Zett Schule Beilage 2021

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KOMPAKT Jänner 2021

Welche Schule passt zu mir?

Aus- und Weiterbildung

I.R.


YOUR FUTURE. YOUR CHANCE.

Du suchst eine abwechslungsreiche Schule, die vielfältige Berufschancen und Platz für deine Interessen und Wünsche bietet? Dann ist eine gastgewerbliche Schule in Südtirol die richtige Wahl. Informiere dich jetzt!

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I N H A LT

Inhalt Übersicht Die möglichen Ausbildungs- oder Berufswege 4–6 Checkliste: Wann muss ich mich worum kümmern? 7

Bozen Gutenberg 8 Landesberufsschule für Handwerk und Industrie 9 Hannah Arendt 10 Istituto Walther 11

Orientierung Tipps gegen Corona-Koller

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Eisacktal Kloster Neustift

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Allgemeines Gesundes Lernen Was macht eine gute Schule aus? Recht auf Bildung Aus- und Weiterbildung

16–17 18 20–21 22

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Nordtirol Villa Blanka

Zahlreiche Schulen stellen auf den folgenden Seiten ihr Bildungsangebot kurz vor. Weiterführende Informationen erhalten Sie aber auch bei Tagen der offenen Tür bzw. Schnupperkursen, welche die diversen Schulen anbieten. Wann diese stattfinden, ist auf den Seiten der Schulen jeweils grafisch übersichtlich gekennzeichnet – auf einem eigenen Button (siehe Beispiel unten).

Tag der offenen Tür Samstag, 16. Jänner 2021, online

IMPRESSUM Sonderbeilage zur „Zett“ – Die Zeitung am Sonntag vom 10.01.2021

Gröden Kunstgymnasium Cademia

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Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich Lukas Benedikter lukas.benedikter@athesia.it Redaktion Johannes Vötter, David Hofer, Lisa Maria Kerschbaumer, zett@athesia.it Grafisches Konzept & Layout Elisa Wierer, Tanya Pechlaner Koordination Irene Kasal anzeigen.zeitschriften@athesia.it Druck Athesia Druck GmbH, Bozen Herausgeber „Zett – Die Zeitung am Sonntag“ Athesia Druck GmbH Weinbergweg 7, 39100 Bozen Ermächtigung Landesgericht Bozen 04/1989


D I E M Ö G L I C H E N A U SK BO I LPDFUZ N E IGLSE- O D E R B E R U F S W E G E

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Fotos: Shutterstock

Alles eine Frage der Perspektive: Mit der Wahl des Bildungsweges hängen auch die späteren Karrierechancen zusammen.

Mit viel Zeit und Bedacht die richtige Schule wählen Tausende Jugendliche haben Jahr für Jahr die Qual der Wahl – und zwar, sobald sie die Mittelschule erfolgreich abgeschlossen haben. Nachfolgend werden die wichtigsten möglichen Ausbildungswege skizziert, die Mittelschulabgänger einschlagen können.

Z

eig mir deine Schule, und ich sage dir, wer du bist“: So ließe sich – in leichter Abwandlung eines bekannten Sprichworts – umschreiben, vor welcher Herausforderung jedes Jahr Tausende Jugendliche in Südtirol stehen. Denn unbestritten hat die Wahl der Ober-, Fach- oder Berufsschule einen zwar nicht entscheidenden, aber doch sehr wichtigen Einfluss auf den weiteren Lebensweg. Grundsätzlich gilt: Um die Schul- bzw. Bildungspflicht zu erfüllen und somit das Recht auf Bildung wahrzunehmen (siehe dazu auch die Seiten 20 bis 21), können Jugendliche nach positivem Abschluss der Mittelschule einen der folgenden Ausbildungswege einschlagen:

• Gymnasien (so genannte allgemeinbildende Schulen), • Fachoberschulen, • Vollzeitausbildung bzw. Fachschule der Berufsbildung, • eine Lehre (falls bereits das 15. Lebensjahr erreicht ist). Der Eintritt in die Arbeitswelt ist erst nach Erfüllung der Bildungspflicht möglich, wobei einige Ausnahmen vorgesehen sind. Jugendlichen mit Funktionsdiagnose oder Funktionsbeschreibung stehen nach dem erfolgreichen Abschluss der Mittelschule ebenfalls alle weiterführenden Bildungswege offen. Damit die Schulen für den Integrationsunterricht die nötigen Ressourcen planen und anfordern kön-


D I E MÖ G L I C H E N AU SK BO I LPDFUZ N E IGLSE- O D E R B E R U F S W E G E

Ein Gymnasium ist dann geeignet, wenn das Lernen leicht fällt und später ein Hochschulstudium folgen soll.

nen, ist es sinnvoll und ratsam, die dafür nötigen Dokumente bereits zum Zeitpunkt der Einschreibung abzugeben. Das Südtiroler Ausbildungsangebot ist groß. Es geht für die Jugendlichen (und unter Umständen ihre Eltern) darum, jene Möglichkeit zu finden, die den Wünschen und Bedürfnissen, aber auch den Veranlagungen und Talenten des Mittelschulabgängers am besten entspricht. Welcher Bildungsweg passt für welche Bedürfnisse? Ein Gymnasium ist vermutlich geeignet, wenn überdurchschnittliche Lernwilligkeit und Lernfähigkeit vorhanden sind, wenn es der/dem Jugendlichen Freude macht, viel Zeit in der Schule und beim Lernen zu verbringen und wenn klar ist, dass anschließend noch eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium erfolgen wird. Eine Fachoberschule ist vermutlich die richtige Wahl, wenn ein klares Interesse für die Fachrichtung der Schule vorhanden ist, wenn überdurchschnittliche Lernwilligkeit und Lernfähigkeit vorhanden sind und wenn der/dem Jugendlichen klar ist, dass viel Zeit in der Schule und mit dem Lernen verbracht werden muss.

Eine Berufsbildung passt vermutlich am besten zum Mittelschulabgänger, wenn ausgeprägte praktische Interessen und Begabungen vorhanden sind und wenn es ein wichtiges Anliegen ist, möglichst bald ins Arbeitsleben eintreten zu können. Schule ist zwar nicht alles im Leben, aber doch ein wichtiger Teil zumindest in den frühen Lebensabschnitten. In Südtirol gibt es zahlreiche Schulen und vielfältige Ausbildungsangebote. Daher sollte die Wahl der Ober-, Fach- oder Berufsschule mit Bedacht vonstattengehen. Bevor sich Jugendliche an einer Schule anmelden, sollten sie sich aber durch Erkundungen ein erstes Bild über „geeignete“ und „weniger geeignete“ Schulen machen. Zahlreiche Schulen bieten Tage der offenen Tür an (heuer Corona-bedingt vor allem virtuell) und stellen ihr Bildungsangebot dort vor. Aber auch online und in den sozialen Netzwerken sind viele Informationen über die Schultypen und einzelne Schulen verfügbar. Nicht zuletzt ist auf den folgenden Seiten in dieser Beilage das Bildungsangebot von zahlreichen Schulen übersichtlich aufgeschlüsselt. Fortsetzung auf Seite 6 ▶

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D I E M Ö G L I C H E N A U SK BO I LPDFUZ N E IGLSE- O D E R B E R U F S W E G E

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Foto: Shutterstock

Auch Gespräche mit anderen Jugendlichen und Freunden können bei der Wahl des Bildungsweges hilfreich sein.

Fortsetzung von Seite 5 ▶

Auch Gespräche mit älteren Geschwistern bzw. mit (deren) Freunden können bei der Schulwahl eine wichtige Hilfestellung sein. Ein entscheidender Faktor ist aber die Zeit. Die Schulwahl sollte mit genügend Vorlaufzeit und keineswegs überstürzt erfolgen. Denn – selbst wenn der Bildungsweg keineswegs unumkehrbar ist – die Wahl der eigenen Ober-, Fach- oder Berufsschule stellt dennoch bereits erste Weichen für die eigene Zukunft. Und welcher Beruf ist der richtige? Auf der Internetseite der Berufsberatung der Provinz Bozen (www.provinz.bz.it) sind zahlreiche Informationen über Berufsbereiche verfügbar. Zudem gibt es seit einiger Zeit den kostenlosen Dienst „youkando.it“ des Forums Prävention. Auf dieser Website stellen junge Menschen selbst aus erster Hand ihre Berufe vor und können Mittelschulabgängern (aber nicht nur ihnen) damit

wichtige Denkanstöße und Erfahrungswerte bei der Berufswahl geben. Und wenn der Berufsweg gewechselt werden soll? Eine möglichst bewusste Ausbildungswahl beugt in den meisten Fällen Ausbildungsabbrüchen vor. Sollten Jugendliche im Laufe des Schuljahres dennoch an einen Schulwechsel denken, ist es sinnvoll, zunächst mit Vertretern der Schule (z.B. Lehrpersonen, Schulpsychologen, Schulführungskräften) über die Gründe für den gewünschten Schulwechsel zu sprechen. An den Schulen gibt es zudem ein „Zentrum für Information und Beratung“, das sich um derartige Fragen bzw. Probleme kümmert. Die Mitarbeiter der Schule können den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern Unterstützung anbieten oder bei Bedarf kompetente Beratungsstellen empfehlen, um einen Ausweg aus der Situation zu finden.


C H E C K L I S T E : W A N N M UKSOSPIFCZHE IM L EI C H W O R U M K Ü M M E R N ?

Die Anmeldungs-Checkliste Wenn es um die Wahl der richtigen Ober-, Fach- oder Berufsschule geht, stellen sich auch rundherum viele Fragen. Denn es gilt, Termine einzuhalten und Anmeldeprozeduren zu durchlaufen. Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema. Ab wann ist die Einschreibung für das Schuljahr 2021/2022 möglich? In die erste Klasse der Grundschule seit 7. Jänner; in die erste Klasse der Oberschulen, sowie Berufs- und Fachschulen und anerkannte Privatschulen seit 5. Jänner. Bis wann ist die Einschreibung möglich? In die erste Klasse der Grundschule bis 24. Jänner; in die erste Klasse der Oberschulen, sowie Berufsund Fachschulen und anerkannte Privatschulen bis 15. Februar. Wie erfolgt die Einschreibung? Die Einschreibungen können nur online über das Südtiroler Bürgernetz erfolgen. Die Erziehungsverantwortlichen sind aufgerufen, sich rechtzeitig einen digitalen Zugang einzurichten. Der Zugriff auf den Online-Dienst ist nur im Zeitraum der Einschreibung aktiv. Welche Möglichkeiten eines digitalen Zugangs gibt es? Der digitale Zugang kann mittels digitaler Identität SPID erfolgen. Dabei stehen neun verschiedene Anbieter zur Verfügung. Zwei Anbieter – die italienische Post und die Handelskammer – haben Schalterdienste in Südtirol. Als zweite Möglichkeit bietet sich der Zugang mittels aktivierter Bürgerkarte mit Lesegerät und PIN-Nummer an. Fallen Kosten für mich an? Nein, der Online-Dienst für die Anmeldung sowie eine etwaige Aktivierung der Bürgerkarte in den entsprechenden Gemeindeämtern sind kostenlos. Was ist über diesen Online-Dienst nicht möglich? Die Einschreibung in die Mittelschulen, Musikschulen und Lehrlingsausbildung, der Kauf von Gut-

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scheinen über die Mensa sowie Abonnements für Verkehrsmittel. An wen kann ich mich wenden, falls eine Online-Anmeldung für mich technisch nicht möglich ist? Die Schuldirektionen bieten Erziehungsverantwortlichen, die über keine technischen Geräte verfügen, Beratung und Hilfestellung an. Darf man sich an mehreren Schulen gleichzeitig anmelden? Nein, die Einschreibung darf nur an einer Schule vorgenommen werden. Werde ich bei erfolgreicher Anmeldung informiert? Am Ende der Online-Einschreibung erhalten die Benutzer eine Mitteilung über den erfolgreichen Abschluss des Anmeldeverfahrens. Wie erfährt man, ob die Anmeldung erfolgreich war? In den Tagen nach der Anmeldung wird von der entsprechenden Schule eine Mitteilung über die Annahme/Ablehnung verschickt. An wen kann ich mich wenden, falls ich weitere Informationen oder Beratungen benötige? Für inhaltliche Probleme und Fragestellungen ist die Deutsche Bildungsdirektion der Provinz Bozen telefonisch oder per E-Mail zu erreichen. Bei technischen Fragen können Sie sich an das Callcenter unter der Grünen Nummer 800 816836 oder an die E-Mail-Adresse servicedesk@provinz.bz.it wenden.

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Schreib dich ein: Freitag, 15. Jänner, bis Montag, 15. Februar 2021

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Landesberufsschule für Handwerk und Industrie, Bozen Du willst bauen, montieren, installieren, reparieren, analysieren, programmieren, verarbeiten, automatisieren, praktizieren, entwerfen, vernetzen? Hier findest du die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten dazu. Du hast die Wahl! Entscheide dich selbst!

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nsere Schule steht für Wertschätzung und Respekt in einem guten Miteinander zwischen allen Beteiligten.

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Berufsfachschulen: Du erhältst neben einer guten Allgemeinbildung in dieser dreijährigen Ausbildung solide Fachkenntnisse der jeweiligen Branche und machst ein Betriebspraktikum während des Schuljahres: für Gebäude- und Infrastrukturtechnik – Aufbau, Funktion, Überwachung, Steuerung und Sicherung von elektronischen Anlagen. für Mechatronik – Planung, Aufbau, Montage, Steuerung und Kontrolle mechatronischer Systeme und Arbeitsabläufe. für Informatik – professioneller Umgang mit Computern, Hard- und Software, Programmierungen, Installierungen und Wartungen.

Lehre: Schulbesuch entweder einmal wöchentlich: • Friseure/innen • Elektrotechniker/innen • Kältetechniker/innen • Tischler/innen •H eizungs- Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen oder im Blockunterricht • Kfz-Mechatroniker/innen • Karosserietechniker/innen • Schlosser/innen • Schmied/innen • Werkzeugmacher/innen • Maschinenbaumechaniker/innen

Fotos: Bildarchiv LBS – Handwerk Industrie

Berufsgrundstufen/1.Klasse: Du erhältst theoretische und praktische Grundkenntnisse in folgenden Bereichen und kannst dich nachher genauer orientieren: • Holz und Bau • Elektrotechnik und Metall • Informatik und Elektronik • Friseure und Schönheitspflege

Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Romstraße 20 | 39100 Bozen Tel. 0471/540700 | www.berufsschule.bz


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Landesfachschule für Sozialberufe Hannah Arendt Die Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ ist der Ort der Bildung und Begegnung für Studierende und Berufstätige in sozialen Arbeitsfeldern.

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Tag der offenen Tür

eit vielen Jahren bilden wir Fachpersonen für die Begleitung, Betreuung und Pflege von Menschen aus. Unsere Ausbildungen bieten wir in Vollzeitform, in Teilzeitform und berufsbegleitend an.

Samstag, 16. Jänner 2021, online

Ausbildungsmöglichkeiten: • Sozialbetreuer/in • Pflegehelfer/in • Mitarbeiter/in für die Integration • Kinderbetreuer/in • Pädagogische Mitarbeiter/inn im Kindergarten • Tagesmütter/-väter Für eine optimale Vorbereitung auf die anspruchsvollen Aufgaben wird Wert auf eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis gelegt. Die fachlich fundierten Ausbildungen werden durch Praktika in den Einrichtungen ergänzt. Wissen, professionelles Können und Handeln sowie eine humanistische Werthaltung unserer Studierenden sind uns ein Anliegen. Ein Berufsdiplom der Landesfachschule sichert einen guten Start ins Berufsleben und die beruflichen Kompetenzen der Absolvent/innen werden in den sozialen Einrichtungen und Diensten sehr geschätzt.

Im nächsten Schuljahr bieten wir zusätzlich Ausbildungen in Teilzeitform an: •A usbildung zum/zur Pflegehelfer/in Bruneck und Schlanders •A usbildung zur/zum Sozialbetreuer/in Meran und Brixen

Hauptsitz Bozen

Fotos: Ivo Corrà

Wolkensteingasse 1 | 39100 Bozen | Tel. 0471/973494 Außenstelle Meran Galileo Galilei Str. 33 | 39012 Meran | Tel. 0473/220624 Außenstelle Brixen Stadelgasse 8/B | 39042 Brixen | Tel. 0472/837633


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Oberschule Walther, Bozen Öffentliche gleichgestellte Schule Die Oberschule Walther ist eine staatlich gleichgestellte Schule. Mit 50 Jahren Erfahrung in Südtirol nimmt sie eine führende Stellung im Bereich der Bildungsangebote ein.

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lt h eit jeher wird großer Wert auf die ZweispraWa le chigkeit, auf das Zusammenleben unterschiedlicher Sprachgruppen und auf eine multiethnische Offenheit gelegt. Die Schule wird auch von vielen Sportlern besucht (z.B. Tennisspieler Jannik Sinner), die hier eine angepasste Didaktik und Möglichkeiten autonomen Lernens vorfinden. Wir bieten eine bessere Individualisierung bei der Vorbereitung und unterstützen Sportler durch eine gezielte Zusammenarbeit mit den TraiSchnuppernern und Vereinen. tage Die Schüler kommen aus den verschiedenen Teilen des Landes sowie aus dem auf Vormerkung Ausland, wodurch die Mehrsprachigkeit Montag–Freitag und das multikulturelle Zusammenleben einzelne Fächer nachzuholen 8–22.30 Uhr, Samstag 9–12 Uhr konfliktlos gefördert werden. Die Oberoder Stützkurse zu besuchen. schule Walther ist mit modernen StruktuDu findest uns in der Handwerkerren, WLAN und modernen Informatikräumen straße 31 in Bozen. Hier werden wir ausgestattet. Die Schülerinnen und Schüler sollen gemeinsam den richtigen Weg zum schulischen die Qualifikationen erwerben, mit denen sie ihren Erfolg finden. Bildungsweg berufs-, aber auch studienbezogen fortsetzen können. Sie sollen dazu angeregt werWir bieten: den, sich der beruflichen Realität zu stellen und •m ehrsprachiges Umfeld frei ihre persönliche Reife zu erreichen. •T ages- und Abendschule •p rofessionelle seriöse Vorbereitung Suchst du eine Schule, die deine Fähigkeiten • v ierzigjährige Erfahrung mit Sportlern fördert und dich in deiner Entwicklung begleitet? und Erwerbstätigen Dann ist die Oberschule Walther die richtige Wahl. • f amiliäres Ambiente für neue Motivation • Die Lehrer werden sorgfältig vom Direktor ausgewählt. • Die geringe Schülerzahl in den meisten Klassen ermöglicht eine individuelle Unterstützung. • Durch das multiethnische und mehrsprachige Umfeld werden das Erlernen der Sprachen und Oberschule Walther die Akzeptanz anderer gefördert. Handwerkerstraße 31 | 39100 Bozen Die Schüler haben die Möglichkeit, die VormittagsTel. 0471/264145 | info@istitutowalther.it oder Abendschule zu besuchen, Schuljahre oder www.istitutowalther.it


T I P PS G E G E N CO RO N A-KO L L E R

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Langsames Internet, mangelnde Betreuung, soziale Abschottung: Nein, Corona macht es auch den Schülern nicht wirklich leicht.

Fotos: Shutterstock

Wenn Ferien nicht mehr angenehm sind Schüler, Eltern und Lehrpersonen stehen nach bald einem Jahr Corona-Krise weiterhin vor Ungewissheiten und Herausforderungen. Doch wie kann der Corona-Koller in und vor allem außerhalb der Schule vermieden werden?

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m Anfang mag es vielen noch wie eine angenehme Verlängerung der Ferien erschienen sein. Doch längst hat sich Ernüchterung breit gemacht, wenn von Corona und Schulalltag die Rede ist. Es steht außer Frage, dass die coronabedingte Umstellung des Schulbetriebes sowohl eine Herausforderung, als auch eine Belastung für Schüler, Eltern und Lehrpersonen darstellt. Nicht für alle ist eine langfristige Umstellung auf Onlineunterricht machbar. Langsames Internet, mangelnde Betreuungsmöglichkeiten vor Ort und die Frage, ob den Kindern und Jugendlichen auf diese Art und Weise derselbe Wissensschatz und dieselben Kompetenzen vermittelt werden können. Die Auswirkungen dieser Krise sind wohl vor allem mittel- und langfristig auszumachen. Doch auch in der unmittelbaren Krisensituation sind noch zahlreiche Herausforderungen zu meis-

tern: Wie etwa können Lehrpersonen sicherstellen, dass bei Online-Prüfungen nicht geschwindelt wird? Wie kann eine gerechte Bewertung vorgenommen werden, wenn der direkte Kontakt und die Interaktion zwischen Eltern, Schülern und Lehrpersonen nicht mehr wie gewohnt möglich ist? Die Südtiroler Landesverwaltung rät Lehrpersonen diesbezüglich etwa, ihre Prüfungsmethoden der Situation anzupassen. Bei Onlineprüfungen sollen nicht etwa reine Wissensfragen im Vordergrund stehen. Vielmehr seien „Bewertungsformate, welche die zu erwerbenden Kompetenzen stärker in den Blick nehmen (z. B. Referat, Präsentation, Plakat, schriftliche Ausarbeitung, Video u. Ä.), besser geeignet.“ Die gerechte Benotung hingegen könne durch verschiedene Faktoren gewährleistet werden. Etwa die aktive Teilnahme am Onlineunterricht, verlässliche und termingerechte Ausführung von erteilten Arbeits-


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Neben organisatorischen und formalen Fragen stehen viele Betroffene vor einer psychischen Herausforderung.

aufträgen und die Verlässliche Präsenz an den Unterrichtseinheiten. Gegen den Corona-Koller Neben diesen organisatorischen und formalen Fragen stehen viele Betroffene allerdings vor allem vor einer psychischen Herausforderung. Ständiges Abstandhalten, die Ungewissheit, was die Zukunft bringt, ab wann eine Rückkehr zur „Normalität“ wieder möglich ist und die fehlenden sozialen Kontakte schlagen immer mehr aufs Gemüt. Der Corona-Koller greift um sich – den Mut dabei nicht zu verlieren ist nicht leicht. Auf vielen Plattformen gibt es Tipps, um die Situation besser zu bewältigen. Doch in einem Dschungel an Informationen und Tutorials den Überblick zu behalten, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Zudem ist der „richtige“ Umgang mit der Krise individuell unterschiedlich. Allgemein bleiben aber einige Grundstrukturen, die dabei helfen, den Corona-Koller zu überwinden. Allen voran wird von offiziellen Stellen und Psychologen dazu geraten, feste Strukturen auch im

Heimunterricht aufrechtzuerhalten. Der Tag soll weiterhin von klaren Mustern geprägt sein, zu bestimmten Zeiten sollen bestimmte Pflichten zu erledigen sein. Als Ausgleich soll es eine Zeit der Entspannung geben. Dazu soll auch die Freiheit der Kinder und Jugendlichen respektiert werden. Jeder Mensch braucht einen Rückzugsort, an dem er auch mal für sich sein kann. Diese individuellen Zonen zu schaffen, ist häufig schwer möglich, wenn alle Familienmitglieder die größte Zeit des Tages unter einem Dach vereint sind. Doch sie sind ein wichtiges Mittel, um Konflikten vorzubeugen und dem Gefühl von Einengung und mangelnder Individualität entgegenzuwirken. Bewegung als Ausgleich Als weitere Grundbasis wird zu täglicher Bewegung geraten. Im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten sollten Sport und Bewegung nicht vernachlässigt werden. Bewegung an der frischen Luft macht den Kopf frei. Dabei gelte es vor allem Fortsetzung auf Seite 14 ▶


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Fortsetzung von Seite 13 ▶

Foto: Shutterstock

in den kalten Wintermonaten, seinen inneren Schweinehund zu überwinden und sich von der Krise nicht die Motivation nehmen zu lassen. Schließlich brauche es auch beim Onlineunterricht klare Strukturen und einen bestimmten Raum, in dem der Unterricht stattfindet und der anschließend nicht ebenfalls für die Zeit der Entspannung genutzt wird. Damit sei es einfacher, eine räumliche aber auch mentale Trennung zwischen Schule und Freizeit zu erhalten. Die Kommunikation zwischen Eltern, Schülern und Lehrpersonen müsse trotz aller Umstände weiter aufrechterhalten bleiben. Dabei soll neben dem Besprechen schulischer Leistungen und Herausforderungen vor allem auch eine Kommunikation über die Belastungen der Krise erfolgen. Während Kinder mit den Auswirkungen der Krise, laut Psychologen, häufig verhältnismäßig gut zurechtkommen, seien vor allem Jugendliche große Verlierer (siehe auch Interview). Wichtig sei es deshalb, dass Jugendliche Freiraum bekommen um sich ungestört mit ihren Freunden auszutauschen. Dies solle jeweils im Rahmen der Möglichkeiten geschehen und vom Treffen im kleinsten Kreis, übers Videochatten bis zum Austausch über Messenger geschehen. Damit soll zumindest ein gewisser Spielraum vorhanden sein, wobei das Ausloten der Grenzen und der richtige Umgang mit der Situation dennoch stets einen Balanceakt darstellen. Ob mit oder ohne Maske: Der aktuelle Schulalltag bleibt weiterhin eine große Belastung, deren Folgen noch nicht abzusehen sind.

Die Krise wird Spuren hinterlassen Drei Fragen an Christiane Mühlhäusler, Psychotherapeutin bei der Familienberatung Bozen Mit welchen Belastungen werden Familien im Corona-Schulalltag konfrontiert? Christiane Mühlhäusler: Ich denke, dass vor allem die Unsicherheit die Familien belastet. Das ist für die Eltern und auch für die Kinder eine sehr ungute Situation. Vom entwicklungspsychologischen Standpunkt aus sehe ich für Kinder und Jugendliche große Belastungen. Wenn kaum oder keine sozialen Kontakte möglich sind, sind dadurch auch die soziale Kompetenz und die Entwicklung eingeschränkt. Wird die Corona-Krise einen langfristigen tiefgehenden Einschnitt bei den Jugendlichen interlassen? Ganz sicher. Die Krise und die damit verbundenen Einschränkungen treffen vor allem Jugendliche gerade zu einem Zeitpunkt, an dem sie sich eigentlich von ihren Eltern abnabeln sollten. Wenn der Kontakt zu den Gleichaltrigen weckfällt und sie nur noch zuhause bei Mama und Papa sitzen, wird diese Entwicklung hin zur Selbstständigkeit gestört. Die Folgen werden sich wohl längerfristig zeigen. Welche Tipps können Sie den Familien geben? Ich denke, es wäre gut, Möglichkeiten zu suchen, im Rahmen derer es den Jugendlichen ermöglicht würde, sich mit einigen Gleichaltrigen treffen zu können. Ansonsten belastet Familien sicherlich die räumliche Enge, wenn alle zusammen ständig zuhause sind. Da gilt es zu versuchen, sich trotzdem genug Freiraum zu lassen und etwas Platz für Individualität zu schaffen.


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KLOSTER NEUSTIFT

Ein Heim für Mittelund Oberschüler Bildung zählt seit jeher zu den zentralen Aufgaben der Augustiner-Chorherren. Seit der Gründung des Stiftes im Jahr 1142 wurde in der Klosterschule Wissen vermittelt und weitergegeben.

H

eute werden im Schülerheim Kloster Neustift rund 95 Mittel- und Oberschüler auf ihrem Lebensweg begleitet. Der Mensch steht als Ganzes im Mittelpunkt: Es ist uns ein Anliegen, offen und respektvoll miteinander umzugehen und einander zu achten. Das pädagogische Team begleitet die Buben durch den geregelten Tagesablauf mit genügend Freiraum. Das Fundament des Denkens und Tuns bilden christliche Werte, der Spiritual steht den Heranwachsenden als wertvoller Begleiter zur Seite. Alles unter einem Dach: Die modernen LernAuf einen Blick: • Heim für Mittelschüler (Unterricht im Haus) und Oberschüler (an Oberschulen in Brixen) •S chwerpunkte: Bewegung & Sport, digitale Medien und Musik & Gesang •C hristlich geprägte Erziehung und Begleitung •K reative und musikalische Angebote • F örderung von Begabungen und Talenten • zeitgemäße Infrastruktur

Fotos: Albert Ceolan

Die Fotos wurden im Schuljahr 2016/2017 aufgenommen.

räume schaffen ein positives Lernklima, welches den Schülern viele Chancen eröffnet. Im Schülerheim finden der Unterricht des I-Zuges der öffentlichen Mittelschule „Oswald von Wolkenstein“ von Brixen sowie die Studierzeit statt. Im außerschulischen Bereich arbeiten wir mit dem Konzept „Bewegung und Sport“. Professionelle Trainer/innen bieten den Buben in ihrer Freizeit ein abwechslungsreiches Trainingsangebot auf unserem weitflächigen Sportareal an. Die Kreativität und Musikalität wird bei zahlreichen Angeboten wie den Singknaben, beim Theaterspielen oder Musizieren sowie während vielseitiger Ausflüge und Veranstaltungen gefördert.

Schülerheim Kloster Neustift Stiftstraße 1 | 39040 Vahrn | Tel. 0472/835456 schuelerheim@kloster-neustift.it www.kloster-neustift.it


GESUNDES LERNEN

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Die Mischung macht’s. Dann fällt der Schulalltag auch in den eigenen vier Wänden leichter.

Fotos: Shutterstock

So bleiben Kopf und Körper gesund

Ob nun beim Smart-Learning zuhause oder in der Schule – Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil des Tages sitzend anstatt in Bewegung. Dass sich dadurch keine körperlichen Fehlhaltungen oder Gesundheitsprobleme entwickeln und welches Essen die Konzentration der Schüler fördert, ist in Zeiten von Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen noch wichtiger geworden.

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icht nur das Einmaleins trägt zur Weiterentwicklung eines Kindes bei. Neben den essenziellen Fächern in der Schule hat auch die körperliche Bewegung einen erheblichen Einfluss auf die geistige und psychosoziale Entwicklung eines Kindes oder eines Jugendlichen. Das tägliche Fußballspiel mit den Freunden, die gemeinsamen Stunden im Schwimmbad. Viele Wissenschaftler beklagen seit Jahren, dass die heranwachsenden Kinder und Jugendlichen immer weniger Interesse und Möglichkeit hätten, sich regelmäßig zu bewegen. Doch was, wenn körperliche Bewegung im Freien nicht mehr erlaubt ist? Ein solches Szenario hätte sich vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie wohl kaum jemand vorstellen können. Doch nach diversen Lockdowns ist klar: Auch abseits des Mannschaftssports und innerhalb des eigenen Hauses bzw. der eigenen Wohnung

müssen Möglichkeiten zur Bewegung her. Denn für ein gesundes Lernverhalten ist diese unabkömmlich. Ob im Home-Schooling oder in der Schule – das Pauken sollte gut und gerne von einem kurzen Spaziergang an der frischen Luft begleitet werden, natürlich immer mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Das regt den Kreislauf an, verbessert die Stimmung und erhöht gleichzeitig die Konzentration. Aber auch vor und zwischen den verschiedenen Unterrichtsstunden können Lehrer Bewegung in den Unterricht miteinbauen. Diese „aktiven Pausen“ helfen den Kindern, die Spannungen in Körper und Geist abzubauen und wieder neue Konzentration zu sammeln. Dazu zählen kleinere Übungen wie stehend auf Zehenspitzen und Ferse auf und ab zu wippen sowie verschiedene Dehnübungen. Aber gerne können auch Tanz- oder Springpausen eingelegt werden.


GESUNDES LERNEN

Bewegung ist das Um und Auf im Kindesalter. Umso wichtiger sind auch zuhause aktive Lernpausen.

„Du bist, was du isst“ Ein weiterer maßgeblicher Faktor, um die besten Voraussetzungen für eine gute Gesundheit zu schaffen, ist die Ernährung. Gerade in der Schule verhindert eine ausgewogene Vormittagsjause einen raschen Leistungsabfall und liefert Nährstoffe sowie Energie. Doch im Corona-bedingten Lernen zuhause kann auch ganz schnell das Gegenteil der Produktivität einen Strich durch die Rechnung machen. Bei zu vielen Snacks kann der Körper seine Energie nicht mehr aufs Lernen verwenden, sondern muss sich wohl oder übel dem Verdauen zuwenden – mit dem Resultat, dass Kinder und Jugendliche plötzlich müde werden und die Aufmerksamkeit schwindet. Ein geregelter Ernährungsplan ist deshalb sowohl in der Schule, als auch zu Hause von besonderer Wichtigkeit. Doch welche Snacks eigenen sich besonders? Getreideprodukte aus Vollkorn sorgen für eine gleichmäßige Energieversorgung der Gehirnzellen. Nicht umsonst wird „Studentenfutter“ als solches bezeichnet: Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Sie schützen die Gehirnzellen und sind Bestandteil von wichtigen Botenstoffen, die Konzentration, Aufmerksamkeit

und Stimmung beeinflussen können. Milchprodukte und Eier sind weiters wichtige Quellen für Aminosäuren, die als Bausubstanz und Botenstoffe benötigt werden. Doch das heißt nicht, dass es immer dasselbe geben soll. Abwechslung sorgt dafür, dass die Schüler mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Ein Vollkornbrot mit unterschiedlichsten Belägen, ungezuckerte Joghurts mit Früchten und gesunde Snacks wie Nüsse oder getrocknete Beeren eignen sich immer und können beliebig variiert werden. Online oder in verschiedenen Kochbüchern finden sich zahlreiche Ideen für die gesunde Jausenbox. Auch an die notwendige Flüssigkeitszufuhr sollte gedacht werden. Grundsätzlich gilt: Wer zu wenig trinkt, wird schneller müde. Denn das Gehirn reagiert bei Flüssigkeitsmangel wie bei Hunger mit Konzentrationsverlust. Das ideale Getränk für Schulkinder ist Leitungswasser. Mineralwasser, ungezuckerter Kräuter- und Früchtetee und verdünnte Fruchtsäfte bringen Abwechslung in den Trinkalltag. Ungeeignet sind zuckerhaltige Limonaden und Energydrinks sowie Kaffee, grüner Tee und Schwarztee wegen der aufputschenden Wirkung.

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WAS MACHT EINE GUTE SCHULE AUS?

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Alles eine Frage des Lern-„Klimas“

Foto: Shutterstock

Ein einladendes Schulgebäude, gepflegte Klassenräume, tolle Lernatmosphäre, supernette Klassenkollegen. Das macht in den Augen vieler Eltern eine „gute“ Schule aus. Doch auch hier zeigt sich zunehmend: Lernqualität und damit Bildungschancen steigen noch durch ganz andere Faktoren.

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rundsätzlich gilt: Die beste Schule für ein Kind ist jene, in die es auch gerne geht. Doch in Zeiten des physischen bzw. sozialen Abstandhaltens und vermehrten Smart-Learnings ist der „Schulgang“ – und damit auch das Wohlfühlen in einer Schule – nicht mehr so einfach zu definieren. Umso mehr gilt es sich einige Auswahlkriterien gemeinsam mit dem Kind anzuschauen und eventuell auch eine Prioritätenliste zu erstellen. Hier eine kleine Entscheidungshilfe: Schulklima: Dabei geht es nicht ums stündliche Raumlüften, sondern um den tatsächlichen Wohlfühlfaktor. Nutzen Sie mit ihrem Kind sämtliche Besichtigungsmöglichkeiten (z.B. „Tag der offenen Tür“) oder recherchieren Sie gemeinsam im Netz, welchen grundlegenden „Eindruck“ die Schule macht. Schließlich geht es um das Arbeitsklima – also auch um soziale Bindungen. Unterrichtsqualität: Diese äußert sich etwa darin, ob die Schüler in ihrem Lernen viel freie Hand haben – und dies auch mit entsprechender technischer Unterstützung. Solche Schulen ermöglichen ein praxisorientiertes Lernen an außerschulischen Lernorten und verbessern die Arbeit von Lehrern kontinuierlich mit Hilfe neuer Erkenntnisse.

Individuelle Förderung: Leistungsstarke Schulen vermitteln nicht nur den Unterrichtsstoff, sondern bieten Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung in den Kernfächern, im künstlerischen Bereich, im Sport oder auch in anderen wichtigen Bereichen. Dazu können Projekte gehören oder die Teilnahme an Wettbewerben. Verantwortungsbewusstsein: „Gute“ Schulen legen einen Schwerpunkt auf einen achtsamen Umgang miteinander und verfügen über Methoden und langfristige Strategien zur gewaltfreien Konfliktlösung. Sie fördern Mitwirkung und demokratisches Engagement, Eigeninitiative und Gemeinsinn sowohl im Unterricht als auch außerschulisch und fordern dies auch ein. Von Schülern und Eltern. Hygiene: Noch vor einem Jahr hätten die wenigsten Eltern darauf wirklich geschaut. Doch eine Schule ist immer ein „Hotspot“, nicht erst seit Covid-19. Der Umgang mit den aktuellen Sicherheitsstandards kann also ebenso eine Entscheidungshilfe sein. Schließlich sollen sich die Kinder – auch in dieser neuen Normalität – auf den Wissenserwerb konzentrieren können.


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KUNSTGYMNASIUM CADEMIA

Kunstgymnasium „Cademia“ und Landesberufsschule für das Kunsthandwerk, Gröden Wo Tradition und Innovation aufeinandertreffen. Du bist neugierig und kreativ und möchtest dich entfalten? Dann bist du an unserer Schule genau richtig.

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ei uns hast du nicht nur die Möglichkeit, deine künstlerischen Fähigkeiten, sondern auch deine Sprachkenntnisse zu erweitern. Was zeichnet uns aus? • Das paritätische Schulmodell: Der Fachunterricht findet im gleichen Ausmaß sowohl in deutscher als auch in italienischer Sprache statt. Englischund Ladinisch-Stunden bereichern zusätzlich das Sprachangebot. • Praktisches Arbeiten hat bei uns Priorität: Viele praktische Stunden ermöglichen dir, deine Fähigkeiten zu perfektionieren.

Foto: Kunstgymnasium Cademia

Kunstgymnasium • Fachrichtung Bildende Kunst Es geht um Suchen, Versuchen und Verwerfen, um Planen und Durchdenken, Aufbauen und Erarbeiten der künstlerischen Mittel in Malerei, Plastik und Bildhauerei. • Fachrichtung Grafik Hier lernst du grafische Gestaltung, Illustration, Typografie, Fotografie, Animation und Video-

schnitt. In der Grafikwerkstatt wird vorwiegend am Computer gearbeitet. •F achrichtung Design Entwerfen und Gestalten stehen auf der Tagesordnung. Das experimentelle Arbeiten mit Ton, Karton, Metall, Papier usw. steht hier im Vordergrund. Landesberufsschule für das Kunsthandwerk •F achrichtung Fassmalerei/Dekorative Malerei Hier lernst du die verschiedenen Techniken der Fassmalerei und der Vergoldung, wie das Grundieren, das farbige Fassen, das Lasieren und das Beizen auf verschiedenen Untergründen sowie das Bemalen von Wänden und Objekten aus verschiedenen Materialien. • Fachrichtung Holzschnitzerei/Holzbildhauerei Durch intensives praktisches Arbeiten lernst du mit multimedialen Techniken unter Anwendung der Kompositionsregeln und der visuellen Wahrnehmung Entwürfe zu erstellen und diese bildhauerisch umzusetzen. Es sind verschiedene Diplomabschlüsse sowie auch der Maturabschluss möglich. Neugierig geworden? Dann schau doch auf unserer Homepage vorbei oder folge uns auf Instagram!

Kunstgymnasium Cademia Rezia-Straße 293 | 39046 St.Ulrich Tel. 0471/796240 | www.cademia.it Instagram: lizeumcademia


RECHT AUF BILDUNG UND SCHULPFLICHT

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Fotos: Shutterstock

Zwischen lernen dürfen und müssen

Bildung ist ein hohes Gut. Insofern ist das Recht auf Wissen auch mit einigen Pflichten verbunden.

Schulbildung ist ein Menschenrecht, das zeigen die Corona-Pandemie und die Folgen für das gesamte Bildungswesen einmal mehr auf. Ebenso wie die Systemschwächen (z.B. fehlende Sozialkontakte), über die auch die digitale Technik nur schwer hinweghelfen kann. Trotzdem gilt: Bildungspflicht und Wissensrecht gehen Hand in Hand.

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o mancher Jugendliche wird das nicht gerne hören, erst recht nicht unter Frust über das „Lernen auf Distanz“. Doch auch in Zeiten wie diesen – in denen das „Smart-Learning“ technische Realität und der tägliche Gang zur Schule eine Ausnahme sind – gilt es eines nicht zu vergessen: Ebenso wie es ein Recht auf Bildung gibt, herrscht weiterhin Schulpflicht. Ganz unabhängig von der Methodik oder den Möglichkeiten. Zumal diese Grundvoraussetzung für den beruflichen Werdegang sind, Ausnahmen in der schönen heilen Welt von Selfmade-Start-ups oder sog. „Influencern“ ausgenommen. Die Schule zwischen Recht und Pflicht „Schuld“ an diesem Bildungsauftrag an die Jugend

der jeweiligen Generation ist – so würde man sie heute wohl definieren – tatsächlich eine „Influencerin“: Es war Maria Theresia von Österreich, die 1774 erstmals eine allgemeine Schulpflicht erließ. Die 16-fache Mutter und Kaisergemahlin wusste genau um ihre Vorbildwirkung in den damaligen sozialen Medien, inszenierte sich mit ihrem Konterfei in Büchern, auf Gemälden oder Münzen. Alsbald war es auch im heutigen Südtirol üblich, dass allerorts zumindest für sechs Jahre die Schulbank gedrückt wurde. Daran änderten erst die faschistischen Schulreformen (1922−1943/45) etwas, womit der damaligen Jugend das genommen werden sollte, was ihre Identität ausmachte: die deutschsprachige Bildung


RECHT AUF BILDUNG UND SCHULPFLICHT

Das Coronavirus hat den Schulweg und die Unterrichtsmethoden verändert, ändert aber nichts am grundsätzlichen Bildungsrecht für alle.

und damit letztendlich ihre kulturelle Prägung. Die Folge war eine Lücke, die selbst durch die deutschen „Katakombenschulen“ und auch in den von Armut geprägten Nachkriegsjahren nur schwer behoben werden konnte. Das heutige Recht auf Bildung war also erst eine Errungenschaft der Folgegenerationen: Mit dem 10. Dezember 1948 wurde im Artikel 26 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen“ das moderne Schulwesen erstmals international verankert. Dieses Recht ist zudem in Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention (1989) schriftlich festgehalten. Und nicht zuletzt schreibt Artikel 22 der Genfer Flüchtlingskonvention (1951) den Zugang zu öffentlicher Erziehung − insbesondere zum Unterricht in Volksschulen vor − ohne Diskriminierung hinsichtlich Herkunft, Hautfarbe, Geschlechts, Sprache, Religion, Weltanschauung, Vermögen oder Geburt.

Lernen auch nach der Schulglocke Doch wer später im Leben „etwas“ werden will, muss heute schon etwas mehr tun, als die Zeit im realen oder virtuellen Klassenzimmer abzusitzen. Über die gesetzliche Schulpflicht hinausgehend gilt nämlich die „Bildungspflicht“: Hier greifen in Südtirol sowohl staatliche Gesetze wie etwa die im „Bassani-Gesetz“ (1997) geregelte Schulautonomie, als auch das im Zweiten Autonomiestatut (1972) definierte „Recht auf Muttersprache“ und die „Pflicht zur Erlernung der zweiten Muttersprache“. Seit 2010 gilt in Südtirol zudem eine zehnjährige Schulpflicht, die auch in einer Lehre absolviert werden kann. Gleichzeitig sind Jugendliche aber auch verpflichtet, für mindestens zwölf Jahre oder bis zur Erlangung einer mindestens dreijährigen Qualifikation innerhalb des 18. Lebensjahres einer Ausbildung nachzugehen. Was übrigens nicht heißt, dass man nicht auch später lebenslang dazulernen könnte.

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AUS- UND WEITERBILDUNG

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Wie einen auch das Leben lehrt „Nie mehr Schule, keine Schule mehr“, hat Falco in den 1980ern mal getönt. Doch die Kinder von damals sind längst Eltern oder gar Großeltern und wissen: Nur wer lebenslang lernt, hat auch mehr vom Leben. Denn neues Wissen ist immer eine Bereicherung.

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b Umschulung oder einfach nur was Neues lernen: Kaum ein Bildungssektor boomt derzeit so sehr, wie der öffentliche und private Bildungsmarkt für Erwachsene. Dieser nunmehr forcierte Trend ist bereits seit einigen Jahren zu beobachten, zumal die berufliche Ausbildung früherer Generationen und heute gebrauchter Arbeitskräfte nicht wirklich in Relation zueinander standen. Oder anders gesagt: Lange Zeit wurden junge Menschen in eine Arbeitswelt entlassen, für die seinerzeit sie ad hoc ausgebildet schienen – und die sich seither aber radikal verändert hat. So führte einerseits die „Akademikerschwemme“ nicht zuletzt aufgrund fehlender beruflicher Perspektiven im Land zum „Verlust der schlauen Köpfe“ ans Ausland, und fehlt es heute an Fachkräften in genau jenen Berufen, die viel und spezielles Knowhow voraussetzen. Zwar versucht die Politik hier seit Jahren – siehe das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung (Lehre mit Matura) – entgegenzusteuern und die Abwanderung auch in den Pflegeberufen zu stoppen. Doch bis diese Maßnahmen greifen, dauert es mehrere Schuljahrgänge und tut Erwachsenenbildung dringend not. Viel passiert hier im Bereich der Verbände und Unternehmen; die Handelskammer, der Landesverband der Handwerker, der Handels- und Dienst-

leisterverband, der Hoteliers- und Gastwirteverband, die diversen Bauernbund-Organisationen, private Bildungseinrichtungen und Bildungshäuser sowie nicht zuletzt die Gewerkschaften und Seniorenverbände haben schon jetzt ein vielfältiges Angebot. Nicht zuletzt, weil die technischen Innovationen die Berufstätigen in ihrem Alltag vor ständig neue Herausforderungen stellen, ja ganz neue Berufsfelder geschaffen haben. Und die Sozialpartner stehen vor der großen Frage: Wie sieht die Welt in 25 Jahren aus? Welche Berufe gibt es dann noch und wie sehr verändern sich bestimmte Berufe? Umso wichtiger ist es, am Ball zu bleiben – und lebenslang weiter zu lernen. Sogar wenn der Falco-Song aus den Kinderjahren bis heute im Ohr geblieben ist.

Bildungsangebot für Erwachsene Wer mehr über das breite Bildungsangebot für Erwachsene wissen will, der findet im Internet weitere Info beim Land Südtirol (www.provinz.bz.it/bildungsprache/weiterbildung/informationenzur-erwachsenenbildung.asp) oder auch unter weiterbildung.buergernetz.bz.it


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Tourismusausbildung über den Dächern Innsbrucks Die unternehmerische Schule VILLA BLANKA vereint Exzellenz in den Bereichen Ausbildung, Wohnen und Freizeit.

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it einer Ausbildung an der VILLA BLANKA stehen den Jugendlichen alle Türen in die Welt und in diversen Berufssparten offen. Der Schuleintritt erfolgt nach acht Pflichtschuljahren, Südtiroler Schüler/innen können aber auch im Anschluss an das Biennium eintreten. Höhere Lehranstalt für Tourismus In fünf Jahren Reife- und Diplomprüfung und Ausbildung zum/r Tourismuskaufman/-frau, sowie vier Lehrabschlüsse. drei Ausbildungszweige: • International: drei Fremdsprachen • Office Digital: Officeausbildung und E-Tourismus • T ouristal: Hotel- und Tourismusmanagement

Foto: Die Fotografen

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