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WINFRIED SCHMELZ VERHALF ALS PLANENDER BAUMEISTER, SOLARARCHITEKT UND GEOMANT HUNDERTEN BAUVORHABEN VON DER VISION ZUR GEBAUTEN REALITÄT. SEINE LEITLINIE WAR DABEI STETS, MENSCH, NATUR UND TECHNIK ALS VERWIRKLICHBARE EINHEIT ZU BETRACHTEN. SEIN „SCHMELZWERK“ PRÄSENTIERT EINE WERKSCHAU AUS 25 JAHREN: KEIN BEST-OF, SONDERN DAS NACHZEICHNEN EINER BERUFLICHEN, BAUKULTURELLEN UND PERSÖNLICHEN ENTWICKLUNG VOM SOLIDEN, QUALITATIV HOCHSTEHENDEN BAUHANDWERK ÜBER DIE EINBEZIEHUNG ZUKUNFTSWEISENDER, ÖKOLOGISCH VORTEILHAFTER TECHNOLOGIEN BIS ZUR ERLANGUNG EINES GANZHEITLICHEN, GEOMANTISCH GEPRÄGTEN ARCHITEKTURVERSTÄNDNISSES. EIN RESÜMEE, DAS WEGE AUFZEIGT.

25 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ


V VORWORT

Nach einem Vierteljahrhundert als selbstständiger planender Baumeister schien die Zeit reif für ein Resümee: Die Basis für einen um-

fangreichen Werkkatalog war angesichts der Vielzahl an Entwürfen und daraus resultierenden Planungen und Projektrealisierungen,

die ihren Ursprung auf meinem Zeichentisch hatten, sicherlich gegeben.

Von 560 in den Jahren 1988 bis 2013 übernommenen Gestaltungs- und Planungsaufträgen wurden ca. 380 Bauvorhaben unterschiedlichster Art auch tatsächlich von der „Vision bis zur gebauten Realität“ umgesetzt. Bei etwa 240 Projekten hatte ich, gemeinsam mit meinem Bauatelierteam, zumindest die künstlerische und technische Oberaufsicht oder die gesamte örtliche Bauaufsicht.

Um den Umfang des Werkkatalogs im Rahmen zu halten, entschied ich mich für eine Auswahl von über 120 Projekten aus fünf Fünfjahreszyklen, die aufgrund ihrer Charakteristiken als signifikant für meine Entwicklung als planender Baumeister und Solararchitekt

gelten können. Zudem habe ich versucht, mit meiner Auswahl realisierter Bauvorhaben aus den Bereichen Wohnhausbau, Gewerbebau und Kommunalbau einen umfassenden Überblick über mein Schaffen zu geben. Ich bitte daher um Verständnis, dass nicht jedes Bauvorhaben auf den folgenden Seiten zu finden sein wird, und möchte ausdrücklich

betonen: Die Berücksichtigung oder Nicht-Berücksichtigung eines Projekts sagt nichts über dessen architektonische Qualität aus, welche kein Auswahlkriterium war. Es brauchte fünf Bürostandorte und im Durchschnitt einen Stab von fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ein großes Handwerker- und Firmennetzwerk, um das Arbeitspensum zu bewältigen: ein Bauvolumen von rund 150 Millionen Euro. Mit diesem Werkkatalog möchte ich all meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, meinen Partnern am Bau und allen voran meinen Kunden, den Bauherren und Baufrauen, die sich auf meine Visionen einließen und ohne die es keinerlei gebaute Realität geben könnte, meine aufrichtige Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Gemeinsam haben wir mit diesen Werken nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Gemeinschaft und unsere Erde etwas Wert-

volles geschaffen und damit das essenzielle Streben nach Mensch, Umwelt und Technik als verwirklichbarer Einheit vorangebracht.

Winfried Schmelz


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EINLEITUNG KURZPORTRÄT AUSZEICHNUNGEN

1989–1993 | 05 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ | QUALITÄTSVOLLES BAUHANDWERK 1994–1998 | 10 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ | INDIVIDUALITÄT IN PLANUNG UND AUSFÜHRUNG 1999–2003 | 15 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ | BAUMANAGEMENT UND CONTROLLING 2004–2008 | 20 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ | BAUBIOLOGIE UND STROHBALLENBAU 2009–2013 | 25 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ | GEOMANTIE ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT TOPFIRMEN, BAUBIOPARTNER UND KONSULENTEN MITARBEITERINNEN/MITARBEITER DANKSAGUNG

SCHMELZWERK /

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10 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ


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INDIVIDUALITÄT IN PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Die Bauaufgaben wurden immer anspruchsvoller und die Nachfrage stieg, mehr Personal und größere Büroräumlichkeiten wurden benötigt. Auch wuchs meine Familie. Übersiedelungen innerhalb von Krems waren erforderlich. Mit Gründung der Bauatelier GmbH

als bauausführendem Unternehmen folgte ein Einstieg in die Entwicklung von eigenen Bauträgerprojekten. Individualität in Planung und Ausführung war oberstes Gebot. Durch meine Bauberatertätigkeit für die Aktion „Niederösterreich GESTALTE(N)“ der NÖ-Bau-

direktion und die Betreuung einiger Dorferneuerungsprojekte des Landes Niederösterreich wurde ich mit mehreren kommunalen Bauvorhaben betraut. Neben zahlreichen Neubauten, Sanierungen und Umbauten von Einfamilienhäusern, durfte ich auch neue Gemeinde- und Kulturzentren errichten und ausbauen. 1994 bis 1998 waren sehr intensive Jahre mit vielen beruflichen und privaten

Höhen und Tiefen, wobei bis zu 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt wurden. Im kritischen siebenten Jahr wurden mir Basel II und ein neues Bauträgergesetz aufgrund zu hohen Fremdkapitalanteils fast zum

Verhängnis. Durch die Einstellung des Baubetriebes, die Aufgabe meines neuen Bürohauses in der Dachsberggasse 8 und den Abverkauf diverser Liegenschaften konnte ich den Fortbestand der Firma sichern. Ich entschloss mich, das Planungsbüro wieder zu verkleinern und den Um- und Ausbau meines Elternhauses in Wösendorf/Wachau fertigzustellen. Weiters begann ich das postgraduale

Studium Solararchitektur an der Donau-Universität Krems. Dadurch begann eine intensivere Beschäftigung mit dem solaren Planen und Bauen. Der sommerlichen Bürohauseröffnung folgte nach einer Phase der Neuorientierung am 25. November 1998 eine winter-

liche 10-Jahres-Feier im Freundeskreis, die sich gleichzeitig als Abschiedsfest von Krems verstand.

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099/94

GLOCKENTURM KREMS/MITTERAU NEUBAU Planung: 1994 Realisierung: 1994 Bauweise: Holz-Stahl-Konstruktion mit Betonsockel Höhe: 15,75 m

Zur 1000-Jahr-Feier wurde am Kremser Pfarrplatz durch die Firma Grasmayer/Innsbruck eine Millenniumsglocke gegossen. Für diese galt es, einen Glockenturm im Stadtteil Mitterau zu errichten. Das skulpturale Turmgebilde vereint die fünf Elemente gemäß der chinesischen Tradition, Erde, Wasser, Feuer, Metall und Holz, und bietet zahlreichen Kletterpflanzen und Vögeln eine Heimstätte.

Baumeister: HTL-Lehrprojekt/Krems Schlosserei: Voest/Krems Leimholzbau: Glöckel/Ober-Grafendorf


Durch umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten wurde das zuvor abbruchreife Bauernhaus in ein gemütliches Landhaus verwandelt. Während der Stadel weitgehend erhalten blieb, ließ man im Wohnhaus nur die Steinmauern stehen. In traditioneller Holzbaukonstruktion wurden Tramdecken und der Dachstuhl gefertigt. Lärchenholzboden, Kassettentüren und Kalkputz verleihen den Innenräumen eine heimelige, stimmig-rustikale Atmosphäre. Die Beheizung erfolgt über eine Kachelofen-Ganzhausheizung mit Pufferspeicher und Solarthermie.

Baufirma: Lagerhaus/Zwettl Heizsystem: Brunner/Eggenfelden Ausbau: Eigenleistung des Bauherren

104/94 | SANIERUNG und UMBAU

FORSTHAUS OBERNEUSTIFT Planung: 1993 Realisierung: 1994-1996 Bauweise: Mischbau Wohnnutzfläche: 112,50 m²

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186/97 | UMBAU

Planung: 1997/98 Realisierung: 1999/00 Bauweise: Massivbau Wohnnutzfläche: 268,55 m²

Auf den Ruinen eines alten Kellers aus dem 13. Jahrhundert wurde dieses Stadthaus im historischen Ambiente eines Platzes

STADTHAUS AM HOHEN MARKT KREMS

inmitten von Krems errichtet. Der Genehmigungsprozess verlief sehr schwierig, da der neue Baudirektor moderne Architektur ins Herz der Stadt pflanzen wollte; eine Richtung, die den traditionell denkenden Bauherren überhaupt nicht gefiel. Nachdem das von einem Kollegen entwickelte Projekt als„Lederhosenarchitektur“ vom Bauamt abgelehnt worden war und die amtsseitig vorgeschlagene, würfelartige Wohnskulptur für den Errichter nicht infrage kam, wurde durch das Bauatelier eine gestalterische Kompromisslösung erarbeitet. Heute steht das stattliche Wohnhaus selbstbewusst am Platz, und der Mix aus Tradition und Moderne wird allgemein goutiert.

Baumeister: Jägerbau/Pöggstall Zimmerei: Spreitzgrabner/Persenbeug Elektrik: Hoch/Krems Heizung/Sanitär: Kugler/Krems Fenster/Außentüren: Kremser / Maria Laach Statik/Tragwerksplanung: DI Harrer / Egelsee

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20 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ


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BAUBIOLOGIE UND STROHBALLENBAU

Vom Strohballenbaufieber gepackt, konzentrierte ich mich auf Baubiologie und Strohballenbau und fand auch zahlreiche Kunden, die für das konsequent ökologische Bauen zu begeistern waren. Dadurch rückten auch der Holzbau und der Einsatz von baubiologisch geprüften Materialien immer mehr in den Vordergrund. Das Malerwinkelhaus Dürnstein wurde behutsam revitalisiert und mit Zellulosedämmung, Lehmputz und Lärchenholzböden zur Heimstatt von schmucken Ferienwohnungen ausgebaut. Im Rahmen des

Stadt- und Dorferneuerungspreises 2004 würdigte man das Projekt mit einer Anerkennung. Mit dem Wohnhaus Rutard gelang die Realisierung eines rundum mit Strohballen gedämmten Fertigteilhauses zu einem sensationell günstigen Preis in Passivhausqualität –

eine Novität in Österreich. Auch diese Arbeit fand hochkarätige Anerkennung in Form einer „Goldenen Kelle“ (NÖ-Ortsbildpreis). Einige weitere Strohballenbauentwicklungen folgten und fanden im Projekt „Kellereibetriebsgebäude und Wohnhaus Buchegger-Mayr“

in Droß ihren Höhepunkt. Für die innovative Bauweise und die behutsame Einfügung eines modernen Gebäudekomplexes in eine gewachsene Ortsrandstruktur wurde das Bauvorhaben als „Vorbildliche gestalterische Leistung“ durch die NÖ-Landesregierung

ausgezeichnet. Als mein bisheriges Meisterstück im Massivbau wird der Neubau der Firmenzentrale Trepka in Ober-Grafendorf bezeichnet. Mein Part umfasste den grundsätzlichen Entwurf, die Einreichplanung sowie die Mitentwicklung eines ökonomischen Haustechnikkonzeptes. Zum ersten Mal wurde eine Bauteilaktivierung im massiven Betonfertigteilbau praktiziert. Über Grundwasser und Wärmepumpentechnologie wird die gesamte Gebäudehülle im Sommer sanft gekühlt und im Winter über Niedertemperatur

erwärmt. Das Projekt wurde beim NÖ-Baupreis mit einem 2. Platz bedacht und ebenfalls als „Vorbildliche gestalterische Leistung“ durch die NÖ-Landesregierung gewürdigt. 2015 schließlich eine weitere Anerkennung seitens des Landes Niederösterreich: Das Projekt „Atelier und Wohnhaus Kindlinger“ erhielt die Auszeichnung „Vorbildliches Bauwerk in NÖ“. Mittlerweile hatte ich rund 400 Projekte bearbeitet und 20 Jahre Bauatelier hinter mir: ein Grund zum Feiern. Im FerdinandDinstl-Saal der Kremser Bank zog ich daher am 21. November 2008 neuerlich Bilanz. Untermalt von Klängen aus der Feder des bei Dürnstein lebenden Komponisten Horst Ebenhöh gelang eine eindrucksvolle multimediale Leistungsschau.

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308/03

MALERWINKELHAUS DÜRNSTEIN UM- UND DACHGESCHOSSAUSBAU Planung: 2003 Realisierung: 2004 Bauweise: Mischbau Wohnnutzfläche: 103,90 m² Nutzfläche: 30,40 m² Energiekennzahl: 120 kWh/m²a


Zahlreiche Gemälde berühmter Wachaumaler ziert das Malerwinkelhaus in Dürnstein. Eine dringend erforderliche Sanierung wurde daher vom Bundesdenkmalamt mit Argusaugen verfolgt. Die historische Bausubstanz wurde so weit als möglich erhalten. Da jedoch der gesamte Dachbereich nicht mehr zu retten war, konnte eine stilecht durchgeführte Rekonstruktion genützt werden, um eine Dachgeschoßwohnung entstehen zu lassen. Zusätzliche Raumhöhe wurde durch rückseitiges Aufklappen der Dachflächen und Vergrößerung der donauseitigen Luken gewonnen.

Baumeister: Steiner / Spitz a. d. Donau Zimmerei/Fenster: Kastner/Moidrams Spenglerei/Dachdecker: Zwölfer/Schweiggers Elektrik: Berger/Krems Heizung/Sanitär: Kepplinger / Spitz a. d. Donau

Das Projekt wurde beim NÖ-Dorferneuerungspreis 2004 mit einer besonderen Anerkennung ausgezeichnet.

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330/04

PASSIVHAUS AM SÜDHANG EICHGRABEN UM- UND DACHGESCHOSSAUSBAU Planung: 2004/05 Realisierung: 2006/07 Bauweise: Ziegelsplitt-Fertigteilbauweise Wohnnutzfläche: 175,90 m² Energiekennzahl: 13 kWh/m²a

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Fertigteilbau: Trepka/Ober-Grafendorf Ausbau: Sattler/Wien Zimmerei: Hauer/Langenlois Spenglerei/Flachdach: Zwölfer/Schweiggers Elektrik: Volk/Sallingberg Heizung/Lüftung/Sanitär: Schloßgangl/Steyr Schlosserei: Bekehrti/Furth Luftwärmepumpe: drexel und weiss / Wolfurt

Als „Öko-Hightech-Maschine“ wurde das neue Wohnhaus platzsparend an den Südhang angeschmiegt, um genügend Fläche für die gärtnerischen Ambitionen des Erbauers frei zu lassen. Gelebt wird im Mittelgeschoß (Straßenniveau), relaxt im Untergeschoß mit dem unmittelbar davor angelegten Schwimmteich und kreativ gearbeitet im penthouseartigen Obergeschoß. Eine drexel und weiss-Luftwärmepumpe mit Solekörben, gespeist von einer 3-kWp-PV-Anlage, und ein zentral angeordneter Pelletsofen versorgen das in Ziegelsplitt-Fertigteilbauweise errichtete Solarhaus.


362/05 | NEU- UND ZUBAU

WEINBAUBETRIEB UND WOHNHAUS BUCHEGGER-MAYR DROSS

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Planung: 2005 Realisierung: 2006/07 Bauweise: Massiv/Strohballenbau Wohnnutzfläche: 169,65 m² Nutzfläche (Büro): 61,40 m² Nutzfläche (Betrieb): 726,30 m² Energiekennzahl: 15 kWh/m²a


Fotos Betrieb: loxpix - Lachlan Blair

Der Betrieb: Dass Wein und Architektur etwas sehr Verbindendes haben, zeigt sich im hohen Anspruch an Qualität für alle Sinne. Beurteilungskriterien des Weines, wie dessen Reinheit, Ausgewogenheit im Geschmack usw., standen ganz oben im Anforderungsprofil für die Planung des neuen Kellereibetriebsgebäudes für das Weingut Buchegger & Mayr in Droß. Errichtet wurde ein ebenerdiger, dreigliedriger Baukörper, in dem ein Barrique-Keller, eine große Arbeits- und Abfüllhalle sowie ein großer Tankraum mit vorgelagertem Presshaus und diversen Nebenräumen untergebracht sind. Durch die ökologische Strohballendämmung steigt die Temperatur im Tankraum auch in den Sommermonaten nicht über +14° C, obwohl mehr als zwei Drittel des Volumens oberhalb des Erdreiches errichtet sind. Die Sheddachhalle nützt die passiven Solareinstrahlungserträge während der Wintermonate. In Erinnerung an den alten Weinkeller und die nicht mehr verwendeten Holzfässer wurde ein Teil der Fassade mit aufgeschnittenen Fassdauben verkleidet.


25 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ


403/07 | NEUBAU

MOTEL MELK Gutachterverfahren 2007 Wettbewerbsauslober: Private Investorengruppe Entwurf: BM Winfried Schmelz, MAS, unter Mitarbeit von Arch. DI Thomas Liska und RMC/Mödling

Diese innovative Projektentwicklung galt einem geplanten Autobahn-Motel an der A1 bei Melk. Der Entwurf einer Raststätte für Durchreisende konzentriert sich auf Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, Bauökologie und eine ästhetische Architektur. Die Wettbewerbs-Jury lobte den ökologischen Ansatz und die kurze und direkte Erschließung von den Pkws zu den Zimmern, was den Benutzern die Wahrung ihrer Privatsphäre und Anonymität sichere. Der Restauranttrakt wurde für eine eigenständige Nutzung konzipiert bzw. war als Seminarveranstaltungsort vorgesehen.


Zimmerkonzept: RMC/Mรถdling

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411/08 | NEUBAU

WOHNHAUS FÜR TOPWINZER UNTERLOIBEN Planung: 2008 Realisierung: 2008–2010 Bauweise: Ziegelmassivbau Wohnnutzfläche: 200,80 m² Nutzfläche: 171,60 m² Grundstücksfläche: 751 m² Energiekennzahl: 29 kWh/m²a

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Ein Panoramablick auf die eigenen Rieden an den Hängen des Loibner Bergs waren dem Winzer beim Neubau seines Wohnhauses sehr wichtig. Dafür wurde auch eine großzügig dimensionierte Nordverglasung des durch die zentrale Treppe zweigeschoßig wirkenden Wohnbereichs samt den damit verbundenen unvermeidlichen Abstrichen in Sachen Energieeffizienz in Kauf genommen. Zur Straßenseite präsentiert sich das durch eine Natursteinwand akzentuierte Giebelhaus mit reduzierten Dachüberständen und dunklen Eternittafelverkleidungen sehr selbstbewusst und versteht sich als gelungenes Beispiel für modernes Bauen in einer geschützten Kulturlandschaft. Die Beheizung des Niedrigenergiehauses erfolgt über eine Wärmepumpenanlage mit Sole-Tiefenbohrung.

Baumeister: Jägerbau/Pöggstall Zimmerei: Bauer/Schönbach Spenglerei/Dachdecker: Zwölfer/Schweiggers Elektrik: Berger/Krems Wärmepumpe: Schnauer/Krems Lüftung: Schmid / Rohrendorf bei Krems Fenster/Außentüren: Josko-Müller/Langenlois


471/09 | NEUBAU

WOHNSKULPTUR MIT AUSSICHT BAUMGARTEN

Planung: 2010 Realisierung: 2011/12 Bauweise: Massivbau Wohnnutzfläche: 318,45 m² Nutzfläche: 67 m² Grundstücksfläche: 951 m² Energiekennzahl: 30 kWh/m²a


Der abgetreppte dreigeschoßige kubische Baukörper (BKL I) wurde von DI Birgit Pastner als Wohnskulptur mit weitgehender Transparenz und Panoramablick über die Stadt Krems-Stein konzipiert. Nach der Realisierung mit technischer Hilfestellung des Bauateliers fügt sie sich harmonisch in die umgebenden Marillengärten ein. Gewohnt und geschlafen wird im Erdgeschoß, das Untergeschoß ist Arbeits- und Wellnessbereich, das Obergeschoß beherbergt die Bibliothek. Entwurf und Innenraumdesign: DI Birgit Pastner Konstruktionsplanung und technische Bauaufsicht: BM Winfried Schmelz Baumeister/Zimmerei: Bachner / St. Georgen am Steinfeld Spenglerei/Flachdach: Zwölfer/Schweiggers Schlosserei: Hinterkörner/Aschbach-Markt Elektrik: Volk/Sallingberg Heizung/Lüftung/Sanitär: Riegler/Melk Fenster/Außentüren: Josko-Müller/Langenlois

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553/13 | ORTSRAUMGESTALTUNG

PLATZGESTALTUNG PÖGGSTALL Entwurfsprojekt 2013 Auftraggeber: Marktgemeinde Pöggstall Entwurf: BM Winfried Schmelz, MAS, Mag. art. Tatjana Salomon Illustration: Hannes Ritzinger

Im Fokus des Gestaltungsvorschlags steht die Aktivierung des Lebensenergieflusses im Bereich der engen Ortsdurchfahrt. Dafür soll der alte Marktbrunnen wieder auf den Platz vor der Kirche versetzt und an dessen Stelle ein neuer, beruhigter Rastplatz mit Trinkbrunnen und geschwungener Schutzmauer zur Fahrbahn angelegt werden. Ergänzend ist eine stimmungsvolle Beleuchtung vorgesehen, um den neuen Rastplatz samt Brunnen ab der Abenddämmerung eindrucksvoll in Szene zu setzen. Der Entwurf nach geomantischen Prinzipien bringt alle Elemente ins Spiel: - Erde (Platzgestaltung und Sichtbeton-Sitzbänke samt Bepflanzung) - Wasser (Markt- und Trinkbrunnen) - Feuer (Beleuchtung) und - Luft (Wind) Im Zusammenwirken der elementaren Kräfte wird eine energetische Aufladung des gesamten Bereichs erwartet.


A

AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT BAUATELIER SCHMELZ SALOMON I architektur I design I geomantie

Das Jahr 2014 stand ganz allgemein unter dem Stern der Wandlung. Große Veränderungen gehen nicht ohne große Schmerzen vonstatten: Die Weltgeschehnisse mit schrecklichen Kriegen, der Bankenkrise, den immer spürbarer werdenden Auswirkungen des Klimawandels usw. zeugen davon. Krisen sind indes immer auch Chancen, nicht zuletzt darauf, sich dessen zu besinnen, was wahrhaftig von Bedeutung ist und für

ein wünschenswertes Zusammenleben Bestand hat. Der Ausstieg aus dem Turbokapitalismus schält sich als drängendster Wunsch immer deutlicher heraus, und zu diesem Verlangen nach mehr Fairness, Menschlichkeit und Harmonie, nach Ganzheitlichkeit, passen in meinem Metier Begriffe wie gesunder Wohnraum, Baubiologie, der Garten als Wohlfühloase, Energiesparen, aber auch eine Einbe-

ziehung subtiler, energetischer Ebenen. Genau das sind die Anforderungen, auf die wir als Bauatelier Schmelz Salomon mit unserer Arbeitsphilosophie und dem neuen Leistungsangebot eingehen. Philosophie. Der Wunsch des Menschen, in einem gesunden und harmonischen Umfeld zu leben, beruflich und privat, wird im dritten

Jahrtausend immer drängender. Wir praktizieren kraftvolle, dynamische Entwurfs- und Gestaltungsprozesse und erschaffen wahrnehmbar vitale, harmonisch proportionierte Räume – für Menschen mit ökologischer Verantwortung, die ihre Einzigartigkeit zum

Ausdruck bringen möchten und es genießen, sich wohlzufühlen. Neue Raum- und Gebäudekonzepte sind gefragt. Der Raum ist mehr als eine Hülle, Grundrisse haben mehr Ansprüche zu erfüllen als nur funktional zu sein. Raumkonstruktion und Umgebung bilden einen lebendigen Organismus, der seine Nutzer widerspiegelt und

somit ein Resonanzprinzip darstellt. Jedes Material hat eine Wirkung und Auswirkung. Unter Einsatz aktuellster Kenntnisse aus Architektur, Baukunst, Öko-Solar-Planung, Design, Raumpsychologie und -energetik sowie Feng Shui, Geomantie und Radiästhesie planen und realisieren wir dynamische, vitale Räume mit individueller Formensprache. Jede Raumstruktur und Gestaltung wird auf Nutzer und

Nutzungsweise abgestimmt. Somit entstehen individuell unterschiedliche Räume, Gebäude und Ausstattungen. Unsere Aufgabe sehen wir in der Dienstleistung und Kunst, die Wünsche und Bedürfnisse unserer KundInnen vollständig zu erfassen und diese mit Wissen, Intuition, künstlerischem Talent, Freude und Fachkompetenz zu verwirklichen. Ob Einzelräume, Gebäude, Neubau, Umbau, Einrichtung, Raum- und Farbkonzepte oder Raumharmonisierung, ob Privat- oder Geschäftsräume, gerne sind wir Ansprechpartner für alle Themen zu „Mensch und Raum“.

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WINFRIED SCHMELZ VERHALF ALS PLANENDER BAUMEISTER, SOLARARCHITEKT UND GEOMANT HUNDERTEN BAUVORHABEN VON DER VISION ZUR GEBAUTEN REALITÄT. SEINE LEITLINIE WAR DABEI STETS, MENSCH, NATUR UND TECHNIK ALS VERWIRKLICHBARE EINHEIT ZU BETRACHTEN. SEIN „SCHMELZWERK“ PRÄSENTIERT EINE WERKSCHAU AUS 25 JAHREN: KEIN BEST-OF, SONDERN DAS NACHZEICHNEN EINER BERUFLICHEN, BAUKULTURELLEN UND PERSÖNLICHEN ENTWICKLUNG VOM SOLIDEN, QUALITATIV HOCHSTEHENDEN BAUHANDWERK ÜBER DIE EINBEZIEHUNG ZUKUNFTSWEISENDER, ÖKOLOGISCH VORTEILHAFTER TECHNOLOGIEN BIS ZUR ERLANGUNG EINES GANZHEITLICHEN, GEOMANTISCH GEPRÄGTEN ARCHITEKTURVERSTÄNDNISSES. EIN RESÜMEE, DAS WEGE AUFZEIGT.

25 JAHRE BAUATELIER WINFRIED SCHMELZ

SCHMELZWERK – 25 Jahre Bauatelier Winfried Schmelz  
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