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und der Herrscher über Ägypten


IMPRESSUM Herausgeber:

Missionswerk Werner Heukelbach e.V. 51700 Bergneustadt, Deutschland Auflage-Nr.: KH16 15 1003 2 Text: Lena Franke Gestaltung: Lena Franke; 71a.de – Das Werbestudio, Wuppertal Druck: Basse-Druck, Hagen © Missionswerk Werner Heukelbach e.V.


und der Herrscher über Ägypten


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evin wirft sich im Laufen die Jacke über und stürmt mit den anderen die Treppe des Schulgebäudes hinunter. Schluss für heute! Die Schulaufgaben wird er schnell erledigen. Dann hat er den Rest des Nachmittags frei. Gerade will er den kürzesten Weg über den Parkplatz neben der Schule nehmen. Da sieht er „die Großen“, einige Jungs aus der zehnten Klasse, bei ihren Motorrollern. Kevins Bruder Luca steht dort mit seinen Kumpels zusammen. Kevin will ihnen lieber nicht begegnen. Sie können so grob und hässlich sein und spotten über alles und jeden. Kevin macht kehrt und steuert den etwas längeren Weg zwischen den Grünanlagen an. Aber ... zu spät! Luca hat ihn bereits entdeckt. „Hey, Träumer, willst du heim zu 2


Mama?“, ruft er und die anderen lachen laut. Kevin seufzt und tut so, als habe er nichts gehört. Auf dem Weg nach Hause denkt er immer wieder über Lucas Bemerkung nach. Dieses Wort! „Träumer“ nennt Luca ihn. Dabei ist das Wort eigentlich nicht so schlimm. Er träumt tatsächlich gern. Während Luca lieber draußen mit seinen Freunden die Gegend unsicher macht, beschäftigt sich Kevin viel mit Büchern, beobachtet Käfer und Vögel und sammelt Federn. Nein, das Schlimme an dem Wort ist etwas anderes. Das hängt mit Papa zusammen. Oder besser gesagt mit seinem Fehlen. Seit Vater bei dem Unfall ums Leben kam, hat Luca sich mehr und mehr verändert. Er macht, was er will, gibt der Mutter pat-

zige Antworten und ist fast nur noch mit seinen Freunden zusammen. Was sie miteinander anstellen, geht oft nicht gut aus. Mama hat manchmal deswegen verweinte Augen. Kevin gibt sich umso mehr Mühe, lieb zu sein. Er will ihr nicht auch noch Ärger machen.

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eit etwa einem Jahr geht Mutter in eine christliche Gemeinde. Das tut ihr gut, sagt sie. Als Kevin mal mitging, gefiel es ihm auf Anhieb. Er wurde zur Jungen-Jungschar eingeladen. Inzwischen gehört er schon fest zur Gruppe. Dann passierte das mit Luca. Kevin versuchte, Luca zu überzeugen: „Komm doch mit zur Gemeinde! Es ist echt super dort! Ich weiß jetzt, dass Gott uns lieb hat.“ Da antwortete Luca: „Du träumst ja! Warum

hat Gott dann zugelassen, dass Vater sterben musste? Deinen Gott kannst du vergessen!“ Seitdem nennt Luca ihn „Träumer“. Das schmerzt! Nicht nur, weil Kevin spürt, dass sein Bruder ihn nicht ernst nimmt, sondern auch, weil es ihn jedes Mal daran erinnert, dass Vater nicht mehr da ist. Wie gut könnte Kevin jetzt einen großen Bruder gebrauchen, der zu ihm steht. Aber Luca ist nur dann besonders freundlich zu Kevin, wenn er wieder einmal „ganz dringend“ weg muss und seine Aufgaben im Haushalt noch nicht erledigt hat. Er erlaubt Kevin dann, seinen Computer zu benutzen, wenn Kevin dafür Lucas Arbeiten mit übernimmt. Ansonsten hat Luca nicht viel für den „Träumer“ übrig. Mutter versucht oft, Kevin 3


vor seinem großen Bruder in Schutz zu nehmen. Das macht die Situation nur noch schlimmer. Luca sagt dann manchmal „Muttersöhnchen“ zu ihm. Vor zwei Wochen war Kevins Geburtstag. Mutter hat ihm tatsächlich das tolle Handy gekauft, das er sich so sehr gewünscht hat! Da ist Luca richtig wütend geworden: „Ich musste mir mein Handy selbst zusammensparen, und dem schenkst du einfach eins! Das ist ja sowieso dein Lieblingssohn!“ Seit diesem Geburtstag ist das Verhalten von Luca zu Kevin noch eisiger geworden. Ob es jemals wieder gut zwischen ihnen werden wird?

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evin muss an Josef denken. Seit sie in der Jungscharfreizeit diese Geschichte von

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Josef aus der Bibel gehört und nachgespielt haben, ist sie seine Lieblingsgeschichte. Josef lebte zwar schon vor langer Zeit, vor etwa 4000 Jahren, dort, wo heute Israel liegt. Aber manches in Josefs Leben war so ähnlich wie in seinem eigenen. Schwierigkeiten zwischen Geschwistern gab es offenbar damals schon genauso wie heute. Kevin nimmt sich vor, die Geschichte noch einmal zu lesen. Nach den Hausaufgaben nimmt er seine Bibel vom Regal und macht es sich auf dem Bett bequem. Wo ist gleich die Geschichte? Aha, ganz vorne im ersten Mose-Buch. Kevin vertieft sich ins Lesen, und es kommt ihm vor, als sei er in Josefs abenteuerlichem Leben selbst mit dabei...

Josefs Träume (1. Mose 37,1-11)

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osef wuchs in einer großen Familie auf. Er war der elfte von insgesamt zwölf Brüdern. Seinem Vater Jakob gehörten riesige Herden Schafe, Ziegen und Rinder, außerdem Kamele und Esel. Er besaß Sklaven und Sklavinnen. Josefs Mutter starb, als er noch ein kleiner Junge war. Als er größer wurde, half er seinen älteren Brüdern beim Hüten der Schafe und Ziegen. Die Brüder waren raue, harte Männer. Wenn sie böse Dinge trieben, berichtete es Josef seinem Vater. Das brachte ihm nicht gerade Pluspunkte bei seinen Brüdern ein. Aber der Vater ermutigte Josef: „Bleibe du bei der Wahrheit! Be-


trüge keinen Menschen. Das bringt nur Unglück. Halte dich an Gott! Er führt dich richtig.“ Der Vater liebte seinen Sohn Josef über alles. Er schenkte ihm ein besonders teures, wertvolles Kleidungsstück. So etwas trugen normalerweise nur Königssöhne! Die Brüder merkten, dass der Vater Josef lieber hatte als sie. Da wurden sie blass vor Neid! Kein freundliches Wort mehr konnten sie zu Josef sagen. Ja, sie hassten ihn! Und damit fingen die Probleme erst richtig an. Hass und Neid können viel zerstören. Das sollte Josef bald zu spüren bekommen.

Male das Kleid Josefs bunt aus!

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ines Nachts hatte Josef einen besonderen Traum. Den erzählte er am nächsten Morgen seinen Brüdern: „Hört mal, was ich geträumt habe: Wir waren auf dem Feld und ernteten Getreide. Die Ähren banden wir zu Garben zusammen. Plötzlich stellte sich meine Garbe auf. Eure Garben bildeten einen Kreis um sie und verbeugten sich vor meiner Garbe.“ Die Brüder wurden wütend: „Willst du etwa unser König werden und über uns herrschen? Was bildest du dir eigentlich ein?“ Einige Zeit später träumte Josef noch einmal etwas Merkwürdiges: Ganz deutlich sah er, wie die Sonne, der Mond und elf Sterne sich vor ihm verneigten. „Seltsam“, dachte Josef, als er aufwachte. „Das muss 6

doch irgendetwas zu bedeuten haben?“ Wieder erzählte er seinen Brüdern davon. Diesmal war auch der Vater dabei. Der wurde ärgerlich: „Junge, was träumst du für einen Unfug! Sollen wir etwa alle kommen und uns vor dir verbeugen?“ Bei seinen Brüdern hatte Josef nun endgültig verspielt. Nur noch Hass und Verachtung hatten sie für ihn übrig. Keiner ahnte, dass Gott ihnen


etwas sagen wollte. Er hatte mit Josef einen bestimmten Plan.

Eine ganz gemeine Lüge (1. Mose 37,12-35)

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ieder verging einige Zeit. Josefs ältere Brüder waren mit den Herden weit weggezogen, um gute Weideplätze zu suchen. Josef war zu Hause geblieben. „Josef“, sagte der Vater zu ihm, „ich mache mir Sorgen um deine Brüder. Bitte geh zu ihnen! Erkundige dich, wie es ihnen geht und ob es gut steht mit den Herden. Dann komm wieder und berichte es mir.“ Josef machte sich auf den weiten Weg. Mehrere Tage war er unterwegs. Es war gar nicht so einfach, die Brüder zu finden. Wo steckten sie bloß? Josef

musste nachfragen und weitersuchen. Dort, das mussten sie sein! Da waren sie mit ihren Schafen! Josef war froh. Endlich hatte er sie gefunden! „Hallo! Ich soll euch von Vater grüßen! Wie geht es euch?“, rief er ihnen zu.

Welchen Weg muss Josef gehen, um zu seinen Brüdern zu kommen?

Aber was war mit den Brüdern los? Finster blickten sie ihm entgegen: „Willst wieder herumspionieren, was? Aber damit ist jetzt Schluss!“ Einige packten ihn und rissen ihm das schöne Kleid vom Körper. „Lasst mich los!“, schrie Josef und versuchte sich zu wehren. „Was macht ihr?“ Aber was konnte er allein gegen zehn starke Männer ausrichten? Sie schleppten 7


ihn davon und warfen ihn in einen Brunnen. Zum Glück war gerade kein Wasser darin. „Holt mich raus!“, rief Josef. „Ich muss doch zu Vater zurück! Er wartet auf mich!“ Aber Josef konnte rufen und bitten, so viel er wollte. Seine Brüder lachten nur über ihn. Sie schauten über den Brunnenrand zu ihm hinunter und spotteten: „Na, siehst du, wie wir uns vor dir verbeugen? Jetzt kannst du erleben, was aus deinen Träumen wird, ha ha!“ Da saß Josef nun in dem finsteren, feuchten Brunnenloch. Die Brüder kümmerten sich nicht weiter um ihn. Sie setzten sich hin und ließen sich das Essen schmecken. Josef konnte es nicht fassen! Seine eigenen Brüder waren so gemein gegen ihn! Sie würden ihn doch nicht hier unten verhungern 8

Brunnenrätsel

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ie Brüder warfen Josef in den Brunnen. Sie hatten Böses vor, aber Gott hatte Gutes vor und sorgte für Josef. Gott hat auch Gutes mit dir vor! Warum? Die Antwort findest du in diesem Rätsel. 13 Wörter sind gesucht. Aus den Anfangsbuchstaben ergibt sich der Lösungssatz. Von drei möglichen Antworten ist immer nur eine richtig. (Ä=AE, Ü=UE)


1. Was feierte der König? (1. Mose 40,20) SOMMERFEST – GEBURTSTAG – HOCHZEIT 2. Was tat Jakob in Beerscheba? (1. Mose 46,1) SINGEN – LAGERN – OPFERN 3. Was erzählte Josef seinen Brüdern? (1. Mose 37,5) TRAUM – LUEGE – FABEL 4. Wen sollten die Brüder beladen? (1. Mose 45,17) OCHSE – TIERE – WAGEN 5. Was ist Kanaan? (1. Mose 37,1) DORF – LAND – BERG 6. Wie wurden die Händler genannt, die Josef an Potifar verkauften? (1. Mose 39,1) KANAANITER – MIDIANITER – ISMAELITER

7. Welche Tiere hatten Josefs Brüder bei sich? (1. Mose 42,26) ESEL – HUND – PONY 8. Welchen Beruf hatte einer der beiden Gefangenen? (1. Mose 40,16) FISCHER – BAECKER – METZGER 9. Wo liegt Hebron? (1. Mose 37,14) BERG – SEE – TAL 10. Bei welchem Ort fand Josef seine Brüder? (1. Mose 37,17) TEKOA – SICHEM – DOTAN 11. Wie werden die Menschen genannt, die in Goschen zu einem großen Volk wurden? (1. Mose 47,27) ISRAELITEN – BABYLONIER – ISMAELITER 12. Wie nennt man Menschen, die an Jesus Christus glauben? JESUITEN – CHRISTEN – GLÄUBIGE 13. Wo war Josef, als Potifars Frau ihn festhielt? (1. Mose 39,11) BAUM – FLUR – HAUS

lassen? Er ahnte nicht, was inzwischen oben geschah. Josefs Brüder sahen von Weitem eine Karawane kommen. Da hatte einer die Idee: „Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder umbringen? Wisst ihr was, wir verkaufen ihn an die Händler dort! Dann sind wir ihn endlich los!“ Der Plan gefiel den anderen gut. Als die Karawane ankam, zogen sie Josef aus dem Brunnen heraus. Verwirrt blickte Josef um sich. Was waren das für fremde Männer, mit denen seine Brüder sprachen? Das mussten Kaufleute sein! Sie hatten viele Kamele bei sich, hochbepackt mit Waren. Sie banden Josef mit Stricken auf eins der Kamele. Josef schrie und bettelte: „Nein! Lasst mich los! Bitte! Ich will zurück zu meinem Vater!“ Aber seine 9


Brüder blieben hart. Die Händler bezahlten und zogen mit ihren Kamelen und mit Josef davon. Da wusste Josef endgültig: Seine Brüder hatten ihn verkauft!

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nzwischen machte sich Vater Jakob zu Hause Gedanken: „Wo nur Josef bleibt? Hätte ich ihn doch nicht geschickt! Was mag ihm bloß passiert sein?“ Mit Benjamin, dem jüngeren Bruder Josefs, stand der Vater immer wieder vor den Zelten und blickte über die Steppe. Dort kam jemand! Nein, das war nicht Josef. Es war nur ein Knecht, der normalerweise bei der Herde war. Was trug er denn in seiner Hand? Jakob und Benjamin liefen ihm entgegen. „Ich bringe Nachricht von deinen Söhnen“, sagte der Knecht. „Das haben sie gefunden.“ Mit 10

diesen Worten gab er Jakob ein blutverschmiertes Kleidungsstück. Der Vater schrie auf: „Das ist ja Josefs Kleid, das ich ihm geschenkt habe! Ein Raubtier hat ihn gefressen!“ Jakob weinte! Immer wieder rief er: „Josef ist tot! Mein Sohn Josef!“ Keiner konnte ihn trösten. Dabei war alles nur gelogen! Die Brüder hatten ein Böckchen geschlachtet und Josefs Kleid in das Blut getaucht. So wollten sie ihre Tat vertuschen. Das war schlimm! Nun hatten sie nicht nur ihren Bruder Josef verkauft, sondern auch noch den Vater belogen.

Mit Gott im fremden Land (1. Mose 39-40)

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ie Händler brachten Josef nach Ägypten und führten

ihn auf den Sklavenmarkt. Dort wurden Menschen wie Ware gehandelt. Ein reicher Mann kaufte Josef. Dieser Mann hieß Potifar und war der oberste Befehlshaber der Leibwache des Königs. Potifar hatte noch viele andere Sklaven. Eine schwere Zeit begann für Josef. Er musste jetzt hart arbeiten. Wenn die Aufseher meinten, dass die Sklaven nicht genug arbeiteten, halfen sie mit der Peitsche nach. Doch Josef glaubte an Gott. Obwohl er weit weg war von zu Hause, allein in einem fremden Land, erlebte er: Gott ließ ihn nicht allein! Gott half ihm und segnete Josef. Das fiel sogar seinem Herrn Potifar auf. Er merkte, dass Josef alle Arbeiten gut gelangen. Deshalb machte er eines Tages Josef zum Verwalter über sein ganzes Haus. Eine ver-


antwortungsvolle Aufgabe fĂźr Josef! Er beaufsichtigte jetzt die anderen Sklaven und teilte die Arbeit ein. Er durfte Ăźberall hingehen und musste nicht mehr so hart arbeiten. Gott schenkte ihm in allem Erfolg. Potifar vertraute Josef voll und ganz und war sehr zufrieden mit ihm.

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och die Herrin, die Frau des Potifar, war eine böse Frau. Josef, dieser hübsche junge Mann, gefiel ihr. Sie wollte ihn verführen. Aber Josef liebte Gott und weigerte sich: „Nein! Wie könnte ich ein so großes Unrecht tun und gegen Gott sündigen?“ Er wollte weglaufen. Die Frau hielt ihn am Kleid fest. Da riss sich Josef los, ließ das Kleid in ihrer Hand und floh nach draußen. Die Frau war wütend! Sie schrie und rief die Diener zusammen. Sie zeigte ihnen Josefs Kleid. Dabei behauptete sie: „Dieser Josef wollte mir etwas antun!“ Abends erzählte sie ihrem Mann die gleiche Lügengeschichte. Potifar glaubte seiner Frau und 12

wurde sehr zornig. Er ließ Josef in das Gefängnis werfen, in dem die Gefangenen des Königs waren. Josef war unschuldig. Er hatte nichts Böses getan. Trotzdem musste er leiden. Hatte Gott ihn vergessen? Nein, Gott hatte für Josef bereits neue Aufgaben! Gott war auch mit Josef im Gefängnis und tat ihm Gutes. Er sorgte dafür, dass der Gefängnisverwalter auf Josef aufmerksam wurde. Der Verwalter merkte, wie gewissenhaft und zuverlässig Josef war. Da beauftragte er ihn, alle Aufgaben im Gefängnis zu übernehmen. Er selbst kümmerte sich um rein gar nichts mehr. Denn er sah: Gott, der Herr des Him-


mels, war mit Josef und half, dass ihm alles gelang. Josef vertraute Gott. Ihm konnte er alles sagen. Bei ihm konnte er allen Kummer, alle Sorgen ausschütten. Und wieder erlebte er: Gott enttäuschte ihn nicht!

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ald darauf wurden zwei neue Gefangene in das Gefängnis gebracht, zwei Beamte des Königs. Einer war Mundschenk. Er versorgte den König und alle am Königshof mit Getränken. Der andere war der oberste Bäcker. Sie hatten ihren Herrn verärgert und mussten nun ihre Strafe absitzen. Josef bekam die Aufgabe, die beiden Männer zu versorgen. Eines Morgens fiel ihm auf, dass sie beide traurig dasaßen. Was war los mit ihnen? Josef fragte sie: „Was bedrückt euch?“ Da antworteten sie: „Wir haben beide in

der Nacht etwas Seltsames geträumt, aber wir wissen nicht, was es bedeutet!“ Josef sagte zu ihnen: „Nur Gott weiß die Antwort. Doch wenn ihr wollt, erzählt es mir.“ Gott half Josef, die Träume zu verstehen. Als der Mundschenk seinen Traum erzählte, konnte Josef ihm erklären: „In drei Tagen wird der König dich wieder in dein früheres Amt einsetzen!“ Aber dem obersten Bäcker musste er sagen: „In drei Tagen wird der König dich hinrichten lassen!“ Nach drei Tagen passierte genau das, was Josef vorhergesagt hatte.

Der Stellvertreter des Königs (1. Mose 41; 47 - 50)

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wei Jahre vergingen. Da hatte der König eine schlechte Nacht. Zwei Träume machten ihn

ganz unruhig. Am Morgen ließ er alle Wahrsager und Gelehrten Ägyptens zusammenrufen und erzählte ihnen seine Träume. „Wer kann mir sagen, was sie bedeuten?“, fragte er. Aber keiner konnte ihm helfen. Alle waren ratlos. Da erinnerte sich der Mundschenk an Josef. Sofort eilte er zum König und berichtete es ihm. Jetzt wurde Josef schnell aus dem Gefängnis geholt. Er ließ sich die Haare schneiden und bekam neue, schöne Kleider. So ging er zum König. Dieser begrüßte ihn: „Ich habe gehört, dass du Träume auslegen kannst.“ Aber Josef erwiderte: „Ich selbst kann das nicht. Gott allein kann die Bedeutung erklären.“ Der König erzählte, was er geträumt hatte. Wieder erlebte Josef, wie Gott ihm half. „Beide Träume bedeuten dasselbe“, begann Josef. „Gott 13


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wird eine große Hungersnot kommen lassen. Doch vorher gibt es sieben Jahre überreiche Ernten.“ Dann gab Josef Ratschläge, wie in den sieben guten Jahren Vorräte angelegt werden könnten. Da sagte der König: „Wir finden für diese Aufgabe keinen besseren Mann als Josef! Denn Gott hat ihm dies gezeigt.“ Nun wurde Josef geehrt. Der König ernannte ihn zu seinem Stellvertreter. Er bekam königliche Kleidung, eine goldene Kette um seinen Hals und den Siegelring des Königs an seine Hand. So wurde Josef zum Herrscher über ganz Ägypten. Er kam gleich nach dem König. Alle mussten sich vor ihm niederwerfen.

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osef sorgte dafür, dass in den sieben guten Jahren das Ge-

Wie viele Jahre dauerte die Hungersnot? (1. Mose 41,30) Male gleiche Zahlen mit derselben Farbe aus. Die Zahl, die am häufigsten vorkommt, ist die gesuchte. 15


treide in Vorratsspeichern gesammelt wurde. Als danach die Hungersnot begann, kamen alle Leute zu ihm, um Getreide zu kaufen. Eines Tages entdeckte er unter den vielen Menschen seine Brüder! Sie wussten nicht, dass dieser mächtige Herrscher ihr Bruder war. Doch Josef erkannte sie sofort. Waren sie immer noch böse und selbstsüchtig? Oder sahen sie ihre Schuld ein? Das wollte Josef herausfinden! Darum redete er ganz hart mit ihnen und behandelte sie wie Spione. Er ließ sie sogar ins Gefängnis werfen. Er hörte, wie sie in ihrer Angst sagten: „Jetzt hat uns Gott gefunden! Jetzt werden wir bestraft für das, was wir Josef angetan haben.“ Da merkte Josef, dass Gott an seinen Brüdern arbeitete. Sie erkannten ihre Schuld und gaben sie zu. 16

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weimal schickte sie Josef mit Getreide nach Hause, ohne ihnen zu sagen, dass er ihr Bruder ist. Er prüfte sie hart: Waren sie ehrlich? Würden sie wieder nur an sich denken? Oder hatten sie sich wirklich geändert? Als sie zu ihm zurückkamen, merkte Josef, wie traurig sie über ihre Schuld und Sünden waren. Endlich rief er : „Ich bin Josef, euer Bruder! Habt keine Angst! Ich bin euch nicht böse. Gott hat mich hierher nach Ägypten gebracht, um euch und eure Familien zu retten, damit ihr Brot habt und am Leben bleibt. Geht schnell nach Hause und holt meinen Vater!“ Die Brüder waren sprachlos vor Staunen! Dieser mächtige Mann war ihr Bruder Josef? Und er vergab ihnen wirklich ihre bösen Taten? Unglaublich! Josef um-

armte alle seine Brüder und weinte mit ihnen. Schnell reisten sie nach Hause. Kaum waren sie angekommen, riefen sie ihrem Vater zu: „Dein Sohn Josef lebt! Er ist sogar Herrscher über ganz Ägypten!“ Aber der alte Vater Jakob konnte es nicht fassen. Josef lebt!? Erst als er die Geschenke sah und die Wagen, die Josef mitgeschickt hatte, um ihn zu holen, wurde er froh. Er wünschte sich jetzt nur noch eins: Seinen Sohn Josef zu sehen! Schnell ließ Jakob alles packen und auf die Wagen laden. Die ganze große Familie zog nach Ägypten um: Jakob und seine Söhne mit ihren Frauen und Kindern. Sie nahmen ihre Viehherden mit und alles, was sie hatten. Eine weite und beschwerliche Reise! Viele Tage


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Zahlenpyramide

froh, dass ich dich wiedergesehen habe und nun weiß, dass du lebst.“ Josef ließ seinen Vater und seine Brüder im besten Teil des Landes wohnen. Er versorgte sie und ihre Familien mit Lebensmitteln, so viel sie brauchten.

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mmer zwei Ziffern nebeneinander ergeben die Zahl, die darüber liegt. Die Spitze der Pyramide bildet die Zahl der Brüder in der Geschichte von Josef.

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waren sie unterwegs. Endlich tauchten die ersten Häuser auf. Und dort hinten: War das nicht ein königlicher Wagen? Sollte das Josef sein? Ja, er kam ihnen entgegen! Kaum war 18

Jakob aus dem Wagen geklettert, fiel ihm Josef schon um den Hals und weinte lange vor Freude! Jakob war überglücklich. „Jetzt will ich gern sterben“, sagte er zu Josef. „Ich bin so

ahre später, als Vater Jakob gestorben war, bekamen die Brüder noch einmal Angst: „Was ist, wenn Josef sich jetzt doch noch rächen will und uns das Böse heimzahlt, das wir ihm angetan haben?“ Sie baten Josef: „Bitte, verzeih uns!“ Aber Josef sagte zu ihnen: „Habt keine Angst! Ihr wolltet mir Böses tun, aber Gott hat Gutes daraus entstehen lassen. Auf diese Weise wollte er vielen Menschen das Leben retten. Das war sein Plan und so ist es gekommen.“


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Ägyptische Bilderschrift

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annst du die Inschrift auf dem Stein entziffern? So ähnlich sah die ägyptische Bilderschrift (Hieroglyphen) aus. Lies die Spalten fortlaufend von oben nach unten (ä=ae). Es ist ein Vers aus der Bibel (3. Mose 19,18) Schlüssel für die Bilderschrift:

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evin legt die Bibel zur Seite. „Die absolute Traumkarriere!“, denkt er. „Vom Sklaven zum Herrscher über Ägypten! Trotzdem möchte ich so was nicht erleben. Ich weiß nicht, ob ich meinem Bruder so einfach vergeben könnte.“

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Bruder gibt. Die Jungs vergleichen es mit ihren eigenen Handys und diskutieren, wer das beste hat. Kevins Modell ist eins der neuesten. „Und so was kriegt der einfach geschenkt!“, knurrt Luca. Der Vorwurf in seiner Stimme ist nicht zu überhören.

Kevin steht auf und nimmt sich den Fahrradhelm. Den Rest des Nachmittags will er mit seinem Freund Yannik verbringen. Als er das Fahrrad aus dem Keller schiebt, halten gerade laut knatternd Luca und seine Kumpels mit ihren Motorrollern vor der Einfahrt. Kevin muss an ihnen vorbei. Luca stellt sich ihm in den Weg: „Träumer, zeig mal dein tolles Teil!“ Kevin weiß sofort, was er meint: das Handy! Ihm ist nicht ganz wohl zumute, als er es aus der Tasche zieht und seinem

„Lass ihn doch ein bisschen dafür arbeiten“, schlägt einer vor. Luca kneift die Augen zusammen: „Hey, das ist die Idee! Dass ich nicht schon selbst darauf gekommen bin!“ Er lässt das Handy in seiner Brusttasche verschwinden. Mit einem bösen Grinsen sagt er zu Kevin: „Träumer, du wirst die nächste Zeit ein bisschen fleißig sein müssen, wenn du dein Handy 21


wiederhaben willst!“ „Das ist gemein!“, protestiert Kevin. „Gib mir sofort mein Handy wieder!“ „Nicht so eilig, Träumer!“ Luca baut sich vor ihm auf und stemmt die Hände in die Seiten. „Von jetzt an ist es erst mal mein Handy! Und du übernimmst alle meine Aufgaben im Haushalt! Mindestens zwei Monate! Und wehe, du verpfeifst mich bei Mama! Dann kannst du was erleben!“ Luca hält ihm demonstrativ die Faust unter die Nase.

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evin kocht innerlich! Doch was soll er tun? Gegen seinen Bruder kommt er nicht an. Am Ende verprügeln sie ihn noch alle! Er nimmt sein Fahrrad und radelt davon. Kevin hat es sich zur Angewohnheit gemacht, über alles mit Jesus zu sprechen. So be22

tet er jetzt: „Herr Jesus! Das ist so gemein! Hilf doch bitte, dass Luca mir mein Handy wieder gibt! Was kann ich nur tun?“ Da kommt ihm plötzlich der Gedanke: Bete für Luca! „Ja, Herr Jesus, ich bitte dich für meinen Bruder...“ Kevin stockt. Er merkt, dass er noch viel zu viel Wut auf Luca hat. Wie hatte Josef das nur damals geschafft, seinen Brüdern zu vergeben? Die nächste Zeit wird schwer für Kevin. Luca lässt es sich gut gehen, und Kevin muss alle Arbeiten für ihn mit erledigen. Er traut sich nicht, mit Mama darüber zu sprechen. Dass Luca seine Drohung wahr machen würde, daran ist nicht zu zweifeln. Immer wieder betet Kevin: „Herr Jesus, hilf mir doch bitte! Hilf mir, dass ich Luca vergeben kann. Und überhaupt, dass es

wieder gut wird zwischen uns.“ So vergehen etwa drei Wochen. An einem Tag ist Luca schon zu Hause, als Kevin aus der Schule kommt. „Hey, Träumer, ich habe eine schöne Aufgabe für dich!“, begrüßt ihn Luca und grinst. Er drückt Kevin einen großen Briefumschlag und einen Zettel von Mutti in die Hand. Kevin liest:

Hallo Luc a, .. ich komm e heute s pate nach Haus e. Bitte b r ringe den Brief zur Post. Er muss a ls E weggesch inschreiben ickt werd en. Danke! M ama


„Das kannst du doch besser mit dem Motorroller machen“, wagt Kevin einzuwenden. Der Weg bis zur Post im Stadtzentrum ist sehr weit. Er müsste mit dem Bus fahren und sogar einmal umsteigen. „Hey hey! Nur nicht faul werden, Träumer!“ Luca sieht Kevin mit zusammengekniffenen Augen an. „Willst du dein Handy wiederhaben oder nicht?“ Kevin nimmt seufzend den Briefumschlag und macht sich auf den Weg.

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ährend er im Bus sitzt, denkt er wieder an die Geschichte aus der Bibel. Er fühlt sich nicht viel besser als Josef damals in Ägypten. Sein eigener Bruder macht ihn zum Sklaven! Es ist einfach fies! Auf dem Rückweg von der Post muss Kevin zum Umsteigen auf den nächsten Bus warten. Er

setzt sich in das Bushäuschen und beobachtet den Verkehr an der nahen Kreuzung. Jetzt am frühen Nachmittag sind nur wenige Autos unterwegs. Trotzdem gibt es immer etwas zu sehen. Da passiert es: Auf der Hauptstraße fahren gerade ein Kleinlaster und dahinter ein silberner Wagen vorbei. Plötzlich knattert aus der Nebenstraße mit hohem Tempo ein blauer Motorroller heran. Er fährt ohne anzuhalten auf die Kreuzung. Bremsen quietschen. Es knallt. Zersplitterte Fahrzeugteile fliegen über die Straße. Der Motorrollerfahrer stürzt fast, kann sich aber noch abfangen und rast davon. Kevin kennt den Fahrer: Es ist einer von Lucas Kumpels! Ein zweiter Motorroller düst aus der Nebenstraße und kommt gerade noch rechtzeitig zum Stehen. Das ist Luca!

Alles geschieht in Sekundenschnelle. Als Kevin seinen Bruder erkennt, zieht er schnell den Kopf ein und blickt vorsichtig um die Ecke des Bushäuschens. Luca braucht ihn nicht zu sehen. Was ist eigentlich passiert? Der Kleinlaster musste eine Vollbremsung machen. Der Fahrer des silbernen Wagens hatte nicht mehr rechtzeitig bremsen können und war auf den Laster geprallt. Während der Autofahrer schimpfend aus seinem zerbeulten Wagen klettert, rennt der Lastwagenfahrer um sein Fahrzeug herum und stürzt auf Luca zu. Er packt ihn am Kragen und wettert los: „Du Lümmel! Einfach die Vorfahrt nehmen! Das kannst du bezahlen! Du haust jetzt nicht ab und wartest hier, bis die Polizei da ist! Immer diese Raserei!“ Offenbar hatte der Fahrer nicht bemerkt, 23


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dass der eigentliche Verkehrssünder schon längst weg war. Luca verteidigt sich: „Ich war’s doch gar nicht! Lassen Sie mich los!“ Aber der Fahrer hält ihn fest und telefoniert aufgeregt per Handy. Schon bildet sich eine Traube von neugierigen Menschen und jeder schimpft auf die jugendlichen Raser. Ein Polizeiauto naht mit Blaulicht und Martinshorn und hält an der Kreuzung. Während sich die Polizisten ein Bild vom Unfallgeschehen machen, überschlagen sich in Kevins Kopf die Gedanken: „Luca war es nicht! Aber es geschieht ihm ganz recht, wenn er eine Strafe bekommt! Schließlich hat er mir mein Handy weggenommen. Ich könnte einfach verschwinden und so tun, als hätte ich nichts gesehen.“ Doch wieder kommt ihm Josef

in den Sinn. Was hätte er an seiner Stelle getan? Josef hatte seinen Brüdern vergeben. Er hatte ihnen ihre bösen Taten nicht heimgezahlt. Kevin weiß in seinem Herzen, was er tun soll. Er kämpft mit sich. Die Entscheidung ist nicht leicht.

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lötzlich muss Kevin an einen Abend bei der Jungscharfreizeit denken. Michael, der Jungscharleiter, hatte ihnen erklärt: „Josef wusste damals: ‘Ich muss mich nicht rächen. Denn Gott hat einen guten Plan.’ Wir wissen heute noch mehr! Gott möchte, dass wir seine Kinder werden! Aber so, wie wir sind, passen wir mit Gott nicht zusammen. Das ist wie auf dem Sklavenmarkt damals in Ägypten: Wir sind gefangen von der Sünde und verkauft. Wir sind Sklaven des Bösen. Wir tun

böse Dinge, wir sagen böse Worte, wir haben böse Gedanken. Auch wenn wir uns noch so anstrengen, wir schaffen es nicht, wirklich so zu sein, wie es Gott gefällt. Erst wenn wir einen neuen Herrn bekommen, der uns freikauft, dann sind wir wirklich frei! Deshalb hat Gott seinen Sohn Jesus Christus geschickt. Er ist in diese Welt gekommen, um für unsere Sünden zu bezahlen. Er ist am Kreuz für uns gestorben. Doch das war nicht alles! Jesus blieb nicht tot. Er ist wieder auferstanden und lebt! Jetzt dürfen alle, die Jesus vertrauen und ihm ihr Leben geben, für immer Gemeinschaft mit Gott haben. Gott schenkt ihnen das ewige Leben.“ An diesem Abend hatte Kevin verstanden, wie lieb Gott ihn hat. Er erinnert sich, wie er damals betete: „Lieber Gott, ich 25


möchte gern dein Kind sein! Bitte vergib mir alles Böse, das ich getan habe!“ Dann hatte er alles aufgezählt, was ihm einfiel und beschlossen: „Herr Jesus, bitte komm in mein Leben! Du sollst von heute an mein Herr sein!“ „Stimmt!“, murmelt Kevin jetzt halblaut vor sich hin. „Gott hat mir vergeben! Ich will Luca auch vergeben!“ Kevin betet: „Herr Jesus, hilf mir bitte! Ich will nicht mehr wütend auf Luca sein! Ich will ihm vergeben, so wie du mir vergeben hast und wie Josef seinen Brüdern vergeben hat.“ Dann geht Kevin mit etwas unsicheren Schritten auf die Polizisten zu. Kurz begegnet sein Blick den überraschten Augen Lucas. „Entschuldigung!“, sagt Kevin, um sich bemerkbar zu machen. „Ich habe alles 26

genau gesehen. Ich war dort in dem Bushäuschen. Der Junge hier ist nicht schuld. Vor ihm fuhr ein anderer mit einem blauen Motorroller. Der ist einfach auf die Kreuzung gerast und dann abgehauen.“ Kevin zeigt in die Richtung, in der Lucas Kumpel verschwunden ist. „Das stimmt!“, schaltet sich jetzt eine Frau ein, die mit einem Baby auf dem Arm aus dem Haus an der Straßenecke kommt. „Ich habe es vom Fenster aus beobachtet.“ Sie beschreibt den Unfallhergang und hat sich sogar das Nummernschild des Rollerfahrers gemerkt. Als die Polizisten das hören, meinen sie: „Dann ist ja alles klar! Der Bursche ist uns schon bekannt.“ Sie notieren sich alles ganz genau. Nach einer Verwarnung darf Luca weiterfahren und die Kreuzung wird geräumt.

Kevin merkt erst jetzt, dass eben sein Bus davonfährt. Aber das macht nichts. Er ist froh, dass er Luca nicht im Stich gelassen hat. Und noch viel mehr freut er sich darüber, dass er Luca vergeben konnte. Seine Wut auf ihn wegen des Handys ist weg! „Danke, Herr Jesus!“, flüstert er.

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ls Kevin später zu Hause ankommt, ist Luca vor der Garage mit dem Motorroller beschäftigt. Er sieht hoch und kommt auf Kevin zu. Verlegen sucht er nach Worten: „Das war stark von dir!“, sagt er. Dann zieht er das Handy aus der Tasche und gibt es Kevin: „Hier...es tut mir leid!“ Luca blickt zu Boden. Kevins Herz macht einen Hüpfer. „Danke!“, ruft er überrascht. Sein Bruder klopft ihm auf die Schulter: „Danke, Kleiner!“ Und


Was hat Kevin von Josef, dem Herrscher über Ägypten, gelernt? Trage die richtigen Wörter ein und lies die Anfangsbuchstaben von oben nach unten. Lösungswort

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zum ersten Mal seit langer Zeit lächelt er. Kevin springt übermütig die Treppe hinauf. In seinem Herzen jubelt es! Er zieht die Tür seines Zimmers hinter sich zu. Mit der Bibel in der Hand schwingt er sich aufs Bett. Er blättert bis zum Ende der Josefsgeschichte. Dort hat er sich einen Satz dick unterstrichen: „Ihr wolltet mir Böses tun, aber Gott hat Gutes daraus entstehen lassen.“ Ja, genauso erlebte er es jetzt! Luca hatte ihn wochenlang ausgenutzt. Heute musste er für ihn den Brief zur Post bringen. Aber so kam es, dass er im richtigen Moment an der Kreuzung war und Luca helfen konnte. Doch zuerst musste er Luca vergeben! Er ist froh, dass er das mit Gottes Hilfe geschafft hat. Es hatte böse angefangen. Aber Gott hatte heute begonnen, es gut zu machen. Gott ist einfach genial! „Danke!“, sagt Kevin. „Danke!“

1. anderes Wort für Papa 2. Einbringen von Getreide 3. weite Fahrt 4. Getreidebündel 5. Lasttier 6. männliche Geschwister 7. Nahrung 8. Eifersucht Übrigens: Alle Wörter kommen auch in der Geschichte von Josef vor! 27


Rätsellösungen: Seite 8 Brunnenrätsel Lösung: Gott liebt dich. Seite 15 Wie viele Jahre dauerte die Hungersnot? Lösung: Sieben Seite 18 Zahlenpyramide Lösung: Zwölf Seite 20 Ägyptische Bilderschrift Lösung: Räche dich nicht und sei nicht nachtragend! Seite 27 Was hat Kevin von Josef gelernt? Antworten: 1. VATER, 2. ERNTEN, 3. REISE, 4. GARBE,

5. ESEL, 6. BRUEDER, 7. ESSEN, 8. NEID Lösungswort: VERGEBEN 28


Kevin und der Herrscher über Ägypten  
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