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Trends

Eine Mobitare-Beilage in der NZZ am Sonntag

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KLASSIK ZU «USED», FARBE ZU FARBE Zwei Zürcher Innenarchitektinnen zeigen zeitgemässes Interieur.

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AUCH EIN TEPPICH BRAUCHT ES, GEBRAUCHT ZU WERDEN Used-Looks verleihen Produkten Geschichte und Authentizität.

NEUES LEBEN FÜR HOLZ AUS VENEDIGS LAGUNE SEITE 2

10%* Vorteil auf das gesamte Sortiment. Exklusiv für Pfister à la card Member. *

7% Vorteil und 3% Pfister à la card Bonus. Nicht kumulierbar. Dauer der Aktion: 20. – 29. 8. 2010


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Eine Mobitare-Beilage in der NZZ am Sonntag

Intro

EMOTION, EIN GEFRAGTES GUT Wer Emotion sagt, meint das Potenzial einer Erzählung, in Menschen ein Gefühl auszulösen. Genauigkeit und Emotionalität sind darum nur auf den ersten Blick ein Gegensatzpaar. Denn die Emotion wohnt nicht im Bild oder im Text, sondern in dessen Konsumenten. Und je genauer eine Emotion in Bild/Text ausgedrückt wird, desto offener und betroffener ist der Empfänger. Ein Beispiel für solche Präzision ist die auf eine Tausendstelsekunde genaue Zeitlupe, die auf den Gesichtern von Sportlern nach Gefühlen sucht, um diese in uns hinein zu spiegeln. Medienleute, Designer und Werber sind derzeit schwer auf der Suche nach Echtheit und Emotion, denn mit Showroom-Ästhetik oder neureichem Talmi-Glanz begeistert man in unseren Breiten niemanden mehr. Das lasse ich als Chefredaktor des Schweizer Wohnmagazins «IdealesHEIM» genauso in meine Arbeit einfliessen wie die Kollegen vom spanischen Blatt «Apartamento» oder der US-Fotograf Todd Selby, der es mit seiner Bildsprache schafft, selbst notorischen Selbstdarstellern das Aroma von Echtheit zu verleihen. Selby steht in der Tradition von EchtheitsFabrikanten, die sich wie der Klatschlieferant Perez Hilton, Modeblogger Scott Schuman alias «The Sartorialist» oder die Schweizer Mode-Aficionada «Play» als Blogger im Internet einen Namen gemacht haben und sich in der Medienwelt eine eigene Nische erschlossen. Die bewegende Geschichte der Geschichtenlieferanten ist damit Teil der Emotionalität geworden, von der sie berichten. Im vorliegenden dritten Mobitare-Bund als Beilage zur «NZZ am Sonntag» ist die Rede ebenfalls von Gefühlen. Zum Beispiel davon, wie man in neuen Räumen wohl sein kann, obwohl man sie erst bezogen hat. Zeitgemässe Hersteller von Möbeln und Wohn-Accessoires wissen um den nomadischen Aspekt des heutigen Lebens und sie wissen, dass es nicht einfach ist, seinen Räumen ein individuelles Gepräge zu geben, bevor die Lust auf Neues kommt oder der nächste Umzug ansteht. Deshalb stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten Möglichkeiten vor, wie Sie Ihr Lebensgefühl in aktuellen Formen und Farben ausdrücken können, ohne deswegen in die Showroom-Falle zu gehen. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und schöne SehErlebnisse.

Eine Mobitare-Beilage in der NZZ am Sonntag

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NEUES LEBEN FÜR HOLZ AUS VENEDIGS LAGUNE

Einmalige Tische Massarbeit gehört zur persönlichen Einrichtung

Der Möbelhersteller Riva1920 baut Möbel aus Holz, das schon einmal verwendet wurde. Damit werden Riva-Stücke garantiert unverwechselbar.

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ie Kollektion «Tra le Briccole di Venezia» besteht aus Holzpfählen, die im Rahmen von Unterhaltsarbeiten aus der Lagune von Venedig entfernt und wieder verwendet werden. Ediert wurde die Kollektion vom Möbelhersteller Riva1920, einem norditalienischen Label, das die Zeichen der Zeit früh erkannte und sich Ideen wie Nachhaltigkeit, Recycling und Umweltschutz auf die Fahne schrieb, bevor es Pflichtprogramm wurde. Die bis 4 Meter langen Eichenpfähle für die «Briccole»-Kollektion sind dem Zahn der Zeit und jenem der Muscheln ausgesetzt, sie altern besonders rasch, wenn sie aus dem Wasser ragen, weil Boote daran festgemacht werden oder wenn sie zu Navigationszwecken dienen. Deshalb werden diese Pfähle – im Gegensatz zu Unterwasser-Pfählen – nach rund zehn Jahren ersetzt. Während des Mailänder Salone del Mobile von letztem April zeigte Riva1920

die schräg angeordneten Tischbeine, welche an Anlegepfähle in Venedigs Lagune erinnern und die Tischplatte vollständig durchstossen, um als Ellipse an der Oberfläche aufzutau-

erstmals die Kollektion, eine Sammlung von wohl seriell hergestellten, aber aufgrund ihres Rohmaterials unverwechselbaren Möbeln. Zur Kollektion beigetragen hat eine hochkarätige Auswahl von Designern, mit Paola Navone (siehe auch das Sofa für Linteloo auf Seite 6 dieser Beilage), Marc Sadler, Antonio Citterio, Mario Botta als bekannteste Namen. Auf einem Stück Venedig dinieren Logisch, dass bei so spannenden Köpfen eine verweisreiche und wichtige Kollektion entstand. Besonders gefallen hat uns der Tisch, den Matteo Thun (siehe Box) für die «Briccole»-Kollektion entworfen hat. Es fällt schwer, sich ein zeitgenössisches Möbelstück mit mehr Gehalt vorzustellen: Charakteristisch (kein Wortspiel beabsichtigt) die Bohrlöcher der Muscheln auf der Aussenseite der Bretter und die entsprechend dem Zustand des «geretteten» Pfahles belassene Form. Kreativ

FRAMMENTI DI WABI-SABI, Tisch, Design Aldo Cibic, 240x100, 9950.–

Die Bretter für die Tischplatte behalten die originale Form des Eichenpfahles.

BRICHELLO, Hocker,

chen. Dieses Möbelstück könnte schwermütig wirken wie Thomas Manns «Tod in Venedig», aber dank Matteo Thuns Humor und Feingefühl wird es zu einem Stück Wohnkultur, die auf philosophische Gedanken bringt.

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Starke Gedanken, starke Designs Philosophie ist für den Hersteller Riva1920 genauso wichtig wie für den Designer Matteo Thun, der Holz für «den Werkstoff des 21. Jahrhunderts» hält, wie er in einem Interview verlauten liess. Riva1920 baut neben der «Briccole»-Kollektion auch gigantische Tische aus 40 000 Jahre alten, neuseeländischen Kauri-Bäumen, die im Sumpf konserviert wurden – letzte Konsequenz eines Weges, den die Brüder Davide und Maurizio Riva schon in der dritten Generation ihrer Familie beschreiten, wobei sie seit 1989 möglichst mit Massivholz und ausschliesslich mit Holz aus kontrollierten Aufforstungsgebieten arbeiten, wobei die Ideen und Designs auch einmal etwas konventioneller ausfallen dürfen als bei den «Briccole». www.kauri.it, www.veneziabriccole.com

Design Franco & Matteo Origoni, 2890.–*

Hans Georg Hildebrandt

BRICCOLA, Esstisch, Design Matteo Thun, 340x76x75cm, 15 990.–

Mit Peter Bichsel sind wir aufgewachsen und wissen: Ein Tisch ist ein Tisch. Das heisst, wir werden einen Tisch immer als das verwenden, wofür er bestimmt ist: Als Ablage- Ess- und Arbeitsfläche auf komfortabler Höhe. Aber ein Tisch ist kein Tisch, wenn es darum geht, den Tisch zu finden, der wirklich zu einem passt. Wer über seine Bedürfnisse Bescheid weiss, wird erkennen, dass irgendein Tisch ihm so wenig dienen wird wie irgendein Stuhl aus dem Mitnehm-Möbelhaus. Möbelhersteller, die mit der Zeit gehen, haben natürlich einen eigenen Showroom und stellen kleine Serien ihrer neuen Entwürfe her, um sie im Handel präsentieren zu können. Aber wer glaubt, dass jemand schöne Tische an Lager hat, der wird sich in aller Regel täuschen. Ein grosser, repräsentativer Tisch wird auf Bestellung gefertigt. Er kommt deswegen nicht teurer zu stehen, als auf der Liste steht. Aber er

passt mit Sicherheit besser zu seinem Käufer als ein Modell, das im Zeichen eines Impulskaufes erstanden wurde. Möchten Sie einen Tisch anschaffen? Nehmen Sie Mass an Ihren eigenen Bedürfnissen, und finden Sie anschliessend heraus, wieviel Platz Sie der Tischkultur einräumen können. Wer beispielsweise einen Tisch vom niederländischen Massivholz-Spezialisten Pilat & Pilat bestellt, wird zwar darauf ein bis zwei Monate warten – denn das Design aus Friesland wird in einer bosnischen Schreinerei in fachmännisch gelagertem Holz ausgeführt. Und was am Ende geliefert wird, ist solide wie ein gut gebautes Haus und wird seinem Besitzer viele Jahre, sogar Jahrzehnte Freude machen, ohne je zu verleiden. Und ohne einen Aufpreis für die Ausführung nach Ihren Wünschen zu kosten. Mobitare führt von verschiedenen Herstellern Tische, deren Mass Sie selbst bestimmen können. Und schon bald können Sie das erste Mal an Ihren ganz persönlichen Tisch bitten, um ihn im Kreis Ihrer Liebsten feierlich in Dienst zu nehmen. Den Leuten von Mobitare ist es ein Vergnügen, Sie zu beraten, wenn es darum geht, dass ein Tisch nur dann ein Tisch ist, wenn Sie ihn in Auftrag gegeben haben. Ein Besuch bei Mobitare ist die richtige Massnahme!

MATTEO THUN, ARCHITEKT UND DESIGNER

IMPRESSUM Herausgeber: Mobitare, Dübendorf Chefredaktor: Hans Georg Hildebrandt Fotos: Francesca Giovanelli, Pablo Monti Konzept und Gestaltung: HESSKISSSULZERSUTTER

Der gebürtige Bozner mit Jahrgang 1952 studierte Architektur in Florenz und zog anschliessend nach Mailand, wo er Ettore Sottsass traf und 1981 die Memphis-Gruppe mitgründete. 1984 eröffnete er sein eigenes Studio. Von 1990 bis 1993 war er Kreativdirektor bei Swatch. Matteo Thuns bekanntestes Werk in der Schweiz ist das Bürogebäude von Hugo Boss in Coldrerio bei Chiasso, auch dort spielt Holz eine wichtige Rolle.

Eine Auswahl unserer Marken:

BRICOLAGES, Hocker, Design Mario Botta, ab 1750.–* *

7% Vorteil und 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Dauer der Aktion: 20.–29.8.10


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KLASSIK ZU «USED», FARBE ZU FARBE Wie sieht ein zeitgemässes Interieur aus? Mobitare brachte eine Neubauwohnung in Horgen und ein angesagtes Team von Innenarchitektinnen zusammen, um es herauszufinden.

STEINDL HAJNOS ARCHITEKTUR & INTERIOR DESIGN Sybille Steindl (*1975) hat in Zürich Mode studiert, Naomi Hajnos (*1976) gleichenorts Architektur an der ETH. 2009 gründeten die Zürcherinnen ihre Firma, als Team gearbeitet hatten sie jedoch schon zuvor. Ihre Projektliste umfasst die Zürcher Boutique «Monsieur Dubois» ebenso wie ein Jugendkulturhaus in Aarau und ein Juweliergeschäft neuester Konzeption. Ihr aktuellstes Werk ist die Sanierung und Erweiterung eines Jugendstilhauses in Rüschlikon zu einem Mehrfamilienhaus.

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Wir haben versucht, einen Mix aus Klassik, Retro-Design und ganz ungewohnten Elementen mit einer besonderen Farbwelt zu kombinieren», sagt Naomi Hajnos. Sie ist die eine Hälfte des jungen Zürcher Büros für Architektur und Interior Design Steindl Hajnos, welches die Wohnung im Horgener Bau «Visidea» mit Möbeln von Mobitare einrichtete. Beim Umschreiben des gewählten Stils fällt mehrfach das Wort «überspitzt» im Sinn einer echten oder durch bühnenbildnerische Tricks künstlich hergestellten Rezykliertheit. «Eigentlich meinen wir damit die Freiheit, nicht nur teuer und edel wirkende Stücke zu verwenden, sondern auch mal etwas Gebrauchtes», sagt Hajnos’ Geschäftspartnerin Sybille Steindl.

Mit Farben andere Farben beleben Paola Navone, die italienische Design-Doyenne, hat dreissig Jahre seit ihren Erfolgen mit dem «Alchimia»-Studio, zu dem auch Alessandro Mendini und Ettore Sottsass gehörten, nichts von ihrem Schneid verloren. Sie stellte jedoch mit ihrem gigantischen Sofa für Linteloo das Können von Naomi Hajnos und Sybille Steindl auf die Probe. Das Sofa vermittelt den Eindruck, ein Raum für sich selbst zu sein und verlockt seine Benutzer, sich darin häuslich einzurichten. Die Bezüge sind leicht auszuwechseln und in zahlreichen Farben zu haben; sie verweisen auf ältere Navone-Arbeiten, in denen eine ländliche Formen- und Farbenwelt den Ton angab. Für das herausfordernde, stark farbige Riesensofa gab es letztlich eine gute Lösung, wie Sibylle Steindl ausführt: «Wir fanden es unkonventionell und frisch, die Farbe des Navone-Sofas nicht mit Accessoires in gedeckten Farben einzuschränken, sondern zusätzliche Stücke in klaren, kräftigen Farben dazu zu kombinieren.» Ein Beispiel dafür sind die Kaffeehaus-Stühle in Weiss von Gebrüder Thonet Vienna, ein derzeit etwas unterschätzter Klassiker. «Die Farben wirken wie zufällig, ergeben aber trotz ihrer jeweiligen Kraft wieder ein harmonisches Ganzes», sagt Naomi Hajnos. Das Sofa würde fehl am Platz wirken, würde es nicht mit ausdrucksstarken Farben in ein Ensemble eingebunden. «Mit dem Einsatz richtig kräftiger Töne sind wir diesem Stück gerecht geworden», sagt Sybille Steindl. Im Gegenzug haben die beiden Designerinnen zu gewissen Stücken im «Used Look» – wie dem von Moroso produzierten

Eine Mobitare-Beilage in der NZZ am Sonntag

Modell «Overdyed» aus der «Diesel Home»Kollektion – glänzenden, weissen Lack kombiniert, um den möglichen Eindruck der Pastelligkeit zu vermeiden. Comeback für separierte Wohnräume Als Fachfrauen für Architektur und Innenarchitektur haben Naomi Hajnos und Sybille Steindl bei den «Visidea»-Wohnungen festgestellt, dass der Trend von der zwingenden Verschmelzung von Ess- und Wohnräumen langsam wieder weg zu weisen scheint. Was aus der grossstädtischen Loft-Kultur hervorgegangen ist, scheint sich für das konventionelle Familienleben nur bedingt zu bewähren. «Es hat uns gut gefallen, dass der Grundriss der Wohnung Essraum und Küche vom Wohnraum getrennt hält», sagt Naomi Hajnos. Dies sei ein selbstbewusster Entscheid. «Und von dem kleinen Bibliotheksbereich aus hat man das Deck mit der Seesicht fast für sich.» Attraktiv

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an der klaren Unterteilung der Zonen sei, dass man auf diese Weise durch gekonnte Einrichtung völlig verschiedene Wohnwelten schaffen könne, insbesondere weil Wohn- und Essraum über je eigene Aussenräume verfügten. «Man kann so in ein und derselben Wohnung emotionale Stimmungen und Räume für verschiedene Bedürfnisse einrichten», sagt Sibylle Steindl. «Beim Esszimmer haben wir auf frische und einladende Atmosphäre geachtet, beim Leseraum versuchten wir eine entspannende Wirkung zu erzielen.» Die Einrichtung soll gewissermassen eine Seebrise evozieren, wie sie im Sommer auch tatsächlich durch den Raum wehen wird. Das Wohnzimmer hingegen sollte sehr lebendig wirken, eine fast übertriebene Lebensfreude ausstrahlen. «Wäre die ganze Wohnung so farbenfroh, wäre es zu viel des Guten. Aber so kann man tatsächlich nach Lust und Laune die Zimmer ganz entsprechend seiner Stimmung bewohnen», sagt Sybille Steindl.

«Es ist spannend, für Wohn- und Essbereich separate, sich ergänzende Welten einrichten zu können.»

Möbel für steigende Lebenserwartung Die Architektur der Überbauung «Visidea» legt Wert auf eine klare Formensprache und inszeniert die See- und Fernsicht, welche die Zürichseegemeinde Horgen bietet. Für die beiden Interior Designerinnen war das eine gute Grundlage, um mit ihren Ideen und ihrem Gespür für Trends die moderne Schlichtheit des Ausbaus zu kontrastieren und eine lebendige, individuelle Stimmung zu schaffen. Man kann wohl allgemein sagen, dass ein zeitgemässes Wohnkonzept von Wärme und Persönlichkeit geprägt sein sollte; noch ein Grund für Hajnos und Steindl, sich mit stark emotionalen Einrichtungselementen auseinander zu setzen. Tatsächlich liefert der Markt hier Möbel entsprechend geänderter gesellschaftlicher Umstände: Früher gab es noch mit Geschichten aufgeladene Erbstücke, in den heutigen Zeiten gestiegener Lebenserwartung werden die Emotionen den Möbeln schon bei der Herstellung als kreatives Erbgut eingeschrieben.

FJORD, Tisch, Moroso, Design Patricia Urquiola, Stahl, MDF lackiert, Ø160cm, 3770.– * CZECH, Stuhl, Gebr. Thonet Vienna, Design Hermann Czech, Buche, 890.– * NR. 1, Stuhl, Gebr. Thonet Vienna, Design Michael Thonet, Buche, 1010.– * LOOS CAFÉ MUSEUM, Stuhl, Gebr. Thonet Vienna, Design Adolf Loos, Buche, Geflecht, 1230.–* NR. 14, Stuhl, Gebr. Thonet Vienna, Design Michael Thonet, Buche, 470.– * CAGE, Hängeleuchte, Diesel, Glas, Metall, 46x76cm, 798.– * TOIO, Stehleuchte, Flos, Metall, Messing vernickelt, H195cm, 1330.– * TECTONIC, Beistelltisch, Bonaldo, Design A. Gilles, Stahl, 51x51x43cm, 215.– *

PTOLOMEO, Bücherregal, Opinion Ciatti, Design Bruno Rainaldi, Metall, Edelstahl, 35x35x160cm, 1415.–* oder 35x35x215cm, 1495.–* OVERDYED, Armlehnsessel, Diesel, Holz, Stahl, 80x60x72cm, 860.–*

SPARROW, Vogel auf Ständer gross, 29.–*, klein 25.–*

STOOL, Hocker, Porzellan, 480.–* INOUT 41, Beistelltisch, Gervasoni, Design Paola Navone, Keramik, 40x40x37cm, 329.–*

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7% Vorteil und 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Dauer der Aktion: 20.–29.8.2010


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JAN’S NEW SOFA, Linteloo, Design Paola Navone, Leinen, 370x130x130cm, 13 990.–* BURNER, Behälter Keramik, 89.–* COLLAR, Vase, 115.–* OVERDYED, Beistelltisch, Diesel, Holz, Stahl, Ø50 H35-50, 600.–

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MOBIMO BAUT «VISIDEA» IN HORGEN Die Überbauung liegt an bevorzugter Lage in der Zürichseegemeinde Horgen und umfasst 6 Häuser. Die Grundrisse der Wohnungen wurden rotiert, um ein abwechslungsreiches Bild zu ermöglichen. Die börsenkotierte Immobiliengesellschaft Mobimo hat mit der Umsetzung von «Visidea» das Zürcher Architekturbüro Atelier WW beauftragt, von dem zahlreiche bekannte Bauten in und um Zürich stammen.

VANITY, Klubtisch, Linteloo, Design Roderick Vos, Eisen, 105x88x32cm, 2570.–* CAGE ROCKET, Tischleuchte, Diesel, Glas, Metall, 17x33cm, 370.–* TECTONIC, Beistelltisch, Bonaldo, Design A. Gilles, Stahl, 51x51x35cm, 205.–* GIGOGNES, Behälter, Tadé, Altreifen, H59cm, 125.–* INOUT 42, Beistelltisch, Gervasoni, Design Paola Navone, Keramik, 35x35x43cm, 298.–* INOUT 43, Beistelltisch, Gervasoni, Design Paola Navone, Keramik, 30x30x51cm, 265.–* FILO 01, Beistelltisch, Gervasoni, Design Paola Navone, Eisendraht, 100x100x25cm, 1405.–*

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7% Vorteil und 3% Pfister à la card Bonus. Exklusiv für Pfister à la card Member. Dauer der Aktion: 20.–29.8.2010


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AUCH EIN TEPPICH BRAUCHT ES, GEBRAUCHT ZU WERDEN. Die Welt der Formen und Farben wird ständig einheitlicher. Doch man kann dem Trend Gegensteuer geben.

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enzo Rosso ist ein begnadeter Mann. Es liegt nahe, den Erfinder und Guru des Labels «Diesel» als den Richard Branson der Modewelt zu bezeichnen. Renzo und Richard haben eine ähnliche Ausstrahlung und sie haben ganz eindeutig visionäre Qualitäten. Erkennbar ist dies daran, dass Renzo Rossos Label Diesel seit seinem Einstieg in die Möbelbranche einen Spurt zum Grosserfolg hingelegt und dabei kurzerhand eine Reihe neuer Looks geprägt hat. Dabei hat Renzo Rosso sich nur des Rezepts bedient, das ihm schon mit den Jeans als Ursprung seines heutigen Imperiums zum Erfolg verhalf: Er hat ein verwechselbares Produkt mit Gefühlen aufgeladen, um es begehrenswert zu machen. Dies machte er einerseits mit schlauer Werbung und andererseits mit «Used Looks», also einem Aussehen, als wären die Jeans bereits von mindestens zwei vorherigen Besitzern getragen, zerfetzt und verschossen worden. Zahllose Imitationen später ist Renzo Rosso mit Diesel seinen Konkurrenten in der Jeansmode immer noch zuverlässig einige Schritte voraus. Sein Entscheid, sich auch in der Welt des Möbeldesigns zu versuchen, wurde buchstäblich weltweit mit Applaus aufgenommen. Eine Welt ohne Minimalismus Renzo Rosso führt den Erfolg seiner Kollektion einerseits darauf zurück, dass die Menschen mobiler geworden sind. «Man ändert den Job viel schneller, also wird man auch eher umziehen und sein Heim neu einrichten.» Dies sei jedoch nur die eine Seite der Medaille. Andererseits werde auch mehr gewohnt, und deshalb sei eine freundliche, zugängliche Ausstrahlung des Heims elementar für alle Leute, die sich neu einrichten. Renzo Rosso hat keine umfangreichen Trendstudien gemacht, um auf solche Erkenntnisse zu kommen. Ein Mann von seiner Intelligenz versteht, auf sich selbst zu hören. «Minimalismus hat mir nie gefallen. Mein Haus ist voller kleiner Dinge, es fühlt sich alles warm und rund an, macht Lust auf Entdeckungen.» Gebraucht, aber nicht echt – egal! Wer sich im kommenden Herbst auf dem Markt für Wohntextilien umtut, wird die Auswirkungen von Renzo Rossos Eintritt in den Designmarkt spüren. «Used

Looks» sind allenthalben anzutreffen, denn auch andere Hersteller haben erkannt, was Renzo Rosso bereits intuitiv wusste: «Gebrauchte Dinge wirken lebendiger. Sie haben das spezielle Aroma einer Vergangenheit, die es nicht unbedingt gegeben haben muss.» Der Erfolg von Diesel hat einen weiteren spannenden Aspekt. Renzo Rosso brauchte zu keiner Zeit eine neue Fabrik für Lampen, Möbel oder Bettüberwürfe zu eröffnen. Statt dessen suchte er sich fähige Hersteller, die in der Lage waren, seine Form- und Farbensprache in der geforderten Qualität umzusetzen. Diesel-Home-Lampen werden von Foscarini hergestellt, die Textilien stammen vom renommierten und vielseitigen Produzenten Zucchi und die Möbel von Moroso; einem Label, das bisher ein überaus elitäres Image hatte und seit der engen Zusammenarbeit mit Diesel eine vollständig neue Zielgruppe erschliessen konnte, genau wie die Partner für Lampen und Stoffe. Auch im Teppichbereich fand Renzo Rosso einen Partner, der schon im Alleingang auf eine spannende Spur gestossen war. Faser für Faser neu und alt Es handelte sich um den Mailänder Orientteppichhändler Golran. Das 1898 gegründete Unternehmen ist bis heute in diesem Geschäft erfolgreich tätig. Im Rahmen einer kreativen Erweiterung erschloss sich Golran jedoch auch noch das Reich der «Used Looks» für die Welt der Teppiche. Trendsetter haben bereits vor einiger Zeit bemerkt, dass die Zeit reiner Parkett-Landschaften abgelaufen war und die Menschen sich wieder Textilien am Boden wünschten. Was Golran mit alten Teppichen anstellt, bewegt sich auf dem Grat zwischen Kunst und Design und gleichzeitig ist jedes Golran-Stück in der Lage, intensive Atmosphären in jeden Raum zu zaubern. Dies erreichen die Kreativen bei Golran, indem sie gebrauchte Orientteppiche bleichen und in spektakulären Farben neu kolorieren, je nachdem auch einzelne Stücke zu einem Patchwork zusammenfügen, damit den wichtigen Begriff des Patchworks in heutigen Lebenswelten intelligent kommentierend. Jedes der Stücke ist gebraucht und hat seine Geschichte, es ist individuell und unverwechselbar, genauso wie heutige Menschen unbedingt sein möchten.

GOLRAN, Diesel, orange, 286x180cm, 4900.–*

GOLRAN, Diesel, grün, 282x261cm, 6490.–*

GOLRAN, Diesel, gelb, 300x203cm, 5990.–*

GOLRAN, Diesel, rot, 279x215cm, 5490.–*

WASHED OUT, Frottierwäsche, Diesel, 100% Baumwolle DUSCHTUCH, 60x110cm, 19.90 * HANDTUCH, 40x60cm, 9.90 * Renzo Rosso *

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HERZSTÜCKE DER EINRICHTUNG. 10%

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Tisch und Stuhl sind formale sowie symbolische Grundelemente eines jeden Raums – umso wichtiger, dass die Stücke sorgfältig ausgewählt werden.

Vorteil auf das gesamte Sortiment. Exklusiv für Pfister à la card Member. 7% Vorteil und 3% Pfister à la card Bonus. Nicht kumulierbar. Dauer der Aktion: 20. – 29. 8. 2010

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WOODY Hocker, Teak recycled Ø30 H40cm 149.–

DENVER Esstisch, Riva1920 Kirschbaum massiv 240x90x77cm 5215.–

Mit Pfister à la card 134.–

ANTIBE Tisch, Teakholz recycled, 220x100x75cm 2180.–

EDWIN Tisch, Pilat & Pilat, Design Gjalt Pilat, Eiche, 233x90x74cm, 4290.–

Mit Pfister à la card 1966.–

Mit Pfister à la card 4705.–

Mit Pfister à la card 3870.–

DUBLIN Schale, Mangoholz, 35x35x20cm 198.–

Mit Pfister à la card 178.–

EVEREST Tisch, Metall, Holz 220x100x77cm 2350.–

Mit Pfister à la card 2120.–

ELLA Stuhl, Leder, Buche 298.–

Mit Pfister à la card 268.–

TWIST Vase, 35x35x35cm 198.–

Mit Pfister à la card 178.– DRUMS TABLETT, Walnuss Ø62 H8cm 198.–

Mit Pfister à la card 178.– TULIPANI Stuhl, Linteloo Design Roderick Vos Buche 679.–

Mit Pfister à la card 612.–

BIG IRONY Tisch, Zeus, Design Maurizio Peregalli, Stahlblech, 200x90x73cm 1730.–

TEA JAR Dose, Keramik H36cm 245.–

Mit Pfister à la card 221.–

ISOLA Tisch, Linteloo Design Roderick Vos, Eiche massiv 240x164x76cm 8590.– Mit Pfister à la card 7749.–

Mit Pfister à la card

RING Armlehnstuhl, Driade, Design Philippe Starck, Polypropylen, Polykarbonat 476.–

DRUMS POUF, Stoff Ø60 H30cm 290.–

Mit Pfister à la card 261.–

1560.–

TEXAS EXKLUSIV Armlehnstuhl, KFF Stoff 890.–

Mit Pfister à la card 803.–

Mit Pfister à la card 429.–

Bei Mobitare finden Sie folgende Marken: Arco Meubelen, Belux, Bonaldo, Cane Line, Capo d’opera, Cini & Nils, Culti, Diesel, Collection, Hutter, Content by Conran, Desalto, Driade, Flos, FotanaArte, Foscarini, Frigerio, Gebr. Thonet, Gervasoni, Guaxs, Horm, Indera, Ingo Maurer, KFF, Kymo, Linteloo, Luceplan, Lumen Center, Lumina, Magis, Montana, Montis, Moooi, Moroso, Nemo, Nimbus, O Luce, Pilat & Pilat, Riva, Santa & Cole, Terzani, Tecnolumen, Tadé, Tobias Grau, Valenti, Xlobis, Zeus, Zoeppritz


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Einmal sinnvoll Gummi geben – Korb Grand Cabas aus Altreifen.

39.– statt 59.–

GRAND CABAS Behälter, Tadé, Altreifen Ø50, H30

Angebot gültig bis 4. 9. 2010. Nicht kumulierbar. Mobitare im Wohnland Dübendorf Hochbordstrasse 4, CH-8600 Dübendorf www.mobitare.ch Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 – 20.00 Uhr Samstag 09.00 – 18.00 Uhr DESIGNER’S SUNDAY Mobitare hat am Sonntag, 29. August von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Alle Preise in CHF


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