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Landtagsklub An den Präsidenten des Süd-Tiroler Landtages Schriftliche Anfrage:

Ausbringung von Mäuseködern: Landeszuständigkeit und Recht auf Muttersprache Die Assomela (Vereinigung der italienischen Apfelproduzenten) sowie die Pflanzenschutzdienste der Provinzen Bozen und Trient haben beim Gesundheitsministerium um eine Ausnahmegenehmigung für den Einsatz im Freiland von Mäuseködern mit dem Wirkstoff Bromadiolon angesucht. Die Ausnahmegenehmigung erteilte das Gesundheitsministerium Anfang November 2016 der Firma Zapi für den auf Getreidekörnern basierenden Fertigköder Agrirat G. Die befristete Zulassung dieses Köders läuft vom 7. November 2016 bis zum 8. März 2017. Agrirat G darf in diesem Zeitraum bei den Kulturen Apfel und Birne sowie beim Steinobst und im Beerenanbau eingesetzt werden. Anwendung der Köder: Um Kinder sowie Haus- und Wirbeltiere nicht zu gefährden, darf der Köder laut Etikett, das nur einsprachig italienisch beschriftet ist (!), nur in verschließbaren Köderstationen (bait-stations) ausgebracht werden. Die Gebrauchsanweisung sieht eine Aufwandmenge pro Hektar, die nicht überschritten werden darf sowie weitere Sicherheitsvorkehrungen beim Ausbringen des Mausköders vor (Quelle: Südtiroler Beratungsring). Die aus dem Etikett hervorgehenden, doch bedauerlicherweise nur in italienischer Sprache gelieferten Informationen sind somit zweifellos wichtig für eine fachmännische Ausbringung des Mäuseköders. Behandelte Flächen müssen außerdem mit Hinweisschildern mit der Aufschrift „Attenzione derattazione in corso“ gekennzeichnet werden. Die Gefertigten stellen folgende Fragen an die Landesregierung: 1. Welchen Handlungsspielraum hat der Pflanzenschutzdienst der Provinz Bozen, bei dringendem Bedarf Sondergenehmigungen für Pflanzenschutzmittel auszustellen?

Süd-Tiroler Freiheit – Freies Bündnis für Tirol Landtagsklub | Südtiroler Straße 13 | 39100 Bozen Telefon +39 0471 981064 | Fax +39 0471 979251 | landtag@suedtiroler-freiheit.com


2 2. Warum sind in Südtirol die Beschreibungen auf dem Etikett sowie die Warnhinweise nur einsprachig italienisch? 3. Welche Schritte gedenkt die Landesregierung einzuleiten, damit die Etiketten auf Pflanzenschutzmitteln mehrsprachig beschriftet werden? 4. Können die Warnschilder beim Ausbringen von Mäuseködern in Südtirol auch in deutscher Sprache angebracht werden? Bozen, den 22. November 2016

L.-Abg. Bernhard Zimmerhofer

L.-Abg. Sven Knoll

L.-Abg. Myriam Atz Tammerle

Wir ersuchen um Übermittlung der Antwort an die E-Mail-Adressen svenknoll@hotmail.com, bzimmerhofer@yahoo.de, myriam.atztammerle@gmail.com und landtag@suedtiroler-freiheit.com.

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