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Mein

ENTLEBUCH

Herausgeber : U N ES C O Biosphäre Entlebuch Luzern Schweiz Ausgabe 2017


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EDITORIAL

Heimatland! … so heisst die beliebte Ausflugsplattform der Bahnunternehmung BLS, eine Sammlung der schönsten Schweizer Ausflugsziele mit vielen Highlights aus dem Entlebuch. So tönt es aber auch aus den Kehlen unserer Gäste auf dem Rothorn, dem Hengst, der Beichlen, dem Schimbrig, der Marbachegg, auf der Kneippanlage, auf dem Seelensteg, auf der Exkursion, ja sogar im Käseladen oder beim Gastropartner: «Heimatland ist das schön!» «Heimat», ein schwieriger, komplizierter Begriff. Heimat umfasst unter anderem Aspekte von Geographie und Gesellschaft, Emotionen und Erinnerungen, Heimweh und ein Stück weit auch heile Welt. Und je mehr man darüber nachdenkt, desto schwieriger wird es, diesem Begriff gerecht zu werden. Viele Menschen meinen, Heimat sei da, wo man geboren ist oder wo man lebt. Ich glaube das greift zu kurz. Christian Morgenstern hat geschrieben: Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird. Karl Theodor Jaspers sprach im gleichen Zusammenhang von «Heimat». Auf jeden Fall ist Heimat ein Ort, wo es mir wohl ist. Ein Ort oder eine Region, wo Menschen mich verstehen. Zumindest zum Grossteil. Aber sicher ein Ort, wo ich mich identifiziere, wo ich ganz einfach hingehöre. Ein wertvoller Ort tiefen Vertrauens.

verlieben. Denn das wäre für sie der erste Schritt zu einer neuen Heimat. Angesichts der faszinierenden Vielfalt des touristischen und kulturellen Angebots des Entlebuchs, aber auch des unverwechselbaren, verlässlichen Menschenschlags, stehen die Chancen gut. Die Entlebucher bewegen sich gekonnt zwischen Urtradition und Universum, zwischen starker Verwurzelung und weltweiter Öffnung, sonst wäre die Region kaum eine der Vorzeigeregionen der UNESCO und auch nicht 1. Schweizer Naturpark. Es ist genau das Rezept der Entlebucher, visionär im Jetzt zu sein. Im vorliegenden Magazin spüren Sie als Leser diesen anspruchsvollen Spagat und die Verantwortung für kommende Generationen. Tief traditionell und religiös geprägte Momente bis hin zu Innovationen, die Weltgeschichte schreiben. Die Zukunft entsteht im Entlebuch nicht auf dem Reissbrett, sondern im kompetenten Dialog, im gemeinsamen Handeln, mit Wissen, Handwerk und mit viel Lebensfreude. Wenn Sie das anspricht, Ihnen diese Werte auch so viel bedeuten, gerne dazugehören möchten, dann … … herzlich willkommen zu Hause!

«Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde.» Karl T. Jaspers Als Touristiker kann ich nur hoffen, dass sich unsere Gäste Hals über Kopf in unsere Region

Ihr Theo Schnider Direktor UNESCO Biosphäre Entlebuch

Zukunftsmodell UNESCO Biosphäre Entlebuch – zwei Minuten und Sie wissen Bescheid! Was ist denn überhaupt ein Biosphärenreservat, wie funktioniert das und was ist der Nutzen für die Einheimischen und die Gäste? Fragen, die Sie bestimmt auch schon beschäftigt haben und für die Sie gerne eine klare, einfache Erklärung hätten. Hier ist die Lösung: Wir haben für Sie ein leicht verständliches und aussagekräftiges Filmformat geschaffen: In nur zwei Minuten wissen Sie Bescheid über die aussergewöhnliche Modellregion der UNESCO. Der Videoclip ist verfügbar in den Sprachen: Entlebucher Dialekt, Deutsch, Französisch, Englisch, Chinesisch und Russisch.

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Echt Entlebuch ist kein Schlagwort, sondern eine Marke. Schliesslich gibt es die Auszeichnung UNESCO Biosphäre nicht einfach so.

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m Entlebuch stimmt die Landschaft und hier wird Nachhaltigkeit gelebt. Will heissen: Natur und Menschen stehen im Einklang und haben ihren Frieden miteinander – auch dann, wenn sich die Natur mitunter wild gebärdet. Das gehört dazu und gehört zu den Reizen und Qualitäten dieses grossartigen Erholungsgebietes, das nicht trotz, sondern dank der «UNESCO Biosphäre» so viel erholsame, gesunde Abwechslung bietet: Wandern in beliebigen Höhenlagen und Schwierigkeitsgraden, Wintersport aller Art, Biken, Goldwaschen, Adler gucken, Moorlandschaften und eine Tier- und Pflanzenwelt wie nur an wenigen Orten erleben. Es gibt einen Seelensteg und ein Zyberliland – und ins gesamt sieben lokale Tourismusbüros, die erklären, was wo zu finden ist. Es gibt echte Entlebucher Extrawürste, Entlebucher Schaf- und Geisskäse und viele weitere Spezialitäten. Dazu Bauernhöfe, auf denen man verwöhnt wird. Fazit: Die UNESCO Biosphäre Entlebuch belohnt Neugierige, Sportliche, Ruheund Erholungsuchende. Eben: ECHT ENTLEBUCH

UNESCO Biosphäre Entlebuch Biosphärenzentrum Chlosterbüel 28 CH-6170 Schüpfheim Tel. +41 (0)41 485 88 50 zentrum@biosphaere.ch www.biosphaere.ch

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Inhalt

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Editorial Heimatland von Theo Schnider

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Karte des Entlebuchs

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Kurzportraits der neun Hauptorte im Entlebuch

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«Echt Entlebuch» Am traditionellen Wochenmarkt in der Stadt Luzern

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Der Menschensorger von Sörenberg Pfarrer Toni Schmid nimmt Anteil am Leben der Älpler

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Alphornbauer Otto Emmenegger bringt Entlebucher Holz zum Klingen

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2017 Musiktage in Schüpfheim Ein Fest und ein Wettspiel zugleich 100 Jahre Lourdes-Grotte Marbach Der beliebte Wallfahrtsort für Pilger und Gläubige Holzforum Die neue Holzfassade der B. Braun Medical AG in Escholzmatt

Neue Lust auf Naturtöne 46

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Escholzmatt – das Kräuter-Mekka Dank der grosszügigen Spende der japanischen Künstlerin Teruko Yokoi konnte der naturnahe Kräutergarten realisiert werden

Geschichten gelesen aus den Gesteinen des Entlebuchs 2016 – am Weltkongress der Biosphärenreservate in Lima Gaggo Leche Schoggi-Weltpremiere mit Kakao aus Peru und Entlebucher Heumilch

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Bäume sind Gedichte für den Himmel Einfach hinsehen und sich freuen Glücksmomente Exkursions- und Kursprogramm 2017 Grenzgänger – im Reich der Felle Unterwegs auf einer Exkursion Steinreich aus dem Bachbett Unterwegs mit der Biosphärenschule

Impressum Herausgeber & Copyright: Biosphärenmanagement, Theo Schnider, Direktor Redaktion: Theo Schnider, Hans Wüst, Werner Vogel und weitere Mitautoren Gestaltung: Werner Vogel, Grafiker, Luzern Inseratenakquise und Koordination: Daniela Emmenegger Nachdrucke von Text- und Bildbeiträgen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers. Druck: Entlebucher Medienhaus | Druckerei Schüpfheim AG ISBN: 978-3-906832-06-7 Titelbild Sommer: Am Sörenberger Rothorn. Foto: Fabienne Felder Titelbild Winter: Winterlandschaft in Sörenberg. Foto: Fabienne Felder

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Heiligkreuz – Kraft schöpfen Ferien im Baudenkmal – das restaurierte Pächterhaus

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Kanada lockt Der Jungzüchter Kilian Pfulg

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Sörenberg – Wintervergnügen in prachtvoller Natur

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Viel Neues im 2017 Neues Chäs-Stübli, neuer Rothornwirt, neues Outfit

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Marbach/Marbachegg – Schneeplausch auf der Sonnenterrasse

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Heiligkreuz, Gfellen und Flühli Kleine und feine Skigebiete

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Sörenberg Card 2017 Gratis mit der Bahn rauf&runter

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Unsere Gastropartner Kulinarische Botschafter der Biosphäre

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Hotels – Gasthäuser – Restaurants – Alpbeizli – Bed & Breakfast Gastronomie im Überblick

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Veranstaltungen 2017 Datum notieren und hingehen

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Das besondere Kundenerlebnis bei Möbel Portmann

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Sörenberg Hier geht die Post ab

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it dem imposanten Brienzer Rothorn, der mystischen Schrattenfluh, der rauschenden Waldemme und der wohl schönsten Moorlandschaft der Schweiz hat sich Sörenberg zum touristischen Magnet der Biosphäre Entlebuch entwickelt. Insgesamt führen rund um Sörenberg 300 Kilometer Wanderwege durch spektakuläre Moorlandschaften und auf Berggipfel mit atemberaubendem Panorama. Biketouren, Rodelbahn und Hochseilpark bieten Naturliebhabern und Erlebnishungrigen vom Frühling bis in den Herbst ebenfalls viel Abwechslung. Im Winter verwandelt sich Sörenberg mit 17 Transportanlagen, über 50

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Pistenkilometern, Langlaufloipen und Schneeschuhtrails in das grösste und vielfältigste Schneesportgebiet des Kantons Luzern. Informationen: Sörenberg Flühli Tourismus Rothornstrasse 21 CH-6174 Sörenberg Tel. +41 (0)41 488 11 85 info@soerenberg.ch www.soerenberg.ch


Flühli

Wo das Wasser zum Erlebnis wird

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teile, bewaldete Bergflanken sind die prägenden Naturelemente im beschaulichen Erlebnisdorf Flühli. Neben anspruchsvollen Wanderungen und Touren auf umliegende Gipfel werden einzigartige Erlebnisse rund um das Thema Wasser angeboten. Ein Kneippweg führt zum Schwandalpweiher zu einer der schönsten Natur-Kneippanlagen der Schweiz. Etwas versteckt und nur zu Fuss erreichbar lockt der Wasserfall Chessiloch mit Hängebrücke und Aussichtsplattform. Am schönen Uferweg der Waldemme laden Grillstelle und Wasserspielplatz zum Verweilen ein. Im Sommer sorgt ein Golfplatz und im Winter ein kleines Familienskigebiet für zusätzliche Abwechslung. Ganzjährig in Betrieb ist der Camping Thorbach, wo mit dem neuen Betriebsgebäude ein ökologisches Vorzeigeprojekt realisiert

wurde. Das moderne, elegante Plusenergie-Gebäude produziert mehr Energie, als es benötigt. Im 18. und 19. Jahrhundert war Flühli für die Glasproduktion (Flühli-Glas) bekannt. Zur Beheizung der Schmelzöfen wurde der Wald damals grossflächig abgeholzt. Heute wird dazu wieder Sorge getragen. 2014 wurde die Waldpflegegenossenschaft Schwändelifluh für die «vorbildliche Pflege ihrer Waldungen» mit dem renommierten Binding Waldpreis, dem grössten Umweltpreis der Schweiz, ausgezeichnet. Informationen: Gemeinde Flühli Sörenberg Dorfstrasse 11, CH-6173 Flühli Telefon + 41 (0) 41 489 60 60 gemeindeverwaltung@fluehli.lu.ch www.fluehli.ch; www.touristik-ag.ch

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Escholzmatt Vielfalt und prominente Namen

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scholzmatt mit seinem Ortsbild von nationaler Bedeutung liegt auf der Wasserscheide Entlebuch LU/Emmental BE. Ein Denkmal vor der imposanten Pfarrkirche erinnert an den Anführer der Entlebucher im Bauernkrieg von 1653, Christian Schybi. Dem Theologen, Pädagogen und Sprachforscher Franz Joseph Stalder (1757-1833), während 30 Jahren Pfarrer in Escholzmatt und Verfasser des Schweizerischen Idiotikon (Dialekt-Lexikon), ist der Dorfbrunnen gewidmet. Der als «Hexer» bekannte Sternekoch Stefan Wiesner sorgt mit seiner avantgardistischen Naturküche im Gasthaus Rössli landesweit für Aufsehen. Weitere stattliche Dorfgasthäuser bieten typische Entlebucher Kost. Den entsprechenden Appetit holt

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man sich am besten auf einer Wanderung auf den gepflegten Wanderwegen durch die eindrucksvolle Naturlandschaft mit Napf, Beichle, Schrattenfluh und Marbachegg, oder im Winter auf der Langlaufloipe nach Marbach. Ein gutes ÖV-Angebot bringt Sie wieder ins Dorf zurück. Besondere Erlebnisse sind der im Frühjahr 2016 erstellte Kräutergarten unweit der Kirche oder ein Besuch des seit drei Jahren jeweils im Mai organisierten Wildpflanzen- und Kräutermarktes auf dem Dorfplatz. Informationen: Escholzmatt Tourismus Bahnhofstr. 16, CH-6182 Escholzmatt Tel. +41 (0)41 486 01 30 tourismus@escholzmatt.ch www.escholzmatt-marbach.ch


Marbach

Lourdes-Grotte und Sonnenterrasse

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er denkmalgeschützte Ortskern von Marbach ist ein kleines Juwel. Vom schmucken Dorfplatz mit imposanten Gasthäusern und Sakralbauten führt ein Stationenweg mit 14 Kreuzen in einem 20-minütigen Fussmarsch zur Lourdes-Grotte am Steiglenbach – eine viel besuchte, stille Tankstelle für Körper und Geist. Kraft lässt sich auch auf der hoch über dem Dorf gelegenen Sonnenterrasse Marbachegg tanken. Neben verschiedenen Freizeitattraktionen rund um das Berggasthaus (kleiner See, Cartbahn, Spielplatz) führen zahlreiche Wanderwege durch die wundersame Bergwelt am Fusse der Schrattenfluh. Besonders beliebt ist die Wanderung zum Landgasthof Kemmeriboden-Bad mit seinen

legendären Meringues. Die Marbachegg ist ganzjährig ein sehr beliebtes Eldorado für Gleitschirmflieger. Im Winter verwandelt sich die Geländeterrasse auf rund 1500 m ü. M. in ein sympathisches Familienskigebiet. Nicht vergessen wollen wir das grosszügige Angebot an Langlaufloipen (klassisch und frei) und weiteren Schneesportmöglichkeiten rund um das Schrattendorf Marbach. Informationen: Marbach Tourismus Dorfstrasse 61 CH-6196 Marbach Tel. +41 (0)34 493 38 04 tourismus@marbach-lu.ch www.marbach-lu.ch

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Schüpfheim Drehscheibe der Biosphäre

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chüpfheim ist der regionale Mittelpunkt für Wirtschaft, Bildung und Sport. Mit dem Biosphärenzentrum ist der Entlebucher Hauptort eine Drehscheibe für Leute aus der ganzen Welt. Delegationen aller Kontinente besichtigen hier die beispielhaften Entwicklungs- und Naturschutzmodelle der Biosphäre Entlebuch. Schüpfheim bietet sich mit verschiedenen Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten als zentraler Ausgangsort für Wanderungen und Biketouren in die einzigartige Biosphärenwelt an. Eine kulturelle Perle ist das historische Museum mit seiner heimatkundlichen Sammlung. Auch Brauchtum wird hier noch intensiv gelebt. Ein Höhe-

punkt ist die immer Ende September stattfindende Entlebucher Alpabfahrt. Sieben Älplerfamilien ziehen mit über 200 Stück Vieh von ihren Sömmerungsalpen ins Tal hinunter und werden von Folkloregruppen empfangen. Das traditionelle Strassenfest zieht jeweils weit über 10 000 Besucher an. Informationen: UNESCO Biosphäre Entlebuch Biosphärenzentrum Chlosterbüel 28 CH-6170 Schüpfheim Tel. +41 (0)41 485 88 50 zentrum@biosphaere.ch www.biosphaere.ch www.schuepfheim.ch

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HasleHeiligkreuz Sagenhafter Kraftort

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n Hasle liegen die kirchlichen Wurzeln des Entlebuchs. Die Gemeinde mit dem auf einer schönen Geländeterrasse über dem Dorf gelegenen Wallfahrtsort Heiligkreuz ist das geistliche Zentrum der Biosphäre. Das national geschützte Ortsbild auf 1127 m ü. M. mit der Wallfahrtskirche, dem Kurhaus, dem Bauernhaus, der «Schür» und dem imposanten Kraftbaum ist lebendiger Treffpunkt und Kraftort für Pilger, Kunstinteressierte und Naturliebhaber. Auf dem Seelensteg, einem Rundweg über Holzstege und Treppen durch den Wald, lässt sich die Schöpfung mit allen Sinnen erfahren. Besonders beliebt bei Familien ist der Märchenweg Wurzilla. Auf einem Spaziergang durch den Wald lauscht man den sagenhaften Geschichten des Tannenwurzelkindes Wurzilla. Die verschiedenen Stationen sind naturnah mit

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den Elementen Luft, Erde, Feuer und Wasser verbunden. Das Hochmoor Balmoos begeistert Naturfreunde mit seinem einzigartigen Reichtum an seltener Fauna und Flora. Im Winter bietet Heiligkreuz gute Gelegenheiten für den Wintersportgenuss. Hasle mit den vier gedeckten historischen Holzbrücken und den verschiedenen Ortsteilen und Weilern lässt sich besonders schön zu Fuss auf dem gut ausgebauten Wanderwegnetz entdecken. Ein Höhepunkt ist etwa eine Wanderung zur wieder intakten Schwefelquelle im Gebiet Schimbrig. Informationen: Hasle-Heiligkreuz Tourismus CH-6166 Hasle info@hasle-heiligkreuz.ch www.heiligkreuz-entlebuch.ch www.hasle-lu.ch


Entlebuch

Nachhaltiger Energie verpflichtet

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ie Gemeinde Entlebuch setzt ganz auf die Zukunft: Botschafter des auf nachhaltige Energiegewinnung bedachten Ortes sind die auffälligen Windräder auf den Anhöhen. Sie dienen nicht nur der Gewinnung von Windenergie, für viele Wanderer und Biker sind sie auch weithin sichtbare Orientierungspunkte auf ihren Touren durch die Biosphäre. Des Weiteren erzeugen ein Wasserkraftwerk und viele Solarzellen in der Gemeinde umweltfreundlichen Strom. Kein Wunder, ist die Gemeinde Entlebuch mit dem Label «Energiestadt» ausgezeichnet. 2015 wurde beim Sportplatz Farbschachen der erste Energiespielplatz des Kantons Luzern eröffnet. Hier können sich Kinder auf spielerische Weise mit den Technologien von morgen auseinandersetzen. Die Spielstationen sind

den erneuerbaren Energien Wasser, Holz und Wind zugeordnet. Spielerisch lernen die Kinder, wie eine umweltfreundliche Energiegewinnung funktioniert. Mit ihrem Spieltrieb setzen sie zugleich einen Energiefluss (Wasserkreislauf) in Bewegung. Informationen: Entlebuch Tourismus c/o Bäckerei Pfisterhaus Hauptstrasse 25 CH-6162 Entlebuch Tel. +41 (0)41 480 11 65 info@tourismus-entlebuch.ch www.tourismus-entlebuch.ch

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Doppleschwand Goldwaschen in den Napfbächen

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uch in der kleinen, auf einer Sonnenterrasse liegenden Gemeinde Doppleschwand liegt das Gold nicht auf der Strasse, wohl aber im Bachbett der Fontanne. Die Napfbäche führen in den Kies- und Geröllbänken die begehrten Goldplättchen, die man auf gut Glück selbständig oder unter Anleitung herauswaschen kann. Kundige Führer weihen Abenteuerlustige auf Anmeldung in die Kunst des Goldwaschens ein. Überdies ist Doppleschwand Ausgangspunkt für wunderschöne Wanderungen Richtung Napf oder durch die einzigartige Landschaft der Biosphäre. Kunstfreunde zieht es zur Pfarrkirche

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St. Nikolaus, wo zehn schön restaurierte Glasfenster mit Heiligenbildern bestaunt werden können. Informationen: Gemeindeverwaltung CH-6112 Doppleschwand Tel. +41 (0)41 48o 14 45 info@doppleschwand.ch www.doppleschwand.ch www.goldwaschshop.ch


Romoos

Holzköhlerei – ein uraltes Gewerbe

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n den Wäldern der Napfgemeinde Romoos hat sich das einzigartige, uralte Handwerk der Holzköhlerei erhalten. Die Köhler von Romoos sind die Letzten, die in der Schweiz in althergebrachter Weise Holzkohle herstellen. Die rauchenden Kohlenmeiler können von März bis November besichtigt werden. Im Dorf gibt es eine kleine Ausstellung. Von Romoos zum Weiler Bramboden führt der Köhlerweg Napfbergland über Kreten mit herrlicher Aussicht und durch naturbelassene Schluchten. Überall locken die wilde Romantik, Abenteuer und Spiel in urwüchsiger Natur. In den Bergbächen ruft das Gold, das man selber waschen kann. Im Natur-

spielpark Zyberliland laden verschiedene Spielwelten zum Verweilen ein. Und beim furchterregenden Änziloch kann man in jene faszinierende Sagenwelt eintauchen, die der Romooser Altlehrer und Lokalhistoriker Paul Duss im kleinen Büchlein «Änziloch Sage» niedergeschrieben hat. Informationen: Tourismusstelle Gemeindekanzlei CH-6113 Romoos Tel. +41 (0)41 480 28 00 tourismus@romoos.ch www.koehlerei.ch www.napfgolderlebnis.ch www.zyberliland.ch; www.romoos.ch

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Echter Genuss aus dem Entlebuch. Bei Coop finden Sie viele feine Spezialitäten von «Echt Entlebuch». Diese stehen für auserlesene Qualitätsprodukte aus der Region und bieten Ihnen einen Mehrwert in Sachen Geschmack und Authentizität. Wer sie geniesst, leistet zugleich einen Beitrag zum Erhalt der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze im Entlebuch.

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Sie bringen die Biosphäre in die Stadt Das grösste Regionalproduktesortiment an einem Stand

Wer am Samstag durch den traditionellen Luzerner Wochenmarkt schlendert, trifft vor der Jesuitenkirche auf den BiosphäreMARKT-Stand mit einem breiten Angebot an «Echt Entlebuch»Produkte und am Helvetiaplatz auf den Bio-Marktstand der Familie Felder vom Unter-Hetzlig in Romoos. Beide bringen mit ihren hochwertigen Produkten und ihrem Charme ein Stück Biosphäre in die Stadt und sind damit wertvolle Botschafter unserer Produkte und unserer Region.

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eden Samstag – und teilweise auch am Dienstag – findet man auf den historischen Marktplätzen von Luzern an mehr als 80 Ständen Frisches aus den Regionen und mediterrane Köstlichkeiten. Jeweils von 08.00 Uhr bis 13.00 Uhr wird der Einkauf am Reusssteg, unter der Egg, an der Bahnhofstrasse, am Jesuitenplatz und auf dem Helvetiaplatz zum besonderen Erlebnis für alle Sinne. Seit rund 20 Jahren bieten Pia und Toni Felder vom Unter-Hetzlig in Romoos am Bio-Markt beim Helvetiaplatz eine breite Palette an Bio-Produkten wie Gemüse und Früchte, Brote und Dinkel-Gebäcke, Konfitüren und Sirup, Dauerwurstwaren, Eier sowie weitere Spezialitäten an. Seit drei Jahren betreibt auch die BiosphäreMARKT AG auf dem Jesuitenplatz einen Marktstand mit einer breiten «Echt Entlebuch»-Produktepalette. Startklar bevor der Tag erwacht Jeden Samstag um fünf Uhr machen die zwei Doppleschwanderinnen Conny Felder und Jsabella Hofstetter den Marktwagen für die Fahrt nach Luzern bereit. «Es ist schön zu sehen, wie am Morgen der Tag erwacht», meint Conny

Toni und Pia Felder am Luzerner Wochenmarkt Felder, welche den Marktwagen seit der ersten Stunde betreut. «Und dann beim Aufstellen der Duft nach frischem Brot und feinen Rauchwürsten und vom Nachbarstand das frische Gemüse – einfach herrlich», schwärmt sie. Die zwei Marktfahrerinnen nehmen sich genügend Zeit für eine schöne Warenpräsentation. Schliesslich kauft das Auge mit! Um sieben Uhr treffen dann schon die ersten Kunden ein. Über 100 Stammkunden besuchen jeweils bis am Mittag regelmässig den BiosphäreMARKTStand vor der Jesuitenkirche.

Bekanntlich verfügt «Echt Entlebuch» über das grösste Regionalproduktesortiment unter einem Dach. So erhalten die Kunden auch am Luzerner Wochenmarkt frisches Brot (Bäckerei Zihlmann), und zahlreiche Käsesorten (Bergkäserei Emscha), verschiedene Fleischspezialitäten (Metzgereien Giger und Felder), UrDinkel-Teigwaren (Fidirulla) sowie Süsses und Pikantes (Zyberliland). Die Kunden können sich darauf verlassen, dass «Echt Entlebuch»-Produkte in der Biosphäre und garantiert auch mit Entlebucher Rohstoffen hergestellt wurden. Der persönliche Kontakt ist wertvoll und bereichernd Mit der Zeit kennt man die Wünsche der Kunden und auch ihre Geschichten. Man weiss, wer die Wurst etwas fester und wer sie etwas weicher mag. Aber auch wer aufgrund einer Ferienabwesenheit nicht an den Stand kommen wird. «Der persönliche Kontakt ist entscheidend, damit wir auf die Wünsche unserer Kundinnen und Kunden eingehen können» meint Jsabella Hofstetter. Das Angebot der «Echt Entlebuch»-Produkte sei so vielseitig, dass schlussendlich fast kein Wunsch unerfüllt bleibe, meint sie.

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Ein Besuch lohnt sich! Der Luzerner Wochenmarkt ist mit Auto oder ÖV gut erreichbar und eine Reise wert. Wer beim Stand der BiosphäreMARKT AG oder der Familie Felder einkauft und den obenstehenden Gutschein abgibt, wird mit einem kleinen Geschenk belohnt.

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Alp Witmoos ob Sรถrenberg: Toni Schmid (zu Pferd) betet mit dem Ehepaar Emmenegger. Auf Hofbesuch sind Kinder von Bekannten. 18


Der Menschensorger von Sรถrenberg

Er ist 86, reitet von Alp zu Alp und segnet die Bauern, die Tiere, das Land. Ums Beten allein geht es ihm nicht. PFARRER TONI SCHMID nimmt Anteil am Leben der ร„lpler. Diese Reportage erschien in der Schweizer Familie 34/2016 Text: Daniel Rรถthlisberger, Foto: Ueli Alder

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«Mier bitte Jesu Christ, er mög als guete Hirt nachts wache über üs, dass sich nüd verirrt.» Pfarrer Toni Schmid im Gebet mit den Distels

Alp Hinter Steinetli am Fuss des Brienzer Rothorns: Der Pfarrer (M.) segnet die Geschwister Franz und Fini, ihr Vieh und ihr Heimet.

Franz Distel hält das Pferd Fanny, während der 86-jährige Toni Schmid mit Hilfe der Traktorschaufel aufsteigt.

E

r sitzt hoch zu Ross. Klaubt ein Blatt Papier aus der Jackentasche, erhebt die Stimme. Und spricht: «O lobä, zue lobä, i Gottes Name lobä.» Vor dem Hof scheint das Leben stillzustehen. Die Bauersleute falten die Hände und beten mit. «Bhüet üs Gott Seel, Lyb, Ehr und Guet und aues, was uf der Aup da läbe tuet.» Die Kinder staunen. Und der Hund vergisst zu bellen. So geschieht das zuweilen, wenn Toni Schmid zu Besuch kommt. Seit 2002 ist der 86-jährige Pfarrer aus Sörenberg jeden Sommer auf den Alpen in seiner Heimat unterwegs und spricht für die Bauern und deren Familien den Alp-

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segen. «Ich möchte diesen alten Brauch erhalten», sagt er. «Ich will den Menschen Kraft geben und ihnen helfen, dass sie ein gutes Leben haben.» Hilfe für ein gutes Leben. Das ist die Mission des Toni Schmid – nicht nur hier in der Schweiz. Dreizehn Jahre war er im bürgerkriegsgeplagten Kolumbien tätig. Er half dort mit, Schulen für Arme aufzubauen. Toni Schmid versteht sich nicht als Missionar. Und er sei auch kein Seelsorger, sagt er. «Ich bin ein Menschensorger.» Und der kümmert sich um die Mitmenschen. Seinen 86 Jahren zum Trotz ist er auch diesen Sommer unterwegs,

um Mensch, Tier und Alp zu segnen. Meist kommt er zu Fuss oder mit dem Auto. Nur heute reist er – auf Einladung seines Bekannten Hans Stucki – auf dem Rücken eines Pferdes. Und macht an diesem Frühsommertag halt auf der Alp Witmoos. Er liest den Psalm 23 aus dem Alten Testament, spricht den Betruf. «Mit den Gebeten will ich den Älplern sagen, dass sie Vertrauen zu ihrem Chef dort oben haben dürfen», sagt Schmid. Der Pfarrer nimmt sich Zeit für ein Gespräch, redet mit den Bauern nicht nur über Vieh und Wetter. «Die Menschen vertrauen mir auch ihre Sorgen und Ängste an.» Für die Älpler gehört


Die Distels haben Toni Schmid einen Kafi Schnaps zur Stärkung gereicht. Im Hintergrund die Giswiler Stöcke.

der Alpsegen zum Sommer wie das Einbringen des Heus. «Wir leben mit der Natur», sagt Rosa Emmenegger, die mit ihrem Mann seit 38 Jahren zur Alp geht. «Da braucht es Hilfe von oben.» Und Ehemann Toni, sagt: «Ich glaube, dass mit dem Segen Mensch und Tier vor Unfällen und Unwettern geschützt werden.» Reise mit einer Pferdestärke Nun servieren die Bauersleute dem Pfarrer und dessen Begleitern noch ein Gläschen Eiercognac. Dann reitet die Gruppe weiter. Über Wege und Wiesen gehts bergan. Am Brienzer Rothorn

queren Gämsen einen Steilhang. An den Giswiler Stöcken türmen sich Wolken auf. Toni Schmid geniesst die Reise mit einer Pferdestärke. «Da kommen Kindheitserinnerungen zurück.» Toni wuchs in Sörenberg und Schüpfheim mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof auf. Von klein auf packte er mit an, arbeitete mit Pferden auf dem Feld. Von den sieben Kindern konnte nicht jedes Bauer werden. Also sah sich Toni nach einem anderen Beruf um. Und weil der Glaube in der Familie eine wichtige Stütze war, wurde er Pfarrer. Mit 48 entdeckte Toni Schmid in der Schweizerischen Kirchenzeitung ein

Inserat, das sein Leben veränderte. Darin suchten Missionare aus Immensee einen Pfarrer, der in Kolumbien eingesetzt werden sollte. Schmid meldete sich. «Ich wollte mich für Benachteiligte auf dieser Welt einsetzen.» Und so packte der Pfarrer im November 1978 seinen Koffer und wanderte nach Kolumbien aus. Kam nach einem Spanischkurs und einem Praktikum ins Dorf San Carlos im Norden des Landes. Dort übernahm er eine Pfarrei mit 32 Dörfern. Toni Schmid ritt mit dem Pferd oder fuhr mit dem Jeep in die Dörfer und merkte bald, dass es den Menschen an Grundlegendem mangelte. Zwar gab es

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Unterwegs im Biosphärenreservat Entlebuch, dem «Wilden Westen» von Luzern: Hans Stucki, Redaktor Daniel Röthlisberger, Toni Schmid (v. l).

in allen Dörfern ein Schulgebäude, aber häufig keinen Lehrer. Deshalb kam Schmid zum Schluss: «Wir müssen diesen Leuten nicht den Glauben bringen. Wir müssen ihnen helfen, ihr Leben zu verbessern.» Also machte sich der Pfarrer mit der Lehrerin Emmi Arnold und der Hebamme Rosita Würms, die als Landsleute am selben Ort tätig waren, an den Wiederaufbau der Schulen. Sie sorgten dafür, dass überall Lehrer unterrichteten. Kauften mit Spendengeldern Bücher und Lehrmittel, führten Fortbildungskurse durch. «Das gab meinem Leben einen Sinn», sagt Schmid. «Wir legten den

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Grundstein, dass es die Kinder später besser hatten als ihre Eltern.» Mit ihrem Engagement stiessen die Schweizer bei den Grossgrundbesitzern allerdings auf wenig Gegenliebe. «Die wollten verhindern, dass die Landarbeiter gebildet wurden.» Doch der Pfarrer liess nicht locker. Hartnäckig ist er. Und mutig. Als ein Grossgrundbesitzer in Schmids Pfarrei 26 Campesinos ihr Land wegnahm und sie ins Gefängnis sperren liess, wehrte sich der Pfarrer für die Menschen. Er strengte einen Prozess gegen den mächtigen Dieb an und gewann vor dem Nationalgericht. Zum Feiern blieb ihm aber keine Zeit. Denn

sein Name stand plötzlich in den Zeitungen. Und darin wurde er als Kommunist verunglimpft. «Das war in der Militärdiktatur wie ein Todesurteil.» Freunde rieten ihm dringend, das Land zu verlassen. Und so brach Toni Schmid im Juni 1984 schweren Herzens auf und flüchtete zurück in die Schweiz. «Ich musste vieles zurücklassen», sagt er. «Aber unsere Saat ging auf. Die Schulen gibt es heute noch.» Heute ist Toni Schmid nicht mehr für die Landarbeiter in Kolumbien im Einsatz. Er ist für die Älpler in Sörenberg unterwegs. Mit seinen Begleitern reitet er weiter bergwärts. Am Fuss des Brien-


«Mit den Gebeten will ich den Älplern sagen, dass sie Vertrauen zum Chef dort oben haben dürfen.» Toni Schmid

Alp Schlacht: Toni Schmid, Reto Vogel, Hans Stucki und Martha Epp (v. l.) geniessen ein Glas Weisswein und Alpkäse.

Den Eingang zur Alphütte zieren Glocken und Schrifttafeln aus Holz.

zer Rothorns kommt die nächste Alp ins Blickfeld. Hinter Steinetli, 1400 m über Meer. Hier sömmern die Geschwister Franz und Fini Distel 55 Kühe und Rinder. «Schön, dass du da bist», begrüsst Franz Distel den hohen Besuch und hilft dem Pfarrer beim Absteigen vom Pferd. Auf der Veranda spricht Toni Schmid den Segen. «Mier bitte Jesu Christ, er mög als guete Hirt nachts wache über üs, dass sich nüd verirrt.» Für Fini und Franz Distel sind das keine leeren Worte. Fini betet jeden Tag, und Franz lauscht abends dem Betruf, den der Nachbar in die Dämmerung ruft. «Wir Älpler sind gläubige Menschen», sagt Franz Distel.

«Wir leben mit den Gefahren der Natur und vertrauen auf den Schutz unseres Herrgottes.» Am meisten fürchtet Fini Distel Gewitter. Wenn Blitze über den Himmel zucken und der Donner durch den Alpkessel grollt, nimmt sie Weihwasser und spritzt es vors Haus. Und sie ist überzeugt, dass auch der Segen des Pfarrers wirkt. «Wenn Toni da war, schlägt der Blitz nicht ein.» Nach dem Segen lädt Älpler Franz Distel «zum gemütlichen zweiten Teil», wie er sagt. Auf der Schaufel des Traktors wird Kaffee und Schnaps serviert. Auf anderen Alpen bekommt der Pfarrer Käse, Brot und Wein. Oder wird zum

Essen eingeladen. Einen Lohn erhält Toni Schmid nicht. «Aber ich bekomme regelmässig eine Spende für Kolumbien.» Die «Insel des Friedens» Noch heute unterstützt er die Schulen, die er mit aufgebaut hat. Von Kolumbien kam Toni Schmid zeitlebens nicht los. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1984 arbeitete er zehn Jahre lang als Pfarrer in Luzern. Regelmässig hielt er Kontakt mit seiner früheren Kollegin, der Lehrerin Emmi Arnold, die nach seiner Flucht untergetaucht war und fortan im Dorf El Carmen im Departement

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Wieder daheim: Toni Schmid wohnt in einem umgebauten Käsespeicher in Sörenberg.

«Wir müssen den Leuten nicht den Glauben bringen. Wir müssen ihnen helfen, ihr Leben zu verbessern.» Toni Schmid uber seinen Einsatz in Kolumbien

Bolivar eine Primarschule führte. Und als Toni Schmid 1994 das Pensionsalter erreichte, mochte er sich nicht zur Ruhe setzen. Er kehrte kurz vor Weihnachten nach Kolumbien zurück. «Ich fühlte mich mit der Kultur und den einfachen Menschen verbunden.» Neben der Primarschule von Emmi Arnold sollte er eine Sekundarschule aufbauen. Doch es kam anders. Ein paar Monate nach Schmids Ankunft standen eines Tages 3000 Frauen, Männer und Kinder vor der Schule. Sie waren vor den Paramilitärs geflüchtet und suchten bei den Schweizern Schutz. So übernahm Toni Schmid eine neue Aufgabe. Mit Spendengeldern aus der Schweiz kaufte er Material und baute mit den Flüchtlingen ein Dorf mit 300 Hütten auf. Auch die Schule musste erweitert werden. Statt 150 wurden bald 1000 Schüler unterrichtet. «Unsere Schule und unser Dorf wurden zu einer Insel des Friedens», sagt Schmid. Doch der Bürgerkrieg zwischen der Regierung mit ihrer Armee und der Guerilla machte auch vor El Carmen nicht halt. Mal wurde von Unbekannten das Wasser abgestellt, dann der Strom gekappt. Später wurden Menschen entführt. Und bald kamen Paramilitärs und Soldaten ins Dorf, wo sie Guerillasympathisanten vermuteten. Nacht für Nacht holten sie Lehrer, Nachbarn, Schüler aus den Häusern. Erschossen sie auf der Strasse. «Es

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herrschte Krieg», erinnert sich Toni Schmid. «Das Peitschen der Schüsse habe ich noch heute in den Ohren.» Der Pfarrer hatte Glück. Er wurde verschont. Und harrte aus, obwohl er mittlerweile der einzige Ausländer war. Schmid wollte die Menschen nicht im Stich lassen. Als er aber von Militärs im Fernsehen als Guerillahelfer bezeichnet und mit dem Tod bedroht wurde, dachte er um. «Ich konnte nachts nicht mehr schlafen», sagt er. «Ich war am Ende meiner Kräfte.» Und so entschloss sich Toni Schmid im Dezember 2001 erneut zur Flucht. Auf einem Schmugglerschiff verliess er das Land.

heren Elternhof. Und hat alle Hände voll zu tun. Er hält Gottesdienste. Führt durch Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen. «Ich habe Zeit», sagt er. Und er liebe seinen Beruf. «Ich habe ein wunderbares Leben.» Ein letztes Mal macht Toni Schmid an diesem Tag halt auf einer Alp. Auf Ober Habchegg steigt er vom Pferd. Sein Neffe Benno, der hier Rinder versorgt, steht vor der Hütte, hält seinen Sohn an der Hand. Der Pfarrer nimmt das Blatt Papier aus der Jackentasche. Erhebt die Stimme, spricht den Segen. «Ave, ave, ave, liebschti Mueter Maria.» Der Wind trägt die Worte fort. «Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.»

Ein letztes Mal macht er halt Wenn Toni Schmid über die schwersten Tage seines Lebens berichtet, füllen sich seine Augen mit Tränen. Die Bilder sind ihm noch immer gegenwärtig und lassen sich nur schwer in Worte fassen. «Krieg kann man nicht erzählen», sagt er. Trotz der belastenden Erlebnisse bereut Schmid sein Engagement in Kolumbien nicht. «Wir konnten vielen beistehen und Menschenleben retten.» Nun ist Toni Schmid 86. Und mag sich nicht zur Ruhe setzen. Seit der Rückkehr wohnt er in Sörenberg in einem umgebauten Käsespeicher auf dem frü-

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Alphornkurse

Neue Lust auf Naturtöne Das Angebot an Alphornkursen im Entlebuch wird ausgebaut und attraktiver gemacht. Der neue Kursleiter Bruno Zemp aus Escholzmatt sieht grosse Chancen, das Alphorn zu einem Markenzeichen für die UNESCO Biosphäre Entlebuch zu machen. Text: Hans Wüst

W

as der heutige BiosphärenDirektor Theo Schnider vor 35 Jahren ins Leben gerufen hat und bis vor Kurzem von Hermann Studer, Träger des goldenen Violinschlüssels, mit grossem Engagement weitergeführt wurde, ist nun in den Händen des jungen Escholzmatter Berufsmusikers Bruno Zemp. Er hat die Alphornbläser-Kurse im Entlebuch für 2017 neu ausgerichtet. «Alphornspielen ist bei Alt und Jung im Trend. Das wollen wir nutzen, indem wir unser Kursangebot ausbauen und Jahr für Jahr ein bisschen attraktiver machen», sagt Bruno Zemp.

dass die einzelnen Kurstage dereinst nicht mehr alle in Sörenberg angeboten werden, sondern an verschiedenen Orten der Biosphäre. So liessen sich Alphornspielen und speziellen Erlebnisse, etwa im Zusammenhang mit der Köhlerei auf Bramboden, mit der exquisiten Gastronomie in Escholzmatt, mit dem spirituellen Krafttanken auf Heiligkreuz oder mit dem Eintauchen in die Sagenwelt der Schrattenfluh zu einer spannenden Erlebniswoche verbinden. Das alles ist noch Zukunftsmusik aus dem Alphorn von Bruno Zemp. Aber wer ihn kennt, der weiss, dass er wohl bald Nägel mit Köpfen macht.

Alphornkurse 2017 In Sörenberg finden 2017 folgende Alphornkurse statt: Schnuppertage: 6. und 7. Mai 2017, Samstag, 9 – 11.45 und 13.30 – 16.30 Uhr; Sonntag, 9 – 11.45 Uhr; Kurskosten 220 Franken. Alphornwoche: 17. – 21. Juli 2017, täglich von 9 – 11.45 und 13.30 – 17 Uhr; Kurskosten 520 Franken. Wochenendkurs: 29./30. September und 1. Oktober 2017, Freitag und Samstag, jeweils 9 – 11.45 und 13.30 – 16.30 Uhr; Sonntag 9 – 11.45 Uhr; Kurskosten 320 Franken. Weitere Auskünfte und Anmeldungen: www.biosphaerenakademie.ch

Angebot auch für Anfänger Bisher fanden jeweils im Juli und im Oktober in Sörenberg einwöchige Alphornkurse mit 20 bis 30 Teilnehmern aus der ganzen Schweiz statt, die bereits über Grundkenntnisse verfügten. Diese Kurswoche wird beibehalten. Sie findet neu aber nur noch im Juli statt. Zuvor werden im Mai zwei Schnuppertage für Anfänger angeboten. Hier geht es um das Kennenlernen des Alphorns und um erste Gehversuche. Ziel ist, am Ende eine einfache Melodie spielen zu können. «Mit diesen Schnuppertagen möchten wir insbesondere jüngere Leute für das Alphorn begeistern», erklärt Bruno Zemp. Wer hier auf den Geschmack kommt, kann sein Wissen und Können an einem dreitägigen Wochenendkurs im Herbst vertiefen und verbessern. Und dann im Folgejahr allenfalls die Alphornwoche im Sommer besuchen. Alphornkurs als Erlebniswoche Mit dieser Alphornwoche hat Bruno Zemp mittelfristig Grosses vor: «Ich möchte diese Kurswoche gerne mit dem Kennenlernen der Biosphäre Entlebuch verbinden.» Konkret schwebt ihm vor,

Bruno Zemp spielt Posaune und Alphorn. Der Berufsmusiker und Dirigent unterrichtet privat und an den Musikschulen Ruswil, Willisau, Malters und Schüpfheim. Zudem spielt er in verschiedenen Orchestern und Jazzformationen.

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Geschichten gelesen aus den Gesteinen des Entlebuchs

Steinplatte mit Tierspuren auf der Schichtoberfläche

Das Entlebuch kann wahrscheinlich als schönstes geologisches, aber auch landschaftliches Buch der Welt bezeichnet werden. Um diese Einsicht zu gewinnen, müssen aber zuerst seine vielfältigen Geheimnisse entschlüsselt werden. Für Geologinnen und Geologen bilden die Gesteinsschichten und die Landschaftsformen die wichtigste Literatur. Sie erlauben die Rekonstruktion der Landschaftsentwicklung bis weit zurück in der Zeit und dokumentieren Unerwartetes: Zum Beispiel die Begegnung zwischen Tieren, die sich eigentlich lieber aus dem Weg gehen würden, oder das Rauschen brandender Wellen am Sandstrand, dem man entlang der Entle zuhören kann. Wir laden Sie ein, das geologische Buch zu öffnen, die Naturschönheiten des Entlebuchs zu erfahren, und darin die Geschichten der Region zu lesen. Fritz Schlunegger, Philippos Garefalakis, Institut für Geologie, Universität Bern

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Spuren im Gestein

F

olgt man dem steilen Karrweg nach Hohwald oberhalb von Heiligkreuz, dann öffnet sich rechts, unmittelbar oberhalb des Waldrandes, ein kleiner Steinbruch. Hier wurde offenbar Schotter aus den Nagelfluhschichten abgetragen, um die Karrwege mit Geröll zu befestigen. Geröll, Blöcke sowie Büsche und junge Ahorntriebe erschweren den Zugang zum Steinbruch. Doch die Anstrengung lohnt sich, denn auf der linken Seite des Steinbruchs wird der Blick auf eine steil nach unten fallende Gesteinsplatte mit zahlreichen Tierspuren frei. Auf der Oberfläche dieser Platte lassen sich eindeutig Abdrücke von Paarhufern erkennen. Die geringe Grösse dieser Spuren – sie sind ca. fünf Zentimeter lang – lässt die Auswahl von möglichen Tieren auf


Blick auf den Beichlengrat. Jede Geländekante entspricht einer Nagelfluhbank und damit einem Flusslauf vor etwa 29 Millionen Jahren.

Spuren in einer Fluss- und Auenlandschaft

Mögliches Raubtier, das die Spuren hinterlassen hat. Abbildung zur Verfügung gestellt von der Smithonian Institution. Bild: J. Matternes

ein paar wenige Arten schrumpfen. Handelte es sich dabei um Vorfahren unserer Schafe, verweilte dort ein herziges Reh oder sogar ein vorwitziges Ferkel? So genau wissen wir es nicht, und deshalb können wir leider auch kein Bild von diesem Besucher präsentieren, aber wir können mit Sicherheit sagen, dass es sich um ein Jungtier handelte – also eine dankbare Beute für ein grösseres Raubtier. Auch ein solches hat sich in der Gegend herumgetummelt – pratzenartige Abdrücke gleich neben den Paarhufspuren zeugen davon. Lesen wir also die Geschichte eines Dramas

zwischen Jäger und Beute oder eine romantische Erzählung über eine Versöhnung zwischen Täter und Opfer? Oder aber sind sich die beiden Kontrahenten erst gar nicht begegnet? Und wie können Spuren im Gestein überhaupt erhalten bleiben? Um diese Fragen zu beantworten, müssen Geologinnen und Geologen die Landschaft zu der Zeit rekonstruieren, als diese Abdrücke entstanden sind. Zudem möchte man natürlich auch wissen, wie alt diese Spuren in der Steinplatte sind.

Das Alter der Steinplatte mit den Fussspuren wurde von Geologinnen und Geologen auf 29 Millionen Jahre vor heute bestimmt. Zu dieser Zeit bildete das Entlebuch eine breite Flusslandschaft, wo viel Geröll und Kies umgelagert wurden. Der markante Fluss war zu dieser Zeit etwa so gross wie heute die Reuss bei Luzern. Er verfrachtete Geröll und Schutt aus den Zentralalpen – wo er seinen Ursprung hatte – und bildete einen grossen Schuttfächer im Entlebuch. Die entsprechenden Gesteine treffen wir heute entlang der gesamten Beichlen-Farneren-Kette zwischen Marbach und Heiligkreuz an. Dort dokumentieren Nagelfluhschichten die Tätigkeit sogenannter verwilderter Flussrinnen. Diese waren bis zu drei Meter tief und mehrere zehn bis hundert Meter breit. Jede Nagelfluhschicht entspricht damit einer Flussrinne. Damit bildet der Gebirgszug von der Beichlen zur Farneren mit seinen nahezu hundert Nagelfluhschichten einen zu Stein gewordenen Geröllhaufen – Archive einer Flusslandschaft, wie wir sie heute im Emmenmätteli unterhalb Entlebuch beobachten. Die Kanäle mit Geröll wurden seitlich durch eine Auenlandschaft gesäumt. Diese wurde nur bei Hochwasser geflutet – dabei schwappte Schlamm und Sand auf die Uferbänke. Eine ähnliche Situation können wir noch heute im

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A Entstehung von Tierabdrücken in einer Auenlandschaft neben einem verwilderten Fluss mit vielen Kiesbänken.

B Ein Hochwasser bringt Schlamm und flutet die Auenlandschaft – eine Schlammschicht wird abgelagert.

C und D Zwei bis drei Tage später erscheinen Tiere und hinterlassen Fussabdrücke.

mit seinen Füssen gerade noch einsinken kann. Tierspuren bleiben so im Boden erhalten, bis ein weiteres Hochwasser die Abdrücke mit einer Schlammschicht einbettet und versiegelt. Damit bleiben die Spuren der Nachwelt erhalten. Offenbar sind Paarhufer und Raubkatzen vor 29 Millionen Jahren zwischen zwei aufeinanderfolgenden Hochwasserereignissen durch die Auenlandschaft dieses Urflusses gestreift. Waren sie einfach neugierig oder auf der Suche nach Nahrung oder Wasser? Die Gesteine bei Heiligkreuz lassen diese Frage offen. Aber wir können mit Gewissheit sagen, dass sich die beiden Besucher nicht gesehen haben – jedenfalls nicht beim Hohwald. So sind die Spuren nach allen Seiten hin schön symmetrisch in den Untergrund eingedrückt – ein Hinweis darauf, dass die Tiere sich gemächlich fortbewegt haben oder sogar für eine Weile gestanden sind. Es gibt also keine Hinweise auf eine Jagdszene. Eine solche würden wir erwarten, wenn sich Paarhufer und Raubkatzen begegnen. Wellen im Gestein aufgezeichnet

Emmenmätteli beobachten. Dort bilden Kies und Schotter den Grund der Kleinen Emme und bei Hochwasser wird der mit dem Fluss mittransportierte Sand und Schlamm auf die Auenlandschaft geschwemmt. Jedes Hochwasser bildet somit eine Schlamm- und Sandschicht. So präsentiert sich auch das Gestein, auf welchem die Tierspuren zu finden sind, welches heute als verfestigter Sandstein und Schlammstein vorliegt. Links und rechts dieser Gesteinsplatte finden wir Gerölle, die dicht gepackt im Nagelfluhgestein liegen – dies sind Zeugen grosser Rinnen. Die Tiere, die sich neben den grossen Flussläufen bewegten, wurden dabei offenbar Zeugen eines Hochwassers. Diese Interpretation beruht auf der Berücksichtigung der besonderen Umstände, die zur Erhaltung solcher Abdrücke führen können. Abdrücke bleiben nach Hochwasser besser erhalten Um Abdrücke im Gestein bilden zu können, braucht es drei Bedingungen:

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Erstens muss der Untergrund feinkörnig sein, also ein schlammig-sandiges Substrat bilden, denn es ist nicht möglich, Tierspuren in Gerölllagen zu bilden. Zweitens sollte der Untergrund etwas feucht sein, damit der Boden einerseits geformt werden kann und die Formen dann auch erhalten bleiben. Wenn der Untergrund zu nass ist, zerfliesst dieser nach dem Tritt wieder. Ist er andererseits zu trocken, können die Pfoten nicht einsinken und folglich können auch keine Spuren im Untergrund entstehen. Es braucht also einen feuchten, nicht allzu nassen Untergrund mit einer gewissen Kohäsion – die einzelnen Sand- und Schlammkörner müssen also aneinander kleben bleiben. Und drittens muss der Abdruck schnell zugeschüttet werden, damit er nicht zerstört wird und im Gestein erhalten bleibt. In Auenlandschaften bestehen solche Verhältnisse, wo Überflutungen häufig sind. Der Boden ist ein bis zwei Tage nach einem Hochwasser genügend abgetrocknet, so dass noch eine Mindestkohäsion bestehen bleibt. Er ist dann aber auch nicht zu trocken, so dass ein Tier

Eine zweite Geschichte erschliesst sich dem Leser, wenn er die Gesteine entlang der Entleschlucht liest. Diese ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. So laden die grossen Kiesbänke oberhalb des Stauwehrs bei Entlebuch zum Spiel mit dem Wasser und zum Plantschen ein. Nicht weniger attraktiv ist der Flussabschnitt unterhalb des Stauwehrs, denn dort ist der Fels vom Wasser fein poliert worden und kleinere Stufen und Kolke bieten einen faszinierenden Anblick. Liest man nun die Spuren im Stein, dann eröffnet sich das Bild eines 20 Millionen Jahre alten Sandstrandes mit brandenden Wellen, wie wir es heute z.B. von der pazifischen Küste bei Los Angeles her kennen. Nebst den Tierspuren lassen sich also noch weitere Spuren aus den Gesteinen herauslesen. Das Entlebuch ist somit nicht nur eines der schönsten Bücher der Welt, sondern auch eines der interessantesten und wohl auch der ältesten. So lohnt es sich auf jeden Fall, die Spuren der Vergangenheit zu lesen… und wer weiss, vielleicht trifft man ja auf ein Rehkitz, das sich am Ufer der Entle etwas ausruht – und ohne es zu wissen, verewigt es sich im Schlamm- und Sandstein für die nächsten Millionen Jahre.


Magisches Abenteuer im Tropenhaus Wolhusen Jambo Afrika – Hallo Afrika. So begrüsst das Tropenhaus Wolhusen die Besucherinnen und Besucher ab 31. März 2017. Die neue Fokusausstellung ist ein Abenteuer ins Herz von Afrika. Die Reise führt unter anderem auf dem Gorilla-Trail über eine Abenteuerbrücke und vorbei am sandigen Flussufer mit Spiel und Musik. Tasten, Riechen, Rätseln und Staunen gehören ebenso zur Tour wie das persönliche Erinnerungsfoto. Die Ausstellung im Tropenhaus Wolhusen wird umrahmt von zahlreichen Veranstaltungen und passenden kulinarischen Köstlichkeiten im Restaurant MAHOI.

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Weltkongress der Biosphärenreservate

Das Entlebuch ist eines von 669 Biosphärenreservaten der Welt. Biosphärenreservate wollen weltweit Modellregionen für nachhaltige Entwicklung sein. Wie dies aussehen kann, war Thema am 4. Weltkongress der Biosphärenreservate im März 2016 in Lima. Text und Interview: Annette Schmid, Fotos: SERNANP/UNESCO

Ü

ber 1100 Teilnehmende aus 115 Ländern trafen sich vom 14.–17. März 2016 zum 4. Weltkongress der Biosphärenreservate in der peruanischen Hauptstadt Lima, darunter auch das Entlebuch. Weltkongresse finden nur alle acht bis zehn Jahre statt und sind deshalb etwas ganz Besonderes. Die Teilnehmenden aus aller Welt haben in zahlreichen Workshops Erfahrungen und bewährte Praktiken ausgetauscht und den Lima Action Plan – den Aktionsplan für die Biosphärenreservate für die Jahre 2016 bis 2025 – fertiggestellt und verabschiedet. Er hebt die Modellfunktion der Biosphärenreserva-

te für eine nachhaltige Entwicklung hervor und legt einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit der Biosphärenreservate und deren Vernetzung mit der Privatwirtschaft. Die Resultate des Weltkongresses in Lima sind bis ins 10000 km entfernte Entlebuch zu spüren. So ist der Lima Action Plan direkt in die aktuelle Erarbeitung der Charta, des Managementplans der UBE für die nächsten zehn Jahre, eingeflossen und diente als guter Kompass für die weitere Entwicklung. Während des Kongresses wurden auch internationale Kontakte gepflegt und

ausgebaut. Als Folge davon durften wir Frau Flavia Schlegel, Vize-Generaldirektorin der UNESCO für Naturwissenschaften und zuständig für die Biosphärenreservate, im Entlebuch begrüssen. Sie stattete der UBE am 1. und 2. September einen Arbeitsbesuch ab, begleitet von der UNESCO Kommission Luxemburg und der MAB- (man and biosphere) Kommission Schweiz. Im Rahmen der periodischen Überprüfung der Biosphärenreservate hatte die UNESCO das Entlebuch als modellhaft gewürdigt – eine Auszeichnung, die bis zu jenem Zeitpunkt nur zei Prozent der Biosphärenreservate erhalten hatten. Das Entlebuch gehört heute folglich ohne Zweifel zu den Top-Biosphärenreservaten der Welt. Nächstes Jahr werden sich die europäischen Biosphärenreservate im französischen Sarlat in der Dordogne treffen, um die Umsetzung des Aktionsplanes voranzutreiben.

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Ansatz, die überzeugende Kommunikation und die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. Zudem die Vielseitigkeit der Produkte, die in der UBE produziert werden. Das Label «Echt Entlebuch» ist in dieser Beziehung von besonderer Bedeutung, da es eine Vereinheitlichung der Produktwerbung und des Auftritts ermöglicht.

… gefragt … Frau Flavia Schlegel, VizeGeneraldirektorin der UNESCO für Naturwissenschaften. Frau Schlegel, Sie haben im September die UNESCO Biosphäre Entlebuch besucht. Was hat Ihnen in der UBE besonders gut gefallen? Die Landschaft, die Menschen, das Team. Besonders der ganzheitliche

Und umgekehrt: Was kann die UNESCO Biosphäre Entlebuch tun? Die UBE kann zum Beispiel im Rahmen des internationalen Koordinationsrates des UNESCO-Programms «Der Mensch und die Biosphäre» und im europäischen BiosphärenreservatsNetzwerk ihre Pionier-Rolle ausbauen. Sie kann Projekte im Rahmen des Weltnetzes der Biosphärenreservate unterstützen und sich in wichtigen Fragen der Zukunft austauschen.

Als Vize-Generaldirektorin der UNESCO kennen Sie viele Biosphärenreservate. Was können andere Biosphärenreservate von der UBE lernen?

Das Schlusswort gehört Ihnen...

Die Einrichtung der UBE wurde erfolgreich als Chance für die Regionalentwicklung genutzt. Die Entlebucher Biosphäre wurde mit Geduld und Beständigkeit aufgebaut, die Verantwortlichen haben sich nicht von der Dauer des Prozesses einschüchtern lassen. Ein wirklich partizipativer Prozess liegt der Entstehung der Biosphäre Entlebuch zugrunde. Und die UBE hat einen grossen Erfahrungsschatz.

Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen die UBE und andere Biosphären besuchen. Die nachhaltige Nutzung von Bergökosystemen und deren natürlichen Ressourcen, das dezentralisierte Management und die unterschiedlichen Ansätze im Landschaftsmanagement, die Vielfältigkeit der Menschen und ihrer Kultur sowie die Schönheit dieser Gegenden sind es allemal wert.

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Gaggo Leche

Schoggi-Weltpremiere mit Entlebucher Heumilch Die Schweizer Schokolade-Revoluzzer und KakaoBauern von Choba Choba gewinnen Entlebucher Milchbauern für ein einzigartiges Projekt: Seit Dezember 2016 gibt es die feine Milchschokolade mit dem sinnigen Namen «Gaggo Leche». Text: Hans Wüst, Fotos: William Sumana Tan

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aggo» ist Schweizerdeutsch und bedeutet Kakao. «Leche» ist spanisch und heisst Milch. Soviel zur Namensherleitung der neuen Milchschokolade, die in ihrer Art einzigartig ist. 36 Kakao-Bauern aus der UNESCO Biosphäre Gran Pajaten in Peru und 200 Heumilchbauern aus der UNESCO Biosphäre Entlebuch liefern die wichtigsten Rohstoffe für «Gaggo Leche». Aufgegleist hat das Projekt das noch junge Schweizer Schokoladeunternehmen Choba Choba, das mit seinem neuartigen Geschäftsmodell das Schokoladegeschäft komplett umkrempeln möchte. Die Firma mit Sitz in Bern wurde von Christoph Inauen und Eric Garnier, beide erfahrene Schokoladeexperten, zusammen mit 36 Bauernfamilien aus Peru gegründet, welche das Unternehmen zusammen mit ihnen führen und von seinem Gewinn profitieren. Erklärtes

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Ziel: Die Schokoladebranche revolutionieren. «Drei Multis beherrschen 75 Prozent des Flüssigschokolademarktes, der Grundlage für alle Schokolade-tafeln. Auf der andern Seite stehen sechs Millionen Kakao-Bauern, die nicht organisiert sind und keine Verhandlungsmacht haben. Der Kakao-Preis, der aus dieser Konstellation resultiert, ist eine Farce. Darum braucht es einen Parallelmarkt, eine alternative Schokoladewelt, die den Kakao-Bauern einen fairen Preis garantiert», erklärt Christoph Inauen. Hochwertige Milch für edle Schokolade Von dieser Philosophie profitieren nun auch die Entlebucher Biosphäre-Bauern: Für das jüngste Produkt von Choba Choba liefern sie zu einem guten Preis hochwertige Milch von Kühen, die viel Auslauf haben. Im Sommer geniessen

die Kühe frische Luft, saftiges Gras und würzige Kräuter, im Winter sonnengetrocknetes Heu. «Diese Milch ist nicht nur viel aromatischer, sie ist auch deutlich reicher an gesunden Omega-3-Fettsäuren», sagt Erich Unternährer, einer der engagiertesten Entlebucher Heumilchbauern. Es ist bereits das zweite Schokoladeprojekt, bei dem die wertvolle Entlebucher Milch zum Zug kommt. 2015 lancierte die renommierte Confiserie Sprüngli in Zürich eine Schokolade aus Bergheumilch. Eine Schokolade – zwei Biosphären Bei «Gaggo Leche» handelt es sich um eine Weltpremiere. Es ist die erste Milchschokolade, die zwei UNESCO Biosphären vereint. Sie zeichnet sich, wie alle Schokoladen von Choba Choba, durch ihre reine Form aus. Sie wird nur aus wesentlichen und natürlichen Zutaten gemacht. Die Kakao-Bohnen wachsen im Einklang mit der Natur ohne Einsatz von chemischen Düngemitteln oder Pestiziden. Die bei der bekannten Schokolademanufaktur Felchlin in Schwyz hergestellte Milchschokolade hat einen Kakao-Anteil von 41 Prozent und ist über den Webshop von Choba Choba erhältlich: www.chobachoba.com


Die Kakao-Bauern aus Peru besuchen die Entlebucher Bauern in der UNESCO Biosphäre Entlebuch.

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Escholzmatt – das Kräuter-Mekka Die international bekannte, schweizerisch-japanische Künstlerin Teruko Yokoi ermöglichte mit ihrer grosszügigen Spende die Realisation eines Kräutergartens in Escholzmatt. Der ganze Erlös von 90000 Franken aus ihrer Benefiz-Ausstellung 2014 im Kambly-Erlebnis in Trubschachen erhielt die UNESCO Biosphäre Entlebuch. Die Spende sollte für ein nachhaltiges Naturprojekt verwend et werden. Text: Annalies Studer, Fotos: Josefine Aeschlimann

«Meine Gemälde sind in Farbe geschriebene Gedichte, das Thema ist die Kraft der Natur», hat die heute 93-jährige Künstlerin Teruko Yokoi einmal gesagt. Die Freude am Geheimnis des Lebens und die Dankbarkeit gegenüber der Natur waren zeitlebens das tief empfundene Motiv ihrer Kunstwerke.

Um die Verknüpfung von Japan zu der Schweiz anschaulich zu zeigen, pflanzte der einheimische Gartenbauer Florian Aeschlimann beim Eingang zum Garten eine Bonsai-Waldföhre. Einweihung am Kräutermarkt

Heute gehe ein Traum von Teruko Yokoi in Erfüllung, der Traum, der Natur zu helfen. Dies sagte Oscar A. Kambly beim Spatenstich im Frühling 2015 in Escholzmatt. Seit vielen Jahren ist er mit der Künstlerin befreundet. Durch seine Vermittlung hat sie der UNESCO Biosphäre Entlebuch zu Gunsten eines nachhaltigen Projekts einen grosszügigen Betrag gespendet. Für die Verantwortlichen der UNESCO Biosphäre Entlebuch war bald klar, dass dieses Geld für die Erstellung eines Kräutergartens in Escholzmatt verwendet werden soll.

Seit vier Jahren findet in Escholzmatt jeweils im Mai ein viel beachteter und gut besuchter Kräutermarkt statt. So war es naheliegend, dass die Einweihung des Kräutergartens anlässlich des Kräutermarktes am 14. Mai 2016 geplant wurde. «Heute darf ein Bijou eingeweiht werden», freute sich der Präsident des Vereins Kräutergarten und Gemeinderat Franz Duss. «Der Frühling lässt Ideen wachsen», freute sich auch der Direktor der UNESCO Biosphäre Entlebuch, Theo Schnider. Er bedankte sich bei der Spenderin und bei dem ebenfalls anwesenden Oscar A. Kambly und bezeichnete ihn als Brückenbauer. Schnider meinte, dass Escholzmatt wohl bald das Kräuter-Mekka der Schweiz werde.

In dem mit Treppen und Wegen gestalteten neuen Garten wurden 120 Arten mit insgesamt 707 Pflanzen gesetzt. Es sind Gewürz- und essbare Pflanzen und solche mit Heilwirkungen.

Die Freude über den «Kräutergarten Teruko Yokoi» ist gross. Dieser soll möglichst vielen Besuchenden aus nah und fern ein freudiges Natur-Erlebnis bereiten.

Affinität zu Kräutern

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Interview mit Oscar A. Kambly

Wie haben Sie Frau Teruko Yokoi kennen gelernt? Bereits in den 80er-Jahren haben mich die poetischen, frohen Gemälde von Teruko Yokoi berührt und begeistert. Ihre regelmässigen Ausstellungen bei der Galerie Kornfeld in Bern besuchte ich immer mit Freude.

Wie ist es zu dieser Freundschaft gekommen? In den Gesprächen während ihrer Ausstellungen haben wir viel Gemeinsames entdeckt, woraus die Freundschaft zwischen Teruko Yokoi und unserer Familie entstanden ist. Zweimal gestaltete Teruko Yokoi eine Künstlerdose der «Kambly Art Edition» (2001/2006) und 2005 nahm sie an der 17. Kunstausstellung Trubschachen teil. Schliesslich fand im Herbst 2014 ihre Benefiz-Ausstellung im Kambly-Erlebnis in Trubschachen statt. Der Erlös daraus sollte voll umfänglich einem nachhaltigen Naturprojekt zugute kommen. So entstand die Idee dieses Escholzmatter Kräutergartens.

von der kleinen Miniatur bis hin zum Grossformat, sind ein feinfühliger Ausdruck ihrer Liebe zur Natur und zu allem Leben. Wie sind Sie dazu gekommen, die grosszügige Spende an die UNESCO Biosphäre Entlebuch zu vermitteln? Die UNESCO Biosphäre Entlebuch ist ein zukunftsweisendes Modell dafür, dass die unberührte Natur und menschliches Wirken miteinander in Einklang stehen können. Diese Gesinnung und die Verbundenheit der Menschen unserer schönen Region mit ihrer Natur als Lebensgrundlage passen wunderbar zur Kunst von Teruko Yokoi und zu ihrem innigen Wunsch, ein schönes Projekt zugunsten der Natur zu stiften.

Was fasziniert Sie an ihrer Kunst? Teruko Yokois poetische Gemälde,

Interview Annalies Studer

Kräuter- und Wildpflanzenmarkt Den Kräuter- und Wildpflanzenmarkt in Escholzmatt gibt es seit 2013. Kräuterliebhaber aus der ganzen Schweiz reisen an und finden bei den zahlreichen Anbietern das Gewünschte. Am Markt angeboten werden Wildpflanzen und Kräuter für Garten und Küche, Regionalprodukte, Kunst- und Handwerk und Leckereien für das leibliche Wohl. Nächster Markt: 20. Mai 2017

Kambly Erlebnis Tauchen Sie mitten im idyllischen Emmental in die Welt von Kambly ein. Das Kambly Erlebnis ist ein schönes Ausflugsziel für die ganze Familie. Entdecken Sie in einem für alle Sinne erlebnisreichen Begegnungsort die Geheimnisse der Feingebäck-Kunst. Backen Sie Ihre eigenen Kreationen mit den Kambly Maîtres Confiseurs und degustieren Sie nach Herzenslust rund 100 verschiedene Kambly Biscuits. Lassen Sie sich im Kambly Café verwöhnen und geniessen Sie Momente der Freude! Öffnungszeiten Mo-Fr, 08.30 - 18.30 Uhr und Sa-So, 08.30 - 17.00 Uhr, Eintritt kostenlos Anfahrt Stündliche Direkt-Verbindungen mit der BLS ab Bern und Luzern nach Trubschachen. Bern ab XX.36 Uhr ; Luzern ab XX.57 Uhr Ab Sörenberg erreichen Sie das Kambly Erlebnis in 30 min mit dem Auto und in 49 min mit den ÖV. Weitere Informationen und Anmeldung für die Kambly Backanlässe unter www.kambly.ch oder +41 34 495 02 22

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Albert Benz – ein Blasmusikpionier

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erühmte Entlebucher prägen seit jeher die Schweizer Blasmusikszene. Zu ihnen gehörte auch der in Marbach aufgewachsene Albert Benz (1927 – 1988). Er hat als Komponist, Dirigent, Musiklehrer und oberster Militärmusiker nachhaltige Spuren hinterlassen. In einer musikalischen Familie als jüngster Spross aufgewachsen, erhielt er schon in seiner Kindheit Unterricht für

Trompete, Klarinette und Klavier. In Kontakt mit der Blasorchestermusik kam Benz in der Feldmusik Marbach, Rekrutenschule und anschliessend in der Unteroffiziersschule. Mit Studien bei Otto Zurmühle und am Konservatorium Luzern vertiefte er seine Kenntnisse in Instrumentationslehre und seine kompositorischen Fähigkeiten. Später bildete er selber am Konservatorium angehende Blasmusikdirigenten aus und entwickelte viel beachtete Lehrmittel für diese Ausbildung. 1962 wurde er Dirigent der Stadtmusik Luzern. Zum Inspektor der Militärspiele und zum Leiter des Schweizerischen Armeespiels wurde er 1977 ernannt. Diese Ernennung zum höchsten Militärmusiker der Schweiz fand weit herum grosse Beachtung. Albert Benz als Komponist Während drei Jahrzehnten schuf Albert Benz blasmusikalische Werke für alle Besetzungstypen und Schwierigkeitsgrade. Sein grosses Werk umfasst symphonische, feierliche und festliche Musik,

Ouvertüren, Suiten, Fantasien, Märsche, volksmusikalische Kompositionen, Tänze und Soli für unterschiedliche Blasinstrumente. Von seinen zahlreichen Märschen ist wohl der Bundesrat-GnägiMarsch einer der bekanntesten. Albert Benz wurde 1971 mit dem StephanJäggi-Preis und 1973 mit dem Kompositionspreis Crissier ausgezeichnet. Albert Benz verstarb am 22. März 1988, erst 61-jährig, unerwartet an einem Herzversagen. In seiner Zeit als Dirigent der Feldmusik Marbach hat er zahlreiche Kantonale Musiktage – wie er in diesem Jahr in Schüpfheim stattfindet – besucht und das Korps von der 3. bis in die 1. Stärkeklasse gebracht. Albert Benz bleibt in seinen Werken unvergessen und wird für das musikalisch vielfältige Entlebuch immer ein nationales Markenzeichen bleiben. Text: Annalies Studer (Quelle Musikarchiv Serge Schmid, www.sergeschmid.ch)

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Ein Fest und An der Delegiertenversammlung des Luzerner Blasmusikverbandes erhielt die Musikgesellschaft Schüpfheim den Zuschlag für die Durchführung des Kantonalen Musiktages 2017. Blasmusikvereine aus dem ganzen Kanton Luzern sowie ausserkantonale Gastformationen treffen sich im Mai in Schüpfheim, um in freundschaftlichem Wettbewerb ihr Können zu messen. Dabei soll der Austausch zwischen Vereinen der Luzerner Blasmusikszene gefördert und gepflegt werden. Text: Annalies Studer, Fotos: Musikgesellschaft Schüpfheim

Die Highlights

Veteranenehrung Freitag, 19. Mai 2017 Dieser Tag wird sicherlich für die geehrten Veteranen und die anwesenden Gäste ein unvergesslicher Abend werden.

Luzerner Kantonal-Jugendmusikfest Samstag, 20. Mai 2017 Das Luzerner Kantonal-Jugendmusikfest ist die ideale Plattform für den Nachwuchs in der Blasmusik. Jugendmusikvereine, Kleinformationen und Ensembles lassen nach vielen gemeinsamen Proben ihr Können durch eine Fachjury beurteilen. Wettbewerbsatmosphäre für Talente und Nachwuchs.

Brass Night mit MNOZIL Mittwoch, 24. Mai 2017 Die Brass Night stellt einen kulturellen Höhepunkt der Veranstaltungen rund um den Musiktag in Schüpfheim dar. Die sieben Blechbläser aus Österreich vereinen hochklassige Blasmusik mit Slapstick und schwarzem Humor, und zeigen darüber hinaus ihre Fähigkeiten zur Improvisation.

Luzerner Kantonal-Musiktage Samstag, 27. Mai und Sonntag, 28. Mai 2017 Am Wochenende vom 27. und 28. Mai tragen die Vereine in den Sparten Harmoniemusik und Brass Band in der Sportanlage Moosmättili ihr Selbstwahlstück in der von ihnen gewählten Stärkeklasse vor. Die Sparte Parademusik findet auf der extra dafür gesperrten Hauptstrasse mitten durch das Dorf Schüpfheim statt. Infos: www.musiktagschuepfheim.ch

Mit Mnozil Brass aus Österreich wird Weltklasse in Schüpfheim zu Gast sein.

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Zwei Fragen an den OKPräsidenten Raymond Studer: Welches sind die speziellen Herausforderungen bei der Organisation dieses Anlasses? In erster Linie haben wir vom Luzerner Kantonal-Blasmusikverband (LKBV) den Grundauftrag, das Luzerner Kantonal-Jugendmusikfest und den Luzerner KantonalMusiktag 2017 durchzuführen. Wir wollen den Jugendmusiken und Vereinen dementsprechend eine professionelle Plattform bieten. Nebst dem Grundauftrag haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Blasmusik mit der Entlebucher Bevölkerung zu verbinden. Wir haben uns mit Rahmenprogramm, Festgelände und Festwirtschaft darauf ausgerichtet, einen für alle unserer Gäste sympathischen und unvergesslichen Anlass zu organisieren. Rund 1200 Helfer werden hochmotiviert im Einsatz stehen. Welches werden die Höhepunkte am Luzerner KantonalMusiktag in Schüpfheim sein? Wir haben fünf Tage mit Festbetrieb und dabei viele Höhepunkte. Die Veteranenehrung und beim Jugendmusikfest die Rangverkündigung am Abend, wo das grosse Festzelt vor Spannung und Emotionen beben wird. Am Musiktag wird sicherlich die Parademusik durch das Dorf Schüpfheim sowie der Auftritt der Luzerner Funk Brazz Band «Spinning Wheel» Höhepunkte darstellen. Und mit Mnozil Brass aus Österreich wird Weltklasse in Schüpfheim zu Gast sein.


ein Wettspiel zugleich


100 Jahre Lourdes-Grotte Marbach Der Kraftort ist spürbar im idyllischen Gebiet beim Steiglenbach, an dem die Lourdes-Grotte Marbach liegt. An diesem sonnigen Herbsttag leuchten die farbigen Blätter im Sonnenlicht. Auf dem Weg von der Dorfkirche bis zur Grotte stehen 14 Kreuzwegstationen; kurz vor dem kleinen Aufstieg zur Grotte laden Gebetstafeln zur stillen Zwiesprache mit Gott ein. In der Grotte wird der Besucher umfangen von Ruhe und Stille, in der er sich geborgen fühlt. Vor dem imposanten Nagelfluhfelsen, in dem die Muttergottes segnend zur knienden Bernadette hinunter schaut, wird jeder gläubige Mensch andächtig. Nicht umsonst ist dieser kleine Wallfahrtsort beliebt bei Pilgern und Gläubigen, die hier Ruhe, Erholung und Trost finden. Text: Annalies Studer, Fotos: Ueli Duss

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Nach dem Vorbild von Lourdes

D

ie Grotte wurde vor 100 Jahren von der Studer-Koch-Stiftung zu Ehren der Muttergottes errichtet. Der Ort beim Steiglenbach war von der Natur gegeben und eignete sich besonders gut dafür. So durfte die Grotte am 12. August 1917 nach dem Vorbild von Lourdes, wo Maria 1858 der heiligen Bernadette Soubirous 18 Mal erschien, eingeweiht werden. Die Grotte wurde aus dem Nagelfluhfelsen herausgearbeitet, der Eingangsbogen aus den Bruchstücken gemauert. Später entstand auf dem Bogen ein kleiner Turm mit einer Glocke aus dem Glockenturm der Marbacher Kirche. Im Felsen rechts


Der Weg vor dem kleinen Aufstieg zur Grotte, idyllisch am Steiglenbach gelegen.

steht die Figur der Muttergottes, auf der linken Seite etwas weiter unten jene der knienden heiligen Bernadette. Der Altar befindet sich in der Grotte hinter einem schmiedeeisernen Gitter. Der geschützte Naturraum vor dem Felsen ist umrahmt von Bäumen und wird hinten abgeschlossen von einem wettergeschützten Gebetsraum. Insgesamt bietet die Grotte 200 Personen Platz. In der Grotte werden regelmässig Gottesdienste und Andachten gehalten und ebenso beliebt ist sie als Ort für heiratswillige Paare, die sich hier das Ja-Wort geben.

Renovation zum Jubiläum Im Hinblick auf das 100-jährige Bestehen hat die katholische Kirchgemeinde Marbach beschlossen, die Lourdes-Grotte einer sanften Renovation zu unterziehen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der eigenständige, natürliche Charakter der Grotte erhalten bleibt. Inzwischen konnten schon diverse Renovationsarbeiten abgeschlossen werden, berichtet Kirchgemeindepräsident Kurt Zihlmann. So wurden beim Bogen über dem Felsen die Fugen neu vermörtelt,

der Platz für ein neues «Kerzenhäuschen» leicht erweitert sowie Dach und Wände der Gebetshalle gereinigt. Im nächsten Frühling werden die Holzteile bei den Gebetsbänken ersetzt, das Holz, auch in der Gebetshalle, wird durch Behandlung haltbar gemacht und das Eingangsgeländer wird aufgefrischt. In der Gebetshalle werden neue Rosenkranzbilder aufgehängt. Schliesslich sind ein Schriftenstand und der Anbau eines Geräteraumes vorgesehen. Viel Arbeit werde im Frondienst geleistet, lobt der Kirchgemeindepräsident.

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Entlebucher Holz für die Industriefassade B. Braun Medical AG, links mit der neuen Holzfassade, rechts mit der dunklen Holzfassade vor zehn Jahren.

Beim Neubau der B. Braun Medical AG in Escholzmatt verwendete man für die Fassade zertifiziertes Holz aus der UNESCO Biosphäre Entlebuch. Nachhaltigkeit war die Triebfeder dieses Auftrages, worauf die Entlebucher Wald-Holz GmbH den Holzschlag organisierte. In Escholzmatt wurden die Holzstämme in zwei Sägereien zugeschnitten und von zwei Holzbaufirmen an der Industriefassade montiert. Text und Bilder: Gody Studer Der Region verpflichtet «Dem Projektteam und auch seitens der Unternehmerfamilie war sehr schnell klar, dass wir mit dem einheimischen Gewerbe das eine oder andere an unserem Neubau in Escholzmatt realisieren wollten. Bei der Holzfassade haben wir bereits von Anfang an auf Holz aus dem Entlebuch gesetzt, da dies ein natürlicher Rohstoff ist, der nachwächst», sagt Peter Lochmann, Projektkoordinator bei der B. Braun Medical AG. Bereits beim Erweiterungsbau 2006 hätten sie damit gute Erfahrungen gemacht. Die Firma fühle sich auch dem Gedankengut der UBE verpflichtet und eine Holzfassade füge sich gut in die Natur und in die Umgebung ein. Entlebucher Wald-Holz GmbH Die Entlebucher Wald-Holz GmbH koordiniert die Zusammenarbeit mit Waldeigentümern, Forstlogistikern und den Werken. Sie unterstützt das reibungslose Funktionieren der Holzkette vom Wald zum Werk. Für Peter Thalmann, Geschäftsinhaber dieser GmbH und Präsident des UBE-Holzforums, ist es für die Qualitäts-

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sicherung wichtig, dass der Zeit- und Mengenfaktor bei der Holzverwertung stimmt. Für den Auftrag aus Escholzmatt wurde der Holzschlag bereits im Sommer 2015 organisiert. Der Rohstoff für die Industriefassade stammt aus zwei Holzschlägen: 241m3 Gebirgsfichte vom Laubersmädli im Banngebiet Tannhorn (Gemeinde Flühli), wo insgesamt für fünf Waldbesitzer 1414 m3 Holz geschlagen wurde. Vom zweiten Holzschlag beim Wald unter der First Süd (Gemeinde Hasle) mit einer Gesamtmenge von 1545 m3 wurden 141 m3 für die Industriefassade verwendet.

verschiedenen Etappen wurden während rund drei Monaten die gehobelten, aber unbehandelten und «echt-entlebuch»-zertifizierten Bretter an der Fassade befestigt. Die Auftragssumme belief sich auf rund 350000 Franken. Damit konnten einheimische Fachleute beschäftigt werden und in den Wäldern kann wieder genügend Holz für weitere solche nachhaltige Aufträge nachwachsen.

«hölziges aus escholzmatt» Die Holzstämme wurden in den Escholzmatter Sägereibetrieben Josef Bucher AG und Krummenacher Sägerei GmbH verarbeitet und von der ARGE «hölziges aus escholzmatt» an der Industriefassade angebracht. Die ARGE, bestehend aus der A. Portmann Holzbau AG und der Krummenacher Holzbau AG, begann Ende Oktober 2015 mit der Fassadendämmung. Im Januar 2016 konnte die Schalung angebracht werden, wofür es alleine 35000 Schrauben brauchte. In

Holzschlag im Laubersmädli


Gruppenfoto mit den Beteiligten: UBE-Holzforum, B. Braun Projektkoordinator Lochmann und ARGE «hölziges aus escholzmatt»

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Kornspeicher Ebnet, Entlebuch, mit Baum als Blitzableiter. Foto: Richard Portmann

Bäum Einzelbäume und Baumgruppen bereichern die Entlebucher Kulturlandschaft: im Bild Baumgruppe bei Spüelen, Entlebuch. Foto: Richard Portmann

Seit es Menschen gibt, sind Bäume Bestandteil unseres Brauchtums und prägen unsere Landschaft. Text: Eva Frei

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eben dem Weihnachtsbaum spielen bei uns beispielsweise Aufrichtungsbaum und Geburtsbaum eine wichtige Rolle. Auch in der Geschichte ist das Entlebuch eng mit Bäumen verknüpft: So bedeutet der Name der Region Entlebuch «an der Entle gelegener Buchenwald» und auch das Wappen der Gemeinde Entlebuch erinnert mit einer Buche mit sieben Ästen auf rotem Hintergrund an den einstigen

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Buchen-Urwald, den die ersten Siedler hier vorfanden. Gemäss Andreas Ineichen vom Staatsarchiv Luzern wurden aber charakteristische Einzelbäume erst später bei Grenzbereinigungen in historischen Quellen aufgeführt. Beispielsweise sogenannte Kreuztannen, auf denen ein eingekerbtes Kreuz die Grenze markierte, da es kaum Grenzsteine gab. Ein anderer Name für Grenzbaum war Lachbaum. Ein ehemaliger

(hohler) Ahornbaum diente auf einem Grat in Escholzmatt als Grenzpunkt und wurde erstmals 1371 als «Holer Ahorn» erwähnt (Waser Erika, 1996: «Luzerner Namenbuch, Entlebuch. Die Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch.») Auch heute noch markieren im Entlebuch Lachbäume gewisse Grenzen. Landschaftsprägende Einzelbäume Dass charakteristische Einzelbäume in der Entlebucher Landschaft ein zentrales Element darstellen, zeigt sich nur schon in den heute, noch gebräuchlichen Orts- und Flurnamen. So spricht man in Escholzmatt von der «Leueba-


me sind Gedichte für den Himmel

Mystischer Baumriese: Bergahorn als Kraftbaum unterhalb Heiligkreuz. Foto: Elge Kenneweg

schistanne», ein Ort, wo früher eine Tanne stand, die erst nach dem Tod von Sebastian Bucher, Wirt zum Gasthaus Löwen, gefällt werden durfte. Auch bekannt ist der «Lindehoger» (Anhöhe mit Linde bei Escholzmatt), «Ahornebödili» (Hang in Romoos, wo früher ein Ahornbaum stand), «Buech» (lokale Bezeichnung für eine Anhöhe mit einer grossen Buche bei Habschwanden in Hasle) oder «Chriesbaume» (eine Ortsbezeichnung) in Hasle, die auf Kirschbäume hinweist. Heute noch kann in Hasle eine stattliche Allee aus Kirschbäumen bewundert werden. Weitere nennenswerte Alleen säumen beispielsweise die Strasse zur Alphütte

Ilmiboden in Escholzmatt oder den Dammweg in Flühli. Immer wieder, meist unerwartet, begegnen den Wanderern im Entlebuch grosse, alte Bäume, die irgendwann von irgendwem gepflanzt wurden. Unter den landschaftsprägenden Einzelbäumen im Entlebuch dominieren Ahorne und Linden bei Weitem. Hier trifft man mächtige Bäume auf Weiden, Hügeln und nahe bei den Häusern, Scheunen oder Kapellen. Der Ahorn, meist Bergahorn, gehört in die Entlebucher Berglandschaft wie das Napfgold ins Waschsieb. Insbesondere im Napfgebiet fallen alte, wuchtige Ahornbäume neben Bauernhäusern auf. Sie wurden teilweise

aus ganz praktischen Gründen stehengelassen. Sie dienen den Bewohnern nicht nur als Blitzableiter, sondern auch als Windschutz. Gerade im Haupttal zwischen Entlebuch und Schüpfheim fallen dem aufmerksamen Betrachter immer wieder Bäume auf den Rundhöckern dieser ausgeprägten Moränenlandschaft auf. Meist handelt es sich um Lindenbäume. Die Linde ist seit Menschengedenken ein bevorzugter Baum mit mythologischem Hintergrund, der besonders als Einzelbaum auf Hügeln und in Dörfern auf wichtigen Plätzen gepflanzt wurde. Heute noch bereichern Einzelbäume die Dorfkerne.

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«Diebold-Schilling-Chronik 1513» Eigentum Korporation Luzern (Standort: ZHB Luzern, Sondersammlung)

Unsere Vorfahren tanzten und feierten oder hielten Gericht unter Dorflinden. Ein Bild aus der Diebold-Schilling-Chronik zeigt, wie 1478 Peter Amstalden, Landeshauptmann und Gastwirt, mit seinen Gesellen unter der Dorflinde von Schüpfheim tafelt und von seinen aufrührerischen Plänen gegen die Stadt Luzern erzählt. Im Vordergrund notiert der städtische Beamte die Aussagen einiger Kundschafter.

Der Dorfkern von Marbach ist bereichert durch Einzelbäume. Foto: Florian Knaus

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In noch früherer Zeit, bei den Kelten und Alemannen, wurden die Bäume sogar als Gottheiten verehrt. Gemäss einem Lokalkenner und Naturliebhaber aus Entlebuch, haben aber die Einzelbäume hier in der Region oft eher praktischen als mystischen Hintergrund. Er erinnert sich noch gut an seine Jugendzeit, als er seinen Nachbarn beim Heuen half. Vor allem die hof-fernen Bäume


geborenes Kind einen sogenannten Geburts- oder Lebensbaum gepflanzt haben. Das Kind wuchs mit dem Baum auf und konnte sich über das gemeinsame Wachstum freuen und später – im Falle eines Obstbaumes – sogar seine Früchte geniessen. Um im Sinne dieser Tradition einen vielfältigen Lebensraum für zukünftige Generationen zu erhalten, bietet die Gemeinde Entlebuch seit einigen Jahren Eltern, Grosseltern oder Paten die Möglichkeit, für neugeborene Kinder die Patenschaft für einen solchen Geburtsbaum zu erwerben. An einem gemeinsamen Pflanztag wird der Geburtsbaum zusammen mit Eltern, Kind und Paten gepflanzt. Man sagt, dass beispielsweise der symbolträchtige Lindenbaum über 300 Jahre alt werden kann und damit das Menschenalter um ein Vielfaches übertrifft. Ist das nicht etwas Tröstliches in unserer immer schnelllebigeren Welt? Oder frei nach dem libanesisch-amerikanischen Philosophen und Dichter Khalil Gibran: «Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.»

Majestätische Buche bei Hasle lädt die Besucher zum Verweilen ein. Foto: Richard Portmann

auf Hügeln an steilen Lagen dienten damals den Menschen und Pferden als willkommene Schattenspender in den Arbeitspausen. Oder unsere Vorfahren wollten nach den für die Weiden vorgenommenen Waldrodungen die Landschaft einfach mit dem symbolträchtigen Lindenbaum wieder verschönern. An manchen Orten wird die Wertschätzung stattlicher Einzelbäume auch mit einem Kreuz, einem Brunnen oder einer Sitzbank unterstrichen. Auf Heiligkreuz lässt sich bei einem Kraftbaum, einem monumentalen Bergahorn, dessen ausladenden Äste malerisch in den Himmel ragen, neue Lebensenergie tanken.

sind auch für Tiere sehr wertvoll. Vor allem alte, einheimische Laubbäume und Hochstamm-Obstbäume bieten zahlreichen Vögeln und anderen Tieren überlebenswichtige Nahrung, Unterschlupf und Brutmöglichkeiten. Hochstamm-Obstbäume, das heisst meist Apfel-, Birnen- oder Zwetschgenbäume, deren unteren Äste erst in einer Höhe von 1.60 m beginnen und eine Rundkrone aufweisen, umgeben im Entlebuch als Obstgärten Höfe und Dörfer oder sind als Streuobstwiesen locker über die Landschaft verteilt.

Einzelbäume, Baumgruppen und Alleen prägen und strukturieren aber nicht nur die einmalige Entlebucher Kulturlandschaft und sind ein beliebtes Sujet in Tourismusprospekten, sondern

Wenn heute ein Kind in unserer Region geboren wird, wird ein Baum gefällt statt gepflanzt. – Noch vor ungefähr 20 Jahren war es allerdings überall in der Schweiz Tradition, dass Eltern für ihr frisch

Geburts- oder Lebensbaum

Foto: Ueli Duss

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Glücksmomente

Exkursions- und Kursprogramm 2017 der UNESCO Biosphäre Entlebuch

MÄRZ Mo 13. Fr 17. + 24.

NE EU Schweissen (Vorkurs) NE EU Schweissen

Schüpfheim Schüpfheim

APRIL Sa 22.

W Wildkräuterküche

Escholzmatt

NEU Natur-Fotografie am Wasser NEU Alphorn (Einsteigerkurs) Wildkräuterküche Entlebucher Roggen-Gebäcke herstellen (Auffahrt) Wildkräuterküche (Auffahrt) Holzbildhauen

Entlebuch Sörenberg Escholzmatt Schüpfheim

MAI Fr Sa – So Sa Mo

5. 6. – 7. 13. 15.

Do 25. Do – So 25. – 28. JUNI Mi Do

7. 8.

Fr Mi Do Mi Mi Mi

9. 14. 15. 21. 21. 28.

JULI So So

2. 2.

Sa Sa So Mi Sa

8. 8. 9. 12. 15.

So

16.

Mo – Fr Mi Sa So Mi

17. – 21. 19. 22. 23. 26.

Escholzmatt Schüpfheim

Schwemmholz-Kunst Entlebuch H Heiligkreuz NEU Unterwegs auf dem Seelensteg Wildkräuterküche Escholzmatt KINDER Kleinforscher am Rotbach Flühli (Fronleichnam) Wildkräuterküche Escholzmatt NEU Steine schleifen Schüpfheim Aktiv für die Natur Entlebuch NEU Erlebnis Moor Sörenberg

Wild ild KINDER «Mini Schratte Üsi Schratte» Murmeli, Dachs & Hirsch Biosphären Wander-Nacht Steinadler & Co. NEU Erlebnis Moor NEU Unterwegs auf dem Seelensteg Tosende Wildbäche & To altes Gewerbe NEU Alphorn (Fortgeschrittene) Karst & Höhlen Murmeli, Dachs & Hirsch Steinadler & Co. Wild

Sörenberg b Sörenberg Marbach M Flühli Sörenberg Sörenberg H Heiligkreuz Flühli Sörenberg Sörenberg M Marbach Sörenberg Sörenberg

Do

27.

So

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AUGUST Do 3. Fr 4. Sa – So 5. – 6. Mi 9. Mi – Sa Fr Sa Do

9. – 12. 11. 12. 17.

So Fr

20. 25.

Fr

25.

KINDER Fichtenharz-Balsam m herstellen Karst & Höhlen

Sörenberg

Murmeli, Dachs & Hirsch Wild Pilze sammeln und verarbeiten eiten m KINDER Fichtenharz-Balsam herstellen Jodeln (Einsteigerkurs) Wild -Nacht NEU Escholzmatter Sagen-Nacht NEU Unterwegs auf dem Seelensteg Steinadler & Co. us NEU Räuchern im Rhythmu des Jahres NEU Escholzmatter Sagen-Nacht -Nacht

Marbach Sörenberg Wiggen gg Sörenberg

SEPTEMBER So 3. Sa 9. Sa – So 9. – 10. Do 14.

Karst & Höhlen Steinadler & Co. eiten Pilze sammeln und verarbeiten NEU Unterwegs auf dem Seelensteg So 17. NEU Steine schleifen So 24. Schwemmholz-Kunst k NEU Alphorn l h (Fortgeschrit ( h i tene)) Fr – So 29. – 1. Okt

OKTOBER So 1. Mo– Fr 2. – 6. Fr 6. So Mo – Fr Fr – So So Fr – So So

8. 9. – 13. 13. – 15. 15 15. 20. – 22. 22.

NOVEMBER Sa 11.

Sörenberg

Sörenberg Sörenberg Escholzmatt Heiligkreuz Sörenberg Entlebuch Escholzmatt

Sörenberg Sörenberg Wiggen Heiligkreuz Schüpfheim Entlebuch Sörenberg b

Sörenberg Karst & Höhlen Schüpfheim Schreinern mit Naturholz Flühli Tosende Wildbäche & altes Gewerbe KINDER Kleinforscher am Rotbach Flühli Sticken Schüpfheim Jodeln (Fortgeschrittene) Sörenberg Naturschauspiel Vogelzug Entlebuch Zeichnen und Aquarellieren n Bramboden Naturschauspiel Vogelzug Entlebuch

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Entlebuch

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Grenzgänger – im Reich der Felle Unterwegs auf einer Exkursion über Grenzen – zwischen Kantonen, Dialekten, Menschen und Tieren. Gemeinsam mit anderen Regionen beteiligt sich die UNESCO Biosphäre an «Enjoy Wildlife Watching», der Kampagne von Schweiz Tourismus zum Schwerpunkt «Zurück zur Natur». Nur, im Entlebuch könnte das «Zurück» auch weggelassen werden: Exkursionen wie «Murmeli, Dachs und Hirsch» bieten Interessierten seit jeher echte Naturerlebnisse. Text: Nina Liv Liechti, Fotos: Fotolia

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uf der Marbachegg steigen wir motiviert aus der Gondelbahn. Dass die Aussicht, die sich uns hier bietet, echt ist, daran zweifeln wir keine Sekunde. Nur wissen wir nicht genau, an welcher Ecke wir mit dem Sattsehen beginnen sol-

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len: Links bei der luzernischen Schrattenflue? Rechts beim bernischen Hohgant? Die beiden Exkursionsleiter Kari Schöpfer, Luzerner Revierjäger aus Marbach, sowie Walter Bieri, Berner Patentjäger und Hirschhalter aus Schangnau, reissen uns aus unseren Tagträumen und lotsen uns Richtung Wanderweg, der uns nach Schangnau führt. Gleitschirm oder Steinadler? Kurz nach den letzten Häusern kreuzt sich unser Weg erstmals mit jenem von Wildtieren. Während auf der Wiese bunte Gleitschirme ausgebreitet liegen, sonnen wenig weiter unten einige Murmeli ihr struppiges Fell. Nicht einfach für die Seele, wie wir alle meinten, sondern zur Parasitenabwehr, so Kari. Die «Munggen», so Kari weiter, wurden im Jahr 1979 von Zermatt auf die Marbachegg gebracht und fühlen sich hier wohl. Anscheinend so wohl, dass sie in die Gleitschirmler auch schon zu grosses Vertrauen gewonnen hatten – gehören doch die Flügel manchmal nicht dem

farbigen Gleitschirm, sondern dem heimischen Steinadler... Kantonsgrenze – nur historisch in Stein gemeisselt Unmittelbar vor dem ersten Wanderweg-«Törli» steht rechts ein Grenzstein. Wir überschreiten also die Kantonsgrenze und verlangsamen unser Tempo. Nicht nur, weil Walter, der Emmentaler, nun den Lead übernimmt («Eh, mir hei nüt z‘pressiere!»), sondern auch, weil das schmale Wanderweglein über eine Krete führt (wohl daher der Flurname «Gassenegg»). Auf berührende Art zeigt er uns immer wieder Eigenheiten der Natur: Reich bevölkerte Ameisenhaufen («Was, da hältst du die Hand rein, Kari??»), Bärlapp, eine weihnachtsbaumähnliche Urpflanze der Sporenpflanzen und auch C-Falter, auf deren Flügel wie hingepinselt ein C steht und die schwindelerregende Flugrouten ausloten. So träumen wir uns immer wieder ein bisschen weg und müssen uns nun beeilen – «e chli schuene», wie die Berner sagen.


Meister Grimbarts Grabwerk Nun kommt Kari wieder zum Zug: Als ausgesprochener Kenner von Wildtieren führt er uns weiter unten im Grüenewald zum Bau eines eigenwilligen Waldbewohners, des Dachses (auch Grimbart). Als nachtaktives und siedlungsscheues Raubtier haben ihn die meisten von uns noch nie gesehen, den schwarz-weiss gezeichneten Kerl mit dem dicken Pelz und den langen, abwärts gebogenen Grab-Krallen. Mit diesen erstellt er generationen-übergreifende Bauten, welche über ein ausgeklügeltes System an Gängen verfügen. Er ernährt sich, ganz biosphärengetreu, regional und saisonal, mit Wurzeln, Beeren und Pilzen sowie Regenwürmern. In kälteren Gegenden gönnt er sich eine Winterruhe mit gedrosselter Aktivität, im Gegensatz zu den Murmeltieren, die dann einen richtigen Winterschlaf halten. Auf Zahnfühlung mit Geweihträgern Über ein neu angelegtes Zickzackwegli (notabene befestigt mit Emmen-Schutt der Überschwemmung vom vorletzten Sommer) erreichen wir das Ziel unserer Exkursion: Walters Hirschhof. Faszinierende Wildtiere hin oder her – wir sind dankbar, dass nun unsere Sehnsucht nach einem Tier zum Streicheln gestillt werden kann. Walter lockt die Damhirsche mit seinem Ruf an – wir wohl mit den getrockneten Brotwürfeln, welche wir ihnen entgegenstrecken. Ohne Scheu zotteln sie uns entgegen, die gwundrigen Bengel mit dem

gefleckten, weichen Sommerfell. Wird er mich am Ärmel reissen? Oder den Finger abbeissen? Kari lacht sein schelmisches Lächeln – als Wiederkäuer hätten sie nur eine untere Zahnreihe und vermutlich würden wir ungeschoren davonkommen, so die Antwort in seinem Entlebucher Dialekt. Seit 2014 hält Walter auf seinem Hof Damhirsche zur Fleischproduktion, 30 bis 40 Tiere insgesamt, wobei das eine männliche Tier an seinem imposanten Geweih zu erkennen ist. Die Damhirsche auf Walters Hof leben ganzjährig draussen, in weitläufigen Gehegen und mit Zugang zu

einem gedeckten Unterstand. Wie Murmeli und Dachs passen auch sie sich der Natur an, indem sie in kälteren Zeiten mit dem Magen zurückfahren und weniger Nahrung benötigen. Wir verabschieden uns von Kari und Walter, zwei leidenschaftlichen, liebenswürdigen Menschen, die brennen für das, was sie tun. Sie haben uns ein wohltuendes Miteinander von Kantonen, Dialekten, Menschen und Tieren geboten, das wir so schnell nicht wieder vergessen werden. Kaum an der unteren Hausecke angelangt, springen uns die Hirsche entgegen, als wollten sie nur noch kurz «tschüss» sagen.

Die beschriebene Exkursion «Murmeli, Dachs und Hirsch» ist eine öffentliche Exkursion der Biosphäre. Im Rahmen von «Enjoy Wildlife Watching» finden folgende weitere Wildtierbeobachtungen statt: So 2. Juli 2017 Wild (Sörenberg) Sa 8. Juli 2017 Murmeli, Dachs & Hirsch (Marbach) So 9. Juli 2017 Steinadler & Co. (Sörenberg) Sa 22. Juli 2017 Murmeli, Dachs & Hirsch (Marbach) So 23. Juli 2017 Steinadler & Co. (Sörenberg) Mi 26. Juli 2017 Wild (Sörenberg) Do 3. August 2017 Murmeli, Dachs & Hirsch (Marbach) Fr 4. August 2017 Wild (Sörenberg) Fr 11. August 2017 Wild (Sörenberg) So 20. August 2017 Steinadler & Co. (Sörenberg) Sa 9. September 2017 Steinadler & Co. (Sörenberg) So 15. Oktober 2017 Naturschauspiel Vogelzug (Entlebuch) So 22. Oktober 2017 Naturschauspiel Vogelzug (Entlebuch) Informationen finden sich im Prospekt «Glücksmomente» (erhältlich im Biosphärenzentrum, zentrum@biosphaere.ch oder Tel. 041 485 88 50) oder unter der Internetadresse www.biosphaerenakademie.ch.

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Steinreich aus dem Bachbett – Steine machen Schule Überall liegen sie herum, die Steine. Und während wir über Pflanzen und Tiere recht gut informiert sind, wissen wir doch sehr wenig über die ruhigen Kerle in unserer Nähe. Höchste Zeit also, dieses handfeste Thema anzugehen und das Schulzimmer ins Bachbett zu verlegen. Dieses ist mit seinen Exkursionsinhalten Geologie und Naturkunst ein spannender ausserschulischer Lernort für die praxis- und erlebnisbezogene Schulbildung. Text: Nina Liv Liechti, Fotos: Nina Liv Liechti und Peter Stadelmann

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iesen Nachmittag im Oktober werden sie so schnell nicht wieder vergessen, die quirligen Sechstklässler aus Burgdorf. Hat doch Melanie ihren sorgfältig präparierten Cervelat unfreiwillig dem vorbeilaufenden Hund abgetreten und Stefan grad zwei Schuh voll Wasser aus der Kleinen Emme gezogen («Neeeein, es ist nicht kalt!»). Schauplatz dieser Szenen – und gleichzeitig «Schulzimmer» des Fachs «Steinreich aus dem Bachbett» – ist ein idyllischer Picknick-Platz direkt am Fluss. Hier beschäftigt sich die Klasse einen Nachmittag lang mit scheinbar nutzlos daliegenden Steinen. Dass diese jedoch eine ganze Reihe verschiedener Lerninhalte mit sich bringen, damit rechneten nicht mal die beiden Lehrpersonen.

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Diese haben das Unterrichten für einmal in andere Hände gegeben: Vor der Klasse steht Peter, Strahler und Steinschleifer, aber auch Landwirt, Naturund Umweltfachmann sowie «Lehrer» der Biosphärenschule. Den Stein ins Rollen bringen «Was denkt ihr, was für ein Typ Stein ist diese Fluh da drüben ennet dem Fluss?» Peter zieht die Sprösslinge von Anfang an in seinen Bann, auch wenn er sie damit zünftig ins kalte Wasser wirft. Daher erst mal eins nach dem andern: Er legt drei unterschiedliche Steine auf ein Tuch und erläutert den Nähertretenden, dass Gesteine aufgrund ihrer Entstehung in Erstarrungs-, Umwandlungs- und Ablagerungsgesteine einge-

teilt werden. Anhand dreier Zeichnungen erklärt Peter, dass Erstarrungsgesteine (z.B. Granit) als flüssiges Magma an die Erdoberfläche gelangten und erstarrten, dass Umwandlungsgesteine (z.B. Gneis) unter grossem Druck oder hoher Temperatur aus älteren Gesteinen zu neuen Zusammensetzungen umgewandelt wurden, oder dass Ablagerungsgesteine (z.B. Nagelfluh) von Ablagerungen der Urflüsse während der Alpenfaltung stammen. Von Entlebucher «Ghüderbergen» Als vor 100 Millionen Jahren die Alpenfaltung begann, entstand im südlichen Entlebuch das Helvetikum, das sind kalkhaltige Voralpen. Diese ziehen sich vom Pilatus über den Schimbrig und die Schrattenflue bis hin zum bernischen Hohgant. Peter zeigt diese Gebirgskette, von welcher man einige Spitzen erkennen kann. Nördlich davon hingegen, da, wo die Klasse nun steht, trug die Erosion ihr Gestein ab. Flüsse wie die Waldemme, die Kleine Emme oder die Entle transportierten das Geschiebe und es bildeten sich Schotterbänke, die sich später zu Schuttkegeln aus Nagelfluh ver-


festigten. Langsam wird den Lernenden klar, um welche Gesteinstypen es sich also bei der «Fluh da drüben» handeln muss. «Logisch», so Marco, «Ablagerungsgesteine!» Und Stefan bemerkt in breitem Berndeutsch: «Aber die isch ja egentlech nur der Ghüderbärg vor Schratteflue, u vom Schimbrig u so!» Schichtwechsel in der Naturwerkstatt Nach diesem geologischen Einstieg werden die Hände nun endgültig aus dem Sack genommen: Es gilt, den Steinen etwas ihres Jahrmillionen alten Innenlebens zu entlocken. Die Lernenden erhalten den Auftrag, zwei Steine zu suchen, welche ihnen besonders gut gefallen. So schwärmen sie aus, und suchen nach den Steinen ihres Herzens: Es scheint, als mache das Sammeln von gewöhnlichen Steinen irgendwie glücklich. Zurück in der Gruppe gibt es eine Einführung ins Steineschleifen: Auf vier Tischen stehen Metallplatten bereit, daneben Kübel mit Wasser, Lappen sowie Streuer mit Schleifpulver (Siliciumkarbid/Quarz-Kohlegemisch) unterschiedlicher Körnung. Mit kreisenden Bewegungen beginnt Peter, seinen Stein auf einem Wasser-Pulvergemisch zu schleifen. Unglaublich, wie schnell der kugelrunde Stein an Substanz verliert und an Fläche gewinnt! Und unglaublich, wie ein «langweiliger» Stein Schritt für Schritt zum Kunstwerk wird! Motiviert schleifen sich die Handwerker von der 80er- bis zur 1000er-Körnung durch und kommen schliesslich zur finalen Ausdauerprüfung: Dem freigelegten Innenleben des Steins mit Polierpulver den allerletzten Schliff zu verleihen. Steinreich aus dem Bachbett? Das werden sie, die Lernenden; einerseits ideell im Sinne der Erfahrungen, die sie gemacht haben, andererseits mit einem selbst gefertigten Stein-Schmuckstück, das sie künftig an einem Lederbändeli um den Hals mit sich tragen werden.

Biosphärenschule – Aktiv im grössten Schul«zimmer» der Welt, der Natur. «Steinreich aus dem Bachbett» ist eine Exkursion der Biosphärenschule. Die Exkursionen der Biosphärenschule orientieren sich am «handelnden Lernen» und an der «Erlebnisorientierung», den zwei zentralen didaktischen Prinzipien für Bildungsarbeit in Naturpärken. Die Biosphärenschule bietet frei kombinierbare, als Ganzes oder einzeln buchbare Module aus den Bausteinen. – – – –

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Heiligkreuz – Kraft schöpfen!

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dass ich altershalber aufhören möchte», sagt der 81-jährige, noch immer rüstige Pater Crispin Rohrer. Seit 2002 bewohnt er hoch über der Talschaft Entlebuch das Kapuzinerhospiz und ist im denkmalgeschützten Wallfahrts- und Kraftort Heiligkreuz für Seelsorge, Gottesdienste und die verschiedenen Wallfahrtstage zuständig.

eiligkreuz gehört zur Gemeinde Hasle und liegt auf gut 1100 m ü. M. auf einer schönen Sonnenterrasse. Die landschaftliche Schönheit, die lebendig gebliebene Wallfahrtstradition und der Siedlungskern mit Kirche, Kapuzinerhospiz, Pächterhaus, Scheune und Kurhaus – ein Ortsbild von nationaler Bedeutung – machen Heiligkreuz zu einem Kraftort mit ungewöhnlicher Ausstrahlung. Die Entstehungsgeschichte des Wallfahrtsorts ist eng mit einer Legende verbunden. Dieser zufolge soll ein Holzsplitter des Kreuzes Christi aus Jerusalem, das ein französischer Soldat mit nach Hause genommen hat, von einem Ochsen nach Witenbach (so hiess Heiligkreuz ursprünglich) getragen worden sein. Die effektive Herkunft des Holzpartikels, der seit 1921 in einem vom Künstler Anton Stockmann geschaffenen grossen Silberkreuz aufbewahrt wird, ist unklar. Klar ist jedoch, mit dem Wegzug von Pater Crispin Rohrer geht auf Heiligkreuz eine über 250-jährige Kapuzinertradition zu Ende. Doch der Wallfahrts-

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Der Schüpfheimer Pfarrer Jakob Zemp (rechts) löst Pater Crispin Rohrer als Wallfahrtspriester auf Heiligkreuz ab.

und Kraftort lebt weiter. Neuer Wallfahrtspriester wird der leitende Priester des Pastoralraumes Mittleres Entlebuch Jakob Zemp. «Es hat mir sehr gut gefallen hier oben. Aber ich habe der Pflegschaft Heiligkreuz schon frühzeitig gesagt,

Seit 1753 werden diese Aufgaben auf Heiligkreuz von Kapuzinern wahrgenommen. Jetzt, mit dem Wegzug von Pater Crispin, geht diese jahrhundertealte Tradition zu Ende. Der neue Wallfahrtspriester Jakob Zemp ist in der Region kein Unbekannter; der langjährige Pfarrer von Sursee und Schüpfheim ist in Escholzmatt aufgewachsen und seine Erinnerungen an Heiligkreuz reichen weit in seine Jugendzeit zurück. Er freue sich auf die neue Aufgabe, die er ab Oktober 2017 übernimmt, sagt Jakob Zemp. Und bei der Pflegschaft Heiligkreuz, eine Stiftung der zehn Entlebucher Kirchgemeinden, die sich dafür einsetzt, den Wallfahrtsort Heiligkreuz zu erhalten, ist die Freude ebenso gross.


Ferien im Baudenkmal 1985 entstand anstelle der alten Gaststätte das neue, schön ins Ortsbild eingegliederte Kurhaus. Später wurde in einem märchenhaften Wald ein Seelensteg angelegt. Der Rundweg auf einem leicht erhöhten Holzsteg ermöglicht eine ungewohnte Wahrnehmung der Natur und eine sinnlich-ehrfürchtige Begegnung mit der Schöpfung. Zusammen mit dem imposanten Kraftbaum, einem riesigen, mehrere hundert Jahre alten Bergahorn, wirkt der Seelensteg als Magnet für Heiligkreuzpilger. Schliesslich wurde im vergangenen Jahr das «Alte Pächterhaus» so umgebaut, dass jetzt zwei stilvolle Ferienwohnungen angeboten werden können. «Wir sind sehr stolz auf diese wunderschönen Ferienwohnungen. Sie sind modern, versprühen mit dem vielen Holz aber gleichzeitig den Charme alter Zeiten», freut sich die Präsidentin der Pflegschaft Heiligkreuz, Petra Wey. Kraft schöpfen geht nirgends einfacher als auf Heiligkreuz.

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ren Milchwirtschaftsbetrieb mit. Viehzucht ist der grosse Stolz der Familie Pfulg. Davon zeugen Unmengen von Plaketten an der Scheunenwand. Ausgerechnet Kilian, der Jüngste, hat 2016 für Aufsehen gesorgt: Anfang September hat er unter 130 Jungzüchtern aus Europa und Kanada im belgischen Battice den Europameistertitel geholt. «Das war für mich natürlich eine grosse Überraschung», blickt er auf diesen Wettbewerb zurück, bei dem die Jungzüchter während mehreren Tagen auf ihr Wissen und Können rund um die Viehzucht geprüft werden. Als Einziger siegte Kilian gleich in zwei Disziplinen. Und weil er auch bei den andern vorne mit dabei war, reichte es zum Europameister und damit zum Gewinn einer Kanada-Reise. Ein Traum geht in Erfüllung

Kanada lockt! Jungzüchter Kilian Pfulg

Das Entlebuch ist für ihn das Paradies: Doch wenn Kanada, eine Hochburg der Viehzucht ruft, entbehrt er seine Heimat gerne für ein paar Wochen: Als Preis für den Europameistertitel bei den Jungzüchtern hat Kilian Pfulg (19) aus Romoos eine Reise über den grossen Teich gewonnen. Ein Traum für jeden Jungzüchter! Text und Fotos: Hans Wüst

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omoos ist eine abgelegene Gemeinde in der Biosphäre Entlebuch und vor allem für die letzten aktiven Köhler und ihre rauchenden Meiler bekannt. Holzwegen, ein Weiler der Gemeinde auf gut 1000 m ü. M., ist noch etwas abgelegener, vielen Flachländern aber als Ausgangspunkt für Napfwanderungen ein Begriff. Hier oben, direkt am

Napfwanderweg, lebt die Bauernfamilie Pfulg auf dem Hof Goldsite. Vater Willi Pfulg ist im Nebenamt Gemeindepräsident von Romoos, Mutter Claudia arbeitet ebenfalls in einem Teilpensum auf der Gemeinde, und die vier Söhne Florian, Konrad, Stefan und Kilian helfen ausserhalb ihres Hauptberufes mehr oder weniger intensiv auf dem familiä-

Eine mehrwöchige Reise auf eine kanadische Farm sei für jeden Schweizer Jungzüchter ein Traum, denn dort habe die Viehzucht noch eine viel grössere Bedeutung und sei mit mehr Show verbunden, als in der Schweiz, sagt Kilian Pfulg. Wann er genau zum Sprung über den grossen Teich ansetzen wird, weiss er noch nicht: «Zuerst werde ich sicher meine Lehre als Landmaschinenmechaniker in Doppleschwand beenden.» Das ist, wenn alles planmässig verläuft, 2017 der Fall. Wie es für ihn danach beruflich weitergeht, weiss er noch nicht. «Das ist im Moment noch offen. Ich werde aber sicher weiterhin zu Hause auf dem Hof mithelfen, denn die Arbeit mit den Kühen macht mir genauso Spass, wie Fahren mit dem Traktor.» Einmal ganz aus dem Entlebuch wegziehen, kann er sich nicht vorstellen. «Mit gefällt es hier. Die Landschaft, die vielen Hügel, für mich ist das ein Paradies», schwärmt er. Und es gibt auch noch ein paar andere Dinge, die ihn an seine Heimat binden. Mit Begeisterung und Elan bläst er in der Guuggenmusik Napfruugger Romoos die Posaune und im Winter braust er leidenschaftlich gerne die Skipisten runter, wenn es die Zeit erlaubt. «Früher war ich im Skiclub und bin Rennen gefahren. Doch dann habe ich mich entschieden, auf die Karte Viehzucht zu setzen.» Man wird wohl weiterhin von Kilian Pfulg hören!

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Sörenberg

Wintervergnügen in prachtvoller Natur

Wintertexte: Hans Wüst; Foto Skiarena Sörenberg: David Kurth

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örenberg, Luzerns grösstes und abwechslungsreichstes Wintersportgebiet, bietet alles, was das Schneesportherz begehrt. Auf Skifahrer, Snowboarder und Freerider warten über 50 Kilometer hervorragend präparierte Pisten, von einfach bis anspruchsvoll. Dazu kommt eine actionreiche Freestyle-Line, auf der sich Ski- und Snowboard-Akrobaten austoben können. Mit einem vielseitigen Angebot zu moderaten Preisen ist Sörenberg als beliebtes Familienskigebiet bekannt. Am Brienzer Rothorn, dem höchsten Gipfel im Kanton Luzern, kommen auf spektakulären Talabfahrten auch anspruchsvolle und sportliche Pistenfahrer und

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Freerider voll auf ihre Rechnung. Die Luftseilbahn Sörenberg-Brienzer Rothorn sowie ein Sessel- und ein Skilift im Gebiet Eisee bringen die Wintersportler im Nu wieder auf den Gipfel. Hier öffnet sich ein überwältigendes Panorama auf zahlreiche Viertausender der Berner Alpen. Im ganzen Skigebiet von Sörenberg laden gepflegte Berggasthäuser, urchige Skihütten und trendige Schneebars zu Verschnauf- und Verpflegungspausen ein. Sie alle sind zu Fuss oder per Bahn erreichbar und deshalb auch bei Wintergästen beliebt, denen die schnellen Bretter nicht die Welt bedeuten. Weiträumige Langlaufloipen, lange Schlittelpisten, markierte Schneeschuhtrails,

traumhafte Winterwanderwege und das lebendige Dorfzentrum bieten Skiund Nichtskifahrern zusätzlich viel Abwechslung abseits der Pisten. Detaillierte Infos zum Winterplausch Sörenberg: www.soerenberg.ch

EVENT-KALENDER Nachtschlitteln Rossweid Immer freitags geht es auf der Skipiste mit dem Schlitten rasant ins Dorf hinunter. Die Piste ist beleuchtet und von 19.00 – 22.00 Uhr geöffnet. Schlitten können neben der Talstation bei Intersport Felder gemietet werden. Einzelfahrkarten für Fr. 10.– oder Abendkarten für Fr. 15.– erhältlich.


Nachtskifahren Ochsenweid Von Anfang Januar bis März ist die Skipiste Ochsenweid mittwochs und freitags von 19.00 – 22.00 Uhr beleuchtet. Abendkarte für Erwachsene Fr. 15.–, Senioren und Jugendliche Fr. 12.– und Kinder Fr. 10.– Fondue-Plausch im Chäs-Stübli Ochsenweid Jeden Mittwoch und Freitag während dem Nachtskifahren Kombi-Angebot inkl. Fondue-Plausch im neuen ChäsStübli Ochsenweid. Am 24. Februar und 24. März 2017 mit anschliessender Hüttenparty. Reservation: Tel. +41 (0)41 488 21 78 chaes-stuebli@soerenberg.ch Fondue Chinoise-Abend Rothorn Der kulinarische Höhenflug auf das Brienzer Rothorn. Lassen Sie sich auf 2350 m ü. M. mit einem leckeren Fondue Chinoise à discrétion verwöhnen und vom Sternenhimmel verzaubern. Fr. 52.– pro Person (inkl. Bergbahnticket); Kinder bis 12 Jahre Fr. 42.–, Kinder bis 6 Jahre gratis. Bergfahrt ab Talstation Brienzer Rothorn: 19.00 Uhr. Talfahrt ab Bergstation Brienzer Rothorn ca. 23.00 Uhr. Daten: 21. Januar 2017, 24. Februar 2017, 3. März 2017, 25. März 2017 Reservation: Tel. +41 (0)33 951 26 27 gipfelrestaurant@soerenberg.ch

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Spaghetti-Plausch Rossweid Jeden Freitag während dem Nachtschlitteln Spaghetti-Plausch im Erlebnis-Restaurant Rossweid. Reservation: Tel. +41 (0)41 488 14 70 rossweid@soerenberg.ch Après-Ski-Party Rossweid Jeden ersten Freitag im Monat ab 17.00 Uhr grosse Après-Ski-Party beim Erlebnis-Restaurant Rossweid.

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Hütten-Abend Schwarzenegg Kulinarische Reise in der Ski-Hütte Schwarzenegg zum Thema «wilde Kräuterküche». Um 16.30 Uhr beginnt der Abend mit einem Apéro und Tapas. Anschliessend Vorspeisenbuffet, Hauptgang mit zartem Fleisch und feinen Beilagen, hausgemachtes Dessert, «Verdauerli» und am Schluss Abfahrt ins Tal. Daten: 4. Februar 2017, 11. Februar 2017, 18. Februar 2017, 25. Februar 2017, 4. März 2017 Reservation: Tel. +41 (0)41 488 14 20 schwarzenegg@soerenberg.ch

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Bergbahnen Sörenberg

Viel Neues im 2017 Aus dem Restaurant Ochsenweid wurde ein gemütliches Chäs-Stübli im Chaletstil. Foto: Maurin Bisig

Ein neuer Bahndirektor, ein Zauberteppich fürs Kinderland Rossweid, Wirtewechsel auf dem höchsten Luzerner Gipfel, neues Chäs-Stübli in der Ochsenweid und neu eingekleidetes Bahn- und Rettungsdienst-Personal: Sörenberg im «Wilden Westen» von Luzern wartet mit Neuheiten auf. Text: Hans Wüst

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m 1. März 2016 überliess Karl Lustenberger, langjähriger Direktor der Bergbahnen Sörenberg, das Feld einem Quereinsteiger: René Koller (56), während vieler Jahre Mitglied der Eichhof-Geschäftsleitung und später der Cafina AG (Kaffeemaschinen), ist rasch in Sörenberg angekommen und hat hier bereits ein paar neue Pflöcke eingeschlagen. Auch wenn das grosse Rothornprojekt – geplant sind unter anderem zwei neue Bahnen, welche die Skigebiete Rothorn und Sörenberg verbinden – aus Kostengründen verzögert und nur in Etappen umgesetzt werden soll, kann Sörenberg schon in diesem Jahr mit Neuerungen aufwarten, die den Winter- und Sommerferienort attraktiver machen.

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Kinderland Rossweid ausgebaut Die kleinsten Pistenflitzer dürfen sich auf eine neue Attraktion im Kinderland Rossweid freuen: Zu den beiden bisherigen Kinderliften ist neu ein 60 Meter langer Zauberteppich hinzugekommen. Wie auf einem Förderband können sich die Kids in einem verglasten Tunnel bergauf befördern lassen, um dann ausgeruht neue Abfahrtsversuche zu unternehmen. «Die Rossweid ist in den vergangenen Jahren zum Dreh- und Angelpunkt für die Kinder geworden. Hier fühlen sie sich in wenig steilem Gelände wohl und können von ihren Eltern bequem betreut oder beobachtet werden», sagt René Koller. Im Sommer ist das Mooraculum, ein Erlebnispark rund

René Koller, der neue Direktor der Bergbahnen Sörenberg, im aktuellen Outfit.


Oberägeri und im Alphotel Schwand in Sörenberg unter Beweis. Kleider machen Leute Stammgästen in Sörenberg wird in diesem Jahr auch das neu eingekleidete Bahn- und Rettungspersonal auffallen. «Nach zwölf Jahren war eine neue Bekleidung fällig», sagt René Koller. Und da Kleider bekanntlich Leute machen, schaute man nicht nur auf Funktionalität, Strapazier- und Langlebigkeit, sondern auch auf ein schikes, modernes Design. Die neue Kleidung wurde zusammen mit der Firma Edelweiss entworfen und auf die Sörenberger Bedürfnisse abgestimmt entwickelt. Die neue Attraktion für Familien: Zauberteppich im Kinderland Rossweid.

um das Thema Moor und Moorlandschaften, die grosse Attraktion auf der Rossweid. René Koller: «Ab 2018 möchten wir das Mooraculum auch im Winter ins Kinderland einbeziehen.» Stübli für Käseliebhaber Die Bergbahnen Sörenberg betreiben nicht nur Bahnen und Lifte, sondern auch fünf eigene Restaurants. Während Jahren war das Angebot an Speis und Trank überall mehr oder weniger dasselbe. «Jetzt gehen wir einen neuen Weg und versuchen nach und nach, die einzelnen Restaurants etwas zu spezialisieren», verrät Koller. Den Anfang macht das Restaurant Ochsenweid, das zu einem schmucken Chäs-Stübli im Chaletstil umgebaut worden ist. Käse, Raclette und Fondue aus der Biosphäre, aber auch ein Zvieriplättli sowie ein saftiges Stück Fleisch vom heissen Stein werden hier in wohligem Ambiente serviert. Da das Restaurant direkt beim Parkplatz liegt, ist es auch für Nichtskifahrer leicht zugänglich. Immer am Mittwoch- und Freitagabend, wenn die Ochsenweidpiste beleuchtet ist, gibt es

ein Spezialangebot «Nachtskifahren mit Fondueplausch». . Neuer Rothorn-Wirt Veränderungen, allerdings nicht baulicher, sondern personeller Art, gibt es auch beim Gipfel-Restaurant auf dem Brienzer Rothorn und beim Berghaus Eisee. Hier oben, auf dem höchsten Berg des Kantons Luzern, löst der 30-jährige einheimische Koch André Emmenegger als neuer Gastgeber Urs und Gaby Muri ab, die nach 14 erfolgreichen Jahren frühzeitig in Pension gehen. Im GipfelRestaurant setzt André Emmenegger auf feine, regionale Küche und Spezialangebote wie Fondue Chinoise und Candle Light Dinner mit 4-Gang-Überraschungsmenü. Im Berghaus Eisee lautet sein Motto: Klein, aber fein. Hier werden kleine Snacks mit Freude zubereitet. «Da ich in Sörenberg aufgewachsen bin, freue ich mich riesig, Gastgeber auf meinem Hausberg zu sein», sagt André Emmenegger. Sein gastronomisches Können stellte er bisher in renommierten Betrieben wie dem Hotel Kulm in St. Moritz, dem Restaurant Hirschen in

André Emmenegger ist neuer Gastgeber auf dem Rothorn.

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Marbach Marbachegg Schneeplausch auf der Sonnenterrasse

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as Wintersportgebiet von Marbach/Marbachegg gehört nicht zu den Grössten, aber zu den Unkompliziertesten und Familienfreundlichsten. Klein, aber fein lautet die Devise. Familien und Tagesgäste kommen hier in einer ruhigen, idyllischen Landschaft für wenig Geld voll auf ihre Rechnung. Grosser Trumpf ist die herrliche Sonnenterrasse Marbachegg. Vom Talboden aus ist sie im Nu mit der modernen Gondelbahn erreichbar. Hier oben warten stiebende Abfahrten auf top präparierten Pisten und ein einzigartiges Hügel- und Bergpanorama auf die Berner Alpen, die Schrattenfluh und den Hohgant. Das gemütliche Berggasthaus Marbachegg lädt zum Verweilen ein und bietet günstige Verpflegungs- und Übernachtungs-

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möglichkeiten. Fussgänger und Geniesser fahren neu mit der Gondelbahn während der ganzen Wintersaison für nur zehn Franken auf die Marbachegg und zurück. Unten, bei der Talstation stehen Langläufern 55 km gespurte Loipen zur Verfügung. Bei Familien äusserst beliebt ist der übersichtliche Übungshang mit zwei Kinderskiliften und einer Schlittelpiste nur wenige Schritte vom kostenlosen Parkplatz entfernt. Im Tal bieten mehrere Restaurants und Hotels ebenfalls gute und preiswerte Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten. Das Wintersportgebiet Marbach/Marbachegg ist auch für attraktive Schneeschuh-Touren und die schön angelegten Winterwanderwege bekannt. Weitere Informationen: www.marbach-lu.ch

EVENT-KALENDER Mond-Skifahren Samstag, 11. Februar 2017 Samstag, 11. März 2017 Famigros Ski Day Sonntag, 22. Januar 2017 Berger Sport Combi-Race Samstag, 18. Februar 2017 Team-Staffel Event und Sie & Er-Rennen Sonntag, 19. Februar 2017 Guuggenmusik auf der Marbachegg Dienstag, 21. Februar 2017


Wetterhorn 3692m

Schreckhorn 4078m

Finsteraarhorn Eiger 4274m 3970m

H

Sieben Hengste 1952m

MĂśnch 4107m

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Sigriswiler Burst 1969m

Sichle 1680m

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SchybegĂźtsch 2037m

Marbachegg 1500m

Kemmeriboden M

Bumbach K

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MARBACH 871m

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Nesslenboden

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Flühli – Heiligkreuz – Finsterwald/Gfellen Winterplausch abseits vom Rummel Neben Sörenberg und Marbachegg hat die Biosphäre Entlebuch drei weitere kleine, aber feine Wintersportgebiete. Sie bieten Natur pur, wenig Rummel und eine familiäre Atmosphäre. Eigentlich drei richtige Geheimtipps!

F

lühli gehört zu den Luzerner Wintersport-Pionieren. Hier ging im Dezember 1945 der erste Bügellift des Kantons in Betrieb. Heute ist das kleine Skigebiet Schratten Flühli ein gut überblickbares, kleines Winterparadies für Familien. Die günstigen Tageskarten (20 Franken) und Familienpauschalen (50 Franken) machen das Wintersporterlebnis für alle erschwinglich. Die breit angelegten Pisten bieten verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten und sind sowohl für den kleinen Pistenrutscher wie für den sportlichen Fahrer geeignet. Unmittelbar neben dem heimeligen Thorbach-Beizli bei der Talstation befindet sich das Freiluft-Kinderparadies mit Schlepplift, Figurenparcours und Skikarussell. Die Anlagen sind am Mittwochnachmittag, Samstag und Sonntag geöffnet – in den Weihnachts- und Fasnachtsferien durchgehend. In der Nähe der Skilift-Talstation ist

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auf einfachem Gelände die zwei Kilometer lange Langlaufloipe Thorbachmatte für Skating und Klassisch gespurt. Am Dienstag, Donnerstag und Freitag ist sie von 18.30 bis 21.00 Uhr beleuchtet. Infos: www.skiliftfluehli.ch

H

eiligkreuz ist mit seiner Kirche und dem Kurhaus seit Jahrhunderten als Wallfahrts- und Kraftort bekannt. Wenn sich im Winter der Schnee auf die hügelige Landschaft legt, verwandelt sich Heiligkreuz in ein heimeliges Erholungsparadies. Die wunderbare Aussicht über die ganze Region Entlebuch gefällt auch den Wintersportlern. Statt Rummel, finden sie hier die Ausstrahlung eines besonderen Ortes. Eine Langlaufloipe, zwei Skilifte und ein Kinderlift stehen den Schneesportlern zur Verfügung. Infos: www.hasle-heiligkreuz.ch

F

insterwald und Gfellen sind landschaftlich reizvolle Ecken auf dem Weg Richtung Glaubenberg. Sie bieten jenen Gästen ein reiches Programm, die vor allem Ruhe und sportliche Erholung in einsamer Natur suchen. In Finsterwald und Gfellen führt eine 16 Kilometer lange Langlaufloipe durch eine abwechslungsreiche Wald- und Moorlandschaft. In Gfellen gibt es ein Berg-Restaurant/Hotel, in dem Sie mit feinen Speisen verwöhnt werden. Gleich nebenan befindet sich ein Skilift mit familienfreundlichen Pisten. Die Kleinsten erlernen die Kunst des Skifahrens an einem kurzen Kinderschlepplift. Auch Schlittler sind willkommen. Neben dem Skilift wird eine separate Schlittelpiste präpariert. Wunderschön ist es, diese Naturidylle auf kleineren und grösseren Schneeschuhtouren zu erkunden. Infos: www.skilift-gfellen.ch


Sörenberg Card 2017 Gratis mit der Bahn rauf und runter

I

mmer mehr Tagestouristen nutzen das auch im Sommer vielfältige Freizeitangebot in Sörenberg. Mit einem ausgedehnten Netz an Wanderwegen und Bikerouten, einem vielseitigen Kursund Exkursionsprogramm, dem Erlebnispark Mooraculum, dem Brienzer Rothorn als höchsten Aussichtspunkt des Kantons Luzern und vielem mehr ist das Sommerangebot so attraktiv, dass sich auch ein mehrtägiger Ausflug nach Sörenberg lohnt. Schöne Hotels und Ferienwohnungen locken mit günstigen Übernachtungs-

möglichkeiten. Seit dem Sommer 2015 profitieren die Gäste fast aller Hotels bereits ab einer Übernachtung von der Sörenberg Card. Damit fahren sie tagsüber gratis mit allen Seilbahnen und Bergbahnen, die in Betrieb sind. Sogar für die Luftseilbahn Brienzer Rothorn ist die Sörenberg Card gültig. Ab Sommer 2017 wird dieses attraktive Angebot weiter ausgebaut. Neu kommen auch Gäste, die in einer dem Projekt angeschlossenen klassifizierten Ferienwohnung übernachten, in den

Genuss der Sörenberg Card. Beim Entrichten der Kurtaxe wird ein Gutschein für die Gratisbenutzung der Bergbahnen abgegeben. Einzig für Spezial- und Pauschalangebote, die neben der Bahnfahrt noch andere Leistungen umfassen, ist die Sörenberg Card nicht gültig. «Wir versprechen uns durch die Ausweitung dieses attraktiven Angebotes eine bessere Auslastung unserer Ferienwohnungen, insbesondere durch Familien mit Kindern», erklärt Tourismusdirektorin Carolina Rüegg.

Genuss, Action oder Kultur? Dies und d vieles mehr erleben Sie mit der BLS-Tageskarte ab CHF 30.–. Profitieren Sie zudem von 35 packenden Bonusangeboten. bls.cch/tageskarte * Preis mit Halbtax, 2. Klasse. Limitiert auf 200 Stück pro Tag. Kauf bis zwei Tage vor Reisetag möglich. Kein Umtausch, keine Erstattung.

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«e Guete»

Foto oben: Fotolia kab-vision, Text und Fotos: Hans Wüst

Sieben Entlebucher Wirte gehören zu den Gastropartnern der UNESCO Biosphäre Entlebuch. Sie alle legen grossen Wert auf regionale Produkte. Auf ihren Speisekarten sind Gerichte zu finden, die überwiegend aus Qualitätsprodukten der Biosphäre zubereitet werden. Fleisch, Mehl, Milchprodukte, Eier, Brot und andere Backwaren stammen zu mindestens 80 Prozent aus einheimischer Produktion. Aber auch frisches Gemüse, Kräuter und andere Nahrungsmittel kommen aus der Region, sofern sie saisonal verfügbar sind. All die einheimischen Produkte sind die Basis für die feinen, hausgemachten Gerichte, die nach alten oder neuen selbst kreierten Rezepten hergestellt werden. Auch bei den Getränken wird soweit wie möglich heimisches Schaffen berücksichtigt. Sirup und Kräutertee aus der Biosphäre stehen ebenso auf der Karte wie das legendäre Entlebucher «Kafi» mit Schnaps von regionalen Lieferanten. Die sieben Gastropartner sind übers ganze Jahr kreative Botschafter einer regionalen Erlebnisgastronomie und der Marke «Echt Entlebuch». Sie freuen sich darauf, Gäste aus nah und fern mit ihren Spezialitäten zu verwöhnen. www.biosphaere.ch/de/regionale-produkte/gastropartner

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Landgasthof Drei Könige, Entlebuch: Wirt Fritz Grossenbacher, Küchenchef Rainer Helbig und Metzger Willi Giger sorgen für kulinarische Hochgefühle aus einheimischen Produkten. www.3koenige-entlebuch.ch


Restaurant Bahnhöfli, Entlebuch: Wirt Willy Felder und sein Sohn Willi verarbeiten das Fleisch von Bauer Gregor Hofstetter (links) und Metzgermeister Richard Felder (rechts) zu feinen Gerichten. www.bahnhoefli-entlebuch.ch

Gasthaus Engel, Hasle: Metzger Willi Giger (rechts) beliefert den Wirt Thomas Hunkeler stets mit frischem Fleisch frei Haus. www.engel-hasle.ch

Hotel Kreuz, Schüpfheim: Wirt Rolf Kaufmann bezieht seine köstlichen Teigwaren von Bruno Hafner, Fidirulla-Entlebucher Pasta, Schüpfheim. www.kreuzschuepfheim.ch

Ferien- und Wellnesshotel Rischli, Sörenberg: Irène und Willy Kuster bereichern ihre regionale Küche mit frischen Freilandeiern aus dem Betrieb von Hanspeter Wermelinger, Heiligkreuz. www.hotel-rischli.ch

Berggasthaus Salwideli, Sörenberg: Wirt Ernst Wegmüller deckt sich bei Bauer und Käser Toni Vogel mit frischer Butter und feinem Käse ein. www.berggasthaus-salwideli.ch

Hotel Sporting, Marbach: Hobbygärtnerin Klara Stadelmann beliefert Wirt René Duss regelmässig mit lokalem Gemüse und Eiern. www.hotelsporting.ch

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Hotels – Gasthäuser – Restaurants – 6174 Sörenberg und Umgebung Ferien- und Wellnesshotel Rischli

Gastropartner der UBE Tel. +41 (0)41 488 12 40 info@hotel-rischli.ch www.hotel-rischli.ch q h z

 

Berggasthaus Salwideli

Gastropartner der UBE Tel. +41 (0)41 488 11 27 salwideli@bluewin.ch

www.berggasthaus-salwideli.ch q h

 

Hotel Sörenberg

Rothornstrasse 19 Tel. +41 (0)41 488 13 61 info@hotel-soerenberg.ch www.hotel-sörenberg.ch q h z

 

Reka-Feriendorf Sörenberg

Rothornstrasse 59 Tel. +41 (0)31 329 66 99 ferien@reka.ch www.reka.ch h

 

Restaurant Alpenrösli Rothornstrasse 16 Tel. +41 (0)41 488 12 87

info@restaurant-alpenroesli.ch www.restaurant-alpenroesli.ch q

 

Peters Café-LoungeRestaurant

Rothorn-Center 2 Tel. +41 (0)41 488 10 30 info@peters-soerenberg.ch www.peters-soerenberg.ch q z

 

Hotel Restaurant GO-IN und Fuchs-Hütte Sporthausstrasse 10 Tel. +41 (0)41 488 12 60 info@go-in.ch www.go-in-soerenberg.ch q h

 

Restaurant Südelhöhe «Güggeli Beiz»

Südelhöhe Tel. +41 (0)41 488 01 23 rene.schuepfer@bluewin.ch www.gueggeli-beiz.ch q

 

Tschudi Hui

Schönisei, Tel. +41 (0)79 335 92 83 tschudi@tschudihui.ch www.tschudihui.ch n

 

Gipfel-Restaurant Rothorn

Tel. +41 (0)33 951 26 27

gipfelrestaurant@soerenberg.ch

www.soerenberg.ch q

 z

Berghaus Eisee

Tel. +41 (0)33 951 40 14 eisee@soerenberg.ch www.soerenberg.ch q h

 

Erlebnis-Restaurant Rossweid

Tel. +41 (0)41 488 14 70 rossweid@soerenberg.ch www.rossweid-soerenberg.ch q h z

 

Chäs-Stübli Ochsenweid

Rischlistrasse 100 Tel. +41 (0)41 488 21 78 chaes-stuebli@soerenberg.ch www.chäs-stübli.ch q z



Skihütte & Alphotel Schwand

Tel. +41 (0)41 488 11 39 info@schwand.ch www.schwand.ch q h z

 

Skibar Heubödi

Schönisei Tel. +41 (0)79 280 13 34 n



Ski-Hütte Schwarzenegg

Tel. +41 (0)41 488 14 20 schwarzenegg@soerenberg.ch www.soerenberg.ch q



Chalet Sörenberg

Pistenbeizli, Sörenberg Platz Tel. +41 (0)76 587 80 75 chaletsoerenberg@gmail.com www.chaletsoerenberg.ch q



Geri’s Beizli

Küblisbühlschwand, Sörenberg Tel. +41 (0)41 488 04 44 q

6173 Flühli Hotel Kurhaus & Swiss Spirit

Dorfstrasse 3 Tel. +41 (0)41 488 11 66 info@kurhaus-fluehli.ch www.kurhaus-fluehli.ch q h z

Sonnenmatte 5 Tel. +41 (0)41 488 01 50 www.fürstei.ch q

 

Restaurant Thorbach

skiliftfluehli@bluewin.ch www.skiliftfluehli.ch



Restaurant Golfbeizli Kurzenhütten 4 Tel. +41 (0)41 488 01 18 q



Alte Gemeindestrasse 5 Tel. +41 (0)41 488 11 52 q h z



 

Alprestaurant Stäldeli Stäldeli 1 Tel. +41 (0)41 488 11 92 q h

 

6112 Doppleschwand Landgasthaus Linde

Tel. +41 (0)41 480 13 82 info@linde-doppleschwand.ch www.linde-doppleschwand.ch q

 

Dorfstrasse 31 Tel. +41 (0)34 493 33 01 kreuz-marbach@bluewin.ch

 

Restaurant Bären

Dorfstrasse 28 Tel. +41 (0)34 493 33 06 baeren.marbach@bluewin.ch www.baeren-marbach.ch q

 

Berggasthaus Marbachegg

Sportbahnen Marbachegg Marbachegg Tel. +41 (0)34 493 32 66

berggasthaus@marbach-egg.ch

www.marbachegg.ch

 

Restaurant Schärligbad

Schärligbad 1 Tel. +41 (0)34 493 33 04 info@schaerligbad.ch www.schaerligbad.ch q

 

Alp Habchegg

Tel. +41 (0)34 493 32 53 Tel. +41 (0)41 486 14 52 n



Alp Imbrig

Tel. +41 (0)34 493 33 70 www.jordialpimbrig.ch m.jordi1988@hotmail.com n



Maria’s Beizli

6192 Wiggen Restaurant Rosengarten

Camping Sternen Mareili1@hotmail.de www.camping-sternen.ch n



Tel. +41 (0)41 486 12 75 q

 

Alpbeiz Arni-Schwand

Tel. +41 (0)41 675 10 47 arni-schwand@bluewin.ch www.arnischwand.ch n z



Alpbeiz Glaubenbielen

Tel. +41 (0)41 675 24 71 uelizumstein@bluewin.ch n



Alpwirtschaft Schlund Tel. +41 (0)79 295 09 83 n



Alpwirtschaft Silwängen Tel. +41 (0)41 488 18 14 n



6166 Hasle/Heiligkreuz Gasthaus Engel

Gastropartner der UBE Dorf 16 Tel. +41 (0)41 480 13 68 info@engel-hasle.ch www.engel-hasle.ch q h z

 

Gasthaus Hirschen

Dorf 5 Tel. +41 (0)41 480 38 38 hirschengast@bluewin.ch www.hirschenhasle.ch q z

 

Hotel Kurhaus Heiligkreuz

Tel. +41 (0)41 484 23 09 mail@kurhaus-heiligkreuz.ch www.kurhaus-heiligkreuz.ch

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Gasthof zum Kreuz

q h z

Gasthaus Stutz

Alpbeiz Fluonalp

q h

 

Teehüsli Skilift Schratten n

Gastropartner der UBE Dorfstrasse 62 Tel. +41 (0)34 493 36 86 info@hotelsporting.ch www.hotelsporting.ch

q h z

Thorbachstrasse 16 Tel. +41 (0)41 489 70 10 q z

Hotel Sporting

q h

Restaurant Café Fürstei



Tel. +41 (0)41 675 26 59 fluonalp@giswilerstock.ch www.fluonalp.ch

 

6196 Marbach

q h z

 

Bergrestaurant First

Tel. +41 (0)41 484 16 66 info@bergrestaurant-first.ch www.bergrestaurant-first.ch q h

 

Alpwirtschaft Neuhütte Neuhütte Tel. +41 (0)79 401 98 08 q z



Berggasthaus Schmibrig-Bad

Tel. +41 (0)41 480 36 60 n




Alpbeizli – Bed & Breakfast im Entlebuch Speiserestaurant Bahnhöfli

Gastropartner der UBE Bahnhofstrasse 30 Tel. +41 (0)41 480 13 25

Hotel Kreuz

www.bahnhoefli-entlebuch.ch

Gastropartner der UBE Unterdorf 2 Tel. +41 (0)41 484 12 64 info@kreuzschuepfheim.ch www.kreuzschuepfheim.ch

q z

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willy.felder@bahnhoefli-entlebuch.ch

 

Landgasthof Drei Könige

Gastropartner der UBE Dorf 27 Tel. +41 (0)41 480 12 27 landgasthof@bluewin.ch www.3koenige-entlebuch.ch q h z

 

Restaurant Meienrisli

Dorf 34 Tel. +41 (0)41 480 13 26 info@meienrisli-entlebuch.ch www.meienrisli-entlebuch.ch q z

 

Hotel Port GmbH

Dorf 58 Tel. +41 (0)41 480 21 88 info@hotel-port.ch www.hotel-port.ch q h

 

Bergrestaurant Gfellen

Gfellen 11, 6162 Finsterwald Tel. +41 (0)41 480 15 65

kontakt@bergrestaurant-gfellen.ch www.bergrestaurant-gfellen.ch q h

 

Restaurant Rengg

Tel. +41 (0)41 480 13 37 q

 

Due Café & Bar

 

Flühlistrasse 9 Tel. +41 (0)41 484 11 63 info@gasthaus.bad.ch www.gasthaus-bad.ch q z

 

Alpwirtschaft Gründli

Tel. +41 (0)41 480 11 59 www.gruendli.ch q n



Café Pfisterhaus

Dorf 25 Tel. +41 (0)41 480 11 41 www.kreisel-beck.ch n

 

Restaurant Finsterwald

Restaurant Bahnhof

q h z

 

Seminarhotel Bramboden

Bramboden Tel. +41 (0)41 484 26 08 hotel@bramboden.ch www.bramboden.com q h z

 

Holzwäge-Beizli

Holzwäge Tel. +41 (0)41 480 31 55 www.holzwaege-beizli.ch n z



Ristorante-Pizzeria Cavallino

Bahnhofstrasse 9 Tel. +41 (0)41 484 26 27

info@rest-bahnhof-schuepfheim.ch n www.rest-bahnhof-schuepfheim.ch q

Hindervormüli 12 Tel. +41 (0)41 484 26 44 info@worniweine.ch www.worniweine.ch

Le Bistro

Bahnhofstrasse 8 Tel. +41 (0)41 484 20 20 dr.guillaume@bluewin.ch www.lebistro.biz

n z

 

Café Zihlmann

 

China & Thai Restaurant

Hauptstrasse 12 Tel. +41 (0)41 210 78 88 www.huatai.ch q

 

Café Worni

 

q z

 

Vormüli 1 (in Migros-Gebäude) Tel. +41 (0)41 484 23 24 baeckerei-hodel@bluewin.ch

Hauptstrasse 24 Tel. +41 (0)41 485 00 79 beck.zihlmann@bluewin.ch n z

 

Fruttegg-Beizli

 

Schwimmbad Schüpfheim Restaurant Sommergarte Tel. +41 (0)41 484 16 84

Fruttegg Tel. +41 (0)41 484 25 13 n



sommergarten@badischuepfheim.ch

Gasthof Rössli

Hauptstrasse 111 Tel. +41 (0)41 486 12 41 www.stefanwiesner.ch q

 

Gasthaus Bahnhof und Bar Gleis 3

Hauptstrasse 85 Tel. +41 (0)41 486 11 07 gasthausbahnhof@bluewin.ch www.gasthausbahnhof-escholzmatt.ch

q

 

Hotel Löwen

Hauptstrasse 112 Tel. +41 (0)41 486 12 06 hotel.loewen@bluewin.ch www.loewen-escholzmatt.ch q h z

 

Landgasthof Krone

Hauptstrasse 100 Tel. +41 (0)41 486 11 10 q

 

Café Limacher

Hauptstrasse 102 Tel. +41 (0)41 486 12 13 baeckerei-limacher@bluewin.ch n z

 

Ristorante «al dente»

Hauptstrasse 96 Tel. +41 (0)41 534 82 28 info@ristorante-al-dente.ch www.ristorante-al-dente.ch q

 

www.badischuepfheim.ch q z



B&B Partnerbetriebe UBE Andrea & Marco Riedweg Wanne 34 CH-6182 Escholzmatt Tel. +41 (0)41 486 00 88 Natel +41 (0)79 320 16 08 andrea.riedweg@bluewin.ch

Ruth Schuurmann Feldweg 17 CH-6162 Entlebuch Tel. +41 (0)41 480 01 29 info@altfeld.ch www.altfeld.ch

Annemarie & Franz Jenni-Krummenacher Balm, CH-6182 Escholzmatt Tel. +41 (0)41 486 12 32 jenni-balm@sunrise.ch

Lisbeth Schmid-Theiler Heidigbühl, Schlundstrasse 11 CH-6173 Flühli Tel. +41 (0)41 488 13 09 mail@heidigbuehl.ch www.heidigbuehl.ch

Monika & Josef Wicki-Emmenegger Stotzig-Dorbach CH-6192 Wiggen Tel. +41 (0)34 493 33 93 monika.wicki@gmx.ch

Pilgerstübli & Beizli Bramboden

Marie-Louise & Kurt Portmann-Emmenegger Usser-Cheer 13 CH-6166 Hasle Tel. +41 (0)41 480 26 15 mar.portmann@sunrise.ch www.bnb-hasle.jimdo.com

B&B und Schlafen im Stroh Marlis Studer Chnubel, CH-6170 Schüpfheim Tel. +41 (0)41 484 23 50 studer.chnubel@hotmail.com

Susanne & Urs Rychener-Schoch Bauernhof Salwideli CH-6174 Sörenberg Tel. +41 (0)41 488 15 58 info@bauernhof-salwideli.ch www.bauernhof-salwideli.ch

6113 Romoos Hotel Kreuz

Tel. +41 (0)41 484 11 19 info@hirschparkzemp.ch www.hirschparkzemp.ch

Bäckerei-Konditorei-Café Hodel

 

 

Tel. +41 (0)41 480 13 51 info@kreuzromoos.ch www.kreuz-romoos.ch

Fr, Sa, So geöffnet (Reservation)

q z

Tel. +41 (0)41 480 22 66 q h

Älpli Hirschpark Zemp

Hauptstrasse 3 Tel. +41 (0)41 485 05 25 info@pizzeria-cavallino.ch www.pizzeria-cavallino.ch

Gasthaus Bad

Wilgutstrasse 2 Tel. +41 (0)41 480 14 70 due@due.ch www.due.ch n z

6182 Escholzmatt

6170 Schüpfheim

6162 Entlebuch

Tel. +41 (0) 41 484 25 36 Natel +41 (0) 79 425 21 42 info@bramboden-beizli.ch www.bramboden-beizli.ch q z

 

Rose-Beizli

Schwesteregg Tel. +41 (0) 79 717 19 71 info@schwesteregg.ch www.schwesteregg.ch q h z



Regina & Franz Koch-Wicki Unteralpetli CH-6113 Romoos Tel. +41 (0)41 480 35 59 Natel +41 (0)79 721 34 36 kowiro@sunrise.ch www.unteralpetli.ch Heidi & Peter Hofstetter Widmen CH-6162 Entlebuch Tel. +41 (0)41 481 01 02 Fax +41 (0)41 481 01 03 info@schafbuur.ch www.schafbuur.ch

www.stotzig-dorbach.jimdo.com

www.biosphaere.ch/bnb-chnubel

Zeichenerklärung: q Restaurant n Snacks/Getränke h Hotel/Zimmer/ Massenlager z rollstuhlgängig  Sommerbetrieb  Winterbetrieb

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Veranstaltungen 2017 in der UNESCO Biosphäre Entlebuch 25. Februar 2017 Freestyle-Show in Sörenberg www.freestyleshow.ch

06. August 2017 Bergschwinget in Sörenberg www.entlebucher-schwingerverband.ch

27. Februar 2017 Hirsmändig, Flühli Beim alten Luzerner Fasnachtsbrauch erwarten prominente Ehrengäste und Zuschauer den Hirsmändigsboten auf dem Dorfplatz Flühli. Hoch zu Ross verkündet er, was die Öffentlichkeit nie hätte erfahren sollen. Ebenso nimmt er die Taten und Untaten der Behörden aufs Korn. www.hirsmaendig.ch

25. Mai 2017

01. April 2017 Konzert – Kontraste Mit Werken aus jüngster Zeit präsentiert die Kantonsschule Schüpfheim /Gymnasium Plus und der Kirchenchor Escholzmatt ein anspruchsvolles Konzert. www.ksschuepfheim.lu.ch 05. – 06. Mai 2017 50-Jahr-Jubiläum Jodlerklub Alpeglöggli Hasle 20. Mai 2017 Kräuter- und Wildpflanzenmarkt in Escholzmatt An rund 60 Marktständen werden Kräuter und einheimische Wildpflanzen sowie handwerklich hergestellte Produkte, Kunstwerke und Regionalprodukte angeboten. www.biosphaere.ch/wildpflanzenmarkt 19./20. und 27 – 28. Mai 2017 Luzerner Kant. Jugendmusikfest und Luzerner Kantonal-Musiktag Schüpfheim Blasmusikvereine aus dem ganzen Kanton Luzern sowie ausserkantonale Gastformationen treffen sich in Schüpfheim, um in freundschaftlichem Wettbewerb ihr Können zu messen. www.musiktagschuepfheim.ch 21. Juni 2017, 16.35 Uhr Aktiv für die Natur: Bekämpfung gebietsfremder Pflanzen Gebietsfremde Pflanzenarten breiten sich auf Kosten einheimischer Tiere und Pflanzen auch bei uns aus. Möglichst viele dieser sogenannten invasiven Neophyten sollen durch freiwillige Helfer fachgerecht entfernt und entsorgt werden. www.freunde-biosphaere.ch 30. Juni. – 01. Juli 2017 100-Jahr-Jubiläum: Brass Band Musikgesellschaft Hasle

Schybi-Schwinget in Escholzmatt

10.– 12. August 2017 und 16.– 19. August 2017 Open-Air –Kino Schüpfheim Sommervergnügen unter freiem Himmel. Bekannte Kinohits und – je nach Lust – kulinarische Köstlichkeiten aus der gediegenen Kino-Küche. Alle Kinofans sind zu gemütlichen Film-Abenden vor heimeliger Kulisse eingeladen. www.openairkino-schuepfheim.ch 19. August 2017 Entlebucher Jodlertreffen in Doppleschwand Jodlerklubs, Fahnenschwinger, Büchel- und Alphornbläser stehen bei dieser traditionsreichen Veranstaltung im Mittelpunkt. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Gemütliche Stunden mit schönen Klängen sind also garantiert. www.jk-doppleschwand.ch 16. September 2017 5. Kaffeeschnaps-Wanderung, Flühli Unter dem Motto «Im Wilden Westen von Luzern» Country und Westernmusik mit Auftritt von Line-Dancers aus dem Waldemmental findet die vierte Kaffee-Schnaps-Wanderung statt. www.entlebucher-kaffeeschnapswanderung.ch 23. September 2017 Grosse Alpabfahrt Sörenberg-Schüpfheim Jedes Jahr findet die Entlebucher Alpabfahrt statt. Begleitet von Älplern und Sennen mit Zügel- und Brauchtumswagen, sowie Folkloregruppen ziehen über 200 Stück Vieh von ihren Sömmerungsalpen zurück ins Tal. www.alpabfahrt.ch 07. Oktober – 09. Dezember 2017 Operette «Madame Pompadour» Mit der Operette «Madame Pompadour» möchte die Theatergesellschaft Entlebuch an die vorherigen Erfolge anknüpfen und verspricht auch dieses Jahr grosse Unterhaltung. www.operette-entlebuch.ch

12. – 13. August 2017 Grasski Weltcup, Marbachegg Die weltbesten Weltcupfahrer zeigen auf der einzigartigen Piste in den Disziplinen Riesenslalom (Samstag) und Super-G (Sonntag) ihr Können. www.grasski.ch

Der einheimische Stefan Portmann im Weltcuprennen auf der Marbachegg 2016. Foto: Klaus Krückel

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Das besondere Kundenerlebnis bei Möbel Portmann in der UNESCO Biosphäre Entlebuch

«Was wünschte man sich mehr in der heutigen Zeit!» Sehr geehrter Herr Portmann «Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Ihnen und Ihrem Team für den perfekten Service bedanken. Es hat uns riesig gefreut, dass Sie uns das neue Polstermöbel noch vor Weihnachten liefern konnten. Auch ein herzliches Dankeschön an die sehr freundlichen Mitarbeiter, welche die Lieferung ausführten. Perfekter Service und freundliche Mitarbeiter: Was wünschte man sich mehr in der heutigen Zeit! Frohe Festtage, Familie Maugweiler» Über Komplimente dieser Art darf man sich bei Möbel Portmann in Schüpfheim mit schöner Regelmässigkeit freuen. Sie zeigen, dass die Firmenphilosophie gelebt und geschätzt wird. Die ausstrahlungsstarke Unternehmung hält die Werte des Familienbetriebes hoch. Sie wird in zweiter und dritter

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Generation von Eliane Portmann, ihrem Vater David und ihrem Onkel Röby geführt. «Die persönliche Kundennähe und der überdurchschnittliche Service zeichnen uns aus», sagt die dreissigjährige Geschäftsleiterin des renommierten Entlebucher Einrichtungshauses. Diese besonderen Qualitäten haben sich weit über die Region hinaus herumgesprochen. Ein Grossteil der zufriedenen, mitunter begeisterten Kunden stammt von ausserhalb der Region. So auch die eingangs erwähnte Familie Maugweiler, welche im Kanton Zug wohnt. Im 2016 hat Möbel Portmann zum ersten Mal an der Zugermesse ausgestellt. Auch an der Luga, der viel besuchten Luzerner Gewerbeausstellung, ist Möbel Portmann jedes Jahr präsent. Dabei ist es für die Mitglieder der Inhaber-Familien selbstverständlich, täglich

selbst vor Ort zu sein. An den Publikumsmessen knüpfen und vertiefen sie wertvolle Kundenkontakte. Zahlreiche Inserate und Medienberichte machen zudem auf das vielfältige, sehr zeitgemässe Sortiment aufmerksam und laden zu einem Besuch des bemerkenswerten Möbelhauses in der UNESCO Biosphäre Entlebuch. Wer bei Möbel Portmann eintritt, fühlt sich sofort angesprochen – sowohl vom überaus freundlichen Personal, als auch von den grosszügigen Räumlichkeiten mit der auf rund 3000 Quadratmetern liebevoll aufgebauten Ausstellung. Auf Schritt und Tritt sind Leidenschaft und Kompetenz des PortmannTeams für Qualität und gepflegtes Wohnen spür- und erlebbar. Bei Möbel Portmann fühlt man sich wohl. Hierher kommt man gerne (zurück)!


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Eingebettet in die wunderschöne Natur der UNESCO Biosphäre Entlebuch, bietet Ihnen das Ferien- und Wellnesshotel Rischli während des ganzen Jahres Zeit und Raum, sich zu entspannen. Entdecken Sie die einmalige Landschaft unserer Heimat und lassen Sie sich von uns verwöhnen! Unser Angebot:    

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«Bei uns ist Service mehr als nur ein Wort. Kostenlose Lieferung, Montage und Entsorgung sind bei uns inklusive. Wir freuen uns über Ihren Besuch.» David, Eliane und Röby Portmann

n m Herze e z n a g Mit dler Fachhän Öffnungszeiten Montag 13.30 – 18.30 Uhr Di - Fr 09.00 – 12.00 / 13.30 – 18.30 Uhr Samstag 09.00 – 16.00 Uhr durchgehend Abendverkauf nach Voranmeldung


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