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KUNST Von Haus zu Haus ANSICHTSSACHEN >> In ungewohntem Licht: Vom 12. bis 14. August debattieren und referieren im Arkadensaal des Frankfurter GoetheHauses zahlreiche Experten zum Thema »Georg Büchner und die Romantik« Der Eintritt zur Tagung ist frei, aber eine Anmeldung erforderlich. Mehr unter www.goethehaus.de >> Stolze Fünf. Am 8. April 2013 startete die Freie Kunstakademie Frankfurt (fkaf) in der Schmidtstraße mit dem Unterricht. Die Bilanz: 5 Jahre, 390 Kurse, 1.018 Teilnehmer und 2.690 Anmeldungen. Unter allen, die sich am Geburtstag über die Homepage für einen Kurs anmelden, werden fünf Gutscheine im Wert von 50 Euro verlost. Mehr unter www.fkaf.de >> Verlängert: Eine weitere Woche, bis zum 15. April, kann man die MMKAusstellung »A Tale of Two Worlds. Experimentelle Kunst Lateinamerikas der 1940er bis 80er Jahre« besuchen.. >> Party, Party, Party: Anlässlich der Ausstellung »Basquiat. Boom for real« lädt die Kunsthalle Schirn am 7. April zu »Schirn At Night«. Eine »Hommage« an die legendäre New Yorker Clubszene der 70er und 80er nennt das die Schirn. Unter dem Motto »New Wave, Glitterati and Poor Chic« bringt sie die DJs Gonjasufi, Trevor Jackson und Oliver Melzer an die Soundteller im temporären Crown-Club wie auch im Foyer des Hauses. Karten gibt es über die Homepage www.schirn.de. >> Performance: Am 7. April findet in den Räumen des Klingspor-Museums eine Performance mit dem deutschen Schönschreiber-Star Thomas Hoyer statt. Titel: »Schriften mit Charakter« Der Schriftkünstler und Designer gibt dabei Einblick in die vielfältigen Erscheinungsformen zeitgenössischer Kalligrafie. www.klingspormuseum.de >> Auch Bad Homburg liest: Das Museum Sinclair-Haus in der Kurstadt beteiligt sich auch an der diesjährig den AnnaSeghers-Roman »Das siebte Kreuz« fokussierenden Lesereihe »Frankfurt liest ein Buch« mit einer szenischen Lesung in der Orangerie des Schlossparks. Mit dabei ist am 25. April ab 19 Uhr der Schauspielernachwuchs der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. www.museum-sinclair-haus.de >> Prompt reagiert: Passend zur aktuellen Stadtdebatte um die Zukunft der Städtischen Bühnen hat das Deutsche Architektur Museum DAM die Ausstellung »Große Oper – viel Theater. Bühnenbauten im europäischen Vergleich« wie im Schnellbauverfahren auf die Beine gestellt. Kompliment! Am 12., 18. und 25. April gibt es dazu Abendveranstaltungen mit Vorträgen. Die Ausstellung läuft bis zum 13. Mai. www.dam-online.de

NEUE AUSSTELLUNGEN 8. April: PALMENGARTEN GALERIE: Aquarelle aus dem Palmengarten von Patrizia Winter bis 29. April 2018 12. April: STÄDTISCHE GALERIE DREIEICH: Kunsttage Dreieich: Arbeiten von Esther Bott, Hermelinde Hergenhahn, Matthias Kraus, Martin Schröder bis 29. April 2018 13. April: MUSEUM WIESBADEN: Von Beckmann bis Jawlensky, die Sammlung Brabant bis 30. September 2018 20. April: MATHILDENHÖHE DARMSTADT: Perspektiven – Strategien Fotografischen Handeln. Merck-Preis bis 22. April 2018 21. April: PORTIKUS: Georgia, Sakri an I, bis 17. Juni 2018 21. April: DEUTSCHES ARCHITEKTUR MUSEUM: Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt bis 2. September 2018 21. April: KUNSTHALLE DARMSTADT: Hans-Jürgen Raabe, 990 Faces bis 8. Juli 2018 21. April: KUNSTHALLE DARMSTADT: Ulrich Horndash, Veduta 4 bis 8. Juli 2018 26. April: CARICATURA MUSEUM: Otto Waalkes bis 2. September 2018 27. April: PUPPEN- U. SPIELZEUGMUSEUM HANAU: Ein Loch ist im Eimer – Stopfen, Flicken, Nähen – Zur Kulturtechnik des Reparierens 29. April: MUSEUM FÜR KOMMUNIKATION: Vernetzt – Arbeiten von Lukas Sünder/ Sitha Reiz, Barbara Remus und Sabine Ostermann bis 11. November 2018 29. April: FRAUENMUSEUM WIESBADEN: Geometriesegmente – Landschaftsfragmente , Jutta Obenhuber/Caroline Krause bis 14. Juni 2018

Lebendig entwertet Haus am Dom, Zollamtssaal: »erfasst, verfolgt und vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus« Drei Reisejahre mit 30 Stationen und 300.000 Besuchern im In- und Ausland hat die Wanderausstellung »erfasst, verfolgt und vernichtet« seit ihrer Eröffnung 2014 durch den damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck schon hinter sich. Vom 10. April bis zum 17. Mai macht die über Euthanasie und Krankenmorde im Dritten Reich informierende Schau im Frankfurter Zollamt (MMK 3) in der Braubachstraße Station. Aufgezeigt werden dabei die ideologischen und institutionellen Strukturen für die nach dem Ausleseprinzip des Nutzens vollzogenen zahllosen Morde und exemplarisch am Beispiel von Opfern und ihrer Geschichte belegt. Dabei verfolgt das von der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) initiierte Projekt auch den skandalösen Umgang mit dem gesellschaftlich ignorierten Thema in der Geschichte der Bundesrepublik bis heute. Während die Täter weitgehend straffrei blieben, wurden die Opfer nicht einmal im Entschädigungsgesetz berücksichtigt. Im umfangreichen Rahmenprogramm der Ausstellung wird auch der regionale Bezug zu den Morden an Kranken und Behinderten herausgestellt. Dabei kommen unter vielen anderen das Frankfurter KZ

Katzbach in den Adlerwerken, die Rolle der Universitätsnervenklinik sowie die des NS-Mediziners und späteren Bundesverdienstkreuzträgers Hans Grebe, der (mit Rudolf Mengele) am Frankfurter Institut für Erb- und Rassenhygiene promovierte, zur Sprache. An verschiedenen Orten der Stadt stehen Vorträge, Diskussionen, Filme und eine Szenische Lesung (»Der Fall Olga Benario« im Gallus-Theater) an. Organisiert wird dieses Programm vom Haus am Dom und dem Arbeitskreis Zwangssterilisation und »Euthanasie« Frankfurt. Nur knapp zwei Wochen nach dieser Ausstellung verlässt auch das mobile »Denkmal der grauen Busse« Frankfurt, wo es auf dem Rathenauplatz seit dem 19. August vergangenen Jahres an die 1940 und 1941 erfolgte »EuthanasieAktion T4«, die Abtransporte psychisch kranker Kinder und Erwachsener in sechs Tötungsanstalten, erinnert. Auch die komplementär zu beachtende Veranstaltung weist ein umfangreiches Begleitprogramm aus. gt 10. April–17. Mai: Mo.–Fr. 10–17 Uhr; Sa., So. 11–17 Uhr www.gegen-vergessen.de/ ns-euthanasie www.die-grauen-busse-frankfurt.de

>> Hand am Schalter: Das Museum für Kommunikation widmet seine neue interdisziplinäre Ausstellung »Die Nacht. Alles außer Schlaf« allem, was nachtaktiv genannt werden kann. Rund 350 Objekte aus Mythologie, Astronomie, Kunst, Popkultur, Technikgeschichte und Phänomenen der Gegenwart zeigen, wie wir in und mit der Nacht kommunizieren. Am 18. April um 17 Uhr gibt es eine Kuratorenführung mit Florian Schütz unter dem schönen Motto; »Der Letzte macht das Licht aus.« Kunsthalle Darmstadt: Hans-Jürgen Raabe, Face 527 aus 990 Faces © Hans-Jürgen Raabe

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Strandgut 04/2018

Caricatura Museum: Otto Waalkes © DanielReinhold/Ruessl Musikverlag GmbH

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Kulturmagazin für Frankfurt am Main

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