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Dieser Beitrag ist in Modell 2/2011 erschienen

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Mit freundlicher Genehmigung der Fachzeitschrift Die Nummer 1 mit

Neckar-Verlag GmbH Postfach 1820 78008 Villingen-Schwenningen

www.neckar-verlag.de


Modell BLICKPUNKT

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Der Glocknerhof im Drautal

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Herbert Locklair

Verwöhnaroma Der Glocknerhof im schönen Drautal ist schon lange im Geschäft mit Urlaub und Modellflug. Bereits vor 18 Jahren waren der Autor und seine Frau vor Ort und berichteten im Sonderheft Segelflug darüber.

I

n der Zwischenzeit ist viel passiert. Damals war mit dem Modellsegelflug gerade Schluss auf der Emberger Alm, und Hotelchef Adolf Seywald zeigte uns das neue Gelände am Rottenstein, das er für die Glocknerhof-Gäste reservieren wollte. Damals gab es schon den Modellflugplatz – und es gab die Modellflugschule. Von daher war die Frage zu beantworten, was hat sich getan, wie sieht es heute aus mit dem Modellflug und dem Glocknerhof? Fangen wir beim Hotel an. Das wurde doch erheblich erweitert, nicht nur um zusätzliche Zimmer, sondern auch um den großen Wintergarten, der damals recht klein war. Die Gaststube unten ist groß und weit und trotzdem gemütlich, der riesige Wintergarten lässt den Blick über das vor uns liegende Drautal schweifen. Insgesamt bietet der Glocknerhof heuer 70 Zimmer für ca. 150 Gäste. ­Außer Modell 2/2011

bei den Kinderzimmern ist überall Bad/ Dusche und WC auf den Zimmern, TV, Balkon ebenso wie auch kostenloser WLAN- Zugang. Die Preise liegen je nach Saison zwischen 52,– und 96,– Euro pro Person für Halbpension (außer der Weihnachtszeit). Vom normalen Doppelzimmer bis zur Panoramasuite mit viel Platz, Wohnbereich etc. reicht das Angebot. Wer im Biohaus übernachten möchte, zahlt noch einmal 10,– Euro mehr. Der Vollpensionsaufschlag beträgt dabei nur 3,– Euro. Bei der Halbpension kann zwischen Mittag- oder Abendessen gewählt werden. Da tagsüber die meisten auf dem Modellflugplatz oder am Rottensteiner Hang ihre Zeit verbringen, ist der Abend dann zum Relaxen da, zum genussvollen Essen in gemütlicher Runde mit Freunden. Nicht nur, weil hier schnell Freundschaften geschlossen werden,

sondern vor allem wegen der ausgezeichneten Küche, die der Glocknerhof bietet. Hier gehört er zum Besten, was Modellflughotels zu bieten haben. Aus drei Vier-Gänge-Menüs kann sich jeder das für ihn passende auswählen, wobei die Wahl manchmal schon schwierig ist. Auch die angebotenen Weine aus Österreich, Italien und Frankreich sind klasse, bieten für jede Speise den passenden Begleiter und sind auch preislich attraktiv. Somit entsteht hier schnell ein absolutes Verwöhnaroma. Das hängt auch mit dem Angebot zusammen, welches der Glocknerhof außer Modellflug zu bieten hat. Eine Bogenschießanlage gehört zur Hotelanlage. Wer will, kann reiten oder auf zwei hauseigenen Plätzen Tennis spielen oder Sportangeln an der Drau. Ein 9-LochGolfplatz plus Trainer kann ebenso gebucht werden wie Raftingfahrten auf der 73


Der Glocknerhof, vom Modellflugplatz aus gesehen • Außenbadeanlage mit Rutsche lädt genauso zum Verweilen ein wie die gemütliche Gaststube und das Schwimmbad im Hotel

Pokale, Urkunden und für jeden ein Präsent hält Adolf Seywald (rechts) für die Teilnehmer der Oberdrautaler Modellflugwoche bereit • Modellflugschule auf dem Modellflugplatz Amlach. Im Hintergrund beobachtet Fluglehrer Peter Kircher genau, was sein Schützling macht. Dieser ist so weit, dass ohne Kabel geflogen werden kann • Ein Bild, das sich am Wochenende öfters bietet: Seglerschlepp

Drau. Das Freibad mit einer 35 m langen Wasserrutsche und der große Kinderspielplatz lassen die Herzen der Kinder höherschlagen, während sich die bessere Hälfte mit Kosmetik und Massage verwöhnen lassen kann. Wenn man am späten Nachmittag vom Modellfliegen wieder das Hotel erreicht, sorgt der Wellnessbereich mit Erlebnis-Sprudelhallenbad, Dampf- und

Finnischer Sauna, Whirlpool, Tepidarium, Wasserbett, Erholungs- und Massageliegen schnell für Regeneration. Wer sich lieber in der freien Natur aufhält, auch der kommt auf seine Kosten. Im sogenannten „Outdoorpark Oberdrautal“ gibt es neben Radwegen auch zahlreiche Wanderwege, die durch Schluchten zu Bergseen und auf Berggipfel mit beeindruckender Aussicht ins Tal führen.

Blick vom Hangfluggelände Rottenstein in das Drautal. Mit 680 Meter über dem Tal eine gute Basis für ausgedehnte Thermikflüge • Und so sieht es am Rottenstein während des Wettbewerbs der Oberdrautaler Modellflugwoche aus: gespanntes Beobachten der Konkurrenten und entspanntes Sonne Genießen des Anhangs • Und wenn die Arbeit getan ist, dann hat der Glocknerhof angerichtet, dann kann genossen werden. Das kalte Buffet in 1350 Meter Höhe gibt es nur beim Wettbewerb 74

Insgesamt drei Räume sind als Lager für Modelle und als Bastelraum nutzbar. Hier können unsere Schätze auf den nächsten Einsatz warten

Ganz Sportliche werden sich an den Klettermöglichkeiten (Hochseilgarten Greifenburg und Klettersteigen) und an geführten Canyoningtouren erfreuen. Kommen wir nun zum Wichtigsten für den Modellflieger. Bekannt geworden ist der Glocknerhof ja nicht mit Hangfliegen, sondern durch den Modellflugplatz und die Modellflugschule. Dann kamen die Modellflieger von der Emberger Alm dazu, die sich einfach abends verwöhnen lassen wollten. Den Modellflugplatz im Drautal bei Amlach gibt es nach wie vor. Er ist mit überdachten Sitzplätzen, Toilette, vier Montageplätzen und Photovoltaik-Anlage zum Aufladen der Akkus ausgerüstet und macht einen sehr gepflegten Eindruck. Modell 2/2011


Wer will, kann sich natürlich auch im Whirlpool regenerieren oder in der angrenzenden Sauna. Der Blick kann dabei in das Drautal schweifen

Am Ende der Modellflugwoche gibt es auch auf dem Modellflugplatz einen Wettbewerb. Im Hintergrund ist der Glocknerhof zu sehen • Wohl dem, der so einen Sherpa hat • Vorbereiten zum Start, Lesen und Relaxen in der Sonne, Stilleben vom Modellflugplatz

Eine 110 m lange Piste, die von 8.00 bis 19.00 Uhr benutzt werden darf, reicht für jedes Modell aus. Hier hat Peter Kircher unzähligen Modellflug-begeisterten Anfängern das Fliegen beigebracht. 18 Modelle werden derzeit von der Flugschule, je nach Können und Gusto der Flugschüler, eingesetzt. Dabei wird sowohl in Theorie als auch Praxis geschult. Die Theorie wird dabei möglichst praxisnah bzw. während des Fliegens vermittelt. Die Anfängerkurse sind zertifiziert nach den Anforderungen des Österreichischen Aero-Clubs (ÖAeC). Das heißt, die Schüler erhalten ein Abschlusszertifikat über das erreichte Ausbildungsziel. Mitglieder des ÖAeC können hier sogar ihre Leistungsprüfungen A, B, C und Silber C ablegen. Es wird dabei in der Regel nach dem ZweiSchüler-Prinzip geschult. Auf Wunsch sind auch Einzelschulungen möglich. Dass diese Flugschule nicht kostenlos zu haben ist, versteht sich von selbst. Aber sie ist preiswert. Viele ehemalige Modellflugschüler fliegen heute mit Peter Kircher um die Wette, da sie immer wieder kommen. Das sagt schon alles! 2011 kommt ein neuer Kurs hinzu, der Einstieg in die Großmodellfliegerei. Hier wird Theorie und Praxis für das Fliegen mit Modellen ab 2,4 m Spannweite und Motoren ab 50 cm3 vermittelt. Einzige Voraussetzung: Es müssen Standardmodelle beherrscht werden. Das Hangfluggelände am Rottenstein liegt ca. 680 Meter über dem Tal in RichModell 2/2011

tung Süd/Südost, da der Wind hier vorherrschend aus dieser Richtung kommt, also ideal. Eine Betreuung der Hangflieger findet nicht statt. Jedoch ist es so, dass man herzlich aufgenommen und schnell in die Geheimnisse des Bergs, seiner Aufwinde, eingeweiht wird. Das Landen findet entweder hangaufwärts mit Rückenwind statt oder man landet parallel zum Hang. Das Gelände besteht aus etwas steilen (oberer Waldrand) bis halbwegs flachen Lagen. Somit lässt sich für jeden ein Landeplatz finden. Allerdings sollten die Modelle schon über Landehilfen verfügen, da ja im Aufwindfeld gelandet wird. Modelle bis ca. 5 Meter Spannweite sind hier problemlos einzusetzen, natürlich auch kleinere. Ab 10.00 Uhr baut sich die Thermik im Tal auf und hält dann den ganzen Tag an. Man kann dicht an der Hangkante im Hangwind fliegen, doch richtig geht die Post erst draußen ab. Aber das ist fast überall so. Im Tal toben die Bärte. Da muss man Mut haben und einfach weiter wegfliegen. Während der Oberdrautaler Modellflugwoche Ende August findet hier oben ein kleiner Wettbewerb statt, der mit einem kalten Buffet vor Ort in der Scheune abgeschlossen wird. Weiter unten im Tal kämpfen die Motorflieger um Platz und Sieg. Am Freitagabend ist dann Modellfliegerball und Siegerehrung. Dabei erhält jeder Teilnehmer ein Geschenk, dieses Jahr war es eine Modellflugjacke des Glock-

nerhofs. Seit 2010 findet Anfang Mai eine Seglerschlepp-Woche statt, die ins ständige Repertoire aufgenommen werden soll. Modell wird 2011 dabei sein und gesondert berichten. Ferienhotel Glocknerhof, Familie Seywald, Kräuterweg 43, A-9771 Berg im Drautal, Tel. 0043/4712721-0, www.Glocknerhof.at

Mein Fazit Urlaub für alle, so kann man kurz die Möglichkeiten im Glocknerhof beschreiben. Modellflugplatz, Flugschule und hauseigener Hang. Modellflugwochen, Seglerschleppwochen und vor allem das Zusatzangebot sorgen dafür, dass keinem langweilig wird und für jeden gesorgt ist. Das Glocknerhof-Team kümmert sich dabei rührend um seine ­Gäste, dass es ja an nichts mangelt, die ­Küche ist erstklassig. Gute Voraussetzungen dafür, dass sich alle rundum wohlfühlen und erholt den Heimweg antreten, mit dem Ziel, auf alle Fälle wiederzukommen: Macht’s gut, bis zum nächsten Jahr, so heißt es nämlich beim Abschiednehmen, dann lassen wir uns wieder verwöhnen. 75

Beitrag in Fachzeitschrift Modell - Hotel Glocknerhof  

Das Hotel Glocknerhof in Berg im Drautal ist für die ideale Kombination von Urlaub, Familie und Modellflug schon weit über die Grenzen hinau...

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