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JusKnacker

Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg

International studieren — Chance oder Zeitverlust? Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen.

NOVEMBER 2016 Ausgabe 26


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Inhaltsverzeichnis

Editorial

Lieber Leserinnen und Leser!

Politik In dubio pro reo.............................................................................................. 5

Studium Internationaler Rechtsvergleich mit Summer School in Istanbul.............. 8 Im Ausland studieren – ja, aber wo?........................................................... 10 Erasmus ist großartig!................................................................................ 13

Auslandsaufenthalt? Ja, aber wie und wohin?

Wenn ihr euch auch diese Fragen gestellt habt, dann ist diese Ausgabe ein „must-read“ für euch. Wir haben den Schwerpunkt dieser Ausgabe auf Auslandsaufenthalt & Studium gesetzt. Die Webseite der Universität Salzburg hat uns dabei sehr geholfen, auch haben wir viele weiterführende Links und interessante Programme entdeckt. Meine KollegInnen Demet, David und Leander haben über ihren Auslandsaufenthalt berichtet.

Was in dieser Ausgabe nicht fehlen durfte? Die Bilanz über die vor gut einem Jahr aufgelösten Koalition von Grünalternativen Studierenden (GRAS) und dem Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und die Bilanz der neuen Koalition im Vergleich.

Weiters möchten wir euch auf die Einladung der Vortragsreihe der SJG organisiert vom FB Privatrecht hinweisen. Schon am 17. November 2016 hält az.Univ.-Prof. Dr. Elias Felten ein Vortrag über „Arbeitsrechtliche Folgen aufgedeckter Scheinselbstständigkeit“. Sehr glücklich sind wir über die Vorankündigung der auf der Edmundsburg stattfindenden zweiten Tagung für Rechtsdidaktik.

Auslandserfahrung & Studium................................................................... 15

Viel Spaß beim Lesen!

News Zweite Fachtagung für Rechtsdidaktik in Österreich.................................. 18 Salzburger Juristische Gesellschaft .............................................................. 19

Gülşah Akyazı Chefredakteurin JusKnacker

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Unsere Journaldienst-Zeiten im Wintersemester 2016/17 Montag

Dienstag

Mittwoch

10.30‐11.30 David  Jus 11.30‐12.30 Yasin/Christoph Jus

11:30 12:00

12.30‐13.30 Stefanie RuW

12:30 13:00 13:30

14.00‐15.00 Steffen/Max Ruw/Jus

14:00 14:30 15:00 15:30

Die Bilanz der neuen Koalition: AG & VSStÖ

15.00‐16.00 Ivana/Theresa Jus/RuW

13.00‐14.00 Tim/Andi RuW

14.30‐15.30 Gabriel/Christoph J. RuW

16:00 16:30 17.00‐18:00 Sabine RuW

17:00 17:30 18:00 18:30

18.00‐19.00 Bubsi/Kathi Jus/RuW

19:00 19:30

17.30‐18.30 Leander/Christina Jus

18.15‐19.45 Eva R./Daniel/Tim Jus/RuW

Foto: privat

11:00

In dubio pro reo

Freitag

10.00‐11.00 Gülsah Jus/RuW

10:00 10:30

Donnerstag

// Daniel Schwaighofer Daniel Schwaighofer studiert

das

studium

Rechtswissen-

Diplom-

schaften sowie das Bachelorstudium

Recht

Vor gut einem Jahr wurde die bis dahin bestehende Koalition von Grün-alternativen Studierenden (GRAS) und dem Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ), aufgrund bereits länger andauernden Divergenzen, aufgelöst und mündete in eine Koalition der ÖVP nahestehenden Aktionsgemeinschaft (AG) und dem SPÖ-nahen VSStÖ; Zeit für eine Analyse:

&

Die Anfänge der SchwarzRoten Koalition waren alles andere als leicht. Abgesehen Referat der StV Juridicum. von der DiffamierungskamEr ist zudem Vorsitzender pagne seitens der GRAS über der Studienvertretung einen Rechtsruck der ÖH Recht & Wirtschaft sowie Salzburg, sowie der angebMandatar der Fakultätslich unpolitisch besetzten vertretung. uni:press, die mit einer (sehr pietätlosen) Todesanzeige, den Tod der Mei- Ob dieses Mal große Projekte in Erscheinung treten oder wieder nur im nungsfreiheit propagierte, wurde zudem eine Sand verlaufen? große Menge an wertvollen E-Mails und Daten gelöscht sowie sämtliche Amtsstempel über über den/das/die (=was weiß der Autor schon) Wochen zurückbehalten, womit die neue Koali- richtige/n Gender Gap und Gender Star führte, tion de facto handlungsunfähig gestellt wurde. wird unter Schwarz/Rot nur noch darüber diskutiert, wenn Personen überhaupt nicht gendern. Das Hauptaugenmerk der amtierenden Fraktionen lag nach 6 Jahren Grün-Rot und nicht ohne Aber hier erstmal ein Auszug an Themen, die in Grund darauf, dass Arbeitsabläufe, Richtlinien diesem Jahr angepackt wurden: und bisher unangefochtene Gewohnheiten end- - Zur Belebung der Studentenwohnheime, des lich überdacht, überprüft und mit neuen Ideen studentischen Wohnens und auch für eine um- und eingebaut werden konnten. So lässt stärkere Heimvertretung gibt es nun Versich seitens des VSStÖ vernehmen, dass die Disnetzungstreffen zwischen den einzelnen kussionen in den InteRefs (wöchentlich stattfinHeimsprecherinnen und Heimsprechern, es dende interne Treffen) professioneller ablaufen. gab ein „Heime-Sportturnier“ und auch eine Provokant formuliert: während man in der alneue digitale Broschüre über die verschiedeten Koalition nicht enden wollende Gesprächen nen Wohnheime ist in Arbeit. Wirtschaft und ist Sachbearbeiter im JusKnacker-

Impressum Herausgeberin: Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg Studienvertretung Juridicum Salzburg Chefredakteurin: Gülşah Akyazı Redaktion: Demet Demir, Leander Kraiger, Tobias Neugebauer, Daniel Schwaighofer, David Unterberger Layout/Design: Tobias Neugebauer Lektorat: Gülşah Akyazı Anschrift: Churfürststraße 1 | 5020 Salzburg Telefon: 0662 / 8044 - 6014 oder 0662 / 8044 - 6015 Fotos: Studienvertretung Juridicum Salzburg / Ludwig Seidl (sofern nicht anders angegeben)  /stvjuridicum.salzburg @ jusknacker@stv-juridicum.at oder office@stv-juridicum.at Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz: JusKnacker – Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg ist ein Magazin der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg und steht zu 100 % in deren Eigentum. Der JusKnacker wurde klimaneutral auf 100 % Recyclingpapier gedruckt.

IMPRESSUM stv-juridicum.at

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Ob der ÖH weiterhin der Ruf als Kindergarten der Politik zu fungieren angeheftet bleibt, entscheidet nur sie selbst.

- Weitere Angebote wurden verhandelt: Beispielsweise können Studierende nun auch unter Vorlage eines Studierendenausweises in der Bäckerei Flöckner 10% Preisnachlass erhalten. - Keine Fahrtkostenübernahmen mehr für Demonstrationen – stattdessen wurde beim WKR Ball eine Demo in Salzburg organisiert - Einsparen von teilweise (man muss es so formulieren) sinnfreien Ausgaben: Unter dem Grünen-Vorsitz (und ja, auch unter der VSStÖ-Aufsicht), wurde die ÖH als Körperschaft Öffentlichen Rechts bei mehreren Vereinen als Mitglied eingetragen und hat deshalb jährliche Mitgliedsbeiträge leisten müssen. So hat die ÖH-Salzburg seit 2012 jährlich 500€ Mitgliedsbeitrag für die Mitgliedschaft im "Verein zur

UNI-POLITIK stv-juridicum.at

Förderung der Regional Stadt Bahn Salzburg-Bayern-Oberösterreich" eingezahlt, ohne dass sich aus dieser Mitgliedschaft etwas Fruchtbares ergeben hätte. Das Credo lautet, so scheint es dem Autor: Konstruktiv statt Idiotie; doch das wäre vermutlich zu schnell geschossen. So war unter GRAS natürlich nicht alles schlecht und ist mit der AG nicht alles besser, bzw ist der VSStÖ nicht fehlerfrei. So wurde das in der Vergangenheit von der GRAS fachlich sehr gut geleitete Bildungspolitische Referat für Ihre Kompetenz und Präsenz an der Uni (und für den Autor zurecht), hochgelobt. Nun verzeichnet man unter AG-Führung und unter Mitwirkung des VSStÖ omnipräsente Facebook Auftritte mittels diver-

ser Veranstaltungsfotos, was sicherlich eine gute Außenwirkung vollbringt, aber fragt man intern nach, so zeichnet sich oft fachliche Ratlosigkeit ab. Zudem hört man von den älteren „Ehemaligen“, dass sie des Öfteren angeleiert oder besser gesagt, umworben werden, um diverse Schulungen abzuhalten. So gut eine „mediale“ Präsenz auch ist, vielleicht lieber ein oder zwei Fotos weniger veröffentlichen, dafür einmal mehr das HSG (Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz) oder UG (Universitätsgesetz) aufschlagen, auch das ist eine gute Außenwirkung, wenn auch keine einfache. Denn, wenn es bereits am (eigentlich logischen) Wissen über die Voraussetzungen zur Studiumsberechtigung fehlt, sollte man sich fragen, ob sie selbst an der Universität richtig sind.

Sache auf die Straße gehen, Solidarität bekundet sowie Aktionen und Hilfsprojekte organisiert werden. Auch wenn man das Gefühl hat, dass heute nur noch Studierende die Zeit aufbringen können oder wollen, um auf die Straße zu gehen bzw Hilfsaktionen zu starten (siehe Flüchtlingshilfe). Aber, wenn nicht sie, wer sonst?

Betrachtet man die Geschichte großer Demos, wurden gesellschaftspolitische Themen zu meist von den Studenten initiiert oder getragen, manchmal sogar beides. Es ist ein wesentlicher und auch wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens, dass Menschen für ihre

Vielleicht hilft dieser Artikel über den Schmerz hinweg und bringt der einen oder anderen Fraktion kleine Anregungen für Verbesserungen und den Studierenden einen ersten Einblick über die Arbeit der „neuen“ Koalition.

Die goldene Mitte, so heißt es immer schön, wäre das richtige Maß für eine konstruktive Politik. Was in der Vergangenheit zu viel an nichtuniversitären Protesten war, so ist heute zu wenig an Gesellschaftskritik hörbar. Es hat derzeit den Anschein – und nicht nur bei den hiesigen Fraktionen – dass, jeder für sich die allumfassende Wahrheit gepachtet hat und versucht den anderen zu diffamieren. Aber die wesentliche Arbeit, sich Was für die auch ungeübten Beobachter für den Studenten qualitativ einzusetzen auffällig ist, dass Gesellschaftspolitische ist seit der „Unibrennt-Bewegung“ kaum Themen kaum bis gar nicht mehr an die noch vernehmbar und über die VerwalÖffentlichkeit kommen. Nun gibt es be- tungstätigkeit kommt man offenbar stimmt einige, die das begrüßen aber kaum noch hinaus. ebenso viele, die das auch als „Schande“ bezeichnen würden. Dass unter dem Nun nachdem der Koalitionswechsel GRAS-Vorsitz gefühlte 90% der Arbeit noch kein ganzes Jahr her ist, sind naaus Gesellschaftspolitik bestand, könn- türlich auch noch viele weitere Projekte te man jetzt als Natur der Sache be- in Planung und einige wenige hat sich zeichnen oder aber auch, wie der Autor, der Autor natürlich erspart aufzuzählen. zurecht kritisieren. Denn die monetäre Man wird vermutlich erst am Ende der Situation an den Unis wird sich durch ge- knapp zwei Jahre dauernden Legislatur sponserte „Ausflüge“ nach Wien und ein eine endgültige Bilanz ziehen können, seltsam teurer aber verschwundener(!?) doch die Neuausrichtung und die NeuBio-Solar-Griller nicht verbessern, trotz- orientierung der ÖH Salzburg hat bereits dem wäre ein völliges Einstampfen ge- jetzt erste sichtbare Spuren hinterlassen, sellschaftspolitischer Aktionen der fal- wenn auch für viele nur ein geknicktes sche Weg. grünes Herz.

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Internationaler Rechtsvergleich mit Summer School in Istanbul 8 Wochen Europarecht in der türkischen Metropole

Ich habe im letzen Semester die Summer School an der „Istanbul Kültür“ Universität besucht. Es gab mehrere Kurse zur Auswahl, darunter Kurse für internationale und historische Interessen. Ich besuchte den Kurs „European Union Law mit Spezialisierung auf Produkthaftung“ welche ca. für 8 Wochen geplant war. Der Kurs begann am 20. Juni 2016 und am 6. August schrieben wir die Klausuren. Das Transkript konnten wir am 31. August 2016 abholen. Angereist sind wir mit

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dem Flugzeug. Wir sind nach unserer Ankunft mit dem Taxi zum Studentenwohnheim gefahren. Die Kosten ausschließlich für die Unterkunft beliefen sich auf 1000 Türkische Lira (ca. 400 EURO). Summer School Teilnehmer müssen sich eine Studentenkarte ausstellen lassen, damit man die Sicherheitskontrollen passieren kann, denn jede Universität und jede Bibliothek hat eine Sicherheitskontrolle. In den letzten Jahren wurden

Foto: privat

Istanbul ist die einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt.

viele Anschläge ausgeübt, daher sind an öffentlichen Einrichtungen, sowie auf beliebten touristischen Orten, die Sicherheitsmaßnahmen auf höchster Stufe. In meinem gewählten Kurs hatten wir nicht nur fachtheoretisches Unterricht, sondern vielmehr praktische Übungen, Präsentationen und Diskussionen in Kleingruppen. Dabei wurde geachtet, dass in den Kleingruppen Studenten verschiedener // Demet Demir Nationen zusam-menarbeiteten. Ich hatte das Glück, dass in meinem Kurs sehr viele Studenten aus Wien teilnahmen, wodurch ich viele neue Freundschaften gewinnen konnte. Demet Demir studiert Der Stundenplan für meinen Kurs sah grundsätzlich folgenderdas Diplomstudium Remaßen aus: Mon-tag, von 9:00 - 15:00 und dann von 16:00 chtswissenschaften im 20:00; Mittwoch, von 09:00 - 12:00 und Donnerstag von 10:00 9. Semester sowie das - 16:00; Dienstags und Freitags fanden keine Kurse statt. Ab-geBachelorstudium Recht & schlossen wurde mein Kurs mit 2 schriftlichen Prüfungen. Wirtschaft im 4. Semester. Alle Kursinhalte waren für die Prüfung relevant. Vor allem das Seminar über die Produkthaftung war von großer Bedeutung. Um die Prüfung zu bestehen musste man mitlernen und mitarbeiten. Denn so konnte man auch Mitarbeitspunkte sammeln, die gutgeschrieben wurden. Zur Prüfung haben wir uns mit dem vom Prof. Dr. Ergun Özsunay verfassten Buch – „Europarecht & Beziehungen EU-Türkei“ vorbereitet. In unserer Freizeit machten wir mehrere Ausflüge und besichtigten die bevölkerungs-reichste Stadt der Türkei. Im Großen und Ganzen bin ich froh, an der Summer School in Istanbul teilgenommen zu haben, da ich somit meine rechtlichen Kenntnisse auf internationaler Ebene erweitern konnte und mein Traum, während meines Studiums unbedingt etwas im Ausland zu machen wurde somit erfüllt.

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Im Ausland studieren – ja, aber wo?

Wer sich für einen Auslandsaufenthalt zB. über Erasmus entscheidet, steht vor der Herausforderung den richtigen Studienort auszuwählen. Dass hier eine Entscheidung nur aus dem Bauch heraus zu Enttäuschungen führen kann, versteht sich von selbst. Ich möchte hier versuchen ein paar Inspirationen für diesen Entscheidungsprozess zu geben. Die folgenden Punkte sind nicht gereiht, welcher Aspekt wie wichtig ist, ist ja auch völlig individuell. Angebotene Lehrveranstaltungen Wer seinen Auslandsaufenthalt nicht als reinen Urlaub sieht, sollte schon vorher abklären, welche Lehrveranstaltungen (LVs) an der begehrten Uni angeboten werden und ob diese anrechenbar sind. In Jus sind folgende Teile des Studiums grundsätzlich denkbar: Wahlfächer, Europa- und Völkerrecht, Fächerbündel, Grundlagen- und Nachbardisziplinen (zB BWL, VWL, Rechtsphilosophie etc.). Grundsätzlich ist es auch möglich die Diplomarbeit im Ausland zu schreiben. Viele Unis bieten LVs speziell für Erasmus-Studierende an und listen diese auf ihrer Homepage. Hier sollte man nicht vergessen, auf die Unterrichtssprache zu achten. Wie gut eine LV dann tatsächlich ist, hängt natürlich vor allem vom LV-Leiter ab. Hier kann es oft schwierig sein über die Distanz konkrete Informationen zu bekommen und man wird gezwungen sein, die Katze im Sack zu kaufen.

des Studienerlebnis und -angebot. Eine Möglichkeit, um den Ruf einer Uni herauszufinden sind Rankings, diese sind sowohl für Universitäten insgesamt als auch für einzelne Fächer (also zB Recht) verfügbar. Man sollte diesen Aspekt jedoch nicht überbewerten.

Foto: Privat

Tipps zur richtigen Auswahl des Studienorts für einen Auslandsaufenthalt

// David Unterberger David Unterberger studiert das Diplomstudium Rechtswissenschaften. Er ist Sach-

Finanzielle Aspekte bearbeiter im JusKnackerund Infrastruktur Referat der StudienvertreGrundsätzlich kann tung Juridicum Salzburg. man auch ohne Förderprogramme wie zB. Erasmus im Ausland als sogenannter „free mover“ studieren. Mit einem Förderprogramm wird es logischerweise erheblich günstiger und organisatorisch einfacher. Doch auch das Preisniveau des Studienstandortes sollte man nicht vergessen: Rücklagen oder Einkommen aus Österreich ermöglichen in einem Land mit niedrigem Preisniveau eine höhere Kaufkraft. Daher wird jemand, der zB. von Studienbeihilfe lebt, sich in zB Osteuropa einen höheren Lebensstandard leisten können als in Skandinavien. Schon bei der Auswahl des Studienstandortes kann es sinnvoll sein, sich zu überlegen, wie man vor Ort wohnen möchte. Nur weil eine Uni ein StudenRuf der Uni tenheim vermittelt, ist es nicht automaEine Uni mit gutem Ruf macht sich besser tisch ideal. Man sollte hier vorher überim Lebenslauf und bietet – wenn man prüfen, ob hier die eigenen Bedürfnisse dem Ruf traut – auch ein entsprechen- erfüllt sind (zB Einzelzimmer, nicht allzu

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Ein weit entfernter Standort übt natürlich einen besonderen Reiz aus.

weit von der Uni entfernt), da dies nicht selbstverständlich ist. Man kann sich immer auf eigene Faust ein WG-Zimmer organisieren, mehr Anschluss zu anderen Austauschstudenten wird man in der Regel jedoch in einem Studentenheim finden.

genheit, wie mehrere Monate einer anderssprachigen Umgebung ausgesetzt zu sein, gibt es wahrscheinlich nicht. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man mit Einheimischen in Kontakt tritt, was nicht selbstverständlich ist, da manche LVs, ausschließlich von AustauschSprache studenten besucht werden. Es Unis bieten meist LVs auf Eng- kann also sein, dass man sich lisch und in der Landessprache zwingen muss, in die Landesan. Wenn die entsprechenden sprache einzutauchen. LVs auf Englisch angeboten werden, kann man also auch Entfernung und Größe einen Studienstandort wählen, Ein weit entfernter Standort übt ohne die jeweilige Landesspra- natürlich einen besonderen Reiz che zu beherrschen. Aber selbst aus, die Vorteile eines näheren wenn man auf Englisch studiert, könnte man leicht übersehen: bietet ein Auslandsaufenthalt Ist die Distanz nicht allzu groß, eine gute Gelegenheit, die je- sind Heimurlaube einfacher – weilige Landessprache zu ler- man könnte zB. auch Prüfungen nen – eine bessere Lerngele- in Salzburg ablegen. Weiters

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Erasmus ist großartig!

Eine Möglichkeit, um den Ruf einer Uni herauszufinden sind Rankings, aber nicht überbewerten.

kann man mit einem näheren Standort unkomplizierter Freunde aus der Heimat einladen und sie so am Auslandsaufenthalt teilhaben lassen. Wenn man zu weit weg ist, wird dies schwieriger. Für kleinere Städte spricht, dass sie weniger globalisiert sind, also die Kultur des jeweiligen Landes dort leichter erlebt werden kann. Als Austauschstudent wird relativ schnell der Punkt kommen, an dem man alles Touristische ausgekostet hat und man sich eher für die lokale Kultur interessiert. Bestimmte Städte haben auch den Ruf, eine Studentenstadt zu sein – das sind nicht immer die größten. Individuelle Bedürfnisse Natürlich hat jeder individuelle Bedürfnisse (zB Ruhe, Natur, Nachtleben etc.), welche der ideale Studienort erfüllen soll. Hier gilt es, sich nicht nur auf Klischees und Hörensagen zu verlassen – es lässt sich leicht recherchieren, was ein Studienort wirklich zu bieten hat. Fazit Am Ende wird wahrscheinlich doch das Bauchgefühl die Wahl am stärksten beeinflussen: Sind die Voraussetzungen nur halbwegs erfüllt, wird man sich wahrscheinlich den Rest zurecht rationalisieren und die Stadt wählen, die aus unerklärlichen Gründen eine magische Anziehung ausübt – so bleibt ein Studienaufenthalt im Ausland trotz allen Überlegungen immer eine Reise ins Ungewisse. Das macht ja gerade den Reiz aus.

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So vieles hatte ich darüber bereits gehört, so vieles wurde prophezeit. Bei so vielen Erwartungen war gar kein Platz für Ängste oder Zweifel – und die sollte es auch nie geben. Im Sommersemester 2016 hatte ich die großartige Gelegenheit bekommen ein Auslandssemester zu machen! Unentschlossen für welche Uni in welcher Stadt, schlug Frau Loibichler mir Groningen vor, sei angeblich eine tolle Studentenstadt. Eine nette niederländische Stadt mit 200.000 Einwohnern, von denen 50.000 Studenten sind! Genau so unglaublich wie das klingt ist es dann auch gewesen! Alles in der Stadt ist auf Studenten ausgelegt. Eine unendliche Anzahl und Möglichkeiten, ohne jegliche Sperrstunden, dafür mit Rädern und Radwegen, erfrischend offen und liberal. Ganz egal was man als Student begehrt, in Groningen findet man es. Ob Ausflüge ins Grüne einer der vielen großen Parks, an den See im Süden der Stadt, Sport, gemütliche Kaffees, klassische Konzerte, Theater, Bars und Clubs, Coffeeshops, oder die Welt der lauten Techno Bässe in alten, leerstehenden Lagerhallen – Groningen bietet das und noch viel mehr! Außerdem ist man in nur 2 Stunden in Amsterdam, Rotterdam etc. – ideal für einen Wochenendausflug. Unbedingt zu empfehlen ist die ESN Introduction Week. Da man dadurch direkt in der ersten Woche eine Übersicht über die Stadt bekommt.

Studieren? Ja, das muss man auch. Doch durch diese Unglaubliche Stadt fällt das alles doch eher leicht. In den Niederlanden sind Gruppenarbeiten und Präsentationen immer auf dem Programm, praxisorientiert und viel weniger Theorie als gewohnt. Gewohnt habe ich in einem // Leander der Studentenheime. Na- Kraiger türlich muss man das nicht, doch dadurch lernt man viel Leander Kraiger ist 22 schneller viele Studenten aus Jahre alt und studialler Welt kennen. Ebenfalls ert im 7. Semester das zu empfehlen ist die ‚ESN Diplomstudium RechtsIntroduction Week‘, da man wissenschaften. Daneben dadurch direkt in der ersten ist er ehrenamtlich bei der Woche eine Übersicht über Lebenshilfe Salzburg aktiv die Stadt bekommt und erste und arbeitet seit Oktober Kontakte knüpfen kann. diesen Jahres als juristischEin ganz wichtiger Tipp ist – er Mitarbeiter bei der NHP bleibt nicht nur unter inter- Rechtsanwälte GmbH. nationalen Studenten. Holländer sind nicht nur unbeschreiblich attraktive Menschen, sondern auch super lustig und nur mit ihnen gemeinsam lernt man die wirklichen Schätze der Stadt und die entspannte niederländische Lebensart kennen! Erasmus kann stellenweise sehr viel organisatorischen Aufwand mit sich bringen (bevor es dann wirklich losgehen kann). Ich kann schwer empfehlen sich genauestens und so früh wie möglich damit auseinanderzusetzen. Hier ein paar erste kleine Schritte: Zuallererst: kümmert euch rechtzeitig um Informationen! Wenn ihr im Sommersemester Erasmus machen wollt, solltet ihr euch bereits vor Ende des vorangehenden Sommersemesters (!) darum bemühen! Wenn ihr ordentliche Studierende an der Uni Salzburg seid und bei geplantem Antritt bereits min-

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Foto: Ludwig Seidl

Erfahrungsbericht eines Studierenden in Groningen/Niederlande


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15 destens drei Semester absolviert habt, erfüllt ihr schon mal die grundsätzlichen Bewerbungsvoraussetzungen. Auf der Uni Website (Home > Privatrecht > Bereiche > Erasmus + Outgoing > Partneruniversitäten) findet ihr eine Liste der in Frage kommenden Partneruniversitäten. Überlegt euch an welche ihr gerne gehen würdet. Beachtet aber, dass ihr euch auch genau anschauen müsst was für Kurse (und in welcher Sprache!) für Erasmusstudenten angeboten werden bzw. ob die Partneruni selbst noch Anforderungen an euch stellt. Sobald ihr euch für eine entschieden habt, müsst ihr zu Frau Loibichler gehen, damit sie euch für die betreffende Uni anmeldet. Insbesondere für jene unter euch, die gerne an eine Uni in einer besonders beliebten Stadt möchten, rate ich euch das so früh wie möglich zu machen! Sonst war jemand anderes am Ende schneller als ihr und der Platz ist schon weg. Bezüglich Anrechnung müsst ihr zu Frau Ullrich. Sie hilft euch sehr gerne, die passenden Kurse

zu finden. Für jeden Monat im Ausland müssen am Ende 3 ECTS anrechenbar erfüllt worden sein (also bspw. 5 Monate wären 15 ETCS) damit ihr euer Erasmus Stipendium nicht wieder zurückzahlen müsst. Rundherum um das geschilderte und noch anschließend gibt es einige Dokumente die ausgefüllt und unterschrieben werden müssen. Auf der Uniwebsite findet ihr eine genaue Anleitung über alle Schritte – für weiterführende Fragen, sollte etwas unklar sein, wendet euch einfach an das Büro für internationale Beziehungen oder auch an eure Studienvertretung Zum Schluss, für unentschlossene: Ganz egal wie toll ein Ort sein mag (und Groningen ist spitze!), das was die gesamte Erfahrung ausmacht und perfektioniert, sind die wunderbaren Freundschaften die man dort schließt. Erasmus ist großartig.

Auslandserfahrung & Studium Wie „mobilitätsfreundlich“ ist die Uni Salzburg?

Viele Studierende möchten innerhalb der Studienzeit Auslandserfahrung sammeln. Es gibt viele Programme, die einen Auslandsaufenthalt ermöglichen. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Programme aufgezählt und erläutert.

Meinen herzlichen Dank an Frau Loibichler für den Vorschlag der Stadt Groningen!

Alles in der Stadt ist auf Studenten ausgelegt. Eine unendliche Anzahl und Möglichkeiten, ohne jegliche Sperrstunden, dafür mit Rädern und Radwegen, erfrischend offen und liberal.

Koffer einpacken und los geht’s? Aber wohin und wie? Die Universität Salzburg bietet sehr viele Programme, die die Auswahl nicht leichtmachen.

Erasmus Ein allgemeinbekanntes, erfolgreiches und beliebtes Mobilitätsprojekt ist das Erasmusprogramm, welches von der Europäischen Union im Bildungsbereich und in Österreich von der Nationalagentur Erasmus angeboten wird. Studierende können an Partneruniversitäten bis maximal 12 Monate verbringen (Doktoratstudium 24 Monate). Die allgemeinen Voraussetzungen Bewerber/innen müssen ordentliche Studierende der Universität Salzburg sein und mind. zwei Semester der relevanten Studienrichtung an der Universität Salzburg studiert haben. Zahlreiche Länder sind im Programm vertreten, welche die Entscheidung sicherlich nicht leichtmachen. Der Erasmusaufenthalt wird durch ein Stipendium gefördert. Der Zuschussbetrag richtet sich nach dem Zielland. Auf der Webseite der Universität Salzburg gibt es einen detaillierten Leitfaden, welche die ersten

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drei Schritte für eine erfolgreiche Bewerbung erläutert. 1) Interne Bewerbung an der Univ. Salzburg 2) Bewerbung an der Gastuniversität 3) Bewerbung um den Erasmus-Status und das Stipendium Sicherlich werden euch auch die Beiträge meiner Studienkollegen David und Leander weiterhelfen. Sie haben über ihren Erasmusaufenthalt berichtet und haben für uns wertvolle Tipps und Anregungen. Sommer- und Winterschulen Wer keine sechs Monate im Ausland verbringen möchte, aber dennoch viel Wert auf Auslandserfahrung legt, hat die Möglichkeit an einer Sommer- oder Winterschule teilzunehmen. Sehr viele renommierte Universitäten bieten regelmäßig qualitative Programme an. Der Aufenthalt kann von ca. einer Woche bis zu ca. drei Monate betragen. Auf der Webseite der Universität Salzburg Home - Studium - Internationales - Studieren im Ausland - Sommerschulen sind die wichtigsten Informationen vorhanden. Bei Unklarheiten und weiteren Fragen ist oft ein Anruf der beste Weg um Klarheit zu verschaffen. Als Unterstützung für dieses Vorhaben können Studierende ein Stipendium (das nennt sich kurzfristige fachspezifische Kurse im Ausland) beantragen. Mit diesem Stipendium wird die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Weiterbildung auf Spezialgebieten auch finanziell unterstützt. Nächster Einreichtermin für das Stipendium ist 15. November 2016. Die Bewerbungsunterlagen für das Stipendium sind: Bewerbungsformular Auslandsstipendium, Allgemein (1x); • 2 Empfehlungsschreiben von Lehrenden an der Universität Salzburg; • Tabellarischer Lebenslauf (1x); • Motivationsschreiben mit akademischer Begründung (1x);

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Besuche isepstudyabroad.org und verwirkliche deinen „american dream“!

Auch hier ein weiterführender Link: http://www.summerschoolsineurope.eu Joint Study Programm Hierbei handelt es sich um ein Austauschprogramm mit ausgewählten Universitäten. Ein wichtiger Pluspunkt ist, dass die Studiengebühren komplett erlassen werden und dass Studieren im Rahmen des weltweiten Abkommens die Auswahl nicht nur auf Universitäten innerhalb der Union beschränken. Hierzu auch eine kurze Anleitung zur erfolgreichen Bewerbung: 1) Universität aus der Liste der Universitätspartnerschaften aussuchen 2) KoordinatorIn kontaktieren 3) Bewerbungsunterlagen vorbereiten 4) Anrechnungsfragen klären 5) Finanzierung planen 6) Auf Aufnahmebestätigung warten

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7) Falls notwendig, Antrag auf Erlass der Studiengebühr stellen ISEP (International Student Exchange Programm) Wolltet ihr immer schon den „American Dream“ leben? Mit // Gülşah Akyazı ISEP können Studierende an über 150 US-Universitäten Gülşah Akyazı studiert und Colleges studieren. Im das Diplomstudium ReRahmen des ISEP Programms chtswissenschaften sowie wird die Studiengebühr er- das Bachelorstudium Relassen, die Unterkunft wird cht und Wirtschaft. Sie organisiert und die Verpfle- ist Sachbearbeiter im gung kostenlos zur Verfügung Beratungsreferat der Stugestellt. Studierende, die im dienvertretung Juridicum Studienjahr 2016/17 (Winter-, und leitet das Referat Sommersemester oder Stu- Jusknacker Daneben ist dienjahr) am ISEP-Programm sie im Bildungskommisteilnehmen möchten, können sion der Interkulturellen sich bis 15. Januar 2016 be- Studienvertretung tätig. werben. Die Webseite isepstudyabroad.org bietet eine Auflistung aller teilnehmenden Universitäten und Colleges. Der Bewerbungsprozess ist etwas komplizierter und erfolgt in vielen Schritten. Jedoch gibt es auch hierzu eine detaillierte Anleitung.

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• Sammelzeugnis (1x) (Ausdruck aus PLUSOnline); • Diplomprüfungszeugnis (falls vorhanden 1x in Kopie); • Nachweis der Fremdsprachenkenntnisse soweit diese für den Auslandsaufenthalt notwendig sind (1x); • Aufnahmebestätigung; • Finanzierungsplan (lt. Formular).

WE WANT YOU FOR STV

JusKnacker ‘16 Wir sind laufend auf der Suche nach engagierten Studierenden - DuNOVEMBER willst mitarbeiten? Ausgabe 26 Meld dich unter vorsitz@stv-juridicum.at!


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Zweite Fachtagung für Rechtsdidaktik in Österreich

Salzburger Juristische Gesellschaft

Vorankündigung

Die Salzburger Juristische Gesellschaft besteht seit dem Jahr 1970 und bietet seither ein attraktives Vortragsprogramm aus allen juristischen Teilbereichen, das Praktiker und Wissenschaftler in gleichem Maß ansprechen soll. Angeboten werden etwa acht Vorträge pro Jahr, zusätzlich werden in unregelmäßigen Abständen auch Tagungen veranstaltet. Einige Beispiele aus dem Vortragsprogramm der jüngeren Zeit seien hier genannt:

Am 9. und 10. November 2016 findet auf der Edmundsburg die zweite Fachtagung für Rechtsdidaktik in Österreich statt. Veranstalter sind die rechtswissenschaftliche Fakultät und die School of Education der Universität Salzburg. Ganz im Sinne des bekannten Satzes „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie“ (Kurt Lewin, 1890 – 1947), wird die Beziehung von Theorie und Praxis in der Rechtsdidaktik in den Fokus genommen. Im Programm zur Tagung finden sich viele anschauliche und in Lehrveranstaltungen praktisch umgesetzte Beispiele rechtsdidaktischer Theorien und Modelle. Sie stellen wichtige Grundlagen für die Planung, Durchführung, Bewertung und Optimierung von rechtswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen und darin ablaufenden Lehr-Lernprozessen dar. Allerdings ist die Herstellung einer wirkungsvollen Theorie-Praxis-Beziehung alles andere als eine triviale Aufgabe. Didaktische Modelle werden in den Fachgebieten der Instruktionspsychologie oder Erziehungswissenschaft erstellt. Dort wird eine völlig andere Fachsprache verwendet als in der Rechtswissenschaft. Zudem sind Theorien abstrakt und einschränkend formuliert, was es für Lehrende schwierig macht, konkrete und möglichst umfassend gültige Handlungsempfehlungen zu finden und nachhaltig umzusetzen. Andererseits darf nicht übersehen werden, dass in der rechtswissenschaftlichen Lehrpraxis besondere Probleme oder gelungene Projekte zu finden sind, die ihrerseits auch eine rechtsdidaktische Theoriebildung stimulieren können. Es wird eine wesentliche Aufgabe der Tagung sein, hier Konzepte und Verfahren zu diskutieren und zu entwickeln, die helfen, die Brücke zwischen rechtsdidaktischer Forschung und einer rechtswissenschaftlichen Lehrpraxis zu finden.

NEWS

stv-juridicum.at

Vorträge im Wintersemester 2016/17

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Strafrechtsänderungsgesetz 2015 – Änderungen bei den Delikten gegen Leib und Leben Das unionsrechtliche Kartellverbot und seine Bedeutung für das Arbeitsrecht und das Sozialversicherungsrecht Die Schule, wo sie juristisch wird

Die Vorträge finden jeweils um 18.30 Uhr s.t. im Hörsaal 207 (Zugang beschildert) des Fachbereiches Privatrecht der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg (Churfürststraße 1, Lift Nr. 2 od. 3, im 1. Stock) statt. Weitere Auskünfte unter: theresa.pfeifenberger@sbg.ac.at

Wie können rechtsdidaktische Theorien und Modelle am besten praktisch

Donnerstag, 17. November 2016: az.Univ.-Prof. Dr. Elias FELTEN (Universität Salzburg): “Arbeitsrechtliche Folgen aufgedeckter Scheinselbständigkeit“

umgesetzt werden? Wie sieht die Lehrveranstaltung der Zukunft aus?

In Salzburg konnte zu diesem Zwecke eine besonders enge Kooperation zwischen Vertretern und Vertreterinnen der Rechtswissenschaft und der Didaktik realisiert werden. Diese Interdisziplinarität unterscheidet die Fachtagung für Rechtsdidaktik von anderen einschlägigen Veranstaltungen. So hoffen wir, dass wir mit dieser Tagung einen Beitrag zur Etablierung und Weiterentwicklung der Rechtsdidaktik als einem eigenständigen und interdisziplinären Forschungsfeld leisten können. Wir würden uns freuen, wenn auch Studierende die Gelegenheit ergreifen würden, sich an den Diskussionen um eine hohe Lehrqualität in der rechtswissenschaftlichen Ausbildung zu beteiligen. Der Zutritt zur Tagung ist frei, es wird keine Gebühr erhoben. Eine Anmeldung ist auf der Website der Veranstaltung (http://www.rechtsdidaktik.sbg.ac.at/) möglich. Dort finden sich auch nähere Informationen zum Programm. Ihr Organisationsteam Patrick Warto, Jörg Zumbach, Ines Deibl, Otto Lagodny und Hermann Astleitner

Bei aufgedeckter Scheinselbständigkeit stellen sich in der Praxis schwierige Rückabwicklungsfragen. Der OGH hat sich in diesem Zusammenhang zuletzt mit der Entgeltanpassung sowie dem Verfall auseinandergesetzt. Dies wird zum Anlass einer kritischen Judikaturanalyse genommen. Auch die Auswirkungen des LSDB-G werden thematisiert.

Donnerstag, 15. Dezember 2016: ao.Univ.-Prof. Dr. Alfons GRÜNWALD (Universität Graz): “Die Reform des Europäischen Markenrechts“ Am 15.12.2015 haben die mehrjährigen Vorarbeiten zu einer umfassenden Reform des Europäischen Markenrechts einen erfolgreichen Abschluss gefunden. An diesem Tag stimmte das Europäische Parlament einer weitreichenden Änderung der Unionsmarkenverordnung und einer Neufassung der Markenrichtlinie zu. Der Vortrag wird sich nach einem kurzen allgemeinen Überblick zur Reform einigen ausgewählten Neuerungen widmen. Im Mittelpunkt der Ausführungen werden dabei die – größtenteils bereits in Kraft getretenen – Neuerungen im Bereich der Unionsmarke stehen. Angesprochen werden sollen aber auch einige Aspekte der – überwiegend erst bis zum 14.1.2019 umzusetzenden – neuen Markenrichtlinie.

Donnerstag, 19. Jänner 2017: Dr.in Gundula Maria LIKAR-PEER (Salzburg): “ErbRÄG 2015: Schenkungsanrechnung NEU“ Mit dem Erbrechtsänderungsgesetz 2015, welches am 1.1.2017 in Kraft tritt, wurde die Berücksichtigung lebzeitiger unentgeltlicher Zuwendungen des Verstorbenen im Pflichtteilsrecht umfassend novelliert. Dieser Vortrag gibt zunächst einen Überblick über das neue Regelungskonzept, sodann werden ausgewählte Fragen zur Hinzu- und Anrechnung von Schenkungen im Pflichtteilsrecht näher erörtert.

JusKnacker NOVEMBER ‘16 Ausgabe 26


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Karl Sternberger Beruf: Regionalverkaufsleiter Hobby: Musiker


Jusknacker '16 November