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Die spannende Geschichte von

Weihnachten Gott wird ein Kind


Inhalt: Bei diesem Stern

geht die Geschichte weiter!

Hallo! ................................................................................ 3 Hoher Besuch in Nazaret ........................................... 4 Bunte 1-2-3-Plätzchen ...................................................... 6 Josef erfährt von dem Baby ........................................ 8 Weihnachtsspiel: Geschenke würfeln ............................ 10 Himmelsgäste ........................................................... 11 Lied: Ehre sei Gott in der Höhe ..................................... 14 Die Wanderung der Weisen ....................................... 15 Basteln: Papiersterne – ruckzuck gemacht ................... 19 Warum Jesus Christus gekommen ist ...................... 21 Rätsel: Weihnachts-Quiz ................................................ 23

Impressum: Herausgeber: Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach 51700 Bergneustadt, Deutschland Auflage-Nr.: KH24 20 1810 1 Konzept und Text: Bettina Bräul und Ralf Kausemann Zeichnungen: Joy Katzmarzik Fotos: Bettina Bräul Gestaltung: rk-design, Bergisch Gladbach


Hallo! Die Weihnachtszeit ist für viele Kinder die Lieblingszeit im Jahr. Wenn es draußen kalt ist und im Haus gemütlich, wenn es Plätzchen gibt und Geschenke … dagegen hat sicher niemand etwas einzuwenden! Aber hast du dich schon einmal gefragt, was an Weihnachten überhaupt gefeiert wird? Die meisten Feste gehen ja auf ein Ereignis zurück und sind dazu da, sich an dieses Ereignis zu erinnern. Na, wenn du wissen willst, was an Weihnachten passiert ist, dann bist du hier genau richtig! Auf der nächsten Seite geht es gleich los … Viel Spaß – und eine gemütliche und besinnliche Weihnachtszeit!

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Hoher Besuch in Nazaret Hallo und herzlich willkommen zu unserer Reise in die Vergangenheit! Wir begeben uns heute etwas mehr als 2.000 Jahre rückwärts in eine Zeitepoche, die man „Antike“ nennt. Da gehen wir durch die engen Gassen des Städtchens Nazaret in Galiläa, einem Gebiet im Norden von Israel. Vor einem Haus bleiben wir stehen … ja, das muss es sein. Hier muss Maria wohnen, eine junge Frau, die mit Josef verlobt ist. Wir klopfen an der Tür und kurze Zeit darauf öffnet sie uns. Sie ist sehr freundlich und nimmt uns gut auf. Als wir sie erwartungsvoll anschauen, erzählt sie uns, was ihr neulich passiert ist. „Vor einigen Wochen saß ich hier in meinem Zimmer, als plötzlich jemand hereinkam. Ich schaute auf – und sah einen Engel! Und er sprach mich gleich mit meinem Namen an. Er sagte: ‚Sei gegrüßt, Maria, du bist mit Gnade beschenkt! Der Herr ist mit dir!‘

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Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie sehr ich mich erschreckt habe. Das hat der Engel gesehen und deshalb beruhigte er mich: ‚Hab keine Angst, Maria! Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus nennen sollst. Er wird große Autorität haben und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott wird ihn die Königsherrschaft seines Stammvaters David weiterführen lassen. Für immer wird er die Nachkommenschaft Jakobs regieren und seine Herrschaft wird nie mehr zu Ende gehen.‘ Ich schaute ihn groß an. Wie sollte das denn gehen? Wie sollte ich ein Kind zur Welt bringen, ohne verheiratet zu sein und mit meinem Mann zusammenzuleben? Er sagte: ‚Der Heilige Geist wird über dich kommen, die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird das Kind, das du zur Welt bringst, heilig sein und Sohn Gottes genannt werden … Du denkst vielleicht, dass das nicht geht, aber für Gott ist nichts unmöglich.‘ Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Wie wir alle in Israel, habe ich auf den Messias gewartet. Das ist der Retter, den Gott uns versprochen hat. Aber dass ausgerechnet ich ihn zur Welt bringen soll, das war für mich eine totale Überraschung. Und trotzdem war mein Herz irgendwie ruhig. Ich habe nur noch stammeln können: ‚Ich gehöre ganz dem Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.‘ Und dann war der Engel verschwunden. Ich ließ mir alles noch einmal durch den Kopf gehen. Diese Nachricht hat mich so überwältigt! Doch dann fiel mir plötzlich mein Verlobter, Josef, ein. Wie sollte ich ihm von dem Engel und der Botschaft erzählen? Und wie würde er darauf reagieren?“ Als wir sie fragend anschauen, erzählt sie weiter: „Meine Freude darüber war aber so groß, dass ich sie mit Josef teilen musste. Wenn Gott mit mir schon so große Pläne hatte, dann würde er auch Josef dafür vorbereiten. Der Anfang war nicht leicht … Aber fragt ihn doch selbst, er wohnt ein paar Straßen weiter.“ Das kannst du in der Bibel nachlesen (wenn du noch keine hast, schicken wir dir gern eine). Schlag dazu im Neuen Testament im Buch „Lukas“ das 1. Kapitel auf und lies die Verse 26–38.

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Bunte 1-2-3-Plätzchen „Warum 1-2-3?“, fragst du dich bestimmt. – So kannst du dir die Zutaten besser merken. ;)

Du brauchst: Für den Teig: - 100 g Zucker - 200 g Butter - 300 g Mehl - 1 Eigelb - 1 Prise Salz Für den Zuckerguss: - 3 EL Puderzucker - 1 EL Zitronensaft - Lebensmittelfarbe und/oder bunte Streusel Außerdem: - Plätzchen-Ausstecher - Pinsel, um den Zuckerguss aufzutragen - Fett oder Backpapier für das Backblech Zubereitung: Gib zuerst Butter, Zucker und Salz in eine Schüssel und verrühre die Zutaten miteinander. Rühre dann das Eigelb mit ein und gib zuletzt das Mehl dazu. Wenn der Teig fester wird, kannst du ihn mit den Händen verkneten.

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Forme den fertigen Teig zu einer Kugel und lass ihn etwa 2 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank kalt werden. Das hilft dir nachher beim Ausrollen und Ausstechen. Heize den Backofen auf 190° Celsius vor, während du den Teig verarbeitest. Rolle den Teig etwa 5 Millimeter dick aus, stich die Plätzchen aus und leg sie auf ein eingefettetes (oder mit Backpapier ausgelegtes) Backblech. Je nach Größe der Plätzchen müssen sie etwa 5–8 Minuten backen. Hol sie aus dem Ofen und lass sie abkühlen, bevor du sie bunt dekorierst. Für die Dekoration: Verrühre den Puderzucker mit dem Zitronensaft. Wenn du unterschiedliche Farben haben möchtest, verteile die Masse in einzelne Schälchen und gib einen kleinen Tropfen Lebensmittelfarbe dazu. Wenn du magst, kannst du deine Plätzchen noch mit bunten Streuseln oder Ähnlichem verzieren. Guten Appetit – und vergiss nicht, mit anderen zu teilen! ;) Quelle: h ps://sallys-blog.de/ bu erplaetzchen-ausstecherle.html

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Josef erfährt von dem Baby Wir beschließen, auch Josef zu besuchen und machen uns wenig später auf den Weg zu ihm. In der Straße, in der er wohnt, fragen wir die Nachbarn, wo wir sein Haus finden. Die helfen uns sofort weiter und erzählen uns auch, dass Josef sehr fromm und gewissenhaft ist. Na, dann schauen wir mal bei ihm rein. Klopf, klopf, klopf! Da schiebt jemand den Riegel zur Seite und lugt etwas schüchtern durch den Türspalt. „Hallo Josef, dürfen wir reinkommen?“

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Er möchte zuerst wissen, wer wir sind und mit welchem Ziel wir kommen. Dann lässt er uns eintreten. „Du, Josef, wir haben vorhin deine Verlobte getroffen. Sie hat uns voller Freude erzählt, dass sie den Messias zur Welt bringen wird. Ist das nicht eine riesige Ehre, Gott zu gehorchen und das zu tun, was er gesagt hat?“ „Hm, naja“, zögert Josef. „Also, eine Ehre ist das mit Sicherheit. Wir freuen uns auch gemeinsam darüber. Aber wenn die Leute erfahren, dass Maria ein Baby erwartet, bevor wir verheiratet sind, dann wäre das sehr schlimm.“ Wir schauen einander verlegen an. Ja, auch wenn es bei uns heute häufiger vorkommt – in der Gesellschaft der damaligen Zeit war es ein Unding, wenn unverheiratete Pärchen ein Kind erwarteten. Doch Josef erzählt weiter: „Anfangs war ich entsetzt! Ich wollte einfach alles aufgeben und die Verlobung mit Maria rückgängig machen. Aber letztens hatte ich einen Traum. Ein Engel kam zu mir und vertraute mir Folgendes an: ‚Josef, du Sohn Davids, hab keine Angst, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen. Denn das Kind, das sie erwartet, stammt vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus, das heißt ‚Retter‘, nennen sollst, denn er wird sein Volk von seinen Sünden befreien. Das ist alles so von den Propheten angekündigt worden und geht jetzt mit Maria in Erfüllung: Eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn zur Welt bringen, den man Immanuel nennen wird.‘“ „Heißt der Name ‚Immanuel' nicht ‚Gott ist mit uns‘?“ „Ganz genau! Als ich das gehört habe, hat es mich sehr getröstet. Trotzdem bin ich von der ganzen Geschichte noch etwas verwirrt … und jetzt muss ich so schnell wie möglich die Hochzeit organisieren. Das hat der Engel mir ja so gesagt.“ „Dann wollen wir dich auch nicht weiter stören. Wir wünschen euch beiden alles Gute für die Hochzeit und eine gesegnete Ehe! Shalom!“

Das kannst du in der Bibel nachlesen (wenn du noch keine hast, schicken wir dir gern eine). Schlag dazu im Neuen Testament im Buch „Matthäus“ das 1. Kapitel auf und lies die Verse 18–25.

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Weihnachtsspiel: Geschenke würfeln Das folgende Spiel ist sehr lustig und wird für Spaß sorgen. Lade deine Freunde zu einer kleinen Weihnachtsfeier ein. Jeder soll von zu Hause ein witziges Geschenk mitbringen, am besten etwas, was er selbst nicht mehr braucht. Diese Geschenke werden einzeln in Zeitungspapier verpackt und auf einen Haufen gelegt. Dann wird gewürfelt. Jeder, der eine 6 würfelt, darf sich ein Geschenk aussuchen. Wenn am Ende alle ein Geschenk haben, wird erst einmal ausgepackt. Danach vereinbart ihr eine bestimmte Zeitspanne (zum Beispiel 15 Minuten). In dieser Zeit wird erneut reihum gewürfelt. Wer eine 6 würfelt, darf mit einem anderen sein Geschenk tauschen. In der Sekunde, wo die abgemachte Zeit abgelaufen ist, muss jeder das Geschenk behalten, was er gerade in der Hand hält.

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Himmelsgäste Heute beobachten wir eine Gruppe von Hirten. Es ist bereits Nacht und ihre Schafe schlafen schon. Gemütlich hocken die Hirten an einem Lagerfeuer und lassen den Abend ausklingen. Wir setzen uns ganz leise dazu und lauschen ihrem Gespräch. „Also, ich weiß auch nicht, was das Ganze soll. Der Kaiser Augustus sollte echt mal langsam machen. Überall laufen seine Leute von A nach B und in alle Himmelsrichtungen. Was will er damit erreichen?“ „Der will doch sein Volk zählen, damit er weiß, wie viele Leute in seinem Land wohnen.“ „Haha, wenn ich wissen will, wie viele Schafe ich habe, zähle ich einfach nach. Aber ich schicke nicht jedes Schaf in den Stall, wo es geboren wurde.“ „Ich habe heute schon alle möglichen Leute in Bethlehem herumlaufen sehen. Sogar ein junges Ehepaar, das sehr bald ein Kind erwartet. Für die muss das eine schwierige Reise gewesen sein.“ Plötzlich wird es taghell! Was ist denn das?! „Guckt mal da – oh nein, wir sind verloren!“ Vor lauter Furcht vor dem, was sie sehen, fallen die Hirten zu Boden. „Da kommt jemand zu uns“, sagt ein Hirte mit zitternder Stimme. „Ihr müsst euch nicht fürchten“, sagt dieser Jemand im strahlenden Gewand. „Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die sich das ganze Volk freuen wird. Heute Nacht ist in der Stadt Davids euer Retter geboren worden. Es ist der Messias, der Herr. Ihr werdet ihn daran erkennen, dass ihr ein Kind findet, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“ Auf einmal hören wir Tausende von Stimmen. Langsam schauen wir vom Boden wieder hoch. Wo kommen die bloß her? „Schaut euch das an, da oben im Himmel! Eine riesige Menge von 11 Engeln! Aber was sagen die denn?“


„Hört sich an wie: ‚Ehre … und Herrlichkeit … Gott … in der Höhe … und Frieden … den Menschen im Land, … auf denen … sein Gefallen ruht.' – Was soll das wohl bedeuten?“ Wie aufregend! Ein unangekündigtes Open-Air-Konzert mitten in der Nacht für ein paar arme Leute. Das ist eine Sensation! Jetzt ist auch die Angst verflogen. Die Hirten sind nun völlig aus dem Häuschen. Doch als die Engel verschwunden sind, erinnern sie sich wieder an die Botschaft, die sie eben gehört haben. „Okay, was hat der Engel nochmal gesagt? In der Stadt Davids ist der Messias geboren, oder?“ „Stadt Davids? Ist das Jerusalem?“ „Nein, du Schlauberger, die Stadt Davids ist Bethlehem, direkt hier. Und jetzt kommt!“ Da rennen sie auch schon davon.

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In Bethlehem angekommen, suchen sie nach dem Stall, in der das Kind in einer Krippe liegen soll. „Da vorn in dem Stall brennt ein schwaches Licht! Lasst uns da nachgucken!“ Und tatsächlich! „Das ist ja das junge Ehepaar, das ich gesehen habe“, erinnert sich der Hirte. „Und da ist das Baby! Der Messias!“ Staunend fallen sie nieder und beten das Kind an. Nach einer schönen Zeit bei der jungen Familie brechen sie wieder auf. Die Hirten müssen zu ihren Schafen zurück. Allen Leuten, denen sie begegnen, erzählen sie begeistert, was sie erlebt haben. In Marias Kopf schwirren immer noch die Worte der Hirten herum: „Der Engel hat gesagt, dass sich das ganze Volk darüber freuen wird: Der Retter ist geboren, der Messias und Herr, auf den wir so lange gewartet haben!“ Unendlich dankbar blickt sie zum Himmel. An diese Worte wird sie immer wieder denken!

Das kannst du in der Bibel nachlesen (wenn du noch keine hast, schicken wir dir gern eine). Schlag dazu im Neuen Testament im Buch „Lukas“ das 2. Kapitel auf und lies die Verse 1-20.

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Sing mit! „Ehre sei Gott!“ Hier/Über diesen Code kannst du dir anhören, wie das Lied klingt: https://kinderbuero.info/kinderburo/weihnachtslied/

Text: Lukas 2,14 Musik: Klaus Hipke © 2018 Hipke Music

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Die Wanderung der Weisen Unsere Geschichte geht weiter im Morgenland – etwa da, wo heute der Irak liegt. Von Israel aus muss man dorthin Hunderte von Kilometern in Richtung Osten wandern. Da sitzen ein paar reiche Männer in ihrem Büro. Sie sind Astronomen, also Wissenschaftler, die Sterne und Planeten erforschen. Auf einem großen Tisch liegen mehrere Karten verteilt, auf denen Sternbilder eingezeichnet sind. Solange es hell ist, studieren die Männer diese Karten. Doch sobald es dämmert, gehen sie nach draußen und betrachten sorgfältig den Himmel. Von hier aus hat man einen wunderbaren, weiten Ausblick. Wir erreichen die Sternwarte – das ist der Arbeitsplatz der Männer – genau bei Einbruch der Dunkelheit. Sie sitzen bereits draußen und untersuchen den Himmel mit scharfem Blick. „Komisch, was ist denn das da für ein Stern? Der da hinten, der so ganz hell leuchtet?“ „Moment mal … der ist neu! Das muss ein Wunder sein. Der muss etwas zu bedeuten haben! Da war gestern garantiert keiner. Und schaut mal, wie hell er strahlt!“ Die klugen Männer sind total baff. Nach langem Grübeln und Überlegen haben sie für diesen Stern nur noch eine mögliche Erklärung: Irgendwo muss ein König geboren sein. „Der Stern zeigt in Richtung Westen, also müssen wir dahin. Kommt, Leute, lasst uns keine Zeit verlieren! Packt eure Sachen und nehmt Geschenke mit. Wir treffen uns wieder hier, um gemeinsam loszuziehen!“ „Alles klar!“ Und weg sind sie. Es geht auf eine lange Reise. Erst nach einigen Wochen treffen die weisen Männer in Jerusalem ein. Der Palast von König Herodes ist sicher eine gute Adresse, wenn es um die Geburt eines neuen Königs geht. 15


Also klopfen die Männer an dem großen Tor und fragen aufgeregt: „Entschuldigen Sie! Wissen Sie vielleicht, wo wir den König der Juden finden können, der kürzlich geboren wurde? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind hergekommen, um ihn anzubeten.“

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„Wie bitte? Ein neuer König soll geboren sein? Nein, nein, nein, auf gar keinen Fall, das ist nicht möglich!“ Herodes ist außer sich. Sofort bestellt er die Priester und Leute, die sich mit den alten Schriften auskennen, zu sich in den Palast. „Wo soll der Messias geboren worden sein?“, erkundigt er sich. „Nun“, antworten die frommen Männer, „in Bethlehem natürlich. Das steht doch in unseren Schriftrollen. Hier: ‚Du Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die unbedeutendste von Judas führenden Städten, denn ein Fürst wird aus dir kommen, der als Hirte mein Volk Israel führt.'“ Herodes ist stinksauer. Er kocht vor Wut und schickt die Priester fort. Kleinlaut verlassen die Ratgeber von Herodes den Palast. Wenig später hat der König sich wieder etwas beruhigt und lässt seine ausländischen Besucher rufen. „Geht nach Bethlehem“, befiehlt er, „und erkundigt euch sorgfältig nach dem Kind.“ Dann fährt er in schmeichelhaftem Ton fort: „Gebt mir sofort Bescheid, wenn ihr es gefunden habt, damit ich auch hingehen und es anbeten kann.“ Die Astronomen nicken, verabschieden sich und machen sich wieder auf den Weg. „Da ist ja der Stern schon wieder. Kommt, wir folgen ihm! Der führt uns bestimmt zum Ziel.“ Und tatsächlich: Der Stern bleibt exakt über einem Haus in Bethlehem stehen. Das ist für die Weisen ein gutes Zeichen. Hier treten sie ein und finden das Jesus-Kind und seine Mutter Maria. Die klugen Männer fallen andächtig nieder und beten das Kind an. Dann überreichen sie die Geschenke, die sie mitgebracht haben: Weihrauch¹, Gold und Myrrhe². Alles ist total feierlich und die Männer bleiben noch etwas dort, um sich von der langen Reise zu erholen.

1 Weihrauch ist ein luftgetrocknetes Gummiharz, das aus dem Weihrauchbaum gewonnen wird. Wenn man es verbrennt, entsteht ein stark duftender Rauch. 2 Myrrhe ist ein reines Räucherharz des Myrrhestrauchs mit einer braun-glänzenden Farbe.

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Bevor sie zurückreisen, begegnet ihnen Gott in einem Traum. Er befiehlt ihnen, dass sie nicht zu Herodes zurückgehen sollen. Denn der will Jesus nicht anbeten, sondern töten! Er ist eifersüchtig auf Jesus, weil er allein König sein will. Die Weisen hören auf Gott und nehmen einen anderen Reiseweg nach Hause. Das ist kein Problem für sie, denn an den Sternen können sie sich schließlich sehr gut orientieren.

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Das kannst du in der Bibel nachlesen (wenn du noch keine hast, schicken wir dir gern eine). Schlag dazu im Neuen Testament im Buch „Matthäus“ das 2. Kapitel auf und lies die Verse 1–12.


Papiersterne – ruckzuck gemacht Du brauchst: - Butterbrot-Tüten - Klebestift - Schere - Büroklammer So geht‘s: Für einen Stern brauchst du sieben Butterbrot-Tüten. Lege sie nebeneinander vor dich auf den Tisch, alle mit der geöffneten Seite nach oben. Trage den Kleber wie ein umgekehrtes T auf jede Tüte auf und klebe dann alle Tüten aufeinander. Schneide oben an der geöffneten Seite vom Tütenstapel jeweils die Ecken ab. Falte nun die Tüten auf. Hefte die letzten beiden Seiten mit der Büroklammer zusammen, damit der Stern besser

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zusammenhält. – Wenn die Weihnachtszeit vorbei ist, kannst du den Stern einfach wieder zusammenfalten und bis zum nächsten Jahr gut verstauen. Variationen: - Mithilfe eines Ausstechers kannst du an einer Seite der Tüten einen halben kleinen Stern oder ein halbes Herz ausschneiden. So ergibt sich ein schönes Muster. - Wenn du den Stern in weiß zu langweilig findest, kannst du die Tüten vor dem Zusammenkleben bunt anmalen. Überrasche jemanden mit deinem Kunstwerk! Verschenke den zusammengefalteten Stern mit einem netten Weihnachtsgruß. Der Empfänger wird sicher Augen machen, wenn er das Geschenk auffaltet. Viel Freude damit! Quelle: https://kopfkonzert.com/sterne-aus-butterbrottueten/

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Warum Jesus Christus gekommen ist Unsere Geschichte ist tatsächlich so passiert. Und sie erklärt uns, warum heute immer noch Weihnachten gefeiert wird. Wir haben unterschiedliche Gegenden und Menschen kennengelernt. Aber alle führten schließlich zu einer Person hin: Jesus Christus! Die Neuigkeit der Hirten hatte sich herumgesprochen, aber komischerweise hat das viele andere Menschen gar nicht interessiert. In der Bibel, im Buch „Johannes“ (im Neuen Testament der Bibel), Kapitel 1, Vers 11 lesen wir das: Er kam in sein Eigentum, aber sein eigenes Volk wollte nichts von ihm wissen. Aber es gab auch ein paar Ausnahmen. Einige Menschen haben erkannt, dass Jesus der Messias ist, den Gott verheißen hatte. Das steht im Buch „Johannes“, Kapitel 1, Vers 14: Er, das Wort, wurde Mensch und wohnte unter uns. Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit wie sie nur der Eine und Einzige vom Vater hat, erfüllt mit Gnade und Wahrheit. Jesus kam mit einem ganz besonderen Auftrag auf unsere Erde. Wir Menschen tun böse Dinge wie lügen, lästern, stehlen, verletzen und vieles mehr (die Bibel nennt das Böse „Sünde“). Gott, der uns geschaffen hat und Sünde nicht leiden kann, muss uns bestrafen – so, wie du Ärger bekommst, wenn du zum Beispiel bei der Klassenarbeit schummelst. Doch Gott hat uns total lieb und will nicht, dass wir bestraft werden. Deswegen hat er seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde geschickt. Der hat nie eine Sünde getan und hat trotzdem die Strafe für uns übernommen. Er hat sich freiwillig kreuzigen lassen, damit wir Menschen eine Chance haben, zu Gott in den Himmel zu kommen. Aber dafür müssen wir daran glauben, was er für uns getan hat. Das steht so im Buch „Johannes“, Kapitel 3, Vers 16: Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat. 21


Jesus belohnt die Menschen, die ihm glauben – sie werden Kinder Gottes: … allen, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden (Johannes, Kapitel 1, Vers 12). Das gilt auch für dich! Mach es wie die Hirten: Glaube dieser guten Nachricht. Nimm es ernst, was in der Bibel über Jesus steht. Und bete zu ihm! Sag ihm von Herzen Danke dafür, dass er auf diese Erde gekommen ist, um die Schuld für unsere Sünden zu tragen. Mach es wie die weisen Männer: Sie haben Jesus mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenkt. Aber der Herr Jesus würde sich riesig freuen, wenn du ihm dein Leben schenkst, dich selbst. Sag ihm, dass er der Herr über dein Leben sein soll und dass du ihm vertraust. Tue alles, was du tust, für ihn. Und mach es wie Maria: Sie hat sich alle Worte der Hirten und Weisen gut eingeprägt. Gib immer acht auf das, was du in der Bibel liest. Denn so erfährst du, wie Jesus ist und wie er dich sehen möchte. Wenn du Jesus Christus in deinem Herzen Platz machst, findest du den Weg zum ewigen Leben mit Gott im Himmel. Jesus sagt nämlich von sich selbst: Ich bin der Weg! … Ich bin die Wahrheit und das Leben! Zum Vater [Gott] kommt man nur durch mich (Johannes, Kapitel 14, Vers 6). Bist du schon auf diesem Weg?

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Weihnachts-Quiz Wähle die richtige Antwort und trage den fett gedruckten Buchstaben aus der richtigen Antwort unten ein, um das Lösungswort zu bekommen. 1. Wie hieß der Verlobte von Maria? a. Kalle b. Josef c. Lukas 2. In welcher Stadt wohnten Josef und Maria? a. Bethlehem b. München c. Nazaret 3. Wie hieß der Kaiser, der alle Leute in ihre Heimatstadt schickte? a. Augustus b. Peter c. Karl der Große 4. Nazaret lag in der Provinz Galiläa, wo lag Bethlehem? a. Nordrhein-Westfalen b. Chicago c. Judäa 5. Wen gebar Maria? a. eine Tochter b. einen Sohn c. Zwillinge 6. Zu welcher Tageszeit wurde Jesus geboren? a. nachts b. nachmittags c. morgens 7. Wer erfuhr als Erster von der Geburt von Jesus? a. Kaiser Augustus b. die Verwandten in Nazaret c. Hirten auf den Feldern von Bethlehem 8. Wo wurde der neugeborene Jesus hineingelegt? a. Krippe b. weiches Bettchen c. Kinderwagen 9. Wo hinein hatte Maria den kleinen Jesus eingewickelt? a. kuschelige Decke b. altes Bettlaken c. Windeln 10. Wie wurde Bethlehem noch genannt? a. Stadt Josefs b. Stadt Davids c. Stadt Alexanders 11. Wie nannten die Engel Jesus, als sie den Hirten erschienen? a. Retter b. König c. Prinz 12. Was brachten die Engel den Hirten? a. Kekse b. einen warmen Kakao c. eine gute Nachricht 13. Wie hieß der König, der Jesus töten wollte? a. Herodes b. George c. Augustinus Lösung: Der Mittelpunkt von Weihnachten ist

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Endlich ist es wieder Weihnachten! Aber hast du dich schon einmal gefragt, was an Weihnachten überhaupt gefeiert wird? Na, wenn du das wissen willst, dann bist du hier genau richtig. In diesem Heft findest du die ganze Weihnachtsgeschichte und zusätzlich tolle Sachen zum Backen, Basteln und Rätseln …

Schreib uns. Wir sind für dich da! D

CH

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Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach Postfach 650, 4800 Zofingen Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach Postfach 14 8200 Gleisdorf

kinderinfo@heukelbach.org oder heukelbach.org Die Stiftung Missionswerk Heukelbach arbeitet überkonfessionell, distanziert sich von allen Sekten und hat als Grundlage allein Gottes Wort, die Bibel. Allein die gute Nachricht von Jesus Christus soll verbreitet werden. Dieses Heft ist unverkäuflich und darf nur kostenlos weitergegeben werden. Hinweis für Verteiler: Vor der Weitergabe in privaten und öffentlichen Einrichtungen ist bitte grundsätzlich eine Erlaubnis einzuholen.

Infos auf der Doppeldecker-Seite: doppeldecker.info

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