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28.04.2010

11:59 Uhr

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D E R F E I N S C H M E C K E R B o o k a z i n e N r. 2 0 · D e u t s c h l a n d € 9 , 9 5 · Ö s t e r r e i c h € 1 0 , 3 0 · S c h w e i z s f r 1 8 , 9 0

SÜDTIROL KULINARISCH 350 GENIESSER-ADRESSEN

BOOKAZINE NR. 20

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SUDTIROL KULINARISCH Herau Zum sneh

große men:

Südti Bozen und Meran

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Blühende Städte mit Bergblick Genüsse mit Tiroler Akzent

Knödel, Krapfen und kräftige Käse

A € 10,30 • CH sfr 18,90 • BeNeLux € 11,45 E € 12,95 • I € 12,95 • P (cont.) € 12,95 • F € 12,95

350 Gründe

Unterwegs • Gourmettour in den Dolomiten • Weinreise ins Eisacktal • Neue Designhotels • Alpine Wellness pur

ISBN 978-3-8342-0836-1

hinzufahren! Hotels, Restaurants, Gasthöfe, Weingüter und Delikatessen


I N H A LT

Schlemmen im „Gasthof Oberlechner“ in Meran ab Seite 22, Stadtbummel durch Bozen ab Seite 54

18 SÜDTIROLER IMPRESSIONEN SO SCHÖN, SO GUT IST DAS LAND

22 MERAN UND SEIN UMLAND DIE KURSTADT, DIE SEITENTÄLER UND DIE BURGEN

40 STARKÖCHE UND IHRE REZEPTE MEISTER DER NEUEN SÜDTIROLER KÜCHE

52 WELTMACHT SPECK ULRICH LADURNER BETRACHTET EINE SPEZIALITÄT

54 BOZEN HAUPTSTADT MIT HERZ

60 REINHOLD MESSNER IM INTERVIEW „ICH BIN MIT LEIB UND SEELE SÜDTIROLER!“

6 D ER F EINSCHMECKER Bookazine Nr. 20

64 BRIXEN MEHR ALS EINE SOMMERFRISCHE

66 KÖCHINNEN UND DIE TRADITION KNÖDEL, KÜRBIS UND KASNOCKEN

78 SÜDTIROLER SPEZIALITÄTEN BROT, KÄSE, SPECK, KAMINWURZEN UND ÄPFEL

88 STILWANDEL IN DEN BERGEN ALPINES DESIGN IN SCHICKEN HOTELS

98 PORTRÄT MATTEO THUN DER STARARCHITEKT WEISS, WOHER DER WIND WEHT

106 DREI WANDERROUTEN ZU FUSS DURCHS PARADIES

Schlitten fahren in Alta Badia ab Seite 110, Weine aus dem Eisacktal ab Seite 124

110 ALTA BADIA DIE DOLOMITEN IN HOCHFORM

142 GROSSER ADRESSTEIL DIE BESTEN HOTELS, RESTAURANTS, WINZER UND EINKAUFSTIPPS

122 BRUNECK SHOPPING UND „SCHÖNECK“

5 EDITORIAL, 8 MAGAZIN, 186 IMPRESSUM

124 WINZER IM EISACKTAL AN DIE WELTSPITZE MIT EINER AGENDA 2020

132 KLAUSEN DIE KÜNSTLERSTADT

134 SÜDTIROLS BADESEEN SCHWIMMEN MIT FERNSICHT

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Restaurants, Hotels und Weingüter: Die Erklärung unseres Bewertungssystems steht auf Seite 186. Titel: Mads Mogensen fotografierte die Sarntaler Landschaft mit der kleinen Wallfahrtskirche von Maria Saal

136 ALPINE WELLNESS KIEFER, HEU UND GLETSCHERSAND MACHEN MUNTER

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M A R I A A L B E R TA F R A N Z E L I N „Gasthof Krone“, Aldein Seit 1720 bewirtschaftet die Familie Franzelin den bildhübschen Gasthof mit seinen holzgetäfelten Stuben und liebevoll ausgewählten Accessoires. Für authentische Südtiroler Küche mit verfeinerter Note ist seit über 40 Jahren die Seniorchefin Maria Alberta verantwortlich. Die Zutaten sind hochwertig, viele stammen vom eigenen Hof, andere von Bauern aus der Umgebung. Es schmeckt wunderbar, auch draußen vor der Tür am Holztisch. Andreas und Maria Alberta Franzelin spielen zwischen den Mahlzeiten gern mit ihrer Enkeltochter (o.). Die würzigen Graukasnocken könnte die leidenschaftliche Köchin notfalls wohl auch im Schlaf zubereiten, wie viele Gerichte der Südtiroler Traditionsküche

Graukasnocken mit brauner Butter Schwierigkeitsgrad: mittelschwer, Zubereitungszeit: 1 Stunde ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN:

3 Eier, 100 ml Milch, 200 g in kleine Würfel geschnittenes Knödelbrot (über Internetversand, ersatzweise getrocknetes Grau- oder Landbrot), 1 geschälte, gewürfelte kleine Zwiebel, 2 Essl. Butter, 50 ml Sahne, 150 g gewürfelter Graukäse (österreichischer Sauermilchkäse, auf Märkten am „Tiroler Standl“ oder über Internetversand, ersatzweise Harzer Käse mit noch weißem Kern), Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 50 g Parmesan, 2 Essl. Schnittlauchröllchen, 4–6 Essl. zerlassene Butter

Eier und Milch mischen, über das Knödelbrot gießen, vorsichtig vermengen. Zwiebel in Butter andünsten. Sahne und Graukäse dazugeben, unter Rühren schmelzen lassen. Graukäsemasse unter das Knödelbrot mischen. Teig bedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen. 16 Nocken formen. In siedendem Salzwasser 8 Minuten ziehen lassen – nicht kochen, sonst zerfallen sie. ANRICHTEN:

Knödel aus dem Wasser heben, in heiße tiefe Teller geben. Parmesan über die Nocken hobeln, mit Schnittlauch bestreuen, mit heißer Butter begießen.

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F O T O : W W W. I S T O C K P H O T O . C O M

ZU FUSS DURCHS PARADIES Gut ausgeschilderte Pfade führen Wanderer in Südtirol zu schneebedeckten Gipfeln, idyllischen Bächen, blühenden Almwiesen und duftenden Wäldern. Verschnaufpausen mit Knödeln, Kaiserschmarren und einem Glas Wein bieten sich unterwegs in Hütten und Gasthäusern reichlich. Drei Vorschläge ohne Kraxelei und mit vielen Gelegenheiten zum Genuss. So macht Wandern Spaß!

Route1

ÜBER DEN LATSCHANDERWAAL VON LATSCH ÜBER KASTELBELL NACH STABEN tille Wälder, schroffe Felsen, rauschendes Wasser und großartige Genüsse prägen den elf Kilometer langen Latschanderwaal von Latsch nach Staben. Los geht’ s im Ortszentrum von Latsch im Vinschgau. Entlang der Hauptstraße führt der Weg in Richtung Seilbahn bis zum Kreisverkehr an der Reschenstraße. Über einen Treppenpfad gelangt man hinauf zum Einstieg in den gut markierten Waalweg in Richtung Kastelbell. Das uralte Bewässerungssystem der Waale funktioniert: Der Latschanderwaal wird mit Wasser aus der Etsch gespeist und fließt nach kurzer Zeit offen neben dem manchmal mit Brettern und Geländern gesicherten, mitunter auch über schmale Eisenbrücken geführten Wanderpfad. In 50 Meter Tiefe rauscht die Etsch, neben dem Weg gluckert das Wasser durch Erd- und Felsrinnen. Nach einer Stunde gibt der Wald den Blick auf einen Felsen mit der Burg Kastelbell frei, die über dem gleichnamigen Ort thront. Wunderschön! Durch Weinberge und Obstgärten gelangt man zu einem befestigten Sträßchen hinab ins Dorf, und beim Bahnhof lädt eines der besten Restau rants Südtirols zur ausgiebigen Rast ein.

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In ihrem „Kuppelrain“ servieren Jör g und Sonya Trafoier eine verfeinerte Genießerküche mit regionalen Produkten (siehe Seite 44). Wer nicht im Gourmetrestaurant essen möchte, setzt sich an einen der drei Tische vorn und genießt den preiswerten Mittagstisch. Nach dem Espresso führt der Weg vom Dorfplatz auf den Wanderweg 3 in Richtung Tschars/Juval hinauf zum traditionsreichen Köfelgut. Der ausgezeichnete Blauburgunder Fleck der Familie Pohl ist Grund genug, die Wanderung für eine Verkostung noch einmal zu unterbrechen.

Vom Köfelgut führt der Weg Nr. 3 weiter bergauf zurück zum Waal. Nach einer kurzen Steigung nimmt man nicht die mit „H“ markierte Abzweigung zur Bur gruine Hochgalsaun, sondern überquert den Bachgraben und folgt dem mittleren von drei Wegen, der weiter entlang dem Tscharser Schnalswaal verläuft. Der 500 Jahre alte Wasserweg versorgt bis heute Gärten und Felder mit Wasser und zieht sich bis zum Sonnenhof unterhalb von Schloss Juval. Ein schöner Mischwald spendet auf d em angenehmen Genusswanderweg Schatten. Vorbei an einigen alten Gehöften oberhalb von Tschars gelangt man wenig später zu einer Rarität: ein kleines Schaufelrad, vom Waalwasser angetrieben,

lässt einen Hammer immer wieder auf eine eiserne Glocke fallen – einst signalisierte diese Waalschelle den Bauern, dass das Wasser störungsfrei floss. Schließlich geht der Wald in eine Steppenlandschaft mit vielen Brombeer - und Hagebuttensträuchern über . Für eine Einkehr empfiehlt sich die Jausenstation „Sonnenhof“ mit ihren schönen Terrassen, bevor man über den alten, grob gepflasterten Burgweg mit Blick auf die Häuser von Staben wieder ins Tal wandert. Wer jetzt, nach rund dreieinhalb Stunden Wanderzeit, noch Energie hat, macht einen Abstecher zum Schloss Juval von Reinhold Messner. Die Anstrengung lohnt gleich dreifach: wegen Messners spektakulärer Sammlung tibetischer Kunstge genstände, der regionalen Küche im rustikalen „Schlosswirt Juval“ (siehe Seite 68) und dem guten eigenen Wein. Q

TEXT: ALBRECHT HEINZ, ILLUSTRATIONEN: PETER SCHUMACHER

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EISACKTAL ZUR WEINSPITZE MIT EINER

AGENDA

2020 TEXT: STEPHAN REINHARDT, FOTOS: FRIEDER BLICKLE

Die jungen Winzer im nördlichsten Anbaugebiet Italiens haben gar nicht so bescheidene Ambitionen: Schon bald wollen sie mit ihren Eisacktaler Weinen der internationalen Konkurrenz die Stirn bieten. Wir stellen hier sieben Siegertypen vor, die gleich hinterm Brenner Anlauf nehmen – zum höchsten Qualitätsgipfel

Liegt der Eisacktaler Winzernachwuchs etwa am Boden? Aber nein! „Manni“ Nössing vom Hoandlhof hat bereits etliche sehr gute Weine im Keller

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Feinschmecker Bookazine "Südtirol kulinarisch"  

Südtirol Special

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