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JusKnacker

JUNI 2015 Ausgabe 22

Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg

Das letzte Aufbäumen vor den Sommerferien Sommer ist die Zeit, in der es zu heiĂ&#x; ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.


Inhaltsverzeichnis

Studium Plädoyer für ein organisiertes Lernen und Leben.......................................... 5

Uni-Politik Von GewinnerInnen und VerliererInnen....................................................... 8 (M)Ein Blick auf die ÖH Wahl 2015.............................................................. 10

News Fachbereich Privatrecht.............................................................................. 12 Einmal Moot und zurück............................................................................. 14

Uni-Leben Die interkulturelle Studentenvereinigung Salzburg................................... 16 Salzburg (Gedicht)........................................................................................ 19


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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommer steht vor der Tür. Es wird nicht nur im Freien ordentlich geschwitzt, auch in den Hörsälen und Bibliotheken rauchen die Köpfe. Mit der Sommerausgabe verschaffen wir euch dieses Mal wieder eine leichte Lektüre zum Abkühlen für zwischendurch. In dieser Ausgabe findet ihr Beiträge zu den ÖH-Wahlen, unter anderem mit den aktuellsten Zahlen und Kritiken. Darüber hinaus bieten wir euch als Abwechslung zum juristischen Alltag Zahlenvergnügen in Form eines Sudokus. Um euch über das Geschehen an der Fakultät auf dem Laufenden zu halten, erfahrt ihr von uns das Neueste aus dem Fachbereich Privatrecht sowie von unserem Moot Court Team. Besonders ans Herz legen möchten wir euch auch ein Interview mit dem Team der Interkulturellen Studentenvereinigung Salzburg (ISV). Wir vom JusKnacker-Team wünschen euch viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg für die kommenden Prüfungen!

Herzliche Grüße

Daniel Schwaighofer Chefredakteur JusKnacker

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Impressum Herausgeberin: Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg Studienvertretung Juridicum Salzburg Chefredakteur: Daniel Schwaighofer Redaktion: Tobias Neugebauer, Hasan Özkan, Sadiye Topbas, David Unterberger Layout/Design: Tobias Neugebauer Lektorat: Julia Wechselberger Anschrift: Churfürststraße 1 | 5020 Salzburg Telefon: 0662 / 8044 - 6014 oder 0662 / 8044 - 6015 Fotos: Studienvertretung Juridicum Salzburg (sofern nicht anders angegeben)  /stvjuridicum.salzburg @ jusknacker@stv-juridicum.at oder office@stv-juridicum.at Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz: JusKnacker – Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg ist ein Magazin der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg und steht zu 100 % in deren Eigentum. Der JusKnacker wurde klimaneutral auf 100 % Recyclingpapier gedruckt.

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Plädoyer für ein organisiertes Lernen und Leben Strebatius Lerngern gibt wichtige Tipps zum Lernen und Leben! Ich bin‘s mal wieder, Strebatius Lerngern, ich bin aus dem Untergrund zurückgekehrt, um dir vor den Prüfungswochen noch einmal richtig einzuheizen – damit das was wird! Die folgenden Lerntipps habe ich aus eigener Erfahrung und durch Rückfrage bei erfolgreichen Studierenden zusammengetragen. Sei nicht reaktant und nimm dir die Tipps zu Herzen – niemand will durchfallen, nur weil er falsch gelernt hat! Ich wette mit dir, dass du hier neue Anregungen findest. Wenn du glaubst, alle Tipps schon zu kennen, weißt du ja, wie wichtig es ist, sie immer wieder zu hören. Bevor es ans Lernen selbst geht, müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden – stimmen diese, kannst du viel leichter lernen, auch dann, wenn du einmal nicht so viel Energie oder Motivation hast. Der Tisch, auf dem du lernst, sollte komplett leer sein – mit Ausnahme der Dinge, die du unmittelbar brauchst. So kannst du ein Universum erschaffen, in dem nur du und dein Prüfungsstoff existieren – du bist dann völlig konzentriert. Am besten du machst auf einem bestimmten Tisch nichts anderes außer lernen. Dann musst du deine Lernunterlagen auch nicht mehr wegräumen. So fällt es dir auch viel leichter, dich einfach hinzusetzen und zu lernen, da deine Sachen schon da und bereit sind. Wenn du die nötige Arbeitsfläche nicht hast, dann kauf dir einen Tisch und zweckwidme diesen zum Lernen. In Billigmöbelhäusern

bekommst du ein ansehnliches Modell schon um € 20. So räumst du dem Lernen im wahrsten Sinne des Wortes Platz in deinem Leben ein. Bleib aber nicht ständig gleich vor dem Tisch sitzen: wechsle die Körperhaltung und lerne z.B. auch einmal im Stehen, niemals jedoch im Liegen. Wenn du dir angewöhnst, regelmäßig Sport, der erwiesenermaßen die kognitive Leistungsfähigkeit erhöht, als Ausgleich zu betreiben, wirst du beim Lernen weniger müde. Weiters bleibst du geistig präsent, wenn du dich selbst in den Lernstoff hineinversetzt: Stell dir z.B. vor, der Rechtssatz, den du gerade lernst, wird direkt auf dich angewandt – wenn du dich dann ärgerst und die Situation als unfair empfindest, hast du dir diesen Rechtssatz sicher gemerkt. Einer der wichtigsten Aspekte ist es, Prüfungen gut zu planen: Das Schlimmste, was du machen kannst ist, dir zu viel vorzunehmen. Gerade Prüfungen mit viel Stoff benötigen deine volle Aufmerksamkeit – besonders im Jus-Studium. Du sagst vielleicht: „Wenn ich auf mehrere Prüfungen gleichzeitig lerne, bin ich schneller!“. Jeder, der jedoch ein bisschen beobachtet, wird chnell merken, dass die step-by-stepLerner um vieles schneller sind. Was nützt es dir, für mehrere Prüfungen zu lernen, wenn du dann nur einen Teil davon schaffst? Wichtig ist es auch, Prüfungen synergetisch einzuteilen: Es ist z.B. empfehlenswert, die großen Fachprüfungen direkt nach den dazu-

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Wer sich den Lernstoff vor einer „großen“ Prüfung nicht gut einteilt, wird am Ende vor einer Unmenge ungelesener Litaratur sitzen.

gehörigen Übungen zu machen. Direkt danach heißt, du sollst dazwischen keine anderen Prüfungen machen. Wer zuerst alle Übungen besucht und danach die Fachprüfungen, muss viel mehr lernen, weil er den ganzen Synergie-Effekt verschenkt! Wenn du eine Prüfung nicht schaffst, solltest du dranbleiben und die gleiche Prüfung wiederholen und nicht auf eine andere Prüfung wechseln – du kommst dieser Prüfung ja sowieso nicht aus – später hast du nur einen Großteil des Stoffs wieder vergessen und musst diesen neu lernen. Prüfungen, die du nicht geschafft hast und dann verschiebst, belasten dich nur! Versuch dir einen Plan zu machen, der besagt, was du an welchem Tag lernen wirst. Mach einen Plan, der realistisch ist. Ist er unrealistisch, kannst du dich nicht daran halten und die ganze Planerei war umsonst. Hierbei sind kurze Blockeinheiten sinnvoll. Die einzelnen Blöcke solltest du genau lernen und erst am Ende zusammenfügen. Du bleibst so lange bei einem Block, bis du ihn gut kannst. Wenn du nur grob überfliegst und dir sagst: „Genauer

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lern ich das später noch einmal!“, unterschätzt du, dass später meistens nicht mehr kommt, weil die Zeit am Ende knapp wird. Die Pausen dazwischen sollten großzügig angelegt sein, dies vor allem am Anfang. Zuerst muss es dir einmal gelingen, dass du das wirklich einhältst, was du dir vorgenommen hast, straffer kannst du den Plan immer noch ziehen. Für die Pausen solltest du Tätigkeiten wählen, die dich weder ermüden, noch in einen mentalen Zustand bringen, in dem du dann nicht weiterlernen kannst – beobachte dich selbst, welche Tätigkeiten das sind und sei dabei ehrlich zu dir selbst. Nach erfolgreichen Lernabschnitten solltest du dich auf irgendeine Weise belohnen, damit die Sache Spaß macht. Überprüfe am Abend auf einer to-do-Liste, was du geschafft hast und was nicht. Plane deine Lerntage gemäß deiner täglichen Leistungskurve – die anstrengendsten Dinge solltest du dann ansetzen, wenn dein Leistungspegel am höchsten ist. Dies ist bei den meisten Menschen früh am Morgen, es gibt nur wenige echte Nachteulen, die ihren


7 Schlafrhythmus aus körperlichen Gründen nicht umstellen können. Also richte deinen Schlafrhythmus entsprechend ein. Es fühlt sich unglaublich toll an, wenn du um 11:00 Vormittag schon den größten Brocken hinter dir hast, in der Früh gibt es auch weitaus weniger Störquellen. Plane jeden Tag bewusst Zeit für Soziales (FreundInnen, Familie, PartnerIn etc.) ein, denn du brauchst den Austausch, um leistungsfähig zu sein. Lass dir aber von niemandem deine Planung umwerfen. Sekundäres wie Mails checken kannst du im Leistungstief nach dem Mittagessen oder am Abend erledigen – gewöhn dir den Mail- und-Facebook-Checkwahn ab – einmal am Tag reicht völlig aus! Richte dir am Computer separate Benutzer für Freizeit und Arbeit ein – dann führen dich der Browserverlauf oder Spiel-Icons am Desktop erst gar nicht in Versuchung. Nach einer bestandenen Prüfung gönn‘s du dir etwas Außergewöhnliches. Also ist es z.B. besser, nach bestandener Prüfung oder einer erfolgreichen Lernwoche mit gutem Gewissen in einem guten Restaurant essen zu gehen als ohne vorherigen Erfolg und mit dem Lernen im Hinterkopf halbherzig ständig ein Bella Vita zu führen. Damit du genügend Zeit zum Lernen hast, mache „Zeit haben heißt Nein sagen“1 zu deinem Motto. Erst wenn du

zu unwichtigen Dingen Nein sagen kannst, kannst du aus ganzem Herzen Ja sagen, zu den Dingen, die dir wirklich wichtig sind. Vielleicht denkst du dir: „Diese Tipps funktionieren bei mir nicht, sich diesen Lebensstil anzutrainieren, kostet mehr Energie als es bringt, ich wurschtle lieber weiter wie bisher!“ Hierzu sei gesagt, dass sich diese Verhaltensweisen nicht von heute auf morgen ins Leben integrieren lassen, es ist ein Prozess der Selbsterziehung. Der Lohn dafür, dass du dranbleibst, ist aber groß. Planungs- und Organisationsfähigkeiten wirken ansteckend. Du wirst dann auch andere Lebensbereiche besser organisieren wollen und hast in der Folge mehr Erfolg in dem was du machst und mehr Zeit für das, was du am liebsten machst! Durch ein gut organisiertes Leben kannst du dir deine Träume erfüllen – wie immer diese aussehen. Eine gute Organisation wird irgendwann zur Gewohnheit und fällt dann nicht mehr schwer, sondern funktioniert wie von selbst. Übe dich also jetzt schon darin, deinen Alltag perfekt zu managen – dann wird es dir um vieles leichter fallen, auch beruflich größere Aufgaben zu übernehmen. Nachhaltigen Erfolg bei Prüfungen und im Leben kannst du dir nicht erwurschteln – und falls doch: Um wie viel erfolgreicher würdest du sein, wenn du gut organisiert wärst?

1 „Zeit haben heißt Nein sagen“ ist auch der Titel eines empfehlenswerten Buches über Selbst- und Büroorganisation von August Höglinger.

Viel Erfolg beim Lernen und auch sonst wünscht dir Strebatius Lerngern!

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Von GewinnerInnen und VerliererInnen Das war sie, die ÖH-Wahl 2015 Stell dir vor, es sind Wahlen und nievon 27,97% auf mand geht hin. So – überspitzt formu25,68% (an der liert – könnte man sagen, geschah es bei Uni Salzburg der letzten Wahl der Österreichischen widerspiegelt HochschülerInnenschaft (ÖH). Und obsich das ähnwohl sie wegen der im letzten Jahr belich: 2011 waschlossenen HSG (Hochschülerinnenren es 26,7%, und Hochschülerschaftsgesetz) -Reform 2013 25,2% // Daniel unter neuen (positiven) Vorzeichen stanund 2015 Schwaighofer den, so blieb wieder vieles beim Alten: 23,10%). Nicht Obwohl Stimmenstärkste Fraktion die so schlimm Daniel Schwaighofer VP-nahe Aktionsgemeinschaft (AG) mit könnte man studiert das Diplom26,7% ist, so wird auch weiterhin die meinen und ist studium Rechtswissenlinken Fraktionen die Exekutive stellen. doch wieder schaften sowie das Zudem gab es auch dieses Mal wieder falsch, da 2013 Bachelorstudium Recht eine extrem niedrige Wahlbeteiligung. die Studieren- & Wirtschaft und ist RefIm Gegensatz zur ÖH Wahl 2015, gab den der FH erent im JusKnacker-Refes 2013 ausschließlich GewinnerInnen auch gewählt erat der StV Juridicum. Er (http://fm4.orf.at/stories/1717954/), alle haben, aber ist zudem Mandatar der Fraktionen hatten etwas zu feiern, zueben nicht di- Studienvertretung Recht mal damals die Zahl der MandatarInnen rekt die Bun- & Wirtschaft sowie der wieder gestiegen und nicht jede Stimme desvertretung. Fakultätsvertretung. gleich viel wert war. - Den größHeuer war aber alles anders, weil die Diten Erfolg bekam der Ring freiheitrektwahl der Bundesvertretung wieder licher Studenten (RFS) am Facheingeführt und dadurch vieles veränhochschul-Studiengang „Militärische dert wurde. Zum einen wurde die Zahl Führung“. Sie erreichten 46,4% der der MandatarInnen von 100 auf 55 fast Stimmen – klingt erstmal viel. Das wahalbiert und zum anderen ist die Zahl ren aber auch „nur“ 13 Stimmen (Under Wahlberechtigten um fast 80.000 ter Anführungszeichen deshalb, weil gestiegen. schließlich jede Stimme zählt). Die AG musste sich leider mit 42,7% (12 StimHier ein kurzer Ausschnitt interessanter, men) und Platz zwei zufrieden geben. amüsanter oder aber auch trauriger DeWas lernen wir aus dem Zahlenspiel? tails der Wahl: Die zukünftige Führungselite des öst. - Obwohl dieses Mal deutlich mehr Heeres ist konservativ bis rechts. Stimmen abgegeben wurden als - Die Liste StuLife, die der Partei des tür2013 (79.155 zu 66.528), ist die Wahlkischen Präsidenten nahe steht und beteiligung leicht gesunken und zwar sich auch nicht in der Elefantenrunde

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Die 55 Mandate in der Bundesvertretung werden mit 1. Juli 2015 für 2 Jahre neu verteilt!

von ihm distanzierte (wer beißt schon die Hand die ihn füttert), hat ihren größten Erfolg an der IPRA verbuchen können – dem Lehramtsstudium für Islamische Religion. Interessantes Detail am Rande: StuLife zieht als einzige der bundesweit angetretenen Listen nicht in die Bundesvertretung (2000 Stimmen wären mind für ein Mandat notwendig gewesen). - An der Privatuniversität Schloss Seeburg sind 738 Studierende wahlberechtigt – immerhin. Es haben aber nur 36 Studierende ihre Stimmen für die Bundesvertretung abgegeben und davon waren nur acht gültig – gibt zu denken. - Der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) bekam an der privaten Webster University in Wien 25% der Stimmen, bei jährlichen Studiengebühren von 19.000€ sehr amüsant.

- Weiterhin kurios ist die Donau Universität Krems, die nicht nur ein eigenes Gesetz für sich selbst vereinnahmt (böse Zungen behaupten es handle sich dabei um eine Privatuniversität die von öffentlichen Mitteln finanziert wird und die zukünftige Beamtenschaft ausbildet), sie hat auch die niedrigste Wahlbeteiligung von gerade einmal 1,6% der Wahlberechtigten – oder 35 Stimmen. - Die GRAS hat in Salzburg fast 10% auf knapp 31.63% an Stimmen verloren. Ob das die Rache für die 80km/h Beschränkung auf der Autobahn war, oder weil erst kurz nach der Wahl ein günstigeres Öffi-Ticket durchgesetzt wurde? Man kann nur spekulieren. Noch mehr Zahlenspiele findet ihr hier: http://fm4.orf.at/stories/1759192/

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(M)Ein Blick auf die ÖH Wahl 2015 Ein humanistisches Pamphlet vermischt mit politischer Würdigung und Kreuzigung der ÖH… Die ÖH…. Ja die ÖH. Wer ist das? Die Österreichische HochschülerInnenschaft. Sie vertritt die Studierenden. Zumindest heißt es das immer. ABER!!!! Was war die Wahlbeteiligung der ÖH-Wahl? 25%? Ein Viertel!? Klingt mehr nach einer Wahl unserer viel verehrten Kammern. Obwohl selbst die letzte WKÖ-Wahl eine Wahlbeteiligung von 35% vorweisen konnte. Aber kann eine ÖH noch von Vertretung sprechen, wenn es nur ¼ der Wahlberechtigten in die Wahlkabine schafft? Ist da noch eine demokratiepolitische Legitimität vorhanden? Ja sagen die einen, nein die anderen und wieder andere sagen wurscht, es ändert sich ja eh nichts. Solche Aussagen kennen wir nur zu gut und ähnelt sehr der Bundespolitik. Die Kritik, dass sich hinter der ÖH nur eine parteipolitische Kaderschmiede befindet, obwohl dies die einzelnen Fraktionen stets bestreiten (und doch reichlich Geld von ihnen bekommen), wurde mE vor allem darin bestätigt, dass man sich an den „Großen“ orientierte. So gab es neben E-Mail Bomben zur ÖH Wahl, einen Plakatständer-Wald, Unsummen an Werbematerialien, die letztlich am Boden oder am Müll gelandet sind auch wieder eine Elefantenrunde mit Publikumsliebling und Anchorman Armin Wolf. Die Meinung, dass sich die ÖH als guten Übungsplatz für die spätere Politik macht, verleiht durch beinahe jeden ersten Halbsatz „Wir als VSStÖ“ und den oft zitierten Satz „da warten wir noch auf die Ergebnisse“, ordentliche Schlagkraft. Die Plakate wurden auch heuer wieder mit weniger Inhalt als mit Sprücheklopfen gesegnet, bspw schreibt eine Fraktion: „Gegen Diskriminierung ist GRAS gewachsen?“ Ein Psychologiestudent meinte dazu nur, ob nicht jede Fraktion gegen Diskriminierung sein sollte? Alles in allem also keine Veränderung, man was weiß auch dieses Mal nicht wirklich, wer für was steht. Die eigentliche Frage die sich nun stellen könnte ist, für was sollte die ÖH stehen? Wir wissen alle, dass die ÖH eine Pflichtmitgliedschaft ist, mit derzeit ca 19 Euro im Semester. Dafür vertritt die ÖH

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die Studierenden vor dem Ministerium, bietet Gratisberatung, organisiert Veranstaltungen und man ist versichert. Bezahlt man diese, so ist man fürs Studium zugelassen oder kann es fortsetzen. Es sind manche Fraktionen // Daniel und Studierende der Meinung, Schwaighofer dass die ÖH lebensnotwendig ist, andere würden sie gerne Daniel Schwaighofer abschaffen. Stellt sich halt die studiert das DiplomFrage, lebensnotwendig für studium Rechtswissenwen? schaften sowie das Durch eine Pflichtmitglied- Bachelorstudium Recht schaft werden finanzielle & Wirtschaft und ist RefRahmenbedingungen ge- erent im JusKnacker-Refschaffen, die sonst nicht ohne erat der StV Juridicum. Er Sponsoring und damit nicht ist zudem Mandatar der unabhängig möglich wären. Studienvertretung Recht Sie gibt weiters der ÖH politi- & Wirtschaft sowie der sches Gewicht vor dem Minis- Fakultätsvertretung. terium. Etwa kann die ÖH bei Gesetzesnovellen mitbestimmen. Diese betreffen 370.000 Studierende in ganz Österreich. Das sind immerhin rund 75.000 Menschen mehr als bei der letzten Landtagswahl in Burgenland. Ob das bei einer Wahlbeteiligung von knapp 25% noch immer der Fall ist, sollte jeder für sich entscheiden. Meines Erachtens kratzt das ordentlich an der demokratiepolitischen Legitimation. Studierende kümmern sich also eher wenig darum wer sie vertreten soll, weil sie sich nicht vertreten fühlen. Ein altbekannter Satz der sich auch auf die Bundespolitik 1:1 ummünzen lässt. Wie und bei welchen Themen die Studierenden sich gerne mehr Präsenz wünschen, ist selbst mir als langjähriges Mitglied der StV oft ein Rätsel. Ich hatte eher oft das Gefühl, dass manche Studierende sich gerne wünschten, wir könnten doch die Klausuren und Arbeiten für sie schreiben. Dabei wäre es ein Leichtes die eigentlichen Wünsche und Bedürfnisse zu


11 formulieren und einzubringen. An Möglichkeiten scheitert es bestimmt nicht, aber sie werden de facto einfach nicht genutzt. Man kann natürlich darauf verweisen, dass 60% der Studierenden neben dem Studium arbeiten, oder umgekehrt und deshalb der Fokus nicht allein aufs Studium gerichtet ist, aber dann sollte man sich doch den Wünschen und Ängsten dieser auch stellen – es sind 60% der zu Vertretenden! Schließlich sollte das Studium auch (insb die Universität selbst) ein Ort der Freiheit und der Selbstbestimmung sein. Aber nicht nur seit dem Bologna Prozess haben die Strukturen, insb der Curricula und der generellen zeitlichen und finanziellen Belastung um das Studium, so wenig mehr mit Freiheit zu tun wie manche Studienfächer mit Wissenschaft. So ist es wenig verwunderlich wenn die ÖH Spitze nur mit Nischenthemen, wie bspw der Gründung eines Transgender-Referates auffallen, die an und für sich nicht schlecht sind, ganz im Gegenteil aber nichts mit den wesentlichen Probleme an den Unis und FHs zu tun hat, wie zB die plötzliche Pflicht für gewisse Lehrveranstaltungen zu bezahlen. Sicher, man kann jetzt wie BM Mitterlehner sagen: „Wer nicht mitgestaltet, wird gestaltet werden.“, diese Aussage ist sicher richtig, aber das allgemeine Kredo der Studierenden lautet „fertig werden“ und sich nicht mit anderen Dingen auch noch beschäftigen zu müssen, als mit dem Kindergarten der Politik. Trotzdem, wer nicht wählt, wählt auch und hinterlässt im schlechtesten Fall eine Vertretung (eine Politik), die den Vertretenen gar nicht entspricht. Ob es jetzt Sinn macht, dass sich, wie der RFS verlangt, die ÖH ausschließlich auf Servicethemen konzentrieren sollte mag ich zu bezweifeln. Selbst Nicht-Wähler berichteten unlängst der Wiener Zeitung, dass sie prinzipiell hinter der ÖH stehen: „Die ÖH darf nicht zur Servicestelle degradieren. Wenn es ums Eingemachte wie Studiengebühren geht, ist es wichtig, dass es die ÖH gibt.“ Wissenschaftsminister Mitterlehner empfiehlt der ÖH daher zu Recht ihren politischen Fokus zu überdenken. Trotz Platz Eins der Aktionsgemeinschaft mit knapp 27%, wird sich wieder eine linke Vierer-Koalition aus GRAS, VSStÖ, FLÖ und FEST bilden. Damit stünde die AG wieder vor ihrem alten Schicksal: Stimmenstärkste und dennoch nicht in der Exekutive. Die ÖH-Spitze wird sich jedenfalls etwas einfallen lassen müssen, um ihre Politik nicht weiterhin an den Studierenden vorbei zu betreiben. Die Weichen für die nächsten beiden Jahre an politischer Vertretung an den Hochschulen und in der Bundesvertretung wurden gestellt.

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Fachbereich Privatrecht

Erfolge des Salzburger Teams im Rahmen des 22. Willem C. Vis International Arbitration Moot Court

Danach beginnt die mündliche Phase des Vis Moot Court: die aufregenden Orals – das Aufeinandertreffen mit gegnerischen // Tobias Kunz Teams in mündlichen Verhandlungen. Hö- Mag. Tobias Kunz, BA ist Universitäthepunkt der münd- sassistent am Fachbereich Privatlichen Phase ist der recht. finale Wettbewerb in Wien. Bis dahin erhalten die Studierenden Schauspiel- und Rhetorikunterricht von externen Lehrenden, plädieren gegeneinander vor amerikanischen Rechtsanwälten im Schloss Leopoldskron und nehmen an den sogenannten Pre-Moots teil, die ihnen eine Vorbereitung

Bereits in der letzten Ausgabe des JusKnackers habe ich vom diesjährigen Vis Moot Court berichtet. Für alle, die zum ersten Mal davon hören, hier nochmals die wichtigsten Informationen: Der Vis Moot Court ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb im Bereich des internationalen Schieds- und Wirtschaftsrechts, an dem heuer bereits 299 Universitäten teilgenommen haben. Wie der national ausgetragene Franz von Zeiller Moot Court besteht auch der Vis Moot Court aus einer schriftlichen und einer mündlichen Phase. Allerdings ist die Arbeitssprache Englisch und die Studierenden bekommen die Gelegenheit, KollegInnen aus aller Welt kennen zu lernen und ihre Leistungen mit diesen zu messen. Anfang Oktober er- Die stolzen GewinnerInnen des Willem C. Vis Ljubljana Pre-Moot halten die Studierenden einen circa 70-seitigen Schiedsakt, der die Arbeitsgrundlage für die folgenden sieben Monate bildet. Anhand dieser Angabe gilt es, die zentralen Rechtsfragen herauszuarbeiten und umfassende Recherchen anzustellen. Bis Dezember ist ein Schriftsatz für die klagende Partei abzugeben (Memorandum for Claimant). Im Anschluss daran wird an jedes Team der Schriftsatz einer anderen Universität zugesandt. Wir haben heuer die Klageschrift der Chinese University of Hong Kong erhalten. Darauf müssen die Studierenden sodann bis Ende Jänner als Vertreter des Be-

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klagten antworten (Memorandum for Respondent).

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Nachdem das Salzburger Moot Team bei den Pre-Moots in Laibach, Prag und Düsseldorf hervorragende Resultate erzielen konnte, nahm es erfolgreich am abschließenden Wettbewerb des diesjährigen Willem C. Vis International Arbitration Moot Court in Wien teil.


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Unabhängig von diesen guten Ergebnissen bietet der Vis Moot Studierenden einen Einblick in den Aufgabenbereich eines international tätigen Wirtschaftsanwalts und ist nicht selten ein erster Schritt zum Experten im UN-Kaufrecht und Schiedsverfahren. Darüber hinaus ergeben sich viele Möglichkeiten interessante Kontakte zu knüpfen. So finden beispielsweise in Wien und bei etlichen Pre-Moots Verhandlungen in renommierten Anwaltskanzleien statt und oftmals agieren Rechtsanwälte als Schiedsrichter. Zudem trifft man StudienkollegInnen aus aller Welt bei unvergesslichen social events.

Christian Mittermair und Dagmara Stryjak beim Welcoming-Event in der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek in Düsseldorf

unter wettbewerbsähnlichen Bedingungen ermöglichen. Das Salzburger Moot Team nahm an Pre-Moots in Hannover, München, Düsseldorf, Prag und Laibach teil. Dabei erreichte das Team insbesondere bei den Wettbewerben in Laibach (1. Platz), Prag (3. Platz) und Düsseldorf (5. Platz) hervorragende Ergebnisse. Der Gewinn des Ljubljana Willem C. Vis PreMoot wurde mit einer Ausgabe des Standardwerks zur internationalen Schiedsgerichtsbarkeit von Gary B. Born (International Commercial Arbitration, 2. Auflage, 2014) ausgezeichnet. Nach diesen tollen Erfolgen vertrat das Team die Universität Salzburg in der Karwoche beim finalen Wettbewerb in Wien. Das Ergebnis dafür steht noch aus.

Als Zusatz zum Vis Moot findet heuer in Zusammenarbeit mit dem Center for International Legal Studies (CILS) aus Salzburg die erste Salzburger Mock Mediation statt. Dabei wird versucht den diesjährigen Moot Fall im Zuge einer simulierten Mediation außergerichtlich beizulegen. Die Mitglieder des Moot Teams agieren dabei als Parteivertreter und Geschäftsführer der Parteien. Für alle Interessierten hier die genauen Angaben zu Zeit und Ort: Donnerstag, 11. Juni 2015, 15.00 bis 18.00 Uhr, Schloss Leopoldskron (Parker Hall, Meierhof) Interesse geweckt? Möchtest Du beim nächsten Vis Moot Court teilnehmen? Melde Dich bei Tobias Kunz (tobias.kunz@sbg.ac.at)! Weitere Informationen über den Vis Moot Court findest Du unter https://vismoot.pace.edu.

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Einmal Moot und zurück Ein Erlebnisbericht Ich muss gestehen, Anfang Oktober letzten Jahres wusste ich nicht genau, was man sich unter einem International Commercial Arbitration Moot Court vorzustellen hat. Ich wusste auch nicht, was die Internationale Handelskammer (International Chamber of Commerce, ICC) macht und wozu man Coltan braucht. All das sollte sich aber schnell ändern.

die Vertragsaufhebung erklärte. Aus Angst vor Lieferengpässen wegen politischer Unruhen im (fiktiven) Coltan-Exportland Xanadu erwirkte der Käufer daraufhin eine einstweilige Verfügung und klagte auf Lieferung des Coltans sowie Schadenersatz. Der Verkäufer beantragte Klagsabweisung und machte seinerseits Schadenersatzansprüche aus der Nichterfüllung des Vertrages gegen den Käufer und seiDer Fall: ne Konzernmutter, deren genaue Rolle in der Es ging im diesjährigen Vis Moot um einen Vertragsabwicklung bis dato unklar geblieben Rechtsstreit zwischen drei Unternehmen, die war, geltend. international mit wertvollen Mineralien handelten. Im Zusammenhang mit einem Kauf- Die Rechtsfragen: vertrag über 30 Tonnen des in der Elektroni- Materiellrechtlich lag der Fokus auf den kindustrie benötigten Erzes Coltan war es zu Rechtsbehelfen nach UN-Kaufrecht bei LeisReibungen in der Vertragsabwicklung gekom- tungsstörungen im Zusammenhang mit Domen, was darin gipfelte, dass der Verkäufer kumentenakkreditiven (letter of credit). In

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Das Salzburger Moot Team beim Farewell-Event auf der Dachterrasse der Kanzlei Baker McKenzie in Düsseldorf

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verfahrensrechtlicher Hinsicht war zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen im ICC-Eilverfahren einstweilige Verfügungen getroffen werden können und ob es der Sachverhalt rechtfertigte, ein (drittes) Unternehmen auch ohne Vorliegen einer klaren Schiedsvereinbarung und gegen seinen Willen in das Verfahren einzubeziehen. Wir – ein 9-köpfiges Team aus 7 verschiede- // Simon Burger nen Ländern Europas – bildeten Arbeitsgruppen, die sich auf einzelne Fragen spezialisier- Simon Burger studiert das Diplomten und dazu intensiv recherchierten. Nach studium Rechtswissenschaften und wenigen Wochen stand die Grundstruktur des ist Studienassistent am Fachbereich Klägerschriftsatzes. Rechtsansichten wurden Privatrecht. in zahlreichen Teamsitzungen heiß debattiert und an den Argumenten unermüdlich gefeilt, bis das insgesamt knapp 50 Seiten lange Memorandum for Claimant in der Nacht des 11. Dezembers eingereicht werden konnte. Geschafft, aber noch nicht vorbei: In den darauffolgenden fünf Wochen wechselten wir auf die Seite des Beklagten und erstatteten nach ebenso bewegten Diskussionen und akribischer Wortklauberei pünktlich die Klagebeantwortung. Ab Februar wurden die Vorträge für die mündliche Verhandlung geübt. Wir verstärkten das Training durch die Teilnahme an zahlreichen Übungsrunden (Pre-Moots) in Deutschland, Slowenien und Tschechien, in denen wir gegen andere Universitäten „freundschaftlich“ verhandelten. Langsam kristallisierte sich heraus, welche Teammitglieder die Universität Salzburg in den Wiener Finalrunden vertreten würden. Ich durfte die Rolle eines der beiden Anwälte auf Klägerseite übernehmen. Während ich zu den materiellrechtlichen Streitfragen verhandelte, verhalf mein Kollege der Salzburger Klägerposition im Verfahrensteil mit Nachdruck zu Geltung. Begleitet wurden die Übungsrunden und vor allem auch die Endausscheidung in Wien von Freizeitaktivitäten und Begegnungen, in denen Teammitglieder zu FreundInnen, gegnerische Teams zu internationalen Kontakten und Kanzleien zu potentiellen ArbeitgeberInnen wurden. Ob gewonnen oder nicht, der Vis Moot Court hat mich die Herausforderungen der Streitbeilegung im internationalen Handelsrecht hautnah erleben lassen und es mir ermöglicht, meine Fähigkeiten und mein Engagement im realistischen und doch geschützten Rahmen eines hochkomplexen, weltweiten Studierenden-Wettbewerbes auszutesten. Und so anstrengend und zeitaufwändig die Vorbereitungsmonate gewesen sein mögen, von der Erfahrung und den schönen Erinnerungen als Mitglied im Team Salzburg werde ich noch lange nach Abschluss des Studiums zehren.

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Die interkulturelle Studentenvereinigung Salzburg Ein Interview mit dem Team der ISV-Salzburg Die interkulturelle Studentenvereinigung Salzburg (ISV) besteht seit geraumer Zeit und organisiert Veranstaltungen und Workshops, die die Interessen der Studierenden ansprechen. Vor allem möchte die ISV mit Interkulturalität und mit der Vielfältigkeit der Inhalte, die durch Veranstaltungen vermittelt werden, viele Studenten ansprechen. Wir haben das Team der ISV Salzburg besucht und über ihre ehrenamtliche Tätigkeit, über die Vereinsarbeit und über die bevorstehenden Projekte befragt. Ahmet Yilmaz | Vorsitzender der ISV | Student der Politikwissenschaft Das bedeutet, dass die ISV ein noch relativ junger Verein ist. Gab es denn auch vorher JusKnacker: Ahmet, kannst du uns gene- schon Vereine dieser Art in Salzburg, die rell ein paar Informationen über die ISV dem ISV vom Konzept her ähnelten? und über die Entstehungsgeschichte geben? Ja. Es gab eine andere Organisation, welche den Namen SATÖB trug. Dies war ein Ahmet: Die ISV wurde am 01.11.2009 als türkischer Verein in Salzburg, welcher sich eine Initiative von engagierten StudentIn- jedoch mit der Zeit auflöste. Dazu muss nen gegründet. Diese sahen vor allem da- man jedoch anmerken, dass, als die ISV gerin Bedarf, dass besonders die Sorgen und gründet wurde, die SATÖB noch bestand. Interessen von StudentInnen mit Migra- Das heißt, die ISV wurde nicht gegründet, tionshintergrund angesprochen werden, um die SATÖB in ihrem Bestand als Verein um sich darum zu kümmern. Weiterhin fortzusetzen, sondern eher parallel zu diehat sich die ISV das Ziel gesetzt Studen- ser. Der Grund lag auch darin, dass die StutInnen zu vernetzen. Im Jahre 2009 konn- dentInnen sich dort nicht genügend angeten wir die ersten Schritte setzen, jedoch sprochen bzw. repräsentiert gefühlt hatten. braucht es Zeit und Organisation bis ein Hierzu kann man jedoch anmerken, dass Verein das Kernteam aufbauen kann. Nun die ISV seit 15 Jahren in Wien aktiv den sind wir so weit gekommen, dass wir re- StudentInnenalltag mitgestaltet. Daraufhin gelmäßige Veranstaltungen und Projekte einige Jahre später in Linz, Innsbruck und in unserer Agenda aufnehmen. schließlich auch in Salzburg.

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Als Vorsitzender der ISV plane ich den Ablauf unserer Sitzungen. Vor allem bin ich als Vorsitzender die Ansprechperson für bevorstehende Projekte und Veranstaltungen, da ich Termine und Meetings mit anderen Vereinen koordiniere. Als Vorsitzender repräsentiert man den Verein nach außen. Welche StudentInnen können sich von der ISV angesprochen fühlen, habt ihr denn eine besondere Zielgruppe unter den Studierenden? Wir machen diesbezüglich keine Unterscheidungen. Da wie der Vereinsname schon ausschlaggebend ist, fördern wir die Interkulturalität und setzen uns auch für den interreligiösen Dialog ein. Alle StudentInnen, die ein Interesse für Interkulturalität, Interreligiösität und Vielfalt haben, sind besonders willkommen. Genau aus diesem Grund fühlen sich StudentInnen mit interkulturellem Hintergrund bei uns wohl.

Ahmet: Mich haben die Aktivitäten der ISV Wien begeistert und so habe ich den Entschluss gefasst, mich über die Interkulturelle Studentenvereinigung Wien zu informieren. Danach habe ich auch in Veranstaltungen der ISV Wien mitwirken können. Für mich war es klar, dass es an der Zeit war, die interkulturellen und vielfältigen Konzepte auch in Salzburg umzusetzen. Was war die letzte Veranstaltung, die euch besonders gut gefallen hat? Wir veranstalteten am Donnerstag, 28.05.2015 einen Informationsabend namens „UNI4STUDY“. Die Veranstaltung hat von 18.00 – 19.30 im Unipark Salzburg stattgefunden. Wir wollten durch diese Veranstaltung zukünftigen StudentInnen einen Überblick über die Studienmöglichkeiten in Salzburg ermöglichen.

Foto: Privat

Was sind konkret deine Aufgaben als Vorsitzender in der ISV?

Wie kann man als StudentIn auf die ISV Salzburg aufmerksam werden? Adem Eşkil | Hatem Ünal | Abdi Yüksel | Ahmet Yilmaz |

Wir versuchen vor allem durch soziale Medien und durch unsere Aktivitäten das Interesse von StudentInnen zu wecken. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass wir die Öffentlichkeitsarbeit nicht sehr schnell strukturieren konnten. Wir freuen uns aber, dass wir nun verstärkt in den Medien auftreten können. Das hat uns gezeigt, dass durch die strukturierte Öffentlichkeitsarbeit sehr viele StudentInnen das Interesse gezeigt haben, mitzuwirken. Das ist eine sehr positive Entwicklung, die wir schätzen.

Betül Atlıay

Betül Atlıay | Sozialreferentin | Informatikstudentin JusKnacker: Liebe Betül, wie wurdest auf den ISV aufmerksam?

Betül: Ich wurde von einer Freundin über die Facebook Gruppe zu einer Veranstaltung der ISV eingeladen. Die eintönigen Vereinskonzepte konnten mein Interesse bisher nicht für sich gewinnen. Die ISV Wie bist du persönlich auf die ISV Salz- Salzburg hat vor allem mit Interkulturalität burg aufmerksam geworden? punkten können.

JusKnacker JUNI ‘15 Ausgabe 22


18 Meine Erwartungen, neue Freunde kennenzulernen und mich mit Studierenden verschiedener Studienrichtungen zu vernetzen, haben sich erfüllt. Daher habe ich mich entschieden im Team mitzuwirken und mich als Sozial- und Kulturreferentin zu engagieren.

Daten aktualisiere und Veranstaltungen erstelle und teile. Mit welchen Vereinen arbeitet die ISV Salzburg?

Die ISV Salzburg arbeitet hauptsächlich mit interkulturellen Vereinen zusammen, Und was ist deine Aufgabe innerhalb aber wir freuen uns auch unter anderem des Sozial- und Kulturreferats? auf die Zusammenarbeit mit Moscheegemeinden und anderen JugendorganisatiWir sind gerade dabei, Projektarbeiten onen. Vor allem freuen wir uns auf die zu schreiben, die vor allem von sozialen Zusammenarbeit mit der ÖH Salzburg, Aktivitäten geprägt sind. Auch sind wir da wir durch diese Vernetzung viele Studabei, eine Kommission zu bilden und dentInnen ansprechen können und uns freuen uns sehr, dass viele sich für die für die Anliegen der Studierenden einMitwirkung bereitgestellt haben. Die setzen können. Ideen, die in die Projektarbeit aufgenommen werden, sollen vorerst bewertet werden. Wir haben gesehen und es hat Hatem Ünal | Organisationsreferent | sich gezeigt, dass ehrenamtliche Arbeit Student an der Universität Salzburg, eine Freude sein kann, wenn man das Rechtswissenschaften richtige Team gefunden hat. JusKnacker: Wie bist auf die ISV Salzburg aufmerksam geworden und seit Adem Eşkil | Medienreferent | Student wann bist du schon im Verein? an der IRPA Hatem: Ich bin seit ein paar Monaten JusKnacker: Lieber Adem, als Medienre- dabei. Ich kannte Ahmet, unseren Vorferent der ISV Salzburg musst du dafür sitzenden. Er hat mich darauf angesprosorgen, dass der Verein medial vertreten chen, ob ich Interesse hätte im Team ist und viele StudentInnen anspricht. mitzuwirken. Ich habe mich mit den Was genau unterscheidet die ISV von Zielen und Werten der ISV identifizieren anderen StudentInnenvereinigungen können. und was genau sind deine Aufgaben als Medienreferent innerhalb des Vereines? Welche Aufgaben fallen regelmäßig im Organisationsreferat an und was macht Adem: Die ISV Salzburg ist interkulturell dir besonderen Spaß? geprägt und orientiert sich an verschiedenen Konzepten mit interkultureller und Ich kümmere mich um die Ablaufplanung interreligiöser Vision. Wir sprechen alle bei Veranstaltungen, die sowohl innere StudentInnen an, ohne eine kulturelle als auch äußere Vereinsarbeit betreffen. oder religiöse Abgrenzung zu machen. Besonders freuen mich die Planungen, Ich bin hauptsächlich für das Design un- die ich selber vornehmen kann, da ich serer Veranstaltungsplakate und Flyer somit das Team unterstützen und meiverantwortlich. Außerdem gestalte ich ne Erfahrungen im Organisationswesen unseren Webauftritt. Ich bin auch für die einsetzen kann. Pflege unserer Social Media Auftritte zuständig. Das bedeutet konkret, dass ich Vielen Dank für das Gespräch!

UNI-LEBEN stv-juridicum.at


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Salzburg Kunterbunt, wie ein Meer voller verschiedenster Fische, In allen Farben und Formen, Groß oder klein, dick oder dünn, arm und reich, Russe oder Ölscheich So ist die Stadt Salzburg; Die mit verschiedensten Menschen lebt, Über die Salzach weht Der Wind; der Freude oder der manchmal der Trauer, vermengt mit dem Gesang der an der Brücke singenden Sinti und Roma. Jeder der hier ist hat seine eigene Geschichte. Manche sind Studenten, manche Künstler, manche Bettler, Und manche; die schreiben eben Gedichte….

Sadiye T.

JusKnacker JUNI ‘15 Ausgabe 22


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JusKnacker - Ausgabe 22, Juni 2015  

JusKnacker, das Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg

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