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Trends

Eine Mobitare-Beilage in der NZZ am Sonntag

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Hightech und Kreativität. Beim Mailänder Leuchtenhersteller Artemide sind Design und Produktion zu einem neuen Vorgang verschmolzen.

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Licht macht Räume plastisch. Die Form braucht nicht immer der Funktion zu folgen – skulpturale Leuchten schaffen ganz persönliche Stimmungen.

Rhapsodie in Herbstfarben. SEITE 8

13%* Vorteil auf das gesamte Sortiment. Sonntagsverkauf am 28. Oktober 2012. 13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Nicht kumulierbar. Bis 18. November 2012.

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Eine Mobitare-Beilage in der NZZ am Sonntag

Intro

Räume, die Geschichten erzählen Offenheit ist nicht nur in geistiger Hinsicht eine Tugend, sondern auch, wenn es um Architektur geht. Das zeigt sich besonders in der Fotostrecke mit Möbeln aus der aktuellen Kollektion von Mobitare auf den Seiten 8 bis 12 der vorliegenden Ausgabe von «Trends». Das Haus, in welchem die Bilder gemacht wurden, stammt von einem Architekten, der besonders gut mit offenen, fliessenden Räumen umgehen konnte. Wie gut, kann ich täglich erleben, denn ich wohne selbst in einem Haus, das vom Zumiker Architekten Marcel Thoenen (1935  –  2006) entworfen wurde. Er fand in seinen Wohnhäusern stets Lösungen, die zwar eine freie Nutzbarkeit der Räume zuliessen, aber dennoch ein intimes Raumgefühl ausstrahlten. Das Haus, in dem fotografiert wurde, Ende der Sechzigerjahre für einen passionierten Pferdehalter und Reiter entworfen, wirkt bis heute zeitlos wohnlich und dient einer Familie mit drei Kindern als ebenso geräumiges wie gemütliches Heim mitten im Grünen. Zeitlosigkeit ist auch der Anspruch von Artemide, einem der erfolgreichsten DesignLeuchtenhersteller der Welt und ein Flaggschiff der italienischen Einrichtungsindustrie. Wie Sie in der nebenstehenden Story nachlesen können, ist die Marke nicht nur auf Klassiker abonniert, sondern beweist seit drei Jahren zur Weihnachtszeit der ganzen Stadt Zürich ihre Fähigkeiten in Sachen stimmungsvoller Beleuchtung. Die Artemide-Leuchte «Tolomeo» wurde übrigens vom Mailänder Architekten und Designer Michele de Lucchi entworfen. Die archetypische Form gefiel auch Marcel Thoenen, der in seinem Büro damit jene Zeichentische beleuchtete, auf denen seine vorbildlich stimmungsvollen und aussagekräftigen Gebäude entworfen wurden. Viel Freude und Inspiration bei der Durchsicht der folgenden Seiten wünscht Hans Georg Hildebrandt

IMPRESSUM Herausgeber: Mobitare, Hochbordstrasse 4, CH-8600 Dübendorf, www.mobitare.ch Redaktion: Hans Georg Hildebrandt Konzept und Gestaltung: HESSKISSSULZERSUTTER AG Fotostrecken: Thomas Grünert, Zollikon

Forschung und Geist in gutem Licht Die Mailänder Leuchten-Marke Artemide verschmilzt Design und Herstellung zu einem einzigen Prozess. Das ermöglicht futuristische Formen und Energieersparnis.

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TOLOMEO MEGA, ab 591.– *

elten genug in der Designgeschichte gelingt es einem Entwurfskünstler, einen echten Archetypen zu schaffen. Die Tischleuchte «Tolomeo» von Michele de Lucchi und Giancarlo Fassina für die Mailänder Leuchtenmarke Artemide ist ein solcher. Speziell an der «Tolomeo» ist eine ganze Reihe von Eigenschaften; die Innovation bei der Aufhängung, das Aluminium als Material – wegweisend dank seiner Rezyklierbarkeit –, und die Eigenschaft der Leuchte, ihrer Aufgabe ohne Erhitzung nachzukommen. 1987 entstanden, erzählt die «Tolomeo» von der Suche nach einer neuen, herzlichen Nüchternheit, welche de Lucchi nach seiner Arbeit mit der verspielt-verrückten (und von Artemide geförderten) Designgruppe «Memphis» suchte. Die «Tolomeo» ist ein Klassiker im besten Sinn, es fiel dem Entwurfskünstler leicht, das Modell in verschiedenen Grössen zu adaptieren und es auch für die heutigen LED zu interpretieren.

«Made in Italy» fürs Leuchtengeschäft De Lucchi kreiert nach wie vor wichtige Entwürfe für Artemide («Lednet», «Soffione»), und «Tolomeo» ist bei weitem nicht der einzige Klassiker aus dem Haus Artemide – aber er ist beispielhaft für seine zahlreichen internationalen Erfolge. Die Geschichte des vielfach preisgekrönten Labels, ohne welches der Begriff «Made in Italy» undenkbar ist, geht auf 1960 zurück, als die beiden Gründer Ernesto Gismondi und Sergio Mazza erkannten, dass die im Möbelbereich entstandenen Innovationen im Nachkriegs-Italien noch keine entsprechenden Leuchten mit sich gebracht hatten. Die beiden Unternehmer beschlossen, das zu ändern. Logischerweise arbeiteten Gismondi und Mazza dabei mit jenen Leuten zusammen, die ohnehin gerade daran waren, die Welt mit ihren Möbelentwürfen zu erobern; Gio Ponti, Gae Aulenti, Vico Magistretti haben mit ihren Ideen für Artemide ganze Generationen geprägt und für die Raffinesse von italienischen Entwürfen sensibilisiert. Später arbeiteten international prägende Figuren der Epoche wie Richard Sapper, Santiago Calatrava oder Mario Botta für das Label, die seriöse «Tizio» von Sapper (1972) ist eine jener sprichwörtlichen Design-Ikonen, die noch während vieler Jahre in gestylten Arbeitsräumen zu sehen war und bis heute authentisch wirkt. In den Neunzigerjahren entwickelte Artemide das Konzept «The Human Light», eine seither gültige Philosophie, nach welcher Licht in Wohn- wie Arbeitsräumen vermehrt den Bedürfnissen des Menschen entsprechen und auch von diesen

selbst den eigenen Stimmungen angepasst werden sollte. Wer eine Leuchte von Artemide in seinen Räumen platziert, nimmt deshalb an dieser grossen Erzählung teil, welche bis heute fortgeschrieben wird; was von diesem Hersteller produziert wird, ist immer auf der grösstmöglichen Verschränkung des DesignHandwerks als Menschenforschung und des industriellen Wissens als Lieferant von Zuverlässigkeit basiert. Designer und Ingenieure arbeiten zusammen Das Verschmelzen von energetisch fortgeschrittenen Leuchten und einem Design das diese Fortschritte auch abbildet, ist die Vision des Mailänder Hauses. «Entwicklung und

DORIDE TERRA, ab 1954.– *

TOLOMEO BASCULANTE, ab 648.– *


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Design sind heute zu einem einzigen Prozess verschmolzen», beleuchtet Steffen Salinger, Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz, die Suche nach neuen Archetypen. Ein Beispiel dafür sei «Copernico» von Carlotta de Bevilacqua. So sei man in der Lage, Neuheiten ressourcenschonend zu entwickeln. Auch die Arbeiten von Ross Lovegrove (siehe Box) seien wichtig für Artemide. «Seine Designs wirken auf den ersten Blick von der Natur inspiriert, auf den zweiten Blick sind sie sehr technologisch und konstruktiv, was gut zur Marke passt .» Artemide sei überdies auch wegen des Aufkommens der LED in der Lage, die aktuelle Entwicklung der Leuchtenkonzeption mitzuprägen, sagt Steffen Salinger. Die Suche nach Archetypen sei übrigens nicht die vordringlichste Tätigkeit der Designer für Artemide, sagt der Geschäftsführer. Man müsse das entspannt angehen: «Je mehr man versucht, einen Archetypen zu schaffen, desto weniger gelingt es einem.» Das Mailänder Haus ist also offenbar auch gut darin, gewisse Dinge nicht zu wollen – das könnte ein Merksatz für viele Designer sein.

Lichtskulpturen wie aus dem Animationscomputer

MERCURY SOSPENSION, ab 3175.– *

DROPLET MINI, ab 863.– *

ROSS LOVEGROVE

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COSMIC ANGEL, 2594.– *

TIZIO, ab 289.– *

Ich seh den Sternenhimmel… D emnächst wird sie zum dritten Mal über der Zürcher Bahnhofstrasse aufgehängt, um während der Weihnachtszeit eine festliche Stimmung zu verbreiten: Die Beleuchtungsinstallation «Lucy», realisiert von den Ingenieuren des Leuchtenherstellers Artemide. Das Hightech-Werk funkelt und strahlt wie ein Sternenhimmel aus einem modernen Märchen-Trickfilm, in dem die Schneekönigin mit dem Smartphone telefoniert. Zum europaweit Aufsehen erregenden Prestigeprojekt kam das Label, weil die vorgängige Beleuchtung, «World’s Largest Timepiece» mit LED-Röhren und Animationen dem Weihnachts- und Shoppingpublikum zu kühl und technisch gewirkt hatte – die eifrige Fürsprache von Medien und Designexperten vermochte am vernichtenden Urteil der Öffentlichkeit nichts zu ändern. Die integrierende statt polarisierende «Lucy» besteht aus sagenhaften 23 100 Leuchtdioden, deren Licht via 11 500 Prismen gleichmässig verteilt wird; 12 Kilometer Stahlseil werden jeweils im Spätherbst in Nachtarbeit über der Bahnhofstrasse verspannt. Für den Entwurf zuständig war – natürlich gemeinsam mit den Spezialisten von Artemide in Mailand – ein

Projektteam, bestehend aus dem Luzerner Architekten Daniele Marques, dem Sankt Galler Lichtdesigner Charles Keller, Lichtdesigner, und dem Zürcher Künstler Adrian Schiess. Das Team bezog sich erklärtermassen auf den legendären «Baldachin», welcher seit 1971 für weltweit wiedererkennbare Weihnachtsstimmung gesorgt hatte. Im Gegensatz zu so man-

Keller Marques Schiess

13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Nicht kumulierbar. Bis 18.11.2012.

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chem heftig umstrittenen Kunstprojekt – man denke an den «Hafenkran» – wird die Beleuchtung der Bahnhofstrasse zur Weihnachtszeit zwar von der Stadt Zürich abgesegnet, aber durch die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse ermöglicht; die Kosten für das Projekt betrugen rund zwei Millionen Franken, die privat aufgebracht wurden.

Foto: Heinz Unger

ie Leuchtenfamilien «Mercury», «Droplet» und «Cosmic Leaf» sind beispielhaft für die Innovationskraft und den Wagemut des Herstellers Artemide. Fast ausserirdisch wirkend und in den Oberflächenstrukturen an Science-Fiction-Animationen aus dem Grafikcomputer gemahnend, wirken die Leuchten ebenso fremd wie anziehend – allerdings auch überhaupt nicht europäisch. So unterschiedlich die Leuchtenfamilien sind, so gemeinsam ist ihnen der feinfühlige Umgang mit indirektem Licht und ein skulpturaler Charakter. Ihr Urheber Ross Lovegrove ist bekannt für seine oft von der Stromlinie inspirierte, organisch-pflanzliche Formensprache; er bezeichnet sich selbst gerne als «Visionär, dessen Arbeit eine neue Sichtweise der dreidimensionalen Welt entwickeln hilft.» Trotz zahlreicher Auszeichnungen und Werkspräsentationen in namhaften Museen blieb Ross Lovegrove unter den Stardesignern der eher unnahbare Charakter und pflegt die Ausstrahlung eines Gurus. 1959 in Cardiff (Wales/UK) geboren, studierte Ross Lovegrove Anfang der Achtzigerjahre in Manchester Industriedesign und schloss sich anschliessend der Truppe von Hartmut Esslinger und Thomas Gerlach an, deren Firma «frogdesign» mit ihren Entwürfen für Steve Jobs’ Apple II und NeXt Computer die Geschichte des IT-Designs mitschrieb. Weitere wichtige Stationen waren ein Beratungsmandat für Knoll International oder die Zusammenarbeit mit Jean Nouvel und Philippe Starck im «Atelier de Nîmes». Seither wieder in England tätig, arbeitete er für unterschiedlichste Kunden wie den Flugzeugbauer Airbus, die Uhrenmarke TAG Heuer oder den Velohersteller Biomega, für welchen Lovegrove ein Bambus-Velo entwarf.


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Mit Licht die Räume Plastisch machen Wer den Charme von skulptural gestalteten Leuchten entdeckt, kann Räumen mit Lichtgeschwindigkeit mehr Stimmung verleihen.

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hne Licht ist keine Einrichtung komplett. Die Tatsache wird besonders augenfällig, wenn die Tage wieder kurz werden und es für sehr lange Zeit bleiben. Desto grösser sollte die Lust daran sein, in den eigenen Wänden mit Licht und seiner Wirkung zu spielen. Denn es kann mehr als nur Farben und Formen zum Vorschein bringen; Leuchten machen Räume plastisch – man kann bestimmte Zonen mit Licht hervorarbeiten und inszenieren – Leuchten können jedoch auch selbst Plastiken sein und damit zur Atmosphäre eines Wohn-Ensembles viel beitragen. Lichtskulpturen sorgen für eine Atmosphäre, die von künstlerischer Inspiration beim Einrichten erzählt, weil Licht schon immer Künstler inspiriert hat. «Licht ist nicht etwas, das enthüllt, es ist vielmehr die Enthüllung selbst», sagt dazu der weltbekannte Lichtkünstler James Turrell, der mit seinen Arbeiten ganze Landschaften verändert.

WIRE, Tischleuchte, Verpan APS, Gestell Chrom, Abdeckung Kunststoff, weiss, H54cm, 965.– *

PLASS, Hängeleuchte, Foscarini, im Rotationsverfahren gepresstes Polykarbonat, hellblau, Ø75cm H115cm, 2275.– *


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BEHIVE, Hängeleuchte, Foscarini, Polykarbonat/ABS, weiss, Ø39cm, 608.– * BEHIVE, Tischleuchte, Foscarini, Polykarbonat und mattes ABS, weiss, Ø40cm, 584.– *

BIRDIE PICCOLA, Tischleuchte, Foscarini, Polykarbonat, weiss, 17x17x49cm, 330.– *

SHER, Stehleuchte, Oluce, Aluminium, weiss, 27x27x180cm, 1198.– * 13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Nicht kumulierbar. Bis 18.11.2012.

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HOPE, Stehleuchte, Luceplan, Polikarbonat, Fresnel Linsen, Gestell Chrom, transparent, 51x51x184cm, 1375.– *

«Licht ist nicht etwas, das enthüllt, Licht ist die Enthüllung selbst.» James Turrell, Lichtkünstler

«Wir haben versucht, die Leuchten wie Skulpturen zu inszenieren», sagt Fotograf Thomas Grünert über die hier gezeigten Bilder, entstanden in einer Scheune unweit der Stadt Zürich. Ins Wohnen übersetzt, bedeutet die skulpturale Leuchte, dass man mit ihrem Licht das Funktionale und Nüchterne heutiger Architektur relativieren kann. Die Möglichkeiten sind nahezu unbeschränkt; es gibt Leuchten mit humorvoller Ausstrahlung wie «Hope» von Luceplan, aber auch verspielt-poetische Designs wie Foscarinis «Jamaica». «Caboche», ein Welthit von der spanisch-italienischen Designerin Patricia Urquiola, verströmt Festlichkeit und Intimität zur gleichen Zeit, «Triana» schliesslich wirkt leicht retro, ist aber technisch und besonders von der Lichtfarbe her ganz und gar heutig. Skulpturale Leuchten und stimmungsvolles Licht relativieren den zu oft gehörten Grundsatz, dass die Form immer der Funktion zu folgen habe. Wer diesem Grundsatz eisern nachlebt, müsste sein Leben im Licht nackter Leuchtstoffröhren verbringen – keine besonders attraktive Vorstellung, besonders angesichts der hier gemachten Vorschläge für sinn­ liche und kultivierte Beleuchtungen.

13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Nicht kumulierbar. Bis 18.11.2012.

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JAMAICA, Hängeleuchte, Foscarini, Papier mit Polymerschicht, weiss, 172x55x55cm, 1313.– *

TRIANA, Stehleuchte, Metalarte, Gestell Polyurethan Klavierlack schwarz, Schirm Stoff Chinz weiss, Ø60 H170cm, 2159.– *

CABOCHE MEDIA, Hängeleuchte, Foscarini, Kugeln Polymethalcrylat, transparent, Ø50, 1175.– *


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Rhapsodie in Herbstfarben Das Comeback von Holz als Baustoff und Material für Fussböden verlangt bei der Möblierung nach einem subtilen Umgang mit Farben und Oberflächen – ein Bungalowhaus im Zürcher Oberland dient als Bühne für eine Inszenierung in zurückhaltenden Tönen.


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lassische Moderne in ländlicher Schweizer Umgebung: So könnte man das «Setting» für die hier gezeigte Fotostrecke umschreiben. Das Haus im Zürcher Oberland wurde vor weit über vierzig Jahren gebaut und strahlt eine gut eingelebte Gemütlichkeit aus. Der Architekt Marcel Thoenen (siehe Box) entwarf es seinerzeit für einen Pferdehalter und gab dem Haus auf der Seite der Zufahrtstrasse den Charakter eines Bungalows mit geräumigen Aussenzonen und einem angebauten Pferdestall. Auf der Rückseite des Hauses liegt ein abfallender Hang,

von dem aus die unterhalb des Erdgeschosses platzierten Kinderzimmer einen weiten Blick ins Grüne aufweisen. Das Elternschlafzimmer mit Bad liegt ebenfalls auf der Rückseite des Hauses, jedoch im Erdgeschoss und hat ebenfalls einen verträumten Blick auf Weiden und Wald. Aussenräume werden Wohnräume Die heutigen Besitzer des Hauses verwandelten den gedeckten Sitzplatz mit Kamin in einen Innenraum, ebenso wurde ein Durchgang vom ursprünglichen kleineren Wohnraum zum Pferdestall in den Wohnbereich integriert. Die zur

MAURO, Eckkombination, Linteloo, Stoff, Wolle/Leinen inkl. Rückenkissen, 350x190x115cm 9980.– * DRUMBOX, Tischleuchte, Diesel by Foscarini, Leinen beschichtet, Nylon, D 45cm H36cm, 744.– * CARRÉ, Clubtisch, Frigerio, Leder geflochten, Metall matt lackiert, 120x120cm, 2620.– * PTOLOMEO, Bücherregal, Opinion Ciatti, Metall, Edelstahl, H215cm, 1100.– * COSTANZA, Stehleuchte, Luceplan, Aluminium/Polykarbonat, weiss, H175-235cm, 1405.– * CHUBBY CHICK, Bettsofa, Moroso, Leinen vorgewaschen, grau, 200x117cm, 5460.– * KENNY, Paravent, Kriterio, Eisen und Bambus, 90x20x195cm, 945.– *

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Strassenseite gelegene Küche wurde gemäss heutigen Standards geöffnet und zur Wohnküche umgewandelt. Fast das gesamte Erdgeschoss umfasst heute Wohnfläche, die einzelnen, sehr zahlreichen Zimmer sind jedoch kaum wahrnehmbar, weshalb der Bungalow-Charakter trotz Umbau immer noch klar ablesbar und spürbar ist. Viel weiss gestrichenes Holz und Fussböden aus breiten Eichenbohlen sorgen für eine ländlich-nordische Stimmung, spiegeln aber keine Bäuerlichkeit vor, sondern sorgen viel eher für eine inspirierende Atelier- und Ferienatmosphäre. Gemütlichkeit und Glamour kombiniert Die Einrichtung von Räumen mit Holz als dominierender Oberfläche ist kein Kinderspiel, wenn man die Atelierstimmung trotzdem ordentlich wirken lassen möchte und auf eine gewisse Eleganz Wert legt, wie das Interior-Designerin Martina Schober (siehe Box) tut. Sie hat sich deshalb auf gedeckte Farben, Schwarz und Grau, verlegt, um Einheitlichkeit in den Raum zu bringen. «Ich suchte eine Kombination von Gemütlichkeit und zurückhaltendem Glamour», führt sie ihre

Gedanken aus. «Ich suchte deshalb innerhalb der Farbwelt nach spannenden, strukturierten Oberflächen als Kontrast zum Holz. Dazu kombinierte ich einzelne aussagekräftige und witzige Objekte wie das kleine Sofatischchen, den Garderobenstuhl von Moooi oder die Lampe zum Hinlegen von Diesel.» Martina Schober verweist auf liebevolle Details wie die Gurten am Sofa (ebenfalls von Diesel) oder die skulpturale Wirkung des Tisches von Bonaldo, zu dem schlicht jeder Stuhl passt. Paravents für Geborgenheit Um die Effekte nicht ins Übermass kippen zu lassen, wurde die Auswahl von (Licht)-Objekten mit der klassischen Leuchte «Pipistrello» von der italienischen Designerin Gae Aulenti oder der «Costanza XL» von Luceplan ergänzt. Martina Schober hatte keine BefürchtunGESA, Sekretär, Hans Hansen, Eiche matt lackiert, schwarz, 100x72x88cm, 2490.– *, OTIS, Hocker, Frigerio, Stoff, Gestell Metall rau lackiert, Ø42x46cm, 779.– * OCTOPUS, Vase, Asiatides, bronze silber, H23cm, 89.– *, PERF, Stehleuchte, Diesel by Foscarini, Metall, lackiert, schwarz, H143cm, 713.– * WALL, Paravent, Teak , weiss, H206cm, 398.– * 13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Nicht kumulierbar. Bis 18.11.2012.

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MARTINA SCHOBER Martina Schober, heute in Sachen Interior Design unterwegs, war früher als Journalistin für namhafte in- und ausländische Medien tätig. Design und Architektur waren bei ihrer Arbeit immer zentrale Themen; über die Jahre konkretisierte sich das Interesse, insbesondere über das Projekt des Umbaus eines toskanischen Bauernhofes. Martina Schober verfasst Farb- und Materialkonzepte für Architekturbüros, gestaltet Innenräume für Private, Gast- und Möbelhäuser und kreiert Schaufenstergestaltungen gemeinsam mit einem Team von Freunden.

BIG TABLE, Tisch, Bonaldo, Eiche poliert, Stahl, anthrazit, 250x100cm, 5290.– * PINA, Stuhl, Magis, Buche/Stahldraht, schwarz, 595.– * ALEC, Stuhl, KFF Design, Eiche geölt, natur, 419.– * MAHAGONI, Kerzenständer, antik, finish, ab 35.– * GLOBO DI LUCE, Hängeleuchte, Fontana Arte, metallisiertes Glas, Innenreflektor Aluminium eloxiert, Ø20cm, 420.– *, Ø30cm, 585.– *, Ø46cm, 865.– * ROPE, Hocker, Zoeppritz, Ø35 x44cm, 245.– * TOM&JERRY, Barhocker, Magis, Buche/Polyproylen, schwarz, 490.– *, weiss, 379.– *

«Schwarz und Grau verleihen den Räumen Gemütlichkeit und zurückhaltenden Glamour.»

GRAY 09, Schaukelstuhl, Gervasoni SpA, amerikan. Nussbaum Natur, Leinen, 2750.– * MNML, Teppich, Kymo, Silver and Black, 170x240cm, 2925.– * DOLCE VITA, Stehleuchte, Antonangeli, Polyethylen, Ø23cm, H210, 750.– * CLOUDSCAPE, Sessel, Diesel by Moroso, Leder/Stahl Raw black, anthrazit, 4390.– * PICAPICA, Beistelltisch, Driade SpA, Edelstahl satiniert, Platte rund, Edelstahl hochglanzpoliert, weiss, H36cm, 1320.– *

CHUBBY CHICK, Bettsofa, Moroso, Leinen vorgewaschen, grau, 200x117cm, 5460.– * COSTANZA, Stehleuchte, Luceplan, Aluminium/Polykarbonat, weiss, H175-235cm, 1405.– * EXTENSION CHAIR, Stuhl, Moooi, Buchenholz, schwarz matt, 43x43x95cm, 598.– *


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gen, dass ihre Farbwelt aus Beige, Schwarz und Grau zu viel Zurückhaltung ausstrahlen könnte. Insbesondere beim Wohnen mit Kindern stellten sich ohnehin Farbeffekte ein, die sich dann «wohltuend vom Hintergrund abheben und für Kontraste sorgen». Obwohl das Haus vor über vierzig Jahren erbaut wurde, hat es mit heutigen Bauten gemeinsam, dass es über grosse Fensterflächen verfügt, die einem nachts ein exponiertes Gefühl geben können. Martina Schober kennt die Aufgabenstellung gut und rät, dagegen mit Paravents vorzugehen, die man auch mal an ein Fenster stellen und sogar zu Vorhängen kombinieren kann. «Man will sich ja zu Hause fühlen können.»

Die Architektur Das «Haus D» von Architekt Marcel Thoenen entstand Ende der Sechzigerjahre, Bauherr war ein bekannter Pferde-Experte, der heute auf einer Ranch in Andalusien lebt. Marcel Thoenen (1935 – 2006) stammte aus Zürich und bezeichnete sich als Vertreter der klassischen Moderne. Ein Meilenstein in seiner Arbeit ist die Wohnanlage Dolder in Zürich am Hang rechts oberhalb des bekannten Hotels Dolder Grand. Zu Thoenens wichtigsten Stichwortgebern zählten Mies van der Rohe, der Däne Jørn Utzon (bekanntestes Werk: Oper in Sydney) und Arne Jacobsen; sämtlich Architekten, die jene japanischen Einflüsse in ihre Arbeit einbrachten, welche auch bei ThoenenHäusern oft zu spüren sind. Marcel Thoenens letzte Projekte waren das TV-Com Center in Zürich-Leutschenbach und eine kleine Überbauung mit Atriumhäusern in Zumikon.

GLASS, Vase, 3 in 1, Glas, H40cm, 29.–*, MANCHESTER, diverse Dekofiguren, Vogel, Fisch, ab 29.–*

Bei Mobitare finden Sie folgende Marken: Artemide, Belux, byKato, Bonaldo, Chinthay, Cini & Nils, Collection Hutter, Content by Conran, Desalto, Diesel, Driade, Flos, Fontana Arte, Foscarini, Frigerio, Gebrüder Thonet Vienna, Gervasoni, Heerenhuis, Indera, Ingo Maurer, KFF, Kymo, Lago, Linteloo, Luceplan, Magis, MisuraEmme, Montana, Moooi, Moroso, Nemo, Opinion Ciatti, Paustian, Pilat & Pilat, Riva 1920, Santa & Cole, Secto, Tobias Grau, Tom Dixon, Valenti, Verpan, Zeus, Zoeppritz 13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Nicht kumulierbar. Bis 18.11.2012.

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Musterhaft gelungene Wiederbelebung Wenn Kleinmöbel Glück haben, feiern sie dank einer sorgfältigen Renovation ihre Auferstehung, statt als Sperrgut «gratis zum Mitnehmen» zu enden.

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in ökologisch sinnvolles und ästhetisch spannendes Konzept haben Patrizia Bernardinis und Daniel Schneider mit ihrem gemeinsamen Unternehmen erfunden. Bei den Möbeln, die durch die Hände der beiden Kreativen gehen, handelt es sich um wertvolle, aber unterschätzte Einzelstücke aus Massivholz, aufgetrieben aus den ausrangierten Beständen privater Besitzerinnen und Besitzer. Entstanden sind die Möbel meist in den Dreissiger- oder Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts, entsprechen aber weder von der Form noch von der Farbe her dem heutigen Zeitgeschmack – es sind Stücke, wie man sie in Schweizer Städten am Strassenrand findet, mit der Notiz «Gratis zum Mitnehmen» drangeklebt, um die Gebühr für die Sperrgutabfuhr zu sparen. Im Rahmen einer gründlichen Behandlung der Oberflächen werden Lacke, Farben und Grundierungen entfernt, um die natürlichen Strukturen des Holzes wieder zum Vorschein zu bringen. Anschliessend werden die Möbel mit neuen Farben und Mustern geschmückt, wobei die Holzmaserung in der Regel sichtbar bleibt. Die Muster entlehnt das Kreativteam bei Kacheln und Spitzenornamenten aus der Vergangenheit. Ein weiterer Clou bei den Stücken von Patrizia Bernardinis und Daniel Schneider ist, dass auch die Innenseiten von Schrankfächern und Schubladen mit sorgfäl-

Foto: Heiner H. Schmitt Jr.

Daniel Schneider und Patrizia Bernardinis.

tig gewählten Farben bemalt werden. «Beim Öffnen soll man freudig überrascht sein», sagt Patrizia Bernardinis. Die frühere PR-Expertin und ihr Partner, ein ehemaliger Werber, wollen mit ihrem Label einen «Gegenpunkt zur Wegwerfgesellschaft setzen», was ihnen auch gelingt – und dies erst noch mit einem eingebauten Lächeln. Wirtschaftlich, aber auch ökologisch ist die Idee sinnvoll, denn Möbel aus Massivholz, früher die Regel, sind unter heutigen Vorgaben praktisch nicht mehr bezahlbar. Dank fachmännischer Rundum-Erneuerung können Massivholz-Fans sich den Gang ins Grossserien-Möbelhaus ersparen, verhelfen einem gestandenen Möbel zu einem längeren Leben und werden erst noch Besitzer eines Unikats – hier verschmilzt der Trend zum nachhaltigeren Konsum mit der Lust am Individualismus. Der Erfolg, den die Idee schon im ersten Jahr seines Bestehens geniessen durfte, stellte Bernardinis und Schneider rasch vor das Problem, wo man weitere Möbel in der erforderlichen Qualität herbekommen sollte; bisher kommen jedoch nach wie vor ausreichend Stücke zum Vorschein, um sogar zwei Teilzeit-Angestellten Arbeit zu geben. Die neusten Stücke aus der Second-HandManufaktur sind ab 28. Oktober 2012 bei Mobitare in Dübendorf zu sehen und zu erwerben.

Preisbeispiel: Kommode, 2 Schubladen, 580.– *

Preisbeispiel: Kommode, 4 Schubladen, 1750.– *


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FILIGRAIN, Hängeleuchte, Zenza, Messing, versilbert, Ø25cm, 298.– *

RHYTHM, Hängeleuchte, Polykarbonat, creme-weiss lackiert, 87x45cm, 1645.– * TREIS, Hängeleuchte, Kundalini, Metall, glanzlackiert, 50x50x20cm, 485.– *

Für jeden Stil das passende Licht In der dunklen Jahreszeit suchen wir vor allem nach Licht, um unsere Stimmung aufzuhellen. Finden wir dann ein schönes, so fühlen wir uns noch geborgener. Entdecken Sie bei Mobitare in Dübendorf viele Möglichkeiten sich wohlzufühlen – vom Designklassiker bis zu neuen Designstücken.

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Vorteil auf das gesamte Sortiment. 13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Nicht kumulierbar. Bis 18. November 2012. *

COLONNE, Stehleuchte, Dix Heures Dix, Stoff Plissé Ivory, Sockel grau, H165cm, 620.– * COSTANZA, Stehleuchte, Luceplan, Aluminium, Polycarbonat, H120 – 160cm, 480.– *

FORK, Stehleuchte, Diesel by Foscarini, Stoff/eloxiertes Metall, Ø40 H186cm, 950.– *

PIPISTRELLO, Tischleuchte, Martinelli Luce, Fuss aus weiss lackiertem Aluminium, Teleskopschaft Edelstahl, H66 – 86cm, 1395.– *

MAGNETO, Tischleuchte, Foscarini, ABS, Metall, rot, H38cm, 375.– *

AJ50, Tischleuchte, Targetti Poulsen, Aluminium lackiert, Fuss Gusseisen lackiert, H56cm, 857.– *

Noch mehr Design finden Sie bei Mobitare und auf unserer Website: www.mobitare.ch


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ONE BY ONE, Hängeleuchte, Belux, Polyestervlies, weiss, 130x13x13cm, 1198.– *

OCTO, Hängeleuchte, Secto, finn. Birkenholz, weiss, Ø54 H68cm, 815.– *

ETCH SHADE, Hängeleuchte, Tom Dixon, Messing lackiert, Ø32cm, 465.– *

Preisbeispiel

149.– statt 172.– * BINIC, Tischleuchte, Foscarini, Polycarbonat, weiss, grau, grün, purpur, orange oder petrol, H20cm

OCCHIO SENTO TERRA, Stehleuchte, Ocattio, Chrom, Fuss drehbar, Kopf, schwarz, H188cm, 2131.– *

CONFUSIONE, Deckenleuchte, Kniker Boker, Aluminium, Ø50cm, 520.– *

JOSEPHINE, Tischleuchte, Metalarte, Porzellan, Schirm Baumwolle, Ø23x75cm, 1435.– *

ICE GLOBE MAXI, Tischleuchte, Lumen Center, Polykarbonat, Opal weiss, Stahl vernickelt, Ø60cm, 735.– *

TRIPODE PIE, Stehleuchte, Santa & Cole, Stoffbänder/ Metall, natur, H175cm, 560.– *

ARMONICA, Stehleuchte, Antonangeli, Metall verchromt, H140 – 220cm, verstellbar, 998.– *


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TOLOMEO MIDI LED, Tischleuchte, Artemide, Aluminium, inkl. Fuss, 4 LED

Licht in seiner schönsten Form. TOLOMEO Midi LED.

295.– statt 365.– *

Jetzt gibt’s die berühmte Stilikone auch als energieeffiziente LED-Version. *Angebot gültig bis 18.11.2012. Nicht kumulierbar.

Mobitare im Wohnland Dübendorf, Hochbordstrasse 4, 8600 Dübendorf, mobitare.ch Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 – 20.00 Uhr, Samstag 09.00 – 18.00 Uhr Alle Preise in CHF


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