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Mit

Jesus

unterwegs


IMPRESSUM Herausgeber: Auflage-Nr.: Text: Gestaltung: Illustrationen, Quiz und Rätsel:

Missionswerk Werner Heukelbach e.V. 51700 Bergneustadt, Deutschland KH12 20 1001 3 Manfred Paul Werbestudio 71a.de, Wuppertal Lena Franke, Bergneustadt (Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und ASEBA Deutschland/Schweiz)

Druck:

BasseDruck, Hagen

© Missionswerk Werner Heukelbach e.V.


Mit

Jesus

unterwegs


Der Retter ist geboren! m Stall von Bethlehem kam der Ikleines Sohn Gottes, Jesus Christus, als Kind zur Welt. Kannst du

Doch diese Welt hatte keinen Platz für den Retter. Maria hatte noch nicht einmal ein kleines Bett, in das sie ihr Kind legen konnte. In der Bibel steht, dass

der Sohn Gottes die Herrlichkeit des Himmels bei seinem Vater verlassen hatte und ganz klein und arm wurde. Da lag nun der Erlöser in der Krippe.

dir vorstellen, wie überglücklich die Eltern Maria und Josef waren? Immer wieder bewunderten sie das Baby in der Krippe. Da lag es nun auf Heu und Stroh, liebevoll in Windeln gewickelt. Viele Propheten Gottes hatten diesen Geburtstag des Erlösers längst vorausgesagt. Und nun war der Retter endlich da, auf den man so lange gewartet hatte. Gott schenkte uns aus Liebe seinen Sohn. Wie lieb Gott doch die Menschen hat – findest du nicht auch?

Beide Bilder sehen völlig gleich aus, oder? Finde die zehn Unterschiede! 2


➔ Lies Lukas 2,1-20 iese Nacht, in der der Retter geD boren wurde, werden die Hirten wohl nie mehr vergessen haben. Während sie draußen auf dem Feld die Herden bewachten, wurde plötzlich die Nacht sehr hell. Ein Engel, ein Bote von Gott, trat zu den Hirten, und Gottes Licht umstrahlte sie. Kein Wunder, dass sie am ganzen Leib zitterten. Sie waren voller Angst und Furcht. Doch der Engel sprach: „Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute in Davids Stadt ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der

Herr!“ - Die Hirten trauten ihren Augen nicht. Überall, wohin sie sahen, umgab sie eine unzählbare Schar von Engeln. Sie alle lobten Gott und sprachen: „Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe und Frieden den Menschen im Land, auf denen sein Gefallen ruht.“ In großer Eile liefen sie zum Stall und fanden das Kind in der Krippe. So hatte der Engel es ihnen gesagt. Und über dem Stall leuchtete der Stern so hell, als wolle er sagen: „Das Licht der Welt, der Erlöser ist heute geboren.“

Welcher Weg führt die Hirten zum Stall mit der Krippe? 3


Der zwölfjährige Jesus im Tempel! iele Jahre vergingen. Der V kleine Junge Jesus spielte gewiss mit seinen Nachbarn und Freunden genauso gern wie du. Doch eins war völlig anders. Nie hörte man ein böses Wort von ihm. Er log nie. Beleidigte niemanden. Stritt sich nicht. War weder wütend noch seinen Eltern ungehorsam. Alle, die ihn kannten, merkten, dass er ein besonderer Mensch war. Mit zwölf Jahren ging er mit seinen Eltern nach Jerusalem in den Tempel. Seine Liebe zu Gottes Wort war so stark, dass er sich mit den Männern im Tempel, die die Bibel gut

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kannten, unterhielt. Die klugen Bibellehrer waren so erstaunt, dass sie ganz aufgeregt die Köpfe schüttelten. Stell dir vor, drei Tage lang vermissten die Eltern Jesus. Mit viel Kummer suchten sie ihn. Und als sie ihn im Tempel fanden, sagte er zu ihnen: „Habt ihr nicht gewusst, dass ich hier sein muss, wo mein Vater ist?“ Bist du auch gern dort, wo man Gottes Wort hört?

➔ Lies Lukas 2,41-52


Jesus Christus lässt sich im Jordan taufen evor Jesus Christus seine B großen Wunder im Land Israel tat, ließ er sich mit 30 Jahren von Johannes dem Täufer im Jordanfluss taufen. Viele taten das. Sie bekannten vor der Taufe ihre Sünden. Denn Johannes der Täufer rief die Menschen seines Volkes zur Buße über ihre Sünden und zur Umkehr auf.

Aber warum ließ Jesus Christus sich taufen? Er hatte doch keine Sünde!

Nun, durch seine Taufe bekannte er sich vor allen Menschen als Stellvertreter und Retter der Sünder. Alle sollten sehen, dass er sich freiwillig mitten unter die Sünder stellte. Wie unfassbar groß ist doch seine Liebe. Als er dann aus dem Wasser stieg, hörte man eine laute Stimme vom Himmel: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich meine Freude!“

➔ Lies Matthäus 3,13-17

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Die Hochzeit zu Kana wei junge Menschen, die sich Z lieb hatten, wollten heiraten. Zu diesem frohen Tag luden sie viele Gäste ein. Jesus war mit seiner Mutter und seinen Jüngern auch da. Es sollte ein wunderschöner, unvergesslicher Tag werden. Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. Man plauderte fröhlich miteinander und freute sich von Herzen mit dem glücklichen Brautpaar. Ausgerechnet da passierte es, dass sie auf einmal keinen Wein mehr hatten. Nervös lief der Koch hin und her. Wie sehr er auch suchte, es war kein Wein mehr da. Hatte er denn so schlecht vorgesorgt? Oh, wie peinlich! Maria, die Mutter Jesu, hatte das längst bemerkt. Sie flüsterte Jesus ganz heimlich zu: „Sie haben keinen Wein mehr.“ 6

Wahrscheinlich dachte sie, dass er irgendwie helfen könnte. Aber wie? Das wusste auch sie nicht. Aber Jesus Christus wusste es. Er rief die Diener zu sich und sagte ihnen: „Füllt die sechs Krüge, die am Türeingang stehen, bis zum Rand mit Wasser.“ Dann befahl er, davon eine Probe zum Küchenchef zu bringen. Während sie zu ihm gingen, geschah das Wunder: Aus Wasser wurde Wein! Der Küchenchef traute seinen Augen nicht. „Woher habt ihr denn den Wein? Das ist ja der beste, den ich je getrunken habe.“ -

Knobelaufgabe Die sechs Wasserkrüge waren sehr groß. In jeden Krug passten ungefähr 100 Liter Wasser. Stell dir vor, zwei Diener gingen das Wasser holen. Jeder von ihnen trug zwei Eimer für je zehn Liter Wasser. Wie oft musste jeder der Diener zum Brunnen laufen, bis sie gemeinsam die sechs Krüge gefüllt hatten?


Jesus Christus hatte aus Wasser Wein gemacht. Er kann alles. Er ist der allmächtige Gott. Und so konnte die fröhliche Hoch-

zeitsfeier weitergehen, ohne dass die Gäste etwas von dem peinlichen Zwischenfall bemerkt hatten.

Dies war das erste Wunder, durch das der Herr Jesus seine große Kraft und Herrlichkeit zeigte.

➔ Lies Johannes 2,1-12

Rettung in höchster Seenot! ette uns! Hilfe, wir ertrinken!“ R Ein wilder Sturm hatte das kleine Schiff, in dem Jesus, der Herr, und seine Jünger saßen, erfasst. Wie wild wurden sie hin und her geschleudert. Eine Welle nach der anderen schwappte über Bord. Mit weit aufgerissenen, angstvollen Augen klammerten sie sich verbissen am Bootsrand fest. „Wenn der Sturm doch bloß nachließe“, dachten sie. Doch er wurde immer schlimmer. Solch einen Sturm hatten sie

noch nie erlebt. Was wohl Jesus, der Herr, machte? Ob er auch Angst hatte? Nein, er lag hinten im Boot und schlief friedlich auf einem Kopfkissen. Er war so müde vom vielen Predigen und von all seinen Diensten, dass nicht einmal dieser laut tobende Sturm ihn wachrütteln konnte. „Rette uns, wir kommen um!“ Sie riefen es aus Leibeskräften. Sie riefen so laut sie nur konnten. Jesus aber sprach: „Warum habt ihr denn Angst? Warum vertraut ihr mir so wenig?“ Dann stand er

auf und bedrohte den Wind und den See, und es wurde auf einmal mucksmäuschenstill. Kein Windhauch bewegte sich mehr. Die Wellen waren plötzlich verschwunden. Der See war glatt wie ein Spiegel. Da erschraken alle und fragten untereinander ganz verwundert: „Wer ist denn dieser, dass auch Wind und See ihm gehorchen?“ Ja, Jesus Christus kann alles! Auch heute will er Wunder tun! 7


Sicher hast du schon einmal Angst gehabt. Denk daran: Du kannst Jesus Christus voll und

Der Sturm hat den See aufgewühlt. Treibholz schwimmt auf dem Wasser. Aber wo ist das Boot mit den Jüngern? Wenn du es gefunden hast, male das Bild aus.

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ganz vertrauen. Er hört dich, wenn du zu ihm rufst, also betest, er will dir helfen und dich

beschützen.

➔ Lies Markus 4,35-41


Die zehn Aussätzigen ussatz ist eine schlimme, A unheilbare Krankheit. Der Körper ist voller eiternder Geschwüre. Die Hände und das Gesicht sehen schrecklich aus. Diese armen Menschen müssen von zu Hause fortgeschickt werden, sonst stecken sie noch die Gesunden mit ihrer furchtbaren Krankheit an. Damals gab es noch kein Krankenhaus. Kein Arzt kümmerte sich um die armen Menschen. Sie lebten versteckt in Höhlen und warteten auf den Tag ihres Todes. Gab es wirklich keine Rettung? Mussten sie für immer von ihren Angehörigen getrennt bleiben?

Keiner war da, der ein liebes Wort sagte. Niemand, der sie in ihrer Traurigkeit tröstete. Ganz verlassen und einsam waren sie in ihrem Leid. Aber eines Tages hörten sie eine unglaubliche Geschichte. Da hatte Jesus Christus jemanden vom Aussatz geheilt. Das hatte es bisher noch nie gegeben. Und so beschlossen sie, ihn unbedingt zu treffen. Vielleicht konnte er auch sie heilen. Jesus Christus kam in ihren Ort. Sie riefen von weitem: „Jesus, Meister, erbarme dich unser!“ Er sprach: „Geht hin und zeigt euch im Tempel in Jerusalem.“ Sie gehorchten und gingen hin, wie er es gesagt hatte. Als sie auf 9


Rätseldreieck Aus welcher Volksgruppe stammte der Mann, der sich bei Jesus bedankt hat? So erhältst du die Lösung: Beginne oben bei dem Pfeil und folge den Linien von Buchstaben zu Buchstaben.

Der blinde Bartimäus ericho, eine Stadt, in der es von JTeppichverkäufer, Kaufleuten nur so wimmelte. Schmuckhändler, Salbenmischer, Tuchhändler sie alle wollten ihre Waren loswerden. War das ein lautes Ge10

dem Weg dorthin waren, verschwand auf einmal der schreckliche Aussatz. Stell dir vor, sie waren an Händen, im Gesicht, ja, am ganzen Körper völlig geheilt. Der Aussatz war weg. Wie wunderbar Jesus

Christus doch ist! Er hatte es getan. Aber denk einmal, von den zehn Geheilten kam nur einer zurück und dankte ihm.

schwatze in den Straßen. Nein, hier achtete niemand auf den blinden Bartimäus. Und so zog er es vor, vor der Stadt Jericho am Straßenrand zu sitzen. Hier bettelt er um Gaben, damit er sich etwas zu essen kaufen konnte. Bartimäus hatte gehört, dass

Jesus große Wunder tat. Ob er auch seine Augen sehend machen würde? Wie sehr hoffte er es. Tatsächlich! Eines Tages kam Jesus durch Jericho. Eine große Volksmenge umringte ihn. Ob er ihn sah? Ob er schon vorübergegangen war?

Ob du es auch so gemacht hättest, wenn er dich geheilt hätte? Schade, wenn wir immer nur bitten und so wenig danken. Überleg einmal, wofür du Jesus Christus danken kannst.

➔ Lies Lukas 17,11-19


Bartimäus bekam plötzlich große Angst. Er rief so laut er konnte: „Jesus, Sohn Davids, erbarm dich meiner!“ „Hör auf mit deiner Schreierei“, bedrohten ihn die Leute. Doch Bartimäus schrie umso mehr. Und Jesus hörte ihn. Er ließ ihn zu sich kommen und fragte ihn: „Was willst du denn von mir?“ Bartimäus rief: „Oh, Herr, ich möchte so gern sehen können!“

Male alle Flächen, die einen Punkt haben, mit einem weichen Bleistift aus. Dann entdeckst du Bartimäus. Alles um ihn war dunkel, bevor Jesus ihn heilte.

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Jesus sprach: „Bartimäus, sei jetzt sehend. Dein Glaube hat dich geheilt“. Und da sah Bartimäus zum ersten Mal die Sonne, die Vögel, die Bäume, die Menschen, aber auch sein schmutziges Kleid, das er immer angehabt hatte. Nun brauchte er nicht mehr zu betteln. Oh, wie seine Augen strahlten! Nie wieder sah man Bartimäus am Straßenrand bettelnd sitzen. Er folgte Jesus Christus nach. Wem Jesus Christus geholfen hat, der liebt ihn von Herzen.

➔ Lies Markus 10,46-52

Endlich konnte Bartimäus sehen! Jetzt war die Welt für ihn hell und bunt. Male das Bild mit deinen Farbstiften fertig aus.

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Der gelähmte Freund enn draußen die Sonne scheint und andere fröhW lich herumtoben, während man selbst krank im Bett liegen muss, dann ist das schlimm. Doch gelähmt zu sein, kein Bein und keine Hand bewegen zu können, das ist noch viel schlimmer. Mit sorgenvollen Gesichtern saßen seine Freunde oft bei ihm. „Wenn Jesus ihn doch gesund machen könnte“, dachten sie. Sie trugen ihren Freund auf der Matte, auf der er liegen musste, und suchten Jesus. In einem Dorf fanden sie ihn. Er predigte in einem Haus. Doch vor der Tür standen viele Leute, die im Haus keinen Platz mehr gefunden hatten. Da die Freunde nun nicht zu Jesus hineingehen konnten, kamen sie auf eine gute Idee: „Wir decken das Dach ab!“ Gesagt, getan. Sie ließen ihren gelähmten Freund zu den Füßen Jesu nieder. Gespannt warteten sie darauf, was er jetzt sagen würde. Er schaute in die Gesichter der vier Freunde und sah, dass ihr Herz voller Glauben war. Dann sprach er zu dem Gelähmten: „Hab keine Angst, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ Ganz sicher, Jesus hatte in sein Herz geschaut und 13


gesehen, dass dieser Mann über seine Sünde traurig war.

Jesus Christus hatte ihn wunderbar geheilt.

an ihre Gesundheit denken und dabei ihr sündiges Herz vergessen.

Dann aber sagte er zu ihm: „Steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause.“ Und der Gelähmte stand auf und ging nach Hause.

Was ist nun die größte Freude? Dass er ihn geheilt oder ihm die Sünden vergeben hat? Schade, wenn die Menschen immer zuerst

➔ Lies Markus 2,1-12

Jesus Christus befreit!

Mit Steinen schlug er sich Wunden. Wenn man ihn fesselte, zerriss er die Stricke wie nichts. Tag und Nacht irrte er umher. Der Teufel hatte sein Leben böse und finster gemacht. „Was ist bloß mit diesem schrecklichen Mann los?“, fragten sich die Leute ängstlich. Doch Jesus allein wusste, warum er so geplagt wurde. Und darum hatte er großes Mitleid mit ihm. Er wollte ihm unbedingt helfen.

Schlimm, wenn man immer das tun muss, was der Teufel will. Doch Jesus Christus ist stärker als der Teufel. Er ist Sieger über alles Böse in dieser Welt. An dem Tag, an dem er diesem armen Mann begegnete, musste alles Böse aus seinem Leben verschwinden. Jesus Christus ist Sieger! Wenn er kommt, hat der Teufel nichts mehr zu melden. Jesus Christus hatte diesen armen Mann aus der

ines Tages kam Jesus in eine E Gegend am anderen Ufer des Sees Genezareth. Dort kam ihm ein Mann entgegen, dessen Leben vom Teufel bestimmt wurde. Alle bekamen Angst, wenn sie diesen wilden Mann sahen. Er tobte und schimpfte. Alles, was er in die Hände bekam, machte er kaputt. 14


Macht des Teufels gerettet. Zum ersten Mal hatte er ein glückliches Herz. Seine Augen leuchteten vor Freude. Alles Böse und Dunkle war aus seinem Innern verschwunden. Jesus Christus ist wunderbar. Am liebsten wäre er immer bei ihm

geblieben. Doch er schickte den Mann zu seinen Verwandten, damit er ihnen erzählen konnte, dass er ihn frei gemacht hatte.

Darum ist er in diese Welt gekommen. Keiner hat Grund, sich vor dem Teufel zu fürchten, wenn er Jesus Christus gehört.

Jesus Christus ist auch heute noch derselbe Sieger. Keiner braucht zu verzweifeln. Bitte ihn um Hilfe. Er rettet so gern.

Wohnt er schon in deinem Herzen?

➔ Lies Markus 5,1-20

In der Geschichte von der Heilung des Mannes kommt eine große Herde bestimmter Tiere vor. Hier siehst du eines von ihnen. Verbinde die Punkte von 1 bis 34 miteinander und male das Bild aus. 15


Die Tochter des Jairus in anderes Mal kam ein Mann E – Jairus hieß er – zu Jesus gelaufen, kniete vor ihm nieder und rief voller Angst: „Meine Tochter stirbt. Komm und hilf ihr, damit sie gerettet wird und lebt!“ Jesus ging mit ihm. Doch überall drängte sich die neugierige Volksmenge um ihn, sodass er aufgehalten wurde. Als sie dann an dem Haus des Jairus angekommen waren, kamen die Leute ihm schon entgegen und sagten: „Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du Jesus noch?“ Doch Jesus tröstete den erschrockenen Vater und sagte: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Nachdem er alle laut heulenden Leute hin16

ausgeschickt hatte, ging er mit den Eltern, mit Petrus, Jakobus und Johannes in das Zimmer, in dem das Kind lag. Alle Augen waren gespannt auf Jesus gerichtet. Da nahm er die Hand des Kindes und sagte: „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“ Und weißt du, was geschah? Das Kind stand tatsächlich auf. Völlig munter und gesund stand es vor den Eltern, die es überglücklich in die Arme schlossen. War das eine Freude. Wie dankten sie alle Jesus Christus, der so Großes getan hatte!


Da, wo keiner mehr zu hoffen wagt, kann Jesus Christus Wunder tun.

➔ Lies Markus 5,22-24 und 35-43

Die Auferweckung des Lazarus ie oft hatte Jesus Christus W Lazarus, Martha und Maria in Bethanien besucht. Hier fühlte er sich mit seinen Jüngern so richtig wohl. Hier sorgte man nach all den anstrengenden Reisen liebevoll für ihn. Einmal war er mit seinen Jüngern für längere Zeit unterwegs. Da wurde Lazarus sterbenskrank. Ganz aufgeregt suchten sie Jesus überall, denn nur er konnte Lazarus gesund machen. Doch er kam nicht und Lazarus starb.

Kannst du dir vorstellen, wie traurig Martha und Maria waren? Nun hatten sie keinen mehr, der für sie sorgte. Vier Tage lang lag der tote Lazarus in der Grabhöhle. Vier Tage lang! „Viel zu lang, um ihn zum Leben zu erwecken“, dachten sie. Jesus kam. Martha erzählte ihm unter Tränen die Geschichte. Doch Jesus befahl: „Nehmt den Stein von der Grabhöhle!“ Er schaute zum Himmel empor und betete: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast!“ Und dann rief er laut: „Lazarus, komm heraus!“ Es vergin-

gen einige Augenblicke. Tatsächlich - da kam Lazarus heraus. An Kopf, Händen und Füßen in Grabtüchern eingewickelt, wie es damals üblich war. Jesus befahl, ihm diese abzunehmen, damit er sich wieder richtig bewegen konnte. Nun hatten Martha und Maria ihren Bruder wieder. Sie waren unendlich getröstet. Nein, Jesus Christus verspätet sich nie. Auch wenn wir vieles nicht verstehen, so hat er doch einen wunderbaren Plan für alle, die ihm vertrauen. 17


1 . Wie viele Tage wartete Jesus, bevor er nach Judäa ging? (Vers 6)

Jesus Christus hat sogar die Macht, jedem das ewige Leben zu schenken. Glaubst du das? Er hat es gesagt!

➔ Lies Johannes 11,1-46 Lazarus-Quiz Lies aufmerksam den Bibeltext. Trage die Antworten, die du zu den Fragen findest, in die Lösungsfelder ein. Jeder Strich steht für einen Buchstaben. Schreibe die Buchstaben, die ein Kästchen haben, der Reihe nach als Lösungssatz auf. Er ist ein Teil der wichtigen Antwort, die Jesus Martha gab (Vers 25). 18

❑ ❑ ❑

2 . Was glaubte Martha, wer Jesus ist? (Vers 27) 3 . In welchem Raum lag der tote Lazarus? (Vers 38) 4. Wie hieß das Dorf von Maria und Martha? (Vers 1) 5 . Wie wurde der Jünger Thomas noch genannt? (Vers 16)

❑ ❑ ❑

6. Was wollten die vielen Leute bei Maria und Martha? (Vers 19) 7. Wie bezeichnete Jesus Lazarus? (Vers 11)

❑ ❑

8 . Wer lief zuerst Jesus entgegen? (Vers 20) 9 . Womit war das Grab verschlossen? (Vers 38)

10. Welche Stadt war nicht weit von Bethanien entfernt? (Vers 18) 11. Wie viele Tage lag Lazarus im Grab? (Vers 17) 12.. Worin war Lazarus eingewickelt? (Vers 44) 13.. Wem dankte Jesus, bevor er Lazarus aus dem Grab rief? (Vers 41) 14.. Was sollte Lazarus nach dem Abnehmen der Tücher tun? (Vers 44)

Lösungssatz:

.

❑ ❑ ❑ ❑


Das Lazarus-Quiz könnt ihr auch in zwei Gruppen spielen – zum Beispiel in der Sonntagsschule oder beim Kindergeburtstag. Dazu die Lazarusfigur und die „Tücher“ vergrößert kopieren, ausmalen und zur Verstärkung auf Karton kleben. Die Figur auf den Tisch legen oder an eine Tafel heften und mit den „Tüchern“ verdecken. Jede Gruppe bestimmt einen Spieler, der bei richtigen Antworten jeweils ein Tuch abnimmt. Der Spielleiter stellt abwechselnd den beiden Gruppen die Quizfragen. Die Kinder der Gruppe dürfen untereinander beraten, welche Antwort sie geben. Kann eine Gruppe die Frage nicht lösen oder ist die Antwort verkehrt, darf die andere Gruppe antworten. Bei jeder richtigen Antwort wird ein Tuch abgenommen. Welche Gruppe hat zum Ende dem Lazarus die meisten Tücher abgenommen?

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Jerusalem - Hauptstadt Israels! underschöne Stadt auf W dem Berg. Hier hatte vor vielen Jahren der König David seinen Thron. Und nach ihm manch anderer König. Hier stand auch einmal der herrliche Tempel Gottes. Es war immer ein großes Fest, wenn einmal im Jahr aus ganz Israel die Menschen nach Jerusalem kamen. Sie wollten Gott im Tempel loben und ihm danken. Doch diese schöne Zeit war längst vorbei. Wie traurig war Gott darüber. Er hatte sein Volk verlassen müssen, weil Israel Gott gegenüber ungehorsam war. Nun beherrschten die Römer das ganze Land - und Israel 20

musste das tun, was die Römer sagten. Kein Wunder, dass die Juden mit größter Sehnsucht auf den angekündigten Retter warteten. Messias nannten sie ihn. Gott hatte gesagt, dass er Israel von aller Not und Bedrückung befreien würde. So forschte man in Israel eifrig in der Heiligen Schrift. Man wollte zu gern die Zeit erfahren, wann der Messias erscheinen sollte. Manche meinten sogar, dass dieser Jesus von Nazareth vielleicht der von Gott verheißene Messias sei, der sie retten könne. Hatte er nicht viele Wunder und gewaltige Taten vollbracht?


Einzug in Jerusalem! annst du dir vorstellen, wie K sehr die Jünger auf diesen Tag gewartet haben? Sie wussten, dass Jesus der Sohn Gottes, der Messias, war. Gott hatte es ihnen damals vom Himmel zugerufen: „Dieser ist mein geliebter Sohn, hört auf ihn!“ Einmal hatte Jesus sogar selbst davon gesprochen, dass er nach Jerusalem gehen wolle. Seine Jünger stellten sich ihn gewiss so vor, wie er auf einem Pferd prachtvoll durch die Straßen der Hauptstadt Jerusalem reiten würde, um sein Königreich ausrufen zu lassen. Doch es kam alles ganz anders. Was hatte Jesus gesagt? Vom Leiden in Jerusa-

lem und vom Sterben am Kreuz hatte er gesprochen. Doch am dritten Tag würde er wieder auferstehen. Sie trauten ihren Ohren nicht. Keiner wagte, ihn weiter zu befragen, zu unglaublich erschien ihnen das. Doch Jesus Christus wusste, dass er nicht in die Welt gekommen war, um als König zu herrschen und bedient zu werden. Er selbst wollte dienen und sein Leben für die verlorenen Menschen in den Tod geben. Demütig, auf einem Esel reitend, kam er nach Jerusalem. Die Volksmenge rief: „Hosianna in der Höhe!“ Das heißt: Herr, hilf doch! Ja, Jesus Christus wollte helfen, doch ganz anders, als sie es erwarteten.

➔ Lies Matthäus 21,1-11 21


Das Passahfest der Juden n jenen Tagen feierten die Ierinnerte Juden das Passahfest. Dieser Tag sie an die wunderbare Rettung Gottes aus ägyptischer Gefangenschaft. Ein Lamm wurde geschlachtet, um es für die Familie zum Essen zuzubereiten. Rein gewaschen und festlich gekleidet war man froh beieinander. Es war ein Freudenfest. Auch Jesus feierte mit seinen Jüngern das Passah. Bevor man zum Essen ging, wurden nicht nur die Hände, sondern auch die mit Staub und Schmutz bedeckten Füße gewaschen. 22

Johannes

Jakobus

Andreas

Petrus

Phillippus


Das tat immer ein Diener des Hauses. Es war aber kein Diener da. Nun warteten die Jünger ab. Jeder dachte bei sich selbst: „Ich bin doch kein Diener, um dem anderen die Füße zu waschen.“ Hättest du das gern und freiwillig getan? Jesus aber stand auf. Er legte sein Oberkleid ab, band sich

ein Leinentuch um und fing an, die Füße seiner Jünger zu waschen. Wie schämten sich die Jünger jetzt. Er, der Sohn Gottes, war sich nicht zu schade, den Jüngern die Füße zu waschen. Als er sich wieder gesetzt hatte, sagte er zu

seinen Jüngern: „Wenn nun ich, euer Herr und Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen.“ Er wollte ihnen ein Beispiel geben, wie sehr er seine Jünger lieb hatte.

➔ Lies Lukas 22,7-18

Welcher Jünger wollte sich nicht die Füße waschen lassen? Ordne die Schattenbilder den Jüngern zu. Lies Johannes 13,2-17.

Der Herr Jesus feiert mit seinen Jüngern das Abendmahl it großer Sehnsucht hatte Jesus auf diesen Abend gewartet. So gern wollte er noch

M

einmal mit seinen geliebten Jüngern allein sein, bevor er in Jerusalem leiden würde. Er wusste, wie bald er sie allein lassen muss-

te. Vor ihm lagen Tage voller Leid und großer Schmerzen. Als sie nun das Passah feierten, nahm er ein Brot, segnete es und sprach: 23


„Nehmt und esst!“ In diesem Augenblick dachte er daran, wie er sich für die Sünden der Welt ans Kreuz nageln lassen würde. Danach nahm er den Kelch, in dem Wein war, sprach ein Dankgebet und gab den Kelch seinen Jüngern und sagte: „Trinkt alle daraus! Denkt daran: So, wie ich euch Brot und Wein gegeben habe, werde ich meinen Leib für euch in den Tod geben. Mein Blut werde ich für die Sünden der Welt fließen lassen. Freiwillig gehe ich diesen schweren Weg. Später sollen alle, die an mich glauben, ewig leben. Vergesst nie, dass ich für euch starb. Denkt immer daran, wie sehr ich euch alle geliebt habe.“ Nachdem sie ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg.

➔ Lies Markus 14,22-26 24


Der Herr Jesus betet auf dem Ölberg uf dem Ölberg war ein kleiA ner Garten. Gethsemane nannte man ihn. Hier wollte Jesus beten. Er sehnte sich gerade jetzt besonders danach, mit seinem Vater im Himmel allein zu sein. Nur Petrus, Johannes und Jakobus nahm er mit sich. Und dann kniete er nieder, beugte sich tief zur Erde und betete zu seinem Vater im Himmel. Doch als sie ihn beten sahen, erschraken

sie plötzlich. Sie schauten in sein Gesicht. Wie blass sah er aus. Wie traurig waren seine Augen. Man sah, dass Angst und große Not in seinem Herzen waren. Er bat seine Jünger: „Bleibt bei mir und wacht mit mir!“ Doch die

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Jünger blieben nicht wach. Sie schliefen fest ein. Wie hätte ihm jetzt ein tröstendes Wort seiner Jünger gut getan! Doch da war keiner, der Mitleid mit ihm hatte.

➔ Lies Lukas 22,39-46

suchte alles, um ihn von seinem Erlösungsplan abzubringen. Am liebsten wäre ihm gewesen, wenn Jesus seinem Vater ungehorsam würde. Doch Jesus wusste, dass es keinen anderen Weg gab, um die Menschen zu retten. Er musste für ihre Sünden am Kreuz sterben. Denn so war es Gottes Plan.

Und während er so auf seinen Knien lag und betete, wurde sein Gesicht mit dicken Schweißtropfen bedeckt. Er hatte Todesangst. Der Teufel ver-

Jeder hätte versucht, davonzulaufen. Doch er nicht. Er sagte: „Vater, ich will dir gehorsam sein. Ich bin bereit, diesen schrecklichen Weg freiwillig bis in den Tod zu gehen.”

Judas verrät den Herrn Jesus anz still war es draußen. G Stockdunkel war die Nacht. Plötzlich laute Geräusche einer 26

großen Volksmenge. Männer kamen schnurstracks auf den Garten Gethsemane zu. Vor ihnen

her ein Anführer. Doch wie entsetzt waren die Jünger: Im Schein der Fackeln erkannten sie Judas,


den Jünger Jesu. Er hatte ihn verraten. Das hätte nie jemand für möglich gehalten. Jetzt ging

ihnen allen ein Licht auf. Hatte Judas sich nicht während der Passahfeier hinausgeschlichen? Er

ging ganz scheinheilig auf Jesus zu und begrüßte ihn. Er gab ihm einen Kuss.

➔ Lies Markus 14,43-50 Wie gemein! Der Kuss sollte das Zeichen sein, wen sie ergreifen müssen. Für nur dreißig Silberstücke hatte er ihn an die Hohenpriester und Schriftgelehrten verraten. Nun sollten sie ihn endlich festnehmen. Sie banden ihn wie einen Schwerverbrecher und führten ihn nach Jerusalem. Jesus ließ alles willig mit sich geschehen. Er hätte die Macht gehabt, alle Feinde in einer einzigen Sekunde zu vernichten. Doch er tat es nicht. Er war fest entschlossen, für uns zu leiden und am Kreuz für uns zu sterben. 27


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Petrus verleugnet seinen Herrn a stand D Jesus nun vor dem Hohenpriester. Alle Ältesten und Schriftgelehrten saßen um ihn herum. Keiner seiner Jünger war mehr bei ihm. Alle hatten ihn aus Furcht verlassen. Keiner hatte den Mut, bei ihm zu bleiben. Petrus hatte einmal gesagt: „Herr, ich bleib dir immer treu, auch wenn dich die anderen Jünger einmal verlassen. Ich nie!“ Jesus antwortete ihm: „Wahrlich, ich sage dir, heute, noch in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal

kräht, wirst du mich dreimal verleugnet haben.“

➔ Lies Lukas 22,54-62 Doch Petrus war sich ganz sicher: Diesmal hat Jesus nicht Recht. Aber als er sich draußen auf dem Hof am Feuer wärmte, sagte plötzlich jemand: „Du gehörst auch zu diesem Jesus!“ Petrus, ganz verwirrt, belog die Leute. Dreimal sagte er: „Ich kenne diesen Menschen überhaupt nicht.“ Und dann krähte der Hahn. Petrus dachte an das, was Jesus ihm zuvor gesagt hatte. Da ging er hinaus und fing ganz jämmerlich an zu weinen. Nun hatte er doch seinen geliebten Herrn so arg verleugnet. Was hättest du getan? Hättest du Jesus Christus auch verleugnet? 29


Jesus Christus vor Pilatus ie ganze Nacht hindurch D hatte man Jesus ausgefragt und angeklagt, bedroht und beleidigt. Wie müde musste er jetzt sein. Er hatte ja nicht geschlafen. Frühmorgens brachte man ihn zu Pilatus. Die Soldaten des Pilatus aber verspotteten ihn. Sie flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf seinen Kopf. Dann schlugen sie ihn sogar mit einem Rohr auf den Kopf, sodass die Dornen tief eindrangen. Sie bespuckten ihn und schlugen ihm mit der Faust ins Gesicht. Blutverschmiert war sein Gesicht. Und so stand er vor Pilatus. Der aber fand keine Schuld an ihm. Immer wieder fragte er die Juden: „Was hat er denn Böses getan?“ Das Geschrei der Juden 30

wurde immer stärker. Pilatus meinte schließlich: „Ich will nun mit dieser Sache nichts mehr zu tun haben. Macht, was ihr wollt. Doch vorher will ich Jesus auspeitschen lassen.“ Die Juden aber schrien immer wieder: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Jesus aber blieb still wie ein Lamm. Er tat seinen Mund nicht auf. Er wusste, dass es keinen anderen Weg gab, um die Menschen zu retten. Er wollte am Kreuz für unsere Sünden sterben. Wie unendlich muss er auch dich und mich lieb haben!

➔ Lies Markus 15,1-15


Die Geißelung Jesu a nahD men die Soldaten Jesus und geißelten ihn. Eine Geißel bestand damals aus ledernen Riemen. Man hatte darin Knochensplitter und Bleistücke eingeflochten. Sie schmerzten furchtbar, wenn sie den Körper trafen. Fast vierzig Schläge peitschten hernieder. Dabei musste Jesus sich bücken und seine Oberkleider ausziehen. Wie grausam waren doch die Soldaten. Wie schrecklich die Schmerzen, die er erduldete. Er, der andere heilte und ihnen die Schmerzen abnahm, war jetzt selbst verwundet. Ein Mann

voller Schmerzen. Überall blutete er. Hatte denn keiner Erbarmen mit ihm? Sie hassten ihn ohne jeden Grund. Hatte er nicht immer nur Gutes getan? Er liebte jeden. Auch den schlimmsten Sünder. Keinen, der zu ihm kam, hat er fortgeschickt. Erinnerst du dich noch daran, wie er Blinde, Lahme und Krüppel heilte? Aussätzige gesund machte? Und Tote auferweckte? Und nun behandelten sie ihn so grausam. Er litt auch für dich und für mich.

➔ Lies Johannes 19,1-5

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Jesus Christus stirbt für unsere Sünden am Kreuz a hing Jesus nun am Kreuz. D Links und rechts ein Verbrecher. Seine Hände und Füße hatten sie mit dicken Nägeln durchbohrt. Wie schrecklich war das alles. Man konnte es an seinem Gesicht sehen, wie sehr er litt. Viele gingen neugierig vorüber und spotteten und lachten über ihn. Endlich haben wir es geschafft, dachten sie. Doch es war Gottes Plan, dass er am Kreuz auf Golgatha sterben sollte. Ganz gewiss hätte er die Macht gehabt, jetzt noch vom Kreuz herabzusteigen. Doch wie gut, dass er es nicht tat. Er wollte die Strafe des Kreuzestodes für deine und meine Sünden auf sich nehmen. Auf einmal wurde es ganz finster. Drei Stunden lang. In diesen drei 32

Stunden tiefer Dunkelheit durchlitt er grausame Qualen und furchtbares Leid am Kreuz. Dann schrie er: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Er spürte, wie es sein musste, als Sünder ewig ohne Gott in der Verdammnis zu sein. Jetzt hatte Gott alle unsere Schuld auf seinen geliebten Sohn gelegt. Doch dann kam sein Freudenruf: „Es ist vollbracht!“ Er neigte sein Haupt und starb.

Wusstest du schon, dass wir ohne Jesus Christus wegen unserer Sünde auf ewig von Gott getrennt und verloren sind?

➔ Lies Markus 15,21-41


Jesus stirbt und wird begraben päter, als die SoldaS ten noch einmal am Kreuz vorbeigingen, staunten sie, dass Jesus schon so schnell gestorben war. Einer stach mit seinem Speer in seine KÜrperseite, um zu sehen, ob er wirklich tot war. Da kamen Blut und Wasser heraus. Kannst du dir vorstellen, wie erschrocken und traurig die Jßnger, die Mutter Jesu und seine Freunde in diesen Tagen waren? Jetzt waren sie alle ganz allein. 33


Wohin sollten sie gehen? Sie wussten ohne Jesus nichts mit ihrem Leben anzufangen. Voller Trauer nahmen sie den Leib Jesu vom Kreuz. Pilatus hatte es ihnen erlaubt. Sie wickelten ihn in Tücher. Dann legten sie ihn in ein Felsengrab. Sie wälzten einen riesengroßen Stein davor.

Die meisten glaubten, dass dies nun das Ende der Geschichte mit Jesus sei.

Aber weißt du, was dann noch geschah?

➔ Lies Markus 15,42-47

Jesus Christus lebt! Er ist auferstanden! m dritten Tag kamen A frühmorgens einige Frauen, um das Grab noch einmal zu besehen. Plötzlich 34

bebte die Erde, und ein Engel kam aus dem Himmel. Er trat vor das Grab und wälzte den riesengroßen Stein weg, der vor der


Grabtür lag. Die römischen Wächter, die das Grab bewachten, erschraken und fielen wie tot um. Aber zu den Frauen sagte der Engel ganz lieb: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier - Er ist auferstanden und lebt! Nun geht schnell zu den Jüngern und sagt es ihnen.“ Die Frauen konnten es kaum glauben. Sie freuten sich so sehr, dass Jesus lebte und nicht mehr tot im Grab lag. Tatsächlich, das Grab war leer. Die Leinentücher, in denen Jesus eingewickelt war, lagen fein und ordentlich zusammengelegt da. 35


Die Frauen liefen so schnell sie konnten. Kein Wunder, denn sie wollten ja diese frohe Nachricht und was der Engel zu ihnen gesagt hatte, den traurigen Jüngern erzählen. An diesem Abend erschien Jesus seinen Jüngern. Er zeigte ihnen seine Wundmale an den Händen und an seiner Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie ihren geliebten Herrn wieder sahen. Ja, Jesus Christus ist Sieger! Er hat die Sünde, den Tod und den Teufel besiegt.

➔ Lies Matthäus 28,1-20

Zurück in den Himmel iele Male hatte sich Jesus V Christus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern gezeigt. Einmal sahen ihn sogar über 500 Männer auf einmal. Sie alle wussten daher ganz sicher, dass er lebt! 36

Früher, als Jesus Christus oft mit seinen Jüngern zusammen war, sprach er viel von seinem Vater. Er redete von seiner Heimat im Himmel. Er erzählte ihnen von seiner Herrlichkeit. Wie sehnte er sich nach Hause.

Es kam der Tag, an dem er von seinen geliebten Jüngern Abschied nehmen musste. Als sie wieder auf dem Ölberg waren, kam plötzlich eine helle Wolke und nahm ihn vor ihren Augen weg in den Himmel. Ich kann mir


sehr gut vorstellen, wie der Vater im Himmel auf seinen geliebten Sohn gewartet hat. Mit wie viel Jubel nahmen

die Engel ihn auf. Die Jünger schauten noch lange überrascht zum Himmel hinauf.

➔ Lies Apostelgeschichte 1,4-14 Plötzlich standen zwei Männer in weißen Kleidern vor ihnen und sagten: „Jesus Christus wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel zurückkehren sehen.“ Dann gingen die Jünger nach Hause. Bis heute warten wir darauf, dass Jesus Christus wiederkommt. Es kann jeden Tag sein. Einmal wird der Tag kommen, an dem er alle, die an ihn glauben, zu sich in den Himmel holen wird. Wirst du dabei sein? Dann werden wir immer bei ihm bleiben. Keiner wird mehr weggehen. Alle Trauer hat dort ein Ende. Da gibt’s keinen Tod mehr. Es wird niemand mehr weinen noch irgendjemand ein Leid zustoßen. Es ist die herrliche Himmelsstadt, die wir lieben, weil unser geliebter Jesus Christus dort ist. Bist du bereit, wenn er kommt? In dem Buchstabenfeld sind senkrecht und waagerecht die Namen der elf Jünger versteckt, die die Rückkehr Jesu miterlebt haben (Ä=AE). Kennzeichne die Namen farbig. Du findest sie auch in der Apostelgeschichte 1,13. 37


Gehet hin in die ganze Welt und verkündigt das Evangelium in der ganzen Schöpfung! (Markus 16,15)

➔ Überlege: Was kannst du tun, um anderen Kindern von Jesus Christus zu erzählen? Viele wunderbare Dinge hat Jesus Christus getan. Eine gute Nachricht für dich: Er möchte so gern, dass auch du sein Eigentum wirst. Er will, dass du ihm ganz gehörst. Er gibt tiefen Frieden ins Herz. Er macht das ganze Leben neu und füllt es mit seiner Freude. Wer ihm angehört, weiß, dass das stimmt! Wer aber ohne ihn hier in dieser Welt leben will, der wird auch im Himmel nicht bei ihm sein.

38

Im Himmel sind nur Menschen, denen hier auf Erden Gott schon ihre Sünden vergeben hat. Du hast einiges von den Wundern Jesu gelesen. Weißt du, was das größte Wunder ist? Ein Gotteskind zu werden! Jesus Christus ruft dich: „Komm her zu mir, ich will dich zu meinem Eigentum machen. Bei mir brauchst du keine Angst mehr vor dem Tod zu haben. Ich will dich an deine Hand nehmen und dich sicher durch diese Welt führen.“

Wenn du nun ein Gotteskind werden willst, dann such dir einen Platz, wo du ungestört mit dem Herrn Jesus Christus allein sein kannst. Knie nieder. Bete und sage ihm, dass dir deine Sünden leidtun. Bitte ihn um Vergebung. Er vergibt alle deine Schuld. Glaube seinem Wort, wo es heißt: Das Blut Jesu, des Sohnes Gottes, reinigt uns von jeder Sünde. (1. Johannes 1,7) Wer an mich glaubt, wird leben. (Johannes 11,25)


➔ So kannst du zu Jesus Christus beten:

Danke ihm, dass er für dich starb, auferstand und lebt. Folge ihm nach und sage noch vielen, wer er ist und was er für dich getan hat.

Lieber Herr Jesus, du bist der Sohn Gottes. Du hast für mich die Schuld gesühnt. Die Strafe, die ich verdient habe, hast du für mich am Kreuz getragen. Ich bitte dich, nimm alle Schuld aus meinem Leben. Ich bekenne dir meine Sünde (sag dem Herrn Jesus alles, was dir auf dem Herzen liegt). Lieber Herr Jesus, du hast gesagt, dass du jedem vergibst, der zu dir kommt. Du stößt niemanden von dir. Komm jetzt, Herr Jesus, in mein Leben hinein. Du sollst ab heute mein Erlöser und mein Herr sein. Hab Dank, dass ich wissen darf, dass du mich errettet hast, weil du es mir in deinem Wort versprochen hast. Hab Dank, dass ich für ewig dir gehöre. Amen.

39


Meine Entscheidung: HEUTE HABE ICH DEN HERRN JESUS ALS MEINEN .. .. PERS ONLICHEN ERLOSER ANGENOMMEN. ____________________________________________________

Name ____________________________________________________

Datum

Vielleicht kennst du Jesus Christus schon als deinen persönlichen Retter. Aber wieviele in dieser Welt sind noch ohne Hoffnung und gehen freudlos, traurig und oberflächlich ihren Weg. Sie machen sich keine Gedanken über die Ewigkeit. 40

Sie kümmern sich nicht um ihre ewige Rettung. Wenn du Jesus Christus gehörst, hast du eine große Verantwortung. Sei bereit, vielen den Weg zu ihm zu zeigen. Verteile Kinderhefte wie dieses unter deinen Freunden.

Du darfst uns gern schreiben, wenn du Fragen auf dem Herzen hast. Wir freuen uns auf deinen Brief.


Lösungen: Seite 6: Knobelaufgabe: Jeder Diener musste fünfzehn Mal zum Brunnen laufen. Seite 10: Rätseldreieck: Samariter. Seite 18: Lazarus-Quiz: 1. ZWEI 2. CHRISTUS 3. HÖHLE 4. BETHANIEN 5. ZWILLING 6. TRÖSTEN 7. FREUND 8. MARTHA 9. STEIN 10. JERUSALEM 11. VIER 12. GRABTÜCHER 13. VATER 14. GEHEN Lösungssatz: ICH BIN DAS LEBEN.

Seite 23: Fußwaschung: Petrus. Seite 37: Buchstabenfeld:


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