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Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark Nr. 2, Jahrgang 10, Freitag, 14. Jänner 2011 P.b.b., Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 02Z032267M

Engagement

News

Chefwechsel

Landesrat Buchmann hält Teile von Roche in der Steiermark.

Positive Änderung bei der Entgeltfortzahlung.

Manfred Url ist der Neue an der Spitze der Raiffeisen Bausparkasse.



Foto: Fischer

Preis 0,73 Euro

Seite 13

Seiten 16–17



Seite 23

Foto: Fotolia

Konjunktur im Aufwind

Die Wirtschaft hat sich von der Krise schneller erholt als gedacht. Das bestätigen auch die guten Werte des steirischen Konjunkturbarometers. Trotz kleiner Unsicherheiten ist man optimistisch. Seiten 2–3

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Flugabgabe: Bosse stöhnen 4–5 Millionen für Glasfaser 10–11 Zehn Jahre „Fit im Job“ 14 Mission saubere Luft 20 Schattenwirtschaft 21 3D belebt die Kinos 27

nixalsmurxxx kommt heraus, wenn man auf fundierte Beratungsqualität verzichtet. Deswegen gibt‘s ja die UnternehmensberaterInnen, InformationstechnologInnen und BuchhalterInnen der UBITInnen. Sorry – UBIT kann man nicht gendern ... Mehr UBIT: Seite 5

ubit-stmk.at


Konjunktur: Kleine und mittlere Steirische Klein- und Mittelbetriebe gehen mit Zuversicht ins neue Jahr. Eine drohende Belastungswelle sorgt aber für Unsicherheit. Die jüngste Konjunkturumfrage der Wirtschaftskammer Steiermark unter 800 steirischen Klein- und Mittelbetrieben (KMU) lässt einen deutlichen Aufwind erkennen. „Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt jedoch nicht“, warnt Wirtschaftskammerpräsident Ulfried Hainzl. Denn einige Indikatoren zeigen einen deutlichen Handlungsbedarf auf. Etwa der Investitionsbereich, der steigende Preisdruck oder die Auftragslage. „Aufgrund

versäumter Reformen und des daraus resultierenden hohen Haushaltsdefizits steht uns eine Belastungswelle ins Haus, die wie ein Damoklesschwert über der wirtschaftlichen Entwicklung hängt.“ Das könnte der Konjunktur den Schwung rasch wieder nehmen. Rund 45 Prozent der steirischen KMU stufen die allgemeine Geschäftslage derzeit als gut ein, nur 7,4 Prozent sind unzufrieden. Der daraus resultierende Saldo (Differenz der positiven und negativen Bewertungen) von 37,4 Prozent liegt damit sogar über den Werten aus den Hochkonjunkturjahren 2006 und 2007.

Erwartungen Die Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr, die mit einem Saldo von 24,2 Prozent zu Buche schlagen, lassen hoffen, dass sich die gute Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2011 vorerst fortsetzt. „Erfreulich ist, dass sowohl die momentane Ertragslage als auch die -erwartungen deutlich besser sind als in den vergangenen Beobachtungszeiträumen“, sagt Hainzl. Und

Foto: Fotolia

In den Regionen geht es wieder bergauf.

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Aktuell

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Unternehmen sind im Aufwind programms der Wirtschaftskammer. In der Region Liezen herrscht bei einem Saldo der Geschäftslage von knapp 53 Prozent Hochkonjunktur. Mit Werten um die 40 Prozent ist die Konjunkturlage auch in der Oststeiermark, der westlichen Obersteiermark und der Süd- und Weststeiermark sehr gut. Im Großraum Graz liegt der Wert bei einem vergleichsweise bescheidenen Wert von 31,3 Prozent. Einen Sprung nach vorn hat die Obersteiermark Ost gemacht. Mit einem Saldo von 28,4 Prozent hat die Region den Anschluss zu den übrigen Regionen zumindest bei der wirtschaftlichen Dynamik wieder gefunden. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Investitionen fördern Dass trotz der Erholung der Konjunktur vor allem bei Neuinvestitionen gezögert wird, stimmt mich nachdenklich. Investitionen sind unabdingbar für die wirtschaftliche Dynamik. Lang gehegte Forderungen, wie die Wiedereinführung der Investitionszuwachsprämie, die Einführung eines Handwerkerbonus oder ein Vorsteuerabzug für alle betrieblich genutzten Pkw, könnten dazu beitragen, das Investitionsklima wieder zu verbessern. Bei der Entscheidung, Geld in die Hand zu nehmen, spielt aber auch die Qualität eines Standorts eine große Rolle. Das Vorhandensein einer modernen Infrastruktur, von der Straße über die

Foto: Frankl

auch im Personalbereich sind die Einschätzungen erstmals seit zwei Jahren wieder deutlich positiv. Trotz der guten Ist-Situation gibt es dennoch eine latente Unsicherheit. Das spiegelt sich in einigen Parametern wider: So sind die Auftragserwartungen, obwohl die Lage derzeit gut ist, leicht rückläufig. Die Kapazitätsauslastung gestaltet sich zwar sehr positiv, lässt aber kaum neue Investitionen erwarten. Zudem wird erstmals seit längerer Zeit wieder ein steigender Preisdruck bei den Einstandspreisen erwartet. „Auch in den Regionen geht es wieder bergauf“, freut sich Hainzl, ist doch die Stärkung der Regionen ein Schwerpunkt des diesjährigen Arbeits-

Ulfried Hainzl Schiene bis hin zu einem zeitgemäßen Breitbandnetz, ist längst zu einem „Must Have“ geworden. Dieser Themenbereich dürfte eigentlich schon längst nicht mehr Zankapfel im politischen Diskurs sein. Auch die öffentliche Hand muss Spielräume für notwendige Zukunftsinvestitionen schaffen. Ulfried Hainzl, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark

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Aktuell

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Benedikt Bittmann

Infrastruktur Wenn man der Wirtschaft schaden will, dann nimmt man Infrastrukturmaßnahmen zurück. Das Problem ist, dass viele „Lösungen“ zu kurzfristig gedacht sind und nur auf dem Papier gut wirken, sich aber im Nachhinein als schwer wirtschaftsschädigend erweisen. Die Steiermark ist ein international bedeutender Wirtschaftsstandort, und es muss alles daran gesetzt werden, diesen zu stärken. Es gilt, Anreize für Betriebe zu schaffen, sich in der Steiermark anzusiedeln. Entsprechende Flugverbindungen sowie transnationale Infrastrukturnetze im Straßen- und Schienenbereich sind wichtig, um den Standort attraktiv zu halten. Deshalb ist der Infrastrukturausbau auch ein wesentlicher Punkt im Arbeitsprogramm der WK. Benedikt Bittmann, WK-Vizepräsident

Turbulenzen am Grazer Flughafen: Auslaufende Kooperationsverträge und Teuerungen bei Tickets sorgen auch bei Unternehmern für Unmut. Nicht nur die aktuell in Kraft getretene Flugabgabe, auch die geplanten Einschränkungen bei der finanziellen Starthilfe für einige Fluglinien lassen die Gemüter der steirischen Unternehmer hochgehen. Fachgruppengeschäftsführer Peter Lackner bringt es auf den Punkt: „Standortfragen sind entscheidende Faktoren für Unternehmer. Wenn durch Sparmaßnahmen wichtige Flugverbindungen gefährdet sind, wirkt sich das auch negativ auf den Standort Steiermark aus.“ Sollte es zu keiner Einigung zwischen Stadt, Holding Graz, Steiermark Tourismus und Land kommen, gerate nicht nur der steirische Tourismus gehörig unter Druck, befürchtet Lackner: „Auch Unternehmer sind davon betroffen, soll-

Foto: Flughafen Graz

Foto: Fischer

Fliegt Flughafen Graz in

ten wichtige Destinationen nicht mehr direkt von Graz aus erreichbar sein.“

Wettbewerbsnachteil Eine Ausdünnung der Verbindungen von und nach Graz sei ein Schlag für den Wirtschaftsstandort, betont auch Friedrich Santner, Anton-PaarGeschäftsführer. „Viele Gäste werden es sich überlegen, den weiten Umweg über Wien zu

machen.“ Aber nicht nur die mögliche Streichung von Verbindungen, auch die höheren Ticketpreise stellen die Unternehmer vor ungewollte Herausforderungen. „Ticketaufschläge werden für alle, deren Mitarbeiter oft mit dem Flugzeug unterwegs sind, zu einem großen Kostenfaktor“, unterstreicht Friedrich Felber, Steel-for-you-Geschäftsführer. „Schlimmer als die Verteue-

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Die Regionalstelle Mürztal-Mariazellerland vertritt die Interessen von mehr als 5000 Unternehmerinnen und Unternehmern. Ihre vorrangige Aufgabe ist die ständige Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Mürztal gemeinsam mit einem engagierten Funktionärsteam. Für die Mitarbeit in der Regionalstelle Mürztal-Mariazellerland suchen wir eine Persönlichkeit mit Freude an interessenpolitischer Arbeit und Denken in wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die über eine hohe Kommunikationsfähigkeit und eine starke Kundenorientierung verfügt. Da auch die Beratung unserer Mitglieder in sämtlichen juristischen Belangen, die sich aus ihrer Unternehmenstätigkeit ergeben, zu den wesentlichen Aufgaben der zu besetzenden Position gehört, suchen wir eine/n

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Kommunikationsfähigkeit, Mitglieder- und Kundenorientierung Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick Organisationsfähigkeit, strategisches Denken Entscheidungsfähigkeit, Kreativität Durchsetzungsvermögen und Konfliktlösungskompetenz Hohe Belastbarkeit Fachliche Kompetenz

Von Vorteil: • Unternehmerisches Umfeld • Lebensmittelpunkt in der Region Mürztal-Mariazellerland Wenn wir Ihr Interesse an dieser verantwortungsvollen Tätigkeit geweckt haben, richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Lichtbild, einlangend bis 25.1.2011 unter dem Kennwort „RechtsreferentIn MürztalMariazellerland“, z. H. Dr. Silvia Lind-Leitner an die Wirtschaftskammer Steiermark, Körblergasse 111-113, 8021 Graz, E-Mail: karriere@wkstmk. at.

Wirtschaft

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die Schlechtwetterzone?

ubit

news Going Top

Wer in der Wirtschaft Verantwortung trägt, muss häufig Entscheidungen auch in Bereichen treffen, die außerhalb seiner/ihrer Kernkompetenz liegen. Bei Fachentscheidungen leisten Tools und Experten wichtige Hilfestellung.

Ready to take off oder bleibt der Flieger im Hangar? „Erfolg wollen, heißt Veränderung planen.“

Veronika Pranger veronika.pranger@wkstmk.at

Friedrich Uebel

Weniger Verbindungen sind ein Schlag für den Standort.

Ein Mehraufwand an Zeit kommt den Kunden teurer.



Foto: Fischer

Friedrich Santner

Friedrich Felber

Güterverkehr: Der Zug ist abgefahren Die Bahn setzt rigoros den Rotstift an. Nicht nur der Personen-, auch der Güterverkehr gerät dadurch in Schwierigkeiten. In der Steiermark trifft nicht nur Reisende die Streichung von Zugsverbindungen hart, auch der Güterverkehr sieht aufgrund von Einsparungen einer ungewissen Zukunft entgegen. „Die Auflassung von Übernahmestellen durch die

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Rail Cargo Austria ist kontraproduktiv. Zahlreiche Unternehmen haben große Summen investiert, um ihre Güter auf die Schiene zu bringen. Jetzt werden viele wieder gezwungen, auf den Lkw umzusteigen“, prangert Spartenobmann Franz Glanz die Negativentwicklung an und fordert „Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur statt Sparstift“. Aber auch Unternehmen, die nicht von der Auflassung von Verbindungen betroffen sind, hätten oft ihre Mühe mit

der Bahn, berichtet Glanz: „Serviceprobleme, zu wenig Flexibilität und die permanente Unsicherheit, ob die Güter auch ,in time‘ am Ziel ankommen, machen den Transport auf der Schiene nicht unbedingt attraktiver für die Betriebe.“ Die Verbindungen im Personenverkehr zu stabilisieren, hat sich auch das Land zur Aufgabe gemacht. Nur durch rege Nutzung, etwa der IntercityVerbindung Graz–Wien, könne man diese und damit auch den Wirtschaftsstandort sichern.

www.ubit-stmk.at

Bei strategischen, konzeptionellen, aber auch PersonalEntscheidungen sind solche Hilfestellungen eher selten. Psychologen haben ermittelt, dass unternehmerische Entscheidungen mit einem Anteil von 60 bis 80 Prozent „aus dem Bauch“ gefällt werden. Die Qualität der intuitiv getroffenen Entscheidungen ist eine wichtige Messlatte für die Qualität des Führungspersonals. Konkurrenzdruck von innen und außen erhöht die Risikobereitschaft, löst aber auch Empfindungen der Unsicherheit und der Furcht vor Misserfolg aus. Der Arbeitskreis Wirtschaftscoaching bietet Unterstützung und informiert am 20.1.2011 um 18.00 Uhr in der WK Steiermark bei der Veranstaltung „Wirtschaft trifft Coaching“. Infos und Anmeldung: info@ wirtschaftscoaches.at

Wirtschaft

Friedrich Uebel uebel@going-top.at

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rung ist aber der Wegfall von wichtigen Vernetzungen. Wenn man länger zu den Kunden unterwegs ist, kommt das wesentlich teurer. Und nicht alle Kunden werden bereit sein, diesen finanziellen Mehraufwand mitzutragen“, sieht Felber einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil auf steirische Unternehmer zukommen.

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Vergangenheit auf Glas geschrieben Norbert Schweiger hat seine Freizeit schon immer dazu genutzt, über neue Ideen zu philosophieren. Im April 2004 kam dem Glastechniker die zündende Idee für ein neues Produkt: „Ich wollte etwas erfinden, das jeder Mensch einmal im Leben braucht“, erzählt der Trofaiacher. Und plötzlich war sie da, die Idee, Grabdenkmäler aus Glas herzustellen. „Ich bin in mein Büro gefahren und nach zwei Stunden ist mein Konzept gestanden“, erinnert er sich.

Glasplatten Es sind nicht nur klassische dunkle, emaillierte Grabplatten, die er produziert, sondern auch blaue, grüne oder rote, die im Sonnenlicht erstrahlen. Rahmen und Sockel bestehen aus pulverbeschichtetem Aluminium. Auf die Platte werden Motive und Inschriften graviert, und Ergänzungen bringt Schweiger auf abnehmbaren

Namensträgerplatten an. Auch Grabsteine aus Stein lassen sich mit farbigen Glasplatten veredeln. Über Jahre hinweg hat Schweiger seine Prototypen intensiven Härtetests unterzogen. „Denn bei Grabdenkmälern ist die Langlebigkeit das Um und Auf“, sagt er. Glas sei dafür die ideale Lösung. Das Material kennt der Techniker aus jahrelanger Erfahrung – er war zunächst im Maschinenbau, dann im Portal- und schließlich im Glasbau tätig. „Von Glasdächern über Wintergärten bis zu Glasfassaden habe ich schon alles gemacht“, erzählt Schweiger. „Ideen haben keine Grenzen“, ist er überzeugt, und so tüftelt er immer wieder an neuen Varianten. „Ich arbeite derzeit an einer durchscheinenden Platte mit bunten Steinen.“ Mittlerweile hat Schweiger seine Grabdenkmäler für 33 europäische Länder patentieren lassen. Das ist aber nicht seine erste Erfindung, die er zum Patent angemeldet hat: Der begeisterte Fahrradfahrer hat auch schon eine Aufhängung für die Reparatur von Fahrrädern entwickelt. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Norbert Schweiger Winter oder Sommer? Ich mag die warme Zeit lieber, der Winter hierzulande ist mir zu kalt.

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Klassik oder Rock? Musik ist mir sehr wichtig, ich bin nach allen Richtungen hin aufgeschlossen, je nach Stimmung. Kurzurlaub oder Jakobsweg? Im Moment sind bei mir aus Zeitgründen nur Kurzurlaube möglich, den Jakobsweg würde ich aber gern gehen. Jaguar oder Fahrrad?

Serie

Eine Serie der „Steirischen Wirtschaft“ Sie kennen eine interessante Unternehmerpersönlichkeit? Schicken Sie Ihre Vorschläge an petra.mravlak@wkstmk.at

Fotos: Fischer

Dass Grabsteine nicht zwangsl��ufig aus Stein und grau sein müssen, beweist der Glastechniker Norbert Schweiger mit einer innovativen Idee.

Norbert Schweiger stellt Grabdenkmäler aus Glas her. Wenn ich sehr viel Geld hätte, würde ich mir ein teures Fahrrad kaufen, aber niemals ein Luxusauto. Gemüseteller oder Schweinsbraten? Ich esse schon seit ein paar Jahren eher Gemüse, aber von Zeit zu Zeit muss es auch mal ein deftiger Schweinsbraten und ein Bier sein.

www.lesato.com Lesato steht für Leben, Sterben, Abschied, Tod. Erfinder Norbert Schweiger stellt Grabdenkmäler aus Glas her, die von einem Aluminiumrahmen getragen werden. Der Einzelunternehmer arbeitet mit zwei freien Außendienstmitarbeitern zusammen. Sein Unternehmen Glastechnik Schweiger gründete er 2004.

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Käsekunde für Anspruchsvolle

Das wird Ihr nächster Schritt zum Erfolg.

Sie haben es in der Hand.

Marisa Fellner: „In der Käsekultur liegt viel Potenzial.“ boch. Als mein Vater vor 16 Jahren ein Gasthaus eröffnen wollte, habe ich mein Medizinstudium abgebrochen und die Konzessionsprüfung gemacht. Seit damals bin ich der Gastronomie treu geblieben.“ Sich mit Käse professionell zu beschäftigen, empfiehlt sie auch allen Kolleginnen und Kollegen aus der Branche: „Hier liegt für die Zukunft sicher viel interessantes Potenzial.“

Käseprofis Ausbildung zur Diplom-Käsesommelière/zum Diplom-Käsesommelier Der Lehrgang für Käseprofis: 24. 1. bis 9. 3. 2011, Montag bis Mittwoch, 9 bis 18 Uhr, alle 14 Tage, Wifi Graz. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es eine Förderung. Anmeldung: Tel. (0316) 602-1234 www.stmk.wifi.at/tourismus

Planung von solarthermischen Anlagen Installationsprofis weisen sich als Fachleute aus: Nach erfolgreicher Prüfung am Wifi kann man eine anerkannte Zertifizierung erwerben. „Vor allem was die Planung größerer Anlagen im Gewerbe und Tourismusbereich betrifft, habe ich am Wifi viel dazugelernt – und setze es laufend bei Projekten in der Praxis um“, bestätigt Stefan Hölzl, „Junior“ bei HGH Haustech-

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nik in Judenburg. „Die Unterlagen aus dem Lehrgang verwende ich auch weiterhin als sehr praxisgerechte Arbeitshilfe.“ Der Lehrgang am Wifi für Planer und Installateure von solarthermischen Anlagen wird laufend auf die aktuellsten technischen Entwicklungen ausgerichtet und ist mittlerweile, zusammen mit der Zertifizierung, ein gefragter Qualitätsnachweis: „Kunden legen Wert darauf, von Experten betreut zu werden.“

Solartechnik Wifi-Lehrgang für Solarwärme-Installateure und Solarwärmeplaner; umfassendes, aktuelles Fachwissen zu Planung und Ausführung. 21. 1. bis 12. 2. 2011, Freitag, 14 bis 22 Uhr, und Samstag, 8 bis 17 Uhr, Kompetenzzentrum für Energieund Klimatechnik am Wifi Graz. Anmeldung: Tel. (0316) 602-1234 www.stmk.wifi.at

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„Nach dem Lehrgang konnte ich unseren Küchenchef sehr schnell überzeugen, dass wir unserer Käsekarte mehr Augenmerk widmen müssen“, erzählt Marisa Fellner. Sie ist Res­ taurantleiterin im Golfhotel Murhof – und Diplom-Käsesommelière. „So, wie sich bei uns die Weinkultur auf ein beachtliches Niveau entwickelt hat, zeichnet es sich jetzt auch bei der Käsekultur ab“, ist Fellner überzeugt, die dem Lehrgang am Wifi ein sehr gutes Zeugnis ausstellt: „Wir haben bei ausgewiesenen Profis gelernt und in drei Betrieben einen inte­ ressanten Einblick in die Praxis gewonnen.“ Fellner ist nicht nur seit 2007 Restaurantleiterin im Golfhotel Murhof, „wir haben selbst einen kleinen Betrieb in Tra-

Foto: Melbinger

Gäste in der Gastronomie und Kunden im Handel erwarten eine qualifizierte Beratung: Am Wifi werden die neuen Käseprofis ausgebildet.

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Starkes Gespann: Zwei Kammern LandwirtschaftskammerPräsident Gerhard Wlodkowski im Gespräch über die bevorstehende Wahl und die Herausforderungen des neuen Jahres.

Das Interview führte Anja Genser. anja.genser@wkstmk.at

Fotos: Fischer

Am 30. Jänner stehen der Landwirtschaftskammer Steiermark Neuwahlen ins Haus. Welche Themen brennen derzeit unter den Nägeln? Wlodkowski: Einerseits fragen wir uns, wie es in der EU mit der Landwirtschaft weitergeht. Derzeit steht gerade das Programm für 2014 zur Diskussion. Andererseits überschatten die Budgetverhandlungen die Landwirtschaft. Natürlich sind wir hier bereit, unseren Beitrag zur Budgetkonsolidierung zu leisten, aber in einigen Bereichen muss Gerechtigkeit zählen, beispielsweise was die Unfallversicherung betrifft. Durch die jährliche Streichung von 28 Millionen Euro sind wir um einiges schlechter gestellt als andere Berufsgruppen. Die Landwirtschaftskammer hat rund 140.000 aktive Mitglieder, einige davon sind auch in der Wirtschaftskammer verwurzelt. Wie groß ist diese Schnittmenge? Wlodkowski: Der Anteil liegt zwischen zwei und drei Prozent und betrifft Bereiche wie den Weinbau, die Direktvermarkter oder die Forstwirtschaft. Diese Schnittmenge wird noch größer, wenn es sich um gemein-

same Themen handelt, wo wir eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Was sind solche gemeinsamen Verbindungspunkte? Wlodkowski: Wir kämpfen z.B. Schulter an Schulter, wenn es um die Stärkung von ländlichen Regionen geht, um eine Abwanderung zu verhindern und Jobs zu sichern. Ebenso ist die Positionierung heimischer Produkte ein gemeinsames Anliegen von Wirtschaft und Landwirtschaft. Viele politische Anliegen sind ebenfalls ähnlich, wie etwa hinsichtlich Natura 2000, Raumordnung oder Baugesetz. Je größer die Gruppe ist, die sich für ein gemeinsames Ziel einsetzt, desto größer sind die Möglichkeiten. Das ist das Stichwort zur Landwirtschaftskammerwahl. Warum sollte man unbedingt wählen? Wlodkowski: Weil letztlich jede Stimme zählt und die Interessenvertretung stärkt. Letztlich wird auch von der Wahlbeteiligung die Stärke der Institution abgeleitet. Welche Wahlbeteiligung ist realistisch? Wlodkowski: 2006 gaben fast 50 Prozent ihre Stimme ab. Bei dieser Wahl könnten sich – und das wäre auch wichtig – zwischen 50 und 60 Prozent ausgehen. Wir hoffen, durch die Briefwahl die Wahlbeteiligung steigern zu können.

Gerhard Wlodkowski ist Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich und Obmann des steirischen Bauernbundes.

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Wirtschaft

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ziehen kräftig an einem Strang Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer verlangen Zukunftsinvestitionen, damit der Standort Steiermark keine Zukunfts-Chancen vergibt. Ein klares Ja zum Sanierungskurs der öffentlichen Haushalte, aber nicht nach dem Rasenmäherprinzip. Darin sind sich die Sozialpartnerpräsidenten Ulfried Hainzl (WK) und Gerhard Wlodkowski (Landwirtschaftskammer) einig: „Zukunftsinvestitionen sind notwendig, damit die Steiermark sich entwickeln kann.“ Die Liste der gemeinsamen Anliegen von WK und LWK für bessere Zukunftsperspektiven ist lang: Eines der vorrangigen Themen ist die Stärkung der Regionen, um der zum Teil starken Abwanderung entgegen zu wirken. Für Hainzl ist klar, dass das nur mit der Landwirtschaft gemeinsam passieren kann. „Das Leben für die Jugend muss regional wieder attraktiver werden. Dazu gehört ein breites

Jobangebot ebenso wie ein entsprechender Lebensraum“, betont Hainzl. Hier verweist der WK-Präsident auch auf die Bedeutung der neuen BreitbandOffensive: „Schnelle Internetverbindungen sichern die Wettbewerbsfähigkeit.“ Als kontraproduktiv führt Hainzl das falsche Sparen bei der Infrastruktur an: „Den Ausbau der Murtal-Schnellstraße von heute auf morgen aufzugeben schwächt die Region und ist eine Vergeudung der bereits investierten 70 Millionen Euro.“ Ein ähnliches Szenario zeige sich durch die Schließungsvorhaben bei den Frachtbahnhöfen. Wlodkowski: „Abgesehen von den verlorenen Investitionen würden drei Millionen Festmeter Holz, das sind 50.000 Waggonladungen, von der Schiene wieder auf die Straße kommen.“ Endlich die von den steirischen Sozialpartnern vorgelegte Energiestrategie 2020 umzusetzen, ist eine weitere Forderung des Duos. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Die Präsidenten Wlodkowski und Hainzl sind sich einig (v.l.).

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Paradies im Schnee Herrliche Pistenverhältnisse begeistern auf dem Lachtal dank Frau Holle und der „Lachtaler Schneemacher“. Wolfgang Rappold, GF Lachtal-Seilbahnen, freut sich, dass bereits zum Saisonstart unglaublich viele Skifahrer, Carver und Boarder von den Ausbaumaßnahmen am Lachtal begeistert waren. Diese umfassen bei einem Volumen von sieben

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Millionen Euro die Errichtung der modernen, mit Wetterschutzhauben ausgestatteten 6er-Sesselbahn „Schönberg-Schaukel“, die neue, breite Schönfahrpiste „Almrausch“ inkl. Beschneiung, den Ersatz des Zinkenliftes, der auf die höchstgelegene Bergstation der Steiermark auf 2222 Metern führt, sowie die Skigebietserweiterung ins „Himmelreich“ der Dietrichalm. Damit ist das Lachtal laut der größten Internet-Ski-Plattform „bergfex.at“ aktuell das beliebteste Skigebiet der Steiermark. www.lachtal.at

Das Lachtal ist nunmehr zu den Top-Winterdestinationen der Steiermark aufgestiegen, die Großinvestition macht’s möglich. Foto: Lachtal · WERBUNG

Wirtschaft

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Glasfaser: schnelleres Internet für Über sieben Millionen Euro werden in den Ausbau von Glasfasernetzen gesteckt. Besonders die Regionen profitieren vom schnellen Internet. Das Land Steiermark investiert 7,3 Millionen Euro in ein noch schnelleres Internet für die steirischen Unternehmen. Die Landesregierung hat auf Antrag von Landesrat Chris-

tian Buchmann einstimmig beschlossen, die Breitbandförderungsrichtlinie des Bundes in der Steiermark anzuwenden. Die Steiermark erhält bis 2013 3,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER), weitere 3,7 Millionen müssen von Bund und Land kofinanziert werden, wobei der Landesanteil 1,88 Millionen Euro beträgt. „Wir wollen mit den Fördergeldern vor allem den Ausbau der Interne-

tinfrastruktur in den Regionen unterstützen“, ergänzt Landesrat Buchmann. „Besonders für größere produzierende Betriebe ist ein schnelles Internet unabdingbar“, bekräftigt Stefan Pilz, Geschäftsführer der Sparte Industrie. „Leider ist Österreich hier nicht am Stand der Technik, doch für Internationalität ist Kommunikation per Breitband schlicht Voraussetzung“, setzt Pilz nach. Das bestätigt

auch Robert Steinegger vom Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der Wirtschaftskammer. „Viele industrielle Kernzonen sind komplett unterversorgt, besonders aus Deutschlandsberg bekommen wir viele Beschwerden über die mangelnde IT-Infrastruktur“, erklärt der Experte. Wirklich gut erschlossen ist beinahe nur der Großraum Graz, doch die Mur-Mürz-Furche, Weiz und Hartberg benöti-

Bis 2013 soll der „Datenhighway“ beschleunigt werden. Um über sieben Millionen Euro wird die Infrastruktur in der Steiermark vervessert.

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die Steiermark tere zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturausgleichsbudget locker gemacht. „Nur mit einer modernen, leistungsfähigen Infrastruktur ist sichergestellt, dass die Steiermark im Ausland als Wirtschafts- und Technologiestandort mit hohem Innovationspotenzial wahrgenommen wird“, bekräftigt Buchmann.

Arbeitsplätze sichern Helmut Blaser, Ennstaler WK-Regionalstellenleiter, fasst den Geldregen mit einem Wort zusammen: „Hervorragend.“ Aber man denkt auch über die Weltmeisterschaft hinaus. „Wir wollen das Breitband anschließend ausbauen und auch die Seitentäler erschließen. Damit kämen wir dem Wunsch vieler Firmen in der Region nach“, sagt Blaser. Auch bei der demographischen Entwicklung der Obersteiermark soll das schnelle Internet zu einer positiven Kehrtwende führen. „Dienstleistungsbetriebe könnte man leichter halten und somit Arbeitsplätze sichern beziehungsweise schaffen“, betont Blaser. Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

Glasfaser-Internet • Bis 2013 wird die Glasfaser-Infrastruktur in der Steiermark um 7,3 Millionen Euro ausgebaut. • Vor allem Industrie und Dienstleis­ tungsbetriebe sollen vom schnellen Internet profitieren. • Schladming bekommt zwei Millionen Euro zusätzlich für den Ausbau, damit soll die Datenversorgung während der Alpinen SchiWeltmeisterschaft 2013 sichergestellt werden.

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gen dringend einen Anschluss an das „Highspeed-Internet“. „Will man alle wichtigen Gebiete mit Glasfaser erschließen, dann muss noch viel mehr gemacht werden. Sieben Millionen Euro werden dazu nicht reichen, aber sie sind ein sehr guter Anfang“, fasst Steinegger die Situation zusammen. Einen Sonderstatus nimmt Schladming ein. Für den Austragungsort der Schi-Weltmeisterschaften 2013 werden wei-

Wo investieren, wo den Rotstift ansetzen?

Ein Quintett sucht den Weg aus der Finanzkrise Trotz massiver Sparbudgets Spielräume für Investitionen in die Zukunft schaffen: Experten diskutieren am 26. Jänner Lösungsansätze. Weder Investitionen in die Bildung noch in Forschung und Entwicklung sollen auf der Strecke bleiben, wenn der Gürtel 2011 kollektiv enger geschnallt wird.

Rotstift ansetzen Wie das gelingen soll und wo sich Einsparungen drastisch bemerkbar machen werden, das diskutieren Staatssekretär Reinhold Lopatka, Landesamtsdirektor Helmut Hirt, Landesrat Christian Buchmann und WK-Präsident Ulfried Hainzl bei einer Podiumsdiskussion. „Wo bleiben die Reformen?“ fragt Rechnungshofpräsident Josef Moser in seinem Impulsreferat zum Auftakt.

Politik und Wirtschaft sind sich einig, die Budgetpro­ bleme in der Steiermark könnten nur auf Basis einer umfassenden Verwaltungs- und Strukturreform gelöst werden. Im Zuge dieser müssten auch Pflicht- und Ermessensaufgaben neu aufgesetzt werden und auch die wichtigsten Kostenblöcke im Budget einem speziellen Benchmark unterzogen werden, um die Richtschnur für die Steiermark an den Besten in Österreich auszurichten. Die WK wird daher 2011 gezielt den Dialog mit der Politik suchen, um die Zukunft des Standortes abzusichern.

Diskutieren Sie mit! Podiumsdiskussion unter dem ­Titel „Wo bleiben die Reformen“. Mittwoch, 26. Jänner, 19.30 Uhr, WK Steiermark. Anmeldungen bis 20. Jänner. Tel. 0316/601-657, E-Mail andrea.possnitz@wkstmk.at

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Bereits zum dritten Mal finden die „Biomass Business Talks“ statt, und zwar am Mittwoch, 26. Jänner 2011, ab 14 Uhr im Messecenter Graz, Messeplatz 1. Anmeldung: www.b2match.eu/biomass2011.

Auf der Erfolgswelle weiterschwimmen Das Steirische Thermenland will auch heuer an den Erfolg von 2010 anknüpfen. Eine eigene Marketingabteilung setzt dafür Schwerpunkte.

ler vom Thermenland Marketing. Eine in Auftrag gegebene Studie soll die Heilkraft des Thermalwassers wissenschaftlich untersuchen. „Wir erwarten die Veröffentlichung noch im ersten Quartal“, teilt Thaler mit.

2010 war für das Steirische Thermenland ein gutes Jahr mit kräftigem Gästeplus. Die noch junge „Thermenland Marketing GmbH“ will auch heuer mit Projekten und 1,5 Millionen Euro wieder viele Besucher in die Region um die sechs südoststeirischen Thermen locken. Das größte Projekt heißt „Regio Vitalis“ und ist eine grenzüberschreitende Kooperation mit Slowenien. „Die örtliche Nähe und die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit sind der Grund für diese Partnerschaft“, sagt Barbara Tha-

Region profitiert

Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

Foto: Steirisches Thermenland/Harald Eisenberger

Die regionale Wirtschaft im Thermenland wird auch dieses Jahr von Gemeinschaftsprojekten wie dem „Weinfrühling 2011“ oder einer Natur­ kosmetik­linie profitieren. Besondere Bedeutung hat auch die „Qualifizierungsagentur Oststeiermark“, deren Mitbegründer das Thermenland war. Mit ihrer Hilfe werden Personen (bisher zirka 160) zielgerichtet für regionale Tourismusbetriebe ausgebildet.

Das Thermenland setzt auf Themenwochen wie den Weinfrühling.

In Gedenken Graz Nach 18 Monaten Bauzeit eröffnet das Sport- und Wellnessbad Eggenberg im Jänner den Testbetrieb. Insgesamt 41 Millionen Euro hat die Stadt Graz in das größte Sportbad Südös-

terreichs investiert und Eggenberg tauglich für Wassersportbewerbe gemacht. Neben dem Frei- und Sportbad gibt es auch einen Wellnessbereich mit Therapie- und Saunaareal.

Leibnitz

Hartberg Sein 50-jähriges Bestehen feierte der Frisiersalon der Famile Jank in Hartberg. Zum Jubiläum gratulierten Regionalstellenobmann Siegfried Breiner, Regionalstellenleiter Florian Ferl und der WirtschaftsbundStadtgruppenobmann Marcus Martschitsch.

Freude der Beteiligten über die Eröffnung

Zwei neue Unternehmen haben sich im Bürozentrum Grundner in St. Veit am Vogau angesiedelt. IT-Services bietet die Firma Deseo von Alexander Breznik, das burgenländische Unternehmen Gremsl-Parkett-Türen-Terrassen gründet eine Geschäftsstelle.

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Regionen

Leoben Einen neues Hoch feiert das Leobener „Ein Gutschein für eine ganze Stadt“-Projekt. Insgesamt wurden letztes Jahr

Gutscheine im Wert von über 2,3 Millionen Euro verkauft, die der regionalen Wirtschaft zugute kommen. Der Gutschein kann bei mittlerweile 230 Unternehmen eingelöst werden.

Feldbach Einer der 19 Lehrlingspreise der Julius-Raab-Stiftung ging an die Mühldorfer Koch-Anwärterin Marlene Fluch. Das Nachwuchstalent wird künftig in Lech am Arlberg, im Fünf-Sterne-Hotel „Zur Post“, ihre Kochkünste unter Beweis ­stellen.

Die Medienlandschaft ist um einen Vollblutverkäufer und Journalisten ärmer. Karl-Heinz Schellander, Anzeigenleiter der „Murtaler Zeitung“, verstarb unerwartet. Seit 1990 war Schellander bei der zur „Woche Steiermark“ gehörenden Zeitung beschäftigt, seit 2002 in leitender Funktion.

Karl-Heinz Schellander

Freitag, 14. Jänner 2011


Buchmann hält Roche in der Steiermark „Roche wird Mitglied im steirischen Humantechnologie-Cluster bleiben und ist auch in Zukunft an wissenschaftlichen Kooperationen mit den steirischen Universitäten und Kompetenzzentren interessiert“, betont Roche-Chef Severin Schwan. Konkret plant Roche, über die Auslagerung von Teile-Produktionen, Engineering- sowie Forschungsund Entwicklungsleistungen Arbeitsplätze und Wertschöpfung am Standort Steiermark zu halten. Roche plant darüber hinaus, Zulieferproduktionen auch für andere Standorte an steirische Firmen zu vergeben sowie vermehrt Produkte und Dienstleistungen aus der Steiermark zu beziehen. Zudem hat Schwan zugesichert, dass Roche weiterhin Mitglied des steirischen Hu-

Freitag, 14. Jänner 2011

mantechnologie-Clusters bleibt und seine Forschungskooperationen, zum Beispiel mit der TU Graz, dem Kompetenzzentrum für Pharmazeutisches Engineering und der Biobank, ausdehnen wird. „Wir sind auch weiterhin an Leistungen steirischer Unternehmen interessiert“, bestätigt Schwan.

Buchmann intervenierte „Ich habe bereits am 19. November – unmittelbar nachdem Roche die Schließung des Werkes in Graz bekannt gegeben hat – mit Severin Schwan telefoniert“, erzählt Landesrat Christian Buchmann. „Er hat mir schon bei diesem Telefonat Maßnahmen für den Standort Steiermark zugesagt. Ich freue mich, dass er Wort gehalten hat, und betrachte das als eine Anerkennung für die bisheri-

gen Leistungen steirischer Unternehmen und Forschungsinstitutionen“, sagt Buchmann.

Delegationsreisen Der Humantechnologiecluster wird beauftragt, Delegationsreisen zu Roche-Standorten in Deutschland und der Schweiz zu organisieren. Deren Ziel ist es, steirischen Unternehmen direkten Zugang zu den Einkaufszentralen zu ermöglichen. „Roche wird die ersten Maßnahmen umgehend einleiten, im Sommer soll es ein weiteres Gespräch geben, welche Projekte sich auch tatsächlich realisieren lassen“, verrät Buchmann. Für die Belegschaft des Grazer Standorts wird derweil an einem Sozialplan gearbeitet. Ingo Suppan ingo.suppan@wkstmk.at

Chronologie • 18. November 2010: Die RocheZentrale gibt den Abzug aus Graz bekannt, selbst die Geschäftsführung in der Landeshauptstadt gibt sich überrascht. Als Ursache für die Geheimhaltung gibt ­Roche-Chef Severin Schwan börsenrechtliche Gründe an. • Am 19. November findet ein Telefonat zwischen Landesrat Christian Buchmann und Schwan statt. • Sieben Tage später berichtet die „Steirische Wirtschaft“ (Ausgabe 36, 2010, Seite 14) über die Absiedelung. • Aktuell: Roche will im Humantechnologie-Cluster verbleiben und die Zusammenarbeit sowohl mit Universitäten als auch mit Zulieferbetrieben intensivieren.

Landesrat Christian Buchmann und Roche-Manager Severin Schwan (rechts, v. l.) bekräftigen Kooperationen zwischen dem Unternehmen und der Wissenschaft.

Fotos: Roche

Roche wird den Standort Graz 2013 auflösen, doch Kooperationen werden weiterlaufen. Delegationsreisen sollen die Zusammenarbeit vertiefen.

Regionen

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Foto: Fischer

Machen den Preis „Fit im Job“ heimischen Unternehmern schmackhaft: Sundl, Buchmann, Friedrich, Edlinger-Ploder und Kasic (v. l.)

Ein gesunder Wettbewerb feiert Jubiläum Immer mehr Unternehmen setzen auf gesunde Mitarbeiter. Bereits zum zehnten Mal wird heuer der steirische Gesundheitspreis verliehen. Eine ausgewogene WorkLife-Balance wird gerade in Zeiten der Volkskrankheit Burn­out immer wichtiger. Die Initiative „Fit im Job“ prämiert heuer zum bereits zehnten Mal Unternehmen, die sich für fitte und gesunde Mitarbeiter stark machen. Eine Maßnahme, von der alle Beteiligten profitieren: „Es ist die geistige und körperliche Fitness der Mitarbeiter, die den Unternehmen einen entscheidenden Vorsprung

am Standort und im Wettbewerb verschafft“, unterstreicht Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann die Wichtigkeit der Initiative. „Für jeden Euro, den Unternehmen in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren, erhalten sie langfristig drei Euro durch erhöhte Leistungsfähigkeit zurück.“

Die Kategorien Der steirische Gesundheitspreis wird in vier Kategorien vergeben: für Kleinstunternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern; für kleine Betriebe bis zu 50 Mitarbeiter; für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und für Betriebe über 250 Mitarbeiter. Zusätzlich wird auch ein Preis für Unternehmen ver-

geben, die erstmalig in betriebliche Gesundheitsförderung investieren. Wie wichtig solche Maßnahmen sind, unterstreicht Alois Sundl, Generaldirektor der Merkur Versicherung AG: „Gerade Burnout ist am Weg zur absoluten Volkskrankheit und betrifft Manager ebenso wie Handwerker oder Angestellte.“ Besonders Initiator Wolfgang Kasic, Obmann der Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Steiermark, freut sich über die steigende Zahl steirischer Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv fördern: „Zehn Jahre steirischer Gesundheitspreis – zu Beginn gab es in der Steiermark ge-

rade eine Handvoll Betriebe, die sich mit dem Thema Gesundheitsförderung auseinandergesetzt haben. Inzwischen hat ,Fit im Job‘ aber so viele Unternehmen motiviert, dass man heute schon fast von einem Trend sprechen kann.“

G’sund einreichen „Fit im Job“ ist eine Initiative der Steirischen Wirtschaftskammer (Fachgruppe der Freizeit und Sportbetriebe), des Landes Steiermark, der Merkur Versicherung AG, der Ärztekammer Steiermark, der AUVA und der GKK. Einreichschluss ist der 28. Februar. Alle Infos: www.wko. at/fitimjob, Tel. 0800/206080.

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Wirtschaft

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Freitag, 14. Jänner 2011


• Entgeltfortzahlung: kein Anspruch für Arbeiter • Tipp von Cornelia Schöllauf zu den gesetzlichen Verzugszinsen • Nachhilfe für Chefs und Co. • Wirtschaftsfaktor Gesundheit

Frisörgeschäft Bezirk Bruck Grundstücksgröße: 700 m². Beinhaltet: Wohnhaus, Geschäftsgebäude. Preis auf Anfrage. Tel. 0316/6011101 oder DW 765, ID: 25365 Handelsbetrieb Neumarkt Nachfolger für Handelsbetrieb (90 m²) in Neumarkt gesucht. Wolle, Floristik, Geschenkartikel u.v.m. Ablöse für Ware und Einrichtung. Tel. 0664/46 05 204, ID: 28559 Gasthof Aichfeld Gasthof mit Aussicht über Aichfeld ab sofort zu verpachten. 9 Fremdenzimmer, vor 5 Jahren neu adaptiert. Einrichtungen vorhanden. Gesamtgröße: 600 m² (inkl. Pächterwohnung). Ablöse 45.000 Euro. Tel. 0664/91 31 247, www.thalberghof. at., ID: 28502

Trigos: der Countdown läuft Ab sofort können Unternehmer für den Trigos einreichen. Zum vierten Mal wird verantwortungsvolles Wirtschaften im Rahmen einer Gala prämiert. Wirtschaft darf nicht nur auf Gewinnmaximierung reduziert werden, sondern schließt auch den verantwortungsvollen Umgang mit Mitarbeitern und Natur ein. „CSR“ – Corporate Social Responsibility, lautet die Formel, die immer nachhaltiger

den unternehmerischen Takt bestimmt. Sind in den vergangenen Jahren einzelne Projekte im kritischen Wertungsmittelpunkt gestanden, so wird heuer erstmals auch auf das ganzheitliche Engagement der Unternehmen für CSR verstärktes Augenmerk gelegt.

Vier Kategorien Unternehmer können bis 7. März Projekte in vier Kategorien einreichen: Gesellschaft, Arbeitsplatz, Markt und Ökologie. Die Einreichmodalitäten

werden übrigens klar, verständlich und vor allem geschmackvoll präsentiert: bei einem Trigos-Frühstück für Einreicher am 1. Februar von 8.30 bis 10.00 in der BKS-Bank-Direktion Graz, Kaiserfeldgasse 15. Anmeldungen: claudia.wohlfahrt@bks.at. Übrigens: Gewinnen soll das beste Unternehmen – unabhängig von der Betriebsgröße. Es zahlt sich also aus, für den Trigos (ausschließlich online) einzureichen: www.trigos.at. Infos: www.trigos.at, www.bks.at.

Landgasthaus zu verpachten Traditionelles Landgasthaus in Edelschrott zu verpachten. Gastgarten: 2000 m². 250 Sitzplätze, Wohnmöglichkeit, Gewölbeküche. Tel. 03145/570, ID: 28030

Soziale und ökologische Verantwortung wird zu einem wichtigen Zahnrad in Unternehmen.

Gasthof Bezirk Leoben Traditionsgasthof mit Gästezimmern nähe Präbichl zu verkaufen. Betriebsfläche: 1000 m². Kegelbahn, 12 Gästezimmer, Sauna, Betreiberwohnung. Infos und Fotos: www. gasthof-feiel.at, Tel. 0316/601-1101 oder DW 765, ID: 28484 Lokal in der Obersteiermark Obersteirisches Café/Restaurant sucht Nachfolger. Betriebsgröße: 50 m², eingerichtet und ausgestattet. Tel. 0316/601-1101, ID: 28571 47x30.indd

Freitag, 14. Jänner 2011

Medieninhaber und Herausgeber: Wirtschaftskammer Steiermark, 8021 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-657, Fax 0316/601-308 Verleger: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Reitschulgasse 5, 8010 Graz; Geschäftsführer: Bruno Rabl, Tel. 0316/817090, info@mema.at

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14.12.09

Redaktion: Anja Genser, Bakk. techn. (Chefin vom Dienst), Mag. Petra 14:16 ­Mravlak (Redakteurin)

Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at Produktion: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Graz Anzeigenverwaltung: MEMA Medien Marketing G.m.b.H, Reitschulgasse 5, 8010 Graz, Tel. 0316/817090, Fax DW 51, anzeigen.stwi@mema.at Druck: Druck Styria, Graz Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unserem Archiv. Die in mit „Werbung“ gekennzeichneten Artikeln vertretene Meinung muss nicht mit jener der Wirtschaftskammer Steiermark übereinstimmen. Die inhaltliche Verantwortung selbiger liegt beim jeweiligen Auftraggeber. Verbreitete Auflage Inland (1. Hj. 2010): 58.784

Service

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Hier treffen sich Übergeber und Übernehmer. Weitere Angebote finden Sie unter www.nachfolgeboerse.at

Koordination: Daniela Kozissnik


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Wie hoch sind die gesetzlichen Verzugszinsen für zweiseitige Unternehmergeschäfte? Dazu Cornelia Schöllauf: Der gesetzliche Verzugszinssatz im zwischenunternehmerischen Bereich setzt sich aus dem Basiszinssatz plus einem Aufschlag von acht

Verzugszinsen Prozentpunkten zusammen. Der Basiszinssatz und somit auch der gesetzliche Verzugszinssatz sind beweglich; allerdings ist immer jener Basiszinssatz für das nächste Halbjahr maßgeblich, der am letzten Kalendertag des vorherigen Halbjahres gilt. Demzufolge ist für den Zeitraum vom 1. Jänner bis 30. Juni der Basiszinssatz vom 31. Dezember 2010 gültig. Dieser Zinssatz beträgt 0,38 Prozent – plus acht Prozentpunkte ergibt Verzugszinsen von 8,38 Prozent von 1. Jänner bis 30. Juni. Dieser Zinssatz kommt jedoch nicht bei Geschäften zwischen Unternehmern und Privaten zur Anwendung; bei Zahlungsverzug eines Privaten gegenüber einem Unternehmer ist der gesetzliche Zinssatz von vier Prozent gültig. Die gesetzlichen Verzugszinsen gelten aber nur, wenn keine vertragliche Vereinbarung über Verzugszinsen besteht.

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Ein Austria Showcase zu den Bereichen Bildung und Wissenschaft findet vom 23. bis 25. Februar in Sofia/Bulgarien statt. Internationale Kontakte stehen im Vordergrund: http://tinyurl.com/2fkpkzr.

Entgeltfortzahlung: kein

Cornelia Schöllauf

Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601

Dem Thema „Social Media für Unternehmer“ widmet sich ein Buch von Claudia Hilker. Frau in der Wirtschaft verlost drei Exemplare des Bestsellers. Infos & Gewinnspiel: http://tinyurl.com/2ec9her.

Entscheidung des Höchstgerichtes: Positive Änderung zur Entgeltfortzahlung nach Kündigung eines Arbeiters im Krankenstand. Wenn ein Arbeiter während eines Krankenstandes gekündigt wird und der ununterbrochene Krankenstand in ein neues fiktives Arbeitsjahr hineinreicht, entsteht kein neuer Entgeltfortzahlungsanspruch mehr – vorausgesetzt, das fiktive neue Arbeitsjahr beginnt erst nach Ablauf der Kündigungsfrist. Ingrid Kuster, WK-Rechtsservice: „Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz hat ein Arbeiter Anspruch auf Fortzahlung des Entgeltes für die vorgesehene Dauer, wenn er wäh-

rend einer Arbeitsverhinderung gekündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig entlassen wird, durch ein Verschulden des Arbeitgebers vorzeitig austritt, auch wenn das Arbeitsverhältnis früher endet.“

Alte Rechtsprechung Die bisherige Rechtsprechung ging davon aus, dass ein neuer Entgeltfortzahlungsanspruch auch entsteht, wenn ein Arbeiter während des Krankenstandes gekündigt wird und ein neues Arbeitsjahr zwar erst nach Ablauf der Kündigungsfrist, aber noch während des fortdauernden Krankenstandes beginnt. Kuster: „Aufgrund dieser Auslegung hätte ein Arbeiter gegenüber seinem Arbeitgeber bei mehrjährigen Krankenständen – trotz eines bereits

beendeten Arbeitsverhältnisses – in jedem fiktiven neuen Arbeitsjahr unbegrenzt einen neuen Entgeltfortzahlungsanspruch.“ Die Kritik der herrschenden Lehre an dieser Auslegung ließ den Obersten Gerichtshof (OGH) von der bisherigen Rechtsansicht Abstand nehmen. Die überschießende Regelung wurde korrigiert: Endet somit das Arbeitsverhältnis vor Beginn des neuen Arbeitsjahres und kann daher kein neues Arbeitsjahr zu laufen beginnen, gebührt für das neue Arbeitsjahr kein Entgeltfortzahlungsanspruch. Kuster mahnt aber zur Vorsicht: „Beginnt für den Arbeiter nach Kündigungsausspruch, jedoch während der laufenden Kündigungsfrist ein neues Arbeitsjahr, entsteht mit diesem Jänner 2011

Fälligkeitstag Steuerart 17. *

Zahlstelle

3 % Kommunalsteuer

für Dezember

Nächtigungs- und Ferienwohnungsabgabe

für Oktober bis Dezember

Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum

November

Normverbrauchsabgabe

für November

Lohnsteuer

für Dezember

Gemeinde Finanzamt

4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichs- für Dezember fonds für Familienbeihilfen

31.

0,40 %iger Zuschlag zum Dienstgeber­beitrag („DZ“)

für Dezember

Werbeabgabe

für November

Zusammenfassende Meldung für innergebei monatlicher Meldung für Dezemmeinschaftliche Warenlieferungen und Dienst- ber bzw. bei Vierteljahresmeldung leistungen für das 4. Kalenderviertel 2010

* Für Abgaben, die an einem Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällig werden, gilt als Fälligkeitstag der nächste Werktag.

Service

Wird eine Abgabe nicht spätes­ tens am Fälligkeitstag entrich­ tet, fällt automatisch ein ers­ter Säumniszuschlag in Höhe von zwei Prozent des nicht zeitge­ recht entrichteten Betrages an. Die Verpflichtung zur Zahlung ei­ nes Säumnis­zuschlages entsteht dann nicht, soweit die Säumnis nicht mehr als fünf Tage beträgt und der Steuerpflichtige inner­ halb der letzten sechs Monate alle Steuerschuldig­keiten zeit­ gerecht entrichtet hat bzw. wenn der Säumniszuschlag im Einzel­ fall den Betrag von 50 Euro nicht erreichen würde. Für die Landesund Gemeindeabga­ben besteht laut der Steiermärkischen Lan­ desabgabenordnung insofern eine Sonderregelung bezüglich des Säumniszuschlages, als dem­ nach von dessen Festsetzung abzusehen ist, wenn die hiefür maßgebliche Bemessungsgrund­ lage 73 Euro nicht erreicht.

Freitag, 14. Jänner 2011


„Service für die Ohren“ in Form eines Podcasts bietet die Junge Wirtschaft an. Zwei Ausgaben gibt es bereits. Einfach abonnieren oder online anhören auf www.jungewirtschaft.at. Foto: Fotolia

Im WK-Service­ team für Sie da: Kerstin Kreiner

Anspruch für Arbeiter Tag sehr wohl wieder der volle Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Die Entgeltfortzahlung endet im neuen Arbeitsjahr daher erst dann, sobald der Arbeitnehmer wieder gesund ist, spätestens, wenn der neue Anspruch verbraucht ist.“ Es besteht für den Arbeitgeber daher keine Verpflichtung mehr, bei einem mehrjährigen Krankenstand eines Arbeiters – trotz eines bereits beendeten Arbeitsverhältnisses – in jedem fiktiven neuen Arbeitsjahr den vollen Entgeltfortzahlungsanspruch zu leisten.

Kirsten Fichtner-Koele Die Berufsschule endet an manchen Tagen schon um zwölf Uhr. Muss mein Lehrling nach Ende des Unterrichts in den Betrieb arbeiten kommen? Dazu Kirsten FichtnerKoele: Die Berufsschulzeit (inklusive Pausen, jedoch

… und Entgeltfortzahlung gibts bis zur Genesung!

Berufsschule

Infos: Tel. 0316/601-601, rechtsservice@wkstmk.at, www.wko. at/stmk/rs/presse

Verbraucherpreis- und Lebenshaltungsindizes

Baukostenindex für Wohn- und Siedlungsbau für alle Bundesländer (ohne MWSt.), Basis: 2005=100

* Vorläufige Werte, ** korrigierte Werte

September

Oktober

November*

115,8 127,7 121,7

115,8 127,2 121,5

115,8 127,2 121,5

115,3 124,6 120,1

115,3 124,4 120,1

115,3 124,6 120,1

(ohne Umsatz- bzw. MWSt.)

112,8

112,6

113,5

GHPI ∅ 2000 =100 (ohne Umsatz- bzw. MWSt.)

124,2

124,0

125,0

GHPI ∅ 1996 =100

127,9

127,7

128,7

September** Oktober** November*

Verbraucherpreisindex 05, ∅ 2005 = 100

109,8

110,1

110,0

Verbraucherpreisindex 00, ∅ 2000 = 100

121,4

121,8

121,7

Verbraucherpreisindex 96, ∅ 1996 = 100 Verbraucherpreisindex 86, ∅ 1986 = 100

127,8 167,1

128,2 167,6

128,0 167,4

Verbraucherpreisindex 76, ∅ 1976 = 100

259,8

260,5

260,3

Verbraucherpreisindex 66, ∅ 1966 = 100 Verbraucherpreisindex I, ∅ 1958 = 100

455,9 580,8

457,1 582,4

456,7 581,9

Verbraucherpreisindex II, ∅ 1958 = 100

583,8

584,3

583,8

5103,

5117,6

5112,9

Lebenshaltungskostenindex Österreich ∅ April 1945 = 100 Kleinhandelspreisindex, ∅ März 1938 = 100 Jahres-Inflationsrate 2009

Freitag, 14. Jänner 2011

4398,5

4410,5 4406,5 0,5 %

Baumeisterarbeiten Lohn Sonstiges Insgesamt Gesamtbau Lohn Sonstiges Insgesamt Großhandelspreisindex GHPI ∅ 2005 =100

(ohne Umsatz- bzw. MWSt.)

ohne Mittagspause) wird auf die Arbeitszeit angerechnet. Das heißt, die Berufsschulzeit gilt als vollwertige Arbeitszeit! Wenn die Unterrichtszeit an einem Schultag mindestens acht Stunden beträgt, ist eine zusätzliche Beschäftigung im Betrieb unzulässig. Sollte aber die Unterrichtszeit – wie in diesem Fall – weniger als acht Stunden betragen, ist eine Beschäftigung im Betrieb nur insoweit zulässig, als die Unterrichtszeit, die Wegzeit (Schule–Betrieb) und die Zeit im Betrieb zusammen die maximale gesetzlich erlaubte Arbeitszeit von acht bzw. neun Stunden nicht überschreiten. Das bedeutet, hat der Lehrling schulfrei, hat er nicht automatisch auch arbeitsfrei! Während der Schulferien bzw. bei Entfall von Schultagen (bei mehr als zwei aufeinanderfolgenden Werktagen) haben die Lehrlinge auf jeden Fall im Betrieb zu arbeiten oder Urlaub zu nehmen. Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601

Service

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Nachhilfe für Chefs und Co.

Wirtschaftsfaktor Gesundheit

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Führungskräfte und Controller treffen sich zum intensiven Erfahrungsaustausch zu aktuellen Themen der Unternehmenssteuerung. Am 15. März geht im Messe­ congress Graz das 7. Controller-Forum über die Bühne. Die Teilnehmer erwarten Experten-Vorträge über (unter anderem) die Finanzkrise oder die Ethik im Wirtschaftsleben,

• Flächenwidmungsplan Einleitung der Revision Innerhalb der Kundmachungsfrist besteht die Möglichkeit, Anregungen auf Änderungen des Flächenwidmungsplans einzubringen, z.B. von Freiland in Gewerbe- oder Industriegebiet. Die­ se Möglichkeit besteht nur alle fünf Jahre und sollte daher für die Bekanntgabe konkreter Bauvorhaben an die Gemeinde genützt werden. Weiz: Anger bis 15. 2. Auflage des Änderungsentwurfs Nach der Einleitung der Revision und der Ausarbeitung eines Änderungsentwurfs liegt dieser zur allgemeinen Einsicht auf. Es besteht die Möglichkeit,

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aber auch Praxis-Workshops zu den Themen Investitionsentscheidungen, Führen abseits von Gewinn und Rentabilität oder wie man es schafft, bessere Besprechungsergebnisse zu erzielen oder GovernanceRegeln einzuhalten: „Dienst nach Vorschrift oder Chance.“

Claus Hipp kommt In der langen Riege hochkarätiger Referenten findet sich auch Claus Hipp, geschäftsführender Gesellschafter von

innerhalb der Frist schriftlich begründete Einwendungen bei der Gemeinde einzubringen. Zu prüfen ist besonders, ob es zu einem Heranrücken von Wohnbebauung an Gewerbegrundstücke kommt. Graz-Umgebung: Rohrbach-Steinberg (5.0) bis 17. 2. Deutschlandsberg: Lannach (5.00) bis 8. 2. Bruck/Mur: Bruck/Mur bis 25. 2. Großes Änderungsverfahren Zu prüfen ist, ob man von dieser punktuellen Änderung des bestehenden Plans betroffen ist. Es besteht die Möglichkeit, innerhalb der Frist schriftlich begründete Einwendungen

Service

Hipp, der nicht nur in der Werbung mit seinem Namen für höchste Qualität seiner Lebensmittel bürgt. Er wird beim Controller-Forum die Feststellung untermauern, dass „kein Managementinstrument das Gewissen ersetzen kann“, und dazu das Ethik-ManagementKonzept von Hipp vorstellen. Bei Anmeldung bis 11. Februar gilt der Frühbucherbonus: 270 Euro statt 300 Euro (+ 20% MwSt.) Anmeldungen: www. controller-forum.org.

bei der Gemeinde einzubringen. Achtung bei heranrückender Wohnbebauung. Murau: Teufenbach (3.03) bis 24. 1. Leibnitz: Wolfsberg im Schwarzautal (3.06) bis 28. 1. Gabersdorf (4.07) bis 15. 2. Glanz (3.01,3.02) bis 24. 2. Deutschlandsberg: Stainztal bis 28. 1. Wettmannstätten (4.07) bis 22. 2. Aibl (4.0) bis 11. 2. Graz-Umgebung: Judendorf-Straß­ engel (4.24) bis 2. 2. Fernitz (4.12) bis 24. 2. Feldkirchen bei Graz (3.19) bis 27. 2. Liezen: Bad Aussee (4.21) bis 2. 2. Mitterberg (3.15) bis 17. 2.

Foto: Fotolia

Wirtschaftlicher Geldregen ist nicht mehr das ausschließliche unternehmerische Ziel.

Die Frage „Wie gesund ist unser System“ stellt der Ökonom Stephan Schulmeister bei seinem Vortrag am 24. Jänner um 18.30 Uhr im Haus der Medizin, Kaiserfeldgasse 29, Graz. Schulmeister versucht einen Ausblick auf den Sozialstaat nach der Krise zu geben und arbeitet den volkswirtschaftlichen Stellenwert der Gesundheit als Wirtschaftsfaktor heraus. Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten. Weitere Infos auf der Seite der Ärztekammer unter dem Menüpunkt Veranstaltungskalender/Termine: www.aekstmk.or.at

Gründliche Untersuchung fürs Gesundheitssystem

Weiz: Weiz (4.08) bis 4. 2. St. Margarethen a.d.Raab (5.02) bis 22. 2. Naas (4.01) bis 28. 2. Voitsberg: Kainach (3.06) bis 7. 2. Edelschrott (3.06) bis 15. 2. Bruck/Mur: Kapfenberg (4.37) bis 14. 2. St. Sebastian (4.03) bis 28. 2. Fürstenfeld: Ilz (3.08) bis 14. 2. Feldbach: Feldbach (2.24) bis 15. 2. Leoben: Traboch (3.01) bis 17. 2. Mautern (3.04) bis 15. 2. Hartberg: Pöllau (4.01) und Kaindorf (4.01) bis 18. 2. Judenburg: Maria Buch-Feistritz (4.03) bis 18. 2.

Freitag, 14. Jänner 2011


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Geht‘s der Wirtschaft gut, geht‘s uns allen gut.

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Freitag, 14. Jänner 2011

Anzeigen

22.12.2010 14:39:54 Uhr

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Die Rauchfangkehrer überbrachten Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer ihre Neujahrswünsche. Mit dabei Landesinnungsmeister Peter Merlini (re.) und Geschäftsführerin Susanne Grilz.

Mission saubere Luft

Der Rauchfangkehrer gilt seit jeher als Glücksbringer.

Foto: Fotolia

Rauchfangkehrer sind in öffentlichem Auftrag unterwegs – und das nicht ohne triftigen Grund.

Beim Rutsch ins Neue Jahr gelten Rauchfangkehrer als Glückssymbol – eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Denn ein intakter Rauchfang war ein elementarer Schutz vor Bränden, ein Rauchfangkehrer brachte deshalb Glück. Und noch heute überwachen Rauchfangkehrer die Feuerungsanlagen in öffentlichem Auftrag. „Bei modernen Anlagen ist zwar die Brandgefahr minimal, dennoch ist die regelmäßige Wartung aus Gründen des Umweltschutzes und der Energieeffizienz absolut notwendig“, weiß Peter Merlini, Innungsmeister der steirischen Rauchfangkehrer. „Eine Heizanlage, die nicht richtig gewartet wird, mag zwar heizen, stößt aber viele Schadstoffe aus.“ In Zeiten von Feinstaub und der Diskussion über Energieeffizi-

enz ist die fachgerechte Wartung eine absolute Notwendigkeit. Eine Heizung hat eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren, wie bei jeder anderen Maschine ist die kontinuierliche Pflege das Um und Auf. Das Berufsbild des „schwarzen Mannes“ hat sich durch moderne Technologien radikal geändert: „Es handelt sich um einen komplexen technischen Beruf. Unsere Messungen werden elektronisch gespeichert und ausgewertet. In einen Rauchfang steigen wir nur mehr in den seltensten Fällen ein“, sagt Merlini. Im Durchschnitt hat ein steirischer Rauchfangkehrerbetrieb zwei bis drei Mitarbeiter, und es gibt auch immer mehr Frauen, die in dieser Branche tätig sind. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Neue EU-Schweißnormen sorgen für Unsicherheit bei Herstellern von Metallprodukten. Informationsveranstaltungen sollen Klarheit bringen. Stahl- und Metallbaubetriebe müssen künftig ihre werkseigene Produktionskontrolle zertifizieren lassen. Die neue EU-Vorschrift ist mit 17. 12. 2010 in Kraft getreten, bis 1. 7. 2012 gibt es noch eine Übergangsfrist. Danach könnten

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nicht zertifizierte Betriebe bei Ausschreibungen nicht mehr zum Zug kommen. „Allerdings sind die Prüfstellen derzeit noch nicht startklar, eine Zertifizierung ist noch nicht möglich“, beschreibt Johann Hackl, der Landesinnungsmeister der Metalltechniker, das Problem. Wie Betriebe dennoch rechtzeitig die neuen Vorschriften (EN 1090) erfüllen können, erfahren sie bei Informationsveranstaltungen: 14. 1. 2011: Graz, Gasthaus Goldener Hirsch, Kahngasse 22; 28. 1. 2011: Regi-

Gewerbe

onalstelle Feldbach; 11. 2. 2011: Hartberg; 4. 3. 2011: Leibnitz; 11. 3. 2011: Bruck an der Mur; 18. 3. 2011: Liezen. Start der Veranstaltungen: jeweils um 18 Uhr. Weitere Informationen erhalten Sie in der Landesinnung für Metalltechnik, Tel. 0316/601-430. Zudem gibt es die Möglichkeit, seinen Betrieb mit Hilfe eines Audit-Beraters vor Ort auf die neuen Normen vorzubereiten. Weitere Informationen erhalten Sie von Helmut Muralter unter Tel. 0664/2035560.

Foto: bilderbox

Die Regelungen der neuen EU-Schweißnormen

Schweißer müssen neue Vorschriften erfüllen.

Freitag, 14. Jänner 2011


Gewerbe

Die dunkle Seite der Wirtschaft

Heimkosten Mit Beginn des Jahres haben sich die Heimkostenbeiträge für die städtischen Schulen in Wien erhöht. Der neue Tagessatz für die Vollpension beträgt 18,86 Euro. Dadurch ergeben sich folgende Preise: 2 Wochen: 245,18 Euro. 4 Wochen: 509,22 Euro. 6 Wochen: 773,26 Euro. 8 Wochen: 1037,30 Euro. 9 Wochen: 1169,32 Euro. 10 Wochen: 1301,34 Euro. 12 Wochen: 1565,38 Euro.

Gärtner, Floristen

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Baukostenindex

Das Wirtschaftsministerium hat die Baukostenveränderungen für Gartenund Grünflächengestalter laut Kollektivvertrag für 2010 veröffentlicht. Werte für Lohn: Jänner, Februar: 122,04. März bis Oktober: 123,26. Wert für Sonstiges: Jänner: 127,33. Februar: 127,43. März: 127,21. April: 127,22. Mai: 127,49. Juni – August: 127,64. September, Oktober: 127,99.

Wenn die Arbeitslosigkeit sinkt, sinkt auch der Pfusch.

Schwarzarbeit blüht in Österreich. Mit dem Aufschwung verliert der Pfusch aber wieder an Attraktivität, Experten rechnen mit einem Rückgang. Rund eine Million Österreicher sind sogenannte Nebenerwerbspfuscher, die in ihrer Freizeit schwarz arbeiten, so Professor Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität Linz im Gespräch mit der APA. Etwa 100.000 bis 200.000 Personen davon seien „professionelle“ Schwarzarbeiter, meist Arbeitslose, Frühpensionisten oder illegale Ausländer. Nach einem Anstieg der Schwarzarbeit im Krisenjahr 2009 um 2,9 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro ging sie im Jahr 2010 wieder um 1,22 Prozent auf 20,25 Milliarden Euro zurück. Schneider rechnet für heuer mit einem weiteren Rückgang. Gründe dafür seien

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der Wirtschaftsaufschwung und die damit verbundene Entspannung am Arbeitsmarkt. Am meisten gepfuscht wird am Bau, der Anteil macht mit einem geschätzten Umsatz von 7,6 Milliarden Euro rund ein Drittel aus. Gepfuscht wird auch oft im Kfz-Bereich und bei haushaltsnahen Dienstleistungen, wie Nachhilfe, Babysitten oder im Frisör-Bereich. Im europäischen Vergleich ist Österreich dennoch ein Musterland (siehe Infokasten).

Erhebungsdienst Der volkswirtschaftliche Schaden von Schwarzarbeit ist enorm. Um im Interesse der Wirtschaft für einen fairen Wettbewerb zu sorgen, gibt es den Erhebungsdienst der Wirtschaftskammer, der etwaige schwarze Schafe aufsucht. „Im Vordergrund stehen Information und Beratung“, sagt Leopold Strobl, Leiter des Erhebungsdienstes. „Oft ist Unter-

nehmern gar nicht bewusst, dass sie etwas Falsches tun. Es gibt aber auch immer wieder Verwarnungen und Anzeigen.“ Im Jahr 2010 wurden in der Steiermark etwa 2000 Erhebungen durchgeführt und es kam zu 100 bis 120 Anzeigen. „Durch die Arbeit des Erhebungsdienstes werden pro Jahr zwischen 100 und 120 neue Gewerbeanmeldungen durchgeführt“, ergänzt Strobl. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Blumiges Neujahr Mit dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, das in mehr als 70 Ländern ausgestrahlt wurde, rückte auch das Können der heimischen Floristen ins Rampenlicht. Seit sechs Jahten im Team des österreichischen Blumenbüros mit dabei ist auch der Grazer Florist Johann Obendrauf. Schon fünf Tage vor dem Konzert hat das zehnköpfige Team mit den Vorbereitungen begonnen. Das Ergebnis: Gestecke und Girlanden aus 30.000 Blüten in Rosa, Lila, Pink und Weiß.

Europa-Ranking Mit einem Pfusch-Anteil am BIP von 7,9 Prozent ist Österreich ein Musterland. Mit einem Anteil am BIP von 32,3 Prozent führt Bulgarien das Ranking an, es folgen Rumänien (29,6), Kroatien und Litauen (29,5), Estland (28,7), die Türkei (27,7) und Lettland (27,1). Danach kommen Zypern, Malta und Griechenland.

Blumenkunst beim Neujahrskonzert

Gewerbe

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Steirische Industrielandkarte: Vom EinMann-Betrieb bis zum Großkonzern – einen Überblick über die heimischen Industriebetriebe finden Sie auf www.zukunftindustrie.at.  Foto: Zukunft Industrie

Aufbruchstimmung mit Misstönen Industrie blickt mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr. Drohende Staatspleiten und Schwankungen von Rohstoffpreisen dämpfen Erwartung.

Foto: Zukunft Industrie

Der Schock der Wirtschaftskrise ist in der Industrie noch nicht ganz verdaut. Obwohl die Auftragsbücher wieder voller werden, ist man sich über die Zukunft noch unsicher. „Grundsätzlich ist das vergangene Jahr für die steirische Industrie viel besser verlaufen als das Krisenjahr 2009“, fasst Spartenobmann Christian Knill zusammen. Auch das erste Halbjahr 2011 dürfte von den Auftragsbeständen her wieder gut werden. „Was danach kommt, steht aber noch in den Sternen.“ Was Knill Kopfzerbrechen bereitet, ist zum einen die Verschuldung der europäischen Staaten. Zum anderen sei die Entwicklung der Währungen und der Rohstoffpreise schwer einzuschätzen. „Noch vor zwei bis fünf Jahren gab es in diesen Bereichen wenig Bewegung“, weiß Knill. Sehr gut

Es gibt wieder mehr Auftragseingänge in der Industrie.

Industriekonjunktur-Analyse Österreich Nach dem Produktionseinbruch von fast 20 Prozent hat sich die Industrie erholt. Ein nachhaltiger Aufschwung ist aber noch nicht gesichert. Die Ergebnisse im Außenhandel sind erfreulich: Im dritten Quartal 2010 gab es einen Exportanstieg um fast 21 Pro-

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zent auf 28 Milliarden Euro. Die Konjunktureinschätzungen der Fachverbände ergeben für das dritte Quartal 2010 einen weiteren, wenn auch geringen Beschäftigtenabbau und eine optimistische Einschätzung von Produktion und Auftragslage.

Industrie

Die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2011 ist noch offen. Foto: Fischer

Christian Knill

gehe es derzeit den Elektronikbetrieben, und auch in der Automobilzulieferindustrie und in der Maschinen- und Metallwarenindustrie ist man zufrieden. Der Haupttreiber des Wachstums ist nach wie vor der Export. Bei der Aufnahme von Stammpersonal sind die Betriebe noch vorsichtig. 2010 gab es in der Steiermark zwar wieder ein Plus von 0,4 Prozent bei den in der Industrie Beschäftigten. „Es wird aber noch stark auf Flexibilität gesetzt, mit Zeitarbeit und Teilzeitmitarbeitern“, sagt Knill.

Gutes Jahr 2010 Vorsichtig optimistisch zeigt sich auch Kurt Maier, Geschäftsführer der Zellstoff Pöls AG (Heinzel Pulp): „Die Krise hatte uns voll getroffen und im Vergleich zu 2009 war das vergangene Jahr ein sehr gutes.“ Für 2011 rechnet er wieder mit zehn Prozent weniger Umsatz als 2010. Wesentliche Faktoren seien der Preis und die Verfügbarkeit von Holz. Karl Grabner, Geschäftsführer des Gleisdorfer Anlagenbauunternehmens Binder und Co, kann sich wieder über gute Auftragseingänge freuen: „Wir sind fast wieder auf dem Niveau von 2008, unserem bisher besten Jahr.“ Noch Ende 2009 hatte das Unternehmen mit massiven Auftragseinbrüchen zu kämpfen, schneller als erwatet habe sich die Sitution wieder ins Positive gedreht. Die Zeichen für 2011 seien durchaus positiv. Petra Mravlak petra-mravlak@wkstmk.at

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Heuer feiert die „Pummerin“ zwei Jubiläen: vor 300 Jahren gegossen, vor 60 Jahren wiederhergestellt. Aus diesem Anlass wurde eine Fünf-Euro-Silbermünze geprägt, die ab sofort im Münzhandel erhältlich ist.

Sprung an die Bauspar-Spitze Der Steirer Manfred Url – mit Jahreswechsel zum neuen Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse bestellt – über das Bausparen.

Der Steirer Manfred Url ist der neue Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse in Wien.

Sie haben kürzlich Erich Rainbacher, den langjährigen Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse, in seiner Funktion abgelöst. Auf einen ersten Blick: Wie schätzen Sie die derzeitige Lage bei den Bausparverträgen ein? Url: Bausparen ist nach wie vor attraktiv. Es war 2010 ein gutes Jahr, und es wird auch heuer wieder hervorragend laufen. Zwar verzeichnet man bei den Bausparverträgen einen Prämienrückgang, der sich aufgrund der jährlichen Anpassung an das Zinsniveau ergibt. Aber auch andere alternative Sparformen sind eher niedrig verzinst und dadurch nicht attraktiver als Bausparer. Wie hoch liegt die Attraktivität von Bausparverträgen tatsächlich? Url: Das Sparbarometer zeigt eindeutig, dass der Bausparer im Trend liegt. Für 50 Prozent der Befragten ist das die beliebteste Sparform. Wie viel Volumen verwaltet die Raiffeisen Bausparkasse? Url: Derzeit sind es bei uns gut sechs Milliarden Euro. Das ist in etwa ein Drittel des Gesamtvolumens, wenn man alle Bausparkassen zusammennimmt. Mehr als 1,8 Millionen Österreicher vertrauen der Raiffeisen Bausparkasse in Sparund Finanzierungsfragen.

Hat sich die Krise auch auf das Bausparen ausgewirkt? Url: Im Großen und Ganzen nicht, aber auf der Finanzierungsseite war die Krise leicht spürbar. Vor allem deshalb, weil in Wohnungen und beim Bau nur verhalten investiert wurde. Alles in allem haben wir aber 2010 durch das Bausparen einen guten volkswirtschaftlichen Beitrag leisten können. 115 Millionen Euro konnten an Finanzierungsleistung zusätzlich erbracht werden – ein wichtiger Impuls für die Bauwirtschaft. Wo sehen Sie Herausforderungen für die Zukunft, und welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Url: Ich habe ein sehr gut funktionierendes Unternehmen übernommen – mit einer starken Position im Inland und 2,2 Millionen Kunden in der Slowakei, in Tschechien, Kroatien und Rumänien. Ziel ist es nun, nicht nur fit zu bleiben, sondern fitter zu werden. Zum einen durch die Erschließung weiterer Märkte wie Slowenien und Polen, wenn entsprechende steuerliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zum anderen durch Investitionen in neue Technologien innerhalb der Bausparkasse. Das Interview führte Anja Genser. anja.genser@wkstmk.at

Zur Person Der Kapfenberger Manfred Url ist seit 1982 für Raiffeisen tätig. Nach dem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er in der Raiffeisen-Landes-

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bank Steiermark seine große Karriere und wurde 1994 in die Geschäftsleitung geholt. 1998: Vorstand der RZB in Wien. Seit Jänner 2011: Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse.

Banken

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Im Budgetbegleitgesetz, ausgegeben am 30. 12. 2010, wurde das Mineralölsteuergesetz 1995 geändert. Das Bundesgesetzblatt zum Download: www.wko.at/stmk/gremialbereichIII

Illegale Kopien bedrohen Film-Verleih Kein Kavaliersdelikt: Raubkopien und illegale Film-Downloads verursachen enorme Schäden und lassen Druck auf Videotheken wachsen. „Wenn man nicht in Ballungszentren wohnt, ist der Gang zur Videothek nicht immer der nächste“, erklärt Hannes Schiefer, Vorsitzender des Fachausschusses Videotheken in der WKÖ. „Da nutzen viele die Möglichkeiten des legalen Online-Videovertriebes und lassen sich die Filme direkt auf den Rechner schicken.“ Zwar bedeute das eine starke Konkurrenz für Videotheken, aber der Markt sei groß genug, um beiden Bereichen eine Koexistenz zu ermöglichen, hält Schiefer fest. „Die Stärken der stationären Videotheken ge-

Nicht nur der Online-Verleih, auch illegale Film-Downloads stellen Videotheken vor große Probleme. genüber Onlineanbietern liegen klar auf der Hand. In punkto Auswahl, Verfügbarkeit und Preis sind Videotheken nicht zu schlagen.“ Ebenso sei die Wiedergabequalität einer Blu-Ray um Längen besser, als es Online-Streaming-Angebote bieten könnten.

Der größte Konkurrent der Videotheken seien die immer stärker werdenden, illegalen Tauschbörsen, betont Schiefer. „Raubkopien und illegale Downloads verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Hier muss schnell etwas getan werden, wenn der Filmver-

leih eine Zukunft haben soll.“ Aber den illegalen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben, sei laut Schiefer erst dann möglich, wenn dieser Diebstahl von der Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr als Kavaliersdelikt angesehen werde.  V. P.

Markt-,Straßen-,Wanderhandel die Türkei gibt es jetzt zusam- rufen. Weitere Infos unter www. sind die Bälle nicht mit einer CE- bare Kleinteile. Weitere Infos unDie Krämermärkte der Gemeinde Edelschrott finden dieses Jahr am 4. Mai und 28. September statt.

Agrarhandel

Türkei

Seit kurzem ist der Import von Fleisch, Zucht- und Masttieren aus der Türkei erlaubt. Alle Auflagen und Importbedingungen für Fleisch und Tiere aus Österreich in

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mengefasst unter http://tinyurl. com/297g4yo

Papier, Spielwaren

Sportboote

ages.at/?id=20118

Fluffy Ball Zu Problemen wegen leichter Entflammbarkeit kam es bei dem Spielzeug „Fluffy Ball“. Teilweise

Neuerungen gibt es beim Verzeichnis der harmonisierten Normen für Sportboote. Die Kundmachung online unter http://tinyurl. com/2eclegg.

Devil Duckie Das Spielzeug „Devil Duckie“ des Lieferanten Pappnase wird wegen ablösbarer Kleinteile zurückge-

Norm versehen. Es wird gebeten, die CE-Konformität der geführten Spielwaren immer zu prüfen.

ter www.ages.at/?id=20009.

Girl Dazzle

Diagnostika

Als gesundheitsschädigend wird das „Girl Dazzle Batterie-Handy mit Zubehör“ eingestuft. Es besteht das Risiko einer Schädigung des Gehörs. Weitere Infos unter www.ages.at/?id=20084.

Cute Puppy Foto: Fotolia

Edelschrott

Rückrufaktionen

Handel

Einen Produktrückruf gibt es für „Cute Puppy/laufender Hund“ der chinesischen Firma Jamina. Grund für den Rückruf sind ablös-

Foto, Optik, Medizin Die EU-Verordnung über gemeinsame technische Spezifikationen für In-vitro-Diagnostika ist in österreichisches Gesetz umgesetzt. Auf Grund eines Fehlers musste die Verordnung nochmals beschlossen werden. Die aktuelle Version unterscheidet sich nicht von der kammerintern bereits ­begutachteten: http://tinyurl. com/2apfwte

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Lust auf Glimmstängel: Nachschub kommt oft aus dem Ausland.

Trafikanten geraten ins Schwitzen Den steirischen Tabaktrafikanten stehen harte Zeiten bevor: Preissteigerungen bei Rauchwaren lassen Umsätze schwinden.

Konsumenten bedient. Durch die Steuererhöhung will er 100 Millionen Euro zusätzlich einnehmen. Aber man darf nicht übersehen, dass der Staat sowieso schon drei Viertel vom Preis durch Mehrwert- und Tabaksteuer einnimmt.“

Das Jahr 2011 wartet mit zum Teil problematischen Veränderungen für die Tabaktrafikanten auf. Nicht nur die erneute Erhöhung der Tabaksteuer, auch die geänderten Zollbestimmungen treiben den heimischen Händlern die Sorgenfalten auf die Stirn. Gremialobmann Alois Kögl berichtet: „Es kann nicht sein, dass sich der Finanzminister wieder an den

Grenzgänger

Euroflora

Vom 21. April bis 1. Mai findet in Genua die bekannte Blumenmesse Euroflora statt. Die Messe gibt es nur alle fünf Jahre und konnte das letzte Mal rund 600.000 Besucher anlocken. Floristen und Großhändler, die bei der Euroflora vertreten sein möchten, müssen eine Ausstellungsfläche von mindestens 30 Quadratmetern besetzen. Die Ausstellungszone ist gebührenfrei und ausgestattet. Informationen zu Zoll, Transportkosten-Erstattung,

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te für Mitverbrennungsanlagen; Voraussetzungen für Ersatzbrennstoffe; Probenahme, Analyse, Dokumentation und Meldepflicht; aktualisierte Standards. Weitere Infos: Tel. 05/90900-3015, EMail asiye.toker@wko.at.

Wettbewerben und der Messe gibt es im Internet unter www.euroflora2011.it

Sekundärrohstoffe, Altwaren

Abfallverbrennung

Die Änderungen der Abfallverbrennungsverordnung wurden herausgegeben. Betroffen sind Inhaber von Mitverbrennungsanlagen und Erzeuger von Ersatzbrennstoffen oder Ersatzbrennstoffprodukten, Abfallerzeuger, Abfallsammler, befugte Fachpersonen und Fachanstalten. In der Novelle geregelt: Inputgrenzwer-

„Die Politik muss hier nach einer Lösung für Österreich suchen.“

Alois Kögl

ten. Herischko: „Wir müssen uns seit Jahren damit arrangieren – Umsatz wird hier schon lange nicht mehr mit Rauchwaren gemacht. Jetzt, wo man vier Stangen legal mitnehmen kann, wird die Fahrt über die Grenze auch für weit entfernt Lebende attraktiv. Das werden auch die Kollegen im Landesinneren deutlich spüren.“ Kögl nimmt vor allem die Politik in die Pflicht: „Es ist für uns unverständlich, dass die Politik hier nicht nach einer österreichischen Lösung sucht. Das ist schließlich auch im Interesse des Staates – denn durch die Neuregelung gehen viele Steuergelder verloren.“  V. P.

Umwelthaftung Mit der neuen Umwelthaftung kann es zu Haftungsrisiken für Betriebe kommen. In einem Gutachten fasst die spezialisierte Rechtsanwältin Katharina Huber-

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Handel allgemein

Kögl befürchtet, dass durch die erneute Preiserhöhung und die seit 1. Jänner geänderte Freimenge bei Zigaretten innerhalb der EU der Druck auf die „ohnehin seit Jahren stark gebeutelten Trafikanten in Grenznähe“ noch stärker wird. Wilhelm Herischko, Branchenkollege

aus Leutschach, sieht Probleme vor allem auf Unternehmer zukommen, die bislang noch nicht aufgrund von „Tabak-Grenzgängern“ mit Umsatzeinbußen zu rechnen hat-

Umwelthaftung für Betriebe schützt das Ökosystem.

Handel

Medek das Wichtigste zusammen und gibt Unternehmern damit einen Leitfaden, der hilft, das individuelle Risiko abzuschätzen. Dabei wird unter anderem folgenden Fragestellungen nachgegangen: das Verhältnis zwischen Umwelthaftung und Wasserrecht, die Relevanz für Bodenschäden und Biodiversitätsschäden, die Zusammenhänge zwischen der Tätigkeit und dem theoretisch möglichen Schaden. Abgerundet wird das Gutachten durch Fallbeispiele. Das Gutachten kann von Mitgliedern im Gremialbüro unter Tel. 0316/601-572 angefordert werden.

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Tankstellen schlägt die Stunde Seit 1. Jänner dürfen Tankstellenbetreiber nur mehr um 12 Uhr die Spritpreise erhöhen – in der Praxis ein mehr als ungünstiger Zeitpunkt. Buchstäblich über Nacht ist die neue Spritpreisverordnung am 1. Jänner für die heimischen Tankstellenbetreiber schlagend geworden. „Am 31. Dezember hat die Verordnung das Ministerium offiziell verlassen. Die Information an die Unternehmer war damit dürftig. Die Details haben wir vorwiegend im Vorfeld aus Medien erfahren“, schüttelt Harald Pfleger, Obmann der Tankstellen, ob dieses Missstandes den Kopf. Dennoch ist seit Jahresbeginn fix: Bis Ende 2013 dürfen

Harald Pfleger Foto: Fischer

die Treibstoffpreise an Tankstellen nur mehr um zwölf Uhr mittags nach oben korrigiert werden. Preissenkungen sind wie bisher beliebig oft zu jedem Zeitpunkt möglich.

Ignoranz Glücklich ist man in der Tankstellenbranche mit dieser Lösung freilich nicht. „Abgesehen davon, dass diese Verordnung europaweit nur in Österreich gilt, ist auch der Zeitpunkt der Preisumstellung ungünstig gewählt“, weiß Pfleger aus eige-

ner Erfahrung. „Es stört den Ablauf des Geschäftes ungemein. Wenn schon eine Zeitvorgabe, dann wäre neun Uhr günstiger gewesen.“ Denn nach dem ersten Kundenandrang habe man um neun Uhr Verschnaufpause und Zeit für die Umstellung, die nach wie vor noch bei mehr als einem Drittel der Tankstellenbetreiber nicht auf Knopfdruck funktioniere. „Zur Mittagszeit, wenn die Kunden Pause haben und im Shop oder im Gastroeck Kraft tanken wollen, bremst uns die neue Verordnung durch die Preisauszeichnungspflicht aus“, erläutert Pfleger und kritisiert: „In Wahrheit hat Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner auf die Praxis keine Rücksicht genommen.“ Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Autobusunternehmer

Kollektivvertrag Die Kollektivvertragsverhandlungen sind abgeschlossen, die Ergebnisse liegen vor. Die Stundenlöhne werden in allen Kategorien um den Fixbetrag von 0,22 Euro angehoben. Die Spesenvergütungen, Nächtigungsgebühren und Zulagen werden in allen Kategorien um zwei Prozent angehoben. Eine Arbeitsgruppe wurde eingesetzt, die weitere Forderungen der Arbeitgeber verhandelt, zum Beispiel eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten.

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Vom Land gibt es Prüfungstermine zum Eignungsnachweis für den Personenverkehr und die Z 2-Gewerbe: 21. 3. (schriftlich), 30., 31. 3. und 1. 4. (mündlich). Infos und Anmeldung: Tel. 0316/877-5909

Neuer Kollektivvertrag für die Busunternehmen

Verkehr

Gefahrengut

Seitenblick

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Die jüngste Wood-Mackenzie-Studie zeigt: Der Preiskampf an den Tankstellen drückt die Gewinnmargen. In Österreich lag die Brutto­ spanne 2009 bei 7,70 Cent je Liter Diesel bzw. 8,09 Cent bei Super. Um zu verdienen, sollte die Bruttospanne bei acht bis neun Cent liegen. Im Vergleich: In Norwegen lag die Spanne bei rund 18, in Deutschland bei rund 10 Cent je Liter.

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Verkehr

Heizöl schwer wird künftig als Gefahrengut eingestuft. Damit gelten auch die Anforderungen für Gefahrenguttransporte: Gefahrzettel Klasse 9 und Beförderungspapiere mit der Eintragung UN3082 Umweltgefährdender Stoff, n.a.g. (Schweröl), 9, III, (E).

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Die neue Spritpreisverordnung hat für Preiserhöhungen einen neuen Zeitpunkt „angezapft“: 12 Uhr!

Gefahrengut Heizöl – neue Kennzeichnung

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Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner

Reinhold Mitterlehner ist einer der Referenten beim ÖHV-Hotelierkongress, der von 17. bis 19. Jänner im Europahaus Mayr­ hofen in Tirol stattfindet. Anmeldungen und Infos: www.oehv.at/kongress/2011.

Kinos: Alles leiwand auf der Leinwand

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17 Millionen Cineasten haben 2010 österreichweit die heimischen Kinos gestürmt. Vor allem 3D-Filme lockten auch die Steirer in die Säle.

Der Blick durch die 3D-Brille öffnet Kinos neue Umsatzperspektiven.

Die Kinobetreiber dürfen genüsslich in ihren eigenen Sitzreihen das abgelaufene Jahr bilanzieren: Filme wie Avatar, Alice im Wunderland oder ein Klassiker wie Sex in the City haben fast zwei Millionen Zuseher begeistert. Der Entführung der Frau Elfriede Ott haben nicht weniger als 194.000 Besucher begeistert zugestimmt. Dass der Umsatz nur um 1,4 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2009 zurückgegangen ist, das schreiben die Verantwortlichen vor allem auch dem verstärkten Einsatz von 3D-Filmen zu. Das bestätigt auch der

Tourismusschulen: Tag der offenen Tür „Entdecke deine Möglichkeiten in der Welt des Tourismus“ – so lautet die Einladung der Tourismusschulen Bad Gleichenberg zum Tag der offenen Tür. Er hat schon Tradition, der Tag der offenen Tür in den Tourismusschulen Bad Gleichenberg. Der höchst lebendige Informationsparcours wird alle Jahre wieder von interessierten Jugendlichen und deren Eltern gestürmt.

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Auch heuer, am Mittwoch, 26. Jänner, 9 bis 17 Uhr, erwartet Nachwuchstouristiker ein höchst abwechslungsreiches Programm. Immer mit dem Ziel vor Augen, in Traumberufe vielleicht zum ersten Mal hineinzuschnuppern: Ob Hotelfachschule, Aufbaulehrgang für Tourismus, höhere Lehranstalt für Tourismus oder das Kolleg für Tourismus und Freizeitwirtschaft (auch englischsprachig), die Tourismusschulen bieten alle Möglichkeiten, von Bad Gleichenberg aus eine

internationale Karriere zu starten. Abgesehen von Blicken in das Internat und in die Klassenzimmer – inklusive Unterrichtsstunde – locken ein geselliges Programm und natürlich – wie könnte es anders sein – kulinarische Schmankerln, um den Nachwuchs auf den Geschmack zu bringen, sich für einen Beruf im Tourismus zu entscheiden. Tag der offenen Tür: Mittwoch, 26. Jänner, ab 9 Uhr. Alle Infos: www.tourismusschule. com.

steirische Berufsgruppensprecher Bernhard Dirninger, der für seine Berufskollegen an 25 Standorten ebenfalls positiv Bilanz zieht. „Mehrsaalkinos verbuchen konstante Besucherzahlen, nicht ganz leicht haben es die Betreiber von kleinen Einsaal-Kinos abseits der Ballungszentren, die noch nicht auf digitale Projektion umgestellt haben und ihr Angebot nur auf Filme beschränken.“

Lust auf mehr Da werde es wirtschaftlich eng, fürchtet Dirninger, weil der Kinobesucher mehr wolle, als nur einen Film sehen: „Ohne Gastronomie geht fast gar nichts mehr, einige kleine Kinos sind auf der Suche nach Nischenprodukten fündig geworden und punkten mit FilmLeckerbissen bei anspruchsvollen Stamm-Cineasten.“

Kollektivvertrag Die kollektivvertraglichen Gehälter der rund 10.500 Reisebüro-Angestellten wurden mit 1. Jänner um mindestens 2,4 Prozent erhöht. Gehälter bis zu 1507 Euro steigen um einen Fixbetrag von 50 Euro, bis zu 1634 Euro um 40 Euro. Jeder Mitarbeiter bekommt mit dem Mai-Gehalt eine Einmalzahlung von 100 Euro. Die kollektivvertraglichen Lehrlingsentschädigungen wurden ebenfalls um 2,4 Prozent erhöht. Infos: reisebueros@wko.at.

Tourismus

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Die Fachgruppe Versicherungsmakler lädt zum Neujahrsempfang: Dienstag, 25. Jänner, 18.00 Uhr, Alte Universität, Graz, Hofgasse. Anmeldung: Tel. 0316/601-438, E-Mail versicherung.makler@wkstmk.at.

Bundesobmann Gunther Riedelsperger Foto: Fischer

Wie aus Abfall wieder ein Rohstoff wird Sauberes Wasser ist eines der Markenzeichen Österreichs. In der Steiermark stellen über 600 Kläranlagen einen funktionierenden Wasserkreislauf sicher. „In biologischen Klärbecken werden dem bereits vorgereinigten Abwasser bestimmte Mikroorganismen zugeführt, die die darin enthaltenen biologischen Verunreinigungen abbauen“, klärt Daniela MüllerMezin, Obfrau der Fachgruppe für Abfall- und Abwasserwirtschaft, auf. „Letztendlich verbinden sich diese Organismen mit der restlichen Verschmutzung und sinken zu Boden.

Diese Masse bildet den Klärschlamm.“ Klärschlamm ist aber weit mehr als nur ein Abfallprodukt. „Das weiß auch der Gesetzgeber und hat die Deponierung von Klärschlamm verboten“, erklärt Müller-Mezin. Je nach Behandlungsart ist Klärschlamm vielseitig weiterverwertbar. Hauptsächlich wird er bei der Energieerzeugung in Wärmekraftwerken und in der Industrie mitverbrannt, etwa als Reduktionsmittel. Klärschlamm kann aber auch vererdet und somit der Kompostierung zugeführt werden. Ob und wieweit Klärschlamm auch als Dünger in der Landwirtschaft einzusetzen ist, das regeln Landesgesetze klar und deutlich. Sie definieren, wo und ob Klärschlamm auf Feldern und Böden aufgebracht werden darf.

Eine der wichtigsten Ressourcen Österreichs: sauberes Wasser.

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Wer Wasser verwendet, produziert zwangsläufig auch Abwasser. Klärschlamm spielt eine wichtige Rolle bei der Säuberung von Abwässern.

IT: Einigung über Kollektivvertrag

Datenschutz als Spannungsfeld

Nach intensiven Verhandlungen konnte der Fachverband Ubit mit der GPA eine Einigung über den IT-KV erzielen. Die wesentlichsten Punkte sind die Erhöhung der KV-Mindestgehälter sowie der Zulagen um 2,1 Prozent und die Einführung eines Modells für eine Ist-Gehaltserhöhung (Erhöhung der Basis um 1,9 Prozent). Im Gegenzug wurden die Möglichkeiten der Ausweitung der wöchentlichen Normalarbeitszeit voll ausgeschöpft so-

Datenschutz spielt in einem vernetzten Unternehmensumfeld eine immer größer werdende Rolle. Verstöße können schneller als gedacht zu einer unternehmerischen Reputationsfrage werden: Compliance-Vergehen führen neben einem juristischen Nachspiel immer häufiger auch zu unternehmerischen Imageproblemen. Die Bundessparte Information & Consulting veranstaltet daher am 20. Jänner im Festsaal der Bank Austria, Wien, Schot-

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wie eine Reduktion des Weiterqualifizierungsbonus, die Verlängerung der Berufseinsteigerregelung und eine Anpassung der Tätigkeitsfamilien vereinbart. Gültig ab 1. Jänner. Details: www.ubit.at.

IT-Kollektivvertrag: Einigung nach Verhandlungsmarathon

Consulting

tengasse, Datenschutzgespräche, um das Spannungsfeld Datenschutz in Unternehmen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Infos und Anmeldung (bis 17. Jänner): www.it-safe.at

Datenschutz in Betrieben darf kein Lippenbekenntnis sein.

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Ludwig Hirsch

LUDWIG HIRSCH & Johnny Bertl, Gitarre

Dienstag, 5. April 2011 Loipersdorf – Congress Center Einlass 19 Uhr / Beginn 20 Uhr

Vorverkaufskarten: In allen Raikafilialen, im Hotel Loipersdorf, bei Mediamarkt und Saturn, in allen Librofilialen, im ÖT - Center Graz Stadthalle, Zentralkartenbüro, bei Trafiknet & allen Oeticketverkaufsstellen. Infos: office@mema-event.at. Tel. Karten: 01/96096 · Karten im Internet: www.arge-ticket.at Freie Platzwahl Sitzplatz!

Die Palette der Gefühle, die die Lieder und Geschichten von Ludwig Hirsch auslösen, ist breit gefächert. Da gibt es die grausige Geschichte von der „Omama“, die zum Schluss an ihrem Gebiss erstickt, oder die gar schreckliche Begebenheit von der „Hand in der Hand", bis zu den zarten Liebesliedern vom „Schutzengerl“ oder „Gel du magst mi“ bis zum „großen schwarzen Vogel“. Für dieses Programm hat Ludwig Hirsch ganz speziell die „Highlights“ seiner über 30-jährigen Laufbahn ausgewählt.

Über 20 Alben hat der Liederund Geschichtenerzähler Ludwig Hirsch seit seiner ersten LP „Dunkelgraue Lieder“ auf den Markt gebracht und sein Publikum mit seinen teilweise makaberen, teilweise aber auch immer wieder zarten und „himmelblauen“ Liedern erfreut und sich ein ungemein vielseitiges Publikum erschaffen. Seine Konzertabende erzeugen ein Wechselbad von Gefühlen, und wer versinkt nicht in wohliger Melancholie, wenn zum Abschluss seines Konzertes „I lieg am Ruck`n“ erklingt. Sein kongenialer Partner an der Gitarre, Johnny Bertl, der auch der Arrangeur fast sämtlicher seiner Lieder ist, wird ihn auch auf dieser Tournee begleiten. www.mema-event.at

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Ludwig Hirsch & Johnny Bertl, Gitarre: am 5. April im Congress Center Loipersdorf.

Bauen und sanieren

Die Häuslbauermessen haben sich zu einer fixen Anlaufstelle rund ums Häuslbauen und Sanieren entwickelt. Ein interessiertes und investitionsbereites Fachpublikum nutzt diese Plattform zur Planung, Information und Realisierung konkreter Bau- und Umbauvorhaben zu Beginn der Bausaison. Diese Plattform bietet den Händlern die Möglichkeit, persönlich mit Kunden und Neukunden in Kontakt zu treten, Neuerungen vorzustellen und langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

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Die Häuslbauermessen bieten den Firmen die Chance, ihre Dienstleistungen und Produkte einem interessierten und investitionsfreudigen Publikum zu präsentieren. Diese Bemühungen erreichen, anders als bei kostspieliger Werbung, den richtigen Personenkreis. Durch persönlichen Kontakt mit dem Kunden bleiben die Firmen nachhaltig in Erinnerung, besonders für künftige Bauvorhaben. Oft werden Aufträge schon vor Ort erteilt. Ein gut gefülltes Auftragsbuch zu Beginn der Bausaison ist in Zeiten abschwächender Konjunktur der Schlüssel zum Erfolg! Häuslbauermessen in der Obersteiermark 18. – 20. 2. 2011 Kobenz/Knittelfeld 25. – 27. 2. 2011 Leoben 11. – 13. 3. 2011 Liezen www.mema-event.at

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Sie sind Teil einer jahrelangen Tradition – die Häuslbauermessen in der Obersteiermark!

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KLEINANZEIGEN IMMOBILIEN

CZ/Obruby – Betriebsareal zu verkaufen/vermieten. Technikzentrum für Produktion – Reparatur, Hallenkran 5.000 kg, Bürogebäude, Lagerhalle, Grundstück 14.100 m2, beste Zufahrtsmöglichkeit, sehr gute Lage, Hauptstraße – Nähe Schnellstraße R 16, nur 10 km von Mlada Boleslav (VW-Skoda-Werk) entfernt, Autobahn nach Prag. Auskunft direkt vom (österr.) Besitzer. Tel. 07673/35 01 260, edeltraud.kienast@berger-maschinen.at Gewerbepark Hart bei Graz, Produktions-/Lager-Halle, 550 m², H 4 m, Einfahrtstorhöhe = 3,80 m, mit Freiflächen sowie Büro- und Sozialräumen, auch teilbar, provisionsfrei vom Eigentümer zu vermieten: Tel. 0664/44 22 886 STELLEN

40+: Engagierte VerkäuferInnen für den Immobilienverkauf gesucht, gerne auch Quereinsteiger! www.neudurchstarten.at 0664/86 97 630. Anzeigenverwaltung: MEMA Medien Marketing GmbH Reitschulgasse 5, 8010 Graz Fax 0316/81 70 90-51 anzeigen.stwi@mema.at

BUCHHALTUNG

Buchhaltung, Lohnverrechnung, Jahresabschluss kompetent, kostengünstig, SBH/BIBU Ponhold Bibiane, Tel. 0650/92 50 602 Lohnverrechnungen auf selbständiger Basis – mehrjährige Praxis SBB Kern Susanne 0664/38 67 701 Buchhaltung, Lohnverrechnung, Jahresabschlüsse, auch Pauschalen möglich 0650/28 31 967

Firmenumzüge

Arbeitsplätzeverlagerungen mitsamt Technik, Lager und Archiv auch innerhalb des Standortes De- und Remontage

VERSCH./GESCHÄFTLICHES

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Freitag, 14. Jänner 2011


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Übergabestrategien

Der erste Mitarbeiter

Krisen überwinden

Schenken und Vererben

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Zukunftsorientiertes Handeln zeichnet erfolgreiches Krisenmanagement aus. Die Broschüre „Krisen überwinden. Wie sich Unternehmer und Manager richtig verhalten“ gibt wichtige Informationen und Tipps zum Umgang mit schwierigen Situationen und deren Prävention.

Vermögensweitergabe betrifft größere wie kleinere Vermögen, und jeder muss sich früher oder später damit befassen. Heinrich Weningers Praxishandbuch „Vermögen richtig weitergeben“ beleuchtet umfassend die Themenkreise Erben und Vererben sowie Schenken und Spenden.

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Bücher

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Vorstand OMV Gerhard Roiss wird mit 1. ­April 2011 Wolfgang Ruttenstorfer als Generaldirektor der OMV AG nachfolgen. Nach Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie übernahm Roiss 1990 das Gruppenmarketing im OMV-Konzern, wechselte 1997 in den OMV-Vorstand und war zuletzt für Refining & Marketing verantwortlich.

Foto: Steiermark Tourismus / Harry Schiffer

Gerhard Roiss Foto: OMV

Vorstand AUA

Thierry Antinori Foto: Austrian Airlines/APA-Fotoservice/Preiss

Vorstand voestalpine Der Aufsichtsrat der voestalpine AG hat Franz Rotter mit Wirkung vom 1. Jänner 2011 zum Vorstandsmitglied der voest­ alpine AG bestellt. Das Vorstandsmandat läuft analog zu dem aller anderen Vorstandsmitglieder bis 31. März 2014. Im Konzernvorstand übernimmt Franz Rotter die Leitung der Division Edelstahl und folgt damit Claus J. Raidl nach, dessen Vorstandsmandat per 31. Dezember 2010 altersbedingt ausgelaufen ist.

Franz Rotter Foto: Foto Wilke

Teamplayer statt Einzelkämpfer: Georg Bliem mit seiner „ausgezeichneten“ Mannschaft

Grünes Herz am rechten Fleck Seit 2004 zieht er die Fäden im Tourismusland Steiermark. Jetzt wurde Georg Bliem als bester Landestourismusdirektor ausgezeichnet.

tont) von einer 16-köpfigen Fachjury zur Nummer eins unter den Landestourismusdirektoren gewählt. Auf den Plätzen folgten Leo Bauernberger (S) und Karl Pramendorfer (OÖ).

Beim alljährlichen Ranking des Branchenmediums FM – Fachmagazin für Touristik, Gastronomie, Hotellerie und Großverbrauch/Industrie wurde Georg Bliem (samt Team, wie er ausdrücklich be-

Der 52-jährige Georg Bliem hat die Tourismusakademie Schloss Klessheim in Salzburg absolviert und war von 1993 bis 2004 Tourismusdirektor des Regionalverbandes DachsteinTauern. Bliem hat seinen Le-

Steile Karriere

bensmittelpunkt in Haus im Ennstal, wo die Familie das Hotel Hauser Kaibling betreibt. Bliem kann mit seiner Mannschaft eine „ordentliche“ Bilanz vorlegen: In den letzten fünf Jahren sind die Nächtigungszahlen um rund eine Million gestiegen. Bliem selbst punktet mit hoher Kompetenz und vor allem viel Herzlichkeit im Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und auch Medienvertretern. Er trägt ein grünes Herz am rechten Fleck!

Cross Media Award Zur nachhaltigen Positionierung des Eurospar Liezen entwickelten Spar und die Kleine Zeitung eine Cross-Media-Kampagne, die nun vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien mit dem internationalen XMA Cross Media Award ausgezeichnet wurde. Im Bild Robert Renz (li.), Spar-Sprecher, und Gerhard Valeskini, Anzeigenleiter Kleine Zeitung.

Foto: Kleine Zeitung

Der Aufsichtsrat von Austrian Airlines hat Thierry Antinori (49) zum Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens berufen. Sein Amt wird Antinori – bislang Mitglied des Lufthansa-Passage-Vorstandes und dort zuständig für Marketing und Vertrieb – mit 1. April antreten. Der AUA-Vorstand besteht damit künftig aus drei Mitgliedern: Thierry Antinori, Andreas Bierwirth und Peter Malanik.


Steirische Wirtschaft, Ausgabe 2