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STUDENTS FOR LIBERTY

DEUTSCHLAND

JAHRESBERICHT 201 7

www.studentsforliberty.de


SFL DEUTSCHLAND IN ZAHLEN LOCAL COORDINATORS

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Besucher auf der Regionalkonferenz in Heidelberg 201 6:

271

10 2015

2016

Auflagenstärke des

PEACE LOVE LIBERTYMagazins 201 6:

4.000 ORTSGRUPPEN

26 20

2015

Klicks auf den

PEACE LOVE LIBERTYBlog 201 6:

1 0.937 2016


GRUSSWORT

Liebe Leserinnen, Liebe Leser, Es ist mir eine große Freude, den ersten Jahresbericht der Students For Liberty Deutschland vorzustellen. In unserem Jahresbericht wollen wir ab nun jährlich einen Überblick über die Aktivitäten und die Entwicklung unserer Organisation geben. Seit Students For Liberty vor fünf Jahren begann, auch in Deutschland Fuß zu fassen, hat sich die Welt dramatisch verändert. Eurorettung, Asylkrise, Brexit und andere Ereignisse haben uns nur allzu deutlich vor Augen geführt, dass Politik nicht in der Lage ist, die passenden Lösungen für die Probleme unserer Zeit zu finden. Der Kampf für gesellschaftliche, geistige und wirtschaftliche Freiheit ist im Jahr 2017 so wichtig wie schon lange nicht mehr. Doch es gibt auch Gründe für Optimismus: Im Jahr 2016 sind die Students For Liberty in Deutschland und der Welt so stark wie noch nie zuvor. Unsere stetig wachsende Zahl von Ortsgruppen und studentischen Koordinatoren ist nur ein Beispiel hierfür. Auch die unzähligen Veranstaltungen, die unsere Studentengruppen in ganz Deutschland organisieren, unsere gut besuchte Regionalkonferenz und die Vielzahl an freiheitlichen studentischen Initiativen, wie z.B. die Nexus-Akademie oder das Peace Love Liberty-Magazin zeigen, dass die Freiheit unter jungen Leuten wieder an Zulauf gewinnt. In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Lesen und freue mich auf ein noch erfolgreicheres Jahr 2017.

Sincerely & For Liberty,

Jonas Zentner Chairman Students For Liberty Deutschland

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EXECUTIVE BOARD Seit Mai 2016 haben die Students For Liberty Deutschland ein eigenes Executive Board. Das Board hat die Aufgabe, unsere Organisation auf eine nachhaltige und langfristige Basis zu stellen. Dazu vereint das Executive Board die besten, fähigsten und kreativsten Köpfe des deutschen Students For Liberty-Netzwerks. Derzeit besteht es aus fünf Mitgliedern, die jeweils für einen eigenen Bereich zuständig sind:

JONAS ZENTNER (CHAIRMAN) Jonas Zentner studiert im Master Praktische Informatik an der FernUniversität Hagen und arbeitet als Software-Ingenieur in Konstanz. Als Chairman des deutschen Executive Boards ist er für unsere Außendarstellung und inhaltliche Ausrichtung zuständig und koordiniert die studentischen Initiativen von Students For Liberty Deutschland. 2013 gründete er den Hayek-Club Konstanz, einer der ältesten und aktivsten Studentengruppen im deutschen SFL-Netzwerk.

DANIEL ISSING (HEAD OF RECRUITING) Daniel Issing studiert im Master theoretische und mathematische Physik in München. Als Mitglied im europäischen Executive Board ist er als Regionaldirektor für Deutschland, die Schweiz und Liechtenstein zuständig. Im deutschen Executive Board kümmert er sich als Head of Recruiting um die Anwerbung und Ausbildung von neuen Local Coordinators.

CAROLIN RIPPKE (EVENTS MANAGER) Carolin Rippke studiert im Master Physik an der Universität Heidelberg. Sie ist Gründerin und Vorsitzende einer der erfolgreichsten freiheitlichen Studentengruppen Deutschlands, Students For Liberty Heidelberg. Als Mitglied des deutschen Executive Boards und Senior LC organisiert sie die deutsche Regionalkonferenz und berät Studentengruppen bei der Durchführung erfolgreicher Veranstaltungen.

TIMOTHEUS STARK (HEAD OF MARKETING) Timotheus Stark studiert Technische Volkswirtschaftslehre in Karlsruhe und leitet dort die Students For Liberty-Gruppe. Im deutschen Executive Board ist er für das Marketing zuständig. Er ist Chefredakteur des Studentenmagazins Peace Love Liberty und Koordinator beim Hayek-Kreis der Stipendiaten in der Friedrich-Naumann-Stiftung.

XAVER SPÖRL (HEAD OF TREASURY) Xaver Maximilian Spörl macht eine Ausbildung im Bereich Industrie und Außenhandel bei einem Pharmaunternehmen in Karlsruhe. Als Head of Treasury von Students For Liberty Deutschland ist er zuständig für Finanzfragen und leitet ein kleines Team, welches sich mit dem Fundraising für die Organisation befasst.

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WER SIND DIE STUDENTS FOR LIBERTY?

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Wer wir sind Students For Liberty ist ein weltweites Netzwerk von über 2.000 liberalen Studentengruppen mit über 50.000 aktiven Studenten. Wir wurden 2008 in den USA gegründet und sind mittlerweile der größte liberale Studentenverband der Welt und auf allen bewohnten Kontinenten der Erde aktiv.

Was wir wollen Wir sind hier, um die Welt zu verändern und zu einem freieren Ort zu machen. Als liberale Studenten wissen wir, dass Freiheit ein kostbares Gut und keineswegs selbstverständlich ist. Unser Ziel sind nicht kurzfristige Erfolge - vielmehr wollen wir einen langfristigen Wandel hin zu einer Gesellschaft bewirken, die in sämtlichen Bereichen bedeutend freier ist, als die, in der wir leben.

Was Freiheit für uns bedeutet Als pluralistischer Verband schreiben wir niemandem vor, wie er seinen Glauben an den Wert der Freiheit begründet. In unserer Organisation findet sich die volle Vielfalt an liberalen Denkrichtungen wieder. Wir konzentrieren uns nicht auf die wenigen Punkte, in denen wir uns unterscheiden, sondern auf das, was uns alle verbindet. Dabei befürworten und unterstützen wir den offenen Diskurs und die freie Debatte zwischen den verschiedenen Zugängen zur Freiheit. Students For Liberty gründet sich auf die drei Grundwerte der wirtschaftlichen, persönlichen sowie der intellektuellen und akademischen Freiheit.

WAS WIR MACHEN

Unser Aktivismus konzentriert sich zu einem großen Teil auf Bildungsarbeit. Wir wollen jungen Menschen den Wert einer freien Gesellschaft näherbringen. Dazu organisieren unsere verschiedenen kontinentalen und regionalen Gruppen Konferenzen, die sich mit verschiedensten Themen auseinandersetzen. Unsere größte Konferenz, die International Students For Liberty Conference, die jährlich in Washington D.C. stattfindet, zog jüngst über 1.500 Studenten aus aller Welt an.

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Vor allem aber sind wir eine Organisation von Studenten für Studenten. In unserem Netzwerk helfen wir uns gegenseitig, unsere Ziele zu verwirklichen und die Welt zu einem freieren Ort zu machen. Wir unterstützen liberale Studentengruppen mit Materialien wie Büchern und Zeitschriften und beraten sie beim Aufbau ihrer Organisation und bei der Durchführung von Veranstaltungen. Zugleich bietet unser Netzwerk eine hervorragende Plattform, um eigene Projekte in die Tat umzusetzen und gleichgesinnte Mitstreiter zu finden.

Wir betrachten es als unsere Aufgabe, die Anführer der globalen Studentenbewegung für die Freiheit zu finden, auszubilden und in ihrer Arbeit zu unterstützen. Jedes Jahr bilden wir mehrere Local Coordinators aus, die die Philosophie der Freiheit an ihren Universitäten verbreiten und in die Gesellschaft hineintragen. Als Botschafter der Freiheit bringen sie nach dem Studium ihre Überzeugung in Wirtschaft, Politik, Kunst und Medien zum Ausdruck.


STUDENTS FOR LIBERTY IN DEUTSCHLAND Die Anfänge von Students For Liberty Deutschland datieren zurück ins Jahr 2012. Damals begann alles mit einem kleinen Jahrgang von nur drei Local Coordinators. Bereits in diesem Jahr konnten wir mit unserer ersten Regionalkonferenz in München, die knapp 200 Besucher anlockte, einen ersten, entscheidenden Erfolg verbuchen. Der Startschuss war gelungen und bald darauf gründeten sich an Deutschlands Universitäten die ersten SFL-Gruppen und bereits existierende liberale Studentengruppen traten dem Netzwerk bei.

Das Jahr 2015 brachte einiges an Veränderungen mit sich: Wir trennten uns von München als Konferenzort und veranstalteten die deutsche Regionalkonferenz erstmals in Heidelberg. Der Erfolg sollte uns recht geben: Mit Rednern wie Otmar Issing, Guido Hülsmann und Marie-Christine Ostermann konnten wir knapp 300 Besucher anziehen. Im gleichen Jahr startete unser Studentenmagazin Peace Love Liberty sein Internetangebot auf www.peace-love-liberty.de und versorgt seine Leser seither wöchentlich mit neuem Lesestoff.

Im nächsten Jahr wurden bereits sieben Local Coordinators ausgebildet, zahlreiche neue Studentengruppen ins Leben gerufen und bei der nun zum zweiten Mal in München stattfindenden Regionalkonferenz neue Besucherrekorde gebrochen. Auch 2014 setzte sich dieses rasante Wachstum fort: Wir erlebten den bisher stärksten Local Coordinator-Jahrgang und hoben unser eigenes Studentenmagazin - Peace Love Liberty aus der Taufe (siehe S. 10). Zudem richteten wir in diesem Jahr gleich zwei Regionalkonferenzen in Köln und München aus.

Auf das vergangene Jahr 2016 blicken wir mit großer Freude zurück: Um das starke Wachstum zu bewältigen und Führungsaufgaben auf mehrere Köpfe zu verteilen, gründeten wir unser eigenes Executive Board (siehe S. 4). Erstmals in diesem Jahr veranstalteten wir auch die Nexus-Akademie (siehe S. 16), die Oberstufenschülern und jungen Studenten die Ideen des Liberalismus nahebringt. Die deutsche Regionalkonferenz (siehe S. 18), die nun zum zweiten Mal in Heidelberg stattfand, konnte ihre Besucherzahl nochmals steigern und mit prominenten Rednern wie Henryk M. Broder aufwarten.

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UNSERE ALUMNI Unsere Alumni bleiben uns oft auch noch nach dem Studium verbunden. Ihre Begeisterung für die Idee der Freiheit bringen sie oft auch im Berufsleben zum Ausdruck. Wir fragten einige von ihnen, wie sie sich an ihre Zeit bei Students For Liberty erinnern.

„SFL hat es mir ermöglicht, unheimlich viele spannende Menschen aus der halben Welt kennenzulernen. Das Local Coordinator-Programm ist ideal für alle, denen Freiheit wichtiger ist als Parteipolitik.“ —Dennis Chinnow, LC-Jahrgang 2012 arbeitet heute als Rechtsreferendar in Frankfurt am Main

„Ich habe meine Zeit als Local Coordinator immer geliebt. Die verschiedenen Konferenzen und Diskussionen haben meine Sicht auf unsere Gesellschaft stärker geprägt als der ganze Rest meines Studiums.“ —Maximilian Wirth, LC-Jahrgang 2013 arbeitet heute beim Cato Institute in Washington D. C.

„SFL hat für mich die abstrakte Idee der Freiheit in die Realität gebracht. An SFL lassen sich die Vorzüge spontaner Ordnung schön sehen: Kreativität, Internationalität, Freiwilligkeit und natürlich viel Spaß. Wenn ich daran denke, war mein Engagement für SFL eine meiner besten Entscheidungen bisher.“ —Michael Landl, Regional Director 2012 bis 2014 arbeitet heute bei der Österreichischen Industriellenvereinigung

„Durch meine Arbeit als Local Coordinator und später Boardmitglied erhielt ich zum ersten Mal die Möglichkeit, aktiv zum Verbreiten von klassisch-liberalen Ideen beizutragen. Ich kann das LC-Programm jedem empfehlen, der sich über die theoretische Ebene hinaus mit gleichgesinnten Menschen für die Sache der Freiheit einsetzen möchte.“ —Nur Baysal, LC-Jahrgang 2013 heute aktiv bei European Alumni For Liberty

„Meine Zeit mit SFL ist geprägt von starken und eindrucksvollen gemeinsamen Erlebnissen. Besonders gefällt mir, dass sich die vielfältigen Wege zur Freiheit nicht nur in unseren Konferenzen und Aktionen, sondern auch in SFL selbst wiederspiegeln.“ —Laura Martin, Regional Director von 2014 bis 2016 studiert heute Statistik in Magdeburg

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DIE FREIHEIT SCHEINT AUF EUROPA

Von Maroun Attieh

Die Namen Karel Bacílek, Boris Kovaříček, Veleslav Wahl werden nicht unbedingt jedem bekannt sein. Dabei gehörten diese drei Studenten zu der mutigen Opposition im damals kommunistischen Tschechien – und wurden deswegen 1949 hingerichtet. Damit die Geschichte solcher heroischen Figuren nicht in Vergessenheit gerät, fand 2016 die European Students For Liberty Conference in der „Goldenen Stadt“ Prag unter dem Motto „Students we should remember“ statt.

Die Themen reichten von Harm Reduction in der Drogenpolitik bis zu der avantgardistischen Vision von privaten Städten. Dabei sorgten sowohl die zahlreichen hervorragenden Redner als auch das neue Konferenzformat für eine optimale Atmosphäre für aktives Lernen, Diskutieren und Netzwerken. Zu den neu eingeführten Aktivitäten gehörten Speed Friending, Roundtables und Ausflüge inklusive einer Session auf dem Schießplatz und einer Foto-Tour durch Prag.

Dabei war die Stimmung auf keinen Fall makaber: über 900 freiheitsbegeisterte Studenten aus Europa und dem Rest der Welt nahmen an der Konferenz teil und tauschten sich zu unterschiedlichsten Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aus. Damit war die ESFLC 2016 das größte libertäre Event Europas.

Die Socials boten auch eine tolle Gelegenheit, andere SFLer kennenzulernen und das berühmte Prager Nachtleben zu erkunden. Insbesondere die Party im Club Lavka mit Blick auf das Prager Schloss lockte viele junge Libertäre an, die bis in die frühen Morgenstunden feierten.

MAROUN ATTIEH

Maroun Attieh ist Local Coordinator bei Students For Liberty Deutschland. Er studiert Medizin an der Universität Heidelberg und spricht fünf Sprachen fließend.

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PEACE LOVE LIBERTY Wie ein Studentenmagazin entsteht

Seit 2014 haben die deutschsprachigen European Students For Liberty auch ein eigenes Print-Magazin und einen dazugehörigen Blog. Das Magazin hat es sich zur Aufgabe gemacht, liberale Ideen an Studenten zu transportieren. Im Heft finden sich Beiträge von Studenten und SFL-nahen Autoren. Jede Ausgabe widmet sich einem bestimmten Thema. Im Sommersemester 2016 erschien die aktuelle, vierte Ausgabe zum Thema Konflikte.

fassen, die Studenten im Allgemeinen interessieren. Hier geht es um Themen wie Motivation, Prokrastination, Freizeitgestaltung, Praktika und Ähnliches.

Für diese Ausgabe von Peace Love Liberty – und mit der Erfahrung und dem Feedback der ersten drei Ausgaben im Gepäck – arbeitete die Redaktion ein neues Design und eine neue Blattlinie für das Heft aus. Für beides hatten wir die Frage im Kopf, wie wir unsere Botschaft noch besser an unsere Leser vermitteln können.

Bei der ersten Konferenz eines Redaktionstreffens wird festgelegt, wer welche Aufgaben übernimmt. Die Artikel werden zur Korrektur an die Redakteure verteilt. Bis alle Texte gelesen und final redigiert sind, vergehen zwei bis drei Tage. Parallel dazu läuft die Bildredaktion, die passendes Bildmaterial für jeden Artikel sucht und bearbeitet. Die Chefredaktion erstellt einen Seitenplan, nach dem jeder Redakteur die von ihm bearbeiteten Texte zusammen mit den Bildern in die graphischen Vorlagen einpasst. Ein großer Teil dieser Arbeit findet noch nach der Redaktionssitzung statt.

Wir reduzierten die Bleiwüste, änderten die Schriftart und entschieden uns für eine bildlastige und buntere Aufmachung. Außerdem plazierten wir die Profile unserer Autoren prominenter in einer Randspalte auf der ersten Seite eines Artikel, statt wie bisher am Ende des Textes. Den Beiträgen selbst haben wir mehr Platz eingeräumt. Das Feedback zum Ergebnis war gut. Die größte Änderung in der Blattlinie war die Einteilung in Kategorien. Neben dem Titelthema erscheinen ab der vierten Ausgabe in jedem Heft Artikel unter der Kategorie „Studentenleben“, die sich mit Dingen be-

Für Ausgabe vier traf sich die Redaktion diesmal in Veitshöchheim im Fränkischen. Zur Vorbereitung auf das Redaktionstreffen war das Thema bereits festgelegt und auch die meisten Beiträge von Autoren waren bereits eingesammelt.

Sind im Anschluss an das Redaktionstreffen alle Seiten fertig gesetzt eingetroffen, werden alle Texte nochmals lektoriert und die Seiten graphisch reingezeichnet. Das Ergebnis trifft etwa drei Wochen später frisch gedruckt bei den LCs in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein.

ANNA-LENA KÜMPEL Anna-Lena Kümpel hat Sozialwissenschaften an der Universität Stuttgart studiert und ist Chefredakteurin von Peace Love Liberty. Sie arbeitet als Journalistin bei einem Magazin über Startups und lebt in Berlin.

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Hier geht's zum Blog: www.peace-love-liberty.de

Redaktion und Autoren der ersten Ausgabe

Redaktion bei der Arbeit

Die aktuelle Redaktion (v.l.n.r.): Niclas von AmbĂźren, Jonas Zentner, Marcus Rumler, Anna-Lena KĂźmpel, Timotheus Stark, Rick Wendler

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STUDENTS FOR LIBERTY VOR ORT

Unsere mittlerweile über 25 Ortsgruppen sind der wichtigste Stützpfeiler für unsere Arbeit. Hier finden sich auf lokaler Ebene Studenten zusammen, um sich für mehr Freiheit zu engagieren. Gemeinsam organisieren sie in ihrer Freizeit Vortragsabende, Lesezirkel, Stammtische und vielfältige andere Veranstaltungen, um der Botschaft der Freiheit auf ihrem Campus wieder eine Stimme zu verleihen. Hier berichten Vorsitzende und Mitglieder unserer Ortsgruppen über ihre Erfolge:

„SFL Jena ist eine im Spätsommer 2016 neu gegründete Gruppe, die mit nur drei Studenten und einem kleinen Workshop der ESFL zu den Best Practices für liberalen Aktivismus anfing. Schon vor Beginn des Wintersemesters 2016 hatte sich die Mitgliederzahl verdoppelt. So gelang es, während des Semester drei öffentliche Vortragsveranstaltungen zu den Themen Sackgasse Sozialstaat, liberale Drogenpolitik und Meinungsfreiheit mit jeweils mehr als 50 Gästen zu organisieren und einen regelmäßigen und gut besuchten Stammtisch ins Leben zu rufen. Dabei spielte die Unterstützung aus dem Netzwerk der ESFL eine entscheidende Rolle für diese Erfolge mit dem Austausch von Erfahrungen, der Bereitstellung von Ressourcen und dem Kontakt zu Vortragenden.“ —Rick Wendler, Students For Liberty Jena

„2016 organisierte SFL Heidelberg neben dem regelmäßigen Lesekreis zu Ludwig von Mises' Meisterwerk Human Action einige Diskussionsrunden zu Themen wie Waffenrecht, Brexit und der Europolitik mit teils kontroversen Debatten. Zusätzlich hat das Team von SFL Heidelberg einige größere Vortragsabende organisiert. So kam im Mai 2016 Clemens Schneider zu uns und hielt einen Vortrag über offene Grenzen. Ende Juni zeigte Friedrich Breyer einen interessanten Ansatz für die Beseitigung der Knappheit an Spenderorganen auf. Mitte Juni war Bryan Caplan zu Besuch in Heidelberg und stellte unter dem Titel Poverty: Who to Blame? seine Sichtweise über die Ursachen von Armut und Möglichkeiten der Beseitigung dieser vor. Nicht zuletzt arbeiteten wir über das gesamte Jahr auf die deutsche Regionalkonferenz in Heidelberg hin. Diese war auch mit über 270 Teilnehmern ein voller Erfolg.“ —Torsten Strauß, Students For Liberty Heidelberg

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„Nachdem wir uns Anfang des Jahres als Students For Liberty Passau neu aufgestellt hatten, konnten wir bereits kurz darauf zwei äußerst erfolgreiche Veranstaltungen auf die Beine stellen: Ein Vortrag über den Brexit, der knapp 150 interessierte Zuschauer anzog und eine Veranstaltung über die staatliche Bevormundung des Verbrauchers, die immerhin von über 30 Personen besucht wurde. Im kommenden Semester möchten wir eine Veranstaltung zum Thema Bargeldverbot und eine Roundtable Session über Drogenpolitik machen.“ —Vaidotas Norkus, Students For Liberty Passau

„Das Jahr begann für uns im März mit der gemeinsamen Reise zur ESFL-Konferenz in Prag. Das Sommersemester starteten wir dann mit unserem Lesezirkel, den wir ab diesem Zeitpunkt zweiwöchig veranstalteten. Im Mai organisierten wir einen gut besuchten Vortrag mit Alfredo Pascual, der sich kritisch mit der gegenwärtigen Drogenpolitik auseinandersetzte. Im Wintersemester machte unser Clubgründer und Weltenbummler Christoph Heuermann Station am Bodensee und sprach beim Hayek-Club über Perpetual Traveling. Bereits eine Woche später konnten wir den Konstanzer Studenten einen kontrovers diskutierten Vortrag des Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlers Tomasz M. Froelich anbieten, der das staatliche Schulsystem kritisch beleuchtete und private Alternativen skizzierte.“ —Lasse Müller-Mütz, Hayek-Club Konstanz

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GERMAN LEADERSHIP FORUM

Von Daniel Issing

Das Leadership-Forum ist das primäre Mittel zur Ausbildung der neuen Local Coordinator. Es dient außerdem als zentrales Treffen für die strategische Planung des kommenden Jahres und als Teambuilding-Maßnahme. 2016 versammelten wir dazu 27 junge Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für ein dreitägiges Wochenendseminar in Stuttgart. Um als liberale Bewegung erfolgreich zu sein, reicht es nicht aus, sich auf Internet-Aktivismus zu beschränken – es braucht Leute vor Ort, die dort die Botschaft an die Universitä-

DANIEL ISSING

ten tragen. Wir vermitteln Fähigkeiten, die dabei helfen, eine eigene Regionalgruppe zu leiten, andere Studenten zu inspirieren und sie für Freiheit zu begeistern. Zu den zahlreichen positiven Synergieeffekten, die das Seminar zu einer so erfolgreichen Veranstaltung machten, gehören die Gründung von zwei neuen Gruppen (Hamburg und Jena), neue Redaktionsmitglieder für das Peace Love Liberty-Magazin und die Gründung eines Organisationsteams für die Heidelberger Regionalkonferenz.

Daniel Issing ist Regional Director für Deutschland und die Schweiz bei European Students For Liberty. Zur Zeit schreibt er an seiner Masterarbeit auf dem Gebiet der theoretisch-mathematischen Physik.

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DAS SAGEN DIE TEILNEHMER: „Motivation, Engagement und Netzwerk bilden die Grundlage für den Erfolg von ESFL. Jede dieser drei Qualitäten konnten wir während des ESFL-Leadership-Forums 2016 in Stuttgart trainieren und ausbauen. Motivierte Studenten aller Fachrichtungen tauschten sich bei Vorträgen oder in Kleingruppen aus über Themen wie Führungspersönlichkeit, Diskussionskultur, Pressearbeit, Fundraising und vielen mehr. Neben dem gemeinsamen Einsatz für die Causa Freiheit machten ein Morgenlauf in die nahegelegenen Berge sowie die gemeinsamen Abende das Wochenende zu einem großen Erfolg!“ —Sebastian Höpfl, Student der Rechtswissenschaften, München

„Durch das Leadership-Forum hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit, mich mit politisch interessierten und engagierten jungen Menschen auszutauschen und mit ihnen über zahlreiche Themen, Ideen und Konzepte zu diskutieren. Durch die gut durchdachten Vorträge habe ich die Idee hinter den Students For Liberty kennengelernt. Darüber hinaus wurden den Teilnehmern in verschiedenen, frei wählbaren Workshops Techniken und Methoden vorgestellt, mit deren Hilfe sie diese Idee anderen Menschen näherbringen können.“ —Maximilian Feth, Student des Wirtschaftsingenieurwesens, Stuttgart

„Als mich ein Freund fragte, ob ich beim Leadership Forum der Students For Liberty dabei sein wolle, war die Gruppe noch eher neu für mich. Daher war es eine schöne Erfahrung, erstmals so viele Liberale auf einmal kennen zu lernen und mit ihnen zu debattieren und zu lernen. Das Forum hat mich für die SFL begeistert und mir gezeigt, dass es auch andere Wege als die Politik gibt, um politisch etwas zu erreichen.“ —Darius Gebel, Student der Volkswirtschaftslehre, Heidelberg

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DIE NEXUS-AKADEMIE Von Alexander Mengden


Die Nexus-Akademie der Students For Liberty fand vom 11. bis zum 15. September 2016 erstmalig statt. Rund 20 Schüler, Abiturienten und Studenten aus ganz Deutschland kamen in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach zusammen, um über aktuelle und zeitlose Themen im Spannungsfeld verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen zu diskutieren. Ein hochkarätiges Dozententeam - Prof. Dr. Christian Hoffmann, Dr. Gérard Bökenkamp, Dr. Arash Molavi​ Vasséi​, Sebastian Nickel, Kalle Kappner und Julian Arndts - begleitete die jungen Teilnehmer über die fünftägige Akademie. Dank des großzügigen Sponsorings durch die Friedrich-Naumann-Stiftung und die Friedrich-Augustvon-Hayek-Stiftung mussten die Teilnehmer lediglich einen geringen Eigenbetrag leisten. Der Name ist Programm - der Fokus der Nexus-Akademie lag auf interdisziplinären Fragestellungen: Wie lassen sich psychologische Erkenntnisse auf die historische Forschung anwenden? Welche Rolle spielen biologische Konzepte und Analogien in den Wirtschaftswissenschaften? Kann die Physik zur Kontroverse um die menschliche Willensfreiheit beitragen? Dem breiten Themenspektrum entsprachen die weit gefächerten Interessen und Erfahrungen der Teilnehmer.

Ergänzt wurden die interdisziplinären Sessions durch vier weitere Formate: Unter der Überschrift „Denker im Vergleich“ wurden prägende Ideen und deren Urheber kontrastiert, etwa die Vertragstheorien von John Rawls und Robert Nozick. In Vorträgen wurden den Teilnehmern aktuelle politische Kontroversen nahe gebracht, etwa jene um den effektiven Altruismus oder den libertären Paternalismus. Abendliche Kamingespräche zwischen den Dozenten und Teilnehmern widmeten sich Grundsatzfragen, etwa: Welche Argumente sprechen für oder gegen die Existenz Gottes? Abgerundet wurde das Seminar durch ein politisches Planspiel und ein Debatten- und Argumentationstraining. Auch über die Nexus-Akademie hinaus bleiben die Teilnehmer im regen Austausch. Sie bilden ein AlumniNetzwerk, werden mit Absolventen anderer Akademien vernetzt und treffen sich zukünftig auf Veranstaltungen der Students For Liberty wieder. Die Nexus-Akademie war Dank der aufgeweckten Teilnehmer, der engagierten Organisatoren und der großzügigen Sponsoren ein voller Erfolg und wird 2017 ein zweites Mal stattfinden.

ALEXANDER MENGDEN Alexander Mengden studiert Philosophy & Economics an der Universität Bayreuth. Seit 2014 ist er Teil der European Students For Liberty und der Sons of Libertas. Im Augenblick organisiert er vor allem akademische Veranstaltungen, arbeitet aber auch im Bereich Grafik und Social Media.

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REGIONALKONFERENZ IN HEIDELBERG

Von Daniel Issing und Carolin Rippke

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Nach einigen einführenden Worten des ehemaligen Geschäftsführers der SRH Holding eröffnete Prof. Martin Rhonheimer mit einer Rede über die Meinungsfreiheit in der europäischen Tradition die Konferenz. Der nächste Redner beschäftigte sich mit dem Thema „Hate Speech“: Darf der Staat uns davon abhalten, andere - insbesondere auf Sozialen Netzwerken - zu verleumden und zu beleidigen?

Nach der Mittagspause warnte Jan Mücke vom Deutschen Zigarettenverband das Publikum vor den Gefahren des stetig wachsenden Nanny-Staates. Der Hörsaal füllte sich mehr und mehr - wir sollten an diesem Tag knapp 300 Besucher zählen - als die Konferenz ihrem Höhepunkt entgegenschritt: Zwei international besetzte Podien zu den Themen “Meinungsfreiheit und Religion” und “Defending Free Speech Globally” waren die absoluten Highlights der Konferenz. Bevor die Leute sich auf zum Social machten, um neue Freundschaften zu schließen und gemeinsam zu feiern, gab sich noch Henryk M. Broder für ein Live-Interview die Ehre - ein perfekter Abschluss für diese fulminante Konferenz. Broder erwies sich nicht nur als unterhaltsam und humorvoll, sondern auch als aufmerksamer Beobachter der deutschen Gesellschaft. Bleibt noch zu sagen, dass wir die nächste Konferenz kaum erwarten können!

Bildquelle: „Panorama der Stadt Heidelberg“ von Tribaleye / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Kann das Thema Meinungsfreiheit in unserer aufgeklärten, modernen Gesellschaft überhaupt noch relevant sein? Kann man wirklich erwarten, damit den nötigen Enthusiasmus zu erzeugen, um junge Leute dazu zu bewegen, eine eintägige Konferenz zu besuchen, die sich mit diesem Thema beschäftigt? Die deutsche Regionalkonferenz in Heidelberg hat gezeigt, dass dies keineswegs unmöglich ist: Knapp 300 junge Menschen versammelten sich am 29. Oktober, um Rednern wie dem türkischen Journalisten Mustafa Akyol, dem YouTube-Star Julie Borowski, dem ungarischen Politiker Zoltán Kész oder dem deutschen Publizisten Henryk M. Broder zuzuhören.

Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir entschieden, die Konferenz dieses Mal interaktiver zu gestalten. Daher gab es eine Reihe von Workshops und Roundtables - von Speedfriending und einer Kunstausstellung war bis hin zu Diskussionen über Anarchie und Science Fiction einiges geboten.

DANIEL ISSING

Daniel Issing ist Regional Director für Deutschland und die Schweiz bei European Students For Liberty. Zur Zeit schreibt er an seiner Masterarbeit auf dem Gebiet der theoretisch-mathematischen Physik.

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Auch 2016 war die deutsche Regionalkonferenz der European Students For Liberty wieder ein voller Erfolg: knapp 300 Menschen kamen nach Heidelberg, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Hinter diesem Erfolg steckt jedoch auch jede Menge Arbeit: Etwa ein Jahr vor der geplanten Konferenz beginnen die Vorbereitungen: ein kleines Team aus engagierten SFLern setzt sich zusammen und schmiedet Pläne. Ort und Datum wollen festgesetzt, Räumlichkeiten gefunden und interessante Themen abgesteckt werden. Aktuell soll es sein, doch nicht zu ausgetreten. Außerdem umfassend genug, einen Tag zu füllen und neue Leute anzusprechen, ohne die anderen zu langweilen. Unsere Wahl fällt auf „Meine Meinung - dein Problem?“, denn die Diskussion um Böhmermann ist interessant und es scheint, dass das Thema Meinungsfreiheit, selbst aus aktueller Sicht, unterschiedlichste Facetten hat. Große Diskussionen gibt es wie in jedem Jahr um die Redner - wer ist bereit, unentgeltlich nach Heidelberg zu kommen? Welche Redner sind für Studenten am interessantesten? Bis unsere 12 Redner zugesagt hatten, haben wir sicher 50 Persönlichkeiten kontaktiert. Dennoch müssen wir kurzfristig eine Absage verkraften - und meistern es gemeinsam, die Lücke zu füllen.

CAROLIN RIPPKE

Neben der Kontaktaufnahme mit den Sprechern entwerfen wir eine Sponsorenbroschüre und verschicken sie an dutzende ortsansässige Unternehmen. Wir planen Catering für den Konferenztag, buchen ein Restaurant für Freitagabend und einen Club für das Social nach der Konferenz. Dabei müssen wir stets unser studentisches Budget im Blick behalten. Schließlich beginnt das Marketing: Wochenlang feilen wir an Homepage, Facebook-Auftritt und Plakaten, verteilen Flyer, machen Ankündigungen in Vorlesungen und motivieren Bekannte, zu kommen. Wir platzieren Anzeigen in Kalendern, schreiben Nachrichten und E-Mails, organisieren gemeinsame Anreise und Unterkunft für unsere Gäste. Die Koordination der gut zwei Dutzend ehrenamtlichen Helfer ist eine Herausforderung, stets ist die verfügbare Freizeit begrenzt und oft arbeitet man an verschiedenen Orten in ganz Deutschland am gemeinsamen Ziel. Eines ist jedoch immer klar: Wenn schließlich am Konferenztag alle zusammenkommen, ist die Freude groß, Aufregung und Spannung garantiert, man hat wieder viel gelernt, zahllose Hindernisse überwunden - und all das hat sich mit Sicherheit gelohnt!

Carolin Rippke ist Gründerin und Vorsitzende der Students For Liberty Heidelberg. Als Events Manager bei Students For Liberty Deutschland leitete sie die Organisation der deutschen Regionalkonferenz.

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Bildquelle: „Panorama der Stadt Heidelberg“ von Tribaleye / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

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Liberale Hochschulgruppe Vallendar

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MANNHEIM

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IMPRESSUM Dieser Jahresbericht wird herausgegeben von den Students For Liberty Deutschland Längerbohlstr. 29 78467 Konstanz

V.i.S.d.P.: Jonas Zentner jzentner@studentsforliberty.org

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SFL Deutschland Jahresbericht 2017  
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