Page 1

Ausgabe 2 · Juni 2012

RUNDSCHREIBEN

WER PRÄGT EIGENTLICH

LANDSCHAFT?

Foto Manuela Trocker

Gepflegte

Landschaften

kennzeichnen

Südtirol.

Über

90 Prozent der Fläche Südtirols ist ländlicher Raum. Fast ein Viertel der Landesfläche ist alpine Grünfläche. 1.739 Almen prägen unser hochalpines Landschaftsbild und

SBJMusikkapelle

damit den Freizeit- und Erholungsraum für viele von uns. Die folgende Geschichte soll Leser und Entscheidungsträmehr

S. 7

ger in Politik und Wirtschaft im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen der Kulturlandschaft zum Nachdenken anregen.


2

BLICKPUNKT Landschaftspflege

HINWEISE Wichtige Mitteilungen

BERICHTE Veranstaltungen der letzten Monate

EVENTS Events des Sommers

WOR WOR WOR T RT O W T RT O W RT O W W W W W DAS T R O ORT OW WR ORT O R T R O W T RT O W W RT O W T W R T WORT DEM … O R O O R R O O T W R O W T W R O R W T W WORTWT WORTW T T R O R T R O R W O O O T R O R O W W W R T WOW RT O W T RT O W T R T W R T O WRWTOWRTOORW O T R O O W R R T T RT O W T R T W W WO R O O W O T R O ORT OW W WR R R T T RT RT O O W W WOR T T W R R O O O T T R R O O W W W W T R W T RT O W WOW O T W T T R R R R O T O O O T R O R W W W T R W T RT O W O T T W R R R O O T O RT RT OW W WOWRT W T T W R R O O O W W RT S. 1-6

S. 7

T R WO

T R WO

S. 8-11

S. 12

nige meiner Studienfreunde wohnen. Es ist dort auch schön, nur leider auf eine andere Art und Weise. Neben den Strassen und Wegen liegt Müll, in den Städten und auch am Lande. Die Häuser sind nicht gestrichen, oder sie werden es nur in dem Moment als sie erbaut wurden. Es fehlt dort einfach das Bewusstsein, dass ein Jeder zur Verwirklichung einer schönen Landschaft beitragen kann und soll. Bei uns steht jeder zu dieser Verantwortung: mit nachhaltiger Bewirtschaftung, viel Überzeugung und körperlichen Einsatz. Das ist keineswegs selbstverständlich und soll entsprechend anerkannt werden! Machen wir weiter so und gestalten für uns und unsere Gäste ein schönes Land. Es ist dies unser größter Schatz.

RT RT T OR RT WORT

O R O T R R T T

SBJ-Landesobmann - Stellvertreter

Ich wohne da, wo du Urlaub machst! Das denken sich sicherlich viele von uns Südtirolern. Ich schätze unser Land und seine Leute sehr. Als passionierter Bergsteiger, Skifahrer, Schwimmer… und vor allem Bauer, verbringe ich meine Zeit am liebsten im Freien, in unserer schönen Natur. Jedoch weiß ich, dass es keinesfalls selbstverständlich ist, dass man bei uns - so weit das Auge reicht - eine gehegte und gepflegte Landschaft vorfindet. Es ist für mich ein Genuss, auf einer Alm in die Ferne zu blicken und überall gemähte Wiesen, wunderbare Weingärten, Apfelanlagen und Wälder zu sehen. Ich hatte die Möglichkeit, wunderbare Landschaften und Gegenden zu bereisen, gar nicht weit weg von uns. Zum Beispiel im Süden Italiens, wo ei-

WORT

R T

T T T R T R R O R W WO W WO WO T R T O R T TWO W R R O O W W T T R T R O T R O R O W W W WO T T R R T O R O W W WO T T T R R R O W WO WO T R T O R W Florian Haas WO WO T T R R WO WO T R WO

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernjugend (SBJ), Redaktion, Fotos & grafische Gestaltung: Andreas Mair - andreas.mair@sbb.it, Sara Hafner - sara.hafner@sbb.it, Elisabeth Unterkofler - elisabeth.unterkofler@sbb.it

Infos: Das Rundschreiben kann auch auf der Internetseite der SBJ unter www.sbj.it heruntergeladen werden. Das nächste Rundschreiben erscheint im Herbst 2012.

Die Südtiroler Bauernjugend (SBJ) wird vom Amt für Jugendarbeit in ihrer Tätigkeit unterstützt. Ein herzliches Dankeschön.


3

WÄCHST GRAUKÄSE AUF DER ALM?

Wie lange können wir dieses Landschaftsbild noch genießen?

Foto Massimo Tallarigo

Es ist dies eine erfundene Geschichte. Und doch könnte sie sich so zugetragen haben. Die durch den Menschen geprägte Landschaft, die Kulturlandschaft, wandelt sich ständig. Sie ist aber auch unser wertvollstes Gut. Für einen Teil der Bevölkerung ist sie Arbeitsraum. Und für nahezu alle Freizeit und Erholungsraum. Wie Julia, eine junge Boznerin, zu ihrem „Graukas“ kam und was dieser mit einer gepflegten Kulturlandschaft zu tun hat, erzählt die folgende Geschichte.

Ausgabe 2 · Juni 2012

BLICKPUNKT


4

BLICKPUNKT

Der „Graukas“: besonders gut mit Essig, Öl und Zwiebelringen angerichtet.

ihr auch für den heutigen Abend am meisten Punkte einbringen soll. Während Julia sich dem Feinkostladen nähert, werden auch Erinnerungen an eine Wanderung vom letzten Sommer wach. Hoch gings auf die Alm, vorbei an Höfen mit gepflegten Wiesen. Julia erinnert sich an einen Bauer am Wegesrand der gerade einen Holzzaun reparierte. Übrigens war dieser ihr aufgefallen, weil er einen blauen Schurz trug auf dem stand „I hons net leicht“. Keck wie die junge Boznerin ist, fragte sie den Bauer auch gleich warum er denn nicht einen Zaun aus dem Baumarkt kaufe und aufstelle, anstatt hier mühselig jede Zaunlatte einzeln zu schnitzen und anzubringen. „Das würde doch viel schneller gehen“, meinte sie. Da blickte der Bauer auf und antwortete ihr: „Jo wie schaugn sel denn aus?“. Ganz irritiert von dieser Aussage überlegte Julia auch nicht lange und machte sich weiter auf dem Weg. Mit dieser Antwort hatte sie nicht gerechnet. Sie wollte dem Bauer doch nur einen Tipp geben, dachte sie. Die Antwort des Bauern ließ sie nicht los und während sie weiter Richtung ihrem Ziel, der Almhütte wanderte, blickte sie rechts und links hinunter ins Tal. Auf einmal, so schien es ihr, sah sie nicht nur die Almwiese und verspürte nicht nur den Duft von Kräutern. Nein, sie fragte sich, wie der Bauer, den sie vorher getroffen hatte, wohl diese steilen Wiesen bearbeite. Schließlich müsse das Heu doch irgendwie weiter hinunter ins Tal in die Schupfe zum Zwischenlagern für den Winter. Julia fragte sich auch, wie es wohl ausschauen

„Jo wie schaugn sel denn aus?“

Julia spaziert durch die Bozner Gassen und weiß genau, in welchen Feinkostladen sie gehen muss um dieses besondere Produkt zu finden. Die junge Boznerin und begeisterte Hobbyköchin hat mit ihren Freunden nämlich etwas Besonderes vor. Schon seit längerem verfolgen Julia und ihre Freunde die Sendung „Das perfekte Dinner“, bei der fünf Mitspieler ihre Freunde jeweils zu einem kulinarischen Abend der besonderen Art einladen. Jener, der von den anderen Mitspielern am meisten Punkte erhält, gewinnt am Ende der Woche. Heute ist Julia dran und so ist sie auf der Suche nach einem „Graukas“, den sie für ihr perfektes Dinner noch braucht. Julia weiß, dass der Geschmack des „Graukas“ von mild-säuerlich bis kräftigwürzig reicht. Damit ist er immer für eine Überraschung gut, die

Der Holzzaun: mit Materialien aus der Natur stimmungsvoll ins Landschaftsbild integriert.

Foto David Mottes


5

Ausgabe 2 · Juni 2012

BLICKPUNKT

1.739 Almen schaffen Lebensqualität für viele von uns.

Foto Helga Aschbacher

würde, wenn der Bauer eben nicht diese steile Wiese mähen und das Heu einbringen würde. Wahrscheinlich wäre einiges zugewachsen, Steine und Äste würden einfach herumliegen und niemand würde sich darum kümmern wollen. Wahrscheinlich könnte man dann nicht mehr die schöne Aussicht ins Tal genießen. Die Almhütte und die Sennerin würde es dann wohl auch nicht mehr geben, denn wenn die Bauern ihre Kühe nicht mehr auf die Alm bringen, wird auch keine Sennerin mehr oben sein. Die Wanderungen wären alles andere als erholsam. Allmählich wurde Julia bewusst, welche Bedeutung eigentlich die markigen Worte des Bauern hatten. Als Julia endlich an ihr Wanderziel, die Almhütte erreichte, wollte sie mehr wissen über den Bauern und seine Arbeit. Und während sie sich auf die verwitterte Bank setzte und die Sonnenstrahlen genoss, kam die Sennerin und fragte mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht: „Was darf ich bringen?“. Und Julia sagte gleich: „Etwas Typisches und etwas Selbergemachtes von dieser Alm bitte“. Insgeheim hoffte Julia damit, dass sie vielleicht ein Produkt erhielt, wo auch die Arbeit des Bauern, der den Holzzaun reparierte, drinsteckte. „Oh da haben wir etwas ganz Besonderes, sagte die Sennerin, nämlich unseren „Graukas“. „Gerne“, antwortete Julia. Als die Sennerin ihr ein sogenanntes „Graukas-Brettl“ mit Essig, Öl und Zwiebelringen auftischte, begann sie auch gleich zu erzählen. „Der Graukas ist das Produkt eines kargen Lebens am Berg, in dem alles verwertet werden musste. Aus der Milch wurde Butter gemacht, und aus der „übriggebliebenen“ Magermilch entstand ohne Zusatz von Lab der „Graukas“. Meist war dies die Arbeit von Bäuerinnen und Sennerinnen, erst im 19. Jahrhundert wurde das Käsemachen zur männlichen Aufgabe.“ Vor allem im Osten Tirols kennt man diesen Charakterkäse, die Oberinntaler haben ihren Graukäse, wie auch die Zillertaler und der Sterzinger Raum. Der Ahrntaler Graukäse war schon nahezu

in Vergessenheit geraten, als ihm 2005 „slow food“ den „presidio“ verlieh, eine Auszeichnung für fast verlorene, hochwertige regionale Produkte mit traditionellen Bearbeitungstechniken. Kein Graukäse gleicht dem anderen, auf jedem Hof und jeder Alm entsteht ein unterschiedliches Stück Käsekultur, geprägt von Erfahrung und jahrhundertealten Familientraditionen. Neugierig traute sich Julia die Sennerin nach dem Bauer zu fragen, dem sie begegnet war. „Ah, ja das ist der Huaber-Bauer. Er hilft uns auch oft auf der Alm und einige seiner Kühe geben eben auch die Milch für diesen „Graukas“. Zufrieden und mit einem Versprechen an sich selbst kehrte Julia von der Wanderung zurück: Sie würde ihren Freunden davon erzählen, wie viel Herzblut in einer gepflegten Landschaft, wie sie Südtirol hat, eigentlich steckt, und dass das nicht selbstverständlich ist. Übrigens, das „Perfekte Dinner unter Freunden“ hat Julia mit ihrer eigenen Kreation und dem „Graukas“ gewonnen. Der Überraschungseffekt bei den Gästen ist geglückt.

„Der Graukas ist das Produkt eines kargen Lebens am Berg, in dem alles verwertet werden musste“

Jeder Grashalm ist wertvoll: Mit viel Sorgfalt wird das Heu eingebracht.


6

BLICKPUNKT

Geschäftsführer Forum Land Tirol Magnus Gratl

RAUMPLANUNG Gastkommentar: von Magnus Gratl, Geschäftführer Forum Land Tirol Wir haben das Glück, in einer intakten und gepflegten Kulturlandschaft zu leben. Es muss unsere Generation sein, die sich darum kümmern muss. Die Frage liegt auf der Hand: Wie kann sich ein Land, eine Gemeinde sinnvoll entwickeln? Wir haben grundsätzlich einen großen beschränkenden Faktor. Tirol und Südtirol hat nur geringe Flächen zur Verfügung, die als Dauersiedlungsraum gelten. Das bringt uns in die Bredouille, dass wir uns täglich mit der Verwendung von Grund und Boden auseinandersetzen müssen. Was ich damit zum einen sagen will: Trotz hoher Grundpreise und Materialkosten ist der Trend zum Einfamilienhaus – im Grünen – ungebrochen. Wir müssen hier gerade als junge Menschen Verantwortung beweisen und uns einverstanden

erklären, wenn die Politik Barrieren aufbaut. Ich möchte damit nicht Bauten verhindern. Das wird nicht möglich sein. Ich denke aber, dass eine Raumplanung ihrem Namen nach, noch stärker planen muss. Und zwar im Dorf und in der Region. Im Dorf, weil wir viel zu wenig für die Innenentwicklung, sprich unsere Dorfkerne tun (in Tirol ist das Problem viel krasser als in Südtirol) und uns oft nur verengt mit der Außenentwicklung beschäftigen. In der Region, weil vor allem Gewerbegebiete für Gemeinden ein Match um Steuereinnahmen bedeuten. Aber ganz ehrlich: Schöne Gewerbegebiete sind mir noch keine bekannt, und sparsam mit Grund und Boden umgehende Gemeinden in diesem Zusammenhang auch nicht. Es geht schließlich um Einnahmen, daher die verständliche Reaktion. Wir müssen umdenken, besser

meine MEINUNG Unsere Kulturlandschaft ist das Aushängeschild Südtirols. Wird diese nicht mehr gepflegt, der ländliche Raum ausgenutzt bzw. mit dem Kulturgrund verschwenderisch umgegangen, so bringt dies nicht nur negative Folgen für Tourismus, Handel und Wirtschaft mit sich, sondern es würde für jeden von uns ein Stückchen Heimat verloren gehen. Ortsleiterin Lana Anna Holzner

heute als morgen. Zum zweiten bedeutet Flächenverbrauch unwiederbringlichen Verlust an Kulturlandschaft. Was einmal versiegelt, also bebaut ist, wird nicht mehr zur Wiese. Es gibt schon viele Regionen, wo der Druck auf Grund und Boden enorm ist – zu Lasten der aktiven Bauern, die nicht nur mit hohen Pachtpreisen zu kämpfen haben, sondern auch mit einem regelrechten Verdrängungswettbewerb. Der Spagat ist schwierig, aber zu schaffen. Entwicklung ja, aber nur geplant. Und vor allem nur dann, wenn Vorbehaltsflächen für eine sinnvolle landwirtschaftliche Produktion reserviert sind. Die Gesellschaft muss bedenken, dass wir Bauern die so geliebten Naherholungsräume zur Verfügung stellen. Im Gewerbegebiet trifft man wenig Spaziergänger.

Ortsobmann - Stellvertreter St. Walburg/Ulten Florian Thaler

Die gepflegte und intakte Kulturlandschaft ist das größte Kapital unseres Landes. Ihre Bewirtschaftung muss in einer wirtschaftlichen Form gewährleistet und im Berggebiet von öffentlicher Hand unterstützt werden. Mit dem Kapital Kulturlandschaft muss zudem äußerst sparsam umgegangen werden, jedoch darf eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung nicht unterbunden werden.

Schriftführerin Antholz Julia Zingerle Ich glaube, dass sich wenige von uns in ihrem alltäglichen Leben Gedanken über den hohen Wert unserer Kulturlandschaft machen. Es sollte aber jedem von uns bewusst sein, dass ohne artgerechte Nutzung diese schöne Landschaft verloren geht. Daher finde ich die vielseitigen Angebote, die unser Land bietet, eine sehr gute Möglichkeit, die Menschen auf die Natur aufmerksam zu machen. Vielleicht lernen einige dadurch einen besseren Umgang mit unserem kostbaren Erbe!


7

HINWEISE Ausgabe Ausgabe2 ·10Juni · September 2012

MUSIKANTEN GESUCHT Das Sensenmähen hat eine lange Tradition: Seit über 40 Jahren kämpfen Männer und Frauen alle zwei Jahre bei den Europameisterschaften im Handmähen um die begehrten Goldmedaillen. In den zwei Kategorien Männer und Damen nehmen Ausnahmeathleten aus Slowenien, Bayern, dem Baskenland, Österreich, der Schweiz und Südtirol teil. Diese Großveranstaltung wird im September 2013 in Toblach ausgetragen. Zu diesem besonderen Anlass soll die Bauernjugend-Musikkapelle ihren zweiten Auftritt feiern. Den ersten hatte sie bei der 40-Jahrfeier 2009. Wir suchen interessierte Musikanten und Musikantinnen aus allen SBJ-Bezirken. Interessierte SBJ-Mitglieder melden sich bis Montag, 30. Juli 2012 im SBJ-Landessekretariat unter 0471 999401 oder per EMail bauernjugend@sbb.it Bei der Meldung sind anzugeben: Name, Kontaktdaten (Telefonnummer oder Email) SBJ-Ortsgruppe, Bezirk, Instrument, Name der Musikkapelle und die jeweilige Stimme, die in dieser Musikkapelle gespielt wird. Auf Grund der Instrumenten- und Stimmenzusammensetzung bzw. wenn die 10er-Quote eines Bezirks überschritten wird, könnte es sein, dass nicht alle Meldungen berücksichtigt werden können. Wir bitten daher um Verständnis.

VERLEIH

MWST.-SCHULD

VORMITTAG OFFEN

SERVICE FÜR ORTSGRUPPEN

NÄCHSTER TERMIN: 16. AUGUST

SOMMERSTUNDENPLAN SBB

Alle Ortsgruppen der Südtiroler Bauernjugend können im Landessekretariat zahlreiche Gegenstände kostenlos ausleihen. Unten eine Auflistung. Zum Ausleihen rechtzeitig ein E-Mail an bauernjugend@sbb.it senden.

Alle Ortsgruppen, die zwischen 1. April und 30. Juni eine Veranstaltung organisiert und damit gewerbliche Einnahmen erwirtschaftet haben, müssen die MwSt.-Schuld bis zum 16. des zweiten darauffolgenden Monats mittels F24 elektronisch einzahlen. Soll das Landessekretariat die Zahlung durchführen, ist der Auftrag dazu von den Ortsgruppen schriftlich, mittels F24 Formular bis zum 5. August zu erteilen. Es gilt der Steuerkodex 6032.

Im Sommer gelten andere Öffnungszeiten: Vom Montag, 2. Juli bis Freitag, 31. August 2012 sind die Büros des Südtiroler Bauernbundes, somit auch das Landessekretariat der Südtiroler Bauernjugend, am Vormittag geöffnet. Das SBJ-Landessekretariat ist von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

• • • • • •

Fahnen mit Aufdruck SBJ Startnummern Notizunterlagen Melkeuter Stoppuhren Mikrophon mit Lautsprecher

Vom Montag, 13. bis Freitag, 17. August bleiben die Büros ganztägig geschlossen.


8

JUNGE REDE TALENTE 47 junge Redetalente trauten sich am Samstag, 21. April im Raiffeisenhaus in Bozen ans Mikro und nutzten dabei sprichwörtlich die Chance ihr Können unter Beweis zu stellen.

Nicht nur die Jury staunte über die Qualität der Reden, auch das Publikum belohnte die gekonnten Auftritte mit viel Applaus. Der Gesamtsieger und damit das „Redetalent 2012“ ist Martin Blaas und kommt aus Meran. „Ich bin der Martin, ich besuche das Humanistische Gymnasium, ich mache Sport.“ –

Fotos

auf

.sbj.it

www

BERICHTE

So beginnt die Siegerrede von Martin Blaas. Nicht gerade beeindruckend, werden jetzt viele Leser meinen. Und doch, Martin schaffte es mit diesen gekonnten kurzen Sätzen die Zuhörer auf sich zu lenken und sie zum Nachdenken anzuregen“, sagt Marianne Kasseroler, Journalistin und Jurymitglied. Jeder kann sich durch Fakten wie Gewicht, Größe oder Aussehen charakterisieren, aber wer weiß schon wer er wirklich ist. „Es ist immer wieder beeindruckend wie selbstsicher und gekonnt Jugendliche ihre Zuhörer mit ihrer Rede fesseln können. Sie werden oft unterschätzt“, ist sich SBJ-Landesleiterin Christine Tschurtschenthaler sicher. Keine leichte Aufgabe hatte deshalb die hochkarätige Jury. Ihre Aufgabe war es neben der Bewertung auch den Rednern Tipps und Tricks für ihren nächsten Auftritt mitzugeben. „Die Veranstaltung soll den Jugendlichen auch Mut machen, selbstsicher ihre Meinungen zu vertreten und diese auch vorzubringen“, erklärt Hannes Dosser, Landesobmann. Martin Blaas, wurde mit seiner Rede zum „Redetalent 2012“ gekürt. Er darf damit als Bonus zusätzlich einen exklusiven Bericht seiner Wahl für die Sendung „Landwirtschaft Aktuell“ des RAI Senders Bozen gestalten und kann somit auch hinter die Kulissen eines Radiosenders blicken.

Vor der Preisverteilung sprach Klaus Nothdurfter, Amtsdirektor des Amts für Jugendarbeit der Südtiroler Bauernjugend als Organisator sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein großes Lob aus. „Es ist wichtig, dass sich Jugendorganisationen bei Zukunftsthemen einmischen und mitsprechen wollen“. SBJ-Landesleiterin Christine Tschurtschenthaler, SBJLandesobmann Hannes Dosser, der Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Dr. Paul Gasser und Leiter der QuiCompany Thomas Varesco gratulierten den jungen Talenten. Fotos, die Sieger und Videos der besten Reden auf www.sbj.it


9

JEDER GAB SEIN BESTES Alljährlich treffen sich die Bezirksausschüsse zu einem gemeinsamen Abend. Wild zusammengewürfelt treten die Teams zuerst bei verschiedenen Spielen gegeneinander an. Danach wird bei einem Grillabend und in gemütlicher Runde noch viel diskutiert.

Ausgabe 2 · Juni 2012

BERICHTE

Fast fünf Minuten melken, einen Waschlappen mit Wasser vollsaugen und nach einem Parcourslauf noch möglichst viel Wasser in die Wasserflasche ausdrücken, einen Hindernisparcours zu zweit am Bein gefesselt so schnell wie möglich meistern oder ein Wissensquiz gemeinsam lösen. Die Spiele beim diesjährigen Treffen der Bezirksausschüsse hatten es in sich. Im Vordergrund stand die Leistung des Teams, denn jeder konnte mit seinem Einsatz Punkte für die Mannschaft holen. Austragungsort war dieses Jahr der Sportplatz Issing in der Gemeinde Pfalzen. Funktionäre sind große Teamplayer Obwohl vor allem Unterhaltung im Vordergrund stand gab jeder sein Bestes, denn auf die Sieger wartete traditionell ein prall gefüllter Obstkorb. „Wir staunten nicht schlecht, wie geschickt die Teams die Spiele meisterten. Das heißt auch, dass die Funktionäre große Teamplayer sind

und dass sich alle gut verstehen. Nur dann kann es auch funktionieren. Das ist in der Vereinsarbeit einfach so“, sagten die Organisatoren rund um Martin Blasbichler, Bezirksobmann des SBJ-Bezirks Eisacktal und Walter Valentin, Bezirksobmann des SBJ-Bezirks Pustertal. Den Sieg holten sich dann Martina Niedermair, Bezirksleiterin des SBJ-Bezirks Vinschgau, Jasmin Schroffenegger und Paul Hölzl vom Bezirk Bozen, Willhelm Haller vom Bezirk Pustertal, SBJ-Landesobmann Hannes Dosser und SBJ-Landessekretär Andreas Mair. Gedankt sei an dieser Stelle den Bezirken Eisacktal und Pustertal für die Organisation und der Ortsgruppe Pfalzen für die Grillspezialitäten.

auf otos it bj.

we

F itere

w.s

ww

Lustige Spiele sorgten für einen unterhaltsamen Abend.

Das Gewinnerteam erhielt traditionell einen Obstkorb geschenkt.


10

WEINE SIND SPITZE

BERICHTE

Am Freitag, 25. Mai fand im Weinmuseum in Kaltern die 14. Landesweinkost der Südtiroler Bauernjugend statt. Die besten 41 Weine des Landes von 38 Eigenbauproduzenten wurden dabei verkostet und bewertet. Die harte Arbeit hat sich gelohnt: Die Weine der Selbsteinkellerer spielen auf TopNiveau. Der „Wein des Jahres 2012“

„Ziel der heurigen Landesweinkost war es auch wieder die Vernatschweine stärker ins Licht zu rücken. Sie werden oftmals etwas unterschätzt. Was früher oft als „Hauswein“ galt, spielt heute durch harte Arbeit und viel Fleiß des Einkellerers auf einem Top-Niveau. Die Eigenbauweine könnten genauso gut in jeder exklusiven Vinothek zu finden sein“, erklären Hannes Dosser, Landesobmann und Christine Tschurtschenthaler, Landesleiterin der SBJ.

kommt aus Kurtatsch. Keine leichte Aufgabe für die Fachjury Alles andere als eine leichte Aufgabe hatte deshalb auch die Fachjury bestehend aus Hannes Rottensteiner von der Kellerei Rottensteiner, Christian Kerschbaumer, Freier Weinbauer aus Feldthurns, Ivan Giovanett von der Kellerei Kastelfeder, Monika Unterthurner, Weinakademikerin aus Naturns und Luis Oberrauch, Präsident der Weinfachgruppe der SBJ. „Derartige Qualitätsprodukte in einem einfachen Weinkeller herstellen ist schon an und für sich eine Herausforderung und man kommt nur mit viel Mühe und Sorgfalt zu solch guten Ergebnissen“, blickt Luis Oberrauch, Präsident der Weinfachgruppe der SBJ zurück.

wei

otos tere F

auf

.sbj.it

www

Holte sich den Titel „Wein des Jahres 2012“: Ivo Palma (Bildmitte) mit Hannes Dosser und Christine Tschurtschenthaler.

Wein des Jahres kommt aus Kurtatsch Unter den Erstplatzierten der jeweiligen Kategorien wurde am Ende des Abends auch der beste Wein ermittelt und als „Wein des Jahres“ ausgezeichnet. Der Titel „Wein des Jahres 2012“ ging dabei an Ivo Palma aus Kurtatsch mit seinem Süßwein „Müller Thurgau und Sauvignon“. Weinkost ist wichtige Plattform für Selbsteinkellerer Palma selbst war mit seinem Abschneiden sehr zufrieden. „Ich habe in den letzten Jahren immer versucht, auf gute Weine hinzuarbeiten. Das ist mir mit meinen Süßwein offensichtlich besonders gut geglückt. Ich sehe eine solche Auszeichnung als große Anerkennung für die harte Arbeit.“, blickt Palma zurück. Die Weinkost der SBJ ist sicher eine der wichtigsten Plattformen für Selbsteinkellerer. „Damit konnte auch ich mich ständig verbessern. Und es sind auch viele Freundschaften unter Gleichgesinnten entstanden“, sagt Palma. Unterstützt wurde die Landesweinkost von den Experten für die Kellerwirtschaft Provintec Bozen, Tutzer Bozen, Bertol Reinhold, vom Traminer Weinhaus, der Ersten und Neuen Kellerei, Frei und Runggaldier sowie Hotel Seeperle, beide aus Kaltern.


11

WERT HOLZ Nur die Hälfte der Südtiroler Waldflächen wird derzeit bewirtschaftet. Das will der Maschinenring-Service mit dem Projekt „WertHolz“ ändern. Das Projekt bietet auch viele Chancen sich ein neues wirtschaftliches Standbein aufzubauen, gerade für Jungbauern.

„Es steckt viel Potenzial in unserem Wald - Machen wir was draus“ – So könnte man die Botschaft und auch das Ziel des Projekts für Waldbewirtschaftung und Holzvermarktung „WertHolz“ zusammenfassen. Kürzlich war Elmar Gruber, Geschäftsführer des Maschinenring-Service bei der Landesleitungssitzung der Südtiroler Bauernjugend zu Gast und stellte dabei das Projekt vor. Rund 50 Prozent der Waldfläche werden bewirtschaftet Es gibt rund 23.000 private Waldbesitzer in Südtirol. Für den kleinen Waldbesitzer allein ist es oft schwierig den Wald zu bewirtschaften. Oftmals liegt der Waldbesitz auch außerhalb der eigenen Gemeinde, manchmal auch in einem anderen Tal. „So kommt es, dass „nur“ rund 50 Prozent der Südtiroler Waldflächen bewirtschaftet werden“, erklärt Elmar Gruber. Hier kommt die Maschinenring-Service ins Spiel. Sie will mit einem Dienstleistungspaket und dem Konzept „WertHolz“ eine genossenschaftlich organisierte und nachhaltige Waldbewirtschaftung umsetzen. Im Wald steckt noch viel ungenutztes wirtschaftliches Potenzial Dass gemeinsam mehr erreicht werden kann – davon ist auch die Südtiroler Bauernjugend überzeugt. „Im Wald steckt viel ungenutztes wirtschaftliches Potenzial. Unsere Jungbauern sind sehr interessiert daran diese Chancen zu nutzen. WertHolz ist eine Plattform die neue Märkte eröffnen kann wie beispielsweise, dass Strom und Wärme verstärkt auch aus dem Rohstoff Holz gewonnen werden“, erklärt Landesobmann Hannes Dosser. In dieselbe Kerbe schlägt auch Landesleiterin Christine Tschurtschenthaler: „Viele

Stellte das Projekt „WertHolz“ der SBJ vor: Elmar Gruber (Bildmitte).

Ausgabe 2 · Juni 2012

BERICHTE

Jungbauern stehen einer überbetrieblichen Zusammenarbeit sehr offen gegenüber. Man muss nur die Rahmenbedingungen schaffen, dann wird sich auch etwas tun.“

Komplettpaket für den Waldbesitzer „Unter dem Paket WertHolz verstehen wir sowohl die Beratung der Waldbesitzer sowie bürokratische Abwicklung mit der Forstbehörde, der Schlägerung, Logistik und Verkauf des Holzes“, erklärt Gruber. Die gemeinsame Plattform hat viele Vorteile. WertHolz schafft eine lokale Wertschöpfungskette die den Holzeinkauf im eigenen Land fördert, schafft eine Einkommensquelle für die Waldbesitzer, baut einen Absatzmarkt für alle Holzarten auf und garantiert den Waldbesitzer auch einen guten Erlös sowie Preisstabilität. Als Zielgruppe werden dabei nicht nur Bauern, sondern auch Hoteliers, Private oder öffentliche Körperschaften gesehen.

Versorgungssicherheit für den Markt Durch das Projekt „WertHolz“ wird den Sägewerken und Südtiroler Heizwerken Versorgungssicherheit und eine hohe Qualität garantiert. „Damit sichern wir uns selbst den Absatzmarkt unseres Holzes“, erklärt Gruber. 2012 soll „WertHolz“ nicht mehr nur ein Projekt sein, sondern daraus eine Genossenschaft entstehen.


EVENTS

AN DIE SENSEN, FERTIG,

LOS!

Rechter Fuß nach vorne, gerade halten, Oberkörper mitdrehen. Die Kunst des Handmähens wird nicht verlernt und findet als kameradschaftlicher Sport in Südtirol großen Anklang. Dabei sind Gutes Werkzeug, viel Kraft, Schneid und Schnelligkeit die Mittel zum Erfolg. Die Südtiroler Bauernjugend bietet begeisterten Mäherinnen und Mähern alljährlich bei den Bezirksentscheiden und dann dem Landesentscheid mehrere Möglichkeiten ihr Können unter Beweis zu stellen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen den Teilnehmern über die Schulter zu schauen und sie anzufeuern. Schon längst wird bei den Wettbewerben um jede hundertstel Sekunde gerungen. „Wer vorne mit dabei sein will, der muss schon vorab trainieren“, sagen Landesobmann Hannes Dosser und Landesleiterin Christine Tschurtschenthaler. Die jungen Mäherinnen und Mäher erlernen und verfeinern die Kunst des Handmähens einerseits bereits bei ihrer täglichen Arbeit am Hof. Stehen dann noch die Wettbewerbe der Südtiroler Bauernjugend bevor wird in Gruppen trainiert und das Handwerk bis zum optimalen Sensenschwung verfeinert. Für die diesjährige Saison erwartet die Südtiroler Bauernjugend wieder spannende Wettbewerbe.

Die Termine im Überblick: 14. Juli: Handmähen Bezirk Bozen Flaas - Stegerhof - Beginn 18 Uhr 22. Juli: Handmähen Bezirk Eisacktal Villanders - Winklerhof ab 10 Uhr Frühschoppen - 13 Uhr Beginn des Wettbewerbs 29. Juli: Landesentscheid im Handmähen St. Lorenzen ab 10 Uhr Frühschoppen 12 Uhr Verlosung der Felder und Verteilung der Startnummern 13 Uhr Beginn des Wettbewerbs Anmeldung im Landessekretariat.

JUNI GEOTRAC-SUPERCUP Der Geotrac Supercup Landesentscheid der Südtiroler Bauernjugend wird am Sonntag, 24. Juni in Innichen ausgetragen. Es werden wieder spannende Wettbewerbe auf dem Rundparcours der Firma Lindner erwartet. Alle Infos und das Programm des Wettbewerbs auf www.sbj.it


Rundschreiben 02-2012 Südtiroler Bauernjugend  

Rundschreiben 02-2012 Südtiroler Bauernjugend

Advertisement
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you