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TALENTSCHMIEDE

Ex-IDM-Fahrer in der WM

ES WAR EINMAL...

Karriererückblick Giuseppetti & Teuchert

ZURÜCK ZU DEN WURZELN Max Neukirchner im Interview

CIRCUIT ZOLDER

Streckenvorstellung Markus Reiterberger

BEZIEHUNGSKISTEN IDM-Teamchefs und ihre Fahrer


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Nachdem wir Ende 2012 die Motor Events GmbH gegründet und uns als neuer Promoter der Serie engagiert haben, haben wir nun gemeinsam mit Fahrern und Teams aller Klassen die erste Saison 2013 erfolgreich absolviert.

»Motor Events HMP GmbH« v.l. Hofmann, Poensgen, Meier

Inzwischen steht die Saison 2014, die vom 2. bis 4. Mai auf dem Lausitzring gestartet wird, kurz bevor und die Spannung vor dem ersten Rennen wächst mit jedem Tag. Unsere im letzten Jahr gesammelten Erfahrungen haben wir in der Winterpause ausgewertet und in die diesjährige Planung einfliessen lassen. Auch im anstehenden Motorradsport-Jahr werden wir wieder Augen und Ohren offen halten, um die Meisterschaft mit vereinten Kräften weiter voran zu bringen. Mit den Herstellern BMW Motorrad, Honda, Yamaha und Suzuki haben wir die Pool-Verträge erfolgreich verlängert und dürfen seit diesem Jahr erstmals auch Ducati Deutschland in unserer Mitte begrüssen. Desweiteren können wir mit Schmierstoff-Hersteller Motorex einen neuen Service-Partner und mit Touratech einen neuen Pool-Partner präsentieren. Unsere Ziele für 2014 sind klar. Wir wollen die SUPERBIKE*IDM zukunftsfähig machen und wünschen allen Fans und Fahrern spannende und faire Wettkämpfe und allen Beteiligten eine sportlich erfolgreiche und unfallfreie Saison. In dieser Ausgabe unseres Magazins berichten wir dieses Mal über das ganz spezielle Verhältnis zwischen Teamchefs und ihren Fahrern, machen Bekanntschaft mit Seitenwagen-Legende Rolf Steinhausen und seinem Sohn Jörg und erinnern uns zusammen mit Dario Giuseppetti und Jörg Teuchert an ihre ersten Fahr-Versuche. Viel Spass mit der neuen Ausgabe unseres INSIDE SUPERBIKE*IDM Magazin. Josef Hofmann Bert Poensgen Josef Meier

+++ Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns die Nachricht, dass die Klasse IDM Moto3 bzw. die DMSB Moto3 Trophy in der Saison 2014 nicht stattfinden wird. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter: www.superbike-idm.de +++

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ADAC Junior Cup powered by KTM:

ADAC Pocket Bike Cup*, ADAC Mini Bike Cup:

12.4. – 16.4. 2.5. – 4.5. 20.6. – 22.6. 27.6. – 29.6. 11.7. – 13.7. 18.7. – 20.7. 8.8. – 10.8. 22.8. – 24.8. 19.9. – 21.9.

25.4. – 27.4. 24.5. 30.5. – 1.6. 21.6. 5.7. 2.8. 16.8. 23.8. 6.9. 13.9. 27.9.

Einführungslehrgang Lausitzring Oschersleben Nürburgring Sachsenring (GP) Schleiz Assen (NL) Langstreckenweltmeisterschaft Hockenheim

Einführungslehrgang Schlüsselfeld* Cheb* Faßberg* Oschersleben Schlüsselfeld Templin* Harsewinkel* Bopfingen* ine unter m r e T d n u s Info Wittgenborn* / motorsport e .d c a d .a w w w Schlüsselfeld* Sachsenring

Anmeldung und Infos bei: Ernst Bernecker • Telefon (0 89) 76 76 44 53 • Fax (0 89) 76 76 44 30 ernst.bernecker@adac.de • www.adac.de/motorsport Unsere Partner:

INSIDE SUPERBIKE*IDM


08 10 12 14 36 43 46 50 58 08 10 12 14

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Alle Rechte vorbehalten. Inhalt und Struktur des Magazins sind urheberrechtlich geschützt. Die Vervielfältigung sämtlicher Inhalte bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Motor Events HMP GmbH. Der Herausgeber übernimmt keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Texte und Fotos.

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01 02.04. - 04.05.2014 LAUSITZRING

04 27.06. - 29.06.2014 NÜRBURGRING

07 21.08. - 24.08.2014 OSCHERSLEBEN II*

02 30.05. - 01.06.2014 ZOLDER (B)

05 18.07. - 20.07.2014 SCHLEIZER DREIECK

09 12.09. - 14.09.2014 LAUSITZRING II**

03 20.06. - 22.06.2014 OSCHERSLEBEN

06 08.08. - 10.08.2014 ASSEN (NL)

09 19.09. - 21.09.2014 HOCKENHEIMRING

* Es fahren nur die Klassen Supersport, Yamaha R6-Dunlop-Cup und ADAC Junior Cup powered by KTM ** Es fahren nur die Klassen Superbike und Superstock 1000 im Rahmen der DTM

ASSEN

OSCHERSLEBEN LAUSITZRING ZOLDER SCHLEIZER DREIECK NÜRBURGRING

HOCKENHEIMRING

superbike-idm.de

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INSIDE SUPERBIKE*IDM


R 1200 GS

R 1200 RT

S 1000 RR R 1200 GS Adv

K 1600 GT

K 1300 S

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TALENTSCHMIEDE D

ie WM ist wohl das erklärte Ziel für jeden jungen Rennfahrer, der Weg dorthin beginnt meist in Nachwuchs-Cups und nationalen Meisterschaften. Die SUPERBIKE*IDM gilt international als hervorragende Talentschmiede für junge Fahrer die es einmal ganz nach oben schaffen können. Wir präsentieren Euch einige WM-Racer die bereits in der SUPERBIKE*IDM für Furore gesorgt haben.

Stefan Bradl konnte 2005 einen Meistertitel in der IDM 125 feiern. Heute fährt er erfolgreich für das Team LCR Honda in der MotoGP.

INSIDE SUPERBIKE*IDM


© Paddock s.t.o Sandro Cortese Dynavolt Intact GP, Moto2 © Argiñano & Gines Racing

Tom Lüthi (CH) Interwetten Paddock, Moto2

Dominique Aegerter Technomag carXpert, Moto2

© KTM RedBull Ajo Motorsport

Jonas Folger Team AGR, Moto2 © Team Tech 3

Jack Miller Red Bull KTM Ajo, Moto3 © KTM RedBull Ajo Motorsport

Marcel Schrötter Tech 3, Moto2

Karel Hanika Red Bull KTM Ajo, Moto3 11


Facebook-News rund um die SUPERBIKE*IDM von Freunden, Fans und Teams.

AMC Schleizer Dreieck e.V. im ADAC Jetzt für das Schleizer Dreieck werben! Liebe Dreieck Fans, wir brauchen eure Hilfe im Jahr 2014. Wir haben zum ersten Mal einen Heckscheibenaufkleber mit unseren Veranstaltungen gefertigt und würden uns freuen, wenn Ihr diesen für uns auf Euer Auto klebt! Für einen Unkostenbeitrag von 10€ erhaltet Ihr den Aufkleber beim AMK Info Verlag in Schleiz, gerne wird dieser auch direkt aufgeklebt. Als Dankeschön erhaltet Ihr von uns eine gratis Eintrittskarte für alle Bereiche beim Sparkassen Classic Grand Prix 2014. Jetzt Aufkleber bestellen unter: info@amk-info-verlag.de oder direkt über unsere Facebookseite. Es erfolgt auch ein kostenloser Versand!

Fast Bike Service Liebe Kunden habt bitte Verständnis das wir unseren kleinen nicht verstecken wollen .... Darum mussten 3 Kundenparkplätze dran glauben :)

TEAM YAMAHA MOTOR GERMANY Next week start our season. With the new sponsor we have for sure one hp more! :)

IDM (Int. Deutsche Motorradmeisterschaft) Wir sagen DANKE für 8.000 Fans!

Nina Prinz Nur für euch... Nina Prinz Schlüsselanhänger! Hier ganz einfach in meinem Onlineshop bestellen... zu jeder Bestellung gibts ne Autogrammkarte dazu. www.onlineshop.ninaprinz.de

Ladies Sidecar Racing Germany Erste Fahrt nach dem Unfall

Markus Reiterberger Auf den Heimweg von Assen, super Test! Beide Rennen der ONK gewonnen. Wir konnten wieder viel ausprobieren am Bike und machen dann Ende April beim Auftakttraining am Lausitzring weiter, damit wir vom 2. - 5. Mai wieder vorne dabei sind Reiti#21

Roman Stamm Gleich gehts zur Rennstrecke in Almeria, aber wir mussten noch einen kurzen Stop machen bei einem Auto mit Blaulicht... Fakten folgen...

Inhalte und Nachrichten werden von INSIDE SUPERBIKE*IDM nur dargestellt, Copyright für Text und Bild liegt bei den jeweiligen Autoren.


Willkommen am Lausitzring!

www.wilbers-bmw-racing.de

02.-04. Mai 2014

www.hp4-race-support.de


IDM-Teamchefs und ihre Fahrer

S

ie sprechen deutsch, tschechisch, französisch, finnisch oder italienisch. Und am Ende sprechen sie doch alle eine Sprache, die jeder versteht. Teamchefs und ihre Fahrer entwickeln auf ihrem gemeinsamen Weg oft eine enge Beziehung zueinander und unter zu Hilfenahme von Händen und Füssen überwindet man jede Sprachbarriere. Denn das Ziel ist in einem Team für alle gleich, vom Teamchef bis hin zum Reifen-Mann: Der sportliche Erfolg, angetrieben durch die Leidenschaft für den Rennsport, die bei allen gleich stark vorhanden ist, egal in welcher Sprache. INSIDE SUPERBIKE*IDM stellt die oftmals bunt gemischten Kombinationen aus Teamchef und Fahrer vor.

INSIDE SUPERBIKE*IDM


WERNER DAEMEN

VAN ZON-REMEHA-BMW

ALTER FAHRER

42 Jahre #21 Markus Reiterberger (IDM Superbike) #91 Bastien Mackels (IDM Superbike) #22 Leon Bovee (IDM Superstock 1000)

Dein erstes Motorrad? Italjet 50 cc Bist Du selber Rennen gefahren? Ich bin bis 2005 in der Supersport-WM gefahren und danach noch ein paar Jahre in der IDM Superbike. Wie bist Du als Chef? Vor dem Rennen nicht so einfach. Einfach werde ich erst, wenn das Rennen rum ist. Ich habe da zwei Gesichter. Wenn jemand nicht ehrlich ist, werde ich streng. Wenn jemand nicht fürs Team arbeitet und glaubt, hinter meinem Rücken sein eigenes Ding machen zu können, kann ich richtig böse werden. Dein größter Erfolg? Als Fahrer sicherlich im Jahr 2009. Ich hatte mir bei einem Sturz beide Beine gebrochen und habe fünf Wochen später mit der komplett neuen BMW auf dem Lausitzring den zweiten Platz im IDM-Rennen geholt. Als Teamchef sicherlich im letzten Jahr. Nicht nur wegen der beiden Titel, sondern auch weil wir so ein tolles Team waren. Was treibt Dich an? Ich liebe den Rennsport und will gewinnen. Die letzte Minute vor dem Start... ... bin ich sehr nervös. Noch stärker als zu der Zeit, wo ich noch selber gefahren bin. Ich verliere ja dann die Kontrolle über die Geschehnisse auf der Strecke.

MARKUS REITERBERGER über Werner Daemen:

» Werner ist sehr wichtig für mich als Fahrer. Er fing ähnlich an

wie ich, er weiß daher, wann ich wie fühle und kann mich immer stärken. Er lässt mir immer meinen Freiraum und man kann über alles reden. Lustig ist es sowieso immer. Wenn es ernst wird, bleibt er cool und unterstützt das ganze Team. Er organisiert immer sehr viel für alle und plant weitsichtig. Er erkennt die gute Arbeit von Teammitgliedern an und bedankt sich immer bei allen. Das alles freut mich und ich hoffe, ich kann noch lange mit ihm zusammenarbeiten. Was er nicht so mag: Wenn ich vor dem Renntag nicht schlafen gehe, wenn er das sagt.« INSIDE SUPERBIKE*IDM

© PersRacing


»ICH LIEBE DEN RENNSPORT UND WILL GEWINNEN.« © PersRacing

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CARSTEN FREUDENBERG

FREUDENBERG RACING TEAM

ALTER FAHRER

41 Jahre #96 Jonas Geitner #36 Max Enderlein #18 Max Maurischat (IDM Supersport) #11 Max Fritzsch (Yamaha-Dunlop-R6 Cup) #50 Lukas Trautmann (Yamaha-Dunlop-R6 Cup)

Dein erstes Motorrad? MZ ETZ 150 Bist Du selber Rennen gefahren? Ja, drei Jahre MZ Cup. Von 2000-2002 und in den Jahren 2001 und 2002 war ich Meister. Wie bist Du als Chef? Da musst Du besser unsere Mitarbeiter fragen. Es ist immer schwer, sich selbst einzuschätzen. Ich bin jedenfalls ehrgeizig, zielstrebig und nur als Team ist man erfolgreich. Dein größter Erfolg? Europameistertitel 2013 mit Karel Hanika, und drei Mal Deutscher Meister Was treibt Dich an? Erfolg zu haben. Die letzte Minute vor dem Start... ... versuche die Ruhe in Person zu sein und hoffe, dass alles gut läuft.

JONAS GEITNER über Carsten Freudenberg:

» Mit

den Freudenbergs kann man arbeiten. Sie sind in Deutschland klar die Nummer 1, wenn es um die Ausbildung im Motorradsport geht. Natürlich sagt mir Carsten, wo ich Dinge verbessern kann. Aber ich bin ja froh darüber, wenn mir das einer sagt. Was er nicht so mag ist, wenn man an der Rennstrecke dem ganzen Trubel aussen rum zu viel Aufmerksamkeit schenkt. Er erinnert mich auch schon mal daran, vor dem Rennen rechtzeitig ins Bett zu gehen. Seine Tipps haben sich bis jetzt alle bewahrheitet.« © Freudenberg Racing INSIDE SUPERBIKE*IDM


»ERFOLG ZU HABEN TREIBT MICH AN.« © Freudenberg Racing

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MICHAEL GALINSKI

YAMAHA MOTOR DEUTSCHLAND

ALTER 55 Jahre FAHRER #25 Matej Smrz (IDM Superbike) #65 Luca Hansen (IDM Superbike) Dein erstes Motorrad? Honda CB 750 F Bist Du selber Rennen gefahren? Ja, von 1981-2003 (deutscher Meister SB, BOT, Weltseriensieger SOT). Wie bist Du als Chef? Ehrgeizig; aber immer teamorientiert. Geht es dem Team gut, kommen auch die gemeinsamen Erfolge. Dein größter Erfolg? 2005 in einem Jahr Erster und Zweiter im FIM Cup (Didier Van Keymeulen, Kenan Sofuoglu) und deutscher Meister IDM Superbike mit Stefan Nebel und beim letzten FIM Rennen (Magny Cours) hatten wir drei Fahrer auf dem Podium. Was treibt Dich an? Spass, Ehrgeiz Die letzte Minute vor dem Start... ... will ich lieber selber fahren.

MATEJ SMRZ über Michael Galinski:

» Er ist ein Racer. Für jeden aktiven Fahrer ist es das Beste,

wenn sein Boss ein ehemaliger Pilot ist. Und Michael ist ein Ex-Fahrer und ein schneller noch dazu. Ich denke, wir sind mehr Freunde als Teamchef und Fahrer. Aber wir arbeiten auf einem wirklich professionellen Level zusammen. Ich kenne die Leute aus dem Fahrerlager. Michael ist hart aber sehr fair.«

INSIDE SUPERBIKE*IDM


»GEHT ES DEM TEAM GUT, KOMMEN AUCH DIE GEMEINSAMEN ERFOLGE.« 21


DENIS HERTRAMPF

HPC-POWER SUZUKI RACING

ALTER FAHRER

«Jung, aber grau. Aber ich habe gehört, grau macht interessant.» #47 Marc Buchner (IDM Superbike) #52 Vincent Philippe (IDM Superbike) #44 Christian Stange (IDM Supersport) #82 Vittorio Iannuzzo (IDM Supersport)

Dein erstes Motorrad? Suzuki TS 50X Bist Du selber Rennen gefahren? Ja, aber zu langsam. Wie bist Du als Chef? Freundlich, aber anstrengend. Dein größter sportlicher Erfolg? In der der IDM Superstock ein Rennen im Rahmen der Moto GP gefahren zu sein. Was treibt Dich an? Technische Innovation, Weiterentwicklung, Ergebnisse Die letzte Minute vor dem Start... ... freue ich mich auf das Rennen.

VITTORIO IANNUZZO über Denis Hertrampf:

» Ich kenne Denis Hertrampf noch nicht wirklich gut. Aber

nach unseren zehn gemeinsamen Testtagen habe ich schon ganz gut verstanden, wie er tickt. Er ist ein wirklich netter Mensch mit einer gewinnenden Einstellung. Er arbeitet sehr hart. Eines hat mich wirklich überrascht, dass er bei seiner Arbeit immer ein Lächeln auf den Lippen hat. Das ist einfach fantastisch.«

© Jörg Klöppner INSIDE SUPERBIKE*IDM


»ALS CHEF BIN ICH FREUNDLICH ABER ANSTRENGEND.« 23


JENS HOLZHAUER

HONDA HOLZHAUER RACING PROMOTION

ALTER 42 Jahre FAHRER #18 Michael Ranseder (IDM Superbike) #44 Danny de Boer (IDM Superbike) Dein erstes Motorrad? Suzuki GSXR750 Bj.1991 Bist Du selber Rennen gefahren? Ja. Zehn Jahre, aber nur Club Sport. Wie bist Du als Chef? Manchmal zu gut. Aber ich denke kooperativ, bin ständig offen für Neues und spontan. Und manchmal auch verrückt. Dein größter Erfolg? Meine zwei bezaubernden Kinder. Drei Mal Deutscher Meister in der Klasse Superbike und ein Tag auf der Rennstrecke mit Mick Doohan und Michael Schumacher zusammen. Was treibt Dich an? Der Erfolg und das Streben nach was Neuem. Die letzte Minute vor dem Start... ... so jetzt liegt es nicht mehr in meiner Hand, er macht das schon.

MICHAEL RANSEDER über Jens Holzhauer:

» Jens ist ziemlich strategisch und sehr analytisch, würde ich

sagen. Ausserdem muss ich ganz klar sagen, dass er beim Motorrad die Liebe fürs Detail hat. Und wir trinken gerne mal ein Bier.«

INSIDE SUPERBIKE*IDM


»ICH BIN STÄNDIG OFFEN FÜR NEUES UND SPONTAN. UND MANCHMAL AUCH VERRÜCKT.« 25


THOMAS MAYER

SUZUKI STONELINE-MAYER

ALTER 31 Jahre FAHRER #25 Tatu Lauslehto (IDM Supersport) #95 Lenno Huthmacher (IDM Supersport) Dein erstes Motorrad? Aprilia RSW125 Bist Du selber Rennen gefahren? Ja Wie bist Du als Chef? Am besten Tatu fragen. Dein größter Erfolg? Der kommt noch. Was treibt Dich an? Hart am größten Erfolg zu arbeiten, Die letzte Minute vor dem Start... ... nervös.

TATU LAUSLEHTO über Thomas Mayer:

» Das ist keine leichte Frage. Wir haben gerade mal ein paar Tage zusammengearbeitet. Eins weiß ich sicher, er liebt spanische Fanta. Aber es ist wirklich ein leichtes und angenehmes Arbeiten mit ihm. Wir denken oft dieselben Sachen. Frag mich nach dem ersten Rennen nochmal, dann kann ich Dir mehr über ihn erzählen.«

© Suzuki Stoneline-Mayer INSIDE SUPERBIKE*IDM


»DER GRÖSSTE ERFOLG KOMMT NOCH.« 27


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ROMAN RASCHLE

KAWASAKI SCHNOCK SHELL ADVANCE

ALTER FAHRER

35 Jahre #13 Ville Valtonen (IDM Superstock 1000) #34 Chris Burri (IDM Superstock 1000) #14 Roman Stamm (IDM Supersport) #23 Christian von Gunten (IDM Supersport) #99 Jasha Huber (IDM Supersport)

Dein erstes Motorrad? Kawasaki ZX R 750 Bist Du selber Rennen gefahren? Ja. Von 2000 bis ins Jahr 2012 in der IDM Supersport. Wie bist Du als Chef? Ich bin offen für alles, auch für Neues. Leute, die nicht teamfähig sind brauche ich nicht. Bei mir läufts miteinander und nicht gegeneinander. Dein größter Erfolg? Fahrerisch sicher die zwei Titel in der Schweizer Meisterschaft und im Jahr 2009 der zweite Platz in der IDM Supersport beim Rennen in Schleiz. Was treibt Dich an? Ich mag die Technik und was man mit einem Motorrad alles machen kann. Ich will die Fortschritte umsetzen. Ausserdem ist Rennsport einfach geil. Es ist auch immer wieder eine Genugtuung, wenn wir Schweizer aus den Bergen runter kommen. Wir, die den Rennsport nur am Abend und am Wochenende betreiben, schneller sind, als manches Profi-Team. Das motiviert. Die letzte Minute vor dem Start... ...ich geh nochmals im Kopf alles durch. Obwohl es dann eh zu spät ist. Dann hoffe ich einfach, dass in der ersten Kurve alles gut geht.

ROMAN STAMM über Roman Raschle:

» Er sagt uns immer, falls wir mit dem Motorrad mal ein technisches Pro-

blem haben oder stürzen, dass wir niemals und unter gar keinen Umständen ohne die Kawasaki zur Box zurückkommen dürfen. Weil die Streckenposten das Motorrad manchmal unsanft behandeln. Da kennt er keine Verwandte. Er ist nicht nur Teamchef, er ist zugleich Kumpel. Mit ihm kann man über alles sprechen. Vor allem weiß er, wie ein Rennfahrer im Kopf funktioniert. Er lebt den Rennsport. Definitiv. Er geht ja normal zur Arbeit und das ganze zusätzlich am Feierabend und Wochenende. Das gibts wohl nicht ein zweites mal. Seine Freundin Claudia zieht ebenfalls voll mit. Auch sie ist oft in der Werkstatt und hilft Roman beim Motor ein- oder ausbauen oder reinigt stundenlang Teile, wenn wieder ein Motor revidiert werden muss.« INSIDE SUPERBIKE*IDM


»RENNSPORT IST EINFACH GEIL.« 31


DANIEL RAUH

LANGENSCHEIDT RACING by FASTBIKE SERVICE

ALTER FAHRER

36 Jahre #55 Pepijn Bijsterbosch (IDM Supersport) #89 Stefan Kerschbaumer (IDM Supersport) #90 Michael Ghilardi (IDM Supersport)

Dein erstes Motorrad? Yamaha DT80 LC2 Bist Du selber Rennen gefahren? Ja. Open Extrem 2004 und Seriensport aber nur zwei Jahre. Jetzt noch hier und da Hobby-Langstreckenrennen mit unseren IDM Motorrädern. Wie bist Du als Chef? Ich denke, ganz entspannt. Ich habe das gleiche Ziel wie meine Fahrer: Gewinnen. Dein größter Erfolg? Der erste Sieg in Oschersleben letztes Jahr in der IDM Supersport. Was treibt Dich an? Ich will zeigen, dass man mit Herz und einem guten Team viel erreichen kann. Die letzte Minute vor dem Start... ... bin ich ganz entspannt, weil das Team dann seinen Job gemacht hat. Jetzt liegt es am Fahrer.

STEFAN KERSCHBAUMER über Daniel Rauh:

» Wir sind eigentlich eher zufällig zusammengekommen, da

sein Fahrer abgesprungen war. Ihn kann nur schwer was aus der Ruhe bringen. Da sind wir glaube ich ziemlich ähnlich. Er ist sehr konsequent in der Vorbereitung der Motorräder und immer am Nachdenken, wie man was verbessern könnte. Dieses Jahr wird’s durch die drei Supersport-Fahrer richtig stressig, auch jetzt schon in der Vorbereitung. Doch bis jetzt läuft alles super.«

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»ICH HABE DAS GLEICHE ZIEL WIE MEINE FAHRER: GEWINNEN.« 33


BENNY WILBERS

WILBERS-BMW-RACING ALTER Noch recht jung FAHRER #9 Stefan Nebel (IDM Superbike) #69 Lucy Glöckner (IDM Superstock 1000) Dein erstes Motorrad? Suzuki GT 380 Bist Du selber Rennen gefahren? Ja, unter anderem in der WM mit eine MBA 125 und in der WM Endurance auf der Nordschleife. Wie bist Du als Chef? Streng und ehrgeizig, nicht immer beliebt. Dein größter Erfolg? Meine Frau und meine beiden Kinder Noah und Max. Was treibt Dich an? Das Leben. Die letzte Minute vor dem Start... ... stehe ich in der Box.

STEFAN NEBEL über Benny Wilbers:

» Diszipliniert, aber locker. Er hat meistens eine genaue Vor-

stellung und davon lässt er sich auch nicht abbringen. Mit den richtigen Argumenten kann man ihm manchmal noch eine andere Richtung aufzeigen. Er ist ein Chef, der Dinge auch einfach mal macht, wenn sie sein müssen. Im Sinne der Firma oder des Teams. Er zieht’s durch.«

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»ICH BIN STRENG UND EHRGEIZIG, NICHT IMMER BELIEBT.« 35


K

ein Rennfahrer wird als Weltmeister geboren. Der Weg ist oft lang und beschwerlich, bis es auf die große Bühne geht und den Zweirad-Artisten bei ihrem deutschen GP-Auftritt auf dem Sachsenring 200.000 Menschen zujubeln. Jeder WM-Pilot hat mal klein angefangen und sich über Nachwuchs-Projekte wie den ADAC Junior Cup oder Yamaha R6 Dunlop Cup den Weg an die Spitze erkämpft. Mit Dario Giuseppetti und Jörg Teuchert erinnern sich zwei Spitzen-Piloten, die es bis ganz nach oben geschafft haben, an ihre Anfänge.

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I

m Jahr 2000 tauchte ein damals 15-jähriger Berliner mit italienischen Wurzeln beim ADAC Junior Cup auf. Ein Jahr später holte er in der Nachwuchsschule den Titel und im Jahr 2004 ging es für ihn in die 125er-Weltmeisterschaft. Sein Name: Dario Giuseppetti. Bis heute einer der grössten Fans des vom ADAC im Jahr 1993 ins Leben gerufenen Konzepts. «Ich kam aus dem Moto Cross», erinnert sich der heute 29-jährige Giuseppetti. «Das erste Jahr war ganz schön chaotisch. Doch als der Erfolg kam, war mir klar, dass ich unbedingt im Motorradsport weitermachen wollte.» Die Vorteile des ADAC Junior Cups, heute ausgetragen auf einer KTM RC390 Cup 1 Zylinder 4-Takt mit cirka 38 PS, liegen für Giuseppetti klar auf der Hand. «Es ist wichtig, dass man die Kids nicht einfach in irgendeine Rennserie schmeisst», schildert er. «Sondern man muss sie in jungen Jahren an der Hand nehmen und mit ihnen arbeiten.» «Der ADAC Junior Cup wird auf einem professionellen Level ausgetragen», weiß der ehemalige Cup-Sieger, der seit damals jedes Jahr als Instruktor für die neue Fahrer-Generation dabei ist. «Sie fahren im Rahmen der SUPERBIKE*IDM auf guten Strecken.» Die Betreuung vor Ort ist umfassend. Man lernt nicht nur die Flaggensignale und das Verhalten in der Start-

aufstellung. «Man lernt auch, wie man sich gegenüber der Presse und den Medien benimmt», erinnert sich Giuseppetti. «Für mich war es eine schöne Zeit, an die ich mich gerne zurück erinnere.» In bester Erinnerung sind Giuseppetti im Kampf um den ADAC Junior Cup Titel auch die Zweikämpfe mit dem Schweizer Tom Lüthi geblieben, der den Cup im Jahr 2001 als Sechster beendete. Vier Jahre später wurde Lüthi Weltmeister in der 125er-WM und gehört heute zu den Titelfavoriten in der Moto2-WM. »

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01 2006 auf der MGM-R1 in Schleiz 02 2010 in der Box begleitet von Kameras 03 2012 die angenehmen Seiten des Jobs 04 2002 auf Honda in der 125ccm-WM 05 2009 auf der Hertrampf-Ducati 06 2002 mit 17 Jahren in der 125ccm-WM 07 2013 zu Besuch am Sachsenring

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dariogiuseppetti.de Dario Giuseppetti #32

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«I

ch war auch mal Anfänger», erinnert sich Jörg Teuchert, der im Jahr 2000 mit einem dramatischen Finale seine Karriere krönte und den Titel in der Supersport-Weltmeisterschaft holte. «Das ist jetzt über 20 Jahre her.» Im Jahr 1993 war Teuchert im damals frisch ins Leben gerufenen ADAC Junior Cup dabei und wechselte ein Jahr später in den Yamaha-Cup, der im Jahr 1994 mit der Yamaha FZR 600 R ausgetragen wurde. Den Titel verpasste er damals denkbar knapp. Mit gleicher Punktzahl wie der Cup-Sieger Johann Pröls blieb für Teuchert in seinem Debüt-Jahr der zweite Platz. Der spätere WM-Titel dürfte ihn über diesen Verlust hinweg getröstet haben. «Viele Kollegen von damals hat man dann später in der IDM wieder getroffen». Teuchert, der lange selbst als Instruktor im Yamaha-R6-Dunlop-Cup aktiv war, erinnert sich an seine erste Ausfahrt in der Nachwuchsschule. «Damals war Martin Wimmer Instruktor», erinnert er sich. «Als kleiner Pimpf hat man natürlich zu so jemand aufgeschaut. Dann wird man nervös, will besonders toll fahren und dann schleichen sich Fehler ein. Das geht heutigen Anfängern auch nicht anders.» «Im Yamaha-Cup wird absolute Chancengleichheit praktiziert», lobt Teuchert. «Es gibt klare Regeln und

VOM PIMPF ZUM WELTMEISTER keine grossen Diskussionen. Deswegen ist der Cup bis heute so erfolgreich und existiert seit über 30 Jahren. Manche der Betreuer sind seit 20 Jahren dabei, das bildet Vertrauen und man sieht, dass die Nachfrage und der Bedarf passt.»

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Š alpha Technik 06

01 2004 Laufsieg in Oschersleben auf MV Agusta 02 2006 Titelgewinn in der Klass IDM Superbike 03 2010 als amtierender Superbike-Meister 04 200 SSP-WM Titel auf alpha Technik-R6 05 2009 zweiter Meistertitel bei den Superbikes 06 2011 Schnell um's Eck auf seiner Yamaha 07 2012 Abschiedsjahr auf der Wilbers-BMW

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joergteuchert.de facebook.com/joerg.teuchert

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Leistungsänderungen Tuning | Racing Auspufftechnik Bremsentechnik Fahrwerkstechnik Fußrastenanlagen Lenker & Anbauteile Reifen & Felgen Werkstattzubehör Kühlung Zubehör

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Jรถrg & Rolf STEINHAUSEN Die erfolgreiche Seitenwagen-Familie im Doppelinterview.

Fotos: Mark Walters


Dein Karriere-Highlight? Unser Imola/Hockenheim Pendel 2003 war ohne Zweifel mein bisher schönstes Abenteuer als Fahrer. Unglaublich viele Leute haben uns damals dabei geholfen, beide Veranstaltungen bestreiten zu können. Das war ein Riesenspaß und hat auch noch hervorragend geklappt. Am Ende standen Pole und Sieg bei der WM in Imola sowie der IDM Titel. Der Tiefpunkt Deiner Karriere? Meine persönlich größte Pleite war wohl, Trevor Hopkinson 2001 bei der WM in Oschersleben zu verlieren und das erst 2 Kurven später zu realiseren. Damals war ich mit akuter Rückenverletzung unterwegs und hatte insgesamt nicht so viel gemerkt.

Jörg Steinhausen (li.) und Beifahrer Axel Koelsch (re.) nach ihrem ersten gemeinsamen WM-Lauf in Aragón

Welche Kurve ist die beste? Die Dingle Dell Schikane in Brands Hatch war jede Runde aufregend. Aus dem IDM-Kalender gefällt mir Kurve 13 (vor Boxenausfahrt) von Oschersleben am besten. Der schlimmste Spruch im Fahrerlager? „Rennabsage wegen Unwetter“, so geschehen in Phillip Island. 1 Woche unterwegs, Pole Position, aber kein Rennen. Hmpf. Ansonsten gebe ich nicht viel auf das Geschwätz zwischen Trucks und Zelten. Bist Du abergläubisch? Neee, gar nicht. Ich bin ziemlich sicher, dass weder Glückssocken am Fuß, noch ein altes Hufeisen in der Reisetasche Einfluss auf den Rennausgang haben. Was bedeutet Deine Startnummer? In der WM bedeutet sie, dass ich 2013 mein Ziel verpasst habe - da steht keine 1. Zum Comeback 2012 haben meine Kids die Nummer 39 ins Rennen geschickt, zusammengestellt aus ihren Geburtsjahren. Welchen Kinofilm hast Du zuletzt gesehen? Eiskönigin, völlig unverfroren Wo willst Du unbedingt mal Urlaub machen? Neuseeland wäre mal toll. Welchen WM-Sidecar würdest Du gerne mal ausleihen? Da habe ich keine Idee und keinen Wunsch. Unser Moped bekommt aber keiner geliehen. Beim wem hättest Du gerne mal Fahrstunden? Das ist leicht: Walter Röhrl Was ist Dir 2013 gut gelungen? Trotz diverser Schwierigkeiten bis zum Schluss durchgehalten und sogar nachgelegt zu haben.

Was kannst Du 2014 besser machen? Mich und mein Umfeld weniger verrückt zu machen, wenn es klemmt. Mit wem möchtest Du mal um die Häuser ziehen? Das ist auch leicht, kommt aber nur selten vor: Rita Steinhausen Warum Motorrad und nicht Auto? Zum Automobilsport habe ich erst spät und auch nur am Rande Kontakt bekommen, eher über die Technik. Mit Motorrädern bin ich aufgewachsen, also war der Weg einigermaßen klar. Beim MX hat es nicht so gut geklappt, danach wollte ich die Seite wechseln und Renningenieur werden. Ganz anders als damals gedacht, bin ich das jetzt für mich selbst. Du bekommst 10.000 € geschenkt. Was machst Du? Reicht das für eine Abschlussfeier im Herbst? Welches Lied hast Du auf dem Kopfhörer? Einige. Gerade läuft Eminem – Berzerk. Der letzte Gedanke, bevor die Ampel ausgeht? Gang drin? Checked!

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Dein Karriere-Highlight? Das waren die zwei WM-Titel in den Jahren 1975 & 1976. Der Tiefpunkt Deiner Karriere? Das war der Sturz in Brünn im Jahr 1979. Ohne den wäre der dritte WM-Titel drin gewesen. Es passierte auf dem ganz alten Kurs an der schnellsten Stelle. Welche Kurve ist die beste? Die Eau Rouge in Spa-Francorchamps

Jörg und Vater Rolf Steinhausen Rolf gründete 1967 sein erstes Seitenwagen-Team

Der schlimmste Spruch im Fahrerlager? Ich kümmere mich nicht um Andere. Bist Du abergläubisch? Nein, kein Stück.

Was kannst Du 2014 besser machen? Noch besser auf alles einzugehen, damit wir in diesem Jahr den Titel kriegen.

Was bedeutete Deine Startnummer? Das bedeutete mir auch nie was. Man könnte mir auch die Nummer 13 geben. Das war mir egal.

Mit wem möchtest Du mal um die Häuser ziehen? Wenn ich mal Zeit hätte durch Köln. Mit jemand der Spass versteht und was verträgt.

Welchen Kinofilm hast Du zuletzt gesehen? Das war, als ich meine Frau kennengelernt habe. Das ist jetzt 48 Jahre her.

Warum Motorrad und nicht Auto? Damals fehlte das Geld für Automobil-Sport und bei uns war eine Motorrad-verseuchte Gegend. Da bin ich dabei geblieben.

Wo willst Du unbedingt mal Urlaub machen? In Kanada

Du bekommst 10.000 € geschenkt. Was machst Du? Mal länger als nur acht Tage Urlaub.

Welchen WM-Sidecar würdest Du gerne mal ausleihen? Keinen. Wir haben den besten und nach anderen schau ich nicht.

Welches Lied hast Du auf dem Kopfhörer? Ich habe keine Kopfhörer.

Beim wem hättest Du gerne mal Fahrstunden? Bei Sebastien Loeb.

Der letzte Gedanke, bevor die Ampel ausgeht? Es wird wohl alles okay sein. Das habe ich auch früher selber immer gedacht. Man hat aber etwa 100.000 Gedanken im Kopf.

Was ist Dir 2013 gut gelungen? Gesund zu bleiben. steinhausen.de

Die LCR BMW für die Saison 2014 leistet rund 205 PS und wird von einem S 1000 RR Aggregat befeuert.

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MAX NEUKIRCHNER im Interview

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m Jahr 1997 startete Max Neukirchner (31) seine Karriere im ADAC Junior Cup. Über die IDM 125 und IDM 250 schaffte der Sachse innerhalb weniger Jahre den Sprung in die Superbike-Weltmeisterschaft, wo er mit zwei Laufsiegen und fünf Podestplätzen überzeugte. Nach dem Ausstieg eines privaten Investors war es Ende 2013 vorerst aus mit der WM-Karriere. Doch im SUPERBIKE*IDM-Team 3C Carbon Ducati fand Max Neukirchner ein neues Zuhause. Die Testphase hat das neue Team, in dem auch der Spanier Xavier Forés unter Vertrag ist, erfolgreich absolviert und alle erwarten gespannt den ersten Auftritt des ehemaligen WM-Piloten in der Superbike-Klasse.

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Die ersten Rennen der World-SBK sind bereits gelaufen. Hast Du die Rennen im Fernseher verfolgt und wie ging es Dir dabei? Ja klar habe ich die Rennen im Fernseher angeschaut. Ein bisschen traurig war ich schon, dass ich nicht dabei war. Aber dann habe ich mir gesagt: Mensch, Du bist in einem SuperTeam in der IDM untergekommen. Und wenn der Erfolg kommt, kann ich vielleicht irgendwann in Zukunft wieder meinen WM-Traum leben. Wann war klar, dass Du keinen Vertrag mehr für die WM bekommst? Mit dem Investor unseres WMTeams ging es lange hin und her und er hat von einem Tag auf den anderen seine Meinung gewechselt. Es war lange nicht sicher, wo es lang geht. Für mich gab es in der Zeit eine richtige Entscheidung und das war die, bei Ducati zu bleiben oder aufzuhören. Ich hatte dann Glück, dass das Team 3C Carbon ja zu mir gesagt hat und ich hatte auch Glück, dass ich auf dem Weg Ducati fahren kann. Sonst würde ich jetzt bei Ducati vielleicht irgendeinen anderen Job machen. Aber jetzt bin ich in einem guten Team untergekommen, das eine Zukunft hat. Wäre ein Markenwechsel für Dich in Frage gekommen? Nein, für mich nicht. Hast Du Dich mit dem Einstieg in die IDM inzwischen angefreundet? Inzwischen freu ich mich riesig, dass es jetzt endlich losgeht. Das Team 3C Carbon arbeitet wirklich sehr professionell und sie sind wirklich zu 100% mit dem Besten ausgestattet. »

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© F. Weisse


Du bist mit dem Team 3C Carbon Ducati in einer neuen Mannschaft untergekommen. Wie gefällt es Dir dort und wie liefen die Vorbereitungen? Bei unserem Test in Jerez, wo auch einige Piloten aus der Superbike-Weltmeisterschaft unterwegs waren, haben wir gezeigt, dass man auch mit der IDM-Ducati gute Zeiten fahren kann. Bis zum ersten Rennen sind wir gut aufgestellt. Wir haben bereits ein gutes Basis-Set-up erarbeitet und konnten alle Reifen ausprobieren, die Pirelli im Angebot hat. Ich habe vor dem ersten Rennen nichts Dringendes mehr zu erledigen. Du bekommst Unterstützung vom Ducati-Werk in Italien. Was muss man sich darunter vorstellen? Es sind Techniker aus Italien dabei

und wir haben gute Möglichkeiten, Rücksprache zu halten. Mit welchen Gegnern rechnest Du in der IDM? Ich weiss, dass wir als Team gut aufgestellt sind. Natürlich sage ich jetzt nicht, dass ich in die IDM komme und alle vernichte. Alle, die da antreten wollen gewinnen. Warten wir die ersten Rennen ab, dann wissen wir mehr. Auf welches Rennen freust Du Dich besonders? Am liebsten würde ich jetzt Sachsenring sagen. Das wäre toll gewesen, aber ist leider nicht. Es gibt jetzt keine Strecke, die ich am zweitmeisten mag. Ich bin auf alle Strecken gespannt, weil ich da lange nicht mehr gefahren bin.

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Licht und Schatten Beim letzten IDM-Ausflug 2013 konnte Max einen Laufsieg holen und musste einen Lauf vorzeitig beenden.

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it 19 Jahren kürte sich Markus Reiterberger vom Team Van Zon-Remeha-BMW im vergangenen Jahr zum Meister in der Klasse IDM Superbike. Und das gleich im ersten Jahr nach seinem Einstieg in die höchste deutsche Klasse. Mit dem Titelgewinn stellte Reiterberger einen zehn Jahre alten Rekord ein. Denn bis Oktober 2013 war es Stefan Nebel, heute einer von Reiterbergers Konkurrenten, der damals als 22-Jähriger den Titel holen konnte. Titelverteidigung heißt nun das Projekt des jungen Bayern, der ein weiteres Jahr auf die SUPERBIKE*IDM setzt. Auf der Rennstrecke von Zolder, wo am 1. Juni das zweite IDM-Rennwochenende stattfinden wird, kennt sich der BMW-Pilot bestens aus. Markus, was kommt Dir spontan in den Sinn, wenn Du an den Kurs in Zolder denkst? Da fällt mir natürlich mein Sieg aus dem Vorjahr ein. Dort habe ich das erste Mal ein Rennen in der Klasse IDM Superbike gewonnen. Mir hat es dort von der ersten Runde an gut gefallen und ich war von Anfang an schnell unterwegs. Wo ist Deine persönlich beste Ecke? Die zwei Hügel finde ich persönlich am tollsten. So extrem wie in Zolder gibt es das auf anderen Strecken nicht. Wenn man voll drüber müllern kann, hebt man da richtig ab. Auch die Schikane bevor es auf die Start-Ziel-Gerade geht, gefällt mir. Da kann man so richtig hart rausbeschleunigen. Das macht voll Spass. Wo sollte man besser kein Überholmanöver starten? Vielleicht sollte man nicht gerade in der dritten Kurve überholen. Man kommt aus einer Rechtskurve raus und muss dann gleich wieder rechts. Da ist Überholen heikel, weil man recht flott unterwegs ist und man kann sich da schnell verschätzen. Ein bisschen eng ist es in Zolder fast überall, das macht alles ein wenig schwieriger. »


Was ist ein typischer Anfängerfehler in Zolder? Die Strecke hat ein paar schwierige Stellen und sie ist nicht ganz so einfach zu lernen. Ein gröberer Fehler wäre, gleich raus fahren und Vollgas geben. Man sollte vorher mal zu Fuß rum gehen und sich die Strecke genauer anschauen. Wie sollte man sein Bike abstimmen? Ich würde wie bei jedem Rennen mit der Grundeinstellung anfangen und mich dann ranarbeiten. In Zolder kann man vor allem beim Reinfahren in

Worauf freust Du Dich, wenn es auf die Strecke geht? Die Strecke finde ich einfach gut. Die Schikanen, da kann man brutal innen über die Kerbs fahren. Das muss das Fahrwerk schlucken. Auch die Hügel sind super. Und worauf freust Du Dich gar nicht? Über Regen freue ich mich auf keiner Strecke. In Zolder ist schon alles gut abgesichert, auch mit Airfences. Aber es ist eben auch eine der härteren Strecken. Ich fahre da genauso entspannt wie überall anders auch.

» WENN MAN VOLL DRÜBER MÜLLERN KANN, HEBT MAN DA RICHTIG AB.« die Kurven viel Zeit gut machen. Das Moped muss daher wendig sein, damit man auch die Kurven gut trifft.

Doch mir ist bewusst, dass es dort weniger Sturzraum und mehr Mauern als anderswo gibt.

Wie lautet Dein Geheimnis, um dort schnell zu sein? Man muss es laufen lassen. Vor allem in den Schikanen kann man viel Zeit verlieren. Das sind Abschnitte, wo man es frisch durchlaufen lassen muss.

Gibt es Tipps für IDM-Fans? Irgendwo zwischen Box und Fahrerlager wäre ein guter Platz. Dann kann man auf beiden Seiten was sehen. An der Haarnadelkurve gibt es ein paar gute Tribünen.

reiterberger.com facebook.com/Markus.Reiterberger

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ALLGEMEIN Der Circuit Zolder, eine legendäre belgische Rennstrecke in Heusden-Zolder. Der hügelige 4,011 km lange Kurs ist bekannt für seine technisch-anspruchsvolle Charakteristik für Auto- und Motorradrennen. Die Traditionsrennstrecke, gebaut 1963, beherbergte in den 70er und 80er Jahren zehn Mal die Formel 1. Ab 1980 gastierten unter anderem die Motorrad-Weltmeisterschaft, die DTM und die amerikanischen ChampCar-Serie in Zolder. Der technisch anspruchsvolle Kurs ist in drei Teile unterteilt. Besonders der erste Abschnitt charakterisiert sich durch seine sehr fließend und schnelle Kurvenfahrt. Danach kommt der berühmte Sakramente-Hügel. Den offiziellen Rundenrekord stellte Sebastien Bourdais (1:12.821 Minuten) 2007 mit einem ChampCar auf. Mehr als 400.000 Menschen besuchen jedes Jahr die Traditiosrennstrecke Zolder.

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FAKTEN Länge 4,011 km 10 Kurven RUNDENZEITEN Schnellste Rennrunde 2013 Markus Reiterberger - 1:33:185

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circuit-zolder.be facebook.com/CircuitZolder youtube.com/watch?v=K2kteD_7O9o

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SERIENSPONSOREN HERAUSGEBER Motor Events HMP GmbH SUPERBIKE*IDM International German Championship GESCHÄFTSLEITUNG Josef Hofmann Josef Meier Bert Poensgen

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Lausitzallee 1 01998 Klettwitz GERMANY Tel +49 (0) 3 57 54 - 3 53 13 Fax +49 (0) 3 57 54 - 3 13 20 info@superbike-idm.de HRB 10905 CB Amtsgericht Cottbus Steuer-Nr. 057/114/01654 ANZEIGEN Manuel Hollubetz info@superbike-idm.de POOLPARTNER REDAKTION Esther Babel e.babel@gmx.de KONZEPT & GESTALTUNG Esther Babel Felix Wiessmann Michael Leitner FOTONACHWEIS FW-Fotografie

Titel: F. Weisse

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INSIDE SUPERBIKE*IDM 02/2014