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Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark Nr. 32, Jahrgang 9, Freitag, 22. Oktober 2010 P.b.b., Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 02Z032267M

Interview

Preis 0,73 Euro

Banker Willibald Cernko im Gespräch über die Finanzwelt. Foto: Unicredit Group Seiten 12–13

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Foto: Fotolia

Handels-Spartenobmann Wolfgang Sauer räumt mit Vorwürfen auf. Foto: Fischer Seite 17

Volksbefragung Bürgermeister Siegfried Nagl will Graz zur Stadt der Volksbefragung machen. Unternehmer sehen große Wirtschaftsprojekte in Gefahr.  Seiten 2–3 Die nächste Ausgabe erscheint am 5. November 2010.

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Wirtschaftsstandort Steiermark4 –5 Mentoring für Migranten  8 Mehr Maut für Lkw 14 Kampf dem Steuerwahnsinn 28 Debatte um Öffnungszeiten30–31 Winterliches Gastgartenverbot 35

Investition

Cargo-Center-Chef Franz Glanz plant ein Tochterunternehmen in Zagreb. Foto: Fischer Seite 34

nixalsmurxxx kommt heraus, wenn man auf fundierte Beratungsqualität verzichtet. Deswegen gibt‘s ja die UnternehmensberaterInnen, InformationstechnologInnen und BuchhalterInnen der UBITInnen. Sorry – UBIT kann man nicht gendern ... Mehr UBIT: Seite 5

ubit-stmk.at


Wenn Bürger entscheiden, sehen Angekündigte Volksbefragungen in Graz lassen aufhorchen. Die Wirtschaft sieht Investitionen in Gefahr. Abwanderungen sind möglich. Graz soll die erste Stadt der Volksbefragungen in Österreich werden. Mit diesen Ambitionen ließ Bürgermeister Siegfried Nagl aufhorchen. Quer durch die Medienlandschaft hieß es, das Oberhaupt der steirischen Landeshauptstadt wolle das starre Politsystem sprengen. Nagls Grundgedanke scheint ganz einfach: Größere Projekte, die die Grazer betreffen, sollen künftig abgefragt werden, und

sagt die Mehrheit der Grazer Nein, sind die jeweiligen Vorhaben ad acta zu legen. Von Nagl sicherlich gut gemeint, dennoch sei die Wirkung vor allem auf die Wirtschaft komplex und mitunter auch gefährlich, hört man aus dem Unternehmertum. Zu einer konkreten Stellungnahme war Bürgermeister Nagl für die Steirische Wirtschaft allerdings nicht bereit. Dass die Volksbefragung als demokratisches In-

strument wichtig und für Entscheidungen akzeptabel sei, steht für Jochen Pildner-Steinburg, den steirischen Präsidenten der Industriellenvereinigung (IV), außer Frage. „Aber es kann nicht sein, dass zu allen Projekten das Volk befragt werden soll, und schon gar nicht erst im Nachhinein“, kritisiert der Chef der Grazer GAW Techno-

logies GmbH Nagels Idee. Als Beispiel nennt er das geplante und heiß diskutierte Murkraftwerk der Energie Steiermark.

Murkraftwerk auf Eis Die Arbeiten zum Murkraftwerk wurde bereits gestoppt. Jetzt befindet sich die Großinvestition in Warteposition. Oswin Kois, Vorstandssprecher der Energie Steiermark, dazu: „Natürlich gehört der offene Dialog mit allen Beteiligten zu großen Projekten zwingend dazu. Aller-

Foto: Fotolia

Für den Grazer Bürgermeister Siefgried Nagl zählt jede Stimme. Zu den verschiedensten Themen will er das Volk befragen.

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Wirtschaft

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Firmenchefs Projekte in Gefahr dings muss für Investoren das Prinzip von Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit gelten.“ Immerhin habe man die strengsten Umweltverfahren und werde bei jedem Projekt einer umfassenden Prüfung durch unabhängige Experten, Gutachter und Spitzenbeamte von Land und Bund unterzogen.

„Aus“ für Investoren „Wenn Unternehmen sich auf diese Regeln nicht mehr verlassen können und nur emotionale Moment-Befindlichkeiten dominieren, dann bedeutet dies definitiv das ,Aus‘ für wichtige Infrastrukturprojekte – und so auch im Bereich erneuerbarer Energie“, ist Kois überzeugt. Sein Appell an die Politik: eine parteiübergreifende Allianz

Können Investoren nicht mehr sicher sein, werden Betriebe abwandern.

Wenn die rechtliche Sicherheit nicht gilt, sind Projekte in Gefahr.

Foto: Fischer

Foto: Jungwirth

J.Pildner-Steinburg

der Öko-Vernunft zu bilden, die saubere Energiegewinnung nicht nur über Lippenbekenntnisse artikuliert, sondern auch mit Entschlossenheit für deren Umsetzung eintritt. Schließlich gehe es beim Murkraftwerk Graz um über 1500 „Green Jobs“, ein Investment von 95

Oswin Kois

Millionen Euro und Öko-Strom für 20.000 Haushalte. Auch Pildner-Steinburg sieht die rechtliche Sicherheit von Projekten durch diese Art der Volksbefragung bedroht. „Wenn Investoren nicht mehr sicher sein können, dass bei Erfüllung aller rechtlichen Vor-

aussetzungen grünes Licht gegeben wird, besteht die große Gefahr der betrieblichen Abwanderung“, stellt PildnerSteinburg fest. „Spätestens an diesem Punkt sollte der Politik jedoch klar sein, dass das auch gravierende Folgen fürs Budget hat, wenn durch Abwanderung von Unternehmen Kommunalsteuern entfallen.“ Und abschließend merkt IV-Präsidenten Pildner-Steinburg an: Auch wenn Volksbefragungen mitunter gut sein könnten, in komplexen Angelegenheiten solle doch das gewählte Führungsgremium mit bestem Gutdünken Entscheidungen treffen – vor allem wenn man auch Expertenwissen braucht. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

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Hinter jedem erfolgreichen Unternehmer steht eine starke Bank. Unser umfassendes Know-how ist die Basis für langjährige erfolgreiche Partnerschaften mit Unternehmen. Als Partner der Wirtschaft sind wir fest in den Regionen verwurzelt. Davon können Sie mit Ihrem Unternehmen profitieren. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch bei Ihrem Kommerzkundenbetreuer oder rund um die Uhr unter 05 0100 - 50500. SPK_KomKun_Anz_200x128_TZ_SteirWirtsch_221010.indd 1

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Wirtschaft

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Wirtschaftsstandort Steiermark: Weitere Einblicke und Interviews zur Strategie- und Programmwoche der Wirtschaftskammer gibt es am Onlineportal unter wko.tv.

Der letzte Tag der Programmwoche stand ganz im Zeichen der Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Steiermark. Die Steiermark ist nicht nur geografisch durch die Lage zwischen Alpen und Adria, sondern auch durch bereits sehr gut ausgebaute Stärkefelder wie Technologie- und Automotive-Cluster ein bevorzugtes Gebiet. Zu diesem Schluss kommt der Kärntner Wirtschaftsexperte Gottfried Haber im Zuge seiner Standortanalyse für den abschließenden Tag der Programm- und Strategiewoche der Wirtschaftskammer. Aber nicht zuletzt auf Grund der wirtschaftlich turbulenten Zeiten steht der Wirtschaftsstandort vor großen Herausforderungen. Haber bringt es in seinem Impulsreferat auf den Punkt: „Der Wettbewerb wird immer intensiver. Die Frage, die sich stellt, ist: Wie kann sich die Steiermark im globalen und nationalen Wettbewerb behaupten?“

Foto: Zukunft Industrie

Wirtschaftskammer stellt

Steirische Unternehmer fordern: „Unternehmerisches Denken bereits in der Ausbildung forcieren.“

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Wirtschaft

Als Interessenvertretung aller steirischen Unternehmer hat es sich die Wirtschaftskammer erneut zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit renommierten Experten, Wirtschaftstreibenden, Funktionären und WK-Mitarbeitern die Strategien und Programmschwerpunkte für das Jahr 2011 zu eruieren. An fünf Tagen wurden die Themen Leistungsgerechtigkeit, Reformen, neue Märkte, die Zukunft der Regionen sowie der Wirtschaftsstandort Steiermark in den Mittelpunkt der gemeinsa-

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Im Ausland werde die Steiermark vor allem als erstklassiger Produktionsstandort typisiert. „Da gehen wichtige Stärken, wie etwa die Dienstleister, verloren“, warnt der Wirtschaftsexperte. Ebenso dürfe nicht vergessen werden, dass viele Stärkefelder, beispielsweise die steirischen Cluster, sehr stark konjunkturabhängig sind. Wichtig sei deshalb, nicht nur die bereits vorhandenen Stärkefelder weiter auszubauen und die Rahmenbedingungen, wo nötig, zu verbessern, sondern auch neue Felder zu etablieren. Haber: „Im internationalen Verdrängungswettbewerb bleiben für uns nur hochqualifizierte Produktion und Dienstleistung zur Positionierung übrig.“

man endlich den Mut aufbringen, Schwerpunkte zu setzen und klare Strategien zu entwickeln, nimmt Haber Wirtschaft und Politik in die Pflicht. „Der Ausbau neuer Felder, beispielsweise Ökotechnologie oder hochqualifizierte Dienstleistungen, sorgt auch dafür, bei globalen Krisen weniger stark getroffen zu werden.“

Herausforderungen Stärkefelder der Zukunft zu identifizieren und nicht nur vorhandene fortzuschreiben ist auch der Wunsch vieler steirischer Unternehmer. Gleichzeitig fordern diese auch eine rasche Verbesserung der Ver-

Veronika Pranger veronika.pranger@wkstmk.at

Unternehmer fordern

Schwerpunkte setzen Es gehe nicht darum, entweder Produktion oder Dienstleistung zu präferieren, betont Haber: „Man muss abwägen, wo man mit den begrenzten Mitteln am besten ansetzt, um die größte Hebelwirkung zu erreichen.“ Die Spielräume würden immer enger, deshalb müsse

kehrsanbindungen, gerade in den Peripherieregionen. Dieser Forderung verleiht WK-Präsident Ulfried Hainzl Nachdruck: „Wir haben südlich des Alpenhauptkammes ein veritables Infrastrukturproblem. Es gilt die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit der geografische Vorteil der Steiermark besser unterstützt wird.“ Der Vorsitzende der Geschäftsführung der AVL-DiTest, Gerald Lackner, ortet fehlende unternehmerische Initiative bei jungen Mitarbeitern und fordert, Entrepreneurship bereits in der Ausbildung zu verankern.

Man muss endlich Mut aufbringen und Schwerpunkte setzen. Foto: Fischer

Gottfried Haber

• Förderungen vereinfachen • Risikokapital für Markteinführung bereitstellen • Infrastrukturmaßnahmen • Qualifizierte Zuwanderung • Unternehmerische Werte bereits in Schulen vermitteln • Unternehmerqualifizierung forcieren

mit steirischen Unternehmern die Weichen für 2011 men Überlegungen gerückt. Damit wurde auch den zahlreich anwesenden Unternehmern eine Plattform geboten, um ihre wirstchaftlichen Ein- und Aussichten in den Gedankenaustausch einzubringen. Durch diese gemeinsame Arbeit ist es uns möglich, die Weichen in jene Richtung zu stellen, die den steirischen Unternehmern die bestmöglichen Bedingungen für erfolgreiches Wirtschaften bietet. Ideen, Forderungen und konkrete Projekte wurden in Diskussionsprozessen herausgefiltert und

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analysiert. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen fließen nun in das Arbeitsprogramm des nächsten Jahres ein und geben damit die Kursrichtung unserer Aktivitäten vor. Viele Schwerpunkte aus dem letzten Arbeitsprogramm wurden erfolgreich bearbeitet und tragen mittlerweile Früchte. Dennoch ist noch nicht alles zu unserer Zufriedenheit umgesetzt worden. Die dringend notwendigen Reformforderungen etwa werden auch im kommenden Jahr weitergetragen und unsere Bemühungen, diese

Ulfried Hainzl

ubit

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Stress- und Burnoutprävention

Wussten Sie, dass ein Euro für Maßnahmen der Gesundheitsförderung einen Return on Investment von rund 4,10 Euro bringt?

„Gesunde Unternehmen leben länger!“ Dr. Kunibert Schaffer

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Vor allem in den Bereichen Stress- und Burnoutprävention erhöhen Sie mit Aufklärung und rechtzeitigen Maßnahmen die Motivation, Zufriedenheit sowie die Leistungsfähigkeit Ihrer MitarbeiterInnen. Leider verschließen noch immer zu viele Verantwortliche in Unternehmen ihre Augen vor dieser Gefahr. Um da einen unternehmerfreundlichen Zugang für die steirische Wirtschaft zu schaffen, wurde im Auftrag der Wirtschaftskammer eine Plattform – die Business Relaxperts – mit dem Ziel, Unternehmen in der Stress -und Burnoutprävention Ihrer MitarbeiterInnen zu unterstützen, gegründet. Weiters gibt es zahlreiche Förderungen für betriebliche Gesundheitsprojekte. Die Business Relaxperts stellen sich am 10. November, Beginn 17.30 Uhr am Gelände der Wirtschaftskammer mit „Start up zu mehr Unternehmenserfolg mit den Business RelaXperts“, der steirischen Wirtschaft vor. Informationen zur Veranstaltung: www.ubit-stmk.at

endlich durchzusetzen, forciert. Hier muss noch vieles geschehen, damit die steirischen Wirtschaftstreibenden auch die entsprechenden Rahmenbedingungen vorfinden, die sie benötigen. Ulfried Hainzl, Präsident der WK Steiermark

Wirtschaft

Dr. Kunibert Schaffer Landessprecher des Arbeitskreises Stress- und Burnoutprävention office@schaffer-consulting.at

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Stärken auf der Spur

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Eine Serie der „Steirischen Wirtschaft“

Fotos: Fischer

Sie kennen eine interessante Unternehmerpersönlichkeit? Schicken Sie Ihre Vorschläge an petra.mravlak@wkstmk.at

Schon früh war Walter Pietsch von alten Handschriften fasziniert. Heute druckt er Faksimiles für alle namhaften Verlage und Museen.

Meister des Mittelalters in neuem Glanz Das Wort Faksimile kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „mache es ähnlich“. Weltweit in dieser Kunst führend ist der Drucker Walter Pietsch. In der Druckerei im Süden von Graz ist beinahe wirklich alles Gold, was glänzt. „Als Berufsschüler habe ich zum ersten Mal ein Faksimile einer mittelalterlichen Handschrift gesehen und wusste, dass es das ist, was ich später machen möchte“, beschreibt Geschäfts-

führer Walter Pietsch die Anfänge seiner Leidenschaft für historische Kostbarkeiten. Der gelernte Typograph musste sich jedoch einige Jahre in anderen beruflichen Bereichen gedulden, ehe er 1995 als Geschäftsführer zu Print & Art wechselte – drei Jahre später übernahm er die Druckerei.

Hochkarätige Drucke „Um 23-Karat-Echtgold millimetergenau auf Papier bringen zu können, mussten wir ein eigenes Verfahren entwickeln.“ In der Kunst der wertvollen Pa-

Walter Pietsch Teichalm oder Karibik? Die Karibik – dazu habe ich eine persönliche, enge Bindung. Die karibische Le-

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benseinstellung, diese Leichtigkeit inspiriert und fasziniert mich ungemein. Fahrrad oder Jaguar? Eine normale Mittelklasse reicht mir völlig – für mich sind Autos überhaupt kein Statussymbol. Schweinsbraten oder Tofuwürstel? Ganz klar – Schweinsbraten. Ich liebe die steirische

Serie

pierveredelung spielt das Unternehmen mittlerweile weltweit in der höchsten Liga. Preislich bewegen sich die originalgetreuen Reproduktionen historischer Handschriften bei bis zu 15.000 Euro, besonders aufwändige liegen auch darüber. Ebenso lang wie prestigeträchtig ist auch die Liste der Wirkungsstätten: Wertvolle Werke aus der Österreichischen Nationalbibliothek, des Metropolitan Museum, der Biblioteca Vatikana und der British Library wurden reproduziert. „Zum 80. Geburtstag von Bene-

dikt XVI. wurden wir von den deutschen Bischöfen mit einem Druck für den Papst beauftragt. Sogar die Queen wurde von Kanzler Schröder mit einem Faksimile von uns beschenkt“, freut sich der Hobby-Winzer. Aktuell bereitet Pietsch die Eroberung des arabischen Raumes vor. „Einen prunkvollen Koran durften wir für den tunesischen Präsidenten bereits anfertigen. Lukrative Aufträge aus Saudi-Arabien stehen kurz vor dem Abschluss.“

Küche und achte penibel darauf, heimische und qualitativ hochwertige Produkte in meiner Küche zu verwenden. Genuss oder Askese? Genuss und Leidenschaft sind wesentlicher Teil meiner Lebenseinstellung. Ich versuche alles, die Arbeit und das ganze Leben, wirklich zu genießen.

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Veronika Pranger veronika.pranger@wkstmk.at

Walter Pietsch ist seit 1998 Eigentümer der Print und Art Faksimile GmbH und beschäftigt 15 Mitarbeiter. Die Marke „Platinium – Druck mit Faktor p“ wurde 2008 kreiert, um die technisch ausgefeilte Kunst der Papierveredelung auch Kunden in verschiedensten kommerziellen Bereichen anbieten zu können.

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Chefwissen für Unternehmer

Was steht aktuell auf dem Erfolgsprogramm? Jetzt will ich‘s wissen!

„Es war interessant, sich selbst einmal zu checken“, sagt Bernhard Nagler. Er hat internationales Management in Graz und Chinesisch in Peking studiert und startet demnächst als Unternehmensberater. „Vieles kenne ich aus dem Studium. Aber um mehr von der konkreten Praxis zu erfahren, habe ich gerade das Gründertraining absolviert – denn als Unternehmensberater bin ich auch selbst Unternehmer.“ Und so war es nicht überraschend, dass er beim Kompetenz-Check des Wifi eine hohe Erfolgsquote erreichte. In ein paar Minuten kann man zu den vier Kernbereichen Management, Rechnungswesen, Rechtskunde und Personalmanagement online Fragen aus dem unternehmerischen Alltag beantworten und be-

Foto: Melbinger

Wer ein Unternehmen führt, steht laufend vor wichtigen Entscheidungen. Für viele ist fundiertes Unternehmerwissen Voraussetzung für den Erfolg.

Bernhard Nagler: „Konkretes Unternehmerwissen“ kommt prompt eine übersichtliche Auswertung. Wie aber sieht es mit größerem Abstand von der letzten Weiterbildung aus? „Wenn Unternehmen wachsen, wachsen auch die Anforderungen an die Unternehmer – gerade in den Kernbereichen der Unternehmerkompetenz“, meint Nagler. Das Wifi sorgt mit seinem Bildungsprogramm für den stetigen Kompetenzaufbau.

Der Check Der Kompetenz-Check für Unternehmer Online und kostenlos mit einer übersichtlichen Auswertung: www.wifi.at Das Bildungsprogramm für erfolgreiche Unternehmensführung am Wifi Steiermark: (0316) 602-1234 www.stmk.wifi.at

Große Bandbreite der Schweißtechnik Vom ersten Schritt in die Schweißtechnik über den Weg zum geprüften Schweißer bis zum internationalen Zertifikat reicht das Wifi-Angebot. Prüfungslehrgänge für die verschiedenen Schweißverfahren werden von der Wirtschaft natürlich am häufigsten gebucht. Aber man kann sich auch als Einsteiger erste Einblicke in die Schweißtechnik verschaffen.

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Profis qualifizieren sich am Wifi zu Schweißaufsichtspersonen, zu Schweißwerkmeistern und Schweißtechnologen mit internationalem Zertifikat und für Ingenieure gibt es die Ausbildung zum International Welding Engineer. Um diese große Bandbreite anbieten zu können, sind am Wifi erfahrene Fachleute als Trainer tätig. Sie vermitteln sowohl die Theorie als auch die Praxis auf hohem Niveau, ganz nach dem Motto „Wer hier lernt, lernt von Profis.“

Schulungen Lehrgänge und Prüfungen für Schweißer Laufend Lehrgänge für Elektroschweißen, MAG, WIG, Autogenschweißen, Schweißen mit Fülldrähten, Ausbildungen im Hartlöten und Betonstahlschweißen. Internationale Qualifizierungen zum IWS, IWT, IWE. Information: (0316) 602-1234 www.stmk.wifi.at

n Buchhaltung II Schwerpunkte: Rohbilanz und Bilanzbesprechung. Die optimale Vorbereitung auf den Buchhalterlehrgang. 23302.030Z 28.10.-21.12.10, Di, Do 18.30-22, plus 2 x Mo 18.30-22 WIFI Graz, € 520,n Grundlagen des Arbeitsrechts 13340.010Z 2.11.-17.11.10, Di, Mi 18-22 WIFI Graz, € 480,n PR-Lehrgang 08323.010Z 4.11.10-28.4.11, Do 16-22 WIFI Graz, € 1.600,n Verkauf im Außendienst: Bedarfsermittlung und Präsentation 09352.020Z 3.-4.11.10, Mi, Do 9-17 WIFI Graz, € 340,n Ausbildertraining 72500.020Z 4.11.-7.12.10, Di, Do 18-22 WK Regionalstelle Voitsberg, € 340,72800.040Z 18.-19.11.10. Mo-Fr 18-22 WK Regionalstelle Judenburg, € 340,n Prozessorientierte Qualitätsmanagementsysteme Gestaltung und Messbarkeit von Prozessabläufen und Instrumente der kontinuierlichen Verbesserung. 41819.010Z 5.11.-4.12.10, Fr, Sa 9-17 WIFI Graz, € 1.100,n Energieausweis Modul 1: Bautechnik, Nutzverhalten und Klimadaten 56160.010Z 4.-6.11.2010, Do-Sa 9-17 WIFI Graz, € 680,ANMELDUNG einfach online: www.stmk.wifi.at oder telefonisch: (0316) 602-1234

Karriere

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Migranten unter die Fittiche nehmen Menschen mit Migrationshintergrund und erfolgreiche heimische Firmen – eine gute Mischung, von der alle profitieren. Die erste Runde des Mentorenprogramms ist vorbei, doch 2011 wird es wieder weitergehen. Auch dann soll qualifizierten Menschen mit Migrationshintergrund ein Mentor zur Seite gestellt werden, der sich um den Schützling (Mentee) kümmert. Enstanden ist das Projekt aus einer Zusammenarbeit der Wirtschaftskammer (WK), des Arbeitsmarktservice (AMS) und des Integrationsfonds (IF). Das Programm ermöglicht es den Mentees, nützliche Kenntnisse über den österreichischen Arbeitsmarkt zu erlangen und ihre Potenziale für den be-

ruflichen Erfolg in Österreich herauszuarbeiten. Eines dieser Partnergespanne bestand aus Eva Gatschelhofer von der Captura Wirtschaftsberatung und Andrija Rados, der kroatische Wurzeln hat. „Ich wollte mich einbringen, habe mich also gleich als Mentorin beworben“, erzählt Gatschelhofer. „Natürlich ist es eine zeitliche Frage, aber unterm Strich war es eine tolle Erfahrung. Es hat gut funktioniert und ist wirklich eine sinnvolle Sache“, blickt Gatschelhofer zurück. Ihr „Gegenstück“, Andrija Rados, findet auch lobende Worte für das Programm, wenngleich er eines vorweg betont: „Jobgarantie ist das Mentoring nicht. Wer nichts tut, darf sich auch nichts erwarten, aber wenn der Einsatz von beiden Seiten stimmt, dann kann man nur profitieren.“ Die wesentlichsten Vorteile für ihn waren

„der Abbau von Ängsten und Scheuklappen – so konnte ich wieder neue Perspektiven gewinnen“, erklärt Rados. Mit frischem Mut hat er sich auch schon ein Ziel gesetzt: „Ich möchte Unternehmensberater für außenwirtschaftliche Belange werden. Meine Wurzeln lassen mich sprachlicher und kultureller Vermittler zwischen Österreich und Kroatien sein.“ WK-Präsident Ulfried Hainzl hält das Mentoring für ein wichtiges Mittel, um Migranten bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu helfen. „Der Bedarf der Wirtschaft an gut ausgebildeten Arbeitskräften wird weiter steigen. Wir müssen den Migrationshintergrund als Ressource entdecken und konkrete berufliche Möglichkeiten aufzeigen“, erläutert Hainzl.

Wir müssen den Migrationshintergrund als Ressource entdecken. Foto: Frankl

Ulfried Hainzl

Mentoren & Mentees Das Programm „Mentoring für MigrantInnen“ im Detail – mit Erfahrungsberichten, Kontaktdaten, Terminen, teilnehmenden Firmen und vielem mehr – finden Sie im Internet auf der WKÖ-Homepage unter www.wko.at/mentoring.

Foto: Fotolia

Das Projekt „Mentoring für MigrantInnen“ in Wort und Bild auf wko.tv Menschen mit Migrationshintergrund können auf Fremdsprachen- und Landeskenntnisse zurückgreifen und so Firmen unterstützen.

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Wirtschaft

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Markttrends der Schoellerbank Interview mit Heimo H. Haid­ mayer, Standort­ leiter der Schoeller­ bank in Graz.

Sechs von 23 Gründerinnen 2008: Kastner, Tockner, Krenn-Hazmuka, Keiper, Felgitscher, Stock

Gesucht: Gründerin des Jahres Bis 15. November läuft die Einreichfrist. Erfolgreiche Teilnehmerinnen vom Bewerb 2008 möchten Frauen jetzt motivieren, einzureichen.

hilferstraße belebt, Anita Keiper, die dem Verlagssterben getrotzt hat, Angelika KrennHazmuka, erfolgreiche Produkt- und Dienstleistungsdesignerin, und Bettina Felgitscher, die sich seit zwei Jahren Erfolge selbständig ertanzt.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus wird die „Gründerin des Jahres“ gesucht. Sie soll ihren Geschlechtsgenossinnen Mut machen, gute Ideen selbständig umzusetzen. Auch wenn es für den Sprung auf das Siegerstockerl nicht gereicht hat, sechs Unternehmerinnen sind – stellvertretend für alle Kandidatinnen 2008 – Beispiele dafür, das Frauenpower im Business gefragt ist und auch Bestand hat. Brigitte Stock, jüngste Schilderherstellungsmeisterin Österreichs, Monika Tockner, die als „gute Fee“ Ordnung in das Businesschaos bringt, Iris Kastner, die mit ihrer DesignPlattform die Grazer Maria-

Mut zur Selbständigkeit

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Sie bestätigen auch zwei Jahre danach die Wichtigkeit des Wettbewerbes: „Man muss sich einfach trauen, mit einer guten Idee an die Öffentlichkeit zu gehen.“ Engagierten und kreativen Frauen Mut zu machen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, das ist den Gründer-Kandidatinnen 2008 ein Anliegen: „Der Wettbewerb bietet eine perfekte Plattform für Starterinnen, weil er Geschäfts­ideen auch medial ins Rampenlicht rückt.“ Dafür sorgen neben der Initiatorin des Wettbewerbes, Ridi Steibl (Gründerinnenzentrum),

Adelheid Fürntrath-Moretti (Frau in der Wirtschaft), Landesrat Christian Buchmann, und Stadträtin Sonja Grabner. Sie stellen sich auch 2010 hinter den Wettbewerb, für den Unternehmerinnen noch bis 15. November einreichen können. „Fast 40 Prozent der Unternehmer sind Frauen, wir setzen auch weiter auf die weibliche Business-Power im Land“, sagt Buchmann. Eine Aufforderung, der alle Gründerinnen folgen sollten.

Wer kann einreichen? Jungunternehmerinnen, die nach dem 1. November 2007 gegründet haben oder aktuell gründen. Gefragt sind innovative Geschäftsideen und vielversprechende wirtschaftliche Entwicklung. Bewerbungsformular als Download: www.gruenderinnenzentrum-stmk.at, Infos: Sandra Gessl: Tel. 0316/720 810

Red.: Herr Haidmayer, die Wirtschaftsentwicklung in den USA und in Europa tendiert auseinander, was heißt das für Anleger? Heimo H. Haidmayer: Tatsächlich sind die Daten aus Europa, besonders was die Auftragslage der Industrie und die Arbeitsmärkte angeht, ungleich besser als in den USA. Die guten Daten u. a. aus Deutschland tragen zum positiven Umfeld an den Börsen bei. Dagegen ist die Situation in den USA besorgniserregend. Red.: … und das heißt? Heimo H. Haidmayer: Die FED dürfte wegen dieser schwierigen Situation an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten. Die Märkte werden mit Liquidität überschwemmt. Wir bleiben deshalb bei unserer Empfehlung, in einem gemischten Portfolio risikoreichere Assetklassen leicht überzugewichten. Red.: Hat das Auswirkungen auf die Währungen? Heimo H. Haidmayer: Die Notenbanker verhalten sich wie Formel-1Piloten, alle geben noch mehr Gas, um die eigene Währung abzuwerten. Die EZB fährt hinter her. Red.: Ist diese vorsichtige Haltung der EZB gut für den Euro? Heimo H. Haidmayer: Grundsätzlich ja, allerdings sind die Sentiments für den Euro auch deshalb nahe den Rekordwerten – trotz Griechenland & Co. Wir würden daher im Moment eher Euro-Alternativen höher als gewöhnlich gewichten. Dieser Text stellt keine Empfehlung im Sinne von Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar!

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Wirtschaft

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Netzwerken wird zum Genuss Am Netzwerktag Anfang November lässt man sich garantiert gerne „einkochen“. Alois Mattersberger – bekannt durch seine Fernsehshow „Frisch gekocht ist halb gewonnen“ – wird als einer der Vortragenden über den Stellenwert des Netzwerkes in seinem Leben erzählen. In seinen fünf Lebensjahrzehnten hat Mattersberger schon einiges erlebt und sich auch immer wieder neu erfunden. „Als ich in der Küche zu arbeiten anfing, da empfand ich mich als kreativen Einzelkämpfer“, erzählt der

Koch. Doch im Laufe der Zeit habe er erkannt, dass selbst hierarchische Strukturen – wie es in Küchen oft der Fall ist – dennoch untereinander den Gedanken des Netzwerkens leben würden. Über das Studium der Ernährungswissenschaften, seinen Erfolg als Fernsehkoch und als Autor mehrerer Sachbücher ist Mattersberger mittlerweile bei Pinsel und Leinwand gelandet.

des Netzwerkens in den letzten Jahren stark verändert: „Früher war das eher stiller und intimer, durch das Internet ist alles schneller, offener und spannender geworden“, berichtet Mattersberger. Aktives Netzwerken wird auf der Veranstaltung selbstverständlich groß geschrieben: Die Teilnehmer werden gemeinsam kochen.

Vom Koch zum Künstler

Erika Krenn-Neuwirth, Sprecherin der Experts Group „Kooperation und Netzwerke“, lädt zum „Festival der 5 Sinne“ am 4. November. Informationen finden Sie im Internet unter www.ubit-stmk.at. Anmelden können Sie sich bis spätestens 29. Oktober unter office@ ubit-stmk.at.

„Als Maler bin ich mehr Netzwerker als ich es als Koch war“, erklärt Mattersberger. Mittlerweile stelle er sich auch die richtigen Fragen: „Was will ich?“, „Was kann ich geben?“ und „Wer passt in mein Netzwerk?“ lauten. Auch habe sich seiner Ansicht nach die Kultur

Netzwerktag

Zu viele Köche verderben den Brei? Alois Matters­ berger referiert am Netz­ werktag über die Philoso­ phie des Kochens. Foto: Fotolia

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Zum fünfjährigen Bestehen der Experts Group Kooperation und Netzwerke wird groß aufgetischt: TV-Koch Mattersberger hält einen Vortrag.

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Wirtschaft

07.10.10 17:56

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SteiermärkiSche SparkaSSe GO! Gründercenter Dr. Ernst Rath, Leiter Geschäftsfeld Kommerz der Steiermärkischen Sparkasse

Foto: Steiermärkische Sparkasse

Zukunftsorientiert: Die Steiermärkische Sparkasse als Lead partner von Follow me „Bis ins Jahr 2018 stehen mehr als 7.000 steirische Unternehmen vor der Herausforderung einer optimalen Betriebsnachfolge und damit der Sicherung von über 60.000 heimischen Arbeitsplätzen. Voraussetzung für eine professionelle und sichere Betriebs-Weiterführung ist die erfolgreiche Übergabe. Die Steiermärkische Sparkasse als traditioneller Partner der KMU legt daher besonderes Augenmerk auf bestmögliche Unterstützung der Betriebsübernehmer bei ihrem Unternehmensstart.“

erhöhte Wachstumschancen: Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens stellt eine attraktive Alternative zur Neugründung dar, wobei die Wachstumschancen im Vergleich zur Neugründung wesentlich höher sind. Weniger risiken: Eine Unternehmensnachfolge birgt weniger Risiken als eine Neugründung, da sich das Unternehmen bereits erfolgreich am Markt etabliert hat, man auf einen bereits bestehenden Kundenstamm zugreifen kann und die Belegschaft erfahren und eingearbeitet ist.

Bei geregelter Übergabe bleiben 95% der Unternehmen nach fünf Jahren am markt bestehen. Was tut die Steiermärkische Sparkasse für Betriebsnachfolger oder Übergeber? -

Unterstützung beim Erstellen des Business- und Finanzierungsplanes Risiko minimieren für den Übernehmer (Abfertigungsverpflichtungen etc.) Erstklassige Förderberatung Kontakt zu Experten herstellen, die mit dem GO! GründerCenter kooperieren (Steuerberater, Rechtsanwälte, Förderstellen etc.) Organisieren spezieller Veranstaltungen für Betriebsnachfolger

kontakt: Mag. Dagmar Eigner-Stengg, Leiterin, GO! GründerCenter Steiermärkische Bank und Sparkassen AG 8041 Graz, Liebenauer Hauptstraße 2-6 Tel.: +43 (0)5 0100 - 36382, Fax. +43 (0)5 0100 9 - 36382 dagmar.eigner-stengg@steiermaerkische.at www.steiermaerkische.at, www.go-gruendercenter.net

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Zinsen wie anno dazumal Durchwachsene Konjunkturprognosen für Europa, magere Renditen im Anleihenbereich und an den Aktienbörsen ein Auf und Ab – keine leichte Zeit für Investmententscheidungen. Zum bevorstehenden Weltspartag hat das Bankhaus Krentschker daher eine Anleihenstruktur entwickelt, die sich den Gegebenheiten optimal anpasst. Unabhängig davon, ob sich der europäische Aktienmarkt (Eurostoxx 50 Index) steil nach oben, seitwärts oder auch nach unten entwickelt, die Bonus Plus Protect Anleihe erwirtschaftet in praktisch jeder Marktlage attraktive Kupons. Sie ist mit einem großen Sicherheitspuffer (Indexrückgang bis zu 70 Pro-

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Der Kraftvolle

Vorstandsvorsitzender Georg Wolf-Schönach zent) und einer max. Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet. Notiert der Index in einem Jahr in etwa auf dem jetzigen Niveau (ca. 2.700 Punkte), wird ein Kupon von 5,4 Prozent ausgezahlt. Darüber hinaus kann sogar das eingesetzte Kapital vorzeitig zurückgezahlt werden.

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beiteten Achsen sowie kraftvolle Stoßdämpfer. Das neue Sechsganggetriebe ist in Verbindung mit allen VierzylinderDieselmotoren serienmäßig. Die Leistungsspanne des Vito reicht von 95 bis 258 PS. Basisversion: Vito 110 CDI, 95 PS Verbrauch: 7,5 l /100 Km CO2-Emission: 198 g/km

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„Wir waren nie die Wallstreet, aber Bank-Austria-Vorsitzender Willibald Cernko über den Führungswechsel in der UniCredit, den Wandel in der Finanzwelt und die Bankenabgabe. Ihr bisheriger Stellvertreter Federico Ghizzoni wurde zum UniCredit-Chef ernannt. Wie beurteilen Sie diese Entscheidung? Cernko: Für uns ist diese Entscheidung nur gut. Er ist international, steht für MittelOsteuropa (CEE), er steht für Unabhängigkeit, hat die gesamte Internationalisierung mitgemacht. Er kennt Österreich und steht hinter unserer strategischen Ausrichtung. Es gibt keinen Zweifel an der Zuständigkeit für die Bank Aus­

tria. Wir arbeiten schon seit längerer Zeit sehr eng zusammen. Er ist einfach ein ganz toller Mensch. Stärkt das die Position der Bank Austria in Richtung CEE? Cernko: Es ist eine Bestätigung, dass die Arbeit der letzten Jahren auf diesem Gebiet eine gute war. Ghizzoni war ja auch im Rahmen der Bank Austria für diesen Bereich zuständig. Wir sehen in seiner Bestellung auch eine Bestätigung unserer Arbeit. Damit wurde einmal mehr dokumentiert, dass das Erfolgsmodell der Zuständigkeit für diesen Wirtschaftsraum bestätigt wurde. Sehen Sie durch die verbesserten Parameter ein Ende der Krise?

Cernko: Sprechen wir lieber von einer neuen Normalität. Die Aussichten werden stetig besser und sind teilweise erstaunlich gut. Aber es ist eine Auslese im Gang. Es gibt Unternehmen in allen Branchen denen es gut geht. Es wird jedoch auch Branchen geben, die viele Jahre lang an die Zahlen vor der Krise nicht mehr herankommen werden. Ein Auslöser für die Krise war mitunter ja, dass mancherorts an den Bedürfnissen der Kunden vorbeiproduziert wurde. Und am Ende haben wir festgestellt, dass vieles eine riesige Seifenblase war. Wie geht es jetzt im Bankenbereich weiter? Cernko: Im Bankenbereich sehen wir einen großen Unter-

schied zwischen Investmentund Kundenbanken. Investmentbanken werden eine volatile Entwicklung zeigen mit Boomphasen und entsprechend gegenläufigen Entwicklungen. Für die reinen Kundenbanken, wie wir sie sind, werden wir die Ergebnisse von vor der Krise so schnell nicht mehr sehen. Wir müssen uns auf ein niedrigeres Niveau einstellen, haben aber stabilere Situationen. Die Frage wird sein, ob es uns gelingt, neue Aktionäre zu begeistern, die sich diesem stabileren, kundenorientierten Geschäft zuwenden und sich weniger in der Hochschaubahn der Investmentbanken bewegen. Ein Faktum ist, dass auf die Banken ein massives Belastungs-

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Wirtschaft

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wir werden unsere Beiträge leisten“ paket zukommt. Empfinden Sie das als unfair? Cernko: Wir waren niemals die Wallstreet, dennoch sind wir Teil eines Bereiches, der sich stark der Gier unterworfen hat. Dazu gehören aber immer zwei – die Bank und der Kunde. Wir haben also schon zur Ausprägung der Krise beigetragen. Und wir werden unseren Beitrag leisten. Was wirklich wichtig ist: dass so etwas nie mehr passiert. Daher müssen wir das System sicherer und stabiler machen.

Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria

Wie könnte dieser Beitrag, der von den Banken gefordert ist, Ihrer Meinung nach aussehen? Cernko: Es gilt zu entscheiden, ob dieser Beitrag ins Budget fließen soll oder besser auf ein Reservekonto, um im Notfall gute Banken daraus zu stützen und Schaden von den Kunden abzuwenden, ohne auf den Steuertopf zuzugreifen. Das ist sicher vernünftiger als eine kurzfristige Budgetsanierung. Wichtig dabei ist aber, dass alle heimischen Banken hier beitragen und dass wir nicht schlechter behandelt werden als die anderen Länder in Europa, denn das wäre ein massiver Nachteil für ganz Österreich. Ich baue jedoch auf die Vernunft der Politiker. Interview: Gerald Heschl, mit freundlicher Genehmigung des Kärntner Sonntags.

Willibald Cernko

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Foto: Unicredit Group

1956 in Knittelfeld in der Steiermark geboren; 1985 bis 2007 war er in verschiedenen Positionen für die Bank Austria bzw. ihre Vorgängerinstitute tätig; von 2003 bis 2007 war er zudem Vorstandsmitglied. Seit Oktober 2009 Vorstandsvorsitzender der Bank Austria.

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Die Maut wird teurer Foto: Fotolia

Die Wegekostenricht­ linie verteuert die Maut und soll die Um­ welt entlasten. Hella Ranner

Die EU verständigte sich auf eine Eurovignette, die die Umwelt entlasten soll. In der Steiermark sieht man derzeit aber mehr Nach- als Vorteile. Die Wegekostenrichtlinie soll 2013 in Kraft treten, doch sie wirbelt bereits jetzt jede Menge Staub auf – obwohl sie eigentlich genau das verhindern sollte. Mit der sogenannten „Eurovignette“ soll mehr Maut eingehoben werden, um Lärm, Schmutz und Schadstoffausstoß der Lkw zu kompensieren. Hella Ranner, Mitglied des Europäischen Parlaments, sprach gar von einer „grünen Revolu-

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tion“ (siehe rechts). Doch auch wenn die Absichten in Brüssel gute waren, in der Steiermark zeigt man sich nicht unbedingt zufrieden. Frächter kalkulieren wirtschaftlich meist am Limit, eine weitere Belastung würde das „Ausflaggen“ (Unternehmensverlagerung ins Ausland) weiter antreiben. Statistisch gehen der öffentlichen Hand pro „verlorenem“ Lkw pro Jahr etwa 50.000 Euro ab. Busse fallen ebenso unter die Wegekostenrichtlinie, ein Umstand, den Fachgruppenobmann Manfred Fuchs am liebsten geändert hätte: „Mit dem Brüsseler Entscheid soll die Umwelt geschont werden, und Busse sind sicher ökologischer

als Pkw. Trotzdem werden wir gleich wie Lkw bemautet, und das schon mit Zehnsitzern. Wenn Busse schon nicht ausgenommen werden, dann sollten sie zumindest nach Sitzen gestaffelt in verschiedene Kategorien eingeteilt werden.“ „Mit zeitlicher Verzögerung wird am Ende der Konsument die Mauterhöhung bezahlen“, ist sich Wolfgang Sauer, Obmann der Sparte Handel, sicher, „außerdem wäre es besser, würde es keine pauschale Erhöhung geben, sondern nur dort, wo Alternativen wie die Schiene vorhanden sind, aber nicht genützt werden.“ Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

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„Wir brauchen eine europäische Lösung, die auch die besonderen Bedürfnisse eines klassischen Transitlandes wie Österreich berücksichtigt. Das Europaparlament hat diesem Anliegen Rechnung getragen und bei der Wegekostenrichtlinie den einzig richtigen Weg eingeschlagen und die Sorgen der Menschen in Bergregionen von Beginn an sehr ernst genommen. Das Europäische Parlament hat mit seiner Position eine kleine grüne Revolution eingeleitet.“ Hella Ranner, Europa-Abgeordnete

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Im Winter wird wieder kräftig gebaut „Die Winterbauoffensive ist ein wichtiger konjunktureller Impuls und ein echter JobMotor für die Bauwirtschaft“, betont Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Aus diesem Grund wird auch in diesem Jahr die bereits seit 14 Jahren bestehende Initiative fortgeführt – das Land stellt dafür auch heuer wieder eine Million Euro zur Verfügung. Gerade in der eher auftragsschwachen Zeit sorge die Winterbauoffensive für jene wichtigen Aufträge, die vielen Personen Arbeitsplätze sichern, erklärt Landesinnungsmeister Alexander Pongratz. Seit Bestehen der Offensive konnten über 9000 Menschen am Bau beschäftigt werden. „Viele Mitarbeiter müssten sonst stempeln gehen. Durch die Offensive konnten allein im letzten

Foto: Fotolia

Auch in diesem Jahr wird die Winterbauoffensive wichtige Arbeitsplätze sichern. Das Land Steiermark stellt dafür eine Million Euro bereit.

Auch heuer sorgt die Winterbauoffensive wieder für wichtige Impulse – und sichert Arbeitsplätze. Jahr 450 Personen in Beschäftigung gehalten werden“, freut sich der Innungsmeister und hält fest, dass dadurch auch rund 100 zusätzliche Dauerarbeitsplätze jährlich geschaffen werden können. Rund 20 Bauprojekte werden pro Jahr unterstützt. „Durch die Fördermenge von einer Million Euro wurden im letzten Jahr Investitionen in der Höhe von zehn Millionen ausgelöst“, berichtet Buchmann.

Ebenso wie in den Jahren zuvor werden auch heuer erneut Qualifizierungsmaßnahmen mit einer Viertelmillion Euro aus den Mitteln des Wirtschaftsressorts unterstützt. Buchmann: „Die Qualifizierungsoffensive Bau leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen.“ Bislang konnten 975 Unternehmen unterstützt und über 3000 Mitarbeiter höherqualifiziert werden.  V. P.

Informationen • Die Bauvorhaben müssen zwischen 15. 11. 2010 und 31. 5. 2011 durchgeführt und abgeschlossen werden. • Einreichfrist: Die Projekte können von 18. 10. bis 8. 11. 2010 im Ingenieurbüro Heidinger & Schwarzl in Leibnitz eingereicht werden: www. heidinger-schwarzl.at. • Die besten Projekte werden der Landesregierung für die Zuerkennung der Förderung vorgeschlagen.

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Wirtschaft

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Rot-Weiß-Rot-Card für Migranten Beim Sozialpartnerdialog präsentierten die vier Präsidenten der Sozialpartnerorganisationen Vorschläge für den künftigen Umgang mit Zuwanderung sowie ein umfassendes Paket, das Maßnahmen zur Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping enthält. Durch das kriteriengeleitete Zuwanderungsmodell sollen gezielt gut qualifizierte Menschen aus Drittstaaten zu einem Zuzug nach Österreich motiviert werden. Der Vorteil dieses Systems ist, dass klar dargelegt wird, welche Qualifikationen, Eigenschaften und sonstige Voraussetzungen erwartet werden. Bei den besonders hochqualifizierten Personen

(Säule 1) handelt es sich um das international gefragte Top­ level an Zuwanderern, für die besonders attraktive Rahmenbedingungen gelten sollen. Die Säulen 2 und 3 richten sich an Migranten mit hoher und mittlerer Qualifikation und einem Beruf, der am österreichischen Arbeitsmarkt nachgefragt wird. Ein konkretes Arbeitsplatzangebot, Sprachkenntnisse und Berufserfahrung spielen eine wichtige Rolle.

Rot-Weiß-Rot-Card „Die Sozialpartner packen heiße Eisen an und formen daraus brauchbare Werkzeuge“, begrüßt WKÖ-Präsident Christoph Leitl das Gesamtpaket. „Das ‚Ausländerthema‘ wird politisch missbraucht wie kein anderes Thema. Mit der ‚RotWeiß-Rot-Card’ wollen wir dem entgegen treten.“ Bei der Rot-Weiß-Rot-Card sei es der Arbeitnehmerseite besonders wichtig gewesen,

Foto: Fotolia

Sozialpartner einigen sich auf Zuwanderungsmodell für Fachkräfte aus Drittstaaten. Die Qualifikation der Migranten ist entscheidend.

Hochqualifi­ zierte Zuwan­ derer sind in Österreich ge­ fragt.

dass es nicht ausschließlich ein kriterien,- sondern ein bedarfsgeleitetes System der Zuwanderung geben solle. Der Bedarf müsse sich nach dem Arbeitsmarkt richten und werde von den Sozialpartnern gemeinsam mit dem AMS ermittelt, erklären ÖGB-Chef Erich Foglar und AK-Präsident Her-

bert Tumpel unisono. Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski: „Die Öffnung des Arbeitsmarktes stellt auch die Landwirtschaft im Bereich Erntehelfer und Saiso­niers vor neue Herausforderungen. Daher unterstützt auch die Landwirtschaftskammer die Rot-Weiß-Rot Card.“

Budgetsanierung und Verwaltungsreform gefordert Budgetäre Lage und Verwaltungsstruktur müssen dringend in Ordnung gebracht werden. Wirtschaftskammer Österreich drängt zu raschem Handeln. Bis zum Jahr 2014 wird die Staatsschuld Österreichs von heuer knapp 70 auf 74 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ansteigen, anstatt sich der Maastricht-Grenze von 60 Pro­zent anzunähern. Vor dem Hintergrund dieser prekären budge-

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tären Lage und anlässlich der Budgetverhandlungen der Regierung mahnen WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Rechnungshofpräsident Josef Moser und IHS-Chef Bernhard Felderer nachhaltige Strukturreformen ein. Leitl betont diesbezüglich, dass „die dringend notwendige Budgetkonsolidierung über die Ausgaben erreicht werden muss“. Das sei auch die Erwartungshaltung der österreichischen Bevölkerung (siehe Kasten). Die derzeit positiveren Konjunkturaus-

sichten dürften nicht dazu verleiten, Reformen auf die lange Bank zu schieben. Nur Einsparungen führten langfristig zu Ergebnissen, um die strukturellen Probleme Österreichs in den Griff zu bekommen, sind sich Leitl, Moser und Felderer einig. „Der von der Regierung geplante Weg dorthin, Einsparungen zu 60 Prozent ausgabenseitig und 40 Prozent über einnahmenseitige Erhöhungen zu erreichen, ist wenig ambitioniert“, setzt der WKÖ-Präsident nach.

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Market-Umfrage • 89 Prozent der österreichischen Bevölkerung wissen, dass es höchste Zeit für eine Budgetsanierung ist. • 58 Prozent der Bevölkerung sind für eine ausgabenseitige Sanierung, nur zwölf Prozent für eine einnahmenseitige, und 24 Prozent können sich eine aufgeteilte vorstellen. • 89 Prozent der Österreicher sehen das größte Einsparungspotenzial gerade in der öffentlichen Verwaltung.

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Handel wehrt sich gegen Hetzkampagne Spartenobmann Sauer räumt auf: Verallgemeinerte Vorwürfe, der Handel würde seine Mitarbeiter schlecht behandeln, seien ungerechtfertigt. Mediale Hetzkampagnen gegen den Handel als Arbeitgeber will Spartenobmann Wolfgang Sauer nicht länger hinnehmen: „Pauschalbehauptungen, wie sie in den letzten beiden Ausgaben von ,der Grazer‘ stattgefunden haben, sind imageschädigend – und das nicht nur für korrekt agierende Unternehmen, sondern für die ganze Branche“, weist Sauer die verallgemeinerten Vorwürfe zurück. „Vielmehr

Wolfgang Sauer Foto: Fischer

sind wir seitens der WK bemüht, schwarze Schafe zu enttarnen und dafür zu sorgen, dass Gesetze eingehalten werden.“ Walter Christian, Landessekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, lobt zwar das Engagement der steirischen Wirtschaftskammer, pocht aber dennoch auf die jüngsten Umfrageergebnisse beim Verkaufspersonal, die konzentriert in Einkaufszentren durchgeführt

wurden. „Unter anderem wird Mehrarbeit nicht richtig entlohnt und Gehälter lassen zu wünschen übrig“, konkretisiert Christian. Ebenso angeprangert wurden der große Prozentsatz an Teilzeitarbeitskräften, die hohe Frauenquote und Videoüberwachungen.

Ungerechtfertigt Sauer schüttelt ob der Vorwürfe den Kopf: „Es ist abzulehnen, wenn Mitarbeiter nicht richtig behandelt werden. Der überwiegende Teil der Unternehmer handelt jedoch im gesetzlichen Rahmen.“ Schließlich seien mehr als 80 Prozent der Handelsbetriebe Unternehmen, die weniger als zehn Mitarbeiter haben. Diese würden sich gravierendes Fehlverhalten nicht leisten können – die Mitarbeiter würden nicht bleiben. „Gesetzlich genau geregelt sind die Abgeltung von Überstunden sowie die Gehälter durch den Kollektivvertrag“, betont Sauer und merkt an: „Wobei der heuer geforderte Mindestgehalt beim KV ins Leere geht, weil bis auf die Neueinsteiger alle über dem gewünschten Wert liegen.“ Und auch in der Teilzeitarbeit und im hohen Frauenanteil sieht

Sauer nichts Negatives. Er rechnet vor: „80 Prozent der Beschäftigten sind weiblich. Der Handel bietet ihnen einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz. Über 40 Prozent arbeiten Teilzeit, die Mehrheit wünscht sich diese Art des Beschäftigungsverhältnisses, weil sie so Beruf und Privatleben besser vereinbaren können. Unabhängige Befragungen bestätigen das. Und die Bezahlung ist durch den KV geregelt. Für Teilzeitbeschäftigungen heißt das, dass für weniger Wochenstunden aliquot bezahlt wird.“ Pausenregelungen und Videoüberwachungen sind für Sauer ok: „Jeder muss vorgegebene Pausenzeiten einhalten und sich dazu an- und abmelden, so wie es auch in anderen Branchen üblich ist. Und Video dient an den gesetzlich erlaubten Stellen zur Sicherheit.“

Schwarze Schafe Die schwarzen Schafe sollten laut Sauer beim Namen genannt werden. „Außerdem sollte es doch dort Betriebsräte geben, die diese Vergehen aufzeigen und durch Kontrollen abstellen.“ Für Christian ein logisches Argument, er hält aber entgegen: „Das ist zu einfach gegriffen. Oft werden Betriebsräte auch verhindert.“ Laut Sauer ist der Imageschaden durch die Negativberichte angerichtet. Der Imageaufbau der letzten Jahre habe enorm Schaden erlitten. Warum nicht gemeinsam an einem Strang ziehen, meint Sauer in Richtung Christian. Man verfolge doch das selbe Ziel.

Foto: bilderbox

Anja Genser anja.genser@ wkstmk.at

Mehr als 80 Prozent der Beschäftigten im Handel sind weiblich. Die Teilzeitvariante wird von vielen geschätzt.

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Aktuell

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„Kampf um Mitarbeiter spitzt sich zu“

Der renommierte Unternehmensberater Jörg Knoblauch über die Wichtigkeit, das Thema Personal immer zur Chefsache zu machen. Herr Knoblauch, gute Mitarbeiter zu finden ist zu einer Herausforderung für Unternehmer geworden. Wie kann ein Firmenchef sicher sein, die richtige Personalentscheidung zu treffen? Jörg Knoblauch: Es herrscht Fachkräftemangel, und der verschärft sich in einem joblosen Aufschwung. Das bedeutet: ein Aufschwung, in dem wir eigentlich Personal einstellen müssten, aber keines da ist. Der Kampf um Talente spitzt sich zu. Mein Tipp an die Chefs: Wenn Ihnen ein potenzieller A-Mitarbeiter begegnet, stellen Sie ihn ein und binden Sie ihn langfristig ans Unternehmen. Was ist ein A-Mitarbeiter? Knoblauch: Unter A-Mitarbeitern verstehe ich Leute, die

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Foto: tempus/Wolfgang List

Jörg Knoblauch schrieb über 30 internationale Bestseller zu den The­ men Mitarbeitermotiva­ tion und Unternehmens­ führung. den Karren ziehen. B-Leute laufen neben her, C-Kräfte sitzen oben drauf und bremsen manchmal. Sie plädieren für einen Paradigmenwechsel in der Personalabteilung. Warum ist dieser notwendig? Knoblauch: In ganz vielen Unternehmen wurde bisher das Thema nicht wichtig genug genommen. Personal als strategisches Hauptthema für die Unternehmenszukunft muss aber jeden Chef interessieren. Es gibt viele Methoden zur Mitarbeiterführung. Was müssen die Verantwortlichen beachten? Knoblauch: Das Thema Personal in den Fokus stellen und auf allen Ebenen leben. A-Mitarbeiter fördern, Freiräume schaffen und Verantwortung übertragen. Man muss den Mitarbeiter zum Mitunternehmer machen. B- und C-Mitarbeiter entwickeln, herausfordern und wenn es nicht geht, eine Exitstrategie erarbeiten. Worauf muss ein Firmenchef besonders achten?

Knoblauch: A-Mitarbeiter wollen selbständig Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Wenn eine solche Kraft keine Entscheidungen treffen darf, dann geht diese bald zum Mitbewerber. Ihre Behauptung, Führungskräfte hätten eine heimliche Angst vor Exzellenz, ist provokant. Knoblauch: Diese Aussage ist nicht allgemeingültig, aber sie trifft in sehr, sehr vielen Unternehmen zu. Exzellente Führungskräfte lieben und fordern Exzellenz. Top-Führungskräfte stellen A-Mitarbeiter ein, B-Führungskräfte dagegen CMitarbeiter. Mittelmaß sucht immer Leute, die nicht besser sind als man selbst. Wieso ist ein solches Denken für ein Unternehmen so fatal? Knoblauch: Angst vor Exzellenz haben nur zweitklassige Führungskräfte. Allerdings liegt hier auch das Problem, und hier setzen wir auch in der Beratung an. Die Dringlichkeit nimmt durch den Wandel in

Wirtschaft

der Wirtschaft zu. Heute brauchen wir keine so genannten Abarbeiter mehr, sondern eigenverantwortlich handelnde Projektmanager. Welche Eigenschaften zeichnet eine Führungskraft aus? Knoblauch: In der heutigen Zeit braucht es vor allem Menschen, die Situationen schnell analysieren, durchdachte Entscheidungen treffen und die Menschen im Umfeld nicht aus dem Auge verlieren.

www.joergknoblauch.de Der Unternehmensberater und Bestsellerautor Jörg Knoblauch ist seit vielen Jahren für internationale Firmen, wie die Volkswagen AG in Wolfsburg, als Speaker und Berater tätig. Spezialgebiet: Mitarbeiterführung und -motivation. Die Gratweiner Intellekt Media GmbH bringt die von ihm begründete Temp-Methode zur Optimierung von KMU auch steirischen Unternehmen näher.

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Euro Skills: Fachkräfte im Wettbewerb Von 8. bis 12. Dezember messen mehr als 400 Teilnehmer ihr Können bei der Berufs-Europameisterschaft Euro Skills in Lissabon.

Hartes Training In den nächsten Wochen wird kräftig trainiert: Fachexperten mit Erfahrung bei internationalen Berufswettbewerben erarbeiten gemeinsam mit dem Teilnehmer und dem Unternehmen, bei dem er beschäftigt ist, einen speziellen individuellen Trainingsplan. Zusätzlich werden spezielle Trainings und Teamcoachings zur optimalen und gruppendynamischen Vorbereitung auf den Wettbewerb durchgeführt. Die Wettbewerbe in den einzelnen

Foto: Laresser

Von der Floristin zum Landschaftsgärnter, vom Koch bis zum Grafikdesigner – das österreichische Team für den internationalen Berufswettbewerb Euro Skills 2010 steht fest. 30 junge Fachkräfte im Alter zwischen 17 und 25 Jahren werden Anfang Dezember im portugiesischen Lissabon ihr Können unter Beweis stellen. Insgesamt sind 400 Teilnehmer aus ganz Europa und 51 Berufsfeldern im Rennen.

Das österreichische Team für die Euro Skills 2010 steht fest. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Berufen sind gewissermaßen auch als Wettstreit der Berufsbildungssysteme zu sehen. So trifft das auf einige mitteleuropäische Länder beschränkte duale System – wie es auch in Österreich praktiziert wird – auf rein schulische Systeme, wie sie in Nordeuropa verbreitet sind. Der internationale Berufswettbewerb wird alle zwei Jahre in einem anderen europäi-

schen Land ausgetragen. Vor zwei Jahren in Rotterdam erbrachte das österreichische Team Topleistungen. In der Einzelwertung konnten sechs Gold- und vier Silbermedaillen erkämpft werden. In der Teamwertung gingen zusätzlich zwei Gold-, zwei Silberund eine Bronzemedaille nach Österreich. In der Gesamtwertung erreichte Österreich damit den zweiten Platz hinter

Deutschland. Auch die Vorentscheidungen für die World Skills 2011, die im Oktober in London stattfinden werden, sind bereits im Gange. Dafür müssen sich die Teilnehmer erst in nationalen Vorentscheidungen beweisen, bereits jetzt laufen erste Vorbereitungen und Berufswettbewerbe an. Ab Herbst dieses Jahres finden die österreichischen Staatsmeisterschaften statt.

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Medieninhaber und Herausgeber: Wirtschaftskammer Steiermark, 8021 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-657, Fax 0316/601-308 Verleger: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Reitschulgasse 5, 8010 Graz; Geschäftsführer: Bruno Rabl, Tel. 0316/817090, info@mema.at Chefredakteur: Mag. (FH) Kurt Egger Redaktion: Anja Genser, Bakk. techn. (Chefin vom Dienst), Mag. Petra ­Mravlak (Redakteurin)

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Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at Produktion: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Graz Anzeigenverwaltung: MEMA Medien Marketing G.m.b.H, Reitschulgasse 5, 8010 Graz, Tel. 0316/817090, Fax DW 51, anzeigen.stwi@mema.at

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Reinhard Fendrich gibt am 11. Dezember ein Konzert mit seinem neuen Programm „Meine Zeit“ in der Dachstein-Tauernhalle in Schladming. Reinhard Fendrich im Netz: www.fendrich.at. Foto: Schladming Dachstein

Jugendstrategien kontra Abwanderung Abwanderung in den Regionen verursacht einen Facharbeitermangel – das setzt eine Negativspirale in Gang. Ein EU-Projekt soll das verhindern. Europaweit verzeichnen die ländlichen Regionen bereits jetzt einen starken Rückgang der jugendlichen Bevölkerung durch Abwanderung und Geburtenrückgang. Auch der Steiermark steht eine Abwan-

derung der größeren Art in einigen Gebieten bevor, das hat die „Standortstudie Steiermark 2015“ klar ergeben. Der daraus resultierende Fachkräftemangel wird zunehmend zu einem Problem für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Industrie.

Regionen fördern Die Innovation Region Styria (IRS, siehe Infobox) will die Entwicklung steirischer Regionen auf allen Ebenen fördern

und unterstützen. Dazu zählt auch die Koordination diverser EU-Vorhaben. Eines dieser Projekte zur Stärkung abwanderungsgefährdeter Gebiete heißt „YURA – Jugendstrategien für Regionen mit Abwanderung“. Dessen Ziel ist es, den großen Problemen, die sich aus der zukünftigen Überalterung der Bevölkerung in verschiedenen Regionen Europas ergeben, durch gemeinsame Konzepte und Aktivitäten zu begegnen. Die

Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmer soll gestärkt werden, indem auch in Zukunft hochqualifizierte Fachkräfte für die Betriebe in den Regionen bereitstehen. „Konkret soll das durch Schul- und Lernpartnerschaften geschehen, in denen Schülern die Leitbetriebe der Region und mögliche Berufsfelder vorgestellt werden“, erklärt Claudia Krobath, eine der Geschäftsführerinnen der IRS.

Breite Kooperation Der geographische Schwerpunkt liegt hierbei in der Ostund Süd-West-Steiermark. Als österreichischer Partner der Innovation Region Styria (Infobox) ist unter anderem das Regionalmanagement SüdWest-Steiermark eingebunden. Die Wirtschaftskammer Steiermark unterstützt das Projekt, kofinanziert werden die beiden steirischen Partner von der Steirischen Wirtschaftsförderung. Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

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Jugendliche sollen für Betriebe in den Regionen begeistert werden – Zusammenarbeit ist gefragt.

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Die Innovation Region Styria (IRS) ist eine Schnittstelle zwischen regionalen Firmen und strategischen EUProjekten sowie zwischen Firmen und Kompetenzzentren. Des weiteren hält die Innovation Region Styria Kontakt mit anderen Regionalzentren in Deutschland, Italien, Polen, Tschechien und Ungarn und steht mit ihnen in ständigem Austausch.

Regionen

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K&Ö: Die Zukunft kann beginnen

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Der modische Schwerpunkt auf fünf Etagen sorgt für eine geschlossene Trendlinie von A(rmani) bis Z(egna). 24 Rolltreppen halten die Modekunden in Bewegung, für einen Augenschmaus sorgt der Skywalk im sechsten Stock, der einen 360-Grad-Blick auf die Dachlandschaft von Graz erlaubt. Nicht minder atemberaubend ist der barocke Lichthof, der als Kernstück des Hauses wiederbelebt wurde. Das Motto lautet: „Anschau’n“.

turservice. Der neue Laden befindet sich in der St. Veiter Straße.

Graz

Leibnitz Einen neuen Friseur gibt es in Wolfsberg: Eva Sundl bietet in ihrem Laden „Com-Hair“ neben

Foto: Wiesner

Die Destillerie Franz Bauer ist stolz auf ihre 25 Medaillen, mit denen sie dieses Jahr ausgezeichnet wurde. Darunter sind auch viele internationale Preise, etwa der „Preis der Besten in Silber“ für langjährige hervorragende Produktqualität der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. * „Feinheit von Feiertag“ nennt sich das neue Projekt von Andreas Feiertag und Nicole Dressler. Uhren, Schmuck und spezielle Anfertigungen werden geboten, außerdem gibt es auch einen Repara-

Alle Marken

Foto: Fischer

„Anknüpfen an die Vergangenheit ist wichtig für die Zukunft.“ So beschreibt das Führungsduo Martin Wäg und Thomas Böck die baulichen und inhaltlichen Strategien der vergangenen fünf Jahre. Ist ihnen mit der Tiefgarage unter dem historischen Baujuwel ein Meisterstück gelungen, so haben sie mit dem Kastner & Öhler neu ihre Dissertation abgeliefert. Statt abzuwandern haben sich Wäg und Böck ganz klar dafür ausgesprochen, in den Stammsitz zu investieren. In fünfter Generation beweisen die beiden Unternehmer ökonomischen Weitblick, der auch der Innenstadt wirtschaftliche Perspekti-

ven öffnet. Dass nicht nur der Altstadtkern ohne das Handelsflaggschiff Kastner & Öhler um vieles ärmer wäre, daran zweifelt heute niemand mehr. 137 Jahre, nachdem Carl Kastner und Hermann Öhler sich in der Sackstraße angesiedelt haben. Von 20.000 m2 Verkaufsfläche und 935 Mitarbeitern haben sie damals wohl kaum geträumt.

Blick in den neuen, „alten“ Lichthof: Barock, transparent eingefasst

klassischem Haar-Service auch Kosmetik und Maniküre. Abgerundet wird das Angebot von wöchentlichen Aktionen wie dem Schülertag. * „Myfit“ nennt sich ein neues Fitness-Studio im Kaufpark Gralla. Auf 800 Quadratmetern gibt es dabei alles, was fit hält – vom Cardio-Ausdauerbereich über Vibrationstraining bis zur gemütlichen Chill-out-Lounge.

Bruck an der Mur Feinspitze: Nicole Dressler und Andreas Feiertag

Eine sportliche Offensive startet das Kapfenberger „Einkaufs Cen-

Regionen

trum Europaplatz“ (Ece): Handball, Eishockey, Basketball – regionale Teams aus mehreren Sportarten werden künftig als „Ece Bulls“ spielen. Es sei faszinierend, wie „Sport eine ganze Region interessant und lebendig machen kann“, erklärt Ece-Betreiber Heribert Krammer das Engagement. Neben dem Sport hat das Ece noch weitere Ambitionen, die Attraktivität des Standorts zu sichern – Planungshilfe und 120.000 Euro bietet das Ece der Stadt für das Projekt „Kapfenberg will schöner werden“ an. Bereits fixiert wurde das Sport-Sponsoring mit dem ehemaligen „Handballver-

ein Bruck“, dem ersten offiziellen Bulls-Team: eine jährliche sechsstellige Fördersumme und ein eigenes Jugendförderprogramm wurden vereinbart. Die Erwartungen sind hoch, denn: „Bruck gehört in die Bundesliga“, ist BullsPräsident Karl Thaller überzeugt.

Foto: GEPA pictures

Fünf Jahre lang wurde gebaut, 40 Millionen Euro investiert. Auf 20.000 m2 Verkaufsfläche erstrahlt Kastner & Öhler in neuem Glanz.

Sportliches Duo: Krammer und Thaller (v.l.)

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Noch heuer 50 Millionen für Schladming Noch rund 850 Tage bis zur Schiweltmeisterschaft 2013 in Schladming, doch heimische Firmen und Urlaubsgäste profitieren schon im heurigen Winter von dem Großereignis. Denn rund um die Vier-BergeSkischaukel Hauser KaiblingPlanai-Hochwurzen-Reiteralm wurde im Sommer die Infrastruktur ausgebaut und modernisiert. Insgesamt fließen alleine heuer Investitionen in Höhe von über 50 Millionen Euro. „Das ist ein Rieseninvestment“, freut sich Regionalstellenobmann Franz Perhab, „aus dem nicht nur heimische Firmen, sondern auch die Wintergäste einen Nutzen ziehen. Die Arbeiten sind alle im Zeitplan, wenn alles fertig ist, wird Schladming zum ,Eyecatcher‘ für Touristen.“ Auf der Planai stehen die Aufbauarbei-

ten für das futuristische Talstationszentrum „Planet Planai“ vor dem Abschluss und im Bereich Mitterhaus wurde eine neue Achter-Sesselbahn errichtet. Mit einer Förderleistung von 3200 Personen pro Stunde wird sie die leistungsstärkste in der gesamten Steiermark sein. Die Wintersportler können sich bei einer Fahrzeit von unter vier Minuten auf höchsten Komfort freuen – modernste Wetterschutzhauben und Sitzheizung inklusive. Auch auf der Reiteralm stehen großzügige Erweiterungen an. Hier wurde mit dem Preunegg-Tal praktisch ein ganz neues Skigebiet erschlossen. Rund 13 Millionen Euro werden in den Bau neuer Pisten und die Errichtung einer neuen, 2,2 Kilometer langen Achter-Gondelseilbahn investiert. Die Förderleistung beträgt hier stündlich 2400 Personen. An der Talstation finden die Gäste zahlreiche Garagenplätze sowie ein modernes SkiDepot vor. Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

Foto: Planai-Bahnen

Eine neue Talstation, moderne Sessellifte und eine gebündelte Vielzahl an Geschäften kurbeln die regionale Wirtschaft rund um Schladming an.

Millioneninvestition für Wirtschaft und Tourismus in Schladming

Mit dem Business-Frühstück in den Tag starten Mit der „Top 7 Academy“ in den Tag starten: Ein gutes Frühstück, Fachwissen und Teambuilding warten auf die Teilnehmer. Die „Top 7 Academy“ lädt zum Business-Frühstück. Am 27. Oktober im Mediacenter des Grazer Rathauses gibt es bis mittags Impulsreferate zu Themen wie „Die Kraft des Lachens“ von Manfred Glawogger, „Burn Out“ von Erich K.

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Hotter und ein Medientraining mit Bernd Chibici. Die „Break­ fast Academy“ ist ein revolutionäres Konzept für höchst effiziente Wissensvermittlung – erstellt von Experten. Man nützt ausschließlich die Zeit des Tages, in der die menschliche Aufmerksamkeit auf Hochtouren arbeitet – nämlich den Morgen und den früheren Vormittag. Die „Steirische Wirtschaft“ verlost zwölf Gutscheine für das Business-Frühstück. Schicken Sie eine E-Mail an redak-

tion.stwi@wkstmk.at, Kennwort „Frühstück“, unter Angabe Ihres Namens und einer Telefonnummer. Die Gewinner werden telefonisch verständigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück! Detaillierte Informationen zum Business-Frühstück finden Sie im Internet unter www.t7a.at. Ein Dutzend Gutscheine werden verlost.

Regionen

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Foto: Furgler

Heute startet die Selbständigkeit

B. Kaltenbeck

In Eigenregie

Foto: Fotolia

Von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen: die Gründermesse informiert.

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Burghard Kaltenbeck ist Sfg-Geschäftsführer.

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In Sachen Gründungsdynamik ist die Steiermark ein Land auf hohem Niveau. Genau 2001 Unternehmen sind hierzulande im 1. Halbjahr 2010 neu gestartet – und damit um exakt drei weniger als im Vergleichszeitraum 2009. Damit sich diese Hochkonjunktur bei den Gründungen weiter fortsetzt, steht die Veranstaltung „Selbstständig 10, die steirische Gründermesse“ in Graz am Programm. Offiziell eröffnet wird die Gründermesse durch Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, Wirtschaftskammer-Direktor Thomas Spann, Steiermärkische-SparkassenVorstandsdirektor Franz Kerber sowie Sfg-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck. Die Veranstalter bieten Besuchern umfassende Informationen und Beratung zum erfolgreichen Start ins Unternehmerleben. Direkt vor Ort erhalten Interessierte etwa zu den Themen Gründung, Steuern, Versicherungen, Finanzierung, Förderungen oder Firmenauftritt fundierte Informationen.

Was zeichnet EPU aus? Ein-Personen-Unternehmen sind Betriebe, in denen eine Person den Einkauf, die Produktion und auch alles andere selber macht. Etwa 30.000 solcher EPU gibt es in der Steiermark. Mehr als 90 Prozent der steirischen Gründer starten als EPU und setzen ihre Ideen in Eigenregie erfolgreich am Markt um. Welche Bedeutung haben EPU für die Wirtschaft? Eine aktuelle Studie zeigt, dass 20 Prozent der Alleinunternehmer bereits an den ersten Mitarbeiter, die erste Angestellte denken. Rund 2000 neue Arbeitsplätze könnten heuer in der Steiermark durch EPU entstehen. Welche Hilfestellung gibt es, wenn man „erweitern“ will? Die Sfg stellt das Förderungsprogramm „EPU + 1“ bereit (http://sfg.at/epuplus1). Damit wird die EinStart!Upstellung des ersten MitarbeiLounge ters erleichtert. Das Angebot gilt auch für Gründer, die zu zweit durchstarten.

Kinderecke

SurfInsel Check-In

BEHÖRDEN

INFRASTRUKTUR

BERATUNG

INNOVATION

FINANZIERUNG

QUALIFIZIERUNG

FÖRDERUNG

STANDORT

GRÜNDERLAND STEIERMARK

WIRTSCHAFTSKAMMER

Wirtschaft

Informationen zur „Selbstständig 10“ finden Sie im Internet unter sfg.at/ selbststaendig. Termin: 22. 10. 2010, 9–17 Uhr, in der Stadthalle Graz. Der Eintritt ist frei. Highlights: 90 Info- und Ausstellungsstände. 10.15 Uhr: offizielle Eröffnung. 12.00 Uhr: Verleihung des Follow-me-Awards.

Check-In

Conrad-v.-Hötzendorf-Straße (Straßenbahn-Haltestelle „Stadthalle“)

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• Eine freiwillige Vorsorge für den Krankheitsfall • Tipp von Sonja Taferner zur Dienstfreistellung • In Kürze: Termine vom Patentsprechtag bis zu Übergabeberatungen • Doku über den Bau der Semmeringbahn am 26. Oktober in 3Sat

Hier treffen sich Übergeber und Übernehmer. Weitere Angebote finden Sie unter www.nachfolgeboerse.at Betrieb Obersteiermark Großhandelsbetrieb (Gartenausstattung) in der Obersteiermark sucht Mitgesellschafter als späteren Nachfolger. Anfragen unter Tel. 0316/601-1101, ID 28302 Cafe Kapfenberg Cafe mit Wintergarten sucht Nachfolger. Betriebsgröße: 125 m², 60 Sitzplätze. Infos und Bilder unter „Euro Cafe“ auf Facebook. Anfragen Tel. 0664/52 46 050, ID 28144 Restaurant zu verkaufen Restaurant Auwirt, Gastraum für 50 Personen, 2 Kegelbahnen, Kamin­ stüberl, Sonnenterrasse, Grünanlage. Anfragen unter Tel. 0664/21 73 883, ID 28304 Partner gesucht? Unternehmensübernahme – Einstieg als Geschäftsführer/Partner. Biete technische und betriebswirtschaftliche Qualifikationen. Offen für alle Branchen. Anfragen unter Tel. 0316/601-1101, ID 9247

Koordination: Daniela Kozissnik

Wissen ist eine Handelsware Was weiß mein Unternehmen? Was sollte es wissen? Wie trage ich dieses Wissen weiter? Was ist Wissen wert? Es gibt Antwort auf diese Fragen. Wissen ist eine (Handels-) Ware. Ein Wissen, das sich vor allem Klein- und Mittelbetriebe stärker zunutze machen müssen. Weil aber Wissen in keinem Lagerraum deponiert wird, sondern nur in den Köpfen existent ist, geht es jetzt darum, Ressourcen und Chancen des intellektuellen Kapitals zu analysieren und bewusst zu nutzen. Das klingt kompliziert, ist auch nicht ganz einfach zu begreifen. Aus diesem Grund gibt es sie, die Wissensexperten, die allen Unternehmen helfen, die Einzigartigkeit des Unterneh-

mens herauszuarbeiten. Eine Initiative der Wirtschaftskammer Österreich, die kürzlich bei einer Veranstaltung in der Steiermark vorgestellt wurde. Unter dem Titel „Erfolgsfaktor Wissen: erkennen, schützen, vermarkten“ wurde das Gehirnschmalz unter die Lupe genommen. Innovative Ideen sind Wissen, Kochrezepte sind Wissen, auch Erfahrung ist Wissen. In unserer Wissensgesellschaft geht es darum, Wissen weiterzugeben, es nicht verschlossen zu halten.

Wissen ist Kapital Wissen steht auch in engem Zusammenhang mit Patenten und Rechten, damit wird Wissen auch zu Barem, zu einem vermarktbarem Gut. Weil viele Firmen zu wenig über ihre Kunden und deren Bedürfnisse wissen, wird mangels Wis-

Das Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt. M. v. Ebner-Eschenbach

sen auch oft am Markt „vorbeiproduziert“. Die Experten sind sich einig: „Der Markt muss wissen, was Kunden brauchen, nicht umgekehrt“. Ein eigener Leitfaden „Wissensmangement für KMU“ bietet Tipps, Checklisten und Fragebögen, wie Wissen transferiert und geschützt werden kann. Erfolgsfaktor-Wissen-Beratungen ab Jänner 2011 helfen Unternehmen, professionell mit Wissen umzugehen. In bis zu 75 Prozent geförderten Beratungen. Alles andere weiß Leopold Strobl: E-Mail leopold.strobl@ wkstmk.at, Tel. 0317/601-601.

Foto: Fotolia

Cafe – Grazer Innenstadt Cafe in einem Handelsbetrieb in der Mariahilferstraße sucht neuen Betreiber. Start Jänner 2011 möglich. 400 m2 Gastgarten mit 80 m2 Pavillion. Anfragen unter Tel. 0316/82 62 11 29, ID 28390

Wissen weitergeben wird in der Wissensgesellschaft zur Erfolgsformel (auch) für KMU.

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Service

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Freistellung zu bezahlen. Vereinbart werden muss der Verbrauch von Resturlaub. Wird eine Vereinbarung zum Urlaubskonsum unterlassen oder lehnt der Dienstnehmer den Urlaubsverbrauch ab, ist davon auszugehen, dass der Resturlaub mit dem Ende des Dienstverhältnisses ausbezahlt werden muss. Wichtig ist, sich den Widerruf der Dienstfreistellung vorzubehalten. Für die Zeit einer bezahlten Dienstfreistellung gebührt keine zusätzliche Abgeltung von Postensuchtagen, weil deren Konsum während einer Freistellung zumutbar ist. Der Verbrauch von Zeitguthaben in der Dienstfreistellung sollte vereinbart werden, weil ein Krankenstand einen vereinbarten Zeitausgleich nicht unterbricht. Man sollte sich auf den Verbrauch des Urlaubs während der Dienstfreistellung einigen, ohne ihn an ein bestimmtes Datum zu binden. In diesem Fall würde ein Krankenstand den Urlaub unterbrechen.

Längere Krankheit kann Unternehmer wirtschaftlich in die Knie zwingen. Die SVA bietet daher eine freiwillige Zusatzversicherung an. Eine freiwillige Zusatzversicherung kann jeder unter 60-jähriger Unternehmer abschließen, der aktiv erwerbstätig und bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) krankenversichert ist. Ingrid Kuster vom WKRechtsservice: „Die Beiträge wurden seit 2007 von 4,25 Prozent auf 2,5 Prozent gesenkt. Gezahlt wird von der Beitragsgrundlage, die auch für die Pflichtbeitragszahlungen zur Kranken- und Pensionsversicherung gilt.“

• Termine

XX Patentsprechtag,

2. November, 9 bis 14 Uhr, WK Graz, 0316/601-765, angelika.janisch@wkstmk.at XX EU-finanzierte IPA-Projekte im SEeuropäischen Raum, 3. November, ICS, 0316/601-400, office@ic-steiermark.at XX Steuertipps für GründerInnen, 9. November, 14 bis 16 Uhr, WK Graz, 0316/601-600, gs@wkstmk.at XX Steuersprechtag, 11. November (vormittags), WK Mürztal – Mariazellerland, 0316/601-9800, muerztal@ wkstmk.at XX Steuersprechtag, 11. November (nachmittags), WK Leoben, 0316/601-

Service

Die Leistungen der SVA: Krankengeld (bei Arbeitsunfähigkeit infolge Erkrankung) und Taggeld (bei Spitalsaufenthalt). Gerechnet wird das Krankengeld von der individuellen „täglichen“ Beitragsgrundlage. Davon gebühren während des Krankenstandes zu Hause 60 Prozent als Krankengeld bzw. bei Spitalspflege 80 Prozent als Taggeld. Die Zusatzversicherung kann direkt bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft abgeschlossen werden.

Rechenbeispiel Beispiel: Bei monatlichen Einkünften von 1600 Euro werden noch ca. 25 Prozent Sozialversicherungsbeiträge hinzugerechnet. Bei einer Beitragsgrundlage von 2000 Euro er-

9500, leoben@wkstmk.at INCOTERMS 2010, 11. November, XX 15 bis 17 Uhr, WK Graz, 0316/601601, rechtsservice@wkstmk.at XX Follow-me-Frühstück, 12. November, 9 bis 11 Uhr, Sparkasse Feldbach Hauptplatz 13, 0316/601-765, angelika.janisch@wkstmk.at XX Follow-me-Frühstück, 13. November, 9 bis 11 Uhr, WK Graz, 0316/601765, angelika.janisch@wkstmk.at XX AWO-Sprechtag Nord- und Nordwesteuropa, 15. November, ICS, 0316/601-400, office@ic-steiermark. at XX Das neue Baugesetz, 16. November, 10 bis 13 Uhr, WK Graz, 0316/601-

gibt das einen monatlichen Beitrag von 50 Euro für die Zusatzversicherung. Im Krankheitsfall erhält der Selbständige pro Tag 40 Euro Krankengeld, falls er im Spital liegt, 53,33 Euro Taggeld.

Betriebsausgabe Die Beiträge zur Zusatzversicherung sind in voller Höhe als „Betriebsausgaben“ steuerlich absetzbar. Kuster: „Die Auszahlung kann frühestens nach sechs Monaten Versicherungsdauer erfolgen, bei einem Arbeitsunfall werden die Leistungen aber sofort erbracht, selbst wenn man z.B. nur drei Tage zusatzversichert gewesen ist. Krankengeld gebührt ab dem vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit und wird für höchstens 26 Wochen ausbezahlt.“

601, rechtsservice@wkstmk.at Marktorientierte UnternehmensXX führung, 16. November, 14 bis 17 Uhr, WK Graz, 0316/601-600, gs@wkstmk.at XX ERFA Arbeitsrecht, 17. November,

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Ich möchte meinen Dienstnehmer während der Kündigungsfrist vom Dienst freistellen. Was ist dabei zu beachten? Dazu Sonja Taferner: Diese Dienstfreistellung sollte schriftlich gemacht werden. Während der Freistellung ist das volle Entgelt weiter

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„Über das Heben von Lasten“ mit Kränen und technische Neuerungen informiert ein Vortrag an der Grazer Fachhochschule, Alte Poststraße 149. Am 27. Oktober, 18 Uhr, Eintritt frei. www.fh-joanneum.at

Eine freiwillige Vorsorge

Sonja Taferner

Infos: Sofortservice, Tel. 0316/601-601

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Ein Tag für die gute Sache – beim Adventtag am 26. November stellen Unternehmen ihre Arbeitskraft für soziale Projekte zur Verfügung. Infos und Anmeldung: E-Mail is@verantwortung-zeigen.at

Merkenswerte Termine

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Im WK-Service­ team für Sie da: Doris Horwath

Eine Doku beleuchtet den abenteuerlichen Bau der Semmeringbahn bis zur Eröffnung 1854: „Eisenbahn und Zauberberg“ in der Reihe Schätze der Welt, 26. Oktober, 11.40 Uhr, 3Sat, www.3sat.de

für den Krankheitsfall Die Meldung der Erkrankung muss bei der SVA innerhalb von sieben Tagen ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit einlangen. Beispiel für die Erstmeldung: Liegt ausschließlich eine ärztliche Behandlung ohne Spitalsaufenthalt vor, muss die Meldung innerhalb von sieben Tagen ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit erfolgen (eine allfällige Fortmeldung im Abstand von 14 Tagen darf nicht vergessen werden!). Weitere Details zum Thema: www.sva.or.at

Mein Mitarbeiter muss in absehbarer Zeit seinen Präsenz- bzw. Ausbildungsdienst leisten. Was muss ich beachten? Dazu Andrea Vasvary: Das Arbeitsverhältnis bleibt durch die Einberufung unberührt. Während die-

Präsenzdienst

Infos: Tel. 0316/601-601, rechtsservice@wkstmk.at, www.wko. at/stmk/rs/presse

14.30 bis 16 Uhr, WK Graz, 0316/601661, daniela.kozissnik@wkstmk.at XX Gründer-Workshop, 18. November, 14 bis 17.30 Uhr, WK Graz, 0316/601600, gs@wkstmk.at XX AWO-Branchenforum UK, 22. November, ICS, 0316/601-400, office@ ic-steiermark.at XX Steuersprechtag, 23. November (ganztags), WK Ennstal/Salzkammergut, 0316/601-9600, liezen@wkstmk.at XX Wozu ein Businessplan?, 25. November, 14 bis 17 Uhr, WK Graz, 0316/601600, gs@wkstmk.at XX Steuerliche Neuerungen zum Jahreswechsel, 25. November, 15 bis 17 Uhr,

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Andrea Vasvary

WK Graz, 0316/601-601, rechtsservice@wkstmk.at XX Deloitte, steuerrechtl. Aspekte der Mitarbeiterentsendungen, Vorsteuerabzug, 25. November, ICS, 0316/601400, office@ic-steiermark.at XX Steuersprechtag, 30. November (vormittags), WK Weiz, 0316/601-9000, weiz@wkstmk.at XX Steuersprechtag, 30. November (nachmittags), WK Hartberg, 0316/6019300, hartberg@wkstmk.at XX Übergabeberatungen, jeden Mittwoch, 9 bis 11 Uhr, WK Graz, 0316/601661, rechtsservice@wkstmk.at • Dialog. Über den „Luxus des Wir“ diskutieren Führungskräfte im kleinen

Rahmen bei einer Veranstaltung am 4. November ab 16 Uhr in Graz. Dabei dreht sich alles um die Wechselbeziehungen von Gesellschaft und Wirtschaft und einen „gesunden“ Arbeitsmarkt. Infos: 0463/507755-0, www.verantwortung-zeigen.at • Kongress. Ein zweitägiger Kongress bringt alle Personalverrechner auf den neuesten Stand in Sachen Arbeitsrecht, Lohnsteuer und Sozialversicherung: Personalverrechnerkongress am 11. und 12. November, jeweils ab 9 Uhr im Wifi, 1180 Wien, Währinger Gürtel 97. Gebühr: 480 bis 540 Euro. Info: Tel. 01/47677-5231, www.wifi.at/managementforum

ser Zeit ruhen die Arbeitspflichten des Arbeitnehmers und die Entgeltfortzahlungspflicht des Arbeitgebers. Es besteht kein Anlass zu einer Endabrechnung, es tritt auch hinsichtlich der Sonderzahlungen keine Sonderfälligkeit ein. Zeiten des Präsenz- oder Zivildienstes sind auf die Dauer der Dienstzeit anzurechnen. Der Arbeitnehmer genießt Kündigungs- und Entlassungsschutz, der vom Zeitpunkt der Mitteilung des Einberufungsbefehles bzw. Zustellung des Zuweisungsbescheides gilt und in den meisten Fällen erst einen Monat nach Beendigung des Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienstes endet. Während der Schutzzeit kann der Arbeitnehmer nur dann gekündigt/entlassen werden, wenn ein im Gesetz angeführter Kündigungs-, bzw. Entlassungsgrund gegeben ist und vor Ausspruch im Klagsweg die Zustimmung des Arbeits- und Sozialgerichtes eingeholt wurde. Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601

Service

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Foto: Fotolia

Handwerkerbonus: Handwerkliche Tätigkeiten im und um den Haushalt sollten steuerlich absetzbar sein, wenn sie vom Fachmann durchgeführt werden. In Deutschland läuft diese Regelung seit 2006.

Initiative gegen den Steuerwahnsinn Keine neuen Steuern, so lautet die Forderung der steirischen Gewerbetreibenden und Handwerker. Neue Massensteuern würden sie besonders treffen.

„Neue Steuern sind eine indirekte Bremse des Wirtschaftsmotors“, stimmt auch Andreas Herz, Sprecher der gewerblichen Dienstleiter, mit ein. Viel wichtiger wäre es, das Steuersystem zu vereinfachen und etwa in der Verwaltung, wo es sinnvoll ist, Bereiche zusammenzulegen. „Die Gewerbebetriebe tragen die Hauptlast der Steuern, jede neue Belastung wäre zu viel“, ist auch Gabriele Machhammer, Landesinnungsmeisterin der Gesundheitsberufe, überzeugt. Stattdessen gelte es vielmehr, die Lohnnebenkosten zu senken. „Nur der private Konsum kann das Wirtschaftswachstum ankurbeln“, ist man sich einig. Ein Handwerkerbonus, wie schon seit längerem vom Gewerbe gefordert, würde die Konjunktur antreiben statt zu bremsen. Petra Mravlak petra.mravlak@ wkstmk.at

Wir müssen das Wirtschaftswachstum ankurbeln statt bremsen. Foto: Fischer

H. Talowski

Forderungen • Keine neuen Steuern, die den Privatkonsum drosseln. • Eine Bankensteuer darf nicht auf die Kunden abgewälzt werden. • Keine Erhöhung der Mineralölsteuer, das würde die gesamte Konjunktur drosseln. • Keine Erhöhung der Arbeitnehmer- bzw. Arbeitgeberbeiträge. • Stattdessen: Einführung eines Handwerkerbonus, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Foto: Fischer

„Unsere Betriebe haben sich in Zeiten der Krise als Stabilitätsfaktor für die Wirtschaft erwiesen“, sagt Spartenobmann Josef Herk. „Der private Konsum hat die Unternehmen gestützt. So machten sich in der Vergangenheit weder extreme Konjunkturspitzen noch wirtschaftliche Flauten stark bemerkbar.“ Das ist aber auch der Grund dafür, dass der Aufschwung im Handwerk derzeit auf sich warten lässt. Die immer wieder aufflammende Diskussion über die Einführung neuer Steuern lässt deshalb die Wogen hochgehen. „Jetzt Unternehmen mit neuen Steuern zu belasten wäre Wahnsinn“, ist Spartenobmann-Stellvertreter Hermann Talowski erzürnt. Neue Mas-

sensteuern würden den Privatkonsum drastisch verringern, was Klein- und Mittelbetriebe besonders hart treffen würde. Während internationale Konzerne die Gruppenbesteuerung nutzen würden und im Ausland entstandene Verluste abschreiben könnten, gäbe es für Gewerbe und Handwerk keine Steuerschlupflöcher. „Wir leisten einen wichtigen Beitrag für die Kommunen“, sagt Talowski. Auch die Einführung einer Bankensteuer könnte nach hinten losgehen – wenn nicht verhindert wird, dass die Banken die Belastungen auf ihre Kunden abwälzen. Am härtesten würde die Unternehmen freilich eine Erhöhung der Mineralölsteuer treffen.

Spartenobmann Josef Herk fordert „keine neuen Steuern“, nur so könne die Konjunktur weiter angekurbelt werden.

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Gewerbe

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Die Region ist uns nicht „Wurst“ Das Wiener Schnitzel ist des Österreichers liebstes Gericht – eine Internetumfrage, an der sich kürzlich 27.000 Österreicher beteiligten, hat das bestätigt. Fleisch und Wurst sind aber nicht nur beliebt, sondern auch wichtige Nahrungsmittel. „Sie liefern Vitamine und Spurenelemente“, sagt Karl Turza, Berufsgruppensprecher der steirischen Fleischer. „Fleisch ist gesund. Wie bei allem sollte man natürlich mit Maß und Ziel genießen.“ Qualität spielt dabei eine große Rolle. Bei Fleisch und Wurst legen immer mehr Konsumenten besonderen Wert darauf. „All jenen selbständigen Fleischern, die Herkunft und Nachvollziebarkeit gewährleisten können, geht es gut“, weiß Turza. „Fleischer sollten ihr Marketing genau dar-

Fachgruppentagung

Die Fachgruppe Bau tagt am 18. November ab 14 Uhr in der Bauakademie Steiermark in Übelbach. Tagesordnung: 1. Eröffnung, Begrüßung. 2. Bau aktuell – Themen rund um die steirische Bauwirtschaft. 3. Baurestmassen – Aktuelles zur Deponieverordnung. 4. Altengerecht und barrierefrei – Präsentation der Studie aus dem Planungsbereich. 5. Überreichung Ehrenurkunden und Ehrennadeln. 6. Prinzip Motivation – Vortrag. 7. Allgemeine Aussprache.

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Herkunftsgarantie Auch kurze Transportwege und schonende Schlachtung können ein gewichtiges Verkaufsargument sein. „Je mehr wir unsere Kunden darauf hinweisen, woher unsere Ware kommt, desto mehr können wir punkten.“ Turza blickt optimistisch in die Zukunft: Um erfolgreich zu sein, gelte es, immer neue Produkte zu entwickeln. „Auch das Thema Gesundheit spielt dabei eine immer größere Rolle. Die Nachfrage nach Produkten ohne Geschmacksverstärker oder fettarmer Wurst steigt“, erzählt Turza. Besonders wichtig für die Branche sei es auch, das

Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Rund 200 selbständige Fleischer gibt es in der Steiermark.

den unterstützt. Auch der Radverkehr in der Stadt ist förderungswürdig – hier gibt es zwei Zuschüsse abzuholen, die auch mit den Landesförderungen kombinierbar sind: Radabstellanlagen und Fahrrad-Servicebo-

Gewerbe allgemein

Förderungen der Stadt

Die Stadt Graz vergibt mehrere Förderungen im Umweltund Energiebereich. Insgesamt 100.000 Euro stehen für Förderungen bei umweltfreundlichen Fahrzeugflotten zur Verfügung, Zuschüsse gibt es für Elektro-, Hybrid- und Gasautos. Wohnbauträger, Anlagenbetreiber, Vereine und auch Private können zwischen 30 und 100 Prozent Zuschüsse für eine Umstellung ihrer Heizung erhalten – Fernwärme und Gasheizungen wer-

Handwerk an die Jugend weiterzugeben und Lehrlinge auszubilden, die dem Kunden ihr handwerkliches Geschick vorführen. „Die neue Innung des Lebensmittelgewerbes, die Fleischer, Bäcker, Konditoren und Müller unter einem Dach vereint, bietet auch neue Möglichkeiten für Kooperationen“, ist Turza überzeugt. „Warum sollte man sich nicht einen Partner ins Geschäft holen und die Synergien auch im Verkauf nutzen?“

xen werden gefördert. Als Abstellanlage gilt ein überdachter Fahrradständer für mindestens fünf Räder, eine Servicebox beinhaltet einen Luftkompressor, Öl, Reifenkleber und anderes Standardwerkzeug. Weitere In-

formationen zu den Förderungen und Richtlinien beim Umweltamt der Stadt Graz – Tel. 0316/8724323, E-Mail energie@stadt. graz.at – oder auf der Homepage der Stadt unter der Rubrik Umweltserver: www.graz.at.

Frisöre

Sprechstunden

Foto: Steiermark Tourismus/Eisenschink

Bau

auf konzentrieren“, ist er überzeugt. Das Vertrauen der Konsumenten sei durch den globalen Markt geschwächt, andererseits habe Österreich das härteste Tierschutzgesetz in ganz Europa. „Die Stärken der Fleischer liegen ganz klar in der Regionalität“, betont Turza.

Foto: Fotolia

Die Wurstwoche vom 18. bis 24. Oktober rückt das Fleischerhandwerk ins Licht. Qualitätsbewusstsein steht im Vordergrund.

Radverkehr in Graz wird gefördert.

Gewerbe

Der Innungsmeister der Frisöre, Roman Wagner, hat an folgenden Tagen Sprechstunden: 3., 4., 10. und 23. November. Termine können vereinbart werden unter Tel. 0316/601-594.

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Am 17. und 18. März trifft sich das „Who ist Who“ der österreichischen Salesprofis beim dritten Österreichischen Verkaufskongress in der Wirtschaftskammer Wien. Infos und Anmeldung: www.vbc.at Foto: Fotolia

Heißes Eisen im Handel: Längeres Haben die Kunden den Handel, den sie sich wünschen, bzw. bietet der Handel das, was sich die Kunden vorstellen? Spartenobmann Wolfgang Sauer: Schon seit Jahren setzen erfolgreiche Handelsbetriebe auf Service, kompetente Beratung und natürlich Freundlichkeit. Mit der Erweiterung der Ladenöffnungszeiten auf 72 Stunden wurde die Flexibilität der Händler gesteigert, um noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. Die Rückmeldungen, die wir erhalten haben, waren durchwegs positiv, obwohl der volle Rahmen von den meisten Händlern nicht ausgeschöpft wird. Shoppingcitybetreiber Richard Lugner: Wir in der Wiener Lugner City haben bei den Öffnungszeiten ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Sonderregelung während der Europameisterschaften, die auch am Wochenende für offene Handelstüren sorgte, brachte uns fast eine Verdoppelung des durchschnittlichen Tagesumsatzes in der Shoppingcity ein. Das zeigt, dass der Kunde durchaus längere Öffnungszeiten will. Ich plädiere dafür, die Öffnungszeiten freizugeben, um als Unternehmer dann offen zu halten, wenn die Leute Zeit haben, Geld auszugeben.

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Citypark-Geschäftsführer Waldemar Zelinka: In unserem innerstädtischen Einkaufszentrum haben wir probeweise über einen längeren Zeitraum ein Mal im Monat bis 21 Uhr offen gehalten. Damit haben wir nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht. Die Kundenfrequenz ist nicht gestiegen, sie hat sich nur über das längere Zeitintervall verteilt. Für unsere Mieter war es nicht lukrativ. Deshalb haben wir den langen Einkaufstag wieder abgeschafft. Vize-Präsidentin Regina Friedrich: Wenn ich als Kundin spreche – und ich kaufe wirklich sehr gerne ein –, sind vom Bedürfnis her die Öffnungszeiten durchaus ausreichend. Aber natürlich muss man hier zwischen notwendig brauchen und wollen unterscheiden. Sicherlich wäre es manchmal fein, wenn Geschäfte das Shoppen länger ermöglichen würden. Warum scheint es, dass in der Steiermark die längeren Öffnungszeiten zu keiner guten Bilanz führen, während in Wien die Umsätze vom Gegenteil überzeugen? Zelinka: Aus der Sicht des Cityparks sprechen einfach zwei Punkte gegen ein erfolgreiches längeres Offenhalten: Zum einen lässt die Anbindung an den öffentlichen Verkehr bei uns zu wünschen übrig. Andererseits ist es de facto so, dass am Abend die Leute eher aus der Stadt fahren als hinein. Lugner: Ich muss aber schon auch sagen, dass der Erfolg beim längeren Offenhal-

Handel

ten sehr stark davon abhängt, wie gut der Kunde Bescheid weiß. Anfänglich war es in der Lugner City auch nur schleppend. Aber ich habe medial die Werbetrommel gerührt. Der Durchbruch kam, als ich jeden Tag, also regelmäßig, bis 21 Uhr offen gehalten habe. Sauer: Anzumerken bei all dem Pro und Contra ist, dass die Öffnungszeitendiskussion auch

zu Diskussionen über Arbeitszeit und Gehalt führt. Es nützt nichts, wenn sich ein längeres Offenhalten nicht rendiert. Friedrich: (Sauer zustimmend) Flexibilität hinsichtlich der Öffnungszeiten ist wirklich sehr vielschichtig. Es sind ja auch die familiären Befindlichkeiten zu regeln. Und als Konsumentin sage ich: Längere Öffnungszeiten sind nicht essentiell.

Waldemar Zelinka ist Geschäftsführer des Grazer Cityparks.

Wolfgang Sauer ist Spartenobmann des Handels.

Fotos: Zenz

Beim Business-Talk am Handelstag wurden die Ladenöffnungszeiten heiß diskutiert. Special Guest Richard Lugner polarisierte.

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Foto: Fotolia

Foto: Zukunft Industrie

Die Lehrlingsseminarreihe des Handels geht weiter: Heuer trägt das Seminar den Titel „Die Kunst der Selbstmotivation – Motivation in der Lehre“. Infos unter Tel. 0316/601-564. Web: www.derhandel.at.

Offenhalten polarisiert Wie ertragreich ist der Handel? Lugner: Heuer ist es sehr gut gelaufen. Wir haben aufgrund der Schließung von Cosmos rund zehn Prozent der Fläche nicht bewirtschaftet und werden dennoch mit einem dreiprozentigen Plus abschließen. Zelinka: Auch im Citypark sind wir heuer sehr gut unterwegs. Unsere ersten Hochrechnungen haben gezeigt, dass wir

aller Voraussicht nach mit einem tollen Umsatzplus von 3,5 Prozent das Jahr 2010 abschließen werden. Sauer: Der Handel hat sich nicht nur als krisenresistent erwiesen, sondern auch heuer wurden der Fleiß der Händler und ihr Ideenreichtum mit guten Umsätzen belohnt.

Die Sparte macht alle Händler auf die Förderung für einen barrierefreien Zugang aufmerksam. Bauliche Maßnahmen werden mit bis zu 50 Prozent (max. 25.000 Euro) gefördert. Web: www.derhandel.at.

Handel allgemein

Kontrollierter Stress Über Feuer gehen will gelernt sein – bei einem Workshop am 10. November kann man genau das tun. Die anwesenden „Business Relaxperten“ zeigen, wie Konzentration und ein kühler Kopf dabei helfen, eine kontrollierte Stress-Situation zu meistern. Weitere Infos: www.ubit-stmk.at

Energiehandel

Treibstoffpreise

Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Die Brutto-Treibstoffpreise liegen in Österreich unter dem EU-Durchschnitt, und zwar um 13,41 Cent pro Liter bei Eurosuper und um 6,28 Cent pro Liter bei Diesel. Die Preise wurden am 11. Oktober verglichen. Der zeitliche Verlauf dieser Preise ist auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums unter der Rubrik Treibstoffpreis-Monitor abrufbar: www.bmwfj.gv.at.

Arznei, Drogerie, Parfüm

Naturheilmittel

Ein Vortrag informiert über „Wertvolle Naturheilmittel nach Hildegard von Bingen“ und ihre Anwendung im Alltag. 2. November ab 19 Uhr im Hotel Novapark, Fischeraustraße 22, 8051 Graz. Weitere Infos und Anmeldung: Tel. 0316/601-572, E-Mail 303@ wkstmk.at

Richard Lugner ist der Chef der Wiener Lugner City.

Freitag, 22. Oktober 2010

Regina Friedrich ist Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer.

Weitere spannende Einblicke in den Handelstag 2010 erhalten Sie auf dem Online-Medienportal unter wko.tv.

Foto: Fotolia

Tradition: die Verleihung des Handelsmerkurs, siehe Seite 41.

Heilkraft und Wohltat

Handel

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Der steirische Autocluster (AC-Styria), gegründet 1995, hat heute 180 Partnerbetriebe mit 46.000 Mitarbeitern, die insgsamt einen Umsatz von elf Milliarden Euro erwirtschaften. www.acstyria.com

Karl Pansy, Geschäftsführer Autocluster Styria

Foto: Fotolia

Foto: Konstantinov

Die Automobilproduktion läuft wieder an.

Automobilindustrie kommt in Fahrt Die Automobilbranche hat sich von der Krise rascher erholt als erwartet. Die Betriebe blicken aber noch vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Der steirische Automobilsektor dürfte mit einem blauen Auge aus der Krise davon gekommen sein. „Die Auftragslage ist sehr gut“, fasst Karl Pansy, Geschäftsführer des steirischen Autoclusters die Situation zusammen. Die Erholungsphase nach der Krise sei wesentlich früher eingetreten als erwartet. Für große Umstrukturierungen habe es keine Zeit gegeben. Ein weiterer Dämpfer könne aber nicht ausgeschlossen werden. Gegenwärtig wird der Markt von der starken Nachfrage aus Fernost getrieben. Davon profitiert der Auspuffhersteller Remus/Sebring. „In China liegt das größte Wachstumspoten-

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zial für einen Gutteil der Sparten unseres Unternehmens“, bestätigt Remus-Chefin Angelika Kresch. „Gemessen am Krisenjahr 2008/09 ist die Auftragslage derzeit gut, im Vergleich zum Jahr davor allerdings schlecht.“ Gut unterwegs ist die AVL List, Spezialist für Antriebssysteme. Das bestätigt Prokurist Josef Affenzeller. „Wir haben antizyklisch investiert, unser Stammpersonal gut gehalten, und das kommt uns jetzt zugute.“ Die Ziele für 2008 würden allerdings erst in einem Jahr erreicht. Karl Fink, Chef der Gießerei Karl Fink und Vorsitzender der Fachvertretung Gießereiindustrie, hofft auf einen Aufwärtstrend. „Gießerein haben viele Mitbewerber in den östlichen Nachbarländern. Wir haben uns daran in den letzten Jahren angepasst.“ Die Krise habe den Restrukturierungsprozess verstärkt.  P. M.

Industrie

www.austriadruckguss.com (ADG) Das Gleisdorfer Unternehmen ADG beliefert die Automobilindustrie mit Druckgussteilen aus Aluminium. 18 Maschinen stellen sechs Millionen Gussteile im Jahr her. Dafür werden 12.500 Tonnen Alu bei durchschnittlich 750 Grad Celsius geschmolzen. Das Ergebnis sind Motor-, Antriebs- und Fahrwerks- und Strukturteile, die sich in den Autos namhafter Hersteller, wie Audi, VW, BMW oder Lamborghini wiederfinden. Das Unternehmen beschäf-

tigt derzeit etwa 200 Mitarbeiter. Im Jahr 2008 wurde ein Umsatz von 32 Millionen Euro erwirtschaftet, die Krise brachte einen Einbruch um 30 Prozent. „Die Lage hat sich stabilisiert und heuer wurden bereits 17 neue Mitarbeiter aufgenommen“, sagt Geschäftsführer Alexander Schröfl. „Bestehende Aufträge ziehen vom Volumen her wieder an. Während neue Generationen verschoben wurden, wurden alte verlängert.“

Aus einem Guss: Der Leiterrahmen ist Teil der Audi-Karosserie.

Freitag, 22. Oktober 2010


Vorstandsvorsitzender der AlliWolfram anz-Gruppe ÖsterLittich reich, Wolfram Littich

AInIdunt seineralit Rolle incillametue als Präsident facildes utpat, Versichesuscilla aut wiscincilis delenjsixxis rungsverbandes Österreichaccummy plädiert ernostis für et nimbessere eine ad mincini Finanzbildung smolor sequat. in Schulen. A Idunt alitOdo erciduntgibt Informationen velises num auchdel aufeummy der VVOnonsenibh etummol Homepage: www.vvo.at.

Schlechte Noten für das Finanzwissen Studie zeigt große Mankos im Finanzwissen von Jugendlichen auf. Die Versicherungswirtschaft will mit Schulen und der Politik dieses Problem beseitigen. Das Bewusstsein für private Vorsorge ist hoch, doch der Weg zum Wissen meist unklar: Das zeigt eine aktuelle GfK-Studie, die vom Versicherungsverband Österreich (VVO) in Auftrag gegeben wurde. Demnach sehen zwar neun von zehn Jugendlichen eine private Vorsorge als notwendig an, wissen aber nicht, wie sie vorsorgen sollen. Als Gründe enttarnt die Studie eine mangelnde Produktkenntnis und unzureichende Informationsquellen.

VVO-Präsident Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz-Gruppe in Österreich. Positiv sei es, dass es etwa sechs von zehn Jugendlichen als sinnvoll erachten, Finanzbildung stärker in den Lehrplan zu integrieren. Hier will die Versicherungswirtschaft ansetzen.

Finanzbildung „Um die ‚Wissenslücken‘ zu schließen, braucht es einen Schulterschluss von Politik, Schulen und der Finanzwirtschaft“, meint Littich. Einen wichtigen Beitrag zur Finanzbildung leiste die Versicherungs-

wirtschaft ohnehin tagtäglich durch die Qualifizierung ihrer mehr als 30.000 Mitarbeiter. Laut VVO erhalten pro Jahr 662 Absolventen die Zertifizierung als Kundenberater und 220 Lehrlinge schließen ihre Ausbildung erfolgreich ab. Dass auch neue Wege beschritten werden müssen, steht für Littich außer Frage. Die Versicherungswirtschaft ist bereits aktiv geworden: Neben dem Ausbau der bisherigen Aktivitäten wird ab 2011 die Website mit Videos erweitert, die in jeweils 100 Sekunden die Wirkungsweisen von Versicherungen erklären.

Die Dreharbeiten zu diesen Videos haben Anfang Oktober bereits begonnen. Zusätzlich wird laut Littich aber auch der Weg über Netzwerke sowie direkt zu den Schulen gesucht. „Um langfristig erfolgreich zu sein, sind Finanzdienstleistungsunternehmen, Schulen, Lehrer, Eltern und Politik gleichermaßen gefordert“, appelliert Littich an alle. „Damit Jugendliche mündige Konsumenten von morgen werden, aber auch, weil Finanzwissen zur Prävention von Finanzkrisen dient.“ Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Handlungsbedarf Insgesamt führen 58 Prozent der 200 Befragten zwischen 14 und 20 Jahren an, im Rahmen des Schulunterrichts keine Informationen zu Versicherungen erhalten zu haben. „Wenn man bedenkt, dass die heutige Jugend der mündige Konsument von morgen ist, gibt es dringenden Handlungsbedarf“, betont

• 62 Prozent fühlen sich zu wenig informiert und fordern aktiv eine Finanzbildung. • Neun von zehn sehen eine private Vorsorge als notwendig an. • Knapp jeder fünfte Verletzte im Straßenverkehr ist zwischen 15 und 19 Jahre jung.

Freitag, 22. Oktober 2010

Foto: Fotolia

Jugendstudie in Zahlen

Aktuelle GfK-Studie belegt: Zwei Drittel aller Jugendlichen verfügen über nicht genug Finanzwissen.

Banken

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Bei LR Kristina Edlinger-Ploder wurden die erweiterten Verkehrsdienstverträge mit ÖBB-PV-AG-Regionalmanager Franz Suppan (li.) und den Steirischen Landesbahnen, Helmut Wittmann, unterzeichnet.

Cargo Center Graz: Expansion auf Schiene Als Verteilerzentrum für den südosteuropäischen Wirtschaftsraum ging das Cargo Center Graz (CCG) vor rund sieben Jahren an den Start. Seither ist es stetig gewachsen. „Rund 180 Millionen Euro an Investments wurden seit Beginn initiiert“, ist CCG-Chef Franz Glanz stolz auf den riesigen Erfolg. Heute umfasst die in Werndorf stationierte Transport- und Logistikdrehscheibe eine voll genutzte Gesamtfläche von einer Million Quadratmetern, wo jährlich bis zu 160.000 TEU umgeschlagen werden.

300 Millionen Euro Jetzt wurde der nächste Expansionsschritt gesetzt – mit dem Fokus auf Zagreb. Man will damit laut Glanz noch enger an die süd- und südosteuropäischen Ballungszentren rü-

Zagreb hat ein Einzugsgebiet von 1,2 Millionen Einwohnern. Foto: Fischer

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Franz Glanz

cken. Der CCG-Geschäftsführer rechnet mit einer langfristigen Investitionssumme von 300 Millionen Euro, „da das Terminal in Zagreb erheblich größer sein muss“. Zagreb liege nämlich an mehreren wichtigen Korridoren und sei das Einzugsgebiet von 1,2 Millionen Einwohnern. Zudem kooperiere man auch mit Luka Rijeka. „Schließlich haben wir gemeinsam mit der kroatischen Staatsbahn HZ Cargo und dem Hafen Rijeka sowie kleineren Partnern die Entwicklungsgesellschaft für das Cargo Center Zagreb gegründet“, geht Glanz ins Detail. Wobei CCG, HZ Cargo und Luka Rijeka mit je 20 Prozent der Anteile die Mehrheit halten. Glanz schwebt für 2013 der Startschuss für dieses MegaProjekt vor. „Es wird gleich wie unser CCG in einem mittelfristigen Zeithorizont zu betrachten sein“, sagt der ambitionierte Geschäftsmann und spricht von einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren.

Erlebniswelt 300.000 Euro werden derzeit gerade ins CCG investiert, „ein großer Anteil davon fließt in ein Visitor-Center“, verrät Glanz, der sich damit dem steirischen Landesprojekt „Erlebniswelt Wirtschaft“ angeschlossen hat. Noch vor Weihnachten soll es eröffnet werden, ab 2011 wird das CCG für Besucher buchbar sein. Neben einer Rundfahrt gibt es zwei Stationen zur Veranschaulichung der globalen Logistik. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Verkehr

160.000 TEU werden jährlich im Cargo Center Graz umgeschlagen.

Foto: Fischer

Das Cargo Center Graz (CCG), die Logistikdrehscheibe in Werndorf, erschließt neues Terrain. In Zagreb soll ein Tochter-Center entstehen.

Freitag, 22. Oktober 2010


34. Apfelmontgolfiade in Puch bei Weiz: 23. bis 29. Oktober. Eine ganze Woche lang locken Ballonfahrten und viel Programm. Infos: Tel. 03176/8882 E-Mail info@apfelland.info Foto: Fotolia

Gastro & Veranstalter für alkoholfreie Feierkultur

Anders feiern Zehn Plätze sind noch frei im Programm „Wir können auch anders“ (Wkaa). Die Aktion von Jugendlandesrätin Elisabeth Grossmann, Landesjugendreferat und WK fördert einen bewussten Umgang mit Alkohol und strebt eine neue Feier-Kultur an. Teilnehmende Gastronomen und Veranstalter erhalten ein umfangreiches Servicepaket mit allerhand hilfreichen Gadgets – von Altersarmbändern über Shirts bis zu Untersetzern. Zusätzlich werden die teilnehmenden Lokale beim Partner Antenne Steiermark beworben. Das Wkaa-Team macht auch Lokalbesuche – dabei können sich Mitarbeiter Tipps zum Thema Jugendschutz holen, Rezepte für alkoholfreie Cocktails probieren und sich das Spielund Aktivitätsprogramm näher bringen lassen. Von Fotoständen über Untersetzermemory bis zum Rauschbrillen-Parcour gibt es ein breites Angebot, das helfen soll, alkoholfreien Spaß zu bieten. Weitere Infos und Anmeldung: Tel. 0676/5073584 oder E-Mail office@wkaa.steiermark.at.

Freitag, 22. Oktober 2010

Heizschwammerl- und Wintergastgartenverbot rauben den Gastronomen nach der Raucherhatz den letzten Glauben an die Stadtregierung. Ab 1. November ist es vorbei mit der Gastgartenidylle. Auch wenn in Graz, der steirischen Toskana, im Winter warme Temperaturen die Gäste ins Freie locken, bis Ende Februar wird diese Möglichkeit auf Eis gelegt. Keine Gastgärten, keine Heizschwammerln, es herrscht (bis auf 80 Zentimeter an der Hausfront) Outdoor-Schonzeit für den Umsatz. Als Begründung werden Energieverschwendung und das Ruhebedürfnis der Anrainer angeführt. Argumente, die die betroffenen Wirtsleute

nicht verstehen können. Allen voran Fritz Walter (Don Camillo), der rund 7000 Euro in Kuscheldecken und Beheizung investiert hat, „um dem Platz auch im Winter Leben einzuhauchen, was voll gelungen ist. Gibt es beim Don Camillo keinen Gastgarten, werde ich zwei Mitarbeiter entlassen und die Stadt bekommt keine Miete. Wem nutzt also das Verbot?“

Wirte wehren sich Günther Huber vom Landhauskeller stellt sich voll hinter seine Kollegen, obwohl er im Winter keinen Gastgarten betreibt: „Graz ist eine lebendige Stadt, die man gastlich nicht weiter einschränken darf. Jetzt müssen wir uns einmal kräftig wehren.“ Das sieht auch WKFachgruppenobmann Karl Wratschko so, der nicht ver-

steht, warum die Gastronomen von den Politikern nicht in die Überlegungen einbezogen wurden: „Es wurde über unsere Köpfe hinweg entschieden. Wir stellen uns in der WK hinter die Wirte und haben bereits einen Termin bei Bürgermeister Siegfried Nagl und hoffen auf ein konstruktives Gespräch.“ Dem Ergebnis sieht Andreas Zöpnek von der Schnabelweide am Kaiser-Josef-Platz (noch) gelassen entgegen: „Wir haben keinen klassischen Gastgarten, aber die Leute genießen es, auch im Winter in der frischen Luft Kulinarik zu genießen.“ Er wird sein Marcello auf dem Lendplatz sicher zusperren, wenn am 1. November Gastgartenschluss ist: Hannes Messner, der frustriert Beispiele aus Marburg, Mailand und Paris zitiert.

Die Kuschelidylle an warmen Wintertagen ist Vergangenheit, wenn am 1. November Gastgartenschluss ist.

Foto: Fischer

Foto: Fotolia

Der Umsatz wird auf Eis gelegt

Tourismus

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Foto: Fotolia

Cable Days 2010, Fachveranstaltung für Kabelnetzbetreiber, Rundfunkveranstalter und Branchendienstleister: 11. und 12. November, Salzburg Congress. www. cable-days.at/anmeldung.html.at.

P und R bitten zum großen Finale

Der Feldstecher ist eingepackt, die Suche abgeschlossen, 28 sprachgewandte Talente warten auf die große Siegerehrung.

Das PR-Duo war höchst erfolgreich unterwegs. Die Qualität der 28 Einreichungen kann sich sehen lassen. Am 10. November steigt die Gala. Insgesamt 28 Projekte, davon 19 zum PR-Panther und neun zum heuer erstmals vergebenen PR Young Star Award, wurden zum steirischen PRPreis 2010 eingereicht. Damit konnte die Zahl der Einreichungen gegenüber dem Vorjahr wieder gesteigert werden.

Hohe Qualität Auch im Bundesvergleich – beim PR-Preis 2009 des PRVA (Public Relations Verband Austria) gab es österreichweit 39 Einreichungen – schneidet der steirische Public-Relations-Preis hervorragend ab. Sehr erfreulich ist auch die

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hohe Qualität der Einreichungen – die Jury hat die „Qual der Wahl“. „Die Einreichungen zum steirischen PR-Preis 2010 zeugen generell von einer hohen Qualität und einem hohen Verständnis, was gute PR ausmacht. Wir freuen uns sehr, dass die Einreichungen zum PR-Panther, der heuer zum dritten Mal vergeben wird, den steirischen Kommunikationsberatern ein so gutes Zeugnis ausstellen“, so Martin Novak, Berufsgruppensprecher der PR-Berater in der Wirtschaftskammer Steiermark.

kommunikation“ an der FH Joanneum sowie des PR-Lehrgangs am Wifi Steiermark. Die Verleihung des PR-Panthers findet am 10. November um 19 Uhr in feierlichem Rahmen in der FH Joanneum statt. Neben dem von einer Expertenjury aus dem Medienbereich ausgewählten steirischen Kommunikator des Jahres 2010 wird heuer erstmals die junge steirische PR-Szene mit dem PR

Das Finale

Young Stars Insgesamt haben 16 Unternehmen bzw. Agenturen zum PR-Panther eingereicht. Die Einreichungen zum Young Star Award erfolgten durch Studenten des Studiengangs „Journalismus und Unternehmens-

Consulting

Young Star Award ausgezeichnet. Kooperationspartner sind der Steirische Presseclub und der Studiengang Journalismus und Unternehmenskommunikation, FH Joanneum. Unterstützt wird der „PRPanther“ vom Land Steiermark, der Medienfabrik und der Alpenländischen Schilderfabrik. Alle Infos rund um den Bewerb: www.pr-panther.at

Einreichungen stellen Kommunika­ tionsberatern gutes Zeugnis aus. Foto: Fischer

Martin Novak

Der PR-Panther 2010 wird am 10. November, 19 Uhr, vergeben. Neben dem Kommunikator des Jahres wird erstmals auch der PR Young Star gekürt. Die Gala findet im Audimax der FH Joanneum in Eggenberg statt. Alle Informationen über den Wettbewerb sind nachzulesen unter www.pr-panther.at.

Freitag, 22. Oktober 2010


Jetzt erfasst die Ökowelle auch den Technologiebereich. Ab 2011 sind Green-IT-Berater on tour, um Unternehmern auf Wunsch sparen zu helfen. Sie kommen in friedlicher Mission, die Green-IT-Berater. Ab 2011 können Unternehmer ihre Dienste (vom Land Steiermark stark gefördert) in Anspruch nehmen und damit kräftig sparen. Dominic Neumann, Berufsgruppensprecher Informationstechnologie, bringt die Ubit-Initiative auf den Punkt: „Die Informationstechnologie muss einfach ökologisch gestaltbarer werden.“

IT als Energiefresser „Es geht teilweise um eine unglaubliche Kostenersparnis an den Arbeitsplätzen, die viele Unternehmer gar nicht für möglich halten.“ Neumann demonstriert das Sparpotenzial an einem sehr praktikablen Beispiel: Ein Klein- und Mittelbetrieb mit 20 Mitarbeitern hat bis dato auch 20 Rechner

im Einsatz. Weil erfahrungsgemäß – es kommt natürlich auf die Branche an – nicht alle Beschäftigten einen eigenen PC brauchen, reicht es, wenn man die 20 Geräte durch Virtualisierung auf bis zu einen Rechner reduziert. Neumann: „Dieser Firmenchef kann im Monat bis zu 60 Kilowatt Strom sparen, die effektive Kostenersparnis lässt sich nach dem ganz individuellen (Firmen-)Tarif leicht errechnen.“ Auch der LaptopBoom schlägt teuer zu Buche. Neumann: „Viele User haben zu leistungsstarke und zu schnelle Geräte, die einfach unglaublich viel Strom brauchen. Mit maßgeschneiderten Geräten lassen sich bis zu 100 Euro im Jahr sparen.“ Im Einzelfall kein großer Betrag, wenn aber Hunderte Laptops in Unternehmen im Einsatz sind, dann zahlt sich der Blick eines Profis auf die Kosten/Nutzen-Rechnung aus. Infos über die Green-IT-Berater: dominic@derneumann.at

Foto: Fotolia

Mit dem Sparstift auf der grünen Welle

Unverzichtbar, aber auch ein Stromfresser: der Laptop

Mail, SMS und Facebook – die Menschheit kommuniziert digital. Das wirkt sich auch auf Ausbildung und Arbeit aus: Schrift wird alltäglich. Bei der Herbsttagung des Steirischen Buchklubs in Murau drehte sich alles um „digitale Alphabetisierung“ und neue Schreib-Welten. „Stellen Sie sich vor, statt jeder Mail schreiben Sie einen Brief“, schmunzelt Christian

Freitag, 22. Oktober 2010

Swertz, Professor für Medienpädagogik an den Unis Wien und Bielefeld, einer der Vortragenden: „So viele Briefe hat niemand geschrieben. Die Qualität des Schreibens verändert sich. Wir plaudern schriftlich.“ Wirtschaftsbetriebe stellt die digitalisierte Kommunikation vor Möglichkeiten und Aufgaben: Neue Kanäle zum Kunden öffnen sich, die Medien sind auf der anderen Seite extrem schnell und müssen auch so bespielt werden: „Wir haben eine durchschnittliche Verweildauer von

drei Sekunden auf einer Homepage.“ Digitales Schreiben muss den digitalen Lesegewohnheiten angepasst sein. Kinder sind mit dieser Form der Kommunikation aufgewachsen – auch das Bildungsangebot wird mitziehen müssen, weil Frontalunterricht „merkwürdig“ wirkt. Ein interaktiver Ansatz sind Lernspiele – nicht nur für Kinder. Manager etwa können ihre kommunikativen Fähigkeiten in Spielen testen. Infos: www.buchklub-steiermark.at, www.swertz.at.

Foto: Fotolia

Schriftliche Plauderei und lehrreiche Spielerei

Digitale Kommunikation verändert die Sprachgewohnheiten.

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Freitag, 22. Oktober 2010


Der Einladung der Landesvorsitzenden Adelheid Fürntrath-Moretti zum 18. steirischen Unternehmerinnenforum mit dem Thema „Power sucht Frau“ folgten über 90 Business-Ladys.

Ausgezeichnet: Wimmer und Schwindhackl (v. l.)

Ehrung Direktvertrieb 400 steirische Direktberater und viele Ehrengäste konnte Gremialobmann Peter Krasser bei der Fachgruppentagung willkommen heißen. Allen voran WK-Präsident Ulfried Hainzl, Landesrat Christian Buchmann, Spartenobmann-Stv. Susanne AignerHaas und Gremialgeschäftsführer Günther Knittelfelder. Bei der Tagung wurden zwei verdiente Funktionäre geehrt: Peter Wimmer und Werner Schwindhackl erhielten für ihre außergewöhnlichen Leistungen für den steirischen Direktvertrieb die Silberne Ehrennadel des Bundesgremiums.

Handels Stefanie Brada, die in Vertretung von Firmenchef Gerfried Schuller sichtlich stolz die Auszeichnung entgegennahm. Schuller selbst konnte an der Verleihung nicht teilnehmen, galt es doch zeitgleich den neuen BlueTomato-Store in Wien feierlich zu eröffnen.

Foto: Grawe

Auch in diesem Jahr war sie das Highlight des steirischen Handelstags – die Verleihung des Handelsmerkurs. Über die heißbegehrte, weil enorm prestigeträchtige Auszeichnung durfte sich heuer der Schladminger Boardsportund Lifestyle-Spezia­ list Blue Tomato freuen. Handelsspartenobmann Wolfgang Sauer überreichte den goldenen Gott des

Lange Karriere, jetzt in Pension: Günther Witamwas

Erfolgreiche Karriere

Foto: Zenz

Foto: Teschinegg

Handelsgott in Gold

Stefanie Brada und Wolfgang Sauer mit dem Handelsmerkur

Sein Name ist untrennbar mit der Grazer Wechselseitigen verbunden: Günther Witamwas, der 1979 als Abteilungsleiter für Ausund Weiterbildung ins Unternehmen eingestiegen ist. Im zweiten Bildungsweg hat der gelernte Bürokaufmann und Fahrlehrer BWL an der Grazer Uni studiert. In der GRAWE hat sich ­Witamwas bis zum Prokuristen der BS-Betriebs-Service-IT, einer ausgelagerten Gesellschaft, hochgearbeitet. Seine Funktionen füllen zwei DIN-A4-Seiten, fast so lange ist die Liste seiner Publikationen. Sein neuer Job: Pensionist.

Der Brucker Paradebetrieb Inteco darf künftig das Bundeswappen der Republik Österreich im geschäftlichen Verkehr nutzen. Minister Reinhold Mitterlehner, der die Auszeichnung an Harald Holzgruber überreichte: „Diese Betriebe zeichnen sich durch außergewöhnliche Leistungen aus.“

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner prämierte beim „Tag der Lehre“ 13 hervorragende Ausbildungsbetriebe für ihre außergewöhnlichen Leistungen in der Lehrlingsausbildung mit dem Gütesiegel „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“. Darunter auch die Florian Lugitsch KG im steirischen Gniebing-Weißenbach.

Freitag, 22. Oktober 2010

Mitterlehner mit Inteco-Chef Holzgruber (re.)

Foto: BMWFJ: HBF:Srodic

Lugitsch ist ein ausgezeichneter Lehrbetrieb

Foto: BMWFJ: HBF:Srodic

Bundeswappen für Inteco in Bruck/Mur

Mitterlehner mit dem ausgezeichneten Lehrherren Lugitsch

Menschen

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Daniela und Harald Christandl zeigten sich überwältigt vom Ambiente des neuen Innenstadtkaufhauses. Im Eröffnungstrubel informierte sich das Ehepaar über die neuesten Modetrends auf fünf Etagen.

2500 Gäste folgten dem Motto: Es war das Event 2010: Über 2500 Gäste unterzogen den neuen Kastner & Öhler einem ersten Härtetest. Das glanzvolle Haus hat bestanden. Der Geist von Carl Kastner und Hermann Öhler ist spürbar und in ihren goldenen Ini­ tialen an der Wand auch sichtbar. Vor 137 Jahren haben sie den Grundstein für ein wirtschaftliches Flaggschiff in Graz gelegt, das heute über eine Fläche von gesamt 40.000 m2 verfügt. Die letzten fünf Jahre wurde (um-)gebaut, am 20. 10. 2010 lud das Führungsduo Martin Wäg und Thomas Böck zur glanzvollen Eröffnung. Fast 2500 Gäste zeigten sich überwältigt von (Bau-)Stil, Dekoration und Angebot, die man in dieser Perfektion sonst nur in den Metropolen dieser Welt findet. Allen voran gratulierten LH Franz Voves, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und

Siegfried Nagl den sichtlich stolzen Firmenchefs. Nach einem gekonnten „Eröffnungsschnitt“, bei dem auch Hauschef Oliver Heun-Lechner gekonnt Hand anlegte, einerseits faszinierenden Licht- und Musik-Show und Riesenfeuerwerk drängten sich Gäste zwischen Buffets und Designer-Labels.

Shopping-Takt Die Uhrenspezialisten Hermann und Klaus Weikhard begeisterte vor allem die Riesen-Uhr im dritten Stock, die Kunden bereits vor Jahrzehnten den Shopping-Takt vorgegeben hat. Dass die Zeit am Eröffnungsabend wie im Flug verging, das mussten neben Flughafendirektor Gerhard Widmann auch LandhauskellerBoss Günther Huber, Nachbar und Hotelier Bernhard ReifBreitwieser, der seinen „Erzherzog“ zur Zeit ebenfalls einem inhaltlichen Facelifting unterzieht, Hans, Rudi und Jürgen Roth und die vielen anderen Gäste feststellen.

Oliver Heun-Lechner, Martin Wäg, Franz und Ingrid Voves, Andrea und

Der Markendiskonter Penny konnte im Zuge einer Spendenaktion für die Stiftung Kindertraum in nur sechs Tagen im September 117.870 Euro sammeln. Der Scheck wurde von Geschäftsleiter Ulf Klewitz an Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum, übergeben.

Der bekannte Philosoph Konrad Paul Liessmann zeigte auf Einladung des BKS Bank Business Clubs, dass Zukunft nichts ist, vor dem man sich fürchten muss. BKS-Bank-Generaldirektor Heimo Penker und Steiermarkleiter Nikolaus Juhász konnten viele Kunden begrüßen, für die die BKS Bank auch künftig ein verlässlicher Partner am Markt ist.

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Gebhart und Klewitz: namhafte Summe

Menschen

Foto: Wohlgemuth

BKS: Wie geht man mit der Zukunft um?

Foto: Martin Jager

Penny spendet für Stiftung Kindertraum

Heimo Penker, Konrad Paul Liessmann, Nikolaus Juhász (v.l.)

Freitag, 22. Oktober 2010


WK-Präsident Ulfried Hainzl und Gattin Michaela waren begeistert vom MarkenAngebot und vom Skywalk im 6. Stock, der unglaubliche Blicke auf die Stadt Graz erlaubt. Der Schlossberg wird greifbar!

Zita und Martin Poppmeier aus der SparGründerdynastie. In der K&Ö-Passage locken neben einem modernen Eurospar auch Papier & Co., Optik Wutscher, Friseur Klier und Mister Minit.

Foto: Konstantinov

Gemma Kastner schaun Hans Roth am Gabelstapler höchstpersönlich im Einsatz

Sesseltausch Einmal im Jahr tauschen die Saubermacher-Führungskräfte ihre Anzüge gegen die roten Monturen und übernehmen die Aufgaben von Fahrern, Ladern und Sortierern. Ziel ist, den Blick für Probleme und Potenziale zu schärfen, Kunden besser zu verstehen und die Mitarbeiter zu motivieren. Die Vorstände Hans Roth und Erhard Schmidt waren bei Magna im Einsatz. Saubermacher-CEO Hans Roth ist vom Projekt überzeugt: „Ziel der Aktion ist es, hautnah einen Einblick in die alltäglichen Arbeitssituationen unserer Mitarbeiter zu bekommen.“

Siegfried Nagl, Thomas und Elisabeth Böck (v. l.); Monika Wäg ging im Menschenstau verloren.

Bier und Schoko: eine gelungene Genussmischung

Alexander Daum, Alois Oberegger (ENW) und Architekt Markus Pernthaler feierten Gleichenfeier auf dem Gelände des ehemaligen Vergnügungsparks der Grazer Messe, wo die gemeinnützige Wohnungsgesellschaft ENW Wohnungen, Büros, Kinderkrippe, Kindergarten, Senioren- und Studentenwohnungen und eine Tiefgarage errichtet.

Schokopapst Josef Zotter und Gösser-Braumeister An­ dreas Werner haben auf Initiative von Schokoria-Chef Kurt Trampus die beste Schokolade und das beste Bier in einer neuen Kreation zusammengeführt: „Nobelbitterschokolade mit alkoholhältiger Schokoladen-Bierfüllung“, die auch den Leobner Bürgermeister Matthias Konrad begeistert.

Freitag, 22. Oktober 2010

Gleichenfeier: Daum (ENW), Pernthaler, Oberegger (ENW)

Foto: Weeber

57-Millionen-Euro-Investition bis zur Gleichenfeier

Konrad, Zotter, Trampus und Braumeister Werner (v. l.)

Menschen

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Glaskünstler Die Herausforderung bestand darin, Vodka zu verpacken. Die Stölzle Glasgruppe in Köflach orientierte sich im Design an der Molekularform des hochprozentigen Getränks, erklärt Geschäftsführer Johannes Schick. Mit dem Oval-VodkaGlasdekanter sicherte man sich den Deutschen Verpackungspreis 2010.

Johannes Schick

Georg Pendl

Tennis-Chef Frank Fischer ist der neue Geschäftsleiter der CSP Tennishallen GmbH & Co KG und Sport- und Freizeitanlagen GmbH. – dazu gehören das „CenterCourt“ in GrazSt. Peter sowie das „allround Tenniscenter“ in Ragnitz. Der 44-jährige sportaffine Grazer kann auf eine 23-jährige Erfahrung sowohl im Handel wie auch in der Gastronomie zurückblicken. Motto des tennisbegeisterten Neo-Chefs: „Lebensfreude pur.“

Frank Fischer

WK-Vizepräsident Benedikt Bittmann (re.) überreicht Michael Kessler den Schlüssel zum Testauto.

Mit dem Elektroauto auf Streife Die einzigen Kosten, die in den vier Elektroauto-Testwochen anfallen, ist der Strom zum Aufladen – mehr nicht. Und weil sich die Group-4-Securior auch bereits seit Längerem mit dem Gedanken trage, Elektromobilität für den Revierstreifendienst zu nutzen, habe man sich auch um den kostenlosen Praxistest beworben, berichtet Geschäftsführer Michael Kessler. Das Grazer Unternehmen wurde unter den zahlreichen Bewerbern ausgelost und unterzieht das Elektro-

auto nun als erstes einem umfangreichen Praxistest. WKVizepräsident Benedikt Bittmann überreichte dem sichtlich erfreuten Gewinner die Schlüssel, Elisabeth Bräumann von The Mobility House, die die umweltfreundlichen Testobjekte zur Verfügung stellt, freute sich gemeinsam mit dem überglücklichen Gewinner. „Die Reichweite von bis zu 120 Kilometern reicht für sechs Reviere aus“, erklärt Kessler, „und da wir unser Büro im City­ park haben, können wir dort

die E-Tankstelle nutzen und direkt mit der Energie-Steiermark-Karte abrechnen. Besser gehts nicht.“ Und nicht nur die geringen Betriebskosten des EAutos sind von Vorteil: „Aufgrund der Lautlosigkeit des Autos ist es jetzt sicherlich leichter, Diebe und Einbrecher zu erwischen“, schmunzelt Kessler. Wer jetzt Lust bekommen hat, Elektromobilität für sein Unternehmen zu testen, hat noch zwei Mal die Chance, zu gewinnen. Infos unter www. mobilityhouse.com/wko.

Constantinus Bei der Ubit-Fachgruppentagung wurden die steirischen Cons­ tantinus-Nominees und Preisträger 2010 geehrt: Fachgruppenobmann-Stv. Harald Schenner, Karlheinz Schröttner (Firma Hermeskim), Fachgruppenobmann Heinz Micha­litsch, Wolfgang Schreiner (Firma Solvion Information Management), FachgruppenobmannStv. Dominic Neumann. (v. l.)

Foto: Fischer

Georg Pendl wurde als Präsident der Bundeskammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner angelobt. Pendl wurde 1954 in Innsbruck geboren und ist seit 1986 selbständiger Architekt. Bereits 2006 wurde er zum Präsidenten der Bundeskammer gewählt und am 4. Oktober 2010 erneut in seiner Funktion für weitere vier Jahre bestätigt.

Foto: Fischer

Bundeskammer-Präsident


fit@work

Gesunde

MITARBEITER Zufriedene

KUNDEN

Erfolgreiche

UNTERNEHMEN

FIT JOB im

Alles über die

INFOTAG

am 9. November

BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG

Foto: Fotolia

Was BGF ist und warum alle dabei GEWINNER sind

Betriebliche erung förd Gesundheits


Vorwort

Obmann LAbg. Wolfgang Kasic Vor zehn Jahren gab es in der Steiermark gerade eine Handvoll Betriebe, die sich mit dem Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF) auseinandergesetzt haben. Der Steirische Gesundheitspreis „Fit im Job“ hat inzwischen viele Unternehmer motiviert, sich der „gesunden Bewegung“ aktiv anzuschließen. Unzählige Rückmeldungen haben uns bestätigt, dass sich BGFMaßnahmen positiv auf Körper und Seele der Mitarbeiter auswirken. Sie sind motivierter, leisten mehr, fühlen sich stärker an den Betrieb gebunden, wechseln seltener und sind weniger und kürzer krank. Mit einem Return of Investment (ROI) von 1:3 rechnen sich BGF-Maßnahmen auch wirtschaftlich: Jeder investierte Euro kommt dreifach zurück. Der Einwand, die Einführung von BGF-Projekten sei organisatorisch aufwändig und mit hohen Kosten verbunden, stimmt nicht. Zum Einsteigen genügen Einzelmaßnahmen, etwa im Bereich der Bewegung, Ernährung oder Arbeitsplatzgestaltung. Berater von AUVA oder GKK zeigen im Zuge von kostenlosen Einstiegsberatungen auf, wie viel man mit wenig Kosten bewegen kann. Alle Infos rund um das Thema BGF und den Wettbewerb „Fit im JOB“ liefern diese Broschüre und der Informationstag am 9. November in der Wirtschaftskammer Steiermark. Ich freue mich, Sie dort zu treffen!

II

Spiel, Satz und Sieg Er gilt als der gesündeste Wettbewerb im Land: der Steirische Gesundheitspreis „Fit im Job“. 2011 fällt bereits zum zehnten Mal der Startschuss für den Steirischen Gesundheitspreis „Fit im Job“. Um allen Unternehmern im Land die Teilnahme zu ermöglichen, stehen vier Kategorien offen, die nach der Betriebsgröße gestaffelt sind: Kat. 1: Betriebe von 1 bis 20 MA Kat. 2: Betriebe von 21 bis 50 MA Kat. 3: Betriebe von 51 bis 250 MA Kat. 4: Betriebe mit mehr als 250 MA Die Teilnahme ist kostenlos, die Gewinner dürfen sich über eine Statue, eine Urkunde und wertvolle Gutscheine für BGFMaßnahmen freuen. Warum es sich darüber hinaus lohnt, „ge-

sunde“ Projekte einzureichen? Der Wettbewerb wird medial betreut, was für entsprechendes Echo in Zeitungen und Rundfunk sorgt. Nicht zuletzt ist der Wettbewerb aber auch eine Plattform, auf der sich „gesundheitsbewusste“ Unternehmer treffen können. Das schafft alle Möglichkeiten, von einander zu lernen und sich beruflich und privat zu vernetzen. Mit der Siegerehrung ist der Contest aber noch nicht abgeschlossen.

Gratis Nachbetreuung

Die kostenlose Nachbetreuung durch BGF-Experten öffnet alle Möglichkeiten, Stärken und Schwächen von eingereichten Projekten zu analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten. In jeder Kategorie werden fünf Betriebe nominiert, aus denen ein Preisträger gekürt wird. Es treten also vier Sieger vor den Vorhang, im Falle einer ex aequo-Platzierung teilen sich

mehrere Gewinner das Siegerstockerl.

Preis für Newcomer

In jeder Kategorie wird zusätzlich je ein „Einsteigerpreis“ vergeben. Damit werden jene Unternehmen ins Rampenlicht gestellt, die zum ersten Mal Maßnahmen zur „Betrieblichen Gesundheitsförderung“ gesetzt oder ein BGF-Projekt gestartet haben. Die Jury nimmt in ihrer Bewertung speziell Rücksicht auf diese Initiativen der Newcomer.

Fit im Job 2011

Der nächste Fit-im-Job-Wettbewerb wird im Jänner 2011 ausgeschrieben. Projekte sind bis Ende Februar einzureichen und werden dann von einer unabhängigen Expertenjury bewertet. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Feier am 7. April 2011 statt. Kooperationspartner und Veranstalter des Wettbewerbes sind die Wirtschaftskammer Steier-

Gesunde Rechenbeispiele Betriebliche Gesundheitsförderung zahlt sich aus: Pro investiertem Euro werden bis zu fünf Euro gespart. Die vielen Vorteile von Betrieblicher Gesundheitsförderung lassen sich ganz einfach auf einen Nenner bringen: Krankheit kostet, Gesundheit spart. Das beweisen auch Studien des „IGA-Report 13“ (Initiative Gesundheit & Arbeit). Die Experten gehen dabei von einem Kosten-Nutzen-Verhält-

nis (Return of Investment, ROI) von 1:2,3 bis 1:5,9 aus. Die Einsparungen in Bezug auf Fehlzeiten werden mit Werten zwischen 1:2,5 und 1:4,85 bis 1:10,1 angegeben (www.iga-info.de). Nach Angaben des Instituts für Gesundheitsförderung und Prävention (www.ifgp.at) beträgt der ROI 1:3. Das bedeutet, dass pro aufgewendetem Euro mit einem mittelfristigen Rücklauf zwischen zwei bis zehn Euro gerechnet werden kann. Finnische Studien zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit berichten im Buch „Arbeitsfähigkeit 2010“ (Ilmarinen. J. & Tempel,

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J.VSA-Verlag 2002) von einem ROI von mindestens 1:3. Zahlen und Fakten, die bestätigen, dass sich „Betriebliche Gesundheitsförderung“ im wahrsten Sinn des Wortes bezahlt macht. Gesunde Mitarbeiter verursachen weniger Fehlzeiten, was die Kosten für Krankenstände deutlich nach unten schraubt. Aspekte, die jeden (finanziellen) Einsatz rechtfertigen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu einem betrieblichen Bestandteil werden zu lassen. In wirtschaftlichen Flaggschiffen ebenso wie in Klein- und Kleinstbetrieben.

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für die Gesundheit

mark, die Merkur Versicherung, das Land Steiermark (Gesundheits- und Wirtschaftsressort), AUVA, GKK und die Ärztekammer Steiermark. LAbg. Wolf-

gang Kasic, Obmann der Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe, weiß als Unternehmer und Initiator des Wettbewerbes, wie wichtig es ist, Firmen für

die Teilnahme am Wettbewerb „Fit im Job“ zu motivieren: „Abgesehen von der menschlichen Komponente, etwas für die Mitarbeiter zu tun, rechnen sich Investitionen im Zuge der ,Betrieblichen Gesundheitsförderung‘ auch wirtschaftlich. Das beweisen betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie zum Beispiel der ROI.“ Viele Unternehmer, die BGF bereits seit einigen Jahren in ihren Firmen fix verankert haben, haben gerade in den Krisenjahren von der Wirksamkeit der Maßnahmen profitiert. Gesunde, zufriedene und leistungsbereite Mitarbeiter haben den stürmischen Konjunkturwinden weitaus besser getrotzt, als jene, die sich unvorbereitet den harten Anforderungen stellen mussten. Auch ein Grund, der Gesundheit mehr Augenmerk zu schenken. Alle Infos zum Steirischen Gesundheitspreis: www.wko.at/fitimjob

Vorteile Die Zahl der steirischen Unternehmer, die sich die vielen Vorteile von „Betrieblicher Gesundheitsförderung“ zunutze machen, wächst von Jahr zu Jahr. Die Gründe liegen auf der Hand: Die BGFMaßnahmen im Betrieb führen zu einer deutlichen Verbesserung des Betriebsklimas, weil sie die körperliche und seelische Gesundheit der Mitarbeiter messbar steigern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

MEHR

Motivation

MEHR

Freude an der Arbeit

MEHR

Einsatzbereitschaft

MEHR

körperliche Fitness

WENIGER

Krankenstände

Einer von vielen Betrieben, die gesund auf Kurs sind: Bei Eurotransline folgen 50 Mitarbeiter dem BGF-Konzept. Firmenchef Viktor Wratschko hat längst erkannt, wie wichtig gesunde Mitarbeiter sind. „Wir befinden uns auf Expansionskurs, ich brauche ein engagiertes und motiviertes Team.“ Rund 250.000 Euro hat er am neuen Speditions- und LogistikStandort in Leibnitz in ein HighTech-Sportstudio investiert,

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Viktor Wratschko

Foto: Furgler

Fit und gesund auf der Überholspur

das nicht nur den Mitarbeitern gratis offen steht, sondern auch universitären Forschungsprojekten. „Wir haben im Unternehmen Gesundheitszirkel mit Teams gebildet, in denen sich die Mitarbeiter gegenseitig motivieren, die Einrichtungen auch zu nutzen.“ Das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil

müsse wachsen, ist Wratschko überzeugt, „zwingen kann man niemanden“. Auch wenn er selbst viel Geld investiert hat, „Betriebliche Gesundheitsförderung“ ist für Wratschko keine Frage von Budgets, sondern nur eine Frage der Bereitschaft, sich des Themas anzunehmen. Jeder finanzielle und persönliche Einsatz rechtfertige sich, wenn man spüre, dass die Initiativen greifen. Wratschko: „Die Krankenstände sind bei uns deutlich zurückgegangen, die Einsatzfreude und Leistungsbereitschaft ist spürbar gestiegen.“ Gerade KMU möchte Wratsch-

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ko motivieren, Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung umzusetzen: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, wenn in kleinen Unternehmen wichtige Mitarbeiter durch Krankenstand ausfallen.“ Dieses Wissen hat Wratschko veranlasst beim Wettbewerb „Fit im Job“ mitzumachen, 2008 war er einer der Preisträger. Am neuen Standort sorgen ein eigener Shiatsu-Trainer, ein Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten für die körperliche und seelische Fitness der Mitarbeiter auf Expansionskurs. www.eurotransline.at

III


Damit

Projektablauf Ein BGF-Projekt durchläuft folgende Phasen:

Vorprojektphase (3 Monate):

Interne Strukturen aufbauen, sensibilisieren, grobe Ziele definieren, Projektplanung mit einem externen Experten, Förderanträge stellen.

In neun Jahren ist die „Betriebliche Gesundheitsförderung“ zu einem gesunden Netzwerk gewachsen.

Projektstart: Mitarbeiter bei einer Kick-off-Veranstaltung über das BGF-Projekt informieren.

Grobe Ist-Analyse (3 – 4 Monate): Ist-Stand im Unternehmen aus Sicht der Beschäftigten mit einem wissenschaftlich fundierten Messinstrument mit externer Experten erheben, eventuell Altersstrukturanalyse und anonyme Krankenstandsanalyse durchführen. 1. Gesundheitsbericht.

Vertiefende Analyse/Planung (3 – 4 Monate):

Vertiefende Analyse von alltäglichen Belastungen mit hoher Beteiligung der Mitarbeiter unter Anleitung externen Experten, gemeinsam konkrete Lösungsvorschläge entwickeln, ganzheitliche Maßnahmen erstellen.

Umsetzung von Maßnahmen aus der vertiefenden Analyse (12 Monate): Maßnahmenvorschläge Schritt für Schritt vorbereiten und umsetzen.

Evaluierung (3 – 4 Monate):

Ergebnisevaluierung zur Erfolgskontrolle durch nochmaligen Einsatz des Erhebungsinstrumentes aus der Ist-Analyse, Maßnahmen zur Reflexion der Erfahrung im Projekt mit den internen Projektverantwortlichen umsetzen, 2. Gesundheitsbericht.

Nachprojektphase:

Betriebliches Gesundheitsmanagementsystem dauerhaft verankern, fixe interne Strukturen und Verantwortlichkeiten schaffen. Während des gesamten Projektablaufs Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Erhöhung der Gesundheits- und Sozialkompetenz

IV

Gesunde Mitarbeiter strahlen positive Energie aus.

Foto: Fotolia

„Gesunde Mitarbeiter in erfolgreichen Unternehmen“, so knapp lässt sich die Philosophie hinter „Betrieblicher Gesundheitsförderung“ (BGF) beschreiben. Unterschiedliche Trends auf dem Arbeitsmarkt stellen Unternehmen heute vor neue Herausforderungen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben: Alternde Belegschaften aufgrund der demographischen Entwicklung, ein zunehmender Mangel an Fachkräften und immer umfangreichere Tätigkeiten und steigende Anforderungen im Arbeitsprozess führen zu komplexen gesundheitlichen Problemen bei den Mitarbeitern. BGF ist eine moderne Unternehmensstrategie, um diesen Trends frühzeitig zu begegnen, um die körperliche, geistige und soziale Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter langfristig zu erhalten und zu verbessern. Ziel der BGF ist

Institutionelle Beratungs- und Förderungsstellen Steiermärkische Gebietskrankenkasse (STGKK) Steirische Regionalstelle des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung, Mag. Christina Finding, Tel. 0316/8035-1211, christina.finding@stgkk.at, Mag. (FH) Roland Kaiser, Tel. 0316/8035-1481, roland.kaiser@stgkk.at, www.stgkk.at/bgf

Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH (IfGP) Mag. Martin Mayer, Haideggerweg 40, 8044 Graz, Tel. 050/ 2350 DW 37911, martin.mayer@ifgp.at,

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Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) Dr. Roswitha Hosemann, Göstinger Straße 26, 8021 Graz, Tel. 0316/505 2622, roswitha.hosemann@auva.at, Dr. Kurt Leodolter, Tel. 0316/505 2623, kurt.leodolter@auva.at, www.auva.at

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Arbeit Spaß macht es einerseits, die individuellen Ressourcen der Mitarbeiter zu stärken und sie zu einem selbstbestimmten, gesundheitsförderlichen Lebensstil (Verhalten) zu befähigen. Andererseits müssen – und das ist der Kern jeder BGF – die organisatorischen Rahmenbedingungen (Verhältnisse) verändert werden, arbeitsbedingte Belastungsfaktoren reduziert und organisatorische Ressourcen gefördert und abgebaut werden.

chischen Gesundheit, die Bandbreite an Initiativen ist breit gefächert. Dass sich BGF auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht lohnt, das haben Untersuchungen in den vergangenen neun Jahren sehr eindrucksvoll bewiesen. Die erzielbaren Kosten-Nutzen-Verhältnisse (Return of Investment, ROI) werden mit Werten zwischen 1:2,5 und 1:10,1 für Absentismus bzw. 1:2,3 und 1:5,9 für medizinische Kosten beziffert.

Gesundheit lohnt sich

Begeisterung wächst

BGF ist in allen Unternehmensstrukturen und in allen Branchen umzusetzen. Ob wirtschaftliches Flaggschiff oder Kleinst-, Kleinund Mittelbetrieb, wichtig ist die klare Bereitschaft, „gesunde“ Maßnahmen zu setzen, sie laufend zu bewerten und auch weiterzuentwickeln. Dass BGF und Prävention einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung von Beschäftigten leisten, ist mittlerweile vielfach belegt. Ob Bewegungs- oder Ernährungsprogramme, Maßnahmen zur Verbesserung der psy-

Dass sich immer mehr Betriebe in der Steiermark dem Netzwerk BGF anschlie-

ßen, ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass das Verständnis für das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz stark gewachsen ist. Was anfänglich als betriebliche Fleißaufgabe belächelt wurde, ist in fast zehn Jahren zu einer Bewegung gewachsen. Die Gründe dafür liegen auch in dem breiten Serviceangebot, das die unterschiedlichsten Institutionen interessierten Betrieben anbieten. Die externen BGF-Experten erheben den IstZustand im Unternehmen, und stimmen darauf die Maßnahmen der BGF ab. Immer in Ansprache mit der Unternehmensleitung, dem Firmenchef und den Mitarbeitern. Diese in alle Phasen zu integrieren, schafft erst die Möglichkeit, Maßnahmen der BGF auch erfolgreich umzusetzen. BGF darf niemals als Zwangsmaßnahme gesehen werden, sondern als Zusatzbonus am Arbeitsplatz, von dem alle Mitarbeiter profitieren. Für den dynamischen Vormarsch in Richtung Zukunft!

Foto: Fotolia

für Betriebliche Gesundheitsförderung Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) Josefstädter Straße 80, 1081 Wien, Martina Petracek-Ankowitsch, und Sabine Fischer, Tel. 050/405-21703, -21704 und -21708, gesundheitsfoerderung@ bva.sozvers.at, www.bva.at

Förderungsstellen/Information: Amt der Steiermärkischen Landesregierung Fachabteilung 8B – Gesundheitswesen (Sanitätsdirektion),

Dr. Thomas Amegah, Tel. 0316/877-3521, Dr. Christiane Gran, Tel. 0316/877-3149, Friedrichgasse 9, 8010 Graz, fa8b@stmk.gv.at, www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

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Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) Aspernbrückengasse 2, 1020 Wien, Mag. Dr. Klaus Ropin, Tel. 01/8950400-14, klaus.ropin@fgoe.org, Mag. (FH) Sabrina Kucera, Tel. 01/8950400-20, sabrina.kucera@fgoe.org, www.fgoe.org

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BGF für KKU 96,1 Prozent aller Betriebe in Österreich sind Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern. Gerade in diesen kleinen Strukturen werden Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten (und Chefs) zunehmend zu zentralen Erfolgsfaktoren, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein. Während in großen Betrieben nicht selten Monotonie und Stress krank machen, leiden die Beschäftigten in KMU oft an (zu) hohem Arbeitstempo, langen Arbeitszeiten und damit an einem fehlenden Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf. Diese Faktoren rechtfertigen die „Betriebliche Gesundheitsförderung“ in hohem Maß.

Gesunde Ideen

Das oft gehörte Argument, keine Zeit für aufwändige Zusatzaufgaben zu haben, ist zu entkräften: Es geht nicht um große Projekte, es geht darum, sich praktisch mit gesunden Ideen auseinanderzusetzen. Vielleicht ist es die gesunde Jause oder „nur“ die Neugestaltung des Arbeitsplatzes? KMU können auf fachkundige Unterstützung setzen, wo es was im Betrieb zu verbessern gibt. Dafür stehen Fachleute zur Verfügung, die das Unternehmen gemeinsam mit Chef und Mitarbeitern auf krankmachende Schwachstellen abklopfen und auch in Kooperation mit allen Beteiligten Lösungen zur Verbesserung erarbeiten. Dabei zu sein ist einfach alles. Auch beim Steirischen Gesundheitspreis „Fit im Job“, der die besten Beispiele dafür liefert, wie man mit einfachen Maßnahmen den größten Erfolg erzielt: gesund zu bleiben.

V


Fit im Job hat Johann Schwaiger Siemens

„Körperliche Aktivitäten bauen Verspannungen ab, Gespräche sorgen für positive Stimmung, die Probleme rechtzeitig verhindern.“

Engagierte Unternehmer in Wort und Bild beweisen: Betriebliche Gesundheitsförderung zahlt sich aus.

schaftliche Flaggschiffe. Sie verfolgen alle gemeinsam ein Ziel: mit gesunden Mitarbeitern unternehmerische Ziele leichter und engagierter zu verwirklichen und auch hohe Kosten zu sparen, die Krankenstände zweifellos verursachen.

Immer mehr Unternehmen in der Steiermark schließen sich der Initiative „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF) an und stellen sich im Wettbewerb „Fit im Job“ den vielen gesunden Herausforderungen. Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmer finden sich in der ambitionierten Riege ebenso wie große wirt-

Spezielle Förderpakete, professionelle Unterstützung in der Vorbereitungsphase und die Kategorie „Einsteigerpreis“ sollen vor allem KMU die Scheu nehmen, sich dem Contest zu stellen. Die BGF-Verantwortlichen sind sich durchaus bewusst,

Sonja KAINZ

Helga Gafiuk

Andrea Knill

Rio Tinto Minerals

Geriatrisches Gesundheitszentrum Graz

Knill Gruppe

Mag. Judith Schneider

Anneliese Degen

move-ment

Deakon Degen

Dr. Evelyn Fließer-Görzer

FA für Innere Medizin, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen

Helga Widowitz Medizinische Universität Graz

Unterstützung für KMU

„Die Vielseitigkeit unserer Tätigkeiten erfordert teamorientiertes Handeln. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolges“ Ing. Gerlinde Petz Heike Sommer DHL Freight

VI

Saubermacher Managementsystemkoordination Gesundheit

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Foto: Fotolia

viele Gesichter dass gerade in kleinen Strukturen nur wenige Zeitfenster offen stehen, um Zusatzaufgaben zu übernehmen. „Diese Angst muss niemand haben“, motivieren auch BGF-Initiator Wolfgang Kasic und Juryvorsitzender Michael Wiesler Firmenchefs, die sich noch nicht zur Teilnahme am Wettbewerb entschließen konnten: „Wir unterstützen alle Unternehmer in jeder Phase. Von der Idee bis zur Umsetzung!“ Das bestätigen auch Firmenchefs und Projektverantwortliche, die stellvertretend für viele im Land der Initiative ein Gesicht geben: Sabine

Freudensprung von den Stadtwerken Kapfenberg ebenso wie Heike Sommer, Niederlassungsleiterin/Branch Manager von DHL Global, Johann Schwaiger von Siemens oder Anneliese Degen von Deakon Degen, die sich schon seit vielen Jahren für die Gesundheit am Arbeitsplatz engagiert. Sie alle möchten Unentschlossene motivieren, sich dieser gesunden Bewegung anzuschließen und am Infotag, 9. November, auch gleich das Anmeldeformular für den Wettbewerb „Fit im Job“ auszufüllen, der 2011 bereits zum zehnten Mal über die Bühne geht!

Gertrude Hirsch

Sabine Freudensprung

DI christian Hlade

Klaus Landauf

Sappi

Stadtwerke Kapfenberg

Weltweitwandern

Landesnervenklinik Sigmund Freud

Susanna Reisinger LKH Weiz

„Die BGF-Maßnahmen in unserem Unternehmen schaffen eine WINWIN-WIN-Situation: gesunde Mitarbeiter, gute Leistungen, zufriedene Kunden.“ Maria Wonisch

olivia Affenberger Komptech GmbH

Leiterin Gesundheitsmanagement Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

„Der Einsteiger-Preis 2009 war Motivation, weiter zu machen. Zuletzt an einem Wochenende mit unserer Diätologin Angelika Neuhold.“ Heidi Katzbauer

Gaby Hofer

Anita Lafer

Planai-Hochwurzen-Bahnen

TU Graz

Great Lenghts

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VII


Fit im Job – Michael Wiesler, Juryvorsitzender, kennt die vielen Fragen, die Unternehmer zum Gesundheitspreis haben.

Foto: Fischer

Wie setzt sich die Jury zusammen? Die Mitglieder sind ausschließlich Fachexperten, die die „BGF-Szene“ in der Steiermark bestens kennen und ihr Spezialwissen zum Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung“ einbringen. Nach welchen Kriterien wird bewertet? Grundsätzlich muss man zwischen Einreichungen von Kleinund Kleinstbetrieben (bis 50 MA) und Großbetrieben unterscheiden. Bei Kleinbetrieben reichen Maßnahmen in Einzelbereichen, z.B. Bewegung, Ernährung, Arbeitsplatzgestaltung aus. Bei mittleren und großen Unternehmen (ab 51 MA) muss jedoch ein BGF-Konzept vorliegen. Dabei wird auf Kriterien wie Ganzheitlichkeit (Ausgewogenheit und Verhaltens- und Verhältnismaßnahmen), Integration (Verankerung von Betrieblicher Gesundheitsförderung im Management), Partizipation (Einbeziehung der Mitarbeiter), Evaluation sowie Innovation und Vorbildwirkung geachtet.

Die Fachjury Elf hochkarätige Experten machen sich als Jurymitglieder für den „Steirischen Gesundheitspreis“ stark. Von ihrem Fachwissen können Unternehmer in der ganzen Steiermark profitieren. Nicht nur beim Wettbewerb, sondern immer dann, wenn Hilfe zum Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung“ gefragt ist.

VIII

Dr. Roswitha Hosemann

Mag. Dr. christiane Gran-Mussger

„BGF ist eine hervorragende Methode um die Forderungen des Arbeitnehmerschutzgesetzes lebendig umzusetzen.“

„BGF bietet großes Potenzial für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persönlichen Interessen.“

AUVA

Sanitätsdirektion, FA 8B

Dr. Georg Wultsch

Mag. Martin Mayer

Mag. christina Finding

Arbeitsmedizinisches Zentrum Graz

Institut für Gesundheitsförderung und Prävention

Steiermärkische GKK

„BGF ist in der Arbeitsmedizin ein wertvolles Instrument, um Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern.“

„Wir begleiten BGFProjekte und bieten Hilfestellung bei der Einführung von betrieblichem Gesundheitsmanagement.“

„Gewinner des Gesundheitspreises haben Vorbildwirkung, da sie anderen Betrieben zeigen, wie BGF funktionieren kann.“

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Worauf sollte ein einreichender Betrieb achten? Wichtig sind für die Jury klar nachvollziehbare Einreichunterlagen, d.h. nur den Einreichbogen auszufüllen, ist zu wenig. Die Angaben müssen auch belegt werden. Daher sind Beilagen wichtig, z.B Ausschreibungen an die Mitarbeiter, Teilnehmerlisten (wie viele haben teilgenommen?), Feedbacks, durchaus auch Fotos etc. Besonders wichtig sind belegbare Evaluierungsunterlagen – wie ist die Maßnahme bei den Mitarbeitern angekommen, was hat sie genützt/gebracht, was war positiv oder verbesserungswürdig? Bedeutet das Auftauchen von Unklarheiten während der Bewertung durch die Jury das „Aus“? Nein, bei offenen Fragen wird während der Jurysitzung mit dem Projektverantwortlichen telefonisch Kontakt aufgenommen. Bei größeren Unklarheiten wird der Einreicher zu einem persönlichen Termin mit der Jury eingeladen,

Renate Thianich

Ein gemeinsamer Ausflug in die Natur stärkt die Gemeinschaft. bei dem er die unklaren Punkte kurz präsentieren kann und dazu von der Jury auch noch befragt wird. Gibt es auch einen Lokalaugenschein in den Betrieben? Es wäre natürlich optimal, nicht nur aufgrund von schriftlichen Einreichungen und wenigen persönlichen Kontakten bewerten zu müssen, sondern direkt in die Betriebe zu gehen. 60 Einreichungen jährlich – Tendenz stark steigend – lassen Lokalaugenscheine allerdings nicht zu. Nicht nur ein organisatorisches Problem, sondern auch ein zeitliches, weil die Be-

Mag. Esther Gutmann

Styria vitalis, Naturküche

„BGF und der Wettbewerb sind Plattformen, um das Thema gesunde Ernährung einer breiten Zielgruppe zugänglich zu machen.“

Foto: Fotolia

ein gesunder Wettbewerb

Manfred Grössler

Klinische und Gesundheitspsychologin

Holistische Gesundheitsberatung

„Als Psychologin liegen mir besonders die psychosozialen Aspekte am Arbeitsplatz und im beruflichen Umfeld am Herzen.“

„Als holistischer Coach bewerte ich die umsetzbaren Möglichkeiten von Ernährungs- und Bewegungskonzepten.“

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triebe in der ganzen Steiermark verstreut sind. Gab es auch schon Interventionen? Selbstverständlich gab es einige Interventionen in den vergangenen neun Jahren. Allerdings sind sie nie auf fruchtbaren Boden gefallen. Interventionen sind für uns fast schon ein positives Signal, weil wir dadurch spüren, dass der Steirische Gesundheitspreis für die heimischen Unternehmer zunehmend wichtig wird. Gibt es Beispiele für besonders spannende Projekte? Ja, ein Betrieb aus dem Ma-

Dr. Thomas Amegah

riazellerland hat mit seinen Mitarbeitern eine Fastenwanderung gemacht. Ein anderes Beispiel lieferte ein Kleinbetrieb aus dem Baunebengewerbe, in dem die Firmenchefin ihre Mitarbeiter zu einer gesünderen Ernährung motivieren wollte und ihnen kurzerhand eine Jause mit selbstgemachten Weckerln, Aufstrichen und frisch gepressten Säften angeboten hat. Nach anfänglicher Zurückhaltung wurde dieses Angebot begeistert angenommen und hat die Mitarbeiter motiviert, auch außerhalb ihres Jobs auf gesunde Ernährung zu achten. Wo sehen Sie „Fit im Job“ in zehn Jahren? Der Steirische Gesundheitspreis hat in den ersten neun Jahren seines Bestehens maßgeblich zur positiven Entwicklung der Betrieblichen Gesundheitsförderung beigetragen. Diese Position wollen wir weiter ausbauen und gemeinsam mit allen Akteuren im Betrieb motivieren, gesunde Projekte zu starten oder weiter auszubauen. Danke für das Gespräch!

Dr. Anna-Raffaela Amon

Univ.Prof. Dr. Gerhard Wirnsberger

Sanitätsdirektion, FA 8B

Merkur Versicherung

Med. Universitätsklinik Graz

„Das Gesundheitsressort des Landes Steiermark unterstützt gesundheitsförderliche Initiativen in Settings wie Betrieben, Schulen und Gemeinden.“

„Im Alltag als Arbeitsmedizinerin erlebe ich oft sehr dramatisch, wie wichtig die körperliche und seelische Gesundheit von Mitarbeitern ist.“

„Als Ernährungsmediziner und Mitglied der BGF Arbeitsgruppe unterstütze ich die Ziele von Fit im Job mit meinem Wissen.“

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IX


Alle Teilnehmer

Impressionen der vergangenen Jahre …

Am intensivsten werden die Lachmuskeln beansprucht, wenn die „Fit im Job“-Gewinner gekürt werden.

Fotos: Fischer

Es ist alle Jahre wieder ein Fest der strahlenden Sieger: das Finale des Wettbewerbes „Fit im Job“, das in ganz großem Stil zelebriert wird. Als Danke an alle Unternehmen, die sich für die Gesundheit im Land stark machen. Auch wenn es nicht immer für den Platz auf dem Siegerpodest reicht, in der Steiermark sind alle Firmenchefs Gewinner, die sich der gesunden Initiative anschließen.

Was ist BGF, was „Fit im Job“? Diese und andere Fragen werden am 9. November beim Infotag beantwortet. Es sind oft Kürzel, die verwirren. Dass hinter BGF „Betriebliche Gesundheitsförderung“ steckt und „Fit im Job“ der gesündeste Wettbewerb des Landes ist, das werden auch Neulinge beim großen Infotag in der Wirtschaftskammer Steiermark erfahren.

Thema Förderungen

Von 10 bis 18 Uhr dreht sich alles um das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz und wie man sich der Initiative BGF anschließen kann. Experten an den Info-

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ständen der Partner – von AUVA über GKK bis Bioernte Austria – informieren über die vielen Vorteile der BGF, wo die Fördertöpfe stehen und vieles mehr.

mente angeführt. Dass sich diese ganz leicht entkräften lassen, das möchten die Fachleute am Infotag in direktem Kontakt mit Interessierten beweisen.

KMU willkommen

Fit-im-Job-Wettbewerb

In Vorträgen zeichnen profunde Fachleute ein ganz genaues Bild der Initiative, die in den vergangenen neun Jahren zu einem weit verzweigten Netzwerk gewachsen ist. Angesprochen sind Unternehmer aus allen Branchen, ganz speziell richtet sich der Infotag am 9. November aber an Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe mit (max.) 50 Mitarbeitern. Gerade in den kleinen Strukturen bestehen große Vorbehalte, Maßnahmenpakte im Sinn der BGF zu schnüren. Zeit- und Kompetenzmangel werden oft als Argu-

Neben viel Information über Betriebliche Gesundheitsförderung soll vor allem auch die Lust geschürt werden, beim landesweiten Wettbewerb „Fit im Job“, der in Österreich einzigartig ist, mitzumachen. 2011 findet er zum 10. Mal statt. Ein eigener Stand mit Preisträgern und Nominierten der letzten Wettbewerbe liefert Neulingen praktische Beispiele dafür, dass es sich lohnt, mitzumachen. Auch wenn aktive Wissensvermittlung im Mittelpunkt steht, der Geselligkeit wird auch Rechnung getragen.

I n f o r m at I o n s tag a m 9. n o v e m b e r 2 010 BetrieBliche GesundheitsförderunG

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Ein Trainingstag für den Kopf

Einladung zum

Informationstag Betriebliche Gesundheitsförderung Dienstag, 9. November 2010 10.00 – 18.00 Uhr

Im Europasaal der Wirtschaftskammer Steiermark

Freitag, 22. Oktober 2010


sind Gewinner

… „Fit im Job“-Preisverleihungen

29 Tanzschulen und 120 Fitnessbetriebe in der Steiermark sorgen höchst unterhaltsam für viel Bewegung. Dem Bewegungsdrang sind in der weiß-grünen Mark keine Grenzen gesetzt. Immer stärker setzt sich Tanzen in Szene. Als gesellige Bewegungsform, die alle Altersgruppen gleichermaßen anspricht. Ob Walzer oder Hip-Hop, der aktive Einsatz auf dem Tanzparkett sorgt für ein kräftiges Muskelspiel, das vielen Problemen mit dem Bewegungsapparat vorbeugt und auch Fettpölsterchen zum Schmelzen bringt. Tanzen ist auch Kopfarbeit, was den Geist schärft und damit Tanzen auch

Freitag, 22. Oktober 2010

als Therapie rechtfertigt. Nicht zuletzt kann in vielen Tanzschulen auch Fitness für das gesellschaftliche Parkett trainiert werden: mit dem „Gesellschaftszertifikat Lebenskultur“ – Informationen auf der Internetseite www. diesteiermarktanzt.at. Die Fitnessstudios in der Steiermark sind moderne Qualitätsfachbetriebe, die vom individuellen Fitness-Check durch geprüfte Trainer über modernste Geräte und vielseitige Trainingsmöglichkeiten bis hin zur Ernährungsberatung die ganze gesunde Leistungspalette anbieten. Auch wenn der Spaß- und Wohlfühlfaktor beim Training eine große Rolle spielt, der Gesundheitsvorsorge wird nach dem Motto „Vorsorgen ist besser als Heilen“ größtes Augenmerk geschenkt. I n f o r m at I o n s tag a m 9. n o v e m b e r 2 010 BetrieBliche GesundheitsförderunG

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Der Tanz mit der Bewegung

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Einladung zum

Informationstag Betriebliche Gesundheitsförderung

Dienstag, 9. November 2010 10.00 – 18.00 Uhr Im Europasaal der Wirtschaftskammer Steiermark Körblergasse 111 – 113, 8010 Graz

Vortragsreihen jeweils von 10.00 – 12.00 Uhr 13.00 – 14.30 Uhr und von 15.30 – 17.00 Uhr Dr. Roswitha Hosemann Arbeitsmedizinerin der AUVA

„BGF auch in Klein- und Mittelbetrieben“ Dr. Thomas Amegah Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 8B – Gesundheitswesen (Sanitätsdirektion)

INFocoRNER Beratung Stmk. Gebietskrankenkasse Styria vitalis & Bioernte Austria VAEB & IFGP AUVA Best Practice (Infos über bereits angewandte BGF durch steirische Unternehmer) Förderung Amt der Stmk. Landesregierung, Sanitätsdirektion Fonds Gesundes Österreich

„Förderungen des Gesundheitsressorts für BGF“ Mag. Esther Gutmann Klinische und Gesundheitspsychologin „Stress, Mobbing, Burnout, … und ihr Einfluss

auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit.“

Weiters haben Sie die Möglichkeit zum gesundheitlichen Selbst-Check bei der „Gesundheitsstraße“ der Arbeiterkammer Steiermark.

Mag. (FH) Doris Hiller Diätologin, Dipl. Lehrbeauftragte

„Die Zauberkraft des Essens“ Geringfügige Zeitverschiebungen möglich

Holen Sie sich abschließend Ihr „BGF-Startpaket“ beim Infocorner „Fit im Job – Der Steirische Gesundheitspreis“!

Für eine bessere Lesbarkeit wurde in dieser Beilage auf genderspezifische Formulierungen wie Mitarbeiter/innen verzichtet – natürlich sind immer Damen und Herren gleichermaßen gemeint.


Steirische Wirtschaft, Ausgabe 32