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Die kulturelle Zeitschrift der donauschw채bischen Gemeinde von Entre Rios - Februar 2013 / Auflage Nummer 100

Jubil채umsausgabe

Wie kam es zur Zeitschrift Entre Rios?

Wie ensteht unsere Zeitschrift?

Leserstimmen


Inhalt 03 08

Vorgeschichte zur 100. Auflage der Zeitschrift Entre Rios 10 Kuriositäten aus dem Kommunikationsnetz

Zeitschrift der Genossenschaft Agrária zur Aufrechterhaltung der Kultur der donauschwäbischen Gemeinde von Entre Rios (Guarapuava/Paraná/Brasilien) Redaktionsleitung

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Titelblätter der 100 Zeitschriften

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Wie entsteht Zeitschrift Entre Rios?

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Leserstimmen zu Zeitschrift Entre Rios Cooperativa Agrária Praça Nova Pátria s/nº Colônia Vitória / Entre Rios Guarapuava - 85139-400 Paraná / Brasilien Redaktionsteam Chefredakteur: Klaus Pettinger klaus@agraria.com.br Tel. Nr. 00 55 42 3625 8008 Redakteurin: Karin Milla Detlinger detlinger@agraria.com.br Tel. Nr. 00 55 42 3625 8316 Redakteurin: Rosely Essert roselib@agraria.com.br Tel. Nr. 00 55 42 3625 8529 Assistentin: Karin Müller kmuller@agraria.com.br Tel. Nr. 00 55 42 3625 8528 Assistentin: Katrin Korpasch katrin@agraria.com.br Tel. Nr. 00 55 42 3625 8008 Korrektur: Andrea Scherer Korpasch andrea@agraria.com.br Tel. Nr. 00 55 42 3625 8002 Layout: Prêmio|Arkétipo Comunicação www.premioarketipo.com.br Gestaltungsleitung: Roberto Niczay Fotos KK – Katrin Korpasch KP – Klaus Pettinger

Kultur-Partner

Herausgeber Genossenschaft Agrária Donauschwäbisch-Brasilianische Kulturstiftung Druck Positiva Gráfica e Editora Cascavel - Paraná - Brasilien Auflage 800 Exemplare Erscheinungsweise Zweimonatlich


Zeitschrift Entre Rios:

Nachrichtenquelle aus erster

Hand zur donauschwäbischen Kultur

D

ie Tatsache, dass eine deutschsprachige Zeitschrift in Brasilien ihre 100. Ausgabe feiert, ist ein Zeichen dafür, welcher Wert, im Laufe der Jahre, auf die Besonderheiten von Entre Rios gelegt wird. Die Geschichte, die Kultur und die Traditionen der Donauschwaben wurden auf den Seiten der Zeitschrift Entre Rios in jeder einzelnen neuen Auflage fett gedruckt - sei es auf Schwarz-Weiß oder farbig, sei es zweisprachig oder nur auf Deutsch. Weit mehr als bloße Information, handelt es sich hierbei um eine geschichtliche Dokumentierung, die jeden zweiten Monat, nicht nur in Brasilien, sondern auch weltweit, zu Ehren aller donauschwäbischen Generationen veröffentlicht und verbreitet wird. Die Ausgabe Nummer 1 der Zeitschrift Entre Rios in der heutigen Form, erschien im Januar 2001, nach einer Pause von fast drei Jahren. Jedoch schon vorher, zwischen 1986 bis 1998, gab es regelmäßige Publikationen. Im Dezember 1986 erschien die Testausgabe des sogenannten „Jornal de Entre Rios“ („Entre Rios-Zeitung“), die ab

Januar 1987 in zweiwöchigem Abstand erschien. Der ehemalige Präsident der Genossenschaft Agrária, Mathias Leh, einer der größten Befürworter zur Gründung der Zeitung, äußerte sich im Leitartikel der ersten Ausgabe in einem Beitrag zur regelmäßigen Publikation für Entre Rios: „Wissen ist Macht“, schrieb er, und führte weiter aus: „Mit Hilfe dieser Zeitung wird es von nun an auch möglich sein, zusammenfassend zu berichten über kulturelle Ereignisse und literarische Neuerscheinungen im deutschen Sprachraum“. Die Zeitschrift wurde von Anfang an zweisprachig geschrieben, allerdings wurden die Artikel nicht übersetzt, sondern teilweise auf Deutsch und in anderen Teilen auf Portugiesisch verfasst. Jedenfalls erkannte Mathias Leh darin ein Mittel, nicht nur aktuelle, sondern auch kulturelle Berichte über Donauschwaben aus Entre Rios weltweit zu verbreiten. „Darum kann ein solches Blatt einen wertvollen Beitrag zur Verbindung zwischen den Menschen und Ländern werden“, schrieb er. Verschiedene Themen, von Landwirtschaft, Politik, bis hin zur

Kultur, sowie internationale Nachrichten, bekamen die Leser auf damals schwarz-weißen und zweisprachigen Seiten in die Hand. Auch Unterhaltungsthemen wie Lieder, Humor, Gedichte, Geburtstags- und Hochzeitsmeldungen, unter anderem, hatten ihren festen Platz. Werbeflächen bezahlten einen Teil der Kosten der Zeitschrift, die von der Agrária unterstützt wurde. Der erste Journalismus-Direktor war Gonzaga Bezerra, der mit Mathias Leh, Karl Leh und Eugenio Leonhardt den Redaktionsrat bildete. Die Artikel auf Deutsch schrieb Heinrich Sattler. Das Redaktionsteam vergrößerte sich bald und Berichte in portugiesischer Sprache übernahmen verschiedene Mitarbeiter. Journalist Paulo Sérgio Esteche erhielt gleich im Anfangsjahr der Zeitung seine Anstellung. Rund 25 Jahre später hat er noch gute Erinnerungen an eine Zeit, in der die Arbeit in einer Zeitungsredaktion komplett anders war, als heutzutage. Ohne Internet, zum Beispiel, fuhr er selbst mit den Texten und Bildern rund 180 km bis nach Castro, um die Zeitschrift drucken zu lassen. „Der

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Foto: KK

„Die Leute haben eine Identität und die muss erhalten bleiben“, betont Leserin der Zeitschrift, Marietta Jaster, im Gespräch mit Journalist Klaus Pettinger

Es kamen immer mehr Beiträge von Lesern aus der Gemeinde, von Mitarbeitern der Agrária und Vertretern der Donauschwaben im Ausland, die verschiedene Texte, von Berichten bis zu Gedichten, der Zeitung zusandten. Deswegen hatten nicht alle Artikel einen einheitlichen journalistischen Stil. Die Texte waren meist in einer „freien“, oft literarischen Form geschrieben. Ab der Ausgabe Nummer 23, vom 15. Juni 1988, gab es stets Seiten zum Thema „Erziehung“. Direktoren, Lehrer und Schüler der LeopoldinaSchule und der Lacerda Werneck Schule sandten Artikel, Gedichte und Zeichnungen an die Redaktion. Schule und Bildung hatten großen Wert in der Zeitung. „Für mich war das eine

Fotos: Archiv Heimatmuseum

Redaktionschluss der Zeitung ging fast bis zum Morgen. Danach fuhr ich los. Wir druckten sie dort, weil man dort Deutsch verstand, und wenn nötig, konnte man die Texte umschreiben“, erzählt Esteche. Es dauerte nicht lang, bis die Zeitung Anerkennung fand als wichtiger Beitrag zur Erhaltung von Traditionen, Bräuchen, Sprache und Geschichten der Donauschwaben von Entre Rios. „Von Anfang an glaubten viele Leute, dass die Zeitung eine institutionelle oder interne Publikation der Agrária sein würde. Aber danach sahen sie, dass es eine Zeitung für die Donauschwaben war, die die Siedlung zeigte und deshalb ein Instrument sein konnte, um mit den Donauschwaben aus der ganzen Welt zu kommunizieren“, erinnert sich Esteche.

Präsident Mathias Leh begleitet Vize-Präsident der BASF-Brasil, Volker Trautz (Mitte) zum Besuch des Radios, im April 1989

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Eugenio Leonhardt begrüßt Botschafter Roland Zimmermann (links) bei dem Besuch von Februar 1990

sehr tolle Berufserfahrung. Die Schüler produzierten Texte, Gedichte und Zeichnungen und wir veröffentlichten sie in der Zeitung. Auch Lehrer schrieben Beiträge. Die Leser mochten es“, sagt Esteche. Die Teilnehmerin des zweiten Redaktionsrates, Christina Zehr trug kräftig zum Gelingen der Zeitung bei, mit Geburtstags- und Hochzeitsmeldungen. Die Initiative, Fotos hauptsächlich von Geburtstagskindern zu veröffentlichen, führte dazu, dass immer mehr Leser ihre Kinder in der Zeitung sehen wollten – was wiederum automatisch mehr Leser brachte. Die Idee so eine Session durchzuführen, kam, laut Christina, von den ehemaligen JugendcenterBlättern, in denen auch Hochzeiten und Geburtstage veröffentlicht wurden. „Man hat sich dann mal überlegt, auch in der Zeitung solche allgemeinen Informationen zu bringen, später haben wir auch Fotos dazu genommen. Da war verschiedenes zu sehen: Geburtstage, Hochzeiten, Veranstaltungen, wichtige Ereignisse der Gemeinde, ein kleines Gespräch und Ermunterungszitate“, erzählt sie. Artikel zu Berichten über die Beziehung von Entre Rios zu Deutschland, Österreich und der Schweiz waren ebenfalls sehr willkommen und die Redaktion veröffentlichte sie regelmäßig. Marietta Jaster leitete, als Mitarbeiterin der Genossenschaft Agrária, 25 Jahre lang das deutsche Sekretariat und viele der von ihr übersetzten Texte stehen in den Blättern des Jornal de Entre Rios. „Seit Anfang hat man versucht, die Kultur und Tradition von unserem Ort, von unseren Leuten zu erhalten. Es wurde immer viel Wert darauf gelegt“,


betont sie. Ab Juli 1993 erschien die Zeitung nun wöchentlich, erhielt jedoch Ende Juli 1994 die erste große Umstrukturierung: aus der Zeitung wurde die monatliche Zeitschrift „Entre Rios Revista“. Im Leitartikel erklärte man, dass diese Änderung als Ausdruck von Sparmaßnahmen, nötig sei. Auch der Inhalt bekam ein neues Gesicht: Die wichtigsten Fakten und Themen behandelte der Verfasser nun in ausführlichem und umfangreichem Stil. Das heißt auch, dass allgemeine Berichte, wie zum Beispiel die festlichen Veranstaltungen, Lieder oder Humorseiten wegfielen. Die Artikel

Die Einweihung des Asphalts des 1. und 2. Dorfes wurde von Paulo Esteche (links), im Dezember 1991, registriert

Sprachen. Im Oktober 2002, berührte eine traurige und erschütternde Nachricht die Zeitschrift: der Tod von Chefredakteur Heinrich Sattler, der über 15 Jahre, seit der ersten Ausgabe im Jornal de Entre Rios (im Januar 1987), die Geschichte der Zeitschrift mit seinem einzigartigem Schreibstil bereichert hatte. Rosely Essert, die einen Monat zuvor bei der Zeitschrift mit den Unterhaltungsseiten „Ein Hauch“ begonnen hatte, erhielt nun den Auftrag, die Publikation weiter zu führen. „Ich bin zwar schon seit über 20 Jahren in den deutschen Radiostunden tätig, aber hatte nur eine leise Ahnung von Herrn Sattlers Arbeit und nun beauftragte mich die Genossenschaft, die Zeitschrift weiter zu führen“, erzählt Foto: KP

Foto: KP

Die Teilnehmerin des zweiten Redaktionsrates, Christina Zehr, trug kräftig mit Geburtstags- und Hochzeitsmeldungen zur Gestaltung der Zeitung bei

konzentrierten sich nun auf Bereiche, wie Landwirtschaft, Kultur und Alltägliches. „Entre Rios Revista“ blieb dennoch weiterhin zweisprachig: Den deutschen Teil bearbeitete Heinrich Sattler, den portugiesischen Odailson Spada. Kurioserweise setzte man aber die Ausgabenfolge fort. Die letzte Zeitung war die Nr. 187 und die erste Zeitschrift erschien als Nr. 188. Eine dynamische Zeitschrift, mit größeren Fotos und Illustrierungen kam ab März 1996 mit Manoel Godoy, dem neuen Chefredakteur heraus. Obwohl die Entre Rios Revista weiterhin Beiträge von auswärtigen Lesern erhielt, nahm der Anteil an technischen Artikeln, wie zum Beispiel über Forschungen der FAPA (Agrária-Stiftung für landwirtschaftliche Forschung) immer mehr zu. Im August 1998 unterrichtete man die Leser, dass die „Entre Rios Revista“, aufgrund einer Kommunikations-Änderung, nun die Aufgabe erhalten hat, die Referate der FAPA zu veröffentlichen. Somit würden andere Nachrichten und allgemeine Angelegenheiten seltener vorkommen. Aber nach nur noch einer weiteren Ausgabe in diesem neuen Stil, im November 1998, nahm man von derartigen Ausgaben Abstand.

Ab jetzt Nummer 1 Nach drei Jahren Pause erschien, im Januar 2001, die erste der damals noch „Revista de Entre Rios“ genannten, jetzt gefeierten hundert Ausgaben. Die Zeitschrift redigierten Heinrich Sattler, Rosely Essert und Elfriede Wild, mit Beiträgen zu allgemein interessanten Themen und veröffentlichten dabei zum ersten Mal die gleichen Artikel in beiden

Mitarbeiterin der Zeitung, Ezil Schmitz, nimmt die Aussage des Präfekten von Guarapuava, Fernando Ribas Carli, zur Einweihung des Kulturzentrums Mathias Leh, im Januar 1992, auf.

Journalist Paulo Esteche: Damals bestand eine komplett andere Zeitungsredaktion als heutzutage

Odaílson Spada interviewt für die Zeitung „Jornal de Entre Rios“

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Foto: KK

Die Donauschwäbisch-Brasilianische Kulturstiftung beherbergt ein Archiv mit allen Zeitungen und Zeitschriften, seit 1987

Namen „Zeitschrift Entre Rios“ und erschien ausschließlich auf Deutsch, da der „Informativo“ von der Agrária, schon auf Portugiesisch das brasilianische Publikum bediente. Ein moderneres Layout und eine klare Richtlinie zur Aufrechterhaltung der Kultur der Donauschwaben, so wie eine Brücke zu Donauschwaben weltweit zu sein, bestimmten nun Aussehen und Inhalt der Zeitschrift.

Die Artikel wurden nun nach journalistischen Kriterien geschrieben. Das Achten auf Details, auf themenspezifische Fotos und auf modernes Layout waren die bemerkenswertesten Unterschiede der neuen Zeitschrift Entre Rios. „Anderseits benötigten wir nun viel mehr Zeit für die Ausarbeitung der Zeitschrift. Darum wurde das Zeitschriftenteam von Zeit zu Zeit mit Mitarbeitern erweitert“, meint

Fotos: Archiv Heimatmuseum

Rosely. „Diese Aktivität war für mich eine große Herausforderung, denn ich hatte ja noch nie Artikel geschrieben und keine Layout-Kenntnisse. Damals war die Zeitschrift noch zweisprachig und erschien monatlich, so halfen viele Agrária-Mitarbeiter und die Gemeinde selbst mit Beiträgen“, ergänzt sie dazu. Im Jahre 2005 fand die letzte große Änderung, ab der Ausgabe Nr. 58, statt. Die „Revista de Entre Rios“ erhielt den

Heinrich Sattler (rechts) interviewt Stefan Sehl, aus dem Haus der Donauschwaben von Sindelfingen, bei der Einweihung des Hospitals Semmelweis, im Januar 1992

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Besuch des Ministerpräsidents von Baden Württemberg, Erwin Teufel (rechts), im Mai 1993, wird Haupthema des „Jornal de Entre Rios“


Foto: KK

Rosely. Zwischen 2007 und 2012 schrieb Journalist Klaus Pettinger als Freelancer für die Zeitschrift Entre Rios. Heute steht er nun auch als Pressereferent im Dienst der Agrária. „Eine Zeitschrift zu schreiben ist ganz anders, als beispielsweise eine Tageszeitung. Die Themen sind umfangreicher und müssen vertieft werden und daher ist das Recherchieren eine wichtige Grundlage für einen guten Artikel“, erklärt er. Im ersten Leitartikel der Ausgabe Nr. 58, erklärt Chefredakteur Manoel Godoy: „Unser Publikum wurde deutlich definiert: die Donauschwaben im Allgemeinen und alle Menschen, die die deutschsprachige Kultur gerne haben, darunter auch Deutschlernende“. Jetzt, im Jahr 2013, bleibt es das größte Ziel der Zeitschrift Entre Rios, wie es im Leitartikel von Mathias Leh zu lesen ist: den notwendigen Wert auf Kultur und Sprache zu legen. „Das ist ganz wichtig. Die Leute haben eine Identität und die muss erhalten bleiben“, betont auch die heutige Leserin der Zeitschrift, Marietta Jaster. Die ganz unterschiedlichen Artikel über die Donauschwaben in Entre Rios und ihre weltweite Geschichte, enthalten wahrlich keine überflüssigen Informationen, vielmehr sind und bleiben sie für immer eine sichere Forschungsquelle. „Das was veröffentlicht wurde ist eine Tatsache, die man gedruckt hat, das bleibt und deshalb war und ist die Zeitschrift immer wichtig. Sie ist bisher der beste Kanal für irgendeine Forschung“, meint Christina Zehr. Pettinger betont, wie die heutige Redaktion ihre Arbeit zur Zeitschrift einschätzt: „Jeder Journalist hat kulturelle und soziale Verpflichtungen

Die Entwicklung vom „Jornal de Entre Rios“ bis zur Zeitschrift Entre Rios, nach den drei Umstrukturierungen

zur Gestaltung der Gemeinde, in der er tätig ist. Der Beitrag der Zeitschrift zur Erhaltung der donauschwäbischen Kultur und der deutschen Sprache ist enorm wichtig, und journalistisch damit arbeiten zu dürfen, bedeutet für mich eine große Verantwortung“. Der heutige Status, den die Zeitschrift nach über 25-jähriger Geschichte bekommen hat, motiviert das heutige Redaktionsteam, weiterhin dasselbe Engagement einzusetzen, meint Rosely Essert. „Heute verfügt die Zeitschrift

über eine gute Mannschaft. Man versucht mit der Zeit mitzugehen, was Technologie, Trends und Sprachniveau anbelangt. Ich hoffe, dass wir unseren Lesern auch das bieten, was sie erwarten, damit wir dem Ziel der Zeitschrift entsprechen“. Zeitschrift Entre Rios feiert nun nicht nur ihre 100. Auflage, sondern auch die Tatsache, weiterhin ein Beziehungselement zur Gemeinde und zu allen Donauschwaben weltweit sein zu dürfen.

Mathias Leh spricht anlässlich der Einweihung des neuen Heimatmuseums: Manoel Godoy (in der Mitte) sammelt Material zum Artikel Titelblatt zur „Feier des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft Rastatt-Entre Rios“; Oberbürgermeister von Rastatt, Klaus Eckhard Walke besucht Radio April 1993

Rosely Essert interviewt und schreibt für die Zeitschrift Entre Rios über den Besuch des kroatischen Botschafters, Rade Marelic (rechts), im Februar 2007

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Wussten Sie, dass am 31. Juli 1990 die brasilianische Bundesregierung durch das Dekret 99.431 den Radiosendern das Recht widerrief in fremder Sprache zu kommunizieren?

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Mit dem Ziel die deutsche (bzw. donauschwäbische) Sprache sowie die portugiesische zu pflegen und zu fördern, konnte man in den früheren Zeitungsartikeln und auch später in den Zeitschriften öfter Texte lesen, die zum Beispiel, den Titel in portugiesischer und den Text in deutscher Sprache brachten.

Wichtig zu e rw

Radiosendäuhnnen sind die gen in d e u t s c her Sprache. Diese sind z weimal tägli ch bei Rádio Entre Rio

s 99,7 zu ve Universitári von 18 bis 1 rfolgen: von 7 bis 8 Uhr a 9U und www.univers hr. Auch online unter: itariaentrerio sfm.com.br

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aterial Als Forschungs- und Dokumentatiosm hrift für Studenten und Lehrer wird Zeitsc Entre Rios öfter mal nachgeschlagen. Zeitung „Jornal de En tre Rios“ verzeichnete 187 Auflagen’Nachf olgerin „Entre Rios Revista“ erreichte 49 Veröffentlichungen ’und zum Schluss fe iern wir mit Revista/ Zeitschrift Entre Rios

100 Publikationen.

Kurios sind auch die Preise einiger Auflagen der Zeitung Entre Rios im Laufe der Jahre. Zum Beispiel bezahlte man am 15. Januar 1991 für ein Exemplar CR$ 50,00 (Cruzeiro Real), ein Jahr später am 13. Januar 1992, CR$ 300,00 (Cruzeiro Real) und im darauffolgenden Jahr, am 15. Januar 1993, CR$ 1.000,00 (Cruzeiro Real). Nur ein halbes Jahr später, am 11. Juni 1993, stieg diese Summe auf erschreckende CR$ 10.000,00 (Cruzeiro Real) und hielt den Rekord ein Monat später, am 24. Juli 1993, mit

CR$ 25.000,00

(Cruzeiro Real). Dieser kolossale Aufstieg der Werte erklärt sich durch die extreme Inflationsabwertung, der Brasilien einige Jahrzehnte zum Opfer fiel.

Wünschen Sie s

ich ein

e interessante Wir empfeh Lektüre? len Ihnen ein Abonnemen Entre Rios. D t der Zeitsch rift Freizeit, Gem a finden sie aktuelle Rep ortagen über einde, Sport , Ku Besonderheit en des donau ltur, Rezepte sowie auch das in Entre schwäbische Rios immer n Kulturerbe n s, o c wenden Sie sich an Karin h besteht. Zum Abonnie ren Müller unte r E-Mail-Ad kmuller@ag resse: raria.c oder Telefon nummer: 00 om.br 55 42 3625 8528. 9


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Wie entsteht Zeits Beiträge. Die gesammelten Ideen trägt man in der Redaktionssitzung zusammen. Diese dienen als Gedankenstütze zum redaktionellen Plan. Die Themen werden gemeinsam beschlossen, die Gestaltung der Artikel besprochen und an die Redakteure (Klaus Pettinger, Karin Milla Detlinger, Rosely Essert) verteilt. Man legt Rubrik, Seitenzahl der Artikel, Bildmaterial und –lieferant und Abgabetermine fest. Gleichzeitig stellt Rosely in einer Exceltabelle einen Zeitplan

Foto: DF

Foto: KK

Bis die Leser unsere Zeitschrift in den Händen halten können, ist es ein langer Weg. Aber es ist auch ein spannender Prozess, eine Zeitschrift aus dem Hut zu zaubern: Wenn Sie diese Ausgabe lesen, überlegen sich schon die Köpfe der Zeitschriftenredaktion, welche Themen in der nächsten Auflage in Vorschau kommen könnten. Jeder Mitarbeiter läuft mit Elefantenohren durch die Gegend, um interessante Infos aufzuschnappen. Auch Leser geben uns Tipps für interessante

Reporter Klaus vor Ort

Redaktionssitzung

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Karin M. spricht Interviewpartner an

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schrift Entre Rios? „Schlachtfest in Entre Rios“ sprachen unsere Reporter mit 11 Personen. Die meisten Gesprächspartner besuchen Klaus und Karin D. zu Hause. Andererseits werden die Leute bei einer Veranstaltung befragt. Auch per E-Mail führt man Interviews durch hauptsächlich mit Personen aus dem Ausland. Während die Redakteure sich mit dieser Aufgabe beschäftigen, werden noch Informationen und Daten in oftmals intensiven Recherchen zusammengetragen. Man spricht mit der Gemeinde oder vertieft

K

auf. Hier wird jede Termin-Etappe jedes einzelnen Artikels für jeden der Redakteure aufgezeichnet: sei es Abgabe, Korrektur, Layout oder Druck. Der Plan ergibt z. B. eine schnelle Übersicht, in welchem Terminabschnitt Verspätung vorliegt. Vom Papier in die Aktion: Karin Müller beginnt fleißig zu telefonieren: Sie sucht Interviewpartner und manche müssen auch manchmal dazu überredet werden. Hauptsächlich für die „Hauptthemen“ benötigen wir viele Interviews. Z. B. für

Redakteurin Karin D. beim Recherchen im Museum

Foto: KK

Foto: KK

Foto: KK

Reporter als Fotograf

Artikel schreiben

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Foto: Ademir

schickt die korrigierten Texte wieder zurück. Wenn es zu einem Beitrag mehrere Fotos gibt, wird eine Auswahl getroffen. Artikel plus entsprechende Fotos flattern dann schließlich ins Grafik-Haus. Layouter Roberto Niczay besitzt ein kreatives Gespür für das Zusammenspiel von Inhalt, Form und Farbe. Im Programm Adobe InDesign CS6 gestaltet er einen ersten Entwurf. In dieser Phase kommt manchmal die Nachricht, dass ein Text zu lang ist, dass Bilder fehlen oder dass es zu viele sind. Layouter und Redaktionsteam tauschen Ideen aus, bis die Gestaltung so gelingt, wie man es vorgesehen hatte. Zeitschrift Entre Rios bekommt nun ein Gesicht .... Oftmals muss ein Layoutthema einige Mal umgebaut und verfeinert werden. Stress entsteht ... der Schlusstermin kommt immer näher. Es verstreichen 7 Tage, bis die

Foto: KK

Eine Zeitschrift aus dem Hut zu zaubern ist ein spannender Prozess

sich in Bücher des Historischen Heimatmuseums. Ab dann stürzen sich unsere Autoren auf ihre Texte. Sie haben eine große Aufgabe: Die Artikel sollen sprachlich verständlich sein, ein gutes Niveau halten und beim Leser Interesse wecken. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Schreibstil und bemüht sich, sein Bestes zu geben. Parallel beginnt das Erstellen der Fotos. Manche Bilder liefert der Schreiber mit, andere müssen von Fotografen themenspezifisch geknipst werden. Sobald ein Artikel fertig gestellt ist, landet er per Mail bei Rosely, die alle Inhalte in einer Computermappe speichert. Von hier wird der Artikel zu Andrea Scherer Korpasch gesendet, die für die Korrektur verantwortlich ist. Sie achtet auf Orthografie, Grammatik, Satzbau, usw., und

Foto: KK

Roberto kreiert das Layout

Andrea beim Korrigieren

Rosely ist auch Brücke zum Layout

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Rückblatt 120 g/m2. Die ab nun 830 Exemplare kommen nach 5 Tagen verpackt im Verwaltungsgebäude der Genossenschaft Agrária an. In der Zeitschriftredaktion sind alle schon sehr neugierig auf die frisch gebackene Auflage – sieht doch super aus, oder? Die Mitarbeiterinnen des AgráriaSekretariats organisieren die Verteilung. In jedes der 5 Dörfer von Entre Rios wird eine Verpackung mit Exemplaren geliefert. AgráriaMitglieder erhalten Zeitschrift Entre Rios persönlich zu Hause. Abonnenten im In- und Ausland bekommen sie per Post zugestellt. Wieder eine Nummer geschafft! Das Redaktionsteam atmet erleichtert auf .... und die nächste Themenbesprechung wird schon eingeleitet.

Foto: KK

Gesamtgestaltung fix und fertig ist. Dann hat das Zeitschriften-Team die letzte Chance für Korrektur: Sind die Namen der Fotografen und Autoren richtig zugeordnet? Eingeschlichene Fehler, die auf den ersten Blick nicht erkennbar waren, spürt man auf. Nachdem alle Seiten unzählige Male kontrolliert wurden, leitet Roberto die PDF-Datei an die Druckerei. Jede Etappe zur Entstehung der Zeitschrift hat seine Wichtigkeit, so auch die Endphase. Denn nur ein qualitativ hochwertiger Druck lässt Inhalt und Layout gut aussehen. In der Druckerei wird die PDFDatei nochmals überprüft und der Vierfarbdruckprozess beginnt; die gedruckten Blätter werden geknickt und geklammert. Für Zeitschrift Entre Rios benutzt man das Format 29,5 cm x 21 cm. Papier Couché mit 90 g/m2, für Titelblatt und

Foto: Gráfica Positiva

Zeitschrift wird gedruckt

Foto: KK

Agrária-Mitglieder erhalten die Zeitschrift persönlich

Jessica schickt sie ab in die Haushalte

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Leserstimmen zu Zeitschrift Entre Rios

Jorge Karl

Präsident der Genossenschaft Agrária

Foto: Archiv Leh

Wenn man die Zeitschrift Entre Rios liest, von Kultur, Sozialleben, Wirtschaft und sogar von Technik etwas sieht, merkt man, dass die Zeitschrift einen bestimmten Sinn und Zweck hat. Es ist interessant zu sehen, dass sie sehr viel gelesen, kommentiert

und sogar gesucht wird. Auch wenn wir ins Ausland zu Kontakt- und Geschäftspartner reisen, die auch unsere Zeitschrift lesen, bemerkt man, dass diese immer aktuell und laufend über unsere Gemeinde informiert sind. Deshalb ist die Zeitschrift wichtig, sie dient als Brücke. Die Agrária und Entre Rios sind eine Gemeinde, und es gibt immer Leute von auswärts, die eine kulturelle, wirtschaftliche oder technische Beziehung zu uns, oder auch Verwandte hier haben, und deswegen Interesse für die Zeitschrift zeigen. Sie ist die Quelle für die Ausbreitung von dem, was in Entre Rios geschieht. Bemerkenswert ist die 100. Ausgabe. Wenn man so etwas feiern kann, ist es ein Zeichen, dass die anderen 99 einen Zweck erfüllt haben. Mich interessieren immer besonders die alten donauschwäbischen Bräuche und Geschichte, die vorkommen. Aber auch das Format und die Richtung, die Art und Weise, in der die Zeitschrift ausgearbeitet und geschrieben wird, hat mir noch immer gefallen. Ich bin ständiger Leser der Zeitschrift Entre Rios“.

Ulrich Thomas Leh Landwirt und Unternehmer in Entre Rios, 54 Jahre

Ich freue mich jedes Mal, wenn eine neue Ausgabe der Zeitschrift Entre Rios auf meinem Schreibtisch liegt. Sehr interessant sind immer die Berichte über Geschichte und Kultur; das ist das Erste, das ich lese. Obwohl ich kein Koch bin, genieße ich die leckeren Rezepte und bin der Meinung, dass dies auch zur Kultur eines Volkes gehört genauso wie Sprache, Tanz, Gesang, usw. Vielleicht könnte die Kulturstiftung auch Kochkurse anbieten. Wenn man die Zeitschriften sammelt und dann nach längeren Jahren nochmals durchblättert, wird es noch interessanter: Denn die Zeitschrift ist ja die einzige, die die Geschichte der Siedlung dokumentiert. Damit hat die Zeitschrift eine große und wichtige Aufgabe“.

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Als ich mit der Donauschwäbischen Tanz- und Trachtengruppe Rastatt 1985 zum ersten Mal nach Entre Rios zu Besuch kam, erhielt ich die erste Ausgabe vom „Jornal de Entre Rios“. Seither habe ich jede Ausgabe bekommen. Mit Spannung erwarte ich jede Ausgabe, um mich über das allgemeine Befinden der Einwohner, die Fortschritte in kultureller Arbeit, die Feste der Donauschwaben, die wirtschaftliche Lage der Siedlung und vieles mehr auf dem Laufenden zu halten. Zu der 100sten Ausgabe der „Zeitschrift Entre Rios“ gratuliere ich allen Beteiligten persönlich und im Namen des Weltdachverbandes der Donauschwaben und hoffe auf weitere interessante und informative Berichte über das Leben und Wirken der Donauschwaben in Brasilien. Grüße an alle Landsleute in Entre Rios“.

Foto: Archiv Ihas

Foto: KP

Zur Jubiläumsausgabe der Zeitschrift Entre Rios äußern sich einige Leser. Die Meinungen von Leuten aus Brasilien und dem Ausland zu den Publikationen lesen Sie hier:

Stefan Ihas

Präsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben e. V.


Foto: Archiv Supritz

Hans Supritz

Katharina Schmidt Rentnerin in Entre Rios, 75 Jahre

Foto: Archiv Juhn

Die „Entre Rios-Zeitschrift“ gehört zu Publikationen, auf die ich immer mit großer Ungeduld und Neugierde warte. Sie vermittelt mit ihren Beiträgen und mit den vielen Bildern eine gelungene und nachhaltige Mischung aus bewahrter Tradition, wie es die Erstsiedler von ihren Ahnen mitgebracht haben, und dem heutigen Leben in der Gemeinschaft im 21. Jahrhundert. Die Jugend ist immer in irgendeiner Form am Geschehen mitbeteiligt und so ist das Sprichwort „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“ immer für jedermann sichtbar gegenwärtig. Meine Frau, die keine donauschwäbischen Wurzeln hat, sondern durch die Donauschwaben eine von ihnen geworden ist, hat in der Regel die Zeitung vor mir in der Hand und lässt sie auch nicht mehr aus der Hand, bis sie darin durch ist. Natürlich sind es die Rezepte, die gleich mit denen verglichen werden, die sie von meiner Mutter, einer echten Donauschwäbin hat. Neue Rezepte werden gleich ausprobiert. Die sorgsam ausgewählten Berichte und Bilder, sind für mich ein Zeichen, mit welcher Ernsthaftigkeit und Kontinuität man bemüht ist, die deutsche Sprache und Kultur zu pflegen und sie an die Nachkommen weiterzugeben. Die Darstellung der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Errungenschaften und das große Augenmerk, das auf die solide Ausbildung der jungen Leute gerichtet ist, begeistert mich. Für mich als Bundesvorsitzenden, aber auch für die anderen Funktionsträger in unserer Gemeinschaft, ist die „Entre Rios-Zeitschrift“ eine bereichernde und informative Quelle für unsere Arbeit, die wir auch in Zukunft nicht missen möchten. Dass es schon die 100. Ausgabe ist, hat mich überrascht. Umso mehr freue ich mich schon heute auf die Jubiläumsausgabe, die ich gerne auch wieder im Bekanntenkreis herumreichen werde. Der Redaktion und allen, die an der Herausgabe dieser für uns wertvollen Publikation beteiligt sind, wünsche ich persönlich und auch im Namen der Landsmannschaft der Donauschwaben eine erfolgreiche Zukunft und ebenso auch der ganzen Siedlung Entre Rios!“

Heinrich Juhn

Ehrenvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben in Baden-Württemberg e. V. Orts- und Kreisverband Rastatt

Ihr könnt Euch vielleicht gar nicht vorstellen, was und wie viel es für uns Rückwanderer in Deutschland, und wahrscheinlich auch anderswo in der Welt bedeutet, auf diesem Wege das Geschehen in Entre Rios zu verfolgen. Nachdem ich die Zeitschrift Entre Rios aus dem Briefkasten geholt habe, fange ich schon beim Hinaufgehen zur Wohnung an, zu blättern. Interessieren tut mich Vieles und ich lese alles genauestens durch. Natürlich gibt es Berichte und Bilder, die mir besonders ins Auge fallen und mein Interesse wecken. Aber jede Ausgabe ist wirklich so wunderschön gestaltet, sodass das Lesen und Anschauen der schönen Fotos sehr viel Freude macht. Ich meine, es ist wichtig, die Berichte mit schönen Bildern zu gestalten und ihnen somit eine besondere Note zu verschaffen. An dieser Stelle möchte ich ganz besonders die Jubiläumsausgabe zur 60. Jahresfeier hervorheben. Zu dieser sehr gut gelungenen Dokumentation, den Berichten und Fotos kann man nur gratulieren und denjenigen, die ihren Beitrag dazu geleistet haben aufs Herzlichste danken. Erwähnen möchte ich auch, dass es mich mit großer Freude erfüllt, wenn ich über die vielen kulturellen Gruppen

Foto: KK

Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben, Bundesverband e. V.

Ich lese die Zeitschrift schon seit sie besteht. Früher habe ich auch Artikel in die Zeitung gegeben, ich habe gerne mitgemacht. Heute gefällt mir die Zeitschrift gut. Von allem ist etwas drin, vom Backen, Kultur, Landwirtschaft, Schule, Reisen und so weiter, das alles interessiert mich und lese es gerne. Außerdem glaube ich, dass die Zeitschrift einen großen Wert für die donauschwäbische Kultur hat. Es ist schön, wenn die deutsche Sprache bei uns in Entre Rios, Brasilien, weitergepflegt wird, und durch die Zeitschrift ist das möglich. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sie bekomme, denn dann kann ich etwas Neues lesen. Ich kann es jedes Mal kaum erwarten, bis die nächste Ausgabe fertig ist. Für mich ist sie was Schönes und Nützliches“.

und deren Veranstaltungen lesen kann. Das ist für mich ein besonderer Schwerpunkt. Die Veröffentlichungen über Wirtschaft, Bildung, Sport, Soziales, Menschen, Sitten, Bräuche usw. sind ebenso von großer Wichtigkeit. Auch hier möchte ich die Augustausgabe 2012 erwähnen: „Schweineschlachten wie in alten Zeiten“. Dieser Bericht mit den vielen schönen Fotos war auch besonders hervorragend. Als ich eines Tages in der Stadt den Fahrer unseres Oberbürgermeisters getroffen habe, sagte er, er habe diese Ausgabe auch im Rathaus gelesen und war darüber ganz begeistert. Herr Arbogast ist aus einem Ort in der Nähe von Rastatt und erzählte, dass es bei ihnen früher auch solche Schlachttage gegeben hat. Er meinte, es sei schön, wenn in Entre Rios noch diese alte Tradition gepflegt wird. Solche Äußerungen haben mir auch schon viele andere einheimische Bürger gesagt. Dieser Meinung schließe ich mich auch an und sage: Macht weiter so mit der Zeitschrift! Viele Freunde, ob in Brasilien oder anderswo in der Welt freuen sich darüber und sind Euch dafür dankbar“.

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Foto: Archiv Leh

Rainer Mathias Leh Student, 24 Jahre

Ich bin von Eurer Zeitung sehr begeistert. Das letzte Mal wurde Eure Prozession so toll mit Bildern und Erzählung gebracht, dass ich es unserem Pfarrer gezeigt habe und das wollen sie im Pfarrbrief veröffentlichen. Da seht ihr, dass es auch uns Mayrhofner gut gefällt. Weiters beschreibt Ihr das Schlachten, Backen, Handarbeiten so nett, dass man es wirklich genau lesen will. Besonders gefällt mir, wie Ihr die Bräuche, die ja den unseren gleichen, so schön beschreibt. Auch eure Kurzmeldungen sind immer toll. Ich lebe fast ein wenig mit Euch mit. Ich zeige immer die Zeitung meinen Gäste, wenn eine Neue ankommt. Freue mich sehr darüber. Macht einfach weiter so, denn Ihr lebt die alten Bräuche noch wie in Eurer alten Heimat“.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die neue Ausgabe der Zeitschrift lesen kann. Nach meiner Meinung ist sie eine interessante Zeitschrift, weil sie verschiedene Themen anspricht und über unsere donauschwäbische Kultur berichtet. Mich interessieren am meisten die Artikel der Anfangsjahren der Siedlung, da kann man vieles lernen, und gerne erinnere ich mich dann an die Geschichten, die mir mein Nauy Ota erzählt hat. Auch die Rezepte gefallen mir ganz gut, da gibt es immer was Leckeres zum Backen-Lernen. Ebenfalls wecken meine Aufmerksamkeit die Neuigkeiten und Aktualitäten, die in der Zeitschrift dokumentiert werden. Also die Zeitschrift ist für mich eine Möglichkeit, wo man sich gleichzeitig aktualisieren, unterhalten und lernen kann“.

Eveline Heiser

Personal-Trainer in Entre Rios, 25 Jahre

Foto: Archiv Thaler

Ich lese die Zeitschrift schon seit einigen Jahren und interessiere mich sehr für Berichte, die die Geschichte der Donauschwaben und die der Siedlung Entre Rios erzählen. Entre Rios ist eine Gemeinde, die immer noch viel Wert auf das Kulturelle gelegt hat. Das Versuchen, diese Werte weiter zu führen, ist keine einfache Aufgabe. Damit die Geschichte eines Volkes oder einer Gegend bewusst werden kann, muss sie auch erzählt werden und das beginnt innerhalb der eigenen Gemeinde. Unsere Geschichte, Kultur und Sprache sind ein Erbe von unseren Vorfahren und das muss weitergeführt werden, denn dies wird uns erst fehlen, wenn wir es in Wirklichkeit nicht mehr haben. Nach meiner Meinung gelingt der „Zeitschrift Entre Rios“ ihr Ziel, aber es liegt nicht nur in den Händen der Zeitschrift, unsere Geschichte, Kultur und Sprache weiter zu führen, es liegt hauptsächlich in den Händen der ganzen Gemeinde. Ich halte die Arbeit der „Zeitschrift Entre Rios“ für sehr wichtig, indem sie gute Berichte schreibt und versucht immer Verschiedenes zu bringen“.

Rosa Thaler Gastwirtin in Mayrhofen, Zillertal, 80 Jahre

Hildegard Abt Roth

Foto: Archiv Heiser

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Ich erhalte die „Zeitschrift Entre Rios“ immer mit großer Freude. Ich lese sehr gerne und wenn es um unsere Gemeinde, Jetziges und Geschichten aus der Vergangenheit geht, ist es noch viel interessanter! Es sind immer ausgewogene Artikel, von jetzt und früher! Sehr gut geschrieben. Die Rezepte werden gesammelt, nachgemacht und für die Kinder aufgehoben. Die Kinder benutzen auch öfters die Zeitschrift für Schularbeiten. Von mir aus könnten die Ausgaben monatlich sein. Macht weiter so“.

Foto: Archiv Roth

Hausfrau in Entre Rios, 45 Jahre


Foto: Archiv Eng

Robert Eng Baumeister in São Paulo

Aline Gärtner Dandolini

Foto: KK

Für uns in São Paulo ist es immer eine Freude, Nachrichten aus Entre Rios zu erhalten. Vor allem freut es uns, dass alles in einem reinen Deutsch mit Einteilung und Grammatik fehlerfrei geschrieben wird. Über die Auswahl der Themen, Einleitung, Qualität, und Fotografien kann man der Redaktion nur gratulieren. Macht nur weiter so, Ihr seid auf dem richtigen Weg. Unsere 300-jährige Geschichte und Kultur kann nur erhalten bleiben, wenn man sie pflegt und niederschreibt. Deutsche Sprache – Muttersprache, ehrt sie und fördert sie. Unsere Urahnen, die in der Pannonischen Tiefebene angesiedelt wurden und unter schwierigsten Bedingungen das Land gerodet haben, nach dem Motto, der ersten Generation den Tod, der zweiten die Not und der dritten das Brot: Sie haben unsere Kultur und unseren Dialekt über 300 Jahre erhalten. Dafür sollten wir uns bedanken und sie nicht vergessen. Deshalb wäre es wichtig, dass Ihr etwas aus unserer Geschichte und von donauschwäbischen Persönlichkeiten wie Dichter, Ärzte usw. bringen könnt. Für die jüngere Generation wäre es sicherlich lehrreich, um sich darüber Gedanken zu machen. Für dieses Vorhaben wünsche ich Euch viel Erfolg und Zusammenarbeit“.

Vermarktungsanalytikerin in Entre Rios, 31 Jahre

Foto: Archiv Jerger

Ich lese die Zeitschrift Entre Rios immer bei meiner Mutter. Sie hat alle Ausgaben, seit der Ersten, aufgehoben. Sie sagt, es lohnt sich die Zeitschrift aufzuheben, da kann man immer etwas forschen, sind immer interessante Berichte über die Siedlung Entre Rios, über verschiedene Leute und manchmal auch über jemand aus unserer Familie. Ich lese besonders gerne über die donauschwäbische Geschichte, Bräuche, Traditionen und Rezepte. Ich denke, dass wir, die jüngere Generation, aus den Berichten viel lernen können“.

Josef Jerger

Landesvorsitzender und Geschäftsführender Vizepräsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben

Die Zeitschrift der Donauschwabensiedlung in Entre Rios begleitet mich seit vielen Jahren. Ich kann nach 32 Jahren als Landesvorsitzender der Donaudeutschen Landsmannschaft in Rheinland-Pfalz nicht mehr sagen, wann ich die Zeitschrift das erste Mal in den Händen hielt, aber eines ist gewiss, ich habe sie immer mit großem Interesse gelesen. Es gibt keine Sparte, die mich am meisten interessierte. Interessiert bin ich an allem, was auf der Siedlung geschieht. Die breitgefächerten Themen vom Leben und den Geschehnissen auf der Siedlung bis hin zum überlieferten donauschwäbischen Kochen und Backen, der Kulturpflege usw. sind Themen, die zum Lesen anregen. Die ganze Geschichte der Siedlung, die zum 60. Jubiläum in der Zeitschrift veröffentlicht wurde, habe ich in unserem Verbandsorgan „Donaudeutsche Nachrichten“ veröffentlicht. Damit wurden unsere Landsleute hier über die enormen Leistungen auf der Siedlung, von der Gründung bis heute, informiert. Die sehr schön gestaltete und auf hochwertigem Papier gedruckte Zeitschrift wird von mir im Haus Pannonia ausgelegt und somit auch von vielen Interessenten vor Ort gelesen oder auch nach Hause mitgenommen. Die Zeitschrift Entre Rios ist für mich ein informatives Bindeglied für alle weltweit zerstreut lebenden Landsleute, soweit sie diese erhalten. Nachdem ich auch der Vertreter der Agrária beim Rebstockverpächter in Deidesheim bin, dort in Vertretung an der Weinlese teilnehmen darf und die obligatorische Flasche Wein zugesandt bekomme, die ich dann irgendwie kostenfrei nach Brasilien sende, habe ich ein ganz besonderes Verhältnis zur Siedlung, auch wenn ich noch nie die Möglichkeit zu einem Besuch hatte. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei für die Themen und Gestaltung herzlichst gedankt. Macht weiter so, es ist ein Beitrag zum Erhalt und zur Pflege der deutschen Sprache auf der Siedlung. Der Entre Rios Zeitschrift wünsche ich noch viele weitere Jahre des Fortbestehens, damit verbinde ich auch meinen Wunsch, sie noch lange lesen zu dürfen“.

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Wir grat ulieren Hundert Mal Zeitschrift Entre Rios genannt. Beliebt und begehrt in Stadt und Land . Schon hundertmal haben wir gelesen , Was Schönes und Neues ward gewesen . Hundertmal war es schon geschrieben , Deine Heimat sollst du lieben . Die Trachten so schön wie in Omas Tagen , Auch wir hier in Entre Rios tragen . Es tanzen im Reigen die Jungen , die Alten , Damit wir unsere Gebräuche erhalten . Doch geh’n unsere Gruppen mal auf Reisen , Das kann unsere Zeitschrift sicher beweisen . Schon viele flogen in die Ferne hinaus Und suchten nach der Ahnenhaus. Sie haben mit Wehmut an Opa gedacht, Ihm Heimaterde mitgebracht. Dort war einst unser Zuhause gewesen , Das ist in unserer Zeitschrift zu lesen . So weit das Auge reicht sind Felder zu seh’n . Gold’ne Weizen wie Wogen im Winde sie weh’n . Stolz der Bauer, er ist bereit. Schon bald die nächste Erntezeit. Der Siedler Fleiß ist stets geblieben , Das steht ganz groß in der Zeitschrift geschrieben . Festgehalten auf Seite acht Guter Kuchen wird heute gemacht. „Schmerkipfel“ aus Omas Zeiten Für den Sonntag wir vorbereiten . Alte Rezepte , die wir alle lieben , Werden in der Zeitschrift niedergeschrieben . „Trauermeldung“ steht auf dem letzten Blatt. Ein alter Pionier seine letzte Ruhe hat. In die ewige Heimat er heimgegangen , Nach Krieg und Flucht hier angefangen . Bauer war er sein Leben gewesen , Auch er hat hundert Mal die Zeitschrift gelesen . Theresia Essert aus Vitória, Entre Rios

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Februar/2013