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KulturPolitik f端r Stuttgart und Region Ausgabe 15 Apr./Mai 2011

KulturPolitik f端r

Stuttgart und Region

Ausgabe 15 Apr./Mai 2011 Und wir bewegen uns doch!


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Inhalt

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Schwerpunkt: Und wir bewegen uns doch! Stuttgart und Region Kalender

Liebe SuR-Leserinnen und –Leser, die Natur ist wieder erwacht, die Frühblüher erfreuen die einen, bei anderen lösen sie Allergien aus, wie manch ein Politiker vor der Landtagswahl. Als schicksalhaft, ja als Volksentscheid wurde sie angekündigt – von niemand Geringerem als der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Würfel sind nun gefallen, die Bürger haben eine Zäsur in der Geschichte markiert: Nach 58 Jahren ist die CDU als Regierungspartei abgelöst, die politische Ampel in Baden-Württemberg auf Grün-Rot gesprungen. Das weckt freilich Erwartungen. Und wer sollte das verübeln, angesichts der vielen drängenden Themen und der Art, wie bisher damit umgegangen wurde. Vertrauensbildend war es nicht, wie die Bundes- und Landesregierung auf die Katastrophe in Japan reagierte. Erst jetzt wird im Lande Nippons zugegeben, was viele längst ahnten: Die Kernschmelze findet statt, die Lage in Fukushima, so hieß es zu Redaktionsschluss, sei unberechenbar. Doch wie berechenbar und glaubwürdig ist Politik? Jetzt ist es an der neuen Landesregierung, dies zu beweisen, besonnen, verantwortungsvoll und wahrhaft nachhaltig zu handeln, Fakten zu prüfen, neue Lösungen zu finden, dabei den Bürger zu informieren und einzubeziehen. Auch in unserem 1


stets als mustergültig beschriebenen Ländle gibt es noch viel zu tun, etwa was Bildung oder Verkehr angeht. Die neue Regierung tritt kein leichtes Erbe an. Nur zwei Stichworte: EnBW-Deal und Stuttgart 21, bei dem mehr und mehr Erkenntnisse ans Licht kommen. Just hat die Deutsche Bahn einen Baustopp für Stuttgart 21 verhängt – sie wartet die Bildung der Landesregierung ab. Doch wie bei der Abschaltung der alten Atommeiler nicht die Lichter ausgehen, gibt es dadurch auch keinen Stillstand. »Und wir bewegen uns doch!« lautet daher unser durchaus hoffnungsvoll gemeinter Titel. SuR hat sich mit der Mobilität von heute und morgen beschäftigt, welche eng mit dem Thema Energie zusammenhängt. Ob Fukushima, Lybien oder auch Stuttgart, die Ereignisse unserer Zeit zeigen überdeutlich: Die Dinge müssen neu überdacht werden. Wir müssen im weitesten Sinne mobil, also geistig flexibel bleiben, neue Herausforderungen annehmen, Mitdenken, Mitreden. Wir beschäftigen uns daher mit E-Mobilität und der pseudoökologischen Spritlösung E10, streifen das neue Verkehrsentwicklungskonzept der Landeshauptstadt, blicken auf den teils bedenklichen Datenverkehr und analysieren den europäischen Rettungsschirm. Natürlich kommt die Kultur nicht zu kurz. Auch in und um Stuttgart und Region bewegt sich was, etwa beim Internationalen Trickfilmfestival in Stuttgart, einem Minifestival des Kunstvereins Neuhausen oder der Langen Nacht der Museen. Seien Sie also mobil: es bleibt spannend. Wir wünschen Ihnen ein lebendiges Frühjahr mit vielen inspirierenden Momenten! Ihre SuR-Herausgeberinnen Petra Mostbacher-Dix und Eva Maria Schlosser 2


Schwerpunkt: und wir bewegen uns doch!

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Fahren zum Nulltarif

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Mobilität für alle

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Und der Strom kommt aus der Dose …

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Die Gier nach Energie

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Datenverkehr 3.0

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Fahren zum Nulltarif

Die Idee der kostenlosen Benutzung von Bus und Bahn stammt schon aus den 70er Jahren. Doch nur in wenigen Städten wurde sie auch konsequent durchgesetzt. Im flämische Städtchen Hasselt etwa, das Ende der 90er Jahre ein Bussystem zum Nulltarif einführte. Anlass war die große Belastung durch den Verkehr in der Innenstadt. Initiator war ein Restaurantbesitzer, der aus Ärger über den Verkehr 1995 als Bürgermeister kandidierte. Der Mann mit Namen Steve Stevaert wurde aufgrund seines innovativen Verkehrskonzepts für einen Öffentlichen Personennahverkehr zum Nulltarif tatsächlich Oberhaupt der Stadt, später auch noch Verkehrsminister und ist seit 2005 Provinzgouverneur von Limburg. Von seiner eigenen Karriere mal ganz abgesehen, war auch sein Konzept ein voller Erfolg: Der Autoverkehr wurde eingedämmt, die Innenstadt verkehrsberuhigt, mehrere hundert Parkplätze im Stadtgebiet abgeschafft, das Bussystem ausgebaut und für jedermann kostenlos. Einnahmen durch die Parkgebühren fließen direkt in den öffentlichen Nahverkehr. Außerdem konnten durch die Einsparungen im Straßenbau ein kostenloser Busverkehr für Hasselt und die nähere Umgebung eingerichtet werden. Befürchtungen, dass das Angebot zu wenig genutzt wird, haben sich mit den alljährlich steigenden Fahrgastzahlen zerschlagen. Und 4


angeblich hat das Verkehrskonzept auch auf die Umsatzzahlen des Einzelhandels positive Auswirkungen. Und auch in deutschen Städten hat man die Probe aufs Exempel bereits versucht: Etwa Ende der 90er Jahre in den brandenburgischen Städten Lübben und Templin, in den allerdings seit geraumer Zeit wieder eine zwar geringe, aber doch eine Gebühr erhoben wird. Trotz dieser kleinen Fehlschläge ist die Idee immer noch nicht vom Tisch insbesondere angesichts des immer größer werdenden Verkehrsaufkommens in den Großstädten. Manche denken deshalb laut über eine Stadtmaut im Stile des Stockholmer oder Londoner Vorbilds nach, aber auch die Diskussion ums »Schwarzfahren für alle« taucht in schöner Regelmäßigkeit immer wieder auf, indes ohne dass jene spektakuläre Ergebnisse gezeitigt hätten. So schlug im Jahr 2009 beispielsweise ein CSU-Landrat für alle »Landkreisbürger« den kostenlosen Nahverkehr im Landkreis Würzburg vor – ohne Erfolg. Im gleichen Jahr führte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer den kostenlosen Busverkehr an Samstagen in der Weihnachtszeit ein. Hier war ursprünglich die Idee des Oberbürgermeisters, sollte der kleine Feldversuch funktionieren, die Sache dauerhaft einzuführen. Allerdings wollten die Stadtwerke später davon nichts wissen. Immerhin, für Touristen gelten in manchen Regionen solcherlei Nulltarife bereits: Etwa im Schwarzwald, wo den Gästen eine spezielle Schwarzwald-Gästekarte quasi als Freifahrschein für die Zeit ihres Urlaubs verteilt wird. Auch Sie zahlen dann lediglich die übliche Kurtaxe. (eva)

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Bewegung ist für zahlreiche Lebensformen die Grundvoraussetzung ihrer Existenz. Es gibt wohl nur wenige Ausnahmen, die in absoluter Ruhestellung sich selbständig ernähren und existieren können. Der »Homo sapiens« wie auch seine Urahnen gehören jedenfalls nicht zu diesen Spezies. Und da der Mensch immer schneller werden und weiter weg will, hat er zunächst das Rad, später das Automobil und in den vergangenen Jahrzehnten eben den Datenverkehr erfunden – quasi die geistige Bewegung ohne mechanische Bewegung. Grenzenlose Mobilität ist heuer Grundvoraussetzung eines Arbeitnehmers, wie etwa Flexibilität und Teamfähigkeit. Interessanterweise gehören alle drei Eigenschaften doch immer auch irgendwie zusammen. Schließlich sind im Straßenverkehr Regeln zu beachten, in der vollen Stadtbahn sollte man tunlichst älteren Menschen seinen Platz überlassen und so weiter und so fort. Und da Mobilität immer wichtiger in unserer globalen Welt wird, aber auch andere Zukunftsthemen wie Umweltschutz und Klimawandel betrifft, hat sich nicht nur Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster – bereits seit mehreren Jahren – allein dem Thema E-Mobilität verschrieben, sondern es wurde im vergangenen Jahr auch ein neues Verkehrsentwicklungskonzept mit dem Titel »VEK 2030« erstellt. Dessen »vorrangiges Ziel«: »die Mobilität der Menschen und den Transport von Gütern bei freier Wahl des Verkehrsmittels sicherzustellen.« Das wollen die Tüftler vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung der Landeshauptstadt bewerkstelligen, indem sie die Wahl der Verkehrsmittel durch die Stadtbewohner und Pendler »gezielt beeinflussen«. Immerhin fahren mehr als 800.000 Fahrzeuge über die Stadtgrenzen. Und seit dem Generalverkehrsplan von 1975 wurde nichts größeres, umfassenderes mehr zum 6


Thema vorgelegt – ein Umstand, der die Dringlichkeit des In-Angriff-Genommenen vor Augen führt. Das »VEK 2030« strebt nun, ganz im Sinne einer »idealen Stadt«, zahlreiche wünschenswerte Eigenschaften an: Der Verkehr in Stuttgart – wie die Stadt selbst – soll kinderfreundlich sein, zudem barrierefrei, selbstverständlich umweltverträglich und leistungsfähig, funktional, sicher und zu guter letzt auch noch attraktiv. Um all diese Eigenschaften auf einen Nenner zu kriegen, schlagen die Väter des Konzeptes zum einen den weiteren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Rad- und Fußwegenetze vor, zum anderen steuernde Maßnahmen für den Individualverkehr, hier unter anderem via Verkehrsmanagement, welches etwa die Parkraumbewirtschaftung oder eine neue Stellplatzsatzung, genauso wie Möglichkeiten des Park-&-Ride und Car-Sharing mit einschließt. Aber auch der Ausbau beziehungsweise Neuund Umbau von Straßen wird nicht hinten angestellt. Indes scheint nicht jeder mit allen vorgeschlagenen Maßnahmen gleichermaßen einverstanden zu sein. Umweltbürgermeister Matthias Hahn beispielsweise ließ die Presse gleich wissen, dass da »Dinge« drin stünden, »die ich auch nicht mag«. Anderes hätte er gerne schärfer formuliert gesehen. Andere wiederum werfen dem Konzept den Versuch der Quadratur des Kreises vor, weil es allen Interessen gleichermaßen gerecht werden will. Und auch das Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS) sowie der Kreisverband Stuttgart des Verkehrsclub Deutschland (VCD) meldeten sich Anfang März zu Wort. Die Verbände begrüßten zwar ausdrücklich die Initiative und lobten zahlreiche Vorschläge des Konzepts, doch sie kritisierten ebenfalls, dass »die größten Investitionen in den Straßenbau und in Stuttgart 21 fließen« würden. Doch eventuell ist dieser Einwand bald obsolet. (eva) www.stuttgart.de/

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»Sei dabei, wenn die Welt von morgen endlich sauber und leise wird«, wirbt der Bundesverband eMobility. Kanzlerin Merkel bezeichnet Elektroautos als wegweisend für die Mobilität der Zukunft. Stuttgart soll ein Zentrum werden. Und die Industrie möchte eine Kaufprämie. Die Suche nach alternativen Antrieben hat bereits in den 70er Jahren begonnen, als der Club of Rome seinen Bericht über die Grenzen des Wachstums veröffentlichte: Erdgas, Batterie, Methanol, Ethanol, Brennstoffzelle, Hybridantrieb wurden bevorzugt im Stadtbus getestet: Er bietet große Werbeflächen, die von vielen Menschen wahrgenommen werden und signalisieren: Wir tun was. Nebenbei gewinnen die Hersteller Erfahrungen mit neuen Technologien. Auch der Batteriebetrieb ist keine neue Idee: Schon 1969 testete Daimler einen Hybridbus. Neu ist nur die Art der Batterie. Ohne Frage: der Elektromotor produziert keine dreckigen Abgase. Lokal emissionsfrei nennen das vornehm die Hersteller. Im Moment könnte man eher von globaler Problemverlagerung sprechen. Bosch produziert Lithium-Ionen-Akkus in Südkorea. Für unsere sauberen Autos, nicht für Indien und China, wo die Menschen gern genau so viel Auto fahren würden wie wir. Die Rohstoffe kommen aus Südamerika und Afrika. Wie viele Emissionen fallen bei der Herstellung an? Lassen sich die Akkus recyceln? Gretchenfrage: Woher kommt die Energie? 8


Bosch-Chef Franz Fehrenbach hat sich jetzt von der Atomenergie distanziert. Ob aber regenerative Energien ausreichen, um Strom für die private E-Mobilität auf der ganzen Welt zu gewährleisten? Schon die Lithiumgewinnung ist ein energieaufwändiger Prozess. Bei der Aufladung der Batterien geht noch einmal Energie verloren. Besser wäre es, elektrische Energie direkt zu nutzen. Das passiert auch, seit mehr als 100 Jahren. Die meisten Oberleitungsbusse gibt es derzeit in Moskau, bei uns nur noch wenige Linien zum Beispiel in Esslingen. Dafür elektrische Schienenfahrzeuge. Und in Frankreich schicke, neu entwickelte Bus-Bahnen. Mit intelligenten Verkehrssystemen wie in der Schweiz, mit gesicherten Anschlüssen und Rufbussen, die noch die entlegensten Winkel bedienen, ließen sich alle Probleme der Mobilität nicht erst morgen, sondern schon heute lösen. (dh)

Der »E10 BenzinGipfel«, zu dem Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden nach Berlin lud, brachte wenig: An der Einführung des so genannten »Bio-Sprits« wird festgehalten, obwohl diesen die Bürger kaum tanken. Sie befürchten, dass vor allem ältere Motoren den Kraftstoff, dem 10 Prozent Ethanol beigemischt ist, nicht vertragen. Auch bei der Polizei in Baden-Württemberg ist man zurückhaltend. Von deren 5550 Fahrzeugen verfügen knapp zehn Prozent über Benzin-Motoren. Unter den 327 Pkw und 173 Motorräder seien viele ältere, so Landespolizeipräsident Wolf Hammann. Die Dienststellen müssten umgehend individuell 9


prüfen, ob das jeweilige Fahrzeug mit E10 betankt werden könne. Umweltschützern wie Landwirtschaftsexperten kritisieren, dass der weltweite Biospritausbau die Produktion von Nahrungsmitteln verdrängen, eine Konkurrenzsituation zwischen Tank und Teller entstehen könne. In den USA wird bereits E15 angeboten, also Kraftstoff mit einem EthanolAnteil von 15 Prozent. Mit Brasilien produzieren die USA weltweit über Dreiviertel der E10-Produkte. US-Forscher der Cornell University warnten bereits 2005 in einer Studie, dass Ethanol und Biodiesel als Öko-Kraftstoffe nicht nachhaltig seien, weil die Umwandlung von Pflanzen wie Mais, Sojabohnen und Sonnenblumen mehr Energie verschlinge, als dann in Form von Treibstoff zur Verfügung stehe. »In Deutschland oder auf der nördlichen Halbkugel wird es keine direkten Konkurrenz von Pflanzenanbau zur Ernährung und Herstellung von Ethanol geben«, meint Detlef Virchow, Geschäftsführer des Food Security Centers der Universität Hohenheim. Deutschland habe genug brachliegende Flächen, könne auf dem Weltmarkt Nahrungsmittel kaufen. Zusatzanbau nachwachsender Energieträger und steigende Preise könne hiesigen Landwirten neue Einkommensquellen erschließen. Aber Virchow sieht die Gefahr, dass in anderen Ländern der Welt mehr Anbauflächen für Ernährungspflanzen benötigt würden. Verknappungen im Ernährungssektor feuerten Spekulation auf den Märkten an. Die Folgen für Entwicklungsländer: Hunger und weitere Verarmung. Virchow: »Wir müssen über unsere Energiegier dringend nachdenken.« Um die EUBiokraftstoffziele zu erfüllen, brauche Europa eine Anbaufläche doppelt so groß wie Belgien, fast 70.000 Quadratkilometer, so Dietmar Oeliger, Verkehrsexperte des Naturschutzbund Deutschland NABU. Die EU will bis 2020 zehn Prozent der Energie im Verkehr aus erneuerbaren Quellen beziehen. 10


Um ein Liter Ethanol herzustellen werden rund drei Kilogramm Getreide benötigt. Nach dem Statistischen Bundesamt verbraucht ein PKW durchschnittlich 7,6 Liter. Fährt ein Auto mit E 10, benötigt es 0,76 Liter Ethanol oder 2,2 kg Getreide je 100 Kilometer. Bei einer Fahrleistung von 12.000 Kilometer im Jahr sind das 264 Kilogramm Getreide oder alle 45 Kilometer ein Kilogramm Brot. Martin Hofstetter, Agrarexperte bei Greenpeace, macht folgende hypothetische Rechnung auf. Nach dem Statistischen Landesamt betrug in 2010 der PKW-Bestand 5.718.717. »Wenn alle E10 tanken würden, bräuchte man 1,51 Millionen Tonnen Getreide«, so der Agrarökonom. »Bei einem durchschnittlichen Ertrag von 7,5 Tonnen ist dafür eine Anbaufläche von über 201.000 Hektar nötig.« Das wären rund 40 Prozent der Getreideackerfläche im Land – in 2010 waren das 535.200 Hektar. Zuckerrüben wurden auf 14.800 Hektar angebaut, Tendenz steigend: In Langenau bei Ulm baut fast die Hälfte der Landwirte Zuckerrüben für die Ethanolherstellung an. Auch ein Experte des Bund für Umwelt und Naturschutz errechnet – den Kraftstoffverbrauch des Jahres 2008 von 2.728.000 Tonnen zugrunde gelegt –, dass 42 Prozent der Weizenanbaufläche des Landes nötig seien, um den gesamten Benzinverbrauch auf E10 umzustellen. Laut Experten könne dies zu Monokulturen aus Energiepflanzen, verstärktem Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, damit mehr Schadstoffbelastungen, Lachgasemissionen und das Aussterben seltener Pflanzen und Tiere führen. (pam)

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Ein FuSSgänger ist ein Verkehrsteilnehmer, bei dem Fahrer und Fahrzeug eins sind Gerichtsurteil

»Zukünftig wird es nicht mehr darauf ankommen, dass wir überall hinfahren können, sondern, ob es sich lohnt, dort anzuEs muss peinlich werden, kommen.«
 groSSe Autos zu fahren Hermann Löns, und Energie zu Schriftsteller verschwenden, als gäbe es kein Morgen.
 Claus Leggewie, Das Automobil Direktor des Kulturwissenschaftlichen ist schuld Instituts Essen an der Immobilität. Fritz P. Rinnhofer, Publizist und Aphoristiker Das beherrschende Prinzip bei der Planung moderner Städte lautet offenbar: 
 Auch Steine, die einem »Hauptsache, die Autos in den Weg gelegt fühlen sich wohl«. werden, können eine Al Gore, Strasse bilden. amerikanischer Politiker Johann Wolfgang von Goethe, Dichter

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Die Datengrafiken auf den beiden matt schimmernden Displays signalisieren Alarmierendes im Sicherheitsbereich. Sollten sich fremde Softwaremodule in das Rechnersystem des Atommeilers eingeschlichen haben? Ein Cyberangriff? Dr. Noe Mota muss heute wohl wieder mal auf ein Abendessen mit der Familie in Heilbronn verzichten. Sicherheit geht vor. Man weiß ja nie. Auch wenn keiner der deutschen 4000 AKW-Störfälle der letzten Jahre zum GAU geführt hat. Der Trojaner-Angriff aus dem Internet spitzt sich zu, Mota schlägt Alarm. Doch niemand seiner Kollegen glaubt ihm zunächst. Schließlich hatte er als hoffnungsfrohe Lichtgestalt seinerzeit offensichtlich Teile seiner wissenschaftlichen Arbeit gefälscht, wurde später jedoch wegen seiner ungebrochen hohen Sympathiewerte eingestellt. Fiktion, nahe liegend. Doch zurück in die reale Zukunft: Offenbar hat im Herbst 2010 tatsächlich ein Cyber-Angriff auf einen Atommeiler stattgefunden: im iranischen Buschehr. Der Computerwurm »Stuxnet« soll laut Chef des Leichtwasserreaktors, Mahmoud Jafari, die Steuerungssoftware anvisiert und auf Computern Schäden angerichtet haben. Kein Erdbeben. Kein Tsunami. Das Restrisiko kommt aus dem Internet. Virtuelle Attacken könnten künftig industrielle Großanlagen lahm legen und sogar Staaten erpressbar machen. Ganz in echt. In der Realität. Das Internet gilt zu Recht als Quantensprung in der Kommunikation, als Transaktionsbeschleuniger, als Mega-Wissenspool, als Segen – zum Beispiel bei den Revolutionen jüngst in Nordafrika. Andererseits vermittelt das Netz auch die Illusion einer basisdemokratischen Teilhabe. »Freunde« 13


bestätigen sich gegenseitig, »Followers« rennen denen hinterher, die weitgehend die gleichen Ansichten pflegen. Social-Media-Plattformen wie Twitter und Co verleihen vielen Usern kommunikative Flügel. Viele begeben sich dabei freiwillig in Abhängigkeiten und wollen gar nicht merken, dass sie allzu leicht zur Beute von virtuellen schwarzen Löchern werden können. Das kritische Echo des digitalen Gezwitschers piepst oft nur leise vor sich hin. »Cloud Computing« soll schließlich künftig wichtige Teile von Rechenkapazität, Datenspeicher oder Software via Internet verfügbar machen. Nicht wirklich neu, aber wohl der Renner – nicht ohne Sicherheitsbedenken: Private User vertrauen schließlich den virtuellen Speichern persönliche Daten und Fotos an, Firmen mitunter sensible Kernbereiche ihres Business.

Hinter den virtuellen Kulissen der Portale, die uns natürlich wohl gesonnen sind, wurden längst riesige Daten-Staubsauger in Stellung gebracht. Und die wollen das Beste von uns: Sie sammeln Daten über unsere Vorlieben und Neigungen – über unser Konsumverhalten. Es geht um viel Geld. Und Macht. Und wir stehen oft mittendrin und bewinken die neuen Errun14


genschaften wie kleine glückliche Kinder den Faschingsumzug. Gerne nutzen Firmen unsere freiwillig ins Netz gestellten Infos, Statements und Fotos, die viel über unseren Lebensstil verraten können: Ein gefundenes Datenfressen – nicht nur für Werbetreibende, sondern zum Beispiel auch für Versicherer, die damit prächtige Risikoprofile erstellen können. Daten von anderen digitalen Quellen wie Kreditkartenabrechnungen ergänzen die Persönlichkeitsmuster. Und den Rest besorgt der letzte Schrei der digitalen Exhibition: Ganz Eifrige erstellen Bewegungsprofile von sich oder anderen via Handy. Außerdem sehr beliebt: Geotagging, das Benennen von geografischen Koordinaten selbst für das allerletzte unterbelichtete Urlaubsfoto. Manch einer legt sich so selbst im Prinzip digitale Fußfesseln auf den Spuren von Julian Assange an. Wikileaks und die starken Männer und Frauen der Whistleblower-Garde treten neuerdings als Rächer der DatenEnterbten auf den Plan. Wenn sie ihre Datenschleusen im Namen der Transparenz und Kritik öffnen, erzittern manche Verantwortliche, weil sie befürchten, dass sie der Verantwortungslosigkeit überführt würden. Ein drastisches Mittel. Doch Datenaufbereiter und digitale Brunnenvergifter aus institutionellen Kreisen lassen sich eben nicht mal eben mit Blaulicht über die Datenautobahn jagen. Einflussreiche Internet-Macher haben aber noch einen fetten Trumpf im virtuellen Ärmel: Wenn’s die kritische Cybergemeinde allzu bunt treibt, kann man es ja auch ausknipsen. Alles schon passiert. Am liebsten wäre es einigen wohl ohnehin, wenn die Bürger im Netz lediglich das tun würden, wozu sie aus deren Sicht schließlich da sind: zum konsumieren. Eine schleichende Bewegung im Web könnte nochmals eins draufsetzen: Die Informationsaufbereitung wird von Face15


book oder Google, amazon & Co längst durch clevere Filterfunktionen gesteuert. Das Ziel der heimlichen Software: Die Online-Wirklichkeit und damit ein Teil unserer Wahrnehmung werden vorsortiert, indem sie uns positiv bestätigt. Ich denke mir die Welt, wie sie mir gefällt. Und alle sind meiner Meinung, cool! Der eine oder die andere laufen trotz Internet Gefahr, in eine neue Form des Analphabetismus abzudriften. Früher konnten viele nicht lesen und schreiben. Fatal: Informationen zu gewinnen, geschweige denn zu bewerten und zu kommunizieren war äußerst schwierig. Und heute? Das Motto könnte vielerorts heißen »Stell Dir vor, es gibt kluge Medien und Publikationen und kaum einer beachtet die interessanten Stellen«. Eine Evolution der Erkenntnisreife sähe anders aus. »Ein Eichhörnchen, das vor deinem Haus stirbt, könnte für dich in diesem Augenblick wichtiger sein als Menschen, die in Afrika sterben,« soll Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bemerkt haben. Zuckerberg und Peitsche: Die Wahrheit wird gemacht. Insofern ist wohl oft gar nicht die offene Zensur, sondern die clevere Beherrschung des Internets die wahre Gefahr für eine Gesellschaft. Ganz in echt. In der Realität. Get off of my cloud! (cd)

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S 18

Kunstspaziergang in Stuttgart

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Lange Nacht der Museen

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Ein Treffen am Gleis 9 ¾

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Kulturelle Momentaufnahmen

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Hinter den Kulissen

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Abschiede und Neuanfänge

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»Wir führen ein Inseldasein«

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Spiele in der Zelle

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Ready to dance?

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Im Land des Vergessens

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Gute Aussichten

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Kreative Kettenreaktion

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Jazz und mehr

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Kunstspaziergang in Stuttgart Skizzen für die Ewigkeit John Constable zog bevorzugt durch seine heimatlichen Gefilde und hielt die Natur in zahllosen Ölskizzen und Zeichnungen fest. Ihr eigenständiger Wert wird in der Staatsgalerie sichtbar, auch oder gerade im direkten Vergleich der Studienarbeiten mit dem ausgeführten Gemälde. »Das springende Pferd« ist eines der berühmten Bilder des britischen Malers, das in der maßstabsgetreuen Ölskizze ein hochdramatisches Psychogramm entfaltet, während das ausgeführte Gemälde als abgeklärte, wenn auch lichtüberflutete Szenerie erscheint. Dank seiner brillanten Beobachtung der Natur und ihres Gefühlswertes schuf Constable bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts Werke von erstaunlicher Modernität. (gb) Bis 3.7., Staatsgalerie Stuttgart, www.staatsgalerie-stuttgart.de

Es werde Licht! Wenn schon die Nacht der Museen naht und zu einer taggleichen Geschäftigkeit einlädt, bietet es sich an, die fälligen Ausstellungen gleich unter ein lichtes Thema zu stellen. So präsentieren zehn Künstlerinnen des Bundes Bildender Künstlerinnen sowohl im Garten wie in den Räumen des Atelierhauses Malerei, Plastik, Mediales und Installatives – alle Arbeiten zeigen ihre leuchtende Seite auf ihre Weise, mit mehr oder weniger echtem Licht. Auf jeden Fall wird der nächtliche Stäffeleswetzer zwischen Staatsgalerie und Eugensplatz auch außerhalb der Öffnungszeiten illuminiert. Starke Positionen von Cola da Caparola, Iris Fle-

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xer und Helga Schumacher erwarten die Besucher im Garten, innen sind arbeiten der von Otto Baum geprägten Bildhauerin Anna Hafner sowie von Line Mocké, Ka Tsu Sann, der fotografierenden Lichtpoetin Yvonne Rudisch und mehr zu sehen. (gb) Bis 8.5., BBK, Atelierhaus, www.bbk-wuerttemberg.de

Diesseits und jenseits der Erde Madeleine Dietz drängt sich den Menschen mit ihrem Werk nicht auf. Auf die einen wirken ihre in sperrigen Stahlgehäusen geschichtete Erdskulpturen verschlossen, den anderen öffnet sich durch die Öffnungen ein hortus conclusus. Vom Eindruck der Einfriedung zur Sepulkralsymbolik ist es nur ein Gedankenflug. Die Bildhauerin schafft eine transzendentale Zufluchtschiffre: im Grunde unzugänglich, drängen sich angesichts des in sich ruhenden irdenen Guts Assoziationen wie »Mutter Erde« auf. Neu in der Galerienschau sind die zeichnerischen Arbeiten, mit denen sich die Künstlerin souverän in die postromantische Tradition stellt. (gb) 8.4. – 25.6., Galerie Angelika Harthan, www.galerieharthan.de

A girl is a girl is a girl Die ehemalige Meisterschülerin Dieter Kriegs, Tatjana Doll, vereint Ideen der Pop Art mit der aktuellen figurativen Malerei. Bekannt wurde sie mit piktogrammartigen Arbeiten, die sich an wohlbekannten Signets aus dem Sport oder dem Verkehrsalltag anlehnen, aber zugleich ihre Zeichenhaftigkeit in Frage stellen oder gar ad absurdum führen. Erkenntnis gewinnt der Betrachter hier

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aus der Leerstelle. Die Girls, »used to wait«, scheinen ganz andere Rezeptoren anzusprechen, doch auch hier hinterfragt die Malerin mit zeichnerischer Präzision Alltagswahrnehmungen, etwa aus der Modebranche, um sie in ganz eigenständigen Bildern neu zu schaffen. (gb) Bis 28.5., Galerie Klaus Gerrit Friese, www.galeriefriese.de

Märchen lügen nicht In ihrer aktuellen Doppelausstellung verspricht die Galerie Parotta »Seifenblasen und andere Lügenmärchen«, denen Konrad Mühe – Sohn des berühmten, leider früh verstorbenen Schauspielers Ulrich Mühe – und der in Mexiko gebürtige und in Berlin lebende Gabriel Rossell Santillán multimedial auf den Grund gehen. (gb) 8.4.–14.5., Parotta Contemporary Art, www.parotta.de

Jubiläum die Erste Der Media-Space wird 10 Jahre alt Unter dem Motto »interACTion NOW!« geht das Festival für Medienkunst und Informationstechnologie vom 27. bis 29. Mai sein Zehnjähriges an. Was ehemals klein anfing, kommt mittlerweile groß raus: Vorträge, Workshops und Konzerte stehen auf dem Programm. Schwerpunkt ist, wie das Motto schon andeutet, die Wechselbeziehung zwischen Mensch und sogenannten Neuen Medien. Es geht um Human Computer Interaction, ReacTables, iLabs und T-Labs; die Vortragenden und Künstler sind Spezialisten aus Stuttgart, Linz, Konstanz, Mainz und Berlin. Spielort gibt immer noch das längst schon totgesagte Filmhaus. Aber wie heißt es so schön: Totgesagte leben länger! (eva) www.media-space.org

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Lange Nacht der Museen Die Qual der Wahl Wem die Kultur tagsüber zu eintönig ist, hat alljährlich die Möglichkeit, im schillernden Licht der Nacht knapp 100 Museen, Galerien und sonstige Ausstellungsörtlichkeiten zu besuchen. Für Besinnliches sorgt die Stuttgarter Mosche, für Sinnliches stehen allerlei Musikevents (u. a. Tango Ocho) und Kulinarisches bis hin zur Weintour bereit. Übersinnliches verspricht der Magier Thorsten Strotmann (Reiterkaserne). So verlockend diese Angebote allesamt sind, die Qual der Wahl liegt bei den Nachtschwärmern selbst. Allein die einzelnen Tours erfordern ein logistisches Geschick und noch mehr Kondition. Wer es im Zentrum krachen lassen will, wird rund um den Karls- und Schlossplatz fündig: Die Bandbreite zwischen Rudolf Steiner und Michael Borremans, zwischen dem Bunker unter dem Marktplatz und der Stauffenberg Gedenkstätte ist schon sensationell. Wer seine Runden drehen will, lässt sich mit dem Bus in alle gewünschten Himmelsrichtungen entführen: Die Stichworte der Tours sind Programm: »Hafen« (mit dem Schweinemuseum!), »Neckar« (eine Party im Mercedes Benz feiert 125 Jahre Automobil), »Wein« (ein wenig Bunkergrusel und viel Wein), »Zuffenhausen« (Geheimtipp: die Kunstsammlung des Thieme Verlags), »Mitte« (kulturelle Weltreisen in Staatsgalerie, Planetarium, Lindenmuseum usw.), »Süd« (Jürgen Pollacks brillante New-York-Nachtaufnahmen in der galerie f75), »West« (für Widerholungstäter: Trickfilm-Show im Galerienhaus), »Nord«(Jenseitiges am Pragfriedhof und im Abschiedshaus, Diesseitiges in zahlreichen offenen Ateliers), »Wald« (nicht versäumen: die stofflich-sinnliche Malerei von Mona Ardeleanu in der Galerie Wehr), »Cannstatt« (Steinzeit am Löwentor). Für Kinder startet schon um 16 Uhr ein spezielles Programm. Ein Booklet gibt weitere Informationen. (gb) Samstag, 9.4., 19–2 Uhr, www.lange-nacht.de

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Ein Treffen am Gleis 9 ¾ 18. Internationales Trickfilmfestival und 16. fmx Das Internationale Trickfilmfestival verwandelt die baden-württembergische Landeshauptstadt wie kein anderes Ereignis für wenige Tage in eine internationale Kulturmetropole. Fast ist die Atmosphäre mit jener des Edinburgh International Festivals im August in der schottischen Hauptstadt zu vergleichen: Ein Sprachenwirrwarr wie beim Turmbau zu Babel, eine fröhliche Geschäftigkeit, die sich im Animationsfilme Schauen im Stundentakt auf der großen Leinwand, bei einem Workshop oder in Diskussionen rund um den Animationsfilm und eine Ausgelassenheit, die sich bei den Partys am Abend entlädt. Die Luft vibriert vor Kreativität und Spannung – etwa wenn es darum geht, wer es wohl in diesem Jahr in die Endausscheidung der Wettbewerbsblöcke schafft und einen der zahlreichen Preise – im Gesamtwert von 61.000 Euro gewinnt. Aus zirka 1900 Einreichungen wurden rund 170 für die Wettbewerbe und insgesamt über 500 Filme ausgewählt, die in den Innenstadtkinos und im Zelt auf dem Schlossplatz über die Leinwand flimmern. Außerdem steht das filmische Schaffen der Länder Schweiz und Ägypten im Fokus und dem DDRTrickfilmer Kurt Weiler wird eine Retrospektive gewidmet. Traditionsgemäß findet die FMX 2011, sprich die 16th Conference on Animation, Effects, Games and Interactive Media, zeitgleich an den ersten vier Tagen vom 3. bis 6. Mai im Haus der Wirtschaft statt. Hier geht es noch spezifischer zur Sache: Es werden die technischen Entwicklungen in der Animation,

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der Einfluss der Open Source Software auf die Industrie und vieles mehr beleuchtet. Zusätzlich steht ein umfangreiches »Harry Potter«-Tribute auf dem Programm. Höhepunkt ist eine Präsentation zu den Visual Effects unter der Guide renommierter Fachleute. (eva) www.itfs.de, www.fmx.de

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Kulturelle Momentaufnahmen Seit Februar 2010 ist Inés de Castro Direktorin des Linden-Museums Stuttgart. Sigrun Lutz sprach zum 100. Geburtstag mit der Expertin für die Kulturen Mesoamerikas.

Wie sind die Perspektiven in Zeiten, wo überall an der Kultur gespart wird? Auch das Lindenmuseum ist von Einsparungen betroffen. Wir müssen uns verstärkt um Sponsoren bemühen. Doch für unsere Zukunft sehe ich deshalb nicht schwarz. Wir können uns in Baden Württemberg als einziges Landesmuseum für Völkerkunde unsere Nische in der Museumslandschaft suchen. Wir möchten andere Kulturen gleichrangig präsentieren und als Ort der Begegnung mit dem »Fremden« einen Beitrag zu Verständnis und Respekt gegenüber fremden Kulturen leisten. Welche Aktivitäten würden Sie gern ausbauen? Zunächst würde ich das Personal aufstocken. Durch die veränderten Sehgewohnheiten der Besucher sind Museen mehr zu Service-Einrichtungen geworden. Die Ansprüche sind enorm gestiegen, das Personal wurde indes gekürzt. Uns fehlen Ressourcen in der Pädagogik oder in der Projektleitung von Sonderausstellungen, auch müssten die Dauerausstellungen attraktiver gestaltet werden. Wenn wir sehr, sehr viel Geld bekämen, würde ich das für einen Neubau ausgeben. Wir haben keinen Platz für unsere Sammlungen und müssen für Sonderausstellungen Dauerausstellung abbauen. Unser Haus ist nicht behindertengerecht und die Kli-

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maanlage streikt. Mit einem Neubau könnten wir uns neu und modern präsentieren. Darf eine Direktorin Favoriten haben? Ich habe mich speziell auf Mittelamerika spezialisiert. Dort habe ich viel gearbeitet. Mein Herz schlägt vor allem für Kulturen Mexikos und Guatemalas. »Die materiellen Überreste zerstörter Kulturen zu konservieren« – das war ein Teil von Graf Lindens Konzeption. Hat sich die Aufgabenstellung grundlegend gewandelt? Das Bewahren von Weltkulturrebe ist nach wie vor die wichtigste Aufgabe unseres Museums - also Momentaufnahmen einer Kultur zu präsentieren. Gleichzeitig müssen wir, indem wir immer weiter sammeln und dokumentieren, auch die Gegenwart darstellen. Sie arbeiten mit anderen europäischen Museen an Zukunftsstrategien ethnologischer Museen. Wie könnten die aussehen? Als einziges deutsches Völkerkundemuseum sind wir mit von der Partie in dem auf fünf Jahre angelegten EU-Projekt RIME (Résau International des Musées d’Ethnographie). Das ist für uns eine wichtige Plattform – Völkerkundemuseen haben im Vergleich zu Kunstmuseen über die Jahre Besucher verloren. Daher fragen wir uns: Welche Rolle spielen Völkerkundemuseen heute als Mittler von Kultur? Wie könnten wir Migranten, die hier leben, einbeziehen? Bei dem Projekt geht es auch darum, die internationalen Netzwerke, die bereits gut funktionieren, mehr auszubauen. So wird überlegt, wie die Museen miteinander Ausstellungen konzipieren könnten, um beim Austausch wichtige und notwendige Synergieeffekte zu erzielen.

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Hinter den Kulissen Linden-Museum Stuttgart feiert 100. Geburtstag Das Stuttgarter Völkerkundemuseum konnte nur einen Namen tragen: LindenMuseum. War es doch der Jurist Karl Graf von Linden, der dafür Geld sammelte und sein Vermögen einbrachte. Doch als König Wilhelm II das Museum am 28. Mai 1911 eingeweihte, lebte der Mann nicht mehr, der 1889 als neuer Vorsitzender Schwung in die Sammlungstätigkeit des württembergischen Vereins für Handelsgeographie und Förderung Deutscher Interessen im Ausland Schwung gebracht hatte. Sein Ziel: ein eigenständiges Museumsgebäude und Archiv der Menschheitskulturen, das in materielle Kultur, Sitten und Gebräuche anderer Völker, in Leben, Fühlen und Glauben einführen, so Vorurteile abbauen sollte. Der Graf erkannte: fremde Kulturen waren durch die koloniale Expansion gefährdet. Schnell liebten die Stuttgarter ihr Linden-Museum. Heute ist es eines der führenden Völkerkundemuseen Europas, rund 160 000 Objekte geben Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte sowie die Alltagskultur von Menschen aller Kontinente. Zum Geburtstag öffnen am 27. Mai bis Mitternacht alle Ausstellungen: Bands spielen, Kuratoren und Restauratoren zeigen Lieblingsobjekte, Magazinführungen blicken hinter die Kulissen. Am 28. Mai ist Familientag mit Führungen, Spielen und mehr. Von 17. September 2011 bis 8. Januar 2012 präsentiert das Haus im Kunstgebäude am Schlossplatz in der Großen Landesausstellung »Weltsichten – Blick über den Tellerrand!« erstmals alle sieben Regionalabteilungen. Schon jetzt laufen auf dem Weblog »Ein Ding aus meiner Welt« Kurzfilme: Menschen stellen wichtige Objekte ihres privaten Umfelds vor. (sl) www.lindenmuseum.de/www.meineweltblog.de

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Abschiede und Neuanfang Zukunft in Containern Noch hat die Ateliergemeinschaft des Bauzug 3yg – »Waggons Nordbahnhof« keine endgültige Bleibe gefunden. Gerade erst wurden die Außeninstallationen auf dem Waggon-Areal abgerissen – acht Waggon-Ateliers sollen zunächst in den Bereich südlich der Gäubahnbrücke umziehen. Allerdings ist dies eine Interimslösung. Zielstandort könnte der Cannstatter Güterbahnhof sein. Die Künstler und Künstlerinnen der Ateliergemeinschaft sind bereits in Verhandlungen. Dass die neue Heimat der Kreativszene dann nicht in Waggons, sondern in Containern begründet werden soll, steht jetzt schon fest. Die Künstler nehmen‘s gelassen, wie man im Blog http://waggons.wordpress.com lesen kann: »Auch wenn der Abriss das Ende der Waggons einleitet […] haben wir jede Menge Spaß an der bewegten Zeit und schauen aufgeregt in eine spannende Zukunft.« (eva)


»wir Führen ein inSeldaSein« Seit Herbst 2009 gibt es die Interessensgemeinschaft TanzSzene Baden-Württemberg. Warum, das erzählt Gründerin und Sprecherin Bea Kießlinger.

Welches sind die Hauptanliegen der TanzSzene BW? Die Verbesserung der Kommunikation, etwa in Richtung Politik, um die Tanz produzierenden Einrichtungen im Land zu stärken. Mindestens zwei Mal im Jahr veranstalten wir den »Runden Tisch Tanz« mit externen Experten, sondieren Aufgabenfelder, etwa interdisziplinäre Arbeiten, dramaturgische Kongresse, Fortbildungen, Programme für Festivals, Gastspiele. Wir erfassen die Bühnen im Land und bewerten, ob sie für den Tanz geeignet sind. Wir nehmen an der internationalen Tanzmesse NRW teil, kümmern uns um Bewerbungen für die Tanzfonds der Kulturstiftung des Bundes, leiten Arbeitsgruppen, informieren und vernetzen bundesweit. Wir haben einen 1. Masterplan Tanz erstellt, siehe www. tanzszene-bw.de, und hoffen, dass die TanzSzene BW in den Haushalt 2012/13 aufgenommen wird. Weil die Szene und der Markt eher nördlich liegen? Unser Künstlerpotenzial ist toll, aber es gibt zu wenig Austausch. In der freien Szene konnte sich kein Künstler bislang leisten, sich etwa in Berlin von Stücken inspirieren zu lassen. Noch heißt es: Südlich der Mainlinie existiert kein zeitgenössischer Tanz. Baden-Württemberg ist weit weg von Zentren des zeitgenössischen Tanzes wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Essen. Nur Frankfurt liegt in der Nähe. Wir brauchen Strukturen, um auf der Bundesebene mitzu-

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mischen – in Kooperationen, Koproduktionen, Gastspielen. Leider sind unsere Künstler kaum bekannt. Wichtige Vertreter des zeitgenössischen Tanz in Deutschland kennen das Stuttgarter Ballett, Gauthier Dance und Ismael Ivo. Fabian Chyle ist noch ein Begriff, da er bei den 50 zeitgenössischen Choreographen der Tanzplattform 2010 veröffentlicht wurde. Unsere Produktionen werden oft nicht von nationalen Tanzprotagonisten und Veranstaltern besucht. Wir führen ein Inseldasein – ähnlich wie Bayern. Woran hapert es denn? Es gibt kaum Orte mit lebendigem, vehementem Diskurs über Tanz, der vernetzt ist, beispielsweise mit Tanzwissenschaft und Akademien. Außer der Akademie des Tanzes Mannheim gibt es keine Tanzausbildung auf Hochschulebene. Die John Cranko Schule hat den Status einer Berufsfachschule. In Freiburg gibt es mit »bewegungsart« eine freie zeitgenössische Tanzschule. Wichtig ist die kulturelle Bildung – Teilhabe aller Menschen – und dass wir die den Menschen fördernde Kunst Tanz in Schulen verlässlich und qualitativ hochwertig verorten können. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat für 2011 in Zusammenarbeit mit der TanzSzene BW eine Bestandsaufnahme von Schulprojekten beauftragt – ein wichtiger erster Schritt. Sie fordern mehr Spielorte ... So lange wir nicht mehr Spielorte und Produktionsorte für Tanz haben, wird es viel zu wenig Koproduktionen und Gastspiele geben. Diese finden nur statt, wenn Gruppen Räume und Infrastruktur angeboten werden. Auch die Kompanien der Stadttheater sind kaum auf Gastspieltätigkeit ausgerichtet. Kommunen und Land müssen Geld in die Hand nehmen, um diese infrastrukturellen Defizite auszugleichen. Wir wer-

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den in 2012 die Orte, wo Tanz produziert und gezeigt wird, auf deren Defizite untersuchen und den Kommunen und dem Land notwendige Verbesserungen vorschlagen. Kommunen und Land vergeben vor allem Projektgelder. Bleibt so die Nachhaltigkeit auf der Strecke? Die großartige Erhöhung der Landesmittel für den Landesverband Freier Theater, die als Projektmittel an die freien Künstler gehen, ist sehr hilfreich. Das ist nur eine Maßnahme. Wir müssen klar machen, dass Kultur, in unserem Falle zeitgenössischer Tanz, auf verschiedenen Ebenen Unterstützung benötigt. Die TanzSzene BW ist ein Instrument um »über den Tellerrand« zu sehen, was oft durch die hohe Arbeitsbelastung in den Einrichtungen und bei den Künstlern kaum möglich ist. Wir benötigen also eine mehrschichtige Förderung. Um auch Ihr Ziel eines Tanzbüros zu realisieren? Nennen wir es ein landesweites Kompetenzzentrum Tanz BW. Davon profitieren alle. Die Aufgaben sind vielfältig. Über beratende und informierende Tätigkeiten hinaus geht es darum, am Puls der Zeit des zeitgenössischen Tanzes zu sein. So kommen neue Impulse ins Land. Als Beispiel: Durch die beiden Tanzfonds der Kulturstiftung des Bundes recherchieren wir just die Geschichte des Tanzes im 20. Jahrhundert in Baden-Württemberg – ein unglaubliches Feld an herausragenden Künstlern und Archivmaterialien, die dringend der Öffentlichkeit zu geführt werden sollten. Neben der erwähnten kulturellen Bildung gibt es viele Themen, wie Festivals, Kongresse und wissenschaftliche Diskussionen, die wir zum Beispiel auch mit den Kunstakademien und Hochschulen im Land zukunftsweisend entwickeln könnten. Das Gespräch führte Petra Mostbacher-Dix

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Spiele in der Zelle Zwei Tanztheater-Premieren in der Freien Szene Man kennt es vom Ping-Pong. Die Choreografin Antje Jetzky und der Komponist Ulrich Wedlich indes setzen den Wörtern »Spiel.Satz.Sieg?«, Untertitel ihres neuen Tanz-Musik-Theaters »Sonata 4..2«, ein Fragezeichen hinzu. Im Match zwischen Tänzerin und Gitarrenspieler, Frau und Mann verwickeln sie sich in Wohlfühlsphären, machen sich Räume streitig, necken liebevoll und hetzen sich bis zur Erschöpfung. Klar gibt es dazwischen, wie es sich in der medialen Welt gehört, Werbeunterbrechungen – aus rein kommerziellen Zwängen. Wie sich diese verselbstständigen und das Paar in den Kollaps treiben, ist am 13. Mai um 20.30 Uhr im Kulturzentrum Merlin zu sehen und am 15. Mai im Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen. Am 20. Mai um 20 Uhr geht dann der fünfte Teil von Katja Erdmann-Rajskis Reihe WahlVerwandtschaften im Theater Rampe an den Premierenstart: In ihrem Tanztheater »Die Zelle. Hitchcocks Traum(a)« hat sich die Choreografin mit dem britischen Regisseur beschäftigt, der wie kein anderer die Dramaturgie der Angst beherrschte. Das Grundmotiv, in allen Schattierungen in seinem Werk zu finden, beherrschte aber auch Hitchcock, der dieses Jahr 100 geworden wäre, selbst: Seit sein Vater ihn zur Erziehung in eine Gefängniszelle einsperrte, war er traumatisiert. Einer seiner Wunschträume: einmal einen Film nur in einer Telefonzelle zu drehen. Erdmann-Rajski lässt die Tänzer diesem Gefängnis der Angst und Einsamkeit, den unerfüllten Sehnsüchten und unterdrückten sexuellen Fantasien nachspüren – Zustände, die auch aus beängstigenden Klangbildern erwachsen. (pam) www.antje-jetzky.de, www.erdmann-rajski.de

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Ready to dance? Armando Braswell tanzt mit Stuttgarter Jugendlichen Auf die Frage, ob sie zum Tanzen bereit sind, kennen die elf Jugendlichen aus den Kinder- und Jugendhäusern JimPazzo Neugereut und Hallschlag nur eine Antwort: »Jaaaa!« Unermüdlich proben sie seit Jahresbeginn unter den aufmerksamen Augen von Armando Braswell, Tänzer von Gauthier-Dance, die Tanzschritte. Ihre Begeisterung und Freude an den Proben ist förmlich zu spüren – in jeder Bewegung. Welches Feuer sie dabei gefangen haben, das zeigt der Film von Elisabeth Eder, die die Jugendlichen begleitete. Wenn sie ihr Können am 5. März 2011 im Theaterhaus Stuttgart unter Beweis stellen werden, feiert die Dokumentation Premiere und gewährt einen Einblick hinter die Kulissen. Der Hauptsponsor des Theaterhaus, die Mercedes-Benz Bank, hat das Projekt durch ihre Förderung ermöglicht. Armando Braswell blickt mit Stolz auf seine Sprösslinge, die in diesen Tagen mehr als nur Tanzschritte gelernt haben: »Die Kids haben durch den Tanz unglaublich an Selbstbewusstsein gewonnen. Sie haben gesehen und gespürt, wohin der Tanz sie führen kann. Ihre Aufgeschlossenheit wird ihnen im Leben weiterhelfen.« Gemeinsam mit seinen Kollegen hat auch er die Probenarbeit mit den Jugendlichen als intensive Zeit erlebt: »Es war eine Aufgabe, die Kids auf die Arbeit zu fokussieren und eine Gemeinschaft herzustellen – aber das ist wunderbar gelungen. Die Freiheit, sie auf meine Art an den Tanz heranzuführen und ihnen seine Möglichkeiten zu zeigen, gab mir die Chance, von dem etwas zurückzugeben, was ich jeden Tag erfahre. Und die Kids dabei lachen zu hören und ihre Augen strahlen zu sehen, ist unglaublich.« (pb)

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Im Land des Vergessens Helena Waldmanns »revolver besorgen!« am 6. und 7. Mai 2011 im Theaterhaus Vergessen zu können, ist eine menschliche Fähigkeit, die im Leben durchaus weiterhelfen kann. Der Mensch vergisst oft gerne – und zwar jene Dinge, an die er nicht erinnert werden möchte. Doch was geschieht, wenn man vergisst, ohne es zu wollen, weil das Gehirn sich weigert, die Erinnerungen wachzurufen. Wie gehen Betroffene und Angehörige damit um? Dieser Frage widmet sich Helena Waldmann in ihrem neuen Stück »revolver besorgen!«, das sie den 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland widmet. Mit zunehmendem Alter wird jedes Jahr eine wachsende Zahl an Menschen damit konfrontiert. Ob davon direkt betroffen oder indirekt berührt, die Aktualität des sozial brisanten Themas bring Helena Waldmann auf die Bühne, dem Ort der memoria schlechthin, mit fast erschreckender Offenheit zum Ausdruck. Die Künstlerin ist freilich bekannt durch ihre radikalen Arbeiten und die politische Kraft ihrer Choreografien – wie etwa ihr in Teheran produziertes Stück »Letters from Tentland« für sechs iranische Frauen über Tabus wie Körperlichkeit. In der Berliner Tänzerin Brit Rodemund findet sie den idealen Charakter für die Verkörperung dieses unsichtbaren Phänomens. Von Schritten des klassischen Balletts bis zum Ausdruckstanz hin manifestiert sich das Vergessen in einem schleichenden Prozess. Audio-Einspielungen über eine Gehirn-Sektion und die Arbeit einer Sexualhelferin bei der Arbeit liefern Wissen – und werfen gleichzeitig Fragen auf, die nicht beantwortet werden, aber Anreiz für eigenes Nachdenken sind. Ein Abend, der dies schmerzliche Thema nüchtern und gleichzeitig ergreifend erklärt. (pb)

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Gute Aussichten Junge deutsche Fotografie in der vhs Ein Mann in Schwarz gekleidet balanciert auf einem schrägen Holzbalken und wirft konstruktive Schatten an die weiße Wand. Eine Frau versteckt sich hinter einem Baum, ihr Gesicht ist nicht zu erkennen, aber ihr beleibter Körper ragt links und rechts hinter dem Stamm hervor, an dem sie sich zu klammern scheint. »Gute Aussichten« heißt die Schau, in der diese Fotografien von André Hemstedt und Tine-Reimer sowie Rebecca Sampson zu sehen sind und die derzeit Fotokurator Rüdiger Flöge in der VHS-Photogalerie zeigt. Es sind allesamt Werke der Preisträger des gleichnamigen Wettbewerbs, der einen Einblick gibt, was die »junge deutsche fotografie 2010/201« in den vergangen zwölf Monaten so umgetrieben hat. Aus fast 100 Einsendungen von 38 Hochschulen und Akademien wählte eine siebenköpfige, hochkarätig besetzte Jury sieben Arbeiten von acht Preisträgern aus. Nach Gute Aussichten-Gründerin Josefine Raab gebe es dieses Jahr zwar verstärkt genuin fotografische Positionen: »Dennoch bleibt die Konstruktion von Bildern – sei es durch manipulative Prozesse in der Dunkelkammer, durch Inszenierung oder durch das Bauen von Bildmodellen – weiterhin ein vorherrschendes Thema.« (pam) Bis zum 22. Mai, www.vhs-stuttgart.de

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Kreative Kettenreaktion In Carola Sattelmachers letzter VHS-Ausstellung geht es um Zuspiel Der Titel ist Programm: »Zuspielen« heißt die Ausstellung, die bis 28. Juni in der VHS Treffpunkt Kunstgalerie zu sehen ist. Geht es doch um die Dialoge von 31 Künstlerinnen und Künstlern, um die Wechselspiele mit fremden Menschen, Themen, Material und Raum. Ausgehend von der Postkarte einer Künstlerin antworteten nacheinander alle Beteiligten, indem sie Stil, Kolorit oder Inhalt der jeweiligen Vorgängerkarte aufnahmen. Weit mehr als 50 Werke sind in dieser kreativen Kettenreaktion entstanden. Mit großem Spektrum: Da gibt es ein Gespräch in kalligrafischer Form zwischen einer deutsch-rumänischen Künstlerin und einem syrischdeutschen Künstler auf Basis von Goethes West-Östlichen Diwan. Hier eine Installation betitelt »Pointen« mit 32 Windrädern, dort zwei digitale, sich zuspielende Monitore, oder eine Fotoserie zu Stuttgart 21, in dem sich Befürworter und Gegner künstlerische Argumente liefern. Doch jeder Austausch beinhaltet auch Veränderungen: Die 41. Schau der VHS Treffpunkt Kunstgalerie, die im Jahr 1992 unter dem Motto »Kunst im Carola Blume-Saal« entstand, ist die letzte unter der Ägide von Carola Sattelmacher. Sie wird im Sommer in die Altersteilzeit gehen, nachdem sie 30 Jahre den Fachbereich Künstlerisches Gestalten leitete. Eines ihrer wichtigsten Anliegen war es, Räume für Kunst und Lehre zu schaffen, eine Plattform des Austauschs und der Begegnung für Unterrichtende, Kursteilnehmende sowie Galeriebesucher. Darauf baut Kurt Grunow auf: Der Künstler, der an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg unterrichtet und den Ausstellungsraum »Oberwelt e.V.« mitbetreibt, wird ab Sommer 2011 die Leitung der VHS Kunstgalerie übernehmen (pam)

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Jazz und mehr Phantome Die »17 Hippies« sind eigentlich nur 13 und tragen auch keine Matte als Frisur. Tatsächlich sind die Berliner Musiker und Musikerinnen eine bunt gemischte Truppe, das vor allem eines bewegt: Musik aus allen Ecken und Enden der Welt. Mit Andreas Dresens Film »Halbe Treppe« wurden sie Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt. Ihre Stärke

ist ihre Vielfalt und ihre Vielseitigkeit: Sie nutzen Saxophon und Akkordeon, Cello und Hackbrett, Klarinette, Dudelsack und Maultrommel, spielen traditionelle Musik aus Osteuropa, Frankreich und Amerika mit »eigener Berliner Prägung zu versehen«, singen auf Englisch, Französisch, Deutsch und mehr, mixen fröhlich Stile wie Cajun, Klezmer, Rock’n’Roll oder Chanson – nachzuhören auf http://17hippies.de. Dabei sind nahezu alle Stücke dazu angetan, mitzusingen und die Hüften zu schwingen. Nun machen sie Station mit ihrem neuen Album »Phantom-Songs« in einen der außergewöhnlichsten und attraktivsten Spielorte in Stuttgart, die Wagenhallen, und zwar am 10. Mai, 20 Uhr. (eva)

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ein Jubiläum Ein komplettes Festival bietet vom 21. bis 25. April das Theaterhaus. Die Internationalen Theaterhaus Jazztage finden in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt. Zum Jubiläum werfen die Festivalmacher, allen voran Werner Schretzmeier einen Blick zurück in eine ereignisreiche Zeit und bereiten Jazzfans ein Wiedersehen mit alten Größen der Szene, Nachwuchskünstlern und regionalen Jazzmusikern und -Musikerinnen. 23 Formationen sind in diesem Jahr dabei, neben den üblichen Verdächtigen wie die SWR Big Band (21.04., 20 Uhr), dem United Jazz + Rock Ensemble (23.04, 20 Uhr) oder den eigens formierten BadenWürttemberg Jazz Allstars (24.04., 18.30 Uhr) stehen mitunter auch überraschende Kombinationen auf dem Programm, wie etwa das Klavier-Duo mit Weltmusiker Jasper van‘t Hof und dem Finnen Iiro Rantala (22.04., 18.30 Uhr) oder der Schweizer Vokalist, Stimmkünstler, Jodler und Obertonsänger Christian Zehnder mit seinem neuen Quartett und neuen Programm »Schmelz«, das Kammermusik, Varieté, Alpentöne und Balkanmusik vereint (22.04., 19 Uhr). Oder der britische Piano- und Althornspieler Django Bates, der sowohl aufgrund seines virtuosen Spiels wie seines geistreichen Humors und überbordende Vorstellungskraft sein Publikum begeistert. Mit seinem Trio ist er unter dem Motto »Beloved Bird« zu Gast (25.04., 18.30 Uhr). Zusätzlich gibt´s noch das Theaterstück »Der Jazzdirigent« vom Frankfurter Wu Wei Theater und die wunderbaren Jazzimpressionen des Stuttgarter Fotografen Jörg Becker, der die Theaterhaus Jazztage seit seinen Anfängen begleitet hat. Mehr Infos unter www.theaterhaus.de. (eva)

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John Constable, Windmühle bei Brighton (Detail), 1824, © Victoria and Albert Museum, London

john constable Maler der Natur

Ölskizzen und Zeichnungen aus dem Victoria and Albert Museum 12.3. – 3.7.2011 April_Mai.qxp 11.03.2011 13:13 Seite www.staatsgalerie.de

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Exhibition organised by the Victoria and Albert Museum, London

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Foto: Daniel Laks

Foto: romasieu

 2.4. Konzert Limanja 6.4. “Goethes Faust” Schauspielsolo mit Haydar Zorlu 9.4.  15.4. Vernissage: “Koffer voller Hoffnungen” 14.5. Ziya Azazi - Dervish in Progress 28.5. Kabarett mit Mussin Omurca   

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Blaue Notizen

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Stoff f端r Leseratten

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Freundschaftssuche, Poesie und Magie

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Urban Gardening

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Krise mit eigenem Goldesel

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Blaue Notizen von Thomas Klingenmaier Red Garland: »When There Are Grey Skies« Man schreibt die Jazzgeschichte gern als Abfolge der Genies, der verehrten Heroen und Erneuerer, deren Musik alle Zeiten überdauern wird, Louis Armstrong etwa, Duke Ellington, Charlie Parker und John Coltrane. Diese Jazzgeschichte ist eine, in der Musiker vom Verkanntwerden zum Erkanntwerden voranschreiten, vom Verhöhnt- zum Verehrtwerden. Die wahre, die breitere Jazzgeschichte ist um vieles brutaler. Sie ist auch eine Geschichte des Abgetanwerdens, des Voranschreitens vom kleinen Respekt zur großen Verachtung. Sie ist voller Musiker, die für die Kritiker und manchmal auch fürs Publikum irgendwann nicht mehr hip genug waren, die dann als altmodisch, leergespielt, ja, als peinlich galten. Um sich in so einen Musiker auf dem Gipfel seiner Kunst und zugleich am Tiefpunkt seiner Akzeptanz hineinzuversetzen, kann man sich die LP »When There Are Grey Skies« (Prestige) des Pianisten Red Garland aus dem Jahr 1962 anhören. Garland (1923-1984) hatte im Jahrzehnt zuvor viele Einspielungen geliefert, als Sideman, Leader und Solist. Vor allem aber war der gebürtige Texaner ein paar Jahre lang Teil eines Nervenknotens des modernen Jazz gewesen. Von 1955 bis 1958 saß er auf dem Klavierstuhl des Miles-Davis-Quintetts. Garlands Ideal lag ziemlich genau in der Mitte von Blues und Broadway. In sein Blockakkordspiel, das er von Milt Buckner und George Shearing übernommen hatte, mischte er be-

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harrlich eine kleine Dissonanz, was noch den romantischsten Ausflügen eine Beimischung des Bluesschmutzigen gab. Bei Garland schwebten Lieder immer nur mit einem rührenden Schlammwegschmutzrand am Kleid. Aber der genialisch allürenreiche Davis und der solide Garland kamen auf Dauer weder menschlich noch musikalisch miteinander klar. Garland hatte seinen Ausdruck gefunden. Davis hatte nur mal eben seine Einflüsse geordnet und drängte voran. Die Davis-Begeisterten nahmen also wahr, dass Garland zurückblieb. Man verglich ihn gern unvorteilhaft mit dem delikater schattierenden Bill Evans und nahm gar nicht mehr wahr, was Garland zu bieten hatte: die ungezierte Eleganz mit proletarischen Wurzeln, den freundlichen Durchsetzungswillen, den Überblick bei der Durchgestaltung einer Interpretation, die Nonchalance, den Zuhörer mit einer kultivierten, gar nicht ranschmeißerischen Tour-GuideAttitüde zu lotsen: sehen Sie links ..., sehen Sie rechts ...« 1962 – das junge Publikum hatte sich sowieso mehrheitlich dem Rock ’n’ Roll zugewandt – tobten in der schrumpfenden Jazzwelt die wildesten Flügelkämpfe. Von Kritikern aus dem Avantgarde-Lager wurde Garland nun als Cocktailpianist klassifiziert – substanzloser Klimperer, hieß das. Den Titel von »When There Are Grey Skies« darf man also als versteckten autobiographischen Hinweis werten. Tatsächlich sollte der zuvor so fleißige Garland danach acht Jahre lang keine eigene Platte mehr aufnehmen und sich zeitweise ganz aus dem Musikgeschäft zurückziehen. Die Titelauswahl für »When There ...« wirkt zuerst wie eine Wühltischaffäre, als habe Garland irgendetwas zusammengekramt, was er noch nicht eingespielt hatte, »St. James

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Infirmary« etwa, »My Honey’s Lovin’ Arms« und »My Blue Heaven«. Aber er spielt ohne jede Müdigkeit und Larmoyanz. Seine Locked-Hands-Passagen sind übertreibungsfrei schwungvoll, die daraus hervorsprudelnden Single-NoteLinien klar, entschieden, geschmackvoll. In seinen Trillern und Wendungen jedoch, vielleicht fügt das Ohr das auch nachträglich aus unserem Wissen um die Lebensumstände hinzu, scheint ein wenig mehr Energie zu liegen als die sachten Grundstimmungen erwarten lassen. Als grummle da ein »Ihr könnt mich mal, wenn Euch das nicht gefällt!« herum. Damit hätte der schnöselig Geschmähte dann ja durchaus recht gehabt …

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Stoff für Leseratten Kein Entrinnen vorm Ende Seit den 1990er Jahren ist es still um Friederike Roth geworden. In ihre vielfach ausgezeichnete Sprachwelt mischten sich resignative Töne, in denen zwar noch 1993 die »Sehnsucht nach Leuchtendem« anklang, in dessen Zentrum aber »immer natürlich die schwarze / die sternlose Nacht« lag. Mit einer lakonischen, mal leicht dahin fließenden, mal aphoristisch prägnanten Sprache setzt Roth in der »Abendlandnovelle« einen fulminanten Neubeginn, besser: ein lyrisch-zartes Fanal gegen die Beginnlosigkeit. Man wird hier nur zwischen den Zeilen die »unerhörten Begebenheiten« finden, nach der eine Novelle verlangt. In Wirklichkeit handelt es sich um ein fragiles Epos über das Wagnis des Schreibens, das mit dem ersten Satz seine Unschuld verliert wie die Liebe und das Leben. Dem Anfang wohnt kein Zauber mehr inne, aber die atemberaubende Strahlkraft der Poesie. (gb) Friederike Roth liest am 12. April, 20 Uhr, im Literaturhaus Stuttgart. Suhrkamp 2010, 102 Seiten, 15,90 €

Wo die Löwen weinen Das Buch zum historischen Ereignis – so könnte man mit Fug und Recht behaupten. Allein Heinrich Steinfest hat sich freilich mal wieder nicht ganz an die Wirklichkeit gehalten, reale Begebenheiten, Menschen (selbstredend leicht verfremdet und unter anderem Namen) und Orte mit fiktiven Personen und Ereignissen verquickt und so seiner überbordenden Fantasie freien Lauf gelassen. In gewohnt eleganter Sprache und seinem fast schon englischen, mitunter auch wienerisch ätzenden Humor entwirft er ein Kaleidoskop der Welt von »Stuttgart 21«, lässt Seilschaften

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und Gegner, arglose Wissenschaftler und das Volk zu einer Art Kriminaltango antreten. Im Mittelpunkt steht der sympathische Kommissar Rosenblüt, seines Zeichens Stuttgarter und strafversetzt kurioserweise nach München, weil er der politischen und wirtschaftlichen Klasse bei einer Ermittlung zu oft auf die Füße getreten war, und sein noch sympathischerer Hund Kepler, der sich schlicht mit seiner beeindruckenden Präsenz (»ein wenig fett und ein wenig unförmig«) und seiner noch beeindruckenderen stoischen Aura (»Dieser Hund war eindeutig unstehlbar. Niemand hätte es gewagt.«) in Rosenblüts Leben gesetzt hatte. Selbstverständlich treten auch noch andere Figuren auf, zunächst in München, später in Stuttgart, etwa Hans Tobik, ein »Stuttgartforscher«, der mit Vorliebe die herrschenden Seilschaften entknotet, und Wolf Mach, ein Archäologe und Österreicher – und damit Steinfests obligatorische Figur, welche »das Leben und den Tod« symbolisiert. Neben der kuriosen Handlung sind es aber vor allem die Nebenschauplätze, die zahlreichen pointierten, mit einem gerüttelt Maß an Ironie versehenen und eben elegant verpackten Ausführungen zu scheinbaren Nebensächlichkeiten, wie etwa die eines besonderen Teil der »Stuttgarter Kultur«: »die Zerstörung vor allem der magischen Orte, als wolle man die Magie aus der Stadt verbannen...« Steinfest trifft wie immer ins Schwarze. Und wir als Leser dürfen ihn genussvoll dabei begleiten. (eva) Theiss, 280 Seiten, 19,90 €

Bildschirmverstörung Dass sich die Welt in Sachen Fernsehen mal anders drehte, kann man sich heute kaum mehr noch vorstellen. Dass es mal lediglich zwei, später drei – und wenn man Glück hatte vier, weil man das Schweizer Programm auch noch empfangen konnte – Programme gab oder ein Reporter in Wolfspelzmantel und Plateauschuhen in

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der Tagesschau von einer Gerichtsverhandlung berichtete, ebenso wenig. Damals, in den 70er Jahren, war vieles anders, vieles undenkbar und manches doch möglicher als heute. Etwa, dass »Seiteneinsteiger, Querköpfe, schräge Vögel …« Karriere beim Fernsehsender machen konnten, wie Manfred Naegele, ursprünglich Rechtsanwalts-Aspirant in Tübingen. Naegele war freier Mitarbeiter beim Süddeutschen Rundfunk, später war er für den Programmbereich »Kultur und Gesellschaft« verantwortlich, in einer Zeit als »das Wort Einschaltquote […] noch nicht erfunden« war. Mitunter wehmütig, immer humorvoll muten diese Erinnerungen an, wenn Naegele erzählt, in Anekdoten, mit Spannungskurven und dicht aufeinanderfolgenden Pointen, eloquent und lebendig. Dabei bleibt es freilich nicht bei Geschichten aus seiner Arbeitswelt. Sein stetiger Blick über den Tellerrand und die geistreiche Kommentation als Zeitzeuge zur Zeitgeschichte der 70er und 80er Jahre. So plaudert er von Gerichtsverhandlungen der RAFGefangenen in Stammheim, von Ex-Schauspieldirektor Claus Peymann und Ex-Oberbürgermeister Manfred Rommel. Von der documenta 6, Josef Beuys sowie anderen Ereignissen. Fabuliert über Marcel Reich-Ranicki und Martin Walser, nennt Namen, Orte und Ereignisse, dass es eine wahre Freude ist, darin zu stöbern und Altbekanntes wie Neues ausfindig zu machen. So ist die »Bildschirmverstörung« des ehemaligen Lieferanten und Programmgestalters von Bildschirmbeiträgen ein extrem kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen – nicht nur für Insider der Szene. Mit einem Vorwort von Ulrich Kienzle. (eva) Klöpfer & Meyer, 224 Seiten, 18,90 €. Manfred Naegele präsentiert sein Buch am Freitag, 1. April, 20 Uhr, im Treffpunkt Rotebühlplatz.

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Freundschaftssuche, Poesie und Magie Kinderbücher und mehr von Ina Hochreuther Mobile – eine Kuh auf der Suche nach Freundschaft Eine Kuh fühlt sich ausgeschlossen von der tierischen Gemeinschaft. Um das zu ändern, bringt sie einiges in Bewegung – und manches kurzfristig aus dem Gleichgewicht. Denn die quietschbunte »Kuh auf der Suche nach Freundschaft« baumelt ganz allein auf der einen Seite eines Mobiles und will gerne inmitten der anderen Vierbeiner stecken. Vom Film zum Buch: Verena Fels hat vergangenes Jahr an der Filmakademie Ludwigsburg mit »Mobile« einen wunderbaren Sechsminüter als Diplomfilm in 3-D-Computeranimation abgeliefert. Jetzt gibt es leuchtende Filmstills daraus im Bilderbuch zu sehen, ergänzt um ulkige Verse, die das Geschehen kommentieren. Jedes der zwei Medien funktioniert auf seine Art prächtig! Thienemann Verlag 2011, 40 Seiten, mit DVD, € 14,90. Ab 6.

Was macht die Biene auf dem Meer? Gedichte für Kinder Im Pferdehimmel fallen »alle bösen Reiter ... von der Himmelsleiter«. So wünscht sich das Reiner Kunze in seinen wunderbaren Gedichten für Kinder »Was macht die Biene auf dem Meer?« Über 30 Jahre nach Erscheinen von »Das Kätzchen« haben sich der Lyriker (ja, eben der, von dem auch der Prosaband »Die wunderbaren Jahre« stammt) und der Künstler Horst

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Sauerbruch wieder zusammengetan. In ihrem neuen Buch entzückt der eine mit vordergründig einfachen poetischen Gedanken über Tiere, Blumen und Begebenheiten, die sich im Kopf festhakeln, während der andere mit farbintensiven Zeichnungen zu vielen Entdeckungen verlockt. Für Wissbegierige finden sich im Anhang noch ein paar kuriose biologische Fakten erklärt. Und was passiert nun mit der Biene? »Sie hofft in der Kajüte auf des Menschen Güte und träumt von einer Blüte.« Fischer Schatzinsel 2011, 80 S., €14,95. Ab 8.

Oksa Pollock – die Unverhoffte Sie ist ständig in Bewegung: Inlineskaten und Karate zählen zu den Lieblingsbeschäftigungen von Oksa Pollock. Dabei entdeckt die Dreizehnjährige eines Tages, dass sie über ungeahnte magische Fähigkeiten verfügt. Oksa kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur: Ihre geliebte Großmutter musste einst aus einem Zauberreich fliehen und sie hat deren Kräfte geerbt. Jetzt ist ihnen zudem noch ein Gegenspieler aus der Vergangenheit auf den Fersen. Ein frischer Wind fegt mit dem ersten Band der neuen Reihe um »Oksa Pollock« durch die Fantasy-Jugendliteratur. Die beiden Straßburger Bibliothekarinnen Anne Plichota und Cendrine Wolf jonglieren in ihrem Debütroman mit popkulturellen Elementen und erzählen eine – nun ja – fast normale Adoleszenzgeschichte. Das machen sie spannend und mit überbordender Fantasie. Schon das skurrile Panoptikum an krakeelenden Pflanzen und merkwürdigen, liebenswerten Hausgeistern bietet ein echtes Lesevergnügen! A. d. Französischen von Bettina Bach und Lisa-Maria Rust. Friedrich Oetinger Verlag 2011, 592 S., € 19,95. Ab 12

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Urban Gardening Sachbuch Die Zukunftsthemen, die die Menschen – zumindest in Deutschland – beschäftigen sind Umweltschutz und soziales Miteinander. Nachhaltigkeit ist erwünscht. Zahlreiche Umfragen und Studien wie etwa jene des Forschungsinstituts Prognos, die vor mehr als zwei Jahren von der Mannheimer Baufirma Bilfinger Berger in Auftrag gegeben ^wurde, haben dies ergeben. Vor diesem Hintergrund mag man auch die (neue?) Sehnsucht nach »Grün« deuten, die Beobachter der urbanen Szene ausmachen. Auch in dem von Christa Müller herausgegebenen Sammelband »Urban Gardening – Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt« wird dieses Phänomen beschrieben. In mehr als 20 Beiträgen von unterschiedlichen Autoren, darunter Soziologen, Agrarwissenschaftler, Biologen und Geologen, wird ein neues Verständnis von Urbanität in westlichen Großstädten beobachtet, das bisherige »dichotome Verständnis von Stadt und Land« sowie die gegenwärtige Agrarwirtschaft in Frage gestellt und über Wachstum philosophiert: »Unendliches Wachstum ist in einer endlichen Welt nicht realisierbar«, heißt es hier sehr weise. Die »Postwachstumsökonomie« wird ausgerufen – eine Ökonomieform, über die es sich nachzudenken lohnt. Konkrete Beispiele finden sich in dem höchst spannenden Sachschmöker zu Hauff: etwa die interkulturellen Gärten, die bundesweit aus dem Boden schießen, vertikale Gemüse und Blumenbeete, die fantasievollen Städtern auf kleinstem Raum den Anbau von Nutz- und Zierpflanzen ermöglichen, Projekte von Künstlern, die durch »grüne Kunst« Unorte in Großstädten wieder erlebbar machen, die Gartenzwerg Guerilla, die in München oder auch Stuttgart – siehe auch http:// stuttgartflaneure. blogspot.com – ihr Unwesen treiben. Das Buch ist somit nicht nur informativ, sondern auch ungeheuer inspirierend … (eva) Oekom, 352 Seiten, 19,95 €

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Krise mit eigenem Goldesel Warum die Euro-Krise als Gelegenheit zum neoliberalen Durchmarsch genutzt wird. Thesen von Elke Schenk, EUund Finanzexpertin, Attac Stuttgart. Es ist eine Krise mit Ansage. Die Tinte unter dem BankenBail-out (alias Rettungsprogramme für die Stabilität des Finanzsystems) im Herbst 2008 war noch nicht trocken, als in der Wirtschaftspresse schon höhnisch zu lesen war, nach der Bankenkrise würden wir demnächst eine Krise der Staatsfinanzen erleben. Statt die Finanzmärkte zu entwaffnen und sich ihrer Erpressung zu entledigen, ist außer Sonntagsreden und symbolischer Regulation nichts geschehen. Statt die Verursacher der Finanzkrise und Profiteure der Pyramidenspiele, strukturierter Finanzprodukte und Scheinwertschöpfungen zur Kasse zu bitten, erlaubt man vor allem in Deutschland der Volksseele von Stammtischen bis in Professorenriegen, EU-Mitgliedsländer als Schmarotzer, Betrüger und Schweine (PIGS) zu diffamieren. Ein perfektes Ablenkungsmanöver von den Ursachen der Krise und den Folgen für die Bevölkerungen – und zwar der vermeintlich Geretteten wie der vermeintlichen Retter oder Noch-einmalDavongekommenen. 1. Die von der EU beziehungsweise den Euroländern im Verbund mit der EU-Kommission und dem IWF bereitgestellten Kredite werden von den Bevölkerungen durch Schocktherapien bezahlt. Alle Länder, die über die neuen Pakete Kredite erhalten, werden zu Strukturanpassungsprogrammen gezwungen: Entlassungen im öffentlichen Dienst, Lohnsenkungen, Rentenkürzungen, massive Erhöhung der indirekten Steuern,

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Privatisierungen sowie Deregulierungen des Arbeitsmarktes. In Griechenland werden die Löhne im öffentlichen Dienst um 15 bis 20 Prozent gesenkt. Die Mehrwertsteuer wird um vier Punkte auf 23 Prozent angehoben. Demgegenüber werden Unternehmen früher als geplant steuerlich entlastet. Unternehmen dürfen um bis zu 25 Prozent unter den jeweils niedrigsten Tariflöhnen bezahlen, Zeitarbeit und Kündigungen werden erleichtert. Irland finanziert seine Rettung zu einem großen Teil selbst: 17,5 Milliarden des 85 Milliarden Rettungsvolumens werden durch die Plünderung der staatlichen Rentenkassen aufgebracht. Länder wie Spanien und Portugal, die unter dem Damoklesschwert der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit durch die privaten US-Ratingagenturen leben, haben schon im vorauseilenden Gehorsam harte Spar- und Reformrunden verordnet. Dass es nicht vorrangig darum geht, den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen, sondern das neoliberale Regime zu festigen, zeigt Ungarn. Die rechtsnationale ungarische Regierung unter Viktor Orban beschloss eine hohe Bankensteuer; eine Rentenreform soll die Privatrenten in das staatliche Rentensystem zurückführen. Sparmaßnahmen im Sinne des IWF, deren soziale Folgen, etwa den Rechtsruck bei den letzten Parlamentswahlen, verursacht haben, werden verweigert. Zur Strafe stoppte der IWF die Auszahlung der nächsten Kredittranche und die Ratingagentur Moody‘s stufte Ungarns Kreditwürdigkeit herab, auf knapp vor Ramsch-Status. Weiterhin führte Ungarn eine Krisensteuer ein für Großunternehmen aus den Sektoren Energie, Telekom, Handel und Finanzdienstleistung. Sie trifft jene westeuropäischen Konzerne wie EON, RWE, Telekom, Allianz, EnBW, OMV, die sich im Zuge der EU-Osterweiterung die strategisch wichtigen Sektoren angeeignet haben. In einem Brandbrief an die EU-Kommission klagen die Konzerne, die Maßnahmen


liefen der »Idee des Binnenmarktes, dem Prinzip der Rechtssicherheit und dem Schutz legitimer Erwartungen massiv zuwider. Sie zerstören jede Vertrauensgrundlage für künftige Investitionen.« 2. Der Rettungsschirm ist ein weiteres Beispiel für die andauernde Unterwerfung der Regierungen unter das Diktat der Finanzmärkte. Die Verschuldungslage eines Staates hängt auch von der Höhe der für Anleihen zu zahlenden Zinsen ab. In der Eurozone müssen die verschuldeten »Staaten den privaten Banken viel höhere Zinsen zahlen, als die Banken bei einer öffentlichen Einrichtung, der EZB, für das Geld entrichten, das sie einer anderen öffentlichen Einrichtung, der Regierung, leihen«, bringt Elmar Altvater einen Geburtsfehler der Euro-Zone auf den Punkt. Hinzu kommt, dass die Staaten zum Spielball der liberalisierten Finanzmärkte geworden sind, die die Risikoaufschläge für Staatsanleihen nach Belieben nach oben treiben können. Die ‚Finanzinvestoren‘ können gleich einer self-fulfilling prophecy ihren eigenen Goldesel schaffen. Daran ändert auch der Euro-Schutzschirm im Prinzip nichts. Die ersten Amtshandlungen des Chefs des EFSF (Europäische Finanzstabilitätsfazilität, wie der Rettungsschirm offiziell heißt), bestanden in Bittgängen zu den US-Ratingagenturen und 200 Großinvestoren, man möge die über die EFSF vergebenen Kredite doch mit einem guten Rating versehen und die Anleihen doch bitte kaufen. Um die »Attraktivität für private Investoren« zu steigern, ist der EFSF im Vergleich zum IWF nur nachrangiger Gläubiger. Zudem müssen die Bürgschaften der Euro-Länder mit ausreichend Substanz unterfüttert werden. Weiter unter: www.sur-kultur.net. Mehr Infos: e.schenk@gmx.eu

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Kunstspaziergang in der Region

57 Ein Bahnhof als Stimmungsmacher 58 60

ÂťKomm! ins Offene, FreundÂŤ Zwischen Traumzeit und Gegenwart

61 Wenn 1 + 1 = 3 ergibt 62 TanzSzene Region

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Kunstspaziergang in der Region Leben für die Kunst Erstmals gewährt der Privatsammler Günther Hofmann einen Einblick in seine Sammlung japanischer, chinesischer und peruanischer Kunst. Während die Exponate aus Lateinamerika aus dem kunsthandwerklichen und sakral-rituellen Bereich stammen, enthalten die fernöstlichen Schätze vorwiegend Holzschnitte, darunter auch spektakuläre Rollbilder. Zu den raren Stücken gehören einzigartige Buchillustrationen. Die Arbeiten stehen im Dialog mit den tektonischen, lyrisch gestimmten Marmorskulpturen von Rotraud Hofmann, die unter anderem von der indigenen Tempelarchitektur inspiriert sind. (gb) Bis 8.5., Ruoff Stiftung, Nürtingen, www.ruoff-stiftung.de

Zünd-Hölzel Während jeder die Kunstzentren in München (Blauer Reiter) und Dresden/Berlin (Brücke) kennt, war die dritte Hochburg der Moderne in Deutschland um Adolf Hölzel weitgehend unbekannt, obwohl die Namen seiner Schüler Weltgeltung haben. Hölzels großartige pädagogische Leistung lag darin, diesen freien Lauf zu lassen, und in der Erkenntnis, dass man nicht Lehrender, »sondern ein ewig Lernender« sein sollte. Engen präsentiert unter anderen die Avantgarde-Künstler Max Ackermann, Willi Baumeister, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Hermann Stenner. In Konstanz stehen die Schweizer Schüler des Stuttgarter Professors, z. B. Otto Meyer-Amden, Johannes Itten oder Camille Graeser, auf dem Programm. (gb) Bis 8.5., Städtische Wessenberg-Galerie, Konstanz, www.konstanz.de Bis 29.5., Städtisches Museum Engen + Galerie, www.engen.de

Räume poetischer Stille Sparsam geht es zu auf den serienreifen Farbfeld-Leinwänden des studierten Philoso-

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phen Hasso von Henninges und in den formstrengen Bodenplastiken aus Hartgips von Hans Karl Kandel. Gemeinsam entwickeln die Arbeiten jedoch eine mehrstimmige Einheit, die subtile Räumlichkeiten aus monochromer Geometrie und Farbtiefe erschafft. Die gedankenvolle Stimmung, die in leisen Tönen greifbar wird, kulminiert im Zusammenspiel mit der Lyrik des konkreten Poeten Eugen Gomringer – er motivierte von Heinninges’ Farbpermutation »du blau«. (gb) Bis 13.6., Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd, www.museum-galeriefabrik.de

Tanz ums gemalte Kalb Cordula Güdemann, eine der wichtigsten Vertreterinnen der figurativen Malerei, schildert mit kräftigen Farben das entlarvende Bild eines Maskenlandes, das nicht so sehr die Missstände in einem bestimmten Staat aufdeckt. Vielmehr entwirft die Malerin mit ihrer pastos auf Leinwand aufgetürmten Farbtopografie eine Gegenwelt, die Macht über den Gegenstand gewinnt. Zwischen der heimischen Sofaecke und dem chinesischem Großstadtkuchen jagen papierne Kampfflieger, tagen geschäftige Jünger oder träumt sich Otto-Normal-Verbraucher durch den Alltag. Die 49teilige V.I.P.-Serie verschleiert Porträts zum Bild als Bild – ein Schelm, wer Personen dahinter vermutet. (gb) Bis 16.9., Kreissparkasse Esslingen, www.ksk-es.de

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Herzensangelegenheit Ein Kinderherz ist unschätzbar wertvoll. Messbarer sind dagegen die über 50, zehn Kilogramm schweren Keramikherzen, die von der Stiftung KinderHerz an ebenso viele Künstler verteilt wurden. Die hatten sichtlich Spaß an der herzhaften Aufgabe, aus der Töpferware ganz irdische Kunst zu machen, die ein weites, aber eigenwilliges Panorama der gegenwärtigen Kunstlandschaft widerspiegelt: bemalt, geritzt, getuscht, collagiert, ausgehöhlt, angebohrt, gewachst, eingekistet, beklebt, gefedert, gezuckert, gepflastert – nicht immer kitschfrei, in jeder Hinsicht kunstsinnig. Das Spendenprojekt, das Pendants in Berlin und anderswo hat, tourt auch noch durchs Ländle. (gb) Bis 25.4., Schloss Ludwigsburg (Attica-Räume), www.aktion-kunstherz.de, www.stiftung-kinderherz.de

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Ein Bahnhof als Stimmungsmacher Tübinger Kunsthalle zeigt das Werk von Paul Bonatz Als das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt 2003 eine Ausstellung zum Werk des Architekten Paul Bonatz plante, rangierte dessen Hauptwerk, der Stuttgarter Hauptbahnhof, in der öffentlichen Wahrnehmung etwa auf derselben Stufe wie die Tübinger Universitätsbibliothek oder das Basler Kunstmuseum – namenlose Durchlaufstationen des Alltags. Die retrospektive Schau, die nun in Tübingen zu sehen ist, sollte den Schöpfer dieser Bauten bekannter machen – dass Bonatz das im Jahr 2011 gar nicht mehr nötig hatte, würde niemanden mehr überraschen als den Architekten selbst: Im Rahmen von Stuttgart 21 avancierte der Bahnhof aus den 20er Jahren in Fachkreisen einmal zum potentiellen Weltkulturerbe, ein anderes Mal geriet er zum entbehrlichen Vorläuferbau der Naziarchitektur. Zwischen Utopie und Fehlurteil meldete sich auch die schwäbische Volksseele zu Wort, spätestens als die Abrissbirne einen Teil des denkmalgeschützten Bahnhofs zerlegte, begannen die Stuttgarter, ihn zu lieben oder ihn aufs Abstellgleis zu verbannen. Nachdem das Meisterwerk von Bonatz die Landtagswahl in Baden-Württemberg indirekt mitbestimmt hat, dürften noch mehr Besucher nach Tübingen als nach Frankfurt pilgern, wo man sich ein Bild vom Schaffen des genialen Schülers von Theodor Fischer machen kann. Bonatz’ Attacken gegen die Bauhaus-Moderne und sein Mitläufertum im Dritten Reich haben das Werk in ein schlechtes Licht getaucht. Darüber hat man jedoch den vielseitigen Initiator der Stuttgarter Schule und einen wichtigen Vertreter der Frühmoderne in der Architekturgeschichte übersehen. Das lässt sich in Tübingen korrigieren. (gb) Bis 22.5., Kunsthalle Tübingen, www.kunsthalle-tuebingen.de

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»Komm! ins Offene, Freund« Das Theater Lindenhof wird 30 Das Regionaltheater Lindenhof in BurladingenMelchingen, getragen von der Landschaft der Schwäbischen Alb und verwurzelt in der Heimat, die sich die Gruppe um die Gründer Uwe Zellmer und Bernhard Hurm hier selbst geschaffen hat, wird im Mai 30 Jahre alt. Bereits im Januar hat der Verein und die Grundstücksgemeinschaft das Jubiläum in besondere Weise eingeläutet und eine Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Damit ist Melchingen als Stammsitz mehr als verbrieft. Hurm ließ außerdem bei der feierlichen Übergabe der Stiftungsurkunde im Januar noch wissen, dass man im Theater in nächster Zeit Umbauund Modernisierungsmaßnahmen in Angriff nehmen wolle. Die Theatermacher auf der Alb verbanden von Anfang an ihren individuellen Heimatbegriff mit der Öffnung zur Welt. Am traditionellen, konservativen Umfeld arbeiteten sie sich gründlich ab und setzten die eigene fragende Haltung dagegen. Theaterarbeit zwischen aufgerissenem Volkstheater und Protestaktion. »Auf die Dialektik zwischen dem Nahesten und dem Fernsten« würde sich das Theater Lindenhof verstehen, so beschrieb es Walter Jens. Der Lindenhof spielt etwa Molière/Troll (»Der Entaklemmer«), Shakespeare, Büchner, Kroetz, Härtling, zeigt ein Stück über das Schicksal von Georg Elser oder Dokumentartheater wie »Stauffenbergs Schwur«. Das Besondere dabei ist, dass man die Stücke auf eine Art sieht wie nirgends sonst, denn immer inszeniert sich der Lindenhof mit, verhandelt neu was gezeigt werden soll, aus der eigenen Perspektive. Ein genauer Blick ins Eigene wird geboten. Den »Kohlhaas« von Kleist

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beispielsweise, derzeit auf dem Spielplan, spielen Stefan Hallmayer und sein Sohn Luca Zahn als ein Erzählen und Debattieren von Kohlhaas’ Schicksal zwischen Vater und Sohn. Hat der sich selbst da hineingeritten? fragt der Vater. »Wurde hineingeritten, ganz klar« meint der Junge. Das Lindenhof Theater präsentiert sich als lebendiges Gebilde, Schnittstelle zwischen Traditionen und neuem, jungen Theater, auch personell. Denn Schauspieler der ersten Stunde stehen heute mitunter mit ihren eigenen Söhnen auf der Bühne. Hinzu kommen junge Schauspieler und Schauspielerinnen und Regisseure, die nach ersten Erfahrungen am Lindenhof hinausgehen und dann wieder aus der Theaterszene zurückkommen um hier einzelne Projekte zu realisieren. Außerdem werden Texte und Stücke von Autoren und Autorinnen aus der Region umgesetzt, hiesige Dichter neu interpretiert, Musiktheater und Kabarett präsentiert. »Kenner trinken Württemberger« ist der Evergreen von Zellmer und Hurm. Und derzeit »Don Quijote«, in der Bühnenfassung und Regie von Heiner Kondschak. Die Identität des Lindenhof verrutscht immer wieder, stellt sich immer wieder in Frage, rastet neu ein. Und das Theater ist nur denkbar in dieser Landschaft. Das Ensemble erschließt sich diese über die Theaterarbeit, verortet die »Winterreise« von Peter Härtling auf eisige Felder um Melchingen oder »Die Schutzsuchenden« von Aischylos in eine riesige Industriehalle in Mössingen. Die Lindenhofer schaffen so poetische Bilder. Die 30ste Spielzeit des Lindenhof wird mit dem Sommertheater 2011 im Juli den Bogen schließen. Gezeigt wird ein Schiller-Projekt in der Tübinger Platanen-Allee: Schiller, der aus der schwäbischen Provinz kommt, gegen Enge anschreibt, weit werden will, Freiheit sucht. In dieser Suchbewegung, immer neu, bleibt das Theater Lindenhof. (sus) Spielplan unter www.theater-lindenhof.de

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Zwischen Traumzeit und Gegenwart Die Sammlung Klein zeigt Kunst aus Australien Alison und Peter W. Klein sind bekannt für ihr außergewöhnliches Engagement, das über das Interesse an Kunst hinaus immer auch Interesse am Menschen zeigt. Im KunstWerk in Eberdingen-Nussdorf sind die Früchte der Sammelleidenschaft zu entdecken, immer wieder in neuen Konstellationen und Hängungen. Nun ist zum zweiten Mal, bis 15. Januar 2012, ihre einzigartige Sammlung von Kunst aus Australien zusehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fotografie und die Kunst der Aborigines. Außerordentlich ist diese Sammlung angewachsen. Stetig wächst sie weiter. Peter und Alison Klein sind immer auf der Suche nach Nachwuchstalenten, aber auch älteren Werken, um ihrem Anspruch, einen möglichst repräsentativen Überblick über die Vielfalt und Entwicklungen zeitgenössischen künstlerischen Schaffens in Australien zu ermöglichen, gerecht zu werden. Eigens für diese »Hängung 7«, die Tradition und Moderne gleichermaßen zeigen will, ließen das Sammlerehepaar in Zusammenarbeit mit der Freiburger Galerie Artkelch drei Auftragsarbeiten vor Ort in Australien schaffen. Es handelt sich dabei um Gemeinschaftsarbeiten von Künstlerinnen und Künstlern kleiner Kunstzentren, die so explizit finanziell unterstützt werden sollten. Außerdem sind Fotografien zu sehen, die sich künstlerisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen, wie Identität, Herkunft, Rassismus oder Arbeitslosigkeit. Ihnen gegenüber stehen Arbeiten, die die typischen traditionellen Strukturen und Formen nutzen, um Geschichten und Schöpfungsmythen erzählen – von den Ahnen und der Traumzeit, in der alles entstand. (eva) Bis 15. Januar 2010, Mi + So, 11–16 Uhr, und nach Vereinbarung; www.sammlung-klein.de

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Wenn 1 + 1 = 3 ergibt Johan Holten wird Direktor der Kunsthalle Baden-Baden Sein Vorgänger blieb über 30 Jahre. Johan Holten leitete fünf Jahre den Heidelberger Kunstverein, bevor er am 1. April als Direktor der Staatlichen Kunsthalle nach Baden-Baden wechselte. »Heute mit den Zeitverträgen werden Kuratoren kaum mehr lebenslänglich an einer Stelle sein«, schmunzelt der gebürtige Kopenhagener. »Es ist sinnvoll, immer wieder nach anderen Horizonten und Herausforderungen zu suchen, aber es gibt freilich auch Grenzen.« Dabei hat Holten mit seinen gerade mal 35 Jahren bereits einen rasanten Lebenslauf aufzuweisen. So war der ausgebildete Tänzer Mitglied in John Neumeiers Hamburger Ballett, dann arbeitete er in der freien Szene als Performer, Künstler und Bühnenbildner, bevor er an der Humboldt-Universität Berlin Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften studierte. Seine Abschlussarbeit schrieb er über die Geschichte des Kuratierens von Ausstellungen. Besonders geprägt habe ihn dabei die Schau »When Attitudes Become Form«, mit der der Schweizer Harald Szeemann 1969 eine neue Art der Kunstinszenierung in der Kunsthalle Bern etablierte. »Werke wurden nicht nebeneinander chronologisch begriffen, sondern weitere Dimensionen, der Raum und das Umfeld etwa, einbezogen«, schwärmt er. »In einer guten Ausstellung sind 1 + 1 nicht zwei, sondern 1 + 1 ergeben 3.« Unter seiner Ägide wurde der Heidelberger Kunstverein denn auch ausgezeichnet. Was er in Baden-Baden vorhat, darüber hält er sich bedeckt. Seine einstige Stelle in Heidelberg wird im April ausgeschrieben. Eine Entscheidung falle erst im Spätsommer, so Susana Sáez, derzeit kommissarische Leiterin des Kunstvereins. (pam)

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TanzSzene Region Vom Aussitzen und Herrschen Die einen schwärmen, den anderen ist es zu schön: Aterballetto. Am besten selber schauen: Die Truppe des Choreografen Mauro Bigonzettis ist mit Händels »Come un respiro« und mit Strawinskys »Le Sacre du Printemps« am 8. und 9. April zu Gast im Festspielhaus Baden-Baden. Am 5. Mai feiert das Altentanztheater Ensemble Zartbitter Premiere im Kunstzentrum Karlskaserne Ludwigsburg. »Ausgesessen« heißt das »Möbel-Stück«, in dem es um die Herausforderung des Ruhemöbels der älteren Generation schlechthin geht: die Bank. Koproduzent ist die Tanz- und Theaterwerkstatt (TTW). Übrigens auch für ein sozikulturelles Theater- und Performanceprojekt, das derzeit Choreograf Fabian Chyle mit Figurenspielerin Stefanie Oberhoff und der Theaterpädagogin Ingrid Lutz in der Justizvollzugsanstalt Hohenasperg nach Alfred Jarys Skandalstück König Ubu erarbeiten. Ziel ist der Diskurs um Gewalt und Herrschaft heute. Vom 25. bis 29. Mai geht dann das Festival Tanz! Heilbronn 2011 in die dritte Runde, mit Tanz auf allen Bühnen und Workshops. Kuratorin Karin Kirchhoff hat diesmal Künstler aus Afrika und Asien geladen, etwa die Grande Dame des afrikanischen Tanzes, Germaine Acogny aus dem Senegal. In der deutschen Erstaufführungen »Just to dance« versucht etwa das französisch-tunesische Choreografenpaar Héla Fattoumi und Eric Lamoureux tänzerisches »Zusammenleben«. Am 28. Mai dann schmiegen sich in der Heilbronner Innenstadt Tänzer und Artisten in Willi Dorners »Bodies in urban spaces« (Foto) an Hausecken, hängen von Laternenpfählen, quetschen sich in Nischen und Lücken oder stapeln sich in der Fußgängerzone – ihr Körperparcour eröffnet neue Blicke auf die Architektur. (pam)

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STUTTGART ABTART François-Marie Banier »Die Metamorphose des Augenblicks«, Fotografien, Fotoübermalungen und Malbücher, bis 16.04.11, autoMOBIL – Kunst und Bewegung, kuratiert von Jürgen Knubben, 07.05. bis 06.08.11 Rembrandtstraße 18 www.abtart.com Akademie Schloss Solitude Matilde Cassani, Antje Kalus, Sean Dack Zsuzsanna Szentirmai-Joly, Assoua Achille Brice Eteki, 07.04. bis 22.05.11 Solitude 3 www.akademie-solitude.de

Galerie Bovistra Ralf Wehrle, Uwe Frank »Golden Ball«, bis 22.04.11 Ludwigstraße 66 www.bovistra.com Galerie Dengler und Dengler Reinhold Heller, András Pinczehelyi, Uta SüßeKrause, Tamás Trombitás, Manoel Veiga, Sabine Wild, Gábor Záborszky, »Kälte«, bis 23.04.11, Károly Klimó »Feuer«, 07.05. bis 25.06.11 Rosenbergstraße 102A www.denglerunddengler.de Galerie Dora Asemwald Heusteigstraße 65 www.galerie-dora-asemwald.de

Architektur-Galerie am Weißenhof »Skopje – Die vergessene Moderne «, 13.04. bis 12.06.11 Am Weißenhof 30 www.weissenhofgalerie.de

Galerie Dorn Dieter Kränzlein: Skulpturen, Gerd Kranz: Malerei, bis 28.05.11 Planckstraße 123 www.galeriedorn.de

Artary Galerie Markus Kneibel »Wie oben, so unten«, 09.04. bis 20.05.11 Wilhelmstraße 5 www.artary.de

Galerie Franke Weberstraße 39 www.galerie-franke.de

Bund Bildender Künstlerinnen Württemberg »Lichtes«, 03.04. bis 08.05.11 Eugenstraße 17 www.bbk-wuerttemberg.de f-75 Galerie für Architekturfotografie Jürgen Pollak »New York«, bis 21.04.11, Daniela Finke im Mai 2011 Filderstraße 75 www.f-75.de Forum3 Ana Pasqualini, Malerei, bis 14.04.11, Stella.Anika »k o n f o r m.anstadt«,15.04. bis 01.06.11 Gymnasiumstraße 21 www.forum3.de Galerie 14-1 Galerienhaus Kammerspiel: Nicole Adis »Winterreise«, bis 09.04.11, Mathieu Bernard-Reymond »Elements«, bis 21.04.11 Breitscheidstraße 48 www.14-1-galerie.de

Galerie Angelika Harthan Madeleine Dietz: Bildhauerzeichnungen und Skulpturen, 08.04. bis 25.06.11 Gerberstraße 5c www.galerieharthan.de Galerie Reinhard Hauff A Portrait of the Artist as a Young Man, 08.04. bis 28.05.11 Paulinenstraße 47 www.reinhardhauff.de Galerie Hollenbach Robert Schaberl, bis 05.04.11 Ganghoferstraße 28 www.galerie-hollenbach.de Galerie INTER ART Gyjho »new planet«, bis 23.04.11, Ulrich Schultheiß, Malerei und Grafik, 06. bis 28.05.11, Rosenstraße 37 www.interart-germany.de Galerie Keim »Meilensteine«, Gesamtschau mit Künstlern der Galerie, die in den letzten 8 Jahren an der artKARLSRUHE teilgenommen haben, bis 22.05.11 Marktstraße 31 www.galerie-keim.de


Galerie Saby Lazi Bernhard J.Widmann »Ballett«, Fotoausstellung, ab 10.04.11, Bopserwaldstraße 61 www.sabylazi.de Galerie Brigitte March International Contemporary Art Solitudestraße 254 www.artfacts.net/brigmarch/ Galerie Merkle Susan Smitz, Gemälde und Collagen, bis 21.04.11 Galerienhaus, Breitscheidstraße 48 www.galerie-merkle.de Galerie Mueller-Roth Astrid Schindler »Entgittert«, bis 16.04.11 Christophstraße 6 www.galerie-mueller-roth.de Galerie El Pacifico Marta Garcia, Kolumbien, bis 22.04.11, Thomas Lizarraga, Peru, im Mai 2011 König-Karl-Straße 30 www.galerie-el-pacifico.de Galerie Anja Rumig Ernst Wolf »Unmittelbarkeit und Ambivalenz«, Malerei, 07.04. bis 28.05.11 Ludwigstraße 73 www.galerie-anjarumig.de Galerie Schlichtenmaier Horst Antes, bis 30.04.11 Kleiner Schlossplatz 11 www.schlichtenmaier.de Galerie Sonnenberg Neue Ausstellung Anfang Mai In den Baumschulen M. Hörmann Korinnaweg 50A www.galerie-sonnenberg.de Galerie Michael Sturm Andrea Bender, Beat Zoderer, bis 16.04.11 Christophstraße 6 www.galerie-sturm.de Galerie Valentien Heidi Foerster: neue Hinterglasbilder, bis 28.05.11 Gellertstr. 6 www.galerie-valentien.de

Galerie Edith Wahlandt Günter Fruhtrunk »Emotion und Klarheit«, bis 09.04.11 Katharina Hinsberg, 14.05. bis 16.07.11 Hölderlinstraße 55 www.edith-wahlandt-galerie.de Galerie Rainer Wehr Mona Ardeleanu »Es ist in der Haut, wär’s im Kleid, so wär’s vergänglich«, Malerei, bis 04.06.11 Alexanderstraße 53 www.galerie-rainer-wehr.de Galerie Z Zhu Xianwei: Problem(-)Los, bis 01.04.11 Thomas Putze: Ohne Witz, 01.04. bis 06.05.11 Im Kulturpark Berg, Teckstraße 66 www.galeriez.net/ Gedok e.V. Hölderlinstraße 17 www.gedok-stuttgart.de Haus der Katholischen Kirche Rosella Leone und Michele Canzoneri: »Crudele Seduzione«, 02.04. bis 25.04.11 www.hdkk-stuttgart.de Hospitalhof Andreas Geiselhardt »Einen ganzen Tag begraben«, Installation, Skulptur, Video, bis 24.04.11 Anja Luithle »Nehmen Sie einmal an, es verpflichtet Sie ja zu nichts«, 13.05. bis 12.06.11 Büchsenstraße 33 www.hospitalhof.de ifa-Galerie Stuttgart Gülsün Karamustafa, bis 09.04.11, »Cut & Mix«, zeitgenössische Kunst aus Peru und Chile, 06.05. bis 03.07.11 Charlottenplatz 17 www.ifa.de Künstlerhaus Stuttgart Sener Özmen »Die Geschichte von Sener Özmen«, Nevin Aladag »Alles auf Anfang«, 21.04. bis 29.05.11 Reuchlinstrasse 4b www.kuenstlerhaus.de Kultur am Kelterberg Ini de Taillez Carstanjen, Malerei, 02. bis 17.04.11, Astrid Karg, Textilkunst, 07. bis 22.05.11 Stuttgart-Vaihingen, Kelterberg 5 www.kultur-am-kelterberg.de


Kunstbezirk »Trans-Form-A(k)tions-Prozesse«: Min-Seob Ji, Jangyoung Jung, Anahita Razmi Zenit & Nadir, Marco Barotti & Plastique Fantastique, La Fura del Baus, Ea Bertrams, Tae-kyn Kim, Alfons Koller, 02. bis 22.04.11 Jubiläumsausstellung der Akademie, ab Mai 2011 Gustav-Siegle-Haus, Leonhardsplatz 28 www.kunstbezirk-stuttgart.de Kunstmuseum Stuttgart   Rudolf Steiner »Die Alchemie des Alltags«, bis 22.05.11, Sammlung Rudolf und Ute Scharpff, bis 01.05.11, Frischzelle 14: Michal Budny, 14.05. bis 10.07.11 Kleiner Schlossplatz 13 www.kunstmuseum-stuttgart.de Kunstraum Akademie Christa Munkert »Blickdicht«, bis 30.04.11, Tagungszentrum Hohenheim Paracelsusstraße 91 www.akademie-rs.de/hohenheim.html Kunstraum 34 Svava Björnsdóttir,Inga Ragnarsdóttir »Die Zeit geht nicht, sie kommt«, 01.04. bis 08.05.11 Filderstraße 34 www.kunstraum34.de Kunststiftung Baden-Württemberg Alex Tennigkeit »Moment of Silence«, bis 09.04.11 Mirko Martin: »Out of a clear blue sky«, 20.04. bis 14.05.11 Gerokstraße 37 www.kunststiftung.de Landesmuseum Württemberg Mein Lieblingsstück! - Württemberger wählen aus 150 Jahre Sammlung, im Fruchtkasten, bis 15.05.11 Junges Schloss. Das Kindermuseum in Stuttgart. Geheimnisvolle Wunderkammer: Schatzsuche im Jungen Schloss, Schillerplatz www.landesmuseum-stuttgart.de Linden-Museum »Indiens Tibet – Tibets Indien«, bis 01.05.11 Hegelplatz 1 www.lindenmuseum.de

Oberwelt e.V. Jim Avignon »Mess is more«, 09. bis 25.04.11 Reinsburgstraße 93 www.oberwelt.de Parotta Contemporary Art Konrad Mühe, Gabriel Rossell Santillán »Seifenblasen und andere Lügenmärchen«, 09.04. bis 14.05.11, Alexander Brenner »Book release: Houses«, 21.05. bis 04.6.11 Augustenstraße 87-89 www.parrotta.de Rathaus Conny Lang, Ulli Heyd, 30.03. bis 24.06.11 Marktplatz, 4. OG www.bbk-wuerttemberg.de Schacher – Raum für Kunst Klaudia Dietewich, Harmut Landauer »Spurensuche«, bis 21.04.11 Udo Schöbel: »Wer bin ich
Heiteres« (Drucke, Zeichnungen, Animationen)
Special Guest: Francois Chalet,
Surprising Act: Jim Avignon
30.04. - 04.06.2011 Galerienhaus Breitscheidstraße 48 www.galerienhaus-stuttgart.de Self Service – Open Art Space Marianne Viero »Desirable Methods!«, bis 16.04.11 Eichstraße 6 www.selfservice-openartspace.com Staatliche Akademie der Bildenden Künste Ausstellung Staatsexamina, 04.05. - 08.05.2011 »Oh make me – words – see!«, 24.05. – 25.07.2011, Bibliothek Am Weißenhof 1 www.abk-stuttgart.de Staatsgalerie Stuttgart John Constable, Maler der Natur, bis 03.07.11, Graphikkabinett: Willi Baumeister »Gilgamesch«, bis 01.05.11 »Die Akademie im Museum«: Werke von Lehrern der Akademie in der Graphischen Sammlung 1761-1920, 21.05. bis 21.08.11 »Kriegszeit«: Kollwitz, Beckmann, Krieg, Dix, Grosz, 30.04. bis 07.08.11 Konrad-Adenauer-Straße www.staatsgalerie.de


Stuttgarter Kunstverein Peter Schmidt »Wem gehört der Bahnhof«, bis 14.04.11 Filderstraße 34 www.stuttgarter-kunstverein.de SV Sparkassen Versicherung Werner Pokorny und Ehemalige stellen in Stuttgart aus »Stahlskulptur im Südwesten«, bis 24.05.11 Löwentorstraße 65 www.abk-stuttgart.de Treffpunkt Rotebühlplatz Vhs Photogalerie »Gute Aussichten«, junge deutsche Fotografie, bis 22.05.11 Vhs Treffpunkt Kunstgalerie »Zuspielen«, Zeichnungen, Malerei, Drucke, Collagen, Film ..., bis 28.06.2011 Rotebühlplatz www.vhs-stuttgart.de, www.vhs-photogalerie.de Uno Art Space »Street Photography Now«: Matt Stuart, George Georgiou, bis 25.06.11 Liststraße 27 www.on-photography.com Wechselraum Bund Deutscher Architekten BDA Hansjörg Göritz »Stones and Sketches«, bis 17.04.11 Friedrichstraße 5 www.wechselraum.de

REGION Albstadt Städtische Galerie Holzschnitte der Moderne aus 111 Jahren, bis 26.06.11 Kirchengraben 11 www.galerie-albstadt.de Backnang Galerie der Stadt Backnang Erik Schmidt, bis 30.04.11, Peter Holl, 14.05. bis 14.08.11 Stiftshof 2 www.backnang.de Graphik-Kabinett Herkules am Scheideweg: Götter und Menschen zwischen Tugend und Laster, bis 30.04.11 Im Bann der Planeten: Das kosmische Weltbild der frühen Neuzeit, 14.05. bis 14.08.11 Helferhaus, Stiftshof 8 www.backnang.de Baden-Baden Museum Frieder Burda Frieder Burda zum 75.Geburtstag »Lebenslinien. Stationen einer Sammlung«, bis 15.05.11 Lichtentaler Allee 86 www.museum-frieder-burda.de Staatliche Kunsthalle Daniel Buren »Allegro Vivace«, bis 22.05.11 Lichtentaler Allee 8a www.kunsthalle-baden-baden.de

Württembergischer Kunstverein Michael Borremans »Eating the Beard«, bis 01.05.11 Rabih Mroué »People Are Demanding«, 21.05. bis 31.07.11 Schlossplatz 2 www.wkv-stuttgart.de

Bietigheim-Bissingen Städtische Galerie »Die Liebe ist ein seltsames Spiel«, Liebesgeschichten von Klinger bis Picasso, 16.04. bis 10.07.11 Hauptstraße 60-64 www.bietigheim-bissingen.de/Ausstellungen

Württembergische Landesbibliothek F. H. E. Schneidler – Buch und Schrift als Kunst, ab 31.05. Konrad-Adenauer-Straße 8 www.wlb-stuttgart.de

Böblingen Städtische Galerie »Strich_um_strich«, zeitgenössische ZeichnerInnen im Dialog mit der Sammlung, bis 15.05.11 Pfarrgasse 2 www.boeblingen.de

Zero Arts e.V. Moa Jordan »looking for cry«, Soundprojekt, bis 29.04.11 Valentina Bardazzi, Mirco Magnani, 27.05. bis 24.06.11 Ostendstraße 16 www.zeroarts.de

Bönnigheim Museum Charlotte Zander Louis Vivin und die II. Generation der französischen Klassiker der Naive; Wolfgang Teucher, Phantastische Skulpturen, bis 31.08.11 Schloss Bönnigheim www.sammlung-zander.de


Crailsheim Stadtmuseum im Spital »Der Bartensteiner Kreis«, 13.04. bis 11.05.11, Schulkunst Holz, 19.05. bis 29.06.11 Spitalstraße 2 www.museum-crailsheim.de

Göppingen Kunsthalle Pia Maria Martin »Vivace«, bis 08.05.11 Thomas Kapielski: »Sezessionistische Heizkörperverkleidungen«, bis 08.05.11 Marstallstraße 55 www.kunsthalle-goeppingen.de

Dnaueschingen Museum Biedermann David Nash, Werner Pokorny, Jinmo Kang, Unen Enkh »Back to the Roots«, 10.04. bis 11.09.11 Museumsweg 1 www.museum-biedermann.de

Schloss Filseck »Stillleben«, bis 15.05.11 www.kunsthalle-goeppingen.de

Eberdingen-Nussdorf Kunstwerk – Sammlung Klein »Hängung #7«, Kunst aus Australien – Tradition und Moderne, bis 15.01.12, Siemensstraße 40 www.sammlung-klein.de Esslingen Villa Merkel – Galerie der Stadt Esslingen Michael Bauer : »K-Hole«, Alexandra Maurer : »Contremouvements« ; »The Keno Twins 4«, bis 08.05.11 Darren Almond, 29.05. bis 21.08.11 Pulverwiesen 25 www.villa-merkel.de

Heidelberg Kunstverein Ecke Bonk, Kitty Kraus, bis 15.05.11 Hauptstraße 97 www.hdkv.de Heidenheim Kunstmuseum A.R. Penck, Holzschnitte, Radierungen, bis 01.05.11 Marienstraße 4 www.kunstmuseum-heidenheim.de Heilbronn Kunstverein Jan Dibbets »Horizons«, fotografische Konstruktionen, bis 29.05.11 Allee 28 www.kunstverein-heilbronn.de

Fellbach Galerie der Stadt Fellbach Walter Vogel: Fotografien »Paare – Passanten 1954-2004«, bis 01.05.11 Marktplatz 4 www.fellbach.de

Kunsthalle Vogelmann »Zwischen Ideal und Moral«, Körperbilder in der Fotografie, bis 01.05.11, 50 Meisterwerke aus dem Kunstmuseum Bochum, 14.05. bis 21.08.11 Allee 28 www.museen-heilbronn.de

Friedrichshafen Kunstverein Philip Loersch »__eindimensional__«, bis 08.05.11 Buchhornplatz 6 www.kunstverein-friedrichshafen.de

Museum im Deutschhof Positionen der Skulptur in Deutschland nach 1945, bis 24.04.11 Deutschhofstraße 6 www.museen-heilbronn.de

Zeppelin Museum Angelika von Braun, »Laufsteg Luftschiff«, Modefotografien im Luftschiff Hindenburg, bis 25.04.11, Georg Keller, Stipendiat der ZF Kunststiftung, 06.05. bis 19.06.11 Seestraße 22 www.zeppelin-museum.de

Karlsruhe Badischer Kunstverein Babak Afrassiabi und Nasrin Tabatabai »Pages: Two«, 21.04. bis 13.06.11 Waldstraße 3 www.badischer-kunstverein.de


Staatliche Kunsthalle Cézane.Miró.Matisse.Kircher.Beckmann.Klee »Unsere Moderne«, 30.04. bis 03.10.11, Junge Kunsthalle: Die 4 Elemente in der Kunst »Feuer Wasser Erde Luft«, bis 11.09.11 Hans-Thoma-Straße 2 – 6 www.kunsthalle-karlsruhe.de Städtische Galerie Robert Curjel und Karl Moser – Ein Karlsruher Architekturbüro auf dem Weg in die Moderne, 09.04. bis 03.07.11 Lichthof des ZKM, Lorenzstraße 27 www.karlsruhe.de/kultur/ausstellungen ZKM Edmund Kuppel »Ausufernde Sehfelder«, bis 15.05.11, Francesco Lo Savio und Tano Feste »The Lack of the Other«, 07.05. bis 07.08.11, Ingeborg Lüscher »Die andere Seite«, bis 12.06.11 Lorenzstraße 19 www.zkm.de Kirchheim Städtische Galerie im Kornhaus Max-Eyth-Straße 18 www.kirchheim-teck.de Kornwestheim Museen der Stadt Kornwestheim Ulrich Zeh »LandschaftsReflexionen und KörperDynamik«, bis 01.05.11 Stuttgarter Straße 93 www.kornwestheim.de Kraichtal Ursula-Blickle-Stiftung Miki Kratsmann »All about us«, bis 17.04.11, Zin Taylor »The Units/Die Einheiten«, 29.05. bis 10.07.11 Mühlweg 18 www.ursula-blickle-stiftung.de Künzelsau Hirschwirtscheuer Axel Arndt »Erinnerungen eines Schlafwandlers«, bis 26.06.11 www.kunst.wuerth.com Museum Würth Uwe Lindau »Blick in die Verschwörerkiste«, bis 01.05.11, »Aller Zauber liegt im Bild«, Laacher Bestand zeitgenössischer Kunst in der Sammlung Würth, 14.05. bis Sept. 2011 Reinhold-Würth-Straße 15 www.kunst.wuerth.com

Leonberg Stadtmuseum Sylvia Faragó »Malerei auf Papier«, Birgit Feil, Plastiken, bis 24.04.11 Pfarrstraße 1 www.leonberg.de Galerieverein Leonberg Rolf-Gunther Dienst, Malerei und Zeichnungen, 01.05. bis 12.06.11 Zwerchstraße 27 www.leonberg.de Ludwigsburg Galerie Gudrun Fuckner »Lost pic«: Martin Pfeifle Markus Merkle; bis Ende April Besichtigung nur nach tel. Vereinbarung: 0171 7440129 Am Marktplatz 4 www.galerie-fuckner.de Kunstverein Pip & Pop aka Nicole Andrijevic und Tanya Schultz »Grenzbereiche der Skulpturen«, bis 24.04.11, Michael Kalmbach, Angelika Flaig, 08.05.bis 12.06.11 Wilhelmstraße 45/1 www.kunstverein-ludwigsburg.de Schloss KunstHerzen, KunstHerzen Baden-Württemberg am 31. März 2011 um 14 Uhr in Schloss Ludwigsburg In den Attica-Räumen neben der Keramiksammlung www.stiftung-kinderherz.de Städtisches Museum »Beziehungskisten« Ludwigsburgs Partnerstädte, bis 18.09.11 Wilhelmstr. 9/1 www.ludwigsburgmuseum.de Marbach Literaturmuseum »Schicksal. Sieben mal sieben unhintergehbare Dinge.« Zum 200. Todestag von Heinrich von Kleist, 05.05. bis 28.08.11 Schillerhöhe 8 www.dla-marbach.de Niederalfingen/Aalen Südwestgalerie »Lebensspuren« – Rudolf Haegele, bis 24.04.11 Auweg 6 www.rudolf-haegele.de


Nürtingen Kunstverein Frauke Schlitz »Fremder Raum«, Installation und Zeichnung, 14.04. bis 08.05.11 Mühlstraße 16 / Eingang Ecke Sigmaringerstraße www.kunstverein-nuertingen.de Sammlung Domnick Führungen jeden 1. Sonntag im Monat Oberensinger Höhe 4 www.domnick.de Ostfildern Städtische Galerie Platino »in touch«, 17.04. bis 05.07.11 Gerhard-Koch-Straße 1 www.ostfildern.de Reutlingen Städtische Galerie Susanne Immer »Installationen«, bis 08.05.11 Eberhardstraße 14 www.reutlingen.de Kunstmuseum Spendhaus »LUBOCK«, Künstlerbücher aus Leipzig, bis 25.04.11, »Von alter Grafik inspiriert - Dürer & Co reloaded«, 13.05. bis 10.07.11 Spendhausstraße 4 www.reutlingen.de Schorndorf Galerien für Kunst und Technik Unen Enkh »Werke - Rauminstallation«, 12.04. bis 29.05.11 Arnoldstraße 1 www.galerien-kunst-technik.de Schwäbisch Gmünd Museum und Galerie im Prediger »Quadratisch.Praktisch.Kunst«, die Sammlung Marli Hoppe-Ritter zu Gast, 08.04. bis 09.10.11 Johannisplatz 3 www.museum-galerie-fabrik.de Schwäbisch Hall Kunsthalle Würth Niki de Saint Phalle »Märchen – Träume Mythen«, 17.04. bis 16.10.11 Lange Straße 35 www.kunst.wuerth.com

Kunstverein Schwäbisch Hall Marco Fiedler, Achim Reichert »Das VIER5// Warenhaus«, 10.04. bis 26.06.11 Am Markt 7/8 www.kvsha.de Sindelfingen Galerie der Stadt Lützemuseum »Yvonne van Acht - Das Werden des Helden«, bis 3. April 2011 www.sindelfingen.de Schauwerk Imi Knoebel, bis 02.10.11 Eschenbrünnlestraße 15/1 www.schauwerk-sindelfingen.de Tübingen Kunsthalle Paul Bonatz Retrospektive, bis 22.05.11 Philosophenweg 76 www.kunsthalle-tuebingen.de Ulm Kunsthalle Weishaupt Robert Longo, bis 25.09.11 Hans-und-Sophie-Scholl-Platz www.kunsthalle-weishaupt.de Kunstverein Ulm e.V. Simone Letto, Malerei, bis 22.05.11 Kramgasse 4 www.kunstverein-ulm.de Ulmer Museum Die Weissenhofer »Radical Research«, bis 29.05.11 Marktplatz 9 www.museum.ulm.de Villingen-Schwenningen Städtische Galerie Von Otto Dix bis Erich Heckel, Künstler der Schwenninger »Lovis-Presse«, 17.04. bis 05.06.11 Friedrich-Ebert-Straße 35 www.villingen-schwenningen.de Waiblingen Galerie Stihl Stein – Druck – Kunst, Lithografien von Baumeister bis Sonderborg, bis 19.06.11 Weingärtner Vorstadt 16 www.galerie-stihl-waiblingen.de


Kalender Fr, 1. April

Vernissage im Schloss Ludwigsburg, 19 Uhr »KunstHerzen Baden-Württemberg«, Arbeiten von über 50 Künstlern www.stiftung-kinderherz.de Lesung und Gespräch, Treffpunkt Rotebühlplatz, 20 Uhr Südfunk-Legende Manfred Naegele über sein Buch »Bildschirmverstörung«. www.kloepfer-meyer.de

Sa, 2. April

Vortrag, GEDOK-Galerie, 20 Uhr Claudia Weinschenk: »Bildende Künstlerinnen – ein Streifzug durch die Geschichte«. www.gedok-stuttgart.de Operntheater im Wilhelmatheater, 20 Uhr Richard Wagner Opern- und Theater-Highlight »See you in Walhalla«. www.wilhelma-theater.de Vernissage Uno Art Space, 19 Uhr Street Photography Now, mit Kuratorin Natalie Belayche http://www.on-photography.com/index. php5?page=news Vernissage, Performance und Musik, Kunstbezirk, 20 Uhr »Trans-Form-A(k)tions-Prozesse«: Performance mit den Pavarottis; Ausstellung bis 22.04.11 www.kunstbezirk-stuttgart.de Vernissage, Ulmer Museum, 20 Uhr Die Weissenhofer: »Radical Research – die Wurzeln der Wissenschaft« www.museum.ulm.de Tanz bei Breuninger, 12 Uhr bis 20 Uhr Tänzer des Stuttgarter Balletts zeigen im Schaufenster Mode – Inszenierung: Marco Goecke, Demis Volpi. www.staatstheater.stuttgart.de/ballett/ start.htm

So, 3. April

Lesung, Niedlichs Literarischer Salon, 20 Uhr Judith Zander: »Dinge, die wir heute sagen«. www.literaturhaus-stuttgart.de Konzert im Forum Ludwigsburg, 19 Uhr Kammerchor Stuttgart, Danubia Orchester Budapest Franz Liszt: Der 13. Psalm; Giuseppe Verdi: Quattro Pezzi Sacri www.forum.ludwigsburg.de Theater im Probenzentrum Nord, 18 Uhr Zum letzten Mal: »Die bitteren Tränen der Petra von Kant« von Rainer Werner Fassbinder. www.staatstheater.stuttgart.de/schauspiel/ start.htm Tanz im Theaterhaus, 15.30 und 19.30 Uhr Doppelvorstellung von Gauthier Dance »Out of the box II«: 3D-Film und Tänzerchoreografien. www.theaterhaus.de

Di, 5. April

Vernissage und Lesung, Literaturhaus, 20 Uhr Fotograf François-Marie Banier spricht mit Filmemacher Rudij Bergmann Tanzpremiere im Theaterhaus, 19 Uhr Armando Braswell, Gauthier Dance, tanzt mit Jugendlichen Stuttgarter Jugendhäuser.

Mi, 6. April

Vernissage, Galerie Anja Rumig, 19.30 Uhr Ernst Wolf: »Malerei – Unmittelbarkeit und Ambivalenz« www.galerie-anjarumig.de Kino im Delphi, 19.30 Jeden 1. Mittwoch im Monat im Delphi: »jour fixe du cinéma francais«. Heute: »Der Name der Leute«(OmU). www.institut-francais.fr/Jour-fixe-du-cinema-francais-DAS


Schauspielsolo im Treffpunkt Rotebühlplatz, 20 Uhr Haydar Zorlo mit Goethes Faust – im LänderFestival Türkei. www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de

Fr, 8. April

Do, 7. April

Vernissage, Galerie Angelika Harthan, 19 Uhr Madeleine Dietz: Bildhauerzeichnungen und Skulpturen; bis 25. Juni www.galerieharthan.de

Lesung und Gespräch, Literaturhaus, 20 Uhr Michel Houellebecq: »Karte und Gebiet« Whisky und Kino im The Set, 19 Uhr Erst Whiskykunde mit Ralph Knyrim, dann Kino (ab 20 Uhr) mit »Stormy Monday« von Mike Figgis. www.theset.de Lesung und Gespräch im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Eveline Hasler: »Und werde immer Ihr Freund sein. Hermann Hesse, Emmy Hennings und Hugo Ball« www.stuttgart.de/stadtbuecherei/veranstaltungen Vernissage und Filmpremiere, Akademie Schloss Solitude, 20 Uhr Stipediaten der Akademie, bis 22. Mai www.akademie-solitude.de Lesung im Botnanger Buchladen, 20 Uhr Heinrich Steinfest: »Wo die Löwen weinen«. www.botnangerbuchladen.de

Vernissage, Galerie Parrotta, 19 Uhr Konrad Mühe und Gabriel Rossell Santillán: »Seifenblasen und andere Lügenmärchen« www.parrotta.de

Konzert im Theaterhaus, T1, 20 Uhr Pianist Ludovico Einaudi – The Solo Concert – der »Meister der Entschleunigung« Tanz in der Karlskaserne, Ludwigsburg, 20 Uhr Tanz und Theaterwerkstatt präsentiert: Butoh-Ensemble Zeitlos mit »Yotsuya Kaidan« www.tanzundtheaterwerkstatt.de Tanz im Festspielhaus Baden-Baden, 20 Uhr Mauri Bigonzettis Alterballetto: »Come un respiro« »Le Sacre du Printemps«. Bis 9. April. www.festspielhaus.de

Sa, 9. April

Lange Nacht der Museen, 19–2 Uhr Stuttgarts Kunst- und Kulturszene präsentiert sich geballt, bunt und spannend. www.lange-nacht.de

Blues und Soul im Theaterhaus, T1, 20 Uhr Marla Glen - Humanology - Tour 2011
Support: Carmen Brown www.theaterhaus.de

Kinderbücher-Vorstellung im Vaihinger Buchladen, 16 Uhr Neue Bücher für Kids. www.vaihingerbuchladen.de

Zeitoper spezial, Württembergischer Kunstverein, 20 Uhr Helmut Lachenmanns Got Lost, Gestaltung: Michaël Borremans. Auch am 8. und 11. April.

Theater im Laboratorium, 20.30 Uhr Schriftsteller Beqë Cufaj und sein interkulturelles Theaterprojekt: »Wie ein nieselneuer Mercedes der S-Klasse rücksichtslos auf den Roten Teppich zu rasen würde«. www.laboratorium-stuttgart.de

Vortrag Forum Mitte Waiblingen, 20 Uhr Nils Büttner über »Das Geheimnis des Steindrucks« zur Schau »Stein-Druck-Kunst«in der Galerie Stihl www.abk-stuttgart.de, www.galerie-stihlwaiblingen.de

Sa, 9./So, 10. April

Design- und Kunstmesse, Türlenstr. 2, Zugang Heilbronnerstr., ab 11 Uhr Im »Werkschaufenster« präsentieren Stuttgarter Kreative Möbel, Mode, Kunst und mehr. http://werkschaufenster.blogspot.com


So, 10. April

Erstaufführung, Staatsoper Stuttgart, 18 Uhr »Dialogues des Carmélites – Gespräche der Karmeliterinnen«. Thomas Bischoff inszeniert, Manfred Honeck dirigiert. Bis 27. Mai, zuvor 11 bis 16.30 Uhr Tagung in Hohenheim. www.staatstheater.stuttgart.de/oper

Mo, 11. April

Lesung und Gespräch, Literaturhaus, 20 Uhr Ben Lerner: »Die Lichtenbergfiguren« Deutsche Übersetzung: Steffen Popp. Vernissage Galerien für Kunst und Technik, Schorndorf, 20 Uhr Unen Enkh »Rauminstallation«, die in die Heimat Enkhs, Mongolei, entführt. www.galerien-kunst-technik.de

Di, 12. April

Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Stuttgarter Schriftstellerhause verleiht Förderpreis 2011 an Sabina Lorenz für »Schichten im Schnee«. Lesung und Gespräch, Literaturhaus, 20 Uhr Friederike Roth: »Abendlandnovelle«

Do, 14. April

Lesung und Gespräch, Literaturhaus, 20 Uhr Uwe Timm: »Freitisch« Lesung in der Staatsgalerie, 19.30 Uhr »Wie ich hier in die Tinte kam – Adolf Hölzel und Stuttgart« www.staatsgalerie.de Lesung in der Schiller Buchhandlung, 20 Uhr Heinrich Steinfest: »Wo die Löwen weinen«. www.schiller-buch.de Veranstaltung im FilmTheater, 19 Uhr Reihe »Metropolis V – Gesellschaft der Zukunft«: ab 19 Uhr Speisen à la carte, ab 20 Uhr »Todesspiel« von Heinrich Breloer. www.filmtheater-stuttgart.de Werkstattgespräch Galerie Stihl, Waiblingen, 19 Uhr Mit Frank D. Hoffmann zur Ausstellung »Stein-Druck-Kunst«

Film im Kulturcafe Merlin, 20 Uhr Open Screenings: 8. internationale low & no budget film-sharing Kurzfilmfestival. www.merlinstuttgart.de

Fr, 15. April

Special Event, Schacher – Raum für Kunst, Galerienhaus, 20 Uhr Impro-Poetry Slam: Hartmut Landauer und Timo Brunke. www.galerie-schacher.de/ Podiumsdiskussion im Treffpunkt Rotebühlplatz, 19 Uhr Debatte über die Zukunft des Städtebaus in Stuttgart: »Warum geht Stadtplanung so oft schief? Bauen in Stuttgart«. Vernissage im Treffpunkt Rotebühlplatz, 19 Uhr Schau zu 50 Jahre Migration aus der Türkei: »Koffer voller Hoffnungen«. Konzert an der Musikhochschule Stuttgart, 20 Uhr Das Hochschulsinfonieorchester spielt in »Strings & Winds 2011« Ives und Dvorak. www.mh-stuttgart.de Mini-Video- und Performancefestival, Kunstverein Neuhausen/Fildern, 19 Uhr Studenten der Freien Kunstakademie X bespielen die Rupert-Mayer-Kapelle: Videos, performative Handlungen, Soundprojekte und Installationen. Bis 17. April. http://kvnneuhausen.wordpress.com

16. April

Schaufenster im Tanzhaus 2011, 20 Uhr New York City Dance School-Ensembles geben Einblicke in ihre Arbeit. www.nycds.de Premiere im Probenzentrum Nord, 20 Uhr Max Frischs »Homo Faber«. Bis 22. Mai.

Mo, 18. April

Veranstaltung im FilmTheater, 19 Uhr Reihe »Metropolis V – Gesellschaft der Zukunft«, ab 19 Uhr Dinner, ab 20 Uhr »The Wind that shakes the Barley« von Ken Loach.


Mi, 20. April

Lesung und Gespräch, Literaturhaus, 20 Uhr Hannelore Schlaffer spricht mit Adrienne Braun: »Von den Niederungen des Seins« Kunst und Kaffee, Sammlung Klein, Eberdingen-Nussdorf, 14 Uhr »Vom Sandbild zur Acrylmalerei – kommerzielle Aboriginekunst von den Anfängen bis heute«, 5 Euro. Anmeldung: 07042-3769566. http://sammlung-klein.de Vernissage, Haus der Kunststiftung, 19.30 Uhr Mirko Martin: »Out of a clear blue sky«, bis 14. Mai www.kunststiftung.de

Do, 21. April

Jazztage im Theaterhaus, 20 Uhr 25. Internationale Theaterhaus Jazztage: SWR Big Band & Syd Lawrence Orchestra - 60 Jahre SWR Big Band.

Fr, 22. April

Kino im The Set, 20.30 Uhr »Monty Python – Das Leben des Brian« Premiere in der Rampe, 20 Uhr André Becker inszeniert Rainald Goetz’ Heiliger Krieg. www.theaterrampe.de

So, 24. April

Jazz im Theaterhaus, T1, 18.30 Uhr Jazzland Baden-Württemberg


Do, 28. April

Vernissage im FilmTheater, Tobias Wengert Premiere, Altes Schauspielhaus, 20 Uhr »Tartuffe« von Molière: In Orgons Haus ist nichts mehr, wie es einmal war. www.schauspielbuehnen.de

Fr, 29. April

Vernissage, Galerienhaus, 19 Uhr Kooperation mit dem 18. Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart 2011: Schacher – Raum für Kunst: Udo Schöbel »Wer bin ich«, Drucke, Zeichnungen, Animationen, Special Guest (auch bei Merkle und 14-1): Francois Chalet, Surprising Act: Jim Avignon
30.04. – 04.06.11 www.galerie-schacher.de Küche & Kino im The Set, 19 Uhr »Io non ho Paura – Ich habe keine Angst«. Gabriele Salvatores Film nach dem Roman »Die Herren des Hügels« Ballett im Opernhaus, 19 Uhr Wiederaufnahme von John Neumeiers Klassiker »Die Kameliendame«.

Wiederaufnahme im Opernhaus, 19.30 Uhr »Actus tragicus«: Helmut Wernicke inszeniert Bachkantaten im Puppenhaus, Michael Hofstetter dirigiert.

Uraufführung in der Box, 20 Uhr Daniel Foersters »Kapitulation« ist eine Produktion des Jugendclubs Schauspiel Stuttgart.

Jazz im Theaterhaus, T2, 18.30 Uhr 25. Internationale Theaterhaus Jazztage 2011: Trionfante Musica 1
 Mit einer Uraufführung: Iiro Rantala spielt mit Jasper van’t Hof

Premiere im Kammertheater »Fragile« von Tena Štivičić läuft nur bis 29. Mai!

Sa, 30. April

Jazz im Theaterhaus, T3, 19 Uhr Trionfante Musica 2

Ausstellungsstart Staatsgalerie »Kollwitz – Beckmann – Dix – Grosz«. Im Fokus: das Schaffen von Käthe Kollwitz. Bis 7. August.

Sa, 23. April

Mo, 2. Mai

Jazz im Theaterhaus, T2, 21 Uhr 25. Internationale Theaterhaus Jazztage 2011: Jazz populaire 2, bis 25. April.

Uraufführung zeitoper x, Württembergische Landesbibliothek, 20.30 Uhr Matthias Rebstock inszeniert Ming Tsaos »Die Geisterinsel«, Musik: Stefan Schreiber.


Gespräche über Kunst V, Galerien für Kunst und Technik, Schorndorf 20 Uhr Die Kunsthistorikerin spricht über Ricarda Geib Kunstvermittlung.

Fr, 6. Mai

Di, 3. Mai bis So, 8. Mai

Kuratorenführung, Kunstmuseum, 18 Uhr »Kosmos Rudolf Steiner« mit Simone Schimpf www.kunstmuseum-stuttgart.de

Eröffnungsabend: 18. Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart, Gloria, 20 Uhr Bis 8. Mai ist Stuttgart eine Trickfilm-Metropole – mit rund 500 Animationsfilmen, spannenden Wettbewerben, hochkarätigen Gästen und buntem Rahmenprogramm. www.itfs.de Lesung in der Schiller Buchhandlung, 20 Uhr Thomas Hoeth: »Erblast«.

Di, 3. bis Fr, 6. Mai

FMX 2011
im Haus der Wirtschaft 16th Conference on Animation, Effects, Games and Interactive Media: Die FMX 2011 widmet dem populären Zauberlehrling Harry Potter eine eigene Vortragsreihe. www.fmx.de Vernissage Akademie der Bildenden Künste, 18 Uhr Ausstellung der Staatsexamina, bis 8. Mai.

Mi, 4. Mai

Ballett im Opernhaus, 19 Uhr Choreografien von »Cranko/Van Manen/ Béjart« – bis 27. Juni. Uraufführung in der Werkhalle »Das Gestell / Car Wash«: Doppelvorstellung der Koproduktion des Schauspiels Stuttgart und dem Teatre Romea, Barcelona. Theaterpremiere im Theaterhaus, 20.15 Uhr Das Irrlichttheater Stuttgart mit Thomas Bernhardts »Einfach kompliziert«und Gesprächsrunde mit Regisseurin Freia Fischer und Literaturwissenschaftlern.

Do, 5. Mai

Gesprächsabend, Galerie Anja Rumig, 20 Uhr Ernst Wolf zum Thema »Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen« Tanzpremiere in der Karlskaserne, Ludwigsburg, 20 Uhr Das Altentanztheater Ensemble Zartbitter zeigt »Ausgesessen«. Bis 7. Mai.

Lesung im Wilhelmspalais, 20 Uhr Melda Akbas: »So wie ich will« - in der Reihe »LiteraTürkei«

Tanztheater im Theaterhaus, 20.30 Uhr Ausnahmechoreografin Helena Waldmann zeigt ihr eindrucksvolles Stück über Demenz »revolver besorgen«. Auch 7. Mai.

Sa, 7. Mai

KunstNacht in der Staatsgalerie, ab 18 Uhr Heldinnen: Sammlung, Sonderausstellung und Vortragssaal: »Pandora und ihre Töchter« Konzert im Theaterhaus, 20 Uhr Giora Feidmann & Friends – World Klezmer
Jubiläums Tournee Auch Mitte 70 ist die Spielfreude von Jahrhundert-Klarinettisten Giora Feidman ungebremst. Sitzkissenkonzert im Opernhaus, 12 bis 17 Uhr Zum European Opera Days lädt die Junge Oper Kinder ab vier Jahren samt Familien und Freunde zum Lauschfuchs-Tag ein..

So, 8. Mai

Uraufführung im Tonstudio, TheodorHeuss-Strasse 23, 20.30 Uhr »126 Kanäle..... Lebensmittel Liebe«: Textund Mediencollage mit Nana & Friends bzw. Nana & Jens. Termine: 22.05. + 05.06.2011, je 20.30 Uhr www.nana-and-friends.de Vernissage Galerie Artkelch, Sammlung Klein, Eberdingen-Nussdorf, 11–16 Uhr Die Freiburger Galerie präsentiert zur Wanderausstellung »Pro Community« Aboriginal Art aus den südaustralischen APYLands. Vorträge: Robyn Kelch, 11.30 Uhr und 14.30 Uhr. Preisverleihungsgala, Gloria, 20 Uhr 18. Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart


Mo, 9. Mai

So, 15. Mai

Konzert in den Wagenhallen, 20 Uhr 17 Hippies – ausufernd tanzbare Musik vieler Instrumente und Stilarten. www.wagenhallen.de

Führung, Sammlung Klein, EberdingenNussdorf, 14 Uhr Führung für Erwachsene durch die Hängung #7 mit dem Schwerpunkt »Gedächtniskultur«zum Internationalen Museumstag »Museen unser Gedächtnis«, 3 Euro Geschichten der Symbole auf den Aboriginebildern: Führung und Workshop für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren. 2,00 Euro inkl. Material.

Theater in der Rampe, 20 Uhr Agnès Michaux »Fritz Lang – Die Entscheidung«: Ein Monolog von und mit Stephan Bruckmeier.

Konzert im Treffpunkt Rotebühlplatz, 19 Uhr »Explosion der Gefühle II«: Traditionelle koreanische Kammermusik vom Ende der Joseon-Ära, Ende 19. Jahrhundert.

Mi, 11. Mai

Internationaler Museumstag, Museen in Stuttgart und Region, 10-18 Uhr »Wer entscheidet heute, an was wir uns morgen erinnern werden?« fragt die UNESCO seit 1992 in ihrem Programm »Gedächtnis der Menschheit«. www.museumstag.de

Start des neuen Clubs, Opernhaus, 18 Uhr »Junge Oper 50+« Jeden Montag treffen sich theaterbegeisterte Leute ab 50 Jahren. Anmeldung: 0711 2032320 oder koen. bollen@staatstheater-stuttgart.de

Di, 10. Mai

Lesung im Vaihinger Buchladen, 20 Uhr Astrid Rosenfeld: «Adams Erbe« www.vaihingerbuchladen.de

Do, 12. Mai

Vortrag, Vortragssaal, Staatsgalerie, 19.30 Uhr »Constables Himmel« Meteorologisches Zeugnis oder Gefühlsträger?, mit Prof. Dr. Werner Busch

Fr, 13. Mai

Vernissage, Kunstmuseum, Frischzelle, 19 Uhr Frischzelle_14: Michal Budny Tanz im Kulturcafe Merlin, 20.30 Uhr Choreografin Antje Jetzky und Komponist Ulrich Wedlich zeigen »Sonata 4..2. Spiel.Satz.Sieg?«. Vernissage, Graphik-Kabinett Backnang, 18.30 Uhr Im Bann der Planeten: Das kosmologische Weltbild der frühen Neuzeit, bis 14. August www.galerie-der-stadt-backnang.de Vernissage, Galerie der Stadt Backnang, 20 Uhr Arbeiten von Peter Holl

Sa, 14. Mai

Vernissage, Galerie Edith Wahlandt, 11 Uhr Katharina Hinsberg, bis 16. Juli www.edith-wahlandt-galerie.de

Konzert im Forum Ludwigsburg, 19 Uhr Martin Grubinger & Friends: »Under the Sign of Rhythm« Der österreichische Multipercussionist begeistert die Massen.

Mi, 18. Mai

Lesung und Gespräch im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Nava Semel: »Kann man über den Holocaust schreiben«. Prof. Anat Feinberg spricht mit der jüdischen Schriftstellerin Nava Semel über die Situation der zweiten Generation der Kinder von Überlebenden des Holocausts. Konzert im Laboratorium, 20,30 Uhr The Speed Kings of Gypsy Brass Fanfare Ciocarlia lassen es krachen.

Fr, 20. Mai

Vernissage, Württembergischer Kunstverein, 19 Uhr Rabih Mroué: »People Are Demanding«, bis 31. Juli. www.wkv-stuttgart.de


Tanztheaterpremiere in der Rampe, 20 Uhr Katja Erdmann-Rajski zeigt den 5. Teil ihre Reihe Wahlverwandschaften »Die Zelle. Hitchcocks Traum(a)«. Bis 28. Mai.

Vortrag Galerie Stihl, Waiblingen, 20 Uhr Petra von Olschowski spricht über »Raum schaffen für die Kunst«

Eröffnungskonzert, Theater im Forum, Ludwigsburg, 20 Uhr Die Ludwigsburger Schlossfestspiele starten mit Alegre Corrêa Group und dem Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele, dirigiert von Christian Muthspiel

Vernissage, Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal, 19 Uhr Zin Taylor: »The Units/Die Einheiten«, bis 10. Juli www.ursula-blickle-stiftung.de

Sa, 21. Mai

Ausstellungsstart Staatsgalerie Die Akademie im Museum. Künstler als Professoren in Stuttgart 1761-1920. Bis 8. Mai. Konzert im Theaterhaus, 20 Uhr Erika Stucky - Bubble Family Premiere in der Arena »Metropolis / The Monkey Wrench Gang« mit Texten von Fritz Lang, Thea von Harbou, Edward Abbey, und Stuttgarter Bürger/ innen Fassung von Volker Lösch und Beate Seidel. Bis 3. Juli!

Sa, 28. Mai

Opernpremiere Opernhaue, 19 Uhr Regisseur Calixto Bieito inszeniert »Il trionfo del Tempo e del Disinganno« von Georg Friedrich Händel. Sébastien Rouland dirigiert. Benefiz-Tanzgala im Theaterhaus, 19.30 Uhr Zugunsten der Alzheimerforschung lädt Gauthier Dance-Chef Eric Gauthier wieder Kompanien aus Deutschland und Europa mit ihren besten Tänzern.

So, 29. Mai

Di, 24. Mai

Vernissage, Villa Merkel, 11 Uhr Darren Almond, bis 21. August www.villa-merkel.de

Mi, 25, Mai

Oper im Wilhelmatheater, 18 Uhr Die Opernschule zeigt Jaques Offenbachs »Orphée aux Enfers«.

Vernissage Kunstakademie Stuttgart, 18 Uhr »oh make me – words – see!« Bis 27. Juli. Tanz im Theaterhaus, 20 Uhr Gauthier Special präsentiert die Choreographien von Eric Gauthier.

25. bis 29. Mai

Festival Tanz! Heilbronn 2011 Afrikanische, asiatische und deutsche Tanzschaffende auf allen Bühnen und in der Stadt! www.theater-heilbronn.de

Do, 26. Mai

Lesung und Gespräch im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Liz Murray: »Als der Tag begann«. Schauspielerin Sandra Borgmann liest, Journalist Günter Keil moderiert. Uraufführung im Theater im Forum, Ludwigsburg, 20 Uhr Mnozil Brass »Blofeld« – Musiktheater

Mo, 30. Mai

Lesung im Wilhelmspalais, 19.30 Uhr Lesung der Literaturstipendiaten 2010 des Landes Baden-Würrtemberg: Sudabeh Mohafez, Patrick Findeis und Björn Kern.

Di, 31. Mai

Vernissage Württembergische Landesbibliothek, 20 Uhr »F.H.E. Schneidler – Buch und Schrift als Kunst« anlässlich 250 Jahre Kunstakademie www.wlb-stuttgart.de


SuR – KulturPolitik für Stuttgart und Region Herausgeber und Redaktionsleitung: Eva Maria Schlosser (V.i.S.d.P.) und Petra Mostbacher-Dix www.sur-kultur.net, mail: redaktion@sur-kultur.net Kontaktadressen: Eva Maria Schlosser Forststraße 180 70193 Stuttgart T 0711-636 28 29 Petra Mostbacher-Dix Eichenweg 1 / 2 70839 Gerlingen T 07156/434 512 Mitarbeiter dieser Ausgabe: Günter Baumann (gb), Pascaline Budow (pb), Claus Dick (cd), Dietrich Heißenbüttel, Ina Hochreuther (hoc), Inge Jentzsch, Thomas Klingenmaier (tkl), Sigrun Lutz (sl), Susanne Sinn (sus) www.sur-kultur.net redaktion@sur-kultur.net Grafik, Design und Anzeigen: Wessinger und Peng T 0711-66 48 00 38 M 0170-352 43 64 grafik@sur-kultur.net info@wessingerundpeng.com Titelbild: Alex Kern, hallo@alexkern.com Fotos: Redaktion; Roland Dahl – Fotolia, Claus Dick, Oskar Henn, Andreas Reiner, Eric Vazzoler, PR; Galerien und Museen; Verlage; Veranstalter Druck: UWS Papier & Druck GmbH Libanonstraße 72 a 70184 Stuttgart Auflage: 5.000 Exemplare Erscheinungsweise: alle zwei Monate Die nächste Ausgabe erscheint Ende Mai, Redaktionsschluss ist der 15. Mai, Anzeigenschluss und Kalenderschluss: 20. Mai SuR liegt an folgenden Stellen aus: Akademie der Bildenden Künste, Atelier am Bollwerk, Filmgalerie 451, Galerienhaus, i-Punkt, Literaturhaus, Rathaus, Rotebühlzentrum, Staatsgalerie, Theaterhaus, WKV, weitere Galerien und Kulturinstitutionen in Stuttgart und Region Mediadaten unter www.sur-kultur.net... ...und immer wieder Neues auf:

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