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Jahresbericht

2011


100% skater. 100% geb채udetechniker.

200% ich.

gib alles.


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Inhaltsverzeichnis

Editorial Peter Schilliger – Zentralpräsident suissetec

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Wahrnehmung Florian Müller – Vorbild mit Berufsstolz 7 Die «Goldene Spenglerarbeit» – beste Werbung für den Beruf mit goldener Zukunft 8 suissetec-Bildungszentrum Lostorf für Zukunft gerüstet 10 Isopublic-Umfrage: Positive Botschaften entwickeln und verbreiten 12 suissetec 2011 – Teil 1 13 Nachhaltigkeit suissetec-Mitglied installiert Gebäudetechnik im ersten alpinen Plusenergie-Hotel Energiewende verlangt nach Spezialisten suissetec 2011 – Teil 2

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Dienstleistungen Die Dienstleistungen von suissetec auf einen Blick suissetec 2011 – Teil 3

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Aus- und Weiterbildung Meisterin sein heisst Vorbild sein Tessiner Erfolg an Schweizer Berufsmeisterschaften Persona-Seminare stärken persönliche Kompetenzen suissetec 2011 – Teil 4

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Finanzen / Organisation Finanzkommentar35 Finanzbericht – Bilanz 36 Finanzbericht – Erfolgsrechnung 37 Berichte der Revisionsstellen 38 Geschäftsleitung39 Zentralvorstand40 Fachbereichsvorstände / Kommissionen 41 Impressum43

Dario Cao auf der Terrasse des mit dem Solarpreis ausgezeichneten Berghotels «Muottas Muragl» Im Jahr 2010 wurde das Berghotel «Muottas Muragl» ob Samedan vollständig renoviert. Das Energiekonzept berücksichtigt die Vorgaben des Minergie-Labels. Bei der Planung und Umsetzung war suissetec-Mitglied Dario Cao, Inhaber des Puschlaver Haustechnikunternehmens Caotec, stark beteiligt. Der Spengler / Sanitär­ installateur kennt sich mit Systemen für erneuerbare Energien bestens aus. Sein Wissen und seine Erfahrung waren beim anspruchsvollen Projekt sehr gefragt. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 15. Jahresbericht

2011


Editorial


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Das Jahr des Wandels

Das Jahr 2011 hat uns einschneidende Veränderungen beschert. Es darf zu Recht als «Jahr des Wandels» bezeichnet werden. Mit dem Atomausstieg haben Parlament und Bundesrat die Energiewende eingeläutet, womit sich unsere Branchen mit gänzlich ­neuen politischen Vorgaben konfrontiert sehen. Dem Baugewerbe eröffnen sich völlig neue Perspektiven. Die Gebäudetechnik-Branchen nehmen eine Schlüsselfunktion in der Schweizer Energiezukunft ein. Das Energiesparpotenzial in der Gebäudetechnik ist riesig: Fast 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der Schweiz entfallen auf das Heizen und Betreiben von Häusern. Kommt hinzu, dass rund 1,5 Millionen Gebäude sanierungsbedürftig sind – es besteht somit ein gewaltiger Renovationsbedarf, der die Immobilienbesitzer und uns Gebäudetechniker in den nächsten Jahren massiv beschäftigen wird. Die energetische Sanierung des Schweizer Gebäudeparks stellt eine riesige Chance für das Schweizer Ausbaugewerbe dar. Die Arbeitnehmenden von Gebäudetechnikunternehmen können sich auf hervorragende Berufsaussichten und die Generierung zusätzlicher Arbeitsplätze freuen. Es braucht jetzt top ausgebildete Gebäudetechnik-Fach­ leute – und zwar vor allem Praktiker ! Denn vom Energieberater über den Planer bis zum Installateur gehören sie zu den Hauptakteuren im Grossprojekt «Energiewende». Für suissetec bedeutet dies vor allem eines: Weiterentwickeln unserer Dienstleistungen. Dazu gehören ein zukunftsgerichtetes und topaktuelles Bildungsangebot sowie eine erstklassige Lernumgebung. Mit der Ende November abgeschlossenen Sanierung des Bildungszentrums Lostorf erreichen wir auch hier den geforderten Standard. Ein höheres Niveau streben wir auch beim Branchenimage an. Eine repräsentative ­ mfrage Anfang letzten Jahres hat gezeigt, dass wir als «durchschnittlich» wahrgenomU men werden und deutlich Steigerungspotenzial haben. Das war mit ein Grund, 2011 das Grossprojekt «Image» zu lancieren. Für uns ist klar: Die Berufsgruppe der Gebäudetechniker verdient viel mehr Beachtung und Anerkennung durch die Öffentlichkeit. Höheres Berufsansehen wird dazu führen, dass junge Leute, die vor der Berufswahl stehen, vermehrt eine Grundbildung in diesem Bereich angehen. Ihre Motivation ist das Bewusstsein, am energetischen Umbau unseres Landes mitzuwirken. Damit können sie massgeblich dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen und die Energiewende zu schaffen. Im vorliegenden Jahresbericht lassen wir Persönlichkeiten zu Wort kommen, die sich intensiv mit genau diesen Themen beschäftigen: Aus- und Weiter­bildung, Nachhaltigkeit sowie Wahrnehmung. Viel Vergnügen bei der Lektüre !

Peter Schilliger Zentralpräsident suissetec


Wahrnehmung


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«Unsere Berufe werden massiv unterschätzt» Florian Müller ist 2011 Vize-Berufsweltmeister «Sanitär Heizung» geworden – eine sensationelle Leistung und ein riesiger Erfolg für die gesamte Schweizer Gebäudetechnikbranche. Der 22-jährige­Spengler-Sanitärinstallateur ist stolz auf seinen Triumph, aber auch auf seinen Beruf. Mit der S ­ ilbermedaille setzt er ein starkes Signal, dass sich Qualität letztlich durchsetzt.

«Dass sich suissetec so für die Berufs-Weltmeisterschaften engagiert, finde ich eine super Sache», meint Florian Müller. Er sehe darin die wunderbare Gelegenheit, für die Gebäudetechnikberufe bei den «Jungen» Werbung zu machen. Seine Silber­medaille in London habe gezeigt, dass man auch in diesem Job sehr viel erreichen könne. «Oft wird man ein wenig belächelt, wenn man sagt, man lerne Sanitär- oder Heizungsinstallateur», sagt der Spengler-Sanitärinstallateur aus Oensingen. Als Folge von Unwissenheit halte sich das Klischee vom reinen «Abfluss-Entstopfer» leider hartnäckig: «Unsere Berufe werden massiv unterschätzt», ist Florian Müller überzeugt. Genauso ist er überzeugt, mit seiner Laufbahn in die Gebäudetechnik den richtigen Weg gewählt zu haben: «Ich selbst stehe jederzeit hundertprozentig zu dem, was ich mache.» Es brauche einiges an Wissen für diese Berufe. Sehr oft staunten die Leute nicht schlecht, wenn er erzähle, was alles zu den Aufgaben seines Handwerks gehöre. Ausserdem weiss Florian Müller um die vielen Weiterbildungschancen, die ihm nach der beruflichen Grundbildung offenstehen. Für ihn ist klar, dass er mit der traditionellen Berufslehre als erstem Bildungsweg auf das richtige Pferd gesetzt hat, denn: «Die Lehre bietet die ideale ­Basis, auf die man in der Zukunft etwas Schönes aufbauen kann.» Florian Müller sorgt sich um Qualität Gerade weil er sein Handwerk so schätzt und sich um das Ansehen der Branche sorgt, denkt Florian Müller viel über die Gründe nach, warum die Gebäudetechniker so um ihr Image kämpfen müssen: «Mein Umfeld nehme ich so wahr, dass nicht alle Betriebe auf dem gleichen Qualitätsniveau arbeiten. Qualitätsmanagement­ hat meiner Meinung nach in unserer Branche noch grossen Nachholbedarf», meint er dazu. Das sei schlecht für das Metier und schlecht für die Berufe. Er findet, es

Florian Müllers Vize-Weltmeistertitel an den «WorldSkills» 2011 hat gezeigt, was man mit einem Beruf der ­Gebäudetechnik alles erreichen kann.

sei zu einfach, auf selbstständiger Basis ein Sanitär- oder Heizungsfachgeschäft zu betreiben. Ginge es nach ihm, würde es dazu mindestens den Abschluss der Chefmonteurschule oder noch besser das Meisterdiplom brauchen. «Wir treffen immer wieder auf ungenügende Installationen, bei denen an Material und Arbeitsaufwand gespart wurde», räumt Müller ein. Auf diese Weise seien dann auch Preise möglich, zu denen fachlich einwandfreie Installationen kaum mehr machbar wären. «Wir müssten mit den Kunden viel mehr über Leistung und Qualität reden können als über die niedrigsten Preise. Das ist aber nur möglich, wenn alle Mitbewerber das gleiche Qualitätsbewusstsein pflegen», sagt Florian Müller. Umso mehr sieht er in seinem Vizeweltmeister-Titel ein starkes Signal, dass sich Qualität letzten Endes überall durchsetzt. In seinem Fall bis zur absoluten Weltspitze, wenn man unter 26 internationalen WM-Teilnehmern die Silbermedaille holt.

suissetec belohnt grossartige Leistung An der Herbst-Delegiertenversammlung 2011 hat die Verbandsführung erstmals einen Spezialpreis gestiftet. Damit wird jedem Medaillengewinner einer BerufsWM der nächste Bildungsgang finanziert. Florian Müller ist der erste Nutzniesser dieses Sonderpreises und wird den «Chefmonteur Sanitär» am suissetec-Bildungszentrum Lostorf auf Kosten des Verbands angehen. Das Meisterdiplom möchte er natürlich gleich anhängen. Seine berufliche Zukunft sieht Florian Müller im Bildungsbereich oder in einer strategischen Funktion, die der Branche dient. Vielleicht sogar beim Verband ? Die Qualitätsfrage seines Berufs liegt ihm sehr am Herzen und, wer weiss, vielleicht erhält er dereinst sogar die Chance, sich für seine Anliegen in entsprechender Position zu engagieren.

Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik als Schlüssel zur WM Die Elite der angehenden Berufsleute der Schweiz misst sich alljährlich an den Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik. Die Bestplatzierten erhalten die Chance, sich für die ­Berufs-WM «WorldSkills» – nächstmals 2013 in Leipzig – zu qualifizieren. Die kommenden Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik finden vom 30. Oktober bis 2. November 2012 in Lugano statt. Informationen zu den Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik finden Sie unter:  http://meisterschaft.toplehrstellen.ch


Wahrnehmung

Die «Goldene Spenglerarbeit» – beste Werbung für den Beruf mit goldener Zukunft Die Wettbewerbsobjekte der «Goldenen Spenglerarbeit» haben 2011 erneut die Attraktivität des ­Berufs unter Beweis gestellt. Zum Siegerobjekt wurde der neue «Kongresssaal Interlaken» gekürt. Das Gebäude erstrahlt als Glanzlicht für meisterhaftes Spenglerhandwerk und fördert sichtbar das Berufsimage. Heinz und Remo Wyss (Ramseyer und Dilger AG, Bern) erhielten den begehrten Preis.

«Der Kongresssaal ist für uns ein Symbol für die grosse Zukunft des Spenglerberufs», hebt Remo Wyss hervor. Für ihn und seinen Vater Heinz Wyss – beide Spenglermeister – sei die «Goldene Spenglerarbeit» in erster Linie eine Genugtuung für ihre Branche. Remo Wyss betont: «Wir haben nicht teilgenommen, um uns persönlich zu profilieren, sondern weil wir finden, dass man Wettbewerbe wie die ‹ Goldene Spenglerarbeit › zugunsten unseres Berufs und dessen Image unterstützen sollte.» Auch die am Projekt beteiligten Mitarbeitenden beim suissetec-Mitgliedsunternehmen Ramseyer und Dilger sind stolz auf ihr neues Wahrzeichen des Spenglerhandwerks. Sie seien ein Team, so Wyss, und es brauche vom Lehrling bis zum Chef immer alle für den Erfolg.

Spengler prägen mit ihren Dach- und Fassadenkonstruktionen entscheidend die Wirkung eines Gebäudes im architektonischen und natürlichen Umfeld. Der Kongresssaal ist ein Paradebeispiel, wie dies in Perfektion gelingt. Mit seiner imposanten metallenen Hülle sorgt er rundum für spannende Perspektiven. In der ChromNickelstahl-Fassade des monolithischen Gebäudes spiegeln sich die umliegenden Objekte, die Parkanlage und sogar die Berner Alpen. So gaben die ausgeklügelte Spenglertechnik und das architektonische Gesamtbild für die Jury den Ausschlag, den Kongresssaal zum Siegerobjekt «Goldene Spenglerarbeit 2011» zu küren. Auch die weiteren eingereichten Werke für den Wettbewerb unterstreichen, wie viel Potenzial an planerischem, hand-

werklichem und kreativem Geschick in der Spenglerbranche steckt. Spengler aus Leidenschaft Nebst der Familie verbindet Remo und Heinz Wyss die Leidenschaft für ihren Beruf. Sie sind stolz darauf, Spengler zu sein, das Handwerk zu pflegen und weiterzugeben. Imageförderung beginnt für sie durchaus in der eigenen Familie: So ist Remo Wyss stolz, wenn er mit seiner Frau und den beiden Töchtern durch Bern flaniert und seine Kinder genau wissen, an welchen Gebäuden ihr Vater und Gross­ vater Hand angelegt haben. Manche sind so prestigeträchtig wie das Bundeshaus oder das Paul-Klee-Zentrum. Aufträge wie der «Kongresssaal Interlaken» erfordern von der Planung bis zur Umsetzung enormen Einsatz, manchmal bis ans persönliche Limit. Dennoch ist für Remo und Heinz Wyss klar, dass man bei einem architektonischen Bauwerk mit diesem Renommee ganz einfach seine Handschrift hinterlassen muss. Später tritt der betriebene Aufwand in den Hintergrund, und die Freude überwiegt bei Weitem, eine für viele Generationen sichtbare Marke von spenglerhandwerklich höchster Qualität hinterlassen zu haben. Den gesamten Bericht zur «Goldenen Spenglerarbeit 2011» finden Sie unter:  www.suissetec.ch/goldene

Das Siegesobjekt der «Goldenen Spenglerarbeit 2011»: der neue Kongresssaal Interlaken mit seiner markanten metallischen Gebäudehülle.


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«Der Kongresssaal ist für uns vor allem ein Symbol für die grosse Zukunft des Spenglerberufs», Remo und Heinz Wyss (rechts) auf der von ihnen ausgeführten Dachlandschaft in Chromnickelstahl.


Wahrnehmung

suissetec-Bildungszentrum Lostorf für Zukunft gerüstet Zentrale Räume des suissetec-Bildungszentrums Lostorf (BZL) erstrahlen in neuem Glanz. ­ Restaurant, Cafeteria, Toilettenanlagen und der Schulungsraum «Aula 16» wurden grund­legend saniert. Damit widerspiegelt die Kaderschmiede für Gebäudetechnik- und Gebäudehüllen­ spezialisten das Image eines modernen und zukunftsorientierten Berufsverbands.

Bildungshungrige Gebäudetechnikerinnen­ burg beizuziehen, habe sich sehr gelohnt. und Gebäudetechniker sollen bei suissetec Die Raumbezüge in der Cafeteria wirken nicht nur zeitgemässe Kurs- und Studien­ frisch, spannend und zeitgemäss. Mit der angebote, sondern auch eine perfekte Auswahl des Mobiliars wurde ein harmoniLernumgebung vorfinden. Deshalb lautete sches Gesamtgefüge zwischen Bau, künstder Auftrag an Architekt Hans Kunz, die lerischer Intervention und Einrichtung erin die Jahre gekommenen Einrichtungen reicht. der Gastrobereiche im Bildungszentrum mit kostengünstigen und wirkungsvollen Neue Frische für Mensa und «Aula 16» Massnahmen aufzufrischen und aktuelDie Materialisierung in der Mensa entlen Bedürfnissen anzupassen. Nach der sprach dem Geist der 70er-Jahre. In NaturErneue­ rung erwartet Studenten, Kursholz gehaltene Deckenkassetten, Wände teilnehmende und Lernmoderatoren im mit verschiedenen Oberflächen und ein suissetec-Bildungszentrum Lostorf (BZL) ­ textiler Bodenbelag liessen den grossen heute ein freundliches und helles Interieur. Raum sehr unruhig und gedrungen wirken. 2010 wurden in einer ersten Etappe «Die Reduktion der Oberflächenmateriader Eingangsbereich mit Empfangstheke lien verleiht dem Raum neue Frische und und die Sanitäranlagen beim vorderen suggeriert mit der Beleuchtung eine sachliGastrobereich saniert. Im Sommer 2011 che Festlichkeit», erläutert Hans Kunz. Ob folgte die Erneuerung der Cafeteria, des Die sanierten Räume sind ein würdiges der Raum nun zweigeteilt als Mensa und Restaurants und der «Aula 16», wie der Schaufenster für den Verband. Schulungsraum genutzt wird oder als ein Schulungsraum intern genannt wird. grosser Gastraum zum Einsatz kommt: Es «Im neuen Stil präsentieren sich die entstanden zwei vollwertige, grosszügig Harmonie in der Cafeteria sanierten Räume nun als würdiges Schaugestaltete Räume. fenster des Verbands», freut sich Riccardo «Räumlich vermochten die Bezüge der Mero, Leiter Bildung suissetec. Tatsächlich verschiedenen Zonen Cafeteria, Internet­ 30 000 Studententage finden sich Studenten und Lernmodera- ecke, Wintergarten nicht zu befriedigen», Der 1981 erbaute und 1994 erweiterte toren im neuen BZL in inspirierender und blickt Architekt Hans Kunz zurück. «Hier Gebäudekomplex des BZL umfasst eine heutigen Anforderungen genügender Lern­ galt es, eine neue Raumordnung zu schaf- Gesamtfläche von rund 35 000 Quadumgebung wieder. Einer Lernumgebung, fen.» So klärt neu der eingefügte Kubus ratmetern. In 15 Schulungsräumen, fünf die auch beste Werbung für die Gebäude- zwischen der Vorzone «WC-Anlagen» Werkstätten und fünf Labors streben an technikberufe ist. und dem Gastbereich der Cafeteria die Spitzentagen bis zu 300 suissetec-Studenräumliche Situation. Der Kubus beinhaltet ten eine höhere berufliche Qualifikation eine Nische mit Selbstbedienungsautoma- an. Ausgebildet werden sie von elf fest Kompetenzzentrum für ten. In einem weiteren Schritt wurde die angestellten und mehr als 60 nebenamt­Gebäudetechniker Situa­tion des vom Cafeteriabetrieb optisch lichen Lernmoderatoren. Weitere 30 MitIm Bildungszentrum Lostorf (BZL) werden «abgekoppelten» Wintergartens geklärt. arbeitende sorgen in Administration, Gasfünf Bildungsgänge mit eidgenössischer Der Bodenbelag, ein dunkel geräucherter tronomie und Gebäudeunterhalt für den Berufsprüfung (Polier, Chefmonteur) Eichenboden, und die weiss gehaltene reibungslosen Betrieb und das leibliche durchgeführt. Auch die neuen Bildungs­ Akustikdecke helfen mit, dass der Winter- Wohl der Studenten. gänge zum «Energie­berater Gebäude» garten nun als vollwertiger Gastbereich in 2011 führte suissetec rund 20 000 Stuund «Projektleiter Gebäudetechnik», der Cafeteria wahrgenommen wird. Die denten-Tage durch. Hinzu kommen 10 000 beide mit eidg. Fachausweis, werden in farblichen Akzente setzen die beiden in Studenten-Tage von eingemieteten OrgaLostorf angeboten. Ausserdem bietet das verschiedenen Gelbtönen gehaltenen In- nisationen wie dem Wirtschaftsverband BZL vier Bildungsgänge mit eidgenössinenwände. «Die Gestaltung dieser Wän- Handwerk und Haushalt (Swissavant) und schem Diplom (Meister, Planer) und ca. de war mir sehr wichtig», so Hans Kunz. dem Schweizerischen Verein des Gas- und 25 verschiedene Weiterbildungskurse an. Die Zürcher Künstlerin Monika von Aar- Wasserfachs (SVGW).


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Neue farbliche Akzente setzen die in verschiedenen Gelbtönen gehaltenen Innenwände sowie das Mobiliar.


Wahrnehmung

Positive Botschaften entwickeln und verbreiten Das Branchen-Image war 2011 das grosse Thema beim Verband – und wird es auch weiterhin ­bleiben. Mit Hochdruck wird an mehreren Teilprojekten gearbeitet mit dem Ziel, die Wahrnehmung der ­suissetec-Berufe in der breiten Öffentlichkeit und ganz besonders bei Hausbesitzern zu verbessern.

Beruf «Gebäudetechniker» einführen Eine dieser Massnahmen ist die Überprüfung der Berufsbezeichnungen. Fernziel ist die Einführung einer einheitlichen Berufsbezeichnung «Gebäudetechniker / -in» für alle suissetec-Berufe, selbstverständlich mit zugehörigen Fachrichtungen. Erste Gespräche mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT haben 2011 stattgefunden und gezeigt, dass dies kein einfaches Unterfangen ist. Grund ist eine Begriffsüberschneidung mit den Höheren Fachschulen, die den Titel «Techniker HF» vergeben. Der Begriff «Gebäudetechniker» könnte jedoch im Zusammenhang mit der internationalen Vereinheitlichung der Berufsbezeichnungen innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre auch für die Grund­ bildung zulässig sein.

Umfrageresultate Image In einer repräsentativen Umfrage wurden Hausbesitzer gefragt, welchen Eindruck sie von den Fachleuten in den Branchen haben: — Spengler   — HLKK   — Sanitär   1 = trifft überhaupt nicht zu 10 = trifft voll und ganz zu positiv

negativ 6,5

7,0

7,5

8,0

Hohe Qualitätsansprüche Anspruchsvolle Ausbildung Verlässlich und termingenau Weisen kostentransparent aus Gehen flexibel auf mich ein Kennen meine Bedürfnisse Sind kompetent

Energie- und umweltbewusst Sorgen für Lebensqualität Gute Berater

Die Umfrage liefert das Prädikat «durchschnittlich» (alle Werte tiefer als Note 8). ­Besonders unerfreulich sind die mässigen ­Noten beim «Kennen der Kundenbe­dürf­

«Persona» weiterentwickeln Schon weiter vorangetrieben wurde 2011 der Ausbau der Erfolgsgeschichte «Persona». Hier wird das nächste Kapitel aufgeschlagen, indem neue Module eingeführt werden: «Meine Lernenden», «Meine Kundeninstruktionen» und «Meine Ressourcenoptimierung». Letzteres Seminar beispielsweise bietet Anleitungen dazu, das eigene Verhalten in Stresssituationen zu reflektieren, sich ein Zeitmanagement anzueignen und die eigene Belastungsgrenze kennenzulernen. Die etablierten

Baustelle des 21. Jahrhunderts Nägel mit Köpfen gemacht hat auch der Leiter des suissetec-Rechtsdiensts, Dr. iur. Ueli Schenk. Unter seiner Führung wurde 2011 ein Teilprojekt rund um die Arbeitsbedingungen auf Baustellen gestartet. Mittlerweile hat sich eine Gruppe mit Vertretern aus mehreren Verbänden zusammengetan – und zwar jene Leute, die sich mit der Sozialpolitik im Ausbaugewerbe befassen. Diese Gruppe formuliert in Zusammenarbeit mit Praktikern Massnahmen, mit denen die Baustelle ins 21. Jahrhundert geführt werden kann. Den Rahmen um alle Massnahmen soll schliesslich eine PR- / Werbekampagne bilden. Das Departement Kommunikation hat sich 2011 intensiv mit dem Konzept befasst. Im Vordergrund steht nicht eine klassische Werbekampagne. Vielmehr soll ein abgestimmtes Massnahmenpaket entwickelt werden, welches in die gesamte Öffentlichkeitsarbeit des Verbands einfliesst.

Innovativ

Quelle: Isopublic

Basis für die Anstrengungen, welche der Verband unternimmt, sind die Resultate der repräsentativen Bevölkerungsbefragung aus dem Frühling 2011. Der Isopublic-Studie also, welche im Wesentlichen belegt, dass die suissetec-Branchen als durchschnittlich wahrgenommen werden in Bezug auf Kompetenz, Innovation oder Beratungsqualität. Die Verbandsspitze kommuniziert die Resultate der Umfrage laufend – sie will damit das Verständnis schärfen für die Grundlagen der Image-Massnahmen.

nisse» und bei ­«Innovation». Einziger ­Lichtblick ist der Punkt «Kompetenz». (Grafik Isopublic)

Module wie «Mein Verhalten», «Meine Kommunikation» oder «Mein Kunde» führt suissetec selbstverständlich weiter. Vorgesehen sind eine Ausdehnung der Seminare in die Romandie sowie eine Erweiterung des Angebots um Module für Führungskräfte.

Botschafter auf Facebook Bereits lanciert wurde 2011 die Plattform «suissetec young professionals». Aktive, junge Gebäudetechniker werden eingebunden und wirken quasi als Botschafter für ihre Berufe. Zu finden ist «suissetec young professionals» auf der Social-Media-Plattform Facebook. Die Seite beginnt langsam, aber sicher zu leben, sie wird mit Inhalten gefüllt, es werden spannende Diskussionen lanciert und Wettbewerbe durchgeführt. Interessierte müssen nicht einmal bei Facebook registriert sein, um sich die Seite anschauen zu können. Der Zugang ist öffentlich.


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Breite Vernetzung

Gezielte Öffentlichkeitsarbeit

Im Berichtsjahr stellte die Wahl des Bundesparlaments einen Lobbying-Schwerpunkt dar. Nicht weniger als vier Kandidaten aus den eigenen Branchen hat suissetec bei ihrem Wahlkampf tatkräftig unterstützt. Zum ersten Mal setzte suissetec in diesem Zusammenhang die Kommunikationsplattform Facebook ein. Zwar hat kein Kandidat den Sprung ins Bundesparlament geschafft, doch resultierte in zwei Fällen eine Rangierung als erster Ersatzkandidat. Die anderen beiden Kandidaten errangen Achtungserfolge.

Eines der Schlüsselprojekte in der Kommunikation war ­wiederum die Lehrlingswerbekampagne – sie wurde 2011 weiterentwickelt. Die Werbesujets «200 % ich» und der TV-Werbespot wurden noch intensiver eingesetzt.

Mittels gezielter Schreiben sensibilisierte suissetec 2011 die Mitglieder des Ständerates für die Anliegen der Gebäudetechnikbranche. Konkret sprach sich suissetec aus für die Beibe­ haltung des steuerlichen Unterhaltsabzugs bei Liegenschaften. suissetec äusserte sich wiederum zu diversen Vernehmlassungen, unter anderen zum Entsendegesetz, zum Kartellgesetz, zum Masterplan Cleantech Schweiz, zur Energieverordnung, zur SIA-Norm 124 und zum Verjährungsrecht. Die Zusammenarbeit mit den nationalen Dachorganisationen bauenschweiz und Schweizerischer Arbeitgeberverband war 2011 erneut eng und erfolgreich. Sie war geprägt von aktiver Teilnahme in Vorständen, Arbeitsgruppen, Kommissionen und auch durch intensive Mitarbeit bei politischen Vorstössen und Vernehmlassungen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gewerbeverband war traditionell partner­ schaftlich. Einer der Schwerpunkte der Tätigkeit mit diesem Dachverband war das Thema der «Scheinselbstständigen». Im Berichtsjahr war suissetec-Direktor Hans-Peter Kaufmann Präsident der Konferenz der Generalsekretäre von GCI-UICP («Genie Climatique International / International Union of Roofing and Plumbing Contractors»). Dem Dachverband sind 180 000 Unternehmungen in den Bereichen Sanitär, Spengler /  Gebäudehülle, Heizung und Klima aus 23 europäischen Ländern sowie Australien, Kanada und den USA angeschlossen. Die Mitgliedsunternehmen bieten etwa 1,4 Millionen hoch qualifizierte Arbeitsplätze an und erwirtschaften einen ­Gesamtumsatz von 170 Milliarden Schweizer Franken. Das jährliche Treffen mit den deutschsprachigen Partner­ verbänden aus Deutschland, Österreich und dem Südtirol fand 2011 in Wien statt. Auch mit dem Partnerverband in Baden-Württemberg wurden freundschaftliche Kontakte gepflegt.

Ausserdem wurde 2011 die Erarbeitung von Grundlagen für die geplante Imagekampagne vorangetrieben. Anfang Jahr führte suissetec zusammen mit dem Markt- und Meinungs­ forschungs-Institut Isopublic eine repräsentative Umfrage bei Hausbesitzern und Öffentlichkeit durch. Die interne Kommunikation wurde 2011 neu konzipiert. So entstand Ende Jahr das neue Mitgliedermagazin mit der ersten Ausgabe im Januar 2012. Gleichzeitig wurde eine Mitgliederaktion durchgeführt für vergünstigte Fachzeitschriften. In Zusammenarbeit mit dem Departement Technik und Betriebswirtschaft wurde das Projekt «Web Customer Center» (WCC) in Auftrag gegeben. Mit der Anstellung einer WebManagerin / Projektleiterin Kommunikation wurde der Grundstein gelegt für eine stark intensivierte Kommunikation im Web-Bereich.

Berufsbildungsfonds / Subventionen 2011 hat suissetec bei total rund 6000 Betrieben Beiträge für den Berufsbildungsfonds (BBF) nach Art. 60 BBG erhoben. Rund die Hälfte davon sind – mehrheitlich kleinere – ­Nichtmitglieder. Mit Beiträgen aus dem BBF konnten diverse nationale Leistungen und Aktivitäten für die Grundbildung unterstützt werden, unter anderen die Entwicklung und der Unterhalt eines umfassenden Systems der beruflichen Grundbildung, die Werbekampagne für die Berufe der Gebäudetechnik und die Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik im Oktober in Pratteln BL. Die Beiträge an überbetriebliche Kurse (üK) wurden mit dem statutarischen Ansatz von CHF 69.– pro üK-Tag und Lernenden in Mitgliederfirmen abgerechnet. Insgesamt wurden an die Organisatoren der überbetrieblichen Kurse Beiträge in der Höhe von 3,48 Millionen Schweizer Franken ausgerichtet (4724 Lehrverhältnisse).


Nachhaltigkeit


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suissetec-Mitglied installiert Gebäudetechnik im ersten alpinen Plusenergie-Hotel Zukunftsweisende Gebäude-Energieversorgung ist auch auf fast 2500 Metern Höhe möglich. suissetec-Mitglied Dario Cao aus Brusio GR setzte mit seiner Firma Caotec das ambitionierte ­Plusenergie-Konzept im Berghotel «Muottas Muragl» erfolgreich um. Dafür wurde das sanierte und erweiterte Hotel mit dem Schweizer Solarpreis 2011 ausgezeichnet.

Für Dario Cao ist der Solarpreis ein riesiger Triumph. Für Branche und Verband gilt sein Engagement für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit als beispielhaft. Der Solarpreis steht für das Erfolgsrezept eines wahren Innovators der Gebäudetechnik, der 1995 seinen ersten thermischen Sonnenkollektor baute. Schon damals erkannte der Puschlaver, welches Potenzial im ressourcenschonenden Umgang mit Gebäudeenergie liegt. Dario Cao, Sie waren an den ­Planungsund Umsetzungsarbeiten im Berg­ hotel «Muottas Muragl» wesentlich beteiligt. Welche Bedeutung hat der Solarpreis für Sie ? Es ist eine riesige Freude. Wir haben wohl wirklich einen guten Job gemacht. Für alle Beteiligten, vom Bauherrn über den Architekten und Planer bis zu mir als Installateur ist der Solarpreis eine sehr grosse Ehre. Für mich vielleicht noch etwas mehr, nachdem ich mich seit Jahrzehnten der Solarenergie als Energiequelle verschrieben habe. Was macht «Muottas Muragl» so besonders ? Wir durften in «Muottas Muragl» ein umfassendes Konzept für nachhaltige Energieversorgung realisieren. Dazu gehörte unter anderem die Installation von thermischen Flächen- und Röhrenkollektoren für die Solarenergiegewinnung oder von Wärme- und Umwälzpumpen der besten Energieeffizienzklasse.

konventionellen Ölheizung. Das hat die Bauherrschaft überzeugt. Woher stammt Ihr Engagement für erneuerbare Energien ? Die erneuerbaren Energien sind für mich zur Passion geworden. Ich freue mich, wenn ich gemeinsam mit meinen Kunden ein energetisch nachhaltiges Ziel verfolgen darf. Durchdachte Konzepte mit fundierten Zahlen sind bei der Beratung entscheidend. Es gilt aufzuzeigen, wie mit diesen Ressourcen auf lange Sicht Kosten gespart werden und sich die anfängliche Mehr­ investition auszahlt.

Das 1907 erstellte «Romantik-Hotel Muottas Muragl», hoch über Samedan auf 2456 m ü. M., wurde 2010 zum PlusEnergieBau saniert und ­erweitert. Nach Abschluss der Arbeiten weist das Objekt einen um 64 Prozent reduzierten Gesamtenergiebedarf von 157 400 kWh / a auf. Mit den solar erzeugten 165 400 kWh / a wird eine Eigenenergieversorgung (EEV) von 105 Prozent erreicht. Damit zählt «Muottas ­Muragl» zu den landes- und europaweit ersten sanierten Plusenergie-Hotels. Die solarthermi-

Für Sie sind erneuerbare Energien die Standardlösung ? Unbedingt ! Und was sehr schön ist: Auch meine Mitarbeitenden denken so. Für sie sind Solarsysteme, Wärmepumpen, Nutzung von Abwärme usw. schon fast der Normalfall. Wenn ich meinen Installateuren das Schema für ein solches Projekt in die Hand gebe, muss ich nicht viel erklären. Ende Monat freuen sie sich nicht nur über den Zahltag, sondern auch über die Anlagen, die sie gebaut haben. Auf «Muottas Muragl» sind alle besonders stolz, umso mehr, weil das Berghotel den Solarpreis gewonnen hat.

schen Anlagen erzeugen 70 800 kWh / a, die für Warmwasser und Heizung genutzt werden. Die überschüssige produzierte Wärmeenergie wird im Erdsondenfeld gespeichert und sichert ein konstanteres Temperaturniveau im Erd­ boden. Die CO2-Reduktion beträgt 144 Tonnen pro Jahr. Das «Romantik-Hotel Muottas ­Muragl» erhielt neben dem Schweizer Solarpreis (Kategorie Gebäude) auch den ersten ­PlusEnergieBau®-Solarpreis 2011.

Das vollständige Interview mit Dario Cao finden Sie unter:  www.suissetec.ch/solarpreis2011 Die Eingabefrist für den 22. Solarpreis 2012

Wie kam es zum Auftrag ? Wir durften eine Unternehmervariante ausarbeiten, die eine grundlegende Verbesserung des ursprünglichen Energieentwurfs vorsah. Wir argumentierten von Anfang an mit Szenarien zu Energiegewinn und -verbrauch mit über die Jahre sinkenden Betriebskosten gegenüber einer

Plusenergie-Hotel «Muottas Muragl»

läuft bis 15. Mai 2012. Anmeldeformulare und weitere Details finden Sie unter:  www.solaragentur.ch

Schweizer Solarpreis 2011 – drei suissetec-Mitglieder beteiligt Bei den ausgezeichneten Bauwerken und Anlagen waren folgende Mitgliederfirmen beteiligt: PlusEnergieBauten Caotec Tecnica della casa, Brusio GR; Ernst Schweizer AG, Hedingen ZH Sanierungen Caotec Tecnica della casa Energieanlagen Hans Sommer GmbH, Wasen BE


Nachhaltigkeit

«Nicht alles, was ökologisch ist, ist auch wirtschaftlich. Meine Devise bei der Kundenberatung ist jeweils, einen gesunden Mix zu finden zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie», ist Thomas Lenzin überzeugt.


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Energiewende verlangt nach Spezialisten Bereits haben 73 Berufsleute des Ausbaugewerbes den Bildungsgang zum Energieberater mit dem eidgenös­ sischen Fachausweis abgeschlossen. Thomas Lenzin ist einer von ihnen. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, braucht es Spezialisten wie den Heizungsfachmann aus Wölflinswil AG. Fächerübergreifendes Know-how für nachhaltiges Bauen und Sanieren ist begehrt wie nie und eröffnet neue Geschäftsfelder.

Thomas Lenzin beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Energiefragen im Gebäude. Das erste Solarpanel installierte er bereits 1990. Als er vom «Energieberater Gebäude» hörte, war für ihn sofort klar, dass er diese Weiterbildung besuchen wollte. Lange hatte er auf ein Bildungsangebot gewartet, in dem alle energierelevanten Gewerke im Gebäude ausführlich behandelt werden. Obwohl er als gelernter Heizungsmonteur und -planer einen guten Rucksack mitbrachte, profitierte er viel vom fächerübergreifenden Wissen: «Fragen zur Gebäudehüllendämmung und den damit verbundenen Gefahren wie zum Beispiel der Kondensatbildung haben mich besonders interessiert», blickt der 45-Jährige zurück.

worden ist: «Als Energieberater Gebäude gehe ich auf die Kunden zu und frage sie gezielt, ob sie bei der Sanierung zum Beispiel auch an die Fenster gedacht haben.» Es mache keinen Sinn, eine Heizzentrale zu erneuern, nach fünf Jahren die Gebäudehülle zu dämmen, um dann festzustellen, dass die Wärmeerzeugung überdimensio­ niert sei. Thomas Lenzin beschreibt damit einen klassischen Planungsfehler, bei dem einzelne energetische Massnahmen gesondert und nicht vernetzt betrachtet werden. «Heute gebe ich dem Zimmermann genau an, welche u-Werte seine Dämmung bringen muss, um mein Gesamtkonzept umzusetzen», erläutert Lenzin sein Vorgehen. Er spüre, dass er durch den Bildungsgang viel Kompetenz dazugewonnen habe. Insofern seien seine Erwartungen an den «Energieberater Gebäude» voll erfüllt. Thomas Lenzins Fazit: «Generell kann ich pflichtbewussten Branchenkollegen der Gebäudetechnik und Gebäudehülle diesen Bildungsgang nur wärmstens empfehlen. Er schliesst etliche Lücken der beruflichen Grund- und Weiterbildung und ist für den Unternehmer notabene eine Investi­ tion in die Zukunft.»

Grösstes Potenzial im ­Sanierungsmarkt «Durch den Bildungsgang bin ich jetzt mehr auf das energetische Gesamtbild im Gebäude sensibilisiert. Dadurch kann ich den Kunden besser beraten», sagt Thomas Lenzin. Hilfreich sind dafür die verschiedenen Arbeitsmittel, die er im suissetec-Bildungszentrum Lostorf kennenlernte. Damit analysiert er die Wirtschaftlichkeit und die Machbarkeit einer Sanierung: «Ich Unternehmer mit Leib und Seele zeige dem Bauherrn konkret, mit welcher Thomas Lenzin hat ursprünglich HeizungsMassnahme er wie viele Kilowattstunden monteur gelernt und danach die Weitereinspart.» In Neubauten würden heute bildung zum Heizungsplaner absolviert. aufgrund der aktuellen Gesetzgebungen 1986 kehrte er in den elterlichen Betrieb energiewirtschaftliche Technologien be- ins obere Fricktal zurück, den er 2011 zu reits als Standard installiert. Das grösste 100 Prozent übernahm. In seiner HeizungsPotenzial sieht Thomas Lenzin daher, wie firma beschäftigt er elf Mitarbeitende, wodie gesamte Branche, im Sanierungsmarkt. von vier Lernende sind. Für suissetec engagiert er sich als Beratung immer anspruchsvoller Vorstandsmitglied in der Sektion Aargau Der akkreditierte GEAK-Experte weiss, (AHTV) und ist zuständig für das Mitgliedass die Beratung der Kunden gerade im derwesen. Thomas Lenzin begrüsst es sehr, Altbau komplexer und anspruchsvoller ge- dass suissetec gerade im Solar­bereich wei-

tere Bildungsangebote wie den «Projektleiter Solarmontage» kreiert und kann sich durchaus vorstellen, dass er den einen oder anderen seiner Mitarbeitenden zu diesem neuen Bildungsgang motivieren wird.

Mit dem «Energieberater Gebäude» für die Zukunft gerüstet Energieberater Gebäude erstellen energetische Analysen von Gebäuden und beraten bei der energieeffizienten Sanierung. Sie stellen Gebäude-Energie­ ausweise aus, reichen Fördergesuche korrekt ein und sichern die lösungs­ orientierte Zusammenarbeit mit Partnern der Gebäudetechnik und der Gebäudehülle. suissetec führt den Bildungsgang im suissetec-Bildungszentrum Lostorf durch. Informationen zur Weiterbildung «Energieberater Gebäude» finden Sie unter:  www.suissetec.ch/energieberater


Nachhaltigkeit

Nützliche Kooperationen

Sanitär / Wasser / Gas Im Fachbereich Sanitär / Wasser / Gas wurde 2011 ...

suissetec ist von der Energiewende direkt betroffen und für die Umsetzung in der Gebäudetechnik verantwortlich. Es sind die suissetec-Branchen, die Energieeffizienzmassnahmen oder die Einbindung erneuerbarer Energien in komplexe ­Gebäudetechniksysteme – ohne den Verlust von Lebensqualität – umsetzen. Die Mitarbeit bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen und Massnahmenpaketen hat für suissetec eine grosse ­Bedeutung. Die Branchen profitieren direkt von den Investitionen in Gebäudeenergieprojekte und leisten gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag bei der Umsetzung. Kooperationen mit Organisationen wie zum Beispiel EnergieSchweiz , Swissolar, Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz FWS oder SWKI wurden 2011 weiter ausgebaut. Im Bereich Solarthermie wurde die Zusammenarbeit mit Swissolar zusätzlich verstärkt. Ebenfalls intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit der IGH (Interessengemeinschaft Datenverbund). suissetec hat bei der Entwicklung verschiedener Produkte wie DataSelect.ch Beiträge geleistet und weist damit auf die zentrale Bedeutung des Formats für die Gebäudetechnik-Branchen hin. Die ­Integration von DataExpert in die suissetec-Kalkulationsgrundlagen konnte ein Stück vorangetrieben werden und wird im kommenden Jahr weiter ausgebaut. Mit der Lancierung einer eigenen Website hat die Einkaufs­ genossenschaft für die Gebäudetechnik EGT ihren Marktauftritt weiter ausgebaut. Die Mitglieder der Einkaufsgenossenschaft profitieren von attraktiven Rückvergütungen, von der Möglichkeit des 2-Prozent-Skontoabzugs, von Bonuszahlungen bei Erreichen von Umsatzzielen sowie von Dividenden auf dem Anteilscheinkapital. Damit trägt die Einkaufsgenossenschaft massgeblich zur Verbesserung der Ertragssituation ihrer Mitglieder bei. Weitere Informationen zur Einkaufsgenossenschaft für die Gebäudetechnik finden Sie unter:  www.egt-ctb.ch

… das Projekt Liegenschaftsentwässerung SN 592000 ­(«Braunes Buch») zur Vernehmlassung gebracht. Das Projekt wird im ersten Quartal 2012 abgeschlossen. … ein Prototyp der Softwareapplikation «Kontrolle und Wartung von Sanitäranlagen» entwickelt – ein Projekt, ­welches im zweiten Semester 2012 als eine der ersten WebApplikationen auf der neuen Web-Customer-Center-Plattform angeboten wird. … die Sanitärtagung mit brandaktuellen Themen wie «Rohr­ innensanierungen», «Wasserhygiene», «Frischwassermodule» oder «Neue Wasserleitsätze» erfolgreich durchgeführt. … Merkblätter und Broschüren erarbeitet oder neu aufgelegt, beispielsweise «Wohnungsbau im Eigentum und Käufer-­ Ausbauwünsche» oder «Abdichtungen für Armaturen und Rosetten im Nassbereich».

Spengler / Gebäudehülle Im Fachbereich Gebäudehülle / Spengler wurde 2011 ... … mit Hochdruck an der neuen Materialliste NPK 359 gearbeitet. Diese konnte per Ende 2011 fertiggestellt werden und ist ab Januar 2012 in der Neuauflage im KalkulationsgrundlagenShop als auch in der Branchensoftware erhältlich. … der Spenglertag mit den Schwerpunktthemen «SIA-Normen 232 und 271», Rinnenberechnung und weiteren aktuellen Spenglerfragen erfolgreich durchgeführt. … das Merkblatt «Verlegeunterlagen aus Holz für Metall­ bedachungen» fertiggestellt.


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Heizung / Lüftung / Klima / Kälte

suissetec industrie

Im Fachbereich Clima Heizung wurde(n) 2011 ...

Das Jahr 2011 stand bei der internen Vereinigung «suissetec industrie» im Zeichen des Wechsels des Präsidiums: Dominik Tschon (Tschantré AG) löste den bisherigen Präsidenten Bruno Juen ab.

… mit der Umsetzung des Softwareprogramms «Projekt­ orientiertes Qualitätsmanagement» PQM begonnen. Der Abschluss des Projekts ist im ersten Semester 2012 geplant. … die Erarbeitung des Merkblatts «CAD-Austausch für kleine und mittlere Projekte» weiter vorangetrieben. Damit sollten die Grundregeln zur Erstellung von CAD-Zeichnungen geregelt werden. Die Arbeit gestaltet sich schwierig, weitere Gespräche mit dem SIA stehen im Jahr 2012 bevor. … mehrere Merkblätter und Broschüren erarbeitet oder neu aufgelegt, beispielsweise «Estriche im Innenbereich», «Pellets» oder «Bauaustrocknung». … die Positionen der Umwälzpumpen in den Kalkulationsgrundlagen NPK 455 vollständig überarbeitet. Die neue Struktur ist ab 2012 wirksam.

Der Leitungsausschuss von suissetec industrie befasste sich 2011 unter anderem mit folgenden Sachgeschäften: ·  Kalkulation ·  Ausbau des Kontakts zu den Herstellern / Lieferanten ·   Akquisition von neuen Mitgliedern ·  Vorbereitung von Fachtagung und Mitgliederversammlung Die Anzahl der Mitglieder von suissetec industrie ist erneut ­angestiegen: Ende 2011 waren 28 Unternehmungen Mitglied (Vorjahr 25). Die Mitgliedschaft steht überregional tätigen suissetec-Mitgliedern offen, die mindestens 50 Mitarbeitende beschäftigen.

Im Fachbereich Clima Lüftung / Kälte wurde(n) 2011 ... … mehrere Workshops «Projektleiter Lüftung» für Projektund Auftragsleiter von Installations- und Planungsunternehmen mit grossem Erfolg durchgeführt. … erneut mehrere Wiederholungskurse für Chef- und ­Servicemonteure Lüftung unter grossem Teilnehmerinteresse erfolgreich durchgeführt. … Merkblätter und Broschüren erarbeitet oder neu aufgelegt, wie beispielsweise «Wanddurchführungen».

Hersteller / Lieferanten Die zentrale Kommission Hersteller / Lieferanten hat sich 2011 insbesondere mit der suissetec-Strategie auseinandergesetzt. Die Anzahl der Mitglieder entwickelte sich positiv: Per Ende 2011 waren 92 Hersteller / Lieferanten Mitglied bei suissetec (Vorjahr 86). Die Hersteller / Lieferanten des Fachbereichs Sanitär / Wasser /  Gas behandelten an separaten Sitzungen insbesondere das Thema «Image», den Sanitärtag und pflegten den gegenseitigen Informationsaustausch.


Dienstleistungen


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Die Dienstleistungen von suissetec auf einen Blick «Der geschäftliche Erfolg unserer Mitglieder liegt in deren eigenen Händen. Wir von suissetec unterstützen sie mit einer umfangreichen Palette an Dienstleistungen», sagt suissetec-Direktor Hans-Peter Kaufmann. Das Angebot ist in der Tat riesig ...

Kostenlose Fachberatung

Kostenlose Rechtsauskünfte

Rechtsschutzversicherung

suissetec-Mitglieder profitieren von kostenloser Beratung in technischen und betriebswirtschaftlichen Fragen durch bestausgebildete Fachleute in den Bereichen Spenglerei / Gebäudehülle, Sanitär, Werkleitungen, Heizung / Lüftung / Klima.

suissetec-Mitglieder können kostenlose Rechtsauskünfte in sämtlichen Bereichen wie z. B. Arbeitsrecht, Sozialversicherungen, Fragen zur Sozialpartnerschaft, Werkvertrag usw. in Anspruch nehmen.

Exklusiv für suissetec-Mitglieder: Versicherungsschutz von CHF 100 000.– pro ­Rechtsfall für vertragliche Streitigkeiten mit Kunden, Lieferanten, Dienstleistern, Arbeitnehmern und Versicherungen. Verteidigung im Straf- und Administrativverfahren. Versicherungsschutz in der Schweiz und der EU. Kein Selbstbehalt.

Kontakte Robert Diana Leiter Fachbereiche Clima Heizung, Clima Lüftung / Kälte 043 244 73 33 robert.diana@suissetec.ch Reto Bucher Leiter Fachbereich Spengler / Gebäudehülle 043 244 73 32 reto.bucher@suissetec.ch Marco Uberto Leiter Fachbereich Sanitär / Wasser / Gas 043 244 73 38 marco.uberto@suissetec.ch

Kontakte RA Dr. iur. Ueli Schenk Leiter Rechtsdienst 043 244 73 20 ueli.schenk@suissetec.ch RA Dr. iur. Barbara Carl Rechtsdienst 043 244 73 22 barbara.carl@suissetec.ch

Baugarantien zu günstigen ­Konditionen suissetec-Mitglieder profitieren exklusiv von einem raschen und günstigen Service für Baugarantien. Zudem werden durch die Ausstellung von Bürgschaften die Kreditlimiten bei Banken in keiner Weise beansprucht. Kontakt Jennifer Grieco Baugarantien 043 244 73 05 jennifer.grieco@suissetec.ch

Kontakte RA Dr. iur. Ueli Schenk Leiter Rechtsdienst 043 244 73 20 ueli.schenk@suissetec.ch RA Dr. iur. Barbara Carl Rechtsdienst 043 244 73 22 barbara.carl@suissetec.ch

Zusätzliche Betriebshaftpflicht­ versicherung (Exzedentenversicherung) suissetec-Mitglieder können ihre Betriebshaftpflichtversicherung zu günstigen Konditionen auf eine Schadensumme von CHF 10 Millionen erweitern. Kontakte RA Dr. iur. Ueli Schenk Leiter Rechtsdienst 043 244 73 20 ueli.schenk@suissetec.ch RA Dr. iur. Barbara Carl Rechtsdienst 043 244 73 22 barbara.carl@suissetec.ch


Dienstleistungen

Spezialkonditionen auf ­Kalkulationsgrundlagen

Bessere Garantiekonditionen bei Lieferanten

Die bewährten und unverzichtbaren suissetec-Kalkulationsgrundlagen für die Bereiche Sanitär, Spenglerei / Gebäudehülle und Heizung erhalten suissetec-Mitglieder zu attraktiven Spezialkonditionen (sowohl in Daten- als auch in Buchform).

Dank Gewährleistungsverträgen, die suissetec mit Lieferanten abgeschlossen hat, erhalten suissetec-Mitglieder ver­ längerte Garantiefristen von bis zu fünf Jahren.

Kontakt Kevin Meier Administration Departement Technik und ­Betriebswirtschaft 043 244 73 35 kevin.meier@suissetec.ch

Kontakt RA Dr. iur. Ueli Schenk Leiter Rechtsdienst 043 244 73 20 ueli.schenk@suissetec.ch

In den suissetec-Bildungszentren wird den suissetec-Mitgliedern Bildung nach Mass zu günstigen Preisen angeboten. Zudem profitieren suissetec-Mitglieder von den substanziellen Verbandsbeiträgen an über­betriebliche Kurse. Kontakt Beatrix Hählen Sekretariat Bildung 043 244 73 42 beatrix.haehlen@suissetec.ch

suissetec ist Vertragspartner des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) für die Gebäudetechnikbranche. Für Mitglieder ist der Berufs- und Vollzugskostenbeitrag im Mitgliederbeitrag inbegriffen. Kontakt RA Dr. iur. Ueli Schenk Leiter Rechtsdienst 043 244 73 20 ueli.schenk@suissetec.ch

Zukunft der Branche mitbestimmen Vorzugspreise für Fachpublikationen und Lehrmittel

Wesentliche Vergünstigungen auf Bildungsangebote

Sozialpartnerschaft

Die breite Angebotspalette des suissetecVerlags bietet suissetec-Mitgliedern Unterstützung und Wissen für die ­tägliche Arbeit: · Normen, Richtlinien · Ausbildungsreglemente, ­Nachwuchsförderung · Lehrmittel für Grund- und ­Weiterbildung · Fachliteratur / Fachinformation · Arbeitsmittel / Hilfsmittel Kontakt Rolf Epprecht Leiter Verlag 043 244 73 44 rolf.epprecht@suissetec.ch

Verbandsmitglieder können auf vielfältige Weise die Zukunft ihrer Branche aktiv mitbestimmen. Über ihre Sektion und die suissetec-Gremien nehmen sie Einfluss auf wichtige Bereiche wie z. B. die Berufsbildung und die Arbeitgeberpolitik. Kontakt Hans-Peter Kaufmann Direktor 043 244 73 00 hans-peter.kaufmann@suissetec.ch


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Nutzung der suissetec-Plattformen

AHV-Ausgleichskasse Spida

In Erfahrungsgruppen, Kommissionen, ­Arbeitsgruppen und an diversen Ver­ anstaltungen erhalten suissetec-Mitglieder die Möglichkeit, in einer ungezwungenen ­Atmosphäre mit Mitbewerbern Infor­ mationen auszutauschen und Kontakte zu pflegen. Zudem stehen den Mit­ gliedern Z­ usatzdienste auf der Website zur Verfügung (geschützter Bereich, Stellenbörse etc.).

Die Mitglieder von suissetec sind der Verbandsausgleichskasse Spida an­ geschlossen (vorbehältlich der Mitgliedschaft bei einer anderen Verbandsausgleichskasse). Sie kommen damit in den Genuss der günstigen AHV-Verwaltungskostenbeiträge und der vorteilhaften Sozialleistungen.

Kontakt Hans-Peter Kaufmann Direktor 043 244 73 00 hans-peter.kaufmann@suissetec.ch

Kontakt Martin Dürr Direktor Spida 044 265 50 50 www.spida.ch

Berufsbildungsfonds Informationsvorsprung Die monatlich erscheinende Fach- und Verbandszeitschrift «hk Gebäudetechnik» ist bis Ende 2011 im Mitgliederbeitrag inbegriffen. Zudem erhalten suissetecMitglieder regelmässig Newsletter mit aktuellen Informationen und Mit­teilungen. Kontakt Benjamin Mühlemann Leiter Kommunikation 043 244 73 13 benjamin.muehlemann@suissetec.ch

Aufgrund der Allgemeinverbindlich­ erklärung müssen auch alle branchen­ angehörigen Nichtmitglieder Beiträge in den Berufsbildungsfonds von suissetec einzahlen. Für suissetec-Mitglieder ist der Beitrag im Mitgliederbeitrag inbegriffen. Kontakt Patrick Schneebeli Berufsbildungsfonds 043 244 73 46 patrick.schneebeli@suissetec.ch

Einkaufsgenossenschaft für die Gebäudetechnik EGT Mitglieder dieser eigenständigen Organisation profitieren von Rückvergütungen, Skonto-Abzugsmöglichkeit und Dividenden auf dem Anteilscheinkapital. Kontakt Silvia Wick, EGT 043 244 73 93 silvia.wick@suissetec.ch www.egt-ctb.ch


Dienstleistungen

Lebendige Geschäftsstelle

Rechtliche Sicherheit

Nachdem per Stichtag im Vorjahr einige Stellen unbesetzt waren, weist der Mitarbeiterbestand von suissetec Ende 2011 mit 63,5 Personaleinheiten (100%-Stellen; exclusive Lernende: sechs kaufmännische, ein Fachmann Betriebsunterhalt) Vollbesetzung aller vom Zentralvorstand bewilligten Stellen auf. Darin enthalten ist zusätzlich die Doppelbesetzung per 31. Dezember 2011 der Personalassistentin (90 %; Pensionierung).

Die Rechtsberatung von Mitgliedern nahm im Jahr 2011 über 50% der Zeit und des Aufwands der Rechtsabteilung von suissetec in Anspruch. Zusammen mit der Rechtsschutzversicherung, die im Gerichtsfall in Anspruch genommen werden kann, wird damit ein umfassender Service angeboten, der von der ersten, meist telefonischen Beratung bis zur Abwicklung und Erledigung eines Gerichtsfalls geht.

Im Jahr 2011 konnte eine Lernende ihre kaufmännische ­Ausbildung in der Branche «Dienstleistung und Administration» bei suissetec abschliessen. Zwei junge Schulabgänger konnten für eine kaufmännische Ausbildung eingestellt werden. ­Zudem hat im Sommer ein Jugendlicher in Lostorf die Lehre zum Fachmann Betriebsunterhalt EFZ erfolgreich beendet. Auch in Lostorf konnte erneut ein Schulabgänger seine Lehre antreten. In unserer Liegenschaft Auf der Mauer 9 haben zwei Mieter gekündigt. Eines der Objekte wird neu durch die Geschäftsstelle selber genutzt. Bei der Suche eines Nachmieters für das andere Objekt konnten wir feststellen, dass der Bedarf an gepflegten Mietobjekten an bester Lage in der Stadt Zürich ungebrochen ist. Nach dem Anschluss an die Spida-Personalvorsorgestiftung im Vorjahr wurde nun noch eine Arbeitgeber-Beitragsreserve gebildet. Diese trägt zur weiteren Sicherung der beruflichen Vorsorge unserer Mitarbeitenden bei. Der suissetec-Verlag hat einmal mehr ein starkes Umsatzwachstum erreicht. Solch erfreuliche Verkaufszahlen sind nur dank guter Fachliteratur, vielen Lehrverhältnissen in unseren Branchen und umsichtiger Planung möglich. Bei der Über­ arbeitung von Lehrmitteln setzen wir auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Verband der HaustechnikFachlehrer SSHL.

Baugarantien waren auch 2011 und sind nach wie vor eine Spezialität von suissetec. Das Geschäft damit entwickelt sich weiterhin erfreulich.


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Technologischer Fortschritt

Erfreuliche Finanzkennzahlen

Das Projekt «Web Customer Center», welches suissetec Ende 2010 lanciert hat, sieht die Schaffung einer zentralen InternetPlattform für suissetec-Mitglieder vor. Einerseits soll künftig ein Shop-System zur Verfügung gestellt werden, in welchem sowohl On-Demand- als auch Lager-Artikel oder Lizenzen im selben Warenkorb erworben werden können. Andererseits sollen Softwareapplikationen über diese Plattform bereitgestellt und lizenziert werden (Web-Applications). Damit müssen künftig keine Installationen mehr auf Kundenrechnern für die vom Verband angebotenen Software-Hilfsmittel vorgenommen werden. Die demnächst lancierten Applikationen werden via Web­browser funktionieren. Auch die Kalkulationsgrund­ lagen-CD-ROM wird in den nächsten Jahren auf diese Publi­ kationsform transferiert.

Erstmals ist es suissetec 2011 gelungen, die Umsatzgrenze von 27 Millionen Schweizer Franken zu überschreiten. Nur dank Rekordumsätzen in fast allen Geschäftsbereichen war dieses hocherfreuliche Resultat möglich. Im Jahr 2011 wurden über 28 000 Fakturen verschickt. Die Kreditorenbuchhaltung beglich im gleichen Zeitraum etwa 3300 Rechnungen.

Bei den Kalkulationsgrundlagen wurden die Datenbanksysteme den Anforderungen heutiger Betriebssysteme angepasst sowie ein Projekt zur einfacheren Druckaufbereitung der KG-Bücher gestartet. Gleichzeitig wurde die breitflächige Anwendung des Formats «DataExpert» weiter forciert, was sich für die Branche in attraktiven Zusatznutzen bemerkbar macht: ­Online-Produktkataloge, aktuelle Produktpreise in den Branchen­ lösungen sowie Kalkulation mit individuellen Einkaufskondi­ tionen (Nettokalkulation). Um die heutigen Betriebssysteme dem aktuellen Standard anzupassen, wurde im zweiten Semester 2011 Vorarbeiten für die suissetec-interne Anwendungs-Software geleistet.

Einzig die Finanzanlagen vermochten im Berichtsjahr nicht im gewünschten Ausmass zum Geschäftsergebnis beizutragen. Die ausgewogene Mischung der Anlagen, welche den Fokus vor allem auf Sicherheit und Kontinuität legt, konnte jedoch trotz Schuldenkrise und Rezessionsängsten ein zufrieden­ stellendes Resultat erzielen. Die Debitorenausstände wurden intensiv bewirtschaftet. Dank diesen Bestrebungen belasten die realisierten Debitorenverluste unsere Jahresrechnung mit nur gerade 0,07% des Umsatzes. Der höhere Ausstand als Folge des gestiegenen Umsatzes hat jedoch die Erhöhung von Delkredere und Wertberichtigungen unumgänglich gemacht.

Zunehmende Mitgliederzahl 2011 konnte suissetec den Mitgliederbestand wiederum leicht erhöhen. Ende Dezember zählte der Verband 3334 Mitglieder (Vorjahr 3317). 104 Eintritten standen 87 Austritte gegenüber. Bei den Austritten waren viele Geschäftsaufgaben (56) zu verzeichnen. Stand 31.12.2011 Mitgliederstatistik Ausführende Unternehmungen 2702 Planungsunternehmungen277 Hersteller / Lieferanten 92 Mitgliederfilialen 216 Spezielle Organisationen / Partnermitglieder 11 Ehren- und Freimitglieder  36 Total Mitglieder 3334


Aus- und Weiterbildung


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Meisterin sein heisst Vorbild sein Daniela Gloor hat 2011 mit dem Sanitär-Meisterdiplom ihrer Bildungskarriere die Krone aufgesetzt. Bildung und Weiterbildung sind für die 24-jährige Bernerin etwas vom Wichtigsten überhaupt. Sie ist überzeugt: Wer in der Branche nicht auf dem neuesten Stand ist, kann auch keine gute ­Arbeit leisten.

Noch haben Handwerkerinnen auf dem Bau Seltenheitswert. Solche, die sich bis zum Meisterdiplom weiterbilden, erst recht. Daniela Gloor gehört zu den Ausnahmen. Für sie war immer klar, dass sie einen Beruf ausüben möchte, der sie auch körperlich beansprucht. Was der Sanitärberuf mit sich bringt, kannte sie von klein auf von der familieneigenen Gebäudetechnikfirma in Worb BE. Hochs und Tiefs Der Lehre zur Sanitärmonteurin und einigen Jahren Berufspraxis liess Daniela Gloor bald die höhere Berufsbildung zur «Chefmonteurin Sanitär» und die «Meisterschule» am suissetec-Bildungszentrum Lostorf folgen. «Ich entschied mich für diesen Weg, weil er den stärksten Praxisbezug aufweist», erklärt Daniela Gloor. Auch die Themen rund um Unternehmensführung waren ihr willkommen. «Um unsere Firma mit zehn Mitarbeitenden zu leiten, war der Bildungsgang zur Sanitärmeisterin schlicht das Beste, was ich machen konnte.» Natürlich sei auch die Chance, den elterlichen Betrieb dereinst zu übernehmen, motivierend gewesen. Ihr Erfolgsgeheimnis, um die Prüfung zu bestehen ? «Starker Wille und Disziplin», Hochs und Tiefs seien vorprogrammiert. Vor allem bei den Tiefs brauche es viel Kraft, nicht aufzugeben und sich weiter anzuspornen. Ihre erste Modulprüfung lief ihr gar nicht gut. «Für mich war das ein Weckruf, dass ich viel mehr tun muss für den Erfolg.»

Interesse an der Materie Beruf erfahren. Was sie hörte, gefiel ihr so Daniela Gloor drängt es, immer wieder gut, dass sie sich bei uns um eine Lehrstelle Neues zu lernen. Sie möchte im Leben bewarb.» etwas erreichen und hat es gern, wenn sie gefordert wird. Was sie sich vornimmt, Weiterbildung kann man immer setzt sie ehrgeizig und zielstrebig um. An «verkaufen» der Meisterschule sei es wichtig, Prioritä- «Weiterbildung ist ein Gut, das man imten zu setzen. «Das Privatleben rückte sehr mer auch ‹ verkaufen › kann», sagt Daniela­ in den Hintergrund.» Auch den Sport  – Gloor. «Unsere Branche ist so schnelllebig. sie ist Wettkampf-Kleinkaliberschützin  – Dauernd ändern Normen, neue Systeme musste sie während der höheren Berufs­ werden entwickelt, andere Technologien bildung auf ein Minimum reduzieren. eingeführt. Energiethemen werden immer Als wichtigste Voraussetzung, um im wichtiger.» Wer auf dem neusten WisBeruf Erfolg zu haben, sieht Daniela Gloor sensstand sei, der gewinne das Vertrauen Interesse an der Materie. «Ohne Freude der Kunden und geniesse auch Ansehen an der Arbeit geht nichts, weder als Füh- im Umfeld mit Partnern und Lieferanten, rungsperson noch an einer Meisterschule.» ergänzt sie. Und vor allem sei sie sich bewusst, mit dem Daniela Gloor spricht nicht nur von Meisterdiplom in der Tasche Vorbildfunkti- Idealen, sondern lebt diese konsequent. on zu haben, sei es im elterlichen Betrieb Bereits drückt die Sanitärmeisterin wieder oder neuerdings als Teilzeitlernmoderato- die Schulbank und hat ihr nächstes Ziel im rin am suissetec-Bildungszentrum Lostorf. Visier: den eidgenössischen Fachausweis Dort hat sie bei den «Sanitärlern» einige als «Energieberaterin Gebäude». Lektionen übernommen. Berufe der Gebäudetechnik und Gebäudehülle für Frauen attraktiv Spricht man Daniela Gloor auf die Frauen in der Branche an, bekräftigt sie, dass gerade für sie diese Berufe interessant sein können. Die Aufgaben sind vielseitig, jede Situation ist wieder anders. Vor allem sieht man am Abend ein Ergebnis, das man den Tag hindurch erarbeitet hat. Daniela Gloor findet, dass Frauen manchmal mehr Flair für die Details hätten. Zum Beispiel beim Montieren der Badgarnituren. «Frauen legen Wert auf Ästhetik.» Männer, so ihre Erfahrung, montierten die Komponenten und achteten vor allem darauf, dass es praktisch sei. Besonders freut sich Daniela Gloor, dass auf kommendes Schuljahr bei «Gloor + Co» eine junge Frau die Lehre zur Sanitärinstallateurin beginnt. «Sie hat über mich in der Lokalpresse gelesen und sich darauf spontan gemeldet. Sie wollte mehr über den

Das eidgenössische ­Meisterdiplom Der modulare Bildungsgang zum eidgenössischen Meisterdiplom (Fachrichtungen Spengler, Heizung oder Sanitär) richtet sich an Berufsleute, die ihre Kenntnisse erweitern und sich auf die Führung eines Unternehmens oder eines Geschäftsbereichs vorbereiten wollen. Der Bildungsgang dauert rund 1,5 Jahre. Informationen zum eidgenössischen ­Meisterdiplom finden Sie unter:  www.suissetec.ch/bildung


Aus- und Weiterbildung

Tessiner Erfolg an Schweizer Berufsmeisterschaften Im Herbst traten an den Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik in Pratteln gut 40 Berufsprofis­ an, um sich in ihren handwerklichen und planerischen Fähigkeiten zu messen. Erstmals seit 2005 ­nahmen auch wieder zwei Tessiner Gebäudetechniker am Wettkampf teil. Mit Erfolg: Davide Righetti aus Arogno holte bei den Sanitärinstallateuren die Bronzemedaille.

Die Schweizermeisterschaften der Gebäu- dass er und sein Berufskollege Ivan Rosdetechnik haben sich in den letzten Jahren sinelli fast zu viel Material auf die weite zu einem Publikumsmagneten gemausert. Reise ins Baselbiet mitgenommen hätten. Auch an der «Berufsschau Pratteln 2011» «Wir wollten einfach sichergehen, dass wir mit rund 40  000 Besuchern zählte der auf alles vorbereitet sind.» Anlass zu den Topattraktionen. «All die Vor allem sein Chef, Piergiorgio Branca, Menschen, die an unseren Arbeitsplätzen habe ihn dazu motiviert teilzunehmen. Mit vorbeikamen und uns beobachteten, wa- Davide Righettis exzellenter Lehrabschluss­ ren beeindruckt», blickt Davide Righetti note als Sanitärinstallateur von 5,4 ist das zurück. Da sei ihm und seinen Kollegin- leicht nachzuvollziehen. nen und Kollegen klar geworden, dass sie Am Wettkampf seien für die Südihr Handwerk überdurchschnittlich gut schweizer vor allem die Pläne der Prüfungsbeherrschen. Der 21-Jährige sieht in den aufgaben etwas gewöhnungsbedürftig Berufsmeisterschaften die perfekte Ge- gewesen. So würden die Deutschschweilegenheit, um Jugendlichen, die vor der zer und Romands die Planmasse ganz anBerufswahl stehen, die Gebäudetechnik- ders entnehmen, als dies im Tessin üblich berufe näherzubringen. sei. Umso mehr habe er sich gefreut, dass ihm dennoch eine ausgezeichnete Arbeit Davide Righetti holt den dritten Platz gelungen sei – eine Arbeit, die ihm den Für ihn war der Wettkampf ein wunder- dritten Podestplatz einbrachte. schönes Erlebnis, obwohl er drei Tage unter Hochdruck gestanden habe. Das ein- Erfolg spornt Lernende an zigartige Wettkampfambiente habe ihn Natürlich habe sich sein privates und geaber für die Strapazen entschädigt. Dabei schäftliches Umfeld riesig über den Erfolg lobt Davide Righetti die Organisation der gefreut. Im suissetec-BerufsbildungszenMeisterschaften. Und auch mit der persön- trum Gordola war man gar so begeistert, lichen Leistung sei er sehr zufrieden. Auf dass man ihn als Prüfungsexperten engadie Vorbereitung angesprochen erzählt er, gieren wollte. Auch die drei Lernenden bei Davide Righettis Arbeitgeber, Fratelli Branca SA, Mendrisio, fühlen sich durch dessen Erfolg angespornt. «Vielleicht», so hofft er, «kann ich den einen oder anderen Schweizer Berufsmeisterschaften dazu bringen, ebenfalls an den Schweizer der Gebäudetechnik 2012 in Berufsmeisterschaften teilzunehmen.» Lugano Davide Righetti lobt, dass suissetec Die Schweizermeisterschaften der heute so viel für die Nachwuchsförderung Gebäudetechnik 2012 finden vom unternimmt. Man nehme das auch im Tes30. Oktober bis 2. November 2012 in sin wahr. Er vertritt seinen Beruf selbstbeLugano statt. Den Rahmen bildet die wusst und redet offen und gern über sein Messe für Technik und Ausführung Handwerk. «In unserem Metier kann man der Bauwirtschaft «Edilespo». sehr viel erreichen», ist er überzeugt und spricht vor allem die energetischen HerInformationen über Teilnahmebedingungen ausforderungen im Gebäudesektor an, die und Anmeldung finden Sie unter: auch in der italienischsprachigen Schweiz  http://meisterschaft.toplehrstellen.ch angegangen werden müssen.

Beruf ist Familientradition Häufig wählen junge Menschen den gleichen Beruf wie ein Elternteil. Gerade bei Firmeninhabern wachsen die Kinder gewissermassen mit dem elterlichen Geschäft auf. Davide Righettis Vater besitzt eine Sanitärfirma. Kaum konnte sein Sohn gehen, nahm er ihn auf die Baustelle mit. Das hat Davide Righetti geprägt. Die Arbeit seines Vaters begeisterte ihn. Bei der Berufswahl war deshalb schnell klar, dass er den Weg in die Gebäudetechnik einschlagen wollte. «Unsere Eltern hätten uns aber nie zu etwas gezwungen», betont Righetti. «Mein jüngerer Bruder studiert in Luzern Jura.» Neben dem Handwerk faszinieren Davide Righetti die attraktiven Karriereperspektiven und die zahlreichen höheren Bildungsangebote, die ihm die Gebäudetechnik eröffnet. Die Anschlusslehre zum Heizungsinstallateur hat er schon abgeschlossen. Momentan absolviert er die dritte Grundbildung zum Gebäudetechnikplaner. «Mir gefällt,» sagt er, «dass ich dank meiner Entwicklung im Betrieb immer mehr Verantwortung übernehmen darf.» Und der Tessiner hat noch lange nicht genug. Das Meisterdiplom ist sein Fernziel. Und dann – so seine Karriere­ planung – möchte er dereinst in die Fussstapfen seines Vaters treten und den Familienbetrieb in die Zukunft führen.


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Davide Righetti, drittbester Sanitärinstallateur an den Schweizermeisterschaften 2011: «Ich übernehme gerne Verantwortung.»


Aus- und Weiterbildung

Seminarleiter Jürg Bernhard: «Sozialkompetenzen sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg.»


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Persona-Seminare stärken persönliche Kompetenzen 2011 fand bereits die 1000. Persona-Kurseinheit statt. Die Tagesseminare fördern Mitarbeitende der ­Gebäudetechnik bei der Weiterentwicklung ihrer persönlichen Kompetenzen. Jürg Bernhard ist einer der erfahrenen Praktiker, die Persona-Seminare moderieren. Im Interview erklärt der frühere ­Sanitärinstallateur, wieso es für Gebäudetechniker so wichtig ist, ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Jürg Bernhard, weshalb braucht es die Persona-Seminare ? Oftmals sind sich Mitarbeitende ihrer Möglichkeiten nicht bewusst, wie sie sich im Betrieb einbringen können. Diese Möglichkeiten werden ihnen in den Persona-Tagesseminaren aufgezeigt. Danach profitieren sie von den vermittelten Kompetenzen wie beispielsweise dem Pro­blemlösungsprozess nicht nur im Geschäft, sondern auch privat. Die «weichen Faktoren» sind in der Arbeitswelt zunehmend gefragt. Wie denken Sie darüber ? Die «weichen Faktoren» werden in der Zusammenarbeit generell immer wichtiger. Für mich sind sie inzwischen fast wichtiger als die rein fachliche Bildung. Da liegt noch ein riesiges Potenzial brach. Ob ein Mitarbeiter motiviert ist, ob er selbst motivieren kann, ob er im Team mitdenkt und bereit ist vorauszudenken – dies alles ist für den betrieblichen Erfolg entscheidend. Werden diese Fähigkeiten in der klassischen Bildung zu wenig ­gefördert  ? Ein Stück weit sicher. Selbst würde ich bei der Grundbildung viel mehr auf die Sozial­ kompetenzen setzen. Ein Mitarbeiter, der weiss, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und diese auch trägt, ist für seinen Arbeitgeber schlicht unbezahlbar. Solche Qualitäten sind es, die ihn zum Schlüsselmitarbeiter machen. Wo orten Sie das grösste Defizit bei den Seminarteilnehmenden ? Vor allem zu verstehen, wie wichtig sie für das Unternehmen sind, für das sie arbeiten. Diese Erkenntnis gilt es für mich als Seminarleiter zu vermitteln. Ich erlebe die Gebäudetechniker oft auf die Haltung reduziert: «Ich bin vor allem da, um zu ­installieren.» – Hier fehlt das Selbstbewusstsein.

Was mit dem Renommee der Berufe zusammenhängt ? Durchaus. «Ich bin halt nur Sanitärinstallateur …» – Was soll diese Aussage ? Viele­ Handwerker sind sich nicht im Klaren, welch wichtige Rolle sie in der Gesellschaft einnehmen, was für fantastische Berufe sie ausüben. Was motiviert die Teilnehmenden dazu, Persona-Seminare zu­ ­besuchen  ? Vielfach wird ihnen vom Arbeitgeber das Angebot gemacht, einen Kurs zu buchen. Sie erkennen, dass ein Mitarbeiter in einem Bereich Potenzial hat und wollen dieses durch eines oder mehrere der acht Persona-Seminare wecken. Andererseits sehe ich auch Mitarbeitende auf allen Stufen, die selbst realisieren, dass sie sich für ihre persönliche Entwicklung weiterbilden müssen. Sie haben erkannt, dass gerade in den «weichen Kompetenzen» Schlüsselfaktoren für ihren Erfolg liegen. Vereinzelt werden Kursmodule von den Unternehmern auch direkt im eigenen Betrieb gebucht. Ich finde es eigentlich schade, dass diese Variante nicht häufiger genutzt wird, kann doch bei dieser Kursform noch direkter auf die persönlichen und betrieblichen Bedürfnisse eingegangen werden. Welches sind die grössten «Aha»Effekte, die Sie in Ihren Seminaren erleben ? Zum Beispiel zu begreifen, wie Motiva­ tion funktioniert. Oder zu erkennen, dass manchmal kleine Veränderungen im Verhalten grosse Effekte erzeugen. Das kann nur schon sein, einen Kunden überzeugend, mit freundlichem Gesicht zu begrüs­ sen und dafür Anerkennung zu bekommen. Nicht eine im Stil: «Das ist ja nur der Handwerker, den mir die Liegenschaftsverwaltung geschickt hat», sondern: «Oha,

hier habe ich es mit einem ganzheitlich qualifizierten Gebäudetechniker zu tun !» Womit wir bei der Imagebildung für die Gebäudetechnikbranche sind. Unbedingt. Ich bin fest überzeugt, dass wir mit den Persona-Seminaren den Mitarbeitenden vor allem Selbstsicherheit geben. Damit versetzen wir sie in die Lage, dass sie auch mit dem KV-Absolventen oder dem Maturanden auf Augenhöhe diskutieren können.

Ab 2012 noch mehr Module Mit den neuen Themen «Meine Lernenden», «Meine Kundeninstruktionen» und «Meine Ressourcenoptimierung» stehen neben den fünf bestehenden ab 2012 drei weitere Persona-Tages­ seminare zur Wahl. Wichtig zu wissen: Die Kurse können auch direkt im Betrieb durchgeführt werden – praxisnahe Schulung an konkreten Beispielen garantiert ! Weitere Informationen, Termine und Anmeldeformulare finden Sie unter:  www.suissetec.ch/persona


Aus- und Weiterbildung

Höhere Berufsbildung / Weiterbildung Im Jahr 2011 erteilte die Qualitätssicherungskommission 148 erfolgreichen Absolventen der Berufsprüfung den ­eidgenössischen Fachausweis (62 davon aus dem suissetec-­ Bildungszentrum Lostorf). Von den 45 Chefmonteuren ­Heizung, 57 Chefmonteuren Sanitär und 46 Spenglerpolieren absolvierten 13 Chefmonteure Heizung, 26 Chefmonteure Sanitär und 23 Spenglerpoliere ihre Weiterbildung am suissetecBildungszentrum Lostorf. Zudem dürfen 73 Kandidaten den eidgenössisch anerkannten Titel «Energieberater Gebäude» und 9 Kandidaten den eidgenössisch anerkannten Titel «Projektleiter Gebäudetechnik» tragen. Zum ersten Mal konnten auch Kandidaten aus der Romandie den Fachausweis als «Energieberater Gebäude» entgegennehmen. Die Qualitätssicherungskommission erteilte 2011 ausserdem 50 erfolgreichen Absolventen der Höheren Fachprüfung das eidgenössische Diplom (28 davon aus dem suissetec-Bildungszentrum Lostorf). Von den 12 Heizungsmeistern, 22 Sanitärmeistern, 8 Sanitärplanern und 8 Spenglermeistern absolvierten 6 Heizungsmeister, 14 Sanitärmeister, 3 Sanitärplaner und 5 Spenglermeister ihre Weiterbildung am suissetec Bildungszentrum Lostorf. Nach sehr gutem Start vor einem Jahr entwickelten sich die Kennzahlen der Persona-Seminare 2011 weiter nach oben. Während 33 Kurstagen wurden für rund 263 Teilnehmer Persona-Seminare zur Entwicklung der persönlichen Kompetenzen durchgeführt. Themen: Verhalten, Kommunikation, Kunden, Organisation und Gespräche. Im November konnte die 1000. Persona-Weiterbildungseinheit gefeiert werden. Im Sommer / Herbst 2011 wurden drei weitere Seminare («Meine Lernenden», «Meine Kundeninstruktionen» sowie «Meine Ressourcenoptimierung») entwickelt, die ab 2012 angeboten werden.

Entwicklungen in der Höheren Berufsbildung Alle Anbieter der Bildungsgänge der Höheren Berufsbildung haben sich 2011 verpflichtet, die von suissetec verwalteten Lehrmittel und begleitenden Dokumente, wie zum Beispiel Lehrmittel, Aufgaben­sammlungen oder Fachbücher, einzusetzen. Somit wird die Qualität verbessert, die Synergien werden genutzt und unter dem Strich auch die Kosten gesenkt. Als kompetenter und ebenbürtiger Partner für die Entwicklung

der gemeinsamen Lehrmittel konnte die Compendio Bildungs­ medien AG gewonnen werden. Compendio übernimmt beispielsweise das Redigieren, das Erstellen von Satz / Grafik oder auch das Sprachkorrektorat. Der komplexe Prozess von der Suche der Autoren bis hin zur Produktion der Lehrmittel wurde mit einem Probekapitel des Lehrmittels «Auftrags­ abwicklung 1» zur Weiterbildung zum Chefmonteur Heizung in Angriff genommen. Im Herbst 2011 begann die Entwicklung des neuen Fachausweises «Projektleiter Solarmontage». Absolventen dieses Bildungsgangs sind in der Lage, Kunden in Bezug auf Solar­ anlagen (Photovoltaik und Solarthermie) professionell zu beraten, Solaranlagen zu konzipieren und zu montieren. Die ersten Module des «Projektleiters Solarmontage» werden Ende 2012 angeboten, und die erste Abschlussprüfung ist auf Ende 2013 geplant.

Berufsmeisterschaften Die Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik fanden vom 26. bis 30. Oktober 2011 im Rahmen der Berufsschau in Pratteln BL statt. Rund 40 000 Besucherinnen und Besucher der ­Berufsschau Pratteln hatten Gelegenheit, den handwerklichen und planerischen Alltag in der Gebäudetechnik hautnah zu erleben. Die Schweizermeisterschaften in den handwerklichen Berufen wurden von suissetec bereits zum 21. Mal organisiert. Nachdem 2010 in Martigny VS erstmals ein Demowettkampf der Planerberufe durchgeführt worden war, konnte in Pratteln je ein Wettkampf der Gebäudetechnikplaner in den drei Fachrich­tungen Sanitär, Heizung und Lüftung durchgeführt werden, um dem Publikum auch das Zusammenspiel von Planung und Handwerk zu demonstrieren. Willkommener Nebeneffekt der öffentlichen Veranstaltung ist die Stärkung des Berufsimages. Die Schweizer Meister/-innen 2011 heissen Markus Klopfen­ stein aus Lenk BE (Heizungsinstallateur), Marius Mohn aus Dürnten ZH (Spengler), Argetim Nasufi aus Dietikon ZH (Sanitär­installateur) und Sandra Kost aus Luthern LU (Lüftungsanlagen­bauerin). Bei den Gebäudetechnikplanern siegten Loris Steinmann aus Bad Zurzach AG (Fachrichtung Sanitär), Flavio Süess aus Niederhelfenschwil SG (Heizung) sowie Vanessa Frei aus Diepoldsau SG ex aequo mit Karin Spirig aus Balgach SG (Lüftung).


32 | 33

Markus Klopfenstein ist zudem der Beste der Besten: Von allen Berufs-Schweizer-Meisterschaften, die 2011 durchgeführt wurden, hat der Heizungsinstallateur die beste Leistung erbracht. Als Belohnung darf er ein Jahr lang einen Mini fahren. Einen riesigen Erfolg gab es für die Gebäudetechnikbranche an den Berufsweltmeisterschaften zu verzeichnen. Der Solothurner Installateur Florian Müller holte sich in London die Silber­ medaille und somit den Titel Vize-Weltmeister. Die Medaille ist die Krönung für einen Perfektionisten, der monatelang hart trainiert hat und im entscheidenden Moment eine herausragende Leistung abrufen konnte. Florian Müller setzte sich im September in London gegen 24 Konkurrenten aus der ganzen Welt durch und musste einzig dem britischen Kandidaten den Vortritt lassen. Einziger Wermutstropfen aus Sicht von suissetec: In London konnte aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen kein Spengler-Wettbewerb durchgeführt werden.

Entwicklungen in der Grund­bildung Im Sommer 2011 wurde das erste Qualifikationsverfahren zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) in den Bereichen Sanitär, Heizung und Spengler erfolgreich durchgeführt. Die Erfahrungen mit den ersten abgeschlossenen Qualifika­ tionsverfahren EFZ haben gezeigt, dass Anpassungen in Bezug auf die Bildungspläne notwendig sind. Da 2012 eine umfassende Fünfjahres-Evaluation seitens des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT, der Schulen, der Ausbildungszentren und des Verbands erfolgt, werden alle Beteiligten in den Änderungsprozess miteinbezogen. Für das Qualifikationsverfahren 2012 der Montageberufe (EBA und EFZ) wurde 2011 erstmals unter Mitwirkung von Experten aus den drei Sprachregionen (F /  D /  I) eine nationale Prüfung ausgearbeitet. Das Vorhaben konnte schneller als erwartet in die Tat umgesetzt werden. Mit dem Vorgehen wird die Chance auf eine zunehmend einheitliche eidgenössische Prüfung stark erhöht. Zudem fördert die Zusammenarbeit den fachlichen Austausch unter den Experten. Das webbasierte Lernmanagementsystem Sephir konnte mit dem neuen Modul für überbetriebliche Kurse weiter ausgebaut werden. Die Lizenzen der Regionen werden per 1. Januar 2012 auf den Zentralverband übertragen. Ende 2011 wurden rund 2600 Lernende auf der Plattform registriert. Neben der Zentralschweiz, der Ostschweiz und der Region Aargau wird

Sephir auch in der Nordostschweiz eingesetzt. Die Vorbereitungen zur Implementierung in der Westschweiz konnten gestartet werden. Als Teil der Imagekampagne wurde eine Neupositionierung «qualifizierter Lehrbetrieb» in Angriff genommen. Im Rahmen einer Ideensitzung mit Vertretern aus qualifizierten Betrieben, den Berufsbildungskommissionen und dem Verband wurden neue Kriterien für künftige Audits definiert. Das neue Konzept wurde an der Herbst-Delegiertenversammlung genehmigt. Das Qualitätslabel wird statt wie bisher «qualifizierter Lehr­ betrieb» in Zukunft «Toplehrbetrieb» heissen.

Bildungszentren Im Bildungszentrum Lostorf stand 2011 die Sanierung der Cafeteria mit dem Wintergarten und dem Restaurant im Mittelpunkt. Mit einem ambitiösen Programm konnte die gute Planung des Umbaus optimal umgesetzt werden. Der Kostenrahmen wurde dabei eingehalten. Die Bildungsgänge und Kurse waren auch 2011 sehr gut besucht. Im Bildungszentrum Colombier wurden 2011 neue Berufs­ prüfungsklassen mit Spenglern und Sanitärinstallateuren gebildet. Insgesamt haben 13 Heizungsinstallateure, 20 Sanitär­installateure und 6 Spengler eine Berufsprüfung absolviert. Die Meisterprüfung im Bereich Heizung absolvierten 7 Teil­nehmer, im Bereich Sanitär 10 Teilnehmer und im Bereich Spenglerei 7 Teilnehmer. Ausserdem wurden im Bildungs­zentrum Colombier eine Berufsprüfung für Energieberater Gebäude sowie ein Kurs «Lüftung 1» durchgeführt.


Finanzen / Organisation


Finanzkommentar

34 | 35 35 | 35

Bilanz per 31. Dezember 2011

Erfolgsrechnung 2011

Die Bilanzsumme von suissetec hat im Vergleich zum Vorjahr um CHF 431 661 zugenommen. Im Berichtsjahr sind grosse Investitionen in die Erneuerung der Cafeteria und das Restaurant im Bildungszen­ trum Lostorf getätigt worden. Durch diese Investitionen haben auf der Gegenseite die liquiden Mittel abgenommen. Die Substanz der Wertschriften hat sich im eher schwierigen Börsenjahr 2011 verringert. Die Schwankungsreserve für Wertschriften konnte deshalb per Jahresende um die gemäss Anlagerichtlinien berechneten CHF 102 000 zugunsten des Geschäftsergebnisses reduziert werden. Die markante Zunahme des kurzfristigen Fremdkapitals betrifft vor allem Positionen, welche, bedingt durch den Rechnungseingang und die periodengerechten Abgrenzungen am Jahresende, den üblichen Schwankungen unterliegen. Das Fremdkapital macht 47 % (Vorjahr 46 %) der Bilanzsumme aus. Davon entfallen CHF 4 308 273 oder 11 % auf zweckgebundene Rückstellungen. Dem Eigenkapital wurde der Gewinn des Rechnungsjahres 2011 von CHF 38 833 gutgeschrieben. Dem Berufsbildungsfonds (BBF) flossen im Berichtsjahr mehr Mittel zu, als verwendet wurden. So ergibt sich für suisse­ tec per 31. Dezember 2011 eine höhere Verpflichtung gegenüber dem BBF. Die von der Delegiertenversammlung beschlossene Reglementsänderung wird vom Bundesrat voraussichtlich im Frühling 2012 für allgemein verbindlich erklärt. Inskünftig lässt das Reglement mit dem erweiterten Leistungskatalog auf der Verwendungsseite mehr Möglichkeiten zu.

Der Gesamtertrag konnte gegenüber dem Vorjahr um CHF 1 826 948 oder 7% gesteigert werden. Sämtliche Dienstleistungen für unsere Mitglieder erfreuen sich grosser Nachfrage, und so konnten in allen Sparten Rekordumsätze erzielt werden. Parallel zur Entwicklung der Umsätze sind auch die Aufwendungen für die entsprechenden Dienstleistungen gestiegen. Der Aufwand Beiträge und Subventionen beinhaltet sowohl CHF 450 000 an den Bau Kurszentren wie auch CHF 3 434 063 Beiträge an überbetriebliche Kurse. Diese Beiträge kommen zu 100 % unseren Mitgliedern zugute. In der Berichtsperiode wurden annähernd CHF 2 000 000 in Grossrenovationen, Mobiliar, Betriebseinrichtungen, Maschinen / Werkzeuge und Informatik investiert. Dieser ungewöhnlich hohe Betrag zieht entsprechend hohe Abschreibungen auf Sachanlagen nach sich. Trotz Verlust aus den Finanzanlagen konnte im Jahr 2011 dank soliden Umsätzen aus dem operativen Geschäft, grad­ liniger Kostenkontrolle und umsichtiger Planung ein sehr erfreuliches Resultat erzielt werden.


Finanzbericht

Bilanz 31.12.2011 *

31.12.2010

5 981 598

6 815 378

Forderungen

1 456 030

1 439 087

Transitorische Aktiven / Vorräte

1 072 084

591 114

Wertschriften

17 909 377

18 160 849

Schwankungsreserve Wertschriften

– 2 457 000

– 2 559 000

Total Umlaufvermögen

23 962 089

24 447 428

in CHF

Aktiven Umlaufvermögen Flüssige Mittel

Anlagevermögen Übrige Finanzanlagen Mobilien

0

0

829 000

834 000

Immobilien

16 145 000

15 223 000

Total Anlagevermögen

16 974 000

16 057 000

40 936 089

40 504 428

7 683 214

6 531 492

6 450 000

6 450 000

Total Aktiven

Passiven Fremdkapital Total Fremdkapital kurzfristig Fremdkapital langfristig Hypothekarverbindlichkeiten Fonds

674 236

418 130

4 308 273

5 323 273

Total Fremdkapital langfristig

11 432 509

12 191 403

Total Fremdkapital

19 115 723

18 722 895

13 985 438

13 949 595

7 796 095

7 796 095

Rückstellungen langfristig

Eigenkapital Reserve und Dispositionsfonds Kapital suissetec Jahresgewinn Total Eigenkapital

Total Passiven * vorbehältlich der Abnahme durch die Delegiertenversammlung vom 22. Juni 2012

38 833

35 843

21 820 366

21 781���533

40 936 089

40 504 428


36 | 37 37 | 37

Erfolgsrechnung in CHF

2011 *

2010

Verkaufsertrag

5 308 582

5 068 121

Dienstleistungsertrag

8 368 255

6 941 238

Erträge aus Beiträgen

11 573 326

11 445 166

Subventionen, Fondsertrag

694 834

639 434

Weiterverrechnete Leistungen

789 568

721 822

Liegenschaftenertrag

464 167

500 893

Übriger Ertrag

32 823

87 933

Gesamtertrag

27 231 555

25 404 607

Verkaufsaufwand

– 1 477 691

– 1 153 105

Dienstleistungsaufwand

– 3 460 528

– 3 613 618

Aufwand Beiträge und Subventionen

– 5 237 413

– 5 071 739

– 472 326

– 143 515

Betriebserfolg brutto (DB 1)

16 583 597

15 422 630

Personalaufwand intern

– 8 466 049

– 8 150 101

Personalaufwand extern

– 2 966 305

– 2 447 802

Betriebsaufwand

– 1 068 813

– 1 053 831

Verwaltungs- und Informatikaufwand

– 1 366 075

– 1 489 929

Fremdarbeiten, Berufsbildungsfonds (BBF)

Übriger Betriebsaufwand Werbeaufwand

– 57 409

– 80 561

– 914 309

– 710 527

Liegenschaftenaufwand vor Abschreibungen + Zins

– 116 808

– 193 596

Übriger Aufwand

– 100 000

– 200 000

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern

1 527 829

1 096 283

– 1 013 087

– 850 336

514 742

245 947

Abschreibungen auf Sachanlagen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Finanzerfolg

– 518 348

56 515

102 000

– 91 000

98 394

211 462

Steuern

– 59 561

– 175 619

Jahresergebnis

38 833

35 843

Reduktion / Bildung Wertschwankungsreserve Jahresergebnis vor Steuern

* vorbehältlich der Abnahme durch die Delegiertenversammlung vom 22. Juni 2012


Berichte der Revisionsstellen


Geschäftsleitung

38 | 39

Direktor Hans-Peter Kaufmann Stv. RA Dr. iur. Ueli Schenk

Secrétariat romand Freddy Moret Stv. Roger Personeni

Segretariato della Svizzera di lingua italiana Flavio Bassetti Stv. Corinne Hunziker

Zentrale Dienste Mirjam Becher Wehrle Stv. Markus Pfander

Technik und Betriebswirtschaft Christoph Schaer Stv. Robert Diana

Rechtsdienst /Arbeitgeberfragen RA Dr. iur. Ueli Schenk Stv. Urs Hofstetter

Mandate lic. iur. HSG Urs Hofstetter Stv. Ueli Schenk Politik lic. iur. HSG Urs Hofstetter

Direktionssekretariat

Stabsstelle ­Veranstaltungen

Internationale ­Beziehungen

Bildung

Dienstleistungen

Übersetzungen

Bildungszentrum Colombier

Mandate

Bildung

Mandate

Dienstleistungen

Koordination Übersetzungen

Rechnungswesen Controlling

Liegenschaftenverwaltung

Post / Spedition /  Copy Center

Personal

Verlag / Einkauf /  Drucksachen / Material

Mitgliederdienst /  Subventionen / BBF / IT

Spengler / Gebäudehülle

Clima Heizung

Neue Technologien / Umwelt

Sanitär / Wasser / Gas

Clima Lüftung / Kälte

Fachliche Administration

Gesamtarbeitsvertrag

Garantien /  Versicherungen

Telefon / Empfang

Sozialkassen

Auskünfte / Beratungen

Einkaufsgenossensch. für die Gebäudetech.

Diverse Mandate

Isolsuisse

Interne Vereinigungen

Lobbying

Dachverbände national

Bildungspolitik Nachwuchsförderung

Bildungszentrum Lostorf

Bildungsprojekte

Prüfungswesen

Stv. Hans-Peter Kaufmann

Bildung Riccardo Mero Stv. Alois Gartmann 

Kommunikation Benjamin Mühlemann

Interne Kommunikation

Stv. Natalie Aeschbacher

Externe Kommunikation

= Mitglieder der Geschäftsleitung

Media Relations

Public Relations

Werbung

Messen /Ausstellungen

Web-Services


Zentralvorstand

Name

Ausschuss Finanzen / Anlagen / Personelles

Zentralpräsident Peter Schilliger

Finanzen Vizepräsident Heinz Rohner

Lateinische CH Vizepräsident Thierry Bianco

Bildung Daniel Huserr

Fachbereich Clima Heizung Georg Gallati

Arbeitgeberfragen / Paritätische Landeskommission

Fachbereich Clima LKK Giuseppe Rigozzi

(x)

Arbeitssicherheit

x

Berufsbildungsfonds-Kommission

x

Finanzen / Anlagen

x

x x

x (x)

Industrielle Betriebe

x

Innenbeziehungen (Sektionen)

x

Internationale Beziehungen

x

Interne Vereinigung Hersteller / Lieferanten

x

Personelles

x

x

(x)

(x) 

(x)

x

(x)

PR-Arbeit

x x

x

x

x

(x)

(x)

(x)

(x)

(x) (x)

(x)

(x)  x

x

(x)

x

(x)

Internes Kontrollsystem / Risk Management

(x)

(x)

Planer (Anliegen, Status) Politik / Lobbying

Benno Lees

Bes. Aufgaben (Bildung frz.) Anne-Laure Hählen

x

Berufsmeisterschaften International / Schweiz  Beziehungen zu Fachverbänden (CH und Int.)

Fachbereich Spengler /  Gebäudehülle

Fachbereich Sanitär / Wasser / Gas Bruno Moretti

(x) 

x

x

Schweizerischer Arbeitgeberverband: Grosser Vorstand

x

Schweizerischer Gewerbeverband: Gewerbekammer

x

Schweizerischer Gewerbeverband: Ko. Energie / Umwelt

x

Spida-Führung / Sozialfonds

x

SUVA-Verwaltungsrat

x

Thinktank, spezielle Gruppe

x

(x)

(x) 

(x)

(x) 

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x) 

(x) = Mitwirkung


Fachbereichsvorstände / Kommissionen

40 | 41 41 | 41

Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission André Hagen Urs Schaub Achille Christoffel Christophe Vauclair Beat Rellstab Michael Meier Martin Klaus

Präsident Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Ersatzmitglied Ersatzmitglied

1000 Lausanne 4102 Binningen 7000 Chur 2503 Biel 8472 Seuzach 8048 Zürich 4410 Liestal

Fachbereichsvorstand Clima Heizung Georg Gallati Daniel Brändle Hansueli Bruderer Kurt Frei Dennis Reichardt Robert Diana

Präsident, Finanzen Technik Hersteller / Lieferanten Planer Technik Geschäftsstelle suissetec, Leiter Fachbereich Clima Heizung

6003 Luzern 3011 Bern 8957 Spreitenbach 9444 Diepoldsau 9315 Neukirch-Egnach

Fachbereichsvorstand Clima Lüftung / Kälte Giuseppe Rigozzi Kurt Frei Rolf Mielebacher Pascal Hartung Oliviero Lubatti Alfred Freitag Robert Diana

Präsident, Finanzen Bildung Planer Technik Technik Romandie Hersteller / Lieferanten Geschäftsstelle suissetec, Leiter Fachbereich Clima Lüftung / Kälte

6512 Giubiasco 9444 Diepoldsau 8050 Zürich 8048 Zürich 1214 Vernier 8340 Hinwil

Fachbereichsvorstand Sanitär / Wasser / Gas Bruno Moretti Heinz Arnold Markus Hafner-Vogel Markus-Urs Klaeusli Urs Lippuner Beat Waeber Marco Uberto Marco Uberto

Präsident, Finanzen Hersteller / Lieferanten Werkleitungen Technik Bildung Ausführung Geschäftsstelle suissetec, Leiter Fachbereich Sanitär / Wasser / Gas Geschäftsstelle suissetec, Leiter Fachbereich Werkleitungen

4132 Muttenz 4450 Sissach 6210 Sursee 3063 Ittigen 8050 Zürich 3186 Düdingen

Fachbereich Spengler / Gebäudehülle Benno Lees Claudio Cristina Roger Thierstein Benno Lees Bernard Trächsel Marcel Venzin Patrick Wickli Reto Bucher

Präsident, Finanzen, Politik, Kommunikation Metallfassaden / Metalldach Kalkulation / Ökonomie Bildung Hersteller / Lieferanten / Ökologie Spenglerei, Blitzschutz Flachdach Geschäftsstelle suissetec, Leiter Fachbereich Spengler / Gebäudehülle

8308 Ilnau 2557 Studen 3007 Bern 8308 Illnau 8832 Wilen 8707 Uetikon am See 8447 Dachsen 6003 Luzern


Fachbereichsvorstände / Kommissionen

Bildungskommission Daniel Huser Arnold Bachmann Kurt Frei Christian Gloor René Fasler Anne-Laure Hählen Reinhart Küng Benno Lees Urs Lippuner Roger Neukom Bruno Rathgeb Giuseppe Rigozzi Riccardo Mero

Präsident Vertreter SSHL, Beisitzer (ohne Stimmrecht) Vertreter Clima Heizung Vertreter Aufsichtskommission für überbetriebliche Kurse, bis 25.11.2011 Vertreter Aufsichtskommission für überbetriebliche Kurse, ab 25.11.2011 ZV-Mitglied, Vertreterin Romandie Vertreter Qualitätssicherungskommission ZV-Mitglied, Vertreter Fachbereich Spengler / Gebäudehülle Vertreter Fachbereich Sanitär / Wasser / Gas Vertreter Planer Vertreter shi, Beisitzer (ohne Stimmrecht) ZV-Mitglied, Vertreter Fachbereich Clima Lüftung / Kälte Geschäftsstelle suissetec, Sekretär

5430 Wettingen 8906 Bonstetten 9444 Diepoldsau 3076 Worb 5722 Gränichen 1870 Monthey 8259 Wagenhausen 8308 Illnau 8050 Zürich 8134 Adliswil 8212 Neuhausen 6512 Giubiasco

Qualitätssicherungskommission Reinhart Küng Max Siegenthaler Roger Betschart Thomas Fehr Markus Furrer Hans Peter Hoffmann Bruno Juen Hendrik Lammers Silvano Murchini Hans Rudolf Nydegger Markus Pfander

Präsident Vizepräsident Spengler / Gebäudehülle Sanitär / Wasser / Gas Spengler / Gebäudehülle Unternehmensführung / Qualitätssicherung Clima Heizung Unternehmensführung Sanitär / Wasser / Gas Clima Heizung Geschäftsstelle suissetec, Sekretär

8260 Stein am Rhein 2560 Nidau 3662 Seftigen 8259 Kaltenbach 6362 Stansstad 8044 Zürich 8603 Schwerzenbach 2013 Colombier 8132 Egg 3052 Zollikofen

Kommission für Berufsentwicklung und Qualität der Gebäudetechnikberufe Daniel Huser Arnold Bachmann Fredy Fritsche Anne-Laure Hählen Doris Probst Bruno Rathgeb Giuseppe Rigozzi Riccardo Mero

Präsident Vertreter SSHL Vertreter Kantone ZV-Mitglied, Vertreterin Romandie Vertreterin BBT Vertreter shi (Beisitzer) ZV-Mitglied, Vertreter Tessin Geschäftsstelle suissetec, Sekretär

5430 Wettingen 8906 Bonstetten 9001 St. Gallen 1870 Monthey 3003 Bern 8212 Neuhausen 6512 Giubiasco

Aufsichtskommission für überbetriebliche Kurse Christian Gloor René Fasler Marc Bovier Georg Gysel Tobias Moretti Peter Schleiss Hans Stucki Dietmar Eglseder

Präsident, bis 25.11.2011 Präsident, ab 25.11.2011 Mitglied, bis 25.11.2011 Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied, ab 14.12.2011 Mitglied, ab 24.11.2011 Geschäftsstelle suissetec, Sekretär

3076 Worb 5722 Gränichen 5722 Gränichen 1987 Hérémence 8810 Horgen 4132 Muttenz 6390 Engelberg 3210 Kerzers


42 | 43 43 | 43

Qualitätssicherungskommission «Energieberater Gebäude» Hubert Bischof Riccardo Mero

Vertreter suissetec Vertreter Geschäftsstelle suissetec, Sekretär

9631 Ulisbach

Zentrale Kommission Hersteller / Lieferanten Heinz Arnold Dr. Hansueli Bruderer Ernst Dober Alfred Freitag Serge Grossmann Urs Jenny Bernard Trächsel Urs Hofstetter

Vorsitz, Sanitär / Wasser / Gas Clima Heizung Sanitär / Wasser / Gas Clima Lüftung / Kälte Clima Heizung Spengler / Gebäudehülle Spengler / Gebäudehülle Geschäftsstelle suissetec, Sekretär

4450 Sissach 8957 Spreitenbach 6300 Zug 8340 Hinwil 1800 Vevey 8953 Dietikon 8832 Wilen

Leitungsausschuss suissetec industrie Dominik Tschon Didier Bonnard Diego Brüesch Urs Hofstetter

Vorsitz Mitglied Mitglied Geschäftsstelle suissetec, Sekretär

4018 Basel 1000 Lausanne 8044 Zürich

Stand 31. Dezember 2011

Impressum Herausgeber Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec) Departement Kommunikation, Auf der Mauer 11, Postfach, 8021 Zürich Tel. +41 (0)43 244 73 00, Fax +41 (0)43 244 73 79 www.suissetec.ch, info@suissetec.ch Redaktion Benjamin Mühlemann, suissetec; Natalie Aeschbacher, suissetec Marcel Baud Kommunikation, Rheinfelden Fotos Sabina Bobst, Zürich; Béatrice Devènes, Bern Peter Schönenberger, Winterthur; Patrick Lüthy, Olten Übersetzungen / Lektorat Secrétariat romand suissetec, Marion Dudan / Lambro Bourodimos, Colombier Rainer A. Fässler, Ufficio Traduzioni, Vernate Apostroph AG, Luzern Konzept / Gestaltung / Layout threefaces Kommunikation, Hirzel und Zürich Druck printgraphic AG, Bern Auflage Deutsch: 3100 Expl. / Französisch: 750 Expl. / Italienisch: 170 Expl. Forest Stewardship Council – Setzt den Standard für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung. SQS-COC-100121 © 1996 Forest Stewardship Council A.C.

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suissetec Jahresbericht 2011