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SCHWEIZ. N° 01


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C

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SCHWEIZ

1

30

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Basel

FRAN

KREICH

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Wintert Zürich

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22 Luzern

61

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30

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Bern

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Lausanne

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Genf

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Grand Tour of Switzerland

16 13 11

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21

10


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Stoos

Die Wegmacher

D

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CHLAND EUTS

Val

d’Hérens

Kampf der Königinnen

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N e n d a z  &  V e y s o n n a z

Gratwege ins Glück

13

G r o ss e r A l e t s c hg l e t s c h e r

Walking on ice

16

thur

37

A u ss e r b e r g

Steter Tropfen

21

St.Gallen

S t .  P e t e r s i n s e l

Inselleben

22

LIE

P i o r a - H o c h ta l & C a d a g n o s e e

CHTENSTEIN

Meromixis

Ö

STERREICH

23

Lugano

Ein Museum sticht in See

0

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L u z e r n   |  Z ü r i c h   |  B a s e l

Städte als Kunsträume

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Bern

«Zytzeugen»

34

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Winterthur

Wo Kunst zu Hause ist

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37

Romainmôtier

Flour Power

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L au sa n n e

J’ai un coup de cœur pour Lausanne

46

26

Salgesch

I TA L I E N

Weinschafe

50

Lugano

Murtensee

Schifffahrt

61

Grenze Strasse Schiene Berg Wasser Haus

A a rgau

Zeitreise

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G r au b ü n d e n

Tees mit Weitsicht

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Alle Geschichten auf einen Blick:   Karte auf der letzten Seite. Mehr Inspirationen unter:   MySwitzerland.com

Der Toggenburger Höhenweg vor dem mächtigen Säntis, dem Wahrzeichen der Ostschweiz, von dessen Gipfel sechs Länder zu sehen sind.  © André Meier


Grüezi. E

s mag ein Klischee sein, aber irgendwie stimmt es eben doch: Wir Kühe sind das Schweizer Nationaltier. Schliesslich fühlen wir uns hier mehr als zu Hause. Was kann man sich Schöneres wünschen als diese prächtigen Alpen, diese wunderschöne Natur und diese saftig-grünen Wiesen. Gut für uns – und für den Käse, denn eine entspannte, glückliche Kuh gibt beste Milch für besten Käse. Und manchmal, wenn es etwas zu feiern gibt, werden wir sogar festlich geschmückt, so wie heute, speziell für dieses Magazin. Es zeigt Ihnen meine Schweiz während meiner Lieblingsjahreszeiten zwischen Frühling und Herbst – dann kann ich nämlich fast immer draus­ sen sein. Es ist in vier Kapitel gegliedert, die zusammen das Land charakterisieren: «Berg» und «Wasser», die prägenden Elemente der Schweizer Landschaft, sowie «Haus» und «Mensch», die gebauten und gelebten Traditionen derjenigen, die in dieser Landschaft leben.

BERG

Viele Wege führen durch die Schweizer Berge.

04–13

WASSER

Wasser bringt auf seiner Reise Leben und Vielfalt.

14–23

HAUS

Kunst ist bunt und längst nicht nur hinter Vitrinen zu bestaunen.

24–37

MENSCH

Vielleicht finden Sie bei Ihrem Besuch die Wiese, von der mein Kopfschmuck stammt – dann dür­ fen Sie gerne dran riechen und den Geruch der Schweiz mit nach Hause nehmen. Bis bald! Emma

Mit Abenteuerlust und Pioniergeist wird Altes wiederentdeckt und neu gedacht.

38–53 CONCIERGE

Stets zu Ihren Diensten während Ihrer Reisen durch die Schweiz.

55–65


B E RG Lange Zeit führten keine Wege in die Bergwelt. Eine Steinwüste glaubte man dort oben zu wissen. Dann wurde die Schönheit der Berge entdeckt und Schritt für Schritt erschlossen. 65 000 Kilometer Wanderwege führen heute durch die Schweizer Berge.

Wanderparadies

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Stoos

Die Wegmacher

10

Val

d’Hérens

Kampf der Königinnen

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N e n d a z  &  V e y s o n n a z

Gratwege ins Glück

13

Schweiz.  № 01


 

BERG

Blick vom GratWanderweg zum Chlingenstock und weiter in die Urner Alpen.


Wanderparadies Das Wandern ist den Schweizern so wichtig, dass sie die Wanderwege in der Verfassung geregelt haben.

Einen Dämpfer erhielt die Bewegung, als der Zweite Weltkrieg ausbrach und die Schweizer Armee befahl, dass sämtliche Wegweiser entfernt werden müssten, um einem einfallen­ den Feind keine Orientierungshilfe zu bieten. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Schweiz bereits vom Wandervirus befallen und nach Kriegsende ging die Arbeit sofort weiter.

Ein weiterer Meilenstein kam in den 1970erJahren mit dem Marsch des Zürcher Stadtpräsidenten nach Bern. Denn ihm fiel dabei auf, dass die markierten Wander-«Wege» grösstenteils asphaltiert waren. Er empfand das Gehen auf dieser Unterlage als wenig angenehm für die Füsse und ermüdend für den Geist. Um diesen Zustand zu verbessern, beantragte er 1974 mit der «Volksinitiative zur Förderung der schweizerischen Fussund Wanderwege» eine Verfassungsände­ r­ung – die aber vom Bundesrat abgelehnt wur­­de. Doch das Parlament fand Gefallen an der Idee und setzte einen Gegenvorschlag durch, dank dem das Thema «Wanderwege» seit 1979 in der Schweiz auf Verfassungsstufe geregelt ist. Aus politischer Sicht betrachtet eine kuriose Schweizer Eigenheit. Bei den Anhängern der Wanderwege herr­sch­te grosse Freude über den Entscheid. Denn heute ist es verboten, Fuss- und Wan­ derwege in der Schweiz nach Lust und Lau­ne zu asphaltieren oder zu betonieren.  SchweizMobil App Die App von SchweizMobil begleitet alle, die in der Schweiz unterwegs sind. Besonders wertvoll: GPS-Tracking und Land­karten  mit dem Wanderweg­netz  – inklusive Beschreibungen, Fotos und Höhenprofilen.

; schweizmobil.ch

Quelle: wandern.ch

ls der Lehrer Jakob Ess an einem schö­ nen Sommertag in den 1930er-Jah­ren mit seiner Schulklasse über den Klausenpass wanderte, knatterte die Zukunft an ihnen vorbei. In den Jahren seit seinem letzten Besuch hatte das Automobil einen starken Popularitätsschub erlebt und nun fuhr ein steter Strom von Fahrzeugen zum Spass über die prächtige Passstrasse im Urnerland. Für die Klasse war dies kein Vergnügen, denn sie litt unter dem Staub und dem Gestank der brüllenden Vehikel, die knapp an der Wan­dergruppe vorbeidonnerten. So hatte es sich der Lehrer nicht vorgestellt. Daher ging er nach Bern und empfahl, für Wanderer geeigne­te Wege speziell zu markieren. Tatsächlich fand er bei Pro Juventute und den Jugendherbergen rasch engagierte Mitstrei­ ter, mit denen er 1934 den nationalen Verband der Wanderweg-Bewegung gründete. Schon am Gründungstag wurde die bis heu­ te gebräuchliche Gestaltung der Wegweiser in Schwarz und Gelb definiert und bald gab es in allen Kantonen Sektionen, die sich um die Planung, Signalisation und Pflege von Wanderwegen kümmerten.

Wandertipp

BERG

A 


7

Wandern ist eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Schweizer. Rund 80 % geben an, dann und wann mit Freunden, Familie oder auch alleine das Netz der Schweizer Wanderwege zu begehen. Der Herr im Bild etwa steigt im Sommer fast täglich 1000 Höhenmeter hinauf auf den Berg hinter seinem Haus, den Gross Mythen im Kanton Schwyz.


D C

B

E

A

F

G H

Wegweiser A   Standort  Aktueller Standort und Höhe über Meer.

  Wanderziele Sind in der gleichen Richtung mehrere Ziele erreichbar, werden die nächst­ gelegenen zuoberst aufgeführt. B

C   Wanderzeit Wird ohne Pausen angegeben. D   Wegkategorie Der Schwierigkeitsgrad bezeichnet einerseits den Ausbaugrad des Weges und andererseits die Anforderung an die Wanderer. Mittels Farbgebung wird unter­

schieden zwischen Wanderweg (gelb), Berg­wanderweg (weiss-rot-weiss) und Alpinwanderweg (weiss-blau-weiss). E   Trennstrich Teilt sich eine Route später auf, wird dies mit einem Trennstrich angezeigt.


Wanderwege Wanderweg

Wanderwege verlaufen oft auf breiten Wegen, können aber auch schmal und uneben sein. Steile Passagen werden mit Stufen überwunden und mit Geländern gesichert. Abgesehen von der ge­wöhnli­ chen Vorsicht und Aufmerksamkeit stellen Wanderwege keine be­sonderen Anforderungen an die Benutzer. Das Tragen fester Schuhe mit griffiger Sohle sowie eine der Witterung entsprechende Ausrüstung werden empfohlen.

Bergwanderweg 

Bergwanderwege erschliessen teilweise unwegsames Gelände und sind steil, schmal und bisweilen exponiert. Besonders schwierige Passagen sind mit Seilen oder Ketten gesichert. Benutzer müssen trittsicher, schwindelfrei und in guter körperlicher Ver­ fassung sein sowie die Gefahren im Ge­­ birge kennen (Steinschlag, Rutsch- und Absturzgefahr, Wetterumsturz). Gutes Schuh­werk und einwandfreie Ausrüstung werden vorausgesetzt.

Alpinwanderweg 

Alpinwanderwege führen auch über Schneefelder, Gletscher, Geröllhalden oder Fels. Sie können kurze Kletterstellen ent­ halten und teils weglos sein. Bauliche Vorkehrungen können nicht vorausgesetzt werden. Benutzer müssen trittsicher, schwindelfrei und in sehr guter körperlicher Verfassung sein sowie die Gefahren im Ge­birge kennen. Teilweise ist die Nutzung von Kompass, Seil, Pickel und Steigeisen nötig. Buchbare Angebote Einzigartige Outdoor-Aktivitäten und Bergerlebnisse oder mehrtägige Wand­erungen in den Schweizer Alpen ganz einfach buchen:   mammutalpineschool.com   eurotrek.ch

F   Symbole Zu Haltestellen, Aussichts­punkten, Grillplätzen oder Gaststätten verweisen Symbole. G   Richtungszeiger Wegweiser ohne Ziel- und Zeit­­angaben stehen dort, wo der weitere Routenverlauf unklar ist.

H   Routen von Wanderland Schweiz Routenfelder mit einer einstelligen Num­ mer stehen für nationale Routen in der Schweiz. Der Klassiker unter den Fern­ wanderwegen ist dabei die Via Alpina.

  MySwitzerland.com/wandern

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BERG

Stoos

E 

in spektakulärer Berg­­wan­ derweg verbindet zwei hoch aufragende Gipfel am Ufer des Vierwaldstättersees. Ob­wohl dieser Weg weit oben ist, wird er auch oft von Familien und älte­ren Leuten be­gangen, denn die bei­ den Gipfel, der Fronalpstock und der Klingenstock, sind beide gut per Seil­bahn erschlossen. Der Weg mit seiner traumhaften Aussicht auf die Alpen und den See wird von engagiert­en Senioren aus der Region unterhalten, die ihn mit viel Freude

und Lust in Schwung halten. Ihr Lohn? «Der schönste Arbeitsort der Welt» sowie der Dank der Wanderer. Seit 2006 haben die Freiwilligen unzählige Arbeitstage in den Weg investiert, um den einst exponierten alpinen Pfad zu einem gut unterhaltenen Bergwanderweg auszubauen. Dazu haben sie mit lokalen Ressourcen wie Steinen vom Berg und dem Holz alter Strommasten Tau­ sende Treppenstufen ins steile Gelände gebaut, den Weg ver-

breitert und die Route signa­ li­ siert. So ist ein relativ sicherer Weg entstanden, der Anfängern einen unvergesslichen Start ins Bergwandern ermöglicht. Wer sich diese eindrückliche Tour knapp unter dem Himmel gönnt, hat gute Chancen, die tüchtigen Herren vor Ort anzutreffen, wenn sie weitere Verbesserungen an ihrem Pfad vornehmen. 

Bergwandern

Die Wegmacher

Stoos 4 km 400 m 

400 m

2 h Schwindelfreie Geniesser Picknick mit 360-GradRundsicht über den Vierwaldstättersee

Film: Zusehen, wie ein Weg entsteht. 


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Val

d’Hérens

Kampf der Königinnen m malerischen Val d’Hérens im Wallis lebt eine aussergewöhnliche Kuhrasse: die pechschwarze Eringerkuh. Die 600 Ki­logramm schweren Tiere bestimmen die Hierarchie innerhalb der Herde mit eindrücklichen Kämpfen, bei denen sie Köpfe und Hörner einsetzen. Im Frühsommer, nach dem Alpaufzug, ist die Stimmung auf den Weiden explosiv. Dann kommen die Kühe von verschiedenen Bauern erstmals zusammen und beginnen

sogleich damit, die Kräfteverhältnisse zu klären. Ein fas­ zi­ nierendes Spek­takel, bei dem die Schädel mit einem schauerlichen dumpfen Knall aufeinanderkrachen. Ein Ton, der einem durch Mark und Bein geht. Erst gegen Ende der Alpsaison, wenn die Hierarchien etabliert sind, kämpfen sie nicht mehr so viel. Im Tal besitzt fast jede Fa­ milie einige dieser Kühe, so will es die Tradition. Sie geben nicht viel Milch, aber sie sind der Stolz der Region und die Protagonisten der

traditionellen Kuhkämpfe, die in verschiedenen Arenen im Wallis ausgetragen werden. Das Finale in der Arena von Aproz, bei dem Tausende Schaulustige zusam­ menkommen, ist ein Schauspiel wie aus einer anderen Welt. Gäs­te und Einheimische verfol­gen bei Raclette und Wein das Abschnei­ den ihrer Kühe beim Kampf der Königinnen. 

Val d’Hérens

Kuhsafari

I 

10,3 km 790 m 

790 m

4 h Abenteuerlustige Naturfreunde Die schwarzen Eringerkühe auf der Alp Mandelon

Film: Kampfkühe auf der Alp und in der Arena. 


Die Vielfalt der Natur entdecken. Erleben Sie schöne Alpengipfel, gemütliche Schifffahrten und Naturspektakel.

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N e n d a z  &  V e y s o n n a z

Gratwege ins Glück er Ausdauersport mag und die Berge liebt, der kann mit Stéphane Aymon mitfühlen. Er sagt: «Wandern ist mir zu langsam, ich sehe nicht genug dieser unglaublich vielseitigen Landschaften.» Darum entdeckte der pas­ sionierte Skitourer Trailrunning: eine Art Jogging auf Bergwan­ derwegen. Joggen mochte er zwar nie besonders, aber das Berg­ laufen packte ihn sofort. «Wenn man rennt, fühlt man sich leicht, frei und in Harmonie mit

der Natur. Man lebt im Moment.» Stéphane wohnt in Nendaz, einer Gemeinde, die vom 460 Meter tief gelegenen Rhonetal bis auf 3336 Meter ansteigt. Die Gegend ist bekannt für lichte Wälder und liebevolle Suonenwege: Wanderwege entlang alter Wasserlei­ tungen. Doch Stéphane brennt für Trails weiter oben am Berg: «Es gibt wenige Orte, wo man über solch spektakuläre Grate lau­ fen kann.» Dabei kann der sportliche Walliser perfekt abschalten und Energie tanken.

Er nimmt auch an Trailrun­ningRen­ nen teil, wie etwa dem Nendaz Trail direkt vor seiner Haus­ tür – ein Geheimtipp in Läuferkreisen. Dessen Grand Par­cours misst 70 Kilometer und Nendaz Trail, Einsteigerroute überwindet 3590 Höhenmeter. 16 km Wer bei diesen Zahlen ächzt, 840 m  840 m kann auf zwei kürzeren Strecken Sportliche Bergfreunde in das Ambiente eines Rennens Alp Balavaux mit eintauchen. Elf weitere Routen 100-jährigen Lärchen laden dazu ein, die Vielfalt des Film: Die vielleicht schönste Tals zu entdecken. 

Trailrunning

W 

After-Work-TrailrunningRunde der Welt. 


WAS S E R In gefrorenem Zustand erzählt es als Gletscher von verletzlicher Schönheit, mahnt und imponiert zugleich. Auf seiner Reise schafft das Wasser als Lebensraum wundersame Vielfalt. Und manchmal lässt es sich sanft zähmen und verwandelt dabei trockene Weiden in fruchtbares Land.

G r o ss e r A l e t s c hg l e t s c h e r

Walking on ice

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A u ss e r b e r g

Steter Tropfen

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S t .  P e t e r s i n s e l

Inselleben

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P i o r a - H o c h ta l & C a d a g n o s e e

Meromixis

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Schweiz.  № 01


WASSER

Im Bauch des Gletschers öffnen sich blaue Wunderwelten für Abenteurer.


WA S S E R


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G r o ss e r A l e t s c hg l e t s c h e r

Walking on ice

M 

ajestätisch schlängelt sich der Grosse Aletsch­glet­ scher zwischen steil aufragen­ den Felswänden talwärts. Mit 23 Kilometern Länge ist er der mächtigste Eisstrom der Al­pen, der Wissenschaftler und Aben­ teurer gleichermassen anlockt. Der gewaltige Koloss ist 900 Me­ ter dick und besteht aus 27 Mil­ liarden Tonnen Eis.

Wind bläst übers Eis, während unter den Füssen Schmelzwasser durch ein Labyrinth aus Rinnen gurgelt. Ein geführtes Gletschertrekking auf diesem Riesen ist ein Erlebnis für sämtliche Sinne. In den letzten 40 Jahren ist der Gros­se Aletschgletscher um 1300 Meter geschrumpft und 200 Me­ ter dünner geworden. An heissen Tagen kann er bis zu 20 Zentime­ ter Höhe verlieren. Wer hier übers Daher spürt der Gletscherbe­ Wasser geht, den lehrt der Glet­ sucher wenig von der Sommer- scher Demut gegenüber den gehitze im Rhonetal: Ein fröstliger waltigen Kräften der Natur. 


WA S S E R

«Gäste, die zum ersten Mal mitten in dieser majestätischen Bergwelt auf dem Gletscher stehen, sind schlicht überwältigt.» Patrick Z’Brun, Bergführer

Mit erfahrenem Bergführer ist die Wanderung durch das Spaltenlabyrinth auch für Gletscherneulinge machbar.


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GLETSCHERKUNDE

G

H I

3 C

B

WA S S E R

2 A D 1

F

E

 Gletscherzunge  Mittelmoräne C  Seitenmoräne D  Stirnmoräne E  Gletscherbach F  Gletschertor G  Firnfeld H  Nährgebiet I  Zehrgebiet A

1 2 3

 Fiesch  Fiescheralp  Eggishorn

Gletschertour

B

Fiesch 12 km 500 m 

1200 m

6 h (2–3 h auf dem Gletscher) Sportliche Naturliebhaber Blick von der Bergstation Eggishorn auf den Eisriesen

Film: Ein Vorgeschmack auf die Gletschertour. 


A u ss e r b e r g

Steter Tropfen m im Wallis Landwirtschaft betreiben zu können, muss das kostbare Wasser aus den schneereichen Bergen zu den trockenen Hängen oberhalb des Rhonetals geleitet werden. Dazu haben die Walliser spektakuläre Wasserleitungen gebaut, soge­ nan­ nte Suonen oder Bisses. Damit das Wasser in den kilome­ terlangen Suonen unge­hin­dert fliessen kann, finden im Frühling Putzaktionen statt, an denen alle, die das Wasser einer Suone nut­ zen, gemeinsam Sand, Steine und Äste aus den Suonen entfernen und sie nötigenfalls reparieren. Danach wird bis in den Herbst hinein Tag und Nacht bewässert. Wem um welche Uhrzeit und für wie lange das Wasser zusteht, ist seit jeher schriftlich festgehalten und abhängig von der Grösse der Parzellen. Nach einer bestimm­ ten Anzahl Tage, wenn alle Wie­ sen an einer Suone bewässert sind, beginnt der Ablauf von Neuem. Das nennt sich Was­serkehr und geschieht bei einer mittellangen Suone nach rund 14 Tagen. Die Tage und Uhrzeiten werden gross im Kalender eintragen, damit keine wertvollen Wasserstunden vergessen gehen. Wenn es heiss ist und viel Wasser benötigt wird, werden die Was­serstunden voll ausgeschöpft.

gegeben. Das Wasser muss in die steilen Hänge geleitet werden, sonst würde alles vertrocknen. Dazu wird das Wasser über ein fein verzweigtes Grabensystem in die Wiesen geführt, wobei man stets aufpassen muss, dass es nicht seinen eigenen Weg nimmt. Wer die Wasserkanäle und die eindrücklichen Landschaften selbst entdecken möch­ ­te, wan­dert ihnen ganz einfach entlang, wofür zahlreiche Suo­ nen-Wan­derwege zur Auswahl stehen. Zum Beispiel führt eine spekta­ kuläre, aber anspruchsvolle Bergund Suonenwanderung ins Balt­ schiedertal und zurück nach Ausserberg. Apropos: Die Hangbewässerungslandschaften der Ober­ walliser Sonnenberge sind im Jahr 2020 von der Stif­tung Landschaftsschutz Schweiz als Landschaft des Jahres ausgezeichnet worden. Wer lediglich über die Handwerkskunst staunen möchte, oh­ ne aus dem Haus zu gehen, der kann sich die Suonen auch auf der aktuellen Schweizer Hun­ derternote ansehen. 

Suonenweg

U 

Ausserberg 15,6 km 4 ¾ h Erfrischungsuchende Rundwanderung im Baltschiedertal

Das traditionelle Bewässern ist streng, aber notwendig. Das Wis­ Film: Wie die sen wird mündlich von Ge­ Suonen bis heute neration zu Generation weiter- genutzt werden. 

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WA S S E R

S t .  P e t e r s i n s e l

D 

ie verträumte St.  Peters­ - Tatsächlich sind die Ruhe und in­sel ist eine langgestreckte die Magie der St. Petersinsel zeitHalbinsel, die bis in die Mitte los: Versteckte Strände, lauschige des Bielersees hineinragt und Wälder, Spazierwege und ein seit Jahrhunderten Dichter und ehemaliges Kloster machen sie Ro­mantiker in ihren Bann zieht. zum Natur- und Erholungspara­ Als der berühmte Philosoph dies. Und seit der Absenkung des und Schriftsteller Jean-Jacques Wasserspiegels vor 150 Jahren Rousseau 1765 einige Wochen ist die ehemalige Insel über eine auf der Insel verbrachte, verfasste Landzunge mit dem Festland er das Buch «Flora Petrinsularis» verbunden, auf der man zu Fuss und tat seine Liebe zu diesem oder per Velo übers Wasser magischen Ort mit so schönen fahren kann. Heute ist dieser einWorten kund, dass die Insel bald zigartige Ort mitten im Bielersee zum Sehnsuchtsziel für Dichter zum Landschafts- und Naturund Kaiserinnen wurde. denkmal erkoren worden. Der

perfekte Ort also für ein erholsames Wochenende zu zweit. Das alte Kloster ist heute ein Swiss Historic Hotel mit einem gemütlichen Gartenrestaurant, wo viele Ausflügler Halt machen. Doch wer die Insel für sich haben will, der bucht eines der 13 Zimmer – auch dasjenige, in dem Rousseau einst ins Schwärmen gekommen war, steht zur Verfügung – und genies­st abends die Stille unter den Sternen. 

Klosterleben

Inselleben

St. Petersinsel 9 km (retour) 3 h Gemütliche Spaziergänger Stille der Nacht

Film: Die Magie der St. Petersinsel. 


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P i o r a - H o c h t a l  &  C a d a g n o s e e

D 

as abgelegene Val Piora auf 2000 Metern verfügt über eine aussergewöhnlich grosse Ar­ tenvielfalt, die Forscher aus der ganzen Welt anzieht. Ein besonderer Magnet ist der Cadagno­see, in dem sich zehnmal mehr Fische tummeln als in vergleichbaren Bergseen. Diesen Fischreichtum verdankt er dem seltenen Phänomen «Meromixis», bei dem ein Gewässer aus verschiedenen Was­ serschichten besteht, die sich nicht vermischen. Die oberste

Wasserschicht ist sehr sauerstoffreich – ideale Bedingungen für Fische. Die unterste Schicht wird durch Quellen am Grund des Sees gespeist und mit Salzen aus dem Dolomitgestein ange­ reichert. Dadurch ist sie schwerer und bleibt sauerstofffrei. Hier ist kein Leben möglich. Am span­ nendsten ist aber die mittlere Schicht: Hier lebt ein besonderes Schwefelbakterium auf einer Tiefe zwischen 11 und 13 Metern. Und es ist rosarot – Wasserproben aus dieser Tiefe sind daher pink! Doch nicht nur für

Forscher ist das Pioratal eine Reise wert. Die mehr als 20 Seen, die sich idyllisch in die Berg­ landschaft einfügen, machen das Hochtal zum Wanderparadies. Wer eine Genusspause braucht, kehrt in der gemütlichen Cadagnohütte ein und lässt es sich bei Bergkäse und Prosciutto von der Alp gleich um die Ecke gut gehen. 

Seenwanderung

Meromixis

Val Piora 8 km 2,5 h Neugierige Entdecker In der Alphütte Cadagno Piorakäse und Prosciutto crudo Piora kosten

Film: In den mysteriösen See abtauchen. 


HAU S Kunst bringt Farbe, konkret als Street Art auf die graue Strasse. Und im übertragenen Sinn als Inspiration, die überrascht. Kunst vereint spielend Klassisches mit neuen Technologien und tanzt dabei immer wieder mit neuen Perspektiven.

Lugano

Ein Museum sticht in See

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L u z e r n   |  Z ü r i c h   |  B a s e l

Städte als Kunsträume

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Bern

«Zytzeugen»

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Winterthur

Wo Kunst zu Hause ist

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Schweiz.  № 01


HAUS

Das neue Kunst­ museum von Lugano verführt zum Ent­ decken und Staunen.


Lugano

Ein Museum sticht in See Mit dem Kulturzentrum LAC in Lugano ist eine Plattform für zeitgenössisches Schaffen in der Südschweiz entstanden. Aber auch eine architektonische Oase, die vielfältiger nicht sein könnte. ie ein Schiff, das auf seine Fahrt in die weite Welt hinaus wartet, steht das Luga­no Arte e Cultura (LAC) am Ufer des Luganersees. Seine dunkelgrüne Oberfläche und die grosszügigen Fensterfronten blitzen im Sonnenlicht auf, als ob es um Aufmerksamkeit buhlen müsste. Umgesetzt wurde es vom Tessiner Architekten Ivano Gianola, der sich im Wettbewerb gegen mehr als 120 Kon­ kurrenten aus der ganzen Welt durchgesetzt hatte. Gianolas Idee zeichnet sich durch die starke Bindung an die Umgebung aus, in die sich das Kulturzentrum einfügt. Die Gren­ zen zwischen den Strassen der Stadt, dem See und dem Gebäude scheinen hier zu ver­ schwim­men so wie auch die Grenzen zwi­ schen alter und moderner Architektur. Das LAC ist zu einem Ort der kreativen Begeg­ nung, einem Raum für Kunst geworden.   Die Eingangshalle Das Herz des Kulturzentrums ist die luftige 650 Quadratmeter grosse Eingangshalle. Die grossen Fenster öffnen den Blick in die Weite: auf die neue Piazza Bernardino Luini, auf das Amphitheater und den Park sowie auf die bewegte Wasseroberfläche des Sees und die Haus­berge San Salvatore und Monte Brè. A

C

A B

D

  Das Museo d’arte della Svizzera italiana (MASI) Das MASI ist zu einem kulturellen Knotenpunkt zwischen dem Süden und dem Norden der Alpen geworden. Das Museum verteilt sich auf die beiden Standorte LAC sowie den historischen Palazzo Reali. In seinen grosszügigen Sälen beherbergt es eindrucksvolle Kunstsammlungen Luganos und des Kantons Tessin. B

C   Der Theater- und Konzertsaal Der vollständig mit Birnenholz ausgekleidete Saal versprüht einen feinen Duft. Dank ausgeklügelter akkustischer Technik taucht der Zuhörer bei Konzerten – die von Klassik bis zu Jazz und von der Oper zur Operette rei­ chen – in vielschichtige Klangwelten ein. D   Die Kirche Santa Maria degli Angioli Zum Kulturzentrum gehören auch architek­ tonische Juwelen wie die Kirche Santa Maria degli Angioli mit Fresken Bernardino Luinis aus dem 16. Jahrhundert. Dank einer 3-DBrille wird in und um die Kirche Vergangenes zum Leben erweckt, so zum Beispiel die anno 1913 stillgelegte Standseilbahn. 

Stadtjuwelen

W 

Kunst am Luganersee Aussicht auf den Monte Brè und den San Salvatore nicht verpassen Eine kleine Oase inmitten der Stadt ist der Parco Ciani mit seinen üppigen Palmen.

Film: Kunsträume und südländisches Flair in Lugano. 

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E

C

H AU S

B

A

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Rund um das LAC A

D

Buongiorno!

Künstlerische Spielerei

Sich im Hotel Gabbani in den Tag hineinschlemmen.

Im Besso-Tunnel mit Technik interagieren.

Im Herzen der Altstadt, im Hotel Gabbani, werden viele der Lebensmittel direkt im Haus hergestellt oder stammen von Produ­ zenten aus der Region. Zum Frühstück gibt es Siebträgerkaffee, virtuos angerichte­te Ei­ erspeisen und ein Buffet aus knusprigen Broten, frischen Marmeladen und würzigen Tessiner Käsesorten.

Beim Bahnhof lädt digitale Kunst zu Spie­ lereien ein: im Besso-Tunnel, wo Tech­nik mit den Passanten interagiert. Unter dem Namen NeuralRope#1 haben Künstler und Wissenschaftler ein Werk geschaffen, das wis­sen­ schaftliche Inhalte ästhetisch um­setzt und einen im Vorbeigehen innehalten lässt.

Hotel Gabbani  Piazza Cioccaro 1, Lugano

Tunnel di Besso  Via Sorengo, Lugano E

B

Unter Zypressen Rund ums LAC im Schatten alter Bäume promenieren. Nach dem Besuch des Kulturzentrums LAC begrüsst einen draussen meist die Tes­siner Sonne warm und freundlich. Eine Gas­ se führt zwischen LAC und «Palace» in den na­ hen Zypressenhof. Hier wähnen sich Genie­s­ ser im Garten eines toskanischen Landsitzes, wenn sie unter den schattenspen­denden Rie­ senbäumen hindurch und der nüch­ ternen Museumsfassade entlangspazieren.

Zypressenhof beim LAC  Piazza Bernardino Luini 6, Lugano C

Schätze aus aller Welt Kunstwerke unter dem freien Himmel der Stadt entdecken. Immer wieder schmückt sich die Stadt mit Schätzen aus der ganzen Welt. Dann ist es nicht unüblich, dass Spaziergänger unter freiem Himmel auf Kunst tref­fen. 2019 waren es die Stahlskulpturen des albanischen Künstlers Helidon Xhixha, die mit ihrem Lichtspiel verzauberten. Entlang der Seepromenade

Exotische Blüten Im Park der Villa Saroli zu Vogelgesängen tagträumen. Im verwunschenen Park der Villa Saroli scheint die Geschäftigkeit der Luganeser Strassen weit entfernt. Er ist ein kleines bo­ ta­ nisches Juwel mit mannigfaltiger subtropischer Vegetation. Wer den Blick öfters gen Boden senkt, entdeckt so manch exo­ tische Blüte. Die Villa selbst stammt aus der Renaissance und ist im Innern reich de­ko­ riert. In wechselnden Ausstellungen bekom­ men hier Kunstwerke ein wunderbares Zuhause auf Zeit, während in der Orangerie auf der Nordseite der immergrüne Jasmin beständig wächst. Villa Saroli  Franscini 9, Lugano F

Wasserfreuden Im Wasser des Luganersees den Kopf kühlen. Im Lido San Domenico – mit dem Bus N° 2 vom Zentrum von Lugano aus gut zu errei­ chen – lassen die Städter am Wasser die Seele baumeln. Wer mit einem Pedalo auf den See hinaussticht, entdeckt immer wieder neue Blickwinkel auf die umliegenden Dör­fer. Und während die Sonne den See langsam in ein abendliches Licht taucht, verwandelt sich der Lido zum Freiluftclub oder -kino. Ein Tag könnte nicht schöner enden.

Lido San Domenico  Sentiero di Gandria 12, Castagnola

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Städte als Kunsträume A

B

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E

0

Street-Art Auf der Suche nach Street-­Art und urbaner Kunst ist die Schweiz ein echter Geheimtipp.

4 H AU S

Museumsarchitektur Schweizer Städte warten mit Architektur­juwelen auf, egal ob mitten im Stadtzentrum oder etwas ausserhalb.

F

H

x Kunst­ im öffentlichen Raum

Kunst passiert auch ausserhalb von Museen, im öffentlich Raum, auf Plätzen und in den Strassen.

I


C

A   Urban Art Tour Basel Bereits zahlreiche Künstler ha­ ben der Stadt Basel Farben und Formen verliehen. Darunter auch die Schweizer Street-Art-Künstlerin Tika mit ihrem «Basilisk» bei der Heuwaage. Touren:

artstuebli.ch

entstand auch der riesige Bär des Tessiner Duos Nevercrew. streetartfestival.ch

C   Melody in Zürich Einen Kran und rund 90 Liter Farbe hat der Zürcher Street-ArtKünstler Redl für seine «Melody» gebraucht. Das Kunstwerk an der Limmatstrasse in Zürich ist 24 Meter hoch und 12 Meter breit und zählt zu den grössten Wandbildern der Schweiz.

B   Street-Art Festival Chur  Vor zwei Jahren gründete der Künstler Fabian Florin alias Bane den Verein für urbane Kul­ tur Graubünden mit dem Ziel, ein Street-Art-Festival in der Art, Zwischen Tramstationen wie es sie schon weltweit gibt, in Escher-Wyss-Platz und Dammweg die Schweiz zu bringen. Dabei

G

D  Landesmuseum Das mittelalterlich anmutende Schloss des Landesmuseums Zürich wurde mit einem Sichtbetonbau der Basler Architekten Christ & Gantenbein erweitert.

F   Zentrum Paul Klee Ebenfalls von Renzo Piano wurde das futuristische Zentrum Paul Klee in Bern gebaut. Es bietet genug Platz für 4000 Werke von Paul Klee.

E   Fondation Beyeler Etwas ausserhalb der Innenstadt von Basel, in einer wunderbaren Parkanlage, hat die einmalige Sammlung von Hildy und Ernst Beyeler seit 1997 ein Zuhause im eindrücklichen Gebäude von Renzo Piano gefunden.

G   Plateforme 10 Im Oktober 2019 wurde das MCBA (Musée cantonal des Beaux-Arts) und damit auch das neue Kunstquartier Plateforme 10 direkt am Bahnhof von Lausanne eröffnet. Bis 2021 werden hier auch das Fotomuseum Musée de l’Elysée und das Designmuseum mudac einziehen.  

Museumstrasse 2, Zürich

Baselstrasse 101, Basel

Monument im Fruchtland 3, Bern

Place de la Gare 16, Lausanne

J

H   Broken Chair in Genf Mit seinen zwölf Metern Höhe ist er in Genf kaum zu übersehen. Der vom Bildhauer Daniel Berset kreierte Stuhl soll an das Schick­ sal der Opfer von Landminen erinnern und gleichzeitig an die Staatengemeinschaft appellie­ren, sich für das Verbot von Streu­ bomben einzusetzen.

Künstlerin Pipilotti Rist und dem Architekten Carlos Martinez. Raiffeisenplatz 2, St. Gallen

J   Seesicht in Zug Am See in Zug steht eine geheimnisvolle Tür. Wer sich nach drin­ nen und die Treppe hinunterwagt, dem offenbart sich ein Place des Nations, Genf ungewöhnlicher Blick mitten ins Seewasser. Die Stahlskulptur ist I   Roter Platz in St. Gallen das Werk des Schweizer Künst­ Das erste öffentliche Wohnzim­ lers Roman Signer. mer der Schweiz breitet sich in Seepromenade (Rössliwiese), Zug St. Gallen unter freiem Himmel aus. Konzipiert wurde die «Stadtlounge», die mit rotem Gummigranulat überzogen ist, von der

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Kunst in Luzern, Zürich & Basel Luzern

Street-Art in der Stadt Luzern.

Street-Art verändert das Stadtbild und sorgt für gewisse Farbtupfer in manch grauem Umfeld. In Luzern werden Mauern unter anderem durch das Künstlerpaar QueenKong lebendig. Ausge­ rüstet mit Spraydosen, Pinsel und Farbeimer ziehen sie durch die Gassen und versuchen, mit ihren Sujets – ganz legal – auch als Sprachrohr der Stadt zu agie­ ren. Die Umgebung Luzerns mit See, Bergen, Kapellbrücke und ihrer Tierwelt dient ihnen dabei als Inspiration.

A   4 Real Von der Stadt inspiriert: Der Junge mit dem Müllspiess macht auf die Alltagshelden der Entsorgung sowie auf das Thema Littering aufmerksam.

Zürich ist eine Stadt, in der De­ sign und Architektur bequem mit dem Tram entdeckt werden können. Die Reise beginnt beim Hauptbahnhof, mit der ikoni­ schen Bahnhofsuhr von Hans Hilfiker, die weltweit kopiert wurde und als absoluter Designklassiker gilt. Vom Bahnhof führt das Tram N°4 in beide Richtun­ gen zu drei Häusern des Muse­ ums für Gestaltung. Das 1875 gegründete Museum an zwei Stand­orten und der Pavillon Le Corbusier präsentieren Ausstel­ lungen von Industrie- und Pro­ duktdesign bis zu Architektur und Szenografie.

C   Museum für Gestaltung 1  In der Swiss Design Lounge die aktuellen Schweizer Möbel ausprobieren.

Beim Hafen im Norden von Basel, im Dreiländereck, treffen sich nicht nur Frankreich, Deutschland und die Schweiz, sondern auch kreative Köpfe, die an neuen Ideen und Projekten tüfteln. So auch die Multimediakünstlerin Permi Jhooti. Vor Basel war Lon­ don ihr Zuhause und Fussball ihre Passion. Der Film «Bend it like Beckham» machte ihre Lebensgeschichte weltbekannt. In der Stadt am Rhein entdeckte sie dank des Balletts ihre Liebe zur Kunst. Seither sammelt sie mit ihrer «Kinetic Camera» Bewegungen ein und verwandelt die­se digitalen Daten in Kunstwerke.

  Permi Jhooti Aktuelle Projekte sind auf ihrer Website ersichtlich.

A

Real-Gebäude, Reussegg­strasse 15, Luzern

B   Riesenbär Von der Natur inspiriert: Der Bär macht ein unschein­bares Gebäude zum Hingucker.

Bernstrasse 62, Luzern

Film: Wo sich das Künstler­paar in Luzern seine Inspiration holt. 

H AU S

Zürich

Design & Architektur in der Stadt Zürich.

Film: Die Bedeutung Zürichs in der Design­geschichte. 

Basel

Kunstbegegnungen in der Stadt Basel.

Film: Die bunte Seite der Schweizer Kunst& Kulturstadt. 

C

Ausstellungsstrasse 60, Zürich

D   Museum für Gestaltung 2 Die Ausstellungen im Toni-Areal schlagen Brücken zu Lehre und Forschung.

Pfingstweidstrasse 96, Zürich

E   Pavillon Le Corbusier Die Architekturikone wird vom Museum für Gestaltung im Auftrag der Stadt Zürich bespielt.

Höschgasse 8, Zürich

F

permijhooti.com

G   Werkraum Warteck pp Kunst, Kultur und Kulinarik unter dem Dach einer ehe­ maligen Brauerei vereint. Spielraum für Experimente gibt es hier immer.

Burgweg 7–15, Basel

H   Rheingasse Ob Architekten, Künstler, Musiker oder Wissenschaftler, hier kreuzen sich die Wege.

Rheingasse, Basel

F


B

D

E

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G

H

Kunstreich Art Museums of Switzerland Die Schweizer Museumslandschaft wartet mit einer beeindruckenden Vielfalt an Kunst, Design und Fotografie auf. Welche zehn Museen sich zu den «Art Museums of Switzerland» zusammengeschlossen haben, die auf kleinstem Raum eine grossartige Qualität an Kunstwerken zeigen, ist auf MySwitzerland.com/AMoS nachzulesen. Weitere Infos: Alles zu Schweizer Kunstmuseen. 


Farbenfroh Die Strassenschilder der Altstadt tragen fünf verschiedene Farben: Einstige fran­ zösische Besatzungstruppen haben sich so Orientierung durch das Gassengewirr verschafft.

H AU S

Toilettenzeitreise Im Kaffee Montag an der Gerechtigkeitsgasse kann man einen Blick ins Mittel­ alter werfen: Auf der Toilette ist durch den Glasboden der frühere Ehgraben sichtbar.


Bern

«Zytzeugen» Ein Spaziergang durch die Berner Altstadt ist wie eine Zeitreise ins Mittelalter. Und wer nach dem Bummeln in die Aare springt, der wird vom entspannten Lebensgefühl der Berner erfasst. ie graugrüne Farbe des heimischen Sandsteins prägt die Altstadt Berns. Wenn im Sommer die kräftige Mittagssonne zwischen den Häuserreihen hindurch und hinab auf die gepflasterten Gassen scheint, ziehen sich die Berner unter die schattenspendenden Arkaden zurück. Das geschützte Bummeln an der frischen Luft ist einer städ­ tebaulichen Raffinesse aus dem Mittelalter zu verdanken. Dank der Arkaden konnten die Häuser der Altstadt nämlich ab dem ersten Geschoss vergrössert werden, ohne draus­ sen, auf Strassen und Gassen, viel Platz einzubüs­sen. Dies war eine frühe, geschickte Form der Verdichtung. Die Lauben der vier Altstadt-Hauptgassen werden im Volksmund auch als «Rohr» bezeichnet, da sie von der Heiliggeistkirche bis zur Nydeggbrücke fast ohne Unterbruch durch die ganze Innenstadt führen. Rund sechs Kilometer kann man so, vor Sonne oder Regen geschützt, in der längsten überdachten Einkaufsmeile Europas spazieren und den Geschäften entlangbummeln. Ein Unglück war es, das die Berner im Jahr 1405 zwang, die bis dahin aus Holz beste­ henden Gebäude der Stadt wieder aufzubauen: Ein verheerendes Feuer zerstörte damals fast die gesamte Altstadt. Aus den darauffolgenden Jahren des beginnenden 15. Jahrhunderts stammen auch das Rathaus und die Anfänge des Berner Münsters. Die Entscheidung, das städtische Zentrum Berns auf der Aarehalbinsel wieder aufzu-

bauen, sollte sich als geschickt erweisen. Denn der Fluss bot auf drei Seiten Schutz. Im 15. Jahrhundert angesichts von Angreifern und spä­ter, als die Stadt im 19. Jahrhundert im­ mer schneller zu wachsen begann, konnte sie aufgrund ihrer Lage nur jenseits des Flusses erweitert werden. Mithilfe von zahlreichen Brücken wurden die Quartiere miteinander verbunden und die mittelalterliche Bausubstanz der Altstadt blieb erhalten. Das sorgfältige Bauen hat sich gelohnt: Seit 1983 gehört die Berner Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Während auf der Aare einst Waren in die Stadt hinein- und hinaustransportiert wur­ den, macht sie heute das liebste Hobby der Berner, das Aareschwimmen, möglich. Aber aufgepasst! Wer nach dem Spaziergang in der Altstadt den Sprung von einer Brücke wagt: Immer erst schauen, ob niemand im blaugrünen Strom vorbeischwimmt! 

Stadtbummel

D 

Zeitglockenturm (Zytglogge) 6 km Laubenspaziergang Die beste Aussicht auf die Altstadtzunge hat man vom Rosengarten aus.

Film: Gastro-Start-up in der UNESCO-Altstadt von Bern. 

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Š 2020 Valser Trading AG. All rights reserved. Valser is a registered trademark of Valser Trading AG.

L A R T U E N A M I L K

VON DER QUELLE

BIS ZU DIR


Winterthur

Wo Kunst zu Hause ist

Das Bemühen, Kunst möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, geht auf das Jahr 1848 zurück. Damals wurde der städ­­ti­ sche Kunstverein gegründet, der sich seither für das Gedeihen der Kunst einsetzt. Sie sollte keine elitäre Exklusivveranstaltung für reiche Industrielle, sondern überall und für alle erfahr- und spürbar sein.

1846 Villa Flora

1915 Am Römerholz

Die Villa Flora wurde 1846 erbaut und kam im Jahr 1858 in den Besitz des Grossvaters von Hedy Hahnloser-Bühler. Sie war es, die zusammen mit ihrem Mann Arthur den Grundstein für das Ensem­ ble Villa Flora legte.

1924 erwarb der Kunst­ sammler Oskar Reinhart die Villa «Am Römerholz» im Herzen Winterthurs. Der Genfer Architekt Maurice Turettini hatte sie von 1913 bis 1915 für den Industriellen Henri Sulzer-Ziegler erbaut.

An drei Standorten zeigt heute beispielsweise das Kunst Muse­ ­um Winterthur Werke aus verschiedenen Epochen. Im Museum am Stadthaus, dem 1916 eingeweihten, ehemaligen Kunstmuseum, ist eine grosse öf­ fentliche Sammlung von Kunst der Moderne in der Schweiz zu Hause. Das Museum Reinhart am Stadtgarten beherbergt die Sammlung des kunstaffinen Indu­s­ triellensprosses Oskar Reinhart.

Nach der Jahrhundertwende begann er, neben Schweizer auch deutsche und österreichische Kunst zu erwerben. Die verwunschene Villa Flora, das Wohnhaus des Sammler­ehe­paars Hahnloser-Bühler, war lan­ge ein beliebter Treffpunkt für Künstler und Kunstfreunde. Heute beher­ bergt sie die Samm­lung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler, zu welcher Werke von Manet und van Gogh gehören. Nach den Museumsrundgängen kann man im Stadtgarten unter einem der mächtigen Mammutbäume oder in einem der nahen Wälder herrlich über die vielen Eindrücke sinnieren. 

Erkundungstour

E 

influssreiche Industriellenfamilien prägten und form­ ten schon früh das kulturelle Le­ ben Winterthurs. Bis heute pflegt die Stadt eine innige Beziehung zur Kunst und gibt ihr Raum zur Entfaltung.

Die Max-Bill-Anlage mit ihrer Pavillon-Skulptur ist nur klein, aber ein wahres Bijou. Auf Winterthurs Industrie­velo­ weg kann man Industrie­ geschichte hautnah erleben. Der spektakuläre Rheinfall ist  mit den öV in 30 Minuten zu erreichen.

Film: Die meister­ werkreichen Kunst­ sammlungen. 

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M ENS C H Ein Stück Brot. Ein Glas Wein. Das ist wenig – und doch so viel. Mit Herzblut, Abenteuerlust und Hand­arbeit werden alte Getreide wieder kultiviert, genauso wie ein kleiner Rebberg sorgsam gepflegt wird. Altes Wissen und Innovation gehen dabei Hand in Hand.

Romainmôtier

Flour Power

40

L au sa n n e

J’ai un coup de cœur pour Lausanne

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Salgesch

Weinschafe

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Schweiz.  № 01


MENSCH

Gutes Brot aus den fantastischen Ge­treiden von Romainmôtier.


Romainmôtier

Flour Power Z U RÜC K Z U D E N W U R Z E L N

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Cédric Chezeaux empfängt auf seinem Bauernhof Spitzen­ köche und Forscher aus ganz Europa. Denn seit er der konventionellen Landwirtschaft den Rücken gekehrt hat, um sich mit ganzem Herzen dem Anbau fast vergessener Getreidesorten zuzuwenden, ist er ein gefragter Mann.  a

Cédrics Wunsch an die Besucher Sie sollen die Körner und das Mehl anfassen, probieren, mit allen Sinnen entdecken und schliesslich das fertige Brot geniessen.


VX TOURING

VON UNS GEMACHT, VON IHNEN GELIEBT Der Vx Touring CitySports Daypack ist der perfekte Rucksack für Entdecker: Hier können Sie alles wichtige Zubehör für die Abenteuer von heute verstauen. Entdecken Sie unser Reisegepäck und andere Produkte in unseren Schweizer Stores: Andermatt, Brunnen, Genf, Ibach Factory Store, Lausanne, Luzern, Würenlos, Zürich und Zürich Flughafen. FROM THE MAKERS OF THE ORIGINAL SWISS ARMY KNIFE™ ESTABLISHED 1884


Die Geheimnisse von Cédrics alten Sorten:

24h in

o

ma

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r

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inmôt

8:00

Zmörgele In der Boulangerie «Fleur de farine» in ein Gebäck aus lokalem Getreide beissen.

9:00

Brunnenweg Durch das Nozon-Tal zu Brunnen und Wasserfällen wandern.

12:00

Mittagessen Sich in einem der Gasthöfe auf dem Weg mit Tête de Moine oder Saucisson stärken. A

B

C

D

E

F

A  Einkorn Ein uralter Weizen mit hoher Schädlingsresistenz und einem besonders hohen Anteil an Carotinoiden, die mit ihren anti­oxidativen Eigenschaften als Radikalfänger gelten.

B  Dinkel Ein Weizen, der von vielen Allergikern und Abnehm­ willigen geschätzt wird. Zu­dem soll er zum «Frohsinn» beitragen.

C  Buchweizen Buchweizen ist kein Gras, sondern ein Knöterich. Vollständig glutenfrei und auf dem Teller als Pizzoccheri, Pancakes, Crêpes oder Soba bekannt.

D  Emmer Emmer galt zur Römerzeit als «Weizen von Rom». Er wächst bis zu anderthalb Meter hoch und das Brot schmeckt leicht nussig.

E  Roggen Ein Gras, um Allergiker in die Flucht zu schlagen. Er ist auch geeignet als Prostatamittel und hat krampflösende Eigenschaften.

F  Raps Wichtig für die Fruchtfolge mit Getreide. Dank hohem Ölgehalt guter Lieferant von Speise- und Lampenölen.

Naturpark Jura vaudois Cédrics Hof liegt im Naturpark Jura vaudois, der sich vom Norden des Genfersees, die Juraflanken hinauf bis zur Grenze zu Frankreich erstreckt. Er lockt mit vielen Wanderwegen durch weite Wälder, liebliche Weiden und historische Dörfer – stets begleitet vom herrlichen Blick auf den Genfersee und die dahinter aufragenden Alpen.

Vom Feld auf den Tisch Mit Zutaten von Cédric werden in der Brasserie Au Gaulois mit Leidenschaft handwerklich raffi­­nierte kulinarische Menüs ge­­zaubert.  Die Brasserie gehört mit ihren 14 GaultMillau-Punkten zu den besten der Region.

14:00

Vorrat auffüllen Im Hofladen von Cédric Chezeaux altes Getreide kaufen.

16:00

Zeitreise Die 1000 - jährige Abtkirche bestaunen oder sich gar an einem Orgelkonzert erfreuen.

19:00

Abendessen In der Brasserie Au Gaulois ein Feuerwerk der Sinne geniessen.

22:00

Schlafen Im romantischen Gasthaus Junod entspannen.

Film: Besuch auf dem aussergewöhn­ lichen Hof. 

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a S AU E R T E I G B R O T mit Urgetreide

Sauerteigstarter (Vorteig) 120 g Biomehl 80 ml Wasser

MENSCH

Brotteig (Hauptteig) 450 ml Wasser 15 g fein gemahlenes Meersalz 700 g Biomehl

1  Der Sauerteigstarter Vier Tage vor der eigentlichen Brotherstellung wird der Sauerteigstarter aufgesetzt: 60 g Biomehl und 40 ml Wasser in eine Glasschüssel geben, mit den Fin­ gerspitzen mischen, bis ein ho­ mogener Teig entsteht, dessen Kon­sistenz an ein Birchermüesli erinnert. Den Teig abdecken, so­ dass noch etwas Luft eindrin­ gen kann, und bei rund 23 °C 48 Stunden ruhen lassen. Nochmals 60 g Mehl und 40 ml Wasser hinzugeben und erneut 48 Stunden zudecken. Ab dem dritten Tag kann der Teig gekostet werden – er sollte sehr zart und leicht säuerlich schmecken. 2  Der Brotteig Am vierten Tag kann der Brotteig hergestellt werden. Dazu 450 ml Wasser und 15 g fein gemah­ lenes Meersalz in einen Glas­behälter geben und 700  g Mehl beigeben. Alles gut mi­ schen, ohne aber den Teig zu kneten. Vielmehr wird das Mehl befeuchtet. Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und für rund sechs Stunden ruhen lassen. 3  Der Teig und der Starter Den Teig von Hand ausbreiten, bis er ungefähr 2 cm dick ist. 10 g des Starters mit etwas Wasser auf der ganzen Teigoberfläche verteilen und alles sorgfältig zu einer Kugel formen. Den Teig erneut ruhen lassen – wiederum so, dass etwas Luft dazudringen kann – und um das Doppelte aufgehen lassen.

4  Zeit und Luft und Zeit Den Teig wieder von Hand auf rund 2 cm ausbreiten. Die Teigränder nach innen falten, damit sich Luftblasen bilden können. Danach abgedeckt acht bis zehn Stunden ruhen lassen und nochmals Luftblasen einarbeiten. Nun wird das Brot geformt, mit Mehl bestäubt, in ein Leinentuch eingewickelt und dann in einen Korb gelegt. Nochmals zwei Stunden bei rund 24 °C aufgehen lassen. Das Brot an der Oberfläche einschneiden und mit etwas Mehl bestäuben. 5  Das Finale: backen Den Ofen auf 230  °C vorhei­z­en und einen kleinen Behälter mit Was­ ser hineinstellen. Nach 20 Mi­nuten die Temperatur auf 200 °C senken und den Wasserbehälter entfernen. Nach 35 Mi­ nuten die Ofentür leicht öffnen und das Brot noch für fünf bis zehn Mi­ nuten im Ofen lassen. Danach raus­nehmen und abkühlen lassen. Sauerteigstarter pflegen Am wohlsten fühlt sich der Sau­ erteigstarter im unteren Teil des Kühlschranks, bei 4 °C. Einmal in der Woche sollte er gefüttert werden. Dazu sein anfängliches Volumen mit Mehl und Wasser verdoppeln. Bevor er wieder in den Kühlschrank gestellt wird, sollte er – zur besseren Kon­ser­ vie­rung – mit Mehl leicht gehär­ tet werden.


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L au sa n n e

J’ai un coup de cœur pour Lausanne

MENSCH

L I E B E AU F D E N E R S T E N B L I C K

In Bern geboren, in Italien aufgewachsen und in Lausanne zu Hause. Geplant war das nicht, doch die Stadt am Genfersee war für Joséphine Zahnd Liebe auf den ersten Blick. Beinahe so, als ob man sein persönliches Zentrum der Welt gefunden hätte – mit dem See, den Bergen, der Altstadt. Alles nahe beieinander und gleich­ zeitig international. 8


47


Lieblingsplätze von Joséphine I N L A U S A N N E E I N TAU C H E N

Stadtteile

Lausanne hat viele Gesichter. Wer sich von einem Quartier ins nächste be­wegt, trifft eine eigene Persönlichkeit mit eigenen

Das ist Savoir-vivre: Im Sommer glitzert der

Geschichten. Drei Quartiere sind

Genfersee verführerisch

Joséphine besonders ans Herz

und bietet Entspannung

gewachsen: A  Altstadt Die Cité, das Altstadtquartier, ist einer der liebsten Plätze von Joséphine. Rund um die gotische Kathedrale ist die Aussicht zauberhaft und es ist erholsam still.

Place de la Cathédrale

MENSCH

Zahlreiche Treppen verbinden die verschiedenen Stadtteile von Lausanne. Besonders schön ist die überdachte Holztreppe:

Erlebnisse auf und im Wasser

B  Ouchy Direkt am Ufer des Genfersees lässt man den Tag im goldenen Abendlicht aus­ klingen, zum Beispiel nach einem Besuch im Olympischen Museum oder nach einem Sprung ins Wasser.

Escaliers du Marché Wer seine Muskeln nicht trainieren möchte, kann die Höhenunter­ schiede bequem mit der Metro überwinden.

Flon-Quartier

nach eigenem Gusto.

1   Bei der «Jetée de la Compagnie» einen Snack von der Buvette holen, sich auf den Holzrost am Wasser legen und entspannen! 2   In Vidy ein SUP-Board mieten oder sich rasant auf auf­blas­baren Geräten über den See ziehen lassen.

Quai d'Ouchy 1

C  Flon Das einstige Industrie- und Lagerviertel ist heute das Ausgehquartier schlechthin, mit trendigen Bars und hippen Clubs. Aber auch tagsüber läuft hier immer etwas dank Kunstgalerien, Boutiquen, Restaurants und vielem mehr.

wie auch Action – ganz

Museum

Bildende Kunst, Fotografie, Design, Textilkunst – drei grosse Museen und viel Kultur werden dereinst in der Plateforme 10 unter einem Dach vereint sein!

3   Auf der Gourmetrundfahrt See und Essen geniessen und sich dabei vom Belle-EpoqueDampfschiff in eine andere Zeit versetzen lassen.

SCHWEIZER APÉROKULTUR «Apéro» rufen wir Schweizer freudig, und zwar wann immer uns danach ist. Ob ein Mitarbeiter verabschiedet wird, jemand Geburtstag feiert oder einfach, weil es Montagabend ist – der Apéro ist Auftakt, Ausklang oder gleich beides auf einmal. Zwischen Alltag und Feierabend, zwischen beruflich und privat, zwischen Eintrudeln der Gäste und dem Nachtessen findet er Platz. Aufgetischt wird Weisswein, Bier, Luft­getrocknetes, Käse, Trauben und Nüsse. Angestossen wird mit allen und so oft es geht. Und plötzlich wird aus dem Zwischendurch ein abend­füllendes Programm, denn: Feste soll man feiern, wie sie fallen.


8

3 Bars The Great Escape

A

Eine Bar mit Park inmitten der Stadt.

la

MAD

Rooftop-Bar mit Sicht über Stadt und See.

e

Ça Passe Crème Weil Perfektionisten die besten Baristas sind.

The Lacustre

Diese Bar ist der Arbeitsort von Joséphine. Sie liegt am See mit Blick auf die Berge.

10:00

Ouchy

C

n $

Kathedrale Notre-Dame Geschichte erleben in der Cité.

12:00

Where to sleep

Caffè Bellini Lunch auf der lauschigen Terrasse.

Agora Swiss Night by Fassbind

14:00

Designthema Schweiz, modern interpretiert. Frühstück unter der Glaskuppel.

Jetée de la Compagnie Chillen am und im Wasser.

Avenue du Rond-Point 9

17:00

Moxy Lausanne City

The Lacustre Apéro am golden leuchtenden Seeufer.

Mitten im Flon gelegen und so hip wie das Quartier. Rue de la Vigie 3

20:00

Château d’Ouchy Place du Port

usann

9:00

Flon-Quartier

Gediegen und direkt am See. Für königliches Erwachen.

24h in

Rue Madeleine 18

MAD im Flon In die Nacht hineintanzen.

B

24:00

Gute Nacht! Dem Nachtwächter im Turm zuhören … und dann in die Federn fallen.

Nachtwächter in der Kathedrale Die Kathedrale Notre-Dame ist nicht nur tagsüber einen Besuch wert. Nachts, zwischen 22 und 2 Uhr, ruft der Nachtwächter vom Turm die Stunden aus.

Film: Bar-Hopping mit Joséphine. 

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Salgesch

Weinschafe DIE PHILOSOPHIE EINER E N K E LTA U G L I C H E N L A N D W I R T S C H A F T

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Das Wallis ist bekannt für seine vielen Sonnenstunden und die hochwertigen Weine. Im Winzerdorf Salgesch, mitten im Naturpark Pfyn-Finges, produziert Luc Mounir mit seiner Familie hoch­ wertigen Wein. Sie arbeiten vorwiegend mit traditionellen Sorten und im Einklang mit der Natur – was die Nachkommen, die Weinliebhaber und die Gäste des Naturparks freut.  G


ALLES SCHWEIZER KÄSE Super Qualität

Das Siegel AOP (Appellation d’Origine Protégée) steht für die geschützte Ursprungsbezeich­ nung und garantiert, dass eine Käsesorte im Ursprungs­­ge­biet erzeugt, verarbeitet und ver­edelt worden ist.

Lieblingskäse

Extrahartkäse Sbrinz AOP

Hartkäse Le Gruyère AOP

Würziges Geheimnis

Das würzigste Geheimnis der Schweiz kommt aus dem Appenzell. Die Pflege der Käselaibe mit der geheimen Kräutersulz verleiht dem  Appenzeller ® seinen unverkennbaren Geschmack.

Halbhartkäse Appenzeller ®

Käse als Zahlungsmittel

Harte Rinde, weicher Kern Das wird sowohl den Schweizerinnen und Schweizern nachgesagt wie auch ihrem Käse.

Weichkäse Tomme vaudoise

Bereits 1192 wurden die Mönche aus dem Kloster Bellelay erstmals im Zusammenhang mit Käse erwähnt. Damals beglichen sie den Jahreszins für Grundstücke mit im Kloster hergestellten Käsen, heute bekannt als Tête de Moine AOP.

Frischkäse Mozzarella

Unendlich vielfältig

Stolze 700 Käsesorten gibt es in der Schweiz!

Am liebsten ist den Schweizern Le Gruyère AOP. Des­sen Würze liegt in der Reife; mindestens fünf Monate braucht er, um seinen Geschmack zu entfalten.

Woher das Loch?

Die für den Emmentaler AOP typischen Propion­ säurebakterien sind für  die grossen Löcher, aber auch für den einzigartigen Geschmack verantwortlich.

Streich- und Schmelzkäse Käsefondue

Käse enthält wertvolles Milcheiweiss, leicht verdauliches Milchfett, die Vitamine A, B2, B12 und D sowie Kalzium. Rund 600 Schweizer Dorfkäsereien produzieren täglich die verschiedens­­ ten Käsespezialitäten, darunter auch die bekannten Schweizer Käsemarken. Von mild und cremig bis hin zu rezent und intensiv ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Käse werden nach alten Traditionen, mit einheimischer Milch und viel handwerklichem Geschick hergestellt.


Im Gespräch mit Luc Sie nennen Ihre Landwirtschaft «enkeltauglich». Was bedeutet das? Luc Mounir: Das ist unsere Philosophie eines verantwor­ tungsvollen Umgangs mit den Ressourcen. Unsere Reben sind begrünt und wir arbeiten mit biologischem Pflan­ zenschutz. Zudem decken Photovoltaikanlagen den En­ergiebedarf des Weinguts ab und unsere Wurmerde­ an­lage produziert Kompost. Nachhaltigkeit bezieht sich bei uns auf den ganzen Betrieb: von den Reben bis in den Keller. Gehören dazu auch die Schafe, die zwischen Ihren Rebstöcken herumspringen? Ja, unsere französischen Ouessantschafe pflegen die Reben. Dank ihrer kleinen Grösse passen sie wunderbar unter den Reben durch, fressen das Gras und düngen den Boden. Ausserdem liefern sie Wolle, aus der ich spezielle Weinkühler herstelle. Sind denn die Trauben vor den Schafen sicher? Oh nein. Deshalb sind die Schafe zwischen den tieferen Rebstöcken erst nach der Ernte und bis zum Austrieb unterwegs. Nur in den Hochstammreben grasen sie das ganzes Jahr. Was sind die Vorteile des nachhaltigen Weinbaus? Einerseits kann man der Natur etwas zurückgeben und andererseits können die Gäste unseren Wein mit gutem Gewissen trinken. Und da haben sie die Qual der Wahl. Tatsächlich. Wir produzieren insgesamt 30 Weine. Vier davon sind mit dem offiziellen Produktlabel der Schwei­zer Pärke ausgezeichnet. Der Aufwand für einen ökologischen Rebbau ist aber enorm, lohnt er sich denn überhaupt? Wir produzieren bereits in der dritten Generation und gewannen 1972 mit unserem Pinot noir «Perle du Rhodan» den Weltmeistertitel. Seitdem haben wir über 200 nationale und internationale Auszeichnungen geholt. Das sagt schon vieles. Der Lohn für die harte Ar­ beit sind aber vor allem die schönen Feedbacks unserer Kun­den. Sie motivieren und zeigen einem, dass man auf dem richtigen Weg ist.  G

Weintourismus in der Schweiz Die Schweizer Weine sind ein wohlgehüteter Schatz und in der internationalen Fachwelt der Weine zum Geheimtipp avan­ ciert. Die kleine Schweiz überzeugt mit einer grossen Vielfalt an verschiedenen Ter­­roirs und über 252 Rebsorten. Die Reben sind vielerorts in eine atembe­ raubende Umge­bung gebettet, die auf unterschiedlichste Weise ausge­kund­schaftet werden kann. Ob als Wein­liebhaberin oder einfach als Geniesser – das Weinland Schweiz wartet darauf, ent­deckt zu werden.  i  

148 Mio.

Im Jahr 2018 wurden rund 148 Millionen 7,5-dl-Flaschen Schweizer Wein produziert.

38 Fl.

Pro Kopf trinken wir Schweizer 38 Flaschen à 7,5 dl pro Jahr. Davon stammen 14 Flaschen aus der Schweiz.

1,0 %

Schweizer Wein wird exportiert. Wir Schweizer lieben unseren Wein und trinken so viel, dass fast kein Volumen für den Export bleibt. Fazit: Schweizer Wein geniesst man am besten in der Schweiz selbst.

1,6 m2

Der kleinste Rebberg der Welt besteht aus nur drei Reb­stöcken. Er befindet sich in Saillon, misst 1,6 Quadrat-­ meter und ist seit 1999 im Besitz des Dalai Lama.

1100 m ü. M.

Der höchste Rebberg Europas liegt in Visperterminen, auf einer Höhe von 650 bis 1150 Meter über Meer. Hier wird der beliebte Heida produziert sowie ein spezieller Gletscherwein. Degustation Entdecke das Weinland Schweiz: MySwitzerland.com/ weintourismus

Salgesch, Naturpark Pfyn-Finges, Wallis Die Familie Mounir sowie weitere 80 Winzer produzieren ihren Wein im Naturpark Pfyn-Finges. Dieser reicht von Gampel bis Siders (Sierre) und von den Weinterrassen bei Salgesch bis zum Bishorn. Kein anderer Schweizer Naturpark verfügt über so viele Reben und Weinproduzenten.  

Französische Ouessantschafe

Film: Den Naturpark mit Wein und Schafen entdecken. 

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Konzept | Text | Redaktion | Layout Transhelvetica, Passaport AG: Jon & Pia Bollmann | Laura Meier Anna Sarcletti | Michèle Fröhlich   passaport.ch    transhelvetica.ch Schweiz Tourismus: Anouk Blum | Sabina Brack Monica Danuser | Mara Duttweiler Hans Estermann | Jan Karlen Sarah Krauer | Jérôme Lacourrège Silja Müller | Oliver Nyffeler Felix Pal | Christine Peter Fabienne Repond | Oliver Weibel Jasmin Wyrsch   MySwitzerland.com

Strategische Premium Partner

Herausgeber Schweiz Tourismus Morgartenstrasse 5a 8004 Zürich Schweiz

Bilder Seite 13 © Andrea Badrutt Seite 26 © Hotel Gabbani Seite 28 © Street Art Festival Chur Seite 30 © QueenKong Seite 32 © Bern Welcome Seite 37 © Mae Mu Seite 43 © Leiliane Fagundes

Copyright Schweiz Tourismus, alle Rechte vorbehalten. Auflage  680 000 Sprachen DE | FR | IT | EN | ES | NL Druck  Stämpfli AG, Bern   staempfli.com

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Von Schweiz Tourismus empfohlen:   MySwitzerland.com/strategicpartner

Der Unternehmerverband der Schweizer Hotellerie hotelleriesuisse.ch

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GastroSuisse gastrosuisse.ch

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Edle Schweizer Feingebäck Spezialitäten kambly.ch

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Switzerland Cheese Marketing schweizerkaese.ch

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Der Concierge steht diskret bereit. Mit vielen Informationen und Hinweisen liest er jeden Wunsch von den Augen ab.


Mobilität

Familie

Hotel

In der Schweiz stehen Bahn, Bus und Schiff bereit, um Sie pünktlich und komfortabel ans Ziel zu bringen. Denn auf dem dichtesten Verkehrsnetz der Welt pendeln die Züge im Takt: immer zur selben Minute, nach jeder vollen oder halben Stunde, auf sämtlichen Strecken. Wer die Schweiz im öV bereist, erfährt, wie das Land tickt.

Das Eisenbahnwunderland erfahren

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KLIMAFREUNDLICH DURCH S P E K TA K U L Ä R E N AT U R

I 

n einem Altstadtcafé hip frühstücken, am Mittag in der Berghütte einkehren und am Abend zum Rhythmus der Stadt in einer angesagten Bar tanzen. Was im Ausland unvorstellbar ist, gehört in der Schweiz zum Alltag. Schweizer Gipfel sind für Gäste einfach und bequem erreichbar. Weil die Distanzen kurz sind und der öffentliche Verkehr hervorragend ausgebaut ist. Aus Bern etwa ist man in drei Stunden auf dem Gornergrat – mit Aussicht auf das Matterhorn und den Gornergletscher: Wie hoch hinaus und aus welcher Stadt auf welchen Gipfel – das bleibt den Gästen überlassen.

CONCIERGE

ich entspannt zurücklehnen, staunen und Naturkino vom Feins­ ten geniessen: Die Bahnstrecke durch das Albulatal und über den Berninapass in Graubünden zählt zu den spektakulärsten der Welt. Elegant schlängelt sich die Rhätische Bahn über kühne Viadukte, an den Gletschern des Berninamassivs vorbei bis hinunter zu den Palmen im Val Poschiavo. Die Bahnlinie gilt als Meisterleistung der Ingenieurskunst und zählt zum UNESCO-Welterbe. Sie ist harmo­ nisch eingebettet in eine wunderbare wilde Natur. Wer mit dem Zug die Schweiz entdeckt, trägt dazu bei, diese zu bewahren.

V O N D E R S TA D T I N D I E B E RG E U N D Z U RÜC K

Grand Train Tour of Switzerland Die Grand Train Tour of Switzerland kombiniert alle Panoramastrecken zu einer atemberaubenden Route.

»  1280 Kilometer »  Ganzjährige Bahnfahrt »  unesco -Welterbestätten


Das Verkehrsnetz der Schweiz umfasst rund 73 000 Kilometer Strassen: Sie führen über reissende Flüsse, schlängeln sich durch Täler, lotsen über hohe Berge und teilweise mitten hindurch. Die Grand Tour of Switzerland führt über die spektakulärsten Routen zu den Highlights des Landes.

La Sauge   Sugiez

Mont Vully Von See zu See

Schon die Kelten, zu denen die Helvetier gehörten, wussten das milde Klima und den besonderen Charme der Gegend zu schätzen. Sie haben hier bedeutende archäologische Spuren hinterlassen. Heute beherrschen zirka 150 Hektar Reben das Landschaftsbild am südlichen Berghang des Mont Vully, der zwischen dem Neuenburgerund dem Murtensee thront.

Thusis   Splügen

Viamala

Der «schlechte Weg» ist heute nicht mehr Schrecken von Durchreisenden, sondern eine faszinierende Felsformation, vom Hinterrhein im Lauf der Jahrhunderte ins Gestein gefressen. Die Fahrt vorbei an der Viamala führt über Brücken, durch Galerien und Tunnels und bei Zillis wieder raus an die Sonne und auf den Pass.

St. Gallen 

 Werdenberg

Säntis Genf

Spritzig rund um Genf EIN HIGHLIGHT DER GRAND TOUR

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ingebettet zwischen Alpengipfeln, dem Hügelzug des Juras und dem grössten See Westeuropas verbindet Genf schweizerische Kultur mit humanitärer Tradition. Die «kleinste Metropole der Welt» ist der perfekte Ausgangsort für einen spritzigen Road Trip auf der Grand Tour, der weiter an saftigen Rebbergen und lauschigen Winzerdörfchen vorbeiführt.

Grand Tour of Switzerland Der Road Trip durch die gesamte Schweiz ist gut ausgeschildert und kann komplett mit dem Elektrofahrzeug befahren werden.

Auf den Berg schweben

Von der Seelenapotheke – wie die weltberühmte Stiftsbibliothek in St. Gallen auch genannt wird – bis in die kleinste Stadt Europas führt diese Strecke durch drei Kantone, vorbei am Säntis. Bequem mit der Schwebebahn oder einer anspruchs­ volleren Wanderung auf dem Gipfel angelangt, wartet eine spektakuläre Aussicht auf die Nachbarländer.

»  1600 Kilometer »  22 Seen »  5 Alpenpässe » 12 unesco -Welterbestätten

Schiene & Strasse

Durch die wilde Schlucht

57


Bis zu

50%

ls und auf ÖV, Hote nisse b le er Schloss

Die Schweizer Schlösser entdecken Ein wahres Erlebnis für Gross und Klein Als Raiffeisen-Mitglied mit Debit- oder Kreditkarte profitieren Sie vom Gratiseintritt sowie exklusiven Erlebnissen in über 20 Schlössern. Mehr Infos unter: raiffeisen.ch/schloesser


Mobilität

Familie

Hotel

Die Schweiz ist ein Veloparadies. Auf den Alpenpässen kommen selbst trainierte «Gümmeler» ins Schwitzen. Spektakuläre Trails vor grossartiger Bergkulisse bieten Mountainbikern Fahrspass pur. Und über 12 000 Kilometer markierte Velorouten führen durch die schönsten Landschaften.

Bodensee

Steigung vermeiden DEM BODENSEE ENTLANG

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er Bodensee-Radweg führt dem drittgrössten Binnensee Europas entlang. Mit Schuss geht es auf malerischen Uferwegen vorbei an bunten Gärten und einladenden Fischerbeizen. Neu profitieren Radfahrer unterwegs dank kleinen Wi-Fi-HotspotGeräten von kostenlosem Internetzugang. Die Geräte können bei definierten Betrieben abgeholt und am Zielort wieder abgegeben werden. Etappe 1: Romanshorn

Stein am Rhein  â Uferradweg 50 km

Trun   Davos    Lenzerheide   Trun

Mountainbike Graubünden Bike

Diese alpine Tour bietet auf elf Etappen Weitblicke und Trailgenuss vom Feinsten. Ein Highlight für geübte Fahrer.

Andermatt   Andermatt

Rennvelo Gotthard-Challenge

Die Königsstrecke der Rennradfahrer führt ab Andermatt über Furka, Nufenen und Gotthard: drei mysthische Pässe, 3100 Höhenmeter – rauf und runter. Ein Klassiker in den Alpen.

Rorschach   Lausanne

Langsam radeln

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Herzroute

A

Singletrails, Bikewerkstatt oder ein eigener Bike-Verleih. Die Swiss Bike Hotels stillen den Adrenalinhunger jedes Draufgängers. Landgasthof Kemmeriboden-Bad  A Schangnau MySwitzerland.com/bikehotels Bike-Events Zum Zuschauen, Mitmachen oder einfach zum Dabeisein – Velofans finden in der ganzen Schweiz Top-Radsport-Events: Von Tour-de-France-Etappen, die durch die Schweiz führen, und der Tour de Suisse über Welt­

Ride the Alps

Für Fans freier Kurven und Kehren

Ausgewählte Schweizer Alpenpässe sind an einem Tag exklusiv für Velofahrer reserviert. Also ab in den Sattel! Durchführungsorte und -daten unter: MySwitzerland.com/ridethealps cuprennen und Weltmeisterschaften bis zu SlowUp und Solothurn Bike Days. Etwas für jedes Radsportherz. MySwitzerland.com/bikeevents

Zweirad

SWISS BIKE HOTELS

Auf 13 Etappen vom Bodensee über sanfte Hügel bis zum Genfersee: Die Herzroute führt durch die schönsten Gegenden der voralpinen Schweiz. Tipp: E-Bike mieten.


Mobilität

Familie

Hotel

Familienfreundlichkeit ist für Gäste mit Kindern der Hauptgrund für die Wahl der Schweiz als Feriendestination. Von Familien geschätzt werden vor allem die vielseitige Bergwelt und die Nähe zur Natur, die die Schweiz für Gross und Klein bietet.

CONCIERGE

A

FAMILY HOTELS & LODGINGS

Kinder können sich hier austoben und viel über die 500 verschie­ denen Pflanzenarten lernen. Der Chefgärtner Martin Russen­ berger geht oft und gerne mit den Grossen und Kleinen auf eine Entdeckungstour durch den Märchenpark.

Kinderhort, Märchenstunde, Kinderspa, Kinosaal oder ein abenteuerlicher Spielplatz. In den Family Hotels & Lodgings werden die Bedürfnisse der Kleinen grossgeschrieben. So auch im Parkhotel Brenscino in Parkhotel Brenscino  A Brissago, wo der 38 000 Quadratmeter grosse Garten ganz den Brissago MySwitzerland.com/familyhotels Hotelgästen gehört. Besonders

Family Destination Das Gütesiegel Family Destination zeichnet Ferienorte und -destinationen aus, die ihr Angebot gezielt auf die Be­dürfnisse und Wünsche von Kindern und deren Begleitper­sonen ausrichten. Die schönsten Familien­ angebote entdecken. 


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Murtensee

A a rgau

Schifffahrt

Zeitreise

t­ en Schiffsführerausweis auf Schweizer Gewässern. Corin­nes Tipp nach der Schifffahrt: ein Stück Nidelkuchen für die Klei­ nen und ein Glas regio­nalen Wein für die Eltern.

Murten Neugierige Wasserratten Nidelkuchen & Sonnenuntergang

Film: Alle Geheimtipps der Kapitänin entdecken. 

D 

ie Geschichte der Habs­ burger nimmt im Schloss Habs­ burg ihren Lauf – genau wie der Familien-Roadtrip quer durch den Aargau. Sie führt weiter zum Kloster Muri, das an die herzzerreissende Liebesge­ schich­te der letzten Habsburger Kaiserin erinnert: Kaiser Karl und seine Frau Zita wurden 1918 nach dem Sturz der Monarchie aus Österreich vertrieben. Als der 34-jährige Kaiser vier Jahre spä­ ter einer Lungenentzündung erlag, trug Kaiserin Zita während ihrer Flucht das konservierte Herz ihres Mannes in einer Hutschachtel durch halb Europa.

Heute liegen beide Herzen vereint in der Kaisergruft des Klos­ ters Muri.

Aargau

Familie

urten: 1476 siegten die Eid­genossen über Karl den Kühnen und sein Heer. Dies verdanken die Murtner nicht zuletzt ihrer noch heute begehbaren Ringmauer mit den zwölf Fes­ tungstürmen. Das lebendige Städt­ chen Murten hat nicht nur Geschichte, gemütliche Alt­­ stadt­bummel und spektakuläre Son­nenuntergänge zu bieten, son­­dern auch herrliche Schif­ ffahr­­ten. Diese können Fa­milien gemein­sam mit der ersten Kursschiff-Kapitänin Corinne Stauf­ fer auf dem Murtensee geniessen. Seit 2018 besitzt die am See auf­ ge­wachsene Pionierin den höchs­

Erleben

M 

AU F D E N S P U R E N D E R H A B S B U R G E R

Erleben

M I T K A P I TÄ N I N C O R I N N E S TA U F F E R AU F D E M M U R T E N S E E

Kaiserinnen & Burgherren Sprung in den Hallwilersee

Film: Auf histo­rischer Route. 


Mobilität

Familie

Hotel

SWISS HISTORIC HOTELS

A

MySwitzerland.com/historic Ob ein Grandhotel aus der Belle Epoque oder ein barockes Gästehaus: In den Swiss Historic Hotels schlafen Gäste hinter geschichtsträchtigen Mauern und geniessen das Ambiente vergangener Zeiten und die über Generationen gewachsene Gastfreundschaft. Grand Hotel Les Trois Rois  Basel Romantikhotel Bären  Dürrenroth

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G

DESIGN & LIFESTYLE HOTELS

MySwitzerland.com/designlifestyle

CONCIERGE

Hohe gestalterische Ansprüche, eine klare Formensprache und sorgfältig ausgewählte Materialien: Mit ihrer inspirierenden Architektur wird der Aufenthalt in den Design & Lifestyle Hotels für Gäste mit Stil zum Lifestyle-Erlebnis. The Chedi Andermatt  Andermatt

B

25hours Hotel Langstrasse  Zürich G r au b ü n d e n

SWISS DELUXE HOTELS

Tees mit Weitsicht Golfen mitten im Bergpanorama

er auf dem Green in Samedan sein Handicap verbessern will, sieht beim Gol­ fen mit etwas Glück nicht nur ein Reh vorbeihuschen, sondern auch Caroline und Eugenio. Caroline Rominger, die 35-jäh­ rige «Amazone» der Schweizer Golfszene, und Eugenio Rüegger, der 80-jährige Golfpionier, verbringen ihre Freizeit am liebsten mit Abschlägen auf den Golfplätzen Graubündens. Hier geniessen sie nicht nur die Ruhe und die Kraft der Natur, sondern profitieren auch von der dün­ neren Höhenluft, die ihre Bälle

weiter fliegen lässt. Sei dies in Samedan auf dem ältesten Golfplatz der Schweiz oder in Arosa mit dem höchsten Tee im Alpenraum.

Badrutt’s Palace Hotel  St. Moritz

Erleben

W 

A

13 Golfplätze in Graubünden 1893 Gründung Golfplatz Samedan Auf 1900 m ü. M. liegendes Tee in Arosa

Film: Caroline und Eugenios beste Golfschläge. 

F

MySwitzerland.com/deluxe Elegante Architektur, modernste Ausstattung und Service auf höchstem Niveau: Die Swiss Deluxe Hotels bieten überraschende Extras wie hauseigene Wintersportschulen oder Ski­butler. Private Seilbahnen runden das Luxuserlebnis ab. The Dolder Grand  Zürich

C

Tschuggen Grand Hotel  Arosa

D


F

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Hotel & Golf

B E

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Mobilität

Familie

Hotel

TYPISCHE SCHWEIZER HOTELS

A

MySwitzerland.com/typisch Regionaler Baustil, traditionelle Einrichtung oder Schweizer Spezialitäten auf der Speisekarte: Die typischen Schweizer Hotels – ob Stadtpalais oder Land­­gast­ hof – lassen das Herz jedes Schweiz-Fans höherschlagen. Rinderberg Swiss Alpine Lodge  B Zweisimmen Maiensässhotel Guarda Val  Lenzerheide/Lai

G

SEMINAR­ HOTELS MIT INSPIRATION

MySwitzerland.com/inspiration

CONCIERGE

Tagen mit wunderschönem Bergpanorama, in einem ehemaligen Kloster oder im luxuriösen Hightech-Zelt: Seminarhotels mit Inspiration sorgen mit ihrer speziellen Location und ihrem aussergewöhnlichen Rahmenprogramm für erfolgreiche Sitzungen. Jugendstil-Hotel Paxmontana  C Flüeli-Ranft Grimsel Hospiz  Grimselpass

Die Kraft des Wasser Schweizer Wellness

D 

ie führende Rolle in der Gesundheitsförderung und Schönheitsbehandlung verdankt die Schweiz auch ihrer Natur: Auf seinem langen Weg durch die Felsen lädt sich Gletscherwasser mit Wirkstoffen auf, de­ ren erquickende und heilende Wirkung Visionäre wie Paracel­ sus verblüffte und seither Mas­ sen von Menschen begeistert. Ob Natursole, Thermalwasser oder Schwefel: Die Flüssigener­ gie ist ein fester Bestandteil von Schweizer Wellness.

Am besten erlebt man dies in den elf Wellness Destinationen, denn hier wird ein ganzheitlicher Ansatz gelebt. Fern vom Stress des Alltags setzen sie auf das Zusammenspiel aussergewöhnli­ cher Bäder, ausbalancierter Ge­ sundheitskonzepte und aktiver Entschleunigung. Waldhaus Flims  Flims

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MySwitzerland.com/spa

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SPA & VITALITY HOTELS

MySwitzerland.ch/spa

Sauna, Medical Treatment oder Aussenpool: Die Gäste der Spa & Vitality Hotels geniessen die hervorragenden und gepflegten Wellness Hotels inmitten schönster Schweizer Natur. Genau das Richtige für Gesundheitsbewusste. Kurhaus Cademario  Cademario

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Grand Resort Bad Ragaz  Bad Ragaz

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Hotel & Wellness

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MySwitzerland.com/food

Deutschschweiz

Rösti

WISSEN

GUT ZU

Der Charakter der Schweiz lässt sich am besten über den Gaumen entdecken: Von der Milch bis zum Fondue, von damals bis heute kommen alle Facetten der Natur auf den Tisch.

Milch in Zahlen 700 000

Kühe hat die Schweiz

Geraffelte Erdäpfel, goldig und knusprig gebraten.

80 kg

Grünzeug isst eine Kuh am Tag

Tessin

Polenta

4 110 000 000

Ein fester Brei aus Maisgriess, sanft über dem Holzfeuer gekocht.

Liter Milch melken die Bauern im Jahr. ⅘ davon werden zu Käse, Butter, Rahm, Joghurt oder Milchpulver.

Romandie

Saucisson

52,5

Währschafte und würzige Wurst aus Schweinefleisch.

Liter Milch trinkt ein Schweizer pro Jahr

Graubünden

Capuns

Spätzliteig und Salsiz, sanft umwickelt von Mangoldblättern und in Rahm gekocht.

Schweizer

GESCHICHTE Die ursprünglich alpine Küche wurde durch Innovation, Know-how und den hohen Qua­ litätsanspruch geprägt. SPITZENKLASSE Mit 122 von Guide Michelin aus­gezeichneten Restaurants bietet die Schweiz die höchste Dichte an Gourmetköchen pro Einwohner.   MySwitzerland.com/gourmet

In der felsigen Berglandschaft vor der Lidernenhütte, hoch über dem Urnersee, riecht es nach frischem Gras, kühler Erde, würzigen Kräutern und saftigen Blüten. Al­les  In­gredienzen, die in der Hüttenküche zu gutem Hütten-Fine-Food verar­ beitet werden. Lidernenhütte SAC

1700 m ü. M.

«Ich musste die Schweiz verlassen, um zu realisieren, was für tolle Produkte wir hier vor der Tür haben.» Sven Wassmer, Gourmetkoch «Memories», 2 Michelin-Sterne

Gourmet­gastronomie V I E L FA LT Die kulinarische Welt der Schweiz spiegelt die Vielfalt ihrer Regionen und Kulturen – von mediterran bis alpin.

Bergküche

Herkunft

Trinkwasser 40 % G RU N DWA S S E R 40 % QU E L LWA S S E R 20 % S E E WA S S E R

Forelle

Die empfindlichen Forellen dienen in Wasseraufbereitungsanlagen als Indikatoren für sauberes Wasser.

Gaumen­festival

An der Food Zurich trifft Währschaftes auf Experimentelles und Traditionelles tanzt mit Futuristischem.

Fondue

Ein bisschen stinken darf es, schliesslich ist das Fondue mehr als «nur» geschmolzener Käse und gehört seit Jahr­ hunderten zur Schweizer Küche. Das älteste FondueRezept liegt in der Zürcher Zentralbibliothek. Es stammt aus dem Jahr 1699 und wurde von einer Zürcherin verfasst.

Biovorreiter Valposchiavo

Fast 90% der Agrarfläche der Valposchiavo wird von zertifizierten Biobetrieben bebaut. Mit einem so hohen Bioanteil steht das Tal weltweit fast alleine da.


Die Schweiz in Zahlen

Öffentlicher Verkehr

  MySwitzerland.com/SwissTravelSystem

U

Fläche:

JA H R E S Z E I T E N erleben

j

FRÜHLING März – Mai Alles blüht und singt. Besonders schön für Städtetrips.

k

SOMMER Juni – August Erfrischung und Abkühlung in Seen und in Bergregionen.

l

HERBST September – November Den Farbenrausch der Bäume durchwandern und die Ernte des Sommers geniessen.

Taschenmesser

Beratung unter: 0800 100 200

O

ê Öffnungszeiten Ladenöffnungszeiten werden kantonal geregelt und kön­nen stark variieren. Als Faust­ regel gilt, dass Verkaufs­ geschäfte montags bis freitags zwischen 9.00 und 18.30 Uhr durchgehend geöffnet sind. Am Samstag schliessen sie etwas früher und am Sonntag bleiben die meisten Läden zu.

Mietauto 

4 Sprachen

Die Schweiz bequem und individuell bereisen: Hertz und Europcar bieten schweizweit eine grosse Auswahl an Mietautos für jedes Bedürfnis.

Es gibt vier offizielle Landes­sprachen. Deutsch (63,5 %) Französisch (22,5 %) Italienisch (8,1 %) Rätoromanisch (0,5 %)

Flughafen Zürich 

Ob für Ferien oder Geschäftsreisen – der Flughafen Zürich ist das Tor zur Schweiz und bietet ein exklusives Shoppingerlebnis.

Trinkgeld ist freiwillig. Bei gutem Service zahlen Schweizer rund 10 %.

Schweizer

Erfindergeist Birchermüesli Reissverschluss Velokette Würfelzucker

TopVeranstaltungen Es ist viel los in der kleinen Schweiz. Im Veranstaltungskalender findet man bestimmt etwas Passendes. Wie zum Beispiel:

Cervelat bräteln oder Hütten bauen: Der kultige Tausendsassa von Victorinox ist ein treuer Reisebegleiter.

Gerne helfen wir mit, Ihre Ferien in der Schweiz optimal zu planen.

Sport: Weltklasse Zürich Kunst: Art Basel Musik: Montreux Jazz Festival Film: Locarno Film Festival Mehr Inspirationen unter:   MySwitzerland.com/ topagenda

Im Herzen Europas

S

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WINTER Dezember – Februar Spass im Schnee und Er-­ holung am Cheminéefeuer.

Beratung & Buchung

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Hauptstadt: Bern Kantone: 26 Einwohner: 8 500 000

Der öffentliche Verkehr bringt die Fahrgäste pünktlich, komfortabel und im hohen Takt in jedes abgelegene Tal. Mit dem Swiss Travel Pass geniessen ausländische Gäste fast rund um die Uhr freie Fahrt im Schweizer öV-­Netz.

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41 284 km2

Mehr Inspirationen unter:   MySwitzerland.com

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A

Flugdauer nach Zürich: 1 2 3 4 5 6 7

  Amsterdam 85’   Frankfurt 60’   Wien 85’   Rom 95’   Barcelona 110’   Paris 80’   London 100’

  Osaka  13 h 9   São Paulo  12 h 10   Washington  9 h 8

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Schweiz 01 - Sommer 2020 (CH)  

Schweiz 01 - Sommer 2020 (CH)

Schweiz 01 - Sommer 2020 (CH)  

Schweiz 01 - Sommer 2020 (CH)

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