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Was PanEco bewirkt

Jahresbericht 2016


2 | Editorial

Editorial Die Vielfalt am Mittagstisch Wir sitzen am gemeinsamen Mittagstisch im PanEco-Büro in Berg am Irchel – eine Tradition seit den Anfängen der Stiftung 1996. Letztes Jahr feierten wir 20 Jahre PanEco und 60 Jahre Greifvogelstation. Hier im Alten Schulhaus nahm PanEco ihre Tätigkeit auf, die sich am Anfang ganz auf den Aufbau des neuen Orang-Utan-Schutzprogramms SOCP in Sumatra ausrichtete. Ein paar Jahre später der Beginn einer naturpädagogischen Tätigkeit im Zürcher Weinland im Hinblick auf unsere Bewerbung bei der Gemeinde Flaach und dem Kanton Zürich für den Aufbau und Betrieb eines Naturzentrums in Zusammenhang mit der Thur-Renaturierung. Zeitgleich 2004 der Tsunami in Aceh: ein schrecklicher Paukenschlag, der uns in eine andere Dimension schleuderte. In Partnerschaft mit Caritas Schweiz, unserer Partner-Stiftung YEL in Sumatra und der Glückskette bauten wir ein Spital in Aceh. Plötzlich waren wir stark gewachsen und mussten uns neu orientieren, sowohl in Indonesien als auch in der Schweiz. 2009 dann der Zuschlag: PanEco wurde beauftragt, das Naturzentrum Thurauen aufzubauen und zu betreiben. 2011 war die Eröffnung und zugleich kam die Greifvogelstation Berg am Irchel unter das Dach der Stiftung. Wieder sahen wir uns vor grosse Herausforderungen gestellt, die uns bis heute in Atem halten. Die Geschichte dieser vielen Jahre, die Vielfalt unserer Projekte, sie widerspiegelt sich hier am Mittagstisch. Wir sind fast 20 Leute, denn heute ist auch das Team aus dem Naturzentrum Thurauen zu Gast. Andi Lischke, Leiter der Greifvogelstation unterhält sich mit Amber Gooijer, einer Praktikantin aus dem Team des Naturzentrums. Heute gibt es auch wieder neue Gesichter: eine Freiwillige, die einen Einsatz auf der Greifvogelstation macht sowie der neue Zivi, der sich im Büro um die Einordnung der vielen Bilder kümmert, die fast täglich einströmen. Ja, gut die Hälfte der Tischrunde sind Zivildienstler, Freiwillige und Praktikantinnen – was würden wir ohne sie tun? Auch in Indonesien sind Zivildienstler und Freiwillige in unseren Projekten im Einsatz und leisten qualifizierte Arbeit, die wir uns sonst nicht leisten könnten. Wir unterstützen Studierende bei Bachelor- oder Masterarbeiten, die in einem inhaltlichen Zusammenhang mit unseren Projekten in Indonesien stehen.

Petra Zajec, die Leiterin des Naturzentrums diskutiert mit Irena Wettstein, unserer Leiterin Kommunikation: es geht um die neue Ausstellung im Naturzentrum, die letzten Herbst konzipiert wurde: «Vielfalt Auenwald – Regenwald – wie lange noch?». Nach fünf Betriebsjahren hat das Naturzentrum Thurauen eine eigene starke Identität aufgebaut: der richtige Zeitpunkt war gekommen, die Stiftung in ihrer Ganzheitlichkeit zu zeigen und auf unser Engagement im tropischen Regenwald in Sumatra hinzuweisen. Dafür bot sich der spannende Vergleich zwischen dem heimischen Auenwald und dem fernen Regenwald an. Im Zentrum stehen unsere nahen Verwandten, die Sumatra Orang-Utans und die Gründe für die Zerstörung ihres Lebensraums. Das Palmöl, das hier bei uns in so vielen Lebensmitteln, Waschmitteln und Kosmetika verwendet wird, ist Hauptursache für die Regenwaldrodungen. Immer wieder ist auch die Rede vom nachhaltigen Palmöl: Gibt es das wirklich? PanEco ist letztes Jahr aus dem RSPO, dem Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl ausgetreten, denn gemäss unserer Einschätzung ist der RSPO in seiner heutigen Form nicht mehr glaubwürdig, zum «Greenwashing» verkommen. Zur brennenden Frage: «Wie kann ich palmölfrei einkaufen?» wird eine Spielstation im Restaurant Rübis&Stübis eingerichtet. Die Vielfalt heisst in der Natur Biodiversität, Artenvielfalt. PanEco hat sich diese zum Vorbild genom-


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men, denn Vielfalt macht stark, ermöglicht einen ganzheitlichen Ansatz. Wir tun das, was wir am besten können und vernetzen uns mit solchen, die andere Stärken haben. Im Laufe der vielen Jahre ist ein weltweites Netzwerk von Partnerschaften entstanden. Netze verbinden, fangen Stürze auf und erhaschen Chancen. Ab und zu gilt es aber auch, Projekte im richtigen Moment wieder loszulassen, um sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren zu können. So wurde das Rübis&Stübis per 1.1.2017 an die neugegründete Genossenschaft Rübis&Stübis verpachtet, ein regional verankerter Partner mit Fachkompetenzen in der Gastronomie. Der Mittagstisch leert sich. Einige sind bereits wieder zurück an der Arbeit, andere spielen PingPong draussen auf dem Platz. Wir runden das Essen ab mit einer Tasse Orang Utan Coffee! Der richtige Augenblick, um Ihnen allen zu danken für Ihre Unterstützung. Sie ermöglichen unsere Programme und tragen wesentlich dazu bei, dass die Vielfalt in der Natur, ausschlaggebend für alles Leben auf der Erde, erhalten bleibt.

Regina Frey, Gründerin und Stiftungspräsidentin

Beat Schumacher Geschäftsführer

Inhaltsverzeichnis Editorial: Die Vielfalt am Mittagstisch................................................................ 2–3 Impressum.............................................................................................................................................................. 3 Stiftungszweck................................................................................................................................................. 4 Engagement................................................................................................................................................ 4–5 Leistungsbericht ........................................................................................................................................... 6 Team PanEco ..................................................................................................................................................... 7 Projekte Schweiz Greifvogelstation Berg am Irchel ............................................................................ 8–9 Naturzentrum Thurauen ................................................................................................... 10–11 Rangerdienst Thurauen................................................................................................................... 12 Restaurant Rübis&Stübis............................................................................................................ 13 Projekte Indonesien SOCP – Auffang- und Pflegestation................................................................... 14–15 SOCP – Auswilderungsstationen...................................................................... 16–17 SOCP – Forschung ................................................................................................................... 18–19 SOCP – Regenwaldschutz ........................................................................................... 20–21 Umweltbildungs-, Sensibilisierungs& Kampagnenarbeit................................................................................................................ 22–23 Interview: Herausforderungen: Früher & Heute ................... 24–25 Leistungsbericht: Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung................................................ 26 Finanzbericht: Kommentar zur Jahresrechnung .................................. 27 Jahresrechnung 2016........................................................................................................... 28–31 2016 in Bildern................................................................................................................................... 32–33 Partner & Unterstützende ........................................................................................... 34–35

Impressum © Stiftung PanEco, April 2017 Redaktion, Text und Gestaltung: Irena Wettstein, Nicole Bosshard Finanzbericht: Marcel Etterlin Editorial: Regina Frey Bilder: PanEco (Petra Zajec, Irena Wettstein, Nicole Bosshard), SOCP (Graham Usher), YEL, Carlos Quilles, Sylvia Michel, Tobias Ryser Druck: In der Schweiz Papier: 100% Recycling Sprachen: Deutsch und Englisch


4 | Engagement

Wo engagiert sich PanEco? Was treibt uns an?

Pflege und Wiederauswilderung geschwächter oder kranker Greifvögel und Eulen, Aufzucht aufgefundener Jungvögel. Umweltbildung für Kinder und Erwachsene und Mitarbeit bei Forschungsprojekten.

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Besucherzentrum mit Ausstellung und Erlebnispfad in Flaach.

Stiftungszweck PanEco

Umweltbildung für Kinder und Erwachsene.

Der Zweck der Stiftung liegt in der Förderung des ökologischen und sozialen Gleichgewichts, namentlich im Aufbau, der Bewirtschaftung und der Finanzierung von Projekten, Institutionen und Bildungsangeboten zur Förderung von Naturschutz, Umweltschutz und ökologischer Landwirtschaft in der Schweiz und im Ausland, insbesondere in Indonesien.

Rangerdienst Thurauen

Die Stiftung PanEco setzt sich deshalb in der Schweiz und im Ausland dafür ein, dass... R ...die Natur in ihrer Vielfalt bewahrt wird. R ...die Menschen verantwortungsbewusst

und achtsam mit der Umwelt umgehen.

R ...das Wohl der Menschen vor Ort als

unerlässlicher Bestandteil eines nachhaltigen Natur- und Umweltschutzes gefördert wird.

R ...die Ursachen des Klimawandels

bekämpft werden.

 Unser kurzer Animationsfilm: PanEcos Engagement in drei Minuten erklärt! http://paneco.ch/film


Engagement | 5

Auffang- und Pflegestation: Pflege und Aufzucht evakuierter oder ehemals gefangen gehaltener Orang-Utans. Auswilderungsstationen Jantho und Jambi: Wiederansiedlung gesunder Orang-Utans in Schutzgebieten.

Ganzheitliches Schutzprogramm für SumatraOrang-Utans und deren Lebensraum, dem tropischen Regenwald. Gemeinschaftsprogramm von PanEco, ihrer Partnerstiftung YEL und der indonesischen Forstbehörde.

Forschungsstationen Jantho, Sikundur, Suaq und Batang Toru: Orang-Utan-Verhaltensforschung und Biodiversitäts-Monitoring.

Schutz und Erhalt tropischer Regenwald: Informations- und Kampagnenarbeit, Lobbying und Förderung der Rechtsdurchsetzung.

Umweltbildung für Schulklassen, Touristen und die lokale Bevölkerung.

Umweltbildungszentren UBZ und Ecolodges

Unterkunft für internationale Touristen und Angebote im Bereich Öko-Tourismus.


6 | Leistungsbericht

Leistungsbericht Organisation & Team Im Jahr 1996 wurde die Stiftung PanEco im Zürcher Weinland gegründet. Das Stiftungsziel ist seit jeher dasselbe: Der Schutz für bedrohte Tiere und Lebensräume sowie die Förderung von Umweltbildung in der Schweiz und in Indonesien. Um dies zu erreichen, betreibt PanEco eigene Programme, arbeitet bei Gemeinschaftsprogrammen mit lokalen Partnern zusammen und unterstützt zielverwandte Organisationen fachlich und finanziell. Organisationsstruktur PanEco legt grossen Wert auf den effizienten Einsatz der personellen und finanziellen Ressourcen. Die langjährigen professionellen Projektpartner, wie auch engagierte und breit qualifizierte Mitarbeitende ermöglichen eine schlanke Administration am Geschäftssitz. Die Geschäftsstelle von PanEco liegt in Berg am Irchel, im Zürcher Weinland. Die beiden Schweizer Programme, die Greifvogelstation Berg am Irchel und das Naturzentrum Thurauen, liegen in der gleichen bzw. in der Nachbargemeinde. In Indonesien betreibt PanEco das Orang-Utan-Schutzprogramm auf Sumatra und unterstützt drei Umweltbildungszentren auf Sumatra, Java und Sulawesi. PanEco betreibt das Naturzentrum Thurauen (im Auftrag des Kantons Zürich) und die Greifvogelstation Berg am Irchel. Das von PanEco initiierte Orang-UtanSchutzprogramm SOCP ist ein Gemeinschaftsprogramm von PanEco, ihrer lokalen Partnerorganisation YEL und der indonesischen Naturschutzbehörde. Die Verantwortlichen des Naturzentrums und der Greifvogelstation sind Teil des engeren Führungsteams der PanEco-Geschäftsstelle.

Projektmanagement Im Projektmanagement und -controlling hält sich PanEco an die ZEWO-Richtlinien sowie an international akzeptierte Qualitätsstandards. Die Rechnungslegung erfolgt nach den Grundsätzen von Swiss GAAP FER 21 für gemeinnützige Nonprofit-Organisationen (NPO).

Mitarbeitende Die Stiftung PanEco beschäftigte im Berichtsjahr 28 festangestellte Mitarbeitende in der Schweiz und sechs in Indonesien – die meisten mit Teilzeitpensen. Über die Partnerstiftung YEL arbeiten weitere 80 Personen für PanEco auf Sumatra. Die festangestellten Mitarbeitenden wurden von insgesamt 22 Zivildienstleistenden sowie von vier Praktikantinnen und Praktikanten unterstützt. Das Naturzentrum und die Greifvogelstation verfügen über Freiwilligen-Teams, deren Mitglieder die Programme bei Bedarf bei grösseren Anlässen und diversen anfallenden Arbeiten unterstützen.

Stiftungsrat Das oberste Organ von PanEco ist der Stiftungsrat. Er trägt auf strategischer Ebene die Gesamtverantwortung und ist zuständig für die Bestimmung der strategischen Ausrichtung und die Ernennung der Geschäftsleitung von PanEco. Der Stiftungsrat genehmigt die Jahresrechnung und das Jahresbudget. Im Jahr 2016 hat er vier Mal getagt und Projektausgaben von über fünf Millionen Franken bewilligt. Bild unten, von Links nach Rechts: Claudia Lutz (Psychologin), Dr. Adriano Viganò (Rechtsanwalt), Dr. Uma Grob (Chirurgin), Dr. Barbara Dubach (Umweltökonomin), Regina Frey, Stiftungsratspräsidium (Biologin), Karin Koch (Finanzberaterin), Samuel Frey (Kulturschaffender). Auf dem Bild fehlt Margret Hotz, die leider im März 2017 verstorben ist. Wir sprechen den Hinterbliebenen unser herzliches Beileid aus!


Team | 7

Team PanEco Stand April 2017 Gesch채ftsstelle, Berg am Irchel

Naturzentrum Thurauen, Flaach

Orang-UtanSchutzprogramm, Medan

Beat Schumacher Gesch채ftsf체hrung

Marcel Etterlin Leitung Finanzen & IT

Petra Zajec Leitung Naturzentrum

Cornelia Jenny Mitarbeiterin Naturzentrum

Ian Singleton Leitung SOCP

Irena Wettstein Leitung Kommunikation

Nicole Bosshard Prakt. Kommunikation

Ramona Skozilas Praktikum Naturzentrum

Maria Rohrer Praktikum Naturzentrum

David Dellatore Programm-Manager

Reto Urech Leitung Fundraising

Eberhard Dilger Fundraising

Heribert Rappolt Hauswart

Amber Gooijer Praktikum Naturzentrum

Gabriella Fredriksson Programmkoordination Batang Toru

Dominique B채rtschi Fundraising

Esther Kettler Rechnungswesen

Simon Fuchs Stv. Leitung Naturzentrum, Ranger

Graham Usher Leitung Habitatsschutz

Greifvogelstation Berg am Irchel

Rangerdienst Thurauen

Matthew Nowak Leitung Forschung Andi Lischke Leitung Greifvogelstation

Leana Zoller Praktikum Greifvogelstation

Tobias Ryser Ranger

Annemarie Brennwald Rangerin


8 | Greifvogelstation Berg am Irchel

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Die Greifvogelstation Berg am Irchel konnte auch im Jahr 2016 einen hervorragenden Pflegeerfolg erzielen. 81% der eingelieferten Patienten konnten wir wieder freilassen, im internationalen Vergleich ist das ein Spitzenwert!

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Andreas Lischke, Leiter Greifvogelstation Berg am Irchel

Projektziele 2016 R Verschiedene Zielgruppen für die Probleme

der Greifvögel und ein umweltgerechtes Verhalten im Alltag sensibilisieren R Stabilisierung des hervorragenden Pflegeerfolgs der Vorjahre R Stetige Optimierung der Pflegequalität und somit Erhöhung des Pflegeerfolgs R Aufbau des Angebots von EinzelvogelPatenschaften R Feier zum 60-Jahr-Jubiläum der Greifvogel-

station

Projektbudget 2016 CHF 232'000.–

Ausblick Im Jahr 2017 wird eine Praktikantin das Team der Greifvogelstation unterstützen. Damit wird die Betriebssicherheit und Stabilität gesteigert. Zudem wird Nachwuchs erwartet: Das im Jahr 2016 eingezogene Habichtskauzpaar ist Teil eines Wiederansiedlungsprogramms und sollte im Frühling 2017 zum ersten Mal brüten.

103

Im Jahr 2016 wurden 103 Einzelvogel-Patenschaften abgeschlossen.


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Greifvogelstation Berg am Irchel

Wo Vögel wieder fliegen lernen Der Lebensraum von Greifvögeln und Eulen wird durch verschiedene Einflüsse immer mehr eingeschränkt. Die Greifvogelstation Berg am Irchel setzt sich in vielfältiger Weise für das Wohl und Weiterbestehen dieser Vögel ein. Sie nimmt verletzte oder geschwächte Greifvögel und Eulen auf, pflegt sie gesund und entlässt sie wieder in die Freiheit. Zudem sensibilisiert sie Gross und Klein für die Bedürfnisse dieser Tiere.

174

Im Jahr 2016 konnten 174 Patienten gesundgepflegt und wieder in die Freiheit entlassen werden.

3100

Auf 108 Führungen begrüsste die Greifvogelstation im Jahr 2016 3100 Besucherinnen und Besucher.


10 | Naturzentrum Thurauen

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Im Jahr 2016 ging die beliebte Sonderausstellung «Ringelnatter» zu Ende. Gleichzeitig setzten wir den Startschuss für eine neue Sonderausstellung zum Thema «Auen- und Regenwald». Wir hoffen, dass diese noch mehr Menschen begeistern wird als die Vergangene.

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Petra Zajec, Leiterin Naturzentrum Thurauen

Projektziele 2016 R Unmittelbare Naturerlebnisse ermöglichen

und dadurch Wertschätzung für die Natur mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt fördern R Information der Bevölkerung über die Renaturierung der Thur und Aufklärung über die Schutzverordnung R Durchführung aller geplanten öffentlichen Veranstaltungen R Neuorganisation des FestangestelltenTeams und Ausbildung von drei Praktikant/ innen als Exkursionsleiter/innen R Konzeption und Finanzierung der neuen Sonderausstellung R Erarbeitung des neuen Schulangebots «Workshop Specht»

Projektbudget 2016 CHF 445`000.–

Ausblick Die neue Sonderausstellung «Vielfalt Auenund Regenwald: Wie lange noch?» wird im 2017 eröffnet. Zudem hält der Sommer eine technische Neuerung für die Besucherinnen und Besucher der Thurauen bereit: Ab Juni kann das Gebiet per App entdeckt werden.

9681

2016 durfte das Team des Naturzentrums Thurauen 9681 Besucherinnen und Besucher begrüssen.


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Naturzentrum Thurauen

Mehr Natur für alle Das Naturzentrum Thurauen ist das Tor zum grössten Auenschutzgebiet des Schweizer Mittellandes. Für Besucherinnen und Besucher der Thurauen ist das Zentrum die Anlaufstelle für jegliche Informationen über das Schutzgebiet, die Renaturierung und Ausflugsmöglichkeiten. In der interaktiven Ausstellung und auf dem Erlebnispfad können Jung und Alt in die Lebensräume einer lebendigen Flussaue eintauchen und einige charakteristische Tiere und Pflanzen kennenlernen. Zudem bietet das vom Kanton Zürich unterstützte Naturzentrum ein vielfältiges Angebot an öffentlichen Veranstaltungen, Führungen und Workshops für Schulklassen, Erwachsene und Familien an.

103

103 Schulklassen (und damit insgesamt 2049 Schülerinnen und Schüler) nahmen 2016 an einer Führung teil.

283

Das Team hat 283 Gruppen auf einer Exkursion durch die Thurauen oder einer Führung durch die Ausstellung begleitet.


12 | 12 | Rangerdienst

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Täglich ist ein Ranger bzw. eine Rangerin in den Thurauen unterwegs. Wir setzen uns für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur ein und kontrollieren die Einhaltung der Schutzverordnung. Einen respektvollen Umgang mit der Natur ist uns dabei wichtig.

Tobias Ryser, Stv. Leiter Rangerdienst

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Rangerdienst Thurauen

Der Natur verpflichtet Jahresziele 2016 R Alle interessierten Besucherinnen und

Besucher in den Thurauen fachkundig über die Flora, Fauna und die Renaturierung informieren R Wo nötig, die Erholungssuchenden über die Schutzverordnung in Kenntnis setzen R Erneuerung der Vereinbarung zwischen dem Kanton Zürich und der Stiftung PanEco bezüglich des Rangerdienstes in den Thurauen

Der Rangerdienst Thurauen ist für die Information und Aufsicht im Auenschutzgebiet Thurauen verantwortlich. Das Rangerteam gibt Erholungssuchenden Auskunft über das Renaturierungsprojekt, Flora und Fauna und kontrolliert die Einhaltung der Schutzverordnung. Das Engagement der Ranger umfasst auch die Umweltbildung. Sie bieten in Zusammenarbeit mit dem Naturzentrum Interessierten die Möglichkeit an, an Exkursionen im Gebiet teilzunehmen. Die Stiftung PanEco betreibt den Rangerdienst im Auftrag der Fachstelle für Naturschutz des Kantons Zürich.

Projetbudget 2016 CHF 117`000.–

Ausblick Im Jahr 2017 wird die Besucherlenkung noch klarer und naturnaher gestaltet. Zudem haben wir das Ziel, die Anzahl der Ranger-Führungen zu verdoppeln und Massnahmen zu ergreifen, um die Anzahl Junior-Ranger zu erhöhen.

650

Im Jahr 2016 führte das Rangerteam über 650 Informationsgespräche mit Besucherinnen und Besuchern in den Thurauen.


Restaurant Rübis&Stübis | 13

Restaurant Rübis&Stübis

Frisch, regional, saisonal Das Rübis&Stübis empfängt eine bunte Gästeschar: Besucherinnen und Besucher des Naturzentrums Thurauen stärken sich nach einer Entdeckungstour auf dem Erlebnispfad. Badi-Gäste holen sich im Restaurant ihr Glacé vom Produzenten gleich auf der anderen Flussseite. Und Camping-Gäste gönnen sich ein feines Abendessen. Das Restaurant wurde von PanEco bis Ende 2016 finanziell unabhängig von den restlichen Non-Profit-Projekten geführt und ist seit Januar 2017 an die Genossenschaft Rübis&Stübis verpachtet.

»

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Mit der Verpachtung des Restaurants an die Genossenschaft Rübis&Stübis ging im Jahr 2016 eine Ära zu Ende und eine neue begann mit dem 1.1.2017. Mit viel Einsatz bemühen wir uns, das bewährte Konzept weiterzuführen, zu verfeinern und unsere Gäste mit ehrlicher und lokaler Küche zu verwöhnen.

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Thassilo Rath Geschäftsführer Restaurant Rübis&Stübis

Jahresziele 2016 R Unsere vielfältige Kundschaft in gastfreund-

licher Atmosphäre verwöhnen und mit saisonalen Gerichten begeistern R Wo immer möglich biologische Lebensmittel von Produzenten aus der Region verarbeiten R Nach Lösungen suchen, damit sich die Stiftung PanEco vermehrt auf ihr Kerngeschäft fokussieren kann

Ausblick

72%

72% der verwendeten Produkte im Rübis&Stübis stammen aus der Region.

Die Stiftung PanEco möchte im Jahr 2017 weiterhin eine sehr gute, enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit der neuen Betreiberin Genossenschaft Rübis&Stübis und der Geschäftsleitung des Restaurants führen.


14 | Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP

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Im Sommer 2016 erlebten wir eine besonders intensive Zeit. In wenigen Monaten wurden viele schwer verletzte Orang-Utans in die Station eingeliefert, darunter einige ausgewachsene männliche und ausserordentlich junge Orang-Utans. Dr. Yenny Saraswati, Leitende Veterinärin in der Auffang- und Pflegestation

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Projektziele 2016 R Beschlagnahmung und Pflege aller

gemeldeten Sumatra-Orang-Utans R Fertigstellung der neuen, grösseren Gehege

für männliche Orang-Utans und Umzug zweier invalider Patienten in diese neue Anlage R Abschluss der Renovationsarbeiten an den Isolationsgehegen R Bau der wichtigsten Hauptstrasse durch den «Orang-Utan-Haven»

Projektbudget 2016 CHF 240`000.–

Ausblick 2017 werden weitere Gehege renoviert und das Dach der medizinischen Klinik saniert und teilweise ersetzt. Im «Orang-Utan-Haven» startet der Bau von Inseln als permanente Unterkunft für Patienten, die nicht mehr ausgewildert werden können. Des Weiteren entwickelt die Leitung Strategien, wie SOCP in Zukunft der neuen Herausforderung von wesentlich mehr eingelieferten jungen und älteren männlichen Tieren begegnen kann.

25

2016 wurden 25 Orang-Utans aus illegaler Gefangenschaft konfisziert oder aus Palmölplantagen evakuiert und in die Station gebracht.


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Orang-Utan-Schutzprogramm

Auffang- & Pflegestation Nach der Konfiszierung ist die Auffang- und Pflegestation des Orang-Utan-Schutzprogramms die erste Station auf dem Weg in die Freiheit. Dort werden die Sumatra-Orang-Utans untersucht und bei Bedarf medizinisch behandelt. Sobald wie möglich werden sie mit anderen Orang-Utans sozialisiert und lernen alles für ein späteres Leben in Freiheit. Für invalide Orang-Utans, welche nicht mehr in Freiheit leben können, wird gegenwärtig in Zusammenarbeit mit unserem indonesischen Partner YEL der «Orang-UtanHaven» konzipiert und gebaut. Dort erhalten permanente Patienten ein Zuhause, wo sie in Würde leben und gleichzeitig für den Schutz ihrer wilden Artgenossen werben können.

16

Alleine von Juni bis September 2016 wurden 16 Orang-Utans in die Auffang- und Pflegestation aufgenommen.

5

5 der 16 im Sommer 2016 eingelieferten Orang-Utans waren schwer verletzte, ausgewachsene Orang-Utan-Männchen.


16 | Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP

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Auswilderungen sind sehr schöne Erlebnisse. Je nach Charakter des jeweiligen Orang-Utans braucht es mehr oder weniger Zeit, bis die Tiere sich im Regenwald sicher fühlen und den Bezug zur Auswilderungsstation nicht mehr brauchen. Unser Ziel ist es, die Tiere danach möglichst lückenlos zu überwachen, was eine grosse Herausforderung ist.

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Dr. Ian Singleton, Leiter Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramm

Projektziele 2016 R Erfolgreiche Auswilderung aller aus der

Auffang- und Pflegestation überführten und ursprünglich aus der Provinz Aceh stammenden Orang-Utans in der Station Jantho R Wiederaufnahme der Auswilderung von Orang-Utans in der Station Jambi, nach einem langwierigen Bewilligungsverfahren R Bau eines neuen Geheges und Mitarbeiterhauses in der Auswilderungsstation Jantho R Einführung der «Regenwaldschule» für sehr junge Auswilderungskandidaten und erfolgreiche Wiederansiedlung von OrangUtan-Zwilling «Ganteng» R Konzipierung der «Satelliten-Camps» und Rekrutierung von vier neuen Mitarbeitenden, um in Jantho ausgewilderte OrangUtans überwachen und erforschen zu können, die sich weit entfernt von der Station angesiedelt haben

Projektbudget 2016 CHF 166'000.–

Ausblick Im Jahr 2017 ist geplant, dass die «SatellitenCamps» ihre Arbeit aufnehmen. Die Wiederansiedlung von Orang-Utans in Jantho und Jambi wird fortgeführt und diese Praxis aufgrund einer 5-Jahres-Studie in Jantho laufend verbessert und überprüft.

99

Im Jantho-Naturreservat wurden bisher insgesamt 99 Orang-Utans wiederangesiedelt; inklusive den 21 vom Jahr 2016.


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Orang-Utan-Schutzprogramm

Auswilderungsstationen In den beiden Auswilderungsstationen im Bukit-Tigapuluh-Nationalpark in Jambi und im Jantho-Naturreservat werden OrangUtans sorgfältig auf ein Leben in ihrer natürlichen Umgebung vorbereitet. Nach dem Transport von der Auffang- und Pflegestation in die Auswilderungsstationen, werden sie schrittweise und unter ständiger Beobachtung freigelassen. Das Verhalten und Wohlergehen der ausgewilderten Tiere wird auch nach der erfolgreichen Wiederansiedlung überwacht. Mit der Wiederansiedlung ehemals gefangen gehaltener Orang-Utans werden neue Populationen aufgebaut, die bei einem eventuellen Aussterben einer wilden Population als Reserve dienen könnten.

5

In der Auswilderungsstation Jambi im Pukit-Tigapuluh-Nationalpark konnten im 2016 nach zweijähriger Pause wieder 5 Orang-Utans freigelassen werden.

276

Seit der Gründung des Orang-UtanSchutzprogramms konnten insgesamt 276 Orang-Utans in geschütztem Regenwald wiederangesiedelt werden.


18 | Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP

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Dank unseren Forschungsergebnisse konnten wir im Jahr 2016 belegen, dass statt der angenommenen 6`500 Sumatra-Orang-Utans noch 14`600 existieren. Leider ist es so, dass die Abnahme der Population enorm gross ist. Deshalb ist die Lage für den Sumatra-Orang-Utan und seinen Lebensraum ernster denn je! Matthew Nowak, Leiter SOCP Forschung

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Projektziele 2016 R Fortsetzung der Orang-Utan-Verhaltens-

forschung in den vier Forschungsstationen R Fortsetzung der Datensammlung zur Bio-

diversität und Ökologie des Regenwalds, Analyse und Publikation der Ergebnisse R Aufnahme von nationalen und internationalen Studierenden in Suaq, Sikundur und Batang Toru sowie Begleitung ihrer Feldforschung R Erhebung der Verbreitung der im JanthoNationalpark ausgewilderten Orang-Utans auf einem 16'000 Hektaren grossen Gebiet um die Auswilderungsstation Jantho R Erhebung und Publikation der neusten Bestandeszahl des Sumatra-Orang-Utans für die Rote Liste des IUCN R Fertigstellung der Biodiversitäts-Studie am Rand des Schutzwaldes von Batang Toru im Auftrag eines Unternehmens, das einen Wasserkraft-Staudamm bauen will

Projektbudget 2016 CHF 150`000.–

Ausblick Im Jahr 2017 werden die verschiedenen Feldforschungen weitergeführt sowie drei wichtige wissenschaftliche Artikel publiziert: Eine Studie zu den Auswirkungen der Saisonalität des Waldes auf das Verhalten der Orang-Utans, ein wegweisender Artikel zur Einzigartigkeit der Tapanuli Orang-Utans in Batang Toru und eine Analyse der inzwischen 5-jährigen Praxis der Auswilderung von Orang-Utans in Jantho.

5

An der für Primatologen sehr wichtigen Konferenz der «International Primatological Society» haben SOCP-Mitarbeitende 5 Präsentationen gehalten.


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Orang-Utan-Schutzprogramm

Forschung Feldforschung bildet die Grundlage für erfolgreiche Wiederansiedlung von Orang-Utans und den Schutz ihres natürlichen Lebensraums. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erheben und analysieren seit den 1970er Jahren wissenschaftliche Daten zur Ökologie des Orang-Utans, zum Verhalten der Orang-Utans und zu ihrem Lebensraum. Alle Forschungsstationen liegen in einem der vier für Sumatra-Orang-Utans typischen Lebensraum. Dank den Erkenntnissen aus dieser Forschungstätigkeit können die Schutzprogramme gezielt ausgerichtet werden.

12

Im Jahr 2016 haben 12 Studierende aus der Schweiz, den USA, Grossbritannien und Indonesien unsere Forschungstätigkeit unterstützt.

16'000

16'000 Hektaren Regenwald um Jantho wurden kartiert, um die dortige Wiederansiedlung von Orang-Utans zu erforschen.


20 | Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP

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Im Jahr 2016 haben wir grosse Gebiete mit unseren Drohnen abgeflogen. Damit sammelten wir Bilder, welche den Zustand des Regenwalds und illegale Aktivitäten dokumentierten. Mit diesen Bildern liefern wir den Behörden Dokumentationsmaterial, damit sie Massnahmen ergreifen können. Graham Usher, Leiter SOCP Habitatschutz

»

Projektziele 2016 R Verstärkte nationale und internationale

Kampagnenarbeit gegen das neue verheerende Raumplanungsgesetz der Provinz Aceh R Internationale Kampagnenarbeit innerhalb der «Leuser Alliance» zum Schutz des Leuser Ökosystems R Drohnenflüge zur Kartierung und Überwachung von Regenwaldgebieten und damit die Unterstützung von Partnern im Bereich Rechtsdurchsetzung R Die geologische Analysentätigkeit eines Goldminen-Betreibers für einen neuen Standort im Schutzwald von Batang Toru stoppen R Mit Hilfe der Biodiversitäts-Studie das Wasserkraftwerk am Rand des Batang Toru Waldgebiets verhindern

Projektbudget 2016 CHF 40`000.–

Ausblick Ein neuer Gouverneur in Aceh sorgt für Hoffnung für den Schutz des Leuser Ökosystems: Das Raumplanungsgesetz kann neu verhandelt werden. Ausserdem setzen wir im Regenwaldschutz alles daran, dass gefällte Gerichtsurteile auch wirklich umgesetzt werden. Die Bemühungen zum Schutz des Waldgebietes um Batang Toru werden auch im 2017 fortgeführt werden müssen.

1600

Zur Vorbereitung der Renaturierungs-Arbeiten im ehemaligen Kallista-Allam-Palmölkonzessionsgebiet wurden 1600 Hektaren gerodeter Regenwald mit Drohnen abgeflogen und erfasst.


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Orang-Utan-Schutzprogramm

Regenwaldschutz Um die gefährdete Art des Sumatra-Orang-Utans langfristig schützen zu können, verfolgt das SOCP einen integrierten Ansatz. Mit Kampagnen- und Lobbyarbeit, Umweltbildungsprogrammen, Einsitz in Behördengremien und Medienarbeit werden Bevölkerung und Behörden für das Thema Regenwald- und Artenschutz sensibilisiert. Zusätzlich werden lokale Organisationen u.a. mit umfangreichen Daten unterstützt, um rechtliche Schritte gegen illegale Tätigkeiten einzuleiten. So sollen weitere Holz- und Palmölkonzessionen verhindert oder aufgehoben, die Schutzgebiete ausgeweitet und der Schutz in bereits bestehenden Reservaten verbessert werden. Für diese Arbeit kann das Projektteam auf das über viele Jahre aufgebaute Netzwerk von PanEco und YEL zurückgreifen, um so zusammen mit anderen Organisationen mehr Druck erzeugen zu können.

250`000

Eine Firma wurde anfangs 2016 zu 250`000 Dollar Busse wegen illegalen Brandrodungen verurteilt.

9

Mit Hilfe der «Leuser Alliance», mit PanEco als Mitglied, haben 9 lokale Bewohner eine Zivilklage gegen das neue Raumplanungsgesetz von Aceh eingereicht.


2222 | | Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP

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Wir versuchen, dass die Menschen, die rund um den Batang Toru-Regenwald leben, besser verstehen, wieso der Wald für die Umwelt wertvoll ist, welche Tiere unter Schutz stehen und wieso die Orang-Utans und andere Arten eine wichtige Rolle in der Regenwald-Ökologie spielen. Wir möchten sie davon überzeugen, dass sie zu ihrem eigenen Schutz, den Regenwald wertschätzen.

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Gabriella Fredriksson , Programm-Koordination Batang Toru

Projektziele 2016 R Ausweitung der Schulungs- und Sensibilisie-

rungsmassnahmen für neu zugewanderte Volksgruppen in der Region Batang Toru R Verstärkung der Informationsarbeit zur Palmölproblematik in der Schweiz mit Hilfe eines neu produzierten Animationskurzfilms und einer überarbeiteten Präsenz im Zoo Zürich R Umweltbildungszentrum Bohorok: Aufbau eines neuen Umweltbildungsprogramms für Schulklassen, Optimierung der ökologischen Ausrichtung des neu gebauten Restaurants «Kapal Bambu» und Fertigstellung der Backpacker-Unterkünfte R Umweltbildungszentrum Seloliman: Fortführung der Umweltbildungsprogramme und Renovation der Ecolodge-Bungalows und der Rezeption R Umweltbildungszentrum Puntondo: Einführung des Pet-Flaschen-RecyclingProjekts für die lokale Dorfbevölkerung und Fortführung der Umweltbildungsprogramme für Schulklassen

Projektbudget 2016 CHF120`000.–

Ausblick Fortführung der Massnahmen im Bereich Umweltbildung, Informations- und Kampagnenarbeit.

480

Insgesamt 480 lokale Bauern besuchten einen Workshop des UBZ Bohorok zum Thema Biolandwirtschaft und wie diese helfen kann, die Artenvielfalt im Kulturland zu erhalten.


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Orang-Utan-Schutzprogramm

Umweltbildung, Sensibilisierungs- und Infoarbeit PanEco unterstützt drei Umweltbildungszentren (UBZ) auf Sumatra, Sulawesi und Java. Schulklassen, Erwachsenengruppen sowie Touristen lernen in den Zentren mit angegliederten Ecolodges den Lebensraum Regenwald, die biologische Landwirtschaft oder das bedrohte marine Ökosystem kennen und schützen. Nebst diesen Umweltbildungsmassnahmen ist auch die Sensibilisierungs- und Informationsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene ein wichtiger Eckpfeiler unseres Engagements. Ein Projekt zur Sensibilisierung der neu zugewanderten Bevölkerungsgruppe der Nias für den Schutz des Regenwalds von Batang Toru oder die Informationsarbeit für die Palmölproblematik in der Schweiz sind nur zwei Beispiele davon.

21'793

Unseren Animationskurzfilm zur Palmölproblematik haben sich auf YouTube 21'793 und im Zoo Zürich noch viel mehr Personen angeschaut.

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Ein Bewohner von Puntondo verdient pro Kilo gesammelte und an das Umweltbildungszentrum verkaufte alte Petflaschen umgerechnet 10 Rappen.


24 | Interview

Interview Herausforderungen: Früher und Heute Seit nun 20 Jahren betreibt die Stiftung PanEco Natur-, Artenschutz sowie Umweltbildung in der Schweiz und in Indonesien. Immer wieder wurde die Stiftung vor grössere Herausforderungen gestellt. Die Stiftungsgründerin und heutige Stiftungsratspräsidentin, Regina Frey und der Geschäftsführer Beat Schumacher haben darüber gesprochen. Mit welchen Herausforderungen hatte die Stiftung in ihren Anfangszeiten zu kämpfen? Regina Frey (RF): Im Jahr 1996 zogen wir gleich nach der Gründung mit der Stiftung in das alte Schulhaus auf dem Dorfplatz in Berg am Irchel. Eine erste zarte Herausforderung war, dass wir im ersten Winter im Büro richtig gefroren haben! Meine erste Mitarbeiterin, Cornelia Jenny (Mitarbeiterin im Naturzentrum Thurauen, Anm.d.Red.) und ich arbeiteten mit kalten Fingern. In Indonesien froren wir zwar nicht, jedoch warteten dort die echten Herausforderungen auf uns. So wurde eine Vereinbarung zum Sumatra-Orang-UtanSchutzprogramm ausgearbeitet, eine grosse Herausforderung, die viel Zeit beanspruchte. Im Zuge dessen wurde mir klar, dass vor Ort ein lokaler Partner sein musste, der unsere Projekte effizient umsetzen könnte: Es kam zur Gründung unserer Partnerorganisation YEL, die fortan die Projektarbeit mit einem lokalen Team, verstärkt durch unsere PanEco-Mitarbeitenden, im Sinne der Vereinbarung tätigt. Unsere allergrösste Herausforderung zu jener Zeit war sicherlich, einen geeigneten Ort zu finden, wo die die Auffang- und Pflegestation (siehe Seite 14–15) aufgebaut werden konnte.

Hatte PanEco in den letzten 20 Jahren mit Hürden zu kämpfen, die vorerst unüberwindbar schienen? RF: Unsere schwierigsten Momente in Indonesien erlebten wir in den Jahren 2003 und 2004, zuerst eine Sturzflut, die das Dorf Bukit Lawang samt ungefähr 600 Menschen unter einer Schuttlawine begrub, dann, ein Jahr später, ein Tsunami, der grosse Teile der Provinz Aceh zerstörte, wobei hunderttausende von Menschen ums Leben kamen oder Haus und Habe verloren. Die Arbeitsbelastung der Bewältigung einer Katastrophe dieser

Dimension ist übermächtig, da man plötzlich konfrontiert wird mit einer noch nie dagewesenen Situation. Das zweite Ereignis, welches uns nachhaltig beschäftige, war die Eröffnung des Naturzentrums Thurauen in der Schweiz. Alleine schon das Projekt auf die Beine zu stellen, war herausfordernd. Der Aufbau eines effizienten und auch wirtschaftlich nachhaltigen Betriebs zeigte sich jedoch als noch viel grössere Herausforderung und brach uns fast das Genick. Aber ist es nicht immer so, dass man am Ende genau an diesen Aufgaben wächst? Zur gleichen Zeit sollte die Greifvogelstation in die Stiftung integriert werden, da meine Mutter (ehem. Leiterin der Greifvogelstation Berg am Irchel, Anm.d.Red.) sie altershalber in neue Hände geben wollte. Sie sehen, immer mehr Herausforderungen kamen auf uns zu. Zu diesem Zeitpunkt entschied der Stiftungsrat: PanEco muss professionalisiert werden! Beat Schumacher (BS): Im Jahr 2013 kam ich zu PanEco, um die Stiftung neu zu strukturieren und ihrem Wachstum anzupassen: Organisationsstruktur, Prozesse, Strategien, Prioritäten, Personalund Finanzwesen – alles wurde überarbeitet. Wichtig dabei war ein effizientes Backoffice zu kreieren: Das Fundraising und die Kommunikation wurden aufgebaut; die Finanzabteilung wurde wieder in die Stiftung integriert. Bei allen diesen Herausforderungen ist das übergeordnete Ziel, bis ins Jahr 2017 die Finanzierung der Stiftung breit aufzustellen und nachhaltig zu sichern.

Welchen Herausforderungen müssen sich aktuell die Greifvogelstation und das Naturzentrum Thurauen stellen? BS: Mit dem Ausbau der Infrastruktur und unter der Leitung von Andi Lischke, fand eine grosse Professionalisierung statt, die den Bekanntheitsgrad der Station rasant erhöhte und sowohl steigende Patienten-, als auch steigende Besucherzahlen zur Folge hatte. Das Engagement für die heimischen Greifvögel und Eulen erfreut sich in der Öffentlichkeit einer grossen Beliebtheit, sodass die Greifvogelstation auch immer höhere Erwartungen gerecht werden muss. Nicht zu vergessen sind zum Beispiel auch die Anforderungen in der alltäglichen Arbeit wie der Ausbruch der Vogelgrippe im Herbst 2016: Da werden rasche und richtige Handlungen zu einer Notwendigkeit. Diese Ausgangslagen und unsere Ansprüche an eine hohe Qualitätssicherung machten deshalb auch die Erweiterung des Teams notwendig. Im Naturzentrum bestand eine grosse Herausforderung darin, die Leistungsvereinbarungen des


Interview | 25

Zentrums wie auch des Rangerdiensts mit dem Kanton Zürich zu erneuern und natürlich die neue Sonderausstellung auf die Beine zu stellen. Vor allem Letzteres konnte nur dank enormen Einsatz des Teams überhaupt bewerkstelligt werden.

Welchen Herausforderungen muss sich aktuell das Orang-Utan-Schutzprogramm stellen? RF: Die grösste Herausforderung ist die Tatsache, dass die Vernichtung des Regenwalds und damit der Orang-Utans immer mehr von der mächtigen Palmöl-Lobby ausgeht. Es ist ein Wettrennen gegen die Zeit. Wird die Zeit reichen, Regenwald ausserhalb der bestehenden Schutzgebiete zu erhalten? Wichtig ist, dass zusammenhängende Regenwaldgebiete bestehen bleiben, welche wichtige Ökodienstleistungen für das ganze Land liefern. Als zweite, eher neuere Erscheinung, treten immer mehr die Interessenkonflikte zwischen Wildtier und Mensch in den Vordergrund: Halb verhungerte Orang-Utans werden durch schwindendes Futterangebot im Urwald zu landwirtschaftlichen Schädlingen. BS: Nicht zu vergessen, dass wir in der Auffangund Pflegestation immer mehr Orang-Utans empfangen und damit an die Grenzen unserer Aufnahmefähigkeit kommen. Durch unsere wachsende Bekanntheit und die Verschärfung der Situation, kommen auch immer mehr neue Orang-Utans in die Station, sodass wir nahe an unseren Kapazitätsgrenzen arbeiten. RF: Hinzu kommt die steigende Anzahl männlicher Orang-Utans, welche schwer verletzt in die Station kommen und nicht mehr ausgewildert

werden können. Als Folge davon suchten wir nach einer Lösung und sind nun daran den «OrangUtan-Haven» aufzubauen, wo die handicapierten Menschenaffen auf Inseln in ehemaligen Reisfeldern einen würdigen Lebenraum mit genügend Bewegungsfreiheit zur Verfügung haben werden.

Wo sieht sich die Stiftung PanEco in zehn Jahren? RF: Mir wäre es ein grosses Anliegen, dass PanEco sich noch intensiver mit der Sensibilisierungsarbeit zur Palmölproblematik in der Schweiz auseinandersetzen würde. Die sollte, meiner Meinung nach, nicht nur in der breiten Öffentlichkeit geschehen, sondern es sollte auch ein gewisser Teil davon Lobbying-Arbeit bei grossen marktrelevanten Akteuren sein. Wenn wir diesen Weg positiv und konstruktiv beschreiten, indem wir Anreize schaffen, ohne nur anzuprangern, sind wir auf dem richtigen Weg. BS: Mein Szenario von PanEco in zehn Jahren ist folgendes: Eine bekannte, starke, gut vernetzte und professionelle Stiftung, welche sich in ihren Kernthemen, dem Natur- und Artenschutz sowie der Umweltbildung noch stärker profilieren kann und noch mehr Wirkung erzielt. RF: Es sind Ideen vorhanden, mit Partnern, wie bereits dem Orang Utan Coffee, im Bereich des «Green Business» zusammenzuarbeiten. Das heisst, die Stiftung nachhaltig und breit aufgestellt zu finanzieren und nicht nur die Hand aufzuhalten. BS: Genau, das passt voll und ganz zu meinen Vorstellungen.


26 | Öffentlichkeitsarbeit & Mittelbeschaffung

Leistungsbericht Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung Die Sensibilisierungs- und Informationsarbeit ist ein wichtiger Stiftungszweck von PanEco. Das wichtigste Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist, die Gesellschaft für den Schutz bedrohter Tiere und Lebensräume zu sensibilisieren und für einen verantwortungsbewussten und achtsamen Umgang mit der Umwelt zu werben. Weiter bildet die Öffentlichkeitsarbeit die Grundlage für die Gewinnung neuer Spenderinnen und Spender und der Pflege bestehender Beziehungen. PanEco finanziert ihre Arbeit überwiegend aus Spenden von Privatpersonen und Geberstiftungen. Nur mit ausreichenden und verlässlichen Finanzmitteln ist gemeinnütziges Engagement überhaupt möglich. Online-Kommunikation und -Fundraising Die vier Webseiten von PanEco und ihren Programmen sind mit insgesamt mehr als 130'000 Klicks im Jahr eine wichtige Plattform, um Interessierte und Spender über unsere Arbeit zu informieren. Auf den Webseiten besteht auch die Möglichkeit zu spenden, eine Patenschaft abzuschliessen oder sich für ein Angebot des Naturzentrums oder der Greifvogelstation anzumelden. PanEco publiziert über ihre Webkanäle durchschnittlich 10 News-Artikel pro Monat und schickt eine Auswahl davon als E-Newsletter einmal monatlich an ihr Netzwerk. Im Bereich Social Media informiert und interagiert PanEco mit einer wachsenden Community über die Kanäle Facebook, Twitter, Google+, YouTube und Instagram.

Spenden-Briefe Die Stiftung PanEco versendet regelmässig Briefe an ihre Unterstützerinnen und Unterstützer. Ziel ist es, über unsere Arbeit oder die Angebote unserer Programme zu informieren und die Adressatinnen und Adressaten um Spenden für die Programme zu bitten. Wir verzichten seit diesem Jahr bewusst auf Beigaben zu den Mailings und überprüfen regelmässig die Wirtschaftlichkeit dieser Massnahmen. Um neue Ressourcen zu erschliessen und die natürliche Fluktuation auszugleichen, bemüht sich PanEco um die Gewinnung von neuen Spenderinnen und Spendern. Zu diesem Zweck schreibt PanEco auch sogenannte Fremdadressen an und arbeitet mit externen Adress-Agenturen zusammen.

Mitgliedschaft und Patenschaften Im Jahr 2016 unterstützten zahlreiche Patinnen und Mitglieder die langfristige Arbeit von PanEco. Mitglieder des Naturzentrums Thurauen profitieren von vielen Vorteilen. Ihr Mitgliederbeitrag stellt gleichzeitig eine wachsende und verlässliche Einkommensquelle für das Naturzentrum dar. Weiter bietet PanEco seit letztem Jahr zweierlei Patenschaften an: Nebst Greifvögel- und Eulenauch Orang-Utan-Patenschaften. Mit dem Beitrag unterstützt der Pate oder die Patin nicht nur einen einzelnen Vogel bzw. Orang-Utan sondern das ganze Programm.

Vorträge und Veranstaltungen Die Stiftung PanEco hat auch im vergangenen Jahr an diversen Anlässen die Bevölkerung für Artenund Naturschutzthemen sensibilisiert. Das Naturzentrum Thurauen hat 14 und die Greifvogelstation drei öffentliche Veranstaltungen durchgeführt. PanEco informierte während Standaktionen an den Artenschutztagen im Zoo Zürich und am PanEcoJubiläums-Fest über die Palmölproblematik. Ausserdem hielten PanEco-Mitarbeitende insgesamt zehn Vorträge vor verschiedenem Publikum.

Medienarbeit PanEco konnte auch im vergangenen Jahr die Themen der Stiftung und deren Aktivitäten in verschiedenen Print-, Online-, Radio- und TV-Medien platzieren und somit viele Menschen erreichen. Am meisten Resonanz fanden die Medienmitteilungen zum Thema Deklarationspflicht von Palmöl, 60-Jahre-Jubiläum der Greifvogelstation, Verleihung des Preises «Trophée de femmes» an Regina Frey und zur Wanderfalken-Vergiftung.

Zewo-Gütesiegel PanEco trägt seit 2006 das ZewoGütesiegel. Dieses belegt, dass PanEco ihre Spenden zweckbestimmt und wirksam einsetzt. Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel durchlaufen alle fünf Jahre eine erneute Prüfung. Nur wer die Anforderungen der 21 Standards weiterhin erfüllt, darf das Zewo-Gütesiegel für weitere fünf Jahre tragen. PanEco hat diese Rezertifizierung im Jahr 2016 erfolgreich absolviert.


Finanzbericht | 27

Finanzbericht Kommentar zur Jahresrechnung 2016 PanEco ist eine mehrheitlich spendenfinanzierte Stiftung und verwendet ihre Mittel für Natur- und Artenschutz sowie Umweltbildung in der Schweiz und in Indonesien.

Ertrag Mit Einnahmen von über CHF 4,89 Millionen konnte PanEco die Erträge gegenüber dem Vorjahr um 6.7% erhöhen. Dies verdanken wir unserem Kreis von sehr treuen und grosszügigen Spenderinnen und Spendern, deren Anzahl 2016 weiter angewachsen ist. Daneben sorgt auch das Netzwerk von Förderstiftungen, privaten Gönnern und dem Kanton Zürich für eine solide Finanzierungsbasis.

Indonesien. Nicht nur werden dort neue Populationen dieser bedrohten Tiere aufgebaut, sondern auch deren Regenwald-Habitat geschützt und Forschungsarbeit geleistet. Ein geringerer Betrag wird für die Betreibung des Naturzentrums Thurauen in Flaach und die Greifvogelstation in Berg am Irchel ausgegeben. Lediglich 16% unserer Mittel werden in die Administration, Mittelbeschaffung und Kommunikation investiert.

Ergebnis PanEco schliesst das Jahr wie in den Vorjahren mit einem ausgeglichenen Resultat ab.

Herkunft der Mittel 100%

Projektausgaben PanEco verwendet ihre Mittel grundsätzlich für die folgenden drei Hauptprojekte: – Orang-Utan-Schutzprogramm in Sumatra, Indonesien; – Greifvogelstation in Berg am Irchel, Schweiz; – Naturzentrum Thurauen in Flaach, Schweiz.

Der grösste Betrag fliesst in das ganzheitlich ausgestaltete Orang-Utan-Schutzprogramm nach

20%

Förderstiftungen

21%

Projekterträge

52%

Private Spenden

Verwendung der Mittel für unsere drei Hauptprojekte 100%

Herkunft der Mittel

Verwendung der Mittel für unsere drei Hauptprojekte

Kantonsbeiträge

0%

Die Verwendung zweckgebundener Spenden fiel im vergangenen Finanzjahr höher aus als im Vorjahr, wobei zu beachten ist, dass diese Beiträge oft mit einer überjährigen Projektlaufzeit verbunden sind.

Gut die Hälfte unserer Erträge kommt von privaten Spenderinnen und Spendern. Ein weiterer grosser Teil wird durch Projekterträge erwirtschaftet. Ein Beispiel dafür sind Einnahmen aus Führungen und Workshops im Naturzentrum und in der Greifvogelstation. Ein weiterer wichtiger Teil wird von Förderstiftungen getragen. Das Naturzentrum Thurauen wird darüber hinaus auch vom Kanton Zürich finanziell unterstützt.

7%

12%

Greifvogelstation

15%

Naturzentrum

16%

Admin., Fundraising, Kommunikation

57%

Sumatra-Orang-UtanSchutzprogramm

0%

Rechnungslegung und Revision Die Rechnungslegung wurde nach Swiss GAAP FER 21 durchgeführt. Die Buchhaltung wird von einer unabhängigen Revisionsgesellschaft geprüft. Der auf den folgenden Seiten dargestellte Finanzüberblick stellt einen Zusammenzug der revidierten Jahresrechnung 2016 dar. Die detaillierte Jahresrechnung kann bei uns bestellt werden.


28 | Jahresrechnung

Bilanz PanEco

31.12.2016

31.12.2015 Veränderung

CHF CHF

AKTIVEN Umlaufvermögen Flüssige Mittel

926 906.17

1 088 822.51

–15 %

Forderungen

12 476.20

13 576.70

–8 %

Übrige Forderungen

58 575.00

69 030.00

–15 %

Vorräte

7 296.35

18 166.51

–60 %

38 196.95

72 768.55

–48 %

Total Umlaufvermögen

1 043 450.67

1 262 364.27

–17 %

Anlagevermögen (Sachanlagen)

1 035 166.86

4 044 156.67

–74 %

Total Aktiven

2 078 617.53

5 306 520.94

–61 %

Verbindlichkeiten

121 039.54

113 105.51

7%

Passive Rechnungsabgrenzung

258 640.90

258 923.65

0%

Total kurzfristiges Fremdkapital

379 680.44

372 029.16

2%

200 000.00

549 000.00

–64 %

Darlehen von nahestehenden Personen

1 166 000.00

3 656 000.00

–68 %

Total langfristiges Fremdkapital

1 366 000.00

4 205 000.00

–68 %

294 596.12

691 150.81

–57 %

Einbezahltes Kapital

10 000.00

10 000.00

0%

Erarbeitetes freies Kapital

28 340.97

28 340.97

0%

Total Organisationskapital

38 340.97

38 340.97

0%

2 078 617.53

5 306 520.94

–61 %

Aktive Rechnungsabgrenzung

PASSIVEN Kurzfristiges Fremdkapital

Langfristiges Fremdkapital Darlehen

Zweckgebundene Fonds Organisationskapital

Total Passiven


Jahresrechnung | 29

Betriebsrechnung PanEco

31.12.2016

31.12.2015 Veränderung

CHF CHF

ERTRAG Ertrag aus Geldsammeltätigkeiten

3 501 839.94

3 104 454.15

13 %

Ertrag aus erbrachten Leistungen

1 390 898.25

1 480 410.60

–6 %

Total Ertrag

4 892 738.19

4 584 864.75

7%

–1 795 046.17

–2 027 949.02

–11 %

–145 400.14

–104 281.88

39 %

–448 448.38

–452 781.89

–1 %

–2 254 787.77

–1 031 647.28

119 %

AUFWAND Projektaufwand Umweltbildung Schweiz Umweltbildung Indonesien Umwelt- und Naturschutz Schweiz Umwelt- und Naturschutz Indonesien Partner- und weitere Projekte

–111 650.09

–45 474.71

146 %

–4 755 332.55

–3 662 134.78

30 %

Kommunikation und Fundraising

–262 300.37

–187 304.54

40 %

Administration

–214 276.66

–210 023.67

2%

Total zentrale Dienstleistungen

–476 577.03

–397 328.21

20 %

–5 231 909.58

–4 059 462.99

29 %

–339 171.39

525 401.76

–165 %

92.10

262.92

–65 %

Finanzaufwand inkl. Kursdifferenzen

–4 580.16

–43 783.96

–90 %

Finanzergebnis

–4 488.06

–43 521.04

–90 %

–52 895.24

7 653.80

-791 %

–396 554.69

489 534.52

–181 %

Zuweisungen

–3 015 377.35

–2 191 238.12

38 %

Verwendung

3 411 932.04

1 701 703.60

101 %

396 554.69

–489 534.52

–181 %

Zuweisungen

0.00

0.00

0%

Verwendung

0.00

0.00

0%

Ergebnis Organisationskapital

0.00

0.00

0%

Ergebnis nach Fonds- und Kapitalbewegungen

0.00

0.00

0%

Total direkter Projektaufwand Zentrale Dienstleistungen

Total Aufwand für Leistungserbringung Betriebsergebnis Finanzertrag

Ausserordentlicher Aufwand/Ertrag Ergebnis vor Fonds- und Kapitalbewegungen

Ergebnis zweckgebundene Fonds


30 | Jahresrechnung

Geldflussrechnung PanEco Ergebnis vor Fonds- und Kapitalbewegungen

31.12.2016

31.12.2015 Veränderung

CHF CHF –396 554.69

489 534.52

3 008 989.81

425 060.82

1 100.50

10 883.60

(Zunahme) Abnahme Übrige Forderungen

10 455.00

58 209.00

(Zunahme) Abnahme Warenvorräte

10 870.16

–729.75

(Zunahme) Abnahme Aktive Rechnungsabgrenzung

34 571.60

20 281.45

7 934.03

13 536.16

–282.75

–4 549.10

2 677 083.66

1 012 226.70

(Investitionen) Desinvestitionen in Sachanlagen

0.00

318 000.00

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

0.00

318 000.00

–349 000.00

–1 861 000.00

gegenüber nahestehenden Personen

–2 490 000.00

1 046 000.00

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

–2 839 000.00

–815 000.00

248 %

–161 916.34

515 226.70

–131 %

1 088 822.51

573 595.81

Zunahme (Abnahme) flüssige Mittel

–161 916.34

515 226.70

Flüssige Mittel per 31. Dezember

926 906.17

1 088 822.51

Berichtigungen Abschreibungen Anlagevermögen Veränderung des betrieblichen Umlaufvermögens (Zunahme) Abnahme Forderungen

Zunahme (Abnahme) Verbindlichkeiten Zunahme (Abnahme) Passive Rechnungsabgrenzung Geldfluss aus Betriebstätigkeit

164 %

Zunahme (Abnahme) Darlehen gegenüber Dritten

Geldfluss Gesamtorganisation Zunahme an Zahlungsmitteln Flüssige Mittel per 1. Januar

–15 %


Jahresrechnung | 31

Rechnung über die Veränderung des Kapitals

Anfangsbestand

Zuweisung

Verwendung

1.1.2016

Endbestand 31.12.2016

ZWECKGEBUNDENE FONDS Umweltbildung Schweiz

53 209.44

675 463.39

–671 545.86

57 126.97

Umwelt-/Naturschutz Schweiz

0.00

448 111.64

–448 111.64

0.00

Umweltbildung Indonesien

0.00

7 237.90

–7 237.90

0.00

617 592.22

1 884 564.42

–2 285 036.64

217 120.00

Umwelt-/Naturschutz Indonesien Übrige Projekte

20 349.15

0.00

0.00

20 349.15

691 150.81

3 015 377.35

–3 411 932.04

294 596.12

Einbezahltes Stiftungskapital

10 000.00

0.00

0.00

10 000.00

Erarbeitetes freies Kapital

28 340.97

0.00

0.00

28 340.97

Total Organisationskapital

38 340.97

0.00

0.00

38 340.97

Totel zweckgebundene Fonds ORGANISATIONSKAPITAL

Revisionsbericht Die Jahresrechnung 2016 wurde am 3. März 2017 von der Consultive Revision AG geprüft. Sie entspricht Gesetz und Statuten. Der Revisionsbericht und die komplette Jahresrechnung kann bei unserer Geschäftsstelle bestellt oder auf unserer Webseite heruntergeladen werden. Auszug aus dem Bericht der Revisionsstelle: «(...) Bei unserer Revision sind wir nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir schliessen müssten, dass die Jahresrechnung kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 21 vermittelt und nicht Gesetz und Statuten entspricht. Ferner bestätigen wir, dass die gemäss Ausführungsbestimmungen zu Art. 12 des Reglements über das ZEWO-Gütesiegel zu prüfenden Bestimmungen der Stiftung ZEWO eingehalten sind.» Winterthur, 3. März 2017, Consultive Revisions AG, Urs Boner


32 | 2016 in Bildern

2016 in Bildern Feb 23. Februar Das FestangestelltenTeam des Naturzentrums wird durch zwei Praktikantinnen, einen Praktikanten und einen Zivildienstleistenden ergänzt: Nicole, Sonja, Luis, Nils.

21. Mai Das Symboltier der Thurauen zeigt sich – wie bestellt – an einer ausgebuchten Führung zum Thema «Eisvogel» in den Thurauen.

13. September Das Sumatra-Orang-UtanSchutzprogramm blickt auf einen sehr strengen Sommer zurück: In kurzer Zeit wurden ungewöhnlich viele Orang-Utans eingeliefert: Insgesamt 16 in drei Monaten.

Mrz

Jan 14. Januar Kälte und Schnee sorgen dafür, dass in der Greifvogelstation Berg am Irchel anfangs Jahr Hochbetrieb herrscht: Zahlreiche Hungervögel erholen sich mit unserer Pflege.

R 14. Mai 1956 wurde die Greifvogelstation gegründet – 60 Jahre später wird das Jubiläum öffentlich und mit vielen Freunden und Unterstützern gefeiert.

8. Juni Ein neuer Artikel, der den RSPO-Mitgliedern das kritische Wort verbietet, bringt das Fass zum Überlaufen: PanEco kündigt ihre Mitgliedschaft beim «Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl» (RSPO).

10. Juni Ein Wüstenbussard von einem Falkner in der Greifvogelstation Berg am Irchel: Wenn das mal nicht ein aussergewöhnlicher Patient ist!

1. Juli Ein Gericht entscheidet: Ein Taubenzüchter, welcher versuchte, einen Wanderfalken zu vergiften, wird verurteilt.

19. September Angehende Tierärztinnen und Tierärzte besuchen einen Workshop zur medizinischen Behandlung von Greifvögeln vom Tierspital Zürich in der Greifvogelstation.

7. Oktober Wie legt man einen Kompost an? Wie kann man mit Sonnenlicht kochen? In Workshops im Umweltbildungszentrum Bohorok lernen Schülerinnen und Schüler Vieles zum Thema Nachhaltigkeit!

Nov

Okt

Sep 2. September Nach 2.5 Monaten Pflege kann ein SchleiereulenGeschwisterpaar wohl genährt und gestärkt in die Freiheit entlassen werden.

Jul

10. März Der Startschuss zur Detailplanung für die Satellitencamps ist gefallen. Damit können auch Orang-Utans, die sich in den Tiefen des Waldes von Jantho angesiedelt haben, beobachtet werden.

Jun

28. Februar Nach Hinweisen von PanEco und ihren Partnern wird ein Palmölunternehmen, unter anderem für illegale Rodungen in der Region Tripa, zur Zahlung einer grossen Geldsumme verurteilt.

1. November PanEco kommuniziert: Das Restaurant Rübis&Stübis wird ab Januar 2017 an die neu gegründete Genossenschaft Rübis&Stübis verpachtet. Viel Erfolg!


2016 in Bildern | 33

4. April Die Planung steht: Um den Zugang zum «Orang-UtanHaven» zu sichern, wird aus dem nachhaltigen Rohstoff Bambus eine Brücke gebaut – das zukünftige Wahrzeichen dieses Projekts.

2. Juli Zwei ausgewachsene Orang-Utan-Männchen beziehen ihr neues Zuhause in der Auffangund Pflegestation: Die «Male-Cages» wurden fertiggestellt.

14. Juli Die Kiebitze sind zu Besuch: In den Thurauen lassen sich fünf dieser Watvögel auf einmal beobachten.

18. August Mit Feldstecher und Lupe die Thurauen entdecken! Diese Gelegenheit erhalten Kinder und Jugendliche am JuniorRanger-Tag.

7. November Orang Utan Coffee – ein wichtiger Partner der Stiftung PanEco erlangt durch sein schweizweites Crowdfunding-Projekt grössere Aufmerksamkeit.

10. November Der Dokumentarfilm von Leonardo di Caprio «Before the Flood» lockt viele Zuschauer weltweit vor den Bildschirm. Unser Orang-UtanSchutzprogramm wird darin vorgestellt.

6. Dezember Der «Samichlaus» bringt das Orang-UtanPatenschaftsprogramm. Ab sofort kann man Gotti oder Götti eines Sumatra-Orang-Utans werden.

11. April Unser neuer Animationsfilm zum Thema Palmöl wird veröffentlicht. Der Zivildienstleistende Fred Andres hat wiedereinmal ganze Arbeit geleistet!

8. Mai Am Tag der offenen Tür wird die Öffentlichkeit bei schönstem Sonnenschein eingeladen, das Naturzentrum und die Sonderausstellung zu besuchen.

27. August Die Stiftung PanEco feiert mit einem Regenwaldfest an einem warmen Sommerabend ihr 20-jähriges Bestehen.

31. August In den Thurauen haben die Arbeiten an der letzten Aufweitung der Thur begonnen. Die Renaturierung steht kurz vor ihrer Vollendung.

15. Dezember Die Sonderausstellung «Vielfalt Auen- und Regenwald: Wie lange noch?» befindet sich in den Startlöchern. Es wird fleissig geschraubt und gebaut.

19. Dezember Das PanEco-Team lässt das Jahr bei einem gemeinsamen Fackellauf mit anschliessendem FondueEssen ausklingen.

Aug

20. März Feierliche Einweihung: Die neue Aula im EcofarmingZentrum in Bukit Lawang ist bereit für lokale Bauern, Schulklassen und Touristen, die mehr über Bio-Landbau und traditionelle Anbaumethoden lernen möchten.

Mai

Apr

25. März Hoher Besuch in der Auffang- und Pflegestation: Leonardo di Caprio besucht uns in Sumatra und setzt sich für den Schutz des Leuser-Ökosystems ein.

Dez


34 | Partnerschaften & Unterstützende

Prof. Dr. Jean-Michel Hatt, Direktor Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere, Tierspital Zürich

Herzlichen Dank! Partner & Unterstützer Ohne die grosszügige Unterstützung von Gönnern, Paten, Mitgliedern sowie zahlreichen Spenderinnen und Spendern wäre das Engagement von PanEco nicht möglich. Unser Dank geht auch an die hier aufgeführten Partner, Geberstiftungen und Organisationen, die unsere Programme grosszügig unterstützen und an alle Zivildienstleistenden und Volontäre, ohne die wir nicht das wären, was wir sind!

«Seit über 30 Jahren arbeiten wir eng mit der Greifvogelstation Berg am Irchel zusammen. Nach der intensiven tierärztlichen Behandlung ist es eminent wichtig, dass die Greifvögel in der Greifvogelstation wieder fit werden können, für die erfolgreiche Auswilderung.»

Unsere Partner Yayasan Ekosistem Lestari YEL Die Stiftung für ein nachhaltiges Ökosystem YEL wurde in Sumatra von PanEco gegründet. Zusammen mit YEL setzt PanEco das OrangUtan-Schutzprogramm um. Yayasan Puntondo & Yayasan Seloliman Die beiden indonesischen Stiftungen führen auf Sulawesi bzw. Java die beiden von PanEco unterstützten Umweltbildungszentren. Bungerthof Der Bungerthof ist ein Bio-Hof in Berg am Irchel mit Umweltbildungsangeboten. Er beliefert das Restaurant Rübis&Stübis mit lokalen Produkten. Universität Zürich – Anthropologisches Institut Institut zur Erforschung der Evolution des Menschen und seines Verhaltens. Betreibt zusammen mit PanEco eine Forschungsstation auf Sumatra.

Universität Zürich – Tierspital Enge Zusammenarbeit der Greifvogelstation mit dem Tierspital der Universität Zürich. Komplizierte medizinische Fälle werden im Tierspital behandelt und zur Reha und Auswilderung in die Station zurückgebracht. Zoo Zürich Das Orang-Utan-Schutzprogramm von PanEco ist eines der sechs vom Zoo Zürich unterstützten Naturschutzprojekten. Ausserdem haben PanEco und der Zoo Zürich bei der Ausstellung zum Thema Regenwaldschutz im Affenhaus zusammengearbeitet. Baudirektion Kanton Zürich Die Baudirektion des Kantons Zürich ist die Auftraggeberin für den Betrieb des Naturzentrums und trägt massgeblich zu dessen Finanzierung bei. Sie leitet das Renaturierungsprojekt in den Thurauen (Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung). Tierrettung Tierheim Pfötli

Dr. Sofyan Tan, Indonesischer Parlamentarier und Stiftungsratspräsident YEL

Enge Zusammenarbeit der Greifvogelstation mit der Tierrettung. Alle Transporte der Greifvögel – vom Fundort in die Station oder von dort in den Tierspital – werden von der Tierrettung übernommen. Vogelwarte Sempach Zusammenarbeit der Greifvogelstation mit der Vogelwarte Sempach im Bereich Umweltbildung und Beringung von Vögeln. Netzwerk Schweizer Naturzentren

«Seit 1999 setzen wir unsere Umweltschutzprojekte in Partnerschaft mit PanEco um. Im Rahmen des «Post-Tsunami-Wiederaufbaus» bauten wir einen Spital für die Regierung in Aceh. Ich schätze die vertrauensvolle und faire Zusammenarbeit mit PanEco.»

Das Naturzentrum Thurauen ist Vorstandsmitglied des 2011 gegründeten nationalen Netzwerks der Naturzentren mit rund 20 Mitgliedern. Gemeinden Flaach und Berg am Irchel Flaach und Berg am Irchel im Zürcher Weinland sind die Standortgemeinden des Naturzentrums und der Greifvogelstation.


Partnerschaften & Unterstützende | 35

Thomas Ogi und Evelyne Hutter, Orang-Utan-Paten

TCS Der TCS betreibt den Campingplatz gleich neben dem Naturzentrum auf der Steubisallmend. Wir arbeiten in Sachen Geländeunterhalt, Abfallentsorgung, Velovermietung, Mietunterkünfte und einzelnen Veranstaltungen zusammen. Indonesische Naturschutzbehörde PanEcos SOCP basiert auf einer Vereinbarung mit der Indonesischen Naturschutzbehörde, die dem Programm die volle Unterstützung der Regierung gewährt. Zusammen mit der Behörde führt SOCP Konfiszierungen von illegal als Haustiere gehaltenen Orang-Utans durch. Zoologische Gesellschaft Frankfurt Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt ist eine international agierende Naturschutzorganisation, die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzt. Sie leitet und unterstützt finanziell die Orang-Utan-Auswilderungsstation Jambi. Orang Utan Coffee Das «Orang Utan Coffee»-Projekt fördert Bauern, die ihre Kaffeeplantagen ökologisch bewirtschaften und auf Rodungen des Regenwaldes verzichten. 50 Eurocent pro Kilo «Orang Utan Coffee» geht zur Unterstützung des Orang-UtanSchutzprogramms an PanEco. Sumatran Orangutan Society SOS Britische NGO im Bereich Schutz der SumatraOrang-Utans. Zusammenarbeit im Bereich Fundraising in Grossbritannien und Konfiszierung von Orang-Utans auf Sumatra.

Prof. Dr. Ewald Isenbügel, Ehem. langjähriger Zootierarzt und Stiftungsrat Graf Fabrice von Gundlach und Payne Smith-Stiftung

«Nach vierzig Jahren medizinischer Betreuung fühle ich mich der Greifvogelstation Berg am Irchel immer noch sehr verbunden. Gern setze ich mich im Namen der Graf Fabrice von Gundlach und Payne Stiftung auch weiterhin für die Station ein.»

«Seit Dezember sind wir Orang-UtanPaten. Das Engagement von PanEco hat uns dazu bewogen, umzudenken: Wir kaufen nun bewusster palmölfrei ein und tun damit unseren Paten-Orang-Utans und ihrem Lebensraum etwas Gutes.» Unsere Unterstützende Aktiebolaget Furuviksparken Animal Friends Insurance Servx Anna Maria und Karl Kramer-Stiftung Annette Ringier-Stiftung Arbeitsgruppe Riedschutz Greifensee (ASUG) Arcus Foundation Atlanta Fulton County Zoo Australian Orangutan Project Baudirektion Kanton Zürich: Amt für Landschaft und Natur (Fachstelle Naturschutz) Baugarten Stiftung Béatrice Ederer-Weber Stiftung Boguth-Jonak-Stiftung BOS Luxembuorg ASBL Bournemouth University C. und H. Richter Stiftung «Eine Zukunft für die Tiere» Computreu AG Credit Suisse Foundation Die Tierhilfe, Tierhilfe-Stiftung von Herbert und Dora Ruppanner Dorfverein Berg-Gräslikon Durrell Wildlife Conservation Trust Elisabeth Rentschler-Stiftung Eliseum Stiftung Ellen Frederik-Stiftung Else v. Sick Stiftung Empathie Stiftung für Tiere&Umwelt Ernst Göhner Stiftung Europäische Tierschutzstiftung Fondation Alfred et Eugénie Baur Fondation de bienfaisance Jeanne Lovioz ForuM elle Fuchs Engineering GmbH Graf Fabrice, von Gundlach und Payne SmithStiftung Gust und Lyn Guhl-Stiftung Haldimann-Stiftung Hans Vontobel Stiftung zur Förderung des Gemeinwohls HHS Hildegard und Hans Schaefer Stiftung Jean Wander Stiftung Jolliana Foundation Laboratoires de Cosmétologie Yves Rocher (Suisse) SA Leder-Locher AG Max und Martha Dangel Stiftung Metrohm Stiftung Mohammed Bin Zayed Species Conservation Fund Monique Gallusser-Lafont-Stiftung Natur und Umwelt Fehraltorf Natur- und Vogelschutz Oberwallis

Natur- und Vogelschutzverein Altstetten Natur- und Vogelschutzverein Bachenbülach Natur- und Vogelschutzverein Horgen Natur- und Vogelschutzverein Maur Natur- und Vogelschutzverein Stäfa Natur- und Vogelschutzverein Winterthur-Seen Natur- und Vogelschutzverein Wülflingen und Veltheim Naturschutzgruppe Dättlikon Naturschutzverein Hinwil Naturschutzverein Neftenbach Nelly und Ruth Schärer-Stiftung Orangutan Conservancy Orangutan Outreach Nederland Orang-Utan Regenwald GmbH Orangutan Veterinary Aid Orang-Utans in Not e.V. Pancivis Stiftung Parrotia-Stiftung Paul Schiller Stiftung Pestalozzi Heritage Foundation Planeta Foundation Prince Bernhard Nature Fund (PBNF) Rudolf und Romilda Kägi-Stiftung Sandoz - Fondation de Famille Sarulla Operations Ltd. Stichting Monkey Business Stierli-Stiftung Stiftung Binelli & Ehrsam Zürich Stiftung Carl und Elise Elsener Stiftung Regenwald Stiftung Salientes Stiftung Salud y Vida Stiftung Symphasis Stiftung Temperatio Stiftung Tierheim Wissi Stop poaching Stiftung Sumatran Orangutan Society Swipo Haustechnik GmbH Tiermed AG tierschutz.ch-Stiftung U. W. Linsi-Stiftung U.S.Fish & Wildlife Service Ueli Schlageter Stiftung Universität Zürich Vogelschutzverein Boppelsen Vontobel-Stiftung Vrenjo-Stiftung WSS Werner Siemens-Stiftung Zoo Zürich Zoological Society Philadelphia


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Stiftung PanEco Chileweg 5 CH-8415 Berg am Irchel Tel. +41 52 354 32 32 info@paneco.ch www.paneco.ch

PanEco ist eine international tätige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berg am Irchel. Unsere Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Natur- und Artenschutz sowie Umweltbildung in Indonesien und der Schweiz. Wir verfolgen dabei eigene Projekte und unterstützen lokale Partner fachlich wie finanziell.

www.sumatranorangutan.org www.naturzentrum-thurauen.ch www.greifvogelstation.ch www.ruebisundstuebis.ch IBAN: CH27 0900 0000 8400 9667 8

Bild Titelseite: Eine Ringelnatter sonnt sich auf einem Asthaufen auf dem Erlebnispfad des Naturzentrums Thurauen.

Jahresbericht 2016 PanEco  
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