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Aufbruch Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL Jahresbericht 2017 1


Inhaltsverzeichnis

03 04 06 08 Editorial Bereit, aufzubrechen

Ankündigung Das Jugendsozialwerk wird zum JSW

KJF – Jugend Zwischen Veränderung und Stabilität

KJF – Helpnet Immer ein offenes Ohr

09 10 11 12 KJF – Ferienpass Spass und Abenteuer in den Sommerferien

Wohngemeinschaft Falkennest Dran bleiben, auch wenn es schwierig wird

Jugendwohngruppen im Park Erwachsen werden

Wohn- und Arbeitsintegration Bernhardsberg Schritt für Schritt in Richtung grösserer Selbständigkeit

14 15 16 17 Take off Beziehungsangebot als Schlüssel zum Aufbruch

Arbeitsintegration Pratteln AIP Planen in einem unsteten Umfeld

Blaukreuz-Brockenhallen Reinach und Muttenz Manpower mit Fingerspitzengefühl

Unifair GmbH An den Herausforderungen wachsen

18 20 22 23 Spenden

Jahresrechnung

Stiftung Jugendsozialwerk Das Jugendsozialwerk ­unterstützen

Stiftung Jugendsozialwerk Organigramm und Standorte


Editorial

Bereit, aufzubrechen

Rebekka Balmer, Präsidentin des Stiftungsrates / Hans Eglin, Geschäftsführer

loten ständig aus, was die Jugendlichen beschäftigt und interessiert und passen die Angebote an. Eine Spende der Basellandschaftlichen Kantonalbank aus dem Erlös der jährlichen Märlitheater-Aufführung an unsere Jugendund Familienberatung Helpnet hilft mit, dass das Not­ telefon weiterhin 24 Stunden erreichbar bleibt und der ­Ausbau, zusammen mit der Birmann-Stiftung, für die Region Liestal und das Obere Baselbiet, als Familien-­, Erziehungs- und Jugendberatung zügig voran schreitet.

Stillstand ist Rückschritt, sagt eine Lebens­ weisheit. Es ist eine Aufforderung, dass wir in Bewegung bleiben sollen, offen für Verän­ derungen, bereit, aufzubrechen. 2017 war für unsere Stiftung tatsächlich ein bewegtes Jahr, ein Jahr des Aufbruchs. Ein Jahr des Neustarts: Ein grosser Schritt war die Über­ nahme der Schreinerei Hummel in Pratteln durch unsere Unifair GmbH. Das neue Arbeitsfeld eröffnet neue Mög­ lichkeiten für Praktikanten und Lehrlinge. Unser Betriebs­ leiter konnte bereits bei ersten Schreinerarbeiten überzeu­ gen und nimmt gerne Aufträge entgegen.

Ein Jahr des Umbruchs: Unsere Stiftung durchlief einen Organisationsentwicklungsprozess. In diesem Zusam­ menhang wurden unsere wichtigsten Auftraggeber befragt. Die vielen positiven Rückmeldungen zu unseren Angeboten und Dienstleistungen freuten uns sehr. Zugleich sehen wir darin einen Auftrag, noch genauer hinzuschauen, was un­se­ re Zielgruppen benötigen, damit unsere Angebote die grösst­ mögliche Wirkung erzielen.

Es war ein Jahr des dankbaren Zurückschauens: Die Blau­kreuz-Brockenhalle Reinach und das Wohn- und Arbeitszentrum Bernhardsberg in Oberwil wurden 20 Jahre alt. Beide Angebote entwickelten sich aus beschei­ denen Anfängen zu erfolgreichen Sozialunternehmen.

Ein Jahr der Veränderung: Wir gestalten unseren Auftritt neu. Doch dazu mehr auf der folgenden Seite.

Ein Jahr des Dranbleibens: Die Teams der Wohnheime ­Falkennest und im Park leisten konstant und verbindlich gute Arbeit. Die Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist herausfordernd. Es braucht Geduld, Ver­ ständnis, aber auch klare Regeln, an denen sich die Bewoh­ ner orientieren können. Die Teams unserer Wohnheime erbringen diese Leistung jeden Tag. Genauso wie das Team des Tagesstruktur-Programms Take off. Diese Stetigkeit zeigt Wirkung: Noch nie unterstützte das Take off so viele Jugend­ liche bei der Suche nach einer Lehrstelle wie in diesem Jahr.

Ein Jahr der Herausforderung, vor allem aus finanzieller Sicht: Umso dankbarer sind wir für die erhaltenen finanziellen Beiträge von vielen Einzelpersonen, Firmen, Vereinen, Kirchgemeinden und Stiftungen. Die Spenden ermöglichen uns, Projekte durchzuführen, die der Staat nicht finanziert. Sie machen direkte Hilfe möglich, schnell und unkompliziert. Wir danken all jenen, die uns bei all diesen Aufbrüchen unterstützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Als christ­ liches Werk berufen wir uns auf christliche Leitwerte und sind uns unserer göttlichen Kraftquelle bewusst. Wir sind Gott dankbar für allen Beistand, seine Führung und seinen Schutz. Unseren Lesern wünschen wir auf den folgenden Seiten einen inspirierenden Einblick in u­ nsere Arbeit.

Ein Jahr des Ausbaus: Die Arbeitsintegration Pratteln AIP erweiterte ihr Platzangebot und richtete eine Recycling-­ Abteilung in der Firma Immark in Liestal für 25 Personen ein. Gleichzeitig ging die Zahl der Zuweisungen zurück. Es erforderte viel Planungsgeschick, dass die Aufträge trotz weniger Teilnehmenden erfüllt werden konnten. Ende Jahr nahmen die Zuweisungen wieder zu, so dass sich der Aus­ bau trotzdem als richtig erwies. Ein Jahr der Weiterentwicklung: Unter der neuen Leitung von Sabine Carstens wurden die Ferienpässe X-Island und Laufental zu einem Grossprojekt mit 1300 Kindern. Ihnen wurden sechs spannende, lehrreiche und unterhaltsame Som­ merferienwochen ermöglicht. Auch die Offene Jugendarbeit erlebt eine stetige Erneuerung. Unsere Jugendarbeitenden 3


Ankündigung

Das Jugendsozialwerk wird zum JSW

Aufbruch beginnt manchmal im Stillen. Hinter den Kulissen wird alles vorbereitet, bevor es richtig ­losgeht. Genau so läuft es, wenn man ein neues Logo, ein neues Corporate Design erstellt. Das 2017 war für das Jugendsozialwerk so ein Jahr. Wir haben uns entschieden, unserer Stiftung ein neues Kleid zu geben. 16 Jahre war der blaue Farbverlauf mit dem Schriftzug «Stiftung Jugend­ sozialwerk» unser Erkennungszeichen. Das Wort «Jugend» ist hervorgehoben. Das Logo ist klar und verständ­ lich, aber mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Unsere Stiftung ist gewachsen und hat sich entwickelt. Wir sind nicht mehr nur für die Jugend da. In der Wohn- und Arbeitsintegration haben wir sogar mehr­ heitlich erwachsene Teilnehmende. Schon seit längerem spürten wir: Es stimmt einfach nicht mehr. Findungsphase In einem längeren Prozess, der vor eineinhalb Jahren begann, machten wir uns Gedanken, ob unser Name noch stimmt. Wir kamen zur Einsicht, dass wir den Namen Jugendsozialwerk behalten wollen, aber den Schwerpunkt nicht mehr auf Jugend setzen wollen. Parallel dazu schauten wir unsere Organisationsstruktur an. Dabei wurde deutlich, dass unsere Stärke in der Vielfalt liegt. Diese Vielfalt wollen wir leben. Die einzelnen Bereiche sollen möglichst viel Autonomie erhal­ ten. Diese Struktur soll sich in unserem Auftritt widerspiegeln. Ende 2017 war es so weit: Unser Grafiker Stefan Frei von Freiformat präsentierte uns das Logo, das sofort überzeugte.

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Wir sind mehr

Plus steht für jeden einzelnen Mitarbeitenden mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Ecken und Kanten. Weil es die Mitarbeitenden sind, die das Jugendsozialwerk ausmachen.

Stefan Frei nannte das Logo «schlicht plus».

Plus steht für die Partner und die Familien, weil es entscheidend ist, dass wir alle ein starkes soziales Netz haben. Das Plus steht für mehr. Wir sind mehr als ein Frei­ zeitangebot für Kinder und Jugendliche. Wir sind aber auch mehr als ein Sozialwerk für Menschen am Rande der Gesellschaft. Prävention und Integration gilt für alle: Für die erfolgreiche Studentin, den jugendlichen Schulabbrecher, den kreativen Teen­ ager, die alleinerziehende Mutter und den arbeits­ losen Migranten. Plus steht für unsere christliche Grundhaltung. Unser Handeln gründet auf Nächstenliebe, Soli­ darität und Respekt. Plus steht für das Blaue Kreuz als unsere Wurzel. Eine Organisation, die weltweit für die Reduktion von Sucht kämpft und mit vielen guten Ansätzen in über 40 Ländern weltweit Prävention betreibt, Beratung und Therapie anbietet und sich für eine Menschen fördernde Gesundheitspolitik einsetzt. Die Grundlage ist geschaffen. Jetzt geht es an die Umsetzung. Im Laufe dieses Jahres wird das neue, das alte Logo ablösen. Der grosse Umbruch mit dem neuen Auftritt steht uns also noch bevor. Wir freuen uns sehr darauf!

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KJF – Jugend

Zwischen Veränderung und Stabilität Thomas Furrer und Samuel Hasler, Co-Leiter KJF

Vom Bauwagen zum neuen Jugendraum Als Übergangslösung stellte der Bürgerverein Lausen während des Schulhaus-Neubaus einen Bauwagen als mobilen Jugendraum zur Verfügung. Eine Gruppe Jugendli­ cher wurde im Jahr 2017 bei der Nutzung dieses Wagens unterstützt. Nach den Sommerferien konnten die Umbau­ arbeiten für den neuen Jugendraum im Schulhaus begin­ nen. Die Jugendlichen brachten ihre Ideen in die Planung ein und gemeinsam mit der Bauverwaltung Lausen wurden diese umgesetzt. Die offizielle Eröffnung des Jugendraums ist für Frühjahr 2018 geplant.

Unsere Jugendangebote unterstützen Jugendliche von 10 bis 20 Jahren, bieten sinnvolle Freizeitbeschäftigung und die Begleitung in ihren Lebensfragen. Im Mittelpunkt stehen immer wieder unsere Fachpersonen. Ihre stabilen Beziehungen zu Jugendlichen sind die Basis für alle ­unsere Aktivitäten.

Die Jugendzeit ist eine herausfordernde Lebensphase für Jugendliche und ihr Umfeld. Jugendliche suchen in einem Veränderungsprozess ihre Identität sowie Werte und Ziele. Sie sehnen sich in diesem Prozess stark nach einer Umge­ bung, die ihnen Orientierung gibt.

Jugendliche entdecken ihre Kreativität Durch ein Musikprojekt wurden einige Besucher und ­Besucherinnen des Jugendzentrums Liestal auf unser Musikangebot aufmerksam. Einige Jugendliche ­nahmen aus Neugier ein erstes, eigenes Lied auf. Bei ande­ ren Jugendlichen entdeckten wir auch ein wachsendes musi­kalisches Talent. Durch diese neu entdeckten Res­ sourcen sind weitere Projekte geplant. So zum Beispiel ein Auftritt am Stadtfest von Liestal oder ein Musikvideo­ clip. Es freut uns sehr durch diese Erfolgserlebnisse viel Freude, Stolz und Selbstbewusstsein in den Augen der Jugendlichen zu entdecken.

Vom losen ersten Kontakt arbeiten wir schrittweise hin zu verbindlichen und vertrauensvollen Beziehungen. Durch Partizipation werden Jugendliche in wichtige Entscheidun­ gen einbezogen und möglichst viel Verantwortung an sie delegiert. Uns ist es ein grosses Anliegen, dass Jugend­ liche «ihre» Jugendangebote mitgestalten können und so Eigeninitiative und Selbstwirksamkeit lernen. In den sieben Jugendzentren und Jugendräumen, der Mobilen Jugendarbeit und unseren Projekten standen wir knapp 27 000 Mal in Kontakt mit Jugendlichen. Das entspricht einer Steigerung von über 20 Prozent im Vergleich zu 2016.

Legale Graffitis als neues Kulturangebot

Welche Aufbrüche ereigneten sich 2017 in der Offenen Jugendarbeit? Hier einige konkrete Beispiele: Jugendarbeitende vermitteln Seit längerem sah sich eine Gruppe Jugendlicher in ­Lupsingen, die sich häufig auf dem Schulhausareal aufhielt, mit Reklamationen aus der Nachbarschaft ­konfrontiert. Anlässlich eines runden Tisches, zu welchem der Gemeinderat eingeladen hatte, formulierten die Jugendlichen ihren Wunsch nach einem Raum, den sie ­selber verwalten können. Diese Idee unterstützten die Jugendarbeitenden. In Gesprächen mit einer Gemein­ derätin zeichnete sich eine Lösung ab. So durften die Jugendlichen einen Raum im alten Feuerwehrdepot ­z wischennutzen. Begleitet werden sie dabei von der ­mobilen Jugendarbeit & Streetwork der Region Liestal.

Graffitis werden in unserer Gesellschaft einerseits als Kunst und andererseits als Schmierereien wahrgenommen. Daher wurde durch die Mobile Jugendarbeit Liestal das Projekt «Legale Graffiti für Liestal» lanciert, um die Kunst zu fördern und «Schmierereien» zu vermeiden. Liestal verfügt nun über 200 Meter Wandfläche, an denen legal «gesprayt» werden darf. Das Angebot, welches in Zusammenarbeit mit dem Kaffee Farbklex verwaltet wird, 6


Statistik Teilnehmerzahlen

Total

27575

30000

18 988 Jungs

Teilnehmende Total

+25%

20000

8587

Mädchen

10000

0

Teilnehmende im Vergleich zu 2016

2016

2017

Erstmals installierter Pumptrack verursacht Stau Das Sportamt Baselland ist seit 2017 im Besitz eines ­mobilen Pumptracks, der mit Bikes, Scootern, Skateboards und Inline-Skates befahren wird. Damit stellt das Sportamt Baselland Schulen, Gemeinden und Vereinen ein attraktives Outdoor-Bewegungsangebot zur Verfügung. Dank der finanziellen Unterstützung des Frauenvereins Bubendorf konnten wir den mobilen Pumptrack vom ­28. Juli bis 2. September 2017 vor der Sporthalle Sappeten aufbauen. Das Angebot wurde so rege benutzt, dass es zeitweise zu Stau auf dem Pumptrack kam. Auch die Rück­ meldungen der Eltern waren durchwegs positiv.

wurde auch 2017 rege genutzt. Zudem hatten vier Jugend­ liche aus der Region Liestal grossen Spass daran, an der Kulturnacht Liestal vier Wände mit je 2×5 Metern indivi­ duell zu gestalten. Die Jugendlichen nutzten den Kulturan­ lass gerne, um zu zeigen, wie Graffitis entstehen. Sie ­standen den interessierten Besuchern der Kulturnacht auch für Fragen und Erklärungen zu Technik und Entwürfen zur Verfügung.

Eine Coaching-Erfolgsstory und der Aufbruch in die eigene Zukunft Die Lücke im Lebenslauf klafft wie ein drohender Abgrund vor Leonie (20). Vier ganze Jahre fehlen. Keine Schule, kein Praktikum, keine Lehre. Die Wahrheit: Auf Grund eines traumatischen Erlebnisses brauchte sie psychologische Betreuung. Nachdem sie sich zurück ins Leben gekämpft hatte, stand sie vor einem neuen Problem. Mit dem lücken­ haften Lebenslauf fand sie keinen Ausbildungsplatz. Der Druck wurde immer grösser. Die Spannungen in der Familie nahmen zu. Leonie hörte vom Coachingangebot «Get it real» der Offenen Jugendarbeit Region Laufen. Hier entdeckte sie ihre Potentiale und nutzte diese. Hier fand sie die Motivation und die Ruhe, sich weiter zu bewer­ ben. Auch die angespannte Situation in der Familie legte sich. Schliesslich fand sie eine Lehre als medizinische Praxis­ assistentin und blickt heute glücklich und hoffnungsvoll in die Zukunft.

Mobile Einsätze mit Jugendmobil und einem neu lancierten Anhänger Unser Einsatz im August fiel mit dem Dorffest Ramlins­ burg zusammen. Eine Mitarbeiterin der mobilen Jugend­ arbeit & Streetwork Region Liestal liess sich gemeinsam mit acht Jugendlichen etwas Spezielles einfallen. Sie bau­ ten in der Mehrzweckhalle eine Geisterbahn auf. Über 100 Mutige wagten sich hinein in die Dunkelheit und lehrten von den Jugendlichen das Fürchten.

Klassenturnier mit Besuchsrekord Mit einer Beteiligung von bis zu 70 Jugendlichen pro ­Nachmittag war das Klassenturnier 2017 im Jugend­ café Gelterkinden ein voller Erfolg. Acht Klassen nahmen an fünf Tagen teil. Die Schülerinnen und Schüler waren in den vielfältigsten Disziplinen gefordert. Sie ­massen sich beim Töggele, Billard, Tischtennis, Tanzen und online beim «FIFA» spielen. Mit viel Kampfsinn, ­Freude und Engagement kämpften die Klassen um den Gesamtsieg. Das Klassenturnier fördert neben dem Spass und der Gemeinschaft auch die Verbindlichkeit. Die Chancen auf den Gesamtsieg stiegen, wenn die Jugendlichen an allen Turnieren teilnahmen.

Im Oktober waren wir zum ersten Mal mit unserem neuen Anhänger (genannt «The Truck») vor Ort. Es handelt sich dabei um einen umgebauten Lastwagenanhänger, der als Chill-, Spiel- und Begegnungsort dient. So nutzten die Buben den Truck, um ein «FIFA18»-Turnier auszutragen und die Mädchen fertigten Lip-Gloss und Ohrringe an. 7


Helpnet – Jugend- und Familienberatung

Immer ein offenes Ohr Natalie Kretschmer, Leiterin Helpnet

Der Trägerverbund Sissach wächst Nachdem 2017 die Gemeinde Läufelfingen neu zum Träger­ verbund der Offenen Jugendarbeit dazustiess, entschied letztes Jahr auch die Gemeinde Eptingen beizutreten. Nun sind zehn Gemeinden in der Offenen Jugend­ arbeit Region Sissach aktiv. Jugendcoaching: Vier Jahre im Zeichen der professionellen Förderung 2017 war das letzte Jahr des Praxisforschungsprojekts Jugendcoaching Get it real. Während vier Jahren wurden rund 140 Jugendliche gecoacht und gezielt geför­ dert. Über 1100 Coachinggespräche fanden statt. Durch dieses Projekt konnten viele Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Jugendcoaching gesammelt werden.

Aufbruch ins Leben: Ein 24-jähriger Jugendlicher ­baute sich zu Hause «eine Höhle». Die Mutter meldete sich telefonisch beim Helpnet. Der Jugendliche kam mit seiner Mutter zu einem Erstgespräch und fühlte sich angesprochen. Er wollte etwas ändern und nahm eine mehrmonatige Beratung in Anspruch. Seine ­Themen waren Verwahrlosung und Arbeitslosigkeit. Durch den Beratungsprozess erhielt er konkrete Unterstützung, meldete sich beim RAV an und arbei­ tet nun im Stundenlohn. Das Beziehungsverhältnis zu seiner Mutter hat sich deutlich verbessert. Das Beratungsangebot wurde auch im ­ver­gangenen Jahr vor allem von Eltern und Jugend­lichen in Anspruch genommen. ­Insgesamt fanden 210 erfolgreiche Beratungen im 2017 statt­(Vorjahr 168).

116 Bewertungen füllten die Jugendlichen aus. Sie beur­ teilten die Begleitung durch den Coach und ihre persön­ liche Veränderung. Auf die Frage «Wie hoch schätzt Du deine persönliche Zielerreichung auf einer Skala von 0–10 ein?» lautet der Durchschnittswert 8.0. 95 Prozent der Jugend­lichen und jungen Erwachsenen können das Jugend­coaching weiterempfehlen. Wir freuen uns über diese positiven Resultate.

Verständnis schaffen Die Eltern nahmen per Telefon oder per Mail, die Jugendli­ chen meist per WhatsApp mit uns Kontakt auf. Der rund um die Uhr mögliche und niederschwellige Zugang zu einer raschen, vertraulichen und kompetenten Beratung wurde sehr geschätzt. Die Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Jugendlichen in herausfordernden Situationen stand dabei am häufigsten im Vordergrund. Zum Teil fanden die Beratungen anonym nur am Telefon oder virtuell statt, auf andere folgte ein klassisches Beratungssetting am Tisch.

Im März 2018 wird ein Handbuch zum Projekt mit wichtigen Coaching-Methoden veröffentlicht werden. Mehr Informationen: www.getitreal.ch

Leistungsvereinbarung mit 13 Gemeinden Aufgrund der vom Regierungsrat Basel-Landschaft im 2013 verabschiedeten Handlungsempfehlung, ein flächende­ ckend verfügbares Beratungsangebot für Familien zu instal­ lieren, haben die Stiftung Jugendsozialwerk (Helpnet) und die Birmann-Stiftung (Erziehungs- und Familienberatung) im 2016 eine strategische Allianz gebildet. Gemeinsam haben sie das Projekt «Ausbau zu einer Familien-, Erziehungs- und Jugendberatung Region Liestal und Oberes Baselbiet» unter Einbezug des Amtes für Kind-, Jugend- und Behinder­ tenangebote erarbeitet. Mit 13 Gemeinden konnte schliess­ lich erfolgreich eine Leistungsvereinbarung für die nächsten drei Jahre abgeschlossen werden.

Ausblick Auch 2018 bleiben wir ein niederschwel­ liges und dynamisches Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien. Wir planen die Familien- und Erziehungs­ beratung in der Region Liestal, Sissach und Waldenburg in Zusammenarbeit mit der Birmannsstiftung deutlich zu erweitern. Der Anhänger «The Truck» wird in den Gemeinden Breitenbach, Gelterkinden, ­L äufelfingen, Ramlinsburg, Sissach und Zunzgen im Einsatz stehen.

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Ferienpass X-Island Baselland / Ferienpass Laufental-Thierstein

Spass und Abenteuer in den Sommerferien Sabine Carstens, Leiterin Ferienpass

Gesamtergebnis. Über 600 Kinder aus 28 Gemeinden nahmen am Ferienpass teil. Sie nutzten Wochenkurse im Schwim­ men, übernachteten im Kirchturm, lernten Schach und ­Breakdance und lösten einen Kriminalfall. Zusätzlich zu den 1250 Einzelplätzen befanden sich auf dem persönlichen Ferienpass Grundangebote wie Solarbob fahren, Gratis-­ Pizza oder Ferienpassglace.

Der Ferienpass X-Island Baselland ist ein Freizeitange­ bot während den sechs Sommerferienwochen für Kinder- und Jugendliche zwischen 7 und 16 Jahren. Die Teilnehmenden kommen vor allem aus dem oberen Teil des Baselbiets. Seit 2016 führt das Jugendsozialwerk auch den Ferienpass Laufental-Thierstein durch. Die Ferienpässe leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Entwicklung und gesunden Lebensweise von Kindern.

Zu den Highlights der 165 diesjährigen Kursangebote gehörte in jedem Fall der Flossbau auf dem St. Alban Teich. Bei dem mit dem Ferienpass X-Island gemeinsam durchgeführten Projekt mussten die Kinder zuvor ihren eigenen Plan erstel­ len, um später eine Testfahrt durchführen zu können. Ein weiteres Plus zu diesem wichtigen Sommerferienan­ gebot ist die beliebte FerienWerkStadt in Brislach, welche die Kinder ebenfalls ohne Voranmeldung über zwei Wochen besuchen konnten. Unter der Leitung von Liliane Keller und Cécile Jenzer mit den zahlreichen Helferinnen und Hel­ fern wurde gespielt, gebastelt und gewerkelt, sodass es wirklich keinem der rund 60 bis 100 Kinder pro Nachmittag langweilig wurde.

Spürbare Begeisterung im Ferienpass X-Island Baselland 642 Kinder und Jugendliche nutzten die Veranstaltungen des Ferienpasses X-Island Baselland in den Sommerferien. Neben Sport-, Handwerk- und Kreativangeboten, über­ nahmen sie Tierpflege, informierten sich bei einer ­Schleusenfahrt mit Kapitänsführung und erstellten alkohol­ freie Cocktails. Grundangebote auf jedem Ferienpass ermöglichten unangemeldet und gratis Glace zu essen, ein Museum zu besuchen, Bowling und Minigolf zu spielen. Eine Woche lang wurde Fotografie und das korrekte ­Wasserturmspringen erlernt, Erfahrungen im Wald gesam­ melt und ein «Waldfäger» gebaut. Dabei durchliefen die Kin­ der fünf Handwerksberufe.

Unsere Herausforderung für 2018 Eine nachhaltige, tragfähige Finanzierung für die beiden Ferienpässe zu erwirken, ist weiterhin unsere Herausforde­ rung. Neben der Hoffnung, dass uns bestehende Veranstal­ ter treu bleiben, sind wir stetig auf der Suche nach neuen Anbietern. Wir wünschen uns sehr, dass wieder alle Betei­ ligten mit so einer grossen Leidenschaft ans Werk gehen, wie es in den letzten Jahren der Fall war.

Besondere Begeisterung wurde bei der Theaterwoche spür­ bar. Die Kinder spielten das Stück nicht nur, sondern ­schrieben es zuvor auch selber. Bei der anschliessenden Aufführung kamen so viele Zuschauer, dass kaum mehr Platz für die Darbietung blieb. Eine sichtlich gerührte ­Kursleiterin und das gesamte Publikum waren sehr stolz auf ihr Theaterteam. Insgesamt 240 Veranstaltungen beinhalteten 3876 Einzelplätze. Neben vielen neuen Erfah­ rungen wurden Freundschaften geschlossen und neue Hobbys entdeckt. Beim «Magischen Nachmittag» war sogar das Fernsehen vor Ort. Aufgeregte Kinder genossen ihre Leidenschaft zur Zauberei. Highlights und tolle Zusammenarbeit beim Ferienpass Laufental-Thierstein Zum zweiten Mal wurde die Durchführung vom Verein ­Ferienpass Laufental-Thierstein an die Stiftung Jugend­ sozialwerk Blaues Kreuz übertragen. Eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber, Veranstaltern und uns als Dienstleister führten erneut zu einem tollen 9


Wohngemeinschaft Falkennest

Dran bleiben, auch wenn es schwierig wird Lukas Spinnler Bereichsleiter Falkennest / Pädagogischer Leiter JSW

Die Wohngemeinschaft Falkennest bietet jungen ­Männern und Frauen mit sozialen Schwierigkeiten einen geschützten Wohnplatz. Unsere Arbeit zielt auf eine ganzheitliche Rehabilitation – dabei richten wir den Fokus auf die berufliche Integration.

Aufbruch in schwindelnder Höhe: Im Herbst unternahm das Falkennest einen Ausflug in einen Kletterpark. Wir hatten dort eine spannende Zeit mit den Klienten. Aus pädagogischer Sicht besonders wertvoll war das Überwinden von Ängsten. Zwei unserer Bewohner ­hatten spürbare Angst vor der Höhe und den instabilen Hindernissen. Trotzdem kamen sie mit und schafften es in kleinen Schritten, diese Ängste zu überwinden. Ihr Selbstvertrauen nahm zu, so dass sie schlussendlich sogar den mittelschweren Kletter-Parcours bewältigen konnten. Gerade der Kletterpark bietet ein gutes Lernfeld, die eigene Selbstwirksamkeit spielerisch zu trainieren.

jeweiligen Stärken profitieren, die eigenen Entwicklungs­ schritte vorantreiben und mit der Zeit selbst ein Vorbild werden. Neben der persönlichen Bereitschaft zur Verände­ rung spielt eine positive Gruppendynamik für den individu­ ellen Entwicklungsprozess eine wichtige Rolle. Viele unse­ rer täglichen Entscheidungen zielen darauf ab, die Gruppe zu stärken.

Wir begleiten unsere Klienten im Rahmen einer gezielten Einzelförderung. Unsere Schwerpunkte sind: Stabilisation der Persönlichkeit, Unterstützung am Arbeitsplatz, Wahr­ nehmung von gesellschaftlichen Rechten und Pflichten, Aufbau eines neuen Beziehungsnetzes und eine abstinen­ zorientierte Suchtbekämpfung. Das Falkennest-Team ist interdisziplinär zusammengestellt und arbeitet eng mit den regionalen Behörden und Beratungsstellen zusammen. Ein bewegtes Jahr Im 2017 war die durchschnittliche Belegung zwischen 14 und 15 Bewohnern. Das entspricht einer Auslastung von über 97 Prozent. 11 Bewohner traten im Laufe des ­Jahres ein, 12 aus.

1

3

Eltern/Familie

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in eine geplante Anschluss-Institution

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Eine Lehrstelle zu finden: Dies ist die erste grosse Hürde für unsere Klienten auf dem Weg in die Arbeitswelt. Die noch viel grössere Herausforderung ist jedoch, die Lehre auch erfolgreich abzuschliessen. Oft braucht es für den Erfolg, nebst Fleiss und Eigeninitiative, auch hilfreiche Impulse von aussen, je nachdem was gerade nötig ist.

Anschlusslösung Anz. Pers.

in eine eigene Wohnung

Lehre gefunden Im August konnten zwei unserer Bewohner in Berufslehren als Koch EBA und Informatiker EFZ einsteigen. Wir wünschen den beiden an dieser Stelle viele kleine und grosse Erfolgs­ erlebnisse bei der täglichen Arbeit und in der Berufsschule. Mit viel Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen werden sie es schaffen.

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in eine private Wohngemeinschaft

ohne festen Wohnsitz/Anschluss-Institution

Das Zusammenleben im Blick Eine der grossen Gratwanderungen im Alltag besteht immer darin, bei der Gruppenkonstellation die richtigen Wei­ chen zu stellen, sei es beim Aufnahmeverfahren, sowie bei den täglichen Entscheidungen. Eine gute Durchmischung der Gruppe schafft für alle Klienten ein wertvolles Lern­ feld. Auf diese Weise können sie gegen­seitig von den 10


Jugendwohngruppen im Park

Erwachsen werden Mustafa Yesildeniz, Bereichsleiter

Sommerfreizeit am Bodensee In den Sommerferien waren acht Bewohnerinnen und Bewohner in Begleitung von zwei Betreuenden für einige Tage in der Jugendherberge in Rorschach zu Gast. Diese liegt mitten im Freibad mit direktem Seezugang und war für alle Wasserratten ideal. Nebst nächtlichem Schwimmen, Schifffahrt und zwei Wanderungen in der Appenzeller Bergwelt, werden sicher auch die gute Verpflegung und die Übernachtung im Zelt bei strömendem Regen in Erinnerung bleiben. Mit nach Hause nahmen wir nebst den vielen Ein­ drücken auch ein gestärktes Gruppengefühl.

Aufbruch im Park: Oft ist etwas im Leben der Jugendlichen und ihrer persönlichen Situation fest­ gefahren, wenn sie zu uns ins Betreute Wohnen kommen. ­Mitzuerleben, wie die Jugendlichen einen inneren und äusseren Aufbruch wagen, ist ein Privileg und motivierend für alle Beteiligten. Im Jahr 2017 lebten durchschnittlich 17 Jugendliche in der JWP. Verteilt auf 6 Mädchen und 11 Jungs im Alter von durchschnittlich 18 Jahren. Wir verzeichneten sieben Ein­ tritte und zwölf Austritte von Jugendlichen, die entweder in ihre Familie, in eine andere Institution oder in die eigene Wohnung zogen.

Integration Eine Aufgabe der Jugendwohngruppen ist die Unterstützung bei der Integration von jugendlichen Migranten. Einer davon ist der 19-jährige Yousuf aus Afghanistan. Er wohnt seit Dezember 2016 bei uns im Park. Er konnte nach zwei Jahren Schule im Zentrum für Brückenangebote eine Praktikumsstel­ le als Assistent Gesundheit und Soziales im Bethesda Spital starten und wurde im Magazin Bildung Schweiz des Dachver­ bandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz lobend erwähnt.

Die Jugendwohngruppen im Park bieten Jugendlichen in herausfordernden Lebenslagen einen betreuten Wohnort, wo sie mit Unterstützung der Betreuenden Schritte in ein zunehmend selbständiges Leben machen. Unser dreistufiges Betreuungsangebot ermöglicht es den Jugendlichen immer mehr Selbstverantwortung zu übernehmen und trotzdem bis zur Selbstständigkeit begleitet zu werden.

Abschied Aufbruch bedeutet manchmal auch Abschied. Ende Jahr mussten wir uns leider von zwei UMA's (unbegleitete ­minderjährige Asylbewerber) aus Eritrea verabschieden. Da sie Anfang 2018 die Volljährigkeit erreichen, ziehen sie in eine eigene Wohnung. Wir werden beide sehr vermis­ sen, leisteten sie doch einen grossen Beitrag zu kultureller und persönlicher Vielfalt bei uns. Es war sehr bereichernd mitzuerleben, wie sie aus anfänglichem Misstrauen und Schüchternheit herauswuchsen und zu herzlichen und ­mutigen jungen Menschen wurden.

Wandel Das Jahr 2017 brachte einige Veränderungen. Auf Ende Jahr gaben wir das alte Pfarrhaus des Diakonats Bethesda ab. Die dort untergebrachte Aussenwohngruppe holten wir ins Haupthaus. Damit die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Selbstständigkeit nicht einbüssen, waren bauliche Massnahmen notwendig, wie der Einbau einer neuen Küche und die Vergrösserung der Zimmer. Schlussendlich werden wir im 1. Stock fünf Plätze für die Stufe 2 anbieten können. In der Stufe 2 erhalten die Jugendlichen wöchentliches Lebensmittelgeld und lernen so Schritt für Schritt die Verant­ wortung für eine eigene Haushaltsführung inklusive ­Verpflegung zu übernehmen. 11


Wohn- und Arbeitszentrum Bernhardsberg

Schritt für Schritt in Richtung grösserer Selbständigkeit Gordana Möckli, Leiterin

In der Betreuung müssen wir all diese Felder berücksichti­ gen. Dabei ist eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Wohn- und Arbeitsbereich und unseren externen Partnern zentral. So hat sich denn im Bereich Wohnen die fachliche Zusammenarbeit mit den psychiatrischen Diensten sowie den Sozialdiensten der Kliniken intensiviert. Für beide Sei­ ten bringt diese verstärkte Zusammenarbeit einen notwen­ digen Erfahrungsaustausch zum Wohle des Patienten.

Aufbruch ermöglichen: Einer der Filme, den wir am Open Air Kino zeigten, war Lion. Es ist die Geschichte eines verlorengegangenen Jungen aus Indien, der von einem australischen Ehepaar adoptiert wird. Als Erwachsener macht er sich auf, um seine Wurzeln zu suchen, mit Erfolg. Die Geschichte beeindruckte die Open Air-Gäste tief. Dies spürten wir an der ein­ gegangenen Kollekte, die wir dem Strassenkinderpro­ jekt Onesimo in Manila weitergaben. Das Geld wird dort neue Aufbrüche möglich machen.

Grosse Nachfrage Die Nachfrage nach Wohnplätzen war auch im 2017 gross. Zusammen mit den Aussenwohngruppen hat der Bernhards­ berg Platz für 27 Personen. Weitere können extern in der eigenen Wohnung begleitet werden. Mit einer Belegung von 101 Prozent auf dem Bernhardsberg selbst und 119 Prozent in den Aussenwohngruppen war das Betreute Wohnen ­zeitweise sogar überbelegt.

Mehrfachdiagnosen fordern heraus Auf dem Bernhardsberg wohnen und arbeiten erwachsene Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Unser Ziel ist, dass unsere Klienten so selbständig wie mög­ lich werden. Viele sind mit Mehrfachdiagnosen konfron­ tiert. In den letzten Jahren nahm die Komplexität der Erkrankungen zu und damit auch der Betreuungsaufwand. Immer mehr Klienten sind nicht in der Lage, einen ganzen Tag durchzuarbeiten. Die Tagesstruktur muss auf Grund der Belastbarkeit der Klienten regelmässig angepasst werden.

Wachstum, Ausbau, Klärung Das 2017 war für den Bernhardsberg ein grosses Aufbruchs­ jahr. Mit der Eröffnung von zwei neuen Aussenwohn­ gruppen in Münchenstein im April (maximal 5 Frauen) und in Reinach im November (maximal acht Männer) wurde der Bereich Wohnen erweitert. Heute umfasst der Bernhards­ berg neben dem Haupthaus sechs Aussenwohngruppen. In der Arbeitsintegration boten wir ab 1. Januar 2017 mit 500 Stellenprozent neu Begleitete Arbeit an, ein Angebot, das in kürzester Zeit voll belegt war. Dabei handelt es sich um Anstellungsverhältnisse im geschützten Bereich. Die betreute Tagesgestaltung nahm 2700 Stellenprozente ein. Im Bereich Arbeitsintegration kam es zu einer verstärkten internen Vernetzung der verschiedenen Bereiche des Jugendsozialwerks und zu einer erweiterten Zusammen­ arbeit mit externen Partnern (Gewerbe, Altersheime). So konnten neue Praktikums- und Ausbildungsplätze für ­Klienten im Förderprogramm geschaffen werden. Der ganze Bereich Berufliche Massnahmen IV wird per Ende Jahr nach Pratteln (Inprofil) übertragen und vom Bereich Arbeitsintegration Pratteln AIP zentral betreut. Damit haben wir innerhalb des Jugendsozialwerks eine ­klare Struktur und nur noch einen Ansprechpartner für die IV.

Eine unserer Klientengruppen, die uns besonders herausfor­ dert, sind Suchtpatienten (THC, Alkohol, nicht stoffgebun­ dene Abhängigkeit wie Onlinesucht). Hier werden wir mit folgenden Problemfeldern konfrontiert: • • • • •

Entwicklung von Psychosen wegen regelmässigem THC Konsum Überschuldung Gerichtsverfahren Soziale Verwahrlosung und Einsamkeit Verlust einer Tagesstruktur

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Der Bernhardsberg zeichnet sich zum einen durch seine idyllische Lage ausserhalb von Oberwil aus, zum anderen durch sein Wohn- und Arbeitsangebot. Die Klienten erhalten eine sinnvolle Tagesstruktur im Agrarbereich wie die Arbeit mit den Pferden, im Garten oder auf dem Feld, im Bereich Betriebsunterhalt, in der Küche oder als KV-­ Mitarbeitende. Im Wohnen wird deutlich, wie die Klienten ihr Leben nach der Arbeit meistern. Hier wird der Alltag geprobt. Je nach ­Selbständigkeit wohnen die Klienten in der Wohngemeinschaft auf dem Bernhardsberg, in einer externen Wohngruppe oder in der ­eigenen Wohnung mit einer externen Begleitung.

Betreutes Wohnen

1

2

eigene Wohnung

Klinik

4

Anschlusslösung

Abbruch

10

Umzug externe Wohngrp.

Anz. Pers.

3

Eltern

Externe Wohngruppen

4

Umzug externe Wohngrp.

Happy Birthday Bernhardsberg Ein besonderer Moment war das Wochenende vom 8. und 9. September. Die Wohn- und Arbeitsintegration konnte ihr 20-jähriges Jubiläum feiern, mit einem Apéro für unsere Sozialpartner und einer denkwürdigen Rede von Stefan Hütten, Leiter Amt für Kind, Jugend und Behindertenan­ gebote BL. Gleichzeitig fand das Open Air Kino statt, das dank Unterstützung regionaler Sponsoren für alle Besu­ cher gratis war.

Betreutes Arbeiten

7

31.12.17

1

0

1

42 %

2

2

2

100%

1

0

1

42%

KV EFZ

1

1

1

100 %

Übrige berufliche Massnahmen der IV

2

2

3

117%

Agrarpraktiker EBA Fachmann Betriebs­ unterhalt EFZ Küchenangestellter EBA

3

Anz. Pers.

3

0

2

Umstieg betreute Tagesstruktur in eine Berufslehre intern Umstieg Berufslehre extern / 1. Arbeitsmarkt Umstieg betreute Tagesstruktur in eine BM IV extern Begleitung externe Ausbildungsverhältnisse via Job Coaching (supported education) Umstieg Tagesstruktur in ein internes Praktikum Besuch betreute Tagesstruktur mit schulischer Weiterbildung an der Gewerbeschule Besuch interner schulischer Nachhilfeunterricht

Lehrstellen Intern 01.01.17

1

Betreutes Arbeiten

Teamentwicklung Nach einer mehrjährigen Co-Leitung übernahm Gordana Möckli Ende Jahr die Gesamtleitung des Bernhardsbergs. Innerhalb der Arbeitsintegration kam es zu einem Leiter­ wechsel. Peter Glaser löste Claude Kaiser ab. Erfreulicher­ weise verfügen beide Bereiche über stabile und leistungs­ bereite Teams. Damit dies auch so bleibt, werden in beiden Teams regelmässig Coaching- und Supervisions­ prozesse durchgeführt.

soll

2

Belegung %

13


Take off

Beziehungsangebot als Schlüssel zum Aufbruch Andreas Zbinden, Bereichsleiter

Finanzierungsmodelle gesucht Aufgrund der Kürzungen des Kantons ist das light-Programm (Hausaufgabenhilfe) nicht mehr finanziert. Die Gemeinde Pratteln, aus der die meisten Nutzer kommen, lehnte eine Unterstützung ab. Wir bieten das Programm neu in reduzier­ ter Form, begrenzt auf 12 Plätze, und kostenpflichtig für die Eltern an.

Rap zum Aufbruch: «Ich weiss, dass es guet chunt und ich seh mini Zuekunft!» Dieser Satz stammt aus einem Rap, den Take off-Teilnehmende im Herbst 2017 selber geschrieben, vertont und verfilmt haben. Der Text sprüht von einer Aufbruchshaltung, die ja auch gut zum Take off passt. Schliesslich bedeutet Take off ins Deutsche übersetzt «abheben» oder «star­ ten». Und genau das sollen unsere Programmteil­ nehmenden bei uns tun: Aufbrechen und durchstarten in eine berufliche Zukunft, wobei wir als Lotsen oder Starthelfer assistieren. Und falls das Triebwerk mal ins Stottern gerät oder Turbulenzen aufwarten, sind wir zur Stelle. Damit der Aufbruch nicht plötzlich zum Absturz wird. Mehr zum Rap: www.takeoff-jsw.ch

Belegung Take off

Anz. Personen

120

Bei unseren Teilnehmenden handelt es sich um Schülerin­ nen und Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene, ­welche einen Aufbruch in ihrem Leben wünschen und bereit sind, alles dafür zu geben, im kommenden Sommer mit einer Lehrstelle zu beginnen. Geduld und ein echt gemein­ tes Beziehungsangebot sind der Schlüssel zum Aufbruch.

100

80

98

98

100

2013

2014

2015

105 90

75

60 2012

2016

2017

Rekord bei den Teilnehmerzahlen Noch nie begleiteten wir so viele Jugendliche wie im 2017. 105 Jugendliche nahmen an unseren Programmen teil. Im Jahr zuvor waren es noch 90. Vermehrt begleiten wir auch Asylsuchende und Migranten, welche vor wenigen Jahren in die Schweiz eingereist sind. Diese Teilnehmer machten rund 25 Prozent aus. Um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, war eine Anpassung des Bildungsangebotes nötig. Lob von der Regierung Grosses Lob erhielt das Take off von der Baselbieter Regie­ rung. Sie sparte zwar 100 000 Franken ein. In ihrem Antrag an den Landrat für die abgespeckte Weiterfinanzierung für die Jahre 2018–2021 schreibt sie aber, dass «wir es uns nebst den erheblich im Spiel stehenden gesellschaftlichen Aspekten und Kosten gerade in den aktuellen finanziell schwierigen Zeiten nicht leisten können, auf bewährte und sehr wirksame Instrumente wie das Take off zu verzichten.» Da eine Stiftung in die Bresche sprang und 75 000 Franken spendete, können wir die Programme weiter anbieten. Diese Bereitschaft des JSW, verantwortungsbewusst mit Staats­ geldern umzugehen und die Sparbemühungen des Kantons mitzutragen, wurde von politischer Seite sehr begrüsst.

Das Take off bietet Begleitung und Unterstützung für Jugend­ liche mit einem unvorteilhaften Lebenslauf, die aus verschie­ denen Gründen aus dem Bildungsprozess ausgeschieden sind. Im Rahmen der pädagogischen Tagesstruktur erweitern die Teilnehmenden ihre Selbst-, Sozial- und Fachkompeten­ zen, um anschliessend erneut im Bildungsprozess Fuss fas­ sen zu können.

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Arbeitsintegration Pratteln AIP

Planen in einem unsteten Umfeld Christian Villoz, Leiter AIP

Treenaps zuständig. In diesem Zusammenhang bauten wir auch die Einsatzplätze bei den Nähmaschinen und Bügelplätzen aus.

Seit August hat das AIP von der Stadt Liestal den ­Auftrag, sämtliche Soziahilfeempfangende auf ihre Arbeits- und ArbeitsMARKTfähigkeit zu prüfen. ­Aufgrund dieser Daten werden geeignete Anschluss­ lösungen bei Arbeitsingrationsanbietern ausgewählt. Dies ist eine Entlastung der Sozialarbeitenden in Liestal. Auf der Basis dieses Abklärungsmoduls sind wir nun dran, auch Lösungen für die Integration von Flüchtlingen zu finden.

Gute Zusammenarbeit mit den zuweisenden Stellen Als Arbeitsintegrations-Anbieter ist man mit starken Schwankungen konfrontiert. Es ist schwierig, sich an ver­ gangenen Zahlen zu orientieren. Dies bekam das AIP im 2017 stark zu spüren. Nachdem im 2016 unsere Zuweiser nach mehr Arbeitsintegrations-Plätzen fragten und wir ­darauf reagierten, kam es Mitte Jahr zu einem Einbruch an Zuweisungen. Es kam insbesondere im Recycling-Bereich zu grossen Engpässen. Ende Jahr reagierte das KIGA auf die Krise und sorgte dafür, dass die Zahl der Zuweisungen wieder erhöht wurde.

Die Arbeitsintegration Pratteln AIP ermöglicht seit 1996 stel­ lensuchenden Menschen Arbeitsmöglichkeiten und Trainings auf dem Weg zum Wiedereinstieg in den ersten Arbeits­ markt. Die stellenlosen Menschen werden von den Regiona­ len Arbeitsvermittlungszentren RAV, von der Sozialhilfe der Gemeinden und von den kantonalen IV-Stellen zugewiesen.

Dies zeigt, dass die Zusammenarbeit mit den zuweisenden Stellen trotz erschwertem Umfeld sehr gut läuft. Auch hier sind wir am Wachsen. Neu gehören wir offiziell zu den für Solothurn akkreditierten Programmanbietern. Auch das Arbeitsintegrationszentrum BS (AIZ) nimmt uns als ­offiziellen Anbieter für Sozialhilfeempfänger auf seine Liste. Zudem nahm die Nachfrage bei der IV nach beruflichen Massnahmen zu. Ausschlaggebend ist dabei immer wieder, dass es unser Ziel ist, dass Leute in der Wirtschaft platziert werden können.

Neben Arbeit unter marktähnlichen Bedingungen erhalten die Teilnehmenden persönliches Coaching und Bewerbungs­ training. Wenn nötig, können sie neu auch eine Deutsch­ förderung besuchen. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden sich mit guten Bewerbungsunterlagen und einem gestärk­ ten Selbstbewusstsein bewerben können und hoffentlich rasch wieder eine neue Stelle finden. Ausbau nach Liestal Im 2017 baute das AIP stark aus. So lagerten wir den Zerle­ gebetrieb für Elektro-Recycling nach Liestal aus. Dies brach­ te verschiedene Vorteile: Wir sind näher bei unserem Zu­­ lieferer Immark AG, so dass teure Transportkosten wegfallen, die Stellensuchenden haben reale Arbeitsmarktbedingun­ gen und wir haben mehr Platz für Teilnehmende. Ausserdem wurde in Pratteln Platz frei. Den nutzten wir für den Ausbau unserer Velo-Station. Hier reparieren wir alte Fahrräder, die durch die Stiftung Velafrica nach Afrika transportiert werden und den Menschen dort zugutekommen.

Wirksamkeit Von den 237 Personen, welche vom RAV zugeteilt waren und 2017 das Programm beendet haben, haben 60 eine Stelle gefunden (25,3 Prozent). Laut Leistungsvereinbarung mit dem KIGA sind 15 Prozent gefordert (Erreichung der Wirksamkeit).

Ein langjähriger Geschäftspartner, die RVR Service AG, ­lancierte mit den Treenaps ein neues Produkt, welches ein wesentlicher Beitrag in der Klimafrage ist. Es handelt sich dabei um einzelne Stofftücher, die die Papiertücher für die Handtrocknung ablösen sollen. Das Produkt wurde im AIP entwickelt und im 2017 auf den Markt gebracht. Wir sind für die Herstellung, die Reinigung und das Falten der

200

290

300

15

Anzahl Teilnehmer Austritte

0

237

Anzahl Teilnehmer Austritte

100

248 193

2016

2017

+25,3% Der Teilnehmenden haben 2017 eine Stelle gefunden


Blaukreuz-Brockenhallen Muttenz und Reinach

Manpower mit Fingerspitzengefühl Benjamin Singer, Leiter Brockenhallen

Brockis begleiten Menschen in Aufbruch-Situationen: Wir werden sehr oft von Personen für Umzüge, ­Räumungen und Abholungen engagiert, die vor einem Aufbruch stehen. Aufbruch ins Altersheim, Nachlass­ klärung, neuer Wohnort etc. Es sind Situationen, die mit grossen Unsicherheiten verbunden sind. Uns ist es sehr wichtig, den Betroffenen mit Freund­ lichkeit und Kompetenz zur Seite zu stehen. Umso ­eindrücklicher ist es, folgendes Feedback nach der ­Auftragsabwicklung in unserer Onlinekundenbewer­ tung zu erhalten: «Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Das ganze Team wusste in beein­ druckender Weise sofort, was zu tun war und hat den ganzen Tag in Ruhe und gegenseitiger Wertschätzung gearbeitet. Kein ungutes oder lautes Wort war zu hören. Absolut professionell zu sehr fairen Konditionen! Unbedingt zu empfehlen. Herzlichen Dank.»

Die beiden Blaukreuz-Brockenhallen gehören zu den grossen Aushängeschildern des Jugendsozialwerks. Mit den sechs Lieferfahrzeugen, die täglich unterwegs sind, der grossen Kundenfrequenz in den Verkaufsläden und den Eventanlässen in der Blaukreuz-Brockenhalle Muttenz ist es uns in diesem Jahr gelungen, die regio­ nale Präsenz zu verstärken.

Starke Events Weitere nennenswerte Leckerbissen hatten wir in unserer «Event-Brocki» in Muttenz. An drei Sonntagen nahmen über 400 Gäste unser Brunch-Angebot wahr. Auch in diesem Jahr gehörten die Gospelkonzerte zu den Jahreshöhepunk­ ten. Die Blaukreuz-Brockenhalle Muttenz wurde für diesen Anlass zur Konzerthalle umfunktioniert. Über 900 Besucher nahmen am Gospelweekend mit «Let's Gospel» teil und applaudierten jeweils an drei Abenden mit Standing Ovation.

Durch den finanziellen Umsatz konnten wir auch in diesem Jahr die Jugendarbeit des Jugendsozialwerks grosszügig unterstützen. Hinter diesem Erfolg stehen die zahlreichen Firmen und Privatpersonen, die uns mit den Dienstleistungen engagierten und uns auch in diesem Jahr wieder mit vielen, gut verkäuflichen Artikeln beschenkt haben. Der grösste Gewinn im «Brockigeschäft» geht für uns jedoch darüber hinaus. Es geht um die Einbettung der Arbeitsintegration in die Arbeitsabläufe, die wir bei Räumungen, bei der Gra­ tisabholung von Materialspenden oder im Aufbereiten und beim Verkauf der Artikel erleben. Hier werden stellen­ lose Personen individuell angeleitet, gefördert und nach­ haltig für die zukünftige Arbeitsstelle vorbereitet. In diesem Jahr begleiteten wir 108 Personen durch diesen Prozess.

Rüsten für die Zukunft Das bevorstehende Jahr wird im Zeichen der Sicherheit und Konsolidierung stehen. Neue Brand- und Überwa­ chungssysteme werden an den Standorten installiert, so dass für die Mitarbeitenden und Kundschaft die höchste Sicherheitsvorkehrung gewährleistet wird. Zudem werden beide Unternehmen weiter konsolidiert und wo nötig marktwirksame Maßnahmen ergriffen, mit dem Ziel eine innovative und zukunftsorientierte Brockenstubenarbeit in der Region aufzubauen. Statistik Brocki

451,97t Entsorgungsmaterial

20 Jahre Brocki Reinach Hinter uns liegt das Jubiläumsjahr. Wir blicken auf zwanzig erfolgreiche Jahre Blaukreuz-Brockenhalle Reinach zurück. Alles fing mit einer leeren sieben Meter hohen Industrie­ halle und einem Arbeitslosenprojekt vom KIGA an. Heute werden die beiden Brockenhallen von einem über 60-köpfi­ gen Team getragen. Sukzessive entstanden daraus zwei strukturierte Dienstleistungs- und Arbeitsintegrationsbe­ triebe. Im September wurde dieses Fest mit einem Tag der offenen Tür an beiden Standorten gefeiert. Zahlreiche Besucher nahmen an diesem kulinarischen und musikali­ schen Anlass teil.

43432 Verkäufe 1446 Abholungen 64 Umzüge 187 Räumungen 369 Lieferungen

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Unifair GmbH

An den Herausforderungen wachsen Ueli Rusch, Bereichsleiter

3 Personen fanden dank der Unifair den definitiven Einstieg in die kaufmännische Branche

Aufbruch in die Lehre: Ein junger Mann, welcher die Lehrabschlussprüfung nicht bestand, fand nach einem Praktikum in der Schreinerei schon nach kurzer Zeit wieder einen neuen Lehrbetrieb. Ein Jugendlicher aus Eritrea konnte mittels einer Schnupperlehre für sich ein besseres Bild des Schreinerberufs gewinnen.

Schreinerei Unifair: Möbel, Innenausbau, Reparaturen Steffen Vocke begann anfangs Juni als Betriebsleiter, mit der Übernahme der Schreinerei und der Ausführung von ersten Aufträgen, welche hauptsächlich von Betrieben aus dem Jugendsozialwerk gestellt wurden. Es zeigte sich rasch, dass der gelernte Schreinermeister und Möbel­ spezialist sein Handwerk versteht und mit Unterstützung einer Fachkraft, Aufträge schnell und professionell von der Offerte bis zum Auftragsabschluss durchführen kann. Die positive Auftragslage bewirkte, dass in diesem ersten Halbjahr sehr gute Möglichkeiten entstanden, um vier ­Praktikanten vom Take Off miteinzubeziehen. Damit nähern wir uns auch dem zweiten Ziel: Praktika und Ausbil­ dungsplätze für Jugendliche anzubieten, die Schwierig­ keiten haben, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen.

Die Vision der Jugendsozialwerktochter Unifair GmbH heisst «Menschen zu vermitteln oder in eigenen Betrieben anzustellen». Diese Vision nahm im vergangenen Jahr ­deutlich Form an. Der Personalverleih legte um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und im August übernahm die Unifair die ehemalige Möbelschreinerei Hummel GmbH. Das Jahr war somit geprägt von starkem Wachstum und den damit einhergehenden Herausforderungen. Personal Unifair: Temporärmitarbeiter Personalvermittlung ist ein Vertrauensgeschäft. Der Aufbau von Kundenbeziehungen benötigt Zeit und konstante Quali­ tät. Die Investitionen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt, so dass sich erste Früchte zeigten. Bei allen Kunden konnten mehr Mitarbeitende eingesetzt werden, was die Gesamtstundenzahl von 14 000 im Vorjahr auf etwas mehr als 20 000 im Ablaufjahr steigerte. Neben den bestehenden Kunden in den Branchen Recycling (48 Prozent), Büro (­35 Pro­ zent), Gastronomie (9 Prozent) und Montage (4 Prozent) ­konnten ein paar kleinere und ein grösserer Kunde dazuge­ wonnen werden. Im Frühjahr wurde zusammen mit der FHNW Brugg-Windisch ein Projekt zum Thema «Flüchtlinge und Arbeit» durchgeführt, da der Einsatz von anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen ebenfalls mar­ kant zugenommen hat. Gerade die Einsatzplätze im Recycling eignen sich optimal für den Einstieg in den Arbeitsmarkt, da bei dieser Arbeit die Deutschkenntnisse nicht so zentral sind.

Die Schreinerei in Zahlen

25 Durchgeführte Aufträge (Einbauten, Küchen, Türen, Restaurationen, Parkett-Renovationen) 500 exklusive Holzetuis produziert als Weihnachtsgeschenk Chance für alle Aus der Unifair ist im vergangenen Jahr ein Unternehmen entstanden mit zwei Betrieben und vier Mitarbeitenden. Sie unterstützte knapp 50 Personen bei deren beruflichen Entwicklung. Für dieses Jahr sind zwei weitere Gross­ projekte geplant, die das Unternehmen weiterwachsen ­lassen. Es herrscht Aufbruchstimmung vermischt mit der Freude am Neuland, das es einzunehmen gilt. Das Ziel ist ein Sozialunternehmen mit gemeinnützigem Zweck, das in der Wirtschaft denjenigen Personen eine Chance gibt, die es alleine nur schwer schaffen.

Der Personalverleih in Zahlen:

44 Personen eingesetzt

(35 Männer, 9 Frauen)

14 Flüchtlinge mit F- oder B-Bewilligung

5 Personen konnten sich von der Sozialhilfe definitiv ablösen

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Spenden

Herzlichen Dank für Ihre Spenden Auf dieser Liste sind Firmen, Gemeinden, Kirchen, Vereine und Stiftungen ab einer Spende von 100 Franken aufgeführt. Wir danken auch ganz herzlich den vielen privaten Spendern, die in dieser Liste nicht aufgeführt sind. Die Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL hat im Jahre 2017 insgesamt 251 741 Franken Spenden erhalten.

Firmen

Maler-Gipser Lieberherr GmbH, Bretzwil

Apotheke Söll, Oberwil

Maurer Radio Television AG, Sissach

Autobus AG, Liestal

Motorfluggruppe Fricktal

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Basel

Muchenberger AG, Bottmingen

BEST treuhand, Oberwil

NM Holzbau GmbH, Titterten

Buchinsel GmbH, Liestal

PostFinance AG, Münchenstein

Elektra Baselland EBL, Liestal

Praxis für Physiotherapie, Oberwil

Elektro Brönnimann AG, Sissach

Profix AG, Lausen

Ermacora AG, Oberwil

Raiffeisen Bank, Oberwil

Europa-Park, Rust (D)

Raumplanung Holzmer GmbH, Oberwil

4you Center GmbH, Allschwil

Restaurant Falken, Listal

G. Restori AG, Liestal

Restaurant Pizzeria Schweizerhof , Liestal

Garage Basilisk AG, Basel

Röthlisberger Zahnarzt, Liestal

Garage R. Fuchs AG, Oberwil

Schaub Medien AG, Sissach

Graf Mühle, Maisprach

Schulte Gartenbau, Oberwil

Hofer Heu- und Strohhandel GmbH, Möhlin

Schweizer Getränke-Handel, Liestal

Ivano Brunoni AG, Oberwil

Schweizerische Mobiliar, Liestal

Joe Küchen AG, Ziefen

Truvag Revisions AG, Sursee

Jost Transport AG, Aesch

UBS AG, Liestal

Keigel AG, Frenkendorf

Gemeinden, Kanton

Klaus AG, Liestal Koppelmann Optik, Liestal

Einwohnergemeinde Arisdorf

Kulturhaus Palazzo AG, Liestal

Einwohnergemeinde Arlesheim

Kuzmanovic Schlosserei, Reinach

Einwohnergemeinde Bennwil

LAMELLO AG, Bubendorf

Einwohnergemeinde Böckten

LMP NOVITAS Treuhand AG, Luzern

Einwohnergemeinde Bottmingen

18


Einwohnergemeinde Bubendorf

Vereine und Stiftungen

Einwohnergemeinde Dittingen

Blaues Kreuz Münchenstein

Einwohnergemeinde Gelterkinden

Blaues Kreuz Muttenz

Einwohnergemeinde Oberwil

Blaues Kreuz Ostermundigen

Einwohnergemeinde Ormalingen

Christoph Merian Stiftung, Basel

Einwohnergemeinde Rothenfluh

Freundeskreis für das Blaukreuz Jugendwerk BL

Einwohnergemeinde Sisseln

Gertrud + Hedwig Heyer-Stiftung, Pratteln

Einwohnergemeinde Wintersingen

Hans Schaltenbrand Stiftung, Laufen

Regionale Musikschule Gelterkinden

Pestalozzi Gesellschaft Oberwil

Swisslos-Fonds Basel-Landschaft

Stiftung Carl und Elise Elsener, Schwyz Stiftung CVJM-Haus Kleinbasel

Kirchen

Stiftung Diakonat Bethesda, Basel

Evang.-ref. Kirche des Kantons Baselland

Stiftung Gemeindestube Frenkendorf / Füllinsdorf

Evang.-ref. Kirchgemeinde Binningen

Stiftung Heilsarmee Schweiz, Bern

Evang.-ref. Kirchgemeinde Bubendorf

Stiftung Helvetia Patria Jeunesse, Basel

Evang.-ref. Kirchgemeinde Gelterkinden

Verein Prattler Gewerbe

Evang.-ref. Kirchgemeinde Grossmünster Zürich

Winterhilfe Baselland

Evang.-ref. Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz, Basel

Sachspenden

Evang.-ref. Kirchgemeinde Hölstein Evang.-ref. Kirchgemeinde Köniz

Deinkick Langenbruck

Evang.-ref. Kirchgemeinde Laufental

Gelati Gasparini

Evang.-ref. Kirchgemeinde Lausen

kult.kino Basel

Evang.-ref. Kirchgemeinde Liestal

Läckerli Huus AG

Evang.-ref. Kirchgemeinde Muttenz

Mineralquelle Eptinger AG

Evang.-ref. Kirchgemeinde Pratteln

Minigolf Ergolz  

Evang.-ref. Kirchgemeinde Spiez

Muri Maler, Liestal

Evang.-ref. Kirchgemeinde Thierstein, Breitenbach

Schweizertafel Region Basel

Evang.-ref. Kirchgemeinde Zuzgen

Sprisse Freizeitzentrum Pratteln

Röm.-kath. Kirche des Kantons Baselland

UBS Schweiz

Röm.-kath. Pfarramt Oberwil

Ziegler Brot AG

Seelsorgeverband Zwingen Dittingen

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Jahresrechnung

Bilanz

Die dargestellte Jahresrechnung 2017 stellt einen Auszug der vollständigen Jahresrechnung nach Swiss GAAP FER dar. Die vollständige Jahresrech­ nung mit Revisionsbericht und Anhang kann auf der Geschäfts­s telle bezogen werden und wird auf www.jugendsozialwerk.ch veröffentlicht. Die Truvag Revisions AG, Sursee hat die Jahresrech­ nung 2017, welche nach den Richtlinien von Swiss GAAP FER erstellt wurde, geprüft. Die Jahresrech­ nung entspricht den Vorgaben von ZEWO, der Stif­ tung Ehrenkodex, den Aufsichtsstellen der Bereiche und den Reglementen des Jugendsozialwerkes. Die Abrechnungen der Arbeitsbereiche werden den ­Vertragspartnern zusammen mit den Leis­ tungsnachweisen zugestellt. Die vorliegende Rechnung umfasst die Stiftung Jugend­sozialwerk Blaues Kreuz BL sowie die 100%-ige Tochter­gesellschaft Unifair GmbH (kon­ solidierte Betrachtung).

31.12.2016 in Franken

31.12.2017 in Franken

Umlaufvermögen Flüssige Mittel Forderungen Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzung

1 374 962 925 047 2 600 507 738

1 298 337 1 064 224 10 046 41 607

Total Umlaufvermögen

2 810 347

2 414 214

Aktiven

Anlagevermögen Finanzanlagen Sachanlagen • Mobile Sachanlagen • Immobile Sachanlagen • Immaterielle Werte

1

501

495 839 1 855 156 0

751 337 1 805 729 14 767

Total Anlagevermögen Total Aktiven

2 350 996 5 161 343

2 572 334 4 986 548

250 496

371 275

51 869

40 000

Passiven Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung

48 121

40 937

343 837

209 196

Total kurzfristiges Fremdkapital

694 323

661 408

1 390 000

1 350 000

1 390 000

1 350 000

648 276

682 350

1 050 053

752 237

36 634

93 665

1 193 600

1 285 026

148 457

161 862

Total Organisationskapital

2 428 744

2 292 790

Total Passiven

5 161 343

4 986 548

Langfristiges Fremdkapital Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten Total langfristiges Fremdkapital Zweckgebundene Fonds Organisationskapital Freie Fonds Kapitalreserven aus Konsolidierung Stiftungskapital Jahresergebnis

20


Jahresrechnung

Erfolgsrechnung

2016 in Franken

2017 in Franken

Betriebsertrag Erträge aus Leistungsabgeltungen innerkantonal Erträge aus Leistungsabgeltungen ausserkantonal Erträge aus anderen Leistungen Erträge aus Dienstleistungen, Handel und Produktion Eigenleistungen Miet- und Kapitalzinsertrag Spenden Total Betriebsertrag

5 399 915 2 684 131 75 040 2 281 918 0 90 090 336 128 10 867 222

5 581 192 2 864 535 126 369 2 270 893 13 494 88 558 211 338 11 156 379

Personalaufwand Lohnaufwand Sozialversicherungsaufwand Übriger Personalaufwand Total Personalaufwand

− 5 470 219 − 1 011 142 − 300  106 − 6 781 467

− 6 164 029 − 1 062 659 − 316  629 − 7 543 317

− 384  069 − 63  967 − 584  054 − 758  551 − 122  677 − 255  295 − 384  830

− 403  530 − 103  936 − 675  047 − 890  545 − 128  843 − 173  950 − 480  802

− 155  968 − 282  861 − 284  045 0 − 22  907 − 3 299 224

− 201  223 − 274  280 − 289  692 − 2  953 − 100  518 − 3 725 319

786 531

− 112 257

0 – 2938

10 800 4815

783 593

− 96  642

− 151  523

− 39  312

632 070

− 135  954

− 483  613

297 816

148 457

161 862

Betriebsaufwand Lebensmittel und Getränke Haushalt Unterhalt und Reparaturen Mobilien und Immobilien Aufwand für Anlagennutzung Energie und Wasser Freizeitgestaltung Programmteilnehmende Büro und Verwaltung Werkzeug- und Materialaufwand für Werk- und Beschäftigungsstätten Übriger Sachaufwand Abschreibungen Sachanlagen Abschreibungen Goodwill Beiträge und Zuwendungen an Projekte Total Betriebsaufwand Betriebsergebnis Ausserordentliche Erfolge (netto) Erfolg aus Verkauf Sachanlagen Jahresergebnis vor Fondsveränderung Fondsergebnis zweckgebundene Fonds (netto) Jahresergebnis vor Veränderung freie Fonds Fondsergebnis freie Fonds (netto) Jahresergebnis 21


Stiftung Jugendsozialwerk

Das Jugendsozialwerk unterstützen

Einsätze von Freiwilligen Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung sind wir auch sehr dankbar für Menschen, die auf freiwilliger Basis bei uns mitarbeiten. Zum Beispiel wird fremdsprachigen Arbeitssuchenden Deutsch unterrichtet, unseren Bewoh­ nern ein schmackhaftes Essen zubereitet, die Kinder wäh­ rend dem Ferienpass an Ausflüge begleitet oder Jugendli­ che betreuen im Jugendzentrum die Bar. Interessierte neue Freiwillige sind jederzeit willkommen.

Spenden für die Kinder- und Jugendarbeit Das Jahr 2017 war aus finanzieller Sicht ein «durchzoge­ nes» Jahr. Die Auslastung in den Wohnheimen war nicht mehr ganz so hoch wie im Vorjahr. Eine deutliche Unterbe­ legung erfuhren wir in der Arbeitsintegration Pratteln. Fehlende Zuweisungen minderten das Betriebsergebnis. Erfreulich war die Umsatzsteigerung in den Blaukreuz-Bro­ ckenhallen. Es ist dem Gewinn aus den Brockenhallen und unseren Spendern zu verdanken, dass wir den Bereich Kind, Jugend, Familie kostendeckend finanzieren konnten.

Freiwilligen-Arbeit

Freiwilligenarbeit in Zahlen Spenden ohne spezifische Zweckbestimmung werden für den Bereich Kind, Jugend, Familie eingesetzt. Den höchs­ ten Bedarf an Spendenmitteln haben die Ferienpässe und die Jugend- und Familienberatung.

214

Einnahmen Bereich Kind, Jugend, Familie, KJF

Deckungsbeitrag a. Gewinn Brockis

3200

Kind, Jugend, Familie

1005 990

Öffentliche Hand

Herzlichen Dank! Wer uns auch im Jahr 2018 ­finanziell unterstützen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Eigenleistungen

Ausgaben Bereich Kind, Jugend, Familie, KJF

Ausgaben Bereich Kind, Jugend, Familie, KJF

121 871

Jugend- und Familienberatung

Arbeitsintegration Pratteln

Herzlichen Dank!

311833

190 679

Total 6 672 Stunden

14 5 ge illi F r ei w

86 783

in Franken

1217

Blaukreuzbrockenhallen

Einnahmen Bereich Kind, Jugend, Familie, KJF

Spenden an KJF

Stiftungsrat

1923

2017 erhielten wir für diese Arbeitsbereiche 139 297 Franken.

139 297

118

Falkennest

1 034 296

Jugendzentren

in Franken

Ferienpässe

197 056

Mobile Angebote

22

Weitere Informationen: www.jugendsozialwerk.ch IBAN für Spenden CH82 0900 0000 4002 8886 1


Stiftung Jugendsozialwerk

Organigramm Vision Wir fördern und unterstützen Menschen ­ganzheitlich. Unsere besondere Aufmerksam­ keit gilt Benachteiligten und Gefährdeten. Als führ­endes Sozialunternehmen in der Region bewegen wir uns am Puls der Zeit. Auftrag Wir engagieren uns für eine nachhaltige ­P räventions-, Beratungs- und Integrations­ arbeit. Die christliche Grundhaltung ist für uns Auftrag zu handeln und motiviert uns, Mitmenschen zu fördern und zu unterstützen. Wir ermöglichen Eigenverantwortung und gesellschaftliche Integration.

Kind, Jugend, Familie KJF

Wohnintegration

Jugend

Wohngemeinschaft

Jugendzentren  Streetwork  Events

Arbeitsintegration & Betriebe

Arbeitsintegration Pratteln

Falkennest, Liestal

Reprofil | PerspektivA | ­ Inprofil new job placement

Wohnintegration

Kind/Familie

Jugend- und Familienberatung Ferienpässe

Take off | jobs2do

Bernhardsberg, Oberwil

BlaukreuzBrockenhallen

Reinach und Muttenz

Unifair GmbH

Tagesstruktur für Jugendliche

Tochterunternehmung – Schreinerei Unifair | Personal­ verleih | Firmengründungen

Arbeitsintegration

Restaurant Falken

Jugendwohngruppen im Park, Basel

Bernhardsberg, Oberwil

Pachtbetrieb Restaurant | Take Away |  ­C atering, Liestal

Stiftung Jugendsozialwerk

Standorte Wiesen

Basel

Bi

rsi

g

ein

Rh

7

Stand Februar 2018

Muttenz 4

Birs

Oberwil 6

Pratteln 2 3

Frenkendorf

9 Liestal 8 10

lz

1

5

go

Er

Reinach

Füllinsdorf

Seltisberg Blauen

Grellingen

Röschenz

Lupsingen

12

Diegten

Läufelfingen

Breitenbach

7 Jugendwohngruppen im Park 8 Falkennest 9 Kind, Jugend, Familie KJF 10 Jugendzentrum Liestal 11 Club Underground 12 Jugendzentrum Laufen

Frenke

Reigoldswil

1 Geschäftsstelle Liestal 2 Arbeitsintegration Pratteln AIP 3 Take off | Jobs2do 4 Blaukreuz-Brockenhalle Muttenz 5 Blaukreuz-Brockenhalle Reinach 6 Bernhardsberg

Böckten

Itingen

Tenniken

Laufen Wahlen

11 Sissach

Thürnen Gelterkinden Bubendorf Ramlinsburg Zunzgen Diepflingen

Ziefen

Liesberg

Lausen

Legende Geschäftsstelle Arbeitsintegration/Betriebe Wohnintegration Kind, Jugend, Familie KJF Standort mit eigenem Jugendtreffpunkt Gemeinde mit mobilem Angebot Zusätzlich unterstützen 38 Gemeinden den Ferienpass.

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Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL Geschäftsstelle Rheinstrasse 20 4410 Liestal T 061 827 99 81 info@jugendsozialwerk.ch www.jugendsozialwerk.ch Kind, Jugend, Familie KJF Poststrasse 2 Postfach 230 4410 Liestal T 061 921 94 74 kjf@jugendsozialwerk.ch www.kjf.ch  www.x-island.ch | www.deinticker.ch | www.realdj.ch |   www.girlsconnected.ch | www.funsportnight.ch Jugendberatung helpnet T 0840 22 44 66 WhatsApp 076 315 31 34 helpnet@jugendsozialwerk.ch www.helpnet-online.ch Wohngemeinschaft Falkennest Rheinstrasse 21 4410 Liestal T 061 922 01 40 falkennest@jugendsozialwerk.ch www.falkennest-jsw.ch Jugendwohngruppen im Park Gellertstrasse 184 4052 Basel T 061 311 49 76 impark@jugendsozialwerk.ch www.impark-jsw.ch Wohn- und Arbeitszentrum Bernhardsberg Bernhardsberg 15 4104 Oberwil T 061 402 12 60 bernhardsberg@jugendsozialwerk.ch www.bernhardsberg.ch

Arbeitsintegration Pratteln AIP PerspektivA |  Reprofil | Inprofil |  new job placement Industriestrasse 28 4133 Pratteln T 061 827 99 99 aip@jugendsozialwerk.ch www.aip-jsw.ch Take off Tagesstruktur für Jugendliche Industriestrasse 28 4133 Pratteln T 061 827 99 91 takeoff@jugendsozialwerk.ch www.takeoff-jsw.ch Blaukreuz-Brockenhalle Reinach Baselstrasse 14 4153 Reinach T 061 712 09 56 brocki@jugendsozialwerk.ch www.brocki-jsw.ch Öffnungszeiten: Di – Fr 13:00 – 18:00 Uhr Sa 10:00 – 16:00 Uhr Blaukreuz-Brockenhalle Muttenz Hofackerstrasse 12 4132 Muttenz T 061 461 20 11 brocki-muttenz@jugendsozialwerk.ch www.brocki-jsw.ch

Stiftungsrat Rebekka Balmer, Präsidentin Thomas Schmutz, Vize-Präsident Markus Muntwiler Barbara Albietz François Geissbühler Geschäftsleitung Hans Eglin, Geschäftsführer Lukas Spinnler, Stv. Geschäftsführer, Pädagogischer Leiter Mirjam Jauslin, Mitglied Gordana Möckli, Mitglied Christian Villoz, Mitglied Konten Postcheckkonto PC-Nr. 40-28886-1 IBAN: CH82 0900 0000 4002 8886 1 Clearing-Nr. 9000 SWIFT/BIC-Code: POFICHBE Bankkonto IBAN: CH75 0076 9016 1102 3572 4 Clearing-Nr. 769 SWIFT/BIC-Code: BLKBCH22 Weitere selbständige Blaukreuzorganisationen in der Region: • Blaues Kreuz beider Basel Fachstellen Alkohol und Sucht in Liestal, Münchenstein und Basel Präventionsstelle • Blaues Kreuz Kinder- und Jugendwerk BL Ortsgruppen, Ferienlager, Roundabout, ­ Blue Cocktailbar, Präventionsprojekte

Öffnungszeiten: Di – Fr 12:00 – 18:00 Uhr Sa 10:00 – 16:00 Uhr Tochterunternehmen: Unifair GmbH Personalverleih, Schreinerei Industriestrasse 28 4133 Pratteln T 061 827 99 96 info@unifair.ch www.unifair.ch Pachtbetrieb: Restaurant Falken Take away, Catering Rheinstrasse 21 4410 Liestal T 061 923 32 32 mail@restaurant-falken.ch www.restaurant-falken.ch

Impressum Redaktion: Hans Eglin Mirjam Jauslin Lektorat: Andreas Dörge Gestaltung: lukasstadelmann.ch Bilder: Mitarbeitende JSW Daniel Jenni – Fotosmile Florian Küng Auflage:

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 09:00 – 14:30 Uhr – Restaurant und Take away 11:30 – 13:30 Uhr – Warme Küche

4000 Exemplare

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JSW Jahresbericht 2017  

Aufbruch

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