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I.R.

SĂźdtirol im Herbst


Inhalt Goldenes Wanderparadies Südtirol

S. 4–6

Die besten Themenwege und Einkehrtipps im Land

Herbsttrend Biken & E-Biken

S. 7–8

So genießen Sie die neue Freiheit im Fahrradsattel

Rezepte, Wandertipps und Einkaufen

S. 9–13

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So vielfältig ist das Land

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Törggelebetrieb des Jahres

S. 14–15

So wird heuer beim Laitnkeller am Guntschöllerhof in Völser Aicha gefeiert

Törggelekönigin im Interview

S. 16

Dank Corona noch ein Jahr im Amt

Buchtipps, Wandern und Kochen

S. 17–21

Da ist für jeden Geschmack etwas dabei

„Home-Törggeling“

S. 22

So gelingt auch zuhause eine zünftige Törggelepartie

Porträt

S. 24–27

Zu Gast bei einer Kastanienbäuerin und weitere Genuss- oder Wandertipps

IMPRESSUM Sonderdruck „Südtirol im Herbst“, September 2020 Herausgeber, Verlag und Druck: Athesiadruck GmbH – Bozen Redaktion und Druckerei: Weinbergweg 7, 39100 Bozen, Tel. 0471/925500 Chefredakteur, presserechtlich verantwortlich: Lukas Benedikter Verantwortlicher Redakteur: Johannes Vötter Redaktion: David Hofer, Lisa-Maria Kerschbaumer, Martina Hofer Layout/Grafik: Tanya Pechlaner Koordination: Irene Kasal, „Zett“-Anzeigenabteilung, Tel. 0471/925374 Titelfotos: shutterstock Druckreif übermittelte Unterlagen können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher wie grafischer Form, haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur.

„Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten“: Diese Zeilen hat der vielfach gerühmte Lyriker Rainer Maria Rilke im fernen Jahre 1902 verfasst – in seinem Gedicht „Herbst“. Und auch, wenn es häufig von Einfallslosigkeit zeugt, die eigenen Ausführungen mit einem literarischen Zitat zu beginnen – in diesem Fall scheint es passend. Denn tatsächlich beginnen schon die Blätter von den Bäumen zu fallen, und der Herbst klopft buchstäblich an. Für die „Zett“ ein willkommener Anlass, in diesem in jeglicher Hinsicht außergewöhnlichen Jahr dieser Jahreszeit eine ganze Beilage zu widmen. Denn Coronavirus hin oder her: Die Landschaft in Südtirol wird auch in diesem Herbst wieder so wunderbar bunt leuchten wie immer. Und Geschichten über den Herbst gibt es sehr viele zu erzählen. Einige davon finden Sie auf den folgenden Seiten – ebenso wie nützliche Adressen, Wandertipps und allerlei Rezepte. Auch das hierzulande so beliebte Törggelen kommt natürlich nicht zu kurz. Und doch ist auch bei dieser Südtiroler Tradition einiges anders im heurigen Jahr. Gar einige Törggele-Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Und wegen der Covid-19-bedingten, unsicheren Rahmenbedingungen kann auch die beliebte Wahl des „Zett“-Törggelebetriebs des Jahres diesmal leider nicht stattfinden. Trotz allem: Lassen Sie sich die gute Herbstlaune keinesfalls vermiesen. Geben Sie auf sich und auf die anderen Acht und genießen Sie diese wundervolle Jahreszeit in vollen Zügen. Denn gute Stimmung kann auch in heimeliger Atmosphäre aufkommen – ganz ohne Menschenmassen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des gesamten „Zett“-Teams einen schönen Herbst und viel Freude beim Schmökern in dieser Beilage. Lukas Benedikter Chefredakteur „Zett – Die Zeitung am Sonntag“

In Zusammenarbeit


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Goldenes Wanderparadies Südtirol

Mit Ziel und Plan – so erwandern

Eisacktaler Klassiker mit viel Tradition: der „Keschtnweg“ Ein einziges Band von Kastanienhainen streckt sich vom Bozner Talkessel über das Rittner Hochplateau und die Hänge des Eisacktals bis nach Kloster Neustift bei Brixen. Eine ideale Route für den Eisacktaler Kastanienweg („Keschtnweg“ genannt), wo Genuss und Erlebnis kein Widerspruch sind. In vier Etappen lassen sich die 63 Kilometer wunderbar meistern. Etappe 1 – Schloss Runkelstein bis Unterinn. Vom Ausgangspunkt im Bozner Talkessel geht es hinauf auf den Ritten, vorbei am Weiler Signat bis Unterinn. Etappe 2 – Unterinn bis Saubach. Hier führt der Weg durch Obstwiesen vorbei an Erdpyramiden und der Ruine Stein zur Sonnenbank bei Siffian.

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Die einen lieben den „Nachmittags-Spuntino“, wie es auf NeuSüdtirolerisch heißt – also einen kurzen Sonnenspaziergang im Kreise der Liebsten, verbunden mit einer gemütlichen Einkehr. Und die anderen schnüren die Wanderschuhe für eine ausgiebige Tour, die nicht zwangsläufig in hochalpines Gelände führen muss, aber dafür in uriger Atmosphäre endet. Doch ein wenig Orientierung braucht der Mensch, zumal im Herbst die Tage kürzer und kühler werden – und damit auch die Sonnenfenster. Wer also nicht ganz ins Blaue zur nächsten Törggelewanderung aufbrechen will, sollte gut ausgerüstet und ein wenig vorbereitet an die Sache „herangehen“. Wandertipps gibt es unzählige, wie der aktuelle Blick ins Tirolensien-Buchregal zeigt (siehe dazu Seite 18–20).

Aber auch online ist die Auswahl enorm, siehe auf dem Touren-Portal „Sentres“ (www. sentres.com) oder auf dem Südtirol-Portal www.suedtirol.info. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich dabei Themenweg: Wer es kurz mag, geht nur die eine oder andere Etappe. Und wer genügend Kondition hat, macht daraus eine schöne „Herbstpilgerei“.

Sonne pur – so wird das Herbstwandern zum Genuss. Von hier hier geht es über Lengstein zur Höfegruppe von Antlas weiter zur St.-Verena-Kirche und schlussendlich nach Saubach. Etappe 3 – Saubach bis Klausen. Diese Etappe ist etwas „leichtgängiger“, führt von Saubach nach Barbian und dann Villanders. Bei Kloster Säben steigt man dann im Tinnetal hinab nach Klausen. Etappe 4 – Klausen bis Brixen. Von Klausen aus wandert man hinauf nach Kloster Säben. Ab hier geht es dann vorbei an Feldthurns, Tötschling und über den Brixner Pfeffersberg zum Kirchhügel von St. Cyrill. Hier trennen sich die Wege: Die „Keschtnweg“-Hauptlinie führt nach Vahrn, der kürzere Weg zum Brixner Domplatz.

Alternativen rund um Bozen

Ein Klassiker im Herbst ist ein Spaziergang im Eppaner Burgendreieck am Fuße des Gantkofels. Nirgendwo sonst sind das mittelalterliche Südtirol und der Weinbau so verwoben wie hier. Startpunkt ist Schloss Korb bei Missian. Von hier geht es hinauf zur Burg Schloss Hocheppan mit der romanischen Burgkapelle. Wer trittsicher ist, sollte dann den Rückweg über eine 60 Meter lange, gesicherte Stiege zur Ruine Burg Boymont wagen, von wo es zurück zum Startpunkt Schloss Korb geht. Ebenso bei den Ausflüglern beliebt und mit dem Auto in kurzer Anfahrt leicht erreichbar ist der „Oachner Höfeweg“. Aus-

Regionale

HERBSTKÜCHE unter der Regie von

Herbert Hintner

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Themenwege boomen im Wanderparadies Südtirol. Während das Land sich zur Törggelezeit von seiner goldenen Seite zeigt, sind sowohl gemütliche Familien-Spaziergänge wie ausgedehnte Wanderungen möglich. Am Wegesrand jedenfalls gibt es die eine oder andere Einkehrmöglichkeit zu entdecken – vom feinen Gasthaus bis hin zum urigen Buschenschank.

ÖFFNUNGZEITEN: täglich von 12 bis 14 Uhr und 18 bis 21.30 Uhr Ab Sonntag, 15. November: Sonntagabend und Montag Ruhetag Ansitz Schreckenstein Unterrainer Straße 24 | St. Pauls | Tel. 0471 665456


Goldenes Wanderparadies Südtirol

Sie das herbstliche Südtirol nisse und Zusammenhänge im Sonnensystem direkt erfahrbar. Denn für die Abstände der Planetenstationen und die Planetengrößen wurde durchgehend der Maßstab 1:1.000.000.000 (einer Milliarde) verwendet.

Wunderbare Waalwege in Burggrafenamt und Vinschgau

gangspunkt ist der Parkplatz bei Schloss Prösels nahe Völs am Schlern. Der Höfeweg ist durchgehend beschildert und führt durch die Kulturlandschaft bei Völser Aicha bis nach St. Kathrein. Von dort geht es dann über das „Schnaggenkreuz“ wieder zurück nach Prösels. Mitunter kann der Weg etwas steil sein, doch der Blick auf den Bozner Talkessel und den Rosengarten ist spektakulär. Selbiges gilt für den Planetenweg bei Steinegg. Dieser führt von der Max-Valier-Sternwarte in Gummer an diversen Höfen und zwei Biotopen vorbei, wo es auch im Herbst allerlei zu entdecken gibt. Der gesamte Rundweg ist bestens ausgeschildert und macht die Größenverhält-

Etappenweise lässt sich auch die Gegend um die alte Tiroler Landeshauptstadt und nunmehrige Kurstadt Meran bzw. im unteren Vinschgau erkunden. Und zwar auf den sogenannten „Waalwegen“. Diese führen entlang der einst künstlich angelegten Kanäle („Waale“), die zur Bewässerung der Obstwiesen dienten. Allein die Meraner Waalweg-Runde ist 80 Kilometer lang und durchgehend beschildert. Hier die Etappen im „Schnelldurchlauf“: Etappe 1: Töllgraben – Kuens. Der Algunder Waal ist etwa sechs Kilometer lang und über weite Strecken noch intakt. In Richtung Vellau ist der Aufstieg zum Herrschaftsweg etwas steil, aber der Kuenser Waal ist dann umso entspannender. Etappe 2: Kuens – Saltaus. Beim Ungerichthof steigt man zunächst ein Stück ab bis zum Riffianer Waalweg. An diesen Waalweg knüpft der Rösslsteig

an, dem man taleinwärts bis Saltaus folgt. Etappe 3: Saltaus – Naiftal. Vom örtlichen Parkplatz geht man zum Maiser Waalweg. Dieser führt in Richtung Meran, bis die Meraner Waalrunde den Maiser Waal verlässt. Ab hier geht es über den Schenner Waalweg zum Etappenende. Etappe 4: Naif – Lana. Vom Parkplatz geht man auf der Ostseite des Etschtales und wandert südwärts. Schließlich gelangt man hinunter in die Talsohle und über den Graf-VolkmarWeg nach Burgstall bei Lana. Etappe 5: Lana – Töll. Von der Kirche in Niederlana geht es über den Brandis-Waalweg nach Oberlana, wo man auf den Tschermser Waalweg gelangt. Dieser führt schließlich über den Marlinger Waalweg bis zur Töll. Etappe 6: Töll – Rabland. An der Kreuzung „Alte Landstraße“/„ Vinschgauer Staatsstraße“ startet der Peter-MitterhoferWeg nach Partschins. Ab hier folgt man dem Partschinser Waalweg und dem Rablander Waalweg bis zum Ziel. Etappe 7: Rabland – Naturns. Vom Gasthaus Happichl folgt man dem Sonnenberger Panoramaweg. Der Wallburgweg, den man bald erreicht, ist identisch mit dem ehemaligen Naturnser Schnalswaal und führt bis nach Naturns.

Die Natur erleben im Pustertal Naturlehrpfade gibt es in der östlichen Landeshälfte gar einige. Und weil das Törggelen auch hier mittlerweile praktiziert wird, geht es in den Gasthäusern im Herbst mitunter zünftig zu. Insofern kommen hier vor allem Familien auf ihre Kosten, wenn sie im Herbst etwas Abwechslung zum Touristentrubel suchen. Siehe den NaturerlebnisPfad in Sand in Taufers. Dieser führt gut ausgeschildert vom örtlichen Tourismusverein zum nahen Naturparkhaus – hinauf zur Burg Taufers, vorbei an den Reinbach-Wasserfällen durch eine spektakuläre Schlucht. Ein ähnliches Erlebnis ist der Naturlehrpfad am Toblacher See. Hier ist es ruhiger als in der „gestressten Nachbarschaft“ am Pragser Wildsee, und der Weg führt auf der westlichen Seite leichtgängig vom Parkplatz am Nordende zum Südende und dann – entlang der alten Bahntrasse – zurück.

Sie essen sicher und gut in familiärer Runde in unserer großen Stube

Ein beliebter Treff zum Törggelen, für Jahrgangsfeiern, Vereinsfeste usw., natürlich mit echter hausgemachter Bauernkost. Von der schönen Sonnenterrasse aus haben Sie einen herrlichen Blick zum Rosengarten. Ihre Kleinen können sich auf unserem Spielplatz austoben!

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Etappe 8: Naturns – Töll. Vom Zentrum in Naturns führt der Weg bis zum bewaldeten Nörderberg. Nach der Etschbrücke, dem Sportplatz und dem Festplatz nimmt man den Rittersteig und folgt diesem ostwärts, über das Hilbertal bis Plaus und dann zur Töll.

• eigene Weine, Säfte, Most und Kastanien • Vollwertige Bauernkost aus Dinkel- und Roggenvollkorn • selbstgemachte Schlutzkrapfen, Knödel, Krapfen und Kuchen Geöffnet: vom 04.10. bis 29.11.2020 Vorbestellung notwendig

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Überblick

Törggelebetriebe & Wanderungen BRENNERPASS

STERZING

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RESCHENPASS

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BRUNECK

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KLAUSEN 15

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LEIFERS

Wandertipps A Vigiljoch B Mölten C Abteital D Antholzertal

Törggelebetriebe in dieser Beilage 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19

Südtiroler Spezialitäten Manufaktur Premium-Qualität aus handwerk

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Biken & E-Biken: Der neue Herbsttrend

Die Freiheit im Fahrradsattel

Das Fahrradfahren ist ein Sport mit sehr langer Tradition. Bereits 1817 stellte der deutsche Baron Karl von Drais ein von Menschen angetriebenes, zweirädriges Gefährt vor und nannte es „Laufmaschine“. Diese ersten Fahrrad-Erfindungen bestanden noch komplett aus Holz und wurden nicht, wie wir es heute kennen, durch Pedale angetrieben. Vielmehr musste die Person – auf dem Fahrradsattel sitzend – mit den Füßen auf dem Boden Schwung holen. Seitdem hat das Fahrrad eine gewaltige Entwicklung gemacht. Während es im Laufe des 19. Jahrhunderts hauptsächlich als praktisches Transportmittel gefeiert wurde, musste es im 20. Jahrhundert langsam, aber sicher dem Auto als solches Platz machen. Doch dem Rad wurde eine andere Bedeutung zuteil. 1890 fand das erste Rennen statt, das

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Ob Mountainbike, Rennrad, Downhill oder E-Bike – Fahrradfahren ist nicht nur gesund, sondern macht auch richtig viel Spaß. Dabei ist Südtirol mit seiner vielfältigen Landschaft und den tollen Radwegen ein wahres Paradies für alle Drahtesel-Liebhaber.

Ob Groß, ob Klein – Biken sollte vor allem eine sichere Sache sein. auf Fahrrädern ausgeführt wurde – und der Boom rund um den Fahrradsport begann. 1903 wurde zum ersten Mal die Tour de France, das mittlerweile bekannteste und bedeutendste Straßenrennen der Welt, ausgetragen. So veränderte sich die Bedeutung des Fahrrads allmählich. Es wurde vom Transportmittel zum Sportinstrument. Heute allerdings bedeutet das Fahrrad – in all seinen Formen und Varianten – noch viel mehr. Neben dem Nutzen als Sportgerät oder

beim Pendeln zur Arbeit ist das Fahrrad mittlerweile ein beliebtes Freizeitgerät geworden. Besonders hier in Südtirol.

Die Qual der Wahl Über Jahrzehnte hinweg wurde die Technologie hinter dem „Drahtesel“ so verfeinert, dass mittlerweile für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis etwas dabei ist. In Südtirol sind beispielsweise das Mountainbiking und das Downhillfahren besonders be-

„Schluff“

Gasthof Unser Buschenschank/Weingut ebner liegt im südlichen Eisacktal in einem kleinen Weiler oberhalb von Atzwang, eingebettet in Weinberge, mit Ausblick auf das Schlernmassiv. Frisch und hausgemacht sind die Gerichte, begleitet von ausgezeichneten Weinen aus unserem Weingut. Wandermöglichkeit über den Kastanienweg vom Ritten her oder von Atzwang aus. Öffnungszeiten Buschenschank: Von Anfang Oktober bis mitte Dezember von Mittwoch bis Freitag ab 18 Uhr, Samstag u. Sonntag ab 12 Uhr geöffnet. Von März bis Mitte Mai Sonntags ab 9Uhr zum Brunchen sowie Mittags geöffnet. Vorbestellung erforderlich! Familie Unterthiner freut sich auf ihren Besuch. Weinverkauf unserer DOC Weine ganzjährig auf Vereinbarung! Weingut/ Buschenschank ebner | Fam. Florian Unterthiner Weinbergweg nr. 8, Atzwang | Ritten | Mobil 340 1521644 | www.weingutebner.it

liebt. Aber auch mit dem Rennrad können hier kurvenreiche Passstraßen genossen werden. Dabei muss nicht immer nur „Vollgas“ gegeben werden. Denn das Radfahren ist durch seine Naturverbundenheit und schonende Körperbelastung auch die beste Medizin zum Abschalten, Genießen und Erholen. Wie bereits zahlreiche Forschungen bewiesen haben, wirkt sich das Radfahren nicht nur positiv auf die Psyche und die mentale Ausgeglichenheit aus. Es hat

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Biken & E-Biken: Der neue Herbsttrend

Wer es etwas „wilder“ mag, findet die richtige Action auch mit dem Mountainbike. auch einen positiven Effekt auf die körperliche Gesundheit des Menschen. Neben dem Muskelaufbau stärkt das Radfahren die Atemwege. Und weil nicht das gesamte Körpergewicht getragen werden muss – wie es etwa beim Laufen der Fall ist – schont das Radfahren auch die Gelenke. Das „Radln“ ist also ein Sport oder eine Freizeitbeschäftigung, die sich für Klein und Groß, Jung und Alt, Dick und Dünn gleichermaßen eignet.

Das E-Bike: eine neue Fahrradgeneration Während die ersten 200 Jahre vor allem von den durch Menschenkraft angetriebenen Fahrrädern dominiert wurden, hat in den vergangenen Jahren ein neues Rad die Straße erobert: das E-Bike. Dieser „elektromotorengetriebene Drahtesel“ ist vor allem deshalb so beliebt, weil es das Fahrradfahren noch zugänglicher und noch praktischer macht. Während in Südtirol die Höhenmeter schnell mal in die Beine gehen können, ist das EBike die perfekte Alternative für weniger trainierte Freizeitabenteurer. Außerdem wird das Rad als Transportmittel wird durch das E-Bike wieder attraktiver. Immer mehr Menschen nehmen morgens anstelle des Autos, ein E-Bike, um zur Arbeit zu fahren. Ein Trend, der nicht nur gesund, sondern auch umweltschonend ist. Wie beliebt

das Fahrrad vor allem seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wirklich ist, zeigte eine kürzlich vom Land Südtirol in Auftrag gegebene, landesweite Umfrage zum Thema „Zukunft Mobilität“. „Die Auswertung zeigt, dass sich das Verkehrsverhalten der Bevölkerung aufgrund der CoronaPandemie ändern wird: 42 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie künftig häufiger das Fahrrad nutzen und 41 Prozent öfters zu Fuß gehen möchten“, erklärte Joachim Dejaco, Generaldirektor der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG. Aber auch im Bereich Freizeitsport und Urlaubsaktivität wird das Rad immer attraktiver. So waren während der Urlaubswochen im August beispielsweise im Oberen Pustertal die Fahrradverleihe völlig leergeräumt. Und das trotz Corona. Dennoch – oder vor allem deshalb – ist es wichtig, beim Radfahren bestimmte Regeln einzuhalten. Zumal, selbst wenn ein Rad gut gewartet ist, ein Sturz mit dem Fahrrad schwere Folgen haben kann. Ein paar Regeln sind daher von besonderer Wichtigkeit: • Das Wetter checken, bevor zur Tour aufgebrochen wird. • Mit eigenem Verstand Gefahren einschätzen. Denn ein Rad oder E-Bike ist nur so sicher, wie es von seinem Fahrer geführt wird. Bei Stellen, die also zu schwierig erscheinen, lieber absteigen und schieben. • Rücksicht auf andere! Dabei gelten ähnliche Regeln wie auf

der Straße: Rechts halten, aufmerksam sein, nicht zu schnell fahren. • Rücksicht auf die Natur! So wenig Spuren wie möglich hinterlassen – die Natur wird es einem danken. • Bei Unfällen helfen. In Südtirol gilt die Notrufnummer 112.

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Wer nun motiviert aufs Bike springen möchte, der kann sich in den folgenden Ratgebern noch einige Routen-Vorschläge einholen. 1

 üdtirol-Radweg: Radeln im S Vinschgau, Eisacktal und Pustertal, 1:50.000. Esterbauer Verlag, 2020; 160 Seiten.

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 DFC-Radtourenkarte 28 – A Südtirol, Trentino, Gardasee. Transalp: Von Innsbruch bis Verona. Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. BVA., 2018.

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 homas Rögner: Rennrad T Südtirol-Dolomiten-Gardasee. Athesia Tappeiner, 2016; 144 Seiten.

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Mauro Tumler / Barbara Benedini: Mountainbiken im Meraner Land. Athesia Tappeiner, 2017; 144 Seiten

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 Alexander Comploj / Christine Mairhofer: Genussradeln mit dem Mountainbike. Athesia Tappeiner, 2013; 139 Seiten.

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 adwanderlust Kalender 2021. R Harenberg, 2020; 54 Seiten.

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Mit einer einzigartigen Idee hat Max Mairl vom Sportfachgeschäft Mayrl in Südtirol ein innovatives Produkt auf den Markt gebracht: die so genannten „Wundersocks“. Dreißig Jahre Berufserfahrung, viele Studien und Tests sind in die Entwicklung eines speziellen Materials eingeflossen, das Blasen oder Scheuer- und Druckstellen verhindert. Die „Wundersocks“ sind damit eine echte Revolution und ideale Begleiter bei Wanderungen und Sportaktivitäten. Im Sommer vermindern die Socken die Schweißbildung, die Reibung

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in den Schuhen und kühlen den Fuß; im Winter hingegen halten die Socken die Füße angenehm warm. Außerdem rutschen und schneiden die Socken nicht ein, da sie ohne Gummizug gefertigt werden. Die „Wundersocks“ gibt es als Sport- oder Freizeitsocken. Sie eignen sich optimal

für Arbeits-, Lauf-, Wander-, Ski- und Skitourenschuhe. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, Farben und Längen – und ganz neu extra dünn und damit ideal für Arbeit und Freizeit. Besonderes Highlight ist die eingewebte Notrufnummer auf den Socken. Max Mairl dazu: „In Notsituationen fällt einem oft die Notrufnummer nicht ein, und deshalb hatte ich die Idee, diese in die Socken einweben zu lassen.“ Sicher ist: Wer die Socken einmal probiert hat, ist von ihrem Tragekomfort und speziellen Material begeistert. Dies belegen auch die zahlreichen Erfahrungsberichte und positi-

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10 Rezept

Schwarzpolentaknödel

mit Sauerkraut

Zutaten: (für 4 Personen, etwa 12 Knödel) Schwarzpolentaknödel: 150 g schnittfestes Weißbrot oder Knödelbrot; 120 g Frühlingslauch oder Weißkraut, fein geschnitten; 1 Knoblauchzehe, fein gehackt; 100 g Bauchspeck, in kleine Würfel geschnitten; 50 g Butter zum Dünsten; 100 ml Milch oder Wasser; 2 Eier 2 EL Petersilie, fein geschnitten 120 g grobes Schwarzpolentamehl (Buch weizenmehl); Salz Sauerkraut: 750 ml Wasser; 500 g Sauerkraut; 100 g Speck (dicke Scheibe); 3 Wacholderbeeren 3 Pfefferkörner; ½ TL Kümmel 1 Lorbeerblatt; Salz; 50 g Butter zum Dünsten; 100 g Zwiebeln, fein geschnitten; 2 Knoblauchzehen, fein gehackt; 1 EL Mehl Salz und Pfeffer Weiteres: 2 EL Almkäse, gerieben; 2 EL Schnittlauch, fein geschnitten 50 g braune Butter Zubereitung: Schwarzpolentaknödel: 1. Brot in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. 2. Frühlingslauch, Knoblauch und Speck in Butter dünsten und zum Brot geben. 3.  Milch, Eier, Petersilie, Schwarzpolentamehl und Salz zum Brot geben und al-

les gut vermengen. Die Knödelmasse zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen. 4.  Mit nassen Händen oder einem Löffel Knödel formen und in kochendem Salzwasser etwa 15 Minuten kochen lassen. Sauerkraut: 5. Falls das Sauerkraut zu sauer schmeckt, sollte man es ausdrücken oder in kaltem Wasser wässern. 6. Wasser zum Sauerkraut gießen, Speck, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Kümmel und Lorbeerblatt dazugeben, etwas salzen und zugedeckt etwa 50 Minuten kochen lassen. 7.  In einer Pfanne Butter erhitzen, Zwiebelwürfel und Knoblauch darin dünsten, mit Mehl bestreuen und eine helle Mehlschwitze herstellen. Diese unter das Kraut mischen, mit Salz und Pfeffer nachwürzen und nochmals etwa 10 Minuten kochen lassen. Fertigstellung: 8. Sauerkraut auf Tellern anrichten, Knödel daraufgeben, mit Almkäse und Schnittlauch bestreuen, mit brauner Butter beträufeln und servieren. Tipp: * Servieren Sie zu den Knödeln auch gedünstetes Weißkraut oder frische kalte Milch.

Guenther Pichler

Zubereitungszeit: etwa 1 Stunde

Quelle: Das Südtiroler Knödelkochbuch, Heinrich Gasteiger; Gerhard Wieser; Helmut Bachmann, Athesia Tappeiner, 2020; 96 Seiten. Im Buchhandel ab 30. September erhältlich.

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Genuss & Natur aktiv erleben in Schenna Gemütliche Törggelewanderungen durch die herbstliche Farbenpracht, unterhaltsame TörggeleNachmittage mit knackigen Apfelführungen samt Verkostung, Weingutbesichtigungen und hausgemachte Spezialitäten unter freiem Himmel: Im Rahmen des Schenner Bauernherbsts bietet Schenna ein buntes Rahmenprogramm rund um Ernte und Weinlese. Mehrere Keller und Buschenschänke in Schenna laden zum geselligen Törggelen.

Hannes Niederkofler

In Schenna greift die Berg­natur im Spätherbst tief in den Farbtopf. Die Luft ist kristallklar, die Aussicht scheint endlos und Gasthäuser sowie Almen üben sich in kulinarischer Verführung.

Veranstaltungen im Herbst und Winter

Slow Mountain Schenna Auch im November und Dezember legen einige Almhütten, Gasthöfe und Aufstiegsanlagen dieses Jahr keine Winterpause ein. Mit der Aktion „Slow Mountain Schenna“ verlängert Schenna seine Herbstsaison und viele Wellness-Hotels, Ferienwohnungen und Bauernhöfe bleiben durchgehend bis ins neue Jahr geöffnet. Die Seilbahnen Taser, Hirzer und Meran 2000 sowie der Sessellift Grube bringen Sie in aussichtsreiche Höhen, wo nach einer gemütlichen Wanderung in den behaglichen Stuben schmackhafte Gerichte und lokale Weine genossen werden können. Ein echter Geheimtipp für Familien: der Eislaufplatz mit Gastrostand und Schlittschuhverleih im Zentrum von Schenna von Mitte November bis Mitte Januar.

Schenna leuchtet

Kastanienbraten im Zentrum von Schenna

Lange Einkaufsabende mit Rahmenprogramm

Wildbeobachtung

Vom Würzen & Selchen

Auf den Spuren von Reh und Hase mit anschließendem Jägerfrühstück auf der Alm

Speckverkostung in der Verdinser Mühle

Törggelewanderung

Fackelwanderung

Herbstwanderung mit Einkehr in einem Buschenschank mit Musik

Winterwanderung vom Zentrum mit Glühwein & Weihnachtsgebäck

Bierverkostung

Bauernadvent Schenna

Erleben Sie die Vielfalt der verschiedenen Biersorten mit einem Biersommelier

Bäuerliche Köstlichkeiten und wärmende Getränke mit musikalischer Umrahmung

Tourismusverein Schenna Erzherzog Johann Platz 1/D 39017 Schenna Tel. 0473/945669 info@schenna.com www.schenna.com Hannes Niederkofler

Mehr Infos über das Programm und die Sonderangebote im November und Dezember finden Sie unter: www.schenna. com/slow-mountain

Keschtn-Zeit


12 Wanderung Vigiljoch

Das Vigiljoch ist ein besonderer Ort der Erholung Mit der Seilbahn geht es in acht Minuten vom Tal hinauf auf den Hausberg von Lana. Charmante, geschichtsträchtige Sommerfrisch-Häuser zieren das Bild, und das sagenumwobene St.Vigilius-Kirchlein thront hoch oben als prächtiger Zeitzeuge mittelalterlichen Lebens. Das Vigiljoch ist ein wunderbares Ausflugsziel für die ganze Familie, denn hier am Berg wird der Tag zu einem abenteuerreichen Naturerlebnis. Zudem machen die kinderwagentauglichen Wanderwege das Vigiljoch beliebt. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Gasthäuser und Almen laden zum Verweilen und genießen ein, für die Kleinen

Alex Filz

Ein autofreies und sonnenverwöhntes Südtiroler Naturidyll, das mit seiner wertvollen Ruhe und dem herrlichen Dolomiten-Panorama begeistert.

gibt es jede Menge Spielmöglichkeiten.

Der Glaubensweg am Vigiljoch Gehzeit: 1:10 St.

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Seilbahn Vigiljoch • Funivia San Vigilio 39011 Lana • T 0473 56 13 33 • www.vigilio.com

V IG I L J

OCH � S .VIGILIO L A NA

Mit seinen sechs Besinnungsstationen zu Werten und Themen des Lebens verkündet eine ganzheitliche Botschaft und lädt ein zum Verweilen. Zuerst geht es mit der Seilbahn von Lana bergauf und mit dem Sessellift gemächlich weiter auf 1814 Höhenmeter. Vom Gasthaus Sessellift startet der gemütliche Weg Nr. 8 und Nr. 7 leicht abwärts zum Gasthaus Seespitz, das idyllisch am

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IN 7 AUF’S MINUTE VIGIL N JOCH MOD ERN E SEI LBAH N NOS TALG SESSE ISCHER LLIF T

Biotop „Schwarze Lacke“ liegt. Von dort dem Weg Nr. 9 folgen bis zur Abzweigung 5a auf der linken Seite – Richtung Bischofskofel und weiter bis zur Vigiljocher Kirche. Der Weg 4a bringt sie zum Weg Nr. 5 und Weg Nr. 4 welcher wieder zum Ausgangspunkt Sessellift führt. Die Route ist auch mit der Beschilderung „Glaubensweg“ markiert. Quelle: Vigiljoch GmbH


Wanderung Mölten 13

Der Themenweg Köfele ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Auf dem Themenweg finden Sie verschiedene Stationen, welche zum Spielen, Klettern und Relaxen einladen. Auf diesem Teilstück befinden sich der Haflinger, ein Sprachrohr mit einer Ohrmuschel und ein Klettergerüst. Weglänge: 6,6 km Gehzeit: 2:05 St. Aufstieg: 345 hm Abstieg: 225 hm Schwierigkeit: leicht Vom Schlaneiderhof abwärts Richtung Seilbahn Mölten den Weg 13B bis zur Ruine "Valteskirchl", weiter auf dem Valteswald Rundweg bis zum Spielplatz Schlaneid, dann den Weg 13A zurück bis Schlaneid und weiter 13A und 1 nach Mölten. Von dort aus den kurzen Gehweg

Markus Braun

Markus Braun

Kofeleweg Ein Erlebnis fur die ganze Familie

zurück, aufwärts Richtung Sportplatz und Rastlhof - Gschleier und dann den Weg Nr. 15 wieder zurück zum Schlaneiderhof. Interessanter, gemütlicher Weg mit vielen Kinderspieleinrichtungen.

Köfeleweg 2 Der Themenweg Köfele ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Auf dem Themenweg finden Sie verschiedene Stationen, welche zum Spielen, Klettern und Relaxen einladen, bei diesem Teilstück befindet sich ein Spielplatz mit einem Wasserrad.

gen, von dort weiter bis nach Verschneid. Von Verschneid den Weg Nr. 4B und 12 A bis zum Wasserspeicher, dann links den Weg Nr. 10 bis nach Mölten. Oder Sie fahren mit dem Öffentlichen Bus von Verschneid nach Mölten.

Quelle: Tourismusverein Mölten

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums Fondo Europeo Agricolo per lo Sviluppo Rurale

Autonome Provinz Bozen Südtirol Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige

EU – Verordnung Nr. 1305/2013

Regolamento (UE) n. 1305/2013

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete L’Europa investe nelle zone rurali

Schlaneid - Mölten T. 0471 668147 www.bistro.bz

Weglänge: 9,5 km Gehzeit: 2:52 St. Aufstieg: 390 hm Abstieg: 390 hm Von Mölten Dorf den Weg Nr. 4 bis nach Versein, dann den Weg Nr. 4 und 2 bis nach St. Geor-

Republik Italien Repubblica Italiana

Frühstück - warme Küche hausgemachte Kuchen - Eis


14 Törggelebetrieb des Jahres

Törggelen geht immer, heuer nur anders!

Gruppenbild mit „Zett“-Törggele-Pokal: Eine Abordnung der Sonntagszeitung und Ehrengäste überraschten Familie Obkircher vom Laitnkeller in Völser Aicha (Gemeinde Völs am Schlern) mit der Auszeichnung. vier Tage lang durfte man die Traditionswochen noch einläuten, dann traf Corona auch Südtirol mit voller Wucht – und die „Schlutzerwochen“ fanden ein abruptes Ende. Doch mittlerweile hat man sich beim Laitnkeller mit der Situation arrangiert und blickt hoffnungsvoll in die diesjährige Törggelesaison: „Es gibt Sicherheitsabstand, Desinfektionsmöglichkeiten und Hinweisschilder.

Auch von Seiten der Gäste – muss man sagen – merken wir ein großes Maß an Selbstverantwortung. Sie kommen mit Schutzmasken und bemühen sich, die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Also würde ich sagen, dass auch unter den gegebenen Umständen eine erfolgreiche und gemütliche Törggelesaison möglich ist.“ Dabei steht vor allem ein Aspekt im Vordergrund, den die

ganze Familie an die erste Stelle setzt – die Gesundheit: „Wir wünschen uns natürlich in erster Linie, dass unsere Gäste und wir alle gesund durch Herbst und Winter kommen. Das hat oberste Priorität.“ Unter diesen Vorzeichen sollte es also wieder aufwärts gehen, die Krise überwunden gemeinsam werden und das Schreckgespenst – ein neuer Lockdown – hoffentlich vermieden werden.

Dlife

Privat/Facebook

Im November vergangenen Jahres strahlte Helmuth Obkircher – der Chef vom Laitnkeller am Guntschöllerhof in Völser Aicha –, als ihm und seiner Familie die Auszeichnung „Zett“-Törggelebetrieb des Jahres feierlich überreicht wurde. Damals war vom Coronavirus noch keine Rede und man saß in illustrer Runde beisammen. Eines sei an dieser Stelle bereits gesagt: Die gute Laune und den gesunden Optimismus hat die Corona-Krise Familie Obkircher nicht nehmen können. Wenngleich auch sie die Auswirkungen durchaus zu spüren bekamen und noch immer bekommen. Im Februar fielen bereits die traditionellen „Schlutzerwochen“ weitestgehend ins Wasser. Drei,

DLife

Der Laitnkeller am Guntschöllerhof in Völser Aicha wurde 2019 als „Zett“-Törggelebetrieb des Jahres ausgezeichnet. Für Familie Obkircher damals ein unerwartetes Glück und bis heute ein Grund zur Freude. Doch das Coronavirus ist leider immer noch omnipräsent, und so gilt es eine Reihe von Bestimmungen zu beachten. Die Freude am Törggelen will und wird man sich dadurch aber nicht nehmen lassen.

Ein Ausflugstipp für Familien – der Laitnkeller in einer Außenansicht.

Laitnkeller-Chef Helmuth Obkircher konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken, als er seine Frau Martha umarmte und küsste.


DLife

Törggelebetrieb des Jahres 15

Freuten sich mit Seniorchefin Luise: Harald Werth (l.), Direktor Medien & Druck bei Athesia, sowie „Zett“-Chefredakteur Lukas Benedikter.

Der Blick in die Törggelezukunft bleibt positiv Die Auszeichnung zum „Zett“Törggelebetrieb des Jahres wird in diesem Jahr Corona-bedingt nicht vergeben. Familie Obkircher vom Laitnkeller am Guntschöllerhof, die damit der Betrieb mit dieser Auszeichnung bleibt, hat daran weiterhin große Freude. „Der Törggelepokal steht an prominenter Stelle, umringt von Blumen“, wie Juniorchefin Martha der „Zett“ verrät: „Der Pokal hat einen Ehrenplatz, zwischen Bar und Stube an einem gut einsehbaren Fensterplatz. Die Plakette hängt hingegen direkt am Eingang. Sie macht uns heute noch sehr stolz – vor allem, da es für uns eine große Überraschung war, dass wir am Ende tatsächlich den Sieg ergattern konnten.“ Es war ein Sieg, den die Familie am liebsten mit

ihren Gästen feierte. Im Großen und Ganzen habe sich der Betrieb durch die Auszeichnung nicht verändert, nur der Anspruch der Gäste sei vielleicht ein bisschen gestiegen, zeigt sich Familie Obkircher bodenständig. Das Echo der Besucher – aber auch von vielen Freunden und Bekannten – sei sehr positiv gewesen: „Besonders schön war für uns zu sehen, wie sehr sich alle mit uns über diese Auszeichnung gefreut haben. Das ist schon ein ganz besonderes Maß an Wertschätzung.“ Eine Wertschätzung, die Familie Obkircher auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten weitergeben möchte und ihren Teil für einen – trotz Corona – gelungenen Herbst und Jahresausklang beitragen möchte. „Hoffen wir, dass wieder alles gut wird“, geben sie dabei – mit einem aufmunternden Lächeln – ihren Gästen mit auf den Weg.

Die bisherigen „Zett“-Törggelebetriebe: 2011 Pitschlmann (Völs/Schlerngebiet) 2012 Trinnerhof (Raas/Eisacktal) 2013 Alte Goste (Olang/Pustertal) 2014 Glangerhof (Feldthurns/Eisacktal) 2015 Hubenbauer (Vahrn/Eisacktal) 2016 Gschlösslerhof (Vahrn/Eisacktal) 2017 Haidnerhof (Brixen/Eisacktal) 2018 Gasthof Wöhrmaurer (Feldthurns/Eisacktal) 2019 Laitnkeller (Völser Aicha/Schlerngebiet)

Die Coronavirus-Pandemie macht derzeit viele Initiativen unmöglich – so heuer auch die beliebte Wahl des „Zett“-Törggelebetriebs des Jahres. Wegen der unsicheren Rahmenbedingungen muss die Wahl heuer ausfallen. 2021 wird hoffentlich wieder ein Törggelebetrieb des Jahres gekürt werden können.

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ei Trachtenhit finden Sie eine große Auswahl an traditionellen Trachten, rockig/lässige Freizeitmode und modischer Bekleidung. Unsere Waren aus edlen Materialien, klassisch bis extravaganten Schnitten und ausgefallenen Details in sorgfältiger Verarbeitung, vermitteln Heimat- und Traditionsverbundenheit und die große Auswahl an Exklusivmarken, Dirndln, Lederhosen, Blusen, dazu passende Schuhe und eine eigene Schneiderei, machen Trachtenhit zu einem einzigartigen Einkaufserlebnis für Trachten- und Modeliebhaber.

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16 Törggelekönigin

Katharina, die Törggelekönigin

Frau Mur, Sie tragen die Krone der 14. Törggelekönigin. Welchen Bezug haben Sie zum Brauchtum? Katharina Mur: Mit der Tradition des Törggelens bin ich aufgewachsen, den Törggelebetrieb führen meine Eltern bereits seit meiner Kindheit. Meine drei Schwestern, Oma Luise und ich haben auch immer mit angepackt, was uns große Freude bereitet. Daher kenne ich den Herbst gar nicht anderes und möchte ihn mir auch nicht anders vorstellen. Was bedeutet es für Sie, diesen Titel zu tragen? Für mich ist es etwas ganz Besonderes, die 14. Törggelekönigin sein zu dürfen und in diesem Sinne auch als Botschafterin des Törggelens unterwegs zu sein. Ihre Vorgängerin hat an zahlreichen Treffen von Produktköniginnen teilgenommen und war auf Messen unterwegs. Was haben Sie in Ihrem bisherigen „Amtsjahr“ erleben dürfen? Gleich am Tag nach meiner Krönung besuchte ich das Speckfest in Villnöß. Dort habe ich noch andere Produktköniginnen kennengelernt. Im Oktober durfte ich zudem noch bei der Eröffnung der „Keschtniglwochen“ teilnehmen. Etwas ganz Besonderes

war für mich auch die Fahrt nach Nürnberg zum Christkindlmarkt. Sie sind Botschafterin fürs Törggelen. Wie stark glauben Sie, wird dieses Brauchtum heuer im Herbst durch Corona eingeschränkt? Ich denke, dass das Brauchtum sicherlich erhalten bleibt, die Leute werden sich diese Tradition nicht nehmen lassen. Wahrscheinlich wird es in den Törggelestuben allerdings aufgrund der Abstands- und Hygienerichtlinien weniger Platz geben. Was der Herbst uns aber bringen wird, ist noch offen. Sie sind die erste Königin, die – aufgrund dieser speziellen Situation – wohl zwei Jahre im Amt bleibt. Ein Fluch oder Segen? Ich sehe es als Segen. Im vergangenen Herbst und Winter konnte ich einige Veranstaltungen besuchen, jedoch wurden die restlichen Feste im Frühling und Sommer leider aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Daher hoffe ich, dass ich diese im kommenden Jahr nachholen darf. Foodtrends gehen mehr und mehr weg vom Fleisch, der Konsum von Alkohol ist zunehmend verpönt. Glauben Sie, dass sich das Brauchtum des Törggelens langfristig verändern muss oder wird? Das Brauchtum des Törggelens bezieht sich nicht nur auf den Konsum von Alkohol und Fleisch; der Genuss und das Probieren verschiedener hauseigener Produkten stehen vermehrt im Vordergrund. Ich glaube, dass der Trend immer mehr in Richtung Genuss und Regionalität geht.

Daniel Mair

Katharina Mur vom Unteraichnerhof in Barbian ist die 14. Törggelekönigin im Eisacktal. Sie wurde bereits im Oktober 2019 gewählt und darf – aufgrund der Corona-Pandemie – zwei Jahre im Amt bleiben. Die „Zett“ hat mit der Grundschullehrerin über ihr Amt, das Brauchtum und neue Foodtrends gesprochen.

Bleibt noch ein Jahr im Amt – die 14. Törggelekönigin Katharina Mur Welche Kindheitserinnerungen haben Sie selbst ans Törggelen? Es war für mich immer ein buntes Treiben. Im Herbst ging es bei mir zu Hause immer sehr lebhaft zu. Musik, Tanz und traditionelles Essen standen dabei im Vordergrund. Was schmeckt Ihnen bei einem typischen Menü besonders gut und wo bremsen Sie sich ein? Beim Törggelen kann ich auf nichts verzichten. Ganz besonders haben es mir die Schlutzer und die Kürbissuppe angetan, aber natürlich darf das Ge-

selchte auch nicht fehlen. Was nicht unbedingt sein muss, sind „Innereien“. Auf die kann ich beim Törggelen verzichten. Und wie bzw. wo törggelt eine Törggelekönigin selbst? Am liebsten natürlich zu Hause beim Unteraichnerhof. Dort weiß ich genau, was ich auf den Teller bekomme. Im Herbst bleibt mir aber meist nicht viel Zeit, anderswo zu törggelen. Dennoch besuche ich gerne jedes Jahr einen anderen Betrieb, wobei mir regionale Küche sehr wichtig ist.


Rezept 17

Valentina Solfrini

Schöpseneintopf

Quelle: Südtiroler Leibgerichte, Hanna Perwanger; Sepp Perwanger; Valentina Solfrini, Athesia Tappeiner, 2020; 192 Seiten.

Zutaten: 500 g ausgelöste Schöpsenschulter (Hammel); 30 g Fett; 1 große Zwiebel; Salz; Pfeffer; Rindssuppe; 200 g Karotten; 1 kleiner Wirsingkopf; 500 g Kartoffeln; Petersilie und Sellerieblätter; 50 g Butter Zubereitung: 1.  Das Fleisch großwürflig schneiden. In heißem Fett die klein geschnittene Zwiebel anrösten, das Fleisch dazugeben, salzen und pfeffern und gut anbraten. 2. Die Rindssuppe zugießen und das Fleisch darin halbweich dünsten. Dann die in Würfel

geschnittenen Karotten, den in Achtel geteilten Wirsingkopf und die großwürflig geschnittenen Kartoffeln dazugeben. 3. Alles mit gehackter Petersilie und Sellerieblättern bestreuen, nach Bedarf salzen und noch mit etwas Wasser oder Rindssuppe aufgießen. Zugedeckt weiterdünsten lassen. 4. Kurz bevor das Fleisch gar ist, die frische Butter hineingeben. 5. In einer tiefen Schüssel anrichten. Tipp: Sehr gutes, kräftiges Eintopfgericht.

Zutaten: (für zehn Personen) 500 g Schweinskarree (Rippenstück); Salz; Kümmel; Bratfett; 500 g Selchkarree; 750 g Sauerkraut; Wacholderbeeren; 1 Lorbeerblatt; 2 EL Fett; 2 große rohe Kartoffeln, geschält; einige Frankfurter Würstchen oder Hauswürste; Essiggurken

Zubereitung: 1.  Das Schweinskarree salzen, mit Kümmel bestreuen und

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in heißem Fett unter häufigem Begießen ein bis eineinhalb Stunden braten. 2. Das Selchkarree eine Stunde in Wasser kochen. 3.  Das Sauerkraut mit Wasser und Salz sowie Wacholderbeeren, Lorbeerblatt und Fett kochen. Sobald es weich gekocht ist, die Kartoffeln hineinreiben. 4.  Die Würste auf dem Kraut langsam gar ziehen lassen.

5.  Auf einer großen Platte das in Scheiben geschnittene Schweinskarree, das Selchkarree, das Kraut und die Würstchen gefällig anrichten und mit fächerartig geschnittenen Essiggurken verzieren. Tipp: Dazu reicht man Tiroler Speckknödel oder Salzkartoffeln. Quelle: Südtiroler Leibgerichte, Hanna Perwanger; Sepp Perwanger; Valentina Solfrini, Athesia Tappeiner, 2020; 192 Seiten.

Valentina Solfrini

Bauernschmaus

09/09/20 14:43


18 Wander- & Kochbücher

Essen und Wandern sind hierzulande untrennbar miteinander verbunden. Kein Wunder also, dass auch eine Reihe (druckfrischer) Publikationen das Thema aufgreifen. Hier ein Überblick, um gut „eingelesen“ in diesen Herbst zu starten. Die Garzeit – das ist beim Knödelmachen so eine Gefühlssache. Doch nur „auf den Punkt“ gekocht, schmeckt das Südtiroler „Nationalgericht“. Darüber hinaus erfährt der – einst als Resteverwertung in der „ArmeLeute-Küche“ beliebte – Knödel in diesen Zeiten von Nachhaltigkeitsdenken und regionalem Bewusstsein ein echtes Revival: Kaum eine andere traditionelle Speise lässt sich so vielseitig kombinieren und mit wenigen Zutaten neu interpretieren – siehe den ersten Buchtipp.

Rezepte mit Knowhow und Tradition „Genau auf den Punkt“ – also passend zum Herbststart –

kommt ab 30. September „Das Südtiroler Knödelkochbuch“ (Athesia Tappeiner, 2020; 96 Seiten) druckfrisch in den Buchhandel. Dafür kehrt das bewährte „So kocht Südtirol“-Trio Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser und Helmut Bachmann wieder zurück zu den eigenen, kulinarischen Wurzeln und zeigt mit einfachen Anleitungen, wie einfach das Knödelkochen sein kann. Leicht verständlich, mit Schritt-für-Schritt-Fotos und viel Wissenswertem zum perfekten Gelingen. Wer darüber hinaus die Südtiroler Küche generell erkunden will, dem sei zudem der laufend neu aufgelegte Klassiker „So kocht Südtirol. Eine kulinarische Reise von den Alpen in den Süden“ (Athesia Tappeiner, 2018; 552 Seiten) empfohlen.

Mutige Ideen für neue Zeiten Im Spannungsbogen zwischen Regionalität und modernem Ernährungsverhalten bewegen

Buschenschank

Törggelebeginn 25. September

Innerperskoler Hof Unser Hof liegt direkt am „Oachner Höfeweg“ und ist der ideale Ort für ein herzhaftes Törggelen nach einer herrlichen Herbstwanderung. Auf dem Innerperskolerhof verwöhnen Sie Lydia und Elmar sowohl in der gemütlichen Stube, als auch auf der schönen Sonnenterrasse mit Knödel, „Schlutzer“, Hauswürste, Sauerkraut, Krapfen und selbst gebackenem Brot begleitet von Eigenbauweinen.

Völser Aicha • Unteraichaweg 10 • Tel. 333 9683387 info@innerperskolerhof.it • www. innerperskolerhof.it

Shutterstcok

Ob mit Kochlöffel oder Bergschuh

Kochen verbindet - in der Törggelezeit umso mehr. sich hingegen zwei junge Südtiroler Autorinnen. „Silvis Wohlfühlküche“ (Athesia Tappeiner 2020; 240 Seiten) schließt daran an, womit die junge Influencerin Silvia Gasser schon vor zwei Jahren mit „Silvis Low Carb Kuchl“ (Athesia Tappeiner, 2018; 192 Seiten) heimische Hobby-Kulinariker aufhorchen ließ: leckere

Gericht für einen gesunden Lebensstil. Darin spielt die richtige Tagesverteilung der Kohlenhydrate eine entscheidende Rolle – ebenso wie so manche mutige Neuinterpretation der heimischen Traditionsküche. Noch einen Schritt weiter geht die Wipptaler Umweltaktivistin Magdalena Gschnitzer, die mit

In unserem urigen Keller aus dem 15. Jh. servieren wir Ihnen unsere liebevoll zubereiteten Törggelespezialitäten!

Guntschöller Hof Sie erreichen uns auch zu Fuß vom Parkplatz Schloß Prösels über den „Oachner Höfeweg“ (Gehzeit 1,5 St.) ■ Übernachtungsmöglichkeiten Auf Ihre Vormerkung ■ Kinderspielplatz freut sich Fam. ■ Streichelzoo Obkircher! Völser Aicha ■ Taxidienst Tel. 0471 601094 info@guntschoellerhof.it www.guntschoellerhof.it Dienstag Ruhetag!


Wander- & Kochbücher 19

– Südtiroler „Herbstzeitlese“

„Lass die Sau raus (Raetia, 2020; 216 Seiten) vor allem veganen Hobbyköchen am heimischen Küchenherd über den CoronaLockdown half. Mit viel Ideenreichtum zeigt die Kämpferin für ein nachhaltigeres Leben – und damit ein bewussteres Einkaufen – Alternativen auf, wie abwechslungsreich Kochen

ohne Fleisch bzw. ganz ohne tierische Produkte sein kann.

Sündigen mit Maß und Geschmack

Mediterrane Einflüsse

Was wäre ein Törggele-Abend ohne Süßspeisen? Druckfrische Ideen dafür – bzw. eigentlich für das ganze „Kuchenjahr“ liefert „Wallys Kuchenparadies“ (Athesia Tappeiner, 2020; 176 Seiten). Darin schließt die Pusterer Kuchenkönnerin Waltraud Tschurtschenthaler nahtlos an den Erfolg von „Wallys Kuchenzauber“ (Athesia 2018; 176 Seiten) und „Back dich glücklich“ (Athesia Tappeiner, 2016; 208 Seiten) an. Denn bei diesem Backspaß zählt der Geschmack und nicht die Perfektion eines Konditors.

Ob nun die Nudeln oder die Liebe zum Olivenöl und zu mediterranen Kräutern – über die italienischen Einflüsse auf die „doige“ Küche werden Traditionalisten hinlänglich streiten. Dennoch finden beide „Kulturbereiche“ spätestens am Esstisch zusammen. Siehe etwa zwei Neuerscheinungen: Sowohl die aus dem italienischen Fernsehen bekannte, zweisprachige Bloggerin Juliane Morat mit „Passione Cooking“ (Raetia, 2020; 272 Seiten), wie auch die Bäuerin Vera Carpi im Buch „Backen mit Pasta Madre“ (Raetia, 2020; 272 Seiten) zeigen, wie einfach und doch genussreich die mediterrane Seite der Südtiroler „Hausküche“ ist. Zumal „Pasta Madre“ übrigens nichts anderes ist als eine milde Sauerteig-Variation, die sich für Pizza genauso eignet wie für Kastanienbrot.

Mit dem Auto das Land erkunden

Allein mit der Anfahrt steigt die Vorfreude auf die Wanderung. Kurvenreich schlängeln sich die Berg- und Pass-Straßen durchs Land und sind neben lebenswichtigen Verkehrsadern vor allem eines: geschichtsträchtige Orte, die sich auch hervor-

Saderhof Direkt am Keschtnweg – Geöffnet ab 11.00 Uhr vormittag bis 24.00 Uhr – Übernachtungsmöglichkeit Unsere hauseigenen Produkte und hausgemachten Gerichte: Gerstsuppe, Tris, Knödelvariationen, Schlutzer, Rippilan, Surfleisch, Hauswürste mit Kraut und Röstkartoffeln, sowie verschiedene Säfte und Krapfen, Wein, Nuien und vieles mehr! Wir freuen uns sehr, Sie bei uns willkommen zu heißen! - Familie Bacher

amilien!

Ideal für F

Fam. Bacher Tötschling 57 I-39042 Brixen Wir befinden uns auf der Straße von Tils nach Tötschling. Tel. 0472835919 Handy 3383853650 info@saderhof.it www.saderhof.it

Wir freuen uns über Ihren Besuch und ein gemütliches Beisammensein! Familie Huber

Walderhof • Schlossergasse 20 39040 Natz-Schabs Tel.+Fax 0472/415558

ragend als Ausgangspunkt für kurze oder längere Wanderungen eignen. Zwischen Brenner und Mendelpass bzw. Stilfser Joch und Sellajoch gibt es somit allerhand Ausflugsmöglichkeiten, die beispielsweise Anja Eichelshöfer in „Alpenpässe in Südtirol“ (Folio, 2020; 160 Seiten) aufzeigt. Überhaupt hat die Südtirol-Liebhaberin aus Wolfenbüttel einen Blick fürs Besonderheiten des Landes, siehe den Vorgänger „Seen und Wasserfälle in Südtirol“ (Folio, 2019; 144 Seiten).

Wandern ist Familiensache Das eigene Land neu entdecken: Das gilt derzeit auch für viele Südtiroler Familien. Vor diesem Hintergrund sind gleich drei Bücher neu erschienen, in denen sich allerhand neu entdeckte und selbstredend auch bewährte Wandertipps finden. Siehe die ganz neue Reihe „Einfach Südtirol. Leichte Wanderungen für die ganze Familie“ (Athesia

Genießen Sie in unserem Hofschank und auf der Terrasse mit großem Spielplatz und Spielecke hausgemachte Köstlichkeiten. Sie erreichen uns zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Bus. Öffnungszeiten: Freitag-Montag 11-23 Uhr, Dienstag und Donnerstag 11-16 Uhr, auf Vorbestellung auch abends. Vormerkung erwünscht! Mittwoch Ruhetag.


20 Wander- & Kochbücher

„Weinseliges“ Wandern im Herbst Ein Gläschen Suser (oder Nuier) gehört zu jeder Törggelepartie. Aber Südtirol ist über den Jungwein hinaus ein vielfältiges Land. Wer diesbezüglich Ausflugstipps sucht, der wird in folgenden Büchern fündig: Der deutsche Gourmet und Weinkritiker Otto Geisel etwa verführt in „Wein & Genuss in Südtirol“ (Zabert & Sandmann, 2020; 214 Seiten) auf eine Lesereise zu 40 führenden Südtiroler Winzern.

Shutterstock

Tappeiner, 2020; 128 Seiten) und „Einfach Südtirol. Mit der Seilbahn ins Bergparadies“ (Athesia Tappeiner, 2020, 144 Seiten). Noch mehr Tipps – nämlich 250 an der Zahl! – nicht nur für einen goldenen Herbsttrip finden sich in „Familienland Südtirol – Dolomiten“ (Athesia Tappeiner, 2020; 384 Seiten)

Wandernd das herbstliche Südtirol erkunden: Weinliebhaber kommen dabei genauso auf ihre Kosten wie Hobbyfotografen. Doch neben den Menschen „hinter“ den preisgekrönten Produkten heimischer Kellereien beschäftigt sich Geisel auch mit Geschichte und kulinarischem Zusammenspiel von Südtiroler Wein und Kost – Rezepte inklusive. Auch der Latscher Sommelier Christoph Tscholl hat mit „Wein Erleben in Südtirol“ (Folio, 2020; 192 Seiten) einen Wein-

Wandern und genießen direkt am „Keschtnweg”. • typische hausgemachte Herbstgerichte • eigene Kastanien – süßer Most „Suser“ • grüne und süße Feldthurner Krapfen • durchgehend warme Küche Großer Garten mit herrlichem Ausblick. Übernachtungsmöglichkeit. Montag Ruhetag Ihr Gasthof Wöhrmaurer, Familie Mitterrutzner Wehr 3 · 39040 Feldthurns · Tel. 0472 855 301 · www.woehrmaurer.com

Von Anfang Oktober bis Ende März verwöhnen wir Sie mit hofeigenen, typischen Südtiroler Speisen. Ganz besonders zur Törggelezeit lädt unsere bäuerliche Stube zum gemütlichen Beisammensein ein. Sie bietet Platz für ca. 60 Personen, ideal für Familienfeiern, Geburtstagsfeiern und sonstige Veranstaltungen. Immer wieder sorgen Musikanten für Unterhaltung und machen den Abend zum Fest.

Reiseführer zusammengestellt. Darin sind über 80 ausgewählte Winzer geführt – und zwar von den Weinbergen im Meraner Raum über die Anbaugebiete des Überetsch bis in die Eisacktaler Weißweingegend. „Ein kompakter, nützlicher Band für den Reisenden, der in Südtirols Winzerwelt hineinschnuppern will“, wie „Die Zeit“ schreibt. Noch mehr Wandertipps und viel Wissenswertes zum Thema bietet „Weinland Südtirol“ (Raetia, 2020; 280 Seiten) von Christoph Gufler. Der ehemalige Bürgermeister von Lana wurde dafür als „Winner Italy“ beim „Gourmand Cookbook Awards“ in der Kategorie „European Wine-Books 2020“ prämiert.

Neu-Entdeckungen am Wegesrand Ganz neu in der Runde der Südtirol-Wanderbücher ist seit diesem Jahr auch der KompassVerlag, der weit mehr als „nur“

Wanderkarten in seinem Programm hat. „Dein Augenblick – Südtirol Dolomiten“ (Kompass, 2020; 216 Seiten) bietet 30 Touren-Vorschläge, die vor allem Hobby-Fotografen schätzen werden. Leidenschaftliche junge Fotografen und der erfahrene Bergsteiger und Autor Wolfgang Heitzmann zeichnen für dieses Buch verantwortlich. Ein ähnliches Konzept fährt auch das Südtiroler Autoren-Duo „Roter Rucksack“ alias Judith Niederwanger und Alexander Pichler mit „Die schönsten Touren und Fotospots in Südtirol“ (Raetia 2019; 288 Seiten). Ihre mit spektakulären Bildern versehenen Wandertipps eignen sich für Anfänger genauso wie für geübte Berggeher. Doch vor allem führen sie zu den bekannten Plätzen, finden so manchen Schleichweg und geben viele Ratschläge fürs richtige Fotografieren. Außerdem verrät das Autorenpaar die GPS-Daten der besten Fotospots im Land.

Tel./Fax: +39 0472 840 318 www.jausenstationmoar.it

W ir sind ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein,

bekannt für hausgemachte Wild- und Lammspezialitäten sowie köstliche Vor- und Mehlspeisen. Unsere Bauernstube eignet sich hervorragend für Familienfeiern und Törggeleabende.

Floragunde Hasler – Tschiffnon 39 – 39040 Feldthurns – Tel. 333 2259558 info@peintnerhof.it – www.peintnerhof.it

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Wanderung im Abteital 21

Wanderung von Kolfuschg auf den Sassongher nach Stern La Ila

Weglänge: 11,7 km Gehzeit: 4:27 St. Höhenunterschied: 1303 m Schwierigkeit: mittel Von Kolfuschg nach Westen auf Weg Nr. 4 durch das Edelweisstal hinauf an einem Bildstock vorbei bis zu einer Abzweigung (oder mit dem Col-Pradat-Lift ab Kolfuschg bis zum gleichnamigen Hügel). Man verlässt den in Richtung Puez weisenden Steig Nr. 4, um der Markierung Nr. 7 nach rechts zu folgen. Der Steig überwindet eine sehr steile Grasflanke und führt in die SassongherScharte hinauf. Auf der Scharte beginnt der anspruchsvolle Abschnitt des Aufstieges. Man hält sich rechts, überwindet einen

Alta Badia Brand by Fredyy Planinschek

Herrlicher Aussichtsberg mit gewaltigem Rundblick auf die nahe Sellagruppe mit Val de Mesdì, Piz da Lech und Pisciadú, im Norden thronen die hohen 3000er des Alpenhauptkammes. Atemberaubender Tiefblick auf Kolfuschg und Corvara. Kleiner Wermutstropfen: Selten genießt man auf diesem Gipfel Bergeinsamkeit.

Ein herrlicher Ausblick auf die Dolomiten im Herbstlicht. steilen Geröllhang und erreicht den felsigen Gipfelaufschwung. Die folgenden, abgeschliffenen Felsen werden mit Hilfe von fixen Seilen erklettert, ehe man ein ansteigendes Band begeht und über Geröll zum geräumigen Gipfel-

grat gelangt. Abstieg wie Aufstieg bis zur Scharte. Von der Sassongher-Scharte auf Steig Nr. 5, nordwärts steil absteigend zu einem Felsband unter der Para da Giai, dann über einen steilen Schotterhang hinunter, an den Quellen

des Ruac Baches vorbei, bis zur Gherdenacia Hütte. Der Abstieg erfolgt weiter auf Steig Nr. 5 bis Stern/La Ila. Oberhalb der Sponata-Hütte kommt man mit dem Sessellift nach Stern/La Ila. Quelle: www.altabadia.org

WILLKOMMEN AUF DER EDELWEISSHÜTTE Inmitten eines wahren Wanderparadieses Auf einer Höhe von 2.050 m erwartet euch die Schützhütte Gardenacia auf der Sterner Alm für einen unvergesslichen Urlaub in der vielseitigen Natur des Gadertals. Naturpark Puez-Geisler - Dolomiten La Villa - 39036 Badia - Alta Badia Tel. 0471 84 01 28 - Handy 335 81 24 781 - info@gardenacia.it

Die Schutzhütte Edelweiss befindet sich oberhalb vom Dorf Kolfuschg in Alta Badia, mitten im Edelweisstal, am Fusse des Sassonghers und des Ciampac Berges, in einer besonders panoramischen und sonnigen Lage. In unserer einladenden und gemütlichen Stube im ladinischen Stil, können Sie hervorragende Gerichte nach echter einheimische Tradition, die mediterrane Küche oder die Schnellküche verkosten. Zu allen Gerichten finden Sie einen guten Wein aus unserer umfangreichen Weinkarte.

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22 Törggelen zu Hause

So gelingt die Törggelepartie daheim

Man sagt, beim Törggelen kommen drei Dinge zusammen: die Freude an der Arbeit, die Freude über die Früchte der Arbeit und der Spaß, dies gemeinsam zu feiern. Zwar werden die Wenigsten selbst Kastanien sammeln oder Schweine schlachten. Doch passende Gerichte aus diesen Produkten zu zaubern, kann jedem gelingen.

Das kommt auf den Tisch Gestartet wird eine zünftige Törggelesause im heimischen Esszimmer am besten mit einer Gerstsuppe. Diese sämige bis dickflüssige Suppe ist sehr nahrhaft und gesund. Und das Gute daran: Die Suppe kann zwischen 30 Minuten und drei Stunden gekocht werden. Je länger sie im Topf dahinblubbert, umso cremiger wird sie. Besonders würzig wird das Gericht, wenn man dem Ganzen etwas Geselchtes beifügt. Schlutzer und Knödel stehen bei vielen Törggelegenießern ganz oben auf der Speisekarte. Wem das zu viel Arbeit ist, der kann den Teller auf ein Gericht reduzieren. Denn auch eine einfache Portion Schlutzkrapfen mit zerlassener Butter und Parmesan ist ein wahrer Genuss. Ein Muss bei jeder Törggelemahlzeit ist die Schlachtplatte: Geselchtes, Rippen und Würste

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Obschon die Corona-Pandemie manche Zeitgenossen davon abhalten mag, zum Törggelen zu gehen, muss nicht unweigerlich auf Sußer, Hauswurst und Kastanien verzichtet werden. Denn uriges Flair und genussvolle Küche lassen sich auch in die eigenen vier Wände holen. Hier ein paar Tipps fürs „Home-Törggeling“.

Ob auf dem offenen Feuer oder im Backofen: Kastanien lassen sich in beiden Varianten hervorragend braten. Das „Ritzen“ kann dabei Familientradition sein. holt man sich am besten beim heimischen Metzger des Vertrauens. Er gibt auch gern Tipps für die Zubereitung und packt obendrein oftmals auch noch das passende Gewürz für den unverfälschten Geschmack dazu. Wer sich den etwas intensiven Geruch von Sauerkaut in der Küche ersparen möchte, der greift am besten zu gewecktem Kraut. Hier reicht ein Aufwärmen. Anderenfalls kann man Kaut als Beilage mit einem Kartoffelgröstl ersetzen – fein gewürzt mit Kümmel. Krapfen sind beim Törggelen der gelungene Abschluss der Mahlzeit. Zusammen mit neuen Weinen, runden diese Leckereien eine Törggelemahlzeit ab. Hierzu sollte man am besten eine tüchtige (Südtiroler) Großmutter in der Nähe haben, denn das Krapfen backen will gelernt sein – und bedarf viel Zeit. Da ist es besser, man kümmert sich um die gebratenen Kastanien. Sie können übrigens nicht nur in der Pfanne, sondern auch im Backrohr zubereitet werden.

Schneiden Sie die Kastanien dafür an der gewölbten Seite kreuzweise ein und legen Sie sie anschließend in eine ofenfeste Form. Im Ofen für 20 Minuten bei 200 °C rösten bis die Schalen aufspringen. Die Kastanien aus dem Ofen nehmen, in ein feuchtes Tuch einschlagen und kurz abkühlen lassen. Achten Sie beim Einkauf darauf, wegen des Abfalls eine Handvoll mehr in die Tüte zu geben.

Diese Getränke sollten nicht fehlen Bei einer Törggelepartie darf natürlich der Wein nicht fehlen. Südtirol hat zwar eine Vielzahl an schweren, vollmundigen Spitzenweinen, beim Törggelen werden jedoch vor allem junge, leichte Weine getrunken. Für all jene, die auf Alkohol verzichten, bietet sich ein fruchtiger Apfelsaft oder ein hausgemachter Fruchtsaft als Alternative an. Nun darf auch eine urig-gemütliche Atmosphäre beim „Home-Törggeling“ nicht feh-

len: Am besten dekorieren Sie den Tisch mit herbstlichen Blättern, Früchten oder Kürbissen. Auch Großmutters Häkeldeckchen macht sich zur Abwechslung gut auf dem Tisch. Handbemalte Steinkrüge oder gedrechselte Holzschüsseln runden die Deko ab.

Das Rahmenprogramm Hunger ist bekanntlich der beste Koch. Wo man ihn bekommt? In der frischen Luft. Verbinden Sie das Törggelen daheim darum am besten mit einer herbstlichen Wanderung oder einer spannenden Wattpartie (Anm.: Südtiroler Kartenspiel) im Freien, bevor am Esstisch herzhaft zugelangt wird. Verdaut werden kann dann bei einem Tänzchen zur Steirischen. Gibt es keine Musikanten in der Familie, tut es auch ein Radio oder MP3-Player, um bei ein paar Takten das Tanzbein zu schwingen und damit die Verdauung anzukurbeln. Gute Gelingen!


Rezept mit Kartoffeln 23

Gefüllte Kartoffel-Pfifferling Knödel mit Wildkräutersalat

Zubereitungszeit: etwa 50 Minuten Zutaten: (für vier Personen, etwa zwölf Knödel) Kartoffelteig: 400 g mehlige Kartoffeln; 1 Eigelb; 1 EL zerlassene Butter 120 g Mehl; Salz Pfifferlingsfüllung: 40 g Zwiebeln, fein geschnitten; Knoblauchzehe, fein gehackt; 50 ml Olivenöl zum Dünsten; 300 g Pfifferlinge, in kleine Würfel geschnitten; 1 TL Petersilie, fein geschnitten; Salz; Pfeffer aus der Mühle Weiteres: 100 g Pimpinelle (Anm. d. Red.:

eine Gewürzkraut), Waldmeister; Wasserminze, Kerbel, Wiesensalbeiblüten, Brunnen kresse, Melisse; 100 g geröstete Pfifferlinge; 2 EL Salatmarinade; 30 g Ziegenparmesan oder Almkäse 2 EL geröstete Brotwürfel; 40 g braune Butter Zubereitung: Kartoffelteig: 1. Kartoffeln schälen, in 2 x 2 cm große Würfel schneiden und in Salzwasser etwa 20 Minuten kochen. 2. Abseihen und etwas ausdämpfen lassen, bis sie trocken sind. 3.  Kartoffelwürfel durch die Kartoffelpresse drücken, mit

Eigelb und Butter verkneten und dann etwa 10 Minuten erkalten lassen. 4. Mehl und Salz unter die Kartoffelmasse kneten. 5.  Den Kartoffelteig 1 cm dick ausrollen und runde (6–7 cm Ø) Blätter ausstechen. Pfifferlingsfüllung: 6.  Zwiebel- und Knoblauchwürfel in Olivenöl andünsten, Pfifferlinge dazugeben und etwa 5 Minuten dünsten. 7. Mit Petersilie, Salz und Pfeffer würzen und auskühlen lassen. Fertigstellung: 8.  Die Pfifferlingsfüllung auf die Kartoffelteigblätter geben,

diese gut verschließen und den Teig zu Knödeln formen. 9. In kochendes Salzwasser geben und etwa 15 Minuten kochen lassen. 10. Wildkräutersalat und Pfifferlinge kurz vor dem Servieren mit der Salatmarinade marinieren, auf Tellern anrichten und die Knödel daraufgeben. 11.  Die Knödel mit Ziegenparmesankäse und gerösteten Brotwürfeln garnieren, mit brauner Butter beträufeln und servieren. Quelle: Das Südtiroler Knödelkochbuch, Heinrich Gasteiger; Gerhard Wieser; Helmut Bachmann, Athesia-Tappeiner Verlag, 2020.

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Pustertaler Saatbaugenossenschaft Landw. Ges. Bruneck - G.-Marconistr. 7 - Tel. 0474/555 116 - Fax 0474/555 338 saatbau@patate-brunico.it - www.saatbau.it


24 Wanderung Antholzertal

Kumpflalm

In 1653 Metern Höhe gibt es wenig, was Gästen den Blick verstellen könnte, die den anderthalb Stunden langen Aufstieg zur Kumpflalm bewältigt haben.

Weitblick von der Kumpflalm Das kleine Bergjuwel in Antholz-Mittertal bietet alles, was die Südtiroler so an ihren Bergen lieben: farbenfrohe Sonnenaufgänge, den Duft von Alpenkräutern und Wiesen, hausge-

Kumpflalm

Das Antholzertal zu Füßen, den Kaiserschmarrn oder die Speckjause auf dem Teller und die klare, frische Bergluft in der Nase – das erwartet Sie am Ende einer kurzen Wanderung hinauf zu unserer Kumpflalm.

machte Gerichte in der Hütte und fröhliche Hüttengaudis, wie sie nur in Südtirol gefeiert werden. Dieses Wanderziel, das jeden Sommer täglich vom 1. Juni bis zum 15. Oktober von Thomas Cousins bewirtschaftet wird und durchgehend von morgens bis abends geöffnet ist,

nutzen auch Einheimische gern für einen Besuch. Start: Antholz Mittertal Gehzeit: 1:30 St. Höhenunterschied: 400 m In Antholz Mittertal an der Sportzone nimmt man den

Weg zu den Eggerhöfen. Dort links abbiegen und die Forststraße weiter hinauf bis zur Kumpflalm. Von der Alm hat man einen herrlichen Blick ins Tal. Geöffnet von Anfang Juli bis Mitte Oktober. Kein Ruhetag. Quelle: www.vierbrunnenhof.com

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Ihr Basislager im Antholzertal Als zertifiziertes Mitglied der Wanderhotels rühmt sich der Vierbrunnenhof mit erstklassiger Erlebnisqualität gepaart mit alpiner Kompetenz und Erfahrung. Mehrmals die Woche starten geführte Touren direkt vom Hotel. Ausrüstung und Wandertaxi inklusive.

Rundum Urlaub Den Tag beginnen die Gäste im Vierbrunnenhof mit einem Südtiroler Qualitätsfrühstück: Ein reich gedecktes Frühstücksbuffet

rotwild

Im Sommer finden Naturliebhaber im Hotel Vierbrunnenhof den idealen Ausgangspunkt, um die artenreiche Flora und Fauna Südtirols zu erleben.

mit regionalen und biologischen Produkten von vorwiegend lokalen Produzenten schenken Kraft für den bevorstehenden Tag in den Bergen. Im Sommer wird gewandert, geradelt und geklettert. Nach einem aktiven Urlaubstag entspannen die Hotelgäste das ganze Jahr über im neuen „Sauna-Hittl“ mit Panorama-Ruheraum – beides aus Zirbenholz aus dem hauseigenen Wald. Zu neuen Kräften kommen die Gäste auch

beim Sprung ins Hallenbad mit Whirlpool und Gegenstromanlage. Mit Blick auf die umliegenden Bergketten können die Gäste die Seele baumeln lassen und sich erholen. Der Tag wird mit einem feinen Abendessen im lichtdurchfluteten Restaurant abgerundet. Das 5-Gang-Wahlmenü punktet durch saisonal passende Gerichte aus vorwiegend regionalen und biologischen Produkten. Auf individuelle gesundheitliche Bedürfnisse der Gäste geht Chefkoch Konrad gerne ein. Abschließend trifft man sich auf einen Absacker in der Hotelbar.

Rundum Gastlichkeit Es ist eine Herzlichkeit, die wirklich so gemeint ist: im familien-

geführten Vierbrunnenhof ist die persönliche Betreuung schon in dritter Generation Ehrensache. Das Gastgebersein liegt hier im Blut: Egal ob es den Gästen nach Entspannung oder Unterhaltung ist, die gesamte Familie kümmert sich um deren Wohl.

Hotel Vierbrunnenhof Vierbrunnenstraße 5 39030 Antholz Tel. 0474/492197 info@vierbrunnenhof.com www.vierbrunnenhof.com


Porträt 25

Ein Leben im Zeichen der Kastanien

Allmählich bricht der Abend herein über den Koflerhof oberhalb der Gemeinde Nals im Burggrafenamt. Holundersaft steht auf dem Tisch, eine leichte spätsommerliche Brise weht über die Gartenlaube. Bäuerin Marianna Windegger hat nun Zeit, sich kurz auf einer Gartenbank auszuruhen. Die 81-jährige lässt ihren Blick in die Ferne schweifen. „Nun bin ich schon 58 Jahre hier auf diesem Hof“, sagt sie mit ruhiger Stimme. Der Herbst, das ist traditionell Erntezeit – und während sich ihr Sohn und seine Familie in den Apfelanlagen und Weingütern aufhalten, schaut sie vor allem auf die zehn alten und eine Handvoll neu gepflanzter Kastanienbäume. Als sie einst als junge Frau auf den Hof kam, standen noch viel mehr. So kam sie schon bald in Berührung mit den Nussfrüchten, die nun längst zu einem wichtigen Teil ihres Lebens geworden sind: „In meiner ursprünglichen Heimatgemeinde Deutschnofen hatte ich mit Kastanien eigentlich nichts am Hut. Doch hier auf dem Koflerhof waren sie gleich ein wichtiger Teil des bäuerlichen Lebens. Vor allem die etwas kleineren Kastanien haben wir zum Eigengebrauch auf dem Hof behalten. Sie wurden auf dem Dachboden gelagert und über den ganzen Winter wurden diese „DillKestn“ dann zum Abendessen gekocht. Was im Frühjahr noch übrig blieb, das wurde in einem großen Kessel gekocht und an

die Schweine verfüttert. Damals war die Kastanie im Leben der Bauernfamilien sicher etwas mehr eingebunden als heutzutage.“

Eine Pilzplage breitet sich aus Besonders eine Erfahrung hat Frau Windegger über die Jahre gemacht: Wie die Qualität der Kastanien ist, könne man erst sagen, sobald sie von den Bäumen fallen. „Mich fragen immer wieder Leute, wie es in diesem Jahr mit der Kastanienqualität ausschaut. Da kann ich eigentlich immer nur sagen, dass es zwar gewisse Faktoren gibt, etwa wie viel Regen im Frühjahr gefallen ist. Aber am Ende zeigt sich die Qualität erst, wenn die Kastanien aufgesammelt werden. Wenn viele und auch schöne Kastanienigel auf den Bäumen hängen, sagt das noch nichts über die Qualität der Ernte aus“, erklärt sie. Grundsätzlich habe sich über die Jahre aber einiges verändert – zum Positiven und zum Negativen. Die Kastanien seien früher beispielsweise um einiges Größer gewesen. Warum sie mittlerweile kleiner geworden sind, ist Frau Windegger ein Rätsel, aber zumindest der Qualität habe es nicht geschadet. Zuletzt hätten die Früchte aber unter einem Pilz zu leiden. Dieser sei vor geraumer Zeit plötzlich aufgetaucht und ist seitdem eine regelrechte Plage. Doch davon lässt sich die Bäuerin aber nicht aus dem Konzept bringen: „Da hilft kein Jammern! Ich muss die von den Bäumen gefallenen Kastanien einfach jeden Tag auflesen und gründlich sortieren. Der Pilz breitet sich vor allem aus, wenn die Kastanienigel zu lange auf dem Boden liegen bleiben.“ Anschließend – und das rät sie auch allen

David Hofer

Seit fast 60 Jahren sind Kastanien ein fester Bestandteil des Lebens von Marianna Windegger aus Nals. Die heute 81-jährige spricht aus einer Zeit, in der Kastanien noch fester im bäuerlichen Alltag verankert waren und über Erfahrungen, die sie durch ihre Arbeit dazugewonnen hat.

Seit 58 Jahren kümmert sich Marianna Windegger auf dem Koflerhof um die Kastanienbäume.

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David Hofer

26 Porträt

Eine Eine Handvoll neu gepflanzter Bäume stellt die Zukunft der Kastanien auf dem Koflerhof sicher. ihren Kunden – sei es wichtig, dass man die Kastanien entweder gleich in die Kühltruhe gibt oder am besten so bald wie möglich brät. Am schlimmsten sei es, die Kastanien über mehrere Tage in einer Plastiktüte zu lassen, da gingen die meisten innerhalb kürzester Zeit zu Grunde.

handschuhe gibt, fällt mir die Arbeit leichter. Früher musste man die Kastanienigel täglich mit den bloßen Händen aufsammeln und die Früchte daraus befreien. Am

Ende des Tages brannten mir da oft die Hände, und ich musste mir noch so manchen Stachel aus den Händen ziehen“. Trotzdem ist es Marianna Windegger

Aufgefallen ist Marianna Windegger zudem, dass sich der Zeitpunkt der Ernte immer weiter nach vorne verschoben hat: „Früher fielen die Kastanien erst gegen Ende Oktober, oft auch rund um Allerheiligen von den Bäumen, doch nach und nach geschah es immer wieder ein paar Tage früher. Mittlerweile beginnt es meist schon Anfang Oktober.“ Doch es gab auch einige Ausnahmejahre: So waren zu ihrer großen Überraschung gegen Ende der 1990er Jahre einmal die Kastanien schon rund um den 20. September reif und konnten zahlreich aufgesammelt werden. Die Ernte selbst ist mittlerweile angenehmer geworden, das ist für die 81-jährige klar: „Besonders, seit es dickere Gummi-

David Hofer

„Die Kastanien fallen immer früher“

Zehn alte Kastanienbäume stehen heute noch rund um den Hof, früher waren es noch einige mehr.

wichtig zu betonen, dass am Klischee des schnellen Geldes mit Kastanien nichts dran sei. Zumal die Ernte eine anstrengende Arbeit bleibe: „Mich stört es wenn einige Menschen glauben, bei der Arbeit mit Kastanien sei es so, als ob man das Geld direkt von der Straße aufklauben kann. Doch da ist weit mehr dahinter. Jeden Tag sammle ich die Kastanien auf, sortiere sie und mache sie für den Transport bereit. Das ist einerseits körperlich anstrengend, aber auch zeitintensiv. Die Kastanien fallen einem ja nicht einfach so in den Schoß.“ Mittlerweile ist die Arbeit für sie oft nicht mehr leicht zu schaffen, ihre Cousine hilft ihr immer wieder aus. Wie es mit den Kastanienbäumen weitergeht, wenn „die Oma“ sich mal nicht mehr darum kümmert, dass weiß sie nicht. Im Herbst ist auf dem Hof ohnehin viel Arbeit zu erledigen, für die Kastanien bleibt da meist nicht viel Zeit. Doch eine Lösung wird sich schon finden und vorerst steht in ein paar Tagen die Ernte dieses Jahres auf dem Programm. Da gibt es keine Zeit, sich lange Gedanken über die Zukunft zu machen.


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