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März/April 2013  Mitgliedermagazin des Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverbandes

suissetecmagazin

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200% Leidenschaft für den Spenglerberuf.

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Alex Affolter gewinnt den Kreativ-Wettbewerb am Spenglertag.

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Spenglertag 2013

Innovationen und Sicherheit im Fokus. Seite 4 Wolfgang Schwarzenbacher im Gespräch

Energieeffizienz ist für junge Leute attraktiv. Seite 8


Kurz notiert

8. Schweizer Haustech-Planertag in Zürich

«Gebäudetechnik – die Energiewende als Chance» Zum Tagungsthema erörterten Experten Fragen wie: Was kann die Forschung zur Energiewende beitragen? Welche Rolle nimmt die Politik ein? Welche neuen ­An­wendungen und Entwicklungen bringen mehr Energieeffizienz in der Gebäude­ technik? Für Tagungsleiter Urs Rieder, Leiter Abteilung Gebäudetechnik Hochschule ­Luzern, spielen Gebäude in der Energiewende eine Schlüsselrolle. Bekanntlich ­verbrauchen Gebäude rund 50 Prozent der ge­samten Energie. «Wir haben in den

­ ebäuden einen sehr grossen Hebel, um die G ­Energiewende schnell voranbringen zu können», betonte Rieder und ergänzte, dass die Gebäudetechnik einen erheblichen Beitrag zur ­Reduktion des Energiebedarfs und der CO2-Emissionen leisten könne.

Haustech-Planerta g

Über 600 Teilnehmende im Zürcher Kongresshaus. suissetec unterstützt den Anlass als Partner.

Anschlussbewilligung für Installationen im Elektrobereich

Wissensvorsprung sichern

Wiederholungskurse im Herbst

Energieberater Gebäude: nächster Bildungsgang ab August

Inhaber der «Bewilligung für sachlich begrenzte Installationsarbeiten im Nieder­ spannungsbereich (Art. NIV 15)» sind verpflichtet, ihr Wissen aktuell zu halten. Im suissetec-Bildungszentrum Lostorf finden kommenden Oktober und November eintägige Wiederholungskurse statt, an denen ­Inhaber der Bewilligung ihre elektrotech­ nischen Kenntnisse auffrischen können. Kurs­ daten: 8./15./22. Oktober sowie 5. November 2013.

  Elektrotechnische   Kenntnisse auffrischen

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Info UND ANMELDUNG www.suissetec.ch/kurse

Energetische Gebäudeanalyse, Beratung zur energieeffizienten ­Gebäudesanierung oder die korrekte Einreichung von Fördergesuchen sind Kompetenzen, die im Bildungsgang «Energieberater/-in Gebäude» vermittelt werden. Zahlreiche Gebäudetechnikprofis haben den eidgenössischen Fachausweis bereits erlangt. Sie sind heute gefragte Ansprechpartner, wenn es um Energieeffizienz im Gebäude geht. Mitte August startet der nächste Bildungsgang von ­suissetec im Bildungszentrum Lostorf.

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Info UND ANMELDUNG www.suissetec.ch/energieberater

Höhere Weiterbildung für Lüftungsanlagenbauer Herausgeber: Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec) Redaktion: Benjamin Mühlemann (muhb), Marcel Baud (baud), Natalie Aeschbacher (aesn) Kontakt: suissetec, Auf der Mauer 11, Postfach, 8021 Zürich ­ Telefon +41 43 244 73 00, Fax +41 43 244 73 79 info@suissetec.ch, www.suissetec.ch Konzept/Realisation: Linkgroup, Zürich, www.linkgroup.ch Art Direction: Beat Kühler Druck: Printgraphic AG, Bern, www.printgraphic.ch Druckauflage: Deutsch: 2700 Ex., Französisch: 700 Ex. Schreibweise: Der Lesbarkeit zuliebe wird stellenweise auf die Nennung beider Geschlechter verzichtet. Es sind stets beide Geschlechter damit gemeint. Drucktechnische Wiedergabe oder Vervielfältigung von Text- und Bilddokumenten (auch auszugsweise) nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers. Titelbild: Béatrice Devènes. Alex Affolter, Gewinner des Kreativ-Wettbewerbs für Spenglerlernende, präsentiert sein Siegesobjekt.

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Neue Berufsprüfung Chefmonteur/-in Lüftung Lüftungsanlagenbauer können nach der Berufslehre zurzeit nur den Techniker HF Klima oder den Bachelor of Science in Gebäudetechnik ­absolvieren. Eine fachspezifische Weiterbildungsmöglichkeit im hand­ werklichen Bereich auf Stufe Berufsprüfung existiert nicht. Der Zentral­ vorstand hat deshalb entschieden, den neuen ­Bildungsgang Chef­ monteur/-in Lüftung mit eidg. Fachausweis zu entwickeln. Damit soll die Attraktivität des Berufs der Lüftungsanlagenbauer verbessert und eine Lücke in der Bildungslandschaft der Gebäudetechnik geschlossen ­werden. Der erste ­Bildungsgang startet voraussichtlich im März 2014 an der STF Winterthur.


Editorial

Inhalt

Gebäudetechnik bringt Freude ins Gebäude

«Wissen..., Denken..., Anwenden...», so das Motto des diesjährigen Spenglertages. Das Programm mit Fachvor­ trägen und Aus­stellung lockte gegen 600 Spengler in den Kursaal Bern. Im KreativWettbewerb zeigten Lernende Arbeiten zum Thema «100% H ­ obby, 100% Spengler, 200% ich»

Liebe Leserinnen und Leser Wenn ich am Feierabend nach Hause komme, werfe ich stets einen Blick auf das Regelgerät meiner Solaranlage. Ich freue mich jeweils wie ein kleines Kind, wenn dank der Gebäudetechnik neue Energie von der Sonne zur Verfügung steht. Dieses wiederkehrende, positive Erlebnis bestätigt mir: Gebäudetechnik bringt Freude ins Gebäude! Selbstverständlich gilt diese Erkenntnis ebenso in anderen Bereichen der Gebäudetechnik: bei der wohligen Wärme dank der Heizung, beim angenehmen Klima dank der Lüftung, beim jederzeit zur Verfügung stehenden Wasser im Badezimmer oder beim Anblick einer ­ästhetischen Spenglerarbeit. Die Tatsache, dass auch der diesjährige Spenglertag auf grosses Interesse gestossen ist, beweist, dass sich unsere Branchen ihrer zentralen Rolle im Baugewerbe bewusst sind. In dieser Ausgabe erfahren Sie, liebe Leserin und lieber Leser, mehr über diesen wiederum erfolgreich durchgeführten Grossanlass. Eine ebenso wichtige Rolle kommt den Gebäudetechnikbranchen in energiepolitischer Hinsicht zu. Lesen Sie in dieser Ausgabe, was die Energiestrategie 2050 für unsere Branchen bedeutet und wie sich suissetec hier auf politischer Ebene einsetzt. Die politischen Rahmenbedingungen verheissen für die Gebäudetech­ nikbranchen grundsätzlich Gutes. Wenn es unseren Branchen zudem so gut wie im eingangs erwähnten Beispiel gelingt, die Freude an der Gebäudetechnik auf die Kunden zu übertragen, dann sind wir auf dem richtigen Weg – davon bin ich überzeugt. Denn wer sorgt für Freude im Gebäude? Wir – die Gebäudetechniker.

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Wolfgang Schwarzenbacher im Interview

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Besonders der Nachwuchs liegt dem neuen Zentralvorstandsmitglied am Herzen

Energiestrategie 2050

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suissetec ist im Grundsatz einverstanden

Berufs-Weltmeisterschaften

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Sanitär- und Heizungsinstallateur Alessandro Marino ­bereitet sich für Leipzig vor.

Urs Hofstetter Leiter Politik und Mandate

Diplomfeier Fachausweis

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Rekordzahl erfolgreicher Absolventen

Erste Web-App von suissetec

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Sanitärfachleute erstellen Prüfhefte online

Gegen den Absturz

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Auch bei Arbeiten mit Solaranlagen gilt: Auf dem Dach ist die Absturzsicherung Pflicht.

Bildungsangebote

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Event

Grossaufmarsch am Spenglertag Aktuelles Wissen zu Metall- und geneigtem Dach, IT im Bauwesen oder Neues zur Absturzsicherheit sind einige der Themen, die Ende Februar gegen 600 Teilnehmende an den Spenglertag in Bern lockten. Nebst den technischen Beiträgen fanden auch die präsentierten Objekte breiten Anklang. Den Rahmen bildeten Fachausstellung, Nachwuchs-Kreativ-Wettbewerb und Comedy von Stéphanie Berger. von Marcel Baud

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Die Schweizer Spenglerbranche lässt sich bewegen. Seit es den Spenglertag gibt, haben noch nie so viele Berufsvertreter und der Branche nahestehende Fachleute am suissetecAnlass teilgenommen. Unter dem Motto «Wissen... Denken... Anwenden...» bot die Agenda ein vielfältiges Programm mit zehn Fachvorträgen namhafter Akteure der Spenglerwelt. suissetec-Zentralpräsident NR Peter Schilliger freute sich in seiner Grussbotschaft, dass so viele Vertreter ihres Berufsstands den Weg nach Bern gefunden hatten. Damit zeigten sie eindrücklich, dass Ihnen an der Zukunft der Branche etwas liege.

Wissen im Metalldach – Befestigungstechnik Claudio Cristina, Spenglermeister und suissetec-Fachbereichsvorstand Spengler/Gebäudehülle, erläuterte Wissenswertes rund um die statischen Aspekte bei der Befestigung von Solaranlagen auf Stehfalzdeckungen. Falzklemmen sind hier beliebt. Hersteller informieren in der Regel höchstens darüber, welche Lasten die Falzklemmen bis zum Versagensfall «Abreis­sen vom Falz» aufnehmen können. Unberücksichtigt bleibt der Nachweis des Kraftverlaufs über die Falzklemmen, die Falze und die Hafte bis in die Unterkonstruktion. Cristina präsentierte die tech­ nischen und die physikalischen Hintergründe sowie geeignete Hinweise zur korrekten Planung, Be­rechnung und Montage solcher Dach­ konstruktionen. Zu berücksichtigen sei insbesondere, ob ein Metalldach mit Solarmodulen nachgerüstet werde oder eine Neueindeckung vorliege. Weitere beachtenswerte Punkte sind: die Berücksichtigung des Eigengewichts einer Anlage inklusive maximaler Schneelast; die durch Schneefangsysteme auftretenden Mehrbelastungen sowie örtliche Gegebenheiten (Schneelast, Föhnlage). Die Tragkonstruktion der Solar­anlage sei so zu begrenzen, dass die thermisch bedingte Ausdehnung der Blechdeckung nicht behindert werde und keine Profilverformung oder zu stark belastete Blechscharen oder Risse resultierten. Gegebenenfalls sei ein Statiker hinzuzuziehen.

Fotos: Béatrice Devènes

Geneigte Dächer – das Dach darunter Gery Wetterwald, Leiter Technik Hochbau, Sika Sarnafil AG, ging in seinem Vortrag auf die neue Norm «SIA 232/1 Geneigte Dächer» und die daraus entstehenden Konsequenzen für ihre Konstruktion ein. Nach Fertigstellung sei zwar das Unterdach des Gebäudes nicht mehr sichtbar, es bilde aber eine wichtige Schicht für die langfristige Funktion des Dachaufbaus. Bei der Planung würden in der Regel Ästhetik und Baugesetze berücksichtigt, nicht beachtet würde jedoch oft die hohe Belastung des Unter­ dachsystems bei extremen Witterungsverhält-

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Drei der zehn Fachreferenten: 01 Claudio Cristina vermittelte «Wissen im Metalldach». 02 Gery Wetterwald sprach über «Geneigte Dächer»... 03...George Scott über IT im Bauwesen. nissen, wie sie im Winter und in Höhenlagen aufträten. Die Vielfalt von Steildächern betrifft den gesamten Systemaufbau. Formen, Neigungen und Eindeckungen verlangen eine dem Objekt angepasste Planung und Ausführung. Witterungseinflüsse wie Eisbarrieren oder gestautes Wasser während Tauphasen stellen hohe Anforderungen an das Unterdach und die An- und Abschlüsse. Die «SIA 232/1 Geneigte Dächer» trage diesen Anforderungen Rechnung. Wetter­ wald rief wichtige Grundsätze in Erinnerung:

Unterdächer sind immer als Gesamtaufbau mit Dampfbremse/Luftdichtigkeit und Wärmedämmung zu betrachten; Eindeckungen müssen die Regelneigung erfüllen. Weitere Punkte, die er behandelte, waren Aspekte der Bauzeitab­ dichtung, die bei der Sparrenvolldämmung neu ge­forderte Verlegeunterlage oder Merkmale der vier verschiedenen Kategorien von Unterdachausführungen. Insbesondere Neigung, Eindeckung und klimatische Bedingungen am Objektstandort gelten hier als wichtige Faktoren.

IT im Bauwesen – die nächsten 10 Jahre

Attraktives Programm von Technik bis Ästhetik Gemessen an der rekordhohen Besucherzahl hat suissetec mit dem 12. Spenglertag einen Grosserfolg gelandet – vor allem auch dank dem attraktiven Programm, welches der Fachbereichsvorstand Spengler/Gebäudehülle zusammengestellt hatte. Neben den erwähnten Vorträgen präsentierte Andreas Buck, Klempnermeister aus Deutschland und Chefredaktor der Zeitschrift «Baumetall», meisterhafte Detaillösungen der Spenglertechnik. Patrick Wickli sprach über Qualitätssicherung im Flachdach und Stefan Aerni zeigte auf, was unter «Geplanter Sicherheit mit PSAgA» zu verstehen ist. Einmal mehr wurde an der Tagung aber auch gezeigt, welch beeindruckende Leistungen für das Auge die Spenglerbranche vollbringt: Das «sanierte Hotel Atlantic Kempinski, Hamburg» (vorgestellt von Levente Barta, Hermann Bade) oder die «Montagehalle der Pilatus Aircraft Ltd, Stans» (von Jürg Senteler) dokumentierten dies eindrücklich. +  Info

Bahnbrechende Fortschritte in der Computertechnologie führen auch im Bauwesen zu immer schnelleren Veränderungen. So das Intro von George Scott, Plancal AG. Scott präsentierte neueste Trends: das ursprünglich als elektronisches Reissbrett konzipierte CAD wird zum Gebäudemodellierungssystem (BIM = Building Information Model). Dabei handelt es sich um dreidimensionale Gebäudemodelle, mit allen Haustechnik-Komponenten bestückt, häufig bereits als reale Bauteile in Echtzeit vom Server des Herstellers heruntergeladen. Damit nicht genug: Der Planung werden eine vierte, fünfte und sechste Dimension hinzugefügt. Während die vierte die Zeit (Projektplan) und die fünfte die Kosten (Kostenplan) eines Projekts darstellt, erwähnte Scott als sechste Dimension die Betrachtung der Energiebilanz eines Gebäudes. Mittels BIM planen die Spezialisten der einzelnen Gewerke auf einer einzigen, gemeinsamen Plattform. Kollisionen werden so bereits im Planungsstadium erkannt. Auch in der Sensorik stehen bahnbrechende Neuerungen am Horizont: Neue Mess- und Positionierungsverfahren werden auf der Baustelle millimeterpräzise Arbeiten ermöglichen. Sensoren werden in portablen Werkzeugen integriert sein und die Hand des Bedieners führen. Genau nach Vorgabe des digitalen Ge­ bäudemodells. Noch weiter geht Scotts Ausblick mit «Virtual Reality»: Gebäude manifestieren sich durch eine 3-D-Brille virtuell, so dass Bauen ohne Papierpläne in absehbarer Zukunft Realität werden könnte.

Tagungsbroschüre mit zusammengefassten Referaten, gespeichert auf USB-Stick: CHF 30 (Nichtmitglieder: CHF 60): www.suissetec.ch/shop. 5


Event

Bild links Packende Beiträge prägten die Fachtagung: zum Beispiel von Andreas Buck, Chef­redaktor «Baumetall». Er präsentierte «Kleine Details mit grosser Wirkung». Bild rechts Oder von Remo Wyss, Ramseyer und Dilger AG: Anhand einer Brandschadensanierung in Thun dokumentierte er Spenglerkompetenz auf höchstem Niveau.

suissetec-Zentralpräsident Nationalrat Peter Schilliger schwörte die Spenglergemeinde auf die Image-Kampagne «Wir, die Gebäude­ techniker» ein: «Sie sind die Botschafter, die zeigen, dass sie zu dieser starken Truppe mit dem Sprechblasen-Label gehören!»

Das war der Spenglertag 2013

Die Profis der Gebäudehülle im Rampenlicht

Rekordteilnahme: Gegen 600 Branchenvertreter besuchten im Kursaal Bern Tagung und Fachausstellung. +   Impressionen Spenglertag 2013 www.suissetec.ch/bildergalerie

Das Rahmenprogramm mit Fachausstellung bot viel Gelegenheit, um das Netzwerk zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

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Event

Nachwuchsspengler verblüffen mit Handwerkskunst Alex Affolter aus Seewil BE heisst der Gewinner des diesjährigen Kreativ-Wettbewerbs für Spengler-Lernende. Die Fachjury kürte seine Fussball-Kickschuh-Skulptur zur Siegesarbeit. Auch die weiteren Teilnehmenden hatten mit ihrem Einfallsreichtum verblüfft und gezeigt, wie viel Kunsthandwerk im Spenglerberuf steckt.

Mit dem Kreativ-Wettbewerb hatte suissetec den Spengler-Nachwuchs eingeladen, das Thema «100% Hobby, 100% Spengler, 200% ich» in einem mehrheitlich aus Dünnblech gefertigten Objekt darzustellen. Nebst Fussbällen, Wanderschuhen und Springbrunnen waren Schiffe, Autos und sogar eine spielbare Gitarre zu bestaunen. Affolters Skulptur gewann dank dem kreativen Potenzial und der handwerklich anspruchsvollen und perfekten Umsetzung. Eine Sieges­ arbeit, die ihm den von Debrunner Acifer gestifteten Hauptpreis einbrachte: eine Reise inklusive Flug und Hotel an die WorldSkills 2013, kommenden Juli in Leipzig. Fussball ist die grosse Leidenschaft des 19-Jährigen; früher als Feldspieler, heute als Schiedsrichter. Deshalb lag für Affolter nahe, das Runde für einmal nicht ins Eckige, sondern «ins Kupferne» zu bringen. Als Schnittvorlage für die Einzelelemente dienten ihm die Ledersechsecke eines zerschnittenen Fussballs. Anschliessend bombierte er die Kupfer-Sechs­

Könner von morgen: (v. l.) Alex Affolter, Sieger des Kreativ-Wettbewerbs, und die Ausgezeich­neten: Helder Acioli da ­Rocha, Louisa Brunner; Rahemi Mahdi und Bruno Martins, interviewt von Stéphanie Berger. ecke für die Rundung und lötete diese zusammen. Für den Schuh goss er mittels eines echten Fussballschuhs eine Betonform, an der er anschliessend das Kupferblech in die gewünschte Form hämmerte. Affolter nutzte hauptsächlich Kupferblech. Für die Streifen des Schuhs wählte er Kupfer-Titan-Zink, für die Stollen Blei. Einzig die Schnürsenkel sind aus Leder. Um farbliche Kontraste zu erreichen, brünierte er einzelne Elemente seines Kunst­objekts mit Säure.

Zweiter Rang

«Globus mit VW-Bus» von Louisa Brunner und Helder Acioli da Rocha (Lehrbetrieb: Ramseyer und Dilger AG, Bern).

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85 Arbeitsstunden habe er in sein Objekt investiert. Hauptsächlich während der WeihnachtsBetriebsferien in seinem Lehrbetrieb Hegg Spenglerei, Münchenbuchsee BE. «Dabei waren die letzten drei Stunden fast die wichtigsten», blickt Affolter zurück. «Da zerstört man sein Werk oder gibt ihm den entscheidenden letzten Schliff.» (baud)

Dritter Rang

Erster Rang

«Fussball mit Kickschuh» von Alex Affolter (Lehrbetrieb: Hegg Spenglerei AG, Münchenbuchsee).

Die Traum-Yacht im ­metallenen Modell von Bruno Martins und Rahemi Mahdi (Lehr­betrieb: Lehrwerkstätte, Bern).

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Fokus

«Eltern und Lehrer sollen wieder handwerkliche ­Berufe empfehlen.» Seit diesem Jahr ist Wolfgang Schwarzenbacher Mitglied des Zentralvorstands von suissetec. Der CEO der Cofely AG wurde zum Nachfolger von Heinz Rohner gewählt und übernahm dessen Finanz-Ressort. Im Interview erläutert Wolfgang Schwarzenbacher, wo er die Herausforderungen für die Branche sieht und bei welchen Themen er die Schwerpunkte in der Verbandsarbeit setzen will. Die Fragen stellte Marcel Baud

Herr Schwarzenbacher, was motivierte Sie, sich als Zentralvorstand von suissetec zur Wahl zu stellen?

­pro­fessionell, kollegial und gut organisiert. ­Insofern freue ich mich darauf, hier mitwirken zu dürfen.

Hauptgrund war, dass die Firma Covely einen Beitrag für die Branche leisten möchte. Wir waren zwar in den Sektionen bisher gut vertreten, jedoch nicht im Zentralvorstand. Nach­ dem mich die Delegierten als Nachfolger von Heinz Rohner ins Führungsgremium gewählt haben, kann ich mich nun aktiv im ­Verband einbringen und für die Brancheninteressen engagieren. Dabei liegen mir besonders die Themenfelder Berufsnachwuchs, Bildung und Energieeffizienz am Herzen.

Wie haben Sie suissetec bisher wahrgenommen?

Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

In Sachen Gebäudetechnik ist suissetec hier­ zulande mit Sicherheit der Branchenverband. Er hat am meisten Mitglieder, ist führend in Sachen Bildung und Normen. Zudem betreibt suissetec politisches Lobbying und ist Verhandlungspartner der Gewerkschaften. Sämtliche Themen, welche die Branche betreffen, sind durch suissetec abgedeckt. Für Cofely und generell alle Unternehmen der Branche gibt es keine Alternative zu suissetec.

Durchwegs positiv. Die Arbeit auf der Geschäftsstelle und im Vorstand wirkt sehr

Haben Sie schon Bereiche ausgemacht, in denen Sie Akzente setzen möchten?

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Erste Priorität hat für mich das Ressort Finanzen, für welches ich im Vorstand verantwortlich bin. Mirjam Becher und ihr Team auf der Geschäftsstelle betreuen den Bereich ausgezeichnet. Hier sehe ich keinen Handlungsbedarf. Inputs möchte ich in den vorher ­genannten Bereichen Berufsnachwuchs und Energieeffizienz geben.

Wie sehen Ihre Ideen aus? Es geht darum, mehr junge Leute in die Branche zu bringen. Und zwar vor allem Lernende der beruflichen Grundbildung. Die Kampagne «Wir, die Gebäudetechniker» ist hervorragend. Die Botschaft muss nun in die Breite getragen werden, in die Schulen und in die Bevölkerung, namentlich zu Eltern von Berufs­ anwärterinnen und -anwärtern. Letzteres,


Zur Person damit Eltern und Lehrer ihren Kindern wieder handwerkliche Berufe empfehlen. Natürlich braucht dieser Umdenkprozess Jahre. Dabei ist der Einsatz jedes suissetec-Mitglieds ­gefordert. Wenn alle mitziehen, dann haben wir einen bedeutenden Schneeballeffekt.

Sie nennen Energieeffizienz als weiteren Schwerpunkt. Energieeffizienz ist eine grosse Chance, ­unsere Branche für junge Leute attraktiver zu machen. Energieeffizienz ist zukunfts­ orientiert, hat mit Technik zu tun und ist deshalb spannend. Damit können wir es schaffen, Jugendliche für unser Handwerk zu gewinnen. Die Argumente sind auf unserer Seite: Unsere Branche bietet alles: interessante und anspruchsvolle Aufgaben mit ­attraktiven Karrierechancen. Dies in einem Markt, der Arbeitsplatzsicherheit auf Jahre hinaus garantiert. Eine Perspektive, die bisher als sicher geltende Branchen längst nicht mehr aufweisen.

suissetec ist mit den regionalen Sektionen föderalistisch strukturiert. Verlangt diese Organisationsform von Ihnen ein Umdenken in der Verbandstätigkeit?

Foto: Sabina Bobst

Unser Geschäft, egal wie gross das Unternehmen ist, spielt sich immer regional ab. Cofely ist regional aufgestellt und wider­spiegelt ein Konglomerat von KMUs. In der Summe sind wir zwar sehr gross, aber unter dem Strich agieren unsere einzelnen Niederlassungen genau wie KMUs. Wenn Sie so wollen, sind auch wir föderalistisch organisiert. Unser Geschäft würde mit einem reinen «Top-down»Management niemals funktio­nieren. Deshalb: Nein, ein Umdenken ist für meine Arbeit als suissetec-Zentralvorstand nicht nötig.

Mehr als 80 Prozent der Mitgliedsfirmen von suissetec beschäftigen nicht mehr als 10 Mitarbeitende. Können Sie sich als CEO eines Unternehmens mit über 1400 Mitarbeitenden in einen Kleinunternehmer hineinversetzen? Als Zentralvorstand sehe ich meine Rolle vor­ derhand nicht darin, eine bestimmte Firmengrösse zu vertreten, sondern eine Branche und deren Themen. Prinzipiell kämpfen alle Betriebsgrössen mit den gleichen Problemen. Ob ein Lernender sich bei der Berufswahl für unsere Branche entscheidet, betrifft einen kleinen Lehrbetrieb genauso wie einen gros­ sen.

Wie fühlen Sie den Puls der Mitglieder? Ich werde Sitzungen der Sektionen besuchen. Dies sicher in Zürich, aber auch in weiteren Regionen, zum Beispiel in der Westschweiz. Ich denke, an diesen Anlässen bin ich nahe an der Basis.

Wo sehen Sie für die Branchen Wachstumspotenzial?

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Wolfgang Schwarzenbacher (44) schloss sein Betriebswirtschafts­ studium an der HSG in St. Gallen ab und absolvierte ein MBA an der ZfU. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag in den Bereichen Gebäudetechnik und Anlagenbau. Während sechs Jahren war er als CFO der heutigen Alpiq InTec tätig. Anschliessend wechselte er zur Liechten­ steiner Firma Hilti, für die er in Hongkong aktiv war. Nach zwei Jahren ging er nach Deutschland, wo er bei Alpiq die Stelle als Leiter Energieund Anlagentechnik innehatte. Seit dem 1. Januar 2011 ist Schwarzen­ bacher CEO der Cofely AG in der Schweiz. Cofely ist Teil des Bereichs Energy Services von GDF SUEZ, ­einem der führenden Energiekon­ zerne der Welt. Wolfgang Schwarzenbacher ist gebürtiger Liechtensteiner und wohnt in Zürich und Eschen (FL).

Zum Beispiel die, den Kunden von energieeffizienten Lösungen zu überzeugen? Da sind wir wieder bei der Imagefrage. Wir müssen erreichen, dass der Kunde bei der Energieoptimierung an eine Gebäudetechnikfirma denkt. Planen, Bauen, Be­ treiben von Anlagen, das alles können wir. Gebäudetechniker bieten die gesamte ­Palette. Nur wir haben das gebündelte Knowhow und sind damit hervorragend positioniert. Diese Tatsache muss sich im Markt noch mehr durchsetzen.

Wo sehen Sie Risiken? Marktbedingt nirgends. Denn dass der Markt in Richtung Energieeffizienz tendiert, ist ­sicher. Das grösste Risiko sehe ich darin, wenn wir unzureichend in Energieeffizienz und die damit verbundenen Aufgaben in­ vestieren. Wenn wir es zum Beispiel nicht schaffen, genügend eigene Ressourcen aufzubauen, wird die Wertschöpfung immer mehr ins Ausland abwandern. Genügend und gut ausgebildete Leute sichern den Schweizer Qualitätsstandard. Dies versetzt uns in die Lage, nicht immer nur über den Preis verkaufen zu müssen.

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Die strategische Entwicklungsrichtung in der Gebäudetechnik ist unbestritten die Energieeffizienz.

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Wolfgang Schwarzenbacher

Wie beurteilen Sie in der Schweiz die Rahmenbedingungen für die Branchen? In Sachen Bildung erwarte ich eine stärkere Förderung der klassischen Berufslehre. Die Politik ist gefordert, das Handwerk wieder mehr in den Vordergrund zu stellen. Dann braucht es vom Bund unbedingt eine klare Energiestrategie. Beispiel Kosten­deckende Einspeisevergütung KEV: Die Warte­liste zählt mittlerweile über 23 000 Projekte – für sanierungswillige Bauherren äusserst ­demotivierend und für uns bei der Beratung wenig hilfreich. Zudem ist der Vergabe­ prozess im Moment administrativ aufwendig.

Wenn Sie einen Wunsch für die Branche formulieren könnten, wie sähe dieser aus? Die strategische Entwicklungsrichtung in der Gebäudetechnik ist unbestritten die Energieeffizienz. Zwar wird deshalb nicht mehr gebaut, aber anders. Und dieses Anders-Bauen ist werthaltiger, was wiederum mehr Umsatz generieren kann. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt, vom Konzept bis hin zum Unterhalt der Anlagen sind wir als Gebäudetechniker involviert. Wir müssen nur die sich bietenden Chancen nutzen.

Energieeffizienz als der Megatrend für die Branche?

Gebäudetechnik ist spannend, vielseitig und zukunftsträchtig. Wir brauchen uns nicht zu verstecken und können mehr bieten als viele andere. Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, dies in der Wahrnehmung der breiten Bevölkerung zu verankern. So werten wir ­unsere Berufe auf, vor allem bei den Eltern und in den Schulen. Dann werden sich in ­Zukunft wieder mehr Jugendliche für einen Berufsweg in der Gebäudetechnik ent­ scheiden.

Absolut. Energiekostenoptimierung wird immer wichtiger, und zwar im Neu-, aber vor ­allem auch im Sanierungsbau. Ein riesiges Potenzial. Umso mehr braucht unsere Branche gut ausgebildete Leute, die sich dieser Herausforderungen annehmen.

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Ein grundsätzliches Ja zur Energiestrategie Die Führungsgremien von suissetec sind im Grundsatz einverstanden mit der Vernehmlassungs-Vorlage zur Energiestrategie 2050 des Bundesrats. Der Entscheid zum Ausstieg aus der Kernenergie bedingt, dass das Energiesystem bis 2050 etappenweise umgebaut werden muss. Die dazu nötigen Schritte werden in der Energiestrategie 2050 weitgehend aufgezeigt.

Im Speziellen ist suissetec der Meinung, dass: sämtliche erneuerbaren Energieträger ­unbegrenzt zur Energiewende beitragen sollen; die externen Kosten internalisiert werden müssen (fairer Markt für alle); die Stromproduktion mittels fossiler ­Grosskraftwerke im Widerspruch zu den Klimazielen steht; die Energieforschung praxisnah erfolgen muss; die Ziele des Klimaschutzes höhere ­Priorität haben sollen als der Landschaftsschutz.

Gut für Wirtschaft, Beschäftigung und Wertschöpfung Die Energiestrategie wird nicht nur Kosten verursachen, sondern der Schweizer Wirtschaft positive Impulse geben und nachhaltig für mehr Beschäftigung und höhere Wertschöpfung im Inland sorgen. Dies ist aus Sicht von suissetec das Hauptargument, welches für die Energiestrategie 2050 spricht. Diese Haltung hat suisse­tec zusammen mit den anderen grossen Verbänden des Ausbaugewerbes stets auch

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innerhalb des Gewerbeverbandes vertreten. Mit Erfolg, wie sich in dessen Stellungnahme zur Energiestrategie zeigt. Gerade für das Gebäudetechnik-Gewerbe stellt die Energiestrategie eine riesige Chance dar. Das Thema «Energie und Umwelt» ist in den Branchen Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima sowie Spenglerei/Gebäudehülle absolut prioritär: Es sind Gebäudetechniker, welche die Energiewende an vorderster Front umsetzen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag, wenn es darum geht, Energie im Gebäudebereich möglichst effizient und nachhaltig zu nutzen. Den Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Energieeffizienz im Gebäude fördern Innerhalb der Energiestrategie 2050 befürwortet suissetec klar die Verstärkung des Ge­ bäudeprogramms. Bund und Kantone sollen das Programm ab 2015 mit maximal 600 Mio. Franken unterstützen. Nach Einschätzung von suissetec sichert die vorgesehene Erhöhung der Mittel eine Fortsetzung des bewährten Gebäudeprogramms. Damit lassen sich Verun-

sicherungen vermeiden und Investitionen in energetische Gesamtsanierungen weiterhin ankurbeln. Ein weiteres Thema sind die Steuerabzüge: Kosten für Gebäudeinvestitionen, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, sollen nicht nur über drei Jahre, sondern über fünf Jahre steuerlich abgezogen werden können. Dies, um etappierungsfreie Gesamtsanierungen attraktiv zu machen. Der Verband unterstützt auch die Forderung, dass ab 2025 Investitionen, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, nur dann steuerlich ­abzugsberechtigt sind, wenn das betroffene Gebäude einen bestimmten energetischen ­ Mindeststandard aufweist. suissetec verlangt aber, dass der Mindeststandard nicht auf einem Label basiert, sondern auf energetischen ­Mindestanforderungen an das Gebäude. (muhb)

+  Info Detaillierte Stellungnahme von suissetec: www.suissetec.ch/stellungnahmen2013

Foto: lassedesignen/Fotolia.com

Umfeld


Events

«Ich war schon immer der Baustellentyp» Wenn am 2. Juli in Leipzig der Startschuss zu den 42. Berufs-Weltmeisterschaften «WorldSkills» fällt, wird Alessandro Marinos Herz schneller schlagen. Der 22-jährige Sanitär- und Heizungsinstallateur aus Brig-Glis tritt an, um Florian Müllers Silbermedaille von London 2011 zu verteidigen – mindestens. von Marcel Baud

Alessandro Marino hatte letztes Jahr an den

Berufs-WM vorstellen können. «Doch jetzt sind sie stolz, dass ich teilnehme.» Wie es sich für die Walliser Fan-Kultur gehört, begleiten Marino begeisterte Anhänger nach Leipzig. Auch wenn in seiner Brust ein schweizerisch-italienisches Herz schlage – Marino ist Doppelbürger –, sei er natürlich vor allem Walliser!

Schweizermeisterschaften bei den Sanitär­ installateuren den zweiten Rang erreicht und sich damit für den WM-Ausscheidungswettkampf qualifiziert. Diesen sollte er gewinnen, und so begann für ihn letzten Dezember ein anspruchsvolles Vor­bereitungsprogramm. Der Auserkorene wird von suissetec und SwissSkills, der nationalen Stiftung zur Förderung von Berufsmeisterschaften, spezifisch für den Wettkampf trainiert. Erstmals wurde für die WM eine Aufgabe vorbereitet, welche die Arbeit der Sanitär- und Heizungsinstallateure realitätsnah widerspiegeln soll. Verlangt wird zunächst die Planung inklusive isometrischer Zeichnung mit Materialauszug für die Bestellung. Erst dann erfolgt das Handwerk. Markus Niederer, Marinos Coach und WorldSkills-Vizechefexperte hat die Aufgabe massgeblich ent­ worfen. «Uns ist wichtig, dass der Kandidat auch seine planerischen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Die Leitungsführung muss klar sein, bevor er mit der Umsetzung beginnt», erklärt Niederer.

Foto: Marcel Baud

Gebäudetechniker aus Leidenschaft

Unpräzise Winkel machen ihn wütend Als ich Marino beim «Training 2» in Lostorf besuche, brütet er gerade über der isometrischen Skizze. Er räumt ein, dass er da «zuerst wieder etwas reinkommen müsse». Eine seiner Stärken sei, dass er sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lasse. Eine Schwäche sieht er in seinem Perfektionismus: «Manchmal macht mich ein unpräziser Winkel so wütend, dass ich ihn einfach korrigieren muss, und das kann beim Wettkampf kostbare Zeit kosten.» Sein Coach Markus Niederer bringt ihm bei, damit um­ zugehen. Insbesondere vom Mentaltraining, das er bei SwissSkills absolviert, erhofft sich Marino zusätzliche Stärke. Ihm stehen noch

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Vor dem Handwerk kommt die Planung: WM-Kandidat Alessandro Marino trainiert «Isometrie», beobachtet von Florian ­Müller, Vize-Weltmeister 2011.

viele ­Termine, unter anderem eine Medienschulung und ein Feuerlauf bevor. All dies bewältigt er auch dank der Unterstützung seines Arbeitgebers. «Für die Trainingstage wurde ich freigestellt», und auch die Familie, seine Freundin und die Kollegen stehen hinter ihm, sagt M ­ arino. Letztere hätten sich zuerst nicht viel unter einer

Zur Gebäudetechnik kam Alessandro Marino durch einen Cousin, der bei Lauber IWISA in Visp als Heizungsinstallateur arbeitet. Nach der Schnupperlehre war klar, dass er diesen Beruf ergreifen wollte. «Vor allem das Autogenschweissen hat mich fasziniert», blickt er zurück. Dem Heizungsinstallateur liess er die 2-jäh­rige Anschlusslehre zum Sanitär folgen – motiviert übrigens von einem weiteren Cousin, der eben­ falls bei Lauber IWISA arbeitet. Alessandro Marino ist glücklich, dass er in der Gebäudetechnik seine Leidenschaft ausleben darf: «Ich war schon immer der Baustellentyp.» Als Sanitär gefällt ihm vor allem die Endmontage, wenn er in Einfamilienhäusern Apparate und Armaturen installiert. Sein Motto: «Ich ver­ suche immer so zu arbeiten, wie wenn es für mein eigenes Bad wäre.» Diese Denkhaltung ist sicher die richtige, wenn er in Leipzig in den Wettkampf eingreift. «Ein Podestplatz ist das Minimalziel», sagt Marino, doch wer das Funkeln in seinen Augen sieht, der weiss sofort; mit Minimalzielen gibt sich Alessandro Marino kaum zufrieden.

+  Info www.worldskillsleipzig2013.com

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Bildung

Eidgenössischer Fachausweis für Führungskräfte der Gebäudetechnik

Noch nie so viele Absolventen 168 junge Damen und Herren hat suissetec Ende Januar nach Olten eingeladen, um an der Diplomfeier ihren eidgenössischen Fachausweis entgegenzunehmen. Viele von ihnen fanden sich im Kongresshotel «Arte» ein, um diesen «Meilen­ stein» zu feiern, wie suissetec-Zentralpräsident NR Peter Schilliger den Abschluss in seiner Rede nannte. Markus Pfander, Leiter Prüfungen und Subventionen von suissetec, begrüsste zudem rund 370 Angehörige, die den Saal bis zum letzten Platz füllten. Rekord, denn nie zuvor in der Verbandsgeschichte hatten so viele Gebäudetechniker die Berufsprüfung abgeschlossen wie im PrüfungsJahrgang 2012. Reinhart Küng, Präsident der Qualitätssicherungs-Kommission, betonte in seiner Ansprache denn auch, wie hochwillkommen die neuen Fachkräfte in der Branche seien. Es brauche dringend qualifizierte Gebäudetechniker mit der Bereitschaft, auf der Baustelle Führungsverantwortung zu übernehmen und die Qualität zu sichern. Die Berufsprüfung bestanden hatten: Chefmonteure Heizung: 40, Chefmonteure Sanitär: 58, Spenglerpoliere: 58, sowie Projektleiter Gebäudetechnik: 12.

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Preisgewinner Abschlussprüfung Berufsprüfung 2012 Bereits zum zweiten Mal wurden die besten Absolventen mit Sonder­preisen belohnt (in der Namensliste hervorgehoben).

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Preissponsoren sind: Elcotherm AG Chefmonteure Heizung Geberit Vertriebs AG Chefmonteure Sanitär Foamglas Pittsburgh Corning (Schweiz AG) Spenglerpoliere Viessmann (Schweiz AG) Projektleiter Gebäudetechnik

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Berufsprüfungen 2012

Erfolgreiche Absolventen 05

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Die Namen sämtlicher Absolventen finden Sie auf den Seiten 13/14. 01 Projektleiter/in Gebäudetechnik mit eidg. Fachausweis 02/03/04 Chefmonteur/in Sanitär mit eidg. Fachausweis 05/06 Chefmonteur/in Heizung mit eidg. Fachausweis 07/08 Spenglerpolier mit eidg. Fachausweis

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Fotos: Daniela Friedli

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Chefmonteur/-in Heizung mit eidg. Fachausweis Acklin Cyrill, Wil SG Arnold Daniel, Flüelen UR Aymon Fabien, Chippis VS Bartucca Francesco, Muri AG (2. Rang) Berset Anthony, Gruyères FR Burgener Thomas, Visperterminen VS Chapuis Robin, Orbe VD Dedual Bruno, Tinizong GR Dell’Elba Giuseppe, Winterthur ZH (2. Rang) Fiorentino Massimo, Winterthur ZH Francisco Patrik, Brunnen SZ Frey Raphael, Binningen BL Güldner Martin, Mettmenhasli ZH Hagmann Marcel, Reinach AG Hosang Sven, Zizers GR Howald Frédéric, Fribourg FR Krähenbühl Daniel, Oberembrach ZH Libert Quentin, Cernier NE Michod Josselin, Salavaux VD Overney Didier, La Roche FR Peterer René, Jona SG (1. Rang) Pfister Raffael, Oberuzwil SG Pfister Simon, Abtwil SG Ria Stefano, Küssnacht am Rigi SZ Röschli Ueli, Buchberg SH Roth Christian, Detligen BE Rothacher Martin, Steffisburg BE Rust Emanuel, Diepoldsau SG Ryssel Paul, Eglisau ZH Salzmann Stefan, Langnau BE Schmid Marcel, Triengen LU (2. Rang) Schnell Sven, Laufen BL Schwendener Simon, Kesswil TG Sekic Zelimir, Fribourg FR Shala Zenun, Rennaz VD Spanó Marco, Wohlen AG Stavroulakis Efstathios, Langenthal BE Toribio Véliz Felix Eduardo, Hettlingen ZH Tschumi Martin, Günsberg SO Chefmonteur/-in Sanitär mit eidg. Fachausweis Azemi Fazli, Coffrane NE Baur Dominik, Sins AG Beerli Christian, Effretikon ZH Béhé Daniel, Gelterkinden BL Berger Patrick, Avry-sur-Matran FR Billeter Stefan, Hinwil ZH Bolliger Daniel, Richigen BE Bouvet Anthony, Genève GE Brander Thomas, St. Gallen SG (3. Rang) Bumann Guido, Saas-Fee VS

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Bildung

Buser Sandro, Hasle bei Burgdorf BE Caduff Simon, Sedrun GR Castro Hilario, Appenzell AI Celik Yener, Volketswil ZH Chenaux Alexandre, Châtel-St-Denis FR Dalla Valle Bastien, Crissier VD Disler Raphael, Rothrist AG Eberle Manuel, Mauren FL Fuss Andreas, Rümlang ZH Gerber Simon, Felben-Wellhausen TG Giordano Claudio, Winterthur ZH Grichting Jörg, Turtmann VS Gürok Michael, Wettingen AG (2. Rang) Gysi Stefan, St. Gallen SG Hofstetter Markus, Engelburg SG Hurni Vincent, Vessy GE Iacovo Luca, Luzern LU Ismaili Leutrim, Renens VD Iunco Roberto, Zürich ZH Jordi Elvir, Emmenbrücke LU Jularic Ante, Goldach SG Kälin Patrick, Zürich ZH Lange Andy, Luzern LU Lempen Daniel, Schwarzenburg BE (1. Rang) Lempen Marco, Seftigen BE Lötscher Marcel, Geuensee LU Mannino Roberto, Heiden AR Martinez Ruben, Lausanne VD Mathis Marius, Frauenfeld TG Muchenberger Remo, Bottmingen BL Pache Xavier, Neyruz FR Pfund Gregory, Dietikon ZH Pharisa John, Broc FR Pult Chasper, Sent GR Rexhaj Blerim, Wohlen AG Sabanovic Haris, Horgen ZH Scheidegger Raphael, Biel/Bienne BE Schudel Roman, Schaffhausen SH (2. Rang) Schwestermann Thomas, Birgisch VS Sepe Fabio, Bussigny VD Seydel Simon, Embrach ZH Stadler Dominik, Wiedlisbach BE Stanić Mario, Wädenswil ZH Stierli Remo, Magden AG Suter Christoph, Glarus GL Vogel Lukas, Wolhusen LU von Flüe Andreas, Kerns OW Ziltener Lukas, Winterthur ZH Spenglerpolier/-in mit eidg. Fachausweis Bätjer Mischa, Allschwil BL Becker Patric, Liestal BL Bertschinger Sascha, Rüschlikon ZH (2. Rang) Biedermann Flavien, Yverdon VD Borer David, Breitenbach SO Candinas Corsin, Laax GR Cassani Adrian, Walenstadt SG Chanson Thierry, Lausanne VD Cramatte Mathieu, Sembrancher VS Dönni Patrick, Hauptwil TG Durakovski Dzavid, Vétroz VS

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Dürst Matthieu, Prangins VD Emmenegger Roger, Walenstadt SG Fässler Thomas, Unteriberg SZ Fitzé Alexandre, St-Barthélemy VD Gabathuler Richard, Fontnas SG Gallusser Stephan, Romanshorn TG Gassmann Marc, Wengen BE Gaus Remo, Bassersdorf ZH Gubler Simon, Niederglatt ZH Gut Robin, Nürensdorf ZH Haldemann Patrick, Pfäffikon ZH Hari David, Birsfelden BL Hersperger Andy, Küsnacht ZH Hottinger Damian, Effretikon ZH Hübscher Daniel, Rudolfstetten AG Hug Jérémie, Granges VS Hugentobler Michael, Wängi TG Hügli Marc, Bärschwil SO Isler Reto, Mönchaltorf ZH Jelic Mario, Zürich ZH Jetzer Markus, Uerikon ZH Junod Gérard, La Chaux-de-Fonds NE Keller Daniel, Gippingen AG Koch René, Nohl ZH (3. Rang) Kurer Daniel, Wienacht-Tobel SG Leuenberger Yves, Langendorf SO Machado da Silva Filipe Micael, Selzach SO Marbot Jonas, Laufenburg AG Märki Adrian, Klingnau AG Meister Markus, Niederweningen ZH Ostermeier Christian, Surava GR Peter Robert, Sursee LU Scherz Patrick, Uttwil TG Sommer Mauro, Ebikon LU (2. Rang) Staub Emile, Fully VS Stettler Andreas, Zollikon ZH Stocker Philip, Abtwil AG Sutter Stefan, Ottikon ZH (3. Rang) Tiri Curdin, Andeer GR Ueltschi Michaël, Aclens VD Vogt Patrick, Mellingen AG von Känel Ruedi, Kiental BE (1. Rang) Wehrli Jörg, Meltingen SO Winiger Simon, Ottikon ZH Wirz Daniel, Subingen SO Zanini Tanja, Hausen b. Brugg AG Projektleiter/-in Gebäudetechnik mit eidg. Fachausweis Bühlmann Andreas, Burgdorf BE D’Ambrosio Silvio, Oberdorf SO Diaz Enrique, Kägiswil OW Giger Fabio, Chur GR Gustin Marco, Ilanz GR (2. Rang) Hotz Michael, Rüti ZH Lutz Daniel, Glis VS Marojević Ivan, Winterthur ZH Schmid Elvir, Baar ZG Wildi Stefan, Seengen AG Wüthrich Peter, Steffisburg BE (1. Rang) Zumwald Thomas, Düdingen FR


Bildung

Chefexperten treffen sich jährlich

Fünf Jahre nach Inkrafttreten der aktuellen Bildungsverordnung peilt suissetec einen weiteren Meilenstein in der beruflichen Grundbildung der Montageberufe an. Geht es nach dem Willen des suissetec-Zentralvorstandes, sollen mittelfristig weitgehend einheitliche Qualifikationsverfahren verwirklicht werden. Die ersten nationalen Prüfungen wurden bereits im Frühjahr 2012 durchgeführt. Bildungsfachleute arbeiteten gemeinsam mit Chefexperten aller Sprachregionen einheitliche Prüfungen aus, und zwar für die EFZ- und die EBA-Lehren der Berufsfelder Heizung, Spengler und Sanitär. Der Aufwand war beträchtlich. Rund 150 Dokumente galt es zu erarbeiten und auf Französisch und Italienisch zu übersetzen. Da die Hoheit über die Qualifikationsverfahren bei den Kantonen liegt, kann suissetec bezüglich der inhaltlichen Ausgestaltung der Prüfungen lediglich ein Angebot unterbreiten. Dietmar Eglseder, Leiter berufliche Grundbildung bei suissetec, zeigt sich aber optimistisch: Bereits hätten bis zu 22 Kantone die Vorschläge oder zumindest Elemente daraus übernommen. Insbesondere bei den schriftlichen Prüfungs-

Foto: suissetec

Einheitliche Qualifikationsverfahren

Erste nationale Prüfungen wurden im Frühjahr 2012 durchgeführt.

teilen bestehe bereits eine grosse Einheitlichkeit, bilanziert Eglseder.

Logistische Unterschiede erschweren Harmonisierung Da die Kantone über unterschiedliche Infrastrukturen verfügen, ist eine Harmonisierung des Qualifikationsverfahrens vor allem bei den praktischen Prüfungen eine grosse Herausforderung. Im Fokus stehe momentan, dass der

Ausarbeitungsprozess von nationalen Prüfungen gefestigt und optimiert werde, so Dietmar Eglseder. Dafür prognostiziert er rund zwei bis drei Jahre. Doch nicht nur hier gleicht der Harmonisierungsprozess einer mittleren Herkulesaufgabe. Der Bildungsspezialist hat erkannt, dass unterschiedliche Haltungen und Einschätzungen der Experten zu Prüfungsdetails und Anspruchs­ niveaus intensiven Austausch erfordern. Als Hürde gilt bei der Umsetzung auch die Dreisprachigkeit. Deshalb hat suissetec Ende letzten Jahres erstmals ein Treffen aller Schweizer Chefexperten lanciert. 70 Bildungsprofis nutzten die Gelegenheit und trafen sich in Bern, um Prüfungsentwürfe, Änderungsvorschläge und Meinungen zu diskutieren. Dietmar Eglseder blickt mit Freude auf den konstruk­ tiven Austausch zurück. Er sieht in der Konferenz eine ideale Plattform für die interkantonale Zusammenarbeit und damit ein wichtiges Ins­ trument auf dem Weg zur Harmonisierung des Qualifikationsverfahrens. Das Treffen der Chef­ experten wird deshalb ab sofort jährlich abgehalten. (baud)

Toplehrbetriebe

Endspurt für Rezertifizierungen Schon über 75 Firmen haben sich mittels Online-Selbstdeklaration als «Toplehrbetrieb» zertifizieren bzw. rezertifizieren lassen. Noch bis Ende März können frühere «Qualifizierte Lehrbetriebe» den Prozess zur Erlangung des neuen Labels online abwickeln. Der «Qualifizierte Lehrbetrieb» ist definitiv Geschichte. Seit suissetec Mitte 2012 über das neue Label «Toplehrbetrieb» informierte, haben rund 80 ehemalige «Qualifizierte Lehrbetriebe» auf der neuen Online-Plattform www.toplehrbetriebe.ch ihr Firmenporträt erfasst. Das hierzu notwendige Login wurde den betroffenen Betrieben vom Verband ebenfalls zugestellt. Firmen, die noch nach altem Zertifikat geführt

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werden, müssen bis Ende März die Rezertifizierung vornehmen. Ansonsten werden sie nicht mehr länger in der Liste der Toplehrbetriebe erscheinen.

Gute Lernende bekommt, wer gut ausbildet Qualität spricht sich herum, auch in der Lehrlingsbildung. Wer als Lehrbetrieb mehr bietet, hat auch bei der Wahl angehender Gebäudetechniker die Nase vorn. Betriebe, die als Toplehrbetrieb die geforderten Kriterien erfüllen, werden deshalb auf dem Lehrstellenportal von suissetec (www.toplehrstellen.ch) mit dem neuen Q-Label gekennzeichnet. Für interes-

sierte Jugendliche ein wichtiges Merkmal auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die für einen Toplehrbetrieb geforderten Kriterien wurden von den Firmen positiv aufgenommen. Es zeigt sich, dass die Massstäbe für die Betriebe eine gute Orientierung sind, wie sie die Ausbildung der Lernenden verbessern können. Zum Beispiel damit, dass ein Bildungsverantwortlicher des Betriebs mindestens einmal jährlich die Berufsschule seiner Lernenden besucht – eines der Kriterien, das häufig nicht erfüllt wird, wie sich zeigte. (baud)

+  Info www.toplehrbetriebe.ch

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Persönlich

In dieser Rubrik stellen Mitarbeitende von suissetec ­beliebte Ausflugsziele vor.

Der Rhein bietet allen etwas

Serge Salathe Alter: 30 Beruf: Fachlehrer Sanitär im suissetecBildungszentrum Lostorf Hobbys: Wasserfahren, Joggen

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Ob man in Basel am Rheinufer gesellig zusammensitzt, sich in der Buvette ‹Rhyschänzli› verpflegt und dabei den Blick über den Rhein gleiten lässt oder sich einfach ein paar Sonnenstrahlen gönnt, während man ­etwas flussaufwärts die ruhige Ufernatur geniesst: Der Rhein bietet für jeden Gemütszustand etwas. Eine Fahrt mit einer der vier Fähren über den Rhein ist für ­jeden Besucher sicher ein spezielles Erlebnis. Dabei wird ein motorloses Boot nur durch die Kraft des Wassers an e ­ inem Führungsseil über den Rhein ‹geschoben›. Eine Fahrt kostet zirka zwei Franken und es empfiehlt sich, diese Kosten auch zu entrichten, da für Schwarzfahrer Mitte Rhein Endstation ist! Ich habe das grosse Glück, dass ich in meiner Freizeit beim Wasserfahrsport diese schönen Orte regelmässig betrachten und dabei den Alltag hinter mir lassen kann.

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Foto: Daniela Friedli

+   Weitere Informationen www.rhyschänzli.ch www.faehri.ch www.wfvm.ch

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Serie

Ressourcenoptimierung – die eigenen Kraftquellen schützen.

Ein «Nein» braucht oft Mut von Marcel Baud

Der Bauleiter macht Druck, der Installateur ist

rungsreife. Dann übergibt er es dem Projektund Montageleiter – und Heftis Ressourcen werden für die nächste Fragestellung frei.

Bei Terminstress agieren statt reagieren

Foto: Marcel Baud

nicht dort, wo er sein sollte, der Lieferant kann nicht liefern. Gleichzeitig sollten zehn E-Mails und nochmals so viele Anrufe beantwortet werden. Gegen die Stressflut gibt es Strategien. Lernen kann man diese im PersonaTages­seminar «Meine Ressourcenoptimierung». Thomas Hefti (47), Technischer Berater Lüften/ Kühlen bei Otto Keller AG, Arbon, hat es besucht. Eine Ressource: Was ist das eigentlich? Wikipedia sagt: «Eine Ressource ist ein Mittel, um eine Handlung zu tätigen oder einen Vorgang ablaufen zu lassen.» Doch wie viel Handlung bzw. Arbeit verträgt die persönliche Kraftquelle? Was ist zu tun, wenn die Anzahl Pendenzen und Überstunden unaufhörlich anwachsen? Unter der Leitung von Emanuel Fritschi stellte sich Thomas Hefti diesen Fragen im PersonaTagesseminar «Meine Ressourcen­optimierung» und erkannte: «Vieles mache ich bereits richtig – heute...» Denn nicht immer war das so. Bis vor einem Jahr war er verantwortlicher Serviceleiter. Bei ihm liefen die Drähte heiss, Hefti disponierte von morgens bis abends Aufträge und Mitarbeitende. Daneben musste er noch Zeit finden, an Projekten mitzuarbeiten. Oft erntete er strenge Blicke seiner Frau, wenn er sich nach dem Abendessen schon wieder über den Laptop beugte. Irgendwann reichten seine Ressourcen nicht mehr. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung wurde eine Lösung gesucht. Diese bestand darin, dass Hefti die Servicebearbeitung einem Kollegenteam übertrug. «Meine Grenzen habe ich damals kennengelernt», sagt er und ist froh, dass er das noch rechtzeitig erkannt hatte. Heute kann er sich voll der Auftragsgewinnung und dem Engineering widmen. Hier sind seine Ressourcen unternehmerisch gesehen auch am besten investiert. Denn Hefti ist ein Tüftler mit langer Erfahrung und Wissen auf seinem Gebiet. Der gelernte Lüftungszeichner berät haupt­ sächlich Kunden bei komplexen Anforderungen aus dem Industriesektor. Auch Verwaltungen sowie Gastrobetriebe zählen zu Heftis Kunden. Gerade plant er eine Anlage, die das Rohrlager eines Auftraggebers gegen Witterungseinflüsse schützen soll. Projekte wie dieses betreut Hefti zusammen mit einem Ingenieur bis zur Ausfüh-

Beim Holzen baut Thomas Hefti Stress ab und ist weit weg von der Arbeit als technischer Berater. Am liebsten regeneriert er seine Ressourcen zu Hause im selbst renovierten Bauernhaus; bei seiner Frau, den vier Kindern und Hund Candys.

Persona-Tagesseminar: «Meine Ressourcenoptimierung» Teilnehmende lernen ihr eigenes Stressverhalten besser kennen und wie sie es verbessern. Belastungsgrenzen werden bewusstgemacht und die Eigenverantwortung im ­Umgang mit den Ressourcen gefördert. Dazu gehört auch die Verbes­serung des persönlichen Zeitmanage­ments. Angesprochen sind: Installateure, Planer, administrative Mitarbeitende, Kaderpersonen.

Bei der Arbeit findet es Thomas Hefti wenig hilfreich, allein mit MS Outlook die Arbeit zu planen. «Irgendwann habe ich 200 Aufgaben generiert und genauso wenig den Überblick wie zuvor.» Emanuel Fritschi präsentierte am Persona-Seminar zwar nicht das «Rundumsorglos-Planungspaket», verhalf aber zu anderen Erkenntnissen: So sprach der Seminarleiter den Teilnehmenden ins Gewissen: Es gelte, immer wieder einzuschätzen, wie viele Aufträge man überhaupt annehmen könne. Ein «Nein» brauche oft Mut, bewahre einen jedoch davor, im Arbeitssumpf zu versinken. Ressourcenoptimierung ist für Hefti deshalb, sein Arbeitsvolumen sorgfältig zu steuern. «Übermorgen habe ich Zeit für dein Anliegen, aber nicht heute», eine Aussage, die in diese Richtung ziele und die Grenzen abstecke, so der Gebäudetech­niker. Zur Optimierung trage auch bei, dass er sich nicht mehr um jedes Bagatellproblem selbst kümmert, sondern die «einfachen Sachen» inzwischen an Kollegen weitergibt. Natürlich, auch zu Thomas Heftis Arbeitsalltag gehört Termindruck. Das verursache Stress, vor allem dann, wenn es eng werde. Dabei sei auch hier ein Abgrenzen sinnvoll: «Lässt sich ein Termin nicht halten, muss man agieren statt reagieren», so seine Erfahrung. «Gibt es gute Gründe, die zu einer Terminverschiebung führen, und teile ich diese dem Kunden rechtzeitig mit, stosse ich oft auf mehr Verständnis, als erwartet.»

Ressourcen auch im Team beobachten Ressourcen zu optimieren, hat für Thomas Hefti auch damit zu tun, aufmerksam zu sein, was im Umfeld passiert. Als führender Mitarbeiter müsse er Engpässe erkennen. Elektronisch helfe dabei das firmeneigene Projekt-Managementsystem, zwischenmenschlich die Beobachtung. Signale wie: Der Kollege ist ständig gereizt, ungeduldig oder macht keine Mittagspause, machen Thomas Hefti aufmerksam. Denn auch hier gelte: «Agieren, bevor nur noch das Reagieren bleibt.»

+   Info und Anmeldung www.suissetec.ch/persona suissetecmagazin  März/April 2013

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Online

Prüfhefte online erstellen Mit der neuen suissetec-Web-Applikation «Kontrolle und Wartung von sanitären Anlagen» erstellen Sanitär­ fach­leute Prüfhefte, die individuell auf die Gebäude ihrer Kundschaft zugeschnitten sind. Sie brauchen dazu keine Software zu installieren, denn die Arbeit erfolgt ­direkt in der Web-Umgebung von suissetec. von Marcel Baud

Foto: Marcel Baud

kation ist in elf Themenbereiche strukturiert. Das Prüfheft enthält vorkonfigurierte Kalt- und Warmwasseranlagen, Solaranlagen, Abwasseranlagen, verschiedene Armaturen und mehr. Die Themenbereiche enthalten sämtliche Komponenten, mit denen Sanitärinstallateur und Bau­ herr bei Wartung und Prüfung einer Anlage in Berührung kommen. So finden sich beispielsweise unter «Kaltwasseranlage» Elemente wie Hauptabstell-, Abstell- und Druckreduzierventile. Bei den meisten Komponenten sind bereits erklärende Texte hinterlegt. Damit erhält der Kunde wertvolle Informationen über seine Anlage sowie Hinweise über Zeitpunkt und Art der Kontrollen, die er selbst durchführen kann.

Exakt auf Bedürfnisse anpassbar Der Sanitärinstallateur kann das Prüfheft individuell und detailliert editieren. Eingabefelder lassen sich hinzufügen, verschieben oder ­löschen, hinterlegte Texte ändern. Die Arbeit erfolgt komfortabel über Menüs mit Drop-downAuswahllisten oder Maskenfelder. So erfasst der Sanitärfachmann beispielsweise den Kontrollzyklus oder den Standort einzelner Geräte in einem bestimmen Gebäude. Selbstverständlich

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Web-Apps von suissetec: ein Bedürfnis der Mitglieder? Absolut. Der Verband stellt seit langem Soft­ waretools als Branchenhilfsmittel bereit. ­Inzwischen sind die Bedürfnisse gewachsen und die Plattformen unterschiedlicher geworden. Web-Apps bieten den Vorteil, dass sie mittels Web-Browser auf allen Platt­ formen laufen und es keine Software-Installation beim Anwender braucht.

Warum gerade die Web-Applikation für Sanitärfachleute als Erste? Das Projekt wartete am längsten in der Pipe­ line und wurde deshalb als Erstes ­realisiert. Zudem eignete es sich als «Erstling», denn die Komplexität war über­schaubar.

« Die erste von suissetec entwickelte Web-Appli­

Fünf Fragen an Christoph Schär, Leiter Technik und Betriebs­wirtschaft von suisset­ec

Die Web-App ist durchdacht und einfach zu bedienen. Beim ­Kunden unter­ streichen wir mit dem Prüfheft ­unsere Sanitärkompetenz.

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Olivier Jeker, Geschäftsleiter O. Jeker AG, Haustechnik/Schwimmbad, Büsserach SO

Wie wird eine solche Web-App entwickelt? Als Basis dient ein detailliertes Pflichtenheft. Die Entwicklungsdauer hängt entscheidend von dessen Qualität sowie der Kom­plexität der Applikation ab. Für «Kontrolle und Wartung von Sanitäranlagen» benötigten wir nur wenige Monate. Dies weil bereits ein weit entwickelter Prototyp der Anwendung in Excel vor­han­ den war. Wir rechnen damit, dass suisse­tec unter den vorher genannten Voraussetzungen maximal vier Web-Apps pro Jahr entwickeln kann.

Wie sieht es mit der Sicherheit von Web-Apps aus? Eine Web-Applikation läuft im geschützten Be­ reich des Kundencenters von suissetec. Auf dem Server selbst werden keine Kunden­ daten gespeichert. Der Anwender ist für ­seine Daten und deren Sicherheit verantwort­ lich. Das heisst, Projektdateien, in diesem Fall die Prüfhefte, werden immer auf dem Rechner des Anwenders gespeichert.

Welche weiteren Web-Applikationen stehen am Start? können Prüfhefte mit dem Firmenlogo und weiteren Kontaktdaten des jeweiligen Gebäudetechnik-Fachbetriebs versehen werden. Diese globalen Daten werden in Vorlagen gespeichert, die nun für das Generieren weiterer Prüfhefte in der Web-Applikaton zur Verfügung stehen. Die fertig erstellten Prüfhefte selbst werden nicht in der Web-App, sondern direkt auf dem Rechner des Benutzers als PDF-Datei gespeichert. Fixfertig für den Druck und die Übergabe an den Kunden.

+  Info

www.suissetec.ch/webapp

Gleich mehrere! Die nächste App kommt aus dem Fachbereich Spengler und soll diese zum Beispiel bei der Berechnung von Festund Schiebehaften für Metalldächer unterstützen. Aus den Fachbereichen Heizung/Lüf­ tung/Sanitär kommt in der zweiten Jahreshälfte ein Web-App «Nutzungsvereinbarung», die dem Gebäudetechniker bei der Qualitätssicherung von Projekten hilft. Danach werden bestehende Programme nach und nach auf die Web-App-Technologie übertragen und bei Bedarf auch bestehende Web-Apps auf zusätzliche Fachbereiche erweitert.


Ratgeber

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Jährlich gegen 9000 Absturzunfälle in der Schweiz. Im Schnitt alle zwei ­Wochen ein Toter.

Foto: Suva

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Moderne Photovoltaikanlage mit integrierter Absturzsicherung für Reinigung und Instandhaltung.

Auf keinen Fall im freien Fall Die Solarbranche boomt. Auf vielen Dächern werden Photovoltaikund thermische ­Solaranlagen installiert. Solche Arbeiten sind mit grossen Risiken verbunden: Denn Abstürze vom Dach haben schwerste Verletzungen oder gar den Tod zur Folge. von Roland Richli

Grund für die hohe Zahl von Absturzunfällen sind fehlende oder mangelhafte Absturzsicherungen. Bei Arbeiten auf Dächern ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Absturzkanten ab einer Ab­sturzhöhe von drei Metern gesichert sein müssen. In den meisten Fällen dauern Montagearbeiten bei Solaranlagen mehr als zwei Personentage. Die Bauarbeitenverordnung (bauAV) sieht für solche Fälle vor, dass kollektive Schutzmassnahmen getroffen werden müssen. Mit der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (Individualschutz) ist hingegen nur diejenige Person gesichert, die sich korrekt anseilt. Zudem zeigt die Erfahrung, dass Personen häufig ohne Anseilschutz arbeiten, weil sie die Gefahren unterschätzen. Oft sind sie nicht korrekt gesichert, weil die vorgeschriebene Schulung und Instruktion fehlt. Permanentes Seilsicherungssystem für die Instandhaltung Damit Photovoltaikanlagen jederzeit die volle Leistung erbringen, ist eine periodische Reinigung unerlässlich. Solche Verschmutzungen müssen manuell entfernt werden. Deshalb ist es wichtig, bereits bei der Planung von Solaranlagen an die Reinigung und an die Instandhaltung zu denken sowie geeignete fest instal-

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lierte Einrichtungen vorzusehen. Technische Installationen von Solaranlagen müssen periodisch von einer Solarfirma kontrolliert und instand gehalten werden. Sowohl bei Schräg- als auch bei Flachdächern ist es deshalb notwendig, dass ein permanentes Seilsicherungssystem geplant und montiert wird, damit der sichere Zugang zur Anlage gewährleistet ist. Eine solche Lösung ist zudem insgesamt günstiger, als wenn jedes Mal mit behelfsmässigen Einrichtungen gearbeitet werden muss.

Vorsicht bei Dächern mit Faser­zementplatten Solaranlagen werden häufig auf Dächern mit Faserzementplatten installiert. Faserzement­ dächer sind jedoch nicht durchbruchsicher. Damit keine Personen durch die Dachfläche hindurchbrechen und abstürzen können, müssen bei solchen Dächern zusätzliche Schutzmassnahmen getroffen werden. Für die Montage von Solaranlagen sind Auffangnetze unter der Dachfläche die richtige Lösung.

+  Info www.suva.ch/solar www.absturzrisiko.ch

Wer ist für die Sicherheit verantwortlich? Gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG) ist jeder Arbeitgeber, der Arbeitnehmende auf ein Dach schickt, um Arbeiten auszuführen, für deren Sicherheit verantwortlich. Das heisst, er muss sich vergewissern und dafür sorgen, dass auf dem Dach sicher gearbeitet wird. Nach Obligationenrecht (OR) kann der Bauherr als Werkeigentümer eines Gebäudes bei einem Unfall unter Umständen haftbar gemacht werden. Kann dem Arbeitgeber oder Bauherrn gar fahrlässige Körperverletzung oder Verletzung der anerkannten Regeln der Baukunde nachgewiesen werden, kommt es zu einer strafrechtlichen Verfolgung. Der Arbeitgeber muss also dafür sorgen, dass die Arbeitnehmenden bei Arbeiten auf Dächern ab einer Absturzhöhe von drei Metern ge­ sichert sind. Der Bauherr und die Bauleitung sind verpflichtet, den Unternehmungen auch für Unterhaltsarbeiten geeignete Schutz­ einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Der Bauherr muss sich bewusst sein, dass er für sein ­Gebäude die Verantwortung trägt und bei e ­ inem Unfall haftbar gemacht werden kann.

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Intern

Seit 100 Jahren Mitglied: ­Lyrenmann + Co, Winterthur 1912 eröffnete Thomas Lyrenmann sen. an der Winterthurer Laboratoriumstrasse die eigene Spenglerwerkstatt. Heute führt sein Urenkel Hanspeter die Firma bereits in vierter Generation. Gemeinsam mit seinen ­Mitarbeitenden will der 35-Jährige den traditionell hohen Qualitätsstandard auch in Zukunft sichern. von Marcel Baud

Lyrenmann + Co beschäftigt 15 Mitarbeitende, unter ihnen zwei Lernende. Die Firma ist in Winterthur-Veltheim fest verwurzelt. Zu den Kun­ den zählen viele Privatkunden, die zum Teil seit Jahrzehnten für Sanierungen und Umbauten Lyrenmann anrufen. «Manchmal auch, wenn sie eigentlich einen Elektriker brauchen», erzählt Hanspeter Lyrenmann. «Auch hier vermitteln wir gerne die richtige Fachperson. Es macht uns stolz, wenn die Kunden bei allem, was mit ihrem Haus zusammenhängt, zuerst an uns denken.» Und dabei seien sie keineswegs die Günstigsten. Getreu dem Firmenmotto: «Qua­ lität zu fairen Preisen» stehe vor allem die tadel­ lose Betreuung des Kunden und dessen An­ liegen im Vordergrund.

Bewegte Firmengeschichte Schon bald nach der Firmengründung siedelte Thomas Lyrenmann sen. an die Tellstrasse um. Inzwischen hatte er das Angebot auch auf ­sanitäre Anlagen ausgeweitet. Nach dem Tod des Vaters übernahm Thomas Lyrenmann jun. die Firma und bezog 1933 das Geschäfts- und Wohnhaus an der Weststrasse. Er und sein Sohn Werner engagierten sich während Jahrzehnen in der Sektion Winterthur und im Zentralvorstand des damaligen SSIV.

Firmengründer Thomas Lyrenmann sen. um 1912.

gewann. Der Grundbildung liess er das Studium zum dipl. Ingenieur FH Heizung-Lüftung-Klima folgen. Nachdem er zwei Jahre in einem Luzerner Planungsbüro gearbeitet hatte, begann es ihn zu reizen, den elterlichen Betrieb zu führen. 2005 entschied er sich, in die Fussstapfen seines Vaters zu treten. Am Anfang hatte er

grossen Respekt vor der Aufgabe. Sein Vater und er seien starke Persönlichkeiten. Doch Werner Lyrenmann empfand keine Mühe damit, dem Sohn freie Hand zu lassen. So fügte der junge Geschäftsführer dem Kerngeschäft ­Sanitär und Spenglerei schon bald die Abteilungen Solaranlagen und Komfortlüftungen hinzu. Im Hinter­ grund blieb der «Senior-Chef» vor allem der Spenglerei erhalten. Und die Zukunft? Wird es eine fünfte Gene­ ration im Familienunternehmen geben? Hans­ peter Lyrenmann ist verheiratet und hat eine zweijährige Tochter. Doch die Einschätzung des Jungunternehmers ist nachvollziehbar: «Das liegt noch in zu weiter Ferne. Ich weiss ja nicht einmal, was in vier, fünf Jahren sein wird.»

Das Team von Lyrenmann + Co, Winterthur, mit Werner und Katharina Lyrenmann ­(stehend von links) und Sohn Hanspeter (stehend ganz rechts).

Werner Lyrenmann wurde unternehmerisch ins kalte Wasser geworfen. Da Vater Thomas jun. plötzlich verstarb, musste er als 23-Jähriger das Ruder übernehmen. Während 45 Jahren sollte er der Firma erhalten bleiben. Kommenden April tritt er definitiv in den Ruhestand. Sein Sohn Hanspeter genoss idealere Voraussetzungen: Nie wurde er unter Druck gesetzt, die Firmentradition dereinst weiterzuführen. Ursprünglich lernte er in Bern Spengler/Sanitär und war so talentiert, dass er an der Schweizer Berufsmeisterschaft 1996 die Silbermedaille

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Foto: Lyrenmann + Co

Lebenswerk bleibt in Familienhand


Intern

suissetec dankt für die Treue

Zwei Betriebe feiern 75 Jahre Mitgliedschaft Torsetta SA, Gordola TI Spenglerei, Abdichtungen Flach­dächer, Gebäudehülle 27 Mitarbeitende, 4 Lernende Geschäftsführer: Massimo Frizzi Firmengründung: 1927

Jean-Michel Sarrasin SA, Orsières VS Spenglerei, Dachdeckung, Sanitär, ­Heizung 50 Mitarbeitende, 3 Lernende Geschäftsführer: Jean-Michel Sarrasin Firmengründung: 1937

Scherrer Metec AG mit drittem Projekt in Arosa

Auf 2653 Metern Höhe, auf dem WeisshornBergplateau, wurde im Sommer vorigen Jahres das neue Gipfelrestaurant eröffnet – ein rhombenförmiger Monolith mit einer Schuppenhaut aus Aluminiumblech. Die Zürcher Bauspenglerei Scherrer Metec AG bekleidete die gesamte Gebäudehülle mit trapezförmigen Schindeln aus natureloxiertem Alu. Diese äussere, von mehreren Dämm- und Isolationshäuten sorgt dafür, dass weder Eis noch Schnee, weder Regen noch Sturm, weder Sonne noch Hitze dem Gebäude etwas anhaben können. Dabei wurden 4500 Schindeln, 9000 Haften, 1800 Schneehaken und 30 000 Edelstahl­ schrauben verbaut. Das Bauen in dieser Höhenlage verlangte ein an­spruchsvolles Logistikkonzept. Auf die schma-

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len Zeitfenster im Sommer, unterbrochen von Wetterkapriolen, mussten Mitarbeiter, Vorfer­ tigung und Anlieferung flexibel abgestimmt werden. Oft kamen Helis und Luftseilbahnen für den Transport zum Einsatz. Zudem waren strenge Umweltauflagen einzuhalten. Bereits im Januar 2012 musste sich das bau­­ liche Konzept erstmals bewähren. Damals brachte das Sturmtief «Andrea» weiten Teilen der Schweiz einen heftigen Sturm mit Orkanböen und massiven Schneefällen. Im Skigebiet von Arosa lagen auf 2500 m ü. M. bis zu vier Meter Schnee. Unter diesen Verhältnissen hatte das Gipfelrestaurant auf dem Weisshorn die ­wettertechnische «Feuer­taufe» eindrücklich bestanden.

Foto: www.zuegerpix.ch

Gipfelrestaurant mit Aluminiumhülle

Rhombenförmiger Monolith mit Schuppenhaut aus Aluminiumblech, auf dem Weisshorn-Bergplateau ob Arosa.

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Bildung

Aktuelle Bildungsangebote im Überblick suissetec Lostorf Veranstalter: Bildungszentrum suisse­tec, 4654 Lostorf T 062 285 70 70, F 062 298 27 50 lostorf@suissetec.ch www.suissetec.ch Aktuelle Kurs- und Seminar­ angebote des Bildungs­ zentrums suissetec Lostorf finden Sie ­unter: www.suisse­tec.ch Anmeldungen können ­online vorgenommen werden. Wir bitten die Kursbesucher, bei der Anreise wenn möglich die öffent­lichen Verkehrs­mittel zu benützen. Ab Olten SBB ver­ kehren halb­stündlich Busse nach Lostorf.

Heizung, Sanitär, Spengler Berufsziel eidg. Fachausweis als Chefmonteur/-in Heizung oder Sanitär, Spenglerpolier/-in: Vorbereitungsmodul: jährlich im Herbst, 2 Wochen. Bildungsgang: jährlich ab Frühjahr, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre. Berufsziel eidg. Diplom: Fachleuten im Besitz des eidg. Fachausweises ist der Einstieg in den ­Diplomlehrgang jederzeit möglich: Bildungsgang: jährlich ab Herbst, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre.

Heizung, Lüftung / Kälte, Sanitär, Spengler Bildungsgang Energieberater/-in Gebäude mit eidg. Fachausweis. Ab 12.8.2013. Anmeldeschluss: 10.6.2013. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bildungsgang Projektleiter Solarmontage (eidg. Fachausweis beim BBT beantragt). Ab Januar 2014. Anmeldeschluss: Oktober 2013.

Heizung Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis. 17.–28.3.2014. Anmeldeschluss: 17.2.2014. Bildungsgang Chefmonteur/-in Heizung mit eidg. Fachausweis. Ab 12.5.2014. Anmeldeschluss: 7.2.2014. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bildungsgang Heizungsmeister/-in mit eidg. Diplom. Ab 2.12.2013. Anmeldeschluss: 20.9.2013. Servicemonteurkurs Heizung (Modul 50.21). 14.–18.10.2013. Anmeldeschluss: 14.9.2013. Begrenzte Teilnehmerzahl.

Sanitär Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis. 25.11.–6.12.2013. Anmeldeschluss: 25.10.2013. Bildungsgang Chefmonteur/-in Sanitär mit eidg. Fachausweis. Ab 3.3.2014. Anmeldeschluss: 13.12.2013. Bildungsgang Sanitärmeister/-in mit eidg. Diplom. Ab 2.12.2013. Anmeldeschluss: 20.9.2013. Bildungsgang Sanitärplaner/-in mit eidg. Diplom. Ab März 2014. Anmeldeschluss: 13.12.2013. Servicemonteurkurse Sanitär Teil 2 (Modul 50.12). 6.–8.5.2013. Anmeldeschluss: 8.4.2013. Servicemonteurkurs Sanitär Teil 1 (Modul 50.11). 16.–20.9.2013. Anmeldeschluss: 16.8.2013. Elementkalkulation. Daten siehe Homepage www.suissetec.ch Anmeldeschluss: jeweils 4 Wochen vor Kursbeginn.

Spengler Vorbereitungskurs auf den ­Bildungsgang eidg. Fachausweis. 30.9.–11.10.2013. Anmeldeschluss: 2.9.2013.

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Bildungsgang Spenglerpolier/-in mit eidg. Fachausweis. Ab 13.1.2014. Anmeldeschluss: 18.10.2013. Bildungsgang Spenglermeister/-in mit eidg. Diplom. Ab 2.12.2013. Anmeldeschluss: 20.9.2013. PSAgA Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Daten siehe www.suissetec.ch

Allgemein Anschlussbewilligung für sachlich begrenzte Elektroinstallationen (Art. NIV 15). 19.–21.8. u. 2./3.9. u. 13.9.2013. 23./24.9. u. 2.–4.10./11.10.2013. 28.–30.10. u. 14./15.11./22.11.2013. Anmeldeschluss: jeweils 6 Wochen vor Kursbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl. Persona – Entwickeln Sie Ihre ­persönlichen Kompetenzen. Neu acht verschiedene Module, mit Zertifikat suissetec. Daten und Seminarorte siehe www.suissetec.ch

Solarkurse Swissolar-Kurs Solarwärme Basis (ehem. Penta LE 31). Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/ kursprogramm oder www.solarevent.ch Telefon 044 250 88 33, M. Leuenberger. Swissolar-Kurs Solarstrom Basis (ehem. Penta LE41). Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/ kursprogramm oder www.solarevent.ch Telefon 044 250 88 33, M. Leuenberger.

Swissolar-Kurs Solarwärme Planung. Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/ kursprogramm oder www.solarevent.ch Telefon 044 250 88 33, M. Leuenberger.

STFW Winterthur Veranstalter: Schweizerische Technische Fachschule Winterthur, STFW, Schlosstal­ strasse 139, 8408 Winterthur T 052 260 28 00, F 052 260 28 03 info@stfw.ch, www.stfw.ch Beachten Sie bitte das Merk­blatt über suissetecWeiterbildungssubventionen im Bereich Heizung–Lüftung– Klima (HLK).

Kurzkurse Elektrische Grundschaltungen und Steuerungen. HLEG 13/1 (3 Tage). 23.–25.4.2013. Elektro- und Prinzipschema lesen. HEP 13/1 (2 Tage). 18.–19.6.2013. Elektroschema lesen (Wiederholungskurs). HEW 13/1 (1 Tag). 7.11.2013. Grundkurs WIG / TIG-Schweissen. HSW 13/1 (4 Tage). 18.–21.11.2012. Haustechnik für Einsteiger/-innen. HHE 13/2 (3 Tage). 16.–18.4.2013. HHE 13/3 (3 Tage). 3.–5.9.2013. Hydraulik/hydraulischer Abgleich. HHA 13/1 (2 Tage). 11./12.6.2013. HHA 13/2 (2 Tage). 10.–11.9.2013. Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen / Hygieneschulung nach VDI / SWKI. HSR A 13/2 Planung (2 Tage). 13./14.5.2013. HSR A 13/3 Planung (2 Tage). 8./9.7.2013. HSR A 13/4 Planung (2 Tage). 14.–15.10.2013. HSR B 13/2 Service (1 Tag). 6.5.2013.


Wirtschaft

Konjunkturumfrage HSR B 13/3 Service (1 Tag). 1.7.2013. HSR B 13/4 Service (1 Tag). 21.10.2013. Kältetechnik Grundlagen. HKG 13/1 (2 Tage). 15./16.4.2013. Kältetechnik Aufbau. HKA 13/1 (2 Tage). 22./23.4.2013. HKA 13/2 (2 Tage). 15./16.10.2013. Lufttechnik. HLT 13/1 (2 Tage). 4./5.6.2013. Luftvolumenstrommessungen / Firmenkurse. HLM 13/1 (1 Tag). 3.7.2013. Firmenkurse (1 Tag) nach Bedarf. Messen in der Lufttechnik. HML 13/1 (2 Tage). 24./25.9.2013. Montage und MSR. HMM 13/1 (1 Tag). 29.8.2013. Prüfungsvorbereitung für die Anschlussbewilligung Art. 15 NIV Elektro-Anschluss­ bewilligung. EAB 13/3 (6 Tage). 29.5.–13.6.2013. EAB 13/1 (6 Tage). 21.8.–5.9.2013. Regeltechnik Grundlagen. HRG 13/1 (3 Tage). 30.4.–2.5.2013. Regeltechnik Aufbau, Workshop. HRA 13/1 (2 Tage). 25./26.6.2013. HRA 13/2 (2 Tage). 17./18.9.2013. Systematik der Störungs­ behebung. HSS 13/1 (2 Tage). 24./25.4.2013. HSS 13/2 (2 Tage). 27./28.8.2013.

4. Quartal 2012 Die Geschäftslage im Ausbaugewerbe wird in der Sanitär- wie auch in der Heizungsbranche positiv beurteilt. Was die Zukunft betrifft, sind sich die Unternehmer in ihrer subjektiven Wahrnehmung einig: In beiden Branchen sind die Erwartungen beim Auftragseingang gesunken. Im Sanitärbereich wird die Geschäftslage von den befragten Firmen positiv bewertet; die Branche bewegt sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Die Reichweite des Auftragsbestands ist gesunken – die Kurve be­ findet sich wieder auf einem mittleren Niveau. Die Erwartungshaltung der Sanitärfirmen ist erneut leicht gesunken. Sie befindet sich nach wie vor auf einem mittelmässigen Niveau, wie der Blick auf die Kurve des erwarteten Auftragseingangs zeigt.

In der Heizungsbranche wird die allgemeine Geschäftslage weiterhin mässig beurteilt, wenn auch mit positiver Tendenz – wie schon im Vorquartal. Die Reichweite des Auftragsbestands ist stark angestiegen und befindet sich auf Rekordniveau. Der Blick auf die sinkende Kurve des erwarteten Auftragseingangs zeigt, dass die befragten Unternehmer wenig optimistisch in die Zukunft blicken. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH, Zürich; an der Umfrage nahmen 38 Sanitärfirmen und 28 Heizungsfirmen teil. (muhb)

Konjunkturlage in der Sanitärbranche

Konjunkturlage im Bereich Heizung/Klima

Saldo *

Saldo *

Auftragsbestand 6

Auftragsbestand 6

100

80 3 3 0

0 0 0

– 80

03/04

05/06

07/08

09/10

11/12

– 50 03/04

05/06

07/08

09/10

11/12

— Geschäftslage Urteil, Saldo — Erwarteter Auftragseingang, Saldo

— Geschäftslage Urteil, Saldo — Erwarteter Auftragseingang, Saldo

— Reichweite Auftragsbestand,

— Reichweite Auftragsbestand,

in Monaten (Sekundärachse)

in Monaten (Sekundärachse) * Differenz zwischen den Anteilen positiver und negativer Meldungen in %

Ausschreibung Berufsprüfung «Energieberater Gebäude» mit eidg. Fachausweis Prüfungsdatum 23.–26. September 2013 (mündliche Prüfung) Abgabe der Disposition Freitag, 14. Juni 2013 Abgabe Vernetzungsarbeit Freitag, 16. August 2013 Die Prüfungsgebühr für die Abschlussprüfung (inkl. Ausstellung Fachausweis) beträgt CHF 1200.–. Die Anmeldeunterlagen (Anmeldeformular, Merkblatt, Checkliste und Prüfungsordnung) finden Sie unter www.suissetec.ch/pruefung_energieberater Bitte beachten Sie den Anmeldeschluss Freitag, 14. Juni 2013

suissetecmagazin  März/April 2013

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suissetec dankt Mitgliedern für ihre Treue 2013 feiern folgende Unternehmen ein Jubiläum als suissetec-Mitglied:

100 Jahre

25 Jahre

Alois Herzog AG Spenglerei/Sanitär, Luzern Lyrenmann + Co. Sanitär Spengler Lüftung, Winterthur

Bieri Haustechnik AG Sanitär/Heizung/Spenglerei, ­Grenchen SADA AG Wallisellen Sanima SA Préfabrication sanitaire, Meyrin Kurt Wernli Sanitär Heizungen, Remigen Leimgruber Fischer Schaub AG Ingenieurbüro USIC, Ennetbaden Martin Morger Bauspenglerei, Eschenbach SG Silvano Murchini Sanitäre Anlagen, Egg b. Zürich R. Seiz AG Heizung Lüftung, Wattwil ARGO Arnold Gody Sanitäre Anlagen, Erstfeld Jean Egloff AG Sanitär/Heizung, Bauma Künzi-Haustechnik AG Matzingen Martin Probst Spenglerei Sanitär, Basel Spenglerei Huber AG Zürich Josef Schönenberger Heizung Sanitär, Mosnang A. Vieira S.A. Sanitaire, chauffage, Vevey Stefan Klopfenstein Spenglerei, Belp Saniplan M. Pfister Sanitär/Ingenieurbüro, Schleitheim Gebr. Wagner Sanitäre Installationen, Wölflinswil René Décorvet Energie- Sanitärplanung HLKS, Bern HWT Haus- und Wassertechnik AG Au SG Alfred Frei-Beerle Spenglerei/Sanitär, Berneck Alvazzi Holding SA Chauffage-Ventilation, Orbe Viessmann (Schweiz) AG Heiztechnik, Spreitenbach Kammer Haustechnik AG Heizungen Sanitär, Wimmis

Mitgliedschaft

75 Jahre Mitgliedschaft

Torsetta SA Lattonieri, impianti sanitari, Gordola Sarrasin Jean-Michel SA Ferblanterie/Couverture, Orsières

50 Jahre Mitgliedschaft

Kasteler-Guggisberg AG Spenglerei Sanitär Heizung, Bern Kopp Spenglerei AG Flachdach Sanitär, Hitzkirch Leupi Haustechnik AG Sanitär Heizung, Winikon Messerli Sanitär AG Sanitär/Heizung, Thun Boretti AG Spenglerei Sanitär, Erlen Bernhard Ammann Spenglerei Sanitär, Niederuzwil G. Schlatter GmbH Sanitäre Anlagen, Möhlin Dorferkorporation Herisau Wasserversorgung, Herisau Friedli AG Sanitär Spenglerei, Emmenbrücke Luigi Casutt AG Sanitär/Heizung, Zürich Josef Hürlimann AG Sanitär Heizungen, Zug Robert Equilino AG Spenglerei, Davos Platz Fux Gebr. V. & K. Sanitär/Heizung/Schlosserei, St. Niklaus VS Angst AG Spenglerei/Sanitäre Anlagen, Frauenfeld Rickenbach AG Sanitär Heizung, Kreuzlingen

Mitgliedschaft

Ospelt Haustechnik AG Vaduz Gini Planung AG Ing.-Büro für Haustechnik-Energie, Lenzerheide/Lai Roman Negele Aktiengesellschaft Sanitär Heizung, Triesen Bruno Suter Spenglerei Sanitär, Oberglatt ZH Kurt Burri AG Spenglerei/Sanitär/Heizung, Diessbach b. Büren Robi Geretti Sanitäre Anlagen, Wängi Berger Klima Aarberg AG Sanitär/Heizung/Lüftung, Aarberg Saudan AG Spenglerei/Sanitär/Heizungen, Solothurn Sutter Spenglerei, HaustechnikInstallationen, Appenzell Armin Geissmann Haustechnik Sanitär, Wohlen AG Ueli Reichenbach AG Sanitär Spenglerei, Saanen Bossart Spenglerei AG Nebikon J. Guntern AG Sanitäre Anlagen, Gümligen Beat Hofer AG Spenglerei Sanitär, Schwarzenburg Stadler Heizungen GmbH Wilen b. Wil Bauspenglerei Kneubühler AG Schötz Rinaldo Casutt Spenglerei/Bedachung, Surava Despraz SA Installations techniques, Granges-près-Marnand Egger Theodor Spenglerei/Flachbedachung, Root Paul Güntert AG Sanitär/Heizungen, Trüllikon von Känel & Sieber AG Spenglerei/Sanitär/Heizung, Scharnachtal Cédric Vuille Ferblanterie, sanitaire, Les Ponts-de-Martel Lingg Haustechnik AG Sanitär + Heizung Solartechnik, Wolhusen Daniel Wolf Bauspenglerei, Adligenswil

AW Haustechnikplanung GmbH Luzern Jean-Pierre Chavaillaz SA Ferblanterie, couverture, Neyruz FR Hayoz + Brulhart SA Sanitaire, ferblanterie, Fribourg Idrotermica SA Sanitari/Riscaldamenti, Agno Rolf Müller AG Sanitär/Heizung, Zug Liechti AG Sanitär, Heizung, Oensingen Schneider Wärmetechnik GmbH Pieterlen Claivaz-Schneiter & Cie SA Chauffage, sanitaire, couverture, Haute-Nendaz Urs Kissling AG Installationsplanung, Solothurn Tapernoux SA Ferblanterie, sanitaire, Bernex Alain Tremblet Ferblanterie, sanitaire, Genève Konrad Keller Sanitäre Anlagen, Stettfurt Emilio Rigiani SA Imp. sanitari, riscaldamenti, Aquila Roger Genoud Inst. sanitaires, Remaufens Spenglerei Arnold AG Bauspenglerei, Flachdach, Flüelen Alfred Dick AG Spenglerei Sanitär Heizung, Kallnach Sanitär Sprenger & Hauser AG Zürich L. Sutter Spenglerei, Urnäsch Brunner AG Spenglerei/Metallbau, Thun Raymond Rossier SA Ferblanterie, couverture, Echallens Jean-Pierre Schärer Sanitäre Anlagen, Ebikon Trepp Haustechnik AG Spenglerei Sanitär Heizung, Hettlingen Voirol AG Luft + Klimatechnik, Basel Jaquet S.A. La Sagne

suissetec magazin 02/2013  

Aktuelles Wissen zu Metall- und geneigtem Dach, IT im Bauwesen oder Neues zur Absturzsicherheit sind einige der Themen, die Ende Februar geg...

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