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– S U R PET

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Impressum Herausgeber: Missionswerk Heukelbach e.V. 51700 Bergneustadt Auflage: KH02 20 0910 6 Druck: Druckhaus Gummersbach PP GmbH Gestaltung: E. Platte, A. Fett Zeichnungen: Lena Franke Text: Manfred Paul Š Missionswerk Werner Heukelbach e.V.


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ben e L s e d n e Ein spann „Plitsch, mit Gott platsch, fitz“, Simon streckt angestrengt seine Zehen vom Bootssteg ins Wasser. Immer wieder versucht er mit letzter Kraft, neue Rekorde im Weitspritzen aufzustellen. Er tut das mit solchem Eifer, dass er beinahe vornüberkippt. „Siiiimon!“ Hat da nicht jemand seinen Namen gerufen? „Simon! Siiiiiiimon!“ Simon dreht sich gelangweilt um. Oooch, Andreas ist es, der aus Leibeskräften seinen Namen brüllt. „Du sollst reinkommen!“ Simon erhebt sich und trottet müde zum Bootsschuppen. Er weiß schon, was ihm blüht. Schließlich hat er das Fischerzeug und die Bootsgeräte seines Vaters nicht

ordnungsgemäß in den Schuppen gebracht. Er hat das Zeug einfach liegen gelassen. Später wollte er das erledigen – später. Pech gehabt! Jetzt muss er die Suppe auslöffeln. Die Eltern von Simon und Andreas hatten in der Nähe ein Fischgeschäft. Es lief ganz gut. Reich konnten sie davon nicht werden. Doch ihr Vater konnte damit die ganze Familie ernähren. Eine harte Knochenarbeit war es. Natürlich mussten Simon und Andreas mit anpacken. Und zwar tüchtig. Dadurch waren sie an hartes Arbeiten gewöhnt. Und der Fischgeruch? – Sie kannten nichts anderes. Er hing in allen Kleidern. Später würden beide auch ein Boot haben. Andreas würde dann mit Simon zusammen rausfahren und Fische fangen, so planten sie. Der See Genezareth hat schließlich für viele Fischerboote Platz: 21 Kilometer lang und an der breitesten Stelle misst er zwölf Kilometer.

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Seine größten Tiefen sind 42 und 48 Meter. Der Meeresspiegel des Sees liegt ungefähr 212 Meter unter dem des Mittelmeers. Die Leute im Landesinneren beneideten in kalten Zeiten die Bewohner um den See Genezareth. Hier war es sehr früh warm. Die Nächte waren so lau, dass die Familie abends lange draußen im Freien sitzen konnte. Am See Genezareth siedelten zur Zeit Jesu viele Fischer. Prima! Denn so hatten sie ihre Arbeitsstelle direkt vor der Nase. Autos und Eisenbahnen gab es damals noch nicht. Daher musste man alles auf Karren transportieren. Oft war der Vater nachts draußen auf dem See Genezareth. So ist das nun mal, wenn man Fischer ist. An den Nachmittagen half die ganze Familie, die Netze zu säubern und kaputte Maschen zu flicken. Dabei stellten sich Simon und Andreas recht geschickt an. Schon früh hatten sie vieles von ihrem Vater abgeguckt.


Rätsel: Ein See-Test Zu der Zeit, als Simon und Andreas lebten, wurde der See Genezareth auch Galiläisches Meer genannt, oder – nach einer der Städte, die nahe am See lagen – See von ...

Welche Stadt ist gemeint? Siehst du die drei Fischerboote, die am rechten Seeufer liegen? Nur eins von ihnen kommt in dieser Stadt an. Du kannst sie herausfinden, wenn du mit einem Bleistift die Linien nachfährst. Auflösung: siehe Seite 33. Du kannst die Lösung auch in der Bibel finden: Johannes 6, 1 und 21, 1. Male das Bild aus!

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Jahre vergingen. Simon und Andreas waren inzwischen schon kräftige Männer, die hart arbeiten konnten. Hier siehst du die beiden beim Fischen.

Zeichne die fünf fehlenden Puzzleteile richtig ein und male das Bild aus!

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Petrus begegnet dem Herrn Jesus In diesen Tagen gingen oft Wanderprediger durchs Land, die dem Volk Israel Gottes Wort verkündigten. In jener Zeit hielt sich Andreas, Simons Bruder, zu Johannes dem Täufer, einem von Gott beauftragten Prediger. Er ging mit ihm und hörte, wie Johannes der Täufer mit kräftigen Worten das Volk zur Umkehr von seinen bösen Wegen und zur Hinkehr zu Gott rief. Eines Tages nun trifft Andreas den Herrn Jesus. Gespannt hört er seinen Predigten zu. Wie machtvoll sind seine Worte! Er kann gar nicht genug davon bekommen. Und beim Zuhören wird ihm blitzartig klar: „Dieser Jesus da, das muss der Messias, der Retter und Erlöser Israels, sein!“ Auf ihn haben sie schon jahrelang mit großer Sehnsucht gewartet. Das muss natürlich sofort sein Bruder Simon wissen. Als er ihn findet,

ruft er: „Stell dir vor, Simon, wir haben vorhin tatsächlich den Messias getroffen!“ Er packt Simon beim Arm und führt ihn zu Jesus. Als nun der Herr Jesus Simon sieht, ruft er: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes. Von heute ab nenne ich dich Petrus, das bedeutet ‘Fels’.“ Petrus ist total beeindruckt. So oft hat er schon gehört, wie der Herr

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Jesus von Ort zu Ort gegangen ist, Menschen gesund gemacht, Tote auferweckt, Geister ausgetrieben und viele von ihren Leiden befreit hat. Und jetzt hat er ihn tatsächlich auch getroffen! Die Leute sprechen von großen Wundern, die so gewaltig sind, dass jedermann im Land auf den Beinen ist, wenn er irgendwo in einer Stadt auftaucht. Viele kommen aus Neugier. Doch wenige nur begreifen, wer der Herr Jesus in Wirklichkeit ist. Weißt du es? Lies Johannes 1, 35-51


Vom Fischer zum Menschenfischer Eines Tages nun kommt der Herr Jesus in die Stadt Kapernaum. Sie liegt ganz nahe am See Genezareth. Petrus, Andreas und noch andere Fischer aus den umliegenden Dörfern flicken ihre Netze. Doch heute sind sie ziemlich sauer, denn in der vergangenen Nacht haben sie nicht einen Fisch gefangen. Nur alte Äste haben sich in den Maschen der Fischernetze verhakt. Eine alte Sandale ist hängen geblieben. Etwas unwillig waschen sie jetzt ihre Netze. Keiner redet ein Wort. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Dabei merken sie nicht, dass in der Zwischenzeit viele Menschen am Ufer zusammengelaufen sind. Ob die alle Jesus hören wollen? Die Leute sind tatsächlich neugierig und tuscheln untereinander: „Was für ein Wunder wird wohl dieser Jesus heute wieder tun?“ Und weil

die Boote leer sind, klettert der Herr Jesus in das Boot, das Petrus gehört, und bittet ihn, ein Stück aufs Wasser hinauszufahren, einige Meter nur. Von dort aus will er zum Volk sprechen. Doch was denkt Petrus wohl, als der Herr Jesus jetzt, nach der Predigt, zu ihm sagt: „Du, Simon, rudere nun mit deinem Boot hinaus, dorthin, wo das Meer ganz tief ist. Und genau an dieser Stelle lass die Netze runter. Ihr werdet sehen, dort werdet ihr eine Menge Fische fangen.“ Ich glaub, Petrus hat den Herrn Jesus ganz unsicher angeschaut, ein kleines bisschen den Kopf geschüttelt und gedacht: „Was, jetzt? Am hellen Tag? Während die Sonne scheint? Da fängt man doch keine Fische! Nachts wird gefischt.“ Doch Petrus gibt kein Widerwort. Etwas leise brummelt er: „Gut, Herr, weil du es sagst, mach ich’s.“ Doch tief in seinem Herzen zweifelt er. Er denkt immerfort:

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„Was werden die Leute am Ufer jetzt denken? Er, Petrus, ein Fachmann für Fischfang, wirft am hellen Tag, bei hoch stehender Sonne, die Netze aus, nur weil Jesus es gesagt hat!“ Irgendwie schämt er sich. Als sie nun etwas lustlos doch die Netze über die Bootskante werfen, erschrickt er plötzlich. Das Boot kippt zur Seite – sollte etwa doch ...? Seine Hände greifen in die Taue – dann packen er und die anderen Männer mit festem Griff das Netz und versuchen, es mit aller Kraft an die Wasseroberfläche zu ziehen. Da wimmelt und zappelt es wild durcheinander. Die bei ihm sind, rufen den anderen Fischern zu: „Kommt, helft uns, unser Netz ist zum Zerreißen voll!“ Als Petrus das alles sieht, bekommt er einen riesigen Schrecken. So etwas hat er noch nie erlebt! Entsetzt fällt er im Boot vor dem Herrn Jesus auf die Knie und ruft: „Geh von mir weg, Herr, denn ich bin ein sündiger Mensch!“


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Müssen nicht auch wir oft vor dem Herrn Jesus bekennen, dass wir zweifeln und nicht von Herzen Gott glauben, weil unser Herz böse ist? Es ist viel besser, sich auf den Herrn Jesus und sein Wort zu verlassen und das zu tun, was er sagt, als auf sich selbst und die eigenen Erfahrungen zu vertrauen. Und Petrus? Recht schweigsam rudert er an Land. Er denkt nach. So etwas hat er noch nie erlebt! Irgendwie bekommt er es mit der Angst zu tun. Was ist das für ein wunderbarer Herr, der genau weiß, wo sich die Fische im Wasser aufhalten? Dann aber reißt der Herr Jesus ihn aus seiner Nachdenklichkeit und sagt mit liebevoller, aber fester Stimme zu ihm: „Simon, fürchte dich nicht! Von heute an wirst du Menschen fangen. Wirst Menschen zu mir führen, damit sie gerettet werden.“ Was meinst du, was Petrus nun getan hat? Sofort lassen er und die anderen Fischer ihre Boote und

Netze zurück und gehen mit dem Herrn Jesus. Wem folgst du nach? Lies Lukas 5, 1-11

Bastel-Tipp: Mobile Vergrößere die Bastelvorlage auf einem Kopierer oder zeichne sie in der angegebenen Größe ab. Übertrage die Segel und Bootskörper auf Wellpappe. Zeichne die Fischvorlage fünfmal auf farbigen Karton. Schneide alles mit der Schere aus. Die Fischaugen kannst du mit dem Locher lochen oder aufmalen. Klebe einen der Strohhalme (14 cm) als Mast mit zwei Klebestreifen mitten auf die glatte Seite des Segels. Den zweiten Strohhalm (15 cm) brauchst du als Querstange für das Fisch-Mobile. Verbinde nun die Einzelteile wie auf der rechten Abbildung mit Zwirnsfaden. Die lange Schlaufe zum Aufhängen kannst du mit der Nadel durch den Mast fädeln, damit sich das Segel wie alle Teile schön drehen kann.

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Benötigtes Material: farbige Bastel-Wellpappe, farbige Fotokarton-Reste, 2 (Trink-)Strohhalme, Bleistift, Klebestreifen, Zwirn, Nadel, Schere, Bürolocher


Die Schwiegermutter des Petrus wird von Jesus geheilt Wer mit dem Herrn Jesus geht, erlebt viel Frohmachendes und Wunderbares. Weil Petrus verheiratet ist, hat er auch eine Schwiegermutter. So steht es in der Bibel. Einmal ist sie so krank, dass sie mit hohem Fieber im Bett liegt. Ausgerechnet an diesem Tag meldet sich hoher Besuch an: „Der Herr Jesus kommt als Gast zu uns!“, heißt es. Da muss der Tisch gedeckt und das Essen hergerichtet werden. Doch als der Herr Jesus die Schwiegermutter des Petrus krank auf ihrem Bett liegen sieht, ergreift er ihre Hand und macht sie gesund. Sofort steht sie auf, kümmert sich um das Essen, tut dem Herrn Jesus Gutes und dient ihm. Wohin der Herr Jesus kommt,

überall tut er viele Wunder. Und die Leute sind davon überzeugt, dass er ein ganz großer Prophet ist. Sie vergleichen ihn mit Johannes dem Täufer oder mit den Propheten Elia und Jeremia. Und so fragt der Herr die Jünger: „Was denkt ihr, wer ich

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bin?“ Und aus tiefster Überzeugung sagt Petrus: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Petrus hat den Herrn Jesus als den Sohn Gottes erkannt, der in die Welt kommen soll, um Sünder zu erretten. Lies Matthäus 8, 14-15 und 16, 16


Petrus im Sturm Eines Nachts sind die Jünger mit dem Fischerboot draußen. Um sie her ist es stockdunkel. Und so steuern sie auf dem See Genezareth in Richtung Kapernaum. Die Jünger sind allein. Dieses Mal ist der Herr Jesus nicht bei ihnen. „Fahrt schon einmal voraus, ich gehe noch auf den Berg, um zu beten“, hat er ihnen gesagt. Eigentlich brauchen sie ihn auch gar nicht, die Richtung kennen sie schließlich. Unzählige Male sind sie diese Strecke gefahren. Ob sie sich da nicht verschätzt haben? Aber die Jünger müssen erst lernen, dass es gefährlich ist, ohne den Herrn Jesus loszufahren. Petrus spürt plötzlich eine Windböe. Dann eine zweite und eine dritte, die so heftig ist, dass er fast über Bord fällt. „Es kommt Sturm auf“, schaltet er sofort. Die Fallwinde von den Golanhöhen drü-

cken aufs Meer. Und dann ist es auch schon passiert. Hohe Wellen donnern wie schwere Balken gegen das Boot und im Nu stehen sie kniehoch im Wasser. Sind alle pitschepatschenass. „Das Ufer muss doch bald erreicht sein“, denkt Petrus verzweifelt. Doch wie sehr Petrus, Andreas und die anderen Jünger auch rudern und sich mit aller Kraft gegen den Sturm stemmen, das Schiff erreicht nicht das rettende Ufer. „Wir ertrinken, wenn der Sturm nicht aufhört“, befürchten alle. Blankes Entsetzen ergreift sie. Mit ihren harten Fischerfäusten umklammern sie den Bootsrand und schreien um Hilfe. Wo ist nur der Herr Jesus? Kann er sie vielleicht retten? Plötzlich sieht es aus, als laufe ein Mensch in einiger Entfernung über das Wasser. Zuerst reiben sie sich die Augen: „Spinnen wir?“ Dann

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starren sie voller Angst in diese Richtung und schreien vor Furcht. Sie trauen ihren Augen nicht: Der Mann da auf dem Wasser ist ihr eigener Herr! Und sie haben gemeint, es wäre ein Gespenst. Der Herr Jesus hat längst ihre Not und die Schwierigkeiten gesehen. Er ruft: „Habt keine Angst! Fürchtet euch nicht! Ich bin es doch!“ Der Herr Jesus weiß ganz genau, dass die Jünger nun nicht mehr selbstsicher, ohne ihn, auf Fahrt gehen werden. Es ist gut, wenn wir immer beten: „Herr Jesus, geh du mit. Ich brauche dich überall!“ Lies Matthäus 14, 23-27


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Petrus geht unter Als Petrus nun seinen Herrn auf dem See erkennt, ist er außer sich vor Freude und ruft: „Herr, wenn du es bist, dann sag mir, dass ich auf dem Wasser zu dir laufen kann.“ Sicher wirst du jetzt denken: „Petrus, du ertrinkst. Kein Mensch ist jemals auf dem Wasser gelaufen – das geht ja gar nicht!“ Doch Petrus ist derart begeistert von der Vorstellung, wie der Herr Jesus auf dem Wasser gehen zu können, dass er alle Bedenken wegwischt. Als der Herr Jesus Petrus zuruft: „Komm!“, da macht er einen Satz über die Bootskante und – steht auf dem Wasser. Tatsächlich! Er steht auf dem Wasser! Solange er auf den Herrn Jesus schaut, geht alles gut. Doch auf einmal blickt er auf die vom Sturm aufgepeitschten dunklen Wellen, sieht, wie der Sturm über das Wasser fegt, und bekommt es mit der Angst zu tun. Mit vor Ent-

setzen weit aufgerissenen Augen starrt er in die Tiefe. Was, wenn jetzt ...? In Sekundenschnelle denkt er ans Ertrinken. „Hätte ich das doch bloß nicht gemacht!“, schießt es ihm durch den Kopf. Und in diesem Moment macht es gluckluckluck – und Petrus versinkt wie ein schwerer Stein in dem dunklen See. Er kann den Kopf kaum über Wasser halten und schreit aus Leibeskräften: „Herr, rette mich!“ Da streckt der Herr Jesus ihm die Hand entgegen, packt den Petrus, zieht ihn zu sich und sagt: „Warum warst du so kleingläubig und zweifeltest, als du auf dem Wasser zu mir gekommen bist?“ Niemand muss sich fürchten, wenn der Herr Jesus bei ihm ist. Auch Petrus nicht! Warum steht wohl diese spannende Geschichte in der Bibel?

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Ich denke, sie lehrt uns, niemals den Herrn Jesus aus den Augen zu verlieren. Denn sonst zieht uns die Angst in die Tiefe. Was aber, wenn man es dann doch mal mit der Angst zu tun bekommt? Denke daran: Petrus ist zwar versunken, aber nicht ertrunken! Der Herr Jesus lässt niemanden untergehen, der in seiner Not zu Ihm ruft: „Rette mich!“ Lies Matthäus 14, 28-31


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Ein wunderbares Erlebnis Der Herr Jesus geht immer wieder gern auf einen Berg, um zu beten. Unten im Tal lärmt das Volk, doch der Herr Jesus sucht die Stille mit seinem Vater im Himmel. Einmal nimmt er auch drei seiner Jünger mit: Petrus, Johannes und Jakobus. Und als sie ihren Herrn beten sehen, geschieht etwas ganz Wunderbares: Sein Gesicht leuchtet plötzlich wie die Sonne. Seine Kleider werden weiß und strahlen wie das hellste Licht. Alles ist so herrlich, dass sie fassungslos auf ihn starren. So haben sie den Herrn Jesus noch nie gesehen. So herrlich! Und auf einmal sehen sie, wie zwei Männer bei ihm stehen und mit ihm reden. Es sind die beiden Propheten Mose und Elia, die schon lange nicht mehr auf der Erde leben. Von ihnen haben sie viel im Alten Testament gelesen.

Bibel-Quiz: Mehr aus dem Leben der beiden Männer erfährst du, wenn du diese Stellen in der Bibel aufschlägst:

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Er schickte einen König vom Essen nach Hause.

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2. Mose 3,2-6

Mose oder Elia? Welches Erlebnis gehört zu welchem Propheten? Verbinde die richtige Schriftrolle mit dem dazu passenden Kästchen.

1. Könige 18,41-45 1. Könige 17,6

2. Mose 32,15-19

Er warf voller Zorn zwei Tafeln aus Stein kaputt

1. Könige 17,19-23

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(Lösung siehe S. 33)

Gott begegnete ihm in einem brennenden Busch

7 Er wurde von Raben mit Brot und Fleisch versorgt

8 2. Mose 9,33

Als er zu Gott betete, fiel Feuer vom Himmel herab

Er betete und Donner, Hagel und Regen hörten auf 1.Könige 18,36-38

4 Er flüchtete in die Wüste und wollte dort sterben

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1. Könige 19,3-5 2. Mose 2,3

Er streckte seine Hand aus und das Meer teilte sich

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2. Mose 14,21-22

9 Er machte einen toten Jungen wieder lebendig

10 Er wurde in einem Korb im Schilf am Nil versteckt


Diese stehen auf einmal da. Unbegreiflich! Ganz deutlich können die Jünger hören, wie sie miteinander über den schweren Leidensweg des Herrn Jesus sprechen. Und über seinen Tod am Kreuz. Denn darum ist er ja in die Welt gekommen, wurde ein Mensch wie wir, um für die Sünden der Menschen zu sterben. Wie lange werden die Jünger so mucksmäuschenstill dagesessen haben? Petrus kann sich plötzlich nicht mehr bremsen und ruft: „Herr, hier gefällt es uns. Lass uns kleine Häuschen bauen.“ Noch während Petrus so begeistert redet, geschieht wieder etwas Herrliches. Eine ganz, ganz helle Wolke schwebt auf einmal über ihren Köpfen und hüllt sie ein. Spricht da jemand? Sie hören eine Stimme – aber sehen niemanden. Ganz deutlich verstehen sie die Worte: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. Auf ihn allein sollt ihr hören.“ Es ist Gottes Stimme, die da spricht. Lies Matthäus 17, 1-8

Eine peinliche Frage Wie viele Wunder hat Petrus bis jetzt schon erlebt! Er war dabei, als der Herr Jesus Kranke heilte. Er dachte an den großen Fischfang. Wie er tatsächlich einmal auf dem Wasser gelaufen ist und der Herr ihn kurz vor dem Ertrinken gerettet hat. Und was er auf dem Berg gesehen hat. Nein, das wird er nie wieder vergessen! Wer wohl diese komische Frage zuerst gestellt hat? Stell dir vor, die Jünger wollen unbedingt wissen: „Herr, wer von uns, von deinen Jüngern, ist eigentlich der Größte in deinem Königreich?“ Manch einer hätte jetzt die Jünger ausgeschimpft: „Was fällt euch ein, ihr eingebildeten Kerle?“ Doch der Herr Jesus ist anders als wir Menschen. Ganz lieb beantwortet er diese Frage. Er nimmt ein Kind bei der Hand, stellt es in den Kreis der Jünger und

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sagt: „Wenn ihr nicht umkehrt und wie dieses Kind werdet, dann kommt ihr gar nicht in das Himmelreich!“ Damit will er sagen, dass die Erwachsenen oft viel zu kompliziert sind und sich zu viele unnötige Gedanken machen. Ein Kind dagegen vertraut einfach. Und genauso kindlich sollen die Jünger Gott vertrauen. Mit dieser Antwort haben die Jünger nicht gerechnet. Waren sie zu hochmütig? Zu stolz? Will sich etwa einer über den anderen erheben und ihn herumkommandieren? „Wie ein Kind werden!“, so hat er zu ihnen gesagt. Sie sollen ihr aufgeblasenes Herz demütigen. Ob das nötig ist? Petrus scheint mit dieser Antwort nicht zufrieden zu sein und hält dem Herrn vor: „Herr, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was haben wir nun davon? Wir meinen, dass du uns dafür irgendwie belohnen müsstest.“ – Denken wir auch oft so? Wie lieb hat der Herr Jesus auch diese Frage beantwortet: „Wer meinetwegen


irgendetwas verlässt oder aufgibt, ganz gleich, was es ist, der wird hundertmal mehr bekommen und dazu noch das ewige Leben.“ Ewiges Leben? Das heißt: Wer sich dem

Herrn Jesus anvertraut und ihn als Erlöser und Herrn in sein Herz aufnimmt, wird einmal in alle Ewigkeit bei ihm im Himmel sein. In Gottes

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Herrlichkeit! Wem gehörst du? Schenk ihm dein Herz! Heute noch! Nur der kommt in den Himmel, der dem Herrn Jesus gehört. Lies Matthäus 18, 1-5 und 19, 27


Mit dem Herrn Jesus unterwegs! Immer öfter beginnt der Herr Jesus seinen Jüngern davon zu erzählen, dass er bald einen sehr schweren Weg der Leiden und Schmerzen gehen wird. Er spricht von dem Kreuz, an das man ihn einmal nageln wird. Dort auf dem kleinen Hügel, außerhalb der Stadt Jerusalem, wird es geschehen. Nein, es gibt keinen anderen Weg, um die Menschen, die Gott so unendlich liebt, zu erlösen. Nur der Herr Jesus kann Sünder, wie du und ich es sind, mit dem heiligen Gott versöhnen. Er allein ist der Erlöser der Menschen. Und darum ist der Herr Jesus für mich und auch für dich der Weg zu Gott! Meinst du, Petrus hat nun still zugehört? Nein! Er protestiert und sagt: „Herr, all das Böse, von dem du uns da erzählst, das darf dir nicht passieren!“ Wie vorlaut Pet-

rus wieder einmal ist. Immer vornan! Immer das erste und immer das letzte Wort im Mund! Kennst du das auch? Ob das gut geht? Es vergehen nur wenige Tage, da nimmt der liebe Petrus erneut den Mund so richtig voll und protzt: „Herr, wenn alle Menschen dich verlassen, ich verlasse dich nicht!“ Darauf antwortet der Herr Jesus: „Petrus, ehe in dieser Nacht der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnet haben.“ Petrus will diese Antwort nicht auf sich sitzen lassen. „Herr“, sagt er, „und wenn ich mit dir sterben muss, ich werde dich nicht verleugnen. Auf mich kannst du dich verlassen.“ Ob Petrus sich da nicht gewaltig getäuscht hat? Kurz nach dieser Unterhaltung geht der Herr Jesus mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane und sagt zu ihnen: „Setzt euch hier.“ Er selbst aber geht noch etwa einen Steinwurf weiter, um

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zu beten, und nimmt Petrus sowie zwei andere Jünger mit. Dort sieht Petrus nun, wie sehr der Herr Jesus zu leiden beginnt. Es war die schwerste Nacht seines Lebens. Kein Mensch kann sich jemals vorstellen, wie elend dem Herrn Jesus war. Petrus sieht, wie der Herr Jesus tief gebückt auf dem Boden kniet. Tränen laufen ihm übers Gesicht. Er betet laut: „Mein geliebter Vater, ich will das, was du willst. Nicht mein, sondern dein heiliger Wille geschehe.“ Weil der Herr Jesus ohne Sünde ist, legt Gott all unsere Sündenschuld auf ihn. Am Kreuz soll er für all das, was wir getan haben, bestraft werden. Freiwillig tut er es – für dich und mich. Weißt du, warum? Weil er dich und mich unendlich liebt. Was antwortest du ihm auf seine Liebe? Lies Matthäus 16, 22-23 und Matthäus 26, 33-35


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Lange betet der Herr Jesus in diesem Garten zu seinem Vater im Himmel. Plötzlich überfällt ihn eine große Angst. Er fängt an, so stark zu schwitzen, dass sein Schweiß wie schwere Blutstropfen wird, die auf die Erde fallen. Und wo ist Petrus jetzt? Er hat sich doch sonst immer eingemischt. Hat er nicht beteuert, mit ihm sterben zu wollen? Doch Petrus hat sich inzwischen, wie die anderen beiden Jünger, lang auf den Boden gelegt und ist eingeschlafen. Dabei hat der Herr Jesus ihnen doch vorhin noch gesagt: „Schlaft nicht ein, sondern wacht und betet.“ Mit traurigem Blick schaut er Petrus an und stellt fest: „Also, nicht eine Stunde könnt ihr mit mir wachen!“ Wie einsam muss sich da der Herr Jesus gefühlt haben. Wo waren nun die großen Versprechungen des Petrus? Ob Petrus sich da auch wieder überschätzt hat? Petrus hat sich doch immer so stark gefühlt – und jetzt? Ja, so ist es immer, wenn man sich

auf seine eigene Kraft verlässt. „Das soll mir nie wieder passieren!“, hat Petrus sicherlich gedacht. Er nimmt sich vor, ab sofort besser auf seinen Herrn aufzupassen. Doch dann passiert es: Männer, mit Knüppeln und Schwertern bewaffnet, dringen in den Garten ein und nehmen den Herrn Jesus gefangen. Das hat Petrus so aufgeregt, dass er kurzerhand sein Schwert in die Hand nimmt, draufhaut und einem Mann tatsächlich das rechte Ohr abschlägt. Kämpfen will er jetzt für seinen Herrn. Aber doch nicht mit dem Schwert, lieber Petrus! „Steck das Schwert weg“, sagt der Herr Jesus, „meinst du, ich hätte nicht die Möglichkeit, meinen Vater im Himmel zu bitten, mir viele tausend Engel zu senden, die mich verteidigten? Ich gehe freiwillig diesen schweren Weg.

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Niemand zwingt mich dazu. Aus Liebe zu den Menschen tue ich es. Nur so kann ich die Menschen retten und sie von ihrer Sünde und Schuld erlösen.“ Hast du dem Herrn Jesus schon einmal von Herzen dafür gedankt, dass er auch für dich diesen Weg voller Leiden und Schmerzen gegangen ist? Lies Lukas 22, 44-45, Matthäus 26, 40 und Johannes 18, 10-11


Malen nach Zahlen Was tun Petrus und die anderen zwei Jünger, während der Herr Jesus betet? Verbinde die Punkte von 1 bis 72. Dann male das Bild aus. (Lösung siehe Seite 33)

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Gefangen genommen! „Los, bindet ihm die Hände zusammen!“, kommandiert einer. Rücksichtslos und grob gehen die Männer mit dem Herrn Jesus um. Wie einen Schwerverbrecher behandeln sie ihn. Petrus sieht mit Entsetzen, wie sie seinen Herrn mit Knüppeln und Schwertern bedrohen und rufen: „Jetzt ist es aus mit dir! Wir haben diesen Jesus endgültig satt. Zum Richter mit ihm!“ Brutal stoßen sie den Herrn vor sich her. Petrus und die Jünger bekommen es mit der Angst zu tun. Schnell fliehen sie nach allen Seiten. Hauen ab. Alle. Den Herrn Jesus lassen sie ganz allein. Wo ist nun der sonst so mutige Petrus? Weg ist er. Auch er fürchtet sich. Dabei hat er doch einmal gesagt: „Herr, selbst wenn ich mit dir sterben müsste, ich bleib dir treu!“ Und jetzt? Der Herr Jesus steht jetzt vor dem Richter. Petrus schleicht sich wie ein Feigling von weitem heran.

Er will nicht gesehen werden. Und dann fällen sie das Urteil: Jesus muss sterben! Ans Kreuz mit ihm! Doch der Herr Jesus erschrickt nicht. Freiwillig nimmt er den Tod am Kreuz auf sich – die Strafe für unsere Sünde. Und Petrus? Der will gerade in den Hof gehen, als ihn eine Frau an der Tür unverhofft anspricht: „Bist du nicht auch einer von den Jüngern Jesu?“ Petrus bekommt einen riesigen Schrecken. „Jetzt haben mich die Leute erkannt“, denkt er. Und dann lügt er frechweg und sagt: „Nein, nein, ich bin keiner von den Jüngern Jesu!“ „Ob ich jetzt doch lieber abhauen soll?“, denkt er. Doch Petrus will wissen, wie alles weitergeht. Und weil er friert, stellt er sich ganz dicht an das Feuer im Hof. Da kommt ein Mann zu ihm und behauptet: „Dich hab ich doch auch mit Jesus im Garten Gethsemane gesehen!“ Und wieder lügt Petrus: „Nönö, ich kenne Jesus

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überhaupt nicht!“ Stell dir vor, kurze Zeit später verleugnet Petrus seinen Herrn zum dritten Mal. Und zwar mit ganz bösen Worten. Und da kräht der Hahn! In genau diesem Moment dreht sich der Herr Jesus zu Petrus um und schaut ihm direkt in die Augen. Da erinnert sich Petrus an die Worte Jesu: „Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!“ Das war zu viel für Petrus. Er geht schnell weg und weint ganz, ganz bitterlich. Total verzweifelt ist er: „Was hab ich da nur gemacht! Meinen geliebten Herrn habe ich so gemein verleugnet.“ Und wir? Werden wir etwa jetzt sagen: „Das wäre mir nicht passiert!“? Nur wer ganz, ganz nahe beim Herrn Jesus bleibt, behält Mut! Lies Johannes 18, 12-27 und Lukas 22, 54-62


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Für Detektive ... Elf Jünger haben sich versteckt. Wo sind sie? Wenn du sie gefunden hast, male das Bild aus. (Lösung siehe Seite 33)

Die entscheidende Frage Wie mag Petrus sich wohl in diesen Tagen gefühlt haben? Zuerst hat er miterleben müssen, wie Jesus, sein geliebter Herr, am Kreuz gestorben ist. Dies kann er nicht begreifen. Jesus ist doch der Messias, der das Volk Israel retten soll! Und jetzt die umwerfende Nachricht: „Der Herr Jesus ist auferstanden!“ Das ist zu viel für ihn! Sein Herz klopft wie wild. Er kann keinen klaren Gedanken fassen! „Wenn das stimmt!“, denkt er im-

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mer wieder, „wenn das stimmt!“ Und es stimmt tatsächlich! Er erinnert sich: „Richtig, der Herr Jesus hat vor seinem Sterben immer wieder gesagt, dass er auferstehen wird.“ „Ich gebe mein Leben für die Schafe, doch ich werde wieder auferstehen!“ Lies Johannes 10, 17-18. Denk daran: Es gibt keinen toten Jesus! Sein wunderbarer Name heißt: Herr Jesus Christus! Er ist der Retter der Welt. Er lebt tatsächlich. Wie gern hätte Petrus jetzt mit seinem Herrn über all das gesprochen, was sein Herz traurig macht. Als Petrus mit den anderen Jüngern wieder einmal am See Genezareth ist, erscheint ihnen der auferstandene Herr. Erinnerst du dich noch? Dreimal hat Petrus seinen Herrn verleugnet. Dreimal stellt der Herr Jesus ihm nun die entscheidende Frage: „Petrus, hast du mich lieb?“ Etwas kleinlaut kommt es über seine Lippen: „Herr, du

weißt alles, du erkennst, dass ich dich lieb habe. Du weißt auch, dass ich alles tief bereue und mir alles sehr, sehr Leid tut.“ Und der Herr Jesus vergibt ihm von Herzen. Petrus hat traurig erfahren müssen, dass Hochmut immer vor dem Fall kommt. Und wir? Der Herr Jesus will ein demütiges Herz. Nur dann kann er uns gebrauchen. Gott hat aus dem schwankenden Petrus einen standhaften Felsen gemacht. Deswegen bekommt er von seinem Herrn große Aufträge, die er später treu erfüllt. Der Herr Jesus hat aus Petrus, der früher in seiner Begeisterung so vieles falsch gemacht hat, einen treuen und mutigen Mann gemacht, der liebevoll, fest im Glauben, treu und zuverlässig geworden ist. Und du? Was antwortest du, wenn der Herr Jesus dich fragt: „Hast du mich lieb?“ Die Antwort entscheidet alles! Lies Johannes 21, 9-19

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Wieging’sweiter? Nachdem der Herr Jesus am Kreuz für uns Menschen gestorben ist und den Teufel, die Sünde und den Tod auf ewig besiegt hat, ist er wieder zu seinem Vater in den Himmel gegangen. Seine Jünger haben gesehen, wie er zum Himmel aufgefahren ist. Einmal wird er wiederkommen, um die zu sich zu holen, die ihm gehören. Lies Apostelgeschichte, Kapitel 1


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Gottes unsichtbare Hand Petrus ist nun tatsächlich ein mutiger Mann. Unerschrocken erzählt er vielen Menschen von den Wundern und großen Taten seines Herrn. Doch die meisten Menschen wollen den Herrn Jesus Christus nicht. Sie sind nicht bereit, von ihrer Sünde zu lassen. Im Gegenteil! Sie werden oft so wütend auf Petrus, dass sie ihn ins Gefängnis stecken. Dort wird er sehr streng bewacht. Ob er jetzt sterben muss? Doch Petrus hat keine Angst. Er weiß, dass der Herr Jesus ganz nahe bei ihm ist und auf ihn Acht hat. Tief und fest schläft er in der Nacht zwischen zwei Wachsoldaten. Doch mitten in der Nacht stößt ein Engel den schlafenden Petrus kräftig in die Seite und sagt: „Petrus, schnell, aufstehen!“ Da fallen die Ketten und Fesseln herunter. Die Wachsoldaten schnarchen jedoch wie die Bären.

Sie merken nichts. Alle Wächter schlafen. Alle. Als der Engel mit Petrus an das große eiserne Tor kommt, das nach draußen führt, öffnet es sich wie durch eine unsichtbare Hand von selbst. Jetzt steht Petrus draußen. Auf der Straße. Er ist frei! Noch ganz durcheinander von der wunderbaren Befreiung, begreift er: „Der Herr Jesus hat mir den Engel geschickt, um mich aus dem Gefängnis zu holen.“ Er ist überglücklich und betet: „Herr Jesus, du bist so gut zu mir. Danke für deine wunderbare Befreiung.“ Willst auch du wie Petrus dem Herrn Jesus gehören? Ihm nachfolgen? Ihm dein junges Leben schenken? Tun, was er sagt? Nein, keiner muss so bleiben, wie er ist. Petrus ist der beste Beweis dafür.

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Gott hat aus Petrus einen Mann gemacht, der für viele, viele Menschen zum Vorbild geworden ist. Früher war Petrus feige. Jetzt ist er mutig. Früher war Petrus oft jähzornig, jetzt liebt er den Frieden. Früher war er vorlaut, jetzt ist er bescheiden und zurückhaltend. Früher hat er auf sich selbst vertraut, doch jetzt will er nicht mehr angeben. Sein Wunsch ist: Seinem Herrn zu folgen! Jeden Tag! Sein ganzes Leben! Tatsächlich, keiner muss so bleiben, wie er ist. Der Herr Jesus hat die Macht, einen Menschen zu verändern. Darf er auch aus dir einen Menschen machen, der Gott gefällt? Heute klopft der Herr Jesus an die Tür deines Herzens. Öffnest du ihm? Er wartet darauf. Was du tun musst, sage ich dir jetzt:


Weißt du, wie man ein glücklicher Mensch wird? Kennst du den Weg zum Himmel? Möchtest du ewiges Leben haben?

1.

Die Bibel sagt, dass Gott alle Menschen liebt, auch wenn sie von ihm durch die Sünde getrennt sind. Doch Gott will nicht, dass der Mensch ewig von ihm getrennt lebt. Er will den Menschen bei sich im herrlichen Himmel

Aus Liebe ist der Herr Jesus für dich gestorben. Glaube es, dass er am Kreuz auf Golgatha auch die Strafe für deine Schuld auf sich genommen hat. Um dich zu retten, hat er dieses Opfer gebracht.

haben. Doch in den Himmel kommt nur, wer von seinen Sünden gereinigt wurde. Sünden kann nur der Herr Jesus vergeben. Einen anderen Retter gibt es nicht. Sieh, was er für dich am Kreuz vollbracht hat!

Er hat dich geliebt und sich selbst für dich hingegeben. Lies Galater 2, 20

Jesus Christus ist für deine Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten, damit er dich zu Gott führe. Lies 1. Petrus 3, 18

30


2.

3.

4.

Der Herr Jesus ist auferstanden und lebt. Er möchte, dass du ihm deine Schuld und Sünden bekennst.

Der Herr Jesus wartet auf dein Gebet.

Der Herr Jesus will dich beschenken.

Nimm dir dazu viel Zeit. Bekenne ihm alles, was du auf deinen Zettel geschrieben hast. Sag ihm, dass dir deine Sünden leidtun und dass du ab heute ein neues Leben führen möchtest. Ein Leben mit Jesus. Er erhört dich. Glaube es ganz fest. Er hat es in der Bibel versprochen.

Die Vergebung der Sünden und das ewige Leben sind ein Geschenk. Der Herr Jesus bietet es dir an. Du brauchst es nur noch dankbar anzunehmen. Willst du? Dann wirst auch du einmal für immer bei ihm im Himmel, in Gottes Herrlichkeit, sein.

Denke einmal in Ruhe über dein bisheriges Leben nach. Schreib alles auf, an was dich dein Gewissen erinnert und was du dem Herrn Jesus bekennen möchtest.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Lies 1. Johannes 1, 9

Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.

Jeder, der an den Herrn Jesus glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern wird das ewige Leben haben.

Lies Römer 10, 13

Lies Johannes 3, 16

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Meine Entscheidung: HEUTE HABE ICH DEN HERRN JESUS ALS MEINEN .. .. PERSONLICHEN ERLOSER ANGENOMMEN. ____________________________________________________ Name ____________________________________________________ Datum

Vielleicht kennst du den Herrn Jesus schon als deinen persönlichen Retter. Aber wie viele in dieser Welt sind noch ohne Hoffnung und gehen freudlos, traurig und oberflächlich ihren Weg. Sie machen sich keine Gedanken über die Ewigkeit.

Sie kümmern sich nicht um ihre ewige Rettung. Wenn du dem Herrn Jesus gehörst, hast du eine große Verantwortung. Sei bereit, vielen den Weg zu Jesus zu zeigen. Verteile Kinderbilderbücher wie dieses unter deinen Freunden.

32

Du darfst uns gern schreiben, wenn du Fragen auf dem Herzen hast. Wir freuen uns auf deinen Brief.


Nach diesem bedrohlichen Erlebnis macht der Herr Jesus seinen Jüngern Mut. Sie sollen … Ja, was sollen sie? Wenn du die Geheimschrift unten links entschlüsselst und die richtigen Buchstaben in die Kästchen füllst, findest du die Lösung.

Auflösungen: JESUS VERTRAUEN GOTT LIEBEN

Geheimschriftschlüssel

See von TIBERIAS Zu MOSE gehören Nr. 2, 5, 6, 8, 10 Zu E L I A gehören Nr. 1, 3, 4, 7, 9 Die drei Jünger SCHLAFEN

33

S. 6 S. 17

1 Markus 4, 35-4

S. 23 S. 26

Erinnerst du dich noch an die Geschichte von dem Sturm auf dem See (siehe Seite 13)? Es gibt in der Bibel noch einen weiteren Bericht, der erzählt, wie der Herr Jesus sei-

nen Jüngern bei einem Sturm auf dem See geholfen hat. Sie steht im Markus-Evangelium, Kapitel 4,35-41.

S. 33 S. 34

Geheimschrift-Rätsel


Das große Petrus-Wissens-Rätsel PETRUS hat viel mit Jesus erlebt! Hier kannst du einen spannenden Streifzug durch sein Leben machen:

1 2 3

1.

Wen oder was sah Petrus, als er am Ostermorgen in das Grab schaute? Lies Johannes 20, 6

a)

2.

Wohin wollte Petrus gehen, nachdem Jesus auferstanden war? Lies Johannes 21, 3

a)

3.

Wie viele Fische zog Petrus in seinem Netz an Land, ohne dass es zerriss? Lies Johannes 21, 11

a)

4.

Um wie viel Uhr hielt Petrus seine erste Predigt am Pfingstfest? Lies Apostelgeschichte 2, 15

a)

Lies die Bibelverse, die zu den einzelnen Fragen angegeben sind. Dann kreuze die richtige Auswahlantwort a), b) oder c) an. Danach übertrage den markierten Buchstaben ins Lösungsfeld.

Das gesuchte Lösungswort sagt dir, was das Wichtigste im Leben eines Christen ist:

Lösungswort: 6. 10. 3. 7.

9. 2. 5. 8. 1. 4. 34

D E N H E R R N J E S U S b) E I N E N E N G E L c) L E I N E N T Ü C H E R N A C H K A P E R N A U M b) Z U M F I S C H E N c) N A C H J E R U S A L E M H U N D E R T D R E I U N D F Ü N F Z I G b) Z W E I U N D N E U N Z I G V I E R T E S T U N D E b) D R I T T E S T U N D E c) N E U N T E S T U N D E

(10 Uhr) (9 Uhr) (15 Uhr)


5.

Wie hieß die Tempeltür, an der Petrus den gelähmten Mann heilte? Lies Apostelgeschichte 3, 2

a)

6.

Was hatten Hananias und seine Frau Saphira verkauft, als sie vor Petrus logen? Lies Apostelgeschichte 5, 1

a)

7.

Vor Gericht bezeugt Petrus: „Man muss … mehr gehorchen als den Menschen!” Lies Apostelgeschichte 5, 29

a)

8.

Wie hieß die Frau, die Petrus in der Stadt Joppe vom Tod auferweckte? Lies Apostelgeschichte 9, 36

a)

9.

D A S N A D E L Ö H R b) P F O R T E S A L O M O S c) D I E S C H Ö N E T Ü R E I N G R U N D S T Ü C K b) I H R G A R T E N H A U S c) O C H S E N G E S P A N N

Wen sollte Petrus nach dem Auftrag Gottes in der Stadt Cäsarea besuchen? Lies Apostelgeschichte 10, 1.23-24

A P O S T E L P A U L U S b) S I M O N D . G E R B E R c) K O R N E L I U S a)

10. Wie

D E M H O H E N R A T b) G O T T c) S E I N E M G E W I S S E N MARIA-MAGDALENA b) H A N N A c) T A B E A ( = T A B I T A )

35

hieß das Mädchen, das in der Nacht vergaß, Petrus die Tür zu öffnen? Lies Apostelgeschichte 12, 13-14

R H O D E b) R U T H a) R E N A T E a)


Petrus - ein spannendes Leben mit Gott  
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