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472-18-01 s Januar 2018 www.strandgut.de

DAS KULTURMAGAZIN

>> Preview

Wonder Wheel am 10. Januar in Orfeos Erben

>> Theater

Indien im Staatstheater Darmstadt

>> Literatur

Totenwind von Charly Weller

>> Kunst

Jil Sander. Präsens im Museum Angewandte Kunst

>> Klassik

Spot Light am 23. Januar in der Alten Oper

für Frankfu und Rhein- rt Main


UNDERWORLD 2018 „Der Frankfurter Fotograf Hans Keller durchstreift die U-Bahn-Stationen und präsentiert »alltägliche« Ansichten in einer faszinierenden Bildsprache.“

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WANDKALENDER 2018 Format: 297 × 297 mm 14 Blätter auf 250 gr. Premiumpapier glänzend 20,00 € + 4,50 € Versand Lieferung ab 20.11.2017 )RWRJUDଘH+DQV.HOOHU www.hanskeller.com


INHALT Film 4 5 6 7 Der andere Liebhaber

8 9 10

Der andere Liebhaber von François Ozon Three Billboards Outside ... von Martin McDonagh Downsizing von Alexander Payne Wonder Wheel von Wonder Allen Hannah von A. Penny & M. György abgedreht Filmstarts

Top Five

Werbe Weihnachts geschichten

Als hätten sie alle gerade Dickens gelesen!

Preview 7

Der Westen ist noch wild

Wonder Wheel

Theater Wonder Wheel

16 17 18 18 19 19

Downsizing

20 21 22 23 24

Loving Vincent © 2017 Lov.Vin.

25

Tanztheater vorgeführt Premieren Romeo und Julia im Schauspiel Frankfurt Medeakomplex im Frankfurter Autorentheater M. Claude und seine Töchter in der Komödie Alle meine Söhne im Schauspiel Frankfurt Indien im Staatstheater Darmstadt ForsterHuberHeyne im U17 Mainz Ellbogen im Titania Hedwig and the Angry Inch in der Brotfabrik La Cage aux Folles im Staatstheater Mainz

»Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« von Martin McDonagh das US-amerikanische 5 Wenn Kino vom Leben in der Provinz erzählt, schwingt oft etwas vom Gründungsmythos der Vereinigten Staaten mit. Von der Eroberung eines Landes, von dessen Verteidigung und davon, dass das Recht durchgesetzt werden muss. Früher wurden diese Themen im Western behandelt. Aber seitdem dieses Genre obsolet geworden ist, überleben die Mythen in Dramen, die sich in der Gegenwart abspielen.

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Edeka 2117 Edeka hat zusätzlich Philip K. Dick gelesen, Isaac Asimov und Stanislaw Lem. Ein Robotermärchen, in dem im Jahr 2117 noch alte Saabs im Schnee herumstehen. Spitze!

2 Lidl 2117

Verbeugung & großartige Verarschung: Den Edeka-Clip - konnte Lidl tatsächlich billiger machen! Die Saabs eingeschlossen.

3 Otto.de

Otto in den Anden: jeder, der mal

Literatur 26 26 27 28 Das Leuchten der Erinnerung

da war, weiß, dass das ein Mär-

Nachsommer von Johan Bargum Atlas Obscura Lesungen Blutige Ernte Charly Wellers »Totenwind«

chen ist. So wie Weihnachten ein heidnischer Brauch.

4 Coca Cola

.. noch ein Weihnachtsmärchen

Kunst 29 29 30 31

- wo bleibt nur der Schnee?

Ansichtssachen MAK Gallus Theater / Palmengarten Römerberg

Musik Hannah © W-Film

32 40 41

Live-Musik-Termine Klassik toujours Mozart & jedermann

Esskultur 41

Galicia in Bockenheim

Kinder / Familie

Medeakomplex © R. Rettel

42 42 43

Termine Museum für Kommunikation Der Stromer

Notizen 15 46

Jovi meckert Altern für Anfänger

Service 44 45

Kleinanzeigen Rhein-Main-Links

5 Rewe Jägers Leid, Vegetariers Freud »Die Spur« von Agnieszka Holland

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Nein, sie heißt nicht Doszenko, wie sie immer wieder genannt wird, und mit ihrem Vornamen möchte sie erst recht nicht angesprochen werden. Janina Duszejko ist das, was man eine verschrobene alte Dame nennen könnte und dementsprechend schief angesehen in dem abgelegenen polnischen Tal. Aber die Kinder lieben sie, weil die Aushilfs-Englischlehrerin die Kleinen ernst nimmt..

e gen und Termin n, Ankündigun e t.d gu Weitere Kritike nd ra st w. r ww finden Sie unte

.. und noch ein Weihnachtsmärchen - die beste Zutat bist du! Wir wünschen ein Frohes Fest. Peter Woll

Wenn Sie mitmachen wollen, mailen Sie Ihre Vorschläge bis zum 14. an pwoll@strandgut.de

Jil Sander © Peter Lindbergh

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FILM für Fr und Rh ankfurt ein-Main

DAS KULT URM

AGAZIN

DVD-Tipp

WIE DIE MUTTER SO DIE TOCHTER (Telle mère, telle fille) von Noémie Saglio, F 2016, 94 Min. mit Juliette Binoche, Camille Cottin, Lambert Wilson, Catherine Jacob, Jean-Luc Bideau, Michaël Dichter Komödie, FSK 0 Verkauf ab 25. Januar 2018 Avril, 30, ist verheiratet, angestellt und lebt strikt nach Plan, während ihre Mutter seit ihrer Scheidung eine zweite Pubertät durchlebt und ihrer Tochter in jeglicher Hinsicht auf der Tasche liegt. Wenn also die Mutter in ihrem Jugendwahn die Rolle der Tochter und diese die Rolle der Mutter einnimmt, die Tochter schwanger wird und kurz darauf unverhofft auch die Mutter – dann blicken die Männer und Väter nicht mehr durch … Bonusmaterial: Teaser und Trailer

THE CIRCLE von James Ponsoldt, UAE/USA 2017, 110 Min.; mit Emma Watson, Tom Hanks, John Boyega, Karen Gillan, Bill Paxton, Ellen Wong Science-Fiction-Thriller, FSK 12 Verkauf ab 26. Januar 2018 Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert: beim »Circle«, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mae ist begeistert von den lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, Gratis-Konzerten und coolen Partys. Doch bald ist sie ohne Privatsphäre, vollständig durchleuchtet und überwacht, und einem Konzern ausgeliefert, dem keiner entkommen kann. Bonusmaterial: Interviews mit Cast & Crew

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Den falschen Mann erwischt? »Der andere Liebhaber« von Francois Ozon Nur wenn man filmische Eleganz als Kriterium für einen eigenen Stil akzeptiert, kann man François Ozon zu den Autorenfilmern zählen. Thematisch lässt sich dieser französische Regisseur jedenfalls nicht festlegen. In »Frantz« machte er kürzlich tiefgründige Aussagen über die Liebe, in »Der andere Liebhaber«, seinem neuen Film, wandelt er mit einem Genre-Mix von Thriller, Liebes- und Horrorfilm auf David Cronenbergs Spuren. Konsequent werden die schwarzen Haare der attraktiven Marine Vacth, die schon in Ozons »Jung & schön« die Hauptrolle spielte, bis zum Bubikopf abgeschnitten. Der Blick, den sie uns schließlich zuwirft, erinnert an ein Tier, das gejagt wird. Unnahbar wie ein Modell, so spielt Vacth die an rätselhaften Bauchschmerzen leidenden Chloé Fortin. Später wird sie wie ein Kunstwerk zwischen zwei Gemälden sitzen, die sie bewachen soll. Doch jetzt überrascht uns Ozon mit einer Überblendung vom Auge zur Vagina. Chloé ist bei einer Gynäkologin, die keinen körperlichen Defekt feststellen kann – mit der Psyche muss etwas nicht stimmen. Also landet Chloé bei dem Analytiker Paul Mayer (Jérémie Renier), einem durchaus ansehnlichen Mann, der gewissermaßen von Berufs wegen nicht vor ihr zurückweicht – und sie nicht vor ihm. Mit der Psychotherapie in Spielfilmen ist das so eine Sache. Meistens stehen einem als Kinogänger die Haare zu Berge, weil die Darstellung oft mit der Realität nichts zu tun hat und eine misslungene Parodie zum schlichten Blödsinn verkommt. Nicht so hier, denn auch diese Klippe umschifft Ozon mit der Eleganz, die ihn auszeichnet. Am Verhalten des Therapeuten Paul gibt es nichts auszusetzen. Er hält sich zurück und wirkt ver-

ständnisvoll. Dass er ein attraktiver Mann ist, macht ihn auch für Chloé interessant. So verlieben sich beide ineinander, und Paul bricht die Therapie pflichtgemäß ab. Die therapeutische geht in eine amouröse Beziehung über. Aber mit Paul scheint etwas nicht zu stimmen. Er hat den Nachnamen seiner Mutter angenommen, der ihm für seinen Beruf passender erschien. (Vielleicht, weil er mit seinem deutschen Klang an Freud erinnert?) Und als sie gemeinsam in eine Wohnung ziehen, entdeckt Chloé dass Paul einen Zwillingsbruder mit dem Namen Lois Delord hat – auch er wird von Jérémie Renier gespielt, auch er ist Psychoanalytiker. Aber einer von der harten Sorte. Ohne zu zögern, geht er auf Konfrontationskurs, bezichtigt Chloé der Lüge, behauptet aber, dass er ihr helfen könne. So beginnt Chloé hinter Pauls Rücken ihre zweite Therapie, die bald in eine wilde Vögelei mündet. Da ist der Film längst zum Thriller geworden und die Therapie ein Hitchcock’scher MacGuffin. Eine immer misstrauischer werdende Frau zwischen zwei Männern. Eine Verdoppelung des klassischen Krimi-Motivs: Frau heiratet Mann und muss entdecken, dass sie nicht nur den falschen erwischt hat, sondern auch in große Gefahr geraten ist. Während Paul, von Chloé auf einen

Zwillingsbruder angesprochen, sich als Einzelkind ausgibt, erzählt Lois Einzelheiten aus der Familiengeschichte der Delords. Auch Chloés Figur wird verdoppelt, durch eine Frau, die nach einer Affäre mit Lois gelähmt im Bett liegt und von ihrer Mutter gepflegt wird. Jacqueline Bisset spielt jene Mutter und auch die von Chloé. Ozon treibt mit den Zuschauern ein lustvolles Verwirrspiel in hochstilisierten Bildern. Denn es drängt sich der Verdacht auf, dass der ganze Fall die aufwendige Inszenierung eines einzigen Mannes sein könnte. Oder ein psychischer Defekt der schönene Chloé? Am gruseligen Ende kommt es zur Krise: freundliche Masken fallen, und die blanke Bosheit zeigt sich. Aber eine Auflösung bleibt aus. Wer sie sucht, kann im Roman »Der Andere« von Joyce Carol Oates weiterforschen. Von ihm hat sich Ozon anregen lassen. Claus Wecker DER ANDERE LIEBHABER (L‘ amant double) von François Ozon, F/B 2017, 107 Min. mit Marine Vacth, Jérémie Renier, Jacqueline Bisset, Myriam Boyer, Dominique Reymond, Fanny Sage von Joyce Carol Oates Thriller Start: 18.01.2018 


FILM

Der Westen ist noch wild »Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« von Martin McDonagh Wenn das US-amerikanische Kino vom Leben in der Provinz erzählt, schwingt oft etwas vom Gründungsmythos der Vereinigten Staaten mit. Von der Eroberung eines Landes, von dessen Verteidigung und davon, dass das Recht durchgesetzt werden muss. Früher wurden diese Themen im Western behandelt. Aber seitdem dieses Genre obsolet geworden ist, überleben die Mythen in Dramen, die sich in der Gegenwart abspielen. »Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« schildert so ein Drama, ist also amerikanisches Kino in geradezu exemplarischer Form. Ironischerweise inszeniert von dem Europäer Martin McDonagh, der auch das Drehbuch verfasst hat. McDonagh ist durch die aberwitzig schwarze Komödie »Brügge sehen und sterben« bekannt geworden. Von treffsicherem Sarkasmus ist auch sein neuer Film geprägt, der mit Frances McDormand und Woody Harrelson über ein sich wunderbar bekämpfendes Paar verfügt. McDormand, deren Gesichtszüge seit den Zeiten von »Fargo« härter geworden sind, spielt die verbitterte Mildred Hayes. Deren Tochter wurde auf dem nächtlichen Heimweg am Rande der Kleinstadt Ebbing vergewaltigt und ermordet. Weil seit der grauenvollen Tat viele Monate vergangen sind und die Polizei (fast) nichts zur Aufklärung des Falles unternommen hat, mietet Mildred drei vor sich hingammelnde Plakatwände (englisch Billboards), um sie mit einer Anklage gegen Sheriff William Willoughby zu versehen. Den gibt Woody Harrelson als stiernackigen Ordnungshüter mit eigenwilliger Rechtsauffassung. Mit Ressenti-

ments gegen Schwarze und Schwule, die heutzutage die Indianer als Lieblingsfeinde abgelöst haben. Mit ihrer Aktion hat Mildred sich nicht gerade viele Freunde geschaffen, denn die Bewohner von Ebbing, zumindest diejenigen, die etwas zu sagen haben, stehen zu ihrem Sheriff. Der entwickelt selbst allerdings ein gewisses Verständnis für Mildreds Wunsch nach Sühne. Das ist der originelle Dreh des Drehbuchs und gleichzeitig die große Chance für Woody Harrelson, der bisher nicht gerade durch besonders sympathische Rollen aufgefallen ist. Als Sheriff Willoughby darf er alle Stationen, von wütend über leise mitfühlend bis ironisch sowie auch etwas hinterhältig konternd, darstellen und dabei sein schauspielerisches Talent beweisen. Willoughby ist nämlich todkrank. Er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Deshalb leitet er auch noch eine Untersuchung ein, die allerdings erfolglos bleibt. Und er muss seinen Gehilfen Dixon (Sam Rockwell), ein stets gewaltbereiter Mann, der noch bei seiner Mutter wohnt, im Zaum halten. Es ist abzusehen, dass dies dem Sheriff nicht immer gelingen kann und dass die Ereignisse im Missouri-Städtchen

eskalieren werden. Dass Mildred von ihrem Sühnewunsch nicht ablassen will, liegt auch an einer gewissen Mitschuld am Tod ihrer Tochter. Als diese nicht das Auto ihrer Mutter für ihr abendliches Vergnügen bekommt, malen beide eine drohende Vergewaltigung an die Wand. Ist es eigentlich naiv, sich darüber aufzuregen, dass eine junge Frau sich in große Gefahr begibt, wenn sie nachts allein nach Hause läuft? Die Suche nach dem Täter führt zu einem aus einem Kriegseinsatz zurückgekehrten Soldaten, der

einem Kumpan von seinen Untaten in Arabien berichtet. Das kann man als Hinweis auf die latente Gewaltbereitschaft auch im eigenen Land ansehen, gegen die nach amerikanischer Lesart nur (Gegen-)Gewalt hilft. Am Ende wird also der alte Eroberungsmythos in einen neuen Gerechtigkeitsmythos umgewandelt. Es wird schon den Richtigen treffen. An Deutungsmöglichkeiten lässt es der Autor McDonagh jedenfalls nicht fehlen, und das macht »Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« neben dem exzellenten Erzählrhythmus und Carter Burwells dramatisierender Musik zu einem wahrhaft großen Film. Claus Wecker THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI von Martin McDonagh, USA 2017, 115 Min. mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Caleb Landry Jones, Kerry Condon Tragikomödie Start: 25.01.2018 

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FILM

Klein, aber oho! »Downsizing« von Alexander Payne Klimakatastrophe und Überbevölkerung – dagegen haben die norwegischen Wissenschaftler in Alexander Paynes »Downsizing« endlich ein probates Mittel gefunden. Der Schlüssel zur Rettung liegt im Einschrumpfen des Menschen auf etwa ein Zwölftel seiner ursprünglichen Größe. Kleine Männer und Frauen verbrauchen weniger Ressourcen und der Abfall eines Winzlingshaushaltes für ein Jahr umfasst gerade einmal einen Müllbeutel. »Leisure Land« nennt sich das Miniaturparadies, das auf wenigen Quadratmetern unter einer Glasglocke das bürgerliche Glück in synthetischer Form perfektioniert hat: Kleine Villen, Golfplätze, Schwimmbäder, Einkaufszentren reihen sich maßstabsgetreu aneinander. Hier kann man für kleines Geld auf großem Fuß leben, denn – so rechnen die Anbieter ihren Kunden vor – das Ersparte ist hier hundertmal mehr wert als in der alten Welt. Paul Safranek (Matt Damon) und seine Frau Audrey (Kristen Wiig) gehören zur Zielgruppe des Unternehmens. Als Krankengymnast wird Paul finanziell nie auf einen grünen Zweig kommen, in »Leisure Land« hingegen könnten alle Träume des Paares von einem Leben in Komfort und Wohlstand wahr werden. Aber eine Verkettung misslicher Um-

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stände führt dazu, dass Paul dort ein trostloses Single-Dasein mit einem langweiligen Bürojob führt. Das Blatt wendet sich erst, als er den europäischen Lebemann Dusan (Christof Waltz) und wenig später dessen Putzfrau Ngoc Lan (Hong Chau) kennenlernt. Ngoc führt Paul in die Welt hinter der Schutzmauer, wo die Marginalisierten des Miniaturparadieses leben … Mit »Downsizing« entwirft Alexander Payne (»The Discendants«, »Sideways«) eine Sozialsatire im Science-Fiction-Format. Dabei sorgt die keineswegs neue, aber originell umgesetzte Verkleinerungsprämisse nicht nur für den üblichen Perspektivwechsel, sondern bietet auch den Nährboden für einen bissigen Kommentar auf den schrumpfenden Mythos des amerikanischen Traumes in Zeiten

wirtschaftlicher und politischer Perspektivlosigkeit. Aber Payne hält sich nicht krampfhaft an seiner Eingangsidee fest, um sie gründlich durchzubuchstabieren, sondern nutzt sie als Startrampe für eine wendungsreiche, unberechenbare Geschichte, in der sich Satire-Elemente, skurriler Humor, Endzeitvisionen und eine wunderbar schräge Romanze vermischen. »Downsizing« ist ein Film, der sich dem abgesicherten Modus konventioneller Erzählformate entzieht, ohne in angestrengte Plotakrobatik zu verfallen. Auf das Ausformulieren politischer Botschaften verzichtet Payne, stattdessen eröffnet er Assoziationsräume, in denen man Tendenzen der Gegenwart reflektieren kann.

Sein offener Umgang spiegelt sich auch in der Anlage und dem Werdegang der Charaktere wider. Das gilt besonders für die Figur der vietnamesischen Putzfrau, die umsichtig aus der Karikatur herausgeführt wird, gerade durch ihre begrenzten Sprachkenntnisse die Dinge genau auf den Punkt bringt und die Wohlstandsphantasien in der sozialen Realität erdet. Die vietnamesischamerikanische Schauspielerin Hong Chau ist eine echte Entdekkung und überzeugt gleichermaßen durch komödiantisches Timing und emotionale Tiefe. Martin Schwickert DOWNSIZING von Alexander Payne, USA 2017, 135 Min. mit Matt Damon, Christoph Waltz, Hong Chau, Jason Sudeikis, Kristen Wiig, Rolf Lassgård, Tragikomödie Start: 18.01.2018 


FILM

AGNIESZKA MANDAT

MIROSLAV KROBOT

© 2016 Warner Bros. Ent

Turbulenzen auf Coney Island »Wonder Wheel« von Woody Allen Am legendären Strand von Coney Island, dort wo das südlichste Ende von Brooklyn in den Atlantik übergeht, sich früher die Vergnügungsparks aneinander reihten und ein beträchtlicher Teil der New Yorker Heiratsanträge gestellt wurden, hat Woody Allen seinen neuen Film »Wonder Wheel« angesiedelt. Natürlich vermischen sich hier die romantischen Vorstellungen der Figuren mit den Achterbahnfahrten des Lebens und bieten einem kühn gecasteten Ensemble vielfache Entfaltungsmöglichkeiten. Justin Timberlake fungiert nicht nur als Baywatch in enger Badetrikotage, sondern auch als selbst ernannter Poet, romantischer Held und Erzähler der Geschichte, der immer wieder direkt zu uns in die Kamera spricht. Die etwas ältere Ginny (Kate Winslet) beginnt sich unsterblich in ihn zu verlieben und versucht aus der glücklosen Ehe mit dem Karussellbesitzer Humpty (Jim Belushi) auszubrechen. Dessen Tochter Carolina (Juno Temple) ist gerade aus der Beziehung mit einem Mafioso ausgestiegen und entwickelt ebenfalls eine Schwäche für den Bademeister, während der kleine Halbbruder als Cineast und Pyromane auf Abwege gerät.

WIKTOR ZBOROWSKI

EIN FILM VON AGNIESZKA HOLLAND

Die Stärken dieses sehenswerten, wenn auch nicht brillanten AllenJahrgangs liegen nicht nur, wie üblich, in den Dialogen, sondern auch in der farbenprächtigen Bildgestaltung Vittorio Storaros und dem stilvollen 50er-Jahre-Design. Großes Drama und sanfte Komik geben sich hier die Hand und lassen »Wonder Wheel« wie eine Hommage an Klassiker à la »Endstation Sehnsucht« unter Lachgaseinfluss erscheinen.

DIE SPUR ab 04. Januar im Kino 333ċ %!/,1.ġ !.ü()ċ !

Martin Schwickert WONDER WHEEL von Woody Allen, USA 2017, 101 Min. mit Justin Timberlake, Jim Belushi, Juno Temple, Kate Winslet, Max Casella, David Krumholtz Drama Start: 11.01.2018  für Fr und Rh ankfurt ein-Main

DAS KULT URM

AGAZIN

Preview

Vorab ist der Film in der untertitelten Originalfassung am Mittwoch, 10.1., um 18:30 in Orfeos Erben in der Hamburger Allee 45 zusehen. Wir verlosen zu dieser Vorstellung 15 x 2 Freikarten. Rufen Sie uns an am Dienstag, 9.1., ab 10 Uhr unter der Tel.Nr.: 069/97 07 41 99. Weitere Karten kann man an der Kasse erwerben.

© 2016 Warner Bros. Ent

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FILM

Kinos in Frankfurt und Umgebung

© filmkinotext

Berger Kino Berger Str. 177 Tel.: 069/45 64 05 Cinema Rossmarkt 7 www.arthouse-kinos.de Tel.: 069/21 99 78 55 Cinestar Mainzer Landstraße 681 www.cinestar.de Tel.: 01805/11 88 11 Cinestar Metropolis Eschenheimer Anlage 40 www.cinestar.de Tel.: 01805/11 88 11 Deutsches Filmmuseum Schaumainkai 41 www.deutsches-filmmuseum.de Tel.: 069/96 12 20 220 E-Kinos Hauptwache/Zeil 125 www.ekinos-frankfurt.de Tel.: 069/28 52 05 Eldorado Schäfergasse 29 www.ekinos-frankfurt.de Tel.: 069/28 13 48 Filmforum Höchst Emmerich-Josef-Straße 46a www.filmforum-höchst.com Tel.: 069/212 45 664 Harmonie Dreieichstraße 54 www.arthouse-kinos.de Tel.: 069/66 37 18 36 Mal Seh’n Adlerflychtstraße 6 www.malsehnkino.de Tel.: 069/597 08 45 Orfeos Erben Hamburger Allee 45 www.orfeos.de Tel.: 069/70 76 91 00 Pupille Mertonstraße 26–28 www.pupille.org Hafen 2 Nordring 129, Offenbach www.hafen2.net Tel.: 069/26 01 22 23 Kinopolis Main-Taunus-Zentrum www.kinopolis.de Tel.: 069/31 40 314 Kult Kinobar Zum Quellenpark 2 www.kultkinobar.de Tel.: 06196/92 16 700

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Jägers Leid, Vegetariers Freud »Die Spur« vpm Anieszka Holland Nein, sie heißt nicht Doszenko, wie sie immer wieder genannt wird, und mit ihrem Vornamen möchte sie erst recht nicht angesprochen werden. Janina Duszejko ist das, was man eine verschrobene alte Dame nennen könnte und dementsprechend schief angesehen in dem abgelegenen polnischen Tal. Aber die Kinder lieben sie, weil die Aushilfs-Englischlehrerin die Kleinen ernst nimmt. Die Kinder sind noch unverdorben. Und »gute Menschen werden nur langsam erwachsen. Ihre verlängerte Kindheit geht nahtlos in hohes Alter über. Das liegt am Einfluss des Merkur auf ihr Horoskop. Sie sind aktive, neugierige Einzelgänger«, sagt Duszejko (und Fürst Myschkin lässt aus der Ferne grüßen). Die Regisseurin Anieszka Holland hat mit ihrer Verfilmung des Romans »Der Gesang der Fledermäuse« von Olga Tokarcuk eine Figur in den Mittelpunkt ihres Films »Die Spur« gestellt, die als Vegetarierin und leidenschaftliche Astrologin am Rande der Gemeinschaft lebt. Ihre ganze Zuneigung gilt den Tieren, für deren Überleben sie voller Inbrunst kämpft. Auch auf sie bezieht sich nach Duszejkos Ansicht das Gebot »Du sollst nicht töten«, und wenn eines von ihnen in der Schonzeit geschossen wird, ist das Mord. Da läuft sie schon mal aufs örtliche Polizeirevier, um Anzeige zu erstatten. Mit feiner Ironie ist der Film in Kapitel unterteilt, eingeleitet von einem Monatsblatt aus dem Jagdkalender, den die Tierschützerin im Polizeirevier hat mitgehen lassen. Zu jedem Monat sind die zur Jagd freigegebenen Tiere verzeichnet, und wenn die Schießerei beginnt, gerät Duszejko in helle Aufregung. Sie nimmt den Kampf gegen die Jäger auf, die sich, langer Tradition folgend, im Recht wähnen. Natürlich ergreift auch Filmemacherin Holland die Partei der Tiere. Immer wieder Rehe und eine ganze Wildschweinfamilie auf der Flucht zeigt sie in Naturbildern, bei denen

das Herz jedes Tierfreundes und vor allem jeder Tierfreundin aufgeht. Vielleicht hat die Verbindung von Naturdoku und feministisch geprägtem Spielfilm dem Werk auch zu dem Alfred-Bauer-Preis der letzten Berlinale verholfen, den ja ein Film, der »neue Perspektiven der Filmkunst aufzeigt«, erhalten soll. (Man kann, nebenbei bemerkt, auch eine Parallele zu den Hirsch-Träumen in Ildikó Enyedis Goldenem-Bär-Gewinner »Körper und Seele« ziehen.) Nun ist aber »Die Spur« auch ein Krimi mit einer vorantreibenden Spannungsmusik von Antoni Lazarkiewicz. Er beginnt damit, dass die beiden Hunde der Tierschützerin verschwunden sind. Vermutlich sind erschossen worden, denn »streunende Hunde« sind zum Abschuss freigegeben. Schließlich könnten sie auch anderen Tierem gefährlich werden, heißt es. Auch der Pfarrer verteidigt die Jagd als Naturpflege und ermahnt die Duszejko, ihr Tierfriedhof und die Liebe zu ihren Hündinnen, die sie wie eigene Töchter liebt, sei Sünde. Schließlich habe Gott den Menschen über das seelenlose Tier gestellt. Eine Großaufnahme sieht man seinen Mund, wie in den russischen Revolutionsfilmen die Münder der verhassten Autoritäten des Zarenreichs gezeigt wurden. Den wohlfeilen antikirchlichen Affekt konnte sich Anieszka Holland nicht verkneifen. Auf der einen Seite die gefühllosen Männer, die Tiere töten und ihre Frauen schlecht behandeln und dabei auch noch den kirchlichen

Segen bekommen, auf der anderen Seite die leidenden Frauen. Eine Schwäche des Films ist seine Schwarz-weiß-Malerei, die wohlwollend als notwendiger Bestandteil eines feministischen Märchens angesehen werden kann. Allerdings ist Holland gewitzt genug, drei positive Männer einzuführen: einen naiven junger Mann, der von epileptischen Anfällen geplagt wird, einen Nachbarn, der langsam seine sensible Seite offenbart, und einen Käferforscher, der mit Forscherdrang und Naturkenntnis die Duszejko noch in den Schatten stellt. Doch die meisten Männer sind Unholde, und im Verlauf enden sie einer nach dem anderen als blutige Leichen im Wald. Bei einem finden sich sogar Hirschspuren. Wer ist der Serienmörder? Es könnten die Tiere sich an ihren Peinigern gerächt haben, gibt die Tierschützerin dem Staatsanwalt zu bedenken. Sie wird großartig von Agnieszka Mandat verkörpert, die in Polen durch zahlreiche Auftritte in Fernsehserien bekannt geworden ist. Sie macht diese manchmal etwas überzogene Figur glaubwürdig und den Film auch für männliche Zuschauer sehenswert. Claus Wecker DIE SPUR (Pokot) von Agnieszka Holland, PL/D/CZ/S/SK 2017, 128 Min. mit Agnieszka Mandat, Wiktor Zborowski, Miroslav Krobot, Jakub Gierszal, Patricia Volny, Borys Szyc von Olga Tokarczuk Öko-Thriller Start: 04.01.2018 


FILM

abgedreht Kinothek Asta Nielsen

Frankfurter Kino-Highlights

Gaby Babic, die bis vor kurzem das Filmfestival goEast leitete, hat die Ko-Leitung der Kinothek Asta Nielsen übernommen. Mitgründerin Karola Gramann bleibt neben ihr in der Institution, die sich mit hohem Engagement dem Teil des Filmerbes widmet, in dem Frauen eine wichtige Rolle spielen.

… in der Harmonie

www.kinothek-asta-nielsen.de

Am Dienstag, 16.1., um 20.15 Uhr »Rigoletto«, Live Opera aus London und am Sonntag, 21.1., um 11.15 Uhr hält Harmut Pönitz einen Live-Multivision-Vortrag über den Jakobsweg.

Aus für die Filme im Offenbacher Ledermuseum

Auf nach Nepal! »Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit« von Adam Penny und Marta György-Kessler »Das waren noch Zeiten!« möchte man beim Sehen dieses Films ausrufen. Als noch Hare-KrishnaJünger in deutschen Innenstädten tanzten (ich weiß, das waren keine Buddhisten!) und die Beatles die Sitar entdeckten. Befreit vom westlichen Arbeitsstress waren sie damals jedenfalls – und einige auf Sinnsuche in Indien und Nepal. Eine Pionierin auf dem Hippie Trail nach Kathmandu war die Dänin Hannah Nydahl. Zusammen mit ihrem Mann Ole begegnete sie in Nepal einem Mann, der ihr Leben verändern sollte, dem 16. Karmapa, dem geistigen Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie im tibetischen Buddhismus. Das Paar wurde zu seinen Schülern und später selbst zu Lehrern des Buddhismus. Der Film widmet sich der attraktiven Hannah und zeichnet mit originalen Filmdokumenten und Statements von Familienangehörigen, Freunden sowie bekannten Zeitzeugen ihre Geschichte nach und lässt so vergangene Hippie-Zeiten neu aufleben. Das ist formal zwar recht konventionell, bildet aber inhaltlich einen anregenden Kontrast zur Gegenwart. Damals habe man Drogen

genommen, um sein Bewusstsein zu erweitern, jetzt nehme man sie, um zu vergessen, heißt es einmal. Und das ist nicht der einzige Unterschied zwischen gestern und heute. Aber mit der immens gestiegenen Kommerzialisierung ist heutzutage die Suche nach geistiger Freiheit im Grunde noch dringlicher geworden. cw HANNAH – EIN BUDDHISTISCHER WEG ZUR FREIHEIT (Hannah: Buddhism‘s Untold Journey) von Adam Penny u. Marta György-Kessler, GB/E/D/DK 2014, 90 Min. mit Hannah Nydahl, Susannah Harker, Villads Vestergaard, Esther Fallon Dokumentarfilm Start: 18.01.2018  Zur zweiten Premieren-Vorstellung mit einer Einführung der Filmemacherin Marta György-Kessler am Montag, dem 15. Januar, um 20.45 Uhr in Orfeos Erben in der Hamburger Allee 45 verlosen wir 5 x 2 Freikarten. Schreiben Sie uns eine E-Mail an verlosungen@strandgut.de mit Ihrem Namen und dem Kennwort »Hannah«. Einsendeschluss ist am Donnerstag, 11. Januar 2018.

Der Verein Kino im DLM hat für die beiden etablierten Reihen »Kino Kulinarisch« und »Stummfilm und Ton« ab 2018 jeweils neue Spielorte beschlossen. »Aus organisatorischen wie logistischen und technischen Gründen war es nicht mehr möglich, die Veranstaltungen im Deutschen Ledermuseum ohne Einschränkungen und zur vollen Zufriedenheit aller Gäste durchzuführen«, heißt es. Die neuen Spielstätten sollen in Kürze vorgestellt werden. www.lederpalast.de

Fantasy Filmfest White Nights Zehn Filme werden am 20. und 21. Januar in der Harmonie zu sehen sein. Darunter »A Beautiful Day« mit dem in Cannes als Bester Hauptdarsteller ausgezeichneten Joaquin Phoenix, der als selbstmordgefährdetem Auftragskiller ein vermisstes Mädchen retten soll, und Guillermo del Toros VenedigKracher »The Shape of Water«, der für den Februar in den Kinos angekündigt ist. Den genauen Spielplan gibt es ab 21. Dezember unter www.fantasyfilmfest.com.

Silvester-Previews Mit gleich zwei Vorstellungen wartet das Cinéma an der Hauptwache am letzten Tag im Jahr 2017 auf: Um 18.30 gibt es »Die dunkelste Stunde«, ein Drama um Winston Churchill im Zweiten Weltkrieg, und um 20.45 Uhr das Kammerspiel »Arthur & Claire« mit Josef Hader und Hannah Hoekstra. Und in der Harmonie am Lokalbahnhof wird um 20.30 Uhr »The Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« gezeigt (s. Kritik auf S. 5). www.arthousekinos.de

Am Sonntag, 7.1., um 18.30 Uhr »Lux – Krieger des Lichts« in Anwesenheit von Darsteller Franz Rugowksi & Regisseur Daniel Wild. www.arthouse-kinos.de

… im Cinéma

www.arthouse-kinos.de

… im Mal Seh’n Kino Am Mittwoch, 24.1., um 20 Uhr zeigt die Kinothek Asta Nielsen »Ninas Farbfilm«, das Porträt einer arbeits- und obdachlosen, kontroversen und humorvollen Transexuellen. In Anwesenheit der Filmemacherin Lenka Ritschny. www.malsehnkino.de

… in Orfeos Erben Zu Beginn des Jahres werden die Best of 2017 gezeigt, u.a. »Blade Runner 2049«, »The Big Sick« und »Weit.« Wie an anderer Stelle angezeigt, stehen am 10.1. eine Strandgut Preview mit »Wonder Wheel« und am 18.1. zwei Sondervorstellungen mit »Hannah« in Anwesenheit der Regisseurin Marta György-Kessler auf dem Programm. www.orfeos.de

… im Filmforum Höchst Der Höchster Verein Aufblende setzt seine Angelopoulos-Reihe mit »Meres tou `36 – Die Tage von `36« aus dem Jahr 1972 fort. Vor der Vorführung am Samstag, 20.1., um 18.30 Uhr ist eine Einführung angekündigt. www.filmforum-höchst.com

Arthur & Claire

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FILMSTARTS

28.12.2017 BAMSE – DER LIEBSTE UND STÄRKSTE BÄR DER WELT (Bamse och tjuvstaden) von Christian Ryltenius, S 2014, 63 Min. Animationsfilm Bamse ist nicht nur der liebste Bär der Welt, sondern auch der stärkste.Wenn er Omas Donnerhonig geschlabbert hat, ist er unbesiegbar, und Diebe haben keine Chance mehr in seiner Heimat. Reinhard Fuchs gefällt das gar nicht. Böse und gemein, wie er ist, bringt er alle gegen Bamse auf. Ihr Plan: Sie kidnappen Bamses Oma, damit sie für den Bären keinen Donnerhonig mehr herstellen kann …

LAIBLE UND FRISCH – DO GOHT DR DOIG von Michael Rösel, D 2017, 89 Min. mit Simon Licht, Winfried Wagner, Ulrike Barthruff, Peter Jochen Kemmer, Monika Hirschle, Sabine Lorenz Komödie Traditionsbäcker Walter Laible kehrt verfrüht von einem Kuraufenthalt in seinen Heimatort Schafferdingen zurück. Seine Frau Marga und sein Sohn Florian teilen dem Vater mit, dass sie aufgrund drückender Schulden Bäckerei und Heim verkaufen mussten – und zwar ausgerechnet an Walters größten Konkurrenten, den Industriebäcker Manfred Frisch. Manfred scheint als endgültiger Sieger aus dem lang andauernden Bäckerstreit hervorzugehen. www.kinostar.com

www.mfa-film.de

DIE FLÜGEL DER MENSCHEN (Centaur) von Aktan Arym Kubat, KG/NL/D/F/ 2017, 89 Min. mit Nuraly Tursunkojoev, Zarema Asanalieva, Aktan Arym Kubat, Taalaikan Abazova, Ilim Kalmuratov, Bolot Tentimyshov Drama Hoch oben in den Bergregionen Kirgisistans geht ein Pferdedieb um, der den Pferden die Freiheit gibt. Der Dieb Zentaur lebt mit Frau und Sohn in einem kleinen Dorf. Nur sein altes Kino, das heute als Moschee genutzt wird, erinnert noch an die Zeit, als hier Filme aus Russland und Bollywood von einer anderen Welt erzählten. Heute sind die Pferde, einst mit der Freiheit der Kirgisen verbunden, eine Ware, von menschlicher Profitgier in einen Stall verbannt. Von den Oligarchen wird der Kleinkriminelle Sadyr beauftragt, den Dieb zu fangen und auszuliefern.

LOVING VINCENT von Dorota Kobiela u. Hugh Welchman, GB/PL 2017, 95 Min., mit Douglas Booth, Saoirse Ronan, Chris O’Dowd, Jerome Flynn, Eleanor Tomlinson, Helen McCrory Animationsfilm Ein Jahr nach seinem Tod taucht plötzlich ein Brief Vincent van Goghs an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin erhält den Auftrag, den Brief auszuhändigen. Je mehr er über Vincent erfährt, desto faszinierender erscheint ihm der Maler, der zeit seines Lebens auf Unverständnis stieß. War es am Ende gar kein Selbstmord? 125 Künstler aus aller Welt erweckten mit mehr als 65.000 Einzelbildern für diesen ersten aus Ölgemälden erschaffenen Film die einzigartigen Bilderwelten van Goghs zum Leben. www.weltkino.de



www.neuevisionen.de

THE KILLING OF A SACRED DEER von Yorgos Lanthimos, IRL/GB 2017, 121 Min. mit Nicole Kidman, Alicia Silverstone, Colin Farrell, Raffey Cassidy, Barry Keoghan, Bill Camp Mysterydrama Steven ist ein erfolgreicher Herzchirurg, verheiratet mit der Augenärztin Anna. Mit ihren beiden Kindern Bob und Kim leben sie in einem schönen Haus in einem idyllischen Vorort – eine perfekte Familie. Doch unter der makellosen Oberfläche beginnt es zu brodeln, als der 16-jährige Halbwaise Martin auftaucht. Der Teenager aus einfachen Verhältnissen freundet sich mit Steven an und versucht ihn mit seiner Mutter zu verkuppeln.Als sein Plan scheitert, belegt er Stevens Familie mit einem Fluch. www.alamodefilm.de



OPER. L‘OPÉRA DE PARIS von Jean-Stéphane Bron, F/CH 2017, 110 Min. Dokumentarfilm Herbst 2015. Während Stéphane Lissner seiner ersten Pressekonferenz als Direktor der Pariser Oper den letzten Schliff gibt, bereiten sich hinter der Bühne Künstler und Techniker auf die Eröffnung der neuen Saison mit Schönbergs »Moses und Aaron« vor. Die Ankündigung eines Streiks und die Ankunft eines Stiers als Nebendarsteller sorgen für Unruhe. Im Lauf der Saison kommen immer mehr Figuren hinzu und führen die menschliche Komödie im Stil einer dokumentarischen Oper auf. »Großartig!« befand »Le Figaro«. www.koolfilm.de

VOLL VERSCHLEIERT! (Cherchez la Femme!) von Sou Abadi, F 2017, 88 Min. mit Félix Moati, William Lebghil, Camélia Jordana, Anne Alvaro Komödie Der Film erzählt mit frechem Humor von dem jungen Studenten Armand, der sich voll verschleiert als Kommilitonin seiner Freundin Leila tarnen muss, um an ihrem tief religiösen Bruder Mahmoud vorbei zu kommen. Als dieser sich in die betörende Sheherazade verliebt, wird’s richtig kompliziert – und irre komisch. www.nfp-md.de

WENN ICH ES OFT GENUG SAGE, WIRD ES WAHR

DIE DSCHUNGELHELDEN – DAS GROSSE KINOABENTEUER (Les as de la jungle) von David Alaux, F 2017, 97 Min. Animationsfilm Pinguin Maurice wurde von Tigern großgezogen und ist fest davon überzeugt, dass er selbst ein echter Tiger ist. Zusammen mit seinen Freunden, den Dschungelhelden, will der selbstbewusste Kung Fu-Kämpfer für Gerechtigkeit und Ordnung im Dschungel sorgen. Als der fiese Koala Igor und seine Pavianbande den Urwald zerstören wollen, müssen die Dschungelhelden einschreiten. Fragt sich nur, wie ein Pinguin in den Dschungel kommt. http://splendid-film.de

GLORY

(Je me tue à le dire)

(Slava)

von Xavier Seron, B/F 2016, 90 Min. mit Jean-Jacques Rausin, Myriam Boyer, Serge Riaboukine, Fanny Touron, Benjamin Le Souef, Franc Bruneau Komödie Außenseiter Michel Peneud leidet unter ausgeprägter Hypochondrie. Noch schlimmer wird es, als bei seiner Mutter Krebs diagnostiziert wird und der Arzt ihr nur noch wenige Lebensmonate in Aussicht stellt. Doch die Mutter will jetzt erst recht leben. Und das verwirklicht sie, indem sie mit großem Spaß ihre Katzen füttert, billigen Schaumwein trinkt, als sei er Champagner, und natürlich ihr geliebtes Söhnchen Michel umsorgt und verhätschelt. Der wird von so viel Liebe erdrückt und entwickelt bald Symptome ähnlich denen seiner Mutter. Hat er etwa auch Brustkrebs?

von Kristina Grozeva u. Petar Valchanov, BG/GR 2016, 101 Min. mit Stefan Denolyubov, Margita Gosheva, Kitodar Todorov, Ivan Savov Tragikomödie Eisenbahnarbeiter Tzanko ist ein Einzelgänger, der im Hinterland Bulgariens gewissenhaft seiner Arbeit nachgeht. Als er eines Tages Bargeld in Millionenhöhe auf den Schienen findet, übergibt er es sofort den Behörden – etwas, was seine korrupten Kollegen nie tun würden. Deshalb stürzen sich auch die Medien auf den ehrlichen Finder. Die ehrgeizige PR-Managerin Julia Staikova zerrt Tzanko ins Rampenlicht, um von einem Korruptionsskandal abzulenken, der das Verkehrsministerium schwer treffen könnte.

www.filmkinotext.de

www.barnsteiner-film.de

04.01.2018 ALTE JUNGS (Rusty Boys) von Andy Bausch, L 2017, 107 Min. mit André Jung, Marco Lorenzini, Paul Greisch, Fernand Fox, Josiane Peiffer, Monique Reuter Tragikomödie Vier zerknautschte alte Männer haben genug davon, wie kleine Kinder behandelt zu werden. Gemeinsam mit ihren Freunden planen sie eine Zukunft jenseits des Altenheims. Nuckes, der Alt68er, ist die treibende Kraft der Gruppe, dargestellt von den bekanntesten Stars der luxemburgischen Schauspielerfamilie, und er weiß, wie man »Widerstand« organisiert. Der Tod kann warten. Das Leben nicht. Einer der erfolgreichsten luxemburgischen Filme aller Zeiten. www.altejungs-film.de

THE GREATEST SHOWMAN von Michael Gracey, USA 2017, 97 Min. mit Hugh Jackman, Michelle Williams, Zac Efron, Zendaya, Rebecca Ferguson, Jacqueline Honulik Musical Inspiriert von P.T. Barnums Phantasie erzählt der Film von einem Visionär, der aus dem Nichts kam und ein faszinierendes Spektakel erschuf, das zu einer weltweiten Sensation wurde. Ein »mitreißendes Musical, das die Geburt des Showbusiness feiert und das wunderbare Staunen, das uns erfüllt, wenn Träume wahr werden«, schreibt der Verleih. Die Songs stammen von den Oscar-Preisträgern Benji Pasek und Justin Paul (»La La Land«). www.fox.de

 INSIDIOUS – THE LAST KEY von Adam Robitel, CDN/USA 2017, 103 Min. mit Kirk Acevedo, Lin Shaye, Josh Stewart, Javier Botet, Leigh Whannell, Spencer Locke Horrorfilm Parapsychologin Elise Rainier betreibt mit den zwei Geisterjägern Specs und Tucker, mit denen sie auch zusammenwohnt, die Firma Spectral Sightings, die aufs Austreiben von Dämonen spezialisiert ist. Ihr neuer Fall führt das ungleiche Trio in Elises Vergangenheit – in das Haus in New Mexico, wo sie als Kind Schreckliches erlebte. Dort ist jetzt eine andere Familie in höchster Gefahr … www.sonypictures.de

DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG (The Leisure Seeker)

»Wenn ich es oft genug sage, wird es wahr« ab 28. Dezember 2017 im Kino!

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Strandgut 01/2018

von Paolo Virzì, I/F 2017, 112 Min. mit Donald Sutherland, Helen Mirren, Kirsty Mitchell, Janel Moloney, Joshua Mikel, Robert Walker Branchaud Drama Ella und John, gespielt von Helen Mirren und Donald Sutherland, sind schon viele Jahre verheiratet und alt und kränklich geworden. Ihr Leben wird von Arztbesuchen und den Ansprüchen ihrer erwachsenen Kinder bestimmt. Für ein letztes Abenteuer machen die beiden ihr Oldtimer-Wohnmobil namens The Leisure Seeker flott und begeben sich mit Furchtlosigkeit, Witz und einer unbeirrbaren Liebe zueinander auf einen Roadtrip, bei dem es immer ungewisser wird, wohin er sie führt … www.concorde-film.de


FILMSTARTS THE UNTAMED »Das Leuchten der Erinnerung« ab 4. Januar 2018 im Kino!

(La región salvaje) von Amat Escalante, MEX/DK/F.. 2016, 98 Min. mit Ruth Ramos, Simone Bucio, Jesús Meza, Eden Villavicencio, Andrea Peláez, Oscar Escalante Drama, Horror Ein Pärchen trifft bei einem Meteoriteneinschlag auf eine mysteriöse Alien-Kreatur. Bald ist das Leben des Pärchens vollkommen verändert, denn das Alien ist die Quelle für unbekannte sexuelle Befriedigung, birgt aber auch ein gefährliches Zerstörungspotential.

EIN WEG

LUX – KRIEGER DES LICHTS von Daniel Wild, D 2017, 104 Min. mit Franz Rogowski, Eva Weißenborn, Tilman Strauß, Anne Haug, Kristin Suckow, Manuel Harder Tragikomödie Der schüchterne Endzwanziger Torsten Kachel lebt mit seiner Mutter im Osten Berlins. Als ein Krieger des Lichts verteilt er regelmäßig Lebensmittel an Obdachlose und hilft, wo er kann. Ein Filmteam begleitet ihn bei seinen Streifzügen, um über das soziale Engagement dieses Real Life Superheros zu berichten. Auf der Suche nach einem Geldgeber finden sie den Produzenten Brandt, der allerdings sensationelleres Material verlangt. Denn wo Superheld draufsteht, muss auch Superheld drin sein. www.zorrofilm.de

SCORE – EINE GESCHICHTE DER FILMMUSIK von Matt Schrader, USA 2017, 93 Min. Dokumentarfilm Wie einige der berühmtesten Filmthemen der Kinogeschichte konzipiert wurden und wie die Entwicklungsstufen vom leeren Notenblatt bis zum fertigen Soundtrack verlaufen, zeigt dieser Film. Regisseur Matt Schrader veranschaulicht, wie Komponisten den Film so untermalen, dass er beim Publikum unmittelbar intensive Reaktionen auslöst.

anders. Eine mysteriöse Fremde verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas besonders Wertvolles transportiert. Nachdem er den Vorschuss angenommen hat, wird er Teil einer Verschwörung. Er muss mitspielen – und ihm bleiben nur wenige Stationen für einen Ausweg … www.studiocanal.de

 JULIAN SCHNABEL – A PRIVATE PORTRAIT von Pappi Corsicato, I 2017, 85 Min. Dokumentarfilm Filmemacher Pappi Corsicato blickt in seinem Porträt hinter die Fassade des prominenten Malers und Filmemachers. Schnabel öffnet sein privates Archiv, spricht über seine Anfänge als Künstler, die skandalträchtige New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre und über künstlerische wie persönliche Krisen wie den Tod seines engen Freundes Lou Reed. Auch Schnabels Familie, Freunde und langjährige Wegbegleiter wie Al Pacino, Willem Dafoe, Bono und Emmanuelle Seigner kommen zu Wort.

von Chris Miera, D 2017, 108 Min. mit Mike Hoffmann, Mathis Reinhardt, Tom Böttcher, Cai Cohrs, Yvonne Döring, Eva Horacek Drama Ein kleiner beschaulicher Ort in Thüringen. Die Tischlerwerkstatt von Andreas (42) läuft wieder gut, und Martin (43) ist beruflich nicht mehr so viel unterwegs wie früher. Sohn Max (19) ist aus dem Haus. Die beiden Männer haben wieder mehr Zeit für einander, und so fahren sie im November an die Ostsee. Der Film nähert sich behutsam ihrer langen Beziehung. www.pro-fun.de

WONDER WHEEL von Woody Allen, USA 2017, 101 Min. mit Justin Timberlake, Jim Belushi, Juno Temple, Kate Winslet, Max Casella, David Krumholtz Drama Der Rettungsschwimmer Mickey passt in den Fünfzigern am Strand von Coney Island auf die vielen Badegäste suf. Dabei lernt er Ginny und Humpty kennen, ein Ehepaar, das sich mit Jobs auf der Vergnügungsmeile über Wasser hält. Als eines Tages Carolina auftaucht, wird ihr Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Die junge Frau behauptet, die Tochter von Humpty zu sein, was an sich für einen schiefen Haussegen genügen würde. Dazu kommt, dass Carolina nun auf der Flucht vor Gangstern ist, die ihr an den Kragen wollen. Denn sie weiß ein wenig zu gut über gewisse illegale Machenschaften Bescheid … www.warnerbors.de



www.weltkino.de

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www.nfp-md.de

TAD JONES UND DAS GEHEIMNIS VON KÖNG MIDAS

DIE SPUR

(Tadeo Jones 2: El secreto del Rey Midas)

YOUR NAME – GESTERN, HEUTE UND FÜR IMMER

(Pokot) von Agnieszka Holland, PL/D/CZ/S/SK 2017, 128 Min. mit Agnieszka Mandat, Wiktor Zborowski, Miroslav Krobot, Jakub Gierszal, Patricia Volny, Borys Szyc Öko-Thriller Duszejko, eine pensionierte Brückenbauingenieurin, lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Sie ist eine leidenschaftliche Astrologin und strikte Vegetarierin. Eines Tages sind ihre geliebten Hunde verschwunden. Wenig später entdeckt sie in einer verschneiten Winternacht ihren toten Nachbarn neben einer Hirschfährte.Weitere Männer aus dem Dorf sterben auf mysteriöse Weise, alle waren passionierte Jäger. Opfer von wilden Tieren? Oder lässt sich ein Vegetarier zu einem blutigen Rachefeldzug hinreißen? Der Verdacht fällt auf Duszejko … www.filmkinotext.de

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11.01.2018 THE COMMUTER von Jaume Collet-Serra, F/GB/USA 2017, 105 Min. mit Liam Neeson, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Sam Neill, Jonathan Banks, Elizabeth McGovern Thriller Seit Jahren pendelt Versicherungsmakler Michael MacCauley, ein ehemaliger Polizist, jeden Wochentag zwischen einem beschaulichen Vorort und Manhattan. Doch an diesem Abend ist alles

von David Alonso u. Enrique Gato, E 2017, 85 Min. Animationsfilm Der liebenswerte Tad Stones träumt seit seiner Kindheit davon, als Archäologe und Schatzjäger die Welt zu erkunden. Eines Tages bittet ihn sein heimlicher Schwarm, die renommierte Archäologin Sara Lavroff, ihr bei der Lösung des geheimnisvollen Rätsels um die Halskette von König Midas zu helfen.Während der Mission wird Sara vor Tads Augen von dem zwielichtigen Millionär Jack Rackham entführt. Mit vereinten Kräften beginnen Tad, sein Hund Jeff, Saras Assistentin Tiffany und die tollpatschige Mumie den Wettlauf gegen die Zeit, um Sara samt Halskette zu befreien … www.paramountpictures.de

TONY CONRAD – COMPLETELY IN THE PRESENT von Tyler Hubby, USA 2016, 96 Min. Dokumentarfilm Tony Conrad (1940–2016) war Filmemacher, Musiker, Video-Künstler und Pädagoge. Der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt, gilt Conrad bei Experten als einer der großen amerikanischen Künstler seiner Zeit. Sein fünfzigjähriges Wirken inspirierte Generationen von Kollegen und Fans: Er spielte im Experimentalfilm »Flaming Creatures« mit und nahm den Soundtrack auf. Mit Material aus dem Archiv des Künstlers. www.salzgeber.de

(Kimi no na wa.) von Makoto Shinkai, Japam 2016, 106 Min. Animationsfilm Mitsuha lebt mit ihrer kleinen Schwester Yotsuha bei ihrer Großmutter in einem japanischen Dorf. Mit ihrem Dasein in der Provinz unzufrieden, wünscht sie sich ein aufregendes Leben in der Großstadt. Dagegen wünscht sich Taki, beschaulich in der Provinz aufzuwachsen. Taki wohnt in der Millionen-Metropole Tokio, verbringt viel Zeit mit seinen Freunden und jobbt neben der Schule in einem italienischen Restaurant. Eines Tages scheint Mitsuha in seinen Körper versetzt und Taki in dem von Mitsuha. Doch das ist erst der Anfang … www.universumfilm.de



18.01.2018 DER ANDERE LIEBHABER (L‘ amant double) von François Ozon, F/B 2017, 107 Min. mit Marine Vacth, Jérémie Renier, Jacqueline Bisset, Myriam Boyer, Dominique Reymond, Fanny Sage Thriller Als sich die attraktive Chloé in ihren Psychotherapeuten Paul verliebt, scheinen all ihre Probleme gelöst. Sie zieht mit ihm zusammen, doch schon bald merkt sie, dass er ihr etwas verheimlicht. Durch Zufall entdeckt Chloé, dass Paul einen Zwillingsbruder hat, der ebenfalls Therapeut ist.Aus Neugier begibt sie sich bei diesem in Behandlung und ist schockiert. Obwohl er ihm äußerlich aufs Haar gleicht, ist Louis

das völlige Gegenteil seines Bruders – arrogant, zynisch und besitzergreifend.Trotzdem fühlt sie sich von ihm angezogen … www.weltkino.de

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DIE ANFÄNGERIN von Alexandra Sell, D 2017, 98 Min. mit Ulrike Krumbiegel, Annekathrin Bürger, Christine Stüber-Errath, Rainer Bock, Maria Rogozina Drama Mit 58 Jahren ist Dr. med Annebärbel Buschhaus in ihrem Leben zum Eisblock erstarrt. Als Ärztin zeigt sie wenig Mitgefühl, als Ehefrau wenig Liebe. In ihrer freudlosen Welt zählt nur eines: Die Meinung ihrer perfektionistischen Mutter Irene, für die nichts, was Annebärbel tut, gut genug ist. Erst recht nicht, seit sie Mutters Arztpraxis übernommen hat. Als Annebärbel auch noch kurz vor Weihnachten von ihrem Mann verlassen wird, bricht ihr sorgsam errichtetes Kartenhaus zusammen … www.farbfilm-verleih.de

BORN IN CHINA von Chuan Lu, GB/CHN/USA 2016, 79 Min. Dokumentarfilm Drei Tierfamilien in einer Welt, in die bisher nur wenige Menschen gekommen sind. Eine Panda-Mama und ihr Nachwuchs, der so langsam einen eigenen Willen entwickelt. Ein zweijähriger Affe, der sich vernachlässigt fühlt, seit er eine kleine Schwester hat, geht deswegen zu einer anderen Gruppe. Eine Schneeleopardenmutter zieht ihre zwei Jungen in einer der erbarmungslosesten Gegenden des Planeten groß. In »Born in China« lernen wir neben den unterschiedlichen Tieren auch die kontrastreiche, extreme Natur des Reichs der Mitte kennen. http://filme.disney.de

DOWNSIZING von Alexander Payne, USA 2017, 135 Min. mit Matt Damon, Christoph Waltz, Hong Chau, Kristen Wiig, Rolf Lassgård, Ingjerd Egeberg Tragikomödie Die Ressourcen der Erde neigen sich dem Ende zu, der Planet platzt aus allen Nähten. Um das Problem der Überbevölkerung zu lösen, haben norwegische Wissenschaftler eine Methode entwickelt, mit der sie Menschen schrumpfen und somit ihren Konsum enorm verringern können. Ein 12 Zentimeter kleiner Mensch verbraucht schließlich weniger Wasser, Luft und Nahrung als ein großer. Durchschnittsbürger Paul Safranek und seine Frau Audrey wollen ihr stressiges Leben in Omaha hinter sich lassen und ihr großes Glück in einer neuen »geschrumpften« Gemeinde suchen … www.paramountpictures.de

 Siehe Kritik

DIE DUNKELSTE STUNDE (The Darkest Hour) von Joe Wright, GB 2017, 125 Min. mit Gary Oldman, Stephen Dillane, John Hurt, Lily James, Ben Mendelsohn, Kristin Scott Thomas Historiendrama Als das anfängliche Kriegsglück der Nazis die britische Regierung in eine existenzielle Krise stürzt, tritt Premierminister Chamberlain im Mai 1940 zurück. Der reichlich unpopuläre Winston Churchill soll die scheinbar ausweglose Lage in den Griff bekommen. Die Öffentlichkeit und Regierungsmitglieder verlangen von ihm, mit den Nazis über einen Friedensvertrag zu verhandeln. Doch Churchill hält an seinen Überzeugung fest und kämpft für die Unabhängigkeit des Königreichs. http://upig.de

ES IST NIE ZU SPÄT von Manuel Schweizer, CH 2017, 95 Min. Dokumentarfilm Leben ist Bewegung. Und Leidenschaft ist das zu tun, was einen glücklich macht.Warum im Alter damit aufhören? In dem Film erzählen Menschen eindrucksvoll, wie man im Alter durch Lebensfreude, Ehrgeiz und Beharrlichkeit Berge versetzen kann. www.artvid.de

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FILMSTARTS HANNAH – EIN BUDDHISTISCHER WEG ZUR FREIHEIT

MARLINA – DIE MÖRDERIN IN VIER AKTEN

(Hannah: Buddhism‘s Untold Journey)

(Marlina the Murderer in Four Acts)

von Adam Penny u. Marta György-Kessler, GB/E/D/DK 2014, 90 Min., mit Hannah Nydahl, Susannah Harker, Villads Vestergaard, Esther Fallon Dokumentarfilm Es beginnt mit einer großen Liebe: Hannah und ihr Mann Ole Nydahl reisen, 1968 frisch verheiratet, auf dem Hippie Trail nach Kathmandu und begegnen dort jenem Mann, der ihr Leben für immer verändern sollte. Sie werden die ersten westlichen Schüler des 16. Karmapa, des geistigen Oberhaupts der Karma-Kagyü-Linie im tibetischen Buddhismus. Erstmals setzt ein Dokumentarfilm einer außergewöhnlichen Frau, die liebevoll »Mutter des Buddhismus« genannt wird, ein eindrucksvolles Denkmal.

von Mouly Surya, RI 2017, 90 Min. mit Marsha Timothy, Dea Panendra, Egi Fedly, Yago Pratama, Rita Matu Mona, Yayu Unru Drama Marlina lebt als junge Witwe allein im Nirgendwo einer indonesischen Insel. Eines Nachts nähert sich ein Motorradfahrer. Markus erklärt Marlina, dass bald sechs seiner Freunde kommen werden, die erst ihr Geld und Vieh stehlen werden – und sie dann mit ihm »zur glücklichsten Frau« machen und vergewaltigen werden. Zunächst soll Marlina aber erstmal eine gute Hühnersuppe zum Abendessen zubereiten. Marlina serviert bald darauf eine Mahlzeit der besonderen Art, die keiner der Männer überleben wird … www.eksystent.com

www.wfilm.de

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HILFE, ICH HABE MEINE ELTERN GESCHRUMPFT von Tim Trageser, D 2018, ca90 Min. mit Andrea Sawatzki, Anja Kling, Otto Waalkes, Julia Hartmann, Axel Stein, Lina Hüesker Komödie Es spukt wieder in der Schule von Felix. Die verhasste und vor langer Zeit verstorbene Direktorin Hulda Stechbarth treibt ihr Unwesen. Derweil ist Felix genervt von seinen Eltern. Denn kaum läuft es für ihn am Otto-Leonhard-Gymnasium so richtig gut, wollen seine Eltern mit ihm nach Dubai umziehen, weil der Vater dort einen neuen Job bekommt. Felix wünscht sich, dass die Eltern auch mal gezwungen sein sollten, das zu tun, was er will. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung, als er es erwartet hat, denn nach einem unfreiwilligen Aufeinandertreffen mit Hulda werden seine Eltern geschrumpft … www.sonypictures.de

HOT DOG von Torsten Künstler, D 2017, ca100 Min. mit Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Heino Ferch, Samuel Finzi, Christina Hacke, Anne Schäfer Actionkomödie Luke, der ehemalige GSG-9-Polizist, beseitigt Probleme am liebsten mit roher Gewalt, während der vergeblich auf eine Berufung in die Spezialeinheit hoffende Theo sich zumeist auf seinen scharfen Verstand verlässt. Die beiden gegensätzlichen Männer müssen zusammenarbeiten, als die Tochter des moldawischen Botschafters befreit werden soll. Bei ihrer Rettungsaktion im Alleingang hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung. Sie machen keine Gefangenen und kommen einer Verschwörung auf die Spur. Denn hinter der Entführung verbirgt sich mehr, als eine reine Lösegeldforderung … www.warnerbors.de

IT COMES AT NIGHT von Trey Edward Shults, USA 2017, 91 Min. mit Joel Edgerton, Christopher Abbott, Carmen Ejogo, Riley Keough, Kelvin Harrison Jr., Griffin Robert Faulkner Horrorfilm Eine tödliche Infektionskrankheit hat fast alles Leben auf der Erde ausgelöscht. Der 17-jährige Travis und seine Eltern gehören zu den letzten Überlebenden. Schwer bewaffnet leben sie in einem abgelegenen Haus im Wald. Getrieben von Angst versucht die Familie, mit ihren spärlichen Vorräten zu überleben, als ein verzweifeltes junges Paar mit seinem kleinen Sohn bei ihnen Schutz sucht. Doch die Schrecken der Außenwelt haben tiefe Spuren in den Seelen der Menschen hinterlassen, so dass bald Panik und Misstrauen zwischen den beiden Familien regieren. www.universumfilm.de

DAS MILAN-PROTOKOLL von Peter Ott, D 2017, 100 Min. mit Erol Afsin, Catrin Striebeck, Korkmaz Arslan, Henriette Nagel, Samy Abdel Fattah, Christoph Bach Drama Die deutsche Ärztin Martina wird im Irak von einer sunnitischen Gruppe entführt. Die Gefangenschaft wird zur Prüfung ihrer Wahrnehmungsfähigkeit, dann ihrer Loyalität und am Ende der Sinnhaftigkeit ihrer Existenz überhaupt. www.realfictionfilme.de

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Strandgut 01/2018

von Sophie Fiennes, USA 2017, 120 Min. Dokumentarfilm Grace Jones ist einer der letzten Paradiesvögel auf den Bühnen der Welt.Auch mit fast 70 Jahren ist sie ein vor Energie sprühender Star. Regisseurin Sophie Fiennes hat die extravagante Diva über mehrere Jahre immer wieder mit der Kamera begleitet. Sie hat ihre spektakuläre Bühnenshow gefilmt, aber auch Privates wie Familienbesuche in Jamaika, wo Jones ihre Wurzeln hat. www.ascot-elite-film.de

von Julian Pölsler, A 2017, 98 Min. mit Martina Gedeck, Matthias Brandt, Mala Emde, Julius Hagg, Alana Bierleutgeb Drama Stella, die unerfahrene, junge Studentin, ist von ihrer Mutter in Annas Haus in der Stadt untergebracht. Sie geht ahnungslos ihrem Untergang entgegen, als sie von Richard, dem Hausherrn, verführt wird. Seine Frau Anna beobachtet die Affäre mit kühlem Blick. Stella wird das Opfer einer kaputten, bürgerlichen Familienidylle, die mit allen Mitteln aufrechterhalten werden muss. Annas Niederschrift der eigenen Mitschuld ist die beklemmende Bestandsaufnahme einer einsamen Heldin, Ehefrau und Mutter. www.picturetree-international.de

25.01.2018 ANNE CLARK – I‘LL WALK OUT INTO TOMORROW von Claus Withopf, D 2017, 81 Min. Dokumentarfilm Anne Clark, Ikone der Musikgeschichte und grandiose Pionierin der Spoken Word-Kunst, steht seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne. Sie verwandelt Sprache in einzigartige Musik, etwa in »Our Darkness« und »Sleeper in Metropolis«. Ihre analogen Synthesizer-Sounds machten die düstere Poetin zu einer Wegbereiterin des Techno. Nach dem Streit mit ihrer Plattenfirma erfand sie sich in der stillen Einsamkeit Norwegens neu. www.neuevisionen.de

BEACH RATS von Eliza Hittman, USA 2017, 95 Min. mit Harris Dickinson, Madeline Weinstein, Kate Hodge, Neal Huff, Nicole Flyus, Frank Hakaj Drama Sommer auf Coney Island. Der Teenager Frankie hängt mit seinen Freunden am Strand ab, geht trainieren und raucht Gras. Doch weder seine latent aggressiven Kumpels noch Simone, mit der er eine Affäre beginnt, scheinen ihn wirklich zu interessieren. Offen seine Gefühle und sexuellen Wünsche kann er nur im anonymen Chatroom äußern, in dem er sich nachts mit älteren schwulen Männern austauscht. Nach einigem Zögern beginnt er sich mit einigen von ihnen zu treffen. Da droht sein Geheimnis aufzufliegen …

A THOUGHT OF ECSTASY von RP Kahl, D/USA/CH 2017, 90 Min. mit Rolf Peter Kahl, Deborah Kara Unger, Ava Verne, Lena Morris, Buddy Giovinazzo, Joel Cairo Romantischer Thriller August 2019. Frank erkennt in einem neu erschienenen Buch seine eigene zwanzig Jahre zurückliegende Geschichte wieder. Er erinnert sich an Marie, mit der er in Deutschland eine Beziehung hatte, bevor sie nach Amerika verschwand. Frank sucht sie in einem Land, das unter einer erdrückenden Hitzewelle erstarrt ist und sich in Misstrauen und politischer Paranoia verliert. Inspiriert von George Bataille und Jean Baudrillard, schickt Regisseur RP Kahl Frank in eine sonnendurchflutete Welt aus Verführung und Todessehnsucht.

LETZTE TAGE IN HAVANNA

www.dropoutcinema.org

(Últiimos dÍas en La Habana)

THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI

von Fernando Pérez, Kuba, E 2016, 93 Min. mit Jorge Martínez, Gabriela Ramos, Yailene Sierra, Patricio Wood, Coralia Veloz, Ana Gloria Buduén Drama Diego und Miguel leben in bescheidenen Verhältnissen in Havanna. Miguel verdient sein Geld als Tellerwäscher in einem privat geführten Restaurant. Mit den Nachbarn kümmert er sich um den AIDS-kranken Diego. Der Filmemacher Fernando Pérez erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft in einer nostalgischen Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt Havanna und ihre Bewohner. http://kairosfilm.de

WIR TÖTEN STELLA

www.salzgeber.de

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GRACE JONES: BLOODLIGHT AND BAMI – DAS LEBEN EINER IKONE

 NUR GOTT KANN MICH RICHTEN von Özgür Yildirim, D 2017, 100 Min. mit Moritz Bleibtreu, Kida Khodr Ramadan, Edin Hasanovic, Birgit Minichmayr, Peter Simonischek, Franziska Wulf Thriller Vor Jahren hat Ricky nach einem missglückten Überfall für seinen Bruder Rafael und Kumpel Latif den Kopf hingehalten. Um sich für Rickys Zeit im Knast erkenntlich zu zeigen, bietet Latif ihm ein letztes, scheinbar sicheres Ding an. Nach anfänglichem Zögern schlägt Ricky ein. Er holt seinen Bruder Rafael an Bord. Alles läuft reibungslos, bis die Polizistin Diana auftaucht und die Pläne der Jungs durchkreuzt … www.constantin-film.de

ON THE BEACH AT NIGHT ALONE (Bamui haebyun-eoseo honja) von Hong Sang-soo, ROK/D 2017, 101 Min. mit Kim Min-hee, Seo Young-hwa, Kwon Hae-hyo, Jung Jae-young, Song Seon-mi, Moon Sung-keun Drama Die junge, aufstrebende Schauspielerin Younghee hat gerade die Affäre zu einem verheirateten Mann beendet. In Hamburg, fern von ihrer Heimat Seoul, nimmt sie sich Zeit, um über die Liebe nachzudenken. Bei Spaziergängen in der Hafenstadt fragt sie sich, ob ihr ehemaliger Geliebter noch etwas für sie empfindet und was sie wirklich vom Leben erwartet. Zurück in Korea besucht Younghee die Küstenstadt Gangneung und dort ihre alten Freunde. Je weiter der Abend voranschreitet und je mehr Alkohol die Anwesenden zu sich nehmen, desto mehr wandeln sich ihre Gespräche.



von Martin McDonagh, USA 2017, 115 Min. mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Caleb Landry Jones, Kerry Condon Tragikomödie Nachdem Monate vergangen sind, ohne dass der Mörder ihrer Tochter ermittelt wurde, mietet Mildred Hayes drei Plakatwände an der Stadteinfahrt mit provozierenden Sätzen gegen den städtischen Polizeichef, den ehrenwerten William Willoughby, der nichts in dem Fall unternommen hat. Als sich der stellvertretende Officer Dixon, ein Muttersöhnchen mit Hang zur Gewalt, einmischt, verschärft sich der Konflikt zwischen Mildred und den Ordnungshütern des verschlafenen Städtchens noch weiter. www.fox.de

 Siehe Kritik

WER IST DADDY? (Father Figures) von Lawrence Sher, USA 2017, 113 Min. mit Owen Wilson, J.K. Simmons, Christopher Walken, Glenn Close, Katie Aselton, Ving Rhames Komödie Helms und Wilson spielen die Brüder Peter und Kyle Reynolds, deren exzentrische Mutter sie in dem Glauben aufgezogen hat, ihr Vater sei gestorben, als sie noch klein waren. Als sich das als Lüge herausstellt, machen sie sich auf die Suche nach ihrem wahren Vater – und erfahren über ihre Mutter mehr, als ihnen lieb ist. www.warnerbors.de

WUNDER (Wonder) von Stephen Chbosky, USA 2017, 113 Min. mit Julia Roberts, Owen Wilson, Jacob Tremblay, Izabela Vidovic, Mandy Patinkin, Erika McKitrick Drama August »Auggie« Pullmann ist zehn Jahre alt. Er ist witzig, klug und großzügig. Er hat humorvolle Eltern und eine phantastische große Schwester. Doch Auggie ist Außenseiter: Ein seltener Gendefekt hat sein Gesicht entstellt. Bisher wurde er zuhause unterrichtet und versteckte sein Gesicht am liebsten unter einem Astronautenhelm, doch nun soll er eine reguläre Schulklasse besuchen. Nach anfänglichen Problemen wendet sich alles zum märchenhaft Guten …




VCIUØDGT

KINO

18:00 Uhr

20:30 Uhr

22:30 Uhr

TOIVON TUOLLA PUOLEN Die andere Seite der Hoffnung FI/DE 2017. Aki Kaurismäki. 98 Min. OmU

CAT PEOPLE Katzenmenschen US 1942. Jacques Tourneur. 73 Min. OmspU. Mit Vorflm

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ZOOMANIA US 2016. Byron Howard, Rich Moore. 109 Min. DF. 10:30 Uhr / 13:30 Uhr / 15:30 Uhr

EILEEN GRAY - EINLADUNG ZUR REISE DE 2006. Jörg Bundschuh. 60 Min. Mit Vorfilm

I WALKED WITH A ZOMBIE Ich folgte einem Zombie US 1943. Jacques Tourneur. 69 Min. OF

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BALLERINA FR/CA 2016. Éric Summer, Éric Warin. 90 Min. DF. 10:30 Uhr / 13:30 Uhr / 15:30 Uhr

DER SCHATZ IM SILBERSEE BRD/YU/FR 1962. Harald Reinl. 111 Min.

TOIVON TUOLLA PUOLEN Die andere Seite der Hoffnung FI/DE 2017. Aki Kaurismäki. 98 Min. OmU

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DIE REISE DER PINGUINE FR 2016. Luc Jacquet. 86 Min. DF 10:30 Uhr / 13:30 Uhr / 15:30 Uhr

THE LEOPARD MAN US 1943. Jacques Tourneur. 66 Min. OF. Mit Vorfilm

BEST OF "TRICKFILM-WOCHENENDE WIESBADEN" DE/CA/US/FR/GB 2016/2017. div. 110 Min. Zu Gast: Detelina Grigorova-Greck 20:15 Uhr

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Fr

DIE PFEFFERKÖRNER UND DER FLUCH DES SCHWARZEN KÖNIGS DE 2017. Christian Theede. 99 Min. 14:30 Uhr

TESTRÖL ÉS LÉLEKRÖL Körper und Seele HU 2017. Ildikó Enyedi. 116 Min. OmU

CAT PEOPLE Katzenmenschen US 1942. Jacques Tourneur. 73 Min. OmspU. Mit Vorflm

CAT PEOPLE Katzenmenschen US 1982. Paul Schrader. 118 Min. OF

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NUR MAL SCHÖN DIE FASSUNG BEWAHREN! 90 Min. Filmvortrag: Nils Daniel Peiler 15:00 Uhr

DER SCHATZ IM SILBERSEE BRD/YU/FR 1962. Harald Reinl. 111 Min.

TESTRÖL ÉS LÉLEKRÖL Körper und Seele HU 2017. Ildikó Enyedi. 116 Min. OmU 20:15 Uhr

THE ENTITY Entity - Es gibt kein Entrinnen vor dem Unsichtbaren, das uns verfolgt US 1982. Sidney J. Furie. 125 Min. OmU

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DIE PFEFFERKÖRNER UND DER FLUCH DES SCHWARZEN KÖNIGS DE 2017. Christian Theede. 99 Min. 15:00 Uhr

I WALKED WITH A ZOMBIE Ich folgte einem Zombie US 1943. Jacques Tourneur. 69 Min. OF

ELLE FR/DE/BE 2016. Paul Verhoeven. 126 Min. OmU 20:00 Uhr

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KEINE VORSTELLUNGEN

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UNSER KURZES LEBEN DDR 1980. Lothar Warneke. 116 Min. Mit Vorfilm

THE LEOPARD MAN US 1943. Jacques Tourneur. 66 Min. OF Mit Vorfilm

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ELLE FR/DE/BE 2016. Paul Verhoeven. 126 Min. OmU

DIE WEISSE HÖLLE VON PITZ PALÜ DE 1929. Arnold Franck, G.W. Pabst. 139 Min. Musikbegleitung: Dietrich Brüggemann 20:15 Uhr

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NICK CARTER – MASTER DETECTIVE US 1939. ,CESWGU6QWTPGWT/KP1(/KV8QTƂNO

TERRA EM TRANSE BR 1967. Glauber Rocha. 106 Min. OmU 20:15 Uhr Lecture: Ismail Xavier

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Fr

DIE ROTE SCHILDKRÖTE FR/JP 2017. Michael Dudok de Wit. 81 Min. 14:30 Uhr

DAVID LYNCH: THE ART LIFE US/DK 2016. Olivia Neergaard-Holm, Rick Barnes, Jon Nguyen. 88 Min. OmU

OUT OF THE PAST Goldenes Gift US 1946. Jacques Tourneur. 97 Min. OmU

KISS ME DEADLY Rattennest US 1955. Robert Aldrich. 105 Min. OF Vorgestellt von: Bernd Neuner

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CITIZEN KANE US 1941. Orson Welles. 119 Min. OF 15:00 Uhr

CITIZEN KANE US 1941. Orson Welles. 119 Min. DF Mit Vortrag 17:00 Uhr

DAVID LYNCH: THE ART LIFE US/DK 2016. Olivia Neergaard-Holm, Rick Barnes, Jon Nguyen. 88 Min. OmU

CAT PEOPLE Katzenmenschen US 1982. Paul Schrader. 118 Min. OF

Sa

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So

DIE ROTE SCHILDKRÖTE FR/JP 2017. Michael Dudok de Wit. 81 Min. 15:00 Uhr

OUT OF THE PAST Goldenes Gift US 1946. Jacques Tourneur. 97 Min. OmU

THE SQUARE SE/DE/FR/DK 2017. Ruben Östlund. 142 Min. OmU 20:00 Uhr

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KEINE VORSTELLUNGEN

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SAUERBRUCH HUTTON ARCHITEKTEN DE 2013. Harun Farocki. 73 Min. Mit Vorfilm

BERLIN EXPRESS Berlin-Expreß US 1948. Jacques Tourneur. 86 Min. OmfU

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SOLANGE DU LEBST BRD 1955. Harald Reinl. 99 Min.

KIEV STINGL - NO ERKLAERUNGEN DE 2018. M.A. Littler, Dad Horse Ottn. 60 Min. 20:15 Uhr Filmpremiere mit Gästen

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EASY LIVING US 1949. Jacques Tourneur. 77 Min. OF

THE SQUARE SE/DE/FR/DK 2017. Ruben Östlund. 142 Min. OmU 20:00 Uhr

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LA MORT DE LOUIS XIV Der Tod von Ludwig XIV. FR/ES/PT 2017. Albert Serra. 120 Min. OmU

STARS IN MY CROWN US 1950. Jacques Tourneur. 89 Min. OmfU

THE ENTITY Entity - Es gibt kein Entrinnen vor dem Unsichtbaren, das uns verfolgt US 1982. Sidney J. Furie. 125 Min. OmU

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ZIMMER 13 BRD/FR 1964. Harald Reinl. 89 Min.

WAY OF A GAUCHO König der Gauchos USA 1952. Jacques Tourneur 95 Min. OmspU

THE HITCHER Hitcher, der Highway Killer US 1986. Robert Harmon. 97 Min. OmU

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MEIN LEBEN ALS HUND SE 1985. Lasse Hallström. 101 Min. 15:00 Uhr

GREAT DAY IN THE MORNING Skrupellos US 1956. Jacques Tourneur. 92 Min. OF

A THOUGHT OF ECSTASY DE 2017. RP Kahl. 90 Min. OmU 20:15 Uhr Zu Gast: RP Kahl

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KEINE VORSTELLUNGEN

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DIDI CONTRACTOR - MARRYING THE EARTH TO THE BUILDING CH/DE 2016. Steffi Giaracuni. 80 Min. OmU. Mit Vorfilm und Gästen

WAY OF A GAUCHO König der Gauchos USA 1952. Jacques Tourneur 95 Min. OmspU

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YOU ONLY LIVE TWICE James Bond 007 - Man lebt nur zweimal GB 1967. Lewis Gilbert. 117 Min. OF

LA MORT DE LOUIS XIV Der Tod von Ludwig XIV. FR/ES/PT 2017. Albert Serra. 120 Min. OmU

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NIGHTFALL US 1956. Jaques Tourneur. 78 Min. OF

SEM ESSA, ARANHA BR 1970. Rogério Sganzerla. 102 Min. OmeU 20:15 Uhr Lecture: Fernão Pessoa Ramos

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WESTERN DE/BG/AT 2017. Valeska Grisebach. 121 Min. OmU

NIGHTFALL US 1956. Jaques Tourneur. 78 Min. OF

SEN TO CHIHIRO NO KAMIKAKUSHI Chihiros Reise ins Zauberland JP 2001. Hayao Miyazaki. 125 Min. DF Vorgestellt von: Alexander Breit

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YOU ONLY LIVE TWICE James Bond 007 - Man lebt nur zweimal GB 1967. Lewis Gilbert. 117 Min. OF

UNA MUJER FANTÁSTICA Eine fantastische Frau CL/DE/ES/US 2017. Sebastián Lelio. 104 Min. OmU

THE HITCHER Hitcher, der Highway Killer US 1986. Robert Harmon. 97 Min. OmU

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NIGHT OF THE DEMON Der Fluch des Dämonen GB 1957. Jacques Tourneur. 95 Min. OmfU

WESTERN DE/BG/AT 2017. Valeska Grisebach. 121 Min. OmU 20:00 Uhr

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Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail mittwochs über Kino- und Ausstellungs-Programme.

HEXE LILLI - DER DRACHE UND DAS MAGISCHE BUCH DE 2008. Stefan Ruzowitzky. 89 Min. 15:00 Uhr

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KEINE VORSTELLUNGEN

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Anmeldung unter www.deutsches-filmmuseum.de

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EXHIBITION GB 2013. Joanna Hogg. 104 Min. OmU. Mit Vorfilm

NIGHT OF THE DEMON Der Fluch des Dämonen GB 1957. Jacques Tourneur. 95 Min. OmfU

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2TQITCOOJGHV Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.

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UNA MUJER FANTÁSTICA Eine fantastische Frau CL/DE/ES/US 2017. Sebastián Lelio. 104 Min. OmU

#HTKEC#NKXG ERÖFFNUNGSFILM 20:15 Uhr

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Kino im Filmmuseum Januar 2018 Kinohighlights 2017 Jacques Tourneur Frau Architekt Klassiker & Raritäten: Karin Dor

Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Eintrittspreise Kino Eintritt regulär: 7,00 Euro, ermäßigt: 5,00 Euro Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,00 Euro Zuschlag Kinocard Gültigkeit 1 Jahr, ermöglicht ermäßigten Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,00 Euro, ermäßigt: 20,00 Euro Ticket: je 4,00 Euro, erm.: 3,00 Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Kinderkino Kinder und begleitende Erwachsene: je 3,50 Euro Frankfurt-Pass-Inhaber erhalten den ermäßigten Eintrittspreis. ƂNOECHÅ Das filmcafé hat immer von Museumsöffnung bis zum Beginn der letzten Filmvorführung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Ausstellung Dauerausstellung Di - So 10.00 - 18.00, Mi 10.00 - 20.00, Mo geschlossen Eintrittspreise: 6 Euro, ermäßigt: 3 Euro Abgedreht! Die Filmfabrik von Michel Gondry (Bis 28. Januar 2018) Eintritt frei Geschlossene Gruppen können das Angebot kostenpflichtig exklusiv buchen. www.deutsches-filmmuseum.de

MEIN LEBEN ALS HUND SE 1985. Lasse Hallström. 101 Min. 14:30 Uhr

HEXE LILLI - DER DRACHE UND DAS MAGISCHE BUCH DE 2008. Stefan Ruzowitzky. 89 Min. 14:30 Uhr

Jacques Tourneur

Kinohighlights

Frau Architekt

Lecture & Film

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT

Klassiker & Raritäten OmeU Original mit engl. UT

Late Night

Treppe 41

OmfU Original mit franz. UT

Kinderkino

Specials

OmspU Original mit span. UT Strandgut 01/2018

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KINO

PROGRAMM 1| 2018 Filmkunst in Wiesbaden Kinotermine (Auswahl): Fr 5.1. 20.15 And the Oscar goes to… THE SQUARE Regie: Ruben Östlund, SE/DE/DK/FR 2017, OmU Sa 6.1. 20.15 And the Oscar goes to…

BATTLE OF THE SEXES – GEGEN JEDE REGEL

BATTLE OF THE SEXES – GEGEN JEDE REGEL

Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris, US 2017, DF Fr 12.1. 18.00 Das Murnau-Gästebuch MALEIKA Regie: Matto Barfuss, DE 2017, DF Mi 17.1. 17.45 125. Geburtstag Conrad Veidt

DER SCHWARZE HUSAR Regie: Gerhard Lamprecht, DE 1932 Einführung: Dr. Manfred Kögel Mi 17.1. 20.00 Kinoseminar Filmpropaganda KOLBERG Regie: Veit Harlan, DE 1943-45, Einführung und Filmbesprechung: Horst Walther, MA (Institut für Kino und Filmkultur)

KOLBERG

Sa 20.1. 20.15 Festival-Nachlese A GHOST STORY Regie: David Lowery, US 2017, DF So 21.1. 18.00 Festival-Nachlese DIE LEBENDEN REPARIEREN Regie: Katell Quillévéré, FR/BE 2016, DF

DIE LEBENDEN REPARIEREN

Do 25.1. 20.15 Festival-Nachlese

ON THE BEACH AT NIGHT ALONE Regie: Sang Soo-Hong, KR 2017, OmU

Fr 26.1. 20.00 Filmemacher zu Gast FORGET ABOUT NICK Regie: Margarethe von Trotta, DE 2017, DF Gespräch mit der Regisseurin im Anschluss FORGET ABOUT NICK

Das gesamte Kinoprogramm unter www.murnau-stiftung.de

Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | Deutsches Filmhaus | Murnau-Filmtheater (gegenüber Kulturzentrum Schlachthof ), Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden, Telefon 0611 - 97708-41 (Mo - Fr 10 - 12 Uhr), filmtheater@murnau-stiftung.de Informationen und Newsletter-Anmeldung unter www.murnau-stiftung.de Öffentliche Verkehrsmittel: Hauptbahnhof Wiesbaden (Fußweg: ca. 10 min.) Kinovorstellungen: Mi - So (weitere Vorstellungen gemäß Ankündigung) Eintritt: 7 € / 6 € ermäßigt, Aufpreis bei Sonderveranstaltungen Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden.

ARTHOUSE KINOS FRANKFURT PROGRAMM JANUAR HARMONIE

CINÉMA

Arthouse Kino Sachsenhausen

Arthouse Kino Hauptwache

Am Lokalbahnhof

Roßmarkt 7

069 66 37 18 36

069 21 99 78 55

THE KILLING OF A SACRED DEER ab 28. Dezember mit Colin Farrell, Nicole Kidman u. a. DIE SPUR ab 4. Januar von Agnieszka Holland DOWNSIZING ab 18. Januar von Alexander Payne, mit Matt Damon, Christoph Waltz u. a. IT COMES AT NIGHT ab 18. Januar FANTASY FILM FESTIVAL WHITE NIGHTS am 20. und 21. Januar ANNE CLARK - I`LL WALK OUT INTO TOMORROW Sondervorstellung am 19. Januar um 20.45 Uhr THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI ab 25. Januar von Martin McDonagh, mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell u. a.

DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG ab 4. Januar mit Helen Mirren, Donald Sutherland u. a. GREATEST SHOWMAN ab 4. Januar mit Hugh Jackman, Michelle Williams, Zac Efron u. a. WONDER WHEEL ab 11. Januar von Woody Allen, mit Kate Winslet, James Belushi, Justin Timberlake u. a. DER ANDERE LIEBHABER ab 18. Januar von Francois Ozon DIE DUNKELSTE STUNDE ab 18. Januar von Joe Wright, mit Gary Oldman, Stephen Dillane u. a. WUNDER ab 25. Januar mit Julia Roberts, Owen Wilson, Jacob Tremblay u. a.

WWW.ARTHOUSE-KINOS.DE

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KINO

65 Jahre

jovi meckert 105

in 4K | 2K | 2x 35mm | 16mm

Mo 08. Januar 2018

20:15 Uhr

Die Misandristinnen (OmU) R: Bruce LaBruce, DE 2017, 91 min, DCP + Vorfilm Mi 10. Januar 2018

20:15 Uhr

Chinatown (OmU) R: Roman Polanski, US 1974, 131 min, DCP + Vorfilm Mo 15. Januar 2018

20:15 Uhr

KĂśrper und Seele (OmU) R: IldikĂł Enyedi, HU 2017, 116 min, DCP + Vorfilm Mi 17. Januar 2018

20:15 Uhr

God‘s Own Country (OmU) R: Francis Lee, GB 2017, 104 min, DCP + Vorfilm

SIE HAT EINEN KRIEGSVERBRECHER VOR GERICHT GEBRACHT. AUCH DU KANNST GROSSES BEWEGEN. SEI DABEI. AUF AMNESTY.DE

Mo 22. Januar 2018

20:15 Uhr

Berlin Babylon R: Hubertus Siegert, DE 2001, 93 min, 35mm + Vorfilm Mi 24. Januar 2018

20:15 Uhr

Baby Drive (OmU) R: Edgar Wright, GB/US 2017, 113 min, DCP + Vorfilm Fr 26. Januar 2018

20:15 Uhr

Double Feature PrĂźgel dich durch Die HĂślle - Inferno (OF) R: Stefan Ruzowitzky, AT/DE 2017, 92 min, DCP Plan B - Scheiss auf Plan A (OF) R: Ufuk Genc, Michael Popescu, DE 2017, 103 min, DCP

Eintritt: 3 Euro | Double Feature: 5 Euro Pupille e.V. – Kino in der Uni Studierendenhaus Campus Bockenheim Ffm MertonstraĂ&#x;e 26-28, 60325 Frankfurt

www.pupille.org

%MMERICH *OSEF 3TRA&RANKFURT 4EL  lLMFORUM HOECHST

PROGRAMM JAN. 2018

Woche 1. – 4.1. Detroit (OmU) Kathryn Bigelow, USA 2017, 142 min Mo – Mi, 19.30 Uhr

Patients – Lieber leben (OmU) Mehdi Idir, Grand Corps Malade, FR 2016, 111 min. Do, Sa, Mo, Mi 18.30 / Fr, So, Di 20.30 RÊparer les vivants – Die Lebenden reparieren (OmU) Katell QuillÊvÊrÊ, FR 2016, 104 min. Do, Sa, Mo, Mi 20.30 / Fr, So, Di 18.30

Woche 18– 24.1. Gauguin (OmU) Edouard Leduc, FR 2017, 102 min. Do, Mo, Di 18.30 / Fr, So, Mi 20.30 KinderďŹ lme jeweils freitags um 14.30 Uhr und sonntags um 15.00 Uhr

Und die Erfolge sind ja denn auch frappierend. Während wir frĂźher die Postbeamten hatten, mit Beihilfe- und Pensionsanspruch, haben wir jetzt ein Heer mindestlohngeschĂźtzter und ein noch grĂśĂ&#x;eres Heer subunternehmender Paketausfahrer konkurrierender Logistikunternehmen. Und statt einem eintĂśnig gelben Paketauto stellen jetzt mindestens fĂźnf unterschiedlich bemalte die StraĂ&#x;en voll, um uns alle mit den online erworbenen Produkten zu beglĂźcken. Dank Deregulierung kann nun auch der Versandhändler Amazon noch ins Logistikgeschäft einsteigen. Amazon ist ja nun wirklich der existierende Beweis dafĂźr, dass Konkurrenz das Geschäft eben nicht belebt. So verstärkt die Deregulierung staatlicher Monopole die Bildung privater Monopole, die dann aber Ăśffentlicher Kontrolle entzogen sind.

Meres tou 36 - Tage von 36 (OmU) Theo Angelopoulos, Griechenland 1973, 105 min. Mit EinfĂźhrung! Sa, 18.30

Woche 25.1. – 31.1.

Vielleicht wäre ein bisschen Staatsmonopol ja gar nicht so schlecht. Kommt halt immer auch auf den Staat an.

Django – Ein Leben fĂźr die Musik (OmU) Ăˆtienne Comar, FR 2017, 117 min. Do, Sa, Mo, Di 18.30 / Fr, So, Mi 20.30

Woche 11 – 17.1.

Die Ă„lteren unter uns kennen ihn noch, diesen klassenkämpferischen KĂźrzelbegriff, der in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts so manches Jungsozialistenherz hĂśher schlagen lieĂ&#x;. Stamokap war das Zauberwort, mit dem die Maske vom freundlich scheinenden Gesicht unserer kapitalistischen Gesellschaft gerissen wurde: der „staatsmonopolistische Kapitalismus“. Also jene Endform des kapitalistischen Systems, das sich nach der strengen marxistisch-leninistischen Lehre nicht nur monopolistisch organisierte, sondern sich der Konkurrenz mit Hilfe eines willfährigen Staates entledigte und sich so die Herrschaft Ăźber die Produktionsmittel, die Menschen und die ganze Welt sicherte. Ja, ich weiĂ&#x;, das ist jetzt etwas vereinfacht wiedergegeben, schlieĂ&#x;lich wurde die systemkritische Analyse in meterdicken Werken wissenschaftlich, na ja, fast wissenschaftlich aufgearbeitet und in stundenlangen Diskussionen in verräucherten Stuben, WG-KĂźchen, politischen Versammlungen und auch in HĂśrsälen bis ins Detail durchgekaut. Und noch heute kokettieren fĂźhrende Kräfte unserer Gesellschaft damit, auch mal Stamokap gewesen zu sein. Und sie waren vielleicht auch diejenigen, die dann zwanzig Jahre später in den Neunzigern begannen, mit den Monopolen aufzuräumen. In Ermangelung von ZugriffsmĂśglichkeiten auf die privaten Monopole, auf die Konzerne und Banken nahm man sich die Ăśffentlich kontrollierten Staatsmonopole zur Brust. Das nannte man dann Deregulierung, war aber wohl eher ungeregelte Privatisierung.

Wen sollte es denn eigentlich verwundern, wenn die frßhere Staatsfluggesellschaft Lufthansa sich nach der deregulierten Privatisierung nun auch wie ein Marktunternehmen verhält. Da geht Air Berlin pleite, weil der Sponsor aus den Scheichtßmern der Emirate nicht mehr zahlen will. Die Lufthansa kauft einen Teil aus der Konkursmasse und ßbernimmt einen Teil der Beschäftigten. Dass den anderen angeboten wird, sich bei der konzerneigenen Billigtochter zu wohl schlechteren Bedingungen neu bewerben kÜnnen, fßhrt ausgerechnet auch bei den Deregulierungsfans zu EmpÜrung. Die Alternative wäre Arbeitslosigkeit oder der Aufkauf durch eine Billigfluglinie à la Ryanair mit den entsprechenden Arbeitsbedingungen. Der Ausstieg der Lufthansa aus dem Deal mit der Urlaubslinie Nikki hat die Situation der 1.000 Beschäftigten ja nun auch nicht gerade verbessert. Und auch das Jammern ßber mÜgliche Preissteigerungen im innerdeutschen Luftverkehr nach Wegfall der Konkurrenz ist eigentlich absurd. Innerdeutsche Flßge kÜnnen nicht teuer genug sein, um mit diesen Unsinn endlich aufzuhÜren.

Woche 5 – 10.1.

Un beau soleil interieur – Meine schÜne innere Sonne (OmU) Claire Denis, FR 2017, 94 min. Do, Sa, Mo, Di 20.45 / Fr, So, Mi 18.30

Es lebe das Staatsmonopol

Š 2017 Loving Vincent

Loving Vincent (DF) Dorota Kobiela, Hugh Welchman, GB/ Polen 2017, 94 min. Do, Sa, Mo, Di 20.30 / Fr, So, Mi 20.30 AUFBLENDE E. V. PRĂ„SENTIERT

Aus dem Nichts Fatih Akin, D 2017, 106 min. Do, So, 18.30 / Fr, Sa, Mo, Di, Mi 20.30

Jochen Vielhauer

Die Unsichtbaren – Wir wollen leben Claus Räe, D 2017, 110 min. Do, So, 20.30 / Fr, Sa, Mo, Di, Mi 18.30

www.ďŹ lmforum-hĂśchst.de Strandgut 01/2018

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TANZ © Sarah Mistura

Schmetterlinge im Bauch

Eintänzer im Blick

Ausblick Gallus Theater 1: Die Offenbacher Vlasowa und Pawlica tanzen »Liebe« in Frankfurt Die Liebe ist ein seltsames Spiel und gerade deswegen eine unerschöpfliche künstlerische Quelle. Internet-Plattformen und digitale What‘s-App-Kommunikation haben daran nichts geändert. Das in Offenbach neu beheimatete Tanztheaterduo Vlasowa/Pawlicza hat das Phänomen zum Thema seiner zweiten abendfüllenden Arbeit gemacht. Auf einer gemeinsamen »Reise durch die bewegenden Gefühlswelten« erforschen seine Choreografien die Liebe tänzerisch in ihren verschiedensten Erscheinungsformen und Facetten: von den Schmetterlingen im Bauch bis zur rasenden Eifersucht, von ausufernder Zärtlichkeit bis zur blinden Aggression. Dabei greifen die in der Ukraine und Polen geborenen Künstler, die sich nach der Ausbildung in Köln (Katerina Vlasova) und Mannheim/London (Amadeus Pawlica) am Theater

© Sarah Mistura

Lüneburg in jedem Sinne gefunden haben, für ihre Mischung aus Tanz und Sprache auf literarische Texte von Thomas Brasch, Richard David Precht und anderen Autoren zurück. »Basierend auf einer soliden klassischen Technik nutzen sie das Vokabular des zeitgenössischen Tanzes. Inspiriert werden ihre Choreografien häufig durch Elemente aus Volkstänzen oder etwas in Vergessenheit geratenen Tanzstilen der Vergangenheit, wie z.B. dem »Danse Apache«, verrät das Programm des Gallus Theaters. »Liebe« wurde im Oktober erfolgreich im Theateratelier Offenbach uraufgeführt. »Die anspruchsvolle und schöne Choreografie überzeugte durch ausdrucksstarken Tanz, gelungene Musikauswahl und facettenreiche Auseinandersetzung mit dem Thema«, urteilte das Offenbacher Stadtmagazin »Mut & Liebe«. Nicht nur Musik von Vivaldi und Chopin, sondern auch von Mia oder Robby Williams haben die beiden in eine Arbeit eingebaut, die für sie ein modernes Romeo & Julia geworden sei, in dem sich jeder finden könne. Auch für Frankfurter Tanz-Fans sind Vlasowa/Pawlica keine Unbekannten mehr. Im vergangenen September haben sie im Gallus Theater bereits ihre erste Tanzproduktion »NA ZD(O)ROWJE« vorgestellt, ein amüsantes und bewegendes Sittengemälde mit starkem osteuropäischen Touch. Gisbert Gotthardt Termine: 11., 12. Januar, 20 Uhr www.gallustheater.de

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© Gallustheater

Ausblick Gallus Theater 2: In Kooperation mit Turin und Lyon startet das erste Tanzfestival »Solocoreografico Frankfurt« Stuttgart hat schon seit 21 Jahren eines, Bonn und Ulm erst seit kurzem. Jetzt kriegt auch Frankfurt sein Solotanzfestival. Und weil dieses Ende Januar in Kooperation mit einem anderen bereits bewährten in der norditalienischen Kulturmetropole Turin aus der Taufe gehoben wird, schreibt das Gallus Theater dieses Event nun als »Solocoreografico Frankfurt – International Solo Dance Showcase« aus und lädt Frankfurts Tanz-Fans dazu ein, »an einem äußerst abwechslungsreichen und anregenden Abend« teilzunehmen. Für Abwechslung und Anregung sorgen sollen dort die unterschiedlichsten Tanzstile und Choreografien für Solotänzer von jungen Choreografen und Tänzern,

aber auch erfahrenen Profis aus ganz Europa. Nicht umsonst gilt der Solotanz als die größte Herausforderung des Genres. Initiator und künstlerischer Leiter dieser neuen Tanzplattform ist der Choreograf Raffaele Irace, der auch im Artistic Department der Dresden Frankfurt Dance Company tätig ist. Mit im neuen Solotanzboot sitzt überdies die Frankfurter Partnerstadt Lyon mit ihrer breits etablierten Veranstaltung »1, 2, 3 – SOLI« des Choreografen Hallet Egayan. gt Termin: 27. Januar, 20 Uhr www.gallustheater.de

Forever schön Kammerspiele Mainz: Delattre Dance tanzt Dorian Gray

Nichts weniger als einen »Rausch der Sinne« versprechen sich die Mainzer Kammerspiele, die Hauptspielstätte der Delattre Dance Company, von deren neuem Handlungsbalett »Das Bildnis des Dorian Grey«. Das muss nicht verwundern, denn Oscar Wildes einziger Roman,

dem die Choreografie folgen wird, dreht sich um Dekadenz und Hedonismus ausgangs des 19. Jahrhunderts im sündigen London. Sein Protagonist Dorian Gray ist seither der Inbegriff des Narziss und gewissermaßen Vorreiter der heutigen Ich-Kultur. Ballett-Chef und -Gründer Stéphen Delattre werde den Figuren mit seiner ganz eigenen Bewegungssprache neues Leben einhauchen, kündigt das Haus zur Premiere eine »frische, neo-klassische und moderne Ballettfassung« an, zu der wie gehabt Davidson Jaconello die Musik und Martin Opelt das Bühnenbild liefern werden. gt Termine: 25., 26. Januar jeweils 20 Uhr; 28. Januar 18 Uhr www.mainzer-kammerspiele.de


TANZ

© Catherine Vitte

VORGEFÜHRT >> Unendlich traurig: Hanno Hener ist tot. Der Mentor der freien Theaterszene in Darmstadt, Gründer und Leiter der Theaterquarantäne und Gründer des Sprungturmfestivals steuerte am 23. November bei einer Kollision Fahrrad gegen LKW das unterlegene Gefährt und starb. Seine im Dezember-Strandgut angekündigte Baal-Inszenierung wurde abgesagt. >> Cornelia Niemann, Schauspielerin und einst Mitglied des TAT-Ensembles, hat ein Stück für Jugendliche ab 14 Jahren verfasst, das im Theaterhaus uraufgeführt wird. Titel: »Möchten Sie Ihren Vater in den Papierkorb verschieben?«. Thema ist aber nicht das Internet, sondern eine Spurensuche in der deutschen Vergangenheit. Niemanns Collage aus Musik, Film und Spiel basiert auf dem Buch »Der Vater – eine Abrechnung« von Hans Frank und dem Stück »Der Koffer« von Malgorzata Sikorska-Miszczuk. Premiere am 26.1. ( 19 Uhr) . www.theaterhaus-frankfurt.de

Trixi tanzt um ihr Leben Ausblick Staatstheater Darmstadt/Wiesbaden: Beatrice Cordua in Nicole Seilers Choreografie »The Wanderers Peace« Nein, es ist keine Neuauflage von Franz Schuberts »Winterreise«, die sich hinter dem Titel vom Wanderer-Frieden verbirgt. Aber ganz so weit weg davon ist es auch nicht, was sich da im vergleichsweise intimen Rahmen des Darmstädter Kammerspiels und dem vergleichsweise großen des Kleinen Hauses am Hessischen Staatstheater Wiesbaden anbahnt. Ein Gedicht der US-amerikanischen Schauspielerin Edith Bouvier Beale steht Titelpate beim Gastspiel der Schweizer Companie Nicole Seiler mit der deutschen Ballettlegende Beatrice Cordua. Seilers Hommage ist ein Solo, ein Alleingang, mit dem diese Weltenwanderin des modernen Tanzes ihre fünf Jahrzehnte umspannende faszinierende Lebensgeschichte, die auch eine des Tanzes ist, erinnert – und tanzt. Noch immer tanzt, sollte man dazu sagen. Cordua ist 76 Jahre alt und weiß ihr Publikum in dieser Schau noch immer mitzunehmen auf ihre Reisen. Nicole Seiler hat die dokumentarische Performance vor gut anderthalb Jahren mit filmischen Szenen auf einer Großleinwand, die eher szenische Untermalungen als Rückblicke sind, und einem enormen Repertoire an Geschichten und Anekdoten choreografiert, die Trixi Cordua, an einem kleinen Tisch in einem weißen priesterlich anmutenden Gewand sitzend, erzählt, um ein ums andere Mal, von Clips

oder Musik angetrieben und inspiriert, aufzustehen und ihre Kunst darzubieten. Die heute in Berlin lebende Künstlerin hat nach dem Besuch einer Ballettschule in London mit Choreografie-Legenden wie Todd Bolender, John Neumeier und Johann Kresnik zusammengearbeitet und verkörpert mit ihren spektakulären Darbietungen zugleich deutsche Ballettgeschichte. Zu dieser gehört auch der zum Skandal aufgebauschte Nacktauftritt 1972 in John Neumeiers berühmter und inzwischen als Klassiker immer wieder neubelebter Frankfurter Inszenierung von Igor Strawinskys »Le Sacre du Printemps«. Der USAmerikaner leitete von 1966 bis 1969 als Nachfolger von Todd Bolender die vor etwa 15 Jahren von

politischen Haushaltssanierern der CDU abgeschafften Ballett-Sparte der Städtischen Bühnen. Immerhin leben die Darmstädter und die Wiesbadener Ballettsparten im so genannten Hessischen Staatsballett fort, das nach dem zeitgleichen Intendantenrevirement der beiden Häuser vor bald drei Jahren vollzogen wurde. Das Gastspiel mit Beatrice Cordua läuft in der zum neuen Konzept gehörenden Einladungsreihe des von Tim Plegge geleiteten Ensembles. Gisbert Gotthardt Termine Staatstheater Darmstadt 10., 11. Januar, jeweils 20 Uhr Termine Staatstheater Wiesbaden 13., 14. Januar, jeweils 20 Uhr www.staatstheater-darmstadt.de www.staatstheater-wiesbaden.de

>> Kostenlose Kinderabgabe: Den nächsten kostenlosen Betreuungsservice für die Kinder von Opernfans in Frankfurt wird es am 28. Januar für Richard Strauss‘ »Capriccio« geben. Beginn um 15.30 Uhr, Anmeldung erforderlich: Tel. 069/ 212 37 348. >> Expansion: Die Interkulturelle Bühne von Yusuf Kilic will Anfang des Jahres in der Berger Straße 253 einen Salon eröffnen, in dem es freie Lesungen, Konzerte, Liederabende und was auch immer geben soll, aber niemanden, der Eintritt kassiert. Erster Termin ist der 18. Januar mit Uschi und Günni und ihrem Programm »Armes Deutschland« >> Vorverkauf läuft: »Horribilis von Huckevoll« heißt das neue Stück von Barock am Main im Hof der Höchster Porzellanmanufaktur. Es spielt erstaunlich früh vom 30. Mai bis 24. Juni, stammt von Andreas Gryphius, ist nicht nur von Rainer Dachselt verhessischt und sofort buchbar. www.barock-am-main.de >> Der Ball ist rund: »Aus Tradition anders« heißt das Lilien-Musical, das am 28. April im Staatstheater Darmstadt Premiere feiern soll. Das Duo Martin Berger (Text)/Jasper Sonne (Komponist) will im Sound der Seventies die erste Bundesliga-Visite der 98er (1978/79) in einer Zeit beleuchten, als viele Fußballer noch tagsüber Berufen nachgingen und nach dem Training ins Darmstädter Cabaret »Las Vegas«. >> Triefend zum Fest: Da dieses Heft noch vor Weihnachten erscheint, sei der Hinweis auf das grandiose Fliegende-Volksbühne-Duo Sabine Fischmann/Michael Quast erlaubt. Aus ihrem Oper-à-troix-Repertoire, das Rhodri Briton am Piano einbezieht, bieten sie am 27.–29. Dezember im Mousonturm die schmalzigste aller Operetten »Zum Weißen Rössl«. www.mousonturm.de

© Catherine Vitte

Strandgut 01/2018

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THEATER

Premieren im Januar Frankfurt

Darmstadt

   Theater

   Theater

8BAR LEBEN!

DER MENSCHENFEIND

Lieder fĂźr eine bessere Verfassung Regie und Ausstattung: Daniela Kranz Studiojahr Schauspiel Panorama Bar Schauspielhaus, 28.1.2018, 20.30 Uhr www.schauspielfrankfurt.de

von Molière Regie: Maria Viktoria Linke. Mit Christoph Bornmßller, Samuel Koch, Christian Klischat, Jessica Higgins, Katharina Hintzen u.a. Staatstheater, 25.(Premiere)+26.1.2018, 19.30 Uhr www.staatstheater-darmstadt.de

   Theater

ACH SO EIN DING

Mainz

Interkulturelle BĂźhne, 19.1.2018, 20 Uhr(Premiere); 21.1.2018, 17 Uhr www.interkulturelle-buehne.de

   Tanz

Regie: Yusuf Kilic. Mit Reiner HĂśrger, Andrea JĂźnger, Susanne Flade, Monika Reif u.a.

   Theater

AM KĂ–NIGSWEG

von Elfriede Jelinek Regie: Milos Lolic. Mit Michael SchĂźtz, Wolfgang Vogler, Nils Kreutinger, Heidi Ecks, Sarah Grunert, Luciano Hiwat Kammerspiele, 12.(Premiere), 13.+22.1.2018, 20 Uhr; 28.1.2018, 18 Uhr www.schauspielfrankfurt.de    Tanz

LIEBE

Choreographie und Tanz: Katerine Vlasova und Amadeus Pawlica Gallus Theater, 11.+12.1.2018, 20 Uhr www.gallustheater.de    Theater

LIEBE UND ANDERE MERKWĂœRDIGKEITEN

Der Heiratsantrag von Anton Tschechow GlĂźckliche Tage nach Samuel Beckett Mit Martin F. Hemdlhofer, Natasha Ort, Gregor Lamprecht, Anette Quentel, Nina Tratz Interkulturelle BĂźhne, 26.(Premiere)+27.1.2018, 20 Uhr; 28.1.2018, 17 Uhr www.interkulturelle-buehne.de    Theater

ROMEO UND JULIA

von William Shakespeare Regie: Marius von Mayenburg. Mit Jakob Benkhofer, Torsten Flassig, Sarah Grunert, Nils Kreutinger, Matthias Redlhammer, Fridolin Sandmeyer, Michael SchĂźtz Schauspielhaus, 20.1.2018, 19.30 Uhr (Premiere); 21.1.2018, 18 Uhr www.schauspielfrankfurt.de    Theater

DAS SCHLOSS

nach Franz Kafka Regie und BĂźhne: Robert Borgmann. Mit Katharina Bach, Isaak Dentler, Altine Emini, Stefan Graf, Katharina Knap, Max Mayer u.a. Schauspielhaus, 13.(Premiere), 17., 18., 22., 26.+29.1.2018, 19.30 Uhr www.schauspielfrankfurt.de

Ballett von StĂŠphen Delattre nach dem Roman von Oscar Wilde Delattre Dance Company Mainzer Kammerspiele, 25.(Premiere)-27.1.2018, 20 Uhr; 28.1.2018, 18 Uhr www.mainzer-kammerspiele.de    Theater

von Sebastien ThiĂŠry Regie: Oliver Blank. Mit Julia Prochnow, Axel Schwenk, Tim Grothe, Oliver Blank, Maroin Mhadhbi Mainzer Kammerspiele, 11.(Premiere)-13.1.2018, 20 Uhr www.mainzer-kammerspiele.de

Offenbach    Theater

DIE BEFRISTETEN

von Elias Canetti szenische Lesung mit dem Amateurtheater Träumerei Regie: Sarah C. Baumann Theater im t-raum, 27.1.2018, 20 Uhr www.of-t-raum.de

Wiesbaden    Theater

DIE ANTIGONE DES SOPHOKLES

Nach der HĂślderlinschen Ăœbertragung fĂźr die BĂźhne bearbeitet von Bertolt Brecht Regie: Manfred Karge Staatstheater, 20.(Premiere), 26.+27.1.2018, 19.30 Uhr www.staatstheater-wiesbaden.de    Theater

DIE ODYSSEE - EINE IRRFAHRT IN SIEBEN BILDERN

Regie: Claudia Stump. Mit Hanna Bienefeld, Gabi Bleeker, Karin Bleeker, Torsten Helker u.a. Franz das Theater thalhaus, 13.(Premiere), 18.-20.1.2018, 19.30 Uhr; 14.+21.1.2018, 17 Uhr www.thalhaus.de

WIR SIND DIE NEUEN

nach dem gleichnamigen Film von Ralf Westhoff Regie: RenĂŠ Heinersdorff. Mit Simone Rethel, Joachim H. Luger, Lutz Reichert, Katarina Schmidt, Julie Stark, Florian Gierlichs Fritz RĂŠmond Theater, 4.(Premiere)-31.1.2018; Di.-Sa., 20 Uhr; So., 18 Uhr www.fritzremond.de

DROGENNOTRUF 0 69 - 6 2345 1 Anonyme Telefonberatung fĂźr: "ETROFFENEs!NGEHĂšRIGEs &REUNDEs0ARTNER 4Ă‹GLICHV 5HR 3ONN U&EIERTAGEV 5HR

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Der Tod und das Pärchen Ausblick Schauspiel Frankfurt: Romeo und Julia in der HÜlle von Verona

WER IST MONSIEUR SCHMITT?

   Theater

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Š Thomas Aurin

DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY

Das halbe Paket zum vollen Preis: Das wird gewiss nicht die einzige Erinnerung bleiben, die man nach der Vorstellung von ÂťRomeo und JuliaÂŤ am Schauspiel Frankfurt mit nach Hause nimmt. Aber eine prägende, selbst wenn sie nicht ganz stimmt. Zum Besuch des von Marius von Mayenburg inszenierten Shakespeare-Klassikers gehĂśrt nämlich, dass die Zuschauer sich vorab entscheiden, ob sie lieber bei den Capuletsauf der BĂźhne oder im Parkett bei den Montagues sitzen wollen. Sprich: Ob sie das tragische Geschehen um eine Liebe in Zeiten von Hass und Finsternis aus der Perspektive von Julias Familie oder aus der ihrer Feinde verfolgen wollen.Mehr als die gewählte Seite sehen sie zumindest nicht live, weil zwischen beiden eine ÂťFriedensmauerÂŤ hochgezogen ist. Das, was im jeweiligen DrĂźben passiert, wird von Handvideos auf die Trennwand projiziert. All das geht aus der AnkĂźndigung des Frankfurter Schauspiels und aus den hin und her wogenden Besprechungen der Bochumer Premiere im vergangenen März hervor. ÂťRomeo und JuliaÂŤ gehĂśrt zu den StĂźcken, die Intendant Anselm Weber fertig nach Frankfurt bringt. Der franzĂśsische BĂźhnenbildner StĂŠphane LaimĂŠ, von dem auch die groĂ&#x;flächige Sitz- und Spielordnung fĂźr ÂťRichard IIIÂŤ stammt, entwickelte diesesSinnbild einer unversĂśhnlichen Spaltung der Gesellschaft, zu der sich mäuerlich gewiss reichlich assoziieren lässt im politischen Gestern und Heute. Von Mayenburg, soviel darf wohl verraten werden, sieht die Geschichte der beiden Jugendlichen weniger als Edelromanze in einer von Hass und Gewalt beherrschten Welt, sondern viel mehr als deren Produkt. Die mĂśrderische Fehde der

veronesischen Clans ist der Boden, auf dem dieseLiebe entbrennt, von dem sie zehrt und auf dem sie zum Scheitern verurteilt ist. Der Tod ist immer dabei. In einem sehr dĂźster inszenierten Spiel hat der Regisseur die Handlung nebst Sprache und Outfitaus dem Verona des 14. Jahrhunderts in die AbgrĂźnde der Gegenwart verlegt und auch bei Sound und Lautstärke nicht an morbidem Zeitkolorit gespart – mit ÂťKilling meSoftlyÂŤ (Roberta Flack), ÂťYou Want itDarkerÂŤ (Leonard Cohen) und reichlich Gothic-Metal. Die Hauptrollen hat von Mayenburgmit Sarah Grunert und Torsten Flassigbesetzt, die mit ihren Mitspielern Matthias Redlhammer (Capulet), Niels Kreutinger (Benvolio/Amme), Michael SchĂźtz (Montague/ Lorenzo) und Fridolin Sandmeyer(Tybalt/Paris) zu jenen Darstellern im neuen Frankfurter Ensemble gehĂśren, die dem Intendanten aus Bochum folgtenund durch die vielen StĂźckĂźbernahmen fast en suite im Einsatz sind, während man die vertrauteren Namen noch suchen muss. Immerhin stärkt ÂťRomeo und JuliaÂŤ jene Idee von Theater, die die Zuschauer mit ÂťihrenÂŤ Schauspielern zusammenbringen will. Zu ihrem Start hat die neue Intendanz freilich bewusst auf Gaststars und groĂ&#x;e Namen wie Wolfram Koch, Jana Schulz und Max Simonischek gesetzt und lässt, schaut man auf die Besetzungen von ÂťDas SchlossÂŤ und ÂťAmphitryonÂŤ, davon zunächst nicht ab. Das Publikum dankt– mit Ausverkauftschildchen. Alles hat seine Zeit. Winnie Geipert Termine: 20. Jan., 19.30 Uhr; 21. Jan., 18.00 Uhr www.schauspielfrankfurt.de


THEATER © Randy Rettel

© Helmut Seuffert

Mörderspiel mit Unbekannten

Formidabler französischer Völkerball

Frankfurter Autorentheater zeigt »Medeakomplex«, das erste Stück von Johanna Maria Seitz

Die Komödie Frankfurt feiert »Monsieur Claude und seine Töchter« als Theaterstück

Sehr entspannend klingt das schon mal nicht, was das FAT (Frankfurter Autoren Theater) in der Brotfabrik serviert: Nicht allein, dass der »Medeakomplex« zu jener Reihe von blutigen binnenfamiliären Handlungen gehört, die Freud & Co. mit den Namen mythologischer Gestalten belegten. Der Name der Skytherin steht für eine besonders grauselige Variante, ragt doch unter all den Scheußlichkeiten, die sie auf dem Kerbholz hat, die Tötung ihrer beiden Söhne hervor. Ihre Art, sich an deren Erzeuger für die ihr entsagte Liebe zu rächen, gehört seither zu den theoretischen Basics über blutsverwandte Konflikte. Da mag es vorab beruhigen, dass Michaela Conrads Inszenierung des Einpersonenstücks von Johanna Maria Seitz auf Theaterblut gänzlich verzichtet. Und das nicht nur, weil im FAT die Ausstattung einer Produktion nicht mehr als 200 Euro kosten darf. Es geht auch sonst eher gedämpft zu auf der von Umzugskisten, Leiter und einem Eimer mit Wischmobb gesäumten Bühne, von der aus die gefasst und kontrolliert klingende Stimme von Katharina Vaciana uns als »liebe Freunde, Familie, Trauergäste« begrüßt und die »Wahrheit über Jannes« verspricht. Die Tragödie ist also schon geschehen. Es ist der Blick zurück, den dieser Frauenmonolog unternimmt, mit dem Seitz den Autoren-Wettbewerb des FAT gewann, Und weil wir erst spät den Namen der Protagonistin, Maria, erfahren, suchen wir Parallelen zu dem, was wir über Medea wissen. Folglich horchen wir auf, wenn Maria von ihrer Heimat Georgien erzählt, aus der auch das Vorbild stammt. Und die sie ebenfalls eines Mannes wegen verließ,

Viele der erfolgreichen französischen Kinokomödien gehen auf Theaterstücke zurück. Bei »Monsieur Claude und seine Töchter« (Philippe Chauveron/Guy Laurent) ist es umgekehrt. Die Komödie Frankfurt gibt nun ein in jedem Sinne beredtes Beispiel dafür, dass das auch funktioniert. Unter der Regie von Frank-Lorenz Engel endete die Premiere dieser Persiflage über Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile mit ›standing ovations‹. Die Handlung ist einfach, und zur Sache kommt sie sofort auf der Kellerbühne, wo das Ehepaar Marie Verneuil recht betreten am Rand steht, während im Zentrum die ausgelassenen Hochzeitsfeiern von drei seiner vier Töchter steigen. Mit viel Tanz bei Isabelle und Abderazak sowie Adèle und Abraham, und jede Menge Selfies bei Michelle und Chao Ling. Als Gaullist macht Claude Verneuil kein Geheimnis daraus, dass er sich lieber weiße katholische Franzosen als Schwiegersöhne gewünscht hätte, denn geborene Franzosen sind diese allesamt, freilich arabischer, jüdischer und chinesischer Provenienz. Nachdem Claude als Grand-Père gar noch nach jüdischer Tradition die Vorhaut seines neugeborenen Enkels im Garten vergraben soll, gilt seine ganze Hoffnung der vierten, noch ledigen Tochter Laure. Ihre Wahl für den Mann des Lebens bringt indes mit noch mehr Farbe die Seelenbalance des gesamten Multikulti-Clans zum Kippen. Der Vater metzelt mit der Kettensäge den Garten nieder und Maman rennt zum Psychiater. Die Rettung, so viel sei verraten, kommt von der Elfenbeinküste. »Monsieur Claude und seine Töchter« erzählt die Genese eines

um in der Fremde auf Kosten ihrer eigenen Karriere und Entfaltung eine Familie zu gründen. Dieser Rückblick verläuft lange linear und offenbart schon bald, dass die Autorin weit davon entfernt ist, eine Parallelgeschichte zu Euripides Klassiker zu konstruieren. Klassisch ist Marias Schicksal nur in dem Sinn, dass ein beruflich erfolgreicher Gatte seine auf ihre Haus- und Mutterrolle reduzierte Frau hintergeht und eine Beziehung mit einer Jüngeren beginnt. In Vacianas sehr bestimmtem Spiel durchlebt die Erinnernde noch einmal, wie nichts von dem mehr gilt, wofür sie zu leben glaubt, und wie sie jeden Halt verliert. Nur wenige Male steigt ein Schrei in ihr auf, ein erstes Zitat aus Heiner Müllers »Medeamaterial« kommt als Bote ihrer Unruhe über Band, dem bald ein ganzer Schwarm folgen wird. Immer stärker, immer aufdringlicher nimmt sie der O-Ton Heiner Müllers in Beschlag. Aus Reflexionen werden Tiraden, und aus den Trauernden, als die wir uns wähnen, werden Angeklagte und Komplizen, die sie befragt. Kapieren muss man das nicht. Der Schauspielerin gelingt es, das Geschehen in der Schwebe zu halten, auch weil sie uns nicht wirklich verrät, was in der Vorstadtvilla des Paares passierte. »Oh, ich bin klug, ich bin Medea«, lässt ihre Maria wissen, kurz bevor sie den Gatten in einer Blutlache findet. Ob sie es war, ob er sich umgebracht hat, und wenn ja, warum, und ob die Kinder noch leben, bleibt am Ende einer spannenden Stunde so unbeantwortet modern wie neuere Fernsehkrimis. Winnie Geipert Termine: 20., 21. Januar, 20 Uhr www.fat-web.de

mit Witz, Intelligenz und pikanten Dialogen gespickten Lernprozesses, der in Zeiten des Rechtspopulismus und verrohender politischer Kultur mehr zur Toleranz beitragen dürfte als jeder verbissene Talk. Die schmucklose Bühne kommt mit wenigen Requisiten aus, die in schnellen Szenenfolgen zu gefälliger französischer Musik schwungvoll wechseln. Bei einem Paar mit vier Töchtern und ebenso vielen Gatten lässt sich ahnen, dass die Besetzung üppig ausfällt, 13 Darsteller sind es. Als staubtrockener Familienvater, der sich für keinen bösen Kommentar zu schade oder gar zu entschuldigen bereit ist, zeigt Intendant Claus Helmer, was für ein toller Schauspieler er doch auch ist. Mit sparsamer Mimik spitzt der 73jährige noch jede Szene genüsslich zu, selbst wenn er, wie zu Beginn, nicht mal was sagt. Aber auch seine Sprüche sind die besten, sieht man von dem Vorwurf des jungen Charles gegen Laure ab, wie sie ihm nur habe verschweigen können, dass ihre Eltern Weiße seien, und Mamans (herzig beherzt, Christine Glasner) Ausruf »Was haben wir dem lieben Gott bloß getan!«. Schade, aber kaum zu vermeiden, ist allein an dieser schwungvollen Inszenierung, dass die in schnellen Wechseln realisierte Pointendichte den Einzelcharakteren kaum Raum zur Entfaltung lässt. Ausnahmen: Sophia Maria Ammanns Sensibelchen Michelle, Felix Frenkens Sonnyboy Charles und der wunderbar wandelbare Pascal Simon Grote, der als Rabbi, Pfarrer, Psychiater, Polizist und Freier Xavier. Ein Vergnügen. Winnie Geipert Bis 4. Februar: Di.–Sa. 20Uhr, So. 18 Uhr www.diekomoedie.de

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THEATER Š Hans Jßrgen Landes

Fr 5. / Sa 6. / Fr 12. / Sa 13. Januar Beginn: jeweils 20:30 Uhr Kellertheater-Produktion: KONFUSIONEN von Alan Ayckbourn Fr 19. / Sa 20. / Fr 26. / Sa 27. Januar Beginn: jeweils 20:30 Uhr Kellertheater-Produktion: LIEBE UND GELD von Dennis Kelly So 21. Januar ¡ Beginn: 13:00 Uhr Figurentheater Kania: VON RITTERN UND FRÄULEINS fßr Kinder von 3–7 Jahren So 21. Januar ¡ Beginn: 15:00 Uhr Figurentheater Kania: KUSCHEL AUF SCHATZSUCHE fßr Kinder von 2–3 Jahren So 28. Januar 18:00 Uhr Maleen: Musikalisches, Anderes, Lustiges, Ernstes, Eigenes, Neues Infos im Internet oder Facebook

Kellertheater Frankfurt MainstraĂ&#x;e 2 ¡ 60311 Frankfurt / Main Kartenvorbestellung: Telefon 0 69 / 28 80 23 oder online unter www.kellertheater-frankfurt.de

PROGRAMM JANUAR 2018 2017

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Strandgut 01/2018

Väter und SÜhne im Krieg Schauspiel Frankfurt zeigt Arthur Millers Alle meine SÜhne Purismus, die Zweite: Mehr noch als in der Romanadaption Das siebte Kreuz (Anna Seghers, 1942), die er mit Liedern aus Franz Schuberts Winterreise anreicherte, folgt der Regie fßhrende Frankfurter Intendant Anselm Weber in Alle meine SÜhne (Arthur Miller, 1947) dem Credo des Schauspielertheaters. Kein Video, kein Nebel, kein Schnickschnack nirgendwo, nur der Text, das Spiel und eine funktionale Bßhne (Lydia Merkel), die hier, ins Parkett ragend, als Hausterrasse angelegt ist. Ein paar Stßhle noch, Treppen nach den Seiten, ßber die Nachbarn kommen oder es zum Parkplatz geht. Alles ist greifbar nah, heimisch intim in diesem Aufbau. Sehr vertraut wirken auch die Gestalten, die man aus der eigenen Familie oder TV-Serien zu kennen meint: ein Vater, Joe (Michael Schßtz), jovial, ein wenig onkelhaft, wohlhabend und, Geniestreich von Irina Bartels (Kostßme), mit der Unangreifbarkeit des Neureichen allemalÜ leicht geschmacklos gekleidet; und ein Sohn, Chris (Nils Kreutinger), the real McCoy, der dem Vater eine langweilige Anständigkeit gegenßberstellt. Aber wir sind ja nicht naiv, Joe Keller, der nette Kerl, der, wie wir erfahren, in seiner Fabrik Flugzeugteile produziert und seine Nachbarn beim Pokern gewinnen lässt, behandelt auch uns so: Hinter jedem Scherz, hinter jeder Selbstironie, mit der er uns gefällt, lauert etwas Deviantes; aber doch kaum wirklich BÜses, oder? Nun aber werden die Karten aufgedeckt. Da gibt es familiäre Konflikte. Der ältere Sohn der Kellers, Larry, stßrzte vor drei Jahren als Kampfpilot ab. Vater und Chris gilt er als tot, nur Mutter Kate, von Katharina Linder packend gespielt, insistiert mit fundamentalreligiÜser Inbrunst auf seine Wiederkehr: Larry lebt.

Was sie noch nicht weiĂ&#x;: Chris ist längst einig mit Ann, ehedem Verlobte des Un-Toten, eingefĂźhrt von Sarah Gruner in sowas-von-rotem Kleid.. Ann ist die Tochter von Joes einstigem Kompagnon, der eine Gefängnisstrafe absitzt, weil er der Air Force wissentlich fehlerhaftes Material lieferte und so den Tod von 21 jungen US-Piloten verursachte, und verachtet den Vater. Bis ihr Bruder George (Thorsten Flassig) zu zweifeln beginnt: Hat ihr stets gehemmter Dad wirklich die Verantwortung Ăźbernommen? Oder gehorchte er nicht doch dem dominanten Partner Joe, der am besagten Tag wie aus dem Nichts krank gewesen sein will? Eine Konstellation, die Theaterkenner an Henrik Ibsens ÂťDie WildenteÂŤ und TV-Serienfans an ÂťDallasÂŤ erinnern dĂźrfte – und fatale Folgen zeitigt. NatĂźrlich ist es Joe, der die Piloten auf dem Gewissen hat. Und auch Larry, der aus Scham den Freitod suchte. Und seinen Partner, den er dazu antrieb, weil das Schicksal der Fabrik an diesem Auftrag hing. Indem Joe aber der bleibt, der uns vorgestellt wurde, rĂźckt er auch die Verhältnisse zurecht und gibt sich – tuend, was er eben tun muss – die Kugel. Zuvor aber prangert er inWorten, die man auch 70 Jahre nach der UrauffĂźhrung bedenkenlos unterschreiben kann, die von Profitgier geleitete Kriegsindustrie seines Landes an. ÂťKrieg und Frieden, das sind Dollar und Cent. (..) Wenn ich ins Zuchthaus gehĂśre, dann gehĂśrt das halbe Land dahin.ÂŤ Sätze, die im Film von 1948 (Regie: Elia Kazan) wohlweislich ausgeklammert wurden, und die Webers intensive Inszenierung mit Wucht zurĂźckkommen lässt. Thomas Bagatsch Termine: 19. Januar, 19.30 Uhr www.schauspielfrankfurt.de


THEATER

Januar 2018 Emmerich-Josef-Str. 46a 65929 Frankfurt/Höchst 069 33 99 99 33 www.neues-theater.de

© Nils Heck

Sa 20.1. ARMIN FISCHER

Heiner-Hessisch unter Männern Staatstheater Darmstadt zeigt »Indien« im Vorodenwald

12.1. Fr

NEUES PROGRAMM

HG BUTZKO „Menschliche Intelligenz“

13.1. Sa FRAUEN AN DER STEUER

Erstmals bei uns

14.1. So 6-ZYLINDER 19:00 Uhr „Jetzt auch konisch“ 16.1. Di LARS REICHOW 17.1. Mi „LUST“

AUSVERKAUFT

NEUES PROGRAMM

18.1. Do BORIS MEINZER Der FFH-Dummfrager live

19.1.

Fr

NEUES PROGRAMM C. HEILAND „Der Mann mit dem Schatten“

V

20.1. Sa ARMIN FISCHER „Das verkan(n)tete Genie – ein Pianist packt aus“

Erstmals bei uns

21.1.

So MÄNNERABEND 19:00 Uhr

24.1. 25.1.

NEUES PROGRAMM Mi VOLKMAR STAUB & Do FLORIAN SCHROEDER „Zugabe – Der kabarettistische Jahresrückblick 2017“

26.1. 27.1.

NEUES PROGRAMM Fr HORST SCHROTH Sa „Wenn Frauen immer weiter fragen“

28.1. 19:00 Uhr

So QUEENZ OF PIANO „Verspielt“

30.1.

Di

31.1.

Mi CLAJO HERRMANN „In de Kurv´ graadaus – Ein Hesse sacht, wo´s langgeht“

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TCHEKA „Boka Kafé“

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Wilfried Geipert Termine: 12., 20., 27. Januar, jeweils 19.30 Uhr www.staatstheater-darmstadt.de

10.1. Mi DJANGO ASÜL 11.1. Do „Rückspiegel 2017“

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damit betraut, dem in der NonsensTalsohle startenden und in der Krebsstation eines Hospitals mündende Stück jene Fallhöhe zu verleihen, die »Indien« zur Tragikomödie macht. Und das gelingt den so gegensätzlichen Typen am Ende auch, allerdings erst nach langem Anlauf. Vielleicht ist es ja das weiche hessische Idiom, das ihren Verbalduellen die für das Original so typisch Schwärze versagt. Dominiert zunächst der Beltz’sche Hausmeister-Jargon Klischats die Dialoge, so zieht einen bald Manias unverdrossenes Nervengesäge in den Bann, bis er uns auf dem Sterbebett fast zu Tränen rührt. Gelacht wird immer in »Indien«, wenn auch mit wandelndem Unterton, kommen sich die zwei so Unvereinbaren auf ihrer Tour doch vor allem dadurch näher, dass sie sich gegenseitig als einsame Menschen und als gegenseitiger Halt erkennen, auch wenn das »Männer sind so« nie ausgesprochen wird. Eine himmelblaue Wand, auf der Verkehrsschilder nach Breuberg und Bad König weisen, und eine schnell wandelbare Theke mit nicht minder changierendem Personal und zwei, drei Gasttischen bilden die Kulisse. In kurzen Musik- und Lichtblenden wechseln mit Ort und Garderobe auch die Gaststätten zur Schänke, zum Spanier, zur Hamburgerbude, zum Eiscafé oder auch zum Hotel, bevor das gesamte Environment zum Krankenzimmer kippt. Alles prima, bis auf eins: Das Kleine Haus scheint für dieses Kammerspiel um einiges zu groß. Was nichts mit Dialektik, sondern allein mit dem Dialekt zu tun hat, der gut verstanden werden will.

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»Wer nix werd, werd Wertt. Wer gar nix werd, werd Bahnhofswertt.« Keine Ahnung, ob diese Volksweisheit genuin südhessisch ist. Das unschlagbare Urteil über den bewirtenden Berufsstand gibt das Niveau des Gaststättentesters Georg Bösel vor, der für eine Tourismusbroschüre die Speiselokale der Region unter die Lupe nimmt. Ein Brocken von Mann: dumpf, trocken, derb und – wie auch sonst? – im Kern durchaus rassistisch. Dumm nur, dass dem kantigen Proll in Kurt Fellner ein Partner zugeteilt ist, der das andere Ende der Blödigkeit verkörpert: larifari, naseweis und geschwätzig ohne Ende. Ein schlichtes Gemüt, das über die Bachendung in Erbach, Amorbach, Wiebelsbach und Waldmichelbach sinniert, und ansonsten gerne Vergleiche mit Ländern zieht, die er nur vom Hörensagen kennt, allen voran das Land, das zur Metapher für eine exotische Männerbeziehung wird: Indien. Es ist die Heiner-Hessisch-Fassung eines Theaterstücks von Joseph Hader und Alfred Dorfer, die das Darmstädter Staatstheater zeigt. 1993 mit den beiden Ösi-Stars verfilmt, wird »Indien« zum Kult. Ungebrochen beliebt erlebt es auch auf den Theaterbühnen landauf, landab die unterschiedlichsten Sprachadaptionen, in den Landungsbrücken dereinst (mit Paddy Twinem und Mario Kriechbaum) sogar im Ö-Ton. Für die Datterich-Metropole hat der ortskundige Schreiber David Gieselmann Handlung, Sprache und auch die kulinarische Palette (Handkäs, Ribbsche, Ebbelwoi) kräftig Richtung Vorodenwald koloriert. Unter der Regie des EnsembleMitglieds Mathias Znidarec sind dessen wuchtiger Kollege Christian Klischat (Bösel) und als Gastspieler der spindeldürre Biodarmstädter Florian Mania (Fellner) glücklich

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01/2018 Alle Veranstaltungen beginnen – sofernStrandgut nicht anders angegeben – um 20 Uhr


THEATER

Januar 2018 © Andreas Etter

Do Sa So Mo Do Fr Sa So Do Fr Sa Sa So Di Sa. So So Fr Sa So Do Fr

4.1. 20 00 Susanne Hamann-Meyer Ausstellung »Der Eisenfresser « 6.1. 20 00 Tiyatro Frankfurt »Üstü Kalsin - Ist schon okay« türk. m. dt Übert 7.1. 15 00 theater herzstück ab 4 J. »Pass auf mich auf!« 8.1. 10 30 theater herzstück Voranm. von 4 -10 J. »Pass auf mich auf!« 11.1. 20 00 Vlasova/Pawlica Tanztheater »Liebe« 12.1. 20 00 Vlasova/Pawlica »Liebe« 13.1. 20 00 Pascal Franke Klavierkabarett »Göttlich« 14.1. 15 00 Frankfurter Figurentheater ab 4 J. »Rotkäppchen u. der kleine Schweinehund« 18.1. 10 30 Mensch Puppe! Bremer Figurentheater ab 3 J. Voranm. »Die kleine Raupe« 19.1. 20 00 Die Dissonanten Tanten szen. Chorkonzert »Märchenhaft« 20.1. 15 00 Laubacher Figurentheater ab 4 J. »Das tapfere Schneiderlein « 20.1. 20 00 Die Dissonanten Tanten »Märchenhaft« 21.1. 19 00 Die Mainsirenen »Mancademy« 23.1. 20 00 Die Krimi Komplizen Live-Hörspiel »5. Akt Mord« 27.1. 20 00 Solocoreografico Frankfurt 1. Solotanzfestival »International Solo Dance Showcase« 28.1. 15 00 Doris Friedmann ab 4 J. »Frau Holle« 28.1. 19 30 Welt-Theater (Köln/Iran) persisch mit dt Übert. »Die Stühle« 2.2. 20 00 Delattre Dance Company gemischter Ballettabend »Celebration« 3.2. 20 00 Delattre Dance Company »Celebration« 4.2. 15 00 Puppentheater Pustblume ab 3 J »Der kleine Hund Schnuffel« 8.2. 20 00 Theatre4You Premiere »Blaubart - Hoffnung der Frauen« 9.2. 20 00 Theatre4You »Blaubart - Hoffnung der Frauen«

Gallus Theater · Kleyerstraße 15 · 60326 Frankfurt | Strandgut 01/2018· www.gallustheater.de Karten22 069-758060-20

Dreierbeziehung und Revolution U17 Mainz: »ForsterHuberHeyne« handelt von Liebe und Leben in den Zeiten des Umbruchs Sie glaubten an die Ideale einer neuen Zeit und versuchten diese auch zu leben – und ihrer stets gewahr zu bleiben. Georg Forster und seine Frau Therese, geborene Heyne haben sich auch dann Briefe geschrieben, wenn sie zusammen waren, weil Schreiben auch bei Gefühlen zu mehr Klarheit und Eindeutigkeit zwingt. Der Weltumsegler, Ethnologe, Naturforscher und Revolutionär aus Mainz (1754– 1794) und die Göttinger Schriftstellerin (1764–1830) wollten auf diese Weise einander besser verstehen lernen und hinterließen der Welt ein wunderbares Zeugnis über eine fortschrittliche Beziehung und ihre Schwierigkeiten in einer Zeit des Umbruchs. So jedenfalls macht uns das Stück »ForsterHuberHeyne« glauben, das in Wirklichkeit einem Briefwechsel der Romanautorin Rebekka de Wit mit dem Theaterautor Willem de Wolf folgt. Beide haben sich für diesen Austausch in Georg Forster und seine Gattin hineinversetzt und die Briefe auch mit deren Namen unterschrieben. Die kleine, aber feine Produktion auf der Studiobühne U17 im Mainzer Staatstheater macht uns mit dem Schicksal beider bekannt, auch wenn sie die Mainzer Revolutionsikone Georg Forster fokussiert und mit dessen Tod als verarmtem desillusionierten Deputierten der längst niedergeschlagenen Mainzer Republik im postrevolutionären Paris des Jahres 1794 endet. Dagegen dürften nur die wenigsten von der erfrischend offenen und emanzipierten Therese Heyne, die bald die erste deutsche Verlegerin werden sollte, jemals gehört haben.

De Wit und de Wolf beschreiben in dieser Kooperation des Staatstheaters Mainz mit zwei Antwerpener Theaterbühnen den Versuch der Liebenden, in den aufwühlenden Tagen der französischen Revolution eine aufgeklärte Ehe zu führen. Ein Anspruch, den ihre imaginierten Alter Egos auch dann noch wahren, als aus ihrer Ehe längst eine offene Dreierbeziehung geworden ist. Therese hatte, ohne dies lange zu verbergen, ein Verhältnis mit Ludwig Huber begonnen, einem Mitrevolutionär Georg Forsters aus Mainz, den sie später sogar heiraten sollte. Auch Huber korrespondierte, gleichwohl mehr über die Revolution, mit Forster. Die von Regisseur Peter van den Eede und dem Ensemble erarbeitete Inszenierung wird von allen Beteiligten in offener Kommunikation bestritten: Die Darsteller Vincent Doddema (Georg Forster), Suzanne Grotenhuis (Therese Heyne) und Willem de Wolf (Ludwig Huber) unterbrechen immer wieder ihr Spiel, um miteinander oder auch mit dem Publikum ihre Rollen und deren Interpretation zu hinterfragen. Das Gestern im Heute findet auch in einer Nebenhandlung statt, wenn abwechselnd historische und aktuelle Zeitungsausschnitte auf einem Dutzend weißer Rollwände projiziert und anschließend auf dem Boden ausgelegt werden. So richtig klar wird das trotz des Hinweises auf das 225ste Jahresjubiläum der Mainzer Jakobiner-Republik aber nicht. Die Inszenierung selbst ist hinreißend. Winnie Geipert Termine: 14., 15. Januar, 20 Uhr www.staatstheater-mainz.de


THEATER © Seweryn Zelazny

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DER WEG ZUM GLÜCK von Ingrid Lausund

19 JAN

ICH WERDE SEIN

Das Drama Rosa Luxemburg

20 / 21 JAN

ICHGLAUBEANEINEN EINZIGENGOTT.HASS von Stefano Massini

Endstation Sehnsucht Die Theaterperipherie begeht ihr zehnjähriges Jubiläum mit dem Stück »Ellbogen« und einem Festival Am Rande bewegen sie sich meistens, die Protagonisten der »theaterperipherie«. Und immer in Gefahr abzustürzen. Schon in Lutz Hübners »Ehrensache«, der ersten Produktion des Ensembles, ging es um ein problematisches Verhalten. Aber auch gespielt wird von »Randständigen«, von Jugendlichen ohne Theatererfahrung und oft mit so genanntem Migrationshintergrund. Eingeführt hat das vor über 30 Jahren Alexander Brill mit dem Schülertheater »laiensclub« am Frankfurter Schauspiel. Er war dort bis zur Ära Reese mit bemerkenswerten Produktionen in den Kammerspielen integriert. 2007 dann die Neugründung an der »Peripherie«, erst in der Jugendkirche St. Peter, jetzt im Bockenheimer Titania. Gefolgt von der Übergabe an Khanjanpour und Ute Bansemir, inzwischen alleinige Leiterin. Bansemir hat jetzt auch Fatma Aydemirs Roman »Ellbogen« in Szene gesetzt, der von zornigen Mädchen türkischer Herkunft aus Berlin-Wedding erzählt: von Nazal und ihren beiden Freundinnen Gül und Emal. Zu Beginn eine flirrende Wassermasse, drei sich trennende Schatten, der Gesang eines Muezzin und dann: Kanonendonner, Gewehrsalven. Vom Putsch in Istanbul, vom Ende her, erzählt in der Rückschau und von oben herab eine erste Nazal (Luna Vega), wie es zur Flucht gekommen ist. Unten auf der Bühne wechseln Jasna Ines Sayar, Nazli Dersüneli und Omeira Ibrahim furios die Rollen, sprechen im Chor oder allein, jede ist auch mal Nazal, Gül, Emal oder wer anderes: die grauen Hoodies aus – schon ist frau Kaufhausdetektiv oder besorgtnervige Mutter; eine Handtasche in

der Hand – schon ist die kluge Tante Semra da; die Kapuze über – schon steht ein Typ, Kumpan oder Kiffer auf der Bühne. Und dann die Katastrophe: die Mädels präparieren sich ausführlich für den angesagten Discobesuch – Glitzerklamotten, Stilettos und Alkohol – grandios gelingt die Begegnung mit den Türhütern, die ihnen den Eintritt verwehren, ebenfalls von den dreien selbst verkörpert, und eindringlich entladen sich Zorn und Wut über die Zurückweisung in der Gewalt gegen einen »Studenten«, der so brutal auf den U-Bahn-Gleisen landet, dass Presse und Polizei zunächst männliche Täter zu jagen glauben. Nazal muss fliehen, doch der Sehnsuchtsort Istanbul und ihr kurdischer Facebook-Freund Mehmet bieten nicht unbedingt Ruhe. Politische Konflikte und zuletzt Gefechtslärm und Panzerdonner verweisen auf den Anfang der Erzählung: Wieder das Mittelmeer, Nazal ist in der Gegenwart angekommen: »Ich öffne die Augen, sehe ein Stück Nacht und lächle mir selbst zu«. Leise Hoffnung scheint darin aufzuleuchten. Eine einfache Bühne mit wechselweise arrangierten Podesten, eine kluge Lichtregie und Rihannas »Umbrella« begleiten das überzeugende Spiel. Und der aggressiv dröhnende Bitch-Rap von SXTN. Entschuldigt wird nichts. Aber verständlich gemacht. Dafür lohnt sich dieser Abend!

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FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT IM HEILIGEN LAND Podiumsgespräch 28 JAN

DIPLOMATIE von Cyril Gély 30 / 31 JAN

FAUST

von Goethe

TITANIA, Basaltstr. 23, Frankfurt www.freiesschauspiel.de

FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE

Katrin Swoboda Termine Ellbogen: 14. Januar, 17 Uhr; 24. Januar, 19.30 Uhr Termine Jubiläum: 24. Januar (s.o.); 25. Januar, Supergirrrls/KamelLion ; 26. Januar. Alla Liebt Man(n)/Monsieur Ibrahim; 27. Januar: Ich rufe meine Brüder, jeweils 19.30 Uhr www.theaterperipherie.de

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MUSICAL © Jörg Reichhardt

Wenn die Höhle zur Hölle wird Der Caveman gastiert in Darmstadt, Frankfurt und Mainz Wir wissen es seit Loriot, dass Mann und Frau nicht zusammenpassen, aber erklärt hat uns das so richtig erst der Caveman Tom. Der USAmerikaner Rob Becker hat bereits 1991 dieses Solo eines Artverwandten des Neandertalers kreiert und damit das erfolgreichste BroadwaySolo aller Zeiten. In seiner deutschen Übersetzung und nach der Inszenierung von Esther Schweins tourt das Stück seit der Millenniumwende landauf, landab und Jahr für Jahr über die deutschen Bühnen. So auch bei uns im Januar in der Unionhalle in Frankfurt, in der Centralstation Darmstadt und im Frankfurter Hof zu Mainz. Dieses Mal geben Holger Dexne in Darmstadt und Felix Theissen in Frankfurt und Mainz die beredte Tom-

Variante des Höhlenmenschen, die das Verhältnis zwischen Mann und Frau in welcher Version und Etappe der Evolution, in welcher Zeit, Lage und Location auch immer auf die seit 200.000 Jahren bewährte Faustkeil-Formel: »Du sammeln. Ich jagen!« bringt. In jedem von uns steckt die Sehnsucht nach der Höhle, man uns nur hineinlassen. Und das zwei unterhaltsame Stunden lang. gt Unionhalle Frankfurt (Felix Theissen): 11. – 13. Januar jew. 20 Uhr; 14. Januar 19 Uhr Frankfurter Hof Mainz (Felix Theissen) 19., 20., 26. Januar jew. 20 Uhr Centralstation Darmstadt (Holger Dexne): 26., 27. Januar jew. 20 Uhr www.caveman.de

Und jetzt »American Idiot« in der Batschkapp Auch »American Idiot«, das zweite Projekt der jungen von Marina Pundt und Stephan Huber gegründeten Produktionsfirma »Off-Musical Frankfurt« wird am passenden Ort, einer Szene-Location gezeigt. Am 17. Januar startet das nach dem gleichnamigen Konzeptalbum von Green Day arrangierte Punk-RockMusical in der Batschkapp. Erstmals wird »American Idiot« in deutscher Sprache gezeigt, wobei die Songs, darunter »Boulevard of Broken Dreams«, »Wake me up when September ends« »She’s a Rebel«, natürlich in Englisch gesungen werden. Die 2004 im Stil von »Tommy« konzipierte Rock-Oper setzt sich unter anderem mit der War-on-

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Terror-Politik von George W. Bush und Drogenkonsum auseinander und erzählt die Geschichte des Jimmy aus Jingletown, der sich Jesus of Suburbia nennt. Termine: 17. Januar 20 Uhr; 28. Januar 14 Uhr; 29. Januar 19 Uhr

© Niklas Wagner

Drag am Stecken Brotfabrik Frankfurt: Drei letzte Chancen für »Hedwig and the Angry Inch« Wo bloß anfangen? Vielleicht bei der zornigen Maßeinheit von 2,54 Zentimetern, die ein Inch meint, und die deshalb so enragiert ist, weil sie beschreibt, was von ehedem Hänsel Schmidts Penis übergeblieben ist nach der missratenen Geschlechtsumwandlung beim Engelmacher der anderen Art in old Ost-Berlin. Aber zurück auf Start. Das Musical »Hedwig and the Angry Inch« von Stephen Trask (Musik) und John Cameron Mitchell (Story), das nun in der Brotfabrik seine dreitägige Finissage erlebt, entstand als OffBroadway-Produktion bereits 1998 und handelt auch im US-Original ein herzerweichendes DDR-Genderschicksal ab. Und so, wie auf der Bühne zu keiner Zeit klar wird, ob Hedwig Mann geblieben, Frau geworden oder Hermaphrodit ist, so bleibt trotz Kultstatus und TonyAwards, die das Musical at, offen, ob wir nicht doch einem Konzert beiwohnen (Regie: Thomas Heeb). Auf der herrlich schäbigen Brotfabrikbühne, halb Umkleide, halb Stage, ist das aber Jacke wie Hose. In Jimi-Hendrix-Gedächtnis-Sound heult die Becher-Hymne auf, bevor die Drag-Queen in sündig-blonder Löwenmähne und moosgrün engem Samt als »international verkannter Star« erscheint und losrockt mit »Tear Me Down« und ihrer Geschichte. Mit ihrem Blick zurück auf das Leben bei ihrer Mutter und ihr Coming-out mit dem GI Luther, der sie zum benannten Preis heiratet und rübermachen lässt, wird uns auch ihr Brass auf Superstar Tommi Gnosis erklärt. Der rockt die Massen, just während sie in Frankfurt, pardon: FrankfurtHausen gastiert, im Waldstadion mit Songs, die sie geschrieben hat. Auch ihr Verhältnis zu ihrem neuen

Partner Izhak lichtet sich, eine kroatische Ex-Dragqueen, die sie mit der Herablassung, die ihr zeitlebens widerfuhr, behandelt – bis zum very moving Ende. Hedwig ist Lead-, Izhac ist Co-vocal, und mit ihnen eine vierköpfige Band, die’s kann. Hedwig singt, rockt, raunt, flüstert und schreit von ihrer Suche nach Erfüllung mit dem Einen, den es braucht, ein ganzer Mensch zu sein. Lasziv, vulgär, obszön, dreckig, aber auch verletzt leise und poetisch, nur tuntig ist sie nie. Sondern authentisch, eine Rockerin, der wir ihre Geschichte abnehmen, und ihre Musik eine Ode an die Siebziger, die niemand ruhig sitzen lässt. Der musical-erprobte Michael Kargus ist idealbesetzt, ein Glücksfall, nicht nur weil der in Berlin lebende Frankfurter ungekünstelt Lokalkolorit einbringt. Einer von uns. Er beweist große Klasse in Spiel, Gesang (vor allem Rock) und sehr wohl auch in Konstitution, was sich durchtrainiert offenbart, wenn er nach 100 Minuten Show abzulegen beginnt, was abzulegen ist – eine Augenweide auch das. Kongenial unterstützt von der vielseitigen Kathrin Harnak als Ishak. Auch sie ein echter Hingucker und -hörer Versäumen darf man die von OffMusical Frankfurt produzierte Schau eigentlich auf keinen Fall. Chancen gibt es nicht mehr viele. Gisbert Gotthardt

Termine: 29., 20., 21. Januar, 20 Uhr www.brotfabrik.de www.off-musical-frankfurt.de


MUSICAL

© Andreas Etter

VORGEFÜHRT >> Wanderer: Es ist bereits die dritte Frankfurter Location für Ödön von Horwarths »Don Juan kommt aus dem Krieg«, gespielt vom Regina Busch Ensemble. Am 26. und 27. Januar ist die Katakombe Frankfurt Gastgeber. Beginn ist jeweils 20 Uhr. >> Wechsel: Murat Yeginer, wunderbarer Totengräber im Mainzer »Hamlet«, verlässt das Staatstheater und wird Oberspielleiter am Ohnsorgtheater in Hamburg. >> Gegensätze: Zwei neue Projekte fördert der KulturFonds RheinMain Frankfurt. A) den Schwerpunkt »Hinterland« zur Wiesbaden Biennale 2018, für den der US-Konzeptkünstler Richard Sierra, der südafriklanische Fotograf Roger Ballen, der libanesische Regisseur Rabih Mroué und der französische Künstler Vincent Glowinsky Werke im öffentlichen Raum entwickeln, die die »Wut und das Aufbegehren vieler Menschen gegen das Gefühl, den Entscheidungen einer globalisierten Welt nichts mehr entgegenzusetzen« thematisieren. B) die Brüder-GrimmFestspiele Hanau.

Im Tollhaus kriegt der Affe Zucker Jerry Hermans Travestie-Musical »La Cage aux Folles« in Mainz Wir wollen der Mainzer Intendanz nicht unterstellen, dass »La Cage aux Folles« als parteiische Begleitmusik zur gerade durchgewunkenen »Ehe für Alle« gedacht war. Eine Aufführung des in den 70er Jahren von Jean Poiret geschriebenen Boulevard-Stücks, dessen Verfilmung (1978) zu einem Welterfolg wurde und den »Hello Dolly«-Komponisten Jerry Herman zu seinem gleichnamigen Musical (1983) inspirierte, lohnt sich immer. Denn »La Cage aux Folles« ist purer Broadway: schmissige Tänze, Ohrwürmer (»I am what I am«) und eine berührende Handlung. Und wer sich daran erinnert, dass Helmut Baumanns Inszenierung der deutschen Erstaufführung 1985 im Theater des Westens der New Yorker Uraufführung in nichts nachstand, ja, sie sogar an Dynamik überbot, der war sehr gespannt, als in Mainz der Chef des St. Tropez Nachtclubs »La Cage aux Folles« das Publikum beschwor: »Öffnen Sie ihre Augen!« Doch die Vorfreude bekommt gleich einen Dämpfer: denn die acht »Cagelles«, die sich da in einem halboffenen (Vogel-)Käfig mehr oder weniger lasziv räkeln, werden durch die allzu weit im Hintergrund installierte (Dreh-)Bühne förmlich ausgebremst. Ehe sie sich bis an die Rampe vorgetanzt haben, ist der ganze Schwung schon hin. So verpufft auch ihre gesungene, ironisierende Warnung (»… und unter dem Rock, krieg keinen Schock ...«), zumal Tölles Choreografie einen entscheidenden Fehler macht: Sie gönnt dem geradezu nach Stepptanz schreienden Musical keinen einzigen Tap.

Aber dann geht es zum Glück ab in die von Bühnenbildnerin auf zwei Ebenen, phantasievoll gestaltete Villa unserer beiden Hauptdarsteller: dem »normalen« Homosexuellen George und seinem Lebenspartner Albin, dem Travestie-Star Zaza. Der trauten Zweisamkeit steht eine Bewährungsprobe ins Haus, als Georges Sohn Jean-Michel (allzu brav: Johannes Mayer), ein Fehltritt aus bi-sexuellen Zeiten, seine Verlobte Anne (etwas verhuscht: Alexandra Samouilidou) und deren Eltern (überzeugend: Armin Dillenberger, Ellen Kärcher) vorstellen möchte. Denn Annes Vater ist ausgerechnet jener homophobe Politiker, der nach seiner Wahl den »Käfig voller Narren« schließen lassen will. Deshalb soll Jean-Michels leibliche Mutter bei diesem Treffen eine heile Familie vorgaukeln und Albin für eine Nacht ins Hotel ziehen. Doch Mama sagt kurzfristig ab – und Albin schlüpft in ihre Rolle.

Nun haben alle Gelegenheit, dem Affen Zucker zu geben, was vor allem Fausto Israel als George und Albins Butler Jacob (»Ich bin nicht der Butler, ich bin die Zofe!«), der die Rolle schon an mehreren Bühnen der Republik spielte. bis zum Exzess ausreizen. Den aus dem hauseigenen Opernensemble besetzten Hauptdarstellern merkt man allerdings an, dass sie im Musical nicht zu Hause sind. Dabei überzeugt Stephan Bootz (George) mit seiner warmen Stimme, wohingegen Alin Deleanu (Albin/Zaza) das Glamouröse eines Transvestie-Stars nicht einzulösen vermag. So führt das zur Theaterhymne avancierte »Die schönste Zeit ist heut«-Finale unter der einfühlsamen Orchesterleitung von PaulJohannes Kirschner doch nicht ganz zum erhofften Überschwang der Musical-Gefühle.

>> Debatte: Im Anschluss an die Vorstellung »Ichgkaubeaneineneinzigengott Hass« von Stefano Massini am 21.1. (17 Uhr) lädt das Freie Schauspiel Ensemble zur Podiumsdiskussion mit Bundestagsabgeordneten zum Thema »Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land« (19 Uhr) ein.

Frankfurter Autoren THEATER Bachmannstr. 2-4 - 60488 Frankfurt am Main www.fat-web.de - Karten Telefon 0171 47 27 809

Januar

Rolf-Ruediger Hamacher Termine: 15. Januar 19.30 Uhr www.staatstheater-mainz.de

© Andreas Etter

MEDEA KOMPLEX

von Johanna Maria Seitz

1. Platz des Frankfurter Autoren tĞƩďĞǁĞƌďƐϮϬϭϲ Es spielt

Katharina Veciana Regie:

Sa 20 20:00 Uhr

So 21 18:00 Uhr

Michaela Conrad EINZIGARTIG IN FRANKFURT: Im Anschluß an jede Vorstellung gibt es Brot & Wein Damit verbunden ist das Gespräch mit den Schauspielern, der Regie oder auch dem Autor eine besondere Nähe zur darstellenden Kunst.

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LITERATUR

Orte des Staunens

Mutters Liebe reicht nur für einen Sohn

Der »Atlas Obscura« ist mehr als nur ein Buch Ziegelsteinschwer, Lesebändchen, schönes Papier, mehr als 600 Farbfotos und Illustrationen, die Seiten übersichtlich und sehr lesbar gestaltet, die Informationen griffig und knackig, jede Seite eine neue Überraschung – kurzum ein Traum von einem Buch, das ist der »Atlas Obscura. Eine Entdeckungsreise zu den verborgenen Wundern der Welt«. Und das Irre ist, dieses Buch geht nie zu Ende. Da gibt es immer noch viel, viel mehr. Derzeit 12.500 Orte verzeichnet die interaktive Variante dieses Buches auf einer Weltkarte im Internet. Tatsächlich ist dies denn auch mehr als ein Buch. Es ist das ungewöhnlichste Reisebuch der Welt, es ist ein Projekt. Und jede und jeder kann mitarbeiten. Die 700 Einträge des Buches sind so etwas wie die Visitenkarte. Eine Einladung zum Staunen. Zum Reisen. Zum Mitmachen. »Als wir ›Atlas Obscura‹ 2009 ins Leben riefen, wollten wir ein Verzeichnis all der Orte, Menschen und Dinge zusammenstellen, die uns zum Staunen bringen«, schreiben die Gründer Joshua Foer und Dylan Thuras in ihrem Vorwort. Über die Jahre schlossen sich tausende von Menschen aus aller Welt dem Projekt an, fügten dem Atlas neue Orte hinzu. Viele dieser Punkte auf dem Erdball sind alles andere als Touristenattraktionen, manche sind sogar gefährlich. Alle aber sind sie ungewöhnlich oder seltsam, komisch, bizarr oder poetisch. Website wie Buch sind eine Wunderkammer. Sehr nützlich ist im Buch das Themenregister. Es reicht von »Abgeschiedene Orte«, über Bäume, Berge und Vulkane, Bibliotheken, Biolumineszenzen, erotische Eigenarten, feurige Orte, gefährliche Pfade, Körperteile ohne Körper, Krypten und Friedhöfe (fast eine Spalte), makabre Museen, Riesenlöcher, schräge Architektur (eineinhalb Spalten), sehr große Dinge, Übernatürliches, Überreste des Kalten Krieges, ungewöhnliche Sammlungen (zwei Spalten), verlassene Städte, verrückte Städte, Wunder der Natur bis Züge und Eisenbahnen. Der Land-Art-Künstler Walter De Maria ist zweimal vertreten: mit dem »Lightning Field« in New Mexico und den 400 Metallstangen, sowie mit dem »New York Earth Room«. In Soho – in einer Gegend, in der die Immobilienpreise steigen und steigen – sind im ersten Stock eines Lofts 280.000 Pfund Erde aufgeschüttet. Seit 1977 wird dieses

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»Grundstück« wöchentlich aufgelockert und befeuchtet, Erdgeruch mitten in der Stadt. Mitten in der Karakum-Wüste von Turkmenistan befindet sich das »Tor zur Hölle«. Es entstand 1971, als sowjetische Geologen nach Gas bohrten und dabei in einen riesigen Hohlraum brachen. Der ganze Bohrturm fiel hinein, das Loch entstand, giftige Gase stiegen auf. Um eine Umweltkatastrophe zu verhindern, wurde das Gas angezündet. Der Krater brennt seit nun 46 Jahren. Eine besondere Verbindung hat die Buch-Co-Autorin Ella Morton zu einem Wunderort in ihrem Heimat Neuseeland. Schon als Kind war sie in den Waitomo-Höhlen, in denen man einen unterirdischen Fluss entlangrudert. Die Decke der Höhle sieht aus wie ein Sternennebel, wie eine Galaxie. Milliarden funkelnder Lichter. Es sind Glühwürmchen im Larvenstadium – ein Nachthimmel aus Insekten. Als das kroatische Künstlerpaar Olinka Vistica und Drazen Grubisic sich 2003 trennte, machten sie noch Witze darüber, dass sie eigentlich ein Museum einrichten müssten. Drei Jahre später eröffneten sie das »Museum der zerbrochenen Beziehungen«. Dort finden sich Liebesbezeugungen, auch ein Fläschchen vergossener Tränen, eine Axt, eine Beinprothese. Ein Haus aus Papier muss nicht unbedingt wie ein Kartenhaus sein, das Papierhaus in Rockport nördlich Boston steht seit den Zwanzigern und ist stabil. Wände, Dach und sogar die Möbel sind aus gepressten Zeitungen, die mit Klebstoff und Lack stabilisiert wurden. Durch die Lackschichten hindurch sind die damaligen Schlagzeilen erkennbar. Seit dem Herbst 2017 wird die Website des Projekts um eine weitere Abteilung erweitert: »Gastro Obscura« heißt das Ortsverzeichnis außergewöhnlicher Speisen und Getränke. Alf Mayer Joshue Foer, Dylan Thuras und Ella Martn: Atlas Obscura. Eine Entdekkungsreise zu den verborgenen Wundern der Welt (Atlas Obscura: An Explorer’s Guide to the World’s Hidden Wonders, 2016). Aus dem Amerikanischen von Kristin Lohmann, Claudia Amor, Johanna Ott. Hardcover, Format 17,5 x 26,6 cm. Mosaik Verlag, München 2017. 480 Seiten, ca. 600 Abbildungen und Karten, 34 Euro.

Johan Bargums Familiendrama »Nachsommer« Der Titel ist beziehungsreich. Auch hinter Adalbert Stifters berühmt/berüchtigter österreichischer Idylle versteckte sich das Grauen. Bargum, ein finnischer Autor, in Helsinki geboren, schreibt allerdings schwedisch. In seinem »Nachsommer« deckt er das Drama einer Familie auf. Es ist nach der »Septembernovelle« von 2014, das zweite Buch von ihm, das auf Deutsch erscheint. Eine Entdeckung, noch immer. »Ich sitze auf der Veranda und schreibe diese Zeilen, bin allein. Das alte Landhaus, die Villa, hat sich geleert. Alle sind abgereist.« Der Ich-Erzähler Olof, etwa Mitte vierzig, hat eine anstrengende und unerwartet ereignisreiche Woche hinter sich. Sie begann mit einem Anruf von »Onkel Tom«, dem langjährigen Partner seiner Mutter: sie sei todkrank, und möchte in ihrem Landhaus sterben. Olof informiert seinen Bruder Carl. Der war vor zwölf Jahren mit seiner Frau Klara nach San Francisco gezogen. Olaf kommt mit der gesamten Familie, also Frau und unterdessen zwei Kindern, etwas unwillig, aber sofort. Mit ihrer Ankunft in der Villa, in den südfinnischen Schären, kommt auch die Vergangenheit wieder zurück. Die verdrängten Erinnerungen brechen auf. (Bargum versteht es, anzudeuten, mit versteckten Hinweisen Ahnungen zu wecken.) Olof hatte sein Leben lang unter dem zwei Jahre jüngeren Bruder Carl gelitten. Carl war fixer, frecher, mutiger. Schon als dreizehnjähriger war er größer und stärker als Olof. Aber vor allem war und blieb er der Liebling der Mutter. Ganz offen steht sie dazu. Egal, ob Carl die Streiche angestiftet hatte, Olof wird bestraft. Um endlich der Mutter auch einmal zu imponieren, übt Olof auf dem Klavier den Flohwalzer so lange, bis er ihn fehlerfrei und flüssig spielen kann. Die Mutter interessiert es nicht. Der schwache Vater ist schon lange tot. Stattdessen gibt es Onkel Tom, den langjährigen, inzwischen pensionierten Arzt der Familie. Kaum sind alle im Landhaus versammelt, geht es auch schon wieder los. Die alten Rivalitäten, die alten Konflikte brechen wieder auf. Das Haus steht allein auf weiter Flur. Selbst zum Einkaufen muss man das Boot nehmen. Die Brüder fahren zusammen los. Olof steht auf dem Deck. Carl gibt plötzlich Gas. Olof fällt ins Wasser. Carl wendet und rast auf ihn zu, so, als wolle er ihn überfahren. Stoppt doch

noch rechtzeitig und fischt den Bruder aus dem Wasser. Verächtlich sagt er: »Du bist und bleibst ein Schlappschwanz.« Nur allmählich erfährt der Leser den Grund dieses so offensichtlichen und doch scheinbar so unbegründeten Hasses. Carl war doch der geliebte Sohn. Er hatte einen gut bezahlten Job, eine hübsche Frau, überhaupt nur Glück gehabt im Leben. Eines Abends sitzen Klara, Carls Frau, und Olof alleine auf der Terrasse. Sie sprechen über drei Tage vor zwölf Jahren. Über ihre Affäre. Für Olof war es mehr als das. Und danach war für ihn nichts mehr wie es vorher gewesen war. Klara, das weiß er seitdem, ist »die Frau seines Lebens«. »Ich hatte keine Ahnung, dass man so verhext werden kann.« Olof hatte sich nie wieder fest binden können. Die beiden werden bei ihrem Gespräch belauscht. Sam, der zwölfjährige Sohn, hat die ganze Zeit zugehört. Zur Beerdigung erscheinen nur noch Onkel Tom, Klara, Sam und Olof. Carl scheint mit seinem jüngeren Sohn auf dem Rückflug nach Amerika zu sein. Vielleicht hat Olof am Ende doch mehr als nur einen Zipfel vom Glück erhascht. Bargum beschreibt dieses Familiendrama in nüchterner Sprache. Er vermeidet jedes Pathos. Und er arbeitet mit Andeutungen, schreibt kurze, manchmal lapidare Sätze, die gerade deshalb so unter die Haut gehen. Wer genau liest, erfährt mehr. Manches lässt sich erschließen, einiges errechnen. Sigrid Lüdke-Haertel

Johan Bargum: Nachsommer Aus dem Schwedischen von KarlLudwig-Wetzig. Mare Verlag, Hamburg 2018, 142 S., 18 €


LITERATUR Restaurant Goldmund im Literaturhaus Mo bis Fr 12 bis 24 Uhr Sa 18 bis 24 Uhr So Ruhetag Tel: 0 69/210 85 985

Lesungen ARNO GEIGER

MIRKO BONNÉ

Unter der Drachenwand

Lichter als der Tag

Literaturhaus, 29.1.2018, 19.30 Uhr www.literaturhaus-frankfurt.de

Haus am Dom, 7.1.2018, 11 Uhr www.hausamdom-frankfurt.de

BASTIAN SICK

MONIKA HELD

Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen Frankfurter Hof, 18.1.2018, 20 Uhr www.frankfurter-hof-mainz.de

Der Schrecken verliert sich vor Ort Musikalisches Konzept: Gregor Praml Die Fabrik, 29.1.2018, 19.30 Uhr www.die-fabrik-frankfurt.de

Literaturhaus Frankfurt SchĂśne Aussicht 2, 60311 FFM Telefon: 0 69/75 61 84 10 info@literaturhaus-frankfurt.de

BJĂ–RN BICKER

Was glaubt ihr denn Mit Edgar Selge und Jakob Walser Schauspielhaus, 12.1.2018, 19.30 Uhr www.schauspielfrankfurt.de

QUALITĂ„TSKONTROLLE 0118

mit Juliana KĂĄlnay, Luise Maier und Jovana Reisinger Literaturhaus, 31.1.2018, 19.30 Uhr www.literaturhaus-frankfurt.de

DASA SZEKELY

Das Schweigen der Männer Stadtbßcherei Dreieich, 25.1.2018, 20 Uhr www.buergerhaeuser-dreieich.de

RALPH DUTLI - RUTEBEUF

Winterpech & Sommerpech Romanfabrik, 23.1.2018, 20 Uhr www.romanfabrik.de

DIETRICH FABER

Hessen zuerst! Die Leseshow zum neuen Hessenkrimi

SENTHURAN VARATHARAJAH

KULT Kinobar, Bad Soden, 18.1.2018, 20 Uhr www.kultkinobar.de

Buchbar LOMO, 11.1.2018, 20 Uhr www.frankfurter-hof-mainz.de

DORIS DĂ–RRIE

THOMAS LEHR

Schlafende Sonne

Literaturhaus Villa Clementine, 23.1.2018, 20 Uhr www.literatur-in-wiesbaden.de

Literaturhaus Villa Clementine, 18.1.2018, 19.30 Uhr www.literatur-in-wiesbaden.de

JOSHUA COHEN

VOLKER WEIDERMANN

Mousonturm, 25.1.2018, 20 Uhr www.hlfm.de

Januar 2018 20.01. 19.30 h

Mitglieds Heim IX Eintritt 18 / 14 Euro David Constantine: Wie es ist und war Exklusiv fĂźr Mitglieder des Literaturhaus Frankfurt e.V.

23.01. 19.30 h

Volker Weidermann: Träumer – Als die Dichter die Macht ßbernahmen

25.01. 10.30 h

Ferdinand Lutz und Dominik MĂźller: Rosa und Louis BildKlangLesung fĂźr 3. und 4. Klassen

26.01. ab 16.00 h + 27.01. ab 11.00 h

Litprom Literaturtage 2018 Kombiticket Ausgezeichnet: Kartographien des Eintritt 28 / 19 Euro Weiblichen. 30 Jahre LiBeraturpreis Mit Raja Alem, Ken Bugul, Meena Kandasamy, Yvonne Adhiambo Owuor, Laksmi Pamuntjak, Claudia PiĂąeiro, Madeleine Thien, Fariba Vafi u.a.

29.01. 19.30 h

Arno Geiger: Unter der Drachenwand Moderation: Christoph SchrĂśder

31.01. 19.30 h

Qualitätskontrolle 0118 Eintritt 7 / 4 Euro Mit Juliana Kålnay, Luise Maier und Jovana Reisinger Moderation: Nils Husmann (chrismon) Mit Gebärdensprachdolmetschern

Vor der Zunahme der Zeichen

Diebe und Vampire

Buch der Zahlen

Anfahrt: S1-6,8,9 ÂťOstendstraĂ&#x;eÂŤ, StraBa 14,18 ÂťHospital zum heiligen GeistÂŤ, Bus 30, 36 ÂťSchĂśne AussichtÂŤ Parken: Tiefgarage ÂťBildungszentrum OstendÂŤ, SonnemannstraĂ&#x;e 13 Fleming‘s Deluxe Hotel Frankfurt Main-Riverside, Lange StraĂ&#x;e 5-9 Hospital zum Heiligen Geist, Lange StraĂ&#x;e 4-6 Karten: Vorverkauf Ăźber www.literaturhaus-frankfurt.de

Träumer - Als die Dichter die Macht ßbernahmen Literaturhaus, 23.1.2018, 19.30 Uhr www.literaturhaus-frankfurt.de

LITPROM-LITERATURTAGE 2018 - AUSGEZEICHNET: KARTOGRAPHIEN DES WEIBLICHEN

WLADIMIR KAMINER

Mit Raja Alem, Ken Bugul, Meena Kandasamy, Laksmi Pamuntjak, Claudia PiĂąeiro, Madeleine Thien, Fariba Vafi u.a.

Batschkapp, 11.1.2018, 20 Uhr www.batschkapp.de

Einige Dinge, die ich Ăźber meine Frau weiĂ&#x;

Literaturhaus, 26.1.2018, 16 Uhr; 27.1.2018, 11 Uhr www.literaturhaus-frankfurt.de

Eintritt 9 / 6 Euro

Eintritt 3 Euro

Eintritt 9 / 6 Euro

MĂ„RCHENHAFTE GESCHICHTEN ZUR TEATIME

Selja Ahava: ÂťDinge, die vom Himmel fallenÂŤ (steinbach sprechende bĂźcher) Dagny Gioulami: ÂťAlle Geschichten die ich kenneÂŤ (weissbooks.w) Lilach Mer: ÂťWinterkindÂŤ (Dryas Verlag) Mohamed Leftah: ÂťDer letzte Kampf des Kapitän Ni‘matÂŤ (GrĂśĂ&#x;enwahn Verlag)

Februar 2018 – Vorschau 02.02. 19.30 h

Christoph Niemann: Sunday Sketching, Souvenirs und andere Hängenbleibsel Moderation: Andreas Platthaus (F.A.Z.)

GrĂśĂ&#x;enwahn Verlag, 28.1.2018, 15 Uhr www.groessenwahn-verlag.de

05.02. 19.30 h

Szczepan Twardoch: Der Boxer Moderation: Olaf KĂźhl Lesung dt. Text: Anna BĂśger

06.02. 19.30 h

Gelebtes Leben. Eintritt 9 / 6 Euro Denker der Freiheit im Porträt: Ralf Dahrendorf Mit Christiane Dahrendorf und Robert Falkner Moderation: Rainer Hank (F.A.Z.)

07.02. 19.30 h

Frankfurter Poetikvorlesungen Eintritt 7 / 4 Euro Abschlusslesung mit Silke Scheuermann Moderation: Achim Geisenhanslßke (Goethe-Universität)

08.02. 19.30 h

Irmgard Keun: Das Werk Mit Heinrich Detering, Mechthild GroĂ&#x;mann und Ursula Krechel

Eintritt 9 / 6 Euro

14.02. 19.30 h

Wilhelm Genazino: Kein Geld, keine Uhr, keine MĂźtze Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.)

Eintritt 9 / 6 Euro

15.02. 19.30 h

Esther Kinsky: Hain. Geländeroman Moderation: Sabine Rock

Eintritt 9 / 6 Euro

MARIA KNISSEL

ÂťSpringÂŤ & ÂťDrei Worte auf einmalÂŤ Theater Alte BrĂźcke, 26.1.2018, 19.30 Uhr www.theater-alte-bruecke.de

MARION POSCHMANN

Eintritt 16 / 10 Euro

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Die Kieferninseln Romanfabrik, 30.1.2018, 20 Uhr www.romanfabrik.de

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Max Romanfabrik, 16.1.2018, 20 Uhr www.romanfabrik.de

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LITERATUR Krimikolumne: Alf Mayers Blutige Ernte

Kommissar Worschtfett und die Burenwurst Charly Wellers »Totenwind« führt nach Namibia

An Charly Weller ist ein Völkerkundler verlorengegangen, das stellt er immer wieder unter Beweis. Stattdessen hat sich er sich – eigentlich ein Filmemacher und zudem der Regisseur zahlreicher TV-Folgen von »Die Kommissarin«, »Ein Fall für zwei« und anderem – auf Kriminalromane verlegt. »Totenwind« ist schon sein vierter Fall für Kommissar Roman Worschtfett, pardon: Roman Worstedt, aus Gießen. Nach »Eulenkopf«, »Finsterloh« und »Katzenkönig«, nach den unbekannten und dunklen Ecken von Gießen, Wetzlar und Wien geht es dieses Mal in zwei neue Habitate menschlich-ach-so-menschlichen Fehlverhaltens: nämlich zu den Eingeborenen und Eingeplackten im Vogelsberg und nach Namibia, früher Deutsch-Südwestafrika. Gut 60 Seiten braucht es, ehe Kommissar Worschtfett seinen ersten Auftritt hat, ruppig im Taxi unterwegs zu einem Tatort in der Pampa. Die mysteriösen Todesfälle auf dem Gehöft eines Landadligen und Weinhändlers werden ihn letztlich bis vor ein »Tribunal zur Verfolgung von Verbrechen während der Kolonialzeit in Südwestafrika« in Namibia bringen. Aber erst Mal halblang. Völkerkundler Charly Weller, der auch ein ziemlicher Feinschmecker und großer Weinkenner ist, entwirft ein figurenreiches Panorama, überrascht mit Hunderten von skurrilen Details, steigt mit Blick für das Signifikante in die deutsche Kolonialgeschichte und ebenso

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neugierig in das Seelenleben der deutschen Provinz. Er zeigt uns das Fremde im Vertrauten, ist ein Schelm und Eulenspiegel. Kein Wunder, dass sich einer wie Worschtfett immer wieder bei ihm blicken lässt. Schon das Motto von Thomas Pynchon aus »Die Enden der Parabel« zeigt die Richtung an, die dieses Buch wohl nehmen wird: »Einst behandelte Deutschland seine Afrikaner wie ein strenger, doch liebender Stiefvater, der sie bestrafte, wo es geboten schien, nicht selten mit dem Tod ... Heute lebt der Herero unter dem Dach seines Stiefvaters ... Er bleibt wach nach den Sperrstunden und beobachtet seinen schlafenden Stiefvater unsichtbar. Im Schutz der Nacht, die seine eigene Farbe trägt. Was denken all diese Hereros? Wo sind sie heute Nacht? Was tun sie jetzt, in diesem Augenblick, eure dunklen, geheimnisvollen Kinder?« Diese Kinder, sie sind die Geister und die Schatten der Vergangenheit, und die greift ins Heute, beschert Worschtfett und seiner Kollegin Regina Maritz Arbeit. Um ihren Fall aufzuklären, nehmen die beiden, die sich gerne kabbeln und nicht immer am gleichen Strang ziehen, zum Ende hin sogar gefährliche Identitäten an, schlüpfen – wie unbeabsichtigt auch immer – in die Haut der früheren Täter. Neben all dem Spaß, den man in Charly Wellers Kriminalromanen garantiert serviert bekommt, gibt

es bei ihm eine politische Ernsthaftigkeit, die sich sehen lassen kann. »Unter anderen Umständen hätten wir vielleicht richtige Freunde werden können«, verabschiedet sich Wortschfett am Buchende von einem Herero-Rächer, den er in Deutschland hätte verhaften müssen, der in Namibia aber Teil einer, wenn auch späten Gerechtigkeit geworden ist. Jedoch, wo Ernst ist, da darf bei Charly Weller auch gehörig Komik sein. Das U- und E-Problem steckt er locker in einen Sack. Und in dem stecken wieder viele schöne Gaben. Nach dem Manischen in Gießen, dieser von seltsamen Menschen gesprochenen seltsamen alten Sprache (auch Til Schweiger ist mit ihr aufgewachsen), bringt Weller uns in »Totenwind« den Vogelsberg näher, wo die Landwirte Torfstechermützen tragen und nicht gerade leichte Dialekte wie das »Grimcher Platt« zu meistern sind. Kapitel mit Überschriften wie »Abbene Kuppe« oder, besonders köstlich, »Dick Mock«, künden davon. Geradezu dadaistisch geht es bei einer dem F.W.-Bernstein-Stück »Das Landexamen« nachempfundenen Mundartprobe zu, wo es unter anderem korrekt auszusprechen gilt, wie das Mutterschwein auf Weikartshainerisch heißt – wie in Maar, in Stockhausen, Ulrichstein oder Volkartshain. Manchmal ist das eine »Fregglsau«, manchmal eine »Mock«. Unnützes Wissen, natürlich. So wie auch das, was ei-

gentlich in einer Boerewors steckt, in der namibischen Grillwurst. Oder was es mit dem Fälschen von Weinetiketten auf sich hat, mit dem Gehabe mancher Weinkenner, mit Bordeaux-Protzereien und mit den sogenannten Bonzen-Tropfen, »die nicht gekauft wurden, um sie zu trinken, sondern um im Freundeskreis damit zu protzen«. Reminiszenzen an das »Gargantua« von Klaus Trebes dürfen hier nicht fehlen. Letztlich führen all diese Sinnesfreuden dann zu der namibischen »Liebig’s Extract of Meat Company« (kurz LEMCO), zur Mutter aller Brühwürfel, benannt nach dem Gießener Chemiker Justus von Liebig. Im Khoma-Hochland weideten dafür einmal Rinder auf 200.000 Hektar Farmland. Die Geschichte des Brühwürfels, so zeigt uns Charly Weller, ist auch eine der Nilpferdpeitsche. »Sjambok« heißt sie in Namibia. Koloniale Ausbeutung, anschaulich gemacht. Würfelgroß. Die Krimis von Charly Weller funktionieren oft wie ein Kaleidoskop. Immer wieder verschieben sich die Blickwinkel, verschränken sich Details, wird es bunt und farbig und ein wenig gaga. Wird aus Spaß ein Ernst, und umgekehrt. Da werden einer reichen Frau auf ihrem Liegestuhl am Pool einer Villa in Bad Homburg vier Finger abgehackt, um an ihre Brillanten zu kommen, da sieht ein Finanzer in einem Penthouse in der Frankfurter Stiftstraße kostümiert aus wie für einen Maskenball von Gordon Gecko aus »Wall Street«, da dreht ein Frankfurter Filmemacher im Vogelsberg »Entspannungsfilme ganz ohne Spuren der Zivilisation«, da soll ein Windrad höher als die Türme in Abu Dhabi wachsen, da hat ein Vorfahr eines Mordopfers während der Kolonialzeit Hunderte von Eingeborenen enthauptet und deren Schädel an die Charité und andere medizinische Einrichtungen im deutschen Kaiserreich zur rassenhygienischen Forschung veräußert. Und das ist wahr. Charly Weller: Totenwind. KBV Verlag, Hillesheim 2017. 314 Seiten, 10,95 Euro. Die Vorgängerromane: Eulenkopf (2014), Finsterloh (2015), Katzenkönig (2016). Eine Premierenlesung für Frankfurt wird am 8. März um 20.30 bei 7 € Eintritt im Ypsilon auf der Bergerstraße stattfinden.


Von Haus zu Haus

KUNST

ANSICHTSSACHEN

Ausstellungsansichten »Jil Sander. Präsens«, 2017 im Museum Angewandte Kunst © Paul Warchol

Purismus auf schmalem Grat »Jil Sander. Präsens« im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt Der Ausstellungstitel der Schau klingt wie der Name eines Parfums der Modeschöpferin Jil Sander: Schlicht, zurückhaltend, fast karg. Und so ist ihr Image, so ist ihre Mode, so ist sie zu einer deutschen Ikone geworden: als Modedesignerin, bei der weniger immer mehr ist. Das kann man nun auf etwa 3.000 Quadratmetern opulenter Ausstellungsfläche erleben. Das gesamte Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, drei Stockwerke, wurde leer geräumt. Für Jil Sander. Die Wände sind weiß. Die Kleidungsstücke, welche Puppen zieren, die auf Podesten in Gruppen zusammenstehen, sind zumeist schwarz. Einige Spiegel erweitern die Ausstellungsräume visuell. Lautsprecher in allen Räumen beschallen dezent mit künstlerisch anmutenden Soundcollagen: Der Purismus dieser Schau wirkt bedeutsam. Selten hat eine Ausstellung so gut in den 1985 vollendeten, weißen Richard Meier-Bau gepasst, wie diese. Sander selbst ist ein erklärter Fan dieser Architektur – und tatsächlich ist diese Ausstellung eine der schönsten, die in diesem Museum jemals gezeigt worden sind. Was sehen wir? Mode, Gartenentwürfe, Ideen zu Architektur und Innenarchitektur, Produkt- und Möbeldesign, dazu Fotografien von etwa Peter Lindbergh, Moodboards, Zeichnungen und Videos – allesamt Arbeiten, die einen unverwechselbaren Stil erkennen lassen, für den die 1943 in Wesselburen in Schleswig-Holstein geborene Jil Sander bis heute steht. Klar, präzise, zeitlos und elegant sind all diese Entwürfe. Die Ausstellung heißt nicht umsonst so, wie sie heißt: »Präsens«. Das soll sagen: Jil Sander ist immer aktuell, immer gegenwärtig. Alles Laute und Spektakuläre ist nicht die Sache der öffentlichkeitsscheuen Designerin, die 1968 ihr erstes Geschäft in Hamburg eröffnet und sich 2013 aus ihrem Unternehmen zurückgezogen hat, das inzwischen einer japanische Holding gehört. »Man muss der Versuchung widerstehen, jede Leere zu füllen« – die-

Portrait Jil Sander Marie Claire Germany, 1991 © Peter Lindbergh

sen Satz Jil Sanders finden wir auf einer Wand des Museums – eine Art Essenz ihres Werkes, dem stets etwas Asketisches, ja Religiöses anhaftet. So gestaltete sie auch ihre Flagship-Stores – im Grunde genommen erinnern viele der Räume im MAK an ebenjene luftigen, perfekt inszenierten Jil-SanderGeschäfte in den Bestlagen ausgesuchter Metropolen. Es ist zu Recht kritisiert worden, dass eine solche Schau sich auf einem sehr schmalen Grat bewegt. Museale Inszenierung oder Werbung für Produkte – das lässt sich hier nicht leicht trennen. Die Ausstellung – zu der ein sehr schöner Katalog im Prestel-Verlag erschienen ist – versucht zu erklären, warum Sander mehr als eine von japanisch anmutender Schlichtheit inspirierte Modedesignerin ist, doch gelingt es ihr nicht ganz, weil die Ausstellungsmacher sich vollkommen in ihr spektakulär schlichtes Sujet verliebt haben. Womöglich hätte es der Ausstellung gutgetan, das Werk Sanders nicht in der Totalen zu beleuchten, sondern stärker als Teil einer künstlerischen Idee des Minimalismus – in Abhängigkeit zu all den Dingen, die für die Designerin wichtig waren. In Frage stellen kann man, dass

Jil Sander selbst als Mitkuratorin stark in die Konzeption der Schau involviert wurde. Auf Datierungen oder gar Titel der Exponate verzichtet die Ausstellung – leider – zumeist. »Was Jil Sander als Designerin ausmacht, ist die ›Mission Moderne‹«, meint Museumsleiter und Kurator Matthias Wagner K emphatisch, doch was bedeutet das im 21. Jahrhundert? Sander selbst sieht den Denkraum, in dem sie lebt und gestaltet, beeinflusst von Künstlerinnen und Künstlern wie Agnes Martin, Jannis Kounellis oder Richard Serra. Hinzufügen möchte man hier noch das Bauhaus, die ganze Tradition minimalistischen Gestaltens: »Immer war es die Rückwendung aufs Wesentliche, das mir sinnvoll schien«, resümiert sie selbst. Betrachtet man ihre letzte, wildornamentale, farbenprächtige Kollektion aus dem Jahr 2014, für die sie als Vorlagen Motive des italienischen Arte Povera-Künstlers Alighiero Boetti verwendet hat, dann erkennen wir hier eine ganz andere Jil Sander. Auch diese Stickmuster, die noch aus den siebziger Jahren stammen, wirken als Mode noch heute erstaunlich modern. Also doch, eine »Mission Moderne«? Modern ist eine Gestaltung, die dem Individuum Raum lässt, die ihren Trägerinnen und Trägern Freiräume eröffnet. Doch wenn Matthias Wagner K sagt, der Purismus von Jil Sander hätte die Vorstellung von Schönheit verändert, dann übertreibt er zweifellos. Dazu bedarf es nur einen Blick auf die Straßen oder auf die aktuellen Modeschauen – bei denen Sanders Purismus kaum mehr etwas gilt. Marc Peschke Jil Sander. Präsens Museum für Angewandte Kunst Bis 6. Mai 2018: Di.–So. 10–18Uhr, Mi. bis 20 Uhr www.museumangewandtekunst.de

>> Zum Schnuppern: Die Freie Kunstakademie Frankfurt stellt sich am 27. Januar ab 18 Uhr mit ihren Dozenten und Atelierräumen in der Kommunikationsfabrik, Schmidtstraße 12, allen vor, die es genauer wissen wollen. An der FKaF unterrichten 30 Künstler, die in Museen und Ausstellungen präsent sind. Herzstück ist die Abendakademie. www.fkaf.de >> Was wollen Sie uns damit sagen?: Nanne Mayer, auf der Ausstellung Buchwelten im Sinclair-Museum in Bad Homburg unter anderem mit ihrer Arbeit »Das neue Welterlebnis« vertreten, kommt am 17. Januar um 19 Uhr zum Künstlergespräch ebendort mit Sybille Anderl von der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. www.museum-sinclair-haus.de >> Schau an: Unser Autor Marc Peschke ist auch Kunstfotograf und bestückt vom 12. Januar bis zum 11 März das FranckHaus in Marktheidenfeld mit seinen Werken. Titel »The Cubes. Die Fotoobjekte von Marc Peschke.« Werktags 10–14 Uhr, So. 19-18 Uhr www.marcpeschke.de >> Denkmal in spe: Zwei Bäume, kopfüber ineinander verflochten, bildet die elf Meter hohe Skulptur des israelischen Künstlers Ariel Schlesinger ab, die von Januar 2019 an zwischen dem Neubau des Jüdischen Museums und dem alten Rothschild-Palais stehen und an die Wurzeln und die Entwurzelung des Judentums in Frankfurt erinnern soll. >> Niki unterwegs: Die großartige Ausstellung »Niki de Saint Phalle und das Theater« der Rüsselsheimer Opelvillen macht bis zum 8. April in der Kunstsammlung der Städtischen Museen Jena Station. Für alle, die sie verpasst haben, ist das gar nicht so weit weg, wie man meint. www.museen-jena.de >> Das Ende naht: Am 12. Januar um 18 Uhr, zwei Tage vor der Finissage der ihm gewidmeten umfassenden Retrospektive »Passages« im Frankfurter Fotografie Forum kommt der Fotograf Bruno Barbey zu einem Vortrag nach Frankfurt. Eine Anmeldung ist unumgänglich und an contact@fffrankfurt. de zu richten. >> Oh Yeah, Yeah: Sonja Eismann, die Autorin von »Hot Topic. Postfeminismus heute«, und die Techno-Pop-Musikerin und Regisseurin Bernadette La Hengst (»Integrier mich, Baby«) sind mit Konzert und Talk in der Reihe text&beat im Museum für Kommunikation zu Gast. Titel des Abends: »She POP«. Datum: 31. Januar (ab 20 Uhr). www.mfk-frankfurt.de >> Exquisite Expertise: Die Frankfurter Fotografie- und Videokünstlerin Laura Padgett führt am 4. Januar (18.30 Uhr) durch die Maria-Sybilla-MerianAusstellung »Die Tradition des Blumenbildes« und zu ausgewählten weiteren Exponaten im Städel. Ihr Thema: Die Vergänglichkeit und der Sinn des Lebens. Am 7. Januar (12 Uhr) stellt Padgett, der kürzlich eine Ausstellung im Museum Giersch gewidmet war, das Städelbild des Monats vor: Nicolas Poussins’ »Pyramos und Thisbe« (1695). www.staedelmuseum.de

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KUNST Von Haus zu Haus Š Hamann Meyerha

Š Palmengarten

Alles rostet

Superman auf dem Dach

Gallus Theater zeigt Susanne Hamann-Meyers Bilder vom ÂťEisenfresserÂŤ

Palmengarten: Die Winterlichter leuchten wieder

Wer rastet, der rostet, weiĂ&#x; ein deutsches Sprichwort. Das ist kein schlechter Grund fĂźr einen der MuĂ&#x;e zugewandten Menschen, sich die Arbeiten der Fotografin Susanne Hamann-Meyer im Foyer des Gallus Theaters einmal näher anzuschauen. Die Frankfurterin hat sich der aus der Begegnung von Eisen und Stahl mit frischer Luft und Wasser entstehenden Materie mit der Kamera zugewandt, um deren Spuren und Strukturen nachzugehen. ÂťZeichen von Zersetzung und ZerstĂśrung verwandeln sich in Farblandschaften und nehmen die Form abstrakter Malerei anÂŤ, goutiert die Schriftstellerin Dorothee Mahnringer das Ergebnis, das nun

unter dem Titel Der Eisenfresser mit mehr als einem Dutzend Exponaten zur Schau gestellt wird. Susanne Hamann-Meyer war 1977 Mitgrßnderin des Programmkinos Harmonie in Sachsenhausen und in der Folge aktiv dabei, als dieses Kulturmagazin aus der Taufe gehoben wurde. Unsere Kollegin wirkte zudem bei vielen Filmproduktionen mit und wurde Cutterin beim Hessischen Rundfunk, ohne ihre Neigung zur Fotografie zu vernachlässigen. gt 4. Januar bis 3. Februar: Mo.–Fr. 11–18 Uhr und an allen Theaterabenden. www.gallustheater.de

Neue Ausstellungen 4. Januar >> GALLUS THEATER: Susanne Hamann-Meyer, Der Eisenfresser bis 4. Februar 2018 8. Januar >> GALERIE JÖRG SCHUHMACHER: FranzÜsische Meister des 2 0. Jahrhunderts bis 19. Februar 2018 11. Januar >> GALERIE SÖFFING: Jutta Heun, Giantesses Landfall, Malerei und Zeichnung bis 3. März 2018 12. Januar >> GALERIE APPEL: Otto Greis Retrospektive bis 10. Februar 2018 >> FRANCK-HAUS MARKTHEIDENFELD: Marc Peschke, The Cubes bis 11. März

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17. Januar >> FOTOGRAFIE FORUM FRANKFURT: Jaromir Funke, Fotograf der Avantgarde bis 29. April 2018 24. Januar >> ARTE GIANI: Alissa Walzer, SchĂśn wär‘s, in der Tiefe zu verschwinden bis 23 Februar 2018 >> KUNST-RAUM BERNUSSTRASSE: Wanda Pratschke, Bronzen 1980–2005 bis 23. Februar 2018 30. Januar >> KUNSTHALLE DARMSTADT: Trapped – Fallen und Raster, Alex Hanimann bis 8. April 2018

Zum sechsten Mal bereits hat der Palmengarten seine ÂťWinterlichterÂŤ gezĂźndet. Die traumhafte weihnachtliche Illuminierung des Gartenparks mit den leuchtenden Installationen des Unnaer LichtKĂźnstlers Wolfgang Flammersfeld hat dem Frankfurter FreizeitMagneten seit 2012 kontinuierlich steigendes Interesse beschert. Von 16.000 auf 33.000 Besucher wuchs seither die Zahl der abendlichen Wintergäste, die sich während der verlängerten Ă–ffnungszeiten des sechswĂśchigen Events verzaubern lieĂ&#x;en. Warum sollten es nicht auch in diesem Jahr wieder mehr werden, zumal die Stadt eigens die Buslinie 75 während der Schau länger, bis 21.30 Uhr fahren lässt? Insgesamt 17 Schauwerke hat der Meister, der neben Dortmund und Mannheim, auch Bonn und Erfurt mit seiner Kunst beglĂźckt, auf dem gut einstĂźndigen Parcours aufgestellt, und dafĂźr zehn Kilometer Kabel, 700 Lampen, vier Video-Installationen und fĂźnf Dia-Projektionen eingesetzt. Einige der Publikumslieblinge der vergangenen Jahre sind erneut dabei. Wie die auf die Fontänen des Oktogon-Brunnens gestrahlte Videoschau ÂťWatershieldÂŤ, deren phantastische Bildfolge mit den Klängen der keltisch inspirierten Musik der irischen KĂźnstlerin Enya unterlegt wird. Auch die angeleuch-

teten Discokugeln im Bambuswald sind wieder dabei. Anderswo, am See etwa, schwebt sphärischer Ambient-Sound Ăźber den bunt aufleuchtenden Wassern, an deren Ufer ein flinkes LED-Männchen mit Anlauf in das kalte Nass springt und es laut vernehmbar aufspritzen lässt. Aus Holz ist die Herde von blau, rot und grĂźn leuchtenden Pferdesilhouetten unter den Bäumen. Staunen wird, wer den erleuchteten WĂźrfel fĂźr einen WĂźrfel hält, dagegen erliegt einer optischen Täuschung, wer meint, dass die zu einer RĂśhre aufgestellten bunten Hula-Hup-Reifen nur so aussähen als wĂźrden sie kleiner. Neu dabei ist die Figur, die wie Superman auf dem Dach der Galerie Ăźber dem Ganzen wacht. Es ist der PalmhausSitzer, er hat alles im Blick. Erstmals bietet in diesem Jahr nicht nur das Winterlichter-CafĂŠ in der Galerie am Palmhaus kleine Speisen sowie GlĂźhwein und andere heiĂ&#x;e und kalte Drinks an, sondern auch das Restaurant Villa Leonardi am anderen Ende des Parks. gt WINTERLICHTER-Ausstellung bis 21. Januar, täglich 17–21 Uhr. In diesem Zeitraum ist der Palmengarten täglich von 9 bis 21 Uhr geĂśffnet (letzter Einlass: 20 Uhr). www.palmengarten.de

DROGENNOTRUF 0 69 - 6 2345 1 Anonyme Telefonberatung fĂźr: "ETROFFENEs!NGEHĂšRIGEs &REUNDEs0ARTNER 4Ă‹GLICHV 5HR 3ONN U&EIERTAGEV 5HR


Von Haus zu Haus

Illusionen auf dem RĂśmerberg

KUNST

Jil Sander

Schirn, FKV, Altstadt: Diorama, (DIS)Connect, Perception is reality Š Norbert Miguletz

Ăœber einen schmalen Steg laufen, wenn rechts und links der Abgrund droht? Im Lewe net, oder nur mit Zittern und Zagen. Dass nur eine Virtual Reality-Brille diese Illusion erzeugt, während man de facto auf einem flachen Brett steht, erhellt, wie stark Handeln und GefĂźhl von der äuĂ&#x;eren Wahrnehmung beeinflusst wird. In der Schau ÂťPerception is realitiy. Ăœber die Konstruktion von Wirklichkeit und virtuelle WeltenÂŤ des Frankfurter Kunstverein (FKV) kann man das am eigenem Leib erfahren Vielleicht hatten die Maler und BĂźhnenbildner Louis Daguerre und Charles Marie Bouron Ă„hnliches im Sinn, als sie 1822 in Paris das erste Diorama erĂśffneten, wo sie mit Hilfe von Lichteffekten auf durchsichtigen Stoffen dreidimensionale Räume imaginierten. An diese ÂťErfindung einer IllusionÂŤ knĂźpft die Schirn mit der Ausstellung ÂŤDioramaÂŤ an. Im ersten Raum der Kunsthalle zieht der von Paul Favand 2012 auf zwei restaurierte historische Leinwände projizierte Ausbruch des Vulkans in der Bucht von Neapel die Blicke auf sich: ÂťNaguère DaguerreÂŤ ( wie unlängst Daguerre) nennt er seine Rekonstruktion dieses Naturereignisses – und erfĂźllt damit eine wichtige Funktion von Dioramen: die plastische Darstellung der Welt. Doch die fand zunächst vor allem in pädagogischer Absicht im kirchlichen Rahmen statt: LebensgroĂ&#x;e aber auch miniaturhaft kleine szenische Darstellungen biblischer Erzählungen stehen am Beginn. Schnell aber Ăśffnet sich das ÂťFen-

ster zur WeltÂŤ anderen Bereichen. Mit Glasschaukästen wie man sie in traditionellen Naturhistorischen Museen findet, die ausgestopfte Tiere und Tiergemeinschaften lebensecht im sogenannten Habitat zeigen. Das Arrangement von Objekten vor einem Hintergrundgemälde setzt den Lebensraum des AlaskaSchneeschafs, kĂźnstliche Paradiese der friedlichen Koexistenz von Katz und Maus oder auch bedrohliche StĂśrungen der Lebenswelt in Szene. Das Voyeuristische des Blickes entlarvt die Reproduktion eines Werkes von Marcel Duchamps ÂťEtant donnĂŠs ‌, wo der Voyeur zum Voyeur auch des KĂźnstlers wird. Die Präsentation von Natur und deren vorgeblicher Authentizität wird in zeitgenĂśssischen Werken und Fotografien hinterfragt, so wie auch vermĂźllte Stadtlandschaften inklusive deren Tierwelt keine Idylle, im Gegenteil, eher Grusel (Isa Genzken, Empire Vampire) aufkommen lassen. Ăœber das Illusionsprinzip des Dioramas hinaus allerdings geht die Präsentation eines lebendigen (!) Axolotl-Pärchens in einem Aquarium inmitten einer Torflandschaft – ein bisschen unheimlich wirkt das schon. Einen draufgesetzt auf die Kunst der Illusion hat im Eingangsrondell der Schirn Philipp FĂźrhofer mit der Installation Âť(Dis)ConnectÂŤ: hoppla! Zunächst sieht man sich selbst auf dem Kopf stehen, dann – Lichtwechsel – verschwindet der Spiegeleffekt und man blickt in unendliche HĂśhen des Gebäudes. Dieser Illusion lohnt es sich nachzugehen, zählt man doch um die zwanzig Stockwerke gegenĂźber den zwei oder drei Âťin WirklichkeitÂŤ. Der Bluff ist mit dem Verlassen der Ausstellung nicht vorbei: Vor ihren Toren kann man sich Gedanken darĂźber machen, wie real die neue Häuserzeile der auferstandenen Altstadt wohl ist.

Präsens

– 6. Mai 2018

„Meine ästhetischen Vorstellungen ent wickeln sich aus dem, was ich vom Zeitgeist erspĂźre.“ +JM4BOEFSHFIĂšSU[VEFOFJOnVTTSFJDITUFO .PEFEFTJHOFSJOOFOJISFS(FOFSBUJPO %BT.VTFVN"OHFXBOEUF,VOTUQSĂŠTFOUJFSU JISFXFMUXFJUFSTUF&JO[FMBVTTUFMMVOH %JF4DIBVUIFNBUJTJFSUJOSBVNHSFJGFOEFO  NVMUJNFEJBMFO*OTUBMMBUJPOFOEJF­TUIFUJL +JM4BOEFST4JFVNGBTTUOFCFO.PEF VOE1SPEVLUEFTJHOBVDI"SDIJUFLUVSVOE (BSUFOLVOTU

Weitere Informationen ÀQGHQ6LHDXIXQVHUHU:HEVLWHXQWHU ZZZPXVHXPDQJHZDQGWHNXQVWGH

Katrin Swoboda Bis 7. Januar (Frankfurter Kunstverein): Di–So. 11–19 Uhr; Do. bis 21 Uhr bis 21. Januar (Schirn): Di.–So. 10-19 Uhr; Mi., Do. bis 22 Uhr. Bis der Arzt kommt: Altstadt

Portrait Jil Sander Š Peter Lindbergh, Marie Claire Germany, 1991

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MUSIK

Live-Musik-Termine 08.02.18 FRANKFURT Fraport Arena

Montag 01.

AUSVERKAUFT

02.+03.02.18 FRANKFURT Fraport Arena

23.+24.02.18 FRANKFURT Alte Oper 01.03.18 FRANKFURT Jahrhunderth. 07.03.18 FRANKFURT Jahrhunderth.

Das Jubiläumsprogramm:

TOURFINALE

17.03.18 FRANKFURT Fraport Arena 23.03.18 FRANKFURT Jahrhunderth. 24.03.18 FRANKFURT Jahrhunderth.

24.03.18 FRANKFURT Fraport Arena

12.05.18 FRANKFURT Festhalle

28.05.18 FRANKFURT Batschkapp

TERMINE IM CLUB DER JAHRHUNDERTHALLE

31.01.2018

HERR SCHRÖDER

01.03.2018

SANDSATION

WORLD OF LEHRKRAFT

IN 80 BILDERN UM DIE WELT!

15.02.2018

02.03.2018

CHRISTOPH REUTER DOPPELSTUNDE MUSIK!

21.02.2018

MAXIS COMEDY MIX AM MITTWOCH

MODERIERT V. MAXI GSTETTENBAUER

MIRJA REGENSBURG MÄDELSABEND

09.03.2018

INGO APPELT

12.04.2018

BENNI STARK

14.03.2018

MAXIS COMEDY MIX AM MITTWOCH

MODERIERT V. MAXI GSTETTENBAUER

THE FASHIONIST TOUR

14.04.2018

JOGIS ELEVEN JETZT ERSCHT RECHT!

18.03.2018

NIGHTWASH

COMEDY MIXED SHOW - LIVE

20.04.2018

NICOLE JÄGER NICHT DIREKT PERFEKT

BESSER… IST BESSER!

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AGAZIN

Verlosungen

Bad Homburg KULTURZENTRUM ENGLISCHE KIRCHE 17.00 h La Finesse Frankfurt MAMPF 20.30 h Bernd Theimann

Dienstag 02. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Elias »Fuzzy« Dahlhaus Frankfurt JAZZKELLER 21.00 h Daniel Cacija & Band ORANGE PEEL 20.30 h Blues/Soul/Funk Session mit Tommie Harris & Friends SPRITZEHAUS 21.00 h Jam Session

Mittwoch 03. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h ABtown Houzeband - feat.: Dimi Rompos - special guests: Pom Tetty & The Breakhearters Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Delta Danny Frankfurt JAZZKELLER 21.00 h Jazz Session MAMPF 20.30 h Live Jazz Hanau JAZZKELLER HANAU 20.00 h Big Handmade Blues Session Mörfelden - Walldorf KULTURBAHNHOF MöRFELDEN 19.00 h Irish Folk Session Wiesbaden KURHAUS (FRIEDRICH VON THIERSCH SAAL) 20.00 h Falco - The Show

Donnerstag 04.

Dreimal zu zweit zu Belle Schon der Zeichentrickfilm hat die Welt bezaubert. Mit Emma Watson in der Titelrolle stürmte aber auch die Realverfilmung des französischen Volksmärchens »La belle et la bête« im vergangenen Sommer weltweit die Kino-Charts. Und prompt kommt »Disney: Die Schöne und das Biest« als Musical in deutscher Sprache in die Alte Oper Frankfurt (10.–14. Januar): mit seinen jedes Herz erweichenden Geschichten um die mutige Belle, das Biest, verzauberte Stehuhren und singende Teekannen zu der traumhaften Musik von Alan Menken. In der Inszenierung des renommierten Budapester Operetten- und Musicaltheaters werden die Märchenfiguren mit hinreißendem Gesang und wirbelnden Tanzszenen zum Leben erweckt. Mehr als hundert Menschen auf und hinter der Bühne sind dafür im Einsatz, darunter 41 Musiker, 21 Darsteller und 15 Solisten. Mit etwas Glück sind Sie als unser Gast dabei, wenn sich der Vorhang der Alten Oper zu einer der romantischsten Liebesgeschichten aller Zeiten hebt. Gemeinsam mit unserem Partner bb promotion verlosen wir 3 x 2 Eintrittskarten für Vorstellung am Donnerstag, 11. Januar, um 19.30 Uhr. Senden Sie uns bis zum 5. Januar 2018 mit dem Kennwort »Die Schöne und das Biest« eine E-Mail an verlosungen@ strandgut.de.

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Strandgut 01/2018

Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Wellbad Frankfurt BATSCHKAPP 20.00 h Barock DAS BETT 20.30 h Joe Bowie & Defunkt FRANKFURT ART BAR 20.30 h Open Stage JAZZKELLER 21.00 h Jelena Jovovic Quartet ORANGE PEEL 20.30 h Swingin‘ Jazz Night m. Piet Klinger PONYHOF 20.30 h Vagabundos De Lujos Langen CAFé BEANS 20.00 h Stormin Norman Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 20.00 h Jam Session

Freitag 05. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h »Side by Side« Benefizkonzert mit Soulfire Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h René Moreno Eppstein WUNDERBAR WEITE WELT 20.00 h Wellbad & Band Frankfurt DREIKöNIGSKELLER 21.00 h C-Types FRANKFURT ART BAR 20.30 h Friday Live Jazz JAZZKELLER 21.00 h Jelena Jovovic Quartet MAMPF 20.30 h Thilo Fitzner ORANGE PEEL 19.30 h Darktown Strutters´ Ball: m. Marmadukes Hanau JAZZKELLER HANAU 21.00 h Matthias Baselmann Jubiläumstour Oberursel ARTCAFé & VINERIA MACONDO 20.00 h MeZZcalero Wiesbaden KULTURPALAST WIESBADEN 20.30 h These Days Remain + Bury My Regrets + Shattered Lions

Samstag 06. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Titans Of Metal 5 mit Cervet, Thornbridge & Metal Attack Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h Urban Fox KNABENSCHULE 20.00 h Darmstädter Bluesfest 2018 m. BluesNasen & Pickup the Harp Frankfurt DAS BETT 20.00 h Seelensturm, Extramensch, Schattenmann, Vlad In Tears FRANKFURT ART BAR 20.30 h Papa Legba´s Blues Lounge JAZZKELLER 21.00 h Willi Johanns & Band MAMPF 20.30 h Robert Kaiser ROMANFABRIK 20.00 h Heinz Sauer & Michael Wollny SPRITZEHAUS 21.30 h Lizz‘ it up Hanau JAZZKELLER HANAU 21.00 h Rockfall Mörfelden - Walldorf KULTURBAHNHOF MöRFELDEN 20.00 h Reelin‘ Tarkatz

Sonntag 07. Frankfurt FRANKFURT ART BAR 13.00 h Happytime Swingers Frankfurt JAHRHUNDERTHALLE 19.00 h Ennio Morricone Tribute Tour

JAZZKELLER 20.00 h Willi Johanns & Band MAMPF 20.30 h Pedro Soriano NACHTLEBEN 21.00 h Vogelfrey - Gäste: Reliquiae SüDBAHNHOF 12.00 h Gypsys feat. Keath Sanders Langen NEUE STADTHALLE LANGEN 11.00 h Red Hot Hottentots

Montag 08. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Phoenix Frankfurt DIE FABRIK 20.00 h G. Gulino‘s WestCoast-Jazz-Quartett

Dienstag 09. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Krone Old Stars Orchestra SCHLOSSKELLER 21.00 h Suzan Köcher Frankfurt FRANKFURT ART BAR 20.30 h TeXas House Band ORANGE PEEL 20.30 h Blues/Soul/Funk Session mit Tommie Harris & Friends SPRITZEHAUS 21.00 h Jam Session ZOOM 21.00 h Wolf Alice Mainz UNTERHAUS 20.00 h Simon & Garfunkel Tribute Duo

Mittwoch 10. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Oscar Ackermann & The Apes Frankfurt FRANKFURT ART BAR 20.30 h Irish Music Session JAZZKELLER 21.00 h Jazz Konzert & Session m. Dennis Skretarev & Friends MAMPF 20.30 h Piko NACHTLEBEN 21.00 h Jaya the Cat Langen NEUE STADTHALLE LANGEN 20.00 h The Original USA Gospel Singers & Band Mainz UNTERHAUS 20.00 h Wildes Holz

Donnerstag 11. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Café Del Mundo Frankfurt CONGRESS CENTER MESSE 20.00 h Mark Gillespie‘s Kings of Floyd


MUSIK

© Mark Maryanovich

Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 21.00 h TheFireflyProject Oberursel ARTCAFé & VINERIA MACONDO 20.00 h King Baumgardt Duo Rödermark KELTERSCHEUNE URBERACH 20.00 h Cafe del Mundo Wiesbaden HEIMATHAFEN WIESBADEN 19.30 h Henry and the Waiter KREATIVFABRIK 20.00 h Proberaumfestival SHERRY & PORT 20.30 h Paddy Goes To Holyhead

Samstag 13.

Steph Cameron Der Hafen 2 feiert Programmstart mit einem dieser schönen Sonntagnachmittagkonzerte. Die Kanadierin Steph Cameron ist da zu hören, einfacher, schlichter, bezaubernder Akustik-Folk, der wie aus einer fernen Zeit zu kommen scheint. Die frühe Joni Mitchell kommt einem sofort in den Sinn, natürlich auch der Bob Dylan der 60erJahre. Stimme, Gitarre, manchmal eine Mundharmonika, mehr braucht Cameron nicht zum Glück. Zuvor spielt – der Hafen 2 liebt ja schließlich verschwenderische Programme – noch der britische Singer/Songwriter Brendan Lewes. tg

So., 14.1., 16 Uhr, Offenbach, Nordring 129, 069/26 01 22 23. www.hafen2.net

Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h The Busters Darmstadt ACHTECKIGES HAUS 20.30 h Mr. Jelly’s Jam Band GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h One Minus One 21.00 h Verveine + Klub Erika + Blockhelden KNABENSCHULE 20.30 h Klangcraft Trio feat. Heinz Dieter Sauerborn OETINGER VILLA 21.00 h Die Selektion, Velvet Coat THEATER IM PäDAGOG 20.00 h Woody Guthrie Tribute Concert

Dreieich BüRGERHAUS SPRENDLINGEN 20.00 h 20 Jahre Echoes of Swing Frankfurt DAS BETT 20.30 h Die Liga Der gewöhnlichen Gentlemen DREIKöNIGSKELLER 21.00 h CRTD, Voodoo Godz ELFER MUSIC CLUB 19.30 h SPH Bandcontest FRANKFURT ART BAR 20.30 h Zech´s Washboard Company JAZZKELLER 21.00 h The Music of Chet Baker MAMPF 20.30 h Off Time Connection MOSAIK 20.00 h Jouno SPRITZEHAUS 21.30 h s.a.l. scheissaufleise Hanau BRüCKENKOPF 21.00 h MAC JAZZKELLER HANAU 21.00 h Rhein-MainJazzOrchestra Hofheim/Ts. JAZZKELLER HOFHEIM 21.00 h Epicedium + Cervet + Bloodgoat Mörfelden - Walldorf KULTURBAHNHOF MöRFELDEN 20.00 h CoSiA Crow - Black & Blues Mühlheim SCHANZ 20.30 h Simon & Garfunkel Revival Band

SO 14 JAN 18:00 Großer Saal

1822-NEUJAHRSKONZERT

JUNGE DEUTSCHE PHILHARMONIE INGO METZMACHER Leitung XAVIER LARSSON PAEZ Saxofon ALEXANDRE THARAUD Klavier Werke von Herrmann, Birtwistle, Liebermann, Gershwin und Bernstein MO 22 JAN 20:00 Mozart Saal

ENSEMBLE MODERN

JONATHAN STOCKHAMMER Leitung Haas, in vain FR 26 JAN 20:00 Großer Saal

ORCHESTRA DELL’ ACCADEMIA NAZIONALE DI SANTA CECILIA

SIR ANTONIO PAPPANO Leitung ANNE-SOPHIE MUTTER Violine Werke von Beethoven und Strauss SO 28 JAN 20:00 Großer Saal

KIT ARMSTRONG Klavier, Cembalo, Leitung ENSEMBLE RESONANZ JOHANNES FISCHER Leitung (Ligeti) Werke von J. S. Bach, Ligeti, Nancarrow und Byrd Frankfurter Bachkonzerte e. V. in Kooperation mit Alte Oper Frankfurt

SO 28 JAN 20:00 Mozart Saal

DIE FABRIK 20.00 h Daniel Guggenheim Quartett JAZZKELLER 21.00 h Tony Lakatos Quintett ORANGE PEEL 20.30 h Swingin‘ Jazz Night m. Piet Klinger Langen CAFé BEANS 20.00 h J.Sanders & Friends NEUE STADTHALLE LANGEN 19.30 h Forever Queen - performed by QueenMania Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 21.00 h Jam Session m. The Dudes

Freitag 12. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Brothers In Arms Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h The Hot Spuds 22.00 h Remember Tomorrow + Elusive. + Elephant Messiah JAZZINSTITUT, GEWöLBEKELLER 20.30 h Das Kondensat KNABENSCHULE 21.00 h Mama Limón Septeto

Frankfurt ACADEMIA DE TANGO 20.00 h Noche Latina m. Wiñay BROTFABRIK 19.00 h HfMDK BandsNight: The MoodMakers, H3P, C309 DAS BETT 21.00 h Bad Manners DENKBAR 20.00 h Jazz Duo EXZESS 20.00 h La Petite Mort/ Little Death, 52 Hertz, Youth Cult FRANKFURT ART BAR 20.30 h Matthias Baumgardt & Larry Watkins MAMPF 20.30 h Rhein-MainRhythm-Machine MOSAIK 20.00 h Shirin Gibbs Quartett SPRITZEHAUS 21.30 h Mission Possible Hanau JAZZKELLER HANAU 21.00 h Bernd Rinser Mainz ATELIER CHRISTIANE SCHAUDER 20.00 h Idioma

PIOTR ANDERSZEWSKI

© Robin Hirsch

Klavier Werke von Mozart, Janáček und Chopin SO 11 FEB 19:00 Großer Saal

ORCHESTER DES MARIINSKY-THEATERS ST. PETERSBURG

VALERY GERGIEV Leitung ALEXEI VOLODIN Klavier Werke von Debussy, Prokofjew und Schostakowitsch MI 14 FEB 20:00 Großer Saal

DEUTSCHES SYMPHONIEORCHESTER BERLIN

ROBIN TICCIATI Leitung CHRISTIAN TETZLAFF Violine Werke von Lindberg, Sibelius und Bruckner

Zugezogen Maskulin Selbst ihrem alten, ehrwürdigen Buback-Label war der Hype, den das Debütalbum von Zugezogen Maskulin auslöste, nicht ganz geheuer: »Wirklich jede kleine Posemuckel-Gazette hat inzwischen über grim104 und Testo berichtet, fast schon unheimlich.« Dabei wurde vor allem über ihre Texte geschrieben, weil es ja doch, sagen wir, überraschend ist, dass man über deutsche Hip-Hop-Texte schreiben kann. Die Theorie- und Exegesemöglichkeiten bei Bushido, Cro oder Casper sind ja eher schnell ausgeschöpft. Aber grim 104 und Testo, die das Duo Zugezogen Maskulin bilden, machen auch mit ihrem zweiten Album »Alle gegen Alle« ihr eigenes Ding: subversiver Party-Hip-Hop. Was erstaunlich gut funktioniert. tg

Di., 16.1., 21 Uhr, Frankfurt, Zoom, Brönnerstr. 59, zoomfrankfurt.com

ENTERTAINMENT DI 19 DEZ bis SO 07 JAN 14:30/19:30

DIRTY DANCING

DAS ORIGINAL LIVE ON TOUR FR 02 FEB 20:00 Mozart Saal JAZZ IM MOZART SAAL

DEEP SCHROTT

SA 03 FEB 19:00 Großer Saal

HAGEN RETHER

„Liebe“

DO 08 MÄRZ 20:00 Großer Saal

SALUT SALON

„Liebe“

TICKETS 069 13 40 400 www.alteoper.de

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MUSIK Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 21.00 h Nid de Poule Offenbach REBELL(I)SCHE STUDIOBüHNE & GALERIE 19.00 h Jessica Born & Tony Osanah Rodgau OPENSTAGE 20.00 h Logan Place Rüsselsheim FESTUNGSKELLER 20.00 h Matchbox Bluesband Wiesbaden KURHAUS (FRIEDRICH VON THIERSCH SAAL) 20.00 h The Best Of Ennio Morricone SCHLACHTHOF 20.30 h Sommermukke #2 m. TripAdLib, Miumi, Lasse Yoru

)5$1.)857-$+5+81'(57+$//(

MUSIC BY: RIVERDANCE · LORD OF THE DANCE

DIRTY DANCING · MICHAEL JACKSON ·

U.V.M.

Sonntag 14.

TANZ DER VAMPIRE · FROZEN · ROCKY

Frankfurt DAS BETT 20.30 h Appice DREIKöNIGSKELLER 20.00 h Samt FRANKFURT ART BAR 12.00 h Jazz Matinée MAMPF 20.30 h Borelli Trio STALBURG THEATER 11.30 h Konzertgebräu SüDBAHNHOF 12.00 h Merlins Fantasy Farm Hanau CULTURE CLUB HANAU 20.00 h Double Drums

KÖNIG DER LÖWEN · ELISABETH · FALCO · UVM.

CENTRAL MUSICAL COMPANY

Roman: Gaston Leroux

Die Originalproduktion von A. Gerber und P. Wilhelm

Oberursel ARTCAFé & VINERIA MACONDO 11.00 h Christine Teuber & Band Offenbach HAFEN2 16.00 h Steph Cameron, Brendan Lewes Rüsselsheim DAS RIND 20.00 h Lammel Lauer Bornstein

Montag 15. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h I am Korny Frankfurt BROTFABRIK 20.00 h Mon côté punk DREIKöNIGSKELLER 20.00 h Outernational Space Jam Hanau JAZZKELLER HANAU 21.00 h Session Moni‘s Jazz-Jam Wiesbaden DER WEINLäNDER 19.30 h Ríona Ó Madagáin + Matt Griffin

Dienstag 16. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Goitse Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Elias »Fuzzy« Dahlhaus

VVK: alle VVK-Stellen + Hotline 01806-570 066*

+ www.asa-event.de (*dFn 0,20€/Anr., Mobil 0,60€/Anr.)

© Pedro Ferreira

© Belgrad

Frankfurt FRANKFURT ART BAR 20.30 h Christian Rannenberg JAZZKELLER 21.00 h 4 to the bar - jazz can dance MAMPF 20.30 h Johannes Mössinger ORANGE PEEL 20.30 h Blues/Soul/Funk Session mit Tommie Harris & Friends SPRITZEHAUS 21.00 h Jam Session ZOOM 21.00 h Zugezogen Maskulin Mainz SCHON SCHöN 21.00 h Pretty Lightning

Mittwoch 17. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Syzer Morphine KNABENSCHULE 21.30 h Frischzelle VINOCENTRAL 18.00 h Eld Now feat. Felix Fromm Frankfurt DAS BETT 20.30 h O.R.k., LizZard DIE FABRIK 20.00 h Roman Kuperschmidt Quartett FRANKFURT ART BAR 20.30 h Blues Session JAHRHUNDERTHALLE 20.00 h The Voice of Germany JAZZKELLER 21.00 h Jazz Konzert & Session m. Nico Hering, Andreas Neubauer & Friends MAMPF 20.30 h Koch/Deller/ Wankel NACHTLEBEN 20.00 h The Kolors Wiesbaden SCHLACHTHOF 19.30 h Iced Earth, Freedom Call, Metaprism 20.00 h Belgrad, Dikloud

Donnerstag 18.

Belgrad

Cristina Branco

Vielleicht ist das Wort Supergroup ein bisschen zu groß. Aber hinter dem Bandnamen Belgrad versammelt sich eine Reihe von Menschen, die in Bands wie Slime, Torpedo Moskau oder Kommando Sonne-nmilch über Jahre hinweg an einem alternativen Erzählstrang deutschsprachiger Musikgeschichte geschrieben haben. Wer jetzt allerdings lupenreinen Punk erwartet, liegt falsch. Belgrad liefern eine genauso faszinierende wie messerscharfe Melange aus Postpunk, New Wave, Krautrock und ganz, ganz frühen Tocotronic-Sachen. »Poesie und Rotz vereint!«, schreiben die Macher des Wiesbadener Schlachthofs, wo Belgrad nun mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum zu Gast sind.

Der Legende nach schenkt ihr Großvater Cristina Branco zum 18. Geburtstag eine Schallplatte der Königin des Fado, Amália Rodrigues. Der Rest ist Geschichte. Heute gilt Branco selbst als eine der wichtigsten Fadistas unserer Zeit. Doch sie wollte nie nur in der Tradition verharren, sondern sich sorgsam, aber bestimmt neu erfinden. Bei Branco trifft inzwischen ein folkloristisch gedachter Jazz auf amerikanisches Songwriting, mischen sich Spoken-Word-Performances in die klassische Instrumentierung von Klavier, portugiesischer Gitarre und Kontrabass. Aber natürlich ist da immer auch der alte Fado, ganz fein, ganz intim wie auch auf ihrem neuesten Album, wo sie sich mit »Ai, Esta Pena De Mim« wieder einmal vor der großen Rodrigues verbeugt.

tg

Mi., 17.1., 20 Uhr, Schlachthof, Wiesbaden, Murnaustr. 1, 0611/97 44 50. www.schlachthof-wiesbaden.de

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Strandgut 01/2018

tg

So., 21.1., 20 Uhr, Centralstation, Darmstadt, Im Carree, 06151/36 68 899. www.centralstation-darmstadt.de

Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Ten Years After Darmstadt CENTRALSTATION 20.00 h Vocaldente RESTAURANT BELLEVILLE 20.00 h Mariannes Chansonabend THEATER IM PäDAGOG 19.00 h Culturas Hermanas - Drei Länder - Eine musikalische Kultur! Eppstein WUNDERBAR WEITE WELT 20.00 h Cliff Stevens Band Frankfurt BROTFABRIK 20.00 h Johanna Borchert DIE FABRIK 20.00 h Beau Silver & Ben Smith FRANKFURT ART BAR 20.30 h Open Stage JAZZKELLER 21.00 h Nico Hering Trio MAMPF 20.30 h Smitty‘s Jazztrio MOUSONTURM 20.30 h Der Geheime Salon mit Kötter/ Seidl & Friends (Live) & Aprill ORANGE PEEL 20.30 h Swingin‘ Jazz Night m. Piet Klinger SüDBAHNHOF 20.00 h hr Bigband

Langen CAFé BEANS 20.00 h June‘s Tunes Mainz SCHON SCHöN 20.00 h Go Go Berlin Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 21.00 h Jam Session m. Kamran Inaiat

Freitag 19. Aschaffenburg COLOS-SAAL 19.00 h Fates Warning - special guests: Long Distance Calling Bad Homburg SPEICHER BAD HOMBURG 20.00 h Jeff Cascaro Darmstadt CENTRALSTATION 20.00 h Omer Klein Trio GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h Schüchtern HALBNEUN THEATER 20.30 h An Cat Dubh JAGDHOFKELLER 20.30 h En Haufe Leit JAZZINSTITUT, GEWöLBEKELLER 20.30 h Joëlle Léandre & Sebastian Gramss OETINGER VILLA 21.00 h Kuf, Triorität Frankfurt ACADEMIA DE TANGO 20.30 h Latin Jam m. Jorge Galbassini & Julio Gordillo BATSCHKAPP 19.30 h Raf Camora DAS BETT 20.00 h Krayenzeit, Harpyie DENKBAR 20.00 h José Reyes y compania Rumba Camargue FRANKFURT ART BAR 20.30 h Friday Live Jazz GALLUS THEATER 20.00 h Die Dissonanten Tanten HORST 20.00 h Parlez- Moi d‘Amour mit Ying JinLabutin, Philippe Labutin und Annick Moerman MAMPF 20.30 h Dennis Sekretarev & Veselin Popov MOSAIK 20.00 h Playtime SCHLOSSKELLER HöCHST 20.30 h Hillrockabilly SPRITZEHAUS 21.30 h Superuse SüDBAHNHOF 20.00 h hr Bigband THEATER ALTE BRüCKE 19.30 h Chansons en Route Hanau JAZZKELLER HANAU 21.00 h Andreas Stenger & Leut Hattersheim FOLKPUB ZUR KRONE 21.00 h Helt Oncale Idstein SCHEUER WöRSDORF 20.00 h Paddy Goes To Holyhead Mainz SCHON SCHöN 20.00 h Neufundland Mörfelden - Walldorf KULTURBAHNHOF MöRFELDEN 20.00 h Jam Session Mühlheim SCHANZ 20.30 h Cuba Vista


MUSIK Oberursel ARTCAFĂŠ & VINERIA MACONDO 20.00 h Olaf sitzt hinten RĂźsselsheim DAS RIND 20.00 h Heroes - David Bowie Tribute Wiesbaden KULTURPALAST WIESBADEN 20.00 h Whiskeydenker, Das Rock‘n‘Roll Quartett RINGKIRCHE WIESBADEN 20.00 h Alexa Feser m. d. Berlin Strings

Samstag 20. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Hot‘lanta Bad Homburg KURTHEATER 20.00 h Maiden uniteD m. Special Guests Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h Lauder HOFF-ART THEATER 20.30 h Ensemble Incantare Hip Jazz OETINGER VILLA 20.00 h Blutjungs, Wolftown Sheeps, The Love Dictators Eschborn ESCHBORN K 20.15 h WARNING: Wally & Ami Frankfurt DAS BETT 20.00 h Lâ€˜Ă‚me Immortelle - Support: Exfeind + Versus

DENKBAR 20.00 h Blues OfďŹ ce DREIKĂśNIGSKELLER 20.00 h Whiskydenker GALLUS THEATER 20.00 h Die Dissonanten Tanten JAHRHUNDERTHALLE 20.00 h Stahlzeit JAZZKELLER 21.00 h Uta Dobberthien Quintett MAMPF 20.30 h Nat King Thomas MOSAIK 20.00 h Claudia Lemperle ORANGE PEEL 20.00 h Song Slam PONYHOF 18.30 h Emergenza Bandcontest ZOOM 20.00 h Witt Lowry Hanau BRĂźCKENKOPF 21.00 h DiMari & Band JAZZKELLER HANAU 21.00 h New Spirit Gospel Choir Hofheim/Ts. JAZZKELLER HOFHEIM 20.30 h Weltraum, Dørnbusch, Kaozzz Konzzzept Idstein SCHEUER WĂśRSDORF 20.00 h Stormy Monday MĂźhlheim SCHANZ 20.30 h Hardcore-BowlOff 2018 m. The Butcher Sisters, Santa Jaws, Third Wave Neu-Isenburg TREFFPUNKT THATSLIVE 20.30 h E-3 Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 21.00 h Ian Browne Band

Weekend

25.01.18 Frankfurt, Das Bett

Ralf Schmitz

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Käptn Peng

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Lisa Feller

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The Mavericks

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Willy Nachdenklich

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Simon Stäblein

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Bausa

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Alain Frei

03.03.18 )-DKUKXQGHUWKDOOH&OXE

Jason Derulo

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Callejon

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Katrin Bauerfeind

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Steasy

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Das Pack

CD-Tipp:

Jan Plewka & Marco Schmedtje Jan Plewka wird fßr immer mit seiner Band Selig verbunden sein, mit der er in den 90er-Jahren irrsinnig erfolgreich war. Aber das ist ihm selbst schon lange nicht mehr genug. Gemeinsam mit Marco Schmedtje, seinem Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten, hält er nun Rßckschau. Beide lassen sich quer durch die Jahrzehnte treiben, spielen Lieder von Ton Steine Scherben und Rio Reiser, Simon & GarfunkelSongs aus ihrer Sound of Silence-Ära, aber auch eigene Stßcke aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Zinoba. Between the Bars nennen sie ihr nostalgisches Programm, das es im ßbrigen weder auf Vinyl noch auf CD, sondern nur auf Musik-Kassette zu kaufen gibt – Downloadlink inklusive. tg

Do., 25.1., 20 Uhr, Brotfabrik, Frankfurt, Bachmannstr. 2–4, 0180-6050400. www.brotfabrik.info

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Das Kondensat: Von den Rändern her

Jon And Roy

Vor kurzem wurde Gebhard Ullmann 60 Jahre alt. Fast hätte man ihn fßr älter gehalten, weil er irgendwie schon immer da war, in unzähligen Projekten als Bandleader und Sideman – ein Getriebener am Saxofon, so scheint es manchmal, ein Zentralgestirn, der den Jazz immer wieder neu befragen muss. Als im Sommer der neu geschaffene Berliner Jazzpreis zum allerersten Mal verliehen wurde, fiel die Wahl vÜllig zu Recht auf Ullmann. Unbeirrt und kompromisslos folgt er nun schon seit bald vier Jahrzehnten seinem Weg. Wenn ich mit Musik schon kein Geld verdiene, sagt Ullmann gerne, dann will ich es wenigstens mit meiner eigenen tun.

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Seine oft transatlantischen Jazz-Erkundungen startet er stets von den Rändern aus. Das gilt auch fßr sein neuestes Projekt, dem er den Namen Das Kondensat gab, weil es ihm dabei ums Verdichten, ums Eindampfen und Komprimieren geht. Und doch ist hier, im Trio mit dem famosen Schlagzeuger Eric Schaefer und dem Kontrabassisten Oliver Potratz, zugleich ein anderer Ullmann zu hÜren. Selten klang Ullmann lustvoller und unbekßmmerter, vermerkte auch JÜrg Konrad im Jazzpodium. Es ist ein elektronisch infiltrierter, ungemein beweglicher Jazz, der schlau, spontan und neugierig die Bruchstellen von Analogem und Digitalem abhÜrt. Tim Gorbauch

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Nimo

Prinz Pi (Zusatzshow)

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Estikay

08.04.18 Frankfurt, Das Bett

Das Lumpenpack

10.04.18 Frankfurt, Das Bett

Im Autokino

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Fil Bo Riva

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Haze

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Itchy

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dicht&ergfreifend

2Î?HQEDFK+DIHQ

Querbeat

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Max Richter

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Kurt KrĂśmer

2Î?HQEDFK&DSLWRO

Das Kondensat: Das Kondensat (WhyPlayJazz)

Strandgut 01/2018

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MUSIK – K on zer tka rte n ein Fe stg esc he nk

-> Mi., 10.01./Halle 45

Oberursel ARTCAFé & VINERIA MACONDO 20.00 h Moritz Stoepel Offenbach REBELL(I)SCHE STUDIOBüHNE & GALERIE 19.00 h Talking Drums Mani Neumeier WIENER HOF 20.30 h The Blue Onions Rodgau MAXIMAL 20.00 h The Slags OPENSTAGE 20.00 h The Jukes Wiesbaden KREATIVFABRIK 20.00 h Jürgen Maria Kaiser SCHLACHTHOF 20.30 h Animal Bizarre, Rogue Result, The Wiring

-> Di., 06.03.

KRAFTVOLL, LEIDENSCHAFTLICH UND VOLLER LEBENSFREUDE !

SILJE NERGAARD

-> Sa., 10.03.

GLASHAUS

-> So., 11.03.

REBEKKA BAKKEN

-> So., 18.03./Rheingoldhalle „…ein fulminantes Fest für Augen und Ohren“

New York Times

-> Do., 11.01.

POETRY SLAM

Sonntag 21.

-> Do., 11.01./LOMO

SENTHURAN VARATHARAJAH

„Vor der Zunahme der Zeichen“ -> Sa., 13.01.

DJANGO ASÜL

-> Sa., 21.04.

CARMINHO

-> Fr., 22.06./Kurhaus Wiesbaden

SALUT SALON

Rückspiegel 2017 -> So., 14.01.

MAXI GSTETTENBAUER

„Lieber Maxi als normal !“ -> Di., 16.01.

FELIX KLEMME

„Natürlich sein“ -> Do., 18.01.

+

mainzplus CITYMARKETING

2018

Summer in the City

-> So., 08.07./19 Uhr/Volkspark

STING

BASTIAN SICK

„Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen“ -> Fr., 19.+ Sa., 20.01.

CAVEMAN

mit Felix Theissen

-> Fr., 13.07./19 Uhr/ Zitadelle

-> Mi., 24.01.

BLISS

Mannschaft: Bizeps, Bier und Haarausfall

-> Do., 25.01.

GAYLE TUFTS

„Superwoman“ -> Fr., 26.01. SWR 2 Internationale Pianisten

-> Mo., 16.07./19 Uhr/Zitadelle

SOPHIE PACINI

-> Sa., 27.01.

MUNDSTUHL

„Mütze – Glatze ! Simply the Pest“ -> Di., 30.01.

FRANK MARKUS BARWASSER

-> Sa., 21.07./19 Uhr/Zitadelle

ADEL TAWIL

aka ERWIN PELZIG

-> Mi., 31.01.

JUAN DE MARCOS AFRO CUBAN ALLSTARS

-> Sa., 03.02.

JASMIN TABATABAI & David Klein Quartett

-> So., 04.02.

DANCEPERADOS OF IRELAND

-> So., 18.02./19 Uhr

MISIA

-> Di., 20.02./Kurfürstliches Schloss

RANDY NEWMAN

-> Fr., 02.03.

DONOVAN

-> So., 22.07./19 Uhr/Zitadelle

LA BRASS BANDA

-> Fr., 27.07./19 Uhr/Zitadelle

SIMPLE MINDS

-> So., 29.07./19 Uhr/Zitadelle

KONSTANTIN WECKER

-> So., 05.08./19 Uhr/Zitadelle

LARS REICHOW meets SEBASTIAN STERNAL

-> Sa., 18.08./19 Uhr/Zitadelle

CLUESO

Tickets & Infos: www.frankfurter-hof-mainz.de & an allen bek. VVK-Stellen

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Strandgut 01/2018

Bad Vilbel ALTE MüHLE 11.00 h Nid de Poule und Almut Schwab Darmstadt CENTRALSTATION 20.00 h Cristina Branco Quartet KNABENSCHULE 20.00 h Jürgen Wuchner‘s Colors of Bessungen Frankfurt JAZZKELLER 20.00 h Celebrating the Giants - The Music of Duke Ellington and Louis Armstrong! - Musikalischer Neujahrsempfang der Freunde und Förderer der hr Big Band MAMPF 20.30 h Three Jazz MOSAIK 20.00 h J`s Mood NACHTLEBEN 20.00 h Audrey Horne SüDBAHNHOF 12.00 h Die Komm‘ Mit Mann!s Hanau BRüCKENKOPF 19.30 h 29. Hanauer Song Slam Mörfelden - Walldorf KULTURBAHNHOF MöRFELDEN 15.00 h Sonntagscafé mit Musik Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 20.00 h Akustik Jam Session Offenbach HAFEN2 16.00 h The Attic Sleepers Rüsselsheim DAS RIND 20.00 h Buddy Bolden Wiesbaden SCHLACHTHOF 20.00 h Meat Waves

Montag 22. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Luise Weidehaas Frankfurt BATSCHKAPP 20.00 h Boomtown Rats Wiesbaden DER WEINLäNDER 19.30 h As Far As Low SCHLACHTHOF 20.00 h Wang Wen

© Rene Mosele

Arne Huber Quartett Alles fließt, unaufgeregt, ganz gelassen. Die Musik des Arne Huber Quartetts meidet jedes Spektakel. Vielleicht deshalb hat der in Freiburg beheimatete Kontrabassist Huber sein neuestes Album auch „Im echten Leben“ genannt. Rainer Böhm spielt da Klavier, Dominic Landolf Tenorsaxofon und Bassklarinette, Jochen Rückert das Schlagzeug. Es ist Musik von geradezu virtuoser Zurückhaltung, formuliert im Geist des Modern Jazz. Eigene, oft melancholisch grundierte Stücke wechseln mit alten Standards wie »Reincarnation of a Lovebird« von Charles Mingus. Nun ist das Arne Huber Quartett auf Einladung der Jazzinitiative Frankfurt im herrlichen Club Voltaire zu hören. tg

Fr., 26.1., 20 Uhr, Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstr. 5, 069/21 99 93 11. www.club-voltaire.de

Dienstag 23.

Mittwoch 24.

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Krone Old Stars Orchestra SCHLOSSKELLER 21.00 h David Beckingham Frankfurt BATSCHKAPP 20.00 h Götz Widmann BROTFABRIK 20.00 h Sweet Alibi DIE FABRIK 20.00 h Mudibu & Band FRANKFURT ART BAR 20.30 h Acoustic Jazz JAZZKELLER 21.00 h Jesse Davis Quartet MAMPF 20.30 h Dúo Cimarrón NACHTLEBEN 20.00 h Cr7z ORANGE PEEL 20.30 h Blues/Soul/Funk Session mit Tommie Harris & Friends SPRITZEHAUS 21.00 h Jam Session Mainz SCHON SCHöN 20.35 h Gregor McEwan Wiesbaden SCHLACHTHOF 18.00 h Persistence Tour feat. Hatebreed, Madball, Terror, Powertrip, Born From Pain, Broken Teeth, Insanity Alert, 20.30 h Kolektif Istanbul

Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Cara Darmstadt CENTRALSTATION 20.00 h Fredda GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Wayward Inc. KNABENSCHULE 20.30 h Scott Kelly with John Judkins - Supp.: Peter Wolff Frankfurt DIE FABRIK 20.00 h Gernot Dechert & Friends FESTHALLE 20.00 h a-ha FRANKFURT ART BAR 20.30 h Gare du Jazz Francfort JAZZKELLER 21.00 h Jazz Konzert & Session m. Max Clouth & Friends MAMPF 20.30 h Tuesday Music PONYHOF 20.30 h Lausch, Dirty Sound Magnet Mainz FRANKFURTER HOF 20.00 h Bliss Mörfelden - Walldorf KULTURBAHNHOF MöRFELDEN 19.00 h Bal Folk Session Wiesbaden KURHAUS (FRIEDRICH VON THIERSCH SAAL) 20.00 h ABBA Gold The Concert Show


MUSIK SCHLACHTHOF 19.30 h Flash Forward, Templeton Pek, Scherf & Band

Donnerstag 25. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Mulo Francel & Friends Bad Homburg KULTURZENTRUM ENGLISCHE KIRCHE 20.00 h The Stokes Frankfurt BATSCHKAPP 20.00 h Glashaus BROTFABRIK 20.00 h Jan Plewka & Marco Schmedtje DAS BETT 19.30 h Weekend DIE FABRIK 20.00 h Ann Doka & Band JAZZKELLER 21.00 h Juliana Da Silva E Amigos Do Brasil MAMPF 20.30 h Gisela Horat Trio NACHTLEBEN 21.00 h Rhino Bucket ORANGE PEEL 20.30 h Swingin‘ Jazz Night m. Piet Klinger PONYHOF 20.30 h Barrenstein ROMANFABRIK 20.00 h Clara Haberkamp Trio Langen CAFé BEANS 20.00 h U12 Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 21.00 h Jam Session m. No Shelter Rödermark THEATER & NEDELMANN 20.00 h Richie Arndt Wiesbaden KREATIVFABRIK 20.00 h Open Stage

Freitag 26. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Thunder

Karl-Heinz Unkelbach Geschäftsführer der Brandt & Partner GmbH Kunde seit 2005

Bad Homburg E-WERK 19.00 h Jamsession KULTURZENTRUM ENGLISCHE KIRCHE 20.30 h Bryan 69 Bad Vilbel ALTE MüHLE 20.00 h Lydie Auvray Darmstadt JAZZINSTITUT, GEWöLBEKELLER 20.30 h Bessunger Jam Session m. Mathieu Bech Q‘tett OETINGER VILLA 21.00 h Die Deislers, Red Eye, Büchse SCHLOSSKELLER 21.00 h 8kids Frankfurt CLUB VOLTAIRE 20.00 h Arne Huber Quartett DAS BETT 21.00 h Eisfabrik -Support: Alienare & RRoyce DENKBAR 20.00 h The Bluesman meets Delta Whiskey FRANKFURT ART BAR 20.30 h Friday Live Jazz feat. Catalina Olea INTERNATIONALES THEATER 20.00 h Katona Twins MAMPF 20.30 h Berry Blue Trio SPRITZEHAUS 21.30 h Alex im Westerland ZOOM 20.00 h Falling Reserve - Supp.: The World Alive, Dead Girls Academy Hanau JAZZKELLER HANAU 21.00 h DLB rockt live Hattersheim FOLKPUB ZUR KRONE 21.00 h Wuthe & Faust Idstein SCHEUER WöRSDORF 20.00 h Brothers in Arms Mainz ATELIER CHRISTIANE SCHAUDER 20.00 h Julia Kadel Trio Oberursel ARTCAFé & VINERIA MACONDO 20.00 h Marvin Scondo Trio

HUGENOTTEN HALLE Neu-Isenburg 3.1. Moscow Circus on Ice 7.1. Neujahrskonzert 14.1. Drei Männer im Schnee Komödie mit Michael Schanze

17.1. König Lear Theater 18.1. Schwanensee Klassisches Russisches Ballett

19.1. Der Vogelhändler Operette

20.1. Feuerwehrmann Sam 20.1. Witz vom Olli 25.1. Jörg Knör 28.1. Duo Borissova-Lupu Serenade (Haus zum Löwen)

31.1. Räuber Hotzenplotz Kindertheater ab 5 Jahren

VVK: www.frankfurt-ticket.de Tel. 069 1340400 www.hugenottenhalle.de

Offenbach Bieber WIENER HOF 20.30 h Coming Home Blues Band Rüsselsheim DAS RIND 20.30 h Odium & Souldrinker Wiesbaden RUDERSPORT 1888 20.00 h Mario Rom‘s Interzone

Samstag 27. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Metakilla IRISH PUB ASCHAFFENBURG 21.00 h Danny MacFarlane Bad Homburg E-WERK 20.00 h Stagewar, The Hellavator, Nuclear Winter SPEICHER BAD HOMBURG 20.00 h Fredda

        

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MUSIK

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Strandgut 01/2018

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MUSIK für Fr und Rh ankfurt ein-Main

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h JohnZ HALBNEUN THEATER 20.30 h Lydie Auvray Frankfurt DAS BETT 20.30 h Support: Alienare & RROYCE Love Songs for Freedom und Equality m. Markus Rill, Wolf Schubert-k., Tom Ripphahn, Robert Oberbeck, Maik Garthe, Klein & glücklich, Reverend Schulzz DENKBAR 20.00 h René Moreno FRANKFURT ART BAR 20.30 h Lorelay INTERNATIONALES THEATER 20.00 h Zehirbaz & Tülay JAZZKELLER 21.00 h Tony Lakatos/ Johannes Enders Quintett MAMPF 20.30 h Blind Joki Jazz‘n‘Blues MOSAIK 20.00 h Birgit & Karsten von Lüpke SPRITZEHAUS 21.30 h BBC ROCK Hanau JAZZKELLER HANAU 21.00 h Angela Puxi Trio Karben KULTURSCHEUNE KARBEN 19.00 h Jazz Night Langen ALTE ÖLMüHLE 20.30 h Jan Luley feat. Brenda Boykin Mörfelden - Walldorf KULTURBAHNHOF MöRFELDEN 20.00 h Irisches Kneipenkonzert Mühlheim SCHANZ 20.30 h ROXXBusters Neu-Isenburg TREFFPUNKT THATSLIVE 20.30 h Purple Rising Nidderau SCHLOSSKELLER WINDECKEN 21.00 h Salsamania Offenbach HAFEN2 18.30 h German Percussion Festival m. Daddi Bahmani, Afrojant, MOMA Duo, AllesBlech Rodgau MAXIMAL 20.00 h Patrick Steinbach & Günter Bozem OPENSTAGE 20.00 h Lickin‘ Boyz Wiesbaden KREATIVFABRIK 20.00 h DBI #15: Morning Mode / Paper Planes / Dahlian SCHLACHTHOF 20.30 h Egotronic, Bondage Fairies

Sonntag 28.

Dienstag 30.

Eschborn ESCHBORN K 19.30 h Faszination Musik m. My Voice plus 4 Frankfurt DAS BETT 20.00 h Mother‘s Finest FRANKFURT ART BAR 12.00 h Mainhatten Jazzmen JAZZKELLER 20.00 h Tony Lakatos/ Johannes Enders Quintett MAMPF 20.30 h Vitaliy Baran Quartett MOUSONTURM 11.00 h The LOKAL Listener - Gregor Praml trifft Vassily Dück NACHTLEBEN 21.00 h Che Sudaka STALBURG THEATER 11.30 h Juliana da Silva & Geovany da Silveira SüDBAHNHOF 12.00 h Spirit of Soul Neu-Isenburg KUNSTBüHNE NEUISENBURG 17.00 h Rebellische Saiten Offenbach HAFEN2 16.00 h Suzan Köcher, Natszo Rüsselsheim DAS RIND 20.00 h A Coral Room Wiesbaden SCHLACHTHOF 20.00 h Fjørt

Bad Homburg KURTHEATER 20.00 h Rev. Gregory M. Kelly & the Best of Harlem Gospel Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Elias »Fuzzy« Dahlhaus SCHLOSSKELLER 19.30 h Bars & Melody STADTKIRCHE 19.30 h The Great Harry Hillman Frankfurt BATSCHKAPP 20.00 h Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi BROTFABRIK 20.00 h La Cafetera Roja DAS BETT 19.30 h Saliva + Crazy Town + Davey Suicide + Griever DREIKöNIGSKELLER 20.00 h Computerdiebe JAZZKELLER 21.00 h Mojo Kilian‘s Rough Stuff MAMPF 20.30 h Jörg Linke Jazzgroup NACHTLEBEN 21.00 h Olympique & Support: Simon Lewis ORANGE PEEL 20.30 h Blues/Soul/Funk Session mit Tommie Harris & Friends SPRITZEHAUS 21.00 h Jam Session Mainz SCHON SCHöN 21.30 h Sue the Night

Montag 29. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Amenra - special guest: Syndrome Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Paisley Tree Frankfurt ALTE OPER (GROÃ&#x;ER SAAL) 20.00 h The world famous GLENN MILLER ORCHESTRA directed by Wil Salden DAS BETT 20.30 h Drab Majesty, Kælan Mikla DREIKöNIGSKELLER 20.00 h Outernational Space Jam ZOOM 21.00 h Razz - Supp:: Glass Caves Wiesbaden DER WEINLäNDER 19.30 h Darjeeling SCHLACHTHOF 19.30 h Dr. Living Dead 20.00 h Gisbert zu Knyphausen

Mittwoch 31. Aschaffenburg COLOS-SAAL 20.00 h Wishbone Ash supp.: Doris Brendel Bad Vilbel ALTE MüHLE 20.00 h Vocaldente Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Colbinger KNABENSCHULE 21.30 h Jazz against the Machine Frankfurt DIE FABRIK 20.00 h Miss Zippy & The Blue Wail FRANKFURT ART BAR 20.30 h Jazz Track JAZZKELLER 21.00 h Jazz Konzert & Session m. The Real Mob MAMPF 20.30 h Jazzruck Mainz FRANKFURTER HOF 20.00 h Juan de Marcos Afro-Cuban All Stars Wiesbaden SCHLACHTHOF 20.00 h The Sonics

DAS KULT URM

AGAZIN

Verlosungen

The Commuter Vergessen Sie den Mord im Orient-Express! So spannend wie bei »The Commuter« war es im Kino schon lange nicht mehr. Der arme Liam Neeson muss einige akrobatische Aktionen überstehen, aber die Filmtechnik dürfte ihm dabei geholfen haben. Als gerade entlassener Versicherungsvertreter lässt er sich auf der Heimfahrt in einem New Yorker Vorortzug in eine mörderische Intrige verwickeln. Das ist auch für die Mitreisenden so nervenaufreibend, dass einer von ihnen am Ende bemerkt, das nächste Mal nehme er den Bus. Wir verlosen in Zusammenarbeit mit Studiocanal zum Kinostart am 11.1. ein Fanpaket mit den beiden Vorgängerfilmen: einer DVD »Non-Stop« und einer DVD »Unknown Identity« plus 2 Freikarten zu »The Commuter« und ein Fanpaket mit den Blu-rays von »Non-Stop« und »Unknown Identity« sowie 2 Freikarten zu »The Commuter«. Schreiben Sie uns mit dem Kennwort »The Commuter« und Ihrer Adresse eine E-Mail an verlosungen@strandgut.de oder eine Postkarte an Strandgut Verlag, EderstraÃ&#x;e 10, 60486 Frankfurt. Einsendeschluss ist am 9. Januar.

60388 Frankfurt/Main | GwinnerstraÃ&#x;e 5 Telefon: 069 95218410 | email: info@batschkapp.de Kartenservice: 069 9443660 + 296929 Tickets bequem zu Hause ausdrucken: www.batschkapp.de Do 04.01. BAROCK AC/DC-Tribute-Show Do 11.01. WLADIMIR KAMINER Neues Programm: Einige Dinge, die ich über meine Frau weiÃ&#x; Mi 17.01. GREEN DAYS "AMERICAN IDIOT" präsentiert von Off-Musical Frankfurt • Deutschsprachige Erstaufführung

Do Fr Sa So Di Do So

18.01. 19.01. 20.01. 21.01. 23.01. 25.01. 28.01.

SHAHAK SHAPIRA German Humor RAF CAMORA Anthrazit Tour 2018 AUSVERKAUFT KOLLEGAH & FARID BANG "JBG 3" Tour 2018 FELIX LOBRECHT "kenn ick." AUSVERKAUFT GÖTZ WIDMANN Solo GLASHAUS KRAFT live & akustisch AUSVERKAUFT GREEN DAYS "AMERICAN IDIOT"

AUSVERKAUFT

präsentiert von Off-Musical Frankfurt • Deutschsprachige Erstaufführung

Mo 29.01. Kikeriki Theater auf Tour: FAUST - Ein teuflisches Jahrmarktsspiel Di 30.01. KÄPTN PENG & DIE TENTAKEL VON DELPHI & Support: wælder DISCOS & SPECIAL PARTYS

Sa Sa Fr Sa Sa

06.01. 13.01. 19.01. 20.01. 27.01.

ALLES 90ER (Rock, HipHop, Grunge, Crossover, Pop Trash) mit Buffalo Bude & Wallace Love BATSCHKAPP XL - 1 NACHT, 10 PARTYS Jede halbe Stunde ein neues Motto BEST OF 2000er Party Mit allen Hits von 2000-2009 OHRWÃœRMER HITMIX – 80er90er00er Party MEGA SINGLE PARTY - Winter Edition - Frankfurts gröÃ&#x;te Single Party 80er, 90er, 00er, Hip Hop

ANDERE VERANSTALTUNGSORTE

Sa 10.02. Sa 17.02. Sa 17.03. 17. - 18.03.

KHALID American Teen – European Tour • Stadthalle Offenbach DEINE LAKAIEN "XXX – The 30 Years Retrospective" • Rosengarten Musensaal Mannheim 187 STRASSENBANDE live in Offenbach • Stadthalle Offenbach WALKER STALKER CON GERMANY 2018 Weltweit gröÃ&#x;te Zombie, Horror und Sci-Fi Convention

mit Schauspielern aus der TV-Serie "THE WALKING DEAD" • Maimarkthalle Mannheim

Mi 11.04. BEATSTEAKS Yours Tour 2018 • Jahrhunderthalle Frankfurt Mi 18.04. ARCADE FIRE "Performing In The Round" & Support: Preservation Hall Jazz Band Festhalle Frankfurt

Sa 08.09. DIE TOTEN HOSEN "Laune der Natour 2018" • Maimarktgelände Mannheim Mi 07.11. TIM BENDZKO Wohnzimmerkonzerte 2018 • Alte Oper Frankfurt Di 18.12. WITHIN TEMPTATION • Jahrhunderthalle Frankfurt 60313 Frankfurt am Main | Kurt-Schumacher-Str. 45 Telefon 069 20650 | internet: www.batschkapp.de

DROGENNOTRUF 0 69 - 6 2345 1 Anonyme Telefonberatung für: "ETROFFENEs!NGEHÚRIGEs &REUNDEs0ARTNER 4ËGLICHV 5HR 3ONN U&EIERTAGEV 5HR

So Mi Do Mi So Di Do So Di

07.01. 10.01. 11.01. 17.01. 21.01. 23.01. 25.01. 28.01. 30.01.

VOGELFREY "In Ekstase" Gäste: Reliquiae JAYA THE CAT PSYCHO VILLAGE + special guests THE KOLORS AUDREY HORNE + special guest CR7Z Ult7MA TOUR 2017 RHINO BUCKET CHE SUDAKA "ALMAS REBELDES" Tour 2018 OLYMPIQUE Chron Tour 2018 & Gast: Simon Lewis

DISCOS & SPECIAL PARTYS

Sa 06.01. IbetULookGood Indie Rock Hits der 2000er mit DJ xALTed (MTW Rocks, Idiot Ballroom) Fr 12.01. ATOMIC PARTY Nuclear Powered Indie-Pop for Queers and Folks DJs: Alex Reitinger & Trust.The.Girl Sa 20.01. Settka’s TANZCLUB Ü30 * 80er, 90er, Charts mit DJ Tom Settka Fr 26.01. THE DEAD KENNYS PARTY (Batcave, Postpunk, Gothrock, Minimal, 80s, Deathrock) mit DJ Dead-Stefan & Dj Dead-Torso

Sa 27.01. Xtremeties presents: 29 GRAD für lesbische Frauen und ihre Freunde auf 2 Floors

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KLASSIK Andres Orozco-Estrada © Werner Kmetitsch

Spotlight Berlioz wieder gern mystifizierten TristanAkkord über drei schmerzhafte Opern-Akte abarbeitete. Berlioz´ gestrenger Vater, Musikliebhaber und Arzt, wollte seinen schon früh musikbegabten Sohn nicht irgendwo als mittelmäßigen Pianisten

Foto © www.internationalestiftung.de

Wenn ein Komponist sich in eine ›idée fixe‹ verbeißen konnte, das Leitmotiv als Leidensmotiv, dann war es Hector Berlioz (1803-69). Und dies, lange bevor ein Herr Richard Wagner sich an einem kaum aufzulösenden und immer

Mozart-Fest im Büsingpalais Offenbach 3.+ 4. Feb. 2018 | diverse Veranstaltungen frei Pasticcio-Oper | Kammermusik | Mozart-Filme Bilderbuchkonzert von ‚Ritter Rost‘-Autor Jörg Hilbert

www.toujoursmozart.de /toujoursmozart Karten beim OF InfoCenter, Salzgässchen 1, 63065 Offenbach, Telefon: (069) 84 00 04 - 170 und unter www.frankfurtticket.de

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oder gar Komponisten enden sehen und schickte ihn nach Paris zum Medizinstudium: Chirurg sollte er werden. Der er allerdings nicht wurde. Denn die einflussreichsten musikalischen Größen jener Zeit gaben sich an der Oper, im Konservatorium und im Konzertsaal gewissermaßen die Klinke in die Hand, die Heroen Cherubini und Reicha wurden des jungen genialen Hitzkopfs Lehrer und waren ihm nicht gut genug. Er versenkte sich leidenschaftlich in die Partituren von Beethoven, von Weber oder Rossini, um hinter das Geheimnis ihres Erfolges zu gelangen. Das, nach Ansicht des jungen Hector, künstlerische Mittelmaß vieler Konzertaufführungen inspirierte ihn zu bissigen Kommentaren in der Pariser Presse. So machte er (nicht immer nur im Positiven) auf sich aufmerksam und landete nebenbei mit 23 Jahren bereits eine erste »Messe solenelle«, die neugierig machte (und die er später verbrannte). Er las, er verschlang begierig die großen Literaten, allen voran William Shakespeare: und er erlebte anlässlich eines Theatergastspiels aus London eine Schauspielerin namens Harriet Smithson als Ophelia im »Hamlet«: »Die Wirkung ihres wunderbaren Talents oder vielmehr ihres dramatischen Genies auf meine Phantasie und mein Herz kann nur mit derjenigen verglichen werden, die der Dichter auf mich selbst ausübte. Mehr kann ich nicht sagen.« (Berlioz: Memoiren). Er verfolgte nicht nur weitere Aufführungen des Ensembles – sondern mit ihnen die Smithson so lange, bis sie sich (wie genötigt) zur

Ehe mit ihm einließ. Noch im Überschwang der Gefühle (die Smithson ließ ihn lange schmachten) entwarf Berlioz seine fünfsätzige »Symphonie fantastique op. 14 a«, die er – selbstbezogen wie er war – Episoden aus dem Leben eines Künstlers (wer wohl?) nannte. Es blieb nicht bei diesem Titel allein. Er gab dem Werk in einer späteren Fassung noch ein ausführliches Programm anhand – und somit auch der Musikwelt eine neue Stilrichtung der »Programm-Musik« mit, die mit Franz Liszt und, viel später, mit Richard Strauß ausufernde Blüten trieb. So versinkt der träumende Künstler im ersten Satz in »Wogen der Leidenschaften« und »fiebriger Liebesglut mit Regungen zur Raserei«, nach einem berauschenden Ball findet sich der Meister auf dem Lande im »pastoralen Zwiegespräch mit der Natur« – entferntes Donnergrollen weist bereits auf den »Gang zum Richtplatz« hin: der fiktive Künstler vergiftet sich mit Opium. »Das Narkotikum, zu schwach, um ihn zu töten, versenkt ihn in einen von fürchterlichen Visionen erfüllten Schlaf« – er erlebt seinen eigenen Tod durch das Fallbeil und sieht sich im »Hexensabbat« wieder – Geschrei, höhnisches Gelächter, Totenglocken und Dies Irae inklusive. So kann‘s gehen. Und was musikalisch und technisch Ungeheuerliches in diesem Reißer steckt, will der smarte Chef des hrSinfonieorchesters in einem »Spotlight« zur, wie es modisch heißt, Afterwork-Stunde in der Alten Oper beleuchten und präsentieren. Der junge und impulsive Andrés Orozco-Estrada ist möglicherweise der Richtige, dieses seit über 180 Jahren zeitlose Meisterwerk in der heutigen Sprache zu erläutern – und zieht hoffentlich bei einem moderaten Eintrittspreis wieder mehr Jugendliche zur Musik heran. Persönliche Anmerkung: Schade, dass eine solche Gelegenheit nicht genutzt wird, auch einmal auf die von Berlioz intendierte und sträflich vernachlässigte »Fortsetzung« seiner lodernden ›idée fixe‹ einzugehen. Eine Art Kantate oder Monodram nämlich, »Lelio oder die Rückkehr ins Leben, op. 14 b« für Erzähler, Solisten, Chor und Orchester. Wo er »fort will aus einer Gesellschaft, die schlimmer ist als die Hölle« und die Erlösung, die künstlerische Selbstfindung einzig über seinen Helden Shakespeare (»Hamlet«, »Der Sturm«) und der Vision, Kompositionen schaffen zu können »ohne düstere Farben«. Bernd Havenstein Termin: 23.1., 19 Uhr, Alte Oper Karten beim hr-Ticketcenter 069/155-2000 oder www.hr-infonieorchester.de


ESSKULTUR

Ein Pop-Star der Klassik Das Festival »toujours Mozart & jedermann« im Offenbacher Büsingpalais Seit über zwanzig Jahren widmet sich dieses Fest der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Zeitgenossen. Initiiert wurde es von dem Münchener Stifter und passionierten Mozartverehrer Erich Fischer und der von ihm eingerichteten »Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation«. Kultur kann ja auch Spaß machen, und Mozart, der zu Lebzeiten zunächst ein Kinderstar und dann so etwas wie ein Pop-Star war, ist bestens geeignet, für die klassische Musik neue Freunde zu gewinnen. Und wer sich einmal in die mitreißende Musik des Salzburger Genies eingehört hat, freut sich ohnehin auf jede Gelegenheit, sie zu hören. Zumal bei diesem Musik-Fest, das nun schon zum dritten Mal im Büsingpalais zu Offenbach gastiert, erstklassige Interpreten musizieren werden. Mitglieder von Ensemble und Opernstudio der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung des Künstlerischen Leiters von »toujours Mozart«, Dr. Wolfgang Antesberger, der als einer der profilierten Interpreten und Wissenschaftler insbesondere für Mozarts Zeitgenossen gilt, führen Lorenzo da Pontes Pasticcio-Oper »L‘ape musicale«‚ (‚Die musikalische Biene‘) auf, die in ihrem Uraufführungsjahr 1789 am Burgtheater ein herausragender Erfolg war. Fast vergessen, aber umso reizvoller, stellt sie eine Art ›Who is who‹ der Opernkomponisten der Mozart-Epoche dar. Indem die Praxis der Pasticcio-Oper, also die Musik verschiedener Komponisten zu einer Oper zu verbinden, selbst als Thema auf der Bühne verhandelt wird, gibt sie zudem einen hoch originellen Einblick in die Theaterpraxis im vorrevolutionären Wien. Stefanie Neonato, Professorin für Hammerklavier an der Stuttgarter Musikhochschule, spielt ein span-

nendes Konzertformat »Hammerflügel vs. Konzertflügel«. Neonato ist regelmäßig auf großen Festivals in ganz Europa und den USA zu Gast; auch als Wissenschaftlerin genießt die eloquente und musikalisch sprühende Italienerin internationalen Ruf. Die Geigerin Annegret Siedel ist eine der wichtigsten und programmatisch einfallsreichsten Interpretinnen auf ihrem Instrument im Originalklang-Sektor für die Mozart-Epoche. Eine umfangreiche Diskografie, Radio- und Fernsehaufnahmen dokumentieren ihre Arbeit. Das Glasmusik-Ensemble des europaweit gastierenden GlasharfeSpielers Sascha Reckert präsentiert gläserne Klänge der Mozartzeit. Seit 20 Jahren begeistern die Musiker Kritiker und Publikum gleichermaßen, ob in der Royal Albert Hall zu Ehren von Prinz Charles oder an der Seite von Weltklasse-Sopranistinnen wie Anna Netrebko oder Diana Damrau. Speziell für Kinder wird ein Bilderbuchkonzert mit zwei Aufführungen angekündigt. Erfunden hat es ein Star der Kinderbuch-Szene: Jörg Hilbert, Erfinder, Texter und Zeichner der »Ritter Rost«-Abenteuer. Hilbert tritt auch selbst als Erzähler auf. Lesungen und Vorträge zu originellen Themen rund um Mozart und seine Zeit im Brentano-Saal des Palais ziehen sich durch das Wochenende. Mit dabei ist unter anderem der angesehene Mozart-Spezialist Prof. Dr. Ulrich Konrad von der Universität Würzburg. Aber auch der Offenbacher Kulturamtsleiter Dr. Ralph Philipp Ziegler hält einen Vortrag, über »Die Mozartkugel – eine runde Marke?«. Außerdem werden historische Mozartfilme kostenfrei zu sehen sein. Ein besonderer Bestandteil des Festivals ist »Mozart & jedermann«. Hier können begeisterte Amateure aus der Region genauso wie Gäste ihre eigenen Mozart-Interpretationen vor dem Festivalpublikum vortragen. Laien und Liebhaber jeglichen Alters sind zum fröhlichen Mitmusizieren eingeladen, Bis zum 10.Januar 2018 können sich Interessierte unter toujoursmozart@offenbach.de bewerben.

Köstliche Tapas in Bockenheim Restaurante Galicia Selbst der kurze Fußweg von der U-Bahn-Station der U6/U7 am Bockenheimer Kirchplatz kann bei diesem nasskalten Wetter ziemlich ungemütlich werden. Einige Schritte links in die Friesengasse und wir stehen vor blauweißen Kachelwänden und bauen, modern gestalteten Fensterrahmen des Restaurante Galicia. Das Galicia ist ein relativ kleines spanisches Restaurant. Innen gibt es zwei Räume mit rotbraunen Holztischen und Stühlen, links und rechts vom Tresen. Einigen Besuchern wird das moderne Ambiente fehlen, wir finden es mediterran gemütlich. Um 18:30 Uhr sind die meisten Tische schon besetzt. Im hinteren Raum gibt es noch einen etwas größeren Tisch für die vielen Tapas, die wir heute essen wollen. Angenehm sind das gedämpfte Licht und die liebevolle Dekoration der Wände. Wir bestellen Albóndigas de carne, Pimientos de Padrón, Pan con alioli, Croquetas de Atún, Papas arrugadas, Boquerones Fritos und Sepiastücke auf dem Holzteller. Dazu weißen Rioja und einen roten Hauswein aus dem Faß. Die Tapaskarte lassen wir uns manchmal online übersetzen auf www.tapito. de/tapas/blog/posts/typischetapas.php.

Wir treffen uns hier einmal im Monat kurz nach der Arbeit. Jens erzählt von seinem täglichen Kampf mit der Bürokratie – umfangreiche Dokumentationen und immer weniger Zeit für die konkrete Arbeit mit Jugendlichen. Ich betreue die Webseite seiner Einrichtung und bin auch nicht glücklicher. Die Angriffe auf Internetseiten häufen sich. An krassen Tagen gibt es über 100 Angriffe in wenigen Minuten. Vermutlich sind es automatisierte Angriffe, die oft in Spanien beginnen und über die Ukraine nach China wandern. Meistens hält die Firewall. Aber manchmal sind auch die Provider ratlos. Die Tapas sind frisch und köstlich. Neben der umfangreichen Tapaskarte gibt es eine Tageskarte mit Fisch- und Fleischgerichten. An kalten Tagen ist die Fleischsuppe (sopa de carne) ein toller Einstieg um sich aufzuwärmen. Ein Online-Kommentar bringt unsere Meinung zum Abschied auf den Punkt: »Klein, fein, sympathisch, günstig und Spitzenküche. Chapeau!« sp Restaurante Galicia Friesengasse 3 60487 Frankfurt-Bockenheim Tel.: 069/77012785 www.restaurante-galicia.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 17–1 Uhr Sonntag: 12–24 Uhr

cw Termin: Samstag, 3. Feb. 2018, ab 14 Uhr + Sonntag, 4. Feb. 2018, ab 12 Uhr Büsingpalais Offenbach Berliner Str. 111, 63065 Offenbach am Main Info: www.toujoursmozart.de Der falsche Ton C , © Joerg Hilbert

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KINDER / FAMILIE TERMINE ALADIN GESCHICHTEN AUS 1001 NACHT

DER KLEINE MUCK Ein Märchen von Wilhelm Hauff für Kinder ab 4 Jahren Sindelfinger Puppenbühne

Inszenierung des Kinder-& Jugendtheaters Frankfurt ab 4 Jahren

halbNeun Theater, 28.1.2018, 15 Uhr www.halbneuntheater.de

Kinder- und Jugendtheater Frankfurt, 12.+30.1.2018, 10 Uhr; 20., 21., 27.+28.1.2018, 16 Uhr www.kiju-theater.de

DER KLEINE PRINZ nach Antoine de Saint-Exupéry Puppentheater ab 8 Jahren Velvets Theater, 27.1.2018, 20 Uhr www.velvets-theater.de

APOLLO 11 Ein Weltraumabenteuer von Thomas Fiedler - ab 10 Jahren, Regie: Thomas Fiedler Staatstheater, 16., 24.+25.1.2018, 11 Uhr www.staatstheater-mainz.com

DIE BREMER STADTMUSIKANTEN Puppentheater Kolibri. Ab 4 Jahren Puppenspiel: Anne Weindorf © Lasse Natter

Yeti-Ritter, Dream-Girl, Doctor Mömmel Museum für Kommunikation zeigt die besten Comics des Wettbewerbs »Neue Helden braucht die Welt« Kriege, Krisen und Konflikte überall: Den wahren Problemen von heute, so viel steht fest, werden Superman, Batman & Co. einfach nicht gerecht. Grund genug für die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank, ihren mit der InvestmentBank William Blair schon zum vierten Mal ausgelobten Kunstwettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene unter das Motto »Welt retten – Superheld*innen für heute« zu stellen. Vor bald einem Jahr schrieb man erstmals einen Comic-Wettbewerb aus; vor gut einem halben, am Anne Frank-Tag (12. Juni), wurden aus über 400 Einsendungen bundesweit die Gewinner und Gewinnerinnen in drei Altergruppen gekrönt. Bis Mitte Januar zeigt das Frankfurter Museum für Kommunikation in einer Sonderausstellung noch einmal die 21 Siegercomics. Und siehe da: Es gibt kaum ein brisantes gesellschaftliches Thema, das darin nicht zur Sprache und zum Bild käme. Die Themenpalette reicht vom Rechtspopulismus und Ausländerhass über den Arten- und Datenschutz bis hin zu Donald Trump, der mehrfach auftaucht, aber nicht einmal als Held. Sehr einfühlsam geht der Gewinner-Comic vor. Die Superheldin Dream lässt Menschen, die sich ablehnend gegen Flüchtlinge verhalten, in ihren Träumen deren Schicksale nacherleben und verwandelt damit Vorurteile in Empathie. Die Arbeit kommt aus Oberursel, von den damaligen Siebtklässlern Vivi-

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en und Nils. Im Comic des neunjährigen Lasse aus Hamburg, verhindert ein YetiRitter mit gelbem Ypsilon auf der Brust ein arktisches Drama. Lasses Held stoppt einen Jäger, der gerade dabei ist, für seine Trophäensammlung einen der letzten Eisbären zu erlegen, in dem er ihn durch einen gezielten Wurf vereist. »BAM!« macht es und der Unhold ist festgefroren. Der Superhelkd der zwölfjährigen Lisa ist ihr eigener Hase, Doctor Mümmel, weil er ihr das Leben angenehm macht und ganze Tage rettet. Schließlich könne man ihn knuddeln, wenn man traurig sei, und ihm alles sagen, was man auf dem Herzen habe. Aber es gibt noch viel mehr tolleGeschichten, wie die der jungen jüdischen Rennfahrerin Emily Rothschild, die ihren Traum von der schnellsten Frau der Welt wahr macht, wie die der lädierten einäugigen Stoffpuppe Mia, die sich nicht unterkriegen lässt, oder wie die von Gertrud Hadley Jeanett, die 1942 erste schwarze Taxifahrerin in den USA wurde. Großartig ist auch der Obdachlose an einer Mauer unter dem Superman-Plakat. Als es zu regnen beginnt, rollt das Plakats so stark zusammen, dass der arme Kerl unter ihm im Trockenen bleibt. Winnie Geipert Bis 14. Januar: Di.–Fr. 9–18 Uhr; Sa., So. 11–19 Uhr www.mfk-frankfurt.de

Theater Moller Haus, 14.1.2018, 15 Uhr; 15.1.2018, 10 Uhr www.theatermollerhaus.de

DSCHUNGELBUCH – DAS MUSICAL Theater Liberi - ab 4 Jahren Congress Park Hanau, 27.1.2018, 15 Uhr www.hanau.de

DIE KLEINE RAUPE von Rainer Schicktanz Mensch, Puppe! Das Bremer Figurentheater ab 3 Jahren e-werk Bad Homburg, 17.1.2018, 15.30 Uhr www.kulturtreff.info

DER KLEINE UND DAS BIEST nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Marcus Sauermann und Uwe Heidschötter - ab 5 Jahren Regie: Jana Vetten. Mit Anika Baumann, Vincent Doddema, Johannes Schmidt Staatstheater, 5.1.18, 15 Uhr; 12., 18.+23.1.18, 10 Uhr www.staatstheater-mainz.com

KOMISCHER VOGEL theater die stromer - ab 3 Jahren

FEUERWEHRMANN SAM RETTET DEN ZIRKUS! Theater auf Tour - ab 3 Jahren Neue Stadthalle Langen, 16.1.2018, 16 Uhr www.neue-stadthalle-langen.de

FRAU HOLLE ein musikalisches Märchen nach Grimm Mit Doris Friedmann Gallus Theater, 28.1.2018, 15 Uhr www.gallustheater.de

HALLO HALOLO Musiktheater für alle ab 2 Jahren mit Musik von Erik Satie Theaterhaus Ensemble Theaterhaus, 14.1.2018, 15 Uhr; 15., 16., 18.+19.1.2017, 10 Uhr www.theaterhaus-frankfurt.de

DAS HERZ EINES BOXERS Theater für Jugendliche von Lutz Hübner Theater der Jungen Welt Leipzig - ab 12 Jahren Theater Rüsselsheim, 30.1.2018, 11 Uhr www.kultur123ruesselsheim.de

Theater Moller Haus, 21.1.18, 15 Uhr; 22.1.17, 9+11 Uhr www.theatermollerhaus.de

KUSCHEL AUF SCHATZSUCHE Figurentheater für Kinder von 2-3 Jahren Figurentheater Kania Kellertheater, 21.1.2018, 15 Uhr www.kellertheater-frankfurt.de

DAS LIED DER GRILLE - FIEDELN ODER VORSORGEN? Theater mit Puppen, Licht und Schatten die exen - ab 5 Jahren Bürgerhaus Sprendlingen, 23.1.2018, 10+16 Uhr www.buergerhaueser-dreieich.de

MÖCHTEN SIE IHREN VATER WIRKLICH IN DEN PAPIERKORB VERSCHIEBEN? Von und mit: Cornelia Niemann Eine Spurensuche - ab 14 Jahren Theaterhaus, 26.(Premiere)+27.1.2018, 19 Uhr; 29.-31.1.2018, 11 Uhr www.theaterhaus-frankfurt.de

IMMER DIESER MICHEL Kindertheater Hopjes HoffART Theater, 21.+28.1.2018, 17 Uhr www.hoffart-theater.de

KANNST DU PFEIFEN, JOHANNA?

NENNEN WIR IHN ANNA nach dem Jugendbuch von Peter Pohl Theaterhaus Ensemble Löwenhof, 29.-31.1.2018, 11 Uhr www.theaterhaus-frankfurt.de

Musiktheater v. Gordon Kampe Staatstheater, 10., 11.+17.1.2018, 10 Uhr www.staatstheater-mainz.com

NEUJAHRSEMPFANG THEATERHAUS

DAS KLEINE GESPENST

Die Ensembles stellen ihre neuen Stücke und das Repertoire bis Juli vor - anschließend wird gefeiert. Anmeldung erforderlich.

von Otfried Preußler Marotte Figurentheater - ab 4 Jahren e-werk Bad Homburg, 31.1.2018, 15.30 Uhr www.kulturtreff.info

DAS KLEINE GESPENST

Theaterhaus, 19.1.2018, 19 Uhr www.theaterhaus-frankfurt.de

DER NUSSKNACKER

von Otfried Preußler marotte figurentheater - ab 4 Jahren

Musikalisches Märchen nach E.T.A. Hoffmanns »Nussknacker und Mausekönig« mit Musik von Peter Tschaikowsky. Ab 5 Jahren

Bürgerhaus Sprendlingen, 22.1.2018, 10.30+16 Uhr www.buergerhaeuser-dreieich.de

Papageno Musiktheater, 7., 10.-13.1.2018, 16 Uhr www.papageno-theater.de


KINDER / FAMILIE PASS AUF MICH AUF! theater herzstück - ab 4 Jahren Gallus Theater, 7.1.2018, 15 Uhr; 8.1.2018, 10.30 Uhr www.gallustheater.de

PETER UND DER WOLF Eine Geschichte mit Biss... und der Musik von Sergej Prokofiew - ab 5 Jahren Theater Laku Paka Theater Alte Mühle, Bad Vilbel, 28.1.2018, 16 Uhr; 29.1.2018, 10 Uhr www.kultur-bad-vilbel.de

PETERCHENS MONDFAHRT Musikalisches Märchen nach dem gleichnamigen Buch von Gerdt von Bassewitz mit Musik von Clemens Schmalstich Inszenierung: Hans-Dieter Maienschein Für Kinder ab 5 Jahren Papageno-Musiktheater, 1., 4., 5., 6., 14., 27.+28.1.2018, 16 Uhr www.papageno-theater.de

PINOCCHIO - DAS MUSICAL Theater Liberi - ab 4 Jahren Jahrhunderthalle, 21.1.2018, 15 Uhr www.jahrhunderthalle.de

RAUS AUS DEM HAUS von Ingeborg von Zadow - ab 2 Jahren Staatstheater, 13.+20.1.2018, 11 Uhr www.staatstheater-darmstadt.de

DIE ROTE ZORA UND IHRE BANDE nach Kurt Held Regie: Ulf Goerke. Ab 5 Jahren Staatstheater, 1.1.2018, 16 Uhr; 14.1.2018, 11 Uhr www.staatstheater-darmstadt.de

ROTKÄPPCHEN Lille Kartofler Figurentheater - ab 3 Jahren Neue Stadthalle Langen, 23.1.2018, 15 Uhr www.neue-stadthalle-langen.de

ROTKÄPPCHEN UND DER KLEINE SCHWEINEHUND Von und mit Marieluise Ritter Frankfurter Figurentheater - ab 4 Jahren Gallus Theater, 14.1.2018, 15 Uhr www.gallustheater.de

SCHAURIG SCHÖNE MÄRCHEN ErzählZeit Frankfurt Märchensonntage für Familien - ab 6 Jahren Theaterhaus, 21.1.2018, 15 Uhr www.theaterhaus-frankfurt.de

SPOG – SPIEL OHNE GRENZEN Theater die Stromer - ab 8 Jahren Bürgerhaus Sprendlingen, 24.1.2018, 11 Uhr, www.buergerhaeuser-dreieich.de

VON RITTERN UND FRÄULEIN improvisiertes Figurentheater für Kinder ab 3 Jahren, Figurentheater Kania Kellertheater, 21.1.2018, 13 Uhr www.kellertheater-frankfurt.de

WINNETOU – WO WOHNST DENN DU? Puppentheater für Kinder. Lila Bühne Die Fabrik, 28.1.2018, 16 Uhr www.die-fabrik-frankfurt.de

DER WÜNSCHEERFÜLLER Puppentheater Silberfaden - ab 6 Jahren Theater Moller Haus, 28.1.2018, 15 Uhr; 29.1.2018, 10 Uhr www.theatermollerhaus.de

»Der Stromer« in Bockenheim Die Illustratorin Claude K. Dubois stellt ihr neues Kinderbuch über einen Obdachlosen vor Jetzt kommt sie selbst nach Frankfurt: die belgische Kinderbuchautorin Claude K. Dubois, deren mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 ausgezeichnete Geschichte »Akim rennt« im vergangenen September im Theaterhaus Frankfurt in einem sehr poetischen Spiel szenisch umgesetzt wurde (s. Strandgut 9/2017). Die Geschichte handelt von einem kleinen Jungen, der im Krieg seine Eltern verliert und fliehen muss. Im Gepäck hat die Illustratorin jetzt aber ihr neues Werk, das Bilderbuch »Stromer« (Buchverlag Moritz), zu dem sie ihre erwachsene Tochter Sarah, von der auch der Text stammt, angeregt hat. Das Buch handelt von einem Mädchen und seiner Begegnung mit einem Obdachlosen. In den Gesprächen, die beide miteinander führen, erfährt das Mädchen die anrührende Geschichte dieses Mannes. Aber auch der Obdachlose ist berührt von der Begegnung, weil er zum ersten Mal wieder mit einem Namen angesprochen wird. Am Donnerstag, dem 18. Januar, stellt Dubois das Buch in einer deutschfranzösischen Mitmachlesung in der Kirchengemeinde Bockenheim am Kirchplatz 9 vor. Die Lesung ist für Kinder ab fünf Jahren gedacht. Mitveranstalter ist neben dem Institut français, das Dominique Petre als Übersetzer stellt, die Buchhaltung Eselsohr am Weingarten, bei der man sich anmelden kann. (Tel. 069/70 68 11) Einen Tag darauf, am 19. Januar um 20 Uhr, ist die Jugendliteraturpreisträgerin in das am selben Ort für ein Kirchengespräch zum Thema Obdachlosigkeit zu Gast, bei dem

der Leiter des Diakoniezentrums Weser 5 im Frankfurter Bahnhofsviertel, Jürgen Mühlfeld, von seiner Arbeit und seinen Erfahrungen mit Obdachlosen berichten wird. Termin: 18. Januar, 16 Uhr im St. Jacobszentrum, Kirchengemeinde Bockenheim, Kirchplatz 9

In diesem Buch gibt Margot Unbescheid den Blick frei auf das turbulente, verstörende, oft anstrengende, manchmal traurige, aber auch überraschend wunderbare Leben mit einem von Demenz betroffenen Angehörigen – damit endlich alle wissen, was zu tun ist, wenn es erst los- und dann auch weitergeht mit der Demenz.

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Das neue Jahr fängt ja gut an. Gleich am 25. Januar startet die grandiose Tragikomödie » Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« in den Kinos. Dass die Billboards große Reklametafeln sind, werden die Kinobesucher schnell mitbekommen, denn in der deutschen Fassung hat man das Wort einfach stehengelassen. Die drei Billboards entfesseln einen Kleinkrieg, der mit harten Bandagen und vielen sarkastischen Bemerkungen geführt wird – sehr zur Freude der Zuschauer. Siehe Kritik auf S. 4. Wir verlosen in Zusammenarbeit mit Twentieth Century Fox 5 x 2 Freikarten-Gutscheine für eine Vorstellung Ihrer Wahl. Senden Sie uns mit dem Kennwort »Three Billboards« und Ihrer Adresse eine E-Mail an verlosungen@strandgut.de oder eine Postkarte an Strandgut Verlag, Ederstraße 10, 60486 Frankfurt. Einsendeschluss ist am 20. Januar.

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Strandgut 01/2018

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NAVIGATOR

e v i F p o r D Werbe (PR) Tiefpunkte

1 Edeka

Commander Datas Stimme für

den Edeka Roboter, der nicht weiß, was Liebe ist: das ist wie

Inserentenverzeichnis Alte Oper ............................................ 33 amnesty international...................... 16 ASA-Event GmbH .............................. 34 Batschkapp/Nachtleben ................. 39 Bürgerhäuser Dreieich.................... 37 Cinema................................................ 14 Deutsches Filmmuseum .................. 13 Dorflinde ............................................ 33 Drogennotruf e.V. .............................. 30 Film Kino Text .................................... 07 Filmforum Höchst ............................. 15 Frankfurter Autoren Theater ........... 25 Frankfurter Hof .................................. 36 Frankfurter Ring ................................ 45 Frankfurter Sparkasse von 1822 ..... 37 Freies Schauspiel Ensemble .......... 23 Gallus Theater ................................... 23 Harmonie............................................ 14 Hessischer Rundfunk...................... U1 Hugenottenhalle ............................... 37 Internationales Theater Frankfurt . 23

Impressum

Kellertheater ..................................... 20 Konzertbüro Schoneberg ................ 35 Kulturamt Offenbach ........................ 40 Mal Seh‘n ........................................... 14 Murnau Stiftung ................................ 14 Museum Angewandte Kunst .......... 31 Neues Theater Höchst ..................... 21 Polytropon.......................................... 42 Pupille ................................................ 15 S-Promotion....................................... 32 Schauspiel Frankfurt ...................... U4 Schmiere ............................................ 20 Shiatsu, K. Steinmetz ....................... 44 Theaterhaus....................................... 43 W-Film ................................................ 07

werfen.

Altern für Anfänger 136: Hollywood, Babylon

Was für eine Nervensäge, der Herr Möller von der HUK Coburg, der bereits vor dem Unfall auf dem Rücksitz hockt.

3 Zalando

Die »Modernisierung« von Jingle Bells ging glatt daneben. Wo ist nur der Schrei vor Glück geblieben?

4 Magenta LTE 5 Peugeot SUV

Großkotziger Kitsch.

Das schönste Ziel: der Weg darüber hinaus? Affig! Peter Woll

Wenn Sie mitmachen wollen, mailen Sie Ihre Vorschläge bis zum 14. an pwoll@strandgut.de

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Man stelle sich vor, die Rolling Stones hätten ein Massenverfahren gegen all die Groupies angestrengt, denen sie zu Dienste sein mussten – nicht nur ihr Ruf als Sexsymbole, ja der der gesamten Sex, Drugs und Rock‘n Roll Branche hätte damals Schaden genommen. Die Stones, allen voran Mick Jagger, mußten wirklich hart arbeiten. Dass dies für die Stones nicht allzu berauschend war – kündet nicht der Song »I Can‘t Get No – Satisfaction« davon? Eine tragische Geschichte, die schon so manch rollenden Penis – sie setzen bekanntlich kein Moos an – arg in Mitleidenschaft gezogen hat. Kein Wunder, dass die Abteilung Drugs immer wichtiger wurde – Sister Morphine und Brown Sugar statt Loving Spoonful und Small Faces – und kein Wunder, dass so viele Rock‘n Roller dabei drauf gegangen sind. Ein Wunder hingegen, dass die Stones, ledrig und zerknittert, immer noch auf der Bühne stehen. Ledrig und zerknittert, fast mumifiziert, ist auch Robert Redford, dem ich schon seine Krähenfüße übel genommen habe. Krähenfüße und Orangenhaut sind was für Frauen – aber doch nicht für Sundance Kid – selbst wenn der Film (»Ich hatte einmal eine Farm in Afrika« – grandioser erster Satz) ausgesprochen gut war. Die Freundin, mit der ich den Film gesehen hatte, meinte, die Krähenfüße stünden ihm gut, reiner Widerspruchsgeist natürlich und einer wie Redford könne jedenfalls keine sexuelle Belästigung begehen – es wäre eine Ehre für jede Frau, ihm zu Willen zu sein. Paul Newman wäre ihr allerdings lieber. Später reihte sie dann noch Johnny Depp ein. Stefanie Powers – man kennt sie aus »Hart aber herzlich« – war für mich, was für meine Freundin Robert Redford war. Dass sie jemanden sexuell belästigen könnte, wäre mir nicht im Traum eingefallen. Trotzdem hat man es ihr vorgeworfen – »Entertainment

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mit der Maus nach dem Speck

2 HUK Coburg

Herausgeber Strandgut Verlags GmbH Postfach 90 07 09 60447 Frankfurt Tel.: 0 69/97 91 03 - 0 Fax: 0 69/7 07 51 25 Ederstr. 10 (Nähe Ökohaus)

Weekly« mußte gar ihre Ehre verteidigen. Gehen wir in der Filmgeschichte zurück, stoßen wir – neben vielen anderen – auf Ann Margret und Cybill Shepherd, wirklich scharfe Luder, und noch früher auf Grace Kelly, von der es hieß: She always laid the leading man. Ein großes erotisches Talent, das leider vom Fürstentum Monaco vernichtet wurde. Gott hab sie selig. Die ungekrönte Königin aber war Greta Garbo. Sie hielt Sex für einen Gesundbrunnen, glaubte, man kann das nachlesen, dass Sperma gut für die Haut sei. Dass Harvey Weinstein Frauen genötigt hat, ihm beim Masturbieren zuzusehen, ist schon schlimm genug, dass er Gewalt angewendet hat, ein absolutes NoGo. Ein Blick in den Spiegel sollte ihm zumal den Unterschied zu Redford offenbart haben. Aber Kevin Spacey: gegen den liegt bisher nur vor, daß er Baggerkönig war und allzeit auf der Pirsch. Unbestritten ist er ein großartiger und verdienstvoller Schauspieler – ohne ihn dürfte »House of Cards« Übleres blühen als »Two and a Half Men« ohne Charlie Sheen. Spacey ist reich, berühmt und angenehm anzusehen – die Annahme, dass seine Avancen womöglich erwünscht seien, also nicht allzu weit hergeholt. Den Mann bei lebendigem Leib zu rösten, seinen Ruf ein für allemal zu vernichten, ihm Berufsverbot zu erteilen, ihn aus bereits gedrehten Filmen wieder rauszuschneiden, ihn einer sensationslüsternen und selbstgerechten Medien-Öffentlichkeit zum Fraß vorzuwerfen – das kommt mir doch etwas übertrieben vor.

Redaktion Claus Wecker (cw, Film) Winnie Geipert (gt, Theater) Bernd Havenstein (hav, Klassik) Birgit Siegel (bs) Jochen Vielhauer (jovi) Redaktionelle Mitarbeit Peter Woll (PWoll) Grafik/Layout Birgit Siegel Verantwortlich Kurt Otterbacher (ko) Birgit Siegel (bs) Verbreitete Auflage IVW II/2017: 24.869 Erscheinungsweise monatlich am 24. Vertrieb von Ecco!, Frankfurt, an 402 Stellen im Großraum Frankfurt. Abobedingungen 12 Hefte kosten 24 € Bestellt wird durch Einzahlung auf DE45 5005 0201 0000 88 43 59 Frankfurter Sparkasse 1822 Aboende: automatisch nach 12 Monaten. Sie werden mit Versand des letzten Heftes angeschrieben und befragt, ob Sie verlängern möchten.

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Strandgut 1/2018  

Das Kulturmagazin für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet

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