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Ausgabe 3/2011 - #16

OPen AKW

Was ist aus Zwentendorf geworden?

Stocksteif wie ein Brett Der Reiz an Planking

Schรถnheit um jeden Preis Modeerscheinung Schรถnheitsoperation


Lebe endlich à la Karte! DAS KONTO, BEI DEM ETWAS PASSIERT. Exklusiv für Schnellstarter zwischen 14 und 19: Das Konto mit Bankomatkarte, das alles kann und fast nichts kostet. Und bei dem dauernd etwas passiert: ein USB-Stick oder eine Zehn-Euro-Prämie zur Eröffnung. Gratis-SMS, Kinogutscheine und verbilligte Tickets in der spark7 Community. Du bringst Freunde mit? Für jeden kassierst du nochmals 10 Euro. Los geht´s!

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Baubin, EVN, Innsbruck 2012 GmbH, Paramount Pictures Germany – Flickr.com

eise rieselt der Schnee, Sommer und Herbst sagen ade. Punschgeruch macht sich breit, langsam naht die Winterzeit. Christkindlmärkte dürfen da natürlich nicht fehlen und darum hat SUMO für dich vier genauer unter die Lupe genommen. Hast du nun Lust auf ein Häferl Punsch, dann probiere doch unser Rezept!

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Weihnachten ist derzeit aber nicht das einzige Thema. Bereits während der Arbeit an dieser Ausgabe haben wir unter dem Motto „Da schau her, ich lieg‘ quer!“ den Aufruf zum ersten SUMO-Fotowettbewerb gestartet. Beim Artikel zu Planking findest du die beliebtesten Fotos eurer zahlreichen Einsendungen. Beim Layouten haben sich unsere Grafiker das Motto selbst auch zu Herzen genommen und somit erscheint auch der Artikel im Querformat. Atomkraftwerke waren und sind meist ein sehr kontrovers betrachtetes Thema. Bilde dir doch einfach selbst deine Meinung. Gelegenheit dazu hast du bei der Exklusivführung für SUMO-Leser im einzigen Atomkraftwerk Österreichs in Zwentendorf. Lies den Artikel „Open AKW“. Dort findest du alle nötigen Infos, um bei der Exklusivführung dabei zu sein. Aber beeil dich, denn es sind nur 20 Tickets zu vergeben. An Energieformen denken wohl die wenigsten, wenn sie sich beim Schönheitschirurgen unters Messer legen. Immer mehr Jugendliche lassen an

www.sumo mag.at – Dein

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Sozial – nicht egal, sondern genial Aus Liebe zur Natur – Der WWF Österreich Luxus „Voller Magen“? Open AKW SUMOs IT-Ecke – Security Guide „Thank You and Goodbye“ Rätselseite

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Modeerscheinung Schönheitsoperation Ansichtssache – Schönheitsideale prägen uns Stocksteif wie ein Brett – macht das Spaß? Die Division des Autos Ein Deutscher in Österreich – Weltmeister im Garten „Singst du deutsch?“ Lesestoff Punsch, Glühwein und Co Financial Fair Play

ihrem Körper herumschnipseln, um den meist medial vermittelten Schönheitsidealen bestmöglich zu entsprechen. Was sie dazu bewegt und was zwei Mädchen sagen, die diesen Schritt schon gewagt haben, erfährst du im Artikel „Modeerscheinung Schönheitsoperation“. Deine Meinung ist uns wichtig! Deshalb möchten wir dich auch diesmal wieder einladen, uns deine Meinung zur aktuellen SUMOAusgabe zu sagen. Schreib einfach an leserbriefe@sumomag.at. Jetzt wünschen wir dir aber erst mal viel Spaß beim Lesen dieser SUMO-Ausgabe und freuen uns auf viele Leserbriefe. Daniela und Nadine

Sag uns deine Meinung und nimm direkt Kontakt mit uns auf! office@sumomag.at nadine.mittermueller@sumomag.at

Junges Online-Magazin


SHORT CUTS EVENTS

KINO

KONZERTE

»» Paul Kalkbrenner Gasometer, Wien 08.12.2011 »» Bigger Than Life – Die ersten 100 Jahre Hollywoods Ausstellung, Jüdisches Museum, Wien 19.10.2011 – 15.04.2012

»» New Year’s Eve Komödie mit Ashton Kutcher, Katherine Heigl 08.12.2011

»» Vanity – Modefotografie aus der Sammlung F.C. Gundlach Ausstellung/Fotografie, Kunsthalle, Wien 21.10.2011 – 12.02.2012

»» Der gestiefelte Kater Animationsfilm 08.12.2011

»» Gernot Kulis – Kulisionen Kabarett/Comedy, Bühne im Hof, St. Pölten 16. und 17.12.2011

»» Mission Impossible IV – Phantom Protokoll Actionfilm mit Tom Cruise 16.12.2011

»» Holiday on Ice Tanz-Show, Stadthalle, Wien 11. 01.2011 – 29.01.2012

»» Verblendung Thriller mit Daniel Craig 13.01.2012

»» Thomas Maurer – Out of the Dark Kabarett/Comedy, Kulisse, Wien 30.01 – 24.02.2012

»» Jack and Jill Komödie mit Adam Sandler 20.01.2012

»» Shaolin Mönche – Das Geheimnis des Qi Sportshow, VAZ, St. Pölten 03.02.2012

»» The Ides of March Drama mit George Clooney und Ryan Gosling 23.01.2012

»» Welcome to Burlesque Circus-Revue, VAZ, St. Pölten 08.02.2012

»» Star Wars: Episode 1 – Phantom Menace Science Fiction mit Natalie Portman 10.02.2012

»» Mike Supancic VAZ, St. Pölten 24.02.2012

»» Die perfekte Ex Komödie mit Chris Evans 14.02.2012

»» 3 Doors Down Gasometer, Wien 01.03.2012

»» The Big Year Komödie mit Jack Black und Steve Martin 23.03.2012

»» Sunrise Avenue Posthof, Linz 05.03.2012

MITTERMÜLLER

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»» Bauchklang Festspielhaus, St. Pölten 16.12.2012 »» Mono & Nikitaman Arena, Wien 04.01.2012 »» Die Stehaufmandl VAZ, St. Pölten 13.01.2012

BOREK

kevinpoh, norjam 8, Paramount Pictures Germany - FLickr.COM, eckwe - Pixelio.de

»» Masters of Dirt 2012 – Das Original Sport/Show, Stadthalle, Wien 24.02. – 16.02.2012

»» Maroon 5 & Sara Bareilles Stadthalle, Wien 13.12.2011

»» Die Vammumten ppc, Graz 14.01.2012 »» Tim Bendzko ppc, Graz 20.02.2012

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»» Slam B – the slam to be… Literatur/Wettbewerb, Literaturhaus, Wien 17.02.2012

»» STS Tour 2011 Olympiahalle, Innsbruck 10.12.2011

JENKE


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UNNÜTZ,

aber wissenswert

Das kleinste Buch der Welt misst nur 0,3 mal 1,0 Millimeter und enthält die sechs Strophen der peruanischen Nationalhymne. Die Software Adobe ist nach dem Bach benannt, der am Haus der beiden Firmengründer vorbeifließt. Ein Hai kann Blut im Wasser bis zu einer Verdünnung von eins zu 100.000.000 erkennen. Im Gegensatz zu unserem Geruchssinn reichen bei dem des Hais schon einige wenige „ertastete“ Duftmoleküle aus, um verlässliche Daten zu liefern. In Los Angeles gibt es mehr Autos als Menschen. Somit wird fast ein Viertel der Grundfläche von Autos eingenommen. Am Toten Meer bekommt man keinen Sonnenbrand, da es 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und eine dicke Dunstschicht produziert, die UV- Strahlen nicht durchdringen können. Eine Raupe hat dreimal so viele Muskeln wie ein Mensch. Die Simpson Familie ist nach den Namen der Familienmitglieder von Simpson-Erfinder Matt Groening benannt. Seine Eltern heißen Margaret und Homer, seine jüngeren Schwestern Maggie und Lisa und sein Großvater Abraham.

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Auer

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SUMO

Seit meiner Notlandung auf der Erde ist schon ein Weilchen vergangen. Klar, mein Shuttle hatte ich schnell repariert. Aber es gibt für mich so viel zu entdecken. Darum will ich noch nicht weiterdüsen. Es ist enttäuschend und spannend zugleich, dass das Verhalten der Menschen so extrem von der Beschreibung in unseren Sumikon-Biologiebüchern abweicht. Dass sich Menschen in Autos fortbewegen stimmt zwar, aber dass sie dabei eine Straßenverkehrsordnung einhalten, habe ich nicht bemerkt, als mich eines dieser Autos beinahe am Schutzweg überfahren hätte. Wozu musste ich das alles lernen, wenn sich dann doch keiner daran hält?

Das Jahr 2011 neigt sich, langsam aber sicher, dem Ende zu. Das nehmen wir zum Anlass, euch über Neuerungen im auslaufenden SUMO-Jahr zu informieren.

Merry Su-Mas!

Zumindest haben die Menschen Humor. Eines ihrer lustigen Spiele ist zum Beispiel „Weihnachten“. Alle laufen wie aufgeschreckte Hühner herum. Sie schlagen sich um die schönsten Pakete und trinken als zusätzliche Herausforderung möglichst viel Punsch-Gebräu. Bald soll ja noch ein anderer Außerirdischer auf die Erde kommen. Angeblich trägt er einen weißen Bart, ist rot gekleidet und fliegt mit einem Rentierschlitten. Im All habe ich den noch nie gesehen, aber so einer wäre mir sicher aufgefallen. Wahrscheinlich wird er den Sieger des Paketwettbewerbs aussuchen. Na, dann wünsch ich euch ein frohes Weihnachts-Spiel! Ich bin schon gespannt, wer gewinnt.

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ARNEZEDER

Evolution

Voller Stolz dürfen wir verkünden, dass SUMO nun auch im Videojournalismus aktiv wird. Unser erstes Video wurde anlässlich der 15 Jahre FH-Feier produziert. Die Best-Of Version der witzigsten Statements findet ihr ab sofort auf www.SUMOmag.at. Bilder sagen mehr als tausend Worte und das nehmen wir uns zu Herzen. Beim Planking-Fotowettbewerb „Da schau her, ich lieg‘ quer“ hattet ihr die Gelegenheit, euer kreativstes Planking-Foto auf unsere FacebookWall zu posten. Das Foto mit den meisten „Likes“ hat den Wettbewerb gewonnen und nun findet ihr es in dieser Ausgabe. Unsere Social-Media Plattformen sollen euch die Möglichkeit bieten, interaktiv am SUMO-Geschehen teilzuhaben – ganz nach unserem Motto „Du für SUMO, SUMO für dich!“ Dazu findet ihr ab sofort immer wieder Gewinnspiele und Wettbewerbe auf unseren Internetplattformen: www.SUMOmag.at/facebook, www.SUMOmag.at/twitter, www.SUMOmag.at/4sq und brandneu www.SUMOmag.at/googleplus. Also nützt die besinnlichen Tage, klickt rein und macht mit! text

Wögerer

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conocimientovědět

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Wissen

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er hat die Aussage „Die Jugend von heute denkt nur an sich“ nicht schon einmal gehört? Von wegen: Soziales Engagement und Helfen ist für viele Jugendliche, Schüler und Studenten wichtig. Das zeigt zum Beispiel das BIPA-Schulprojekt.

Ideen werden geboren Das BIPA-Schulprojekt wurde anlässlich des 30-jährigen Bestehens von BIPA ins Leben gerufen. BIPA stellte vor ungefähr einem Jahr 500.000 Euro für uneigennützige Sozialprojekte österreichischen Schulen zur Verfügung. Zahlreiche Projekte wurden eingereicht, doch nur die besten Ideen wurden mittels Internetvoting ausgewählt. Derzeit werden insgesamt 113 Projekte umgesetzt. Eines von ihnen stammt von einer Schülergruppe der Handelsakademie/Handelsschule Sacré Coeur in Wien. Die Idee des Projektes war, im Rahmen des neuen Unterrichtsschwerpunkts „Event und Sportmanagement“ ein Event für einen karikativen Zweck auf die Beine zu stellen. Nach mehreren Überlegungen wurde entschieden, Spenden für die Organisation

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as haben Hans Krankl und Gernot Kulis gemeinsam? Der erste Artikel gibt darüber Aufschluss. Es geht nicht nur um Prominente, sondern vor allem um soziales Engagement von Schülern. Soziales Engagement zeigte auch die Emmausgemeinschaft St. Pölten bei der Gründung des Sozialmarktes. „Luxusgut voller Magen?“ ermöglicht dir eine völlig neue Sichtweise auf die Auswirkungen unserer Wegwerfgesellschaft. News of the World blickte auf eine 168-jährige Geschichte zurück, als 2011 die Einstellung verkündet wurde. Aufklärung über die Hintergründe liefert der Artikel „Thank You and Goodbye“.

AKW Zwentendorf: „20 SUMO Leser können bei einer exklusiven Sonderführung dabei sein“

Ganz in den Händen der Schüler Innerhalb eines Jahres wurde alles genauestens von den Schülern geplant, vom Gewinnspiel bis hin zur Stadionmiete und der Pressearbeit. Die beiden betreuenden Professoren gaben lediglich Tipps und organisierten verschiedenste Kontakte. Die Umsetzung und Durchführung des Projektes lag jedoch ganz in den Händen der

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„Roten Nasen“ mit Hilfe eines Charity-Events zu sammeln. „Ein Kickerl für den guten Zweck“ war geboren. Dabei handelt es sich um ein Charity-Fußballspiel, bei welchem ein Team von Promis gegen ein Schüler-Lehrer-Team spielt.

Gene Hunt - Flickr.com, Graf, Bräuner, EVN, Brader

„Soziales Engagement und Zivilcourage sind wichtige Eigenschaften“


Sozial –

nicht egal, sondern genial Jugendliche engagieren sich für einen guten Zweck Schüler. Alle waren vom ersten Moment an voll bei der Sache. Viel Herzblut und Freizeit wurden investiert, um das Projektziel zu erreichen. Nichts zieht als Zuschauermagnet mehr als Promis. Das wussten auch die Eventmanager von morgen und engagierten unter anderem Fußballlegende und Trainer Hans Krankl, „Ö3 Callboy“ Gernot Kulis, „Alkbottle Frontmann“ Roman Gregory und als Stargast, den Gewinner von „Deutschland sucht den Superstar 2008“ Thomas Godoj.

Perfekte Planung und Unterstützung Es wurde jedoch nicht nur ein ganzes Jahr geplant, welche Promis kommen sollen, wo und wann das Event stattfinden soll, sondern es

„Viel Herzblut und Freizeit wurden investiert, um das Ziel zu erreichen“ wurden auch Spendenboxen aufgestellt und TShirts verkauft. Neben der Unterstützung der Lehrer und der Prominenten konnte die Projektgruppe auch bis zum Schluss auf die Unterstützung der ganzen Schule zählen. Denn als das Event am 7. Oktober im Stadion Hohe

knowLEDGE

Hans Krankl, Gernot Kulis und viele mehr kickten für die Roten Nasen Warte Wien bei Regen stattfand, war der Großteil der Mitschüler und Lehrerschaft trotzdem gekommen. Insgesamt wurden zirka 4.000 Euro eingenommen, die das Projektteam mit Stolz der Organisation Rote Nasen überreichte. Das Projekt war also ein voller Erfolg.

Soziales Engagement Hier kannst du Genaueres zum Projekt „Ein Kickerl für den Guten Zweck“ erfahren: www.ein-kickerl.at Wenn auch du den Roten Nasen helfen willst, oder einfach mehr über die Organisation erfahren willst: www.rotenasen.at Schau dir doch auch mal die anderen 112 Projekte an. Vielleicht bekommst auch du Lust zu helfen: www.bipaschulprojekt.at

Das Projektteam im Einsatz für einen guten Zweck

Nadine F. (17), Mitglied der Projektgruppe meint dazu: „Ich habe für mich persönlich gelernt, dass einem ein Stein im Weg nur neue Wege zeigt, die man vorher vielleicht nicht gesehen hätte. Entweder du steigst gemeinsam drüber, oder man geht gemeinsam einen anderen und vielleicht besseren Weg. Ich könnte mir definitiv vorstellen, noch einmal ein Event dieser Art zu veranstalten und ich denke auch, dass man den Unterricht nicht praxisnaher und besser gestalten hätte können. Es war die Mühe absolut wert. Soziales Engagement, aber auch Zivilcourage sind für mich persönlich sehr wichtig. Das wird aber leider in der heutigen Zeit viel zu oft vernachlässigt. Man kann kein Event mit solcher Bedeutung von heute auf morgen oder mit nur zwei Wochenstunden Unterricht organisieren. Wir waren auf das soziale Engagement jedes Einzelnen angewiesen.“ TEXT auer knowhow | 7


Aus Liebe zur Natur Der WWF Österreich

weitere Erfolge verbuchen konnte. Seit 1986 steht WWF für „World Wide Fund of Nature“. Im Bezug auf die Sorge um Natur und Tierwelt hat sich aber nichts verändert.

Tiere kehren heim Der Seeadler ist das Wappentier Österreichs. Trotzdem ist er hierzulande fast ausgerottet. Aber eben nur fast, wie Franko Petri, ein Mitarbeiter der Organisation, betont. „Wir haben es geschafft, 14 Brutpaare des Seeadlers in den heimischen Donauauen wieder anzusiedeln. Intensiv arbeiten wir auch an der Wiederan-

In diesem Sinne wird auch über die Errichtung von Wanderkorridoren nachgedacht. Da es nicht gelungen ist, den Braunbären in den nördlichen Kalkalpen vor den Übergriffen der Bundesländer und der Jägerschaften zu beschützen und nur mehr ein männliches Exemplar überlebt hat. Tausende von Wölfen bewohnen Gebiete in unseren Nachbarstaaten, wie etwa in Slowenien, Italien oder der Schweiz. Manche der Tiere überqueren die Grenze und dringen auf ihren Wan-

knowLEDGE Informationen rund um die Themen Umwelt und Tiere Aktuelle Ereignisse, Wissenschaftliche Daten, Wissenswertes, neue Ideen und Perspektiven: www.wwf.at Die Plattform für die letzten intakten Flüsse Österreichs: www.flüssevollerleben.at

Die Natur in ihrer ursprünglichen Form will der WWF schützen

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derungen in österreichisches Staatsgebiet vor. Da dabei Schäden entstehen, müssen die Behörden früh genug Entscheidungen treffen, weil jemand für die Zahlungen zur Wiedergutmachung aufkommen muss. Auf die Wölfe vorbereitet werden muss auch der Großteil der Bevölkerung, da dieser, den in Wahrheit sehr scheuen Tieren, mit Misstrauen gegenübersteht. Laut Christian Pich-

„Gemeinsam mit Greenpeace-Aktivisten besetzen WWF-Mitarbeiter die ÖBB-Zentrale in Wien und erzwangen so eine Einstellung der Planungen“ ler, einem Mitarbeiter des WWF, ist das Bild des Wolfes sehr negativ behaftet. Früher galt er als Nahrungskonkurrent und als menschenfressende Bestie. Heute ist der Bestand an Schalenwild auf einem Höchststand, wobei es dennoch vorkommen kann, dass Wölfe Schafe reißen. „Wir müssen den Jagd- und Naturschutzbehörden auf die Füße steigen“, sagt Pichler. Er meint damit, dass nicht nur für etwaige Schäden Geld aufgebracht werden muss, sondern auch für Herdenschutzmaßnahmen und für die Ausbildung von Experten. Letztere werden dringend benötigt, um Monitoring zu betreiben und um die Wölfe zu

Bräuner

„Wir haben es geschafft, 14 Brutpaare des Seeadlers in den heimischen Donauauen wiederanzusiedeln“

siedelung von Beutegreifern, die in Österreich schon lange ausgerottet sind.“

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m Jahr 1963 gründeten pflichtbewusste Aktivisten den österreichischen „World Wild Life Fund“. Damals geschah dies aus Sorge um die Lange Lacke, das Vogelparadies am Neusiedlersee. Aufgrund des Engagements der Organisation blieb es erhalten und ein wichtiger Ort als Zwischenstopp der Zugvögel von Europa nach Afrika wurde vor der Zerstörung bewahrt. 48 Jahre sind mittlerweile vergangen, in denen die Organisation viele


Beutegreifer sollen in Österreich wieder heimisch gemacht werden – beim Seeadler ist das schon gelungen lokalisieren. Weiter muss auch den Landwirten mehr Wissen über die Tiere vermittelt werden. Ein gutes Beispiel dafür sind die italienischen Bauern, die gelernt haben mit Wölfen zusammen zu leben. Bereits heimisch geworden ist der Luchs, der vor 40 Jahren wiederangesiedelt wurde und nun in Teilen des Alpenraums sowie des nördlichen Mühl- und Waldviertels beheimatet ist. Der Nationalpark MarchThaya, der 500 Tier- und Pflanzenarten beheimatet, konnte vor Austrocknung, dem Bau von Straßen, einem Hafen und Industrieanlagen geschützt werden. Und das gegen den vehementen Widerstand von Politikern und Grundbesitzern, die sich durch die Verwirklichung der Projekte Profit erhofften.

Internationale Zusammenarbeit Einen großen Erfolg konnte der WWF im Rahmen seiner Plattform “Flüsse voller Leben“ auf

nationaler wie internationaler Ebene verbuchen. Durch die Unterzeichnung der fünf Umweltminister aus den Ländern Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Serbien am 26. März 2011 konnte der 700 Kilometer lange MurDrau-Donau Biosphärenpark geschützt werden. Das Naturparadies entlang der Flüsse, an denen die genannten Länder Anteil haben, bleibt von Verbauung verschont. Viele Tier- und Pflanzenarten behalten so ihre Heimat und wichtige Faktoren für die Menschen, wie die Grundwasserversorgung und Naherholung sind gesichert. Nicht zu vergessen ist der Beitrag gegen den Klimawandel, der ein großes Problem unserer Zeit darstellt und durch Maßnahmen wie diese gebremst wird.

Der große Feind Einige Kämpfe hatte der WWF laut Petri mit der Elektrowirtschaft in Österreich auszufechten. Es wurde beabsichtigt, Strom durch Flusskraftwerke zu erzeugen, um ihn dann ans Ausland zu verkaufen. Einige Male konnten diese Projekte aber schon vereitelt werden, wie das Beispiel des geplanten ÖBB-Kraftwerks am Lech in Tirol zeigt. Gemeinsam mit Greenpeace-Aktivisten

Wölfe in ihrer neuen (alten) Heimat

besetzten WWF-Mitarbeiter die ÖBB-Zentrale in Wien und erzwangen so eine Einstellung der Planungen. Dadurch blieben der Lech und seine Zubringer mit der Artenvielfalt, den Naherholungsgebieten und den vielen Möglichkeiten zu sportlichen Aktivitäten in seiner ursprünglichen Form erhalten. Die Elektrowirtschaft arbeitet aktuell an Plänen für Kraftwerke am Gletscherbach Isel im Virgental, im Naturerbe Proseggklamm, an der Enns, am Inn und an anderen Flüssen. Die Realisierung dieser Pläner würde den Lebensraum vieler Tierarten und die Natur zerstören. Darum bekämpft der WWF diese Vorhaben und hofft dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung. Es gibt bereits Bürgerinitiativen, die sich für die Erhaltung der Naturreservate in Österreich einsetzten. Der WWF setzt immer wieder auf die Hilfe solcher Initiativen. Denn nur so ist es möglich, sich gegen einen so gewichtigen Gegner wie die Elektrowirtschaft zu stellen. TEXT

Lettner

Unberührter See inmitten von Bergen

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Luxus „Voller Magen“? Der Sozialmarkt St. Pölten verhilft Menschen mit wenig Einkommen zu einem vollen Einkaufskorb

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in strenger Geruch nach Suppenwürze, garniert mit einer kleinen Rauchwolke heißen mich bei meinem ersten Besuch im Sozialmarkt St. Pölten (kurz: SOMA) willkommen. Und obwohl ich seit über 24 Jahren in der niederösterreichischen Landeshauptstadt wohne, habe ich so etwas wie einen kleinen Kulturschock. Vor mir befindet sich ein circa 30 Quadratmeter großer, kahler Raum. Es scheint als hätte man versucht, möglichst viel, aber trotzdem platzsparend unterzubringen. Hinter der Glasvitrine für das Gebäck steht eine ausladende Gefriertruhe umringt von Holzstellagen, beladen mit diversen Lebensmitteln. Im Eck steht ein kleiner Tisch mit frischem Obst und Gemüse. Hinter diesem Verkaufsraum schließt sich ein Esszimmer mit Tischen, eine Kaffeebar und eine anfangs angedeutete Küche an. Wo bin ich da bloß hingeraten? Volle Regale mit gespendeten Waren soweit das Auge reicht „Ach wissen´s, das wird hier alles bald umgebaut, dann wird´s viel gemütlicher“, weiß eine freundliche Dame an einem der Esstische meinen leicht irritierten Blick zu deuten. „Dafür ist das Essen hier immer wirklich gut und die Mitarbeiter sind sehr höflich und engagiert“, will die Frau, die sich danach als Susanne M. (62)* bei mir vorstellt, mich etwas beruhigen. Und nach ein paar weiteren Minuten netter Unterhaltung bekommen die ach so kahlen Wände für mich plötzlich einen wärmeren Farbton. Die Regale scheinen mir ideal platziert und bestückt und auch der starke Sup-

pengeruch fängt an, meiner Nase zu schmeicheln. Ich bin eingetaucht in eine neue Welt voll Engagement, Hilfsbereitschaft, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit.

Einkauf ohne Geld? Susanne erzählt mir davon, wie sie mithilfe des Sozialmarktes trotz ihrer kleinen Pension immer etwas Warmes zum Essen hat und der Kühlschrank nie ganz leer wird. „Ich muss

Auch Milchprodukte wie Joghurt und Aufstriche sind in rauen Mengen vorhanden

wöchentlich mit maximal 50 Euro auskommen. Der Rest von meiner Pension geht für die ganzen Rechnungen drauf. Hier im SOMA

„Ich kann mir doch kein Mittagessen um fünf oder sechs Euro leisten. Wie soll das denn bitte gehen?“ kann ich günstig Lebensmittel einkaufen. Ein frisch gekochtes Menü mit Suppe, Haupt- und Nachspeise krieg ich hier im angeschlossenen SOMA-Kaffeehaus um 1,50 Euro. Ich kann mir doch kein Mittagessen um fünf oder sechs Euro leisten. Wie soll das denn bitte gehen?“ Der Sozialmarkt verhilft Menschen wie Susanne trotz ihres geringen Einkommens zu einem vollen Magen und Einkaufskorb – und das mit einer eigentlich ganz einfachen Geschäftsidee.

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Verteilen statt vernichten. Getreu diesem Motto stellen Firmen dem Sozialmarkt Waren zur Verfügung, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, deren Verpackungen beschädigt sind oder die aus Überproduktion stammen. Die Kunden können dann die Produkte um maximal ein Drittel des Normalverkaufspreises erwerben und so trotz des gerin-

Brader

Stopp der Wegwerfgesellschaft


Geld durch den Kopf gehen lassen… Doch da reißt mich Susanne auch schon wieder aus meinen Gedanken. „Schaun´s der Alan* ist auch so ein Tüchtiger“, meint sie und deutet auf den jungen Burschen, der die Hauptspeise, ein duftendes halbes Henderl mit Knödel, serviert. „Der ist eigentlich arbeitslos, darf aber hier arbeiten, bis er etwas Neues gefunden hat. Das ist schon a gute Sache.“ Der SOMA ist neben dem Verkauf auch ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt. So haben Langzeitarbeitslose die Chance, bis zu einem Jahr im Markt zu arbeiten. Neben dem positiven Aspekt eines eigenen Einkommens, können sich die Angestellten in Ruhe und ohne Existenzängste der Suche nach einer neuen, dauerhaften Arbeitsstelle widmen.

In Backshops leider schon nach einem Tag nicht mehr frisch, erwerben SOMA-Kunden gerne das noch köstliche Gebäck gen Einkommens den täglichen Bedarf an Lebensmitteln fast decken. „Alles krieg ich hier leider nicht“, erklärt mir Susanne, inzwischen über die Suppenschüssel gebeugt. „Teigwaren und Hygieneartikel sind hier rar, da muss ich dann doch wohl oder übel in den Supermarkt gehen.“

„Der SOMA ist neben dem Verkauf auch ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt – Langzeitarbeitslose können bis zu einem halben Jahr dort arbeiten“ „Naja, wenn hier alles so billig ist, könnte doch jeder kommen und sich die Körbe günstig anfüllen“, kommt mir in den Sinn. Doch auch da hat der SOMA, der 2004 von Mitarbeitern der Emmausgemeinschaft St. Pölten gegründet worden ist, vorgebeugt. Ihre Besorgungen dürfen hier nur Personen mit gültigem Einkaufspass erledigen. Dieser wird an Menschen mit geringem Einkommen (Einpersonenhaushalt bis 820 Euro monatlich, 1.230 Euro bei zwei Personen) direkt im Markt ausgestellt und erlaubt dreimal pro Woche einen Einkauf um maximal 10 Euro.

Zurück ins (Arbeits-)Leben Nachdenklich werde ich bei dem Gedanken, dass meine schnell verzehrte Pizza vom Mittagessen schon fast mehr gekostet hat, als mir im SOMA pro Einkauf zur Verfügung stehen würde. Vielleicht sollte ich mir mein Einkaufsverhalten und das oft so schnell ausgegebene

Schon gut, dass es so ein Geschäft in meiner Stadt gibt, denke ich mir. Noch eine kurze Diskussion mit Susanne über den viel zu kalten Herbst und schon muss ich wieder los. Mit einem Gefühl von Sommer in meinem Bauch geht es zurück in mein beschauliches Leben. TEXT Brader *(Name von der Redaktion geändert)

knowLEDGE SOMA Sozialmarkt In Österreich leben fast eine Million Menschen mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze von 994 Euro pro Monat. Der Standort St. Pölten in der Linzerstraße war der erste von inzwischen neun Sozialmärkten in Niederösterreich. Der SOMA St. Pölten ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Mehrheitsgesellschafter ist die Emmausgemeinschaft St. Pölten. Die NÖ Landespolitik formulierte das Ziel, in allen Bezirken Niederösterreichs mindestens einen SOMA zu installieren. Im Abfallwirtschaftsplan 2011-2016 der Republik Österreich wird für den Umgang mit noch verzehrtauglichen Lebensmitteln die Weitergabe an SOMA ausdrücklich empfohlen! Weitere Infos unter www.soma-noe.at

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Kontraste in Zwentendorf: Atomkraft war gestern (hinten) und Photovoltaik ist heute (vorne)

Open AKW

33 Jahre nach der Volksabstimmung – Was ist aus dem AKW Zwentendorf geworden?

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ur 30 Kilometer von St. Pölten entfernt befindet sich das Atomkraftwerk Zwentendorf. Da es nach seiner Fertigstellung nie in Betrieb genommen wurde, ist es frei von radioaktiver Strahlung. Nun können auch Privatpersonen das Atomkraftwerk besuchen. Laut österreichischer Verfassung darf in Österreich kein Atomkraftwerk betrieben werden. Pressesprecher Stefan Zach erklärt, warum die Energieversorgung Niederösterreich 2005 dennoch die Kraftwerksanlage Zwentendorf erworben hat: „Das 24 Hektar große Areal ist ein zugelassener Kraftwerks-Standort und wir wollen etwas Vernünftiges dort machen.

„Ein Symbol für eine etwas andere Energiezukunft“

vorhanden. Stefan Zach schildert: „Als Schulungszentrum ist die Anlage in Zwentendorf zehn Monate im Jahr vermietet. Sie ist ein idealer Ort für Sicherheitstrainings, da strahlungsmäßig nichts passieren kann. In Deutschland sind noch typengleiche Anlagen in Betrieb. Im Frühjahr 2011 wurden zwar welche vom Netz genommen, aber es dauert zehn Jahre, bis diese ganz abgeschaltet werden können. Auch die folgende schrittweise Demontage eines Kernkraftwerks kann in Zwentendorf geübt werden. Nicht nur aus Deutschland, sogar aus Indien kommen Kerntechniker und nutzen diese einmalige Gelegenheit für Sicherheitsschulungen.“

Ein Relikt: Die Schaltwarte für die elektronische Steuerung

Wenn man ein thermisches Kraftwerk auf Basis erneuerbarer Energie, wie beispielsweise Hackschnitzel errichten möchte, hat dieser Standort wegen bereits erteilter behördlicher Genehmigungen eine besondere Bedeutung. 2009 haben wir auf dem Areal eine Photovoltaik-Anlage errichtet. In Kooperation mit der Technischen Universität Wien wird dort PhotovoltaikForschung betrieben. Das ist ein schönes Symbol für eine etwas andere Energiezukunft des Atomkraftwerks.“

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Obwohl das Atomkraftwerk nicht in Betrieb genommen wurde, steht es nicht leer. Mehr als 95 Prozent der ursprünglichen Ausstattung sind noch

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Training für Kerntechniker


knowLEDGE Sei dabei! Um bei der exklusiven Besucherführung im Atomkraftwerk Zwentendorf dabei zu sein, melde dich bis 10. Dezember 2011 per E-Mail (redaktion@sumomag.at) an. Gib dabei Vor- und Nachname, Alter und E-Mail Adresse an. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Termin der Führung: 16. Dezember 2011, 11:00 Uhr (Dauer: ca. 1,5 Stunden) Hinweis: Personen ab dem vollendeten 15. Lebensjahr dürfen das Kraftwerk besuchen.

Weiterführende Informationen Regulierungsbehörde für den Energiemarkt (zum Beispiel Strompreisrechner): http://www.e-control.at/ Atomkraftwerk Zwentendorf (zum Beispiel virtueller Rundgang): http://www.zwentendorf.com

Sonderführung für SUMO Leser Auch als Drehort hat das Kraftwerk schon gedient, beispielsweise bei der Dokumentation „Unter Kontrolle“, die 2011 bei den Filmfestivals Berlinale und Viennale zu sehen war. Für die interessierte Öffentlichkeit werden Besucherführungen im Atomkraftwerk angeboten. Die Führungen sind nicht nur sehr informativ – sie sind auch weltweit einzigartig. Wo sonst

Auch die Steuerantriebsrohre sind heute stillgelegt

„20 SUMO Leser können bei einer exklusiven Sonderführung dabei sein“ kann man gefahrlos ein Atomkraftwerk besichtigen? Allerdings herrscht ein so großer Besucheransturm, dass bereits alle Termine bis Ende 2012 restlos ausgebucht sind. Aber aufgepasst: Für 20 SUMO Leser gibt es eine exklusive Sonderführung am 16. Dezember 2011. Wie du dabei sein TEXT Arnezeder kannst, erfährst du in der Info-Box.

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Auf zum Atom? 2009 Durch Importe sind noch immer rund fünf Prozent des verbrauchten Stromes in Österreichs Stromnetzen Atomstrom

2001/2002 1991

Liberalisierung der Märkte der leitungsgebundenen Energien Elektrizität und Erdgas

13. August

„149. Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich” verankert die „Atomfreiheit“ in der österreichischen Verfassung

1978Dezember 1978

Das „Atomsperrgesetz“ tritt in Kraft

05. November

Die österreichische Bevölkerung stimmt nach dem Bau des Atomkraftwerks in einer Volksabstimmung mit 50,5 Prozent gegen die „Friedliche Nutzung der Kernenergie und die Inbetriebnahme des Kraftwerks“

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Hermsdorf – pixelio.de

Baubeginn Atomkraftwerk Zwentendorf

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u dazu? Was salesgersbrtiefd e@sumomag.at

ie britische Boulevardzeitung News of the World sorgte in den vergangenen Monaten für reichlich Aufregung. Anlass gab der Abhörskandal. Leitende Angestellte des Boulevardblatts wurden beschuldigt, Telefongespräche abgehört zu haben, indem sie sich unerlaubten Zugang zu Mailboxen verschafft hatten. Tausende Prominente und Politiker wurden Opfer der hinterlistigen Vorgehensweise. Doch nicht nur Personen des öffentlichen Lebens zählen zu den Abhöropfern. Hinzu kommt noch die Anzapfung der Telefone von Verbrechensopfern und Soldatenwitwen, sowie von Hinterbliebenen der Londoner Terroropfer.

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eim-PCs, Laptops und Smartphones prägen den Alltag in Arbeit, Schule und Freizeit. Durch diese Vielzahl an Geräten und Möglichkeiten erhöht sich neben der Bequemlichkeit auch das Risiko zum Daten- oder Identitätsdiebstahl. SUMOs IT-Ecke hilft dir mit den folgenden vier Tipps Sicherheitslücken auf deinem PC zu schließen. 1. Updates sind das A und O Windows stellt jeden zweiten Dienstag Aktualisierungen zur Verfügung. Zudem sollte man die automatische Installation aktivieren. Programme wie Adobe Reader, Firefox und Co sollten auch stets aktuell gehalten werden. Nur mit Sicherheits-Patches kannst du einen Erstbefall verhindern.

Sensation vor Ethik Britische Medien sind und waren schon immer bekannt für die Überschreitung journalistischer Grenzen. Was andere Medien zugespielt bekommen, besorgten sich in diesem Fall die Journalisten von News of the World auf skrupellose Art und Weise selbst. Das soll nicht heißen, dass sich andere Medien keiner unlauteren Methoden bedienen, aber mit dem Abhörskandal hat News of the World

2. Virenschutz Sollte trotz Updates ein Schädling den PC befallen, schafft ein Virenschutz Abhilfe. Installiere kostenlose Versionen, wie zum Beispiel Avira Antivir, Microsoft Security Essentials oder Avast und ziehe so den Schutzwall um deine Daten höher! 3. Klicks Nicht jeder Link auf Facebook oder in EMails ist sicher. Oft verbirgt sich hinter einem Link ein Virus oder ein Trojaner. Deshalb solltest du vorher nachdenken, ob es wirklich Sinn macht, auf einen unbekannten Link zu klicken. Für den Browser gibt es ein Add-On, das dies für dich überprüft: http:// long-shore.com.

Wie schützte ich mich am besten vor Gefahren aus dem WWW? Lies mehr dazu auf www.SUMOmag.at! TEXT Riedl

16 | knowhow 16 | knowhow

„Meiner Meinung nach handelt es sich beinahe schon um einen Kriminalfall“ Medienmogul Rupert Murdoch, Vorsitzender und Chief Executive Officer der News Corporation, versuchte den Skandal mit einer Summe von rund zwei Millionen Pfund für die Eltern eines Mordopfers wieder gut zu machen. Schauspielerin Sienna Miller beispielsweise, die auch Opfer der unlauteren Recherche wurde, erhielt laut Medienberichten als Entschädigung eine Summe von 100.000 Pfund. Ob der immaterielle Schaden, der den Opfern zugefügt wurde, durch eine Abfertigung in Millionenhöhe wieder bereinigt werden kann, sei dahingestellt. „Der Betrag ist zwar sehr hoch angesetzt, man

Andere Zeitungen bedienen sich keiner unlauteren Recherchemethoden

SUMOs IT-Ecke

4. USB-Sticks & Co Auch durch Speichermedien, wie USBSticks und CD’s kann der Laptop von Viren befallen werden. Die AutorunFunktion startet beim Anstecken an den PC automatisch Programme vom USB-Stick oder einer CD – ohne dass man es merkt. Diese Funktion kann man unter Systemsteuerungen – Automatische Wiedergabe deaktivieren.

eindeutig die Spitze des Eisbergs erreicht. Alexander Warzilek, Geschäftsführer des Österreichischen Presserates, war schockiert über die Vorgehensweise der News of the WorldJournalisten: „Die Grenzen wurden eindeutig überschritten. Der Fall ist aus ethischer Sicht nicht vertretbar. Meiner Meinung nach handelt es sich beinahe schon um einen Kriminalfall.“

Klaus thormann – pixelio.de, Stephan Huger

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Vier Tipps für mehr Sicherheit am PC

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SECURITY GUIDE


„Thank You and Goodbye“ Nach illegalen Machenschaften hieß es Abschied nehmen für News of the World muss jedoch bedenken, dass die Grenzen der Pressefreiheit in Großbritannien sehr weit ausgedehnt werden. Es kommt daher nicht so schnell zu Rechtsverletzungen, aber wenn, dann wird gleich eine Riesensumme geboten. Man darf sich von der großzügigen Summe daher nicht täuschen lassen“, erklärt Warzilek. Äußerst bedenklich ist aber, dass ein Mensch wie Rupert Murdoch wirklich der Überzeugung ist, man könne mit einem Haufen Geld alles wieder ins Lot bringen. Das dem nicht so ist, stellte sich in diesem Fall noch heraus. Dem gravierenden Fehltritt von News of the World folgte nach 168 Jahren Zeitungsgeschichte ein radikaler Schlusspunkt. Am 7. Juli 2011 verkündete James Murdoch, Sohn von Rupert Murdoch und News International-Chief Executive Officer für Europa und Asien, die Einstellung des Sonntagsblatts News of the World. Die letzte

Ausgabe erschien am darauffolgenden Sonntag mit dem Titel „Thank You And Goodbye“.

Noch nicht genug

Presserat-Geschäftsführer Alexander Warzilek schockierte der Skandal rund um News of the World im heurigen Sommer

Es war nicht der erste Skandal, den News International lieferte und sollte auch nicht der Letzte sein. Bereits vor elf Jahren sorgte die damalige Chefredakteurin Rebekah Brooks für Aufruhr. Im Juli 2000 wurde ein Mädchen ermordet. Brooks nahm dies zum Anlass und ließ die Namen und auch Fotos von 50 Sexualstraftätern mit dem Titel „Named and Shamed“ publizieren. Nach dem öffentlich gewordenen Abhörskandal im Juli 2011 machte sich vor Kurzem die nächste Schande für News International breit. Dem Herausgeber von The Wall Street Journal, einer amerikanische Tageszeitung der News Corporation, wird vorgeworfen, die europaweite Auflage mit schmutzigen Tricks in die Höhe getrieben

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„Mit ihrem Klatsch und Tratsch bedienten die populären Sonntagsblätter die Neugier der Arbeiterklasse auf die Reichen und Schönen“

Die englische Zeitungswelt hat nun ein Skandalblatt weniger zu haben. Firmen sollen große Mengen der Wall Street Journal-Auflage zu einem lächerlichen Preis gekauft haben. Als Gegenleistung wurden sie in einer Sonderbeilage erwähnt. Den Berechnung der Auflagenkontrolle zufolge wurden im Jahr 2010 31.000 Stück, das sind beinahe 41 Prozent der 75.000 Stück Europaauflage, verteilt.

Das Ende einer Ära? News of the World hat ihre Leser wöchentlich mit qualitativ fraglichem Journalismus versorgt. „Mit ihrem Klatsch und Tratsch bedienten die

14.

Jänner

10. April

Entschädigung Sienna Miller siegte vor Gericht und erhielt 100.000 Pfund Entschädigung.

7.

Juni

Endschuldigung News of the World veröffentlichte auf der Webseite und in den Printausgaben ein Entschuldigungsschreiben. Darin wurde eine angemessene Entschädigung für alle Betroffenen angepriesen.

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4.

Juli

Abhörskandal Weitere Vorwürfe gegen News of the World: Es sollen Mobiltelefone von Angehörigen getöteter britischer Soldaten abgehört worden sein.

7.

Juli

Angezapft News of the World Reporter sollen das Handy der Jahre zuvor ermordeten Milly Dowler angezapft haben. Angeblich wurden Nachrichten ihrer Mailbox sogar gelöscht, um an weitere Informationen zu gelangen. Den Angehörigen der Ermordeten wurden somit falsche Hoffnungen gemacht. Sie dachten das Mädchen wäre noch am Leben.

8.

Juli

“Thank you and Goodbye” Mit dem Titel “Thank you and Goodbye” verabschiedete James Murdoch das Blatt nach 168 Jahren. Die Erlöse davon sollen wohltätigen Organisationen zukommen.

Verhaftung Rebekah Brooks folgt einer Vorladung der Londoner Polizei. Wegen Verdacht auf Verschwörung zum Abhören von Telefonaten und Bestechung wurde sie daraufhin verhaftet. Nach zwölf Stunden wurde Rebekah Brooks auf Kaution freigelassen.

10. Juli

17. Juli

Festnahme Andy Coulson wurde endgültig festgenommen. Dem ehemaligen Chefredakteur wurden Bespitzelung und Bestechung vorgeworfen.

15. Juli

Rücktritt Der Druck auf Rebekah Brooks wurde zu groß. Die 43-Jährige legte ihren Posten als Chefin der News International zurück.

19. Juli Unschuldig? Rupert Murdoch dementierte im Verhör, von Bestechungsgeldern oder Millionenzahlungen an die Opfer gewusst zu haben.

Monika Flückiger, Caroline Bonarde Ucci – WikimediaCOmmons, Gene Hunt, Jessica Whittle – Flickr.com, Martin kolb, Andres Herrmann – Pixelio.de

Startschuss Schauspielerin Sienna Miller reichte, gemeinsam mit weiteren Prominenten, eine Klage ein.

2011 für „News of the World“

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Das war

Medienmogul Rupert Murdoch nahm von seinem Sonntagsblatt Abschied

populären Sonntagsblätter die Neugier der Arbeiterklasse auf die Reichen und Schönen. Ab den Fünfzigerjahren, als ihre Auflage acht Millionen erreichte, gehörte die News of the World genauso zum englischen Sonntag wie das Roastbeef und der Yorkshire Pudding“, meinte Daniel Johnson, Herausgeber des Magazins „Standpoint“, auf Welt Online. Am Anfang kaum aus der britischen Medienlandschaft wegzudenken, lässt sich die Einstellung des Boulevardblatts nun leicht verschmerzen. Denn die Folgen, die dieser Fall mit sich bringt, sind schlimmer als ein entTEXT Wögerer behrliches Skandalblatt.


Weißt du alles über das neue

SUMO?

Waagrecht 3 6 10 12 13 15

Abkürzung von World Wide Fund of Nature Valentino Achak floh aus diesem Land Geschlecht jedes fünften Patienten, der eine Schönheitsoperation durchführen lässt. Ein ... sollte regelmäßig gemacht werden, um PCs, Laptops et cetera vor einem Virenbefall zu schützen. Ein ... wird benötigt, wenn man im SOMA einkaufen möchte. Pate der Youth Olympics in Innsbruck 2012

Senkrecht 1 2 4 5 7 8 9 11 14

Schlüsselregelung für Financial Fair Play Disziplin der Sommergartenspiele im Südschwarzwald „Ein Kickerl für den guten Zweck“ war ein Charity- ... . Auf Planking folgender Trend Eine ...-Anlage befindet sich seit 2009 auf dem Areal des AKW Zwentendorf. Der traditionelle Christkindlmarkt von St. Pölten findet dort statt. Die nutzungsbezogene Gebühr von Carsharing richtet sich nach Distanz und ... der Fahrt. Kann als eine Mischung aus Bendzko und Poisel beschrieben werden. Medienmogul, Chief Executive Officer der News Corporation (Nachname)

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Deutschsprachige

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„Solange ich mir selber nicht gefalle, kann ich auch keinem Anderen gefallen“ Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische-Plastische Chirurgie erzählen 35 Prozent der Patienten, die einen operativen Eingriff vornehmen, nichts ihrem Partner. Dieses Verhalten weist auf eine Unsicherheit gegenüber sich selbst hin. Eigentlich sollte man dazu stehen können, wenn man aufgrund der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper die moderne Medizin nachhelfen lässt.

K

olumnist Timo Albiez gewährt dir einen Einblick in eine ganz besondere Sportart. In seiner Heimat, dem Schwarzwald, wurde diesen Sommer ein Wettbewerb in der Disziplin „Rasenmähen“ abgehalten. Deutschland und Österreich haben Eines gemeinsam – die Sprache. In „Singst du Deutsch?“ beleuchtet

Immer jünger, früher und gewagter

Dominik Leitner die Szene deutschsprachiger Musik beider Länder. Im europäischen Clubfußball werden jährlich viele Millionen Euro für Spieler ausgegeben. Die UEFA will dies nun ändern, indem sie eine neue Regelung einführt. Sebastian Lemp liefert alle Informationen dazu. Wie viel wirklich ausgegeben wird, siehst du in der dazugehörigen Infografik.

Schönheitsoperationen werden immer interessanter und von einer größeren Zielgruppe in Betracht gezogen. Auch nach eingehender Auseinandersetzung mit den Risiken eines Eingriffes schreckt nahezu niemand mehr vor einer Operation zurück. Gruppenzwang stellt dabei gerade unter Jugendlichen wohl eine gewisse Gefahr dar. Wem passt das Shirt besser? Wieso steht ihr die Jeans und mir nicht? Das medial vermittelte Idealbild der Frau hilft jungen Mädchen nicht gerade, sich in ihrer Haut wohl zu fühlen. Sie wollen sich eher anders fühlen. Und das bedeutet dann meist auch, anders aussehen zu wollen.

Wögerer, Baubin

Fair

S

ich unter das Messer zu legen, scheint populärer zu sein als jemals zuvor. Auffallend ist die Tatsache, dass nicht nur ältere Frauen ihre Schlupflider und Falten operativ entfernen oder straffen lassen – immer mehr Mädchen wollen etwas an ihrem Körper ändern. Und auch Männer bedienen sich immer öfter der plastischen Chirurgie.

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Planking

Christkindlmarkt

u dazu? Was salesgersbrtiefd e@sumomag.at


Modeerscheinung Schönheits-

operation

Perfektes Aussehen wird heutzutage immer wichtiger „Ich wurde immer angestarrt und spürte die Blicke der anderen auf mir!“, erklärte mir Elisabeth (17), die eine Fettabsaugung und eine Bauchdeckenstraffung hinter sich hat. Viktoria (19) hat sich ihre Nase operativ brechen lassen, um ihre Nasenform zu ändern. Als Beweggrund für diesen Eingriff gibt sie an: „Solange ich mir selber nicht gefalle, kann ich auch keinem Anderen gefallen.“

Aus welcher Motivation die Entscheidung getroffen wird, sich operieren zu lassen, ist letztlich nebensächlich. Patienten fühlen sich nicht wohl oder wurden – möglicherweise auch wegen ihres Aussehens – gemobbt. Sie möchten einfach nicht aussehen wie sie selbst, sondern wie jemand anderes. Jessica Alba, Gisele Bündchen und jede Kandidatin bei einer neuen Model-Casting Serie leben es den Mädchen von heute vor. Ob Nase,

Bauch, Beine, Po oder Brust – sie sollen nicht so sein wie sie sind, sondern größer, kleiner, straffer.

Breitgefächerte Meinungen Nach Aufzeichnungen einiger Schönheitskliniken, beispielsweise der Clinic im Centrum Sylt, legen sich immer mehr Personen unters Messer. Nicht nur reiche Hollywoodstars las-

Jeder fünfte, der sich unters Messer legt, ist ein Mann

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Viele junge Frauen sind mit ihrem Äußeren nicht zufrieden

Eltern, Partner und Freunde stehen dem Veränderungswahn oft kritisch oder gar verständnislos gegenüber. Mütter lieben ihre Kinder in der Regel wie sie sind. Sie sind stolz auf sie und möchten meist nicht, dass sie durch einen operativen Eingriff ihren Körper verändern. Wenn aus Kindern Jugendliche werden, die selbstständig denken und ihre eigenen Entscheidungen treffen, wird das oft zum Problem. Alle Familien kämpfen mit dem alltäglichen Stress und der Pubertät ihrer heranwachsenden Kinder. Wie in der ganzen Familie über einen Eingriff gedacht wird, kann in einem Beratungsgespräch herausgefunden 22 | sparetime

Männer im Schönheitswahn Wer denkt, dass Schönheitsoperationen nichts für Männer sind, der irrt. Bereits jeder fünfte Patient ist heute männlich – Tendenz steigend. Das zeugt davon, dass die moderne Gesellschaft auch Männlichkeit immer enger mit dem Bild eines ästhetischen, gepflegten Äußeren verbindet. Für Männer werden beispielsweise Korrekturen der Brustmuskeln angeboten. Auch hier denkt niemand gleich. Anna K. (20), steht Schönheitskorrekturen bei Männern sehr kritisch gegenüber: „Beispielsweise eine Bauchdeckenstraffung, nachdem jemand stark abgenommen hat, ist total in Ordnung. Ein Brustmuskelimplantat hingegen finde ich einfach gefaked. Da kann man doch auch trainieren gehen!“ Die Loretto Klinik in Tübingen hat folgende Informationen auf ihrer Homepage: „Die meisten männlichen Patienten, die schönheitschirurgische Behandlungen vornehmen lassen, sind zwischen 40 und 50 Jahre alt, überdurchschnittlich gebildet und arbeiten in gehobenen Berufen. Sie wollen sportlich, offen und gepflegt auftreten.“ Geht es um die männlichen Schönheitsvorbilder, hat der Jugendwahn ein Ende: Männer zwischen 31 und 69 Jahren identifizieren sich am stärksten mit soliden und gestandenen Prominenten im mittleren Alter. Männer schweigen meist über einen Eingriff. Für sie kommt keine Generalsanierung in Frage. Der reifere Mann will so sportlich aussehen, wie er sich fühlt. In Berufs- und Privatleben ist es Männern wichtig stilvoll, sportlich und gepflegt aufzutreten. Für viele mag ein kosmetischer Eingriff bei Männern noch ein Tabuthema sein. Aber in der heutigen, sich schnell entwickelnden Zeit, wird auch das bald zum Alltag gehören. TEXT Jenke

Baubin, MiHeSch – fotowettbewerb.highspeed.ch

„Nach Aufzeichnungen einiger Schönheitskliniken, beispielsweise der Clinic im Centrum Sylt, legen sich immer mehr Personen unters Messer“

werden. Letztendlich liegt die Entscheidung aber beim Patienten, vorausgesetzt er ist volljährig.

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sen sich verschönern oder holen sich ab und an mal ein Spritzerl Botox. Der Schönheitswahn ist nun auch hierzulande angekommen. Man sieht es an jeder Wand! Eine wunderschöne Frau lächelt in Unterwäsche oder einem anderen Must-Have der nächsten Saison von einem Plakat. Auch im Fernsehen und in Zeitschriften werden Schönheitsideale vorgegeben. Das vorgelebte Ideal der Frau ist weder real, noch hilft es Selbstbewusstsein aufzubauen. Die Konsequenz: Vor allem jungen Mädchen wollen etwas an ihrem Äußeren verändern.


Ansichtssache Schönheitsideale prägen uns Durch das Kennen seiner eigenen Stärken und Schwächen fällt es auch leichter, sich selbst attraktiv zu finden. Nicht immer ist ein Waschbrettbauch nötig. Auch das Idealbild der Frau muss nicht erreicht werden. Viele versuchen mit Sport zum Idealbild zu

Waschbrettbauch – für viele Jungs ein Muss

kommen. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, nicht zu übertrieben zu sporteln. Der Vergleich mit anderen führt auch hier zum Fitnesswahn. Intelligenter ist es, den Sport für sich selbst zu machen, um sich selbst wohler zu fühlen und um die eigene Zufriedenheit zu steigern. Ein gemeinsames „Schönheitstraining“ macht Spaß und hat dabei auch noch eine ausgleichende Wirkung zu Schulalltag und Prüfungsstress. Aggressionen werden abgebaut und man ist viel entspannter. Selbstbewusstes Auftreten kann als erwünschter Nebeneffekt erscheinen. Denn nur, wer selbstbewusst auftritt und guter Laune ist, der sieht auch „gut“ aus. Der Gemütszustand überträgt sich ja bekannter Weise auch auf das Aussehen und wie man auf andere wirkt. Unser Fazit lautet daher: Unsere Stärken machen uns einzigartig. Wer all seine persönlichen Stärken kennt, kann sie auch einsetzen. Dann ist es schlichtweg egal, ob jemand hübscher ist. TEXT Brindlmayer, pich

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Kein Wunder, dass dann der Druck beim gleichen Geschlecht steigt: „So muss ich auch aussehen.“ Bei Mädchen ist es oft der Neid, bei Burschen der Wettkampf, ständig besser zu sein. Häufig ist dies auch mit übertriebenem, schon schädigendem Sport verbunden. Doch vielen ist unklar, dass nicht gilt „besser als der andere zu sein“, sondern

„einzigartig“ zu sein. Nur wer das erkennt, ist in einer überlegenen Position.

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ie sind sehr weit verbreitet – die Schönheitsideale. Da gibt es die perfekte Frau und den perfekten Mann. Beim weiblichen Geschlecht sind es die großen Brüste, eine schlanke Taille, schöne lange, blonde Haare und die sportliche Figur, die das Gesamtbild perfekt erscheinen lassen. Waschbrettbauch, rasierte Brust, 3-TagesBart und ein leicht anrüchiger Bad-Boy-Look beschreiben das männliche Schönheitsideal wohl am besten. So und nicht anders haben die perfekten Partner auszusehen! Jugendliche, die dem Ideal nahezu entsprechen, prahlen dann auch gerne damit. Das macht die Situation für alle, die nicht so gesegnet sind, umso schwerer.

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Beim Planking werden die Arme seitlich an den Körper gelegt, das Gesicht zeigt nach unten und der Kopf muss mit Rumpf und Beinen eine Linie bilden. Ob die Person waagrecht oder senk-

Planker legen sich stocksteif wie ein Brett auf den Bauch und lassen sich in dieser Position an verschiedensten Orten ablichten. Das „Lying down game“, welches später als Planking wieder aufkam, wurde in den 1990er Jahren in England erfunden. Planking selbst entwickelte sich im vergangenen Jahr zu einem sehr beliebten Hobby in Australien. Schnell verbreitete es sich und begeistert nun Menschen aus aller Welt.

Kreativität – das A und O

I

n den vergangenen Monaten war Planking in aller Munde. Der aus Australien kommende Trend fasziniert Groß und Klein. Er schaffte es sogar in die ZiB.

Gruppe ausführen. Es gibt sogar Plankingwettbewerbe, bei denen die kreativste Umsetzung prämiert wird. Talent und Können spielen keine große Rolle – Spaß und die Neugier, Planking auszuprobieren, sind das Wichtigste. Eine einheitliche Sprache,

Armin Wolf, Moderator der ZiB2 „plankt“ vor laufender Kamera am Ende einer Sendung.

einfach nur Spaß machen soll. Der persönlichen Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Planking kann man sowohl alleine – natürlich sollte aber ein Fotograf dabei sein – als auch in der

Das Siegerfoto des Planking-Wettbewerbs von Sandra Wögerer

Planking ist heute noch ein Trend, aber wie sieht es morgen aus? Im Internet kursiert bereits ein neuer Trend namens Batmanning. Die Körperspannung ist dabei auch wieder sehr wichtig. Es wird jedoch nicht gelegen, sondern wie es der Name schon erahnen lässt, hakt man sich mit den Füßen an Geländern oder Ähnlichem ein. Ziel ist es, wie eine Fledermaus auszusehen. Das Risiko und der damit verbundene Kick sind beim Batmanning noch höher als beim Planking. Sowohl Planking als auch Batmanning hat einen gewissen Reiz. Im ersten Moment mag es langweilig wirken, durch das Ausprobieren kommen jedoch viele auf den Geschmack. TEXT Kinzer

Batmanning

Auf Katy Perrys Twitter-Seite zeigt sie ein Foto beim Planking auf ihrem Motorboot. Ihre Haltung ist jedoch nicht so perfekt wie die von Justin Bieber. Er kann dem Trend ebenfalls nicht widerstehen und posiert mit einem Freund auf einer Yacht.

macht das S

– t t e r B n i e e i w f i e t s Stock paß?


Egalwo man plankt – Spaß ist das Wichtigste

Alle, die Planking noch nie ausprobiert haben, werden sich jetzt fragen: Warum lässt sich jemand liegend an gefährlichen Orten fotografieren? Auf plankinglove.de wird betont, dass Planking

Warum Planking?

Daraus kann man schließen, dass sowohl Mut als auch Kreativität wichtig sind, um interessante Fotos online stellen zu können. Denn darum geht’s letztlich: Coole Fotos in einschlägigen Internetforen posten, sich mit anderen Plankern austauschen und auf noch kreativere Ideen kommen.

Talent und Können spielen keine große Rolle – Spaß und Neugier, Planking auszuprobieren, sind das Wichtigste

recht fotografiert wird, ist prinzipiell egal. Die größte Schwierigkeit ist dabei, die Körperspannung zu halten. Entscheidend für die Qualität des Fotos ist der Ort, der ausgesucht wird. Eine unausgesprochene, grundlegende Regel lautet: Je origineller oder gefährlicher der Ort, umso interessanter das Bild.

Planking auch am Arbeitsplatz

Auch Promis erfreuen sich am Planking und probieren es selbst aus. In Österreich zeigte Armin Wolf, der Moderator des Nachrichtenmagazins ZiB2, sein Können und „plankt“ vor laufender Kamera am Ende einer Sendung. Auch der Ö3 Moderator Andi Knoll ist im Trend. Er ließ sich stocksteif auf einem Schreibtisch liegend fotografieren.

Promi-Planker

Aber auch Planking hat seine gefährliche Seite. Aktuelles Beispiel ist der tragische Tod des vor einem knappen halben Jahr, am 5. Mai 2011 in Ostaustralien verunglückten Acton Beale. Er startete einen Plankingversuch auf dem Geländer seines Balkons im siebten Stock, verlor das Gleichgewicht und stürzte in den Tod. Dieses Ereignis schockierte Planker auf der ganzen Welt und zeigt, dass das Hobby auch eine Schattenseite hat. Seitdem gibt es nicht nur Planking-Fanseiten im Web, sondern auch Internetseiten, die die Planker darauf hinweisen, dass auch auf die Gefahren geachtet werden muss. In Australien hat sich dadurch die „Save Planking Campagne“ gebildet. Sie weist darauf hin, dass die Risikobereitschaft nicht zu hoch sein sollte, denn das eigene Leben ist immer noch wertvoller als kurzfristige Bekanntheit im Internet.

Die Schattenseite des Weltsports

bestimmte Qualifikationen oder Spielregeln werden nicht benötigt. Durch diese Voraussetzungen hat sich Planking zu einem weit verbreiteten und vielfach ausgeübten Hobby entwickelt.

Planking sparetime | 25

Der neueste Trend im Internet: Batmanning

www.Plankinglove.de ist eine Webseite für Deutschland, Österreich und die Schweiz, auf der Plankingfotos und Videos online gestellt werden können.

Bilder zu Promi Planks gibt es auf www.plankingaustria.com und www.bild.at

Planking online:

Wir danken euch noch einmal herzlich für eure Einsendungen und wünschen euch weiter viel Spaß beim quer liegen!

„Da schau her, ich lieg‘ quer!“ Planking-Wettbewerb von SUMO Ihr habt uns gezeigt wie ihr plankt und auf Facebook über die Gewinner abgestimmt. Auf dieser Seite findet ihr die Planker mit den meisten Likes.

Wögerer, Kinzer, Lottersberger FOTOS


Die

Divison T

eilen liegt im Trend. Nicht nur Inhalte und Wohnungen werden geteilt, sondern auch Autos. Carsharing entwickelt sich zu einem immer stärker akzeptierten Bereich der Mobilität. Das System besticht mit vielen Vorteilen und macht dem eigenen Auto Konkurrenz. Carsharing funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Teilen. Ein Fahrzeug wird zu unterschiedlichen Zeiten von verschiedenen Personen genutzt. Jedes geteilte Auto ersetzt so bis zu acht PKW. An fixen Standorten werden die Fahrzeuge nach einer Reservierung entliehen und wieder abgestellt. Das eigentliche Ziel von Carsharing Fliegender Fahrerwechsel beim Carsharing

26 | sparetime

Autos

liegt darin, die Autos nur bei wirklichem Bedarf und nur für einige Stunden auszuborgen. Es gibt also keinen Zwang zur tageweisen Miete.

Optimale Kostenkontrolle Der Kostenfaktor, einer der Vorteile von Carsharing, setzt bei der verkürzten Nutzung an. Für die Entlehnung werden in der Regel eine jährliche oder monatliche Pauschale und eine nutzungsbezogene Gebühr bezahlt. Diese richtet sich nach Dauer und Länge der Fahrt. Je kürzer die Strecke, desto weniger wird bezahlt. Das regt durchaus zur Vermei-

dung von unnötig gefahrenen Kilometern an. Anders als beim eigenen PKW muss man sich keine Gedanken um diverse Kosten wie Versicherung, Treibstoff oder Reparatur machen.

„Jedes geteilte Auto ersetzt bis zu acht PKW“

Diese sind im Tarif schon inkludiert. „Ich kann und will mir zurzeit kein Auto leisten, deshalb habe ich Carsharing ausprobiert. Außerdem kommt das System meiner sprung-

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Grünes Licht für die Beliebtheit von Carsharing

Rainer Sturm, Thorben Wengert - Pixelio.de, Andreas Schölzel - Cambio

des


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Geöffnet von... Montag bis Freitag 08.00 bis 18.00 Frühstücks- und Nachmittagsbuffet

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Für viele Personen kann sich das Autoteilen rechnen

Neben den Auswirkungen auf die Geldbörse erfährt auch die Lebensqualität in Städten durch das Autoteilen eine Verbesserung. Das Einsparen mehrerer Fahrzeuge wirkt sich positiv auf die Lärmbelastung und auf die Luftverschmutzung aus. Da beim Carsharing gewöhnliche Parkplätze in der Stadt kürzer und seltener benutzt werden, kann die Platznot langfristig verringert werden.

Aussichtsreiche Zukunft Für Personen in Ballungsräumen kann ein ausgebautes Carsharing-System also durchaus ein eigenes Auto ersetzen. Es wäre sogar möglich, dass es zu einer fixen Größe der Mobilität für eine junge und urbane Generation wird. Trotz des großen Potenzials, das im geteilten Fahrzeug steckt, wird das Privatauto aber wohl nicht aussterben. Gerade Personen, die in ländlichen Gebieten wohnen oder beruflich ständig mobil sein müssen, werden auch in Zukunft auf ein Privatauto angewiesen sein. Um auch in Zukunft als umweltfreundlichere Variante zu gelten, müssen Carsharing-Anbieter ihr System weiterentwickeln. Vor allem alternative Antriebsformen sind ein zentrales Thema. Denn auch geteilte Autos erzeugen CO2 und belasten somit die Umwelt. Einige Dienstleister

wie zum Beispiel Denzel und die ÖBB tragen diesem Umstand bereits Rechnung und stellen Elektroautos für die gemeinschaftliche Nutzung zur Verfügung. Neben diesen Angeboten laden

„Autoteilen erhöht die Lebensqualität in Städten.“

auch Vergünstigungen für Studenten oder Test-Aktionen dazu ein, Carsharing einmal auszuprobieren. TEXT Vasica

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haften Nutzung entgegen“, meint Sharif E. (25) aus Wien zu den Vorteilen des Konzepts.

Vor der Benützung der Fahrzeuge erfolgt eine Reservierung über Telefon oder Internet. Der Verkehrsclub Österreich bietet ein Factsheet und Studien mit umfassenden Informationen zu Kosten und Nutzen von Carsharing an.

Österreichweiter Carsharing Anbieter: www.carsharing.at Bundesministerium für Verkehr: www.bmvit.gv.at Factsheet und Studien zu Carsharing: www.vcoe.at

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„Singst du

deu

Nur mal kurz die Welt retten und dabei den

Österreicher, die Englisch singen, haben wir zur Genüge. Viel schwieriger ist es da schon, jemanden zu finden, der auf Deutsch singt. Nachdem in Deutschland einige „neue Helden“ auf die Bühne kamen, wird es schon schwieriger, auch in Österreich fündig zu werden.

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ommerzeit, Ferienzeit. Wieder zuhause im Südschwarzwald lag ich auf unserem Balkon und genoss die vorlesungsfreie Zeit in der Sommersonne. Doch die Idylle sollte nur von kurzer Dauer sein. Denn was ich nicht wusste: Ein Sportereignis der Extraklasse wartete auf mich.

Deutschland macht es vor

Ich wurde zum unfreiwilligen Zuschauer der Sommergartenspiele meiner Nachbarn. Am Start vier Herren Mitte 60 in der Disziplin „Rasenmähen“. Womit es parallel zur Basketball-Europameisterschaft ein zweites sportliches Highlight gab. Und das in meinen Nachbarsgärten.

Schließlich war unser Untermieter an der Reihe. Er stellte eindrucksvoll zur Schau, dass es nicht nur kurz, sondern noch kürzer geht. Sein Wettkampfgerät war so tief gelegt, dass er es sprichwörtlich krachen ließ. Steine schossen durch die Luft und ich musste in Deckung gehen. Als ich wieder aufblickte, sah ich ihn inmitten einer riesigen Staubwolke – alles Taktik, womöglich wollte er nur Eindruck bei den Zuschauern und den Konkurrenten schinden. Ganze drei Wochen dauerten die Titelkämpfe an, bis Petrus dem Treiben schließlich Einhalt gebot. Bis auf kleine Zwischenfälle, wie leere Tanks, störende Ehefrauen oder volle Auffangbehälter liefen die Wettkämpfe reibungslos. Ich vermute, dass unser Untermieter die Meisterschaft für sich entschieden hat. Denn wenige Tage vor Semesterbeginn führte er seinen neuen Rasenmähertraktor vor. Ich freue mich jetzt schon auf die Winterspiele! TEXT

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Albiez

Ein Deutscher in Österreich

Um neun ging’s los: Der erste Teilnehmer erschien auf seinem Spielfeld. Mit lautem Getöse mähte er jeden Grashalm nieder, der sich ihm in den Weg stellte. An den beiden darauf folgenden Tagen warteten die nächsten beiden Teilnehmer auf.

Als Benjamin Griffey in diesem Jahr sein zweites Album veröffentlichte, dachte wohl auch er selbst nicht, dass „XOXO“ in Deutschland auf Platz eins der Verkaufscharts einsteigen würde. „Casper“ ist, wie er sich als Künstler nennt, mit seiner Form des deutschsprachigen Raps das Gegenstück zu Bushido und Konsorten. Seine Musik ist mitreißend, aufrüttelnd, seine Texte mitunter gefühlvoll und berührend. So hebt er sich von der Masse der Möchtegern-Ghetto-Rapper Deutschlands stilsicher ab. In einem Interview mit „The Gap“ beschreibt er, warum seine Texte so ehrlich wirken: „Wenn ich eine Geschichte aus meinem Leben erzählen will, dann kann ich die nicht aus einer vierten Sicht erzählen, das Ende verdrehen, den Anfang ändern oder die Person.“

„Österreichische Musiker, die deutsch singen, gehören zur Minderheit“ Nur mal kurz die Welt retten. Das wollte Tim Bendzko eigentlich. Beinahe unabsichtlich ist es ihm dann sogar gelungen, beim Bundesvision Song Contest 2011 Ende September den Sieg davonzutragen. Deutschsprachige Musik abseits von Bushido, Sido oder auch Xavier Naidoo scheint also zu gefallen: Die Neuen zeigen, wie es gehen kann.

Im kleineren Rahmen Doch wie sieht es in Österreich aus? Es gibt sie schon noch, die Wenigen, die sich trauen, auf Deutsch zu singen. „Ja, Panik“ zum Beispiel erschaffen auf ihrem aktuellen Album „DMD KIU LIDT“ mit ihrer Mischung aus Deutsch und Englisch eine ganz eigene Sprache. Bisher kannte man das nur – wenn überhaupt – von Falco.

Auch Philipp Poisel ist nicht neu im Musikgeschäft. Schon 2008 überzeugte er mit seinem Debütalbum „Wo fängt dein Himmel an“, legte Was in Österreich besonders ist, ist die Liebe zum vergangenes Jahr mit „Bis nach Toulouse“ nach Dialekt: Die Jungs vom “holstuonarmusigbigund tourt jetzt durch den deutschsprachigen bandclub“ (kurz: HMBC) zählen mit ihrer ErzähRaum. Sein Entdecker und Mentor, Herbert lung einer dramatischen Heimreise unter dem Grönemeyer, gewährt ihm alle Freiheiten bei der Titel „Vo Mello bis ge Schoppornou“ zum wohl wichtigsten VorarEntfaltung seiner Die Dialekt-Missionäre aus Vorarlberg lbergexport seit Musik. Alle Lieder der holstuonarmusigbigbandclub Jahrzehnten. Und von Poisel handeln auch bei der Band entweder von der “Millions of Dreads“ frisch gefundenen ist ihr Dialekt ein oder der eben verinteressant eingelorenen Liebe – imsetztes Stilmittel. mer ganz knapp an der Grenze zum Gibt es noch weiKitsch. Er schafft es tere deutschspraimmer wieder, zu chige Musiker aus zeigen, wie herrlich Österreich? OffenHerzschmerz versichtlich: „Filou“ packt werden kann. zum Beispiel, oder Sein aktuelles Lied

Sony, bereuter

Weltmeister im Garten

„Eiserner Steg“ (welches Teil des Soundtracks zu „What A Man“ ist) beschränkt sich wie so oft auf das Nötigste, was man für gefühlvolle Musik braucht: ein Piano, Poisels Stimme und ein Gastauftritt von Matthias Schweighöfer.

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E

ine neue Generation junger, frischer Musiker hat es sich zur Aufgabe gemacht, endlich mal wieder Musik auf Deutsch zu schreiben. Neben den deutschen Stars Casper oder Tim Bendzko findet man auch in Österreich so manche Perlen.


tsch?“

Musikmarkt umwälzen “Parkwächter Harlekin“. Eine wahre Entdeckung ist Martin Klein. Man kann ihn als eine Mischung aus Poisel und Bendzko beschreiben: Gefühlvolle Texte, die Hände stets am Klavier und eine Stimme, die manchmal ganz langsam unter die Haut kriecht. Bisher wechselte er stets zwischen englischen und deutschen Liedern und konnte in beiden Sprachen überzeugen. Auf seinem, im November erschienenen, neuen Album hat er sich aber für eine Sprache entschieden „Lass uns bleiben“ beinhaltet 13 selbstkomponierte Lieder auf Deutsch.

Deutschsprachiger Protest Und doch: Österreichische Musiker, die deutsch singen, gehören zur Minderheit. Doch was hindert Österreichs Musiker daran, die englische Sprache mal hinter sich zu lassen? Vielleicht der Wunsch nach internationaler Bekanntheit, wie er etwa für “Soap&Skin“

in Erfüllung ging. Möglicherweise ist es auf Englisch auch einfacher, seine Gedanken frei von Pathos niederzuschreiben. Was hingegen auffällt: Beim jährlichen Protest-S ongcontest Tim Bendzko - Weil Worte seine Sprache und Musik sein Talent ist ist Jahr für Jahr der Großteil der Lieder unter den Top zehn nen noch zu hören sein wird. Und wer sonst deutschsprachig. Das ist verständlich: Wenn noch den Versuch wagt, in deutscher Spraösterreichische Musiker gegen etwas prote- che auf die Bühne zu treten. Man muss nicht stieren, sind das meist innenpolitische The- unbedingt etwas gegen die englische Sprache men. Internationales Interesse braucht man haben, aber ein schön komponiertes Lied auf sich da wohl nicht erwarten. Deutsch ist bisweilen eben doch eindrucksvoller. Und das bisschen Ausdrucksfülle, das Nach dem Entstehen dieser neuen Generation der deutschen Sprache inne liegt, können wir TEXT LEItner Musiker darf man gespannt sein, was von ih- sicher auch verschmerzen.

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Der trendige Adventmarkt vor dem Museumsquartier

Weit gegangen Erschienen: 2010, 4. Auflage Verlag: Kiepenheuer und Witsch Seiten: 766 Preis: 13,40 Euro (Weltbild)

S

tell dir vor, deine Mutter und deine Freunde werden vor deinen Augen getötet. Du weißt nicht, wohin du gehen sollst, überall Soldaten und Chaos. So beginnt die wahre Geschichte von Valentino Achak Deng, einem Jungen aus dem Sudan. Zusammen mit tausenden anderen Jungen flieht er über Äthiopien nach Kenia. Dort findet er in einem der vielen Flüchtlingslager Schutz.

Punsch, Glühwein

und Co

Voller Vorfreude schwärmen Valentino Achak und seine Freunde im Lager davon, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Sie wollen heiraten, für ihre Frauen Häuser bauen und sie träumen von einem friedlichen Sudan. Nach 13 Jahren in Kenia wird ihm jedoch klar, dass der Bürgerkrieg nie enden wird und ein freier Sudan nichts weiter als eine Illusion ist. Doch da kommt eine freudige Botschaft: Die UN wählt 4.000 junge Männer aus, die in die Vereinigten Staaten fliegen dürfen. Dort werden sie von privaten Betreuern und der „Lost Boys Foundation“ finanziell und rechtlich unterstützt. Auch Valentino Achak ist dabei.

Wien

Kaum in den Vereinigten Staaten angekommen, arbeitet Valentino Achak eifrig an seinem Schulabschluss. Er wird genug Geld haben, um seinem Vater und den zurückgebliebenen Freunden im fernen Afrika finanziell beistehen zu können. Doch er wird auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit neuen Problemen konfrontiert: Vorurteile gegenüber Schwarzen machen ihm das Leben schwer. Selbst in seinen dunkelsten Stunden hat der Sudanese aber nie die Hoffnung verloren, seine Erfahrungen eines Tages mit jemandem teilen zu können. TEXT Wochner

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Lesestoff

Land der Vorurteile

Weihnachtsmarkt am Spittelberg Der Weihnachtsmarkt am Spittelberg steht ganz im Zeichen der Kultur. Punsch trinken und geselliges Beisammensein ist hier das Motto. Wichtig für uns Studierende ist wohl die Möglichkeit, in unzähligen Bars und Cafés der näheren Umgebung verweilen zu können. Ein Besuch des zwischen verwinkelten Gassen gelegenen Marktes gleicht einer Wanderung durch ein winterliches Dorf, der bestimmt unvergessen bleibt. Adresse: Spittelberggasse 3; 1070 Wien Öffnungszeiten: 17. November bis 23. Dezember 2011; täglich Montag bis Freitag von 14:00-21:00 Uhr, Samstag; Sonntag und Feiertag von 10-21 Uhr Website: http://www.spittelberg.at

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Winter im Museumsquartier Der wohl trendigste aller Wiener Christkindlmärkte vor dem Museumsquartier hat Einiges zu bieten. Unter anderem findest du hier Attraktionen wie einen Eislaufplatz,

eine Eiskletterwand, einen Eispalast, „Winter Race“, Lichtprojektionen, literarische Vorträge und eine stimmungsvolle Hofgestaltung. Er schafft somit eine einzigartige, winterliche Atmosphäre. In Zusammenarbeit mit FM4 wird unter anderem mit österreichischen Bands sowie Top-DJs durch eine feine Mischung aus Rock, Soul und Elektronik für dein musikalisches Wohl gesorgt. Dass man die verschiedensten Variationen an Punsch nicht vergessen hat, versteht sich von selbst. Adresse: Museumsplatz 1/5; 1070 Wien Öffnungszeiten: 10. November bis 23. Dezember 2011; täglich von 16:00-23:00 Uhr Website: http://www.mqw.at

Sankt Pölten Rathausplatz Bis einschließlich 23. Dezember wird der Sankt Pöltner Rathausplatz wieder zum Schauplatz des traditionellen Christkindlmarktes. An 17 Verkaufshütten kann man sich mit verschiedensten, frisch zubereiteten Schmankerln kulinarisch verwöhnen lassen. Die liebevoll handgemachten Kunstwerke bieten sich als originelle Weihnachtsgeschenke an. Doch der Christkindlmarkt sorgt in der Adventszeit nicht nur für Unterhaltung und Verbreitung vorweihnachtlicher Stimmung. Er stellt sich auch in den Dienst der guten Sache. Die Vereine verwenden den gesamten Erlös dafür, bedürftigen Menschen zu helfen.

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W

eihnachten rückt mit großen Schritten näher und somit auch die Zeit der Christkindlmärkte. Die unter Studenten beliebtesten Christkindlmärkte stellen wir dir hier vor. In gemütlicher und besinnlicher Atmosphäre kannst du dich dort in Weihnachtsstimmung bringen und natürlich auch das ein oder andere Häferl Punsch trinken.

Träume sind Schäume

Bräuner, Maria Altmann – MQW.at, weihnachtenimpark.at, Cusoo.com, Karl Lind – Spittelberg.at Weibsvolk1, pareeerica – flickr.com

Vier Christkindlmärkte im „SUMO-Check“


Adresse: Sankt Pölten, Rathausplatz Öffnungszeiten: 25. November bis 23. Dezember 2011; Montag bis Mittwoch 15:00-19:30 Uhr, Donnerstag bis Sonntag, Feiertag 13:00-19:30 Uhr Website: http://www.buerov.com/christkindlmarkt Weihnachten im Park Der beliebte Weihnachtsmarkt findet im Sparkassenpark statt. Er wird von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Sankt Pölten veranstaltet, die mit den Erlösen den Bestand und den Ausbau der Freiwilligen Feuerwehr finanziert. Inmitten des weihnachtlich gestalteten Sparkassenparks könnt ihr also leckeren Punsch für den guten Zweck trinken. Adresse: Sankt Pölten, Sparkassenpark Öffnungszeiten: 7. bis 10.Dezember 2011; 16:00-20:00 Uhr Website: http://www.weihnachten-im-park.at/ TEXT borek Der traditionelle Christkindlmarkt am St. Pöltner Rathausplatz du t und schneit und Falls es mal stürm r zu gehen: Tü die vor t has st keine Lu

Orangenpunsch für 4 Tassen

: 10 Minuten Dauer der Zubereitung

Zutaten:

½ Liter Früchtetee 8 Orangen 2 Zitronen 250g Zucker ¼ Liter Rum 3 Zimtstangen 5 Gewürznelken

Zubereitung:

Den Zucker im kochenden Tee auflösen Topf vom Feuer neh und anschließend den en, ss pre aus en Zitron men. Die Orangen und rigen Zutaten in den den Saft und die üb nochmals erhitzen, Früchtetee geben und . hen koc aber nicht

Punschtrinken zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr

Aperol-Spritzer € 2,00 Bacardi-Cola € 1,80 jeden letzten Samstag im Monat:

1€-Party!

.2011 .2012 28.01 .2012 25.02

30.12

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Financial Diese Vereine geben in der jeweiligen Liga am meisten aus (Stand: 2011):

42 %

45 %

17 %

PSV Eindhoven

Anzhi Makhachkala

Niederlande 25.750.000 €

Manchester City

Russland 61.700.000 €

England 92.535.000 €

37 % 44 % 29 % Rapid Wien

FC Paris Saint-Germain

Österreich 1.270.000 €

Frankreich 86.100.000 €

FC Bayern München Deutschland 44.100.000 €

37 % 17 % 19 % 23 %

FC Porto

Anteil der Vereinsausgaben an den Gesamtausgaben je Land

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Gesamtausgaben des Vereins in den jeweiligen Ligen der laufenden Saison – Sommertransferperiode 2011

Fenerbahce Istanbul Türkei 25.300.000 €

Leo Osterloo – Flickr.com

Spanien 69.500.000 €

Italien 85.750.000 €

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Atlético de Madrid

Juventus Turin

Legende

Portugal 37.500.000 €


Fair Play

Revolution im internationalen Clubfußball

E

in einziger Spieler für 45 Millionen Euro: In einer Zeit, in der Clubs wie Manchester City oder Anzhi Makhachkala zum Zeitvertreib von finanzstarken, risikofreudigen Ölscheichs mutieren, ist das keine Seltenheit mehr.

„Real Madrid gab in den letzten zwei Jahren über 300 Millionen Euro für Spieler aus“

In England und Italien wurden allein in der Sommertransferperiode dieses Jahres von den Großinvestoren jeweils mehr als eine halbe Milliarde Euro für neue Spieler ausgegeben. Schon allein anhand dieser zwei Beispiele lassen sich die horrenden Summen erahnen, die im internationalen Fußball jährlich ausgegeben werden.

Verrückte Fußballwelt In dieser verrücktspielenden Fußballwelt werden die höchsten Summen von Vereinen der hochklassigsten Ligen in Europa ausgegeben, weil sie sehr finanzstarke Investoren auf ihrer Seite haben. Der stark verschuldete Klub Real Madrid gab in den letzten zwei Jahren beispielsweise über 300 Millionen Euro für Spieler aus. Bei Manchester United ist die Finanzsituation mit 100 Millionen Euro Schulden noch schlimmer. Fakten, die auch die UEFA (Union of European Football Associations) beunruhigen. Deshalb wurde an einer Lösung gearbeitet – Financial Fair Play.

„Break Even Rule“ Der Grundgedanke dieser Regelung ist die Erreichung eines finanziell gesünderen Clubfußballs in Europa. Transferausgaben und Gehälter sollen wieder angemessen gestaltet werden. Die Schlüsselregelung „Break Even Rule“ besagt, dass jeder Club grundsätzlich nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt.

Zusätzlich kommt es auch zur Einführung stärkerer Kontrollen, um zu eruieren, wo die Gelder hinfließen. Der Bemessungszeitraum, in dem die Einnahmen und Ausgaben der Clubs untersucht werden, umfasst immer drei Jahre. Für die Saison 2015/16 gelten beispielswiese die Geschäftsjahre 2013, 2014 und 2015 als Bemessungszeitraum. Aber nicht alle Ausgaben werden in dieser Berechnung erfasst. Kosten für Jugendarbeit und Infrastruktur werden beispielsweise ausgeklammert. Zu dieser Schlüsselregelung meint Philipp, ein fußballbegeisterter Medientechnikstudent der FH St. Pölten: „Diese Regelung ist eine sehr gute Idee, um finanziellen Problemen der Vereine vorzubeugen und den Transferwahnsinn zu stoppen.”

Unterstützung auch von Vereinen Dass sich auch Vereine mit dem Financial Fair Play anfreunden, zeigt das Interview mit Borussia Dortmund Geschäftsführer HansJoachim Watzke vom 1. September 2011 auf der Webseite spiegel.de. Watzke meint: „Es ist höchst erfreulich, dass die UEFA endlich dieses Problembewusstsein entwickelt hat. Der Ansatz des Financial Fair Play ist absolut richtig. Wir müssen dahin kommen, dass nur so viel ausgegeben werden darf, wie eingenommen wird.“

„Die Schlüsselregelung besagt, dass jeder Club grundsätzlich nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt“

• Montag : G’spritzter € 1,50 • Dienstag : Baguette € 3,– Pizza € 4,50 • Mittwoch (bis 22 Uhr) : Gratis Wuzzeln • Donnerstag : Stiegl Fl. 0,3 l € 1,70 • Freitag (bis 21 Uhr) : Red Bull-Vodka € 2,– Bacardi-Cola € 2,– Whiskey-Cola € 2,– • Samstag (bis 21 Uhr) : Jägermeister € 1,70 Libella 0,33 l € 1,50 Hirter Privat Pils 0,5 l € 2,50

BarRock Andreas-Hofer-Straße 4 3100 St. Pölten +43 2742 70 950 office@barrock.info Mo – Do : 16.30 bis 1.00 Uhr Fr – Sa : 16.30 bis 2.00 Uhr www.barrock.info

Ob diese neue Regelung wirklich die Preisspirale bei Gehalts- und Transferzahlungen stoppen kann, ist noch nicht klar. Eines steht jedoch fest: Es wird für Spitzenclubs wesentlich schwieriger, Geld auf den Markt zu bringen, das kurzfristig gar nicht verfügbar ist. Auch für die Jugendarbeit und die Einbindung von nationalen Spielern ist diese Regelung wohl nicht von Nachteil. TEXT LEMP sparetime | 33


SPORT CUTS Youth Olympic Games 2012 in Innsbruck

Ein Aufsteiger erobert die

Bundesliga

E

in Höhenflug, den man so nicht erwarten konnte! Der FC Admira mischt die tipp3-Bundesliga gehörig auf und das mit vielen jungen österreichischen Spielern. Tabellenführer nach 15 Runden, Siege gegen Red Bull Salzburg und Rapid Wien – diese Leistungen sprechen für sich.

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Die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele

J

edes Jahr dominieren Großveranstaltungen wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele die Sportwelt. Auch im Jahr 2012 wird es nicht anders sein. Neben den bereits altbekannten Olympischen Sommerund Winterspielen und den Paralympischen Spielen werden im kommenden Jahr erstmals die Olympischen Jugend-Winterspiele ausgetragen. Umso stolzer ist die Wintersportnation Österreich darauf, dass die Premiere in Innsbruck und Seefeld gefeiert wird. Vom 13. bis zum 22. Jänner 2012 gehen 1.059 Athleten im Alter von 14 bis 18 Jahren aus über 60 verschiedenen Nationen in 15 Disziplinen an den Start.

Sport ist nicht Alles Während der Youth Olympics werden die Olympioniken jedoch nicht nur ihr sportliches Können unter Beweis stellen. „Zu den Sportbewerben gibt es ein umfangreiches Kultur- und Bildungsprogramm, das dem Sportprogramm gleich gewichtet ist“, erklärt Hartmut Müller, PR-Manager der Jugendspiele. „Der Sinn dahinter ist, den Jugendlichen einen interkulturellen Austausch mit Gleichaltrigen anderer Nationen zu ermöglichen und ihnen somit das Kennenlernen anderer Kulturen schmackhaft zu machen.“ Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, selbst Medieninhalte zu schaffen und werden in Workshops über die Nutzung von Social Media

aufgeklärt. Auch die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit werden behandelt. Hier können die Jugendlichen zum Beispiel lernen, welche Risiken im alpinen Bereich lauern und wie man sich in Gefahrensituationen verhält. Kunst- und Musikbegeisterte kommen ebenfalls auf ihre

„Über 1.400 freiwillige Helfer sind am Start.“ Kosten, da die Möglichkeit besteht, an TanzWorkshops teilzunehmen. Beim „Competence Programme“ werden viele Profi-Sportler von ihrem Trainingsalltag und den Erfahrungen, die sie bei Wettkämpfen gemacht haben, erzählen. Unter diesen Profis ist auch der Skifahrer Benjamin Raich, der die Patenschaft für die Youth Olympics übernommen hat.

Keine Spiele ohne Helfer Bei einem Event dieser Größenordnung dürfen natürlich die freiwilligen Helfer nicht fehlen. Mehr als 1.400 Freiwillige werden das Sportfestival miterleben und mitgestalten. „Die Aufgabenbereiche sind vielfältig und gehen vom Marketing bis zum Language Service“, erläutert Müller. Hast du Lust, an diesem unglaublichen Event teilzunehmen? Auf der offiziellen Website der Olympischen Jugend-Winterspiele erfährst du, wie man direkt am Pistenrand dabei sein und Tickets erwerben kann. Denn denk daran: Dabei sein ist alles! TEXT KRISCHKER

Innsbruck 2012 GmbH, lemp

Nachspielzeit

Angesichts der gebotenen Leistungen muss man in Österreichs Fußballmetropolen zugeben, dass die Performance von Admira-Trainer Didi Kühbauer beachtlich ist – taktisch immer perfekt eingestellt und mit einem Kollektiv an jungen, siegeshungrigen Spielern ist die Mannschaft nur schwer zu schlagen. Wenn die Form im Team so bleibt, der junge Philipp Hosiner weiter trifft wie ein routinierter Goalgetter und Patrik Jezek die Abwehrreihen der Gegner auch in den kommenden Begegnungen schwindelig spielt, dann können die Mödlinger in Zukunft um den Meistertitel in der Bundesliga mitmischen. TEXT LEMP

Dabei sein ist alles

FOTOs

Vergleicht man den Mödlinger Club mit Ligakrösus Red Bull Salzburg, dann stechen folgende Fakten ins Auge: Einem Durchschnittsalter von 24,6 Jahren beim FC Admira steht eines von 26,0 bei den Salzburgern gegenüber. Der Ausländeranteil beträgt bei der Admira lediglich 25 Prozent, bei den Mozartstädtern hingegen unglaubliche 63 Prozent. Durch den hohen Legionärsanteil werden die verschiedenen Philosophien der Mannschaften deutlich und man kann den finanziellen Unterschied zwischen diesen beiden Vereinen erkennen. Denn das Budget der beiden Mannschaften ist höchst unterschiedlich. Bei den Südstädtern beträgt der Durchschnittsmarktwert der Spieler 321.000 Euro, bei den Bullen 1.181.897 Euro.


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Das Junge online m

Ausbildungsmedium SUMO Studentische Geschäftsführung: Daniela Brindlmayer office@sumomag.at Redaktionsleitung: Nadine Mittermüller redaktion@sumomag.at Stellvertrende Redaktionsleitung Schwerpunkt Online: Sandra Hinzmann sandra.hinzmann@sumomag.at

... und SUMOmag.at feiert mit Dir seinen 1.Geburtstag! Mit SU, unserem außerirdischen Freund, erwarten dich in den kommenden Wochen Spiel, Spaß und Action! Suche einen Schatz! Engagiere dich und sei Helfer! Spiel mit und gewinne! Feier mit uns auf unserer Geburtstagsparty am 12.01.2012 im Freiraum!

Auf www.SumOmag.at findest du weitere Informationen! Schau rein!

Das nächste SUMO erscheint am 15. März ! * Einreichfrist für deine Meinung zu einem Jugendthema: 27.Februar *Richtlinien findest du auf www.SUMOmag.at * Dein Foto im SUMO: Fotowettbewerbe unter www.SUMOmag.at/facebook

Impressum

. g(.at) man eben..

Redaktion: Albiez Timo, Arnezeder Ingrid, Auer Jana, Borek Lilian, Brader Johanna, Jenke Hannah, Kinzer Karoline, Krischker Nicole, Leitner Dominik, Lemp Sebastian, Lettner Thomas, Riedl Patrick, Vasica Elisabeth, Wochner Petra, Wögerer Sandra Bildredaktionsleitung: Anna Baubin bildredaktion@sumomag.at Produktionsleitung: Martina Bräuner produktion@sumomag.at Produktionsressortleitung: Knowhow: Christina Smrzka Sparetime: Iris Kienböck Produktionsteam: Tatjana Aubram, Anna Baubin, Rica Fichtinger, Julissa Iraschek, Iris Kienböck, Manuela Kowarz, Sabrina Leitner, Christina Smrzka, Susanne Zechner Kommunikationsleitung: Florian Pich florian.pich@sumomag.at Kommunikationsteam: Katharina Langer, Viktoria Winter Anzeigenserviceleitung: Florian Pich anzeigen@sumomag.at Vertriebskoordination: Sabrina Leitner, Susanne Zechner vertrieb@sumomag.at Coverfoto: Anna Baubin Online-Magazin: www.SUMOmag.at Fachliche Leitung: FH-Prof. Dipl. Päd. Corinna Haas

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Fachliche Beratung und Workshopleitung Thomas Bredenfeld, Peter Hofbauer, MA, Mag. Dr. Thomas Pollmann, Manuel Reinartz, Dr. Claudia Riedmann, Diethold Schaar, Daniela Zeller Medieninhaberin/Herausgeberin: Fachhochschule St. Pölten, Matthias Corvinus-Straße 15, A-3100 St. Pölten. E-Mail: office@fh-stpoelten.ac.at, Tel.: 02742/313 228 Geschäftsführung: Dr. Maria Gabriela Ondrejkovics-Fernandes, DI Gernot Kohl, MSc Bankverbindung: Sparkasse St. Pölten, BLZ: 20256, Kontonummer: 00700002579 Erscheinungsweise: 3 Ausgaben pro Jahr Erscheinungsort: Verlagspostamt: 3100 St. Pölten

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