Uhr »Das Geheimnis der Pacific High School – Ein Roman« Mit Schülern der Schloss-Realschule Stuttgart Führung, Städtisches Museum, Wilhelmstr. 9/1, Ludwigsburg, 15 Uhr Führung durch die Ausstellung »Sammlung Winter«. Die Schau ist bis 20.02.11 zu sehen. www.ludwigsburgmuseum.de

14. Dezember Autor im Gespräch, Treffpunkt Rotebühlplatz, 20 Uhr Ingrid Noll spricht mit Wolfgang Niess (SWR) über ihre mordenden Frauen und selbstgefälligen Männer.


Lesung, Literaturhaus, 20 Uhr Rüdiger Safranski: »Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie« Vernissage, Wechselraum, BDA, Zeppelin Carré, 19 Uhr »Neues Wohnen in der Stadt«, Gestaltungspreis der Wüstenrot Stiftung 2010. Mit einem Vortrag »Das Stadtregal in Ulm« www.wechselraum.de Kino im FilmTheater, Türlenstr. 2, 20 Uhr »Lost in Translation« von Sofia Coppola; In der Reihe Frauen machen feine Filme, bis 17.12.10

16. Dezember Gespräch im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Nina Blazon und Heidrun Rieble: »Zwischen Fantasy und Fakten« Recherche und Handwerk im Fantasy-Genre Lesung in der Museumswerkstatt des Porsche - Museum, Zuffenhausen, 20 Uhr Wolfgang Schorlau - Georg Dengler und seine Freunde. Kooperation mit dem Verein Stuttgarter Kriminächte e.V.

 Vernissage, Bahnwärterhaus, Pulverwiesen 23, Esslingen Jörg Mandernach, Tim Stefan Heger: »give and go« Arbeiten per Email. www.villa-merkel.de Premiere – Tanztheater im Treffpunkt Rotebühlplatz, 20 Uhr »Das Leben ist kein Ponyhof« heißt die Reihe der Choreografin Nicki Liszta über die sieben Todsünden, heute »Das LuxProtokoll«. Bis 19.12. Kunstklub in der Staatsgalerie, 18.30 Uhr Engel – geflügelte Boten: Geschichte eines Bildmotivs, Anmeldung erforderlich bis 14.12.

17. Dezember Eröffnung der neuen Spielstätte NORD mit Premiere, 20 Uhr Romeo und Julia 
von William Shakespeare 
Regie: Catja Baumann, bis 16.01.11

Türkische Literaturnacht, Literaturhaus, 20 Uhr Mario Levi: »Istanbul war ein Märchen« Übersetzung und deutsche Lesung

18. Dezember Premiere im Theaterhaus, 20:30 Uhr Out of the Box II: mit Tänzern der Theaterhauskompanie, eigenen Choreografien und viele Überraschungen. Bis 22.12, Ballett im Kammertheater, 19 Uhr Das Scapino Ballett Rotterdam tanzt den »Nussknacker« von Marco Goecke. Auch 19. und 20.12. Figurentheater im FITZ, 19 Uhr Oberhoff/Mousseka, Stuttgart/Kinshasa inszenieren in »Die Reise zum Mond« ein poetisches Spiel mit Sehgewohnheiten. Konzert im Ludwigsburger Forum, 20 Uhr MoZuluArt & Ambassade Quartet Mozart meets Zulu

19. Dezember Finnissage, Kunst im Heppächer, Heppächer 3, Esslingen, 11 Uhr Elly Weiblen, Armin Göhringer: Malerei, Zeichnung, Holzarbeiten www.heppaecher-art.de Weihnachtsspecial, Laboratorium, 20.30 Uhr Jazzig-souligen Weihnachtsabend voller Geschichten und »Spirit«. www.laboratorium-stuttgart.de

21. Dezember Theater in der Rampe, 20 Uhr »Über den Dingen«: Martin Suters Komödie über den schüchternen Robert.

22. Dezember Opern im Opernhaus, 18 Uhr »Der Rosenkavalier«,Komödie in Musik von Richard Strauss,

23. Dezember Theater, Treffpunkt Rotebühlplatz, 10 Uhr Das Weite Theater von Martin Karl spielt »Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt« für Kinder von3 bis 8 Jahren.


Kindermusical im Theaterhaus, 15 Uhr Ritter Rost – feiert Weihnachten.

24. Dezember Wir warten aufs Christkind – in der Filmgalerie, 14 Uhr Der zauberhafte tschechische Märchenfilm »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« ist ein Muss, ab 6

26. Dezember

6. Januar Theater, Treffpunkt Rotebühlplatz, 20 Uhr »Hedy Lamarr oder Das Rauschen des Torpedos«. Tanztheater-Projekt von Katja Erdmann-Rajski. Bis 9.1. Tanz im Forum am Schlosspark, 18 Uhr Das St. Petersburger Ballett zeigt den Klassiker schlechthin: »Schwanensee«.

8. Januar

Ballett im Opernhaus, 14 und 19 Uhr »Der Widerspenstigen Zähmung«: John Crankos Ballett nach Shakespeares Komödie ist immer einen Besuch wert.

Neujahrsempfang im Merlin, 18 Uhr Die Anstifter laden zur Linsensuppe und der bitterbösen Ansprache von Peter Grohmann.

Führung in der Staatsgalerie, 12 Uhr Archaischen Mythen auf der Spur: Willi Baumeister – Gilgamesch.

Kuratorenführung Württembergischer Kunstverein, 16 Uhr Re-Designing the East.
Politisches Design in Asien und Europa.

28. Dezember Tanz im Theaterhaus, 20 Uhr Gauthier Dance Special: Choreografien der Gauthier Dance Produktionen Six Pack, High Five und Four Play. Auch 29.12.

30. Dezember Konzert im Laboratorium, 20.30 Uhr Dannemann plays Clapton

31. Dezember Theater im Theaterhaus, 18 und 21.15 Uhr »Elling – Zwei gegen den Rest der Welt«: Operette im Opernhaus, 18 Uhr Johann Strauss »Die Fledermaus«: Der Silvesterklassiker wird von Timo Handschuh dirigiert. Silvester im FITZ, 20 Uhr »Mein schönster Liederabend« :Figurentheater PARADOX & Werkstattbühne & Stefanie Oberhoff

1. Januar Neujahrskonzert im Opernhaus, Mit Franz von Soupé bis Johann Strauss beginnt das neue Jahr.

9. Januar

11. Januar Premiere im Kammertheater, 18 Uhr Nachtblind 
von Darja Stocker 
 Inszenierung für Jugendliche ab 14 Jahren 
Regie: Hasko Weber; nur bis 30.01.11.

12. Januar Konzert im Opernhaus, 9.30 und 11 Uhr Die Junge Oper zeigt für 5 bis 7-Jährige die Geschichte »Ein kleiner König weint doch nicht«.

13. Januar Figurentheater im FITZ, 20.30 Uhr Kafkas »Verwandlung« mit Maren Kaun.

14. Januar Ballett-Premiere im Opernhaus, 19 Uhr Die großen Choreografen des 20. Jahrhunderts beim »Cranko/Van Manen/Béjart« Jazz im Bix, 21 Uhr Cindy Blackman Schlagzeugerin aus New York www.bix-stuttgart.de


15. Januar Premiere, ARENA / NIEDERLASSUNG Türlenstraße, 20 Uhr 
 »Der gute Mensch von Sezuan« 
von Bertolt Brecht, bis 20. Februar 2011

Lesung, Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Karl Napf und Armin Elhardt: »Gedankenschwarm, WUZ Nr. 21« Der ehemalige Ministerialbeamte Ralf Jandl über das Werk von Jean Paul

16. Januar

27. Januar

Premiere im Theaterhaus, 11 Uhr Lümmel - Tierische Freundschaft, mit Schauspieler Wilhelm Schneck. Ab 5.

18. Januar Theaterpremiere in der Rampe, 20 Uhr »DasKind« – Das Ensemble Cantadoras zeigt die Kindheit einer Außenseiterin in enger dörflichen Gemeinschaft.

20. Januar Vortrag im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Klaus Harpprecht: »Von der Erbfeindschaft zur Kernfreundschaft« Zur deutsch-französischen Kooperation Führung in der Staatsgalerie, 18 Uhr »Das zentrale Ereignis des 20. Jahrhunderts ist der Sturz der Materie« - Spiritismus und Moderne. Eröffnung Stuttgarter Filmwinter, Ort und Uhrzeit noch nicht bekannt Heute startet der Filmwinter und das Festival for Expanded Media; bis 23.01.11 www.filmwinter.de

21. Januar Lesung, Schiller-Buchhandlung, Stuttgart, 19.30 Uhr Joachim Zelter: »Der Ministerpräsident« Ballett im Opernhaus, 19 Uhr Im Zweiakter »I fratelli – Die Brüder« hat Mauro Bigonzetti den Film »Rocco und seine Brüder« kongenial in Tanz umgesetzt.

25. Januar Lesung, Schiller Buchhandlung, 20 Uhr Gudrun Weitbrecht: »Blutkirsche« www.schiller-buch.de

Tanz Karlskaserne, Ludwigsburg 20 Uhr Solo »Ichen – eine Selbstrecherche« von Christine Chu. Bis 28.1. www.tanzundtheaterwerkstatt.de

28. Januar Eröffnung der Galerie »Schacher – Raum für Kunst«, Galerienhaus, 19 Uhr Marko Schacher tritt die Nachfolge von Galerist Bertold Naumann an. Wir wünschen beiden viel Glück! www.galerienhaus-stuttgart.de Theater im Forum Ludwigsburg, 20 Uhr Das Nationaltheater Mannheim präsentiert Henrik Ibsens »Peer Gynt« Vernissage, Galerie 14–1, Galerienhaus, 19 Uhr Roland Dostal: »Far far away«; bis 13.03.11

29. Januar Premiere, NORD, Löwentorbogen, 20 Uhr Amphitryon 
von Heinrich von Kleist. 
Regie: Kristo Šagor, bis 27. Februar 2011 Tanz, Karlskaserne Ludwigsburg, 20 Uhr »Akhou – eine moderne Tanzperformance inspiriert vom alten Ägypten« mit Compagnie Tanz raum (Cie). Auch am 30.1. Tanz im Forum Ludwigsburg, 20 Uhr Die John-Cranko-Schule tanzt Choreografien von Cranko, Gauthier, Volpi u.a.

30. Januar Gespräch und Lesung, Theater Lindenhof, Melchingen, 17 Uhr »Geschichten aus Hohenlohe und Tauberfranken« mit Uwe Zellmer und den Autoren. Und Spezialitäten aus der Region.


SuR – KulturPolitik für Stuttgart und Region Herausgeber und Redaktionsleitung: Eva Maria Schlosser (V.i.S.d.P.) und Petra Mostbacher-Dix www.sur-kultur.net, mail: redaktion@sur-kultur.net Kontaktadressen: Eva Maria Schlosser Forststraße 180 70193 Stuttgart T 0711-636 28 29 Petra Mostbacher-Dix Eichenweg 1 / 2 70839 Gerlingen T 07156/434 512 Mitarbeiter dieser Ausgabe: Günter Baumann (gb), Claus Dick (cd), Ina Hochreuther (hoc), Diana Hörger, Inge Jentzsch, Thomas Klingenmaier (tkl) www.sur-kultur.net redaktion@sur-kultur.net Grafik, Design und Anzeigen: Wessinger und Peng T 0711-66 48 00 38 M 0170-352 43 64 grafik@sur-kultur.net info@wessingerundpeng.com Titelbild: Alex Kern, hallo@alexkern.com Fotos: Redaktion; PR; Galerien; Museen; Verlage; Veranstalter, Gauthier: Albrecht Herz, Stuttgarter Ballett: Ulrich Beuttenmüller, Klemm: Elmar Haardt Druck: UWS Papier & Druck GmbH Libanonstraße 72 a 70184 Stuttgart Auflage: 5.000 Exemplare Erscheinungsweise: alle zwei Monate Die nächste Ausgabe erscheint Ende Januar, Redaktionsschluss ist der 15. Januar, Anzeigenschluss und Kalenderschluss: 18. Januar 2011 SuR liegt an folgenden Stellen aus: Akademie der Bildenden Künste, Atelier am Bollwerk, Filmgalerie 451, Galerienhaus, i-Punkt, Literaturhaus, Rathaus, Rotebühlzentrum, Staatsgalerie, Theaterhaus, WKV, weitere Galerien und Kulturinstitutionen in Stuttgart und Region Mediadaten unter www.sur-kultur.net... ...und immer wieder Neues auf:

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