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Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark

Global IV-Sprecher Dieter Drexel über den weltweiten Run auf Seltene Erden.

Nr. 14, Jahrgang 10, Freitag, 8. April 2011 P.b.b., Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 02Z032267M

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In Salzburg und Oberösterreich sollen von den Bundesstraßen die 3,5-Tonner verschwinden. Steirische Frächter warnen vor höheren Kosten, längeren Ausweichrouten und erhöhten Emissionen. Seite 25

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Gemeinsam auf Sparkurs 2–3 Förderungen für KMU  8–9 Ansturm auf Sonnenstrom 18–19 Neues Gesicht in der Industrie 20 Klonfleischverbot gescheitert 22 Glücksspiel auf dem Prüfstand 24


Sparkurs: Landesregierung erhält Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung begrüßen das Sparpaket: Letztlich müsse daraus aber ein Strukturpaket werden. Während sich immer wieder Kritiker zum Sparpaket des Landes äußern, haben Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung (IV) offen ihre Unterstützung bekundet. Viel zu lange seien finanzielle Einsparungen von der Politik hinausgeschoben worden, sind sich die Interessenvertreter einig. Umso mehr müsse jetzt das Sparen vorangetrieben werden.

Keine Tabus „Bei den Sparmaßnahmen darf es keine Tabus geben“, betont WK-Präsident Josef Herk. „Alle Bereiche müssen durchforstet werden, um neue Ansätze und Lösungen zu finden und zu realisieren.“ Durch das Öffnen der Gedanken gebe es auch die Chance der Weiterentwicklung. Als Beispiel nennt Herk die 542 steirischen Gemeinden: „Sie würden als 89 Kleinregi-

onen mehr Spielraum mit gesteigerter Effizienz bedeuten.“ Ohne strukturelle Änderungen werde es also langfristig sicher nicht gehen. „Das trifft natürlich auch andere Bereiche“, schlägt WK-Direktor Thomas Spann in die selbe Kerbe, „etwa den Sozialbereich.“ Freilich seien Sparmaßnahmen schmerzlich, allerdings müsse man die Realität anerkennen, und schließlich würden diese Sparschritte auch an der Wirtschaft nicht spurlos vorbei gehen. „Eine Zukunft ist jedoch nur möglich, wenn es gelingt, das Budget unter

Kontrolle zu bringen“, konkretisiert Spann. Fakt ist, dass die Steiermark sogar im Vergleich mit anderen Bundesländern große Ausgabenschwächen aufweist. Das zeigt auch eine Erhebung des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS)

der Wirtschaftskammer Steiermark. „Im Vergleich zu Oberösterreich haben wir in der Steiermark im Sozialbereich pro Kopf um 20 Prozent höhere Ausgaben“, zitiert Spann. So will ebenso die IV, dass Strukturen ohne Vorbehalte hinterfragt werden. „Es muss

PräsidentenPower: Jochen Pildner-Steinburg und Josef Herk (v. l.)

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Wirtschaft

Fotos: Fischer

WK und IV unterstützen den Sparkurs des Landes. Mehr dazu auf dem Online-Medienportal unter wko.tv.

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Rückendeckung von der Wirtschaft gelingen, dass aus dem Sparein Strukturmaßnahmenpaket wird“, betont IV-Präsident Jochen Pildner-Steinburg. Derzeit seien im Sparpaket noch zu wenig erkennbare Strukturänderungen. „Im Gesundheitsbereich gibt es Ansätze, aber in der Verwaltung müssen erst die Hausaufgaben gemacht werden“, ergänzt IV-Geschäftsführer Thomas Krautzer. „Nulllohnrunden können nicht die Lösung sein.“

das Feinstaubkonzept. Dem Mut der Politik zum Sparkurs wird Beifall gezollt: „Es war sicherlich vernünftig, das Paket hinter verschlossene Türen zu verhandeln“, sind sich alle einig. Künftig wünsche man sich aber einen Dialog mit dem Land. „Jetzt ist es an der Zeit,

dass man Transparenz zeigt und andere miteinbindet“, sagt Pildner-Steinburg. Eine gute Basis wurde bereits errichtet. „Ein Standortdialog zwischen Landesregierung und den Sozialpartnern wurde vereinbart“, legt Spann dar. Die Vorstellung dieses

Standortdialogs werde Mitte Juni gemeinsam mit Landeshauptmann Franz Voves und Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer beim Wirtschaftsparlament erfolgen. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Hintergrund

Mut zum Sparen Probleme bei der Umsetzung des Sparpaketes sieht die Wirtschaft, wenn es nicht gelingt, Infrastruktur-Landesrat Gerhard Kurzmann ins Boot zu holen – da das Ressort zu viele heiße Eisen beinhalte, wie etwa

Den Einsparungen müssen Strukturänderungen folgen.

Wir werden jetzt den direkten Dialog zur Landesregierung suchen.





Thomas Krautzer

Thomas Spann

Wird das Sparpaket vollends umgesetzt, ist immer noch ein großer finanzieller Brocken von mehr als 800 Millionen Euro übrig. Ziel muss es sein, diesen in den kommenden Jahren sukzessive zu verkleinern, damit die Schulden, wie geplant, nicht weiter steigen. Mittelfristig muss die Devise Schuldenabbau lauten.

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Export gedrosselt: Wettrennen um China hat die Ausfuhr von Seltenen Erden drastisch gekürzt. Damit steigt weltweit der Druck, nach Alternativen zu suchen. Glasscheiben, Elektrofahrzeuge, Handys, Laser, Computer, LEDs, Bremsen, Katalysatoren, Solarpaneele, Magnete, Windkraftturbinen oder auch Energiesparlampen – ohne die so genannten „Seltenen Erden“ ist Hochtechnologie nicht möglich. Doch der Name täuscht: Die begehrten Rohstoffe sind weder Erden im eigentlichen

Sinn, noch sind sie so selten, wie der Name vermuten lässt. 17 chemische Metalle zählen zu den Seltenen Erden, und sogar das seltenste unter diesen, Thulium, ist noch immer häufiger in der Erdkruste zu finden als beispielsweise Gold oder Platin. Die derzeitige Nachfrage nach den kostbaren Elementen beläuft sich auf rund 135.000 Tonnen pro Jahr, erklärt Johann Raith, Mineraloge an der Montanuniversität Leoben. „Davon kommen 97 Prozent aus China.“ Diese Vormachtstellung sorgt aktuell für große Aufregung weltweit. China hat in den letzten Jahren die Exporte suk-

zessive gekürzt – 2010 waren es 40 Prozent – und angekündigt, die Auslieferungen für 2011 erneut um rund 30 Prozent zu drosseln. Begründet wird dies damit, den Eigenbedarf decken zu müssen. Dieter Drexel, Experte für Umweltbelange in der Industriellenvereinigung Wien: „Exportbeschränkungen bedeuten Engpässe bei Zulieferern. Es herrscht eine hohe Betroffenheit von österreichischen Unternehmen aus den verschiedensten Hochtechnologie-Bereichen. Man ist China derzeit ausgeliefert. Die Preise sind enorm gestiegen.“ Ein weiterer Grund für Chinas Exportre-

duktion sei auch, erklärt Drexel, dass damit ausländische Firmen ins Land gelockt werden sollen. „Wir wissen konkret von Unternehmen, die außerhalb Chinas mit Verknappungen rechnen müssen. Aber bei einer Produktion im Land ist ein Zugang zu den Rohstoffen kein Problem.“

Alternativen gesucht Das handelspolitische Vorgehen Chinas sei zwar nicht entschuldbar, dennoch müsse man sich im Westen auch selbst an der Nase nehmen, betont Drexel. „Es gab vor einigen Jahren noch andere erschlossene Lagerstätten, etwa in Austra-

Weltweit sucht man fieberhaft nach den besonderen Schätzen in der Erdkruste.

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lien oder den USA. Aber Förderung ist mit dreckiger Arbeit und hohen Umweltauflagen verbunden. Und China hat billiger geliefert. Man hat sich selbst in eine Abhängigkeit begeben und die Rechnung wird jetzt präsentiert.“ Der größte Weiterverarbeiter von Seltenen Erden in Europa ist die Treibacher Indus­trie AG in Kärnten. Anton Auer, Geschäftsfeldleiter für Seltene Erden: „In der EU gibt es keine Lagerstätten, welche kurz- oder mittelfristig Seltene Erden abbauen könnten. Wir importieren Rohstoffe zum Großteil aus China und beliefern die

Industrie weltweit mit Produkten in unterschiedlichen Verarbeitungsstufen.“ Am Beispiel des Seltenerdmetalles Cer, das bei Poliermitteln zum Einsatz kommt, wird die bewusste Verknappung durch China besonders deutlich. Auer: „Der Preis ist auf das Fünfzehnfache gestiegen. Eine derart angespannte Situation hat es auf dem Markt noch nie gegeben.“ Da es keine Alternativen zu den Metallen gibt, laufen rund um den Globus die Bestrebungen auf Hochtouren, alte Lagerstätten zu reaktivieren bzw. neue zu erschließen, um sich aus dem Würgegriff Chinas zu

Alternativen zu Importen aus China sind die USA und Australien – das wird aber noch dauern. Bis dahin wird China weiter den Markt diktieren. Foto: Treibacher Industrie AG

Anton Auer

Europa muss die eigenen Seltenerd-Ressourcen, etwa in Grönland, nutzen und die im Umlauf befindlichen Metalle verstärkt recyceln. Foto: IV/Andi Bruckner

Seltene Erden Über große Lagerstätten verfügen neben China vor allem die USA und Australien. Das Europa nächstgelegene Vorkommen von Seltenerdoxiden befindet sich auf der nordrussischen Halbinsel Kola. Aktuell werden auch Lagerstätten in Südgrönland und Kanada exploriert.

In der Elin Motoren GmbH kommen Permanentmagnete, die zum Großteil aus Seltenerdmetallen bestehen, für Windkraftanlagen zum Einsatz. Foto: Elin Motoren GmbH

Georg Ofner

In Zentraleuropa sind keine rentablen Lagerstätten zu finden. Es dauert Jahre, bis neue Förderstellen realisiert und erschlossen werden können. Foto: Montanuniversität Leoben

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Dieter Drexel

befreien. „Die Reserven von Seltenerdoxiden in der Erdkruste werden auf 110 Millionen Tonnen geschätzt. Ab einer Konzentration von ein bis zwei Prozent ist ein Abbau wirtschaftlich sinnvoll“, erklärt Raith. Bevor China in den 90ern den Markt mit preisgünstigen Metallen übernahm, war die kalifornische Mountain Pass Mine der Hauptproduzent. Raith: „Das ist die größte Lagerstätte außerhalb Chinas. Die in den 90ern geschlossene Mine soll 2012 wieder für Nachschub ­sorgen.“ Veronika Pranger veronika.pranger@wkstmk.at

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Internet als Verkäufer! Verkauft das Internet? Tatsache ist, dass sich OnlineMarketing für nahezu alle Branchen und Dienstleistungen rechnet, da man damit deutlich mehr Erlöse als Ausgaben erzielen kann. Allerdings sollte man dazu einiges an Hintergründen wissen und es erfordert Know-how, um Online-Marketing-Maßnahmen gewinnbringend umsetzen zu können. Viele Unternehmen machen schon grundlegende Fehler bei ihrem Internetauftritt, die sich einfach vermeiden ließen. Oft fehlt es einfach nur an Wissen, wie viel auch mit kleinen Budgets und

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wenig Aufwand gewinnbringend umgesetzt werden kann. Diese Wissenslücke versucht das UBITBildungsportal zu schließen, in dem es, beginnend mit 14. April 2011, für alle WK-Mitglieder das kostenlose Bildungsthema „Online-Marketing: Der virtuelle Verkäufer im Internet“ nachvollziehbar und anhand praktischer Beispiele verständlich erklärt. Harald J. Koch, Geschäftsführer der Webconomy internet commerce GmbH betreut Auftraggeber wie Otto, Humanic, Intersport oder Mediamarkt im Bereich Online-Marketing und zählt in diesem Segment zu den führenden Dienstleistern im deutschsprachigen Raum. Kostenlose Anmeldung ab 14. 4.: www.get-know-howww.at Daniela Senger Projektleiterin UBIT-Bildungsportal Fachgruppe Unternehmensberatung & Informationstechnologie www.get-know-howww.at

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Johann Raith

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Steuerungstechniker am Steuer IT-Unternehmer Markus Tesch ist von Kopf bis Fuß Techniker – in der Welt der Bits und Bytes genauso wie als Hobby-Mechaniker. Technikbegeistert war Markus Tesch schon als Kind. „Meine Berufswünsche hatten damals immer etwas mit Autos zu tun“, lacht der IT-Unternehmer. Nach dem Maschinenbaustudium in Graz arbeitete er zunächst bei einer Firma, die Steuerungen für Kälteanlagen entwickelte. 1999 wagte er den Schritt in die Selbständigkeit: „Am Anfang hat es zwar ein bisschen gedauert, bis die Aufträge kamen, aber im Nachhinein betrachtet war es nicht schwierig.“ Mit seiner Firma Tesoft betreut er 15 Großkunden im Bereich Industriesteuerungen von Kälteanlagen. „Über Fernwartung habe ich Zugriff auf die Anlagen. Eine steht sogar in Moskau“, erzählt er. Als zweites Standbein bietet Tesch seinen Kunden OnlineDatensicherung. „Die Daten des Kunden werden verschlüsselt übertragen und auf unserem Server gespeichert“, sagt er. Die Kunden kommen aus ganz Österreich. Es sind vor allem Klein- und Mittelbetriebe – Architekten, Werbeagentu-

ren und technische Büros – die die Speicherung ihrer Daten auslagern. Derzeit baut er ein drittes Geschäftsfeld auf: Homepages, die sich auch von Nicht-Technikern leicht bedienen lassen. „Wer mit Word umgehen kann, kann auch unser System selbst bedienen und den Inhalt aktualisieren“, erklärt er den Unterschied zu herkömmlichen CMS-Systemen. Man könne direkt in Echtzeit auf der Seite arbeiten. „Das Spannende an der Technik ist, dass es funktioniert! Man bringt alles zum Laufen“, beschreibt Tesch seine Motivation.

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Markus Tesch und seine Triumph Tiger

Oldtimerfan Der gebürtige Kärntner lebt mit seiner Frau und einer Katze in Graz, und wenn er Zeit findet, dann zieht es ihn zu seinen Fahrzeugen. „Ich restauriere Oldtimer und habe einen Ford Taunus und einen DKW in meiner Garage“, sagt er. „Und wenn das Wetter passt, dann fahre ich mit meiner Triumph Tiger zur Arbeit.“ Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Markus Tesch Kaffee oder Tee? Kaffee schmeckt mir besser als Tee. Sommer oder Winter?

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Eine Serie der „Steirischen Wirtschaft“

Sommer – auf der Terrasse sitzen, das Leben genießen und so richtig die Seele baumeln lassen! Buch oder Fernsehapparat? Buch: Ich lese sehr gern, am liebsten Bücher, die mich herausfordern, etwa von Stephen Hawking oder Salman Rushdie. Tofuschnitzel oder Schweinsbraten?

Serie

Ein guter Schweinsbraten mit Knödel und Sauerkraut ist mein Favorit – das Fleisch sollte bio sein. Berg oder Strand? Beides: Am Strand gemütlich ein Buch lesen oder in den Bergen wandern. Mein Traumreiseziel wären die Seychellen, in Österreich gefällt es mir aber auch sehr, sehr gut.

www.tesoft.at Markus Tesch machte sich 1999 selbständig. Gemeinsam mit zwei Mitarbeitern betreut der IT-Dienstleister Industriesteuerungen für Kälteanlagen. Außerdem bietet er Online-Datensicherung, Web-Hosting und CMS-Homepages, die auch von Nicht-Technikern leicht bedient werden können.

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Wer beruflich ständig intensiv gefordert ist, braucht Phasen, um die Batterien wieder aufzuladen. Das Wifi hat dafür Top-Trainer gefunden. Felix Gottwald, nordischer Kombinierer mit 21 Weltcupsiegen und sieben Olympiamedaillen, betreut Impulstage in der Therme Loipersdorf, in denen man lernt, sich auf die wesentlichen inneren Impulse zu fokussieren. Am ersten Abend sanft ins Thema einsteigen, am zweiten Tag in Übungen Körper, Atmung und Gedanken in Einklang bringen, am dritten Tag mit neuen Erfahrungen „Loslassen, erleben, stärken“ in der Therme. Im Angebotspaket des Wifi sind Nächtigung, Mahlzeiten und Thermeneintritt inkludiert. Sasha Walleczek, die viele als TV-Moderatorin kennen, ist studierte Betriebswirtin, Ernährungstherapeutin und Fachbuchautorin. „Ohne Diät zum Wunschgewicht“ ist das Thema des einen viertägigen

„Mehr auf sich selbst schauen“, rät auch Sasha Walleczek Workshops mit Sasha Walleczek, den das Wifi gemeinsam mit der Therme Loipersdorf anbietet. „Richtig entschlacken und entgiften“ lernt man im zweiten Workshop. Das Ganze mit drei Nächtigungen und Mahlzeiten nach dem Konzept von Sasha Walleczek: Eingangstest, einem individuell abgestimmten Bewegungsprogramm und Zeit zum Entspannen und Loslassen im Schaffelbad.

Impulstage „Im Puls mit dir selbst“ Drei Tage in der Therme Loipersdorf mit einem Workshop mit Felix Gottwald. Termine ab 7. Mai. Ernährungstage mit Sasha Walleczek Viertägige Workshops in der Therme Loipersdorf, z. B. 14.–17. 4. Informationen: Tel. 0316/602-1234 www.stmk.wifi.at/gesundheit

Wo hohe Warenwerte in Bewegung sind Spediteure übernehmen oft die Verantwortung für hohe Vermögenswerte. Auf ihr Fachwissen müssen Kunden vertrauen können. Viele Branchen, viele Länder, viele nationale und internationale rechtliche Bestimmungen, unterschiedlichste Frachtwege und jede Menge erforderliche Dokumente – diesen beruflichen Herausforderungen müssen sich Spedi-

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teure tagtäglich stellen. Wer sich in dieser Branche selbständig machen will oder leitende Positionen anstrebt, braucht einen qualifizierten Bildungsnachweis. „Die Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung am Wifi ist eine umfassende Weiterbildung für die Praxis“, bestätigt Alfred Ferstl, Chef der internationalen Spedition A. Ferstl. „Sie ergänzt, auch für erfahrene Profis, das Wissen über das gesamte breite Berufsfeld des Spediteurgewerbes.“

Meisterschule Fachliche Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung im Spediteurgewerbe Vorbesprechung mit persönlicher Bildungsberatung: Mittwoch, 27. 4., 14–16 Uhr, Wifi Graz Lehrgang: 23. 5.–6. 6. und 26. 9.– 1. 10., Montag–Samstag, 8–17 Uhr, Wifi Graz Informationen und Anmeldung: www.stmk.wifi.at

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Maßgeschneiderte Unterstützung Über 80 Prozent der europäischen Unternehmen sind KMU. Grund genug, sich über spezielle Förderungen zu informieren.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) prägen die österreichische Wirtschaftslandschaft ebenso wie die europäische. Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu sein, benötigen sie Förderungen, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Aus diesem Grund veranstaltete die Bank Austria am 31. März einen Informationstag, an dem Klein- und Mittelunternehmen Förder-Know-how erlangen konnten. „KMU sind das Herz und Rückgrat der österreichischen Wirtschaft“, unterstrich Rainer Hauser, Vorstand für Privatkunden. „Sehr viele Fördermittel bleiben leider ungenutzt, deswegen wollten wir die Unternehmer über Fördermöglichkeiten informieren.“ Informationen und Beratung zu diesen Fördermöglichkeiten für Klein- und Mittelunternehmen bietet das Zentrale Förderungsservice der Wirt-

Förderstellen •  Zentrales Förderservice der Wirtschaftskammer: www.foerderungsservice.at •  Wirtschaftsservice der Wirtschaftskammer: www.wko.at/ stmk/ws •  ­Internationalisierungscenter Steiermark: www.ic-steiermark.at •  Steirische Wirtschaftsförderung: www.sfg.at •  Austria Wirtschaftsservice: www. awsg.at •  In jedem Geldinstitut und in jeder Bank

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für kleine und mittlere Betriebe schaftskammer ebenso wie die Betriebswirtschaftlichen Referenten in den Regionalstellen. „Unternehmen sollten rechtzeitig um Förderungen ansuchen und sich über die Kriterien und Voraussetzungen genau informieren“, rät Doris Url, Referentin der WK. „Die ,Goldene Förderregel‘ besagt ja ,Antrag vor Projektbeginn‘.“ Eine maßgeschneiderte Förderung für KMU bietet unter anderem die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), etwa bei Mikrokrediten für kleine Unternehmen. So kann für Investitionen bis maximal 30.000 Euro eine Haftung in Höhe von 80 Prozent übernommen werden. Die Bank Aus­tria vergibt 2011 österreichweit eine Fördermilliarde an kleine und

Exportquoten im Vergleich Verhältnis der Warenexporte zum regionalen BIP (in %) 70

KMU müssen rechtzeitig um Förderungen ansuchen. Foto: Fischer

Doris Url

mittlere Unternehmen, knapp 150 Millionen Euro sind für steirische Unternehmen geparkt. Auch bei der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) ist man bemüht, trotz des vom Land auferlegten Sparkurses KMU weiterhin aktiv zu fördern.

Steiermark Österreich

60 50 40 30 20 10 0 2000

2008

2009

Quellen: Statistik Austria, Bank Austria Economics & Market Analysis Austria

Circa 3000 der steirischen KMU sind im Export tätig.

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Seit 1999 werden ähnliche Projekte österreichweit von Ingenium und dem Studienzentrum Weiz angeboten. 1800 Studierende nützen derzeit die Studiengänge im technischen und wirtschaftlichen Bereich. Die Kooperation von Hochschule Mittweida und Ingenium macht den großen Mehrwert für die Studierenden aus. Die Hochschulausbildung wird durch die Professoren/-innen nach Österreich transferiert, Ingenium bietet jene organisatorische Unterstützung, die es den Studierenden ermöglicht, auch neben anspruchsvollen Berufen zügig zu studieren. www.ingenium.co.at oder (0316) 821818

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Das saubere Glas muss direkt vor dem Zapfen mit frischem, kaltem Wasser ausgespült werden. Das Glas soll schräg unter den ganz geöffneten Zapfhahn gehalten werden, damit das Bier die Wandung entlanglaufen kann und möglichst wenig Kohlensäure verloren geht. Am Ende des Zapfvorganges das Glas gera-

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de halten und das Bier ins Glas fallen lassen. Glas abstellen, Schaum setzen lassen. Nochmals Bier ins Glas fallen lassen und sofort servieren. Todsünden beim Zapfen erkennt man schnell: Ein nicht naturtrübes Bier muss glanzfein und klar sein. Sollte das Bier trüb sein oder Flocken enthalten, wurde die Schankanlage nicht ausreichend gereinigt. Ein schlecht gereinigtes Glas erkennt man an den Kohlensäurebläschen an der Glaswand.

Reinigung

Anlagenteile, die abwechselnd mit Getränken und Luft in Berührung kommen, sind täglich mindestens einmal gründlich mit warmem Wasser zu reinigen. Das verwendete Wasser muss Trinkwasserqualität haben und eine Temperatur von min-

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destens 65 Grad. Werden Reinigungsmittel verwendet, ist mit Trinkwasser nachzuspülen. Die gesamte Schankanlage ist nach Bedarf, mindestens jedoch in dreimonatigen Abständen einer

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Generalreinigung und einer Überprüfung zu unterziehen. Darüber sind Aufzeichnungen zu führen. Ein letzter Tipp: Die genauen Hygiene-Vorschriften sind bei der Wirtschaftskammer erhältlich. Die Kolarik & Leeb GmbH als Generalimporteur von Original Budweiser Budvar rät allerdings, über diese Mindest-Hygiene hinaus alle Zapfleitungen einmal pro Woche zu reinigen. Und falls ein Wirt zu lange braucht, um ein Fass an den Gast zu bringen, sollte er seine Gebindegröße überdenken. Die professionellen Mitarbeiter von Kolarik & Leeb, verteilt auf sechs Standorte in ganz Österreich, beraten gerne. Bei Kolarik & Leeb wird Bierkultur großgeschrieben! www.kolarik-leeb.at

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Bühne frei für eine gesunde Bewegung Eine gesunde Welle erfasst die steirischen Betriebe. „Fit im Job“ ist der Wettbewerb, der Initiativen im Land bündelt. Heuer zum zehnten Mal.

Kraft tanken im Job Wratschko schreibt den Erfolg vor allem seinen engagierten und fitten 38 Mitarbeitern zu, „die im Job viel leisten müssen, aber auch Kraft tanken können“. Nicht nur bei einer gesunden Jause, sondern auch beim Coaching durch Sportwissenschaftler, Psychologen oder Ernährungsberater. Nicht zuletzt steht der Mannschaft ein modernes Fitnessstudio (auch außerhalb) der Arbeitszeit zur Verfügung.

Klaus Seybold, Chef der Stahl Judenburg GmbH, setzt bei seinen rund 400 Mitarbeitern vor allem auf gesunde Ernährung und lädt jährlich zu einem Gesundheitstag. Für diese und viele andere Initiativen wurde Seybold mit dem Gesundheitspreis 2011 ausgezeichnet. Als Einsteiger hat Friedrich Kindelsberger von der IPNA Unternehmensentwicklungs Gesmbh in Leoben siegreich gepunktet. Für ihn sind Planungsbesprechungen, die von externen Trainern begleitet werden, das perfekte Fitnessprogramm: „Offene Kommunikation fördert die Gesundheit der Mitarbeiter indirekt.“ Die gesunde Welle rollt in der heimischen Wirtschaftslandschaft ungebremst weiter. Bis zum Wettbewerb 2012.

Die Gewinner Kategorie 1–20 Mitarbeiter: (ex aequo) Deakon Degen und WeltWeitWandern; 21–50 Mitarbeiter: Eurotransline; 51–250 Mitarbeiter: (ex aequo) AUVA und Justizanstalt Jakomini; über 250 Mitarbeiter: Stahl Judenburg und ACC Aus­tria GmbH. Einsteigerpreis: 1–20 Mitarbeiter: IPNA Unternehmensentwicklung; 51–250 Mitarbeiter: Ärztekammer; über 250 Mitarbeiter: SVB, Sozialversicherungsanstalt der Bauern.

Verleihung des Gesundheitspreises 2011 im Video auf unserem Online-Medienportal wko.tv.

Foto: Fischer

Aus einer Vision wurde 2001 eine landesweite Bewegung. „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF) hat als gesundes Kürzel in zehn Jahren viele steirische Betriebe erobert. Ini­tiator Wolfgang Kasic, Obmann der Freizeit- und Sportbetriebe: „Wir verbuchen jedes Jahr mehr Einreichungen zum Wettbewerb ,Fit im Job‘, die ganz klar ein Gradmesser für den Erfolg der Initiative sind.“ Bei der zehnten Auflage wurden die Gewinner 2011 in der Aula der Alten Universität gefeiert. Und die lange Reihe

der ambitionierten Sieger-Betriebe konnte sich sehen lassen. Unter ihnen auch Viktor Wratschko, Chef der Eurotransline Internationale Transport- und Speditionsges.m.b.H in Leibnitz, die sich seit der Gründung 2004 auf wirtschaftlichem Höhenflug befindet.

Die Freude über den Sieg ist spürbar: Viktor Wratschko, Wolfgang Kasic, Klaus Seybold und Friedrich Kindelsberger (v. l.).

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Wirtschaft

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Am 27. April findet der 1. Sparkassen Business-Lauf am Red Bull Racing Ring statt. Staffel, Einzel & Nordic Walker. Anmelden bis 20. April unter www.kraftlauf.at.  Foto: Fotolia

Gemeinsam statt einsam Was schon nah beieinander liegt, soll nun auch politisch Realität werden: Voitsberg möchte mit den umliegenden Gemeinden fusionieren.

den Voitsberg, Köflach, Bärnbach, Rosental und Maria Lankowitz miteinander fusionieren. „Eigentlich gibt es diese Idee schon lange, sie muss aber noch wachsen“, erklärt der Voitsberger Bürgermeister Ernst Meixner.

In ganz Österreich ist man auf Gemeindeebene auf der Suche nach Einsparungspotenzial. Der Verwaltungsapparat wird hierbei immer wieder als Kostenfaktor herangezogen, den es zu minimieren gelte. In Voitsberg nähert man sich diesem Thema auf eine etwas andere Art und Weise als üblich: Man denkt über eine Gemeindezusammenlegung nach. Geht es nach den Plänen einiger Entscheidungsträger, sollen die fünf Gemein-

Langsam wachs ma zam

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Tatsächlich nähern sich die Gemeinden einander immer mehr an – nicht nur räumlich, sondern auch wirtschaftlich. „Ich persönlich würde mir wünschen, dass wir unsere Gemeinden zu einer einzigen zusammenlegen“, sagt Meixner. „Wir sind ohnehin bereits stark zusammengewachsen, und aus den fünf Gemeinden eine große Stadt zu machen, böte viele Vorteile. Bei man-

Regionen

chen Bürgern lösen Neuerungen aber Unsicherheiten aus.“ Käme es wirklich so weit, würde im Bezirk mit knapp 30.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Steiermark entstehen – noch vor Leoben. Während Meixner das politische Gewicht ins Rennen führt,

Das Kirchturmdenken muss dem großen Ziel weichen. 

Peter Kalcher

das der neu entstandenen Stadt durch ihre schiere Einwohnerzahl beschert würde, ortet Regionalstellenobmann Peter Kalcher vor allem wirtschaftliches Potenzial. „Aus einer Gemeindezusammenlegung erwachsen uns eigentlich nur Vorteile“, hält er fest. „Mit solch einer Einwohnerzahl würden wir mehr Geld vom Bund erhalten, man könnte Geld in der Verwaltung einsparen, Marketingaktivitäten gemeinsam durchführen oder freie Industriezonen in der Region gemeinsam verwalten.“ Zwar seien die Gemeindegrenzen fließend, dennoch erkennt Kalcher noch ein „Kirchturmdenken“ in den Köpfen vieler Bürger. „Leider ruht die Gemeindefusion derzeit, weil

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„O’zapft is“ bei den Staatsmeisterschaften im Bierbrauen im oststeirischen Schloss Pöllau bei Hartberg vom 29. bis 30. April. Teilnahme auch als Juror möglich. www. award.bierig.org, Tel. 0664/8262294.

Die Werkstätten der Lebenshilfe im Bezirk Mürzzuschlag zeigen von 11. bis 15. A­ pril ihre Produkte, die man bestaunen und kaufen kann. Rathaussaal, Mürzzuschlag, Beginn 8.30 Uhr.

Kapfenberg Frühlingsfest in der „Einkaufsre­gion Kapfenberg“. Seit Donnerstag, 7., bis Samstag, 9. April, wird von Kapfenberg-Diemlach über die Kapfenberger Innenstadt, das Schirmitzbühel bis St. Lorenzen Unterhaltung für Groß und Klein geboten.

St. Pölten Spatenstich für das Logistikzentrum Altpapier in St. Pölten. „L & S Recycling“ investiert 3,2 Millionen Euro in das Projekt, das im Herbst in Betrieb gehen wird. Der steirische Saubermacher ist einer der starken Partner, der sein Know-how einbringt.

Gleisdorf

Kritische Stimmen Die Wirtschaft schließt sich großteils der Meinung Kalchers an: In einer Umfrage aus dem Jahr 2008 gaben über 75 Prozent der befragten Unternehmer an, in einer Gemeindezusammenlegung vor allem Vorteile zu sehen. In der Region gibt es aber nicht nur Zustimmung zu dem Plan. Der Bürgermeister von Maria Lankowitz, Josef Riemer, zählt zu den Skeptikern. „Die Kooperation zwischen den Gemeinden geht schon sehr weit, eine Zusammenlegung aber

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auch politisch umzusetzen ist sehr schwierig“, gibt er zu bedenken. „Ich persönlich sehe keinen Vorteil darin, wohl aber Nachteile. Momentan ist unser Bürgerservice hervorragend. Kommt die Stadt, wird vor allem der persönliche Kontakt fehlen.“ Insbesondere der Gemeindebund macht sich gegen eine Fusion stark. Von einer Kosteneinsparung könne keine Rede sein, größere Verwaltungseinheiten würden auch größere Kosten verursachen, argumentiert er. Der steirische Präsident des Gemeindebundes, Erwin Dirnberger, spricht sich generell für eine Versachlichung der Debatte aus. Markus Rodlauer markus.rodlauer@wkstmk.at

Gemeindefusion Aneinander angrenzende Gemeinden können miteinander vereinigt werden, sofern Gemeinderäte und Landesregierung zustimmen. Ab 1965 kam es vor allem in Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland zu umfangreichen Gemeindezusammenlegungen. Zählte Österreich 1961 noch 3999 Gemeinden, so verringerte sich deren Anzahl in den 1970ern auf 2200. Bundesweit gibt es momentan 2301 Gemeinden, in der Steiermark 542. Die letzte Gemeindevereinigung in der Steiermark betraf die Gemeinden St. Ruprecht ob Murau und Falkendorf, die mit 1. 1. 2005 zur Gemeinde St. Ruprecht-Falkendorf zusammengelegt wurden.

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sie keiner wirklich aufgreifen und umsetzen will. Dieses Kirchturmdenken muss aber dem großen Ziel weichen“, fordert er.

200 Müllsäcke mit einem Volumen von zirka zehn Kubikmetern wurden bei einer großen Säuberungsaktion in Gleisdorf gefüllt. Für die rund 150 Aktiven gab es als kleines Dankeschön von Bürgermeister Christoph Stark auch heuer wieder je eine Kinokarte. Vor 20 Jahren – im Jahre 1991 – errichtete Feistritzwerke-STEWEAG die ersten Photovoltaikanlagen in der Oststeiermark. In zwei Jahrzehnten wurden rund 400 Photovoltaikanlagen installiert, darunter technisch orientierte und künstlerische Anlagen wie das Sonnenrad oder die Photovoltaikobjekte entlang der „Straße der Solarenergie“. Infos über Sonnenenergienutzung mit Photovoltaik: Tel. 03112/2653-257.

Gemeinsam Müll sammeln für eine saubere Umwelt

Regionen

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Schuldenabbau: Reformen jetzt wichtig Die Staatsverschuldung kann abgebaut werden, indem man die Verwaltung und das Gesundheits- und Pensionssystem reformiert. Durch die Einbeziehung von ausgelagerten Schulden in den Staatshaushalt steigt der Schuldenstand Österreichs nach Maastricht von 68,9 auf 72,3 Prozent und das Staatsdefizit 2010 von 3,6 auf 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Nach Vorgaben von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, mussten jetzt auch Schulden von ÖBB und Krankenanstalten sowie Verbindlichkeiten von Kommunalkredit und Wohnbau Burgenland – insge-

Christoph Leitl samt 9,52 Milliarden Euro – den Staatsschulden ergänzend zugerechnet werden. WKO-Präsident Christoph Leitl sagt hierzu: „So unerfreulich die höheren offiziellen Defizit- und Schuldenstandswerte auch sind, es besteht noch kein Grund zur Panik. Dennoch ist es nun wichtiger denn je, den ausgabenseitigen Konsolidierungskurs konsequent fortzusetzen.“ Die Herausforderung, die Vorgaben des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspak-

tes wieder zu erfüllen, sei nun noch größer geworden: „Es ist in unserem eigenen Interesse, das Schuldenwachstum endlich in den Griff zu bekommen. Erst dann erlangen wir den nötigen Handlungsspielraum zurück, um wichtige und notwendige Zukunftsinvestitionen zu tätigen“, fordert Leitl die Politik zum Handeln auf. Daher müsse mit Entschlossenheit an einer möglichst raschen Rückkehr zur von der EU festgelegten 60-ProzentMarke beim Schuldenstand gearbeitet werden.

Reform ja, Steuern nein Das größte Effizienzpotenzial gebe es in den Bereichen Verwaltung, Gesundheit und Pensionen. Die Kosten der demographischen Entwicklung

stellten dabei große Herausforderungen dar. Bei den Pensionen gebe es akuten Handlungsbedarf: „Die staatlichen Zuschüsse steigen bis 2014 auf zwölf Milliarden Euro. Wir brauchen hier dringend eine Systemerneuerung und Maßnahmen, die zu einer Anhebung des effektiven Pensionsantrittsalters führen. Angesichts der gestiegenen Schulden müssen Ankündigungen nun auch Taten folgen“, unterstrich Leitl. Erneut erteilte Leitl Forderungen nach neuen bzw. höheren Steuern eine klare Absage: „Ich sehe absolut nicht ein, warum wir angesichts der nach wie vor nicht ausgeschöpften Einsparungspotenziale schon wieder an Steuererhöhungen denken sollen.“

Leitl gegen Zinsanhebung durch EZB WKO-Präsident Leitl warnt vor einer Anhebung der Leitzinsen in diesem Jahr durch die Europäische Zentralbank (EZB). „Eine Anhebung der Zinsen durch die EZB würde das gerade keimende Wachstum behindern.“ Im Vergleich zu den großen Wirtschaftsräumen wie China oder Nordameri-

ka sei Europas Wirtschaftswachstum ohne­dies im Rückstand. Es gäbe keine überhitzte europäische Konjunktur und daher keine selbstproduzierte Inflation. Diese würde über gestiegene Energiepreise in die EU importiert. Deshalb wäre es verfrüht, die Zinsen schon jetzt anzuheben.

„Wir möchten qualifizierte Frauen auf ihrem Weg an die Spitze unterstützen, sie fördern, in ihrem Selbstbewusstsein stärken und bestmöglich für Management- und Aufsichtsratspositionen vorbereiten“, nennt Staatssekretärin Verena Remler die Ziele von „Zukunft.Frauen“, dem Führungskräfteprogramm für Frauen von Wirtschaftsministerium, WKÖ und IV.

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„Das Programm soll weibliche Führungskräfte bei ihrem Schritt an die Unternehmensspitze ermutigen. Da­ rüber hinaus wird so ein Beitrag geleistet, Frauen stärker in maßgeblichen Entscheidergruppen zu vernetzen. Frauen in Führungspositionen zu haben, zahlt sich für die Unternehmen aus“, betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser.

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Frauen in Führungspositionen

Die ausgelagerten Schulden im Staatshaushalt sind kein Kleingeld.

Wirtschaft

Freitag, 8. April 2011


• Mitarbeitersuche: Wann können Kosten anfallen? • Tipp von Gabriele Führer zu Kuraufenthalten von Mitarbeitern • Steuerkalender für April • Tipp: Radiokolleg – Japan und die Katastrophe, 11. April, 9.30 Uhr, Ö1

Koordination: Daniela Kozissnik

Staatspreis für Lehrbetriebe

Restaurant, Wellness-Hotel Drei-Sterne-Hotelanlage in bester Lage zu verkaufen: Stammhaus, Therapiehaus, zwei Gästehäuser, Restaurant mit schönem Gastgarten. Nutzfläche: 7000 m². 160 Zimmer bzw. Appartements mit über 300 Betten. Top-Ausstattung (Sauna, Wellness, Fitness), kleines Café. Teile der Räumlichkeiten und Häuser sind an Ärzte und Physiotherapeuten vermietet. 23 Mitarbeiter, sehr gute Auslastung. Begleitung durch den Übergeber – bei Bedarf. Anfragen: Tel. 0316/601-1101 oder -765, E-Mail followme@wkstmk.at; ID 29732 Gesucht: Gastronomiebetrieb Graz oder GU. Betriebsgröße zwischen 70 und 200 m². Komplettausstattung mit großem Barbereich und aufrechter Betriebsanlagengenehmigung wäre wünschenswert. Mitarbeiterübernahme erwünscht. Kapital vorhanden. Anfragen: Tel. 0664/147 46 84, followme@wkstmk.at; ID 9543

In 5163 Betrieben werden steiermarkweit über 17.600 Lehrlinge ausgebildet. Jetzt werden die besten Ausbildungsbetriebe gesucht. Die Top-Lehrbetriebe der Steiermark sind aufgerufen, zum Staatspreis „Beste Lehrbetriebe – Fit for Future 2011“ einzureichen. Er wird heuer bereits zum dritten Mal verliehen. Gesucht werden österreichweit Lehrbetriebe, die für erstklassigen Fachkräftenach-

wuchs sorgen. Gottfried Krainer, Leiter der WK-Lehrlingsstelle, attestiert den weiß-grünen Betrieben große Chancen auf den Sieg: „Die steirischen Unternehmen sind bekannt für ihre hohe Ausbildungsqualität. Und das weit über die Grenzen hinaus.“ Auf dem Prüfstand stehen die Besten im Land in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetrieb.

Strenge Wertung Nach überaus strengen Kriterien werden Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit der

Ausbildung gewertet. Krainer: „Lehrherren und Ausbildner müssen hier wirklich herausragende Leistungen in der Jugendausbildung nachweisen.“ Für Krainer ist dieser Staatspreis kein Wertungslauf, „den man so nebenbei erledigen kann“. Ein Sonderpreis wird heuer erstmals für die Förderung des gesellschaftlichen und sozialen Engagements im Rahmen der Ausbildung vergeben. Die WK Österreich stiftet jedem Staatspreisträger ein Preisgeld von 1000 Euro.

Einreichungen Einreichungen zum Staatspreis bis 31. Mai: www.ibw.at/fitforfuture (Download). Einblicke in die Ausbildungspraxis heimischer Betriebe liefert das „Fit for Future“-Buch. Preisverleihung: 11. Oktober.

Erstklassige Lehrbetriebe garantieren auch erstklassigen Fachkräftenachwuchs

Foto: Die Salzburger Industrie

Hier treffen sich Übergeber und Übernehmer. Weitere Angebote finden Sie unter www.nachfolgeboerse.at

Tischlerei und Lager gesucht Ab 1200 m². Standort: Bruck, Kapfenberg, Kindberg. Anfragen: Tel. 0316/601-1101, -765, E-Mail followme@wkstmk.at ; ID 9548 Gesucht: Kosmetikerin Für einen Frisiersalon in der Grazer Innenstadt wird aufgrund einer Betriebserweiterung eine Kosmetikerin mit Fußpflege oder Massage gesucht. Die zur Verfügung stehende Betriebsfläche beträgt ca. 20 m². Anfragen: Tel. 0676/392 42 14; ID 9547

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Medieninhaber, Herausgeber (Verleger) und Produzent: Wirtschaftskammer Steiermark, 8021 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-657, Fax 0316/601-308 Redaktion: Anja Genser, Bakk. techn. (Chefin vom Dienst), Mag. Petra ­Mravlak (Redakteurin) Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at Anzeigenverwaltung: MEMA Medien Marke-

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ting G.m.b.H, Reitschulgasse 5, 8010 Graz, Tel. 0316/817090, Fax DW 51, anzeigen.stwi@mema.at Druck: Druck Styria, Graz Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unserem Archiv. Die in mit „Werbung“ gekennzeichneten Artikeln vertretene Meinung muss nicht mit jener der Wirtschaftskammer Steiermark übereinstimmen. Die inhaltliche Verantwortung selbiger liegt beim jeweiligen Auftraggeber. Verbreitete Auflage Inland (1. Hj. 2010): 58.784

Service

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Ferdinand Gibler, Wolfgang Poth, Andreas Wildhack oder Gerhard Jellinek stehen als Patentanwälte abwechselnd zur Verfügung. Nächster Patentsprechtag: 3. Mai, 9.30 bis 13.00 Uhr, WK Steiermark Foto: Bilderbox

Mitarbeitersuche: Wann

Gabriele Führer Mein Mitarbeiter geht drei Wochen auf Kur. Ist eine Urlaubsvereinbarung zulässig? Dazu Gabriele Führer: Wird der Kuraufenthalt von der Sozialversicherung bewilligt oder medizinisch angeordnet, dann gilt er als Krankenstand. Urlaub für diesen

Kuraufenthalt Zeitraum zu vereinbaren ist nicht zulässig und nach den Regelungen des Urlaubsgesetzes auch ungültig. Kuraufenthalte sind keine eigenen anspruchsauslösenden Tatbestände, sondern werden wie normale Krankenstände behandelt. Das bedeutet, dass bei einem Kuraufenthalt der mögliche Entgeltanspruch eines Arbeitnehmers auch davon abhängt, ob er im laufenden Arbeitsjahr sein Entgeltfortzahlungskontingent schon verbraucht hat oder nicht. Ist der Kuraufenthalt auf einen Arbeitsunfall oder auf eine Berufskrankheit zurückzuführen, so ist er auch für die Entgeltfortzahlung so zu behandeln. Der Arbeitnehmer muss den verordneten Kuraufenthalt auf jeden Fall vor dem Antritt dem Arbeitgeber bekanntgeben. Wichtig: Möglichkeit des Zuschusses zur Entgeltfortzahlung durch die AUVA für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter. Antragsformulare: www.auva.at. Infos: Sofortservice, Tel. 0316/601-601

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Steuertipps für Gründer. Infoveranstaltung & Workshop am Dienstag, 12. April, 14.00 bis 16.00 Uhr, WK Steiermark. Anmeldung bis 11. April: www.portal.wko. at/utils/veranstaltungen. Foto: bilderbox

Wer sich für eine freie Stelle bewirbt, aber durchfällt, darf auf Rückersatz eventueller Kosten hoffen. Sofern er zur Vorstellung eingeladen wurde. Vorstellungskosten sind Kosten, die einem Stellenbewerber anlässlich seiner Bewerbung um eine freie Stelle bei einem Arbeitgeber entstehen. Solche Kosten sind typischerweise Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Kosten (zum Beispiel) für Unterlagen. Karin Hörmann vom WKRechtsservice weiß aus der Praxis, „dass Stellenwerber Vorstellungskosten meist nur geltend machen, wenn der erwünschte Abschluss eines Arbeitsvertrages scheitert“. Im geltenden Recht findet sich nach

Auskunft von Hörmann auch keine ausdrückliche Regelung über den Ersatz der Vorstellungskosten. „Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat allerdings entschieden, dass der potenzielle Arbeitgeber dann die Vorstellungskosten zu übernehmen hat, wenn er den Stellenbewerber ausdrücklich zur persönlichen Vorstellung aufgefordert hat.“

Einladung ist Auftrag Die Aufforderung eines Betriebes an den Bewerber, zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen, wird vom OGH ganz klar als Angebot eines Auftrages gesehen, das vom Bewerber ausdrücklich oder stillschweigend durch schlüssige Handlungen angenommen wird. Dadurch wird ein Ersatzanspruch für den Aufwand des

Stellenbewerbers begründet. Wer also den Auftrag für die Abwicklung des Vorstellungsgespräches erteilt, hat auch für eventuelle Kosten (z. B. Fahrtkosten) aufzukommen.

Kosten ausschließen Der Arbeitgeber kann seiner Verpflichtung zum Ersatz der Vorstellungskosten allerdings (ganz oder teilweise) entgehen, indem er in seiner Einladung zum Bewerbungsgespräch den Aufwandersatz explizit ausschließt. In der schriftlichen Einladung zu einem konkreten Bewerbungsgespräch sollte der Arbeitgeber daher unmissverständlich darauf hinweisen, dass er die im Zusammenhang mit der Bewerbung entstehenden Kosten nicht trägt. Keinesfalls sind Vorstellungskosten vom Arbeitgeber zu tragen, April 2010

Fälligkeitstag Steuerart 15. Stmk. Nächtigungs und Ferienwohnungsabgabe (vormals Fremdenverkehrsabgabe) Kommunalsteuer Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum Normverbrauchsabgabe Lohnsteuer 4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen 0,40 %iger Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag („DZ“ bzw. KU2) Werbeabgabe 2. 5.* Zusammenfassende Meldung für innergemeinschaftliche Warenlieferungen und Dienstleistungen

für Jänner – März für März Februar für Februar für März für März

Zahlstelle Gemeinde Finanzamt

für März für Februar bei monatlicher Meldung für März bzw. bei Vierteljahresmeldung für das 1. Kalendervierteljahr 2011

* Zusätzlicher Termin für 2. Mai 2011: Abgabe der Steuererklärungen für das Jahr 2010 (in Papierform) bezüglich Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer. Bei elektronischer Abgabe der Erklärungen endet die Frist am 30. Juni 2011. * Für Abgaben, die an einem Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällig werden, gilt als Fälligkeitstag der nächste Werktag.

Service

Wird eine Abgabe nicht spätes­ tens am Fälligkeitstag entrich­ tet, fällt automatisch ein ers­ter Säumniszuschlag in Höhe von zwei Prozent des nicht zeitge­ recht entrichteten Betrages an. Die Verpflichtung zur Zahlung ei­ nes Säumnis­zuschlages entsteht dann nicht, soweit die Säumnis nicht mehr als fünf Tage beträgt und der Steuerpflichtige inner­ halb der letzten sechs Monate alle Steuerschuldig­keiten zeit­ gerecht entrichtet hat bzw. wenn der Säumniszuschlag im Einzel­ fall den Betrag von 50 Euro nicht erreichen würde. Für die Landesund Gemeindeabga­ben besteht laut der Steiermärkischen Lan­ desabgabenordnung insofern eine Sonderregelung bezüglich des Säumniszuschlages, als dem­ nach von dessen Festsetzung abzusehen ist, wenn die hiefür maßgebliche Bemessungsgrund­ lage 73 Euro nicht erreicht.

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Im WK-Service­ team für Sie da: Martina Krill

Radiokolleg – Japan und die Katastrophe (1), Montag, 11. April, 9.30 Uhr, Ö1. Gestaltung: Judith Brandner. Ende Februar erschien ihr Buch „Reportage Japan. Kratzer im glänzenden Lack“ im Picus Verlag.

können Kosten anfallen? wenn sich der Arbeitnehmer bloß aufgrund einer Annonce des Arbeitgebers (z. B. aus dem Stellenangebot einer Zeitung) oder ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit dem potenziellen Arbeitgeber persönlich vorgestellt hat. Eine unaufgeforderte Bewerbung begründet nach Meinung des Obersten Gerichtshofes deshalb keinen Anspruch auf Kostenersatz, weil eine Zeitungsannonce des Arbeitgebers noch keine Aufforderung zu einem Bewerbungsgespräch darstellt.

Mein Arbeitnehmer wurde während seines Urlaubes krank. Läuft der Urlaub weiter? Dazu Andreas Müller: Erkrankt der Arbeitnehmer während des Urlaubes länger als drei Kalendertage, dann gelten die Kranken-

Krank im Urlaub

Infos: Tel. 0316/601-601, rechtsservice@wkstmk.at, www.wko. at/stmk/rs/presse

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• Servicetermine. XX Follow-me-Workshop für Familienbetriebe, 27. April, 15 bis 19 Uhr, WK Graz, 0316/601-765, followme@ wkstmk.at XX Gründer-Workshop, 28. April, 14 bis 17.30 Uhr, WK Graz, 0316/601-600, gs@wkstmk.at • SVA-Sprechtage. Bad Aussee, 19. April, 8.30 bis 13 Uhr, 0316/601-9690

Wichtige Infos an Sprechtagen

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Andreas Müller

Bad Radkersburg, 15. April, 9 bis 12 Uhr, 0316/601-9460 Bruck/Mur, 28. April, 8 bis 13 Uhr, 0316/601-9800 Deutschlandsberg, 14. April, 8 bis 12.30 Uhr, 0316/601-9200 Eisenerz, 18. April, 14 bis 15 Uhr, 03848/2511-0 Fürstenfeld, 27. April, 8.30 bis 12.30 Uhr, 0316/601-9160 Gröbming, 20. April, 8.30 bis 13 Uhr, 0316/601-9660 Hartberg 8. April, 8 bis 13 Uhr, 0316/601-9300 Judenburg, 12. April, 8.30 bis 13 Uhr, 0316/601-9500 Knittelfeld, 11. April, 8.30 bis 12.30

Uhr, 0316/601-9562 Leibnitz, 26. April, 8 bis 13 Uhr, 0316/601-9400 Leoben, 18. April, 8 bis 13 Uhr, 0316/601-9900 Liezen, 21. April, 8.30 bis 13 Uhr, 0316/601-9600 Mariazell, 7. April, 8.30 bis 12.30 Uhr, 0316/601-9870 Murau, 13. April, 8.30 bis 12.30 Uhr, 0316/601-9560 Mürzzuschlag, 6. April, 8.30 bis 13 Uhr, 0316/601-9860 Voitsberg, 22. April, 8 bis 13 Uhr, 0316/601-9700 Weiz, 29. April, 8 bis 13 Uhr, 0316/601-9000

standstage unter bestimmten Voraussetzungen nicht als Urlaubstage, sondern unterbrechen den Urlaub. Damit diese Urlaubsunterbrechung greift, muss der Dienstnehmer erstens den Arbeitgeber persönlich, telefonisch oder schriftlich unverzüglich von der Erkrankung verständigen. Zweitens muss der Dienstnehmer nach der Rückkehr in den Betrieb unaufgefordert eine ärztliche Krankenstandsbestätigung vorlegen. Bei einer Erkrankung im Ausland muss er zusätzlich eine Bestätigung über die Zulassung des Arztes vorlegen, sofern er nicht in einem Krankenhaus behandelt wurde. Nicht verbrauchte Urlaubstage aufgrund der Urlaubsunterbrechung durch Krankheit müssen dem Dienstnehmer gutgeschrieben werden, der Urlaub wird allerdings nicht automatisch verlängert. Das ist nur im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber möglich. Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601

Service

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Photovoltaik: Ansturm auf die Fördertöpfe Der Wille, in Photovoltaikanlagen zu investieren, ist groß – so groß, dass es bei der Förderung zu langen Wartezeiten kommt. Dass der Anteil von Ökostrom am Energiemix erhöht werden muss, darin sind sich alle Beteiligten einig. Auch dass Förderungen den Ausbau beschleunigen sollen. Doch die Nachfrage ist so groß, dass die Wartelisten für Photovoltaikanlagen, die Strom ins Netz einspeisen,

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Arbeitsschutztag

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mittlerweile bis ins Jahr 2023 reichen. Erst dann können die Ansucher in den Genuss geförderter Einspeistarife kommen. Um diesen Berg abzubauen, sieht die Novelle des Ökostromgesetzes vor, dass Anträge, die bis Ende 2010 eingereicht wurden, nun früher abgewickelt

chen können; Workshop 2: Unfallreduktion durch „Sicheres Verhalten“. Eine Ausstellung rundet das Programm ab. Anmeldung: E-Mail veranstaltung@gutwinski.at, www.gutwinski.at/EventRegistrationSystem/_Storage/EventDocuments/SEM431.pdf.

Gewerbe Am 4. Mai findet im Hotel Böck, Brunn am Gebirge, die Tagung „Arbeitsschutz 2011“ statt. Diese Tagung gilt als Weiterbildung für Präventivfachkräfte im Sinne des § 77 bzw. § 82 ASchG: Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsvertrauenspersonen, Arbeitsmediziner, Sicherheitsmanager. Zwei Workshops bieten Impulse für die Praxis und sind die ideale Ergänzung zu den Fachvorträgen: Workshop 1: Wie schnell Gefahrstoffe brennen, blitzen und kra-

Ernst Konrad

Schutz am Arbeitsplatz

werden können – allerdings zu einem Einspeistarif, der um 30 Prozent unter dem derzeit gültigen liegt. Zudem wird es künftig ein Antragsverbot geben, sobald das zugeteilte Kontingent erschöpft ist. Für heuer wurde der Fördertopf von bisher 2,1 Millionen auf drei Millionen Euro aufgestockt. Für Hans Kronberger von Photovoltaik Austria ist das angesichts der enormen Nachfrage zu wenig. Auch der Abbau der Wartelisten durch den niedrigeren Tarif ist für ihn keine Lösung. „Bei Freianlagen

Chem. Gewerbe

Branchentreffen

Der Branchentreff 2011 der Landesinnung der Chemischen Gewerbe und der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger Steiermark findet am 21. April im Tennisparadies Graz, Straßgangerstraße 380b, statt. Michael Schaller (GKK) referiert zum Thema „Auftraggeberhaftung im Reinigungsgewerbe“, Christian Haid von der WK über den „Übergang der Steuerschuld bei der Reinigung von Bauwerken ab Jänner“ Beginn: 16.00 Uhr. Anmeldung

Gewerbe

mit einer Leistung von über 20 Kilowattpeak würde eine Tarifsenkung um 30 Prozent sogar zu der absurden Situation führen, dass der Tarif 17,5 Cent betragen würde – zwei Cent unter dem durchschnittlichen Netzpreis“, empört sich Kronberger. „Könnte man zu diesem Preis seriös und wirtschaftlich Anlagen errichten, dann bräuchte man die Förderung gar nicht!“ Auch der Stromproduzent Tauernwind hat schon 2004 ein Photovoltaik-Projekt eingereicht, das nun endlich umgesetzt wird: Auf 1900 Metern

bis 14. April: E-Mail dfg@wkstmk.at, Fax: 0316/601-718.

Tischler

Holzschutzmittel

Die neueste Auflage des „Österreichischen Holzschutzmittelverzeichnisses“ ist erschienen. In diesem Verzeichnis finden sich nur Produkte, die von akkreditierten österreichischen Prüfstellen auf Wirksamkeit gegen Holzzerstörer und gesundheitliche Unbedenklichkeit bei sachgemäßer Anwendung positiv geprüft wurden. Das muss von der Arbeitsgemein-

schaft Holzschutzmittel durch ein Anerkennungszertifikat attestiert worden sein. Das Verzeichnis kann angefordert werden: Tel. 05/90 900-3041, E-Mail bader@ fcio.wko.at, Download: www.holzschutzmittel.at

Kunststoffverarbeiter

Änderungen

Informationen zu aktuellen Änderungen in Normen und Regelwerken liegen in der Fachvertretung der Kunststoffverarbeiter auf und können angefordert werden: Tel. 0316/601-43.

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Im Einsatz für EPU und Frauen Die Fördermittel für Photovoltaikanlagen werden der großen Nachfrage nicht ­gerecht.

wird in den Niederen Tauern hoch über Oberzeiring die höchstgelegene Freiflächenanlage Europas entstehen. Mit einer Leistung von zwei Megawatt wird sie auch die größte in Österreich sein. Das Problem der großen Nachfrage und der Unsicherheit bekommt auch das Gewerbe zu spüren: „Es gibt keine Planungssicherheit“, klagt Ernst Konrad, ElektrotechnikInnungsmeister. Die Förderaktion des Bundes für Anlagen bis zu einer Leistung von fünf Kilowattpeak – das betrifft Ein-

bzw. Zweifamilienhäuser – startete am 5. April um 18 Uhr. Dauerte es 2010 noch sechs Minuten, bis das Kontingent für die Steiermark ausgeschöpft war, so war der Fördertopf heuer bereits nach 66 Sekunden leer. Von den 8000 eingelangten Anträgen, werden etwa 1500 zum Zug kommen. 5,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Gefördert werden maximal 30 Prozent der Investitionskosten, die zwischen 15.000 und 20.000 Euro liegen. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Ökostrom-Novelle 60 Prozent des heimischen Stroms werden mit Wasserkraft erzeugt, 30 Prozent mit Wärmekraft, rund zehn Prozent basieren auf gefördertem Ökostrom: aus Wind, Photovoltaik, Kleinwasserkraft, Biomasse und Biogas. Die umstrittene ÖkostromNovelle soll dazu beitragen, den Anteil zu erhöhen. Noch bis 9. Mai befindet sie sich in der Begutachtungsphase. Die Umsetzung soll noch vor dem Sommer erfolgen.

Meisterleistung in der Metallbranche Nicole Hödl hat der Korrosion den Kampf angesagt – sie ist die jüngste Meisterin der Oberflächentechnik in ganz Österreich. Dass Fenstergriffe oder Alufelgen nicht rosten, dafür sorgen Oberflächentechniker wie Nicole Hödl. Die 19-jährige Triebenerin ist Österreichs jüngste Meisterin ihres Faches. „Ich möchte in meinem Beruf weiterkom-

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Nicole Hödl men und eine gute Ausbildung ist dafür die Basis“, sagt Hödl. „Meine Eltern und mein Chef haben mich dabei ganz stark unterstützt.“ Ihren Arbeitgeber – die Firma Maco – hat sie durch ein Schnupperprogramm ken-

nengelernt, und für die Oberflächentechnik hat sie sich von Anfang an interessiert. So hat sie 2006 ihre Lehre begonnen und trägt heute als Schichtleiterin Verantwortung. „Der Beruf bringt immer neue Herausforderungen, das mag ich“, erzählt sie. Als Frau in einem typischen „Männerberuf“ tätig zu sein, ist für sie noch nie ein Problem gewesen: „Man muss sich durchsetzen, aber damit habe ich kein Problem.“ In der Freizeit geht sie ihrem Hobby nach: Laufen.

Die Optikerin und Landesinnungsmeisterin der Gesundheitsberufe, Gabriele Machhammer, wird im neuen Sparten-Team als Ansprechperson für Einpersonen-Unternehmen (EPU) und Frauen tätig sein. „Ich möchte Erfahrungen und Netzwerke, die es in der Witschaftskammer für EPU und Frauen bereits gibt, über die Innungen noch zugänglicher und bekannter machen. Es muss nicht immer das Rad neu erfunden werden“, sagt Machhammer. „EPU sollen schnell und unbürokratisch Hilfe erhalten, etwa bei Krankheit oder Rechtsfragen.“ Viele Frauen seien EPU, und „Beruf und Familie darf kein Entweder-Oder sein!“ Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie müsse übergeordnetes Anliegen der Familienpolitik sein.

Kinder & Firma Die Kindbergerin ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne. Ihren Betrieb – Optik Köpfelsberger – hat sie von ihrem Vater übernommen, als ihr jüngster Sohn zehn Monate alt war. Das Unternehmen zählt fünf Mitarbeiter und auch ihr Ehemann ist im Betrieb tätig.

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Gabriele Mach­ hammer

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Chemische Industrie: Statistiken, Schwerpunktthemen und Informationen zu den verschiedenen Branchen finden Sie auf der Website des Fachverbandes der Chemischen Industrie unter www.fcio.at.

Wie setzt sich die chemische In­ dustrie in der Steiermark zusam­ men? Müller: Es sind 90 Unternehmen, die sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Die Bandbreite reicht von der Kunststofferzeugung und -verarbeitung über die Pharmabranche bis hin zur Lack- und Farbenindustrie. Insgesamt beschäftigt die chemische Industrie mehr als 3720 Mitarbeiter Was sind Ihre wichtigsten Anlie­ gen für die Chemiebranche? Müller: Aus- und Weiterbildung stehen ganz oben auf der Agenda. Die Fachvertretung fördert beispielsweise die Chemieolympiade, Diplomarbeiten, aber auch die Chemieingenieurschule in Graz. Ihre Absolventen sind in den Unternehmen sehr begehrt. Die meisten Betriebe nehmen aktuell Lehrlinge auf. Der Beruf des Chemielabortechnikers ist mittlerweile auch bei Mädchen sehr beliebt, sie machen schon fast die Hälfte aus. Welche Heraus­ forderungen gibt es derzeit in der Branche? Müller: Die Andrea Müller vertritt kommenden 90 Unternehmen der Kollektivver-

Andrea Müller setzt sich als Vorsitzende der Fachvertretung für die Unternehmen der chemischen Industrie in der Steiermark ein.

tragsverhandlungen. Das hierzulande übliche Ausschütten nach dem Gießkannenprinzip an alle Mitarbeiter lässt kein Verteilvolumen mehr übrig. So kann nicht nach Leistung entlohnt werden. Weitere Themen sind die Verfügbarkeit von Rohstoffen, Umweltzertifizierungen, Frachtkosten und Verordnungen zur Kennzeichnung von Chemikalien. Die chemische Industrie setzt sich großteils aus Tochterunternehmen US-amerikanischer Konzerne zu­ sammen. Wird die Steiermark für diese auch in Zukunft als Standort attraktiv bleiben? Müller: Ich denke, in den nächsten Jahren sind Abwanderungen nicht sehr wahrscheinlich. Denn die Qualität und Qualifikation der jungen Leute hierzulande ist sehr hoch. Die chemische Indus­ trie ist Know-how- und F&E-intensiv und die Mitarbeiter hier sind sehr gut ausgebildet. Warum haben Sie sich dazu ent­ schieden, sich für Ihre Branche ein­ zusetzen? Müller: Wenn man sich nicht aktiv beteiligt, wird man nichts bewegen, und es ist mir ein großes Anliegen, etwas zu bewegen. Interview: Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

chemischen Industrie

Zur Person

Foto: Fischer

Andrea Müller ist Vorsitzende der Fachvertretung der chemischen Industrie. Sie ist Geschäftsführerin der Österreich-Tochter von Cytec und Personalleiterin für zwölf Niederlassungen in sieben europäischen Ländern. Die gebürtige Grazerin hat Rechtswissenschaften studiert.

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Industrie

Foto: Fischer

„Ausbildung hat Priorität“ Angelika Kresch hat Grund zur Freude.

Aufwärtstrend im Automobilsektor Die Unternehmensgrup­pe Remus-Sebring kann aufatmen. Der Automobilzulieferbetrieb in Bärnbach wurde von der Wirtschaftskrise hart getroffen, jetzt gibt es wieder volle Auftragsbücher und eine Auslastung für mehrere Jahre. „Die letzten beiden Jahre waren die härtesten unserer 20-jährigen Geschichte“, blickt Firmenchefin Angelika Kresch zurück. „Wir sehen, dass sich unser Kampf gelohnt hat. Die Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie blüht auf und auch der After-Sales-Bereich stabilisiert sich auf unseren Kernmärkten.“ Zudem würde man derzeit neue Märkte und Marktfelder erschließen. Am internationalen Automobilsalon in Genf konnte das Unternehmen mehrere große Aufträge an Land ziehen. Gemeinsam mit Projekten, die schon im vergangenen Herbst fixiert wurden, werden sie für Auslastung in den nächsten Jahren sorgen. Und das sowohl im Pkw- als auch im Motorradsektor.

Freitag, 8. April 2011


Martin Gölles, Generaldirektor der Hypo Steiermark Foto: Frankl

Gölles zur Urteilsverkündung am Straflandesgericht Graz: „Die Hypo Steiermark war bei den Leasinggeschäften in Südosteuropa Opfer eines Systems.“ Die Bank erhält einen Schadenersatz von 31,2 Millionen Euro.

Krentschker auf starkem Wachstumskurs „Vertraue nie einem Bankdirektor, der sagt: Vertraue mir“, zitiert Krentschker-Chef Georg Wolf-Schönach mit Augenzwinkern aus einer Schweizer Zeitung. Die Krentschker-Bank hingegen mache sich rar, nur zur Bilanz trete man an die Öffentlichkeit. Ein Plus von mehr als zehn Prozent auf rund 1143 Millionen Euro Bilanzsumme verbuchte man im vergangenen Geschäftsjahr. „2010 war ein Jahr des starken Wachstums, vor allem im Primärmittel- und im Wertpapiergeschäft“, zeigt sich das Vorstandsduo Wolf-

Schönach und Michael Vollath zufrieden. So stieg das Wertpapiergeschäft um fast zwölf Prozent und das Kundendepotvolumen um 6,3 Prozent auf 487 Millionen Euro. Bei den Spareinlagen legte man um 20,9 Millionen Euro auf rund 407 Millionen zu. Der KrentschkerVorstand sieht diese Entwicklung als Ausdruck des Kundenvertrauens. Zurückhaltung war bei der Kreditnachfrage spürbar. Nicht zuletzt deshalb sei auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) etwas zurückgegangen, meint Vollath. „Denn nicht alle Einlagen konnten in Aktiva gedreht werden.“ Konkret beträgt das EGT rund 6,3 Millionen Euro.

Für das heurige Jahr erwarten die beiden Banker mehr Volatilität auf den Märkten und damit auch mehr Inte­resse an Krediten. Wachstumschancen werden auch in Wien ge-

sehen. Seit den Turbulenzen rund um die Constantia Privatbank rechnet sich Krentschker mehr Chancen aus. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

KrentschkerVorstand: Georg WolfSchönach (l.) und Michael Vollath

Foto: www.bernhardbergmann.com

Positiv Bilanz zieht das Bankhaus Krentschker über das Geschäftsjahr 2010. Die Bilanzsumme stieg um über zehn Prozent.

BKS Bank zieht positiv Bilanz und plant Expansion Mit soliden Zuwächsen bei Kreditvolumen und Spareinlagen schließt die BKS Bank das Jahr 2010 erfolgreich ab. 2011 will man im Ausland wachsen. Über konstant gute Ergebnisse im Jahr 2010 freut sich BKS-Generaldirektor Heimo Penker: „Trotz der Krise bei den öffentlichen Finanzen, der schwachen Konjunktur der Realwirtschaft und den vielen neuen Regularien kann sich

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Nikolaus Juhász Foto: BKS/Wohlgemuth

unser Bilanzergebnis sehen lassen.“ 6,2 Milliarden Euro Bilanzsumme, 4,6 Milliarden Euro Kreditvolumen (plus 4,1 Prozent) und 1,8 Milliarden Euro Spareinlagen (plus 2,4 Prozent) konnte die BKS Bank im vergangenen Geschäftsjahr

verbuchen. „Und 13,4 Prozent der Spareinlagen davon stammen aus der Steiermark“, ist Nikolaus Juhász, Leiter der steirischen Filiale, stolz. Insgesamt betreut man in der Grünen Mark rund 1690 Unternehmen und 21.320 Retailkunden. „Darunter sind auch sehr viele Neukunden“, weiß Landesdirektor Juhász. Neue Filialen wird es aber in der Steiermark nicht geben. Expandieren will die BKS Bank jedoch in Wien sowie im Ausland mit Hauptaugenmerk

auf die Länder Slowenien, Kroatien und die Slowakei. Derzeit am erfolgreichsten ist man laut Vorstandsdirektorin Herta Stockbauer derzeit in Slowenien: „Die vier Filialen weisen ein Finanzierungsvolumen von 428,7 Millionen Euro auf und erwirtschafteten einen Jahresüberschuss von 3,9 Millionen Euro.“ In der Slowakei hingegen habe man erst Neuland betreten. Seit November sei man mit einer Filiale in Bratislava registriert. Den operativen Betrieb hat man bereits aufgenommen.

Banken

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Foto: Steierm. Tourismus

Das Landesgremium des Handels mit Mode- und Freizeitartikeln lädt zum Unternehmertag am 28. April auf den Dachstein. Anmeldungen bitte bis 20. April. Infos auf www.wko.at/stmk/308.

EU: Freie Bahn für geklonte Schnitzel? Klonfleisch bleibt in der EU erlaubt: Ein Verbot für Produkte reproduzierter Tiere ist gescheitert. Österreich sucht nun nach einer eigenen Lösung. Die drei Jahre dauernden Verhandlungen über ein generelles und EU-weites Klontierverbot sind gescheitert. Damit bleiben das Fleisch von reproduzierten Tieren sowie auch die Produkte nachfolgender Generationen weiterhin in der EU verkäuflich. Zumindest wenn es um „echtes“ Klonfleisch geht, kann Entwarnung gegeben werden: Fleisch von geklonten Tieren landet im EU-Raum nicht auf den Tellern. „Tiere werden in den USA zwar bereits zur Zucht reproduziert, aber keiner investiert tausende Dollar in das Klonen eines Zuchtstiers

und macht dann daraus Schnitzel“, erklärt Fabian Fußeis vom Gesundheitsministerium.

Keine Kennzeichnung Anders sei die Sache allerdings, wenn es um das Fleisch und Produkte der Klon-Nachkommen gehe, gibt Fußeis zu bedenken. „Österreich hat sich vehement für ein Verbot der Vermarktung geklonter sowie für eine verpflichtende Kennzeichnung von Tieren der zweiten Generation eingesetzt. Man ist aber am Widerstand von KlonBefürwortern gescheitert.“ Da es zu keiner Einigung gekommen ist, bleibt die bisherige Novel-Food-Verordnung von 1997 in Kraft. Laut dieser ist nur das geklonte Tier selbst in der EU zulassungs- und kennzeichnungspflichtig, nicht jedoch die Nachkommen. Fußeis: „Hier ist keine Nachvollziehbarkeit mehr

gegeben, was in den Handel kommt.“ Aber gerade transparente Produktionsketten seien den heimischen Konsumenten enorm wichtig, erklärt Spartenobmann Wolfgang Sauer. Etwas Positives kann Sauer der dadurch wieder entflammten Diskussion um Lebensmittelsicherheit abgewinnen: „Die Kunden werden aufgrund solcher Vorkommnisse immer kritischer und achten verstärkt auf gekennzeichnete heimische Qualität.“ Dem Bedürfnis der Bürger nach kontrollierten Lebensmitteln wolle man, wenn schon nicht auf EU-Ebene, dann zumindest innerhalb Österreichs gerecht werden, betont Fußeis: „Ein staatliches Gütezeichen, das Klonen umfassend ausschließt, ist vom Ministerium bereits angedacht.“ Veronika Pranger veronika.pranger@wkstmk.at

Die Österreicher wollen informiert werden, woher ihr Fleisch kommt. Foto: Fischer

Wolfgang Sauer

Informationen Weiteres zum Thema Klonfleisch: • Wirtschaftskammer Österreich, http://tinyurl.com/4xtvwt5 • Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit: www.ages.at • Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA: www.efsa.europa.eu/de/

„Identisch“: Klonfleisch bleibt in der EU erlaubt, muss aber gekennzeichnet werden. Die Nachkommen bleiben weiterhin unerkannt.

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Handel

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Eine Million Österreicher sagt „Nein“ Die überbordende Regulierungswut der EU wirft ihre Schatten auch auf die heimischen Tabaktrafikanten. Gremialobmann Alois Kögl: „Wir sind natürlich für den Jugendund den Nichtraucherschutz, keine Frage. Aber was jetzt von der EU angedacht ist, werden wir so nicht hinnehmen.“ Die aktuellen Pläne der Europäischen Kommission zur Überarbeitung der TabakprodukteRichtlinie sehen künftig Einheitspackungen ohne Markenlogos und das Verbot von Aromatisierungen von Tabakwaren vor. Ebenso wird die Präsentation von Tabakwaren in Verkaufsräumen diskutiert. Wie bereits in Irland durchgesetzt, sollen künftig in allen EU-Ländern die Zigaretten nur mehr „unter der Theke“ verkauft werden dürfen, erklärt

Krämermarkt

Die Gemeinde Bruck an der Mur teilte dem Landesgremium mit, dass der Krämermarkt am 14. Juni nicht mehr am KolomanWallisch-Platz stattfinden kann. Der Krämermarkt findet entlang der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße, großer Parkplatz südlich der Hannes-Bammer-Sporthalle sowie im gesamten Bereich des Kirchplatzes statt. Der Markt in Bruck/Mur zählt bereits seit vielen Jahren zu den Fixveranstaltungen in der Obersteiermark.

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Unterschriftenaktion Die Tabaktrafikanten wehren sich – und mit ihnen auch viele Konsumenten. Mit einer österreichweiten Unterschriftenaktion gegen die geplanten EU-Regulierungen wurden innerhalb kurzer Zeit eine Million Unterschriften gesammelt. Auch viele Nichtraucher hätten aus Solidarität unterschrieben, hebt Kögl hervor. „Die Einmischungen aus Brüssel betreffen ja nicht nur die Tabaktrafikanten. Viele Kunden haben mit ihrer Unterschrift ein generelles Zeichen gegen die Bevormundungen der EU gesetzt.“ Weitere Infos dazu auf: wko.at/stmk

Abgesagt

Eine Million Unterschriften in Österreich gegen EU-Regulierungswut.

mium mit, dass am Samstag, dem 9. Juli, der Wartberger Kirtag stattfindet. Die Standplätze werden nur an jene Marktfahrer vergeben, die schon im Vorjahr einen Standplatz gehabt und dafür auch Einlösegebühr bezahlt haben (eingeschränktes Platzan-

Die Gemeinde Knittelfeld teilte dem Landesgremium mit, dass der Markt am Dienstag, dem 14. Juni, wegen umfangreicher Kanalbauarbeiten abgesagt werden muss.

Terminänderung Die Gemeinde Veitsch teilte dem Landesgremium mit, dass der heurige Krämermarkt am Sonntag, dem 5. Juni, stattfinden wird.

Ankündigung

gebot). Die Anmeldung hat mit Bekanntgabe des Warenangebotes sowie des Stand­ausmaßes (max. Standlänge: 15 Meter, max. Standtiefe: drei Meter) beim Gemeindeamt Wartberg zu erfolgen: Tel. 03858/613571 (Herr Hölblinger). Als Standgebühr ist ein Euro je Laufmeter zu entrichten. Die Einlösegebühr beträgt pro Jahr vier Euro.

Papier- und Spielwaren Foto: Fotolia

Markthandel

der Obmann. Kögl verweist auf den wirtschaftlichen Schaden, der diesen Richtlinien folgen werde: „Das sind Verkaufsbeschränkungen. Wenn Kunden die Ware nicht mehr sehen dürfen, werden sie diese auch weniger oft kaufen. Jeder Raucher ist ein mündiger Bürger und sollte selbst entscheiden können. Hier geht die EU eindeutig zu weit.“

Foto: Fotolia

Die EU plant strenge Reglementierungen für Tabakwaren. Dagegen setzen sich Trafikanten und Konsumenten zur Wehr.

Produktwarnung 1

Die Gemeinde Wartberg im Mürztal teilte dem Landesgre- Buntes Allerlei am Kirtag.

Die AGES informiert: Das Spielzeug-Bogenset „Flash Set“ (Fiber-

Handel

glasbogen mit zwei Pfeilen) ist aufgrund der Verletzungsgefahr durch zu hohe kinetische Energie gesundheitsgefährdend. Infos: www.ages.at/?id=21217

Produktwarnung 2 Wie eine Meldung des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX zeigt, ist das Spielzeug „Bino My Baby“, eine Schnullerkette des tschechischen Herstellers Olymp, wegen ablösbarer Kleinteile gesundheitsgefährdend. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Text auf der AGES-Homepage unter www.ages.at/?id=21219.

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Staatspreis Tourismus 2011. Motto „Innovative Mitarbeiterführung und -entwicklung“. Einreichschluss: 26. Mai. Infos und Unterlagen: www.bmwfj.gv.at/Ministerium/Staatspreise/Tourismus.

Glück im Spiel – Pech mit der Lizenz Das kleine Glücksspiel steht zunehmend auf der politischen Abschussliste. Die Neuvergabe der Konzessionen wird viele Existenzen und Jobs kosten. Die fetten Jahre sind vorbei. Noch setzen steiermarkweit die Konzessionäre der rund 2800 Spielautomaten auf den unterhaltsamen Knopfdruck. Im Zuge der Neuvergabe der Glücksspiellizenzen wird der

Aderlass aber schmerzhaft sein. Rupert Rupp, Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe, skizziert ein Szenario, das auch ihn bis zum Ende der Übergangsfrist Ende 2015 ins wirtschaftliche Aus drängen wird: „Noch gibt es in der Steiermark keine Ausschreibungsrichtlinien, orientiert man sich aber am vernichtenden Ergebnis im Burgenland, dann wissen wir, was auf uns zukommt.“ Zu befürchten ist eine drasti-

sche Reduktion auf steiermarkweit drei Konzessionäre, die sich dann die erwartet maximal erlaubten 1005 Automaten teilen werden.

Glücksspielabgabe Dass die Lustbarkeitsabgabe von derzeit 1000 Euro pro Automat und Monat zur 30-prozentigen Glücksspielabgabe wird, das quittiert Rupp noch einigermaßen mit Zufriedenheit. „Weil dann wenigstens nur auf tatsächliche Umsätze

Steuern eingehoben werden.“ Dass künftig die Einnahmen die hohen Kosten – Automaten, Miete, Personal – decken werden, glaubt Rupp nicht: „Es müssen bis zu 95 Prozent des Spieleinsatzes an den Spieler wieder zurückfließen, wo bleibt da der Gewinn?“ Vor allem auch, weil zunehmend hohe Verwaltungkosten zu Buche schlagen. „Spieler müssen kontrolliert werden, dürfen zeitlich nur limitiert spielen und müssen auch gesperrt werden. Dafür brauchen wir Personal.“

Eisiger Wind Der Branche bläst ein eisiger Wind ins Gesicht, guter Rat ist gefragt. Und den liefert eine Zwei-Tages-Veranstaltung in Wien. Unter dem Titel „Umbruch am österreichischen Glücksspielmarkt“ werden alle erwarteten Neuerungen von Experten aufgeblättert. Unter anderen referieren die Rechtsanwälte Patrick Ruth und Walter Schwartz sowie Peter Zanoni, Concord Card Casino.

Foto: Fotolia

Veranstaltung

Strahlende Gewinner am Automaten sind nur die Spieler, die Aufsteller bangen um ihre Existenz.

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Tourismus

„Umbruch am österreichischen Glücksspielmarkt“: 17.–18. Mai, NH Danube City, Wien. Für Mitglieder der Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe reduzierte Teilnahmegebühr: 1299 Euro statt 1695 Euro. Infos und Anmeldungen: www.iir.at (bitte Hinweis auf Kooperation mit der Wirtschaftskammer).

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Nähere Infos und Details zu den LkwFahrverboten in Salzburg und Ober­ österreich sowie im Ennstal gibt es auch auf der Spartenhomepage: www.wko.at/ stmk/verkehr.

Lkw-Fahrverbote lohnen sich nicht Seit Monatsbeginn sind Bundesstraßen in Oberösterreich und Salzburg für 3,5-TonnenFahrzeuge tabu. Und auch das Ennstal ist nun transitfrei. Mit 1. April wurde dem Transit auf der B 320 der Garaus gemacht. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen fortan nicht mehr durchs Ennstal rollen, wenn Start und Ziel der Fahrt im Ausland liegen. In Oberösterreich ist man noch einen Schritt weiter gegangen. Mit Ausnahme einiger Teilgebiete sind keine Fahrzeuge mehr über 3,5 Tonnen auf der SalzkammergutBundesstraße zugelassen.

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Kontra Geldbörserl

3,5 Tonnen-Fahrzeuge haben auf einigen Straßen ausgebrummt.

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Weder für Frächter noch für Spediteure oder auch für Teilnehmer des Werksverkehrs machen diese Fahrverbote wirklich Sinn – „zumal die Mehrkosten, die durch Umwege entstehen, an den Auftraggeber der Frachten und letztlich dem Konsumenten weiterverrechnet werden“, stellt Albert Moder, Obmann der steirischen Frächter, klar. Die Mehrkosten, die durch diese Fahrverbote entstehen, bezeichnet Moder als enorm: „Dabei werden nicht nur mehr Kilometer abgespult, auch die Doppelmaut schlägt massiv zu“. Er rechnet vor: „Eine Fahrt von Liezen nach Gmunden kann entweder 133 km und 49 Euro

Road Pricing kosten oder über Bad Goisern 103 km und null Euro oder über Pettenbach knapp 100 km und 25 Euro zusätzliche Mautkosten.“

Kontra Umwelt Dass eine Entlastung der Straße von den mehr als 3,5 Tonnen schweren Brummis den Ausbau der Straßen ersparen könnte, wird von der Wirtschaft zurückgewiesen. „Wir fordern nach wie vor einen Ausbau der B 320. Eine leistungsstarke Region braucht ebensolche Verkehrswege“, zeigt sich Franz Perhab, Regionalstellenobmann in Liezen, kämpferisch und schlägt sich auf Moders Seite. Auch WK-Regionalstellenleiter Helmut Blaser spricht sich vehement gegen die Fahrverbote aus: „Die Politik sollte endlich Ökologie und Umweltschutz aus ihrem Wortschatz streichen, wenn man nicht danach handelt. Das Abriegeln von Straßen führt unweigerlich zu Umwegen, die die Umwelt zusätzlich mit Schadstoffen belasten.“ Außerdem seien TonnageBeschränkungen keine Lösung, meint der Geschäftsführer der Sparte Verkehr, Anton Moser: „Anstelle eines Schwerfahrzeuges werden unter Umständen zwei leichtere Fahrzeuge auf den Weg geschickt, die in Summe mehr Abgase produzieren“, sagt Moser. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Verkehr

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Foto: Fotolia

„Qualitätssicherung in der Reinzeichnung.“ Workshop für Mitglieder der FG Werbung und Marktkommunikation. 5. Mai, 12.30–17 Uhr, WK Steiermark. 100 Euro/Person. E-Mail werbe@wkstmk.at

Innovation und Qualität als Gegendruck Die Druckereien stehen zunehmend unter Druck: Billiganbieter aus dem Ausland und Mitbewerber im Internet buhlen um ihre Kundschaft. Es sind vor allem die kleinen Jobs, die immer öfter an Anbieter aus dem Internet abwandern. Darüber ist sich die Branche einig. Auch darüber, dass sich Kunden mit Qualität und Service wieder ins Boot holen lassen. Dass das ein unternehmerischer Kraftakt ist, weiß auch Eva Khil von der Traditionsdruckerei in Graz. Sie fordert von der EU ganz klar eine einheitliche Regelung für Löhne und Gehälter. Für Khil ist das eine Möglichkeit, „dem Preisdruck aus dem Ausland langfristig standzuhalten“. Khil lebt damit, von Großbetrieben und Copyshops angeknabbert

zu werden, bietet aber Dumpingpreisen mit Qualität erfolgreich die Stirn. Diese Offensive unterstreicht auch Fachgruppenobmann Franz Wallig, der mit 80 Mitarbeitern auf verwöhnte Stammkunden vor allem in der Industrie setzen kann.

Billige Lockrufe Auch Ute Zwicker von der Druckerei „Gutenberghaus“ in Knittelfeld fürchtet die Billigkonkurrenz jenseits der Grenzen und im Netz nicht wirklich: „Wir erleben es fast täglich, dass unsere Kunden nach ,Seitensprüngen‘ wieder zu uns zurück kommen.“ Zwicker versteht sogar, dass Druckkunden den vielen Lockrufen folgen, „weil diese Preise einfach nicht zu unterbieten sind“. Die engagierte Druckereichefin punktet lieber mit Qualität und Service. „Unsere Außendienstmit-

arbeiter bestätigen uns immer wieder, damit erfolgreich auf Kurs zu sein.“ Walter Pietsch, Print & Art Faksimile in Graz, hat den Absprung aus der Druckmasse längst geschafft. Er setzt seit vielen Jahren auf hochwertige Nischenprodukte im HighEnd-Bereich und stellt sich damit erst gar nicht der Preisdiskussion. „Innovative Produkte und viel Kopfarbeit sind unser Erfolgsrezept.“

Innovative Produkte So stammen das so genannte Kaltfolienverfahren und ex­ klusive Metallic-Lackierungen – „sie sind nicht von einem Autolack zu unterscheiden“ – aus seiner Ideenschmiede. Pietsch möchte seine exklusiven Produkte in Zukunft verstärkt Druckereien anbieten. „Wenn man sich nicht mit innovativen Produkten von der Masse abheben

Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG

Mit Qualität und Service wird dem Druck der Konkurrenz die Stirn geboten.

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Consulting

Mehr Bewusstsein für Regionalität bei Vergabe von Druckaufträgen.

G. Scharmer-Rungaldier

kann, dann muss man über den Preis verkaufen.“ Ruinöser Wettbewerb ist auch für Gerhard ScharmerRungaldier, Druckerei Scharmer, Feldbach, kein Thema: „Wir haben qualitätsbewusste Stammkunden, wünschen uns aber von öffentlichen Institutionen und kommunalen Einrichtungen mehr Bewusstsein für Regionalität. Auch bei der Vergabe von Druckaufträgen.“

Finanzdienstleister

Veranstaltung Um die Zukunft des gewerblichen Vermögensberaters geht es bei einer Veranstaltung in der WK Steiermark: Dienstag, 12. April, 18.00 Uhr. Themen: Kein Ende der Haftungsfälle? – Wann haftet das „Haftungsdach“? – Wie sieht es mit Regressforderungen aus? – Wie können Sie sich vor den finanziellen Folgen wirksam schützen? Unter anderen referieren die Anwälte Ernst Brandl und Christian Wolf sowie Versicherungsmakler Wolfgang Wachschütz. Anmeldung: finanzdienstleister@wkstmk.at.

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Größte Bankengruppe des Landes Nahezu jeder Zweite ist Kunde der Raiff­ eisen Bankengruppe und macht sie damit zur größten des Landes.

Kommerzbank- und Investment-Banking-Geschäft spezialisiert, betreut die Top-1000Unternehmen des Landes und versteht sich als die Corporate Finance-Bank für diese Kundengruppe und als ein führen-

der Anbieter bei Exportfinanzierungen. Zum Allfinanz-Angebot der Raiffeisen Bankengruppe gehören auch die Finanzdienstleistungen von Raiffeisen-Spezialunternehmen, etwa jene

der Wertpapierfonds-Gesellschaften Raiffeisen Capital Management, der Raiffeisen-Versicherung, der Raiffeisen-Leasing oder der Raiffeisen Bausparkasse, die in Österreich zu den Marktführern gehören.

Foto: Fotolia

Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich bildet mit 535 selbständigen lokalen Raiffeisenbanken mit 1689 Zweigstellen, acht regional tätigen Raiffeisen-Landeszentralen und der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) als Spitzeninstitut das dichteste Bankstellennetz des Landes. Rund 1,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher sind Mitglieder und damit auch Miteigentümer von Raiffeisenbanken. Mehr als 40 Prozent aller Österreicher und Österreicherinnen sind Kunden einer Raiffeisenbank.

Allfinanz­Angebot

Als Universal-Bankengruppe offeriert Raiffeisen ihren Kunden ein umfassendes Allfinanz-Angebot. Dank des engen Verbundes der drei genannten Stufen und der spezialisierten Tochter- und Beteiligungsunternehmen der RZB ist es allen österreichischen Raiffeisenbanken möglich, dem individuellen Bedarf jeder Kundengruppe zu entsprechen und ein Allfinanzangebot „unter einem Dach“ zu erbringen. Die RZB ist das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich und die Muttergesellschaft der Raiffeisen Bank International (RBI). Die RBI ist in Österreich auf das

styrian business news

Wenn’s um Förderungen geht, ist nur eine Bank meine Bank. Gerade wenn man ein Unternehmen erweitern oder modernisieren will, braucht man eine verlässliche Beratung. Raiffeisen ist bundesweit bei KMU-Förderungen die Nummer 1 und somit der kompetente Partner, der einem den entscheidenden Vorteil verschafft, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. www.raiffeisen.at/steiermark

Banken ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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Business Business News News

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Lassen Sie Ihr Geld nicht „auf der Straße liegen“! Mag. Dagmar Eigner-Stengg

Leiterin Förderservice und GründerCenter in der Steiermärkischen Sparkasse

Mit einer eigenen Abteilung, die sich ausschließlich mit dem Thema „Unternehmerische Förderungen“ befasst, punktet die Steiermärkische Sparkasse. Firmenkunden können sich hier von Experten maßgeschneidert über alle für ihr Investitionsprojekt möglichen Förderungen beraten lassen.

Die Banken stehen Die Nachwirkungen der Wirtschafts­ und Finanzkrise werden wir noch lange und auch schmerzhaft spüren.

Die Krise hat uns gezeigt, wie schnell Kartenhäuser in der Finanzwelt zusammenfallen können. Das passiert dann, wenn auf Treibsand, nicht auf stabilen Untergrund gebaut wird. Viele Anleger haben sich über Jah-

re in die Irre führen lassen. Mit völlig überzogenen Gewinnversprechen, die auch (sonst) überlegten Investoren vor allem im Klein- und Mittelsektor die Sicht auf die Realität genommen haben. Im Sog der Krise wurden

Die Förderlandschaft ist sehr vielfältig. Der Bogen spannt sich von Förderungen für Unternehmensgründer und Jungunternehmer oder Investitionen bestehender Unternehmen bis hin zu Förderungen für umweltrelevante Maßnahmen und Technologien. Im Normalfall bestehen die Förderungen aus Haftungsübernahmen für einen Bankkredit oder nicht rückzahlbaren Zuschüssen von bis zu 30 %. Verschenken Sie nicht Ihr Geld, profitieren Sie von der Förderkompetenz Ihrer Steiermärkischen Sparkasse!

Die heimischen Banken bieten beste Beratung durch erfahrene Mitarbeiter.

Volksbank: Vermögen professionell verwalten Die Verwaltung großer Vermögen stellt eine sehr komplexe und auch zeitinten­ sive Aufgabe dar.

Bestens beraten!

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, Mag. Dagmar Eigner-Stengg, Leiterin Förderservice und GründerCenter Tel. 05 0100 – 36385 foerderservice@ steiermaerkische.at www.go-gruendercenter. net/steiermark

Vorstandsvorsitzender KR Dir. Dr. Gerhard Reiner

Daher sind für die Vermögensverwaltung kompetente und verlässliche Partner, die sich an den individuellen Zielen und Wünschen ihrer Kunden orientieren, eine wesentliche Voraussetzung für die Beziehung

zwischen Kunde und Berater. Die Berenberg Bank, die älteste Privatbank Deutschlands, ist als Spezialist mit hoher Erfahrung und Kompetenz weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und angesehen. Um ihren Kunden diese Erfahrung und Kompetenz in Verbindung mit der bewährten, vertrauensvollen Beziehung zu den eigenen Vermögensberatern anbieten zu können, hat sich die Volksbank Graz-Bruck entschlossen, eine Kooperation mit ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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Business News News Business

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Foto: Fotolia

Steiermärkische Sparkasse zeigt Förderkompetenz


hinter Ihnen auch Urteile gesprochen. Über jene, die Millionen verspekuliert haben und (nicht nur) Kleinanleger zurückgelassen haben. Eine Verurteilung rettet keine Existenzen mehr, kittet nicht das Vertrauen in die Wirtschaft und füllt auch nicht das Sparschwein für die private Altersvorsorge. Jetzt geht es darum, aus Schaden klug zu werden. Nicht nur für Betroffene, sondern für alle Menschen im Land, die ihr sauer verdientes oder erspartes Geld auch künftig anlegen möchten. Die heimischen Banken bieten dazu alle Möglichkeiten. Erfahrene Mitarbeiter kennen die Märkte und wissen auch, wie Portfolios zu bestücken sind. Einen roten Faden dürfen sich Anleger da nicht erhoffen, sondern maßgeschneiderte Pakete, die ganz auf die finanziellen Wünsche jedes Einzelnen abgestimmt werden. Banken stehen in hoher Verantwortung. Den Sparern und Anlegern gegenüber, aber vor allem auch

der Berenberg Bank einzugehen. Der persönliche Ansprechpartner bleibt bei der Volksbank Graz-Bruck und entwickelt ein strategisches Vermögenskonzept, welches die Grundlage für die Umsetzung innerhalb der Berenberg Vermögensverwaltung bietet. Volksbank Graz-Bruck Hauptanstalt Schmiedgasse 31 8010 Graz Telefon 0316/882-DW www.graz.volksbank.at

gegenüber dem Staat. Im Zuge der aktuellen Finanzmarktturbulenzen hat sich gezeigt, dass die Transparenz und die Veröffentlichungspraktiken insbesondere bei komplexen Finanzinstrumenten inadäquat waren und die Ratingagenturen die spezifischen Risiken bei strukturierten Produkten nicht erkannten, was zu einem weitreichenden Verlust des Vertrauens in das Finanzsystem geführt hat. Ebenso wurde deutlich, dass Finanzinnovationen wie strukturierte Kreditprodukte nicht die erwartete verbesserte Risikoverteilung im Finanzsystem bewirkt haben. Darüber hinaus wuchs das Bewusstsein für eine Ausweitung der Regulierung auf alle systemisch re-

Schoellerbank Festgeld­ und Sparbuch­Aktion Sicherheit in jedem Zinsumfeld

levanten Finanzinstitute, -instrumente und -märkte. Außerdem wurde die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen den großen Zentralbanken deutlich, da deren konzentrierte Aktionen zur Beruhigung der Märkte wesentlich beitragen konnten, beispielsweise zum besseren Funktionieren des Geldmarkts. Und davon profitieren alle, Wirtschaft und Privatpersonen. Wie hat uns die Werbung schon vor vielen Jahren gelehrt: „Eine Bank steht hinter Ihnen.“ In der Wirtschaftskammer werden die Banken vertreten durch die Sparte „Bank und Versicherung“ (Spartengeschäftsführer Dr. Andreas Fössl). Tel. 0316/601 628, wko.at/stmk/banken

Heimo H. Haidmayer weiß, wie man das Problem der niedrigen Zinsen löst Red.: Herr Haidmayer, was ist mit den Zinsen los? Heimo H. Haidmayer: In den letzten Jahren hat sich die Zinslandschaft radikal geändert. Im Jahr 2009 fielen die kurzfristigen Zinsen von über 5% auf unter 1%. Mit Inflationserwartungen für die nächsten zehn Jahre von rund 2% und mehr ist daher mit keinem realen Vermögenszuwachs zu rechnen. Sollte es zu einem Anspringen der Inflation kommen, zeichnen sich sogar reale Vermögensverluste ab. Red.: Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Heimo H. Haidmayer: Ja! Das ist unser Angebot: Sicherheit in jedem Zinsumfeld – mit attraktiven Festgeldkonditionen ab einem Veranlagungsvolumen von EUR 150.000,–. Es gibt zwei Varianten: Festgelder mit fixer Kondition – auch als Sparbuch möglich – und Festgelder mit variabler Kondition. Red.: Die konkreten Konditionen? Heimo H. Haidmayer: Für Festgelder mit fixer Kondition erhält der Anleger bei einer Laufzeit von zwei Jahren 3 % p.a. und bei drei Jahren 3,25 % p.a. Die variable Variante, die für zwei oder drei Jahre gewählt werden kann, berechnet sich jeweils aus dem 3-Monats-Euribor plus einem Aufschlag bis zu 1%. Bei den variablen Varianten wird vierteljährlich der Zinssatz angepasst, und auch die Zinsausschüttung erfolgt in diesem Rhythmus – bei der fixen Variante hingegen gilt der Zinssatz für die gesamte Laufzeit, die Zinsausschüttung erfolgt jeweils jährlich. Sie sehen – es ist für jeden Anleger etwas dabei: Vertraut man darauf, dass die Zinsen niedrig bleiben, dann wird das Festgeld mit fixer Kondition das Richtige sein – wer mit steigenden Zinsen rechnet, sollte zur variablen Variante greifen.

Info: Tel. 0316/82 15 17-0 Schoellerbank Graz Am Eisernen Tor 3 graz@schoellerbank.at www.schoellerbank.at

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Texte, Bilder und Klänge

Kreuzwegmeditation 2008 haben der südsteirische Künstler Wolfgang Garofalo (Bilder) und Hans Putzer (Texte) einen – auch als Buch erschienenen – Kreuzweg gestaltet und dabei diese alte kirchliche Tradition in die Welt der Gegenwart transferiert. Beide sind eigenständig von den 14 Stationen und der Auferstehung als abschließendem Höhepunkt ausgegangen. Eine weitere Inspiration waren Texte aus Johann Sebastian Bachs geistlichen Werken. Wir laden Sie herzlich ein, am Donnerstag vor dem Palmsonntag dieses Angebot zur Besinnung wahrzunehmen. Termin: Donnerstag, 14. April, 19.30 Uhr Bildungshaus Mariatrost, Kirchbergstraße 18, 8044 Graz

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Künstler Wolfgang Garofalo und Autor Hans Putzer stehen Seite an Seite – im KREUZWEG. KREUZWEG – 36 Seiten in Farbe, 29 x 29 cm, € 19,– (exkl. Porto)

Eine moderne Betrachtungsweise der Stationen des Kreuzweges Jesu. Das Buch ist bei der Veranstaltung und direkt beim Verlag erhältlich. MEMA, 0316/81 70 90-61, info@mema.at

Freitag, 8. April 2011


Foto: Barbic

Die Gamlitzer Frühlingsweinkost lockte Weinbeißer aus ganz Österreich ins Schloss Gamlitz. Einige der 420 Weine, Jahrgang 2010, verkostete auch Karl Wratschko, Fachgruppenobmann der Gastronomie.

Foto: Igor Staudinger

Mit einem Einreichrekord von 110 Teilnehmerprojekten ging Ende März der fünfte Science-Park-Graz-Ideenwettbewerb im Botanischen Garten zu Ende. Große Gewinnerin des Abends war Michaela Gimpl, Absolventin der FH Joanneum. Mit ihrer Idee einer multifunktionalen Mobilitätshilfe für behinderte Kinder siegte sie nicht nur in der Kategorie „Beste Einreichung der Fachhochschulen“. Sie punktete auch in der

Die innovativen Schüler aus Steinach auf Siegestour

Ein Team des BG/BRG Stainach hat es geschafft, mit einer ökologischen Geschäftsidee eine Fachjury auf der internationalen Handelsmesse in Bratislava zu überzeugen. Für ihr „BioBookCover“, Heft- und Buchumschläge aus kompostierbarem Bioplastik, gab es den Award für die besten Marketing- und Verkaufstechniken aller vertretenen europäischen Junior-Unternehmen. Anna Baníková und Vladimir Sedlacek, Manager von SAP Slovakia, verliehen den Schülern in Anwesenheit der Premierministerin der Slowakei, Iveta Radiová, den Preis.

Foto: Frankl

Award für Biocover

Gesamtwertung auf Platz eins. Neben Gimpl belegte Martin Trinker mit seinem Biotechnologieprojekt gegen Allergien den zweiten Platz, und Heinz Wascher mit seiner Kreation einer Hagelprüfmaschine den dritten Platz in der Gesamtwertung. Emmerich Wutschek, Geschäftsführer des Science Park Graz, freut sich: „Fast zwei Drittel aller Teilnehmer möchten sich mit ihrer Geschäftsidee selbständig machen.“

Die Gesamtsieger (v. l.): H. Wascher, M. Gimpl und M. Trinker

Foto: REWE Group/BIPA/Sazel

Preis für Kopfarbeit Gruber, Gatterbauer, Frank Hensel und Feiertag (v. l.)

Great Place to Work Beim „Great Place to Work“-Wettbewerb wurde Bipa mit dem Sonderpreis „Bester Arbeitgeber für Lehrlinge“ ausgezeichnet. Im Gesamtranking „Österreichs beste Arbeitgeber“ punktete Bipa auf Platz drei in der Kategorie „Unternehmen über 250 Mitarbeiter“. Geschäftsführer Dietmar Gruber, Personalchefin Katrin Gatterbauer, Rewe-Vorstand Frank Hensel und Ausbildungsleiterin Marlies Feiertag waren begeistert. Bipa beschäftigt an 580 Standorten in Österreich mehr als 3500 Mitarbeiter. 60 Firmen haben zum Wettbewerb eingereicht.

CSR: Akkreditierung von 13 Consultants

Casino: Mega-Million-Jackpot in Graz geknackt

13 CSR-Consultants wurden von WKO-Präsident Christoph Leitl ihre Akkreditierungsurkunden verliehen. Leitl: „Eine Ausrichtung nach ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten stärkt Unternehmen und Standorte.“

Es war am 4. April um exakt 21.59 Uhr, als im Casino Graz plötzlich alle Glocken an einem Automaten zu läuten begannen. Ein Steirer, er ist Mitte 30 und werdender Vater, hatte das große Glück und knackte den Mega-Million-Jackpot von Casinos Austria mit exakt 1.206.124 Euro, von dem ein Teil in ein neues Haus fließen wird.

Freitag, 8. April 2011

Christoph Leitl mit zwei ausgezeichneten Beratern

Der Casino-Jackpot wurde in der Murmetropole geknackt.

Menschen

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Expansion Der Saubermacher beteiligt sich mit 60 Prozent an EkoFlor Plus, dem größten privaten Entsorger Kroatiens. Hans Roth: „Kroatien ist für uns ein wichtiger Wachstumsmarkt. Die Beteiligung schafft Synergien in den Bereichen Logistik, Aufbereitung und Verwertung von Abfällen im Adriaraum und innerhalb unserer Gruppe.“

Fit im Job Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gaben sich ein Stelldichein, um den Gewinnern des Gesundheitspreises 2011 zu gratulieren. Allen voran die Landesräte Kristina EdlingerPloder, Christian Buchmann, WK-Vizepräsidentin Regina Friedrich mit Ehemann Thomas Gebell, der in seiner Funktion als GKK-Obmann die Tophäen überreichte. Merkur „Gesundheitsversicherer“ Alois

Sundl, der den Wettbewerb „Fit im Job“ seit zehn Jahren als Sponsor mitträgt, über die Bedeutung der Initiative für die Wirtschaft: „Gesundheit kann man nicht kaufen.“ Initiator Wolfgang Kasic erinnert sich zurück: „Vor zehn Jahren habe ich mit meinem Schulkollegen Wolfgang Krug bei einem Glas Wein die Idee geboren.“

Rhythmisches Fitnesstraining wurde live geboten: Nia, ein Tanz für Körper und Geist.

Hans Roth

Umbau

W. Kasic gratuliert Christian Hlade (li.), WeltWeitWandern Fotos: Fischer

Siemens-Chef Peter Löscher will den Vorstand umbauen und um zwei Posten auf dann zehn Ressorts erweitern. Eine große Chance für eine Aufwertung des Standortes Österreich, so Experten. Immerhin befinden sich die konzernweiten Kompetenzzentren für Smart Grids, U-Bahnen und Straßenbahnen in der Alpenrepublik. Im Herbst will Löscher die Mehrheit an der Glühbirnentochter Osram verkaufen.

Peter Löscher Foto: Siemens

Neubesetzung Seit 1. April ist die Kommandozentrale der Kommunikation in der Wirtschaftskammer neu besetzt. Jürgen Rothdeutsch war sieben Jahre lang Geschäftsführer bei der Wochenzeitung „der Grazer“, bevor er dem Ruf der WK folgte, die Stabstelle Kommunikation und Marketing zu übernehmen. Der 33-jährige FH-Absolvent ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und leidenschaftlicher Teamplayer.

Jürgen Rothdeutsch

Verliehen neben anderen die Trophäen: Sundl, Friedrich, Gebell (v. l.)

Brandschutz Spezialisten der Risikoberatung RiskExperts und des Brandschutzexperten Noris haben in Kooperation mit dem TÜV Austria ein umfassendes Brandschutz-Management-System entwickelt. Als erster Betrieb erhielt das Seminar­hotel Retter von Ulli und Hermann Retter die neu entwickelte Zertifizierung für die Umsetzung des Brandschutz-Managementsystems.

Steirische Wirtschaft, Ausgabe 14  

Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark