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Beuys für alle Kunsthalle Vogelmann eröffnet in Heilbronn Der dreigeschossige Kubus thront im Quader. Akzente setzen das Fensterband, die Hülle aus im Licht changierenden Aluminiumpanelen sowie die Foyer-Glasfront: Die Kunsthalle Vogelmann in Heilbronn, neuer Erweiterungsbau am Konzert- und Kongresszentrum Harmonie des Zürcher Architekt Felipe Rodriguez, besticht durch formale Geschlossenheit und Raffinesse. Zu den 5,6 Millionen Euro Baukosten spendete die Ernst Franz Vogelmann Stiftung eine Million, den Rest trägt Stadt und Land. Bespielt werden die 800 Quadratmeter vom örtlichen Kunstverein sowie von den Städtischen Museen. Und die eröffnen am 2. Oktober zum Heilbronner Kunstwochenende – Motto »Kunst für alle« – die Kunsthalle mit der Schau »Beuys für alle! – Multiples und Auflagenobjekte!« und Aktionen. Beuys, Mann der konkreten Utopien, gab 577 Multiples heraus, um Ideen zu verbreiten, die Städtischen Museen besitzen rund 300 Glanzstücke. Sie stammen aus der Sammlung von Manfred Ballmann, 2007 erwarb sie die Vogelmann-Stiftung als Dauerleihgabe für die Museen. Rund 80 davon wollen Direktor Marc Gundel und Kuratorin Rita Täuber zum BeuysJahr 2011 präsentieren. Täuber: »Beuys hat Multiples gern verdichtet in Vitrinen gezeigt, wir gehen weg davon, weil die Werke auch einzeln vom Betrachter rezipiert werden.« Dabei: der berühmte Filzanzug, »Das Schweigen« oder die »CapriBatterie« (s. Foto) sowie Werke von Vorläufer und Zeitgenossen. Apropos: Schauplatz von Beuys erstem Happening war 1945 der Heilbronner Hauptbahnhof. (pam) www.museen-heilbronn.de/

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SuR 12  

KulturPolitik für Stuttgart und Region

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