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S

R BIBELKU

Bibelkurs mit 12 Lektionen (Der PrĂźfungsteil ist ab Seite ?? eingeheftet.)

Leben als Christ Unterwegs mit Jesus Christus

Lewis Larking

Jesus liebt Kinder.


Leben als Christ - kostenloser Bibelkurs © by ECS Ministries, PO Box 1028, Dubuque, IA 52004-1028, USA and German Translation © 2017 Originaltitel: „The Christian Life“ Übersetzung: Michelle Träger © Herausgeber der überarbeiteten deutschen Auflage 2017: Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach, D 51700 Bergneustadt Die Bibeltexte wurden zitiert nach NeÜ (Neue evangelistische Übersetzung) Gestaltung: rk-design, Bergisch Gladbach Druck: ??? Kein Teil dieses Bibelkurses darf ohne besondere Genehmigung in irgendeiner Weise vervielfältigt werden. Eine Erlaubnis für kurze Zitate ist bei Angabe der Quelle jedoch nicht notwendig.


Hallo … Hier in diesen Lektionen erfährst du, was es bedeutet Christ zu sein. Wie kann man Christ werden und wie lebt man als Christ? Wie kannst du als Christ ‚wachsen' und ein Nachfolger Jesu werden? Denn, um wachsen zu können, brauchen wir Nahrung. In den einzelnen Lektionen behandeln wir: 1. Wie wird man Christ? 2. Stark werden 3. Die Gemeinde 4. Bibellesen 5. Gebet 6. Verhalten als Christ 7. Versuchung 8. Wenn du sündigst 9. Gott dienen 10. Dinge, die man als Christ sicher wissen darf 11. Anderen weitersagen 12. Der Himmel – mein Zuhause Bevor es nun richtig losgeht, lies dir die wichtigen Informationen auf den Seiten 5 und 6 durch. Dieser Bibelkurs besteht aus zwei Teilen: den Lektionen und den Prüfungsfragen.

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Bestimmt fragst du dich: „Wie soll ich diesen Bibelkurs durcharbeiten?“ Hier ist die Gebrauchsanweisung: 1. Lies jede Lektion sorgfältig durch. a) Versuche dann, die Fragen zu beantworten. Du findest sie im Prüfungsteil, auf den Prüfungsbogen 112. Zur Beantwortung einiger Fragen brauchst du die Bibel. b) Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, lies die Lektion noch einmal durch oder den in deiner Bibel angegebenen Bibelvers. c) Bei den ersten fünf Fragen musst du die folgenden Aussagen lesen und die richtige Antwort (W – wahr oder F – falsch) einkreisen. Bei den Fragen 6-10 wird die Antwort rechts auf die dafür vorgesehene Linie geschrieben. 2. Suche die Bibelverse, die in den Lektionen angegeben sind, in deiner Bibel und lies sie sehr sorgfältig durch. 3. Wenn du antwortest, rate nicht. Überlege genau, was du hinschreibst. 4. Wenn am Ende einer Frage ein Bibelvers genannt ist, hilft dir dieser Vers bei der Beantwortung. 5. 1. Mose 1,1 heißt, dass du im 1. Buch Mose das Kapitel 1, Vers 1 nachschlagen sollst. 1. Timotheus 2,5a bedeutet: 1. Brief an Timotheus, Kapitel 2, Vers 5a. Der kleine Buchstabe – a – bedeutet, dass der erste Teil des Verses gemeint ist. 6. Am Schluss jeder Lektion ist ein besonderer Bibelvers angegeben. Lerne ihn auswendig. Es ist hilfreich, sich kleine Karten anzufertigen und auf jede Karte einen solchen Vers zu schreiben. Man kann dann diese Karten immer wieder zur Hand nehmen und die Verse zum Wiederholen durchlesen. 7. Versuche, eine Lektion pro Woche durchzuarbeiten. 5


Das Einsenden der Prüfungsfragen: 1. Nachdem du einen Prüfungsbogen fertig hast, schau ihn noch einmal genau durch! 2. Prüfe, ob du alle Fragen beantwortet hast! 3. Auf jedem Prüfungsbogen müssen dein Name und deine Anschrift angegeben sein! 4. Schreibe unsere Anschrift gut lesbar auf den Briefumschlag! 5. Vergiss nicht, deinen Absender anzugeben! 6. Frankiere den Umschlag ausreichend! 7. Schicke uns wenigstens zwei Prüfungsbögen auf einmal zu! 8. Bitte senden an: Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach D-51700 Bergneustadt 9. Wir schauen uns deine Antworten an und senden dir dann die Prüfungsbogen korrigiert zurück. 10. Nach Abschluss des Bibelkurses erhältst du ein Zeugnis und eine kleine Belohnung.

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Lektion 1 Wie wird man Christ? Lies zu Beginn Psalm 116 Dieser Bibelkurs heißt: Leben als Christ, d. h. hier lernst du, wie man als Christ lebt. In den einzelnen Lektionen beschäftigen wir uns mit Wahrheiten, die für ein Leben als Christ sehr wichtig sind. Aber zuerst denken wir einmal über die beiden Worte – Christ und Leben – nach. Die Bibel sagt, dass der Mensch, der an Jesus Christus glaubt, „ewiges Leben“ hat. Ewig heißt: für immer. Wenn ein Gläubiger (Christ) hier auf der Erde stirbt, wird er oder sie dann für immer bei Gott zu Hause, im Himmel, sein. Auch ein Ungläubiger (einer, der nicht Christ geworden ist) wird ewig „weiterleben“ – aber an einem schrecklichen Ort der Strafe, von Gott getrennt. Was der Herr Jesus getan hat Du magst vielleicht sagen: „Ich denke schon, dass ich in den Himmel komme. Ich bin ein guter Mensch. Schließlich gebe ich (meistens) mein Bestes.“ Und dann gibt es Menschen, die meinen, sie hätten so viele schreckliche Dinge getan, dass sie unmöglich in den Himmel kommen könnten. Egal, ob wir gut oder schlecht von uns selbst denken, das zählt alles nicht. Einzig und allein wie Gott über uns denkt, ist entscheidend. Wir lesen in der Bibel in Römer 3,23, dass „alle gesündigt, und die Herrlichkeit Gottes verloren haben.“ Alle meint jeden. Keiner von uns kann nach Gottes Maßstäben gerecht sein. Nie7


mand von uns verdient das ewige Leben. Wir verdienen nur Gottes Gericht. Wie kann ich ewiges Leben bekommen? Ewiges Leben kannst du nur bekommen, wenn du Christ wirst. Diese Entscheidung musst du persönlich freiwillig treffen, indem du bezeugst, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der die Strafe für deine Sünden auf sich genommen hat. Gott hat Jesus an deiner und meiner Stelle gerichtet. Jesus 'wurde übergeben', damit er für unsere Sünden sterben konnte. Danach ist er von den Toten auferstanden, um uns vor Gott 'gerecht' zu sprechen (Römer 4,25). Durch Jesus haben wir die Möglichkeit, die Ewigkeit mit ihm und seinem Vater im herrlichen Himmel zu verbringen, anstatt selbst für immer für unsere Sünden bestraft zu werden. Der Herr Jesus hat in Johannes 5,24 gesagt: „Wer auf meine Botschaft hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Auf ihn kommt keine Verurteilung mehr zu; er hat den Schritt vom Tod ins Leben schon hinter sich.“ Wenn du dein Vertrauen auf Jesus setzt und glaubst, dass er für dich gestorben ist, um dich von der ewigen Strafe zu erretten, gibt Gott dir ewiges Leben. Glaubst du das, was Gott über seinen Sohn in seinem Wort sagt? Wenn ja, dann hast du ewiges Leben. Wir lesen in Johannes 3,36: „Wer an den Sohn glaubt, wer ihm vertraut, hat ewiges Leben. Wer dem Sohn aber nicht gehorcht, wird das ewige Leben nie zu sehen bekommen, denn Gottes Zorn (Strafe) wird auf ihm bleiben.“ Du 8


stehst so lange unter Gottes Zorn und wirst selbst für deine Sünden bestraft werden, bis du dein Vertrauen auf Jesus gesetzt hast und glaubst, dass er auch für dich gestorben ist. Danke dem Herrn Jesus für seine Rettung vor der ewigen Strafe. Dann danke Gott, dass er dir die Sünden durch den Tod Jesu vergeben hat. Dadurch wirst du Christ. Jetzt schon ewiges Leben haben Noch eine gute Nachricht: um ewiges Leben zu haben, musst du nicht erst sterben – du kannst es jetzt schon genießen! Jesus sagte in Johannes 17,3: „Das ewige Leben bedeutet ja, dich zu erkennen, den einzigen wahren Gott, und den, den du gesandt hast, Jesus Christus.“ Leben als Christ meint, jetzt schon eine Beziehung zu Gott und seinem Sohn Jesus Christus zu haben. In diesem Bibelkurs erfährst du, wie diese Beziehung lebendig sein kann. Wenn man Christ geworden ist, möchte man denjenigen lieben und dem folgen, der einem dieses neue Leben ermöglicht hat. Lies und arbeite diese Lektionen durch, damit du lernst, dein neues Leben für den Herrn Jesus zu leben. Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 1).

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Lektion 2 Stark werden Lies zu Beginn Psalm 1 Ein guter Gärtner möchte, dass seine Pflanzen gut wachsen. Er wird alles daran setzen, dass sie stark werden und Früchte hervorbringen. Für seinen Garten braucht er gute Erde. Manchmal muss er den Garten umzäunen, um ihn vor Hunden und anderen Tieren zu schützen. Oder er spannt Drähte darüber, damit die Vögel nicht die jungen Pflanzen abpicken. Um zu verhindern, dass die zarten Pflanzen nicht vom Unkraut überwuchert werden, muss er regelmäßig Unkraut jäten. Manchmal düngt er auch seinen Garten, um besonderes Wachstum hervorzubringen. In unserer ersten Lektion haben wir gehört, dass Gott denen, die an den Herrn Jesus glauben, neues Leben gibt. Gott möchte, dass wir im Glauben stark werden. Deshalb hat der Herr Jesus selbst gesagt: „Ich bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen und alles reichlich dazu“ (Johannes 10,10). Ebenso wie der Gärtner alles tut, damit seine Blumen und sein Gemüse gut wachsen, hat Gott alles getan, damit unser Leben gut und fruchtbar wird. Gott gibt uns seinen Geist Gott hat uns seinen Geist als Hilfe gegeben. Nachdem der Herr Jesus wieder in den Himmel zurückgegangen 10


ist, hat Gott den Heiligen Geist gesandt, der in jedem Christ wohnt. Lies Römer 8,9-11. In Johannes 14,16-17 sagte Jesus: „Ich werde den Vater bitten, dass er euch an meiner Stelle einen anderen Beistand gibt, der für immer bei euch bleibt. Das ist der Geist der Wahrheit.“ Der Heilige Geist hilft uns zum Beispiel, dass wir verstehen, was in der Bibel steht. Wenn wir sie lesen, zeigt der Heilige Geist uns auf, was sich in unserem Leben ändern muss. Ein starker Christ möchte Gott gehorsam sein. Gott schenkt uns eine neue Wesensart Aber wie schaffen wir es, Gott zu gehorchen? Gott gibt denen, die an ihn glauben, eine neue Wesensart, damit wir ihm gehorsam sein können. Lies 2. Petrus 1,4. Zur „Wesensart“ eines Hundes gehört sein Bellen, Hecheln und einem Ball nachzujagen. Zur „Wesensart“ aller sündigen Menschen gehört es, böse Dinge zu denken, zu sagen und zu tun. Die Bibel nennt das Sünde. Wir dürfen nie vergessen, dass unsere alte, sündige Wesensart noch in uns steckt und uns immer wieder dazu bringen möchte, Böses zu tun. Gott verbessert nicht unsere alte Art, sobald wir Christ werden. Stattdessen möchte er uns eine neue Wesensart geben, die dem Heiligen Geist folgt, der in uns lebt. Der Apostel Paulus sagt den Christen in Epheser 4,2224, dass sie „ihr altes Leben, das durch und durch verdorben ist abgelegt und den neuen Menschen angezogen“ haben, „den Gott nach seinem Bild erschuf“– gerecht, heilig und wahrhaftig. 'Ablegen' meint, dass wir 11


uns nicht von unserer alten Wesensart bestimmen lassen sollen. So, wie der Gärtner das Unkraut herauszieht, sollen wir auch das Böse ablegen. Ein starker Christ möchte dem Heiligen Geist in seinem Leben gehorchen. Unsere neue Wesensart – dieser Teil von uns, der Gott gefallen möchte – wird in unserem Leben sichtbar, wenn wir anderen Menschen Gutes tun, reine Gedanken haben, freundliche Worte sagen, usw. Ein erster Gehorsamsschritt eines Christen ist, Jesu Wunsch der Taufe nachzukommen (siehe Matthäus 28,19). Taufe meint „im Wasser untertauchen“. Taufe ist ein öffentliches Zeugnis, dass man als neuer Christ den Herrn Jesus als seinen Retter angenommen hat. Das Untertauchen im Wasser meint symbolisch das Sterben mit Jesus Christus. Das Auftauchen steht symbolisch für die Auferstehung in Jesus. Der neue Christ erachtet sein altes Leben als „gestorben“ und ist zum neuen Leben mit Jesus auferstanden. „In der Taufe wurdet ihr ja mit ihm begraben. Durch ihn wurdet ihr auch zu neuem Leben erweckt, weil ihr auf die wirksame Kraft Gottes vertraut habt, der Christus aus den Toten auferweckte“ (Kolosser 2,12). Lies in Apostelgeschichte 8,26-39 die Geschichte eines neuen Gläubigen, der getauft wurde. Sprich möglichst bald mit einem Gemeindeleiter über deine Taufe. Gott gibt uns seine Kraft Gott gibt seinen Kindern die gleiche Kraft, mit der er seinen Sohn aus den Toten auferwecken konnte. Wir lesen in Epheser 1,19-20 von der überwältigenden, großen Kraft, die in den Gläubigen wirkt; die gleiche Kraft, die Christus aus den Toten auferweckte. Gott verlangt nicht 12


von seinen Kindern, dass sie aus eigener Kraft als Christ leben. Wir können Paulus zustimmen: „Durch den, der mich stark macht, kann ich in allem bestehen“ (Philipper 4,13). Gott gibt uns seine Kraft, damit wir keine kraftlosen und schwachen Pflanzen sind. Er möchte, dass wir starken, gesunden Pflanzen gleichen, die blühen und geistliche Früchte tragen. Danke Gott, dass er alle Voraussetzungen gegeben hat, damit du wachsen kannst! Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 2).

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Lektion 3 Die Gemeinde Lies zu Beginn Psalm 133 Hast du schon einmal ein brennendes Holzstück aus einem Feuer herausgenommen und dabei festgestellt, dass es ausging? Alleine kann kein Holzstück gut brennen. Das ist nur möglich, wenn mehrere Holzstücke beieinander sind. Das Gleiche gilt auch für Christen. Alleine – getrennt von anderen Christen – kann kein Christ stark werden. Christen brauchen einander, um im Glauben zu wachsen. Gottes Familie Ein neugeborenes Baby kann nicht überleben, wenn sich niemand darum kümmert. Deshalb hat Gott die Familie zur Fürsorge bestimmt. So ist es auch mit jedem Christen. Sobald wir uns bekehren, gehören wir automatisch zu Gottes Familie. In Epheser 2,19 lesen wir: „Ihr seid Mitbürger der Heiligen und gehört zur Familie Gottes.“ Zu dieser großen Familie der Christen gehören alle Gläubigen seit Pfingsten bis zur Entrückung, alle, die seitdem gestorben sind und die, die noch geboren werden. Die Bibel nennt sie auch „den Leib Christi“ oder „die Gemeinde“. Manche Menschen nennen sie auch „die Universal-Gemeinde“. Der Apostel Paulus schreibt in Kolosser 1,18, der Herr Jesus ist „das Haupt der Gemeinde, und die Gemeinde ist sein Leib“. Das Wort „Gemeinde“ in der Bibel meint auch Christen, die sich gemeinsam an 14


einem Ort treffen. In Apostelgeschichte 9,31 lesen wir von den Gemeinden in Judäa, Galiläa und Samaria. Paulus schreibt im Philemonbrief an einen gewissen Philemon und „an die Gemeinde, die sich in deinem Haus versammelt“. Zu einer Gemeinde gehören Es ist sehr wichtig, dass wir uns einer bibeltreuen Gemeinde anschließen, sobald wir Christ geworden sind. Wir lesen in Hebräer 10,25: „Deshalb ist es wichtig, unsere Zusammenkünfte nicht zu versäumen, wie es sich leider einige schon angewöhnt haben.“ Jemand, der gerne Schach spielt, wird wahrscheinlich gern einem Schachclub beitreten. Ebenso möchten Christen gern mit anderen Christen zusammen sein, um gemeinsam Gott zu loben, mehr über ihn zu lernen und als Christen zu wachsen. Die Bibel lehrt, dass die Christen, die sich an einem Ort gemeinsam treffen, eine/die Gemeinde darstellen. Sich an Jesu Tod erinnern Wenn Christen zusammen kommen, entsprechen sie Jesu Wunsch, der in 1. Korinther 11,23-26 aufgeschrieben ist: „In der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, nahm der Herr Jesus Brot, dankte Gott, brach es und sagte: 'Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!' Ebenso nahm er den Kelch nach dem Mahl und sagte: 'Dieser Kelch ist der neue Bund, der durch mein Blut begründet wird. Sooft ihr trinkt, tut es zu meinem Gedächtnis!' Denn sooft ihr dieses Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn bis er wiederkommt.“ 15


Das Abendmahl, Mahl des Herrn oder Brotbrechen entspricht dem Wunsch des Herrn Jesus. Wir tun es aus Liebe zu ihm und aus Dankbarkeit unserem Retter gegenüber. Jede Gemeinde handhabt dies vielleicht unterschiedlich. Aber das Wichtigste ist, dass der Herr Jesus der Mittelpunkt ist. Der Dienst der Gemeindemitglieder Wir wollen einmal darüber nachdenken, was das Neue Testament damit meint, wenn es sagt, die Gemeinde sei der Leib Christi. Wie wir alle wissen, hat unser Körper verschiedene Körperteile mit unterschiedlichen Funktionen. Wir brauchen unsere Augen zum Sehen, unsere Beine zum Laufen und unsere Hände, um Dinge festzuhalten. Obwohl unser Körper unterschiedliche Teile hat, gehören sie doch alle zu einem Körper. Paulus erklärt in 1. Korinther 12,12-31 und in Römer 12,4-8, dass jeder Christ zum Leib Christi gehört und verschiedene Aufgaben hat. Römer 12,6-8 nennt besondere Gaben von Christen, z. B. Predigen, Dienen, Lehren, andere ermutigen, Bedürftigen helfen, Leiten und anderen Gutes tun. Diese Verse machen deutlich, dass ein Christ noch viel mehr tun kann, als nur sonntags zur Gemeinde zu gehen. In einer gesunden Gemeinde helfen alle Gemeindemitglieder mit, indem sie ihre Aufgaben tun und einander helfen. Denke an Römer 12,5: „Genauso sind wir alle in Verbindung mit Christus ein einziger Leib und einzeln genommen Glieder, die voneinander abhängig sind.“ 16


Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe PrĂźfungsbogen 3).

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Lektion 4 Bibellesen Lies zu Beginn Psalm 19 Gibt es Menschen, die nicht gern essen? Vielleicht sagst du jetzt: „Wahrscheinlich jemand, der krank ist.“ Das mag sein. Aber wenn es uns gut geht, dann essen wir alle gern, oder? Wir wissen auch, dass wir, wenn wir uns gesund ernähren, Kraft bekommen und wachsen. Wenn wir gar nicht essen oder nur unregelmäßige Mahlzeiten zu uns nehmen, dann nehmen wir ab, werden schwach und somit krank. Tägliche Nahrung für unser geistliches Leben In der 2. Lektion haben wir gelernt, dass Gott uns den Heiligen Geist geschenkt hat, damit wir zu starken Christen werden. Unser Wesen wurde erneuert und seine wunderbare Macht steht uns zur Verfügung. Trotzdem müssen auch wir etwas dazu beitragen. Zum Beispiel Gottes Wort, die Bibel, lesen. Die Bibel ist eine Sammlung von 66 wunderbaren Büchern, die unter Gottes Leitung von 40 verschiedenen Autoren über einen Zeitraum 1600 Jahren geschrieben wurde! Durch sie hat Gott zu uns „gesprochen“. Wir können Gott durch das Lesen der Bibel kennenlernen. So, wie Nahrung unseren Körper stark macht, müssen wir Gottes Nahrung, sein Wort, zu uns nehmen, damit wir als Christen wachsen und stark werden. Was 18


meinst du, welche Nahrung wichtiger ist? Das Essen für deinen Körper oder die Bibel für deinen Geist? In 5. Mose 8,3 lesen wir, „dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern von dem, was aus dem Mund des Herrn kommt.“ Wann sollen wir unsere Bibel lesen? Vielleicht ist es sinnvoll, morgens die Bibel zu lesen, bevor wir in den Alltag starten. Morgens ist unsere Konzentration noch am besten. Manche lesen die Bibel auch erst abends. Meist aber sind wir abends zu müde, um noch klar denken zu können. Dann gehen wir zu Bett und vergessen, was wir gelesen haben. Egal, für welchen Zeitpunkt du dich entscheidest, das Wichtigste ist, dass du sie überhaupt liest. Wenn du sie morgens liest, kannst du dich (im Laufe des Tages) fragen: „Was habe ich heute Morgen gelesen?“ Das hilft dir dabei, das Gelesene in deinem Leben umzusetzen. Vergiss nie, der Heilige Geist hilft dir, sein Wort zu verstehen. Bitte den Heiligen Geist, dich zu lehren und dir Kraft zu geben, das Gelesene umzusetzen und das zu tun, was richtig ist. Fragen, die dir helfen können Folgende Fragen können dir helfen, das Gelesene besser zu verstehen. Versuche, sie jedes Mal beim Bibellesen zu beantworten. ✔ Was habe ich heute über Gott, den Vater, den Herrn Jesus oder den Heiligen Geist gelernt? Oder über Menschen allgemein? 19


✔ Welche positiven Dinge kann ich heute mit Gottes Hilfe tun? ✔ Von welchen Sünden habe ich gelesen, die ich meiden soll? ✔ Was hat Gott mir versprochen? ✔ Fordern mich diese Verse zum Beten auf? Andere Vorschläge Lerne Bibelverse auswendig – jede Woche einen neuen – und wiederhole ihn öfters. Wenn du das beherzigst, kann der Heilige Geist diese Verse benutzen, um zu dir zu sprechen und dich zu lehren. Vorschlag: Beginne damit, die Verse in diesem Bibelkurs auswendig zu lernen. Setze dir jeden Tag eine bestimmte Zeit fest, in der du alleine bist, abseits vom Trubel und von Menschen, wo du die Bibel lesen und beten kannst. Beginne mit fünfzehn Minuten. Dabei wirst du feststellen, dass du diese Zeit immer mehr genießt. Wähle ein Buch der Bibel (wir schlagen das Johannes-Evangelium vor) und lies jeden Tag ungefähr 15 Verse. Schreibe das, was du gelernt hast, in einem Notizheft auf. Wenn du deine Bibel liest und auf ein Wort stößt, das du nicht kennst, schlage es in einem Lexikon nach. Somit wirst du verstehen, was du liest. In Jakobus 1,22 lesen wir, dass wir Gottes Wort nicht nur hören, sondern auch befolgen sollen. Das meint, du sollst das in die Tat umsetzen, was du gelernt hast. Lies auch die Verse 23, 24 und 25. Jakobus macht seinen Le20


sern klar, dass es nicht reicht, Gottes Wort nur zu lesen, wegzugehen und es zu vergessen. Wir sollten uns durch Gottes Wort korrigieren und zeigen lassen, was wir tun sollen. Jakobus sagt, dass dieser Mensch gesegnet sei, wenn er es so umsetzt. Das ist ein Versprechen! Hast du heute schon deine Bibel gelesen? Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe PrĂźfungsbogen 4).

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Lektion 5 Gebet Lies zu Beginn Psalm 86 Du und ich sprechen gern mit unseren Freunden, nicht wahr? Durch Kommunikation verbringen wir Zeit miteinander und lernen uns dadurch besser kennen. Reden mit Gott nennt man Gebet. Auch wenn wir Gott nicht sehen können, möchte er trotzdem mit uns reden. Und Gott freut sich, wenn du zu ihm sprichst – so wie deine Freunde sich freuen, wenn du mit ihnen redest. Durch Gebet wächst unsere Beziehung zu Gott. Gebet ist sehr wichtig im Leben eines Christen. Wenn wir zu Gott beten, machen wir damit deutlich, wie sehr wir Gott brauchen. Je länger du als Christ lebst, desto mehr wird dir bewusst werden, wie du auf Gottes Hilfe angewiesen bist. Indem du alles mit Gott im Gebet besprichst, beweist du ihm damit dein Vertrauen und zeigst ihm, wie sehr du die Gemeinschaft mit ihm liebst. Selbst der Herr Jesus hat sehr viel Zeit im Gebet zu seinem Vater verbracht. Wenn schon der Herr Jesus so viel gebetet hat, wie viel mehr sollten wir mit unserem himmlischen Vater sprechen. Wann und wie sollen wir beten? In 1. Thessalonicher 5,17 steht: „Hört niemals auf zu beten!“. Wir sollten immer zum Gebet bereit sein. Es ist gut, 22


wenn wir beim täglichen Bibellesen beten, aber wir dürfen noch viel öfter beten. Nichts sollte uns daran hindern, überall oder jederzeit zu beten. Wir dürfen lange oder kurze Gebete sprechen, laut oder auch nur in Gedanken. Wir lesen in der Bibel, dass Gott die Gebete seiner Kinder hört und erhört: „Erkennt doch, dass der HERR einen Frommen für sich ausgesondert hat! Der HERR hört, wenn ich zu ihm rufe.“ (Psalm 4,4; Elberfelder). Wofür/Worum sollen wir beten? Der Herr Jesus gab seinen Jüngern eine „Vorlage oder Muster“, wie sie beten sollten. Als erstes ging es um Gott selbst (Lukas 11,1-4). Unsere Gebete sollten nicht wie Einkaufslisten herunter gebetet und abgehakt werden, indem wir Gott alles aufzählen, was wir haben wollen. Vielmehr sollten wir beim Beten an folgende wichtige Dinge denken: ✔ Gott möchte, dass wir ihn „Vater“ nennen, aber dennoch sollten wir ihm mit Respekt begegnen, denn er ist heilig und allmächtig. Preise ihn dafür, wer er ist und was er dir über sich zeigt. ✔ Danke ihm, dass er dich so sehr liebt, dass er auch für deine Errettung seinen Sohn gesandt hat. Danke ihm, dass er dir schon so oft geholfen hat. ✔ Bekenne Gott die Sünden, die dir bewusst sind. Es gibt immer Spannung in einer Familie, wenn ein Kind dem Vater gegenüber ungehorsam ist. Genauso ist es auch in Gottes Familie. Das nennt man eine zerbrochene oder gestörte Beziehung. Sage Gott, dass es dir leid tut, wenn du gesündigt hast. In 1. Johannes 1,9 lesen wir ein wunderbares Versprechen: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, zeigt Gott sich treu 23


und gerecht: Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.“ ✔ Bete für andere: für die, die krank sind oder andere Nöte haben. Bete auch für deine Freunde, damit sie ebenfalls Christen werden. 1. Timotheus 2,1-2 lehrt uns, dass wir für unsere Regierung beten sollen, damit wir ein Leben in Frieden und Ruhe führen können. ✔ Sage Gott, dass du seine Antworten auf deine Gebete akzeptieren willst. Das nennt man ein Gebet nach dem Willen Gottes. Gott kennt unsere Probleme und weiß, was am besten für uns ist. Wenn wir sagen: „Dein Wille geschehe“, lassen wir ihm damit den Vortritt, so wie wir im Straßenverkehr dem anderen Auto die Vorfahrt gewähren. ✔ Bete für dich selbst. Bitte den Herrn Jesus, dass er dir bei deinen Aufgaben Gelingen schenkt und dass er dir Kraft gibt, gegen die Sünde anzukämpfen. Bitte ihn auch um Weisheit, und dass er dir das gibt, was du wirklich brauchst. Für sich selbst zu beten ist nicht egoistisch. Mit Gott kannst du deine persönlichen Belange am besten besprechen, denn er hat dich gemacht, er liebt dich und kennt dich besser, als du dich selbst kennst. Wann erhört Gott unsere Gebete? In Markus 10,27 steht: „Für Gott ist alles möglich.“ Gott hat die Macht, alle deine Gebete zu erhören. Dennoch solltest du aber folgende Dinge nicht vergessen: ✔ Lebe gehorsam. 1. Johannes 3,22 sagt: „Wir werden alles bekommen, was wir von ihm erbitten, denn wir 24


halten ja seine Gebote und tun, was ihm gefällt.“ Wir brauchen nicht zu denken, dass Gott unsere Gebete erhört, wenn wir ungehorsam sind oder nur das tun, was uns gefällt. ✔ Bete in Jesu Namen. In Johannes 15,16 steht: „Wenn ihr dann den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben.“ Das heißt nicht, dass wir immer am Ende unseres Gebetes „in Jesu Namen“ sagen sollen, damit uns Gott das gibt, worum wir gebeten haben. Wir sollen uns fragen, ob der Herr Jesus mit unserer Bitte einverstanden wäre. ✔ Bete in der Gewissheit, dass Gott hört. Jakobus 1,6-7 macht klar: „Ein Zweifler ist nämlich wie eine vom Wind gepeitschte hin und her wogende Meereswelle. Ein solcher Mensch kann nicht erwarten, etwas vom Herrn zu empfangen.“ Derjenige, der nicht glaubt, wird auch nichts empfangen. Manchmal erhört Gott unsere Gebete nicht sofort. Der Herr Jesus ermutigte die Menschen in Lukas 18, nicht aufzugeben und immer weiter zu beten. Am Ende der Geschichte sagte er: „Wenn ich (der Sohn des Menschen) wieder zur Erde zurückkehre, werde ich dann solch einen Glauben finden?“ (Lukas 18,8) Gott erwartet unser Vertrauen, dass er unsere Gebete erhört; aber sei auch darauf vorbereitet, wenn Gottes einmal „Nein“ sagt! Man kann keine Beziehung mit jemandem haben, mit dem man nicht spricht. Sprich jetzt mit Gott. Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 5). 25


Lektion 6 Verhalten als Christ Lies zu Beginn Psalm 15 Menschen, die im Beruf, Sport, oder Hobby erfolgreich sein wollen, müssen hart dafür arbeiten und trainieren. Erfolgreiche Sportler bereiten sich gründlich und zeitintensiv auf ihre Saison vor. Sie achten sorgfältig darauf, was sie essen, damit sie im Wettkampf körperlich fit sind. Das gilt besonders für den Teamsport. Unser Verhalten und Tun wirken sich sehr wohl auf unsere Sportgruppe oder unser Schulprojekt aus. Was wir sagen und tun Wir haben uns bereits damit befasst, was es heißt, zu starken Christen zu werden. Wir müssen – ebenso wie Sportler – kluge Entscheidungen treffen; ein Christ muss sich bewusst sein, dass das, was er sagt und tut, sich auf ein gesegnetes Leben als Christ auswirken wird. Wir sollten jederzeit darauf achten, was wir sagen. Im Jakobusbrief 3 finden wir einige Beispiele über die Macht der Worte. Der 8. Vers sagt aus, dass der Mensch ein Schiff steuern, ein Pferd lenken und wilde Tiere zähmen kann, aber nicht in der Lage ist, seine Zunge zu bändigen. Jakobus vergleicht die Zunge mit einem Feuer, denn Feuer kann einen ebenso großen Schaden anrichten, wie unsere Zunge, wenn sie unser Vorbild als Christ durch 26


verdorbene und böse Worte besudelt. Aber wir können mit unserer Zunge auch etwas Positives weitersagen, nämlich, dass der Herr Jesus für die Menschen gestorben ist, um sie von ihren Sünden zu befreien. Menschen in unserer Umgebung hören nicht nur das, was wir sagen, sondern sie beobachten auch, wie wir uns verhalten. Sie werden uns bestimmt nicht zuhören, wenn wir ihnen zwar vom Herrn Jesus weitersagen, uns aber nicht dementsprechend als Christ verhalten. Der Herr Jesus sagte seinen Jüngern in Matthäus 5,14 und 16: „Ihr seid das Licht der Welt ... So soll euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Das bedeutet, wir sollen durch unser Benehmen anderen Menschen helfen, an den Herrn Jesus zu glauben. Der Heilige Geist bietet uns Hilfe für unser Leben an Paulus spricht in Galater 5,16-26 über unsere alte sündige Natur. Dann spricht er davon, wie der Heilige Geist unser Leben umgestaltet. Lies diese Verse aufmerksam durch und achte einmal auf die Unterschiede. Dabei wirst du feststellen, dass ein Christ andere Menschen liebt und freundlich ist. Er verärgert nicht seine Mitmenschen. Er hat Selbstbeherrschung. Er dreht sich nicht nur um sich selbst und arbeitet gewissenhaft. Er ist ein guter Mensch und genießt Gottes Frieden und Freude in seinem Leben. Dem Apostel Paulus war bewusst, dass zwei Naturen in ihm lebten. Über sich selbst sagt er in Römer 7,15: „Ich 27


verstehe ja selbst nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht das, was ich will, sondern gerade das, was ich hasse.“ Für Paulus war es nicht leicht, ein gutes Leben zu leben – und für uns ist es das auch nicht. Unsere alte Natur möchte die Oberhand behalten und uns zur Sünde verleiten. Wahrscheinlich fragst du dich jetzt: „Wie kann man sich als Christ recht verhalten, ohne dabei zu sündigen?“ Paulus gibt uns die Antwort in Galater 5,16: „Der Geist Gottes soll euer Leben bestimmen, dann werdet ihr den eigenen Begierden widerstehen können.“ Wenn wir uns immer vom Heiligen Geist kontrollieren lassen, verhalten wir uns richtig. Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 6).

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Lektion 7 Versuchung Lies zu Beginn Psalm 140 Wie fängt man eine Maus? Man legt ein Stück Käse in die Mausefalle; die Maus riecht den Käse, sie will ihn und beginnt zu fressen. Sofort schnappt die Falle zu und tötet die Maus. Die Maus wusste nicht, in welcher Gefahr sie schwebte. Sie wusste nicht, dass du die Falle aufgestellt hast, um sie zu fangen. Das ist ein guter Vergleich für Versuchung. In Jakobus 1,14-15 steht: „Jeder einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod“ (Schlachter-Bibelübersetzung). Die Gedanken, die in unserem Kopf beginnen, verführen uns zur Sünde. Das Werk des Teufels Satan, der Gottes Feind ist, benutzt unsere alte sündige Natur, um uns zur Sünde zu verleiten. Petrus warnt uns in 1. Petrus 5,8: „Seid nüchtern und wachsam. Euer Todfeind, der Teufel, streicht wie ein brüllender Löwe herum und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen (nutzlos machen) kann.“ Der Teufel will, dass wir sündigen, weil er Gott und seine Kinder hasst. Er möchte uns glauben machen, Sünde sei nicht so schlimm und könnte uns nicht schaden; man könne sie sogar kontrollieren. 29


Aber noch immer kontrolliert Satan diese Welt. Hier gelten Stolz, Ehrgeiz, Macht, Geld und Besitz. Für einen Christen sollten diese Dinge nicht einen so hohen Stellenwert einnehmen, denn in 1. Johannes 2,17 steht: „Die Welt mit ihren Begierden wird verschwinden.“ Finde mit Hilfe von Epheser 6,10-18 heraus, welche „Rüstung“ Gott uns gibt, damit wir uns gegen den Teufel und seine Armee schützen können. Gegen Versuchung ankämpfen In Matthäus 4,1-11 lesen wir, dass der Herr Jesus selbst einmal vom Teufel zur Sünde versucht wurde. Diese Begebenheit zeigt uns, dass es nicht falsch ist, versucht zu werden. Wir sündigen erst dann, wenn wir der Versuchung nachgeben. Lies einmal diese Geschichte und achte darauf, wie der Herr Jesus mit Hilfe von Gottes Wort auf die Versuchung reagierte. Darum ist es hilfreich, Bibelverse auswendig zu lernen, damit wir sie in Momenten der Versuchung nutzen können, um „Nein!“ zu sagen. Der König David drückt es in Psalm 119,11 so aus: „Dein Wort trag ich im Herzen, weil ich nicht gegen dich sündigen will.“ Damit will er sagen, dass ihm Gottes Wort so wertvoll ist, weil es ihn daran hindert, in Sünde zu verfallen. Wenn dir Gottes Wort immer wichtiger wird, wirst du den Vorsatz treffen wollen, die Bibelverse auswendig zu lernen, die dir helfen, mit bestimmten Sünden umzugehen oder die dich besonders ermutigen, richtig zu handeln. 30


Was du noch tun kannst Wähle deine Freunde sorgfältig aus. Die Freunde, mit denen wir uns abgeben, beeinflussen uns immer. Ein fauler Apfel in einem Korb wird die umliegenden Äpfel ebenfalls faulen lassen. Darum brauchen wir christliche (gläubige) Freunde, damit wir uns gegenseitig zu einem Leben als Christ ermutigen können. Hebräer 10,24 fordert uns auf: „Lasst uns aufeinander achten und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen.“ ✔ Sei nicht träge. Wir enden oftmals in Schwierigkeiten, wenn wir nichts zu tun haben. Wenn wir nicht in der Schule oder bei der Arbeit sind, sollten wir uns sinnvolle Beschäftigungen suchen: Hobbys, Sport, Kochen oder Backen, gute Bücher lesen usw. In unserem 6. Kapitel haben wir uns mit dem Thema „Gemeinde“ beschäftigt. Wenn wir zu einer Gemeinde gehören, gibt es dort immer etwas für uns zu tun. Lies dazu Römer 12,6-8. ✔ Bete um Kraft. Sobald dir schlechte Gedanken kommen oder du etwas Falsches tun möchtest, bitte Gott sofort um Kraft. Gott verspricht uns in 1. Korinther 10,13: „Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass die Prüfung über eure Kraft geht. Er wird euch bei allen Versuchungen den Weg zeigen, auf dem ihr sie bestehen könnt.“ ✔ Lies die Bibel. Wenn wir das jeden Tag tun, „füttern“ wir damit unsere neue Natur. Beim Nachdenken über Gottes Wort und den Herrn Jesus beschäftigen wir 31


uns nicht weiter mit falschen Dingen. Jedes „Nein!“ zur Sünde bestärkt uns in unserem Leben als Christ. Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 7).

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Lektion 8 Wenn du sündigst Lies zu Beginn Psalm 32 Solange wir als Christen noch in dieser Welt leben, sündigen wir auch weiterhin. Das geschieht deshalb, weil unsere alte sündige Natur noch in uns lebt. Im Himmel werden wir nicht mehr sündigen, weil wir dann keine sündige Natur mehr in uns haben. Darauf dürfen wir uns jetzt schon freuen, aber so lange wir noch hier auf dieser Erde sind, wird der Kampf zwischen unserer alten und neuen Natur weitergehen. Je nachdem, welche uns kontrolliert ... Was geschieht, wenn wir sündigen? Gott möchte nicht, dass wir sündigen, aber es überrascht ihn nicht, wenn es doch geschieht. Deshalb hat er einen Plan. In 1. Johannes 2,1 lesen wir: „Meine lieben Kinder, ich schreibe euch das, damit ihr nicht sündigt. Wenn es aber doch geschieht, sollt ihr wissen: Wir haben einen Anwalt beim Vater – Jesus Christus, den Gerechten. Er, der nie Unrecht getan hat.“ Jetzt lebt Jesus im Himmel. Eine seiner Aufgaben ist es, die Gläubigen beim Vater zu vertreten, falls sie gesündigt haben. Es ist so, als würde er sagen: „Ich habe für die Sünde dieses Menschen bereits bezahlt.“ Denke immer an 1. Johannes 1,9: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, zeigt Gott sich treu und gerecht: Er ver33


gibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.“ Wenn wir uns bekehren, vergibt uns Gott unsere Sünden als ein Richter. Nach unserer Bekehrung vergibt uns Gott wie ein Vater. Gott ist „gerecht“ oder „hat das Recht“, uns zu vergeben, weil der Herr Jesus bereits den Preis für die Vergebung unserer Sünden durch sein Sterben am Kreuz bezahlt hat. Weil wir in einer familiären Beziehung zu Gott stehen, möchte er, dass wir unsere Sünden bekennen (das zugeben, was wir getan haben). Wir sind seine Kinder. Er ist enttäuscht und es gefällt ihm nicht, wenn wir ihm gegenüber ungehorsam sind. Wenn wir unsere Sünden bekennen, sollten wir ihm auch sagen, dass es uns leid tut. Damit machen wir deutlich, dass wir uns mit seiner Hilfe bemühen wollen, diese Sünde nicht mehr zu tun. Manchmal denken wir aber auch, dass unsere Sünde so schlimm ist, dass Gott uns aus seiner Familie ausschließen möchte. Aber das würde Gott niemals tun. Wir müssen den Worten der Bibel glauben, dass Gott uns vergibt, denn „das Blut seines Sohnes Jesus macht uns von jeder Sünde rein“ (1. Johannes 1,7). Wenn wir heimlich sündigen und denken, dass niemand es mitbekommt, neigen wir dazu, die Angelegenheit einfach unter den Tisch fallen zu lassen und zu vergessen. Doch Gott kennt uns ganz genau, und wir können unsere Sünden vor ihm nicht geheim halten. Wenn wir unsere Sünden nicht zugeben, werden wir immer weniger in der Bibel lesen oder beten wollen. Wir 34


werden keine Freude mehr daran finden in die Gemeinde zu gehen und werden damit zu schwachen Christen. Das alles können die Folgen sein, wenn wir sündigen und die Sache mit Gott nicht in Ordnung bringen, weil wir sie lieber verheimlichen möchten. Deshalb: Bekenne Gott deine Sünde und danke ihm, dass der Herr Jesus dir immer wieder vergibt; damit wirst du dich wieder über Gottes Vergebung freuen können. Wenn wir an anderen Menschen schuldig werden Oftmals haben unsere Sünden Auswirkungen auf unsere Mitmenschen. Vielleicht bestehlen wir jemand, lügen oder tratschen, verletzen einen Freund durch böse Worte. Deshalb sollten wir nicht nur Gott unsere Sünde bekennen, sondern auch denjenigen, dem wir Unrecht getan und verletzt haben, um Entschuldigung bitten. Wenn möglich, sollten wir die Sache wieder gutmachen. Wenn wir das unterlassen, werden wir nicht glücklich und somit zu keinen starken und glücklichen Christen. Warum Christen – bis jetzt noch – nicht vollkommen sind Vielleicht fragst du dich jetzt, warum Gott einen Christen nicht in dem Moment seiner Bekehrung sündlos macht? Zum einen möchte er, dass wir lernen, ihm zu vertrauen. Wenn wir seine Kraft nicht bräuchten, um gegen die Sünde anzukämpfen, würden wir nicht so viel beten oder in der Bibel lesen. Wir würden Gott nicht brauchen, denn wir kämen ja sehr gut ohne ihn klar. Denke daran, zu 35


unserem ewigen Leben gehört auch eine wachsende Beziehung zu Gott. Ein weiterer Grund ist, dass auf diese Weise unsere Liebe zu dem Herrn Jesus immer größer wird. Gerade weil wir noch immer sündigen, werden wir daran erinnert, wie viel der Herr Jesus für uns leiden musste, als er für unsere Sünden starb. Deshalb lernen wir ihm gegenüber dankbarer zu sein. Und wir lernen, die Sünde zu hassen und wollen stattdessen immer mehr das tun, was ihm gefällt und was richtig ist. Wie schaffe ich es, das Richtige zu tun Wir wollen uns einige hilfreiche Tipps aus Römer 6, Vers 13 ansehen, wo wir erfahren, was wir nicht tun sollten: „Und stellt eure Glieder nicht mehr der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge des Unrechts“. Vergiss nicht, dass dein Geist (das Denken) Teil deines Körpers ist und jede Sünde dort, d. h. in deinem Kopf beginnt. Im Vers 13 heißt es weiter: „... sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und bietet ihm eure Glieder als Werkzeuge der Gerechtigkeit an.“ Entscheide dich täglich, deine Glieder zu Gutem zu gebrauchen. Vers 19 sagt: „Früher hattet ihr eure Glieder in den Sklavendienst von Unmoral und Zügellosigkeit gestellt und führtet ein Leben gegen Gottes Gesetz. Jetzt sollt ihr eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit stellen, was euch zu einem Leben in Übereinstimmung mit Gott führt“ (d. h. euch heilig macht). 36


Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe PrĂźfungsbogen 8).

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Lektion 9 Gott dienen Lies zu Beginn Psalm 100 Hast du jemals Soldaten beim Marschieren beobachtet? Wie sie alle in die gleiche Richtung marschieren und wie schnell sie auf die Befehle ihres Obersts reagieren? Welches Chaos gäbe es, wenn jeder in eine andere Richtung marschieren und seinem Vorgesetzten nicht gehorchen würde. Solch eine Armee könnte im Kampf niemals ihren Feind besiegen, denn jeder hätte gewiss andere Vorstellungen, was zu tun wäre. Paulus sagt in 2. Timotheus 2,3, dass ein „Christ ein guter Soldat Christi“ sein soll. Wir sollten als Soldaten Christi seine Befehle befolgen und ihm gehorchen. Immer wieder wollen wir uns fragen: „Wem möchte ich gefallen – Menschen oder Gott?“ Wie kann ich Gott dienen? Auf diese Frage geht Paulus in Römer 12,1 ein: „Weil Gott uns solches Erbarmen geschenkt hat, liebe Geschwister, ermahne ich euch nun auch, dass ihr euch mit Leib und Leben Gott als lebendiges und heiliges Opfer zur Verfügung stellt. An solchen Opfern hat er Freude, und das ist der wahre Gottesdienst.“ Im Alten Testament wurden Gott Opfer gebracht. Meist war es ein Tier, das geschlachtet und auf einem Altar verbrannt wurde. Ein „lebendiges Opfer“ sein, bedeutet, dass wir mit unse38


rem Leben Gott dienen und ihm damit gefallen. Wenn wir Gott gefallen möchten, zählt nicht mehr, was wir wollen. Verschiedene Möglichkeiten, Gott zu dienen Wir können Gott mit unserem Geld dienen. Falls wir Geld verdienen, können wir Gott jede Woche etwas davon im Gottesdienst geben. Gott verlangt keinen bestimmten Betrag. Paulus sagte den Korinthern in 2. Korinther 9,7: „Jeder gebe so viel, wie er sich im Herzen vorgenommen hat – nicht mit Verdruss oder aus Zwang. Gott liebt fröhliche Geber.“ Im Alten Testament finden wir als Richtlinie, dass Abraham den Zehnten Teil seines Besitzes Gott gegeben hat (lies 1. Mose 14). Umgerechnet wären das 10 Cent von jedem verdienten Euro. Falls du selbst noch kein Geld verdienst, könntest du von deinem Taschengeld etwas abgeben oder Geld, das du geschenkt bekommen hast. Wir können Gott mit unserer Zeit und Kraft dienen. Wir sollten jederzeit bereit sein, Geschwistern aus der Gemeinde zu helfen. Wahrscheinlich können wir Gottes Liebe am besten zeigen, wenn wir anderen behilflich sind. Einige Möglichkeiten, Zeit für Gott zu investieren, wären z. B. einer älteren Person behilflich zu sein, in der Gemeinde zu putzen, den Rasen zu mähen, einen Besuch im Krankenhaus zu machen usw. Lies noch einmal Lektion 3. Dort haben wir gesehen, dass die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde viel mehr bedeutet, als nur sonntags gemeinsam mit anderen in die Gemeinde zu gehen. Wir ar39


beiten gemeinsam mit anderen, dass Gottes Werk unterstützt und gefördert wird. Wir können Gott mit unserem Mund dienen. In Hebräer 13,15 steht: „Durch Jesus wollen wir Gott immer wieder ein Lobopfer bringen, das heißt, wir wollen ihn preisen und uns zu seinem Namen bekennen!“ Wir dienen Gott, indem wir ihn anbeten, ihn loben und ihm sagen, wie wunderbar er ist. Wir dienen Gott, wenn wir uns ihm hingeben. Sich Gott hingeben, bedeutet, dass wir bereit sind, das zu tun, was er von uns möchte. Wenn du noch jung bist, ist es wichtig, dass du eine gute Ausbildung machst, die dich darauf vorbereitet, für Gott nützlich und brauchbar zu sein. Es kann auch sein, dass Gott von uns verlangt, eine gute Arbeitsstelle und sicheres Einkommen aufzugeben, um vollzeitig in einer Gemeinde oder Mission tätig zu sein. Die Hauptsache ist, dass wir von ganzem Herzen bereit sind, das zu tun, was Gott von uns möchte. So wie der Prophet Jesaja auf Gottes Ruf geantwortet hat: „Herr, ich bin bereit, sende mich!“ (Jesaja 6,8). Im Himmel möchten wir alle doch gerne einmal hören: „Recht so, du guter und treuer Knecht!“ (Matthäus 25,21, Schlachter-Übersetzung). Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 9).

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Lektion 10 Dinge, die man als Christ sicher wissen darf Lies zu Beginn Psalm 23 Im Leben gibt es sehr viele ungewisse Dinge. Sprüche 27,1 warnt uns: „Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was ein einziger Tag bringen kann!“ (Schlachter-Übersetzung). Gott allein kennt die Zukunft. Aber zwei Dinge kann ein Christ sicher über seine Zukunft wissen: unser ewiges Leben beginnt hier auf der Erde und wird nach dem Tod fortgesetzt. Gewissheit über unsere Zukunft Linda hatte eines Nachts einen seltsamen Traum. Obwohl sie bereits ihren Abschluss in der Tasche hatte, träumte sie, sie hätte nicht bestanden. Der Traum beunruhigte sie dermaßen, dass sie nassgeschwitzt aufwachte. Es war ihr so real erschienen. Wie konnte sie sicher sein, dass sie wirklich nur geträumt hatte? Sie sprang aus dem Bett und rannte ins Wohnzimmer. Dort über dem Sofa hing ihr eingerahmtes Zertifikat – ihr Abschlusszertifikat, das persönlich vom Direktor der Universität unterzeichnet worden war. Nachdem sie es gelesen hatte, wichen alle Zweifel! Sie hatte tatsächlich bestanden und hatte den schriftlichen Beweis dafür. Wenn wir uns bekehren, vergibt Gott unsere Sünden und beschenkt uns mit dem ewigen Leben. Aber es gibt Zei41


ten, in denen wir uns nicht so fühlen. Manchmal tun wir so schreckliche Sünden, dass wir glauben, Gott nähme uns das ewige Leben hinweg. Wenn das passiert, müssen wir das tun, was Linda getan hat. Sie las den schriftlichen Beweis ihres Abschlusses. Wir sollten den 'Beweis' unserer Errettung in Gottes Wort, der Bibel, nachlesen. Der Herr Jesus selbst gibt den Christen ein wunderbares Versprechen in Johannes 10,28-29: „Ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden niemals verlorengehen und niemand wird sie mir entreißen. Denn mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles.“ Ein weiteres Versprechen gibt uns Paulus in 1. Thessalonicher 5,23-24: „Gott selbst, der Gott des Friedens, möge euch geben, ein völlig geheiligtes Leben zu führen. Er bewahre euch ganz nach Geist, Seele und Leib, damit bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus nichts Tadelnswertes an euch ist. Der, der euch beruft, ist treu. Er wird euch auch ans Ziel bringen.“ Wir dürfen sicher sein, dass Gott seine Zusagen einhält, denn er kann nicht lügen (Titus 1,2)! Deshalb wird ein Christ niemals verlorengehen. Gewissheit über unser Leben hier auf dieser Erde Die Bibel verspricht uns, dass wir im Himmel ewig glücklich sein werden. Dort werden wir keine Schmerzen, kein Leid und keine Probleme haben. Hier auf dieser Erde werden wir jedoch – wie alle anderen Menschen auch – Schwierigkeiten kennen. Aber alle Christen dürfen wissen, dass Gott jeden Tag bei uns ist und uns helfen möchte, mit unseren Problemen fertigzuwerden. Ein Versprechen finden wir in Hebräer 13,5-6: „Gott hat ge42


sagt: 'Nie werde ich dich aufgeben, niemals dich im Stich lassen'. Deshalb können wir getrost sagen: 'Der Herr steht mir bei, nun fürchte ich nichts! Was kann ein Mensch mir schon tun?'“ Ein wiedergeborener Mensch weiß sicher, dass kein Problem für Gott zu groß ist. Er ist allwissend und allmächtig. Er wartet darauf, dass wir ihn um Hilfe, Weisheit und Kraft bitten. Wenn wir das tun, werden wir erleben, dass wir ihn durch unsere Schwierigkeiten besser kennenlernen. Sie gehören zu unserem Leben hier auf der Erde dazu, weil wir durch sie als Christen wachsen. Machen diese Dinge dir trotzdem Angst? Wenn du ein Kind Gottes bist, dann lies Gottes Versprechen in der Bibel und bitte Gott darum, dass er dir hilft, sie auch wirklich zu glauben. Bitte ihn, dir Frieden ins Herz zu geben, damit du keine Angst vor diesem Leben hier auf der Erde oder einmal im Himmel hast. „Frieden, ja Frieden gibst du dem, der dir vertraut“ (Jesaja 26,3). Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 10).

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Lektion 11 Anderen weitersagen Lies zu Beginn Psalm 96 Was machst du normalerweise, wenn du aufregende Neuigkeiten erfährst? Vielleicht hast du die Zusage für den Ferienjob, für den du dich beworben hast; oder deine Schwester hat ein Baby bekommen; oder der Doktor sagte, deine Untersuchungsergebnisse wären in Ordnung. Über solche Neuigkeiten freut man sich immer besonders und die möchte man meistens seinen Freunden gerne weitersagen, damit sie sich mit einem freuen. Eine Aufgabe für jeden Christen Die Tatsache, dass Jesus vom Himmel gekommen ist, um für sündige Menschen zu sterben und sie zu retten, nennt man oft 'die gute Botschaft'. Die Bibel nennt sie das Evangelium. Dies ist in der Tat eine gute Botschaft oder Nachricht, denn nun können Männer und Frauen, Jungen und Mädchen zu Gott kommen, wenn sie glauben, dass Jesus für sie gestorben und auferstanden ist. Aus diesem Grund sollten Christen anderen Menschen von dieser guten und wichtigen Botschaft weitersagen. Jeder sollte die Gelegenheit bekommen, dieses Evangelium zu hören. Denke an Jesu' letzte Worte, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde. Wir finden sie in Mat44


thäus 28,19-20: „Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern ... Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ Dabei sagte er auch in Apostelgeschichte 1,8: „Ihr werdet Kraft empfangen und überall als meine Zeugen auftreten.“ Dieses Gebot von Jesus gilt auch uns heute noch. Wir alle sind gefragt. Es reicht nicht, dass wir die Aufgabe anderen Christen oder dem Prediger sonntagmorgens überlassen. Weil es viele Menschen gibt, die nicht in eine Kirche oder Gemeinde gehen, müssen wir es für sie tun. Unseren Freunden weitersagen Es kann sein, dass Menschen, die uns nicht kennen, nicht richtig zuhören werden. Darum sollten Christen ungläubigen Menschen gegenüber freundlich sein, damit sie uns kennenlernen können. Wir sollten Möglichkeiten finden, ihnen zu helfen, damit sie bereit sind, uns zuzuhören. Auch sollten wir für ihre Errettung beten. Wenn wir das alles befolgen, kann der Heilige Geist sie offen für die Wahrheit des Evangeliums machen. Wenn wir ihnen Bibelverse zeigen, kann der Heilige Geist zu ihnen (wie damals bei uns) sprechen. Er kann ihnen bewusst machen, dass sie Sünder sind und einen Retter brauchen, der sie von ihren Sünden befreit. Folgende Verse eignen sich gut, um anderen das Evangelium verständlich zu machen. Lerne diese Verse auswendig und zeige sie deinen Freunden in deiner Bibel: Johannes 1,12-13; Johannes 3,16; Johannes 3,36; Johannes 5,24; Römer 3,23; Römer 5,8; Römer 8,1. 45


Eine gute Möglichkeit ist es auch, anderen von deiner Bekehrung zu erzählen. Manchmal ist dies schwer zu erklären. Mache es dann wie der Blinde in Johannes 9, der von Jesus geheilt wurde. Die religiösen Menschen waren sauer auf Jesus, weil er Wunder tat. Weil sie Jesus loswerden wollten, stellten sie dem geheilten Mann dauernd Fragen. Der blinde Mann sagte ihnen, dass er Jesus nicht kannte; aber dann fügte er hinzu: „Ich weiß nur, dass ich blind war und jetzt wieder sehen kann!“ (Johannes 9,25). Du kannst das weitersagen, was du weißt und erlebt hast, seitdem du mit dem Herrn Jesus lebst. In der 6. Lektion haben wir gelernt, wie wichtig es ist, dass Christen vorbildlich leben. Sünde verdirbt unser Leben und Gott kann uns nicht gebrauchen, wenn wir sündigen. Vergiss nicht, dass uns Menschen wohl kaum zuhören werden, wenn sie wissen, dass wir böse Dinge tun oder sagen. Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 11).

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Lektion 12 Der Himmel – mein Zuhause Lies zu Beginn Psalm 84 Manchmal vergleicht die Bibel das Leben eines Christen mit einer Reise zu einer Stadt. Diese Stadt oder die Heimat befindet sich nicht auf dieser Erde, sondern im Himmel. Hebräer 13,14 erwähnt: „Denn hier auf der Erde haben wir keine Heimat. Unsere Sehnsucht gilt jener zukünftigen Stadt, zu der wir unterwegs sind.“ Auch lesen wir, dass wir Himmelsbürger sind (Philipper 3,20). Wir gehören in den Himmel. Der Herr Jesus versprach seinen Jüngern, dass er wiederkommen werde, um sie zu sich in den Himmel mitzunehmen. Jesus sagt in Johannes 14,23: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen ... Ich gehe jetzt hin, um den Platz für euch vorzubereiten ... Und wenn ich ... euch den Platz vorbereitet habe, werde ich wiederkommen und euch zu mir holen, damit auch ihr da seid, wo ich bin.“ Uns wird in 1. Thessalonicher 4,16-17 gesagt, dass der Herr Jesus bei seiner Wiederkunft diejenigen zuerst auferwecken wird, die im Glauben an ihn verstorben sind. Sie werden zusammen mit den noch lebenden Gläubigen in den Himmel entrückt werden. Aus diesen Versen können wir entnehmen, dass unser Leben auf dieser Erde entweder bei unserem Tod oder der Wiederkunft Jesu enden wird. 47


Was wird als nächstes geschehen? Die Bibel lehrt uns, dass das Leben eines jeden Christen nach dessen Tod beurteilt werden wird. Das heißt nicht, dass du dein ewiges Leben verlieren kannst. Aber deine Belohnung kann geringer ausfallen. Die Menschen, deren Leben Gott gefallen hat, werden dafür belohnt werden. Jesus sagt in Offenbarung 22,12: „Ja, ich komme bald. Und ich bringe jedem den Lohn mit, der seinen Taten entspricht.“ Unser Leben hier auf dieser Erde wird unseren Lohn beeinflussen. Wenn wir versuchen, Gott zu dienen und seinen Willen zu erfüllen, dürfen wir große Belohnung im Himmel erwarten. Wir sollten begreifen, dass Gott unser Leben hier auf dieser Erde sehr wohl wahrnimmt. Sind wir bequeme Christen und tun nur das, was uns gefällt und guttut, dann wird auch unser Lohn im Himmel dementsprechend mager ausfallen. Lies einmal das Gleichnis von den zehn Knechten mit ihren anvertrauten Pfunden (Lukas 19,1126). Hier möchte der Herr Jesus deutlich machen, was es heißt, zuverlässig und verantwortlich mit dem umzugehen, was uns Gott anvertraut hat, wie z. B. Zeit, Gelegenheiten und das Leben selbst. Was habe ich davon, wenn ich alle diese Dinge über den Himmel weiß? Alle Gläubigen dürfen sicher wissen, dass der Herr Jesus eines Tages wiederkommen wird, um uns in den Himmel zu holen. Das sollte uns wirklich ermutigen. Im Himmel gibt es keine Tränen, keinen Schmerz und keine Krankheiten mehr. Wir werden nicht altern oder sterben. Lies die Kapitel 21 und 22 in der Offenbarung, wo du 48


mehr über den Himmel erfährst. Das wird einfach wunderbar sein! Christen sollten allezeit für den Himmel bereit sein. Wir sollten nicht die Einstellung haben, dass wir uns vergnügen, solange wir jung sind und erst dann anfangen, Gott zu dienen, wenn wir älter sind. Wir wissen nicht, wann wir sterben werden oder wann der Herr Jesus wiederkommt. Deshalb sollten wir entschlossen sein, ihm heute zu dienen. Hier sind uns die Christen in Thessalonich ein Vorbild. Paulus beschreibt sie wie folgt in 1. Thessalonicher 1,9-10: „Die Leute erzählen, wie ihr euch von den Götzen abgewandt habt und zu dem wahren und lebendigen Gott umgekehrt seid ... um auf seinen Sohn zu warten, der aus dem Himmel zurückkommen wird.“ Im 1. Kapitel haben wir das ewige Leben im Himmel und jetzt unser Leben hier betrachtet. Es wäre schon traurig, Gott im Himmel anzutreffen und festzustellen, dass du ihn kaum gekannt hast, weil du nicht mit Gehorsam zu seiner Ehre gelebt hast. Nutze die Zeit hier auf der Erde, um Gott zu lieben, ihm zu dienen und ihn immer besser kennenzulernen! Hast du diese Lektion gut durchgearbeitet? Wenn ja, dann beantworte die Fragen zu dieser Lektion (siehe Prüfungsbogen 12).

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