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iBUCH:

Das ___ ERZÄHLENDE Buch

Einzigartig: Mobile und interaktive Bühnen in Form eines Buches ___ Ein Projekt von Folke Tegetthoff im Rahmen des INTERNATIONALEN STORYTELLING FESTIVALS


Die Idee ___ Erzählen – Zuhören – Lesen „Das Buch als solches ist bereits am aussterben“, „die Jugend interessiert sich nicht mehr für Literatur“ und „unsere Kinder können nicht mehr sinnerfassend lesen“ – solche und ähnliche Aussagen sagen dem ­Medium Buch keine allzu große Zukunft voraus. Um dem negativen Trend entgegenzuwirken, werden von Politik und Wirtschaft immer häufiger Projekte entwickelt, die das Lesen von Büchern fördern sollen – es ist somit ein Thema, das uns alle betrifft und das in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Das INTERNATIONALE STORYTELLING FESTIVAL ist ein Festival der Erzählenden Künste und beschäftigt sich seit bereits 29 Jahren mit den Themen Erzählen und Zuhören, die naturgemäß sehr eng mit dem Schreiben und Lesen verknüpft sind. Aus diesem Grund wurde 2017 zum 30-jährigen Jubiläum des ­Festivals ein spezieller Fokus auf das Medium Buch gesetzt und somit die Kunst des Lesens und Vorlesens in das Festivalprogramm integriert. Mit dem Projekt „iBUCH: Die ERZÄHLENDEN Bücher“ ist ein Projekt entstanden, das sich auf zeitgerechte Art und Weise mit den Themen Literatur und Lesen auseinandersetzt und das interaktiv entdeckt werden kann. Urwitzig und Urgut: Autor Christoph Mauz erzählt seine Grusel­ geschichten im Grazer Joanneumsviertel.

Gleichzeitig soll dieses Projekt Bewusstsein dafür schaffen bzw. die Realität aufzeigen, dass Lesen viel mehr als nur „das Lesen eines Buches“ bedeutet. LESEN ist LEBEN: Wir „lesen“ alles, was um uns herum geschieht: Körpersprache, den Regen, das Werbeplakat, das Straßenschild, die Zeitung, das Buch – alles Zeichen, die wir wahrnehmen und mittels „lesen“ dechiffrieren und in Folge versuchen zu verstehen, d. h. in unser Leben, in unsere Realität einzuordnen.


Die Umsetzung ___ Um die erfolgreiche Kooperation mit der Landesberufsschule Fürstenfeld aus dem Jahr 2016 fortzusetzen, wurde wieder mit Tischlerlehrlingen der LBS zusammen­gearbeitet. Die Schüler/innen haben insgesamt 3 Kunstobjekte nach der Idee von Folke Tegetthoff gebaut. Bei diesen Kunstobjekten handelt es sich um transportable Bühnen in Form eines über­ dimensionalen, aufgeschlagenen Buches. Die 3 iBÜCHER wurden während des INTERNATIONALEN STORYTELLING FESTIVALS 2017 erstmals im öffentlichen Raum präsentiert (Joanneumsviertel Graz, Brucknerhaus Linz, MuseumsQuartier Wien, Kurpark Bad Schönau, Schloss Trautenfels, Skulpturenpark Irdning) und einerseits als Kunstobjekte, andererseits aber auch als Bühnen für unterschiedliche Programmpunkte des Festivals eingesetzt. Jedes iBUCH ist mit einer Interaktion ­versehen, die eine Brücke zu modernen Medien schlägt. Darüber hinaus können auf der Bühne verschiedene Geschichten auf Knopfdruck angehört ­werden – diese Geschichten sind je nach Standort thematisch angepasst. So können die iBÜCHER auch unabhängig von Veranstaltungen eigenständig von Besucher/innen genutzt werden. Die iBÜCHER sind somit multifunktional und können auf verschieden Arten eingesetzt werden: Junge Talente: 11 Schülerinnen und Schüler haben die Idee mit techni­ schem Können und handwerklichem Geschick verwirklicht.

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als interaktive Kunstobjekte im öffentlichen Raum als mobile Bühnen, auf denen erzählt und vorgelesen wird als Kommunikationsmittel und Infoportal


Die Gestaltung ___ Maße H: 240 cm | B: 180 cm | T: 40cm | Höhe Bühnenpodest: 60cm Buchinnenseite: Wird als Bühne genutzt, gesamte Technik vorhanden Buchaußenseite: Interaktive Seite, die bei jedem Buch anders ist Alle 3 Buch-Bühnen sehen in ihrer Grundform gleich aus. Der Unterschied liegt in der Gestaltung der „Buchumschläge“, die farblich und grafisch an die jeweilige Social Media-Thematik angepasst sind.

iBUCH Instagram: Diese interaktiven Objekte beschäftigen sich auf vielfältigste Weise mit verschiedenen Themen aus dem Bereich Kunst & Kultur und können – wenn sie nicht gerade als Bühne genutzt werden – selbstständig entdeckt werden.

Die Form der Objekte gleicht einem aufgeschlagenen Buch, wobei sich zwischen den „Buchseiten“ ein Bühnenpodest befindet. Die Bühne ist mit hochwertigster Audio-Technik ausgestattet und kann somit für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden. Durch die besondere Konstruktion ist eine außergewöhnlich gute Akkustik für z. B. Musikin­strumente ohne Verstärkung gegeben.

Auf der Bühne befindet sich eine Hörstation, an der zwischen 5 unterschiedlichen Geschichten gewählt werden kann. Eine weitere Geschichte kann durch einen Bewegungsmelder ausgelöst werden. So können Besucher/ innen auch Geschichten hören, wenn gerade kein Erzähler auf der Bühne steht. Während Veranstaltungen kann die Hörstation sowie der Bewegungsmelder ganz einfach abgeschaltet werden.

Die linke Rückseite dient als „Ausstellungsfläche“ für Reproduktionen von Kunstwerken drei namhafter Künstler/ innen – Sonja Gangl, Ciara Philipps und Martin Kippenberger – die Teil einer ­privaten Kunstsammlung sind und von der Kunstplattform con-tempus zur Verfügung gestellt wurden.

Die rechte Rückseite ist für die Interaktion bzw. die Verbindung zu Social Media vorgesehen. Hier ist die Gestaltung einer slowenischen Illustratorin an die jeweilige Social Media-Plattform angelehnt.

Auf dem Buchrücken ist ein Prospektehalter für die A4-Projektbroschüren angebracht, wo weiteres Infomaterial der unterschiedlichen Veranstaltungen hinzugefügt werden kann.


Social Media ___ Das iBUCH ist in dieser Form nicht nur das weltweit erste interaktive Buch, das Geschichten erzählt: Es dient auch als Mittel der Kommunikation. Durch einen Brückenschlag zwischen dem analogen Buch und der digitalen Social Media-Welt findet auf zeitgemäße Art und Weise eine Auseinandersetzung mit den Themen Literatur und Lesen statt. Jedes der 3 iBÜCHER hat einen eigenen interaktiven Schwerpunkt, der mit 3 in der digitalen Welt am häufigsten genutzen Apps in Verbindung steht. •

Facebook

Das iBUCH hat eine eigene Facebook-Seite, die auf einem Screen auf der Rückseite angezeigt wird. Über diese Facebook-Seite kann man in direkten Kontakt mit dem iBUCH treten, indem man dem iBUCH z. B. eine Nachricht schreibt, die auch vom iBUCH beantwortet wird. Das iBUCH beschäftigt sich auf der Facebook-Seite mit unterschiedlichen literarischen Themen. So werden regelmäßig Auszüge aus den besten literarischen Werken, Sprüche und Zitate zum Thema Buch sowie Buchempfehlungen veröffentlicht. Der Inhalt der Facebook-Seite kann thematisch an die unterschiedlichen Veranstaltungen angepasst werden. www.facebook.com/erzaehlendebuch

• Instagram  Die Illustrationen an der Rückwand dienen als Hintergrund für Fotos und Selfies. Dabei kann man sich

zwischen Buchseiten stellen, die bei richtiger Positionierung zu Flügeln werden – dieses Foto wird mit dem Hashtag #lesenbeflügelt auf Instagram gepostet und ist automatisch auf einem Screen, der neben der Illustration angebracht ist, zu sehen. Unter diesem Hashtag sind alle Fotos/Selfies, die mit dem iBUCH gemacht wurden, zu finden. www.instagram.com/das_ibuch

Analog und Digital: Zwei Welten, die miteinander verbunden sind und nicht in Konkurrenz zueinander stehen müssen.

Kalender

4 Würfel, die manuell gedreht werden können – diese Bewegung steht im ­Kontrast zu dem digitalen „Wischen“ – stellen einen Kalender der etwas anderen Art dar. Auf den 4 Würfeln sind insgesamt 12 Kalenderblöcke – für jeden Monat einer – angebracht und man kann sich, je nach Belieben, eine Seite aus einem der Blöcke abreißen. Diese Kalenderblöcke sind grafisch gestaltete Kunstwerke mit je einem Zitat von 12 unterschiedlichen Festivalkünstlern zum Thema „Storytelling“. Über diesen 4 Würfeln befindet sich ein Screen, auf dem mittels einer Kalender-App Hinweise zu Veranstaltungen mit literarischem Bezug in der Nähe angezeigt werden. So dient dieser Screen als eine Art ­„Literatur-Eventguide“ im öffentlichen Raum. Die 12 Kalender sowie die Kalendereinträge am Screen können je nach Veranstaltungsort angepasst werden.

Profile for Storytelling_Festival

Ibuch konzept september 2017  

Ibuch konzept september 2017