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JusKnacker

Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg

Der Sommer kann kommen! Gibt’s im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter.

JUNI 2014 Ausgabe 18


Mehr als eine Jobmesse Dienstag, 4. November 2014, 9 bis 16 Uhr Residenz zu Salzburg, Residenzplatz 1, 5020 Salzburg www.karriereforum.eu

Veranstalter:

unterst端tzt durch:


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Editorial Liebe StudentInnen, liebe KollegInnen, liebe Freunde! Diese Ausgabe sollte etwas Besonderes werden. Sie sollte nicht nur ein kleiner Gegenpol zur Unipress werden, sondern auch eine Plattform für Kommentare unserer Studierenden als auch unserer ProfessorInnen, sowie Wegweiser in verschiedenen rechtlichen und gesellschaftlichen Situationen als Studierende. Ersteres hat und wird auch hoffentlich zukünftig weiter Bestand in unseren Ausgaben haben, im zweiten Fall, vor allem wegen fehlender Kommentare und Artikel unserer geschätzten ProfessorInnen, muss ich euch leider auf Herbst vertrösten. Wie so oft nehmen sich ProfessorInnen – wie auch wir Studierenden – am Anfang des Semesters mehr vor als sie letzten Endes schaffen. Womöglich auch ein Zeichen von Menschlichkeit ;-) Die Juni-Ausgabe wird für dieses Semester – welch Überraschung – die letzte sein. Das Redaktionsteam wünscht euch trotzdem noch viel Kraft und Durchhaltevermögen für den „letzten“ Prüfungsmarathon sowie sonnige Sommerferien, auch wenn ihr in Salzburg bleibt.

Herzliche Grüße Daniel Schwaighofer

Daniel Schwaighofer Chefredakteur JusKnacker

Impressum Herausgeberin: Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg Studienvertretung Juridicum Salzburg Chefredakteur: Daniel Schwaighofer Redaktion: Teresa Huber, Tobias Neugebauer, Isabel Staudinger, David Unterberger Layout/Design: Tobias Neugebauer Lektorat: Tobias Neugebauer, Daniel Schwaighofer, Julia Wechselberger Anschrift: Churfürststraße 1 | 5020 Salzburg Telefon: 0662 / 8044 - 6014 oder 0662 / 8044 - 6015 Fotos: Studienvertretung Juridicum Salzburg / Ludwig Seidl (sofern nicht anders angegeben)  /stvjuridicum.salzburg @ jusknacker@stv-juridicum.at oder office@stv-juridicum.at Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz: JusKnacker – Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg ist ein Magazin der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg und steht zu 100% in deren Eigentum. Der JusKnacker wurde klimaneutral auf 100% Recyclingpapier gedruckt.

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Inhaltsverzeichnis Studium Wer suchet der findet.................................................................................... 5 Her mit der Waisenpension!......................................................................... 6 Gedanken zum Jus-Studium......................................................................... 8 Uni-Leben Ausgedient – Gedanken an unsere geliebte Chill Out Area........................ 9 Hallo Hanna!................................................................................................ 10 Uni-Politik Meine? Deine? UNSERE EU!........................................................................ 18 Wenn Ideologie den Verstand vernebelt.................................................... 20 News Fachbereich Privatrecht.............................................................................. 22 Neu in der Studienvertretung!................................................................... 25 Fixe Größe.................................................................................................... 26 Wir geben dir Energie!................................................................................. 27 Kurz und bündig........................................................................................... 27


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Wer suchet der findet

Neue Suchmaschine bringt deutlich mehr Ergebnisse bei der Literatursuche.

UBsearch

Die neue Suchmaschine der Universitätsbibliothek Salzburg

Mehr Information geht (fast) nicht* www.uni-salzburg.at/ubsearch * Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihre/n Bibliothekar/in oder lesen Sie mehr unter www.uni-salzburg.at/ubsearch!

Mit 16. Juni 2014 startet an der Universitätsbibliothek Salzburg die neue Suchmaschine UBsearch Was kann diese neue Suchmaschine? Volltexte von E-Books und Zeitschriften waren bisher nur über die Suche in verschiedenen Datenbanken durchsuchbar. Mit Hilfe von UBsearch durchsucht man mit einer Suchanfrage nicht nur – wie bisher – den gesamten Buchbestand der Universitätsbibliothek (2,4 Millionen Bücher), sondern zugleich auch hunderte Millionen Zeitschriftenartikel, E-Books, Inhaltsverzeichnisse und Abstracts. Diese Treffer können dann auch gleich direkt im Volltext aufgerufen werden – zumindest wenn man sich am Campus der Universität Salzburg befindet oder über den vpn-Zugang eingeloggt ist. UBsearch bietet somit einen einfachen Zugang zu mehr als 15.000.000 von der Universität Salzburg lizenzierten Volltexten sowie zu Inhalten, die auf dass diese Liste kleiner und kleiner wird – so werdem Weg des Open-Access frei verfügbar sind. den etwa voraussichtlich ab Herbst auch die Volltexte der Datenbank Lindeonline über UBsearch Ganz verzichten kann man auf zusätzliche Daten- durchsucht werden können. bankrecherchen leider noch nicht – einige Anbieter (darunter leider auch einige juristische Ver- UBsearch basiert auf modernster Technologie lage) haben noch nicht erlaubt, die Daten in der und ergänzt das umfangreiche Serviceangebot neuen Suchmaschine durchsuchbar zu machen. der Universitätsbibliothek Salzburg, das allen BiWelche Datenbanken das sind, wurde auf der bliotheksbesucherInnen kostenlos zur Verfügung Einstiegsseite von UBsearch zusammengefasst. steht. Neben Universitätsangehörigen sind auch Die Verantwortlichen der Universitätsbibliothek alle Salzburgerinnen und Salzburger eingeladen, Salzburg bemühen sich selbstverständlich darum, dieses Angebot zu nützen.

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Her mit der Waisenpension! Wie der persönliche auch zum finanziellen Verlust werden kann.

// Daniel Schwaighofer

„Wie kann man einen Menschen beweinen, der gebezogen werden. Das Gestorben ist? Diejenigen sind zu beklagen, die ihn gebrechen muss allerdings Daniel Schwaighofer liebt und verloren haben.“ Dieses Zitat von Helmuth vor Vollendung des 18. Le- studiert das Diplomvon Moltke beschreibt eine Situation, deren Verbensjahres oder während studium Rechtswissenwirklichung viele Menschen nicht einmal denken der Schul- oder Berufsaus- schaften sowie das wollen: Die eigenen Eltern bzw. einen Elternteil zu bildung eingetreten sein. Bachelorstudium Recht Grabe tragen zu müssen. Niemand kann sich so eine & Wirtschaft und ist RefSituation vorstellen, ohne es selbst erlebt zu haben. Laut Statistik Austria bezo- erent im JusKnacker-Refgen 2012 fast 50.000 Kinder, erat der StV Juridicum. Er Es ist traurig genug, einen wichtigen, geliebten Jugendliche und Studierende ist zudem Mandatar der Menschen zu verlieren und trotzdem fangen für diese Ausgleichszahlung. Für Studienvertretung Recht viele die Probleme dann erst richtig an. Aus Kindern viele junge Menschen sind die & Wirtschaft sowie der werden (Halb-)Waisen und zusätzlich zum emotio- monatlichen Zahlungen auch Fakultätsvertretung. nalen Verlust bricht noch eine finanzielle Stütze eine unabkömmliche und weg. Hierbei soll die Waisenpension den Kindern manchmal auch die einzige finanzielle Unterstüteine Hilfe sein. zung, die sie als SchülerInnen oder StudentInnen Bei der Waisenpension handelt es sich um eine Leis- zum Leben haben. Viele sind darüber hinaus dentung, die den hinterbliebenen Kindern nach dem noch gezwungen, sich einen Job zu suchen. Tod eines pensionsversicherten Elternteils eine soziale Absicherung garantieren soll. Die Waisenpen- Der JusKnacker-Redaktion liegen allerdings nachsion muss innerhalb von 6 Monaten nach dem Tod weislich zwei Fälle vor, in denen zum einen bei Ander/s Versicherten bei jenem Versicherungsträger nahme eines Arbeitsverhältnisses mit Streichung beantragt werden, bei dem der/die Versicherte in der Ausgleichszahlung gedroht und zum anderen den letzten 15 Jahren überwiegend versichert war. die Waisenpension nicht mehr ausbezahlt wurde, eben weil die beiden Studierenden einer TeilzeitVoraussetzung dafür ist – abgesehen vom Tod ei- beschäftigung nachgehen wollten beziehungsnes/r Pensionsversicherten – die Kindeseigenschaft weise nachgegangen sind. In beiden Fällen wurde iSd § 252 ASVG. Die Kindeseigenschaft besteht argumentiert, dass durch das Arbeitsverhältnis das demnach bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Studium nicht mehr die überwiegende Arbeitskraft und auch darüber hinaus, wenn und solange das des/der Studierenden beansprucht und dahingeKind sich in seiner Schul- oder Berufsausbildung hend auch die Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit in befindet und diese seine Zeit überwiegend bean- Frage zu stellen sei. sprucht – jedoch längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres. In diesem Fall muss einer der fol- Das OLG Wien hat jedoch am 28.6.2000 (9 Rs genden Punkte zutreffen: 100/00 (ZAS Jud 12/2002) (5346/14/2002)) ent• Für das Kind wird Familienbeihilfe nach dem schieden, dass, selbst wenn ein Kind neben einem Familienlastenausgleichsgesetz 1967 bezogen; Doppelstudium eine Teilzeitbeschäftigung im Aus• Wird keine Familienbeihilfe bezogen, muss das maß von bis zu 20 Stunden wöchentlich ausübt, Kind ernsthaft und zielstrebig einem ordent- dies nicht ausschließt, dass die Arbeitskraft durch lichen Studium oder einer Tätigkeit nach dem das Studium nicht überwiegend in Anspruch geFreiwilligengesetz nachgehen. nommen wird, weil angenommen wird, dass sich • Bei Erwerbsunfähigkeit des Kindes kann die ein Kind in seiner hauptberuflichen Ausbildung Waisenpension unbefristet (ohne Altersgrenze) befindet und dadurch in seiner Arbeitskraft so in

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Anspruch genommen wird, dass ihm daneben eine die Selbsterhaltungsfähigkeit garantierende Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann. Übt es aber dennoch eine Erwerbsfähigkeit aus, verliert er dadurch nicht seinen Anspruch auf Waisenpension. Es ist daher nicht erheblich, ob das Erwerbseinkommen in einer solchen Höhe liegt, dass damit die Selbsterhaltungsfähigkeit gesichert wäre. Zu beachten ist, dass das Kind dem Studium – trotz Erwerbstätigkeit – ernsthaft und zielstrebig nachgehen muss. Das jeweilige Ausmaß wird jedoch nicht explizit geregelt, sondern individuell beurteilt. Ein Beispiel dafür wäre demnach aus einer Entscheidung des OGH vom 13.11.2001: Versäumt ein Student aufgrund eines Unfalles mit anschließendem Krankenhausaufenthalt die Inskriptionsfrist für das folgende Semester und besucht auch als außerordentlicher Student nur wenige Vorlesungen und Übungen, kann von keiner Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit im Studium die Rede sein, so dass – mangels Kindeseigenschaft gem. § 252 (2) Z 1 ASVG – kein Anspruch mehr auf Waisenpension besteht (OGH 13.11.2001, 10 ObS 348/01a. (5346/9/2002)). In den Fällen der beiden Studierenden, die der Redaktion vorliegen, wurde zunächst seitens von PVA-Mitarbeitern der Waisenpensionsbezug mit Streichung gedroht beziehungsweise sogar vollständig gestrichen. Nachdem man juristisch gegen diese Entscheidung vorging, wurden beide Entscheidungen – darunter eine gerichtliche – revidiert. Hierbei muss man sich sehr wohl fragen, über welchen Grad an Bildung und Empathie die jeweiligen MitarbeiterInnen verfügen, die über die finanzielle Existenz von Studierenden und damit über deren Zukunft entscheiden. Solltest auch du betroffen sein von derartigen oder ähnlichen Vorgehensweisen, schreibe uns eine E-Mail an office@stv-juridicum.at.

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Gedanken zum Jus-Studium Wir sind eben doch etwas besonderes. Wenn ich mich mit KollegInnen anderer Studienrichtungen über das Jus-Studium unterhalte, sind diese immer höchst verwundert, dass man in den ersten sechs Semestern des Studiums keine einzige wissenschaftliche Arbeit schreiben muss – während sie zu diesem Zeitpunkt schon fast ein Dutzend Seminararbeiten hinter sich haben. Eine/ ein Jus-StudentIn soll dann ohne wirkliche Schreiberfahrung aus dem Stegreif eine Diplomarbeit hinlegen – wie viel besser würden Diplomarbeiten ausfallen, wenn man die ersten Gehversuche beim Schreiben bereits vorher hinter sich bringen könnte? Oft frage ich mich, wo im Jus-Studium sich der wissenschaftliche oder methodische Teil verbirgt – haben andere Studien einen klaren Methodenblock, passiert die Methodenlehre bei uns überall und doch nirgends. Wenn man dann zum Kern eines Rechtsproblems vordringt, ist dann natürlich doch wieder Argumentation gefragt – leider muss hier der Hausverstand herhalten, denn was Argumentationstheorie betrifft, gibt das Studium nur wenig her – obwohl das eigentlich Kernfach sein müsste. Wahrscheinlich wären diesbezüglich Philosophen die besseren Juristen, denn sie lehren wie man argumentiert. Auch vermisse ich einen Rhetorikunterricht im Studium – gute JuristInnen ohne rhetorische Fähigkeiten sind nicht vorstellbar. Auch Ethik müsste Fach im Jus-Studium sein – auch wenn man von einem Rechtspositivismus ausgeht: Wo bleibt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gerechtigkeitsbegriff? Dass diese nötig wäre, erkennt man schnell, wenn man bedenkt, in welchem Ausmaß Recht in das Leben der Menschen hineinwirkt. Hier heißt es dann, dass Argumentationstheorie, Rhetorik und Ethik ja als Wahlfächer besucht werden könnten – doch das ist genau so, als würde man einem angehenden Mathematiker sagen, er solle Arithmetik als Wahlfach in seiner Freizeit belegen. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie diese Fächer im Jus-Studium Platz hätten, wenn dieses jetzt schon übervoll ist? Würde sich das Jus-Studium anstatt auf Details, die man ein halbes Jahr nach

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dem Lernen ohnehin wieder // David vergessen hat, auf allgemei- Unterberger ne Prinzipien konzentrieren, wäre genug Platz im Studium David Unterberger frei! Auch würde das Studium studiert das Diplomstudiso international an Wert ge- um Rechtswissenschaften. winnen. Er ist Sachbearbeiter im Dass der Zugang des Studi- JusKnacker-Referat der Stuums so wenig wissenschaft- dienvertretung Juridicum. liche und kritische Elemente enthält, lässt sich vermutlich historisch erklären: Als in vordemokratischerer Zeit der grundlegende Aufbau des Jus-Studiums erdacht wurde, ging es wohl eher darum, Nachschub für den Verwaltungsapparat des Fürsten heranzuzüchten als um reflektierte Akademiker. Bei all diesen Gedanken darf nicht vergessen werden, dass ein großer Teil der Studierenden an einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung rund um Recht gar nicht interessiert ist, sondern im Studium nur eine Ausbildung zur Tätigkeit im juristischen Bereich sieht. Wenn das Jus-Studium schon nicht wissenschaftlich ist, ist es dann wenigstens praxisnah? Wir kennen alle die Antwort auf diese Frage. Vielleicht sollte es zwei Jus-Studien geben: Eines an der Fachhochschule für jene, die nur Berufsausbildung suchen und ein wissenschaftliches an der Universität für jene, die sich tiefer mit der Sache beschäftigen möchten. Irgendwas muss sich in dieser Richtung jedenfalls grundlegend ändern, denn so wie jetzt ist das Studium weder Fisch noch Fleisch: nicht wissenschaftlich, aber auch nicht praxisnah. Wissenschaft oder Praxis – wohin führt die universitäre Ausbildung?


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Ausgedient – Gedanken an unsere geliebte Chill Out Area Neuer Verwendungszweck für den früheren Aufenthaltsraum. In Gedenken an unseren geliebten HS 201 (vulgo „Chill Out Area“) dürfen wir ein paar letzte Worte verlieren. Leider mussten wir auf Grund herrschenden Raummangels den HS 201 diesen März räumen. Aus diesem Grund haben wir uns am 13.03 mit einem letzten Brunch gebührend von der Chill Out Area verabschiedet. Der zentral gelegene Raum wurde sehr vielfältig und stark genutzt – sei es als Lernraum, Schauplatz vieler Tischfußballderbies oder auch als Ruhe- oder Gebetsraum – und wird seit April als Büroraum verwendet. Nach mehreren Gesprächen konnte mit Vizerektor Ao.Univ.-Prof. Dr. Feik und Dekan Univ.-Prof. Dr. Mader vereibart werden, den Konferenzraum der

Fakultät (Aufgang neben dem HS 203) den Studierenden zur Verfügung zu stellen, sofern dieser nicht anderweitig benötigt wird. Weitere Alternativen werden derzeit noch verhandelt. Zum Ende der Chill Out Area wurden alle Studierenden der Fakultät zum Brunch eingeladen.

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Hallo Hanna!

Der mutige Schritt in ein neues Leben. Immer wieder wurde in letzter Zeit ein Thema angesprochen: Da soll es eine Person an der Universität geben, die früher ein Mann war und jetzt eine Frau ist. Das Ganze auch noch an unserer Fakultät? Dragana Stijakovic und Tobias Neugebauer sind der Sache nachgegangen und haben sich in angenehmer Atmosphäre – bei Kaffee und Kuchen – mit Frau Ass.-Prof.in Dr.in Hanna Maria Kreuzbauer über dieses doch nicht allgegenwärtige Thema „Transidentität“ gesprochen.

den und zu bekämpfen. Dabei hofft man dann auch, dass dieses Gefühl irgendwann von selbst verschwindet oder dass es irgendwie wegtrainiert werden kann. Das war auch mein Weg, den ich ziemlich lange gegangen bin. Dabei gibt es natürlich Zeiten, in denen das Gefühl stärker und dann wieder schwächer ist, ich habe aber doch jeden Tag daran gedacht. Im Jahr 2009 war dann eine Phase, in der das Gefühl sehr stark geworden ist und auch lange angehalten hat, so dass ich mich auch dazu entschlossen habe, eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch zu JusKnacker: Liebe Hanna, vorab schon vielen Dank für nehmen – auf diesem Weg eine Routinemaßnahme – deine Bereitschaft mit uns über ein doch nicht ganz bei der ich das alles erst aufgearbeitet habe. Dabei hat gewöhnliches Thema zu sprechen. Wir dürfen auch sich dann auch herausgestellt, dass auf Grund der stargleich beginnen und dir die erste Frage stellen: Du ken Ausprägung ein „Geschlechtswechsel“ angezeigt hast gerade einen bedeutenden Schritt gewagt und wäre – eben auch professionell belegt. dich dazu entschieden, dein zukünftiges Leben als Frau fortzuführen, nachdem du bisher als Mann gelebt hast. Ob der spätere Schritt – du stehst ja voll im BerufsleSeit wann hast du dir Gedanken darüber gemacht, eine ben und hast ein gefestigtes Leben – weniger mutig Umwandlung vorzunehmen? Ist ‚Umwandlung’ eigent- ist, darüber könnte man natürlich auch diskutieren. lich das richtige Wort oder würdest du es selbst anders Wir finden den Schritt jedenfalls sehr mutig! bezeichnen? Danke, ich sehe es nur so: Wenn du bei der Transition Hanna Maria Kreuzbauer: Ich verwende immer das schon mitten im Berufsleben stehst, dann merkst du englische Wort „Transition“, wobei Umwandlung auch bald, dass deine Biographie an dir klebt wie Honig, du sicher nicht ganz falsch ist. Es gibt für alle Bezeichnun- bist mit vielen Personen bekannt oder befreundet. Eine gen BefürworterInnen und GegnerInnen, mir sagt aber Situation, über die ich immer wieder nachdenke, ist foleben „Transition“ am meisten zu, ich wollte mich auch ir- gende: Was ist, wenn ich einen alten Schulkollegen auf gendwann für einen Begriff entscheiden. Wenn ich aber der Straße treffe, der mich so noch nicht kennt? Wie remit anderen spreche, sage agieren wir beide darauf? ich ganz bewusst „GeDa gibt es eben solche Fäschlechtsumwandlung“ „Weder mit meinen KollegInnen, noch mit Studie- den, die man im Rahmen was ja eigentlich falsch renden gab es auch nur ein einziges Problem. Alle seines Lebens schafft und ist, weil damit die meisten waren super nett!“ alle damit konfrontierten was anfangen können. Personen, insbesondere Gedanken habe ich mir, Verwandte und Freunde, und da bin ich auch keine Ausnahme, das ist eigentlich haben ein Recht darauf, dass man auf sie und ihre Frarecht typisch, schon in frühster Jugend gemacht. Bei mir gen eingeht. war das wohl ziemlich genau im Alter zwischen 6 und Manche Mutigen machen aus der Transition auch ir7 Jahren, damals habe ich es schon in mir gespürt. Es gendwie ein gesellschaftskritisches Statement, ich gibt dann natürlich die mutigen Personen, die sich dem muss zu meiner Schande gestehen – obwohl ich durchrelativ schnell stellen und andererseits die weniger mu- aus gesellschaftskritisch bin – dass mein Outing keine tigen, zu denen ich mich auch selbst zähle, die versu- Aussage über die Gesellschaft und Geschlechtsgrenzen chen, Transition und Outing um jeden Preis zu vermei- sein soll, ich habe da natürlich auch eigene Vorstel-

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11 Der Mut zur Offenheit wurde belohnt. Frau Ass.-Prof.in Dr.in Hanna Maria Kreuzbauer hat es gewagt, ihre frühere Identität hinter sich zu lassen und lebt jetzt das Leben, von dem sie schon als Kind geträumt hat.

zu beherbergen, könnten wir uns vorstellen, dass mehr Gegenwehr als an anderen Fakultäten, insbesondere der Naturwissenschaftlichen oder der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät, geleistet wird. Damit habe ich ehrlich gesagt schon auch gerechnet, bislang war es aber überhaupt nicht so. Es ist natürlich so, dass ich nicht alles mitbekomme, was über mich gesprochen wird. Ich habe aber weder mit meinen KollegInnen, noch mit den Studierenden diesbezüglich auch nur ein einziges Problem gehabt. Im Gegenteil alle waren super nett. Was aber über mich gesagt wird, bleibt mir doch verschlossen. Überhaupt war die Akzeptanz ganz ausgezeichnet, angefangen bei der Familie bis zum Arbeitsumfeld. Der erste Weg nach meinem privaten Outing im Jahr 2010 hat mich natürlich zu meinem unmittelbaren Vorgesetzten geführt, für den das sofort vollkommen in Ordnung war, ebenso wie für meine Fachbereichsleiterin. Die weiteren Schritte, angefangen bei der Gleichbehandlungsstelle – dass es da keine Probleme gab, muss ich wohl nicht extra erwähnen – haben mich auch sehr positiv überrascht. Daneben habe ich natürlich auch meine KollegInnen schrittweise und in Einzelgesprächen informiert. Es freut mich sehr, dass es dabei bislang keine einzige negative Reaktion gegeben hat, auch in der Verwandtschaft nicht. Also, wir kennen ja wie gesagt alle die Vorurteile, was man sich alles von einer zünftigen, konservativen Fakultät erwarten würde, aber da gab es gar nichts. Es ist schon fast langweilig. Ich habe dazu auch vor kurzer Zeit an einer empirischen Studie teilgenommen, die Fragen wie „Haben Sie Diskriminierung erlebt?“, „Wurden Sie gemobbt?“ etc. musste oder durfte ich alle mit „Nein“ beantworten, nach 2:40 min war ich fertig – Rekord!

lungen. Bei mir ist das einzig und alleine die persönliche Entscheidung, als Frau leben zu wollen. Aktionistisch wollte ich das nie verwerten, ohne die Aktionen schlechtzureden. Mein Tipp, den ich allen, die sich solche Gedanken machen, geben würde: Je früher, desto besser. Auch gerade die Eltern tun sich sicherlich leichter, umzuschalten, wenn sie dich nicht schon als erwachsenen Menschen kennen. Es ist wahrscheinlich also schon schwieriger, wenn man den Schritt erst später wagt. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, jetzt, wo ich pragmatisierte Beamtin bin, ist der Schritt nicht besonders mutig. Ein „einfacheres“ Umfeld für eine Transition gibt es ja fast nicht. Wenn mich jemand für mutig hält, ich nehme das gerne an, im Vergleich zu anderen Personen aber, beispielsweise Menschen, die am Bau arbeiten, sehe ich das nicht so. Sprechen dich viele ArbeitskollegInnen, auch oder besonders von anderen Fachbereichen an, oder wird der Damit kommen wir auch schon zur nächsten Frage. Umstand, dass du nun eine Frau bist, eher totgeschwieHast du hier an der Universität irgendwelche negativen gen? Erfahrungen im Rahmen der Transition machen müssen? Gerade an einer Juridischen Fakultät, die das Vor- Die meisten KollegInnen sind eher vorsichtig, wollen urteil mit sich trägt, doch eher konservative Personen mich, nehme ich an, nicht verletzen. Dass es doch ein

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Transidentität beschreibt das Phänomen, dass die Geschlechtsidentität vom biologischen Geburtsgeschlecht abweicht. Betroffene fühlen sich – oft schon in frühster Jugend – gefangen im falschen Körper.

exotisches Thema ist, wird sicher auch dazu beitragen. Berührungsängste wird es vermutlich schon geben, mein Eindruck ist schon, dass mich viele Menschen versuchen zu schonen, auch meine Verwandten. Die haben zunächst nicht gewusst, wie sie jetzt mit mir kommunizieren sollen. Sie hatten die Befürchtung, dass ich, sobald sie das Thema ansprechen, in Tränen ausbreche. Eine Cousine hat mich dann doch einfach angerufen, und es hat sehr gut gepasst.

Die Frage, die sich mir stellt ist aber derzeit auch, ob das Thema Transition für mich noch aktuell ist, für mich ist das eigentlich schon vorbei, ich versuche als normale Frau zu leben, halt mit transsexueller Vergangenheit. Für dich ist die Transition im Kopf also schon weitgehend oder sogar komplett abgeschlossen?

Genau, zwar noch nicht vollkommen, aber ich merke, dass es immer mehr in diese Richtung geht. Das weiß Würdest du dir wünschen, dass mit diesem Thema ich auch von anderen, die diesen Schritt auch absolviert offener umgegangen wird oder stört es dich von inte- haben und den Weg auch gegangen sind. Ich will auch ressierten Personen angesprochen zu werden? nicht auf dieses Thema reduziert werden, ich habe ja auch eine Arbeit, der ich nachgehe. Ich würde sagen, dass mir die direkte Nachfrage si- Personen, die diese Schritte schon absolviert haben, cherlich lieber ist, als wenn hinter meinem Rücken haben mir auch davon erzählt, dass sie nach einiger über mich gesprochen wird, gerade dann, wenn an- Zeit in eine Art Loch gefallen sind, weil das große sonsten über das Internet Thema und eine Angelerecherchiert wird und ein genheit, die sie über sehr falscher Eindruck ent- „Nach der Transition kann es passieren, dass du lange Zeit beschäftigt hat, steht. Bei der Recherche einfach in ein Loch fällst, weil dein Thema, das plötzlich erledigt ist. Das landet man ja schnell dich so lange beschäftigt hat, einfach weg ist.“ ist wie mit dem Studienauch auf der traurigen abschluss: die ersten Tage Seite des Lebens, wenn sind befreiend, danach es sich eben um das Rotlichtmilieu bzw. die Porno- kann es passieren, dass du einfach in ein Loch fällst, szene dreht. weil dein Thema einfach weg ist. Ich bin zwar noch

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13 nicht ganz so weit, aber ein bisschen fühle ich aber gleich eingescannt, so dass ich die Unteres jetzt schon auch. schrift nicht mehr ändern konnte. Jetzt muss Der ganze Prozess hat natürlich neben den ich irgendwie bei der Version bleiben, daher psychologischen auch medizinische Dimensio- unterschreibe ich doch etwas ungerne. nen. Ich hatte ja auch eine Gesichtsoperation, bei der die Stirnhöhlenoperation nicht opti- Du kennst ja jetzt beide Seiten, sowohl das mal verlaufen ist. Die Stirnhöhle ist jetzt mit Leben als Mann, als auch als Frau. Wo siehst Knochenzement gefüllt, dafür fehlt die vor- du die größten Unterschiede? dere Stirnhöhlenwand. Dadurch kommt es zu einem massiven Infektionsrisiko, das zwar das Ich komme zum Glück aus einer liberalen Faalltägliche Leben nicht beeinflusst, bei einer milie. Dort habe ich weibliche Diskriminierung Infektion aber ein ernie wirklich mitbehöhtes Gesundheitskommen, es war nie risiko darstellt. Ich „Ich kenne jetzt ja beide Seiten, bei den so, dass es geheißen hatte auch Zeiten, in Frauengesprächen geht es sehr viel um hätte, Frauen braudenen ich wöchent- soziale, tiefere, psychische Themen, bei chen nicht studieren lich mindestens ei- den Männergesprächen, ganz überspitzt und müssen Kinder nen Arzttermin hatte. gesagt, um monetäre Angelegenheiten, bekommen. Ich kann Diese Seite darf ich Karriere und Fußball.“ jetzt auch nicht sanatürlich nicht ganz gen, ob ich als gebovergessen, das ist rene Frau nicht eine schon auch etwas, woran ich beim Einschla- sehr ähnliche Biographie hätte. Persönlich fen denke. hätte ich mir aber vermutlich schon auch die Die psychologische Dimension geht bei mir Frage der Vereinbarkeit von Familie und Berecht gut, die soziale Dimension ist ausge- ruf ganz anders gestellt, als ich es als „Mann“ zeichnet aber die medizinische hätte sicher- getan habe. Als Mann, und das sind auch Erlich besser laufen können. fahrungen, die ich mit männlichen Freunden ausgetauscht habe, denkt man daran nicht. Ich Wechseln wir etwas das Thema. „Hanna kenne jetzt ja beide Seiten, bei den FrauengeMaria“, hat der Name für dich eine besondere sprächen geht es sehr viel um soziale, tiefere, Bedeutung oder weshalb hast du dich genau psychische Themen, bei den Männergespräfür diesen Namen entschieden? chen, ganz überspitzt gesagt, um monetäre Angelegenheiten, Karriere und Fußball. Dafür gibt es schon einen Grund. Hanna war schon immer mein Lieblingsname. Nachdem Du merkst also auch, dass dein soziales UmHannah – also die Version mit H am Schluss feld jetzt andere Anforderungen an dich stellt, – aber doch ein Name ist, der sich gerade in als das früher der Fall war? den letzten Jahren etabliert hat, wollte ich als doch nicht mehr ganz so junge Frau keinen Ja, auf alle Fälle. Gerade wenn ich meine MutNamen wählen, den jetzt viele 10jährige Mäd- ter als Beispiel hernehme. Sie findet jetzt viel chen tragen, so habe ich mich für Hanna ent- mehr an mir auszusetzen als früher, auch, schieden. Ich wollte aber auch noch einen Na- wenn es zum Beispiel nur Frisur oder Fingermen aus meiner Familie tragen, da hat mir der nägel sind, die ihr nicht gefallen. DiesbezügName meiner Urgroßmutter besonders gut lich hat sie sich erstaunlich schnell umgestellt, gefallen, die ich auch gerne gemocht habe, lässt mich dafür seit neuestem ohne wenn und und die hieß Maria. aber in ihrer Küche kochen. Das erfüllt das KliEtwas komisch war dann die Situation, als ich schee aber auch wieder etwas (lacht). Da sind das erste Mal mit meinem neuen Namen un- jedenfalls Unterschiede, die die Menschen – terschreiben musste. Damals hatte ich die Un- bewusst oder auch unbewusst – machen, da terschrift noch nicht geübt, diese wurde dann macht meine Familie auch keine Ausnahme.

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„Ich mag auch die Kosmetik im Großen und Ganzen gerne, du brauchst halt einfach viel mehr Zeit und viel mehr Geld. Irgendwo muss ja der Umsatz der Kosmetikindustrie herkommen. Und was ich auch nicht wusste ist, dass du das Ganze am Abend wieder runterschminken musst.“

Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann, die Unterschiede besser aufzuzeigen um zu erkennen, wo gesellschaftspolitisch Handlungsbedarf besteht. Das hat jetzt aber mit meinem persönlichen Weg nichts zu tun.

Wie geht es dir in alltäglichen Situationen, wirst du überall als Frau wahrgenommen oder fällt es manchmal doch noch auf, dass du früher ein Mann warst?

Manchmal merke ich schon noch, dass Personen erkenKennst du viele Personen, die eine Transition durchge- nen, dass ich wohl nicht als Frau geboren worden bin, macht haben? dann wird auch getuschelt oder darüber gesprochen. Das ist auch völlig legitim, auch wenn es mir natürlich Ich kenne nicht viele Personen, etwas besser kenne ich lieber wäre, wenn es nicht auffällt und die Geschlechtevielleicht eine Hand voll, die sind aber alle in Wien, wo ridentität nicht in Frage gestellt wird. Bei jedem Alltagsich die Transition großteils vorgenommen habe. Dort ist kontakt denkst du dir schon immer mit, ob du „erkannt“ das alles auch etwas beswirst oder auch nicht. Das ser organisiert als in Salzist natürlich auch an der „Wie meine früherer Chef auf mein Outing reagiert burg, wo ich außerdem noch tiefen Stimme ereher mit Diskriminierung hat? Seine Reaktion: ‚Ich bin ja kein Spießer‘ kennbar, die ich derzeit gerechnet habe. Wir Betrainiere, so dass ich irtroffenen sind auch über gendwann im Alltag mit verschiedene Foren aktiv und kommunizieren vor allem einer anderen Art sprechen kann. Auch die Körpergröße dort miteinander. Gerade das Internet hat sicher einen von fast 1,80 trägt natürlich ihren Teil dazu bei. großen Teil dazu beigetragen, dass sich mehr Personen outen, gerade weil Informationen viel leichter zu be- Gibt es besonders positive Erfahrungen, die du an dieser kommen sind und man schnell weiß, dass man mit sei- Stelle nochmal erwähnen möchtest? nen Sorgen und Gefühlen nicht alleine auf der Welt ist. Selbst hat mir das Internet auch sehr geholfen. Ich habe Vorher nochmal kurz zu den negativen Erfahrungen – irgendwann eine Homepage entdeckt, auf der nichts hierzu ist noch zu sagen, dass man den Tag ja nicht vor anderes gemacht wurde, als erfolgreiche Transitions dem Abend loben soll. Es kann ein Zeitpunkt kommen, aufzulisten, auch mit Fotos, von „exotischen Tänzerin- wo‘‚s auf einmal losgeht mit negativen Rückmeldungen nen“ auf der einen Seite bis zur Universitätsprofessorin- – man will’s ja nicht verschreien (lacht). nen auf der anderen. Das hat mir gezeigt, dass man sich Die negativsten Sachen sind bei mir bis dato jedoch als Transsexuelle nicht umbringen muss, sondern dass eindeutig im medizinischen Bereich, das ist etwas, das man in der Gesellschaft leben kann. eine(n) ziemlich belastet – wie bereits vorhin erwähnt, Zuvor habe ich mich schon in amerikanischen bezie- insbesondere die Stirnhöhlen. hungsweise internationalen Foren erkundigt, wobei die Positiv ist natürlich ohne Frage, dass ich bislang wirkGespräche dort insgesamt freundlicher und auch profes- lich nur total positives Feedback erhalten habe – auch sioneller geführt wurden, als bei uns. Ohne Internet hät- von Menschen, mit tief empfundener Religiosität, was te ich vielleicht bis heute den Schritt noch nicht gewagt. mich besonders gefreut hat.

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15 Normalerweise denkt man sich, dass Frauen viel besser mit diesem Thema umgehen können als Männer. Aber sogar die richtigen „Männer-Männer“ gingen total gut damit um. Sehr lustig war, dass es sogar Typen gab, die so cool waren, zeigen zu müssen, dass sie sich auch bei diesem Thema besser auskennen als ich. Die haben mir dann erzählt wies genau läuft und wollten mir das Thema erklären... Lustig war auch die Reaktion meines früheren – und trauriger Weise vor kurzem verstorbenen – Chefs Univ.-Prof. DDr. Michael Fischer, bei dem ich mich letzten Herbst geoutet habe. Ich habe ihm alles erzählt und ihn dann gefragt, ob das eh okay ist für ihn – seine Reaktion: „Ja, ich bin doch kein Spießer!“ Ich bin auch in Frauengesprächen sehr gut integriert – ich habe gemerkt, dass sich alle sehr bemüht haben und nun alles für sehr normal halten. Ich habe das Gefühl, dass mich andere Frauen in diese Art von Gesprächen aufnehmen. Insgesamt haben aber die Männer nicht schlechter reagiert als die Frauen.

ich es mein Leben lang sagen muss und ich will mich ja nicht ewig outen müssen. Auf der anderen Seite will ich Leute, die berechtigte Fragen haben, natürlich auch ernst nehmen. Und diese Problem- bzw. Fragestellung habe ich ehrlich gesagt noch nicht gelöst. Ich habe dieses Thema auch ansatzweise bei Leuten, die ich jetzt privat kennenlerne. Tendenzmäßig habe ich mich beim ersten Gespräch noch nicht geoutet. Bei Leuten, mit denen ich dann mehr zu tun hatte, und bei denen ich das Gefühl hatte es passt, habe ich mich dann geoutet. Ich werde das wahrscheinlich individuell machen. Manche haben dann im Nachhinein gesagt sie hätten nichts gemerkt – da war ich dann natürlich sehr happy. Andere wiederum haben gesagt, sie hätten was gemerkt. Das ist ein Problem, auf das ich eigentlich so gar nicht gekommen wäre. Ich lasse es vorerst so laufen wie es ist, weil ich derzeit einfach noch nicht weiß, wie ich schnell und vernünftig reagieren soll. Wenn Studierende untereinander reden ist mir das auch egal, die haben im Prinzip meinen Segen. Die Schwierigkeit besteht meiner Meinung nach eher bei Studierenden, die ich kenne Hast du seit der Transition viele neue Leute und früher in den Lehrveranstaltungen hatkennengelernt? Wie gehst du mit neuen Be- te, und nun in der Sala Terrena usw. treffe. kanntschaften um? Bis dato wusste ich nicht so recht, wie ich für diese eine möglichst „weiche Landung“ Gute Frage – das weiß ich bis dato selber machen soll. noch nicht genau. Bei den Studierende ist es Was ich auch schwierig finde sind Situatioso: Die Generation, die ich dieses Semester nen, in denen ich gar nicht zum Reden komhabe, hat mich noch me. Einmal bin ich eine Stunde in der mit einem Studenten alten Rolle erlebt. „Es gibt glaube ich wenige Leute, die psy- im Fahrstuhl gefahFür mich, und da bin chotherapeutisch so durchgecheckt sind ren, der nicht recht ich einfach Juristin, wie ich – ich bin also eindeutig nicht wusste, was er tun war die rechtliche verrückt, ich habe es Schwarz auf Weiß“ und wo er hinschauUmstellung ein ganz en sollte. Ich hab’ wichtiger Schritt und mich aber auch nicht die war erst am 7. März. Das heißt, ich hatte getraut, was zu sagen. noch eine Stunde als „Mann“ und dann bin Außerdem kenne ich einfach sehr viele Studieich geschwenkt. Diese Studierenden kennen rende. Wenn ich nun Studierende treffe, die ich also beides. kenne und mit denen ich gerne reden möchte, Jetzt stellt sich die Frage, was mache ich um beispielsweise zu erfahren was aus ihnen nächstes Semester? Soll ich es sagen oder soll geworden ist, stellt sich mir die Frage, wie ich es nicht sagen? Auf der einen Seite finde ich das löse. Ich versuche in diesen Situatioich, dass, wenn ich jetzt anfange es zu sagen, nen einfach zu reden und das Thema anzu-

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16 sprechen, auf eine Art und Weise, wo ich mich nicht in den Vordergrund dränge. Die Situation muss einfach passen. Mittlerweile habe ich da fast meine eigene Gesprächstechnik entwickelt. Meistens sage ich: „Du siehst ich habe mich verändert.“ Und dann schau ich wie die Reaktion ist. Dann erkläre ich wie es ist und am Schluss frage ich nach: „Willst du mich noch was fragen dazu?“. Entweder es ist so, dass ich mehr erkläre oder Leute treffe, die keine Fragen haben – in solchen Fällen kann man dann normal ins Gespräch übergehen. Alten Bekannten oder StudienkollegInnen, die ich schon lange nicht mehr gesehene habe, habe ich eine Outing Mail geschrieben:“ Wir haben uns zwar länger nicht mehr gesehen, aber bei mir gibt es eine wichtige Veränderung in meinem Leben. Es ist so, dass ich... “

jedoch nicht, was da genau die Unterschiede sind (lacht). Und wenn du das hast, kannst du die Hormontherapie beginnen. Dann genügt ein psychotherapeutisches Gutachten für die Namensumstellung und für die Geburtenbucheintragung. Danach brauche ich wieder ein psychotherapeutisches Gutachten für die große Operation. Was also der große Aufwand ist, ist die Psychotherapie, die du jedoch gerne machst – du willst es ja selber wissen und dir sicher sein. Die Leute die dort arbeiten sind zudem sehr okay – ein freundliches Umfeld. Mit der Hormontherapie war verwaltungstechnisch nichts verbunden – jedoch dann mit der Umstellung im Geburtenbuch. Da bin ich dann aufs Magistrat, also aufs Standesamt – dort habe ich einige Dokumente mitbringen müssen, in 2 - 3 Stunden war jedoch alles erEine Sache, die uns auch noch interessiert ledigt. Ich bin zuerst hingegangen und habe – behördlicher Aufwand, wie geht man vor innerhalb von zwei Wochen einen Termin bebei Transition, steckt viel Bürokratie dahin- kommen. Wenn du dein Gutachten mal hast, ter? ist der Verwaltungsaufwand verglichen mit der Beantragung deines Personalausweises, Die Verwaltung ist mittlerweile so, dass sie ca. doppelt so hoch – also nicht so der enorwissen wie sie mit dem Thema umgehen sol- me Aufwand. len – es steckt jedoch nach wie vor sehr viel Aufwand dahinter. Auf der einen Seite gibt es Dort wurden dir keine Steine in den Weg den verwaltungstechnischen Aufwand, wobei gelegt? Es gehen alle korrekt damit um? ich da jedoch Bürokratie im negativen Sinne nicht erlebt habe. Du brauchst auf alle Fälle Bei mir war es jedenfalls so. Es hat alles gut für alles deine psychotherapeutischen Gut- gepasst, die meisten waren sogar sehr freundachten. Es gibt glaube ich wenige Leute, die lich. Damit verbunden war auch die Namenpsychotherapeutisch sänderung, das sind so durchgecheckt zwei verschiedene sind wie ich – ich bin „Nach dem Outing haben mir Leute auch Schritte. Und dann also eindeutig nicht viel mehr Sachen erzählt – nach dem geht’s los – die Ausverrückt, ich habe es Motto „Ehrlichkeit gegen Ehrlichkeit“. weise, die VersicheSchwarz auf Weiß rungen, der Führer(lacht). Du beginnst schein etc. Da musst also mit der Psychotherapie, der nächste du dein Leben natürlich ganz neu umstellen, Schritt ist dann die Hormontherapie. Das be- bis hin zu allen Kundenkarten. Esprit hat mir deutet: Du bekommst ein Medikament, das die z.B. gleichzeitig Post mit Günther und Maria männlichen Hormone reduziert auf weibliches nach Hause geschickt – vielleicht bekomme Niveau – und du bekommst Östrogene, das ich ja jetzt die Gutscheine öfter (lacht). Diese wichtigste der weiblichen Hormone. Um das Umstellung war natürlich schon ein Aufwand. in Österreich machen zu dürfen, brauchst du Im Geburtenbuch (das ist übrigens bei meinem drei Gutachten: Psychotherapeutisch, Psychia- Jahr wirklich ein richtiges Buch), wird eine Antrisch und Klinisch-Psychologisch – fragt mich merkung gemacht und mit dieser Anmerkung

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17 bekommst du dann eine neue Geburtsurkunde ausgestellt. Das war mit dem Namensänderungsbescheid das wichtigste Dokument. Damit bin ich zum Magistrat und zur Uni gegangen, wo alles problemlos umgestellt wurde. Was ich derzeit noch am Laufen habe sind die alten Diplome. Das schlimmste ist für mich jedoch mein Apple Konto: Bei Apple hängt ja alles an einer einzigen Email Adresse – diese Apple-ID ist eine der wenigen, wo ich noch die alte Email Adresse habe. Da habe ich noch ein bisschen Angst davor, weil alle Rechnungen, Datenzugang etc. dranhängen. Alles andere hat wunderbar funktioniert.

nicht können. Es ist ein Thema, das mehr unter Frauen abgehandelt wird und wo die Männer eher draußen sind – warum auch immer weiß ich nicht. Der Diskurs ist immer ein Frauendiskurs, die soziale Verantwortung ist ein Thema unter Frau// Dragana en. Konkret: Mütter fragen eher // Tobias Stijakovic ihre Schwiegertöchter „Willst du Neugebauer Kinder?“ etc. als ihre Söhne. Das Dragana Stijakovic ist ein Thema, das sich eher bei Tobias Neugebauer, LLB. studiert das Diplomstudiden Frauen abspielt – somit liegt oec. studiert Jus sowie um Rechtswissenschaften. die Last der Verantwortung bei das Masterstudium ReSie ist stellvertretende uns. Wie ich jetzt damit umge- cht & Wirtschaft. Er ist Vorsitzende der Studihen soll, weiß ich bis dato auch Vorsitzender der Studienvertretung Juridicum noch nicht. Ich finde das in ge- envertretung als auch der und dort auch als Sachwissem Sinne auch okay, wenn Fakultätsvertretung Juridbearbeiterin im Öffentlidas so gemacht wird. Es ist halt icum, Sachbearbeiter im chkeitsreferat tätig. die Frage, wie du das schaffst, IT- und JusKnacker-Referdass du die Verantwortung auf at der Studienvertretung Was kannst du uns sonst über den Alltag als Frau beiden Schultern hast. Ich werde Juridicum sowie Sacherzählen? das Erlebnis einer Geburt zwar bearbeiter im Bildungnicht haben, aber es ist wohl ein- spolitischen Referat der In der Früh brauche ich erheblich länger. Das Shoppen fach so, dass du als Frau von dem ÖH Salzburg. gehen ist auf alle Fälle etwas, was ich gerne mache. Ich Kind, das du selbst bekommst, mag auch die Kosmetik im Großen und Ganzen gerne, einfach unmittelbarer betroffen bist. du brauchst halt einfach viel mehr Zeit und viel mehr Geld. Irgendwo muss ja der Umsatz der Kosmetikindus- Adoption wäre für dich ein Thema? trie herkommen (lacht). Du siehst natürlich schon die Unterschiede, Männer haben es, wenn ich hier wieder Grundsätzlich ja, aber ich bin zu alt dafür. Da gibt es ein bisschen in die Klischeekiste greifen darf, in vielen gesetzliche Altersgrenzen, die ungefähr bei 40 Jahren Bereichen leichter. Und was ich auch nicht wusste ist, liegen. Ich bin ein Leben mit eigenen Kindern zwar nicht dass du das Ganze am Abend wieder runterschminken gewohnt und weiß auch gar nicht, ob ich das kann – musst und so einen Lidstrich musst du erst einmal hin- aber grundsätzlich hätte ich schon gerne Kinder. Ich kriegen, wenn du ungeübt bist (lacht). Kleidung kau- hätte es mir auch sehr gut vorstellen können. Was ginfen ist auch okay. Ich habe das Glück, dass ich von der ge, wäre ein Pflegekind – aber auch beim Pflegekind ist Schuhgröße her noch normale Schuhe kaufen kann. Ich es so, dass es ein altersabhängiges Thema ist. Wenn ich habe nun natürlich einen anderen Körperbau und muss jetzt ein Kind hätte, bis es 20 ist bin ich 70, da ist die bei den Schultern aufpassen. Das sind jedoch Sachen, Frage: „Willst du so eine alte Mutter haben?“ Grundsätzdie du so gerne in Kauf nimmst – du hast auf der einen lich wäre es jedoch sehr schön. Seite das Gefühl du bist jetzt am Ziel angelangt und auf der anderen Seite denkst du dir, das sind ja eh nicht die Liebe Hanna, wir sind jetzt auch wirklich am Ende der wesentlichen Sachen. Fragerunde angekommen. An dieser Stelle nochmal Nachdem ich mich geoutet habe, haben mir Leute auch ein großes Dankeschön für die Zeit und vor allem die viel mehr Sachen erzählt – nach dem Motto „Ehrlich- Bereitschaft, mit uns über dieses doch nicht alltägliche keit gegen Ehrlichkeit“. Da war ein Thema zum Beispiel Thema zu sprechen. Wir wissen das wirklich sehr zu „Schwangerschaft und Kinder“. Das war ein ernstes bis schätzen. trauriges Thema, weil ich gar nicht wusste, wie viele Leute es gibt, die Kinder bekommen wollen, es aber Bitte schön!

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Meine? Deine? UNSERE EU! Vorteile für Studierende durch die Europäische Union Abschaffung des Euros, Schließung der Grenzen und EU-Austritt – all das waren Themen, mit denen die EU-skeptischen Parteien bei der Wahl zum Europäischen Parlament 2014 warben: 119 Sitze konnten die EU-Skeptiker mit diesen Themen erreichen. Das sind etwa 16% der 751 Sitze im EU Parlament. Auf den ersten Blick eine beträchtliche Zahl und doch es bleibt fraglich, ob sich diese Parteien überhaupt untereinander einig werden können. Abgesehen davon wird eine konstruktive Zusammenarbeit der anderen Fraktionen nach wie vor möglich sein.

// Isabel Staudinger Isabel Staudinger, BA studiert das Masterstudium European Union Studies, das Bachelorstudium Recht & Wirtschaft sowie das Diplomstudium Rechtswissenschaften.

Sie

ist Vorsitzende der Studienvertretung EUS, stellvertretende der sowie

Vorsitzende

Fakultätsvertretung Sachbearbeiterin

im JusKnacker-Referat der

Was außerdem noch offen bleibt, ist Studienvertretung Jurididie personelle Besetzung des Amtes cum. des/der Kommissionspräsidenten/-tin. Im Zuge des Wahlkampfes einigten sich die Europäischen Parteien und die Staats- und Regierungschefs auf gemeinsame Spitzenkandidaten aus deren Kreis das Amt in besetzt werden soll. Bisweilen ist noch offen, ob die Staats- und Regierungschef ihr Versprechen halten, die EU dadurch etwas demokratischer zu machen. All das sind zwar wichtige Aspekte die momentan auf europäischer Ebene eine Rolle spielen – und doch sind sie für den studentischen Alltag oft zu weit weg. Dennoch gibt es für Studierende eine große Zahl von Vorteilen durch die EU, die gerade an einer grenznahen Universität wir Salzburg von Bedeutung sind. 1. Freizügigkeit – Studieren im Ausland Von der Richtlinie 2004/38/EG – auch bekannt als Freizügigkeitsrichtlinie – welche auf Artikel 21 AEUV basiert, sind auch Studierende umfasst. Sie dürfen sich im Rahmen ihrer Unionsbürgerschaft innerhalb der EU frei bewegen und sich in einem anderen Mitgliedsstaat zum Zwecke eines Studiums auch länger als drei Monate aufhalten. Dank des Schengener Übereinkommens geht das auch ohne Visum.

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19 Für Drittstaatsangehörige regelt die Richtlinie 2004/114/EG in Artikel 6 und 7 die Bedingungen für den Aufenthalt. Verfügen sie über ein nicht beschränktes Schengen-Visum können auch sie sich im Schengen-Raum frei bewegen. Die Aufenthaltsbewilligung ist in Österreich im unter anderem im § 64 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz geregelt.

gungsgesetz bei Studierenden für „eine Beschäftigung, die zehn Wochenstunden und nach Abschluss des ersten Studienabschnitts eines Diplomstudiums bzw. nach Abschluss eines Bachelor-Studiums 20 Wochenstunden nicht überschreitet“, die Arbeitsmarktprüfung entfällt.

Laut der Studierendenstatistik im PLUS Online studieren aktuell 4.188 ausländische ordentliche Studierende an der Universität Salzburg, also rund ein Viertel der 16.122 Studierenden.

Im Rahmen des Erasmus+ Programmes können Jugendliche und Studierende an Austauschprogrammen zu Bildungs- und Ausbildungszwecken in Europa teilnehmen. Dabei ist auch das European Credit Transfer System (ECTS) von Bedeutung, denn die Studienleistungen, die im Ausland erbracht werden, können an der eigenen Universität angerechnet werden. Die nationalen Austauschdienste, wie der OEAD fördern die Auslandsaufenthalte, sodass für die Studierenden im Vergleich zum Studium an der eigenen Universität keine zusätzlichen Kosten entstehen. Nähere Infos gibt es im Erasmus+ Programme Guide und in der Statistik zu den Erasmusaufenthalten.

2. Erwerbstätigkeit – Arbeiten im Ausland Für EU/EWR-Bürger gelten die Regeln über die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Sie dürfen daher – mit Ausnahme kroatischer Staatsbürger – uneingeschränkt arbeiten. Ausländische Studierende (Drittstaatsangehörige) dürfen neben ihrem Studium auch arbeiten, wobei gemäß § 4 (7) Z 2 Ausländerbeschäfti-

3. Erasmus+ – Auslandsaufenthalte

Links AMS – Informationen für ausländische Studierende http://www.ams.at/_docs/Studenten.pdf Arbeiten in Österreich http://www.migration.gv.at/de/formen-der-zuwanderung/dauerhafte-zuwanderung-rot-weiss-rot-karte/studierende-und-studienabsolventinnen.html Mobilität innerhalb der EU http://www.migration.gv.at/de/formen-der-zuwanderung/mobilitaet-innerhalb-der-eu.html RL 2004/38/EG http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2004:158:0077:0123:de:PDF RL 2004/114/EG http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2004:375:0012:0018:DE:PDF Erasmus+ Programme Guide http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/documents/erasmus-plus-programme-guide_de.pdf Erasmus Universität Salzburg – Rechtswissenschaften http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=28843 OEAD www.oead.at OEAD – Statistik Erasmus http://www.oead.at/fileadmin/oead_allgemein/Presse/presseaussendungen/2012/erasmus_statistik_april_2012.pdf

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Wenn Ideologie den Verstand vernebelt... Ein Kommentar. Ich habe aufgehört von der uni:press eine ausgewogene Berichterstattung im Bereich der Politik zu erwarten. Zwar ist positiv hervorzuheben, dass seit der letzten Kritik die Rubrik "Politik" nicht mehr nur und ausschließlich aus mehr oder minder sinnvollen Berichten über den Kampf gegen Rechts besteht. Wenn allerdings jetzt der Kampf gegen Rechts den Kommentaren des Herrn Klingersberger zur Weltpolitik weicht (Anm.: uni:press April 2014, #676, S 41), dann bitte, liebe uni:press, schreibt wieder über den Kampf gegen Rechts. Es ist ja kein Geheimnis, dass die uni:press politisch weit links steht, aber der "Kommentar" zur UkraineKrise würde von der politischen Ausrichtung her selbst Stalin an der linken Wand zerquetschen. Jetzt mal ernsthaft, Herr Klingersberger, ich hab extra noch einmal nachgeprüft – es war nicht Angela Merkel, die auf der frisch besetzten Krim eine Truppenparade abgenommen hat, es war nicht die EU oder die NATO, die direkt an die Grenze zur Ukraine Truppen in Stärke von 100.000 Mann verlegt hat und sie waren es auch nicht, die trotz anderslautender Ankündigungen, diese noch nicht abgezogen haben. Jaja, ich weiß die NATO hat auch ihre Truppen an der Außengrenze verstärkt, aber man muss kein Militärstratege sein, um die Wahrscheinlichkeit, dass die NATO (übrigens ein reines Defensivbündnis) mit ein paar Kampfjets und ein paar tausend Mann einen Staat von der Größe der Ukraine besetzt, für überschaubar zu halten. Wozu auch? Was hätte die EU/NATO davon, die Ukraine zu besetzen? Dann sprichst Du von der einseitigen Berichterstattung im Westen. Es mag schon sein, dass die westlichen Medien nicht alle Facetten herausheben, aber das liegt an der Komplexität der Sache. Für ein umfassendes Bild über die Lage empfehle ich dir die Lektüre der OSZE-Beobachter und auch wenn du deren Bericht als imperialistisch,

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// Mathias Goossens EU-beinflusst, faschistisch Mathias Goossens, LLB. oder what ever diskreditierst, oec. studiert das Maskannst du doch einige Fakten terstudium Recht & nicht unter den Tisch kehren. Wirtschaft und das Zum Beispiel gibt es im Osten Diplomstudium Rechtsder Ukraine zwei Konstrukte wissenschaften. Er ist wie die Uganzker und die Do- Mandatar der Fakultätsnezker Volksrepublik, die ihre vertretung Juridicum "Legitimität" und Macht von sowie Referent im Bebewaffneten Kräften unbe- schaffungsreferat der kannter Herkunft beziehen. Studienvertretung JuridiDie Ukraine selbst hat seit cum. kurzem eine durch Wahlen legitimierte Regierung und im Gegensatz zu Russland haben weder EU noch NATO Gebiete besetzt. Weiter geht es mit einem Vergleich der Ukraine mit Syrien. Dazu nur eine Frage: In Syrien führt ein Diktator Krieg gegen sein eigenes Volk, es kam zum Einsatz von Giftgas, die Wirtschaft ist am Boden, das Volk auf der Flucht und mittlerweile haben auch dubiose islamistische Kräfte das Chaosgebiet als ihren neuen Spielplatz auserkoren. In der Ukraine hingegen gibt es im Osten einzelne Gefechte zwischen Regierungstruppen und Personen unbekannter Herkunft und Legitimation, gleichzeitig aber finden reguläre Wahlen statt. Glaubst Du wirklich, man kann Syrien mit der Ukraine vergleichen? Interessanterweise wird ebenso angeführt, dass Russland den Westen bei Syrien an den Verhandlungstisch zurückgezwungen hat. Die Frage ist nur, warum und wohin hat die nicht erfolgte Intervention geführt? Man kann zu Militäreinsätzen stehen wie man möchte, aber dass Russland die UNO fortwährend im Hinblick auf Syrien blockiert hat, ist sicherlich nicht deswegen geschehen, weil Putin nach zwei, mit äußerster Brutalität, geführten Tschetschenien-Kriegen oder dem Einmarsch in Georgien auf einmal zum Friedensengel mutiert ist.


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Ein Land zwischen Krieg und Frieden. Wohin führt die Krise in der Ukraine? Wer trägt die Schuld an der Eskalation?

Soweit war dein Kommentar ja dann auch relativ witzig zu lesen, aber als du dann behauptet hast, die EU würde den Krieg in sich tragen, wusste ich nicht mehr, ob ich weinen oder lachen soll. 70 Jahre Frieden in Europa, trotzdem trägt die EU den Krieg in sich und "wir müssen die EU zerschlagen, um Frieden zu erreichen"? Was soll man dazu noch sagen? Es gibt nur eine oberflächliche Integration? Vor 80 Jahren war Frankreich noch der Erzfeind Deutschlands. Vor 25 Jahren war Polen noch ein rückständiger Ostblockstaat. Seit einigen Jahren wird über eine gemeinsame Steuerpolitik und eine gemeinsame Verteidigungs- und Außenpolitik geredet. Vor 15 Jahren war all das noch undenkbar, also wie viel tiefer soll die Integration noch gehen? Zu den angeführten, nur oberflächlichen Vorteilen der EU empfehle ich dir einmal in eine Wirtschaftsvorlesung zu gehen oder einfach mal in den Osten zu reisen.

Den Rest deiner "Argumente" wie die größere Skepsis der ArbeiterInnen gegenüber den AkademikerInnen und dass "Gysi nicht von Fehlern der EU/NATO labert", das passt ja alles wunderbar in deine links-außen Ideologie. In mehr aber auch nicht. Versuch doch mal die Lage zu analysieren, ohne mit wehender roter Fahne von der großen Weltrevolution zu träumen – zumal es nicht einer gewissen Ironie entbehrt, dass Du mit Putin einen der imperialistischsten und kapitalistischsten Staatslenker der Welt in Schutz nimmst. Wir haben in Europa Pressefreiheit und darunter fallen auch Deine literarischen "Ergüsse", daher bitte ich Euch, liebe uni:press, publiziert bitte keine Kommentare, die Fakten durch ideologische Wunschvorstellungen ersetzt und deren Faktengehalt so hoch ist, wie der einer Propagandaschrift aus längst vergangenen Tagen.

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Fachbereich Privatrecht 21st Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court

Der Willem C. Vis Moot Court ist nicht nur der bekannteste St u die r e n d e nwettbewerb auf dem Gebiet des internationalen Schieds- und Wirtschaftsrechts, sondern auch der anspruchsvollste und wird deshalb vielfach als The Olympics of Law bezeichnet. Dass diese Bezeichnung keineswegs übertrieben ist, belegen die Fakten: Während beim ersten Willem C. Vis Moot Court im Studienjahr 1993/1994 11 Universitäten aus 8 Staaten teilnahmen, zählte man in diesem Jahr 290 Universitäten aus 66 Staaten, circa 1500 Studierende und 800 Schiedsrichter. Der Wettbewerb simuliert einen Streitfall zwischen zwei Unternehmen, der dem UN-Kaufrecht unterliegt. Die Studierenden schlüpfen dabei in die Rolle der Rechtsvertreter einer Partei in einem Schiedsverfahren. Die im Willem C. Vis Moot Court verwendete Sprache ist Englisch, folglich finden sämtliche Vorbereitungen auf Englisch statt. Auch in diesem Studienjahr organisierte der FB Privatrecht/ Zivilverfahrensrecht die Teilnahme eines Teams ausgewählter Studierender am 21. Willem C. Vis Moot Court. Mit der Aus-

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sendung des Schiedsaktes an die teilnehmenden Universitäten am 4.10.2013 begann die Arbeit: Sachverhalt auswerten (circa 70 Seiten E-Mail Konversationen, Vertragsauszüge, etc.), Recherchieren und Argumente formulieren. Zunächst wurde der Schriftsatz für den Kläger ausgearbeitet, darauf folgte die Erstellung des Beklagtenschriftsatzes, der auf den Klägerschriftsatz einer anderen Universität antworten muss. In diesem Jahr bekam das Team die Deakin University Australia, die diesjährigen Gewinner des Wettbewerbs(!), zugeteilt. Die Erstellung der Schriftsätze erforderte einen intensiven Arbeitseinsatz. In wöchentlichen Sitzungen wurden mit den aus zwei Studierenden bestehenden Teams Entwürfe und Ideen diskutiert, Feedback gegeben und die weitere Vorgehensweise mit den LV-Leiterinnen besprochen. Zusätzlich zu diesen Terminen, mussten die Studierenden in regelmäßigen Zeitabständen ihre Ergebnisse auch vor der gesamten Gruppe präsentieren. Vor Abgabe des jeweiligen Schriftsatzes wurde dieser in ganztägigen Treffen finalisiert, wobei sich die Erstellung der Verzeichnisse, die Einhaltung des richtigen Layouts und der Seitenvorgabe als besonders zeitraubend erwiesen.


23 Der Abgabe des zweiten Schriftsatzes im Jänner folgten die Vorbereitungen auf die mündlichen Verhandlungen, die in der Karwoche in Wien stattfanden. Das Team erhielt weitere Schriftsätze anderer Universitäten gegen die sie in vier Verhandlungsrunden antraten. Neben Deakin University Australia verhandelten die Studierenden in diesem Jahr gegen Yale Law School, Tbilisi State University, National Law Institute University Bhopal/India. Der Schwerpunkt verlagerte sich fortan auf die Erstellung von Plädoyers und das Erlernen von Präsentationstechniken. Die Studierenden wurden auf die Situation vorbereitet, vor einem dreiköpfigen Schiedsgericht ihre Argumente in englischer Sprache vorzutragen und auf Fragen des Tribunals zu antworten. Hierfür organisierten die LV-Leiterinnen Folgendes: • Die Studierenden erhielten in regelmäßigen Zeitabständen Schauspielunterricht (Sprachcoaching). • Es wurden Verhandlungen vor den Lehrenden und später vor Rechtsanwälten simuliert. • Februar 2014: Online Pre-Moot Verhandlung gegen das Team der University Saint-Joseph de Beyrouth • Anfang März: Probeverhandlungen gegen das Team der Universität Passau vor amerikanischen Rechtsanwälten in Leopolskron • März/April 2014: Teilnahme an PreMoots in Düsseldorf und Prag, die

Vor der Verhandlung gegen Yale Law School

den Studierenden die Gelegenheit gaben, sich gegen andere Teams zu messen. • 11. – 17. April 2014: Finale Verhandlungen in Wien Mit den Verhandlungsrunden in Wien endete der sechsmonatige Willem C. Vis Moot Court, der im Diplomstudium Rechtswissenschaften im Rahmen von drei Lehrveranstaltungen (14 ECTS) abgehalten wurde. Die endgültige Platzierung unseres Teams wird erst demnächst bekanntgegeben. Möchtest Du im nächsten Arbitration Moot Team sein? Melde Dich bei Mag.a Claudia Reith (claudia. reith2@sbg.ac.at) oder Mag.a Marianne Stegner (marianne.stegner2@sbg. ac.at)! Weitere Informationen über den Willem C. Vis Moot gibt es unter http://www.cisg.law.pace.edu/vis.html.

Mag.a Claudia Reith (links) und Mag.a Claudia Stegner (rechts) (LV-Leiterinnen)

Das stolze Team mit Zertifikaten

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Fachbereich Privatrecht My very own Moot experience

Whenever someone talks about international competitions, they usually mention „great opportunity to learn new things“ or „meeting new people“. Of course, it applies in my case too, however, it does not make at all justice to what this experience truly had been for me. When I was choosing my subjects for the study year 2013/2014, I found the Fächerbündel called International Commercial Arbitration Moot. Full disclosure, I had no idea what Moot meant. Still, I always appreciate anything with an international or commercial element - so I applied for it, and got invited for an interview. By that I found out the main premise about the competition, the rules etc., but still did not really get how big and great this was. At the beginning of October our team was composed (in total eight members out of numerous applicants), we got to know each other, and started learning about the case. We were all from different countries and with different approaches to the issues we had to work on. The time from October to December was filled with brainstorming sessions, many crazy ideas and hours and hours of research. Writing memoranda was probably one of the most demanding things I have done in my entire life. Eight people coordinating their thoughts and formulating one draft with a coherent structure is quite a challenge! Plus, there will never be details too small to pimp when it comes to your submissions. Even despite all of this work, it was great fun at the same time. In the end, it provided us with written proof that we were all capable of researching and finding convincing legal arguments. After the submission of the second memorandum in January, we had to prepare for the oral presentations, which turned out to be my favorite part. We had frequent practice sessions with our coaches and meetings with the actor Gero Nievelstein, who helped us with our own individual struggles regarding body language and presentation skills. The coaches organized practice pleadings against other universities, which alone was great. Additionally, the team participated in an Online Pre-Moot, where one of our arbitrators was Vikki Rogers, a renowned expert

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in the field of arbitration. We had a hearing with the University of Passau judged by American arbitrators at the Castle Leopoldskron. To gain more experi- Zuzana Sojková, Teilnehmerin am ence we even travelled International Commercial Arbitratito Düsseldorf (my first- on Moot time-ever flying) and Prague to participate in further Pre-Moots. These three-day-trips were a good opportunity to meet other teams and to improve the pleadings. Without any hesitation, I saw that all eight of us have progressed tremendously (I would even say visibly). At last, we went to Vienna in the week before Easter, where the city was already crowded with mooties, coaches and arbitrators. It is one thing to hear about what you are going to experience, it is another to find out on your own. We had pleadings against the University of Bhopal, Deakin, Tbilisi and Yale. I had the honor to plead against Yale and Tbilisi. A room full of people listening to your hearing like in a courtroom, high-ended arbitrators asking you tough questions, having to respond to the opposing counsel‘s arguments while supporting your co-counsel – it all felt like being a real lawyer. Everyone was generally supportive and there was a very friendly atmosphere. I learned a great deal, not only about international arbitration and sales law, but mostly about myself and how to do things. I met people from around the world, who I admire and am happy to know. And lastly, saw the world I always wondered about, where issues are dealt with on the highest level with most prestigious authorities. I never had a subject like this, nor will I ever again experience something comparable during my studies. It was our own project. The whole time we were receiving amazing support from our coaches, Mag.a Marianne Stegner and Mag.a Claudia Reith, who truly had been with us through a lot. I highly admire them and thank them for their work and engagement.


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Neu in der Studienvertretung! Kennst du schon ... ?

Studium: Bachelorstudium Recht und Wirtschaft & Diplomstudium Rechtswissenschaften

Gülsah Akyazi

Meine Kindheit verbrachte ich im schönen Gasteiner Tal. Durch den kollektiven Austausch von prüfungsrelevanten Unterlagen, Ratschlägen und Tipps mit vielen Kollegen und Kolleginnen habe ich den Entschluss gefasst, mich in der STV zu engagieren. Die Beratung, Vernetzung von Studierenden und die Mitgestaltung des Studienalltags ist mir ein wichtiges Anliegen. Außerdem engagiere ich mich ehrenamtlich als Bildungsreferentin im Jugendrat der Islamischen Glaubensgemeinschaft, welcher die offizielle Vertretung der muslimischen Jugendlichen in Österreich ist. Vielseitigkeit, Kreativität, Weltoffenheit, Soziale Arbeit und gute Literatur sind ein fester Bestandteil meiner Freizeit.

Katharina Erlacher

Studium: Bachelorstudium Recht und Wirtschaf (seit WiSe 2011) mit Spezialisierung „Finanzmärkte und Finanzdienstleistungen“ & Diplomstudium Rechtswissenschafte (seit WiSe 2012) Ich heiße Katharina, bin 23 Jahre alt und komme aus Deutschland, allerdings nahe der Grenze zu Österreich. Aufgrund meines Dialekts werde ich von meinen Landsleuten häufig als Österreicherin verwechselt. Gleichzeitig „beschweren“ sich Salzburger über die unverständliche Aussprache vereinzelter Begriffe. Grundsätzlich ist es mir aber egal, ob man mich nun als Österreicherin, Deutsche oder eine Mischung aus beidem sieht. Nur in einem Fall bin ich stolz auf meine Herkunft und bestehe auf die deutsche Staatsbürgerschaft: Fußball! Ich selbst spiele seit ca. 12 Jahren in einer Mädchen- bzw. inzwischen Frauenmannschaft. Daneben segle ich und im Winter gehe ich aktiv Ski fahren. Wenn es die Zeit zulässt, spiele ich auch Tennis, allerdings mehr aus reiner Belustigung und als „subsidiäres Hobby“. Neben den sportlichen Aktivitäten liebe ich es, zu reisen und fremde Kulturen zu entdecken.

Studium: Bachelorstudium Recht und Wirtschaf (seit SoSe 2013)

Hasan Özkan

Anfang dieses Semesters entschied ich mich bei der StV Juridicum zu engagieren und bin nun im Beratungsreferat tätig. Ausschlaggebend für meine Entscheidung, mich bei der Studienvertretung zu engagieren, waren meine positiven Erfahrungen mit der Hilfsbereitschaft bzw. Unterstützung der Studienvertretung am Anfang meines Studiums. Es ist mir nun ein Anliegen insbesondere Mitstudierende am Anfang ihres Studiums zu unterstützen. Nebenbei bin ich auch noch als Integrationsbotschafter bei Zusammen:Österreich tätig. Im Rahmen dieses Projektes wird versucht durch Schulbesuche mit Beispielen gelungener Integration speziell bei jungen Menschen Vorurteile abzubauen und Motivation zu schaffen. In meiner Freizeit lege ich besonderen Wert auf sportliche Aktivität.

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Fixe Größe Das Projekt „Excellent Talents‘‘ der Studienvertretung Juridicum hat sich längst an der Fakultät etabliert.

Univ.-Prof.in Dr.in Claudia Wöhle, Dekan Univ.-Prof. Dr. Peter Mader, Ehrengast Verfassungsrichter Univ.-Prof. Dr. Georg Lienbacher, Univ.-Prof. Dr. Walter Pfeil (vlnr) und Ass.-Prof.in Dr.in Silvia Traunwieser (Mitte) mit 18 der 20 diesjährigen PreisträgerInnen.

Am Dienstag, 20. Mai 2014 wurden bereits zum sechsten Mal Studierende der Juridischen Fakultät der Universität Salzburg als „exzellente Talente“ ausgezeichnet. Dementsprechend hochkarätig war auch wieder die Gästeliste: Die VertreterInnen von Kanzleien, Unternehmen und Institutionen – darunter auch Vizepräsidentin des OGH Dr.in Ilse Huber – lauschten einem Vortrag des diesjährigen Ehrengastes Verfassungsrichter Univ.-Prof. Dr. Georg Lienbacher, bevor dieser die Urkunden an die glücklichen GewinnerInnen des Wettbewerbs überreichte. Diese 20 Studierenden heben sich sowohl durch außergewöhnliche Studienleistungen als auch durch besonderes Engagement, zB im sozialen Bereich, von ihren MitbewerberInnen ab und konnten so die Auswahlkommission von sich überzeugen. Sie werden in den kommenden Monaten bei den renommierten PartnerInnen des Projekts die Ge-

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legenheit bekommen, wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln. Die diesjährigen PartnerInnen des Projekts sind: Bausparkasse Wüstenrot AG, Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Eisenberger & Herzog Rechtsanwalts GmbH, Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Freshfields Bruckhaus Deringer LLP, Salzburger Gebietskrankenkasse, Hofer KG, Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg, Land Salzburg, Notar Dr. Gottfried Schachinger, Oberster Gerichtshof, ORF III, Pressl Endl Heinrich Bamberger Rechtsanwälte GmbH, PwC Österreich GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Raiffeisenverband Salzburg registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft, SPAR Österreichische Warenhandels-AG, Verfassungsgerichtshof Österreich, Wolf Theiss Rechtsanwälte GmbH & Co KG


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kannst du dessen Akku ab sofort einfach zu unseren Öffnungszeiten im Büro der StV aufladen. So wird dein wichtiger Anruf gerettet und eine unnötige Stresssituation vermieden.

Fast jedes Smartphone findet seinen Stecker – mit den neuen Ladevorrichtungen im Büro der Studienvertretung.

Kurz und bündig Jurist forscht in Portugals Dichtung In den letzten Jahrzenten ist ein Name nicht mehr aus dem Profil der Juridischen Fakultät der Paris-Lodron Universität wegzudenken. Hans-Georg Koppensteiner ist führender Vertreter des Wettbewerbsrechts, seine Publikationen zum Gesellschaftsrecht zählen bereits zu den Standardwerken; erst vor kurzem ist sein neues Lehrbuch zum Markenrecht erschienen. Allerdings wollen wir hier auf sein Interesse an Literatur und Sprache hinweisen. Vor allem die Kultur Portugals hat es Hans-Georg Koppensteiner angetan. Die Auseinandersetzung mit den Werken von Eca de Queiroz (1845 – 1900) und der Vergleich dieser mit den Werken von Thomas Mann gehört zu den Hauptinteressen. Vor allem der Verfall einer Familie,

den Thomas Mann in den Buddenbrooks darstellt und Eca de Quieroz in Os Maias gestaltet, ließ diesen Vergleich naheliegend und reizvoll erscheinen. Hans-Georg Koppensteiner wollte diese Skizzen zuerst nur befreundeten KollegInnen und LiteraturwissenschaftlerInnen vorlegen. Aus den Skizzen entstanden Bücher, die zwei Verlage sofort publizieren wollten. Das Werk wird demnächst im renommierten Lit-Verlag erscheinen und im Buchhandel erhältlich sein. Wen jetzt das Interesse an der Literatur von Eca de Queiroz gepackt hat, kann viele gute Übersetzungen finden und in diese Welt der Literatur hineinschnuppern.

// Teresa Huber Teresa Huber studiert das Diplomstudium Rechtswissenschaften und das Bachelorstudium

Recht

Wirtschaft. Sie

und

ist Vor-

sitzende der Studienvertretung Rechtswissenschaften, Mandatarin der Fakultätsvertretung sowie der Studienvertretung Recht und Wirtschaft und Sachbearbeiter im JusKnacker-Referat der Studienvertretung Juridicum.

JusKnacker JUNI ‘14 Ausgabe 18


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Salzburg Südwest/Vorarlberg/Tirol 6421 Rietz, Hoferstraße 1

Salzburg/Oberösterreich West 4642 Sattledt, Hofer Straße 3

Salzburg Süd/Kärnten/Osttirol/Steiermark Nordwest 9722 Weißenbach, Am Drautalkreis 1

Weitere Informationen über Ihren Bewerbungsverlauf finden Sie im Internet unter karriere.hofer.at


JusKnacker - Ausgabe 18, Juni 2014