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DER UBERFALL und die wunderbare Rettung


IMPRESSUM Herausgeber:

Missionswerk Werner Heukelbach e.V. – Kinder-Büro – 51700 Bergneustadt, Deutschland Auflage-Nr.: KH01 20 0910 7 Text: Manfred Paul Zeichnungen: Lena Franke Gestaltung: 71a.de - das Werbestudio Druck: Druckhaus Gummersbach PP GmbH © Missionswerk Werner Heukelbach e.V. Dieses Heft ist unverkäuflich und darf nur kostenlos weitergegeben werden.


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DER UBERFALL und die wunderbare Rettung Die Geschichte vom barmherzigen Samariter aus der Bibel, Lukas 10, 25 - 37. 1


ES PASSIERTE AN DER BUSHALTESTELLE

„Möhrendorfer Straße!“, quäkt es durch den Lautsprecher. Haltestelle! Der Linienbus setzt Blinker und hält mit einem Ruck. „Pffffftsch“, öffnet sich die Seitentür. Da kommt Bewegung in die Kolonne. Jeder 2

zwängt sich aus Leibeskräften nach vorn. Die einen wollen raus aus dem Bus, die anderen rein in den Bus. Man spürt regelrecht den Atem des anderen im Genick. Wer einen Platz bekommt, hat Glück. Dorit, Anika und Sven haben wie immer mit einem regelrechten Freudengeheul ihre Sitzplätze erkämpft. Ohne Balgerei geht es nie ab. Leider! Wen kümmert es?

E

ine alte Dame hat Mühe einzusteigen. Etwas zittrig legt sie ihre Hand um

die Griffstange im Bus. Sie muss sich krampfhaft festhalten, denn überall wird geschubst und geschoben. Leider hat sie keinen Sitzplatz gefunden. Die anderen sind schneller gewesen.

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A

ngstlich steht sie mitten im Gang, zwischen breiten Schultern und Schultaschen, die sie regelrecht einkeilen. Wen kümmert’s? Keinen! „Wie gut, dass ich nur zwei Stationen zu fahren habe, dann muss ich sowieso aussteigen“, denkt sie. „Bis dahin wird’s schon gehen.“


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„Kastanienallee!“

P

lötzlich wird ihr schwindlig. Sie wankt und fällt nach vorn. Mühsam richtet sie sich wieder auf. „Verzeihung, es geht schon wieder! Würden Sie mir bitte bei der nächsten Haltestelle hinaushelfen?“, fragt sie den etwas hilflos wirkenden jungen Mann. Der nickt nur – sagt kein Wort, als wäre es ihm peinlich, einer alten Dame aus dem Bus zu helfen.

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D

orit, Anika und Sven haben das alles schweigend mit angesehen. Ihr lustiges Geplapper ist mit einem Mal verstummt. Hätten sie vielleicht der alten Frau ihren Sitzplatz anbieten sollen? Aber, waren nicht genug andere Leute im Bus, die das genauso gut gekonnt hätten? Mit einem etwas schlechten Gewissen bleiben die drei sitzen und tun so, als ginge sie das alles nichts an.

„H

ier muss ich aber aussteigen“, meint die alte Frau mit kaum verständlicher, zittriger Stimme, als spräche sie mit sich selbst. Wieder öffnet sich die Seitentür - Pfffftsch. Etwas unsanft wird sie auf die Straße geschoben. „Die frische Luft hier draußen wird mir guttun“, denkt sie etwas benommen. Dennoch spürt sie an diesem Morgen, dass ihre Kräfte versagen. Etwas bleich lehnt sie sich an die Glaswand der Bushaltestelle.


A

uf dem Werbeposter steht ganz groß:

KOMM GUT ANS ZIEL

S

ie muss sich setzen. Ihre Handtasche fällt zu Boden. Keiner hebt sie auf. Niemand kümmert sich um sie. 5


E

s beginnt leise zu regnen. Sie friert. Es geht ihr nicht gut. Keiner merkt es. Alle gehen vorbei. Keiner sieht, wie sie leidet. Auch Dorit, Anika und Sven sind mit ihren Gedanken woanders. Die alte Frau interessiert sie in diesem Moment nicht. Schließlich ist heute eine Klassenarbeit dran. Hoffentlich fällt die gut aus!

stumm seinen Gedanken nach und ist, wie es scheint, mit sich selbst beschäftigt.

A

schrecken. „Was, die alte Frau?“, ereifert sich Sven. Anika kann die Tränen nicht zurückhalten und weint. „Was hätten wir denn tun

lle zehn Minuten kommt ein neuer Bus. Pffffftsch – Menschen steigen aus – Menschen steigen ein. Pffffftsch! Jeder hängt 6

Ain der Zeitung:

m nächsten Tag steht es

Alte Frau an der Bushaltestelle „Kastanienallee” an Kreislaufversagen gestorben!

D kommen einen Riesen-

orit, Anika und Sven be-

können“, versucht Sven sie zu trösten. Doch Dorit gibt sich damit nicht zufrieden und erklärt bissig: „Du hättest ihr wenigstens die Tasche aufheben sollen – oder im Bus deinen Sitzplatz anbieten können.“

Aeinmal mitschuldig, und lle drei fühlen sich auf

eine zarte Stimme im Herzen flüstert: „Vielleicht hätte der alten Frau noch geholfen werden können, wenn ihr euch ein wenig um sie gekümmert hättet. Ihr hättet wenigstens Hilfe holen können.“


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Denk einmal darüber nach: Alle gingen vorüber! Niemand schaute hin. Keiner half. Jeder dachte nur an sich. Was aber, wenn Gott auch so mit uns Menschen handelte?

Lass mich in Ruhe!

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iele finden es sehr lästig, anderen zu helfen. Außerdem wollen sie selbst auch in Ruhe gelassen werden. Sie schauen am liebsten weg, wenn ein Mensch in Not ist. Hauptsache, es

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geht ihnen selbst gut. Hauptsache, sie haben genügend Geld in der Tasche, um sich all das kaufen zu können, was ihnen Spaß macht. Sie freuen sich, wenn die anderen blass vor Neid werden. Der eine sagt: „Was geht mich der Neue in meiner Klasse an, der plötzlich

schlechte Noten schreibt, nur weil er zu Hause Probleme hat?“ Sagst du auch: „Lass mich in Ruhe!“, wenn die Schwächeren von den Starken in den Schulpausen herumgeschubst werden? „Ganz schön gemein“, sag’ ich dir! Wusstest du schon, dass die gleiche Geschichte auch in der Bibel steht?


Die wichtigste Frage der Welt!

D stracks auf Jesus, den

a läuft ein Mann schnur-

Sohn Gottes, zu. Er stellt sich breitbeinig vor ihn hin und will wissen: „Sag mal, Jesus, Meister, was muss ein Mensch tun, um ewiges Leben zu bekommen?“ Der Mann hätte auch fragen können: „Herr Jesus, sag mir mal, wie man in den Himmel kommt?“ Oder: „Was muss einer machen, damit Gott ihn rettet?“

W

as antwortet der Herr Jesus darauf?

„N

ach dem ewigen Leben fragst du, hast du denn keine Bibel? Kennst du denn Gottes Wort so wenig? Weißt du nicht, was in der Bibel steht? Was Gott von dir erwartet?“

„D

och, doch“, stottert er etwas verlegen und sichtlich überrascht. „In der Bibel steht, man solle Gott und seinen Nächsten von Herzen lieben. Und ein Nächster, das ist doch ein Mensch, der meine Hilfe nötig hat? Stimmt’s?“

„R

ichtig!“, sagt Jesus, „mach’s so und du

wirst gerettet!“ „Aber wer ist denn nun wirklich mein Nächster?“, fragt der Gesetzeslehrer etwas unsicher zurück, „muss das nicht erst noch festgelegt werden? So einfach ist die Sache doch gar nicht.“

D

er Herr Jesus schaut diesen Mann an. Er kennt seine Gedanken und sagt: „Gut, ich will es dir durch eine Geschichte erklären. Darin kannst du erkennen, wer dein Nächster ist: Ein Mensch, der deine Hilfe braucht!“ Und dann beginnt der Herr Jesus zu erzählen. 9


Der gefährliche Weg

E

s war einmal ein Mann, der ging von Jerusalem nach Jericho. Zwischen Jerusalem und Jericho liegt ein Fußweg von ungefähr sieben Stunden. Wenn man also um 10 Uhr am Morgen losgeht, kommt man ungefähr um 5 Uhr am Nachmittag an.

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ie meisten wissen, dass der Weg von Jerusalem nach Jericho sehr, sehr gefährlich ist. Da heißt es aufgepasst! Denn immer wieder hört man, dass die 10

Reisenden von Räubern überfallen und ausgeraubt werden. Kein Wunder, dass die meisten Angst haben, diesen Weg ohne Begleitung zu gehen. Da gibt es giftige Schlangen und wilde Tiere, vor denen sich die Reisenden fürchten. Manch einer denkt noch mit Schrecken an solch ein böses Erlebnis zurück.

Z

udem ist der Fußweg recht holprig, mit Steinen übersät, sodass das Gehen oft sehr mühevoll ist. Und weil der Weg durch die Einsamkeit der Wüste Juda führt, ist es ein regelrechtes

Abenteuer. Und was auf diesem Weg schon alles passiert sein soll, das wissen sich die Leute in Jerusalem und Jericho jeden Tag zu erzählen.

R Räubergeschichten,

äubergeschichten! Ja,

und darum heißt es, aufzupassen und möglichst nicht in der Dunkelheit diesen Weg zu gehen.

A

uf der Seite gegenüber siehst du eine Landkarte von der Gegend um Jericho.


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Frage:

B

ist du auch schon einmal so ganz allein durch einen dunklen Wald gegangen? Hast du dich da etwa nicht gefürchtet, wenn’s im Geäst geheimnisvoll geknackt und geraschelt hat? Es gibt so vieles, wovor wir Menschen Angst haben. Auch Erwachsene fürchten sich oft und sorgen sich um ihre Sicherheit. Wovor fürchtest du dich? Etwa vor dem bissigen Hund des Nachbarn? Oder wenn in der Nacht ein Gewitter kommt und es

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fürchterlich blitzt und kracht? Oder wenn du etwas Schlechtes geträumt hast und nicht wieder einschlafen kannst? Wer bewahrt dich, wenn du mitten im Verkehr die Straße überquerst?

W

er den Herrn Jesus bei sich hat, muss keine Angst haben! Er beschützt alle, die ihn lieb haben! Er sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin stärker als alles, wovor du dich fürchtest. Bei Tag und bei Nacht passe ich auf, damit dir nichts Böses geschieht”.

Raubüberfall!

W

ie viele Stunden der Mann, der nach Jericho wollte, schon gelaufen ist, weiß er nicht, als plötzlich so mir nichts, dir nichts eine Räuberbande aus dem Gebüsch hervorspringt und ihn brutal zu Boden wirft.

„Gbrüllen sie. Sie zerren

eld her! Kleider her!“,

wie wütende Hunde an seinen Kleidern. Werfen ihn rücklings auf den felsigen Boden und schlagen mit harten Fäusten erbarmungslos auf ihn ein.


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M

it Knüppeln verprügeln sie den armen, völlig hilflosen Mann. Doch wie sehr er auch um Gnade und Erbarmen fleht, es hilft nichts. Auch seine Hilfeschreie sind umsonst, denn es hört ihn ja keiner.

D nackt, denn die Räuber a liegt er nun, halb

haben seine Kleider gestohlen. Alles ist verschwunden, was er bei sich getragen hat. Sein ganzes Geld ist weg. Und sein Essen und Trinken, das er in seinem Rucksack gehabt hat, haben sie auch mitgenommen. 14

Der arme Mann rührt sich nicht. Haben sie ihn totgeschlagen?

N

ach einigen Minuten öffnet er ganz langsam die Augen. O weh! Blutunterlaufen und fast zugeschwollen sind sie. So schrecklich haben ihn die Räuber zugerichtet. Sein Kopf schmerzt. Ihm ist ganz übel. Er stöhnt vor Schmerzen. „Muss ich jetzt sterben?“, denkt er. Ganz schwarz wird ihm vor Augen. Immer noch schwindelig, versucht er, sich aufzurichten. Es geht nicht, so elend ist ihm!

N

un liegt er schon eine ganze Weile da und wimmert still vor sich hin, während die heiße Sonne unbarmherzig auf ihn niederbrennt. Immer wieder versucht er vergeblich, sich auf seinen Ellenbogen zu stützen, will sich erheben, will nachdenken - was war passiert? „Die Räuber haben mich überfallen“, wird ihm überaus schmerzlich bewusst.

E weh, mein Kopf, meine

r ist total verzweifelt. „O

Knochen. Alles tut mir weh. Soll ich um Hilfe rufen?


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Nein, das hat keinen Sinn. In dieser einsamen Gegend wohnt kein Mensch, der mich hören kann. Und es ist noch sooo weit bis nach Jericho.“ Total mutlos ist er.

den armen Mann rettet. „Wenn mich hier keiner findet, muss ich bestimmt sterben“, denkt er immer wieder. „Und in der Nacht kommen die wilden Tiere, dann ist es aus mit mir!“

Völlig hilflos dem Tod ausgeliefert!

B

ewegungslos liegt er auf dem harten Felsboden. Seine Wunden bluten stark. Fliegen quälen ihn. Er hat auf einmal fürchterlichen Durst. „Nur einen Schluck Wasser“, stöhnt er. Doch kein Mensch ist da, der ihm hilft. Niemand ist da, der 16

Eine Frage: Was hättest du an seiner Stelle getan? Gebetet? Gewiss hat auch er zu Gott gebetet. „Vielleicht hört Gott ja, und ein Wunder geschieht“, hat er gewiss bei sich gedacht!

WAngst hast und in Not as tust du, wenn du

bist? Wenn du vor der Klassenarbeit sitzt und dir nichts Vernünftiges einfällt? Was machst du, wenn du dich im Wald total verlaufen hast, hilflos herumirrst und niemand da ist, der dir den Weg zeigt? Betest du dann auch zu Gott: „Lieber Gott, hilf!“?

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iele Menschen haben erfahren, wie wunderbar der Herr Jesus Christus ihren Hilferuf erhört hat. Ob sie ihm auch für die Rettung gedankt haben?


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Rettungslos verloren!

S

o elend, wie der arme Mann von den Räubern zugerichtet worden ist, so hat auch die Sünde die Menschen kaputt gemacht. Da sind Streit, Ungerechtigkeit und Lüge im Herzen. Wie viel Gemeinheit, Hass, Diebstahl und Gewalt gibt es in der Welt. Das alles macht das Herz finster und bringt den Menschen ein total schlechtes Gewissen.

W

er dahintersteckt, willst du wissen? Der Teufel natürlich. Er ist schuld, dass

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die Sünde in die Welt gekommen ist. Er ist wie ein Räuber, der vor nichts haltmacht. Ein ganz gemeiner Dieb ist er. Von ihm sagt der Herr Jesus, der Sohn Gottes: Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe allen, die zu mir gehören, ein überfließendes Leben. – Lies es nach in Johannes 10, 10.

Jesus schenkt ein Leben, das so wunderbar und so herrlich ist, dass es eigentlich alle Menschen wissen sollten. Schade, dass nur so wenige bereit sind, vom Herrn Jesus weiterzusagen. Und weil viele aus Feigheit schweigen, geht es allen Menschen so wie dem armen Mann, der hoffnungslos und ohne Aussicht auf Rettung war. Sie gingen alle vorbei!

W

enn etwas überfließt, dann ist es nicht nur randvoll, dann ist es mehr, viel mehr, als du dir ausdenken kannst. Ja, der Herr

„Wschon hier?“, überie lange liege ich

legt der arme Mann immer wieder. „Warum hilft mir


denn keiner?“, jammert er immer wieder. Die Sonne hat sich etwas nach Westen geneigt, als er plötzlich Geräusche hört. „Eine giftige Schlange? Ein böses Tier?“, versucht er fieberhaft festzustellen. „Hört es sich nicht wie menschliche Schritte an?“ Er erschrickt: „Oder sind es vielleicht wieder die Räuber? Oder ist es ein Mensch, der wie ich unterwegs nach Jericho ist?“ „Vielleicht kommt jetzt jemand vorbei und erbarmt sich über mich?“, denkt er voll Hoffnung. Er versucht, seinen Kopf zu heben und

traut seinen Augen nicht! „Ein Priester ist es, der da kommt. Ich erkenne ihn an seiner Kleidung.

D

ieser fromme Mann wird mir gewiss helfen!“, denkt er. „Ganz, ganz bestimmt wird er das!“ Aber wie groß ist die Enttäuschung, wie heftig der Schreck, als der Priester ihn noch nicht mal anschaut. Anstatt ihm zu helfen, wechselt er schnurstracks auf die andere Seite des Weges. Er tut so, als hätte er diesen armen und so sehr Not leidenden Mann gar nicht bemerkt.

Kannst du dir die bittere Enttäuschung vorstellen? Der Mann geht einfach vorbei! Von einem Priester hätte er etwas ganz anderes erwartet.

WMenschen Hilfe er-

ie oft haben wir von

wartet und sind restlos enttäuscht worden! Doch Gott sagt: Rufe zu mir in deiner Not, und ich werde dich erhören! Psalm 50, 15. Das sollten wir nie vergessen: Menschen enttäuschen - der Herr Jesus niemals! Er ist anders als wir Menschen! Er ist Liebe! 19


Zum Nachdenken: Schauen wir nicht auch oft weg, wenn Menschen unsere Hilfe brauchen? Wer wegschaut, macht sich schuldig!

D

och Gott schaut nicht weg! Im Gegenteil! Er sieht hin und sieht uns Menschen in unserer Schuld und Not. Und weil er uns Menschen so sehr liebt, will er uns erretten. Wie froh wäre der arme Mann gewesen, wenn ihn jemand gerettet hätte. 20

W

illst du wissen, wie die Geschichte mit dem Mann, der unter die Räuber gefallen ist, weitergeht?

Die zweite Enttäuschung!

E vorbeigegangen war! Der s war ein Priester, der

arme Mann kann es noch immer nicht fassen. Was wird nun werden? Die Zeit vergeht und wieder hört er Schritte. Er versucht, seinen schmerzenden Kopf zu heben, denn er will sehen, wer da kommt. „Ein Levit ist es!“ Richtig, er erkennt ihn an

seiner Kleidung. Es ist ein Mann, der die Gebote Gottes kennt und beim Gottesdienst immer dabei ist. „Ja, der fromme Levit, der wird mir garantiert helfen!“, denkt er. Er schöpft neue Hoffnung. „Jetzt wird meine Not bald ein Ende haben“, überlegt er. Aber, was macht denn der fromme Levit? Geht er etwa auch vorbei? Tatsächlich! Auf der anderen Straßenseite geht er vorüber, genau wie zuvor der Priester. „Ob er mit mir nichts zu tun haben will?“, geht es durch den Kopf des Verwundeten. „Aber warum denn nur?


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Sieht er mich denn nicht in meiner Not? Hat er etwa Angst, sich schmutzig zu machen?“

V

erzweifelt und völlig erschüttert sinkt sein Kopf zurück. „Nun ist es aus!“, denkt er. „Mein Ende kommt! Wo aber bleibt da die Barmherzigkeit, von der die Leute immer reden? Wie kann man nur ein so unbarmherziges und hartes Herz haben?“ Was würdest du tun? Stell dir vor. Ein Fahrrad22

unfall. Deine Freundin ist verletzt. Sie braucht deine Hilfe. Was würdest du tun? Helfen? Auch wenn dabei deine neuen Sachen total verschmutzten? Barmherzigkeit, die nie ein Opfer von uns verlangt und nichts kostet, taugt nicht viel! Wie anders ist da Gott zu uns. Er hat das größte Opfer gebracht, damit wir gerettet werden. Weißt du, welches?

G

ott beweist seine Liebe! Er hat nicht nur von Liebe geredet.

E

r ist sich nicht zu schade. Er hat sogar aus Liebe seinen Sohn für uns sündige Menschen in den Tod gegeben, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben empfangen. So sehr liebt Gott die Menschen! Kein Mensch muss nun verloren gehen, der an den Herrn Jesus glaubt. Er verspricht: Jeder, der an mich glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern wird das ewige Leben haben, lies Johannes 3, 16. Gehört ihm schon dein Herz?

D

och höre, wie die Geschichte weitergeht.


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Nur einer hat geholfen! m Herzen des armen und verletzten Mannes ist nur noch tiefe Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Alle, alle sind an ihm vorübergegangen. Und sie hätten ihm doch alle helfen können!

I

A

uf einmal hört er wieder Schritte. „Nein, jetzt bleib ich liegen“, sagt er sich. Er macht seine Augen zu und denkt: „Mir hilft sowieso kein Mensch mehr. Warum auch?“ Doch die Schritte kommen immer näher, bis sie ganz, ganz nahe sind! Dann wird’s für 24

einen kurzen Augenblick still. Ein kühler Schatten zieht über sein Gesicht. Jemand beugt sich zu ihm hinunter. Langsam öffnet er seine Augen. Er kann es kaum fassen:

Ausgerechnet der hat ein Herz voll Erbarmen? Der arme Mann ist vom Mitleid des barmherzigen Samariters tief gerührt.

in Samariter ist es!

Liebe macht keine großen Worte. Liebe tut etwas!

hassten Leute“, stellt er erstaunt fest. „Wieso will ausgerechnet der mir helfen?“, geht es durch seinen Kopf. Bis jetzt ist er den Samaritern immer aus dem Weg gegangen. Nein, mit Samaritern wollte er nie etwas zu tun haben. Und ausgerechnet der will ihm jetzt helfen?

hne lange mit dem armen Mann zu reden, bindet der barmherzige Samariter seinen Esel an einer Wurzel fest. Dann öffnet er seine Satteltasche und holt Verbandszeug heraus, um Erste Hilfe zu leisten. Er säubert die Wunden, tut Medizin drauf und verbindet sie.

„ E Einer, der so sehr ge-

O


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D

er Verwundete schaut immer wieder in die liebevollen und barmherzigen Augen des Samariters. Wie dankbar ist er ihm. Alle sind an ihm vorübergegangen. Keiner hat geholfen - außer einem: Dieser barmherzige Samariter, der tut es. Nie und nimmer hätte er das von ihm erwartet. Der Samariter nimmt ihn auf seine Arme. Hebt ihn auf den Rücken des Esels. Bindet ihn fest, damit er nicht herunterfällt, und geht zu Fuß neben dem Esel her, bis sie gemeinsam zur nächsten Herberge kommen. „Guter 26

Mann“, sagt er zum Wirt der Herberge, „kümmere dich bitte um meinen armen, verletzten Freund, sorge gut für ihn! Ich zahle für alles, für das Bett, für das Essen und für die Medikamente, die der arme Mann braucht. Hier hast du Geld. Und wenn das Geld nicht reicht, ich komme auf dem Rückweg wieder hier vorbei, um dir das restliche Geld zu bezahlen.“

Gherzige Samariter den

enauso, wie der barm-

armen Mann gerettet hat, so ist auch der Herr Jesus vom

Himmel zu uns Menschen auf die Erde gekommen, um uns zu erretten. Im Stall von Bethlehem wurde er als unser Erlöser geboren! Deswegen feiern wir Weihnachten seinen Geburtstag.

W

arum er zu uns gekommen ist? Die Sünde hat uns Menschen böse gemacht. Gott ist traurig darüber. Er sieht den Krieg in der Welt und den Krieg in den Herzen. Er sieht, wie die Menschen lügen, sich hassen und sich nicht um Gott kümmern. Kein Wunder, dass die Menschen bis heute ohne echte


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Freude sind. Sie kennen die Liebe Gottes nicht. Sie wissen nichts vom echten Frieden. Rettungslos sind sie verloren! Sie leben gedankenlos dahin. Nein, mit bösen und sündigen Menschen kann Gott nicht zusammen sein. Deswegen bleibt der Himmel dem Sünder verschlossen. Für immer und ewig!

D

och Gott will, dass wir gerettet werden. Er will nicht, dass wir in der Hölle landen. Darum hat Gott einen Weg finden müssen, um uns zu erlösen. Er hat 28

die schreckliche Sünde der Menschen auf den Herrn Jesus gelegt. Er ist für das bestraft worden, was wir an bösen Dingen getan haben. Gott hat gesagt: „Mein Sohn, weil ich die Menschen so sehr liebe, obwohl sie so böse sind, musst DU jetzt für die Menschen sterben, sonst kann ich sie nicht retten.“

D

arum ist auch das Blut des Herrn Jesus für uns Menschen am Kreuz geflossen als Beweis, dass er sein Leben für uns in den Tod gegeben

hat. Er ist für dich und mich gestorben und hat die Sünde gesühnt, den Tod und den Teufel besiegt.


U

nd jetzt kommt’s: Jeder, der an den Herrn Jesus glaubt, wird gerettet!

N

ein, auf der ganzen Welt gibt es keinen, der so ist wie der Herr Jesus! Er allein ist der Weg in den Himmel, in Gottes Herrlichkeit. Hast du ihn schon in dein Herz gelassen? Hat er dir schon deine SĂźnde vergeben? Hat er schon dein Leben neu gemacht? 29


Weißt du, wie man ein glücklicher Mensch wird? Kennst du den Weg zum Himmel? Möchtest du ewiges Leben haben?

D

en Weg dorthin will ich dir jetzt zeigen:

D Menschen liebt, auch wenn ie Bibel sagt, dass Gott alle

sie von IHM durch die Sünde getrennt sind. Doch Gott will

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nicht, dass der Mensch ewig von IHM getrennt lebt. ER will den Menschen bei sich im herrlichen Himmel haben. Doch in den Himmel kommt nur, wer von seiner Sündenschuld gereinigt wurde. Und Sünden kann nur der Herr Jesus vergeben. ER ist der einzige Retter. Einen anderen gibt es nicht. Sieh, was ER für dich am Kreuz vollbracht hat!

1.

Aus Liebe ist der Herr Jesus für dich gestorben. Glaube es, dass ER am Kreuz auf Golgatha auch die Strafe für deine Schuld auf sich genommen hat. Um dich zu retten, hat ER es getan.

Er hat dich geliebt und sich selbst für dich hingegeben. (Lies Galater 2,20) Christus ist für deine Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten, damit er dich zu Gott führe. (Lies 1. Petrus 3,18)


2.

3.

4.

Denke einmal in Ruhe über dein bisheriges Leben nach. Schreib alles auf, an was dich dein Gewissen erinnert und was du dem Herrn Jesus bekennen möchtest.

Nimm dir dazu viel Zeit. Bekenne IHM alles, was du auf deinen Zettel geschrieben hast. Sag IHM, dass dir deine Sünden leidtun und dass du ab heute ein neues Leben führen möchtest. Ein Leben mit Jesus. ER erhört dich. Glaube es ganz fest. ER hat es in der Bibel versprochen.

Die Vergebung der Sünden und das ewige Leben sind ein Geschenk. Der Herr Jesus bietet es dir an. Du brauchst es nur noch dankbar anzunehmen. Willst du? Dann wirst auch du einmal für immer im Himmel, in Gottes Herrlichkeit, sein.

Der Herr Jesus ist auferstanden und lebt. ER möchte, dass du IHM deine Schuld und Sünde bekennst.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtig(1. Johannes 1,9) keit.

Der Herr Jesus wartet auf dein Gebet.

Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet wer(Römer 10,13) den.

Der Herr Jesus will dich beschenken.

Jeder, der an den Herrn Jesus glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern wird das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

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Meine Entscheidung: HEUTE HABE ICH DEN HERRN JESUS ALS MEINEN .. .. PERSONLICHEN ERLOSER ANGENOMMEN. ________________________________________________________________ Name ________________________________________________________________ Datum

VJesus schon als deinen per-

ielleicht kennst du den Herrn

sönlichen Retter. Aber wie viele in dieser Welt sind noch ohne Hoffnung und gehen freudlos, traurig und oberflächlich ihren Weg. Sie machen sich keine

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Gedanken um die Ewigkeit. Sie kümmern sich nicht um ihre ewige Rettung. Wenn du dem Herrn Jesus gehörst, hast du eine große Verantwortung. ei bereit, vielen den Weg zu Jesus zu zeigen. Verteile die

S

schönen Kinderbilderbücher unter deinen Freunden. u darfst uns gern schreiben, wenn du Fragen auf dem Herzen hast. Wir freuen uns auf deinen Brief.

D


..

RATSEL: Suche den Weg durchs Labyrinth. Dann findest du das richtige Ende des Bibelverses! „Der Sohn des Menschen (der Herr Jesus) ist gekommen, zu suchen und zu eretten, ...

... wer ihn auch suchte!“

... wer immer brav ist!“

... was verloren ist!“

Kleiner Hinweis: Den Lösungssatz mit richtigem Ende findest du in deiner Bibel in Lukas 19 Vers 1o.

du den Weg gefunden? Dann schreibe den richtigen Satz auf eine Postkarte und sende sie an unsere Adresse, die auf der Rückseite zu finden ist. Jede Einsendung wird von uns belohnt! Hast


Der Überfall  
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