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NICHTS VON DER STANGE

DESIGN À LA CARTE

ARCHITEKT HARALD SCHREIBER

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in regnerischer Tag in Wien, Architekt Harald Schreiber, Industriedesigner und Künstler, sitzt in seinem Stammlokal, dem traditionsreichen Café Sperl in der Gumpendorfer Straße im sechsten Wiener Gemeindebezirk. Für ihn ist es wieder an der Zeit, ein ARCOTEL Hotel zu designen. Da werden natürlich auch Erinnerungen an vergangene Projekte wach. Ein guter Anlass, über das Designkonzept der ARCOTEL Hotels zu erzählen. Am Anfang war der Ort. Der Standort des Hotels gibt den Anstoß zum Design. Was erzählt der Platz? Wofür steht die Umgebung? Das Konzept orientiert sich primär an der Lage des Hotels. Die Außenwelt wird nach innen geholt, um dem Gast bewusst zu machen, in welcher Stadt und in welchem Teil davon er sich befindet. Dies alles soll sich im Design des Hauses widerspiegeln und spannende Begegnungen zwischen Gast und Hotel erzeugen. Ein perfektes Beispiel ist das ARCOTEL Onyx Hamburg, direkt an der Reeperbahn, unweit des Hafens. Schon beim Bau des Hotels wurde darauf geachtet, dass das Haus mit seinem prominenten Nachbarn – den “Tanzenden Türmen“ – harmoniert. Formen und Farben im Inneren des Hotels thematisieren die Schifffahrt und die Lage im Zentrum des legendären Vergnügungs- und Rotlichtviertels der Hansestadt. Fesselnde Details, wohin der Blick sich richtet. So wie die Designerstühle, die bei Gästen der ARCOTEL Hotels beliebte Fotomotive sind. Auch sie stammen aus der Schreiber’schen Kreativwerkstatt – jeder Stuhl ein Unikat. Eine solche Sitzgelegenheit à la carte ist der überdimensionale Lehnstuhl im ARCOTEL Onyx. Er demonstriert, wie klein der Mensch in der großen Welt ist. Die leichte Trichterform bringt das Gefühl zum Ausdruck, sich fallen lassen zu können und dennoch beschützt und sicher zu fühlen. Auch die s-förmige Stuhlbank im Hotel an der Reeperbahn hat eine Seele. Sie trennt und vereint zugleich – eine Assoziation zu Yin und Yang aus der chinesischen Philosophie, interpretiert als geniales Sitzmöbel.

Eckig und kantig zu sein, aufzufallen, auch auf die Gefahr hin, dass nicht jeder die Begeisterung des Designkonzepts teilt. Das war das Ziel von ARCOTEL Gründer KR Raimund Wimmer und Designer Harald Schreiber von Beginn an. Kein Möbelstück kommt von der Stange, jedes ist ein Unikat und wird von Hand produziert. Und damit hebt sich ARCOTEL Hotels innerhalb der Branche eindeutig ab. Auf ein Nächstes, Herr Professor Schreiber!

➲ STORIES №18

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STORiES by ARCOTEL Herbst/Winter 2016/17  

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