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schwyz SOMMER 2021

magazin

GESCHICHTEN • TIPPS • WETTBEWERB


INHALT UND KONTAKTE

Foto: www.quersicht.ch

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INHALT SANDRA BETSCHART, BÄUERIN AUF DER CHARETALP 6 MOUNTAINBIKEN: DREI BIKERINNEN ERZÄHLEN 8 URSINA BISCULM, GESCHÄFTSFÜHRERIN GOLFPARK ZÜRICHSEE 12 MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN 15 WANDERN: AB IN DIE BERGE 16 HOTELTIPPS20 MICHAELA TSCHÜMPERLIN, WEINBERATERIN UND HOBBY-WINZERIN 22 RESTAURANT-TIPPS24 AUSFLUGSIDEEN27 BERNADETTE APPERT, LOKFÜHRERIN RIGI BAHNEN 28 HERAUSRAGENDE SCHWYZERINNEN 30

ERLEBNISREGION MYTHEN

REGION EINSIEDELN-YBRIGZÜRICHSEE Brunnen Schwyz Marketing AG Einsiedeln-Ybrig-Zürichsee AG Bahnhofstrasse 15 Hauptstrasse 85 6440 Brunnen 8840 Einsiedeln Telefon +41 41 825 00 40 Telefon +41 55 418 44 88 www.erlebnisregion-mythen.ch www.eyz.swiss @erlebnisregionmythen

@einsiedeln_ybrig_zuerichsee

REGION RIGI – BERG UND SEE

REGION STOOS-MUOTATAL

Gäste-Service Rigi Bahnhofstrasse 7 6354 Vitznau Telefon +41 41 399 87 87 www.rigi.ch

Stoos-Muotatal Tourismus Grundstrasse 232 6430 Schwyz Telefon +41 41 818 08 80 www.stoos-muotatal.ch

@rigi.ch

#stoosmuotatal

Herausgeber Schwyz Tourismus AG, Zeughausstr. 10, 6430 Schwyz, www.schwyz-tourismus.ch,   schwyz.tourismus Redaktion/Texte Schwyz Tourismus, Manuela Gili Sidler Titelfoto Beat Brechbühl Gestaltung Quersicht, visuelle ­Gestaltung, www.quersicht.ch Druck Merkur Zeitungsdruck AG, www.merkurdruck.ch


GRÜEZI

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Im Sommer/Herbst wieder erhältlich: der «ächt SCHWYZ»-Pass. Top-Ausflugsziele zu günstigen Preisen entdecken.  www.aecht-schwyz.ch/pass

VORWORT

VIELFALT NACH SCHWYZERINNEN-ART Quittenkonfitüre nach Grossmutterart. Hackbraten nach Hausfrauenart. Schweinshaxen nach Mutterart. Kochrezepte sind voller guter Frauentipps. Wir haben den Bratspiess in eine neue Richtung gedreht: die Freizeit. Und so wie Hackbraten auch Männern schmecken, kommen die weiblichen Tipps zur Freizeitgestaltung bei allen gut an – unabhängig von Geschlecht und Alter. In dieser Ausgabe des Schwyz-Magazins nimmt Lokführerin Bernadette Appert Sie mit auf die Rigi. Drei Bikerinnen erzählen von ihrer grossen Leidenschaft. Mit Ursina Bisculm gehen wir auf den Golfplatz Zürichsee, und Michaela Tschümperlin begleitet Sie in die genussvolle Welt des Weins. Schliesslich wandern wir zu Sandra Betschart auf die karge und weite Charetalp. Das Schwyz-Magazin präsentiert Ihnen zudem Restaurant- und Hoteltipps. Einheimische geben Auskunft, wie sie ihre Freizeit verbringen. Und beim Wettbewerb können Sie einen Wellness-Aufenthalt im Swiss Holiday Park gewinnen. Sie sehen: ein Heft vollgepackt mit guten Ideen nach Schwyzerinnen-Art.


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SOMMERPANORAMA

EIN TAG MIT FREUNDINNEN ZÜRICH

Zürichsee

WOLLERAU SCHINDELLEGI BIBERBRUGG Raten

Oberwil

Zuger See

UNTERÄGERI

rg Zug erbe

ZUG

OBERÄGERI

Morgartenberg

Ägerisee

Biberegg

MORGARTEN Mostelberg

Hochstuckli Kl. Mythen Engelstock Haggenegg

SATTEL Wildspitz

ROTKREUZ

WALCHWIL STEINERBERG

IMMENSEE

KÜSSNACHT a.R. MERLISCHACHEN Seebodenalp

GREPPEN

LUZERN

1

Rigi 2 Kulm

STEINEN

ARTH-GOLDAU LAUERZ

RIGI KALTBAD

Schwanau

Chräbel Burggeist

Timpel

Hochflue m U r

WEGGIS

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IBACH

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VITZNAU GERSAU

RICKENBACH

INGENBOHL

BRUNNEN 4

MORSCHACH 6 Fronalpstock

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Treib

SEELISBERG

Vierwaldstättersee

Rütli

BECKENRIED Alpnachersee

SCHWYZ

SEEWEN

Lauerzer See

Rigi Scheidegg

Bürgenstock

ROTHENTHURM

STANS SISIKON BAUEN ISLETEN

Copyright: 1 www.swissknifevalley.ch

5 UHR Feuerwerk der Farben beim Sonnenaufgang auf der Rigi www.rigikulm.ch

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8 UHR Besuch der Käserei Chäserenholz des Älplers Franz-Toni Kennel www.rigi.ch/alpchaeserenholz

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03/2018

11 UHR Flanieren am Ufer des Vierwaldstättersees in Brunnen www.erlebnisregion-mythen.ch

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SEEDORF

11.30 UHR Innerschweizer Fischfreuden im «ächt SCHWYZ»-Seerestaurant www.bellevue-brunnen.ch


SOMMERPANORAMA

RAPPERSWIL Ufenau

Obersee

FREIENBACH FEUSISBERG

PFÄFFIKON

Etzel

TUGGEN

JONA

Lützelau

St. Meinrad

WANGEN LACHEN SCHÜBELBACH 8 SIEBNEN ALTENDORF GALGENEN

Stöcklichrüz

EGG

Sattelegg

WILLERZELL

BENNAU

Chatzenstrick 7

EINSIEDELN

TRACHSLAU

REICHENBURG

VORDERTHAL INNERTHAL

Gross Aubrig

Wägitaler See

Sihlsee

EUTHAL

GROSS

Fluebrig

Hummel

Nüsellstock

Zindlenspitz

STUDEN

ALPTHAL

Klöntalersee

UNTERIBERG BRUNNI

OBERIBERG

Gr. Mythen Holzegg

Rotenflue

Forstberg

Weglosen

Pragel

Hoch Ybrig

Ibergeregg

Silberen Bös Fulen Pfannenstock

Spirstock

Oberberg

Handgruobi

Sihlseeli

Druesberg

Brünnelistock

Sternenegg Rätigs

Glärnisch RICHISAU

Bödmer enwald

St. Karl

Ortstock

Glattalpsee

ILLGAU

Aufiberg

Glattalp

MUOTATHAL

Schwyz-Schlattli

BISISTHAL

Ried

Wasserbergfirst Sali

STOOS

Klingenstock

Chaiserstock

RIEMENSTALDEN

Windgällen

Rophaien Klausenpass

FLÜELEN

ALTDORF 5

14.30 UHR Grand Prix auf der Kartbahn in Morschach www.swissholidaypark.ch

6

15.30 UHR Panorama-Pause im Restaurant Axenstein www.golfclub-axenstein.ch

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17.45 UHR Mit Rätseln und Kombinieren zurück in die Freiheit www.escape-einsiedeln.ch

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21 UHR Stimmungsvoller Sonnenuntergang am Zürichsee www.marinalachen.ch

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AUF DER CHARETALP

SANDRA BETSCHART-IMHOF, BÄUERIN

MIT SCHAFEN UND ZIEGEN ÜBERSOMMERN Sandra Betschart verbringt den Sommer mit Familie, 1000 Schafen, 70 Ziegen und 2 Pferden auf der Charetalp, einer Alp in der Gemeinde Muotathal. Keine Strassen, eine Stunde Fussweg bis zum nächsten Nachbar und viel Arbeit im Käsekeller. Sie nennt es «ein Stück Freiheit».

FREIHEIT: Die Schafe und Ziegen bewegen sich frei auf der Charetalp.


AUF DER CHARETALP

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AUSSICHT: Die Alphütte der Familie überblickt die Hochebene.

SELTEN: Erich, Alex, Andi, Ronny und Sandra Betschart machen gemeinsam Pause.

«Ich geniesse die weite und karge Natur.» Sandra Betschart-Imhof

Foto: Stefan Zürrer

«Um 5 Uhr morgens hole ich die Milchschafe von der Weide – das gehört zu den schönsten Momenten des Tages», erzählt Sandra Betschart. Vor der Haustür blickt sie auf das weite moorige Hochtal. In der menschenleeren Landschaft durchbrechen Karstfelsen die Alpweiden. In der Ferne grüssen der Wasserberg, die Urner und Muotathaler Alpen. Der kühle Wind trägt ihr den Klang der Schafglöckchen zu. «Ich geniesse die Abgeschiedenheit, die Weite und die karge Natur», sagt sie. Abgelegen bedeutet in diesem Fall, dass der kürzeste Fussmarsch zur Glattalpbahn eine Stunde dauert. Die Bahn fährt zum Sahliboden, von wo es noch 18 Autominuten bis zum Dorf Muotathal sind. Der Wocheneinkauf für die fünfköpfige Familie plus Schwiegereltern wird somit fast zum Tagesausflug. Aus diesem Grund muss die Familie Betschart zu Beginn der Alpsaison alle nicht verderblichen Waren oder auch Salz für die Tiere mit dem Helikopter zur Hütte anliefern lassen, die auf rund 1900 Meter über Meer liegt. VIELBESCHÄFTIGT Gerade wegen der Abgeschiedenheit schauen täglich Wanderinnen und Wanderer vorbei – auf einen Kaffee, eine Suppe oder ein Plättli mit Käse und Würsten aus der eigenen Produktion. Den Schaf- und Ziegenkäse stellen Sandra und Erich Betschart gemeinsam auf der Alp her. Er käst, und sie thermisiert die Milch, legt die frischen Käse ins Salzbad, wendet sie ein paar Stunden später und schmiert die älteren Laibe einmal pro Tag. Das bedeutet für die 36-Jährige über drei Stunden Arbeit in der Käserei und im Käsekeller. Dieser wurde vor wenigen Jahren in einem «Karrenloch» erstellt. So ist er im Sommer natürlich gekühlt und trotzdem sinken im Winter die Temperaturen nicht unter null Grad.

Um die eigenen und fremden Tiere kümmern sich Ehemann Erich und Schwiegervater Alfons. Oft unterstützt Sandra Betschart die beiden beim Melken. Nachmittags kommen die Ziegen allein nach Hause. «Sie mögen weder Kälte noch Regen und verbringen die Nacht lieber im Stall», erklärt sie. Auf der Charet­ alp sind Morgentemperaturen von 11 Grad auch im Hochsommer normal. Da oft auch tagsüber ein frischer Wind weht, sind die Abende zum lauschigen Vor-der-Hütte-Verweilen ohne Jacke rar. Den Schafen hingegen gefällt das kühle Klima. Sobald sich die Wolken verziehen oder der Nebel lichtet, suchen sie Schatten. Die 50 eigenen Ziegen und die meisten der 40 eigenen Schafe tragen Namen. Bisher suchte Sandra Betschart die Namen aus, doch immer häufiger übernehmen die Söhne Alex, Andi und Ronny diese Aufgabe. MÜDE, ABER ZUFRIEDEN Die Arbeiten im Haushalt und in der Gästebetreuung teilt sich die Muotathalerin mit ihrer Schwiegermutter Romy. Gekocht wird auf dem Holzherd, und erst seit fünf Jahren müssen sie die Wäsche nicht mehr von Hand waschen. Heuer ist der 20. Alpsommer gemeinsam mit ihrem Mann auf der Charetalp. Sandra Betschart geniesst diese Familienzeit, weg vom Stress und den Terminen im Tal. «Ich muss nirgends zu einer bestimmten Zeit sein und habe schöne Natur um mich herum, das ist für mich ein Stück Freiheit», sagt sie. So geht sie abends um 21 Uhr müde und zufrieden schlafen. Tipps zu Wanderungen in der rauen Karstlandschaft der Charet­alp auf outdoor-schwyz.ch. Mehr zum Ziegen- und Schafhof der Familie Betschart-Imhof auf charetalp.jimdofree.com


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MOUNTAINBIKE

Die typische Mountainbikerin und die beste Route gibt es nicht. Deshalb kommen hier gleich drei Schwyzer Bikerinnen zu Wort. Übrigens: Ein nützlicher Helfer für unterwegs ist die kostenlose App «Outdoor Schwyz».

SANDRA KÄLIN: «Ich ­werde manchmal gefragt, wo der Chef sei.»

BIKEN IN DER ZENTRALSCHWEIZ Die Vierwaldstättersee-Region ist reizvoll und bietet Abwechslung. Die Bike-Region präsentiert sich ab Juni 2021 auf www.zentralschweiz.bike. Mountainbikerinnen und Mountainbiker finden auf der neuen Plattform alles für spannende Kurzferien: Routen, Trails, Bike-Hotels, Bike-Transport und Bike-Guides in den Kantonen Luzern, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Uri. www.zentralschweiz.bike

SANDRA KÄLIN, VELOGESCHÄFT-INHABERIN

DIE MECHANIKERIN Als Jugendliche war ich mit meinem Vater manchmal mit dem Rennvelo unterwegs, doch mein Hauptsport war Fussball. Ich spielte 15 Jahre in der Schweizer FussballNati im Mittelfeld und 12 Jahre in der deutschen Bundesliga. Nach meinem Rücktritt genoss ich andere Sportarten wie Velofahren umso mehr. 2014 habe ich das Velogeschäft von meinem Schwager übernommen, das ursprünglich mein Vater eröffnet hatte. Ich bin also eine Quereinsteigerin. Handwerkliche Arbeit gefällt mir: Ich repariere lieber ein Bike, als dass ich am Computer die Administration erledige. «Kälin Velos» liegt sehr nah an der Iron-Bike-Route in Willerzell. Bei schönem Wetter läuft es in der Werkstatt rund, dann sind wir Express-Anlaufstelle für Schäden aller Art. Überhaupt spüren wir den Veloboom. Da es rund um Einsiedeln ein landschaftliches Auf und Ab ist, verkaufen wir hauptsächlich E-Bikes. www.velos-kaelin.ch

N AC H GE FR AG T ME IN BIK E

STEILE AUFSTIEGE UND ERHOLSAME EBENE:

Zwischen dem Hoch-­ Ybrig und dem Sihlsee liegt ein vielfältiges Bikegebiet.

Bixs Core Team. Weil es leicht ist un d ich lie ber ME INE SCH WY ZER LIE BLI

NG SST RECKE

rauf- als runterfahre.

Willerzell – Alpthal – Zwäcken – Ibergeregg  – O BIK EN IST FÜR MIC H

beriberg – Willerzell.

Einerseits den Kopf lüften, an dererseits Arbeit mache, um die neuen Bikes im Laden kennenzul, da ich auch Testfahrten ernen. DA S NE HM E ICH IMM ER MIT

Ein Bidon Wasser un d einen Ersatzschlauch.


MOUNTAINBIKE Foto: www.quersicht.ch

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SARAH HEILIG, SWISS CYCLING MOUNTAINBIKE GUIDE

DIE GENIESSERIN SARAH HEILIG: «Sport hat einen hohen Stellenwert, doch Genuss muss sein.»

Zum Biken bin ich über die Liebe gekommen. Als ursprüngliche Volleyballerin merkte ich dann aber schnell, was mir in der Halle an schöner Natur entgangen war. Seit neun Jahren führe ich die eigene Bike Schule «Bella Bike», die Touren und Fahrtechnikkurse anbietet. Eine Kaffeepause mit Kuchen gehört für mich zu einer Tour dazu. So kenne ich in der Zwischenzeit sehr viele Bergbeizli und deren Speisekarte. Das hat sich herumgesprochen, und es kommen vor allem Bikerinnen und Biker zu uns, die auf einer Tour den Genuss und nicht das knallharte Training in den Vordergrund stellen. Mit unseren exklusiven Frauenkursen für Fahrtechnik und Notfallreparaturen haben wir gute Erfahrungen gemacht. Die Teilnehmerinnen schätzen es, wenn alle inklusive Guide ähnliche körperliche Voraussetzungen haben und sie in der Werkstatt unter sich sind.

Foto: www.que

rsicht.ch

www.bellabike.ch

N AC H GE FR AG T ME IN BIK E

Alles­könner, er» gig mö «g n Ei . 70 on arb C nct sti In in nta ou Ro cky M e in Schweden wi st läs h tic S im nig we o us na ge n ko ffi fä P in der mich oder Südafrika. ME INE SCH WY ZER LIE BLI

NG SST RECKE

un d Hörnli»ts cke ha «G n de ihn nen nen ir W . orf nd lte A Etzel – grossen Kurven. mit wig flo ten un , oll hsv uc spr an d un il ste ben Trail. O BIK EN IST FÜR MIC H

Freunden. Ein sportlicher Ausgleich un d Zeit mit meinen DA S NE HM E ICH IMM ER MIT

Ein Biberli.

BLICK VOM ETZEL ÜBER DEN ZÜRICHSEE: Direkt

vor den Toren Zürichs erstreckt sich ein ­attraktives, engmaschiges Trailnetz zwischen Sihl- und Zürichsee.


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Reise- und Informationszentrum Bei uns erhalten Sie alle Informationen und Fahrausweise für Bus, Bahn & Schiff. Bahnbillette national & international General - & Halbtaxabonnemente Junior - Karte & Kinder - Mitfahrkarte Tageskarten Schweiz & Tarifverbund Gruppenreisen

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AUTO AG SCHWYZ | Bahnhofstrasse 4 | 6430 Schwyz | Telefon 041 817 75 00 www.aags.ch | info@aags.ch | Mo – Fr 08.00 – 18.30 Uhr | Sa 09.00 – 13.30 Uhr

Ausstellung 13.3.– 3.10. 2021

Die Royals kommen forumschwyz.ch


Foto: Mathias Nägeli

MOUNTAINBIKE

MANUELA BRUGGER, MOUNTAINBIKE-BLOGGERIN

DIE WILDE

Ich war schon als Kind ein absolutes Energiebündel und fuhr mit meinem Velo am liebsten abseits befestigter Strassen. Als auch bei uns die ersten Mountainbikes aufkamen, war ich sofort mit dabei – oft als einzige Frau. Mir gefällt es, draussen in der Natur und den Bergen zu sein und dabei technisch anspruchsvolle Enduro-Fahrten in Vollmontur nach dem Motto «runter ist fast alles fahrbar» zu meistern. Ich habe schon immer gerne fotografiert und geschrieben. Content Creation ist heute auch mein Beruf. Weil meine Freunde mich jeweils um Fotos und Informationen zu meinen Touren baten, habe ich angefangen, meine teils abenteuerlichen Erlebnisse auf Instagram unter giadasride zu dokumentieren. Zu meiner Überraschung folgten mir bald Menschen aus der ganzen Welt. In meinen Beiträgen zeige ich gerne meine Heimat, denn als Schwyzerin muss ich nicht weit weg, um Schönes zu sehen. Die Mittagspause reicht. @giadasride

N AC H GE FR AG T ME IN BIK E

d bergab stabil ist. Trek Fuel EX 9.8. Weil es bergauf leicht un ME INE SCH WY ZER LIE BLI

NG SST RECKE

erlipass – ätt G – egg id che S gi Ri – lm Ku gi Ri – rz Seewen – Laue trecke mit durchgehen d Timpel – Seewen. Eine abwechslungsreiche S genialer Aussicht. BIK EN IST FÜR MIC H

al wie stressig der Tag ist, Ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Egckl . nach fünf Minuten im Sattel bin ich glü ich DA S NE HM E ICH IMM ER MIT

Mein Smartphone, um tolle Fotos un d Stories

zu machen.

TOURTIPP? Manuela Brugger teilt täglich auf Instagram Fotos von ihren Ausfahrten.

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GOLFEN MIT BLICK AUF DEN ZÜRICHSEE

Foto: Jan Koskamp

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EHRGEIZIG: Ursina Bisculm übt regelmässig auf der Driving Range und mit einem Golflehrer, um ihr Spiel zu verbessern.

URSINA BISCULM, GESCHÄFTSFÜHRERIN GOLFPARK ZÜRICHSEE

EINE 500-KÖPFIGE FAMILIE «Golf gefällt einem extrem gut oder überhaupt nicht», sagt Ursina Bisculm. Ihr macht der Sport so viel Spass, dass er Teil ihres Berufs wurde. Sie ist Geschäftsführerin eines «der schönsten Golfplätze der Schweiz», wie sie ihren Arbeitsplatz nennt. Bei Wind und Wetter draussen sein, das gefällt Ursina Bisculm. Oft steht sie mit dem Head Greenkeeper, also dem Platzwart, irgendwo auf der 18-Loch-Anlage in Wangen. Nicht um die «Wahnsinnsaussicht» in die Glarner Berge und auf den oberen Teil des Zürichsees bis Rapperswil zu geniessen, sondern um zu besprechen, welche Pflegearbeiten anstehen und wie der Platz für die nächsten Turniere vorbereitet werden soll. Bei bis zu 60 Turnieren pro Saison ist die Turnier­ organisation ein wesentlicher Bestandteil ihres Jobs. Dazu gehören auch Anlässe für Junioren, denn mit

den Zürichsee Pirates fördert der Golfpark Zürichsee den Nachwuchs. «Wir wollen den sportlichen Teil in den Vordergrund stellen und Golf für alle Altersklassen attraktiv machen», erzählt die 40-Jährige. In ihren Augen fördert und lehrt Golf Qualitäten, die zu jedem Alter passen. DREI VORTEILE DES GOLFENS Golf lehrt Geduld und Dranbleiben, denn die Grundlagen des Sports zu erwerben ist zeitintensiv. Es dauere lange, bis man ein Gefühl für Schwung und Ball entwickelt habe, erklärt Ursina Bisculm. Golf schult


GOLFEN MIT BLICK AUF DEN ZÜRICHSEE

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RESPEKT GEGENÜBER NATUR UND UMWELT: Ein halbes Dutzend Greenkeeper sorgen dafür, beste Voraussetzungen für das Golfspiel zu schaffen und gleichzeitig einen wichtigen Lebensraum für Flora und Fauna zu bewahren.

zudem in Demut. Man müsse lernen, mit Tagen umzugehen, an denen gar nichts klappe und man keinen Ball treffe, ergänzt sie. Auch die Geschäftsführerin selbst übt regelmässig auf der Driving Range ihren Schwung und Abschlag. Schliesslich motiviert Golf, die Fitness zu fördern. Obwohl der Sport auch gemütlich funktioniere, zahle sich Fitness aus. «Bei der Energie, aber auch im Kopf», so Ursina Bisculm. An einem typischen Arbeitstag trifft sie auf dem Platz nicht nur den Greenkeeper, sondern auch die Spielerinnen und Spieler. Diesen Kontakt zu pflegen ist ihr wichtig, und so kennt sie alle 500 Mitglieder des Golfclubs persönlich und mit Namen. «Ich bin auch Gastgeberin und lege Wert darauf, dass es allen gut geht», sagt sie. Man sei fast wie eine grosse Familie. Denn auf einer vierstündigen Runde an allen 18 Löchern vorbei bleibt neben dem Fachsimpeln auch Zeit für den sozialen Austausch mit den drei Mitspielenden. TRAUMHAFTER SONNENUNTERGANG Ursina Bisculm kennt viele Golfplätze in der Schweiz und rund um den Globus. Sie beurteilt den eigenen als attraktiv. Zum einen wegen der Lage: «Der Sonnen­untergang hinter Green 10 ist traumhaft.» Zum anderen weil der Platz für jede Golferin und jeden Golfer spielbar ist. Man biete alles, von einfa-

«Wir wollen Golf für alle Altersklassen attraktiv machen.» Ursina Bisculm

chen bis zu schwierigen Löchern. Der 9-Loch-Kurzplatz macht die Anlage besonders bei Anfängern beliebt, denn hier darf auch spielen, wer noch keine Platzreife hat. Und was macht die Geschäftsführerin eines Golfparks in den Ferien? Golf spielen natürlich. Für Ursina Bisculm ein entspannender Ausgleich, den sie genauso mag wie Kuchen backen oder Schokolade naschen.

Der Golfpark Zürichsee bietet sportliche Herausforderungen für passionierte Golfspielerinnen und umfangreiche Übungsmöglichkeiten für Golfneulinge. Die Weitsicht in die Glarner Berge und über den Zürichsee können auch Ausflügler geniessen, denn das Restaurant ist öffentlich. www.golfpark.ch


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Traditionell hergestellte Edel-Schokolade made in Schwyz Feinste Schweizer Spitzen-Schokoladen, von der Kakaobohne bis zur Tafel in Schwyz hergestellt. Besuchen Sie uns im Fabrikladen.

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KULTUR UND GESCHICHTE

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MUSEEN & AUSSTELLUNGEN SCHWYZ

SCHWYZ

Königinnen in der Schweiz

Aus heutiger Sicht lebten Elisa­ beth in der Halden und ihr Mann Rudolf Reding bescheiden im Haus Bethlehem. Der zweite Sohn Ital hingegen liess im frühen 17. Jahrhundert daneben ein prunkvolles Gebäude erbauen. In Schwyz existieren rund 30 solcher Herrenhäuser, einige sind öffentlich.

Die aktuelle Ausstellung «Die Royals kommen» zeigt faszinierende Geschichten von königlichen Besucherinnen, die aus unterschiedlichen Motiven in die Schweiz kamen. Gezeigt werden Porträts von Frauen, die berühr(t)en und beweg(t)en. Wie etwa die Reise von Queen Victoria 1868, die einen Tourismusboom nach sich zog, oder die Meldung vom Unfalltod der belgischen Königin Astrid, die medial um die Welt ging. Zu sehen im Forum Schweizer Geschichte Schwyz bis 3. Oktober 2021. www.forumschwyz.ch

MyeongBeom Kim, Untitled (Balloon Tree), 2009, Installation

www.irh.ch

EINSIEDELN

IM DOPPELPACK Das Museum Diorama zeigt zwei Ausstellungen unter einem Dach. Im Haus aus den 1950er-Jahren steht eine Frau im Mittelpunkt: Maria. Um sie gruppiert sich die beeindruckend detailtreue Weihnachtserzählung mit über 450 Figuren, die bald 100 Jahre alt sind. Anmutig ist auch die Sammlung von 1200 Mineralien, Fossilien und Edelsteine aus aller Welt, vom Alpen-Quarz bis zu Kristallen. www.diorama.ch

SCHWYZ

Rütlischwur

1936 malte Heinrich Danioth ein Bild des Rütlischwurs an die Fassade des Bundesbriefmuseums. Mit dabei: eine Frau. Warum Danioth sie unter die Schwörenden gemischt hat, wissen wir nicht. Ob er ausdrücken wollte, dass auch Frauen ihren Teil zur Entwicklung der Schweiz beigetragen haben? Es würde zur Modernität seines Bildes passen. Diesen und weitere spannende Einblicke in unsere Geschichte gibt es im Bundesbriefmuseum zu entdecken. www.bundesbrief.ch

PFÄFFIKON

KRAFT DER WÜNSCHE «Ohne Wünsche sind wir leer. Deshalb ist es höchste Zeit, sich mit ihnen zu beschäftigen», sagt Cordelia Hagi, Gründerin der Unternehmensberatung Pink Tank. Sie ist eine von vielen Frauen, denen das Vögele Kultur Zentrum in der Ausstellung «unMÖGLICH? Was Wünsche leisten können» eine Stimme gibt. Mit dabei sind auch (inter)nationale Künstlerinnen wie Myeong­Beom Kim oder Nives Widauer. Ab 12. Oktober 2021 im Vögele Kultur Zentrum. www.voegelekultur.ch


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AB IN DIE BERGE

TIPPS VON EINHEIMISCHEN Wie taucht man am besten in die Schwyzer Bergnatur ein? Das Magazin hat Expertinnen befragt: Frauen, die bei den Bergbahnen arbeiten.

SATTEL-HOCHSTUCKLI

BARFUSSWEG MACHT WACH «Wenn der Tag erwacht und die erste Drehgondelbahn fährt, mache ich mich mit meinem Hund auf den Engel­ stockrundweg. Ich liebe die morgendliche Ruhe, den frischen Duft des Waldes und die prächtige Aussicht auf meine Heimat, den ‹Talchessel› von Schwyz. Der Rund­ wanderweg lässt sich zudem mit vielen anderen Wander­ wegen kombinieren. Mein Tipp: Der Barfussweg – das kitzelt so schön und macht wach!» Michelle Furrer, Leiterin Verkauf, Sattel-Hochstuckli AG www.sattel-hochstuckli.ch

GEMÜTLICH WANDERN «Wenn der Nebel Küssnacht grau umhüllt, ist die Fahrt mit der Seil­ bahn zur Seebodenalp ein besonderer Genussmoment. Doch ich spaziere bei jedem Wetter gern mit meinem Chow-Chow der Krete entlang und bewundere die Aussicht – auf den Vierwaldstättersee, aufs Nebelmeer oder das Wolkenspiel. Ein gemütlicher Schwatz bei den Alpwirtschaften darf dabei nicht fehlen.» Gabriela von Euw, Geschäftsführerin Seebodenalpbahn www.luftseilbahn-seebodenalp.com


AB IN DIE BERGE

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HOCH-YBRIG

FÜR DEN ADRENALINSCHUB «Wenn Du mit 120 km/h runterflitzt, dann vergisst Du alles. Ganze drei Minuten dauert das Kribbeln auf dem «Sternen­ sauser», der längsten Seil­rutsche Europas. Die Vogelperspek­ tive mitten in den Berggipfeln des Hoch-Ybrigs ist schlicht fantastisch. Dank der fachmännischen Betreuung und dem Sicherheits-Check am Start ging ich mit einem guten Gefühl in den unvergesslichen Rutsch.» Yvonne Ziegler-Keller, Geschäftsleitungsmitglied Hoch-Ybrig AG www.hoch-ybrig.ch

RIGI BURGGEIST

KÖNIGLICHER GENUSS «Kuhglocken, die das Ohr erfüllen, oder die herr­ liche Aussicht von der Terrasse: An Genuss und Erholung fehlt es nicht auf Rigi Burggeist. Gäste mit der Luftseilbahn befördern, sie mit Gersauer und Tessiner Spezialitäten verwöhnen, oder sie mit einem Geheimtipp auf die nächste Wanderung schicken – wir sind Allrounder hier oben.» Eszter Banfi, Gastgeberin Berggasthaus Burggeist www.rigi-burggeist.ch


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AB IN DIE BERGE MYTHENREGION

AUSSICHTSREICHES BRÄTELVERGNÜGEN «Mit den Kindern gehen wir am liebsten auf die Rotenflue zum Wandern, Bräteln und Tierebeobachten. Mit der Gondel­ bahn gehts schnell bequem auf den Berg, und der Rundweg auf der Rotenflue ist nicht anspruchsvoll. Unterwegs hat es Feuerstellen, unser Lieblingsplatz ist die Feuerstelle beim Heublätz unterhalb der Bergstation. Dort ist alles da, was das Herz begehrt: Alpenpanorama, Bänkli und Brennholz.» Nathalie Henseler, Initiantin und Verwaltungsrätin Rotenfluebahn www.mythenregion.ch

STOOS

ZUM ENTSPANNEN HOCH HINAUS «Den Blick von meinem Hausberg Fronalpstock über den Urnersee schweifen lassen und dabei immer auch mein Zuhause in Morschach sehen – hier auf dem Gipfel bin ich am liebsten. Ein Kraftort zum Entspannen und Loslassen. Mein Rucksack ist dabei stets gepackt mit Tröliger Alpkäse und einem frisch gebackenen Stück ‹Züpfe›». Kerstin Weber, Bahnbetrieb, Stoosbahnen www.stoos.ch


WETTBEWERB

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ENTSPANNEN MIT DER BESTEN FREUNDIN

WELLNESS-TAGE GEWINNEN WETTBEWERBSFRAGE Hoch über welchem See liegt der Swiss Holiday Park?

PREIS: 655 W E RT EN K N FR A

A Vierwaldstättersee B Sihlsee C Zürichsee PREIS IM WERT VON 655 FRANKEN 1 Nacht im Doppelzimmer Comfort für 2 Personen im Swiss Holiday Park Frühstücksbuffet Drei-Gang-Tagesmenü Eintritt Römisch-Irische Thermen, Saunalandschaft und Erlebnisbad Aromaölmassage TEILNAHME Lösungswort zusammen mit Name, Adresse und Telefonnummer an: info@schwyz-tourismus.ch (Mail) oder Schwyz Tourismus, Zeughausstrasse 10, 6430 Schwyz (Postkarte) TEILNAHMESCHLUSS 31. OKTOBER 2021

Es wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Die Daten der Teilnehmenden werden vertraulich behandelt. Die gesammelten Daten können für Marketingzwecke durch die Schwyz Tourismus AG sowie deren Partner weiterverwendet werden.

EINZIGARTIG VIELSEITIG Der Swiss Holiday Park ist das grösste Ferien- und Freizeitresort in der Schweiz. In Morschach treten Sie ein in eine erholsame Welt – auf einem Hochplateau mit traumhafter Aussicht auf den Vierwaldstättersee und in die Urner Alpen. Egal ob Sie für ein paar Tage Freizeit oder für einen Tagesaufenthalt kommen, entdecken Sie die Römisch-Irische Badekultur. Entspannen Sie bei einer krankenkassenanerkannten medizinischen Massage, während Ihre Kinder kostenlos in Tom’s Happy Club betreut werden. Tauchen Sie ein in die Bäderlandschaft. Oder wählen Sie aus den vielen Sport- und Spielmöglichkeiten aus. Es erwarten Sie viel Erholung, Sport und Spass – und alles an einem Ort. www.swissholidaypark.ch, Telefon +41 41 825 50 50

Familienerlebnisse direkt vor der Haustür

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HOTELTIPPS

Freie Zeit. Tun und lassen, was man will. Um 7 Uhr die Wanderschuhe schnüren oder um 9 Uhr die Bettdecke über den Kopf ziehen. Freie Zeit ist auch Verwöhnzeit. Zum Beispiel in diesen Hotels.

Foto: Daniel Schmuki

LÄNGER BLEIBEN

RIGI KALTBAD

WOHLFÜHL-TAGE «Mystische Lichtstimmung und 34 Grad warmes Wasser der Heilquelle des Drei-Schwestern-Brun­ nens – das verspricht Ent­ spannung in dem von Mario Botta geschaffenen Mineralbad & Spa. Für erholsame Tage mit Freun­ dinnen empfehle ich unsere Königinnentage: Zeit für Gespräche bei einem Glas Sekt und Häppchen, und dabei den Blick übers Pan­ orama schweifen lassen.»

EINSIEDELN

DEN AKKU AUFLADEN «Mein Rezept für einen erholsamen Ferientag? Zuerst eine Biketour in der Naturregion Einsie­ deln-Sihlsee-Ybrig. Dann Entspannung für die müden Muskeln mit unseren Massage-Angeboten in unserer neuen Saunalandschaft mit Ausblick. Schliesslich ein abendlicher Spaziergang durch das Klosterstädtchen Einsiedeln.» Maja Hübscher, Gastgeberin Hotel Drei Könige

Angela Boddé, Gastgeberin Hotel Rigi Kaltbad

STOOS

SCHWYZ

AUSZEIT FÜR LADIES

LOSWANDERN

«Wellnessen mit den Freundinnen, das wärs doch jetzt! Mit dem «Ladies Days»-Package müssen Sie an nichts denken. Es beinhaltet alles, was eine Ladies-Auszeit braucht. Vom Willkom­ mensdrink über eine Gesichtsbehand­ lung oder Aromaöl-Massage bis hin zu viel Wellnesszeit. Ab fünf Ladies offerieren wir sogar 10 Prozent Rabatt. Also rasch Freundinnen zusammen­ trommeln, und los gehts.»

«Am Fusse der Mythen, im histori­ schen Zentrum von Schwyz, sind Sie bei uns richtig, um wunderbare Wanderungen zu starten und Gast­ freundschaft zu erleben. Das Gipfelpaar der Mythen, der langgezogene Rücken der Rigi oder das Bergdorf Stoos mit dem Fronalpstock sind nur einige der nahen Bergerlebnisse. Erkunden Sie die Gegend zu Fuss oder mit einer der zahlreichen Bergbahnen.»

Maja Tomljanovic, Kosmetikerin/Masseurin, Seminar- und Wellnesshotel Stoos

Rebecca Thoma, Rezeptionistin Hotel Wysses Rössli


HOTELTIPPS

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RIGI KULM

GASTFREUNDSCHAFT «Öffnen Sie Ihren Blickwinkel ganz weit und versuchen Sie, sich am einzigartigen Panorama sattzusehen. Wir behaupten, es wird Ihnen nicht gelingen. Die Rigi-Sonnenauf- und -untergänge werden Sie ablenken und der Nachthimmel zum Träumen verführen. Lassen Sie sich dazu von uns verwöhnen – unsere Familie schreibt sich Gastfreundschaft seit 1949 auf die Fahne und seit 2015 ist die Führung des Rigi Kulm-Hotels reine Frauensache.» Christina Käppeli, Gastgeberin Rigi Kulm-Hotel

PFÄFFIKON

MEDITERRAN IN DEN FEIERABEND «Ankommen, einchecken und ent­ spannen. Für uns zählt nur, dass Sie sich bei uns rundum wohlfühlen. Wir bieten 142 Zimmer und Suiten mit allen Annehmlichkeiten zum Über­ nachten. Gerade bei Frauen beliebt ist die Apéro-Zeit auf der Sommer­ terrasse: ob einen mediterranen Drink schlürfen oder ein Glas Weiss­ wein geniessen – der Start in einen vergnüglichen Abend ist hier sicher.» Delia Barbic, Front Office Manager, Hotel Seedamm Plaza

BRUNNEN

ZAUBER IM ALLTAG FINDEN «Flirten, heiraten oder flittern – unser elegantes Seehotel gehört zu den romantischsten Locations am Vierwaldstättersee. Mit der Urner Bergwelt und dem glitzern­ den Seewasser steht ein natür­ licher Foto-Hintergrund bereit. Der Sonnenuntergang auf unse­ rer Seeterrasse macht den normalen Alltag zum besonderen Moment. Sabina Hüppi, Events-Organisatorin, Seehotel Waldstätterhof

MORSCHACH

NEUE KRÄFTE FINDEN «Bei uns bringen Sie Ihre Work-LifeBalance ins Lot. Zum Beispiel mit einem Groupgym-Kurs oder einem Personal Training in unserem kran­ kenkassenanerkannten Fitnesscenter. Dieses ist 365 Tage von 6 bis 23 Uhr geöffnet. Wir bieten auch eine profes­ sionelle Ernährungsberatung an und eine Kombination mit Wellness. Ihre Kinder werden von Montag bis Freitag zwischen 10 und 20 Uhr von unserer Kinderbetreuung gratis betreut.» Cathia Fercher, Leiterin Sport & Spiel, Swiss Holiday Park


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DIE WELT DES WEINS KENNT DIE WELT DES WEINS:

Michaela Tschümperlin führt Gruppen durch die Kellerei, leitet Degustationen an, berät Kunden und mäht Gras am Rebberg.

GESCHMACKSERLEBNISSE: WeinEvents und Degustationen bieten Gelegenheit, Neues zu entdecken.

WISSEN FÜR ANFÄNGER Einige Tipps, damit das Glas Rotwein zum Genuss wird

WEINFACHGESCHÄFT DER SCHULER ST. JAKOBS KELLEREI: Von erlesenen

Weinen bis zu feinen Spirituosen – mit fachkundiger Beratung.

Die optimale Trinktemperatur von Rotwein liegt bei 12 bis 18 Grad. Daher den Wein im Klimaschrank oder im Keller lagern. Das Aroma des Weins kann sich besser entfalten, wenn Sauerstoff dazu kommt. Deshalb die Flasche rund 2 Stunden vor dem Genuss öffnen oder den Wein in eine Karaffe giessen. Gericht und Wein aus demselben Land passen oft zusammen. Spanischer Wein zur Paella oder italienischer Wein zu Pasta. Sich Zeit nehmen für den Wein. Zuerst daran riechen, ihn dann im Gaumen spüren und Aromen herausschmecken. Hinter einem Glas Wein steckt viel Arbeit. Indem man sich Zeit nimmt, kann man diese Arbeit wertschätzen.


DIE WELT DES WEINS

MICHAELA TSCHÜMPERLIN, WEINBERATERIN UND HOBBY-WINZERIN

«ZU GUTEM ESSEN GEHÖRT EIN GLAS WEIN» Werktags berät sie im Weinfachgeschäft der Schuler St. Jakobs Kellerei Kunden. In ihrer Freizeit bricht sie Rebentriebe aus, erntet Trauben oder beurteilt im Labor die Weinentwicklung im Fass. Das Schwyz-Magazin hat mit Michaela Tschümperlin über Weingenuss gesprochen. WANN HABEN SIE IHRE LEIDENSCHAFT FÜR WEIN ENTDECKT? Im Fach Weinkunde an der Hotelfachschule in Thun. Seither begleitet mich Wein im Leben. Vor rund 20 Jahren haben mein Mann und ich zusammen mit Kollegen erstmals Reben oberhalb von Schwyz angepflanzt, aufgrund der Höhenlage gab es dann zwar nur Weinbrand. Mit jeder Saison und Weiterbildung habe ich dazugelernt. Sechs Jahre lang hatten wir zusammen mit Freunden ein Weingut im Tessin gepachtet, pro Jahr konnten wir rund 1000 Flaschen Wein abfüllen. Aktuell pflegen ein Kollege, mein Mann und ich ein kleines Rebgut mit rund 300 Merlot-Stöcken in Gersau.

«Wein ist ein Naturprodukt.»

WAS FASZINIERT SIE AM WEIN? Wein ist ein Naturprodukt, das vom Wetter und der Umwelt beeinflusst wird. Aber nicht nur. Auch die Arbeit am Berg spielt eine wesentliche Rolle. Zum Beispiel legen wir mit dem Zurückschneiden der Reben im Januar die Grundlage für die Qualität des Weins. Auch im Keller lässt sich das Aroma des Weins lenken, zum Beispiel mit der Wahl des Holzfasses für den Ausbau. Ich finde die Vielfalt der Weine spannend und die Vielfalt der Möglichkeiten, Wein zu machen.

WENN KUNDEN MEHR ÜBER WEIN ERFAHREN MÖCHTEN? Wer sich vom Weingeniesser zum Weinkenner entwickeln möchte, dem empfehle ich unsere Weinkurse. Als Gruppenerlebnis wird unser Rundgang «Von der Rebe bis ins Glas» immer beliebter. Auf dieser Betriebsbesichtigung erfahren Sie, wie in der SchulerKellerei Weine gelagert und ausgebaut werden.

SIE SIND AUSGEBILDETE WEINSENSORIKERIN UND KÖNNEN FEINE NUANCEN IM WEIN WAHRNEHMEN. WAS IST GUTER WEIN? Es gibt kein absolutes «gut». Abhängig von den eigenen Vorlieben empfindet jede und jeder etwas anderes als gut. WIE FINDEN SIE ALS WEINBERATERIN HERAUS, WAS DIE KUNDEN ALS GUT EMPFINDEN? Bei uns im Weinfachgeschäft der Schuler St. Jakobs Kellerei dürfen die Kunden alle Weine degustieren,

Michaela Tschümperlin

so merke ich schnell, ob jemand auf liebliche, süssliche Weine anspricht oder herbe Weine mit viel Gerbstoffen bevorzugt. Ausser­dem versuche ich im Gespräch, die Vorlieben herauszufinden. Mit Wissen, Übung und Erfahrung kann ich so passende Weine empfehlen.

WANN TRINKEN SIE SELBST GERN EIN GLAS WEIN? Zu gutem Essen gehört für mich ein Glas Wein – egal ob zu Hause oder im Restaurant. Bei einem gemütlichen Abend mit Freunden trinke ich auch gern ein Glas.

Interessierte erleben die Welt der Weine bei der Schuler St. Ja­ kobs Kellerei in Seewen-Schwyz. Diese umfasst ein Besucherzentrum mit diversen Eventräumen, Führungen durch die Kellerei und Küferei sowie ein Weinfachgeschäft. www.schuler.ch

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ESSEN UND GENIESSEN

KULINARISCHE VIELFALT Von der einfachen Gartenwirtschaft beim Bauernhof über die gemütliche Weinbar bis zum preisgekrönten Speiselokal – die Schwyzer Gastro-Szene bietet für jeden Geschmack und jedes Budget ein Restaurant. Hier ein kulinarischer Querschnitt.

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ESSEN UND GENIESSEN ILLGAU

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Sigristenhaus

Im 1774 erbauten Schwyzerhaus kümmert sich ein 14-köpfiges Frauenteam um das Wohl der Gäste. Hier stärken sich Wandersleute für ungestörte Streifzüge durch die stille Natur oberhalb des kleinen Bergdorfes. Wer als reservierte Gruppe kommt, schöpft Grossmutter-Spezialitäten vom Büffet und tanzt zu Illgauer Volksmusik. www.sigristenhaus.ch

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STEINEN

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Adelboden

2020 zeichnete der «Guide Michelin» Ruth Wiget mit dem ServiceAward aus für ihre subtile und charmante Bedienung. Eine Bestätigung für die Leidenschaft, mit der sie seit 33 Jahren ihrem Beruf nachgeht. Im mit 18 GaultMillau-Punkten und 2 Michelin-Sternen dekorierten Restaurant kocht ihr Mann Franz Wiget. Die Gaststube ist heimelig und die Freundlichkeit kommt von Herzen. www.wiget-adelboden.ch

SCHWYZ

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BRUNNEN

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Elviras Trübli

Bettina Gandlgruber Debuyser führt zusammen mit ihrem Mann in den Altstadtgassen von Schwyz eine sym­pathische Brasserie im französischen Stil. Glücksmomente versprechen die gediegenen Gerichte à la française. Und die handgefertigten Pralinen der gelernten Konditorin sind auf alle Fälle eine Versuchung wert. www.restaurant-engel-schwyz.ch

Mit einem guten Glas Wein und hausgemachten Apéro-Häppchen stimmt man sich hier wunderbar auf den Feierabend ein. Für das gesellige Zusammensein empfiehlt Elvira Bachmann das Winzerfondue. Einmal pro Monat ist Sushi-Abend im schönen Ambiente der kleinen Weinbar. facebook.com/elvirastruebli

LACHEN

MERLISCHACHEN

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Schlösslichäller

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Bauernhof Gehren

Mal wieder die Freundinnen treffen und mit einem Bio-Wein auf die Lebensfreude anstossen. Die herzlichen Schlossgeister Trudy Abt und Petra Schwiter zaubern passend ein Schlossplättli oder ein frischgekochtes Marktmenü herbei. Alle Gäste sitzen zusammen an einem grossen Tisch, was zu einem inspirierenden Austausch führt. www.schloessli-lachen.ch

An schöner Lage über dem Vierwaldstättersee legt man bei Silvia Bähler gerne eine Rast ein. Zum Angebot gehören währschafte «Zabig»-Teller, selbstgebackene Kuchen und Desserts mit Bauernhofglace. Das Gartenbeizli öffnet nur bei schönem Wetter, das Selbstbedienungscafé hingegen stillt auch bei Wolkenbruch den Durst. www.gehren.ch

STOOS

KÜSSNACHT

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Engel

Caschu Alp

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Alpenhof

Bergausflügler speisen bei Camilla Schuler und ihrem Mann im schmuckvollen Alpenchic. Die Küche setzt auf Frische und Qualität, und sogar die Teigwaren und Gnocchi werden von Hand frisch zubereitet. Wer noch länger edel verwöhnt werden möchte, übernachtet im Boutique-Design-Hotel und gönnt sich ein Gourmet-Menü. Jedes der neun Design-Zimmer hat seinen eigenen Charakter. www.caschu-alp.ch

Klettern im Seilpark, sich austoben auf dem grossen Spielplatz oder von der Zuschauergalerie in den Kuhstall blicken – das Restaurant Alpenhof oberhalb von Küssnacht zieht Familien magisch an. Monika Arnold und ihr Partner Emil Meyer sorgen dafür, dass in der Gartenwirtschaft und auf dem Bauernhof alles rund läuft. www.restaurant-alpenhof.ch

EINSIEDELN

Im 17. Jahrhundert legten in der Seestatt die Schiffe an und die Pilger machten sich zu Fuss auf nach Einsiedeln. Wer heute bei Kathi Riobo und Tamara Siebers Wegzehrung sucht, ist entweder auf einem Spaziergang oder im Ausgang. Bei einem grossen Getränke- und einem kleinen Speiseangebot fühlt man sich in ungezwungener Atmosphäre wohl. www.adleraltendorf.ch

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Chez Renate

Am Klosterplatz kitzelt GaultMillauKöchin Renate Steiner mit ihren Kreationen den Gaumen. Mit frischen regionalen Zutaten und Liebe zum Detail verleiht sie auch bekannten Gerichten einen überraschenden Geschmack. Der zuvorkommende Service und der auserlesene Wein passen zum stilvoll-gemütlichen Ambiente. www.chezrenate.ch

ALTENDORF

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Adler


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WILLKOMMEN IN DER WELT DER WEINE! ALLE WEINE GRATIS DEGUSTIEREN

GROSSE GESCHENKAUSWAHL

Seit über 325 Jahren widmen wir uns mit umfassendem Know-how und grosser Leidenschaft dem Wein.

UNEINGESCHRÄNKTES RÜCKGABERECHT

Tauchen auch Sie ein, in die faszinierende Welt des Weines. Wir freuen uns sehr, Sie begrüssen zu dürfen. PARKPLATZ VORHANDEN

SCHULER St. Jakobs Kellerei Marco Blaser & Team | Franzosenstrasse 10 | 6423 Seewen 041 819 34 82 | wfg.seewen@schuler.ch Montag bis Freitag 10.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 18.30 Uhr Samstag: 09.00 - 16.00 Uhr

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AUSFLUGSIDEEN

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Foto: Monika Ziegler

KLEINE GROSSE ABENTEUER SATTEL

Natürlich gesund Kopfweh? Mädesüss-Tee trinken. Sportverletzung? Einen WallwurzWickel machen. Für Brigitte WaserBürgi ist die Natur eine riesige Apotheke. Heilkräuter findet sie nicht nur auf abgelegenen Alpweiden, son­dern auch beim Spazieren durch das Dorf. In ihrer Heilpflanzenschule und auf Kräuterwanderungen gibt die diplomierte Pflegefachfrau und Phytotherapeutin ihr Wissen weiter. www.heilpflanzenfrau.ch

MUOTATHAL

AUFREGEND Einen eigenen Hund zu halten, das war schon immer ein Wunsch von Nicole Imhof. 2010 zog «Anyuk», ein Alaskan Husky, bei ihr ein. Später folgte «Maiyun», ein Jakutischer Laika. Seit 15 Jahren arbeitet sie in der Erlebniswelt Muotathal mit 38 Siberian Huskies zusammen. Gäste beim Husky-Trekking anleiten oder beim Schlittenhunde-Trottiplausch fotografieren, ge­hört zu ihrem Alltag.

GOLDAU

www.erlebniswelt.ch

SCHÜTZENSWERT Wenn alle Tiere verschwunden sind, werden wir Menschen an geistiger Einsamkeit zugrunde gehen, denn was wir in der Natur ausrotten, merzen wir auch in unserer Seele aus. Davon ist Anna Baumann, Direktorin Natur- und Tierpark Goldau, überzeugt. Der Tierpark beteiligt sich an diversen Erhaltungszucht- und Wiederansiedlungsprogrammen und sensibilisiert für in Verruf geratene Tiere wie den Wolf. Ein Tier voller Kraft, jedoch immer elegant und geschmeidig, vorsichtig, bedächtig, aber zugleich kompromisslos und souverän. www.tierpark.ch

MUOTATHAL

PFÄFFIKON

Unterirdisch gut

FUN-TASTISCH

Rund 160 Kilo Raclettekäse serviert Denise Hediger pro Jahr, und zwar unter der Erde. Der Arbeitsplatz der Muotathalerin ist das Hölloch – das grösste Höhlensystem Europas. Hier führt sie Gruppen durch die verborgene Welt mit Felsen und Tropfsteinen und ist Gastgeberin von Höhlenraclettes bei Kerzenschein. Das Hölloch bietet Abenteuer für verschiedene Mut- und Fitnesslevels. www.hölloch.ch

Gestählter Körper, rotes Outfit. Suzan Dauti erinnert an die Rettungsschwimmerinnen aus «Baywatch». Ihr Meer ist das Wellenbad im Alpamare, dem grössten Spassbad der Schweiz. Zu ihrem Trainingsprogramm gehört auch das Treppensteigen zwischen den Zielen der zwölf Rutschen und den drei Aussenbädern. Für sicheren Gästespass über 1000 Tritte pro Tag. www.alpamare.ch


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VON ARTH-GOLDAU AUF RIGI KULM:

Im blauen Zug sitzt manchmal Bernadette Appert am Steuer.

DAMPFLOK NR. 7: Sie wurde extra für das Jubiläum aus dem Verkehrshaus Luzern geholt.

BERNADETTE APPERT, LOKFÜHRERIN, FAHRDIENSTLEITERIN UND CHEF-HOSTESS

«DIE RIGI BEDEUTET MIR HEIMAT» Als Studentin jobbte Bernadette Appert nebenbei als Zugbegleiterin bei den Rigi Bahnen. Ihr Heimatberg hat sie nie losgelassen. Heute fährt sie als Lokführerin selbst Züge und lässt als Fahrdienstleiterin Züge im Takt fahren. «Anfänglich hatte ich Mühe, wenn mir Männer sagten: ‹Sie sind gut gefahren!›», erzählt Bernadette Appert. Heute nimmt es die Lokführerin als Kompliment. Schliesslich ist das auch eines ihrer Ziele: Den Gästen eine sanfte Fahrt ohne Ruckeln und Schütteln bereiten, sodass sich diese ungestört der Aussicht widmen können. Obwohl sie nun schon seit 16 Jahren bei den Rigi Bahnen arbeitet, schätzt auch sie den Ausblick immer noch. «Wenn ich oberhalb des Fruttlis auf die gerade Strecke komme, überwältigen mich

die Farben jeden Herbst», sagt Bernadette Appert. Überhaupt sei jede Fahrt anders, schwärmt die 34-Jährige weiter. «Mal zieht ein Gewitter auf, mal geht die Sonne unter, mal schneit es so fest, dass ich die Schienen nicht sehe.» DIE PLANERIN, DIE ABWECHSLUNG MAG Die Freude an der Abwechslung, das charakterisiert Bernadette Appert auch im Beruf. So folgten nach dem Studentenjob als Zugbegleiterin bald Einsätze


UNTERWEGS AUF DER RIGI

PANORAMAWEG: Er beeindruckt Gäste wie Einheimische immer wieder mit seinen Aussichten.

JUBILÄUM: Bernadette Appert und das HostessenTeam werden im Jubiläumsjahr manches Glas füllen.

als Hostess bei Apéro- und Fonduefahrten im historischen Wagen 6. Nach der Ausbildung zur Lokführerin machte sie eine Weiterbildung zur Fahrdienstleiterin, weil ihr die Kopfarbeit fehlte. «Ich liebe es zu planen», nennt sie eine weitere persönliche Eigenschaft. Und so stellt sie heute an manchen Tagen Zugkompositionen entsprechend der aktuellen Gästezahlen zusammen, damit die Züge nicht überquellen und die Gäste nicht lange warten müssen. In der Zwischenzeit zudem zur Chefhostess aufgestiegen, plant sie nun hauptsächlich die Einsätze und bewirtet nur noch selten Gäste. Mit der jüngsten Aufgabenerweiterung hat die leidenschaftliche Planerin eine Denkaufgabe nach ihren Wünschen erhalten: Sie ist verantwortlich für den Fahrplan der zwei Zahnradbahnen nach Rigi Kulm sowie der Luftseilbahnen nach Rigi Kaltbad und Rigi Scheidegg. «Bei mir laufen die Fäden zusammen, und ich stelle zum Beispiel sicher, dass die Gäste im Tal Anschlüsse haben und dass die normalen und Extrazüge kreuzen können.» Fast könnte man sie als wandelnden Fahrplan bezeichnen. DIE RIGI ALS FREIZEITBERG Hostessen einteilen, Sicherungen in der Führerkabine auswechseln, Gästezahlen verfolgen und Fahrten der Zahnradbahn auf den Schifffahrplan in Vitznau abstimmen – dazwischen freut sich Bernadette Appert

«Ich liebe es zu planen.» Bernadette Appert

auf die Familienzeit. Am liebsten wandert sie mit ihrer Familie und den Familien ihrer drei Schwestern auf der Rigi. Natürlich mag sie auch hier Abwechslung und sucht gern neue Wege. Trotzdem gehört der Panoramaweg zu ihrem fixen Jahresprogramm, denn die immer wieder ändernde Aussicht findet sie spannend. «Die Rigi bedeutet mir Heimat», beschreibt Bernadette Appert ihre Beziehung zum Berg. Aufgewachsen auf einem Bauernhof im Goldauer Berg, einer Flanke der Rigi, hat sie viele Kindheitserinnerungen an die Rigi Bahnen. Ihr Vater arbeitete im Winter am Skilift, und sie und ihre Schwestern gingen oft zum Skifahren vorbei. So ist es wohl kein Zufall, dass Bernadette Appert nicht als einziges Familienmitglied heute bei den Rigi Bahnen arbeitet. Was 1871 mit der ersten Bergbahn Europas begann, ist heute ein Gesamtangebot von historischem Kulturerbe. Im Jubiläumsjahr 2021 gibt es besonders viele Gründe, die Königin der Berge zu besuchen: ein Open-Air in spektakulärer Naturkulisse, Dampffahrten mit einer ganz besonderen Lok oder ein Dinner mit dem Erbauer dieser Bergbahn. Informationen zum Jubiläumsjahr: www.rigi.ch/150

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HERAUSRAGEND

TOP SCHWYZERINNEN BRUNNEN

Messerscharf Die wohl berühmteste Messerschmiede der Welt verdankt ihren Namen einer Frau, nämlich Victoria Elsener. Karl Elsener verquickte 1921 den Namen seiner Mutter und das Kennzeichen für rostfreien Stahl «inox» zur Firmenbezeichnung Victorinox. In Brunnen zeichnet das gleichnamige Museum den Werdegang der Firma und des legendären Taschenmessers nach. www.swissknifevalley.ch

EINSIEDELN

VEREHRT Auch nach Hunderten von Jahren ist ihre Ausstrahlung und Kraft ungebrochen: Die Schwarze Madonna in Einsiedeln zieht Men­schen aus der ganzen Welt an. www.kloster-einsiedeln.ch

MYTHENREGION

AUSSICHTSREICH Der Grosse Mythen ist eigentlich eine stolze Innerschwyzerin. Die Einheimischen nennen den Berg seit jeher «d‘Miite» – also weiblich. Im Buch «Gipfelgeschichten – Wie die Schweizer Berge zu ihrem Namen kamen» erklärt die Namenforscherin Nathalie Henseler, wie sich die männliche Bezeichnung in den Sprachgebrauch schlich. «D‘Miite» wandelte sich hochsprachlich zu «die Mythen», was als Mehrzahl empfunden wurde und dann fälschlicherweise männlich in die Einzahl zurückgebracht wurde. Korrekt ist also «die Grosse Mythe». www.mythenregion.ch

SCHWYZ

Lesenswert Blanca Imboden hat Schwyzer Ausflugsorte in die Bestsellerliste gebracht. Wir erfuhren, dass Wandern in Morschach eben doch nicht so doof ist. Erlebten mit, wie sich ein weihnachtliches Chaos im Schnee auf dem Stoos zum Positiven wendet. Und amüsierten uns über die Verwirrungen am Gipfeltreffen auf dem Urmiberg ob Brunnen. Für Herbst 2021 hat die Schwyzer Autorin einen Roman angekündigt, der auf der Rigi spielt. Man darf gespannt sein. www.blancaimboden.ch

HOCH-YBRIG

Wendy Holdener fährt im SkiWeltcup ganz vorne mit. Auf den sozialen Medien kann man teil­ haben, wie sie auch im Sommer in ihrer Heimatregion in der Natur unterwegs ist. Wandern, biken, Spass haben. www.wendyholdener.ch, www.hoch-ybrig.ch


PRIVATE VORSORGE, SCHWYZER ART: UNABHÄNGIG, SICHER, ENGAGIERT. Partner Schwyz Tourismus

szkb.ch/privatevorsorge


CLIMBER WOOD SWISS SPIRIT SPECIAL EDITION 2021

EIN TASCHENMESSER, DAS SCHWEIZER GESCHICHTE SCHREIBT Die Taschenmesser Sonderedition erzählt die Geschichte der Schweiz mit typischen Motiven. Die Messerschalen aus edlem Nussbaumholz bestechen durch die feine, detailgetreue Lasergravur. www.victorinox.com FROM THE MAKERS OF THE ORIGINAL SWISS ARMY KNIFE™ ESTABLISHED 1884

Profile for Switzerland Tourism

SCHWYZ Region - Magazin Sommer 2021  

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