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Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark

Potenzial Ministerialrat Gerhard Burian über erneuerbare Energien.

Nr. 22, Jahrgang 9, Freitag, 16. Juli 2010 P.b.b., Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 02Z032267M

Foto: Fischer

Preis 0,73 Euro

Die nächste Ausgabe der Steirischen Wirtschaft erscheint am

30. Juli 2010

Seite 8

Optimismus Dolmetscherin Ljubica Negovec über Optimismus und Erfolg. 

Foto: Fischer

Seite 6

Fotos: Fotolia

Freie Fahrt statt neuer Steuern

Es geht wieder bergauf: Das sagt das Konjunkturbarometer des steirischen Mittelstandes. Nun gilt es, Maßnahmen für den Aufschwung zu setzen und ihn nicht etwa durch neue Steuern zu bremsen. Seiten 2–3

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Baugesetz: Es wird einfacher 4–5 Chance für Vordernberg 13 Neues zur Elternteilzeit 16–17 Holzwirtschaft steigert Export 19 Förderung für Lkw beschlossen25 Neuerungen beim Waffengesetz22

Genug von Fachchinesisch? Zeit für praxisrelevante Beratung von Mitgliedern der UBIT Steiermark. Mehr UBIT: Seite 5

ubit-stmk.at


Trendwende in der Konjunktur: Die Wirtschaftslage hat sich stabilisiert. Das zeigt das jüngste Konjunkturbarometer des steirischen Mittelstands. Aber es gibt noch viel Handlungsbedarf. „Die derzeitige wirtschaftliche Situation liegt weit über den Erwartungen von vor sechs Monaten“, fasst WK-Präsident Ulfried Hainzl die Ergebnisse des jüngsten Konjunkturbarometers zusammen. Steigende Auftragsstände, verbesserte Ertragserwartungen und Rückgänge in der Arbeitslosigkeit (siehe Infobox) haben den Optimismus angefacht. „Jetzt gilt es aber Maßnahmen zu setzen, um mit Rückenwind den wirtschaftlichen Aufschwung zu unterstützen und ihn nicht

Mehr Infos zum Konjunkturbarometer des steirischen Mittelstandes gibt es unter www.wko.at/stmk.

etwa durch neue Steuern in eine Betonwand krachen zu lassen“, appelliert Hainzl an die Politik, die Budgetdiskussionen im Herbst mit Weitblick anzugehen. „Die nächste Landesregierung steht vor der gewaltigen Herausforderung, die öffentlichen Haushalte zu sanieren und dabei Spielräume für notwendige Zukunftsinvestitionen zu schaffen.“

Konjunkturbarometer Den nächsten Monaten blicken die steirischen Klein- und Mittelbetriebe (KMU) positiv entgegen: 37,5 Prozent der 800 befragten KMU stufen die gegenwärtige Geschäftslage als gut ein. Nur 11,6 Prozent sind nicht zufrieden. Noch besser lag das Konjunkturbarometer bei den Geschäftserwartungen. „Mit einem Wert von plus 22,9 Prozent ist der Saldo so hoch wie seit dem Juni 2007 nicht mehr“, analysiert WK-Direktor Thomas Spann die Umfrage. Und auch ertragsseitig erwarten die steirischen KMU eine Verbesserung im zweiten Halbjahr.

Die Wirtschaft braucht Rückenwind, um in Fahrt zu kommen. Foto: Fischer

Ulfried Hainzl

Auch im Spartenüberblick verzeichnet man durchwegs positive Umfragewerte. Besonders markant ist laut Spann der Stimmungsaufschwung in den Sparten Information und Consulting sowie im Verkehr – in Letzterer besonders wegen der wieder besser werdenden Industriekonjunktur. Nicht wesentlich verändert habe sich die Situation im Gewerbe, wo sich laut Spartenobmann Josef Herk weder ausgeprägte Konjunkturspitzen noch Flauten ex­trem bemerkbar machten. Insgesamt sei aber auch hier der Aufwärtstrend der Konjunktur spürbar,

berichtet Anton Berger, Geschäftsführer eines Gas-, Wasser- und Heizungsinstallationsunternehmens, von der vordersten Front (siehe Beitrag unten). Nur die Betriebe im Tourismus und Handel schätzen die derzeitige Lage zwar positiv, aber doch schlechter als die anderen Branchen ein. Das ist laut Spann saisonal bedingt, da in beiden Wirtschaftsbereichen die zweite Jahreshälfte von Haus aus die stärkere sei.

Wieder Nummer eins In der Vergangenheit war die Steiermark im Bundesländervergleich lange Zeit Wachstumssieger und brillierte mit Vollbeschäftigung. „Ziel muss es sein, dort wieder hinzukommen“, sagt Hainzl und fordert einmal mehr die Regierung zu raschen Reformen und der Stärkung des Standortes auf. „So müssen etwa wichtige Infrastrukturvorhaben wie der Kor­

Der Mittelstand von seiner starken Seite

Foto: Fischer

Klein- und Mittelbetriebe haben sich auch während der Krise als das Rückgrat der Wirtschaft erwiesen. Die Firma Unisan ist einer davon.

Unisan-Geschäftsführer Anton Berger zieht Bilanz.

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Die generell positive Wirtschaftsstimmung ist auch im Installationsunternehmen Unisan mit Hauptsitz in Hart bei Graz spürbar. „Seit der Firmengründung im Jahr 1983 ist das Unternehmen ständig gewachsen“, sagt Anton Berger, der seit

Aktuell

rund zwei Jahren die Geschicke des 50 Mitarbeiter starken Betriebes leitet. „Und dennoch merken wir, dass die Geschäfte jetzt wieder anziehen.“ Derzeit setzt Unisan 5,8 Millionen Euro jährlich um. Aber auch während der Krise hat sich die Umsatzstärke nicht verändert. Man sei auf den richtigen Zug aufgesprungen, meint Berger: auf Alternativenergie, die seit dem Jahr 2000 im Angebot der Firma enthalten ist und 1,4 Millionen Euro des jährlichen Gesamtumsatzes ausmacht.

Auch den kommenden Geschäftsmonaten blickt Berger mit Optimismus entgegen. „Der Bereich erneuerbare Energie ist ausbaufähig“, ist er überzeugt. Dies habe der Verband Erneuerbare Energie bestätigt. „Die Umsetzung des Aktionsplanes soll bis 2020 rund 150.000 Arbeitsplätze bringen“, erläutert Berger. Gleichzeitig verhindere man jährlich etwa 23 Millionen Tonnen CO2. Das entspreche einer Kostenersparnis von 350 Millionen Euro im Jahr.

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Jetzt geht es wieder bergauf almtunnel diskussionslos umgesetzt werden. Und die Umweltgesetzgebung ist zu überdenken.“ Die Dauerdiskussionen rund um den Feinstaub und die Umweltzonen in Graz würden nicht nur die im Großraum ansässigen Unternehmen schädigen, sondern ebenso Investoren vergraulen.

Es ist ein wirtschaftlicher Aufwärtstrend erkennbar: Heimische Klein- und Mittel­ betriebe blicken wieder mit Optimismus in die Zukunft.

Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Aktueller Arbeitsmarkt

Foto: Fotolia

• Arbeitslosenquote: 5,2 Prozent (2009: 6,7 Prozent). • Unselbständig Beschäftigte: 475.891 (Veränderung zum Vorjahr: plus 1,1 Prozent). • Vorgemerkte Arbeitslose 28.029 (um 16,9 Prozent weniger als 2009). • Lehrstellensuchende: 519 (Vergleich zu 2009: minus 20,6 Prozent). Werbung

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Aktuell

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Das Steiermärkische Baugesetz Nach den erfolgreichen Verhandlungen zum Raumordnungsgesetz konnte die WK einen weiteren Erfolg beim Baugesetz Neu landen. Die österreichweite Harmonisierung der einzelnen Bauordnungen wurde mit dem Beschluss des steirischen Landtags am 6. Juli in der Steiermark besiegelt. Für die WK als Interessenvertretung und ihre Mitglieder ein voller Erfolg, wie Bau-Innungsmeister Ale-

Alexander Pongratz Foto: Furgler

xander Pongratz bestätigt. Im Blick hat der Baumeister den Paragraphen 38, „der durch die Novellierung einen Missstand repariert“, wie er meint. Demnach erfolgt im Baugesetz Neu eine

Gleichstellung der Baumeister mit den Zivilingenieuren. „Mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes sind somit auch Baumeister, die nicht in der Rolle des Bauführers sind, befugt, wie Zivilingenieure und Ar­ chitekten den Bau abzunehmen“, erklärt WK-Experte Marc Wittmann das gute Verhandlungsergebnis. Dasselbe gilt für die Zimmer-

meister. Oskar Beer, Innungsmeister dieser Branche, freut sich: „Auch Zimmermeister mit entsprechender Befugnis werden künftig nicht mehr eingeschränkt sein.“ Laut den Richtlinien des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB) sind generell

Foto: Fotolia

Baugesetz Neu: Künftig nos sind Bildtext Um acinciduis Bauund Zimmermeister nonsequ ismodo dolobor erden cing Zivilingenieuren etue te magnism gleichgestellt und zur Bauabnahme berechtigt.

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Aktuell

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Neu- und Zubauten nach den anerkannten Regeln der Technik zu realisieren – „das heißt, auf Bewährtheit und Erprobtheit kommt es bei der Bautechnik an“, erläutert WK-Experte Gerfried Weyringer.

Mehr Flexibilität „In Sachen Barrierefreiheit müssen nun bei Neubauten öffentliche Einrichtungen, Banken und Handelsbetriebe mit Konsumgütern des täglichen Bedarfs stufenlos zugänglich sein“, sagt Weyringer, „jedoch muss es nicht notwendigerweise den Haupteingang betreffen.“ Dass auch Gewerbeund Dienstleistungsbetriebe davon betroffen sind, konnte die Wirtschaftskammer verhindern. Wesentlich unkomplizierter gestaltet sich auch der Einsatz von erneuerbarer Energie wie etwa Solaranlagen. Erst ab Kollektorflächen von mehr als 100 Quadratmetern muss eine Bewilligung eingeholt werden. „Per Gesetz ist man nun bei Neubauten verpflichtet,

zumindest bei der Warmwasseraufbereitung erneuerbare Energien zu verwenden“, führt Wittmann aus. „Dabei konnten wir erreichen, dass die Verwendung thermischer Solaranlagen nur in den ausgewiesenen Straßen-, Orts- und Landschaftsbildschutzzonen eingeschränkt ist.“ Er spricht hier von einer massiven Verwaltungsvereinfachung. „All diese Maßnahmen lassen auch die Klimaziele in erreichbare Nähe rücken“, setzt Wittmann nach (siehe Beitrag rechts).

Einsprüche Einen weiteren Erfolg konnte die Wirtschaftskammer bei den Nachbarrechten erzielen. „Dabei geht es um Einspruchsmöglichkeiten von Nachbarn bei Bauverfahren, die schon oft zu massiven Verzögerungen geführt haben“, führt Weyringer aus. Diesbezügliche Forderungen nach Erweiterungen dieser Einspruchsrechte konnten abgewendet werden. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Klimaziele erreichbar „Bis 2020 sollen mindestens 16 Prozent an CO2 eingespart und der Anteil an erneuerbaren Energien von 29 auf 34 Prozent gesteigert werden“, umreißt Andrea Gössinger-Wieser, steirische Klimaschutzkoordinatorin, die Zielvorgaben der EU. Gehe es nach den jüngsten Gesprächen in Kopenhagen, könnten aus den 16 Prozent sogar 30 werden. „Die Klimaziele sind zwar hoch gesteckt, aber durchaus erreichbar“, meint die Expertin. Hilfreich sei hier sicher auch der Abbau der bürokratischen Hürden durch das überarbeitete und harmonisierte Baugesetz.

Andrea GössingerWieser

„Ein Stück Sonne in Händen halten“ Die Farina-Mühle in Raaba bei Graz baut ihre Photovoltaikanlage weiter aus. Die gesamte Verpackung läuft mit Solarenergie. Alles begann vor drei Jahren, als man sich bei Farina entschloss, auf Sonnenenergie zu setzen. Nachdem die technologischen Möglichkeiten anhand einer Studie durchleuchtet wurden, begann man voriges Jahr, 400 Quadratmeter

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Solarpanele zu installieren. Nächstes Jahr sollen weitere 360 Quadratmeter dazu kommen. „Insgesamt haben wir dann zirka 350.000 Euro investiert. Das wird sich erst in etwa 25 Jahren amortisieren“, erklärt Andreas Seidl, Prokurist der Mühle. Warum man sich trotz dieser langen Zeit zu umweltschonenden Maßnahmen entschlossen hat? „Das hat viel mit unserem Produkt zu tun“, weiß Seidl. „Getreide braucht viel Sonne, unser Slogan lautet deshalb auch ‚Mit der Kraft der

Sonne‘, von daher hat das gut dazu gepasst“, stellt Seidl fest. Für Bernhard Gitl, Geschäftsführer, „hält dadurch jeder Farina-Kunde sozusagen ein Stück Sonne in Händen.“ Seit der Inbetriebnahme vor einem Jahr erzeugte die Mühle über 35.000 Kilowattstunden Strom, sparte 19.000 Kilogramm CO2 (entspricht dem Ausstoß eines Pkw, der mehr als dreimal um Welt fährt) ein und reduzierte die Stromkosten für das Unternehmen um fast 9000 Euro.

ubit

news

Wirtschaftscoaches Die Anforderungen an Unternehmer und Führungskräfte sind vielfältig. Sie müssen sich inhaltlich mit den Unternehmenszielen identifizieren, sich auf Fachthemen einstellen und das Selbstmanagement (leading yourself ) gestalten. Dazu kommt das Führen von Mitarbeitern (leading the others) in einem schwieriger und komplexer werdenden unternehmerischen Umfeld (leading the

„Führungskräfte brauchen professionelle Reflexionspartner!“ Ruth Pils, MSc

www.ubit-stmk.at

business). Bei all diesen Herausforderungen sind Unternehmer und Führungskräfte auf Feedback angewiesen, das sie nur selten erhalten. Welcher Mitarbeiter redet schon „Klartext“ mit dem Vorgesetzten, weist auf Mängel oder Schwächen hin? Und so leben viele Entscheidungsträger in einem Feedback-Vakuum, das zu unwirksamem Führungsverhalten und falschen Entscheidungen führen kann. Die Wirtschaftscoaches der Wirtschaftskammer Steiermark sind für Entscheidungsträger professionelle Ansprechpartner, die dabei unterstützen, zu strukturieren, zu tragfähigen Entscheidungen zu kommen und das Selbstmanagement zu stärken. Ziel des Wirtschaftscoaching ist es, die Führungskraft in ihrer Wirksamkeit für den Erfolg des Unternehmens zu stärken. Ruth Pils, MSc Arbeitskreissprecherin Wirtschaftscoaching

Aktuell

info@wirtschaftscoaches.at

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bringt Erleichterungen

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Eine Serie der „Steirischen Wirtschaft“ Fotos: Fischer

Sie kennen eine interessante Unternehmerpersönlichkeit? Schicken Sie Ihre Vorschläge an petra.mravlak@wkstmk.at

Übersetzerin und Dolmetscherin Ljubica Negovec mit ihrer Pilates-Trainerin. Die Haustiere sind immer mit dabei.

Optimismus als Lebenseinstellung Übersetzerin und Dolmetscherin Ljubica Negovec führt ein Übersetzungsbüro in Graz. An erster Stelle steht aber Sohn Sebastian. Die Mehrsprachigkeit wurde Ljubica Negovec in die Wiege gelegt. Als Tochter kroatischer Gastarbeiter kam sie im Alter von drei Jahren nach Graz. Auf die Idee, Kroatisch, Bosnisch und Serbisch zu studieren, kam

sie viel später durch einen ehemaligen Lehrer, den sie zufällig wieder traf. „Er fragte mich, warum ich nicht Sprachen studieren würde“, erzählt Negovec. „Da habe ich meinen Vorteil erkannt.“ Bereits während des Studiums war sie als Übersetzerin tätig, verdiente sich ihr Geld aber auch als Hausbesorgerin und Sekretärin. „Egal was man macht, es tun sich immer wieder neue Türen auf“, ist Negovec überzeugt. Als die Ein-

Ljubica Negovec See oder Meer? Salzwasser tut mir sehr gut. Als gebürtige Kroatin hänge ich stark am Meer.

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Langschläfer oder Frühaufsteher? Wenn ich frei habe, ist es schön, keinen Wecker zu brauchen. Wochentags muss ich allerdings um halb sechs aufstehen. Fahrrad oder Ferrari? Fahrrad. Ein Ferrari gefällt mir, aber ich wüsste mit dem Geld Sinnvolleres anzufangen.

Serie

Frau-Unternehmerin schwanger wurde, suchte sie nach einem Weg, Arbeit und Kind am besten zu vereinbaren. So gründete sie im Jahr 2000 ihr Übersetzungsbüro Allesprachen.

Optimismus Ihr Optimismus hat sich bezahlt gemacht: Heute hat sie fünf Mitarbeiter im Büro und kann auf einen Pool von 300 Übersetzern auf der ganzen Welt zugreifen. Die Hauptkunden sind österreichische IndusAbenteuer- oder Cluburlaub? Abenteuer, mit Kind ist das aber nicht so einfach. Ich urlaube mit meinem Sohn meist in einem Appartment in Kroatien. Meine Lieblingsziele wären Hawaii und die USA. Kaffee oder Tee? Tee. Ich beschäftige mich mit Homöopathie, Kaffee passt da nicht dazu.

triebetriebe – wie AVL, Andritz, aber auch die ÖBB. Im Mittelpunkt steht Sohn Sebastian. „Ich möchte für ihn ausreichend Zeit haben, und die nehme ich mir auch“, sagt Negovec. „Wir gehen gern ins Kino und schauen uns lustige Filme an, bei denen man aus tiefstem Herzen lachen kann.“ Ihren Ausgleich findet sie im Garten, im Glauben aber auch bei Pilates und Laufen. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Allesprachen Ljubica Negovec gründete das Übersetzungsbüro im Jahr 2000. Sie hat fünf Büromitarbeiter und arbeitet mit rund 300 Übersetzern auf der ganzen Welt zusammen. Kunden kommen hauptsächlich aus der Industrie. Das Unternehmen ist ISO9001- und Önorm-EN-15038-zertifiziert. www.allesprachen.at

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Chefwissen sichert den Erfolg

Was steht aktuell auf dem Erfolgsprogramm? Jetzt will ich‘s wissen!

Der Unternehmerberuf stellt vielfältige Anforderungen. Wer nachhaltigen Erfolg will, arbeitet gezielt am Aufbau der eigenen Kompetenzen.

Unternehmerwissen „Ich erinnere mich noch, wie ich nach dem Unternehmertraining gleich die Kostenrechnung im elterlichen Betrieb umgestellt habe“, erinnert sich Stefan Weichhart. Mittlerweile ist der Tischlermeister selbst Chef des Unternehmens mit sechs Mitarbeitern. „Die gute Vorbereitung wirkt sich jetzt praktisch täglich aus, ob es um Verträge, Organisation, Arbeitsrecht oder Kalkulation geht“, bestätigt Weichhart. Sein Unternehmen setzt Schwerpunkte in der Bautischlerei und im Denkmalschutz: „Wir sanieren zum Beispiel die alten Kastenfenster.“ Das Unternehmertraining, „ein Bildungsprogramm, das vor über 20 Jahren in der Steiermark entwickelt wurde“, wie Hochegger betont, vermittelt das Basiswissen in allen wesentlichen unternehmerischen Wissensbereichen – für alle Branchen.

Freitag, 16. Juli 2010

Foto: Melbinger

„Selbst entscheiden zu können, das ist das stärkste Motiv, den Schritt in die Selbständigkeit zu machen. Aber Entscheiden heißt auch Verantwortung übernehmen“, betont Peter Hochegger, Leiter des Wifi Steiermark. „Zum Fachwissen muss auch ein ausgeprägtes Unternehmerwissen kommen. Das ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Start und es muss mit dem Wachsen des Unternehmens laufend weiterentwickelt werden.“

Peter Hochegger und Stefan Weichhart: „Wissen zählt!“ „Je größer ein Unternehmen wird, desto mehr muss auch das Unternehmerwissen in die Tiefe gehen“, erläutert Hochegger. „Die Managementfähigkeiten müssen auf den erweiterten Rahmen eingehen, in entscheidenden Kompetenzfeldern wie Vertrieb oder Marketing braucht man fachliche Vertiefung.“ Führungswissen wird am Wifi zu verschiedensten Themenbereichen mit großem Praxisbezug vermittelt.

Bildungsscheck „In die Weiterbildung der Mitarbeiter wird intensiv investiert, nur für sich selbst nehmen sich die Unternehmerinnen und Unternehmer oft zu wenig Zeit“, stellt Wifi-Chef Hochegger fest. Da seien Impulse gefragt. „Landesrat Christian Buchmann und WK-Präsident Ul-

fried Hainzl haben das Thema initiativ aufgenommen und einen Bildungsscheck für ein starkes Unternehmertum ins Leben gerufen: Mit ihm wird die Weiterbildung von Unternehmerinnen und Unternehmern gefördert.“ Er gilt für das gesamte Bildungsprogramm des Wifi im Kalenderjahr 2010. Eine Broschüre informiert über die Details.

Unternehmerwissen Die Wifi-Broschüre „Unternehmer Programm 2010/11“ gibt einen Überblick über die wichtigsten Lehrgänge für die Unternehmensführung und informiert über den Bildungsscheck für Unternehmerinnen und Unternehmer. Broschüre und Informationen: (0316) 602-1234, www.stmk.wifi.at

n Unternehmertraining Das Basiswissen für die erfolgreiche Unternehmensführung, € 1.620,- Termine an allen WIFIStandorten in der Steiermark; zum Beispiel: 69317.010Z 23.8.-7.10., Mo-Do 17-19, WIFI Graz 69817.010Z 20.9.-29.11., Mo, Di, Do, Fr 18-22, Sa 8-16, WIFI Obersteiermark n Business Management Lehrgang 07330.010Z 13.10.10-15.6.11, Mi 14-22, WIFI Graz, € 2.900,n Management Curriculum 07340.010Z 11.11.10-16.6.11, Do 14-22, WIFI Graz, € 2.100,n Lehrgang Projektmanagement 07340.010Z 24.9.-9.12., Do, Fr 14-22, Sa 9-17, WIFI Graz, € 1.650,n Marketing Lehrgang 08302.010Z 24.9.10-12.2.11, Di, Do, Fr 18-22, Sa 9-17, WIFI Graz, € 1.900,n Lehrgang Vertriebsmanagement 09310.010Z 15.10.10-2.7.11, Fr, Sa 9-17, WIFI Graz, € 2.900,n Führungskräfte-Akademie 01470.010Z 8.10.10.-10.9.11, Fr 14-22, Sa 9-17, WIFI Graz, € 3.900,n Akademie für Kleinstunternehmerinnen 30850.010Z 18.10.-25.11., Mo, Do 17-22, WIFI Obersteiermark, € 590,- ANMELDUNG einfach online: www.stmk.wifi.at oder telefonisch: (0316) 602-1234

Karriere

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„Biogas hat Potenzial für die Zukunft“ Bis 2020 ist Österreich verpflichtet, den Anteil an erneuerbarer Energie von 24 auf 34 Prozent zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Projekt SEBE gestartet. Worum geht es hier konkret? Burian: SEBE steht für Sustainable and Innovative European Biogas Environment und befasst sich mit neuen Technologien und innovativen Maßnahmen im Biogasbereich. Ziel ist es, langfristig einen großen Anteil des Gasbezugs durch Biogas zu ersetzen. Wie hoch der Substitutionsanteil de facto sein soll, wird noch verhandelt. Einen Masterplan wird es nächstes Jahr dazu geben. Warum konzentriert man sich auf das Thema Gas? Denn in den letzten Jahren wurden Biogasanlagen als unrentabel gehandelt. Burian: Biogas ist breit einsetzbar und hat jede Menge Potenzial. Es kann

Strom wie auch Wärme oder Kälte produziert werden, es gilt als feinstaub- und CO2-armer Treibstoff und man kann es ins Erdgasnetz einspeisen. Die Unrentabilität vieler Biogasanlagen wurzelt vielfach in ihrer falschen Planung. Mit SEBE werden 13 Pilotprojekte letztlich neue Wege zeigen. Welche Chancen birgt das Projekt SEBE für Unternehmer? Einerseits findet unter den teilnehmenden Betrieben ein großer Knowhow-Transfer statt. Gleichzeitig wird ein Partnernetz aufgebaut, das unter

anderem auch beim Einstieg in den Export helfen kann. Wer steckt hinter SEBE? Burian: Das Projekt wird zu 75 Prozent von der EU finanziert. Die restlichen 25 Prozent bringen Bund und Land im Verhältnis 80 zu 20 Prozent auf. In Zahlen sind das 114.000 Euro vom Bund und 28.000 Euro vom Land. Die Umsetzung von SEBE liegt in den Händen von 14 Partnern aus

neun Ländern. Diese Partner sind öffentliche Institutionen und Forschungseinrichtungen. In der Steiermark ist das Internationalisierungscenter Steiermark, das ICS, Anlaufstelle für interessierte Betriebe. Welche Aufgaben hat das ICS konkret? Burian: Als Leadpartner fungiert das ICS als Schnittstelle zwischen den Ländern und den Unternehmen und ist wesentlich an der Umsetzung und Koordinierung von EUProjekten beteiligt. Aufgabe ist es aber auch, das Know-how der heimischen Unternehmen gut zu positionieren, damit viele von ihnen zum Zug kommen. Das Interview führte Anja Genser. anja.genser@wkstmk.at

Foto: Fischer

Ministerialrat Gerhard Burian über erneuerbare Energien, das Zukunftsprojekt SEBE und seine Chancen für Unternehmer.

Gerhard Burian: „Das Biogas-Projekt SEBE bietet Möglichkeiten.“

Fakten Medieninhaber und Herausgeber: Wirtschaftskammer Steiermark, 8021 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-657, Fax 0316/601-308 Verleger: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Reitschulgasse 5, 8010 Graz; Geschäftsführer: Bruno Rabl, Tel. 0316/817090, info@mema.at Chefredakteur: Mag. (FH) Kurt Egger Redaktion: Anja Genser, Bakk. techn. (Chefin vom Dienst), Mag. Petra ­Mravlak (Redakteurin)

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Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at Produktion: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Graz Anzeigenverwaltung: MEMA Medien Marketing G.m.b.H, Reitschulgasse 5, 8010 Graz, Tel. 0316/817090, Fax DW 51, anzeigen.stwi@mema.at Druck: Druck Styria, Graz Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unserem Archiv. Die in mit „Werbung“ gekennzeichneten Artikeln vertretene Meinung muss nicht mit jener der Wirtschaftskammer Steiermark übereinstimmen. Die inhaltliche Verantwortung selbiger liegt beim jeweiligen Auftraggeber. Verbreitete Auflage Inland (2/2009): 58.708

• Ministerialrat Gerhard Burian studierte an der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien Volksund Betriebswirtschaft. 1977 begann er seine berufliche Karriere im damaligen Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie. Seit 2000 leitet er die Abteilung „Internationale Regionalpolitik und Finanzierung“ im Bundesministerium für Wirtschaft

Wirtschaft

und Arbeit, das maßgeblich das EUProjekt SEBE unterstützt. • Das Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) ist SEBE-Projektpartner und Anlaufstelle für interessierte Betriebe in der Steiermark. • ICS-Kontakt: Michael Azodanloo, Tel. 0316/601-276, E-Mail michael. azodanloo@ic-steiermark.at. Internet: www.ic-steiermark.at.

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Berger: Maschinen als Leidenschaft Flexibles Service, langjähriges Know-how und beste Qualität zeichnen das Unternehmen Berger Maschinen aus.

Eine Marke der Daimler AG

Die Firma Berger Maschinen ist als langjähriger kompetenter Ansprechpartner für technische Investitionsgüter im Bereich Kräne und Wechselsysteme, Stapler, Foco Forsttechnik, Kommunal- und Umschlagtechnik sowie Wassersysteme und Behältertechnik bekannt. Kompetente und spezialisierte Ansprechpartner im Verkauf ermöglichen eine bedarfsgerechte Abwicklung entsprechend den Anforderungen und Wünschen der Kunden. Individuelle Beratung betref-

fend die Produktpalette und technischen Lösungen stehen bei Berger Maschinen im Vordergrund. Damit nichts passiert, wenn was passiert, hat das Unternehmen den Kundendienst noch weiter ausgebaut. Es stehen bestens ausgebildete Fachmonteure innerhalb einer flexiblen

Serviceorganisation für die Kunden zur Verfügung. Die Qualität der Dienstleistung steht bei Berger an erster Stelle. Modernste Montage- und Reparaturwerke in Schwanenstadt/Werk Schlatt, in Wiener Neudorf, in Lieboch bei Graz und in Kürze in Weißenbach bei Oberwart, mit werksgeschul-

ten Spezialisten für Hydraulik, Elektronik und Schweißtechnik, garantieren eine optimale Montage- und Reparaturabwicklung. Friedrich Berger GesmbH & Co KG H.-Thalhammerstr. 13, 8501 Lieboch Tel. 03136/62275-0 www.berger-maschinen.at

Einzigartig wie unsere Transporter-Verkäufer. Der Mercedes Sprinter von Frau Gertrude Suppan. Auf den ersten Blick

Verkäufer, haben sich ganz ihrer Aufgabe

genschaften wie den von ihm

keine große Erkennt-

verschrieben. Zugegeben, dem Transporter

verkauften Fahrzeugen zuge-

nis. Bedenkt man aber,

bleibt nicht viel anderes übrig, ist er doch

schrieben werden. Nämlich

dass Mercedes-Benz der einzige Hersteller

für nur eine Bestimmung geschaffen. Im

Zuverlässigkeit und Lang-

mit einem nur auf Transporter speziali-

konkreten Fall für die Botendienste von

lebigkeit. Und da schließt

sierten Händler-Netzwerk in Österreich ist,

Frau Gertrude Suppan, die 300 Mal im Jahr

sich dann auch der Kreis zwi-

wird der Vergleich schon etwas schlüssiger.

die Strecke der Westautobahn zwischen

schen Transporter und Trans-

Außerdem gibt es nur bei Mercedes Fahr-

Wien und Salzburg befährt. Was wiede-

porter-Verkäufer schon wieder. Obwohl wir

zeuge, die über 941.000 Kilometer mit nur

rum der Transporter-Verkäufer weiß, der

von keinem Verkäufer berichten könnten,

einem Motor laufen. Eine weitere Gemein-

sich nicht nur im Metier seiner Kunden

der über 100 Jahre alt wurde. Noch nicht.

samkeit: Beide, sowohl Sprinter als auch

auskennt, sondern dem auch dieselben Ei-

Mehr unter www.mercedes-benz.at/profi

Trapo_200x124 Steir Wirtschaft.indd 1

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24.06.10 11:32

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Förderungen als Wirtschaftsmotor 2009 wurden über 60 Millionen Euro an Wirtschaftsförderungen ausgeschüttet und Investitionen von knapp 490 Millionen Euro ausgelöst.

Wirtschaftsförderung Gemäß dem Steiermärkischen Wirtschaftsförderungsgesetz muss der Steirische Wirtschaftsbericht jährlich erstellt werden. Die Förderungen betrugen im vergangenen Jahr 62 Millionen Euro.

Foto: Fotolia

Vergangenes Jahr wurden von der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) 2272 Förderungsfälle abgewickelt. Die Förderungsprogramme orientierten sich an der vom Landtag einstimmig beschlossenen Wirtschaftsstrategie und deren sieben strategischen Leitlinien. Im Jahr 2009 ist die Anzahl der Förderungsfälle mit einem Plus von 30 Prozent stark gestiegen, das bewilligte Förderungsvolumen jedoch ist im Vergleich zu 2008 deutlich zurückgegangen. Mit einem Rückgang um ein Viertel auf rund 62 Millionen Euro lag das Förderungsvolumen geringfügig unter dem Niveau des Jah-

res 2004. Auf die Leitlinie „Innovation“ entfiel weiterhin das mit Abstand größte Förderungsvolumen. Allein die beiden Förderungsprogramme „Groß!Tat“ und „Geistes!Blitz“ machten zusammen die Hälfte des gesamten SFG-Förderungsvolumens sowie drei Viertel der damit verbundenen Projektkosten aus. 2009 wurde auch die Forschungs- und Entwicklungsquote (F&E) des Jahres 2007 publiziert. Mit 4,3 Prozent regionaler F&E-Quote ist die Steiermark jetzt nicht nur österreichweit Spitze, sondern auch Vizeeuropameister.

Förderungen bringen die heimische Wirtschaft wieder in Gang.

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Wirtschaft

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Deutlich über dem Bundesschnitt Halbjahresbilanz 2010: Die Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet, offene Stellen haben stark zugenommen. Positives vom steirischen Arbeitsmarkt kann der steirische AMS-Chef Karl Heinz-Snobe berichten. Ein Blick auf die Halbjahresentwicklung (Statistik per 1. 7.) zeigt, dass die Zahl der Arbeitslosen in der Steiermark um 7,6 Prozent auf 38.436 Arbeitslose (ohne diejenigen, die sich in Schulungen befinden) zurück ging – das bedeutet den stärksten Rückgang im Bundesländervergleich. Die Arbeitslosigkeit ist übrigens am stärksten in der Produktion gesunken. „Fast fünfzig Prozent mehr Personen in Schulungen als sonst – das hat sich rentiert, nun ist auch die Summe aus Arbeitslosen plus SchulungsteilnehmerInnen bereits gesunken“, freut sich der Landesgeschäftsführer und streicht hervor, dass gleichzeitig die Zahl der offenen Stellen in der steirischen Wirtschaft stark zugenommen hat (im Monat Juni ver-

Veränderung der Arbeitslosigkeit im ersten Halbjahr 2010 1,9 % – 7,6 %

– 7,2 %

– 4,5 %

– 2,3 %

2,0 %

3,0 %

– 0,4 % 74.604 45.708

38.436

Steiermark

Veränderung zum Vorjahr 2,0 %

32.436 12.364

8.564

Salzburg

Burgenland

20.435

21.817

Tirol

Kärnten

Bestand vorgemerkter Arbeitsloser

11.034 Niederösterreich Vorarlberg

Wien

Oberösterreich © AMS, 2009

38.436 Arbeitslose bei einem Rückgang von fast acht Prozent stellen der Steiermark im Bundesländervergleich ein gutes Zeugnis aus. zeichnete man sogar ein Plus von 80 Prozent).

Jugendarbeitslosigkeit

Eine deutliche Entspannung ist im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit mit einem Rückgang von 11,5 Prozent auf 6050 Arbeitslose beobachtbar. „Besonders wichtig und erfreulich ist das große Minus bei den Unter-25-jährigen“, unterstreicht Snobe die positive Halbjahresentwicklung. Wermutstropen ist die Langzeitbeschäftigungslosigkeit mit einem Plus von 28,3 Prozent auf 6079 Personen, die länger als ein Jahr ohne Arbeit waren. „Diese Gruppe hat es besonders schwer, wieder integriert zu wer-

den, das wird die Herausforderung des laufenden Jahres“, sagt der AMS-Chef. Die Konjunktur- und Arbeitsmarktpakete konnten dem befürchteten Einbruch am Arbeitsmarkt deutlich entgegenwirken. Der leichte Wirtschaftsaufschwung zeigt sich bereits an der steigenden Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen. Seit Jahreswechsel verzeichnet das AMS einen Anstieg bei der Zahl der gemeldeten Stellen.

Über dem Bundesschnitt

In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden dem AMS Steiermark zirka 31.000 Stellen gemeldet. Das ist um ein Vier-

„Besonders erfreulich ist, dass in der Gruppe der Unter25-jährigen ein großes Minus zu verzeichnen ist.“

Ihr ArbeitsMarktService

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Foto: AMS/Petra Spiola

Karl-Heinz Snobe, Landesgeschäftsführer des AMS Steiermark

tel mehr als im Vorjahr. Die Steiermark liegt damit deutlich über dem Bundesschnitt (österreichweit waren es rund 16 Prozent). Bisher wurde ein deutlicher Stellenzugang am Dienstleistungssektor, in den Branchen Erziehung und Unterricht und Tourismus und Energiewirtschaft verzeichnet. Eine starke Arbeitskr��ftenachfrage verzeichnet aber auch die Branche der Zeitarbeitsfirmen. Das AMS arbeitet intensiv mit dieser Branche zusammen.

Weniger Kurzarbeit

Auch die Anzahl der Personen in Kurzarbeit ist in den letzten Monaten stark gesunken. „Im Vergleich zum Vorjahr geht es mit den Aufträgen der Unternehmen wieder bergauf. Viele Betriebe haben die Kurzarbeit bereits beendet oder lassen sie auslaufen, da sich die Auftragslage offenbar deutlich verbessert hat“, so Karl-Heinz Snobe. Die Steiermark gehört übrigens mit Oberösterreich und Niederösterreich zu jenen drei Bundesländern, die am stärksten versucht haben, mit Kurzarbeit die Krise abzufedern. Nach Branchen betrachtet haben großteils der Automobilcluster beziehungsweise die Metallverarbeitung und ihre Zulieferbetriebe Kurzarbeit in Anspruch genommen. Das Modell Kurzarbeit hat sich daher aus arbeitsmarktpolitischer Sicht in der Krise sehr bewährt. Damit gelang es, Unternehmen über diese schwierige Zeit zu helfen und Arbeitsplätze zu sichern. „Dennoch ist die Krise noch nicht vorbei. Es ist noch zu früh, um von einer ,effektiven Entspannung‘ zu sprechen“, so der steirische AMS-Chef hinsichtlich der Halbjahresentwicklung. Für das kommende Jahr prognostizieren ExpertInnen wieder steigende Arbeitslosenzahlen. www.ams.at

AMS News

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Jetzt haben Sie wieder einen Grund zum Gründen: Kostenloser Gründertag am 22. 7. von 14–17.30 Uhr in der WK, Körbler­ gasse 111–113, Graz. Anmeldung unter 0316/601-406 oder gs@wkstmk.at.

Wem nützt die Kunst der „Regionale“?

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Vier Millionen Euro Steuergeld stecken im Budget der „Regionale10“. Einige Firmen profitieren, doch die Mehrheit wünscht mehr Nachhaltigkeit.

Streitfall „Regionale10“: Kultureller Hit oder Geldverschwendung?

Mit Bioenergie hat die Firma „Binder“ in Bärnbach schon vor Jahren auf einen wachsenden Sektor gesetzt. Eine Studie des Verkehrsministeriums zeigt, dass der Bereich Biomasse-Anlagen in Österreich über 4100 Arbeitsplätze sichert und eine Exportquote von 80 Prozent vorweisen kann. Ein weiteres Wachstum ist möglich und Österreich präsentiert der EU im Sommer einen Aktionsplan: Bis 2020 sollen über 30 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Allein die Firma „Binder“ hat bereits über 3000 Anla-

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gen weltweit erreichtet, und vor allem Betriebe profitieren von Energie aus der Region. Ein Beispiel ist das „Wellnesshotel Pichlmayrgut“ in Schladming: Dank einer Hackschnitzel-Anlage werden 220.000 Liter Öl und damit 641 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart.

Graz Die jungen Designer der Grazer Ortweinschule entwarfen 25 Wohnkamine für die Firma „Wieser-Wohnkeramik“ aus Gröbming. Eine Fachjury kürte die Sieger, ein Kamin wird realisiert. Neben dem Jury-Preis wurde ein Sonderpreis

vergeben: Die Entwürfe sind auf „Facebook“ zu bewundern. Besucher der Seite konnten per Mausklick ein „Gefällt mir“ hinterlassen und so den Publikumssieger bestimmen: www.facebook.com/ feuerkultur.

Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

Hartberg und Weiz Inspiration, Impulse, Information – die Junge Wirtschaft aus Hartberg und Weiz widmete ihren Projekttag „i2010“ der Innovation. Verschiedene Vorzeigebetriebe und Projekte wurden besucht und

Steiermark Die sieben steirischen Naturparke eröffnen die Sommersaison. Es werden wieder verschiedenste Aktivitäten angeboten – von Kräutergarten bis Kunst. Erholung, Bildung und regionale Entwicklung greifen Hand in Hand. Infos: www. steiermark.com/naturparke.

Regionen

Foto: Volkhard Maier

Voitsberg

Die „Regionale10“ hat wortwörtlich ihren Höhepunkt erreicht: Ein tonnenschwerer Felsen wurde von China auf den Gipfel des Dachsteins transportiert. Was für Kulturbegeisterte interessante Gegenwartskunst ist, stößt bei manch anderem auf Unverständnis. Franz Perhab, WK-Regionalstellenobmann des Ennstals und Salzkammerguts, sieht es pragmatisch. „Wenn das Land schon dafür Geld ausgibt, dann soll diese Veranstaltung lieber bei uns in Liezen stattfinden“, meint Perhab und ergänzt: „Sicher pro-

fitieren einige Firmen von der ‚Regionale‘, aber die Mehrheit fragt sich schon, ob vier Millionen Euro Steuergelder nicht auch nachhaltiger eingesetzt werden könnten.“ „Regionale“-Sprecher Martin Novak sieht indes sehr wohl Vorteile für die regionale Wirtschaft. „Auch wenn wir kein kommerzielles Projekt sind, sollte man den Standortfaktor bedenken. Kulturelle Ereignisse werten einen Bezirk ex­ trem auf“, erklärt Novak. Ob die „Regionale“ ein Nächtigungsplus bringt, konnte Steiermark Tourismus nicht bestätigen, da man nicht erhebt, aus welchem Grund ein Gast in der Steiermark nächtigt. Vor zwei Jahren haben sich bei der „Regionale08“ knapp 50.000 Besucher eingefunden.

Natur pur in sieben steirischen Erholungs-Oasen

präsentiert, unter anderem der Betrieb „Schirnhofer“.

Wildon Die „Amw Asphaltwerk GmbH“ in Weitendorf freut sich über ihr zehnjähriges Bestehen. Mit den Gesellschaftern feierten zahlreiche Ehrengäste. 180 Millionen Tonnen Asphalt hat das Werk seit 2000 erzeugt – damit ließe sich eine acht Meter breite Straße von Graz bis Frankfurt bauen. In Spitzenzeiten sichert die „Amw“ damit gut 100 Arbeitsplätze in der Region und setzt auf bewährte Qualität aus der Steiermark.

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Die 20-Millionen-Investition des Bundes lässt Vordernberg hoffen. 180 Arbeitsplätze in den nächsten zweieinhalb Jahrzehnten sind gesichert.

uns jedoch um die gesamte Infrastruktur kümmern“, erklärt Hubner. Darunter fällt beispielsweise die Versorgung durch Küche, Wäscherei und Putzerei. „Das ist nach wie vor die große Chance für uns. Wir werden uns jetzt neu positionieren“, blickt Hubner zuversichtlich in die Zukunft. Hans Mocharitsch, Leo­ bener WK-Regionalstellenobmann, sieht weitere Möglichkeiten auch für Zulieferbetriebe: „Wir hoffen, dass bereits in der Bauphase heimische Firmen zum Zug kommen werden.“ Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

20 Millionen Euro kostet das Schubhaftzentrum in Vordernberg.

Leibnitz Die Betreiber der „Vinofaktur“ in Vogau haben ein neues Projekt initiiert: „Genussregal“ wird ein neuer Komplex heißen, der neben Wein und steirischen Schmankerln auch Einblick in deren Herstellung bieten soll. Gut sechs Millionen Euro werden investiert. „Wir wollen Heimstätte für Qualität und innovative Kulinarik sein“, sagen die Projektinitiatoren Erich und Walter Polz. Insgesamt 30 Unternehmen beteiligen sich an dem Projekt und der neu gegründeten Gesellschaft. Mit da-

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bei sind etwa „Zotter-Schokolade“ oder „Peterquelle“.

Liezen An der Höheren Technischen Lehranstalt Trieben setzt man neben fachlicher Qualifikati-

on auch auf kreative Bildung. Zahlreiche Projekte und Aktivitäten sollen den Schülern Freiräume eröffnen. Unter anderem gestaltete die HTL eine Radiosendung im Rahmen der Regionale. Die Schulleitung setzt auf Workshops, Theaterbesuche und Sprachreisen.

Hartberg

Foto: Barbic

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Die Steiermark bekommt ein hochmodernes Schubhaftzentrum. Baubeginn wird im Frühjahr nächsten Jahres sein, zeitgleich dazu schöpft eine ganze Gemeinde wieder neue Hoffnung. Vor wenigen Monaten sah die Zukunft für Vordernberg eher düster aus. Arbeitsplätze verschwanden, vor allem die Ju-

gend siedelte ab. Bürgermeister Walter Hubner und die Wirtschaftskammer kämpften verbissen um das Projekt des Innenministeriums und die Bevölkerung unterstützte sie mit massiver Zustimmung. Das Schubhaftzentrum wird ab 2012 Platz für bis zu 220 abgewiesene Asylwerber bieten. Der Betreibervertrag wird auf 25 Jahre abgeschlossen und in dieser Zeit rund 180 Arbeitsplätze bringen. Der Gemeinde obliegt es dabei, die Jobs für das Schubhaftzentrum zu vergeben – sofern es sich nicht um Aufgaben der Justiz und Verwaltung handelt. „Wir werden

Walter Polz und die Apfelkönigin Stefanie I

„Triumpf“ hat sein Werk in Hartberg geschlossen – eine „bittere Pille“ für die Region, sagt Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Ein Krisengipfel wurde abgehalten, um Möglichkeiten

auszuloten und Maßnahmen zu initiieren. „Arbeitsplätze lassen sich nicht auf Knopfdruck verordnen“, erinnert Buchmann, „zuletzt sind aber einige Ansiedlungserfolge gelungen.“ Vor allem die kleineren Unternehmen seien ein Rückgrat des Standortes. Die Politik packt mit an und unterstützt engagierte Betriebe – zum Beispiel wurde eine Förderung in Höhe von 80.000 Euro für das Maschinenbau-Unternehmen „Willingshofer GmbH“ in Gasen beschlossen. Der Betrieb investiert 1,5 Millionen Euro, baut aus und schafft neue Arbeitsplätze.

„Die Forschung am Joanneum Research wird künftig noch enger an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet“, kommentiert Geschäftsführer Bernhard Pelzl die Neuorientierung der größten außer­ universitären Forschungseinrichtung Österreichs. „Ab 2013 müssen wir für einen Euro Basisfinanzierung vom Land 1,33 Euro Wirtschaftsaufträge erzielen“, ergänzt Geschäftsführer Edmund Müller.

Fünf Institute

Nach dreijähriger Vorbereitung wurden die zuletzt 13 Institute nun zu fünf Schwerpunkten zusammengefasst, die von jeweils einem Direktor geleitet werden. • Materials am Institut für Oberflächentechnologien und Photonik wird von Paul Hartmann geführt. • Thomas Pieber ist Leiter des Schwerpunkts ­Health am Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften. • Forschungsfokus Digital am Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien: Werner Haas. • Resources am Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit: Otto Nowak • Schwerpunkt Policies am Zentrum für Wirtschaftsund Innovationsforschung: Leiter ist Wolfgang Polt.

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Große Chance für Vordernberg

Joanneum Research positioniert sich neu

Neuausrichtung am J­oanneum Research

Regionen

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Uneingeschränkte Gleichstellung schaffen Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der WKÖ, kommentierte das Maßnahmenpaket im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Gleichbehandlung (NAP) mit deutlichen Worten: „Die Wirtschaft bekennt sich zur Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt. Betriebe, die – auch – auf Frauen setzen, sind wirtschaftlich erfolgreicher.“ Aufgabe der öffentlichen Hand sei es, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass Frauen ihre Chancen am Arbeitsmarkt uneingeschränkt nutzen könnten. „Der Erfolg des Aktionsplans steht und fällt mit dem Ausbau der Kinderbetreuung und dem Abbau längst überholter Berufsstereotypen“, betonte Hochhauser und verwies auf jüngste Daten, wonach der Unterschied zwischen Män-

ner- und Fraueneinkommen zwischen 2002 und 2007 von 17 auf elf Prozent gesunken ist.

Kinderbetreuung Von zentraler Bedeutung sei, dass Jugendliche frühzeitig über ihre Möglichkeiten bei der Berufsentscheidung informiert werden. „Bereits in der Schule ist eine gezielte Berufsinformation notwendig“, sagt Hochhauser. Der tollste Job nütze jedoch wenig, wenn

Frauen mangels leistbarer Kinderbetreuung zwischen Familie und Karriere wählen müssten. „An einem Ausbau der Kinderbetreuung – auch am Land und in Randzeiten – führt kein Weg vorbei. Vor allem die Länder sind hier gefordert.“ Beispielgebend sei die jüngst getroffene Sozialpartner-Einigung zu diesem Thema, weil sie keine Frauenquoten vorsieht. „Solche Zwangsmaßnahmen würden nur neue Diskri-

minierungen schaffen und sind längst überholt. Frauen sind in der Wirtschaft auf dem Vormarsch“, erinnerte Hochhauser an den steigenden Anteil der Unternehmensgründerinnen. „Unternehmerinnen müssen jedoch beim Wochengeld mit unselbständig Beschäftigten gleichgestellt werden.“ Das Wochengeld für Unternehmerinnen liegt bei 25,57 Euro, jenes von unselbständig Beschäftigten bei 41 Euro.

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Mehr Kinderbetreuungsstätten und der Abbau von Berufsstereotypen sollen die Rahmenbedingungen für mehr Frauen in der Wirtschaft verbessern.

Das Angebot an Kinderbetreuung ist am Land und an den Randzeiten noch verbesserungswürdig.

Facharbeiter kompensieren demografische Entwicklung In den Ausläufern der Wirtschaftskrise ist es für 92.000 Gewerbebetriebe besonders wichtig, sich dem Thema Facharbeiterausbildung zu widmen. „Die Jugendausbildung ist der Bundessparte Gewerbe und Handwerk ein wesentliches Anliegen. Mit dem demographischen Wandel sind wir in Kürze mit einem deutlichen Fachkräftemangel konfrontiert, den wir nur durch verstärkte Lehrlings-

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Josef Herk Foto: Croce&Wir

ausbildung kompensieren können“, erklärte Josef Herk, neuer Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk. Herk verwies auf die aktuellen Zahlen der KMU Forschung Austria, nach denen für 2010 mit einer Erhöhung

des Beschäftigtenstandes um 3,7 Prozent zu rechnen sei. Generell präsentiere sich die Konjunktursituation für das dritte Quartal aus Unternehmersicht optimistischer als jene der vorangegangenen Quartale.

Handwerkerbonus So erwartet knapp ein Viertel der Betriebe steigende Auftragseingänge bzw. Umsätze für das dritte Quartal. Etwa zwei Drittel rechnen mit keiner Veränderung, 16 Prozent mit Rückgängen. Um insbe-

Wirtschaft

sondere die Situation im Bau-, Bauneben-, und Bauhilfsgewerbe zu verbessern, fordert die Sparte die Einführung eines Handwerkerbonus. Dieser sollte zeitlich befristet für 2011 und 2012 für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten eingeführt werden. Bis zu einem Höchstbetrag von 6000 Euro sollen 20 Prozent der Arbeitskosten absetzbar sein – also maximal 1200 Euro. „Für unsere Betriebe wäre dies eine wichtige Hilfestellung“, so Herk.

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• Neue Regelungen bei Karenz und Elternteilzeit • Tipp von Ingrid Kuster zum Gleichbehandlungsgesetz • Steirische „Matchmaker“ im Spitzenfeld • Budget und Umwelt schonen mit dem Energiescheck

Hier treffen sich Übergeber und Übernehmer. Weitere Angebote finden Sie unter www.nachfolgeboerse.at Tanzlokal Ennstal zu vergeben Tanzlokal im Ennstal langfristig zu vergeben, eingerichtet, ohne Ablöse. Anfragen unter Tel. 03682/20886, followme@wkstmk.at, ID: 26632 Kfz-Werkstätte Graz Betriebsübernahme Kfz-Werkstätte/ Kfz-Handel Graz, Erweiterung für andere Branchen möglich. Fläche: 1000 m². Komplett eingerichtet inkl. § 57a-Prüfstelle. Anfragen unter Tel. 0676/49 666 49, followme@wkstmk.at, ID: 27275 Gasthaus – Graz-Umgebung Traditionsgasthaus, Graz-Umgebung, sucht Pächter. Betriebsgröße: 170 m² plus Terrasse. Ablöse. Anfragen unter Tel. 0316/601-1101 oder 0316/601765, followme@wkstmk.at, ID: 27367 Hüttenbetrieb – Bezirk Liezen Hüttenbetrieb in Weißenbach zu verpachten. 50 Sitzplätze, Innenbereich, Gastgarten, urige Einrichtung. Infos: www.almstubnwirt.at. Anfragen unter Tel. 0664/1600 839, followme@ wkstmk.at, ID: 27368

Koordination: Daniela Kozissnik

Geldquelle für große Pläne Ein neuer Fonds bietet Möglichkeiten zur langfristigen Finanzierung. Klein- und Mittelbetriebe können hieraus Kapital schlagen. „Kredite werden nicht nur weniger nachgefragt, die Vergabebestimmungen werden von den Banken auch streng eingehalten“, sagt Arno Langwieser, Geschäftsführer des aws-Mittelstandsfonds. Daher wurde der Mittelstandsfonds eingerichtet, um vor allem kleinen und mittleren Betrieben bei Bedarf zu helfen, frisches Kapital zu sichern. Ins Leben gerufen wurde der Mittelstandsfonds von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws): 80 Millionen Euro stehen bis 2025 für stille Beteiligungen oder zur Erhö-

Arno Langwieser Foto: Eder

hung des Eigenkapitals zur Verfügung. Angesprochen sind Unternehmen, die höchstens 500 Mitarbeiter beschäftigen, mindestens zwei Millionen Euro im Jahr umsetzen und expandieren wollen. Durch eine stille Beteiligung oder den Verkauf von Minderheitsanteilen können bis zu fünf Millionen Euro über den aws-Mittelstandsfonds aufgebracht werden. Arno Langwieser fasst die Vorteile der stillen Beteiligung zusammen: „Keine Anteilsabgabe, keine Einmischung ins Tagesgeschäft und Langfristigkeit mit einer Beteiligungs-

dauer bis zu zehn Jahren.“ Der Fonds versteht sich dabei nicht als reiner Geldgeber, sondern möchte als Partner auftreten, Know-how fördern und be­ raten. Um einen Kredit zu beantragen, schicken Unternehmer einen Projektplan und die letzten beiden Jahresabschlüsse ein. Nach einer Woche steht die Grobanalyse. Erfüllt der Betrieb die Kriterien, folgen ein Beratungsgespräch und ein Vorvertrag: „Wir brauchen vom Erstkontakt bis zur Überweisung maximal zwei Monate“, erklärt Langwieser.

Weitere Infos: Tel. 0316/601-601, www.foerderungsservice.at oder www.mittelstands-fonds.at

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Lokal – Bezirk Radkersburg Restaurantbetrieb und Zimmervermietung zu vergeben. Anfragen unter Tel. 0316/601-1101, followme@ wkstmk.at, ID: 27442

Langfristige Investitionen für Unternehmen: Ein neuer Fonds setzt auf stille Beteiligungen.

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Service

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Foto: La Strada

Diskriminierung gen nicht diskriminierend sein. Zum Beispiel darf die Ausschreibung nicht speziell für Männer oder Frauen sein. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein besonderes Merkmal für eine bestimmten Tätigkeit wesentlich oder entscheidend ist. Für diese Ausschreibung heißt das: Sie ist diskriminierend, weil sie nur den männlichen Begriff des Abwäschers verwendet und nicht geschlechtsneutral formuliert ist. Richtigerweise müsste es „eine/einen Abwäscher/in“ heißen. Auch „sehr gute Deutschkenntnisse“ ist hier diskriminierend – für die Tätigkeit als Abwäscher/in reichen wohl „gute“ Deutschkenntnisse. Am besten den Wortlaut „ausreichende Deutschkenntnisse“ verwenden. Beim ersten Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot gibt es eine Verwarnung, bei weiteren Verstößen ist mit Geldstrafen bis 360 Euro zu rechnen.

insgesamt zwölf plus zwei Monaten in Anspruch nehmen. Um das zu erleichtern, wurden Karenz und Elternteilzeit hier ebenfalls auf zwei Monate angepasst.

Bei Karenz und Elternteilzeit gibt es Neuerungen. Unter anderem beträgt die Mindestdauer nun zwei statt wie bisher drei Monate.

Meldefristen angepasst

Das Kinderbetreuungsgeld ist neu geregelt worden, und diese Änderungen ziehen nun Anpassungen in anderen Bereichen nach sich. Markanteste Neuerung: die vorgeschriebene Mindestdauer von Karenz und Elternteilzeit wurde von drei auf zwei Monate gesenkt. Seit diesem Jahr wählen Eltern, in welcher Form sie das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld ausbezahlt bekommen. Dabei stehen ihnen vier Varianten zur Verfügung, unter anderem können beide Elternteile Bezüge von

• Gesundheit. „Erfolg auf dem Gesundheitsmarkt“ heißt eine neue Broschüre, die Praktikern wertvolle Tipps gibt. Zielgruppen werden definiert, Fragen zum Selbstverständnis aufgeworfen und Möglichkeiten zur Etablierung auf dem Markt gegeben. Die Broschüre kann kosten-

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Ich bin Gastwirt und habe eine Stelle für einen Abwäscher mit sehr guten Deutschkenntnissen ausgeschrieben. Nun hält man mir vor, das wäre Diskriminierung. Stimmt das? Dazu Ingrid Kuster: Laut Gleichbehandlungsgesetz dürfen Stellenausschreibun-

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Wie die Digitalkamera richtig verwendet wird und dem Spaß am Fotografieren nichts mehr im Wege steht, lernt man bei einem Wifi-Kurs. „Meine Digitalkamera“ am 30. September: www.stmk.wifi.at

Neue Regelungen bei Kar

Ingrid Kuster

Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601

La Strada steht vor der Tür und verwandelt Graz wieder in ein buntes Straßentheater. Am 30. Juli geht es los, einen kleinen Vorgeschmack und das Programm gibt es schon auf www.lastrada.at.

Informiert am Puls der Zeit

Service

Die Verkürzung von Karenz und Elternteilzeit wiederrum zieht Anpassungen bei den Meldefristen nach sich. Werden Karenz oder Teilzeit für drei Monate oder mehr in Anspruch genommen, bleibt die Meldefrist bestehen und der Arbeitgeber muss drei Monate im Voraus informiert werden. Bleiben Karenz oder Teilzeit unter drei Monaten, ist eine Frist von zwei Monaten einzuhalten. „So kurze Karenz wird aber praktisch fast nie in Anspruch genommen“, sagt die Expertin Ingrid Kuster vom

los bestellt oder selbst heruntergeladen werden: Tel. 05/90900-4522, Download www.unternehmerservice. at/publikationen • Businessplan. Das Handbuch „Keine Angst vor dem Businessplan“ ist in dritter Auflage erschienen. Der beliebte Leitfaden eignet sich vor allem für Gründer und liefert alle wichtigen Infos und Ansprechpersonen für ein erfolgreiches Unternehmenskonzept. Die aktualisierte Version ist kostenlos erhältlich im Gründerservice und kann auch aus dem Internet heruntergeladen werden. Weitere Infos und Download auf der Seite www.i2b.at/handbuch.

Rechtsservice der WK: „Für die Betriebe ist das erfreulich, denn für einen so kurzen Zeitraum eine Karenzvertretung zu finden ist kein leichtes Unterfangen.“ Auch wenn Mutter oder Vater ihr Dienstverhältnis anlässlich der Elternwerdung beenden wollen, müssen neue Fristen beachtet werden: Auch hier ist die Dauer der Karenz ausschlaggebend. Bei einer Dauer von mindestens drei Monaten bleiben die drei Monate Frist zur Klärung mit dem Arbeitgeber bestehen. Bei einer Karenz von weniger als drei Monaten muss der Mutter- bzw. Vaterschaftsaustritt spätestens zwei Monate vor Ende der Karenz geklärt werden. Für Abfertigungen gilt: Wenn alle Fristen eingehalten wurden, besteht Anspruch auf

• Lernfabrik. Das Projekt „Lernfabrik“ unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund bei der Integration am Arbeitsmarkt. Dabei wird auf Qualifikation und Praxisnähe gesetzt: die Schulungen finden in Partnerbetrieben statt. Derzeit werden 38 Personen in Graz und Leibnitz im Rahmen der Lernfabrik ausgebildet. Das Projekt ist auf der Suche nach weiteren Partnerbetrieben, zum Beispiel aus den Bereichen Softwareentwicklung, Kfz, Pflege, Mode, Fotografie und vielen mehr. Interessierte Unternehmen aus Graz und Leibnitz können Infos per E-Mail anfordern: office@lernfabrik.co.at.

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Im WK-Service­ team für Sie da: Brigitte Fuchs

Ein Dokumentarfilm bereist die „Commercial Galaxy“, die Welt der Wirtschaft, und zeigt, dass in Zukunft die erfolgreiche Vermarktung die digitale Welt braucht. Arte, 19. Juli, 23.25 Uhr.

renz und Elternteilzeit die Hälfte der gesetzlich zustehenden Abfertigung Alt, in der Höhe von maximal drei Monatsentgelten. Zusammenfassend sind also mit der Neuregelung des Kinderbetreuungsgeldes Anpassungen vorgenommen worden, wobei in den meisten Fällen gilt: Was früher drei Monate waren sind nun zwei. Rechtzeitige Regelung wird empfohlen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten gemeinsam und frühzeitig klären, wie Karenz oder Elternteilzeit gestalten werden.

Ich habe ein Mail erhalten, in dem ich aufgefordert werde, mich ins Branchenverzeichnis einzutragen. Angeblich ein Aktionsangebot mit einer Faxnummer, an die ich einen Antrag schicken soll. Muss ich mich dort melden? Dazu Cornelia Schöllauf:

Dubiose Mails

Infos: Tel. 0316/601-601, rechtsservice@wkstmk.at, www.wko. at/stmk/rs/presse

• SVA-Termine Bad Aussee, 17. August, 8.30 bis 13 Uhr Bad Radkersburg, 13. August, 9 bis 12 Uhr Bruck/Mur, 26. August, 8 bis 13 Uhr Deutschlandsberg, 12. August, 8 bis 12.30 Uhr Feldbach, 23. August, 8 bis 13 Uhr Fürstenfeld, 25. August, 8.30 bis 12.30 Uhr Gröbming, 18. August, 8.30 bis 13 Uhr Hartberg, 6. August, 8 bis 13 Uhr Judenburg, 10. August, 8.30 bis 13 Uhr Kalsdorf, 2. August, 8 bis 11 Uhr Knittelfeld, 9. August, 8.30 bis 12.30 Uhr Leibnitz, 24. August, 8 bis 13 Uhr Leoben, 16. August, 8 bis 13 Uhr Liezen, 19. August, 8.30 bis 13 Uhr

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Cornelia Schöllauf

Mariazell, 5. August, 8.30 bis 12.30 Uhr Murau, 11. August, 8.30 bis 12.30 Uhr Mürzzuschlag, 4. August, 8.30 bis 13 Uhr Neumarkt, 10. August, 14 bis 15 Uhr Voitsberg, 20 August, 8 bis 13 Uhr Weiz, 27. August, 8 bis 13 Uhr • Lernen im Weingarten. Ein Seminar zur Auffrischung bestehender Kenntnisse in neurolinguistischer Programmierung (NLP) bietet Stephen Molnar an. Molnar gilt als renommierter Spezialist auf seinem Gebiet. Zwei Termine stehen zur Wahl: 29. Juli oder 30. September, jeweils im Weingut Rebstock in Gamlitz. Das Seminar dauert drei Tage, die Kosten pro Teilnehmer betragen 390 Euro. Infos und

Anmeldung: Tel. 0316/282009, E-Mail office@interaktiv.at. • Gründertraining. Selbständig arbeiten und der eigene Chef sein – für viele Menschen eine Möglichkeit, ihren Arbeitsalltag individuell zu gestalten. Was bringt das Unternehmertum für Anforderungen mit sich, wo anfangen und wie? Beim Gründertraining des Wirtschaftsförderungsinstituts bekommt der Chef von morgen die Antworten auf alle wichtigen Fragen. Die Trainings finden mehrmals jährlich statt. Nächster Termin: 28. September bis 14. Oktober. Infos und Anmeldung: Tel. 0316/602-1234, www.stmk.wifi. at/gruendertraining.

Bitte lassen Sie bei Nachrichten dieser Art unbedingt Vorsicht walten! Immer wieder tauchen Mails und Faxnachrichten auf, die offiziellen Mitteilungen zum Verwechseln ähnlich sehen. Diese Nachrichten wollen offiziell wirken und verwenden absichtlich Namen und Logos, die Verwechslungen provozieren. Oft werden sogar fertig ausgefüllte Formulare zugesendet mit dem Hinweis, man müsse diese korrigieren und zurückschicken. Durch das Zurückschicken und die Unterschrift kommt dann ein Vertrag zustande und es werden Zahlungsforderungen gestellt. Unbedingt das Kleingedruckte genau lesen und dubiosen Zahlungsaufforderungen nicht nachkommen. Im Zweifelsfall oder wenn man in die Falle getappt ist, hilft die Wirtschaftskammer. Die Mail, die Sie zum Eintrag ins Branchenverzeichnis auffordert, können Sie getrost löschen. Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601

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Steirische Nachfolger im Spitzenfeld „Die Steiermark hat in der Betriebsnachfolge eindeutig eine Vorreiterrolle“, sagt Katrin Kuss. Die Follow-me-Projektverantwortliche ist zufrieden mit den Ergebnissen bei den Betriebsübergaben. Seit 2007 werden steirische Übergeber und Übernehmer von einem Experten-Netzwerk unterstützt und können das Servicepaket von Follow me nutzen. Derzeit werden 500 Übergeber und gut 200 potentielle Nachfolger aktiv betreut. Die Experten vergleichen Bedürfnisse und Anforderungen beider Seiten. Stimmen Angebot und Nachfrage überein, wird ein Erstkontakt in die Wege geleitet. Allein dieses Jahr wurden so schon über 600 „Pärchen“ vermittelt, rund 300 Betriebsübergaben sind daraus entstanden.

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Die Nachfolgebörse „Follow me“ zieht Bilanz und präsentiert ein solides Zwischenergebnis. Ein erfolgreiches Projekt, das immer facettenreicher wird.

Gesucht und gefunden: Follow me bahnte dieses Jahr bereits zahlreiche Betriebsübernahmen an. „Wer seinen Betrieb übergeben will, muss sich rechtzeitig um die Nachfolge kümmern“, sagt Kuss. Neben den harten Fakten muss auch die Chemie zwischen Übergeber und Nachfolger stimmen, weiß die Expertin: „Wirtschaftlich, finanziell und rechtlich muss natürlich Klarheit herrschen. Es muss aber auch die emotionale

Ebene auf jeden Fall berücksichtigt werden.“ Das umfassende Angebot reicht bei Follow me von Sprechtagen, Workshops und Stammtischen bis zur Nachfolgebörse im Internet. Ein Vorzeigeprojekt, das Wirtschaftskammer, Land, Stadt und weitere namhafte Partner gemeinsam möglich machen.

Einmal im Jahr vergibt Follow me einen Award für die besten Nachfolgekonzepte und den besten Nachfolger: Konzepte für geplante und verwirklichte Übernahmen können bis 4. Oktober eingereicht werden. Der Supernachfolger wird dann auf der Gründermesse gekürt. Infos: Tel. 0316/601-1101 oder www.wko.at/stmk/followme

Budget und Umwelt schonen mit dem Energiescheck Unterstützung, Beratung, Förderung: Die Wirtschaftskammer und die WIN-Initiative helfen Unternehmen, ihren Energieverbrauch zu senken. „Man muss ja nicht immer investieren, um Energie zu sparen“, sagt Leopold Strobl vom Wirtschaftsservice der WK. In den meisten Betrieben gäbe es Möglichkeiten, durch kleine Änderungen und Kniffe viel zu verbessern.

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Leopold Strobl Foto: Fischer

Die WIN-Förderung hilft Unternehmern bereits seit Jahren, dieses Potential zu nutzen: Bis zu 2675 Euro Beratungsförderung können kleine und mittlere Betriebe sich hier inzwischen holen. Bei über 1300 bearbeiteten Ansuchen wun-

Service

dert es nicht, dass das erfolgreiche Projekt verlängert wurde. Die steirische Initiative wird inzwischen vom bundesweiten Klima- und Energiefonds unterstützt. Durch die Zusammenarbeit konnte die Fördersumme erhöht werden. Den organisatorischen Teil übernimmt weiterhin WIN: „So bleibt alles übersichtlich“, weiß Strobl. Unternehmer können um eine Einstiegsberatung und eine Umsetzungsberatung ansuchen: „Die Einstiegsberatung ist wie ein Laborbefund“, erklärt

Strobl. Ein externer Experte klopft den Betrieb auf Einsparungspotential ab und gibt Tipps. Will der Betrieb konkret Investitionen tätigen, begleitet der Berater die Umsetzung des Projekts: „Das ist, als würde der Arzt bei der Diagnose ‚Zu wenig Bewegung‘ gleich mit Ihnen zusammen joggen gehen.“ Passende Experten können Unternehmer sich auf der WIN-Homepage suchen oder von der WK vermitteln lassen. Infos: Tel. 0316/601-601 oder www.win.steiermark.at

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Foto: Zukunft Industrie

Die aktuellen Kennzahlen der Industrie können im Internet unter www.wiengrafik.at/wko/kennzahlen2010 abgerufen werden. Die Broschüre kann auch bei margit.wolf@wko.at bestellt werden.

Steirische Holzwirtschaft steigert Export Nur etwa 20 Prozent des steirischen Rundholzes bleiben wirklich am heimischen Markt. Manche Holzbetriebe liefern bereits mehr als 30 Prozent ihrer Waren nach Südeuropa. „Die Hauptexportmärkte für heimische Holzprodukte sind Italien und Deutschland“, weiß Heinz Gach, der Obmann von proHolz. „Stark zurückgegangen sind allerdings die Exporte in die USA. Das hat die Krise in den vergangenen zwei Jahren verursacht.“ Vom Rundholz über Schnittholz, Leimholz, Platten, Böden, Fenster, Türen, Möbel bis hin

zu ganzen Häusern reicht die Palette der exportierten Holzwaren. Spitzenreiter ist die Papierindustrie mit einer Exportquote von mehr als 90 Prozent. In vielen Ländern gilt es aber zunächst einmal den Boden für den Baustoff Holz zu ebnen. „Einerseits müssen wir zukünftigen Holzanwendern den Bau- und Werkstoff fachlich bei Kongressen und Workshops näher bringen“, sagt Gach. „Andererseits müssen Gesetze und Normen in vielen Ländern oft erst an die Holzbauweise angepasst werden.“ Südosteuropa rückt immer mehr in den Fokus der steirischen Exporteure. So fand im Juni eine Fachveranstaltung in Belgrad und im April in Dubrovnik statt, zahlreiche steirische Unterhmen waren mit dabei. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

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Heimisches Holz ist im Ausland gefragt. Südeuropa gewinnt allmählich immer mehr Bedeutung für die steirischen Holzexporteure.

Die Holzwirtschaft ist ein wichtiges Stärkefeld der Steiermark.

Lackindustrie erwartet wieder Zuwächse

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Die österreichische Lackindustrie wurde von der Wirtschaftskrise stark getroffen. Allmählich zeichnet sich eine Entspannung ab.

Die Lackindustrie erholt sich vom Krisenjahr 2009.

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2009 fiel die österreichische Lackindustrie krisenbedingt auf das Niveau von 2006 zurück. Im Industrielackbereich waren manche Unternehmen zu Kurzarbeit gezwungen und im Bereich Bautenlack kam es zu Rückgängen um bis zu zehn

Prozent. Insgesamt war die Branche im Vorjahr von einem mengenmäßigen Rückgang von 17 Prozent und einem wertmäßigen Rückgang von zehn Prozent betroffen. Deutlich war auch der Einbruch im Export: Die Exporte in die EU sanken um 29 Prozent (Menge) bzw. 22 Prozent (Wert). Im ersten Quartal 2010 setzte eine Erholung ein. „Die gesamten Exporte stiegen sogar um 27 Prozent, verglichen mit dem Vergleichszeitraum des Vorjahres“, weiß Hubert

Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie. Im Bereich des Chemikalienrechts kam es im Jahr 2009 zu zahlreichen Neuerungen (Reach-Verordnung, GHS und CLP-Verordnung), die der Branche so manche Schwierigkeiten bereiten. „So dürfen etwa mit Ende 2010 für die Lackindustrie wichtige Stoffe, wie etwa Kobalttrockner, nicht mehr eingesetzt werden“, sagt Culik. „Dafür gibt es aber noch keine gleichwertigen Ersatzstoffe.“

Industrie

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Floristische Meisterwerke: Die Ausstellung der Meisterklasse der Akademie für Naturgestaltung findet im niederösterreichischen Stift Zwettl von 11. bis 12. September von 10 bis 18 Uhr statt. Foto: Fotolia

Installateure fordern Sanierungs-Scheck rung bereits der Fall sei. Auf diese Weise könnten Arbeitsplätze im österreichischen Handwerk sowie in den heimischen Produktionsbetrieben für Solaranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen gesichert und neu geschaffen werden.

Bei einer Neuauflage des Sanierungs-Schecks sollte die Arbeits- und Dienstleistung gefördert werden, nicht das Material.

Neuauflage Bei einer Neuauflage des Sanierungs-Schecks im kommenden Jahr müssten daraus

Mehr Flexibilität Foto: Fotolia

Der Sanierungs-Scheck des Bundes im Jahr 2009 hat sich bewährt. Allerdings wurden damals mehr als 90 Prozent der Investitionen im Bereich der Wärmedämmung ausgelöst und nur 8,9 Prozent der eingereichten Aufträge betrafen die Sanierung des Heizsystems. Das ist das Ergebnis einer Auswertung durch das Wifo (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung).

Die Installateure wünschen eine Förderung für Heizungstausch. die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden, davon ist man in der Innung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker überzeugt. Ein neuer SanierungsScheck müsse den Schwerpunkt auf die Sanierung von Heizsystemen legen. „Wichtig wäre es dabei, die Förderung

der Arbeits- bzw. Dienstleistung in den Vordergrund zu stellen, nicht die der neu eingebauten Kessel“, sagt Landesinnungsmeister Peter Wagner. Denn so könne sichergestellt werden, dass nur Anlagen, die von Fachleuten installiert werden, gefördert würden – so wie dies bei der Solarförde-

„Wichtig wäre es auch, künftig die Fördermittel nicht getrennt auf die Bereiche Privathaushalte und Unternehmen fix vorzugeben, sondern je nach Bedarf flexibel zu gestalten“, ist Wagner überzeugt. „Wenn im Bereich Haushalte die Fördermittel ausgeschöpft sind, darf es kein Problem sein, Fördermittel aus dem Gewerbetopf für die Privaten aufzuwenden.“ Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Beförderung Lehrlingswettbewerb

Beim Bundeslehrlingswettbewerb der Jungmaurer in Übelbach traten 22 steirische Nachwuchstalente gegeneinander an. Den Sieg sichern konnte sich Gernot Hödl von der „Mandl-

bauer Bau GmbH“. Zweiter wurde Christoph Kohlhammer, den dritten Platz belegte Michael Gross. Fünf Aufgaben hatten die Teilnehmer zu bewältigen, bevor die Sieger feststanden. Neben einem theoretischen Teil gab es Praxisaufgaben aus den Bereichen Hochlochziegelmauerwerk, Verputz, Gesimse und Sichtmauerwerk.

techniker stehen fest. In der Landesberufsschule Mureck trat der Nachwuchs in vier Kategorien an. Die ersten Plätze gehen an Manuel Gruber (Metallbearbeitungstechnik), Andreas Seebacher (Schmiedetechnik), Thomas Pichler (Fahrzeugbautechnik) und Christian Maier (Land- und Baumaschinentechnik).

Metalltechnik

Fußpflege, Kosmetik

Lehrlingswettbewerb Berufsschule Siegreiche Lehrlinge

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Die Sieger des Lehrlingswettbewerbs der Metall-

Die Landesberufsschule hat die diesjährige Lehrgangs-

Gewerbe

einteilung für Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure bekannt gegeben. 1. Lehrgang (2. Klasse Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure): 6. September bis 12. November. 2. Lehrgang (1. Klasse Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure): 15. November bis 28. Januar 2011. 3. Lehrgang (1. Klasse Kosmetiker und Masseure und 2. Klasse Fußpfleger, Kosmetiker): 31. Januar 2011 bis 8. April 2011. 4. Lehrgang (1. Klasse Fußpfleger, Kosmetiker und 2. Klasse Fußpfleger, Kosmetiker, Masseure): 11. April 2011 bis 1. Juli 2011.

Die Knapp AG hat einen weltweit führenden Anbieter im Bereich Hängefördertechnik, die Dürrkopp Fördertechnik GmbH, übernommen. Knapp positioniert sich damit als starker Partner für Logistik im Fashion-Bereich. Die Mitarbeiter sind weiterhin für das Unternehmen tätig.

Foto: Knapp

Bau

Fördertechnik von Knapp

Freitag, 16. Juli 2010


Alte Technik für neue Trachtenhüte In der Werkstatt der Firma Josef Kepka & Söhne in Graz scheint die Zeit still zu stehen: Inhaberin Karin Krahl-Wichmann macht Hüte, so wie es schon der Firmengründer vor hundert Jahren getan hat. Wie damals werden die Stumpen aus Schafwolle oder Hasenhaar bearbeitet und die Hutformen mit heißem, dampfendem Filz überzogen. Die meisten der alten Maschinen sind noch immer in Betrieb.

Trachtenhüte Krahl-Wichmann hat sich auf die Herstellung von Trachtenhüten spezialisiert. „Rund 80 Prozent der Hüte steirischer Musik-, Trachtenvereine oder Tanzgruppen stammen aus meiner Werkstatt“, erzählt sie. „Ich habe Kunden in ganz Österreich, aber auch

Foto: Fischer

Karin Krahl-Wichmann feierte heuer mit ihrer Hutfabrik das 100-Jahr-Jubiläum. Ihr Handwerk ist aber kein alter Hut, sie hat ihre Nische gefunden.

Hutmacherin Karin Krahl-Wichmann hat einen Fundus von Hunderten von alten Hutformen. in Bayern.“ Nach Abschluss der HBLA für Mode- und Bekleidungstechnik hat KrahlWichmann sich als Mitarbeiterin bei einem Steuerberater versucht. „Das war mir viel zu unkreativ“, erzählt sie. Es zog sie immer wieder in die Hutwerkstatt des Vaters. Er hat sie dann sein Handwerk ge-

lehrt und 2002 hat sie schließlich die Firma übernommen. In der Werkstatt sammelte sich im Laufe der Jahre ein riesiger Fundus von Hutmodel an. Hunderte von Formen in sämtlichen Größen – vom Erzherzog-Johann-Hut bis zum Stainzer Bullkogler. „Anhand der alten Model lässt sich die Wei-

terentwicklung der Hutmode genau nachvollziehen“, weiß Krahl-Wichmann. „Es macht mich stolz, wenn mein Name in den Hüten steht, und es ist ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass man die Leute mit seiner Idee begeistert.“ Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Lehrlingswettbewerbe: Steirer auf den Stockerlplätzen Sowohl die Maler als auch die Karosseriebautechniker und die Gärtner und Floristen waren bei den Bundeslehrlingswettbewerben siegreich.

Sieger Mathias Fuchs mit seinem Trainer Michael Tobisch

Freitag, 16. Juli 2010

Seit nunmehr drei Jahren ist die Steiermark ungeschlagen, wenn es um den Sieg beim Bundeslehrlingswettbewerb der Maler und Anstreicher geht. So ging der erste Platz kürzlich an Mathias Fuchs vom Lehrbetrieb Singer in Hartberg. Sil-

ber holte Christina Peinthor vom elterlichen Betrieb Erwin Peinthor in Friedberg in die Steiermark. Trainiert wurde das Erfolgs­ team von Michael Tobisch, Berufsweltmeister des Jahres 2007. „Die Steiermark ist zur Zeit das Maß, an dem die Lehrlinge Österreichs gemessen werden“, freuen sich Bundeslehrlingswart Alois Feuchter und Landesinnungsmeister Karl Grebien. Auch beim Bundeslehrlingswettbewerb der Karosse-

riebauer im Wifi in St. Pölten erreichte ein Steirer den zweiten Platz: Philipp Lechner vom Lehrbetrieb Magna Steyr Fahrzeugtechnik in Graz.

Erfolgreiche Steirer Und beim Bundeslehrlingswettbewerb der Floristen im Palmenhaus im Wiener Burggarten schaffte es ebenfalls ein Steirer aufs Stockerl: Gabriel Suppersbacher vom Lehrbetrieb Jürgen Grollitsch in Graz konnte die Silbermedaille mit nach Hause nehmen.

Gewerbe

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Foto: bilderbox

Von 18. bis 21. Oktober 2010 findet in Paris die SIAL, das Event für Lebensmittel und Handel, statt. Informationen: Michae­ la Ahlgrimm-Siess, 0316/601-560, michaela.ahlgrimm-siess@ic-steiermark.at

Mit der Novellierung des Waffengesetzes kommt Österreich jenen EU-Vorgaben nach, die die Einrichtung eines zen­ tralen Waffenregisters bis Ende 2014 bedingen. Die beschlossene Ausweitung der Registrierungspflicht erfasst nun auch solche Schusswaffen, für die bislang Ausnahmeregelungen galten, wie beispielsweise Gewehre und Schrotflinten. „Die Meldepflicht gilt auch für alle bereits erworbenen Waffen“,

Drogerien

Lehrabschlüsse

Seit Ende Juni ist es amtlich. Es gibt wieder 15 neue Jungdrogistinnen. Von den 17 angetretenen

hält Jürgen Siegert, ehemaliger Obmann des alten Gremiums des Eisen- und Hartwarenhandels, fest. Der Vorteil eines zentralen Registers liege auf der Hand, erklärt Siegert, denn damit könne man genau sagen, wie viele Schusswaffen sich wo legal im Umlauf befänden. Der Waffenfachhandel wurde mit der Aufgabe betraut, die Registrierungen durchzuführen. Das bedeute zwar zusätzlichen bürokratischen Aufwand, sei jedoch auch gut für den Unternehmer, da durch die höhere Frequenz von Personen im Geschäft auch zusätzlicher Umsatz lukriert werden könne, kann Siegert der Gesetzesnovelle durchaus positive Aspekte abgewinnen.

Kandidatinnen schafften vier ihren Abschluss mit Auszeichnung und sechs mit gutem Erfolg. Die neue Obfrau-Stv. des Drogistengremiums, Regina Brandstätter, und die Direktorin der Drogistenschule, Marlene Kohlbacher, überreichten den Lehrlingen ihre Zeugnisse. Die Ausgezeichneten erhielten zusätzlich einen Messingmörser, das Standeszeichen der Drogisten.

Arzneibuch

Die neuen Jungdrogisten

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Achtung, es wird darauf hingewiesen, dass im Bundesgesetzblatt 2010, Teil II, unter der Nummer 182, ausgegeben am 21. Juni 2010, die Verordnung des Bun-

Im Visier: Ausnahmeregelungen für bestimmte Langwaffen fallen weg.

desministers für Gesundheit über den 35. Nachtrag zum Arzneibuch kundgemacht wurde. Der Nachtrag wird beim Verlag Österreich GmbH verlegt. Infos zu den Änderungen gibt es auch im Gremium, Tel. 0316/601-572, E-Mail ­ggfklemm@wkstmk.at.

Farben und Chemikalien

Chemikalientransport

Am 27. und 28. September findet heuer die Konferenz „Chemikalien sicher transportieren 2010“ statt. Gastgeber ist die Wirtschaftskammer Österreich,

Handel

Wiedner Hauptstraße 63 in Wien. Das Programm inkludiert den Transport von Gefahrgütern in Europa mit den neuesten Entwicklungen bis hin zur Ladungssicherung. Anmeldungen bis spätestens 10. September: FV der chemischen Industrie Wien, Tel. 05/90 9003340, E-Mail cst2010@fcio.at.

rung der internationalen Durchschnittsnotierungen (in Euro/Tonne) bei: Normalbenzin:  + 7,26 Super: + 7,26 Dieselkraftstoff: + 12,99 Gasöl (0,1): + 19,14

Brennstoff-/Mineralölhandel

Ausschreibungen

Für Lieferungen im Monat Juli ergibt die Gegenüberstellung des Zeitraums Juni gegenüber Mai die nachfolgende Verände-

Foto: Fischer

In Österreich müssen in Zukunft ausnahmslos alle Schusswaffen registriert werden – auch jene, die bisher frei erhältlich waren.

Foto: Fischer

Jede Flinte muss gemeldet werden

Energiepreise steigen

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Shopping auf Distanz liegt im Trend „Der Distanzhandel gewinnt zunehmend an Bedeutung“, erklärt Thomas Böck, Obmann des Internet-, Versand- und allgemeinen Handels, „die Tendenz, per Mausklick bequem von zu Hause aus Waren aller Art zu bestellen, steigt rasant.“ Die Zahlen der aktuellen Untersuchung der KMU Forschung Austria geben Böck Recht. Im Zeitraum zwischen Mai 2009 und April 2010 haben 57 Prozent der Österreicher ab 15 Jahren zumindest einmal den Distanzhandel für einen Einkauf genutzt. Durchschnittlich wurden dabei von den rund vier Millionen Kunden 1250 Euro ausgegeben. Unterschiede in der Auswahl der vielfältigen Bestellmöglichkeiten ergeben sich aufgrund des Alters,

wobei jüngere Konsumenten größtenteils über das Internet ihre Bestellungen tätigen, während die Generation 60plus das Telefon bevorzugt. Aber auch der Katalog als Informationsquelle erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Bezahlt wird im Versandhandel, Interneteinzelhandel und im Teleshopping am häufigsten per Banküberweisung, die beliebteste Form der Wa-

renübernahme ist die Anwesenheit bei Lieferung. Sorgen um den Stationärhandel müsse man sich trotz steigender Umsatzzahlen im Distanzhandel nicht machen, beruhigt Böck, denn beide Bereiche würden unterschiedlichen Kundenbedürfnissen entgegenkommen und sich gegebenenfalls auch perfekt ergänzen. Generell hat sich

der Einkauf von zu Hause aus längst als fixe Größe neben dem stationären Handel etabliert, das bestätigt auch der Direktor der KMU Forschung Austria, Peter Voithofer: „Für das Gesamtjahr 2010 ist wieder mit Konsumausgaben in der Höhe von fünf Milliarden Euro zu rechnen.“ Veronika Pranger veronika.pranger@wkstmk.at

Foto: Fotolia

Bevor es das Internet gab, wurde im Katalog geblättert. Heute stehen virtuelle Einkaufsbummel für viele an der Tagesordnung.

Einfache Bestellung, schnelle Lieferung. Die dominierende Form im Distanzhandel ist das Internet.

Rasanter Karrieresprung – für eine Woche Chef sein Im „R2“-Shop in Hartberg lässt der Chef seine Lehrlinge in Führungspositionen schlüpfen. So lernen sie früh, Verantwortung zu übernehmen. Bereits zum zweiten Mal räumt Ferdinand Roth seinen Lehrlingen eine große Chance ein – für eine Woche heißt es „verkehrte Welt“, denn der Nachwuchs bestimmt, wo es lang geht. Selbstverständlich wurden die jungen Angestell-

Freitag, 16. Juli 2010

Ferdinand Roth Foto: Summerer

ten ausgiebig dafür geschult. Anna Steßl, vorübergehende Shopleiterin in Hartberg, berichtet von den intensiven Vorbereitungen: „Vier Tage lang übten wir Verkaufsgespräche und wie man Dienst- und Umsatzpläne erstellt. Nun kommt

in der Praxis neben Mitarbeiterbesprechungen auch die Verantwortung für das Personal dazu.“ Ganz schön viel auf einmal für die junge Chefin, die sich schon ein wenig auf das Ende des Projekts freut, um wieder einmal durchatmen zu können. „Aber insgesamt bin ich über diese Aktion sehr froh, denn je mehr man kann und gelernt hat, umso größere Chancen hat man später“, setzt Steßl nach. Der „echte“ Chef, Ferdinand Roth, freut sich über das Pro-

jekt: „Vor drei Jahren haben wir das schon eimal gemacht und ich kann nur positives berichten. Einige der Lehrlinge von damals sind heute Abteilungsleiter oder im Einkauf tätig.“ Neben besseren Chancen im beruflichen Fortkommen für seine Schützlinge denkt Roth aber auch in weiteren Bahnen. „Als Kammerfunktionär möchte ich ein deutliches Signal nach außen setzen, dass die Lehre im Handel für Jugendliche viele Chancen bereit hält“, sagt Roth.

Handel

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Die neue 50-Euro-Goldmünze aus der Reihe „Große Mediziner Österreichs“ ist ab sofort im Münzhandel sowie in den Shops der Münze Österreich erhältlich. Die Münze ist mit 50.000 Stück limitiert.

Foto: Fotolia

Insgesamt gibt es derzeit 7400 ­gelernte Versicherungskaufleute.

Karriere mit einer Versicherungslehre Nach 20 Jahren „Lehrberuf Versicherungskaufmann/-frau“ zieht die österreichische Versicherungswirtschaft Bilanz: mit beeindruckenden Ergebnissen.

cherungswirtschaft als großer Arbeitgeber auch eine soziale Verantwortung“, ergänzt BÖVPräsident Robert Bilek, der als Personalleiter der Vienna Insurance Group Wiener Städtische Versicherung AG auch aus der Praxis spricht.

Rund 2400 junge Menschen haben bis dato die Lehre zum Versicherungskaufmann bzw. zur -kauffrau abgeschlossen. Eine Erfolgsgeschichte, die vor 20 Jahren mit der Einführung des Lehrberufs und der Gründung der Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft (BÖV) begann. „Dieses duale System Berufsschule und Praxis hat sich bestens bewährt. Ausbildungsniveau und Jobchancen sind hoch“, fasst Louis Norman­Audenhove, Generalsekretär des Versicherungsverbandes Österreich (VVO), zufrieden zusammen. „Und natürlich erfüllt mit der Aus- und Weiterbildung von Lehrlingen und Mitarbeitern die Versi-

Beruf mit Zukunft

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Zwei der 2400 jungen Leute, die sich für diese Ausbildung entschieden haben, sind Claudia Venz und Matthias Krischke. Venz ist seit 2007 Versicherungskauffrau und derzeit in

einem Führungskräftetraining. Krischke ist Lehrling im zweiten Jahr. „Ich finde es wichtig, zur Ausbildung im Unternehmen auch theoretisches Wissen zu bekommen“, meint er. Das Berufsbild des Versicherungsberaters hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert: Während früher der „Vertreter“ die Runde machte, steht heute qualifizierte und seriöse Beratung im Vordergrund. Die Palette der Versicherungsprodukte ist größer und komplexer geworden. „Moderne Ver-

sicherungsberater sind keine Klinkenputzer oder Keiler, sie sind gut ausgebildete Sicherheitsberater“, bestätigt Venz den Wandel. Warum beide den Lehrberuf ergriffen haben? „Ich dachte mir, Versicherungen wird es immer geben. Und der Gedanke, Menschen vor Schäden zu schützen, hat mir gefallen“, sagt Venz. Ähnlich sieht es auch Krischke und fügt hinzu: „Es ist schön mit Menschen zu arbeiten.“ Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Zahlen, Daten, Fakten

Versicherungsberater sind keine Keiler, sondern gute Sicherheitsberater.

Die Versicherungsbranche bietet viele Möglichkeiten, Karriere zu machen.





Claudia Venz

Banken

Matthias Krischke

• Rund 2400 junge Leute haben die Lehre Versicherungskaufmann/frau abgeschlossen, weitere 5000 im zweiten Bildungsweg. Gesamt: 7400 gelernte Versicherungskaufleute. • Es gibt vier Berufsschulstandorte: Wien, Linz, Feldbach (Stmk), St. Johann/Pongau (Sbg.) • Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Freitag, 16. Juli 2010


Das Merkblatt „lenkfreie Tage“ und das Formblatt „Ausfüllhilfe“ sind unter folgenden Internetadressen zu finden: www. wko.at/stmk/verkehr sowie www.wko.at/stmk/transporteure Foto: fotolia

Werksverkehr oder Transporteure? Der 4000-EuroZuschuss des Landes gilt ab Herbst für alle neu gekauften schweren Nutzfahrzeuge. Im Zuge der Diskussion zur Verbesserung der Luftgüte wurde jetzt ein Maßnahmenpaket beschlossen, das eine Förderung der Neuanschaffung moderner schwerer Nutzfahrzeuge (bei gleichzeitiger Stilllegung alter Modelle) vorsieht. „Mitglieder der Wirtschaftskammer, die ihren Firmenstandort in einem Feinstaubsanierungsgebiet der Steiermark haben, erhalten mit Inkrafttreten der Förderung, voraussichtlich ab September, einen Zuschuss in der Höhe von 4000 Euro“, erläutert Oliver Käfer, Fachgruppengeschäftsführer

der steirischen Transporteure. Dies gilt für jeden neuen Lkw der Abgasklasse EEV (Enhanced Environmentally-friendly Vehicle) oder Euro VI, mit mehr als 7,5 Tonnen. Die Sparte Transport und Verkehr begrüßt diese Förderung und sieht sie als guten Weg, nicht immer mit Verboten – wie beispielsweise Umweltzonen – zu reagieren, sondern die Einhaltung der niedrigen Feinstaubgrenzen zu belohnen. Insgesamt werden für diese Maßnahme 400.000 Euro vom Land zur Verfügung gestellt, pro Unternehmen können bis zu drei Fahrzeuge gefördert werden. Käfer versichert: „Wir werden unsere Mitglieder umgehend über alle Voraussetzungen informieren, sobald wir die Förderrichtlinien vom Land erhalten.“

ordnungsgemäße Beschäftigung im Entsendestaat nachweist. Außerdem müssen die in Österreich geltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen und die sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Verkehr

Entsendebestätigung

Foto: Fotolia

Wenn Arbeitskräfte aus Drittstaaten oder neuen EU-Ländern von einem Unternehmen, das seinen Firmensitz in der EU hat, für Arbeiten in Österreich entsendet werden, wird eine EU-Entsendebestätigung nötig. Die Beschäftigung muss bei der „Zentralen Koordinationsstelle am Bundesministerium für Finanzen“ gemeldet werden, dazu wird das Formular E 101 benötigt. Ansprechpartner ist die zuständige Gebietskrankenkasse, die mit dem Formular die Nachweis für Arbeitskräfte

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Foto: Fotolia

Neue Förderung für „saubere“ Lkw

Neue schwere Nutzfahrzeuge werden ab Herbst vom Land gefördert.

Energie-Normierung Das „Europäische Komitee für Normung“ arbeitet an einer einheitlichen Variante zur Messung von Energieverbrauch und Treibhausgasen bei Transporten. Ende 2011 soll der Entwurf auf dem Tisch liegen. Momentan sind vor allem die Regelung für Teilladungen und die Festlegung von Standardwerten stark diskutierte Punkte. Geplant sind drei Normungsgruppen: Standardwerte, unternehmensspezifische Durchschnittswerte und Transportdienstleistungen im Einzelnen. Mit einberechnet wird auch die

Energie, die vorab für Gewinnung und Produktion der Güter verwendet wurde. Weitere Informationen auf der Seite des Normungskomitees: www.cen.eu.

Kundmachungen Zwei neue Verordnungen wurden in Gesetzblättern veröffentlicht: die Vignettenpreisverordnung 2010 im Bundesgesetzblatt 205, Teil II und die Mautstreckenverordnung 2010 im Bundesgesetzblatt 204, Teil II. Beide Gesetzblätter sind im Volltext abrufbar auf den Homepages www.wko. at/stmk/verkehr oder www.wko. at/stmk/transporteure.

Verkehr

Transporteure

Fahrverbot A12

Auf der A12 Inntalautobahn gibt es ab Juli ein sektorales Fahrverbot zwischen Langenkampfen und Ampass. Das Fahrverbot gilt für Lastkraftwagen und Sattelkraftfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen sowie für Lkw mit Anhänger bei einem Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen. Weitere Informationen, zum Beispiel über Güter, die nicht transportiert werden dürfen, sind bei der Sparte erhältlich: Tel. 0316/601-589.

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Foto: Fotolia

Die neue EU-Infokampagne über Passagierrechte gibt Auskunft bei Reisepro­ blemen wie Überbuchung, Gepäckverlust oder Stornierungen. Internet: www.ec.europa.eu/passenger-rights

Reisebüro-Obmann Alfred Dunkl im Gespräch über die neue Tourismus-Initiative der EU und Konsumentenschutz bei Online-Buchungen.

EU-Kommissar Tajani schlägt ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Tourismus vor. Welche Vorteile ergeben sich daraus? Dunkl: Es war längst an der Zeit, den Tourismus stärker in den Blickpunkt der Europäischen Union zu rücken; das unterstreicht auch die EU-Abgeordnete und Tourismusbeauftragte Hella Ranner. Gerade in der Steiermark spielt der Tourismus eine wichtige Rolle und Maßnamen, egal in welcher Form, die diesen beleben, sind immer von Vorteil. Welche Chancen birgt der in diesem Zusammenhang angedachte europäische Ferienkalender? Dunkl: Wir erwarten uns durch eine europaweit bessere Abstimmung der Schulferien eine Entzerrung der Hauptsaisonen. Das würde sich auch positiv für die Urlauber auswirken, denn damit flachen die Unterschiede in der Preisgestaltung, etwa zur Hauptsaison, ab. Ebenso würde eine gut strukturierte EU-FerienLösung auch zu einer Verringerung der alljährli-

Dunkl: „Ein EU-weit abgestimmter Reisekalender ist positiv für Urlauber und Unternehmer.“

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Tourismus

chen Verkehrsprobleme zu Ferienbeginn und -ende führen. Gleichzeitig bedeutet eine bessere Tourismusstreuung auch die Sicherung von Arbeitsplätzen, da Mitarbeiter länger beschäftigt werden können, wenn sich die Saisonen weiter ausdehnen. Stichwort Konsumentenschutz bei Online-Buchungen. Auch hier wird die EU in die Pflicht genommen. Worum geht es konkret? Dunkl: Die PauschalreiseRichtlinie greift bei Buchungen im Internet nicht immer. Hier gibt es oft keine Kundengeldabsicherung, und im Insolvenzfall eines Leistungsträgers ist der Urlauber nicht geschützt. Die europäischen Regelungen müssen deshalb dringend angepasst werden. Ein entsprechender Vorschlag der Kommission wird, wie Frau Ranner mitteilt, noch in diesem Jahr erwartet.

Informationen • Wirtschaftskammer Steiermark, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-463. Internet www. wko.at/stmk/tourismus, Mail tourismus@wkstmk.at • Homepage der EU-Abgeordneten Hella Ranner: www.hellaranner. at, Mail hella.ranner@europarl. europa.eu • Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft: Internet www. wko.at/bstf

Foto: Fischer

Tourismus im Fokus der EU Perhab: „Wir geben Empfehlungen für Richtpreise.“

Mindestzimmerpreise und Hotelsterne Aufgrund der wirtschaftlich turbulenten Zeiten und der sich verändernden Marktsituation wurde in der Hotellerie bereits mehrfach die Forderung nach an Sterne-Kategorien gekoppelten Mindestzimmerpreisen laut, umreißt HotellerieObmann Franz Perhab die aktuelle Problemstellung. „Eine Preisbindung zur Sicherung der Wertschöpfung und um damit auch dem Preisdumping entgegenzuwirken, wurde bereits mehrfach im Fachverband diskutiert“, erklärt Perhab, „aber wir sind keine Monopolisten. Ein Eingriff in den freien Wettbewerb ist aus gutem Grund kartellrechtlich nicht gestattet.“ Einzig Empfehlungen für eine an Hotelsterne angepasste Preisgestaltung, die sich aus der jeweiligen betriebswirtschaftlichen Kalkulation und internationalen Vergleichen zusammensetzen, würden gegeben, teilt Perhab mit und betont, dass es sich dabei aber keinesfalls um Mindestpreise handle.

Freitag, 16. Juli 2010


Neuer Lehrgang für Ingenieurbüros: Die Ausbildung zum Energie Autarkie Coach (EAC) startet am 7. Oktober. Informationen und Anmeldung: elke.dorner@ wkstmk.at Foto: Bilderbox

Makler gegen Senkung der Provisionen Der aktuelle Entwurf der Immobilienmakler-Verordnung des Wirtschaftsministeriums lässt die Wogen in der Branche hoch gehen: „Dieser Entwurf schießt weit über das Ziel hinaus“, ärgert sich der Obmann der Fachgruppe, Gerald Gollenz. Bei Verträgen für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die bis zu vier Jahre vermietet werden, sollen Mieter künftig nur mehr eine Bruttomonatsmiete als Provision zahlen. Bei längerfristigen Verträgen soll die Provision auf zwei Monatsmieten beschränkt sein.

Foto: bilderbox

Die geplante Senkung der Höchstprovisionen für Immobilien stößt auf Widerstand. Die Immobilienmakler fürchten um ihre Existenz.

Immobilienmakler: Die geplante Senkung der Provisionen ist höchst umstritten. Die Neuregelung wäre auf sämtliche Verträge anwendbar, auch auf solche im gehobenen Mietniveau. „Die unternehmerischen Kosten der Makler sind in den vergangenen Jahren weit stärker gestiegen als die Mieten“, sagt Gollenz. „Durch eine so mas-

sive Senkung wird eine ganze Branche bestraft.“ Die Unternehmen würden hart getroffen, manche in ihrer Existenz bedroht. „Knapp ein Drittel der Immobilienmakler sind Ein-Personen-Unternehmer, sie sind am stärksten gefährdet“, mahnt Gollenz.

All das könnte letztendlich dazu führen, dass in Zukunft Teilbereiche des Wohnungsmarkts aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht mehr von Maklern vermittelt werden könnten. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

StadtLesen on Tour: Graz wird zum Lesewohnzimmer Die Lese-Roadshow StadtLesen gastiert vom 2. bis 5. September in Graz. Der Hauptplatz wird zum Wohnzimmer für Lesebegeisterte. 600.000 Menschen in ganz Österreich konnte die LeseRoadshow StadtLesen im Vorjahr begeistern. Heuer wird das erfolgreiche Event fortgesetzt: Anfang September wird sich in der Grazer Innenstadt wieder alles um das geschriebene

Freitag, 16. Juli 2010

Wort drehen. Auf bequemen Lesemöbeln kann jeder nach Lust und Laune lesen. 2500 aktuelle Bücher, die von Verlagen zur Verfügung gestellt werden, stehen bereit.

Lesegenuss Nach dem Motto „Mit allen Sinnen genießen“ wird nicht nur gelesen, sondern auch Kulinarik genossen. „Wir wollen Lesen und Genuss miteinander verbinden“, sagt Sebastian Mettler, der die Initiative vor einem Jahr ins Leben gerufen

hat. Neu in diesem Jahr ist der Readers Corner, dort werden von Prominenten Gute-NachtGeschichten vorgelesen. Literarischer Gast in Graz wird übrigens der Autor Thomas Glavinic sein „Es ist sehr wichtig, den Leuten das Lesen und das Medium Buch nahe zu bringen“, ist auch Friedrich Hinterschweiger, der Obmann der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft, überzeugt. Weitere Infos zur Veranstaltung unter www.stadtlesen.com.

Die Lese-Roadshow macht auch in Graz Station.

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*Nur für lagernde Ware. Elektrogeräte-Postenangebote gültig solange Vorrat reicht, längstens bis 24. 07. 2010. Abgabe in Haushaltsmengen. Gaschler-Preise sind Kassa-Abholpreise inkl. MwSt. Durchgestrichene Preise sind die unverbindlich empfohlenen Verkaufspreise bzw. die bei Produkteinführung unverbindlich empfohlenen Verkaufspreise der Lieferanten. Druckfehler, Irrtümer, technische Änderungen vorbehalten.

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Freitag, 16. Juli 2010


Triality ist ein innovatives, überbetriebliches Lehrlingsausbildungskonzept. Nun wurde für die besten Lehrlinge der T­ riality Award 2010 vergeben. Alle Details unter www.triality-award.at.

Gala der kreativen Steirer Akademiegründung Auf Initiative von Uni for Life und des Hospizvereins Steiermark wurde die österreichweit erste Hospizakademie ins Leben gerufen. Zu Eröffnung konnte Hausherr Alfred Gutschelhofer in der Aula der KarlFranzens-Universität unter anderen den Obmann des Hospizvereins, Karl Harnoncourt, und Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder unter den Gästen begrüßen. Zum Festakt fanden sich auch der Generaldirektor der Vienna Insurance Group, Günther Geyer, sowie Georg Bucher, der Vorstandsdirektor der Steiermärkischen Sparkasse, ein.

Manier durch den Galaabend. Diesmal wurden statt in den gewohnten 14 nur in zehn Kategorien die Preisträger gekürt. Der Green Panther präsentierte sich heuer deutlich verjüngt, konnten doch zum ersten Mal auch junge Kreative bis 25 Jahre bei dem „Young Creative Panther“ ihre Web­v ideos zum Thema „Intoleranz“ einreichen.

Landesrat Christian Buchmann und Heimo Lercher, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, waren ob der kreativen Leistungen der Teilnehmer begeistert. Ebenso Creative-Industries-Styria-Geschäftsführer Eberhard Schrempf. Informationen zu den Gewinnern der einzelnen Kategorien: www.greenpanther.at

Foto: Fischer

Karl Harnoncourt und ­Georg Bucher (v. l.)

Die Grazer Stadthalle verwandelte sich am 1. Juli zur festlichen Location und bot der 22. Green-Panther-Verleihung ein würdiges Ambiente. In diesem Jahr zeigte sich der steirische Landespreis für kreative Kommunikation den zahlreichen Gästen in neuem, vollkommen überarbeitetem Gewand. Moderator Christian Clerici führte in souveräner

Freuten sich über den Green Panther: Jury-Sprecher Erwin Bauer (2. v. r.) mit glücklichen Gewinnern

Wirtschaftskammer fährt auf Styriette ab

Thomas Kögler erhielt eine Auszeichnung zum 80-jährigen Bestehen der Firma Thomas Kögler – Waagen & Lebensmittelmaschinen in St. Peter ob Judenburg. Das Wägetechnik-Unternehmen befindet sich bereits seit drei Generation in fester Hand der Familie Kögler.

Elektroantrieb statt ZweiTakt-Motor, die Styriette setzt auf klassisches Design aus den 30er Jahren und neueste Technologie: Grund genug für Wirtschaftskammer-Direktor Thomas Spann, „Steirische Wirtschaft“-Chefredakteur Kurt Egger und Redakteurin Petra Mravlak, das Zweirad am Campus 02 einem genauen Test zu unterziehen.

Freitag, 16. Juli 2010

Drei Generationen Kögler. 2. v.l.: Juniorchef Thomas.

Foto: Fischer

Auszeichnung für Familienunternehmen

Redakteurin Petra Mravlak und WK-Direktor Thomas Spann.

Menschen

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Norske Skog Seit 25 Jahren ist Geschäftsführer Heinz Simon beim Papiererzeuger Norske Skog tätig. Oft ehrt er langjährige Mitarbeiter, diesmal war er selbst der Ehrengast. Nach mehreren Einsätzen in Norwegen ist Simon seit 2008 wieder im Brucker Werk tätig und zuständig. Die Werkskapelle komponierte einen „Simon-Marsch“ als Dankeschön.

Fotos: Mathis

Heinz Simon Foto: Morgenstern

Friedrich Niederl feierte kürzlich seinen neunzigsten Geburtstag und blickt auf eine erfolgreiche politische Laufbahn zurück: Nach regionalen Tätigkeiten in Liezen wurde er Bezirkshauptmann von Feldbach, schließlich folgte auch die Bestellung zum Landesrat. Nach dem Tod von Josef Krainer senior führte er neun Jahre lang als Landeshauptmann die Geschicke der Steiermark.

Friedrich Niederl Foto: STVP

Kommerzialrat Der Berufsgruppenobmann der gewerblichen Buchhalter, Johann Kraft, bekam für seine Verdienste die Auszeichnung Kommerzialrat verliehen. Unter den Gratulanten beim Festakt im Bundeskanzleramt waren der steirische Ubit-Obmann Heinz Michalitsch, der stellvertretende Vorsitzende der Paritätischen Kommission, Friedrich Bock, und Andreas Stadler für die Bundesberufsgruppe.

Johann Kraft

C. Mader, B. Pressl und U. Schilder vom Siegerprojekt Route4you, Obmann Heinz Michalitsch (v.l.)

Ausgezeichnete Steiermark Die steirischen Beratungs- und IT-Betriebe konnten sich beim österreichischen Branchenpreis Constantinus gleich mehrere Auszeichnungen sichern. Für den begehrten Branchenpreis Constantinus waren gleich mehrere steirische Firmen nominiert. Zwei Stockerlplätze gab es schließlich in der Kategorie Kommunikation & Netzwerk: „Solvion Information Management“ und „C.c.com Andersen & Moser“ machten das Rennen. Solvion überzeugte mit einem ausgefeilten Online-Rou-

tenplaner für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und konnte sich mit Route4you den zweiten Platz sichern. Den dritten Platz und eine Nominierung für den Sonderpreis International gab es für C.c.com und ihr neuartiges Verfahren zur Ermittlung von Verkehrsströmen und Reisezielen im Individualverkehr. „Dieses Ergebnis zeigt, dass die Steiermark über eine ausgeprägte Expertenlandschaft verfügt“, freut sich Heinz Michalitsch, Obmann der steirischen Fachgruppe Unternehmensberatung & IT: „Das ist die Qualität, die steirische IT-Experten ihren Kunden täglich bieten.“

Burkhard Moser von C.c.com freut der Constantinus-Sieg.

Junge Sommerstimmung Unter dem Motto „Auf der Überholspur“ lud die Junge Wirtschaft zum Sommerfest auf das Gelände von „Motor Hütter“. Großen Anklang fand das Gespräch mit Ehrengast Werner Gröbl (sitzend), der Einblicke in seinen Werdegang und sein Beratungsunternehmen „111 Conventuring“ gab. Spontan verloste Gröbl seine drei Lieblingsbücher zum Thema Management.

Foto: Fischer

Geburtstag


Steirische Wirtschaft, Ausgabe 22