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AUSGABE 7 

 4. MAI 2018

WA L L I S INS HERZ GEMEISSELT

Ein Hawaiianer surft auf Bergseen Barrhorn – höchster Wandergipfel Sport-Ikonen für Olympia im Wallis Die Rebschule Sommer-Specials


Glauben versetzt Berge

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Haben Sie eine besonders schöne Erinnerung an den Sommer im Wallis? Teilen Sie diese auf Facebook, Twitter oder Instagram mit dem Hashtag #MeinSommerimWallis

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Das Wallis ist die grösste Weinregion der Schweiz. Es ist ein Ferienort und unsere Heimat. Ein Wirtschaftsstandort mit bemerkenswerter Innovationskraft. Ein Boden für köstliche Regionalprodukte und Ort der Kultur. Wir sind von der Einzigartigkeit dieser Vielfalt überzeugt und tragen sie unter anderem durch spannende Geschichten über passionierte Walliserinnen und Walliser in die Welt hinaus. Unser Wirken verändert die Wahrnehmung des Wallis. Stück für Stück. Daran glauben wir. Die Realisierung einer Vision erfordert feste Überzeugung, Mut, neue Wege zu gehen, und Beständigkeit. So hat Martin Engstroem das Verbier Festival innert 25 Jahren zu einem renommierten Treffpunkt für klassische Musik und Sprungbrett für junge Musiktalente aus der ganzen Welt gemacht. Die junge Gastgeberfamilie des ältesten Lötschentaler Hotels hat sich neu organisiert und wirtschaftet innovativ, um nachhaltig zu wirken. Unsere Spitzensportler haben bewiesen, dass sie Berge versetzen können durch ihren Glauben an den Erfolg. Eine Herzensangelegenheit von Einzelnen kann eine Bewegung unter vielen auslösen. Die Walliserinnen und Walliser sind leidenschaftliche Menschen und setzen sich für ihre Heimat ein. Eine Heimat, die sich in ihrer Vielfalt und Fortschrittlichkeit weiterentwickelt. Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele Sion 2026 vermögen den Wirtschaftsstandort und Lebensraum Wallis langfristig zu beflügeln und öffnen dem Wallis ein riesiges Fenster zur Welt. Seien Sie neugierig auf diese Vielfalt. Damian Constantin, Direktor Valais/Wallis Promotion

Titel Sedrik Nemeth

im p re ss um «Wallis» erscheint als Beilage der Schweizer Illustrierten am 4. Mai 2018 Redaktion | «Wallis», Schweizer Illustrierte, Flurstrasse 55, Postfach, 8021 Zürich, Tel. 058 269 26 26, Fax 058 269 26 40, info@schweizer-illustrierte.ch Leitung Wallis / Leiter Zeitschriften | Urs Heller Chefredaktor | Stefan Regez Redaktionsleitung | Monique Ryser Bildchefin | Nicole Spiess Textchef | Jan Morgenthaler Layout / Produktion | Simona Guarino,

Dominic Koch Mitar­beiter dieser Ausgabe | Manuela Enggist, Manuela Lavanchy, Anita Lehmeier, Thomas Kutschera Fotografen | David Carlier, Pascal Gertschen, Sedrik Nemeth, Kurt Reichenbach, Marco Schnyder Bildredaktion | Regula Revellado, Martin Müller, Fabienne Hubler Design­konzept | Beling Thoenen Design Korrektorat | Barbara Siegrist Bildbearbeitung | Ringier Redaktions-Services Leiter Content- & MarketingPartnerschaften | Thomas Passen Vermarktung |

Admeira SA, Flurstrasse 55, Postfach, 8021 Zürich, Tel. +41 58 909 99 62, E-Mail: salesservices@admeira.ch Anzeigenpreise und AGB | www.admeira.ch Chief Executive Officer | Bertrand Jungo Business Unit Director Print & Digital | Beniamino Esposito Sales Director | Roger ­Knabenhans Media Service Print | Esther Staub Verlag | Flurstrasse 55, Postfach, 8021 Zürich, Tel. 058 269 20 00 Produk­tionsleiter | Michael Passen Druck | Swissprinters AG, 4800 Zofingen


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Peter Gschwendtner vom «Castle» in Blitzingen zaubert die Natur auf den Teller.

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Das Hotel Nest- und Bietschhorn ist das älteste Hotel des Lötschentals. Und ganz modern.

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Fotos Sedrik Nemeth (3), Kurt Reichenbach, Rob Lewis, Pascal Gertschen

Dani Albrecht und viele andere Sportler wollen die Olympischen Spiele ins Wallis holen.

Sion mit den Wahrzeichen Valère und Tourbillon hat urbanen Charme.

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FOTOWET TBEWERB

ALOHA FROM HAWAII

APROZ

#MeinSommerimWallis Das Gewinnerbild des Wettbewerbs.

Kai Lenny Der Surfer aus Hawaii glitt über Bergseen und schwärmt vom Wallis.

Mineralwasser aus dem Wallis Aproz ist das beliebteste Mineralwasser der Schweiz.

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Stoneman Glaciara Der Stoneman-Trail der Schweiz liegt im Oberwallis. Er führt durch karge Berglandschaft und pittoreske Dörfer.

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PORTFOLIO

«CASTLE»

So entstehen Reben Fotograf Sedrik Nemeth dokumentiert die Aufzucht von Jungreben.

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Natur auf dem Tisch Peter Gschwendtner liebt die Natur, besteigt die höchsten Berge und bringt die Natur auf den Teller.

BIKEN

LÖTSCHENTAL

SION 2026

Hotel Nest- und Bietschhorn Das älteste Hotel des Lötschentals wurde geschickt umgebaut und überzeugt durch Herzlichkeit.

Olympia-Ja Spitzensportler aus dem Wallis und der Schweiz finden: «Packen wir die Chance.» 4

52 WANDERN

Der höchste Wandergipfel Europas Das Barrhorn ist mit 3610 Metern der höchste erwanderbare Gipfel.


07 Inhalt

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Der Stoneman Glaciara ist ein Biketrail, der gleich an zwei Gletschern vorbeiführt.

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Schon mal überlegt, woher junge Reben kommen? Besuch in der Rebschule.

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SO NAH

UNTERNEHMEN

SOMMER-SPECIALS

Schneller, als man denkt … … reist man aus allen Landesteilen der Schweiz ins Wallis.

Walliser Wirtschaft Direktstrom aus Wasser, Innovation im Berggebiet.

Schatzsuche, Radtouren und mehr Das Wallis ist reich an Erlebnissen für Familien, Sportliche und Geniesser. Diese Angebote begeistern.

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VERBIER FE STIVAL

DE STINATION

Martin Engstroem Der Gründer des Verbier Festivals blickt auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Sion – die Stadt hat viel zu bieten Der Hauptort des Wallis liegt zwischen Berg und Tal und verbindet historisches Erbe mit urbanem Lifestyle.

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KULTURERBE

ROADTRIP

Trockenmauern Sie prägen das Landschaftsbild des Wallis und sind kunstvolle Bauwerke.

Angebot Mazda offeriert das Auto für eine Wallis-Tour und eine Übernachtung. 5

82 AGENDA

Für alle etwas Bergläufe, Velorennen, Feste und Ausstellungen.


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﹟MeinSommerimWallis

Fotos akg-images, HO (3)

Elise Rabaey hat mit dem Bild vom Lac de Taney den Fotowettbewerb #MeinSommerimWallis 2017 gewonnen.

Lac de Taney | Elise Rabaey war zusammen mit ihrem Ehemann unterwegs mit einem Elektro-Mountainbike auf den Gipfel des Grammont, als ihr dieses wunderschöne Bild des Lac de Taney gelang. Der Bergsee liegt auf 1408 Metern und scheint keinen Abfluss zu haben. Sie habe frühmorgens beim Aufstieg die Stimmung eingefangen, beim Abstieg

gabs ein erfrischendes Bad, erzählt Elise. Das Wallis hat einen grossen Platz in ihrem Herzen, hat ihr doch ihr Ehemann auf dem Matterhorn den Heiratsantrag gemacht! Der Bergsee Lac de Taney liegt oberhalb von Vouvry, etwa auf halbem Weg zum Gipfel des Grammont, von dem aus man eine überwältigende Aussicht über den Genfersee hat. Am Lac 6

de Taney befindet sich die Auberge-Refuge La Vouivre, der ideale Punkt zum Rasten und sich verpflegen zu lassen. Machen auch Sie mit beim grossen Fotowettbewerb #MeinSommerimWallis und posten Ihre Wallis-Bilder auf Twitter, Instagram und Facebook. Zu gewinnen gibt es einen Aufenthalt im Wallis. #MeinSommerimWallis


Ritz, der Bauernbub aus dem Goms, revolutionierte die Hotellerie.

Der grosse Cäsar Ritz Niederwald | «Aus dem Ziegenhirten wurde ein König. Aus dem Bauernjungen ein Weltenbummler», sagte Cäsar Ritz von sich. Er, der 1864 als 14-Jähriger seine Heimat Niederwald im Goms verliess und die Welt mit seinen Ritz-Hotels eroberte. Anlässlich des 100. Todestages feiert sein Heimatdorf den grossen Sohn mit einem Freilichttheater: Rund 50 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen sein Leben voller Emotionen und Schaffenskraft. Vor idyllischer und authentischer Kulisse erwartet die Gäste ein Theaterspektakel mit Licht, Musik und einheimischen Theaterleuten. Neben dem Freilichtspiel sind den ganzen Sommer und Herbst 2018 diverse Aktivitäten rund um das 100-Jahr-Jubiläum geplant. So gibt es kulturell-kulinarische Parkwanderungen im Landschaftspark Binntal von seinem Geburtsort Niederwald auf einem Rundweg nach Blitzingen und wieder zurück nach Niederwald. Spezielle Übernachtungspauschalen, Dampfbahnfahrten mit Abendessen und ein Fest auf dem Gommer Höhenweg erinnern alle an den grossen Hotelier. www.caesar-ritz.ch/jubilaeum-2018

Grächen | Der Kulturverein Grächen organisiert in Zusammenarbeit mit Grächen Tourismus vom 8. bis 21. Juli 2018 die «Grächen Musikferien», ein kulturelles Angebot, das sich an musikbegeisterte Gäste richtet. Ferien und aktives Musizieren werden miteinander verbunden, wobei vor allem erwachsene Hobbymusiker angesprochen sind, die im Alltag zu gefordert sind, um sich dem Musizieren zu widmen. Angeboten werden sechs Kurse mit professionellen Musikern wie zum Beispiel die Chorwoche oder die Panflötenwoche. www.graechen.ch/musikferien

Angesprochen sind vor allem erwachsene Hobbymusiker.

Grächen verbindet Ferien und Musizieren 7

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Musizieren mit Aussicht

Retter in Rot-Weiss Raron | Sie haben sich in den letzten Jahrzehnten den Ruf erflogen, die schwierigsten Bergrettungen der Welt durchzuführen, sorgten in den Siebzigerjahren mit der ersten Direktrettung aus der berüchtigten Eigernordwand für Schlagzeilen. In diesem Jahr feiern die Helikopter mit den roten und weissen Sternen nun ihr 50-Jahr-Jubiläum. Ziel der Gründung von Air Zermatt 1968 war es, die rasche Hilfeleistung für erkrankte und verunfallte Menschen im Zermatter Hochgebirge zu gewährleisten. Es kam vor, dass die Rettungshelikopter von Sion aufgrund des Wetters nicht starten konnten. So kauften sich einige Zermatter einen Helikopter, und die Dinge nahmen ihren Lauf. Heute beschäftigt das Unternehmen auf den Basen in Gampel, Raron und Zermatt 65 Mitarbeiter, führt neben Rettungsaktionen auch Transportund Touristenflüge durch. Zum Jubiläum lädt Air Zermatt am 19. und 20. Mai 2018 auf der Basis in Raron zu den Tagen der offenen Tür ein: Neben einem Rahmenprogramm kommen die Besucher in den Genuss von Flugdemos und Rundflügen. www.air-zermatt.ch


Alte Sorten, neue Wege

Randa | Die Hängebrücke Charles Kuonen wurde im Juli 2017 eröffnet und ist mit 494 Metern die längste der Welt. Ab Sommer 2018 wird sie über einen neuen Wanderweg erreichbar sein. Die Überquerung dauert knapp zehn Minuten, und am höchsten Punkt schweben Fussgänger 85 Meter über der Erde. Der Rundweg eignet sich für die ganze Familie, sofern alle schwindelfrei sind und auch Kinder und Hunde kein Problem mit dem Trittgitter haben. Er beginnt beim Bahnhof Randa und führt durch Lärchenwälder, vorbei an Aussichtspunkten mit Panoramablick auf die Berge, über die eindrückliche Hängebrücke und schliesslich zurück nach Randa. Optional kann nach der Brücke ein Abstecher zur Europahütte gemacht werden. Die Hängebrücke ist Teil des Europaweges von Grächen nach Zermatt und musste neu gebaut werden, da das Gelände 2010 instabil wurde. Wer seine Höhentauglichkeit prüfen will, macht eine Probetour über die kürzere Hängebrücke bei Furi oberhalb von Zermatt. Sie ist hundert Meter lang und an der höchsten Stelle neunzig Meter hoch. www.zermatt.ch

Les Evouettes | Sie sind Bio-Pioniere: Bereits Anfang der Achtzigerjahre widmeten sich Christine und Robert Zollinger der Erhaltung traditioneller Sorten und der biologischen Saatgutzüchtung. Sie begannen – damals noch im Thurgau und von Beginn an in biologischer Qualität – mit der Zucht und Vermehrung verschiedener Gemüse-, Kräuter-, und Blumenarten. 1991 konnten sie in Les Evouettes einen 25 Hektar grossen Betrieb erwerben und zogen ins Wallis. Da sie somit mehr Platz zur Verfügung hatten, konnten sie ihr Sortiment aufstocken, sodass jetzt jeden Sommer über 400 verschiedene Pflanzenarten und -sorten im Samengarten wachsen, blühen und fruchten. Seit 2016 führen die Söhne Til, Tizian und Tulipan den Betrieb. Mit einer simplen Strategie, wie Tulipan Zollinger erklärt. «Die Philosophie unseres Familienunternehmens ist einfach: Wir züchten robuste, ertragreiche Pflanzen mit viel Geschmack.» So achten sie auch darauf, möglichst viel selber zu machen: Das Dreschen, Reinigen und Abpacken der Samen passiert alles auf dem Hof. www.zollinger.bio

Bergläufe im Wallis begeistern Profis und Amateure

Bergläufe der Superlative Wallis | Ein 360 Kilometer langer Trail von Oberwald im Goms bis nach Le Bouveret am Genfersee! Mit diesem Lauf vom 2. bis am 9. September 2018 kommt ein weiterer Höhepunkt zur Serie der mythischen Swiss-Peaks-Läufe im Wallis dazu. Auch bei den Golden Series ist das Wallis am 12. August mit dem Lauf SierreZinal präsent. Er steht Profis und Amateuren offen. Ebenfalls beliebt der Ultra-Trail Verbier St-Bernard, der dieses Jahr am 7. und 8. Juli stattfindet. www.swisspeaks.ch www.sierre-zinal.com www.trailvsb.com

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E N ER ST 13 Fotos Photovf.com / Valentin Flauraud, Jürg Waldmeier, HO (2)

Brücke für Mutige

Mit 494 Metern ist die Hängebrücke bei Randa die längste der Welt.

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Walliser Whisky-Wunder Ardon | Zwei Dinge hätte der WhiskyProduzent Alex Delaloye nicht erwartet, als er im Jahr 2000 begann, Whisky zu brennen. Zum einen, dass sein Whisky 2005 an der Eurowhisky zum besten Whisky des Jahres gewählt wird. Zum anderen, dass ihm seine schottischen Konkurrenten danach die Polizei nach Hause schicken würden, um zu überprüfen, ob das auch wirklich Whisky war, was er da herstellte. «Ich war zugleich schockiert als auch geschmeichelt», sagt Delaloye. Sein Whisky bestand die Prüfung, und noch heute überzeugt der 60-Jährige mit seinem sogenannten «Swhisky» (Swiss Whisky). Er, der hauptberuflich als Physiotherapeut arbeitet, ist keinem so grossen Druck ausgesetzt wie andere Produzenten. Delaloye kann seinen Whisky so lange lagern, wie er möchte. Zudem glaubt er, dass die fruchtige Note in seinem Whisky ankommt – besonders bei Frauen. Neben Whisky produziert Delaloye Gin, Wodka und seit 35 Jahren auch Wein. Wie bringt man das alles unter einen Hut? «Mit sehr viel Passion!» www.maisonlesvignettes.ch

Seit 18 Jahren braut Alex Delaloye seinen eigenen Whisky.

Ein Fluss wehrt sich Der Dok-Film «Dans le lit du Rhône» erzählt die Geschichte eines Flusses, der neue Wege geht. Wallis | Es war im kanadischen Montreal, als die Walliser Filmemacherin Mélanie Pitteloud von der 3. Rhonekorrektion erfuhr und ihr Interesse für den Fluss geweckt wurde. Sie, die die Rhone früher keines Blickes würdigte, begann nach ihrer Rückkehr ins Wallis zu recherchieren – und war betroffen vom eingezwängten Leben, das die Rhone fristen muss. Mit der Rhonekorrektion laufen infolge schlimmer Überschwemmungen derzeit riesige Bauarbeiten, um das Flussbett zu vergrössern und zu revitalisieren. Pitteloud wollte die bewegte Ge9

schichte der Rhone nacherzählen. Entstanden ist dabei der Dokumentarfilm «Dans le lit du Rhône», in dem sie verschiedene Akteure zu Wort kommen lässt: Bauern, die dadurch mit der Enteignung von fruchtbarem Land rechnen müssen, sowie eine Biologin, die sich eine revitalisierte Rhone wünscht. Trotz verschiedener Perspektiven müssen sich alle der Frage stellen: Wie steht es um unser Verhältnis zur Natur? Der Film läuft in verschiedenen Kinos der Schweiz. www.goldeneggproduction.ch/portfolio-item/rhone-fr


Die Marke Wallis garantiert beste Aprikosen-Qualität.

Fotos Christian Pfammatter, Kenny Carrillo / EyeEm, HO

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Aprikosen essen – und feiern Saxon | Gibt es eine süssere, sanftere, samtigere Frucht als die Aprikose? Sie ist der Inbegriff des Sommers, der Wärme und des Geniessens. Sie braucht ein Übermass an Sonne, und deshalb stammen 96 Prozent der Schweizer Aprikosen aus dem Wallis. Der warme, sandige Boden des Rhonetals, das reine Gletscherwasser zur Bewässerung und das ideale Mikroklima sorgen seit jeher für eine wunderschöne Färbung und die intensiven Aromen der Aprikosen. Die Marke Wallis garantiert eine Mindestfruchtgrösse und einen Mindestzuckergehalt sowie die Einhaltung strikter Sozial- und Umweltnormen. Da die zahlreichen Sorten unterschiedliche Reifezeitpunkte aufweisen, sind Walliser Aprikosen den ganzen Sommer über erhältlich! Die ersten auf dem Markt sind Orangered und Vick Royal, dann folgen Goldrich/Jumbo Cot und Luizet und schliesslich die spät reifenden Sorten wie Bergarouge, Kioto, Bergeron oder Tardif de Tain. Vom 20. bis 22. Juli findet in Saxon das Aprikosenfest statt – hingehen und geniessen. www.saxontourisme.ch

Val d’Anniviers | Der Rundgang Parcours Anniviard im Val d’Anniviers präsentiert Themen aus der Geschichte des Tals entlang von Posten, die mit einmaligen Sehenswürdigkeiten verbunden sind. Der historische Rundgang von Anniviers lädt zu einer Entdeckungsreise durch die Dörfer ein, die mit ihrem baulichen Erbe und dem Leben der Einwohner beeindrucken. Der Weg beginnt mit der Besichtigung der Quartiere der Anniviarden in Sierre und endet mit einem Posten zur Religionsausübung in Chandolin. Für die vorgeschlagene Strecke im Val d’Anniviers benötigt man etwa drei Stunden: neunzig Minuten für die Autofahrt und neunzig Minuten für die Besichtigung der verschiedenen Posten. Das Buch zum Rundgang ist für zwanzig Franken in den Verkehrsbüros erhältlich. www.valdanniviers.ch

Die Route d’Anniviers versetzte frühere Besucher in Schrecken. 10

N au eue c Ar h En k w in e ill tell rgie da ige qu be nt el i u e N len nt e e er tze rfo st üt – T rde ze he rn n.

Geschichte eines Tals

Energie intelligent nutzen Sion | The Ark – die Stiftung für Innovation im Wallis will Digitalisierung und Energie näher zusammenbringen: Mit dem Smart Energy Portal wird eine neue Informations- und Datenaustauschplattform für die Digitalisierung im Energiemarkt realisiert. Das Ziel ist, Informationen für Fachleute und für interessierte Personen zur Verfügung zu stellen. Die Smart-Energy-Thematik wird auch an einer jährlichen Veranstaltung aufbereitet, dem nationalen Thementag Smart Energy, der 2018 am 31. August in Sion stattfindet. Das Wallis ist ein wichtiger Erzeuger für Wasserkraft, verfügt über ein Freiluftlabor (BlueArk Entremont) sowie zahlreiche akademische Kompetenzzentren (eEnergy Center, EPFL Valais Wallis, HES-SO Valais Wallis) und positioniert sich deutlich bei der Digitalisierung von Energie. Der Energiemarkt befindet sich in ständigem Wandel, erneuerbare Energien werden wichtiger. Gerade damit steigert sich der Bedarf an neuen, digitalen Lösungen, um die Energie sinnvoll und effizient zu nutzen und sie dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird. www.smartenergyportal.ch


Der Chronist der Freiheitsliebenden Wilfried Meichtry hat einen erfolgreichen Film über Katharina von Arx und Freddy Drilhon gedreht. Wallis | Der Walliser Wilfried Meichtry glaubte zuerst, er sei einer «Lügenbaronin» begegnet, als er Katharina von Arx das erste Mal traf: «Die 83-jährige Frau zeigte uns ihr eindrückliches Haus und erzählte unglaubliche Geschichten. Sie habe als junge Frau mit Auto-, Schiff- und Flugzeugstopp die Welt umrundet, sei in Indien in den Harem eines Maharadschas geraten, habe in Japan ﹤Vo Luzärn gäge Wäggis zue﹥ am Radio gesungen und in Neuguinea Kannibalenstämme besucht.» Nach zwei Gesprächen und einem längeren Augenschein in ihrem Archiv konnte Meichtry sein Glück kaum

fassen: «Vor mir lag ein überaus spannender Stoff mit einer eindrücklichen Protagonistin. Bei unserem dritten Besuch stellten wir die Kamera auf, ich begann die alte Dame zu interviewen, und wir begannen von einem Kinofilm über das Leben der Katharina von Arx zu träumen.» Der Traum wurde 2017 wahr, doch statt eines reinen Abenteuerfilms wurde daraus die Doku-Fiktion «Bis ans Ende der Träume» über die Beziehung von Katharina von Arx mit ihrem Ehemann Freddy Drilhon. Bereits zwei Jahre vorher hatte der Historiker, Schriftsteller, Drehbuchautor und Filmemacher 11

das Buch «Die Welt ist verkehrt, nicht wir» über die beiden Filmprotagonisten veröffentlicht. Leider erlebte Katharina von Arx den Film nicht mehr, ist sie doch 2013 gestorben. Bekannt wurde Meichtry bereits 2007 mit dem Buch «Verliebte Feinde», welches das Leben von Iris und Peter von Roten nachzeichnet, die beide für Frauenrechte einstanden. Das Buch wurde ebenfalls verfilmt. Auch als Biograf von Mani Matter machte sich Meichtry einen Namen, und er kuratierte verschiedene Ausstellungen. www.bis-ans-ende-der-traeume.ch


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GLETSCHERROUTE Entlang zweier Gletscher, heimeliger Dörfer und mächtiger Viertausender – der Rundkurs Stoneman Glaciara bietet keine Erholung, aber sehr viel Vergnügen. Text: Monique

Ryser

Fotos: Pascal

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Stoneman-Biker auf der Moosfluh, hoch Ăźber dem Aletschgletscher.

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1 Hochalpine Landschaft auf dem Trail. 2 Rast am Aletsch­ gletscher. Der Stoneman ­Glaciara führt auch am Fiescher­ gletscher vorbei. 3 Durchfahrt durch den alten Dorfkern von Bellwald. 4 Wer einen Pokal gewinnen will, muss gut trainiert sein – doch der Trail macht allen Spass.

anchmal muss man schnell sein und gleich handeln: Es dauerte nur wenige Stunden, bis Romeo Volken eine ungefähre Streckenführung beisammenhatte, um seine Region ins Stoneman-Netz aufnehmen zu lassen. Nach einem Vortrag an einem BikeKongress über das Konzept der Stoneman-Biketrails war ihm klar, dass das Wallis mitmachen musste. Nach dem Kongress verfeinerten Romeo Volken und Robert und René Diezig den Streckenplan und schickten die Bewerbung ab. Der Zuschlag kam kurz vor Weihnachten 2016, die beteiligten Gebiete Landschaftspark Binntal, Goms, Aletsch Arena und Bellwald machten es möglich, dass ein halbes Jahr später der 127 Kilometer lange Stoneman Glaciara eingeweiht werden konnte. Er hatte sich gegen andere Kandidaten in der Schweiz durchgesetzt. Die Idee ist einfach und hat Erfolg: Die Stoneman-Rundstrecken sind nicht nur für einen Event geöffnet, sondern sollen den Fans des Mountainbikens die ganze Sommersaison zur Verfügung stehen. «Wichtig war mir, dass dies ein neues ­Angebot für den sanften Tourismus ist. Die meisten werden für mehrere Tage kommen, hier auch übernachten und das Wallis in all seinen Schönheiten geniessen», so der umtriebige Bellwalder. Stoneman-Trails gibt es bereits in den Dolomiten und im Erzgebirge, sie führen alle durch landschaftlich spektakuläre Gebiete, und pro Land gibt es nur einen. «Wir sind wirklich stolz, dass wir die Schweiz in diesem Netz vertreten dürfen», freut sich Romeo Volken. Und fügt an, dass es auch der Einzige sei, der gleich an zwei Gletschern vorbeiführe – 15

weshalb ihm auch der Zusatz Glaciara gegeben wurde. Der 38-Jährige ist ein begnadeter Biker, war Mitglied des Swiss National Teams und vertrat an einer Welt- und einer Europameisterschaft die Farben der ­ Schweiz. Er initiierte nicht nur den Stoneman Glaciara, sondern auch das Bellwalder Downhill-Rennen, an dem bis zu 400 Leute teilnehmen. Dieses Jahr findet es bereits zum zwölften Mal statt, wie immer in der ersten Oktober-Woche. Romeo Volken betreibt in Bellwald die Bike-Unternehmung Rodeo Bike mit Shop und Guiding Service, selber ist er ausgebildeter Swiss Cycling Guide. «Das Wallis hat 8000 Kilometer Singletrails – da gibt es viel zu entdecken», verspricht er. Der Stoneman Glaciara hat aber natürlich einen besonderen Platz in seiner persönlichen Bestenliste: Die StonemanGlaciara-Route führt über drei ausgewogene Etappen hinauf zum Eismeer des Grossen Aletschgletschers und zurück nach Mörel. Mit knapp 1600 Höhenmetern folgt der Königsanstieg: Eine alte Militärstrasse führt steil rauf zum 2451 Me­ ter hohen Breithornpass. Es folgt die ­Abfahrt ins Binntal, der Schatzkammer für Bergkristalle und über 200 andere Mineralien. Immer der Rhone entlang geht es danach in Richtung Obergoms – entlang uralter, mystischer Dorfkerne, geschichtsträchtiger Denkmäler und einladender Cafés. Dass das Wallis nicht nur mit hohen und schönen Bergen glänzt, sondern auch durch die einma­ lige Holzarchitektur und Stimmung in den typischen Walliser Dörfern mit den braun gebrannten Chalets, war ein Grund, dass diese Region ins Netz aufgenommen wurde.


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1 Die Römerbrücke in Binn. 2 Roland Stauder, Gründer des Stoneman, auf dem Trail. Um das Wild zu schützen, starten die Biker erst nach Sonnenaufgang. 3 Die alten Dorfkerne des Goms sind kulturelle Höhepunkte auf der Strecke. 4 Das Matterhorn, einmal aus anderer Perspektive.

Wie man den Rundkurs absolviert, ist jedem selber überlassen. «Die Teilnehmer starten, wo sie wollen, und sie nehmen sich die Zeit, die ihnen entspricht. Die Route des Stoneman Glaciara ist vollständig beschildert.» Wer als Stoneman «geadelt» werden und gar einen Pokal gewinnen will, besorgt sich das Starterpaket mit Stempelkarte, um die Absolvierung des Rundkurses zu bestätigen. Er muss ihn in maximal drei Tagen absolvieren. «Die Strecke in einem Tag zurückzulegen, ist nur für Athleten», warnt Volken. In drei Tagen schaffen es aber auch routinierte Biker mit Trail-Erfahrung. Volkens Höhepunkte der Route sind die Abschnitte von Bellwald ins Fieschertal: «Ein richtiger Singletrail mit Wurzeln und Steinen.» Auch vom Märjelen zurück auf die Fiescheralp sei spektakulär, wer es schnell und rassig möge, werde beim ­Abstieg Moosfluh nach Mörel glücklich. Damit auch die Ruhezeit genossen werden kann, sind über die Website die verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten aufgelistet. Insgesamt 18 Übernachtungs- sowie 12 Servicepartner befinden sich direkt an der Strecke. Ziel der Stoneman-Strecken sei, die Biker zu motivieren, an ihre Grenzen zu gehen und andere Regionen kennenzulernen. «Der Pokal ist so ausgestaltet, dass ihm ein zweiter oder dritter gewonnener obenauf gesetzt werden kann.» Romeo Volken ist überzeugt, dass die einzelnen Gebiete voneinander profitieren. «Ich erhoffe mir auch, dass die Fahrer des Stoneman Glaciara erkennen, welche Schönheiten und welche Möglichkeiten das Wallis Bikern bietet.» Denn: Das Wallis ist das perfekte Abenteuerland, eine unermessliche Spielwiese an Trails. Hier

führen bestens markierte MountainbikeStrecken vorbei an sprudelnden Bergbächen und Alpseen oder schlängeln sich über Bergflanken und durch dichte Wälder. Dank den öffentlichen Verkehrsmitteln und Bergbahnen stehen unzählige Möglichkeiten offen, um Touren für jedes Niveau zu planen. Es gibt leichte Touren wie Courtavey Bike, eine 12,4 Kilometer lange Tour zwischen Crans-Montana und den Alpweiden etwas ausserhalb. Oder die 12,7 Kilometer lange Biketour Schwarzsee–Zermatt, die sich fürs gemütliche Fahren eignet, ideal auch für Familien. Mittlere Touren hat es übers ganze Wallis verteilt, so etwa die Alpentour Route du Lait – eine angenehme Tour, die von der Bergstation der Seilbahn Champéry-Croixde-Culet über Lapisa nach Champéry zurückführt und wunderschöne Sicht auf die Dents Blanches bietet. Die legendäre Schweizer Mauer (Chavanette) kann für einmal ohne Schnee und Buckel bezwungen werden! Wer sehr gut trainiert ist und sich den Viertausendern nähern will, wählt die Strecke Valais Alpine Bike – keine andere Route kommt so nahe an die imposanten Viertausender heran. 143 Kilometer von Verbier nach Chandolin, einige Teile der Strecke sind identisch mit dem legendären Bike-Rennen Grand Raid von Verbier nach Grimentz. Dieser Bike-Marathon ist nicht nur der älteste und einer der eindrücklichsten der Alpen, sondern auch einer der prestigeträchtigsten überhaupt. Die beste Zeit, sich auf einen alpinen Trail zu machen, beginnt im Juni. Auch der Stoneman Glaciara öffnet am 15. Juni. Infos: www.stoneman-glaciara.com www.valais.ch/bike 16

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Revolutionäre im Lötschental Frischer Wind im abgelegenen Weiler: ­ Trotz seinem 150-Jahr-Jubiläum ist im Hotel Nestund Bietschhorn vieles neu. Die Gastgeber holen mit innovativen Methoden mehr Gäste ins Tal.

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Text: Manuela Enggist Fotos: Kurt Reichenbach

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ie Tür geht auf. Ein Junge stürzt – dicht gefolgt von seinem Bru­ der – grinsend in die Gaststube herein. Er hält ein Flugzeug aus Lego in der linken, einige Servietten in der an­ deren Hand. Der vierjährige Noé und der eineinhalbjährige Luc sind die Söh­ ne von Esther Bellwald und Laurent Hubert – dem Hotelierpaar vom «Nestund Bietschhorn» – und die heimlichen Stars im elterlichen Betrieb. Die beiden toben durch das Hotel, helfen beim ­Getränkeauffüllen, verlegen die Kassen­ bons und bringen mit ihren Spässen die Gäste zum Lachen – genau wie einst ihre Mutter. Das Genusshotel Nestund Bietschhorn, am Dorfeingang von Blatten gelegen, eingebettet zwischen Berner und Walliser Alpen, feiert in die­ sem Jahr sein 150-Jahr-Jubiläum. 1868 erbaut, um den zu Berge gehenden Eng­ ländern und der wachsenden Zahl an Touristen Unterkunft zu bieten, ist es heute das älteste Hotel im Lötschental. Esther Bellwald ist zwei Jahre alt, als ihre Eltern das Hotel übernehmen. Sie wächst im Betrieb auf, lebt und liebt die

Gastronomie schon früh. Ihren Mann lernt sie vor 21 Jahren am Herd in einer Lausanner Hotelküche kennen: Sie ar­ beitet am Fleischposten, er ist für den Fisch zuständig. Der gebürtige Franzose und die Walliserin werden ein Paar, arbeiten in renommierten Betrieben, ­ ­bereisen die Welt und kehren 2011 zu Bellwalds Wurzeln ins Lötschental zu­ rück. Während sechs Jahren pachten sie den Betrieb, bevor sie sich für den Kauf entscheiden. «Wir mussten erst ­herausfinden, ob wir hier eine Zukunft haben. Uns war klar, dass wir viel inves­ tieren müssen, um mit einem Traditions­ betrieb wie diesem konkurrenzfähig zu bleiben», sagt Bellwald am späten Nach­ mittag in der Gaststube, während die Kinder beim Vater in der Küche spielen. Für die ausgebildete Köchin und Ab­ solventin der Hotelfachschule Thun war klar, dass sie zu unüblichen Mitteln greifen müssen, um hier zu überleben. Sie gründen 2011 zusammen mit den Partnerhotels Edelweiss und Breithorn in Blatten die Hotel- und Tourismus­ kooperation Die Lötschentaler, zu der 18

3 1 Die Gastgeberfamilie in ihrer Gaststube: Hotelière Esther Bellwald mit Sohn Luc auf dem Arm, Küchenchef Laurent Hubert mit Noé. 2 Überbleibsel erinnern an die Bergsteiger von früher. 3 Tschäggättä im Kleinformat: Die für das Lötschental typischen Masken aus Arvenholz, Ziegen- oder Schafspelz baumeln als Anhänger an den Zimmerschlüsseln.


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4 1 Die jahrhundertealten Holzw채nde kamen bei Renovationsarbeiten zum Vorschein. 2 Die Uniform trug fr체her ein Herrgottsgrenadier. 3 Das Paar lernte sich bei der Arbeit kennen. 4 Kreation von Laurent Hubert: Rumpsteak-Medaillon vom LimousinNatura-Beef aus Raron mit Portwein-Jus, B채ckerinnen-Kartoffeln und Gem체se.

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Die Gastgeber greifen zu unüblichen Mitteln, um mehr Gäste ins Lötschental zu locken heute auch der Campingplatz auf der Fafleralp gehört. Mit gemeinsamen Investitionen und Marketingstrategien wollen die Betriebe die Kosten senken, gemeinsam mehr Gäste ins Lötschental holen und somit neue Investitionsmöglichkeiten schaffen. «Wir sind eine kleine Tourismusdestination. Alleingänge sind hier schwierig», erklärt die 40-Jährige die enge Zusammenarbeit im Tal. Die Kooperation wirkt sich positiv aus. Seit dem Sommer 2017 können alle drei Hotels komplett renovierte Zimmer anbieten. Im Hotel Nest- und Bietschhorn brachten diese Umbauarbeiten gut gehütete Geheimnisse zutage: Unter Schichten von Gips und Täfer kamen dunkle Holzwände zum Vorschein. Diese gehörten wohl zum «Egguhuis», einem alten Bauernhaus, das von einer Lawine teilweise zerstört und danach abgerissen worden war, um Platz für das Hotel zu machen. Die verwertbaren Holzteile wurden beim Hotelbau wiederverwendet und können heute in zwei Schlafzimmern bewundert werden. Es sind überraschende Funde wie diese, welche die Hoteliers antreiben. Und die Leidenschaft für ihr Handwerk. Der gelernte Koch Hubert hat über die Jahre seinen ganz persönlichen Stil entwickelt: Der 46-Jährige vereinigt lokale, frische Produkte aus dem Lötschental mit ein wenig nordfranzösischer Tradi21

tion aus seiner Heimat zu aussergewöhnlichen Kreationen, die ankommen. 2018 wurde Hubert mit 15 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet. Auch die konsequente Ausrichtung auf Walliser Weine wurde von GaultMillau mit einem Platz u ­ nter den zehn besten regionalen Weinkarten der Schweiz gewürdigt. Das weit gereiste Paar ist überzeugt, dass ein kleiner Betrieb, wie sie ihn ­führen, auch in einem abgelegenen Tal funktionieren kann. «Gutes Essen und ehrliche Gastronomie kann man überall machen. Wenn man die Gäste überzeugt, nehmen sie auch eine längere ­Anreise auf sich», so Hubert. Und die Gastgeber setzen dem i-Tüpfelchen gerne noch eins obendrauf: Im Sommer findet regelmässig das Frühstück am Bach statt, und in jedem Zimmer wartet ein Rucksack mit Proviant auf die Gäste, der sie auf den Wanderungen begleitet. Zudem bietet die Ruhe und intakte ­ Landschaft im Tal die richtige Auszeit für jemanden, der sich in familiärer Atmosphäre erholen will. Das ist Bellwald besonders wichtig: «Wir wollen, dass sich unsere Gäste genauso wohlfühlen wie unsere Kinder, die hier frei herumspringen können.» Ihr Blick folgt ihrem Sohn Noé, der wieder in der Gaststube am Herumwuseln ist und dem Kellner beim Abräumen hilft. Das Gastgeber-Gen scheint ihm gewiss.


DAS M A N A DE R B ER G E Er kam, sah und befand, das sei der schönste Trip des Jahres gewesen. Der hawaiianische Surfstar Kai Lenny auf Besuch im Wallis. Ryser

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Text: Monique

Kai Lenny mit dem Segel fürs Kiteboard am Riffelsee mit Blick auf das Matterhorn. «Hier zu surfen – amazing.»

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Fotos: David

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ai Lenny ist ein Star: Der 24-jährige Hawaiianer von Maui ist Wellenreiter, Stand-up-PaddlingWeltmeister, Kite- und Foilsurfer. Und hat er ein passendes Brett, schafft er auch problemlos jeden Schneehang. Auf Einladung seines Sponsors TAG Heuer hat er das Wallis besucht und dabei nichts ausgelassen. Obwohl er mit dem Vulkan Haleakala einen 3000er gleich vor der Haustür hat, war er tief beeindruckt von den Bergen und der Landschaft. Und: Die Bilder, die er von seinem Trip auf Facebook postete, gehören zu den am meisten gelikten seiner Posts. Deshalb möchte er bald wieder Inseln gegen Berge tauschen. Von Hawaii ins Wallis: Was war das überraschendste, als Sie hier eintrafen? KAI LENNY: Ich war das erste Mal im

Wallis und in Zermatt. Alles war irgendwie anders: verkehrsfreie Strassen, durchs Dorf laufende Ziegen. Und doch war es auch vertraut: Auf Maui laufen die Hühner und Gockel frei durch die Städte. Die Temperatur hingegen war eine Herausforderung, bei uns auf Hawaii ist es halt immer warm. Für immer in meiner Erinnerung eingebrannt bleibt aber der erste Blick aufs Matterhorn! Ozean und Berge – gibt es da eine Verbindung? KL: Wenn ich mit dem Foilboard weit

draussen auf dem Meer in hohen Wellen surfe, dann gibt mir das ein bisschen das Gefühl, ich sei von Bergen umgeben. Als ich im Wallis aber vor diesen imposanten Alpen stand, fühlte ich das Mana – die Kraft, die von ihnen ausgeht.

Sie sind auf einem Bergsee aufs Brett gestiegen. Wie war das? KL: Das Wasser ist das verbindende Ele-

ment. Sogar auf dem Snowboard fühle ich mich zu Hause – Schnee ist ja nichts anderes als gefrorenes Wasser. Auf Hawaii haben wir viel Wind, der uns erlaubt, auf den Wellen zu surfen. Mit dem richtigen Equipment habe ich aber auch auf einem wellenlosen Bergsee sehr viel Fun. Auf Hawaii gibt es eindrückliche Vulkane, zum Beispiel den 3055 Meter hohen Haleakala auf Maui, der ebenfalls manchmal mit Schnee bedeckt ist. Der Unterschied zu den Alpen? KL: Wir sind mit dem Helikopter durch

die Wolken und über die Berge geflogen, und ich war überwältigt von dieser Kraft, von den extremen Formen, die die Natur hier gestaltet hat. Es war einfach fantastisch. Das Wallis, Zermatt und die Schweiz gehören zu den schönsten Plätzen, die ich auf meinen Reisen je gesehen habe. Ich wäre begeistert, wenn ich bald zurückkehren könnte. Wie haben Sie Ihren Freunden zu Hause das Wallis beschrieben? KL: Ich habe zu ihnen gesagt, stellt euch

vor, auf ein Gemälde zu schauen. Das Grün ist so lebendig, der Himmel ist superblau, und die Seen haben ganz eigene Farben. Was hat Ihnen am meisten gefallen? KL: Wir wanderten auf schmalen Berg-

graten, dann gings mit dem Snowboard über Gletscher, gefolgt von einem Sprung mit dem Paraglider, Kitesurfing am Fuss des Matterhorns und Foilsurfing auf dem Genfersee. Wow – ich müsste nochmals zurückkommen, um sagen zu können, was das Schönste von allem war! 24

«Sogar auf dem Snowboard fühle ich mich zu Hause», so der Hawaiianer.


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1 Kai Lenny wurde von Geissen auf der Dorfstrasse in Zermatt empfangen. 2 Wasser ist sein Element – in welcher Form auch immer. 3 Lenny ist ein Star in der Surfszene und bereist die ganze Welt – die ein Dorf ist: Fotograf David Carlier fand heraus, dass er vor 20 Jahren auf Hawaii sein Nachbar war.

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Marco da Silva von der Rebschule Germanier in Conthey präpariert die neuen Setzlinge, um sie aufs Feld zu pflanzen.

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Rebschule 24 Arbeitsschritte sind nÜtig, bis aus alten Reben ein neuer Setzling entsteht. Einmal im Weinberg eingepflanzt, trägt der Rebstock jahrzehntelang Trauben. Fotos: Sedrik 27

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1 Die Triebe werden mit Paraffin vor Austrocknung geschützt. 2 Angela Teixeira Pica schneidet die Zweige – Edelreiser genannt – auf ein Auge zurück. 3 Jeder Zweig wird im 14-monatigen Prozess mehrfach in die Hand genommen. 4 Nach dem Pfropfen werden die Stecklinge in Sägemehl gelagert.

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Die Veredelungsstellen der Stecklinge werden im Treibhaus zum Zusammenwachsen angeregt. Filipe Caeiro Fialho beim Verladen der Kisten.

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Eric Germanier auf einem seiner Felder im Weiler Erden in der Gemeinde Conthey im Unterwallis.

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In der Rebschule wird eine Fruchtfolge eingehalten. Dazu tauscht Germanier auch Land mit einem Bauern aus der Nachbarschaft ab.

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RĂźckschnitt der Reben Anfang Jahr. Dabei werden auch die Edelreiser entnommen, aus denen es neue Pflanzen gibt.

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Text: Monique

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as Wallis ist mit 4 825 kultivierten Hektaren der wichtigste Schwei­ zer Weinbaukanton. Rund drei Prozent der Fläche werden jährlich er­ setzt. Eric Germanier ist einer von fünf Walliser Spezialisten, die in ihren Reb­ schulen Jungpflanzen heranziehen. Es ist eine harte Arbeit, Germaniers schwieli­ gen Hände zeugen davon. Es erfordert ein immenses Fachwissen, grosse Exakt­ heit und Sauberkeit. «24 Einzelschritte sind nötig, bis die Jungpflanzen in den Verkauf kommen», erklärt Germanier. Die Arbeit beginnt im Spätherbst: Dann nämlich kommen Spezialisten des Bun­ des und kontrollieren sowohl das ge­ plante Anbaufeld als auch die bestehen­ den Reben, deren Triebe für die Jung­ pflanzen verwendet werden. Die Kontrolle dient der Sortenechtheit und -reinheit, aber auch dem Ausschluss von Viruserkrankungen. Beim Rückschnitt der Reben im Januar/Februar werden dann die Triebe, im Fachjargon Edelrei­ ser genannt, entnommen. Germanier und seine zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schneiden diese auf ein Auge pro Zweig zurecht und sammeln sie nach Sorten. «Fällt ein Teil auf den Boden, lassen wir es liegen. Die Gefahr, dass wir Sorten verwechseln und etwas in eine falsche Kiste kommt, ist zu gross», erklärt Germanier. «Bei uns ist alles eti­ kettiert. Wirklich alles! Wir sind die Spe­ zialisten der Etiketten, alle haben immer welche in den Taschen.» Um eine gesunde Pflanze zu erhalten, wird die beste Wurzelsorte mit der bes­ ten Fruchtsorte verbunden. Die Wurzel­ sorte dient also als Unterlage für die Edelreiser, die mit einer Maschine aufge­ pfropft werden. Bei Germanier sind die Unterlagsstängel eine robuste amerika­ nische Sorte, die er aus Frankreich be­

zieht. Das Pfropfen erfolgt mittels zwei­ er Einschnitte, um die beiden Teile inei­ nanderzustecken. Sofort wird die Ver­ edelungsstelle in Paraffin getaucht. Denn: «Die grösste Gefahr ist die Aus­ trocknung.» Die Stecklinge lagern dann in Kisten mit gewässertem Sägemehl in einem auf dreissig Grad aufgeheizten Raum. Damit wird das Zusammenwach­ sen forciert. Ab ungefähr Mitte Mai kommen sie dann aufs Feld, wo sie den Sommer über gut zusammenwachsen können. Die Bewässerung erfolgt mit ei­ nem unterirdischen System, der Boden ist mit Plastik abgedeckt. Im November ziehen Germanier und seine Leute die Jungpflanzen sorgfältig aus dem Boden. Noch einmal wird jede Einzelne in die Hand genommen und mit Druck des Dau­ mens überprüft, ob die Veredelungsstel­ le auch gut verwachsen ist. Zudem brau­ chen die Wurzeln einen Rückschnitt. «Meist gibt es zwanzig bis dreissig Pro­ zent Ausschuss», so der Spezialist. In den Verkauf kommen rund 300 000 Stück. Und wie viel kostet eine Jungpflanze? «3.40 Franken», so Germanier. Die am meisten verkauften Sorten sind Pinot Noir und Chasselas, gefolgt von Sylvaner und Heida. Pinot Noir und Chasselas sind auch die am häufigsten angebauten Sorten, wachsend ist aber seit Jahren der Anteil der einheimischen Varietäten Petite Arvine, Cornalin, Hei­ da und Humagne Rouge. Die Walliser Rebschulen tragen zusammen mit dem kantonalen Amt für Weinbau und Agro­ scope Changins und Wädenswil ihrem Erbe Sorge und haben bei Eric Germa­ nier die Sélection Valais angebaut, Hun­ derte von Reben der einheimischen Sor­ ten, die den Fortbestand des eigenen Erbes sichern sollen und gemeinsam ge­ hegt und gepflegt werden. 35

Eric Germanier hat die Rebschule vom Vater übernommen. «Die zehn langjährigen Angestellten sind unser Kapital, sie haben grosses Fachwissen.»


A PI M LY

Skirennfahrer | «Unser Land eignet sich hervorragend, um Olympische Winterspiele durchzuführen, da das Herz des Wintersports in der Schweiz und im Wallis liegt. Sion 2026 ist ein Top-Dossier, das auf Einfachheit und Nachhaltigkeit beruht. Der Grossteil der Infrastrukturen steht schon. Die Stimmung bei meinen Wettkämpfen an den Olympischen

Spielen in Pyeongchang war leider gleich null. Ich habe mich wie bei einem Europacup-Rennen gefühlt. Im Wallis gäbe es ein Volksfest für die ganze Schweiz. Auch für mich persönlich wäre es fantastisch, wenn die Spiele direkt vor meiner Haustür stattfinden würden. Das würde mich riesig freuen und könnte zu meinem Karrierehöhepunkt werden.»

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Fotos Keystone / Gian Ehrenzeller, Keystone / Anthony Anex, Valeriano Di Domenico, Remo Naegeli

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r a m on z enh äu sern


«Packen wir die Chance» Olympiasieger, Sport-Ikonen und der Sportnachwuchs aus dem Wallis und der Schweiz sind sich einig: Sion 2026 muss Realität werden, damit die Olympischen Winterspiele endlich in die Schweiz zurückkehren.

pat b u r ge n e r

M él a nie Meill ard

Daniel yule

Snowboarder / Halfpipe | «Wir Spitzenathleten träumen alle von Olympia, und Pyeongchang war das Grösste für mich. Die Schweiz hat die Schneesporttradition, das Know-how und die Fähigkeit, die Spiele zu veranstalten. Ich wäre dann über 30, aber ich würde bis 2026 weitermachen! Und schon mal 2022 in China für unser Land eine Medaille holen.»

Skirennfahrerin | «Die Walliserinnen und Walliser sind leidenschaftliche Menschen und würden die Olympischen Spiele zu einem grandiosen Fest machen, da bin ich absolut überzeugt. Ich denke, dass es eine wunderbare Ambiance wäre. Schon nur an Weltcuprennen sieht man ja, wie viele Menschen uns unterstützen.»

Skirennfahrer | «Ich glaube, es wäre eine gute Möglichkeit zu zeigen, dass das Wallis so einen Grossevent nachhaltig durch­führen kann. Wir haben hier auch sonst viel zu bieten: Das Panorama ist wunderschön, der Wein ausgezeichnet, und ein richtiges Raclette gibt es nur im Wallis.»

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Lu c a Aerni

Didier Cuche

Skirennfahrer | «Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele im Wallis wären grossartig. Vor allem jetzt, wo ich das erste Mal dabei war und weiss, wie es ist, ist es noch viel mehr mein Wunsch. Acht Jahre sind zwar noch eine lange Zeit, doch die Spiele in der Heimat wären ein Grund für mich, bis dann weiter Ski zu fahren. Es wäre der ­perfekte Schlusspunkt für meine Karriere.»

Skirennfahrer | «Ich hoffe, dass sich das Wallis oder die Schweiz für die Olympischen Spiele entscheidet. Die Schweizer mögen Sport und machen gute Stimmung, man sieht dies in Adelboden, Wengen, aber auch in Basel beim Tennisturnier. Für uns Sportler wäre es toll! Familie, Freunde und Fans würden zu den Wettkämpfen kommen und sie für uns unvergesslich machen.»

Ehemaliger Skirennfahrer | «Wir haben das Know-how, um solche Spiele durchzuführen. Das IOC hat die Richtlinien angepasst, die Spiele sollen zurück zu einer normalen Grösse finden, und dies ist unsere Chance. Es ist an der Zeit, dass wieder mal ein alpines Land die Spiele durchführt. Ich denke da an Lillehammer 1994 – diese Spiele waren sehr gut besucht. Das können wir auch!»

R o l a n d Co l lo mbin

da niel albrecht

Benjamin w eger

Ehemaliger Skirennfahrer | «Das Wallis ist der ideale Ort für Olympische Winterspiele! Sind wir ehrlich – viel besser als China oder Korea. Für uns bietet sich die Chance, unser Land und im Speziellen das Wallis der Welt zu zeigen. Das ist für den Tourismus Gold wert. Olympische Spiele sind einmalig – für die Athletinnen und Athleten und die Zuschauer. Packen wir die Chance!»

Ehemaliger Skirennfahrer | «Uns geht es um den Sport. Für Bestleistungen braucht es ideale Wettkampfbedingungen, nicht Protz und Prunk. Wir wollen Pioniere sein und das Olympische Komitee wieder auf den richtigen Weg führen – einen sportlichen. Nachhaltig wird nicht nur die Infrastruktur sein, sondern auch die Emotionen – die bleiben ewig in Erinnerung.»

Biathlet | «Die Olympischen Spiele wären eine Chance für das Wallis, die Schweiz und unsere Athleten. Als Sportler ist es eine einmalige Gelegenheit, im eigenen Land an Olympischen Spielen teilzunehmen – dies würde eine grosse Euphorie auslösen. Zudem ist das Wallis der optimale Standort, hat es bei uns doch die Infrastruktur, die Erfahrung und nicht zuletzt sehr gute Athleten.»

Foto Remo Naegeli, Mickey Ross, Kurt Reichenbach, Sedrik Nemeth, Rob Lewis, Johann Groder/freshfocus, Sébastien Agnetti / 13 Photo

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pat rizia kummer Snowboarderin | «Die Schweiz hat einmalige Voraussetzungen, um die Olympischen Winterspiele zu einem unvergesslichen, aber gleichzeitig nachhaltigen Event zu machen. Wir rühmen uns einerseits als Sportland und andererseits als Hochburg für Innovationen und Umweltschutz. Mit Sion 2026 können wir der Welt beweisen, dass wir diesen Ruf zu Recht haben.»

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pirm in zurbriggen

vreni Schneider

Ehemaliger Skirennfahrer | «Die Olympischen Spiele sind bestes Marketing für den Schweizer Tourismus. Die verschneiten Berge kommen weltweit nirgends besser zur Geltung. Zudem befindet sich auch das IOC in einem gesunden Wandel. In der Schweiz haben wir schon viel an Infrastruktur, und wir könnten zeigen, dass sensationelle Spiele auch in humanen Dimensionen möglich sind.»

Ehemaliger Skirennfahrer | «Wer soll denn sonst die Olympischen Spiele durchführen, wenn nicht wir? Wir können in der Schweiz echte Spiele mit Begeisterung, Ursprung und Vernunft ins Leben rufen.»

Ehemalige Skirennfahrerin | «Dies ist unsere letzte Chance auf Olympische Spiele. Ich durfte in Lillehammer schöne Olympische Spiele miterleben. Sie waren klein, sympathisch und perfekt organisiert. Selbst Athleten, die keine Medaille mit nach Hause nahmen, sagten, es sei ein wunderbares Erlebnis gewesen. Das können wir in der Schweiz Athleten aus der ganzen Welt ebenfalls bieten.»

P hil i ppe Va r o ne

D id ier Défago

Amélie REymond

Stadtpräsident von Sion | «Sion möchte Austragungsort der Olympischen Spiele 2026 werden – als Synonym für menschliche, verantwortungsvolle und nachhaltige Spiele. Die Kandidatur ist finanziell vernünftig, aber gross in den Ambitionen. Für unsere Jugend wäre es ein grosses Abenteuer. Olympische Spiele zu organisieren ist eine Gelegenheit und ein Projekt für eine ganze Generation.»

Ehemaliger Skirennfahrer | «Sion 2026 ist eine Chance für unsere Jugend – damit können wir ihnen den Wintersport wieder näherbringen, zeigen, dass er zu unserer Kultur gehört! Das Mitfiebern mit den Idolen ist das, was Kinder motiviert. Die Schweiz kann ökologisch, ökonomisch und verkehrstechnisch zum Vorbild werden. Dafür brauchen wir Menschen, die andere begeistern.»

Telemarkerin | «Nicht nur die Walliser, sondern viele Schweizer Kantone würden Gastgeber der Olympischen Spiele sein. Wir könnten unser organisatorisches Know-how sowie unseren festlichen Spirit unter Beweis stellen. Zudem werden unsere wunderschönen Berge, der Schnee und andere Landschaften den Olympischen Winterspielen Authentizität verleihen.»

Fotos Lukas Maeder / 13 Photo, Sébastien Agnetti / 13 Photo, Fabienne Bühler, Sedrik Nemeth, Rémy Steiner, David Carlier

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Be r n h a r d Ru ssi

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BRUXELLES FRANKFURT

Die Karte der Sportstätten zeigt, dass die ganze Schweiz ins Konzept Sion 2026 einbezogen werden soll.

MÜNCHEN

SALZBURG

BASEL

Bienne ZÜRICH

Berne

Engelberg

PARIS Fribourg

Grand tramplin

Eiger-Mönch-Jungfrau 4158 M

Kandersteg

Ulrichen

Tramplin normal

Fiesch Lausanne

Montreux

Leysin

Viège

Crans-Montana PARIS

Saint-Moritz /Celerina

Les Diablerets

Aigle

Sion

Thyon/Veysonnaz

Genève Martigny Mont-Blanc 4809 M

MILANO

Cervin 4478 M

LYON

Liaisons internationales

MARSEILLE

Olympic Ring rail

BARCELONA

Olympic Ring rail + autoroute

19/02/18

Infrastruktur der Schweiz nutzen Text: Manuela

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Enggist

irmin Zurbriggen stellt die Frage rhetorisch: «Wer, wenn nicht wir, soll denn die Olympischen Winterspiele ausrichten?» Der Walliser findet deutliche Worte, wenn es um die Walliser Olympia-Kandidatur Sion 2026 geht. Wie viele andere Sportler aus dem Wallis und der ganzen Schweiz findet er: Es ist Zeit, die Spiele zurückzuholen. Die letzten Spiele in der Schweiz fanden 1948 in St. Moritz statt. Im März hat das Walliser Kantonsparlament einem Kredit von hundert Millionen für die Olympischen Spiele zugestimmt. Der Entscheid fiel mit 101 gegen 22 Stimmen bei 5 Enthaltung klar aus. Am 10. Juni kann sich die Walliser Bevölkerung an der Urne zur Kandidatur äussern. Auch auf Bundesebene war Sion

2026 bereits traktandiert: Der Bundesrat unterstützt die Kandidatur und will eine Defizitgarantie von einer Milliarde sprechen, der Nationalrat möchte, dass dieser Beschluss vors Volk kommt. Der Ständerat wird das Dossier voraussichtlich nach dem Walliser Urnengang behandeln. Das Bewerbungsdossier muss im Januar 2019 eingereicht werden, der Entscheid des Olympischen Komitees erfolgt im September 2019. Der Präsident der Walliser Hauptstadt Sion, die der Kandidatur den Namen gibt, ist überzeugt, das Sion zum Synonym für vernünftige Spiele würde. Und: «Wir wollen der Welt unsere Willkommenskultur aufzeigen und typisch schweizerische Werte teilen: Frieden, Demokratie, Respekt vor Minderheiten.» 41

Für den Walliser Daniel Albrecht, der 2006 an den Olympischen Spielen die Bronzemedaille in der Kombination um nur sechs Hundertstel verpasste, ist klar: «Wir wollen Pioniere sein: Der Gigantismus, der entstanden ist, passt nicht zu den Wallisern, und er passt nicht zur Schweiz: Genau deshalb sind wir die Richtigen, Spiele zu veranstalten, bei denen die Nachhaltigkeit an oberster Stelle steht.» Das zeigt auch die Wahl der Sportstätten, welche die Infrastruktur der ganzen Schweiz einbezieht. Das Komitee Sion 2026 betont aber auch, dass die Durchführung der Spiele zu einem Impuls für den Tourismus werden und den Destinationen helfen könnte, ihre Infrastrukturen auf den Ganzjahrestourismus umzustellen.


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Aproz ist eines der beliebtesten Mineralwasser der Schweiz. Seit 1947 wird in Aproz in der Gemeinde Nendaz Mineralwasser abgefĂźllt.

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Durstlöscher der Schweiz Mineralwasser aus dem Wallis sind die beliebtesten Durstlöscher der Schweiz. Allein die Aproz Sources Minérales SA hat mit ihren Marken Aproz, M-Budget, Aquella, Nendaz und Valais den höchsten Marktanteil. Text: Monique Ryser Fotos: Sedrik Nemeth

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s rattert und schnauft, schleift und saugt – in der Abfüllanlage der Aproz ziehen die 1,5-Liter-PET-­ Flaschen ihre Runden durch ein Labyrinth von Fliessbändern, Aufhängeeinrichtungen, Etikettier- und Verpackungsmaschinen. Mehr als 120 Millionen Liter Mineralwasser aus Quellen der Region werden hier pro Jahr in die ganze Schweiz verschickt. Jede Quelle ist einer der Marken Aproz, M-Budget, Aquella und Valais zugeordnet. Der vom Kantons­labor zertifizierte und überprüfte Mineralgehalt – das Kennzeichen eines Mineralwassers im Unterschied zum Trink­wasser – ist dabei unterschiedlich hoch. Aproz hat die höchste Mineralisation, Valais die geringste. «Der Mineralgehalt wird durch das Gestein auf dem Weg zur Quelle bestimmt. Die Durchflussdauer im Fels spielt eine kleinere Rolle», erklärt Direktor Michel Charbonnet. Besonders stolz ist er darauf, dass seit 2006 in einem angegliederten Neu43

bau auch die Flaschenherstellung in den Prozess integriert ist. Die Firma Resilux bläst dort die kleinen PET-Rohlinge auf, die dann direkt in die Abfüllanlage geführt werden. 80 000 Stück pro Stunde können aufgeblasen werden, computergesteuert wird so bei jedem Arbeitsschritt immer so viel produziert wie nötig. Insgesamt können vier Linien gleichzeitig laufen. Mit der Zusammenarbeit mit Resilux werden unnötige Transportwege verhindert, und es ist sichergestellt, dass ein Drittel des verwendeten PET aus ­Recyclingmaterial stammt. «Zudem haben wir durch eine Verkürzung des Drehverschlusses seit 2012 beim Verpackungsmaterial 218 Tonnen PET und 46 Tonnen Plastik eingespart.» Umweltschutz ist Charbonnet wichtig: «Bereits 1961 wurde unsere Fabrik mit einem Gleis erschlossen.» Heute werden drei Gleise direkt in eine Halle geführt, wo die Waggons beladen werden. «Das ist unsere ﹤Autobahn﹥ in die Schweiz.


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In Aproz wird auch der Migros-Sirup entwickelt und hergestellt. Neu gibts Aprikosensirup Mehr als 90 Prozent unserer Produk­tion reist per Bahn, pro Jahr beladen wir rund 6000 Waggons», sagt Charbonnet. Nach einem Blick auf einen am Waggon angeklebten Lieferschein meint er mit Kennermiene: «Offenbar ist gerade eine Migros-Aktion geplant.» Die Migros ist seit 1958 Besitzerin der Aproz AG. Damals hat der Grossverteiler die Firma den zwei Walliser Gründern abgekauft, die seit 1947 Mineralwasser verkauft haben. Zu dieser Zeit war Mineralwasser ein gesundheitsförderndes Präparat und noch weit davon entfernt, zum riesigen Markt zu werden. Gerade mal 8000 Liter setzten die beiden Gründer ab. Nach Einstieg der Migros wuchs die Produktion stetig, die Fabrik musste ausgebaut und vergrössert werden, Glas wurde durch PET ersetzt. «Wir sind das Wasserschloss Europas und haben hochwertiges Mineralwasser, aber trotzdem drangen ausländische Produzenten auf den Schweizer Markt, und heute sind das unsere grössten Konkurrenten», erklärt Charbonnet. Der Preis ist dadurch zusammengebrochen: 1997 kostete eine 1,5-Liter-Flasche im Verkauf noch 65 Rappen, heute kostet das Sechserpack 1,5-Liter-Flaschen des M-Budget-Mineralwassers 1.45 Franken. «Das heisst für uns, dass ich und die 135 Mitarbeitenden äusserst produktiv sein müssen.» Doch Aproz hat sich auch neue Geschäftsfelder erschlossen. So werden

unter anderem die Süssgetränke Pepsi, 7up und Orangina hier abgefüllt, die Migros-Bio-Limonaden, die Jarimba-Linie und Apéro­ getränke hergestellt. Durch den Einbau einer Pasteurisierungsanlage können nun auch Schorle und Apfelsaft hergestellt werden. Und nicht zu vergessen: Die Migros-Sirups werden in Aproz von einer eigenen Abteilung entwickelt und hergestellt. Am beliebtesten sei der Himbeersirup, so Michel Charbonnet. «Pro Liter verwenden wir mehr als 400 Gramm Himbeeren aus Konzentrat.» Auch damit ist Aproz Marktführer. Doch auch Neues wird ausprobiert wie der Mojito-Sirup vor ein paar Jahren oder ganz neu Aprikosensirup. Und wie es sich für eine Walliser Firma mit einem Walliser Chef gehört, gibt es auch eine Valais-Linie. «Sie ist eine Herzensangelegenheit», gibt Charbonnet zu. Mit der PET-Firma Resilux hat er eine spezielle Flasche mit integriertem Matterhorn im Boden entwickelt. Zudem werden Sondereditionen von Glasflaschen gestaltet, die vor allem in der High-End-Gastronomie zum Einsatz kommen. In den Walliser Migros-Filialen sind die Matterhorn-PET-Flaschen überall erhältlich. Die Marke Valais stammt aus einer eigenen Quelle und ist für Charbonnet, neben dem Namensgeber Aproz, natürlich das allerbeste seiner vielen Produkte. Leicht, frisch und trotzdem charakterstark – ganz so wie das Wallis eben. 44

Die Marke Valais gibt es als PET-Flasche mit Matterhorn und als Glasflasche im Wallis zu kaufen.


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1 PET-Rohlinge aus einem Drittel ­Recycling-Material vor dem Aufblasen. 2 Die Etikettiermaschine. 3 Aproz ist die älteste Mineralwassermarke der Migros. 4 Pro Stunde können 100 000 Flaschen abgefüllt werden. 5 Farbcode für viel, wenig oder keine Kohlensäure. 6 Drei Geleise führen direkt in die ­Fabrik.

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GUT VERWURZELT Am Herd zaubert er die Natur auf den Teller: Peter Gschwendtner vom «Castle» im Goms ist ein Naturbursche durch und durch. Lehmeier

Fotos: Sedrik

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Text: Anita

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Der Lötschentaler Lammrücken in Kräuterkruste (Rezept folgende Seite) aus der mit 16 GaultMillau-Punkten gekürten «Castle»-Küche.

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1 Das Chalet hat Peter Gschwendtner in zehn Jahren während seiner freien Stunden renoviert. Gelernt hat er einst Schreiner. 2 Der Lötschentaler Lammrücken mit Kräuterkruste. 3 Ein seltener Moment der Musse mit einem Glas einheimischem Tropfen.

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Kräuterkruste Zutaten für 4 Personen 50 g Butter 50 g Brotmehl/Semmelbrösel 30 g frische Kräuter mit Hauptanteil Schnittlauch und Petersilie, wenig Rosmarin und Thymian. Kein Dill oder Basilikum, da sich die Masse sonst grau verfärbt Salz und Pfeffer Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, in kleinen Küchencutter mit Brotmehl bzw. Semmelbröseln geben. Die frischen Kräuter grob hacken, bei Thymian und Rosmarin die groben Stängel entfernen und hacken, alle gehackten Kräuter in die Butter-Brotmehl-Masse geben. Salzen und pfeffern, alles cuttern, bis sich die Masse grün färbt und gut verbindet, abschmecken. Klarsichtfolie auslegen, die ButterbröselKräuter-Masse kompakt zu einer Wurst aufrollen, gut verschliessen. 2 bis 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Für den Lammrücken 2 bis 3 cm dicke Scheiben schneiden.

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enn Peter Gschwendtner von Natur redet, dann weiss er, wovon er spricht. Davon hats hier in seiner Heimat viel, eigentlich nur. Ein einziger Blick vom Hotel Castle in Blitzingen auf 1350 Meter über das Goms, dieses weite, grüne Hochtal, auf die umliegenden himmelhohen Gipfel genügt: Natur, wohin man schaut. Ein einzelner Blick genügt aber nicht, sich an dieser Aussicht sattzusehen. Grünblauer Balsam für Städteraugen. Ein idealer Flecken also für den Naturmenschen Gschwendtner? Für den ausgebildeten Skilehrer, Bergführer und Everest-Ersteiger ganz sicher. Doch es wohnen zwei Seelen in seiner Brust: Für den Spitzenkoch machts die idyllische Lage nicht immer einfach. Zwar sitzt der Chef für die Rohstoffbeschaffung hier im Paradies: Lamm aus dem Lötschental, Rind aus dem Fieschertal, Forellen aus Raron, Gemüse, Pilze, Beeren aus dem Goms, Kräuter aus seinem Garten. Aus dem Füllhorn guter, regionaler Produkte schöpft der «Castle»-Koch nicht als Einziger. Einzigartig aber sind der Aufwand und die Hingabe, mit denen er diese zubereitet. Der einstige Autodidakt hats an den Töpfen zum Meister gebracht. Der GaultMillau lobt die «raffinierten Genüsse» und hebt Gschwendtner mit 16 Punkten in die kulinarische Oberliga. In Zürich, Bern oder Basel dürfte er dank seiner Kreativität und Kochkunst mit stets gut gebuchter Beiz rechnen. Im Goms aber, weit abseits der Pfade, auf denen die urbane Gourmet49

Gemeinde gerne lustwandelt, ist Gschwendtners Art zu kochen ein Willensakt. «Das stimmt», relativiert der Mittfünfziger bescheiden, «aber erstens kann ich gar nicht anders. Was immer ich mache, versuche ich gut zu machen. So gut wie möglich. Ob am Herd oder am Berg. Und zweitens möchte ich nirgendwo anders arbeiten oder leben. Ich schöpfe meine Kraft aus der Natur. Aus meiner Heimat.» Die hat der aus dem tirolischen Going am Wilden Kaiser stammende gelernte Schreiner, Skilehrer und Bergführer schon vor langer Zeit im Goms gefunden. Zwei Naturschönheiten haben ihn hier Wurzeln schlagen lassen: das Tal und eine Einheimische. Die Brigitte, wie Gschwendtner in akzentfreiem Gommer Dialekt erzählt. Mit der schönen Brigitte hat er längst erwachsene Kinder, das Paar ist stolze Grosseltern, seit 22 Jahren führt es gemeinsam das «Castle». Aus dem einst maroden Appartement-Hotel, das in fünf Jahren drei Konkurse erlebt hat, schufen sie ein Bijou: eine Rundumwohlfühl-Oase für Gäste von nah und fern, ein Dutzend Arbeitsstellen fürs Tal und einen kulinarischen Hotspot für die Region. Und weil die ausgebildete Physiotherapeutin selber kaum Fleisch isst, werden auch Vegetarier im «Castle» glücklich. «Ein vegetarisches Fünfgangmenü auf Topniveau ist je nach Saison eine echte Herausforderung», weiss der Chef. Herausforderungen aber sind genau Gschwendtners Ding. Die grösste: ne-


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1 Regionale Produkte bilden die Basis von Peter Gschwendtners Küche. 2 Ein Happen für Nachbars Kühe. 3 Rund ums «Castle» hat Brigitte Gschwendtner einen Kneipp-Pfad erbaut. Sie führt Gäste auf ihrem Kneipp-Pfad rund ums Haus, Peter geht mit ihnen in die Berge.

ben dem Knochenjob als Spitzenkoch seine zweite Passion zu pflegen – die Berge. Auch hier gilt – wenn schon, dann richtig. Er kennt nicht nur die heimischen Berge bestens, er nahm auch an mehreren Expeditionen in Nepal teil und stand bereits auf einigen Achttausendern im Himalaja. Am 16. Mai 2004 sogar auf dem Gipfel der Gipfel, dem Mount Everest. Ein datiertes Foto, gemacht auf 8848 Meter Höhe, hängt in der Lobby des Hotels. Darauf strahlen Gschwendtners gletscherblauen Augen heller als der wolkenlose Himmel dort oben, ganz zuoberst auf der Welt. «Ein bewegender Moment, sicher. Die Herausforderung liegt aber im Raufkommen ebenso wie im Runterkommen», betont er. Und meint damit nicht nur den physischen Abstieg nach einer solchen Grenzerfahrung, sondern vor allem den Wiedereinstieg in den Alltag. Die Glücksgefühle, die er auf all den Gipfeln empfunden habe, seien aber noch getoppt worden. Letzten November in Nepal, im wirklich abgelegenen Bergdorf Patale im Gebiet Solo Khumbu. Er war in das von den Erdbeben 2015 schwer getroffene Dorf gereist, um eine Schule zu eröffnen. Aus Geldern, die die Gschwendtners selber gesammelt hatten. Das kam so: Peter hatte mit seiner Seilschaft die Erdbeben am eigenen Leib erlebt, beim Aufstieg zum 8163 Meter hohen Manaslu, «als plötzlich der ganze Berg vibrierte» und die Männer mit viel Glück mehreren Lawinen entkamen. Das ganze Ausmass der Beben, der tödlichs-

ten Katastrophe in der Geschichte Nepals mit tausenden Todesopfern und zigtausenden Verletzten, erahnten sie erstmals auf dem Rückweg. So richtig erst zu Hause. Für Peter, dem Nepal und die Nepalesen über die Jahre ans Herz gewachsen sind, war es deshalb eine Selbstverständlichkeit, beim Wiederaufbau mitzuhelfen. Von Brigitte kam die Idee, statt eines Jubelfestes zum 20-Jahr-Jubiläum im «Castle» eine Benefizveranstaltung zu machen. Der Anlass wurde ein durchschlagender Erfolg, auch finanziell. «Wir wollten aber nicht nur Geld zur Verfügung stellen», so Gschwendtner, «sondern in etwas Nachhaltiges investieren.» Mit Sherpa Mingmar, seinem langjährigen Weggefährten am Berg und Freund, habe er einen integren Mittelsmann vor Ort gehabt. So kam es, dass letzten November 160 Kinder die neue Schule von Patale betreten konnten, die zur Hälfte dank dem Engagement der Gschwendtners steht. Natürlich gibts noch immer viel zu tun. Die Planung, die dieses Hilfsprojekt in Nepal erfordert, hat Gschwendtner fest im Griff: Als Extrembergsteiger und Spitzenkoch ist er geübt in Präzision und Ausdauer. Und die Kraft, auch diesen Job gut zu machen, die holt er sich täglich – im Goms. Bis zum Start der Sommersaison am 8. Juni im «Castle», wenn sie wieder jeden Tag für ihre Gäste da sind, gönnen sich die Gschwendtners eine Extraportion Natur. Brigitte ziehts südwärts, in die Wärme. Und den Peter ziehts wieder himmelwärts. Auf einen Berg. Einen Achttausender. 50


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Lammrücken auf Ratatouille Für 4 Personen 2 Lammracks, ca. 12 Rippen, 300 bis 500 g 1 dl Lammjus 1 Knoblauchzehe 200 g Peperoni, Zucchetti, Auberginen und Tomaten 10 g Tomatenpüree Das Lammrack von Fett und Sehnen befreien. Wichtig: Zwischen den einzelnen Rippenknochen die Sehnen herauslösen, dann halbieren, gut mit Knoblauch einschmieren, mit Salz und Pfeffer würzen, mit Erdnussöl heiss anbraten. Die vorbereitete Kräuterkruste (vorherige Seite) abschneiden und auf die Racks legen, im Backofen bei 220 Grad ca. 3 Minuten überbacken und vorgaren. Die Lammracks aus dem Ofen nehmen, das Fleisch ruhen lassen. Die Gemüse zu kleinen Würfeln schneiden, mit wenig geschnittenen Zwiebeln, Knoblauch und Olivenöl heiss anziehen, Tomatenpüree dazugeben und abschmecken. Den Lammrücken nochmals in den Ofen schieben und ca. 3 Minuten rosa garen. Währenddessen den Lammjus erwärmen, das Ratatouille auf die Teller anrichten, mit dem Lammjus umgeben und den Lammrücken daraufsetzen. Beste Beilage: Kartoffelgratin.

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T U R T M A N N T A L

Im Eilschritt aufs Barrhorn Der höchste Wanderberg der Alpen auf 3610 Metern. ­ Der Aufstieg aufs Äussere Barrhorn zehrt an den Kräften. Doch der Ausblick ist überwältigend. Vielwanderer Pascal Bourquin hat den Gipfel bestiegen.

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Text: Thomas Kutschera Fotos: Pascal Bourquin

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ascal Bourquin lacht. «Doch, ein bisschen verrückt bin ich schon», sagt der 52-jährige Fernsehjournalist aus Moutier BE, «mindestens an zwei Tagen in der Woche.» Denn er ist jedes Wochenende am Wandern, seine Freundin und seine Tochter müssen dann auf ihn verzichten. Und das seit Dezember 2013. Damals startete der ehemalige Marathonläufer sein ambitioniertes Projekt. Es heisst «La Vie en jaune», «Das Leben in Gelb» – so gelb wie die Wanderwegweiser in den Alpen. Bis 2041, also innerhalb 28 Jahren, will er das gesamte Wanderwegnetz der Schweiz abmarschieren. 65 000 Kilometer! Über 12 000 Kilometer hat Bourquin schon zurückgelegt, fast 20 Prozent der Gesamtstrecke. 50 Kilometer jede Woche. Schon 4000 von 8000 in den Walliser Alpen. «Die Schweiz ist ein ideales Wanderland. Schade, dass 90 Prozent der Wanderer nur auf 10 Prozent aller Wanderwege unterwegs sind.» An eine Wanderung erinnert sich Bourquin besonders gern: an das Äussere Barrhorn! Zuhinterst im Walliser Turt-

manntal gelegen, ist es mit 3610 Metern der höchste Wanderberg der Alpen, der ohne Seil und Steigeisen bestiegen werden kann. Doch trittfest und schwindelfrei sollte man sein. Und konditionell in Form. Der Schwierigkeitsgrad der Route wird mit T3+ angegeben: anspruchsvolles Bergwandern. Fredy Tscherrig, 52, seit 1997 Hüttenwart der Turtmannhütte: «Die Route ist nicht ­einfach!» Das Barrhorn nimmt Vielwanderer Bourquin am 31. August 2016 in Angriff. Es ist seine Wanderung Nummer 317. Er hat in Gruben im Turtmanntal im Hotel Schwarzhorn übernachtet. Um acht Uhr morgens startet er in oranger Windjacke und mit gutem Schuhwerk. Der Weg führt über satte Alpweiden dem Bach Turtmänna entlang. Bourquin joggt. Nach dem Turtmannsee gehts dann richtig embrüf! Zur Turtmannhütte auf 2519 Meter über Meer, sie gehört der jurassischen SAC-Sektion Prévôtoise. Die Wiesen um die Hütte beglücken durch ihre Blütenpracht: Edelweiss, Enzian und Männertreu wachsen hier. In 52

3 1 Unterwegs zu den Barrhörnern: der Turtmann-Stausee auf 2191 m ü. M., im Hintergrund die Berner Alpen. 2 Sicht vom Schöllijoch: das Äussere Barrhorn vom Dunst umspielt. 3 Pascal Bourquin auf dem Gipfel des Äusseren Barrhorns. An klaren Tagen ist die Aussicht grandios: Dom, Montblanc und weitere Viertausender, Berner und Waadtländer Alpen.


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Blick von der Turtmannhütte auf den Turtmanngletscher.

der Gegend hat Hüttenwart Tscherrig Klettergärten eingerichtet. Doch Bourquin drängts weiter, über ­Geröll- und Felshänge, an Drahtseilen hangelt er sich das Gässi empor, ein ­brutal stotziges Felscouloir. Dann auf der Moräne dem Brunegggletscher entlang in steilen Kehren zum Schöllijoch. Weiter zum Inneren Barrhorn, dann nochmals richtig steil rauf aufs Äussere Barrhorn. Die Luft ist dünn, Bourquin schreibt sich ins Gipfelbuch ein, stürmt los auf den Rückweg. In der Turtmannhütte isst er eine Rösti. Im Eilschritt weiter embri! Gegen 14 Uhr ist der Turbo-Wanderer zurück in Gruben, wo er die Füsse mit Nok-Salbe pflegt. Die 30 Kilometer und 3600 Höhenmeter hat er in fünf Stunden geschafft. «Für die meisten Wanderungen brauche ich die Hälfte der angegebenen Zeit.» Normalsterblichen wird empfohlen, die Barrhorn-Tour in zwei Tagen zu machen – mit Übernachtung in der Turtmannhütte. Auch 2018 ist der Kilometerfresser viel im Wallis unterwegs: Er nimmt sich

das Val de Bagnes und das Mattertal vor. Das Mittelland steht gegen Ende seines Projekts auf dem Programm.­ ­ «Mit 70 Jahren werde ich ja nicht mehr so fit sein.» 2041 wird die Schweiz 750 Jahre alt, beim Geburtstagsfest will Bourquin auf dem Bundesplatz in Bern einlaufen und rufen: «Ich habe es geschafft!» www.lavieenjaune.ch

Auf gehts! Bourquins Wandertipps im Wallis Für Familien: vom Sanetschpass bis zur Quille du Diable: 13 Kilometer, 5 Stunden (ohne Pausen). Für Ambitionierte: von Visp in die Baltschiederklause: 16 km, 7 h 30. Übernachten in der SAC-Hütte. Für Sportliche: von La Sage im Val d’Hérens über den Col du Tsaté (2868 m ü. M.) runter zum Lac de Moiry. Über den Col de Torrent retour nach La Sage (22 km, 9 h 30). www.wallis.ch/wandern 54

«Im Wallis gibt es viele einzigartig schöne Landschaften und Wanderwege»


SO NAH! Näher, als man denkt: Die Walliser Berge sind von einem grossen Teil der Schweiz aus in nur wenig mehr als drei Stunden erreichbar. Besonders schnell gehts von der Deutschschweiz aus mit der Bahn durch den Lötschberg-Basistunnel oder mit dem Autoverlad am Lötschberg. Wer auf Genuss setzt, nimmt den «Lötschberger» der BLS und fährt über die alte, landschaftlich spektakuläre Strecke.

CransMontana

Ovronnaz

3:10 h 2:00 h 3:00 h 3:00 h 2:10 h 1:30 h 2:10 h

Zürich 3:05 h Bern 2:00 h Luzern 3:10 h Basel 3:10 h Genf 3:05 h Lausanne 2:20 h Neuchâtel 3:05 h

Zürich 3:10 h Bern 2:05 h Luzern 3:10 h Basel 3:10 h Genf 2:40 h Lausanne 1:50 h Neuchâtel 2:40 h

Zürich 3:45 h Bern 2:40 h Luzern 3:50 h Basel 3:50 h Genf 2:40 h Lausanne 2:00 h Neuchâtel 2:45 h

Leukerbad

3:15 h 2:05 h 3:10 h 3:05 h 2:15 h 1:35 h 2:20 h

3:30 h 2:20 h 3:10 h 3:20 h 2:20 h 1:40 h 2:25 h

Riederalp

Champéry

Infografik Laura Bendixen, Simona Guarino

Zürich 3:50 h Bern 2:45 h Luzern 4:20 h Basel 3:50 h Genf 2:20 h Lausanne 1:30 h Neuchâtel 2:45 h

Zürich 2:50 h Bern 1:40 h Luzern 2:50 h Basel 2:50 h Genf 3:10 h Lausanne 2:30 h Neuchâtel 2:50 h

2:40 h 1:30 h 2:30 h 2:30 h 1:35 h 1:15 h 1:30 h

Verbier

Zermatt

Saas-Fee

Zürich 3:30 h Bern 2:30 h Luzern 4:05 h Basel 3:35 h Genf 2:30 h Lausanne 1:45 h Neuchâtel 2:25 h

3:15 h 2:05 h 3:10 h 3:05 h 2:15 h 1:35 h 2:20 h

Zürich 3:10 h Bern 2:05 h Luzern 3:10 h Basel 3:15 h Genf 3:40 h Lausanne 2:50 h Neuchâtel 3:10 h

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3:45 h 2:30 h 3:15 h 3:30 h 2:55 h 2:15 h 3:00 h

Zürich 2:50 h Bern 1:50 h Luzern 3:05 h Basel 3:05 h Genf 3:30 h Lausanne 2:45 h Neuchâtel 3:05 h

3:45 h 2:30 h 3:15 h 3:30 h 2:55 h 2:15 h 3:00 h

2:40 h 2:20 h 2:25 h 3:20 h 2:40 h 2:00 h 2:45 h


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Grosse Künstler und junge Artisten treffen sich seit 25 Jahren zur gemeinsamen Sommerfrische in Verbier. Zur Freude der Freunde klassischer Musik, die zu Zehntausenden für die Konzerte ins Val de Bagnes pilgern. Martin Engstroem, Gründer und Direktor des Verbier Festivals, hat damit seinen Traum wahr gemacht: Künstlern und Zuhörern eine unvergessliche Zeit in Verbier zu bieten.

Martin Engstroem Interview:

Monique Ryser

Foto:

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Sedrik Nemeth


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4 1 Das Verbier Festival findet im ganzen Dorf statt! 2 Der Violinist und Dirigent Roberto Gonzales Monjas trat letztes Jahr auf. 3 Stanislav Kochanovsky dirigiert das Junior Orchestra. Nach dem letztjährigen Erfolg von Eugen Onegin gibts am 5. August Rigoletto. 4 «The Terrace» ist beliebter Treffpunkt.

Das Verbier Festival Orchestra gibt talentierten jungen Musikern zwischen 18 und 28 Jahren Gelegenheit zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Das Junior Orchestra setzt sich aus 15- bis 18-Jährigen zusammen und wurde von Daniel Harding gegründet. Für drei Wochen können sie sich in Verbier ausund weiterbilden. Die Academy fördert aussergewöhnliche Solisten, Kammer­ musiker und Sängerinnen und Sänger.

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Fotos Aline Paley, Nicolas Brodard, HO/Verbier Festival

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GEWINNEN SIE

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eine Begeisterung ist noch immer so gross wie am ersten Tag. Auf der Terrasse des Chalet d’Adrien in Verbier schaut Martin Engstroem auf das vergletscherte Bergmassiv des Grand Combin. «Die Berge, die Luft, die Landschaft – hier oben, auf über 1500 Metern, ist man ein anderer Mensch.» Genau dieses Gefühl wollte der gebürtige Schwede auch denen fassbar machen, die ihm besonders am Herzen liegen: den Profi-Musikerinnen und -Musikern, die er während seiner langen Jahre als Künstleragent vertreten hat. Also gründete er vor 25 Jahren das Verbier Festival, das letzten Sommer über 50 000 Besucherinnen und Besucher angezogen hat. Wieso Verbier? ME: Ich bin 1986 mit meiner Familie von

Paris an den Genfersee gezogen. Durch Freunde kam ich das erste Mal nach Verbier in die Sommerferien und war begeistert. Am Morgen konnte ich mit den Kindern wandern gehen, am Nachmittag konnten sie spielen, und meine Frau konnte den ganzen Tag in schönster Landschaft und umwerfender Aussicht lesen. Nur etwas fehlte: das kulturelle Angebot, das wie die Natur Seele und Herz nährt. Sie entschieden sich für ein Sommerfestival in einer Winterdestination? ME: Im Winter ist es toll hier, aber glau-

ben Sie mir, im Sommer gibt es viel mehr Freizeitmöglichkeiten. Als Künstleragent kannte ich viele Konzertreihen und Festivals – die sind aber alle in Städten. ­Vorbild für mich war Aspen in Colorado, ebenfalls eine Skidestination: Dort fin-

5 x 2 Billette für Al McKay’s Earth Wind & Fire Experience, 28. Juli 2018. 5 x 2 Billette für Verbier Festival Academy, 5. August 2018. Teilnahme bis Ende Juli auf: wallis.ch/wettbewerbmagazin

che ist eben nie beendet. Mein Ziel ist, das Budget bei zehn Millionen einzumitten. Das haben wir dieses Jahr erreicht.

den seit 1949 Sommerkonzerte statt. Mir ging es darum, einen Ort der Begegnung mit einer ganz speziellen Atmosphäre zu schaffen – wo sich Musiker untereinander, aber auch Musiker und Freunde der Kunst ungezwungen treffen können. Verbier ist eine Sackgasse – viel weiter geht es nicht mehr, und das ist gut so: So ­konzentriert sich alles, man taucht völlig ein – nicht wie in einer Stadt mit tausend anderen Einflüssen. Eine Art musikalische Version der Ursprünge des WEF in Davos? ME: Ja, genau. Klaus Schwab ist ein

Freund und hat mich immer bekräftigt. Ich erhielt in unseren Anfängen auch ­einen Förderpreis vom WEF als bestes kulturelles Start-up, dazu gabs einen Check von 50 000 Franken. Wir waren sehr froh darüber, denn im ersten Jahr machte ich ein Defizit von 400 000 Franken, im zweiten Jahr stand ich mit 800 000 Franken in der Kreide. Und das war mein Glück!

Und das Verbier Festival Orchestra hat einen neuen Dirigenten! ME: Ja, Waleri Gergijew übernimmt. Er

ist ein langjähriger Freund und war oft in Verbier. Einmal hat er mir gesagt, er komme nur, wenn ich ihm eine Herausforderung stelle. Also liess ich ihn als ­Pianisten auftreten und mit zwei Künstlern das 7. Klavierkonzert für drei Stimmen von Wolfgang Amadeus Mozart aufführen. So funktioniert das bei uns – alle Beteiligten sollen Freude und Ansporn haben. Ich wollte nie nur Konzerte organisieren, ich wollte Talente fördern und ausserhalb gewohnter Pfade sein. Was freut Sie nach 25 Jahren am meisten? ME: Die Begeisterung der Musiker ist

immer noch da. Und wir sind ein Wirtschaftsfaktor, durchs Jahr ein KMU mit elf Angestellten und vier Lehrlingen. Während des Festivals arbeiten rund 270 Leute für uns. Die ganze Region profitiert, und Verbier ist attraktive Sommerdestination – eine Win-win-Situation!

Das müssen Sie genauer erklären! ME: Nun, plötzlich wollten alle mit mir

sprechen: der Gemeindepräsident, die Bank. So erhielt ich die Gelegenheit, meine Vision darzulegen. Aus diesen Gesprächen entstand dann das UBS Verbier Festival Orchestra mit Musikern zwischen 18 und 28 Jahren. Diese Art Sponsoring war wegweisend und wurde in der Folge oft kopiert. Die Zusammenarbeit endete leider, als die UBS in Schwierigkeiten kam. Die Sponsorensu59

Verbier Fe st iva l 19. Juli bis 5. August 2018 88 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt und mehr als 270 junge Musikerinnen und Musiker zelebrieren mit den Gästen das 25-Jahr-Jubiläum des Verbier Festivals. Während 18 Tagen finden insgesamt 59 Konzerte statt. www.verbierfestival.com


T R O C K E N M A U E R N

Kulturerbe des Wallis

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Ohne Trockenmauern gäbs im Wallis keinen Wein. So einfach ist das – und so faszinierend zugleich. Die Trockenmauern werden nämlich durch nichts mehr als die richtige Anordnung der Steine zusammengehalten. Text: Monique Ryser Fotos: Marco Schnyder

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ie höchsten türmen sich bis zu fast zwanzig Meter hoch dem Himmel entgegen. Sie stehen bei Sion und prägen die rechte Seite des Rhonetals. Den mächtigen Brüdern ste­ hen im Oberwallis etwas tiefere Bau­ werke entgegen. Sie sind kürzer und we­ niger hoch, und viele von ihnen wurden im Januar dieses Jahres von ihrem ärgs­ ten Feind angegriffen: dem Regen und der Nässe. Durch die sintflutartigen ­Regenfälle wurden über 200 Mauern unterspült, weggerissen, zerstört. Am ­ schlimmsten traf es die Region Stund­ hüüs bei Visperterminen, wo ein Mur­ gang sieben Terrassen mitsamt Mauern und Reben verwüstete. Auf über vier Millionen Franken schätzt die Gemein­ de den Schaden, den die Naturgewalt Wasser angerichtet hat. Dabei wurden auch Bauwerke beschädigt, die erst vor Kurzem saniert worden sind. Denn 2011 stellten Bund und Kanton 7,6 Millionen Franken zur Verfügung, um den Erhalt dieses Walliser Erbes zu sichern.

Uralt ist die Technik, eine Trockenmauer zu bauen. Bereits 800 bis 700 Jahre v. Chr. sind Terrassierungen rund um Je­ rusalem belegt. Im Wallis sind die Tro­ ckenmauern unterschiedlich alt. Teilwei­ se stehen sie seit dem 17. Jahrhundert, ein Grossteil ist rund 150 bis 100 Jahre alt. Grund für die imposanten Bauwer­ ke: Wollte man das Land an den sonni­ gen, aber steil abfallenden Südhängen des Rhonetals nutzen, mussten diese terrassiert werden. Mauern stützen da­ bei das geschaffene Gelände ab und ver­ hindern, dass die Erde abrutscht. Tro­ ckenmauern, wie sie im Wallis stehen, er­ halten ihre Stabilität dabei alleine durch die richtige Anordnung der Steine. Auf Verbundstoffe wie Mörtel wird völlig ver­ zichtet. Während die höchste Trocken­ mauer Europas, die Cotzette bei Sion, an den Fels angebaut und statisch an­ ders dimensioniert ist, sind alle anderen Walliser Mauern auf konventionelle Art gebaut. Sie sind grundsolide und halten mehr aus als starre Betonmauern. Tro­ 60


Trockenmauern prägen das Landschaftsbild des Rhonetals. Ohne Mauern gäbe es keinen Weinanbau.

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«Die Mauern zeugen vom Überlebenskampf um jedes Stück Land»

2 1 1 Die Terrassierungen durch die Trockenmauern schaffen nicht nur Anbaufläche, sie ­dienen auch als Verbindungswege. 2 Beat Locher bei der Arbeit. Er ist ausgewiesener Spezialist für Trockenmauern. Mit seinem Geschäftspartner hat er sich darauf spezialisiert. www.schteimüüri.ch

ckenmauern sind Mauern fast für die Ewigkeit – ausser eben, es kommt der schlimmste Feind, das Wasser. Und sie brauchen Pflege und Reparatur. Einer, der alles über die Bauweise der Trockenmauern weiss, ist Beat Locher. «Die Kunst besteht im geschickten ­Zusammenpassen und Auswählen der vorhandenen Steine», erklärt er. Wichtig seien ein geübtes Auge, kreatives Vor­ stellungsvermögen und vor allem die Er­ fahrung. Als Werkzeuge benützen die Mauerbauer Richthammer und Fäustel, Setzer und Preller. «Erfahrene Trocken­ maurer verbinden die Techniken des 62

Trockenmauerbaus und des Stein­ metzes», so Locher. Wurden die Mauern von Profis erstellt, sehe man das sofort – auch Jahrhunderte danach. Ihn faszi­ nieren die Bauwerke, «sie zeugen vom Überlebenskampf um jedes Stückchen Land». Deshalb sei es schlimm wie im Ja­ nuar zu sehen, wenn Mauern zerstört werden. «Viele werden wir wohl nicht retten können.» Die Walliser Terrassenlandschaften gehören zu den eindrucksvollsten ­ ­Kulturlandschaften der Schweiz. Rund 1500 Hektar Rebland mit geschätzten 3000 Mauern sind terrassiert.


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Das Wasserkraftwerk Ernen ist neben dem von Mörel e-can-Produzent.

Die Videos von Recto Verso zeigen aussergewöhnliche Projekte.

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Innovative Bergregion Sion | Die Walliser Bergwirtschaft ent­ wickelt sich dank dem Tourismus und verschiedener Bautätigkeiten stetig. ­ Um diese Schlüsselbereiche der lokalen Industrie zu stärken, hat das Wallis sein Denken auf die Zukunft ausgerichtet und sein Wirtschaftsmodell erneuert. In den Bergen werden viele neue Projekte um­ gesetzt. Vor allem im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit, sanfter Mobilität und ganzheitlicher Erlebnisse. Jedes Einzel­ ne trägt zur Modernisierung und Innova­ tion der Walliser Bergregionen bei. Ein Beispiel ist die Green Mobility, ein Netz­ werk von Elektroautos, die den Gästen im Val d’Hérens zur Verfügung stehen. Es basiert auf dem Prinzip des «Pay what you want», der Gast bestimmt den finan­ ziellen Beitrag, den er als Gegenleistung geben möchte. Oder da sind die Berg­ hütten Monte Rosa, die von der ETH ge­ plant wurden, oder die Cabane des Dix, die völlig autonom funktioniert. Aber auch die 3S-Bahn der Zermatter Berg­ bahnen, die bis Herbst 2018 realisiert sein soll. Videos zum innovativen Wallis: www.wallis.ch/rectoverso

Wasserstrom direkt beziehen Sion | e-can suisse lancierte im Oktober 2017 ein Crowdfunding, mit dem die Teil­ nehmer sich ihren Stromverbrauch aus Schweizer Wasserkraft langfristig und zu einem fixen Preis sichern. Damit das Crowdfunding zustande kommt, braucht es bis zum 30. Juni 2018 eine Bestell­ menge von 40 GWh, was rund 10 000 Schweizer Haushalten entspricht. Die Idee: Die Genossenschaft e-can entwi­ ckelte ein Modell, das es den Produzen­ ten von Wasserkraftstrom erlaubt, die­ sen nicht wie bisher über Stromverteiler zu vermarkten, sondern direkt den End­ kunden anzubieten. Diese unterstützen damit die Entwicklung von einheimischer, erneuerbarer Energie. Der Strom wird dann von den beiden Wasserkraftwerken 65

Ernen und Mörel geliefert. Zurzeit sind 51 Prozent des Ziels erreicht. Die Genos­ senschaft e-can suisse garantiert ihren Mitgliedern eine ganzjährige Stromver­ sorgung aus 100 Prozent Schweizer Was­ serkraft. Dafür wird der Stromverbrauch der Endkunden alle 15 Minuten gemes­ sen und an eines der beiden Wasser­ kraftwerke im Wallis geschickt. Hier wird der benötigte Strom während des Ver­ brauchszeitpunkts simultan produziert und ins Stromnetz eingespeist. So kön­ nen Endkunden sicher sein, dass ihr Stromverbrauch über das ganze Jahr hin­ weg mit einheimischer und nachhaltiger Energie gedeckt ist. Anmelden und mit­ machen unter: www.e-can.ch


DE ST IN AT IO N

Die Basilique de Valère thront als Wahrzeichen der Stadt auf dem Hügel neben dem Schloss Tourbillon und beherbergt eine der ältesten Orgeln der Welt.

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LEBENSFROH UND URBAN Sion – die Stadt im Herzen der Alpen – reicht vom Tal bis auf den Berg. Der Hauptort des Wallis ist Genuss- und Innovationsstadt. Text: Manuela

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utonome Elektrobusse zirkulieren zwischen Bahnhof und historischem Stadtkern. Auf dem Campus Energypolis forschen über 200 Menschen aus 40 Ländern an revolutionären Methoden zur Förderung der Energieeffizienz und Reduktion des CO2-Ausstosses. Der ehemalige Militärflughafen öffnet sich der zivilen Luftfahrt und könnte sich zu einem Kompetenzzentrum für Aeronautik entwickeln. Die Verbindung «plaine-montagne» soll di-

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Fotos: Sedrik

rekt ab Bahnhof Sion auf die Skipisten von Veysonnaz führen. Das sind nur einige der Grossprojekte, die Stadtpräsident Philippe Varone anspricht – nebst dem olympischen Projekt Sion 2026. Sion hat sich vom administrativen Mauerblümchen zur lebhaften Vorzeigestadt entfaltet. 2013 vom Schweizer Heimatschutz mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet, ist das Stadtzentrum wahrlich aufgeblüht. Bistros und Cafés reihen sich aneinander, ihre Terrassen laden 67

Nemeth

zum Geniessen der heimischen Weine bei Raclette und Trockenfleisch ein. Die acht GaultMillau-Restaurants bestätigen Sion als Gourmetstadt. «Am Wochenmarkt freitags kann man das Zusammenleben richtig spüren», so Varone. Auch wer sich für Geschichte interessiert, hat in Sion einiges zu entdecken – angefangen bei den Wahrzeichen der Stadt, den Schlössern Tourbillon und ­Valère. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.


Essens- und andere Kultur BE S ICHT I G E N Kantonsmuseum Wallis (3) Das Walliser Kantonsmuseum vereint drei Standorte: das Kunstmuseum, das Geschichtsmuseum und das Naturmuseum. www.museen-wallis.ch Galerie Grande Fontaine Seit über dreissig Jahren mit Werken von Walliser Künstlerinnen und Künstlern, aber auch auswärtigen Artisten. www.galerie-grande-fontaine.ch

DE ST IN AT IO N

Les Celliers de Sion (6) Der erste Önopark der Schweiz ist gleich am Fuss der Weinberge von Sion ge­legen. Mit Lounge, Vinothek und Ausstellungskozept. Geführte Touren in die Weinberge. www.celliers.ch

ESSEN & TRINKEN «Damien Germanier» Damien Germanier (17 GaultMillauPunkte, 1 Michelin-Stern) lässt die Menükarte weg und überrascht die Gäste. Grafisch elegant inszenierte Kreationen. www.damiengermanier.ch «La Sitterie» (1) Jacques Bovier (15 GaultMillau-Punkte) veredelt, was die Alpen zu bieten haben, und setzt auf lokale Produkte im Restaurant mit Garten im Herzen von Sion. www.lasitterie.ch «Le Coq en Pâte» Im historisch bedeutenden Haus Supersaxo mit Terrasse und Loggia bekocht Jean-Marie Théler (13 GaultMillau-Punkte) neugierige Feinschmecker. www.coqenpate.ch «Au vieux Valais» Mitten in der Altstadt das richtige Restaurant für Raclette, Fondue oder einen

Walliser Teller. Spezialität des Hauses ist das Fondue Glareyarde. www.vieuxvalais.ch «Le Verre à pied» (4, 5) Die Vinothek vereint die Weinkellereien von Sion. Eines der Lieblingslokale des Stadtpräsidenten Philippe Varone. www.sioncapitaledesvins.com

AUSG EH EN 1

Ferme Asile Kunst- und Kulturzentrum mit Ausstellungen von Künstlern aus der ganzen Welt, Musikbühne sowie Restaurant mit grossem Garten. www.ferme-asile.ch Le Port Franc Der Konzertsaal für aktuelle Musik in ­einer alten Lagerhalle des Container-Terminals. Gratis-Shuttles verbinden das Stadtzentrum mit dem Port Franc. www.leportfranc.ch

Ü B ERNAC H TEN B&B La Grande Maison (2) Bed & Breakfast über der Stadt in Chandolin-près-Savièse. Die Suiten und Gästezimmer strahlen den Charme vergangener Jahrhunderte aus. www.authentic-switzerland.com

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Hôtel des Vignes **** Eingebettet in eine grosse Parkanlage ist das 4-Sterne-Hotel ausserhalb der Stadt gelegen. Es grenzt direkt an die Wein­ berge. www.hoteldesvignes.ch Hôtel Elite *** In nächster Nähe des belebten Espace des Remparts und Place du Midi ist dieses familiäre 3-Sterne-Hotel nur fünf ­Minuten vom Bahnhof entfernt gelegen. www.hotelelitesion.ch 68

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S H O PPEN Wochenmarkt (2) Jeden Freitag findet der grosse Wochenmarkt in der Rue du Grand-Pont statt mit Walliser Käse- und Wurstspezialitäten, Früchten und Gemüse und vielem mehr. «David, L’Instant Chocolat» Die poetischen Kreationen von Chocolatier David Pasquier (Swiss Chocolate Master 2013) sind in seiner Boutique in Sion erhältlich. www.instant-chocolat.ch «Hasta Glaces» Diese hausgemachten Glaces und Sorbets werden aus hundert Prozent natürlichen Zutaten hergestellt. Von Himbeeren aus Nendaz bis zum indischen Kulfi. www.hastaglaces.ch

Stadtrundfahrt (5) Unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt mit einem der autonomen Elektrobusse, die zwischen Bahnhof und Stadtkern ­zirkulieren. Die Fahrt ist kostenlos. Montorge Das Naturschutzgebiet mit seinem kleinen See und einer Schlossruine aus dem 13. Jahrhundert befindet sich oberhalb der Stadt. Unbedingt vor Ort das Maison de la nature besuchen. www.maisondelanature.ch Suone von Clavau (4) Wunderschöner Spaziergang entlang der Suone von Clavau durch die Weinberge mit ihren Trockenmauern. Bis nach St-Léonard dauert die einfache Wanderung etwa zwei Stunden. www.valais.ch/de/aktivitaeten/wandern/suonen/suone-von-clavau

UN T ERNEH M EN EV ENTS Sion & Wine Tour (3) Begleitete Stadtführung mit Besichtigung von drei historischen Gebäuden der Altstadt und Degustation eines Walliser Tellers und fünf Weinen. www.siontourisme.ch/sionwinetour Entdeckungs- und Gourmetspaziergang (1) Den historischen Stadtkern aus dem ­Mittelalter entdecken mit seinen Wahrzeichen wie den Schlössern Tourbillon und Valère. Vier Degustations-Stopps unterwegs. www.siontourisme.ch Domaine des Iles (6) An heissen Sommertagen finden Einheimische und Gäste im türkisblau leuchtenden Baggersee Abkühlung. Aktivitäten wie Minigolf, Seilpark und Kletterwände ergänzen den Badespass. www.les-iles-bourgeoisiedesion.ch

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Nationales Finale der Eringerrasse Das Nationale Finale der traditionellen Kuhkämpfe der Eringerrasse findet am 5. und 6. Mai 2018 in Aproz statt. www.finale-cantonale.ch Festival Arcades Im Juli tagsüber und/oder abends LiveKonzerte an der Rue du Grand-Pont und weiteren Standorten in Sion. www.festivalarcades.ch Sion Festival Internationale Stars der klassischen Musik begeistern mit gewagten, aber erstklassigen Vorstellungen. Vom 15. August bis 2. September 2018. www.sion-festival.ch Fête du Goût Im Rahmen der Schweizer Genusswoche bieten an die zwanzig Restaurationsstände im Stadtzentrum Spezialitäten von nah und fern an. Am 15. September 2018. www.wallis.ch/events


Roadtrip im Wallis

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Wieder mal so richtig in die Kurven liegen – Mazda und das Wallis verlosen vier Roadtrips mit Ăœbernachtungen im Binntal oder am Lac de Moiry in einem Cube mitten in der Natur.

Auf der Fahrt zum Lac de Moiry.

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Der Cube am Lac de Moiry. Von hier aus kann man wunderschöne Wanderungen unternehmen.

Um ins Binntal zu gelangen, geht es durch spektakuläre Naturtunnels.

Der Cube ist vollständig ausgestattet, fürs Essen ist gesorgt.

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in zweitägiger Roadtrip durch die Walliser Alpen und eine exklusive Übernachtung im Mazda-Cube – darauf können sich die Gewinner dieses Kampagnen-Wettbewerbs My Magic Roadtrip freuen. Der neue Mazda CX-5 wird für den Trip gratis zur Verfügung gestellt. Eingelöst werden kann der Gewinn bis im Oktober 2018 mit Übernachtung im Cube an den Standorten Fäld im Oberwalliser Landschaftspark Binntal und am Stausee Lac de Moiry im Val d’Anniviers. Dazu gibts volles Fahrvergnügen und Natur, so weit das Auge reicht! Wer in Fiesch seine Reise zum Cube im Binntal startet, landet nach kurzer Zeit in Ernen mit seinen dunklen, blumengeschmückten Holzchalets und dem Tellenhaus, das die ältesten datierten Tellfresken der Schweiz trägt (1578). Nach diesem Zwischenstopp führt die Reise weiter durch den Landschaftspark Binntal, berühmt für seine Mineralien. Aber nicht nur. Hier lohnt es sich, auszusteigen und eine Wanderung zu machen. Vielleicht sogar ein Picknick, mitten in prächtiger Natur. Nach dem Dorf Fäld folgt urwüchsige Na-

tur, satte Farben, Holz, Stein und Erde. Dort steht auch der Cube. Der Roadtrip zum Lac de Moiry beginnt bei Siders, das zwischen Rebbergen eingebettet ist. Die Fahrt führt durch das wilde Val d’Anniviers vorbei an St-Luc, wo die Aussicht über das Seitental spektakulär ist. Wer den Adrenalinkick sucht, kann im Bungy Niouc Adventure Park einen der höchsten Bungee-Sprünge Europas wagen. Das malerische Bergdorf Grimentz ist ein weiterer Halt auf der Strecke zum Lac de Moiry wert. Danach folgt Natur pur: Aus dem Cube geniesst man freie Sicht auf den türkisfarben leuchtenden Stausee.

GEWINNEN SIE

einen von vier zwei­ tägigen Magic Roadtrips mit dem Mazda CX-5 und einer exklusiven Übernachtung im Cube in Fäld oder am Lac de Moiry. Teilnahme bis Ende Juli 2018 auf wallis.mymagicroadtrip.ch

Mazda CX-5

Mazda stellt für den zweitägigen Walliser Roadtrip ins Binntal oder zum Lac de Moiry den neuen CX-5 zur Verfügung. Innen und aussen vollständig überarbeitet bietet der Kompakt-SUV Mazda CX-5 den Mitfahrern genauso viel Fahrspass und Komfort wie dem Fahrer. Die Sicherheitssysteme machen auch lange Fahrten zu entspannten Reisen. Sein i-ACTIV AWD Allrad­ antrieb gibt ihm perfekten Halt. Die Karos­serie präsentiert sich in der neuen Farbe Soul Red Crystal.


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Foto Pascal Gertschen

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SOMMERSPECIALS Der Sommer im Wallis vereint Familienzeit, Genuss, Sport und Natur pur. Erleben Sie es selbst!

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SC HATZSU C HE M I T D ER FAMILIE wallis.ch/schatzsuche

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Begeben Sie sich auf Schatzsuche mit der ganzen Familie. Die Walliser Familiendestinationen bieten ihren Gästen adaptierte Routen mit spannenden Posten und Aufgaben. Im Tourismusbüro vor Ort können Sie die nötigen Unterlagen für diese kostenlose Familienaktivität erhalten. Jede der sieben Schatzsuchen ist anders und originell. Mithilfe einer Schatzkarte werden Sie gelotst. Sie suchen nach Hinweisen und rätseln gemeinsam. Ein aktives Erlebnis draussen in der Natur, das bei den Kindern das Wandern auf spielerische Art beliebter macht und gemeinsame Erinnerungen schafft. wallis.ch/schatzsuche

Fotos Valais / Wallis Promotion / Pascal Gertschen

BLS-Erlebniszug Von Juni bis Oktober sind historische Fahrzeuge als fahrplanmässige RegioExpress-Züge unterwegs. Jeweils am zweiten Sonntag im Monat fährt ein historischer Zug von Burgdorf via Bern–Lötschberg über die Bergstrecke nach Brig. In Hohtenn wird ein kurzer Fotohalt eingelegt. Die Züge sind mit dem normalen Fahrausweissortiment benutzbar. Möglich macht diese aussergewöhnlichen Fahrten die BLS-Stiftung. Geniessen Sie die Anreise zu Ihrem Ausflug im Lötschberger-Land, zu Ihrer Wanderung an der Lötschberg Südrampe oder Ihrem Aufenthalt im Wallis! Weitere Infos: bls.ch/erlebniszug

Auf den Spuren der Gogwärgini Aletsch Arena Sie sollen einst im Oberwallis gelebt haben – die Gogwärgini – die kleinen, arbeitsamen Zwerge. Ihre Geschichten werden noch heute erzählt und sind auf der Schatzsuche entlang dem Gogwärgi-Themenweg an zehn Stationen zu entdecken. Unser Tipp: Abstecher mit der Bergbahn von Fiesch zum Viewpoint Eggishorn. Die Sicht auf den Grossen Aletschgletscher ist überwältigend. Auf Zeitreise durchs Dorfleben Bellwald Bereit für eine kleine Zeitreise? Die Schatzsuche in Bellwald führt durch den alten Dorfkern an zehn Stationen vorbei, die so einiges über das frühere Leben in diesem Gommer Bergdorf preisgeben. Unser Tipp: Auf der gegenüberliegenden Talseite lässt sich der Landschaftspark Binntal erkunden. Ab Fürgangen führt die «Goms Bridge», eine 280 Meter lange Hängebrücke, über den Rotten direkt nach Mühlebach. Rätseln mit der kleinen Hexe Vero Blatten-Belalp Rätsel über Rätsel stellt die kleine Hexe Vero den Schatzsuchenden in BlattenBelalp. Nur wer ihre Anweisungen minutiös befolgt, wird erfolgreich sein und die Schatztruhe knacken können. 76

Unser Tipp: Machen Sie Halt beim historischen Hotel Belalp am Aletschbord. Von dort geniessen Sie eine besonders schöne Aussicht auf den Grossen Aletschgletscher. Der Detektiv-Trail für Spürnasen Grächen In Grächen helfen die Teilnehmenden Detektiv Dachs beim Lösen der Rätsel an den 16 Stationen des Detektiv-Trails, um damit den Code der Schatztruhe zu knacken. Der Rundparcours führt vom Dorfplatz auf die Alpe Äpnet und zum Grächner See hinauf. Unser Tipp: Besuchen Sie den KneippGarten zwischen dem Waldrand und dem Grächner See, und gönnen Sie sich eine erfrischende Pause. Schatzsuche mit allen Sinnen Nendaz Die Schatzsuche beginnt im Herzen von Nendaz und führt die Teilnehmenden an den Dorfrand zur grossen Antenne, durch ein Stück Wald und über den Skulpturenweg wieder zurück. Unser Tipp: Unternehmen Sie zudem einen Spaziergang entlang den Suonen von Nendaz. Diese jahrhundertealten Bewässerungskanäle führen das Schmelzwasser der Gletscher in die ­Täler und auf das Kulturland.


GEWINNEN SIE

Schatzsuche-Wettbewerb: Machen Sie ein Foto von Ihrer Familie auf einer der Schatzsuchen im Wallis, und teilen Sie es in den sozialen Medien mit dem Hashtag #SchatzsucheWallis Weitere Informationen: wallis.ch/schatzsuchewettbewerb

Fährte der Alpentiere aufnehmen Saas-Fee Die Schatzsuche in Saas-Fee widmet sich den heimischen Tieren. Jede der acht Stationen ist einem Alpentier gewidmet, über das man allerlei Interessantes auf spielerische Art und Weise erfährt. Unser Tipp: Die Grillstellen in unmittelbarer Nähe laden zum Picknicken ein, und die Kneipp-Anlage im Gebiet Bifig garantiert erfrischende Erholung und Planschspass.

se Schwarznasenschaf und Maskottchen von Zermatt, weiss, wo er sich befindet. Mit einer Schatzkarte und den Hin­ weisen von Wolli lernt Jung und Alt spielerisch Neues und Spannendes ­ über Zermatt. Unser Tipp: In nur 15 Gehminuten vom Dorfzentrum entfernt ist die Gornerschlucht zu entdecken. Wer auf den Holzstegen durch die Schlucht geht, taucht tief in die Welt von Wassergewalt und Felswänden ein.

Der Piratenschatz am Matterhorn Zermatt Die Piraten haben einst in Zermatt einen Schatz versteckt, und nur Wolli, das süs77

Auf Schatzsuche mit der Familie im Wallis können Sie mit etwas Glück Familienferien und vieles mehr gewinnen.


RE NN V E LO UND RA DTOUR E N wallis.ch/velo-bike-angebote

Fotos Valais / Wallis Promotion / David Carlier

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Die Walliser Berglandschaft ist ein wahres Paradies für Aktivferien und der perfekte Rahmen, um Ihre sportlichen Leistungen unter Beweis zu stellen – oder einfach die fantastischen Bedingungen zu geniessen – auf spektakulären MountainbikeTrails oder legendären Radtouren. wallis.ch/velo-bike-angebote

Verborgene Schätze des Oberwallis Auf dieser sechstägigen Radtour mit 440 Radkilometern erklimmen Sie beeindruckende Staudämme, atemberaubende Passstrassen und fahren durch idyllische Walserdörfer – umgeben von den schönsten und höchsten Berggipfeln der Schweizer Alpen. Ausgehend von Leuk entdecken Sie den Naturpark Pfyn-Finges und die wunderbare Moosalp. Weiter führt die Tour ins Goms, hoch zu funkelnden Stauseen und alpinen Welten aus Fels und Eis. Die Fahrt über die Alpenpässe zählt zu den schönsten Rennvelotouren in der Schweiz. Angebot: 6 Übernachtungen laut ­Programm (3-Sterne-Hotels) inkl. Frühstück, Gepäcktransfer, ausführliche Routenplanung. Gültig: 3. Juni bis 15. Oktober 2018. ­Keine Mindestteilnehmerzahl. Sondertermine auf Anfrage möglich. Preis: ab CHF 759.– pro Person. Entlang der Wallis Velo Tour von Sion bis ins Goms Von den Burgen von Sion steigen Sie auf dieser 540 Kilometer starken Radtour hoch ins weltbekannte Crans-Montana. Ein Badestopp in Leukerbad und eine rauschende Fahrt vorbei am Stockalperschloss in Brig führen Sie anschliessend zu den Walserdörfern im 78

Goms. Nun sind die höchsten Pässe der Alpen zum Greifen nah. Sie erklimmen Gotthard, Nufenen und Grimselpass und besuchen dann die verträumten Seitentäler des Rhonetals. Eine Rennveloreise wie aus dem Bilderbuch. Angebot: 7 Übernachtungen laut Programm (3-Sterne-Hotels) inkl. Frühstück, Gepäcktransfer, ausführliche Routenplanung. Gültig: 3. Juni bis 15. Oktober 2018. Keine Mindestteilnehmerzahl. Sonderter­mine auf Anfrage möglich. Preis: ab CHF 1015.– pro Person. Radtour entlang des Chemin du Vignoble Diese rund neunzig Kilometer lange Radtour führt Sie entlang des Chemin du Vignoble ab Martigny auf der Sonnenseite des Rhonetals mitten durch die romantische Szenerie der Weinberge. Hier reifen einige der besten Weine der Schweiz. Die Reben säumen den Weg auf Ihrer Fahrt Richtung Osten, vorbei an den Kirchen und Schlössern von Sion bis hin zum Marktplatz von Leuk. Unterwegs bieten sich Ihnen der atemberaubende Ausblick auf die Walliser Berge und eine Vielzahl an kulinarischen Leckerbissen. Angebot: 2 Übernachtungen laut ­Programm (3-Sterne-Hotels) inkl. Früh-


stück, Gepäcktransfer, Weindegusta­ tion, Walliser Picknickkorb, ausführli­ che Routenplanung etc. Gültig: täglich von 4. Mai bis 26. Okto­ ber 2018. Keine Mindestteilnehmerzahl. Sondertermine auf Anfrage möglich. Preis: ab CHF 335.– pro Person.

Velotouren Das Wallis bietet Velofans alles, was sie wollen: gemütlich durchs Rhonetal und die Weinberge gondeln oder sich mit Kraft und viel Lungen­ kapazität die Berge raufkämpfen. ­Schöne Aussichten und feine Kraftnahrung in Form eines Walliser Plättlis inklusive.

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W EI N - & GASTR ONOMIEAUS FLÜ G E wallis.ch/weinreisen

Fotos Valais / Wallis Promotion / Christian Pfammatter / Sedrik Nehmet (2) / David Carlier

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Mit einer Rebfläche von 5000 Hektaren ist das Wallis die grösste Weinbauregion der Schweiz. Grossartige Landschaften mit aussergewöhnlich sonnigen Hanglagen, über fünfzig AOC-Rebsorten, aus denen eine Vielzahl grosser Weine her­ vorgeht, und Traditionen, die ihnen Charakter und Identität verleihen. Feine Aromen, intensiv schmeckende Früchte, seltene Gewürze und goldenes Getreide sind das Ergebnis Tausender Sonnenstunden, die das Wallis in einen Garten voller Köstlichkeiten verwandeln und zur Quelle der Inspiration für Gourmetköche im ganzen Land machen. wallis.ch/weinreisen > Wein- & Gastronomieausflüge

Wanderdegustation in Plan-Cerisier Begeben Sie sich bei dieser geführten Wanderung auf eine Zeitreise, und folgen Sie den Spuren der Wanderwinzer und ihren Speichern in der Region Martigny. Wein- und Geschichtsinteressierte erkunden in diesem Weiler mit seinen authentischen Bauten die Wurzeln der Walliser Crus, bevor sie diese im Schatten eines der charmanten Winzerhäuschen zum Apéro geniessen. Start bei der Kirche in Martigny-Croix neben der Fromathèque. Die Zeit am Treffpunkt wird in Absprache mit dem Wanderbegleiter getroffen. Rückkehr an den Ausgangspunkt. Angebot: Führung, Degustation von drei Weinen, Roggenbrot und Käse. Dauer: 2,5 Stunden. Gültig: bei schönem Wetter von Mai bis Oktober, ab 10 Personen. Preis: ab CHF 30.– pro Person. Rallye der 5 Sinne Geniessen Sie ein unterhaltsames Essen in einem Schloss oder im Weinberg mit der passionierten Wein-Alchimistin und Event-Veranstalterin Christelle Besse. Erleben Sie zu zweit oder in der Gruppe mit Kollegen, Freunden, Geschwistern und anderen ein Themenessen in fünf verschiedenen Atmosphären. Fünf schmackhafte Gänge, begleitet von fünf äusserst lebendigen Weinen. Wecken Sie Ihre 5 Sinne. 80

Angebot: Dauer ca. 3,5 Std. Gültig: ganzjährig auf Reservation, mindestens 4, maximal 12 Personen. Preis: ab CHF 149.– pro Person. Von der Saat bis in den Teller Der Erfolg der TV-Sendung «Landfrauenküche» beweist, Traditionen erleben ein Revival. Einheimische Produkte und die regionale Küche sind im Trend. Reisende von heute suchen das Echte und Einfache. Vor allem aber den persönlichen Kontakt zu lokalen Produzenten. In diesem Sinn laden Véronique Zen Ruffinen und ihr Gatte Yves auf dem Weinbaubetrieb Turriljigut in Susten zur Tavolata. Die Dame des Hauses kocht und serviert mit ihrem Ehemann Yves saisonale Menüs bei sich zu Hause. Ob im Esszimmer, Garten oder Weinkeller – der Gast ist König. Geniessen Sie Gerichte aus einheimischen Produkten vom eigenen Betrieb oder aus der Region sowie überlieferte und neue Familienrezepte. Selbst produzierte Walliser Weine bereichern die Tavolata. Angebot: Tavolata mit saisonalem Menü mit oder ohne Wein. Preis: ab CHF 76.– pro Person ohne Wein, CHF 96.– pro Person mit Wein. Wein- und Raclette-Ausflug in Siders Entdecken Sie die kulinarischen Geheimnisse des Wallis im «Château de Villa» in


Genuss Das Wallis ist reich an kulinarischen Köstlichkeiten: Roggenbrot AOP aus hier angebautem Roggen, Weine aus den Weinbergen an den sonnigsten Hängen der Schweiz, Aprikosen, so saftig und süss wie nirgends sonst, Trockenfleisch IGP und Käse, vor allem Raclette-AOPKäse.

Siders, einem wahren Degustationsparadies. Das Restaurant wird Ihnen für ein einzigartiges Gourmeterlebnis exquisite regionale Produkte von ausgewählten Walliser Herstellern servieren: Walliser Raclette AOP, Walliser Trockenfleisch IGP und andere regionale Spezialitäten werden Ihren Gaumen entzücken! Weinliebhaber werden ihr Glück in der Vinothek finden: Der Keller birgt ungefähr 650 Weine von rund 100 Walliser Weinkellereien. Angebot: Weindegustation und ­typische Walliser Mahlzeit. Gültig: ganzjährig. Preis: CHF 70.– pro Person.

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Kultur, Sport & Brauchtum Im Wallis ist immer etwas los. Eine Übersicht über die vielfältigen Veranstaltungen und Events. www.wallis.ch/event Ju ni Fondation Pierre Gianadda – Ausstellung Pierre Soulages 15. Juni bis 25. November 2018, Martigny. Spezialbillette der SBB. www.gianadda.ch

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Jubiläum Cäsar Ritz – der Hotelpionier 3. Juni bis 25. Oktober 2018, Obergoms. Events zum Todestag. www.caesar-ritz.ch

Trail Verbier St-Bernard 7. und 8. Juli 2018, Verbier. Bergläufe von 29 bis 11 Kilometer Länge. www.trailvsb.ch «Der letzte Sander von Oberried» 11. Juli bis 18. August 2018, Riederalp. Freilichtspiel über das Leben in den Alpen in früheren Zeiten. www.derletztesander.ch Verbier Festival 19. Juli bis 5. August 2018, Verbier. 25-Jahr-Jubiläum des Verbier Festivals mit Stars der Klassik. www.verbierfestival.com Aprikosenfest 20. bis 22. Juli 2018, Saxon. Die be­ liebteste Walliser Frucht in all ihren ­Varianten. www.fetedelabricot.ch Valais Drink Pure Alphornfestival 20. bis 22. Juli 2018, Nendaz. Einmalige Alphornkonzerte mit dem grössten

Alphornchor der Welt. www.nendazcordesalpes.ch

Au g u st Cyclosportive der Walliser Weine 1. August 2018, Sion. Eines der beliebtesten Velorennen der Schweiz am ­Nationalfeiertag. www.lacyclosportivevalaisanne.ch Tour des Stations 11. August 2018, Verbier. Velo-Bergrennen der Extraklasse vom Tal auf den Berg. www.tourdesstations.ch Open Air Gampel 16. bis 19. August 2018, Gampel. Rock, Rap, Elektro und Schweizer Acts. www.openairgampel.ch Swiss Food Festival 17. August 2018, Zermatt. Durchs Dorf flanieren und kulinarisch geniessen. www.swissfoodfestival.ch Grand Raid BCVS 17. und 18. August 2018, Verbier. Der Rennmarathon für Mountainbiker. www.grand-raid-bcvs.ch Vision Art Festival 17. bis 26. August 2018, Crans-Montana. Ein Dorf voller Kunst! www.visionartfestival.com Ultra-Trail Mont-Blanc 27. August bis 2. September 2018, ­Orsière. Ein Must für alle sehr fitten Bergläufer. www.utmbmontblanc.com 82

Vinea 31. August und 15. September 2018, Sierre. Degustationen und der Grand Prix der Schweizer Weine. www.vinea.ch

Sept ember Swiss Peaks Trail 2. bis 9. September 2018, ganzes Wallis. Bergläufe aller Schwierigkeitsgrade. www.swisspeaks.ch Omega European Masters 6. bis 9. September 2018, Crans-Montana. Das Golfturnier mit Weltstars. www.omegaeuropeanmasters.com Perskindol Swiss Epic 11. bis 15. September, Zermatt, Grächen, Bettmeralp. Episches MountainbikeEtappenrennen. www.swiss-epic.com Genusswoche 13. bis 23. September 2018, ganzes Wallis. Degustieren, geniessen, einkaufen. www.gout.ch TRAILLOVE Festival 14. bis 18. September 2018, Zermatt. Wer Biketrails liebt, geht nach Zermatt. www.traillove.bike

O ktober Fest der Kastanie 13. und 14. Oktober 2018, Fully. Mythen, Geschichte, Kastanienwälder und natürlich Brisolée. www.fetedelachataigne.ch


Schneller ins Wallis

Tickets online gĂźnstiger kaufen unter bls.ch/autoverlad


wallis.ch

Valais Magazin Sommer 2018 (Sw10222 1001 2001 3011de)  

Valais Magazin Sommer 2018 (Sw10222 1001 2001 3011de)

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