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Zum Film Inspiration für den Film sind die politischen Ereignisse des Sommers 2011. Mehrere tausende Flüchtlinge aus Nordafrika kommen nach den Umwälzungen in ihren Ländern nach Europa, weil sie in ihrer Heimat entweder keine Zukunft sehen oder politisch verfolgt werden. Europäische Staaten schotten sich daraufhin ab: Italien verteilt Visa, um das Problem aus dem eigenem Land zu bekommen, Frankreich verweigert einem mit Flüchtlingen besetzten Zug die Einreise, rechtspopulistische Politiker in Deutschland drohen mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen, Dänemark führt diese gar tatsächlich wieder ein. Europa scheint ratlos, in einer politischen Posse macht es eine denkbar schlechte Figur. Dabei ist das Problem europäischer Einwanderungspolitik weniger die Tatsache, dass Menschen das Asyl verweigert wird, sondern vielmehr die Art und Weise wie das geschieht. Europa macht es sich denkbar einfach, definiert den modernen Flüchtling aus ärmeren Weltregionen als politisch oder wirtschaftlich motiviert, Asyl berechtigt oder unberechtigt. Der Bezug zum Menschen geht dabei in einer technokratischen Diskussion um aufnehmen, dulden oder abschieben völlig verloren. Deutschland vertritt jahrzehntelang die Werte Europas von Menschenrechten, Freiheit und Gleichheit nach Außen, beispielsweise nach China. Jedoch bleibt die Praxis, wie man am afrikanischen Flüchtlingsdrama sieht, hinter den eigenen Idealen weit zurück. Einwanderungs- und Immigrationspolitik interessieren mich schon seit längerem. Im Rahmen meiner Bachelor Arbeit entstand die Kurzfilm-Satire “Welcome to Bavaria”. Die Äußerungen eines bayerischen Innenministers und die politischen Entscheidungen Dänemarks gaben mir schließlich die Idee zum Film. In einer Satire habe ich so versucht das brisante Thema zuzuspitzen, um zusammen mit bekannten Künstlern und Schauspielern einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Welcome to Bavaria, vordergründig eine bayerische Komödie, nutzt dabei gezielt die Beliebtheit des Genres, um nicht nur in “Mia San Mia”- geprägten Breitengraden auf ein politisch brisantes Thema aufmerksam zu machenund damit eine hohe Anzahl an Zuschauern auf einem ganz anderen Weg zu erreichen.


In der bayerischen Bergidylle ist die Grenze wieder geschlossen, doch in dieser Nacht nimmt der junge Grenzer Bernie einen illegalen Einwanderer fest. Am Grenzposten kommt es zu einer Begegnung, die in keinem Polizeilehrbuch steht und Bernie zu unkonventionellen Mitteln greifen l채sst.


(Bernie)

Filmografie (Auswahl): 2011

Maximilian Brückner

Was weg is, is weg

2010 Resturlaub

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2010

War Horse

2007

Der Räuber Kneißl

2007

Kirschblüten - Hanami

2005

Wer früher stirbt, ist länger tot

2005

Schwere Jungs

2004

Sophie Scholl - Die letzten Tage

2003

Männer wie wir


Heinz Josef Braun (Tourist)

Filmografie (Auswahl): 2012

Was weg is, is weg

2011

Sommer in Orange

2010

Sau Nummer vier.

Ein Niederbayernkrimi

2010

In aller Stille

2008

Die Welt ist groß und

Rettung lauert überall

2006

Wer früher stirbt ist

länger tot

1998 Krambambuli 1990

Werner – Beinhart!

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Joseph Hannesschläger (Funkspruch)

Filmografie (Auswahl): 2000 - 2008

Die Rosenheim-Cops

2002 Knallharte Jungs 2002 Poppitz 2001 Vera Brühne 2000

Der Schuh des Manitu

2000

Das merkwürdige Verhalten

geschlechtsreifer Groß

städter zur Paarungszeit

1998 Der Schandfleck 1996

Es geschah am helllichten Tag

1995

Nur über meine Leiche


Njamy Sitson (Ochuko) Filmografie: 2008

Mein Deutschland

2005

Oktoberfest


Matthias Koßmehl (Buch, Regie & Produktion)

Filmografie: 2012

Welcome to Bavaria

2008

Requiem für eine Krämerseele

Matthias Koßmehl, wurde 1987 in München geboren. Von 2008 bis 2012 studierte er Design und Künste an der Freien Universität Bozen. Während des Studiums spezialisierte er sich auf Film und Fotografie und schloss das Studium mit der Kurzfilm-Satire “Welcome to Bavaria” ab, welche u.a. den renommierten Murnau-Kurzfilmpreis 2013 gewann. Seit 2013 ist er in München selbständig und arbeitet an eigenen Filmprojekten.


Team Drehbuch DoP:

Matthias Koßmehl, Mia Bohm

Felix Meinhardt

Schnitt: Andreas Nicolai Steadicam Operator:

Stefan Sosna

1. Kamera Assistent:

Nils Gabelgaard

Oberbeleuchter:

Elias Förg

Originalton:

Ambrose Mbuya

Filmtonassistent:

Kim Hippe

Aufnahmeleitung:

Lidia Cerbaro

Set Peter Trenkwalder Location-Scout:

Pauli Trenkwalder

Szenenbild:

Lothar Koßmehl,

Matthias Koßmehl Kostüm: Nastassja Kingspergher Polizeirequisite:

Jörg Gennun

Compositing Artist

Lukas Reindl

Elias Förg Farbkorrektur:

Jürgen Pertack

Timo Michail Tonmischung:

Till Wollenweber

Filmmusik:

Christoph Well

Njamy Sitson


Hintergründe 10.04.2011 dpa

Bayern droht mit Kontrollen an Grenze zu Österreich Bayern will notfalls mit der Wiedereinführung von Kontrollen an der deutschösterreichischen Grenze die Einwanderung von Flüchtlingen aus Tunesien verhindern. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann(CSU) in der “Welt am Sonntag” für den Fall an, dass Italien Flüchtlingen aus Tunesien Visa für den Schengen-Raum ausstellen sollte. “Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen ist das letzte Mittel. Wir werden es nicht hinnehmen, dass die italienische Regierung die Tunesier einfach zu Touristen erklärt und sie auf diese Weise in andere Länder schiebt”, sagte Herrmann. (...)

10.04.2011 Süddeutsche.de

Flüchtlinge aus Tunesien unerwünscht: Bayern erwägt Grenzkontrollen (...) Im Flüchtlingsstreit mit Italien droht Bayerns Innenminister Herrmann(CSU) mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen. Den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi forderte er im Gespräch mit der Zeitung „Welt am Sonntag“ auf, das Problem mit Einwanderern aus Tunesien selbst zu lösen. (...) Seinen Worten zufolge wird es an der deutsch-österreichischen Grenze notfalls zu “lageangepassten Grenzkontrollen” kommen. (...) Bei einem Besuch der Insel am Samstag bezeichnete Berlusconi die Flüchtlingskrise als “menschlichen 12


Tsunami” und rief die EU zur Hilfe auf. “Entweder ist Europa etwas, das real und konkret ist, oder es ist gar nichts”, sagte Berlusconi. “Und in diesem Fall ist es besser, wenn wir alle unseren eigenen Wege gehen und jeden seine eigene Politik machen und seinem Egoismus folgen lassen.”

10.04.2011, 17:23 Süddeutsche.de

Zeit der Zäune In ihrer Sympathie für die Aufstände der Araber sind sich die Europäer einig. Doch nun strömen immer mehr Nordafrika-Flüchtlinge nach Italien. Während die EU noch überlegt, wohin die Menschen sollen, hat die CSU schon eine Antwort: nicht nach Deutschland. “Italien muss sein Problem selbst regeln”, sagt Innenminister Friedrich. Schauen die Innenminister der Europäischen Union nach Nordafrika, dann sind es vor allem zwei Ungewissheiten, die sie beun13


ruhigen: Wie viele Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsmigranten werden in den nächsten Wochen den Weg über das Mittelmeer suchen? Und wie kann die langfristige, von aktuellen Umwälzungen unabhängige Zuwanderung so kanalisiert werden, dass sie kontrollierbar bleibt? Für beides will die EUKommissarin für Inneres, Cecilia Malmström, den europäischen Innenministern Vorschläge machen, wenn die sich an diesem Montag in Luxemburg treffen. Kurzfristig plädiert sie in einem Brief an den ungarischen Innenminister Sandor Pinter, der seinen Kollegen derzeit vorsitzt, dafür, den Einsatz der EU-Grenzschutzagentur Frontex vor allem in Italien auszudehnen. Sie soll dabei helfen, “kriminellen Organisationen” das Handwerk zu legen, die Menschenschmuggel betreiben. Zugleich soll mit den Ländern der Region über eine bessere Zusammenarbeit bei der Grenzkontrolle verhandelt werden. Die EU stellt einen zweistelligen Millionenbetrag bereit, damit die von der Zuwanderung besonders betroffenen Länder wie Italien oder Malta darüber nicht auch noch finanziell in Probleme geraten. (...)

11.05.2011 Süddeutsche.de

Rechtspopulisten gegen Schengener Abkommen: Dänemark führt die permanente Grenzkontrolle wieder ein. Schlagbäume soll es zwar nicht geben, aber Zöllner, die an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland “permanent” kontrollieren. Die Rechtspopulisten haben sich durchgesetzt und erfolgreich die Angst vor illegaler Einwanderung geschürt. Dänemark will wieder Kontrollen an den Grenzen zu seinen EU-Nachbarn Deutschland und Schweden einführen. Das teilte der dänische Finanzminister Claus Hjort Frederiksen am Mittwoch in Kopenhagen mit. Darauf einigte sich die Minderheitsregierung mit der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei (DVP). Die Kontrollen sollen in zwei bis drei Wochen beginnen und

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laut Regierung der illegalen Einwanderung und dem organisierten Verbrechen entgegenwirken. An der Grenze mit Deutschland soll es permanente Kontrollen sowie Geräte zur Identifizierung von Nummernschildern geben. Zu diesem Zweck will Dänemark neue Zollstationen errichten.

14.05.2011 | 17:59 | Die Presse

Dänemark: Eine Nation schottet sich ab Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen in Dänemark ist Zeichen des wachsenden Nationalismus in Europa. Das kleine Land im Norden spielte bei vielen strengen Migrationsregeln eine Vorreiterrolle. (...)

12.06.2011 bild.de

Warum führen die Dänen Grenzkontrollen ein? (...) Dänemark begründet seinen Alleingang mit der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität ausländischer Banden. Außerdem soll der Flüchtlingsstrom aus anderen europäischen Ländern gebremst werden. Seit den politischen Umwälzungen in Tunesien und Ägypten und dem Beginn des Krieges in Libyen sind Tausende Menschen nach Italien geflohen. Statt diese Menschen zunächst aufzunehmen und ihren Asylantrag zu prüfen, hat Italien ihnen Touristenvisa ausgestellt, mit denen sie sich innerhalb des Schengenraums frei bewegen können. Bevorzugtes Ziel ist Frankreich, weshalb die dortige Regierung bereits gefordert hat, zeitweilige Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraums zu erleichtern.(...)

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Pressestimmen

„Immigration im Amigoland. Das Dauer-Thema Immigration in einer schön schrägen Farce!“ Wiesbadener Kurier

„Ein Film, der Nationen und Kulturen nicht durch einen Schlagbaum trennt, sondern mit Musik verbindet.“ Kurzfilmtage Thalmässing

„Eine filmische Satire im Kontext separatistischer Mia san mia!-Polemik.“ PanamaPlus Festival

Bissige Kurzfilmsatire über einen Grenzposten mitten in der bayerischen Bergidylle. FBW Deutsche Film- und Medienbewerung

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Hinter der Kulisse

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Christoph Well und Njamy Sitson spielen die Musik für “Welcome to Bavaria” ein. Die Musik ist im Film Symbol für eine Völkerverständigung, die alle Grenzen überwindet. Die Charaktere finden sich über die Musik, wobei jeder die Musik aus seinem eigenen kulturellen Hintergrund mitbringt. Genau wie Christoph (eh. biermösl blosn) und Njamy (African vocal polyphony & percussion), die bei einem lockeren afrobajuwarischen Jam das Musikstück von BERNIE und OCHUKO komponieren und einspielen. Während Christoph für die restliche Filmmusik auf Harfe und Alphorn einspielt, komponiert Njamy mit typischen afrikanischen Instrumenten den Song “Nghüh Ngo“, ein Lied über die Begegnung mit dem Fremden.

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Einstellungen

09.11.12 15:38

WELCOME TO BAVARIA der Film

www.welcometobavaria-film.de www.facebook.com/welcometobavaria www.welcometobavaria-shortfilm.blogspot.de

Kontakt/Anfragen: http://www54.jimdo.com/app/siteadmin/settings/

Matthias Kossmehl

mkossmehl.filmproduction@gmail.com tel.: 01759523847

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In der bayerischen Bergidylle werden plötzlich die Grenzen geschlossen und Kontrollen wieder eingeführt. Der Grund: Die nicht abreißende Flüchtlingswelle aus Afrika. Der junge Grenzer Bernie muss daraufhin einen Grenzposten mitten im Nirgendwo bewachen. Doch eines Nachts passiert, womit so wirklich eigentlich niemand gerechnet hätte, Bernie steht tatsächlich einem afrikanischen Flüchtling gegenüber. Satirisches Kurzfilmprojekt mit Maximilian Brückner, Heinz Josef Braun, Joseph Hannesschläger, Njamy Sitson und Filmmusik von Christoph Well.

Ein Film von MATTHIAS KOSSMEHL mit MAXIMILIAN BRÜCKNER HEINZ JOSEF BRAUN JOSEPH HANNESSCHLÄGER NJAMY SITSON WERNER HOHENEGGER und ALEXANDER EISENREICH Schnitt ANDREAS NICOLAI Kamera FELIX MEINHARDT Buch MATTHIAS KOSSMEHL & MIA BOHM Steadicamoperator STEFAN SOSNA Kameraassistenz NILS GA-

BELGAARD Ton AMBROSE MBUYA & KIM HIPPE Oberbeleuchter ELIAS FÖRG Mischung TILL WOLLENWEBER Kostüm NASSTASJA KINGSPERGHER Szenenbild LOTHAR KOSSMEHL Aufnahmeleitung LIDIA CERBARO vfx BLACK SAIL PICTURES Compositing Artist LUKAS REINDL Farbkorrektur MSF Film Filmmusik CHRISTOPH WELL & NJAMY SISTON Produktion MATTHIAS KOSSMEHL


Welcome to Bavaria - Presseheft