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Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark Nr. 1, Jahrgang 9, Freitag, 8. Jänner 2010 P.b.b., Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 02Z032267M Preis 0,73 Euro

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Für Firmen auf Draht Das Service-Team der Wirtschaftskammer Steiermark steht den Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Unter 0316/601-601 bieten Experten rasch, kompetent und zuverlässig Hilfe bei Problemen.

Ihre ganz persönliche Wissensdatenbank – rund um die Uhr geöffnet!

• Regionale Wirtschaftsvertreter 2–3 • Reform der Wirtschaftskammer 8 • Gewinnfreibetrag angehoben 10–11 • Änderung bei Umsatzsteuer 12–13 • Das neue Kindergeld 14–15 • Verpflichtender Energieausweis 16

Jahresbilanz

Im Einsatz

Im vergangenen Jahr gab es mehr als 74.000 Ser­ viceanfragen.

Jasmina Gutleben ist eine von rund 1600 steirischen WK­Funktionären.

Seiten 6–7

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Seiten 4–5


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Botschafter im Einsatz für Kurt Egger

Neustart Mein Name ist Kurt Eg­ ger und ich darf seit 1. Jänner 2010 als Nachfolger von Ge­ rald Heschl die Stabstelle Kom­ munikation und Marketing der Wirtschaftskammer Stei­ ermark leiten, aber auch als Chefredakteur der „Steirischen Wirtschaft“ für eine der wich­ tigsten Kommunikationsplatt­ formen für Unternehmer in der Steiermark verantwortlich sein. Durch meine siebenjährige Tä­ tigkeit als Regionalstellenleiter in Graz weiß ich durch unzäh­ lige persönliche Gespräche sehr genau, wo bei den Betrieben der Schuh drückt. Daher ist es umso wichtiger, alle Kommunikationsinstru­ mente zu nutzen, um sich als Interessensvertretung Gehör zu verschaffen. Unter diesen Prä­ missen werden wir den erfolg­ reich eingeschlagenen Weg der „Steirischen Wirtschaft“ fort­ setzen. Die Wirtschaft in der Stei­ ermark ist bunt und vielfältig. Genau diese Breite soll auch die Zeitung der steirischen Un­ ternehmer abbilden. Ein beson­ deres Anliegen ist die Personifi­ zierung des Unternehmertums. Hinter jedem erfolgreichen Be­ trieb steht ein Mensch, der sich für das Wohl seines Be­ triebes, seiner Kunden und sei­ ner Mitarbeiter einsetzt. Ge­ rade in wirtschaftlich heraus­ fordernden Zeiten ist es not­ wendig, das Wirtschaften am Standort Steiermark zu unter­ stützen. Die „Steirische Wirt­ schaft“ wird dabei ein zentrales Sprachrohr bleiben. Alles Gute für 2010! Kurt Egger, Chefredakteur Steirische Wirtschaft

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Von Gröbming bis Bad Radkersburg: Regionale Wirt­ schaftsvertreter machen sich im ganzen Land für die Inter­ essen der Unternehmer stark. Vom Straßenbau über Per­ spektiven für den Universitäts­ standort bis hin zu Initiativen gegen den Facharbeiterman­ gel: In den steirischen Regio­ nen werden die Weichen für die wirtschaftliche Zukunft ge­ stellt. Da geht es um bessere Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft – von Gröbming über Mürzzuschlag bis nach Bad Radkersburg. Regionale Wirtschaftsver­ treter setzen sich im ganzen Land für die Interessen der re­ gional ansässigen Betriebe ein – mit der nötigen Vehemenz, wie ein Blick auf die bereits er­ zielten Erfolge zeigt. Aktuelles Beispiel: der Bau des Schub­ haftzentrums im Bezirk Leo­ ben, der so gut wie fix ist. Die Regionalstelle Leoben hat das Projekt von Anfang an unter­

stützt, weil es einen wichtigen Impuls für die regionale Wirt­ schaft liefert. Jetzt deuten alle Zeichen darauf hin, dass das Schubhaftzentrum in Vordern­ berg angesiedelt wird. „Auf 170 Arbeitskräfte und eine jähr­ liche regionale Wertschöpfung von zehn Millionen Euro zu verzichten wäre fahrlässig“, so Regionalstellenobmann Hans Mocharitsch.

Regionale Wirtschaft Überall in der Steiermark forcieren die Regionalstellen bessere Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft. Wir haben uns in den Regio­ nen umgehört, wo der Schuh drückt, wo es den größten Handlungsbedarf gibt und was die Unternehmer in der Steier­ mark bewegt. Die „Steirische Wirtschaft“ hat stellvertretend für alle zwölf Regionalstel­ len ausgewählte Regionalstel­ lenobleute vor den Vorhang ge­ holt (siehe Statements unten). So bunt die Wirtschaft in der Steiermark, so unterschiedlich sind auch die Probleme, mit de­

nen die Wirtschaft in einzelnen Regionen kämpft. Während im Bezirk Weiz Facharbeiterman­ gel herrscht und qualifizierte Lehrlinge fehlen, gibt es im Ennstal noch immer keine Stra­ ßenlösung. „Wir machen uns seit Jahren für eine Verkehrs­ lösung im Ennstal stark – und werden es auch weiterhin tun“, zeigt sich Franz Perhab, Ob­ mann der Regionalstelle Enns­ tal/Salzkammergut, kämpfe­ risch. Als „großen Erfolg“ wer­ tet er indes die Zusage, die tou­ ristische Infrastruktur im Be­ zirk Liezen „WM­tauglich“ zu machen. Bis 2012 sollen für die so genannte Qualitätsbettenof­ fensive rund 20 Millionen Euro locker gemacht werden. Auch im Mürztal­Mariazel­ lerland geht es primär um die Infrastruktur: „Nach dem Ausbau der Straßenverbindung wollen wir für eine rasche Re­ alisierung des Semmering­Ba­ sistunnels sorgen“, erklärt Re­ gionalstellenobmann Erwin Fuchs. „Schon die Bauarbeiten würden zur Belebung der regio­ nalen Wirtschaft beitragen.“

Peter Kalcher

Franz Perhab

Hans Mocharitsch

Foto: Fischer

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„Im Zuge der geplanten Gemeindezusammenlegung haben sich 57 Prozent der Bürger für eine ,Weststeirer­ City‘ ausgesprochen. Da­ nach sollen Köflich, Bärn­ bach, Voitsberg, Rosental und Maria Lankowitz zu ei­ ner Stadt fusionieren – mit 30.000 Einwohnern wäre das die zweitgrößte Stadt der Steiermark.“

„Es muss endlich eine Verkehrslösung für das Ennstal geben. Erfreulich ist, dass die Hotellerie im Bezirk Liezen fit für die Schi­WM gemacht wird. 20 Millionen Euro werden be­ reit gestellt. Wichtig ist, dass die neuen Schwellenwerte bei der Vergaberichtlinie von den regionalen Betrie­ ben auch genutzt werden.

„Neben der Forcierung des Schubhaftzentrums ist uns die Stärkung der Mon­ tanuniversität Leoben wich­ tig. Die Wertschöpfung, die durch die Uni über die Um­ wegrentabilität erzielt wird, ist wichtig für viele Klein­ und Mittelbetriebe. Ein po­ sitives Signal, dass der Be­ reich PCCL kürzlich als K1­ Zentrum gestärkt wurde.

Peter Kalcher ist Obmann der Regionalstelle Voitsberg.

Franz Perhab, Obmann der Regionalstelle Ennstal/Salzkammergut.

Hans Mocharitsch ist Obmann der Regionalstelle Leoben.

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die regionalen Unternehmen Regionale Themen

In der Region Voitsberg forcieren Wirtschaftsvertreter die Gemeindezusammenlegung. Währenddessen dreht sich in der Region Voitsberg alles um die geplante Zusammen­ legung von Köflach, Bärnach, Voitsberg, Rosental und Ma­ ria Lankowitz zur zweitgröß­ ten Stadt der Steiermark. „Das würde nicht nur mehr Geld aus dem Finanzausgleich bringen,

sondern der Region auch im Kräftemessen mit Bund und Land eine größere Rolle bei­ messen“, sagt Regionalstellen­ leiter Peter Kalcher. In Graz wird 2010 das Thema Umweltzonen die Un­ ternehmer (weiter) beschäfti­ gen. Die Regionalstellenobfrau

Erwin Fuchs

Sabine WendlingerSlanina

Foto: Fischer

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Sabine Wendlinger-Slanina warnt vor einem „volkswirt­ schaftlichen Super-Gau“, wie sie betont: „Gerade jetzt kann sich Graz weder einen Investiti­ onsstopp noch Betriebsabwan­ derungen leisten.“ Karin Sattler karin.satler@wkstmk.at

Johann Spreitzhofer

„Regionale Betriebe sind die Zugpferde unserer Re­ gion. Daher setzen wir auf aktive Standortpolitik. Wir fordern u.a. eine rasche Re­ alisierung des SemmeringBasistunnels. Mit Lehrlings­ ausbildung setzen wir ein Zeichen gegen den Fachar­ beitermangel und wollen Netzwerke zwischen den Unternehmern aufbauen.“

„Die geplante Verschäfr­ fung des Immissionsschutz­ gesetzes-Luft (IG-L) hätte dramatische Folgen: Be­ triebe würden abwandern, Jobs verloren gehen. Das frei­ willige Verschärfen von EUVorgaben führt zu einem volkswirtschaftlichen SuperGau. Graz kann sich weder Investitionsstopps noch Ab­ wanderungen leisten.“

„Der Bezirk Weiz ist von der Krise nicht so schwer betroffen wie andere Regio­ nen der Steiermark. Fach­ arbeiter aus diversen Bran­ chen sind gefragt – es fehlen u.a. Fliesenleger, Zimmerer, Leute in technischen Beru­ fen und im Planungssek­ tor. Das geht Hand in Hand mit dem Mangel an qualifi­ zierten Lehrlingen.“

Erwin Fuchs ist Obmann der Regionalstelle Mürztal/Mariazellerland.

Sabine Wendlinger-Slanina ist Obfrau der Regionalstelle Graz.

Johann Spreitzhofer ist Obmann der Regionalstelle Weiz.

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Hier ein Überblick über die bren­ nenden Themen und Fragestel­ lungen in den steirischen Regionen: • Knittelfeld: Wie kann Bildung Be­ schäftigung schaffen? • Judenburg: Welche Grenzen darf Regionalentwicklung überschreiten? • Murau: Braucht die Wirtschaft unbedingt Leitprojekte? • Graz-Umgebung: Raumordnungs­ novelle und IG-Luft – was droht wirklich? • Voitsberg: Gemeindezusammen­ legung – wirklich ein Allheilmittel? • Radkersburg und Feldbach: Wie wenig Verkehrsinfrastruktur hält eine Region aus? • Leibnitz: Keine Chance gegen Bü­ rokratie und Vergabepraxis? • Fürstenfeld und Bruck/Mur: Wel­ che Zukunft haben alte Orts- und Stadtkerne wirklich? • Weiz: Welches Rezept hilft gegen Facharbeitermangel? • Deutschlandsberg: Welche Chan­ cen bringt die Koralmbahn der Re­ gion? • Mariazell: Regionale TourismusInitiativen – langfristig lohnend? • Mürzzuschlag: Ist der Semme­ ring-Basistunnel sanft entschlum­ mert? • Leoben: Kann ein Schubhaftzen­ trum auch ein Standortvorteil sein? • Liezen: Ennstal-Bundesstraße – Österreichs letztes Nadelöhr? • Bad Aussee: Erlaubt das Verga­ begesetz regionale Wirtschaftsim­ pulse? • Gröbming: Welchen Nutzen kann die Region aus der Schi-WM 2013 ziehen? • Hartberg: Welche Grenzen darf Regionalentwicklung überschreiten? • Graz: Bilden Schulen und Uni­ versitäten an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei?

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Junge Unternehmerin poliert das Ulfried Hainzl

Engagement Die große Stärke der Wirt­ schaftskammer ist es, dass Un­ ternehmer selbst die Interessen von Unternehmern vertreten. Schließlich weiß kein anderer besser darüber Bescheid, was eine gut funktionierende Wirt­ schaft tatsächlich benötigt. In der Steiermark stehen insge­ samt rund 1600 Frauen und Männer an vorderster Front, um in ihrer Funktion als Ver­ treter einer Wirtschaftsregion, einer Sparte oder einer Fach­ organisation für ihre Unter­ nehmerkollegen zu sprechen, sich für sie einzusetzen und ihre Interessen zu vertreten. Sie sind es, die letztlich durch ihr en­ ormes Engagement verbesserte Rahmenbedingungen für die Wirtschaftstreibenden schaffen. Die Stärke der Funktionäre besteht aber nicht nur in der Interessensvertretung. Sie sind auch die Repräsentanten des Unternehmertums und geben auf diese Weise der Wirtschafts­ kammer ein Gesicht. Sie ma­ chen die Organisation greifbar und auch persönlich. Die Interessensvertreter sind daher für die Wirtschaft und die Gesellschaft enorm wich­ tig. Deshalb ist auch die Wirt­ schaftskammer­Wahl 2010 von großer Bedeutung, nämlich um diese Stärken zu festigen und als ernst zu nehmende Gemein­ schaft des Unternehmertums wahrgenommen zu werden. Ulfried Hainzl, Präsident der WK Steiermark

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Jasmina Gutleben ist eine von rund 1600 WK­Funktionären. Sie bietet Reinigungsdienste an und will das Klischee von der Putzfrau entstauben. Ein Porträt. Sie kratzt gerne am schlech­ ten Image. „Würden Sie Ihrer Putzfrau Ihre Kinder anver­ trauen?“, sagt sie. Und wie sieht’s bitte mit Ihrem Firmen­ gebäude aus, Ihrer Wohnung, Ihrer Einfahrt? Oder wür­ den Sie gerne in einem OP­ Saal operiert werden, der von Amateuren gereinigt wurde? Eben.

Kraftbündel „Ich bin keine klassische Putzfrau, sondern im Rei­ nigungsdienst tätig. Dieses Image ist mir wichtig“, sagt Jasmina Gutleben, Gründerin von „Sauber & Co“, in ihrem Home­Office in Windorf bei Graz. Sie sagt es schnell, en­ ergisch, aber stets mit einem breiten Lächeln auf den Lip­ pen.

Die 32­Jährige leitet ihre Firma gemeinsam mit ihrem Mann Andreas, der 2008 ein­ gestiegen ist, sie haben 20 Mitarbeiter, zwei Söhne, ei­ nen Hund – und ist privat selbst Putzfrau. Angefangen hat Jasmina Gutleben als Ein­Personen­ Kraftakt. Das Prinzip „Kopf in den Sand stecken“ ist kei­ nes, das zu ihr passt. Ihres lau­ tet: Volle Kraft voraus. Das stellt auch ihr Lebenslauf un­ ter Beweis: Gutleben arbeitete als Chefsekretärin, doch der Job füllte sie nicht aus. Spä­ ter jobbte sie als Hausmeiste­ rin in einem klassischen Ge­ meindebau. Die Firma ging in Konkurs und Gutleben notge­ drungen aufs Arbeitsamt. Bis sie beschloss, ihn zu wagen: den Schritt in die Selbstän­ digkeit. Der Branche blieb sie treu. Und das alles im zarten Alter von knapp 21 Jahren. Aber an ihrer Grundhaltung von damals hält sie heute noch fest: „Man darf nicht jammern, sondern lieber sel­ ber verändern.“ Und: „Für Ar­

beit war ich mir noch nie zu schade.“ Sagt sie. Schnell und energisch.

Detektivarbeit Seit zwölf Jahren bietet Gut­ leben Reinigungsdienste an. Wer dabei rein an Putzkit­ tel, Besen und Stiegenhäu­ ser denkt, der irrt. Die Li­ ste der Jobs ist nämlich lang. Kleiner Auszug: Stein­ oder Holz­Sanierung, Grundreini­ gungen aller Art, Winterdienst mit Schneeräumungen, Ge­ bäude­, Büro­ und Fenster­ reinigungen, Fassadenpflege, Grünflächenbetreuung, Son­ derreinigung wie etwa in Spitä­ lern oder privaten Haushalten. „Bügel­ und klassische Hausar­ beit zahlt sich aber nicht aus“, rechnet die Chefin vor. Gutleben schätzt die Vielsei­ tigkeit ihres Jobs: „Jeden Tag steht man vor einer Heraus­ forderung und der Frage: Wie löse ich den Fall?“ Vor ihr lie­ gen Mappen an Proben von Bödenbelägen: „In unserer Branche muss man genau wissen, was wie zu reinigen

Jasmina Gutleben ist nicht nur Unternehmerin mit Leib und Seele, sondern auch WK­Funktionärin.

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Image einer ganzen Branche auf ist“, sagt sie und wischt dabei über die Böden. „Man kann nicht probieren, sondern muss schnell kombinieren und so­ fort erkennen können.“ Wäh­ rend sie das sagt und ihre blit­ zend blauen Augen wie Adler die Proben beäugen, könnte sie glatt als Detektivin durch­ gehen. Eine, die nicht un­ treuen Ehepartnern, sondern Schmutz und Staub hinterher jagt. Mit den Augen und dem Spürsinn. Reine Berufskrank­ heit also, wenn Gutleben am liebsten barfuß oder in So­ cken über Böden spaziert.

Image-Politur Seit ungefähr sechs Jahren engagiert sich die 32-Jährige auch in der Landesinnung der Denkmal-, Fassaden- und Ge­ bäudereiniger der Wirtschafts­ kammer. Seit vier Jahren auch als Stellvertreterin. „Ich bin ein Mensch, der verändern will“, sagt Gutleben und muss dabei nicht lange nachden­ ken. Ihre wichtigsten Anliegen lauten Image-Pflege, Arbeits­ platzsicherung und Weiterbil­ dung. „Es gibt in der Branche sehr viele Ein-Mann-Betriebe, die sich nicht als Unternehmer sehen. Da ist es sehr wichtig, sie einzubinden.“ Gutleben möchte die Lehr­ lingsausbildung in diesem Be­ reich fördern. „Der Stellen­ wert des Lehrlings ist sehr gut“, sagt sie. Allerdings wür­ den viele erst im zweiten oder dritten Bildungsweg auf die­ sen Bereich kommen. Mit Ge­ werbeschein und eventuell mit Meisterprüfung. Wie sie selbst auch. Dabei sei Reini­ gung „ein goldener Boden“. Auch in Zukunft. Privat lässt sie sich auch helfen. Putztechnisch. „Ich hab’s daheim gerne sauber, aber es muss nicht steril sein.“

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Sie möchte halt nicht ihre ganze spärliche Freizeit ge­ gen den Wischmob tauschen. Im Familienunternehmen ist sie für die Organisation und Sonderreinigungen zustän­ dig, ihr Mann kümmert sich um die Maschinen und die Menschen, also das Personal. Klassisch in Karenz war sie nicht. Über ihre Zeit konnte und kann sie dennoch frei verfügen. Das macht den Job auch familienkompatibel. 90 Prozent ihrer Arbeit ver­ bringe sie dabei hinter dem Schreibtisch. „Als Chefin“, so die Unternehmerin, „verlange ich sehr viel von meinen Mit­ arbeitern. Aber ich versuche fair zu sein und sozial und mir immer eine zweite Meinung anzuhören. Dann entscheide ich, aber immer so, dass ich mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen kann.“ Das familiäre Verhältnis sei ihr wichtig. „Ich bin ein sehr korrekter, ehrlicher Mensch.“ Nach einer kurzen Nachdenk­ pause: „Wenn ich etwas mach’, dann anständig oder gar nicht.“ Sagt sie. Nicht ganz so schnell und nicht ganz so en­ ergisch. Aber dafür mit einem strahlefrausauberen Lächeln. Julia Schafferhofer redaktion.stwi@wkstmk.at

Die WK wählt Von 28. Februar bis 2. März wählen rund 55.000 Unternehmer in der Steiermark ihre Interessensvertre­ ter. Bei der WK-Wahl sind 1133 Man­ date zu vergeben – dort werden die Fachorganisationen gewählt. Insge­ samt gibt’s allein in der Steiermark mehr als 1600 Interessensvertreter. Dazu zählen nicht nur die gewählten Funktionäre, sondern auch beigezo­ gene Vertrauenspersonen.

Gutleben: Putzen ist ihr Leben(sunterhalt).

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Das Unternehmerservice hat rasch Thomas Spann

Starker Partner Vor allem in den letzten Jah­ ren hat sich die Wirtschafts­ kammer nicht nur als Inte­ ressensvertretung positioniert, sondern sich auch als Service­ stelle für Unternehmer einen Namen gemacht. Insgesamt mehr als 74.000 Mal wurden die Experten der Wirtschafts­ kammer im vergangenen Jahr zurate gezogen – teils über die Service­Hotline 0316/601­601, aber auch direkt, wie etwa über eine der zwölf steirischen Regio­ nalstellen. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Bedürfnisse der Wirt­ schaftstreibenden erkannt und ihnen Folge geleistet haben. Gerade auch vor dem Hin­ tergrund der Wirtschaftskrise war es uns als Wirtschaftsor­ ganisation ein besonderes An­ liegen, den Unternehmern mit noch mehr Rat und Tat zur Seite zu stehen. Trotz der ersten erkennbaren Aufwärtstrends in der Wirtschaft wird auch das bevorstehende Jahr ein Jahr der wirtschaftlichen Heraus­ forderungen. Deshalb haben wir uns als Wirtschaftskam­ mer Steiermark das Ziel gesetzt, unsere Serviceleistungen noch mehr zu forcieren, aber auch offensiv mit den Mitgliedern in Kontakt zu treten, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo die Unterstützung der Wirtschafts­ kammer erforderlich ist. Thomas Spann, Direktor der WK Steiermark

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Immer mehr Unternehmer greifen auf das Know­how der WK zurück. Das zeigen die mehr als 74.000 Service­ anfragen im letzten Jahr. Der Weg durch den Para­ graphendschungel ist kein leich­ ter. Um ihn zu vereinfachen und rascher zu einer optima­ len Lösung zu kommen, steht die Wirtschaftskammer als Ser­ vicestelle den Unternehmern mit Rat und Tat zur Seite. Weit über 74.000 Mal wurde im Jahr 2009 das Fachwissen der Wirt­ schaftskammer­Experten ange­ zapft. Die meisten Fragen betra­ fen das Arbeits­ und Sozialrecht (18.000 Fälle).

Das Service der Wirtschafts­ kammer steht bei den Unter­ nehmern hoch im Kurs – „und das so hoch wie noch nie“, freut sich WK­Direktor Tho­ mas Spann: „Von 2005 bis Ende 2009 gab es eine Steigerung der Servicefälle um rund 13 Prozent auf etwa 74.100“ (siehe auch Kommentar links).

Service­Kunden Und auch bei den Service­ Kunden sei der Zuwachs en­ orm. Spann: „Waren es 2005 noch 20.308 Kunden, waren es 2009 fast 24.500 Mitglieder, die rasch Informationen über das Unternehmerservice bezo­ gen“. Vor allem Kleinst­, Klein­ und Mittelbetriebe nahmen die schnelle Hilfe und Beratung

der WK­Experten in Anspruch: Konkret waren es fast 12.000 Ein­Personen­Unternehmen und ebensoviele Klein­ und Mittelbetriebe. Wie vielfältig Service sein kann, zeigen die diversen Ein­ richtungen in der WK: Die Pa­ lette reicht vom Sofortservice über die Regionalstellen bis zum ICS (siehe Kästen unten). Für das bevorstehende Ge­ schäftsjahr rechnet Spann mit einem erneuten Zuwachs bei den Anfragen. 80.000 Service­ fälle seien angesichts der neuen Herausforderungen durch die noch nicht ganz verdaute Wirt­ schaftskrise durchaus möglich, meint Spann. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Sofortservice

Regionalstellen

Rechtsservice

Zeit ist Geld. Das Sofort­ service der Wirtschaftskam­ mer (WK) liefert rasch die Antworten zu dringenden Fragen. Das WK­Experten­ team ist unter der Hotline 0316/601­601 oder über die Website wko.at/stmk/ team601 um rasche Hilfe bemüht und behandelt fol­ gende Themen: Gewerbe­ recht, Zoll, Beendigung von Dienstverhältnissen, Kollek­ tivverträge, Zivilrecht, Ar­ beitszeit, geschützte Arbeit­ nehmer, Lehrlinge und För­ derungen. Kann das Sofort­ service eine Frage nicht um­ gehend beantworten, geht sie an einen Fachreferenten, der binnen 24 Stunden eine komplette Antwort liefert.

Mit den Regionalstellen ist die Wirtschaftskammer bei den Unternehmern vor Ort in den Regionen. Als Außenstellen sind sie die Plattformen für Interessens­ vertretung, Wirtschaftskom­ petenz und Service. Dabei sind die Regionalstellen in das WK­Sofort­ und Rechts­ service zu 100 Prozent ein­ gebunden und bieten daher die gleiche Kompetenz wie die WK­Zentrale in Graz. Die Regionalstellen bieten u.a. Rechtsberatung, Inte­ ressensvertretung gegenü­ ber regionalen Behörden, des Vorantreiben der regi­ onalen Wirtschaftsentwick­ lung sowie Gründer­ und Nachfolgerberatung.

Alles was Recht ist: Die Experten des WK­Rechtsser­ vice kennen den Weg durch den Paragraphendschungel und sind Ansprechpartner bei folgenden Themen: Ar­ beits­, Sozial­ und Steu­ errecht, Wirtschafts­, Ge­ sellschafts­, Handels­ und Umweltrecht sowie Unter­ nehmergesetzbuch, arbeits­ gerichtliche Rechtshilfe, Lohnabrechung, Zoll und Außenwirtschaftsrecht. Zudem bietet die Service­ stelle regelmäßige Teambe­ ratungen und Steuersprech­ tage sowie Informationsver­ anstaltungen. Bei betrieb­ lichen Rechtsfragen wählt man einfach die Telefon­ nummer 0316/601­601.

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die richtigen Antworten

Medieninhaber und Herausgeber: Wirtschafts­ kammer Steiermark, 8021 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/ 601­657, Fax 0316/601­308 Verleger: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Reitschulgasse 5, 8010 Graz; Geschäftsführer: Bruno Rabl, Tel. 0316/817090, info@mema.at Chefredakteur: Mag. (FH) Kurt Egger Redaktion: Mag. Karin Sattler (Chefin vom Dienst), Anja Genser, Bakk. techn. (Redakteurin) Grafik: Gerhard Kowatsch (Layout & Design) Kontakt: redaktion.stwi@wkstmk.at Herstellung: MEMA Medien Marketing G.m.b.H., Graz Anzeigenverwaltung: MEMA Medien Mar­ keting G.m.b.H, Reitschulgasse 5, 8010 Graz, Tel. 0316/817090, Fax DW 51, anzeigen.stwi@mema.at

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Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unserem Ar­ chiv. Die in mit „Werbung“ gekennzeichneten Artikeln vertretene Meinung muss nicht mit jener der Wirt­ schaftskammer Steiermark übereinstimmen. Die inhalt­ liche Verantwortung selbiger liegt beim jeweiligen Auf­ traggeber. Verbreitete Auflage Inland (2/2008): 56.938

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Wirtschaftsservice

ICS

Gründerservice

Das Wirtschaftsservice der WK unterstützt in allen betriebswirtschaftlichen Fra­ gen, berät bei Gründungen und Übernahmen und hat den Überblick über alle För­ derungsmöglichkeiten, die die Steiermark, Österreich und die EU bieten. Die Ex­ perten der Wirtschaftskam­ mer stehen telefonisch über die Hotline 0316/601­601 mit Rat und Tat zur Seite. Zudem veranstaltet das Wirt­ schaftsservice auch regel­ mäßig Sprechtage, wie die traditionellen Patentsprech­ tage oder Werterhaltungs­ und Sanierungssprechtage. Ebenso werden Gründer­ und Jungunternehmercoa­ chings organisiert.

Das Internationalisie­ rungscenter Steiermark punktet mit Information, Coaching und Service für steirische Unternehmer, die internationale Märkte bear­ beiten, wie auch für Unter­ nehmen, die erste Schritte ins Ausland wagen. Neben den verschiedenen Program­ men wie Exporttag, Neo­ exporteure oder Export­ kompetenzwerkstatt veran­ staltet das ICS auch Außen­ handelssprechtage und bie­ tet persönliche Beratungs­ gespräche. Einen Überblick über alle Veranstaltungs­ angebote und Serviceleis­ tungen gibt’s unter www.ic­ steiermark.at oder unter der ICS­Hotline 0316/601­400.

Das Gründerservice ist als One­Stop­Shop für Grün­ der, Nachfolger und Fran­ chisenehmer eingerichtet und begleitet alle, die das Abenteuer Selbständigkeit lockt: von der Online­Ge­ werbeanmeldung bis zur Be­ ratung in allen Fachfragen. Telefonisch sind Gründer über die Hotline 0316/601­ 600 gut beraten. Es finden auch regelmäßige Infoveran­ staltungen statt, wie mo­ natliche Gründerworkshops oder Gründertage in Graz und in den Regionen. Inter­ net: www.gruenderservice.at; wko.at/stmk/gruender; wko. at/stmk/betriebsnachfolge; wko.at/stmk/followme; www. nachfolgeboerse.at.

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Die Wirtschaftskammer Steiermark, ge­ setzliche Interessensvertretung der ge­ werblichen Wirtschaft in der Steiermark mit dem Sitz in Graz, ist alleinige Eigentü­ merin von „Steirische Wirtschaft“. Aus dem Grundsatzprogramm der Wirtschaftskam­ merorganisation ergeben sich auch die me­ dienpolitischen Ziele von „Steirische Wirt­ schaft“: Neben einer umfassenden Infor­ mation der Wirtschaftskammermitglieder über aktuelle Fragen der Wirtschaftspoli­ tik und über branchenspezifische Belange (Information nach innen) trägt „Steirische Wirtschaft“ einen wesentlichen Teil der Öf­ fentlichkeitsarbeit für die Wirtschaft und die Wirtschaftskammerorganisation (In­ formation nach außen). Im Mittelpunkt der Bemühungen steht das Eintreten für die „Soziale Marktwirtschaft“ mit ihren Grund­ werten Freiheit, Leistung, Wettbewerb, Pri­ vatinitiative, Privateigentum und soziale Gerechtigkeit. Damit wird um Verständnis für die Anliegen unternehmerischer Men­ schen geworben und die Durchsetzung ih­ rer gesellschaftlichen Ziele gefördert.

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Reform: Mehr Schlagkraft für die Zukunft Christoph Leitl

Straffe Struktur Mit der zweimaligen Um­ setzung der Formel „Minus 30 Prozent“ hat die Wirtschafts­ kammer bewiesen, dass sie in­ tern zur Reform und Effizienz­ steigerung fähig ist, ohne extern an Fitness zu verlieren. Die Sen­ kung der Kammerumlagen um 30 Prozent ab dem Jahr 2002 hat unseren Mitgliedern eine jährliche Entlastung von rund 150 Millionen Euro bei den Kammerumlagen bei gleichzei­ tigem Ausbau der Leistungen um 30 Prozent gebracht. Historisch ist auch die ab heuer geltende neue Fachorga­ nisationsordnung. Sie wurde um 30 Prozent reduziert, Par­ allelstrukturen wurden abge­ schafft und Know­how gebün­ delt, was unseren Mitgliedern gerade jetzt zugute kommt. Künftig soll die Struktur der Fachorganisationen alle fünf Jahre evaluiert werden. So ist sichergestellt, dass regelmä­ ßig notwendige Strukturan­ passungen stattfinden und sich die wirtschaftliche Ent­ wicklung zeitnah in der Wirt­ schaftskammerorganisation widerspiegelt. Dank der Straffung der in­ ternen Strukturen können wir den Herausforderungen der Zukunft mit mehr Schlagkraft und Effizienz begegnen. Ich verhehle aber auch nicht: Was bei uns gelungen ist, kann und soll auch Vorbild für die öffent­ liche Verwaltung sein. Christoph Leitl, Präsident der WKÖ

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Mit dem Jahreswechsel mach­ ten die Wirtschaftskammern österreichweit einen weiteren Schritt zu mehr Schlagkraft und Effizienz: Die Fachorga­ nisationen wurden neu geord­ net, wodurch die Zahl der Fach­ gruppen bzw. Körperschaften deutlich sank. Damit wird den finanziellen Notwendigkeiten ebenso Rechnung getragen wie der wirtschaftlichen Realität, der sich die Wirtschaftskam­ mer­Struktur immer wieder an­ passen muss. Eingeleitet wurde der Prozess bereits 2005 im Wirtschaftspar­ lament der WKÖ. Macher der Reform war AUVA­Chef und WKÖ­Vize­Präsident Hans Jörg Schelling, der die Fachgrup­ pen­Strukturen an die neuen Anforderungen in der Wirt­ schaft anpasste. „Viele ver­ wandte Branchen sind geschäft­

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Die Wirtschaftskammer Steiermark wird schlanker: Ab Jahresbeginn 2010 gibt es statt 132 Körperschaften nur mehr 97.

Die neue Wirtschaftskammer­Reform hilft auch, Kosten zu sparen. lich längst vernetzt, frühere Grenzziehungen zwischen den Fachgruppen waren daher auch nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Schelling. Er ist überzeugt, dass eine Zusammenfassung in sinn­ volle, größere Einheiten die interessenspolitische Durch­ schlagskraft steigern wird. Aber auch aus finanziellen Grün­ den sei in manchen Fällen eine Neuorganisation notwendig ge­ wesen. Viele einzelne Fach­ gruppen hatten oft weniger als

100 Mitglieder, wodurch auch der Löwenanteil der geringeren Budgetmittel für die Verwal­ tung verwendet werden musste. Nach vielen Diskussionen über verschiedene Modelle wurde ein für alle betroffenen Fachgruppen gangbarer Weg gefunden. Die Zahl der Fach­ gruppen in der WK Steier­ mark wurde von derzeit 132 auf 97 reduziert, indem wesensver­ wandte Fachgruppen zusam­ mengelegt wurden.

Hans Jörg Schelling

Karl Aiginger

Ulfried Hainzl

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„Um langfristig die Kam­ merumlagen, die 2002 um 30 Prozent gesenkt wur­ den, sichern zu können, war es notwenig, die Struk­ tur der Fachorganisationen zu straffen. Dabei wurden auch die strukturellen Ver­ änderungen der Wirtschaft berücksichtigt, was letztlich ebenfalls zu mehr Schlag­ kraft in der Interessensver­ tretung führen wird.“

„Gerade in wirtschaft­ lich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, mit Geld sparsam umzugehen. Die Wirtschaftskammeror­ ganisation hat mit ihrer Re­ form einen entscheidenden Schritt für die Zukunft ge­ setzt und wird durch die Zu­ sammenlegung von Fachor­ ganisationen nicht nur Kos­ ten sparen, sondern auch Synergien nutzen.“

„Die Wirtschaftskammer fordert seit langem eine Re­ form der öffentlichen Ver­ waltung. Die Zeit bringt Veränderungen, die struk­ turelle Anpassungen erfor­ dern. Das ist auch in der WK der Fall. Um am Puls der Zeit zu bleiben und für künftige Herausforde­ rungen gerüstet zu sein, ha­ ben auch wir reformiert und sind schlanker geworden.“

Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der WKÖ

Karl Aiginger, Wifo­Chef

Ulfried Hainzl, Präsident der WK Steiermark

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Mit der Abfallbilanzver­ ordnung wird die Art und Form der Meldung von Jah­ resabfallbilanzen sowie der elektronischen Aufzeich­ nung über Art, Menge, Her­ kunft und Verbleib von Ab­ fällen durch Abfallsammler und ­behandler festgelegt. Zu berücksichtigen ist, dass für die Meldungen und Aufzeichnungen nach der Abfallbilanzverordnung zahlreiche Übergangsfris­ ten vorgesehen sind: So hat die erste Bilanzmel­ dung für das Kalenderjahr 2010 bis spätestens 15. März 2011 zu erfolgen. Die An­ gabe des Standorts von Ab­ fallbehandlungsanlagen im Stammdatenregister (www. edm.gv.at) sollte mit 1. Jän­ ner bereits passiert sein.

Verordnung regelt Abfall.

Anderung des Mautsystems Fahrzeuge mit Euro 0­ bis 3­Motoren sind ohnehin in der teuersten Tarifgruppe und brauchen ihre GO­Box nicht umzustellen. Schlagend wird die Änderung des Mautsystems allerdings für Fahrzeuge mit Euro 4­ und 5­Motoren oder mit den noch abgasärmeren EEV­Motoren. Um nämlich hier die vergünstigten Tarife nutzen zu können, muss die GO­Box in einer der GO­Vertriebsstel­ len umgestellt werden.

• Fahrzeugdeklaration, Zulas­ sungsbescheinigung und Her­ stellernachweis (COP) oder CEMT­Genehmigung sind im Original mitzuführen. Die neue Emissionsklasse wird so­ fort nach Deklaration wirksam. • Die Nachweise müssen in­ nerhalb von 14 Kalenderta­ gen ab Deklaration bei der As­ finag einlangen, sonst kommt es bei Autobahnnutzung zu ei­ ner Strafe von 110 Euro pro 24 Stunden. Die Erbringung des Nachweises kann u. a. per E­ Mail info@asfinag.at oder Fax 050208 912 913 erfolgen. Übigens: Die neue Verord­ nung der Mauttarife (Valorisie­ rung) inkl. der Tarife kann im Internet unter www.dietrans­ porteure.at abgefragt werden.

Notwendige Schritte

Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Ab sofort gilt: Lkw und Busse mit abgasarmen Motoren zahlen weniger als jene mit älteren Motoren. Das verlangt eine Umstellung der GO­Box.

• Kontaktaufnahme mit einer GO­Vertriebsstelle. Vertriebs­ stellen: www.go­maut.at. • Bei der Vertriebsstelle muss die Emissionsklasse des Kraft­ fahrzeugs bekannt gegeben werden. Man erhält eine Fahr­ zeugdeklaration, die man über­ prüfen sollte.

Neue Schwellenwerte für Auftraggeber

Freitag, 8. Jänner 2010

fort bei einem Auftrag der Ge­ samtauftragswert den Schwel­ lenwert, muss der Auftrag EU­ weit ausgeschrieben werden. Lediglich für den so genann­ ten Unterschwellenbereich gel­ ten nach wie vor die seit 1. Mai 2009 festgesetzten erhöhten Wertgrenzen.

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Öffentliche Auftraggeber sind grundsätzlich verpflichtet, Auftragsvergaben über einem gewissen Betrag („Schwellen­ wert“) EU­weit bekannt zu ma­ chen. Jedes zweite Jahr wer­ den diese Schwellenwerte er­ neuert – wie auch heuer. Seit 1. Jänner 2010 gelten für die öffentliche Auftragsvergabe folgende Schwellenwerte im klassischen Bereich (jeweils exkl. USt): für Lieferaufträge 193.000 Euro, für Dienstlei­ stungsaufträge 193.000 Euro und für Bauaufträge 4.845.000 Euro. D.h. überschreitet ab so­

Neuerungen bei Aufträgen

Infos zu allen Beiträgen: www. wko.at/stmk/rs/presse. Tel. 0316/601­601, rechtsservice @wkstmk.at

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Abfallbilanz

Neu mit 2010: Abgasarme Lkw und Busse zahlen weniger.

Maschinen­Sicherheit

Chemische Stoffe

Seit 29. Dezember ist die neue Maschinen­Sicherheits­ verordnung in Kraft. Sie be­ trifft Unternehmer, die Ma­ schinen und andere Er­ zeugnisse im Anwendungs­ bereich der Verordnung (VO) herstellen oder aus Nicht­EU­Ländern importie­ ren. Am stärksten betrifft die VO die Hersteller von Teilmaschinen: Neu ist der Begriff „unvollständige Ma­ schine“. Demnach sind spe­ zielle technische Unterlagen inklusive Risikobeurteilung, Montageanleitung und Ein­ bauerklärung zu erstellen.

Die Einstufung und Kennzeichnung von Che­ mikalien wird in der EU durch die CLP­Verord­ nung geregelt und um­ gesetzt. Die bestehenden Rechtsvorschriften werden mit 1. Juni 2015 komplett durch die CLP­Verordnung ersetzt. Übergangsbestim­ mungen: Stoffe müssen bis zum 1. Dezember 2010 ein­ gestuft und gekennzeichnet werden. Gehen diese Stoffe vor diesem Datum in den Verkehr, dürfen diese mit der „alten“ Einstufung zwei Jahre am Markt bleiben.

Betrieb/Umwelt

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Gewinnfreibetrag auf 13 Prozent

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Alle natürlichen Personen mit betrieblichen Einkunfts­ arten (Land­ und Forstwirt­ schaft, Gewerbebetrieb, selb­ ständige Arbeit) kommen in den Genuss des Freibetrages, unabhängig davon, ob sie ih­ ren Gewinn mittels Einnah­ men­Ausgaben­Rechnung oder Bilanzierung ermitteln. Mit dem Gewinnfreibetrag besteht die Möglichkeit, 13 Prozent des Gewinnes des Be­ triebes bzw. maximal 100.000

Investieren lohnt sich 2010

Euro pro Jahr steuerfrei zu las­ sen. Somit sind Gewinne bis 769.230 Euro von der Begüns­ tigung erfasst. Von einem Ver­ äußerungsgewinn kann kein Gewinnfreibetrag in Abzug ge­ bracht werden, Übergangsge­ winne sind hingegen ab 2010 in die Begünstigung einzube­ ziehen.

Gewinnfreibetrag Der Gewinnfreibetrag setzt sich aus einem Grundfreibe­ trag und einem allenfalls gel­ tend zu machenden investi­ tionsbedingten Gewinnfreibe­ trag zusammen: Der Grundfreibetrag steht jedem Steuerpflichtigen bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro zu. Daraus ergibt sich ein maximaler Grundfreibetrag in der Höhe von 3900 Euro. Der Grundfreibetrag wird automa­ tisch zuerkannt. Eine Investi­ tion ist nicht erforderlich. Übersteigt der Gewinn 30.000 Euro, kann zusätz­ lich zum Grundfreibetrag ein investitionsbedingter Gewinn­ freibetrag geltend gemacht

Vorsteuer­Erstattung jetzt online

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Nach dem 31. Dezember 2009 gestellte Anträge auf Er­ stattung von in anderen EU­ Mitgliedsstaaten angefallenen Vorsteuern müssen nicht mehr bei den zuständigen Finanz­ ämtern im jeweiligen Mit­

Online durch Europa

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gliedsstaat gestellt werden, son­ dern sind beim Sitzfinanzamt im Ansässigkeitsstaat über ein eigens eingerichtetes elektro­ nisches Portal einzureichen. In Österreich ist das über Finanz Online möglich. Die Anträge werden vom Ansässig­ keitsstaat an den Erstattungs­ staat weitergeleitet. Diese Neuerung bedeutet eine entscheidende Erleichte­ rung und spart vor allem zeit­ raubende Wege. Eine Verwal­ tungsreform, die hoffentlich auf allen Ebenen Nachah­ mung findet.

werden. Innerhalb des Höchst­ betrages von 100.000 Euro können 13 Prozent des Ge­ winnes, der den Gewinn von 30.000 Euro (Grundfreibe­ trag) übersteigt, steuerfrei be­ lassen werden.

Lohnende Investition Voraussetzung dafür ist, dass im gleichen Kalenderjahr abnutzbare körperliche Wirt­ schaftsgüter des Anlagevermö­ gens mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren oder bestimmte Wertpapiere angeschafft werden. Absolut neu ist, dass auch Gebäude und Mieterinvestitio­ nen künftig dazu zählen, was als echter Bonus zu werten ist. Gültig ist dieser neue Ge­ winnfreibetrag ab der Veran­ lagung 2010. Dass es sich um kein Zusatzzuckerl handelt, beweist die Tatsache, dass im Gegenzug dazu der Freibetrag für investierte Gewinne für Einnahmen­Ausgaben­Rech­ ner und die begünstigte Be­ steuerung nicht entnommener Gewinne abgeschafft wurde.

Beispiel Gewinn vor Gewinnfreibetrag Davon 13 Prozent Begünstigte Investitionen Grundfreibetrag Investitionsbedingter Freibetrag Gewinnfreibetrag insgesamt Zu versteuernder Gewinn

50.000,– 6.500,– 2.000,– 3.900,– 2.000,– 5.900,– 44.100,–

Gültig ist dieser neue Gewinnfreibe­ trag ab der Veranlagung 2010. Im Gegenzug dazu wurden der Freibe­ trag für investierte Gewinne für Ein­ nahmen­Ausgaben­Rechner und die begünstigte Besteuerung nicht ent­ nommener Gewinne abgeschafft.

Infos zu allen Beiträgen: www. wko.at/stmk/rs/presse. Tel. 0316/601­601, rechtsser­ vice@wkstmk.at

Pflichthinweise

USt­Voranmeldung

In das Firmenbuch einge­ tragene Unternehmen ha­ ben seit 1. Jänner auf al­ len Geschäftsbriefen und Be­ stellscheinen, die auf Papier oder in sonstiger Weise an einen bestimmten Empfän­ ger gerichtet sind, sowie auf ihren Webseiten die Firma, die Rechtsform, den Sitz und die Firmenbuchnummer des Unternehmens, gegebenen­ falls den Hinweis, dass sich das Unternehmen in Liqui­ dation befindet, sowie das Firmenbuchgericht anzuge­ ben. Die Übergangsfrist ist damit abgelaufen.

Für im Jahr 2010 gelegene Voranmeldungszeiträume kann die Umsatzsteuervoran­ meldung vierteljährlich abge­ geben werden, wenn die Um­ sätze im vorangegangenen Kalenderjahr 30.000 Euro (bisher 22.000 Euro) nicht überstiegen haben.

Steuern/Abgaben

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Als Ausgleich für die Sechs­ telbegünstigung (13. und 14. Bezug) der unselbständig Erwerbstätigen wird neuer Gewinnfreibetrag eingeführt.

Termin nicht verpassen!

Freitag, 8. Jänner 2010


angehoben

Faxrechnungen bis 2011 erlaubt Faxrechnungen sind bis Ende 2011 erlaubt und be­ rechtigen zum Vorsteuerabzug. Aber Vorsicht, diese Ausnah­ meregelung betrifft nur Fax­ rechnungen. Andere auf elek­ tronischem Wege übermittelte Rechnungen (z. B. Rechnung als PDF-Datei) berechtigen nur zum Vorsteuerabzug, wenn sie neben den umsatzsteuerlichen Rechnungsbestandteilen auch

eine fortgeschrittene digitale Signatur enthalten. Wird per E-Mail eine Rechnung im PDFFormat ohne digitale Signa­ tur geschickt, berechtigt ­diese den Rechnungsempfänger nur zum Vorsteuerabzug, wenn er zusätzlich eine Papierrech­ nung erhält. Der Ausdruck der PDFRechnung ersetzt das signierte Originaldokument nicht.

Iran: Regelungen im Warenhandel

Vor allem Klein- und Mittel­betriebe profitieren vom neuen Gewinnfreibetrag.

Seit 17. Dezember 2009 enthalten die Sanktionen ge­ genüber dem Iran auch Lis­ ten von Waren, deren Aus­ fuhr und Lieferung in den Iran bzw. teilweise auch de­ ren Einfuhr aus dem Iran, ebenso die technische Hilfe und Vermittlung und Finan­ zierung verboten oder geneh­ migungspflichtig ist. Die Ver­ ordnung stellt ebenfalls klar, in welchem Mitgliedsstaat ein Unternehmen einen Antrag auf Ausfuhrgenehmigung zu stellen hat: Es ist dies im DualUse-Kontrollverfahren jener

Mitgliedsstaat, in dem der Ausführer tatsächlich nieder­ gelassen ist; als Ausführer gilt jenes Unternehmen, das ge­ gebenenfalls den Vertrag mit dem Drittstaat (mit dem Iran) geschlossen hat und das über die Versendung bestimmt. Infos: www.wko.at

Sorgenkind Iran

Wegen Umsatzsteuerbetrüge­ reien verschärft das Finanzmi­ nisterium Nachweispflichten. Bei „Abholfällen“ ist künftig eine Vollmacht erforderlich. Innergemeinschaftliche Lie­ ferungen sind umsatzsteuer­ frei. Der Lieferant muss je­ doch nachweisen können, dass der Abnehmer aus dem ande­ ren EU-Mitgliedsstaat ein Un­ ternehmer ist (mittels UIDNummer). Der Lieferant muss

Freitag, 8. Jänner 2010

auch nachweisen, dass die ver­ kaufte Ware tatsächlich in ein anderes EU-Mitgliedsland be­ fördert/versendet wird. Beson­ ders heikel, weil betrugsanfäl­ lig sind die so genannten „Ab­ holfälle“. Der Abnehmer selbst oder ein von ihm beauftragter, unselbständiger Erfüllungsge­ hilfe holt die Ware ab. Als Aus­ fuhrnachweis bei Abholfällen gilt die Erklärung des Abho­ lenden, die Ware in ein anderes EU-Land zu befördern. Die Er­ klärung muss vom Abholenden leserlich unterschrieben sein.

Der Lieferant muss die Identi­ tät des Abholenden nachwei­ sen. Kommt nicht der Abneh­ mer selbst, muss der Lieferant neuerdings nachweisen kön­ nen, dass die anwesende Person berechtigt ist, die Ware abzuho­ len. Ist der Abnehmer ein Ein­ zelunternehmer, ist die Abhol­ befugnis durch eine Spezial­ vollmacht nachzuweisen. Ist der Abnehmer eine Gesellschaft, genügt ein Firmenbuchauszug, aus dem sich ergibt, dass die ab­ holende Person zur Vertretung der Gesellschaft befugt ist.

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Umsatzsteuer: Finanzamt verschärft Nachweispflicht

Auch wenn die Grenzbalken ge­ fallen sind, Steuern bleiben.

Steuern/Abgaben

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Freie Dienstnehmer: höhere Kosten Ab dem 1. 1. 2010 unterlie­ gen freie Dienstnehmer dem 4,5­prozentigen Dienstgeber­ beitrag (DB) sowie der drei­ prozentigen Kommunalsteuer. Sollte der Auftraggeber auch WK­Mitglied sein, so fällt wei­ ters auch der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) an. Die Höhe dieses Dienstgeber­ zuschlages richtet sich nach der Mitgliedschaft in der jewei­ ligen Landeskammer.

Höhere Nebenkosten

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Die neue Regelung für Lohn­ nebenkosten bei freien Dienst­ nehmern wird eine Steigerung der Nebenkosten von rund acht Prozent zur Folge haben. Mit dieser Angleichung sind freie

Dienstnehmer hinsichtlich der steuerlichen Lohnnebenko­ sten vollständig den echten Dienstnehmern angeglichen. Einsparungen durch die Be­ schäftigung von freien Dienst­ nehmern im Vergleich zur Beschäftigung echter Dienst­ nehmer ergeben sich künftig nur mehr hinsichtlich des Ur­ laubsanspruchs, der Entgelt­ fortzahlung im Krankheitsfall und der Sonderzahlungen (13. und 14. Bezug). Generell sind aber dafür, ab­ gesehen von ganz wenigen Aus­ nahmen, auch keine arbeits­ rechtlichen Normen auf einen freien Dienstvertrag anwend­ bar, außer wenn diese vertrag­ lich vereinbart worden sind.

Viele freie Dienstnehmer sind vor allem im Handel beschäftigt.

Umsatzsteuerpaket: der Folge kommt es zum Über­ gang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger (Reverse Charge) und die Dienstleis­ tungen müssen, analog den innergemeinschaftlichen Lie­ ferungen, in die Zusammen­ fassende Meldung (ZM) aufge­ nommen werden. Für Dienstleistungen an Nichtunternehmer (so ge­ nannte B2C­/„Business to Con­ sumer­Leistungen“) bleibt es bei der bisherigen Grundre­ gel des Unternehmerortes: Die sonstige Leistung ist an dem Ort steuerpflichtig, von dem aus der leistende Unterneh­ mer sein Unternehmen be­ treibt. Von diesen Grundre­ geln gibt es vor allem für Ver­ mittlungs­, Grundstücks­ und Beförderungsleistungen Aus­ nahmen.

Die Umsatzsteuer (USt) ist eine Steuer, die den Austausch von Leistungen besteuert. Welche grundlegenden Änderungen ergeben sich ab 2010? Das neue EU­Mehrwertsteu­ erpaket beinhaltet vor allem umfangreiche Änderungen im Bereich der Vorschriften über den Ort der Erbringung von Dienstleistungen: Die Bestim­ mung des Ortes der Dienstleis­ tungserbringung hängt davon ab, ob diese an einen steuer­ pflichtigen Unternehmer oder an einen Privaten erbracht wird. Bei Dienstleistungen an Unternehmer (so genannte B2B­/„Business to Business­ Leistungen“) gilt als neue Grundregel das Empfängerort­ prinzip, welches bisher nur für die Katalogleistungen Geltung hatte. Die sonstige Leistung ist an dem Ort steuerpflichtig, an dem der Leistungsempfän­ ger sein Unternehmen betreibt bzw. am Ort der leistungsemp­ fangenden Betriebsstätte. In

Infos zu allen Beiträgen: www. wko.at/stmk/rs/presse. Tel. 0316/601­601, rechtsser­ vice@wkstmk.at

Aufbewahrungspflicht

Es war ein hartes Ringen, jetzt aber gelten neue Umsatz­ grenzen für die Buchführungs­ pflicht. Ein Erfolg, den auch die WK vorangetrieben hat. Ab 2010 wird die Rech­ nungslegungspflicht von 400.000 Euro auf 700.000 Euro Umsatz angehoben. Aufgrund des bisher geltenden Rech­ nungslegungsrechts waren grundsätzlich alle Unterneh­ mer, die Einkünfte aus Gewer­

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bebetrieb und Umsatzerlöse von mehr als 400.000 Euro im Geschäftsjahr erzielten, ver­ pflichtet, die UGB­Rechnungs­ legungsvorschriften einzuhal­ ten. Vor allem die Umstellung auf die doppelte Buchführung hat Kleinunternehmern hohe Verwaltungskosten beschert und auch gravierende steuer­ liche Folgen nach sich gezo­ gen. 2010 kommt es erst beim Überschreiten einer Umsatz­ grenze von 700.000 Euro zu dieser Verpflichtung.

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Bilanzierungspflicht: neue Umsatzgrenze

Neue Umsatzgrenze spart den Betrieben Verwaltungskosten.

Steuern/Abgaben

Die Aufbewahrungsfrist von sieben Jahren für Bü­ cher, Belege und Geschäfts­ papiere aus dem Jahr 2002 ist mit Ende 2009 ausge­ laufen. Für Unterlagen in einem anhängigen Beru­ fungsverfahren verlängern sich die Fristen: für Grund­ stücke sogar auf bis zu 22 Jahre. Länger aufzubewah­ ren sind Unterlagen, die für ein gerichtliches/be­ hördliches Verfahren zur Beweisführung notwendig sein könnten, wie Arbeits­ und Bestandverträge und wesentliche Kaufverträge.

Freitag, 8. Jänner 2010


die wichtigsten Neuregelungen

Der Warenhandel innerhalb Europas Unternehmer, die in­ nergemeinschaftliche (ig) Lieferungen und innerge­ meinschaftliche Verbrin­ gungen ausführen, haben beim Finanzamt eine „Zu­ sammenfassende Meldung“ (ZM) abzugeben. Neu seit 1. Jänner ist, dass auch im übrigen Ge­ meinschaftsgebiet ausge­ führte sonstige Leistungen, für die die Steuerschuld auf den Leistungsemp­ fänger übergeht (Umkehr der Steuerschuld/Reverse­ Charge­Verfahren), in die ZM aufzunehmen sind.

Personenbeförderung ist von der neuen Grundregel ausgenommen. Jänner 2010 Fälligkeitstag Steuerart 15.

1. 2.*

Zahlstelle

3 % Kommunalsteuer

für Dezember

Nächtigungs­ und Ferienwohnungsabgabe

für Oktober bis Dezember

Umsatzsteuer für den Voranmeldungs­ zeitraum

November

Normverbrauchsabgabe

für November

Lohnsteuer

für Dezember

4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Aus­ gleichsfonds für Familienbeihilfen

für Dezember

0,40 %iger Zuschlag zum Dienstgeberbei­ trag („DZ“)

für Dezember

Werbeabgabe

für November

Zusammenfassende Meldung für inner­ gemeinschaftliche Warenlieferungen und ­bewegungen

bei monatlicher Meldung für Dezem­ ber bzw. bei Vierteljahresmeldung für das 4. Kalenderviertel 2009

Gemeinde Finanzamt

* Für Abgaben, die an einem Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällig werden, gilt als Fälligkeitstag der nächste Werktag.

Freitag, 8. Jänner 2010

Wird eine Abgabe nicht späte­ stens am Fälligkeitstag entrich­ tet, fällt automatisch ein er­ ster Säumniszuschlag in Höhe von zwei Prozent des nicht zeitgerecht entrichteten Be­ trages an. Die Verpflichtung zur Zahlung eines Säumnis­ zuschlages entsteht dann nicht, soweit die Säumnis nicht mehr als fünf Tage beträgt und der Steuerpflichtige innerhalb der letzten sechs Monate alle Steuerschuldigkeiten zeitge­ recht entrichtet hat bzw. wenn der Säumniszuschlag im Ein­ zelfall den Betrag von 50 Euro nicht erreichen würde. Für die Landes­ und Gemeindeabga­ ben besteht laut der Steiermär­ kischen Landesabgabenord­ nung insofern eine Sonderre­ gelung bezüglich des Säumnis­ zuschlages, als demnach von dessen Festsetzung abzusehen ist, wenn die hiefür maßgeb­ liche Bemessungsgrundlage 73 Euro nicht erreicht.

Besonders wichtig ist es, die verkürzte Frist bei elek­ tronischer Abgabe zu be­ achten. Wenn ein Internet­ anschluss vorhanden ist und der Vorjahresumsatz 100.000 Euro überschritten hat, ist die ZM elektronisch zu übermitteln. Die Frist für die Einrei­ chung der „Zusammenfas­ senden Meldung“ ist ab dem Meldezeitraum Jän­ ner 2010 sowohl für die Einreichung in Papierform als auch in elektronischer Form der letzte Kalender­ tag des Folgemonates. Für die elektronische Einrei­ chung bedeutet dies eine Verkürzung um 15 Kalen­ dertage gegenüber dem bis­ herigen Fristenlauf!

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Elektronische Abgabe

Verkürzter Fristenlauf bei elektronischer Meldung

Steuern/Abgaben

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Erster junger Mitarbeiter bringt Bares

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Das AMS unterstützt EinPersonen-Unternehmen (EPU) bei der Einstellung ihres ersten jungen Mitarbeiters. Die För­ derung können alle Arbeitge­ ber beantragen, sofern sie oder ihre Geschäftsführer GSVG versichert sind. Die EPU-Definition ist dabei weit gefasst, damit sind auch Personengesellschaften und GmbHs förderbar. Nicht geför­ dert werden Selbständige, die von der Kleinstunternehmerre­ gelung Gebrauch machen. Es können zum einen Per­ sonen eingestellt werden, die

Der erste junge Mitarbeiter bringt den EPU Geld.

unmittelbar zuvor eine Ausbil­ dung abgeschlossen haben und beim AMS als arbeitssuchend vorgemerkt sind, aber auch Ar­ beitslose, die bereits seit einem Monat als arbeitslos gemeldet sind. Förderbar sind erste Mit­ arbeiter, die das 30. Lebens­ jahr noch nicht vollendet ha­ ben. Eine gleichzeitige Gewäh­ rung der „Come Back“-Einglie­ derungsbeihilfe und der EPUFörderung für den ersten Mit­ arbeiter ist nicht möglich. Soll ein Langzeitarbeitslo­ ser oder von Langzeitarbeitslo­ sigkeit bedrohter junger Mitar­ beiter eingestellt werden, sollte Kontakt mit dem AMS auf­ genommen werden, um die Möglichkeiten des Erhalts der Eingliederungsbeihilfe abzu­ klären. Die Förderhöhe und -dauer der Eingliederungsbei­ hilfe können im Einzellfall günstiger sein. Die Förderung ist mit Ende 2013 befristet. 2013 können noch Anträge gestellt werden, der letztmögliche Zeitpunkt des Beginns eines geförderten Dienstverhältnisses ist der 1. 11. 2013. Infos zu den Förder­ voraussetzungen finden Sie im Web unter www.ams.at.

Reduzierte Beiträge für Arbeitnehmer

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Satz von drei Prozent Arbeit­ nehmer-ALV-Beitrag. Die ver­ minderten Beiträge gelten auch für Sonderzahlungen. Der Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung bleibt wie bisher unverändert und beträgt drei Prozent.

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Die Beiträge zur Arbeitslo­ senversicherung im Niedrig­ lohnbereich auf Dienstneh­ merseite sind seit 2008 redu­ ziert oder wurden gestrichen. Dabei wird jedes Jahr das je­ weilige Einkommen, welches als Niedriglohn gilt, entspre­ chend angepasst. Für 2010 gilt daher: Bis 1155 Euro: kein ArbeitnehmerArbeitslosenversicherungs­bei­ trag (ALV). 1155 bis 1260 Euro: ein Prozent ALV-Bei­ trag. 1260 bis 1417 Euro: zwei Prozent ALV-Beitrag. Über 1417 Euro gilt der normale

Arbeitgeber zahlen weiterhin.

Neues Kindergeld ist Mit 1. Jänner trat die Novelle zum Kinderbetreuungsgeld in Kraft. Eltern können zwischen fünf Bezugsvarianten wählen. Das Kinderbetreuungsgeld Neu gibt Eltern mehr Frei­ heit bei der Gestaltung der Ka­ renzzeit. Voraussetzungen sind nach wie vor der Bezug der österreichischen Familienbei­ hilfe und ein gemeinsamer Haushalt. Es besteht Antrags­ pflicht. Die grundsätzliche An­ spruchshöhe liegt bei 14,53 Euro täglich. Mit Anfang 2010 gibt es vier Varianten des pauschalen Kin­ derbetreuungsgeldes: Geht ein Elternteil in Karenz, dann wer­ den bis zum 30. Lebensmonat des Kindes 436 Euro monat­ lich ausbezahlt. Nehmen beide Elternteile Kinderbetreuungs­ geld in Anspruch, verlängert sich der Zeitraum bis zum 36. Lebensmonat. 624 Euro mo­ natlich gebühren bis zum 20. beziehungsweise 24. Lebens­ monat, 798 Euro bis zum 15.

oder 18. Neu seit 2010, bezie­ hungsweise für Geburten ab 1. 10. 2009 – wenn noch kein Antrag gestellt wurde – gebüh­ ren 1000 Euro monatlich bis zum 12. beziehungsweise 14. Lebensmonat des Kindes. Der verlängerte Bezug ist auch in diesem Fall nur möglich, wenn er vom anderen Elternteil be­ ansprucht wird. Anspruchsbe­ ginn ist ab Ende des Wochen­ geldbezuges bis zum jeweiligen Höchstausmaß oder bis zur Ge­ burt eines weiteren Kindes. Die Mindestdauer des Bezugs be­ trägt zwei Monate, ein zweima­ liger Wechsel mit dem anderen Elternteil ist möglich. Bei Mehrlingsgeburten gibt es seit dem neuen Jahr einen Zu­ schlag von 50 Prozent pro Mehr­ lingskind. Neu ist zudem, dass der verlängerte Bezug auch Al­ leinstehenden bis zu einem Net­ toverdienst von 1200 Euro mo­ natlich gebührt. Dies aber nur dann, wenn trotz Antrag kein Unterhalt gezahlt wird oder ein Verhinderungsfall (Spital, Tod, Haft, festgestellte Gewalt in der Familie) des anderen Elternteils vorliegt. Die allgemeine Dazu­

Heizkostenzuschuss für Pensionisten Viele Pensionisten sind von der schwierigen wirtschaft­ lichen Situation betroffen. Wie in der Vergangenheit wird besonders Betroffenen auch heuer wieder Unter­ stützung aus Wirtschaftskrei­ sen gewährt. Es werden zu­ sätzliche Mittel in Form eines Heizkostenzuschusses zur Ver­ fügung gestellt: Die Sozialver­ sicherungsanstalt der gewerb­ lichen Wirtschaft gewährt all jenen Versicherten und Pensio­ nisten, die von der Rezeptge­ bühr befreit sind beziehungs­ weise eine Ausgleichszulage

Arbeit/Soziales

beziehen, einen Heizkosten­ zuschuss von 100 Euro. Aller­ dings nur, wenn noch kein an­ derer Heizkostenzuschuss sei­ tens der Sozialversicherungs­ anstalt der gewerblichen Wirt­ schaft ausbezahlt wurde. Die­ ser einmalige Zuschuss muss bei der Sozialversicherungs­ anstalt der gewerblichen Wirt­ schaft, Körblergasse 115, 8011 Graz, formlos beantragt wer­ den. Der Antrag ist bis 21. 3. 2010 zu stellen. Infos im Rechtsservice un­ ter Tel. 601-601 oder per Mail rechtsservice@wkstmk.at

Freitag, 8. Jänner 2010


unter Dach und Fach verdienstgrenze für das pau­ schale Kinderbetreuungsgeld beträgt wie bisher 16.200 Euro pro Kalenderjahr. Die Grenzen dürfen nicht überschritten wer­ den. In die Dazuverdienstgrenze werden nur mehr Einkünfte aus Erwerbstätigkeit einbezogen. Die Basis für den Dazuverdienst ist für Selbständige die Summe der einkommenssteuerpflichti­ gen Einkünfte plus die in die­ sem Jahr anfallenden Sozialver­ sicherungsbeiträge. Bei Unselb­ ständigen ist sie die Summe der laufenden Lohnsteuerbemes­ sungsgrundlage plus 30 Pro­ zent. Neu ist auch eine Beihilfe von 6,06 Euro pro Tag für maxi­ mal zwölf Monate, wenn der Da­ zuverdienst maximal 5800 Euro beträgt. Außerdem neu ist das Kinderbetreuungsgeld als Er­ satz des Erwerbsein­

Sozialversicherung

kommens: Voraussetzung ist, dass die Eltern sechs Monate in Österreich erwerbstätig waren. Bei dieser Form werden 80 Pro­ zent des letzten Nettoeinkom­ mens bis zum 12. beziehungs­ weise 14. Lebensmonat ausbe­ zahlt, maximal 2000 Euro mo­ natlich. Als maximaler Dazu­ verdienst werden 5800 Euro pro Kalenderjahr akzep­ tiert. Es gebühren aber kein Mehrlingszuschlag, keine Beihilfe und es gibt keine Verhinderungsver­ längerung. Im Gegensatz zu pauschalen Varian­ ten mindert diese Unter­ haltsansprüche.

Das neue Kindergeld ist da: Insgesamt stehen fünf Varianten zur Auswahl.

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Krankenversicherung für Lehrlinge Bei einer verkürzten zweijährigen Lehrzeit müssen Betriebe für Lehrlinge keine Krankenversiche­ rungsbeiträge entrichten. Während der gesamten Dauer einer verkürzten zwei­ jährigen Lehrzeit muss für den Lehrling vom Arbeitgeber kein Krankenversicherungsbeitrag entrichtet werden. So lautet eine Entscheidung des Verwal­ tungsgerichtshofes vom 9. 9.

Freitag, 8. Jänner 2010

2009. Ein Beispiel: Der Arbeit­ nehmer hat bereits eine Lehr­ abschlussprüfung als Maler ab­ gelegt und beginnt eine Lehre als Tischler. Aus berufsrecht­ lichen Gründen kommt es zu einer Verkürzung der Lehrzeit, sodass die Lehrzeit als Tischler nur 24 Monate beträgt. Diese verkürzte Lehrzeit entspricht drei Ausbildungsperioden zu jeweils acht Monaten. Obwohl jedes Lehrjahr als Ausbildungs­ periode nur mit acht Monaten bewertet wird und drei Ausbil­ dungsperioden anfallen, müs­

sen nicht nur für die ersten 16 Monate, sondern für die ge­ samte Lehrzeit keine Kranken­ versicherungsbeiträge entrich­ tet werden. Der Verwaltungsgerichtshof begründet die Entscheidung damit, dass nach dem Sozial­ versicherungsgesetz nicht un­ terschieden wird, ob es sich bei der Ausnahmebestimmung für die Dauer der ersten zwei Jahre der Lehrzeit um eine re­ guläre oder verkürzte Lehrzeit handelt. Ziel ist es, den Lehrbe­ trieb zu entlasten.

Die Wirtschaftskammer ist vehement für eine Ver­ einfachung der Beitrags­ vorschreibung für die Sozi­ alversicherung eingetreten. Mit Erfolg: Künftig erfah­ ren Unternehmer zu Jah­ resbeginn die Höhe der zu zahlenden Beiträge. Wäh­ rend des Jahres werden di­ ese nicht mehr angehoben. Durch die Neuerung ver­ ringert sich auch der Ver­ waltungsaufwand für die Sozialversicherung der ge­ werblichen Wirtschaft deut­ lich. Die vorläufige Beitrags­ grundlage wurde bis­ her auf Grund jener Ein­ künfte gebildet, die in ver­ gangenen Kalenderjahren erzielt wurden. Bei Umsatz­ einbrüchen oder Zahlungs­ schwierigkeiten konnte die SVA Beiträge bisher nur stunden, sodass es immer wieder zu Nachzahlungen oder Härtefällen bei der Pensionierung kam. Seit dem neuen Jahr kann die Beitragsgrundlage herab­ gesetzt werden, so entspre­ chen Beiträge den tatsäch­ lichen Einkünften.

Sozialversicherung Sozialversicherungswerte für das Jahr 2010: • Die Höchstbeitrags­ grundlage beträgt monat­ lich 4110 Euro und täglich 137 Euro. Die Grenze für Sonderzahlungen liegt bei 8220 Euro. • Die Geringfügigkeits­ grenze liegt bei 366,33 Euro monatlich und bei 28,13 Euro täglich. • Der Grenzwert der pau­ schalierten Dienstgeberab­ gabe ist mit 549,50 Euro festgesetzt.

Arbeit/Soziales

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Alles zum Energieausweis

Versteigerungen durch Makler

Eine vereinbarte Kau­ tion muss vom Vermieter auf einem Sparbuch veran­ lagt werden, sofern sie nicht bereits in Form eines Spar­ buchs übergeben wurde. Andere Arten der Veranla­ gung sind zulässig, wenn sie gleich gute Verzinsung und Sicherheit bieten, eindeutig vom Vermögen des Vermie­ ters abgrenzbar sind und im Falle einer Insolvenz des Vermieters abgesondert werden können. Nach Ende des Vertrages muss der Mie­ ter Kaution und Zinsen zu­ rückstellen.

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chen Fall die Herstellung der dargelegten Energieeffizienz verlangen. Bei Unmöglichkeit einer Verbesserung ist es mög­ lich, Kaufpreis­ oder Bestands­ minderungsansprüche zu stel­ len oder den Vertrag aufzu­ lösen. Nach dem Wohnungseigen­ tumsgesetz (WEG) hat der Ver­ walter dafür zu sorgen, dass ein höchstens zehn Jahre al­ ter Energieausweis für das ge­ samte Gebäude vorhanden ist.

Laut Mietrechtsgesetz (MRG) dürfen die Kosten für die Er­ stellung des Energieausweises nicht als Betriebskosten auf die Mieter übertragen werden.

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Neues Strafrecht gegen Korruption Seit 1. 9. 2009 sind die neuen Bestimmungen des Korrup­ tionsstrafrechts in Kraft. Die neuen Regelungen bedeuten eine klare Verbesserung gegen­ über der alten Rechtslage. Neu definiert wurde der Amtsträ­ gerbegriff. Als Amtsträger gel­

Korruption ist strafbar.

ten Personen aus dem Bereich Verwaltung, Justiz, Gesetzge­ bung. Auch für Landtags­ und Nationalratsabgeordnete gel­ ten die Bestimmungen. Straf­ bar sind Bestechlichkeit, Vor­ teilsnahme, Vorbereitung der Bestechlichkeit oder der Vor­ teilsnahme, Bestechung, Vor­ teilszuwendung und Vorberei­ tung der Bestechung als Straf­ tat. Je nach Schwere des Verge­ hens drohen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren. Wer Selbstanzeige erstattet, bevor die Behörden von seiner Tat erfahren, wird nicht bestraft.

Wirtschaftsrecht

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Mietrechtsgesetz

Energieausweis: der energetische Fingerabdruck jedes Gebäudes.

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Das Energieausweis­Vorlage­ Gesetz (EAVG) schreibt vor, dass bei jeder Veräußerung, Vermietung oder Verpachtung von Gebäuden oder Nutzungs­ objekten, wie Wohnungen oder Geschäftsräumlichkeiten, dem Käufer oder Mieter ein Ener­ gieausweis übergeben werden muss. Der Ausweis darf nicht älter als zehn Jahre sein. Wird für ein Objekt kein Energieausweis vorgelegt, gilt eine dem Alter und der Art des Gebäudes entsprechende Ge­ samtenergieeffizienz als ver­ einbart. Für die Vorlage eines in­ haltlich unrichtigen Energie­ ausweises gibt es keine spezi­ ellen Regelungen im EAVG, es wird auf die allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen zurückgegriffen. Ein Käufer oder Mieter kann in einem sol­

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Künftig muss jedes Gebäude, das verkauft, verpachtet oder vermietet wird, einen Energieausweis haben, der nicht älter als zehn Jahre ist.

Mit dem Feilbietungs­ rechtsänderungsgesetz wer­ den Immobilienmakler oder Gewerbetreibende, die über das freie Gewerbe „Versteigerung beweglicher und unbeweglicher Sa­ chen“ verfügen, berechtigt, unter bestimmten Voraus­ setzungen Versteigerungen von Liegenschaften, Super­ ädifikaten und Baurechten durchzuführen. Der Ei­ gentümer der Liegenschaft muss seinem Auftrag Feil­ bietungsbedingungen an­ schließen. Und er muss dem Notar nachweisen, dass er die freie Verfügung über den feilzubietenden Gegenstand hat und alle für die Veräußerung erfor­ derlichen Genehmigungen und Zustimmungen vorlie­ gen. Die Feilbietung ist vom Notar in der gerichtlichen Ediktsdatei für die Dauer von mindestens drei Wo­ chen bekannt zu machen. Versteigert wird durch den Notar, Rechtsanwalt oder einen befugten Gewerbe­ treibenden. Damit ein Im­ mobilienmakler oder ein Versteigerer beweglicher und unbeweglicher Sachen eine öffentliche Versteige­ rung durchführen dürfen, ist eine Haftpflichtversi­ cherung erforderlich, die eine Mindestversicherungs­ summe von 400.000 Euro, bei Kapitalgesellschaften 200.000 pro Versicherungs­ fall vorsieht.

Neuerungen bei Versteige­ rungen

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Die Initiative „Helle Köpfe – geschickte Hände“ wird auch 2010 fortgeführt. Sie bringt alles rund ums Thema Lehre und Beruf in Gewerbe und Handwerk in die Klassenzimmer. www.kopfundhand.at

Gute Fachkräfte haben immer Saison „Kleine Einheiten haben in turbulenten Zeiten eher Bestand“, ist Spartenobmann Josef Herk überzeugt. Das habe die Krise ganz deutlich gezeigt. Denn Gewerbe- und Handwerksbetriebe können besser und flexibler reagieren als Großbetriebe und damit die Auswirkungen der Konjunkturentwicklung besser abfedern. Generell gelte es nun, die Rahmenbedingungen so zu nutzen, dass daraus Vorteile entstehen. Bestes Beispiel dafür ist die thermische Sanierung, die rasch positive Auswirkungen auf Unternehmen hat.

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Foto: bilderbox

Heimarbeitstarife I

„Gute Fachkräfte haben immer Saison“, sagt Herk. Die Infokampagne zur Lehre „Helle Köpfe – geschickte Hände“ wird deshalb auch 2010 fortgesetzt. Welche Möglichkeiten eine Lehre bietet, zeigen die umfangreichen Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Meister. „Der Meister ist die höchste Stufe der fachlichen Qualifikation“, so Herk.

Schlüssel zum Erfolg sei es, gute Ideen umzusetzen. „Wir dürfen uns vor den Themen Innovation und Kreativität nicht fürchten.“ Sie seien gerade für das Gewerbe und Handwerk wichtig. Die Vernetzung zwischen Design und Wirtschaft soll mit der Kooperation „Artwerk“ weiter ausgebaut werden. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Ehrgeizige Ziele: Obmann Herk (2. v. l.) mit seinen Stellvertretern Zötsch, Stross und Talowski (v. l.)

Bundesland Niederösterreich, pol. Bez. Gmünd, durch Heimarbeiter: Stückentgelt ab 1. Juli 5,36 Euro/Stunde. Heimarbeitstarif für die Herstellung oder Bearbeitung von Drechsler- und sonstigen Holzwaren durch Heimar-

Bildhauer In der Sitzung vom 16. November hat die BEA (Bundeseinigungsamt beim Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz) folgende Heimarbeitstarife mit Wirkung ab 1. Juli 2009 festgesetzt: Heimarbeitstarif für die Herstellung oder Bearbeitung von Waren aus Kunststoffen durch Heimarbeiter: Stückentgelt 6,93 Euro/ Stunde. Heimarbeitstarif für die Herstellung oder Bearbeitung von Waren aus Kunststoffen für das

Das gelte auch für die Einführung eines Handwerkerbonus, den die Sparte bereits Anfang 2009 angeregt hat. Dabei sollen Leistungen von Gewerbe- und Handwerksbetrieben auch für Private steuerlich absetzbar werden – als 20-prozentiger Steuerbonus, der von der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer abgezogen werden kann.

Foto: Fischer

Die kleinteilige Struktur hat die Gewerbe- und Handwerksbetriebe vor den Auswirkungen der Krise geschützt. Wichtig im neuen Jahr ist die Ausbildung.

Neuer Tarif bei Korbwaren

beiter: Stückentgelt 6,68 Euro/ Stunde. Heimarbeitstarif für die Herstellung oder Bearbeitung von Korb- und Bastwaren durch Heimarbeiter: Stückentgelt 6,68 Euro/ Stunde. Heimarbeitstarif für die Herstellung oder Bearbeitung von Bürsten und Pinseln aller Art durch Heimarbeiter, Gewerbe und Industrie: Gewerbe: Stückentgelt 6,68 Euro/Stunde. Industrie: Stückentgelt 8,44 Euro/Stunde. Heimarbeitstarif für die Herstellung oder Bearbeitung von Spielwaren aller Art durch Heimarbeiter: Stückentgelt 6,68 Euro/Stunde. Heimarbeitstarif für Knopfwaren und deren Adjustierung,

ausgenommen Zwirnknöpfe, durch Heimarbeiter: Stückentgelt 7,47 Euro/Stunde. Heimarbeitstarif für die Herstellung oder Bearbeitung von kunstgewerblichen Artikeln aller Art (qualifiziert und nicht qualifiziert) durch Heimarbeiter: qualifizierte Heimarbeiter: Stückentgelt 6,83 Euro/Stunde. Nicht qualifizierte Heimarbeiter: Stückentgelt 5,83 Euro/Stunde.

Kunststoffverarbeiter

Heimarbeitstarife II

Siehe Bildhauer, es gelten die gleichen Tarife.

Gewerbe

Dachdecker

Symposion

6. IFB-Symposion Flachdachbau & Bauwerksabdichtung in Salzburg und Wien. Salzburg: Donnerstag, 4. Februar 2010, 9.15 bis ca. 17.00 Uhr. Wien: Donnerstag, 11. Februar 2010, 9.30 bis ca. 17.00 Uhr. Beschränkte Teilnehmerzahl, maximal 80 Personen: Anmeldung: IFB-Institut für Flachdachbau und Bauwerksabdichtung, 1110 Wien, Münnichplatz 1. Tel. 01/7065411, E-Mail office@ ifb.co.at. Alle Infos, Anfahrtsbeschreibung: www.ifb.co.at.

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Industriethemen im Netz: Infos über die Industrie und die Aktivitäten der Sparte sind unter www.dieindustrie.at, www.zukunft-industrie.at, innoregio.at und faszination-technik.at zu finden. Foto: Zukunft Industrie

Aufwärtstrend in der Industrie Ein Ende der Wirtschaftskrise ist noch nicht in Sicht. Doch es gibt vereinzelte Lichtblicke, etwa im Bereich der Forschung und Entwicklung. Die Wirtschaftskrise hat die Steiermark im vergangenen Jahr mit voller Wucht getroffen. „Bis zur Jahresmitte ist die Produktion um 30 Prozent zurückgegangen“, weiß Stefan Pilz, Geschäftsführer der Sparte Industrie. Trotzdem sei der Beschäftigtenstand nur um sieben Prozent verringert worden. „Die Unternehmen haben große finanzielle Aufwendungen, etwa für Kurzarbeit, in Kauf genommen, um ihre Mitarbeiter zu halten“, sagt Pilz. „In dieser heiklen Phase hat die Sparte viele Betriebe bei den Verhand-

Stefan Pilz Foto: Melbinger

lungen mit Arbeitnehmervertretern unterstützt.“ Es gibt auch positive Impulse: etwa den Baubeginn der Erdgas-Südschiene über den Semmering. „Die Leitung ist ein wichtiges Standbein für die sichere Erdgasversorgung der Industrie und auch für das neue Kraftwerk Mellach“, freut sich Pilz.

Energielieferant Auch die Inbetriebnahme der 380-kV-Leitung durch die Steiermark sei ein wichtiger Schritt gewesen. Und im Bereich Forschung und Entwick-

lung hat sich viel getan. So wurden zwei neue Kompetenzzentren genehmigt: das Austrian Center of Industrial Biotechnology (ACIB) in Graz und das Polymer Competence Center (PCCL) in Leoben. „Mit einem nachaltigen Aufschwung können wir im neuen Jahr in der Industrie noch nicht rechnen“, sind die Erwartungen des Spartenobmanns noch gedämpft. In einzelnen Bereichen könne es aber durchaus wieder zu einer positiven Entwicklung kommen. „Unser Hauptaugenmerk wird darauf liegen, unsere Betriebe bei der Kostensenkung zu unterstützen.“ Es wird weiterhin auf die Jugendausbildung gesetzt, und im Rahmen der Innoregio sollen neue Stärkefelder definiert werden. Petra Mravlak petra.mravlak@wkstmk.at

Faszination Technik Auch im Jahr 2010 wird die erfolgreiche Initiative „Faszination Technik“ fortgeführt. Vor dem Hintergrund des akuten Technikermangels wurde sie von der Sparte Industrie 2007 ins Leben gerufen, um Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenenen Technik und technische Berufe näher zu bringen. 18 Schülerteams haben im vergangenen Jahr am großen Faszination-Technik-Wettbewerb teilgenommen und rund 600 Besucher kamen in die Grazer Stadthalle. Auch im neuen Jahr findet wieder eine Challenge statt. Termin ist der 11. Mai.

Voll abgefahren

Science-Shows für Kinder bei „Frida und Fred“ Noch bis März 2010 läuft die Ausstellung „Voll abgefahren“ im Grazer Kindermuseum „Frida und Fred“. Mit Unterstützung der Sparte Industrie und der Industriellenvereinigung Steiermark wurde eine Ausstellung für Kinder ab zwei Jahren zum Thema Mobilität entwickelt. Freitags, samstags, sonn- und feiertags finden zudem Science-Shows für Kinder ab vier Jahren statt. Weitere Infos unter www.fridaundfred.at.

Foto: Zukunft Industrie

Industrieabende

Gut ausgebildete Mitarbeiter sind gefragt.

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Industrie

In diesem Jahr wird es zwei Industrieabende der Sparte Industrie und der IV Steiermark geben. Der erste wird im März in der NUTS-3-Region Westund Südsteiermark stattfinden.

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Für den 22. Februar wird der Direktvertrieb Erfolgs- und Persönlichkeitstrainer Jörg Löhr in die Steinhalle Lannach holen. Nähere Infos und Anmeldung im Gremium: Petra Pieber, Tel. 0316/601-581.

Offensive in der Ausbildung

Handel macht Lust auf Karriere mit Lehre

Derzeit bilden in der Steiermark 784 Handelsbetriebe 2599 Lehrlinge aus. Schon seit Jahren ist der steirische Handel in der Causa Fachkräfte aktiv und forciert permanent die Lehrlingsausbildung. So wurde etwa die Berufsinformationswoche (siehe Spalte) vor etlichen Jahren ins Leben gerufen und ist heute ein Fixtermin für viele Schulen und ihre Schüler. „Und der Lehrlingswettbewerb des Einzelhandels, bei dem sich jährlich die besten Verkaufstalente im dritten Lehrjahr messen, soll langfristig das Ausbildungsniveau heben“, ergänzt Spartenobmann Wolfgang Sauer

Zwei neue Projekte 2010 wird dieser Ausbildungstrend nicht nur fortgesetzt, sondern gleich mit zwei neuen Projekten verstärkt: mit der „Ausbilderakademie“ und der Initiative „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“, die sich bereits in Vorarlberg als erfolgreich erwiesen haben. Beide Ausbildungsmodelle sind gemeinsame Initiativen von Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Land Steiermark. Das Projekt „Ausbilderakademie“ setzt direkt bei den Ausbildern den Hebel an – einerseits, um die Aus-

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Foto: bilderbox

Neben Berufsinformationswoche und Lehrlingswettbewerb wird der Handel den Qualifizierungstrend mit zwei neuen Projekten weiter vorantreiben.

Noch mehr Know-how für Lehrlinge durch Ausbildungsmaßnahmen bildungsqualität zu steigern und ebenso die Motivation der Lehrlingsbeauftragten zu heben. „Langfristig soll eine Qualitätsverbesserung in der dualen Ausbildung erzielt werden“, sagt Sauer. Mit der Initiative „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ werden drei Ziele verfolgt: Die Auszeichnungsaktion soll bei den ausgezeichneten wie auch bei allen anderen Ausbildungsbetrieben einen Qualitätsimpuls bei der Lehre bringen. Gleichzeitig soll das Image der Lehrlingsausbildung gefestigt und verbessert und die Lehre als echtes Qualitätsprodukt positioniert werden. „Gerade für Klein- und Mittelbetriebe

könnte diese Auszeichnung ein wichtiges Instrument sein, um zu signalisieren, dass nicht nur Filialisten qualitativ hochwertig ausbilden“, fügt Spartenobmann Sauer hinzu. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Dass den Aufstiegsmöglichkeiten im Handel grundsätzlich keine Grenzen gesetzt sind, weiß Spartenobmann Wolfgang Sauer, selbst mit Leib und Seele Lebensmittelhändler, am besten. Um ebenso steirische Schüler für einen Beruf im Handel zu begeistern und damit für Fachkräftenachwuchs zu sorgen, findet auch heuer wieder die Berufsinformationswoche statt. Vom 1. bis 5. Februar haben Schüler im Europasaal der Wirtschaftskammer Steiermark in Graz die Gelegenheit, Einblicke in die Welt des Handels zu erhalten. „Um zu schauen, ob auch Talent für ein Platzerl im Handel vorhanden ist, können sich die Schüler in Verkaufsgesprächen versuchen“, sagt Sauer. Gleichzeitig können die jungen Leute während der Berufsinformationswoche Kontakte knüpfen, etwa um Schnuppertage bei Handelsunternehmen zu vereinbaren oder gleich die Basis für eine Lehre zu schaffen. Weitere Infos: www.wko.at/ stmk/handel.

Lehre in Zahlen • 784 Handelsbetriebe bilden 13,4 Prozent der gesamten Lehrlinge aus. • Mit 2599 Lehrlingen ist der Handel nach Gewerbe und Industrie der drittgrößte Lehrlingsausbilder. • Der beliebteste Lehrberuf ist der Einzelhändler mit 2013 Auszubildenden, klar vor der Kfz-Technik.

Foto: Zenz

Jörg Löhr: Er zählt zu den erfolgreichsten Erfolgsund Motivationstrainern.

Berufsinfowoche: ein Fixtermin für Wolfgang Sauer

Handel

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Die heimischen Transporteure sind mit einer neuen Imagekampagne „Wir fahren für Österreich“ ins neue Jahr gestartet. Neben Spots im TV und Radio gibt‘s auch die Website www.dietransporteure.at/wepra09.

Ich habe Ihr früh stück gebracht!

Das Thema Qualifikation ist in aller Munde: Auch Berufskraftfahrer aus den verschiedenen Sparten müssen sich jetzt im Fünf-Jahres-Takt weiterbilden. Noch ganz frisch sind die Bestimmungen der Fahrerqualifizierung, die jetzt eine einmalige Grundqualifizierung und alle fünf Jahre eine Weiterbildung vorschreibt. „Was viele nicht wissen, ist, dass es nicht nur Berufskraftfahrer im Personen- und Güterbeförderungsgewerbe trifft, sondern auch im Werksverkehr“, klärt Spartengeschäftsführer Anton Moser auf. Ausgenommen von

Verkehr Allgemein

Bosrucktunnel

Am 9. Dezember fiel der Startschuss für die zweite Röhre des Bosrucktunnels. Mit dem Vollausbau dieses Tunnels – der Vollbetrieb im Richtungsverkehr ist ab 2015 geplant – wird künftig ein stauträchtiges Nadelöhr auf der A 9 Phyrnautobahn beseitigt.

der neuen Regelung sind u.a. Lenker von Arbeitsmaschinen, Kfz von Feuerwehr, Militär, Polizei und Kfz auf Probefahrten sowie Lkw und Busse von Fahrschulen. Nicht betroffen sind auch Kraftfahrzeuge zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, die der Lenker zur Ausübung seines Berufes verwendet, soweit das Lenken des Fahrzeuges nicht Hauptbeschäftigung des Fahrers ist.

Regelungen Die Grundqualifizierung ist von Lenkern nachzuweisen, die den Führerschein für die Klassen C1 oder C nach dem 9. September 2009 und für D nach dem 9. September

seit dem Start 2006 und das Plus von 17 Prozent bei der S-Bahn seit 2007 sind überzeugende Erfolge, die jetzt abgesichert wurden. Zwischen Land Steiermark, ÖBB Personenverkehr und dem Steirischen

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Qualifikation und Weiterbildung bieten z. B. Fahrschulen und Wifi. 2008 erworben haben. Dazu muss eine theoretische und eine praktische Prüfung abgelegt werden. Alle anderen gelten als grundqualifiziert und benötigen keine spezielle Prüfung. Die 35-stündige Weiterbildung, bestehend aus insge-

Verkehrsverbund wurde ein Vertrag ausgehandelt, der bis 2018 gültig sein wird. Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder und Gabriele Lutter (Vorstandsdirektorin ÖBB Personenverkehr): „Damit ist das Nahverkehrsangebot in der Steiermark auf Jahre hinaus gesichert.“

Rekord

Vertrag Die Steirer begeistern sich zunehmend für die Bahn. Ein Fahrgästeplus von 21 Prozent beim Verkehrsleitprojekt ObersteirerTakt

Foto: bilderbox

Nur Qualifizierte dürfen ans Steuer

Einig: Edlinger-Ploder und Lutter (re)

Neuer Rekord auf Schiene: 210.000 Lkw sind in den ersten elf Monaten des Jahres mit der „Rollenden Landstraße“ durch Tirol gefahren. Ein komfortabler Zuwachs im Vergleich zu 2008 mit insgesamt 206.000 beförderten Lastkraftwagen.

Verkehr

samt fünf Modulen, ist für alle Lenker Pflicht und muss alle fünf Jahre stattfinden. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.wko. at/stmk/verkehr. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

Die Transporteure

Zulassung

Eine neue EG-Verordnung vom 21. Oktober beinhaltet alle Regeln für die Zulassung zum Beruf des Kraftverkehrsunternehmers. Infos: www.dietransporteure.at.

Schulungen Am 16. Jänner (8 bis 17 Uhr) und 17. Jänner (8 bis 11 Uhr) findet eine Auffrischungsschulung für Gefahrengutlenker in der Cargonorm ZT GmbH im Gewerbepark 3, Cargo Center Graz Werndorf, statt. Ein Aufbaukurs „Tankfahrzeug“ findet

am 23. Jänner (8 bis 17 Uhr) sowie am 24. Jänner (8 bis 14 Uhr) dort statt. Infos & Anmeldung: Christian Gschiel, Tel. 03135/57863-0. Kosten: Je 200 Euro pro Person exkl. 20 Prozent USt.

Die Luftfahrtunternehmen

Hubschrauber

Seit 1. Jänner 2010 sind die Sicherheitsvorschriften für Rettungshubschrauber neu geregelt. Demnach müssen Hubschrauber als Kategorie A nach den Bauvorschriften CS 27 (Jar 27) oder CS 29 (Jar 29) zertifiziert sein.

Freitag, 8. Jänner 2010


Hochwasser-Vorsorge kann man ganz gezielt mit „Hora“ (Hochwasser-Risikozonierung Austria) treffen. Es handelt sich um eine digitale Gefahrenlandkarte im Internet: www.hochwasserrisiko.at. Foto: Bundesheer

Die Krise und die steigende Anzahl der Naturkatastrophen durch den Klimawandel haben neue Trends in der Versicherungswirtschaft eingeleitet. Als Jahr der Herausforderungen bezeichnet die heimische Versicherungswirtschaft nicht nur das vergangene Jahr. Auch 2010 wird ihr einiges abverlangen. „Die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Krise werden endgültig greifen“, sagt Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO). Auch das vermehrte Auftreten von Naturkatastrophen setzt die Versicherungen unter Druck. Die vielen Veränderungen haben bereits einige Trends eingeleitet: etwa im Bereich

der Schadensversicherung, wo die Schäden der Naturkatastrophen 2009 mit rund 500 Millionen Euro zu Buche schlugen. In Sachen Hochwasser-Vorsorge ist man bereits aktiv geworden. „Hora“ steht für HochwasserRisikozonierung Austria und ist eine digitale Gefahrenlandkarte im Internet (siehe Webtipp). „Die Bevölkerung profitiert damit, weil man gezielt Prävention betreiben kann. Die Versicherungen können Hora nutzen, um Prämien besser kalkulieren zu können“, so Othmar Ederer, Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen Versicherung (Grawe). Gleichzeitig kritisiert der Spartenobmann die Passivität der Politik: „Da der Katastrophenfonds der öffentlichen Hand immer wieder an seine Grenzen stößt, hat die Versicherungswirtschaft andere Lösungsvorschläge eingebracht.

Das Hochwasser hat Schäden in Millionenhöhe verursacht.

Freitag, 8. Jänner 2010

Foto: bilderbox

Doch von der Regierung gab es noch kein Feedback.“ Vor dem Hintergrund der Finanzkrise werden in der Lebensversicherung Produkte mit Garantien wieder stärker nachgefragt. Dementsprechend geht man in der Versicherungswirtschaft davon aus, dass auch die betriebliche Vorsorge in Form der betrieblichen Kollektivversicherung profitieren wird. Diese Alternative zur volatilen Pensionskassenlösung mit Zinsgarantie und unverfallbaren Gewinnanteilen kann seit 2005 abgeschlossen werden.

Zukunftstrends Sicherheit wird auch in der Zukunftsvorsorge immer wichtiger: Mit der prämienbegünstigten Variante sorgen 1,3 Millionen Österreicher für ihre Zukunft vor. Neu dabei: Dass der verpflichtende Aktienanteil für Verträge, die vor dem 1. Jänner 2010 abgeschlossen wurden, von 40 auf 30 Prozent gesenkt wird. Außerdem ist für die Zukunft ein „Lebenszyklusmodell“ geplant, mit dem der Aktienanteil mit steigendem Alter weiter sinkt. „Um das Risiko von Kursschwankungen an den Aktienbörsen zu reduzieren“, sagt Norman-Audenhove. Das niedrige Zinsniveau führt allerdings im neuen Jahr zu geringeren staatlichen Zuschüssen für die Zukunftsvorsorge. Ab 2010 beträgt die höchstmögliche prämienbegünstigte Einzahlung 2263,79 Euro, die staatliche Prämie neun Prozent und die höchstmögliche Prämie 203,74 Euro. Anja Genser anja.genser@wkstmk.at

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Versicherungen im Wandel ERP-Kleinkreditgrenze liegt jetzt bei 100.000 Euro.

Neue Obergrenze bei ERP-Kleinkrediten Bereits im vergangenen Jahr wurde im Zuge des Konjunkturpaketes der Bundesregierung an der Schraube der ERP-Kleinkredite gedreht und der Kreditrahmen um insgesamt 200 Millionen Euro aufgestockt. Seit Jahresbeginn gibt es erneut erfreuliche Veränderungen: Die Obergrenze bei ERP-Kleinkrediten wurde von 30.000 auf 100.000 Euro angehoben. Für Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner angesichts der Wirtschaftskrise ein wichtiger Impuls: „KMU und Ein-PersonenUnternehmen können mit diesen zinsgünstigen Krediten ihren Betrieb modernisieren und erweitern. Damit wird der in vielen Branchen eingeleitete Strukturwandel weiter vorangetrieben.“ Dass die Anhebung notwenig war, bestätigt die Förderstatistik: Bis zum 30. November wurden 516 ERP-Kleinkredite vergeben. Bei fast 80 Prozent davon ging es um einen Betrag zwischen 20.000 und 30.000 Euro.

Banken

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14. Nightrace in Schladming. Am 26. Jänner 2010 kämpfen die besten Slalomartisten aus aller Welt am Planai Zielhang um den Sieg. Karten: Tel. 03687/23200, E-Mail office@ski-weltcup-schladming.at

Am 1. Jänner gehen einheitliche Qualitätssterne für die Hotellerie über Mitteleuropa auf. Damit gibt es erstmals einen einheitlichen Standard. Der neue Kriterienkatalog ist transparenter und lesefreundlicher. Die Erfordernisse werden einzeln aufgezählt und können bereits vor dem Besuch der Kommission überprüft werden. Die neue Hotelklassifizierung wird flexibler und damit gerechter. Neben den bisherigen Stufen 1–5 werden in allen Kategorien Zwischenstufen – „Superior“ – angeboten. Das ermöglicht vor allem eine Anrechnung des Dienstleistungsangebotes. Nicht nur „K.O.“, sondern auch „O.K“: Der neue Kriterienkatalog beinhaltet nicht

mehr ausschließlich Mindestkriterien, sondern besteht aus einem Mischsystem. Mit Zusatzpunkten kann ein Upgrade erreicht werden. Die neuen Hotelsterne werden damit europäisch und international.

Was wird 2010 neu? Der neue mitteleuropäische Sternekatalog enthält 270 Kriterien. Maximal können 860 Punkte erreicht werden. Der neue Kriterienkatalog setzt sich aus Mindestkriterien, einer Mindestpunkteanzahl sowie dem Zusatz „Superior“ zusammen. Dieser Mix ergibt die Anzahl der zu verleihenden Hotelsterne. Der Bundesobmann des Fachverbandes Hotellerie, Klaus Ennemoser, spricht „von einem ersten Meilenstein auf dem Weg zu mehr Transparenz und Sicherheit für den

Hotelgast in Europa“ Die Hotelklassifizierung Neu wurde vom österreichischen Fachverband Hotellerie, dem Hotelverband Deutschland und der hotelleriesuisse erarbeitet und in einem Sterne-Katalog zusammengefasst. Der österreichische Fachverband Hotellerie vertritt die Interessen von knapp 18.000 Beherbergungsbetrieben mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. 180.000 Menschen sind in Hotellerie und Gastronomie österreichweit beschäftigt. 127 Millionen Nächtigungen legen den Grundstein für eine direkte Wertschöpfung von 15,3 Milliarden Euro im Tourismus. Alle Infos und Details zur Hotelklassifizierung Neu unter www.hotelsterne.at bzw. www. hotelverband.at.

Foto: bilderbox

Die Hotelsterne der Zukunft

Nach 25 Jahren neu: eine internationale Sterneklassifizierung

Der Sommer wird zum wirtschaftlichen Gradmesser Die Krise trifft den Tourismus zeitverzögert. Darauf müssen sich die Betriebe einstellen. Das ergab eine Studie im Auftrag der Sparte. Die Gäste kommen zwar, geben aber deutlich weniger Geld aus. Eines von vielen Anzeichen, die signalisieren, dass die Krise auch die weiß-grüne Gastlichkeit streifen könnte. Eine groß angelegte Studie im Auftrag der Sparte Tourismus

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und Freizeitwirtschaft hat ergeben, dass es für 45,2 Prozent aller Betriebe in der Krise entscheidend ist, die Kosten zu senken. Rund 40 Prozent sehen neue Strategien wie eine neue Angebotsentwicklung, die Ansprache von neuen Kunden oder neue Geschäftsstrategien als erfolgreiche Mittel, um gegenzusteuern. Nur 11,3 Prozent der Betriebe halten Rabattaktionen für zielführend, trotzdem zeichnet sich bereits für die Wintersaison ein anderer

Tourismus

Trend ab. In Österreich senken immer mehr Hotels die Preise, um eine höhere Auslastung zu erzielen. Die Hälfte aller Befragten (analysiert wurden rund 400 Fragebögen) empfindet es daher auch als unbedingt notwendig, Informationskampagnen gegen Preisdumping zu starten, weil nach stark rabattierten Preisen der Ursprungspreis kaum mehr zu erzielen ist. Auch wenn 40 Prozent der Befragten damit rechnen, dass das Schlimmste in einigen Mo-

naten überwunden ist, raten die Verantwortlichen in der Wirtschaftskammer zu einer strategischen Vorgehensweise für die Wintersaison, aber vor allem für die – strukturell bedingt immer schwächere – Sommersaison 2010. Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft bietet daher 2010 Strategieseminare zu allen wichtigen Themen – vom Umgang mit der Krise über intelligente Preisstrategien und Preisdumping bis zu Ideen zur Spezialisierung – an.

Freitag, 8. Jänner 2010


updatING

plannING day 2010

Jetzt schon anmelden für den Planing Day 2010, der am 24. und 25. Juni im Casineum in Velden stattfindet. Thema: „At crossroads – Neue Wege beschreiten“. Infos: www.ingenieurbueros.at.

Mit neuem Kollektivvertrag ins neue Jahr Seit Mitte Dezember 2009 ist er unter Dach und Fach, der neue Kollektivvertrag zwischen der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und dem Verband Druck- und Medientechnik. Die Einigung dürfte allen Beteiligten den Weihnachtsfrieden sichern und einen ruhigen Start in das Jahr 2010 garantieren. Rudolf Cuturi, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik: „Das Ergebnis zeigt, dass in Österreich die Sozialpartnerschaft nach wie vor funktioniert.“

Werbung & Kommunikation

INNOward 2010

Innovation wird am 11. Februar am Campus02 prämiert. Der Innoward 2010 wird in vier Kategorien vergeben. Premiere feiert der Junior-INNOward, für den bemerkenswerte Projekte eingereicht wurden.

Foto: Heidelberg

Fast ein Jahr lang wurde hart verhandelt, jetzt gibt es einen neuen Kollektivvertrag für die Druckbranche und ihre rund 12.000 Mitarbeiter.

Jetzt ist der neue Kollektivvertrag von der Rolle. Aufatmen bei 12.000 Mitarbeitern in der Branche. Der Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Druck, Kommunikation, Papierverarbeitung in der GPA-djp, Franz Bittner, sieht die Vereinbarung „als die Möglichkeit des Machbaren, wobei auf die wirtschaftliche Situation der Unternehmungen wie auch deren Beschäftige Rücksicht genommen wurde“. Einig sind sich alle Beteiligten darüber, dass

Gleich anmelden – und vor dem offiziellen Start alle Tools von werbe.at nutzen. Melden Sie sich gleich auf werbe.at an und gestalten Sie Ihr Portfolio. Erreichen Sie damit ein riesiges Publikum oder lernen Sie von den Besten.

Freitag, 8. Jänner 2010

Bilanzierungsgrenze

Allen Mitgliedern stehen modernste Kommunikationskanäle für Infos offen: www.infoconsulting.at ist voll mit Podcasts und News über alle zehn Fachgruppen.

Der Justizausschuss im Nationalrat hat einstimmig die Anhebung der Buchführungsgrenzen von 400.000 auf 700.000 Euro beschlossen. Die WKÖ und die Fachgruppe UBIT haben sich für die Anhebung der Buchführungsgrenzen erfolgreich stark gemacht.

Constantinus 2010

werbe.at – neue Inhalte

stundenzuschläge für Bogendruckereien bis zur Reduktion der Bezahlung für die Pausenverschiebungen bei Zeitungen. Maßnahmen für die Krise: Entfall von einer Stunde des Nachtzuschlages während der Krise. Lohn- und Gehaltsrunde: Erstmals wurde nach Branchenbereichen differenziert. Alle Infos und Details: www. druck.or.at

Infokanal

Unternehmensberater, IT

werbe.at-Relaunch Fesch und vollbepackt mit vielen nützlichen Inhalten präsentiert sich die „werbe.at“ ab Mitte Jänner als das virtuelle Aushängeschild der steirischen Werbeszene.

die kollektivvertraglichen Veränderungen es der Branche erleichtern werden, im internationalen Wettbewerb zu bestehen und Arbeitsplätze in Österreich abzusichern. Einige Eckpfeiler des neuen KV: Flexible Arbeitszeit: ein Bandbreitenmodell mit einem halben Jahr Durchrechnungszeitraum. Reduktion von Zulagen: vom Entfall der Mehr-

Die Einreichung für den Constantinus 2010 startet bereits im Februar. Alle Infos: Constantinus Büro, office@constantinus. net, Tel. +43/590900/3792. www.constantinus.net

Neue Schwellenwerte Am 1. Jänner sind neue EUSchwellenwerte für die öffentliche Auftragsvergabe in Kraft getreten. Öffentliche Auftraggeber sind verpflichtet, Auftragsvergaben oberhalb der so genannten

Consulting

Schwellenwerte EU-weit bekannt zu machen. Für den Unterschwellenbereich gelten nach wie vor die seit 2009 festgesetzten erhöhten Wertgrenzen. Details: www.wko. at/schwellenwerte.

Immobilien/Vermögen

Immobilienakademie

Der Vorbereitungskurs für die Befähigungsprüfungen Immobilienmakler, -verwalter und Bauträger startet am 27. Jänner. Anmeldung bis 11. Jänner per Fax 0316/601-405. Begrenzte Teilnehmerzahl!

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■ SVA-Termine XX Kalsdorf, Gemeindeamt, 4. Jänner, 8.00 bis 11.00 Uhr XX Mürzzuschlag, Bezirksstelle, 5. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr XX Mariazell, Bezirksstelle, 7. Jänner, 8.30 bis 12.30 Uhr XX Hartberg, Bezirksstelle, 8. Jänner, 8.00 bis 13.00 Uhr XX Knittelfeld, Bezirksstelle, 11. Jänner, 8.30 bis 12.30 Uhr XX Judenburg, Bezirksstelle, 12. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr XX Murau, Bezirksstelle, 13. Jänner, 8.30 bis 12.30 Uhr XX Deutschlandsberg, Bezirksstelle, 14. Jänner, 8.00 bis 12.30 Uhr XX Bad Radkersburg, Bezirksstelle, 15. Jänner, 9.00 bis 12.00 Uhr XX Leoben, Bezirksstelle, 18. Jänner, 8.00 bis 13.00 Uhr XX Bad Aussee, Bezirksstelle, 19. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr XX Gröbming, Bezirksstelle, 20. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr XX Liezen, Bezirksstelle, 21. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr XX Voitsberg, Bezirksstelle, 22. Jänner, 8.00 bis 13.00 Uhr XX Feldbach, Bezirksstelle, 25. Jänner, 8.00 bis 13.00 Uhr XX Leibnitz, Bezirksstelle, 26. Jänner, 8.00 bis 13.00 Uhr XX Fürstenfeld, Bezirksstelle, 27. Jänner, 8.30 bis 12.30 Uhr XX Bruck/Mur, Bezirksstelle, 28. Jänner, 8.00 bis 13.00 Uhr XX Weiz, Bezirksstelle, 29. Jänner, 8.00 bis 13.00 Uhr

■ Servicetermine XX Patentsprechtag, 12. Jänner 2010, 9 bis 14 Uhr, WK Graz, Tel. 0316/601-765, EMail angelika.janisch@wkstmk.at XX Steuertipps für Gründer, 12.

Antwort auf wichtige Fragen: Service wird in der Wirtschaftskammer groß geschrieben. Jänner 2010, 14 bis 16 Uhr, WK Graz, Tel. 0316/601-600, E-Mail gs@wkstmk.at XX Arbeitsrechtliche ERFA, 13. Jänner 2010, 14.30 bis 16 Uhr, WK Graz, Tel. 0316/601661, E-Mail daniela.kozissnik@wkstmk.at XX Steuersprechtag, 14. Jänner 2010 (vormittags), WK Mürztal/Mariazellerland, Tel. 0316/601-9800, E-Mail muerztal@wkstmk.at XX Steuersprechtag, 14. Jänner 2010 (nachmittags), WK Leoben, Tel. 0316/601-9500, E-Mail leoben@wkstmk.at XX Steuersprechtag, 19. Jänner 2010 (vormittags) WK Weiz, Tel. 0316/601-9000, EMail weiz@wkstmk.at XX Steuersprechtag, 19. Jänner 2010 (nachmittags), WK Hartberg, Tel. 0316/601-9300, EMail hartberg@wkstmk.at XX Arbeitsplatzsicherung durch öffentliche Vergabe, 27. Jänner 2010, 16 bis 18 Uhr, WK Graz, Tel. 0316/601601, E-Mail rechtsservice@ wkstmk.at XX Steuersprechtag, 27. Jänner 2010 (ganztags), WK Ennstal/Salzkammergut, Tel. 0316/601-9600, E-Mail lie-

zen@wkstmk.at XX Gründer-Workshop, 28. Jänner 2010, 14 bis 17 Uhr, WK Graz, Tel. 0316/601-600, EMail gs@wkstmk.at XX Übergabeberatungen, jeden Mittwoch, 9 bis 11 Uhr, WK Graz, Tel. 0316/601-661, E-Mail rechtsservice@wkstmk.at

■ ICS-Termine Die wichtigsten Termine des Internationalisierungscenters der Wirtschaftskammer (ICS) für das heurige Jahr auf einen Blick: XX 14. Jänner, Deutschlandsberg, Roadshow go-international XX 22. Februar, Graz, AWOForum Russland XX 23. oder 24. Februar, Graz, IFI Roadshow: Die Aufträge der Weltbankengruppe und internationaler Entwicklungsbanken inkl. Sprechtag XX Februar, Graz, Delegation Polen XX Februar, Graz, Seminar: Strategischer Einkauf XX 10. März, Hartberg, Regionalmeeting Neuexporteure, Thema Slowakei XX 11. März, Graz, Branchen-

forum Holz, Erneuerbare Energien, Slowakei XX 11. März, Graz, Seminar: Marketing international XX 25. März, Graz, Kooperationsbörse Ungarn, Bau/Umwelt XX März, Graz, Delegation Polen XX April, Graz, Seminar: Richtige Messevorbereitungen XX Mai, Obersteiermark, Interkulturelles Arabisches Wochenende XX Mai, Graz, Delegation Polen XX Juni, Steiermark, Delegationsbesuch aus den Golfstaaten (Minister Abu Dhabi) XX Juni, Graz, Infoveranstaltung „Umwelttechnik“ Golfregion XX 9. Juni, Graz, Exporttag, Außenwirtschaftstagungen Südostasien, Fernost, Skandinavien XX 9. Juni, Graz, IO-Seminar Umwelt und Energie, Schwerpunkt Polen XX Juni, Graz, Seminar (Uschi Bornemann) XX Juni, Graz, Delegation und Veranstaltung Polen XX Juli, Graz, WIMI Arabische Handelskammervertreter Steiermarkbesuch

Foto: bilderbox

XX 15.–16. September, Graz, Außenwirtschaftstagung Südosteuropa XX September, Graz, Länderinfo Qatar XX September Graz, Kooperationsbörse I-Know XX September, Graz, Delegation Polen XX 8. September, Graz, EU Procurement „Das Vergabeverfahren der Europäischen Institutionen“ XX 29. September, Graz, Kroatientag 2010 XX 29. September bis 1. Oktober, Graz, Stop4Business, Eurosun 2010 Congress XX Oktober, Graz, Infoveranstaltung mit Handelsdelegierten „Geschäftschancen in Saudi Arabien“ XX November, Graz, Netzwerktreffen Dubai-Doha 2008 XX November, Graz, Delegation Polen XX November, Graz, Infoveranstaltung Human Cluster „Medizinische Versorgung in den Golfstaaten“ XX November, Graz, Bilaterale Kooperationsbörse Ungarn XX Dezember, Graz, Delegation Polen

Steirische Wirtschaft, Ausgabe 1  

Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark

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